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HANDBUCH
DER
KLASSISCHEN
ALTEETUMS-WISSENSCHAF
in systematischer Darstellung '
mit boaoiidei'er Rücksicht auf Geschieht« und Motliodik der einzelnen
Disziplinen,
In Verbindung mit Öynm.-Roktor Dr. Autenrieth (Nürnberg), Prof. Dr. A
Bauer (Graz), Prof.Dr.Blass(nalle}, Prof. Dr. Brugmann (Leipzig), Prof.D
Busolt (Kiel). Geb.-Rat. Dr. v. Christ f München). Prof. Dr. Gleditsch (Berlir
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Dr. Judelch (Marburg), Prof. Dr. Jul. Jung (Prag). Prof. Dr. Krumbach«
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Schmalz(TauherbiflchofMheim), Prof. Di-.SIttl(Wiiriliurg.l, Prof. Dr.?'. Stengi
(Berlin), Prof. Dr. Stolz (Innsbruck). Priv.-Doz. Dr. Traube (München), Pro
Dr, ünger( Wilrzburg). Geb.-Rat Dr. v. ÜPllchsf (Würzburg). Prof. Dr. Morll
Voigt (Leipzig). Gymn.-Dir. Dr. Volkmann t (Jaiier). Prof. Dr. Windelban
(Stra«8burg), Prof. Dr. Wlssowa (Halle)
Dr. Iwan von Müller.
onL Prof. der klu^ebclicu l'liilolugi» in MQuiiLeu.
Neunter Band, 1. Abteilung.
Geschichte der byzantinischen Litteratnr
von Justiniun bis zum Ende des oströmischon Roichos (527—14!
MÜNCHEN 1897
C. H. BECK'SCHE VERLAGSBUCHHANDLUNG
GESCHICHTE
OEB
BYZANTINISCHEN LITTERÄTÜR
VON JÜSTINIAN BIS ZUM ENDE DES OSTRÖMISCHEN REICHES
(527—1463)
VON
KARL KRUMBACHER
l. O. PBOFBROn AK DKR rMVERsn . I mi m iUCN
•. o.
Zweite Auflage
benrbeitet unUr Mitwirkung von
A. Ehrhard H. Geizer
tm <ln l'nlvfnlUl WAnbarg
e. i. Prattvor ao du VDivcnllil Jeuk
KÜNCHEN 1897
C. H. BECK-SOHB VKIU, AUS BUCHHANDLUNG
OSKAH BKCK.
Alla Rechte rorUbiill«!
&ni]
CH. B«k'Kl» Uuohdnukfnl In KfirdllDg*il.
Aus dem Vorwort zur ersten Auflage.
Einer dpr ersten Sterne am philoIugiscJi-titstorischen Himmel von
IUiro|>n warnte mich Hinsl mit wndringlictien Worten vor dem Studium
der nnanssprechliclien Jiihr hunderte und ihrer p-istigsn Krzengnisse;
dio rein« Liebe xum Altertum und die itädagogisuhc Kraft mfisseu
terkfunmem, wenn sich die Philologie auf solche Abwege verirre; ich
mOge IJusse thim «nd zu den ästhetischen Fleischtöpfen der klassischen
Zrit zurückkehren. Wenn das am };rnnen Hohe geschieht, was soll
nuui vom dürren erwarten? Ks ist wohl xweifellus, dass die Mehr-
bU nnsen>r Fachgenossen sich noch auf dem Standpunkte des Bonner
I>oktor8 herindet, dem es unbegreiflich war, dass man sich mit ein»
Zeit befichäßigen könne, in der änö den Akkusativ regierte. Ich
bntiiülie deshalb hier nicht, wie es nonst in Vorreden hergebracht ist,
mein Verhältnis in Vorgängern damulegcn — denn ich habe keine;
«as mir obliegt, ist vielmehr, das wissenschaftliche Hecht des
tii'gL'nstandes an sich in Schutx xu nehmen. Ich will mich dabei
nicht in die Aufzählung von Einzelheiten und Nebenumstünden ver-
lieren, nicht von den mannigfachen Anregungen sprechen, welche aus
d«T byzantinischen Litteratur fflr ein vertieftes Studium des helleni-
h-Ikhi Allerttims und der griechischen Gegenwart, für die Erforschung
des mittelalterlichen Kulturlebens der Urientalen, SUven und Abend*
Under. insbesondere Tur die Erkenntnis der aus einem analogen
Kntwickelungsprozess hervorgewachsenen Sprache und Litteratur der
fontaiiitcben Völker geschöpft werden kennen. Die Hmiptsnche liegt
tndcTsrva. Die auf allen Gebieten anerkannte Forderung, diss die
historisch«- Kuntinuitdt im weitesten Umfange aufgedeckt und be-
■cfarieben u'crde. darf auch in der griechischen rhilologie nicht langer
VI
Ana dem Torwoit snr erBt«n Aun&ga.
beiseitt: gescliobfsa werden. Was dem ttbertlächlicben Uetracliter (
dunkeln Jahrhiindei-te nichtig und wertlos dilnkt, erweist sich bei ein
liebcvullcn Studium des gesamten politischen, kulturellen und sprai
liehen Hintergrundes als bedeutend. Diesen Vorgang des Anwachs)
der Tuilnahme und des Verständnissen habe ich unzähligemal aa i
selbst erlebt, er wird sich auch in anderen vollziehen und wird ei
lieh der byzantinischen Kulturwelt in der Wissenschaft ihre berechti|
Stellung erobern, llomei-, Soplioklea und Pinto sind ewig; die isolie
Betrachtung dieser Geisteslielden ist aber nicht das Höchste; auch
treten näher, gewinnen an Leboii und sprechen deutlicher, wenn i
sie auf der liie^enfolie einer Geschichte des griechischen Geistes u
der griechischen Sprache zu begreifen und zu geniessen versuchi
Um es kurz zu sagen; soll sich die Philologie als eine geschicl
liehe Wissenschaft im vollsten Sinne des Wortes bewähren,
inu£S sie auch die Erfoi-schung der byzantinischen Zeit ohne Itü(
halt in ihr Bereich ziehen; dann müssen auch die gutgemeinten I
denken der sinnenden Gcmbter verstummen, die noch nicht geläi
haben, die Begriffe des ästhetischen Vergnügens und der pädagogisch
Brauchbarkeit von dem der wissenschaftlichen Forschung zu trenne
verstummen werden die Einwände der wissenschaftlichen Üureaukratt
welche die philulogischcii Studien auf einen dui'ch höhere Verfügu
bestimmten Kreis anerkannter Schriftwerke beschränken möchten; c
Erforschung einer Wahrheit im 4. Jahrlmndert v. Chr. wird nicht me
für verdienstlicher gehalten werden als die Aufdeckung einer solch
aus dem 14. Jahrhuadcrt n. Chr.
Alles das ist so einfach und selbstverständlich, dass man äi
scheuen müsste es öffentlich aus/,us]irechen, wenn es nicht das Schic
sal des Einfachen und Selbstverständlichen wäre, dass es im bitteri
Streite erkämpft werden muss. Die Kraft der Thatsachen wird ab
auch hier zum Siege gelangen. Es wird in der philologischen Wisse
Schaft Ähnliches geschehen wie in der Landschaftsmalerei. Da gab
eine Zeit, in der man sich nur für himmelblaue Seen, für rosig
Alpenglühen oder üppige Friihlingsgelande begeisterte; seitdem h
loan gelernt, in jedem Stiicko der unendlichen Natur das Göttlicl
und Ewige zu finden; man hat entdeckt, dass sich einem polnisclu
NoveJiiberabend auf morastigem Neubrucliland ebensoviel Feinheit ui
soelische Stimmung entlocken lässt als den früher beliebten „scIiOnt
Ans dem Torvort sor erstea AutUg«.
vn
len". So wird niicli der Litterarhistorilter der Zukunft juder
[Mjchc in welcher Menschen dichteten und duchtim, dieselbe Teilnahmo
entgeirenbrinG;en. Wie der beschräniite ethnographische StandjiunktdiT
Itn HeHenfn durch den wultgenioinscliaftlichen Gedanken des Cliristen-
nu Ungst praktisch überwunden ist, so wii'd auch die Wissenschaft
•i aller V<sn>onkung in di« Kinjtidforschnng gieichutfitig ihren Gesichts-
kreis mit ungeschmälerter Sorgfalt über Zeiten und Vülker ausbreiten.
Was ich in diesem Sinn« für das byrjintinische Zeitalter 2U thun
TKrmochtc, ist freilich nur eine Arbeit ans dem RoIien. Die erstü
Aufgabe war hier, Grundlagen zu schatfen und ein Gerüste anfzu-
richti'u. Kein Mitforscher wird das Fuchwerk, das er sich zur Be-
bi^itnng ausgewählt hat, schon so voltendet und geglättet vorfinden,
Aass ihm nicht noch sehr Tiol xu thun übrig bliebe; dafür wird aber
jtdem wenigstens eine Planskizze, ein roher Unterbau und ein Schutz-
dach gegen Wind und Wuttttr geboten. Kur eine Gattung, diu eine
selbständige Abteilung gebieterisch verlangt hätte, ist vorläufig in
niden Gemächern untergebracht worden, die Theologie und diu
mit ihr verbundene Hagiographic Daran ist nicht Abneigung
Kchiild, sondt-rn Mangel an Zeit und Vorarbeiten. Kine Wissenschaft*
lifhp Diirsti'Uung der theologischen Litteratur konnte ohne ein gründ-
liches Studium der Kirchengeschichte nicht gewagt werden; hiefür
fehlt es aber an geeigneten Hilfsmitteln; die Lehrbücher der Patristik
wie auch die neueren SpezialunterNuchungen reichen kaum bis auf
Jobnnnes von Duinaskos; die spätere Zeit ist nur an cinxclneu Punkten
aiirgehfdlt
Was die üLrigen l-'jtdier anlangt, so ging mein Streben dahin,
dun gegenwärtigen Stund unseres Wissens u{3gliolist klar, anschaulich
and zweckmässig darzulegen. Manchmal befand ich mich freilich in
der peinlichen Lage eines Kichters, der das Urteil sprechen soll und
nicht die Zeit hatte, um die l'n)zessakten genau und mit sorgsamer
Überlegung «i prüfen. Oft rousste ich gerade da abbrechen, wo sich
eine Stelle zu lichten begann und wo unter dem wüsten Geröll ein
Goldkoni durchschimmerte. Auch möge man bedenken, dass, wie die
Imcanlinische Litteratur selbst ?.ü allen Teilen der altgriechiächen in
mger Beziehung steht, so auch der Bearbeiter derselben die Doppel-
EfgalM" übemohmen musste, sowohl den iilten Originalen als den
ttelgriticlii scheu Ueäexen seine Auünerksamkeit zuzuwenden. Unter
vm
Ana dem Torworl snf eraUn Anfliife.
solchen umständen war es nicht möglich, innerhalli einer absphhare
Zeit zu einer gleichiiiässigen Duruhurbi^itung des ganzen, mannigfaltige
und schwer zu sichtenden StotTes xu gelangen ; docli war ich stei
bestrebt, auf nnebeno und dunkle StelU^u mit sc^hlichten Worten aui
drCtcklicb hinzuweisen. Was sich an Vorarbeiten finden tie-ss, hat
ich dankbar und gewissenhaft benutzt, ohne nach einem falschen Scheli]
von Selbstaudigkeit zu streben. Für grössere Partien der Chronikei
litteratur dienten die iiusgiyieichneti'n Forschungen von F. Hirscl
C. de Boor und 11. GelKer. f(ir den Roman das berühmte Buch vo
£. Rohde, für die Kirchen poesie die gnindlegenden Werke von J. 1
Pitra, W. Christ und W. Meyer. Die weitesten Strecken wäre
freilich ohne Führer zu durchwandern, und auf manchen Gebieten wi
in dorn Urwuld der vulgargriGchisühen Litteratur fehlte es sogar a
den notdürftigsten Wegweisern.
Fast völlig musste ich darauf verzichten, die litterarischen Tliai
Sachen durch eine begleitende Schildenmg der geschichtlichen uii
kultun'Uen (irundlagon zu erläutern. Gerne hätte ich den byzaii
tinischen Menschen bei der Arbeit, in der Familie, im gesellschafi
liehen und i»ilitischen Leben dargestellt; wie verluckend war es, da
Gewiihl der orientalischen und fräidcisdien Handelsleute in den Ba
zaren, das Treiben der viclsiirachigen SMdnerscharen in ihren Kn
serncn, die Thätigkeit der Matrosen auf den flinken Dromonen, di
Lebensführung und Sitte der Mönche in den zahllosen Uiesenklrtsteri
und das festliche Geprange des kaiserlichen Hofes an geeigneten Stellei
in das litt(;rarische Bild zu verweben. Doch war für einen solchei
Plan, selbst wenn die knapp zugemessene Zeit seine Ausführung ver
gönnt Iiätte, der Kahmen der Arbeit durch den Zweck des Unter
nehmens. dem sie einverleibt ist, von Anfang an zu enge gezogen
1'^ war nicht im'iglich, in einem Kompendium den ungeheuren Heichtuii
von Ideen, Sitten, Gewohnheiten, Einrichtungen, politischen, sozialen
religit'isen und künstlerischen Tliatsachen, die zur Ausfiüirung eine:
lebensvollen Bildes der Litteraturgcschichte nötig wären, attdi nui
andeutungsweise zu umfassen.
Ein möglichst reichhaltiges und zuverlässiges Verzeichnis dei
Ausgaben und IIilf.<<niittel erschien mir für den gedeihlich(>n Fort-
sdiritt der byzantinisclien Studien um so mehr von Bedeutung, als es
bis jctEt für diu byzantinische Litteratur weder eine BibliogruphiE
JUw dani Toiwott snr «rstan AirflBg«!
IZ
noch ein« FacIizPitsohrift oder einen kritischen .liiliri'sbtiriolit gibt. Eine
absolute Tollständigkcit war oline den Ilt^such zahlreicher Bibliotheken
uioht zu erreichen und konnte bei einzelnen Autoren wie bei Psellos
nicht einmul nugcstrebt werden. Prinzipiell habe ich mehr Wert auf
diß neneren Krscheinungen gelegt als auf die häufig gän7.1ich
wertlosen und i»chwcr znglinglichen alten Drucke, die später in he*
quemt-rer Fonn wiederholt worden sind. Vor Abschlnss meiner Ar-
beit habe ich ein halbes Jnhr geo|)fort, um die letzten 15 — 30 Jahr-
gioge aller mir zugänglichen philologischen, archäologischen, thcologi-
acbfn and historischen Zeitschriften Europas sorgf;iUig durchzugeliün.
Wenn die mCihevoUe Wanderung auoli zuweilen auf lange Strecken
ohne Ansbente blieb, so erfreute nicht selten ein glüclclieher Fund an
einem (>rta, wo niemand etwas Byzantinisches vermutet hätte. Wenn
es nuD auch bei einem Unternehmen von so grosser Ausdehnung
■iernjUs an Nachtragen fehlen kann, so hotfe ich doch, dass von den
tB unserem Jahrhundert Terüffentlichten Ausgaben und Ililfsschriftcn
wenig Bedeutendes ilbersehun worden ist. Erheblichere Lücken bleiben
nhrvcheiiilich nur in der auf Byzanz bezüglichen russischen Litte-
latiir ßbrig. Denn obschon der Direktor der Münchencr Staatsbibliothek,
Herr G. Laubmnnn. meinen Wünschen, soweit es möglich war, mit
ptester Liberalität entgegenkam, so waren mir doch manche wichtige
Krscheinitngen unerreichbar, leider auch die allcrwichtigste. das .lour-
nal des Ministeriums für VolksaufJclaning. Einen teilweisen
Enati bot das Archiv fitr slavischc Philologie, eine der go*
üegensten Zeitschriften Europas, die frei von chanvinistischen Ten-
iksiien und gelehrtem Dünkel fest und zielbewusst ihren Weg schreitet.
Nuch sei gestattet, dass ich den wenigen Freunden, die durch
Sumdnng von Schriften oder durch persönliche Anregungen das
dornenvolle Werk gefordert haben, OtTentlicti meinen Dank ausspreche.
lubecondere fiible ich mich den Uli. Professoren G. Destunis in
Petrrsbnrg und E. Kuhn in München für zahlreiche und wertvolle
bibliographischü Nacltweise verpflichtet
München, im Oktober 1890.
Karl Krumbacher.
X
Vorwoit inr sirelUn Asflsg*-
Vorwort zur zweiten Auflage.
Als in nn«rwiirtet kurzer Zeit die Aufforderung xu einer Ni
hcarbcitung dioses Huchcs an mich gelangte, war es mir klar, dl
mit einzelnen Bcsseningen und Nacliträgcn liier nicbt genug gotl
war. Die giinstigt; Anfnahim.', die der erste Entwurf trotz seil
Mangel gefunden, machte es mir zur Pflicht, ihn durr.bgreifund
verbessern und zu vervollständigen. So setzte ich denn alles dan
um das Buch zu einem mißlichst IcistungsfÄhigen Arbcitsini>truine
zu einem zuverlässigen Führer durch den für den Neuling so a
sclircolcenden Urwald der byzantinisohen Littirratur auszugestalten. &
peinlichsten war in der ersten Auflage die fast völlige Ahwesenh
der theologischen Litterutur omjpfunden worden; dieser Mangel musi
vor allem gut gemacht werden. loh begann meine Studien mit d
theologischen Litteraturgattung, zu der ich mich von jeher am meist
hingftzogtfn fühlt«, mit den Ocschichteu der Märtyrer und Heilige
Als erste Frucht dieser Thätigkeit konnte ich schon im Jahre 181
meine „Studien zu den Legenden dej; hl. Theodosios" vorlegeiL
tiefer ich mich aber in die theologische Litteratur versenkte^ des
mehr wurden mir die grossen Schwierigkeiten bewusst, diu hier, wenig
auf dem rein ütterarisohen, als auf dem sachlichen, besonders de
dogmatischen Gebiete, liegen. Inzwischen begann die für die Redakti<
der Byzantinischen Zeitschrift, besonders für die Herstellung derBibli
graphie notwendige Arbeit, die ich bei der Gründung dos Organs b
deutend unterschätzt h'itte, meine Zeit und Kraft mehr und mehr
Anspruch zu nehmen, und ich musste einsehen, dass mir zunüuh
eine andere umfassende Arbeit unmöglich wurde. Da war es den
hoch erfreulich, dass sich Herr Albert Ehrhard, Professur de
Kircliengeschichte in Würz bürg, a\if mein Ersuchen bere
finden Hess, das Kapitel „Theologie" auszuarbeiten. Er hatte scho
früher bei seinen handschriftlichen Studien auf einzelne byzantinisch
Theologen geachtet und war hiedurch besser als viele andere IVi
seine Aufgabe vorbereitet. Es i.st ihm gelungen, in dem kurzen Zeil
räume von zwei Jaliren die noch von niemand gelichtete tlieulogisch
Torwort bkt iwailsD Anfiaga. 21
Litteratur der byiuiiilinisclien Zeit zu bewältigen. Doch bittet micli
Elirhard Uta dio Erkiirung. das« er bßi der Ausarbeitung mancher l
Partien dnrch die Kürze der zugemessenen Zeit wie auch durcti die;
Tun deui Vcrlt'g4;r auferh^e Uescliränkting (Us Raumes behindert
wurden ju^i und manches ohne diesen dojiiieUcu Zw;ing ringehendor
duryestelJt und wohl iiucli manche Fraffe besser ei-gründet liätte. Der
TOD Ehrhard bearbeitete Abschnitt erstreckt sich von S. 87— S18.
Wer je auf dem byzantinischen Gebiete gearlicitet hat, weiss, wio
läufip mau das Fehlen einer kurzgefassten. zuverlässigen und dem
twoesleu Stande der Forschung entsprechenden Kinzeldarste! Iniig der
byxBDtinischea Gesobtohte schmerzhaft cniptindot. Nun ist auch
dtesCTD Hangel abgeholfen. Herr llofrat H. Gelzer, Professor der
tieschichte in Jena, hat auf meine BitU- eint^ Skizze der byiuintini-
•oben Geschichte abpefasst, die dem Bnclio als Anhang S. 911—1067
lifigegebe]] ist.
Ind<in idi meinen hochverehrten Mitarbeitern auch an dieser
Stelle föT ihre liebcnswiirdip? Mitwirkung anfrichtlg daidte, betone
iA XQf Vermeidung etwaiger Missvcrslandnisse noch ausdrücklich, dass
selbstn-rständlich jeder für .seinen Beitrag die volle und atis-
»chliessliche Verantwortlichkeit trägt.
Auch libcr meinen eigenen Anteil an der neuen Bearbeitung bin
idt ilrm Leser einig» Erkläi'ungcu schuldig. Was mich bei uieiuen
Studien auf dem byzantiuischen Gebiete und insbesondere bei der
.\usnrbfitung der urstiui Aull.ige dti^es Buohes am häutigsten und
«t-irkstrn gestört hatte, war die absolute Uiizuverliissigkeit und Mangel-
hnfti^kril der Au.'^lx-n und Hilfsmittel, (irnbe Irrtiimi^r, Missverständ-
nu»":, Ilalbrichtigkeiten und Halbheiten begegnt-u auf Schritt und Tritt;
*ie die Texte selbst meist ganz elend verdtFentlieht sind, so wimmi^lt
t% von unrichtigen oder ungeuanen Angaben über Zeit und Person
der Verfasser, über Titel, Umfang und Einteilung der Werke. Des
bekagliehen Gefidiles, mit dem wir die antiken Schriftwerke in ihren
tnfflichcu, beciuemen, oft luxuritteen Ausgaben genicssen, kann der
Frvnud der byzantiuischen Studien nur selten froh werden. Dazu
[ bxtimt, dass zahlreiche byzantinische Schriftwerke, darunter selbst
I luDcbe für das Verständnis des litterarhistorischcn Zusammenhanges
^uiuvtbehrliche, nuch gar nicht ims Licht gezogen sind. Kurz, die
I
J
XII
Torwort lar sirflitBii AnHag*.
gftieJiiit<'-s lind g^ründliclics Studium dieser x'ergilbtPii Originaliei^u
schien mir daher die wichtigste Fordoruni; Für niiic Kttulicjirlteitu
des Buchen. Auf zwei grossen Studienreise» wurde es mir mögUt
mehr »Is tilUKOiid llnitdsuhrifti'n byzaiitiiüschfn Inhalts teils xa e
«eriiieren. teils mit gedruckten Texten au vei^loii;heu oder zur At
klürung bestimmter Fragen einzusehen. Der wissenschaftliche Gewü
dieser Arbeit war über Erwarten reichlich. Selbst auf Littcrato
gebieten, wo genügende Thnicke vorliegen, ist mir erst beim Studiu
der Prrgiimente iiber den Cliaraktcr einzelner Werke und ihren hisl
rlschcn Zusanunenliang das rechte Licht aufgegangen. Wenn es n
z. B. jetzt vielleicht gelungen ist, die. Entwickelung der byziintiniscb
Profanpoesie einigermassen klar zu legen, so verdanke ich das wesei
lioh den Beobachtungen, die sich mir beim Studium einiger llaa
scliriften des Georgios Pisides, Theodoros Studites. Nikolaos Kallikli
Theodoros IVodrtimos u. a. aufdräugti^n. AVir vielfach Nachweise ei
Miner, oft abgclegeniT utid verschollener Handschriften nun raöglii
wurden, lehrt eine flüchtige Ihirchsicht jeder Abteilung der neui
AufInge. Immerhin konnten, der Natur de,s Buches gemäss, nur d
wichtigsten Ergebnisse aufgenommen werden. Manche wertvolle Stücl
des giaammelten Materials hatte ich schon früher befreundeten Fad
genossen überlassPii, die sie teils in der Byzantinischen Zeitschril
teils in selbständigen Arbeiten verwerteten. In diesen Fällen lie
ich CS natürlich mit dem Hinweise auf die betreffenden Arbeiten b
wenden.
Neben den Handschriften, aus denen ich iicrsOnlich das meis
gelernt habe, durfte auch die gcdi"uckte Litteratur nicht vernachlässi;
werden. Ich habe mich bemüht, sowohl die älteren Hilfsmittel ur
Ausgaben, von denen mir beim ersten Entmirf manches entgang*
war, als die seit dem Jahre 1890 veröffentlichten neuen Beiträge i
vollständig und gründlich als möglich beizuziehen. Der Zutluss neui
Arbeiten von allen Seiten war so reichlich, dass ihre Bewältigui:
kaum noch hätte gelingen können, wimn niclit die rasch anschwellende
Fluten noch rechtüeitig in das Bett von Fachzeitschriften gelenkt wordf
wären. Zur Ausfüllung der Lücken des ersten Entwurfes sind ei
neues Kapitel (Fachwissenschaften) und eine Reihe neuer Paragraph«
liinzugefügt worden. Durch alle diese Zu.sätze und die Beiträge meint
Mitarbeiter ist leider der Umfang des Buches, trotz des eifrigste
Torwort «nr cweiten Aoflftg».
xm
Strcbeus iiacb EOrzc und der ausgioliigsten Anwendung des kleinen
Druckes, lK,*denk]ich angeschwollen, und kaum ist es noch gelungen,
die TAr.dcn BvuutuT so luibof^ueme Abteilung in zwei Blind» zu ver-
meiden.
Besonder« Liube hübe ick auf die Abfassung der an den Suhluss
des Buches gestellten Realbibliographie verweiidet. liier sind die
Summfn langjälirigcr Erfahruugen niedet^elcgt, die positiven und nega-
tiven Ergebnisse zeitraubender und mühevoller Naohforschungon; solche
Xachforsohungen, durch welche der Fortgang der wissenscliaftlichcn
Arbeit so häutig aufgehalten und so viel Zeit vergeud(;t wird, den
Milfiirscheni möglichst zu ersparen oder wenigstens zu erleichtern, daa
war das Ziel, das ich bei der Sammlung der nun in 17 Abteilungen
untergebrachten Litteratur vornehmlich im Augu hatte. Vollständigkeit
konnlu in nmnchen Rubriken wie in der Kirchengeschichte, Kthno-
graphie. ()e()gra]ihii'-, Kpigraphik nicht angestrc^bt werden. Namentlichj
mossten Qberutl, wo reich bebaute Xachbargebiete zum Besuche lockten, 1
praktisclie Erwägungen die Auswahl und Abgrenzung leiten. Manche
wirkliche Locke rfihrt davon her, dass die einzelnen Rubriken mit
ihren Unterabteilungen nicht von Anfang an fest standen, sondern
i-prt im Liiufe der Jahre als notwendig erkannt und eingestellt wurden.
Mir unerreiclilmre Schriften habe ich hier, wie auch in den anderen
Teilen des Buches, meistenteils, namentlich wenn mir die Notiz aus
irgend einem Gmnde verdächtig vorkam, als „mir unzugänglich" be-
ir-ichnet Dass ich mich so oft zu diesem stets fatalen Cieständnis
b«iuemte, möge mir der Leser nicht zum Vorwurfe machen. Wenn
auin fremde Uibltotheken immer und immer wieder vergelilich zu Kilfo
nift, wird man schliesslich des Briefschreibens müde; ausserdem setzen'
■Doh die beträchtlichen materielh^n Opfer, die mit einer häutigen Bei-
utrhnng answärtiger Bibliotheken verbunden sind, einem mit Glücks-
;iit4.Tn nicht gesegneten Kxtraordinarius gewisse Grenzen. Übrigens
ck«utc ich selbst vor grösseren Reisen nicht zurück, um das Material
Münzen. Das Journal des k. nissischen Ministeriums der Volks-
lafkUmog, das mir bei der Abfassung da ersten Auflage ganz
äugelte, habe ich erst in Berlin, wo leider die ersten 164 Bände
[•D, und in der Wiener Hof bibliothek, die ein bis auf die ersten
10 Bitndu vollständiges Exemplar besitzt, fiir meine Zwecke exzerpieren
.haaea.
XIV
Torwort aur sweitcn Auflage.
In die llersfcllung des Registers haben Elirliartl und ich U
in der W«ise geteilt, diiss Khrhard sei« Kapit<il (S. 37—218), i
den übrigen Teil des Buches, auch Geizers Äbriss der Geschichi
iit>Brnalim.
Bei der Wiedergabe der zalilreiclioii fremden Namen lial
ich, sowiMt es ni<)glich war, eine einheitliche wissenschaftliche Tra
scriptionsweise befolgt. Völlige Konsequenz war freilich nicht zu e
reichen. Daran hinderte namentlich der Umstand, dass die SIav(
und Griechen, wenn sie in fremden Siiraclicn puhlizicren, häufig ih
Namen nach verschiedenen und zum Teil recht willkürlichen Pri
xipieii wiedci^eben. Wenn z. B. Stasov, Vcsolovskij, Lampros
französischen oder deutschen Arbeiten sich Stassoff, Wesselofsk
Lamhros untorKeichnon, so durften diese seltsamen Furmen aus bibli>
graphischen Gninden nicht geändert werden; wenn aber rnssiscl
»der griechische Schriften dersrlhen Verfasser zitiert werden, so e
scheinen ihre Namen in den an erster Stelle angeführten, dem Trai
scriptionssystem des Hnches entsprechenden Formen. Der von manche
empfohlene Ausweg, bei solchen Abweichungen die richtige Trat
scription in Klammem beizusetzen, z. ü. „Lamhros (d. h. Lampros)'
erschien mir doch m unschön und zu umständlich. An manche Trar
scriptionen wie Car statt des altmodischen Czar oder Zar wird sie
der deutsche Leser freilicli erst gewöhnen müssen.
Zahlreiche Beiträge und niltzHche Anre^ngen verdankt die neu
Bearbeitung den Gelehi-ten, welche sich der Mühe unterzogen liabei
die erste Aufhige ausführlich zu besprechen, besonders den llerre
D. BikOlas, J. B. Bury, Cli. Diehl, J. Dräseke, H. Gehei
F. Hirsch, K. Uiick, Seb. Merkte, Gust. Meyer, K. Oster, 1
Tacchi Venturi, D. Therianos, H. ¥. Tozer, Th. Uspenskij
C. Weyraan und 0. A. Wilkens. Mehrere Fachgenosson wie di
Herren W. Fischer, H. GcUer, E. Kuhn, K. Kurtz, C. Neumann
K. l'atzig, N. Politis, M. Treu n. a. haben das Werk durch Zusen
düng vuii Berichtigungen und Nachtriigiui gefördert. Herr H. Morit
)iat die Zusammenstellung der Kegentenlistcii besorgt; Herr J. Scheib
maier ist beim Lesen der Korrekturen meinen öfters den Dienst vcr
sagenden Augen zu Hilfe geeilt; die Beamten der Mikncliener Hof- un(
Staatsbibliothek und der Universitätsbibliothek, besundcrs die Herrei
Direktor G. von Lnubmann, Oberbibliotliekar II. Schnorr vouCaroU-
^^^^^^^^^^ Vorwort rvt tv«iteti Anttftg«. ^^^^^ jy
fcld und Sekretär F. Boll sind meinen oft weitgehenden und lästigen
IVunschtm stets liebenswürdig entgegengekommen. Ihnen allen und
tuuiobrai atigen:tnnt<^n Förderern des Werkes sei hier aufrichtig Dank
Das drQükende GefiÜil dtr Unsicherheit und Besorgnis, mit dem
ich den ersten Entwurf dit^ses Ituclics in die Welt hinausschickto, hat
iticli in festes "Vertrauen auf die Zukunft der bywtntinischen Studien
gewandelt. Selten ist eine nc^ue wissenschaftliche Disziplin iu einem i
so Icurw^u Zeiträume innerlich und äusserlich so mächtig g(;wachsen.
Von der energischen und fruchtbaren Thätigkcit, die sich auf diesem
(tL'bicte seit einigen Jiihron allerorten entwickelt hat, zeugt fast jede
Sdte der nenen Bearbeitung. Noch mehr fallen die äusseren Fort-
«fhntte der by»\utinischen Disziplin ins Auge. Das in der Vorrede i
ilcr ersten Auflage dieses Buches schrtchtern angedeutete Vitrlangon
nach i-iner Fachzeitschrift und einem kriti.scheu Jahresberichte ist heute
iwciftich crfrült: durch die Byzantinische Zeitschrift und den Vi-
lantijskij Vremennik(vgl. S. 1143t. Eine weitere Förderung erfuhren
dio byxantinischen Studien durch die Gründung eines k. russischen
arehiolügisclien Instituts in Konstantinopel, das seine Haupt-
uCuerksamkeit natui^emäss auf die byzantinische Zeit richtet. Auf
den grusseu uationalen und iuternatiunalun Gelehrtenversaniinlungcn,
die das walire Kennzeichen des gemeinschaftlichen, Menschen und
Volker verknüpfenden Zuges der heutigen Wissenschaft bilden, war
Bfianz früher, wenn man etwa von den archäologischen Kougrcsson
ia Bnsslnnd absieht, nicht vertreteu. Auch hier ist eine Besserung
nagctreten. Anf dem zehnten internationalen Ürientalistcu-
koDgress, der im St-ptember 1894 zu Genf abgehalten wurde, war
Bie griechisch-byzantinische Sektiu» eingerichtet und für den näch-
sten Oriontalistenkongress, der im Jahre 1897 zu Paris statt-
indcn «ill. ist eine S«*i:tion „Griechenland in seinen Beziehungen zum
Uiient vom Altertum bis zur Gegenwart" in Aussicht genommen, deren
LMTluiiileil voraussichtlich dem „halborientalischen" Byzuuz zufallen
«trd. Endlich besitzen die byzantinischen Studien seit dem Jatu« 1892
ihtreh die hochherzige und einsichtige Entschlie^sung di-r k. bayerischen
ioning einen Lehrstuhl au der Universität München, und in
folgenden Jahn-n sind sie auch in Itussland, Holland und
igarn in den Hubineu des Univorsitatsunterrichtes gezogen worden
VI Tonrort snr awelt«n Anflkg«,
gl. S. 1140). So mehren sich allenthalben die Anzeichen, dass
ittel- und neugriechische Philologie sich in kurzem zu einer sf
Undigen, neben der romanischen, germanischen und slavischen Ph
gie gleichberechtigt dastehenden Disziplin ausgestalten wird. X
tzu war es höchste Zeit. Die grosse Eenaissance des lange un'
iickten griechischen Ostens gegenüber dem lateinischen Westen,
jlche die byzantinische Periode einem Forscher erschien, durfte
de heute von der Wissenschaft nicht länger verkannt und ignor.
srden. Denn wenn nicht alle Anzeichen der Zeit betrugen, st
ae ähnliche Wiedergeburt und Neubildung des südöstlichen Euro
sm Geschlechte der Gegenwart bevor.
München, im Oktober 1696.
Karl Krumbacher.
InhaltsTerzeichnis.
Elnleitnng. Reite
Begriff and allgemeine Geachichie der byz. Litterstur 1
Churakteriatik 20
loternationale KultnrbeziehungeD 31
Erste Abteilung.
Prosaische I.Ut«rstnr.
1. Theologie (bearbeitet von A. Ehrhard) 37
Charakter und allgeraeine Geschichte 37
A. Dogmatik und Polemik .... 46
B. Exegese 122
C. Asketik and Mystik 139
B. Geistliche BeredBamkeit 160
E. Hagiographie 176
F. Eateaen 206
2. Gescfaichlschreiber und Chroniaten 219
Einleitung 219
A. Die Gesch ich tach reiber 228
B. Die Chroniaten 319
3. Geographie 409
4. Philosophie 428
.'). Rhetorik, Sophiatik und Epiatolographie 450
C. Altertamawisaenschaft 499
Allgemeine Charakteristik 499
A. Philologische PolyhistoreD und Scholissten 503
B. Wörterbflcher 561
C. Otamniatik 579
D. Metrik und Hnsik 594
E. Sammlungen von Sentensen und Sprichwnrtem 600
7. Fachwisseaschafteu 605
Rechtswiesenschaft 605
Medizin 613
Mathematik and Astronomie 620
Zoologie, Botanik, Mineralogie, Alchemie 631
Milit&rwissenschaft 635
Zweite Abtei lang.
Poetische Lllteratar.
Allgemeine Charakteristik, Einteilung, raetriache Formen 639
]. Kirchenpoeaie ............. 653
A. Geschichte der rftfamischen Kirchendiohtung 655
B. Die Form der rythmischoD Kirch endichtung 090
iL Profanpoeaie 706
will
lahBlteranttiebnla.
I>iitto Abteilung.
ViilcArKrtechlMCbc Lttlrrntnr.
^ Einleitung
EntftT AbAohnitt.
Poetlitohn IJtlcriitar.
1. Lfhr- un^ Gelegen hei lag mticlit«. PtirHl«tliinK veriDiscIit^r Stoffe
2. S«K4inliAftc und hietDrisch« Diclituniten aal nutiotiHlcr Giundlag;«
3. RamnnliRclie Dii^litiingen Ober linliko Stoflo ..... . |
■^. lintmuitinclin DichtungMi flbtr tnittolflltorlicltc. lum Teil abenillSDdiscIlc Stoffe
6. TicTgoKcb ichton ^^H
Zweiter Abschnitt. ^^1
ProwiUcbe Littorktnr.
Vorbeniorkong
Bnrlflam und Joesuph ,
SyntipM
Stephiinit«« und IchnelAlee
Leben Heu Aesop
Die AHisen der Königreiche Jeniealem und Cypern
Die Chroniken Uea Leontiufi MachaertB und des Georg Buhtrone ....
HiiususneibOoher . . '
Sprichwörter
PerspbrAsen und Oberaetzongen
Anliang.
AbriMt llvr brzantinisfh«» Hnlserg«»t«lilcblr (beerbeitot von
H. Geiser) .
Allgemeine BIbllogritphle.
I. Politisohe Oeschiohte
8. Innere Oesohieht»
8. Eirohengeacliicht«
4. Cbrunologie
h. Internatiunale Kulturbesiebungen ....
6. Etbnügrapbio
T. (leogTuphie
8. Topügrupbie
U. Kunstgosvbicltte ... .....
10. Nuniiamatik
11. Sigillogrupbi«
12. Epi^rnpbik
13. Sprache
14. 8ngonkundo, Volksglnubo u. h. w
ih, äeechiohte der byxNnlintBchcn Philolugls .
16. Uyznm in der sebOncn l.itternlur ....
17. Zoitiichriftcn. Hibliographiaab* llilfemittol
R«>KenleiillHteD
Itegixtcr dnr rnimneD und äachen
'Abkflriniigeii.
■bLgr.
Mblwgr.
AbkÜrzung'en.
Abhandl. h*jn. Ak. = AbhBndlonRvii i*r philo*.' philo!. CIhm dorlc. baf«r. Akademie der
WisMiueUteD.
An. (Jr. = An«odolB Gneca (dor E!«TKU«g«bar wird immor g«nnnnt).
Ab Oxml = AMcdota (inwcn « codiciba« miuiu«mptis bibHothecHrum Oxoniennium od.
J. A. CrtBMr. 4 voll.. Oxford ISSS-ISST.
An. Pari«, -^ AiH>cd«ta GrMCa e codicibii» innmiHcripUs bibliothccnn rngiae l'nriBinnsiK od.
J. A, Oamer, 4 roll.. Oxford 1^39 -1841.
AwBMira ds I'miwc. ^ AnnuRiro d« THMociation [wnr l'Micourngomont iloe dtndo« grocquo*
OB Franof, Paris lf)6T IT.
AkL ftlav. Pbil. = ArcbiT fUr slaviocbe Philologio. Bnrlin, Woidniann 1876 IT.
vqIx. — Dihliothiqao graoquo VBlgaire publik par E, liegrand, 7 tomn, Paria
I8MI-IS06.
Ii*ll. = BiUiognphi» hcUdoiqiM ou dMoriplion raiaoiuiät dca ouvrogoa publiäs
OD groc par 4m Grau aox XV ot XVI' nit'Moa par E. I^grand, 2 toinoa,
Paria 18S5.
Iioll. du XVII* eifecle = Bibliograph!* hellfniqne ou deaoription raiMmniie doa
oorragM publik [uir des Urece au dix-septiMiie ai^cle pnr E, Legraad, S loniea,
Pwia l»D4- 1&9.V
BacotL yJMtnik ~ Bogoalorsklj vjeidnik d. b. Der UieDlogischti Bot«, Orgaa der Moakauor
tbeolog. AkadfRii« (eraciioint munatliuh).
B. IL "^ l)fUiilini«obc Z«itsRhrifl hcrauagcgabeo von K. Krumbaubor, LeipEig 1)402 B.
UamiMi ^ Carmina grnvca Rirdü Mvi ed. Gull. Wagner. Leipuig 1Ö74.
Ctriat. Hmim ^= Cfariatjanako« i^Unlo d. h. Christllolie Lokttlre, Organ der geistliobou
AkjidoBi* in Petersburg (aerhsninl jibriicb).
Coli, A« mi». •^ C«llaelion dp mnnuineiit« pour sorvir ^ l'Aadu de In Inngue n^o-helli^iiiqua
fte K. Ugrand. I- »6m. 19 Bde, Pari« 1H60 ff.
(.'«II. 4f« moa. N. S. "= ColloctioD do monumenls etr, Nouvollc afri«. ' Bde, Paris 1HT4 ff.
CdJJ d« rom. gr. =^ Collection do Tomans grccs publit'-ii pnr Sp. P. Lninbroe, Ptuis 18äü.
JrltjM- — Jiitior irj( ftfropfKigf «li ^J^roilo;')»;^ fidipioc t^( 'J^Jt/iidof, Athen iSIfS ff.
bsL '.4i. — 'fjiMltjCiueiir^ 'AitjSiiii (Organ dw grionhischon Patiinrnbat« in Kpol).
iMlaj'tj :- "Erkoyij fitr^futar [^( (f(iir/(t(tc fJ)Jli;riir^( j'iuiaorj; ttiiS. i'tiü .J. I. Murbpo-
Tfrdoc. Atlion 1866.
rahndn», Bitj. Gr «d. Hnrl. = Jo. Alb, Fabricii Bibliolboca Ura«<-B. Kditio iiuorU,
ouraato C. Cbr. Harle». 12 Bde. Hamburg 1790-180». Di« «nt« Ausgab«
irird dxrdi den Zuaatz der Jahreuobloo bouichnot.
>'B«f -= FragnoDta RiatoricoTuni Oraerorum od, C, Mall«r. 5 voll.. Port«, Sidot 1&41- 70
(N«udrticko IS88 u. s. w.).
Gt. = Gmninall«! Graeci recogniti ti «pparatu critico inatnidi, vol. I ff., Ijoipiig,
T«nbMr 1878 ff.
Handacbtifl, Iltu — [landuchrift«»,
Jalirb. ^ N(-Di> JahrbUcber für Iliilologio nnd Pädagogik; dio <alteii> JahrbQeher
werdna durch dir baigoeoUton JubTa(<ut)il«>n untersohieilen.
Jalirb. Sappl. — N«ac JahrbDohar o. a. w, Supplementbnnil,
Jahrb. prot Tbo*!. — JahtbOchor für protontantischo Theologi«.
JattTB. Uin- = Jooraal doa [k. rasa j MiDistfiiams der VolksaufklSning t^umnl miniBlerHtva
naMdnago pnwvjoMeDÜa), Pelerftburg 1803 ff.
Kpal = KoaotantiMpal.
H>d. gr. t*xta - Medieval grMk t«xl». ed. \>y W, Ws«nor. liondon B70.
JTm. Ikpi. — ÜMmnuKij Bifiita3ifiiij iniatoaif/ K. .V. ^9«,, 7 voll., Venedig -Paria,
UaiMBiioav« |K7a^ 1^94.
SmwI = CaUl«g«a «l«. nantwcriptorura graoconim oocnon orionlnlium nug. bibliothe«««
Ca«Mr«a« Vind^boneiiBia od. Duiiet de NosroI, 2 voll.. Wicn-Ntrnber« 1600.
X**. et aXtr. —- N«tic(r ot rxlinilad«« nianuscrils de li bibliothique nutiuniil« (myalo) et
d'airtrw bibliollivqu««. Paria 1787 ff.
XX Abkflniing«n.
Odaaaaer Jahrb. = Jahrbuch der b?i der kaiserl. neornsaischen UniTereil
bestehenden historisch -philo logi seh eo Qesellschsft, Byz. Abteil
istorilco-filologiieskago obäÖeetva pri imperatorskom novorossij
site^e, Vizantiskoe otdjelenia), 2 voll, Odessa 1892—1894.
Patr. Gr. =^ Patrologiae cursus completus eto Seriea Oraeca curante J.-P.
1857-1866.
Pravosl. sobesjedoik = PravoelavnyJ aoboajednik d. h. der orthodoxe QaBeltscl
lieh erscheinende Zeitschrift der geistlichao Akademie in Kasan
Bbein. Mus. = RheiniBches Musenm.
Bevue des 6t. gr. = R«vue des ätudes grecques, Paris 1888 ff.
Pravosl. Pal. sbomik = PraTOslavnjj Palestinskg sbornik d, h. Orthodoxe Pa
lung (herausgeg. von d, k. russ. orthodoxen Palästinagesellschaft,
Rom. QnartalBchT. ^ BAm. Qnartalschrift fOr christliche Altertumskunde o
geschichte etc. heraaegeg. von de Waal, Rom 1887 ff.
Sbomik blgarsk. — Sbomik z* narodni nmotvorenija, nanka i kniinina, hen
bulgarischen Ministerium der Volksaufkl&rung.
Sitzungaber.ha;er. (Berlin., Wien.) Akad. — Sitsungsberichte der k. ba;otiach<
sischen, k. k, daterreichischen) Akademie der Wisse nschaften. p
philologische nnd historische (philosophisch- historische) Claase.
SüiX«yas ■= '0 fr KutvrarnrotinoiUi 'E3Jitjfixä( ipiXoXoyixög avXXoj'o; (Die erstt
[sowie Bd 11 und 12], die bekanntlich seit dem grossen Brande
selten sind, blieben mir leider unzng&nglich).
Theol. Studien n. Erit. =^ Theologische Studien und Kritiken, herausgeg. von
nnd E. Riehm, Hamburg, spAter Gotha 1828 ff.
Trois poSmes = Trois poemes grecs du moyen-ftge etc. par W. Wagner, Bei
Trudy Kievskoj doch. ak. ^= Tmdy Eievskoj ducfaovnoj akademij d. h. Arbeite
liehen Akademie in Kiev, monatlich in Kiev erscheinend.
Viz. Tr. = Vizantijskij Vremennik izdavaemyj pri imp. akademü oauk pod redal
Vaaitjevskago i V, E. Regeija, Peterabnrg 1894 ff,
Wiener Stud. — Wiener Studien. Zeitschrift fQr classische Philologie. Snp[
Zeitschrift fflr Sst«rTeich. Oyinnasien. herausgeg. von W. von '.
K. Schenk], Wien 1879 ff
Zeitachr. wiss. Theol. = Zeitschrift fQi wissonschaftliche Theologie, herauf«
Hilgenfeld, Jena 1858 ff.
Einleitung.
»griff und allgemeine Geschichte der byzantinischen
_ Utteratur.
H I. In der titt«rftri»chcn wie in der politischen Ocschiclitebetrachtiing
Beb DbHcb geworden, das byzantinische Zeitalter durch die Jahrtt»-
Qlea 527 oud MTiB abzugrenzen, d. h. man liU<.'«t dasselbe mit dem ftv-
jiorungujithU Juntinians oder nuch mit der von ibni vernnlasst^n Auf-
«bung dop ünivi-räitSt Athen (529) beginnen und mit der Eroberung
Comtäntiiiopels durch die Türken abnchliessen. Über den Endpunkt int
eicht zu Straten; denn die Auipfianinng des Halbmonde» auf der Hagia
lopbia hat durch die endgOltigo Vernichtung des politischen, Iitt<>rArisi-hen
um) kulturdlen Eigenleben» der Byzantiner einen so gewaltigen und zweifel-
oeen hintorischen Einschnitt hervorgebracht, wie er in der Geschichte der
HeoBchbeit selten en finden ist. Um so grössere Bedenken erheben stcli
El die UicIitiKkeit der Anschauung, welche sich über den Anfang der
itini.Hchen Periode eingebürgert hat. Sie widor»treitet den That-
ODund iotguHchicbtlich ohne Begründung. Durch die willkürliche
1« oin«» Abschnittes um die Zeit des Justinian ist das VorstJinHnis der
ischoii nne anch der Übrigen kulturellen Entwickelung in wichtigen
n getrübt worden. Ks ist lificbste Zeit, die Haltlosigkeit die»er Eiu-
lung zu b«weisen und ausdrßeklich fe^tzuetcllen. Um zu einem wolil-
ndeten und widon)tand»rilhigen Urtvilo ku gtdangon, ist es nOtig,
r der littcrunKchen auch die politische, kirchliche und kutturello
hiebt« dcä späteren römischen Reiches kurz zu betrachten: die erste
kid wichtigste Forderung aber tat, dass man nicht am Einzelnen haften
Unibe, sondoni die Qaanmtentwiekt^lung auf allen Lebonsgebiot^n von den
ssten Zeit«n dw Kaifiorreicbes bi» auf die Tage dos letzten Palüologen
loa einem möglichst erhabenen Standpunkte aus mit vonirt«ihifreiem.
dofdi kein© alte Doktrin getrübtem Blicke überschaue. Dann kann die
Tngo, wo man die Keime düi< neuen ZoitaltürK zu Huclien hat, nicht lange
nreifelhaft bleiben; Es iat die Zeit, in welcher dos alti^ Heidentum offiziell
darch die neue WultreÜgion ersetzt wurde, die Zeit, in welcher das Staala*
4tw kUM. Attmimm^amhin. II. /. JlUs. 2 Ana. 1
2 BTBUitinisDho LittAntargenehiolite. Eiiil«ltiing.
veEten eine tiefe und andauernde Umge-slaltung erfuhr, die Zeit, in w(
im römischen Imperiuni doo griec)ii»chu Element dureh die Orflndung
im griechischen Kulturkreise gelegenen neuen HuuptatAdt zu <
politisch mächtigen und schliesslich herrschenden F&ktor zu erstarket
gann. die Zeit, in welcher sich in der griechischen Sprache, Litte
und Kunst gründliche und folgeuroichc Veränderungen voll7.ogen: der
fang des 4, Jahrhunderts oder, wenn mau ein genaues Di
wünscht, das Jahr 324, in welchem Konstantin der Gros»«
Alleinherrscher den r&mi»chen Kainerthron bestieg.
Nachdem das Endergchnis unseres Forschens und Nachdenkens
den Anfong der byzantinischen Zeit nntcr Verzieht auf die künstler
Wirkung und die zwingende Überzeugungskraft eines aus wohldisponi
Beweisführung zidetzt wie von seihst hervorgehenden Schlusses der 1
lichkeit zu liehe schlicht und klar an den Anfang gestellt ist, mögei
Gründe der vorgetragenen Anschauung wenigstens in der Hauptsache
gelegt werden.
Was in politischer Hinsicht die byzantinische Zeit von der r
sehen am gi'eifhnrsten scheidet, ist die Verlegung des Schwerpunktes
Westen nach dum Ost«n und die daraus entstandene ollmühliche Verd
gung der lateinischen Sprache durch die griechische. Der Ausgangsp
dieses Prozesses, durch welchen die ganze spätere Geschichte des rUrais
Reiches bestimmt worden ist, liegt zweifellos in der Gründung der m
Hauptstadt Konstantinopcl (326) und in der mit ihr ursächlich zusanu
hiingenden dehnttiven Teilung des Reichca in eine westliche und östl
HiÜfte (Mri). Hiemit war die bleibende Trennung des griechischen Os
und des lateinischen Westens besiegelt und hier liegt auch eine der Ha
Ursachen der alsbald hervortretenden Kntfi-cmdung der Griechen
Lateiner, die sich später zu ticfuti^^r Abneigung und offener Feindsc
steigerte und im Laufe der Jahrhundert« unzäliligemal in politischen
kirchlichen Zwistigkeiten zum Ausdrucke kam. Der sprachliche und
turelle Dualismus hatte schon vor Theodosios und vor Konst-antin bestani
^er erst durch die Gründung von Neurom und durch die Teilung
Reiches erhielt er seine offizielle Bestätigung, auf deren Grund er
ungehindert weiterbilden konnte. Der Gegensatz wurde namentlich dt
das schnelle Anwachsen der neuen Hauptstadt, welche der griecbisc
oder grUzisierten Rfichshälftu einen politischen und geographischen, 1
auch einen religiösen, gesellschaftliehen, üttcraiischcn und künstlerisc
Mittelpunkt verlieh, gefördert und gestärkt.
Die centralisicrendo Tendenz und Kraft Konstantinopela macht )
allenthalben bemerkbar. Durch die Synode von Cbalkedon 451 siegte M
rom kirchlich über Alexandria. Selbst auf dem politLseh bcdeutungslo
Gebiete der Chronologie äusserte sich die rücksichtslose Exklusivität
neuen llaupt«itadt, indem die älteren Ären von Alexandrin und Antioc
später durch dio von Ivon.'^lantinopel vordrängt wurden. Die Bospoi
Stadt war daa Paris des Byzantinerreichos, ja der ganzen OstwelL Di
Auffassung klingt uns aus zahllosen panegyrischen Äusserungen byzai
niacher Schi-ift«tellor entgegen, welche vor deu kühnsten Vergleichen ni
aad Bllgraisla« O^MfaioliU der byzantiniaclieii Litt«ratar. (§
zurOrkücheuoD, um die aDes QbertToffetido Grösse der bewundortdit Mctro-
poj« Bi schildern, und sie findet noch einen späten Nrnrlilial) im nuugric-
chiacben Sprichwort: "Oiof i xva/i»; JüJfxa m ij' nöXi itxaniitr.*} Noch
mehr als durch iaa lebenskrSftigti Contnun Kon»tantinopel wurde das
Wachsen und Obsiegen de» griechischen Elemente beschletinigt. durch den
poUtücben Zui^ainnionbnich der WV'ithiUfto des Reiche«. Durch dio Er-
WgniBSO der Jaliro 455 und 476 wurde die Kraft da» altiin Imperium
Kamanum noch mehr als früher auf die orientaliticheii Länder konzentriert,
in velcben von Alters her in den breiton Schichten des Volkes, in der
Qeaellschaft und in der Kirche das griechische Element das herrnchendo
war. Zwar blieb der gesamte StaRtsoi'gauismus üusaerlich und inueilich
noch römisch; das Öri&chentum konnte abwr jetzt den Kampf um dio
Herrschaft mit ganz anderen Mitteln als frillier und mit besserer Aussicht
auf i£rfotg aufnehmen. Üowiss fUhlten sich die tincchon politisch als
BAmer, und der Name RhomSer behauptete «ich durch diu SchreckensEeik
der Tllrkenherrschaft hindurch bis auf den heutigen Tag als die wirklich
h'lwndigc und am weitfirten verbreitete Benennung des gi-iechi.schen Volkes,
neben welcher das dn und dort vorkommende r^atxot «ino geringe und
das durch diu Regierung und diu Schule künstlich wieder eingefithrte
^EU*;rc( gar keine gescbichUiche Bedeutung hat. Aber gerade der Um-
staod. dasa noch die heutigen Griechen sich Khomitor nennen, mahnt uns
zur vor*ichUgcn Iteurteilung der Kedoutung dioäes Namens im Mittelalter.
Es igt kein Zweifel, dusa der urKprQngliche Sinn demselben nach der voll-
Btindigen GrUzJaierung des Ostreiches dem Bewusstüein des Volkes all-
nBUich entschwand und dass man später unter einem RhomSer mehr und
mtbr den griechisch sprechenden Bürger des Rönierreichea. und schliess-
lich den Üriuchcn Überhaupt verstand. An dieser TliRt«ache ändert ca
nicfata, dass den Geschichtsehreiberu der Unterschied zwischen Römern
und Griechen genau bekannt und noch in den letzten Zeiten des Reiches
(z. B. von Kiunamos und Lannikos Ohalkondylcs) deutlich ausgesprochen
wurde; in den breiten Ma^^en des Volke« verlor das Wort 'PutiiaTo? nach
ind nftch seine ethnographische und endlich auch seine poliUsche Bedeu-
tang, Daaa das also kam, war eine natQrliche Folge des grossen numo-
riadbcn Obergewichts der Griechen Über dio Ki>mer im Osti-eiche.
Seit der BogrQndung Neuroina und noch muhr seit der Teilung dos
ftoobee ond dem Untergang seiner westlichen Hälfte ftthlen sich die
flriediea wieder Herr im eigene» Hause und beginnen alsbald mit dur
ikaan eigenen Vordringlichkeit und Spannkraft den 8taiit an Uaupt und
fflbdem tm gräzisieren. Doch war mit dem römischen Reichsgedankon,
der anverändert fc«tgehalten wurde, die lateiniucho Sprache so feat
fcfirbaiidont daas nie eich auch nach der AbbrOckelung de» gi-&Hsten Teiles
htelDiacben Reichsgebiete in der Rechtspflege und Verwaltung des
jOrtMU Doch lange erhielt, obuchon hier nur das Griechische den prak-
[(■cken Anforderungen geniigen konnte. Bei diuser unnatürlichen Kon-
•rriHung dus lateinischen Systems spielte wohl auch der mit Zähigkeit
'} J. Bcnitelos, ll-foipitn itifi<i4t'(. "&■ "^ftwnöXn 1867 9. 190, 36d.
1*
ByMntinUcbe Litteratnrgesehichte. Bisteitnng.
festgehaltene Üodmiku mit , Ualk-ii und anilero Toilu des lateinischen
Wt'stons wiciiiir inil dem Ostreiche zu voreinigcn und zu hehaiipten: die
Abschaffung der lateinischen [(egierungssprache konnte wie ein Vorziclit
auf die westlichen Länder gedeutet werden. Daher vermochte das Gri«
chiachc die einzolnen Zweige des üffentlichcn Lebens nur lanj^am ru er^
obeni. Die Vertauscliung der römischen Basis des Reiches mit der grie-
chischen, der Übergang vom Römischen zum RhomiÜBchen oder Hyzautini-
Bchen, vollzog sich in den verschiedenen Zweigen des staatlichen Organiümus
mit ungleicher Schnelligkeit. Zuletzt musste das alto System durch dio
Kraft der nulürhcliun V4?rliältni8SL> immer gründlicher durchbrochen werden.
Wenn in der grossen Sammlung von Rechtsbüchern, welche den Namen
des Justinian berühmt gemacht hat, die lateinische Form noch vitllig bei-
behalten iftt, sind schon die meisten Novellen dieses Kaisers, obschon «r
sich selbst noch völlig al» Lateiner fühlte,') >vie alle Gesetz» der Folgezeit
gi-iechiscli abgefasst. i
Am langsamsten verlief dieser Spraehonkampf im Münzwesen, wv
er gewiasermasüen in figura demonstriert werden kann. Zuerst dringt
dos Griechische in die kleine Scheidemünze aus Kupfer, später iu dio
SilbormiluüC, zuletzt in die aristokratische Goldmünze. Als Wertbezeicb-
nung erscheinen griechische Buchstaben schon unter Kaiser Anastasios
(491 — 518); doch erst Heraklios (010— eil I filhrte die griechiBcho Legende
'fii' TotifCf) v(xa ein, uud zwar nur auf rohen Kupfermünzen, die wahrschein-
lich vorzüglich zum Gebrauch der Truppen und Provinzialcu während seines
persischen Feldzugs geprägt wurden. Statt des lateinischen Titels Augustus
erscheinen die echt griccliisehen Bezeichnungen liaffiXtvt und ./fa.iörijg
erst während des 8. Jahrhuudortä. Erst in der Mitte dos 9. Jahrhunderts
linden wu- griechische Logindwi auf dem Revers verschiedenei- Müitzi<n.
Sollst unter der makedonischen Dynastie haben Gpldniünzen noch die Büste
des Erlösers mit der Inschrift: lesus Christus rex regnantium. Solche
lateinische Inschriften dauern auf gewissen MUnzen noch bis in die zweite
H&lfto des 11. Jahrhunderts.') Man würde nun aber sicher fehlgehen,
wenn man aus diesem langsamen Zurückweichen de» Lateinischen auf den
MUnzen Schlüsse auf die wirkliche Erhaltung dieser Sprache im römischen
Staate ziehen wollte. Im Münzwesen wie in manchen anderen Gebieten
ragen alte Formen und Namen nicht selten in eine Zeit hinein, in welcher
aiu längst keine praktische Bedeutung mehr haben. Ebenso ist ja mit
Recht betont worden, dass die Fortdauer heidnischer Bildnisse und Lo-
genden auf den kaiserlichen MUiusen nach der Bekehrung Konstantins
keineswegs als ein Zcugui« für den roIigiöBeu Synkretismus dieses Kaisers
angesehen worden kann.*)
Ein verwandter Gesichtspunkt ist dte Nationalität der Herrscher.
Auch hier kommt da.s griechische Element nur langsam und mit grossen
Schwankungen zur unbestrittenen Herrschaft. Vor Justinian trifft man
■) Vgl. J. B, Bury. A liistory of Uic
Uter Roman Eini>ir« ) (IS89] 348.
't Utlier diciM) Seite des byunliiuDchon
Mllnxw«Bi>nsH.di(>Abli*ndlnDgvonO. PinlAf ,
A historv of Oroece 1 (1677) 588 -555.
*} V. Schultto. Oescliicht« des Unter-
g&ngs des griocIiiacU-rlimisclion HeideDtiuna
I (1887) fi2.
antor den Kaisom vornohmlich romanisicrte Barbaren au» rfon Oronz-
provinztMi. dio ihre Erliobung zumeUt militärischer Tüchtigkeit verdankten.
Der erste griechiBche Kni.'K'r war Tiberios, dar 578 nach dorn Erlöschen
lim justütianischen Hauxes den Tliron boeÜeg. Aber bald gewähi-t der
KuMTthron in vthiiographischer Hinsicht aufs neue ein ziemlich Imiitos
Bdd, in vrelcliom romanische, gräko-slavische , armonischo und nndore
asiattscho Kiemente wechsein. Erst die letzten Dynastien, <lio Komnenen,
Dnkas. Angelos, PalSologcn und Knntakuzeneii sind vulUtSndig Griechen
snd Itlhlcn sich als Griechen, wie dtini bezeichnenderweise gerade unter
Oineo der Hellenismus in der Litteratur am kräftigsten auft^'itt.
BozOglich der Frage, wann die by7.antinische Zeit in politischer
Hinncht beginno, mag noch kurz des Jahres 800 gedacht werden. D&-
n»ls minie im Westen ein neues römisches Reich gegründet, das auf die
ecUd Erbschaft des Imperium Romanum Anspruch erhöh und von dorn
Bddi«, da« eich bisher als einzigen Inhöher dieser Erfolge betrachtete,
p&nflich verschieden war. Nun hat ein Foi-üchcr') horvorgehoben, dasserst
Kitdieaer Zeit, als tbatsScfaUch dem rOnüschen Reiche im Osten ein rUmischos
Reich im West«)) als Rivale gegenüberstand, der Ausdruck .Östliches
Kiifl!' oder .Ostreich' gerechtfertigt sei. Das ist, wenn man streng auf
Korrektheit der !Namen hfilt, ganz richtig; denn auch nach S9h gab es
mr Ewei Kaiser, aber nur ein Reich. Aber die innere Entwickelung
tacfl Reiches wurde durch die kUnstlieh« Wiederbelebung des Imperium
BrauwiD dur(;h Karl den (irosäcn nicht im mindciten ber!llirt<: dio ge-
■fllKiiUicfae Phase de« alt«n echten rUnii^chen Reiche«, welche als byzoii-
Hmeh oder rhomäisch charakterisiert werden muss, beginnt lange vor
im Jahre 8(tO : als ihr Anfangspunkt k^lnnen nur die .lahre 'A^Ti oder •Üi
in Botnicht kommen: di« letzter« Zahl verdient als Anfangsdatum den
Vonng, weil mit ihr auch die ofSzioIle EinfÜhnmg dos Christentums un-
giflÜir ntsamnietifallt Dass die byzantinische Ära in politischer Hinmcht
nril Koiistnntin dem Grossen anhebt, haben sclion dio Verfasser byzanti-
mäivx Clifunikcn gefühlt, indem sie in der Aufzählung der Kaiser mit
Kmtantin einen neuen Abschnitt begannen unter Titeln wie ,W(z/ ovv
itf 1^4 fotr X^atittfäv ßaai!Lr(a(^*) oder ,fiti£;aifr'ot' ßaaiXelf iij{ vvy
ImmartivovTTÖXfi^f'.*)
Auf dem Gegensätze des Christentuma zum Heidentum beruht
wn grOeeion Teil dur Oogoniiat« de» ByzAntini-smus zum Hellenismus oder
tat Antike überhaupt. Daher muss beim Streite flher die Grenzlinie
nriMkva der griechischen und byzantinischen Litteratur die Religions-
{(«schiclite neben der Politik in erster Linie in Betracht gezogen werden.
Jt lun Hat den Versuch gemacht, de» Streit auf diesom Gebiete zur Ent^
idMiduiig zu bringen: man liesa die byzantinische Zeit in der Lilktratur
bU JuKtiniaii beginnen, indem man sagte, dieser Kaiser habe durch das
btrflhnito Edikt des Jahres 529, welches der holionischen Hochschule in
Atben dio t«ebensbedingungen entzog, den letzten Rest des alten Heiden-
'( i. Bary, A Uistor» of tUe latw | ') 'P-'^oyi <lw CuJ, Vindob. thol. 133
jlrnuirol (Loo<ionI6i»)6Ti'fw>«p,V!f. i bei A. Wirtli, AnimrionUbaohuii ClironikeD.
•t (UarpokUooMboe««!. Muralt 8. 3»9. l FriuiUurt 18M S. 18.
SjBuiUiilBcbe Idtt«T*tnrg«aebiaht«. Einleitnag.
tuni8 vernichtet, und daher beginne in «liusor iCuit diu chnstliub-byzanü^
nisch» Ära. A^llein Abgegeben von der Unoicherheit, mit velch«r di^
Tbnt«&(.'ho dicHOs Ediktes und namentlich seine näheren Umstftndo HbeiJ
liefert sind,') erweist sich dio Verfügung, aucli wenn sie Uiat«äc-blich
erloHson wurde, doch als ziemlich bodeutungäarni Tür die allgemeine Ge-
«cliiclitc der Kultur und Litteratur. Sie ist ein isolierter Akt, der uns
beutv wohl nur deshalb so bedeutend vorkommt, weil er von neueren
Darstüllc-rn mit Vorliebe zu einem wirksamen, durch den titanz de» MiU'-
tyrertums verklärten Biilinvnabgang dua HelloniBmu» verarbeitot worden
ist. In Wirklichkeit war der Sieg des Christentums über die alte Welt-
anschauung schon früher entschieden, und die Umwandlung des heidnischen
Staate» in einen christlichen war schon durch Konstantin den Uraeson
und Tlieodosios 1 in den Mauptpunktcn abgeschlossen woiduu. Di« nou-
platoniscbe Akademie zu Athtin bildete in der grossen griüchisth-römischen
Welt nur noch einen winzigen Punkt, deast-n Beseitigung keine wosent-
liclic Störung oder Verändernng im Gufiigu des Gan^ien bcrvorbracbto.
IJio Lehrer und Schüler, welche direkt von dem Edikte bLitroffen wurden,
waren gering an Zahl und, wie es scheint, auch an wissenschaftlicher
Bedeutung: die Fühlung mit den grossen Massen des Volkes war ihnen
langst verloren gegangen. Höchstens empfanden die Bewohner der Perikle«-
studt den materiellen Nachteil des Erlasses, hei welchem es der Kaiser
namentlich auf die Konfiskation des uralten ätiftungsvermQgens der ächule
abgesehen zu haben scheint. Aber nicht einmal in der Geschichte der
Stadt Athen selbst machte die Verrügung Epoche; denn ihr alter Olnnz
war, wie wir dui-ch Gregor von Nazianz und andere wissen, schon längst
UDwic'derhringUch dahingeschwunden. In der Qescliichte des Übergangs vom
Heidentum zum Christentum bildet die Autliehung der atheni.'tchen Akademie
keinen bodeHtouderen Abschnitt als etwa die Zerstörung des letzten Apollo-
tempel» auf Monte Casino durch den hl. Benedikt, die ebenfalls im Jahre 5Uy
erfolgt sein soll.') Einerseits war der Sieg der neuen Lehre schon viel
ftllher entschieden; denn die wichtigsten Schritte zur ZertrElmnierung des
Heidentums und zur Christianisierung der alt<.m Welt sind von denselben
zwei Kaietirn ausgegangen, die durch ihre politischen Massnahmen aucli
die Grüzisierung und Orientaltsierung des römischen Iteiches am mächtigsten
bedirdert haben, von Konstantin dem Grossen und Theodosios. Anderer-
seits lebten vereinzelte heidnisclie Elemente noch lange nach JusÜnian fort
Wc letzten Itwst« der Anhänger des alten Glaubens entschlossen sich, wio
Konetantin l'orphyrogennetos^) erzählt, erst unter Bosilios I (8Ö7~S86)
'] ilui MnlnlM b. I» (S. 451 o<l. Bonn).
<Jvg«n iliu Glaub wQrdigIccit dos Bcriclitea
fiuBserfp woh viel tu eutBL'liicdcii dur hUulig
Lvptrkritiachi- K. PiLpurri.-i(opuiuN,'/arup(o
i'ov lak, Ittrovi IIP (1887) 17* f. Eine Tbiit-
Booliei tif'gt der Ert&hluuj{ d«0 Chruniaton,
mit dnr nicli oiiiigfi Aeoas^niiigHU tli» Prgkup,
(teheimgoscliklito Kflp, 11 u. 26 S. 73 u. 142
od. lloniijiind AgntliiM 1180 (S, 131 ud. Boiid)
Tctbindon, gcwim zu Onisd«, wenu hipU
ikucli.wio(ir»f;nrorina. a«flclii<ihtedorSUdl
Atlivu 1 56 bemerkt, dio Auflieljiuig der
IIoi?liHcbulo dnrcli .Iiialininn als ein Bolonnur
goaohiclitJtdirT Akt nicht orwursL'n lüaBl. Vgl.
K.v.liBSaulx. DerL'iitcrituiißdes liolk-iiininiu,
UOnvIian 1K54 S. H2 ff, Kim- ubwktitfp uiid
nUcUtemc Üitretollung durMuntmiuiiiivii Justi'
alaiis ge^en dos Heidniitum gibt V. S c li u It x o .
iK'acliiulito dM Untorgftiiea (tee KriecbisoU-
rOmiBOhHii Heidenluiiia 1 (1887) 434—449.
'I E. V. LuBHulx a. a. 0. 8. 142.
>) Da Bduin. imp. Kap. 50 (III S, Üt
ed. Bonn).
S«Criff Kod all^meiae Qewbicht« ttsr byutntiniacbMi Utteratar. (gl) 7
nir AnnatuDO äo« ChriHU>ntumH. Der von K. Sathas') vorsiiclito Nachweis,
du* wftbrend des ganzen Mittelalters bis in die Zeiten «Ic» nuinanisiiiii»
eine vorn schftrfsten GegenmitK mm chnutliclien Byzantinortuni errikllte
Widniticli-hvlk-nii«clie Pai-toi )>e«tatiilon habe, ist ebenso miflslungeri wie
diu Albane&eoÜieorie und äbiilicbe weittragende Äufstelliingoii de»»(!lbun
phuitanevoUen Gelehrten. Holt man mithin alii Am wiclitig»tt; und ont-
schuidemUto Morkmal de« Byzantincrtunis im tiegvusatz zur Antike das
Oirititontum fvul. so ittt der Anfang tlur byzantiniächen Ära in die Xeit
Konstantins des Groasen zu setzen, nicht in die des JuBtinian, der eine
iMlisrttt heidnische lostJtation abwbaßte und gegen die ltc«te düs Ueiden-
tmns wQiet«, ohne sie g&nzlich vei-nichtcu zu kuniioii.
Zu ähnlichen ErgobnisHcn fuhrt die Betrachtung der inneren Zu-
ttlnde des Staates, der allgemeinen Kultiirverhilltnixuc, der
□atioiialun Bildung und geselUcUaftlichen Sitte. Die niL-isten und
wichtigsten I'aktorcn, welch« im Loben de« Hofe» und Staates daa byzan-
tiniache Kolorit bedingen, stammü» aus dem 3. und 4. Jahrhundert. I)a-
mab vollzog sieh die Umwandlung der ritmischen Militilrmonarcliio in jenen
barMokratiach-hflfiBchen Urganinmus, der fUr die ganze byzantiniächo Zeit
dkirakteristJKcb iitt. Utes« Neuordnung der Dingo ist von Diokletian be-
gründet worden; er hat dem Staate eine Form gegeben, deren bervor-
■(«cbtfodsto Eigentümlichkeiten, die Stufenleiter der Hofiimter, KangkIiu<»on
nnd Titulaturen, da» Zoremonienwewn, die Beaniteminifonu. der Onmt des
Kaisers und die AaistJKcho Form seiner Terehning, nicht nur der ganzen
oatrOmtscben Entwickehing den Stempel aufdruckten, sondern auch für daH
Abendland %'orbildlicU n-urden. Der weitere Ausbau de8 Systems dauert«)
roD Diokletian biü in die Palüologenüeit hinein; aber weder Justiiiiaii noch
•in qiftterer Kaiser bezeichnen in dieser Kntwic-kelung einen besonders
l«tiuirken«werten Höhepunkt; selbst die Thätigkeit de» Konstantin l'or-
phjrrogetineto« bestand mehr in der litterarischen Fixionmg der herrschen-
den ftegeln, als in der Schaffung neuer Ordnungen. Wie ins byzantini^tcho
K'if- und Htaatsweaen, so lasaen sich auch die geistigen und niorulischeii
Erscheinungen, welche die Übliche Auffassung als Symptome und Merkmal«
des Byzantinismus bezeichnet, hnii-tche Intrigue, kriechende Gesinnung,
rflck.'iicliteloi.o (Iniusamkeit und Hinterlist, Mangel an Charakter und Ort-
gioalitAt, breite Verschwommenheit, VeniÜBchung lateinischer, griechischer
und orientalischer Elemente u. s. w. schon in den ersten Jahrhunderten
Atr Kuiserxeit nachweisen, und manche dieser Eigentümlichkeiten wie der
rorlMir erwähnten Erscheiniingim im Hof- und Staatsleben haben ihr©
Wnnceln bekanntlich in der ulexandrinischen Zeit, aus welcher sie dem
rOotiacben Kaisertum vornehmlich durch Äg>'pton vermittelt wurden. Eine
«|t|rfL*rii Abgrenztmg Iftsst sich auf diesen psychologischen fiebiot*'n des
■attonolen Lebens, deren Veränderung den Zeitgenossen kaum bemerkbai'
tw «cb geht. Überhaupt nur schwer durchfuhren und zur allgemeinen
Erkmuiuiig bringen: soweit daa aber in unserem Falle mSglich ist, mllssen
•atacheidendeu Vorgftoge im 'i. und 4, Jahrhundert gesucht werden.
*) JfMMwn^ ft|llio4<iinj 7 0^84) Eitar^n-
J
8
B7<ftBtlauioh8 I4tt«r«tnrgaicb[aht«. BisUitiuig.
Greifbarer ist die Entwickelung in der bildenden Kunst. AncB
liier beiioidinot die /oit dos .lustinian keinen Abschnitt. Dto wichtigsten
£igcntUmliclikoitcn der bysantinischen Kun«t. die in der Vurdrüngung din
Plastik duri-b dio Onianiontik dnoii doiitliclicii Aimdruük finden, beginnen
seit dem 4. Jahrhundert. Ja nmn kami von der allbyzantinischen Kunst
eagen, dasn der Tag ihrer Geburt die Gründung Konst^nünopeia ist, wo
die gesamte» Übon-esto der antiken und altchristlichen Kunst unter dem
mftchtigcn Bintlui^iiie HyriKcher. nlL-xandriniHchei' und lömii^diLT Ek-nuiato
neu durt-hjjobildot wurden. Genauere Nathwuiso fiir dio Bedeutung Kon-
stantinopels in der Geschichte der byzantinischen Kunst und für die Tlmb«
Sache ihres Beginns im 4. und 5. Jahrhundert hat J. Strzygowskl ') go«
geben.
Ungefähr in derselben Zeit wie in der Kultur und Kunst oStuibart,
Bich auch in der Sprache und in der volksmUssigen Metrik der Unten
gang des antiken We«mH. Zwar hat nmn noch vor kurzem den Beginn der
niittol- uud neugriechischen Sprachphase in eine viel Kpftter« Zeit, etwa in»
10. Jahrhundert, gesetzt. Allein durch die neueren Forschungen ist diese
Termeintliche Grenze immer weiter nach oben verschoben worden, und
jetzt steht unwiderleglich fest, dass die wichtigsten und folgenreichsten
VcrüLndcrungon der altgriochiächen Sprache teils in den erMton Jalir*
bundcrten n. Chr. schon vollzogen waren, teils sich damals vollzogen. Um
dieselbe Zeit hatte mit dem Untergänge der Vokalquantität auch die ge-
samte alte Verstechnik ihre Grundlage verloren nnd es erscheint ein neues
metrisches I'rinzip, da» des Accentos. In der Fonn ungleich gebauter
VerMi kam dieses Prinzip in der rythmischun Kirchondichtung seit dem
4. Jahrhundert zur Anwendung, etwas später und lungsamer gelangte das
Prinzip in der Wiederholung gleichgebauter Verse, besonders des politi-
schen FUnfzehnsilbers, zum Durchbrueh, Das Alter dieses in der byzan-
tinittchon und iieugi-iechischen Poesie fast alloinhoiTschenden Verses ist
neuerdings durch unanfechtbare Zeugnisse zuerst vom 11, in das ll>., dann
gar in das 6. Jahrhundert hinaufgerUckt worden und aller Wahrschein-
lichkeit nach ist er noch bedeutund älter als seine zufällig in volksmitssigen
Sprich Wörtern enthaltenen ältesten litteraiischen Zeugnisse,*) Wie in der
Poesie so kommt das Prinzip des Accents auch in der Prosa zur Geltung,
indem seit dem 4, Jahrhundert gewi.sse auf dem Accent beruhende eupho-
nische Kegeln beobachtet werden.') Mit der Erkenntnis dieser Thatsachen
ist einer der Hauptgründe, welche zur späteren An^etzung des Beginnes
der byzantinischen Ära gefllhrt hatten, endgültig beseitigt, und das Ent-
wickelungsbild, in welchem einst der vermeintiicb spätere Beginn der mittel-
griechi-schen Sprache und Metrik verwirrend und störend gewirkt hatte,
ist auch nach dieser Seite hin in harmonischer Weise berichtigt worden.
Endlich mag man bei der Untersuchung der Frage über dio Grenze
zwischen hellenischer und byzantini.scher Zeit die allgcmeingeschichtlichu
Frage, wann der Beginn dos Mittolaltors anzusetzen sei. in Betracht
') B. Z, I (1892) 68 ff.
*) Vgl. K. KrumbüchpT. Uitlnlgriacbi-
noho tjprictiw3rt«r, !Jitxungiibor. bnjror. Ak,
189S Bd. II 233 r.
*) NahorM 8. untöD Ö. 29.
B«griff und •UgtBWlB« Owehlcbte d«r bTtantinischen Llttsratnr. fg I)
9
ziefa«n. A. v. Guteclimid, der llbcr dieses Tlioam cinu borühmt:» Abhand-
lang') ge6c1tri«b(>ii lint, kotiimt auf Grund cttii^r im ttUgemeiiien zuti'efTendoii
Kr&rteniiig zu dem Kr^ubnis, dass das Jahr 176, mit wolcbom i» dun
Eompeudien gewöhnlich da^ Altertum abgenchlosscii wird, in Wirklicbkeit
durchaus koiiien Ahfwhnitt bilde, dass vielmohr da« 6. Juhrhundert mit
den so echt röniiscbcn Oostaltc-n wio BoethiuB, Cassiodor und Priscian
Doch zum Altertum gehöre und etwa das Jabr &72, welches die Bcgrün-
dnng der ersten eigentlich nationalen Herrschaft in Italien bezeichnet, oder
in runder Summe da» Jahr 600 alä Orcnzmat zwischen Altiortum und
Mittelalter anzunchniim sei, wie man ja ähnlich durch Kombination vor-
echiolener wichtiger [Jäten etwa das Jahr 1500 als Beginn der neuen Zeit
erfamlteo mag. Andere Üelehrto l)etouen andere Ereignisse. FoUz Stiuvo
Uflst das Hittelalter mit der Thi-oiiWslcigung Clilodwigs (481) beginnen.*)
Ed. Hejrer erblickt in den filnf Jtibrhundci-t(<n von Diokletian bis auf Karl den
Groseen eine tJbergangsepoehe, die eine Anseinanderreisniing nicht vor-
tnge.*) Allein alle diese Abteilungen bozieben bicti vernehmlich auf die
Oeaducbto dee Abendlande«: zwui' berücksichtigt Gutschmid nebenbei auch
ifie ostrOmiscfae Welt, aber schon die oben angeführten Namen und That-
adien zeigen deutlich, da-t-t auch fUr ihn das Abendland den Ausschlag
gib. Und in der lliat verlief hier die pölitii«i-bc und kultnrelli) Kntwicke-
üiRg ganz ander» aU im Osten. Der grosse Dualismus, der die europüische
Vftiker- und Staatenwelt schneidig durchdiingt , kommt gerade bei der
BtAfte'ning dieser Orenzfroge deutlich zum Bcwusstsein. Insofern das
Wort Mittelalter einen rein zeitlichen Begriff ausdrückt, liUst es sich natOr-
Bcb auch auf Osteuropa anwenden; im kulturhistorischen Sinne aber ist
dos uhendlHndisch« Mittelalter etwas ganz anderes als das osteuropSischo
DDd »{lesiell byzantinische. Der gründliche Bruch mit der alten Kultur
uod die Bildung neuer Nationen, Staaten und Gesellschaften, neuer Sprachen
und Litteraturen, durch welche sich das abendländische Mittelalter ao
«igBBartig gestaltet, fi'hlt im Osten fast vollständig: hier sinkt der Uber-
Brfbrtt- Kulturstand viel langsamer daniied«r, und nienmnd zieht ho tiüfu
Pärchen in den alten Boden, dann aus ilim ganz neue Bildungen hervor»
ipiMBea ki^nntcn. Daher kann die Frage, wann das Mittelalter beginne,
gmta genommen nur fljr MitU^l- und Westeuropa gestellt werden, und
üüpe Uereioziehung würde bei der Untersuchung der Grenzscheidc zwischen
aotikor and byzantinischer Zeit nur Verwirrung stiften.
Oboe die vorbereitende und unterstfltzonde Erwägung der Frage,
au welche l^it auf den Gobiet<^>n der Politik, Iteligion, Kultur, Kunst
und Sprache der Üborgang vom Hellenischen zum Byzantinischen stattfindet,
wira daa tircnzmal in der Litteratur selbst nicht leicht festzusteUen. Denn
gvade in dieser Abteihing des nationalen Lebens erbSlt sich altes Wesen mit
boMlidfrer Zähigkeit und offenbart sich neue Art anfangs nur schüchtern
osd Snasertich wenig bemerkbar. In keinem Falle bildet in der Litteratur
*» Die OnoiboUa 22 (1863) 1. 330—347.
Wiaiarbolt Ol: KleÜM Sehrilleii Ton Alfr«il
TM OslAflkmid 6 (1894) 293-417.
*) DmIkIm ZetlMkf. f. ÜMchichUwias.,
8(iii(l«iheft:FK8tiffLbi.> zur Vera. doutschürHisto-
riker m MOnchöu. Ostern 1993 S, XIII.
■I Berliner uhUol. Wocbeosolirift 1895
S. 883.
ä
10
BrusUniach« LltUrKtnrgMcbidit«. BJnleitnng.
das Zeitalter des JuBtinian einen wichtigen Eiiisclinitt. Etiiersoitä rci^
äio altu Tradition wiat Über <lioi<e '/a^ü liinaiis. in einem gewissen Sirui
bia ins 15, Jalirbundert, andorL'raoit« offenbaren sieb auch hier wcscaLliclin
Merkmale der neuen Zeit lange vor .lustinian. Schon die «ino grosse That
«acho, da»s seit dorn 4. Jahrhundort die cbri.stlicb-tbuo1ogi8chen Schrift
worko in d«r griochi&chen ProHa und Pootüo eine dominierende Stolluo)
erlangen, Keigt, dass die von uns auf den Übrigen Gebiet«» des nationiüei
Lobcne »ngcnomnioDe Zcitgi'enze auch fUr die Litberatur zutrifft. Äbei
auch innorltalb der boidniächon Litteratur vorrilt »ich in mannigfachei
Erscheinungen der Form und dos Inhalt« das Hinschu'inden des antikhellcni'
schon und die Ausbildung eines auf vtsranderten Voraussetzungen beruhen-
den, durch rrmiische und oriontalisohc Elemente beoinfluääton neuen Qe-
Hchniackc». Dtr bega!>ti«to und einflussroichste Dichter in den Jahrhundert«)
nach Konstantin, Nonnos, illustriert in seiner eigenen Person den Über-
gang zur neuen Zeit am doutliclisten dadurch, dass er in seinem späterei
Alter zum Chriäteutuni übertrat und zu seinen Frofanwerken eine Para-
[ilu'Ose des Evangelium Johannis hinzufügte. Unverkennbare Vorboten
byzantinischer Art sind die orientalische Masslosigkeit seiner l'hanlotiie
uud die asketische Strenge seiner metrischen Form. lu einigen aaderen
Poo««n dieser Zeit wie in des Musooos Dichtung Hero und Leander. ,det
letzten Itose aus dem hinwelkenden Garten der griechischen Poesie'
(KOchly) und in epigrammatischen Kleinodien kommt der hoUcmsche Ooist
noch rciuer zum Ausdruck: aber das Aufllaekorn einzelner Lichter kann
über die Thatsache des Verlftschens der hellenischen Gesamtbelouditung
nicht hinwegtSuechen, lu der Litteraturgattung, welche in der bysantini-
schen Zeit alle andern an Bodeutung und Umfang Überragt, der OeschichU
schroibuiig, uehliesst das Altertum mit den Autoren der griochischcn 11©-
nusstince im 2. und i\. Jahrhundert, mit Arrian und Appian, mit IHo
Gassius, Herodian und Dcxippos. In den Zeiten nach Konstantin ermattet
die profane Gc»chichtachroibung ersichÜich; es ist kein Zufall, dass wir
»US dieser Zeit nur wenige Namen wie Eunapios. Olympiodor, IViskos.
Malchos, Candidus und nur ein vollständiges Werk, das des Zosimos. be-
sitscn. Neben diesen llistorikern, welche im grossen und ganzen d^
alten Tradition folgen, verbreiteten sich in derselben Zeit volkiimfissige
Chroniken. Werke, die uns verloren gegangen, aber von Malalas reichlich be-
nutzt worden sind und ihm zum Vorbild gedient haben. Dass Malalaa
nicht der Erfinder dieser Gattung war, welchü diu Bildung der Masso»
im ganzen Mittelalter beherrschte und auf die benachbarten Völker un-
ennessliehe Wirkungen nusUbte, darf jetzt als sicher gelten. So schiebt
sich hior deutlich dos neue Wesen neben das alte: Eunapios, Zosimos u. a.
setzen die ererbte Technik fort, neben ihnen aber ersteht schon mächtig
eine frllher unbekannte (Jattung, die anfangs ein boBchoidones Stillleben
führte, bald aber die grCsste Bedeutung gewann. Noch schärfer zeigt
sich der neue Geist auf dem Boden der Historiogi-aphie dadurch, daas jetat
die Kirchongeschichte in sehnellem Aufschwung xur h(^ch.sten Blüte ge-
langt. Am kräftigsten scheint sich der Ilollenismus in der Philosophie zu
erhalten: aber der von den inannigfaltigsteD asitttischen und afrikanischen
1t4gTi8 nad kUgtoscliie QMoUolite d«r bjunttnloohea Utterfttar. (gl) ^i
^nÄu
El'.mcattfa botiinflusHto Synkrütüinim un<] MystizismuB, in welclien die neu-'
fkJiuiäacbe Weialieit ausartet«, hat doch woni^ Antik hoIk-iii»'h«s aii t-ich
uwl ist zum Teil nichts anderes aln ein tastondor V'orsucti, dviu Dudürfnis
dtrH«idon ein Surrogat fDr das Chriet^ntum zu gewabron.
n'üun nun foststobt, daiw als Anfang der byzantinischen Ära auf
da fiebieten der Politik. Kuligion, Kultur, Ivunst, Sprache und Littc-ratur
Mnlieli Qbereinstimm<>n(l das l. Jahrhnndort und, vorlangt mau vinc ivsta ,
ZiU, etwa dos Jalir 321 angononinion wc^rden kann, ho ist ohn» weiteres
Ulf, iasa dio Gntwickolung, botrachte man sie nun aU Verfall eder als
BMI* oder als einen aus Iwidum gemischten Proxess, nicht auf allen Ge-
litUii cino gleit'bniiUsige war und nictit ginrallel vcriiuf. U«g«linAesig,
tboo Stockungen und ohne Sprfflngo, vollzog »ich diu Weiterbildung nur
h( dem äebiut«, weichet» der bowiU8t«n menscblichen Kinwirkung am
■wtoD entzogen ist, dem der lebenden Sprache. Auf allen ilbrignu (Je-
Mcfi aber bedingte der Einflusa bedeotondor Iudividu«n und i>o)itiHchür
cim kirchlicher En-ignte«« cino gewiss« üm-egulniassigkeit des Verlaufs,
vdAe dit) Kililtmg von zeitlich umgrenzten (irupp«n /.av Folge hatte.
Dite gilt naniontlicb für das Gebiet, wekbca hier zunächst iu Betracht
blUit, die Liituraturge«tchicbtt>. Nichts liegt uns fem^ als das Beatreben,
■Khberfihniten Muntcni ein kUnsUiuhea System von Ober- und Unterabtei-
uufzuHiollfln; einige Alischnitte aber U-eten dem guscbiohtlichen He-
iler HO Überwältigend deutlich vor Augen, dasa siu ausdi-uckliuh horvor-
pktben zu werden verdieiwn. *
Am Bcbttrfsten scheidet sich von dei' vorhergehenden und folgende»
Zait die erste l'criodo. die frtthbyzautioischc Zeit, dio vom Uogioruiig»-
ulritt Koitstantiiui bis etwa auf den Tod des Herakltofi reicht (324 — 640).
Bi int dio Zuit der letztem Kümpf« des antiken riimisch-hellcmwiien Göist«s
■Ü dum miitclal tertichen chriätiich-byzantinittcben, die Zeit der Nougestal-
Ing der Sprache, die Zeit der völligen Auubildung des Byzantinismus.
Dit Utt«;rBtur dieser Zeit bietet im grossen und ganzen ein erfreuliches
BÜd. In Uor Poesie werden die auf die äusserste Feinheit der Form
gericbtelen Be«trcbungcn, dio im 5. Jahriiundert von NonuoB und seiner
Sikato ansgogangvn wurun. unicr Juslinian von Paulos SÜentiai'ios, von
ApttUM und anderen Epigrammatikern, unter fleraklios von dem frucht-
baraa üoorgiod Pi.iides mit glücklichem Erfolge fortgesetzt. Hoch Ubei^
ngt wird dieao IVufanpoesio durch dio kirchliche Dichtung, die edion
ntar Aiuuiiuio« 1 durch Itomanos zur herrlichsten Blüte gelangt, %'od
Kliwir Justinian seihet gepflegt wird und im 7. Jahrhundert im Patriarchen
tefim einen talentvollen Vertreter ßndet. Die profane tiesckicht-
•cbreiltung nimmt in diesem Zeitraum, nachdem sie in den zwei Jahr-
kaaderteii nach Konstantin meiklirh an Bedeutung verloren und derKirchen-
gBMhichte den Vorrang eingeräumt hatte, durch den gewaltigen l'rokop,
dra feingebildeten Agathias. den diplomatisch geschulten Petros Putrikios,
doa originellen Menandcr Protektor, endlich in der ersten Hälfte des
7. Jkhrbondurt« durch den iu »einer Form offuktiurt'On, aWr inhaltlich
dncli aubr wichtigen Theophylaktoa einen unerwarteten Aufschwung. Xeben
4cr GMchicIitNchreibung erreichen die Fficher der Sophistik, Uhotorik
12
ByzantltUBcbo Utt«ntnrgesobichte EmleUnng.
4
unii Epistolograpliie in clieRem Zeitraum «iurcii MÄiiner wie Libaiiio», Th*
niistius, llimmiuK. JuliaDO»( cli.'n Apostatoii, und die JüngordorStrhule votiflazt
unter denen der erst in noui'ster Zuit genauor Iiekannt gewordene Chorikio
Iicrvon'agt, oino nnHehnliche Ilrdie und ihre Erzeugni»»e «ind fUr die 8piit«r
byzantiiiisclio Zoit von grflsstem, noch nicht hinlüngüch Ktudivrtom Ein
fluase geworden. i
Die philosophißchen Studien erreichen zunächst durch den Neu
platoni8mu.s eine wenn auch nicht sehr erfreuhche Nachblute; nachdem abe
iksea nebelhafte und wenig lobcnsfUhtgo System durch den gowalttfaätigei
Eingi'ilT .luatiniuns seine kotzte äus»L'rv Stütze verloren hatte, fristete di«
Weltweisheit nur noch in vereinzelten Kommentaren zu Aristoteloit ein ttnn'
hchus Dasein. Auf dem scheinbar geriugfiigigen, aber für die Beurteilunj
der allgemoineu BildungshiMie und der Stiidienwoiso wiehtigon Gebiet dei
Philologie im engem Sinne iet in dieser wie noch mehr in der apilt«rei
byzantinischen Zeit der hervorstechendste Charakterzug die Sammlung, Voi*
arbeitung und Kommentierung de« alten Materials: In der Lexikographie
ist CS der sogenannt« Kyrillos, der im ftlnften Jahrhundert oder ini An-
fang des sechsten ein altes rhetorisches Lexikon aus geringfligigen Glos-
saren erweiterte und damit ein Werk schuf, daa in der ganzen hyzan-
tiniechen Zeit im Schnlbetriebe und bei der Bearbeitung neuer lexikalischer
llilfsmittvl die grÖF^tc Kolle spielt«; in der eigentlichen Grammatik wur-
den im x-ieiten Jahrhundert durch Theodosios von Alexundria, dann im
sechsten und äicbenten Jahrhundert durch Lehrer wie Johannes Pbiloponos.
Johannes Cliarax und Oeorgios Clioeroboskos die alten Werke des Diony-
«dos Thrax, des ApoIIonios Dyskolos und des Herodlanos exzerpiert und
erklärt und so im grossen und ganzen in jene Form gebracht^ in welcher
sie die Lehrnielliode der byzantinischen Äeia nnd in verschiedenen Um-
arbeitungen sogar der nbendltlndischen Humanist euiceit bis ins letzt« Jahr-
hundert herein beherrschten.
Wenn .iiomit vom Anfang de» 4. bis gegen die Mitte des 7. Jahr-
hunderts in der Littvratur und in der Fortpflanzung der Bildung eine
lebhafte Tliätigkeit besteht und wenn in dieser Zeit unter dem Einflüsse
chnstlicher, römischer und orientalischer Elemente und durch die tief-
gehenden Voränderungen in der lebendigen Sprache neue Oehalt*^ und neue
Formen kräftig ausgebildet werden, so überrascht nach diesem Zeitraum
im gesamten kulturellen Leben der Byzantiner eine ungeheuere Lücke.
Auf die Zeit einer reichen und hHulig glücklichen Produktion folgt ganz
unerwartet und fast unvermittelt eine trostlose Verödung, die sich auf alle
Litteraturgattuugen mit Ausnalimo der kirchlichen ziemlich gleichmilssig
ausdehnt. Diese unfruchtbare Periode erstreckt sich, in runder Zahl ge-
sprochen, von 650 — S.'iO; denn von einigen volksmässigen Chronisten, die
im Anfang de« 9. Jahrhunderts ihren Zeitgenossen wieder zum Bewusst-
sein brachten, dasa es auf griecliiscliem Boden einmal etwas wie geschicht-
liches Interesse gegeben hatt«, kann man bei dieser allgemeinen Cliarakte-
ristik fllglicb absehen. Niemals ist der unermessliche geistige Sü'om, den
die griechische Litteratur von Homer bis auf die Tage Mehameds des
Eroberers darstellt, so lange und so gründlich vertrocknet, wie in diesen
BagrUr MaJ ülgBistln« a«aebicbt« in bysanUtiiacbeii Lltteratnr. (§ 1) 13
Iwitlen .laIir)tuD<]crt«D. DJü profan« Schriftstelleroi acliwoigt so gut wie
rallfitindig: Li>o dvr Isuuner sclilo«« die Akademie- in Konntantinopc-I, und
wenn Mich die Nachricht, da»» er sogar ihre HihlioÜick vt^rhrannt habe,
vieOeicbt uuf Erfindung oder EntstcUung beruht, so ist nie doch bczoich-
waA fQr ckw, wa« ihm die Spät4.'rL'ii zutrauten. Das Jahrhundert des
BOdenttutiDH (726—842) war nicht bloss für die Bilder, sondern auch für
die Bildung verhängniRVoll, und wenn die früher häufige radikale Ver-
orteilung der BiUIfiretUmicr ungerecht war, so fa.'^ison die Neueren wie
Paparrogopulog. LAtapro«, Gregorovius u. a., welchu den Bildeß-tunti zu
«iner dt«r grü^ateti Thutcn der rOmischen Staatfiregierung zu erheben suchen,
die Erecheinung doch zu autwchlieaslich %'om rein politischen Standpunkt
■uf; ao sehr die wahren Ursachen dieser mächtigen Bewegung im Dunkel
Sagin, HO empOingt man doch aus manchen UbcrUefi'rten KinzLilhoilcn den
dmllicbcn Eindruck, dius ausser den Bildern und den München indirekt
aad) die nationale Bildung unter ihr zu leiden hatte. Was von Oolchr-
umkeit. FormgefUhl und dicbteri^chur BcgciHturung in diesen wirklich
.dunkeln* Jahrhunderten noch übrig bliub, dtunte vornehmlich den Zwecken
der Theologie und Erbauung. Aber selbst hier ist eine bedeutende Er-
PtUiAing der SchalTen-sfreude zu bemerken. Die einzige wirklich grosse
figir, Johanne» von DaniasJcoft, der die Leistungen der alten Ttiuologio
•bachlümoDd zusonunonfasst^ vermag die Öde nicht auszufüllen: neben ihm
mA Bcineni Freunde Kosmas von Jerusalem sind in diesem Zeitraum nur
Doch Theodoros Abukara, der Ri'zbjschof (ieiTnanos (f 7-}0) und der Patriarch
Tinnus (784—806) durch iLäkutische, moralische und hermeneutischo
Sehriften, Aadre4ks von Kreta und einige andere durch EirchonpoGsien
roo Bedeutung.
So unverkennbar und deutlich springt die Thatsacho dieses lango-
an Niederganges der Littcratur und der Oei»to»bildung dem geschieht-
lichuD B«trBcktur in die Äugen, duss sie sogai* dazu verleitet hat, dun
juuen Torlier^ehenden Zeitraum zum Altertum zu schlagen und den An-
fing dar by)uintini)>(,-hen Ära in der unfrnclitbareu Zeit nach Hcraklios zu
Mdua. 80 setzt Finlay >) die Ausbildung des byzantinischou Sttiat^twosons
in das 7. Jahrhundert {63;J— 71(!) und beginnt die eigentlich byzantinincho
BMchichte mit den Isauriem. Ihm folgt tiregoro\-ius,>) indem er bemerkt,
iM» Mit dem Ende de« 7. Jahrhunderts und entschiedener mit der isau-
riMbeo pjnuuUo jener kirchliche, staatliche und soziale Prozess zum Durch-
Jvacfa gekommen sei, in welchem sich der rhomÜJKche Byzantinismus mit
jüdu andere Autonomie aufsaugenden Mitt^'lpunkt Konstantinopol her-
l)iJdet habe. Ebenso betrachtet Zachariae von Lingentluil') dos
7. Jahrhundert als eine Zeit dos Verfalls und der AufliJsung des griechisch-
rtmtadiaii Kai«ertums und sieht im Zeitalter der isaunschen Kaiser den
BifiBn «tner Neugestaltung von vielfach eigentümlichem Oepritge, dos sich
■niälhlich zu dem entwickelt«, was man mit dem Ausdruck Byzantiniamus
a b«caJcfaD8D pflege. Ähnlich hatte ich auf dem Gebiete der Littcratur
•Ji
A Uatori- of OroMW 1 (IS7T) 361 ff.
6w(Moht«40r8tadlAUiMi im Mittel-
I10&
•) GoBchichto do« gricoliiBohr3nii»eh«Ji
R«M:hte', Bi-rlin 1892 S. XII (= S. IX der
2. AaBO-
14
Bygantlniacha Litteratiirg«aehicbt«. Enloitsiig.
in der enton AufInge dioitce Buches die Ansicht durcligeftlliri, iaw da
Altertum bi« in die Mitto des 7. Jahrhundorts rt-iche und diu byinntinisch
Ära mit der erwähnten Epoche der Verödung beginne. Reiflichere Erw|
gungen und ein genauere» .Studium der Lit.t«raturworke hnhon mich aeitdoi
dft8 Irrtümliche dieser Auffassung immer deutliehor erkennen lassen. Wa
aber iu der früher beliebten Abteilung Wahre» liegt und was den Irrtufl
erklärt, das ist <lie That^ache, daoa in der Zeit nach Heraklins und bfl
sonders unter den isaurischen Kaisern das Byzantinertum voltstJlndig aui
gebildet, die QräKisiorung dos Stantos im grossen und gnnKon vollende
und die Nfugouttiltiing der politischen, ruligiosen. kulturellon, sprachlichen un
litterarischen Zustände in der IIauptsa(;he ubgeachlossen ist. Nun hern<o)|
das einheitliche, durch keinen ernstlichen Konflikt mit dem Altertum mofa
gestörte Kigcnlebcn des byzantinischen Geistes. Die Periode von 324— 64*
kann mithin, um das VerhSltni» durch ein abgcbi-auchte«, aber immer nod
brauchbarem Bild zu illustrieren, als che vorbereitende und kämpfend)
•lugend, die folgende Zeit als das Manne»- und Grnisenalter des By7.antiiuft
mus bezeichnet werden, '■
Am schwersten scheint sich mit der hier angi'nommenen Perioden-
teilung die Geschichte der christlichen Kirche und ihrer Litteratur vor
einigen zu lassen. Die meistim Kirchen- und Doginenhistoriker «chliessei
das christliche Aitfrrlum mit dem 7. oder 8. Jahrhtindert. und auch in dci
Littoratur der giiecbischen Kirche, welche im 4. Jahrhundert ihren Htthe-
punkt erreicht-, pflegt man das Altertum bis auf Johannes von Damaskoi
nusiEudehnen. Allein diese Abgrenzung geht von einem Standpunkte aus,
den wir hier nicht einnehmen dürfen; die Darsteller der kirchlichen Ge-
schichte und Litteratur berücksichtigen nur die christliche Zeit; innerhalt
derselben Imt es eine gewisse Berechtigung, die Periode der grossen dog-
matisch(.<ti Kämpfe und der originellen littcrariscIiL-n Thatigkeit zusammen-
zufassen und als Altertum der Folgezeit gegenüberzustellen; dieses Alter-
tum ist aber das christliche Altertum, also ein ganz anderer Begriff,
als der für die allgemeine weltgeschichUicho Einteilung geltende. Unr
kommt es darauf an, die Grenze zwischen der antik-hellenisch-römischeri
Zeit und der cliristlich-by7.antimschen zxi linden, und diese fällt sicher tn
das 4. Jahrhundert. Freilich wird man diese Behauptung nur dann recht
%'orstehen, wenn man den Begriff byzantinisch in einem etwas weiteren
und höheren Sinne auffasst, als es in der früheren Litteratur Üblich war,
die dem Byzantinismus meist feindselig gegenüberstand und ihn daher gerne
auf Zeiten und Zustände bt^ischränkto, deren Gesamtcliarakter zur Polemik
genügenden Anlass bot. Aber auch in diesem weiteren Sinne verstanden
erscheint der Byzantinismus, wie schon oben angedeutet wurde, nicht so-
fort völlig ausgebildet. Die Zeit vom 4.-7. Jahrhundert ist \nelmehr
eine Übergangsperiode, in welcher sich die alten und neuen Elemente
noch vielfach streiten, mischen oder auch unvermittelt nebeneinander her-
gehen. Dadurch ent-steht ein hnnf*» und verHchwommenes Kolorit, in
welchem bald die eiiL'-tige, bald die künftige Grundfarbe vorherrscht. Es
Iiandelt sich also zuletzt nur um die Frage, ob der Einschnitt da zu
maohen i»U wo die antiken Farbenstreifen im geschichtlichen Strome so
hgtiS nod »UgemftiDa GMchicht« der byuntinisolieD Litteratnr. (g t)
pA no völlig vorech winden, oder da, wo die byzantinLsoh-niitt«lalterlicho
nrtang tuor«t »n ein<>r Ri-öweren Anznlil von Stollon und in einetn er-,
kUchwon Umfange auftritt. Man könnte nun voi-8iicbon zwoi guiiz ver-
«bitilene Einteilungen mit einander eu vureinigen und di« Antwort auf
ikptieiito Kragti altto formulieren; Stellt man sich an din Qnelle dea
Sinäee der antiken Ent^vickolung. ho wird man das Ende dorsolbun unt
dmaetzon, ^o dio antike Färbung wirkltch vt>rfich windet, nl»o etwa ini
'.Mirhundori ; begibt nmn bicIi dagt»gen zum Ende des Stromes d. h. auf den
SUidpankt de«) ausgehenden Mittelalters — die \e.\xte Strecke des gescliicht-
Inkfli Stromes, die Neuzeit, bleibt boi dieser UnteifHichung ausser Betracht
- Mvird man naturgcniäss die Turiodü, welche man vom AltorUim abgi-cnzen
li, möglichst weit zut^ckverfolgen und ihi-en Beginn dn ansetzen, wo
in wesentlichen Kigensohaften zuerst in grflsserer Zahl und Schärfe her-
nrtretcn, also im 4. -laluhundert. Da mm eine Darstellung der bysantl-
BKhen Litteratur die Erkenntnis de« mittulalterlicheu Geisteslebens bezweckt
■Idedialb vom niittt^'kUerlichen Standpunkt auageht, sa muBS sie ohne
MM dos Qrenzmal im t. Jahrhundert aufstellen. Wer freilich aus-
mUkbKoIi dos Altertum studieren will, mag sich immerhin das Hecht
kcnmiehnien. auch noch diu drei folgenden Jahrhunderte mit ihren antiken
BnIii, die ihm ja Hoiuit unterkunftulos vereinsamten, unter da» Schutz-
JMk iia Altertums aufzunehmen. Diesem /ngestSndnis gegenüber muss
ibcr iw M auiAdi'Ucklicher betont werden, dnss es fDr eine weltgcschicht-
litke nad vnili^ voraustwtzungslose Beti'aibtuiig richtiger i»t. innerhalb
i» itnitigon Gebiete» nicht da zu teilen, wo die letzten alten Elemente
inatuhm. sondern da, wo der neue Oeist beginnt. Denn die jungen,
Mmfaflitigen, Tür die Folgezeit bestimmenden Elemente verdienen mehr
Bdditoag als die mit dem Keime de« Todes behafteten, in eine Uinen
iNBd gewordene Zeit hineinragende» alten Überro^^te. und fUr das Ver-
rtMob der GosarotentwickeJung i.st es nützlicher, das Emporwachsen
ni di« Lebensbedingnii^en der erstc-ren zu studieren als das Hinsiechen
■nd gtorbvn der letzteren. Nur ein blinder Anhänger der klassischen
AlkiDherrschaft wird in Abrede stellen, dass in der Übergangszeit vom
1.— 7. Jahrhundert die neuen Elemente, welche zum Mittelalter hinüber-
Bhren, in wellgeHcliichtlicher Hinsicht intere^anter und wichtiger sind
■fa die kaum einen neuen Ton hervorbringenden Fortsetzungen der Antike.
Uäno jetzige Einteilung unterscheidet sich also von der in der ersten
Aoflago angenommenen nur dadurch, dass ich mich früher in der Über-
pagnvit vum 4. — 7. Jahrhundert zu sehr durch die noch fortlebenden
Otflcen Element« gefangen nehmen üesH, während ich jetzt überzeugt bin,
Jbh die durch.'w:h lagenden Momente dieser Periode in den Anfängen und
Vorbereitungen der neoen geschichtlichen Ära liegen. Nur mit Hilfe dieser
^""■tr-iing vermag ich den im 8. -Jatirliundcrt zur vollendeten Tliatsacha
innwileoeD Byzantinismus zu begreifen.
Mit dem Anfange des 9. Jahrhunderts regt sieh wiederum einiges
IAm, imnchuwhe Chroniken, in deren Unbeholfenheit die Barbarei der
•oraufgehenden Zeiten nur zu vemohmbar nachklingt, wagen sich an die
QlMtlichkuiL I/OO der Byzantier erhalt unter Kaiser Theophilos (829 bis
16
Bysaotlniacbft LltUiatargwclilohtfl. Blnleittusg.
8-12) die Erlaubnis, tilfontlich zu lehren;') unter dem NachfoIgL-r ih-M
Kaiscn«, Cacmir Karda.s, der in Wahrheit im Namen Michttels III rcgierti
wird die Umvcr!^itHL Konslantinopol wicdorliorgostellt. Ein neuer uq
krilftiger Hauch kommt in die goistigo Bildung durch den groäst-n Lehrt
seiner Nation, den Wiederherstellor der alten Litteratur, den echtesti)
Byzantiner nach Charakter und Lebensart, Photio!» (um 850). Jetzt gl
winnt die Ti^ihiahnic an dem alten Schriftentum, wie auch die produktii
Betbätigung an Ausdehnung uud Gehalt; vn ii^t eine aufuteigendo Ent
Wickelung zu beobachten, die im 12. und 13. Jahrhundert ihren Höbopaalt
orroicht. Auf da« Zoita!t«i' de« Photio.i folgt das weniger durch originelli
Erzcugiii»»« alü dureh gru^Hui'tige SanimelthStigkvil hervorragende 10. Jahr
hundurt, daa man als da« Jahrhundert der Enzyklopädien bezeichnei
könnte. Den Anfang macht Konstantin Kephalaü. dessen Thätigkeit viel
leicht schon am Ende des 9. Jahrhunderts beginnt, mit setner henlichei
Sammlung der alten Epigramme. Daran reihen sich die auf die meifitiu
Gebiete der alten Litteratur ausgedehnten Sammelwerke, welche Kaisei
Konstantin I'orphyrogennetos veranlasste ; dann rein philologische Arbeitei
wie die Scholicn (Ich Arethas, das Lexikon des Suidas und die Etymologik^
endlich auf theologischem Gebiete die der alten Überlieferung so verderfai
liehe Legendenredaktion des Simoon Metapbrastes. l
Es war in der That höchste Zeit, dass dem Altertum wieder rege«
Aufmerksamkeit zugewandt wurde. Wir verdanken diesem Umstände äk
Erhaltung einee grossen Teiles der antiken Litteratur; die wichUgHtec
Handschriften stammen aus der Zeit die.ses Wiederauflebens der klassi-
Bclicn Studien, aus dem 10., 11. imd 12. Jahrhundert. HAtte die BarbarcH,
diö in der Zeit des Bildersturms am verderblichsten wirkte, noch lange
fortgedauert, so w&re wahrscheinlich ein grosser Teil der weniger ge-
lesenen alten Autoren, von denen schon in der ersten HSIfto de« 10. Jahr-
hunderts selbst die kaiserliche Allmacht manche nicht mehr in unversehrten
Exemplaren aufzutreiben vermochte, vollstündig zu Grunde gegangen, und
der Studientrieb, der unter den Komnenen zu hoher Ausbreitung gelangte,
hätte keine genügenden Stoffe mehr zur Bcthätigung gefunden. ]
Dem 1 1. Jahrhundert verleiht diu universalistische Erscheinung des
Psollos ein rhetorisch-philosophisches Gepräge. Gleichzeitig beginnt die
Gescbichtschreibung, die im 9. und 10. Jahrliundert auf trockene Ännalistik
beschränkt war, unter dein Einflüsse der lebhafter betriebenen Studien
einen höheren Flug zu nehmen. Die Palme des Jahrhunderts gebührt
zwei filteren Zeitgenossen des Psellos, den hebenswilrdigen und geschmack-
vollen Epigrammendichtorn Christophoros von Mytilene und Johannes
Mauropus. Zur völligen Entfaltung gelangt die litterarische Renais-
sance im 12. Jahrhundert. Wie in der frühbyzantinischon Zeit, so ist
OS auch jezt wiederum die OeschichtscJti'eibtnig, in der sieb die besten
Früchte der Pflege geistiger Bildung offenbaren. Nikephoros Bryennios,
Anna Komnena, KinnamoH und Niketils Akomiuatus schildern in vier bc-
doutonden Werken das letzte Aufblühen des Byzantinertums, das grosse
<) Gdorgio* MoiiAcliDS od. Muralt 8. 71S, 2h IT.
Bocrlff nad aU^meine OeBchichte d«r byzantiatscheit UtUrator. TS i) 17
Zi>itulter der Komnenen. Das Studium der alten Litteratur wird mit tT-
uuter Regsamkeit und nicht solt«n mit dorn bostoii Erfolge von Laien
md Tboologon betrieben. Ntclit weniger al» vier Metropoliten tret«n im
12. J&hrfauRdvrt in den Dionst der profanen Litteratiir, der Aristoteliker
Eostratioa von Kikäa, dnr Grammatiker Gregorios von Korinth, der rheto-
risch gebildete und dtcht«ri8ch begabte Michnol Akominato» und der durch
tAUs HumanitSt, wio durch Gelehrsamkeit au^gezeicbneto Eufttathios, der
flicht minder eitrig den ITomer und Pindar erklärte, als er das geistige
Niveau de« fllr die byzantiiiiBche Kultur bedeutungsvollen Standen der
HitDche za heben suclite. Weniger erfreulich offenbart sich der gramma-
ttschu GiTer in Schulhäuptem vom Schlage des Tzetzes; doch legen auch
»e wemgst4.>Ds von der Mannigfaltigkeit der gelehrten Intcresaen dieser
^oohe Zeugnis ah. Kaum ein Fach der alten Utteratur bleibt von der
■Igemeinen Bewegung unberührt. Solbüit der Geuchmack an erotischer
BrxiUaag scheint wieder xu er«-achcii und die Gattung dos griechischen
{Contans, dio mehr aU ein halbes Jahrtausend unfruchtbar geblieben war,
wird auf einmal »m vier freilich recht Übel geratene SpÄtgeburtcu be-
rrichcrt. Mit grögserem GKlcke vorsuchen «ich die Zeitgenossen der Kreuz-
ftbrar in der poetischen Satire und in Dialogen nach dum Vorbilde Lukians.
Sogar die Littcraturgattung, in welcher Dyzanz sich nm wenigsten pro-
duktiv erweisen könnt«, da« Drama, hat damal» noch einen spilten und
bat T(Utig isolierte» NaühKilgior hervorgebracht, in welchem freilich nichl«
gahngen ist als der Nachweis, das» Tür dicM! Dichtung längst ulle Vor-
taasetzungen fehlten. Besser glUckten manche paneg>'riac)ie und epi-
gnamiattscbe Versuche.
IVotz aller Kursoren Erfolge krankt dio Bildung dieser BlUtozoit au
•Jaem anbellbaren Übel: ihr fehlt die Frische des Leben«, die erhaltende,
nn^eBtaltende und st^ts Xoues erzeugende Kmft der Natur. Sie gleicht mehr
etaer wirgfUltig hergerichteten Mumie als einem lebendigen Organismus.
Dadttrcb. dass die kunstmüssige Litteratur wiederum prinzipiell zur klas-ii-
■dwn odiT hclleuistiiitchen Form zurllckkobrte, ontfernto sie sich mehr ala
Je von dem volksrnfissigen Bewusstsuin und Verständnis, Dio Kluft zwi-
■chen Schrift- und Umgangssprache erweiterte sich bis zu einem
Grad», der keine freundschaftliche Vermittlung mehr zuliess. Die Existenz
■od dio B^^rechtigang eines eigenen VulgAridioma kam jetzt deutlicher zum
BewBstftoein und seitdem Anfang des 12. Jnhrbundert-s findet die neue Form,
vm der bisher nur einzi-lne w<>rllich angeführte Sprichwörter, Spottverso,.
naBbcrwtzbare Ausdrücke und besonders geläutige Formen in dio Litteratur
nilg— irirfirt waren, in gr»*iicren Schriftdenkmälom Verwendung. Die gut
giM<A. aber mit den Thal^ukchen der lebendigen Sprache unvereinbare
ZarScIuchraabung der litterarischen Formen auf den Standpunkt eines
bogst cnUchwundenen Zeitalters rief eine demokratische Reaktion hervor,
■1* deren Fracht die viilgSrgriochischo Litteratur erkannt wird.
itU berOhren sich dio »chKrfsten Qegcnsfitüo: auf der einen Seite der
aOlwani erlernte, Qbermflssig gekünstelte, stcüfleineno und innerlich ver-
traeknate Attizismoa und Kelleniitmas, der durch die unüberwindliche Macht
iu IVadition siegreich das Feld behauptet, auf der andern Seite dio leben»-
ftatfh«^ *r Uhl All« rtn— ImwikIh«! U. 1. AlOf. 2. >liut 'i
i
SyMutlniaab« Litt«ratiirg«tteUcht«. Eialeititag.
volle, aber unbeholfene Herzen!ü<prftche des Volkes, die, in der OrthograptiM
imd Morjihologio, im Wflrterlnich und in der Syntax mit kunstsprachlichei
ElL>mt;iitcu oft ganz bizarr vcrnvtr.i, von dun ma8»gobondon Krei.<cn da
Gebildeten fast ängstlich gemieden und zuriSckgestAsson, sich erst nael
langem Bemühen zu einiger Beweglichkeit, Iteinheit und Aufidruclunihigkei
enipurarbcitote. So entstand joner Riss im geii«tigen Leben der Oriecheu
weleboi' seit dem 12. Jahrbundurt ihrer Litteratur mehr nl» irgend oin4
andern das Gepräge der Doppelköpfigkeit verleiht und in ihre ganze natio
naio Bildung ein gefährhches Element der Unwahrheit hineingt-bracht hat
Wah ■'»eh ein lieh hätte dietto au8 vielen Gründen beklagenswerte Spaltun)
vcrmiodon werden können, wenn die Schriftsteller des 11. und 12. Jahf
hundert« das von Malalas, Thtiophaiiei^, Koniütantin PorphjTogennctos tiiu
mit besonderem Glück von einigen naiven Ueiligenbiographen vorgobilduti
System einer temperiertfin Umgangaepracbe beibehalten und in Ubtüichoi
Weise fortgebildet hätten, wie eu in den romanischen Litteratm-en geschah
In der min folgenden PalSologonzeit scheint die Thiltigkeit in da
kunstniässigen Litteratur, wenn nicht an Gohult und Tiefe, m doch ai
Mannigfaltigkeit und Ausdehnung fast noch zu gewinnen. Indem d«r g«
lehrte Ättizismus noch schärfer betont wird als selbst in dor Komnenen
zeit und bald jede VermitUdling mit der Sprache des Lebens nnd der volk»
massigen Schrift«t«lloroi zurilckwoist, erwaeli»en au»» den Studien diesei
Epoche immer deutlicher die BoBtrebungcn. welche die unmittelbare Vor
Kchulc des westeuropäischen Humanismus bilden. So stehen die Autorei
di«)»or Epoche zwischen dem Mittelalter und der Neuzeit, zwischen dm
letzten Traditionen des Altertums im Orient und der Wiedergeburt desselboi
im AK-ndlande. Obschon der staatliche Organismus, dem die lal+'inisch«
Eroberung den Lebensnerv gebrochen hatte, langsam, aber unaufbultsaH
seinem endgültigen Verfalle entgegenging, haben die letzten Jahrhundortt
auf den meisten Gebieten der Litteratur, in Philosophie und lihetorih
Grammatik und Exegese. Epi.stolographio und Oeschiehtsehreibung. wi(
aucli in der Poesie noch eine Fülle an Wert ungkiichcr, aber ftir die Er-
kenntnis des politischen, religiüeen und kulturellen Lebens der letzte«
Jahrhunderte des byzantinischen Volkes wichtiger Werke hervorgebracht
Ein hervorstechen des (lepräge, das oft mit Unrecht auf das ganze byza»
tiniseho Zoitaltor übertragen wird, erhält dieser Abschnitt durch die mit
der Leidenschaftlichkeit südländischer Naturen gufülirten auf dio Unior,
bezüglichen Kämpfe, die in mannigfachen Nachklängen noch den Fall
des Reiches Oberdauern. Merkwünlig unansehnlich und friedfertig erschein!
daneben die Polemik gegen den Koran, gerade aU hätten die Byzantinei
ihren wahren Lehensfeind, den sie politisch lange uuterschätjttcn, auch aul
religiüsi>m Gebiete nicht erkannt. Für die Mannigfaltigkeit der Bildung
dieses Zeitraumes und das immer stärkere Überwiegen des blossen ge-
lehrton Fleiases ist namentlich die That«ache bezeichnend, dass die Littera-
tur jetzt noch mehr aLs früher einen polyhistorischen Charakter ge-
winnt. Rhetorisch-philüsophiseh gebildete Männer versuchen sich auf den
Terschiedensten Feldern, so dass es zuweilen schwer ist, sie nach ihrer
Hauptleistung mit Sicherheit in eine bestimmte Lit1«raturgattung einzu-
Btgriff oDd allBemaiB« a««d)ieht« der bynuittBUcheii LltUratar. (g I) ig
ordnen. Der bcdctutondste Vertreter dieser 8chriftatelleriRc]i«n Vieliwitigküit
ist im 13. Jahrhundert OoorgtoB Pachynierei*. Hocli über ihm Ktoht
Nikephorgs Gregora», die litterarischo Hauptperson dos li. Jahi'liunderts,
oin Mann, der an tiodiogonticit und Umfang de« Wissens, an .Scharfsinn,
u Gewandtheit der Diali-ktik und an Festigkeit dos Charakters von keinem
Byrnitinor der PnlUologenzoit übertrofTen wird. Die wichtigsten Puly-
historeii des IS. Jahrhundert« endhoh, ein Gcmistoe Plethon und Bce-
urion, fuhren schon in die ausserhalb des KahmonH unsurer Darsl<.-Ihing
üeg«nd<-n Kreise des Hiimni)iKinu]<i. Auf dvni altt^n Kulturboden von Kyzanz
Mtbflt war mit der Kroherung des Itviches durch die Osmanen ftlr tüngcra
Zeit jede Vorauttootzung einer hUheren geistigen und litterarischen Bildung
viimicht«t. Von der Ilarbarei, die jetzt mit eJonientarcr Ücwalt herein-
bricht, legen unter andenn die in gri«chii<«her Sprache abgefasHten diplo-
natischon KorrcAitondeniu'n der ersten Sultane') ein merkwürdiges Z(<ugniij
«b; tu ihrer »iinderüehen Formlosigkeit bilden sie zu den wohlgesetztcn
AfctettstQcken der byzantinischem Kanzlei einen Oegonaatz, als wären sie
von ihnen um ein Jahrtausend getrennt
Wenn die Litteraturen tvie die meisten monschlichen Dinge allmäh-
lirh »unitQhon und verfallen und daher so scharfe Abteilungen, wie sie
da« Kompendiengebirn des Uncrfalirenen und Oedankeniosen sich zurecht-
togt, in Wirklichkeit selten existieren, so gibt es doch im gohttigen Leben
dos efnzdnen, wie der Nationen und der ganzen Men»chheit Zeitpunkte,
4w ohne Übertreibung als wahrhaftige Einsehnittc! bezeichnet werden
kOanan. Wer zweifelt daran, dass Anstotelea den Grenzpfeiler zwischen
dsr Uaansohon und aleiianilrinischon I.itteratur bildctP Wer wollte be-
•tnitea, dsM mit dem Jaln-e H53 das geistige Eigenleben der Byzantiner
■hgmhinfni ist? Hit demselben Rechte darf der litterargeschichtJiche Be-
obadter veraiichen, den Endpunkt des Allertunui festzustellen. Von der
gMdcfiefacn U><*iing dieser Frage ist das geschichtliche \'er»titn<lnis der
kjnantinischen Litt«ralur zu einem grossen Teile abhängig. Wenn «in ho
gslohrter Konoer wie Bcrnhardy*) da« grosso Wort gelassen nussprach,
dasa auch die gewissenhaftesten Studien aus der weitschichtigen
XuKae der byzantinischen Litteratur kein Ganzes horvorzuloeken
vprmfichten, »o war ck vornehmlich seine falsche Grenzbestinimung, die
ihn na diesem Irrtum verleitete. Indem er dio mittelgriechi»che Litteratui-
mit .hittinian lK>ginnen lioss, ergflb sich dem unbefangenen Büeko zunächst
tÜBP unviirbereiteto und wenig verständhche Hühenreihe von Prokop bis
■if ThiviphylaktoB, von Paulo« Silentianos bis auf Georgios Pisides, dann
CIM klaffende Lücke, endlich eine allmähliche Erhebung ttber das niedrignto
8|ivawL Aber auch sie wurdo von Bernhardy und seinen Nachfolgern,
^HM^u) dio ganze mittelgriechiache Litteratur vom Standpunkte des 6. Jahr-
*1 B«(elM Proben (n S. Biutd« dar Acta
44UMDala (ifBM« m«dti aevihcrauBgeg«b««i
Ma Mtklttftich und Mfliler. Ein recht er
^bfif^M Bti>]ilel ist ävi iD^lukli hiaturiaoli
<id>ll^» CUaiAUiin d«s Sulltu» Selim II m
^ T>M>ciaB«T vor seinem Angriff iiiif Cy pen
(1G10), Ad« «t dipl. III ^m f., mich W
Satliaa. Tovfrar^aiovfiirri'Fikrif S, 130 Oud
damoDbbei A, A.SnkclInrio.i, 7ii Ai-ripin»«
I' (1890) ''+'..
■) (Jriuidriiw d*r griechisch«!! Littontat
IM18J6)S.XV.
tcmtargeBchichte. Bfatleitamg. ^^H
Iiuiidorts aus botrachten, oiaoi- aprioi-iäclmn Doktrin zn liebe veric^S^
und gclougnct. Au diu Stollü der unvorkonnbarston Tliatsnchon sotzö
man ein« luftige, vom Geiste Ilegela getragene Konstruktion, ala deräl
Kernpunkt die Idee einen unaufhalt^amon, immer tieferen Verfalls vod
6. bis zum 15, Jahrliunilert erscheint^ Oasa dioee Ideo der Wirklichkeil
vüllig widi^i'spriclit, iist durch die obon gegebene ailgemcino Skizze woh
schon deutlich geworden und wird in der folgendon Spezialdarst^'UuRg dei
einzelnen Litt«raturgattungen noch klarer hervortreten. Nachdem die früh-
byzanttiiisclie l'cnode, in welcher nieh die alten und neuen Elemente noc)
miächon und »treitcu, zum Absclilnss gelangt ist, be^nnt nach «inor langot
Zeit der Unfruchtbarkeit eine einheitliche, im Sinn« dcü Zeitalter» naiur
gemüs» aufsteigende Entwickelung, die von dogmatis<^hen, asketischen um
moralischen Schriften, von Kirchenliedern, Legenden und mfinchischon Chrth
nikon ausgeht, dann allmählich durch das erneute Studium der antike!)
Autoron und durch eine naivere Auffassung der zoitgonÖHei»chen tHnge ad
Mannigfaltigkeit des Inhaltit und Reichtum der Form beträchtlich gewinn!
«nd sich mehrere Jahrhunderte hindurch auf einer beträchtlichen Höht
erhalt, um ondlioli einerseitj* im Humanismus und anderersoitä in der Volks-
dichtung die letzten Früchte zu reifen.
Das» unser Abri»» trotz der gewonnenen Erkenntnis noch nach attei
Weise mit Juntinian beginnt, geschieht lediglich aus praktischen OrUnden,
vreloho einen nnmittelhai-en Anschluss an die Litteratiirgcschiobto von GliriBt
orfordorten. UoffouUich gelingt es später, bei einer abermaligen Neur
be«rbeitung der beiden Bücher, das Orenznial de» beiderseitigen Rechtai
ansprUchen gemäaa zu vt-rrüeken. Der Umstand, dass die tlbliche Abtei-
lung den wissen Hc^haftlichen Sprachgebrauch fllr sich gewonnen hat, bildet
keine unüberwindliche ächnHerigkeit; denn bekanntlich »ind in den letzten
Jahrzi^hnteu auch andere falsche Terminologien in der Sprachen- und
LitteraturgescMchte mit Erfolg bekümpft und endgültig beseitigt worden.
Übrigens wird es sich empfehlen, Erzeugnisse der Zeit von 324—640,
wenn man sich genau ausdrücken will, im Üogensatz zu den spätem alt
.frühljyzautiuiüch" zu bezeichnen.
Charakteristik.
Kj_ 2. Die byzantinische Litteratur ist der wichtigste Ausdruck des
^filstigen Leben» der grieehischen Kation und de» rüniiächeu Staates vom
Ausgange des Altertums bi» an die Schwelle der neueren Zeit. Von dieser
'I'hatsache hat ihre Wertschätzung vornehmlich auszugehen. Daneben ruht
ihre Bedeutung in den Einflüssen, welche von ihr auf die orientalischen,
elavischen und wcäteuroptlischen Völker de« Mittelalters gewirkt haben,
endlich in ihrem engen Zusammenhange mit der klassischen Philologie.
Bis auf die neueste Zeit ist namentlich der zuletzt genannte Punkt betont
worden. Wenn die klassische Philologie, wie BUcheler') bemerkt, jetzt ihren
Fortschritt hauptsächlich darin sucht, dass sio aus der ürühcrQn Äbgo-
') l'hiloIogUthc Kritik, Bonn 1978 S. 1.
CfauBktQHaÜk. fg 2)
Sl
wliloasenhoit heraustritt and mit Vorliebe dorn Zusammenhange und der
Gcnwinschnft nachforscltt. durch wolcho Griochon und Rßmer in Spracht»,
Sitte und Kultnr mit Vülkurn vor ihnon und nach ihnen vcrbundon sind,
•0 findet diese Erweiterung des Gesichtakroises in dw That das roichfito
lind ergiebigste Arbeitsfeld in dem Scbrifttum dvr Byzantiner. Ea gibt
kaum ein Gchict d«r niton Philologie und SpraehwisscnachafI , welchem eine
vertieft«? rnt<>r8ucbung der mittelgrieehiHchen Litteratur nicht irgend einmi
Nutzen brücbte. Die»» Thataache n-ird IfingKt xugoi<tanden und bedarf
keines Beweiaes. Die antike Tradition ist in Byzanz niomaU gänzlich aus-
geeterb«»n, und ein Zeitalter dos Humaiüsmu» hSttc dort nidit im gleichen
8iiuie aufleuchten können wie im Äbendlande. Der Zusammenhang mit
dem Altertum blieb bei den Mittelgriechen in litterariaober und politischer
Hinwrht. wenn man etwa von der FinPterni» dos 7. und 8. Jahrhundorts
alwivht, immer gewahrt Dalier kommt oe, das» auch der künstlich ge-
steigerte KlaattiziBmus, wi« er aeit der Komnenenzeit flblich wurde, den
BjrnuitiDeni keineswegs als etwaa Fremdartiges und Lebloses erschien, ganx
nn Oe^nsabt zu der lateinischen Humnnistonlittoratur, die nicht einmal
von den Itnlienern als etwas Kationalos betrachtet wird. In der neueren
Fachlitterut ur kommen die Beziehungen der Byzantiner zum Altertum immer
nmehmlicher zum Worte, Wenn man die Oosamtsumme der philologificlien
Produktion in den letzten Jahrzehnten überblickt, bemtirkl man mit Staunen,
welobea Umfang fast unbemerkt die Arbeiten auf dem «pälgriechisch-
bjrzaotiniachen Gebiete gewonnen haben. Eine Reihe von Gelehrten, die
initer dem Zeichen der klaaiiscben Philologie arbeiten, haben die Gegon-
irtilodo ihrer Unl«r8uchung in den unaussprechlichen Jalu-hundertcn gesucht.
Man denke an die groHsartigen Leistungen, durch welche im Chaos der
bjFaaotiaischen Gewhichtscbreibu ng. Grammatik, Lexikographie, Metrik,
^nrilegienlitteratur, Uagio(:raphio und Kirclionpoesie allmählich Licht und
Ordnung geschaffen wird. Die besten Erforscher dos Altertums, wio
Th. Monunsen, H, Usoner. A. v. GuUschmid. W. Studemund, Ä. Reifferscheid,
C. Wachsmuth, C. Buraian, W. Chriat, E, Rohde, W. Meyer, O. Crusiua, A.
Elter. R. Keitzenstein, L. Cohn u. a., haben den Byzantinern längere unä
tTgafantArcichc Besuche abgestattet. Wenn die innerliche Begeisterung für das
Altertum durch diese abgologünen Studien schwerlich gewonnen hat, so iat
4er wisaenschaflliohe Nutzen zweifellos, und das muss uns genilgon. Wollt«
man die Berechtigung jeder Arbeit nach ästhetischen und pädagogischen Rilck-
ccbten abmessen und den Selbstzweck der Wissenschaft negieren, so bliobo
in der Thilologie wie in anderen Disziplinen fHr die Forschung herzlich
*mäf, übrig. Eine künstliebo Boscbrfinkung auf diu inhaltlich und forma] voll-
«ndaten Zeiten hätte erst recht eine Ermattung und Stagnation der Geister
Btr Folge, in welcher sicher anch der vielgepriesene reine Knthuisiasnms und
& pJUagogischo Kraft versinken wOrden. Nicht auf den Stoff, auf den
Mnachen kommt ee an. Wer hellen Oeiates und frischen Gemütea arbeitet,
wird nach von ßyzAoz ans den Weg zur Wahrheit und Schttnhcit linden.
Trotzdem rauw vor der Qbermftsfligen Betonung der antiken
KIcmente in Ostrom gewarnt werden. Nichts hat das tiefere Verständnis
waA dia WertscfaAtzung der byzantinittchen Zeit mehr beirrt als die Qe*
20
BTSBuUnüicbe Litterstnrgeaohiohto. £Iiil«itaiig.
hundorts aus botracht«)], «iuer aprioriechcn Doktrin zu liobc verkannt
und güiougnot. An die Stöl!« der unvorkennbarston Thatsachcn setzte
man eine luftige, vom Geiste Hegels getragene Konstruktion, ttl» deren
Kernpunkt die Idee eine« unauflialtAanien, immer tieferen Verfalls vom
G. bis zun) 15. Jalitlitindort erscheint. Da8g dicso Idee der Wirklichkeit
völlig widin'spriclit, ist durch die oben gegebene allgemeine Skizze wohl
edion deutlich geworden und wird in der folgenden Spezialdarstellung der
einzelnen Litt^ratiirgattungen noch klarer hervortreten. Nachdt'ni die früh-
hyzantini.scho Periode, in welcher sich die alten und neuen Elemente noch
miKchoD und ätreiteu, zum Abschluss gelangt ist, beginnt nach einer langen
Zeit der Unfruchtbarkeit eine einheitliche, im Sinne doe ZeitalU'rs nalur-
gemfiss aufsteigende Entwiekelung. die von dogmatischen, asketischen und
moraliachon Schriften, von Kirchenliedern, Legenden und rnSnchiüchen Cliro-
niken «uiügeht. dann allmählich durch da.i erneute Studium der antiken
Autoren und dtu'ch eine naivere Auffassung der zeitguußssischen Dinge an
Mannigfaltigkeit des Inhalts und Reichtum der Form beträchtlich gewinnt
und isich mehrere «Jahrhunderte hindurch auf einer beträchtlichen Hflhe
erhült. um endlich einerseits im Humanisnuiei und andererseits in der Volk»*
dichtung die letzton Früchte zu reifen.
Dass unser Äbrisö trotz der gewonnenen Erkenntnis noch nach alter
Weise mit Justinian beginnt, geschieht lediglich aus praktischen QrUndon,
welche einen unmittelbaren Änachluss an die Litteraturgeschichte von Chri«t
orforderten. Uoffentiich gelingt es spater, hei einer abermaligen Neu-
bearbeitung der beiden Bücher, das Qreozmal den beiderBeitigen Rechts-
ansprllchen gemäss zu verrücken. Der Umstand, dass die Übliche Abtei-
Ituig den wissenschaftlichen Sprachgebrauch fUr sich gewonnen hat., bildet
keine unüberwindliche Schwierigkeit; denn bekanntlich sind in den letzten
Jahrzehnten auch andere falsche Terminologien in der Sprachen- und
Litteraturgeschichte mit Erfolg bekämpft und endgültig beaciligt worden.
Übrigens wird es sich empfehlen, Erzeugnisse der Zeit von S24 — 640,
Wem] man sich genau ausdrücken will, im üegen:Satz zu den spätem alt;
jüilbbyzautimöcli" zu bezeichnen.
Charakteristik.
2, Die hyzantinische Litteratur ist der wichtigste Ausdruck de«
Btigen Lebens der griechischen Nation und des römischen Stotttes vom
Ausgange des Altertums bis an die Schwelle der neueren Zeit. Von dicoer
Thatsache hat ihre Wertschätzung vernehmlich auszugehen. Danehen ruht
ihre Bedeutung in den £iiiflU.4gen, welche von ihr auf die orientaliachen,
&lavi»chen und westeuröpfii»cheii Volker des Mittclaltei'S gewirkt haben,
endlich in ihrem engen Zusammettliange mit der klassischen l'hilulogie.
Hm auf die neueste Zeit ist namentlich der zuletzt genannte Punkt betont
worden. Wenn die klasaUcho Philologie, wie Bücheier') bemerkt, jetzt ihren
Fortachritt liaupts&chlich doiiii sucht, dass sie aus der früheren Abge-
>J l'liilülugiHcho Kritik, Bonii 1878 8. 1.
^^^^^^^^^» Ch»r»kUrUta. (% 2) -^^^ 21
M-litnKacnheit heranstritt und mit Vorliebe dem Zu»nnimcn1iRngo und der
G4>inciii)*clinft nachforscht, durch welche Oriochen und KOmcr in Sprache,
Sitt«^' und Kultur mit Völkern vor ihnen und nach ihnon verbunden 8ind,
90 (indet dieee Erwt-it^'rung des GcsicfatakreiHe» in der That da» reichste
und ergiebigste Arbeitfifeld in dem Schrifttum der Byzantiner. E« gibt
kaum ein (*cbiet der alten Philologie und Sprachwi^gen»cltaft, welchem eine
vi-rlioftt' Untersuchung der mit1e!griechi»chen Litteratur nicht irgend einen
Nutzen brüchte. Diese Thutjintbe wird längst zugestanden und bedarf
keine« Beireisee. Die antike Tradition iet in Byzanz niomaiR gänzlich aus-
torlten, und Ptn Zeitalter des Humniii.'<nnis liStto dort iiiciit im gleichen
e Rutlduchton kAnnen wie im Abt^'iidlaudc. Der Zu.sainmuniiitng mit
dem Altertum blieb bei den Mittelgriecben in litterarischer und politischer
Hinsicht, wenn man etwa von der Finsternis des 7. und 8. .lahrhunderts
absieht, immer gewahrt. Daher kommt es. da»s auch der kllni^tlich go-
dtetgerto Klassizismus, wie er seit der Komncucnxoit üblich wurde, den
Byzaotineni keineswegs als etwas Fremdartiges und Lebloses erschien, ganz
in G^enaatK zu der lateinischen Huniani»t^nlitteratnir, die nicht einmal
voa den Italienern als etwas Nationales betrachtet wird, In der neueren
FachHtteratur kommen die Begehungen der Byzantiner zum Altertimi immer
vernehmlicher zum Worte. Wenn man die Gesamtsummo der philologischen
Produktion in den letzten .Jahrzehnten üherhlickt, bemerkt man mit Staunen,
welchen Umfang fast unbemerkt die Arbeiten auf dem spjltgncohisch-
byiantinischen Oehicto gewonnen haben. Eine Keiho von Gelehrten, dto
guter dem Zeichen der klassischen Philoloeie arbeiten, haben die Gegen-
stSnde ihrer Untersuchung in den unaussprecli liehen Jahrhunderten gesucht.
Man denke an die groseartigen Leistungen, durch welche im Chaos der
byuntinixchen OeechichtJichroibung, Grammatik, Lexikographie, Metrik,
Florilegienlitteratur, Ilagiographie und Kirchenpoesie allmülilieh Licht und
Ordnung geAchaffen wird. Die benten Erforscher des Altertums, wie
Tb. Mommsen, H. Usener, A. v, Qutschmid, W. Stndemund, A. Keifferscheid,
C. Wachsmuth, C. Bursian, W. Christ, E. Rohdo, W. Meyer. 0. Orusius, A.
Kiter, K. Fteitzenstein, L. Cohn u. a., haben den Byzantinern längere und
M^bnitireiche Besuche abgestattet. Wenn die innerliche Begeisterung für das
AUartum durch diese abgelegenen Studien schwerlich gewonnen hat, so ist
dar wisBenscbaflltche Nutzen zweifellos, und dtis mitss uns geniigen. Wollte
BHUt die Berechtigung jeder Arbeit nach ästhetischen und pädugogiuclien ItQck-
iioiUen abniesxen und den Selbstzweck der Wissenschaft neueren, so bliebe
m d(rr Philologie wie in anderen Disziplinen tür die Forschung herzlich
wenig übrig. Eine kßnstliche Beschräiikiing auf die inhaltlich und formal voU-
tMbten Zeiten hätte erst rocht eine Ermattung und Stagnation der Geister
or Folge, in welcher sicher auch der vielgepriesene reine Enthusiasmus und
fie pldagogiftcbe Kraft versinken würden. Nicht auf den Sloff, auf den
Mfliwcbui] kommt e« an. Wer hellen Geistes und frischen ÖemDtes arbeitet,
wird auch von Byzanz aus den Wog zur Wahrlieit und Schönheit finden,
Tr^ilüdem musa vor der übermässigen Betonung der antiken
Elcmento in Ostrom gewarnt werden. Nichts hat das tiefere Verständnis
imd diu WertAcbAtzung der byzantinischen Zeit mehr beiirt als die Oe-
I
23
B7»i)tliiisob» UttontorfM^ioiit«. EiBlaitung.
wohnheit, in ihr allos nur als Fortsolziing und AuafluRs des Altertiims zo
, betrachten. Byzaiiz war tluti nKistoii Forsclioni diu uugclioucro Lciclion«
fekamiiiDr des hellenischen Ilünungooi'hk^chU'^, dor Beachtung nur würdig
[■wegen der hier aufbewahrten Ueate und Kleinodien aus län^^t entschwun-
' dener Zeit. Wie die pro»aiRche Litteratur der Mittelgi'iechon gemeinhin
nur als Hepcrtoriun) alter Können und Wörter, als eine FundstAtto von
Varianton, Fragnic>nU<n, mythologischen, anti<)uarii«dien und hi»torisclic>n
Nutizeii angesehen ivurde, so fand auch in der Poesiu nur das Beaclitung.
was an daa Altgriechische anknUpfte und den Gelehrten die erwllnttchte
Gelegenheit gab, ftofort den Quollen nachzugehen und die .historischen
Brück«»' 2U Hchlagun. Dieses niolir oder weniger bewtigat fi.islgehaltc<ne
Prinzip leitete die Forscliung auf jeuo Schriften, in wi'lchen die Verwertung
alten Gutes und die Beziehung zu den Vorbildern am deutlichsten zu Tage
lag, d. h. gerade auf dio schlimmsten Machwerke sklavischer Imitation.
So wurde den Erzeugnissen dicM^s Zeitalters die dogiiiatischu Zensur der
Wertlosigkeit aufgedrückt. Dio einmal geprägte Noto ward unzählige
Male wiederholt, selten auch nur teilweise nachgeprüft, niemals in ihrem
■ganzen Umfange untersucht. Keine littorarische Kritik niht auf einem so
'geringen Masse thatsiichlichor unil selbsterworbener Kenntnis als dio üb-
licboD Verdikte über das byzantinische Schrifttu]». Trotzdem lauten disfl
Urteilo meist hart und exklusiv; denn die Halbwissenheit ist in Lob
und Tadel stet» kühner und massloser als die gewisac-niiafte Forschung.
Das entsetzliche Wort .Weh dii-, dass du ein Enkel bist" hat sich an
den Byzantinern hundertfach orfüUL Selbst Männer wie Bemhardy
Hessen sich durch die exklusiv „philologische" Betrachtung der byzanti-
nischen Litteratur, dadurch, dass sie jeden Gedanken, jedes Bild, jedes Wort
nur als Nachklang aus dem Altertume vornelinicn wollten, zu geschicht-
lich ungerochten und vorwirrenden Urteilen hinruisscn. Wer sich nur auf
dem klassischen Standpunkte wohl fühlt, verschÜesst sich naturgemäss von
Anfang an der Einsicht in das byzantinische Wesen. Wer kann z. B. dor
gesamten Persönlichkeit eines Eustathios oder eines Nikotas Akonunatos
gerecht werden, wenn er keinen andern Massstab ftlr sie ändet als An-
8tarchos oder Tfaukydides? Wer kann die unvergleichliche Erhabenheit
eines Romanos empfinden, wenn ihm die christHch-gIftubige Begeisterung
verloren gegangen ist und wenn er nicht die Fähigkeit lH>sit7.t, sich in eine
sehr .uoldssaische" Sprache und eine fremdartige Metrik hineinzuleben?
Einen weiteren Grund hat die fahrlässige Maasenhinricbtung, welche
dio Kritik an den Byzantinern zu vollstrecken hetieht, in der üblen Ge-
wohnheit, die griechische Litteratur des&Iittelaltei's als eine gleichförmige
und gleichfarbige Masse zu betrachten, aht ob diu Qberall geltenden
Unterschiede der Zeit, der Gattungen und der Individuen hier ihre Wirkung
vorsagt hätten. Man kann zugeben, daas der byzantinische Charakter
ein© auffallende Zähigkeit besitzt und bis ins 15. Jalirhundert ohne grosso
Veränderung fortdauert; aber man darf nicht übersehen, dass dieser Cha-
rakter nicht so leicht zu bestimmen ist', wie man gemeiniglich annimmt,
und dass namentlich dio jeder klaren Anschauung feindlichen Schlagwörter
wie dogmatische Starrheit, religiöser Fanatismus, Verschwommenheit und
CbarakteristUt. ($ 2) (^^^ gg
iUan'sche Imitation ihn weder crscliöpfun noch zutroffend bczoicimeii. Was
pr doD in dor »eueren und neuesten Tageslitteratur so üulir in Schwang
gikonudonon Oobraucb des Wortes hyüantiniscit zur Bezeichnung de«
gaueoAu Servilismu» im st-iiaÜiohon Leben beirifft, so muss die tinbe-
(ugene Qeschichtühetrachtung zugehen, dass diese acblimnie EigcnHcliaft
dntdimtu nicht don Byzantinern eigentflmlioh ittt, sondern sich immer und
IbortO findet, wo absolute Herrscher sind. Mit dem SuKttorlichen Hof-
MremonieU kam der itmurIJche Hcrviliisnuis tiuch im Abundlaiiile zn ho
poeser Verbreitung, daes das gebildete Mitteleuropa den Byzantinern duroh-
«us nichU) mehr vormwerfen hat. Niemals hat der Dyjtnntinismua in Byv-anz
•0 Oppig gehiaht wie an den Höfen Karls V, Philipps 11, Ludwig.>* XIV und
mancher DuodcofQrgten unseres Vaterlandes.') Üie deutlichen Hofpootoii
der guten alten Zeit Obertreffon an hündischer Kriecherei alti'H, vrm die
nittolgriochische Litteratur an verwandten KrgUsMen buHit^t, und der i<i.ios
paotXtiis dOB Paelloa hat im roi-»oleil Frankreichs sein getreues Gegen-
Kt&ck gcfuDdcn. In WaJirbeit ist Byiuine weniger ahsolutistiHch als sein Ituf.
Trutz aller Zentralisation der Staatsgewalt in dor heiligen I'ei-son dos
KaiBers durfte sieh der byzantinische llof niemals jene grenzenlose Kor-
ruption und Verschwendung erlauben, die im 18. Jahrhundert in Frank-
reich und in gehorsamer NachUffung des berühmten Musters in ao
nutncheu deutschen KleinutAateu wucherte. Von der fabelhaften 0[ipigkeit
der emlloHen Vergtiüguugen , der Mai^keraden, der Aufzüge und i^üssen
Schäferspiele, der Uluminationen und Feueiifferke, von den wilden Zech-
gdagßa, den berüchtigten Jagd- und Waldfasten, von den ab) Pagen ver-
UlUiUn 6lles d'honncur hOi-en wir in Byzanis wenig. Die t>teuerschraubo
wurde dort nicht minder orboi-mangido» angezogen nl« boi un»; aber doi'
grttaste Teil der gewonnenen Einkünfte wurde durch die unvermeidlichen
KfMgD gegen die von allen Seiten herandrängenden Nachhun-Ülker und
dnndi aonittige BedörfnisKO de« Staate«, nicht durch die Üppigkeit des
üatm Terechlungen. Masslose Selbstsucht und uner»ätt licliu Herrschbegierde
ifl Byzanz oft blutige Verbrechen geboren; aber in einem Staats-
wo 1*0 grosso Interessen wider einander streiten, lässt man sich
denttigc Konflikte wirklicli »och bosser gefallen als die „satte Tugend*
■od die .zahhingsfäbigo Moral'. Da» hartu Metall, aus dem manche By-
münar wie Nikephoms ['hokaa. ■lohunneg Tziniit^ke« und Hasilios II go-
ikintodat aind, ist uns synipatbisdier als der galante Sibniutx mancher
mitlt^leuropilischor HOfo der »eueren Zeit. Dabei fehlt «h auch nicht an
/■nrieti, die mit Grossurtigkeit der (Jedanken uAd eiserner Energie mildu
Bansnitilt vereinigen wie der treflliche Johannes Koninenos und die glän-
trada Rittergestalt seines Sohnes Mutmel. Der widerltoho Chai-akter, der
ÜiataicLIidj einzelnen Abschnitten wie der traurigen Übergangsperiode
Ton 1025— 1Ü8] anhaftet, wird mit Unrecht auf das ganze byzantinisehe
Zeitalter übertrugen. Ebentjo mujw auch bei der Betrachtung der Littera-
lar swiscfaoa den Zeiten, Gattungen und Individuen unterschieden
■( BiarUker einigo giite IloniRrkiing«!) 1 tiniamuii.ZflitofbrirtfllrallKemeiii« üwühicht*
h« W. ri#flker, Kin Wort Aber den ISytut- | b (S'tultgnrt liiiii) t)ö9-i'97.
Ü^
BjiuitiniMih« Litt«rfttarg«aaluoht«. EinlMtanf.
■Mjffft^ Sobald wir uii« mit lielHtvollor Sorgfnlt tiis EinxA-lm- vorsonken,
PvflFddD Äbst&nde offimbur, (lit> un» dun Mut buneluunD, dt'r üblk-lieii (ienera-
lisicining der Urteile beizup6ic1iten. H
Diu Hclbütündigc Bcdüiituiig des geistigen Lebens der By-
zantiner kann nicht HusdrückÜch gvnug betont wenlcn. Was sie ge-
schafTcn haben, ist mehr als ein blasses Anhängsel des Altertums. Neben
der griechischen nnd rftmischen MtU^ratiir steht das bysantinischo Scbrift-
tuiu ulü ein neue» tiebtide, in welchem sieh griechische. rSminche, christ-
liche und orientalische Elemente zu einem eigenartigen Ganzen versctimolxen
haben. Vtaa herrschende Element in diesem Ganzen blieb das grieehiwhe.
Zwar war das hyzantJnische Keich nichts weniger als etwas rein Qrie-
chischos — eine VorKtoliuug, vor der nicht genug gewarnt werden kann -^M
sondern ein eigenartiges Amalgam griechischer und fremder Bestandteile,'
unter denen ausser den rilmischen und orientalischen namentlich die barha-
rieclien (Hlavischcn und germanischen) zur physischen und moralischen
Verjüngung und zur materiellen Kräftigimg des Staates beitrugen; aber
die Ftlhrung behaupteten doch die Volksteilo, deren Sprache die griechische
war, mochte nun ein Tropfen mehr oder weniger sltliclleni sehen Blutes
in ihren Adern rollen. Die geistigen Äusserungen im Staate, in der Kirche
und in der höhern, \-ielfacIi auch in der niederen Gesellschaft, in der
Litteratur und in der Kunst geschahen so gut wie ausschliesslich in gne-
chiachon Formen, und die alte Beabachtiing, dass die Krftfte eines Volkes
auf der geistigen Seite liegen, hat eich auch hier glänzend bowihrt. VTi«
unbestritten das griechische Wesen im Reiche dominierte, beweist u. a.
die auffallend schnelle Griizisierung dc-r sla\'ischen Einwanderer in Mittel-
gricchcnland und im t'eloponaes. In der Tbat ist den Griechen niemals
eine so bedeutende politische Rolle zugefallen als wähi-ond des Mittel-
alters. Das antike Kleinleben der Staaten und Stämme erscheint daneben
unansehnlich; und noch weniger darf man sich verleiten lasüten, die Be-
deutung des Griechentums in der byzantinischen Zeit nach der beschei-
denen Rollo abzuschätzen , welche die Griechen in den letzten vier Jahr- ■
hundertpn spielen mussten und leider noch heutigen Tages spielen. Der
gewaltige reelle Hintergrund darf bei der Beurteilung der hyzantinisclien
Litteratur nicht Übersehen worden. Etwas Ähnliches gibt es im Abend-
lande nicht. Wenn daher im zweiten Teile dieses Bandes eine lateini-
sche Litteraturgeschichte des Mittelalters als Gegenstück unseres
Abrisses in Aussicht genommen ist, so beniht diese Zusanimonst«Uung
mohi' auf einer Knssei-en Analogie als auf einer inneren Verwandtschaft.
Wie im Westen an die Stelle des alten Imperium neue Ilerrschafteu traten,
80 t&ite sich auch die unmittelbare Tradition der Sprache und Litteratur
in ungleiche Sonderexistenzen auf. Daran vormochte die künstliche Wieder-
aufrichtung dos römischen Kaiserthrons durch Kail den Grossen nichta
mehr zu ändern. Der lateinischen Litteratur des Mittelalters fehlt die
geschlossene Einheit, ihr mangelt die nationale, politische und soziale
Grundlage. Ihre Dichter unteniehmen keinen bowussten Wettstreit mit
den Alten; sie schreiben private Schul Übungen, und das Streben nach dem
Lorbeer der Unsterblichkeit ist ihnen unbekannt. Gin llauptgrund dieses
CbwftkUmtik. (§ 2)
grvmco Gegensatzes zvischen d«r inittcI1atoim«chon und mittoljn^echiRclion
Idtteratnr iet in d«r Vcrscliiodcnlioit der sozialen Stellung der litto-
nriacfaen Personen beider Gebiet« zu euchen. Im Abendlando ist alle»i
jütenrische Scbaflfen auf die stillen liüitme der Klogläi-zcllo bcächi-üiikt :
HDRcbo M;!ireiben und sie schreiben für MOncbe. Auch in Byzanz arbeiten
■uicbe Litteraten im mcheren Uort« eines Klofitera; die meisten Autoren
aber »t«hen hier in lebbafter Wochaelbezii^Innig zum sozialen und poli-
tifcht'n Leben. Manclie der bedeutendsten Ueistor wie Pbotioo, l'soltos,
BMUthios von Thoswiionike, Gregor von Cypem, NUtephoros Oi-egora» u. a.
Dehnen in her\'orragonden Äintom des Staates oder der Kirche thatkräf-
tigea Anteil an den grossen Bewegungen ihrer Zeit; andere lernen das
Üben der Welt in untergeordneten ätellon kennen; eine Gruppe für sich
Udet undlich da« arme I.itterntenvoJk, dürftige, stet« von der Hand in
tloB Hund lebende Leuto, wie Tlieodor Ptochoproiiromos, Michael Olykas,
Johannes Tzetzes, Manuel Pbiles, welche die Leit^T zu den einträglic^hen
Ämtern nidjt zu erklimmen vermögen und daher in woiuerlicben Klagctiinen
um die Gunst der Reichen und Müohtigen buhlen. Durch diese niuiinigfaeh»
Abstufung der äusseren Lebensstellung der Autoren erhält die Litteratur
idtRft einen lebendigen, bunten und vielseitigen Cliarakt^r. Zwar wirken
■ach in der byzantinischen Litteratur wie in der niittelalterlich-latoinisehen
die alten Vorbilder bofraehtend fort; die Huuplsuche aber bleibt in Byz-nu}!
<locfa die selbständige Produktion, die Daistetlung neuer Stoffe. Nur in
Hingen gelehrten Fächern, wie in der (Iraniinatik und Metrik, wo einzelne
Sdirin^-n typische Oultnnjj: erlangten und behaupteten, lie»so sich der Ver-
toA rechtfertigen, alle Produktion uusschlieeslich vom antiken Ufer aus
n bvbwrbten.
Die unvergleichliche Gliederung in litter arische Gattungen,
«ulcliß die klassische Litteratur ausseichnet, ging «eit Alexander dem
Gfo«M>n verloren. Her synkretistischo, verscliwommene Charakter, welcher
dnr griechischen Litteratur im alexandrinischcn und rSmisclien Zeitalter
ukaflet, herrscht auch in der byzuutiniächen Litteratur. Die meisten
SdlriftateUer versuchten sich gleichzeitig auf mehreren, oft ganz ver-
•cUodonartigen (Jebieten. Dadurch entsteht ein litterarisches Chaos, in das
•ekver Ordnung und Klarheit zu bringen ist. Wollte man, wie Fabricins
nd Srhflll lliBlen, eine strenge GUedorung nach Arten und Stoffen vor-
aehnmi, so mttsslen die meisten Auteren in zwei, drei und mehrere StUcke
HUHioaader gerissen werden; die Persf>nlichkeiten gingen hiebei vCUig
TCttorefl und die ganze Litteratur Miato sich in «ine unendliche Menge von
BMuni. Traktaten and Fragmenten auf, woraus isich dtinn ein jeder nach
LiMt und VwmOgen die einzelnen Autoren mühsam wieder zusanmion-
MtaBO mllMte. Ein ßerechtes und zutreffendes Urteil Über die littora-
riKken Personen und damit auch über die Zeit und das Volk, welches sie
Kctraton, wClrde durch eine streng eidologischo Behandln ngsweise ungo-
Ihmt «rachwert Andererseits mussten doch wenigstens die Hauptgnttungen
Im bbtoröcheu Zosammenhange dargestellt werden. Daher empfahl sich
■a Kompromiss zwischen der synchroni.sti sehen und eidotogischen Mc
timle; jeder Autor wurdo der Gattung zugewiesen, in welche der Schwer-
26
BjtontinUohe LltUrttargwobJcbt«. BloleittiDg.
piinkt Aoinor Loiittiitigon fiUlt. Iniicrhnlh dor cinzelDcn Gruppen wardo
dann die cliroiiologiäthK Ordnung stmng boobflchtct. Wii» die Reihenfolge
der [tauptgattungen betrifft, so verlangte in der kunstmässigon Littoratur
tiaturgemäi^s die ['rosa, in der volkHt.ünilicheit dagegen di« Poude den
Vorrang. Die Durchsichtigkeit, mit welcher iu dur alten Litteratur
die Haujitformen und Stufen der Entwickolung erkennbar tdnd, konnte boi
dieaciD Miachsystem unmögüth en'eicht werden. Doch vereinigt dasselbe
jedenfaÜH vor der strengen Eidologie, welche eine unbarmlientijje Zersplit-
terung der «inicelnon Autoren zur Folge hiltte, wie vor dem üynchroiu-
»tischen System, boi welchem die Gntwickelung dor Gnttungen ^r r.\i un-
doutJieh würde, die meisten Vorzüge. Uier wie überall schien mir eine
gowisiK) Zweckmässigkeit wünschenswerter als doktrinäre» Fostlmlton an
überlieferten Schablonen.
Was heute mit Rocht eis das Lobenaeleniunt jeder litterarhistorischen
Darstellung betrachtet wird, die Darlegung der genetischen Zusam-
tnenbünge, lässt sich in der byzantinischen Littoratur noch nicht im
vollen Umfange und mit genügender Deutlichkeit durchftlbron. Nicht als
ob eine Kntwickclung, wie manche etwas vorschnell angenommen haben,
in der byzantinischen Zeit mangelte. Wachstum und Vorfall existieren
auch hier, die l'rozosae verlaufen aber langsam und un regelmässig, und
eine so wunderbare, dem Leben eine« Individuums vergleichbare Enlwicko-
tungsgüächichte, wie sie die vorchristUcho Litteratur der Griechen bietet,
darf in dorn mit Tradition übersättigten Zeitalter der Byzantiner nicht
gesucht werden. Tief eingreifende Umwft!zungen des Geschmackes und
prinzipielle V'eründerungen der Anschauungsweise blieben einem Zeitalter
fern, iu welchem die konaer\'ativo Tendenz auf idlen Gebieten dos mensch-
lichen Lebens vorherrschte. Um die Unterschiede des Alters und
der Individuen, die hier feiner sind als in Kpochen wild gärender Kraft,
kennen zu lernen, muss unser Auge noch durch lange Übung gcschÜJ'ft
werden. Wenn wir uns freilich mit der Versicherung Bernhardyti be-
ruhigen, daxs alle Byzantiner eine gewisse Familienähnlichkeit besitzen,
worden wir in der Erkenntnis nicht weiter kommen. Denselben Eindruck
der Verwandtschaft erhfilt der ferner stehende Beobachter auch von den
meisten Autoren anderer Litterutui'on. Wie lang bedarf es z. B., bis nuui
au» der scheinbar ziemlich gleichnmstiig realiätisch-erottsch gefärbten Mos^e
der frunzii«schen ItomanschriftstoUer diu Typen herausgreifen und von
einander so unterscheiden lenit, dass eine buliobige grössere Stichprobe
Lzar Bestimmung doK Autors hinreicht. Auch in ßyzanz existieren so
'grundvorsehiedone Go6tAlt4,>n wie Victor Hugo, Daudet, Zola, Bourget. Loti.
Wer an diese Unterschiede nicht zu glauben vermag, sei daran erinnert,
welche Vertiefung der Studien erforderlich war, bis die Kunstgeschichte
aus dem allgemeinen BogrifT antiker Kunst zur Unterscheidung des Grie-
chischen und Hämischen, dann zur Erkenntnis einer attischen, peloponne-
dsohen und nordgriechischen Schule, endlich zur feineren Distinktion
eiuzolnor Künstler gelangte. Wer teilt heute noch die Überzeugung
Friedrich Schlegels, dass in der christlichen Malerei und Bildhauerei von den
frühesten Zeiten bis zum 14. Jahrliundert die vollkommenste Einheit und
CUraktoristik. (g 2)
37
Gloichhoit in der Z«ichiiung und gntizuu kQDstleriachon Rcliandluiig gtv
herrechl bal>o? ,Wo di« ulten Kunstf'roundo starre Unvoi-iUidt'rliühkoit
ni soliun vrähnten, erblicken wir einen gar mannigfnchen ^Voclufel.* ■) Die
TOD Sprinf^ betont« Scbwierigkeit, in der Ktin^t^escliicht« die Abwei-
cbuDgvD vom gottivinsanion Typus, da» AuHeioanderfallon dos letzteren in
Utflüige Ii*dividualttät«n zu erkenn(>Q. tiifft auch ftlr dio Hotraclitung
frrmdor Litteraturen zu. Auch hier worden wir ven dem fttorken Ein-
drucke, den die allgenieiuo» Kigcnächafteii der Uattuug orweckon, gefangen
gwnoninen and vormögon nur sohr mUhKain die besonderen Scliulen und
PtrsSnlii-liketten zu «ikennoa.
Ein tirund, der die Einsicht in die Kntwickolungsgeschicbtc dor
byzantinischen Littorntur vornohinlich getrübt hat, i»t schon obon berührt
worden: es wt diu von Bernhardv und anderen befolgte Methode, alle
üittelgriechiscben Schriften auf eine ununterbrochen abfallende Ebene
kftiwtüch hinzuzwfttigon. So «ehr war dor grosso Gösch ichtüchroibor dca
SriocliitWThcn OoistOH durch seine apriorifiche Doktrin vorblendet, dass ihm
nlbst der unzweifelhafte AufschwnnR vom 9. bis zum 12. Jahrhundert
tnlgeben konnle; naoh ihm .sinkt .seit dem Ablauf des 11. .lahrhundert«
dio gnocht.sche Litt«ratur uiiauflialteani und dio That^achon ihrer Ent-
krtftang worden immer häufiger;*) von den Komnenen des 12. Jahrhundorts
ist Bscb ihm wenig Litterarisches zu berichten') u. t*. w.; kurz jodos fol-
pmAi Jalirbundert orachoint immer dunkler, klilter und Iccror als das vor-
horgoheDd«. Nicht anders als der klassische Philologe urteilte ein Mann,
ihr mine Lebenskraft fast ausschlioHslich dem Studium der byzantinischen
Zd( widmete,*) kein Geringoror al» Ph. Fallmcrayor: .Treuer Zeitüpiogel
md nntragticho Wandelacala der sinkenden Civilisadon von Byzanz ist dio
l))riaotini»cho Litturatur. wie sie vom Beginn des 5, bis zum Schluss des
tS. Jahrhundorta auf uns herabgekommen ist. * Aus dieser inigen Anschauung
oobipriDgen auch die oft wiederholten mechanischenZeitbestimmungen
uA dam iiiiKirinigen und tausendfach durch Hiatsachen widcrlcgticn t^chema:
J« bossor Stil und Sprach«, doato filtor: je schlechter, desto später. IH«
vardarbliche Komitntktionamanie der Schule Hegels, in welcher Bernhardy
wie kain anderer Litteraturbistorikcr befangen war, hat selten so schlimme
Mefate gezeitigt wie in der goschichtlichen Betrachtung der byzantini-
■dwo Littonitar. Es ist nicht tiborflilssig. den wahren Grund dieser wisson-
■ehaftKr-lien Verirrnng auadrllcklich zu betonen, damit endlich einmal mit
naer Aufrassung gebrocbon werde, welche den hi.itoriscben Blick tUr
«M gewalltgt> Epoche getiilbt bat^ Erst wenn das falsche (inindprinzip
avf^ageiwo iat.. kann der Ausbau des Einzelnen mit neuen Mitteln und
mit AiteBtcht auf Erfolg unternommen werden. Iliet^r ist fast noch alles
m tban.
Wtdclios Dunkel noch Über der inneren Geschichte der byzantinischen
Uttarmtor liegte geht aclion aus der einfachen Thntsacbe hervor, daaa dio
'1 A. Sprinaer, Bild«r tm iw nt-ueren
TMtoMiiliicfc|#1'fl8«g> fä. wo di»»«rGe-
imkim lUmiBBlK«*' Weim nnch woilor aas-
*) Onndriss dar grieoh. Litt ]• 722.
') Ebondü 1» T37.
•) Gewunindt« Schriflcn 3 (1861) 378.
28 Byssatisiflcba Utteratnrgmohielit«. Einleittuig. ^^^|
Anmchton über die Entateliungszeit mancher umfangreiclien Werke um
viele Jahrhunderte auBoinander gehen. Eine schärfere Untersuchung der
Z«it«n iitid StuclicnweiKcii wird hier zweifellos wichtige Aufklärungen
schalTen. Ebenso wird die Ungewissheit, diu über die Autorschaft
einiger Stücke herrscht, durch eine genauere Individualisierung und durch
niinutiJtse sprachliche Unterttuchungen, wie sie z. B. Tycho Mommsen auf
dem wichtigen Öobioto der Prilpositionen unternonniion und Kuletzt mit
Glück auch auf die Byzantiner auegcdelnit hat, BichtTlich da und dort
geheben werden kUnnen. Ria jetzt leidet das litterarhistorische Bild mancher
Autoren unt«r einem Wüste fremder Arbeil«n, die einige berühmte Nnmoii
wie mit chemi»cher AnziuhungEkraft uni tiicli gesammelt halten. Freilich
bedarf us einer erheblichen Vereinigung von Vor«tudion, um eolche Untei^
Buchungen mit AuR.iicht auf Erfolg führen zu ktinnen. Die zahlloAen Yer-
kehrtlieik-n und nutzloeten Anstrengungen, die in der auf Byzanz boKÜglichoo
Littoratur bomorkt worden, rflhren namentlich von der SelbsttSuschung
naiver Gemüter her, welche glauben, nach einiger BekanntHchiift mit dem
wohl angebauten Felde <ler klato^iHchen Litteratur sich sofort auch in
den byzantinischen Urwäldern zureclil r.n finden. Auch die alte Philologie
entpltingt alljährlich tüne Reihe vitllig absiudcr Beiträge; sie ist aber zu
gut organisiert, als dasa solche PrivataUnden mehr ftls eine vorübergehende
Heiterkeit anzustiften vormöchten. Uyzanz dagegen ist von so wenigen
veriässigou Truppen boHchütj^t, dtvm oft ganz kindische KinftUle für längere
Zeit erfolgreich bleiben. Es gibt in der Wisaonechaft kein Monopol; «bei-
einige Ausrüstung darf von jedem vorlangt werden, der ein dornenvolles
und dunkle» Gebiet mit Nutzen durcliwandrirn will. Wie viel gegen diese
Forderung auf byzantinischem Boden gesündigt worden ist, muss man
oft mit schwerer Unlust erfahren. Wie häufig mangelt die Kenntnis der
notwendigsten Hilfsmittel! Wie übel steht es mit der Kenntnis des mittel-
griochischon Sprachgebrauches seihst bei solchen, die anf diesen Sprach-
gebrauch weittragendo Schlumpe bauen! Wie manche scheinen zu glauben,
daas die überall geltenden Grundsätze der Kritik in Byzan2 ein übei--
flUssigor Zierat seien! Liessen sich doch selbst Gelehrte von peinlicher
Sorgfalt zu lockerer Schncllfertigkeit hinreissen, sobald sie mit Byzantinern
zu thun bekamen; man übertrug mit einer seltsamen Verwiming der Be-
griffe die äetheUsche und litterarische GenngBch&tzung dieser Epigonen
auch auf ihre wissenschaftliche Behandlung. Noch in der jnngxlon Xeit
fehlte CS nicht an kecken Abenteurer«, welche byzantinische Text© der
Affeiitliclikoit vorzulegen wagten, ohne die Elemente der griechischen
F'alaeographie zu kennon. Wie voilaut endlich sind oft die ästhetischen
Urteile! Nicht wenige acheinen in dem Wahne befangen, im 10. Jalip-
hundei-t nach Ohr. müsse sich in griechischen Autoron noch alles ebenso
vorhalten wie 15 Jahrhtmdert« frtlher. Solchen Irrungen gegenüber muss
immer ausdrücklich betont werden, dass man die byzantinische Epoche
wie jede andere aus sich selbst heraus studiere und namentlich die
zahllosen Veränderungen beachte, die sich in den religiösen, nationalen,
politischen, gesetlschafthchen und sprachlichen Bedingungen allmählich
voUzogoQ haben.
OhonkUrlatlk. (g 2)
39
IXa irichtigsten That^chen in der Detailgeschicht« der byzantini-
schen OräzitÄt kommen teils in den Einleihiiigeu der Hauptabachnitto,
käa hti doii ciii;i«lii6ii Autoren taiv Spiacho. Hier »oi nur der allgemoino
Estvickeluagsgang bcHclinL^bcn. Innerhalb der Schrifteprache sind zwei
fiaaptperioden zu unU>rsclioid<jn. In dvr crate», welcho etwa bi» zum
Sdihis« des 10. Jahrhunderts reicht, wird eine stark kirchlich g«>furbte
iJdctiun mit echt byzAntii^ischen Mitteln weiter auägebaut. Einige Pro-
«iker wie Malulm, Thcophaiius, üeorgios Monaeho8 und mehrere Vei-fasaer
nm Erbuuungaschriften und Uuiligvnleljuii machen der Volkaaprachü ho
ririu KuiuoBsionen, dass sie ohne Zweifel allgemein veratHndlich bleiben.
Ähnlich wahren dio moisten Kirchendich tcr den iCusamnicnhaug mit dem
Leben. Es herrscht ein ungekOnstelter, naiver, wenn auch häufig etwa»
nabdiolfener Zug in der Schriftj-pracht'. Selbst Autoren, welche sich einer
gewfthltcron Aumlruckaweisu belleissen. schöpfen nicht aus den durch eine
mOberbrUckbaro Kluft getrennten klassischen Vorbildern, »ondem aus
Fritfabyzantinoni wie I'rokop und Agathia)-, die ilineii in StofT und Form mehr
Terwaodt sind. In der getsamtun LitteraturspraeliB herrscht bei allen Stil-
anUinchiedcn noch ein einheitlicher Cliarakter. Die zn-eite Periode, welche
durch da« Wiodererwnchen der klaatiischen Studien vorberoiU^it wurde, be-
ginnt mit der wiasenBchaftlichen und lilterariadieu Kenaitisiince im U, Jjihr-
htmdert. Die massgebenden Kreise (l'aelloa; später Anna Knmnena,
KUutaa Akominatos u. 8. w.) gelten jetzt auf die antiken Quellen zurilck,
wodurch die natUrlicIiv Kntwickuluiig der vorigen Periode und der gc-
fichichUiche ZuHainmenhung unterbrochen wird. Die hüchttto Steigerung
wflUirt dietKW Streben nach Purismus und Altertümliehkeit unt«r den
PaliologSD. Ind«m «o die Schriftsteller sich kUnstlich über ihre Zeit-
gmowon emponchrauben, wird der Oegcn-tatz ^.wischen der lebendigen
^nd dor Bchriftmäasigen Sprache immer »türker (vgl. oben S. 17). Wie
^^bwuaiit und eorgfitltig aber dio bysantinischen Schriftsteller zu allen Zeiten,
^Hpirohl in der ernten ala in der zweiten Periode, auf gefälligen Wohlklang
^Hlr DonttfUung achteten, daa ist klar bewiesen wurden durch die wichtigu
^^Bitdockuag W. Meyers,') dass in der griechiüchcn Pro»a vom 4. bis
^IBB lö. Julirhundert Rir den Tonfall im Satzschluae ganz bestimmte Regeln
herrschten, liiebei wurde wegen der damals schon zur Hon-schaft gelangton
ItDchrünie der Vtdcale natürlich nicht Lftngo oder Kürze der Silben, son-
dern nur der Wortaocent berücksichtigt und zwar ali^u: Vor der lutztoii
Hebong sollen mindestona zwei Seiikuugeii stehen wie äniivtav «v^^jtwv,
Barb der lulzton Hebung kann stehen, was will, wie iialiyoi-tat iirif^ioTtai,
iitürf&tr tivif^:tw, amti ao^oi, aoifiav Ufi(t. Sülbstverstfindlich wurden
Mtae ll«geln nicht auanahmetos durchgeführt; V» beäteheu atlorloi Bo-
■hrSnkungeu und Schwankungen, und die einzelnen Autoren »ind in der
Saubschtung der Kegeln von sehr ungleicher Strenge; dazu kommt, daaa
fitla byzantinische Texte stark umgearbeitet wurden, wobei der ursprQo^
iA» rythmiscbo Bau dor Satzschlüs»« leicht Schaden nahm. Eine ähnliche
I
*) Om- aeoeatairi« SAtnchhiM ia itN-
■r'i'V-iliin Pnm rom IV. Im XV[. JaI>i^
■b^mL OOUingea ISOl. Dm Dbriga Litt«r»
tur n. in ilcr nllKäraeiu«» DiblJogrubia am
tJolilusM du« Uucli«« (Rubrik ; SprMD«].
gO ByMBttnlaelw UttwktergeBohioht«. Emleitniiig.
Erscheinung, der fwgonannte Curnus, ist in der lateinischen Pro«a de«
Mittelalter« boobacht«! worden.
Das Hiiuplincirkmul dor byzantinischen Kunstspravho besonders in
der zweiten Periode ist der Mangel dos einheitlichen Gusses, die bunt«
Znttammonklebung verschiedener, oft sich widerstreitender Elemente, l'oo-
ti.scho Ithimon aus alter /ott, joniselie nnd attische Prosa, heIlcniRtitt«liß
Nouerungdn, kirclionspraohlicho Eiyoiiheiten, Wondnngon de« byzantini-
Hclien Kanzleistiles, technische Ausdrucke des rQinischon und mittelalter-
lichen Lebens werden bald geschickt zu einem gefälligen Ganzen verbunden,
bald oberflXchlirli aufeinander gepfropft. Obschon nun diese Sprache bituHg
zum Ei'stickon an der Überlllllo von Tradition leidet, kann sie .selbst in
der zweiton Poriodo nicht als völlig tot bezeichnet wei-den. Bei man-
chcn Autoren fühlt man noch den Puls^chlag dos Lohen», ihro Darstellung
ist frei von Verknucherung, die SätZ43 gleiten ihnen ohne ersichtliche Mtlhe
aua der Feder. Die Vorstellung von der abetnluten Mumien haftigkoit die««r
Sohriftj^prncho ist ebensowenig zutroffoiid als die ontgogengesetit« Be-
hauptung, diiss die gebildeten Kreise dc8 griochiHchen Mittidalters ihre
Schriftsprache auch wirklich gesprochen hätten. Die Buntheit der byeonti-
nixclien Diktion macht die formale Charakteristik der Autoren schwierig.
Dio isolierte Vergleichung mit irgend einem alten Vorbilde — ©in Lieb-
lingsthema deutscher Doktordissertationen — hilft nicht weit; die Spräche
jedes einzelnen muss als ein Ganzes gefasat und gewürdigt werden, wozn
Bllerding» die bequemen lexikalischen Hilfsmittel nicht ausreichen. Hoffent-
lieh ist aber wenigsten» die Zeit vorüber, in der man sich durch niebls-
sttgende Ivraftausdrttcke wie gedunmimo Breite, Ublor Wortschwall, Mangel
an Geschmack u. it. w. der Notwendigkeit einer gerechten hiHtorischen
Würdigung ilberliehen zu dürfen glaubte. Neben den erwähnten allge-
meinen Morkinalon iwt noch ein betrüchtlicber Kaum fllr individnello
Eigenheit; die Schriftsteller aibeiten mit verwandten Mitteln, aber in der
Verwertung dieser Mittel gehen sie gar sehi- ihre eigenen Wege,
Viel MissverstAndms ist aus der Sitte erwachsen, die byzantinischo
QräziUlt als barbarisch zu brandmarken. Es ist ein Urteil, das sich
zumeist auf die lateinischen, italienischen, slavischon und sonstigen Fremd-
wörter stfltict. Schriftsteller, die vor Ausdrücken wie ^naßihtv^ ij^'o^- 9e*e'"<t
ßovlxiiXaxaq nicht zurUckscheuten, hatten die Gunst engherziger Philologen
schnell verscherzt. Die historische Betrachtung wird auch in dieser Hin-
si(;ht den Byzantinern Recht widerfahren lassen. Da sie eine Menge neuer
Ideen besonders im Staats- und Militärwosen auBzudrilckon hatten, so
konnten sie sich unmöglich auf das klassische Wörterbuch beschränken.
Indem sie teils dio von den ItOntem geprägten Bezeichnungen in die
Bchrift.M!prache aufnahmen, teils auch neue Mittel des Ausdrucks schufen,
verfuhren sie nicht anders als schon Polybios, Dio Cassius, Uerudianos
und andere Historiker der rfimischen Zeit. Die oft geschmähten .Barba-
risnien* sind für das byzantinische Wilrterbuch unentbehrlich; sie erfüllen
ihren Zweck und verleihen der Gräzität ein scharfes kulturhistorisches
Gepräge. Man wird sie daher von demselben Standpunkt aus zu würdigen
haben, wie etwa die unklassischen, aber notwendigen Neubildungen der
emationala KaltnrbeiiehnBg«!!.
ktalaischBn Scliolanftik (i. B. muatia), welchen nur ein völlig Befangener
£e iaaen Bcrochtigung absprechen kann.
Seit dem 12. jAhrliundcrt crechoint »oben <lur byzantinischen Kunst'
nncfae auch die Vulgilrgpmcho in grösseren litterariBchen DenkmKlom.
Amt nc wird in der Einleitung der dritten Abteilung gehnndclt wurden.
Internationale Kulturbeziehungen.
t. Neben der inneren Beileutung der byzantinischen Litterutur und
ikrrn ßr^iehungen zur klossiächon Philologie sind für oino richtige Wert-
■rlltxuug dvriM'lboii noch die Wirkungen zu beachten, welche von ihr auf die
Ufigeii Volker des Mittelsll«rs ausgegangen sind, wie auch die £infll]8ae,
«alobe sie selbst von aunwüri» erfahren hat. Wenn sich unser Blick zunücKst
neb dun Gebieten richtet, welche im Altertum von den Schiüpfuiigcn des
pJMhitcfaon Geiätcfi am reichsten und nachhaltigsten befruchtet worden
»d, so zeigt sich, dass gerade sie x'on der byzantinischen Kultur am
veoigsten empfangen haben. Italien und das Uhrigo romanisch o
lid germanische Abendland ittt von byzantinitkthen Kultureleinonton
teit weniger borilhrt worden uls die orientalisclien und »lavisclion
Nulibarvülker. Die dem Einflüsse zunächst ausgesetzten Teile de» Abend-
Usdes hatten im Anfange der byzantiniwhcn Periode noch überreich von
4* eigenen rßmischen Kultur Jtu zehren und waren somit zur Aufnahme
Irander Kultur wenig geeignet; damit blieben auch die übrigen Ucbioto
iIm Aboodlandos. fDr welche Italien die notwendige Vcrmlttelung hätte über-
■duneB niOsBen, den Wirkungen de» byzantinischen Kulturlebens ziemlich
oMdtt. Sfi&ter wurde die trennende Kluft zwischen Orient nnd Occidont
4nrdi die inimcr mehr verschärfte Abneigung der , Franken* gegen das
iriKhiftcti-byzanlinische Wesen und durch die zum Teil aus diesem Rassen-
it» hervorgegangenen kirchlichen Streitigkeiten so erweitert, dass .schon
im 10. Jahrhundert die (i.stliehti Welt der ronianisch-gcrinam.scheu alw etwas
SUIS FremdartigeH und Feindliches gegenüberstand. Kino nähere Uerüh-
nmg iv» Abendlandes mit dem Morgenlande brachten die KreuzzUge mit
■ch; allein einerseits war diese Beriihrung fast durchwegs mehr eine feind-
liAv als eine freundliche und andererKeit«> entwickelt« sich damals im Abend-
laade schon eine neue, kriftige Kultur, die aus den Bedingungen des
htnuÜichen Bodens herverwuchs und sich deshalb gegen die fremdartigen
BbfBento dee Orients ablehnend verhielt, .ledenfalls ist die Summe der
Kultnrelomente, welche in dieser Zeit des lebhaftesten Wechselverkebrti
mch dum Abendlande strtlmten, geringer als die der Neuerungen, welche
dM Kreuzfahrer nach dent Orient brachton. Wen» nun dto byzantinische
Knltiir auf die abendlüiidiKcho nicht in weiterem Umfange einwirkte und
Ar OMuntkalorit nicht zu bestimmen vermochte, so fehlt es doch nicht
u «inzelium lokal und zeitlich beschränkten Erohenmgen. Am wirk-
— ~rtfr ioseertc sich der orienlaliMche Kinllu.s.t in der christlichen
Littvratar und Kunst. Die Beziehungen der lateinischen Kirchenpocsio
mr griechischen sind unrweifelhaft; aber selbst hier wird die Verbindung
Mit dem 7. Jahrhundert locker und nur in der kirchlichen Musik scheint
82
ByMmtiniaoh» Litter&turgMolücht«. Einleitug.
sicli di« byzaiitiiii»cho Lt^ihi-c lüngorv Zuit zu erhtilUMi (Notkor). Auch auf
dorn Ot-biotü der Prasttlittertttur und der Wißsenscbaft ist im Wi-aton von
ernsten griechischen Studien, wie nie noch im 6. Jahrhundert %'on Prisciiui
und BoethiuB') getrielien wurden, alghald wonig mehr zu spüren. Doch ist
eine vorcinzolt«, aber wichtige und folgonrcicliu T)iatKaohu uoch aus dvr Zfitt
EU viirzoichnon, in welcher sieh die Vorbindung zwischen der östlicheu und
westlichen Kultur schon aufzulösen btägann: die von dem pfipetUchen BiWio-
tJickar Anafttasius um 870 vernnataltete lateinische CbcrActzung der Chronik
f.'do8 Theopliancs, die für die Inteinlscho Annalistik doe Mittelalters von
Bedeutung wurde. Im »pättTLH Mitlobiltcr wurden gi'iefhiseho Studien
nur an wenigen Orten, vornehmlich von den Iren, gepflegt: doch beweisen
die hiobei benutzten uns erhaltenen Hilfsmittel und andere Zeugnisse, dass
von der En'clchung oder An.itrel)Uiig tieferer Kenulinsi^ keine Kode war,')
In der bildenden Kunst gehen bis etwa ins 12. Jahrhimdert hinein
, zweifellos mächtige Einflüsse vou Osten nach dem AbendJande, besonders
, nach Italien; ihre genauere zeitliche und lokale Bestimmung, zu der in
der jllng^t«n Zeit einige giüeküche AnRinge gemacht worden sind, bleibt
eine der llaupUufgabeu der byitantinii^clien Kunstforsehung. Wie in der
Kunst so orscheinen auch auf anderen Gebieten (Verwaltung u. s. w.) die
meisten byzantinischen Einflüsse naturgemäss in jenen Teilen Italiens,
welche iRngero Zeit mit Ostram verbunden waren. Cli. Dichl hat mit
peinlichster SorgfiUt alles zusammongetrageu, was hierüber in den weit
zerstreuten Quellen zu finden war, und die zahllosen Stücke zu einem
schßnen (]e»amtbilde vereinigt: aber alles in allem muss man sagen, dass
diese» Bild bla»» uud unbedeutend i.st, 8o Hlckriichtälos da» Griechentum
vordi-ang, no lang Ott von der Staatsgewalt unterstützt wurde, »o blieben
die Byzantiner doch hier mehr als anderswo fremd, und bald beginnt die
Ausbildung des unheilbaren Gegensatzes zwischen der lateinischen und
griecbiHcben Kirche, der die Trennung Europa» in eine latciniech-germa-
oisehe und eine grilko-ahivische Welt zur Folge hatte. Eine wirklich
grossartige und von unermesslichen Wirkungen begleitete Gabe empfing
das Abendland von Byzanz erst gegen den Schluss des Mittelalters, die
Kenntnis der griechischen Sprache und die Überreste der griechischen
Liiterutur. Allein hier waren die Byzantiner nur Vermittler, und das
geistige Leben, das sie durch ihre Lehre im Abendlande erwecken halfen,
trug nicht den christlich-hyzantinisclio», sondern den heiduiscli- hellen! sehen
Charakter. Lnmerhin wurden damals mit den altgriechischen Schriften
auch die wichtigsten Werke der byzantinischen Zeit verbreitet, und
manche von ihnen fiusserteii einen erheblichen Einfiuss auf die abendlän-
dische, besonders die italienische Litteratur.
Enger verwandt als mit den Abendländern sind die Byzantiner in
') Vgl, H. Uaener, Aneodoton HoIJyri.
EÜD Beitrug lur Oeeclitchtu Roma in uat-
sothiMhor Zeit. Peslsplirift zur Uu^rUiwucig
d«T S2, deutschen Pbilelotteuvors, eu Wim-
baden 1877 .S. 27; 39; 47.
'I KiiflnmmenfAsaung der wicbtjgsteii
ThaUnchen nir Kenntnis des Urioobiachcn im
ubendlUndischen Mittelfiller hat L, Traab»,
O Ruuu Dobilis. Abbundl. beyer. Ak. IS. Ud.
2. Abt. (1891) 363-350; dortsellmt S. Sßl
Vereeiclinia der siif das Obrigena noch niolit
erscbil[ifU) Tliemii b«iUg]ic]ic>ii nsuDron Lil'
teralnr.
itionate Snlt<arb«iieli(iiig«ii. (§ 3)
I«b*fuanechaiiungeti, Gewohnlieit«n und Int«ri?s8cti mit ihren unmittel-
fc«r«n XAchbHrvOlkcrn im Orient. Mit i]on Syruni. Arabern, Persern,
iwden. Armeniern und TQrkeii Ktuiidi'D die Byzantiner so lange in engster
Wediselbcnehong, d&aa ihr äesamtcbarakt«r etwa» Halbnsiatischcs annabni.
EiBioIae Stoffe erhielten »e sogar, ntlerdings nicht direkt, au» dem fernen
Mien. Wie nun drr orientalisdie Ton bei den Mittelgi-iechen in Sagen,
Uürlien, Sprichwörtem, Volksanw^hauungen, im Zeremoniell des Hofe« und
4er fkirchf, im Gestu», in der Gewandung, endlieb in der dekorativen Hit-h-
taag der Kunst und im Kunstbandwerk bemerkbai* ist. tto haben die orien-
llliäeb«n Völker von den Spätgriechen und KyKantinern das reiche G^^n-
geecbenk dw got&tigon und litlt'rarijichen Besitze» erhalten. Xamentlich
twben die Araber seit üiren grosuen politischen Erfolgen im 7. und 8. Jahr»
hundert bedeutende Bruchteile der griechischen und bynantiniHchen Litto-
ntur. die ihnen durch die Syrer vermittelt nnirden, selbsULndig verarbeitet
md nach der Eroberung Spaniens (711) den lateinischen Valkem des
Abendlandes mitget^-ilt. Da» i^-t eine längst bekannte und oft dargestellte
kikttrgeschicbtiidie That«ache, die hier nicht genauer erörtert zu worden
hnmcht. Nicht minder haben aber anch die Übrigen Völker de« Orients, die
Syrer, Perser und Armenier, geschichtliche, philosophiHche, medizinische,
lindwirtschaftlicbc und andere Werke griechischer und byzantinischer Autoren
Ebenetzt und bearbeitet. Ein interessantes Zeugnis des l'lhergangs byzan-
liaiKbor Vorstellungen zn den Orientalen enthält ein jüdischer Midrosch,
ia welchem nach einer Schildunnig do» salomonischen Thrones eine Be-
Ithrcibttog der salonienisclivu Ileniibaliii folgt. Der Verfotiser, der offenbar
von der Anschauung ausging, daas öffentliche Spiele mit dem Hofhalte
fiiKS mäobtigen Regenten notwendig verknüpft seien, hat den bcrflhmton
lüppodrom in Konstantiuopel mit seinem ganzen ZubehQr z. B. den vier
PÜtcien mit einem kObnc» Sprung über LKnder und Jahrhunderte hinweg
uch Jerusalem an den Hof Satomoiw verlegt.') Ncbon dun Htt^rarischen
Zeagsisaen der Knlturbeziehungen zwischen den Byzantinern und Orien-
talra konmen epigraphische Monumente in Betracht; ein lehrreiches
Sndt tut z. B. die in drei Sprachen (griechisch, syrisch, arabisch) abgcfosste
laKhrifl von Zebed (»0. von Aloppo), welche sich auf die 521 erfolgte
Otflndong der dortigen Kirche des hl. Sergio» bezieht.*) Manche» von
Smta l>ingen kommt im Verlaufe der Einzeldai'stellung zur Sprache: eine
RivbApfunilf Beschreibung der litteroriscben Strömung und Gegenströmung
is iliror Gesamtheit Hcheini zur i^eit noch zu fehlen. Zuletzt haben die
Tflrkea wichtige Seiten der byzantinischen Kultur, büsondcrs diu Satzungen
dM borgerlichen Lebens, übernommen. >)
Ton allen Femwirkungen der byKantinischen Kultur hat die grOaste
«vithtrioriM-he Ik-deutung ihr unermesrilicher Einflu.fs auf die slavi-
■eke VOtkerwelt. Dasx die südslavische und rusMischü Zivili»ation in
;
*) Piwn T«uit i-il. mit gnt«ra RommcDlu
Perl«*, »VukBla M«IHtMillfin für Üh-
Wia*. d. JudratamB 21 (1872)
IS- 13».
*) D*f*n>8»g.veiii K.F^Sncliaa. Uuiuil«-
Ut. Bert. Ak. 1881 8. 169-170.
*| K. K. Zaohariit von Lingenthut,
Qwchiclil« des griechisdi-rOmiflchfin lloehl««,
8. Aufl , Berlin 1892 S, X (= S. VI f. der
2. Aufl.].
I ter Umk AlMrtiiiBMMtMdian IX. I. AbUu. 1 A'id.
34
ByzautiDiBchfl LltUrftlnrgMeUebt«. BJoleltnag.
ihrem allgemeinen Charakter wie in zahlloseD Einzelheiten auf byzantiui-
Bchem Untergninde beruht, ist eine geschichtlicho Thateache. die meinata
ernstlich bwBtritttMi und in dor jüngsten Z«it durch pine «tattliche Iteihe
noucr Zeugnisse genauer nachgewiesoD und illustriert worden ist. Durcb
die ungeheure Eroberung, welche das ByzanUnertum im Osten Europas
gemacht hat, ist in der allgemeinen europäischen Kulturent Wickelung ein
Dualismus go»clialTen worden, dor noch bis in die neueste Zeit fortdauert.
Wenn auch der grosse Gegensatz der grUko-slavischen und der gennano-
ronianischen Welt häutig nhertrieben worden ist, so besteht die Spaltung
doch thatMlchlich noch heute, und es ist nicht abKusehen, wann durch die
fortschreitenden Mittol des geistigen und materiellen Verkehrs und durch
die Europfiisiurung Rutwlands der alte, tiefgehende Kontra-st »ich ausgleichen
wird. Die gegenwärtigen Strömungen im Gebiete der Bfhi5ntn Littoratur
scheinen keineswegs daft)r ^i n^prc-dien, dass das „heilige* Russland sein
orthodox-slavisehes Au^schliessüehkeitsgefllhl so bald den Einflüssen des
Ocddents preiiszugebi^n gewillt sei. Die Ideen des Dichters Chomjakov,
die durch die Familie der hochbegabten Aksakov eine unermessücho Ver-
breitung gewonnen haben, leben heute kräftiger denn je. Der abendlftn-
disch angekrünkelte Turgenjev hatte ti'ot?. seiner unleugbaren poeH.schen
Begabung schon bei »einon Lcbzeiti>n mit der Konkurrenz von Schrift-
stellern, in denen das Kuäsentum unverfälschter zum Ausdruck kam, schwer
zu kämpfen, und gegenwärtig scheint der echteste aller Itussen, der grosse
Scelenzergliederer Dostojevskij. und der ihm innerlich verwandte Leo Tolstoi
über den mit fi^mden Elementen versutztt'n Ton ihres talentvollen Rivalen
in Kussland wiu bei uns di'u Sieg davonzutragen. Welche Kluft zwischen
dem slavisehen Osten und dem germanisch-romanischen Occident selbst in
dur wis8i'ii»chaftlichen Litteratur noch herrscht, lehrt eine oberflächliche
Durchsicht des Archivs filr slavische Philologie, der Byzantinischen Zeit/-
achrift und des Vizantij.'diij Vremennik, welche über eine Menge beachtens-
werter, in .Europa* aber unbekannter und unbenötJitcr russischer, bulga-
rischer und scrbischiir Werke berichten. So sicher nun die Thatsache des
byzantinischen Charakters der slavischen Kultur feststeht, so sehr sind die
Ansichten Ober die Frage geteilt, ob der byzantinische Eintluss für die
alavischen V«Iker ein ölQek war. Wenn so hervorragende Gululu-te wie
I*ypin de« Byzantinismus bekämpften und in ihm nur die chinesisch«
Mauer erblickten, durch weiche Itussland von aller .Sitten- und Geistes-
bildung abgeschlositen wurde, scheint Byznnz in Lamanskij, Th. Uspenskij,
Veselovskij, Vasilevsky und anderen scharfsinnige und begeisterte Verehrer
gefunden zu hüben, wenn auch nicht viele so weit gehen werden, mit Kire-
jcvfikij die slavische Philosophie der Zukunft auf den byzantinischen Kirchen-
Bchriftstellem aufliauen zu wollen. Uns steht die Teilnahme an dieser
Kontroverse natürlich fern.
Die kulturelle Eroberung der sla%'i8chen Länder geschah durcb das
Christentum und die ersten Träger der geistigen Bildung waren grie-
chische oder gräzisierte l'ricster; auch nach Abschluss der Bekehrung be-
hauptet« in den geistigen Einflüssen, durch welche ßyzanz auf die Slaven
wirkte, das kirchliche Element die Oberhand. Für dut tielingen dieser
Iiit«nintioii«l« Ealttu-betiebnnges. (g 3]
95
tin'ßutorischon Bestrcbun^oii uur os von groatter Wichtigkeit, doss die
Cbfvtiiiiuaierung d«r Sluvcn in einer Epoche begann, in der das oeirömhche
Rfieli DOch ein« »elir erhebliche {»olitische Kraft bceaisä. im 9. Jahrhundert.
VfiB der ThAtigkeit der berahmtcn SUvenniWHtuI Kyrillos (f 869) und
Vethodiofi (t 885) und der Einfilhrung eines slavischen Alphabets hat die
bjTuitiiiiBche Hi^ajon thron Ausgang genommen. Zuemt wurde Ann Oiristen-
tun bei den RddHlaven, den Bulgaren und Sorben, huld auch bei den
Kmaea') verbreitet, und uachdem schon 956 (oder 957) die (lrn»<fUr8tin
Olgt mit Kahireichem Gefolge in Konstantinopel dio Taufe erhalten hatte,
vnrde 988 durch Vladimir 1 das Christentum im Kiew'schcn Kuesland
nr Staatareligion erhoben. Mit der christlichen Lehre kamen KahlroicliG
Weiko der griechisch-byzantiniachon Littcratur und Kunst zu den
SUven; die Vennitt«lung fibernahnieu in den rnüiflten F&llen die SUdalavcR,
Jie Bulgaren und die Serben. Kyrillos und Methodioa und ihi-e Schlllor
ÜMirtnigen die heiligen Schriften, Werke der Kirchenväter wie des
Builios. Gregor von Xazianü, Johanne» von Damamko»! u. a.. Legenden und
liturgische Bdcher ins Slavi^che. Bald folgten byzantinische Chroniken
tit Malalas, das Kompendium des Nikephoros, Georgios Monachos, den
4er rosöache Chronist Nestor verarbeitete, Znnaras, Manasses; sogar alt^
griechUdie Werke wie die indischen Altertümer des Josephoa yia%'io» waren
tduQ frOh in sJavischcr Übersetzung vorhanden. VorüUglieh war c» den
CWraetzcrn um <Iie Kenntnis dtii kirchlichen Dinge zu (hun, weshalb
mfiniiiache Weltclu'oniken wie die des Oeorgios Monachos sich besonderer
Vurlii^ erfreuten; ao atark war das rein theologiache Interesse, dass selbst
doloren, welche die VorgCRcbichte der Slaven behandeln, wie Konstantin
PbrpltjrrogonootoH unbeachtet blieben. Aus dem gleichen Goschmacku er-
Uirt sich die Auswahl, welche in der geographischen Litteratur go-
tntSni wurde; die Hauptqnelle gengraphischer Kenntnis war für das
dtviache Mittelalter die chn.stlich« Topographie des Ko^^mas Indikopleustes.
Nsbm den kirchlichen, historischen und geographischen Werken spielen
b dieser Übersetzungslitteratur die gi-tissto Kulle mittolalterliehe Sagen
Bid Volkadichtiingen. Zum Teil gehUren auch sie noch dem jüdisch-
liristlichen Ideenkreise an, wie die apokryphen Geschichten von Adam
lud Bfa, von Noah, von Abraham, die berühmte Sage vom Kflnig t^alonion,
£b OeMchirbto von Barloam und Joasaph. Auf kirchlich-politisehor Ten-
droz beruht die Sage vom babylonischen Reich und Aas Hehreiben (U>s
IVcabyterkiluigs Johannes (die .Sage vom indischen Keiche*). Dazukommen
£» tm ganzen Mittelalter verbreiteten Sagenkreise vom trojanischen Krieg
ml von Alexander dem Grossen, die christliche Fabelzoologie des Phy-
•) Dm lH«8t» ZeagDW alwr du Auf-
MM dir RA«o-WAij*f«ni in Byunn i«t «in
4« Kaiaan TlMOpliilM «lu il«in .tsliro
IHi akbat«!) «richligMi Dflti>n in dnr
hicbl« ilnr Ra»nii unil lijunii.
und MI. Im enrtMcn Jnbro
&s4 im nrnmek» Angriff *ur KoiwtaiitinoDDl
Mi, nf «elcbcn ndi <Uo «wi-i UomiliaD ik«
)Wiithim: 941 nnlemaliin IgorMinMi
froMpn Verhn«rungnciig. Vgl. K. Kuntk,
tnlUilin de l'Acndi^tnic iinp^iiüc «loa Hdenceti
lie St. fiiterabourg 27 (IBBl) 88(<--W2. V,
VflBilovskij. Vix, Vr. l(!894(2ö!i f.(Be-
rirht in B, /.. 4 (189.^) 238 f,). C. d« Boor.
Der AogiifT dur RbOn auf Bvxaue, B. Z, 4
{lsa!t) 446 fT. Eine xw#iU) AldianilliinR von
K. Kuuik Über de» Anfiriir d«r UIiQh iiuf
ByxAOK eull demnAoliiit onciminrn,
3*
sa
Byzantiaische Utteratnrgeschlelit«. Einleitnnf.
siologuB, orientaÜRche VolksbQcher wie Syntipas und St«phanit«s und lehne**
latoe, ODdlich das r«ii) byzantinische VolksepOH Über Aas lickeii und dio
Thaten doB Digcnis Aki-itii!<. Selbst in dem uationab-uätfiHC-hun Igoiliislu
ist man neuerdings mit Erfolg byzantinischen Spuren nachgegangen. i)
Ebenso lassen sich in Märchen,*) VolksliL^dern, E^prichwürtern^) und Zaubei^
Sprüchen*) vicifuch byzantinische Heflexe aufdecken. Öroftser Beliebtheit
erfreuten sich aus byzantinischen Quellen abgeleitete altslavischc Sammel-
werke (Sboniiki) vermisclitL'u Inhitlt«, die sogenannten Biunen, denen die
Mthcaa dpfl Antonios, die ParuUulen de» Johannes von DamafJcos und die
Eklogen des Maximoa als Muster dienten, Übertragungen der Menander-
sprUobe und uuderer Sentenzensammluugen. Seib»t g ra m m a t i k c h e
HchriftvQ wurden, oft recht vorstfindnislos, in slavi^che Formen umge-
gOM»en. FQr das staatliche und bürgerliche Lobuu der slavisclien VUlber
gewann die Überti'agung der byzantinischen Itechtsbtlcher ücdeutung.
Umgekehrt haben die slawischen Bewohner des Keiches schon seit dem
6. Jahrhundert auf die Ack erbau gesetzgebung und die Ausbildung gewisser
religiöser Strömungen Eintluss geübt. Ausser dun SUd»laveu und Hussen
waren infolge ihrer geographischen Lage auch die Rumänen in hohem
Grade byzantinischen Einflüssen ausgesetzt, und vieles, was hier von den
Slaven gesagt ist, gilt auch von ihnen. Nur ist zu bemerken, da«» die
Runiänou manchvi« httorarische und sonstige Kulturgut nicht direkt aus
griechischer Quelle, sondoni durch slavische Vei-niittelung erhielten.
Noch unumschränkter als in der Littoratur herrscht der Byzantinis-
mus in der slavischen Kunst. Griechische Architekten bauten die slaxH-
schen Kirchen und griechische Maler schmückten sie mit religiösen Bildern.
Bis auf den heutigen Tag sind die ^lavi>«cheD wie die griechischen Heiligen-
bilder rein byzautinisch. Schwerer lässt sich nachweisen, inwieweit die
slavifiche, besonders die ruäsischo Hierokratie und Bureaukratie und
sonstige allgemeine Charakterzüge auf byzantinische Einflüsse zurückgehe».
Sicher aber ist. die sla\'ische Litteratnr und Kunst in ihren wichtigsten
Teilen bis auf die neuere Zeit ein Abbild der byzantinischen, und sie kann
nui' durch das Studium ihres Vurbildes verstanden und gewürdigt werden.
Hierdurch sind die altslavischen und byzantinischen Studien in engste
Wecliselbexiehung getreten. Doch dürfen auch wir Westeuropäer chu
abgelegene tiebiet nicht vernachlässigen: denn für den Kicsonbau einer
Gesamtgeschichte der mittelalterlichen Kultur bildet (ho Ostwelt eine un-
entbehrliche Ergänzung, das Gegen- und Seitenstück des Abendlandes.
') Är-diiv el«v. Pliilul. 2 (1877) 6G0.
'] S. I. B. Voseluvekij u. (i. Meyer,
Arcliiv Blav. Philul T (1884) 3Ü9-S10.
*) S. die I.ittorntnr mm g ,8|iricli-
wDrt«T* *m Sdiluww dm AtwehnitloB ,V'ut-
gftrgriechiaohe Litt«irKtttr*.
'I D. MiiusvBtuv, Das byzantinjucba
Matvrial der Krzäbluiig von dun l'JTniuuivicy,
Muskuu I8S1. Aroh. bUv. Piniol. 7 (!tt»l) m.
ürste AbSrniiügT
Prosaische Litteratur.
U Theologie. Rearbeitet von A. Ehihard.
4. Charaktär und allgememe Geschichte. Di« byzantiniRcho
littitnitDr trügt einen weRfmMicIi kircliliclicm und theoiopischen (.^liarnkter
m aich. Ein siof^or IVoxcnt«atz iliivr mtiiitlidiün KfZi-iignisMU ist tlivo-
bgiacbor Natur; Mlinnor »vlb dun hüchstim B«amt«nkreifion, solbst Kaiser
Men neben den kirchücben Würdenträg(>rn und den Mönchen als theo-
bgiiehft Schriftatelier auf. und ttolb!<t in der Keiho der i^rrtfan-schriftsteller
bcAfidOD «ch wenige, die sicti nicht auf einem oder dem anden>n 0»-
hiet(i der Theolojno verbucht hätten. Diuiw Br»chetiiung bekundet ein
tbtoloi^schea Interesse, welches in diesem Umfange dein abendländischen
IGtteialler unbekannt war und das als /eichen eines andauernden Vursttnit-
tämm f&r diu idealFite Seite de« Ueatellschafti'leben^, fTlr die religiOee, von
ikm Littoratur- und Kulturhistoriker freudig t>egi-U»>Hl worden muse. Dank
fiwun Int^rense und infnige des Zusammenhange)! mit der altchristUch-
fltrii4iiN:hen Lilteraturperiode. die hier nicht, n-ie durch die VOlkerwando-
nmg im Abendlande, gewaltsam unterbrochen wurde, steht die byzantinisch-
tboologjache Utt^-raUir hoher aU die abetidtändi!s<^lio bis in da-s 12. Jahi^
boadvt hinein. Diese Üborlegeiiheit utrvid>art sieh auch in dem Eint1u»ä,
im die byzantinische Theologie trotz der immer wachsenden Kluft, welche
dit griechische und lateinische Kirche trennte, auf die abendländisch-
I BJttalalterliehe auflgeUbt hat. dessen Llmfang und Charakter aber noch
^BUtf gonOgond klargc^Ktellt ist. Am müclitigtteii macht er mich im 9. Jahr-
ändert gelteod b«i Scotus Erigena, der nicht blo«s Üborsetzungen von
JSMjmoe Areopagit^s und Maximos Confessor anfertigte, sondern auch
Mder Theologe und Mystik in sich aufnahm und dem Abendland
TBnüttalt«. Thatsache ist ferner, dass die //',>''; j-rfti«*»? des Johannes
ms Damoakos dem ersten theologischen Systematikor dos abondlän-
dtacbmi Mil («dulterv, l'vtrus Lomburdu», dem Magister sententiarum. zum
FnrbQd dient43 und auch fUr Thomas von Aquino eine hohe Autorität
hddet«. Vom finde des 13. Jahrhunderts an wurde aber die byzantinische
Theologie von der wliolastiseheu ni-sdt überflügelt. Es fehlte ihr der mäch-
ImpuU, den der Eintritt der Germanen in die laleiiiiäche Kirche der Tlieo-
wit) allen Übrigen Gebieten kirchlichen Schaffens und Strebotis verlieh
38 Byuntinüche LitUrfttargwcblcbto. L Proaftladie UlUratnr.
und der sich in den Arbeiten der Scholastikor auf Scliritt und Tritt fQblbarl
macht. Von «olcWn Folgen war dio Aufiialim« der Slavon in die hyian-'
tiniscfao Kirche nicht begleitet, und «in zweiter Faktor, der fOr äaa tbco-
logiech« GoisU?»lcb&D von Byziinz von befruchtender Wiritung hätto werden
kennen, die IJerilhning mit den Völkern de« Islam und deren Gottealebra,
blieb ebenfallB ohne nennenswerten Einfluss auf die Kntwickelung ier
byzantinischen Theologrio.
In diosLT Kntwickelung aind zwei Perioden zu unterscheiden, die
sich klar und deutlich von einander abheben. Der Anfang der eretea
Perimle liegt zwei Jahrhunderte früher ah die Zeit, womit un.'ter« l>ar-
ptolhing beginnt: es ist die patri8ti.sche Littcraturperiode, weiche in dn
erRt<*n Hälfte des 4. JahrhundL-rts die altchri»tlichu ablQüt«* und dorou
erste Vertreter die ariuiii»chuu Schriftsteller und ihre Gegner wai-on. Wie
filr das Gesanitgebiet der hyzantiniachen Litt^ratur, so besteht darum auch
filr die Theologie kein objektiver Qrund, mit der [{egierung^zoit Ju>«ti-
«ians eine neue KntwickelungMperiode beginnen zu lausen. Die grosse Auf-
gabe der Theologie int noch wosentlii-h dieselbe wie seit dorn Anfange des
4. Jahrhundert»: die Konsolidif-rnng der dogmatischen Lehren der orlho-
doxen Kirche, verbunden mit dem Kanipfo gegen dif gngneriHchen Meinungen,
und diese Aufgabe wird wcKcntlicb in derselben \Vei»o durchgeführt wie
frUhor. [>ie Bekämpfung der Monophyi%it4>n und Monothelet^n, ja selbst
der Uilderfeinile im H. und *l. Jahrhundert musa noch zu der gropsen
dogmatisierenden Periode der griechischen Theologie gerechnet werden,
Johannes von Danioeko», Theodor von Studien und Nikephoros von Kon-
fttantinopel sind die letzten Vertreter derselben. Diese Periode kann mit
Krumbucbor fllglich die frUlibyzantinische genannt werden. Ihr Anfang
lallt nicht bloss chi-onulogi»ch mit dertirQndung von Neiirom zusammen : dio»o
Gründung, verbunden mit dem Umsi-hwung in der äu»äeren Lage der Kirche,
war auch mitbeHlimmend för ihren Charakter. Mit dem christlichen
Kaisertum entstand eine neue thatiiilchliche Instanz in theologischen und
kirchlichen Dingen, welcher schon der Anani»miu.s und die arinniwhen
Kämpfe ihren Umfang und zum guti'u Teil ihre Bodeutung verdankten.
Der steigende Einfluss, den dieser neue Faktor vom Nestorianismus an
bis zu doD Bilderstreitigkeiten gewann, ist aber aus dem Verlaufe dieser
dogmatischen Kämpfe zur Gendge «rftichtlicb. Die einzelnen Stadien dieses
Verlaufes erscheinen durch die Steihmgnahme der einzelnen cstramischen
Kaiser geradezu in erster Linie bedingt. Diese Abgrenzung würde an sich
die llerQbernalmie der theologischen Littoratur seit dem Nikilnum in unsere
Darstellung fordern; mit UUcksicht auf die 8toffmasse, auf die leicht zu-
gänglichen Patrologien und die Zoitgrenzo der Litteraturgeschichte von
f'hrist wurde davon Abstand genommen.
Seit der 2. Hälfte des r>. Jahrhunderts beginnt bereits der Prozees,
welcher zur 2. Periode hinfl herleitet Kyrillos von -Mexnndrien und
Theodorct von Kyirhos, die letzten Auslilufer zweier grosso- theologischer
t^:bulen, der alexandrinischen und antiochenischon, sind auch die lutzton
griechischen Theologen grossen Stiles, denen Dogmatik und Apo-
logetik, Exegese und Homiletik gleich nahe standen. Nach ihnen brachte
monht
■ter dl
1. Theologie. <$ 4} ^^^^^V gg
du 5. Jalird lindert kpine hervorragenden Tlieologen mehr hun'or, und nl»
im 6. luv iintiiiiono[ih>'üitiBclieii Polemiker auftraten, Hclirutiipftü der Uiii-
(luig dvr littenuiMiheii Thiltigkelt bei de» cinzolDvn Theologen bcdc-iiU^^nd
suunineiL Noch b(.>duut«amef ist aber dur Uiimtuiid, dan» Rcit dum An-
bng, dos 6. Jahrhonili^rts die artttlotelischeD IIegnfl'nbe8tiiiiinuii{jt>ii in die
Tbeologiu eingeführt und in den Dienst der thoologi^hon Spekulation giw
stellt wurden: da» Merkmal dea Auagange>s der patnutiHchen Zeit iind der
beginnenden Scholastik. Di«8 geschah durch Luontioä von Byzanz.
Bei diesem erblicken wir auch die waclt&ende Autorität der Kirchon-
Tlter de« 4. und 5. Jahrhunderts; beides, I>ialektik und VjtteruutoritiLt,
sind aber di« Elemente einer Kichtung, welche zur Jiweiton KntwickuIungB-
periodv ftlhrie, die wir aU die ftpftlbyzantininchü boxoichnen werden.
Ihr Charakter i»t W(.-M>ntJich Tradiliunalinrnua, der nicht blo8.s
daa FcfttJialten an der VUttirlehre als iVinzip proklamierte, sonder« jodeni
neuen tinflui«, wie geartet er auch immer war, eich hernietitteh vorHchloss
and durum jode NeuschOpfung abwiii». Auf diLt»um Standpunkt steht
M-biin Jiihsnnoe von Daniaskos: in seinem Hauptwerke verleugnet er von
lOreia jede eigene Geiatesarbeit ,/p« fMya^ovv e/töi- ovJtv" und will
die Lehre der Vftter wiedergeben. Zur völligen Herrschaft kam
aber diwor Traditionaliuiius. als mit d«ni Foato der Orthodoxie der
Irizt« grosse dogmatische Kampf ausgofocbten war und die griechische
Kirclio ihre Aufgabe darin erblickte, das Erbe der VAter zu liewalireii.
Will man daher — ea ist allerdinga nirgend» schwieriger Demnrkations-
Imit-n zu ziehen als auf geistigem Gebiete — einen Grcnzpuukt bi-utimmcn
zwiiM-bcn der putriittiitchcn oder frühbyzantiniHchen und der apätliyzanti-
lUMchen Theologie, so mag wohl das Fest der Orthodoxie (Hi'-i) schon durch
M'iovti Namen diesen Zeitpunkt am besten bezeichnen.
Diu Trftger und Uichtcr der Orthodoxie waren von nun an dio Vi&ter
lUa 4. und 5. Jahihuiidi-rt« und ihre Schriften die Quell«n, aus denen
immor wieder geschöpft wurde. Unzähligemal wird (las Prinzip der Ab-
Ungi^Mt von den Viltem von den byzantiniHchen Theologen auc«gi-j«procl)en.
Theorianoa beteuert im 12. Jahrhundert einem syriMcben Bisehol' gugen-
Bl<er, in atleia anderen »cien die llhomiler „ärifixuii€itin-^, aber die Grenzen
der VU4ir zu überscbreiten, das wagten «ie nicht. Manuel Kalekas er-
^■kttrt am Schlüsse seiner I>op;niatik, er habe dai'in nicht das llesult^t
HbgtJtUT Kornchungen iiiedi<rgeK'{jt, sondern das von den Vätern und aus
i» hL Schrift Krlenite wiedergegeben. Symoon von Thoiwaloniko fand es
togU IBr notweiiilig, dioM'lliu Vcrsieherung im Titel seiner Hauptschrift
aMBMprvchen. Dio thutsäcbliche Abhängigkeit von den Vätern ging aber
M> weit, dasa eine umfassende Untersuchung sämtlicher spät-
lijrzantiniacher Theologen auf ihre patristischen Quellen und
Vgrlagen vorgenommen worden mutta, bevor ihr geistige« Kigcu-
tum mit Sicherheit festgestellt werden kann.
Wenn die \'iltenM:hriften nur auageschöpft worden wftren! In der
altdiriatJicbcii und hochpatristiHchcn l'eiiodc waren geistige ScIiAtzo an-
BMunmelt worden, die auch viner fast auf ihnen allein beruhenden
Littrratur immer neue Nalu-ung zufuhren konnten. Aber mehr und mehr
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By&antiniscbe UtteiatargOBofalohte. L E^saiBche Littoratnr.
verBchwand das VerstSndois fllr die historische Würdigung der Kirchen-
väter, und bald wui-dpn sie auch filr die Th«ologon, wofilr das Volk sie
Ansali: st-arro Hoiligenge^taltoii auf Goldgrund. Dazu traten allerlei schfl-
.digendo Btiäclirünkunguii. Die lateini»ehu Theologie bliel» fllr Kyiuins
^ein versiegeltes Buch, und der grSsat« Theologe des Ahendlaiide», Augu-
stinus, hat doit niemals Fuss gefasst. Im 14. Jahrhundert wurden aller-
dings ühorKctKUiigen von Augustinui« veran»itA]t<^^t ~ viel zu sj>ät und
in einer viel zu IcideiutL-haftlich gegen die Lateiner eiTegten Zeit, um
einen wahren Einfluss auf die hy^antinisehe Theologie zu emiAglicheo.
Wenn <liese OleirhgillUgkeit, die Ilhrigens in der Seholastik ein wenn
auch nicht volk-it Gegenntilck besitzt in der Ignorierung vieler griechiitcher
VStcr, »ieh aus Hpriiehlichen. kirchlichen und allgemein kulturellen Zu-
stünden erklären ItUwt, so ist es im höchsten Masse auffällig, dass die
griechischen Theologen der drei ersten Jahrhundert« fast völlig ver-
[.gessen wurden. In die dogmatischen und excRetisclien Katenen wurden
itllcrdingi« nicht wenige Fragmente der Vornikäner aufgenommen; fUr die
eigentliche theologische Litteratur bilden sie über keine Instanz mehr, mit
der im Ernste gerechnet wurde. Nur ganz sporadisch treten die Namen
der grossen Alexandriner auf; die Apologeten sind bis auf Justin, der
Übrigens in der Kegel nach unechten Schriften zitiert wird, ganz ver*
schallen, von der älti>sten Litteratur gar nicht zu sprechen. Der Mfinch
des Sabaaklosters Antiochos und Arethas, Erzbischof von Käsarea in
Kappadokien, bilden fa-st die einzigen rühmlichen Ausnahmen von der all-
gemein gültigen Itegel. Ein »amenlosos Unglück wai- aber die rOckhaltp
lose Verketzening des Origenes. Nach dem letzten Origeniatenstreit untor
Justinian wurde kein Versuch mehr gemacht, die Wahrheitselemento seiner
gewaltigen Theologie zu retten. Selbst bei den Nachnikänern wurde eine
Auswahl getroffen. Der Dreikapitelstreit eliminierte die Antiochenvr,
und mit ihnen ein Element der Weiterentwickelung von hoher Bedeutung.
In der Exegese wurden sie allerdings, besonders Theodoret von Kyrrhos,
beibehalten, aber ohne fruchtbare Einwirkung auf den Oang der theo-
logischen Entwickelung. So blieben nur wenige Autoritüten ilhrig. die
immer wiederkehmn, Athana«ios. der Vater der Orthodoxie, die drei
Kappadokier Basilios, Oregor von Nazianz, der Theologe xnr' iS^X^^'t weniger
Gregor von Nyssa, namentlich aber Kyrillos von Alexandrien fUr die
Dogmatik und Polemik. Chrysostomos ftir die Exegese, Ba.silios filr die
Axkotik, Dionysiori der Pseiidoareopngite und Maximos Confc8sor für die
Mystik, selbst diese aber nur, insoweit sie mit den Glaubensentscheidungen
der vier ersten Synoden llhereinstimmten. Für die byzantinischen Theo-
logen gilt vor allem daa Wort Gregors I, dass er die vier ersten Synoden
den vier Evangelien gleich verehre. Die Kirche vordankte dienteui Fest-
halten an den GlaubeUHentseheidungen ihr feste« trinitariHches und christo-
logisches Lehrgebäude : der Theologie wurden aber infolge einer einseitigen
Interpretation derselben die FlUgel ein für allemal beschnitten; der Ge-
dnnkenflug eines Origenea »vurde nie mehr erreicht.
Die hl. Schrift wurde allerding» als Qlauben8r(^gel festgehalt.en und
ihre Erklärung durch die £xegese gepflegt Die Exegese selb»l verlor aber
■^^^^^^^^^^^^ I. Theologie, (§ 4) ^^^^^^^^TT
jeilc f>riginalil3t und wurdo zum Üborfluss durch den Kaiion Id der tniUa-
nwrhoii Syinide (r>92) an die Komniontare der VÄter gohiindfii. Dioses cinaei-
Ügo Abhaiigi^koitsvorliSItiiiR von den Kirchoiivfiterii, wodurch die Thrologio
auB dem lel>oiHlig«n Zut^nimcnhAtig mit den geistigen Strömungen der
Ttüi benusKelinben wurde und oiiien archaistischen Anstrich gewinnen
mumt«, ofTi'nbart «ch besonders in der Kateneniittoratur, deren Änfauge
mit dum Übergang zur spfithyzantinischen Periodik zusammenrallen. Die
Kttdung dieses LittüraturxwoigeH beweist) das» selbst die ursprflnKÜchen
Srliriften der Väter in manchen Kreisen als ein Ratlast empfunden wur-
den, vcni dorn man sich durch eine Auslese des fDr bedeutsam Guluiltciiun
Rl betri'ien suchte. Wenn aber eine Komptlationslttteratur einen so grossen
Cmfuig erreicht, wie das bei den Kationen der Fall ist. so kann der Mangel
an l4<>benskrafl und Schaffenslu^^t keinem Zweifel unterliegen. Die gi'osuten
Nachteile jenes Übertriebenen Truditionalismus traten besonders auf dem
ilogmatiacb-polcmischen und exegetischen Gebiete hervor. In der
KnnlroviT»!* über den Ausgang des Itl. Geistes droht sieh in den meisten
SfJiriften das Ganze um die AUf^sonlng<.>n der Väter Über diesen l'unkt.
!>■ nan aowohl für als gegen den Zusatz der Lateiner im OlaubensKynihol
&t«t« aus Vilterschriften vorgehraclit werden konnten, «o wai die Dis-
pütation zu einer wahren 8isv|ihunnrbeit verurteilt. In älitilieher Wei^e
bt die Litteratur des Ilosyehaslvnj-Ireites von dem InttTeBso an den Väter-
•chrilUilt, die von beiden Parteien in Anspruch genommen wurden, gänzlich
hebemcht. Die Abhängigkeit der Exegese von der patristischen wird später
iMch näher zur Sprache kommen. Die Übrigen Zweige der theolugischon
IJttoratur, die Asketik, geistliche Beredsamkeit und Uagiographi«,
b»wegnu sich anf Gebieten, die entweder thatsäehlich nicht in den Boreich
itr SynodalontAcheidnngen der sieben ersten Konzilien gezogen worden
waren, wie da« prakti*(che Kirehenleben und die subjektive äoiio des
CknittentumB Überhaupt, oder sich dazu gar nicht eigneten. Diese weisen
dihar ftocli eine grfSssere Selbet&ndigkeit auf. ohne flbrigens die Vorbilder
m der patripitisehen Zeit zu verleugnen. Kür die Wertschätzung der
bjmntinisclien Theologie in Itttorarisclter Beziehung kommen domentspro-
tkod die«« tetzt«ren Zweige mehr in Betracht, als die Dogmatlk und
B<n dem wesentlich traditionellen Charakter der byzantinischen Theo-
Hci« kann eä nicht wunder nehmen. da.ss innere EntwickelungS"
•Udi«n in ihrer Gejw:hichte seit dem 9. Jahrhundert wohl nicht in Weg-
fall kommen, aber Susserüch wenig hervortreten und ohne tiefgehende
IMatUtudien nicht festgestellt werden knnnen. Von Grund aus verkehrt
H M aber, aie m valiige Erstaming verfallen üu lassen. Dagegen
ipidit die Thataache, daas die Tlicologie uiumterbroohen den Gegenstand
Uaoodvrcn Intdreese« bildet«, dass sie niemals einer völligen Verödung,
■ia n« von 660 — 850 auf dem Gebiete der profanen Litteratur herrschte,
aalMimSel. Sodann fehlte es in keinem .Jahrhundert »n Anregungen
nd oeaen Einflüssen, die, wenn auch konsequent und mit bewusster
Tvndraz abgewietten, doch uicht ohne Einwirkung auf die Theologie
Oerade die Theologie besitzt in Byzanz Vertreter, die jeder
43
ByuntliÜMhe UttarBtnrKMHhicht«. L ProaaiBcha Littentor.
Litt«rutur mim Stolz gereichen könnten. Die inlUthtigo PentSnlichkeÜ
des Photios brach im 9. Jalirhundfirt don Zaubfrbann. der auf dem
gottamten littürarioclien Lebuti lug ; vine pli^tzlicho Blütezeit der thoo-
logischen Litteratur konnte aber auch ein Photion nicht hervorrufen.
Er selbst besitzt als Kirchonfilrst und Wiedcrhenttclier der klutixischun
Qelohreainkeit «^ino weit grössere Bedeutung doim als Theolog. In seinem
Zeitalter en-eicht nur die Hainographit> und geixUiche Bered.tamkeit
eine gewisse BlQte. Der Anfang des 10. .Jahrhunderte brachte oine
fnichthare Anregung mit der litterarischen Itichtung des Erzbischofes
Arothas von Kftsarim in Kappndokieu, der die Schranken des iiikünischen
Zeitalters durchbrach und auf die Apologetetdittcratur de« 2. und 3. Jahr-
hundert:» zurückging. Leider war jedoch schon der Ort, aus dem die An-
regung kam, von dem Zentrum den byzantinischen Oeistealebens 7u entfernt,
um in weitere Kreise eindringen zu kflniien. Das 10. Jahrhundert blieb auch
für die Theologe dos Jahrhundert der Enzyklopädien auf dem ex^ettschon,
homiletischen und hagiographisehen Oebietc. Eine dritte Persönlichkeit,
die auf die TheoloRie neubelebi?nd einwirken wollt«, war Michael Psellos,
der grosse Polyhistor des H. Jahrhunderts, der wHe Arethas von KiUarea
profane und theologische Schriftstellerei verband und, während dieser auf
die älteste griechische Litteratur hingewiesen hatte, die alte Philosophie, ina-
hesondere den PlatonJsmus in die Kirche zurückzufahren versuchte. Sein©
theologischen Schriften sind leider noch nicht genügend bekannti um seine
philosophisch-theologische Richtung genauer bestimmen xu kAnnen. Michael
Psellos drang mit seinen Tendenzen nicht durch : der gloichz^-itigu Patri-
arch von Konstantinopel, .Johannes Xiphilinos. bekämpfte ilin trotz der
Freundschuft, die sie verknöpfte. Eine neue Anregung war ohne Frucht
an der Theologie vorDborgegangon. Diese bewegt «ich noch immer mit
Vorliebe auf den tiebiek-n der Homiletik und Hagiographic. bis in der
Mitte des II. Jahrhunderts die Polemik gegen die Lateiner wieder er-
wacht«, ohne jedoch grosse Litteraturwerke nach sich zu ziehen. Bedeute
samcr ist das AurblOben der Mystik, die zwei hervorragende Vertreter
in Symeen dem Jflngeren und seinem Schüler Niketas Stetliatus fand.
Inzwischen hatte sich die philosophische Bewegung, welche Michael
Paellos ins Leben rief und die mit der Neuerrichtung der Akademie
von Konstantinopel innig zusammenhing, bei Johannes Italos und in deren
Schule weiterentwickelt. Sie bildet eine merkwürdige Parallele zu den
gleichzeitigen Kämpfen im Abendland: beiderseits liegen Nominalismus
und Kealismus, in letzter Linie ÄristoteUsmus und Plutonisnius miteinander
im Kampf. Während aber im Abendland die philosoplnsche Spekuktion
»ich einer gewissen Freiheit erfreute, wurde sie von Alexios I Komnenoe
als kirchen- und staatsfeindlich gewaltsam untordrUckt. Trotwlem machte
sich ihr Kinlluss geltend; der Aufschwung der Theologie im Komnenenzeil-
alter steht mit ihr in nächstem ursächlichen Zusammenhang. Die Ilaf
nnida dojtmttxt} des Euthyinios Zigabcnos verdankt dem Gegensätze gegen
dio haoretisclien Tendenzen der Zeit ihre Entstehung. Sie bildete aller-
dings auch den besten Beweis datiir, dass die Theologie ihren Feinden
nicht gewachsen war; die Gewalt niusste ersetzen, was dem byzantinischen
A
^n«i
^^^^^^^^^^^^^^^^ T Theologi«. (g ^^^^^^^^^^^^^^^^4^
Reiche in Kirclic ond Staat an geistig«!- Kiaft f<}h!(e. Selbst der früher
viel xa gUnttti^ beurt«ilto Itisfhof Kikolao« vod Methone, der die Autorität
der Viter und der heiligen Schrift gegen <lie neupl Klonische Richtung
Tffl-teidigt«. Kchfipfl« seine Weisheit aus einer alten Streitschrift gegen
Proklos, der des Prokop von Gaza: eino WaJirnoIimung, die beweist, das» die
oben geforderte Untersnehung auch auf jano Theologen ausgedehnt wi.!r(liin
mtua, die auf den ersten Blirk ganz selbständig zn sein scheinen. Am voll-
«tindig8t«n hrnohte Nikctas Akoniinatos in seinem tit,aavg6^ tiffVodoitui diese
Kämpfe, sowie die unter Manud Koinriimoä (1143 — 118U) unt^tandenen tbeo-
logiBchen Kontroversen zur OarstcUung. Lutzture zeugen von dem neuen
Leben, daa in die Dogmatik oingedrung(>u war, sie beweisen aber auch, dnss
die groMen dogmatischen und spekulativen Fragen aus dem Öesicht^ik reise
der grieehischen Tlioologon ein fUr allonial versch wunden waren. Das 12. Jahr-
hoodert erlebtu auch eine neue Blute der Exegese, während Asketik,
Homiletik und Üa^ographie in don Hintergrund traten. Eine der edelsten
Gestalten des 12. Jahrhunderts. Kustathios, Erzbischof von Thassalonike,
nrdient noch eigens erwähnt zu werden, teils wegen seine» ungeteilten
loterMse« (lir Theologie und IVofuntitteratur, teils weil er eine Refonn
Kloslorwfsens erwlrebte. Dtw 12. Jahrhundert bezeichnet jedoch nicht
n H'^h(:j)unkt der byzantinischen Theologie. Dir-ser wurde nach den
•cUtmmen Zeiten der Lateinerhorr.^chaft in KonMtantinopc-I unter don
Pailologen erreicht, al« die Griechen ihro letzte geistige Kraft aufltoten,
OD (Ue Gefahren abzuwenden, die sie noch mehr auf der Seite der Lateiner,
lla Ulf der de« Islam erblickten. Die Unionsbestrebtingen der PalSologen
giben der Polemik gegen die Lateiner neues Leben, indem sie don tiegen-
Mlx Ewiacben Anhängern und Feinden der Lateiner in die Reihen der
bjzaiitinisehen Theologen hineintrugen. Noch beachtenswerter fUr die Qe-
«ntcfattTRkteristik der byznntini.schen Theologie ist aber der Hesychasten-
itreit iQ der Mitte des 14. Jahrhundert~<<. Uerselbo betraf zunächst eine
Penn der mystischen Kontemplation, wi-lche sehen längst auf dem Athos-
b*r^ bestand, wurde aber durch die Behauptung der llesyehastun, doas
dta Licht auf dem Tliahor ungescliafTen und eine göttliche Wirkungsweise
td, auf das Gebiet der Dogmatik iibortragen. [n seiner ganzen Tragweite
mdwint aber der Hcsychuslen)^treit al?« eine Reaktion der griechisch-
utionalen Theologie gegen das Eindringen der abendländischen
Scfaolantik, das sich infolge ihrer Überlegenheit nunmehr einstellte, dank
dMBMtlben Oe»tet«c, das früher ein entgegengesetztes Verhältnis herbei-
führt liati«. Daiw ein solcher Einfluss im 11. Jahrhundert sich geltend
■idit«. geht schon aus der Ckersetzungsthätigkeit des Maximos Planudos
B»d Demetrios Kydonea hervor, die mehrere Schriften des Tlioniait von
Afnao in« Griechische übertrugen. Sodann wurde der lle«ycha»ten8treit
toa «ineni Abendländer herauf U'^chworen, dem Mi^nche ßarlaam, der,
■Nn auch in Kalabrien geboren, mit der Scholastik vortraut war. Die
Vflnrftrfe. welche gegen seine Theologie erhohen wurden, passen aber
iraao auf den rationalen Charakter der Scholastik überhaupt. Jener
Ckankter de-s Jlesychafltonatrcits ^bt sich auch dadurch zu orkennon. dass
üi» Oegavr der He^'ohn>tten zugleich fa«t alle in der lateinischen Polemik
i
a
Bftuitiiüsche Litteratargeschichte. I. Froi«isch« Littontar.
auf Sflitc« der Lftti'inor standen, wahi-end diu Anliängor derselben auch
in der tützU>ren Kontroverse «lie nationalgriechiscbe» InleretiHen vertraton.
Jeden Zweifel an der Uiclitigkeit dieser Auffasfliing schUcsst aber die
Watirnohmting auH, Aas» Akindynoe, der cifrignit« AtihAngcr des Barlaam,
dio FrLiuiidti dor Hv^ychaetcn nicht besser widork-gc-ii zu können glaubt«,
als durch die stÜlschweigende Aneignung und Geltendmachung der Siitzo
des Thomas von Ai]uino llher das Verhältnis des Wesens Oottes zu »einw
Wirksamkeit (vgl. § 31). Dio Theologie der Hesychastcnfrounde siegte,
lind dieser Sieg war glcichbedoutoiid init der Ablehnung dur scholastiscben
Theologie. Spuron ihres Einflussce werden wir trotz diesur ublclim-nden Hal-
tung gerade bui den zwei letzten Verfassern von Bystuinatischun Daiatel-
lungen der Dogmatik, bei Johannes KypariBsiotes und noch mehr bei Manuel
Kalekas, wahrnehmen. Im 14. Jahrhundert nahmen auch die fihrigen Zweig«
der theologischen LitU-ratiir, Exegese und HoniiU'til<,Myistik und Hiigiographio,
einen letzten Aufschwung. Seit dem Anfang des 15. Jahrhunderts galt
dio litterarische llauptthStigkeit der Polemik gogen dio Lateiner, und das
InteresBO an dieser Polemik hielt »elbet nach dem Falle KonstantinopeU
noch an, bis die byzantinische Theologie mit ihren nach dem Abendlande
gefluchtoten Vertretern zu Urabe getragen wurde.
1. SaminolausgAl)i>ii: A. Eine oisene SBmmvlfliiagnbe der bjziuitiiiiiidioii Tlio«lof;eD
ist niebt TorliMdon; %\* warden in die sog. v)it«<rbib I iothnkcn nafßonoinmoD, doron vorzDg-
liebst« folgende sind : 1. Sacrn BibliothecnSanctorumPalrum... illusUnU . . . fter
MnrRarinun) de InUigne, Paris l5T-'i f. in 8 Udon mit omnm Appendix ir)7!) (tiauU Mutrnon
{;<^ordnpt). 3, Aufl. IßOSf.— 2, Mngna bibliothocn volcrum ?atruDietHuU<|uurunii>i:rip
torum occtiHianticonini. prim» (|tiideiii a Mnrgnrino de lu Bignu . . uullijuU vi tertiu in luccm
cJit«. imnc vuro pliis(|Hiim contum nuloribus . , lotuploUiIu , . . upora et studio . . iii alma, univor-
siUtc CoIoDJno AgrippiDBe theologoriun, 14 Bdu. KOlii 1(>18 mit oiu»m Su[)f>loni(>uti> als 15. tid
1622. Hi«riiit dio AnurJntuie ohiwiologisch. Ui« Tlivolugi^u ilc^C. Jabrliiuidvrta begiciuuu mit
d«ni 6. Bd. — 3. Mngun üibliotheoa vetorum PatFLiin .. . urimo qiiiderii a Muigiu'iuo de
la Bi^Q« , . . compoBita, peatea studio . . CuIunioiiBium TbeoTogorum . . suota, nune vero
•dditioue duceiitoruin oiroiter autorum, tam grseoruin, (|ui io editiooe Colonioiiai, iiuani
üitinonim, (jai in Psrisietisibns desidenibim^r. loriiplatnta . . . ., IT Üde, Paria 1654.
Hier ist wifidvnim die Kinteilnng nnch tbeologiseben MHlorien durcbgcrtlhit, dio lifMo-
tincir sind daher In a1l>«n Bden. lerstrpnt, — 4. Maxima bibliothecn veterum Patrutn
, . . hac tAndpm edltinnc LiigdiinonKi ad eandoin Colenienacm pxuct«, oevis nupra ccatam
ntithoribuK ot opusculjs biictenue dpjnderntiii locuptolntn .... 27 Bdu, Lyon 1677. Chrono-
lügiHcb gcordnM: die läy/nntiner bpginm.'n im 9. Bd. — B. BibliutbeoH veterani P«-
trum . . . postroma Litgdimcosi longo locuplctiur utquo aucuralior. Cura ut sludiu AndreSA
Uallaodii . . ., 14 Bdo. Vonedig. 1765-81. Ilia llyaintiui>r buKiii»"" ""^ ^'^"' ')- Bde,
dio Sammlung gebt nur bis ins VJ. Julirhuudort. — 6. PiitruloKi^ae cursus completua,
aooanuito J. P.Ui^nc. SoricH Kruoca. in i|un prüdi-uul Patres, t>cictores Scriptorosquo Ec-
«tesiae graecae s H. Bamaba ail Photium, 104 Bde. Pana I8'i7 -80; Series graeca poste-
rior ... ab Nevo Photiano ad Condlii nsque Florentini tempora, Bd IÖ5 — 161, Paria 1862-66.
Pio voUstäudigat« Sammlnng der byiantinisclien Tbenlogeii mit Einsuhhiss vieler (ioscbicbt-
acbrwber nnd ChrODisten, Nur elniolno lide besitzen sKlb^tiuidJgen Wert, weil si« «nt-
wador den KriacbiBcben Text dem frdher gednickton lateinischen biiaufügen, oder Inodita
cntbulten. Der Nachdruck ist im aügemnincn korrekt. - Kin Veneioimia der von Mrgne
gebotenen Schriften mit Kinacbluss dos Donner Corpus der Historiker und Chruuislcn vor-
fortigte IJorothoo.i Scbolarios, Klcif IlBi^vioyiat, Athen löTlt, Bowie ein unTulUt&ndigts
itIphabotiKchcH Sachregiater, Tn/itiar iijf nitn'oioytaf Alben 1S(^3.
li. Kleinere Suininlungon: Uureh diu Patiulugia gruoi»! von Migns aüld die
trQkeTen kleineren Samuilungen Dir den nächsten Oubiauch entbehrlich geworden; doch
Stellt sieh öftere die Netwendigkeit ein, auf diesulbiiu zurflclungreifen. Wir veTzoiebnen
nnr diejenigen, welche füv die byxantinischen TLeolegen von bMomlerer Bedeutung sind :
H. Caoiaius, Antiqnao leetiones. 6 Bdu, Ingulstsdt 1601 ||J04. Eine neue Ansgabu be-
sorgte J. BaaSBlf« nnter dem Titel Thesaunis monumenterum ecclesiasticorum et histori-
«oram, aiv« Honnci Canisii Lectiones auti([une, 4 Bde, Amsterdam lT2,'i. mit HerUbernuhm*j
1. TheoIofiD. (§ 4)
45
iMSamahaif von P. 8l«varl, Tomas aingaloris inaigninm nuatomm tarn ginocoruin <|iinm
latitMima, lii^bAMlt 1ßl6. — J. Pontmnn« fDcte seinen AusgnboD von Simcnn dem Jllng«)«]!
Ibi(«lat«d( 1603) nod Philjppoa Solitarus (ebenda 160-1) rauhroro b^-untinjsclio .Scliriftcn
img». allaa oar in UteiniMliM UftberMttaag. ~ J. Muursiuii. Vuriorum tlivinorum tihor
UM», hriittt 1019. ~ <Pr<iDto Duoous>, Biltliotlipcu vetcrum Patruui grafcolutinu, 2 lidc,
VattM 1624. — BMMidera r«icli an bvMoliniaclieu Sclirift«[i euqü di6 S(iiniiiluui.'pu von Cr.
CoBbefis. iirsecO'IaliaM Palniia bitilJutli«icae nuvnin nucUniini, 2 Bdp. Paria l&j^. Biblia-
Üi*CM» tr»ec«nuii Pstrnni auctsrium uoviMimnm, 2 Bde. P&iis I6TI. OriKiijum n-niiniiu»
C|ilitMunm inanipotn«. Piiris Iß64. — Noch direkter hystitilinisch sind die SAtnmiuniien
von Fatrua ArcHdian, Opnscula «orMi tbeologics. Koni 1630 u. itfteni, Leo Allatitie,
Gniiecü ortbodoxa, 2 tiie. Itom 1662— äS ie. g 5), von doni l'atrinrdiBn von Jerasalcin
Doiitbeua, I6/io( tataiinyr^f .InsKJ' 1602, Tofiaf liyiintit ICülJ, Ti/io( J'B^V I70I>,
J. H. Culelerius. Kcrlcaian grnpcno monDmonbi, 3 Udo, Pnm 1677-'86. DJ« Port-
M&EBUg der letzteren bilden die Anulceta graoca ... ex mw. <:udicibuB nrucninl . . .
HoB«ehi BenedictiDt Coii|;re|:tilioui9 ü. Mauri. Paria 1<I8» (zuweitun auch ol* 4. M
iatSmuBlug ncaCoulerioBbcoeicbiet, Paris 1603^. — St. Lo Mevn«. VariaHacra, BuuHvtlugn
TirianuB epaaratomin graeeonun, 2 Bde. Leiden IC6!> (nur der erat« Bd unÜiUll Texte,
damalar einig« byxantiniscliej. — 3. Ghriät. Wulf. Anecdota graeea, aaora «t profana,
4 B4*, UuBbu« 1722—84. — A. H. Bauditii. Graeca« «cclemae vetera monamenta,
i Bit, FlwMUt 1763 (b«fiiidMi BJch Mob in de« Verfsaaers Katalog dor Lauroniiiuia). — Die
H—inncMi pbii«lagiacber ßohriften (s. Knimbachor) enthalten in der R«««! aaoh
kirchliebe StOcko, boMndMM J. Fr. {tnitnonnde, Aneodota graecn, h Bde. Paris 1829-33.
- Km Inhal tsvemeiebBia aller vornlohrndeD SnmmlungMi boiTh. Ittigiaa. Do bibliolbecis
tl oateus Palruin. Le^dg 1707, und .1. (!, Dowling, Notitia acriptonim SS. l'alrum . . .
•DK in eolIecUunibu* «neodoUirum puat annum Chiiati UDCC in Iuomh editia continonhir,
Otbrd 1B89.
C. Nesera SaiiBi1«iiK«ii: BeirvacTDKeode Vordieniil« mn die Publikation der bjr-
— faianhen Tbeoloiften erwarb aich Kardinal A. Uai durah folgende Saminelwcrko. in
4Mn dia Kjiaatiiier einen bedeutenden Raiun einndimon; Scriulonun vetemtn uuva uul-
laette^ 10 Bde. ßooi 1925-38 (besonders Bd 1-8. 6. T. 9). (UaMioi anclores. ICI Bde.,
Kam l»S»- Se (Bd 6. 9. 10). Spiotleginm Bonanum. 10 Bde Rom 1839-44 (Bd 2~S. 7. 10),
Ihn Patnim biUi«tlMCa, T Bde. Rom 1852-64 (Bd 2. 4 -7). Die darin geboteneu
6cbnrt«ti koBotMi all« Hignea Patrologia graeu einverleibt werden. — INe FortBetanug
drr latxtfln Samnaluag, besorgt von Coiia-Luii, brachte bisher in Bd ti (Rom 1871) und tl
11606) Bvr byiAatiiiiirbe Theologen. — (ieringer ist die Znbl der hyxBClini sehen .Sebriften
Ib 4aa Textümmlungoo dra Kardinals J. B. I'itra, Rpicitcgium Solesmcnse r.omplectena
St Patnun 8cnpl«Tuniqna ocdeBiaatieorani aneodoU hnctonus nperu. 4 Bdo. l'nns 1852 - 58
(U 1 nad 4). Analecta aaeni äpioilegio Soteainenai uuuto. ^ Udo, wovon der 6. nicht
MseUeoen ist, in Paru. Venedig und Tivoli gedruckt 1876- l^H)«. Juris euctesiiistici Gmi^-
onm hiatoria ei documeuta. 2 Ude, Rom m64— 6Ö (der 2. Band itit wiibtig fQr dus kn-
snaiach« R«rbt vooi 6.— &. Jalirhundert). — AuaaublieeeliüU byiantiniat^hen Inliatles int
A. D<MBvlrakopiilo8''Kurl',iii«aii]n} (Ußliuäijuij, 1. Bd. Lvi^izig leG6. — A. PapadojJuloH
KaraaaDB, UntUKia 'li^oaol.rfiiti>njf aiK^iroln/fcf. bisher 2 Bd«. Petersburg I^Ül^-OI.
Zm 1. Rd TgL A. Ebrhard, Sistorisdiea Jahrbuch 13 (1802) 807—12. Der 2. Bd eoU
hIJl MM dsr Zeit ver 14.^3 nur ein Liiurgi«bitch von Jerusalem, Vgl B.Z. 4 (1$!»5) 180 f.
Dadordi iat die Mbere. «cnn aucb unvollstfindige Auagtb« von A. DniitrijovskiJ nicht
WnttM geworde*. Vgl. B. Z. 2 |]K9»| V)0, 4(IW)1R1, IS». — Lauter kirchliche Test«
kwbUA. Vanailtev. An««dolagrnoco-l>5zantinttl iMonkaa l»»3J. Vgl. B.Z. 3 (1^94) 190 f.
0. Alle diese Sammlungen «ntbehrcn einer cnnllgenden diplonmliachen tirund-
Isga. Dies gilt Bbrigeu nieh ven den EiniolsuaKaticn der hycantiDischcn 'Iheuloiieri in einem
mUmi Uaase, daas ein für «Uomsl erkllil werdoo muos, dass diu im futgi'iidc'n lujKHzeiglon
^MpUien DBT daan den iMuligeti AnTorderungen der Kritik cntaijreclico. venn iIilvi aus-
dncklich kooalstieil wird. -~- Ein verbAltniamisaig Mbr grüHser Teil der tLeoloaisobvn
Bdvtflcs iat neck nnediert nud harrt seit Jahrhunderten seiner Hebung ans diMn Staub dc^r
BUotbclMa- Die Usskataloge der Bibliotheken, die an soloban Schriften besonders reich
■mI, b. Iiei Krvmbscber.
2. Allgemeine Dilfamittel: Eine OuaohicbtH der byzantioischen Theologie in
twr üewwtbsit wi« in irgend einem flirur Zweite fehlt A. Vorarbeiten lilternr-
kietonsebar Natur: Leo Allalius. De GeorKiia eoruuii[ue acriptia, hIb Anhang xu Ueor-
£Akr«IM>''t«^ ^"" '^-^' ^' -29-427, de SrnieoDum scriptia diatriha, Paris 1664. de
als juiianit tat Aaagaln der Briefe des NÜOs. Rom 1668, da Psellis et eorum scriptis.
ll«tSS4. de^l<-nt■•>, PhilenibDS. llieodoris ed. A.Mai, Nova Patrumbiblioth. 6 (Korn 1>>53)
ll— 2t& — Auch die Obrigen Schriften deaAllotius enthalten viele littorarhiBlotischi« No-
fxagiamtiva nus unedicrten Schriften. Zu nennen sind bosondura; Do KccLewoe
-I
46
ByxontbÜBoh« Lltt«rftturg«»ohiehta. L ProBala«be Litteratnr.
ocoMonUiliB utijUD orionlfilli pcrputim cotmenniono II. 3, KCin l6^S, Do ulriumjuo ec
oociilt-iitaliB iiltiuo oriestulis ponipluii in dugmato il« purguloriu coiiHOusiunc. Rom
Viniiiciiae aynudi «pbsainao et S. CjtUti do jirooMaime ex pttlN et fitiu Siiiritiia atl,
Rom 1661, J. H»nr. HottingeruB fmudU vt impoataru niuklfeatae «oiivictue. Rum 1661,
De oclava ayaodo PhoUana, Bun IS62. Iii ßuborti Crejritbtmu app&ratum . . , uxercits-
tioiiM, Kom IGijä. — UeLer die linndacLTiflltcli«» KoDvktuiepn d«8 All&tins m der
ßibl. VallJcelliADB b. B. Lämmer, Scriptäiimi Oraoojfto ortbo4axnn bil>ltolb««(i selectA,
Fr«ibur([ 1868 S. VII— XXXVI. Mandiwi liegt ancb in der Karberina iii Rom.
Uuto Dienste leisten aucli fQr die ÜysmitiDer die IttterarbiiitiiriscboD Nnchnnblaita-
werke von L. K. Dupin, Noiivelle bibliothbqae d«« ^crivainii ocdäsJasliquoE, PaHb Itisi}
und Oft«n( in vnmrJiit-donnr Itandexnhl. W. Cave, Scriptoniin ecclcaiastironiin bisUirit
lltiimna. IrfHidon lOfi^. Kin Anpondix von H. Wharton, I.ondun 168!), tunTiisat die Sobrifl-
Ktollor von lüüO- lä'O. Beide xusiinimen Öfters, am besten Oxford 1T10-4Ü in 2 Bden,
C. Oudin, Cimimenturius de smptoribus eccl«BiiiBt,. 3 Üd«. LuipEig 1722, K. Cnillier,
HistoirB gtin^ralo des «utetira Bactts et ccdi^aiustjques, 23 Bde. Paris 1?29— 63; neue Auf-
lage in 16 Bdun, Paris 1(<38— 6^. — Von beaauderem Wert ist J. A. FabriciuH, Uibüc-
tbeca giaecn. M Bde. Haoiburif 1703-28. Neue Auasabe von C. Chr. Barl«a, 12 Bdo,
Hainbara 1790—1^09 (unvollendet). -- Viele litterarbiatoriacbe Notiien bringt auch die
Scbrift des NioolaiisCotnneiius Papadopulne, Praenotatioiiee mysticaeex jure canoufco.
PaduB 1697 (mir nilEngiinglidi]. — Die aitgennnnten PnlrolngieD erstrecken eidi nur bis
auf Johann*« von Damaakos, wioz. B.Feäaler. institutioncs pHtrologinn, 2 Ode, Innsbruck
1860 f.: dic< 2 Auflngo besorgt von Ü. Jungmnnn, 1. Bd (IHBOj 2. 1 ll£l92) nlebt nicht
Buf dnr HObn des alten Fesalcr, — J. AIxog, ürundriES der Pnlrologie, 'I. Aaß,, Freiburg
1888. - J.Nirschl. Lehrbuch der Pntrologie und Patristik. 3 lidc. Mnin» 1«S1— 85, —
O. Bardenbuwer, Patralngio, Freiburg 1834 (ntit rielen Litloniturangnbcn). — Mit dem
ft Jahrhundert sctilieeet auch das Lexikun von W. Smith und U. Wmm, Dictionarj- ot
christiun biu^raph]^, titeraturo, Beets und doctrins. 4 Bde, London 1^77 — S7. — Kuum «r-
wäluieubwert iet (J. Zöcklura Gescbicbti? der tbeulugiacheu Lilte<ratut, Supplement band xur
2. Aull, des Uaudbucbe» der tlieolou Indien WisaenschafteD, UQncben 18U0 S. 111—113,
121—123. — In den jQiigsten Jubren bat die Erforsdinng der byiantiniadien Theologen
einen hocberfrentidieD Aufschwimg genommen. Dem Stnnd der Voradiung entsprechend
nandt«n eich aber die Arbeiter auf mesem Oebiele, d«ien Namen ans im folgenden hOufig
begegnen werden, Spezialfragen ed.
U, Zur inneren Geschichte der Theologie: Dio nben genanoten Schritt«a iet
Loo Allalius sowie seines älteren Zoitgenossi>n Petrus Arcudius LI. T de oonooiTdls
occlosiae oiientnlia et nccidentalia in Septem sucrnmentorum ndminiBtmtiono, Paris I63S. —
Sammartache Zeichnungen des Kntwirkdungsgimges bei A. Harnack. Lehrbuch der Dogmen-
geaehlchte, 3. AuH. 2. Bd (Kreihurg u. Leipzig 1M94) 401- S3 und passim. Fr. Loofs,
DogmengeBchidite, 3. Aufl. Hallo IfföS S. 18H -19IJ. — Einigca aueb bei Uelcer, Di»
pelitiachu und kirchlit^lie Stellung von Byionx. Verhandlungen der 33. Versammlung dont-
«eher Philologen. Gern 1878 Ö. 82— 54 (nur bis lum Bilderslreit), — Hesolorns, Svfi-
;lail(vi; ttjt SpanJiiinv i!rnrfiiii'ij( inriiaiitf 1. Bd: T« at'/ißoiixii ßtiXlit, Athen 1883. —
W. Gaan. Symbolik div grit^vbischen Kirche, Berlin 1872, — F. Kattenbusoh, Lehr-
buch der vergleichenden KuufesHionskunde 1: Die orthodoxe anatolisohe Kirche, Freiburg
1892 (ein unreifes Buehl. — Die innertheologiscben, iibilosonlii schon und hUretisdieu Be-
wegungijii sind noch unvollkommen bekannt. FOr die PaiiliKianer nnd die f^l)bl^reu .\b-
handliiDgOD von Schmidt 11826). Oieseler (1^39), A. Lombard (I»T9| und sdbxt J. Ddl-
linger, Beitrttge zur Sektengeschicbte des Mitt^-taltnrn 1 tMlInchcn ISflO) 1 -'il überholt
durch Karapet Ter Mkrltsrhinn, Dio Paiiükinnnr im b^iintimscbon Kaiüorreicbe und
verwandte ketseriBche Frsdieinungen in Armenien, Leipzig I>'93. Sehr wichtig Dir die
Kenntnis der ntiilosophiBchcn und theolngischon llewogung im 11.. 12. und 14. Jnhrhnndnrt :
Tb, UKpeuKKij, Skiixon iur (Jesobirlilo der hjüiinlmiHdien Kultur, Petorsburg 1892. Vgl.
U.Z. 1 11892) 17(1-78; Q.'i5. Dazu crgttuKend Tb. UspeuBkij, Dos Ijynodikon für die Wocho
der lUcblglaublgkeit, Odem 1898. Vgl a Z. 4 {189Q] Itö-ib.
A. Dogmatik und Polemik.
6. Charakteristik. Die Htternriflcho Aiheit der byzantimsohen Thoo-
logon galt in cr^loi- Linie tli<r Darstellung, Bcgiilndung und Vortc-idiguiig
der kirchlich-orthodoxen Glauhenfllehren, Bowit> der Bekämpfung d«r ent-
gcgengeHetzt«n Hilrosien. Die hilrcRiologische Polemik iiihbeRondere be-
liomchtc dio tht-oIogiKcliü Litturatur in d«r ersten Periode ihrer Kntwickc-
^^^ 1. Tlieologle. A. Dogn&tik und Polemik. (| 5) 47
\ttog vom ■!. bis 9. Jahrhundert infolge der dogmatischen KSrnpfo. <3ic sich
wAhrend dieser Zoit in der griechischen Kirche Abspielten, und durch
welche die meisten theologischen Litteraturwerkc der Zeit}£eno»Hcii angeregt
lud innerlich bestiinnit wurden. Im 6. Jalirhundert wurde im ZuBammen-
haiif; mit .lustinians Kirchenpolitik der von Theodoret ron Kyrrhos be-
gontwDä Kampf gegen die Monophysiten und deren verschiedene Parteien
wieder nufgenommon und von einer ileihc von Polemikern geftlhrt. denen
CUM Htattliche Zahl von monophysitiuchcn Schrifstätellern gegenüberstand.
Der h«r\'orragendst6 unter den Wortführern der Orthodoxie war Leontios
TOD üyzanz, dessen Werko verhältnismSssig am besten erhalten sind,
wflbrend auffallend viele Hchriften der Übrigen Polemiker verloren gingen.
Dir titterortscho Kampf gegen den Monergismu» und Monothetutie-
nuH war weit wuniger fruchtbar, i^phronios von Jeruealem und Mnximos
der Bekennet' traten als die Ifauptgegner der kaiserlichen Unionsversuche
anf, deren theologische Verteidigungen bis auf geringe Fragmente ebenso
wie di« Scbriflcn der Monophysiten zu Grunde gingen. Bei Anastnsios
SinutW iai 7. Jahrhundert waltet Qbngens das Inturetwc an der Bo-
kimpfting doH MonophyuitimnuB noch bedeutend vor, ein Beweis f(1r die
Kraft, welche Jahrhundert« lang der populSr^teii Htiresie des christlichen
Attcrtutns innewohnte. Der Bildertttreit rief GormanoK von KonHtantinopel,
Johaonea von I>Ama«koB, Theodor von Studion und Nikephoro« von
KonataotiDopel auf die litterariache Walstatt und brachte die letzten pole-
miacfaea Schriften grfls8«ren Stiles licrvor.
Hit der synodalen Fet«tlegung des Bilderkulte» waren die Byzanz
RtgentQmlich«n tfaoologiochen Lehren zur vollen Entfaltung gelangt Das
Bemunteoin, im Besitze einen abgeschloasencn dogmatischen Lehr-
MfltUDB ZU sein, veranlasste Johannes von Dnmaskos zur Abfassung seiner
Oiff^ /rüottüf, eine« dogumÜsclien Lehrbuches, Aän in seiner weiten An-
lage nicht mehr orroiclit wurde. Die zwei bedeutendsten dogmatischen
Enzyklopfidien der spfiteren Zeit, von Euthymios Zigubenos und
NikL'las Akominatoa verfasst. erweitern nur den «weiten Teil der Dog-
natik dee Dama.<ikeners, während tsio die Darlegung der philosophischen
Vorbagriffc eowie die «yst<<niatiscbe Entwickeluug der positiven Glaubons-
Ura ganz sutut«]' Acht liessen. Letztere wurde erst im 14. Jahrhundert
wtoder %'on Johannes Kyparissiotcs in AngiilT genommen, umfasst aber
hfer nur die Gotteslehre im engsten Sinne. Weiter angelegt ist die byzan-
tiuKbo Dogmatik des Patriarchen von Konstantinopel Manuel Kalekas
m dir* Wi-iiile desselben Jahrhunderts. Die Hystematisierung erstreckt sich
Her auf diu Oott«»-, Trinitäts-, Inkarnation^-, Sakramentenlolire und
SBchatologiu. Keine von diesen dogmatischen Gesamtdarstellungen kann
itcli slxir mil den Sumniao tlieologicae der ahendlündisch-scliolastischen
Blfttezcit mt-men.
Photioa war kein Systematiker und hatte fllr Dogmatik und Polemik
KU Wenigsten Oe>»chmack. In einer llichtung bestimmte er aber die
fUerv Dogmatik, in der Ablehnung der Ausbildung, welche diu Trinitäts-
Iclire ioi Abendland durch den Satz vom Ausgange des hl. Geistes von
Vittr Diid Sofan gewonnen hatte. Die aus dieser ablehnenden Stellung
«
iJ
48 Bruntiniscbe Litterabireeaohialit«. I. Proatüache Litteratnr. ^^H
ürwnch>ion4]c Polomik gegen die Lateiner sog »ich durch die ganze
«pStbyzantiuiHelic Z»iL hinclüi-ch und rief i-ine fntft anUbemülibare Lit-
teratur hurvor. Seit dem II. Jaliihuiidirt wui'do sie auf eine Rt'ihe
anderer Differenspunkte zwischen den beiden Kircbon anf den Ge-
bieten der Diflziplin , l^turgie und des praktiscben Kirchonlubcns aui«-
güdohnt; docb ntand die Lehre vom Auegaiig doiK h). (feistes immer im
Vordergründe do» dogmatiHch-polL'niiiiclteu InteresHOs, und hier blieb die
Erörterung in dem Kreide der dialektischen Argumente fut<tgebannt, die
Photios zum ei-sten Male entwickelt hatte. Die Verteidiger des latci-
niselion DogmnB, an denon es in di^n livihen der byzantinischen Theologen
nie fühlte — wir vurwüisun auf Nikephurüä Bluinmido«, Johannes Bekkoe,
Deraetrios Kydones. Manuel Kalekas, Manuel Chrysolonw u. a. — , griffen
llbor I'botios zurück zu den groasen Kirchenvätern des 4. und 5. Jahr-
hunderts und Kwnngen dadurch ihre Oegner, ihnen auf dasselbe Gebiet zu
folgen. Diese waien «elbätvoratfindlich viel zahlreicher; der gröRttto Teil
ihrer Schriften liegt aber noch im Staub der Bibliotheken. Die Polemik
gegen die Lateiner blieb übrigens nicht auf die theologischen Fachkretw
boschrRnkt FUr das Volk waren die vulgfirgriechischen Traktate ge-
schrieben, in denen in der liegol ein Grieche die byzantinische These gegen
mehrere rönuHcho Kardiuäk< (regelniä»Mig xaXii'vn^im genannt) siegreich
verteidigt. Ein Mnsterdialog dieser Art steht z. B. in dem Cod. Vindobon.
thool. gr. 244 fol. 79— ö:^.
Weitere Am-egung zur dogmatisch-polemischen Schriftstellerei gaben
die Kachkltliigu der alten dualistischen Hiiresien bei den Paulikianern,
Euchiten und Bogomüen, ohne jedoch eine tbeologiechc Bewegung hervor-
zurufen, die sich mit der antimonophysitischen vergleichen Üesae. Theo-
logische Kontroversen innerhalb der orthodoxen Theologie entstanden zur
Komnenenzeit. besonders unter Alexios I und Manuel Koninenos. Das Ein-
greifen der Kaiser und die synodale Verurteilung der neuen Hüretiker
vorhindorten jedoch einen neuen Aufschwung des Kampfes auf littera-
rischem Boden. Dieser entwickelte sich zum letztenmale im 14. Jahr-
hundert aus Anlass de» He»ycha8tcn.streites, der sich bald auf die tiottes-
lehre konzentriorle und mit Leidenschaft zwischen Bnrlimm, Akindynoa
und Nikephoros Gregoras auf der einen. Gregorios Palumaä »uf der anderen
Seite unter reger Teilnahme der kirchlichen und mönchischen Kreise ge-
führt wurde.
Die Apologetik gegen Heidentum und Judentum hatte sich
als der früheste Litteraturzweig der christlichen Theologie schon im 2. Jahr-
hundert zu einer hohen Blüte entwickelt und das Interesse an der Be-
kämpfung des hellenischen Heidentums blieb wach bis tief in das 5. Jahi^
hundert hinein, in welchem Kyrillo» von Alexandrien noch eine grosso
Apologie gegen Julian den Apostaten sciuieb und Theodoret von Kyrrhos
die letzt« Apologie gegen die Griechen verfasste. Mit dem Aufhören der
kulturellen »nd religiSsen Bedeutung des Heidentums in den oströmisehen
L&ndern wai* da» Erlöschen der untihcidnirfcht-n Apologetik und Polemik
von selbst gegeben, und auch das Wiederaufleben einer antikirchUchen
Philottopbie im 11. und 12. Jahrhundert zog keine neue Phase derselben
A
^^^^^^^^^ 1 "Hitologie. A. Dogmatik nnd Polomik. d^^^^^^^^^^^g
«trit sieb. Aus der nrt.ho<Ioxen Litteratur erhalten wir einige Kenntnia
Ton dem Kindringon nltpliilawphischep Tendoiiz^n namontlü-Ii ntMiplatonlsclien
CliftrAkton; nur tlun^li Nikotao» von MotlKHic. DJo /onsiir sorgte aber
dafllr, dftsfl die kirchonfcindlichen Schriften unechsdlich gemacht wurden;
BOT wenige davon tiahon sich ci-liallon und von dioson woiiigon ist noch
das meiste anndiert. Die Apologetik gegen die Juden hingegen blieb
wie im Abendlando so auch bei den Kyzantineni in bestandiger I'flego.
Fut J4m1cw Jahrhundert hat ein« oder mehrere nntijüdittcbe Apologit^u
lurzuwvtscn. Am cifrigstun wurdo im 7, und 14. Jahrhundert gegen diö
Juden geecbrieben. In jenem traten Leontios von Neupolis und Anastaaios
Stnaites gegen sie auf: in dieflea fallen die Apologien von Theophanes von
Nikte, JohAnne.s Kantakiizeno«. Matthaeos HIastares. Johannes Saltos. Den
BmcMdm bildet die Apologie de» Patriarchen Oennadio» von Kon»tau-
tiaopel im IIS. Jahrhundert. Ausserdem liegen »och mehrere anonyme
Apologien gegen die Juden, danmter einige grltsneren Umfangea, in H»s
Tor- Her Zusßmmenhang mit der altchristlichen Litteratur ift bei diesen
Apologien bi-Hondeix uul'fallend. Sie sind fiut ohne Au»nahnio in die Fonn
das Dialoges gekleidet, in welcher schon die älteste aotijüdischc Schrift,
4or Dialog zwischen Jason und Papiskoa des Aristen von Pella, auftrat.
Aach inhaltlich wurde der Kreis der Argumente, welche schon in altchrist-
Ik-her Zeit gegen das Judentum geltend gemacht wurden, kaum Uber-
ichntion. IXt fmgiorte Cliarakter deu Dialoges offenbart »ich in der Hegel
durch die Bereitwilligkeit, mit welcher der jüdische Zwiesprecher die Lehre
des chrietlichen annimmt und den Wunsch nach der Taufe äussert.
Mit den infolge der chriatologiachen Kämpfe von der byzantinischen
Eeichdcirche abgetrennten nestoriani»chen. syrischen und koptischen NatJo-
^^■Ikirchcn hOrte uihnühtich jeder litterarischc Verkehr in theolügi»chen Dingen
rinf. Der letzte Versuch, sie wiederzugewinnen, schlug fehl infolge des Wider-
■tuidt« der orthodoxen Kreise und der Eroberung der {istlichen Grenz-
lltdcr durch die Araber. Nur die armenische Kirche blieb in der
btareoseoBphftre der bysantinischcn. und mehrere Versuche wurden im
t. und 12. Jahrhundert angestellt, die Armenier zur Amtahmu der Zwei'-
■tarenlobre zu bewegen. Diese ttllirten zu theologii^chen Auseinander-
Mteaagoo, an denen Photios, Xiketas von Byzanz, Thcoriunos sich betei-
hgtmn. lu den hlreäologischen Schriften des Euthyniios Zigabenos und
Xiketoa Akominntos wurde auch den Armeniern eine spezielle Bcrllcksich-
ti^Qng zu teil. Um ao intensiver gesUltetu sich der Verkehr mit den
•laviacben Vfllkem. Aber wie die Berührung derIWmer mit denGernmnen
Jcaoe apulogettache hitteratur, Htr die kein gemeinsamer Boden vorhanden
ggwmea wire, hervorbracht«, so ftlhrto auch jener Verkehr auf dem Go-
\Mb der Litteratur nicht zu XeuschSpfungeu, sondern zur Herilbemahme
ftmlogtAcber Schriften der Byzantiner seitens der Slaven, deren sÄnitlicho
Lttemtnren, insofern sie wissenschaftlich «ind, mit Übersetzungen aus
itm Oriochiscben beginnen.
Der grOoste politische und religiQso Gegner von ßyzanz, derlstam,
lacht rubbu, bis er den Halbmond auf der Hagia Sophia aufgepflanzt
wurde nur sehr unwirksam durch die Litterutur bokilmpft. Niketas
0« U^ Altert UHnrtMcMJian IX. I. AUJm- 2. AuO. 4
I
50
BjsuiUniBdie LittetatargeMbiohte. L ProakiaeliB Littenbir.
von Bj'Kanz liat die einzige nennenswerte polemisclie Sclirift gegen den
iBlam vor dem U. Jahrhundert vcrfaRst. Im 14. und 15. Jahrhundert
wtirdo die i'olcmik roger: die Kaiser Johanne« Kantakuzono» und Manuel II
Palüölogö» »tchon in der iir»ton Hoihu der litterai'iuchun Gegner des Koran:
aber weder ihre Schriften, nocli diejenigen von Demetrios Kydonos,
Gennadios von Kon»iantinopel u. a. erhehen sich zur HEihe einer n|>o1o-
getisclion Schöpfung ersten ICnnges. Sprache, Kultur, Nntionalitfit, Iwl don
iiyzantinoi'n die Verachtung dtr Mosleniin. die »iü widi<rlegt zu haben
glaubten, wenn sie einige Suren de» Koran lächerhch gemacht hatten,
bildeten eine nnübetatoigbare Seheidewand xwisehen den beiden Gegnern
nnd ein dauerndes Hindernis gegen die Kntwiekelung eines geistigen und
litterariüchen Kampfes. In der letzten Zeit vor dem Falle KonatAntinopels
Biegte sogar diu Abni'igung dur Byzantiner gegen das lateinische Abend-
land Jlber den Haas gegen den luiam: die Frage, ob es besser »ei, in die
Hände der Muhammodaner als in die Gewalt der Lateiner zv fallen, wurde
jetzt in nichi-eren Schriften nicht bloss orflrtert. sondern sogar bejaht.
1. PUr dii> Toxtaiwgnbdn und Bllgemoinen Hilfamittel Tgl. dio l.ittorntnr m | 4. —
Pbcu noch: K. Wornnr, (loacbkbte der npolugetisclieo und paliMtiiAcIicn Lltt^mbir ioi
dirülliobon Thcalogio. 2. u. S, Bd. ScbnlHiaüBen lb02— 64. — Von den ncnmtMi l*br-
bnehem der Dogmiilik sucht das von U. Scholl. KaUioliacho Dogmntik, 4 ildr,
I'adurbom 188Ö--y3. dein dugiuotisclien Lahrli-grilT dor griochisohcu Kircbu am kenM-
ijtKnitcHtun gi>rocbt lu wiirdun- — Munugraphuicb wuidu nur Jii> Abend in ablslclire äcr gtw-
chiBcliL-iL Kircbti bohaudfelt von 0. G. äteilz, JubrliOdicr Dir deutaisli« Tbeologic 9—13
(1804-68).
2. Polemik K^i^i ^'^ Lateiner: Kioe growc AniabI von iiolomiscben Sobriftoii
■MEcn diu Lntoinor ist noch tinediert. — Dio TcxtsHtntiiliinRoii lat« Inf renn d)icli«<r Tboulogoa von
P«tru>i ArtudiuB nnd Allntius, Graocia orlliodoxn n. § 4; Mitor« fv nnf 3 ßkndu b«-
TMlinet. Vier DfLndo Dillto H. LAmm^TS Scriplonim (iranciito ortliodoxim bibllothec« selecta
atnfumn; dnvnn i>t nur dor 1. Ud oratbiencn, Freibiirg 186(3. — In don TcxtsaiDinliinaea
TOB DoDitboos (g 4) und A. Demetrukopulos (§4) sind die Polemiker gegen die lÄ-
teinnr uihlrvioh Tertrötsn. — Ein fast vollstttadigcs Vereeichms derselben gab A. D«ine-
irnkopulos, t>p9d(fo{ac 'Kiiii(, ijiai icp'i rnir 'l'.XXiji'fuv iiuv yfnipiiytmi' xirr« .isrjrur
»ni niifi »wV avyfi-itfi/itiiuiy m'tiär, Leipjsig 1Ö72. Eb febleu e. ß. Michael von Uyiant,
Epiatol. ad SauluHuuni de iirticeKsione &piritQB eti. Icod. Paris. 049 a. 1581 fol. 195),
Soiibronioa Monacboa, ffr^i nCi'iUuiv (cod. Sabait 415 sa«p. 14 ful. IT— 41) u. o. — Knnd-
Bclirlftticb tand such niancbe nuunj'uie Abhandlungen Kegeu die Lateiner vorhanden, in
denen eine gross« Mannigfaltigkeit zu bernchen aoheint. In den codd. .Sabait. 415 aat>e. 14,
Pirie. 138.^ 9. 14. Bodl. riftrocc. 101 ». 14. Paris. 1287 a. 15, Tttria, 1012 a. 1492, Vnl, PaUtin.
409 a. IS50, Monnc. St< »a«c. 1$, am nur (Einige lU nennim, iat der Anfang dos hetrelTeuden
Dialoges jedManal verschieden. Eine spezielle Cntcisuchung wird die Verfasser Ti«tleicht
erkennen lassen. V^l. für cod. Monuc. 2S J. HergenrO thor, Pbotins 3, 811. Be-
ncbtmijt vpidienen auch die Sammclcodicos gegen die Lateiner, dio im 14. und 15. .Tahr-
hundert nngelugt wuidc-n, wiot. B. codd. Mnrcian. 150 a. 1431, 152 — 58 b. H. Paris. 1218 s. 15
Monuc. 256 s. 14, Viiliioell. B. 63 s. 13. — Zur (JeauUicbte der Kuntroverao: J. 0.
Walch, HiatuniL contiüvuraiae Grneeorum et Iiutinonim de prueesEiiunu 8pirilua ati, Jena
1751. — J. Ü. Hermann, Hiatoria eoncertatiunis de paue axj'ino et fenneDtato in civnfl
Doinini, Leipzig 1T87. — J. R, Etealing, Uiäturia coocertationis ürsecor. et Lutio. de
e«u cHmis, fuingninis et morticinse, Krkngen IT63, — D. Swete, On tbe biatory of the
114-nraiiBion of the boly npin't, Cntnbridg« I87ß (bis «i K»rl dem Gioasenl. - J. Langen, Die
trinitajrischa IjohrdiiTeienz xwiscben der nbondlaBdischon nnd der niorgi^nlAndiBchen Kirche,
Bonn I8T6 (obcnfulb nni bis in Knrl dpm (iroBaon und l'npat llndriiui I), Vgl. itnsaerdeni dia
LiU«nttnr Über dus K'bisinn in der allgemeinen Üibliogrnphie, - I'opov, Litl«rnrbiaIo-
riwher U*berbliek Bhcidio ultniHsiscben polemiseben Werke gegen die Lateiner, Moskau Ib'ü.
— PavIoT, Krillscbo Versuebo lur C! esc hieb lo der al(cet«n grieo bisch -russischen l'olomik
gegen die Lateiner (rutis.), Petersburg lS7ä (mit griecbinchen und nitruasiscbon Inedita).
Vgl. A. Harnack, Theulog. Lilleruturaeilung a (l'iTSj 309— 73. — Die Übrigen slavischoa
IJttemtiuen sind auch reidi an eolclieu Streitachriften-
8. Polemik gegen die Juden: Von den nntijfldiaoben Apologien Bind such mehrora
i
1. Theelogi*. A, Di^Datik und Potvalk. <8 8) ^^61
MOk SHtdierL Kux brHuc!i)<nroii. the-t luiTollaUndiga« VartMohni« 4t>r hyznntiiiiscIiiMi
fbfaift«» g>|:«i> ilip Jii<k-ii l)ci A. C. MtUiff^rl. Uiologtie botwnon > Chriotiaii nnd n J#w,
«■AiÜed '4rt i^oii- llanimri/F Ktti i-iXmmc'lBFitmiHi- nfö( /jornxör iira, MnrliiiTK 11^898. IS -SO.
rjviM &nch hol O. ZOckIvr. Der [Kalug im DionBia dci Aiialag«lik, OdtoniToli 1894 S. 13 ff,
Die bMwhdtrifÜjcfc «vkalMiuiii BBADymen Dialiwe (wiachw Judcu am] Climt«n, wia de
i ti.mi«u eodd. Mow). Synod. 36 mec. lO 11. CoU). 1!>3 o. 11. Coial. -282 a. 13, Oxon. CoUoi;.
Dutt m «MC. 13. MftrciRo. 409 n. U. Msrniui. Claas. 2. flOa&«e. I&. Vat Ottobon. 266 aaee. 16,
Biril. CniniTall. 10 me«. Iß Toiliegen, ackoin^n auf «eniso Typen iiirncJ;xefQhrt werd«« tu
fcl«B«B. bMondar« Bu<iititii|t ««rdionrn di» grosseren iiclirift«» rki«» dia Jaden in «dd.
Cofaa. 111 Mtr. la MI. $7S (Jiwo i«tnm H.ST verfunt). Pari«. ST.'iv A hmoc. 13 M. lOü-SfS«.
AsfaDK nnd SckhiM mbm Qmfangreieh«n DUleeM Kirisch«n dorn Jqdon Aquilm and
ilriE t'kriotM TiaiodiM* *. bei Mifoo, P*tr. gr. 86^ S&2 f. Donwlb« Dialog uieh in don
(■4d. C««!. 2M HMc. 1 1. Vaticnn. Pii IMT MM. 12, Mmmmi. 132 MM). 1-1 u. a. — Rin« nnonrma
iUMBdlwuj e«g*ii dii' Jud«n »ns cod. MoM[. Syn. 80 aoeo. 10—11 «d. Chr. Fr. Matthaei,
Hntilia rsditL Kneranim, Moskau ITTB S. S8— 48. - Ea gibt aneh Sanim«leodieea K«geii
tm JuiIpd. t. £ cod. Paris. T78 Mec. 16, cod. Tnurin, 200 Mec. 14. LoUtf>n.'r «nUiBlt muhrtire
la^rfita.
4. DI» Polemik Re^c«» die Armenier war viel w(<ntg»r fruclitbar. Dooli liegen
tack anic« ananyin« Alikandlungen Kelten die Armenier in Htm vor, i. B, in ood. Vatic.
Fvbt«. 3C7 Mvo 18 M. AB' 61, rod. Valic. Palat, 866 aaec. 14 fol. 121*-iei, cod. Mon&c.
MMM.IflMKS'-M.
ti. Rio anonvmdr Dialog gpgnn don Tslam. der walirsdieinlicli fUr weiter« Kreise
l«rtMiHit wtf. at erbaltnn in dorn rod. Vallic^ll. D. V> saec. 13 fol, 241" 44*. - Der
(afaai iliiM ratikaaiMhen DinlogiMi bri A. Mni. Kova PaIt. bibl. 4 (Kam 1^17) 434.
EWttda 8. 44S der Nsrkneia Pinna Ilialngra in twd, Ambraii. Q. 2 mp.. dD««n VnrTnMer
Slsinnioa grammatikaa nicht n&licr bckncnl inl. — Umfanxr^ichnr \*t din iicilnmiiithR
nJ anultiKttiack« Utlvralur in ambiocIiL-r Spracli<> üwinrhpii Maslimco, Clirislon und Juden.
TiL M> VMKeictinis von M, Steinschneider, Abhandlunenn fDr die Kunde dea Morgen-
" 0 ILfipog 1877) S. 16-161.
6. Die moaophysitiachen Schriftwerke, deren OokämpfuDg die
Aufgabe der orthodoxen Polemiker des fi. und 7. Jahrhunderts
biUfta, «ind zum gröasten Teil zu Grunde gegangen. Nicht wenige von
dfn tnonophysitiüchon Biiichöfen und ['atriarchcn, die in bunter l{«ihcn-
fnlgn >iif di'n pHlriarchnlntiJhK^ii von Ak-xnndn(.'n. Aiitiochk<n, Jcnit^lem
«od Knnatantinopel und innerhalb doron Sprengel mit den Vertretern der
r^kvdnniRrhen Orthodoxie abwechselten, Buchten in zahlreichen Schriften
im HniKiphysitismiis aln die cchtchristliche und biblisclie Ixdiro dar/.u-
thoB. Wif in den frllhei-en Zeiten, no wurden auch jetzt dic»e häi-etitichen
Iitt«>niturpro<tnkte in ihrer ursprünglichen Getttatt zum Teil gewaltsam,
an Teil durch die UngunHt der Zeiten veniichtet, und wir sind zur Kennte
m dermUben auf gele(:enlIicho Zitat« hei anderen 8chrift»teUem. wie hei
Lraotio« von K^-zanz. Euntathios MonachoB, KoBma-t Indikopleustcs, Justi-
ein, Aniu«ta«io«t Sinaitett, Hhotios, Niketa.s Akominato« u, a. angewieMon,
«TWcit äv Hielt nicht in syrischen und arabischen Üboreetzungen erhalten
h*bMii. We Erforschung der syrischen Cbersetzungslitteratur bildet
gsaAtan die unerifiseliche Vorbedingung fDr eine umfassende Kenntnis der
itlwiiiti ?ii II tind theologischen Bewegungen dea 1>. Jahrhunderts. Die
fiUcnriiKiheD Hauptpersünlich keilen der Monophysiten waren «eit dem Ail-
hag des 6. Jahrhunderbic die i'atrtarehen von Alexandrien Timotheos III
pt0— .t&) nnd Theodo«ioB (585 — 86), Johannes Phiioponos, Severos, Patri-
.Aotiochien {&I2 — 519), sein Gegner Julian. Bischof von llali-
stlios Kilix, Presbyter von Antiochien (um .'>27), Anthimo» von
Tnpaant. f'atriareli von Konatanlinopel (585—36), ein gewisser Andreas
MlMifnii Joliaunes Pruebytur ö Aiytmifi, Theniiatios Kalonymoa, der Msnch
4'
52
BrunUniacfae Litteraturgeschiehte. I. ProMiBobe Idtt«r*tar.
Thoodoros, da« Haupt der Agnoeten in Alexaiidricn. SU'pIiano« Gobaros uh
daa Jahr COO, Zotos aus der Partei dor Jakobiten, endüfh JolianneB, Patr?
arch der TheodosiaoGr (fi77^(i8(>). Der fruchtbarste und bodoiit«ndflt«
von ihnen var Severon, gebQrtig aus Sozopolio in Pisidivn und bis ku
Koincr Erliebiing auf den HatriarchalRtuhl von Antiochieu M^incb hei
Kleutheropolis üi l'alftiütina. Sovcros liuldigto einem gemUsaigten Hono-
plij'siliHmuB. der hui den Tht'odosiaHtTn wuitorgepflogt wurde. Diesem Vm-
stande ißt es wohl zu verdanken, dass «ic-h in den exegeÜKchcn Katoneii
eine groRsc Anzahl von Fragmenten aus Briefen, apologetiäcliun Abhand-
lungen lind Homilipn des Severos erhalten haben. Der gi-üsste Teil seines
littorarischen Nachla^^^e» liegt aber noch ungehoben in 8yri.sclien Hs». .Jene
Fraginento lausen crkennitn, da»» Soveros die dialvkUwh-po^tiv« Mi>thode
seiner Gegner anwendute. Inhaltlich stützte er sich vornelmdieli auf Kyrilloe
von AJexandi'ien. Du dieser aber auch die erste patristische Autorität der
Orthodoxen wai-, so erklUi-t sich die bosondore Kückstchtnahme auf Severos
in dor gesainten nntimonopliysi tischen Polemik des 6. und 7. JattrhundertB.
1. Des SevoroB o'oe^i; tii-yypii/ititcia wird*n auf oin«r Synod« von Knel aalet d«n
pBtriaichen Kpiphnnios auaii rück lieh verdaiiitiit. Vgl Mi§ne, rnlr. gr SC, I, 7>t.S. - Die
griocli JHchpn rVagm^nti' sind nocb iiirlit gosflinmi^lt, Mondie sind in don gedruckten ox-
«getisclicn Ifatenen tcrslreut. Noiie ringmenle aus nngcdrurJcten vntiknnischeD Knloncn
ed. A. Mai. Classioi nutores 10 (Kom 1838} 4UF^— 473. Script, veter. navu collrcl. » {Hora
183T) 725- -74-J. S|>j<^il«g. Homnn. 11) [üam IB44J 302—20.^. Andere lieaaen ekii uiu vielen
iinpdiericn Kolcncn ^civiuncp. x. K. aus ood. Laurent, pl. 6, 83, ood. VBlIiooll. F.. -10, ci>d.
BHrbiMln, IV 5G, cod. Miueiun. 16. — Die *JoÄijSr;t lietilolte Schrift alurat:t«riuurt Äna-
ittnsios Sinnites, tiudi>(.'c>s Kap. 6, Mignu. Patr. gr. ä9. 104 fT. Sie war gvgvn Ji>liajintia vos
Knsnren gcrirlitd, üoiii Scvi-roa u. a. vurwnrf. 3ÜÜ Au^prDoha der Vllfv g«<fä1ecbt XU
hnlien. Äiiu^tiuius litii-rt iiucli itiidciv ScliriftoD des äevcroft; vgl. Migue it. a. O, 104.
IÜ£. ilG. 2SU. Elii'Dsii EiiHtuÜiiüH niunacliu8 bei M igno. Putr. gr. 86, 1. 901—941. Leontios
vou Bj-zuni (vgl. § 7). Euagrioa. Hlstur. ocul. I. 3.33. 44; 1. 4, 4. 11. — Ein« aoiffttigreidie
Liste von Scliriftnn lUa Sev«iroe s. bei Monlfanoon. Rihlioth. Cnislin., Paris 1715 S. 53-S7.
— Di« syrischen Uebersetxiingon wurden von Paulos, Bisclinf von Kailinikoo, und
Jflkob. Bischof von Edcssn (t 70S), angefertigt. Einige Auazagc ans der Uebenwtxuiig
der llomilion von Jnkob od. Nestle. t^>-risi.'he Urammatik, 2. Autl.. Berlin 108» S. 79— dS.
In syriBchem Toxi« ist nur noch eine Tnuflitiirgic dps Severos gedruckt. AntworpoD 1572.
Vgl. A. Rosch, Agrnplui. Texte und Unteisucb. von A. Hnraark und O. von Qebbardt S
(l.eipxig 18S9I 3ßt— DTL'. — Einige Schriflf-n und Fragm«iite aus dorn Syrischen lalcintMh
bei A. Mui. Sorii'l. veler. novn mIIocI, U. 742—760, Spidlcg. Roman. 10. 169—200 (Liber
advtirsuB Julian. HalicHrn.J, 212—230 (boinilia du sta Maria]. Eine Liste der iu sj-ria«hvn
Hbh ieb Rrtlish MuseutUB vorliegHuden Sobriftvn gibt Wright, Calatogu« of the eyriac
inuuuHcripl« iu the Brit. Museum 3 (London 1872) 1822 ff. Noch xnhlreichere in den STrischeu
Um des Vatikans. — Dokument« tu seinem Wirken bei Mansi, ConoiLia 8, 989, 11&7,
IICO etc. — Die Diograpliie d«« Severe« toi> Zacbniias Rhelar od. in eTrncher Tebor-
BOtximg J. Spftuath. finttingen IS93. 3ie vnrde noch bni Lebzeiten dcsSevonM grinohiMch
geschfieben. Di* Berlinnr syiiacbc Us. die sie onthllU, iimfasst ].'> Schriften zur Ver-
teidigung des Monopliysitismus, die nua dem Ciriocbischon ins Syrisabu UberseUt wurd«n.
— Eine andere Vita dos Seveioa von Johannes rpis«. rn^iiXoiv ist zitiert bei Mansi. Con-
eilia 13, 184. — Nachrichten Ober sein Leben auch bei Euogrios, JohaaneB von Ephaioe.
Johannes von Nikiu. 'rheopliuies u. a. — Einiees lur Theologie des Severos beiGieselcr.
CommeoUtio. qua Monopliyeitomm vclerum variao de Christi persona opiiiiones iniiirtmis ex
tpsoruin L-ffiida reccua i^dilia illuitnintur. Irflttingi^r UniverailMsschriften 1835. 1838. — Aaf
eine voUrilUndige AufiUblung de» einsebläuigen Materials iiiUM hier venichlet werd«ii. —
Oute Vorarbeit lu einer Monographie: Joli. Enetratios. Sev^fK ö Mcvotpvaiiijt, Leipilg
1694 (nur die kirchotipotitisdie Seite behandelnd].
2. Die Qbrijien moncphysitiachen Schriftsteller: I. Julian, Bischof von Hali-
karnoM in Knrion, kam nm .'il? nach Alexandrlen, wo er die Unvorweitlichkoit den I.ciliti»
Christi (AphlliHrtodokclismus, Phanlasiasmiw) Tortoidigte. Einige gri«ichiacho Fragniente aus
dogmatischen ^'chriftcn ed. A, Mai. Spicilog, Kamnn. 10,206 — 11. Ganz erhalten Ist sein
üommcntar lum Buche Job, der in der Ausgabe dva Origenes von Q. Uenobrardae, PariB
J
;>lignB. PMt. gr. «8, 437— «I. ^5in? ToÜi^^^^HH^ cod. Vntic.
cuMr umAiaUidie llbar»etil«n Hoinilie, Script, virter. nova coli, i IKom 1S3I)
Iticw Uomilicn luJ «JiriKe Pragni«nt« bei Miv;!!«, Patr. gr. 80, 2li!f -2TT.
5. VoD TbeftdftBioB von Alexnndrien (53<'>— 36J ßnden sich Fruiiiiitfiite bei Kuü*
"kofl«ualea. Uisiie. Palr. rt. .HK. 436 f. «nd bni Msssi. Concilin lll, 1121; 11.273.
AiH den eoi. \»üf-. •rabic 101 gab A. Mal, Rpicilng, Roninn. 3, 710 IT. AuHQge auH
da« Tb««d<M)Ofl an (^oTnron und nii dim Volk von Akiandrian und nua oinor Ilotnilici.
oll bat Uisne, Potr. gr. 6S, 2TT-286. - Val. Aniwtiuiioa i^iiiait««, Uüdegoe Kap, 10,
Iv, Patr.gr.^, 140,107. ~ EinMgowiMHi Kolatho* "Ex njc vif^ ><"' toftm- t*io-
■Ipmxap HneJioytms nad ein iircdtea F^ngmaot bei Uanai. Concili» 10, 1117 IT,
4. Jokannro I'biloiionai, der auf dein Uteologiadieo, philosDphiscboR und gram-
:«li>cbcii (irbii-tc liltcrariacti ihSiig war, bIBht« in der ernten HUftc das 6. Jolirliand^rts.
lb«o1o^itclieH lUupIvcrk wur .ri«if>jfi;{ belit«lt; Jobiuincs spielbi doria die HuIIu tliie
larieblm in der facriscliKudva Kuclroverse uud äucbl« <l»u Monupliysitisiiius und
niw XU begfOnd««. UmfaDKr«toli« Fraginout« dieser Suhrirt bei Jubannos von
und in cod. ÄUioiM 1S05 s, 13. 17 Kapitel gegen diu Akupbuleii elehoii Id
b. UimL IfWf. 99>— 130', Pbotion kannte nncb '2 nadere Iheologiaeho ^clirifteo
Di« «iae war geK«n das Konill von Clinlkedon gericht«! (cod. 6^1; dio
Bpn« d«ii PabiarcliMi Jobann«« Sobolaslikos von Knel (ood. T->). Auf dorn
pkia«li«B Gebieto b«W^an »ich dl* voMxlAndig orbnllcn^n l^chilflon ürQi aooiionoiiaf,
»rdoriaa. Wian 1690, und Kurs li^ötiov nt^'t «iAötr;iat nöofiov in IS ItUcliom, «d.
eavollns, VMIvdig ISSS. Eine dritte pbiIo»ophieRlia Scibrift, Jltpi ätaaiäat<o(, i«|
n fafpaagsB, «baäiM oine AbbAndlung IJt^i »yaXuattiiy gegon lamblicho*, dio l'hotiofl
; (eod. 315). AaMMdcm geben mebrero Arialoteleskumnipntiirr- unter Boinem Namen.
i- S» eriMiticrendon Aiticel von A. Btftokl, Welzer und W'cltiti Kiicbontexlkon Q'
in) 17+H — 5». und tia»». Renli-nojklupadi« t prul. Theol. 16', 47— öl. - Lobi-r naiau
CM ». KTresobel. Tbtfol.Stud. u. Kritiken 8 (1835) 9.5-118. J, W. Scböufcldur.
iili>ii|.<iiibiibti Aes Juhauiiea von EpIiMüs. MUnclien 1862 S. 3'S6-297.
A. Baailios Kiiix vvrfaMte neben einer Kirobengeecbicbt«!. dii^ iiacb Pliolioa
2} bic siun Tuile Justins r<<ichlo (^37). «iae Apologie g<^gen Joliaun«« von SkyUio-
■ 16 btl«h«ni, von dw Photioa, cod. 107, eine Inbultanngabo gibt
tf. Jobann«aPre*byt«r, i Jtytiitr,i. ist uns nur durch t'holios hi^kanut. Dlonor
MiDr KirehMIgOMniehte. welch« dio Zeil von Tboodoaios tl bin Zeno in mono-
I^IMI dantoUt« (ood, 41), und neinc iiolirift goi;on dio Kvnudo von <;hnIkedon
Harrortiebnng der Klvh^it und Glcgaux iet DHral^lIung. Uii- Lobcinaiiiit
ut noch nAli<T lu bceiiinmen.
7. rar Th»n)t9tioa und den alexandfiniaclieu Mönch Theoduros aind wir nuoh
Mlg«wiMen, Der erat« schrieb eine UaoXayla tintp lov fr nyioit tttatfaftoe,
I «f Severoa an^ff. Darauf antwortete Tbeodoros als AuliOngor d«« Snvenis, und
Tersntaaale iwcli j^en von b«den sa einer Replik jPbolia«, «od. 106). —
S4
BjruaUnlMhe UttoratargeMhidite. I. ProaKbclie tiUeratnr.
9. Vo4i J»likiiii«a, dem P»triarcb»n dar TheodaaiaDer (ST7 — SS$>iiti«rt Aus-
riMiM SiiuitM. Uo^os Ka|>. \\ Hiitae. Patr. gr. 8», Sä» 2 t'Mtbfiefo.
iff. Ein riipAjft^lof Zoirai- 'Jnsoi^lirav wiid «rwahnt von fl limtlllfnil. Büclior ran K»-
rhlll), MtKn«. TaU. Er. 106. 1024.
2t, Di« monophTutiMliiMi '.lni»ifitni*fioi «Im Anthimos, KMhvfM tob TnpMual
mckI miltMvn Patr. von Kpol, ain«! eriwll«« in deoi nodi nnnJinrton 10. BncAi« das ThNtumia
orLhodfixiaa von Nikoüw AlcoutinatM. Vgl. UiN-ne. Patr gt. 1^. lOÜ. Kin n>ifinaat dal
Antliimo« fj' le» ic*^ 'furarirwi-ör lo/oi* bei MauHJ. Coocüia II, 440 f. — KikwtMMlfcllt
«olU noeb weiter« H««t« der Monophyiiteo. — l'i^bor diu .Sinnciiliuig in SMh«ii da« Hose-
phyHillHnaa*, welch« noecfale Sobrrilwii an Petras FuHo ran Antiochien entlt&U. r^. UkaasvD.
ilMch. d. Qu»)l«o und d. Litt, de« esnoniediaD Rrdila 1 (tinx 1870) 763 IT.. Ü. Ullnlli«r,
NMiliricbten der OOltinger Geatllach. der Wia«. PMIol. Hislur. Kl. 1894 S. 117~U3.
3. U#ber diesyriHchen Monopbvsitonnnd deren Litt«Tatur v^l, J. 8. Aeaomanni,
tliblfotboon iirientaÜ«. 2, Dd.: D« seriploribTia Syrie monophysitis, Rom 1731. — W. Wrighl,
H^rixi I/itAmturc, Kiicyclopnndin britunnien 9. Aufl., Bd, 22 (Kdinborg 18S7) 831— ttM.
Km Abdruck mit Ziinlltx<^n emehion nU A iliort hiBtorf of Sjrinc lit«rabiT«. LoadoM ISM.
Vgl, Thoolng. Littorntunnit. 20 (IHSri) 4.^. - An ihrer Spitxc atuht Pliilaseaos, Biocbof
von Haliu^, äni (ieainnuagagpnossn dea !^cvcra», daason ohristologische HoniilJaD «d. nr.
A. Wollin BudgD. Tb« diiicodrsus uf l'h. Ilislmp uf Mnbbugb, 2 Rda., London 18M— M
(der Bjriiiübu Text mit engtiarlior L'oborseUung).
7. Leontioa von Byzanz (.-'oni'iio^- ßi'^aiTio;). Unter diesem Namen,
»oben dorn hiindscliriftlicii auch die Bezeichnungen 'IfpoaoXv/iirr^f, «pi;ju/tr^
vorkommen, sind mehrere theoloßische Schriften llbeHi<?fert. doreii Vor^
fiMHor sich h\» der kßdcutßn(l-''t« Theologe dett 6. Jalirliuiiderts kundgibt.
DioMo Budcutung liogt in or»toi' Liiiiu darin, <la»it er /uorsl dio uridtote-
lischen BegriffHt>(>stimniungun in dit^ Thuologie. itpi'ziel) in die HiriMo-
logio oinfUhri>e und durch diese das chalkedonifiche Dogma mit dei' grie-
diitichon Volk.sauffaAijung von Christus zu vemnhnen suchte. Mail hat ihn
mit ICi'clit den er^^ton Schola^tilter genannt und wir halten dufUr. dass
damit oiii FoH.'^cliritt in der Erforschung dv» CtirisluKgfhtiimtuääL's gegeben
war. Inhaltlich fusst seine Christotogie auf derjenigen des Kyritloa von
Aloxandrivn. Um ho auffallender rouss es bei dieser Bedeutung des MannoB
Ht'in, dasB die Tradition wedor tiber die I'ernnnlichkeit. noch Ubor den
Umfang der litterarischon TbStigkoit do^solbcn Sichvrc« berichtet.
Rr tivlbst ersithit nur, d»s& er in Beiuor Jugend einer Geroeinschaft von
Ni^Ntorianeni nngehOrtu. hJs er durch die Gnade Gottes und .göttliche
MAnner, die ihm durch die Schriften wahi^r Oottcsguluhrlun Hand und
llorz reinigten*, derselben entri»i)0» wurdu. Der filtcste 2uugü der Tradi-
tion, GormniMS von Koustantinopol, nennt ihn ö rt;; «'fi^'juot- /jot-nxoc; diese
sowiu dtw Johanne« von Damaskog und des Theodoros Studites Angaben sind
jedoch XU unbestimmt, um sichere Folgeningen zu erlauben. Die ^hrift«D,
luu die es sich handelt, sind: 1. Contra NestorJanos et Butychianos
LI. ;1. eine Widorlegwng der beiden christologiscben Systeme, zugk-ich die
Kr^tUnjj;»»chi-ift de» Liwotios, 2 — 3. je i.'iihi Schrift gegen die Nestorianer
utid dit> MoDophysiten: von der ersten fohlt das 8. Buch, die and«^
ist in 6S'J.io^'at eingeteilt. 4. SchoHen, gewahnlich über de soctis
litivrt, in llt liffäiui eingeteilt und Qberarbeitet von einem Abt« Theo*
doros. Auch diese wendet sich nach einer summariächon Besprechung der
firOhi^ren Irrl^brvn «iedar gagoa dio munopb>*«liiM:hou Parteien, Gaianiten,
AgBoCten und Ori^euiittMl. S — 6. Eine kurze Widerlegung des Severos
und 30 Kapitel gegvn donmJbei): 7. eiuo Schrift über die Fälschungen
der Apollinaristes; 8. «iaAusahl von Fragmenten «et« lüir .-ttoytioVf
1. Tb«oIo«ie. A. Dogmatik tud Polemik. (§ 7)
5g
im !•*>■ axtt^mv ^eortiav. Fr. Loofs hat zuerst den Vcrsut'h gemacht,
du PrüMi'ui, das sicli an Leontioa' Namen knüpft, zu tösoti. Sein End-
[vsultat liezüglicb der SvJiriften des Lcoittio» ist, dasa nur Nr. I noch in
nraiirflnplicher «estalt voi'Iiegt; <iie übrigen wäi-en sämtlich Fragiiieiiti^
(Sr. L u. (>1 odor Bearbeitungen (Nr. 2—4) einer ursprünglichon Schrift,
vdchu ax'iiJt* bvtitult war. Nr. 7 schreibt Loofs einem ondoron, aber
gleichzeitigen Autor zu. Gegen die Hypothese joner GrundHchrift sind von
vsradiiedenen Seiten gewichtige Bedenkon erhoben worden, die es nicht
Riluiben. Loofs' Untersuchungen ak «bschliessend zu betrachten. Doch
ilt damit da» littcrarisihe Eigentum des LeontioR im allgemeinen fest-
gftoHt. Die untvr aeineni Namen gehenden Homilien harren noch einer
ersten Untersuchung; sie gehfiren wohl einem anderen Lcontios, PrcHhytär
in Konstantinopel.
Noch schwieriger war dio Fixierung der persönlichen VerhMt-
niftffe de» Loontios. Nach Loofs' scharfsinnigen Forschungen wurde
Leontios wahrscheinlich in KonMiintinopel um 4H5 autf einer vornehmen
Familie geboren, die mit dem Feldherrii Vitalian verwandt war. Aus der
aettorianjsehen ICichtung wurde er durch den Auächluss an diu skythischen
Hflnchc gerimten, an deren Spitz« Maxcutios stand. Nach einer Heiße
nach Korn (519) zog er sich in die neue Laura des hl. .Subas in PaliUtina
xurilck: Ml nahm er teil an dem berühmten UeiigionrigeHpräch in Kon-
«Untinopel und vcm-eiltc hier bis etwa 539. wo er in i«ein Kloster zurilck-
kalute. 542 trat er wieder in Konxlantinopol auf und starb hier wabr-
whwBliflh bald darauf. Diese Leliensekizze kann auch nur ak eine vor-
Bfalflge ang«aehen werden: ein Beweis dafür, wie schwierig es ist, eine
voD de» Zeitgenoasen vomachliUsigt« FersOnhchkeit (Euagrios nennt nicht
mnui 8uinen Namt-n) auf dem Wege der litterarischcn Forschung gloich-
wn wiudvrzu Buden, selbst wenn es dio Forsönlichkeit eine« »o gewichtigen
Thaotogen und I'olemikers wie die des Leonttos von Byzanz ist. Jene
TemMhliflsigung erklärt sich am best«n daraus, dass der hochbegabte
Lmntios »ich nicht in dio extremen Dichtungen hineinreissen iiess, dio im
ÜnQtapit«)- und Origeni»teiuitrfit eur üeltimg kamen.
I. Amgkbrn: Nach J. LounclavJus, Basel löTS. Canialux-Uatinago und
Haasl bkt A. M»! di<< AaagalM Atm l.oontias im wpäciiUiohan xuni Absclilus* gulirnobl,
■iMU M- ibii grierhiichcn Tsst ron Nr. 1. S— 7 und dio Nr. 2. 3, i< xuvrttt vi^rfiffi^ntliclito;
•Iba w imweiigwilglll bei Miunc. I'atr. gr. KG, I2ST-21UÜ. ~ EbuudH 1975 2001 iJio
i llsmilien- Ami«« aatrt dom Samoa diice Lvoutius vva Kpvl iu uodil. Vaticiui. löti,
IlSOv TalUc«ll. U. 84. Parin. 1 17&. UAndBi'hrifUicIi wrcdoD Leoutioa von Uyianz, Loontios
«M Kpal und L««olio« von R)p«Tn vtuirach vcrwei-bHtdt
S. llilfamillol: Diu fi-(lk»r«n littvrurliiafurisi-ben Angnben b(-i Ciidin, Chv«, Dupin,
hMdaa riail mW unbestimmt und eiimndiT M'idvra}itvch«nd. — Uiiuptachriflvn: Vr. Loofa.
Dm Lakan und d» poImiuscIimi Worko dos LoontiiM v. Byisn«. 'IVato und Tu tomiic billigen
i«B a *. GaWiardt nnd A. Hanmck 3. l (Loipiig l»^?) 1— »IT- Vgl. duxu MöIIbt.
naola«. UttMitanwitwiR 1887, 8S«ir„ Baraanhewor, Pntrologie S.öOH- MH. A. Kbrbard.
UknrMduir Uoadwdwr S7 (HflnHtar ISfiS) ß05-&OS. Dio AuafUliiuiig«n voa Loufe
UitB rkHack dnrdi lUngol aa KUriiait, CcbcrsichtliulilccJt und atreoger 8elb«lkontrolli>.
MjrfMtMMB w«rdaM nf Ilypotboaen anrgcbont: die Idutilifizienuinvemehe («bao «ntaobi«dan
'" — W. Rtlg»mtt. LMintKui von Byxuni, Wiinburg lft94, mmmt xa viulon Aof-
~ «an Loon gegaiuMiKeh« ät4.>lluug i-in, ubiio jodocb positiv llbor lioor* hinniu-
Dm Hkuptverdienal dieser ävluid li«gt in der Daralollung der Tbcologio den
i. Ihts okdiftte BadOrnUs ttr die weitor« LoontiMraracIiiuiK iat «ine iwrgtälUge
50 Bjsftotiiiiacli« LitteratnrgMoUebt«. L ProaaiBelift Litt«ntdr.
Untpmichang »llor «insolilllgigra Um. Aiiwcr lUn Laoh hektmnlea CuJd. Valiean. i.
Turrian. {ob vom Vatican. rerediiedea?) nnd Dodl. Ijtiidinn. 92 U. »»JeD eenanuti <
JaaiwiiM. 27 iwac. II fol, 328-8&3. vgl. Pitrn, Aonlocln HHcra ot rlnMica ^ (Itfiin \f
*i tt, md. KMCorin]. 458 saeo. 11, cod. tun». 1385 aiuw. 14. Vnticnn. I'dat. -Wi a. Ibii.
Zu bauchten i«t nuch ilie annnyiiin f^r.hrift in cod. Mnrc. ■'it.'i n. I.i, in dor I,«oatioe oft litiert
wird. - Dnn uuedicrtc Stück in dem cod. Laudiiui. hiil ItUguncr a. a. 0. S. 4 aufili in
eineni Albodoudex vmlirfioDiuninoii.
4. Ueber dMi ,Abl und Philoaoplieii* Tliettdoruii, den Uokcraiboitor dfir Schulion das
I^eoutioa ist nichts HicIacrgcalL-Ut. Loofa h. a. 0. 8, 149 iiuoht mit Bddit auf din Nolwondig*
ki-it liHiidst'liril'tlii'lai-'r Forsch im iicn aurui(>[h«aiii. Zu deu ebenda 8. 136 gcunnuton Iln
sind die «udd, Muet|. Typusr. 10 suuc. 12, Paria. 1100 saoc 14, KusiuiU. 3( bucc. 11 lijacn-
nRIgWl. Ans dvm LiW de aeetiB, Migne a. a. 0. 1282, gebt bervor, daas Tliuudoros diA
ücbwwbeitiing zwisclt«ii ti70— 608 vomnhm,
5. Ala Worlflthier der ukjUiiaubuu Monoli«. üii denen LeoDtios «i^bürt liabon mII,
ist Jnhaniies Maxentioe liekunnl. vuti dem muhi^rv Schnften in Inl^inUclieiii Toxt4
nach dnr od, iir. von J, Cocliliens boi Mignn, I'nlr, gr. 86, 7-'i -IM vorliegen, zum Teil
in «ebr nchlftchtsni ZuHtand, Es bleibt zu untor^irbon, ah sie grienbiacb gnaohriehcin wurden,
«dor ob niclit vinlmcbr dnr lateinische Text der ursprDngliche isL FabriciDB. UibI, gr,
lÜ, MO knnnlo koin« grinohiache IIa: eine aolcbo ist auch neuerdings nicht aufgeUuchl.
Vgl. Luefii n. u. Ü. S. 229 ff., Bardonbcwcr. PuUulogie 8. 30» f.
0. l't'bcr daa ttoligionsgesprilch dus J«bres S81 gibt der Brief des UiscbaCa
InnokentiuB von Muiunlin bei I'hilt|)pi nfiberu Auakunfl. In lateiniscber Uebcrsotxuog
und sehr korrupter TeitumtuU cd. Munsi, Concttiu 8, 817—834.
7. Kin euusi unbuitaimlur MSuvh Eustatbius bebandelt iu einem au Timotbooi
8oholaatiko« gerit-htelen Briefe die Frage nach der Doppelnalur Christi. Ulr sucht nadi*
Kuireisea. daas Severos sich selbst widerspreche, und bringt tu diesem Zweck Zitat« AUt
einer Reihe von Scbriflen des Sevwros. Kr wird wohl ein ZoiCgenowo des Serer«s gewesea
Bein. Ed. pr. A. Mai. Script. votoT. novn coli. 7 (Korn 18;I3) 277—202; abgedruckt bei
Migne, l'atr. gr. sn. 901-941.
V. Verlorene Polemiker dos ß, Jahrhunderts: Das IjOM der monoplij-nitiarhen
llieolagen trnf anuh manche ihrer (icgner, deren Subriften oboofallii verloren gcgnngoa
eind. Wir nennen {olgpnde :
1. Der MUnch Jnbios verfftssto zwei Schrirton: die erste war gegen äoveri» g«.
richtet, die zweit« ,'>i'jrDfou(xtj ngayfiaftla' betitelt, bestand uua !) BOcbeni und 4.'> Kap.
Eine DusfUhrlicIin Annl.viM) deraclben mit Excerplen hei Pbotios, cod. 'i'ü, Uiune, l'uU. gr.
108, 736— »21>. Damnph wni diese .''chrift nicht poleuiiach. Zwei weitere truginente uua
deraelben od. A. Mui, Clossici noctores 10,601—604. Spieileg. KeuHn. 10.132; abgedruckt
bei Migue. Patr. gr. 86, 3, 3313-20,
i. Jebaunes Graniinn tikos von Kaaarea wird als Qogner des .Severos, der gegen
ilm scbrieh. von Eustnthios Monachoa und Anaatasius Sinoites Öfters erwähnt. Seine Apo-
logio der Synode von Chalkedoii ist in Byriacber Uebersetxung erhalten in dem cod. Vaticao.
sjriac. HO, Vgl, A, Mai, Nova Piilr. bibl. 2 (Born 1844) 595.
.y, .lohannes, Biaehuf von Skythupoüsum die Mitte des tS.Jahrbundarbi, dermtt dem
Johannes Scbolnstikos deraelben Stadt höchst wahrscheintidi idoatinch ist, verfosato einp Schrift
gegen Snreros. die wenigstens aus S Bdchurn bestjind. Kino xweite. Kmä luif «noa/iirriüv
tfji hmltjuiat, in 12 BOehem war niLcb Pboties, codd. 9.'i. 107. gogeu ßusilios Kilix girrichlot,
dor eine (iegenscbrift schrieb, Johannes iat endlich der älteste Kunimciitator diMi l'.inndo-
oreopHgiten. Krbnlten nind nur einige kone Fragmente aus der eisten Schrift in Synodal-
oklen bei Mansi, Cnncüin 10,1107; 11.488 und iu der Ductrina Putiuin bei A. Mai,
Script, vetcr. «ova coli. 7. 21. - Vgl. Loofs, I.eontius von Byianz S. 269—272.
4. Von dem MQnche Nikioa erwAhul Pboties, cod. 50, drei Schriften: Kor« itJi'
loe •^tinniiriiv ttifnlitiwr trttö, Halä tov Jvailf,1av! £evijeov, K«id 'CUiji'ttif Xüyai ifvo,
5. Pbotias. cud. 33. luB auch die Schrift eines Mttncbee Theodosios. der gegen die
Äuferfilebungslebrv des Pliilopouoa uuftrat.
6. Em gewi^er Maron von Edessa wird von Anastasios Sinaites, Uodegos Kap, I&,
Higno. Patr, gr, 89. 2i)3 als Gegner des ,Severos genannt
7. Aoastäsius Sinaites zitiert auch, Hodegos Kap. 13, 14. Migno n. a. 0. 2.^6. 344
die Schrift eines Ammonios von Alexandrien gegvn Juliuii von Haliknrnusa, der von dem
frObcri-n Exegeten Ammonios nnlerschicden werden tnuaa. — Ein Fragment muh einw
8ehrift gegen Entvcben und Dioakoros wird Ammonios xugescbrioben in den codd. Mcwg.
Typogr. 10 sboc. 12 fol. 139 f. und Taurin. 200 ancc. H fol. 75'- Tt<.
8. Eusebioa, Erzbieobof von Thnsnntoiiike <5!)0— ÖO'l), richtete eine Kootrovan-
sohrift in 10 iJQchcm gegen den obongonannton Audreoti Snkleistos, einen Anhftsger im
L Theologie. A. Dögmiita ond Polemik,
8-9)
JtUwtoilokeUsiniw. Tgl. Pbotius, <wd. 162 — Gregoriuii M., Kegwlnim Epialol. I. 0, I5S.
IN (Bmfe aa EoMbic«).
8. Ephräm {'Etfeu*'^. 'B^^aTftio^). Patriarcli von Antiocbien (529— Mri),
US Aniidu in Mosopotainicn gubürtij; und Comes iIcs Orienttt bi» zu
■iner BiBchofswoibti, ntil»st« aa dt» Seite doe Leoiitio» von Byüiutz (;c-
ridU werden, wenn die zahlreichen Schriften, die er zur V'ci-toidigun^ der
ijvtie von (,'haIhedon vprfasitt«, erlialten wftren. Von »i-inur HtU^rarifichen
Jgki-it crhalton wir Kcinituid durch AnastäHios Sinuitus, die Jolianiios
Daaiaskos zugctwliriebonon Sacru parsllela und besonders durch Pliotios.
Jm6 biet«n ZiUto aus Ilomilien und Schriften gepen Severos u, a. DiiWwr
bonl« 3 TofHH Kphrämfl; der erste war eine Snnnntung von Homiliun und
Briefen. Von dem zweiten bekilnipften 3 BUchor die Soverianer, das
1. MÜiielt die Antwort auf 5 Fragen über die Gonfruis, die ein Mflnch
Autolios Ephräui vor^jclugt battu. Aus den üahUeichen Fragmenten,
£e Plwtios mitteiit und A. Mai ans vatikanischen Ilea nur unwesentlich
ntnwhren konnte, ist ersichtlich, dans Hphräm, gleichwie Leontio», eine
iMgibdehnte Kenntnis der früheren Vfitermchriften besasu. und in Keiner
Chrittologiu haupU«ilchliub auf Kyrillo» von AJexandrien fusitte.
1. Fragmente im Pliotios. cudd. 22S f.. Mi^m;. P«tr. kt. 1u3. 9&T— I(J24, bei Ana-
iGaiaHM, Mit;no. Patr. f,t. »^. ll'^ySS uud bvi Manai. Concilia 10. 1108; ll,433-3ß.
fn* rrkgTn«nU> ia den Sacra raratlok oiid bei A, Mni ge«ammelt hei Miitno, Patr. gr.
. :IM-lf. - Waitet« FVasnieRte in c^oM. Pork II a. 1186 ful. 312 und 320. Mncoinn.
- !!>, AUioua 3T0S ■. 13 fol. 40, in dem TbM. orthodox, de« Niketns Akominjitn» de.
i tlilfviuillRl: Fabricids, lÜhl. ^r. 10. 7&0 -753. Hier die List« dir 4.-^ rrOhorcn
hirrktiiMkriftstclIcT. dio in den KiHKnionlcn bei PhotlOH genannt weiden. Mohroro bio-
pifhiadra lLiiii<ilh«iUn Ub«r Kphrüni lif<i .lohnnne» von KphcsDs. Commnntnrii du boktia
NiräulibiM (t Malor. ««ol. fragm. Intine vvrtnrunt W. T. vnn Doiiwon ot J. P. N. Land,
iMltriam 18»9 H, IH 188, bmoDdora 2äl--8».
9. JastiniaQ I {'hvtxuyiai'ic] 527— r>G& eröffnet die Iteilie der hyzan-
tüüdKn KaiHvr, welche das Beispiel Sauk nachahmten, der unter diu
IVojibeten ging. In den theologischen Kontroversen seiner Zeit, mit donon
•T flieh als Kirchenpolitiker intensiv beschäftigte, trat der Kaiser auch als
lli«ili>gi>*chfir S<hri(l«toller auf. Zeugen diew*r theologischen Sctiriftstellorei
4im Kiüsrnt «ind Justinian selbst, Liberatu» Diaconuu und Eustralio«: doch
amg e« schwierig sein, den persönlichen Anteil -Justinians an den unter
Moon Xamen publizierten theologischen Abhandlungen zu beHtimmon.
Jodt'nfalls nahm er die Mitarbeiterachaft seiner Hoftheoingen in Anspruch;
abar dor einheitliche litterariache Charakter, verbunden mit dem hohen
tnlinwm dm Kaisers für theologiM^he Fragen, stallt Justininns Haupt-
uttfjnchnft ani«er Zweifel. Wenn wir von den Briefen und kleineren
Edikten thctdogiitchen Inhalts absehen, so tragen folgende Sclu-eibun und
Edikt« Justinians einen theologisch-litterarischen Charakter: 1. Der an den
Patfiarcheu Monas von Konstantinopel (r.j:i) gerichtete Aoyoi »axü
Jiftji!rov4 Avaatßoix;, welcher den Nachweis versucht, (lai<s Origenes
■cUimmor aei aJa all« übrigen Ketzor, Die Abhandlung i.iit reich au
ZiUton autt (Roheren Kirchenvätern , Petro» von Atexandi-ien , Basilios,
Ünigor von Nyssa, Theophiloa und Kyiillos von Alexandrien u. a., sowie
«a StcUffli AUS den Schriften des Origenes selbst. Ihr kirchenpolitischer
Zimcfc ist uus der Aufforderung ereichtlich, es möge der Patriarch eine
Jü5
68
Brunttttüchs LlttantargMchlobt«. L Prottftiedie LitUratur.
Synodo vorHanimvIn und dcrtiellien die von Justinian aufgestdlten A»atlii>-
matiemen vorlegen. 2. Ganz dieselbe tlieologische Üar8l*IIungBWt>ist'. vur-
bundon mit derselben kirclionitolitischon Tendenz, zeigt sich tn dem grUeseren
Edikte gegen die Drei Kapitel (551). Unvollständig erhalten ist ciiie
KontrovorMtclirift gegen gewis»e Anbänger der Drei Kapitel, worin
Justinian deren Verwerfung zu rechtfertigen sacht. 3. Mehrere Abhand-
Inngon belieben meh auf die theologisohe Hauptkoiitroveree der Zeit, den
Moiiophyi<itismu». Die grßsst« derselben, an iLg)'ptiacbe BlUnche ge-
riehtot, stellt auch die orthodoxe Lehre an der Hand der hl. Schrift und
der Väter unter Bevorzugung Kyrills von AJexandncn dar und .-«elilicstit
daran eine Widerlegung der Gegner. Das dogniatiseho Schreiben an den
Patriarchen von Konstantinopet Zoilos (542 bis c. 550) ist bis auf ein
kurzi« Fragment verloren gegangen. Justinian und seine Theologen er-
reicht^>n ihren Zweck, die Versöhnung der Monophysiten, nicht; Justinian
trat sogar in einem letzten, verloren gegangenen kii'chenpoliti.sch-theolo-
gischcn Edikte fllr die extreme monophysitieche Partei, die Aphtharto-
dokoten, ein. Zwischen diesem Edikte und den früheren liegt ein Abgrund:
denn in «Üeaen steht Justinian im wosentlichen auf dem theologischen j
Standpunkt des Leontios von Dyzanz, obgleich Leontios auch von Juittiniait
nirgends crwfihnt wird. Das bleibende Itemiltat dieser kirchcnpolitiucbou
Aktion, die Justinian in ein theologi.sches Uewand zu kleiden vcr«tuud, war
die endgültige Feststellung der kyrilliBch-ehalkedonischon Cliristologie inner^j
ha]h des byzantinischen Reichee, dos davon niemals mehr abging. ^|
1. Ausgab od: Dia tlieüluglscben Scbriften JustinJans wurd«ii in die iii«i6teii Konnlieo-^^
Banmluncim aufoonoiiun«n. Äin boi[iieiiiet«ii llndot man aie bei Migne. fatr. ^. 86, I.
B4&— 1149. — Den IVactatus oontra Mnnopliyi>ilns ed. |ir, A, Mni, Scriptor. veter. nora i
c«Il. T (Rom 1838) üi—tli, eowi« das Fnißmont dt-a Bnofos nn Zitüos. SpicUeg, Roman. 4 1
SAm 1840) iW f. aus dem Thesaurtu ortlindoxiao dea NikeUs Akoniinntas. — 13 Briefe I
cologiachoii Inlinlles an dii> I'ipste Uormisdos, .lohaimcs I, .\gapc<t(iä T. Vigiliiw and an '
die 5. SynodB bei Mißno. Pnti lat 63, 387 ff.; 66. 11-32. 35-80: 09, 15 - ITfi. —
Mohraro Edikt« kirchlichi-n Inhnlts stehen in JusÜniuiis' Codex und iii eeineo Novellvn,
uwio bai Higni), I'nti'. Int. '2, 921 — 1110. — (Uno Gutdbulle an den Abt di-s Sianikloalen
ed. pr. C. Tiiichondorf. .\ncedij|a anrru i-t prufana, 2. AutI , Leipiig 1.^61, 56 f.
2. Hilfiimittol: Heber Jusliuiiuis tbeulogiscbe Sclirifleo und LeLre vr\. HofcIo,
CoaeOieneoaclüebte 2, 2. Aufl. (Freiburg 18751 786 u, öfter«, Louf«, Louiititis von Byxani
8.808-817. — 1'. JSra, Die Reiciupulitik KHi8i>r Justtnian», Gies^eii \Sä3 S. U-21 (oliao
FOrderuiiK). -^ Fllr Boine tbeülugischu ScbrifUtellerei: Justinimii Nov«Uae, «d Zapliariau van
Liogentual 2, 244. Liberatu^ Dinconns, Breviariiim Kap. 24 bei Mansj, Concilia 9, 699,
Enatrattos, Vita Eutyohii, Migne, Patr, ^. ä6, 2^1».
8. Vuii dem Patriareben Epiphnnioa von Kpel (520— 5:i5) bnfindan nioli 4 Briofo
an d«n Papst Hermiadaa und dtoacn Antworten bei Migno, Pntr. lat. 03, 494 IT.
4. Schriften satn OrigenistenstrcJt. J. Bnrsanuphioa {i e. !>^0), der naob
Knngrioe. IJittt. »ccl. I- 4, 88 »in Kloster in der Nllha von liuxn in ValAatinu bi'wuhnt«, hiul«r-
ViPSB f'mc kwni) Jxfaoxoiia ntgi nüf 'ii^tyfi'iivt, Ei'ayfivv *ai Jiifi'/i'iv fQirr.fiäiwv, welche
sich Mharf geg»n den Qiigeniümua nuBspridit (SU0--54U), Ed. pr, Muntfaui-uu. üibliulb.
Coislin., Paris 1715 S. 394 -3!I9. — Giiid von der ){t<druuktL>n veMcbiedeiie .liänaniXitt
bieten unter dem NnmeD duo BuiBiuiuptuoit und JubauueH die vodd. Sinalt. 410 aacc 12
und 412 «MO. II. — BatMUDplilo» und «einem .SubOter Jubannee werden aiioli (Mkotiwho
Suhriftea xugeaohriebMi. Tgt Pafaricius. Uibl, gr, II. '181} f. DaWi wird OftKrti bemerkt,
doas Barwntiphioa von Moem gleiobnainigen AnhÜnger des .Sevcroa zu iintoisc beiden sei. —
3. Theodoroa, ein origunistiacber MlncJi. Aet änirh den IiliDHuss des Theodoros Askidu
von KAfuinui Uiscliof von Skytliopnlis viirdo. arhuror dun Origeniamus ab und rirbtoti? vor
&&9 oino Rr-barfo ErklUrang gegen denselben an Kniaer Justininn und diu I'ntrinrchon
KutvdiiM, Apollinorios, Doinninos und Euefonhios, die in der Huutilsucbi; «Uli 12 Anallie-
matinn«) gogcn Ürigeiios bcslcbt. Ed. pr. Monifaucon, Bibtiotk. Coial. 8. 94—9$; ab-
gedruckt bei Migne, Patr. gr. »6, I, 231-36.
^
f. Theologie. A. Dognmtik and Polemik.
I
59
i. Dm Aub^luui: und CharuJfteriHii-^ruiig dor xuhlrojctian monnphyititiMfaea 8ekt«o
hU*t 4en II«uiitiah*lt uuier httenuiacli woHloduu äohrift do TimothnoR, i>rMb)-t»r* der
bpSoflii«. bei Mi)cne. Patt. ip-. m. 11-68. Timothoon orwUlinl die 5. Syneil« (-V'-:))
•M KkrM MHiit in der 2. Hilfle des G. Juluhuud^rts.
C. Rut.vcliioB, der NHctifnlger des Meoks auf ilom PiitriuruluUtuhl in Kpol.
Uk« Veraube« Moes Klosters in AinasM Im Pontos, H(ii«It« uijte borvurra^euila Holle iiuf
Ih &■ $71104«: Mh wurde er von Jnstininn v«Tl>uiDt uiid ^77 utilor Justin II wii^dur ku-
iMkmfu. Er aUt^ A82. Smro Kontrover«» mit Gregor d Qr. aU Apokrisinr in Kpt'l
Htm die QnelitU doe Aufamtehangulvibe* iat linknnnl. Sein Rjograph EueUaties epriolit
lAm toa BeiBor litteraiiachnn Thfltigkeit gogon die Monophy alten, heeeadero fiOKeo die
l|Mutodok<>leii, kber ohnn nfiluT dutnuf oinjru^ehDii. Krhniten sind nar ein ttrief an
V^tt Vigtlios in Sechen in L>ti.'ikapit<>!aln!ihi und eine, wiibr^chcinlich fragmontarlsclifl,
SmuU» Obrr du Osterfett B«>dr Wi Migne. I'atr. gr. »ti. 2. ■a92 - 240h. Vgl. dum
Sl.it». JJiTbflebcr Or dwtoche Th.iolügii- 12 (IMT) 2&G-2e2. - .ScJirifton der Kompi-
Um* de« Eutychioo enrthnt Jubauuea von EpbMioe, Kirobengosolucbt«, Dbontetstt von
1 V. ScbSofelder, Münoheii 1862 S 76 f.. 89.
7. Der Preebjrte«' Eustretlos von Knol «Ar ein Scliülor d«3 Eutycbio«. Seine
Biopi^e de« leMeren hat die Form einer Urnbiode and muw bald nach dorn Tude di>s
htcuRhea verfamt worden Min. Der Text boi Migno a. a. 0, 2'i7-A-2SW. - Eiiatretios
Mbiefcneb S Abhandlmgon gegen dioTbnorin de« Seelanechlnfc», worüber Pbotioe, cod. ITl,
WcUet. Ed. pr. (ober nnvolletlndigl Leo AllatJun. Do purgatorie. Kom 16hhS. 3Id~.S8Ü.
Kt dBin ntierten Anteren vcrtMrhnct bei Fabriciu». BibT. gr. 10, 725—27.
K. In die Ztit Jcutiniena gobOrou nuch 2 äcbriften. Üöaot loiV 'UfiiiQiiiär und
iHl«£>( HttR /n*)hnWflf^AV loFfOfia, wi-Itlie tirogunllos. Bincbof von Tapbar im Lande
4>r HiumdeD in Sodarabien iageschrii>beu wurden und die liokobrunf; dor Hiuijariden
^ CbMentum xum G^Kensrande baben. Di» Oeaetwebtuig wird aal üreguntiuii turUck-
MMrt md bieUt kulturfaialoriacbee Ititeretuie: der Dialog will auf Aurzeicbuungen des
hlaliia, Scbi^astiko« dos Risebor»» '>r<fentios beruhen. UrJiprDDgliahe Oe«talt, Ab-
kHHipMJt. Verfasser und Glaub wOrdigkeit dieser Sohriften müssen noeh feetgegtellt
«■4ml Die .V^^o« ed. pr. Boissonade, Aneod. gr. 5 (Paris IS33) 03—117 (der Anfnng
ItUi); den Dialog ed. pr N. Onloa. Paria 168«. Beide rereinigt bei Migne, Patt. gr. .^6,
1. M3— 784. Eine neue Atugabe 1«! die Vorbedingung für die geforderte Ünterauchung.
b b*rtdtai(lltig«D ist der cod. ^jnail. Hl n. ll.^U. welcber eine Vitn GregenKi archiop.
BwwrilMfyw enlbllt, die vteDeteiit die imprUngllche Tcxtesgeslnll dnrelollt. Auch eine
•Uritd» Übenotntng in einer ßerllnor Ha gibt din 2 Schritten im Itnbmon einer Lebcns-
taKbralbnag de« Gngontioa. ala deren Verfasser eie eiutin ungenannten Giscbof von Nofoiin
^Mtiftoet Vgl Knbrioius, Bibl. gr. 10, 115 f. In cod. Atboua Ihbh suec U wird
JckanOM. Bbdiof vom NwEran. ale VorfMSor djeaor Vita genannt. - LItleratur boi Uiirilon-
Wver. Patroleicie 8. £18. Dazu norh: A. Dillmann. Zur Oeaohiebte dee uxuniitiäuhuu
Kwbea. Abb. Öefilnee Ak. Phil. Hiat Kl. (Ift7«l 177-23«. (1880) 1 -51; Merdimann.
ZMlaekr. dentseb. MorjceiiL OeaolL 3& (1881) 693-710.
10, Anastasios (Uraetaaioc) Patriarch von Antioclüc», war aus
Midttna gcbürti|;{ tnid fUhrte iu» Mnnch^lobvii. I)is er 559 dem PAtriarehcn
Ddhiimm UHclifol^'tu. Er H'idM-äütztv Mi(:li. wie Eutigiius und EuHtnttiuu
koricfaten, der moiiophysitenfreuiKlIichen Politik Juxtiiüaiiä, i]«r jedoch starb,
bevor er Anastasios bannen konnte. Dies that Justin II (S7(i) und erat
n«ch 23 .Tahrcn konnte AnastäHiOR auf seinen Stuhl ^tnrlUk kehren, den er
nnch *twft 5 Jahre innehatte (t 599), Wahrend .'«eineft Kxileni «chricb er
■'j dögmatischo Abhandlungen Über die TrinitJlts- und Inkarnations-
Ictirt*. die nur in latcini»cher Übersetzung vorliegen. Aimsta^ios »chhe^st
«eil inhaltlich eng an die Kirchenväter an: in formeller Hinsicht darf er
wifvo seines streng methedif<clien Verfahrens als ein Vorläufer der
Schol»«ttk »ngftselien werden. Von den späteren byzantiniKchcn Thoo-
lo^en wurde er viel beflchtet und zitiert., wie z. B. von MflximoH Confcstior,
Jobannes von Damft«ko». der 7. allgemeinen Synode u. a. Sein Uttera-
riedier Nwhlaxs nmfasHte ursprünglich noch andere Schriften, gegen
jJwtininn. gegen Johannes Philoponos, eine Abhandlung Ober den dogmo-
QO B^uuBtiDtocIie liUerattugQBcbiobt«. I. Proaatacb« Litterfttvr.
lanituli Iiubo. Vu'lli
hört ihm aucli die unediert« Schrift UtQt jtQtnofas zu, die eine lls voa
Ulicims i]iit«r seinein Namon enttiHlt. In seiner ersten dögniatiH<:lien A
lianilhiiigen flher die Trinitilt henift er ficli auf die Homilicii, die or vi'
ftUii^l liiilie. ,alä or nocli ungeliindurt scLrcibon und sprechen konut«'. Drei
solcher HoniiÜL-n sind unter »oinoni Nanien gedruckt. ab«r ihre Ec)itbeit
ist rweifelhaft. Eine 4. iet sicher unecht, da die 7. Synode dario «rwälmt
wird. Sicher echt ist nur seine Rede bei der Rückkehr nach Antiocliien
am 25. Mftrz ö9S. In den Ha» werden die verschiodenon Tr&gor de«
Namen» Ana^taHioK-sohr oft mit einander verwechselt: es mutw; daher da«
hntidechrifthctie Material einer genauen Durcliforschung unterzogen wer-
den, bevor das htterarische Eigentum eines jeden dieser Anastasii b^stimml
worden kann.
1. Ausgftboii: Die von Luk. HoUtein gttpknto Auagabo iIob AiiilbUiuoii kam nio!
znr AunfUbrnng. — Eine vorlaufige Qeafltntau»^iiliL> Imi Mikiih, Patr. p. »!>. 13CIU— 1108.
liier Hellen den b dogmatiecJieD Abliaodlun^iMi umi i Buiiiiliuu Docb eine uiiDutitv "t'jtSi-aif
«t'rtufioi niaiivit un<) einige FrapnenCe^ - Die Rode um 2ö. MSrt 593 «d. Pitr«, Jaritna
«od. Qroncnr. bist, et docom. 2 (Rom 1868) 251—257. TM
2. Hilfsmittel: Fabricins. Bibl. ^r. 10, 505 - 000. — Orogorios P., lie^istr^l
i
«piatol. 1. 1, T. 24 f.; 5, 41 f.; 8, 2 etc. stnnd mit AniuliU'ioe in KoirespnndeDE nna I
■ntthl« nioh nifrig um deasen ABBliCiiieranB. — F.ine erst« (Jrundiage iQr w«it«re Fi
Bobungeii biotot l'itrm. Juris PCcl, (irRcoar. bist, et docum. S, 238—394. iljor werdWB
13 TrOgor den Namens AnnHtaiiius nnchgewiesen, eine Li«t« von Hss Bufgestoltt und Opa»:
oula von voracbiedenon Aniislosii geboten.
3. A. Mai, Novn I'utr. bibl. G, 2. LIII nennt einen Theodoros prosbjrler pIm Vi
fasMr einer liingoge in 5 surmonee dogmuiicuB Annstiuii Anlioohcni ohne nHbtre Angabi
LAteiuiHch ed. Tilmunnus. IWis l.')57.
4. Di^n I'atriim^bou RuIauioB von AluiuadriiMi (ö80— GOT) traf daatwlbo Loft wie
KjibrAui und EuljohiuH. Vou svinun iBblreicbvu Scbriftuu buben »idi nur Fragmente er-
hälton (naob Dnieken vonA.Mui iiiHAmmengoHlelll bei Migiiu. Patr, gr, Si>. '2, 2937~$4I,
nbgniiehdn von einer Honiüie (bei Mi»;ue h. a. 0, 2013—37), der^n Kclillieit nicbt feststvhi.
Dio Fragment« in don codd, üodl. Barucc. 25 eoec 14 fol 2C7- 73. r.'Lris 298 Moc. 18
fol. 19-20" »ind noch nicJit untersucbt. Letslere eUmmen ans s. Sobrift lli^i njc «j-iwt
I(i(ar<fa; xai nini r>;f 9tln{ oUayofiioi und sollen von 0, Bardenhewor publiziert worden.
Nacli den Titeln und Inbnlliiaiignbcn der .Sebriflcii dos Kiilngios, die Plinlios, codd. 182.
20S. 220—27. 23Ü. 280. niltteill. verfolgte Kulogios diosolbim litteinriacbcn Zwoclce wi« aoiil
TorgAiifii*r Ktibrhm. die Vorleidigimg der Sj-uodo von Chnlkpiloii. des dogmatischuo Brief«)
dee Paji«l«<* l*u, der CliriBtoIogii- Kyrill.i von Aloxtindrien. und diu BekAini'ruiig der MooO'
uhyeilen. besuiider» der Svkti-nliäupler Timutbeos, 'I'heodoäius, Sevuroö, sowie der Theo-
dosianer und Gaiaiiiten. Auf diu kiribtii'bF' Disziplin Wog sieb seine Sebrift Kaiii Sowiiov
xni nifi ri;c ointttefitat. Trott dieser lieberbnftcn AnaU^nguiigeu konnte Eulegioa die
Orthodoxie in Alexandrien nicLl xiir Herrecbuft bnu^teu. - Biugrnpbiscbe £inMllieiten
bei Jobaonea Hoachos, Pratuni epirituale, Migne, Patr. gr. 87. 3, 3009 f. — Briefe dea
rapatts Gregor an Kutogio» in deasen Regietr. eplstol. I. 5. 41; 7. 31. 37; 3, 28 f ; 9, 17S etc.
11. Die monotheletischen Schriftsteller (633— r>8ü) hatten dasselbe
Schicksal wie die monophysiÜsehcn: ihre Werke wurden auf dem rftmi-
echcn Konzil des -fahres ß4{) unter pA])st Martin und auf der 6. allg«>
meinen Synode in Konstuntinopel verdammt und gingen infolgedessen i«ehon
frühe KU Grunde. Die Akten dieser beiden Synoden bild«n ivuch neben
den Schriften des Maximos ConfoRsor die einzigt}n Quellen, aus denen sich
einige Nachrichten Über die nionothcletisclic Schriftstellerei schSpfen lasseiL.
Di« römische Synode erwutmt inehrore Briefe und Schriften der monotholo>
tisch gofiinntvD Patriarchen von Konstantinopel Sergios, Pyrrhos und
Paulos, des Patriarchen Kyros vou Alexandrien und des Bischofes Theo
doros von Pbaran, teilt einige Briefe der genannten Pati-iarchen in vo!
4
1. TbHiogi«. A. DogButik nnd Polemik.
II- I«)
gJpMBfcto mit und gibt ßinigo AuszQgc aus grüsi^oren dogmatischen
Qcinma ow Thvodoro«, des Pyrrtioü und nun den Kt^äXaia dos Kyros.
1b grtaserw Anzahl lagen dies« SchrifU'n den Vätern der (i. allgonieinen
SynoiJe vor. Der Chartophylax Goorgioa verlas in der 13. Sitzung ein«
giBte Liste derselben aut« Hr», die in der I'atnarchalbihliothok von Kon-
ilantiiiopel aufbewahrt wimlen: e» waren Bi-ioft^amniluDgcn von Sergios,
["yrrlios und Petroe. dem Kachfolger dos Iotzt*'ron, mehrei-e autographe
Abhandlungen des Pyrrhos, darunter drei Töftoi /r^ocrywtr.Tixai' an den
iüiscr, sowie ßißida 6tä*fü^ des Bischofea Thoodoroe. Don Akten der
^fuAo wlbst wurden nur einige Auszüge au.s densolben einverleibt zum
^ B«rciw. daJts sie in VVirklictücoit den Monothuletisnius lebiU<<n. In gleicher
HWeite wurde einige«^ aus den Schriften des Patriarc)ien von Antiochien
^URkartos, der mit seinem Schiller Stephanos auf der Synode selbst den
^uloMtbeletisinuR vertrat, in die Akten aufgenoDiiticii. Die Hcbriftcn selbst
MIteD 2 Codices und ein x^ß"^"*' *frpä<f(Mi'. Makario» selbst logto der
Syvodfl ein schriftliehes Glaubensbekenntuis und drei Mtadixiet vor. worin
tr die Aoasprilehe der Kirchenväter zusammengestellt hatte, die den
Moiutheletismiis lehren sollten. Beim Vergleich dieser Auszüge mit den
Hm der bctrePfendeu Vftter aus der Patnarcbalbibliothek, der in der 8.
Dad 9. Sitzung vorgonoinmeti wurde, stt>llte sich aber heraus, do^s Makarios
b tcodonnUser Weiue exzerpiert hatte. Ausser einigen der genannten
Schriften erwähnt Maximos Confessor eine längere Abhandlung, die I^-rrhos
in ibo geJichtot hatte, und eine Schrift de» Bischofs Theodoros ,IIt(fi ytVtoif,
imnäemii tt Jij xai n^oaoi/iQv'. Maximos verdanken wir endlich die Er-
Utong von zwei 'Jnoiiittt dos Thoodoros, Oiakonos und Synodikorios des
PitfiATchen Paulos. Diese spilrlichen Überreste lassen jedoch ein unifassen-
4m (Trtr-jl über den litterarischen Charakter und Wert der monotheletischen
SokriftAteilerei nicht zu.
Vfl. 4li« Akt«4i <l«r rtinieoh«ai Sjnud« b»i Manai, Coocilia 10 iFloroiu 1764) 9.'>H,
K9, iTS-'ä. »S8. lOtM f.. t020-2ö uod dazu Hofele, ConoiliAnguacbicIil» 3< tVraibun;
I^» 312~%;i. ~ Di« AliUn der 6. aUgometnon Synode bei Maosi. Cunctiiu 11 [ITUjJ,
t79. 376, 320—376 («b«* di« xmJSna it« Makario«), 512-Ö17 (AuBZ(tge aus Sciirift«!! des
HakatiM), a&7-&60 (Aaruhtung der Subiirun il«r Mnnotholoten). &ßO— &73 (2 Briefe des
K;n« aa Smcim und weiUto Aunllgc), Dnzii Hnf^rlo n. a. 0. '2^0—279. — t'Or Maximos
CMlaMor roL MiRn». Vatr. gr. 91, 129. \m, Sü'i f. 341. - Die Unoelm des Tboodoroa
ikr Wid«rt«gntig 4m Maximas bei Mignc a.a.O. 216--22S4.
12. Haximoa Confessor (Mä^i/toi ö ö/joioj't.rifc) ist neben Sophro-
fluoi i'HtriarcIien von .leruaalem (s. g K7) der Hauptgegner doB
muH und der hervorragendste Theologe dea 7. Jahrhun-
£r wurdu um ^80 aus einer vornehmen Familie von Konstantinopet
gehören und war einigo Zeit Geheimschreiber des Kaisers lieraklioi«. Um
<Uü finden wir ihn als Abt des Klosters Chrysopotis bei Konstantinopel.
AJa der monotlteletische Streit aii^bracb. stellte er sich auf die Seite der
ortbndoxen Opposition und bescbluss bei der Unmöglichkeit, am Sitze des
Kiiaan aeinc Auffassung zu verteidigen, nach Born zu wandern. Auf der
HianiMi traf er in Afrika, dessen Statthalter Gregonoa aus politischen
Qrlbidcu die unionsfeindHche Partei üntoriitilt7.te, mit dem Patriarchen von
Koutoiitinop«), Pyrrho«, zusammen und hatte mit ihm die berühmte Dis-
fotition, die mit der Sinnesänderung des Pyrrhou endigte (64&). Mit
I
C2
Byiantinisobe Litteratargeaehicbt«. 1 PrMaische Litt«rBtar.
]etzterani begab or sich nach Itom. wo or der Hauiitworttllhror iler Cholko4
donenser wurde, während PyrrhoB in Kavonna zum Monotht-U'ti&mufi zurück^
kehrte. Wie der l'apst Martin I. so wurde auch Maximos durch den
kaiiterlichen Exarchen vnn Karenna, Kalhopas. gefangen genommen und
mit üwi^i Freunden, die hoido den Namen Anatttaiuo» führten, nach Kon-
stuiitinopcl geschleppt (653). Nach einem langen Verhör wurde er von
seinen Gefährten gutrunnt und nacli Bizya in Thrazien vorbannt. Hier
hatte er eine neue Disputation mit Tlieodosios, Bischof von Käiiarea, und
de» heidon Konsuln l'aulo» und Theodosios, welche den Anla«» zu neuen
Missliiiiidltingen hot. Ein zweites Kxil führte ihn nach Lazika. wo er 662
ttL-inc-n Leiden unterlag, nuchduin ihm der Müiich Anastasio« iin Tode vor-
angegangea war. m
MaximoB pflegt« mit dem gleichen Interesse Polemik. Exegese,
Asketik, Alyntik und Liturgie und erneuerte die univentaltheologischcn
Beutrobuiigon der KirchenvBtor doi* 4. und 5. Jahrhunderts. 1. Unter
seinen polemischen Schriften stehen die Abhandlungen obenan, die sieb
auf die obscbwebende theologische Kontroverse beziehen. Combefia hat sie
2H an der Xahl zusammengeäteit; diese Zusammenstellung bedarf aber
einer kritischen Itcvieüoii: einige Opusciila wie z, B. Opufc. 2 und 3 ge-
hörten ursprünglich einer grösseren Schrift an, andere sind Auszfige aus
längeren Schreiben, die verloren sind. Inhaltlich beziehen sie sich aJle auf
die monophysitische und monotheletisclie Lehre; es befindet sich anch der
Bericht Über die oben erwähnte Disputation mit Pyrrhos darunter, die sich
im wesentlichen über die Äutt^prüche der Schrift und der Viitx:a-. bot-onden)
Kyrills von Alexandrien erstrockte. Eine weitere polemisch-apoiogu tische
Schrift, ein Dialog zwischen einem Orthodoxen und einem Manichfier, wird
von Georgios ächoiarios erwähnt, befindet sich aber nicht unter den ge-
druckten Werken dos Maximoä. Philosophischen ("harakters ist eine kleine
Abhandlung über die Seele, ihre Existenz und ihre Eigenschaften. 2. Die
exegetische Hauplschrift entstand auf die Anregung seines Lehrers
Thalaaiios (vgl. g 60), der von ihm die £i-kläruug schwieriger Stellen au»
der hl. Schrift verlangt hatte. Sie war ursprünglich in mehrere, wenig-
stens 5 iiifioi eingeteilt In bunter Reihenfolge werden hier der SchUpfungs-
bericht, viele Stollen au« dem Alti^n und Neuen Ttistament, besonders aus
dem Evangelium des hl. .lohunnes erürtert. Masimos huldigte mit Vor-
liebe der raystisoh-allegoriachen Erklärung der hl. Schrift, lässt jedoch die
bistonscho Interpretation beatehcn und stellt sehr oft zwei verschiedene
Deutungen neboneinandor. Die früheren Vfiter zog er stAndig zu Rate,
und wo er bei diesen keine Erklärung fand, da verzichtete auch er auf
eine bestimmte Antwort. Mehrere exegetische Stücke geringeren Umfangs
bekunden das intensive lntere.sse, das der Erforschung der hl. Schrift in
seinen l^'reuiKleskreisen eutgegengebiacht wurde. 3. Besonders ft-uchtbor
war Maximos auf dorn Gebiet« der Asketik und Mystik. Hierher gohSrl
ein Dialog zwischen einem Greise (yi^tov) und einem Bruder über die Nonnen
des christlichen Lebens, zu dessen Ergänzung 400 Sentenzen über die
Liebe hinzukommen. Auch hier betont Maximos, dass er nicht eigenes
Oewächs biete, sondern, was er aus den Schriften der Vater xe^aiatn-
A
r
L Thftologi«. A. DftgmKtik und Polemik, (g 12)
itmifor xasammengeatellt habe. Ancb die Ubri^on askoii^chon Sc-liriflcn sini]
ifl dir Oeeta]t von xf^äXina abgofasst: in den h ZonturiL-n über Tugend imd
Lutcr bemclit gröstHTvi' Zusamineiihiiiig und eine forUchreitende Ent-
wickdang. Über tiie asketiBche Kat«ne, die Maiimos zagescbriebfin wird,
vgj. 3 94. 4. Sowohl in den potemiachen als briHoiidei's in den asketischen
SckrifUi) 8chli«8»t Kich Mnximos eng »n Orogorio» von NaKinn}: und
4m Pseadoarpopagiten an. Zeugen diese» AbhäogigkeitKverhSltm»ses«ind
■■awMPdcm zwei Kommentare zu Hchwierigen Stellen der beiden, der «ine an
«DMo gewifuten Tlioma», der 7.weite an Johanne», Kiitchof von Kyzikos, ge-
ricktei Pßr die Kenntuiti der Thi'ologie und Myittik desf Maximos und
dmo Quellen »iud dieec Kommentare massgebend. 5. Die Erklftraog des
«jmbolischen ännes der Zeremonien des liturgiscben GottesdiensteB
ist eine unmittelbare Frucht des Studiums der pseudoaTeopagiHschon
SehrifU'» und wurde »^]hist wieder zur Quelle filr die späteren byzan-
tiniKb^n Uturgiker und Mystiker. 6. DiüBO weite ecbriftstellcrischo Tlifttig-
kfrt SfiiegeH sich wieder in den Briefen des Mu.\imos, wovon einige
pkÜosophische Fragen llber die Seele, andere dogmatische Lehrpunkte be-
huileln. die meisten aber a8ketJ»cho Betrachtimgou bringen. Mehrere
mi auch reine Freund^chaft^briefe und in einem edlen Ton abgefasst.
I>ie historifKrhe Bedeutung des Maximos Hegt vor allem in der Bo-
klBpfiing des Monotbeletismus, wodurch der letzte Versuch, von den
fithäen abzuweichen, welch« die Sj-nodo von Clialkodon der Cbristologie
tOfSereichoot halte, zurückgeschlagen wurde. AJb Theologe ist er die
Mzta QrOflse der griechisdien Kirche. In dem Anschluss an Gregor von
Xaüiu, (^eadodionya und die Vftter Oberhaupt ."pncbt sich auch bei ihm
dir gMneiDMune Cliarakter der theologischen Arbeit »einer Zeit aus; trota-
Jrfli hat er einen gewissen Orad von Originalität sich bewahrt, wie ihn
•caige Byzantiner seit dem 6. Jahrhundert besassen. Dazu kommt eine
Wrrorragendc dialektische Bildung und die spekulative und mystische
OMtcattolage. die ihn zu dem christlichen Neuptatenikur hinzog. Pseudo-
ifionys ist durch Maximos in die griechische Kirche eingefllhrt worden; er
Itat den Aroopagiten mit der traditionellen Kireheulehre in Einklang ge-
Armcht und dadurch auf die griechisclie Theologie mächtiger eingewirkt
ih Johannes von Damoskos. Wenn er trotzdem die Bedeutung des letz-
larwi. der ihm «ehr viel verdankt, für die Folgezeit nicht bekam, so lag
tm dsnui, das« er »eine Theologie nicht in einem »ystematisehen Zu-
■nUDenhang zur Darstellung braehto. Durch die Vermittelung de« Scotus
Aigena im 9. Jahrhundert erstreckte sich sein Eintlusa auch auf die
■IwiHUftndiach-sebolaDttacho Theologie.
I. Anscalien: OJo von Tr. SirorNDa gopLuil« Auspbe kam nioht tu iiliitd«. —
C*Bk«ri* BUm den PUn ml (mId CanspeebiB der AuaiuBe er8chi<<n i'DriH 167Ü), konsto
ikw «oti dar uf 8 Blsd« bsrwciinclen Ausgab« nur dio ^ mtfn fprtig^tcllvn. Piiris lß7ft.
- Wp AMe*be M wwdMholt bei Mifcn«, Pati. gr. »0. 91 (('«ri» IKIOI inil üiuztiftisaniE
im mtnt «ob Pr. 0»bl«r, Aoecd. Kr. t tUallu lf<i>') Wnimgrffrboncn ädiuli«u tu Cnogor
*M FsäfiBi ud f^andodwnya, wofcfae Tboiana gewidmet »ind. Di(^ nu Jnhnnn«« von
tptkm rwitHatan BcMito lu Paeudodionya sIehon bi^i Migno. l'alr. «r. 4. 15 -432.
uf: .-bTt, dar auf Gngor v. Ku. badlgbche Toll bei Mign« a. a. 0. Dl, 1060-1417. -
ba* Hutmon tofMeMAoao Cbronologia auccincU vitno Climli «d. Dratkn, Zeitacbr. f.
rhifciagiaiiblrh'T 18 (I89S) 883-884. - Der Compntoa eeolMiaBUciiB d«« Maxime« «{«Ut bot
M
BjxantiniBche LitterktnrgeBchEclit«. I. ProaaiBcliD Litterktor.
MiKne. Palr. ec Ül. 1217-12^0. - CW. Sinail. 88t> Meo. 13 «titUlt Muiimi Cuat. Ktträlnia
not 'Agtioi', J^nfidMar. ,\>iii«(iiuii na! Kviij(«it, die lUUdtert EU seiii «'.iRiiittJ. Diuui-llio
gilt von d*n lltfi SfXr^fniioir roi irtgyttäf xtifni-iua J/itu fiiiä aar^iMir anotffi'frwv in
tinm cod. Moiiac. 26 soec. 10 Toi. 238—40.
3. Hilfsmitt«!: Pliotiue, cod. 19ti!~Ifl4. verbreitet eidi Ober eiaige Sclirifl«ii d«e
Mutnit« Ui-ber den Slü der Qneestioiie« nd TlialaMiam (Ult tr mii ungOiistigM Urt«il. •-
Kabriciun, Uihl. er. H, 635— S71. Die Liste der von Mnximos mit KinscJtliiM der Loci
commune« xitiorlon Aut«r«) 658 ■ 666. — Von dou 5 DinlogcD dn IVinitAlp. wntdie viel-
fncli unbnn Bnd«ron aar.h Mnximos hnndschriniich xueoncliriobnu werden, Imt J. DrltBeke,
Tbfol. filudion und Krilikcti ß3 {ls90) IST 171. Apoliin v. Laodic-. Uintig IK92 .S. ISt* S,
vfl. don Toit »bonda S. '2^2 S., fQr dio 3 orstno Apulltnorioi v. LMtdiocs «Is VrxfaxwT
äo«tuli«rt — Wni;cnin«nn in der R«ii1-Giixyklci{>lldi(> f. protest. ThMlogis 0' (Ihnj)
80—443. — Eine Hono);rBpliiu ist dem lieirurrttgeiid<<D Tbeologeo noch nicht ge-
widmet word«D. Vorarbeit«!! daeu: Fr. Combefie, 8. MaxJmi Couf. rita «t acl«.
■liai|Ue nrdegomena ad «Ju» operuni odi(ion«ni, Paria IfiTO. I)ef«ile, ConcillongeAohiahtc 3',
189—847. — J. Hnl>«r. Die PhiloBojiliio dor Kirchenvater. Manchen 18^9 8. 841-838,
— J. lin«h. DogmOTgBHchiclile des Millelftller» I (Wion ISTa) 15—19, — H. Weser,
S. Haximi Confcsn. ptnccepta de inenrnationo Doi «t doifloation<i hominis cxfiannnlur «t
oxBininBnhir, Uorlin l^tlO. — K. K A. l'reuiiB, Ad Haximi Confesaoris de Doo honiiniBou«
doificNtione doctrinum iidnotntianum pnra 1. SohaceberK 1894. Unlersuchto dio Quellen
und die Riganifimtichkeileii seiner UoUoiilchro. — Soltr. elauridcH, 'II öiTac npnc löf Siär
^ tlf^i rot* itlni't tar nr-tganon xfir«.' Mäii/toy for duolofijf ifr, Kpct \<Si\ (ohDoWwt). ~
t'eber at>ine Abendiniihlslehre o. ti. K. Slciti, JahrhQcher für duutaulio Thoologin II
(1866) 229-288.
8. BiograpliiBob«»: Die nnunpu«. an uin^n Biacjiof NikoluoH goTichteta Vita
S. Maximi beiHigne, Patr, gr. 90, 67- 110 ist in der jetiigon Form niolit von eln«ra &it<
Kennasen verfassl. — Hingegen atauinien die ßerichte Ober das VerhOf d«s Haxinioa in
Kpcl. die Diefutalion in Binya und den Tod des Maxiinns und des MOnofaes Anaataaioa noch
Ton dem lieid^nsgonomea Anaetasioa Apokrisiarios; gedrnekt bei Migne a. a. 0,
110 -120, 136—195. Diese DokumentiB sind in dra genannten Vil« benntit. — Vgl. auch
Theophonos, Chronograpbia, ed. de Itoor -.>, liSl f., 347, 3äl.
4. Rcholien: Verschiedene Schriften d«s Maximos, besonders exegetische, aind hand-
flohriftlich nnd in den Anegah^n Ton Rcholien bogteilet. Einen Teil derselben Bcheiot
Mnximos bei einer Durchsicht seiner Arbeiten selbst hin2Ugi>(llgt xu haben; die n)eiflt«n
mtlgnn wohl npAter hinnugekommen sein. — Den l'ralog eines Komnientara zu den Zen-
lurion Do caiitute vnn dem Metropoliten Nikotaos von Kerkyni aus dem IS. .Inhrh. hat
8p. P. Lnmpros, fc>p«i'pn«H 'ArU^ato, (Athen 1882) 8, 27 f. publitierl-
5. Annstasios Apokrisinrioa f 666 verfoast« ausser dun vorbin «iwllhntsn Bo'
richloD einpn AijliiXot gegen den Typos dos Kaisers Konstanz 11. den it selbst in acinom
ersten Bertebtu crwOhnt. und einen Drief an die MOncbo von Askalou. wovon A. Mni.
Scriut. vel. nov. coli. T, '202, dL>n Anfang mitteilte; abgedruckt bei Migne, Patr. gr> 89,
Iini. — Von dem HOnche Anastasios, dem zweiten Leidensgenosaen des Maximos, beaitcen
wir einen Brief Qlior die von beiden erlittenen Drangeale an die MiSnehe von Kalaris,
Migne. Patr. gr. 9l). 181- 136.
6. Von Theo der OS. Presbyter des Klosters Rait hu auf der sinaitisrhon Halbinsel,
der als «in Zeitgenotiae von Maximos angesehen wird, ist eine kleine Solirifi erbalten, die
eine flkiue der chriatologiechen Irrlebren von Paul von Samosnta nn bis Severos nnd
Jnlian von naiilumasa bietet Das Schweigen des Verfassers über den Monotheletismns
nnd Bsioe BemeihuDg, dass Dberall FViodo herrsche. nOtigt die AhfaBsungHeit dor Schrift
vor das xv«ite Decennium des 7. Jolirhunderts tu sutzen. Sie hatte Dbrigens unprUnglieh
einen grosseren Umfang; denn des Erhaltene gibt sieh als Einleitung va den vtoyty^tti»-
Ktretiiym, di« fehlen, (Jedrackt bei Migne. Palr.gr. 91, 1484 — I&C"4. — Johannes Uekkii^
atrinreh v. Kpcl. kannin eine weitere Sihrift Theodor» IIcqI lint^iyotiniat: die wenigst«»
2 BUdicr umfasalc (Epigraph, c. 8. MiKne, l'atr. gr. 141, 080 f). — Leo ADalin«,
Diatriba do Thegdoris nd- A. Mai. Nova PbU. \iM. 6, 2. 149— liM nennt noch andere.
13, Anastasios Sinaites {'Aratnüatos Är«f»r;s) war ein illugci-*r
ZottgcnoBfO MtiximuH den Bekenners, tnJl dem or in scliriftstullonschcr
Beziehung manche Ähnlichkeit hat. Von seinen LebensverhältoigBcn wissen
vir nur, dass er MOnch des Sinaikloßters war und nach Ägypten und
Syrion gr&SRcre Iteisen tint^niahni. um mit den Monopliysiton. Sovcriancrn,
Xheo<loeiaDera, tiaianiton u. a. K«ligioti8ist.'Hi)rachu zu halten. i'aLri&rch
1. Thooloet«. A. Dogmstik nnd Polemik, (fi 13)
66
von Antiooliioii war «r niclit; xoinc Blütcseit tUUt KwiHclioii €40 — 700. Die
Brfahrungen, welcho ev ah WaiKlcnipoötel der Orthodoxie machte, liegen
Minor Kau[ttsclirift 'üJi./tic zu Grunde, worin er seinen Drndern eine»
Aiil«itung zur \virksamen liokStnpfnng der Monophysiten geben wollte.
Ob^aich IT dto Kftt«gorien des Äri-stoteles &\» diu tigontlichu QuoUo do»
llaDophysitiHntus aDcah, stetltu vr doch an die Spitze seines Führers eine
gTMae [{«ihe von Begriffsbestiinmungen, die udenbar Aristoteles entlehnt
äai. Ah wahrer Scholastiker gibt er sich auch zii «rkcnne», wenn er
4er theologischen BowotsfQhning ^x rr^ay/tanxb»' änodtf^ttav ausdi-acklich
den Vorzug vor der bibÜHchon gibt Ein innerer Plan IfUst »ich aber in
der Schrift seibat nicht wahrnehmen. Anastasios stützt sielt vorzugsweise
uf lü« Synodaldekreto und die fi-Ohercn Vfttcr, unter denen Fseudodionys,
Basilioe und Kyrillos von Ak-snndrien die ertite StoUo einnehmen. Dci'
BehSnipfung des Monotbeletismus sind It kleinere Abbandlungen Tlt^i lori
m' HMVtt gewidmet, wovon die 3. die Goitchichte desselben bis 20 Jahre
oacfc der 6. Synode {680) darstellt. 3 weitere Schriften, die Anaatasios
mIM in der Einleitung num Hodegoa erwähnt, Töftoq 6arfiatixög, Töftof
ur(tuto}^,iixt>(, St'rtay/iu xatR Xtarot/fav. sind verschollen. l>ie exegotiacho
Htaptucbrift des Anastasio» ist die Krkl&nmg des Hexaemerou in
18 Bftchorn, von denen nur ä&n letzte im Urtext publiziert ist. Anantasios
k^t, geetQtzt auf den Aposlel Paulus, das Hauptgewicht auf die allego-
nwhe Interpretation. Xach ihm zielt das ganze Ilexaeuieron auf CliriKtitH
wi di« Kirche ab. Der Pseudoareopagiti; ist ihm auch hier UtiiipiautoriUit.
Die Schrift klingt au.s in einer Verborrliehung der Kirche und Evas, ihres
ürtjrpus. £ine letzte grüt^ere Schrift, die ganz in der Art der Quaestiones
<tM Maximos exegetische, dogmatische und praktiKch-kirelilielic Fragen
bikaiidelt, gehflrt in der vorliegenden Gestalt Anastasios sicher nicht zu;
Hihi III I Antworten stehen mit einander im Widerftprueh, in einigen wei^
im aogar ap&tero SchriftsteUer wie Nikophoros von Kouätantinopel go-
■aoaL Aach die Hse weichen beträchtlich von einander ab, und einige
waiwil aht Verfasser einen Ana-itat^io», Kr7.bi»chof von Nikäa. Doch scheint
der Grundstock dieser Quaestiones A na.sta.'tios Sinaites zu gebSren, Die
litt«r«targattung der 'E()vittjoni kw ä.toxQ(ff»i; mm» Oberhaupt erst noch
nfther urforscht werden. Anastasios bezeugt selbst, dass-er eine Streit*
fcbrift gogon die Jaden verfasst«, die wenigstens 2 KUcher umfassto.
Diewtlb« kann jedoch in den Dialogen gegen die Juden, die A. Mai ediert
hat, lacht erblickt werden. Es werden darin mehr als 800 Jahre seit der
ZvaUmng Jem&alems gezählt und von dem, was Anutituslos als Inhalt dieser
Sdffift angibt, findet aich keine Spui-. Der weitere litterarische NachloäS
dcAAnaatasio«, der noch ziemlich umfangreich zu sein scheint, kann erst um-
innt werden, wenn die schon bei Anastasiux von Antiochien als notwendig
fcnüihliiii li II handschrifUichen Untersuchungen gemacht sein werden. Hiobei
winon anch die Zitate gpftt«ror Theologen, wie des Johannes von DamaskoB,
dn Mtclmel Olykas, des JohannM Kypari»i>ioteä berücksichtigt werden. Diese
FflnchangcD werden wohl das Urteil bestätigen, welche» in Ana-ttasios ein
ICtfadgliod zwischen Lcontios von Byzanz und Johannes von Dama^tkos er-
kwot, zugleicl) aber aein« laferioritftt beiden gegenüber zugesteht
awttiA 4u Um. II I ■Illilii»i1nn tX. 1. Atrl1|. i. lull. i
gg ByEbntlnUcho LltteratarsMebidite. I. Prosaiacbe Litteratnr.
1. AuKgalinn: Kinn vorlHufigi) (toMmUmagiibu nitch ftlÜicrcn Drueksti von i
DacorilU, Bnndini, Combofia. Mnttlinci und A. Uni bei Ui(;np. l'ati. gr. 69, 36—1288.
SeiU^m Kind rJnig« kidnnro StUok« vun Pitra. Juris cccl. Gra«aor. biKlor. «t docuiti. 3.
2i7^1JT5 and A. l'npoilopulcia KornmeuB. 'ifrtiknia 'lifMei. oiaj>i-«).oyiBt 1, 400-404
rblisiert worden. I>u loUlore FraEment tliol ^low^^i'n« Htviit auch in cod. Angolic
S. 7 aiiee. 10 Tal. 261'. - Der TotlaUadige Tesl der B«xa(^ni«ioniTklanuig liegt vor in
mehreren Has s. B. in cod. Vatican. T2S. Mnlincna. l&S. Mutrit. 0 ü7. ~ Diaa naeb din Um
doB üodFgaa von dem Drucke betrAcljllich abweichen. lei^l t. B. cod. Viodob. ÜimL gr. 77.
— Die in QuHeetio 95 «rwähnte Scbrifi über die iutellekluellen und aittbdien Cnteraetiiede
xwiHch»n <lcii Menacbtn eolieint in «od. Ambn>§. U, SS sup. erlialten xii aeia. — Cod. Ca-
suiat. 0. V II enthält eine armenisehe üehersetenng das Hodegw Kap. 1—3. ~ Auf eine
urabiauhv Ueberaetziing der Homilia auf den li. Psalm in eod. Vatican. arab. 71 maofat«
A. Mail Script, vet. nova coli. 4 (Hörn 1B31) 2, 144 anfmarluani.
2. ailfsmittol: Fabricina. Bibl.gr. 10,571—^95. — HanpUcbrift: J. B. Kunipf-
DiBller. De Anustasie Sinaita, WQRbnrg 18<!-^ (ebne %enng«nAt\ diplomntiscbe UnletUge).
Von d<ini unedtertvn Material worden liier nnr 2 Stiloke xii den IJiiHnationtis nae cod. Mona«.
58 milgeteilt (S. 174—177). — Weitere Nacbweiso von Hsa bei Titra a, a, 0. 248—24«.
3. Die AnosUsias SinaitM oben abgeeproohenen Disyiiitütionrn K^fi"» ^io Juden (bei
Migoen. ■. 0. 120-'i— 1382) ataninien aus oem 9. Jalirbundcrt. Vi^nvnndt mit ihnen Ist
dio Uttifiol^ tlanianov xai *iiBirt( 'lentuiiur npric fiartixor iivn, nd. pr. McUtTfert.
Marburg 1HS9. dio um das Jubr 740 gcnebrinbcn wunlo, sowie der Dialog gegen die Judot,
der einem Uieronvmos, Preiibirter in Jc«uaal«ni, tugoschrioben wird (FragntoBte bei
Migne, l'ntr. gr. ils, Ml-Mf,). l.irUIrrer hoII naeb P. Batiffol, Ri^vue de« iiDeatinna
histciriquc9 3t)(lKK6)'24S— 2äS im 8. Jahrhundert, iiiubt im 4.. gelebt haben. Di«»^briftMI
sind auf ihr gegenseitiges VvrliUltiiis, Auturi^c.liiift. Entsteh uneswlt u. b w. noch nftliw m
untcrsuebon. Für di-n Teit der eiüten ial (.'od. Vindob. theol. 24S wichtig.
4. Anastasioa SintiiteH wird hucIi in maiiclieo Hss ein npolcrrphcs. mnnnigfa^th bler-
•aaantos Keligionagosurüch am Hofe dtr .StiMaauideii zugeeignet. Jus neben ItÄher, währ-
ech4inlicb gegen Knda des ti. .lukrhuiiderts. enlntuiid. Kd. pr. A. Va»iiilior. Anecdeta
gmecO'bj'xantinA 1 (Moskau 1893) 73 — 125, (oblerhuft. — Eine iweile, ebenfalla nangol-
hafte Ausgabe viTunaluIteto A. Wirth. Aus urieutali sehen Cbruniken, Frankfurt 1894
S. 143-1210. Vgl. K.Krunibacber. U.Z. S|18d4) 021—24. - Eiuigee darflber Bratke,
Ein Zi:ugnlB dc^s Juaepbiis Über Climtus, Tlieolog. Utteraturblatt 15 (1894) Sp. l&l-ISS.
5. Den Nameti Anastaaiu» traeun S Enbiscbsfo von Nika^ (vom S.— K. Jahrhundert).
Etsoin duraelbun wiid in cod. Coi»l, 27ö aaec. 10-~11 ful. 1—360 ein Komraoutar xu den
raalmen lugeeignet. — Ueber eine andere ventflninelte Ha doasvlben Kotnmentani vgL A.
Lnuriotes. 'hW^X. 'Ji^»., 12(1892) 134 f.
14. Qennonos (Ap/iarri;) war der Sohn eines Patriziers Justinianos
in Konüttantinopel; als Metropolit von Kyzikos huldigte or einige Zeit dem
MonoUielotismns, den er aber schon abgeschworen halt«, als er den Patri-
arclialstuhl von Konstant! nopel bestieg (715). Beim Auebruc-h des Bilder-
Htreites unter Leo dem Isaurier wurde er abgesetzt und zog sich auf sein
Landgut Platonion zurück, wo er 733 starb. Auf der bilderfeindlichen
Synode unter Koiistantino« Kopronymos (754) wnrdo er nachli^glich mit
dem Bann belegt, wälircnd dio 7. Synode (787) ihm weg«n seiner Haltung
im ßilderstreit liobes Lob äpendot«. Der Mangel an einem umfangrüicbön
litterariMchon Nadilaäs iRt auf den Umstand ziirUckzufUhren. dasa Gei^
manott' Schriften auf Befehl du» Kaisers Leo verbrannt wurden. Photios
(cod. 23f)) kannte noch eine Streitschrift dos Gcrnianos gegen die Apoka-
tastasis des Origenes und Gregore von Nyssa, Er ist voll des Lobes über
die litterarischen Vorzüge dieser Schrift und skizziert den Gang der Be-
weisführung, die in der Behauptung gipfelt, es seien die Schriften Gregor»
von Nyssa interpoliert worden. Dies« Schrift ist verloren; hingegen ist
eiut' kk'iniTO Kontrovorsschrift in DJalogforni erhalten, die sich über die
Ansicht des Basilio» von den Grenzen des Menschenlebens verbreitet. Ein
dogmatischer Brief an dio Armenier stellt die Zwcinaturonlehro in Cliri^tu»
L TbAologi«. A. Dogustik nnd Poimnik. ($§ 14—1!
iH^Bcfa Atliannusios. Orcgor von Nj'ssa und busonders Kyrillos von Ale-
xan^nVn. Als litt(!rari8cti(<r Gegner der Bildcrfoind«» nimmt. O^rmanoR cino
nitt«rg«nrilnete Stellung i'itt. Dio 3 auf den Hiiiiei'^troit bczUgliolion Briofo
bMten nur histomche« Intereese: ohne theologische Tragweite ift die Be-
kAodliiDg dos horntchenden Streite« und ddr früheren Irrlohren in einem
Schriflcheu. worin üeniiano» selbst ober den Mangel an litterarischen Hilfs-
nntteln klagt. Eine rege Wirksamkeit ent^ltete tiermanos als geiMlicher
UmUht. Von Reinen Hamilien sind jedoch nur einige auf Feste de«
HVTO nnd llariil erhalten. Die byzantinischo Rhetorik zeigt hier ihre
darakteristischen Merkmale: Überschvränglicbkeit der LobaprOche, Über-
iiiitfirag mit rhetorischen Figuren, Mangel an historischem Sinn.
1. Ansgttti«n; Die ««nannten Scliriftün nach <l«ii DruakoD von ConibeSs, M*nM
ad k. Hai. vttMnist bei Ujkii«, Putr. rt. 9S. I— 1J3. Hier «uoh ciiif iweito, unecht«
Baalilliu der S iJlge«n«inon Synodon anil eino. ebenfalls uhacIiU. Erklärung iler Liturgii?,
4it mA Uasilio« Aem Gnxwfn und Kj-rillos von Kw\ lugeacliriebeu wird. An GpriuHDOo 11,
MAltfcMI von Kjwt <I22S— 1^40) kann ntcht gcdaclit worden, dit Her Vvrta^er itv Au-
kaA des AnlicbraiUa) auf das Jahr D92 fcstaetxt Diese MveUgogie bildete abrigen»
IMit viknehMalicti die Vorlage dos Pseudo-Sophronios. Vgl. N. Kraanoseljcev, tJefaer
tU* litBKtarlie Srklknmseii, Odeamer Jnbrb. 4 (1894) Byz. Abt. 8. 178— 257. Beriebt von
LKirtx. B. Z. 4(1»9.M 34.
2. Uilfanittol: Fabrieiua. Bibl. gr. II, 155— 1»2. — Ueber die Ifomilien vgl.
A. Balterilli, Dinniaitio crilica de homilUs Germnno irisrriptis, Svllogo Mnnumnntor. 2
Ob« iS&4) 24S -&i. - Nach eiucr Notis bei A. Mni. Spii^ibg- ilom. 7 (Rom 1»42) 74
Mrda Ml Toll drr ScbotieD des Maximoa C<>nfeaaM' lu i'seudodionva Germnnos xn^ebilrea.
8. Zasi Loben: Vgi Tbeouhanea, Cbronognphia ed. de Boor 2. hW. — AotaSä.
Uni 3, t&5 fr. — Eiao anon/ne Biographie dea Gennanov aus dem !< .Tuhrh. ed. Papude-
fttia» Keramana, MmfioyoQJärtiot flißXioStjirij, 'AvMaia Mlrjrixn. Kpel 1884 S. 3 -1?.
~ flefata, Coacilieiis«a«biehte 3, 2- Aufl. (Preiburg 1877) 863 IT., S72 ff.
4. Von Oennaaoa' nuiiiitEelbaroni Vori^&uger, Johauusa {'f'iXh), ist eiu Brief an
4ts Papat Konalaolio I (708 — 715) cihallen, der aicb auf aeiae Haltung gegenOber der
iSracJe boiekt. Ed. bei Migne. Patr. gr. 96. 1416-1432.
!&. Litterarische Vertreter des Ikonoklasmus kennen wir nur in
^ringi-r Anzahl. In di-n Aktt-n der 7. allgumcinc-n Synodu worden keine
Schriflr-n der Bilderfeinde genannt mit AuHnahino des Beschlusses der
üuiiMiktaKÜRcheD Synode von 1^\, der vermtige seineB Umfangen einen
litt«r«rischen Charakter besitzt. Der Kampf gegen die Bilder wurde tlbri-
gnui bekannt^^rmassen mehr mit den Waffen der SohUiton als mit der
Podor der Theologen gefllhrt. Da jedoch Leo HI der Isaurier einer thoo-
lag{BG))en Grundlage (Ur »ein Vorgehen gegen die Bilder nicht entbehren
woQte, M mSgen weht die ersten theologischen Gegner des Bilderkultea,
die Bwohcfe Konstantinoi« von Kakolia in I'hrygicn, lliomas von Klaudio-
pab nnd Theodoros von Ephesos, zur Scliri fUit4}llerei angeregt worden sein;
web iicheint Johannes von Damaskos Schriften der Bilderfeindo bereits
gHtannt zu haben. Unter dem Namen des Kainera Konstantinos Ko-
pronytnoa (741 — 75) erschien ein grösseres Work gegen den ßilderkult,
toa dem Nikephoros von Konstantinopel umfangreiche BruchstQcko in
Mhw Oi-gnerrichrifl gegen den genannten Kaiser aufgenommen hat, Im
mfteo Bildenttreite lietw Leo V der Armenier (81S — 20) durch Johannes
fimamatikos mit dem Beinamen Hylihi!* und .\ntonio8, der später Bischof
•«■ SjrlSon wurde, einen Thesaurus der ikoiiuklastischen Theologie aus-
arimtan. in dem Bilwl- nnd Vaterstellen ge^'cn den Bilderkult zusammen-
{■tngMi worden. Kine Klinliche Sammlung war schon auf der ikono-
U
S8 Bjniitiiiüiobe Idttenttargeschicbt«. I. Pros^Mche litteratar. ^^^|
kla^tisclifn Hyitodu von 754 angi'U'gt worden; beide sind verloren. Einige
ikonüklustische Qedichte von Johannes, .Sorgiott, Ignatio» und Stephanos
hat Tlieodoro» Studitea vor dem Untergang bewahrt. ]>er l'atriari;li
Michael Koiulflrio« (g 20) orwfthnt endhch Schriften (aeyypnfiuuia) eine«
Ikonök)tD«teii Gerontios von Lumpe, ,dtir das fiift seiner Uäreaio in Ervta
vcrbrciteto". Der Verlust der früheren Schriften der Bilderfeinde iat auf
den it. Kanon der 7. «%node ziiri1ck;tiif\thren , der verfügt«, das« alle
Schriften gegen die Bilder in die biechüfliohe Wohnung ku KonKtantiuopoI
abgeliefert und lüer mit den übrigen liäretiscliün Schrifton bcateiügt wer-
den sollten.
I. Dar ÜuaoblusH der ikonohtiuttiHclifln Synodo diut JahroM 7ö4 atchl in den .\kUn der
7. allgonniineu Synode bui Masai. Cuncilia 13 (n^'l 2U&— 3C3 mit t'sarr uiufiu)grt<iiihen
Widerloguni^, dt-ron Verfnumtr uithl gcnonnL wird. Vgl. Hefulo. CuncilicngMcliiclite S'
(Freibarg 1877) 412— ]7, 470 f. — Dio ÄuiaU^u uus der Scluin dun Kunatuntiui» Kopru-
nymoB bei Nike[iburuii v. Kpel. L). 3 Antirrbotici udv. Cuutdiuitiauin Courunyinuiii (§ 17).
Die Nnchriclil«!! Dbor iluu Tbeskuruii dva JuhHnnt>ii OriiinTiiatilcoa und dus AntunioB voo
SvUnn bei (l«<ui Seri|itor iucvrtus de Leone ed. Bonn. S, S.')0 IT. und Tlieonhunas «uutinuiitiis
oü. lionn. S. S3. — Die Oediclite des Jübaones «te. bei Theudorus Studitea, Refutütio in-
tiornm pocinRtum. Migne a. a. 0. 434 t. — Die Erwilinung dos Qeronlins von Lavp«
ei Hiona»! Keralarios. Horoilia in feetutu urtbodnxiae, Mi^ne. Patr. gt. 120. 736.
2. Uaber die Tlieologie der Bilderfeinde euiigei^ bei Ü. SchwarEloae, Der tfildaratnlt,
Gotha 1890 8. 82-101.
la. Johannes von Domaskos {'tmm-vrfi ä Jafiatrxj^vit;) ist der her-^
vorragendstw Vtrteidigei- dos l{ildi'i'kult<!s in der ersten Periode des Bilder-
streitea; in der Folge wurde er aber nicht nur allen flbrigen Polemikern seit
dem 6. Jahrhundert vorge^zogcn. die griechische Kirche anerkannte ihn sogar
als ihren grössten Dogmatikor und vorluiht ihm dioees Ehrcnprädikat
bis auf den heutigen Tag. Nach der Biographie, welche der Patriarch
Johannes von Jerusalem im 10. Jahrhundert verfasate, wurde Johannea
gegen Ende des 7. Jahrhundcil« in Danioskoa geboren, als Sproi^s «inor
Familie Man.tiir, die im erblichen BositzL- eine» ^arazeniiichen StAatftamt««
war. Kin »izUiunischer Mönch Namens Kosma«, der als Kriegsgefangener
nach Oamaskos gekommen war, unterrichtete Johannea mit seinem Adoptiv-
bruder Kommas in den kirchlichen und profanen Wissenschaftun. .lohaunes
Obernahni wahrscliciidich zuerst dtis Amt seines Vaters, war aber schon
danial» litterarisch thätig; bald nachher, sicher vor 73€, zog er sich in da.<i
Sabaskloster in Palästina zurllck und setzte hier «eine litterarischc Thätig-
keit fort^ Die Nachi-icht seine» Biographen, doss er hier seine Schriften
einer Revision unterzog, findet ihre Bestiltigung in dem Vorbundensein
einer doppelten Rezension einzelner StQcke. Wälirend Kosmaa Bischof von
Majuma wurde, verblieb Johannea als Presbyter in dem >jabaskloster, wo
er sehr wahrscheinlich auch starb. Sein Todesjahr fällt sicher vor 754,
da in dicHcm Jalu'e die ikonokloHtischc Synode Ober ihn aU Über einen
bereits Verstorbenen das Anatliem aussprach.
Der litterarische Xachlaäa des Johannes ist ziemlich umfangreich; er
umfasst aber auch (gedruckt und ungedruckt) unechte Stücke, die ihm
wegen seines theologischen Rufes spilter untergeschoben wurden. 1. Aus
unmittelbarem polemischen Intereasc gingen seine 3 Reden gegen
die Bilderfüiiide hervor, von 726—787 vorfasst; drei woitore »ind unocht.
J
L ThMlogi». A. Dogmatlk und Polamik. ($16)
Eh borrscht in dcns^^lben «in frischer, von iiinor«tcr Entrilslung getragener.
polemischer Ton, JohAiinc« wagt 00 »ogur, das Prinzip aiiBziisprcrhen: Oi<
ßtttiili*>r tau rofio^tttiv ri} fxxi.i^ai\t, wt'lches dem KäHarnpnpiritiu)» Leoa des
luaBrier» »chnorstracks widersprach. Die 3. Rede, deren Echtheit zwoifel-
haA ist, bringt bereit« eine Systematik der Bi]derltdir(<, die von Nikephoros
and Theodoros Studile« weiter nusgebildet wurde. Schon hier zeigt »ich auch
Ce wesentlich positive Richtung des Damaskenern; am Ende einer jeden
EMe bringt er zahlreiche AuszUge au» den früheren Vfitentchrifleii. zum Be-
bqfB seiner Lehre. Von den Vomikänern »ind hier Klemens von Alexnndricn
Dod Hethodios von Olympos vertreten. 2. Ein ähnliches aktuelles Interesse
führte Johannos zur Abfassung einiger kleineren dogmatischen Ab-
htndlungen, einea Glaubenübekenntnisses, das er dem Metropoliten Petro»
vra Dwnosko« Oberreichte, einer Schrift gegen die .takohiten. anderer
ptftti NesUirianer, Monophysiten, Monotheleten. Sarazenen und Manichäer
iCnalikiaoer). Darau schliessen sich kurze liturgische und asketische
Schriften Ober die Fastenzeit, den "J'/iioc t^iffäyio:, die acht Geister der
8(lilcchtigki'it. welche noch direkter durch ihren Inhalt und ihre Adi-oe-
tatcn auf die palästinischen Mi'inchäkreise hinweisen. 3. In das Gebiet der
Exegese gehört ein Kommentar zu den paulinischen Briefen, der wahr-
■chfinlich Oikumenio.*» und Theophylakt als Vorbild diente. Er beruht
huiptsichlich auf C1ir>-i<;o(^tomo8, Kyrillos von Aloxandi-ion und Theodoret;
NiiD niliere Untersuchung wird wohl nocfi weitere Quellen feststellen. 4. Als
Homilottker ist Johannei« nicht her\oiTagend, soweit sich aus den Ki Ho-
iaKen aaf Feste des Herrn. Moriil und anderer Heiligen Mchlio»!e;en liUist,
ili« unter seinem Kamen gedruckt, aber zum Teilt» unecht sind. Das
TDO Theophanoa erwähnte Enkomion auf den zeitgenössischen Märt>Ter
EVtroii fhartulario» befindet sich nicht darunter,
5. Über alle diese« Schriften ragt Johannen' Hauptschrift, die
QneHe der Erkenntnis {Uiiy'; yt-töatuie:) hinaus, die neben den Reden
Kbtr die Bilder sc-in hohes Ansehen begründet hat. Sie zerfällt in 9 Teile:
Dv erst« {li*<füXaiu tfiXoauifixä), der in einer lungeren und einer kürzeren
BcmwioD vorliegt, besteht aus dialektischen Begriffsbestimmungen Über
Siia, n>H4'n, Substanz, Hypostase u. e. f., die aus Aristoteles, l'orphyrios
und Ammonio« gCflchApIl sind. Der Vorrang in der Heranziehung der
•ri^toteUscben Dialektik gebülirt aber nicht ihm, eondern Leontios von
Byzaoz, von dem Johannes auch manches, insbesondere den Begriff der
KnliypostaMe, herübergenommen hat. Der 2. Teil {Ih^l mQr'trtmv) bringt
«M Anficrihlung von 100 HKreeion, die auf Epiphanios, Theodoret, Timo-
thcM von Konstant inopel, Leontio« von By^anz und i^ophronios von Jenisa-
len Birnckgebt. Sellxständig scheint dio Beschreibung der 3 weiteren
Ulraneo Avn Islam, der Ikonoktasten und der ÄposchiHten zu sein. Der
S. omfangreiebste Teil (100 KufuXctta dayucmxä, "^xdom^ cix^tjltjt rr^i i^ito-
itfmv n<arn»i) ist der Versuch einer voll&tilndigen Dogmatik von der
Oottcsivhre an bia zur Lehre vom Antichristen und der Auferstehung, Die
BehandluDg ist im einzelnen sehr ungleich; fast die HiUftc der Kapitel
«tnilt auf die Cliristolop« (Kap. 4ö— 81). Die Systematik ist nur für die
lahno von Üott, von der SchSpfung, dem Menschen und von Cliristus
d
70 Bfeontiatsche LittenktorgMcbfchte. L PioBftiaobe Litt«ratitr.
(liii'chgurührt; in dun 12 luLztun KapiLuln fublt sie nah»2Hi vollKtätidig. lu-
haltlich hielt sich Johann?» streng an »ein Versprechen: 'E^m iw/n^tfi' ifiir
oi6£v. Die Kirchftnvätcr, au» ilcrcii Aiisäprllchen uns Ganz» gewobt ist,
sind «oltfii unnihAft gemacht Diu Hauptnutoritftt ist Ürugor von Nazianz;
nehcD ihm üiud diu 2 Uhrigen Kuppudokier. Dionys dur Pseudoareopagit«.
Kyrill von Aluxundi-ien und Läontioa von ßyKanz am häufigsten hcnutzt.
seltener Athanasio«, Chrj'BOBtomoa, Epiphanio« nnd Maximo» Confeissor, Diu
vomik&ni»clie Litt^ratur ist, »oviei ic^h --sehe, gäiulich ignuritrt; Origenes
wird nur gonaout, um bekämpft zv. worden. Von d»n Abendländern
wird imr der Papst Leo zitiert. Als Ganzes betrachtet, ist diese Schrift
sehr verdienstvoll. Abgewhen von der umfassenden Kenntnis der aristo-
t-elischen Philosophie, der HtLrosiologen und der Hochpatristik. die Johannes
darin an den Tag logt, »etzt die Ausrülirung de» Uanzen ein nicht un-
hüclüuteudiü Talent der Systumatiweruug voraus, wenn auch Vorbilder wie
Theodoretä 5. Bu<;h des Haeretlcarum fabularutn Conipendium vorlagen. D«r
Inhalt %'ermittelte einen relativ voUstftndigen Überblick (Iber die theo-
logischen Fragen, die in einer UnmUMO von Elnzolächriften behandelt
wai'un. Diese Vorzüge, verbunden mit dem Umstand, dass frühere Kom-
pendien verloren gingen oder zu unvollständig waren, und gehoben durch
die Gedankenarmut der Folgezeit, crklftren es. warum die nt^i] yviäistmi
du dogmatiHche Uandbuch des griechisohen MittchilterK wurde und blieb.
Diese Vorzüge blieben selbst im Abendluiide niclit unbeaubtel. Durch die
Obersetzung des Burgundio von Pisa im 12. Jahrhundert wurde der Haupt-
teil der Schrift dem Abendlandc zugänglich, und bald gesellte i<ieh dazu
der griceliisehe Test. Johanni*» urfn-utv isit-h hohen AnttehenH lM.'i Petrus
Lombardufi, der ihn zum Muster seiner SentenzenbUchor nahm, «owie bei
Thomas von Aquino, wenn er auch fUr die Ausbildung der Scholastik nicht
von niassgebendvin Einflute« wurde. Die Scholastik hat ihre Ideale von
Augustin, dem grossen Denker, nicht von Jobaanc» von Damaskus, dem
Konipilator einer späten Zeit, empfangen.
1. AnsgubuD: YÄue G«BBiiiltiu8g«be jilant« luoret J. Äubert, der lu diuMoii
Zwecke viol Halerml vun Leu Alliitiuit. Catalogua operDTn & JotumisDainaeceni in Xvfifu*im,
Köln 1(153,2, 448--4&3 orbielt. NaobHeio nutih Coinbofin nnd Labbe. Conspoctus nur»
odiÜoaiB oDiniuin op^nun 8. Jean. Dantaac, Paris ))l.'>3, nirbt zum Ziele knnu'ii, vnrinstiilM«
der Dominikaner M, L«quion dl« einilge tiesAintiiiiHgitbo in 2 HAnden, rnns MVi mit um-
fnngrekhen l'rnlftioineiia hikI DisaertsHoncn litti^rar- unil clognii'iiliistoriscli<in IiihnltiMi. kh-
godriiokt in Veniiciin ITiS nnil bi>i Migne, Putr. gr. 94— 3ö mit den von Uiilinndi und
A. Mni nou verüilcoUioht«!! Scbrittcn, — P. TaDnäry , K«vuu des ätnilas gr«c<|UU!i 6 (11^93)
85—91, 273—277 veröffentlichte Probon aus t-inv-r uubeJüutt'ndeu und sicher uoDcbten
Snnunlmij,' von Notiinn Hbnr olle PIiiloso|ibci], KöniKU. rnjIbiBibe Pctsunon u- u. VgL
U.Z. 2 (1K9») 6^7 f.; ■A (1894) 19S. — Aucb suiiHti|;(! Ktt^iuigkeiten «iud ia oxtueXnco Um
ohne Grund mit dorn Mamco itos JobuuncB geBL'hmUukt ivurdtMi, t. B. der Tiuktiit aber die
ToI«ufGi«rlagu. vjil. K. Krumbachor, Studien tu den Lug«udeu di-s bl. TbeodMio«,
Sitiungsber. bayer. Ak. 1892 S. 345, viellviobt auch das StUrk Htfü tiür ÖQHiirtiair, du b«i
MigD», Petr. gr. 94, 1001—4 und bv«aer bei N. Politos. J'ntiäSut fimu^oXoyixol /iv9at,
AUi«n 1&?0 S. f> f. ediert ist, Uober die Ansgaben der «inzeluen Scbriftou \%\. Loif uion und
J. Lnngon (u.a.). — (.'«bersolztiDaen der Hifft} yrnJamK: Die lateiniscbou CebcrMtzUD^cu
von Iluigundio und dem Knrraoüter J. B. Panetina (diese s. B. in cod. Fetrur, 198) «ind iiooh
UDodicrt. DioUebersetziingdesKxaroben Jehannesvon Bulgnrion ed. A. Ponor.Moaluiu lälä
(msaiioli). — äcbuli^n zum dritte» Toil der lliiy^ ;'viJafait- enthnit i. I), eod. Vind. theol. 200.
— Tobl und Anordnung dor Kapital (euch dnr Iheologisuben) zeigen in den llaa luancbe Ab-
woicbungl^n.
2. Hilfamiltol: Die Proiegomona und Disaertationon in der Ausgabe von LeijuieQ.
J
1. Ttwologle. A. Dogmftttk und Polemik. (§ 17)
71
KC. OadiD, CoBini. <l* wript. ocol. I, I7I3— SS. — Fabriolus. Bibl.gr. 9. 682—744. —
■ftcr di« SpTMclio dM Jobannns «. Zotnabor);. Not. «t. cxlr, 29(1866) I, 18 S. — Bard«ii-
lawor. Patrologi« S. SJO- 46. — Fobpr di> Schrift von den * LiiHti.Ti;t.isliini: 0. Zocklar,
Dh Uhntndc von d«n aMib«! IlanpUIlndon, MQnolieti 1S93S. ^3 IT. VitlU.Z. 3(1K'J4)424. -
HoaoKraphJAU: AjtORtolid», tlip'i 'laiärroti lov Jafitiattjrav 18SS (mir iuixugfl.ngtiali].
— H. J. Grnadla1in«r. Johuincn Dttmuccnan. AcfldcmMch Proofskrift, Utrecbt l!j76, vor-
Itcitet «Mh bcaonden Ubor HDUie dDgmengowbichtliohe SUlloog. — J. Langen, jobantiea
nn DiinMkit G%Mui 1679. Sain« litUnubirtoriiwhfii Cnteraoohuii^en (S. 1&— 368) geb«n in
4cr UuptMcb« llb«r La<iuice nicht htnaiM. Dio Vitn S. Artemii, doren [Jnechlheit vou
tofta DMbfMwMM-n wind«. Ut von .lohannc* Kbodios (vgl. § HS n. &) vorfnsat. — .r, H.
Loftan, 6LJ«l)ii<ifI><iinMkua, London lÜM (mir anxui;nngTio)i). — KnrTbeolngie dos Jo-
boMei i. Bneli, Doicraeafmehiehle du Mittolultrni 1 (Wion IS7S) 49—76; tur Bilder-
kbi«! K.Schwnrilotie. Der Bild«nilr«j(. Gotha 1>^'M &. 123— 22Ü im Zii&unnianhiuig mit
ItrHiMkgio d«r Utldvrrreimd« Oberliaugil. — l'obcr deine AbeudmuhlBlohTp vgl. Slcifl,
JlktUdMr tut denlaobe Tlieulogi« VI { I8ÖT) 37S~2S0.
8. Zum Laben; Die Glle«t« Biographie dM Jofaanoi-» wm umliiach i;i>schriobcn; Hio
h^ irr ütiecliMcJiea Tita la Qnuide, die der Patriuth JobauuuB von Jonwalem If ÖdO),
4« Mb nbrr nncb atarfc von der inxwjselien Rebildeton Legende beeinflusMD Keeo. vur-
(m( ket. W. bei aiigne. Patr, gr. H 429-^490, — E. Boavy. Änncrfontiques totiiques
ianU vie ie St. Jena Dariuso^ih^, li. '/.. 2 (1^!)3) 110 f
4. SaMM. Liixi«on. cd- U. Uoraherdj- I, 2 |Mn11i>iind BrAiinschwcig lHi2) 481 erwShnt
riam .tiyi>{ mrrifp'ifxöi rof" iCmiroxariiöf des Üischofee Kniphanioa von Soljmbria in
Anden, der wolil ein Zfltgcncun dce JohaaneB von DamasKos war, von dem «ob aber,
n m «cfaetnt. nichtn rriioltcn hat.
5. H^ndiiclirifllich oiiatiercn ■•■inigo anonyme Abhandlungen flber den Bilderetreit,
L K in ooJ. Ambro«. K. 121 sup.»«eo.l2foLIA9-170',ood. Paris. nSäAsnei;. l-lfol. 199-2)0".
C«i Bodl, Miac. 54 MMt 16 fol. t— 73 enthalt «inon Diaing (wiscbon eiiHMn Ikonnklnslan
■d «terai Orthodoxen. Ed. ist eino uuuonyme Abb. bei Migno, l'nti. gr 109,501—516.
6. Theodoroa Abukara, Bisdrur von Kam jenseita des .Itirduna oder KarrhS in
Iwgwtaoiiw. gilt als «Ja SchQlet dm .lübannus von Diunoskoe. Er ist vivbifr veraohieden
*W im Biacbofe Hieodoroe vuu Kani'ii uud sptttcr von Luodikcu. dem AnhiLugur und
ilttvia Peiad rm Pliotioa. mit dem «r uft vcnruehBelt wird, Uiiter (»eioein Nameii Kebvii
IIUldM Abliudhumbei Migne. Pnlr. gr. 97, UU8-1600. KOgeu Neatorisner, ÜuuupliyuteQ
ftüfMcfciliu. JakoMl«n, TritLeiateo. iVraber und Juden. Eilige liegen in einer apaiurvu Be-
■MWB vor. VieUeicbt waren sie ursi'rQtiglicli arnbisoh geacbrjeben, wie eine üotjz vor der
1 AUmadUiBg uideaM. die von Michael S,vnkeIloa von Jeruntem Ittiersetzt eein will. — Vgl.
n. Iltig, Canneot. ad Tbeod. Aboc. epnecul, de bnptismo ddelium . . .. Leipzig 1698. —
L«o Allaliu». Diotriba de Theodoris od. A. Mai, Nova Patr. bibl. 6 (Kom 1^63)2, IG9-171:
L Allatina be^aw eino lle (vinlieieht cod. ValUcoU. B. 63 a. 13), welche dio Opuncnln 'l'Uco-
im in 1^ Baal Uli Aninh] und boMerem Texte cmtJiiolt. — NBbere VnlcnnohungvMi fdilen.
17. Nikepfaoroe (A'ijd^^-epoj), Patriarch von Konstantinopel {806—815),
ist neben Tlieodoros Studites (§ßl) Hpr Haiiptverieidiger des Bilderkultes
ÜD zweiten Bildertttreit unter Lo« dorn Arincnier (813 — 20). Seine Familie
gibört« EU den angc^oticmstcn dt'r Hauptstadt; »oin Vat^r war kaitter-
bcfacr SeJcrctir und wurde von Konstantin Kopronynios in dio Verbannung
gMchicfct. Ntkophoros, ebenfa])» kai^erliclier Sekretär geworden, wohnt«
Jbt 7. Synode bei (787), zog sich aber bald nachher in eine wilde Einödo am
UtnoifcheD Bosporos eurilck. Sein Hiofin'nph rflhmt meinen Eifer in der
PAa^ ivr weltlichen und kirchlichen Wissenschaften, denen er in dem
von flun oi4iaat«n Klo»t<T oblug. Beim Tode des Patriarchen Tarai^ioa leitete
tr du grosse Hospital in Koimtantinopel und wurde zum Nachfolger des
nntarbenen Patriarchen bentellt^ Die Miüncbapartei, an deren Spitze
TlModor von Studion und dessen Oheim Piaton, der frühere Abt von Sakku-
6011, stasden, waren tichon mit dieser Erhebung dos Xikepliuro» unzufrie-
dn, wtiil dieser bis dahin dem Laienntande angehörte. Alis bald nachher
de* nnie Patriarch dem Kaiwr Nikephoro» in Sachen des müchianiachen
SInit«« weit entgegenkam, trat die Op)K>.sition auch an die Öffentlichkeit.
Di* modgvn MOncho bOosten jedoch ihr Vorgehen mit der Verbannung.
72 B; Kantini Hche UttoratnrfMchlGht«. I. ProBBiBche Litterator.
Unter Michael I Khangab« kam die Verafthnung zu atande, und
dor Armenier den Bildt>r»ttrcit wicdor Hnfaclitc. trat Nikcphoros mit einer
Entechiuduiiliuit auf, dif iliii den berühiiitostuii VvrtiHdigurn dur kirchlichen
Freiheit heigeselit hui. Die Verbannung (Mitte Mai 815) brach Meinen
Mut nicht; gleich wie Theodor von Studion entfaltete er eine ficborhat^
Th&tigkeit xu dunxt«» dos ßildorkulte». Die Bedingungen Michael» des
Staintnicr», die ihm die Thore Koniütantinopcltt unt den IVci» de« Schwei-
gens öffnc'loH, vurschinUhend, verharrte or im Kxil bis bu seinem Tod»
(829). Neunzehn Jahre später wurde sein Leichnam auf die Anregung
des Pntriarchen Methodin» feierlich nach Konütsntinopel übertragen und
in der Apo-ttdkircho beigesetzt (847J.
In die Zeit seiner Verbannung fallt die Abfajtsung aller seiner theo-
logischen Schriften, mit Ausnahme der verlorenen Schrift gegen die Juden.
Kataphrygier und Mnuichüer und einer kleineren Abhandlung, diu zu Beginn
de« Bilderstreitee vurfasst wurde (Apologoticu« minor). 817 folgte eine
grUssero Schrift, diu von A. Mui mit Unrecht in zwei zerlegt wurde : LI, 3 Antir-
rhetici und ApologeticUH maior pro »acri« imaginibus. Der erste Teil wandet
sich gegen den Vorwurf, da»!» der Bihlurkult OStzcndienst sei, währeiid im
zweiton die chrietologischon AiisL-hauungen der Bilderfeinde bekämpft wei^
den. Hier schliesst sich Nikephore« an eine Schrift des Kaisers
Konstantinos Kopronymos (er nennt ihn slSndig Maftwvä^) an, aus
welcher er viele wörtliche Auszüge seiner Widerlegung vornussebickte.
Drei weitere Schriften beleuchten die Aussprüche von Makarios Magnes,
£usobiog von KlLsarea, Pseudo-Epiphanio«, (Iregor von Xazianz, Nilos. Basi-
lios von Süleukia, auf welche die Bilderfeinde «ich stützten. Eine zweite
Hauptschrift des Nikephoros ist noch unediort, Sie «tollt idch als die
Zusammenfassung alles dessen dar, was Nikephoros früher über die Bilder
geschrieben hatte. Ihre Herausgabe würde unsere Kenntnis von den] littera-
rischen Streite sicher erweitern. Die gedruckten, in denen sich Nikephoros
alK-rdings vielfach wiederholt, zeichnen sich aus durch edten Fmraut. aus-
gedehnte Kenntnis der Bibel und der patristischen Litteratur, Vielseitigkeit
der Gesichtspunkte, Hchärfe der Dialektik und eine kraftvolle, Qiesscnde
Darstellung. Dus lange Exil veruiilasijle Nikephoros gleichwie Thuodoro«
von Stadion sicher zu einer ausgeJi'hnten Korrespondenz, die auch
durch seinen Biographen bestRtigt wird. Ausser dem Brief an Papst
Leo III ist jedoch nur ein Fragment aus einem Brief an Leo den Armenier
erhalten. — Über Nikephoros ids tlistorikor vgl. Krumbacher.
1. AUHgubi-iir Auäiiilmuti DHn<luriu« bereitet« eine (tesnintHiiHgabfi vor: Oou-
spectus opuriiin S. Nkeplion, patr. C^pll.. quAO pr(ipi>äioni duobus tomiä edenda sunt H
quoram uauea hacUnna «i<lltn fnernnl, «um iiit^rgir^tÄtiono Intimi, notis et disMrtatiniiibu«
critici«. dnttDiiitici« et historicin, Purin 1705. .Sie iat nicht erschienon. — Nachdmn Coin-
hofis und C.ini*i<ia-BBsna£« einiges hornusgcgcbcin hatt«n. veriJffenÜiohto A. Mai, Nova
Palr. bibi. 5 (Kont 1849) 1, t — 144; 2, 1 — 142; 3. 1-271 don unocbischoR Text dw
ApologoticnH mttior und minor; Abgedruckt bei Mign«. Pnlr. gr. 100, 201— S50. — Di»
abrigem gednickten ijchnfteii ed. pr. Pitra. Kpicilog. SuIc-bri.'I (Varia 1852)80-2—503; 4 (1868)
28S— 3ö5. — Rinen weiteren Bund mit Sclirifteu des Nikuplioru» bezeiclmete Pitr«, Ann-
tccta aiurn et elasaic^ 5 (Rum lS8ä) 4Ü ata druckrcrtiK : dereelbe ist aber niobi ei-
Bohienen- — Ob tu seinen unodierten Scthrifteii nneh die Vita S, Andr«ae iuniorie gohori,
dlv Ulm in cod. Paris. 1&47 a. 1386 fol. löä— 219* nurMohri«b<Mi wird, ist uocb tu unter-
enchen. — Zu notierMi ist aucb cod. Coisl. DS saec. Iz fol. I— (>03.
1. ThMlogie. A. Dogmotik ond Polemik. (% |8)
73
^g 3. llilfitinilUI: COudin. Commi-at. de arriptmlms r>i>d. '2 (I^i|</.ii; ITS'3)4^I0. —
K^ricin«, Bibl gr. 7, 603—1132. ~ A. Elirharil. W<?ttM und Weites Kirchen ioxikun a,
t. A«ft. (Fraibarg IttS) 249— 3&9. — Ueber soin kirdilich«» Wirken «. J. HarKflnriJtlior,
PMJM I. 261-268.
3. KiosrQpbJBcheB: Bald luob Minam Toila erfaidt Nikvphoroii «inoa Biaf;re{>hon
k d«r rprwui dm DUkoouH und Sk^uophrlax l^nntioa. Der Sitte der Ii)^ttntini8<ihcn
BafwmpliM cntiptcclieDd. Iial I^nntiu« die Slri^ttis ketten xuriaclicn dem rotrinrvJioa und
im lUnebqwrt«!. die wir durtJi 'rlipu;>liaii*i». Clifona(i;nipliiii «d. ile Itoor 1. 4X1. 4M
kcHMB, mnvlliiit geloMcn. Die Vittt am besten bei de Buur, Niuo|itiuri «roliiep. CpolitAni
iPMCiLi fciatoric*. Loiinig IS80 S. ISO— 217. — Den emfiiixeiidcn Uericht iloa ('reiib)U*rB
ntafhaoeH Ober aas Exil and di« TVsDBlation de« Nikepboroa od. nr, Theophiloa
Jaanna, .Mnj^fi's liytoloyaä. Venedig ISS4 S, 11^—128. — Andere Nidiriubtun bei d«[i
OnoiatM Tbwpliui««, 0««rf(io« Monnrtios u. r.
4. Tarasioa, iler uamitlolbare Vorgänger dea Nikepliuros. enUtammt« «iner anjju-
•tbiaen Familie v«ii Kiwi. Er wurde als (i^lieiniHchrKihpr dor Eaisi>rin Irene aam Hnub-
htfV dea UceaaUaitiNlifa Pnulun orkoran (TA4) und «iwnrb sich höh» Verdienst« um das
iMtudekodanen decr 7. 9]rn<jde (7)<T). auf «clrlicr der ilildurkiilt wieder hergestellt und
ftMlOfledi befrtod«! wurde. Auf diosc Angoltigpnheit linxiithrt) weh die (■ Briefe, die
im tM erllklten nnd. nnbst ciaer Homilre uuf des (Vst der Vonitclliini; Mnrill im Tempel.
Übten wn4a ihm mit l'nrccht at'geipradion : die rnlRmik gr^gfin dio iknnoklnMen be-
tlUfH die llud>chri(tlicbo Uebetliefrruog. Kd- mit dc>n Itriefen bei Mignc, Patr. gr. 98,
UMi— LSOO. Sejae Rede en daa Volk bei atioer Krnennuui; hnt 'lliooplianee in s. Chronik
nipvdaunea, ed. ie Boor 1. 456—60. — I^iiatioa DiakoTion iirhrieb nach eine Biographie
i* T^ranon. Den griecbiaoketi Test ed. pr. J. A. Heikel, Act^i Soriotatis ecicnliuruiii
Fhbmu 17. UelaniKfon 1S69, mit Kommentar und Indiüna; aunh napamt.
5. EtM Lobrede auf dje Vüter der 7, Synode vun Epiphanios, Diakon vou
Kilasia. ist in den Akten der Synode erballoQ bei Manei, Concilia 13. 442—438; ubge-
^kl bei Migne, Patr. gr. 98. 1318-1332.
6. Igaslios DiakoDoe, dem Biograplien der Patriaroben TBraaioa und Nikephnros,
wM aach eine ViU 8. OreRoru Dekapolitae (t »17) a. B. in don codd. Paria. ^01. l!>2f,.
IMP ngeMibnelien. Ob ei« mit der von Tlieopliiles Joannu. Myij/iirn liyialoytxii
& ISS— 164 pulitiiieilen eoonymen Biographie dee Oregorios Dekapolites abarsinslimml.
*M dahin. Narh UontfnDcan, Dibliotb. biblinihncnr. 1 fPans 17^9) 186 wiren in der
Yirtn— i Bour ein« oder mobrcre ^i-hrif)en für d#n Büderkull unter dpm Namen den
I^riiw DiaCoaM vortiRDden. Dieitn Angnbn muss erst noch kontrolliert wordnii. Siiida»,
tttftaa «d. 0, Bernhardj- 1, 2 (I8.>2) 937 schreibt ihm ondhch nebal Grabioden luid üUm
latU Briefe u. die n. Vi. nocb nirgends aufgotnuclit sind. — llrbor Ignatio» nU Dichter
t(L Krambaober.
7. t'ntvr dem N'amea dea (iregorina Dekapolilos arlhnt goht <^n(> auf die Be-
trbntiN; eiiws SarueDon bMOgliche kleine KraJlbliuig. Gedruckt bei Mign«, Patr. gr, 100,
1301 ms.
fl. Thoadero* Grnpto«, dem Bruder ilot Dichters llieaphnnc^ wurdo ochnn frlth
m«<dU battdaekiifUicIi (k. B. in cod. Pari«. 910 Meo. 10) als in Zilelcn npaterer Ky-
nntiaer «. tl. de« Joliuinca KypurisaiotiHi. die Schriften dee I'otriarrlicn Nikeiihoroa nir
tan Bildetknlt zugeeign«-!. CombcfiN, Oricinum rarumcjuv Cpulitnn. mimitiiilus, ('urin 1064
& IM* bat ihn intttm lieber woine lum Verfaaaer der V'itu Ni('l^I>hori de-^ Ii;iiBlioB gemacht.
fidMT atenunt vom ibn n«r eia Brief an den Bisobuf ,1obnnii»s vun Kyiiku« üKt «etiii- und
«■MM Bniden l.eiden unter Tfaeuphiloa (829—842]. der in ^eioo Biuginphii? iiiirKi;ii'>i"Tii<:'n
««nie. Letriaa« wnrde nodi bei Lebieilen seine« Bruders Tbeophaues. der nia Kniliiärhof
<•■ NikJU Mit «taik. Terfaxat, Ed. pr. Combefie a. &. O. S. 191-213. — Rinn Itede
im n««daroa Onploe bbvr die Verstorbenen erwilmt L. Allatius, De purgaterio, Korn
ICU 8. 211.
y, B)>arl«e rencbollen int die Abhandlung in (iunntpn don Bilderkultee, dio Sophro-
aia«. Patriarch Ten Alexandrinn, zur /^it den Keist^m Thcophib» (M3)l— S42) rerfnaslo.
T|L Bta^fdiiBa, Anulc», Migno. Patr. et. 111, 1137.
16. PhotioB ('t>*ätio() ist in der byzantinischen Kirchen- und Litteratur-
gMdiicbtc eiao einzigartige Er.scli«inung. Ii] nein«r Eigennchaft a1» Kir-
eli«Dffirst, G«l«brt.('r und Theologt* i»t or nicht nur der hedeut*ndftt*
KiBM d«e 9. JafarhuiidiTt« ; er nimmt auch in dcv Gom'hichtc von Byzanr.
f^tiillo tfin, die nach ihm keinem Byzantiner mehr beschiedcn war und
deo weltge«ohiclitlichen Grössen zagesellt. Diese Bedeutung verdankt
74 BfssntiiiiBcba LitterntnrgeMibiolite. L Prosaiache Littftntar. ^^^h
er in erster Lioie (teineni Wirken nis Pntrinrch von Konatantinopol Nach-
haltiger und zugleich verhängnisvoller hat kein Patriarch von Oetrom die Tage
seiner Wirk««,mk(>it auf dem grossen Bischofsitze der griechischen Kirche
in den Annalen ihrer Geschichte verzeichnet. Er ftlhrto den ersten ent*
echeidenden Aushruch jener ti'ennonden Bowcgung zwischen dem Morgen-
tind Abendlande herhoi. die mit d»r Gründung KonsUnlinopels ins Leben
trtt, durch diu christologiächen Kämpfe, noch intensiver durch den Hilder-
ßtreit, genährt wurde und zwei Jahrhunderte nach ihm in dem defiiiitivcn
\l\sH zwischen der griechischen und der lateinischen Kirche ihren Ahschluss
fand. Der I'erȟnlichkeit deti I'ludios. so mSchtig sie war, darf allerdings
diese Wirkung nicht allein zugeschrieben werden: die Geschichtsbetradi-
tung hat sich seit längerer Zeit daran gewfihnt, die treibenden KrÄflo in
den Kulturzu standen und in den breiten Schichten des V'olkijs zu »uehen.
au» dessen SchoKti diu einzelnen historischen Thatsachcu hurvorguhen. Bei
rhoUos lääst sich aber mit besonderer Klarheit das doppelte Element
wahrnehmen, ans dessen gemeinüLanier Thittigkeit die Geschichte geboren
wird, der Zeitgeist und die Individualität, t'holiüs war in seinen kirclilichvn
Tendenzen daj) Kind seiner Zeit, ein Spross der griechischen Selbat-
getalligkeit^ die sich Über die Barbaren des Abendlandes unendlich erhaben
wähnte und gegen das Abendland in politischer wie kirchlicher Beziehung
abzuschlioeson bestrebte. Kr war aber auch Herr über seine Zeit; denn
er wiis»te alle durch die beiderseitige Kulturontwicklung entj;tundenen
Gegensätze aus ihrer Gebundenheit hervorzulocken : er gab ihnen eine be-
griffliche Gestaltung und dadurch erst ihre ganze wirkende Kraft. Sein
Ehrgeiz, der sich darauf steifte, entgegen der Autoritiit des I'apsto», die
er zuerst selbst angerufen hatte, seinen Patriarchalsitz zu behaupten, vor-
band sich mit dem Stolze der ganzen Nation, der schon durch die Errich-
tung de» abendländitichen Kuisertuma emjilUidlicli verletzt worden war
und durch die Eingliederung der neubekehrten Bulgaren in den römischen
l'atrtarchalverband einen tödlichen Stoos erhalten hatte. Die gereizta
Stimmung des Volkes ermöglichte es Photios, den ersten grossen Schlag
gegen Itom zu führen. Dynastische Interessen traten allerdings seinen
Tendenzen entgegen; er wurde abgesetzt (867), lUich einem Jahrsehnt
wieder eingesetjtt, tini ahei'nials abgesetzt zu werden. Ju, er starb im
Exil; aber die romfeindliche Bewegung stieg nicht mit ihm ins Grab:
der beste Beweis dafür, dass er sich mehr in ihreu Dienst, als sie in den
seinigen sich gestellt hatte. Die Art und Wei^to. wie er ihr diente, offen-
bart einen ('barakter, der vor dem Itichterstuhle unpartKÜsiher Gcschicht»-
forKchung keine Gnade finden kann. Gänzlich verschieden ist aber da»
Urteil, welches die Nachwelt dem streitbaren Patriarchen als dem Gelehrten
and Schriftsteller schuldet,
Seine Bedeutung als Theologe ist oft überschätzt worden. Die
llieologie ist nicht das glünzundste Blatt in dem Bufameskranzu des g^
lehrten Byzontinere. Seine tbeologischou Gesamtleistungen stellen ihn unter
Johannes von Damaskos und lassen mit denjenigen des Mnximos Confessor
oder des Leontios von Byzanz keinen Vorgleich zu. 1. Die umfung-
reicltsto theologische Schrift des Photios sind die Amphilochia.
1. Tlivolo«!«. A. DogB&Uk und Polsmik. ($ 18) 75
Sm> Lrigt dk-aea Titc-I, weil 4lie darin gcsiiinmülttin Abliaudlungoii an den
Hetropoliten AmphilochioB von Kyzikos geriolitot wurden. Ihre Zahl bo-
M^ in der jüngsten Aufgabe H'24; Photion be^tininit -solb-st ihren Umfang
Mif 300. Er vorfas^te »o wfthrond seiiice er»(ton Extles (867—77), und
diese Abfaeeuo^Kcit vcrrfit eicli in den wiüdvrholton KlHg4>n Qbor ftussoro
Bedrängnis, Hangel un Hüchcrii und Abschrmhern. Die Amphilochia
bilden ein Seitensttick zu Photios' Myriobiblon. Ohne jede »yfttemstische
Ürdnang und ohne KbenniiUaigkeit in der Behandlung folgt in buntur Ab>
mcMung ein (^«»ai auf den anderen. Sie ttind in der Go&taU d«r '£?«•
ff'MK w*' ttiojtp*'ff*(; Nl>gufu»»t, nint'r litte rarißchen Form, die sich schon
froher eingebürgert halto und von Theodoret, Masimos Confcssor, Anastasios
äi&Mtes angewandt worden war. Inhaltlich verteilen 8io eich auf das
Ikaologifclic und {Ti-ofan« Wiitsensgebiet und verniitt^dn vinon umfasüiondcu
GoUick in das gL«unite wissenschaftliche Leben des photianischen Zeit-
•It4ira. Die profannHsiienschaftJichen Themata gehören der Philosophie,
HitttrwiKHen.schaft , Mediziu, Grammatik und Oe»chic)tte an; sie bijdi-n aber
■r einen klviiien Bruchteil dcis Ganzen. Über Dreiviertel desselben be-
kuddn ext^tisch« Fragen Dber die Ueno^^iR, den Pentateuch, die Psalmen,
im hlufig!<t6n über Stellen au8 den Evangelien. Die dogin ati.sclien Themata
beci«ben »ich auf die Lehren von dur TriniUit, Inkanmtion. Krlüsung, da»
Lebensende, den Bilderkult ; uuffallcnderweise wird aber die Kontroverse
lut dun Lateinern kein einziges Mal erOrtcrt. Vjlter^chriften bilden den
Stgeostend mir einiger Quacittiones; um 8o grösser ist aber der Anteil der
Hbercn Kirchonwchriflateller an dem Ganzen. J. llergenrfSthcr hat naeh-
Snriosea, dass :t2 exegetische Abhandlungen wortwörtlich aus Theodoret
ktfOborgonomtnen aind. In vielen anderen »ind I'olychrnnio», Epijiliamo»,
EjrriUM von Alexandrien, Theodoret, Gennniio» von Kon»tantiuopel, Jo-
bunee voa Dauiaskos ausgiebig benutzt, und das geistige Eigentum des
Pbotioa würde sich noch mehr reduzieren, wenn die seitdem verloren ge-
gUgUHm Stdiriften nn.s nticli vorlagen. Wenn dien ein Howei» fUr die
OBMrordentlicho Aiieignungsgabe de» l'holio)« ist. so wird dadurch seine
origiDelle Geistesarbeit auf ein im Verhältnis zu dem Umfang der Amphi-
kwlita geriages Mass herunte^edrQckt. 2. Weitere .\rbeiten des Pliotio^
aaf dim exegetischen Gebiete sind seine Bibelkomnientare. Alt^
tadatDvntJiuhe sind bisher noch nicht mit .Sicherheit nachgewiesen worden ;
i& den Kat4!nvn werden aber so viele Erklärungen zu den Evangelien und
I^ulUKbriefen Photios zugeeignet, da*s die Existenz von Kommentaren
oder Scliolien des Photios zum Neuen Teotanumt nicht bestritten werden
kiiUL Schotien zum MatthÜUisevangeliuni hat A, Papndopulon Keranieus
jOagit lienuuigegebcn. In dem (Commentar des Oekuinenioi^ zu den Pauhis-
IriafeD kehrt Phottoä setir oft wieder, und cinii Durehforsdiung der nn-
•Aarivu Kwtenen wQrde ohne Zweifel noch weitei-es photianisches Gut an
4ni Tag fördern. Bei dem jettt vorliegenden Material ist ein Urteil über
wae «XCgetiitchv Methode und sein Verhiiltnis zu den früheren Exegeten
liclit möglich : sicher hat er aber die früheren Exegeten auch hier herun-
gmeen. 3. Von den dogmatisch-polemischen Schriften bietet diu
■iifjijo»^ n*^ ir;; Manxaiur mti^Xacttjatioi ein Doch nicht völlig auf-
ü
76 BfSUitiDMieb» I>itt*nitargeachiclite. I. Pri>R*iB«tae Littoratur. ^^^|
gcMäi-tc« Problem. Sic zcrßiUt in «inen tüetorischon (über 1) und einen
polemischen Teil (11. 2—4). Diesor ist der Widoriogung der wichtigslen
nianirbSiHchfn und paiilikianiRcheii Lehren gewidmet: er entspricht aher
nicht dorn, wft» am Endo des ersten Boches aU die weitere Aufpftl» der
Schrift angekündigt wird, und bildete wahi-scheinücli zuerst eine wlb-
stündige Abhandlung. Noch grössero Schwierigkuiton knüpfen sich un das
onttfl Bnch. Ein erster Teil dofiselben (N. l — 15) kehrt fast wörtlich bei
drei nnduren Autoren wieder, bei Petros Sikeliotai, Georgios Monachns and
dorn Hegnmenus Petros, welch letzterer wahrscheinlich die Vorlage des
Photiüs bildete. Das Folgende (N. 15 — 27) steht mit dem früheren in
keinem inneren Zusammenhang, kommt auf frDher Behandeltes zurück und
weicht dann davon ab. Die neueste liflsnng dieser Schwierigkeiten, die
Karaiiet-Ter-Mkrltschian vorlugto, ist nicht annehmbar. 4. Ganz originell
ist diu Uituptschrift gegen die Lateiner: flt^l *^i lov äy{ar :tvtt'-
fiatof fivatnyotyiaf. Sie behandelt die Frage vom Aufgang des hl. Geiste»
vom Vater allein, die von nun an der Gegenstand nnx8hlig«r Schriften
wurde, iliutiu» hat hiur im wesentlichen olle Grtlnde zutiommengeetetlt,
weiclie sich aus der heiligen Schrift, den Vätern und der theologischen
Spükulation für das griechische Dogma gewinnen lassen; doch treten hei
ihm Schrift, und Väter hinter den theologischen Argumenten zui-ück. Oro»i»e
clinlektiscbc Gewandtheit und durchdringender 8chnrf»unn treten hier in
den Dienst heftiger Leidenschaft, die sich öftei-s in dem gereizten Ton der
Dai-steliung SuBscrt. Bemerkenswert ist es, daas Photios in dieser Schrift
die römische Kirche nicht direkt angriff. Kr rief darin sogar die mpste
bis zu seiner Zeit als Verti-etur des unverlolschten Symbolums ge^cn
AmbrosiuE, Hieronymiis und Augustinus an. Von den sp5t«ren Gegnern
der Lateiner wurde diese Schrift fifters benutzt, besonders von Niknlaos
vonMelhone. AndroiiikosKamnteros, Gennadio»> von Bulgarien u. a. Anderer-
8oit« wm-de ihr auch eine Widerlegung «oitens d«« Johaimc« Bukkos ru
teil. Zweifelhaft ist Photios' Autorschaft für eine kleinere Abhandlung
Über denselben Gegenstand, die Knthymios Zigabenos seiner Punoplia ein-
verleibt hat Eher kann eine Abhandlung gegen den rflmi.schen Primat
als echt gelten; sicher unecht ist aber das Schriftchon 77/pi »«>»' (PfinYYmv
»al T/äv Xoinwx' Atnivwr, die 2S Anklagen meistens disziplintLren In-
haltes gegen die Lateiner erhebt und eM nach der Kirchentrennung von
1064 vorfasst wurdu. Zu den dogniatisch-polemischon Schriften ist auch eine
Reihe von Briefen zu rechnen; darunter sind die Enzyklika und das Sehreiben
an den Patriarchen von Aquileia über die Kontroverse mit den Liituinern,
»owic ein in ai'nienischer Llbei^setzung erhaltener Brief an den Katholikos
Zachurius von Grossiirmuiiien her\*orzuheben. Dem Inhalt nach kirchen-
geechichtUch, dient die kleine Schrift Swayoiyai »ul änoäti^m; u, s. w. dem
apologetisclien Zweck, die Legitimität der Wahl des Photios zu beweisen. Zwei
weiter« polemische Schriften gegen den Kaiser Julian und den Häretiker
Leontios von Anfiochieu sind verloren gegangen. 5. Photios war ein her-
vorragender Homiletiker. Von seinen geistlichen Buden ist aber nur
eine geringe Zahl erhalten und diese liegen noch nicht ullo im Druck vor.
Sie beziehen sich teils auf Feste des Herrn und Maria, teila auf histo-
J
1. Tbeologi*. A. DogiDBtik und Polemik. (§ ISS)
77
liftclie ErL-ignis&e sciiRT Zeit. tlUtortHch wichtig sind die zwei Homilion
uUsalich des Oberfalls der Itmtsen (860), die zu den ältesten Zcugiiii^rftoii
fon den Untemelmiungen der 8Uven geg«i) das by8»ntiuii«ehu Rvit^h gü-
itflroa. 6. Vou zwiMfelliaften und unechten Schi-ifLi>n t}iL4)togi8clien
Inhalts ist oino ^iizo Reihe nuchgewieson ; kviue duvon kunn aber ein
^^aseres Interesse beanspruchen. Andererseits ist nicht au-tgeHchlosaen,
dan ntK-h einige Schriften des IMiotios unter fremden Xamen, wio z. B. unter
dem des Stylianoa von NeukUsareJi, verborgen Hiiid.
1. AaagabsD: l. Eine G«MrataB*gHbo hat ent Migng, Patr. gr. lOI— 104 (1860)
MavtalM. — Biaa kloin« Sammlung neuor Üehriftdii cd. A, rapadonulos-Koramana,
taJa« . . . r<r )i«(N t«r (afpov >dv Xgtaiov vnojivJjfiBtioy . . . ml «Un tirti nortifiätia
nc ariei iXlt;naii tt «lu äf/fttt^atl yty(/afiuira . . ., l:*ubl. d. mm. f'nlllstinag«BDll*di.
n. Ild. I'»tcnbufg ]»92. Vgl. B. Z. 3 (1H93) 34» f. Um dorüi (s^boU-iKn t<<:h<))ioii
n Johanne« Klimax aönd auf ihio tlchüioit ncich tu iinturaacbcn. — ^. V>k Amphi-
Uekien tuMk T(ir«ctii«ilvDL-a Auagaben üdxuIdct (iruppvo vun Muulfuui^un. Wulf. Si^ottiiH,
A Mai H. a- liemlich vullatändig von Maliiii u. J. Uuracorüthur liut Mif^DO, 101,
I— UM, I27T— ISOfi, — Dh;!U oIh »iclitk't^ Ergflusimg am Jen Pnrisvr Uoruiuguburu
BWfcaanl g«hl]«huu(^ , auf L>uii.>r fiüher ntchl bunQtxtuu Atliualm borulieiidp AiiH^abv
n« K. Oikonom»», nach dtwen Tode bero.uEgC'gobi.'n von srtuoin Suhrm, dein CliinirKou
JsphvkleaOikoaoiitoa. Alken I6S8. Sie euüiftlt, abci-AvhBU von VarianUu, »IT bisbor
•(Uif aabakaiaite Qaaeationea. Die aiwnbrticheo ProlegoDieoA liandtiln mit reich liclior
tiufltiiuig dar abamdllBdiscli««) Litteratur QberL«ben uuiJ Schulten di« Photios, hi^sondors
Ibir um AtopUloekit«! und di« Hea dereelben. ~ 3. Von den neulostain<>ntlinliea
[«■mantarea aiod aar wanis« b^agmente geeaniniell bei Migne 101, USS — 125:1. —
ii4«r* Vt^nuDl» santreDt in dem Kommentar des Oekumenios mi d^n Paiilaabriefcn und
ii tialan KataamhM, t. B. codd. Vatican. R«^. 9 aaec. 10, BarberiD. VI 1. — 4. Di«
I Bl«li«r gelten die I'aulikianar ed. J.Chr. Wnlf, Anccd. gr., 1— '2 Unmburg ITi'i;
viadMkoH b«!! Mignn 103. 9-264. Karapot Ter-Mkrttscliinn, Dio Puulikiacor im
^natiaiaebMi Kaiaorraidio und verwandt« kotxeriBrhe Kisrheinung<Mi in Annc>niEn. Uovfz.
un, eakanst ala pbotiBni*rh nur Ubri 1 n. 1 — 15 an. Woiiii er aber die gituio f^ulirifl
ml ml*r Alexioa I Koinii«noi< vnfnmt sein lOsst. so steht dies schon in \\'idcrspruc^b mit
lir bsBiiMfariniitlieo febMlicrnrung. die mit Ccid. Vnlican. I'ukt. 21ß bi» in dua ID. Jabr-
laadiil EOrfLckiMckt. ^ A. Di« MvHtagogic de» hl. (Juiiiti^ii od. pr. J. Ilorgen-
iHkcr. BagOMliarg 18&T; abgedruckt bei Miguo IQ'J, -^(t-l-Ml. YkI. J, HergL-nrallier,
Ikaalag. QvartalMhrift 40 (TObiogen m5S| 55il - 6'-'!). ~ Die Kpilome dur M^BtaL-ogiu but
HafgearOthera. a-0. 118-HtO und Mign« o. a. 0. 302-4(J0. - Dan unedite Sdiriftdiün
MM die Kranken ed. pr. J. UcrgenrSthur. Menumunla grauia ad l'hulium ejiisqiie
liUMlaBa aertiaenlia, Regecabu^ Ittftü S. I>2— Tl. — Die AbUimdlung ;;cKen den rüiuiHcben
Pimat «dd. Rhalli et Polli, SyitUgina eanunam 4 (Athen 1854) 4ij\i-415. — Die ^Kt-n-
m«(«d. pr. Ponlani, Novae delidae cruditerum I (FIotciie 1TS5] 2, 1— äO; einen besseren
Tkäl gab J. N. Balettas. Epiatol. Photii. Widun 1864, &&9 ff. — <f. Einige Homilien
■Mb MbarvB Drachen bei Migne 103. 549— &T6. — Die Ewei anf den Einfall der Kiisann
»licfcaa Uomilinn ed. pr. Pnrph. Uapenakij, Pet«rabi>rg 1864 (nach «iner riiotiosba
Ihoa, dia noch andsra Horaihen und Werk« da» Pbotio« enthalt, recht fablerhnft und
■>ilhUii<ig). VoUattndig and geoan nach domaolban Codas ad. A. Nauck, l.oxie«n
TiAbflaanw. P«l«nbarg 1867, 2()I-S32; vgl. s«m Prnnmiiim S. 33 -30. Wiederholt bei
C. MDlUr. Ftagm. hiitoie. Qraocor. 5 (I8T0) lfi2 ' 173. Hier und bei Nun«- k auch An-
pba 4ar klt0r«n aaf daa Rnignia boflgliobcn Iiitlorntur. tlnbor dio Chrunulauie dea Er-
mfämt^ vgl. ofcea ä. 3ö Abi». 1. Eine AoalT«» dor beiden Homilieo gab A. CbassAng,
hmmin daraanoc d (llTil) 75— $5. — Nene Homilien ed. pr. S. Ariatarcbus. 'Kad-i^.
aw».$(18M-8S)iei ff.. »08- 12, 528-81. 667-8«, 766-82; 2. Serie 1(1885) 481-507;
StlSH) 177—1118. Die hier in Aoaaidit ge«toltto Aua^abu der uncdierlen Uomitieu int
■mA Biebt etscUenao. — Ueber Fragmenlo van llamihen des Photies im eod. Valican,
fkU. 191 a. K. K. Hnllar, Zeitachrill für Kirobengeecb. 4 (1880-81) 130- SQ. — Audi
•InMeba Dabei aeüuugaB von Boniüicn des Pbettoa »ind bernoziutehen. Vgl. B. Z. 2 (1893)
MI {klar «iaa Haailie in dem cod. .Snpradie»§ie).
2. Uilfamitlel: Di» Einleituuii»» an den genannten Anxgnbnn vnn K. 0 i k o -
itaai, Balellaa und Uigna. ~ Ceber aeine kircbenpolitisdi« Dodetitnng vgl. dio
UCMiCBr Ober die moigODUndtMlie Kirdientr«nniing. — Uebor soin VerhUtnis lu ignntius
t- llalyl«vak:ij, IHa tili. Krrilloa und Hatkodioa, die ernten alnviaohen Lehrer. Kiew
Ml (nw.). Vgl. die Beaprechnng T»n V. Oblak, Areh, dnv. Pliilol. ]2 (1889) 216 221.
i
78 BTX&BtioiMb» UU«rKtarg«B«hlo]>t«. I. PtoB«te«be Littoratar.
— J. Jaser. llisloire il« Pliotins. Pari« 1844. — nnnptBcbrifl; J. HergaorStht
Pfaotins. Patriarch von Kpel. aeiii Leben. Mine Schitftoii iiuil das gneuhiacb« Sdiiaau,
8 Bde, RvgODsborg 1867—69. Ein» v«it nnpclegte Munographi<s die iai RahiDMi eiDer
GcKohtcbt« d»r griacbischan Kirch o vom 4, .lahrhiiniiert bis im- BofMtiginig der
Kirch ontronniing im IS. und 13. Jahrhundprt mit HrrBuiJohang einos gr(M»44i iing<<dnNJ(lMI
IJnrllniiinnl^Ti«)* gabotMi wiid. CJrandlir.hkoit. gro^e (Jolcbrsnmkoic und Olij^-ktivitU üd
an«rknnnto VcinDßA dinnn Wnrkiu, du» dun Bta&dpunkt des Vcrfauai« »«ll^n rcrrllL Dil
2 risloD llAndo «iid d«r kirchonpolitinThnn WrrksnniltMt dM Photio« gawiilin*t; dordrHla
behandelt ili« .Scbriri«ii (S. 3—2(10) tuid dio Thaologie dce Phoiio» <3. 284- 652), aodlioh
dip Kort«ntn-ickrliing das griuchiachrn Scbiiunas. — Tb- Slukov. 7.ut tatuoadjllingo&
IJcdilubtolufciur <1™ Vhotiia. P*lr. v. Kpi-1, Prurool. sobesjedi.ik I8»I. 60—70. 360—396,
397—421. — A. Irflucov-PlatODoT. Zu den Foracliungva über Photio«, iea Patriaroban
von Kpel, Jouni. Min. Bd 280 (1892) 121-US. Bd 2öl [Ht-J-ij 1-72. 299-815, Bd 28S
(1898) I— fiO, 20G— 351 ; dann in Buchfonn ««cbiuuvD. — Buidu vuin ortliuiluxi-n Standpunkt.
A. Klir<$e(n hat die Schrift dca Ictitoreo tu der K«vuu intemutiunulu d« l'hi-ologio I iläi>3J
654- 669; 2 [1^Q4) SO— 107. 25»-2ei iti ahgekanter Form ins FraiitOaiscb« DbertnM;>?u. Vgl.
B, Z. 1 (lfl92) 366 r, R32 f.; 3 (1894) 210. 425; 4 (189&) 198. — V. Lukaö. Uewcbiclitu du
Patriarchen Photioe, des Anstifters dca griechiBclioD Schisiaae, Uaianiara lä93 (nunfto.).
KoU«rt in B. Z, 4 [l»&b) 1B9,
3. Litternriacbe Znitgcnosscn des Pbotios: J. PotroB 8ik»li«les ^alt bia
in die jüngste Zeit als der Pbritlos zcilgcnüssisi'Jie VeifasBor d««' 4 IlQofaer gegen diu Pn-
likJJint'T, doicn «rstcs mit der gleicbaaniigcn Sebrift des Iliotios nahe verwandt ist. Wstt-
reod man frllbci dnrüber stritt, ob l'botios oder Petros der ntt«re Aotor eei, liat j(ln)EBt
Karnpet 'IVr-Mkrtlachian h. a. O. S. ISIT, l'clrna nicht bloss diese .Sclirift, soodtn
llberhaupt die Existenz nbgoaptucben, und läsat dio Schrift in dcraclbca Zolt wie di« pseuda-
photlnniecho untiir Alcxius Kumnenos (lOHl— IllS) entstehen. Die Ejiisteni de« Pelr«*
steht aidioi nuf schwuchcn Ptlsson: denn sie ist nur duTi:h dio Sclbslntignben des 1. I)u(lici>
gewIlhrloist«t. Die 3 Qbtjuen bUclirr (unprUnglich waren (i bcnliaichligt und wohl auch
vnrbiinden) weichen von uon ontspreuheiidon KUcbern des .Pseuclüpbutios' vollnlilndig ab.
Kurupet hWte seine UnterauobHiigen such auf liii- iweilen tftliftcn dnr bdden .Schrlftr«
ausdennco sollen. Dip eiiBtu AbfasnuntiBJ^üil des .l'Buudoputios' steht auch hi»ir in Wider-
spruch mit der hiindsdirifllicheu Ueberliefuruug iu cod. Vaticun. SOS (,nb iiuctori« Icmporibna
üram dbtunte'l, Dm 1. Buch dea Petrus ud. iir. M. Radurus. InguUladt 1604: Rodann
Oicseler. GOttinueu 1^6 f. — Die 3 Übrigen BOt-her ed. pr. A. Mai. Novu Patr. bibl. 4
(Born 1847) 3. 1—79 unter Wiederholung d»a ersten Buulies, Abgedruckt bei Mignn. Patr.
gr. 104, 1240—1349. — Ala Appendix ad Pätri Siculi bislorisin MBuicbueurum vcrOlfant-
li^te Gieseler, ßUttingen 1849. dioScbrifl eines Petros Hegumenos, dtiaaen Identität
initPetro« Sikeliotes er für ws.hracheinlic)i hielt. Karapet hingegen erklArt diesen Uegumonoi
PetroH fllr die Ulteste untnr den bokanntcu Kriecbisohon Quellen Ober die Paufikianor.
Die Frage nniss noch eindringender unter«iirbt werden. — Gegen die Paolikiauer achoinen
aaoh die Disputationen eines Paulos und einos Johannes gerichtet tu sein, die A. Mai a. a. 0.
80 — 110 bernU!Lt;egebcin bat. Sie stoben auch in cod. Sinait. 383 sacc. 9. — Uabetnate
MDor Sammlung nnlinioiiicbiliiicber tjchriflcn. die BuilioB I gcwidiuol wurde, liegen vor in
cod. Mrdie. I.niiront. pl. '■). 23 snec 9. Doa (nnrollsUlndige) Dcdikntionsgedicbt an den
Kaiser ed. A. Itriukmnnu, Aloxondri Lycopolit. oontin Municbaei oninlone« disputatio,
I,pip!tig 1S9.', H. XVl-XXlt.
'J. Kin dogmnliiichar Brief nn den Kntbnlikoa von (irossarmonlen. Zae-bnrias, wird
.lohnnnos, einem sonst unbekn unten Krxbiscbofo von Niklla. ziigcschriiiben ; die Kchlheit
doasolbr.n unterliegt ober slurken Bedenken, Vgl. J. Hargenrfilbor. l'bolius I, 497—500.
.}. AU i!eit^enu»ac des l'holioH gilt nach Bnttholnmneos, .Mlincb in Kdessa.
iio nennt sieh der Verfasser einer pulemiar.hon Sobrift gegen den Islam, die eine ninj^clionde
Kenntnis der KchnflcB nud Cebrfiucho der Muhiimmndnner verrllt Ed. pr. Lo HovD»,
Varia Morii, Leiden 1 11(1851 3Ü2-42f^; nb«edruckt bei Migoe. Pnti. gr. 104. 13ÖS-1448.
Ebenda 1443-1407 ein anuojrnies Sclitillchon Kma Mmufit». Die Abfasaungwcoit der
BWel Schritt«!! ist norb u&ber la busliuimun.
*. Gegner des Photios war«n Thooguoatos, Arohiroondrit in Kpel, Metro-
phanee, MetroDolJt von Stnyrna. Stylinnos Mappa, Krxbisobor von Neokftiuir«a u. a. Von
TheogDoetos Deeilzen wir ein an den Papst Nikolaus ( gcriohlelea Refevat flbor die Vor-
kommnisse in Kpel von 858~8f!l, Mansi. Conoilis 16, 2U6 — SOI; abgedruckt bei Mi|tne,
Patr. gr. 105, 85Ö— 861. — Unter seinem Nsmeu «ebt such ein Flnkomion auf alle HviltKen.
Migne ebenda 849— t^S nnd eine nnedi«rte Marienbouiilie in otd, Paris. 763 saec. lU fol,
8'— 11*. — Motrophanes wurden scJion frDb. s. B. in dem cod. Vaticsn. Palot. 216 sae«.
10, die 4 lilltdior gegon die Pnulikianer nnd andere Schriften des Photios Euge^ohriebeii, -
B. Ueorgiades, %faiK'.iii]». 3 (1882.- 83)299-302 ediert« ein Knkomion auf Polj-karp von
J
^^^ L ThMlögi». A. Dogmfttilt and Polemik. (g§ 19-20) 79
Burma. £tii Ew«itM Eakooiion wf di« Rnengel Midiool und GAbml onekira in der TiiXifi.
'Ü^a. S. Sorio 4 (1^87) Säft-393. — Eüi Kummmtar xu dun 7 kktlioliMheD briorcii itohl
nA*r nifieiB Nbirm in cod. Athoua 8761 sa«c. IS foll. 2^. Binige Proboo mih diesem
I«mHBUr*d.aOeorgiad<>a.'rjtKJl.'^Ai;».8 [1882 'S3)&I8~1T. MI- 44.557-61. ST3 77.
- Ueber aetiM SlellttDj in pholianiaclien Streit« viel. J. HergeerStber, Pholina 2, 7ü,
!&. 10*2 0, n. Sftera. — Vnn Slvlianiis Mapirn siod 2 Briefe au den Papst Stephan VE
H^iii > I bei HaBai, Concitia 16. 426- 441 mit d«ni Antworten äits Panalea^ ^ Seine kurae
iUandlmg Utfi «it (■/<<■( T^rAk ed. pr, Montfaucon, Dililiotli. Cuisl. S. 88—90.
19. Niketas von Byzanz {üim^tac Bv^äruiK), mit den B«iiiamön
Lfii«ffw|toc und JitfmTxn^^, war ein jUngeror ZuitgoQosse von Photioä und
»l» Apologet gf^t'n die Ärinvoiur, Multammedaner und Lateiner
int Die apologuti«cho Schrift gegen die Armenier «nderlegt de» Brief
4MMlbeD KiJnigfi von Arni«ni«n, an den auch I'liotir)» g«srhrivbiin bat, und
mfotgt den Zweck, tlie Armenier zur Anuahmo dtT Zweinaturenlehrü zu
t««egon. Sie lehnt xich ganz an den Brief des K&nign an, der »ich dar-
us r«konstruier«n lic(<8c. Unter den Vätern, die Nikota.s ttlr stiine These
uAhrt, nimmt Kyrillos von Älexandricn die erste Stelle ein; neben ihm
«iHmi Ba.<dlia<t, Gregor von Nuziunz, Leu I und Ambrosius von Mailand
ngenhrt. Auf die Bitte der Kaiser Michael 111 und Basilioa I %'erfnisrtte er
3 Schriften gegen den [i^lam. Die au^fllbrüchntc ist eine Widerlegung
katgewäh]t«r Suren dt-^ Koran uud cinzolm-r Sfitze der Tbuologio des
bdiät. Die zwei Ubrig(;n behandeln zwei Driefe, die von üarozenischer
Seite ftn den Kaiser Michael gerichtet worden waren und besonders die
1Vinitit«lehre betrafen. Niketas fehlte «s nicht an spekulativer Begabung;
tr achneb sich aber Sflerx »clbst aus, und der UumUiid, dänii Eiugaug uud
ScUhm der 4 erwähnten Schriften fast wSrtlich Ubereinatiinmen, verrät
^(eilige BchrifUtcIleri-wlie Gewandtheit. Die Schrift gegen die Lateiner
Impricht diu Lt-bro vom Ausgang des hl. Geiste». Nikota» ist ein ganxor
SdwIaBtJker. der dic^ Eleganz der Darstellung der dürren ayllogistischen
form tnit Freuden opfert.
1- Ansgabca: Uw Schrift gugcn di« Annulier cd. pr. L. Allatiaa, Gmeein ortbod.
IIB«ilU2>6eS-7M: absedruckt Ui Mit^no. Palr. ^r. 105. 588— 666. — DteSSchrifUn
MM dM Utuaed. pr A. Uai, Nova Palr. bibl. 4 (Uom IW!] I. 821-431; abgedruckt bni
■ laa« a. ■- 0.M9— ?41, — Diu Sclirift geson di» Lntisiner «1. pr. 8erapb. PitBidion,
a^«r mmlorfitrar 'Partiifiav Zi%Xirtiiei(, Luipiig ITöS H. 230 — 248. Ohne Keuntnia voii
MMT Auagahe ab laoditnm ed. von J, Heritenröthet. MoDumenta uraecn ad Pliolium
•ja«|n« UBl(d*n pcvtiaeDUa. ReKensburg 18(Sil S. 84-188.
S. Bilfanillel: Di« frühor«» Littnarhiaturiker setzten Nikutou in dcu Anfang dea
tt JtfeliBBd«rts, Die riclitijte ZFitbo^timoiuiiiJ: mit EKirtenitigoii ähnr diM Nikelus Svbrifl«u
Ui i. aoriieDrStiier. Pbotius, 1, 5ul ff., 601 ff., 645-4il. — Ä. Dometrakopulos.
V- ^cu^c s. s f.
SV. Die Dogmatiker und Polemiker des 10. nnd 11. JahrhundertB.
DlglBatik uuil I'oK-iuik wurdcu iu liyitinx tiicinuh wuniger ^('[•flegt u.\>i im
10. Jahrhundert, während die Exegese, A»ketik und Hat:iü;.'ra]ihie sich zu
tarn gewinten BlUte erhoben. Ks ist die Zeit der Ruhe vor dem Aua-
Indi dar ui*u«n philosophischen Bewegung im folgenden Jahrhundert.
1*1« xwci eittzigi'ii Polemiker des 10. .labrbundurts, Demetrios, Metropolit
na Kfziko», und Athanasios, Erzhischof von Korinth, beHtütigen diaso
Vthnivhinung. Der grosse Litterat und Philosoph des U. .lahrlmndi'rts,
Mirbael Fsello» (1018— 107d) bildet auch auf dorn theologischen Gebiutc
^ pitoo de r^aiatance. Er nahm den Kampf mit der eigentümlichen Sekt«
80
ByMBtJniweha litUratarseeebiehte. L ProauBcha UlUntar.
dor Guchiteu, in der die alt« syrisch« Qncmiit wieileraufleliU', allein auf. und
seine Strcibtclirifl gegen »lu, der Dialog Jlf^ ^rt^iiag imftörotr, bildet die
einzige gednickU' (^t-llu (tlr di« Kvnntniä denwlbeo. Der Dialog Jät. nie alle
littt-Turittchen Erzeuj^i&se des Pm>IIos, in elegatiler Sprache ge)ii'hriol*c-u : i-r
behandelt die Hauptlehi'en der Euchiten von einem hiW-liRten Oolt und seinen
beiden SOhnen, Satanael und Cliristu«. und ihre »t^rltsaiiien religi&ten /ere-
mtinien. Ein Gedicht in jwlitiHchon Yerson, an MichiU'1 Duka;* (1071 78)
gericht^^'t, bielft eine kurze Darstellung der TrinitUts- und Inkarnulion»lclire.
Die JtäaeMttiJa narroiant^ ist bis zum 20. Kapitel auch theologiachen Inhalt««
und verbreitet such (ll>er die BegrifTu oi-ai'a, yi^crfc. n^üruinot', i'nöataotf,
trvjjuftator u. b. w. DaKselbe Thema behandeln die .Theologischen
Kapit4>l*, dio Psello» an den Kaber Michael Dukas riobtute. An di>r
Kontroverse mit den Lateinern nahm er auch mit einer kleinen Scbrifl
gegen das tatdnische Dogma Anteil. Andere dogmatisch-polemische Stücke
sind Doch unediert. Die ExuguBv bildet ein weiterex Feld iteiner theo-
logischen SelirifUtellerei. Hierher gehCrt ein Nikephoros Botaniates gt*-
widmeter Kommentar zum Hohenliede, worin I'sellos an die zutuitRineu-
fassenden Auszüge aus den Kommentaren des Uregorios von Nyssa, Kilos
und Haximos, deren allegorische Erkifirung er annimmt, seine eigenen Be-
merkungen in polittseheu Ver?H>n angchliessL Andere exegetische Schrift«»
sind noch uni-di<.-rl, z. B. Erklärungen von schwierigen Stellen aus dem
A. u. N. Te.ttamente, eine Abhandlung Über d!>n Sündeiihock, eine Erklfir
niiig von 72 Psabnen iu Veniea, Uichael Dukas gewidmet, worin eine
weitere Psalmeni'rklärung angekOndigt wird. Von seinen geistlichiMi
Reden »nd nur zwei gedruckt, ein Enkoniion auf BasiUos, die bei(l(;ii
Gregore und Chrysostomo«, und eine Kedc auf Simeon Metaphrastes, durch
welche er die Clironologie desselben In Verwirrung brachte. SchoHen xa
Bosilios, Gregor von Nazianz, Gregor von Nyssa und Johannes Klimax
vervollständigen das Bild der intensiven theologischen Schriftätellerei di«
Pselloa. Inwieweit die «ntikirchlichu philosophische Bewegung, welch«
um die Mitto des 11. Jahrhundert« b«i Johannes Italos, einem SchUler des
Michael IVlIos, zuerst zum Vorschein kommt, mit letzterem selbst iu Vorbin-
dung gebracht werden ntuss, bleibt noch zu untersuchen. Ein Gegensatz zur
Kirche ist bei Pi«ellos Ausserlich nicht zu bemerke»; kein Byzantiner wusst«
aber besser als er Tendenzen mit einander zu vereinigen, die sich iiuit-r-
lich fcind waren. Die Vorliebe für Pkto und die platonische i'biiosopliif
erregte Bislenken sogar bei seinen Freunden, wie bei Uichael Kerularicr»
und Jobannes Xiphilinos; aber Psello» wu^te seine Orthodoxie inim<.>r
siegreich zu verteidigen. Auf »eine Bedeutung fOr den Aufüchwung der
Theologie int Korancnouzeitaltcr wurde schon hingewiesen. Über seine pro-
fanen Schrift<*n vgl. Krumbacher.
Jünger als Psellos ist Johannes, Diakon an der Hagia Sophia in
Konstantinopel, von dem A. Mai eine vom christologisclien Gesicht'ipunkte
geschriebene Dogmatik bekannt gab. Eine nShcre Zeitbe«timinuiig lässt
sich aus dem einsigeu Kapitel, das im Druck vorliegt, nicht gewinnen. In
der Mitte dos II. Jahrhunderts ftlhrte der Gegensatz zwischen Alt- und
Keurom, der seit Photios' Tod nur bei Niketns David Paphlagon (g 7i)
1. Theologie. A. Dogmktlk aad Polemik. (^ i
bei tlem Patriarehen Si^innios von Kontit-antiiiopfl (f 999) und Leon,
Hütropolitcn Von Rtuislnnd (f 1008), zum Ausdruck gebracht worden
mr, tum dt'Bjiitiven Bruch zwischen den beiden Kirchen. Eine grosae
BUf-nuiwho Thätigkeit wurde dabei nicht entfaltet Der bulgarische
Metropolit Leo von Achrida eKtIThel« den Kampf mit einem Brief
U drä Bischof JohaiinvK von Troni in Apulii-u, dar Ftlr alle .fräii-
Usclien* Bbchßfo bestimmt ivar. Er rügte darin di<n Gebrauch des
aagcsiaerUn Broten und das Sabbathfasten: beides solle man den Juden
Ueriusen. AU die p)l[irit.liche Uesandt^^chaft, an deren Spitze der leiden-
M liitftlicbL- Kardinal Huinbcrt stand, nach Konstantinopol kam, trat dor
uki^lisch h(K-1igt.'bi)dole Mönch dvs Studionkloätorx, Xikutas Stothatös
läM). mit einer Schrift gogmi di« Lateiner auf den Plan, welche dieselben
,lGK8bränche* der Lateiner und die Priesterehe behandelte. Humbert
Stellt« ihr eine Widerlegung entgegen, deren beleidigender und unfeinor
Ton von dem de« Mönches grell absticht. Trotzdem Hess sich dieeor dazu
btttiiiiiDen. seine Schrift vor dem kaiserlichen Hofe zu verwerfen. Doch
wgea andere Schrifl«.» de« Xiketas gegen die Lateiner, da^s er seine
(ktinnung nicht änderte. Weit schroffer war das Auftreten des Patri-
udieD Michael Kerulario:«, der ebenso luideni^chaftJich geitinnt war aU
RnubiTt. Nach der gegoiuicitigen Exkommunikation (10ö4) kam e« zu
tiwr kistorisch wichtigen Korreapundotiz zwischen Michael Kerularios und
im Patriarchen Petroa von Antiochien. Dieser hatte schon vorher in
Briefen an den Papst Leo IX und an l>ominikus, den Patriarchen von Venedig,
lODi' Hympftthien fllr die Lateiner an den Tag gelegt. Als Lttteratur-
knktniUur haben diese Briefe ebenso geringen Wert, als die um dieselbe
Znt entstandene» kurzen Abhandlungen eines Niketas. Cbartephylax von
Xikta, Ober die Äzyma und über die Zahl und die Ursachen der Schismen
nischen der griechischen und der lateinischen Kirche von dem ersten unter
KaiMT Uratian bis zu dem de«t Jahres 1054. Im weiteren Verlaufe de»
II. Jahrhunderüi schrifben noch Johannes. Metropolit von Russland
(low — 1089), und der von den Kreuzfahrern vurUivhene Patriarch äymeon
(t IIÜA) von Jerusalem gegen die Lateiner.
Die Polemik gegen den Islam i»t in dieser Zeit nur durch einen
binen IHalog des Bischofs Samonas von Oaza (um 1056) verti'eten. Er
Wid.t idch auf die den Sarazenen besonder» aimtSssige AhendmahUlehre
ad ist znra Teil identisch mit Opusculuni 22 des Tlieodoros Abukara.
1. D>>BielTiesv(in EjukosvMfasateDacli cod. AUioiis 927 b. 14■l•^ fol. 268* u. ■. Hbs
af (1«Um das Kaiaera KonsUiilioM Porpli}-r«itt«nnetiM «in* Tx^init «<"' fmtofi^y t«S tnit-
"itmflitif üyiunot. Ed. pr Fr, CombeiliH, Aartnriiim noviiin 2 ( ll!4^l Sßl-S'l nnonym. itni
VigBii. V*tt (cr. 137. fiM -001 aiitor dem Nunnn doit riiilippoa SoliUriun. Sio iat nochmnU
Miff linii Nanipn d« Katbollko* Innak gadrookt. Vgl. S. 89. — Kine (Jaoeslia dc9 .\tlia'
■ ••l»t «OB Koiintli b«i Migno. I'nir. gr. 106, 1034. — Kino andaro (junostiu ist in dem
m1 Uhuc 5SI R, Xlt toi. 62 i-rbaltcn. ~ Bnidc Aulorcn iiulcmisi^ruD gegan diu LFakobiCou.
i. tHt TrakUt de« rselloa. De ujierMtiuno daeiuoiiiiin, mit Beinen übri^eu Kp.
Aüktan ÜMologiMlNiI) ächriReii bei Mi^ne. Palr. gr, 123. Ö37~Si3Cl. — Die 8c1iri(t:
4plt laV avrMt^rnpo Utx«KX KUfiHma StnXayiMil Ivitirit ed. Duditheos, Tofios äytini;t,
Smj IOW) a 400—193. Daiu *kI. «od. PhHs. »69 saec. 14 fol. 3IP-314', cod. Vntic.
Nn 8 Mac II>. — EtnifiM aus den 'Anm^iaitt airontixul des cod. Monnn. 3M od. Th.
[•reaokij. I>aa SyDodihon fOr die Wooliv der Rochtflfiabigkeit, Odesin imA S. 49 -hß.
biimt 'Jf*tfi«m BcbenHtli nr JiJiiaxoXiit nuno^oai] ta gchCren. — Uaa bniidiiclirillliche
lilml iai Mtcib nt^Jit eenfli^nd diuchforechl. Thoolegjscho Sohrifteu des l'Bellua «ntliDlt
^» kl«K AllartmniwMauataatl IX. I. Abu«. 2. AuO. 6
1^
a
82
Byzuiüaivch« LittentorgMOhEeht«. I. Pr«ui>«1u litter&tnr.
beaoodera il«r cod. pAm. 11f<-2«iu«. IS. — Vgl. C. K.Itn«l)«, VtlXiK ärixifi, BtbIiogr.<
Berits in^dits du M. rnolluii miiria du texte do S nicrocaax in^iU Je Psellus n
psaijiD«, Xviloyof, ll«Qäoi^t4H X. Bil 18 (Kpcl 1888) 591-aU. - Eine Vit* de« UlrtyMn'
AiU«ntiM wird iuead. AUiouaSOfll s. 1& PwUm nieMGlin«b«D. — J. DrSieke, Zu llicbrnd
PselloB. ZeitscIiT. r. WM8. TliHot. S2 (1S!(9) 808—330. Duu C. V>'«ym»m «bMda 513.
8. Bi« Scluilt Am JoliuDiieti Dinkoooa utt b«4Jtell: /'fpi i^c iS "?zif '"< Hxt'
tOtovt ottoyo/iinc lof Hfoü rii iny (ii^Awnor. A. Uai beabaichtiKlv din tlarwMgabe di«-
•olban, |t«b nbor nnr tils l'robo das 1. Kai<ili>I doe 1. Buohw, Nova Pnlr. bihl. 6. 2, Hi;
abgedruckt h«i Migoe. Patr. gr. 120, i2ifi~-^6. Da» 1. Biidi Btollt (ioUaa gnAdig« FOfa-
nag das Mnnncjbi-ngMobl echtes vom Anfang d«r W«lt bie aurCbriataa dar. Dm 2. handelt
VMti Donrii Adam. d. h. Chrintns.
4. Dnn an«diert<<D Brief d«e Patrinrchen Siainnioa nwkhnt A. Dein«(rakopnloi,
Vipf. 'Siiat S. 5. — Dia Schrift llgöt 'Pu/minvt iitot rtQÖc Aatirovt arfi iwf ü^-fior dM
Mctrnpoliton von Kuaslaad Leon ed. [>r. I'aviov, KritiifiiR Vcntucb« xv tioncliicht« der
lillcit«ii gricebiach-niBsiMhra Polemik Segen diu I.BlciniT, Pcterabuig 18"? S. l!^ — 132.
ß. Der 1. Uriof dea I.co van A<<hrida wnr frUlitr nur in der lalfinisolwii UaberMllttOg
d«s Kardiiiala Uuniburt bekannt. J. lieTgourdtbor (and ihn in d«in cod. Moaac 886:
ed. C. Will, AcU «t Boript«. quao do controvcndia Moleaiaa gnec«» «t latinae 8e«alii XI
GOmnom'ta «xslant, Ltripzig und Marburg 1811 B. &S-S4, und ner^CDrSther bei Migna, Patr.
gr. 130. I<8C-.^I44. — Ein 2. Brief nipi ruV nirttur «A. pr. Pavior a. a. 0. IM-l&l. Dita«
Brief u. nin 8. ediert in >:»J. AX^. 2. Serie 8 (188Ci 421 ff.. 4(1887) 160 ff. - 50 tak»'
liarho Kapitel in cod. Vlndob. Iheel. 314. — Vgl. nucli Kabrioias, Bibl. gr. 7, TU.
6. l)in Korrespondenz dos Michael Kerularios und des Potros ron Antioehien
cd. Will o.n.0. I72-228J aach bei MiRn«. Patr. gr 120. 7 SS- WO. - Di* llberarbnit«ta
tmd vurkünlc Kcconaton eine« Briefe« des Midiael Keralarioa an Potros ed. Pavlov a. a. 0.
151 — löT mit aJtruaaiach«r l.'ober«etziinB, - And<-To Itriefo der beiden PiilriBicbi-n sind noch
iinedi^rt. Vgl. A. t>enietrnkopulDii. ()pft. 'Ei)j)n{ H. h—1, — Vud MicIihfI Kcrulariu« int
aoasordem «ine Abhandlung gogpn die I.atdnrr hnndnchriftlich c U. in vod. Vindob. theo).
247 vorbundcu. Gedruckt i»t von ihm noch eine llomilie nuf das Fi-st der Ortbodoii»;
ed. pr. Montrnurun, Bibliutli, Coislin. $. 'JG—Wi: nbgednickt b^i Migiie. Fair gr ISO.
724--S6. Der slivitban- Putriiirch köndijtl dnrin fiucn ,*nj-o« Kni ioyoypa^n diiSoAta-
Uf« gegen di« Uilderft'itidt! au.
7. Die Abbuudluii]|( doa Nikotus Charti;>|ihylax über die KircheDtrenniingen ed.
A. Mai, Novn Potr, bibl. 6. 2. 446-448; abgedruckt bei Migne, Pfltr. gr. 120. 713-729.
— Die Abhnndhini;*n JIr(>J lüt- liivftmv ed. jr. Pavlov a. a. 0. 135 -14.^.
8. Den Itrinf des Metropoliten Jobsnnca von Hussland an Pnpat Clemena IE
ed. pr. Suphr. Oikonomns, Athen 1868, Vgl. Demotrakonuloa. Xtpa. fAiiit. S. 10. '
Oricchiaoh und allnianiHcli nnch bei Pavlov a. a. 0. 169— IHfl.
0. Die Sclirift dvH Putriiueben Sjmoon von JeroBalum gegen die Aijma iat i. B. in
cod. ßodl. Canon. 21 crbalttm.
ICI. Kin Dialog gegen di«i F'uchitnn xwti>c;hon «ioom TinioLli«ua und einen
Thrakior ist ei-hulti-n in dem Cod. Kincard, (!!! snee. l;( fol. 1 — 11. Auf eine weitere Hl
der Bibl. Ceaanut. bat Coixu-Lual, Nova Piilr. bibl. 8 (Rom 1871) 8. XXI hiugewiMen.
II. Den Dialug doa Biadiofii Samonnii von tinxa od. ur <Fronto Dueaeus>, Hiblio-
theca Tat Patrum graoculatina 2 (Purin Ifi'H) £11—^2. Wiederholt bei Migne. Patr. ^r.
ISO, SSO— 883. EineeiaKehendtiAniüvaodt!!iBi.>lbengabäteitx, JahrbUoher f. deutsche Theo-
logie 19 (1868) 17-ti8, '
21. EuthymioB Zigabenos (KiOvinui Ziyaßi^röi;, auch Z»yti6ijv6^) I>e-
zuicIiDKt als diT erst»? den Aufecliwuug, <Ien die Tlieologie im Zeitalter der
Komnunen naht]). Von seinen LebenniiniHtilnden ist nur bekannt, Aan» er
Müncli do8 Klosters n"^ Ih^iftkiirtav hei Kon.=itantjnopel war. Beim KtiisoT
Aluxius Komnenos (1081— IIIS). der den theologischen Kontroversen das
intensivst« Interesse entgcgcubrHchto und eelhmt als theologischer Schrift-
Bteller auftrat, «tand er in hohem Ansehen, und die gelehrte Tochter des
Kaisers verschmähto es nit-ht, Kutliyniios in ihrem Oesc-liicht«werke in
rQhmlicIister Weise xa nennen. Der Kaiser regte ihn zur Abfassung seines
dogmatischen Hnuptwerkon an, dessen Titol UavonXia Soyftarix^ nach
Anna Koniiicna von Alexios herrUhrt. Der Anregung des Kaisers gedeukt
1. Theoloeie. A. Dogm&tik ond Polemik. (S 21)
83
fiitliftniM 8«lb8t in der Kinleitung r.ar PanopliA. die pflichtg«inB8s mH
ihtm llbcnchwengtichcn Lobe det« Kaisers anhebt. Si« sollte «ine Rflet-
hnmtM* fflr die oriliodoxe Tlieologio uiid gcgon das damalige Sektentnin
dinttetlen: einig« polemi»dio Au^fÜhningon in der Einleitung über dos
i-rifchiach«? Hoidpiitiim und dessen Polytheismus scheinen gegen die neue
|ibüusophii<che Bewogun^ gericht^it kii sein, die damals immer weitere
ttiiM erfosste. Ein wirksames RekSmpfungsmittel dieser Bewegung var
lDvilingi<i die PaTiii|>lia nicht: dam bewo^o eie sich vic-I zu m-hr in den
tfira. auBgelrftfnt'ii GtU-ison d«r byzantüiischvn Thc-ologie. Nai-h einer
positiven Dartitellung der TrinitSta-, Inkaniations- und Schüpfungnlehre
wndet sich Ktitbymios aUbatd der Bekämpfung der fi-Uheren HtlreKien zu.
über dit' Ältesten geht er rasnh hinweg, um desto länger hi.-] der langen
Snio der trinitarischen nnd ehristologischen Irrlehren von Subellioe
u bis zu den Monothelotvu und Ikonokln^ten zu verweilen. Die einzelnen
Iftlw, in welche die Schrift eingeteilt ist, sind sehr verschieden an Um-
hog. Ihren Inhalt bilden die Zitate? ans früheren Kirchenväteni, welche,
wie Bathymios selbst bezeugt, von .erfahrenen und gelelirten Männern',
lU denea z. B. Johannes l'humes gehiirte, gesammelt und ihm zur Vor-
tSgim^ gestellt worden waren. Die Kirdienächriftätellur, aus denen ge-
tdDpft wurde, sind folgende: ÄtbuniLsios, die ;t Kappadnkier, Pseudo-
Dionys, Clirj'aostomoa, Kyrillosvon Alexandrien, Leontins von Kyitanz. Leon-
ü» von Cyperu, Maxinios der Bekenner, Ana«tasios Sinaites, Johaniieu
von Üftinaekos, und in dt^m Abäohnitte tlbur den Ausgang des hl. Guistes,
llititioA, Von der vornikSnischen Litt«ratur findet sich keine Spur;
wohl aber verrSt Euthyniioa eine genaue Kenntnis der Nachuikäner, indem
«■ bi-i ji-dein dogmatischen Kampfe mit Vorliebe die litternrischen Haupt-
pnvOnlichkuitun huranxieht. Vom 23. — 28. .\bschmttA> hohandelt Euth>'mios
di» Hiretiker «einer Zeit, die Armenier, Patilikianer, Mesealianer, Itogomilen
diri endlich die Sara]u>nen. Hier bietet er seine eigene Arbeit; die Zitate
trrtra zurück, und wn er davon (iebranch macht, sind sie selbständig
»«■rt)«it«t. Von einem tieferen spekulativen Ki-fassen der theologischen
l'rolilenie ist jedoch keine Hede. Neben diexeni Hauptwerke verfasste
Enthymioa noch zwei kleinere ächriften gegen die Bogomilen, Messalianer,
Itliimasten u. a., wovon die zweite ganz persönlich gehalten ist, und
Itdicrte Streitacbrifte» gegen die Lateiner nnd Armenier zum Teil
Briefform. Von zweifelhafter Echtheit ist ein Dialog mit einem sara-
rhcn Philosophen und eine ErklÜnmg des Symbolutti.
Eini* zweite Hauptgnippe bilden Eutbymiua' exogotiache Koninion-
Der Psalmenkommentai" besteht nicht, wie die Panoplia, aus an-
lorgcreihteti Zitaten; die Quellen, Ba^itios, Gregor von Nazinnz.
diryKMtoraos u. a., sind mehr oder weniger selbständig bearheitiet, und
Eathymioa erlaubt sich sogar, wenn auch selten, eine eigene Meinung. 1n~
luhlii:h Blicht er sowohl der Allegorie als der liisloriBelien Interpretation
prwht zu werden. In dem Evangelienkommentar, der früher als der
^bncokommentar verfassl wurde, werden dieselben Namen des Bnsilios,
(b«|on von Nozianz und des Chryaostomos immer wiederholt. Der
CttUikukomnivntar bildet die Grundlage des Ganzen, so zwar, dass der
B7«aat{Bia«lie Lrtteratargfchieht«. L Pr«a*i«<ha Iitt«nttBr.
KommenUr za Markue fuit nur ms VcnruMO auf jm^n b(«t«bt. Das
Lakliwmi0eliinD bot etwas tDvhr DL-ai-D Stoff: ht-i ik-r Eügeoart des Johaiueft-
ersngeUitDU ist aaeh deseen KommeDtAr Bt.-ll>stäodiger als die zwei vorh
hargehvnäexx. Voa den Dbrig^n Scbriflen des neoen TeeUmeotc« hfl
EaÜtyinio« He 14 Briefe de« lil. Paulas erkUrt Er benutzt hier di^
■elb«ni QuelU'D, befwndi-nt nUrr (.lu^'HOstomoa. Au« der Bonätzung ier~
selben imtmtücbon Qu^Ik-n LrklSrt eich uacb die nahe Verwandt^haft
zwMcben den neutcslatnentlichen Komtnentaren des Enthymios und denen
deH Th<!<>phylaktos von Bulj^arien. Ob beide Exegeten noch in eine
nllicrv B'^tthun^ zu eiiiand(;r am bringen sind, bleibt zu nntoTBucben.
Den lilt«nirif>ch«» Nachlan« des EutliyniiotK ven'ollittändigcn uncdiorte
Briefe und einige Ucden auf Ft^te Murifi und auderur Hviligvn. Aus der
7mM dvr IctxUri-n i»t nur diu Rede auf llierotheos, den v«nneinÜichen
BiKchuf von Atliuu und Lebrer des P&eudoareopagiten, gedruckt.
1, Aa«K«l>gn. t. Dw Pknoplta «d. P. Fr. Zinus, V«iMdig 11^55 ia Ut«ta. L'obor-
MtiUiig olise ii* Titel 12 a. 13 gegen dj« Ltleinct. Die ^ediiwbe «d. priao«M brwirgU
Netrophan*» lii'iomonachai Gr«goraB, TerK«vif( ITIO; tus Parchl vor wa Tttkim
mird* aW dnr Tit«) gegen di« SatUMifn wcfgoUäua. Dimer Titel M Fried. Sjlbvre,
SineMic«. Ildidolbcrg IM&S. 1-M und mit Titvl 19 n. 20 bot Chr. Kr. Mattka«) is
d«T Auagabo de« Kvaiigeli«4ikoiiiiiicfiUra dos Kuttijmia«. — l>tin Titol g<>g<ai di« BogoBÜlca
MhuBt vi. <lie«<itor. OOUiagoi) 1S4I-42. Vgl. au<li J. Chr. Wojl, HätotM Bmd-
miUnini. U'illonberg 1712. - DctTmI voIlatAndig Wi Migne. Patr. Kr. 130, 30-1300.
- C. Nentnasn, OrieoliiMb« GnebicliUuliicibur und OeiMibiebta^nclUn im 12. Jahr-
bondnt, LoipKlg 1888 8. 8I~8& beschreib) dvQ eud. Vutie. 668, «n« mit BcbfluMi Minü-
tnnn varaelioii», wabnchcJnlich für den Kaiser bestimmt« Hs der Panoplla; an der ^jpitip
d«r Tnxlo stefaen einig« tod NoDmano mitgeteilte Widmutif^gediclite. — Genau dicHoIbm
MInlaliiruii scfamOclcM den cod. Mosq. Srnod. 887. Andere gleicluoitiea Um sind uicbt
lieiitdo ■»Iton. Haitdscbnniich ist di« Paaoplia litten in 2 ÜHchw (Tit. 1- 11; 12-lSJ
Kolollt, wie K. B, in cod. Modic. IiSumiL pI. 6. cod. 10. — In cod. Vatic. 1447 otebra
schauen xur Pnnoplia von einem gowisKon Pncbomios. In dorn cod. ratmia«. 102 aaee,
IS sind ilio Vkttrsilnfo toils lltngiir, teils kCncr uU in iler Bedruckten Ausgabe: ern Bo-
woi*. diuM diMi> Ausgabe verbeaMningsfUu^ und -liL-dDrlti); ist.
X. ßin I. kirinero tjohrfft gegen die llu(!uniiK-U cd. i>r. J. Tullius, InnignU
ilinoris lUtioi, Uticrbl 16SB 8. IW— 24. die 2, ed. Nicülsua Fu(:|i;ini, Auucdutn lilnrarü
4 (Ilum 17H») '27-40; beids beiUiguc, P. gr. 131.4ü-.^7. — Don Dislug mit d«n Sua-
KMivn Oll. i>r. A. Mai, Nova Pulr. bibt. 4, 442 IT.; wicdxrliolt bei Higno a. a. 0- 20 37.
Di» KrklAnmg dos iSymboIums «d. pr. Chr. Fr. Mntthaei, Loctinnes Moauuens«« S
(liO^g 177-J) :>:i 5ß.
S. Ksugotinclic Schrirten: Den ruBlmonknninientar ed. pr. Ant. Bongio vaoni,
Oponi Thnoiibyliuli H^onodig 17ÖS) 1,820—397. 2, 1-417; wiederholt bei Migne, Fair.
fr, l'-'H. 41 1.12(1. IJmi KvniigclienkaminMitaT od. pr. Chr. Fr. Matthaoi, Iiaipiig
7112 mil der rrUliir orwiliienenou liitoinischon Uebcraeliung von Job. ܫnt odios:
wicdrrbull Im Migno. Patr. gr. 12S, !)— löOl. üuiug&ngliob ist mir die AusKnbo von
'l'li. IMiiirninkldnii. Athen 1^2. — Dtsn Kommentar xn den Paulusbriufen eo. pr. an«
dnin rnd. Cloiiiinli'n ü Nik. Knlo^eras, 2 Ude, Athen 1837 mil einer K*(«no zu den
7 kntbciliinliuu Uriafeii. dio P'ulhymtoa nicht nigehOrt. — Die Rede aof Iliorotbeos cd. K a-
liiicrn» «. 0. 0, 1 8. ot;- c"'. Dis Sefarift gegen dia I«teiner z. ß. in i^d. Marcian.
:.ua ■. 14, cod. Pnris. 2782 s. IC fol. 237'— 40. — «riofe dw Kutbymio« in codi). Pari«.
Rujipl. ur 2411 H. 1(1 r»l. IMI (T.. Tanrin. 20ü a. 14 fol. 91 ff., 171 IT.. Vindob. Ihrol. 247 n. 24H.
2. Ililfuniittel: Fabrieius. bibl. gr. 8. 328— 34S. — C. T.'llmnnn, Nicolaas von
Melbone, Kiiliiymiiin /igabonna nnd Niculaiu ÜhoniiitoB. Thoolog. Studien u. Kritiken 6 (1833)
(lüH ^74. Klwim rinniMlig. — N. KaloKeras. 'AUims 6 K., Ei'»rfiio< ä 74ynfr,röt utti «t
Kifiiit«! hoyo/ia'.!. ".iflifwner »{1680)256—28«; ebenda 10 (IS?!) 331-362 llbor d<ni
KuinnientAr lu dvn panliniBi:l)ea Briefen. -■ Ueber Leben and Schrinon d«a Eutbymioa
vurbiettol sich Knlufiorns auch in d««" Einleitung nir Ausgabe de« Konunenlarua zu den
I'iiului>bn(>rou, - Diu ersten Nachrichten gibt Anna Komneaa I. I&, 9.
8. Von doa Sohririon der gleiehieitigen Hlretiker hat »ich niclita erhallon.
KnthnilM noanl ak llattptinhrer der Begonileo ■niMi (ewiMon l^-rhihos and desses
Sclilllvr Do4<Hu, 8«bas, Adel^ioa, Ilermaa, Symeon. Dem oreton schreibt or KttiDmentare
1. Tbsotogie. A. Doguatik nnd Polemik, (g 23)
8S
nrU. Stbifl >«. Cunlta Boeomil Uiiinc. P. gr. 131, 41. — tm Tilel gcg«n dl« MMai>
Vmm leluwplet EiiibjmKia. Jom Mbu DtrateltiiiJit ihrer I^ii»» auf emtT mcaBdliuiiaebeti
ScWlt Wnli» lUigoc, THtr. «er- 13u. 1273) und illiiabri«i( iIuh &x«g«s« («bendii 1331 -82),
vm ibm KcmiiteBltr« der MMsaliuner rorlio^oii iiiiis«t«n.
4. Von theoloaiBch«!! AbhflndlnnRen dm Kaiaere Al^xios Kftina«iios hatte
MM H»chnckl«B durch di« AloxiM. od. Roifforiichnid, 2 (Uipsg 1884) 5$ f., 350 ff.
Km Mieb* «Lpr. A. pA|>iidnpnlo«-K»rnm«QH. 'jräXtiita 'It^oaalvfuiniiit arn^i'olaj'fdc
1 (PfUnkwi; iSOl) llß— 12^, Si« w«ndct nch g4-{!<Mi dui Eutfchunümua und lut
jMir d«« Hlr«tik«r NwIok, der os mit den Armcaicrn Iiinlt. im Augo. Slv ist in d«r
Uliihi« iNMuttY-diNlcktbclioB Mothodo der damaligen Thcolugin ^cbiut«!!. Aucb uii d«r
KnatatioB nit l'etnu Chrysolanua b(i(eili|;b or aioli purvOnltcti. wi« nus der PanopUu d«a
hupNM ZigalMnM erliolU.
i. Polsnik f«e«n die Lateiner. Die Sendung das Erzl>iaobof§ von Mailand,
NtiaaCbrysolanuB. nai-Ii Kdustautünopvl ltl2 vwantosato mehrere polemisoke Schrifltin
Pftndie Lateiner. J. JobauDea Phurnos. Vnretand vinon Klo»ten aaf dem Borg« Gonos,
OHT dar Mitarbeiter des Enthrmioa an der Piuiopliii. sntwortete Pvtrux, dnr dio Kontra-
WM ObM' den lil. G«i*rt ror den Kaiser bnbnniidti'. na« Hnni Stogrcif. Uioio 'AriifiQt/tiitti
^■l«;i« od. pr. A. Dometraknpuloti, TjmXtja. Bißiio»ijiij; 1 il.alpäg im$)i6~Al. Bino
HinMihomitio cd. tir. Palamaa in der Auisnbn doa Tlieuphiuios Koiauioun. Jnruaalem 1660
i!TO— T9. L'cber aadero Schriften ilta Job. fburnu» Tgl. A. Doinutrakopuluii a. a. 0>
&_f'r. Die Lisi« der Schriften iat abar nioht vulUtändig; wir verwi-iem uuf vudd. Paris,
1. IIH-I, l'i6S a. n. — ttie Rede den Putruti v. Mailuiid ed. pr. L, Allatius, Uraeoia
l,S7«- 8«$: abgodruckt bei MiKne, Pulr. jkf. 127,912-20. ~ J. An der Knnirovena
MMfl hervorrageDdecen Anteil Knetraties. Metropolit von NihBa, diiicli nnibma Ab-
(sa gwan die Lateiner, von dpuen Demetrakonulosa. 0. 0. S 47-127 vior hnrAM-
I h»L Knstratiaa nclirieb His»erd«n über den Itildorkult gegen den Krzbiaahuf Leon
NsCUkedoB und I Ahbandliiaggagan die Ameoimr (obandn 127— 19^^. Irfttitnre brachte ihn
|h 4«i Veidacht dnr IlnU-rodoiie, gegen den aieh Rnatntias in «innr Eio/jaXöytjaii reinige
^tlT). Rd. Dnaetrskopalos n. a. 0. S.ia' — it'. Seino ßcsinhiuiijon r.a JutinnooH Italoe sind
iKkncIrlklarKeBlellt. Vgl. U. Z. 1 (18^) 1?^. ~ Vgl. noch J. Uorgourathvr. Photius 3,
»►-WB.J. .Sal(ellioii,"-(»ii«"nr4 (1875)211-238, DrÄsokc, Arohiv f. Gesekd. Philoa.
1(IWII S47 8. — Vüz a, profantn Sobriften vkI. Krumbacher. — 3. Andere Pol«mik*r
^fn d>« IdlciDcr aua Jeiarlbcn Zeit, wie Tlieodoros von Smyrua Kiiropalates und
nwi*( tiir 7<l««v<r*ir, Niketns Seides iiua Ikunion, Johannes Zunaras, veraeiobnnt
k. Il*Bietrakopiilaa. '"itS, 'KUnt S. 12— 1&. Niketas Seides wird surJi eino Schrift
»laf llDdjf« iii|[e«rli rieben, Davon ein I^agment bei A, Mai. Nov. Pntr. bibl. 6, 2,
t; bei Sligne, fair. «r. 127, 1484—87. — Kino »einer Schriften gogon dio Lateiner
Id. fsvlor a. a. 0. a IW IT.
W. Nikolaos (iVi»oi«oc), Bischof von Mothone im I'eloponnes, galt bis
jüni^te Zeit uls diT hL-rvorragonclBto Thoot»gi> tif.s 12. Jahrluindort«.
BiDtezeit fällt in diu Kogiurung «ivs KaisL-ivi Maiiiii't 1 Koiniivnos
l— II80), zu dem er in nahem FreundsthuftHvcrhültnitJ si-umi und dc^iwin
Üuwlo^acher B^rat^r er war. Du« ,lahr 1 ltir> afheint (.t nicht mehr crkbt zu
hibeo. Dt« Bi-di'ulimg Afn Nikolnn» liegt jetzt nur noch darin, das» wir
IM mrinpr SctiriftBlvlIeroi dio «ntikirchlichen Stri^mungen und einige
IhfologiiHcbe Kontroversen seiner Zeit kennen lernen. Sein Ruhm tils
.'Vdriftstaller ist al)er nwh und nach ganz zerstört worden. Schon J. Hergei»-
fttktr hiit naehgewieeen, dasH er die Syllogismen de» I'liotioR gegen die
UWiH-T fju*t wortwörtlich ausKchrieh. Einen grossen Tci! der 'E^mit^Ofti
«fi laau^'aitc. die sich Ober die Gott«»- und Inkarnatioiislehru verbreiten,
nnte A. I><'metrakopulo» »lg identisch mit den Ausftihrungen Theodors
lUitbu in dettsen Schrift Ih^'i i^« ift(ai /rwt^pwrrrjdfwf. Von noch
Tragweite war die Entdeckung von D. Ituftsoc, daas Kapitel 1-16
'AvhttrSt^ f i'c iftoXopxr^i atot^HMami^ IIqüxXov des Nikolao» wortwört-
bk abert'rn«timmt mit dem von A. Mai veröffentlichten Fragment der
SlwiWhrift Prokoiw von Uaza gegen Proklos. Damit ging die Grundlage
*Hltrco, iiuf welcher die ganutige Beurteilung des Nikolaos in «r»tor Linie
Bfiantinisch« Litteraturgeochiclit«. L ProaaiHcli» Litterfttu.
beruht«. Wir könn«ii hinzurogcii. liasa auch 3 weitere Abhandlungen
Nibolnos über diu göttliche Vorhvrbc»tiiniuung der tncDSchlichon
groazoa aar Iläupt&ache nach auf die Schrift diw Putriarchcn Qernmnoe von
Konstantinopel fhQt ä^i< ^«rt;; nirflckg«hen. GrUsser« littvrariüche Selbet&B-
digkeit mltgen dir< .Sclirifton dei« Nikobios broitxen. die aus meiner Antmhiflhnie
an den thoologiscbon Stroitigkoitou seiner Zeit hen'orgingen. Die
Kcchtrortigung doM Vorgohi'DS dos KaiKcrv; gegen den Wortfllhror der Bogo-
uiilvn, den Mflnch Nephon, speziell die Ernennung des P(itriiir<.-ben Nikolaos
btu/.al»n an Stelle dea Kosmati, der Nephon begünstigte, bildet den Gegen-
stand einer 1147 an den Kaiser gerichteten Abhandlung Of^' f^ji ^^i «H
MYrncrncrfi rof .lai^fo^j;'"' öirjiXoytai xai nt^l U^a^x^a^. Gegen die ßogo-
milen ist auch der Traktat über die Kuehani;tic gorichtot, worin Nikolaoa
mit Entachiedonbeit die fiftaßah) lehi-t. Eine zweite Kontroverse, die mit
einem Prunk von Synoden verhandelt wurde, der zu dem Gegenstand nicht
in ricbtisem Verhältnis stand, betraf den Empfänger des «ucharisti-
schen l)pfers. Eine tJioologisch« Partei, an deren Spitae der »um Patri-
archen von Antiochien ernannte Diakon Solericho« Piuit«agenoa stand,
betrachtete Gott den Vater als alleinigen Empfänger. Soterichos vertei-
digte seine Ansieht in einem Dialogo, dessen Widerlegung steh Kikolaw
zur Aufgabe machte. Drei weitere Schriften richtete er in derselben An-
gologcnhoit an Manuel, wovon eino verloren zu »ein scheint. Die zweite
ist nur fraginenturisch ediert, wührend die dritte sich mit der Widorleguag
des genannten Dialoges dockt, Einleitung und Schluaa abgerechnet, dk
Manuels politiHche und kirchliche Siege feiern. Hier schrieb sich also Nikolaos
»elhst aus. Auf eine ohrietologische Kontroverse, die ein Aufleben d««
OrigeiiismuB bekundet und von Eustratios von NikAa angeregt wurde, bozieht
sich Nikolaos' KrklUning des Apostclwortes 1 Kor. 15, 28. Er findet die Lösung
in der DopiKilnatm- Christi und bleibt in der Verwerfung der Apokatast&'ü«
de» Ori^'ciie» der lierkttinnitiehen Auffassung geti'eu. Ohne polenii»cheK
Intereswe will eiue letzte dogmatische Schrift den GrOHsdome*likos Jobauntti
Axuchos Über eine Stelle Gregors von Nazittnz von der wesentlichen
Einwohnung des hl. Geistes in den Aposteln aufkläien. Es liegt nahe,
auch hier fi'Ühore Vorlagen zu vermuten. Als Hagiographen lernen wir
Nikolaos kennen durch eine Lebensbeschreibung des Wunderthäters Molotiot
des Jüngern (HKW^-llOÖ). Damit ist jedoch sein litterarischer Nachlast
nicht erschSpft; dieser bedarf noch einer näheren Umgrenzung.
Die Thatsacho, dass Nikolaos im 12. .lahrhundert eine alte Streit-
schrift gegen den NeuplatuniKmus auffrischte, ist höchst beachtenswert
und kann unmöglich mit Russos und Dräseku in dem Wunsch» di>s Niko-
laos, ,dusH seine Weisheit von seinen Zeitgenossen bewundert werde",
ihre Erklärung linden. Die Schrift des Proklos musste einen grossen lt«i2
auf die Gebildeten seiner Zeit ausllben, wenn Nikolaos es als ein Bedörfnis
empfand, .die Widereprllthe gegen den hl. Glauben in jedem einzelnen Ab-
schnitte dieses Buches mit einer Widerlegung sorgnUtiganzuzi<igen, und d«i:
künstlich ersonnenen und durch Spitj^findigkeit verhüllten, aber gerade da-
durch den meisten sich entziehenden Irrtnm aufzudecken", wenn auch ar
dei' iland eines fremden Führers. Es musste auch damals Leute geben
i
i. Tlieologia. A. DoemaUk und Polmiik. (8 22)
87
fMlduxUe .Klaxheit, Einfacbhoit und die Sc)iiTiiicklo.sigkeit der chmtitchen
'Ukn ak otwM Gemeines verschniäliten, diis St-Uimmernde, Ratsolhafto
will GoD«rt« de» Ucidoiitums dagegen a\s wahrhaft ehrwürdig und aU
Khte Weisheit vcrgOtltTk-n", Dios stimmt genau mit den ilhrigon
Xachrichten vnn dein Aufleben der alten fhilogophic im Zeitaltor der
KoBDroea.
1. AaiKRboB: Di« mnuton der girnnmitort !M-Jirifli>n «d. pr. Doill«tr&ko|)ul«i,
)m1«m iiiMK. M*ia}rr,( iöym diio . . . U'ipcig IKn.'i, luid 'fjjiX. fijik., Leipzig 18G(> 8. 199
liilW. — A. D>iinetriik0pulos lul 2 andere äohrift«n flbnr dia Kootrovorno mit i*D LÄ-
Üm» aiit Uancht Nikolaoa run Million« niguobriebcn. UiMMlbon gnhOtvn npb«t einer
Uka WMn nnbokannten Colvmilcer atia dem AnfADg Uta 13. Jahrhundorts. Kd. Araenii,
IUhi I6»2. Vgl. B. 2. -1 U^ö) 3Tl). - Die Widerlegung d.» l'rukW ed. pr. J. Tli.
Tlaal, IVaakfwl 1835; di«gl. die l^nir)f««i< in den Jithreab^riolit«» (loa Fninkrurlor Uvm-
Mlfam, ]88&— 36S. 1—39. ~ Die S Sclmfl«n t»gtn die Lateiner cd. pr. K. 8 im out de«,
IftiÄlM' tli.^rmr »toioytmti y^uifmi ti«««^tf, 'i. Aufl. London I86u. S. 1 — SV, und in
MMT Zwtadirift M«iinieD, I8.^0 Iloft 3. — Ui« iwoit« mcIi bei A. Dometrakopulua,
U. ili|(L & 859—880. - Mied«. Palr. gr. IS.'i. 50fl-.SU «nUiKU nur die schnn 1^60
iKtSnUkhto Aktuoidhutg ober die Enebari*<in. — Di« lücgrapliin den bL M«lotios mit
fcr na TbcodM«« ProJromoii r«rfMal«ii Leicbonrodc nuf donsi^lEjen HeilignD od. pr. Va-
•Üjimkij, CrarosL l'nl itpurrik 1", Potsniljurj" I.S86 mit niaslschor Kinluitung und Ücbor.
■.(MM. Vgl. die riiigcbund« BcttpU'ohuiig von K. Kurtx. B. Z. Ü (1S9S) 30S— 12.
2, Iliirimillel: Die Angaben bei den frUlicn-D LiUMnrluskirtkorn, Oudin, Coillicr,
Undn u. a. aiad xum grSsstco Teil uuricbli«. ^ Anliigiiivrt sind joUt uucli die Abliiuid>
hwnvvaiCtlntanit. ThooloK- ^udie» und Krftjkcii i^ (1^3) !j. 647— 743 und J. Drisuke,
hiaotaiM von Melhone. ZeiUclir f. KirolieuKoeib. 9 (1^'^'^) 405-431. 585-600; den..
IEUIm» WR MHlwM. U.Z. 1(18112)438-478. Zur Abhängigkeit desNikolaos von Phutiua
•1^ J. H»r|tflBrAtber. Pbotü libor d* Spiritus eti ntj-sUgogia, Regenabuig 1857 $. XXIV,
X *. IWina S, 905 f. - Zur AbbAngigkail von rrakop, deren Grad jedoch noch nicht mit
S4HWt bMtiinint w»rd«n kann, Damoatb. Rnaeoa, fgw fftatoi, Xv/tfioXai tk lijr lorofim'
■MfiiMAf Jae r«Jr FaCnitir, Ifoipiig 1^93 R. ST-ID a. J«b. Dl'ftaeko, Nikolaoa tod Mothono
mSmttmtsr des Proklo*. Iheu!. i^ndien u. Krit. 6fi(I8&&)&8l<-IIIIt. — FUr die AbhUngig-
Ui nm GarmaDo« vgl. x. li. Nikolnos. cd. A. Domntrnkonslas. "Bjal. ßipX. ä. 'JTS' t. u. 'IhQ
■KOmbmmn, Migna. l'ntr. gr. HIS. 113D. Ufi A~C. und lOK A— B. - nan<l<n<hnCUi«i»>
1 kBnacn aUoiii «atadic'iileu, in wolchoui Grad« diu Liaton von Scbririoii dca
1 Simonidex nnd Deinvlrakuiiutue tuv«rUUaJK aind. Nur die kleinere '/,aiil di.>r Tit»I
ia kniJoH llb«n)». Dim dii' unodierten Schriften xwiscli«n xwoi TrSgoru doHielbun
I Trt1i-i1t «rrdeD mOsHcn. wuvun der zweite um ein J)üirliund*Tt jOnger ist. behauptet,
•41 nut (.'ncMbl, Diüaeke. Ztachr. f. Kirchvngearh. a. n. O. b'iO S., Aro-hiv (tir GuHuhichte
4rrbilMPpfa.4(l81l|)M3-2M). - Sp.Lamproii,])ieHMd«aNikoI.T.M«th.imDioii;aina-
UmIv, B.Z. 4 (lf^)3ÄS— 6>% beapricnl «inon Athaacadox, wa]ch«r dio Itoicidmuiig -V'ko-
i^H ri'*f JffJUir^ in den StirliBn d<» Nikcpboma rhiloimphoa nuf den Alteren Nikolaoa
bwiAL — rBM^inslich bbpbnir Aiacnij, Nik. Mdb., Christ. Ctcnijo l!^<i}i, IllT., 308 fr.
S, Drn Dialog do« Solrrioboa l'anteugouoa i-A, pr. Tnfel. Annae Comnenoo
•fffitautt». Tllbingeo 1832 S. R--17. — Eine nreit? AuBgabL> vou A. Mai, Hpioilep,
Naaa. 10 IRom 1844) 3— lä. ~- Vinm bewiurea Text lieferte J. Dr&tieke, ZvitHchr, f.
»^Miham. 'Um«!««. 29 (186«) 224 --,£37. - Bei A. Mai n. a. 0. S. l«-08 Am Text
1* t'X'**'*'*''''''' *"■" Jahre 1146 ««"^en Set^richoe. — Die Apelexi« dea Sol«richaii gngnn
fc^raMMle d. J. 114« «4. J. Sakkelion. ll«i;j(««i| fif/Hii»»., Athen 1800 S. 828-S31. —
tnmatt tu dtnMit Siraita in cod. Athnua 3102 a. 14. — Srnoduldokrcta gegen den Mnueh
bei L. Allatina, D* perpetua canMUsione S. 6fi9 -DK-S. Vgl. Jobnnties Siiiuainoe
•J-Baos. S. &4 R. — Ü«b«r dm dapjinltun Abi>ndmah1mtreil im 12. Jnlirh. v^l. Sluitz, Jahr-
r. ^nct» nöol. 1.1 1 \M»} 32—4.'). Kaberr AufseblDwe darOber eiud von der Ver-
dM Thtaaunw ortbodoxio« de» Kikotoa AkootnnloB su erwarten (vgl. g 26).
4. Zailgvnaasiacbe l'oloniikcr gegen die Laieiner: i. Theodorua frodro-
na«, dn AiK>M>n>t frtKibtbimr S<-hrifNti.>tlcr (vel. Krumbacber) verfasat« eine Abhandlung
Maadn> l^ti-'iorT. doren Anfang bei Migne, Putr. rt. 188. lOOSetebt Ala w^itars theo-
Ufiacke Prusawitrbe Th*«don »uid iii neDn«u: emo Krkltning lu hak. 1, 17 bei Migne,
fut.p. tXi, 1301 — 1312, ein K»nunf ntar ta d«n Rirch«nli«d«m d«a Koamiw und dei JuUannea
«a Smmkom, di« ob«» erwflhntv Grabrede anf den hl. Molaüoa, eine Abhundtuug nher
' ' M MwatWlte FVa|[e von der Beatimmiing irr l^bDntii^enKrn nnd andere 8c1iriftaii
. böiäiJatiaalMO, litnrgiKbaa und kircbcnrochtlicbun Inboll«». Zu uutiorsti ist ina-
ByiantiDiMitae LittcratiLrgvscltiobt«. L Prvaktacbe LitterKtsr.
I
1..
ItMadetc wio rJuliuenlcotiuiicnlaT t. B. in coA. Uuait. A 111 11 sii-c. IS fol. 312—510.
Ua Pk.88. — VgL die Listoder ln«diU l>«i StuvenHoii-PilTa, Tbeuduri l'rodronii comii
iaiiaa in cwmbs nc» melodorain Coama« BieroBoljria. tt Jouiniti iMmaMwai, Rom 1
8. XVIII ff. — S- Dia degmat DiBiniUtioo swiacheii Niketaa, ErKbiaohuf von Niko-
m edlen, und AnMitn von Havdborg {1IS5) »itSliU ■•litorM- tu s. Dialojt) 1. 2 u. 8. Mi)ti
pHtr. Ut 188, U&H- 124& — S. Eiiia Schtifl g«gea di* t^toinor von d«<ni oti«c genann
Patriarcban Nikttlaoa Mnsalon von Kpel ist x. f), in dorn c«d. iSoaq. Sjn. U3 erluUi
Vgl. A. Domctrakopuloa, Xlolt. *£Uii.' S. 2^ f. Von domwllicn Nikolao* bict«t dar i
VBticHn. PaUt. S8S aaeo. IS fol. SH— '>(> «in Cannon fu^o Hunc rccusnliiiae opiumpatnii in
8H lambcn. - 4- BBailloa von Acliridu. Erabiitcliof ron Tliea>utloDi£<? sclitifb an den
Pajwt Hadriuu IV (1 154— öS)|, d«T den KizliMcbof ü<^iuridi von B«neveut un Kaisirr Uaoud 1
KamneDiw Hcaaiidt batt«, eiticu w-br g<>ni&«igC«ii Urittf; ■«dnickt twi Hign«, Patr. ^. 1 19.
{^ — 9SS. Kin Dialog ^e« Ilasiliog mit ä*m genannteo GoMndton des PafaMe at«lit in cod.
Vindob. th«oL213fol. ai-S"— 220'. - Vf^ntrhiodon <laviin i«t Bawlioa' OMprftch mit An^clm
vou HavvlbprK' '■"■^t) d«" Aufioicbnimgm finci Mnorhen Njkolaa in ThMMloDika i» doo i'udd.
Monac 29, 66. 2^6. Kjnigc AngAbon dnrnber b«l J. IlorgonrOthor, Photina 3. 807 f,
NHwnw abnr Itnsilios gibt V YnslljuTik jj, Vüc. Vrtntionnik I (l»&4) 55-1»^. Vgl. B. Z.
llHih) 173 r.
■^. Der icilgenSasische ChioniKt Miohael älykaa (vgl. Krumbachcr). der rucIi
Keiner Wcltchronik tin fiberwicK^id tbeulugiaohoa InUreaae au dt'D Tau Ic^'t«. b<^hIUldl^It^
in «in«r ^rCKuipn Kvibt> von Brii^fen (in eiiiitpiti Haa sind *s 92) duuiuatiHchu. (.■.xouoti.ichr,
inontliioho und lilur|ci»clie FraKen. dnen ÜoenrechuDg im 12. Jttbrbuad^rt bi-lirbt wv.
Mit Unreclit werden di«MO Briefe in einigen Hiw dem Johonii^« Zonaraa mi^i.'scliriuben.
Oddraokt sind nnr 39 lirioro (dnranti>r 8 fisgRiftRlnrisch i nnch J. I'onbinQS, Laini. L. AUa-
tias and A. Mni Wi Mignn, I'ntr. gr. I.SR. SiS--9h7. Da» kommt noch «n Brief Obar
di» Himmoiriihrl Miu-iU hei S. A. Mc.rci>lli. Kukndarium occt. Cplanaa 2 (1788) 19»— 208,
•in Fnigment nun einem Brief llbcr die Atyma bei A. l)«metrakopulo«, Dp9. 'RUirf
8. IH— 21 und ein Brief bei Krurabachor h. unten a. 0. — Eine iwoito thoologiiioh«
Kchrlft in 'i baeliern wird Uiabnel Glvkns in dem cod. Paria. 160 tneo. 16 lu^eeignct
Nncb .^ufxciebnungeii von K, Krumbuclier luiilen die Ueberachrifton : I. Hi^i Stlmt li^watai; xai
AoTTQiaiut, 2. thfi t^( iv tüfri «li ir tUäfHii afoiQOffiinji tfKatiaf xat Jtn^oiin; itmvtoi aoi
aaqxiuatai! »ni niöc iuXtiatier iijf /«'«»■ tfi-air tov atov Xvynv atae^xufiO-iir. Der Titel der
ganzen ßolirift lautet: K/; r« Anoen ttjt yQif'it. Den Titel Kit täi äaoQla^ itj« Sttiaf
yQaa^t irii(i;l allerdings aucli die Bricfsitnimlang Mirbael Citykas in den meisten Hss. —
k. Krumbaeher, Michael Olykas, Sitinngabor, bayer. Ak. IftW S. 391 -4fiO baii-lplt Über
die Adressaten der Briefe, ihie Ahfiuwnngiizeil. ihr VerhAltnls in den anderen SeliTiKeu dei
(iljrkax, die UrUnde gegon die Zutcitimg an Konornii ii. h. w. und vorJUTontlicht einen der
unedirrten llriero (nn Theodoni, eine Nichte des Kaiseri Miuiuel),
23. Tboorianos {QioiQiuröi), itatatmQ xtä ifthminfui, wio ihn Kaiser
Mainipl I KimiiunijB nennt, wurde von IctztcriMn mit dorn Vorstand des
armenisclicn Kloxters in I'hilippopel, Namens Atman, im Jaliro 1170 zu
dem KHtlK-likos der Armenier NeiBC-s IV gosandt, um die kirclilioho Union
mit KoMstmitinopcl zu but.rc-ibtm. Er Itintedii-s» nwci Berii'iit« über die
zwischen den Kwei Parteien gepflogenen Ileligionsgesprächo, die sich
somit als eine wertvolle Quelle fllr die Kenntnis der kirchlichen KeKieli-
ungon zwischen Byzimz und Armenien im 1 2. Jahrhundert darstellen. Die
Grundlage dereiäten Uiitc-rrcdung bildete der Brief des Kai.scr8 nnden Kutho-
Iikos;ihr Ilauptgegenatand wur die Christologie, deren byzantini»che Fassung
Tlieorianofl als mit den AnssprOchen von AthannsioB, BasJlios. Gregor von
Nazianz, Kyrillo« von Alexandrien llherein.'-timmend darzuthun suchte. Audi
Jutttin Martyr wurde zitiert, «her nnch der untei'scliobenen Schrift IltgA
t^täinq. Die zweite Abhandlung beriehtet über die Verhandlungen des
Jahres 1172. Der Hauptiiachdruck wird auch hier auf die VäteraussprUche
gelegt. Des weiteren wird auch eine ünten-edung mitgeteilt, die Theo-
rianoe mit Thoodoro«, dem Gi^sandtvn dos Katholikos der syri^cbon
Jakobitcn, hatttt. Die Verhandlungen fährten zu keinem Resultat. AuK
der zweiten Abhandlung erfahren wir, dasB der Bericht über das erst».
ioHgiMprich in melir ain )iun<iert Excinplnruii in KotiHtantiiiopel vvr-
wordiTi wnr. Der litU-rariwhc Wurt beiiler steht hiDter dem hiato-
nAta svlir zurClok. Auch lutKUTcr Ut iiodi näher zu beütimmpn, da die
Aogklim dm Theonam»« mit dva anneniachen Quollon vielfach in Wider-
^nidi Htflliun. Nach dem P'raginent4> eine» uiiodiertcn Briefe» war Thco-
riuM den Lat«iD«ni »ympathisoh gesinnt.
I. Avsgaboo: t>cii «retnn Korii-ht nd. pr. J. I.«iiiiclftviiia, lUsol I■^T8: KrgSci-
i^M dasu gab A. Hai. S<^Hpt. rot. nova coli, ß (Korn 1^:12) »14 41% «iiicIeiHi mit ijor
rf.fr, der 2. Ahhandliuig na«li Vatj knutschen Hm: bnido lt«i Migno, Tatr. gr. mS,
ID— m. • Von nintrin Bri«fo lUa Thcorianoa Qbor die Uloinieoho Kontrorono »(«hM
rncMbi bei Migni'. I'Alr. gr. !M. 405.
1 Hiir.initto]: Fabricius. Bibl. er. II. 281 t
X. I>ie Sdbnhen des «nn«iiiaeheii lUthoDkM Ncraea KUjeii wuril«n von d«n
UMittraton, VeHMlif ISSD armooisch mit Utebtaebur UcborMteiui^ borauBK«g«bi>n. —
l«M BnafHammtiBiK, woron A. Hai. Script. v«t, dot« cvll li. 4iri 434 oiuigr Kxz«rple
■Heilt», »racbiMi in K4»cbini8lsiii 1861^; obcnda Ha« .lioh dv« Nrraos iV* von Nvrwea
lisWMFli. 1875. " Vgl. Artak Tor-Mikflian. Di« Nimeniechc KiK>bi> io ilimi B«-
mimgoa lur hj-riatnimihaB (toio 4. 13. Jahrhunilnt), Leipzig IV92 S. 88 ff. l>ie Dar-
«illrag KtOtit »ch abor «iiwMlig nnr auf die annaniflcbon (JuoUon. — Vgl. nach ABatunanDJ,
Wbibc» nriratkU» 2 (1731) 3(M f.
4. Eincin Tcrmciatliclica Katbolikoa ron Groaaajmanian. Namnnii laaak, dor im
II Jahrhundert lar byunlininclirn Kircbo nbergcgnngcn aoin ooll. woiiUin Ü grioahJHch
(whMaw Abhandltia^cii gtg^n Bciuu rriUicrau Otuubcnag«nosaun xugeachriobon. Die
mk bMfneht dea Hauptpunkt der Koiilruvorao. diu Lvbn.- von cin«T Natur in Chriatua.
t» dir V«r(uiwr mil AvHÖprflcbeD dvr Vstor dva 4. und b. Julirbuudi-rls xu widerloufn auubt.
ht fwrile rnclbh aehie BokehninR: daraua ist aber ersicbtlick, duaa er nicht Kjitliolikoa,
miin einfacher Priester wu. Di« dritte gibt ejoen lleberblii-k Über diei 6e«chiobte Anna-
na *•■ (Irogor dorn Erlaacbt«r bta lur Zeit des Vorfami^n und ist identisch mit dorn
»Waa Teil der SohrifldeaDeiMetrioa von Kyiikoe. Ed. Miftne, Pntr.gr. 132. ll.'i» 1257.
teiri Uatotwcbiingaii feblan.
84. Hiketaa [Nurt^ta^) aus Maroiiiia in Thracicn, zu«rst Archiadiakon
und riiartopliyhtx in Kuitstuntinopul. nachliur Erxbischof von Thi-H«aloniko,
^||Mit&txtv die Uniuntibi^Htrehunguu dvM KaiKi-rrt Manut-I 1 Koinnenoa
^^^K~IISO) den l.at«iiit^m gegenüber, wie TlieorianoH ex bezQ^iirh der
ArMnier tbat. 7m diettem Zwecke vorfa.'^te or 6 Dialoge Über den Aii»-
Cttg dm h). Ocist««. die erste Schrift unter den unKfthligi<n AbhanA-
kagm Uber diesen Lohrpnnkt, welche den SUmdpunkt der 1ateini»i-hfii
Crehc vertritt. Sie erfi-eut« sich grosser Beliebtlieit bei den Hpäteren
OtxiDBangsgenoMHtn de» Xiketjut. Nikcphoron Hlemmydo» lobt »e; .lahannea
tickkiw wurde nach ['achymcr«« durch ihre Lekttlre von der Kicbtigkcit der
llwiillllnHi» 1»f II Lehre i'iWr/eugt; Bukkos »elbisl bunift kIcIi auf nie und in
l^ridwr Weise l>L'nUtzten sie Uugo Ethorianus und Kon^tantinos MehteniotcH.
Ke 3 onrtvn Diuhige geben die Einwände der (Iriechen, dio von dem
widerlegt werden. Der -I. handelt von der Erkläningsweis« des
den hl. UeiHtes bei den Lateinern und vnn der Übereini^tinunung
de« ltt«iniMhcn ux fUio mit dem griechischen di' vlov. Im o. werden die
Iwtiaa der Lntetnor zusummci)ge»tollt; der 6. endlich bespricht die ein-
MMgiggii Auaaprtlcho der Väter. Das Ganze läuft auf ein Konipromit«
Uuaa; der Grieche gibt zu, das» die lateimschu Lt-lire richtig .sei. wäh-
imi iiir Lateiner zugesteht, da^fl der Zusatz im Synibohnu wegfallen
■Im. Nach den biahcr veröffentlichten Fragmenten zeichnet Bich die
Wmft durnii Klarheit und Ituhu der Dariitellung aus. Noch andere
&hrifteii güljcii handüchriftlicb unt«r seinem Namen, z. B. ein Kommeutar
90
Bfutatiniftcbe LiUerBtnrgMchichU. l. Proui»che Utt«rmtar.
ZU den Hymnen des Johannes von Damaskos, einige tutgiogi-sphiäche Am
btiiten, Kirclicnbyinnon und 11 AnatheniatiKmen gegen Johanne» Italod
Letzten^ vurdieni<n wohl hui ehesten edici-t und iiAher untei-sucht zu werden]
1. Don Proloff xu den & Ditloßon od. A. Mai. Nora Pntr. bibl. ß, 2, 44.'> f., abge-
druckt hol MiKn», Patr. Rr. UiÜ, IG9 ff. FiaKinniitc ruh doli fi I)Ul(ij;an od. pr. J. Hoi|:eii-
rOlhnr bni Mignn b. r. 0, 1fl>^ 221. — VoTlRttodig lingcn ne v»r i. B. in cod. VatM|[
1113, ModicoO'Lxuront. pl. 31. 37 o. *. — FraBmentc noitiar Act» S. lliamaa «d. IB
Bonnet. Acta llioiniic. !>«pue 1883 S. Vlll f ai» ooa. Paria. Ihlß. ToUnUndic lit««M
feto <ror in khI. Sinail. hiS. — Di« AaatlMnuitiHnicn goi;en Jobannps (Ulos in cod. Vindtd
Ibpol. 7'. - - In uidoren HtM x. B. in cod. Pctrobur^. <J& Miec. 12. cod. Bodl. Seid. 4ft ntfl
lä wird ilim uin lli/9i.ay«( tk rnc nf^iscfaiv uni npncfK laMirr«« tov 9tali6y«v JM
(«setiriubcR. Dumnch liAt er w(>1il sncli AvIr S. Joiuuis verfust.
2. Ililf»mitlvl: Fabrivius. Dibl. icr. T. 7^ f. Bior wird woki nit Unntlit tia
untrer Nik(<lA« v. ThoMtlonik«. dur um 1131 leblo. anice&oniinon. Auch wird Niket«« mit
Unrocjtt an den AnfaRR d«« 13. .Inhrhiiiiderta itMtellt. — Leo AllaiinB, Di*tnlia 4t
NtMti* Rd, A. Mai. Novo Palr. bilil, H. 2. 13-14.
"iÖ. Andronikoe RomaterOB {'Avä^üyiims Ka/iati,^), um hoher SUuU»-
beanitur, mUlU>rlichei-H4!its aus der Fdmilie der Dukas, verfasst« auf die
Aiin'K'ing dtrs KaiHers Maiinol Komnenos eine noch ungedruckt« .heiUgu
WattViirtaminhing' ('/«g« «t^uJjJxiJ, welche ein 8citen»tUck zu der I'anoplia
deä Kuthymios Zigabcnos bildet. Wie dieser mit einem Lobe auf Alcxios I,
1:10 beginnt Andruniko» mit einer übvrHchwvngliohen Lobpruifiung Manueif
und selireibt diesem die geistige Urheberschaft des ganzen W«>rkeB lu;
ihm .selbst sei nur das AK^chreihen und die Abfassung des IVologca und
des Schlüsse« xugi-fallen. Div»e Beteuerung braucht mau wohl nicht allzu
ernst zu nehnu-n. I>ie Schrift hat nicht denselben Umfang wiu die Pin-
oplia; sie ist nur gegen die Lateiner und die Armenier gerichtet. Der
erste Teil zcrfilllt in einen IHalog das Kaiserit mit den rBmischen KaXit-
rdXtot Über dun Ausgang des hl, OeLstes. in eine Sammlung von TpTtter-
nussprllchen zu Gunsten des griechischen Donnas, endlich in eine Ucih<'
von Syllogismen, welche den Schriften der früheren Gegner der Lateiner,
Photios, Niketas von Byxanz, Eustratios, Euthymios Zigabenos, Nikolaos
von Mcllione, entnommen «iiid. Ganz in derselben Weise i.*t der zweite
Teil aufgebaut, nur mit dem Unterschiede, dase hier Andronikos Mono-
pliysitisnius, Monothßtvtismus, die theopaBchitisch« Lehre und den Aphthar-
doketjsmua unterscheidet, und jedem eine besondere Abteilung, aus Vflter-
zitateu und .Syllogii^men bestehend, zur Widerlegimg widmet, I>er kai.seT-
liche Disputtttor ist natOrlich (ibernll Siegor: seine Verdienste werden auch
M oft hen'or geh oben, dtuis man sich dem Eindruck nicht versehlteasen
kann, das« die ganze Schrift ganz eigens zur Verherrlichung der
kirchliehen und theologischen Wirksamkeit des Kaisers geschricboii
wurde. Für eine nilhere Untersiiclumg muss der l>nick abgewartet wer-
den. Die Abfassung scheint in die letzte Zeit der Hogierung Manuels
etwa 1170— U7.% zu fallen.
1. (lodrnckt int binlirr nur die SamiRlunic von bibliecheu uud iiaUiqtiJit^lien StelU
^eaun dir Lateiner mit dor Widi^rleganK d«s Juhannoa Bekkos bei Leu AUaliiiH, Ora«
urUiudoxa 'J. '^b'—bH u. bui Migse, Palr. t(r. 141, 396-613. — Die <ibi|t<in Ant(ftbcin
rubfii auf di-r Durcheioht des ced. Monac. 929 uec. 18 fol. I-SOÖ. - Dtui nm \nhuft die
Ha befiiidlii'liu KiliKrainin des Oeorglos Skvlitx» aaf die ^loJhfuq ed. Dnmrtrakopnlo«
*»p.1. VJJj^fS a«-29. — Ander« Um: cod. IWarcinn. 1.^!^ (nnvoll«Ubldi);), «od. Moaq. Syimd. ,■""'
2. HtirsDiittel: Kabricius, Bibl. «r. 11, 87ä f. - J. Hersomatlior, I'boLin»
1. Tbvotope. A. Dogm&tlk und PolMsik.
:ö-26).
91
Mit'BH pb4 BtiM Aatirte dw INtliiges mit d«n Knrdinftlati, d«r auch Mpanil uud mooj'ui in
Wtm mat — GMir^iM TMibyDiAniH nd. Ronn. 3, Sl bcMiiKt iIm lioh« Ansehen d«r 'onioStjxti.
S AU QeicDor dpr I.atcinrr i» dnr 2. llBlfte de" 12. .Inlirhundert» sind tielCAnDt:
Jtk*BR«8. Motropolit von Klaudiopolia. ron dem in cod. AUiouh S733 »Mio. 16 auch oinn
MbnA gegm die Armonicr atGlit, Michael AnrhJalo». l'iilriiLroh von Kpal (1109--TT),
Juluna**. r«triiuch von Jonutolpm, <jcuri;jcB, Metropolit von Ki^rkyin (um 117^).
liiieti»)!. PolriATcti Ton JeruBalein {t UM). DomelriuH TornikioH uiid Thcoiloros
fitiiianion. — (.iedrackt oind nur drei Abhaadtungen des Jvhunnos von JernaulBm über
it itjm» bei DoBJIheoH. Tn/ief äytiniic, Jimv 16SS S. 00-1— S3H, eine Soluifl dea Jo-
hnuB von Kln>idiu])olk bei PmvIov. Kriliaelie Versudit- u, s w. S. 189 — 191, 14 Kufinkuta
titit^tMi de« Ijeunli«« von Jemsalem in Macarii Chrysocephali Hoiuiliao. Wi<«i 170S
ul tVifBeat« ruD iwei Sdiriften d«ii Patriarohen Michael Ancbialcs bei Ii, Alla-
iju*. ß» puraatano. Rom i6M S. 871 IT., De eccl oeeid, et orient. p»rpetaa conaen-
^■tw, Ron l(S4ti S. S26 n. Bflet«, -- Urb» dio flbrigen KrbTiften rgl. Dotnetrakopoloa,
Pl«. '£Ui(t S, ^— &4. Die hieir genanoteo IIa» liesaen »ich unachwer vennalireii.
4. l>oia KoiM'r Asdronikoa [ Komnonoa (llI^S-Nö) wird «du Dinlog EOKeD
iitJadeo lUfirrignüt. in dem die gewöhnlichen KonlrovrmpunkUi dor Apalogien gognn
b JadM behiindclt «rtdrn. AhgDMlwn von andcien Gründen kiuin dicficr Diulog schon
Wnlb ■•cht von d«n) Koimr Aixlroiiikoa rerlaeet sein, weil nun dorn Knpilvl 41 ktur
kiTefB«bt, dawi der VerCuMer frillieBteiiti iti der 2. tllüfte du« 13. JnbrliundvttB, nuuk
mar unlem Zlblvng aegar er»( um dun Jahr 1310 sciirieb, -- Cedruckt iu iHtetniHuhec
rtbtnrtiimii: M CaniBina-Baanace. Lcv(iüni.>t< antiquae 4, JAK— 881; wiederholt bei
Xica«, Palr. icr. 139. 7Mi~824. ~ Der fiTi«oliisch«< Text itil iu niehr«ren Haa vorhanden.
I. B. in ood. Marcian. CUaa. £, l<8 eaec 14, cod. Vatio. Pii II 18 aaec. 1&, cod. Vindob.
OmI. v>:>.
9f». Niket&a AkominatoB (.Vtiii;ta<; 'jx(j/iir«r«$) «chlicsitt dio Reihe
dir PoIi-iiiikiT «ies KonmonenzeiUlterti. Über seine Idiintiüit mit dorn
^aduuimigen OfM-liichtscbreibt^*, die von einigen geleugiit't wurdu, ist
örfit der mindeste Zweifel zulbigig. Da« thcologi.sphe Hauptwerk des
S'tkfUN, der Gi^auv^ö^ öp^todo^iai (die liitnd»clirirttii')ion Titel sind selir
Unt end n-i-i('l]<.-n von niiiandur ab) stellt sich als eine Fortüictzung der
I'Moplia des Euthymios Zigabenon dar, auf welche Nikettis in dur Kio-
Ubing «UMlrticklich flezug nimmt: er wnlle die ältesten Irrlehren, die
IrthyiiuOB QbiTgirig. an ei-stor Stt^Ue bidiiiiideln und bcztlglich der von
ÜiMiD bwjprocht'nen manclics nachtragen, was Kutliymios unuiwühiit go-
llto hatte. Der Theaauros ist ttoniit weiter angelegt als die i'anoplio.
IV- Anzahl der K irchenetchrift-^teller, die Niketa.s heranzieht, ist auch weit
pfwK-r, Nikclas kennt einige Voniikiiner, Ignatio» von A ntiochicn, Melito
TDoätfdtu«, JustiuoK Mai'tyr, Gn-gorios Tliuumuturgos und Juliu« von Kom,
fia drei letzten allerdings nur aus unechten Schriften. Neben den Kii-chcn-
iltem dee i. und .'.. .lahrhnndert^ her!l<k)*i(htist er auch spätere Theotogen,
wit Anaiitasint* Sinait^s, Kpliritm von Antiediien, l'hotios ii. a. bis zu seiiieu
uiutt«R«n-n Vorgängern Nikolaos von Methonu. Thenphylaktos von
Mfimt-a a. A. Auch «^'inigu LatuiniT wie Ambromus und Augustinus wer-
te erwähnt. Für die Zuverlässigkeit der Zitate bildet die Sorgfalt, mit
*elcber die Schriften, au8 denen sie entnommen sind, in der Kegel go-
mut werden, ein günstiges Zeichen. Kino voll.-stilndige Charakteristik
dv uafiuigroieheii Srbrifl kann zur Zeit nicht gegeben werden, da nur
tn klrinrr Teil im Orueke vorliegt. Ihre allgemeine Anlage ist mit
4ijtti^en der Pauoplia nahe verwandt. Sie beginnt mit einer Polemik
P|in (iritH'hen- und Judentum. Huch 2 und S verbreiten «ieh weit ans-
tbrVcber al» die l'annplia über die Trinitttt.-*- und Inkarnutionslehre. Da»
L BkIi bringt diu -14 ältuoteu Uäreeieu zur ijpiache, deren jede kurz
92 BjiADtinischa I.itt«rBtargQBchiolit«. I. ProakUcbe LitUratar. ^^^|
widerlegt wird. [>io Bücher ä — 16 bcliaDdoln die grossen chrJeto-
logiscbvn Kontroversen vom ArtaniHmuii bin zum Bildersiruit. Davon Ist
nur das T). gedruckt: es zerfällt in 7ll Kapitel meist geringen rnifangcji.
Buch 17 — 22 verbn>it«n sich llber die Irrlehren der Armenier, Paulikianer.
Bogoinilen, Saiazuiu-n und Latuiner. l>io ö lutKteii ittvilvn diu thcologiiiclien
KontruvorHon dar, welche unter den Koninenen Alexio» ! und Munnel I
und unter Alexios Anpelos verhandelt wurden. In dieser zum Tei! zeit-
gen&HHi»chen I>ArAtelhing liegt der flauptwert der ganzen Schrift. Dadurrh
wird der Tliesauro» ku einer nnonthehrlicbon Quelle ftir die Kenntnis in
hilretischon Bewegungen des 12. Jahrhundert». Dieser Wert liegt
besonders tii der Mitteilung von Syiiodulukton aus der Koiunenenzeit und in
den Fragmenten von verlorenen Schriften der MonophyBiten und an<]eriT
IlSretiker. Kine Morgfiiltige Quellen Untersuchung wird aber auch in den
frühei'ei) Bachern nicht ohne Frucht aitge«tßllt werden. Dazu Ist aller-
dings eine vollstSudige, kritische Ausgabe von nOten, die man im Inter-
e»6ü der Geschichte der byzantinischen Tlieolope nicht lebhaft genus
erwünschen kann. Die Abfassung des Thenauro» fällt wie die des üv-
schicht'ffl'erkeä in die Zeit des Aufenthaltes des Niketas in Nikita zwischea
1204 — 10. Nikctas werden auch einig« geistliehe Reden zugeschrieben,
die aber auf ihre Echtheit hin noch geprüft werden müssen.
1. Auagnbun: Dia 5 <>nilcn UUolier di^H TtiUMturoa eil. tut. 1'. Mor«ll], VHria IM.
— Von liudi U, t^lU, lö. IT, 20, '28-25 ku)' A. Mai ^rOsnere AbMiiiiitIo im Urtext
licraiis; aU<-s viTßinigt bui Mi^ue. I'uli-, gr. 139. llUl -1444, 140. ti -•!»!. Hi«r fehlen
di« Aiiszilge aii8 diMii 23. Buch« voii Tufol, Aniiao Coninoiiao f^iippt., Tllbinffi>n 1832. Eist
litngpi« Stelle tu tlun KuDiruvorson nncli Mnniiiil» Tod und dem llamtiknr MJchmel
Sikidit*«, der dp» zweilpn Abeiidmfth!*strpit horvonivf, ed. pr. Th. Uaponnlcij. SktCN«
lur (iucliiditt- der b}-i»n tili lach nn Kultur, I'olitnibarg 18tl2 S. 286— iM3. -- Kin Knkomion
auf MtchapI und Unbriel ml. Int l'ntr. l'oitiiiniiit, ToulniMO 1687; itbgodruckt bi^i Htßno,
P«tr. ^. 140, 12'-M l'il-'i Vioüpiplit gcbftrt (■■ «bor NikoUs Akominalo-i, Knbinrhof von
Clioiiu«. <I(^m Ohchnn unsnrcn Nikctiin. nn. - Kidd Hoinili« Da nduratiune uriicia stcbt in cod.
PiuJB. 778 miHc, 13 fol. "-'^'^' -'.»*' ■ i-inp nudcienurüen PolmsonDU^lDCod. Paris. llWo, 1306
ful. 1—4''. Von diuBL-ri _ili MilUicht dnssi-itio. — Leo AIIbIiub «nrthnt oiuij;» liie«-
logisolio Abhandluniceri tivt Niketua. diu wuliraoli ein lieh Rnr Tml« dns Tli«Miirus siod.
L*tst«res int der Fall Dir di« Tiüit d«r Aufniilini«< von Saraxenen in dio Kircli», «d. t'r. Sjrl-
burg, Sainconica. HeidelbiTg 159& S. 74 90. Sie int niich Ausweis des eod. Monac. CS
BHQC. Iß fol, IQO' ein T»il iIm '21), lluvbe» do« Tiiesnuina - Urs dos IVfuiuros »ind nicht
eniten: dinlgn bi^ton di^n Tlieenurn» in nbgekflirter liantnlt, win t. ü. eod. Bodl. Mi*c. 134
s. Itf fol. 1—40. In cod. Paria. 1234 s. ISj stellt ein Indi^x xum Tlicaaurm von Tboodorv»
Skutnrinles. F.d. Montfniicon, PnlneogrnpluA grnccn ii. S'i'—^^X
2. UilfsRiittel: FBbricins, Bibl. gr. 7. 742-T43. — A. Mni h. n. 0. — AiM
Dan d inj. FnsHcultis icruin byiiuitiniirum. Flurcnx 17Ö4 b«i Mi|cno, Patr. gr. 140, 286—292
diö Lislc dnr im Tlicsnmos jinKefUhrton .ScbriHälfllor, - Für die Bacher 24-87 vijl. diu
uiitnprochendcn l'nrtica im (loBcliirbtswpike <k-s Miketas. Migne. Patr. gr. 139, TiflO— 5m,
89:t-8UT. — Tb. Uapunskij. Vtr bjzant. Sdiririat^llcr NikcUs Akominnto« Clion..
P«ter«bur|c 1874 (ruex.). — J. R. A&inu«. B. Z. 4 11805) 35 tT, bnt Eur K<>konfrtruktion
der Kirchenguschichle den Pliiluetur^ios nirlit obiie Nutzen xu Nikclas gegrilfon.
8. Dio IdootiUt dos Tlieolo^eu nnd <les •.iitHrbirhtscIireibers Niketiis Akomiiintom iirt mit
vcillstSndiger SJcherfaeit fiewAhrleislet durch die handsuhrifllic^lie Uobcrtiefcninj;. dio Kin-
lottung dn« TbMAUTo« und die Andeutung der unter Mnnuol Komnenoa und Alexioa Angolo«
entAtandonon (heolnffiacbnii Kontrovrrsfin in dem UcHchiuIitHwtiTke, di« in dorn TlieuHntt
weiUr aiugof^hrt wordon,
4. Zoitgonosio den Nikctaa wnr Jobanneti Kamstsroa. Patriaroli von Kpel. der
duTob di« Kruberung ü«r Lateiner ins Kxil getriobon wurde. Nikotaa «iwlbnt iu seinca.
OcHchiehtawrikc des Juliaimo» Kamateros Schriften bei Anläse der Konlroretse Ober
die MvHturien unti>r Alexios AngeluB und «eine katecli ottseben Roden (Migne.
Pati. gr. 13(f, 893 l.j. ^'on leUtoreu sind 2 vurhanden in dem cod. Fans. 1303 saoc 18
L Tbeologie. A. Dogniktfk md Polemik. fS 37)
BM SSI— 29S. Ein Uricf il<« JobsDncK KuiiAtnro« an Innoix^nE IM fit«lit in ^dh leUtcrui)
WSiprit, «piol«!. 1. 2, '.HKi. iiw«i Briefe ad donnc'lbDn i'iipit in äta Ki!nnnnt«n Piu-iser Uti
M STO'~ 275, BBil HwAciittin Ki.-.i|)uiiiiii theologica M. 2'h 2»)1.
y VoD der fatrctBclica Uttcrnlur (Im 18. JiüirbundMt« iir]i<!int nich nomar d«an
Ihil«f;« de« SoUti«hoe PantSOMtios niahta crbalteii in hnbcD. KinnRinoii rnrAhnl in snüicr
hjmUaiKWn QttohicMe I. 6, e. 3, Mixn«. Patr. gr. 1S3, 6IT dii? .SrJirift des Df<m«lri««
■al^aip«, die er bei Anläse d«r Kontroverse Ob»r das Scliriftwurl: .D«r Vater ist grümer
<tii«k* *trfMeUi. D«« Kanera MoBiMl'Qfioc' t/f (0 ^ Itai^f fitÜBir unr/aiircil. M. I. liodnon,
bl. Ulr;». 4 (IX^-M) 4A7 ff- u. ilflera. .% (1^94 - 8:<l TU (T.. 94 IT. mit aadenn Akton-
Nfleken. - Kin «vyyfm/ifia aigl tüy iiimv ftvottjtiiaii- il«» Michael SikJdil es uunnt Nikotuit
Akaniiwloa. Uign«, Patr rt 1^9. 49S. — Drei Srhiiflon Äff. Haiutihfr« Kgnstanlinoa
CkTfsamala* worden in dom KynadHldrkri^t cbnrnktoriHicrt. dan dpr Pdtfiareh von Bpel
U« 8tjpiol«« (Ilä4-n43| gegon riicaclboti orliniK VA. I.. Allntiua, Da neqwtun con-
MNteae, Kfitn 164»^ S. e44-e4». Ob das Onuieuliiin i:iirv><oinalli do hnmililati« u^ea-
dteta b «xj. Paria. 208; wtei.'. 14 fol. 322 -m dioxMii KonstantiiiDa Chr^miDRlaa Kobert.
riaht daJuB. ~ Dvn WidemiT Micbaela von Tfaessaloniko, Prutokdikoa dor ilagia Sopkia,
•ua* AnMagcfs des Solenchos raiitengenos od. L. Allatiua o- a. 0. S. 091.
S. Eia tbeologiscbnr Kriof d4« Kaisers laaak tl Anaetoa (I19&-95) aji di'ii Kathotiko«
*•■ Atwanim btnebt airb aut »hi«n UnioiiaTeraudi mit den Amienieni. der una nur durch
Ji'aw SehnftstOeli bekannt iat. Kd. t>r. A. Papadonufoe Korameae. ««»coyMdiirtiiK
ffL. •Ariti4i>ttt in.%y.. Kpol lKil4 S. .^9-63,
27. Die Polemik gegen die Lateiner im 19. Jahrhundert. Diu
Enbenin^ KoiiHtitiitiiitipctü liiin^li <li*' Kr«'U/.fii lirer ( läÜJ). wickln? dorn
bftantiniMlivii Kt^'ichi.- auf ulK^n Cii'bick'ii grossL-ii ächaduii Kurügti*. blieb
Dicht ohne RüL-kwirkuiig auf dio littorartsclio Thüttgkutt in dvi- Theologie.
Ilor Kitiwr Theodor n Laskari» iat dor einzig«? Dogmntiker in dieser
truirigeii Zeit. Um so bezeichnender int e» aber, dass die anlilateinisctiu
(Vtlemik K«hr eifrig gc]>fle{^ wurde. Au8 der Zeit des lateinischen Kaioer-
psicbafi in Konstant! iiopLO »ind als Vcrti'uter dcr^lbcn bekannt: Jehannes,
BisdiDf von K>'tro.'i in Makedonien, Nikolaos von Oti'auto, der auch eine
Wirifl g(!gc» die Juden verfasttt«. die Patriai-chen Johannes Kamateroa,
Maximo». (ivrmunox, Methodios und Arttenios von Kon»itantinopel,
■Ii>banne<>. Metropolit von Naupuktos, der UeschichtAchreitier Goorgioa
Akropolites, ßa.iilios, Metropolit von Kerkyra, Hierotheos hieroino-
nacho«, der Patriarch Joseph (t2ßH— 7&) und sein Schüler Job Jasitoe.
Mit dio«vr Aufzfthlung mUisHon wir un.s begnUgen; denn die Hcliiiften dieeor
IViIiMnikcT »ind zum wi-itjius gröuäten Teil noch nnedtert.
Schon unter Theodoros 11 Laskaris (12.'>4 58) machte t*ich eine
iteaktioa gegen die romfeindliche Thoologenpartci geltend. Sie scheint
Alt Worlc dm vieUeiti(i;eii Nikephoros Blvmmydes zu sein; jedenfalls
bmat rio viervt £uni Vorschein in dessen zwei Schriften über den Aufgang
dw hL Oeistes. Nikephoros spricht sich darin fllr die Lehre der Lateiner
■u unti-r Berufung auf Athanasio», Basilio», Gregor von Nazinnz und Kyrillos
»i-n Ali-xundrien. Kr war, abgesehi-n von sein«r profaiion ISrlirirtstellerci
(»gl. Krunibaober). noch niif anderen theologiBchcn Gebieten thKtig;
ibw «eine Bedeutung fUr die byzantinische Kirchen- und Littmatur-
fMiiidite liegt in diesem Kintreten für die Lehre der Lateiner,
r« nochhitlliger wirkte als das des Niki^tas von Maronaea und ins-
Tc d«» Palriarchen Johannes ßekkos zu seiner Schriftatellerei an-
nfl«. Öffentlich trat er allerdings gegen die Lateiner auf.
Kncii starken Äusseren Hall, fand diese Itichtung in den Union«-
iitr«bungen des Kaisera Michael ralflologos (I2ül — 1283), der selbst
BTumtiniHbe LiM«rBtiirg«B«hicht«. I. FroMlMh» LitUrator.
ni Gönnten der Lateiner schrieb tind die Union aiir dem 2. Konzil von Lyd
vollzog. AiiH»tM' .lolinniii-ii Bt-kkus tnitfii jodoch nur woiiiyi^ iiiiiunsfri-unfl^
lic'liu Tlmulugcn auf, und als nucli d<*in Tudu Michai'ls Aiidi-oiiikus Palueo-
logos eich auf die Seite der nationalen Partei stellte, da brach der Gegensatz
mit voller Kraft hervor. An der SpitEe der unionsfeindlichen ParH^i
«tand Uregorios Kyprios, der Nachfolger des abgeJ^^Uten Johitiitic«
Bokko«<. Um ihn scharen sich folgende Namen: MntthuooH Angelos
Panarutos, der mehr als 2U Abhandlungon gegen die Lateiner schrieb.
Melütios Honiologetes. OeorgiosMosuhampar. Theodoroa Miizalon,
der Oeachichtschreiher (Jeorgios Pachymerea, AthanaaioR, l'atriarcti
von Alexandrien, Konstsntinoa Akropolites, Uennadios. ErzbiKchof von
Bulgarien. Manuel Moschopulos, die Mönche Epiphanios, Hierotheos,
div Athosnii)nchi< und nndoro, deren schriftstellerische ThSligkeit GeorgioB
Fachymeres nur im allgemeinen andeutet. Alle diese Schriften sind gegen
Johanne» HekkoH, gegen Michael PalilologoR und besonders gegen die Union
atif dem Konzil von Lyon gerichtet. Die weitaus grösste Zahl ist noch
ungedruckL
1. Vgl. <li« tinscIiictiUworko von Deorgio« Akropolit««, O«orgioa I'nchjrmtni Hii
Kikniihoroii tirogornji, — Dnmotraknpuloa, tJ^lt. thUsc S. 84 — ß8. — UrAseka, ZoitMkr.
fllr wiss. 'rhcnl M il><»l) :i2.^-ä5. Hier S. :t5!t ff. nach Slmonidas und Uomo4nkopula>
(lia KrklKrung dnr Knist^rinwitnr 'riiondorn gogiMi ilin Union.
8. Di« Abhandlungnn den Nikr|ihornii BUmmydeN Qbor den Aasgsag il«a U.
Ceisloa od- pr. Lkh Allatius. (imocut ortbud. 1 (Kun) I6.VJ) 1—00, ab^udrucLt bvi Migo«.
Piitr.gr. MS. ö:13 -84. - Kino revidk-riu Ausenlio des ullMliiiniaclicn Tcxlws eJ. B. Limm«r.
Suriptorum GriLOciaci orthud. liililiutb. bl>]uoU 1 «Kri-iburicmSS) l>J8-18fi. — Andere 8ebrif(#n
fl((j( lifu^i mi iw*tjatu(, llif'i amfinmi, lhi>i i]'i'/>ic, ffcp' niatfme und oinv^Miol^Ks-
Auiiiriu(('(>n oraubivoou zu Lcinxig l'><t (mir unzu^iLii|tlit')i). -~ Die 2 lotaton SrhriflNi suoli bti
Mignoo. H. O. ö8ü-6r2. Di« }>dirifl. ff*(ii ni'nrfwi abi-r frnftiueiitariwh und Qbora/bpiW. D»r
Piiiilmenkomm«<ntur bei Mtenp, Pntr. gr. 142, Iii"2l —1(122 inl nur Kum grringnton IWp
echt. In d(<ni gl*icliMiliK«ti rod Monfto. 225 ssoc, 13 ful, 282 -3->2' steht nur die Krklinio^
XU I*K 1 1(1. 14, !iO, Hij. IIn godnicklc Koininonlnr linl Ton l's It lui eine guu ander*
(iratall und int nnim-ntlirb vinl klliior, (ji^brigons engt Nikuphoroa selbst: V"^f"'t tir«c
. . . /i'iyovfiiSrt. ¥.1 kcimnit bnndsi-hriftüch auch unler dorn Namon des UewyelWM* Ton
Jerusalcni vor uod neigt inulirore Kcxensiooou. — Unter ilon uuedierUii .Suhriflen beünilen
aicli Buch tliuolugiacbu. V^I, Fubricius. Uibl. gr. 7, B8B— 678. Domotrakopulo»,
'tjrxlrja. fiifl. I (Leipzig 1866) ä. in T. Dio Vitu l'auli vom Barg« Latros iai aua divMin
Vdnviohnis zu strcicliea. Kbvndu S. 380— 3S)& AustQg» Ubor Disi>utAtian«ia mit den La-
leineru nua d«r Autubio^riiiibie des N. Bl,, wuHu er eicli wii> iu iliir .Schiirt fli^J ni'oKM
]l«S«n die Jjilpiner auR»]-iiclit Vgl. Han«'b<>rg, Tlieol. Litt«irattirbl 1 (Bonn 18ti6) 77S -75.
3. Von den obengonnnnten Polemikern gegen dio Latoinnr liegt folgondn« im
Dmrkc vor: I. eine Ablinndlnng von fieorgioa Akropolites. ed. pr. Domctrnkoputo«
B. a. 0. 8. SSiWIlO. — Kino 2. nber denselben Uegenatand ist nodi uogednickt; obetiM
Rehalien n (iregor von Niiziiinz (in cod. Vnt. Pnl. 24^ aaec. 14 Fol. 2öl'- &7'). — ?. Der
SchluM einer Selhatniiologie des Hierotheos hjeromonacboa «d. Demetrakupuloa
a. u. ü. S. Mf. Huacod Mftrtiim. Iö3. — 3. Die Oiiidd/deof ö/jola^-iRdcaPatriarclion Joaepb
vuu Kj'cl wurde niil der AnlirrhesiB dos Neklarion von jeruBalem. Jaasy 1682. gednickt. —
i. AuHzUgo uuB der Apulugio den Job Jaeites bei Demelritkopuloa, ^ffl*. "EiXiit S. &9 T,
'I«>n(>i'n lun oj^iri^jninc, Leipzig 1667 8. 61 f. Und bei J. UurKenrÜlher, PbntiuH 3, t(18 f. --
H. Die II. Abhnudluugde» Mnttliaeos Au^elua Pauaretua anonym od. IIeveraKi""> Syiio-
dicum 2 (Ixindon 1C77| 273 ff. - 20 Abhondlnngon von ihm in cod.Bodl. Seid. 42*. 1(1 feil, lit» n.
in n. Hb, Kinine sind gegen Thomas v. Ait. gerjoblet. — S. MeletioR achrieb in Vemon gegen
die Lnleiner; ninigednTon bei A rgontoe. faviiafiov tfo^iVciniic S. !t2. — 7. DenSobluiu der Kt-
ifäXaiH MHi^Qt/ii*« dos GoorgioB Mnachnmpar ed. Dem etrakopuloa.bp9. 'KltJ«( S. (il f.
— H. Rine in ikr (leaamtausgabe Athnunaioa des Orosscn Btehenae Abhandlung llbnr den
den Aungang dua bl. Qeistea aobreibi Demetrnkoputoa n. b. O. S. 67 dem jllugornn
Atliaaaaioa v. Alexandrien um 126H tn. - .f. Dus li'ritiyfia nrpi (>;; (tnnQtraitai dca
Ocnttadioa, Enbiacliors v. llulgnrien [am 12X111, stebt in cod. Monae. 2t>6 anec. I.*} fol. l
bis $7 und beliiuidolt in der bekannten Weise die AuttprQclio der VUer, die er (Ur seine
^
i
1. Theologie. A Dogmatik nod Polemik. (§ 2^)
Ihii b«raazi(-hL Kino tir«!!;! Rh isl eod ttoill. Ilnrocc. D Hnocs. 15 fol. 3ft— fl6. — in. Von
RmhI Usaclioptilü« enrJilint beinutrukopuloH a. ■. U. S. 61* ein» Abbiuiilluiig gogeii
4( UlMMT. Sio ist wohl iÜMti^ch mit iler klviiiiMi Jiiii,t;'t ntföf .iHiifOvf iu cod. Bodl.
ante AS aaer. 15 fol. !H'-98 and cod. ParlF<. 969 eavc. 14 lol. 31S'-81». Er wurde
UUipR Ton Ge^rffios Uetoobil««. V;;!. 8 29 n. 4. — II. Oeorgios Pacliymvres widm<<t
im Vuoa»kätapt«a ein« ktom* AorrnnrliaRnikeit in »oinem Goscliiclitawerk (vgl, Knim-
iirift). — Kine knn« Ablundliinj; Qbdr d«n Ausgang dn lil. (<«>ieles, worin er ncli für
AiPtnn«! A* i-A»- «ntachsidct, «i I.oo Allatina, Grnnnia (rrthnd, I, •190 — 895: nhgndmrkt
MUigDo. Patt. gr. US. BS4— 92tf. ~ Andirm thcotoj^iiiclia SnhriftoD sind uncdiort. —
U. Vit Schrift ninna Metropoliten vor Kphasue, die L'nioiiHVDreuobc in ilea Julircn 121:!- 13
bMwi od. ArHonij ISn. Vgl. H. Z. 4 (1895} 20tf.
4. Auf ditn ArBcoianiMdi« .Schisma unter Miehul PalBolu-^on boiiuhl sieb dna .Sohrift-
ikifa Mi-IeI io-t iiionachiis bvi Mien«. Patr. gr. 140, 7t<l— 805,
S8. Theodoros II Laskam (t^iöStagog j^äana^g), Kaiser in Nik&a
(UM— S8). (l«r ScIiUlcr des Nikcphorott Bloiiiinidi-s, fand wiilirc-iid »»int-r
Wt^krigcn unruhigen Kt-gioruiigszeit und troU einer unheilharea Krank-
Mt, die ihn in ein frOhes Crab hrachl«, Zeit und Lunt. um .lich philoao-
fbflH'ii und thoolofiischen Studien zu widmon. für die er mehr Neipiing
(■ffud a]s fltr kriegerische Thatun. DiuHO VorUcbc hat auf seinen
Utattn ihren Auj^dnick gefunden, auf denen or sieh, da» Kreuz in der
Kttitoii, «inen Codex in der Linken, darstelle» Üess, Seine litfurnristlien
HndilftigunKO" waren vielfältig. Bin« erste Schrift, die vollatündig
«difrt iKt, hat den Zunnrnmenhang, der die ganze Natitr trotz der in ihr
kmicbeDdon Gegoiuitzc zu ■^'iiu-iii einhoitlicheii (iaiixen gestaltet, zum
flUiiiiiiiliiiil TheodorM ergi-lit sich hier in naturwiiiäens(;hufllichcn, geome-
biditii. maUiematischeii und philosophischen Betrachtungen, diu manch-
m) Ncitt ei^<.*iitUnilich sind, die aber eine reiche Kenntnis der antik-
UuMchen Kultur verrat«». l>ie AhfasHUngszeit dieser Hehrit't fAUt vor
InBcgierunßRantritt Thuudoi-». l>as theologioche Ilauptwvrk, Xfiiatui-
*a^ lHi>XoYi'u4 Aö/m öxtto, behandelt die Lehre von Oott. von der Trinitat
nl dem Ausgang des hl. (ieinies. Uavon hat A. Mai die ■!. lU'de %'er-
BStaUicfat. die aus lauter Namen besteht, die von der tiottlieit au?igec«agt
■Mdto kOnnt'ti, und von dem reichen Wortschätze des königlichen Theu-
llgn beredtt-s Zeugnis gibt Der Frage vom Ausgange des hl. (jeistes
vilnwt« er oino eigene Streitschrift gegen die Lateiner, die an den
BÜEfaof von Korone. nach Drftsek« an den Bischof von Kutruiut in Ka-
Urisn (?), gerivhUit ist. Kr spricht von Heiner Person immer mit der
rRiM-hrt>ihiing : >; ^aaiifitt iior. Ausserdem hinterliess er Iloitiiliun Über
ix Tnnitat, lleden auf die VerkUndiguuf^ und auf die }lll. Kuthymios,
Kmows und Doniian, den hl. TiTphon, einige asketische Abhandlungen
ttir Tugend, Weisheit, Fftslen, eine Epitomo ethicorum, Gebete und
■lAnro Kanones auf die hl. Jungfrau. Der Umfang .-seiner theologischen
äc^rtflAti-llerei ist noch näher zu bestimmen. Einige Scliriften werden
«eb. Wühl mit Unrecht, Theodoro« I Laskaris (1204—22) Kugeaohriubon.
Cbor win«! rhetorische Schriften vgl. Krumbacher.
L Atiag«b«n: DxMiuMiBion« Mtnrali 11. ö UtomiiMjh td, Claud. AuberJae, HmkiI
Ufl. ~ Den «riMkiKliOB Text od. pr. Migne. Pntr. ^t. HU. 1207-1296, ous cod. Fmi».
*W «Mit. U. Aoch in cod. Ambro«. I> H.'> inf. a. UßS. — Da« Itoeli H'pi Onorv/ilmt
A A. Mai. NoY« l'niT. Iwbl. fi. 2. •£>»-26i; abL'.^dnickt bei Mign« «- » 0. 764-770
i^tif mter Tbc«daroa 1 Ltakoiia). — D«r grieehbch« Text dr« lianjon io rad. Vntio. II 13,
„.■ail. Baraei:. OT «mc. 15 lua, — Dea Anfang der StreitHoliiift gegen diu Uteiu«! *d,
«•, aiaUiria litt««rift, 0«nt ITiO 8. 084. — Der griediiscbn Text vdUiandie v<lierl von
K^
u
92 BrK&ntiniaohe LittoiKtKrgMcUoht«. L FrosaiMhe LitUrfttar. ^^^|
B. 8w«te, Theodunu laae^\» iuoior. d« proenBion« Sfdrilw >ti «ntio ipolajcctictt, ^ndtl
18T&. - Ein KAnon auT diu hl. Juna^aa Ui Mien« a. a. 0. 7T7— 780. — Der cod. P«a
1193 BMC. U M. 1—137 «ntliält di» meisten Obrigea tliMdogiacbM SdirilW dM TIim-
doroa. — Cod. Anilin«. C 30^ int. aaec. 13 mit OndienM Tfa*oiari I^Boaris «oU bui Ub-
i«it«n domolbea ^eacbri*bMi wordvn nein.
2. lliUsmittvl: 1.00 AllnliDR. Diatribn d« Thaodoris »d. A. H*i &. a. O. 8. 190 C
— Pabriciun. BibI gr. II, 062 -664. - llnnpUchrift: Joh. DrSnako. ThoodorM I.aalHiii.
S.Z. 3 (I8M) 49»'&15.
3. ThKdilaeoa Pelnaioto* vorCuato im Jalire 126ö ein« ^lirift gogoB di» Jnli^
dia in den codd. Piviii. 887, 12B&, äuppl. gr. I2l> uriiallan ül. Ciiio Auuab« danalbti
venprii'hl Mctiifffrl. Dinloguu betsftipn > OhiisUnu aod e Jo«, llarburi: IStMl S. 18.
39. Johannes Bekkos {'Imtiivi^i lU'xxoi. auch /J/xik, B^tttaf) war An>
fän^licli als (liartophylux untor dem PatriarL-lifii Joseph Getier der Lateiner,
willireiid die Aicliidiakonen Kotifltantinoä Mt^lit^niote» und Ooorgios Hcto
chitcs Hchoii damalä fUr sie eintraten. Üie l'olitik de» Kaisers Micliael Paläiv
logos und die Lektüre der Schriften des Nikephoros Blominydea stimmteD
ilin um, und nun hlioh lt dor Uiiionssachti tri^u, nicht bloss als Patriarch von
Konstuntiiiopul {lilb) unter dorn genannten Kaiser, sondern auch nach dem
Umschwung der KirchenpoÜtik. Bekkos wurde abgesetzt und Joseph kehrt«
auf seinen Stiiht zurück (12K-i|. Dan .lahr dai'auf folgitc ihm Gregorios
Kyprios nach, während Kckko» in die Vorhaniiiin^ wandert«. Er atarb im
Kerker 1293; in 8oi»vni To»tnmentc. worin er seine- Habseligkeiten an
Freunde vennuchte, brachte er seine Überzeugung nochmaU zum Ausdruck.
Der Verteidigung der Union und de» lateinisclien l>ogma8 widmete
Bekkos zahlreiche Schriften, die da-sselbe Thema in verschiedener Weise
variieren und einen umfassenden Einblick in die grosse tbeologinche tVage
der Zeit gewähren. 1. Die umfangreichste Ist betitelt iltg* rr^ inivttts
xai ti^tjiifi tmr ii); nuXatt'ty xal i-tac 'Pti/ir^i ^KxXtjOiäiy und zorfSIU in
2 Tfile. Zuerut »ucht Bekkon zu beweisen, dusa die alten griecbiacheR
Väter, Athiinnsios, die Kuppadokicr, Chryüiostromos, Epiphanios, Kyritloa
von Alexandrien, Maximos der Bekemier. das Utteinische Dogma bekannten.
Es int nicht ein blosses Aneinanderreihen von Aussprüchen; Bekkos wein« gie
in lebendigen Zusammenhang mit den Einwänden seiner Qegner zu bringen
und demgemAoK zu verwerten, Der 2. Teil ist der Widerlegung der spä-
teren griechischen Theologen gewidmet, dio Bekkos als die Schöpfer und
Hauptvertreter der entgei^engesetzten Lehre Hn»ah. an erster Stelle Photios,
dann Johannes Phurnes, Nikotaoa von Methone und Theophylaktos von Bul-
garien, 2. Dem ersten Teile dieser grundlegenden Schrift sind die 'Eni'
Yf<tif^{ verwandt, «ino Samndung von Vitterxitaten zum Erweisü, dass der
lil. (iei>«t X«' ^x lor- t'iov hen'orgehe, und die Formeln »f t-iov und Si' noi
danselhu bedeuten. Zu den vorhin genannten treteu hier noch andere
Thoologen hinzu. Soplironio» von Jerusalem, .lohannea von Dama.skos,
ThcodoroH von llaithu. TaraaioH, Theodoros Stiiditos und Symeon Meta-
phrastes. Diese Schrift rief später zwei andere hervor, die '.irtmtyßay^it
des (iregorios Palamas und die dagegen gerichtete Verteidigung der 'Eni-
yQatftti von Boiwarion. Auch die weitere Schrift //»pi ri^i exnoQfvatwi tw
äytav nrti'ftatog gchllrt hierher, da es sich darin um einzelne Stellen aua
Basilios, Kyrillos von Alexandrien. Johannes von Damaskos handelt, welche
von den Gegnern als Beweise herangezogen wurden. 3. Als Weiterfübrung
J
L Tlioologie. A. Dogmatik und Pol«mi%. (% S9X
97
I Jm potemiechoQ ToiW dor an erster Stolle crwilhnt«ii Sclirift oreclioiiit
rine Serie von Hpvziclk-ii Abhandlungen gegen die genannten H&upt-
Ti-rtreter des grit>c]iiacli«u Dogmas, denen Bekko» hier Georgioa
JliMcham|>ar, Andronikoa Kamat«roit und (iregorios von Cyporn hinxufUgt..
Dart'li dc-ii Druck hfikannt sind davon mir die Apologie gogen Pliotios'
UaupUchrift üWr tlun Aufgang des hl. Geistes und äiv. gegen diu zwei
hizteu g«rirht«t«n. Andronikns Kamateros hatte in dem entt^prerhenden Teile
Miner 'Ir^ Ö!iXoyi]xi, die dem lat«inii«clien Dogma günstigen Viltcrstellen
lu entkräften vennieht. Demgegenüber bviiiQht eich Ik^kkos ihru Bowciüc
b»ft mit den AuBspröchen anderer VSter, unter denen aueh irieroiiymuB,
AugustinUi^, Gregor der Grosse figurieren, zu beleuchten. Die Widerlegung
tiDor Schrift seine« persönlielien Gegnei*» Gregorios von Oypern ist der
Vorwurf dvr letzten dieser polemischen Abhandlungen. 4. Zu einer
i. Gruppe lassen lüeb die Soliriften vereinigen, weleliu Bckko» an Gu-
linnungsgenoRsen richtete. Hierher gehßren die :) BQcher an Theo-
doro». Bischof von Sugdaea in Moesien, die den Briefen des letzteren
ntaprK'hen, worin Bekkos um Belehrung gebeten wurde. An demselben
Tlit-ödoros ist wobt die knrze Abhandlung .über allo seine Schriften" go-
richt«t, die wie eine Einleitung zu einem grllLSseren Werke aussieht, im
K(-rk«r verfasst wurde und Homtt al« die letzte Schrift de« Bekko« au-
gwehen worden darf. £inom gowib-Hon Konstantinoü sind 4 weitere
Blelier gewidmet. Bi-kkes empfand wohl das Unangonobmu do« ewigen
Wiedvritehrens derselben ErArterungen; aber die Bitten des Adressaten be-
fUnunten ihn doch wieder dazu, diesem eine Zii.'^ammenstelJung der Wider-
^ftcbe, in die Grcgorio« von C)'peru sich verwickle, zu bieten. Ein
üderer Anhflnger des Bekkos, der Diakon Agalliauos Alexios, ging zur
Olgrapartoi Ober; »ohald er es erfuhr, schrieb er nodi aus dem Kerker
u £eM)Q, um ihm seine Treulosigkeit vorzuhalten. ^. Kino letzte Kate-
gorie umfaaet dio Schriften, welche Bekkos in eigenen Angelegenheiten
nrfiuHto: eine Bede gelefjentlith seiner InUircnisation, ein Glaiibensbekennt-
Ü an Pspat Johann XXI au« dem .lahre 1277, drei Ablmndlungon ttbcr
niiM ongerochte Absetzung und eine Apologie seiner StoUungiialimo in
fan wogenden Kampfe. Diese grosse Anzalil von Schriften siehern Bekkos
4m emten Bang unter den Freunden Roms in Byzaiiz. Neben einer
{TOMcn Odclirsamkeit legt er darin auch ein klares Verständnis fUr die
NKbluilu der Kirchen trcunung und eine wanno Begeisterung fllr den
brvhlicben Frieden an den Tag. Für die späteren AnbSnger der Union
«v er die Tundgrube, aus der immer wieder geschöpft wurde.
I. AuMgabeo: Kuch(I«ni PetTUii Arcudius. Opivieula auran t1i«i>logici), Rom IG-tO.
«i^ TWOffonllifbt liatU'. %n\t Luo Allutius, Gruiiciu urthadox« 1. Rom pG&2j ßl— STS;
!(16M} 1- Ml Aiv ui«itituD ScbrUton (lt<s lii'kkuB heiHu». Wiedurliolt bei Migne. Pntr.
V MI. 16—1082. Bintge Sobriften uavh Hm rcviilicrl vod B, Limmer, Sariiibrnm
<MMiM ottbodaiM bOJioth. *AmU, 1 <Fr«il>ari; l-'ai) 197— G.'>a. Ebenda S. lOl-lüS dur
MlkmJi» Tuat <l«« TostamenteB dm Joliaunes Bekkos, — Dio Widerlegung dor |>1iatia-
«An Särtn ltb«r den AlMgsBg dos bl. U«tst«B eil. pr. HmgonrCther bei Miuno, Putr.
p 4. ■. 0. 726—864. AuM«!' den Keiitinnt«ii mna OMb einige nndore uni'diart, weim
*» 7*>i in Jmi Bh nicht Mgtn.
S. Bitfsraitlal: Anafnhrlicbo Nachrichten hoi Ucorgios Pnchjmerea. - L, AllatiaB.
(•»nttMa eoMMMiwi* a T«t-7fi9. - KabriciuB, Bibl. gr. 11.314-349.
8. KonatautinuH Malitcniotea, Arcliidiakoa und iipilter Cbartapbylax in Kpel,
* lurtii— '■ IM ii«au,n IX, I. Abiig. z. Auo, I
98
Byiantlnwche LiHoratnrgeseliiobt«. I. ProHÜaeli« XJtt«rfttnr.
- Vgl,
Jvtn Bvkkus vifllciclii diu Sclirift an Kiia>1«ntin wi^mut«, rerftmk» 2 AbkandliiBgaa aW dH]
Union und doli Atiagntm (Ivb lil, Utintcn. Itua liiiu|>tinti;nMe bildet UMh liier d«r KMilmn^ ^
I dau der Aiugang di-a hi. GvisIob \'i)ni Sohne in dcu Schriften der gro—m Tbcologim diw t, a.
r J(. J*hrhuDd«rCs uvlvbrt w»nl«. IiibnllUch und fumioll ist KoosUllUnM von scio«» liltera-
riHrlicii Vnrhjlil. Uekkuä. abhängig. Ed. pr. L- AlUtins. Qruok wilwd. 2, MS-Kl:
nbgcdruckc bei Migtie. Patr. gr. 141. 1082—1273.
4, Goorgios Metocliitee, Arcliidialcon an d«r Hagi» Siwliia, ein treuer Anb⁢oi
dos Bcklcos, d«r d4<eMn Letd»n iint»r Amlrvoikoa teilt« und naeb ISOS im K«ik«r starb, rtt-
fuBte in dfltmibcn Aiigolfig^nheit und in dMna»lb«n Sinn« wie Bokkos and KoNoUminM
mehiDt« Schriften: ober den AuHgHng dM hl. Ovittm 5 Bfichor, Qb«r di« kirditicb« Uain
und ^trfiitaelirirti>n gi?gi>n d«n fatriarchcrn (trfigarioii von C}~norn, Moximos Planndes ttnd
Manuel MoschoT-iilofl. Üic 2 leMirrn cd. iir, L AilatiuH. Graocia orthod. 2, 022— IUT4;
L vied»tholt bei hlign«. fair. gr. 141, I270-140&. Die Abh&ngigkeit ron BakkM ist hWr
1 AMh grlbucT aln bni Knni.Untinaii. — Proemont« «ua i<n Qbrigcn Scbriftcrn g«Minin«U b«
'Migne B. a. U. 1405 -14'i6. HnndscbrifUich sind aie aber voHnUndig ethmtün s. B. in
cod. Maiciun- Class 2. S awc. 13. cod. Puri». ]2i;0 aaec 16, Pnrii. 2761 n. 1541. - Vgl,
Loo Allatius, DiuLribo d* i;«org;iia & 346—348. — Fabricia«. BibL gr. 10,412. -
Treu. Maximl inonaehi Planudia epietola«, Br«eli)u 1890 S, 211 f.
5. Aus derselben Zelt elainmt die griechische Schrift (Mi^tfnvjia'c (i}f *!XfM»t t^
niettmc) eines lateinischen Domlnikaiifirs Donacursin« von BolopiA, d«r aicli slft Mi
vinl in tirieohenland aufhielt. |)er Domiuikaner Andreas Dole Übersetzt« sie 1820 ins LiAti-~
ninehn. KrlikltoD ist sio in euAd. Paria. I3äl— 52iiaec, 14. Vgl. Über ibraii Inhalt Qu» tifci
Eahard. Scriplorm ocdiniH Praeiliralcir. 1.156 ff, Sin inlnrMidftrt nna bior nur als KttriuaiUl.
— Einen Tnil derselben ed. f. II. Iteusck, Abb. bn^or. Ak. Uist Kl. 18 (I889j 680-70«.
30. Qregorios von Cypero {ror^yöifiof Kv^r^ioc) war der Haupt^i^nenJ
des Johannes üokko^ gegen den er zuerst (Ur Aie Latx^iner nurirat TooH
Aiidroniküs 11 1283 auf duii l'atnai-olKListiilil von Kunst nntinopel erhoben,
bekämpfte er fortan mit gi-OBsem KilVr, abor goringcni Erfolg« das latei-
nische Dogma. Nach dem Berichte des GcorgioB Pachymeres wurde
er in einer Dis|iiiUtion mit Hekkos, der von Konstantinos und Qoorgim
Metuehitcä uiitcrtjtiitzt war. besiegt. Als er sodann, um tliosu Nioderiage
zu verbergen, einen Töftof njs Jii'attws vorüffontliclite, wurde dieser von
BokkoH scharf angegriffen und selb&t von dt-n Anhängern des I'atrinrchcn
nii3.strauiscU aufgenommen, weil üregorios darin zwischen vrtüpxnr und
vrtan^iv tx^tr, ixnoqtv»a!tm «t; uidtnv fxifavttiv und t<V ^'* tffot unterschied.
Nun traten auch Johannes ChiluB, Mt>lropoht von Ephesoe. Daniel von
KyzikoH, Theoleptos von Philadelphia und der Groselogothet Muüaion
als Oegner dea Oregorios auf. Johannes Ohilas denunzierte den TifiCf
beim Kaiser: aber Qregorios hielt in »einer 'JmoXoyfa an jenen Ünter-'j
8cheidungeii fest. Gegen den Vorwurf des Theoleptos, dftsa sich in den
Tome» Spuren der Irrlehren eines M'inches Markos vorfanden, richtete
aeiaß'OftoloYia und einen Al^fXXoi an den Kaiser. Diese Anfeindungen'
und die fortgeuetzte Weigerung des Patriarchen Atlianasios von Alexan-
drien, Gregorioa anzuerkennen, führten die nicht ganz fruiwillige Abdankung
des letzteren herbei (1289). Er schrieb noch eine zweite Erklärung
seines Tomos und eine Abhandlung Über den hl. Geist, worin er
wieder »eine Anschauung zum Ausdruck brachte. Sein theologisches Haupt-
werk ist die Streitschrift gegen Bckko», die dieser nicht oline Äntwott
lies«, Grogorios war als Dogmatiker seinen Gegnern nicht gewachsen, und]
dieser Umstand zwang ihn in erster Linie zur Abdankung. Hoher stobt
er als geistlicher Khelor. Von »einen Lobreden auf Heilige sind die Eokd
mien auf dcu hl. Georg und den hl. Euthymios, Bischof von Mudyta ({
989 — 996) gedruckt; das erste ist mit rhetorischem Schwung, aber obr
1, TliMlo^«. A. Dognatik aai Polflmlk. (S 30).
99
jedM historisdio Vorstttndiiis gMchriebon. Über Gregorios als Profan-
»c]irtftstel]«r vgl. Krumbaclicr.
1. Anagaben: Di« bislior v«r<}irenüiaht«n theoloKiacliea Schririoa duQngarioM, der
Ti^ist ni«i«aK, iti« 'Amltyia (tlld 'UtitXoyia, die Schrift llt^l tijt ixnofeiaiait Tov äylev
»nwjumtoi, d«B EnkoDiioo Mif d«>n lit, (teorn ^oMmmelt bei Migno, Pnlr. gr. HS, ä38-iM5.
~ lia Uagtns FragniMit dvr Sclirifi go^an Bokkoa ed. Banduri, Dlasertatio oritioo-
MilBrici de proe— ion* Spiritn« «wicti a. anbiii a. 0. S. 942 IT. llendsolkrtlüich ist Bis molirfMh
ntlm»tei s. B. in ced, rnrin. itß4 s. 14. und in dor Antwort d«« Joliannea Bekko« bei Migne,
Mr. (r 141. W4-94I tmt TDlhUndig WMid«rg*ig«ban. - Dm Kokomion auf EiilhjrmiuB,
Vmh. T. ÜMlrt«, «d^pT. Ar*onij, Votlcmmgen in dor (inmilliiohAft der ('Veande reli^iOsef
KldMig. MoaRu 1888 S. 1—70. Vd. dia Anxeise von IC. Kurti mit llencilitiKiini^en
ma Texte. B. Z. 2(1893) SI4—31<>. — Eine lii>aMra Autigsb« varonatnllot« B. Antoniadne,
M>.«r 4 (1S9S-M) 887-4S-3. Vgl. B. Z. 4 (ISS&J SS7. ~ Enkonii«u nuf HII. in eodd. {'nrm.
Sil >. 1541. ParUL. 2829 Ba*e. 1«, Vatic. Palat 59 «. IMl, Vat. PoUt. 374 snoo. U.
2. HtKämittol: DaaGwchicbtswerk dea Gcorgioa Paehj-merea. — Baniluri, Impe*
DOM DTMatmU 2 (Paris 1711) ea9~80S (mit Text«o). - FabrieJne, Bibl. gr tÜ. 57—63. —
T. Toiglliniler, Zeitochr. f. histor. Thoolog. 48 (1878) 449— 4«3 |w<Miig Brauahbar«»).
%. JoliaaBas Ckilfti, Matrqralit vod BphesM (um 12S4), d«r gegen QreguriuH
I anftnt. UnterfiaM «im Schrift gegoa daa AtMmuiiuli* Sehuma, daa anter Michael
alugehrwilan war und bia 1310 Tortduiairt«. Iithaltaangab« and 2 PmgnieQle ed.
A-VaiTfipieilÄf Rouaa. 0(RoinlS41)S-XVI XXII; nV^dmckt boi Migne, Pntr. gr, \Zb,
HM f 8ia aulit in l&ngoror Receniiioa in dorn cod. Vat. Ottolion- "i'l^t fol. 1 —50, in ktlnorar in
mL TnL OUob. 213 foL 1^-230. ~ Ein Frngmont au» ninor ScliHft Über Ata Auegnng
Jm VL U«iBt«9 ed. Leo Allatiua. De porpetua eunsuuaiouo &, %lhi,: Migni.' s. n. O.
W— Ua — Acht Briefe von iUm in «od, Pnriii. 2022 »mo. 14 (bl. 150-157. — Vgl.
Pahriclsa, BihL gr II. 6IU.
4. Von dcBi GrMshigothoten Musalon nennt Fabrioius, BIbL gr. 8, 61 eine 8treit-
wia^ PC*^» Bi'kkoa. — Andere Schriften erwäliut Georg. Pai^hymeree, od. Bonn. 2, 26. 145.
A. Tm TheetepluB. Hotropoliteu v. Pliilailelphia, «nlbalteu die codd. Vatlc, Otlobon,
401 MOo. 18 feL 6— ISS. 418 aaeo. 15-16 Toi. 80-112 mehrere Schriften, ein«n Brief an
4b ITiiaailn Irene, mehrere asketiache Abhandlungen, eine Streitschrift gegen ilie Schie-
Hlilbr. Qediiwikl atnd 2 atketisebe Abhandlungon. die Ewoite uolil nur oin l<>ngniont.
W MIbr«, Patr, gr. 148, 881—404. Ebenda 404— 40S einig« Hyinnoo in lat«inischer
IMacBMtaac. — Z« vevjtl. iet anch «od. Tnuiin. 8.S2 a. 14 fol. 251—269.
6. ToodemNwdifal^ardeaOTwgcTion, AnnataRioaMnkedan. Patriarchen TOD Kpel
(ttSt~83 inid 1804—10) aind 84 r^äfifttna vQöt >»•- «i'ioitparap« (Andrunikon It Palaeologoa)
wMlaii. waldw tnniMst Angnl«'&**ihait<'ii der kirobUohi^D Disiiplia und des Knltus be-
ImUb. Bfaiiga daraalbsB nach I)rDckeD von Turrionue und Banduri hai Mign«, Patr.
p. 142, 4W-^I8. EliCDda 471 4K0 die Titel der Qhrigen. Cod. Pnrln. gr. 1^7 a. a.
7, Haximos Plaoude» Et um 1810], MOnoh des Klosters loi^ 'AxataXiimov in Kpel
(atch cod. Uare. 481). doRtcn tittemrischo HauntthHtigkeit auf dorn nrofnnon Gobiete
fa|l (vgl. Krnmbachorl. trat auch ttagen die Lalt^iiier auf mit 4 ^'i<UD;'iir/iai Ober doo
wgaag da« hl. (leiiilGB, die, wie heraita erwfihnt, von GuutgioH Mctochit» und Hpaior von
fWiüie* Ejrdoa«« und Be«aari«n wideriegt worden. Bei Text mit den Wtili>rk'gungen der
iaai latotcnm bei U igne, Patr. gr. 161.809—817. — Eine iweit«. uuediert« Schrift gugon diu
TaMw in 2U Kapiteln in cod. Vindob. (faeol. 209 fol. 1 -77. — Die Angabe von Demetriea
IffaaM and Beaurio». daas er luefst Anhiloger de« lateinisclien Dogmas war, stellt M.
Trta, lUaiat) Plaandis Eidalalae, Breslau 1690 S. 195, ohne genügenden Grund in Ab-
Diaaar Gafiaoaata n MtMm apltoren AuArotan passt ta der geganaMaliehon Stcl-
dar Mwer Michael uod Androniko^i «ir Unionsfrage. Auf frühcto Sympatbion
f^ dla l^teinar Itat auch dir UcbnrsctiiUDe von Auguetins Schrift Do Trinitato
X n MlllH— an. woloh« die lateinincbe Lebte klnr nnMigirecliein. — Die UobsraelzunKathfitig-
ktf 4m ICaxiBa«, «reiche noch «ni« Sdirift«n de» Boethjua, vielleicht auch dca fhumaa
*. Afvia» Snmnia Üwologie« unifautc, wuiBou ihm eine eigenartige Stelluüg in dei
liMillBbi lim Lütentngaeohicbte xu. Er i«t der erste Byzantiner, der die latelniacha
Tk«»!«*!* einer nUeren Anfnurksamkett wnrdigt. Ea Verden ihm noch mehraTfl and«r«
IhaalaKiaehe Scliriflea sugeeohrioben, von der Wahrheit, von dar Kraft des Gebatea.
m» LoSrada aaf den Mfirtj-ree Diomedes, «ine Vita dea Patriarchen r. Kpol, Arsenioa
(tISMk dkl Erklmnc «bief Sielte des Matlhliui>oVHngo1iiims o. n. — Im Dnirkc liegen
•w. MMsar den (rwBaatea SyllngismeD, eine Rede auf die Grablegung di^a llnrra. oiu
iMnIaigaa Eakosiioe auf die Apostel Petnis und Paulus, einige BnichstDeko iiux Augueilins
DaTtäut« (alle« bei UigDe, Palr. gr. 147. 9Ü.V-1130) und die Ucbcractzung von Boe-
thai' Da niiiwilatjuiiri pbilomplitM, weitere I.itterntumngnbcn s. bei Krumliacher,
V
le Xiitteraturgwohiehte. L ProMiseb« UU»rkt«r.
8. Die ^riot-liisoban UfbersetcuBKeu laUiiiisoW ScJirifl«!) to« Kirci
nnd apBtemi shpudlfindisuliMi Tiieotogen ttinu iiucli nipbl oinlicitlich nsUraaebt
HoittMii buidNcliriftlü li sim) L'elKireeUungen von S<ihrift«<ti CjfTttm». Id«tantina', AKbnwiat'.
Hiluiua*. AiiKiiiitiims'. CassianR. Orecon Ata OroMen vorbMidon. dio wanigtlaBi sohi TM
Tor Muxinioii Flnniidos, DcmctriaH KydonM und 0«nnadi<Ni, Piitr. von KmI. venwIalM
trui<l«ii. A. rBpadopiiloK K(irnni«as, 'Aniltwia 'ltfo«<Atifiit. oin/rola^in; 1 (Pet«»
barg 16911 27—88 rorSlTniitlichto vinc griocliiiich« l'ebonctruD); der ViU Ambraati r«d
Paulnoa^ di« er zwüichiin 7.-9. JaJirhvndMt Migtrortigt teia laaat febi'ri»t»in);eD s]itlart(
latainisoUer Tlicultigen iiiud üi gc^ritigi-r Ancnhl vorhiuid^n, N<ib«i) d««ii>a der ao6MB ge-
nullit«!] sind tu vvntcichniMi : Sthriftoo Ansoluis vuu Kunturliurj', diu ««ketischea AlihaM'
lougen RüiiiiuDds van Meuillion in der Piuvi-tiFL> (cod. Putrobarx. 113 a. 1292). MB Atbcft
dmn Grusfwii zuguitbrii'buDes EumDeudiuni (cod. Matrit. 0 9), mehr«!« Sohriflao dtt
Thomos V, A(]uii]i>, Die Scbrift«D des Eatdioala lliiiiibert vnrdtn auf BoftU dv« Kiit«M
KonntanlinoH MMiuiiiadios ine Ori«chisclio Qbera^til. — VkI. Batiffol, libnirinn t^yiu
liöon h Komn, Mi^Unma d'uobünlngjit pt d'hiHinJin S lltom* 1887) <I9 ff. — Die griacbtKbwi
ÜL'lipnietxiingon mix dem SviiMhcn, iri<> x. it. iaa Ankatilinr» Iiuuik nnd des Martyrinn
d«T 60 MUrtyrnr vnn JornMlom nua dem B. Jnhrhiuidnrt (S 88 n. 2). sowie diejonigno am di
Arabiachon Kind nucli noch nUhor im unlereuchen.
31. Die Gegner der Hesychasten. In der eisten Hälft« iett M. .lahr-
huiidert^« trat in der theologiscliftii Littoratur die Uiiinnsfragp hinter «iiiur
nouon Küiitrovcrxc, den) 80geiian)iti.^n Husycliu^tuiiHtivit, zurUck. Di« An»
regung zu dieser neuen litteniri sehen Bewegung ging von dum MDikIio
Barlauin aus Semintiria in Kalabri^n aus, der unt(>r Andronikos III nach
KonatJintinopel kam und hier als Feind der Lateiner auftrat Androniko*
betraute ihn 1339 mit einer Oej*andlHcliaft nach Avigrion, tthcr die Unter-
handlungen mit di>m Papte Benedikt XII hatten kein KA^'sultat, Wiihrentl
seines Aufenthaltes in Eonstantinopel nahm narlaam grossen Anstosa an der
Mystik der HesycliaBten und bekämpfte dieselbe in Wort und Schrift. Er
wurde aber auf einer Synode im Jahre 1341 verurteilt und kehrtet nach Ittüion
zurück, wo er Bischof von Gioraci in Kniabrion wurde (1346). Als solcher
verteidigte er in Briefen an die Unionsfreunde in Byzanz dio nbendländi-
Rchcn Lehren vom Ausgange des hl. (Jeistt?« und vom Primat« des Papst««,
die or früher geleugnet hatte. Die lateinische Kontroverse bildet des
Gegenstand der wenigen theologischen Schriften, die von ihm vorliegen.
Von denen, di« den Hesychastenstreit betreffen, ist noch keine gedruckt
An Barlaam schloss sich der Müncli Qregorios Akindyno« an,
der sich aber bald mit »einem Kampfgenossen entzweite. Über seine
Lebensverhältnisse sind wir wenig unterrichtet Die grSaste Anzahl seiner
Schriften, 5 Bücher gegen Karlaam, fi gegen Palamas, von bedeutendem
Umfang, Glaubenserklüi-ungcn. ein Bericht über den Ursprung des Streites,
Briefe u. ra. a. liegt noch im Staube der Bibliotheken. Wenn von der
Streitschrift gegen Palamas auf die Übrigen geschlossen werden darf, ao
droht« sieh die Koiitrovei-se auch hier im wesentlichen um die Väter-
filellen, welche von beiden Parteien filr äich in Anspruch genommen wur-
den. Es tritt jedoch noch ein anderes Moment hinzu, Akindynos wurde,
wohl durch Harlaam, mit der lateinischen ächolastik bekannt; das beweist
fioino Schrift /h^i ovaia^ naX dvee7*^''i >i) ^ BUchem, deren 2 erste iii-
haltlieli und formell ganz auf der scholaätisehen GottOKichre beruhen und
würtliche Übersetzungen aus der Schrift des Thomas von Aquino
De veritate catholica« fidoi contra Qentilea aufweisen: ein Unikum
JD der byzantiuiscliuu Littoratur, zugleich der Beweis f\li- die schon oben
OM
an I
L ThMlogle. A. IKigautik and Polemik. (| 31)
101
j)rochono Meinung, dat« der Ilesj'chaÄtonstpftit in IoUUm' Linie den
Knopf dcT abundläiKliHohon, rntiontillen und tiilditcrnon ScliolaMtik mit der
morg^nländischßn, extruvajiantcn, t.hi.'080plii>Johi.'n Mystik darstellt. Ob er
tar AusfUhning »einer I'laginte Thomas solbst übersetzte oder eine frUliore
Übersetzung benutzt«, steht dahin. Akindv'noA stellte auch die Vei'^kunst
in den Dienst scinur Sache; ein Gedicht in TtUD lambL^n von geringem
poetischen Wert stritt dio vie]«n Irrlehren dea Palamaa dar, während
udere [amben Nikeplioros Gregoraa zum Kampfe anfmimtern sollten.
Ihren Höhepunkt erreicht« die Kontroverse, alx Nikephoros Orcgoras
imd Gregorioa Palumiis sich als Gegner gegontibertniten. Um beide
MSiiDer gruppierten aicb allu hervorragenden ZeitgonoHsun und der Streit
vntwickolte sich zu einer kirchlichen Angelegenheit ersten Rangea.
Jiiki'phor-o« (iregoras, der Hauptgegner der Hesychasten, rltumtß
nboa iii suinom (juHchichtjswerk der Darstellung der barlaamitischen
Streitigkeiten einen grossen Platz ein, indem er nicht nur !5ynotlalakt«n,
Nodorn auch mehrere theologische Disputationen darin aufnahm, die in
fieserSachc unter seiner Mitwirkung gehalten wurden. Seine Kauptschrif t
liiliU-n di« 10 jiöytM nrn^i^xixol it xai aii^Xntfiinof, denen nach 1347
ODch fi andere fulgtt-n. Sie sind »Üintlich unediurt und könmm daher nicht
niht-r charakterisiert werden; gt-druckt liegt hingegen der Dialog «P^wprtno«
») Bipi aoifiaq vor, welchem eine DisputaHon, die er 1330 oder 1331 mit
Bariiuun hatte, zu (ininde liegt. (Jregoriui nhmt darin die Dialoge Plntoa
nod Lukians nach: inhaltlich bezieht er sich aber nicht auf dio ächwoboiido
Kl ritrl^v^l^»(^ da beide darin einig waren, er bezweckt vielmehr die Dn-
kiuitiiiiit Barkains in der Aittronomie zu erweisen. Oregoru» behandelte
aueh die lateinische Kontroverse gegen Palamita in unionsfreundlichem
Sbo. Ao-wenieni hinterliess er mehrere exegetische Schriften, Über
Ce Frage, ob täott den ersten Menschen sterblich oder unsterblich cr-
xkuf, in Form eiuoe Dialoges, eine Zusammenstellung von Ausspiüchun der
groAWD und kleinen Pmphtten und aus dem Buche .lob mit Erklärungen
dua, einen Prolog zur Kpisodo der Husanna, wovon auch keine veröffent-
Bebt ürt. Im Drucke liegt si-in Kommentar zu SyncäioH* von Kyrcno
ff"i /rr^TiiMr vor. Darin knt'ipft er »eine Uemerkungen an einzelne
- ' i- :» und AnsdrUcke des Schriftchens an. ohne einen inneren Zusammen-
bsDg nrisclien ihnen herzu.itellen. — Über Xikephoros al.s Hagiographen
ad aU üeHchichtschreiber vgl. ^ 90 und Krunibtiehor.
Auf der Seite de« Gregoros standen Ignutios und Isidor, Putriarchon
w>B Autiochicn. Georgios Lapithes, laaak ArgjroB, Prochoroa Kydone«,
f^f""(rios Kydones, ein gewia-ter Petriotes. Johannes Kyparissioteg, der
irch von Konatantinopel Johannes Kaleka» und Manuel Kalekas. Die
ÜMgHipart4'i mit Palamn^ an der Spitze gewann aber immer mehr dio
fllwiriiand , besonders nachdem der Kaiser Johannes Kantakuzcoos, die
l'atrijurhvn von Ronstantinopel Isidoros, Philotheos und Kallistos, David
■«■rhn», Theophanes, Metropolit von Nikiia, Neilos Kabasila« und Nikolaoa
ITthMilin. abgoseiliun vun den späteren, flh- die Uesychasten eintraten.
Wenn schon dio That«ache, daas mehrere Synoden bald für, bald
Sifm di« Hesycbasten entBchieden, recht unerquicklich ist^ so wirft da« vor-
102 B^antinieche Litteraturgeachleht«. L Piosaiaehs Utteratnr. ^^^H
loumdfrisolie iind imi'ilk- gogenirioitigo HomnterxiclioD <ler KUm|)«u eiu w4Miig
gUngtigcs Liclit uiiC diu hctviligteii P6i*onon. Oregorsfi hatte ftm meisloo
uiilor i]iv80ii Muiiüvt-ni zu loidon. Nach seiner doliiiitivoa Besiegun^; 13I>1
fiel er beim KaiKer in votlstäudige Ungnade, ahne jedoch zum Abfalle von
seinen Meinungen gebracht werden zn kOnncn. Auf dic^o ijcit« dos Stretto»
vDrde eine voIUtdndigc Aui<gAbo «««incr Briefe wohl tmueti Licht werfeiL
1. Von Unrlkam finden nicli boi MJEno, Fatr. er. 151, ISM— 1S80 dia TotnfeiDd
tioho Sclirift lltd't iij( npj'^c lov näna, 'I Ktulon ror Bonediei Xll «banda 1332— IStl,
fine Alihimilliin^ (Gr den AungMig den hl. (idiitfB am dpm Sohn« 1SI4— 1330 (InlMnuelt),
■ein Uriufu'i-'cliar.-) mit Alcxtoa Kalocliulo« und UcinulriiiH KjrdMiM in 8mj1i««i il«r Usion
ia.')6— 18U 'ImI.I- — UnudiiTl Bind mi-lir nln 2Ü Sclirilten g««wi dio Latein«, d«rMi TKol
Denietrakoiiuloa 'i>Q9. >IU('c S. 73— 7ö uufmlirt. ui«liri>ro Briefe Ob«! deu Heiavchaaleo-
alrnit, ein« Disputation mit Akiiidynos Ober das Licht d«« Thabor n. a., dvr«B Bas nMt
sdton sind. — Vgl. das Qc«oliicht8w«rk doa Nikepbofos Oregons. ~- L. Allatias, D*
pprpot. Minacnmflno S. B2b ff. — Fabricias. BibJ. gr. II. 4fi2 — i70. — Mnctacbntti.
4Ui srritlori d'ltniia 2, 1, (Diosris IT.^i^J 86I)~3T2. — U. Mnndolori, Tra tUrlunno C'&1>-
bnue, mnestro dol i'otmra. Itom 1^8. — It«bi>r sein« nrofunen Srhrifinn <rs). Krumbarhvr.
2. UregOTioa AkindynoH. Die 2 N?t«in KOrJicr fltQi oieiai xai/rifytiaf cd, pr,
J, Gretaer, Ingolatodl lRt6 (dnn 2. Bueh iwhrunvoUKlAndIg); wiodnrbolt bei Uigao. I'atr,
er. 151, U^ — 1242. Dio Vorlage dm .\kindyno* sind mahrere SdirtReu dea Thomas v. Aq,,
laabooondere die Snniina oontrn (ientik.i 1. I, enn. 7, 32, 16, 44, 72. — Die &09 lamben
g«gon PalHmaa ud. pr. L. Allatiun. Ctoedn orlliud. 1, TS6— 769; «bgtdrutkt bei Higne
a. a. O. 644— 861. — Einiue Epistuluii et iumbi uu Nikepbor. Qregoru bei Uiginu. Patr,
jcr, 148, 6S ff.. 84 IT. ^ Eine HHU|ilhiindHebriri itit der leitmiÜJMische c^. MuDm'.
ä23 folt. 363. Darin ßriefe au Lu)itlbuH. Üaliras. Majiiinos und mMiref* 8chrin«ii des Akiii
djrnos, GlnubonserklKningen, Streitscbrifleii gegen Palamas. iiisbesonder« die G '^fr>^>rri»<
gegen Palamas fol, 65'-3e3, - Th. Uspeuskij, Das Svnodikcn Rlr die Wuch« der
R«cht«lllabigkeit, Odessa 1R92 S. 1Ö— 96 jiht AiisKCge niis dioaem Codex. Vgl. n. Z 4
(1805) 14.5, — Einen ühnlichnn Wwt fQr die Eenntnis der .SrLrifslellerei d«a Akindj-no« bcnilit
cod. Marcinn. 155. Darin mehrere Schriften (der Tniktiil tlc^i oraiat urofnsst liier ß Ittlcbet)
und M Brie(<^. — /um Lrihen einiges in den (toscliichts werken von NikufJiuroti tirogorM
und .tcibnnncs KnnUkuzpnoB. — ^in Enkel Dionysios Akindynos vorfissle eino Uintori«
viclorianim (Jingorii Arindj-ni. Vgl. Fabriciiis. Bibl. gr. Il.tlü7. — In cod. I'aria. 070
naec. 1.} ful. 4I6*--4!)7'' euio nnoojnio (Jonfutnliu oorum. uuac Aoindjrnua sdv. Barium
»oriiMit. - Hilfsmittel: Fabriciua, ÜibL gr. 11, S07 (darftig). — C. Oudjo, Comra. de
Bwipt. ecoL 3, 915-17.
3. NikeuhoroB Oroguraa. Den Dialog flaiQfviiot ed. nr. A. Jahn, Jahna
Archiv 10 (1844) 4@ä-53G; Emeudalioueii lutn Texte ebenda U (1849) 397-392. -
Parisot, Cantacni^n«, bomrae d'^tat et liiatorien, Pari« 1^6 gsb ninn Annlyne und einiRK
AiMcOg«; abgedrucJct bei Migne. Palr.gr. UD, 643—648. Den KommnntAr xa Svn«eien
ed. D. Petaviua, Opera Synesü, Paris 1633. 3.51-429; nui^h bei Migno, Patr. gr. US.
S43— 4)i. — Nikephoro« «rnlLbnt sein» .le/ai oVri^piitiKai in s. Iliat l. Iti o. 7 bei Migno,
Pntr. gr. 148. 1161. t'obnr diese und die (Ihrigen Schriften vgl, Enbriciu». Uibl. gr. 7,
632—669. — Brief« Z. B. in rod. Monnc. 10 und in cod. Mure 44j. - Di« Abhandlung tob
J. Boivin Ober I^bon, Sdinftnn und Klogia dos Nikcphoros Orogorts ubgedrucJct bei
Uigno, Palr. gr. 148, 19- 96. Vgl. daxu C. Oudin. Comm. de aoript. eocL 8, T70— T8ft.
4. /u dnn Ilarlnamitcu und Anb Angern desNikepboros Gregor as, die tetiterer
Afteni im nllgpmcinon urwiihul. g(-h<lrl 1. Ouergiüs Lapithos. der mit Dnrlaam und
Nikopboron [irogonm in Kormijondenz «tund. AVir bnboii von ihm «ine kurze .liai^tatt lür
»^( tiotfiiai niattmt »ttfoiniior \n od. Pnris, 2i562 saec 14 Toi. 9(J-87", cod. Paris, Siippl.
gr. 689 saoo. Ij fol, 30*— 31'. Üeber Oeorg. Lupilhes als Dichter vgl. Krurobacher.
S. Von Procboros K,vdenea, dem Bruder des bekannlorea Demetrioa Kydonec, iat
«ine Dispnlatio de lumine Thnbnrio erhalten, t,. B. in cod. Pnris, 1241 a. 1Ü6!) fol. 1 — 30.
cod. Pana, 1240 a. 1544 fol, 1—23. — Der gepen ihn crlaHseno Toinus Hynodioua (1366]
bei Migno, Pntr. gr. 151, 693 IT. — Kniaer Jolinnnee Kitntjtkuiciioa schrieb gegen iha.
Vgl i 38. - Nach cod. Atfaous2128 b. 16 fol. 185''~I92' Ubemi-brt« er Hucb «ine Sohiia
de* hl. AugtutinuK.
3. DomotrioB Kydonos mit dem MOm^hsnameD Niphun beteiligte eich mit [nterHse
an dun xwci groanon IhcologiBchcn Kontroversen seiner Zeit. Diu Streitoohrifl Ktttrf lef
tloXAiftü ed. pr. Petrus Aroudius, Opuso. aurea tb'eolog. Born 1680, Ausftabo von 1670
8. 446-580; ukRedniokl bei Higne, Patr. ^r. 1.54, 836--864. Andere Schriften lo dieser
KoatronuM aind auch unediert. In der Iftteinischeo Streitfrage stand or mit Borlaam in
1. Tbwlogio. A. Dogm&tik und Polemik. {% 32)
108
■veiter Peripda mt dor Seit« der Latviner Er B|iritclt diea» Cebamucuiw Üi
acknren Sckrift«n bim, in rnivm tbiefean Barlnnm «Migii», Putr. gr, 151, 1288-^01), in
MkM- Ahbanilliinf: lUfl r^t ititofiiwait rov üylovrtMiiuaiotiii'ttne.Palr.^r. Ihi. SG^-Shl),
ia iwai RlreilicJiiirt«!! K«g«n Neilos KJib«mlM and Huumo§ iTmiMdMi (uin fragmont dor
UCit«rf>D h«i JJign«, Patr. gr. 161, 313). Mit Muimo« teilla er deu iu I)v»iix 8«II«imii
Tonng dM- Kmtitni* der InteiniMlion littoratui. nun w^lebor er melirer« Uritoraetiungen
vinartaltcto, von TboDiH von Aqnino» Rurama theologioa. OonCra OontUes 11. 4 nnd kleiDereii
fickriftoB, von AnKuatiiin Uanolagnn t<!nil. Sablinit. 379 aaDC. Ih foL 16— 6ßJ, ron Anmlms
Bdwift De prooewjiMo Spiritus sti, von lateinischen Haancn nudi d«m rAmiiohvn nnd dem
aaibTMuuuaoIwD Ritua, von Fsigentiua' De fide ad Petxuin, endlich von der um ISOQ ge-
Kfcrabctwn CoBhtalio Alcoranj dea Prodiger- MOnoliea Kioanlu» Plerentinu». Davon int
■or £• ktita iwdnwkt beiMifnu a. a. 0, Il)3T— ll&'J. Ah weitere tlieologiacbo Solirifton
nMrea Deoietijos a&: swei AbliaadluuKeu Ober die Ueosehwerduiig uud diu Qolüieit
Cluiatt, malirere Honaitien auf Feste des Herrn und der Meiligen, die nocli niolit untereuclit
mai, sadlicb die oft edierte «HlcettKho Abhandlung Ober die Voraclitung des Todes, ed. pr.
B. Seiler. Uwiel I-VV1; niodeiholt bei Migne ft. L 0. 1100-1212. — Ueber Demetrioe'
rketoriecbe ücbiiften vgl, KrumbacUer.
4. Konstant inos Harmenopalos, dessen Ilnupt^achrifl siif dem juri§tisohea 0«liiete
U«0. •cbiisb oaeh Fabrieius. ßibi, Kr. It, Sßfi einen Tomua gegen pHliURas. AnoovM ad.
L AllatiuR, (traeda oHb. 1 (Ifi.SS) 760-R.^. ~ Kinn hOroeiologiecfae SrJirift bei Migne,
fair. gl. tW. -iO 32 int cnhndmilend. Kin l&ngnrer Text Mt«ht in ood. Vindob. jurid. 11,
ftaafa WIM Abhandlung Ober die Kaatenioiten.
9i. Qregorios Palamaa {rprjÖQiof I/aXfi/ttit). (leburUort und Ge-
bnrbijalir (iiiw.^. Haupt wortfQhrprs dor He9yo}i«.''U'n sind unbekannt. Wir
Boden ihn zuvrst am kai»cr]ic)ioii Uofo iii Kongtntitinopol. vou wo er eich
ucb ävm Borg« Atlio« zurückzog. Hit'r Icrnto or diu Mystik dor Hc»y-
duud«n kennen, und uU der streit ausbrach, trat er alsbald als Vürtoi-
di^r dor angegrifTenon MOncho in Thcssalonike auf. Auf Betreiben des
KuaL>rH .Tobaime»! KnntAkuzcnos wciblc ihn der Patriarch Isidor von Kon-
atkotinopel zum Erzbiscliuf von Thossaloniko (1349); er wurde aber %'o»
ier Stadt nicht angenommen und zog sich auf die In»el Lemnos zurück.
tn Jahre ll^l wohnt« er der Synode bei, die ihm den detiuitiven Sieg
BW dio BarUamit«n sichert«. Ob er nach dieser Kntscheidung von »einem
BbchorMtuble Besitz ergreifen konnte, i^t ungowi»». Sein Tod oreiguete »iich
■m IMO, BJiher längere Zeit vor dem .labr« 1H7(J, in welchem Philotheos,
Patnarr.h von Kon.stautinopel. starb, dor Palamas' Leben in einer Lobrede
vfriiorrlirht und uin Ueiligcnofßcium auf ilin vcrfas.->t hatte. Wenn Palamaa
Itboa von Zeitgenossen als Heiliger verehrt wurde, so hürton Hoine Gegner
nicht auf. ihn zu verdäi^^htigen und al» Ditheisten liinzuntellen. Diese Ver-
■Uclittgungen ^ab Palamas in vollem Masse zurUck, indem er die Barlaamiton
im Sabelliani^niu.s. Arianismus, sogar des Kpikuroi^nnis besichtigte.
Seine Bedeutung aU Poloraikur liegt vorab darin, dasa er dor
lyatSt der Hesychasten eine dogmatische Grundlage zu geben vor-
lüod. Diu Uuonichaffcnheit des Lichtes auf dem Thahor. dcasen die Hesy-
chMtno («Uhaftig Bein woUt«n, atQtzto er durch den liuuptgruudsat^, dass in
Ontt nicbt blosä di« Personen, fiondom auch die Wirksamkeit Untersehiedo
lli|,iOlMl<i. eiue Aufstellung, welche der Ootteslehre der ahendllLndischen
SdtoUstik Hlraeks zuwiderging. Diese hat Übrigens Palamas in einer
tpoieUen HcJirift ungegiiSun. die iu dem cod. Taurin. 316 vorliegt. Er
blUMich groasc« Uewicht auf die Aussprltehe der VAter, die er in seinem
fisM criEUrte. Mehr als t>U Schriften hat er der Verteidigung des Hesychaatcn-
tBBs gowiduiut und alle litterarischen Formen, apologetiache uud po-
lOj BfZMitinische lilterfttargMchicht«. I. PraMiscbe Litt«r»tar. I
lcmiM.'lic Altlm 11(11 uiig, Dialog, Sviitenzen, SammluDg von VSti>raussprÜ(;beii.
Briefi.' uuj l'ovsiu HDgewandt. Am liSufigstfüi wandt« er sich gegen
Baikaiti und Akindynoe, doneii er eiiimn] oiohi- aU 50 HSrcMcn naclini-
weiseti suchte. Eine zwitit« Sorio von Streit«chriflcn ist gvgoD Niki-
plioi'08 Üregora» gcricbU-t. Jliru Tt-ndcnz erhellt schon aus dorn Tit«l eintr
domolbun: t/*^ rr^; im' I'^ijogä tf'fpioypa^iaf ö/ior xni Jivaafßeitts. Von
den übrigen fle(,'neni wurden noch Ignatioe, dem ratriarchcn von Aiitiochipn,
und JobaniK-^ Kaleka^, dem Pulrian-hvn von KonHluntinopcl, spoziolk- Widi-r-
legungoii gewidmet Von nlleo diesen Schriften ist nur der Dialog ^ot/tirtfi
gedruckt; er verbreitet si(!h besonders Über die Vätoraussprilche, gewährt
aber nur eine unvollkommene Auncliauuiig der Palamitisclien Kampfes-
und DarHt«llungi«wc)»e. In naliom Xusummonliango mit dic««p Streit-
schriften stehen l'ftlanms' asketische Abhandlungen, worin or eine positive
Dai'leguiig der Uesychastenmystik Rab, 7. II. «eine l.'iO ht^tikain. wekho
die Lehre von dem neuersrliafleiieii Liclito auf die Oottes- imd Schöpfimgs-
lehro grtlnden. In anderen tritt jisdoch dieses IntvrcsHO EurUck uiid ergeht
«ich Palanift» in Erörterungen Ober das geistliche Leben überhaupt.
Diese intensive Beschäftigung mit dem Hcsychastenstreit verhindert«
ralamaü nicht', mehrere Schriften gegen die Lateiner zu verfassen:
'Avttmy(aif:ai gegen .lohannes Bekkos' 'Emy^ayni, die selbst wieder von
Bessuriun widerlegt wurden, und mehrere, meist unedierte, Scliriften über
den Ausgang des hl. tieistes. Wir besitzen von ihm ausserdem ein«
Sauiudung von Homilion auf die Sonn- und Festtage des Kirchen-
jahres, die zum grössten Teile gedruckt ist. Palamos vormeidet die
cxti-emen Fehler der byzantinischen llhetorik. In den Soiintugspreiiigten
schlioBst er .sich in der Regel an den Text des Evangeliums an. Die rwei
Homilien .zur Bnit(.-2eit' verraten Naturverständnis, sowio andere ein
waniiee Intiirossc liir Wohl und Welic des gemeinen Volke«. Auf d«m
Athos verfasste er die Lebensbeschreibung des hl. Athosmttnches Petros,
worin er die Art des MeUphriij^ten nachahmt. Ob ihm speicielle exege-
tische Schriften zugeliüreii, lässt sich jetzt nicht entscheiden. Wie viel«
andere Byzantiner seiner Zeit, hinterliess er endlich eine Anzahl von
Briefen, die an hervorragende Zeitgenossen gerichtet sind und sich vieJ-
facb mit den barlaamitiseben Streitigkeiten beschäftigen. Diese wQrden
sich zunächst zur Veröffentlichung empfehlen. — Ober eine rhetorist^e
Sclirift des Palamas vgl, Krumbacher.
1. AiiHgHbon. Don Dialog Seoiparyi vd. pr. Chr. Fr. M&tthaei. Lectiones moeq. 2,
Lpipiig 1T70 S. T — 37. — HeUrpti- asitalischo Sohritlun saonit in der *iiixBXiii iiiii' Ufmr
rtiitfixmr, Venedig 1TS2. lU Uomiliva ed. Chr. Fr. Matlhaei, Moskftu 1116. ~ 41 Uo-
milieu erBchienoo in JeniBiiivm 1S57. — Dii^ Vita ^t. Pätri Athonitoe ad, pr. Acta Sä
Junii 2, biä^hijü. Diene Sutirift«a voreinigt bei Migne, Vtü. gr. 150, Q09— 122.S; IM,
9~S49. - Boi Migno fehleu 2 AbbaadlungOD gogen die LKtoinor, crschionen KU l^ndon
1624. vgl. Kaneborg, Tlieulog. LitteratarbUtt 1 (Bona 186$} 314 f.. sowio 22 woitorv Ho-
mitien, die der AratSoph. OikonomoB, Athen IS61 adiertn. — Bin« Homilio /Itpi niaita>t
auch od. vaaK.Simonides, 'OgaoSaiu>''Eüi^fiof9toloytitmygaiFairitniatic:,'i. Aull. l^ondoo
IHÖ.*! S. 77—84, — Die '.4rt€myQa<fa! od. pr. Potr. Aroudius, Opuaculji fturnu thnol.,
Rom IßTO 8. 4 -M; abgedruckt bei Migno, l'atr. gr. 101. 244—300. - Kill npologe-
liaches UesnrücJi Hp« touc iMat-c Xt6i-tt( nd. A. J. Sakkolion, ^'""!V l-" (l^^öS)
236—246. Vgl. B. Z. 3 (1804) 213. Kinon Bripf an DaviJ dtainatoi «d- M. Tr«u, .^eJiiW
S, Ü29— 34. — llauptfundgrubDQ der untidiorton Scbriften doa Palamas sind die
i
^^^^^^^ nsologle. A. DogntkUk und Polemik. (| 83) ^lü&
Grill. 97—100. Datu sind noch Manche ander« hmaDaiii«hDu. i. B. codd. Pam 970,
ISSS-SK, Bodl. Lud. 87. AthoDS 3708 «. U. 3Täß a. 1^. 3TM h. U u. a.
?. Ililfomittal: Fahririu«. Ribl. »r. 1). 4!)t-:i0fi. - TL UapeiiBkij. Skixeen
nr OvMOucbU dar bvuBtuiMohMi Knltur, l'ctiviibiiit; 1^1»^ (riHS.)- Vgl. ß. Z. I (1892)
SS-V 177 f. — Ah« J«r tltcren I.ittorntiu- Ober den HwiyohiwUnstrcit vgl bpsondcr» I,.
Allatia«, De »onietiui MniioiisiDiic S. S2i — lO. — Fi. J. Stnin, Studi>.<n flbor dio Ho-
«rnhartwi de« 14. JahrlinndArto. Wion It^TS. — Nikodcmon llngioritn» bnrvitotn nine
imf. 4. PalMnaa vor. Sein If^dla;-«: "(«lit üi il<;r '(>>J. '.4l. \ 0>i»i-M\ a:)--10I.
8. Zstn Leben: Vgl. die Üeeebtcbtswerku von Nikophoran Urr>^oraii und .lobiiimeH
KanUkoMMM. — Bei Uigne, Pstr. gr, ISI, 552— 7"4 lutuli früburen Dnifkuo oiuo g«nio
leih« vom Schriften und DokiinieBttfn, die ekb auf Pulainos und di>n IteH^cbaMten-
rtnM bMb«li«ii. Daraaler die Vit* Palamae von Pbilotbuos. Pelr. v. K|>vl, da« F.nku-
■MO drs Nilne, Patr. r. Kpel. euf Palamas. Vgl. aucJi den Toiiius baxioritkua de quietislie
W> Mipnr, pBlr. gr. l-'iO. 133.%- 1236. — Kiae 2. Vit« PaUinae von Hierothoos Sakel-
lartoB ict UDMliort. Vfcl. KahriniU) a. R. O. .519. — Die Dokumente inim Kenvchiutonrtreit
■kJ neeh unht allo vtrOtfentlicht. .^Icbo auch bei Mikl»«icib ii. MQllor, Acta et
DifJoiMU gra«« nedii oevi 1 {Wien ISRO) 201 u. nflen-, '-' (I96'JJ 2ÖT. 29.S f.
4. Anh&nucr den Palamae; 1. Von David monacboH. der mit David if«re'iinio(
idaniiaeh ist, aiad meiner» Sohrifleji hnndscliriftlicli vorlinndeii: eine 'KmpQaaif ruf tav
■aebwii xoj le* '.^»r^rrot- in cod. Monn«^ 50ft saec. M fol, 1— i. eine 2. Schrift in cod.
BodL lliK. I2D aaec M ful. ]»7— '205, »in Ccdicbt in 4ßlt lainbun in uud. U»dl. Land. 87.
■ae 4.. Sehr, an Ntketüoe Kebnsilo« in cod. Miircian. 133 u. In cod. Paria. 1247 aaec 14— 15
M I-Ä3. — VrI. Fabricins. Bibl. gr. H. 604 f.. M. Treu. .Mf!oy 3, 227-29.
i. TbeophaooH, UeU-opolit von Nikäa um 1347 war ein fruuhl barer Polemiker. Oe-
IrackI «ind von ihni nnr 3 Briefe kn Kleru» und Volk in Nikila. das itiub in den Hüjiden der
V«a4* hofasd. Kr wnmt darin vor den Bailitamlteu. Der 3. Brief ist ein kleinee h'oinjiendiuni
Itr hyMBtitiiaehen Dogmalik. Kd. pT. C. Ponce de Leen, TbcoplianJe arohiepiriropi Nirjinni
MM vxtUnl Opera . . , Hom l.'ißO: nb^odriickt bei Mi^no, Patr. gr. 1-^0, 28$— 3.'>CI. — Auf
M UaafdtMtciMtTeit beriohen Rieh .'S .\lihnndlungKn lUfi loii iv 9afogiif tfoiröt, 2 Itriefu nii
4m latainiaelion Patnarchuti von Kprl roulus. 2 Din]n(>e. Kr Hcbrinh missentem H Bnobrr
PM^i* Jndea, 8 gegen die I,iiti>ineT. i>inc .Abhandlung über dinTrinitnt. uina andere über die
■unaiJMI, Bb«r die K»'igki>|[ dor Wolt u. m. n. Dioso l^rhriftcn sind liandsdiriftlidi
•iiUMb vorhaadein. — Vgl. Fnbnciu-i, Uibl. ^. 11, 221 f. - Sipllon aus ilor Scbrifl getreu
fc J«dea bei L. Allatius. Cuniru lleltiiiecrum. Kom IGÜl S. I87^1U1, De ayuodo
nafaao* 8. MI. — Vgl. Job. KantakuieuuB. äutor. Mignc. Pulr. gr. I.J3, 129. Ißl.
5. Von dem Protoetntor Pkukraaeii vntbulten dii- codd, Monac. 5ö4 eaec. IG fol. 121^
ha 140, AlboOB 3728 a. 1368 u. a. eine "Kaiiofiof *atn tn Jt-yiittir ii^yinit . . . Aidtinu;
fi *M«aitarwev ffijyofim xni rflfefi tfiXoai^m; worin er für Palamafl Partei nimmt.
4. üsd. Honac. ÖO^ aaec. 14 foL 147— 173 gibt die Abhandlung »ine« Muttbaoos llt^i
>ft itimt güfiiaf 1} ni^i iw Aii'oe qpwiu«, aueli im Sinne dee Palamae. Nach oinem Soholion
li dw Ha WH dieiM-r Hatlhaene MCnoh In Tlieaaaloniko nnd Sclifiler einoa Mnnchea l«nak. in
iMaa Kloatnr er atarb.
A. Ein ülaabMwbekenntnia iro Sinne der [lenjchnaton und andern Schiiftfln (ein
KakomioB luil den Mftrtyrer Phokfla, Oebcto, 8 Briefe nie.) de« Andrt^aii. x'VV'^""'^
>M*u«* llri«rrfi'ee lei' itif«ir,mi enUitlt dor gloichAltcrigi^ Cod. Monac. h'ib aaec. 14
Hl* — 117. — L'ebnr einen Reiwbcriebt deaaelben vgl. KrumbnehL-r.
<. 1« d<«a cod. Monaoene. 6M aaec 10 foL 140—174^ wird Konatentinos bioro-
■ taarhoa vom Berge AUio« als der TerfuNer der Schrift flepi t^; toe rQtiyo^ö ii'ci'dix
n^it KCBasnt, di« in tod. CoIbL 100 ala von Oregorioa Palamaa nie änä rivot Itifii'
*frrr'V*'t «Dv«teb«n wird.
7. Ximtm NvopbjrloB Prodromonoa monanfaea wird tn dem cod. Pabnine. 42*^
li aiDe 'Arttktyia npöc jöf Hti^Xaäfi xni 'AxlvSvmf lageschriebon. — Kinu Reihe
Schriften deaaelbeu p:e(ten lialoiner und llorlaamiten in cod. Atbeua 3T2.S n. 1363.
A. Ein aonal imbcknnntnr Joeepb Kalolbelen. der aurb xu den lleivohaaten |!i;>'
Im, wM ron Nikodemoi UagioiitM in IS. .Uhrbiindnrt zitiert. Vgl. Pb. Mojrer. Die
' r, Zeitsehr. f. Kirehong««Ji. II (lä90) 4S« Anm. 2.
9. Ea lcuniNir((in aueh anonyme ßehriftalQcko gegen die Unrlnaniiten, Solche
ror b den eodd. Pari». 1277 c. 14 fol. 1 -Ü. Monac. 27 »aee lÜ fol. 492-99%
■Man. ISS-eS. AtJioiui '2:>24 s. 14, 372:^ a. 136?. 37ß2 a. l.> u. u. -- L'uber Johanne»
bÄkOMica. PliUolbeoa. Neiloa KabasiUs, Nikohoe KeboBitas. Juhuiinea Bryennios vgl. %% 33,
SS. Johannes VI Eantakozonos i^lMÜwtfi Knvtaxot'^iiVoq) IIMI— 1^5->,
itav dn* htfn'orragend8U:n kitiftcrlichen Theologen von Byzaiis, spielte in
106
Bfuntiiiisctie LitieratnrgMcfai«hte. t. Proa&iachfl Litt«ratiir.
dem Uo6jrcliiU9t«ntjtmt diu ati:«««ltlHggi!tH.-n<lv llolk*. Nüch ala KaUer Idn
er dem lateiniHrben Patriardien von KoostHntinopel, Paiiluii, die .Blospfae?
mion* von Barlnam und Akindynos dar. S<?ine zahlreichen Struitttchriftvo
in diowr Angclegcidu'it stammen jedoch aus der Zeit noiiier klösterlichen
ZurUckgozogenheit. Die umfAngrviohste dorselbon in i Teilen, wovon jwler
mehrere Bücher umfawit, wendet sich ge{;en ßarlaani und Akindyno8 8elbst.
Mehrere andere mnd gegen ihre Anhänger Prochoros Kydone«, Isuuk
Argyros und den Palj-inrchen von Kon^tantinopcl JohaniH'« Kalekas, den
or 134:7 iibKülzto, gerivhttit. Diesolbon sind noch alle un«diert. Eine
zvettu Serie von polemischen Schriften de« kaitwrlichen Hfindiw
Joaaaph Ohmt'OduW kämpft gegen Juden und Molmmmedaiier. Dio Strait-
Schrift gegen dio Juden umfanitt 9 Abhandlungen ; sie iet «kenfulU uii-
odieri. Die Apologie gegen den Islam schrieb er für seinen Freuml
Achaomeiiides, der «ich vom Ulam bekehrt hatte und als MOnch Meletim
biees, als Antwort auf die Aufforderung eines gewissen Samp^tin«« an
MeletioB, die elirinftliche Holigion wieder ru verleugnen. Sie zerßllt in
2 Teile von Je 4 Abschnitten, wovon dio 4 erst<>» die Hauptlehron dcä
Christentum« gegen den Islam verteidigen, während die übrigen die ab-
surden Aufatelhingen dea Korans nnd dessen Widersprüche beleuchten,
auf flrund der KoranUbersetxung des IVodigerniOnche» Kicnrdus, dio er
wahrscheinlich in der giHcchiMchcn Aiisgiibo de« Demotrios Kydouc» be-
nutzt«. Als theologischer Polemiker kann Johannes Kantakuzenos noch
nicht in abnchliosRender Weise gewürdigt werden. — Cber sein Ge-
sell ich t^wcik vgl. Krumbachcr. Unter seinem Namen gehen auch eini,
kirchliehe Hymnen.
1. Ausgaliun: Vud den Iheotngischen Werken ist nnr ilie Solinft scgcn don I
nnah der od. j>r. von Basol VAS bei Mignc, Putr. gr. 154, ^73 Wi gnilnickt. -
cnto Toil ndor die 4 Urtaioylai vulgürgrinchisrh von Mplotios SyrigoH Jn ood. duin. 1
A a. 163.%. Ddh <jiin24 viilfiärgriechisi:li in eod. Vindob. Sujipl. Koliu. 'i'i. — Die gn
Solirift gEgeii Ilarlnnm und Akindynos in cod. Lnurcnt, |)l. 8. !^ «aee. 14 toll. 379. Itnndini,
CAlalof^UH 1, 3*2 -3'ja gibt duruns dio Vorredo nnd die (.isto der silierten Aulureu. — Die
ScJiriften ndv. Isuue. Argyrum, nd Piinlum mlv. Borlimint ut Akiiidyni blaapIiHiuiu, ndv,
Jndaeos II. d DcliHt dur .\jicilogic gogau den Inium in cod. Paria. ['it2 foll. 43T. d«r von
JoAMtph solljHt 13TU— T.'i EiMieliriubcn wurd«. ~ WitIvü11i>. uli'itlizeilige Us« sind auch oud.
Pftris. 1241 A. laeu r»]). h'J. cod. Mm'iHn. 1.'<1 eaui.-. 14 röM. 373 u. in. a.
2. Hilfsmittel: Daii ti^V'no libschirliUvrork lies Joliaunes Kant(U:iix<>no« (violfdeli
]«ri«llicli]. — Nik«pboros Gri^guras iinosim. — Fabricias, Bibl. gr. T, TtfT-TSä.
9. Ein ^rilaserM Wurk (tCfion Bnrlanm nnd Akindynoa, von rinnm Marko»
mnnnelios vorfant, Ist erhult^n in rod. ('oi'l, 2M^ nacc 1-5 (oll. SOS, ■. ManlfancoD, Bibl.
Coial. S. 404^00. Ea linde) sirb dnrin (lin Urinf nn don PnbiAr^bnn von KpelJohiuiDca
Kilaka» (I884~4T). Dieser Markos iel sicher nicbt iilentiich mit Horkas Eugcnikoa v«n
Ephuwi. Vielleicht ist «<r mit Mnrkoa, Abba-i der I.iiuni de» Äthan OHioa auf dtrm AtluM
lU idontiflzinr«'n, dem eine kleine Scbrift in cod. Viit. Pakt. 101 n. 1373 («1, lü— 24 tu-
geaebricben wird, Dnfnr npricbt iiusscr dur Tendenz der Sobrin der Unistaiid, dang der
Cod. Cuial. 2)^ der gnnsnnton Ijiuiii augohOrto.
4. Dor Nuchfolgrr des abgcHettlon Johannoti Ka1(<)[m, dar Patriarch Isiduro«
(1347—50), bukHmpfln KiirlAnm nnd Akindjnoa in soinen TostMoonle. Kdd. Miklosiob
u. Hnil»r, Aetu ot dipidinutii grueca 1. 2i<T— 2S4 (lOekenhafl).
34. Johannes Eyparissiotes {'twmvr^t hmfißiaaiaiTT^i;) mit dem Bei-
namen .der Weise" ist nach Nikephoros Oregoras der hervorragendsto
Oegnor des Palamas. Seine persönlichen VorhÄltnisse sind uii.s giitu-
lich tinbokunnt. Es steht jedoch fest, das» er Nikephoros Oregoras übei^
lobU), dessen Tod eine seiner Schriften vorau^setüt. Seine Blütezeit mag
J
t-
L ThMlogI». A. DogBfttnt uai Polemik. (§§ 34 S5)
t07
d^er in das letzte Drittel des 14. JahrhuadertH fnllen. Dar cod. Farn. 124fi
MUtc ir> cntliillt folgende Schriften gegen i'alftinns und d<.<«8L'n Anliiingor:
Pftfaunituruni tr»migrc«S)onDni 11. 4. AtlvuTVUK Pidunmo toniuni ejuscguo novam
fidom 11. 8, be Inmino incroato advuraus Pulumam II. 8, ('untra Palami-
tamm upostasiam 11. :). Davon liegen nur die Utlßher I nnd 4 der <ir»t«n
Sclirift im Drucke vor. nAmach war er seinen Oi-gner» an Scharfsinn und
(Ji'k'linvainki^'it durcliaua gcwacti.ten. In dem 4. Buch crwShnt or eine
wi-iteru ächrift Nfffi aiffiatfot; tu der noch 5 Bfichi'r gegt>n Nc<il<m KAbu«ilas
liiiizukomnicii. Letzter« ist aucli in cod. rnris. 1246 erhalten. Kavit
rahririus vprfaaate er noch eine Schi-ift gegen PalamaH, welche rhrono-
logiMch vor die vorhin genannten fallen und ihnen in8ge.samt an Umfang
j^chkomniL'n hoII. Die einzige Schrift des .fohannes. die (nilordinga nur
iti lateini»^'hfr ÜlM>rir«tziing) volI»l3ndig vorliegt, seine Exiftsi^ otmxttmitfi
f>,a(«>r ütoÄoYtmör, hiel*t ein beflondereji Interesse: ea ist der erste Vor-
■Qoh einer systematiHchen Dogmatik nach dem Muater der abend-
lindisiehen Scholastik. Wie die Scholastiker, so heginnt .lohannes mit
JM* AHfKtcIliing von Axiomen, Definitionen und Einteilungen der Theologie
im Sinne von OottcBlehre. Er unterscheidet eine mystische und eine
denonstrative Theologe: die demonstrative xeriUlIt in eine aftirmative und
(be negative. Die aflinnative hamlclt von den göttlichen Au»g3ngen und
Niai45a, die negative von der Unendlichkeit (iottes in dun Kreaturen und
in mch iwltMt^ endlich von Gottes Einfachheit. Mittelst weiterer Untor-
olitt'ilungeo gewinnt .lohannes 10 Dekaden, deren jede mehrere Kapitel
■BllMt. Auf diese Ähnlichkeiten heschrftnkt sich jedoch die Nachahmung
IffSdiotastikor; inhaltlich hc!<t4>ht diuHu byzantinische Sunmia de Deu aus
lint<T Väteratellen, die unter die angedeuteten Gecüclttspunkte gruppiert
wrdviL. IHe Mauptautoritftt ist Dionyjiio» der Pseudoareopagite; neben
(km kehren AthHna.-<io<s. die 3 Kappudekier, Chrysotitomos. Kyrillos von
Alfxandrien und Johannes von Damaakos am hauBgsten wieder. Die Grenze
Dich oben bilden uncirhte Schriften .Im^tins, nach unten der Patriarch von
KoMUntinopel Nikephoros, der fälschlich als Theodoros (iraptos zitiert
"ird, und Kuthyniio« Zigabenos. Gleichwie nun die fomiülle Seite dieser
Schrill den Einilus« der abendlKndi»chen Theologie auf die byzantinische
Mundet, »0 läsat sie auch durch den Mangel selbständiger Forschung,
i ( ii das Sichznfriedengeben mit den Aussprüchen der Väter den weiten
' -lind zwischen beiden deutlich erkennen und bildet somit ein wichtigüs
. :>'ichnngMibjekt Rlr die Geschichte der mittehtlterlichon Theologie.
I. Auaaabcn: IIdrIi 1 luid 4 mir llalaummir 9infn;to'iifut> ed. pr. Tr. (Jüiubefia,
ivrUhun aoviMiiBiun 2 (1672) 6S Wh: w^isderliolt bei Mixno, Patr. gr. l.'>8, 6ft4- T3T,
- DmtMtMH od. lal. Kr. Turriaans, Rom 15S1; «riddvrliolt bei Mignn u.a 0. m-9V2.
-~ Site« Schrift Btfl a!^(«fn- «rwkluit JoIiuom in den 2 angngobiMiaa Schrdti-D. bei
«•■■• ■. «. 0. TZ). TR5.
IL UilfaiBittol: l'abrieiua. Uibl. gr. 11,507-12. - Kinigo« nbcc aetn« Lelim von
*m CrdM bM J, Langen. R«vu« int^'niaL dn Üidol. 3 (ISSfi] 300-30S.
tt. Fhilotheos {'PiköOio^) mit dem Beinamen KÖKiuroif Patriarch von
Kanfauitinopel, war im Gegensatz zu Joliannrn« Kyparissiotes ein eifriger
Aflhlager dee Uregorios Palainaa, dem er ein» Lohonsbescli reihung widmete.
Kr vir Vonftand einer Laura auf dem Berge Atbos, wurde nachher
108
BfMBtitiiBcb« LittefKturgMHhiehte. L Prosaiache Litteratsr.
HiK('li»r von Horaklea in Thrakien und bestii'g unter Johannw Kantakujunofl
tk'ii Piitrinrclitilstiilil von Konstantinopel {13'».1). Vertriebßn durch difl
[{»stuurutioii ilei- ruläülog<;n. wurde er 1364 in sein« frflhero W&nli|
wieder einRe(M>t«t, die er bis 1:175 inno hatte. Kr starb li(7ö. Sfiö*
litteruriiKchc TliAtigkeit bewegte sich auf verachiedenen theologischen Cie-
biett'u. Bein Hauptwerk i»t eine Streitschrift gegen Nikephi^roH
Oregoras in 12 Bflcbern, mit denen H weitere Abhandlungen, die Philothitai
froher an einen OroHsdomestikoa gerichtet batt«, vereinigt wurdon. ¥a
kehren hier die Ausftlhrungen llber den Unterschied der göttlichen Wesen-
heit von der gfittÜrheii Wirksamkeit und über die Unerschaffenheit de«
gOttlicheu Liuhti»« zui-ück, WL-Icbu die Schriften der HesychiiHtenfri'uadt'
fOlleu. Philothooa wiederholt aucli die Aiüclagen auf Ariani«nius und die
übrigen Verdächtigungen gegen die Barlaamiten. Endlich werden auch
dieselben Väterstellen betpruchen, welche den Zankapfel Kwti<o)ien den
zwei ['«rteien bildeten. An di«NO HnuptKchrift reihen sieh an: oinu Wider-
legung von 14 Kapiteln des BaHaam und iIvh Akindyiio». Ewei ^öyot ioj-
fittnxoi gegon Akindyuoa, die er als Bisehof von Hcniklea verfaaste, und
die sich Ober das göttliche Licht auf dem Thnbor verbreiten, eine längere
tilaubenserklftrung auK dem Jahre 13Ö2, endlieh eine Streitschrift gogMi
einen gawiseen Petriotes, Anhänger von Barlaam. Ausser dem orstcii
Wi'i-ke sind alle diese Schriften unediert. In nielinTon llss «-ird ihm awh
eine Homilieneainmlung auf alle Sonntage des Kirchenjahres zugeacbne-
ben, au« der nur einige veröffentlicht sind. Auf dem (.iebiole der Bxogos«
liegt eiiK^ Abhandlung Tiber die Bosch neiihnig und die Erklärung einer
Steile dt's Buches der Weisbcit, auf dem der Liturgik eine Anleitung
tlber die Dienst« dea l>iakonH bei der hl. Hesse und den Öottcsdienat Ober-
haupt, auf dem des kanonischen Hechtes eine kleine Abbandhing gegen
Hnrmtnopiilos xuni Erwei»e, dn«K die Exkommunikation wegen politischer
Empörung iiiehl gültig sei. Weitere unedierte Schriften sind: eine
Kcd<3 Über die Einnahnib von Ileraklea durch die Genuesen im .lahre i;i5l
und ein Trostbrief an die Diöcesanen, als sie aus der Stadt flHehteten,
eine Schrift gegen die Lateiner, einige a-iketische Schriften und einige
liturgi»cho Geaänge. Über PhilotheoH als llagiograpben vgl. g 90.
1. AuflSftben; Die 15 Bücher gogt« NJkenlioroe Grogoras ed. nr. DoailLeua, Teuo(
«j^nr^f. Jmwv löft8 S. I -289; »bg^dnickt bei Migiio, Potr. gr. 151, 778-1108. - Pte
dio UliriKrn ^trriteclitiftcn gcgon dji« UnrUnitiiton vgl, u, tt. cn<l. Morbc. 905 Mec. 14 M>
2'- »•. cod. Monac. 508 luiec. 14 fol. 55-145', cod. I'Kris. 13T6 enoc. Id. ood. CeiaL 101
N. Ht.^. - Kinn t^hrift gngnndie LKteiner in cod. Tnurin. 1-M s. 16 fol. 14S— 49. ~ Hniig»
Uuuiilicn nuch frOheri-n DnickiMi bei Migiio, Patr. gr. 154, "20-729, 766—820. — Kin»
grSBMir« Aiizubl edd. Kanst. Triautnfillia u. Alb. Grnpputo, Änood. gr. I. Venedig 1X74.
— Dio ,liiitu!i( ii7( Itimiirmortn^ bei Mign e u. u. 0, 745 — 7(!5, Einu uinfnli|;r«icbo Jiäialif
ii;\ ititovQyiBi in cod. Alhoua '2175 u, 1545 MI. 11)2. — Dio Vita PuIuidü« l>L>i Mignc,
l'ntr. gr. 151, 551—656, — Eine vulgargtiocbiaeli« ÜebersoUiinji; dur«i.'lb(<ii in cud. Alhaiu
S120 «.IS. — Die ßeteaUtio anatheDtalisiiiomm gogen Hat iiiviiu|)iilu8 bei Mignc, t'ntr.
gr. 154, 821<H25. - Kinti ;;roMo Anxalil «eincrr l'ntriiirohnlcHassn edd. Miklüaicliu. UUIler,
Acta tt dipluniula entcca modü novi I (Wirn 1(^60) 295 IT., 449 ÜT,
2. Hilfitnittnh Fahriciu«, Uibl. «r. II. 51^-51}«. — C, Oadtn, Cotnm, d«
Script. occL S, 10411 -.59. — Vi. J, Stein, Studien Über dio lIonfrJiMtou, WJea ISTt
S. Ii8— IS3, - Einige Naohriclilnn xum I^clian gc^boo Nik. Uregornii u. .loh. KantakmenM.
8, Zu nnicniclicidcn von dem rntriarrhon Pliilotheos ist nin gleiHinaniiKM' M&ooli
de§ MarienkloateiH rij; ftarou auf der SinniliatbiusFl, d«ni handBoJirifllicli, s. B. in ood.
1. Thsologie. jL. Dograalik nud Polemik, (g 38>
109
YiCitL d&O, omL rana. 1091 aaeo. M u. a.. ni<')ii-<'ii> asln^tixcli« Ablwidliin^en xaav-
Mkhaben weniMi. 0«4nickt ist dav<Mi nur uine. ili^i lüc Jrmiiiiy tor jrt^n'Qii ig'iiaif bei
P. I'uaainn«, Tlicaavnia aacriious. Pari* 1684 S. 3)6 IT.; wi«il erholt bei Migne. Palr. gr
lit 729—745. Mijtne. Patr. tr. 98, 1869 f. gibt anch don AnfnnK einer w#il«r«n aeJt«-
Schrift — Diese» I'liilolliMta int fillur lUit ilrr i'alriatvli; denn #r wird ri^Ikmi von
IM Sinailea (fi 6iS) etwalinl. Da ab» der t'ilharrh nitoli nakotiiriiA Srkriften Ter-
so erklirt «oh iHo ld«ntlfai«niitg beidot x. U. bui Kr. J. t^tnin. Stiiditin ßbtrr di*
M, Wien 1878 S. 178. Aach dnrfta es §Dliwiorig nciu, (tun Kignnhiin boidfr fcal-
Doeb |[«ili9ri« den PalriarvtieB mit 8ivli«rli<^it *. B. S Abhandlungen über die
l'l Sdil^ollsB is codd. Ambro*. D. 29 8Up. Vindob. theul. 206 foL 21— HO', die an llolona.
rib TboUtf doa Johaanna Kanlakuieno«, K<«idilet sind.
^ AnUiisar d«« Philolhoon war Keilos, Knbiaihof von lUioduH (f nach I3T9), der
«tot »hnmo fndiUiarR als violaniligc K)iriftflloll«<riMhu TbUiglceit eutwirk^lt« auf äog-
mUmImhi. exacetüchrm. hasiugr^hiMh«in and profansin fiebiete. Vier aetuur IheolüKiHchiMi
Blkrjflan, ain Lebcnakild der hl. Hatrona von (Jliio« nnd 8 Hnmilien ed. pr. Arsuuij.
■mH» 1891. VrI. du Itereml von F.. Kiirtn. H 7.. 4 (lt«U) 37Q~7S. Er verdient
(iiSatiMiJer g«wardi|Kt m u-i-rdfu. — Für diu profanen Rcbrifl«« rgl. Kruinbarher.
96. Neilos EabasUas {SttXot Ka^dciXa^), ijer Oheim de» 1)orfl)in)l«n
■tikers Niknlaos Kabiu>ila.<<, fol^tn Orcgorio*' l'niHiimK um dn» Jalir 1360
Motro|>olit vou TheAsalonikc nach. Er stand im lIvsycliA»ti>nHtrcit auf
dtr SeiU- ätm I'alatnnM und vcrfasstv nnch dem Zougitis steine« Nachfolgers
iw>n (fi'gt-n Burlauin umi Akindynos eine Strflitachrift, die in einem eod.
Ulicril. erhalten ist. Oegcn diesi^ waren wobi di« 5 Bücher des Johannes
KypanxdiuUit adv. Nütini Kahoi^ilain g«ricbt«t. In erltobUcht-ri'^m Ma«iw
brtt<iligtu sich Ncilos an diT Kontroverse gegen die Lateiner und wurde
de^ftlh von den Gejjnwrn di-r Union auf dem Konisil von Florenz als eine ihrer
Adtnritititn gerühmt. Ih-ei Schriften, tlber die UrHachen des Unfriedens
nüehon llom und üyzanr., über den Primat de» Papstee und übor dm
F«gf«Der lii-gun von ihm int Drucke vor. In den xwei ersten nimmt Neilos
eiM BchraBe Stellung ein; die hauptflSchlichste Ursache der Trennung er-
hfiekt er in d«r Weigerung de« Papste^i, die Streitfragen der allen IVaxis
BHBlaH durch eine ökumeniBclie Synode enUcheidun zu lusuen. Xtichher
ilnHut 0T al>er dem Papxt das Itecht ab, allgemeine Synoden ku benifcn
ni RUItzt »ich dabei auf die Akten der 6 ersten Konzilien. Drei grSt^sero
ScbriftoD Bpuziell ilkor den Ausgang des hl. Ocistes uiiid uncdicrt.
Wie AUS den Hss z. I). aus cod. Monac 28 saec. 16 fol. 21—266 er-
BditHcb ii)t. hüngen dieselben innerlich msammen und stallen sich als ein
qvttmAtiiichu Corpus doctrinne gegen die l^iteiner dar. Neilos stellt
Mret diu Prinzipien auf. die in der Disputation mit den Lateinern zu he-
ahtclit«n seien, sucht dann die These vom Ausgang dt-x hl, Ueistes aus
den Valur in Ti BUchem unter Zugrundelegung der chrunologitichen Reihon-
Mgfl der allgemeinen (Synoden y.u howeiRen und bespricht endlich 49 Uga-
tmatg tiif jiai{vv>v, denen er «iner nach der anderen eine Ivatt entgegen-
UL Dieser 3. Teil i«t der umfangreichste. Diwtc Schrift wird auch den
lUlun doH Neilos bei seinen spilteren (lesinnungsgenossen in erster Linie
Wgiladet haben. Sein Nefft- Nikolaos Kabasilas scheint sie heniusgegebeu
m halten: wenigstoita schrieb dioser eine ICinteitung dazu. Demetrios
iLjtdmiaB trat fllr die Lateiner ein und naltm insbesondere Thomas von
Aquioo gegfo NeiloB in Schutz, während ein zweiter Zeitgüno^^se, Demetrioa
QtrTBolorai«, einen Auszug aus der genannten Schrift des Neilos veranstaltet«
nad die Oegeaüchrifl de» Dvmctrios Kydoncs seiner-icits zu widerlegen
HO
Bfiantinisalie Litt«ratargeB«hiehte. I. PrOMÜscho UttflrftUir.
Hebte. Im 17. Jahrliundert wurde der Schrift des Neilo» öbur den rOOiH
flehen Primat von .loliannc« AlatthaeoH Karyophiltes, Erzbisvbof von Ikooiajjfl
eine Widerlegung in neugriechischer .Sprache entgegengesetzt. H
1. Aungobtin: Zwei Rcbrift«!) gegen dw Lalnnor bei Migne, Patr. gr. M9, 6!M— Tl^|
— lieber fiflhciv AiugübMi vgl. Fuliricius, Bibl. gr. 10, S3 f . ^ IK« Solixift Bbcr tUui Pt^M
fenei t4. pr. B. Vulouniua, Iicidon lö'Jö. Sie felilt liei Migne, ~ Die QegMMlirift^^B
Ji>li. HaUliMO« KarrophiltuH encbien Pana lß2(I: «ioilorbolt bei Higne a. a. O. 729— 8^H
— Diu Binleitung iv» Nikulnun Kabamlati zu dun uu«diert«ii Schrifton td. A. DemettaH
kopuIoB, ^»e». >Jlut 8. IS— so. — D«metrako{ititi)B a. a. O. a 60 orwaliot eino alaTÜN^J
UebeneUnoK der Schrift«n des Neilos. — EiDcn Urier des Noiloa ed. Chr. F. Matlbka^|
Dresden 17^ (mir iiniacSiiglicb). — Weitere Briaf* aa DametriM Chryeolora«, DemettilH
nnd Procboroa Kjdooee Ih^mi vor in cod. Vntic. 6S3. Bsa im Neiloa niad ntclit mUc^^
2. Hiiramittol; Fabriciua ■. a. 0. 20—24. — A. Demotrakopalos a. a. 0.
76—80. ^ Ii. Allntine, Diatriba dn Niliü bni Fabrieiue, Bibl. gr. 10, 20—35.
Z. Domolrina Uhry>ulüraii, ein Vtirtrnuter des Kaisern Haaaol FiIrmImn
(1891 — U25).nn doli er loci kleine IIriofnMhheblMid.ri>ri>.ll»t uieo. lä foL SQ^-ii). Uni»
lices nusser der nbon nngodoutotoii Schrift noch twei Dialugo gegen die Iiiiteinar, nalÜMt
Reden uuf Feste du« Ucrm, MnriU und auf dva hl. Dumiytlios (S Reden in dem eod. B»-
«iriiil. löl BWP. 15 fol. I-IUT"; eine 0. in cod. Uurent. pl. 10, 31 8«c. 15 fol. I39HW-
Üedruckt int hciik.' Disnuttilion iiu't Autoniu von Aaouli vor dem Kaieer M&uu«! aber dit
Werl CbriHti: Es wäre ueeser, wenn dieser Meuscb tiiclit ge<büren wSre, ed. lat Q. Tromba,
Flureiii 1018 (mir nDzn^n^lidO, - Vgl. Fabricius. Dil)!, gr. 11, 411-18. — A. De-
metrnkopulos, Vip9. EXXtit S. BT. — Ein aus dem 1^, Jahrhiuidert henflkreodM Vv>
leicbnis von Srlirifteo de« Demetrioe ed. Sp. Lampros, U. Z. 3 (1894) GOO 1 LatBKOt
Mlbst hat dio Cinge nacb dem IlmTang d^r SchriftAlellGrei des D«m«trioB wenig gnftraerL
4. Die abrigen gleichzeitigen Polemiker gegen die Lateiner. Die PoleniOt
gegen die Lateiner viirde auch im 14, .Inbrhundert von zahlreichen Tlieologen nfBkit, die
sicli am lIcs.vrha«tonfitreit nicht oder wenig bittciligtoD. Ausserdem KirchenhlatonkerKike'
phnioe Knlliatos XnnthopnloB, dem ßhetor Niktphores Cbumnoa, dem Kano-
ninten Mattlineos Illnataroa, dem Mystiker Nikoluus KnbaailBS. die diiTok Aro
im dor weitige lilterariaobc Thlltigkeit liekuiuilor sind, koniiueu folgende Numen io B«4rMibl:
Michnel Bryennios. tiregurioa älrongulus. Areenios Studites, Anthimoa,
Krahiüchnf von Bulgarien, Jubanni^s äuitvs und Neilos Damylna, di>rOD eüiadillgm
Solmlten nilmtlicb unedicrt Bind. Vgl. A. Deuietrakouulo», 1)^8. TMiit 8, SS— BS.
Nur von der 'Klf/jnt ii/r nlciVijc rwi' Jaiinuv Letitelloo Schrift des Mattlineos UlaaUm
finden sich einige Fragmente bei Doeitlieoa, Ta/iac xtnuXXityijt. Jeg«y 169$ S. 441— 4&5. —
MatthaeoB Blastares g^liCreu wehl sncb die unter dem Namen etnee Matthaeo» Hiero-
monackos flberlie Ferien & bncher gegen die Juden /u, eher als Mattbneoa Kau takiiMaoa.
In coi. Dodl. Seid. 44 »nor. 14 fi»I. 100 -IDT sieben sie bei den nbrisen Sehrift«a 4e8
MnItliRone ilttialjires gegen die Latoinor. — Unter dem Nnmoa einen Mnttbnecm bicroniD-
nnrhne Btobon nuch Schriften gogsn tliu-lanm in cod. Athens 3701 s. 15, — Mehrere ÄtT
gonnnnleii hnlion noch Hndcro tJienlogiache Schriften verfugt, so Nikephoros Knlliston Xantho-
puloH, N'ikopbnroH Chumnos (t. U. cod. Paris. 2105 saoc. 14, wo ihm Hemilion, «i«^«*
tischn und nsketische Abhnndlungcn xugeachriebun werden, davon einiges bei Mign«, Patr.
gr. HD. U.V.'-U6.5. 1497—1525). Arsecios Stndiles (in cod. Kscor. 320 saeo. LS fal.
10^ -117 Uriofo und Opiiscula gegen Piilnmiis), Jobonnue Saites (in cod. Vtndoh. theel.
295 iwei Dialoge gegen die Juden | und NeiluaDunLjlus (vgl. Febricius. Bibl. gr. 10, 19
und B. /. 1 (li^'it 354). Auf eine voltsUUidigo AuTzUliiuug dieser UDediorten Sohnflaii
muiut hier verzichtet werden.
37. HaDuel Ealekas {Maiovijl KaX^xag) Htammte ans vhwr an-
gesehenen Faniiliti von Koiiätuntiiiüpi»!, auh dur auch der Fril)ii<ru l'atriarch
Johanne« Kalekas il'.i'M — 47) hervorgegangen war. Er trat in das
Dominikanerkloster in l*era ein nnd starb UIO in Mitylene. Manuel
ist neben Andrea» von Kolossos dui- let/to Theologo, der noch finmat
gegen Palamae und dio lleHyt-hanlen auftrat. Seine Schrift //*pi ovm'of
xal ivf^ytlfti wiederholt die Argumente »einer Vorgänger, denen er hü
in die einzelnen VÄterzitate folgt. In der ewigen Kontroverse Hlwr dcu
Ausgang des lil. 0i'i>«te8 gehörte er zu de» Anhängern der Lateiner
und legte seine Ansiebten in einer g]-*Jsseren Schrift dar, deren 4 BUeher
A
L Theologie. A. Degmatik aaä PoUmik. (§§ 37—38)
111
(bn Kftchweis vei-folgen, das« die grossen Tlif^'ilogen des 4. und 5. Jalu'-
buuildrte im Orient und 0<;cident in diostMn Lchrjiunkk' Qbomiifitimmleu.
fr könnt nivlir lati^iniHclio VSt«r a\s seine früheren Gesinnungügenosaen;
nbea Äuguslinus zitiert er IlilariuK, [iieronymuH. Ia^o I. Oregor I und
Anftor X, Eine dritte HauptHchrift Manuel» ist eine lysantiniüclic
DogiBAtik in 10 Abschnitten, worin di» Oott«Hlchro. Trinitiit. lukamation,
illknmenU>nU-tirc und E^^clmtologiü zur Darstellung gelangen. Von der
gUdHiügi-n Schrift des .lohunnes KypariBBiotos unterscheidet »ic sich be-
•tadcrs durch selbständigere Arbeit und die Vermeidung einer rein mecha-
oiKlMin Verknüpfimg der Lelira8t«e. Der Einfluss der aboMdiandischen
ScbolftHtik iiiucht ^ich durch diu ganze Schrift gvlti^nd. in»betiondere im
Eip. 7, welche« die McuHchwenlung vom Standpunkte der Vernunft nun bä-
tncbtrt, Im wesentlichen verleugnet aber Manuels' Dogmatik den Charakter
itr brzantinifichen Theologie nicht; die VBter stehen immer im Vorder-
gnnd, und am SchlasKO erklärt Manuel ausdrücklich, üüh» er keine eigene
SpahoUtioiien vorgelegt, iwndern nur, was er aus der hl. Schrift und den
VU«ni gelernt habe. Die Darstellung ist klar, einfach, Übersichtlich
vmt zwecken t>iprechfnd. Auiwer diesen Schriften werden Manuel noch ein
grSiwere» Werk Iltfti ir;5 «71«; T^iüdof, jiüym iftokoyixoi', eine Abhandlung
ÄWr die Besehneidung. eine Rede auf den Eramärtyrer Stophanos und
ndtfere Briefe handschriftlich beigelegt..
t. AaMcabeo: Dj•^ 3 vM^ffentlicbUn Schriftm nncli ßruokon von P. Stovart nn<l
OnkS« bei Ui|;nc. fair gr 15^. 13 -6BI. — Die vtor Büchor ^egcu die Oriochen
■H te 4«r latMiuAoh^ l'rl)un«txiuie dun AmlirosiuB ÜamoldulenBia. Der ^riorhiRcb«
t«d y kuidMlinftlicIi nii»tirfacli Torbnndeii, i. B. in cod. Muuhc. 2i)1. Hiortiiw ein« längere
ftdk bei V, I.ocb. DttB Degina d»r giiechtaclieD Kiicbe vom PiirKaloHuin, RegonsbuTg 1H4'2
S.W-4X. — RiM CebenMsim« der Schrift De TrinilAte d«« (luethius wird ihm in ced.
Ttm^ 161 B. m fot. 5&-«r beigelegt.
2. Hllfemittel: PabrtciuB. Bibl. ;r. ll.4;>3 4T,b. ~ L Allatiu», D« pnrp. «on-
«mkM S. V^'i f. — Qttetir et Ecbard, ticriiihires ordinie PfMdicatornm 1 {l'arin 1719]
718-7».
S. tn deoi Doi. Paria. 1277 saec. U fol. 196' 199 ist ein CompiMidiam dogiiuitum
peetvm «t pdiloeophicomm nnlcr d«m Xunen einm Mniichc« Jolinnnra Knpoa
4ar rjelleicbl in diese 7/rit gahVrt.
t8l Xannel n Pnlaeologos {MmovtlX //rArioAöj-oc) i:t'.n — I4'25,
' iler g«w&ndtA.«ten Stiliäteu und Dialektiker des hinitteri)endon Kyzanz,
btifhte auch der Theologie ein intensives Interesee entgegen und verfa-iate
Wtiwe theoIogiscliB Schriften. Auf seiner Reise nach dem Aheiidlande
twde ihcD üi Frankreich eine Abhandlung Über den Ausgung de» hl. Oeistea
(■K^iaiMligt, die er in 157 Kapiteln beantwortete. Beide Schriften sind
Xeb ODMliert. Umfangreicher und bedeutsamer ist sein Jittloytii nt^l tijg
nt X^vttatw' ägt^oxtüii rißt*; mit IltQdi^r in 'il» Ho.'*prächen : die gröasto
^'»ntinifiche Apologie gegen den Ulam. Sie beruht auf den
Heligionsgi'sprBchen, die Manuel mit einem türkische» Muterieis in
lakjT» pflog, ala or mit einer Hilfutruppe an dem Kriege de« Bajazet
ItgOi «ioen Emir teilnahm (llliXl). Er »cheint die einzelnen Konferenzen
lUeb •chrifUioh fixiert zu haben, da noch Andeutungen über ganz spezielle
IhwUnJi in d«m I>ialoge vorkommen. Die Redaktion der seinem Bruder
Tht4anw, Despoten des Peloponnesos (t 1-107), gewidmeten Schrift ge-
«Wi jodoch 9p«ter: Manuel wollte darin nur eine Auswahl der bedeutr
112
ByeuitinUobo UtUntargaacliioht«. L. Proatiaelie Litterkbnr.
sanieren Ausflllmingon de?' MHtcrizi« und meiner oigen<*n bieten. Von
26 Dialogen »lud mir die- 2 vr»lvn vi-röfTuntUcht. Siu hniiddo vun
Engeln, der Mvnsi^honiM^vIv, Himmel und Erde, von doin FuUe Adtiine
dem Paradiene Mohinnmedä. Die weiteren haben folgenden Inlialt:
Tiersoele, die krieyei-ischen Krfolgc des [slani, Moftos' Superioritftt Öl«
Mohammed, die Überlegenheit der «ittlich«n Vor»chrift«n des ChristoDtuniv]
VüDH'huiig und I'raL'iiu^tiiiation. Vom 12. Dialugu an wurden die Haupt*
lehren des Christ^^'iitiini». Dreifaltigkeit, UÜderkult, Kilösung, Sendung ins
Apostel, Eucharistie und die reale Gegenwart Christi be^rochen. Die«
Reihenfolge, die kein .System veirftU ergab »ich offenbar aus dem leben-
digen Flu»« (lue Hede. Der Gegner i»t dem Cliristentum von vornherein
günstig geMtnni und »uine Einwände «ind uieht «ehr gefShrlich. Doeh wird
er nicht zur blossen Kunstfigur, wie das in so vielen Dialogen der Bj-tUf
tiner der Fall ist; denn Mann«) gesteht, dass er den Muterizis zur An-
naliinc des <'liniittcntuiii.-i nicht bewegen konnte. Die Eiitt«tehuiigHwi>ii
de« Dialogen lieew< eine direkte Abhfingigkoit Manuel» von seinen Vo
gäiigeni nicht zu; doch kannte er sie und verweist insbesondere auf
Schrift seines Grossvaters .lohannee Kantakuzenos. Aus der Zeit aeini
Aufenthaltes in dem Kloster k}» tIt^i,ii.niroti (naeh 1421) niiSgen
geistlichen Kodcn auf Feste Christi, MnriA und anderer Heilig
2 Morgengebete und ein dureh Einfachheit unt] wahre Emp6ndung he
vorragendes Kirchenlied stammen. Vgl, Krumbacher.
1. AuBgabenrDle 2 0eaprflci]e ilo« Diatogos od. pr. C. B. QaBe, Not. etestr. Sflfl
2. 809—892; abgedruokt boi Uigno, P»ti. gr. Iö<i. 126- 173. — VoIUtAndi«« Um:
Paris. 12&8 smc. 16 Toll. bl*. cod. CoJsl. 130 «mc IG foll. 21ß, cod. Ambro«. L. T-i
SMC 1& n. a. ~ Von d«n Homilien ist nur oine. In domiitioncm Doifiara«. b<<i Mifil
a. B.O. SI--108 Kodnickt. — Di« 2 Morgongoboto und «Ins KirchoDÜod obonda .'iG4 -67
2, Hiiriiinitt«l: Fabriuiiis. Dibl. gr. II, 617 -020. — Bergor de Xivra]
M^moiro nur U via et \rn oiivritgcs do Tempereur Manuel PaUoloSDO. MdmoirM d« l'JT
stitut de Fruiee. Arndcmio dos insFiiptions et betles-kttros 19 (ISM) 2, 1 — 201.
39. Symeon {üvfum-), Erzbiscbof von Thussalonike (1410 — HJ
ist ein vollendeter Typus jener Richtung in der byzantinischen The
logie. welche sich selbst von dem geringen Masse von Forschung m
Spekulation fernhielt, das mit jeder Apologetik und Polemik vurbunden ist,"
und sieli auf die Erklärung dos Überlieferten beschriUikto. Sein Haupt-
werk ist eine Darstellung der Glaubenslehre, der mystischen und litni^
giechen Riten der griechischen Kirche in der Fonn eines Dialoges zwi-
schen ilnn als f(px"?'<'? "ud einem »Xr^xög. Diese Form i»t jedoch rein
Husserlicb und ohne alles litterarische Geschick nur zu dem Zwecke an-
gewandt, um bei dem vielgestaltigen Inhalt der Schrift den Übergang von
einem I^nkt zum anderen zu erleichtern. f)ie Olatibonstehre wird am
kOrzcaton behandelt; c» ist nur eine Xusnmnienstellung von UAi-csion, unter
denen die der Badaamiten und Lateiner nicht fehlen (Kap. 1—32). Um-
fangreicher ist der Abschnitt über die Mysterien (Kap. 33— 2yU), Symeon
erkliii't hier den symbolischen Sinn aller Zeremonien, welche der offizielle
Gottesdicni^t seiner Zeit umfasste. FUr die Kenntnis der historischen Ent*
Wicklung bietet er aber sehr wenig. Interessant sind die Ausßihrungen
flber die kirchlichen Gebete, inshesandere das Slundengebet (Kap. 29-1 bis
359). Den Scblu.^ bildet die Erklilrung des Rcgrllbniaritvs. Eine zwcito
L Th«alo«ie. A. DognwUk ind Polemik. (§§ 39-40)
113
Hfcrift, nir rromnie Gläubigen auf Kreta berititnmt. i»t rein liturgUchen
Hwe8 und ein AuKziig aus den bctrefTenilon Ab»L-1iiiitt«n der grJlBoeren.
Broi kleinere Abhandlungen Imben das nikjiniecbe 61aub«n6»}'mboi zum
Bigewtand. Ahnlkb wiu Anästauioi« SiiiaitL«, Maximon, Pliotioa sclincb
Hweon auch yuaebtiones et responsiones auf die Ani'ttgUDg des
Bacbofei) Gabriel von Pentapolis, Die 83 Antn'orten bewegen eich auf
BD oxegvtiKchon, dogmatittchon und voi-nobmiicb auf di'in liturgischen
HUnte. Eine letztv Schrift an t-iuun Münch, der zum l'rioKter geweiht
Hvdan war. behandelt die WUrde und di« laichten dca Friestertinns.
Kmcon stellt sich somit als der letzte Vertreter der myatAgogtschen Tlieo-
BBc dar.
^ft I. AnigaboD; Rin<i (InHunlAUiigabo TcrniiHlultote ÜtmithnoH. JnsRy 1(183: flhge-
^■kU U* MifDe, fatr. er lüö, 2ii — 1004 mit Piuvm umfiuiftroichon Index. — Ka fohlen
bna (ipliFli.- Dad ander« Kl«iD«r« ScbrifU'u. z. tl. 2 Briufo an di« Kirchen seines Kprcngcts,
^^(«f. Atbuua 3724 », 16, <li* in den Hss unUrr dum Namon Symoous pchan. - Kino npu-
^ptMbiielie AUHn^akv crw^liii-n in VonediK ITUl und int wiodcrholl naobgodruokt wurden.
m i. Biiremillel: Fabricins, liM. fcr. II, 32^-334. - L. Allutiu», DiuCrilia du
•nuMtulHM, Paris ItiM R IH'> -liM. — M. Sokolov. Symvoa, der Kral>iai:li. v. TiirKuitun.,
lMJ)a in dcv (leselkoliart d«r tVeiindo rvIigiQs«r Uildiuig 1894, M8— U8. NutJert iu ü.
1 1 |18S;i) 393.
40. Die Polemik gegen die Lateiner orreichto ihren Höhepunkt in
dtin letzten halben .liibrhundert, das dem byzaiiüniselion Reiche bcHuhie-
i$a war. Je mehr die Kaiser die Unmöglichkeit einsahen, ihr Reich ohne
di« Hilfe des AlH-ndUiide.'i vor dem Halbmond zu schfltzcn, desto fieber-
bfler gcHtAlteto sich die litterarische 7hitigkoit der byzantinischen Theo-
Itgni zur Verteidigung der Eigentilmlirlikeiton ihrer Kirehenlebrc und
Kildicndiäziplin, deren Verlust »ie von der Union mit der tateiniscbon Kirche
bdBtditeteo. Unter diesen Um.itilnden fand die romfreundliche Richtung
unAnfangdeM 15. Jahrhunderbs nur noch wenige Vcrtrctei'. Xebcii Manuel
Kdcka« kennen wir nur Maximos Chryttobergoi«, Manuel Chrysoloras
nA BtiaiaB Kyprios, Der erste, ein sonst unlxikiinntcr Mönch, beschrieb die
Kontrorerao t)l>er den hl. (ieLst mit besonderer Beachtung der Vorgänge
imtar Pbotim und unter Berufung auf einige Stellen bei Athana.sin8, Kasilios
nul KynIloM von Ak-xandiiun. in denen er die Lehr« dt-r Lateiner er-
läckt)-. Manuel Chrjsoloras wurde von Johanne» VHl 1'aliii.iolügoä nach dem
■UrjitUande geschickt, um Hilfe fUr Byzanz zu erflehen; er nahm bleibenden
iidvDthalt in Italien, wo er als einer der ersten Vertreter den Hiinianis-
IBV tbXtig WUT. Seine 2 Abhandlungen fllr die Lateiner miid iiuch un-
HÜerL Esaias Kyprios vorfolgte dieselbe Tendenz in einer kurzen Ab-
badlitng an einen gewissen Nikolaos Sklengias. Alle übrigen Theologen
pafanÜMcmn gegen die I^teiner. Ähnlich wie bei ihren Vorgüngern liegen
»oith hier nur von dem kleineren Teile Schriften im Druck vor. Der ho-
^HiLoiHliite unter ihnen ist Joseph Bryennios, Müncli des Kleisters Studien,
iu Lehrer des Markos Eugenikos, der aucli auf anderen theologischen
Qdbäcrteo thUig war. Auch von Makarios, dem Metropoliten von Ankjn-u,
Kakarioe Makro», der zuerst auf dem Atlios und »piUci' in dem Kloster
ni üartmi^MtoQOi in Konstantinopel Mönch war, und einem anderen Mönche
KaBMOa Lazaroa ist j« eine Schrift durch den Druck bekannt. Uncdiert
hingegen die iwtemiKchen Sdiriften dci oben genannten Nikolaoa
trt kliw. «IIMtumnlMiueliin IX. I. AbUs. 1. AaB. 9
114
Byzftutiawcli« LittwrfttnrgMchicIite. L Proiaisebo LUUrftlor.
1
Sklongins von Eyponi, dM Nikotas Mursiniotes und vieler Anntfl
wie Johüuncs Kubuklesios, Kilos Tarchaniotes, Joseph FhilagrJ|
Leon, Metropolit von Preslaba an der Donau, Athanasios Kydonios, die
KrzbiBchfife von Bulgarien Hadrianos und Matthaoos, Basilios, MüncJi
des Kloster« Studion, die Mönche KyrilloB Petrinos, MaximoH uiul
MatthacoH. Andronikoo Dukao Sguroe, Nikolaos, Bischof iM
ZakynUios, Angelos Gregorios, Nikephoro» rhiloeuphos und TheP
doaios. Die Lebenszeit «iner Anzahl dioser Polemiker ist noch näher zn
bestimmen; einige derselben reichen vralirscheinlich noch in das 14. J&li^
hundert zurück. tirOssbrc Dintont^iouen nahm der theologiMchu tiugvn
innerhalb dei* griechiwlicn Kirche nach d<.^m Unionskonzil von Florenz
Miirkos Eugenikos und nach ihm Georgios Scholarios st«llt«n sich an
Spitze der nutionalgriocbischen Partei, wälirend Bessarion, Gregorioä Mi
mas und Joseph von Methone das Heil dei* Griechentums in dem An»cb
nn das Abendland nnd die lateinische Kircho erblickton.
1. Um Abhandlung ilnn Maxinoii Clirj'soborges od. nr. I.. A]latii]8, Or
orUioil. 2. I07<-U't*S; nlßcilttickt bei Migne. l'«lr. gr. 151. 1217—1229.
2. Mhdui-I Clirj'siiloriia fiberaolst« auch titurgiacbe O»l)o|jironn«lii in* Griacbtaehfc
Vgl. KftbriciuB, Bibl gr. H, 4üa-iJl. — Ria« der boiJon Trakutc fflr dif I^tninw ttvlA
in coli. Piiris. 130U s. 16 foU. 20. — Aua HOtaer uinfuiigKLcboii Korrc^uoDijcnt mai dni
BriHfu gedruckt bei Mibii«, Patr. gr. löC, 21—60. — Vgl. Ub«r iliii K. Logrand,
Dibliagiupbto bvll^uiiao 1 (Paris imi-i XIX-XXX. — Voigt, Di« Wiodi^rbt-lcfanng dM
klaasiacboii Altertums 1> (U«rlm 1894) 2:^2-232. — R. Sabbadini. I/ultinio v«ii(mwm
delta vita di Msnode Crisolorn, (Üornnle ligiirino 17 (18B0) 821— 38S.
3. Das Scbriftcbnn dmi RsaiiiH Kypiion od. pr, h. AlUliaa, (jraecia wtliadaxa
1. 806-889; sbgedmckt bni Migno, Patr. pr. I.W, Ö72 976.
4. Di« Abnandlung de» MnkaTios. Mrtiop. v. Ankyrn, od. Do*ilh*os, Te/iiof i^f
xniiMayi^t, ■Iniuy l(i92. Vgl. A. Demetrukopuloa. '('(»>. TJXiii fi. Hü t.
>S. .SAmtlkha W«Tko d«ä Joscpb üryonnioii ed. pr. Ragonioa Ritigaris,
3 Itdn. Irf^tpxig liilS— 1^ (mir uiungftngliob). Im I. Ud ciao lüiigi-'re Abbnndliing Obaf
Buiu liobcn, — Kr war Zoitgonoaae von Demetrias K,vduiK!a, Theoduros MetitoaiotM aad
NikuUos KubiifliluH. Di» Dnlitnuig vun A. Denictrakopulus, "fie-t. 'Ki.Xat 6. SO, dtf
Drjrpimioa MHl-Sä «It-rboD tftsst. ist dalier falacli. Vgl. M- Treu, B Z. I (18^) X>-Vl.
Den bier edierte» Itriitf jcnb duhoii Eug. Bulgarin: daxti E. Kurli, B Z. I, 332. — Nach
doD Um umfasdt der lilt>>rai-isdi<> Nacblnm de« Jusepb Itr. Ablmndlnngen gfgeu IMeiuet «od
Uarlaamiten. «skotisrbe Schriften, lldroillon nnd Briete. — Nikephorna Kalogeraa, Tii
to/arii ittr ir IlvinrTiiji iXX^rtxoi i^iitovt U. S. w., 'KraiQla ö 'EXXi/t^^/iöi. Til ir tirif
yiräfiiya iirtsyrrna/imii 1 (Athen 1894) !i — 23 hetruchlnt ilui llailmittol g«gnn dna ScIiihim dar
beiden Kircben, in dcasrn Besil« Joseph Br. xu iwin behaupteti'. a]a einen diploniatfaehMi
KuitT, der dem .Snltaii Angst vor der Icidit durcbfUhrborcn Union einflnssoM sollte. Tgl. in
doiitn^hfin Anraiig nun der Abhandlung in der Kevuo int^mnt. de thäol. 2 (l.^St) !tOS~ Ml.
— (trOweie Unterauchungon über Joseph ßr.. dein wir liier uicbt gurecht werden kOMMn,
wird Pb. Mej'cr dcininäcbst in der B. Z. und in den Tbeulug. Stadien und KritibcB ar-
«jieinvn twuen.
fi. Die .Schrift di^n Mukurio« Mukrea llcic reec .^RriVai'c cd. Dositlieoa a. o. 0.
— Ktn Knkomion iiuf die b1. Kuph^iiiia in tud. Cuisl. 307 n. 1Ö52 (ol. 43T — 442' und ciii«
'ExqQoais nuf daii Uild dos Mftit.yrer« Dcinetrius iu einer Florentiner lls sind unedietl
A. I'ApndopuIoB Keranieus. .ttktlut 8 (1^921 4M- 417, edierte aus «iner Utnini'fiia nvi
den als Heiligen gefeiert«» Makarios ein kurnes Lebensbild desselben. Ks beslfiti^it die Nn<A-
riebt dua (ieurgios l'hrantzos, das» M. von Jnliannes VIII PnUeologns an dem Pnpnt Martin V
gwondt wurde. Dieselbe Hs »nthlill nnob nino lltngere Vitn dos Mnkurios.
7. DesMOnehes und spAleren Bisehof» Laünroi Brief nn den Metropoli(«n von liati
«d. Simonides, ^^.VoJ. FJXi-r. iiirXoy. ye"V"'' ^- Aufl., Undon 1S65 8. 215—1^'
Er steht aneh in redd. Paris. 817 u. 1191.
8. Die läute der Übrigen oben genannten Polemiker bei A. Dcmctrukopalo*.
%UflC R 91 — 98. Darunter befindet sich ein F^pipbanioü, der in nii-breren una mit Cn*
lecbl nia Patrioreb von Kpel bwi-ichnet wird. — Von einem Makario» bieromonacUos,
der mit den gonnnnton vivlleicbt nicht iduntiaeb iHt, steht eiue Abhandlung gegen die
Lateiner in cod. Paris. 121» Mec. lö fol. 400—502*. - Nike[)bo>oa rbiluauplio« wi "
(in V
I
1. TbMiogte. A. Dftgvatifc tmd Polemik. (§ 4I>
(i»J, V«l. OUobMi. W SM«. Kfol. 117—182 «in t:tniäv*«i . • . tis tir fiiyaf Ir nm^i-
41. Harkos Eugenikos (J/npxov- Evyn-txö^), au« Konülaotinopel ge-
wärtig. Münt-h uihI spUtt-r MotrnpoÜt von Ephv»o», roprSBi3titiei't nach ^er
r»D jAluninMi VIII Pului-olot;oii auf dorn Konzil zu Florenz (14:-{!)) vollzogenen
Tirion mit Rom jenen weitaus grOeeeren Teil des griechischen Volkes und
KlfTUJi, welcher aUR Orllnden, die in erster Linie kultimHi^r Nnlur sind,
l^fer ÜDion in »nversirdinlichcr Keiiid^chaft ontgogt^'iietiiiiii. Auf dem
^buQ io Forrnra und Florenz suclito er al» Vertreter des Patri-
Pvelien tod Antiochien seine Meinung durch zahlreich«; Reden zum Siege
I B bringen und verweigerte, ü\s die Union tmtj^dem xu stände kam, die
I OettfxeiobDung dea Unionsdekretes. Nach seiner Rückkehr nach Eplieso«
I lennD di© nationale Partei, welche ihren Uegneni sielfach Bestechung
I tmrirf, bald einen »u grossen Kinflu^jiü, da»» von einer Motisrogelüng des
I Ibrkos, wie «e Eugen I\^ veraprochen worden war. keine Rede mehr
[ Mb konnte. Er blieb der grüsate Feind der Union bis zu seinem Tode
I (nhnchoinlich schon 1443). Kurz vorher bestellte er ßoorgios Schola-
rioi zum Fort^clzer meiner Polemik und noch in seinen letzton Worten
bnchte er seinen tiegeuHHlz zur rönüsclien Kirche zum Auxdruck. Sein
URJiliehee und politisches Testament klingt, aber zugleich aus in einem
I nnBknenden Hinweis auf einen ziikflnfligeii Tag. an dem Qott seiner
Sinkt Friede und wahre Kefonn verleihen werde.
UkTkos* litteransche Tliätigkeit galt in vorzQglicber Weise der He-
hnptong und Verteidigung des nationalgriechi sehen .StamlpuTikto.'« in der
rBoufrago, Zur Abfa»)ung einer gi-iSssoren poleini»ehen äelirift kam
•T nidit; wohl aber behandelte er in kleineren Traktaten, in Streit-
nlriflen gegen Bessarion und Andreas van Kolossos, in zahlreichen
Briefen siimtliehe Abweichungen in Lelire und Disziplin zwischen der
|nMlii«chcn und lateiniachon Kirche. Davon ist nur oinToil voritffenl-
UcliL: ein Glaubenubekenntnis, 2 Rundschreiben gegen das Konzil von
Rontnz, wovon das eine von Gregorins Mamnius, das andere von .loaeph
1» MHhone bekämpft wurde, je ein Brief an Oeorgioa Scholarios, dorn er
T«warf, zu den Lateinern Übergegangen zu sein, an den Mönch Theophanes,
aam l'rritbyUiT üeurgio» und uu den Kaiser. Uiu erste Stelle unter den gc-
dracktflu Schriften nehmen die ^7 Kapitel gegen das lateinische Dogma
m, diu bis zum Kap. 18 (jeorgios Bcholarios und von da an Bessurion
vith-ri«.'^t«n. Ein kurzer Dialog ^artvoi handelt von dem Zusatz im
Sfmbtdnai. Eine Abhandlung Über die Epikle.se verfolgt den Nach-
«ita, daM durcb diese« Uel>et die Wosenäuni Wandlung in der Kuchamtie
liwcbebc. AiiHser dieeen antilat^tnisclien Kontroversscbriften schrieb Markos
flilM Abbandlung gegen die Barlaamiten, einen Traktat Ober die (üehrech-
bUtctt de« Uenschen zur Begründung der Lehre von der Ewigkeit der
lUtlltutivfon. die von dem Kaiser mit Rücksicht auf die Schwachheit
iar mfoaclitichen Xntur und Gottes Gerechtigkeit angezweifelt worden
war, Kno ErkllLning de« kirchliehen Officiums, eine Akoluthia auf Synieun
]|«U|)lira«t««, mehrere Poesiet^tUckc, asketische ParSnesen u. dgL In einem
BriBÜi u Indoros bieromonacho« beantwortet er die schon früher Öfters
116
Bjsuitüiiacli« LrttTKtMychicht«. L FroauBcli« littermtar.
«rfirtertß Finga Qber <iif Fk-stinunang der Todeastunde. EiiK- kleine
bMpHcbt eine phikwopluisGkc Fragt-, iliv dor Kait)f>r JobmiRC» l'alAMl
im ihn geri<:hlet, Dber die ÜDst^rbUchkett der onvemUnftigen W'
VwIm andere ist noch uncdtert.
In der tbeologiacben Dialektik lag die SUrk« d«» Markos nie
er wicdorliolt ntir die Argninent«, welclie schon bundertmal gegen
I^iUiiiKT aufgcfnhrt worden waren. Schon Joseph von Metbone maehi
ihm ziini Vorwurf, alle« aas Falama« und Ntlos Kabaailas herObergenoi
me» zu hülttin. In der KonMtquonz jvdocb, mit welcher er den natioai
griechiiicht^n Standpunkt festhielt, li'gti< vr i-int^' Auntduuer und eine Kml
an den Tag, die ihn noch beute in den griecbiM.'hen Kreiden zu eini-ni il'
Heroen de« Hcllenismas stempelt.
I. AuHgaboB: Dm mobtra g«dnicktca Sdiriflan itebon bei Uigne, PMr. gr. IM,
16-204, &:W-3S, A38 f.. lOBO-llll. UU-Väloi 1(11. I2-3U teila dboIi rrUlicrai Dracfcra vodDo-
«ithoM, Siinoiiiil««. BoimodmI«, letla von 1. UergenrQther tuorat husttiigegeben. iii«hrm
(ItniolbMi Kugluii^li mit dun Wiiltrti.-|!unKeu vou lir«i^orioa UftmniM, OvoriciM Sch«UnM
unJ llfiMBrion. Diu Ktifäim« aij^ojidiuii aßiii .laiitovs irrtOnbck als iii«dtta. fi*
irarm aobon drt^mal borauagegeb«» in l^piig 1757. Wien 1784, Petenbu^ 1797. Katk
iat HorgMirOlhera Aimgabe deraolben UDVollsUn<lig. Die Ki^kmit mrXkoyiatiKri kuiJ i^{
alftcuut tiär Vfcii'ift'i'iaiBiii' ed. pr. W. Uass, Pi« Mystik d«s NikuUun KnliAMilm. iSrt-ifii
truld IHlfl, At.pn.|ix S. 217-282 (f*hlt bei Migne). - Di« Schrift D» b om i Hin im berill üol*
«<l, |ir, A. Jnlin, Kritaohr. f. histari«rho Theologi« lü (184S> 4. 43—73. — Kinigtt Urirfr Ut
l)emiitink«|>alea, ^A. 'fXXäi ». 10^ 104. K. SimoBida*. Vp»aif, 'ISUifi'. Stohoy. yf%mv{.
I,i>ntlon IHKb S. 811 — 814, l'apadopaloii Kernmeim, .VavQoy^dnrtiaf S'/lii.. "Art'rf*!*
iXlt,f.. K|«l IIW4 8. 9»- 100. N, S. Knlouliioi, tUvJwQu ß.4&0- &2. — Km Ubcoanku*
«Im Synvoll Mrlniilirnatra und einigu Veraalflck« ed. Papadopulus KerannuuB a. a. 0.
100-IÜ&. ItiTi-lilitiungcn su dcu leWereu im ./(1».V (I88S-89) 679-601. — rnm-
(tllflliib aini) mii einiao lIoinilicD, diu in Kp«l eracbiMVO sind, ebtuao die AuA^ab»
•inigfr 8cbiifli>ii ilea M. K von A. Norov. Pnria 18&9. Bemerkoog«» dam gab S, Oiko-
n»m«a, lN«f fftjyaiiiot/ ftltf. l^tciravniiUaK, AUk<ii 1^1, CS— 71. ^ -liWi; wijt änafimt
1*^ «rroMpai«^ '(wnrro* foi^ IlaiaicJuiycv ed. M. Kniiiigeliil«!», Peatachrift Pta IVoT.
K. a Kontua. AIhnt 1808 S, 387- :i97. Vgl. B. 7.. 2 (1^93) 689. — anf<areiuiil Mär*
H7/I1/H1 lutUf Morkoa* Nainaii «recliienen im £wi<if !■> (I^1I3>. Vgl. D. Z. 4 {I8»S] tiOä
tt. iliKHinittol; Kabrioiua, Hibl. gr. 11. 670-677. Ili««- noch ntehnro Inedita aagv
gnltMi. Iti Hchririnn d*a Marke* RecMi dio lAldnnr venMcknat A. Damotrakobnlaa
K, a. 0. 8, IW-lÜ*J, ' tJwtior aiiMu rMBUiutagMi autograplioa Codex daa ÜartLo« mit >'i4 Scnriftia
tgl. A. ra|iad<ipuli>vK«ram«aB, im üi^a^mM 4m SäiXayttt 17 i\i*t^) 47 (. nsl
jr«<f>;^f>/. ,*,fl. IL a. O. S. M~9S. — Zu Pttlamik daa Markoa gegoD llouaniMi äboc ^e
•Un-aU < icl i-rAr4»f U »agy*. ob m für die Grivclian hWBn aai. d«D Liteioern oder den TVrkM
tinlMlUfin tu wtnien, vgl. Ain Ablkandhwg in dar 1B*»y«UiV der Zeitaug Itia 'Hu^or 19H
Nr, HiM» S)-J. J. Driaaka. U Uutm» Bii(Mien, ZaitMfcr. f. Klr^agaecb. 12(1891}
VI IIA. Itaa 8i>lirinif»««nm(fcai* iimrMrt Ucr 41 Honaktra. Er tritt Ar daa Jabr I44S
aU «Im 'lW..^ahr ibw UatkiM tm. - V. Lo«h. Anlrtl daa H. H an dan Fortb«8l^M
il*a gl Svtiiautaa, AwtbMg l.'Ml, A. Demelrakopnlos. 'I^taifia lov «^(«^«(ar 1^
I AoBfOhnui^en 1
Jnr l^bmwaaH «Im Marktw «t«ql<rHM>tl. Krinitw «M BaackMi n aebr als I'artomuNUi
•rm>bv*M«. Hin ibw l'rtt*) dar iiw«b*cU«v w den« IbcMtnMJ «r dia baUm Gegner «teUen
tiiiX. «iKyektiV ww4v4«*c«>b>M.
S. Sa» Labe«; Vgl daa lUanktcMawk w« DiikM. «d. Ben. S. 118-121.
Km kHvUNlN« OOMmm »af MmIm «M !■ «ed. Pm« IStS Mac U fbL SlM-3t4
*<*M*Hi»> KiimAm wtwMiiiebiw, Kiiii ^äfciUi iU^giwa mim»m Bradar «üe aoeb
«a*4t»tl^ I •kv«»^*erbt«tVHag. Vgl. A. P»»atrak*p«U». "laiafia rar ayimuaioi,
t«^|wu !-^* S u: VtwAwrt w( BiKb ««H OitoibtaMaiii Am PMriaRbaa OediiadMa
■^t!*aA.'*n M ««4. Mm^ 4M. — K^ aadara
^y»twai»w
Tf
Sebrift daa P«la-
mv—nmrwvm
' :>. Ein Ul^nob vm itr los«) Inibrus ricIiUlo an Kaianr JnhsnnnH VIII PaldeologoS
fcbnft. worin «r bewebeu wolllv, Uusa die Dekrete ilt>s Knntnln von FlorwnK dem
fliaabt'u Eu«ider aciun. Sl« iat <«ba1l4<n in de-ni cod. Muuiie. 256 Fol. 143-1-SV.
Srhrift folitt *ia Brief il«a MarlcM Eufioutku9 uii il«ii VivranHer. wurin or don
■Iot Schrift, äi« ordeniKaiMrObonnittelneolltu, busUtigt. Den Brief ed. Deniotr«-
i*. ■. o, a loef.
Bdrras von Knlniuo» wandt» «ich iii ein»» Dialog ([0|ccii den obeiienrlhaton
iMko« Kugriiiko» nn den Pmibj-Ur (ioorgio« [nacU Simonid«« ed. von Driseke,
'. KirclieiigciiGb. 12. IOK~ 112). Kin KrHgmeot diwsolb»n ed. L. Allatiu», De
cl. «itaecor. S. löö f.; *bg«drui?kt boi Migne. Patr. gr, 1.50, Sfi2 f. Vgl. Fr. J,
, Studien abvT dir UfoychsBlen S. 202. Kinn 2. Rrlirift dnii AiidrMi ivt botitolt:
Flu üntJiiitririj liir' riur aiyyffiiu/iiiinn- iit« /lanafiov Oiu/iii . . . nifi iJJf Ittiat cvtlat
tJ-liit- Vgl. <Ju(*ti t rl Kcbard. .Scriptores ordiniii Pmudiontoram I.1W3. — Anitronii
I ita KootiliMi von KuubIiiu und l!ti»rl uU Fn'unil dor Unioit bei. Vgl. ItEoriUH,
>, ad an. 1433 n, 37 ff,. ■<! hd. USU d. » If.
ii. BessarioD {Bi^aaa^'utv), «in Mniiii von universaler Begabung
Viimoo. wurde um 13Ö5 zu Trapeziint gclioron. Er war
OvorgioH Gemistoa und wurde kurz voi- Ii:tH zum Erzbiscliof
iUu ernannt. In <licfl«r Eigonscliart kam er mit .Johannci VIII
ig08 nncli Italien und bow&hrt« sieb bim- als ein vortrefflich gc-
r TliL-ologu und, im Gegensätze eu suinem Landsmann Markos
ikott. iilfl ein warmer l'Veund der Union. Der Vollzug derselben war
r Linie die Fruclit Keiner im Dienste der Versßhiiung t^tobemlen Arbeit.
dem Sc-hUi»M< Awi Konzils zog ur mit den übrigen tiriecben in »eine
at zurück, worde aber bald nachher von Eugen tV nach Born be-
Ko die Kardtnaliiwnrde seiner harrte. Hier wurde »ein Haus zum
-(•uiidlirlit'u Siiiamelortc der rrimiwhen Humanisten, von denen keiner
'rcmd blieb. Im Jahre 1463 wurde er von l*iu» 11 zum lateini^ehen
in-b(-n von Konstaiitinnpel eniannt und richtete als solcher ein uin-
i3irhes .Kchn-iben nach Konstantinopel, worin er sich unbedenklich den
f>üiOffini»i/i nar^tifx'ii beilegte, ohne vom Papst« behelligt zu wer-
Kr »■larf. U72,
Von neinen zahlreichen Schriften kommen hier nur jene in He-
t, die sich auf die Union und die mit ilir verbundenen theologischen
118
ByuntiniBolie LltUiatnrgMchleht«. L PriMalaob» littaratsi.
nn als Fortsetxiing dur von tioorgioH Scholnrios begonnenen KuEndef&brtaj
ticken fiiiu zwi'iU) Schrift äea Markus t»t seine Abliandhing Ober
Altar Buk tRDivnt gertchtot; docli nonnt« er darin Markos itidit
ignorierte die Übrigen Schriften des loidfnscbnflliehcii Gugiiers voUstindig
Exegetincber Natur ist eine Auseinanderiietzung über .lob. 21, 25, woti
or sich zu Üunaten de« griecbischen Text«» ausRpricht. Auf dem askc
tischen (lebietu liegt »um Kompondiuin der MiJncliKrogel des hl, Basili
ftir die siciliuniHchen und italieniHcben Batjiliutii<rinünohe, wovon um*
Einleitung gedruckt int. Mehrere t)ieologi»che Schriften Be*wariotui und
noch iinodtort. BcAttarion erscheint in allem als der vollendetste Ge^u
satz zu Mark(m Kugenikoi«. Die beiden Männer hatten sich eben
den Diemtt ganz fntgegciigt^'äetKter kircblidier, politischer und litt«rariaclicr
Idealu gestellt, und wenn die Urteile über beide Männer auch in unser
Zeit weit auseinander gehen, so liegt die k-tzte Erklärung bicfilr in
Fortbestoheii jene» Oegennat^e» der Ideale selbst, den noch keine
bosi^Oii kennte.
1. Auagiibeni Kine üinminolnusgnbn nohst il«ii hhtoriscbon und rbctorndiea I
nitch fr&horiMi Dnickon boi Migno, l'ntr. gr, ISl. 1.17— 74S. — Eiaiga MÖoer i
win den iiriof an Alnxioa Iiusknri» und eain RandsclirBibcn tmoli Kpel. Obenetit« Bc
NüllHit in« UleioL^Ehe; educr Kedo Über di« Uuioii gub er nuch i-inige l>l«iniache
niagen bei. — Kitiigr Uieologischo Inodit« in den cudd. Viujub. tbeuL 2^0, Muroiun. 583 (
2. Hitfsmitlol: Ucmikm Chalkokotiilylca, ed. flooii. S. 15&. 228. ~ Üvat^
riiriuitiiMi, td. Bonn. S. 198. — A. M. BHudini, De BeBMrionia Cardinalifl Nicopoi
Tiin. rubuH ^»HtiB, acripti» comineiilariue. Rom 1777; abgedruckt hm Higii« a. a, O. U-CII.
Kbuudu B. CHI— CXL linpt. I'lutiuac Cremun. Panegjrnons in iaodein Bess&riiMiis nad
die Orabred« dtb Miclin«! AiiuBtuliuB. ~ AuUlxp von A. Sadov, Christ Cleniie, Petan'
bürg 1883 S. 6G7-668, 0. P. Beglproa. "BrirJ. 'Ahia. 2. Seri» 1 (IW.S) 211-224. -
Monogntpbien : Wolfu- v. Ooothe, Sludieo und Forsrbungen Qb«r dos I.«ben und di« Znt dw
Kardmüa BaMarioo, H^ena 1871. — H. Vast. l^ cardinnl Bi^Bsnrion, Paris 187«. Sadgr,
BftSNuion de Nic^», gon rAle au concila d« Kernnu-Florenco. ses ceuvroa tb^ologi^uo» el
BB pluuc iIuiH Hiintairo d<> rhumaniHiD', Potcrflbur^ IHK^. — Angolos Kandeloa, äunfif^
7it()J l'f;iii>ii(((ut'o( cu( qtXoiio'iiot), Athen 188-S. Kinlgns Neun boi H. Noirot, Lattrat inddites
iti- Miclii>l AiiuBtoli», l'nriif]K.'*9S.iI9'43. — Vgl. uucbdial.itleralunmgaboiilit'iHarkaaKugMi.
43. Joseph {ltaai]tf), Bischof von Methone, der vor seiner Weihe
Johannes Plusiadenos hieös und in Kreta lebte, war einer der wenigen
geiHtlirlicn WOrdentrfiger von Byzaitz, die der Union bleibend beitraten.
Der Verteidigung derselben und des Konzilä von Florenz gelten seine
meisten Schriften. Die umfangreichste ist eine Apologie des Konzil»
und seiner .'> Entscheidungen über den Anagang des hl. Geiste» vom Sohne,
ge^iJLuerte» und nngoniUuerteB Brot, Fcgfeuor, Zustand der Heiligen und
I*rimat des Pitpste», Die Beweisfilhrung ist wesentlich positiv; das Haupt-
gewicht liegt in den Aussprüchen alter Väter, die .Joseph in grosser An-
zahl anführt. Die lateinischen sind bei keinem seiner Vorgänger »o zahl-
reich vertreten wie bei ihm; am nächsten kommt ihm hierin Manui'l
Kalekas. Da« Bestreben de» Johannen) gehl überall dahin, die ursprüng-
liche Hai-monie zwischen Orient und Occident in den fraglichen LehrsStzeii
nachzuweisen. Den Schluss bildet eine warme Aufforderung, der Union
beizutreten. Denselben Zweck verfolgt ein sehr lebendig geschriebener
Dialog zwischen sieben Penionen über dieselben Lehrdiffercnzen. Waren
schon diese Schriften indirekt gegen Markos Eugenikos, den Führer der
Gegenpartei, gerichtet, so griff er das Kundschreiben, worin der Metropolit
L TbMlogle. A. DoffBAUk ood Poleaiik. (gg 43—45)
mna Epliesos zor Verwerfung der Synode auffordurte, offen an. Ein
toil«res Zeugnis seiner Begeisterung flli- clii< vollzogene Uninn i!<t <lur
wJiwungvoIlo Kanon auf da» Konzil von Florenz. Jn»e[>li erwoiet »ich
diircli dieae Schriften als einer äer gelehrtesten Prennde der Union, der
ein reiches Wift»en in gefälliger, einfacher und volkxtflmlicher Spruche in
.den f>it>nat der Sache stellte, die er als die richtige erkannt hatte. Sein
littennitchur Nachla:>w ist noch nicht voUslSudig gehoben.
W 1. Ansgaban: Kino rorl&ullt;« GaNUntAUHgitlin nach DinckMi von Zui*tU, L. AlUlJua,
[^laUw. pMtoi bei Mign«. futr. «r, 1&9. 960 13i)2. - Dio Apologie dea Konxlla ron
^Jlonu ralgb-gtioelilHch mit UtainiiohtT Uobonrtiuiig cneliion in Rom 1638. — Einen Brief
J^cod- ModMi. 190 ed. Ilardt, CstAlogan 2. i!r>ß. - Uncdicit« fjohrifU>n: In Oetenees
llAinuticaa (M(L Bonoa. uaivMwt. 23T8). Epiitoln do oiriUitc |ouil. I'ori«. 'iHW sMO, 15
r U £10'— 220*). AutirrlMiliciui 2<" contr» Mmcuiti EpheHinuin, Hl Ifoinliion nuf die FMtonxflH
{eti. Vttio. 6TD. rod. Bonun. kiM. commiiu. A I 8).
S. HiHRtniltel: Fabriciua, Bibl. or. II, 45S f. — Dur liuUjuiduit Cupur, Acta
. & IngMtJ I. 1!>8 ff, cwiM die ApoIoKie (Qr Jim Koiucil von Florenz, die xuentt uuUr
d«a Nemen ian Goonpo« ScIinlarioB gedtiiokt xoritüu ivHr. als Juevpbs Werk.
3. VoB oinMii iMncho UiUrlnn, der in Veronn im Kloster SS. Kazarii et Celsi lebte,
Mdit täno koiM AUundlniig nifi iftov fivoimov nur TCUijcuit- xnj c(vjUoii tuV Aatiriur, dio
HM e»Mi Nikota« getiditet iat, bei Migno. TAtr. gr. Ui%. 977— 9M. Sie inirde nach
HB Kuodl voD Klori-iu i;riif1iri('l>cn,
44. OregorioB Marnmas {rdt^yÖQtoi ö r^ JV«/j;t^;), mit den Bei-
oftmen Melisseno» und Strategopiilos. Hlhrto liingero Zeit Am M9nch!«leben,
«rtdolt »odann die WOi-de vincH I'mtotiyiikello':« d(.'ä PatriArction von Kon-
«Untinnpel und wohnte als solcher der Synode von Florenz hei, zugleich
in Vertretung des Patriarchen von Alexandiien. Nach «einer ItUckkehr
Miab or der Union tivu, und al» er VAib zum Patriarchen von Konstaii-
tioo^ erhoben wurde, suchte er mit gi-ossern Kifor dieselbe durchzusetzen.
filU üb er aber die Erfolglosigkeit seiner Bestrebungen ein, entsagte dem
IWiardialfltiihl und kam nach Itom, wo er \\U\) im Itufo der Heiligkeit
rUrti. Goor(po8 von Traptizunt pries ihn als Bekennet und MSrtyrcr, Athlet
der Wahrheit und Säule der Kirche. Schriftstcllciisch trat er als Gegner
des Markus Eugenikos auf und suchte du» eine Kundsclireiben und daa
fSubt>n8bekenutnLS desselben zu widerlegen. Oen Hauptinhalt bildet wie
W Jiifieph von Methone der Nachweis des hiirmonischcn /iiMinimonlinngos
iwivdieD den I>ekrelen %'on Floren» und den hehren iler «lt4^^n Kirehen-
tUct. Die Väterstellen sind dieselbe» wie bei Bekko« und den Übrigen
fnionsfn'utiden und sind wohl von diesen herQbergennmmen. Eine an
"Ini Kaitu>r von Trapezunt g(?richtete Abhandlung Über den Zusatz im
•tum ist ganz älinlichen Inhalts. FJie von Manimas selbst ern'ähnten
.......uiu aber die Azyma, den Zustand der Heiligen und den Primat de»
Paprtee »od noch unediert.
I. ABegaben: Die S udraekton .Schriften bei Migne, Pntr. jjr. 160, 18— ^K*. lUn
EefieD Marko«' OlanlboiiabakoniiUiiK liier niemt von S. llcrgenrSthor odiort.
litf>tDiilEi<1: Fnbrioiue, Bibl. gr. 11, 393 f.
46. Q«orgioa Scholarios (fW^j-io; .l^uJn^«;). ab Mönch und Patri-
(iHDnsdifis benannt, ist der letzte grossere Polemiker der byzan-
KJrche und der erst« Patriarch von Ronstnntinopel nach dem
I K^iehe«. Kr war x^ir,'; i']s j?«ff</<j(i"c xfticiatc unter Johannes Vlll
PilanologoM und begloitotu diesen nach dem Abeudhuide. wo er in Ferrara
wak fhprom eine unioosfreundliche Haltung einnaJim. SpSter war er längere
120
B^MUitiiitflebe LittanitcirfMoliIctit«. I- FrosMMiba Littontnr.
Zeit schwankend, bis ihn Mnrko-t Eiigt^niko» dvfiniUv gcj;«n die Union ge-
wann. UnU'i- Konetnntiu IX (.•riebt« vr aU Mönch in dem KlueUr xov
IIavtoxti{äto^ni den Untorgttng dt« Reiches und wurde noch im Jahre
14&H von dem Eroberer als griechischer Patriarch anerkannt. £r dankw
nbor nBcli 5 Jahren ah und zog sich in das St Johanncsklostcr bei Scrrac
in Makedonien /.urUck. Sein Todatjahr ist unbi^kannt; er lebt« noch im
Jahre 1464. Nat-h Papagcor^u stArb er im Jahn* 14Ö8.
Qemiadios' schriFUtelierische Thätigkeit umfasüt verschiedene Gd
biete. In der Kontroverse mit den Lateinern war »«ine Haltung'
url. das» man frflher zwei Autoren (Ur die botrelI(;nden Schriften postutiL-rli
Seine 4 Itedfii auf der Unionf<8vnode ennultnon zur Versühnung und zwa
auf der Grundlage dogmatischer Übereinstimmung. Doas er die Wider-
legung der Syllogismen des Markos begann, wurde schon erwähnt. Auf
der anderen Seite stehen mehrere Abhandlungen über die dugniatiBclicn
DilT«rünz)>unktc, die sich sftmtlich gegen die Lateiner aussprechen. Neu«»
wird darin nicht geboten. Andere sind noch unediert, darunter ein längerer
T>ialog gegen die Lateiner, der auch auf Thomas von Aquino and Dons
Scotu» Rücksicht nimmt- Sein Interesse an der abendländischen Schola-
stik bpzeugen nuch Übersetzungen einiger Schriften de« Thomas von
A(|uiuo und Auscinander»etxuugen zu »einer Lehre; sie sind ebonfalls unediert
Die übrigen Zweige der byzantinischen Tolemik fanden in Gennadios ihren
letzten V'ertri'eter. Gegen die Rarlaamiten nahm er noch einmal Stellung;
die Juden hckRmpfte er in einem Dialoge. Gegen sie ist auch die Samm-
lung von Prophezien über ('liriKtus gerichtet Der alten Strcitfragit
Ober die göttliche Vorbestininiung der LebensgrenEe, die er in
einem Hi-iefe an den MJlnch Joseph in Thessalonike behandelte, widmete
er •> Klli:hor Hf^i ifftag jrpom«^ x«! jigoa^ia/iov. Die l'olemik gegen
den Islam inuHsle durch die unmittelbare Berührung mit den Türken neu
aufleben. Es spricht fUr die geistige Gelenkigkeit des Getmudios, daea er
auch liier eingi-iff. Er hielt eine Rede Uher den christlichen Glauben in
ÜL'geuwart des Sultann, die dem Christentum Duldung sicherte und zu
den BekenntnisMclirifti^n der griechischen Kirche gesuhlt wird. Diceo
DisputatioTien setzte er noch fort, als er Konstant! nopol vorlassen hatte.
Hierher schürt auch ein noch unedierter Dialog mit zwei vornehmen
Türken, Ein weiterer, recht hölzerner Dialog mit einem mnhammedani sehen
Emir ist unecht. Aus der Zeit seines Hofdienstes stammen mehrere geist-
liche Roden, die er an den Freitagen der Fastenzeit vor Kaiser, Uofstaat
und Optinmten der Stadt hielt. Davon sind zwei veröffentlicht, worin er
die li^ucharistie behandelt Von seinen Briefen sind nur einige gedruckt.
Auch Liturgisches wird ihm beigelegt Wir Dborgchen die Schriften, welche
aus Gennadios' Streit mit Plethon über Aristotelismus und Piatonismus her-
vorgingen und daher ausHerhalh des Kahmens dieses Abrisses fallen.
Mit Gennadios wui-den die äusseren Grenzen desselben schon über-
sobritten; doch der Fall von Konstantinopel, ro sehr er alle kirchlichen
TvrhAltnisse von Byznnz umwandelte, brachte nicht das plötzliche Still-
stohen der letzten theologischen Bewegung des untergegangenen Iteiches
mit sich. Die Unions&age war allerdings definitiv beseitigt; aber div
I
L Thsolagf». k.
■■tlk asd Polemik.
»1
*o)omik gegen die Lateiner wurde noch roHgO!;4>tzt, und xwiu- sowohl
vvn Gc^noni als von Freunden Kont-s. Zu den i-rsU'ron gehören Oemtstos
P\)-llion, Tliuodoro« A^nllianos, dwr Ot'jjncr des Johanne!« Arg>'ropuloK,
Oesrgins Ameratzes, Silveüter Sjropulos, der partvilicho QoHchicht-
ehreibcr der Cnionasynode, Makarioa von NikomtKÜen und der Nonio-
hjrlax Liuin. welt^ho lieide das Uiiiontulckri-t unU>rsch neben, später aber
üiro ZuHtinimung widcn-icfen, MiittbauoH Kamariotes, Lehrer der Kho-
tdrik in KonKtäntinopi<l, Hichafl Apostolios, Khotor und Kopist auf
Cnta, Johannes HoHchos aus Lakedämon u. a. Ah Freunde der Lu-
Uinw Iralen einige griechische Humanisten, wie Johannes Argyropuloa,
Georgioa von Trapoxunt und Thoodoros Oazu» in Italien auf.
I. Aa*K*beii: Kin« .Sninmlung UinoloRischor Schriften gibt Mign«, Patr. gr. 160,
13l>- TT3, tinth frtlbor«n Dracknn mit Aannftliine clor l.f. 3 - & nipl 9tiat nftralat kbI jioo-
•fXHnr, ilin hirr luont enwhiaDtiD. FUr den Dncditen DUlo« vkI. J. C. T. Ott«. Z«ttsc3ir.
I. hUM. TWol. -HS I läW) »89-417 u. U (1W«I HI 13), Kiiie n^it^tv Schritt g^gon
SlLUmun icit 'i Onetm cd. SimoDidvs. tf^-f' fXti^. »lol. yfarfaifi. 42- TS. ' Don Dial««
Rudi« JailfD »d. jir. A, JhIid. Aiivcdota (jrtMw IbooInKirn mm proli'gnnir-ni*. liniirMp lft&3
W. EbMiU S. hSSS ijif- Siiinmliinf.' von Prophoilnrn, llurAiiF folgen S, HS'I'II Annloota
WmbILi tkMloglea am b^unliuiHclii'n 'IlieoloRon wjir Nikclnn Dnvid. Nikcpliorun tjn-i^unw,
llnioriM PalMM» n, a. Die AmtOge aind aber m kanc und zu unlirniiclibur. luii i-ißcnn
ttnnehwl XU werdM. V'i^. di« ReMDsion von K. KrtirnUairlicr. It. Z. tUlNtt-l) 641- 44. —
Imht d*n ob«B g«nHiDl«n «lud noch uickreie Ki'htiri«ii di>i (ioniimliuH imvdiL'it, die
lU. in 4an tQ4i. Athoos 1161. Pai-ia. 138{l~I2Ȋ. von dciiMi die codd. 1289 und 1394
Utflko dM QtOBadiM seia sall«n. vorlieicen. - YAnen Codex dos PunlukraUirklMt«»
■r im Bare* AtliM mit 9!> Nnmmeni erw&hnt Sp. I.uin|ir«a. B. Z. 2 ltKii:i| 609.
i. llilfHiBitlah 0«ilM. Ilintor. vd. Bonn. H. 14?. l-ii*. ÜDorsin» rbnintunn,
Urin?, »d, lionn. S. Sm— 8. — K- Rnnnudoi. Drus^rtatin do (iennadü vita «t nrririliH. t'im«
iros: ihgAdrarkt Ui Uignt a. ■. 0. IM» :iOH. IHf l.isto dor Schriri«n nmfiuwt TU Niimmon).
- Faliriciua, UM. gr. II. H49 - ^9!) fllßt noch oiiiiRo hiiixu, -- A. Doiiiotrnkopulo«,
b, TUn< .S. HO HH tb«r die Srhriflnn gegen die l.flti>in«>r, K. SuthiiK. OoorpM
SebiliriM. IH&Ti int mir nniuglnglich. - W. tinaii. ItiMinsiliiM und Plethn, Aiialoteliemns nnd
BrtMMM«« in d«T gnecbinelifin Kirahe. Urtudau IBM. — A. Lnbodcv. Di« grioehiach-ÖaUitdie
GnW nolOT d«r Minuiiacfacn Herracliaft aach der Erobonins von Kpd. Itn(-iwl, VAstnik 18114.
iMiart b U. Z. 4 <16Si&) 2M. 39». - Leber daa ßvinbol doa Üenmidio» vgl. J. C. T. Otto.
Dm Patriarobea G«itn»diiM ▼. Kpel Confcaaiou, Wien lä64. — W. Cnss. Symbolik der
eualBatliaM Kiivbe, Bolin 1872 S. 34-S9. — U«ber «. Abendmahlslulir« vgl. Ktoitx.
«MbliM- f. daatarbo T1>«oI 13 iimS) 073 -TT. - DrSsolie. U. Z. 4 ([895} 3-4
kwial Boek mamal di« Kiiibcit d«r »chTift«t«lterisc)ien PeraBnlidiV«it dM 0. Sdu Die
rwMaaehrin d. 0. 8ck. s. boi V. N. PnpnRoortcin, 1). Z. S. i(l&.
S. Vun Tli«n)ilinneii. Metropolit von Modia in ThraEion um 14i>3. aind Briero und
lUuadlting aWr d«n UropninK dor Sfvia in eai. PnriH. \2fl2 «mc. l!< orIialt«n: dort
«ia Brief dea Uennadion an Hinophuieii Dhor damvlb« 1'li*niii,
4. Dir AaiklAnge der Polemik gogcndidl.ntdini-r: /. (tror^ioiifleniiato*
Flalhon goktVitu luj gricdiiwliun KommiiHion auf dar Rynndo ron Klureiix. Kiiiigo Acusho'
ia|(* daaB«lh«n teilt äUT«al«r H]rTOt>ulaa. ilialor. rotte, rioretil. K. LS.*) f.. IDT r. mit. t> ver-
faaiaMtben Schrift«« Über den Auagsng d««hl. Geist«. Kino dersL-tbi-n vd. Dosith^os.
Hirn »pinv. Jimtf IC08 S. 810-320. abgedruckt bui Migne. Patr. gr. 160. »ib-SSlI. Sine
mimttoA iuedi«rta wurde von Gennadioa bekimpft. weiTPlelhon dann dos CbrielMi tarn tils
«UMBaiTlC VkI, Ktriatota GMiaadii ad Plolfaon«m bei Migno. Patr. gr. Ifl0.&97— C80.
- T|tL L Allatiu», Itittrib« de UeOTRÜ« bei Fabriciii«. Kihl. gr. 12. M -102. - Pr.
8<hqlUti, (toackidit« dn [tiilomfliio der ItenaiMance, 1. llnnd. Coorgiua GomiBto» Plctlion
«d «n»e refannatorinclMin 8a«lrMiuigen, Jona 1H74.
g. Pie SiraitMdniR daa Diakons und DilcMMphylax an dor Ilngia Sophia in Kpol.
Tki>ed»raa A^alliaoos. gMeii Joha,nnm ArgifTopaluH bei Mign«, I'alr. gr. Iö8, 1012
ha lOSZ. - 2 Mtdere Abhandlnngon gogon die tjtt«iii<'r gab I)oBilhuuii ueraiia. Vgl.
A. Druatrakopulea, t)(-V. 'KUa( S. 106. — Sclhatliiogrupkiachoe tu i^od. Bodl. Canon.
*> mt. !■'* fol lOft-iaS.
5. I>M 8i1t etiler Srropalun lUidcbicbte der Ploreiittner ävnoi)i< <>d. Robnrt Crny-
■klea, DagMi 16tiÜ f. Gegvn den [I«iiuegebor trolmii«ierlo f.. AlUline. In llolietti
ihajgfclwii Bppannun .... «xetcitalion««, fem IC6&. - Dia unioiiefrenndliche Dnnilollung
123 ByzuitiiilBche littftntorgtBcUcht«. L ProuiMolie Litterator.
du* Svnodo von DurotheoB, KnbiBi-li. von M^Uleoe. bei Htirduiit, CauetUa 9 (Pwü l'l ^
1—9S, Vgl, Tb. Fruit) III min. Kritiücbu Beitrag« xur Ouechicble d«r Fl»reatin«T KikIM'
oinignng, Hui!» IS72. S. 63-8(>.
4. (ioorgini! Ainorutsns aus Trnpeiunt scbri«b U*fi xmr «vfiftf^ötnr ir tg^Ufir-
Ufs'-t-6J^. VrI I)em#tr»kopnloe. '»g». TUÜc ». 119 f. - In cod. P«ri8. SO« 8. 16£«-
tcnliuG. ilnUFIornnlin^ral. IG' 18. ))•)« Misni<, Piitr. gi. Ißl. T2!lff. oin ttrwf an B««Mrioa.
5. Villi MiittliB^iOH KBiiiiiriol«!, w dtm tUl Kpel« bAwchrHtb, Kind noW A*-
toriBcbun und pontiai^hon 8t(lrknn mohr«ra UiMilogiaobo Sdiriftaa Ibccliofcrt c U. ia aiti.
l'ah«. 1191, ViH. vn. Sici nnd gtigtn LatmoM' und ttorUaintlcii goriebtot.
e. Dm Michael .^paatalio« Ufoaipiüinffui tit rivitMiUa Kurctnvttroif od. A. !!»■
metrskopulua, f^>-i")>- Hfii^iAöytoti 1870. V^t. A. Denetrdkopnlus. tt^S. 'SUä;
& 121. — In C«i). lind], llnrucc. 'li nato !■'> M. 6!l'6y do« Sehtifl Aber den AtutgWf
il«* bl. (leJalM. ~ In eoA. Luurunl. |)1. 10, 25 Ba<tc. lö Tol. 47— M ein DUlox Slttiitro^ v *"?'
Tpuiifat. — In cod. Parid. 1744 bul-i:. l^ful. 3>-fil V«ree8iirdie.Sunn- iinil FiwIUgo duaJabrM.
- Vgl. K. l.oxranil, Uiblio^r. h.^lknique 1 (P&ria l^;s'>) LVIII t.XX a. Krambaebcr,
7. Von Johannes Muavboa Mobl oine Schrift ttoffon die Lat«innr in cod. Ksmf. SS)
aaee. 15 fol. 1-88, - Vgl, Aber ib» dio Noti* von H, Noirnt «. «. 0 S. 49.
8. Viin dtin griechischen Polemikern k^'K^'^ *'>'* I'ntninor int Iß. Jnhrhundnrt gnJfl
Hanuol l'eloponiKisine f ISM auf PonSnlicIikniUn ein I.S. JithrhitnilortH tiirOck. Vgl,
A. Demelriikupulos, \}Qä. 'FJXäf S. 122 f. DreiSchrifUn i|p.-»Dllii>n gnb .\r»nnij hcraiu.
VgL lt. Z. 4 (IK95J Uli Anm. Einn dtinolbeo, worin et uur lO Kouljuvcmpunkta ant-
wortet, die ihm ein Dominiknncr Krnnriiikuit ror^ielogt halt«, ed. pr. I.e U oynii. Varia aam
1 (Uid«n 16Ö5) 26M-293 (unvullnlniaciigl; Abgedruckt bui MiBn«. Piilr. ^r. 140. 46!>-4SI
(unriditiK als Schrift dos i:i. Jiiiirhuiidoria). — Ueber weitere Polemiker vom l(i. Jski-
biindcrt an V|(l, Demelrnkopulo« «bcnda S. 128—301,
S. Frounde der Lnleiner. 1. Johannes ArnjTOpuIoa, Lebrar d«r Qruuutik
in KpH. npSUr id Klorenn, wo ur siuli der Gunfd der UedidUr «rfreuM^ Terfaaat« auf dia
Anregung dee Dux Lukas Dukariui einu Schrifl (ibcir den Aiingiuif; daa hl. Gmtaa, w<rin
er sich mi ilie 1af«iniHdi«D Vfller »llitit. Ed. I., Allatiua, Drancia orthod. I, 400—416:
Bb|;GdTur.kt bei Migne, l'atr, gr, 1S8, 993 — 1008, - 1'. Der Hiimaniiit (ioorgios von
Trnpcxuot nalim auch lebbalten Anteil an iltT l'ninnKrtnge. ^jcino Sebriftra Ober div
Streitpunkte bei Migne, Patr. gr 101, 829-86», 806- iKr» »ind rormoll noch gutx byuin-
tiniHcli ßchnlten. — Uier mflgen auch seine Acta mnrtvrii ä. Audreiw Chü t 1465 (od, in don
Acte !sS. Miiii 7, 1S5 -188) orwllhnt werden. - 3. Cod'. Paria. 1287 aaeo. 16 füll. 133 cnthill
eine Sfamniliing von Disputntinnsreden xwiaoben (irioobm und Lnteiiiem in Kerrara,
die Theodori's önzcs If 1475) voriinstnltete, — äeiiic UeborNetming eines Itriefoa dea
["apates Nikelaus V an dun KaiBor Knoatuntinus bei Migne, Patr. gr. 160, l'JOl— 12.
B. Exegese.
46. Charakteristik. Der Ahst.aii<l der »pät«rcn byzautinisclivn I,it
ratur von der altchristlicbcn und patiistinchen ile« 4. und S. .luhrhundt^rto
ist auf dem exegctbchcD Gebiete weit grfis-wr aU auf dem doginattsch-
polemiscliuii, WUhrvnd hwr vom 6.-9. Jalirhiindert diu Arbuit d«s
pati-ii«tischci) Zeitaltern noch im Fluss war, hOrto nach Kyrillos von Ale-
xftiidrien und Theodorot von Kyri'hoB die selbständige exegctischn
Fortirhung mit einem Scliln^o auf. VorhängnisvoU wirkte der 111. Kanon
dor Trullniiii^clivn Syiiodo (692). welcher von*chrieh, da.-«« man bei
dwr Erklärung der hl. Schrift dit> Exegese der grossen KirclionvUlor
eigenen Forschungen vorziehen solle. Doch darf dieser Kanon nicht
allein ftlr den Niedergang der exegetischen Litteratur verantwort!i(;h ge-
macht werden; denn er wäre nicht so einseitig befolgt worden, wenn
nicht viele andere Ursachen mitgewirkt Iiiltten. Am allerwonig^ton gcschali
filr die Erweiterung und Vertiefung jener Kenntnisse, welche die Vor-
bedingung zu einer fruchtbaren Ksegese bilden. Die Kenntnis der he-
bräischen Sprache ging den Byzantinern ganz verloren; nicht einmal
Photios war den Hebrilischeii milchtig. Man hielt »ich an den Text der
beptuaginta, welche die übrigen gnechischen CbersetKungen du» Theo-
dea
1. TheoIoKio. B. i:za««H«. (% 4ß)
lUioii. Symmiichoa, Aqmla» imm^r mehr in den Hink-rgruiul «IrSngt«, und
t B. von Ooorgioa Synknflos tiin 80ß atiitdrücklidi iilwr dpn tiebrAit<«liun
Tüjt geetelU wurdo. Für dio bililisoliv Tuxtkritik liKrU; jedf» Vvr-
M auf. Das Originaloxeuiplar des grossen textki-i tischen Werkes
Origenes ging im 7. Jahrhundert z\t Orniide. ohne dims eine einzigo
NÜcUndige Abschrift davon g^^noinmon wordon wfirv. Fragmontc davon
bbeo äcb jedoch in KommentHi-un und c-xogotischen Katonvn crhiUton,
£e von Montfauc^)» und Fkdd mit grosstr Sorgfalt gcsainniclt wurdon.
fa) lebendigen (iebranch blieb nur die Hexaplai'isoho HoKunmoit der Septua^
[;iiitii, die nh<>r immer mehr mit doni vororiyoniBti»difn Text (der sogen.
i«i;) und den Kt-zeui^ionen von Hesythio» von Alexandrien und Lukian
von Aotiochien vermitwht wurde. Auf diesem Wego bildet« sich seit dorn
i. Jahthanderi eine neue xotw; heraun, die in den meinten grie^hiächen
B« d« A. Testamente« vorliegt. Diese wcichuR aber in unzilhligen Einzel-
iwiten von «tnandor ah, uod m wurde kein oinzigor Vontucb gemacht,
' I, T<-xt KU reinigen: ein Umstand, wodurch die (lersl^llung eines authoii-
' iri Textes der Septuaginta zu einer der s^^hwierig.'iten Aufgaben der
Knük geworden ist. Kur eine einzige Übcrs^^bEung eine« Teiles des
k. Ttvitanienten wurde von eini'm Unbekannten Endo des H. oder Anfang
in 15. Jahrhundert« nach dem masorethischen Texte hergEMlellt. Es
i»t jedoch fraglich, ob es eine byzantinische Arbeit ist; jedenfalls fand sie
in Üyznnz k*!ine Verbreitung. Für das Noue TeHtameut hatten die
ftfz&ntintT den Vorteil, den Urtext Holbtit zu besitzen. Dieser erlitt aber
uch viele Veründtrungen, und es wurde auch hier kein Versuch gemacht,
BnprQngliche Iteinheit de« Texte« wicderherzu stelle».
ElhaiMO fehlt« dio Süssere Anregung wie das innere Beddrfnis fUr
Atishildung der höheren Dibelkritik; nur bei Andn»a8 von Kä»iarea
in k'ajipadokien, Kosmas Indikopleustes, üekumenio» oder de-ssen Epito-
nutof finden «ich gelegentliche Ausführungen über Authentizität und
Altohtit einiger Bücher der hl. Schrift. An eine planmässige Unter-
Hehnng der AbfasmingsKeit und des Quellen Verhältnisses der einzelnen
r dacht« man aber ehenitowenig in Ryzanz als im Abendland. FOr
lisehe Einleitung und Hermeneutik hatten die Antiochener
von Tarsos. Theodor von MopüUCKtia und zuletzt Adnanos (um 140)
^ndAinent gelegt.. Auch hier wurde nicht weitergebaut: denn die
Stkrift de» Junilios. eines kaiwrlichen Beamten am Hofe Justiuian«. die
hitiblta fegularia di\'inae legis, wnrde lateinisch ge*chrii-ben und war fUr
htMBMche Kreise in Afrika b4>rechnet. Diosolbe Intere?Melosigkeit betraf
fie biblische Uoographie und Archäologie, obgleich Origenes, EueebioH
na KAMirea und Epiphanioa von Salamis vorgearbeitet hatten. Auch für
Ae biMtitobu Chronologie haben die Chronisten, welche die alHestanient-
^Uw Zeitgeacbtchte regelniäHsig in ihre Ketj-achtung hineinzogen, nicht«
^■ItbtieiiM geleistet. Die griechische Kirche empfand nicht einmal das
cHBrfiiit, einen definitivi^-u Ahtichlu>^ii des Kanons der hl. Schrift zu
gtmaa^n. In der Auf/Jihlung der zum Kanon gehörigen RilLher weichen
H— na» IndtkopleuHtea, Leontios von Byzanz, Ana8la»ioi< Stnaites, Johannes
tM Uunaskcw, Nikephoro» von Konstantinopel, Photioa und selbst nocli
tu
»j IUI I
launimr.
[jlfälan, «i* JoImbmb Zaoana. MattJMi— Bkrtaren von cinBnd&r
ha* 4MB 4iiM Abweith—gE» x^ GepaiCiBd td« Ittterarisclieii
*»frmimn§m odor «yaorfaba BBtochiiihiigi,B yAt wordt^n wSren.
S» wv4» 4mm war fi» cigcRtlich« Bxes«M waitergepflc^
[ I^MlHb «a ia rwcibriia- WeiM. dndi exagetiKhe Kat«neii (S 93) und dn
UMnimwiliiiifliinilii Komnentwe. Die Verfkaser der letzteren waren
: ahm AoMabn* «Udagig von dea pattütisdwa Exegeten. lieferten je<]<'
naeb Ua m dnam gairMwo Orade cjSmm Ariteit. wlfarend in den Kat«n
AoMClfa wu den froheren Exegeiea Iom und ttnabbängig an einander gorcih
wordm. Kim- dritte Oiittunf; ron exegetüwben Schriften könnt» hinzu*
Jffrfllltt Werden, die 'Eeioii\tSn<; xai nnox^atii. wie wir sie bei Maximofl
tUtnU^^mw, Anantiifli'^H SinaiU'«. PhotiM vorfanden, und worin mit Vorli«bfl
«M.-)iwr4*ri(;(' Ntellr-ii huü dem A. und N. Tostamcnt« iHihaiidclt werden. Wn»
diu Interpretationnniothode angeht, so suchten di« hyzantimscheii
Kx«gpat«ti die Methoden der zwei grot»en thenlogischen Schiden diw Christa
llfthtnt AlterliMiiH, dir uDegoriMihv der Alexandriner und die hiatoriscli-
(triiniinnlikahiH-he der Antiochener, mit einander su verbinden. Einige
hiildigen ntK'h uiiH>>(:hli«^«idich der einen oder der anderen.
Am Kiihlrei<liMl<<>ii nind die Exegeten im ß. und 7. Jahrhundert, ver-
trnUriii i'r»k'i)tioH von Ohkr, Dlynipiodoro«), Kosmaa IndikopleUHte», Uregorio«
vfin Atinueriliitii, Miiximo» (liuift'HHor, AnaHtosio» Sinaile» waren entweder
aiiDM'hlieMilti'h auf dein exef^eti sehen Qebioti> ihKiig, oder wei.seit in ihrem
litLerariiieheii NuohhuiSo nuch exegetische Arbeiton auf. Aus dem 8. Jfthr-
liiiii(h>rt int nur .tehnnne» von Damiwkos zn nennen. Pholios erneuert«
(he l'tlege der KxegCKe, die iinrii ihm und wahrnrheinlieh unter »einem
KliiIliiHM' vi>ti AreIhnM von Kappadokien, dem rKtMoIhnfk-n Oekunienio», von
MiiHiliiiN vim Neiipatrn und Leon I'atrikios weitergeführt wurde. Ihre höchste
HKltn erh-hl.it nin im Zeitiilter der Komncnen, als Theophyliikf von Bul-
Hiirien iinil KiLltiyininh /i^iihemm. unstreitig der bedeutendste byjumtimscha
Kxeftt'l, ihre iinir»ngrei<'lien I\ oniinent^ro «chrieben. Interps.Hant ist e»,
durch NikeU» AkominatoM IThexiitini» orthodox. I. 24) zu erfaliren. d««s
Im 12, .IiilirliiitidrrI IVi>fe»»oren der Exegese in Konsliintinopel augeKtelll
waren. NikelaH hezeielmot nämheh Miehael von Thessalonike und Niki-
Ithitmw It«u<ilNk4>H nlo iiäämaXt^i loi* ftfl/)-f Aiue reap. SiSapttaXo^ anoaiöivr.
Si'htm im l:t, .hihrhumtert verschwindet die Kxegese fast vollstilndip, um
in der N|iII1eii<n ralilid.>){«'iixeit noeh einniHl aurzuleuchten. Manehe Kxegeten
aind (IhriBeni* noch nieht wler nur sehr fragment*risch odiort. wührvnd
Ihm »ndei-en die Lebin-i/iit noeh nfthor zu bestimmen ist.
\Uh drinitenilvit' ludilrfnis und die notwendisste Vorbedingung,
um dt'n iitnen'U Wert der byiantinin-hen V.\< :;. -■ erkennen zu kOnnen,
int eine umranneude kritisehe t'nter»ui huni; ihrer patristischen
t4»t<llt<u. I'iewe yiielhmuntersuchung, die mn-h fiir keinen Exegcten vor-
liwgl, wini ohne Zweifel jene» Wert auf eiu Minimum n-duzieren ; denn
AI* »i|K^iH> KrklftniiiKMtu'tH-it der ExegvtMi steht lu dem Cmfange ihrer
KvmmmiImv in k<u- ki>im>in Verfatitui^ Aue M«itg«>l »a Kaum kjlnnen im
ftJg^'nilen nur einige AtMh^tunyaB IB dieser KklrtBa( (BBUtdit wertlen.
AHJ«'ivm-4t» lUurf «U<r ntvht vwiftguBa wwdMt. ^a» oaa Ät bjiaotmiischc
1. Theologie. B. Exegese. (§ 47).
12&
■OfilU viele FVagmente »m verloren g«gaiigoiicn ttlLcliriHtlk'hen und
■^nratäebon Kommontarfn erlialtoii tinboD. Darin liegt ihr Hauph-ordic-nüt.
Ad <ltc Ex^^'gc'luii lasi-vn »ich die Scholi äfften pat ri)« tisch lir
^rhriftvn unroilien, (Itu m-)i die Erklärung von Kirchenvätcni, bi<M>ndur»
der Schriften Gregors von Nazianz und des I'MOudoari'Opugiten, zur Auf-
gike ttellten.
1. FDr die TtixinaBiialiineen rgl. die Littor&tiirRngalKMi zu g 4. — Di« auDnymr
CtbMMbnuig der A. T »im itm Ih. Jnlirblindnrt ed. pr, 0. ncliliurdl. Lcipxig läT.i'uiit
iiMtEinldtiiiiR TOM F^. Delitzsch, der cinRn Jad<<n Kli^iCiofl, einen Zeit^ienoMon doe OoorgiiM
QmUm PleUioa. abVerfsasor nrwcisctn will. - Din Stichometrie dea Kikephoroa veu
bil nWttt ed. Tb. Zahn. Uniekiebta do« noatoeUrncntl. KaaDiix S (KrUn^en u, Loipug
IW) £9?— SOI II. E. Pri'uAolien. Anoloebi, Freiburg u. Loifoie 1803 S. I5i! -äB. Gegen
bMAeit a. K. A. Credaer. Zur GL-ochichl« dos Kanom, TUllo IHl S. 97-112.
i. Qilfeniilte): Eiiuhmi xur Ocechiubto di-r Rx«|<c«i! und du» Knnens hoi R. Simon,
ttrioir* crili^no des pniicipMix ceaiuiiMiiu[«ura du Nouruau TcHtamout, Pnna 161i3 8. '3(10—168,
BtnM, Beeeniannor, Cornely. Kaabi-iiljuui^r. HoltiniuiMi und andor« LohrbDobor
ii Kialoilanr; in diu bl. Scbrlft — Uebur dio Sc.bwAiikuiiKe^a des Kanons s. beeuuders
K. X Crcdnor. (itwcbiRbl« de« neatMtament.licIieii Kanons, brsg. von O. Vulkmar,
Balia I»» S. 24I-2Ö7.
3. Ktwm 300 Hm der Septuaginta wiirdan Viv^licli«'n von Holmes und Par*
•Mt, Ttlna UetaHiefitnin gmooum cum varlia Inrtionilius, .'i Ddit, Oxrnrd 1798—1^27. -'
9 etiUre Uniialliw und Hurrogmont«) bcndiriobnn von Tiacbendnrf, VotuH lontnmpntuiu
piMeiaxtaI.XX iaterptBtoM. I', Loitnig 1!^7S. Uff. K. K lost nr mann, Analoktu xur Sop>
loifiBU, BuapJa «nd Patrialik. Li>i[aig 1S95. Cm ein« kritische Ausgabn der SoptuagintA
köUleiieli beaoiHlet« P. de Lagnrde. — Einen aehr To!lsiandit;nn Katalog der grie-
(käcbM Bm des N. T. mit tUnncbluss der I. actio nji neu vorfnwite C. K. (iregorv in dem
FlaIi|e»MMaibaBd urEditio uclava critiun niujor von C. Tiscbenilurf, Lvipeig lt!$4— 94.
47. ProkopioB (//(«wÖTwof) von Gaza war einer der Vorsteher dor
L-iwchule genannter Stadt, welche unter Anastu&ios I, Justin I und
änian hlUhte. ClK-r seine Leben» verhSltni.-^8e uiitl seine Lehrthätigkeit
irftfaren wir nianibv» »uü Keinen Biiefeii. Er verbrachte fast i^oin giUiKes
Ubni in Beiner Vaterstadt Gaza; unbekümmert um die kirchenpolitischon
Btwegungen seiner Zeit, widmete er «eine volle Kraft dem [ieliranite unti
4r AhfoKKung von rhetorischen und theokigi.sehen Schriften. Sein Naeh-
iiUgtr tJborikios feierte die Verdienste den IVokopios auf eraterem Gebiet«
in IlMifsrhwengUcher Weise, und Photios (eod. 206) rühmte ihm nach,
■ di>r bellten Ithetoren seiner Zeit gewesen zu sein. Er bitllite iintar
'i-uuiaü 1; sein Todeitjafar ist unbekannt.
Frokppio«' Htterarische Hauptthätigkeit galt der Erklärung dos
AIt«a Testaments. Der litteraris<:he Nachlaas umfasttt jedoch nur fol-
Sndc Scliriflen de« Alten TeüitamentH : silmtliche historische liUchur
Ton der (ivnoais an bis sum 2. Buch der Chronik, den Propheten .lesaias,
üe Pruverbien. da« Hohelied und den Prediger Salomos. Der
KtomientAr zu dem letzten Buche ist noch unediurt. In der Vonedo xur
(tawsia unterscheidet Prokopio-t ausdrücklich 2 Kommenlarc zu den histo-
riKben BQchiTrn, die er verfasst habe, einen ersten in Katenenfnrm,
^BD >itdert>n aU einlieitliehen und fortlaufenden Kommontar, der sich je-
eli von dem urstett nur dadurch unterscheide, dasa hier die üborein-
len Erklärungen der frflheren Exegeten nur einmal dem Sinne
initget<iill, sodann die abweichenden Meinungen dersu'lben vorgeführt,
ttad eoiUich Prukopio»' eigene Erklärungen angefil^t wnrdi'n. Damit ist
I Arbeit authenÜKcb charakterisiert: sie besteht in der Hauptsache iu
126
Byzuitinuclie littentorgMcUchta L Priwalsclie UttetMur.
der zusÄnimi-nfassondt-'n Wiedergabe der groasen Exegetcn des 3,,
5. .lahrhundert« und at^llt sich daher al» 'I^pus der byzAntinischen E
dar. Jene Kinteiliing der Kommeiitarf in 2 Grippen ist von Prokopioe
nur für dii> Iiixtorisclien Büchi-r iic)M.'ugt; i'« »pruL'hen »bor nianclie An-
zotchon dufÜr. dsss sie fUr alle Küionietitare Prokopa gilt. Bt-vor jedoch
der ganze Umfang der exegetifichon Arbeit des Sophisten endgültig Im>-
8tinimt werden kann, sind noch manche kritixehe Fragen zu K'lsen, welche
eingehende handschriftliche Fontchungcn erhoiMchon. Sidierge»t4>llt siuA
bisher nur die zwei Kommentare zu den historischen Blichor» und
M
Jeaaiaa, während die Autorschaft Prokopa für den Konimcntor zu di
I*rovcrbien und die Katene zum Hohenliede wohl mit Unrecht angezweifelt
wird. Die Katene xu den historiiichen Büchern iat jüngst von L. Cokn
und l*. Wendland als die Grundluge der von Nikcpboro» bcrnUägcgebeniMi
Catona LipeienniB zum Oct^iteueh und den 4 Büchern der KJlnige nach-
gewiesen worden, nachdem schon in der Au.Hgftbe von Migne auf die Ver-
wandtschaft, de^ Komntentar» mit der genannten Katene aufmerkü
gemacht worden war.
Prokopios trat auch als theologischer Polemiker auf gegen d
Ncuplatoniker Proklos. Ein Fragment A tm- d? %ä UqöhXov itfoXofutn xr
lata üvnaQt]afü>v hatte A. Mai verQlfentlicht. Durch die Wahrnohmu
von D. lluxäoä. das» dieuo Streitschrift derjenigen de» Nikolaoti von Me^
tlione gegen Proklos zu Cirunde liegt, ist .tie in ihrem ganzen umfang
wiedergefunden, wenn auch nicht feststeht, bis zu welchem (irado Nikolaos
ihi-o ur»prtlngliche Oostalt beibehalten hat. Auf Orund eines Scholions
7M LukianoH vermutet HussoK, da«» I^okopiuH noch andere apologeti
Schriften verfasste.
1. Aii«gnl)oii: Eiue G(>Bnnit«BBgabfl der KominDnUi« wollt« 0. OUariiM
sorgen. — Die Kümiui-nture tu Ana liiBtorlseh«!) bncheru uuil lu Jesaias nadi
Drucken von Andreas ÜceMiior (l'>!)i>}, J. Heuraiuatlti'^U) <ui<l J. Curtorins (l'<
bei Migno, PnU. gr. 87. l. 21-122Ü; 2. 1803-2717. Dcu juieeliisc-hen Test liw. Korn-
■nontnn lo (it^nesio 1 — 18 od. pr. A. Mai, CI.-iMici aucloree ü (Bom I**:'*) I-3H7. Kr i*t
■bgtdnickt bei Migno, und In« wurde von l.ii>riee, 18 an bis lum I'Jido die Catrnit Ij]j-
BiAiiMia bgntlUt. Kint vnllslandige, wichtig« IIa dca gADZ(>n Knmmonüirs ta <lcn bUU>-
rifchen BUchorn ist der nod. Moiinc, ü.SS (anoc. fl— lOj. Sie knnn xiir (irundluf-u uuier
kDnftigen AuNgnbo gemnclit worili>i], ilie wir mit P, Wcndlnnd sellnlil^llsl i-rwurten, Nocb
wlohtiger wUro dja Wiedi^rgewinnuD); der KRtene Prokops xu dun liisliiriHcbAu Bdchprn
«U den Euhlreirbi-n llss, in duacn oino und dieselbe Knletio zum Oclntvucli nberlii^fort
iat, nnch den leitenden Gesitbtsimnklen Wendl^ds. — Don Kommentur lu den Pro-
vurbicn ed. ]>r. A. Mui, L'luBsivi auotures !) (Huni 1637) 1--25G; abgedruckt bei Migne
a. IL Ü. 1, 12:^1 — 1544. Mign« (Dgti- als Siippleinuntutn miB dun Codd, Itiuxell. :tK9äf96
FragmuoU) hinKU. dio vt('ll<^iclil uns der Kuteni^ nu den Proveebion süinimen. In ood.
Moirnc. 131 SMC. Iß ful. \'l2-'i*jU wird eine Kateoe tu den Proverbien l'rokop rage-
seIiri«boii. — Die Katene txart Kolienlioil ed. pr. A. Mai, Class. nuci. V. 257— 4Sü;
abgodruelct liei Migno n. a. 0. 2, lö4-5-I"54, — Kbenda 175ft— 1780 als fragmcnl«
alift ans A. Mni, CInss, and. ß. 348—378 woliracheintidi Frngmcnto aus l'tokooH Kam-
mentnr xiim Hohenlied. — Dor Kommontnr roap. di» Kntone xu dum Preuigor in
cod. Monnc. IMl snoc. 10 fol. 17S -270, cod. Miitin. l.'.."! unoe. l-'i. cod. Murciuu. 22. —
Kiue nnbofttiumto Nnchriclit von oinom Kommonlnr l'rokopn tu deu 12 kleinen Pro-
pUelen hei Cnve. Mislor. l.iltcrnrio, Denf 174(J B. 327. ~ Daa Fragniont au»t dor apole-
Mtisolieu Sdirift ed. nr. A. Mai. Ülwaiti uucluroH 4 [Uom ISSl) 274; abgedruckt bei
MIgne B. B. O. 2. 2792. Vgl. 8. 87 Anin. 2.
2. HiirftmittehFalriciuü.ltibl. gr. 7. 563— 555. - J. Ch. 0. ErneBti,DePri>copii
(Ineaei eonimentntiie graedii in hepUiU-uchiim ol cuiitiouui ineditie cummoDtatio, Leipslg 1785.
— Zun Knamcatar Qber den OcUteucli vgl. 1'. Wvndlaud, Nca entdeckt« FmgmeDte Phil
1. TliMlogl«. fi. ExegM». (S 4^
127
BoUd I6S1 S. 29-105. 109-134. Hier »ifd nnt siMgicbige B«nutxung <l«r Bcliriflwi Pliilwi
Mwi dM Origcnea bei Trokop iMohBciwiaKcii. Auf din BenuUnnK Pliilca durrii I'rnkop wiir
■WM R. Harris. IVigmoebi of Pbilo. Cambridg« 1886, Bafmericaan gAwordcn. — /n <]er
KaltB» Prokftpa in Octalfucliuin und it«r CatotiA IJpaifqieJs n. Ij. Cohn. Zur inHirdkUn
CI*U(li«f*nai| Pbik« und dor ftlturvn Kirch«n«chriftat«]lor, Jalirb, f. ^t««t. Tlii'olugi« lg
(IStX) iti—Vi mit tinem Vtehtiuf. vcn P. Wi.ndlnnd. Vgl. $$ 91 n. 03. — Kine nonli
alcbl K^dnekfa- QMoltenuBtennicIiung Über »ftnitliclie Komm^ntom F'rokflpe voii L. GiHnn-
hxrcr.rrwXlint Ui llard«nhi>wer. Palroloicie S. Ö(M, hnt ilin gramon Kxo^«t«ii de« 4. und
& Jibikusd^rts als Ilnuptttut'lli'n Pri>)i«p« narKgcwiMvo. lu dun l'roknpioH itiiKO')cliriHLviieu
SUn« wwdui na i>olwt Pbitn wht/a in d«r l'elier^chrirt genannt. Th. Xalin. For-
wbflngtB IV 0«sckiehl« dm nPuUctiiiniintl. Knncins und der ultkirrli), Liltvrotiii' 2 [Er-
Iobm 1683) S^ 239— 'J.>H vnrbrcit»t «ich Olmr dip Qni>ll<-iivurliftlluinsf der Kutnnn luni
BMMSlied. — K. KI«slorniann. (>ric«bUchi; (IxM^rjilo ano llnmitron d«ä Origriic«. 'rexto
wd rnUraacbungea von Uebbnrdt uoil Ilornack 13,3 (1^94) S. 1 — 13 liul. dpn Kpurcm
Wsdlud* fotj^d. dl» B«nOtiuii); der Humilii-u de« Origrndn Ulipr d*8 Bucli JohuiiIi in
tei «NliprMdiondea Koauntatar Prokaps nnoligowioHun.
IL Zum Leben: Di» Lobr«de d«« SophiHU-n Cliurikio* llbnr Prokopioa ed. pr. Fn-
kiicttt. BDil. gl. 1. Aull. 8, im ff. — K. Seitx. Diu ^rliulo von tiian. Ifuid^lber); 1^3
K ä -21. Die ««(««lisrho Tlia(i(tkvit Pioliopti int aclir obcrfliiGlilirh brlinndelL &«its kennt
alle« riudnukte. - C, Kirsten. QuauoiioDcii CliorJoinnao. IltMlau IS9* 8. 8 IT.
48. Olyupiodoros {'Olv/irtiötlmgng), Diftkoi) ZU AJexantirien, wurde \'on
JtBi P«triiirch«n Joltonntt» Nikiot^s von Alexandrien (R05— 516) gow«i)it,
nnd war somit ein J^it.genoitse <ipa Prokopio» von Gaz-n, (Tl)er seine
«ilwwii per»i>nlich(!n Verliältnitwc .sind wir oliiio jede Naehridil. Aiia»tuido8
Sinuit^tH t-rwühnt ihn »ler^t, bezeugt aber nur eeino Eigonsoliaft nU Diakon
in Alfixandrien. ') Vollständig Hegt sein iimfangroichor Koinnicntnr
II dem Prediger im Drutkc vor. Olynipiodor vorbindet darin dw IiiHto-
riidie mit der allegorJM'hen Interpretatinn^inpthodo. Frnliere Kxegeten
wnit «■ nicht; ein Umstand, der die Qtielicnuiitfu-suchung sehr orechwert.
li» KomniL-ntar zu Jcrvtnias mit Eimtchlus!« Aßtt Buche» Baruch
■od dpr Klngelieder ist fast vollständig erhalten in dem Codex Burke-
riniuius V 4.'.. fler Schrifttext ist hier in Kapitel eingeteilt, denen jedes-
Bil eine flii»iHf>i>{a vorangeht, die über den Inhalt kurz orientiert: er ist
MMTrdem von Lesarten uue don ÜbersotzuiiKeu von Äquilas, Theodotinn
od SfinntnchoH begleitet, die den Hexaplen de« Origenes entnommen
nmI. Der Kommentar selbst besteht aua kurzen Schollen, in welchen die
ifltgDrijwhe und historische Hrklffningt^weiäe gleichmiltsig xiir Anwendung
fannt. r>io übrige» Kommeitturu sobeinen nur in ({cdruckti^n und uu-
pdrecfck-n Katooen fragmentarisch vorzuliugon. In unifuugreieheni Masae
lut der Katenenschreiber Xikctaa vnn Heraklea (vgl. % £):i) Olympiodore
Kanawntar zu Job benutzt. An* den gedruckten Fragmenten liUät sich
ait Si<;herhfil erkennen, diuts dieser Kommentar dioaolbe Anlage wie der
Joraniaiikommentar hatte. Insbesondere hat Oiympiodor auch hier den
äawtBrti Kapiteln lif/oiftM^'m voran geetellt, von denen Xiketas die meisten
iHrtlNMTiilhni. Von einem Kommentar zu den I'roverbien liegen nur
«nige fVagmente gedruckt vor. Ganz vcmtcbollcn ist eine Erklärung
MM Bache Eadras, dio Oiympiodor in dem IVodigerkommentar selbst
vwikat.') Ifie Vorrede zu dieaem Kommentar scheint am;tuU-utun, da-ss
OIpBpiodor auch da« Hohelied erklärt hat. Ob er auch das^'eue Teata-
■) H ShxaMiuaim I. 6, Higne, P«tr.
<) Mign«. Patr. gr. 93, S32.
128
BjB&Dtinia«lie Litteratofgeacliicht«. I. Proiaiwb* l4tt«rftUir.
ment erklflrt hat, tcann nun dcni oinzigun Fragment aus t^tincni Lukt»
komiiiontar. da« A. Mai ana I.iclil guzi>gi^<n liitt, ufTunliar nicht uiil Sicherhtst
gefülgort w«rd«n. A. Mai Iiut ouaäerdem ein Zitat ans einer poletniscbeo
Si^lirift Olynipiodoi'8 gegen SeveroR bekannt gegeben. In hnlierein Marne
norh als bei I'rokopioA von Gaza werden wir hier auf die Notwc-ndi(^eit_
handitcltriftlioher Forncltungen hingewitxtvn.
1. Aiiiit;>bcn: Don KoinmRnlar xiim ProHicor «d. pr. <F'ronto Dni'scoB>. BibL '
i>atl'. Krnc^'olat- 2 (l'urin IßV«) ß'.<2 S.: iibgr<lnirJ;l bei Brignn. l'atr. gr. B3, 477 ~K2A. - Dw
Kritgiucnto Uvr KommvuUirc xu Jurumiiui. dt-a I'tovrrbien und dem Uuohtt joh nw gedraekUa
Kuttiiion zuHunroBiiKc«t«tlt hti Migui> «. a. O. I^--!?'. 62^—7^0. — Ob dir Koonmalii
XU Job in den codil. Ambro«. M 65 su|i., D -173 inf.. <»il. Vati«. 33S, cod. StuiL 3
voUttBndi^ rorliegt, bleibt zn nnlenucbM. lu iIct Psalm tiikatuii« doa «td. Bodl. Hise, 5
ucc^ 9 wird «icli Ol^rapinddr ücn&nat. - Du Fragui«ait ntu dem LukMltomniMlar *
A. Mui. Scrit>L vtt nova coli, 9. Oßli; bei Migne a. •. 0. 790. — Dm ZiUt ix roi
t^lfef Xiiyon xuiif lt,tijfoi< aan A. Mai abgedruckt bei Hlgn«, Pate. gr. 89, 1169. _
2. HiUamittnl: Fabritiiiis, Bibl.gr. 10, 937 f. und andere LitterKtiirldUorikM'
schwankten in der ZnitbcHliinmung Olympiodom iwmlien dem &.~I1. JahrbutulerL iJit
riebtige ZeiUngabc ergibt nich nus dem coii. Itnrbor. V 4-5. Die betrelTende Notii bai ä
de Magiatria, Acta mnrtj-rum ad Ctatiu Tibmnn, Kom 179& &. S85 f . — Uetier dU g»
nannte Hs vgl. A. Ebrhard. Die griochiscbe Potrinrohalbibliothct: von Jemaiitni,
IW.miMbo yunrtfll-whr. 5(IB01) 237-239.
3. Ein JCeitgvnoaiie Olympiudora war <]ur sinaitiaclio Mßncb KoHmae Indiko-
]ilcustea. wflchvr aioli mit dor Erklärung dur hl. ächrift vM buscIiOftigtc. l>aii rAMl
iiobon nua Hcinvin ^eugrfiiiliisi^lien Work, dus diiruiii von Pbolioa (cod. 36) obi ein* Et-
klBniug lu dt-m Octiiii^udi Hufiii^l'itwt wurdi?. - Ein vulltilfiudixer PBatmoDkommentai
sl(>ht unti-'r stinvm NamoD in dem cod. Paria. 189 aouc. 14 füll. 207. D«r Prolog dm
«tebt am Anfunic vieler handsohriftlicben Katenen «i den Psalmen t. B. in oodd. Vitk.
842, 711, rud. Vallicell. C 4 und wurde von Montfaiicon. Oper» S, Joaoni« Chn-Mstami
8, 539 gedruckt. Einen Kmuitz diutii nd. Cirill», Codicen graoci Mm regiae biblmtlivm»
RorboiiicAe. Neapel 1826 S. 33 f. - Kin Kommnntjir xu den Cantica den A. und N. TuBl»'
mented wird üim in cod. I'nriii. 2743 «noo, IR fei. 1119 — 20'' zuguschriobcn. — Auch ')'■*»■
!Httie XU den 4 Kvnngclion Ügiiricren in mimrhen Hss uiitrr sninom Name« i. B. Ifl
dorn Wiener «od. luppl. Kullar. ni) (letiteroa noch Aufitdcbnuiigen von K, KmnbaebrX
— Üober da* topograpbiHclie Work dea Kominji vgl. Ktumbnchcr.
4. Der UrmnmritikLT Ueorgios Uhoiruboskos acJiriob im 6. JahrlniRdetl eine
rvin grainmatjkuliadiv KrklUrun^ der PHulnii^n mit EintioliluM der Oden (ed. Th. Uaieford,
3. Bd. Oxford It42i. die wir aU em Cnikuni in der byiantiniHchon Exegoae hier vonwich»*"
^
Vgl. Krumbacbv<r,
41>. Oregorios, Bischof von Agtigenlum in Sizilien, wuril« nacli sein«m
Biographen Leontios. einem Mflnche des SabaHklosters in Rom, nm die Mitte
des ß. Jahi-liiiiKlcrli« in l^aetorium hei Agrigentuin gehören. Im Aller voo
IS Jahren roisti' or üU-r Karthago und Tripu]i.s nach dem hl. Lantlo, wa
er sich einige .lalire uufliielt und zum Diakon geweiht wurde. Über
Antiochien kam er nach Konstantinopel und von da nach Rom. lütr
wurde er zum BidchoT vuii Agrigentum bestellt. Infolge verleumderischer
Anklagen wurde er nach Kein zitiL-rt; als aber seine Un.schuld erknnnt
wai-, kam er im Triumphe in seine Biachofstadt zurQck. Di« Bewtini-
mung seiner Lehen.tzeit i&t von der Frage abbSngig, ob er identisch ist
mit dem Bisdiof von Oiryenti, den Papst Gregor I im Jahr tH)^ erwähnt.
Judonftdls darf sie nicht über da» 7. Jahrhundert horuntcrge^^et^t werden.
Leontios erwähnt mehrere SchrifU<n Gregors, dogmatische und pan-
egyrische Reden, die er in Antiochien und Konstantinopel hielt, eine
Abhandhmg Uher das Fa«ton, oin Enkomion auf den ApostvIfUrsteu Petrus
und (iXXu TToXlti. Davon hat sich nur ein Kommentar znm Ecelesiastea
erhalten, eine Frucht des Studiums der hl. Schrift, das Gregor in Auti'
1. Thttologie. fi. Exegsefl.
49-50)
129
ochion und in Ägrigvntiim betrieb. Dem Kommentai- liegt tm Text zu
üntnde, der von der xoiii; der tjeijtuagiiitA abweicht und daher dem Kom-
meotar »«Ibtit einen holten kritischen Wert gibt Er 2«rfUllt in 10 BUcher,
ist 9«ihr breit ungolugt und leidet un Uüufigeu Wiederholungen. Seine Haupt-
tvodeiuc tat <lie Feststellung des Litterali^iniics; doch 8ucht ürugoi'
■ach dvn höheren Sinn (/ifffiixuirc^ot-, ürayioYfXfoteQov) zu erfortjchcii. Die
(rtheren Rxogetcn sind flei.s.sig biüiilt^t, niAnchmnI auch bekämpft; ihre
Stxnen werden abei' nie uusdrückHcli genannt. Murcetlt konnte jedoch mit
Rilfo von Natnenaangaben in der von ihm benUkcten Hk mehrere Stellen
udtrrer £xegeten identitizieren, die Gregor im Augo hatte. Milien Beweis,
iam Or«gi>r in den Profiuiwit»äeii«chaften nicht unerfahren war, bildet
4ie gvlegenUich eingeSochtenü Durätollung der damaligen kosmograptii-
tdtea Vorstellungen. Seine Sprache zeigt ausmergewOhnliche Bildungen,
teen oUiere Untereuchung ftlr die byzantinische Philologie nicht ohne
Nutzen wAre.
t. AoRKsbe: Ed. pr. St. AiiL Maro«lli, Venedig 1791; wiedorliult b«i Migna,
PKir. gr. ft^. 741 — 1181. Di» diiflomtUscli« Omndlag» v«t ungcnOicoad ; MoKelliii Aiuii«t-
Inufwa gvbno ilu- jnlocli ninnn doiKirndpn Wert — Hsa sind sellon.
2. Ililfatnittnl: Smith iknd Wace, Dicttonary of oLrialiiin biDgrapIif 3. 77Gf. —
H. Mira, BiUioer. Siciliuin 1 (Pfücnno 1^75) 458. — Ueber soin« lt«ue nnoli l'iilJliitinK
Maliniar el Tobler, Itinorn hii^rniinlvni. I«tina 2, 1. 213. — l.ttnctB di Brolo, Htotin
Mb ChiMu in Stcilia, 2 (falonna 18Ai) 3S -57 1«ugnot dio Td«atitftt d«a (irogonoii mit
iMi TM Oragvr 1 en>thnt«a Bii><ihofo.
S. Xum Loben: Uia Vita <}r<igorii von I.tfontlo* od. Horcolli a. n. 0.: bei
Ktgna a. ■- 0. h4^~7l6. Sie iirt um 688 Torfwut und ontblUt viele AuüsirbtnUukungeD
oikiatarucli«! Nolw. In «D«m wicbtigon Tuoktc. din Ankingo und Ktuisprccbuiig in Rom
Mn4Mi4, wird atp durch Ilricfe dw bolvilii^an I'jxpslen (Iregur boaUlIigl. vorausgewtct,
tei hiar di« Bodo vmi Gn^urioa ist. — Ein ÜimuirrugmuQt difsur Vita aü'lit In cod. Petro-
HÜL 80 SM«. 8—9. — Auf der Vila des LcMiiitiu« bi-iulit eine uiidero. unedierto Lobena*
MtdnihMg d«« UniRorios von Markus, Abt« dessvlbon rOmiBcbou Sabbashlorton, Mwio
db K»»wiioB dM Mf'tablirMton. Kratern i. B. in cod. Vatic. Palat IT, mkx'.. ia-11 fol.
I-Ul UtüK* bni Mitt««. Potr. KT. llß. IRO-SDO. - Ein« 4. ViU d<?» Ur^oriM ror-
imAmd, Fabfiniun, Bibl. gr. lU. 3^,
So. Die Konunentaro zur Apokalypse der zwei Erzbischüfe von
Elnm in Kappadokicn Andreas und Arothas «ind innerlich einander
verwandt. I. Der or»t« ontittand wahntchcinlich in der or»ton Hälfte
'4m 6. Jahrhunderts und wurde von Andreas auf die Bitti< eine» gewissen
MakarioH hin niederg&schrieben ahi der erate eigentliche Kommentar über
imm Buch in griechischer Spraclie. Kr ist in 21 .föyoi und 72 Kf^rxlaia
liRgtUnlt, mit KQcksicht auf die 24 Ältesten der Apokalypse und die
DnÜKihing der menMehliclien Natur in Körper, Seele und tieist. Der pla-
tMriKlH'n Triehotoinio entniihni Androfls auch die Aufstellung eines drei-
bAea Sinnes der hl. Schrift, wovon der dritte in der Apokalypse vor"
batnchv. In der Durchführung .leiner Aj'beit schlie.ist sich Andreas, wie
ktt» «|i4t«ren Exegeten, an die Kirchenvfiti,4- an, deren An.Hichten er als
4h) Norm erklJlrt. von der er ttich nicht entfernen wolle. Einen bedent-
•uten Ünterachiüd zwischen ihm und der grossen Mehrzahl der hyzanti-
oäncbeo Exegeten begrUndet aber die Kenntnis der frUhchrit^tlicheu
Littcrstur, welche Andreas an den Tag legt. Ausser Kyriltos von
AUxandrien, Dionynios Pi*oudoareopngites, Eusebios, Oregorios vonNazianz
■od Epiiihaiiios keunt er Pupias von lÜerupulU, Irenoeus, Justinos, Ilippo-
dn klH«, JtlUrluai«tBeuMbkn IX. I. AbtiH. 2. Aiill, 9
130
ByxontiniMbo Litteratnrgeeohiclite. I. ProsÜBche Llttvrmtnr.
^
Ijrtos und Mi>tho<lios von UlynipOTi. I>ic Zitate sui» don letzteren zerigen
zugleich, (lasä er dietrO Sclirift«telk<r 8e-lb)ft in (1er Hand tiatl«. Mit Hilfe
dieaer AutoritUtßn sucht er den Sinn des vermegelti'U Buchet! zu durx-li-
dring«n. In richtiger Würdigung der Schwierigkeiten <les Textes verzichtet
or aber auMdrilcklich auf eiuc volktändige Kenntnis der dann niedergole,
GoheimniHBe.
2. Dieser Kommentar bildoto die Grundlage dos Kommotitara,
d«r Erzbiscliof Arctlia» um dan Jahr i*'JT> verfaü&te. Er sprach das Abhängt,
keitHverhältnts schon in dem Titel fttiH und nahm manche Stelle wßrtJii
hcrilher. Trotzdem wahrte Arothn» i4oinc SolbstfindJgkoit in maticrh
Punkten. Die Einteilung in 24 ^öyoi liotw er, wio e« scheJnt, fallen um
gab den 72 Kapiteln zum Teil einen andei-en Umfang. Einigeuial ent-
scheidet er sich in »einer ErklTinnig gegen Andrea«, wie z. B. zu Apoc.
16, 10, das er nicht auf Babylon. Koudern auf KunittaiitiuopL^ deutut. Be^
deutende Abweichungen zeigen sich in der Benutzung der lUtoren KtrcH
schriftateller. Arethas fllUrt ihre Namen selt(>ner an al» Andrea»; wo
HO Itbcr anführt, bestimmt er die Hchriften näher, aus denen er schöpfte,
besonders bei Eusebius und Epipliaiiio^. Bei Arethas treten hinwiodei
neue Namen auf: Philo, Kk-nieus v, Aluxandrien, Athanauioe, Baaiti
Gregor von Nys«a, 7"« nfir^itt lid/viw; selbwt Homer und Aristoteles. Ii
OegenMttz zu seiner Vorlage nimmt er endlich Ufter» Bezug auf den Arta-
nismus und die christologischcn Irrlehren.
Ob Arethas noch weiteren exegetischen Studien oblag, ki
ohne bandflohriftliche ForKchungen nicht entschieden werden. GUnsti,
Anzeichen dafllr sind; ein Hcholion zu 2 Kor. .1, 4, das Cramer untor
Aufschrift 'AfitHa Jiaxövov herauingegobcu hat, und der Umstand, dass
in Püalnumkutcnen z. B. in oodd. Vatic, 744, 752. 1422 genannt wi
Es werden ihm noch mehrere theologische Schriften zugeeignet, ei
Enkoinion auf die Märtyrer Samona, Guria und Ahibo von Edet^a, ei
Grabrede anf den verbannten Patriarchen Enthymio» von Konsljintino
der in KüsRi-ca starb (917) u. n. m. Über die Bedeutung eines Fi
exegoten erhebt er sich namentlich durch das Interesse, welches er
frOhchnstlichen Litteratur, beHonders den griechischen A poingete
entgegenbrachte und durch die Sorge filr ihre Erhaltung sowie durch AI
faseung von Scholien zu denselben ilu^crto. Der Dank, der ihm neuestem
dafUr ausgesprochen wurde, mues sich aber auch auf Andreas von Käsareo
erstrecken. Weser hat vor ihm die iilteste christliche Litteratur beachtet.
und viciloicbt hat gerade der Kommentar des Andreas dasselbe lnt«re
bei Arctlias geweckt. — über die profane Schriftstelierei das Arelhas v
Krumhacher.
1. Seil KoiiiRiuiit.ar des Aii<lr«<a8 od. )ir. Fr. Sylburg, neid»lb0tK 1-'>M
einem BasFTl]irlii.'li('ii Index vurlionim ri- pbrnseon iiutalitliornin, der ttlwr seinu Ätiii
onentiart. Wied«rh<>1l bei Migno, Totr. gr. IW. 20T-458. 1387 1394. — In eai. Hm
318 fol. 151 — 'i4 Fmgment« des Aniirons /m n/c DiQBrteitiKtjt dtvrlpnif jlißlov. DmkI.
ood. rnrin. 2Ü14 shdc U — Vi fo). 84>'i'- ^54. — Die ÜU^t^ Androubandaofarift ist wohl <
«odox AthouH 139 {^ l'nali 3) n. HOO ron der Himd ieT Knisorin Mum gMehrieboD. Er eo
hllt auMMir dc-t AiidUaIviiso din Apastelgnschichl« und dio A|iostalbri»fo mit Scbolimi, d
OBOh 8p. Lninpros vit'llL-icbt Biicb AndroAS nngcdiäreii. Am Anfttni; AM eine Bingntpb
dM Andreun, wuvoii lAinproB loidor gnr niolita Nalioron luijjt. ~- l'ebor diu Uodculung
L Tb*ologi«. B, Bxegwe. (9 51)
131
^BButM» (tr di« Textkritik dor ApokuljpHu ■. Fr. Uvlittsch, EuilsclirinJiclio Ftanila,
Run. ui^ läe^.
2. Die 2ett des Andreas wird oock immor cwiaohnn dnm 5.- 9, Jührliuudi-rl iw-
|Mt<>L Dar Vcrmidi von A. Hiiriiadi, ihn lum Z«itf:eo(MaiM) de« Antthnn zn marbon. slflbil
fliok lur dl<> StAa bei dem latltMVil: £ rr;c xat' ifit KmaaQtlaf ttU Kartrtni-onltti uiime '4^
lil*ftiar iu/tir. Mi^n«, Patr. gr. 106. B16, iiod Ist. wie aus di«tM;r Notix anlbiil Iiervot-
(«b, mtta^lEickl. Di« Uinwb«itnn|t cinn« kurz rorlier R<>scbriebi>neD KommontAn i«t nach
m mA biklist nnwBbr«cbointi«li. - Ucgon dm r>. Jsbrliundvrt und flu- tUe obige itcit-
bwliuiJP^IIK tS. Jkhrb.) Kiiricbt folgondcH: Uio Uenatsung von Kyrillos v. Alexandrion nnd
Ditsja«* P>MidiMr«op«£iioB. die Aiilngc iIcs KommoDtiirs in der Art der Byzantiner mit
tewrwlbrcnder Bnngnaliine auT die V>t«r, die Bemerkung, dua der kJrelilidin Ron^ ron
^h«w n Kp«l Obcrgcgmiiguii »ei. d«r Bfangel ««nc« jeden nolemiaehen Int^rpsses, dio Art
w WeiM, WM! AndreM «aninul ven den arianiachen Zeiten Bin weit xurlicklinfiiiiidi'ii spricht.
kltcBd«» aber die Noiis den TbewhMiee, ed-deBourl. 161, Ober i-ino yrruaiiunit Kw*'
loUaii dweh itie UuBiien im Jahre 508; daraor beliebt taui «in nalUrlidi^itcn di« Kr-
■***■■§ d«r HnaiMn in dem Komoifintar des Andre*«.
3. Den KommentM' dw Arethan ed. pr.Donatne in der Ausgabe daa OokameniM,
Ttraua l.'>32. — Kino n«iie Auagab« ans dem cod, liodl. Dniocc, 3 Mieo. II boMirgto J.
h Crinier. CalenM> in Nov. Twtament. J>(1)MI>] 176 -496, Der von Ar«Uias aelbat her-
rtlirradn Titel laDUit: "Kx lär Ur^ffii} Tfi fiiat!eiaiiaiiji ci^x"''""°''V l^'oionpfi'nc Kirarro-
tttiat lii tr,r «rtturiili'U^r .tfnnng/ii'ra>r 3<np(oiaif avroii'it a/oliioj. itoQattHt'aa ini
'tt»m Äpoji'o» iinatÖ!t»v Kniao^ine KartninfoKiat. — Aheodnickt Imi Mi^ne. Pnlr. gr,
W4M— Tfci. -■ Eine gnnx gleiche U» wie der cod. Ilodl. irf rod. Vatic. Pii II 50
Ott. VI. -~ Dif K«dvn auf die Mftrtyrcr von Kdouui und din Umbrcde auf Rutbjnnioa
uck (rDherrn Itnickeii bei MiKne il a. 0. 787—806. — in ticiii eoJ. I.nu[ciit. pl. S. H
«Ml II fol 12 ft ein langes Scholion tu Clemens von Alexandricn. Vgl. Unndini, Cata-
lina I, 4Sf r. — U cod. Honoc. 66 ssec. 16 M. 62 ein Schohum de Deo. — Reitig,
Im Zengnisee des Andrea« lud Aretbas von CIMuir«a in Kaupadacieii Ober die Anokalynse,
TWe«. SUnd. u. Kritiken 4 (1831) 794-77», Kr, Delitrseh, Wann kbte Ar>^tlias,
»m Analefter der Apokaljrpw?. Zeitiichr. f. Inthnr. 'llteolog. 24 (1863) I, 13-16. - Th. v.
OlU. t'eber das Zeitalter de« Knhiarhafn Amtlm, Zoilaohr. f. wiw. Tlieol. 21 (lS7d)
Ut f. - Weiten) Lilterntur hnj Krumbnchnr.
*, fnter I*o dem WeiKnn (SW DU) blUhte auch Lpon MagiKtnr, Anthj-patc)« und
telkisa. von dem ein nnifangreicbe« Scbotirnwerk ru dun hiiilari.iGhRU tlQrhc^rn dca Altno
l^taMeata, la 3 Eroagnlien jUattiilnt;, Lukaa und Jubaune»), lu <[ur Apuslolgcicbichtn
nJ d»D 7 kallioliMih««! Briefen bandadirifUicb erhalten inl. Kiuigo AucaÜKe aua dcm-
iAm »4. A, Mai. Novs Patr. bibl. 6 (Rom 1863) .')41 f; abitedruukt bei Migno. Patr.
tlOR, lOSOf. — Andere Ansflg« aus dein cod. Patraiac, 177 saec. 10 ed. J. Sakkelien.
titumj ftfiti^^nij. Athen 1890 8. 07 f. — Die Soliolien lum A. Testamente atnd aucji
a dem rodcx PalmiM. 1'^ saee. 10—11 enthnltoo, sowie mehrere Briefe des Leon, Letztere
•i i. Sakkelion. .Uliiar 1 (I88S-8S) 377-410 mit Briefen des DulsarenkiSniRs
ijmtmn ■. a — Die Scholien mm A. T. «ind durchweg au» Theodoret rnn Kyrrhos ex-
■iWtI, Ander» [Im x. B. codd. Viadob. thnol. l&T nnd 230. A. Mai a. n. O. 5S9 er-
■ubI «iop VatikaniMtin IIa der Bcptnaginta, wctelie neben nndorrn Miniaturen dna PortrÜt
4« I^Mi Patrikiea nnd nein«« Bnidem Kuniitanlinus bietet.
it. Km aweitiir iCritgcnwde des Arc^lhoa war nacli A. Miii der Bisrliof ItaHilios von
RfOpalrne in Tbeaaalien. Di™*r vcrraast«' einen Kommentar lU sUmtliehen Propheten,
in «nrh unedicrt i>l. Den l'ruloß dcstielbeu cd. A. Mai, Nova Patr, bibl, 6. G41) f. Dar-
au& •nitte Daatliva d»e Arbeit der ViUer in der Erkläruna der Propheten forl«etsen und
[■tirandiiii a» Mnnäinilin des Herrn den Juden gegmaber erweiwn, Kinitte Kxinrpl«
■i dw Vaende etnM Anonymen ed. A. Hai, Nova Palr. bibl. 7 (Rom 18.'i4) 1. Vll-Xll;
%*^wik( bei Uigne. Pnlr. gr. 111. 413 4t«, - Der eod. I'ahiiini: :U «aee. 12 enthalt
BMillna aiiaeer dem Koiamentar tu den Propheten eine unvollatiindigc tüffraic nt^ii
MOfMi*' K'i litrgatm¥ t^t Stint yfvii in 96 Kragen und Antworten.
&]. Oekomenioa {Oixovftinoi), Bischof von Trikka in Ttio«»ation.
Niuno Bt«Ilt un» vor ein wahres RüUel. Er Ht«bt in dorn Codex
Mtl. 234 mx, 10 — 1 1 fol. 330' in einer Überschrift, welche mit der.ienigen
dM Kotnnitititare d«« Arothas zu der Apokntyp^e eine gro8.40 Ähnlichkeit
bat: '£x ruf Otitovftfrftp t^> itanagi/p imaxörtip T^xxi;; 0ntaaKtii ittoy^lü^
iun9njur»>r tlf «ijr <ino»nXvtfHr 'lioiiri-op xov ftrah'iYor ffri-oi/n? ffxoAixi;. , .
h dcrwJlwa Weino kehrt diese Üb«rHclirift wiedur in ilviu Cod. Vatio.
132
BjuulUaiscIte IJtUratnrge»chicbte. L Prosaische Littsrfttnr.
Pii n &0»H«f. lU fol. 2tiS. Auf diu Übersctirin folgt, in bcidcii Hss öJ
IVolog, dessen Autor sich Über die Eclithoit und Kanonizität der kfsß
kaly|)8c verbreitet und vorsicliert, dnsts ur den ursprünglichen Konimentar
im fulgoudi'H odiie wcscntliehc LUckon wiedergebi'ii wolle. Nun Lst iber
d«r dftrauß'olgende Text, »titi»tii«che Aadentngen und AuHlusfiUiigcu, d«iiMi
einige Zusätze gegenüberstehen, abgerechnet, identisch mit dem Kon*
mentar zur Apokalypse des Andreas von Kilsarea. Die Abwei-
chuiigen sind besonders durch diu Wvglasäung der Zilato der frQii«rM
Exegeten, sowie der parUnctiitchen Schkssstelton am Ende der 24 j/ijm
bedingte Da die Autorschaft di-s Andreas durch Arethaa verborgt wird,
und die Vergleichung der beiden Text>e ergibt, daiis der Text des Androai
der ursprüngliche ist, so kann von der Abfassung dieses Kommentars XDr
Apokfliypao durch Oükumouios keino Hede sein.
Unter denselben Nanien hegen seit dem lt>. Jahrhundert 'A Kom-
mentare m der Apostelgeschichte, den katholischen Briefen
und den i'aulushriefen vor. Uavou sind dio zwei ersten, wie sclioa
früher wahrgenommen wm-de, identisch mit den entsprechenden Kommen-
taren des TheophyUklos, bis auf geringfügige Umftte1Iun$;en. Auslassiiiigcn
und Erweiterungen. Hier ist aber .Oekumenios* im Vorteil; denn div
handschriftliche Überlieferung dicKcr Komtnentaru reicht fast ein lialbe»
■Jahrhundert über dio Lebenszeit des Theopliylakto» hinauf. Der Kinn-
mentar zu den Paulusbriefen weist auch Anele Paralielstellen zu diiii-
jcnigcn des Theophylaktos auf; doch hat er bei Oekumenios ^ne wesfut-
lich uhweicliende Gestalt. Es ist ein Mittelding zwischen einer exege-
tischen Kateue und einem selbständigen Koniniuntur. Die meisten Au.«-
ftlhrungen tragen keinen Namen; sehr viele sind aber als Exzerpte au*
frllheren Exegeten und KirchenMchriftstellem, Clemens von Alexandrien,
Methodios von (llympos, Eusebios, Akakios, Ohi-ysoatomo», Soverianoa,
Kyrillo.« von Alexandrien, Theodm-et und am häufigsten Photios boxoichnet
Die Suchlage wird noch schwieriger, wenn man unter diesen Namen auch
denjenigen des Oekumenios selbst sehr oft antrifft. Auch dieser Kommentar
ist schon nach der hundschriftlichon Überlieferung älter aln 'rheo]>hylakto&
Die Frage nach seinem wahren Verfaiüser wird aber noch dadurch oi^
»chwcrt, dass in einer ganzen Reihe von Hss der Text wiederum sowohl
von dem gedruckten Oekumenios als von Theophylaktos abweicht, und di«
Hss unter sich selbst verschiedene Rezensionen dai'-ttelten. Der Kommentar
zu den katholischen Briefen muss insbesondere verglichen werden mit dem
de» Metrophuiies von Sinyrna. Damit ist wühl zur Oomige begrQndct, doss der
Name Oekumenios bei dem jetzigen Stand der Forschung ein Kätsul bildet,
das nur durch eingebende handschriftliche und kritische Studien und im Zu-
sammenhang mit der ganzen Frage der Katenenlitteratur gelSst werden kano.
1. AuBfinben: Don rruloKun tv <lc<ni KominnDlar tat Apukul<rpau ed. pr. Mant'
l'uuouii, Uibtiotii. CuisL 8. 277— 27U. — Den Kunimotitar swlbsl ud. pr. J, A. Cikiufr,
CulenuB in Nov. Ti-^lntn. 8 (OxforJ lH4Ö) iHl—öH'i. -- Di« 3 Dbri^eii Komni^nUr« «<i.
pr. Dooatus. T«rona iri32, — Bei Higiiu. Patr. gr. 118 und 119 wiederhat •■■& Att
Änsgabe Ton F. Morollnn. rsris 1631.
2. nitremittel: Kiibiiciu«: Ifibl. gr. S, 092 696, Ein gut orientiorendM' ArtUcsl
von 0. Hsrdonbcwrr, Wutor und Weites Kirclivnlpxikon 9' (Frcihurg 1B04) 708 "IL
— Kt. Ovorbock, Uio «ug- ijebolien des Oekumenios lur Apaknl>psp. J^itaclir. f. inm.
J
1. Thaologte. B. Eingwo. (S 52}
133
7 (1984) 192 SOI li»t, wi<< ich luiohtrilelich ««he. daa Verhsltaia dkaer Sdioltea
dm Aiidmnn richtig «rkaiuit. Er vcrDiutet, do-in der waliro Sotanenlnr dM
iw lur ApokoIjjM« noch imgcdniokl ist. Dhh inum dii> lianducliriMiirli« Porsohang
I. W«lirMlMinli«li itt ea iiichl. Klj<^r kurm Oi>kumeiiioii dor Kpitomator d««
itara TMi Andmui «ein.
S. In don cod. Valican. IflAO «. 1087 ist ein Kommocitiu' eu den riiula*bri«>f(>ii von
Itikniaa«, Enbwcbof voti Reggi» in Kiilulirir>ii, tnllia]l«ii. der mit den «ntanrocbonden
KMnnMBtanfi iem Oeknmeaioa und T)iou|ili>'liikl<je vcr^ticlion wurden inü»t«. da rr viel-
Udrt «« ZwiMbengliMl x«iiicli«n buiden l»trl«r*ii büdft Dio Hs wtirdu vi>ii «inem Thoodoro«
ntar dar Aulüclit dm Autum selbst MehriabMi. Vgl. P. Batiffol, L'abliHr« de BotMuio,
l*»«» INI 8. 87. 1&&.
4. Eintfa TheodosioB ärmnmatlko« worden in d«m cod. Vati«iaii. Pii tl 22 ■aoc.
II M. W*— 88 Solwlla in DaiiieÜH visiones iageidiTi*bon. 0I> cti««er Autor ■bor niiÄt
lltH iat «li «• Vstauntadi« IIa, hleibt dahmgMtrilt.
&2. Thaophylaktos (fitvifvlaiitof;}, Erzbischof von Arlirida i» Bulgarien,
■ mif der Insel Eubooft gobort-n. Er fungicrtt' als Dialvoii an <Ier Ilapia
- ; j in Knn^Untinopnl, aU ibm <)er Kuis4>r Michael DukiiR (1071-78)
£u Erziehung eeinos Sohno» Konstantin am'ertrawt«. Vor 1078 w^lrdo or
EnlitBchof von Bulgarion. Dem foingc bildeten ByKuntiner waren dio bar-
WiMrlii'n Sitten und die ßildungsurniut dor Bulgaren liikhst zuwider;
tr klagt häutig darüber in 8«tnen Briefen und &ohnt ttivh nach Konstanti-
Ba|K>l lorQck. Doch scheint ci« ihm nicht gelungen zu sein, das verhaiutto
Biriguion vcrltt«Hun zu künnen. In Koni«taiitinopel hatt« er einfluKsroicho
Fnad«; muiwte er sich doch einmal in Konntantinopel wegen Geldmachoroi
Tcruitworf«». Sein Todesjahr ist unbekannt.
Da8 Uauplgebtct der schriftHtoilcriitchcn ThAtigkeit des Theophylakto«
ai iliu oxegutische; «a umfasutu mehrer« Bücher doM Alton Teeta-
nunU und fast das ganxc Neue. Noch unediert ist ein Kommentar zu
iti-n ['Kalmen, der z. B. in dem cod. Paris. 1-17 sacc 15 vorliegt. Den (un-
i'Ii'lt^'n) Kommentar ku don 12 kleinen Propheten hegann er auf diu
der Kuiserin Blaria. die ihn aufforderte, au» den früheren Kommen-
Urni i'in4< kniiippn<)ifise und klare Erklärung zu schreiben mit Berücksich-
ti)piDg de.-< dreifachen 8inn(>s der hl. Schrift, des Htteralen, moralischon
oDHgvgischen. Thoophylaktos nennt seine Quellen nicht; dio vorzUg-
derstdbon war ThcoJoret von Kyrrho».
Von den neuleetamentlichen Kommentaren ist nur diö Erklärung xu
im t Evangelien 'J'heophylaktos eigen. Der Kommentar zu MattJiaeus
wmUi auch auf die Veranla.'«:iiung der Kaiserin Mana verfasst, und es liegt
Bähe. dafow-Ibe von den übrigen nn/iinehmen. Dio Abhängigkeit von t'hry-
•oatinnoit wird schon in den Überschriften dieuer Kommentare ausgesprochen.
Sthoa rbryMostoniiks hat Theophylaktns auch andere Väter heroiigoKogen ;
Bit Nanifn nennt er fast nur (iregorios von Nazianz, Die allegorische
lal4T])rt«talinn kommt sehr oft zur Anwendung, besonders bei den Parabeln
im Ücrrn. In den drei Qbrigon Kommentaren vorweist er oft auf den
KwuiHtitar zum BlatthäuM>vangelium und sucht dte«H>tbcn überhaupt untere
ÖBanivr in Einklang zu bringen; doch hat er auch Widersprechendes aus
«iMii Vnrlagen horflbergenoinnien. Im Jnhauneskommentar kommen
MuiddUMnu«, AnaniHmus und Ne^torisni.tmus hilulig zur Sprache; ge-
hpuHitli wcrdon auch dio Messalianer, Axmcnter und Lateiner bekämpft.
lU
Bjzantintoolie UttermtorgsBohUht«. I. Proasiulte Uttormtar.
Die [Miranotisclion Anwendungen sind seilen, und dann nur andouUings-
•neinb nuHgeapro(rlien.
Ein« gowifttte ä<-Il)Htäiidigk«it bewahrt TlieophyliUctoa auch in dem
umfangreichen KoninicntAr zu den Pauluxhriefen. Hier nennt er viel
mehr Namon früherer VStcr alu in »oincn Qlmgon Kommentaron, 1Jlemi>iis
V. Al«xftndrit-n, Mcthodios, die drei Kuppuddkiür, KyrilloH v. Aloxandricn,
Diouysios Pacudoareopagiteft. Die üauptinstanz bildet indes auch hiur Chrj»»-
BlotnoB, bei dein er HOgar die abweichenden Lesarten des Svhrifttextai
berdcJcftichtigt In der Kegel zilhlt er aber die verschiedenen Erklärungen
auf, ohne deren Urhc-bor ku nunm^n, und entscheidet sich bald fUr diese,
bald filr jene. Mit Kuthymio« Zigabunos »tinimt Thcophylakt in diescnn
Konimeatar manchmal würtlich Uberein. Ganz unseihfltiindig ist Thfophy-
laktos in den Kommentaren Über die Apostelgeschichte, der in :t Re-
zensionen vorliegt, und diu katholischcu Briefe. Dieselben sind
im wesentlichen identisch mit den Ookumenioskomnicntaren.
Durch diese Wulirnehmung wird das Ansehen, das Theopbytaktos bialter
ab) Exeget geno&äen hat, bedeutend geschmälert; denn sie legt die Vei^
mutung nalie, äa^ Theophylaktos auch fUr die (Ibi-igen Kommentare
nicht direkt aus den alten Exegeten schöpfte, sonclom fertige Vorlagen
nur mittels unwesentlicher Abändeiiingen lÜr seine Zwecke zurichtet«.
Der litterarische Xachlass umfasst ausser Briefen und anden-n pro-
fanen Schriften (vgl. Krumbacher) noch mehrere theologische; eineStreil-
achrift gegen die Lateiner, die aber sehr vei'^Ohnlich gehalten ist und von
DcinotrioN Chomatianos sowie den spateren Unionsfreunden, z. B. von Johannes
Bckkos, benutzt wurde, eine llomilienHammlung, aus welcher nur tw«i
auf dae hl. Kreuz und die Vorstellung Maria im Tempel gedruckt sioil-
Elf Homilion auf die Aufoi-stehnng dos Himii sind lediglich Auszüge aas
den Hvangcliunkommonlaren. Echt ist wohl auch uine Hcdo auf 15 M&^
tyror, die unter Julian in Tiberiopolis. dem bulgarischen Stroumitze, dii)
Marterlod erlitten. Dagegen hat Fr. Miklosich die Lebenshoscbi-cibuiig
de« ersten Erzbischofes von Biilgarien ricmens (t 916) Theophylaktos mil
Recht ahgci<prochen. Ihr Verfasser gibt sich als Zeitgenossen kund; auch
(>asät die darin x.u Tage ti'etende Liebe zu den Bulgaren schlecht zu diii
AuiMierungen des Theopbylaktos Hber Ihilgariens Land und Volk, Anden-s
acheint noch unediert zu sein, wie Do Trinitate. Contra Judaeos: doch
mtlssen diese Angaben en^t noch kontrolliert werden.
I. Au«(cnbnn: Kine (iosiimtansgabc dar Schrieen Tlicophylukts vi»ra»at«llol*
Kr. FoKciiTi mit Uilfo voii Uoa. t'iiiclLi und Ant. BunKiuviuiiii. 4 Ild«. VoDudip l'M - «t.
Uann »raoliiaueii (uiii cniUmnul« dii- Kommenturo xti 'i klciiii^a Piui>lift«ii. Hcieeiis. Itubukuk.
Jonasi Nabum n. MivlilUs. zu dun kutlioliBi'lK-u Brivfi^u und 2 neuo ToxtrpzeiiMoooii dm Kom-
itumlkra xuT Apost«laoMliic1il«, diu ji^duch mit dvm ersten 'l'oxio wi>«ciitltch flherainsliiauMn.
-- AUm wiederliolt bei Mi|;u«. Patr.gr. 12J- \26. — Di« Scbrift gogen di« Lataiaer
•oohboi C. Will, AcUet sorijita quae de cnntinvorsiin Kocinsinn groocAo »t lat. M»o. uiidMtma
OOmpMitA «umtnnt, [loijirig I(<ßl S, 1^9 IT. — Kiil« vnn J. II. Lcdcrün (t 1737) VMrbomt4<a
Aiuglbc dRH Kumtnwlarasu den 12 Prophcton ist nicht nmchionon. Kehto Komm<'nt«ro cg 4ra
T ftbriiceii ktuiiiuQ I'TopheUn aind QbrigruiB nir.bt bnknnnt. Vgl B. Ünorgiadcii, 'FjixX. 'AkijS.
4 (ISK-B-i) ]t)D-n6. 135-138. UI 14«: ö (IS** 85) 10-U. Hier der Anfang 4m
HoMMkunimvnliLni und cioigo -ii'/oi des Tbeopliyliiktdii.
3. Hilfsmittol: B. M. de Rub«is. UiesorUtiu du Tbeujiliylncli Bulgar. aicbicp. gnsli*.
BCriptift et öoctHua duque wiiota oporuin ejus viunium odilK>ne, im I, Haud der Gctguat-
■mgab« von Koacsri und b«i Migne, Patr. gr. 128, 9— 1^7. — J. C. Hagenbuoh. Es-
J
1. Theologie. B. Exegese, (g ^3}
135
■na* IKeolojpoe-liUvnriiw d<? Iht^phyUclo, Turici 1760—61. — FftbriciuB, Btbl. ^r, 7.
tBÜiS8. — Eiaice Utero LillcrMur venMobnel Hoffranno, Loxicon bibliosraph. 3 IIi«iiiiiK
UIB) 741. — Za d«ra Kaaun. d«r ApoBteI(fea«b. vgl. OOU. Üolebrte Aiuoigon 1762 S. 105S B.
8. Di» AbbladgkeH der KwniiMnUre 4m Tbeophylaktc« nir ApoatvIgenehieJit« uBd
n 4« kaQMUMbea itrief«« vom <l«ii«n J«« eogenasnlcu Oukiunento« orliollt »hno woitprcn
b« ton V«rgle(ch dar beiden Ti>xt<*. An d«r Prii>iitlt di^q Test«», d«r Oekumcnios lu-
foduitbea wird, Ituia eber nicht gpfwoirell worden. Seine Landaolirifttit-Ii« L'eberlier«-
HM rstdil Bit den ««dn Ptm. 223 bi« lum Jnlirn KMA. wihrond Tlii'ujilivlakt cnt lOTl
■ der Gcadikbl« miflrilt. Ifech aitirr dAnkmewnlaB JüttoiloOK von P. b».UBol besieh!
ad dl» Dalwrasg sllndiag» nur nuf ninMi Teil de« Cedex; aber der nbrig« Teil seist
■Mib titer« 8eliriftrOTTn«^. - Tiotx eifrigen Suchen« nt «■ mir aber nichl geliuigOD, Im
ndodig wi machno. in dMiea Ooknmcnio« aIm Vcrfuaer dieecr KomnurntArg genwiot wHro.
Bit Hm dm l>oiuilu9 botco den Namen auch nicht. Die Keakalalugo trügen, vroil die
Majsen Te\ti> lucli dein Vergitngo äva DunutuH uiihvilcnklLoh OtkmnPuiüH xu^encliriuben
•Mwa. — l.(rlztriirB i;ilt auch TOn dein KoininuiitAr zu duii Pau]uHbrivr«ii. tjiur raicbt
dl kaedechrilUiriie l'Blwrlivfurung necl) hSfaer liinauf ; diu cudd. Pai-iH, 322 und Coial. 27, die
tMk ttaer (renndti<heii MitUilaBg von P. Batiffel den K'ainnxintar etilliall«'!), stammeB aue
Int lU, JalirlHMdeH. Der KoionM^tar von Theonli};labt enthalt viel« SteUen, welche
i*rüitk mit dieaetn Teste nberv-iofllinimen. An uhlmichon f^tollcn nbnr ontfarnt er «<li
' '1 .'»■■kunM'nioH*. Wfut die Veraobiedeahnit in den lim luigehl. xn int der Kommentar ru den
L .-tirirren z. B. in drm cod. Mona«. ST.*) Mee. lü Fol. 110 IT. vcnranilt mit Ookuintiniea
M l\*o)ihfl»kt<Ni. dlimmt abor mit keinem von bcidi^ii Uboivin.
4. Jehanncn v. Cbalkodou mit dem HciDamen Hieromn««n(in, Patriarvh von Kuol
Jim 11^), ■ehricli «ioe Vunudo ru dein Kvangclicnkommi-'ntar des Theophylakles, die
•MiJ t'iuis. 234 a. 1818 «rhnltcn ist. Di>TiiBe]br[i Jolukiitien werden auch CimUDMltarll
t» avaagelia anniverearia in cud. Paris. 214 a. 1316 fol. 1— 33(i und eine groaMSwBiB-
!■■*>■ 6onataf;tdionuli«ii in dem cud. S. Sepulcri 133 »aec. 14 fe). I— 49{V xiigeechneban.
- vn Ihm iat .luhanne« Kaetamouitea, Metropolit von Chalkedon luitetr Manuel I
Imauiee. wohl xa onterecheid«!, tob d«in ced, Kecer. 262 s. 13 fol. 324* - 243 aeolu nn-
4wto Jt-imtttaiJmt M r^i »iayytil^ eotbltt.
6. Zu dea llltarcn AuMchreibem doa Tbeepbflaktoe gehOrt eis gewiner NikeU«
Bif epulca. ileaee«! Tf.u^ra/n ht ttSf /^/ii^tiaif tov ItavXya^lac us ir «opiifui th f!{
•/ irifrtitit >W «^Vei- nnoartiee Uoelev in dorn cod. I'arin, 228 h, 13 M. IS— 17' ver-
laß Naeh dem Inhalt diaaer Ha gehBrt dicaer Nikotan ina 12. Jahrh. Vgl. K. Kruai-
kaeber, Michael (ilykaa. Sitib, bayet. Ak. lt»4 S. 409.
6. Dem Climoisten Jehanne« jtonara« (rgL Krumbaoher) eehre«bt der cod. S.
Hifaliii STD MW«. 16 fei. 193- lÖS" ein kiine« 'Eyxoi/iier ttt lör i|wlr>;^R xii. Vgl. i 54
•l^. 4. - Nach cod. Vatieaa. tllK »ehviut Theoderoa llaUamon, l'utiinrch v. Antiocuicn
w IIW. SdialMB XU den Propheten VKrfiWKl xu habe».
fiS. Die letzten Exegeten. Nach MiL-ltacl PselloB (s. ^ 20), Theo-
fbjrlakt')«', KiithyniiflHXi{;al)oitnH(H.S21), .loliannc-s von Chnlkpdoii. TheodoroH
Pndroinü« {». §22 Amii. 4). Muliacl Olyka-s (a §22 Aiiin. 5). fristoto die
Isj^geme nur noch liii kUminiTlichK» Uiutoiii. Mau yali siuh olfL-nbui'
■ifrioden mit den exegetischen Katenen, von denen immer wieder neue
mplllfl:! wurden. Erttt Nikophornti B!e!nmyd<<« erklärte wieder einige
hlilnM>a um die Mitte Aca 13. Jalirhiinderlit (s. g 27). Kin I'salinen-
hoiuBnvnLar wird auch dem GcKcliicht«ctircit)or Nibciitioro» KallistOB
kanitN'hriftli<-h zugüuignel. Um diu MitU< de«! 14. Jalirlitindei-I« schrieb
N'ikfpliontä Grugnr»« mohrtTo exegotiachu Abhaudltingc-ii [». % 31).
l'iii itiiwtlMi /eil vorTasste Thoodnroa Meliteniotes, Sakcllarios, Arclii-
dnkon und Jtääaxahti riSr Jidnc»uXu>v, «inen Kommentar zu den vier
.JtYMUpjlioii. die er zu einem Oiale^aron von^chmotzen hatte. Er zei^
in ü ßQcher und jode» Buch i» 9 duüi^ti^. Aus den von A. Mai
KH-rten p«rjinutiiic)ien ächlussstellen der *i Abhandlungen dcM 4. Buches
iich kein Urteil Über die Anlage den Kommentar» und die darin be-
~ittlt«n (Jiii'IJen gewinnen. Ein Verwandter des Thoodoroa war .Inhanuc»
llitvDioles, dem in Cod. Ambro». H. 17 inf. ebenfalls ein Evangelien-
136
Britntlnlsoh* Litt«Tftt(iig«iclLiebt«. L Pro«&LaelM Uttontar.
koinmontar nugeHchricben wini. Dor Ictzlo dor Zoil nach ItestJmmbuH
byKantiniRchc Exeget ist der Kaiser Mntthaeos Kant&kuzonoH, doM
Jolmniics PolacologOi) mit seinem Vater .loliannes Kantakuzcnos KtUrzl«J|
In Mctiior kl&stoHiclion Einsamkeit atif dem Berge Atliux widmutu lt sich
dem Studium der hl. Schrift, dc«»on Früchte in 2 Kommentaren zum
Hohenlied und zum Buche dorW«if>hoit vorliegen. Die tu-st« ist eiDi»
iScholicnKammliinf;; mit allpporiBt-b-mystiBcher Tendenz. Von dem zweiten
simi nur einij^e Fragincnt<> gt-druckt.
Zum Schlüsse mnchen wir noch cinigo cxogvtixcho Sehrifton namhaft,
deren nähere Zoithe«timmung nicht crrciclit worden konnte. Ton dem
Rvangetienkommenlar eines nicht näher bekannten PetroB von Laodikea
liegen nur einige Fragment« im Druck vor: darnach llUst xich nicht be-
stimmen, ob er in das 7. Jahrhundert gehiirt. Nikotas, dem Bi.scliofv von
Naupnktos, wordun Kommentare zu den 4 Evangelien, zur Apostel-
geachichte und zu den Paulusbriefen handschriftlich zugeeignet, worin
er Johannes (Jhrysostomoa und Tliuophylakt«» beuutzt haben soll. Job
Hamartoina nennt sich der Veifawier von Schollen zu den Psalmen in
einer Turiner Us. Ein Mi^nch namens Pachomios verbreitet sich libw
den Nutzen der hl. Schrift und bcliandelt >iogar die Frage, warum die
Schrift nicht in der Volkssprache gcächrioben wurde. Ganz vereinzelt
kommt der Käme eines Niketas AnthypBtioB Putrikios als des Verfassers voi
Hypothese.s in Psalrao« in der P.talmeiiktttone des (^d. Barber, III 59 s. 9 vor.
A. Mai hat endlich anonyme Schoben zu den 4 Evangelien aus einem cod.
Vaticano-PalatinuB herau»gegebt>a, die noch nicht näher untersucht wurdeu.
1. Dor pM)mt^nlcomm«Iltaf <lea Niki>|i1ivro8 Kflllistog Xan thopctlos atebt t. ti-
ia cui). Pari». 140 a. 1560. Vicileiclit li«gt aber iii der jungen tia ein« V«rwe«(itliuit
mit Nikcplioroa ßlemmydM vor. Unter dem mton Nninen gelien nocli uiilrr« tbeolmfclw
Srhriflon: vomdiindnna Ilomilipn, von denen eine niif MnHa MugdAlonk {«ilraoKt M
(Wi Mignn, Pnti. kt. 147, 540-.S76). eine Vit.H K. AndmneJunioriii, iDohlttn Kirol)»B-
hymncn nuf <tic hl. .Itin)!;frnu und iindcro Hcüipien. cmo theorDtiaeha Sehrift Obot
diu llynineiuUcliliHig. Nikeplion« wird niich mit dem 'I'riodiiun und Synaxariuin in Ver-
bindung g^briiclil. Nui'li md. Ksuur. Ü'iO mee. 14 ist ubi>r i-liur nn NtkopboriKi vun
Mitjlune ;cu denken. — VrI. A. Khrbard. Weder und Weites KirvlKmloxikaa ii' (t'r«i-
burg l»m 'Zbi)-'i62. — Eine Uh der Flureuliner Nntiunulbibliulliek {ttülitr CuntildoU ISUl
aaec. 12 schreibt uiD«in Nikepliuru« Kallistos XmitbopiiloH eine Vita 8, Enphrvaj'Bai» jamlari*
Ton Sp«] XU. Der Cod. Büd). Mii^c. 79 Biiec. 13 «ntlifilt Opniicnla litargioa mit«r d«4iiMlb«a
NuDoii. Darnach wSro «in lüloror Naniensvelier <l«a Kirrlienlilatorikers ancnnohmfa.
?. Die AunQae aus dt<ni Komm^ntikr di?» Tlieodoroa Molitoniotea ans cod.
Vatic. 684 ed. A. Hai. Hoxa Tatr. bibl. r. <Kom Iti-SSJ 2, 451-.^0S; abg^iurki bi^i
Migina, Pntr. Rr. 149, 881 — 9flK, tn einem dernr^lbnn erwIÜiDt Theodoroa «ine vaa ih»
SMohtieben«! ViU KonnlnntinH iIcb (iroMcn. — Er vc<rfns*te auch tnehrero natrooomiaeha
SctiriR«n, dHnmtnr cinn 'Aaniorofinttj tQlßtßXot, Dnvun die Vortcdo und der Anfuig d«8
nmlnn Knjiit.-lH bei Mipne il b. 0. 08S -lOoi. — Vgl. Leo Allatius, Diatriba de Theodorü
bd A. Mai, Novii I'utr, bibl. 6,2. 181—93.
3. Den Koninientor tum Hohenlied dea MattUaeos Kantakusenoa «d. V. Rie-
eardi. Rom I(J24: wiederbull bi'i Migue. Pulr, gr. 152, 997-1084. ~ Di» Fragment«
ABS dem Kommentar luni Ituolie der Wei»lieil in den AnmerknoKen ta Nikraboroa. AMi-
rrhatic adv. Conataiit. Coj>ronym. bei Mignv. Patr. gr. 100. ^'ir,, 411. 41$, 447, 489.
(iani whslt«^ i>t er x. D. in aem cod. Taurin, 181 a, 1$ fall. 58, — Matthaeoa wird au
ala aak«t>«r1i#ir Sehri (Intel! er in den Hss genannt. — Vgl. auch Krumbaokar.
4. Di« Prngmento auk dem Kvnneelienkommenlnr dos Petroa v. I.aodikna
Mtti. Nova I'nlr. bibt, 6. rj4Ü f.; al.godnickt bei Migne. Pntr. gr. SB. 3. 8324-36. -
nnonrme Krklftrung zum Üebclo de» Herrn in der Matirinernnsgnbo de« Origenes «rkann
A, M«i nl» Pelron xugeliOrig. — Der gnwio KonmientAT steht in 3 vulikanisohen
aiuaenlöm in codd. Ambras. D 382 inl, D 2Uä inf. — In cod. Paria. 8u]ipl. ff. 407
M td I47— 1U: Totri I.aDiIk. ontion«* S. — In m^bror^n KvaiiffclicnkatcDiin bildet er
te (inindaUick. z. U, in caiL Bonoc. bibl. minniiiii- A I 3 so'-c l!(-14.
5. Die AbhandluDg dea llAndie« pAcbomloK bni MiRnn, l'ntr gr. 9S. 1333^1360.
— I)er VeKaMor prniit iriumaJ Johanovs ron UiniBika« und nc^inint Kuio Spaibyiantinor
n mim, «r ntbnBle di-oD mit Paclioinius HuHunon iilontisdi iinin. von dcni im cod. 9. 8o-
pilm Mi s. 15 inulirur« doginatiMbtf Scliriften ni*1ist pjnor Akotuthin */( 'oiIc öai'oiv »it-
1*>t fr Jifo^ritit BnlluJtrii ttiiid. Vgl. A. P»pfl<lu|>ulus Kommous. 'ItfoaoXvfi. (fijtlio.V.
1 (Ptttfabury 1891) 380 f., wo oinij^ mir iiiitiigün^liclip ],ill«nitur gnnunnt wird.
lt. Di« oeale8tunMiUi«ben Konini«4itw desNikotAA, Üiadi. van Noufinktn*. irtohnn
ti-'a eod. Uwcian. SS. in cod. Vaüc. RegiD 6 moc. U foll. 886. — Eine uo Jciv iU nennt
rtkricta«. BiM «r. 7, 7S3. - Mk*tM ist obbiogig Tun Tb«uphj>bktoH.
7. D» Kinltiitsng rana PfalmoiikotnRiMitw A» tAtmehum Job ist aus Pasini abgudnickt
U Hiene. t'otr. gr. 15B, 1050 f. — Dcf cod. Taarin. 1T8 nwc. 18 foll. TO uinfawt nur
UPtttat*».
ft. Die Hicayincii SchoUcn xu d^n 4 Gvuigeli«! od, h. Mai. Clntraci «nctores D
IBa 1884) 37»-S0O, 9 (Rom ISSTj 431—511; zii»ninm«ii:L'«UIU bH Miüno. fiilr. er.
tMk imT— 1299. — Anonj-rao Kommcnlnro und Schuliun kommen Otti-ra in Um vor. x.D.
■ mM. Paritt. lft'> -I6i4 tutec. 11 — 14 (in PMiInius). I7i> »so«. 16 (in Ecolewwtonl, 2SI--S:2
■K. 13 lEvBJifietM'nkomnieiitare). ciidd. PntiiiiAi-. 91, 0'< nod t!6 (KommeaUn lu den i'auliui-
' hirfM md u den Psnlmon). Tindoli. tlieol. 1 (Si^liolien e. A. T.].
M. Die ErUflrnngeii von Yftterschrifteii. K.i «^ntAprArh dom
AMhfin, Hvk-Iiu» dio SuhrifUMi ilt>i' Altorfii Kircliitivutor lici (1l-ii Byzim-
linmi genossen, wunn auch diese zum ü(>gent>land der exegetist-lien Arbeit
fmcht wurden. Her grAsste Tc.i\ dieser patnHtJRchcn Hclinlipn wurde den
Sdrifton dcsOregorios von Nnziaiiz gewidmet. Dio BltoMtf^ii dorsolhen
■trdon einem Abt>» Nonno« zugestelinelton; niv eiitstiindL-ii zu Anfing dt'S
K JibrbumlertM und wurden von den sptlttren Soholiusten vivifucli benuM.
in <Us Rnde dessolben Jahrhunderts verlegt E. Piccolomini die von ihm
«trtffeDlIiohten anonymen SchoUen. Andere wurden von Maximos dem
Mmukt. Klias, Metropoliten von Kreta (zwi.schen 82Ö— 9(>U). Basilios
• r/s(, Mviropoliton von KüsareA in Ka|>padokien (912^959), Nitetas
VDD Serrsc, Metropuliton von Heruklea am Ende- de^i 11. .iHluhuiiderü«,
tiMirgioa AkropoliteH im l:t. verfasst. Noch ganz im Dunkeln liegen
ÄrScholiea von Otegorios Presbyter, Gregorioa Mokios oder Mo-
Wm, Nikephnroä Kallisioa Xanthopuln«, Eumolpu» I'hiles und
*« «beni ungi^iuuuitt-n Erzbiüchof von Bulgarien. Bei dem jet»igon
Sliiii) d«r Forschung ist es unmöglich, diese weitläufige InterpretttÜons-
nVil in ihrer Entwicklung und gegenseitigen Abhängigkeit zu erkennen.
I!ir K4-tehtum an mythologischen Notizen i«t schon wiederholt im Intoretao
iW kUiMiixchen Philologie ausgebeutet worden. Sie verdienen «bor auch
ihriT litt«rari!*chen Eigenart studiert zu werden; dieses Studium sctxt
itings die krilische Herausgabe des gesamten handseh riCtllehon Material»
vnruiL
NeUii (iregorios Theologo« wurde Dionysios l'seudoaroopagites
kkuflgHten erklilrt. Die liltusten Heholien des Johanne». Bi»c)>nfes
l^ytbotiolit, sind verloren gegangen. Miiximos der Bekennet' begrümlete
ch wiui-n Kommentar das hohe Ansehen des l'seudoareopagiten in der
friKhiK-bt-n Kirche, das sich durch Johannes Scotus Erigona und
'■ . von SL Victor auf die abendländische verpflanzte. Der eod. Laurent.
-' «apc 14 enthftlt die .Lobelien einex gewissen Andreas, die mit
^nunu^cn des Maxinios groeee Ähnlichkeit haben sollen. Die Schollen
^ l«txtcntn 8clioint auch Germanos I, Patriarch von Konslantinopcl,
iJ
138
BTSKDttttliob* LiUerBtorgMchiobU. I. Proiftiieli« UU«ntnr.
wcitorgtiflilirt xu hab«n. Maximoe folgt tiucfa der OcfichicbUdireilwr
GGorgioB Puchymeros in i^iiier Paruphrase zu Dionysio». Kndlich müm
auch OorniAnoH il, Pati-iaix^h von Konntantinopel . und «in gcwiitwr
Goorgios Hioromnumon die arcopagiti.tclicn Schriften oi'klltrt halwn,
waa jodocli noch uiiicr nfihercii UntcrMUcIiung bodarf.
AI« wKJtere Scholiaatcn sind liiw noch zu nennen: Thomaa Ma-
gister, als MOnch Theodulos genannt, zu den Briefen des Synefuos von
Kyrene (t iVA) und Nikophoro« Wregoras z» d«r Schrift litgi ^rvnriwr
dci88olbcii, Johanno« Zonai-a», AJcxios AnKtenon und Thüodorot« Bal»amoii zu
den «og. kanonischen Briefen der Kirclienväter von Dionysios von Alexan-
drtcn an. — Für die Scholien zu MaxiinoA Confessor und Johanne« Klimas
vgl. ^ 12 u. 56. — FUr die Kommentaro zu den Gedichten dea Oregorioa
Thoolugos und den byzautinisdicu Hymnographen vgl. Krunibachtsr.
1. Zu dun Sclioliasluti doa tiregürios v, Naiiaas im aIlg«ni«iMtn : Kn brician,
E>ibl. gr. H, 439-434. ~ E. Picvoloiiiini in dor Eiul«itiing sa dor natMi gAiuuintoii Aw-
gabo von nnao}-in«n Scliali«n S. I XMI. - E. Norden, Scholia in Gngorü NaxianMoi
oTRtion«« modils. HormM 21 (1$»3) 60i>-643. Vgl. I). Z. 3 (1883) 104 r. Nonlra gibt
hier narh unedidrt« Soholion profanon 1niialU>s. Kinigo nen« Seholion Uioolo«Mihoo Cba<
nklon gab «r in d. '/^ituhr, l. wi*». Tliool, 3ß (I^B3) 2. 441—447. — I. Die SeJNliia
dos AbtM NonnoN xu 4 [l«d0ii de« lirnsorias boubsichtigt E. I'alxig bd TeuboKr hcnOB-
xu^oban. Vgl. K. Fat x ig, Dn Nonninni* in 4 oi-ationos Urogor. Nax conamentacÜK
Leipxic 1890. — 3. Anonyme Schoticn od. K. t'iccolomini. KstratU inodili dai codic« ped
delfa Bibliot. Mi-dicco. LAurcnxianA. Anniili dclln L'nivontiUt tosfuin« 16 (18711) 231—^*^:
auoh Mirnrnt Pia« ISTü. Korrekturen doxn gab K- Norden, Henui« a. a O. — J. K«
SgIioIihd £U Id Ki.-di.-D des Or«goriM von Khan v. Krolu grivi-hiscb od. |ir. A. Jahn tn
M ign«, Patr. gr, 3l>. 75T-908 (aimu^woiae)^ lateioiBuh ncbuu in frfihi-Mrn Anngiibon CwglM ,
WeitL>rv äcbcilieu de6 Kiias v. Kreta aind nunh unodii^ri. — Au(i»«r dem kanonüchvo aide
an einen MOndi Dionyaius bi>i Migno. Putr. gr. 119. 9S'>- D3T wordpii ibm in lim mphnri)
BaketiHcli« Srliriftcn iiigc«igncl. — 4. Von Üasiliua ö riet sind nur tu 4 H<id«n dio Sdiotita
naeb frlllioron Drucken bpi Migne. I'str. gr. 36,903 -616. 1090 1205 TollwUtodig hcmi»
Scgcbni. Kinigo im^cwablle 8cLoli«n aus cod. l^iaronL pl. 4, 13 ed. Puntoni, Stuü ,
i flloiiigift giccn. Turin 1.'<S2, 133 (f., 207 IT., «iich Mipnrnl, Turin ISfti. — Eise wU- ,
sUlodigo lU dui Si-holiun des Bnailioa iet cod. Paria, h'^ siirc. 11 fol], 279; il*o»b«n llri
noch niolirvru niidcrp lls«, n. a. codd. Vaticnn. 409. 409. Laurmt. Coiiv. ao|>pr. (I$S. Coi^
240—242. m vurKl<^ii:b<:u. — Das Widmungsschroibcn dos Biutilioa an Kunataiitin VII Pw
]diyrugi-uu«t4rB bei Mignu a. n. 0. lUiH — lOtilO. — ii. VonNikutas v. 8orra«steb»DSohoUtt
KU 2 lt«d»u grii'('hi«Gb bei Migne, Patr. gr. 36. !)S3'-dKi>. lateiniach lu mefarprta ludaita
bei Migno. I'alr. gr. 137, I1T7— 148Ü uud in dur Auseabi' Orogors von Itillina, I'am 1-S6i).
^dii-lien EU 16 Roden in den eudd. Cuisl. M tMoc. Vi. Sinaitic. 3M'3-'i4 u. >n. a. - C. Kint
kurs« Erklärung von <.)«orgio3Akropolitositi2 Aus»i>racliande«[iuiunii.'ncnat<>hl in tvA.
Valieono-Palat. 2438aec 14 fol. 2&l"'-2&7'. - 7.G*orgioa Mokonon wird oUSrholiart de«
GrutorioB gowBlinlicb in d^n H«h d(<r Dasillowrholion genannt. %. Ü, in den codd. LaurcnlHn,
4, 18 aaec. 10. Nt>apol. II A 22 iiaei: Vi, .S. (^omilcri 44 saec 10 11. Darnac]) scboiat tIasiliM
dMMii Sclioticnwork bcniilzt in haben. Oli er mit dem von tnioa Cretaasis genaniilen
(loorgioa identiacb M. »tclit cluliin. — '/.a oiuor Kcdc dw (iregurioa wf Oet«ru »toh(<a di«
Salioßon doa lirorgio» Mokio^ (lli sich in cod. Coisl. 238 »nee. 11 fol. 208— 812, - H. Pw
Sdiotion des Nikephürua Kiillistus .\anlbo|iulon xu 30 lt«don dw Gmgoriofl Rtebnn
in den codd. Mui-iau- 7C und 77. - .i. ExpüBitiunen Hrcliio|)]sc. Bulgarin^ rnju^dam
sind in cod. Ca«Aeoflt. jil. 28. 6 naoli Muceiuli, Cutalog. 1. 103 vorhanden. Je. 7m
Kumotpoa Philo« vjil. Fabricius, Dibl. gr. 8,432. Aiiaacrdam wftron noch manche
lUui ilrji NnxiAnxenotB. in don^ der Tnxt von Schollen beBloit<rt iat, wta x. B. codd. Vind.
theul. 79. 80, Maician. TS *. 12, Pntminc. 2 s. 1], oAlier xn nnlorauoheti. " Zu den KoM-
uienliilonMi dor Uadichta dM (inigorins von Nnxinnx vgl. Krumbaobor.
2. 7m den Soboliaiilon doa Dionysios I'aoudonroopagilea: Dio Schollen t«b
Uuiuius und lieuTgion PiiebrinerM xuHunmon bi-i Miiino, Patr, gr. 4, I.^-;>77. - Otr-
liiano« [I. Palriari-'h von Kpef. und (Joorgioa Hiuromncniun werden als .Sobotiaeten des Dio-
ujraios genannt vuu Fabricius, Bibl. gr. 7, lU. — Zu dorn .Scloliaaton Andreas V(L
»andini, CuUlogus I. 50 -&2. - Dieselben Scheuen hielel cod. Taurin. 369 a. 14. —
I^ irerlor«ne Schrift doa Pivehyters Theodoroa, wolch« für die Kchibeit dor psoado-
J
1. Ttawlogi«. 0. Aaltetlk nnd Ifjvlik. (g &5)
1S9
Wimilii(liB« Schrift— omtnit, Uc naeb PbotiM rar (ood. l). — AaoariBe SoholiiMi rtolwii
t B. in c«<U. ViBdob. ÜMol. 4», Morciiui. 142 ■. IS, AUidob it&il7 h. 14.
S. bi« Scbotien d» Tli«odor«e moaaokoa «der Thomas HaRiator st«boa s. D.
Ia««d. AKiwtM. L. 44 aap. Sciu« lt«ilv auf Gr«$arioa von Nuiaru (e4. k Normannne.
VtaalatnS: abgvdnMkt bei Miana 14&. 316~3öai Huhmlickfn ZiUlo aiu Ilotnnr. l'indar,
iitM, Doaoatbnwa und EitripidM. — Smdo abrigeu llieologitäliffn ScirifUn aiiid noch
Bidictt. 1 B. CID Knkomtuii aiif JohAnii«« dm Tlufer |eod. Vubcon. PnUl. 374 looc. U fol.
W— IIK), auf EuUiyiiiiü)t. Itücliof vgo ÜMlyts, «lue Schrift De minutiUa returin o( nuvi
iMHumli <c«d. AmbriM. H 'Jl «u|>.) - Ob cod. CoisL 208 &. 16fi6 thni mft lUcbt
ScMmb cnas BOmsrhrief niachivibt. int bei dorn 8eriitfi«n Alter dsr Ud twoifelbafL —
C4*r(*)M profufoi Srhriftco vgl. Krumbaefa«r.
i Dia Scholinn von Johann?« '/.onaraa, Aloxios Ariateaos und Tlieodoroa
'ijt-aaon Ca Arn kanonÜKliea Uriefen von KirdieiivSlDni xii«aiiiin«ii W MigBa< Patr ff.
• '■'i U37. - Vgl_ J. Driaeko, ZonarW KomnMat«' xuni kanon. UrMifo dM Gragonoa
i-n NcvklMraa, Zvitackr. f. wiaa. Theol. 37 i\^M\ 240—60. - Von .lohanni'ii '/.onarmn
<M aaMrdMii notiri'Ti' theologiscbe .Schrifleu unedi«rt, 2 HoinJUrn au Kcslon
4» Uami, 2 VÜm d» bl. SilvMtM und Jm IiI. SuplironiiHi v. JtnuitJiMn. roeiiuila d«
wiMitiw 8pir. «U «t aba advMvin Uliiios. V|;1. Fabricius. Uibl. f.r. II, 222-228,
T|^ Mab Kr«BibBeb«r, - Von ThoadvroB HalsanioQ, dem Palrurchun von Autiochien
n IIH, «nrAbot Pabricins, Dib). gr. 10, 3S2 aoaew kiichenruclitlidien Sebiin«n oüi
" rtjTiasi Tloodofi «t Claudii.
h. Kwmym« Svliolinn tn UanUioa d. Or. und (irnßor Ton Nissa bi(-l«t d«r cod. Mitflm.
I4l- SoJcbo m 5 Elotnilien d«« Job. ChrvMMtomo« eil. A. Papadopnloa Kcramoua,
«nr. Mfi^. '^>^»i. i»-. Kpcl Itiai 8. «6- »3.
C. Askfltik nnd Mystik.
ftS. Charakteristik. EiTri'ultc)irr gi-stutlttt .4Jch cIbh HJId Avr byxan-
Ttieologie aaf dem asketL-tchon und mystischen Gebiet«, auf
lir ein freierer Spielnitim al» auf A>\m dugntatiitchfn und exvge-
i^ahrt Itlicib. Allerdings tritt luioli in der A^kc^tik die Ab-
tlngigki'it von doii VStern doa 4. und 5. .lahrliunderts bedeutsiini genug
krrrnr, aber da» praktiscbe Oiriatenleben und die Nonnen detwelben waren
ia ik-r {lalrintiwlien Zeit nicht der (icgernttand Hynndalcr Behandlung gu-
«onlen, und dichter l'ni.-«Und wtu' filr die weit«i-e Atüibildung der nHkcti-
"l"-!) Utt4>nitur von gfln«tiger Wirkung. Eino fortgesutzt« Anregung dazu
' i I-' das Mönchtuin, welches wiUirend des ganzen byzantinischen Zeit^
tlUtrs in tinzähligen KlQstem und Einsiedeleien blnhte. Die anketifichcn
(Uirift^n ttind datier auch fast ohne Aufnahme von Mönehen verfaast,
«ihn'nd die dogmatischen und exegcti>tohen »um grösseren Teile geistticbo
ud wplUil'he WUnlentriiger zu Verfassern haben. Unsere Kenntni« von
dm konkreten /uslünden in der byüantiniaehen Klost4H-wclt iat nun leider
■Dck m lückenhaft, nm den historischen Hintergnind, von dem eich dio
paxe Litteraturgattung abhebt, f>ennu erkennen xn können.
Am Ix-Hten aind wir Über die |ialft»tini-t<'liun Kloster und Lauron
<lu* (i. -lahrhuiiderta unterrichtet durch die Biographien dej« Kyrilloa von
I^kytbopiili». Infolge der Eroi>erung von Ägypten. Palästina und Syrien
Juirh die Araber w'ur<Ien die Klbster dieser Länder emptindüi-h geic-hüdigt:
dofh «rrhiellen sich manche derselben, wie z. H. das berühmte Kloster de«
btSahha«! Ix^i .lerusulem, wlUirond des ganzen Mittelalters. In Kleinasien
nkivlt Mcl) das Klosterweften am IXiigsten in voller KlUte, deren Kcnntnia
4Didi die Publikationen her\'orrugender MOnchrtbiographien in jUngster
Z*it gi>mnliTt wunie. Die Iteiebähuupistadt Helbtit bcKflUK eine Menge
vm KlAfitorn, an deren Spitze das berllhmte Kloster von Studion otand,
4m «ino Koiho von hervorragenden kirchlichen Fersßnlicliketten und aske-
Bfiaatintiehe Lltt«rBtarg«a«bIelit«. I- Prouisoh« LltUralar.
tischen Sclinffstellern wie Thnodoros, Sjmenn, NUcetas Stethatn^, lion-or-
hrnrht^v Keit. <]t'm 11. Jahrhundert tri'tt'n din zahlrcictieit Kifwtor nnil
EiiMitidoIcicti auf dem Berge Atlmn in den Vordergrund. Hier bJlJHto ■
Kich die Mystik der Ih'^sydiHKton au8: der growDC Kntnpf, di<ssen Gegei^l
stund sie im 14. Jalirhuridort wurde, verpflanzte sich »her gleich vodH
myAÜRchen niif Ann dogmatische Gebiet Ohne Bedeutung ftlr die AsketOfl
sind die lia-sitinnerklöHtcr in Sicilien und Kalahrion geblieben. ^M
Dan byzantinisiOie Klo^tei-we^sen erlebt« auch Perioden doe YftrfalltJB
die noch nicht genilgoiid bekannt sind. Von bobom Interesse ist in diMen
Beziehung eine Hefomischrift des trefflichen ErKbiacliofea Eiistathios ren
TlieBSflIonike aus dem 12. .lahrliundert (§ 66 n. 3). Sie ist mit gnem^J
Freimut gcj^cliriohen und ricbtot ernst« Krmahnnngen an die Miünche *4^|
ThoKsalonike. Der Er/.bischor ntUHr^tt^ sogar ihren Mangel nn Interosso fBrd^[
Vätorsch ritten rügen und erzählt mit schmerzlicher Knti'üstung. wie M^V
KloBtervorsteher ihm auf die Frage nach einer Sclirift des Gregorios von
Nazianz geantwoitet habe: ,VVbs brauchen wir solche Schriften'! Solche
Zustünde niügen wohl nicht in Thes-salonike allein geherrscht haben. Zeuge
desaen M das etwas frühere tiedieht Katii ilyovfitrutr de* Thcodoros
t'rodromos, welches denselben Verfall in der Klosterw-oll bei Koiifit«ati-
nopet voraussetzt (vgl, Krumbacherj. Eine Ursache diese» NiedorgangM,
sicher nicht die unwirksamste, wurde besondei-s von dem l'atriarehen von
Antiochien .lohunnes zur Zeit des Aloxios Komncnos bekämpft: das d«io
Karolingischen Bem-tizialwoHen entsprechende Institut der Charisti-
karier, d. h. die Schenkung von KIHstorn an Laien persnnon, von wekheti
sie mu' allzu oft zur Besserung ihrer Finanzen ausgebeutet iivurden. Dieser
Brauch geht bis ine 10. Jahrhundert ztirtlck und erreichte seinen Höhe-
punkt unter Alcxios Komnenos. Die durch diotte und andere Crmchen
hervorgerufenen Misstünde können jedoch die hohen Verdienst«, welch«
die byzantinischen KlOstcr sich um das Kiichen- und Kulturleben erworben
haben, nicht schiniilem. In lilterariseher Beziehung beschränken sich
diese Verdienste nicht auf das ai^ketische (iohiet. Die byzantinischen
Mc3nche stehen nicht nur in der ersten Reihe der Uiunlogisehen i5chrift-
stelter; ohne sie würde auch die Zahl der profanen Littfmten nicht un-
wesentlich zuntammenschninipfen. namentlich wenn man beachtet, (Iam
xnele derselben enit dann Zeit und Lust zu litterarischem Schaffen fanden.
oJs isiü sich in ein Klnst<>r zurückgezogen hatten.
Die Asketik und Mystik blieb indes das Liehlingsgebict der
mdnchischen Litteraten von Byzanz. Dieser Umstand sowie die dunuiH
folgende Beschränkung des Leserkreises der asketischen Schriften bedingt
die beim ersten Blick auffallende Einseitigkeit dieses Litteraturzweigea.
Zu einem einheitlichen, alle Verhältnisse «nd alle ThÄtigkeilsgebiel« des
christlichen Lebens umfasi^enden System der Sittenlehre, wie v» k. B. In
der Summa theologica des Thomas von Aquino vorliegt, brachte um di«
byzantinische 1lK-«logie nicht. Das Mönchtum mit seinen spezifist^hon
Vorpflichtungun und Anforderungen au das sittliche Handeln, dieses Ideal
des christlichen Lebens in der griechischen Kirche, bildet fast den einzigen,
immer wiedei'kehrenden Gegenstand der asketischen Schriften, und zwar
>
1. Ttioologie. 0. Askatik und Mystik. (} A5)
iBcIstons nicht tn streng systematischer, 8ci))(]«rn iii populAror BiOiandlung.
We d«r A»lcetik eigentflnilicho littoramche Form ist dio ilwr KK/älma,
Iraner. «phoriMti^clifr Ahisclmittt^!. wvlctit^ gL'wU]itilic)i zu einer Xenturie
(Bunontii) vt'rt'inigt wurden. J« nach (lein Inhalte wurden sie nUherbin
kU Ht^tÜMin TiffantiKit, •ftiaatiKÖ, StaXuyixü hezeio)in«t; 8olt«n sind aber
div ein£«lnt>n SAtze innerlich r.a einem (iaiizon verkettet. Auch dio
littoraturgnttun^; der 'Ei^tr^ang xa\ ünoxiii'atti wird (lir uskctiHche Zwückc
■Cewuidt Kiuu spezielle Gattung hildeu üodann die Typika, Samni-
hagto der in bestimmten KlöHtoni geltenden Kegeln, die sich alle an die
j llgBlll dee Begrilnder>) des byxuntinischen MOnchnlebens, den hl. Ba.iil)os,
I IMcliloaBen, und wovon die Typika des iSabbaskluKters in l'tililittinn und
d(i Studionklostcrs in Koit-ttantönopel die vcrbreitetstiMi waren. Kinc
I Wlrdjgang dioM.'r Typika iitt noch nicht vorbnudon; dioi^elben bieten
j Btk IwHODiloru 8t.'bwi«rigkvit4.-ii. weil »io in der liegc-l beütiiutriten l'ensön-
' tdtkciU'ii zugeschrieben werden, während sie doch in Wirklichkeit das
Wtrk zahlreicher Generationen (dnd.
(>«r L'nU'rH4;Uied zwischen A.sketik und Mystik ist oft unklai' oder
n^ lalwh betttiniint worden. Im einzelnen i»t o» auch oft tiicbwierig
a ntsdieiduH. wo die Asketik aufhört und die Mystik beginnt; im all-
gWMOeu aber Iwhandelt die Asicetik die Susseren, vielfllltigen Pflichten
; Im diristlicben I.^hetut und zorfiUlt in die Lehre von den Tugenden und
4(a fDtgegun^itc'henden La«tcni, wiüireud die Mystik die innerstun tieitcn
de» n-ltgiOiwo Seelenlebens bvti-achtet iu HOiiion unniitU'lburen. Qber jede
hriüninto Fomi erhab<men, eminent geistigen Beziehungen zu Gott. Weit-
IDl die grOsst« Anzahl der moratiseben Schiiftfii der Byzantiner fallt in
4u Ouhtet der Asketik. Die inasi^gebende Autoritilt ist hier lla-silios und
■dmi thm dio Meiitter dex geiKtlioben bebens aus dem 4. und 5. Jalir-
bodert. So normt z. B. Theodor von SUidiun als seine Meisti^^r die früheren
Aik«tiker Markos und KHaiaa; andere sind abhängig von Makarios, Kilos,
DitdoclMM, Isidoro-t von Polusion u. a. l>iefles Abhängigkeitsverhältnis
Um »rat noch genau bcHtiuimt werden, bevor die Arbeit der byzantini-
wätm Afketiker in ihrem eigeutliehen Wert gewUrdigt werden kann. Ein
«wentlieher FurljM-'britt über die patristisc-be Asketik hinaus wird sieb
iüwi kaum herausst^dlen. Das Ideal des MGnchtums und im Znsannnenhange
itMÜl die AuffaDKUiig der .Sitttitdikeit blieb itnveründert , und von den
ätllichkdUiprohlemen, welche das Abendland auch im Mittt-lalter beschäf-
tjgfam, Ut kein«« in der byzantinischen Kirche behandelt worden. Doch
zu einer vollfttändigen ObarakterisÜk die Uesultate der geforderten
ichung abgewartet werden.
Hoher ttUiht die byzuntinittche Mystik. Den Ausgangspunkt derselben
die myotischon Schriften desDionysios Pscudoareopagite»,
denen aie ihre Eigenart, ihre kultisch-synibuliscbe Itichtung,
pEdagea hat. Maximoa Confe^sor gebührt aber das Verdienst, die Mystik
pMudoaroopagiten von ihrem neuphitonischen Hintergründe losgelöst
1 innerlich mit der orthodoxen Lehre in harmoniseheu Einklang gebracht
■ luU'R. Maximoa ist daher auch der eigentliche Schttpfer der
kjliaatiuiiivlion Mystik. Ihr bokanntestor Vertreter iu der spStbysan-
t4a
BjiantiiiiBche Ljtteratiirge«chiehte. L Proiaie«lie Ijtt«nttiLr.
tinisohpn i^t-it, iNt infolge <lor Mniiui^injihic von W. tioss der ErzbiäcÜB
von TliütiKftlonike Nikolao» Kuljutiiläs. Uic«iiir liattc jedoch im 11. Jah?
hundert einen Vorläufer, Symeon, dun Vorsteher doH MamasIclosterB in
Knnj<tantinopel, der jenen an Tief« der mystischen Spekulation zu Rhcr-
ti-offüti scheint. iMuk diesen beiden Mystikern, an die »ich NikclAt
Stotliatos und Kallistot) Kataphugiotcs anreihen lassen, braucht die
byzutitini»i'he Mystik den Vergleich mit der abendländiseh-ronKiniächen im
l:t. und mit der germanischen im 14. und 1'), Jahrhundert nicht zu f>cheuea,
obgleich aie die letztere niclit erreicht hat, und auch inhaltlich wesentliche
Vorsdiieilenhoiten zwischen beiden obwalten, ('hnrakt^ristisch Tür ilie by«
xantitiiächc ist der innige AnBohliiiie au das Kultleben der Kii'che, das
schon dadurch zum Ausdnick kommt, daes die byzantinischen Mystiker
ihre Theorien vielfach in der Üestidt von Erklärungen der tieferen,
symbolischen Bedeutung der Susseren kirchlichen Zeremonien dariegtwi.
Hio kilmpfUin gegen die VerfiuSKcrIichung dos cliriütliehen Leben», geg«R
das Aufgehen di^sselben in «tereotypen Formeln und mechanischen Hand-
hmgen; sie leugneten aber die relative Bedeutung äusnerer Formen niclit
die eine kirchliche Organisation nicht entbehren kann und deren Berech-
tigung in letzter Linie auf der sinnlicIi-geisUgen Natur des Menschen »elbtl
beruht. Sie suchten vielmehr das Wesen hinter der äusseren Ersclioüiuiij.
das nicht in Gegensatz zu dieser steht, aondoni daiin zum Vorschein koniml.
Ks muss aber auch hier auf die Notwendigkeit von Kinzcluntersucbungeo
aufmerksam gemacht werden.
1. ToxtKfinimhiiignn: P»tr. Posainiis TheMunu nBOstianii, l**ri* 1884 («olhtt
nur oinin<> bj^7.iintmiHrli<i ^diriftan). — UmfuiKraioiier i*t die von Ji>fa*iino* Hcnr«-
korilntoH virnnlaiiiito Snmmluii): : •filatBUa ttär U^iür rr^rtiiKiüv, Venedig \7fS. -- StU*
i^niniluiigr-ii bliebnii mir un/ugiliigliih. «in wiinlrn nbor Mignes Pstr. gr. cinvMidbt.
'i. Ililftimittcl: Ujo llvi^jLiiliiinr fnndrn bislinr in drn UarsUllungMi dar ticMibieU«
Am clirinllivhcn Klliik u-i-tiig (icinlituD^. Chr. K. Lutlianlt, ()«Mhiebl» der chrialliolM
Ktliik I, l#i|)£ig iÖKS S. 13ü I.V2 Doiint nitlit Qiiimal NikoUoa KabaailH. — Uebsr J»
Kii'liluiiy;vii <l«r grii-uliisdien Mystik b. W. üasn. Dk' Mystik de« Niholiuia CaltwilM.
Omhwuld 1^9 S. 31 -G3. - lii di-r (fencbichtu <lt-r thri9t1ii.'bcii Klhik vou W. Gas» 1
(Barliu 1^81)487-4^7 ist dii> auf Uyinm bv^KÜcbc.- Daratvllung aiiffallonil oiivo1lBUndi$.
-- 0. /.Sckler, Goscliiclit« dor A«ki»Bi>, Frankfurt IS":t, war mir nniugknglich,
S. Sehen tttüiar wurden die griediischen Asketen in .Sanimolcodicrs VM«iiügL
Pbotios, cod. 801, b«aolireil>t ein« Hh, die Markos, Neilos und KnTpnthias «nthjolt Nabca
dimon Sonim langen, von denen aa alte H«s gibt, vi» e. U. rod. Angolio. U 5. 7 aaMi. lO,
md. I'nri». 918 nac. 10, cnd. Mntin. 13 aaee. II, cod. Vindob. Ilieol. 238. twd. Atlwat
!)0T8 x. II. '.i(Si<\ H. 11 a. in. a.. wurden Aii^d^n nu« vprurliicdtincn Askclikero lM>rg«(rt«lt(i
wie t. II. cnd. Mnnni:. Slü sacc. 15 teigl, in linndlidiom Kuraiitt. nu^enacliiMDlicb xa pnJt-
tiolicn Z wölken .
4, Vür ilic bj'EuitiniBcli« Honnsleriologie, die noch «in weite« Arbeitaf^ld bielM,
vgl. Sd. Lampren, U. Z. 1 (l^SSf IST (ganz allgemein gebalUne BetraobtuMen). — 1.
Sokolev. Die Insaero und inncTO Lngc< des byzant. Münrhtiuna von itt MiU* dea 9. J*lii<
biioderta bia »iin 13., Praroel. aebe^odaik 1SU-J-U4. Vgl. B. Z. 2, 850; 8,S09f.: 4.l$tr.
— Woitm« liittoTatarMigaben tn ^ 88 nnd bei Krambacber.
h. lieber das Cliariatikarierwcaeu rgl. Tb. Uapeaakij, Diw lynko« de»
Kleoloi« de» hl. MamM in Kpol, OdeaaMr Jabrb. 3, 1 (Odem I8S2) 72. 7.'>-7t(. Vgl. t). ^
ü (1S9S) 1S7 r. — W. Kissen, Die Diatuia d«* Michael Attaloiato« vun lOTT. Jena MfH
8. 52— U4 (etwas otnacitig).
ß. Dna Typikon dea hl. Sabbna ed. pr. A. Dmitrijevski, Di* KlostorrageU
dM hl. Sabbaa. IVudy Klevskoj ducb. nk. IK90 1. Heft a 170—198 (roadsck). Tgl. E.
Xnrts. B. Z. 8 (1894) 167—170, der einen rerbcuaertsD Nenilraek des IVxtM vetis-
•taltol«. — DImo TexteardUAsieu ist eicbur nicbt die BrB]>rrSii):b<'be. Auch ia( «• ftac*
lieh, «b der knne Text vollstSudi); ist. F.in weit Ungetee Tipiken rteht in d^m dm,
Coisl. m Stec 14 fol. 318 m iuit«r dem Ti(«l: Jmtoi>( fir funrm^wr mtI äjitm
I
i, Tlwologie. C. Amketik and Hjatik. (g S6>
143
Wt/fiW' Stif» tt I»i' liiyäXnt Kai HtoJooiov loi' xvtroftdQX''* "'t* r""'' Uorajüv . . . ,
im Anhnx alitninl nirbt mit itvin kURon Text fibomin. I^m Typihnn ili« Staditto-
Un(ni ei'ht unf Tbeoduro» Sludite* mrdck (vgl. $ Qlj. — Durch AlhanAciu». A^n QrilnJnr
IvUnra aiir A»xa Athoa. viiril« es tarn ü«iiitiiugul itur AtJioriklGKkr. Die drei ima%it
LdttÜdmi Sclirift«n de« Alhuaaaios (c. 070-1020) eil. I'b. Hnynt. Die Hiiupturkuiid«n
(b £« HMcUdile dur Allioaklüaler. liOipci^ 1804. S. 102-140. - Eioi^e andorv T.vplkft
Aaaw Art veRMchiMt W. Niestfn a. a. 0. S. S T. ~ Sie »ind niclil tu venreohMla mit
in titontisrliMi Typikon, w«von L AlUtiuH, De Itbria «oclfs. Oraecoruin, Poriii 164ß
9 4 10 budelt, iMcb mit don Tatmü »iijtDfiKH, dio flbng»n« manoliiniil auch «inen nalc«-
ImIitr TeD bi«l«a. Vgl. NiiRrn n. n. O. 5 SI.
7, K* ^M Msig* bMtitnmIn ThcmntA wiknlischDr Nalur, din nicht mir von den By-
HBhBWU vrnichirdMitlich h<>hiuidu]t wurden, sondern ihr (iogrnBtQck auch in «ndcren
UtUnlarsn besitzen- Vgl. ilin Studicu von Tb. Bntjuskov, Ujo Krtilhliini;nn flbnr Hmi
Sm ntMlii'D der S«ule lind dem KOrpur iu der iiiittulalturliuheii fiilturittur, retorshnrg
M <b. Z. 1 {Wm ns r.). K. 8. ähuckburgh. TIio suiil and Uiu budy. Cumbriüso 11^
A Z 4, 1T2 n und J- Kdanov, Du Gtapttoh der drei lieiligttn VAtnr und die iocA monA-
«bnn, Jeoni. Hin. Bd. 279 (169?) 1&7-194 (B. }{. I. 3GS f.).
8. Von Inlerene ist die von Jul. Nicolo, Vd tnaii do murale |in>*cnnn diristinnisil,
•W Ifl92, fo dem wd. Qener. 41 s. 15 walirKeaummi-De. fDr die Jiiguid losUmmte, ehrist-
lirtu llraibeitsDM d«e Konunenlan d«e Uierukiv« iii den K^ildi-iion ^teben dw l'j-thagonui.
V;], 1). X. 1 {\o^^ 3r>2. Die KnUtebiuigMi»i( divavr Ufurboilung Ist noeh so bMUmmcn.
56. Johanne» Klimax (7w«i-i»j5 Äi(>i«f). Nach oiucr von Daniel,
■Mira Mriiic-Ii Jus KIo»tiT>i Ituitliu am roU^n Mfier, vorfassten Biographie
nrd« JohanitcH, der iHt; ßeinamen .Scholaetikos, SiniiitcH und nach Beinern
Hn|tw«rkc Klimax fllhrt. um hZ'> geboren und trat im Alter von 16 Jahi-en
Id Äan !*iHaik!i..si*!r, wo Martyriw und Aiin.sta»ioK, dor Npätoru I'ntriarch
mn Anliochii-ii, ihn in da;- Mönchsk-boti C'iiifUhrli.-n. Nach dum Tudc- dus
Miirtyrios wählt« er da» Anttchorvt«nlehcn und verbrachte 10 Jahro in «iiicr
'!"!■ iitn Fu8s»> dps Sinai, \-iel besucht von Asketen, die seinen Rat or-
I Der Unf der Mftnelie vom Sinni, die ihn zu ihrom Abt erwählten,
ihn in dmn Kluntcr zurUck, wo or das Vorittc-Iieranit oinigo Jahre
ilii'ti.'. um bald wieder in die Einsamkeil xnrDckzukehren. Er utarb
s Jiüir r>(HI.
Sein asketisches Work, da» or auf <tie Bitten des Johanne« von
Bdthu Diiik-nichrivl), nnnnt« er KUfia'^ mit Bezu^ auf die .lukobsluiter
■ad tciltf e« in 'M\ Abücbniltv ein, entsprechend den :W Jahren dea vor-
hvgHtt^u l^W'im des Herrn. Inhaltlich zerflillt es in nwc-i Teile, wovon
fcr nstu die dem chrisliichen I*ebe» enlgegenttteb enden Liisler behandelt
(Kap. I —23). wAlirend sich der zweite über die moralischen und theologischen
TI|]Jmm)«u verbreitet (Kap. 24—30). I>er genelisdie Zusammenhang, dou
JakutHM Qberull horjCUHtellcn sucht, ist oft rein itusserlich. Seine (pullen
md di« hl. Schrift und BOJne persönlichen Erfahrungen im Geintcaleben.
Di» I)«nit«llang dersen>en. die auf unbedingte M'ahrbftftigkeit Anspruch
■acht. unt4>rbr)cht OftorK den Gang seiner Ausftlhrungen. AusKerdem zog
V (rflherv Asketen horbi», von denen er aber nur Euagiios, Kaaslaii, Paput
ir I und einen gewissen Georgios Ariilaites nennt. Die Darstelhing ist
und entbehrt jeden rhetorischen I'runki's, D*'r vulki-tUniliihe Ton
iriht «ich auch durch die hliuligo Anwendung \'on Sprichwürtcru kund.
jeLtl «jllwtifindigo .Buch a» den Hirten' bildete ursprünglich den letzten
_ hnitt der Klimax und ist an Johannes von (taithn selbst gL>richtet.
Ib BewetH für die Beliebtheit der Klimax in den byzantinischen Müneb»-
knim int dio reioliv Aiuuhl von Hss, in denen sie ilberliofert ist.
144
BjsmatiDÜichB LittflTatargeechiohte. L Proeaiaobo Littöratori
1. Ausffab«ii: K-1. iir. MatthSus Raderus, Paris lÜiS, mit aiocr aoaitUiTlikkM^
KinUituiiK. iti Vit« ii(« DadioI nnil Scholim; wiod«rhall M Mittno, Patr. gr 9B, 5M-i209.
— Kitiv n«iip Aiuignba b^iorgU 8o|>hr. Kremiton, Kpol 18H3 (nir ■nzmsitiiglicJiV
•2. üilfHiniltal: C. Uudin, Cumm. ilo iicripL ocel. 1, 1437—39. ~ J. F«*til«t.
IiMlituI. I'atrol. -.'. UDO- 8»7. - Kabtiniu«. Bibl. gr. 9, ä22-S£ä hat viol« Ihi vonoiebad.
— Diu voll Jubnniioa Klimax uiiKcnkitun Sprichw&rter lUMaineBgMtolll b«i K. Kram-
baoli«r. Uittolgrieehiadio SpriobwarUr. UQaGb«ni l>*St3 ä. 220-232. Eb«nda H. KH f.
«iniiKu SiiriubvOrtn mu iaa Pntuui »pirituale iIhs Johaan«« Hoacboa (vgl g St). — Haa dar
Klimax mit Hiaiataren hobaiidelt .1, J. Tikkanea, Acta mu. »oiMittar. Founicae, IV
(».■iMii^fore 1893) Nr. 2. Vul. B. Z. 4 11890} 2ä.V - Eine rnciallis der Klltnax ist mi
VaUcan. 8059 mm. 10; Üt^ ml cod, Paris. 1069 «aM. ». — Einige« bei O. ZSckler.
Das Uhrainck ren dnn 7 Uauptaanden. ManchoD 1893 S. 47 ff.
8. Zum Leben: [>ie Abfamfun^atcit der Biograpliie de« Jobannea von Danini ««■
Raitlia (bei Mignn a. a 0. 596—608) ist nocb nOhor tu beatjmmnn. H«i Miga<> rhir()>)j
60^-609 andef« biograpliiai;!)!) Fngmente. — Kine Tal|$lrjrieeliisrho Uob^raotxung ilicaHr
Vitu Ton Sopbrunius IliuruiDunnchua äUbt in oed. Athoua SiSTS a. IC.
4. Srhution: Sulcbo werdon Mobon Jubunnea, dem Abte von Rnilbu, EU^eecbrieWli;
Intoiniadi bui MiuUH a. ^ 0. 1211 - 121S. ~- Das gioMg Scbolieiiwork des Klioi v. Knt«
(tluhl t. B. in cuad, Memsn. 128—131). EiniKea davos mit ScLuLen vna Pliutioe n. Am-
sOgen aas andeien AHketik^rn steht bei Migne aiii Sclilueae eines jeden Kauitelii. ~ Frtf,-
■nanto von Scbolien dm l'halioe ed. A. Papadonulos Keramena; vkI. S. 77. — Ced.
Sabbait. 407 »wo. 1'2 -13 cnth< «in laogM Kcholion von Midiael Piello«. - In oed.
Ambro*. O 8 lap. aaee. 11— IS «lehen Sdiolia Dindnchi znr Klimax. — Cod. Tiodob.
tlii-el. 1^0 eiitbnit EinlHtun^iwIUcke xia Klimax von «innni Mftnchc ilit-rothueit. — MfdiraN
IIhh. t. B. c»d. Vutit. -tlU, oudd i'BriN. K6H. 684, Mb, Ml, eod. KUraiiio. Cl. 2, l»5 mm
III otc. (SDtbullun unbukuiintp Sobutitn.
ö. L'ubersetzuuguD dur Klimax sind in rerscbiedenen Spracliun vorhaatoi:
«iiiu IntuiiiiBubu von AngvIuH Je Cingulo 12!)4 wurde von Ambraaiu» CnmiLldaliriiiiia rrri-
diert nnd («rscbien Venedig 1581 u, Cfters. eine vulgBrgriechjscIie beeorgle Maxiinot
Margunioa, Veuodtg l&BO, eine altiteüeniache liegt vor in derCellcsione «i «pi-ro inediii
o rare. 31, Bologna 187.^, sogar eine aiabiscbo in cod. Panorm. bibl. uatten. III D 2. Eist
elnvisclie erwnbnt Knbricina a. n. 0. Ji"27.
ß. ?i<<itgnnii>isn dra Johaiinni Klimnx war Johannes dnr Fniitnr (i r^jartn^i
Patriarob vnii Kpnl r)>{2— ->D'>, bekannt durch »einon streit mit (ircgor I wi!g<>n d« TilcU
UaiQia^jxli oitavfiinmt. Kr «alt frllliuf aU Virrfnasor einer Anloilung lur Vervolluna dn
BuaiiHakrampnt'^s, dio in *«fi Koci-iiaiom-ri bei Mi^nu. Pulr. gr. 8S, 1889— 19S2 itaVut^-
i. A. Bintorim. Diu vonBgliibstun Doukwardigkpituri der ehnstl.-kAtbol. Kir«he j. ^
(Maliu lt>29) ä8!t-:ttlO wivH ibrpii niiill«ri>n UrHpruii;; nach. Sie wird xiier«t ran Km*
ataiitinuH Hnnneiiupiitus und Malthaeos Blastorea bentitit. Pitra, Spicileciiun Sei»
menHei 4 (PariH \fi:A\ 410-444, und Jaris ecoles. Uraecorum hisloria et Tonnen ta t
(Rom |H<!R) Tii 237, bat indessen nenn PoenitontinlaRhrirten iinlnr arinem Namen vtr
nfl'nntlioht, ») dasa die Frage Den zu iiiit«niHcJir>n ist, Ein<> Homilio UiqI fiiitirmm ki
Mi(;nr n. n. 0. 111117 — 1977, die such .Inhanni^» (t<>ni Fnator xugcnclirii.'bi'n wird, bowift
xii'ii unT di-mnrlbDn (inbiet. — leider ron Sevilla, De viris illuabibus cap, H9. berichtet,
itoH JdhanneH dor Fuater «ino Söhrift Über dia Taufe an L(-uider von äevilla achickto. Sie W
Jant VPMrlmllon. Kin Aäyof ntQi itäfov i^"( ^i'/^; ■■'«u roö erujuvrn; «"iid ihm il
um ead. Tniirin. HS ». 15 fol. IU6 — Uli buigulegl. — Von der Biographie d«i JobnmM
Neatouten, di« der Pri.'sbyt«T Photinus in Kpel bald iiuob denen Tod verfaßt», habcB
diu Akten de« 7. Koti/ik ein Fragment erliolten (M&riai, Coneilia 13. 80—80),
T. Jobannt-B Klimax nennt einmal den latoinisrben Abt Ktinsian (Migne e. a. O. 71&X
deaaon Schriften Hiiinil >ii'hon im G. .Isbrhanderl in grincbiachor tTobersetirnng voriam,
nicht rnil cur '/M'\t äe* Pliotins, der in dem Myriobiblion cod. 197 droi Opuflcul« deaaelMB
orwäbiit. M. Petflohonig. Jiihannii Cnimiani opcra 1 (Wien l.St^) XCVI -Ctlll bietet
einiges xiir Ki>niitniii dieser Uobomebtungen, die noch nAbor tu untcniudien aind.
8. Anantiisioe II. Patiiareh v. Atiliocbii-n {399-602), übcraotzle um dttwe Zeit db
fiegala fmutoriiÜB des Pnpeles tiregura I. Vgl. Urugurina 1. Regiatr, epiatul. I. 9, ISQ; 1. 12, 21.
Dieau t.cl)uT«utjiung ist noob nicht wiedergefunden wurden,
57. Symeon Stylites der Jüngere {ivfituir ä vt'a;afviXii^i). »o I»-
nannt zum Unkmchiedi! voi] dtMii gioäüeu ätyliten dos 5. Jiilirhundtit^
int einer der hfirvorragt>nd.sten Vertreter der griucbiscben SäulutibeiligtiiL
Seine IHiltezoit filllt 7wi»elti>ti 521 —59ß; er war ein Zeitgenosse und pei^
tH>iüit.-lio- Bvkauuler dea Kirdiuolibtorikei-s Euagriw, der iltn wiederltult
J
J. ThMlogi». C. Aaketik and Mystik. (§§ 57—58)
145
t. Von Hvioc-m frü)ii-»tcu Ju^ciidoltvr an lUlirto er das StyUt«n-
Mf «inmii IlQgol in der Nähe von AntlochJen, der von dvn wuudvr-
hnn Begebenheiten im Leben des Heiligen ,der wuutterbAre Borg* go-
DtttU wurde. Tnter Btiinem Namen siind 'Mi aeikoti^cho Abhandlungen cr^
hdUm. wi'Iclie i«irli ii)M.T v<;i-)>i.']iiL-di-iic- i'unktv dv» cbriHtliclu-u Tugendlebena
Ytrirvitcn mit spt-xifi^tch niöncbifH^her Färbung. Symeon wäre aufrichtig zii
Wenn dio Aoficbt von Antonio Iloct-lii zuträfe, das» er difjie Al»-
ngen im AIUt von etwa 14 Jahren niederge^chrielM'i) habe. Diese, un-
liebte des toancbma] ))«dentcliobeD Inhalts der Abhmidlungon, wahrhaft
iUnIo Aufittellung beruht auf oiner fatscliuii Vorstollung des Styliten-
bkna. Von dein lutervtuiu Symcoiui an dun gleichzeitigen theolo-
liickon Koiitroveraen und kirchlichen Wirren zeugen t'i-Agmento
m Rriefen an Justininn und .lustin II, die sich auf die Ne»<lui-ianer,
!iyi(iteii und die Sekt«; der Sanmritaiicr bciciehcn und von Suphronioe
T. JttUMlvni und .lobauiiuä von DanmiikoH bor^utzt wuideu. Ks wird Ihm
■Mk eine Apokalypse ziige-sehrieben, die das beliebt« Thema vom Ausgang
4rr Swl«- au» dem Kilrper behandelt. Ausserdem gehen liturgische Gebete,
Ujniiwn und Troparieu unter seinem Namen.
1. A*«Kab»n: Die 30 uk«4ischMi AblunitliinKcn ed [ir. .1. C^txa-l.mi, Nova Pittr.
ttti. S lB«n 1871) Ä. 4— 1S6. — FVngmenta kns dnn WzMoa bei Migne, l'iilr. gr. 86.
' £14- SD. • Diu ApacaljriMB Ulflinwofa in Bibl. mHxinm rntT. Lugd. 7 |1U8T) 1228 ff,
2. I]ilf«iDil(«l: [. .MlatioH, De Rx>>>oonuTn tcnftin ilinbibo, l'uitt ISlH S. lT-ä2.
Antonio ttoL'cb). D« uttbonlicin wraiouibui S. ^^;^K>(lIlU KtyliUo in der AuHgHb« von
fxia-luii .S. XVII— XXI. — A. l'kpadopnlon K«rumeuii, Iv/inüf i ffaffiri«re«ffirw
iK .,«ve"V«f «"' f*^*'f- Vi». Vr. 1 11894) UI-löO. Vgl. U, t 4 (I89i) IW. - Uebw
' liien UiMluupt n. die intriviiHntc Studie von H. OcUbaj^e. Lvs StylitM, St. Simäun
iimUIcots. lU-vue il. ^uMtiuiui biülur. Nouv. S66<). 13 (1891)) :>2-\QZ.
i. 2«m L^ben: Auuner 4rn Nodiricblun tob Kiugnus Ilist. occi. 6. 21: 0,33 Iw-
atan wir 8 Itlattniiibieii Symeonn. Di« lJt«at« wurde vuu «oiui>ui SubQlor Arkadlos,
frtwiliiif roB Kusslanliii auf C}'|)»m. verfuat und tou Jobann«« von DomnAkiM und
ttl itt 1. Synod« lilicil. Aiiffitlge ans dctMlben gd. A. Papado^nlns Koramvun
i «. 0. UA— 148. aDI-«H. Oani erhalten in oodd. Sabbait. IOSIl 11. cod. Rodl. Itarocc.
SU k. i:;. )l<iaae. 8H a. II. Eine vollatindige Auagsbn w&ro whr wflnsrlioiiHWcrt. V»!.
^ ' ^ "^ '.; S80. - Di« iweit«, von Nikoplioros^ Ovgaröt, Magister in AnlioRliion,
pr. AcU SS. Haii 5. 807—401; nhgcdnickl bei Migno, Pnfcr. gr. S8, 2.
..'^ ■...:., wt nn« rhrioriiKliD t'vbnrarbtiitting dor orston. Uimo bpatelit nux vielen
fiMabntblonErn >tin M'andcrUiattin den Ik'iligcn und bi*t«t in lUHnobrn IVrticii kiittur-
Uiinnt. l.i • InIcTcww. Üvo Lc-brnMoit dta Nik«uhor«ia Uranos fttllt in die Kipgi«rung tJuai-
t 102.^1. ßoncUnng v*fdi«iien audi aie Itixot toi- Ovpafvp iif^c iiir Svfttoira
•<' I , att;f in cod. Valican. Ollab. 834 aaoc. 15 fol. 198. — Die dritte, <run einem
'■«annca retria«» Terfannt, int noc^ uncdiert und aU>b( iu d»in cod. Monac 8 auc.
14 M 137—143. — AtuallgK aua der erBtou Vita bei Hunai. Cuuoilia 13, 73—30.
4- AI« 2ellf«aMse SyniMina gilt laaak der Syrer, dcwau ultvUacbs Ahhandlnngon
•w irv llABchcB d«« Sabbttakloalera Patrikios und Abramios in» Uriocbiac^ho Dber-
MU «MrdeR. Kd. fr. NikapfaorosTheotokea, Loiiwig 1770 (mir nncnRflnglich). Kinnn
IM M SyaiMo (Slylili-H?) od. Costa-I.uii. Novo Fatr, bibl. 8 (Rom 1^71) », 157. In
4m Rm iai itiii AuäU dimrr Ahlinndlnn^on v»noliJ«d«n. Vgl. A. Khihnrä, Diui Klo*tor
MbEMa ia PalJMiM, lUtn. IJu^aUrbr. 7 (1893) MI. Der altrrio /.«ngo der i:nbnf
«toi« i« ibr Vnülciod. Paria. Suptd. gr. 698 (a*n. 8- 9 roll. 7tS.
& Km» MkelMoliv Abk*»dl«itg «in«« Symeon ■■'taanois^Mced. Coxm-I.nxi, Nova
fitr UU. R (RaH 1871) 8. t— S. Nab«r0R int Qbcr dicKD ['orvUnlirbkoit nicbt bnkiinnt.
&6, Dorotlieoa (J»eöit€o^), Arcbimandrit in Pulilstina, war ein Schaler
il» Abtra .Icibanne« tov Ste^äov, der selbst BarKuituphios zum Meister ge-
habt katte. Damit it«! neim' Lebmiszeit um Endo das 6. und nm Anfang
it» T.'Jahrbundi^rts feutgentellt. Wir besitzen von ihm ausser 8 kurzeti
IMtaMfc 4m IUb. AlttrloiBdrlHawlan IX. 1. Ahl1(. 2. AuS. 10
U6
BysantLnlBch« UUentargwebIchte. I. Pfoaaisclie Uttoratnr.
Briofon utskcUüChon Inhalte eine längere UHketiüclie SchriTl ^/lAm
xttkiut ifii'xtaiftitTi iiä^oQo* in 2-t Abxclinitten. Sic itit ausHchliewtlicIi Mp
MOnchskroJB« bestimmt und bekandolt in zwangloser Itcihonfolgo die
Pili cht veHiültitiiuic du» Klost«rU>bcns, von der W(>1U-iiti^ii)^ng, Ot-inat,
Ciotti-}>fitrcht an biB zu dt>m Amte des SpeiRemeieters und d<;i' GeHtalt ies
Mönehskleidei). Wie bei der Klimax sii bilden auch liier die eigenen Er-
fahrungen des Agkelon und seine Uiiton-fdtiiigen mit anderen r*'pnri»s liic
HauiJ^uclic V'on Kchriftlicbun Quolk-it lienutztci er dati rfff'nitxui,
BoHilioa, Gregor v. Nazianz, Chrysostomos und Euagrioa Die Daratelliing
ist sehr einfach, nQcliteni und ohne rlieti^nflchen Schmuck. 'I'hcodoros
StuditcK zKhIte ihn zu den liorvorragen<i»toii AHkeU>n.
1. AuNgahuu: &I. pr. Bnuil 1^6!*. Satti ilrr Auii):iLh«' von KnMito Ducjicih and
Gallanili bei Migiie. f«lr. jjr. HS, 160Ö— If^H. Der 24. Alnctiiiilt nur latvinwcb.
2. Htiriimitt«): C. Ouilin, OuuiDi«iitariui ilo Hcriptor. etd. 1. 1623 16W,.
FabrioiuH. Itibl. Kr. U. 103—108. Bi«r du Vercnchiiia der von Dorothiemi gctuuinipii
MOncJie null vuu Haa 4er DoctrioBe. Die Zahl im l<>Uti.Tau li«am aidi Iddit Tormobroa. -
In die jetzia« OvstaJt Bcbeioeo die DoctrioM «rat durch viueu Maacb dwKt<Hrt«n Stadion
imlur iltMii PnlriitrclieD TarAsios v. Kpcl geliraclit wurden lu sein, Dieser ve/sEiaU)t«4e
jedvufHlls «ine Ausgabe ileraelbe mit einem Vorwoit, iIia einif[e8 BiaKrapliiacfae ealliAlt. —
Eine Untenncliiuig Ober die Tnnrhi^denen Trfliter d«« Namen« Doi^faeoe fehlt. Ondiit
Aufatellongen mOsecn necbgeprnft nnd namcntlitli miuse dM Umfang der Dodnnae noeli ent ^
UDigrenit werdi'n. ^m
59. Antiochos {'Arfhx''i), Münch des Sahhattklosters in PalästiniH
wurde nach einer Noti^ in einer Wiener Hs in M«do»aga unweit
Aolcyra in Oalatien geboren. Änf diL> Bitte tyKinv» Land^manne« I^u>4«-
thioe, Al>tee> des Kloeiters Attaline in Ankyra, der auf die i^chwicri^-
keit hinwiott, hei den damaligen Kriegttwirren viel« ßUchcr mit sich »i
schleppen, verfajwt« er um 620 den Ilarät'xt i^g trg äyta^ ynntft^i in
130 Kapiteln. Dieser Abrlas der Schriftlehre «mfasst nur die Sitten-
lehren, welche die MSnche intereBsieren konnten; nur das erste und Aoa
Mziü KnpituI hi^Hlhren die Olnubenslelirc mit unverkennhnrem Seitenblick
auf die Munophyisitc-n. Alle übrigen verbreiten )«ich über die Laster und
die Tugenden des praktiach-rcligiösen LebLins. Wie Johannes Klimax
80 sucht auch Antiochos die einzelnen Kapitel logisch untereinander zu
verknüpfen. Neben der hl. Schrift, auf welche der Hauptinhalt der Schrift
zurückgeht, benutzte er fluch Väteriichriftim, die aber nur Heltcn mit Xamon
genannt werden. Daas durunter Ignatios v. Aiitiochien und li'cnaeos an^
drücklich erwiUuit, die zwei Klemens von Rom zugeschriebenen Bri'
über die .lungfrauBchHft nurigiebig verwertet werden und der Brief Pol;
karps an die i'bilippor Antiochos nugunscheinlich vorlag, da» alles ist
Beweis fUr da» Interesse des Kompilators an der ältesten cbristlichfi;
Litteratur und verloiht seiner Arbeit einen neuen Wert Das
Schrift angehängte Gebot, eine ergreifende Klage über das grosse Klei
welches über Jerusalem und das hl. Land hereingebrochen war, rührt au
von Antiochos her.
I. AuHgnben: Nnob einer taUiDtHcben Ausgnbe von GotlTr, Tilmann, TariB 154
ed. pr. <Ftontu Ducaou»>. Ribliolk votorum Patr. graceo-Iatitia l (Paris 1624) 1019— IM
■bgednicltt bei Migne, Pilr. gr. m. M15-1B4D,
3. üilfsmittel: Fabneius, Bibl. gr. 10, 490 -504. — Ducbosne, MiseJon
mont Allioa, Archiv des tniAsicne eeieDtinques .1. !t {Väx'w I^Tß) 438 hnt FraRmente nt
Uuiialha ateo. 7—8 wahrgenommen. - Die BenatnmR dnr («oitdok lernen tiniitclien Brie
I. noologift. C. Aaketik and Kystik.
59-61)
Tml de« ra1ykHr|>briBf«a wurd« lueret BHcbRCwieiseii von J. M. Coltcrill, Moil«tn Cntioimn
I •sd ClomonU KoMtt«ii to Vtrgiiia (tlrat prinloii ]7.'>3) or tltfrir Or«ok rcnioii nowly dücafiir«d
b ADtJoeliiM Pda««tiiMinfli^ EdinbiirK 1^84; dorselb«. Tb» Egiistle of Polycurp to tbo
ni>1ip|>iuis *mi the BamlliM of Aatiorha« Pnlflpslinensis. Tlie Jonmal of Philoloej: 19
\\y9\] 'Mi— 286. — Der Atwiclit, w«Mi«> Colterill xujRloich Saesertc, AbümIim sei il«r
wulilirfae Vurfuaer d«e Polykupliripfc«, hitt C. I'aj-Ior, St. Policarp to tbo Pliilippianfl,
'TW Ja«««) of rh)>nloB7 20 (i^i) e.'i-lIO. zu vjpl Khrn onricevn. -- Dur Drk'f Jm
: Arttocböa «n Em*thiM «nthnlt rinigc wertwollo Niioiiridhlon tut Gmrliic.lite d^ Sttlibas-
tWiim TrI. A. Ehrbard. D» griccbiiicbe Kk>t«r Mür-Kobnin PnlAjiIinn. ROm. (JuartAl-
•ckrift 7 (1^3) Sft. — Di« kuixo Noiic flbor diui I>cbnii iIcs Antiochnii ncbut Vorwii oitiM
KaBalantinoa Tmrait«« auf den PaiiJüVtea ed. nlui dotn uod. Vindob. thnol. 73 r. 1129
Laabaciua Kollar.. Comra«uU d« bibl. Cfl«ear. 8, 8üO, 354 f. Vgl. Mob 9 65 Anm. 1.
S. Zwei ZcDtBcien uk^tiacber AiimpiUch« an «inun gewiiMn Tboaduloa sind g«>
<niekt naior d«m Nunen d«s ProiibyUra He»)-cbios vuii JeniBa]«iii (b. Jalirh.). boi
iigBv, Pkir. gt. 9S, 148ä~l&44. Sic Keb3n<n aber «nom Hrafcbfos an. d«r Kiitbcgu-
wtaim de« Klo>t«n t^c i<n'«D nnf der SinaibalbinMl war (so nacb U<<bi>r8ebrift in t^oil.
VaDicvIL B 21 Mec. U fol. 2C0'. Dodl. Cromw. .'■ snoc. 15) und wobt in das G.— T. Jabr-
knderl ^»bArt. Dia lill«4sri>ich<< Matt^rinl, wcli^lio^ iint^r d<^m Nnmeii Hemrhioa g«bt, Jat
aMh n siditvB. Die von A. Mai. ClomiH niictorm in fitont l«:!") S. XXXI uigoldlndigla
tmgfb« iat nicht n atando fti-konitiirii. Die Krklnnintf di-x liucbnn l.«Titicna bei Mign»
LL 0. T87— 1180 (nur lat^nisoh) int aichDr «odcT von Hc^^ios noob von einem andcron
Marhen Tcrfaa»!, 4b aio den Vulgatatext zu Örundo logt
60. Thalassios {^aXtkaioi). Prit'«ter und Vorstolier oines ICIostors in
Ai't liLywrlii'ii WiUlc um OrjO, war ein Zeitgenosse des Maximns Uomo-
logftcs. der ihm Keine 'Ef&>Ttjtriii 7.\ir lil. Scbrift widmete und in Korre-
spondenz mit ihm stand. Er liintorliess 4 Zenlurion ff»pi öyärTr^s xal
ijn^itiai Koi «rjc xcirti rovr nohtn'ai, die an einen Presbyter Paulos ge-
riditct ttind. Dio Anfangsbuchstaben einer jeden Zenturie bilden ein
Akrusticbon. InhaltJicti »lind 4)i> kui^EO Aphorismon Ober dn-s ttskeÜscho
Üben, ohne weiteren Zut^umnumhang. nU den durch den Üogvnstand selbst
gqpBbwieii. Gegen Ende der 4. Zunturie geht Thalusäios nuf dogmatische
Lehnm Ober, aber ohne ausgesprochene polemische Tendenz.
l. Auagabcn: Ed. pr. <Kranto Dacaeua>. Bibliutbeoa Palr. sncco-Utinn '2 (Pnria
^nilllTVa.: wi«Jerbo1l kiOallandi. Vct«r. PHtr.bibtioUi. 13(1779) »-■>] und hjernua bot
HpEa«, l'atr. gr. 91. U28-Ui;9. — Eboiida 147S— U80 oin LibeUus ad Thoodoaium impn-
VwMi. weirber «in^ni ZcitKenoBaen Kjrills rnn AlexandrioD naroena TbnliuMion EusahOrt
3. Iliifsmitt«!: Fabricias. ßibl. rt, II, II-2 tU, - Aettvr ala die biet «r-
"llaliin U«s ial «od. Polropolit SS mwc. 9 10, Hi^ fol. 21 Toii ctvtov HaXaaaiov ttaxiifm'
wl ^av/iiain' ngiXoyot ih rifr rteiinpcuioiiitji'.
S Wenig bokannl ist Jobannoa. Disrliof dor Inaol Karpatlioe, der wabraclicin-
Utk m da* 7.-9. Jabriiaiidnrt gohnrt. Tnlir «i^inom Namen geli«in CnpitA linrtatoria ad
■■atrknu ia ladia. latainisr-b bni M igno. Patr. gr. Sh, T91--827, griniihiBrli in dar •^■la-
taiit imr Ufär rtpitutir, VnRDdig 1782 S. 241— 'J57, die Pbutios in acin«r lliblinthoc». cod.
Sil. bmpncbt Kino xwpitc nakdincbo Sohrifl. 117 Ktaiikaia .ftalojizii xoi j-nunoifJ
■haand. aUhl in oi. Sabbait 408 aaec. 9-10 fol. 12—34. cod. Subbait. 6(1 ita-ic. Vi
kd. IltV — ISS. co<l. AaKdio. fl &. 7 Baac. 10 ful. 24j ff. No<ib weiti>rc Kttfiilnta in cod.
TaU. Ibrot 3u7. -- Di« Um nenn«n ihn duichw*« Biacbof von b'arpatbua. - Vgl,
Filiririn», Bibl gr. 10, 73.S f ; 11, \Tt. Sab Zweifel an der Eigeu§<'.bart dt<a Joliannca
■b hiMik*r iat nagerecktrertif^t; wohl aber mnss die Lebensz«!! dogsolbcn nocli naber be-
litmä wardan.
81. Theodoros {fifi^w^o^). Aht des Klosters Studinn in Konstnnti-
Bnpd, iitt oino dor odtiUtt-'H GiiitMiten dvr ganzen byzantinischen Kircht.-ii-
luil Utterattirgf-schicht«. Er wurde geboren zu KonstAntinopel im .lahro
TSB;toin Vutcr PhotinOK war kaiwriirher Zolleinnehmer, seine Mutter hiesa
TWiktiati». Thoodorofl hat ihr in uiuer Urabrodo ein »ohOne» Denkmal
hpr I-ielx! gesetat. Hier erzahlt er von seiner ersten Eraiehung,
i I- Werk winer Mutter war; apllter wurde «r einem Lehrer an-
t
10'
146
BjniatitiDiMbe LtU6r(ttarg«Hchiaht«. I. ProaaiBobe LitUratur.
vertraut, der ihn in der Grammntik, llhetorik, bialeklik und Pbili>äu|>lm-
untcrricliteto. Bcstiniinciid für »eine B«ruf8wn)il war dfv KinHiii» »eiiKs
mUtltM'lirhon Oheim» I'lutun, dt-s Abtei) von Sukkudion. der auch die gaiiz«
Familie, die noch aus 2 Sühnen, .lost^ph, dem späteren ErzbiBohof von
Tliematoniko nnd Hyninographcu , und Euthymios eonie einer Totlitor
bestand, zum KintriU in da» Klu)sl«r bcwog (781). Hier genosa Th«o<lor
seine klOütorliobo Erziehung, worüber or EinzeUu-iten in der (iralirode a«if
Ptaton erz&KU. Um 787 wurde er zum Pi-iuatcr gt'Weiht und folgte 7*1
seinem Oheim norh bei def»on Lebzeiten täs Abt nach. Jetzt entfaltete
Theodor in Sakkiidloii und von 79S an in dem KloRler Studion, wohin er
mit »einon Möndmn üborsiedeltf, eine rogo rcr«rniat(irisch-ft.sketi»ch(j
TliKtigkoH, von der seine usketischi'n Schrifton ein borcdtos Zougnii
ablegen. Dieses stille Wirken wurde melirmals durch die kirchlichen und
kirahenpolitisohen Wirre» unterbrochen, in die Tlieodoros mächtig ein^rilT,
und die ihm ei« dreimalige» Exil zuzogen. Ute erst« Verbannung war die
Folge »eines mutigen WiderutunduM gegen Kaiser und Patriarch in der
Eheangelegunhoit Kon»tuntinü VI t7Ö<>). Infolge de» TbronwtM'hueU koiuit«
aber Thoodoros schon 7D7 zuiilckkehren. Der mOehiauiacbc Sti-eit kehrt«
unt«r dem Kaiser Nikophoros und dem gleichnamigen Catriarchen wii-der
(806). Die Weigerung de» Äbte», die kirchliche Itchabilitation des Oek»-
nomo« Joseph, der di« zweite Ehe Konst^intins einge«'gnet hatte, an«-
eriiennen, führte zu setner xweijährigen Verbannung auf die Prinzeninseln
bei Kon^antinopel (809 — 811). Nach dem Tode des NikephoroA kehrte
Theodor als Sieger in sein Klo.stx'r zuHlck. Als drei .labre nachher L«
d«r Isaurier den Bilderstreit erneuert«-, fand der Kaiser keinen nmtigoroit
Gegner, der Bilderkult keinen «nergischeron Vorteidiger als den Abt von
Studion. Ein drittes Exil in Metopa, Bonetä und Smyma kannte jedoch
Theodors Mut nicht bre<!hen. Auch jetzt Überlebte er ^nen Gegner; infolge
der schwankenden Haltung MichaeLs li verliesw er bald wieder Kun»tanti-
nopel. de!<sen Thoro ihm geöffnet worden waren, konnte jedoi-li keine» ruhigen
Aufenthaltsort mehr finden, bis ihn der Tod am 11. November 82Ö ereüto.
1. Die schriftstellerische Thätigkeit Theodors, dessen kirchen-
pntitisohe Bedeutung Ober die wisseu.'<cliafthch-theologiMbo hiiiau»ragte,
bewegte sich in erster Linie auf dem asketischen üebieto. Diu Hsupt-
maitse der a.-'keti^ehen Schriften bilden die zwei Sammlungen von Kate*
ehuson, die ^hon Theodors Biograph Michael als fuxfä und ntyäXi{
ix*n\Vfl*i unterscheidet. Die erst« amfasst 134 AiLtpracben an die Mönche,
•»<*\\\ eiiM> Auswahl aus den Ann-den. die Tliei>dor dreimal in der WodM
hielt. Sie halH"» alle die l'äichten di« Möudislebens zum Gugcnfitandc;
Tlwodor logt aber «in« gro!»e Kihigkeit ao d«Q Tag, demselben Thema
immer neue Sotten abzugewinnf n. Er knQpft an seine eigenen Kriebnisae,
an die TageM'reigniMie innerhalb und ausserhalb dea Klosters, kirrhon-
poIi(iM.'he \\'tm<n. Abfall von Mi>neheu, Tod von Brfidem an, sogar ao
den WiH-liM'l der Jahrtwxeiten, uu bald in schwungsv<^l poetischer, bald
tu eiuraeher. aWr wtn imierer Bflgeütomag getragener, bald in väterlich
«luahHcnder Spruche soitw Mönche auf die IdtNile christhcher Vollkommeii-
hoit huuuwMittta. Massgebend« AuturiUt IXlv das geistliche Leben ist
1. Tb«oIof!e. C. A«ketik and ÜTstik. <% «1}
149
BftBilios, nicht der PsPiuInarHipagito. Er schiSpfl aber meiRtene
kl itiiü der hl. Sciirifl. und aus sciiic^r pcräOiilichen Krfaliriing, Di«
ti»siy Katechese war ui-spriinglieh in :i Tiii'^fiata geteilt; d'imc Eiotei-
g hiit sich aber nicht erhalten. Auch liogcii nur 77 Katechesen ans
r 2. Sammlung vor. Inlialt.lich mitert^dieidun sie sich nicht wesent-
lich von der kleinen Katccht-so: doch hüben einzelne einon grösseren Um-
nnd macht sich hier das Strebon nach gröaseror .Systematik geltend.
ido Sammlungen war«n ursprtlnglich naih dum Kirchenjahr« geordnet.
Von der HoehschStxung und hitittigcii Benutzung besonders der kleinen
n zeugt die rühmende Erwähnung derselben in den liturgi.'^chon
em und die grosse Anzahl von Hss, in denen sie Uberlierert »nd.
Nahe verwandt mit Thoodoros' Kat4>che)!en sind seine geitttlielion Kodon.
lümw waren unsprQnglidi in einer fl«if;yreix/ lii'ßXii^ vereinigt, welche
■acb Michac-I Heden auf di« Fesl« des Herrn, Mari« und anderer Heiligen,
besonders aber auf die des Patrons von Studien, des -lohannes ßaptifites,
aitfaidt. Mit dieser Andeutung stimmt der Oegenstand der unter Thoo-
den Nanuyn gedruckten 12 ItiMlen ilborein. Duruntitr bufiudc-n steh auch
4e 2 Grabreden auf Theodors Mutter und den Abt Piaton, deren histo-
ris.-lie Kedeatang schon hervorgehoben wurde. Unter den kleineren as-
ketinL-hiMi, liturgischen und knnonistisohen Scliiifton bieten jene
ilaa inuiMto Inti'ruRMe, die uns, wio besonders die /iidaoxaXi'a zponxi; und
£■ 'tnoftvTitKiii i!j( xaiuetnatiii ti;< /tuvi;; loi* 2irovJiov, einen Einblick
in du innere Kloster leben von Studien gewjLhren, und damit auch in dio
EloatcrdiKciiilin der zahlreichen gneehischeu KlOstor, welche die Kegel von
Bladion annahmen. Asketiselien Inhaltes ist auch Theodors Tustainont,
dubuigej^eit an seinem Feste vorgelesen wurde. 2. Gegen die Mfiohianer
^■fahti^te 'ilieiidor zwei Schriften, die verloren gegangen sind. Die eine,
^■Dd ihm Hel)*st unter dvr Bezeichnung Ttt{iii<Sts. 2ivrtayfia «rwflhnt, cnthtolt
fi» AnssprUc-ho der Vater, die in diesem Streite filr Theodor massgebend
nmi.i) Ihp zweite war betitelt: Ih^l r»"< tutäälov olxotofu'ai.*) Es ist
jpdocb nicht au-tgetichlossen , das» beide Bezeichnungen einer einzigen
Scfarin gelten. 3. Auf den Bilderetroit bezieht sich eine grCsaore An-
ulil von Schriften. Auch davon sind zwei verloren, der jii'yig ctijlttn'-
»«ic') und diu Tupnrf*;,') vorausgesetÄt, das« nicht auch liier bloss eine
' ' I fl (jcmeint ist. Die griisste unler den erhaltenen zerijlllt in '^ Bücher, dio
'i'<r wie sein fteitgenotti^, der Patnareh Nikephoro». jtöyoi litn^Qt^tiKoi
' Itt*. Die 2 ersten sind in dialogischer Form geschrieben. Von den
' ren Sihrine» über dies>L>lbe Streitfrage ist dio Widerlegung büder^
l.i-her (iedichto wegen der Erhaltung dieser Proben der büdorfoind-
!" II Dichtung interessant. Theodors dogmatische Aiiffassimg gipfelt
~.ilz.'. da«,i die Bibk-rfcinde christoloi;iT»che HSretiker sind, weil
. .ijtrfitellitarkeit (eigentliib Umschreibburkeit) Chriiiti und damit
iMitwendige Eigenschaft »einer menschlichen Natur leugneten. Er
•1 tpkL. L t. 48. Migno. I'ktr. gr. 09,
}pUt.ll,i9. UigBa«b«ad« I08&.
') Antirrhet. 1. l. Mißno (iliond« 320.
') Knirt. 1. I, U-17. Migno «bendo
iieoff.
l&U
Briantiaikcb« LitUiAtnrgeMbicfaU. I. PiOBklaokt Lltt«ratur.
iift v'ivlluiclil rlur »cliiirrMiinitpite ddUt i1i>ii Vvrtoidigern <les ßiliivrkntU;
doch miuiti B«tno ßildertheolngie auf ilir VerhäUms za dorjenigen il«a
Jotianiies von DamaskiKt und de» Patriftrchen Nikephoros noclt niUnr tuitci^
isuclit werden. 4. Einen uiufftäi^endbu EinMick in die gc«anit« iisk<.-liHcli<',
puMtöralo, kirebongwlitischu Wirkfitinikuit llifwlors vcnnittolt seine iitn-
Tangruiclie ßriof&ammlung, die auch vom litterarischen GesichUj-tinkt
w>hr wertvoll ist, rrsprllnglicli wiu-en seine Briefe in 5 Bilchern gcsamnitlt.
Davon scheinen nur die 2 ert^n ganz erhalten zu Kein: bvi weit4!*«n
277 Briefun fehlt die BQc)ivi-oiQt«i)ung. Et) kauo (Über nicht entschieden
werden, ob in diesen 50(1 Bnefon etwa die ganze Kon-espondenx Theo-
ilors vorliegt, lubnltlicli bezielil sich ein gruKser Teil auf dun uineii iitiii»clivii
Knnlltkl und den Bilderittml. Letztere eind bistonttch sehr wichtig: im
tx^eugen, mit welcher Energie und in welch groBsurtigem Umfang Theodor
dun Kani|)f um ilie Bilder mitten unter Verfolgimgen und Drangsalen jeder
Ai-t aufnahm und durchfocht. Andei'eu Uieologi^hen Fragen sind nur
wenige gi^widniet, ein Beweis, wie jcm^ Kampf das ge»amtu religiöse und
kirchliche liiteresse der Zeitgenusson beherrschte. Um so zahlreicher sind
diu Pastoralbriefe Theodor». Mit feinstem psyehoingischem Takte wei
hier Theodor einem weiten Kreise Worte des Trostea. der Aufrichtung
Leid, der Mitfreude im ülQck zu spenden. Unter dies«^in Trost-, Empfeblun,
mid Freundscliaflsbriefen linden aich wahre Perlen der byzantini
Epiatotographie : alle aber erweisen sich als der Niederschlag eiiteB
Qottealiebe und wabix^r Humanität beherntcliten , reichen tioistcs-
OemUt^lebens. Zugleich olTenburen «ic die zwei gry»!Wii Triebfudern seiner
Tlmtigkeil: eine leidensehaltlirhe Liebe für die Freiheit der Kirche und
einen selbstlosen Eifer ftlr die l-^rbaltnng der kirchlichen Einheit zwischen
Morgen- und Ahcndlaiul. Dadurch wiinlc Theodor einer der letzten grosseti
tiegner di^vt byzautiniseben CiicäuropapiKiiiufs; da» flthrtu ihn auch znr
energiseliun Behauptung des rllmiscben Pi-imates, die seinem Ansehen in
der griechischen Kirche keinen Eintrag gethaii hat. — Über Theodor
Dichter vgl. Krnmbaoher.
I. AuRgnlicin: Ad der Uoraasgaba dvr Schriften Tbi^odnn liul)r'ii UnrunluK, Sir-
mondi Hin Mnurinur, Anlaiiiua Arvudiiii), A, Mui uiiJ J. Coxt*-Luzi gniuhcital,
nfan^ doM HJ« abgpuclilowon vr&io. Dio Viiriiilinitcii dnr Miiuriticir in codd. l'arin. Kupp].
BT. 276. 2S7 f., 804, 402 f., WS f.. 412-41$. Dipjomgoii de» .VolouJua Arcudiua in cud. ÜatbtT.
VI 22. - t. üio l'nrva CatochonU etih Job. I.ivJnciuB, Aalwerpen 161/2. lucnt U-
(rininch hemus; nbgedruokl bei Mipn«, l'ntr. gr. 39, hD9—6i<» mit dem gricK^bisubcn Test
oinigtir K*t nehmen. Den griochi»cliDn Toxt ed. pr. C'uexA-Luii. Nova I'Htr, bibl. S
(Itom ISfW) 1. 1— S18 auf ungonOKcndor Imacliriftliobur Grundlage. Kino weitere Aiistub«
MtMSnchmZAckartikü.llpnnupohBlaurSyra) I88T, IM mir uiiiugUiiKlich. " Kiiie kriti»cbe
Amg^M iMMTRt« fudlicb K. Auvrn,v. Tbeoiloii porra talvcbosia. l'nriH 1S91. Dm T«xt
n&di 18 Hm. oi« Aiivray in 2 Fniiub<-ii crutipiert (1 -^'l): noch maiirlie ändert) lim blUon
BMChtuiiit v«nliuiit. 8. 4T2 — 684 felgt der tritiflcho Ajiparat, und um die Amtgabe roUentb
unpridtlisoli in ai*ob«4i S. G3A— 6M AdnoUliones faislonca». Die EinUitung S. I— CXII bo-
aprlchl di« beonlzItMi Rn und verbr«lt«t eicb aber lliwdora Leboi and SchnfloD (dieuM- Tvil
Ist von A. Toaicard bemioitet}. - 2. 77 Sermon« dw Magna Cnl*choiiin ed. p». J.
Cotiu-Ittiii a. B. O. 2, I — 217. Dio Qbrigon Hind fUr doa 10, Bd der Nova l'ntr. bibL
bwtiianil, dut noch nicbt erachienMi ist. K. Auviav kennt ITH gr»»« KiUeclicaen uoA
■dimnl *«oh dioco h^mMg^beo tu wotltin. Die volliitAndigitc lU der Magna CstecliMia
Ü eod. Piria. 891 «. 1I8S. Za rorgl. sind au«Ji ood. Paris. 1104 itaec. II. eod. Mm8aii.
SS >. UM, ood, Matrit. 4 um. 18. cod. Ambras. E 101 nin. — S. Die geiBlIiclii;!! lifdeu naeb
Mhoroo Drucken bei Htgne i. ■■ 0. 688—901. E« lind der«n 13; di« ort»» gehört nl
1
1. Theolo^i«- C. Asketik tmd Hj-atik. (§ 62)
151
^E|Wr m Jen K«t«eli6Mit. Riae in don Ada SS. .UmW '<, r>ll IT. auoajm atehcnibi Rod«
^■JulMDiies ita 'ÜuFer wird in cod. S. Svpulori U\ n 1 >^0 fol. 378* -282' ThooiloTM
»^Mrlirn-tien. — RlointiroiiiikrliiielieSobriftci] xuiininm(inffnel«1|t bei MiRno »bonda
Wl-n'M, t8IS-l^. — 4. l'io daemntJBcbeu Sohrifton l>d Miffno cliiviilu 32)*-i>05.
— &. E|ii>tftl*(UiD 1. I ti. 2 Oll. [ir. J. <le la Uenunv. Siniiaadi üpcrii >'.• (VduediK 17^8]
JX7-iSii Ubflodnickt twi Migne obd. 904- leS'J. — Wciture 2TT Ilriofn od. ur. J. Cotxa-
li, Nw« P«tr. bihl. 8 (Rum 1871) 1. 1 -2+t.
2. lliUemittfll: L. Allaliu», Dbtriba ilo ThWorift bei A. Mni, Uov. Putr. bfbl.
■HJ8. — KnbrieiuB, Üibl. «tr. 10, 43* -474. -- Dw Piulugomonn d« i;onannl«a
— J. Im. Mflllor et. J. V. Boumolliiie, Studium ootMiubium Cpit., Leipzig
21 44 (mo^i-r). — C. Tbomas. Thoodor Ton Sludicu und iwiii Z«iuIUir. Oraa-
imi. »thiUett 'l1»Mdor bMODd«ra sJs Kirchcnpolitikw. Die Ausfaben der kltjaen
._ kme von K Auvrajr, der ^roaMn Kat«ch«a« und dar xw«tton Brltfaiunmlung von
Caa-Lou, wovun ktctere ilurdiwvg neu* Aditimiutv-n nufwcjst, «ind Tlioiims uubokanat
Jibliebmi! — J. Rlebtt>r. t'fber dio L»hn> Ttioodon vom I'rimnt dir« rAmiacbon ItiachofN,
«tb«Iik .'>4(l'^74)3. 3S'V4I4. — U«bor Thnodon Uildcrtboulugje iiichrnroK boi ICSobwarx-
]«■«, £>er Uildvrütjint, liulha 1990. 12311. — A. Tuugurd, Ln pomti-ation ioooocloärf«
Cmt*« U twn-^foadanve du St. Tböodoro ßluditu, Revue doa queatiuns hintariqaea &Ü
Itni) 00-118 (rveht mniErr) und Kopint Puri» 18D1.
9. Zum toboD: Wir bcniltcii zw«! I,oboosbeaohreibans«n Tboodor», dip
«ria lA) od. de In Bobudi!. Ouvru Siimoudi 5. 1—88. di« sweite |B| od. A. Mui, Kovii
rar- biU 6 (lUim IfiftS) 2»2-SeS; bi-idi- «b^i'druclct boi MJKii« a. a. 0. lt3-»2^ Viu B
irt Ha Alli'ro: nie wird «Jneni M6ncli Micliui'l lunieHcIi rieben. Jedenralla wurde aie im
tlwUr budioii BeBchrieben, aber nicbt vur MÜ, dem Tode^abro ilva Nikolu«, eine«
SdMlara Tbaoilot«. de« iler Biograpb oucli k&nnto (MiRno 293). Sie steht vielfaoli in
VU««jiru<Ji mit den Aua(;«b«D Tbcodora selbst in »einon ßriefen. — Ü'm Vita A wird
■abl BÜ Unreobl audi I'iumu Mftnobe Hicbael iuK''s<^^ricbnn, fa Ha«, x. D, lu cod. Mouao.
4(7 wBc. 11 fol. 191 wird ancb Theodoroe Daplinopat«« nla Autor gODRont. Erboitemd
«irkt der Vtrrsucb vnn C. Thom«i< a. n. O. 8, 22, dies nus der ullbeluinnt^n und viel-
kauMMi UnUndurifWoriiivI d«T fcriechiacbcn tlmuiehrfiibor ^coii tö dtüpof nnoh^wojsan.
, Dia Till A befiilit im w«mtillirh«n auf Viln II und int. ubgMcben von einem i>ing«h«n-
tmta iUrirht Dtier Tbnodoin Klnatr rieben, nirhl viel indir nis eine jttnj;eii) lUtxension
d*r ViU B. - ■ Die twni Hltratcn Biographien 'rbnndum, «inv pnf'Iinvhe utiil «ino prnanische
)■ dw Perm eölM £nkoliiioD)>, die aobon in der Vita U, U ignt- 223, cmilhnt WNdcn, siad
Baganiien.
4. liankralie*, der Liebün^cbOlor Tbeodani und aoin Nacbfolsor in der Abta-
r. nigte 4an Tod do« MeiatMs dca wrstrL-ulun MSacben von Studion duroh ein Zirkulnr-
wbvlban an. Uodruckl bei Migoe a. a. 0. 1826 -1849, ~ In cutl. Paria. 1018 sncc. 10
U 314'— Sl.i Ananj'iiii vtniud «tcgioci in luudom Naaoratil
5. Der iwüile NafliMgor Thuodura wnr Nikolaoa, dessen Tlieodor Öfters Krwilh-
•aw tbni. Wir bcnilzen «ine anoRf mo Biographie desselben, die sieh bt>BDndon) über
fa Laidm vcrbrett«!. die Nikolaoa mit Theodor im Bilderstrcito sa ertrage» halle. Nikulaoii
«Itble noch die iKnalisnisch«!) Wiireii und stund auf d«r Seil» des Igoatius. Kr atarb HAH.
S>«> nkclaiten KsMiMKer waren Klvmens und Illlnrion, Dican Vite ist nicht xeitgenBaaifidi ;
•> «stda aber vor der VertreibnnK dvt Snriar-non nnn Kintu unter Nikephoros l'bolcaa
iHrluM^Hia. Ed, pr. CombeTiR, Novnm nucinr. 2, )<S9— 9<^3i ahgedrackt bei Migne,
Pill. (t. loa, W4 92.S.
C Ema uiafaflM<ndr MoooerapbiB tbcr die Oenobichie dos Klosters Stndiun,
Ihv« mtfl lirnaM TbRnd<>r int, hat ¥,. Uarin. i'rafcaaar um Colltg« de la Mnlgrango
■ J^nvlli'. al>i:rf;iul. aber ouvh nicht vcrillfcaUicbL I)ie buhe Bedeutung dca Kloütcre in
inrblirbrr. Iiitrh<'npcliti[idb«r und lilteraruichcr Hwcieburij; nnitht eine Spcnialnolirift in
4m n«t M4ir wltnBckeaaweri Auch rQr die prtucbiachu I'ulilu^upbic iat .Sludiun mit m'iner
SdnalMvei-linIr von WicJiligkeit. Im Kluster i^Iudion geschrieben (> Cudice» sind in manchen
IWiitfciikwi vorhaadoB. Als Belog dafQr seien geuunnt: cod. Paria. TU n. 974, codd.
^mtm. I«6U B. »16. IK9. 1971. 1G7.\ cod. & &e|.alcr. 1$ aaec. 10, cod. Sinait. 319 o.
MK. »4. AUwoB 10» a. l!-«2.
88. Theodoroe, Bittchof von Edoasa, lebte, wie jetzt durcti eoino
BN>(npbie vno Bssilios von Kme^a feststeht, in der 1. Üälfte des 9. Jtth>
kawlMtN. Qeboren in Edo»«», trttt or in dn» Kloster di-s hl. Sabba« bei
'nwiIvii) ein, örinnjrtv hiur in suiiicm SZ. .fuhru die AbtHWÜrde, wurde
•^ter mm BtKchof «einor Vat«i-Htadt prnunnt und fand sein Grab in dorn
MiUiklqgter, nBchdom er im Auftrage des Sultanrt der Perser in Kon-
n
152
BfiABtiniube LitterabirgMohiohta. I. Pr««aiMha Uttorfttur.
stantinopol gewctwn war. Unter scinom Namitn 1ii<gt ciiio kurze n»k»fl
ti8cli4H Srhrirt in 100 Kufäluia vor, diu vr wob] alit A))t Av» Sab1>»«^
kloxtvi'H vcrfiut)<U'. llir liitmlt bt-wegt «ich huT doia gcwUtinlkhun Cii'!<i«td
dur Tlioorio des asketiHchcn I^buiui. Anderes ist noch unediert. ■
I. Ati§Kabeii; Die 100 KttfäXiatt afwtUMä ed. pr. P. Posftitiiis, Tb««a,tirus as4^H
ticus, Pari» 1^ S. S45 ff. (feblt Wi MigDo). — Inedil«: JiJiMx^ia tttfl rtlvfiiot if^lU
Jot^v in ood. Uawj, Tjrpogr. 6 üi 4* 8*eo. 16, Aöyof ni'tfifoK wi Aa>p'a(aK alfni*vr It^
cod. SobbAit. 409 Mac^ 13 fol. aiS- 382. - In Oh, t. 11. in cod. Atfa«ti. 831. wir4 m
M«li SmAo^oc i iBffitiUijc gouanat.
S Hilfüinittnl: Dio Affgib«n b»i Fabricina, Car« o. tt. aiail darch ilio Pul)Ii-
kalion dM ttiographi« den ThmuttniMt gHnxtidi ab*riMlt. — Aasfinanui. Oilitiotb. urieDUlit
2, 231, 3Ti>: 3. 1. 143 anlorschridot vvrHciii«d«nc Thcodori Mmmw, di« noch nicht ge-
nQKond idnnlifouerl nod-
3. ÜiA LobonsbenchrciLuni; d«a Tb^odnros wnrdn von ii44n<>ni ScbwMC?rs'-)in
BkailioM, Itittcliof von Kmi^B» ia S^«ii. vsrriuut, der Theodor in diir 2. Uiin« aeinM I.ebviu
Mhr nalio «tunit. Hi« ist nuch «i-rlvoll (Ür di« Kircliongt«obi«ht« dw fl. JahrhiuidoiU,
besoild«n für die KonntDis dm Verli&lUiiMi's der CliriHtcn m den mahamDiodaniiirliM
Herracfaera in EdesM. Ed. pr. J. Poiiijalovakij. rolvrebur^ 1892. Vgl. Ü. 2. 1 (I«>2tis:!:i
Hier wird aucli «Um slavisdie CebcrMliuii); erwAbnt. x,a »eklii-r V. J(ugt^), Arcb. «Uv.
t'hil. U< (1(408) SlO f. HsB and Litterutnr norieHe. — PonijalovHJiij bumiUtc dj« mM.
Mneq. Srnod. lA n. 1**, ein* Qs de« Klosters der hl. Jungfrau auf Ckalki«. Kr kanal«
Rurh rod. Puiit. T7(i. - Andnro Uss: cod. Ang<Jic. tl 1. S «aec. II fol. 219— 205. e*d.
Tnnrin. 14T Hti«c. 16 fol. 191 - 284. cod, Pwis. Sopnl. gr. 441 saue. IT lVorarb«it w vinH
Au)i6>bc). V. VaoilJDT. Jniirn. Min. Itd 3»ß (It^snt 301-210 macLt auf etiw arabiKb»
L'nbcnmteiing in dn- Pnriiiiir Nntioniilhihliotliftk anfmerksAin und vorbreiUil sidi tkvt dro
in der Vitn nmaiinton Klialire» von Bngdud Mnviat, Vr), lt. Z. 2 (181)3) M9.
fl!). Symeon (.^'t'/ifo>i') mit dem Beinamen Miog itfokäyttq, Vni-atehfr
des Mamfi^lcluMtori« in Konhitnn tinopol, wurde in Pnphlagonicn um Ana Jahr
I02ü geboron. Diircli diu Wnuittcluug t-inua finflussrciflion VorwandUtn
kam er an den Hof und bckluidLlf noch in jungen .lahren das Amt cinos
SpatharoknbikularinH. Nach dem Tode seinea GAnnem ging er in das
Kloxter Ktiidion und le^te hier bald ein aHmterordentliche» aaketiKcbeti
Streben an ilc-n Tuy. IHnii Al)te gefiiO sein Wesen nicht, or musxtc au.-»-
trüU-n. wurde iibor auf die EnipMiluti): des Symeon Studitctt, dun er al.s
seinen M«iHt<>r verehrte, in dita Mamasklostcr aufgenommen, liier golaiigt«
er bald 7ur AMawUrde nnd brachte das Klnnt^r 7.\\ neuer BlUte; hier bi]d«t«
or auch, oline in der schuhnÜMisigen Tlieologic bewandert xu .sein, seine mysti-
schen Thoorion an», weli-he ihn neben Nikolao« Knba»ila^ eX» den grOssten
Mystiker der griechischen Kirche erseheinen lassen. Nikolao» übet^
trifft er an Originalitüt. an Kral't der Empliudiing »nd, soviel sich jetzt ur-
t4)ilon lÄsst. an I )ar.''tellungsgabe. Heine my-itL^eho Uichtung zog ihm viele
Feinde zu, zuerst nus der Mitte »einet- Mi'mi^he, dio abi-r dnrch den Hymeos
gtlnntigen I'atriarcheu zurückgewiesen wurden. Den Anla.s» zti neuen
Feindseligkeiten gab der Tod des Symeon Studites, dem Symoon der JQngprv
Hymnen widmete nnd <)ffentliclie Verehnmg erwiea. Patriarch Sergio«
billigte da» Ueschchcne, aber der Synkolln.') de^s Patriarchen, ^l«phanoa,
frllhor Biachof von Nikomodien. erhob meh g<.-gen die Verehnmg do.-^ Stnditen
und nihrbe diu Verbannung Symuons nach Clirysopoli» herbei. Symcoa
wurde jedoch bald zurUcrkgcnifen, zog aber den angebotenen Wflnlen die
Einsamkeit vor, erbaute da» Ivloster der hl. Marina und blieb fortan unt«r
Sergios und dcaaen Nachfolgern Eu.stAthiofl und Alexios unbehelligt. Unter
soinoQ ^itgODosaou zählte Symeon auch viele Anhftnger, wie Hierothoo«,
J
1. Tbeologi«. C. Aaketik and K;ntik. fS
ISS
<l«i>n Vorsteher dos Klo*i«rs ttji ff'iY'i?, den Grnssnieister Alcxios Philo-
MphoA, Biir^ilios IVoto(iäukr(.'lis. (K>ti (imniU>i- dea KJoetors nj^ Ei'fpY^'ti4»i ti. n.
Deaundt-ni irugethan nar itini Kikctti» St^thatos, der ihn in cii>or vigvnon
Schrift verteidigte and Hein I«bon bcticlirioh. Sein Todmjahr int unli«kannt;
Bcher ertehlfi er noch duK Jahr 1092. Im Hnsycliusttnstruit wurd« er
von dun ßMimaniiten z. Ü. von Doniotnoü Kydoncfl aU der geistige Ür-
brbor des Uosychaiit«ntiimH hezeidmet, Demefrios') atlltzt sich auf eine
Stelle in SymeonR Kpde /Ifpi ci^'i/'*«!; »ni hqoooxT'c. wt-lclie dio (Jciltot«weiflp
der Ho^yoliaÄlcn HiiMirilcklich lehrt, in .SyiiieoriN yudruckten Scliriftvii nb«r
nicht zu findon ist.
SrtneonR Kahlreictie Schriften rIiiiI ikk^Ii sohr iinvnllntKRdiß bdiannt.
Lmi Attatiu.t ßibt die l'ilel von 79 AbliAiidttiii^oii, von dciR^ii t>ii-h nur 12
ia dvr h>tcitii*ioh«ii Suminluiig von .Symcon» Schriftmi bttfuidon, dii> .1. Pon-
taiiuB vt'ranstnitet«. Dii'^e bringt zunächst \V.\ Heden, welche Symeon,
Uinlirh wie Theodor von Stiidiou, vor Reinen München hielt. Parin wird
lin hohe» Ideal sittlichor Vollkumnieiiheit t-ntwir'kt'lt und dessen Krstre-
biug von den JtiihOrern verlangt. Synieun »it<<lll hier auch eine Uc-ihe von
ögentOtnlichen Lehren auf, die .). PontanuR durch wilikilHicIiu tnterprt^tAtion
vergebens z« eliminieren auchl. Aul" die (iahe der Tliränen wird jtrosBO»
(»pvirht gelegt l>ahei stfltzt moIi Synieoii innner «-ioder auf die groHsvn
Asketen der Vergangenheit, Antonio». Euthyinioä, Stthbiu«, ArsenioB; er
Dtiürt mil Vorliebe Uregor von Kaxianz und .lohunni-s (^hiytioftoniOK und
btrnft eich uiehrniuls auf seinen Meister, Symeon Stniiites. I>je beliebte
(iitlung der httfnXaia yrwanKä, iteoXoYiMti xui TtftuituHii hat Symeon aiidi
trpflegt. In kurnen Sülzen werden hier die I'flichten des M<inehturaa
rnnnnliert: intere^tMint iitt hiebei die Wuhrnehniung. doHt« 8ymeon die
I inigkcitKÜuHserungen, Gebet, Liturgie, Fasten, nicht vur«dimaht, son-
'Uii, in ihnen Mittel erblickt., um Kur wnhi-en Vollkommenheit, die in der
Lj»b» zu (iott und »1 dem Nfiehmtcn gii>felt. /u gelangen. Der Feier der
ütHTfiM-hün Fente und dein ßihlerkitit widmete er sogar spezielle Abhand-
tfin. Der Oott^siliebe gilt sein llnuptwerk: f^ /(*«»*« iwi- üiiwr
eine nur in lateinischer Übersetzung gedruckte äammlung von
t&eken und Hymnen tlber diese« Urundlhenni aller Mystiker. Das
dhi AtiMiheu, welches diese Schrift genoss, gibt sich kund in der Vor-
nU, welche Niketiu» Stothatos dazu schrieb, nnd in den Gedichten, womit
SmtiUKw, AlexioH F'hiiosophos, Niketaü Diakonos. Basilios Protoasoci-etis,
IttolWMi von Kerkyra unti 'niirnjiliytakt'Os von HulgArien dasselbe verherr-
elit«ri. Durch den Schleier der Überselzung leuchtet die Uhit der mysti-
tn Kinptindung hindurch, die Symeon ebenbürtig an die Seite der besten
Ijatiker des abendländischen Mittelalters stellt. Iteiderseits dio-
*Äe Weltflucht, dasselbe Bewusslsein der eigenen Schwäche verbunden
M dem Itingen nach Geistesfreiheit, dieselben KrgHsse mystischer Liebe
ta iatimen Verkehr mit der Gottheit. Mit den originellsten unter den
dobubon Mytitikoni hat Symeon die pantheit^ierende Tendenz gemeinsam.
Ai M ihm Oftora horvortriU, obgleich J. l'ontanus viele anstääing« Stellen
•) HlKae, F>tr. gr. IM, B40.
154
BjTMtiUtuMh« LittoraturgsMihiolite, L ProauMh« LItt«ratar.
tii<;ltt in eoinc Ol>cr»cUiinß aufnnlim. Aiirfnllend ist e» auvli, dass, wiii
di« deutsvho Mystik in feiner '/mH crbiaht«, aIs ditr iiU8»or(! ßlunz tmi
U«idi und Kirche iiiiinL>r mehr ürlili'ifhi«, äymoono LoWn in die traurigtito
r(>rio(le deü byxantini»cli«n Kt^icIieH fallt. Oetdurseits regte der Vi-rfoll
dffs InlisL'heii zur Bctrat^bhing dos Ewigen uii, das durch dio Kinkvbr in
sich i«>ll>»t gofiiTidcii winl: ein [towcin fllr Aaa Walt«» «iooii grtMsen
Annlo^ivKt^tietEi'd und für diu Vcnvtuidt^chiitrt di-r goUurfullten äocien zu
utk<n Zeik'ii. äyincM)n ist uiizweifvihnft mnur der tdcUk»» in dieser Gcuind*
scliaft der Liebhaber Gottes. Wie sein ganzes System, so bleibt Meli
sein Vcrhiiltnis zw dem INcudonreopagiton noch nilher ?.u Hnt«r8üchciL
1, AuHgtibon: Dio Siiiiinilniig von .1. I'oolanun, IngalMtailt 1Ü03, eatlillt in Utn>
ninlicr ITolinninUuni;: Onititiii(u> ii:l, IJJvinnmm oniorum liW lingdHna, CSipiU (tscÜM «
theologicn '22><, 11« nllitrolionibiu tnvntis et curporiii: allus &1i|^vilniokt bai Mign«, P*lr.
5r. ViO, 321— 6Q4. Hior ntM doT 4-iXaiiiiiin i<ür U^r ri,-»ii*nir dc?r ulriucbiaclM Twt n
Ot> Cnpita. soviio iiiiio vulgireriuohiichc IteePimiaD dur AIiIuikIIuhuvii /fr^ii nlvttmc ni
diänaxakiat, I7(pi nur iQuäf ii/inoir t^t ii|ia<t(i'W; CST — 7ü9, onilljt.'li Scliolsntici eonudia
«lialugu» Jo Deo nd Sjmcionpin Tbuulugiiiii 7üü— 712. — Eine uriocIiiBfln! Auagvbe, dw lBt$
in Srayrus endiien, Ut mir uicJil xuidluK^icJi jioworduii.
2. Hilfamittel: lijo Titi-I der IncdiU hei L. Allntiua. Dialfiba du Symeon. acrifHt,
Pikrie 10G4 S. 1.'>1 — 17^ mit B(?lru(-liluiif(«n Obur Syinouns ZuMmtnonluiig mit den IImt-
cbaslsD: abgedmckl bei Mi^iii- a. h. O. 287—317. — Fabriciue, Dib], gr. It, 3l)3~3w
HU>r einig!» Haa, durfii Zabl leicht vi^nuuhrt worden kann. — Am wDnacbenHitrrtuaico itl
die HnraiieKübe ilor T^ui«; twr ffd'nii' r/iriuy, woldi« e. B. in codd. Uodik.-. 177 a. IlHI.
5211 noc. )>'>, Pnris. Su|>i>l. p 103 t»w. U. cod. PatmtRO. 427 rncc. 14. Maictaa. 494 o. IX
IWÜ. 24S «noc. 13, bior .cuil nnti« innsicis* varliogMi.
R. Zum l,ebi-n: Kino InlinllsAnK^be der imvdiorton Viln Synmonis von Nikol«
KInMintnfl itnb Fr, L'oiiibufis in <lvr Vonodo zur AuNgaho duM Mnnucl Kuldkiut {\tri Hi|(D«,
f'atr. ür. 1.'>3. im 270). — Ob S« anoRymr Vita Kymconn, x. tS. in rod. Part». 1«
en^c II r«l. 1 - 09". ood. Coisl, iil'i iraoc. U fol. 180-20!J nüt jracr idcntiiK'Ji iat, ' "
dubingcHlplll.
4. Sym«oii 8tudit*s, der Mpiintnr l^ymcon* i<-x .liln^cmn. suhriob nncli Nik«
StoIhntoH /iii^Xo!« olrjf lutfiXtiat orani' ni-cr/iaiu'i'i äyt/iiauaiot mr (ti'teao, Patt.Er- 1-W,2i
Dimu.' itßbrift, wricho don Voi'bllttntn Syiixionn xu m-iiiciii (ErialcsJäircr erkennen \ua»,
Hc.hi-int VRrMbolInn zu seia; nin mllKtli^ dnnti idoiitinnb nrio mit den 32 Sormuüos >Hc;oti«i
i-invH &]rni«on Muniirbn», din in rod. Junui'nn. KCl sacc. l'i. cud. Itodt. Ilarocc 107 n. 1314.
cud. Paiiii. I13S Mivc. 14 u, H. orlmllcn siuü. lljrr uiOhbIp xunäcliat featat«Jirii. ob ilie
[■alBoftrapIiiiiohc ['ebL'rllL'rcning dicaer Si'niiüiirs niobi Qbur dio Zuit Symvona binausruichL
5. In d«r 1. lUlflu dm II. Jubrliiiml^rrls sobriob Mnrkua. dvr VvrBlchur d«r gmiea
Laura duH hl. tJubbHs in PnlJmlinii, «im-n KuinuKMitiir xa drin Ty|iikuni des hl. Salibiii. uäriu
die acli wi«<rii|[un Slvlkn dt« vielbi.>nutzli<ii Buchi'B crklfirt wcrdvii. Dieser Komiucut^ir lat
vielravb diMii Tyiiicuin Giiifcuruin lUiiiehltti^t, i. B, in der Ausgabe von V«flediK lö4^. —
Von einem Miirku? njtt dem Bciniiineri MakrrinuH. der aiicb kIh VursUik«r d«r Laum
dm bl. Sabbns bezeiobnet wird. enlliAlt d«r Cot), Vslicuii. 703 mehmrn AbliNndlungen mAn-
lisclien Inliultes, Kd int 7,. 7,, nirbt möulicli zu nnlersi'bfiidi'n. ob beide Autoren tdeiili-iOj
■ind oder uitbt. Der Noine Marko« kommt noeh ilflers bandnebritUipb vor, obnu mit
i^icberb^it identifiziert weiden zu kennen.
fi4. Nikotas Stethatos (AVjti'*«v —ii.'>rtioc), bei don I,at*.'incrii Niicta?
P«ctom|.u!i, war um dit; Mitk- des 11. Jalir hundert» MOiich do& hlo»t
Studion und ein eifriger Auhüngor Syiiieon» dos .lUiij^eren. Aus
Stille seines Klosti>rH wurde er durch das Wietli>raHfli)ben der Koiitrover
mit den Lnt^-inorn h(>rau9geri»flei). Diese Kpisoiie seine» Lehens ist
zeichnet durch niohrero Schriften gegen die Lateiner (vgl. g 20). l'nlenuttcdu
Natur »iiid auch einige unedierte Abhundhingun gegen die Irrlehre d<
Armenier, Niketas' litterarische llauplthätigkeil liegt jedoch auf de
Gebiete der Asketib und Mystik. Von den zahlreichen Schriften,
denen er seine Anschauungen niederlegte, sind nur eine kleine Abhandln
1. TkeoIoRl«. C. Aak«Uk und Mystik. (§g 64- 65)
155
iltfi toi diä X*'e^ mfnttaftw un<) drei /«nturicn von Keiji'duia Ti^nKiDtä,
^rßiiui xal yrtsatimi im Dnicko Vfirliaiiden. DiKSon üoat «iio Einteilung
ilvr iirvi Stufen di-tt ntskclit<cli^n Li.^lii.-n» zu Grunde, tn^n na^nginiij, ifoni-
fftu»;, fiftniKv, dvrcn Iniiült und innorer Zusammenhang in kurK«n. prftg-
iwntcn Sätzon dargelegt wird. Den Anfang bildet die pmktisulio Aekose.
von da erhobt sich die Seel« zur Bctrat-btuiig d«r Werko Oottt« in dur
Srlnl|ifiing {ifvann^ .'ftta^'a), um »ie)i dann aufzutH^'hwinguu zur [H'fftiuij %ov
K'»e ;ttolopa, in welcher sie ihre Ruhe findut. überall bewährt er sich
SehQler Symrons des JUngeren; er hat jedoch den Fantlieifmii», an den
leoo vielfach stroift, llbcrwiuide» und den Begriff der Mtacig der Men-
•dltiti lN!«ünunter gofiui»L hivw Vorzüge »iclieru ihm eine liervurragi^nde
StaBv unfur dun byzantinitiche» Mystikern. Die Titel der handsL-liriftlich
■ rhaKenPH .Schriften: //fp! il'vx>,y, t/ffü naffti^fi'vov, Ete rr;)' ov^nifffv xal
iixli^atrtatiKiy {«^ipj/n»', Aöjoi n(inifft;tii*tii »rj »rjr /imovtar, ttfifl loti
m^ dttöra a. a. w. laicsen deren Inhalt mehr oder weniger erkennen.
Hiinuw geht auch hei-vur, diuts Niketiut unmittfUiaror ola Synieon äer
Jtagore an den Paeuduareopagiteu sich anlehnt.
I. AuBnbva: Dia 3 Kviitnripo ed. |ir. -filoicnlLi« mii' f»(>iiii- i'r;^! rijfui', Vonrtlig 1782;
lABHlrarkl bei Hlgn«. i'alr gr. 120. '^>2 -lUOU. — Di<> Abbanrlluu|; llfgi lov Jui //(poc
>»r pd. |ir. A. Mai. Nova PiUr. bibl. b (Uom 18411) 4. ll'< IT.; wm<l«rliolt b« Migna
" 10)>S~1012. — KiiiiK« rrMinente ans a«ini-r Vurrodt* tu Symoonn Ilymnen-
MsaÜMW bei L AlUlins, DUInba da Syinconuiti ecriplis ^. |.'>2. IMi^m! Vurrv<)u
nlUto«it L a in cod. fari«. 8u|>i>l. ^. 10» moc. 14 M. I 14'. — Ui» Sohiift nur Vor-
tmÜgmifi SriBVOtiM (scheint wrlorrn zii sein. - U«iier dio ViU Sym^onia \g\. § 63 Aum. 3. —
Bi»8«bflil e«ecn diu l.atninrT in ilnr IT^üerRetiiing (Ina Kuidinnls Htiitibert und mit
n WidvHnßaiie bai C. Will. ArUi i>t iwri|irM, üvrim IftCI S. 126 — lüO: nucli >ipI Mignv
a.0. K'll 1022. J>aii gricdiiaehcii Tnxt M. pr. A. D^nKttriikopuloB. 'liril'it. Iltlllio». 1
Dg l'*W) 18— S6. — Ein« twcitc Rcbrifl ßngon dio LnUiui-'r uiiil Arineiiior tit. ur.
largwnrfllher. Monnmcnla K»eM, Kcgi^nHbiirg IW9 S. I»'J ir>.'i. Kiriu aiidurv Ab-
llnBf; s<«<?0 di* AnBcniur «Wit in cod. Vindob. tbool. 2S3 M. UU'— 124'.
3. UilfHiniltel; L. Allatiua. l^iulribn de Niwli« od. A. Mni, Nova Palr. Uibl. C
lK.;(f 2. 10-12. - Kinlg« II™ » t-m-itlinel FubriciuB. Üibl. «r. 7, 7.'>3 f. - Kiiia
4(7 .^btirU'H d»« NikuUd mit 37 N)iDinii>rii boi A. Di'uielrnkopiilos. 'Kr*L ^i^Xiii^,l,
i'i. Xthrrt* 4vt*t\luin wollte DcDietTiiltupulo» in seinMii 2. liando hcrauecobca.
6Q. Nikon iNfxm). Mönch des Klosters Haitliu auf der ttinnitisdien
RtDiiDKd, verfallt« eine noch unedierte iimfangreiphe asketische Schrift,
Ai-nn liandschriftliche Titel verschieden wind. I)or kllrKeste lautut: '£■(>-
tUjtiia twr ütiuv irtoXiär ro? Kr^i'ov. Nach einer Vorrede, die Montfaucon
T»rtffentli<;bt hat. lobte Nikon unter Konstiintinos Üiikas (Hir.l! liu;7).
Dw Zweck «einer Schrift war, ein Kompendium dur Askctik zu schaffen,
4i die vielen Bücher erseteen sollte, welche hei den durch die KinfilUe
^vSuazeoen verursachten Wandoningen der Miinche nicht tnitgcnoninicn
wrfwi konnten. Nach jener Vorrede befolgte Nikon das Heibpiel dos
Vilnrli«« Antiocho« (vgl. g 59). Im Unter»oltiedo von der Schrift des letz-
twiB boKtehen die G'i Kapitel der 'EQUtjn'ti t]vs Nikon vnniclnnlich au»
^^tentellen, an die Nikon sein« Bemerkungen anknüpft, während die hl.
^hntt bei ihm in den Hintergi-und tritt. Seine Ilauptnutorität ist
■''•hannan Chryttoftloinos. dann Bai^io», Orcgor von Na/.ianz, Athanasio«
"w Alfiandrien und alle früheren Asketen; von dun V'üniikänern kennt
«■ wiiugHloiiü (leniena von Korn und Ignatios von Antiochien. Auch
Udi((inlobea uud Synodalbcstiminungen werden hier in grUt»er«r Anzaltl
156
ByuatiBlHk« Lttterktai^sohlcht«. I. Prosalach« Lltteratnr.
herböig<«zogCD. Dio Zital« sind in der Regol «ohr genau bortiminl. In-
hiiltlich konimcin dii* verschifdonsten VvrliUltiuHite des pr»ktiü<:li-rfli}Hi'i.wa
Lfiboiis ohiio «ystiimatij'clio Ordnung xiir Darhlelliing. l>eiiir'fnK'ii Vtr-
fmsitr u-ird such t^'iiio kiirzo Ahlmndliiiig (Ihcr das Knstuii Marift und
cino Strcitocltrifl gegun diu AriiieniiT EUgc»cliriobon.
1. l]#ii I'Tolog mit Niirl<rii:>itnn nhnr Nikon nnn cnil. Coinl. 117 n. 13S2 ai. Maut-
rmioon. Bibl. (!oi»l. K. ISB f.; HliRoilnickt boi MiRno, Pjitr. gt. 127, 513-516. - DW
Kni'itrtübF-iHvIirifti-n iinil maa (.iHtc iIct dnrin nngnfQliiloD VAtsr nua ead. L«ur. f\. ß. 4 miet.
HWi lluiid>iii.C«li>lagiM I. US- 100: wiodcthciU liui Higao, Pntx. gr. 106. 1360 -IS'«!. -
Alliiere Hw; CoJ. I'nri«. 1077 hbpc. 13. codd. CoUl. l'ja oae«. U. i97 »wc. 12. 298 ante. IS.
cu<l. Taurin. :!U< luiui-. 12. cud. Moiiilc. 1+< ew.-u. 13 u. m- a. Di«M Uim wbeÜMn beiUnlaol
vuti «iiiHiidtir iLlixuwL-icliuu: Hl^)l^ oft fühlt u'k-Ii dur Niimu dM TerEuso». — Das OjMuadBa
ii4< JHJiiiiiu ndpuiii« iD cod. l'ailn. 1:{T0 u. 1297 Tu). (16- TU. Hier iMrun skh Nlk«ii M»
■ItOoklii'li surfteiii Uuub iwr V,'"^''i"'>' ""'■' ''''u<ta)i- r«il xi'pi'on, Vjtl. Cotelortus, IwcImiu
grnncn^ monuni. 3, M4 f, Hivr vird it auch aU MCncli d«« Klcat«T8 ßaiiku bMcieha*!,
wkhrr^d im rod. UoIaI. 122 ein IUtk ini I.ilisnonfioliiel al» sein AnfMitWtsort onsngtbfi
wild : ir tip Ö(mi JVitiipti r';i l4ynu^ria Ilnyii6ilf4inr.
2. Voll All aHtnsioa. Disriiiif von KÖsArvin in PaliUtinii um Kndo du« 11. Jiilirlmndrrti.
gab Cittelcriui. Kvcl. gr niuniiincnln :i, 4:13—^7 fbei Mignr. I'atr. gr. 1^7, h'iO .VJ.'-l. rin
tiFliriftcbun n»p' ci/orfinv iijc Afornioi' hTnuii. da» mit dem sonbon trwilhnten *on Niku«
8«ibr nubc vurwimdi scio null. — Kinc Wionnr 11» onlliKll von AnaBtuBius pino Abband liint:
aber dl« 7 KiulviiwuebcTn. trod. Cbisiiui. K. IV 11 ancc- 12 bringt vun ihm tVagmeuta «i
tibru Iheraimutioo do roniirfcotionc.
WIt. Johannes, Pati-iartdi von Antiochien unter Alexio« I Komnonm
(11181 — 1118(, fiüh»n- Mönch *r r;j "WJ*('p ii;ff(ji, <>rhob ach in einer schuf«)
Schrift gegen den Missbrauch dpH Charit^tikiarierwo^enB. daa unter den
genannten Kni)i»'i- bo-sondi-rs im Scliwnnge war. Kr erblickt darin eino
Aufeindung des wahren Zwecks der KlUster, diu er wie alle Übrigen in
den frilhoron .Jahrhunderten auf dio Mat-binalionen doe Teufel« xiu-ikk-
liihrnn zu uiilHson glaubt. Es herrmdit in der Sehrift ein Ton edler EnU
rilstung. wie. mnn ihn in Byxanic mir selten hlirt. Johannes zeichnet sich
darin auch aU ein gut«r Kenner der ib«keti»ehen Littcratur aus. dei-on Enwiig-
niAKu er hl» auf die KatcchiiHcn Theodors von Htudion fast alle uufxihlL
Theodor Iial»tini()u, einer seiner Xachfolger, erinnerte lui dieise Schrift id
»einem Kommentar xa den Konsilien; wir kennen aber da» Klosterlebeo
von Byiiauz noch zu wenig, nni sagen zu kftnnen, ob dieser l'role«! ein«!
Erfolg hatte. Die übrigen Schriften des Johamics. — darunter auch eiM
Stroitechrift gegen die Lateiner, — sind noch unedicrt.
1- AiisRab^ii; hie Hckcitt lUei fionaotitc^t diitttaraXint «A. pr. J. lt. Coteleri
Kccl. gr nionumcnta 1 (Ili77] l^d- 191; itb^iednickt b«i Mij^iio, Tutr. gr. \X1. MIT— II
Eine Steile siis dem Dricf «n den Kntbisi'bof Thtmdoron von KphMo« fd. k Allatil
Do Hotflto pt interetitiin in lollntionc nrdiniim elinin npiid (Srnncon Hurvaiidis. Kon 1838
8. •iih. ~ l'ncidiertn .'^obiillnii: lUgi nCi'/Jw in rodd. Ma»|. Kyti. tOH. 'ihi^. 3.^5, toi.
Booon. biU. univcrx. 2412, Vnlicnii. .'MO, Vallirnll. B 43 »iidc. 1» fol. 183, De miflnito
Mr|ioriH et nnngtiiniB Chriali in oodd. ruriK. Wl naet. 14 Toi. £32*^40, iltria. IIKI MM.
18 fcl. 2U2-314, r.*Xo)-«i »<i*<;u*-i in cod. Vindob. thool. 241 fol. 1—136'.
2. Biir«miltel: Oudin. Commonlar. de acriplor eucl- 2, )m2 -850.
3. ItcfoiniutiMiHelic HcBlrohun(:iMi tnten noch krSfliicur bpi Enstnlhine. dMn bth
lObmten Metroi>olil«n vua 'J'he.-oiiilonike lll'&'-c. 1194). hervor, besondvrn in dor SdiriR
'l.'n 1*0X1 Uic fliaii iioi-njrinoi! ^jii dtD(i9»>n(i luir ntg'i nrisr, «uf deren Tondunn ivlion oben
(S !•!>) hin BD Winsen wnrd». Ed, jir. L. Fr. Tufui. Franbfiirt 1832; Hheedruekt hei Mign«,
Pstr. ST. 13&. T2fl-»00. Tun Tafel auch iti» Deutsche abenebit: Hotrnchtungrn Ober d«a
MihicfeasfMid. Ana dem Griechücli»n des Eiwtalhine von Thewaloniob. Iledio Ü47. - Bt*
Miena, Palr. gr. 136, 217— S64 ein llrier de^ Kiintulhio» an oinon äl)-]il«n von TboaMr
lonilo, worin dicanr «indrinRÜch «n «ein« l'flielil'in «irinnrrl wird. — Einen trwffbchM
Hewoix fdr den tCrnst, mit volchem Ku«t«UiioH dnn ohriMlichn Leben seinon Di'Sc«Mn(o
in^
i
1. TbeoloBio. C. Asketik nod Kjetik.
66—67)
157
•intcIlAffte, crg«b«it twiac 4 l'aiiteiiiiredigteD. bti MiuiM l:'..'. ->'U— TZ^. Eliuoiiu V20— iieD
•«Itara L'ebemotc einer fnidilt>arMi boniiletincliiMi Sjiiifi.-.l>'l!<<rio, dflnirtli»- uiiw RmIi*
ütf 4(a Begtaa üca JiUir<^ wotdie uaf ilio Kabeln ilrt H]>liinx anil lior ,SkvlU anqiicJt. Ala
fwmt^fjräuit Icraua wir ili» keiiii«n Onrcli Hciijv Lubivdi-n auf d*ii lit. Aliikpo« und Mino
Qmommi. m der er rioe Hißi'nx'} aryyiivqi] \<vimir.\v. auf Dl■ml^trio>. den .SchutdisiliMi
Mb TliiinniilniHTrn, und auf Philutlieos 0{>Hikiiii>us. ilio nicli altv von il?r vchciuatiaolMii B»-
badttoBit des M«tubras(«ii WMuntlicli eiitr«riK'n; l<t'i Mignr. Putr. i,t. 13ß. Hl RÖl. —
Im eod. Esevrial. 3& M«c. IS rol. !>6' — 60' eino A1>1iiiii(t!iiiiic «Iva Kuslathios £iV ro AVpit
fl/y»*. — U*twf Bubilbin« als frofansohriflRtciUr vgl. Kruiiibacliur.
4. Wvitar« askottsrli« Srhrift«t*ilor des 12, nrifl 13. Jnlirhunilurt«:
I. In dM 12, vicilnidit noch in dnii II. Jalirli., nilt di<i l^^bonntMl dos Bi^otiofeD Tfaeo-
dar«« von Andida in Küpiiadokifiii, düT in andcrRB Hu t. (t. codi). Vatic 430, 640. 1 lAT. Parib.
13Aä awc. H. AUicn. 360 h. 12 Nikulaoa gnniLunt wird. L'nli^r di^in »rdtoren Nain«n gab
S Mal, Nora l'alr, kihl. 6, 2, M7— SM «ine »p'.anupi'n nfpi riüf (V 15 Sti^ Ititov^yiii
}ti«ftirmr atfipoXar rat ^cdrijpi'air burauB. wi-ltlie den UHkflmclicn Zweck verfolgt, üon
Mmtmn die SytnbuJisicrung dea |;aii£cn irduiclicu IivIil-ilb tl» Hcilundno dumb diu Liturgie
atoilprigwi. Wiederholt bi'i UiKD'!, Putr. )cr. I4i<, 4IT 4<J? Auf ditai- Svlirilt i;«<bt unvb N.
Craanoaeljcer d^r (trltwl« Teil der M}'6tjiK<-uie lii-s P»euJu*^'i>pbioiLj(js xuiUck. \)et. S. 67 n.
%^<. - y. Line kinoe AUiandliini; 1I((>' i'ovr.Knji,- rnarirniiJaisii« von ein«'iii K!<iatervortitub«r
I >• au« dem 12. Jahrbaiidvrt »tebl lateiniacb in der Dtbl. maxini, Psir. l.nt(dun. 23. 750
■- Uricrliifleb ist w in mebraron Itsc vurbaiidon. z, ß. in cod. VaticAn. ral.il. ßl naue. 13.
M. m - 1^. rod. Pnris. 1680«««. 14 fol. 74 -TG. In md. l-Af/>r. 4t>4 •>. U M. lli Unt*t dn
tltal: Km«titiof ^wwjfvp n^nfni^tv «n! ■J/aii/iiVoi' Uitfiiti icür Mithjitiuf. withtond dio
Haliwailiiii ihn tam Vomtand d«« Säbbaakloalnr« Wi Ji>ii]«nli>m mnrblcn. /Ht und AurnnUialtn-
Drtd««B*Kilio* "ind noch nühi^r za bnitinunon. > 3. Mehrrri* jittkctiHrliii Schriflcii dm I'otroa
Damnufcoii. au<-h Potro* Mannin genannt, dar uni ll.^Cf gelnbt ha\ien soll, sind vor-
id'D ^. II. in doD rudd. Monao. 318aaee. IS fol. 28tj-291. Pnriii. 11:14 »7. V|(l. Pubri-
n. MM, gr. ö. 7lf*; 11. 336. — Dioaer Petron wird uucli iila Vcrfiiüser von iwri SfUrilt-
Mfk'ii Ol'Fr da* Abendmahl bulradibet. Vgl. äteiti:. .lulirbCichi'r fdr deutdcbe Tlieo-
hei* IS itMJ^I 23—31. ~ 4. Uebrure Schriften einoaTbeoduru^. BiBdiufa von Aluiiia in
HitlBwIiiid tat Zeit de<i Utcinisebtiu Küiüerreioboa in Kpd. bowiLbrt ein ciid, Vuticauus,
I A. Hai. wie gewObnlidi, nicbl nh\wi bcztii^bnel baL A. Uui. Nova Patr, bibt. fS, 2,
l'-U97, eatnabn dettiHvIbeu nur «iu^ti Ueridit Tlieodon Qber seine iiastornle ThUlJgknit
l^nd« dar AlaMW an die avraiot /rilijuuran in Kpel, die hisloriscMS Inleressn bietet.
'VUMholl be> Migae. Pati. icr. 140, 3>i8-413. Kiuo dincr Scliriften in 10 Abschnittan
irt VStu biititKll und wi>bt aMkeliseben luliattes.
67. Qregorios Sinaites (rpr,r''pi'>s'2ii'nrfi,$). geboren in Kukuloa b«i
KlitoneiiBe als Sühn eiiK^r nnohc-ii und voniehiiii'n Kiimilic, tiol in die
Gffan^tuichafl der TUikun . aiw dur «i- aber duR-b diy llilf'o oinigt^r
'ibu)i«iisgono««sen Iwfreit wunle. Von Cypuni kam or imch dein Büfgo
Sbai, wo er MOiich wurd«'. Von di^rn Ijiiiaikloäter Hiedelt« er nach dem
B«8» AüiM Qbvr und ti-iit hier unter Androniko» l[ Halaoologo» (12B2
fa l:)28) reformatoriiuili auf. Er gilt aU dor BogrUndor des Uesy-
nhims auf dem Bi>rgu Athnü. S<.-in Schiller Kulli»toT<, Avr »tpStcfO
v\\ von Kpel, widmete ihm ein Lebennblld, das reiche NathriobtL-ii
IW Min uiistctee Wandern von Klooter zu Kloster, von Land zu Land
{Sil. Tnlor (licM'ii Uin^ilAndon konnte Oregorios keine bedt-utende bttera-
iMw Tlifttigkeit entwickeln; dock hiutoHitiiH er einige kurze aakotiRche
S'rliriftoii, voll denen eine Sammlung von 137 KuffiXmit die umfang-
rriLh>u- tot. Da» durch die Anfangxbuclistabcu gebildete^ Akrostichon -iiiyot
ii«q*^ rttffi t'noXiZt; Joyftäiur, ajtftXöif x«i ^nayyrXimr ■ trt Si 7r*pi Xvyia-
JMT jtti ^a^mr xai rt^fcÜi- - in di ntfii t'^avy^iui xa! n^oitfi'X'^i ^bt den
labalt diiui«r Uim! aneinander gereihten Sentenzen zur üenflge an. In zwei
■mit'Trn kurxeu Abhandhingen spricht Gregoiios im Sinne der heiü^'chaa-
tiMibwi Uytttik von dei- 'Havjii'a na'l ^^oafvx'l, "'""^ jedoch die Theorie vom
Lichte- vorxuttugeii. Kr emxitiehlt nur einige Asketen, wie
ISS
Brsuittiii*ch« Litt«ret«rg«aehiclit«. L Pro«u*cb« liitWTktBr.
JotianneB Klimax, Maxbaos ConfeHSor, ijymeoti den JQngeren und d«eeM
äclitller Niketiw St«th«to8, eadlicb PliUotbeoa Sinait<>.4, Kor LektUre. all?'
andiTAn oolk« d«r A«k«t«ii»<;hQl«r bei State Iumil Kinigo andere .Schrift«»
d<M Oregorios eohctnvn noch aDvdifrt zu sein. M
|. Aunitabe: 4 Schriften das äri>i(oriM ad. nr, w #tlo>alia rvr Itfitir nf<ifi«^P
VenMli« ITH-2; abiir^rurkt b»i Mi^ae. P»tr. rt. IM, 1240-1886.
2. Ililfsnitteh Fabrieius. BiU.gr. II. 632 TenakliDet ünigtUm. — Dun et*
Puri». ämnl. cr.C4 sa»c E5 fol. 119-184: Efistoh ad NipltMen i« nodi» vnaii. roi
aüib«il. 378 «u 18 toi 117'— 126": U«^ >}«i';>i«imV ttc — Du UbM da* Gragorie» 8üiuto
voaKatliitlnii. rntrinicbenmiKH (13-^ &4. 13U— 1868).>iL p. P»mj»1ov»kij, Pclm-
burR l^tM. Vgl. II. /.. 4 (inSb) EOO- 202 u. S »1 Kum. 4.
S, Ili^r rnd. Vnlicaa. TSO brvahrt .10 -liyM ijav/avrtxijc nap«xllj7efni{ von «iiwm
Kalli*laH Unlit*(iiot«s, il*r «mbncbniilkh n der iw 14. Jahrbandert blobondeii Fanuijj
itr MulitMikilaH gnUrt.
BS. Nfkepbmxu f A'ix^V^?*^')- MSnch auf dem B«rge Athos. üt n«li
QoorgtCKi Hinailoit der frata litlerariRche Vertreter des lie^ychast^ntui
im H. Jahrhundert. Er gilt »l8 der geistliche Lehrer de» (iregoriM
l'alaniUM und iiIk der Verfu«M>r einer Ähhundhmg //(pi vr^tf'tbh; »al yvia*^
tietQr)iiii, welche ans Exzerpten der Biogiaphien verschiedener Askoti.'a
von Antonio» und Thendasio» K<%iiohiarchoii bitt Symean dem .IQnger«ii
hc8t«ht Miil einer jeweiligen Erklurting der darin enthaltenen Leli
Zum SchluMO empfiehlt er das hef>yehaetiHcho Gehet.
Ed. pr. P. Poasinus. Tbeuimta Mceticu« S. 404 ff.; «u d«r •hXoxaXia
Ufü» »•ijnri«uc wj«dnlialt bei Mif[ne, Patr. gr. 147. W-S— 965.
69. Nikolaos Eabasilas {Sixihioc haßtiaiXai), der in einigen Hs
Bchriftoti den BL-inamcn Xttjtiutög ftlhrt, ist der letzte hervorragend
Mytttikar von Hyzunz. Die erste Würde, die er nachwei^thar bek)ei<l
war die eines Sakellarios. Wahrend des Bürgerkrieges zwischen Johannes^
l'iilaeologos und Johanne.^ Vi Knntakii7.enos nahm er Teil an den Erei|
ni.ssen dureli mehrere OesaiidtÄchafkin, die ihm von Johannes, dem Pati
arehen von KonUntiuopel, und Johannes Kantakuzeuos .seihst auf^etrage
wurden. Letzteren begleitete er mit t^jmetrios Kydone« in da« Khx
räir MaY-ytivm; wohin der Kaiaer sich xeitweilig zurückzog, und erfreu
sich (lalior der hc.'fon deren kai.serlichen Oun.'«t. Nach der definitiven AI
dankun^ rloM Jnlnunies Kantiikuzenos bestieg er den crzhiRchflflichen StuI
von TheNsalonike al» Naclifulger seines Oheims Neilot< Kaba-tÜns (vgl. g
und ftUrb im .lahrc l:i7I.
Den Uulim ileH Nikolaos Kaba»ilas aU Myfttikera begründet in er
Linie eoino Schrift /?*?» rt"? ^v X^tai^t f«»;« in 7 Büchern. Er
von dem Grinidsatze aus, das» der Christ da»; Lehen, da« im Jennoit» seil
Vollendung Hndot, schon hienieden beginnen müsse. Biesos Leben besteht
aber in der '\''«reinigung mit ('hristiLi und wird durch die ft grosäen Myste-
rien bewirkt: Die Taufe teilt e« mit. die Firmung verleiht Bewegung und
Wachstum, die Euchiuistiu verbindet die Seele mit dem auferstandem'ii
(^iristns (1. 1—4). Der Ocilnnke, da^s der Altar die Wurzel der Mysterien
itei, leit(^it über zur Betrachtung desselben, seiner Weihe, seiner versehi*-
denon Teile und seiner Symbolik. Ihirch die Übung der Tugenden, d«
Oebetes und der Hetrnchtuiig wird das Lehen erhalten; es findet seinen
AlwchluxH hieniodon im Uenusso (Jutt<^'s durch Liebetuchmcrz und Liet
1. Tbeolofi«. C. Anicetik und Hyatik. (g§ $8-«dj
159
b (L & — 7). Id dieaer Anlago seiner Schrift, zu welcher sich in der
■rtinischon Askotik kein Gegenstück fiiiJel., ist Nikolaos durchaus t«!li>-
m^. Inhnitlich int ur Hhhiingig vun den Hchrift^^n de^t I'üeudnai-fopat^itori,
■nzigen SchrinMiuHcrs, den er «•imnal unfllhrt, Mysttii^chen IiihaltcH ist
F twiue 'Kffiit^rn'a tjj< Ötiaf i.fnorfy{ac, welche die inncir. HymboÜReho
eotunfi der UtnrKiBcIion Handlnngen und Gebete uiiäführÜth darRtellt.
k'n- liturgiwhe Sthrifteii sind noeh unediort; ebenso eine Ahhandliiiig
diu Menächwerduiig , die judeufttlU auch zu «einon ni>':iiti»chen
gebSrt. Nikolao«! beteiligte sich anch an don theologischen
rovortien seiner Zeil. In dem He^ychaxtenntrcit stund er auf
L<itu den PalRina.'', wie die Unterredung zeigt, die er mit Nikephoros
>T*8 hatte, olino «ich jedoch nuf die Tlioori» des unerschuffenen Lichtes
nJBTJ — Näheres Über seine Stellung in diesem Streite würde die
iptoUichung Heiner Schrift Adver^un (iregorae deliranti» Konuiiu er-
n buMii. Sein Standpunkt in der lateinischen Kontrovome er^
ams der schon frflher erwilhnten Vorrede zu der grossen Streitschrift
I Oheirnt) NeiluK. Auch in tier'fiftfti^vn'a n'; !ftiai itnovQyiat: spricht
ib gegen die Lateiner aus (Kap. 29 u. :U>J. Eine weitere Gruppe von
ten boiit«ht aus Homilien auf Feste dc^ Herrn und der hl. Jungfrau
uui Hoden auf tieilige. Davn» nind die bhikoniien auf Demetrio» und
Ipn %'on Tliei-^alonikc gedruckt, nebst einer Hede gegen die Wucherer.
zeigt darin rhetorische Gewandtheit. Hundscliriftlich gehen auch
riselte, philosophische und logische Schriften unter seinem
Gednu'kt liegt davon ein Fragment steinef" Kommentarji r.n Ptole-
vor. Uistori»chvs Intere»»» durften »eine Briefe bieten, welche
Korreflpoiidenz mit der Kuiseri» Anna, Dunietrios Kydoncs und
rn hervorragenden Zeilgenossen zeigen.
I. AD«£Ati(in: De Vita in Cliriato II. 7 ud. pr. W. Gnss. Die Mystik ilca Nilcolniiit
H nm LotK-n in Cbriato, Oreihwnld ItMiP, i, \^2(I9; »bgc<)ru<<kt bei Migiin,
', 150, 49S -IUI. Einige Annftge sdion frObcr von P. Arcudiua, lA. 7 du conconlia
mmImiI. «1 ociratrü.. Paria 1628 S. 180- IS» und von A. Julin. TIicoIük. Studien n.
lA (IWS) 729-"46. — Vit'Kf/iijrtla nj< Oiitif imatQyiat ed. pr. <Fruntu Du-
~il.vH.Patr.BTHecolaL2|FarislA34)200ff.;abg»Jrucktl><-iMigD«a.B. O.SG8-492.
_rMl««i aar dl« bl. 'rh«od<ira in Acta SS. Ai>ri1. 1 8. I.V - LIX ; bei M Igno a. a. 0.
~ Dm RnkoMiion auf Domatrioa ed. pr. Theophilos Joannn, MnifuT« «ym-
I, Vpnc<li)t 1^ 8.57—147. — Dur ^i}oe x-ttl toKiiörtmr vtTto\\»tHmii^t nach coid,
(170. P213 W Hignn a. o. 0. TZ» 749. 2 llrinfn oil. A. PnpfldnpiiInH Rora-
U, Xrilpyt. IltilaiBy^aif. ttskilar, 2. iloilnXP zu Itd IG (Knol IK^.i) 14,17 f. oiw coi),
Ik. 1&7. irt \0 autogniplii^ Ilriofn dfw N. Knli. an s^ini^n \'iil«r und an | Dcmcttio*'.')
wmm miUiAK. — QaaptfunJeruboD für din unpdinrtcn Scbritlun sind u. u. ood. Carin.
Ih fol. 1 — 309 leDtliAlt licnnndm liüTnilnli»ch(- und rhutorinoliu i^clirirteii. anHi
^Hgramne n. Il> tlnefe), cud. Cui>l. S\b suou. IT. wulimelK-iiilich di« Abeulirift
BptMi Ms. ttxt. Viudub, tb«ul, 207 fol. 1- 4Ü8 (Inbult u. AnoidiiuiiK ftt^nan fie
1218). ood. Fiiriii. I24t! HUitc. 15 fol. 11t) -i:i:} (niolimi^ llomilien). cud,
5 Fol. 7^^139' (CummvDtar. in IHulouifici consttiiclionia 1. 3). cud.
pL 74. 13 (Briwfe).
lliiramittol: FabricioB, Bibl. er. 10, 25—80. — Meliroros xu seinem l.obnn
c» Kantakuuno«, IlMtoriau I. 3. Mignc, Pflir. p. lUX. 1131. I3R0. 1293; I 4,
12-'>. 2S■^. IKn UnternMlnn|[ mit Nikculi'^us (!ri>tj;«nui fliiAfUbrlirli nnilbtt
in »einer iri»lnr. 1, 22 r. 4 I. 24 p. 1, UifCn», Patr. rt. 14S. 132« 1433. -
Daral^ituni; Rainer Mfatik gab W. üasa ata Kinicitnng xu der oben-
I {8. 63 Sie).
EfldedM 14. Jakrfcunderia vcrfamtm Knlliatos und Ignnlios. beide mit
Xantliopatoa, sw«i M&ncli« aar dorn Brrgn Atlios. ein« Siliiift unl»r
100
BjsaaUaiaclis UtUntturgeBcluctaU. L ProcaiHliB Utt«ntiir.
il*m lltcl U{9oSot xoi «nruV air 9t«> nv(i,?yVi wuria uie den VenMcli Rmelitoa, eis
tiscbus Lbbrnyatom berzuHtolW. Dii-tter Vi-nudi, dm SjmMn von Thn—Uaik» i
lobt«, iat nicbl gelungen; diu cinulnvii Ka|ii(el rabMi meb am tkunmaiich »aeiiaaidet
der FortHvbnll iu d« Erörti-niuK «ird tmr darcb sckwoifHllif-p l'ubotjlag« cnklt \m
einieloen «iilbOlt ubei dio Sclinlt uiuucbBS Wertroll». Auä d«i +ailiHr«il(R rwc b(Wr nft-
rour «liKvdrackc b«i Mign«. pAtr. gr. 147, G3<t- 812. Ein PrachlexeiatiUr dicMi
Sclirifl isl d«r codex Taiirin. 3&2 »aac. 14. '- Kalliato« wurde später Patnu«b vo« Kpl
(139T) and veffAWite nabracbeinlidi die Kttfoktiia ,i«pi npAati<j[ijv. welche einem KiUkldi
XiiKiuiHmolion wordon (bei Migne nbonda 813 -817), »owio di« (iebvtc, welche NtkeplNna
KnllixloH ziipctfiilt H-iuiliii. Sein <ilnubuiiibci«nntniii. du bnMndvfn »nS SotvrichM PaDt-
oug^inoH und IIii.TlnHin Itcjiig niniint, und 2 Rrla«M odd. HJkloiieli u. Uollar, A<da et diplft-
matA grHDcn 2 (Wiim 166^1 293— S&. 347—3^2. Homitien auf Kirciicafeat« rcruiclml
CabriciuN. Bibt. gr. 10. 247, 2ü9, 283. Di«»e gebOmn nbor ebnr möimii gteiebnaniigiM
VoTgfin;;» Knlliiiloa I. Vgl. ^67 u. tii. — Eiii« klBino Abbundlune iuil«r d«in Nanu
roii irriitiv KnJiJii'Eirot' lov r^Aiaordij ntni ija»/i«iiixfj< 'p'i''^ bei Hign« ebenda 8IT-83S
biit Acluiliobkcit iriil dvr Sclirirc de« Kallutoe und Ignatioe und gebt vtubl iitu dunaeftaa
Kieiseii biTvui-. Mi) dem Pnlriiui-hen Kallial«a ist niohl lu Terwv<bH(-la K>1li«le*
KntapbQgi«t<-a. von dem !<2 KriftHam nf^I 9*lv( inäatiut khj tliov atiuptiiirti bt»
MifEne a. a, 0. ^6—941 abRedriiclit eind. Der Stil dieser kKftilom ist ganx abweitbrad;
ei« sieben iiihiütlicli vitil lifilier und küniicn A<!b besten KraeufinitMR der bjiniitiiiiKbrai
Mjnlik KOjiodlbH werden. Dieatir Katliiikni iHt finnx iinbciknnnt; eine nlÜiere ZeilbeslimmHtV
iel nuH dnr Srhrift selbst nicht zu gewinnen. .Sic zitirit iwllen frQbero A«liel«n nnd iaia
alt«, wie Bimiliotj, Diunjüius Psriidoiircupvgitca und MnxiinoB.
4. Von Alexius Makrumbulitc s nun dem H. JubThundttil bewahrt d«T cod. SalibuiL
4I~ xwi^lf Schriflen moiet oEketiacbeD InbiiltKii. Vfil, A. fapodopulo» Koraman«, 'ItfMt-
kvf,. ,4r>iLioS. 2 [PoUreburg WH} Ö3'2 531}, Denelbe tiulobitc hat ein hiatoirwchMi Stick
voD AlfsioH b«riiuage(;ebeu. uud verttpriclit nouh woiterM lu pubtixiercn, 'Ji^X. Ve^oeglr^.
£r«x»'el'i'y. 1 (Pftersbunt 1S9I( U4-1&9.
5. AuHwr dpa im Vuretebeudeii wiifderbolt nfiinhaft gemaobten unediorteo Ankr-
likvrn verraicUiK*» wir bier eine Reibe nuderar, deren Lebensiett Hieb nicbl he-
stimmen liesH: Daniel monacho« scliolastikoe, .UiaatnXiii n^at ÜQnafioit iiornfni: in
cod. Atliüiia 4t 18 saec. 16, Dion^sine monnclios, Orgsniim HSi>i«4il)He epiriloaltfl m rodd.
Paria. SiiO e. 15 u. Parie. 8,M) a. 1389, Kuaebioe, EVeab^ter und MOncli, Opusculwm adverms
aalronoinoa tu cod. Paris, 1098 enec. 11 fol. SB' — 94, hsnioa, Mf>D<Tb und friester in Nik»
modien, S«nno de liliiTcii* in rud. Coial. 301 tutet. 14 fol. 2 3. andern noketiacbe Ab-
bnndlungnn unter dum Nnninn ninoa Eaaiaa presbyt«r in cod. Pari*. Supfil. )^. 28 «ncc- 15
foL Ufl^-' 101 gcbCrrn vii.-lktrht dem Abte KsBio« aus dem 4. Jabrliandrit an. doiM*
Subriflen noch unvollkommen bi?kunnC niud. LSoorgios Nouapbylni, De origine Klli
et tentuliotiibun in rod, Paris. Snppl. i;r, 64 eneo. \7t fol. 86-44. Hermaeon. Mflncb,
ein ürief iin den Abt Duliu uud deoticu Antwort iu cod. Paris- lläl saue. VA fol. IUI -171'.
Jobaiiues Kostuniutrus, Mvirupulit v, Cbulki'dvu. Opustult 8 de ublatiuaibu« mjaticit
in cod. Pmis- Suppl. gr, 1089 saec. Iß fol, 20—24, JuliHrines. Abi auf dem Sbai. SB
AbbaiidhmKen in dem cod. Ambros. M, 4& rnip, Isakios Kunetantinos, De atatu pw-
fecli hominis II. 8 in einer Vatikanieoben His Koaiuas i rttctCttovKioc, Uifi Ao-
yrmoiiae tiir oMiu Xoytafiiür In cod. Vntipan. Ottob, 41fl snec. 16 fol. 67—108. Lukas,
MOnob und Presbyter. Aöyoi nn^Buntmi n^ö( naQ.lirovf in eod. Vindob. Iheol. 238 feL
SEI— 32&, Micbnel, Metropolit Ton Kuchailn, ein Driof niJcf'tiNi'.hMi InlisllHnn einen HSntl
iobanOM ia cod. Vnllicell. K 21 n. 14 fol. 162- 169. Natbannol, MCndi. oaketiscbe Ilnleo
in codd. Vntican. Palnlin. »ß4 hocc. 14 fol. 149-1Ü6', Mnrdnn. Clniw. 2, 87 anec. 14, Sidmib.
/Irpi (Jyiirrjjc ete, in cod. liodl. Mincell, 56 hucc 15 fol. 92— lOO. Theopbanea S rfot rai
ifiiöaoifae, Aöyoi didnxtixoi ti't t^i' ihirnXoyny in cod. Bonon. bibl. uiiivera. 3642 a. töOS,
Tul|;Argiienbiiidi. vielleicht nii^bl mebr uuh der byurntiniscben Zeit. Aus dioMr atamnl
die anonyme KrklArung des Dekttiü(!es iu cod. Viudob, tlieol. 188 fol. 15—24. — Anonyn«
SaiumlunjjEeu •und in vielen Hm vurlinndeu. t. U. in codd. Paris. 1137 A nt«. I2L
1131:1 saec. 14. Coisl. 119 s. 15. Vatitan, Iteg, 48 s, 14. Patiniac. 1 s. II nodS02aM«. Iä
D. Geistliche Beredsamkeit.
70. Charakteristik. Aul' kciiivni (.ictiitite der Theologie hat
byzan Ulli seile KiicIil' h» viule (.-iiizi'lnf LitU^'iitui'deiikiiiüler Iicrvargubr«
wie auf Avm der geistlichen KeredAtinikcit ; keines hängt ja auch so im
mit dem iiraktinchen Kirclioulehcn xuAaminen. [)ie Erinnerung dtu*!
Ua-ss die Predigt das ordcatUt;h« Vorbfeituiiösuiittel der christlichen Lol
1. Theologi». D. Q<istltche B«tedsamkeit (§ 70)
161
war, bevor die ersten theotogiachen Schriften geacbriobeii wurden, erhielt
■cfa in di-r (!rit*t;Iiischtin Kirchf. immer wach. Die Iit-rvorraiftMKie Stolle,
«eiche die Priiligi in di-r AltoMton griocliiitehuii Liturgiu iane liutte. wurde
■ilvrdin)2:H später eingeHC-hrünkt: gepredigt wurde aber auch in der byzan-
bniachen Zeit »ehr viel, an Sonn- und Festtagen wohl regelmässig, und be-
Modimt in der Fastenzeit. Die IVullanisehe Synode (692) veipflichtL'ti' die
Bischöfe uusikacklich dazu. Religiiiite Vortj-Ugu wurden übrigens nicht blotu)
b den Kir<.-h<<a und [C10sU.>rn gcdiaJt«n: Hclbsl um kaieerUchon Hofe hatte »ich
die Oi'wolinheit heraUBgefaildet, die naeh Eusebiog von Kääarea bis auf Kon-
•tautin den Grosiien zurückginge, dass ein religiAtter Vortrag an Sonn- nnd
Ftwttagen vor dem Hofstftat gvhalten wurde. Dadurch crklili-t »ich die auf
jm enUta Blick auffallende Erscheinung, doss äich Kaiser und hoho Staats-
bMUnten unter den b,vziiiitiiii»chen Homiletikern und I'ancgiF'nkern vurBnden.
Wi« dif byzanliiiiM'he Ithutonk übtrhaupt, so ist auch die geistliche
Beredttamkeit in formeller Hinsicht abhüngig von der altgriechiacheo
": 'irik. die von unflliertrofrencii Meisteni de^ Stil*« und der Itcde aus-
■ H.I worden wai'. Dicm) Abhängigkeit tritt besonder» bei de» Kuiusel-
ndneru des a. Jahrhundert« und der IVIüologenzeit hervor, die sich be-
"''ti, ihre Heden mit, Zitaten aus den Kla-isikern, mit m)-thologischen
> lungon u. dgl. auszuKelinUliken. Noch nShor lag nber filr die Oe-
uinilheit der byzitntintttchen Homiletiker der AnachlusH an die grosscii
kirchlichen Kudner des 4. und 5, Jahrhunderts, die auch hier diu
msgebenden Vorbilder wurden. Ab solche wurden sie auf der Trulla-
Synode (692) autulrflcklidi proklamiert durch die Bestimmung,
man nieh l>ei der Unterweisung de» Volkes mehr an die Vftter halten,
■bvigvne Keden vortragen solle, Jetzt fing man an, Honiilien von früheren
KinlieDVätem zu Ubi-rarbciten und dem Geachnmck der Zeit uniinpaÄsen,
Ittadv wie ch auch im Abondlande üblich gewnrdt-'n war. Kin treffendes
B«tk]M«l hiefilr iat die 9. Homilie des Kyrillon von Alexandrien, die ßichbi
nim» wt aU die Umarbeitung seiner 4. ephesiulscheu Homilie. Zugleich
nnivo den Kirchenvätern de« 4. und 5. Jahrhunderts Ilumilien unter-
•ekobcn, entweder weil steh bei diesen keine Homilien gleichen Inhaltes
wfiuden, oder weil man den neuen Elomilien grossere Autorität versuchaffen
»«Jlt«. Daher die grotwe Aniuihl von uiiediten Homilien der Kirchenväter,
btawitürs de» hl. Clir)i»o8ionio8, der ersten rhetorischen Grösse de« chriet-
idiwi Altertums, dessen Lob zu verkünden die Byzantiner nicht müde
nnlea. Eine weitere Ausnutzung der frfllieron Redner he»tand darin,
4m die Stellen au« deren Schriften, die denselbeu Uegunstfind behandelten,
(Mnunelt und zu einheitlichen Homilien verarbeitet wurden. Dazu warcu
haanderH die exegetischen Kommentare des ,Johuimes Chrysostomos mit
imi umfangreichen Partoeaen geeignet. Neben den .'Anmitia^aif^,
CillKOilmtHS DnphnopatM im 10. Jahrhundert veraustaltete, gibt es noch
wkrM« atwnyme 'ExXo^ai dieser Art.
DiMe Verhältnisse brachten es mit sich, dasa dieselben Heden Rowohl
HnAtiwben al» byzantinisclieu Autoren und selbst wiederum ver.<(chiedenen
^uattiüttchcu Schriftstellern zugeschrieben werden, und dalier noch manche
Ecbthoitafragen zu Itisen »ind. Wenn nun auch die Abhängigkeit der
AltMtOBMMMDMblA U. 1, *I>U«. ^t. Allll. II
162
BjumtiiiiBcbe LitteraUirgeBcliichte. I. Pro«&iache Utt«rfttor.
Homilotiktir von der patristischen Litloralur nicht so weit ging als bfl
den Exegetcn, i<o cr^bt sich doch aus dem Geeagton die Kolwcndi^ufl
einer oingcliondcn Quvliciiunt«i-8uc)iung nU der iinerlässliclien VorbedingnM
zu fincr abschlii.'issendüti 1ittuntniM;lK,-ii WUrdi^ng der byzautinischi^n Hfl
mileUk und I'anogyrik. Ob sie einen inneren Entwickelungüf^ng durcH
gemacht hat, und welcheR deflB«n einzehte Stadien ttind. ls««t sich «n
Abttchhiit» jener Vunintersuchungen nicht uniiCHM^n: vorläufig sind vm
zwei relative Blütopc-riodcn im 9. Jahrhundert und unter den Paläologeo-
wfthrzu nehmen. fl
Im grossen und ganzen Dbertrifft die byzanUnischo peisUiclie oM
redsamkeit die Predigtiitt«r»tur dea abondläudii^ohLMi Mittolallors inH
mdge ilire» engon Zusammenhangs mit der griechischen ICIai^izitat und in-
folge dei- naturliehen Kednergahe der Oiiechen. Auf die IlUhe der kirchHclien
Beredsamkeit des 4. Juhrhundertü hat »ie («ich aher niemal.i mehr hinuf-
geschwungen. Vielmehr haften ihr in liUerariseher Beüiehung hedenteiKlc
Mängel an. Üherschwenglichkoit der Lobsprüche, alhwigroJüBe Häufung voii
rhetorischen Figuren, Tropen. Antithesen, ProsopopOien, gesehinacklo«.'
Anwendung dos Dialoge», ermtldender Öehrauch der Aasonanz und Isokolie.
Langatmigkeit und Breite der oinzeluen Äusfljhrungen. Unebenheiten
der Anlage des Ganzen. Dazu kommt ein empfindlicher Mangel an bist
riBchem Sinn, infolgedessen Vorgänge geschildert und dun geft-icr
Persönlichkeiten Reden in den Mund gelegt werden, die zu den betreffend
Zeiten und IVrsonon durchaus nicht passen, über die Regeln der
liehen Doredhamkeit scheint man wenig reflektiert zu haben, da keil
einzige Theorie derselben aufgestellt wnrde. Der Inhalt der geihttlicb
Reden apiegelt besser als irgend welche andere Litteraturdenkmäler
EiROntilralichkeiten der griechischen Kirche wieder, ihre Vortieho für
matische Krörterungcn gegenüber den praktisch-kirchlichen Tendenzen
Abendlandes, ihre heitere Auffassung des ChriHtuntums gcgeuQl>t>r
ernsten Religiosität der germanischen Völker, aber auch ihru starre
zwängung in dieselben Hahnen und ihren Mangel an Vci-stSndnis lllr
BedUrfni»i<e dm Volkes gegenüber dem fri-sch pulsierenden Leben und
innigen Verbindung der lateinischen Kirche mit dem Volke und
vjclgeslaltigon Lebensformen.
Als litterarische Hauptgattungen kttnncn unterschieden we
Fcstpred igten, Panegyriken anf Märtyrer und Heilige, Epitaphien
Grabreden und Homilien im engsten Sinne des Wortes, d. h. KrkliSrunj
der Evangelienpcrikupen an den Sonntagen des Kirchenjahres. Am xah
reichsten sind die 2 ersten Gattungen vertreten; sie entstanden im
Schlüsse an die Feste des Herrn, Maria und der flbrigen Heiligen.
Fostpredigten auf den Herni und die hl. Jungfrau sind in der Regel dog
tischen Inhaltes, Die Panegyriken auf die Märtyrer und Heiligen su
nahe verwandt mit den Denkmäleni der Hagiographie. Abstrakt gcnomtn«
verfolgt die panegyrische Rede parfinetisclie, das Heiligenleben historis
Zwecke; beide Gesichtspunkte sind aber bei den Byzantinern meia
miteinander vereinigt, und nur da^ Vorwalten des einen gegenüber da
anderen kann die Zugehörigkeit zu der einen oder anderen Litterutii
iTThSöIOBie. D. 0«Mtlicfae Bereäaunkait. (S 71)
163
guttung bogrflnden, Aio im einzelnen oft zweifeltiaft blcibL Am spfitosten
tritt die eigcnt]toliv UomilJo. die zur patritttiselioii Zi^it bitii-bU-ete Gattung,
wieder auf. Duh Kircli«njiiiir fand iu der giiechiöcben Kirche nie die
i-inhcitliche und lebendige Aut>g«staltung, welche ea im Abendland durch
den ••iifj;i^ii Ansrbbiha an das Xuturjahr empüng. T>ie einzoliiou Festkreise
■ind nur U'kv unoiiiarider gereiht, und die dazwinchcn Megoiidon Sonntage
«Brdoa nicht noch den Festen benannt, denen sie vorauKgeheu oder folgen, J
jondern nach den Evon^ohen, die an donuetben verlesen wurden. Die
Stete Siunmiung von SonutHgsprodigten, die sich über das ganze Kirchen-
jithr eratmekt, ist die des Patriarchen Johannes Xipbilinns von k'onstanti-
DD|M-I (t ll>75), wiUirend «ich aus der fi-ilheren Zeit wenigNtons keine er-
Wt4.>n liulx-n. In der Folgezeit nielirten sie sich; die inoisteti dt^trsolben
«od abt^r enlwe<ler gjiuz oder wenigstens zum grOfifttou Teil noch unediert.
I)M KuttN-heiBe veriKchwindet mit dem Katechumenat schon vor dem Be-
gina der l>yzantinis«hen ZeiL Es gibt wenige byzantinische Theologen,
hntiT deren Schriften keine Homilien nder l'iineyynken vorhamlen sind.
mbt folgenden worden nur jene Schriftsteller behandelt, von denen uns nur
1 gnrtliche Reden Überliefert sind, oder bei denen dieoe diu liauptmasse
I im IHlvrarischen NaoUasoM bilden.
I 1. SkinEnelAUs^abeii: BiblEothscii lioutiliamm et sernionum {iriacomm EcalesiM Pk-
I InM, tn 4 tUva, b«gonii«n von I.niir. Cuodiua, vollendet von 0er. Mosanus, hyoa I&88, ,
I IM na inuaginglJeli. - Humiliae stMcorain Psiruiii ed. Th. Poltanns. Iiigotstadt 1579.
I ' J r>r«tA(-r, £^ «tire Clirieti, 2 (tneoliitadt IGOO) nnd in den Oiwnt omnia 2, lU'^enBburg
I ITU IuJ>lr«kh« ü«inili«a nnf vnnichinddn« VtMbf [I«h IiI. KrauM«}. - Fotr. l'antinus. Coli-
I mmm ^rwoorum pAtTum. AnlwnrpRn Xd'ii. -- DI« rnnfangwohBt« fjnminbng ist iJJo von Fr.
I C*Bbiria. lin>liothc<A I'AÜ'uni cancionnlorin, 8 Udo. Purk 1662 (uiicli dem Kircii«'iyAlir
I ylu»! : ilM griKliWchon lIomilioQ nur ktcininiih i vgl. Ci>inbufia.Rcci>n8itiauctoresBibliotli.
I nirem cuadiHMiM., I'mw 166S). — A. Uallcrini. äyllogu tnuiiumcutoriun nd mj-Ktoriiim
I «MBifboBH imnMsUUui Virgintti iltuBtrattJuin, 2 ttdo. Kuin l'<ri4— ^6 (vido ^ieubieobo
K KirhMMniUtrB). -- Die lU^igtiocIiiBcb« Huu|>(!iuianjluiig ül der «'r^aniitin; do« Btudit«n
I fttHiakanoa. Veaedig l^TO u. Öfters, äic enthält uurb fiPreiligten dos PicHbytcn Albertos
I lariDM Mu Chioii. V^l. E. Lcgrand. Uibliogr, h6\.\*u. 2, 12 ff. und die Mütixun van l'b.
ftll(J*r, H. Z. 2 (IKiS) 35« t. — JiAirui des Preebyt*ra Alexioa Etutrtoros nua K«rkym
■ ■ill 1:>6D. Vgl. I.oitrana. BiblJoar. UÜ6n. I. 308 IT.; 2. 356 (T.
H i. Uilfsmiltel: R. Rotb«. (ioBcbicltte dpr Prodigt, ber^f;. von A. TrOmpelinantt,
■bn»B 1M7 8. I^'ITI. 203 im (sehr unvollntAndig). - N. Katfljev. Ueacbichte der
^bvAist in <l«r rataMcknn Kircbo, dnuloch Ton A.Mnrkov, Sluttgnrt 1X90 (mir unxugAnglich).—
^MH ZttHUMiwMiluUiB drr cbriHtlichoD tkroduninkpit mit dor luitikon lihntorik vgl. Job. Dnner,
^Bh« Tn*ljwd«n dM tiM-gotion vm) Nyua in ihrom Vriblllnis (ur nntikeii Hhetorik, Mnr-
HkK um. Pub di« Bvncrknn^^o tod Job. UrUai'fce. Wochonacbrift f. kinss. Pliilol. Iä92
^HllTSC -~ B. Tb. l'^vnickij. Div Bildung der lil. PicdigL'rvatc'r im 1. Jabrhuudort,
KMy rmdioj dndi. »k. 18»-2. 8-61. 2(11-304. Vgl. B. Z. ■^ (18ä3> 347.
r a I,. AlUtiis, !>• lihriafoelefl. Gnt»ooram, l^s 1646 8. 03— 95 vuneicbuet tinter
[ hm gntrhitftrtw KErdMiUtacbMn tUs tlKr^yvgiKÖr, nU Saioinlutig von Reden auf die
1 FM* ir» Uam nnd d«r HetliseD. - Samni^tcodires von «eistliclien l{«den sind sehr Eahl-
I aaJ raicfcn) U» ine ff. Juirbundert xorllck, wie x h. cod. Pann. 766, Die Anord-
iv Bomilian iat rusdiMdwi: aacb Mon>l<m »nd TKgen od«r ohno bMÜmmtc» Ord-
nip, Ulla ntil mIcnnilKdilmi IIMligonl^bon. teil* obno dioaolbnn. Kino Unter-
Jm aiugüdcluitm IlHnuiterial* fnblt. Miincba diosM- Hmi mQMion bei dor Krfor-
d«r LaKeBdaiiinenJI«« nittb«ifl«kKiehliEt werden.
71. Qregorioa {rii\yöetoi), Patriarch von Äntiochien, war nach dem
. Z"^^^1i-■'•e de« Johannes Mo-schos Vorsteher des Kloster» iwv Bv^arifusv
a ^jnen. der Laura I'haian und Kuivtzt dos Sinaiklosters, als er von
iortiiiB* n an Stelle dea vertriebenen Ana»tasioä (vgl. g 10) auf den
htharduiUtahl von Äntiochien erhoben wurde (57U— 93). D«r Ooschichtr
— U"
I
IM
ByxdBU&lMh* UtUnttargMducbU. L Pnwuaok« Utt«ratar.
1
.1.«
Hvlirciber Euagrio« utand ihm sehr naho: al» äregorios sieb in KoueUii
nopel verantworten mufiste, begleitet« t-r ihn al« Anweit. In seiner Kirch«
geechiclito gibt er eine Keihe vor biographischi-n Angabvii ijlier fl«n
Ottnncr. mit deiwon Tod er »ein Ueschichtswerk abechliesst. Er t^'ilt di
de» Wwrtlaut der Kode loit, welche Gregor an das aufatündiBche IK-ep
Lilurba hielt und die von Erfolg gelcixint wurde, (tregor weiss geschii
an den Ruhm de» rOmiechen Heere« und un einen Soldaten wie Manl
TorquatUB eu erinnern. Von den eigentlichen llomilien Grogora hal
»ich nur wenige erhalten, eine auf das Leiden und die Auferstehung i
CW«i auf diu Taufe de^i Herrn, die Gregor an zwei aufeinander folgern
Sonntagen hielt. Gregor scbliesüt sich streng an die Bericht« der S][
gelic-n UL
1. Auipa1i«n: Die Anicile an du rSmlAcbe Hnit bei KuagriM^ Iliator.eeeLI
- Dkm und di« 3 andnuD nHcb den Druck«» voll Coiubefts Vlid A. H*i b«i Hie
Palr. Kr. HX. ]84S- lim. — Die Bomlhx ui itiimrtuiii PomIi« in «od. Paris. 1174 mm. IS
tSb-WV «clioint davOD vencJiiedMi xa sciii. ~ >4R0 Itamiti« Eit lör irt4i<fiiffiiw
Kt^lai «Übt in cod. Atboua 360& s. 10.
S. Uilfvmitlo]: UiogntpbiMhw boi Kuninia<s llist m-cl. 1. &. S, 9; t. 6. T. 11-
19, W, S4, bei Jobmot» Uoscho«, Pntum niiritiin}« t. 139 ii. 14Ü. — (irvgat d«r Gn
Itci^. «Mit«). L 5. 16; L 0, 88. ricklete 2 Briefe aa ihn.
S. Dem 6. JabrbimdMt gehttrt auch d«r Mfiucli Alexaudur an, von den wir *i
UfnlknBBiclieil Aiyat tif ri;>- t'\i}ieir ror ti/iiov xni Cn""l<X"<'' "»■'pot' bMÜMO. Auf
UnÜiüug von der Äuftinduti^ dei Krt-iufs. die weil aiubolt iind bin mir Solii>]ifiing i
Dinge dnroli dpii I.o^oa mrilck^ebl, fut^t «iu Enkomion auf da« Kr«u in d«r flbie
fcjantiniHcheii Riietonk. die m wiibrsi-h«iDlich niHclit. daas dns Gant* eäno Red« bei Aa
dM KrMiaBrflodiinaafeateB ist. Ed. pr. J. Gretsvr, Opern omnin 2 IKtgenaban; I'
I-SOj abaadrackt bei Miicn«. Patr. «r. 87. 3. 4015-4076. Kbondn 4077-4087 t-ia k«
Auatng. DMiuvIbMi Akxnnd«? «iid »in Knkomion niif dnn Apoat«! Bnrnabaa ii
Bohiioben, daa allMn Anncheino nach in d» linmnbonkiTvIio auf Cypcni geJialtao VB
Darnach wird CjMm, inexicll Rnlamiii. al» die Heiinnl Alexnadera hu genommen. POr
]deutilfit des VvrliiuiL'ni kann üif f!laii!lib«it di-r Aiilugu uiid diT Rlietühk in dm bei
R«don ({«llond jieiiiaübt vmdcii. Kini; iidbeiu ITulvraucbunf; fehlt. Die R»de auf d«a
Barnabaa latein. bei Mifcn« a. a. O. 4U8T— 410U. V|i;l. duzu R. Lipsins, Die apokrr;
ApoatirlKnBrb teilten niid AiioalelleKeudeii 2 | Brftuneobvieig 1884] 2. 298- 304. - Von i
Proiibvtei' Timntlioos in Antioolüen, der am &85 lebt«, ist «in« Homilie auf die Vn
nuig dctiDerrn KndruckI bei Mlsne, Tnlr. gr. h6. 1, 256—265. — Kbmdn S^7— 2S3
eiuum iindorco xeiteonOiuiiiichfln Timnthnos. {'rrsbytor von Jerusalem, eine Hen
auf den hl. Sjmoon. - Abmmios, Uini^bof von K|)bi!Ko» im 6. Jubrbuiidert, hinlerl
eine Huniilie auf die Voratellunu den llurni im Tenifiel, die noah unediert ist (eodd. Pl
1174 wioo. 12ful, 102-106 u. 11«0 11. K>Ü8 fol. lÜS'-UO, Taurin. »Sa. 16 foL SS'-
72. Modestos {MöSiatoc), Aht dos Theodosioskiosters in der WO
Juda, dniin Sk'llvertretor und Nachfolger des Patriarchen von Jenisal
Zacharias 6^1 — &a, zog schon ilio Aufmorküamkeit du» Photioi« auf si
Dieeor gibt Auszüge aus zwei Homihen MV '"i fiVQO(/ni/o>ti, Eic n;r pj
nniTjJi-, die wir nur dadurch kennen, und erwähnt eine dritte, die iin Dnii
voliatAndig vorliegt Sie verbreitet sich in Überschwenglicher lihoU
Ober den Tod und die leibliche Aufnahme der hl. Jungfrau in den Hinui
14 SflUe beginnen mit Si nafi/titKUßia xotfit^at? t^^ vnt^frSöJliiv i>*«i«
15 mit Xafgotg, It mit ii i'^^oyti^« auffirrov. PhoUoH hat dun Unlerxcl
zwisehen dieser Itrde nnd den beidon snduren nicht Qborsohen; doch schi
er die Echthvit nicht in Frag« ge»ti.'llt zu haben.
1. Dia von Photioo frrliflltnncn Fragmente ali^hen in Beiotr Bibltutb. eod. 27.S. Mi|
Pate. gT. 104, 1M4 f . — Die Huiniliu ^Y( njV xoifiiiciv iijf wtoioxai' bei Miune, l'atl
86. 2, 8277- 3312. - Kbenda äl!38-3?0S ein Upuaculum De pM«ica o^ivjute. dw
viollatoUl d«n Pnir. XaeliRriaa cnm Vurfoaacr liaJ. - Krogmenlo dn« Mod«atoä bielel
(■■fttOMulEaleue im cöd. Tatir. 342 a. 7-8 fol. 207, 208', 208", 216, 246' u. a. w. "
"A
1. Th«oli>gie. D. Ooiatliolio B«r»d*&iiikeit.
72-73)
165
^K fi. Die n« l4>Kend&re und apokryplin I.rb<<nsb»8clireibuD^ des Morlnato« in zwei
Mmlw 4m Mbn Selirifttnnm Heft 91 (P«l«nibarg 1892) IS— SS, buxiobt sielt nicht
■f In btatoHacliM Patriurbon, Ronilpra gehört lu ior (iattuag der apokijpbvD Li^gcnd«i).
1 Ein EDkoffiioH dua Knbincbnfii l'Iotinoii von TheaBalonilEe &ur den Blltrtirrar
Bliüi» vi. fg. Tbvoph. Joannu, Hi-i;fiiiti äyeloy.. S. 40— S8. Nach dem Heraus-
fiWr IrbU dv MMM uubokiinnt* Plotiso« xur Znit dm Knincn rbokiis (002 — 10).
^ 7S. Andreas (^itf^af), KrzlnHchof von Kreta, wiirdo um dio Mitte
H?. Jatirtiundert« in DamSHlcofl geboron und lebtn lange Jahre aIs HUnch
■I Jenwalem, daher auch sein Bvinamo Hieroftolyniit«^. Tlieodor, Patriarch
tan J«nisalvni. Kchickto ihn als twinvii VortrHer auf das 6. Konzil (680),
[| dcesen Akt*«n er als Tonoti^^i^i^i toi' nntifftiXixuv ^^irov 'If^oaoXvjttav
hofichnet wird. Tnter PhilippikoB Bardaaos (711 — 7i:t), der de» MoncK
tktleliiunuK nooh einmal zur 0«llung bringen wollte, trat or mit anderen
bchOfMi auf di'KHun S«itv, kvhrlo alter nach <Ioni Sturze des Kaieera zur
vUiodoxen Lehre zurUck. Nach einem Frn((nK'iit über dit' Verehrung
dtr Bilder, (las ihm in cod. I'aris. HV-iO zugeischneben wird, erlebte vr
Mrh den Ausbruch dett BildcnttreiteH unt«r Leo dem laaurier. Unter diosor
V<niiMM9t2ung fallt Kein Todesjahr nicht vor 726.
Der grOfinte Teil des litt«rarischen Nachlasses des Androas best«ht
an Kodon auf Feste des Herrn, Maria und anderer Heiligen, und au»
8«Dnlag»liumilien. Dieselben scheinen alle aus der Zeit .seiner Wirk-
imkeit als Erzbischof von Kreta zu Ktanimen; von einigen wie von der
Ftatn>de auf Titos, auf die Enthauptung des .fohannes Baptistes ateht das
fcrt. Andrean gibt die OiKpo^itinn seiner R^^len immer genau an und be-
Hlirt Mrh tUwrall nU dogmatisch ge^ebiilten Kiietoriker. Bei den Fest-
Mif Ueiligo benutzte er walirschcinlich KItcro Vorlagen, wie z. B.
Bede auf den hl. Nikolaos von Myra. wo er dioß ausdrücklich be-
Itfi den Übrigen »chliesst er sich meistens an die Perikope dee
iiuniH an. Au8^r den 22 gedruckten Beden geht noch «ine 7m\x\
welche derjenigen der gedruckten fäst glcicli kommt, unter
Nomen. Nicht selten werden dieselben Reden aber auch anderen
nilclikern zugeschrieben: ein Umstand, der eine bestimmte Umgrenzung
«bw litt«TariM:hen Kigentiims schnnerig macht. Andreas darf wohl al»
bwlff kirchlich« lt«dncr der byzantinischen Zeit boselchnet werden.
IJhvr Andrea» iils Dichter vgl. Krnmhacher.
1. Anagaltpnt 21 (i«d«li nocii Kr, Combofis' AusRnbnn l>oi Mi^no, I'nlr, gr. 97,
•lilDI - [)ia Ht>Ao tat d»n Aponlel .Inkiibim od. pr. .\. !'a|>ndopi]Ina'Kernnieus.
na Itfottt. aimji-vl^jiiac 1 (l'otdinburg 1H91) 1- 14. Vgh duu J. llausslcitur,
hr I. KiroboBgoaeb. U (189») 73—78. — Rin wHturos Uomilivnfra^ent cd. Sak-
Uliu», Ibflt^^ flnr^iAjci;, Athen 1890 8. SSO f. — Diu Kru^sniciit De imagianiD wdo-
toiM vrMniioa* au« rod. .l'aris. 1680 aae«. M ed. BuiaaoDade, Aoecd. gl. 4. 471;
htMi^aa«. a. O. ISO] -1804.
II i. Bilfiinittel: Kai« lAate ruu 18 iiiiiidii'rivn Homilien bei FaliriciDS, BihL fT.
M (, Kb fvhlon iu di««er Liste t. II. Kiikutriiuiii in martyres Cn}t>^nsn8 (cod. Taunn. ^0
[1,1 U. H—2i<'i. Hoanüta in eilpotiuru S. ^^hario« «1 nntj>-itat«m S. Jouuiia (ood.
i »4 aaK. M). mm 8. Uoroili« in I^HVinun [cod. 8. Sepalcr. 133 n. 1592 fol. 432' bia
i. ~- Di» handacbriniich« Zunigniuift von KoTiiiiirnlRivn zur hl. Schrift beruht auf
mit AndiPa* von KHaart« in Kappndokinn. '-- 3 IVogrammn UW Lcheii u.
da« Ä. T. K. von (t. Wallin, Üpaoln 1~30 :!2, blicbon mir uasuglUigbidi.
Xsn Labnn: tUniga Nachrirhtm über Andres«' l^bnn ntchcn in cJDar apBtaran
(Udo aof dcB bl. Patupio«, bei Htgne n. a. O. ISü-J—USS. — Kin« Vita
186
ByunUnUdi» Utt«r«tarKMeliicht«. I. Proauache Littorktar.
AndnM Cntenaia b e«d. EacoHal. 319 mw«. 12 fol. lft9--209. Eine Viu Andnoe <
TMNiketaaPatrrkioain dan coJil. Arbui 48a. I&. laKi s. U, 3Kä2 a. IS. — Bio.
Aagaban aua d«n Triodtoa Bl«bBn in Onteera Aitagata des GewRioa Kottiaoa bei !
Palr. gr. 167, ft^S^ f. — Rm Krivclittr-ha Vita nitt iUlieabcber ÜebereetiUD« od.
|)h»roa I'aiirfaaln. Vvncdif; 1573 (mir iiiiinKiUlgUcb).
4. Eine Kt«]k nt» ninnr Rndn aaf nlla Ulftyntr vcn KoBatantisoB, Dil
C\ttaiop\ij\tx an dor Hugia Sophia in Kp«J, wurdo in d^r 7. alLtanMnon ^ynoda vo _
n>n). Dio anoxo Bcdo «il pr. A. Mai, Spicüeg. Komati. 10 (Rom 1844) d4— 16$:
draokt bei Nigne, Ptta. gr. 88. ifO—iW. Au« (tom Texte iat ein» atken
wung awiachen O.—d. Jaliriuiodert nidit in gcwinnc^i. KriÜier ab doa 6.-7. .'
darf aia jedonf alla nicbt an^eaMit ««rdun : der buttorinvlie UinUrsnuiI ist vAlUg v«
dis hfArgTcr aprocfaen wie die byzaiitiniachou Tli«ol<iK*n.
h. Joliannon, Pnxlijlor (nm 744} and aacLh«r BiacUof ron Eubfia, biab
«inigD Iloniilira, von den 2 «diort sind, bei Mi^n«. Patr. gr. 94. UGO -1006. 6ie
dio Kmprunsni* hlariu und da« Martvrium der unschnldigeD Eind«r lu BoÜeboBi.
Homilie aiil die Ceburt de<i Herrn ninhl rn «od. Pari«. 1179 M»& II fol. 95— lOS.
74. Qeorgioe (r^wj/io;), Metropolit von Xikomedien in Bitbyoien,
iUb Ctiurtopliylax an <Ier Ha^a Sophia mit PhotioH ong bcrr«uti(lct und wm
von dienern um 860 zum Metropoliten von Nikomudion gowoilit.
Rolchor stand er in reger Korrespondenz mit Phottos, dem er auch im
glUek treu blieb. Von »einen vielen geirtliclien Heden, deren Zahl anl
angegeben wird, sind nur i( im Trlexte verüfff-nftieht. Die meisten
«ulben beziehen sich auf Marienfesto und offenbaren einen gänzi
Hnngol an hUtorischcm Sinn. Er beruft eich in der Kegel auf apok
Schriften; in der Aui^mnlung der Situationen im Leben Mariil legt er
unbesehrankte Phantasie an den Tag. Die hl. Schrift tritt ganz in
Hintergi-und; um so breiter sind die tlieologi»chen Erörterungen. Übr
iitt Hi'in litterariRclic» Eigentum von dem anderer Träger des bfili«
Miimens Georgio» isowie anderer tiemiletiker abzugronzon,
I. AnnKuhon; [ppnliln Mnraeci wollt« minn Mnrii^nharniliCD anter-doil
Uariale (inoripi Niromodiooais bcmuigobon. -- l>in godrackt«n Komilio» ijeaaiiiflii
Higne. I'ulr. gr. lOU. 1S3$— 1528 (10 UomilioD, wuvdd uino nur lutcioiacb). — ün
findan sioli in inandien Bas. Uebnr« kainni«Q auifa unter andreren Nuneti var; i
%. U. in red. HoMac 146 a. 1019 fol. S69-888 tbu »eian üomilien einen Tbeo
Pndtylor iMid SyitkeUos in Kpel, ■ugawbrid>en.
3. Ililfsinittol: Fabrioins. Bibl. gr. 13, 9—14. - tTober Hoin«n Aotail
IgirtJaniarfiew Wirrca e. J. Horgniiratber. Photim 3. 21% 318. 967 a. a. f.
3. ADd«re Il«niil<>(ik<>r di>a 9. Jahrhundorta; I. Chrialopbarus. PatI
T«M Alrxandrieo (t S36), hinlDrIi<« «ira karte Uomili«. worin er daa iileiülims von
Haaritedtier und der Sichlnnft« «entwickelt, bei Higno, Patr. er. 100, 1216-1299;
Brief, den er mit Job von Antinrliten und Baailioa vom Jeraaauan JR 8aab«Q Je*
atrrile« ui Kaiaer lleaiibiloa riobtele. Mcbt iuat«r d«a Sobriften dca Jokaniwa v. Dan
bei Mifin«. Patr. gr. M, 84a-S8JV. - S. Veo Prokopioa, Diakon and Cbart«]i^ll
■in eiaa Lobrada auf di« RmiigaliataK Marko», dt« utrh ab ItodandtMl euer grt
■wilinl"-« kvndsibt, sedmekt in den ActaSS. Apnl. S .«i. XLVIII - L; wi*dariiolt bai II
Ihir. gr. 100, 1188- li>X>. i'rakopMa verglaicbt darin .Varkosnut l^tbagonw, DesM
OiplMM uad aacbt AmpnJhomii a«f di» piadinche Mf tltologie. Eine griiaacra j
VOM Baden asf andacr« AMataI,(Cra Mtf^rarPnkotiioa. dioKrmHl)licbac4aadtiabti
M in Ha» eilMlIaa. Eim danalban (Weit daa Fest der Ortbadwda (HS); aadmiMt
dta HUocrasImelw UabatrUafbraig bia in daa la Jabrlmdait nrCefc. — 3. UJebmai
ltall«a<rMi )«nMJain.aia 7/nt- und LaMaaigaawa» daa TWodor« Stedita«. v*rti
kaadoH bmT DkoyaiM den Pw»i»doaiaapagi«aa. Ed. pr. Pvw I&47 S. »^: bei HlL
r. 4, SIT— 488. Kfai Pnis<*«nl ans aMmn Enkoni« aof Ifsatmi. Patriaicliaii v«b1
aderua. Acta CoMitä ooUfi. Ingabtadl IMH 8. t«6 - V»: voUatSMÜg artialtfn iA
omI. E»r«rial U* »»e«. 1« fol. S4- 1.18. - Seia UlattbeMbakanbaiB. Aiftll-n nr
dfJiWf«» i.atf.K. ed. pr. Munlfaacon. HtU. Caial. 8. 90— 99 av «ad. Coial. St ■
^ Uawbtftuitttieb aind wwk ander* BokewiaB de« Hicba«l ^rskeUea ^rballen. a.
Rad» auf JoImmm« den TlHlu (e«d. Paria. ISSl aaM. 1* foL &S ~«1). auf die
MMmI «ri QaWal {«ad. CbiaL 146 aaae. 14 M. SI7-Sn). — XiM wediertc
1 TltMlogl«. D. a«iatUofao Beredsamkeit.
74-75).
167
Tb(ri[Aiii de* lUeliM>) Syiikellos alekt in cüd. Jai:iii-ii.-< ^3 »irio. 10 M. T— 44. — 4. Von
MOB, l^tr. von Kbel(842- 4G), gebUrlig hiib :>jTi>kun. Hind nnr einig« llumtlion
r» (»«IniclEt bei Migae, Palr. kt- 100. 12T2-1!I'^. Doxa koinmen dn« Martvrium
loonopa^lon bei Mignt>, l'nlr. gr. 4, 669— SM. und 2 Rodea nuf den hl. NtkoUw
M Kjm. ed. pr. N. C. r»l«oiiinii, Suioti Nicolai eota primigwis, Neapel 1(51 S. 39—74.
I- E(D(i «oitftr* Rode auf den MBi-tj-rar Aeatlionikos iu cod. Valliocll. B 34 naec. 12
iLlüß' ff. — Naeb dnni JinnHcuin aclimb er g(>s»n iliw biIderf«iDdo, und sein Itiograpli
nfbnl Tifivw^ ir*/^nriioiii ijnM öpoe« iiiSoitiiiat, die Methodioe dem üiiiaer Michna! 11
toracMe. Küi -liy^s ittffi iiür lipior ttxöriar «rurdr in di-r TItat von B. A.. I8!I3 verAITent-
liAL V|;]. B. Z. 4 (lä9&)19i^. ~- 8eine Biugrajihit- dex ChronintrTiTliconbnnes Ceiifeaaur
i4 to Genftliliu deaaelbtu Hoj^olo ist iDckfuhiift urliultun in dem cod. Mom). Synod. 160.
r^ B. Z. 2 (iraS) 312: — Srholivn eu dem MRrtvriuin dvr lü. Mnrinn ed. pr. II. Csener.
Mb S. UariM* et 8. Cbristnpbori. IIoud 1886 S. 48-53. Vgl. y 82 Aniti. I. Dies«
Attw eiiid ron Interewie. veil ei« xeigen, wie itlelliodies die wunderbaren Begelionlieiten
Utk AlUhforiaiartuig ntniudeaten sucht«. ■■ Die aooDj'me Biographie des MclJiodio«
.b*i HicD*, Patr.gr. IS44— I2Ö1. - Vgl. J. LogoleU, Commentarius erilieo-tluulupDiis
* lietbodM SfnMunuM, L'atania 1766. — 5. Pantnleon, Diakon in Kpel, wunlu in»
X. JiMiundert gcactxt; diese Zeilbealinnnung wird Hchon durch die nnndiiolmftJiclio
hbuKereniag widerlegt, die mit cod. Uaroisn. Cl. 2. IT bin in diia 9. Jahrhiindort Enrüek-
dda, TurauasMeUt, daaa PhüUIouii Diakonoa mit Haiitulubn, l'rcsbyter den KloKters iwr
{•{cn^Mr. idcntiecb i«l. Unter buiden Kamen geht vtno duailil von Uomitien, nun der
I TfflHTratliclil (aod. Kacli früheren Drucken, 2 davon nur lateäniMb, bei Uign«, Patr,
^. m, 1344- ISCä: 140. hlZ -&92. Sie beliehen aivli auf rerechlwleDe Feele den Horm.
U (Mtnfen Cnfanges und rein theologieclien Inkaltes, — Eine Sehrift Di.> «rrorrbiui
Imwwhuh. die nr spUea Dfiti«ruiig Pnntaleooe den Anläse gAb, stainml aus latuiniHuben
Mtta: Mdrockt bei Uigne. Patr. gr. 140, 4S7— &T4. — e. Petroe, Bischof ven Argua
taicb 1^). gebaren um 850. rerfaiwlo nach dem Zeugnis seines Biographen viele Enko-
lU> asf HXrtjrer und llniligc, von dnnon nur 4 bishi>r ediert wniden: 2 davon
MB A» hl. Anna, ein dritti-.i diu IUI. Koamn.i und Dnniian. diu vierte ist eine Grabrede
U ilfcwwatiM. Diitcbof \oa Mvtbone. Obgleich l'ctroa wiederholt noin rhotorineheii Un*
MatatB UMifncht, bowftbrt er aioh in allen 4 Reden aU ein finpigur byMiritiniiicIiDr
Mltnur. In der Grabrede auT Atbanaaioa findet er diu (iclegcnheit Lykurg, llomor,
MM, KUBtheiua, Sokratea o. a. ku erwSbuen; dii-se klaBslBchi-ii Krinnorungcn »iad ikm
Imm Mlbtig als die bibliscben Namen leaac, Jakob. Joeuph. Job, Mosea, Aurun, l'hineo«,
M^ DMriel. Jobaanea der Tsufer und die Apostel, mit denen ur dun Bischof von Mt'thono
iVa^aMk bringt. Der .fiyoc irfgi qi'yjt, den er verfasste. aU or daa Erabitilum Kuriutb
■HlHg, M noch nicht wiedergefunden worden. Die 4 Hedeii nebet der Vita cd. xuja
il Hm «nrtaiiiDBl J. Coixa- Lnxi , Nova I'atr, bibl. ß (üom ISSä) 3, 1—80. mit einer Ein-
HMgebeada S. XXII — XIJV. Vgl. aurb Daniel, Itiiohnf von Arge«. 'ArolavSia tat' naig,
ft,llfrfe>afi/ii))., Atben 1^70. - 'JandcreHrdonütrhoninroiI. l.esb, S. .loau. 7s. 13fol. 137^ O.
I. Vm Tbeopkanon. Metropoliten von Klwura in Knppndokion um S8G, ist eine Red« auf
iiHlrlyrer llenae. UermogencH und Kugruphoa crbnltcn in cod. Parin. USS saee. 11 Fol.
''' -- S. Arecnias, Bischof von horkfrn im if. Jahrhundert, htntorlieea 3 Enkomien
'1. AndieBH. Barbara und "nicrinoe. Di« 2 eraton od. Muatoxidi, Dotle coao
B". Corfu IMH 8, XXIII-XXXIV. da» 8. ed. Sp. Laraproa, K«pairpnia<i '.irinSoia.
B 1^3 R 11-22. — ;'. Uebrere Bumilieo sind von dem Encbiaoliof Joeoph von ThcH-
aikc, dem bekannten Hymnendirbter (f um 630), erhalten. Das Enkomion auf De-
xtiMa Ten TkeMalonilce ed. Aisenij. Hoekau lEt69. Vgl. E. Kuitx. B. Z, 2 (1803) 63t f.
;Ba «)dl«r«a auf den Anoetel Dartboloimaeo« lateiniscJi l)«i Migne. Patr. gr. 10&. 1421
b U7T. Anilore aiud noeb nacdiort, x. Q. eine Homilto auf den lil. I.azarDs in cod. Atbooa
Ria 13.
36. Niketas David {Stxi,xu^ Mivli), Bischof von Dadybra in Papliln-
um 890). mit den Boinnmcn riiiluntophos, Itliotor und Paphlagon,
^rinigCD auf zwei PcrsoiMsn vt^i-Unlt wurden, ist »oben Photioa der
tmamgundst« Panegyriker des 9. Jahrhunderts. Er ist der Verfat<80r
MT Rrihu von gcistticheii ttwien, von denen 20 im Druck vorliegen.
inntuT Mnd die lA)brcdon auf die Apcttol interessant, weil üiie den voll-
|atig»n Uangel an historiftchui» Ven^tündiü» fllr dio apostolischen Zeiten
f dw klunttt) ilarthun. Wio in diettor Kritiklosigkeit, »o zeigt er auch
Bbutorik t^roeiie JÜiiilichkeit nitt Georgios von Nikomcdion. So
168
BTtADtlnisob« LftUnttargaubicht«. I. PrOMiMh« liUentar.
bostohl die PVstmil« auf Putnis und Paulus aus einer einzigen Äpootrophe.]
Faot reg<>linä8äig kehrt am Schlüsse da« endlose Xwqt wieder.
Apß&teh-edenhatNiketa« dipapokryplten ApoHtelgeflchichtenalsl
quoU<^ bnnutzt; fllr die Illingen frHhere Mfirtyrcraktou und Hcilif
Ii^gondcii. Die üc-de nuC diu Märtyr(ir Eusläthio« und TheopisU.' )w<r
Huf Akten, dio Nikot«» im wfML'utlichcn wiedergab, aber bis zur Unkenn
lichkeit mif rhotfliiachen Floskeln auaschmückte. Er ist ein Vorläufer de
Synieon Metaphraatefl. Von hi8ton»chem Wert ist nur dio Kiugraphij
d»8 Ignatios von Konstantinopel, worin Nikotaa eich ttcbarf
Pliotiott wendet.
I. AimeabnD! 20 FertroHm nitoh den Dmoken von Fr. Conberja, bcoimltn {
AaeUriiiin iioviiaim. 1 (Cnrin 1«7'2) 327—477. geMRimelt bei Migne. Piitr. g;r. lO-S, l«-
Dio [.»brudo buf lirngar von Nuihiii nur lalouiiaob. Der grifcliinclKi Text i. H. in '
PuHh. IXS scvc. II fol. 167— tH9. — Weitera PoncgyrUEen auf Aie itoi Jftn
Fi-iu-rofrn, iliv MArtvror filcphiuios. Kosmoa und Duninn, Johannva (^rj-uMitoiiMS, I
Paiilcli-omu». TliL-uiluroB il a. iu luehroroii Hae. br-Kdudcn in coil. I'nria. llSOoaM. Id
Dil- Vitii Igijulii Ciiolit. od. pr. M. RaderuB, Act« Cutiiilii otUvi. Ingoliriadt 16W S, 78>I1
wiod^rliult lit>i M iK u« a.. a. 0. 498— A73. -' Kbendn 576 i. nucb Dnick«« von A. Hai
m<<nt<' AUS f'iiipm liukaskommentdr. die abvr wohl nur AunOfe sind am Reden.
Nik«Ua diM linka««TAiigoliuni horanKog.
2. Hilfemittel: L. ADatiue, Diairiba de Nicetib ed. A.Hai, Nova PaU. bibtl
2. 3--R, — Fnbricins. Bibl. gr. 7. 747-749. - Ueber eine Schrifl «gen da« i
Brot dri t.«tetner, die ihm hondschrirtlich KUKeschrieben wird ona ajcher fjtlaoh
Johanne« Philoponos' Namen lioraiHkani. vgl A. Domelrakopatefl, ^9. 'RU«( & 4.
9. Von Konetantinos. Diecbof von Tion im Ponte« um 870, ist «oe Fe
nur die Aufflndung der Itetiquien der lil. Eniiliemin in den Act« SS. Septemkr. &, 214-1
gednidtt.
7«. Leo der Weise {Aim « 1709«;). Kai.ser (886—911). \tr
oinc Envübimng unter den byxAntini.sc)ien Panegyrikcm wegen dur lleuülifl
und Festreden, dio er in kirchlichen Versammlungen selbst vortrug. Hil
Zahl beträgt in einigen lläs, t. B. in dem Codex Veronensis 121 saec 1^
nicht weniger als Hß Nummern, wovon I!) gedruckt sind. Ihren Oeg
stand bilden Fest« des Herrn und von Heiligen, Unter den letzteren
dio Rede auf .Tohanne» ChrysoHtomos die umfangreichste; sie beruht
im WL-senUiclimi auf der Biographie dieses Heiligen von Gregorios, P«t
arehen von Alcsandrien. Dogmatische Ausfllhrunpen. meist christologiscb
Natur, nehmen darin einen breiten Kaum ein; lico heküinpft auch
die Juden und in der 13. Homilio die Lateiner. Die Anlage der einietno
Itodon ixt fast imuior die glei<:he: von der hl. Sehrift macht der kODi|
liehe Prediger einen sehr massigen Gebrauch und licht t>s, klas»is«l
Reminiscenzen anzubringen. Er verfasste auch Hturgische Gebete DI
schrieb einen dogmatischen Brief an den Kalifen Omar, der verachiBdcD
Kontrover»punkto behandelt. Dieser theologischen Schriftstellorei hat
wohl den Beinamen n oo^tii zu verdanken. — Ober seine fibrigcn Sclinf
vgl. Krumbacher.
1. Ansgaben: Die 19 HomUien nocb frühere« Dracken von Combefis, I.
rneoi (booni« Mariale. Itum 16bl), üretsor, Sc Maffei itesaminelt hei Migne,
gr. 107, fl 29ß. Kignntlich sind e« mir 19; denn die 6. flomilia iet nnr «ine Reo
d<ir A. Itui Mißnn a. n. 0. ftOO— 324 HUch die ilbri|;(in theniogisohcn StQeke. irnedit
■ind niuciDr den 14 Hamilion (diVsc z. I). in cod. Vatikan. HOS, Voronen*. 121, Ma
Cl. 2, i9ü) ttovh flinigc nskctiarh« Alihnndlungen, x. li. in cod. l.aucent. Conr. mipnr. ^
fol. 321'^— S2S: HtQi nnxijrix^t xomniitatai; jipdt tira fiorriCorin, in ood. Paria. 396 a. 1
fol. 638—675: CupiLu 190 de monnchia inatituoudin.
L Bilfsniiltel: Paliriciu«. Bib), ^r. T.69S-TIS. — Ondin. Comm. doMcript. ocd.
^ I. — In cod. Vonm. 121 findet ai«h_nub J«r IS. Homilin diu Kotix; 'Vfuiiit ii'
Hff>ftwt imtt^mrijfi^rti t^ Xti^ ir ii^ mwim Hup nin rigr Ufär tr,( itiiiwatoif rav
iit fi*9t^vi' tiftifttr, tr,t fitviiix^t n»^ai<r<A( inlp9tierit Jin iirai riQeyuHiiar tlit;[£XoPt
•*ihirtti(. woraiM bervorfHit, dOM IiM «ein« Hoiiiillt>ii in der Hc^d notljnl vuiini):. -
Captv, Kaimr I>*<i VI and Mino ft^KJaruoK in lcircli(-nK<'Hchicli(licW Uinwulit, M<nk*u
Ml V|L •!•• Bapr«clMMg von Tb. l'Hponxkij, li. Z. 2 (IS98) 682-84. - - J. Herren-
ir. Plioliw 2, 66fl— 691 OW laiu Vprhnitnin «i l'bolin«.
i. Von Nikolao« UyiitIkciH. ratiiurrhin von Konitnntinopol (AD.^ DOfS. 911 — !>2&),
I EpMolOicrnpli *oo Bedoirtnog iM (vgl. Krumbacbdri. p;uh A- Mai, Spkilof;. RiiniHn.
I I8U) 8. XXVI f. «in hVagincnt iluii vincr Hoinili«, die er lici Anlnai dcH I'allra von
okik« (904) an da« Volk hielt, luid durcn Anfang imf eino wcilnrc borailctiiKJiD
keit MhlicMea liait. Diu Pflichten dea Hfloabtloben« bubnmlrll «r in «nor L'ol«r-
iaag aa den Klwl«rvonAand dM Atheabet^M. Ed. yr. A. Mui, ?Scri|ilar. v«lur. nuTa
UkI V (Ron 1837) 611 '619. - Vielleicht R«hSrt aurh ihm der TrakUt Ober die drvi
«banüni in in cod. Paris. 1133 ut-e. 13 fol. 814 3!t2'. AnHcto R«moam ad inlor-
■)a«ia«b«rani Hngioiritanim von Nikolatn sl«li«n in c»d, Paria. IS21 saec. IS fol.
DI'. - Smm AbdankanBKDrkunil« ed. Sp. Ltiniproa, a Z. 1 (l!(92j A.')»,
^4. Johannra Kyrioton, mit dvm Beiaaman OenRiHrnH, Proloapothorioa und nach-
'"nah. i»abnii'l»iDlich iin KloatM Stadion in der S. Hitifto den 10. Jnlirhnndert»,
Uauptkcdtiubiag auf dem Clcbintn der byiantiniaehoR l'oaxie li«gt, hinlm-limiii
• gtMtlioh« K«<tcn onf da« Ii«iden Cluisti. naf UariS Verkündigung und Morili
(köliea m Grecor von Nuinnx und Johann«« von I>ama«ko« u. n. Kdicrt int diiviui
nkrede auf Maril Vtvkitndigunc (ed. A. Bnllerini, Sjrllagc Rlunuiiii<nloruiii 'i
~B) 141— a06; ali|c«dru«k( bei Uignc. Patr. gr. tOO. 812-848) und bVuKmvnlu
Enkatnioa Mif Onaor v. Pia«iuni. Dur Uunuistiober. P. Tucehi- Venlnri. Du
<tn cjiMop« in & Gi«g«riiiin iu«dita UudiiliorMi. Studi rt dociiinenli lü Sf^iin
14 11998) 182— 1l>2, hat n«ch««vi«««], dam Jobann«« die ßioxrapliio dM Gn-
Ttn Nnflaat tm OiesorioB Ww^ter aln Grundlage nahm, im Stil« Mwr tirc^M' v.
•rllKrt nnclishmle. VrI. U. Z. 3 (18fr4) SU Ift. - Die Kcd« vcilhtandig in cod.
Mk PüM. 4U2 aaec. II fol. S28-3&2'. Hier »udi SelWhiogniphiKhca: In ae ipmm.
MMt piTMbytor. fol. S«0*— 363.
_ da« 10. Jnlirliiindert apItealoiM flllt «noh «in aonat BJini nnbokanntfr Koama*
Tr tKaofi«( D(0((;i(u(). Ton dem biindicliriftlicb niehmrw Kndcn erhalten HJnd, auf
[■barlragimg drr Hnlii|«i»n dmi hl. Chryaoatomos (cod. Cnninona. 277 nnec ID fol.
I2T. rod. Pari*. .'i.^U ucc 14 fol. 67* — 74), auf Aen l'n>|)hi<ti>n Za^haiiaa (cod. SabWt.
rr_ 1:; fol I-.<t), auf Tadiariaa pontifM (coil. Purin. 76U sm'c. It ful. 14-l(tj. iiuf
in luid Abim. LrtxlRrn ed. pr. Ballerini. Syllwgc monnuipntOT. 2 (Rum I^Iitll
*-Wt; abgedmckt bri Migao, Pktr. gr lOß, lOOA— 1013. Vau d«r luerat genaant«n
1^ FncmMite bei Uign«, Palr. gr. fi&. 82!i -831. — Die HoAitlla de S. Joanne Clirya»'
■■ et de ejua (iMSOMriMae ia omL Pnns, I4ö4 booc. 10 fol. ]6S-lit ecJieint davon
ndiodaa m aein.
(. Ocoraioa oder Oreforiua, Pr«ebjrter in Ktanrmi m Kajipndobien. d»r um 940
LU haliira MiH, iat der VerfaMer «Inar pan^ttyriachen Rodo anf dio Vlll«r den Niküniachon
Fr. Comb^fta, Novum Auctarium 3, -H^ -568:nbpndnickt b^iMigne. I'ntr.
140. — Vgl. t'abric.iua. Dibl. Kr. H. 627. Die liobcnRu^il dinicii UrRgoriu«
nAbnen (.^ntemuclinnf;. iiowi<< din Prago, ob or idrntiarh Inl mit dem ubcn-
(lr«god«B, von dorn ein lanf^ea Knkoniion auf lirrgorioB v. Kotiuui cednickt iat
Ip«, Palr, gr. 35.244-304). DtMoa wird m«ielen8 in doaH.- 10. JitlirliunJert viTlegl.
iliWaro Zeit int aidiGr eu a^t; dann daa Eakomiau ist srlioii in dvm i'aHi>or rnxiäl-
hi 4m Otügorioa von Nouanc (cod. r>10 anec. 9 fol. Vii'—Ü'S] vorhanden.
1, Selbst Art urcMo BnKjkluiindiiil de« 10. Jahrhundert«, Kon«tantinoa Por-
• i*C*an«laa (vgl. Rruaibnobui!. ist hier xu iii^nen wegen «Mner Ki-de Qber dan iiotih
■I irtfarachla ChriMuabild tob Edea». Ed. \" Fr, Combofiii, Originum mrumiinu
»hfitiarBin nanlpaliM. Paria 1664 S. 7& - 101: abg«drnfkt bei Migne. I'nlr. gr. 113,
t- IM. — Ein« >wf ite gviattielie Hede, nber die Uol'tirlragHng der Reliquien Ata .lohiiniies
"i — ''-rnaa. wfH Konatantinos in ood. Bnrberin. V 10 fol. ^'A tT. xugracbriebun.
Von eineni Leon, Diakon in Kpel, Ai\t vinlleiulil mit d«ni lleachiditnuhreibor
-- m idcalifitieron iat. entbnil cod. l'iiris 1*85 aaec, lu fol. 81— 84" eino
i'rtnng«! Wchaol. - Rinvin Lnon Presbyter in Kpel wird in eoit. Pari«.
r- •■■ ■ ■ -i aaeo. 14 foL 32 40 nina Elomille xugr<'ijj;iiHl.
9. Thuadoron, Uatronolil ron Kyiikoa im 10. Julirbundort, vurfusite «in Knkomion
4«B M. Umm, daa c B. in cod. Vallicell, B 34 muc. 12 fol. 132 B. erhalten Iat
It^jHBfl
I7M
BruattaiMb» LiUantargMcfckkta. L
Ltttsntw.
lOUbxln 10 Jakrh. *4. TL J. l'>ptaiikij
lllWiltMigl« ta
JifafcL 4. t (194) 48
1
n vffl
77. Tbeodtn-OMDaphiuipateBf^tovJwfoctf^afTwtitfrr^, aadiA/oriffi^l
PrAfcoMknUr und Patrikioa in Koiwfamtiiiopd bb die Mitte dw lu. Jul
Uundf-tis, venroIUtAndigt durch setne ExurpteoiBnunlaiig ans den Ilomi:
dem Johtaavn OiryMMtMDM dait B3d dee enn-kJopSdiachen Zeitalters
KAiM>r«( KniiMtaiitinoB VII. Von den 48 'Exlojm, die anonym in den A
tfaiNru ilfio nir>-<HiNtomo8 atdien. wird ifam bandnchriftlicfa d«T grSssk' Tvil
zugiMKhriwbeii. Nit-ht ulinv detichui «ind hi<^ di« .SUtUc-n, welche in
Mchiudttnon Moniiliun da» ChryttontoDiM daNtelbe Thema, «-ie z. B. die Lii
du tii'bitt, tili! BiiMto beliandeln, zusammengetnigen und zu einem 0 _
vflruinigt. UU- lM->wereii Hw gehen jede»<nial die Schrill de« C%rytio«toB>or
an, niM der dio betreffende Stelle eatliehen i«t. Indemen weichen dn
uiftxelnvn IIhh W) bedeutend von «innDdcr ab, dos« eine Umgrenzung der
von TtiiixInruM angelßgten Exzerptensammlung nur auf Grund ttorgfllltiger
Unlerf>ui.'liimjjen vorgenommen werden kann. Von den i'igenen Homili
des Tlieodoro« ist nur diejenige auf die Übertragung der ICeliquton
hl. .loIuuuMM BaptiifteH von Anliochion nach Kon)^tanliiio[>L-1 gedruckt
wurde un «niten Jahrestag der Üht^rtragung gehalten (!).i7). Bei andei
unodierteM llomilion streiten verHchiodene Verfasser, die den Namen Th
doro« b-ugvn, um diu Autorschaft.
I. Auixaben: MTtnXoyai änn iiaififtmf löyair laf 'laiärvov Xt/Moatiftov MMi^i«.
Pair, Rf. 6!t, M?- 902, Davon werden nur din .10. und 4R, Thoodoro* n<udiOrkli(ih luir
Mchhfll»>n. IHn IIh. di« Kcinnti Naiii«'» nnnn«i, nie dinradd. Vntifjin, h^\ u. ItS'A, Vindol). Iti«iil.
1.VK II LM (In biiidim :m Homilien), -md «eltcn. In dorn l^□d Paria, l.>3!)s. Vi M. HH-t'»-
»tnlil nin Mnrivriuiii S. (i oorgii uutor BOiuoin Namen. — Die Kudo auf JobojiD«« Uaplialm m
lut«ini<iflliboiMiKriu. Patr. gr. 111, 811—620, Der gneoliiaobaTcxtiitelilE. B. in cod. VinM
lliool.lll fol. H7 U3. ood. 8, Seimlor. 18 weo. 11 fol. M'-6ü'. - V«L «i»oh «61 Abb.»
'i. IliUHmitlul: FabriuiuH: llibl. ^r. 10, 3:^5 f. — L. AlTatiua, Dialrib* '
8yiLipuiiiiiii Hi'ri]ilin S, 87. scihrvibt iliin rini- Ri-du Huf diu Gvhurt At» JuliAnnM« Ba[
III. ilio iiiilvr (IdU VVrrkoTi Tbouilurvts von Kjrrhoti iMign«. Patr. ^. >^, 33 If.) rf«H
'A, >ii>iiiinii'ii, Palriuirli vuii Kpd (U96— 999}, liintorli«a8 «in Knkofliiuin tat
Mnrtyivr Ki'rvko» iiiid Jiititia (oi)d, ^lam. .'lOl »aec 13 (ul TC- 96J urnl *iae Itcds i
i>iii Wund« (Idh bl. MirlinrI iii Chonnp. l^otltM« ist f^odrackt in don Acta SS. Si-ptPinlir. ^
41' 47. X.H'ri DamMbiiiitnii dpuMbnii Wundcnt, dl« nin» von Synirim MotaphrasUH. ili"
Blidwra Tim dem l'niiLtiioiiatIo» drr Miclini'liikiichi' In Clionaii .^rchippos, ud. pr. M. Dunacl,
Anali'cl. ll<illi>i>a. 8 (lri»il| IW— 316 u. Mipnint. Pnm IHW. LoUIcti« bilduti» diu VcrlMV d''
Siainnioa u. Je* M^Uphnatan. Uonn«t Icujni't diu witklicbo Rxistcmi di» Arebippo«. ^
7ft. Johumas ZiphUiuoe ('/nfniii,«- ö Si^tXtroi), goboion in Tr-up^zuil
um lOlfl' 12, kam als wisshegieriger JUngling nach Kon»tanliiio])e] uiiJ
sohhuw hier bald einen iniiigf» Kreiind.schaflabuud mit dem gronwi
IVlyhintor Michael l'):iol)o». Nachdem er in Kon.-<tantinopel als Rcchla-
anwalt, kaiwrlichor Itichter und Noniophyhix. »l h. A'orstcher der itclil»-
wüuM'nsH-haftlichen Abtcihnig der neu erstandenen Akademie, thätig guweewi
war. ton er »oh im Inviliii Maunesalter infolge niedriger Angi-ilTe auf scint
IVroon in ein Kl«--I' r ili.s l>i<rflhuilcn Korgos Olympos in ßithynien zurück,
urohiu Michaol lNi'll»s Iktilil nai-hkam. Withreud Pi>elW das Kloster htÜ
uMm vcrlit-w«, kam \i|thitino(< entt nach Kon»tantinopol zurQck, als er
auf den ratnari'haUtiihl der Hnupl^tadt K-iufen wurde (101^4). Als solobM*
entfaltete er fiiie ix-gt- uskelisch-reformatorische Thätigkcit, bosoitdon
auf dem Itebivte der tiveetEgi'hung und der Klerikaldisziplin. BCit dem
lutvrviKH* (br die Aruienpficge nvband er die Liebe cur Kunst, die er in
A
1. Tliwlogl«. D. Oetatlioha B«red«avkeiL OS 77—78}
^^Kn Restauration»flrl>uitcn bcthätigte. Bei aoinem Tode (2. Aiiguat
IB^plt ihm MichaH I's«llos eine Leichenrede, worin er ein anfn-hau-
rhi* BiW von der Wirksamkeit des bedeutendsten l'atriiu'chcn von Kdii-
antinapvl im 11. Jtthrhundert entwarf.
AuK der Zeit seines Putrinrc-Imtcti »tummt eiiio umfutiKruicIie Iloini-
latammlung auf daa ganze KliL-hL-njuhr, uns der biä jt^tzt nur 0 lloniitien
Dfi. Nach diesen Proben zu urteilen, zeichnet sich diene Sammlung
iorch Einfachheit und massigen tiehrauch riietoriseltor Sprach kUninttf,
durch eine eingehende Kenntnis der hl. Sclirift'. an deren Honntagnt-
Hkopon Xipbilino» sielt anschliei^t. In meiner frOherun LelmDMstotlung
Huale er juristiiicho äcliriften, von denen «ich nur RAndsdiolieu
BD Batiilikon erhalten haben. Gunz verloren sind »eine philosophischen
ifiriften. von denen l'seltos einige Titel nennt: //*pi yinatut xul pyogne,
t^ f^nfff, Bi^ tivi/^.futr tfvoftoq, Ut^l {^tptor. Er war Ariistotcliker
h) bdkimpftv den i'latonixmü)« seine« Freundes Psullotf, dem er hart zu-
tat«. Der He^ensatr zwischen diesen zwei hervorragendi^n IVreönlichkeitcH
kll. Jahrhundert« ist ein deutlicher Beweis i\\r das Leben -~ denn
I <iff«ul>art sich mehr durch Gcgenntittzo, als durch Harmonien — ,
IM in wiBMDSehaftlichen Kreisen wieder pulttierte. Düss dieser Oegen-
itt auf theologischem Gebiete zmn Ausbruch kam, ist ein Bewei» für dio
ikraide Stelle, welche dio Theologie einnahm. Johannes XiphiÜnoH scheint
i( philo«ophüicheni und theologischem Gebiete P.tellos weit nachgestanden
ihabi>n: M'ine Stärke lag in der Richtung de» praktiacli-kirchlichen, aske-
«lien und kirclienrechtlichen Geiste«, der eine sichere Ba»iä braucht und
S allen Spekulationen al)hold ist: es war ein GlÜek fUr die Theologie,
ioine Tendenzen nicht allein das Feld behaupteten.
1. A«ii|;abcn: Uin <S Hnmilion und dor Anfiuig «iner T. nach Drucken von Clir.
allliBi'i. G[cl»«r and Mingatolli bni Mi^ac. I'ulr. gr. 1120. 12al— 129^. —
erkalten in vcruchiodraon H». t. B. in mil. viitic. I'ulut. 221 auoc. 13, cod. Murcion.
S7 •auf- H, cwl, Vi>ron. l'ij bocc. H- 1.>, cud. Mutin. 1Ö8 Bn<?c. 1&, cod. Monno.
M. I(! tliicr im isiiacn M Uomilion). — Di« Sclmlia iu Evangelia in i'ud. Siniiit.
It laM- 14 und Wühl idunliacb mit den Ilumilion. — Eine Liei((<udi> der trapezuiitiBi'liiiii
Utfnt EagenitKi, Konidiu«. Valeriana und Akvlae witd ilim in «iuer H» von Clialko
'Makro. Val. B. Z. 2 (1693) 631. Sio sU>Iil »ich in den codd. Vnr'a. 1467 eaoc
fol. 834-S4« luid AlliouH 3688 «. |.'> fol. :i»- *!••.
HilfaBitl«!: W. FiBclier: Studien xiic hvxnniiniachen Oascbiclite dos tl. .lahrh.,
BSD TOD Planni IdSi S. 1-49. - V\*ebpT a. a. (I. S. 27 nrklUrt dio Ilomiliiin fllr du
: ■Ibm'HSmIm« an» dem 1>^. .Tahrhundnii: nin onjir rndikiiku Vnriji^bcn, diin indnuon
dia baadachnftlicli« Unbm-licf^nuig widoricgt wird! — Di« limbrcdu dos
. fWlM anf JobaoMM Xipliilinoa cd- pr. K. N. Si.thas, Aha ^i,1i. i (1874) 4^1-468.
van ll«tropkan«ii i. J. lASl nuT diis rii-disU-n Am .lutiomies Xiidiilinos ge-
I Tvtraatieham at«bl in tiiour Us d«< Uiuolugibcliuu Scbulu von Clialki. VgL B. Z.
Ein Uterar Z(*tjMnMBe de« Joliaimu« XipliilinDS. Joliannes Mnnropus. von
MatrofMUtaaeitx Eucbaitet Eubon&nnt |iim die Mi(l« dL>s U. JahrlinndorUI, ntn«
■>nt«8t«B P«nQBliclikMt«ii der byzantiiiisclien '/,«H nnil tiiii hcrvoirnftcndor [>irhtcr
inbacbpr), liiDt«rii««S tn^hrcr« «oifitliHio Heulen, die inlinittirli und furmoU liOhor
ala ilia HiMiitlian da« Xliikilino«. Die mci«t(^n wiinlon ttii Festen Uitriä. der Kuu],
0*af|ii<iw, an ilom von ihn gratifUlnn gninninHnmnn Feste ilca lil. Uosilioa, uro-
ThaoloftiM und CbryaoatoniM, and droiar Hftrtvmr oAmoon Theudoros gehollMi und
ti» alAric rhatoriaehea Ooprtc«. Zwo! donallion »ind bei wtahtiicen hiHtori«ch«n
n <lia Diaaawnea doa J«hannea gerichlut. hji sind wühl nur UeborrMto nlncr
kottulotiaeken ThltudtMt. Dazu komineii zwei Uioi^rnphiun dM Porothoos tlea
im Qitodcn d«a Klosteira Ckiliokomun in Punto«, seine» Zeitgenossen, und
iteeh
172
Byiaatitiiieta» LiUerittnrgeMbichte. L Proaaia«he Litt«ir«tai>,
I
doH Mltnclimi IlMrim, der um F.nclo •)<>* fi. Jnbrhtindi^rls itsa retraktoaler ta Kpol Gttalrid
Ili(uptauvgiilir>: I'nul il« Lu^unli'. JuliHnnia Kuclinituniin in«lii>|ialtlae (|Unf' in csdiM
THticaDO (;ra«ro 676 supi-mml. i4bl)a[iHltiii{:i'(i ijer OMIinger ücsolbcJi. d. Wm. Ü
(1&82) 9S— Sltf. — Die Uiugra|)lii« dc-i Iklüni'Iu-^ BaiHS ei. jif, fnpadopaloa KcrKinett,
^«»po^-MiTMlflix »(/f;ii'>.7<>>;, -.IrtMaoi« iUt.nt'i. K|iol 1864 S. SS-^A. - C<hL VmL l'küi
188 a. läil» ful 3U'-'2IS' vnÜiiM oiii litnrftiKliM OfBcium und tiam Kaaon aiir.toüag^
Maiuopii» von efinoin Neffen Tli«odoroB. KabÜnüarioH und kiiM«licbi<ia Not«r. — 2iu Ih»
gnphitj vitl. K t uniliaclier.
4. AU ein Ilnniüelikfr df« II. Jnhrhnnildrts gill nach Jakob, lUiHjb des KlMlm
Ki>kkiii»bnplioA. rnn dem ß Rrilrn auf Mnnpnrr«t« im Drucke Torlie^n. Kruigl «ihm
Auhnliehkdit mit (icorgioii von Nikomcdieu und Nikotwi David townlil in ib^^nwkr
llcxii^bung Hl* (lurcb Hninan Mangel an hiaU>ri»di«ni Sinne und diu llfnuUung dpr Afo-
kry phcnlittcrulur. (Seorgios liliorl er in dM Red« auf die VoTstclIang Marik in
Tümpel, und die li-dc nuf MnriA Gebart beatobt wie die dea Nikctaa aua (-iDera 7.vm-
K«»pi*tdi EwtBcheD Jundiim und Anna. ~ Die eben mvlbnt« Rede od. pr. Kr. Combofit,
Kovdhi Aucturlum 1 (I'aiia 1648) 1248—86: die !> andorvn, wotod di« l«tj(l« mr
raentariavh. od. pr. A. Balletini. Svllot;« mnnnm<int(ir. 1 (Rom I8M) 163—193 o.
«na dem ond. Vntic. 1162, der durcli d«n neulich nn leiniin MinJAtnrMi verllbteti
•Uhl «relthoknnnt g*wordra int. Alln 6 tanunm«a bm Mignti. Patr. gr. 127, M—
— Kine giOKMtro Anzabl von Mnrionhomilien do* Jakob fintliült d<tr cod. Paria. I2ÜÄ mm,
13 foll. 260. - Di« HinintQren der beiden ilas wurden bexptni^ben und xnm Teil reproduBNt
von A. Kirpifnikov, Zur byxnnlimiidien Miniaturmalrrei. B. 7.. 4 (1'*^''^) lOB— 134. -
A. Kirpifuikov, Der llricfw«ellBl^t des MOiicbe« Jukoboa mit der Kniaorin, Odiwaw
Jalirh. a, 1 (18921 255—2^0 (nisaietbi, eohreibt demselben Jakob die 43 Brwfe an tino
Kaiserin Irvue xa. die in ilrni cod. Pftris. 3089 asec. 12 einem MOn«bn Jakob m-
fl«ei|iiiel werden. Die Kaiserin ideulifixierl er mit der lierQlimlen Gc-^nerin der Bidot-
feinoo. Wenn die«e Idontinzierurii^en iiilretTen. nillHMt'i J«kub in das Knde doa 6. Jlll^
htmderla vereotxt werden. t)ie FrnRn iint vor dir Publikation der ItrJefe. von d«nen A. Ki^
[ifniknv nur Awun«« millnilt, nicht Hpnichroif. Vgl. Q. Z. 3(1892) HO f. and SS2f, tor
'otemJk EWiHcben Kirpic'niknv nnd Vaxiljnvnkij.
79. TheophaneB Eerameus {Sfo^iivr^t « AV^n/tfrc). Unter dicMm
N'nmcii iiiid mit Acr Hi'zcictiiimii:! .scinc.t Inlinbprs al« Krzhisfhofs vob
Tuorniinn in Siziliuti odk^rlo Fr. Öcur-'^o, Pari» 1644, ilie unifungreicli
Sammlung von Sonntag»honuliun und FoHtrodoD, dio uns aus der hyi
tinieclieii Zeit im Drucke vorliegt. Leider liegen aber die VcrhiUtnis
diotter inlerea.'ianittn Sammlung nicht ho einfach, wie der ftmUi und noch
der zweite Hcransgelier dfradhi^tn, Orcgorios Palama.'». Mi^nch de« hl Grab-
kloätcrs in Jorui^alem fI8(iÜ|, sidi dic-Mdbon daehti>n. Hnndt^chriftlich geht
die Sammlung in verschiedeneni (Imfango untor ß— 7 Namen: Theophaues.
Johannes, Philippoa, firegorioa rettp. (Jeorgiop, Nikephoro«, all*' mit dem
Iteinamen Kerampu.i. Dazu kommt Codox Mab-itenst, 16 resp. 3.% «ior dieselbe
Sammlung, die liier 91 HomiltL-u umfat^t (wovon nur C2 gmlrudct sind)
oiucm Philagatho»^ Plulosophcis zuschritibt. Scorso idontifizier|.e kumer
Hand UregorioB und Thcophanes, wogegen Montfaucon sich aussprach;
Iriart«! erklärte Philapathos fUr den Mfinchsnumen von Theophaups. was
wiciiorum von Villuison in Ahrode gestellt, wurde. Trot7.dem blieb die
Meinung vorhcrratht-'nd, diiss dor Erzbiscliof von Taotmiua Theopbanee
Kerameus der Verfasser dieser Uomilien sei, bi« nouording« Lancia di
Brolo den Erweis erbradit«?, das« sie von einem gleichnamigen ErzI»is<:lM>f
von liossano in Knlabrien im 12. .Iiihrbundert henübron. Seitdem hat
V. Batilfol noch einmal die Anfmerksamkeit auf eine zweite Ha des .lobannes
PliilagatboM, Mönche« und Pliiloi^ophcn. eines SchOlera des Kalabiiiolien
Abtes Bartbolomaeo», in dem Codex Vatican. 20u6 gelenkt und die Ver-
mutung ausgesprochen, daes die Sammlung unter diese beiden Verfasser.
Theophanea Keramoua von ICo^ano und Johannes Fhilagathos zu teilen
A
L ThMlogt*. D. 0»iatUcbe Ber»aBuiikMt. (§ 19)
173
■ am.
m R'i die»«r Stichlii}^^ ist <-iii(i metliodJHcho Untemiichung des umfaitg-
nidipii Htunmtoriuls daei erste Bedürfnis, iini »irliereii Boden f.u gewinnen,
Die nSchste Forocliting muso von den oodd. Vationn. 2006 und Mutriteii».
Ut n. '£i aimgchon und festttMleii, ob nur «ine Ausscheidung der Uomilien
Bm MOnche» i'liilagAtliOK urid dw Tlioupliuni'» Keraineus vorgenonimon
■tfd«!) miiMt. oder oli die übrigen Namen uuch in ßetnicht zu zieiien sind.
ntglfiKU.' Zahl der gedruckten Honiilieii otfonhari riicli als da.s Werk oincti
ill4 desselben Verfasnorn durch die Ätiidi<;likeit. in ihrer Anbige, die
liÜBtische Verwand t^lmft in den atebeiidun Übergangitformeln. die Be-
■ttnug dei-s^dben K ireheiivStor. de« MuximoH. der 3 Kuppiidokier, de»
Kytük» von Alexundrien, dejf Eii»ebiuä von Ka&urua, eiiiig<'r Asketen und,
tk iQagaton Schriftätellers. des S>'meon Mehipbrastes. Nach Inhalt und
fma sind sie aber dieser Bemtlhinigen um ihre eildgllltige wissen-
idiaftliche Idetitiflzierung nicht unweit. Kiiie derselben (die ^5.) wunle
W KGuig KogeriuM (I12d — 1152) gehulti^i und gibt eine ansprechende
Buehrwhung der Cappellu pHlatina von Palermo und ilirer berChmten
Umiktn.
i. AiiHjtabcn: Ed. {ir. Kr. Soata«, Pari« IG-II: ali(;t.' druckt l>i-i MiKHU. i'ittr. ifT.
'.134 ll>7?. — Kju(^ 2 Xuitfiphe lieMr|te Ur. i'uluuiUB, Tot' «nrfpuiiiiinv . . . Htafii-
rmi . , . tifzim. TKtfo/jfn'ov tiji ^Uxdtiai öfiiXim, JvniHiilein IHHO, tiurli 2 Hstt aus K pol
tri CUk«. Die diploaialiwil»' ■.irumllagi! isl in lieiiltici Auisiul-"" iiii|(^>iilReiid,
% RilfHBiillpl; IJm> uiitrAnftr«lc.hfr Kirileitiing von Fr, Scoiho ist xum 'IVil un-
tnaaUar, weil «o nich in ganx *<ir(»hlt<-r tt>i8o mit dem Kmoisc abmOht, dam diu llomiliBii
»ifr\ tof ifta bviflDtiiiiscliKn KaiHor gehalten wiitrien! — L Allntiux. Uiutritiu itn
Gfwpbi S. 4l4-4iß. Fnt>rii:iafl. llibl. gr M, ä08 -218. - Kino nuofUlirlicIii' ti-i-
Klmbmi; der codit, Untnli<ii*cH Ifi und SU (der ursprOnetioh «inon 1'«il di-a cail. 16
ytaij gibt J. IriarU, ISibl. .MntriimKix rodicc» erociii 1 (Mndrid 17'^'.)) S. bb—lD. 133 f.
Ur «FrtToll jund bior dio AnKibcn der 'Vngii und iirtct» uiicli dt'r Orte , Reggii»
<• Kaltkii-n, Aleeaikl, Tacrminn, I^J»^n<l, an doneu i>iiul-1iii> Huituliuti Kobultun wurd<Mi. —
Uau» dl Brolo. Storia de4U CliieM in Sicilin 2 (Puk-rinu 1884} i^J-idi. Di« llaujit-
niillal« aein«t l'nlcnncliiiiii; sind durcli diu trufflicliv ItuweinfllliTung geeiclicrt. Sio stQtit
•4 aar die 'rbataaube. daas 1'auriniiia im 12, JHlirLiindi>rl gar kein«n Elisehor beuaa, nuT
Üt AifibvB des cod. Vaticun. 21)Üti Uhor den Ott. wn die llomilion gebalteii worden, auf
Ai Ulm Krwlbmitifi einer '.4KHfiineir;i<ie fUaiy der lil, Jungfrau, die in Rowiflnn vfir-
•bf «nrd». Auf die Kinwllioil^n kann hitr nicht »ing^gangcn wttrden. Zum Kclilnu
rlitixt Lancia di Urolo n. a. 0. 4tlH-'4'Jä <>inn der unediMtnn Ksden, De Inudibus Sli
K, fiaidiAlotnaei. in IdoiuMchor Urberectxung. - I', Uatiffol, L'abliNVu do Kossitna,
y^k 1981 8. XXXI. Stf. t>6. - i. Langen, Kcmiiteho KnlsolinngMi griocbischor Sdirift-
*iUm. RaTiM ifttcmat. d« Ui^«l. $|lä9&) 122—27 will den Krwi-is i-rbringvn. da£sdlu 5.>. Hu-
■)>• Dt^ea di« Üriecbvn inUrpoliert seil Lmgen li&tte gut durnn getbiui, die Vurrragcn za
' I«. — Chr. Fr. UalthaDi, ProKr.de TkuoplLCeTUiieu, Dtvadi'u 1788 (llhLT einige Hm).
S. Anaacr Theu|>1iaiiM Kerameua tkind ale gtisUidi« Itudnt^r dv« 12. Jnbrhundorts
'■•d KaslatbioB. Bischor von Tlieasalonike (vgl. % 6Gj. Neujih,vles KnklnintoK (vgl,
[nBbacber)«nd Michael Akominato*. KrabiscW von Atlien (vgl. Krumbncher). tn
«Hbn. Von NeopbrtM l>^k!eislo8 antbfiU dor <wd. Paris. 1180 h. 13 14 fulL 23&dreiaHig
iHdh«, VM deBCM nur 10 gedruckt (und. Mohior« dvrsvlbcn biuinhon Bich auf byxautiuiBchu
llttp. Zn bnadilMi iat auch dor cai. IjAab. 2 snec. I.*), Walimchuiiilich cebDrt ilim aucli
te rw K. SatbaH, .Mm. bfX. 1, 274 «tnrahnt«, auch in dotn «od. Alhoua 3628 a. 1322 vor-
^|t^d^ Pvalinenkomineatu lu. Vgl. § 93. - Zu den I'Htiug;riknn kanii auch Leon
■•litalln» careebnel werden, vuo den einige Koden in eud. EMorial, 262 aaee. I!t fol.
1* l<7, lt)2*— IM'. Ml f., 542— 4ß erhnllrn smd. Leuu war ZeilgonOMe des Patrinrrhon
>«Kp*l Uuiliuti II (1183—11.86). Die gi'unnntu Hb ist »ebi wertvoll fQr din Kcnnlniii der
t^iMinacben llbetonk im 12 JuhrliundurI, Vgl. W. Regel. Fonloa rcrum byuiDlinnruni
1. I (PeUrabarf l><92| S. tll t. - I>«m rutriarchen von Kp«l L»en (1134-1143} wird in
•od. Hanian. Claas. 2. 101 ein Senno de llne miindi lugMchrioben. — Rine Rede d««
■rabtm von Alh«n neorgios liurtzes F.ii ttjr Myiiw ra'i fityakt^v Wij-jrijr od.
<l**tciade«. Albea 18S2. Nacli ntnT Inschrift tm Poithenon Htiirb Biirtjna im
IIW. \%i. tt. Z. 2(18tl3)M» 1. nndUregoroviuR, (icMlu der l^tadC Atbon 1,20».
P>^Ka
174
BjxuttinUclie liUenittiTgMctdcbU. L ProMiB«lw UtUr&tnr.
80. Qermanos TT (riQ/iaföt), Pstriarcli voti Konstunlinopc-I zur Zdfl
des UteiniM'hc'ii KaiM-ireichci) (1222—40), wurde zu Änaplus in der Prtfl
pontift geboren. Er wnr Diakon an d«r Ha^a Sophia, als KonstAntinopfl
von di'n LaU>in«.'rn erobert wurde, und zo^ »ich in <la.i KlOHter des bl
(■eorgios T'uneumorpboe zu ÄchyreiMie zurück, bis er zum orthoiloien
Patriarchen bestellt wurde mit der Iteeddenz in MtkSa. Von zwei Synodi-n.
die er 1232 und 1234 abhielt, wind die Akten noch vorhanden. Die letzl<re
wiinic durch dto Ankunft von vier Ix^gnten dvn Papstes Gregor IX ve^
aidasst, dt« in Suchen der Union verhandeln sollton. Die Verbandlang
Vfirliefon ohne lieaultat; der Zeitpunkt war nach don jüngsten ErBt|
schlecht gewählt, und Ucrmanoü .selb.«t liei» sich an Abneigung gegen
I^tciner von niemandem übortjoffen. Diese Abneigung tritt in mel
Ilricfen au den l'ap»t Uregor, den lateinischen Patriarchen von Kor
nopel. an die (Iriochen auf Cypcrn zu Tage, «owie in mehreren unedtcrt
Ahhitndluiigun über die Differenzpunkle, Hifi ir;<; ix^iofffvanai top tr,
TH'tvfutioi, //*(( tiäv ä^vfiioy a. a. Sein titteranHcher Hauptnachlas«
steht aber aus geistlichen Kedcn und Homilien. Tn dem Cod.
linianuH 278 umfaKitt »eine Honiilieiisaminliinp iü Honiilion und 6 KntfP"
ehuffeii. Nur 8 Homilien mnd gedruckt und davon werden mehrere au
dem älteren tiormanos 1 von Konstiiiitinopel zugo»ehrii-ben. Eine Charakfl
riatik des GermannB TT al« llomiletikers setzt dalier ausser der VcrßfFenS
lichung einer grösseren AiiKnhl van seinen TTomilien auch eine sichere
Ausscheidung der dem Altorcn (Icrmanos zugehörigen geistliche» Itedcn
voraus. Anhaltspunkte dufllr Iiilden auf der einen Seite der Cod. Coisl. 278,
auf <ler anderen die GennunüHh»ä, welche älter als dos 13. Jahrhundert sind.
1. Ai]H|tali«n; 8 Hnttiilieii (loa Gitiiihdq^i tiacli den Dracken von D. HSecbel,
tirctiiiir iiiid A- ftnll«rini lusoniinengestelil bei Mign«. Patz, fr 140. ß21— 757. Ein«
der von A. Ilnlloiini, Syltncn nioniimenlnr, 2 (Kom l^i>} 2&8-3T6 e(liorti>n Ilomilixn i*t dun
wd. Moimc. Hl<}| nntnuniincn, dnr iius di<in 11, .Inlirli, slnniint. — Ob einig« von <{«n llomilicn.
(iie ixxitet dorn Nomoa (Irnniiniis' I 1>oj Migno, Vatr. gr. 98, 221 IT.. 343 IT.. IiI9 tf. Hipbcn,
Ü«nnHiiu(i 11 iiUEohOren. bleibt nucb tu untersiuben. — Uriefo an dio Kv^rioton und «n
PijAt lirogor IX ruJotzl ed, K. N. SiitliBS. Mta. flißl. 2 (VenediK I873M- 20, 39-4«.
Ein Fmniincut Je» Ilrivfi'S an dfn lutciniachun Palrinrcbcn vöh Kpel ed. pr. A. Dcmctis-,
kopuloB, ^>9. 'fUi.(t; S. 40-43. ~ t'.iuvn PMasii des UermAnos aus dum Jaknt 1230 ^M
3. Nico]«, BeviiP t\t» 6t. gr. 7 (1894) 6^-80. Vgl. B. Z, 4 (I89&J 2^ t. ■
2. Hilfsmittel: Fabricius. [libl. gr. II. 162—171. — Sclirift«!) Kegon die Latriiwr
venwkJinet A. D«m«trnl(i>puloB. tip». 'aX«{, S. 38—40. — In cod. ItudL Burocc. 131
»MC. 14 ful, 185-1^6* : Thnodori Alnniensia «piaMpi orntio in S, Germannm pAir, CpoUtaaimi,
(|nnndo jirimnm in throniini iintrinri^lialam nwondcbnt. Vgl. % 66 Anm. 4.
81. IKq letzten Honületiker. .Tohanue.i Ulykys, der den Patri-
archalstuhl von KonMantinopel in den Jahren 1316 — 20 tniie hatte, wird
in einer Pariser TTs als Verfasser von Snnntagshomilien genannt, von denen
indessen keine bis jetzt gedruckt wurden itit. Besser bekannt sind .Tohannee
ölykys" profane Schriften (vgl. Knunbacher). ITnediert sind auch einige
Predigten eines Kyrillos von Kyzikos, der um LISO lebte, eine grossere
Anzahl von Homilien. die Makarios (Mirysokephalos, Metropolit von
Philadelphia um die Mitte des 11. Jahrhundert*, zum Verfasser haben,'
und die HoinilienBammlungen der Patriarchen von Konstantinopel Kal-
liatoa(I3S0— 54, I3r>5— I3fi3(«ndNeitos(i379— 87). Der schon genannte
Patriarch vo« Konatantinopel Johannes Kalekaa (1A33— 17) scheint
1. Thcologi«. D. Oeiatliobe BsrodKunkeit.
80 -81)
I7i
^bf ivta homilftjschen G«l>iete litternrisch tltütig gewesen xa »ein. Im
^Ketychaslenatreit xtand or auf der Seite des Bärluain uiiil Akindyiios
Hagen PaUutias und tie^Mii AiibSngcr. Diese Stell utignahme kostet« ihm noitiG
'wünU'. Er wurdu zuerst von 7 Ei zbisfliöfeii bei der Kaiserin Anna verklagt^
Uie fls scheint, ohne Erfolg. Aber aU Johannes Kantaku7.eno» an ä»i* linder
|u,wunle eine Synod« gegen den Patriarchen abgehalten, deren Absetzung«-
Htail dor Kaiser bestätigt« (13-17). Seine Sammlung von tiO Sonntugs-
^bmUien mit Au8schtu«s der Heiligenfeste ist in doni Cod. Coisl. 2fiG aaec
^B «m Imaten erhatten. Gedruckt »ind davon nur zwei auf das hl. Kreuz,
^■takfa streng an die SnnntagHperikope halfen und dnrch EinfaehhcJt nuK-
^BdlDOD. Die hyzanüniseho Hhetorik kommt ttielir vAiv Ueltung in de»
H ^tdriickt4-n Manenreden de» Erzbixchofus von TlieSHulunike luidoroa,
^k ain Ende divi 14. Jahrhundert» blUhte. Hilt tritt aueh wieder die
Hydcryjihenlitterstur an die Stelle des Evangeliums, wie das bei den
Horienrednern nicht selten der Fall i^ts, Kngenios Nomophylax spendot
bM (dnem Synodikon der Kirche von Thesisalonike Isidoro» da« Lob, dam
Wß tiglich durch Wort und Schrift »eine Herde zum cliriMtlieben Leben
^nthnt habe. In der Thut itit eine weit grÜHgere Anzahl von IlomiÜen
Hm Uidoroa noch ungedruckt. Naeb dem Zeugnisse seines Nachfotgera
Bgmeun liat sich Lsidoros auch am Hei<ycha.itcn.streit im Sinne de» Falamas
FitbrsriMi-h iM'teiligt.
I 1 Hnfniline r«riHe doiniaicalo« dm Johannox Olykj-n Rind oihalUn in ilom ead.
hlk. ISIO Mre. 16 f«L I - 7:><. üb du du-uuf folgend« KvQiaxoiQÖftior [lol 7i^ -SU")
^■(k Um ■egoMrt. sUliI dnliiii.
B 2. Vn^wUa At» Kyrilloa von Kriikoa eutliAlt dor ood. Bodl. Barocc. 20 suo.
■l rat. ST5- -W. 29& r.
^K S. Durailkn it«a )I«k«riuH Clirj'Bokoplialos find^ii sicli t. B. ia dtu oodd. Coial.
■P 1. |:>. 1»: ■. 1432. Ambro» H 23 !n(. a. 10, Athous 1568 a. 14. Oedruc.kt wurdou 14 in
PtkillTtS oiet UM) mit« d«n Tit*1: Aiyoi nanjyvfjiiiol iJ' tor . . . "pj-KTruiKÜüoit -^lilfr.
I Alfi« . , . Mum^tK roi' XfivaoiftftiXov (mir Tinj-ugünglidi >. Bei Migiii>. Patr. «r, IM).
■dB- 333 «trbt mir mbo Uomilie auf i\* Kratuniifflndnng. ('ragment« «in<^r and>>r<'n Homilie
■NHiKn*. Palr. gr. 100. 231. 23A otc. — Vgl. mich g 9.1 und KninihaRUor.
P 1. £ia« Saaiinlitn( von 52 Homilion und ./iJa<tirn>i»i des Pfltrinrclien Kntljntos iitniit
• iaa «od. Atkon 2*29 s. |.V Davon ist nur ciiio Ifoinilii' nuf dn^ Fi-st dri KrRiizrrliAhiiug
t *f tM Orwlaer. Da rracc Chrioli. Opnra nmnia 2 (Kogonaburg lTä4]lS7'&T. Kalliatoa wcod«l
I ibk (ft g(gMi die Lalrincr und dii- UarlaainitoD, boaonder« gouon Nik(i|iliorM Gragoraa.
I Umt Imm Mrh wohl dnfcli di«ac KDindadiaft leiten, als cv Kalliirioa Koboit, Oewalt-
I klUffctit Bbd Maagel aa UUdmig vorwarf. Vgl. dcuc« QeeobldiUwerk ed. Bunn. 2. 873,
I n - Von KallistoN b«eitsni wir ftuaa«rdHm «in Ubenabild dea Gregorioa Sinaitvti {v^. g G7)
I liJ « EBkunim auf Johanneit Neslvulp«. den Wi»d«'rlii!niti>ll«r dt<s Potraklostere in Kpol
Lau. Jahtbund«rt. Ulzt«re ed ]>r. H. GoUor, Zcitec-lir. f. wis«. Tlioo). 29 (1886) »9-8».
^^^■iDd*rva ilomilif'n und aaketisclien Abfaandlungeu Ist oa iwMfolliaft, ob ai« dieniMn
^^^^N oikr M-iaem gUichiianiig«» Narbfolgor (1307) zugebCnn. Vgl. % 69 Anai. 3.
^^~!. 4S Ilumilien di-n Patriarcbra v. Kpel Neiloa (13T9-S7) aind in dem lod. Coial.
PPll MK. Kl fol. 1 191 nrhaJten. AnaMirdrai oma Red« auf dnn lil. AntliimuH, Enbiscliof
^la aUmi, und oina »kntJKhn Ablinndliing (pbondn fnl. 191 20.), 253 -2ÖÜ). Gadmckt
tf mt ia» Knkonnion da« Nclloa auf ürcgorios l'alnmnK. bei Migne, Palr, gr. \h\,
W~nt, und dae Ainabl aciacr Patriarchalcrinssi: bei Uikloaich u. Mtlllor, Acta ot
'|Ini h gr. 2 (Winn IMS) 1- 111.
& Dm S Homilion de« Johannoa Kniokn« aind uuJruckt bei MiKii«. Patr. gr.
m E4-2S0. Die 2. wwde »o« OroUar unter dem Nuiiu'u dm Piiilolli^'os, Pntr. v.
Ifrf,ad*vrt. — Die TtXtA dwBOSoiUilagahoniUii'n aus eoA. Cuial. 286 bei Montfaucou. Itibl.
Caial a 4U2 - 4M. — Anden Hw: e«dd. Vindob. tbool. 2C3 mit 56 Honiiüen. Vbdub. tlieol.
9M MiÜ 21 llonilitD, Marcjan. 604 a. \h. AÜiuus 2123 a. 14, Smjm. A m a. 15. u. a. -
Pbr via* StollufiiE im Be«Ycbaatrnatroit a. Jobannes KanlakuEcnoa. Hiator. I. 3, 21. —
JUmm PattkrrlialiTlaaa« edd. Hikloaiub ii. MOlUr, Acta et diplom. gr. 2, 11^ 243.
r.^- ~
176
ByuntiaUalie UtUratorgBMhlcllte. I. Pro«aiaoha LltUratar.
— KinigM AklMinalaml bMO^ieli MiMr Abaatmic «labt b«i Uignn, Patr. gr.
768-774. And«»« Mt noch ittiMi»rt.
7. Von JohNnnsu (iabran rtaM rinn Oratio in ingTVNMm B. Jttuimo in Mncbii
nun im cod, l'Nria. 3010 H. 15 M. ^Ou-324. - Kin Hri«f do« Grcganoa I'alunu tui Um i
in coi). ttoiJI. Uai. tr, M. SST.
». Diu i Maricaredon Am IsiiloioH Ton TlieaiiBlonikn ei. pr. A. Ballctiii.
Syllug« munuiuptitoniin 1. 205 ff,. 418 IT., 2, S77 ff.. ^7 ff.: tiii>amiMii)(fist«lh li«i Miütt.
rmt. Kr. l'ii: lä— im. — Haa: cod. Vatioaa. 651 mttiHtt 16 Homilien nnd 4 .löyv.nl.
Piuin. 1192 «MK. Ib M. 1—822 «a« Sammlung ron 29 Souiitanlioniilmi. cod. Airimk
3 DI iiif. Ilomilio« nl aüa scripta. — Eogonki« Nomoiihrlax inrd titiaii bai L Allaliti,
H» Kvmennnm scriplis S. IM. — Srmoon TOn TliasnaloniJto, Oontnt bamoM« c 31, MigM,
r«lr. Rr. IW, US.
n. Von Msnnal Cbriatonyinoa. der eine Hoiiodi« Bkfr dno Fall KmIb atbiU
(PabriciuK, Bibl. gr. II. 6m. ist ein« HanMir«d« ortialtoo in ra<l- Tnri». I^ISS mm«. H
fol. 75—91, Kin« rn>dij;t anf drai PniniMinntag ron Angaloa, Abt ia Kalabräa am
1470. Bteht in dMn cod. Pari«. 80r,7 h. 16 fol. 7e-8&.
10. '/.vm KrlitiiMut vnrzoirbnpn wir in alphabotiaolior Roihoafolge die (nMiialeu n-
»diurten) Uuinilrliki>r mid l'ancfyiikrr. deron /vilboatimmuuf; nifJil crxivlt werden kranti:
AnatolioB, Kwbincbor von ThMsolonilsn. rioigo Elomilitn ia cod. Vnijc. Ottob. IH.
Antonius StuititoH. eine gvistlichc Hede in i-od, Vindob. Ifarol. (U fol. 261t— ^Tf.
Julian monaclioB. einü äiiti(j|ug:i>liuuulio in cod. Smyru. A 14 a. 16, OoorgioH Ba^i»-
'^liti-s. «<iij Ell cum tum in hukpIob in cod. Keoor. iill aacc. 13, Greuorioa, OJaktSM
Rffnrondnrioa. Knkoniiuu uu( di-n hl. Dometrioa ed. Tbeophilua Joannu, Ur^ttt
äpoioyiiiii^ Ii4 Cd, Junsaiili, Hiennnonachos und Frot«qrnkello«. Ho^nilia in hjaianB
■hiif liofir in rnd. Vatic, uoki»' 46 saec, 16, Johanne« Uonachoa, ein« [Uds vi
den Prophi'tc-n Klin» in coA, AtbciuB 2n;M n, II, Jnsopb, Hi«iradiaki>ni»i und Sekridan da
IJagin Sopliia, mnhiiro Ilomilien, wovon eine Inlniniacli b«i Hign«, l'iitr. gr. I0.\ 940— 9i(k
l.ukni. Dpinc. Uoairnais, Onilionoa (l, im cnd. Parin. Ruppl. gr. 407 a. 1592 fol. 158—174.
Miiximus inonui^hus Maxari«. in Dominic. 11. Mnttltaoi, im cod. Bodl. Hotom. 211 f<l.
317 r.. MiuhncI, einer der l'airinri.'lK'n von Kpul dienoa Namona, 3fi SuniiUipihannliH)
in ciüd. Monnc. 2ß2 sncc. 13 füll. Vi'i. Michael niuuaoboa, vialloieht identinch nut itm
Uiu^nmiibun dea Tbeodoroi Studit«», muhrure Hüilijienredoa in codd. Pam. bti ■>. II fuL
27n'-2y(!', Paris. 1180 a. 10 fol. 822-32*, Paris. 14M s. 10 fol. 18-44". Nilcel«
SkulariutoB. 8 Sonntogsliomilien in cud. Vindob. tlieol. 268 fol. 169'— IB8, NikoU»
PepRRomanoB, ofn Knkomion anf d<.>n M&rtynir Isidoros in cod. Athow 8762 a. 14'^l M
25t^ '276*. Paisioa. Metropolit von Kliado«, SO (lomilien in cod. MaTwian CUsa. 2. 101
ancc. 16. Philippoa Kcramitos, 'AU lloniilicn in cod. Vuticnn. 12ä7 (ob idnntiiwb mit Theo-
pbanm KnrnmniiaV). l'bntiati, Diaknn und äkouopbylni nn dnr .Ipohlclkiicho in l£f*L
t-ia Knkumion niif dio MArtyror Lutilliano» u. Ucooiisiin ed. in doo Acta SS, Juiiii I. iit
bi» 286. (.'in Knkumion nuf don lil. liukoa in oud. .tml'foit. ,\ 63 inf., Symoon vunCbiot.
Iluniiltcn in cod. VutioBn. 2021 aaei;. 12. Tbeoduros d Hiviot, Eukumion a»t dir \<\
Kiipbuniin in cud. Subbait. 10!» aaou. 14 fol. 208—226. Tb«odoroa Munacbos, Humili'n
in cod. Anibrus. F 132 aup, saec. 11-1'^. Tlioiidoroa Qoaastor, ein» It«do auf da
lit. Ocoi^ in cnd. LiiKdun. ^42 saoc. 12, Thoodoros moneremitos, «ine Bomili« uf
die VorknndigunK od, A. linllorini, Syllogn monnmontor, 2, 211 -S3ß, ThaoJote*
Protothronnu. pin Knknminn nuf den Propheten Küau in cod. Alhoui 1040s. 14, Thnopbili»
Knlckua von Kpp|, 33 SonDln);sbomJllcn in cud. Mnnnc. 'll'-i aaoc. 16 foll. 211 : anfku^li'^
atiinmen die Ilomilicn mit dcni'n iks l'ulrinrchun l'hilcithcuH von Kpol flborpin, von Avt 3.
an ubw nioht mehr. — Von dioBcr Linti' bliubcn diu nnonymon HoiniIianiiantinlnn|;«>i.
wie sie I. tl, io don rudd. Puris. 1'2'2I 23. Vindob. tlicul. 14 u, i'A vurlioKon. atnujMcUoasnl-
Uti viller plaitmAAaigen Durch rutiichuu(( de« gtMHmt«u Imiiditcliiiftlicbvu alaleriiila v>rd liu
wulil nu(th ein reicher Zuwachs ergeben.
I
E. Hagiographie.
83. Stand der Forschasg und Charakteristik. Kein tiubiot
byzAntiniscIien Litk-intiir lioyt iiodi sn dtiiiki'! uiul so vorwyrroii vor des
Angen dea FgractuTs w'w dus Imgiogniphiscli«, Eo gk'itht einem dicIiUa
Urwalde, der nich «itdlo» und lichtloe ins üngemessone ausdehnt und io
dessen Inneres ki'in Pfad führt. Auf Schritt und Tritt läuft nmn Oefalir.
sich in dt>n] Dickiclit r.\x wrlieren, wührend schon die i}chatt4.-u dur Nacht
fogie. B. Hagiographie.
177
B Horizont« herAufziehen. Und doch hahon Theologen und Philologen,
rofnn-, Kir('h(^n- und Kulturliistorikor oiii gk-ithcs Tiiti>re6ae an der Kr-
irschung der Ilagiograptiio. die an Vii/Iscitigkcit vielleieht. allo anderen
ivantiniitchen LitteraUirgtittungon Übertrifft. Sie bietet wertvolle Ergän-
mgea lu den ncschirhtBchreibern und C'hmnixton; sio gewährt einen
inbliok in da« Kulturleben der Volk.4kreiRe. <1itJ< von den übrigen Litterst«n
ir zu oft vornAchlits^igt wurde; sie otTcuburt vine Friüebo dt-r Üeligio»t%t,
■Ml Spuren man i» den Kreisen der Zunfttheolo^en vergeben» sucht;
(■pricbt in vielen ihrer Erzeugnisse eine echte VolksApracbe, die von
tt KUseizitAt der Gelehrten nicht angekränkelt ist. Ihre Kenntnis ist
thmT fDr eine wahre tie-schichte der byzantinischen Zeit uneutbehrlieh.
rir sind von diesem Ziele noch weit entfernt. Im folgenden kann nur
er Versuch gemacht werden, im Liebte der jHngsten Forsehungen einen
rstea Pfad in das duidde Gebiet zu bubnon.
Um den jetzigen Stand der Forschung klar zu erkennen, miUsen von
ein 2 KalegoHeu von hagin<{raphiscben Denkmälern unterschieden
Die Mftrtyrerakten und die Heiligenleben.
Die Mfirtyrerak ten verdanken ihre Abfassung dem Interesse,
bes die altchriötlithen Gemeinden den Helden unter ihren Mitgliedern
nbraohten, die ihr Leben fikr den Glauben hingaben. Ihre tie»lält
fixivrt, ihre Heldenthaten aufgezetrhnet werden. zunSchst zur Mit-
■ng ao andiTC Gemeinden, dann aber auch zur Ermahnung an die zu-
kSlftigen QeBchlechter. ihrer vorausgegangenen Brüder nicht unwert zu
Nia. Auf die Mär^rerakten, welche die Hauptmasse der hagiographi.'tchen
Dmkniäli'r bilden, passt in erster Linie der Vergleich mit einem Urwald,
LKt l'nblikulion derselben, an der seit Jalirhunderteu gearbeitet wird, ist
nidit abgeK<-btuiK»eu, gescliwetge denn, das« die eiuzelneu Texte und
naionen in befriedigender Weise untersucht wären. Die bis-
Iwii^ KofMchungen erlauben es jedoch, in dieser Masse mehrere Klassen
B MBtarvcheiden. Die wiebtiysU- Klasse bilden die eehten Mfirtyrer-
kkt«l) aus der Verfolgungsperiode h\» zum Frieden der Kirche, die in
4(f Zeit Julian» de« Apostaten und ftUM Anla«8 der späteren Verfolgungen
Beb «inigen Zuwachs erhielten. Eine Sammlung der echten Märtyrer-
iktra bif) gegen Knde des 4. Jahrhundei-ts hat D. Huinart ir>H!) veran-
•Uh«t, und die neueren Forschungen haben ihren Umfang eher verringert
rijUMB-OMert. Die«e Klasse gehört, abgesehen von einigen Texten AUüt
^H^terea Zeit, nicht in den Hahmeu dieses Buches. Eine zweite
^Bm die apokryphen Apoatelgescbichten, welche aus einem ithn-
^nu Iiit«res8e an den Personen und Krlebnisaen der hervorragendsten
ifoäM hervorgingen. Sie zerfallen in zwei Serien, eine gnoatische und
Mn katholische. Dies« besteht aus UnuirlK'itungen jener, die in der
IBUft« des 4, Jahrhunderts begonnen wurden und der Hauptsache nach
vor itm 6. Jahrhundert vorlagen. Neben den Aposteln bilden auch andere
NWacbo PorsGnliehkeiten aus dem Alten und Neuen Testamente den
Ofgmutatul der Apokryphenlitteratur, deren Ausläufer sich in dem d.~LO.
Wirhnndert verlieren. Auf die dritte Klasse, die Umarbeitungen
lnidoifcber Mythen und Logenden, hat H. Uaener zuerst mit Nach-
AII>nnnii*l>H>iMlun IX. I. Abll^ t. Ana. 12
179
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atimlkk im i, »ai i.
ttMludBewM OMtoltMi aJb
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•bt iMMimHiwili kritiMlie Gabe sad
nmM. Um BcHfial tm A. Wiitk hat
4»XM vcfWilCB luMO kjuuL PhMJoMM Mdu^ji^ea. Diem Harne
«IniaK gcoontBum gar sieht zur üagM^nfUe: m tet die gdsüiche
Um$ itr bfMBliiiiMikca Sagiea-. VsioDeo-, KoveOeii- md
hn-, duTMi MoaUnUklc £e BnÜtlung too Bariuni oad Joosaph bOdet (i
Krambttcher). Aach dSrft« ei« onter den viele« Deikuälcni der
grspUe nicfat m zobtreicfa vertretea seto. aU maa neurdiags anzai
g«Üigt iat. Wenn diene Klawe hier nicht näher behandeH wird, ao :
btevoti nicht uuf dio Vericennung ihres hobea rebsioii»- and kalt
licliuu Wirrt«» gMwblrmM-n werden. Bei dem heatigen Stand der For
kann lui him zaMniineiiüutMcndt; Dantellung noch nicht gedacht ve
So Meilwn nur die unechten Mirtyrerakten fOr unsere
Utng flbrig. Diene bilden die omfangreicbste KI&Bse, in der aber wiede
innortich Muhr Vontcbiederuirtigea vereinigt ist. Die einen sind
arbottunffon echter HArtyn-nikten. die dem Iitter»riM'lien Gert^-hniHcke •
«piUiran Zeit angepaiMt werden Holleu: andere beruhen auf älteren Nl
richtirn, dio ta KiiEilhlungen ausgearbeitet und rhetorisd) erweitert vnirdaa
Vi«ln lUii'l »lieh reino Erfindungen, die irgend einem erbaulichen oder and
praktLncliKn /.wecke dienen aollten. Die grosse Ma.«»;e dieser Aktvn
in IteiEug uuf KntHtL'hungNXtiit, QuollenvorhSltnia, GlaubwQrdigkeit u.
rioeh in iliuhti'ii Dunkel gehUllt. Den AbschluHs der byzantinischen Arb
mif ilii'Mimi OuliieW be/eichni^t die LegendenHammlung des Symeon He
pIinuttoH in der 2. IllllfLe i\m 10. Jahrliundert». Hymeon fand alle
NuiilifolKer im H, Jiihi-Iiundiirl^ dio auch hernngezogeu werden mO
ihre Itedciitiiiig ist jedtidi weit geringer, weil Symuon ihnen mit
weil greifend (in Revision des früheren Materials vorausgegangen wi
HynieonH Arheit wiir von warmer Itegeistoning für die Helden der Ha
gniphie gi'lniKeii: oliiie efl m wollen, hat er aber die byzantinische Ha
gni]ilit<- K""''li>'h d(<)torgtiiLitiieri, weil seine Snmmlung — und dic»o
h«ui)t«auUtirh HU« MilHyreraklen — die früheren Texte, die für uns
onillleh wortvoller wilreii, xuin grSssten Teil verdrängt hat. Methodil
von KoniHlHntiii»|i(iI lititle mich oiiii< Sammlung von Legenden veranstalt
aber er Hiidi'ile iiiilitM am Text<^', Hondern brachte seine Hemerkuii
in die Komi von Schollen. Uieeos Verfahren »clieint keine Nachab
gefiuulon XII hiibeii. Daieu kommt, da».t Syineons Sammlung selbst keil
fettteii Aiii>g«ngfi>iinkl bietet, von dem Bus weiter zurückgeschritten w<
kann. DU« fnllt allertling» nicht Symccn selbst xur Last, sondern
«liÄteren Abnehr»>iborn. die Symi«ona Legenden mit anderen, filteren Te)
verniim-hten. Da« entle Itedtlrfnis i»t daher eine reinliche Scheidiil
d0r meta))hrnHliiichen und nicht metaphrastischen Märtyrel
Akten. Oh der Weg der inneii^n Kritik dazu führen kann, ist zweifa^
J
1 TliealoKi». B. Ha|r1ognipble. (g 83)
ft; jedenfalls wird die Scheidung »uf Grund innerer Kriterien durch den
Arakter der Bymeonisclien Arbeit sehr or»chwert. Eh miiss daher zu-
eilst der Weg der handscUrifüichen Forachiing bewhrittcn worden, mit
•oadervr Berücksichtigung der He» und Hssfragmonto, die älter sind
I lletaphraHtea oder wenigsten« Texte hii-tcn. die von der t^erarbeihing
t Ifetaphrafite« naberllhrt blieben. Dies fuhrt aber zur Fordonmg eine«
«Btntkiitalogos aller griechischer Hss mit hagiflgrapbJKclion Texten
i der nolwcndigsk-n Vorarbeit, um (llr die fextkrittschen Forschungen
le feste Grundlugo zu gewinnen. Zu bcrdckriichtigen sind sodann
eh die Zitate aus Märtyrenikten, die sieh bei früheren SchriflsteHern,
bbci PhotioR. Niketaa David Paphlagon u. a. vorfinden, nowie dio
i«cbi>n Übersetzungen, die von AnaHtaaius Bibliothecarius, Paulus Dia-
Otts IL u. vor dorn 10. Jahrhundert veranstaltet wurden, der orionULlischen
h1 dlavtsehen Übersetzungen nicht zu vergessen. Nur da^ Vorgelien auf
leo diesen Wegen lässt für die Erforschung der Märtyrerakten aeit dem
Jaliriiinidert wahre Fortschritt« erhoffen. Keiner davon \si bisher kon-
fqaent eingotchlage» worden. Fflr eine zu-samnienfa-tRcnde Darstellung
ihlt daher jed« Torarbeit; Einzel Untersuchungen ki>nncn aber hier nicht
orgeiegt werden.
2. Weniger ungOnstig liegen dio Verhältnisse fllr die Heiligenleben.
Kes« treten seit der Mitte des 4. Jahrhundert» auf, als die Hagiographic
kb den durch Tugend und Wis-senschaft, lieiligmä.'*sigen Lebenswandel
nd erfolgreiche Wirkuuinkeil ausgczuii-bneten Pcrsünlidikcitcn zuwandt«,
tD auch diese Gestalten gleich denen der früheren Märtyrer historisch
M fijioron. Dio PilblikationRarbett ist fllr die Heiligenleben auch noch
Mfct abgcschtoesen ; siu wurde aber in den letzten Jahren noch intensiver
Mtrieben als fUr die Märtyrerakten. Wir erinnern an die Ausgaben ein-
cbBgign- Texte von den Boltandisten und vielen einzelnen Forschem,
rioH. LTscner. A. Papadopulos Keramen«, Theophilos Joannu. A. Vassiliev,
l Smphimoe, Kyrillos BoVne, Cozza-Luzi, V. Itose, Arsenij, l'omjalovskij,
9. Seher, P. Kremos, VasUjevskij, M. J. Oedoon, Ch. Loporov. ,). A. Heikel,
W, Ktgf\, K. WeBsely, Sp. Lamproa u. a. Dio Ai'beit der Kritik ist ahcr
6ire«eatlich leichter als bei den Märiyrerakten. I>io Heiligen »elbiiit,
I Leben beschrieben wird, sind liistorisch faasbarer als die Märtyrer,
I th«t«ttchIicho Existenz vielfach in Frage steht. Sodann tragen die
BliligBaMicn im Unterschiede von den Hlirtyrcrakten. die taut alle anonym
■^ anstens den Namen ihrer Verfasser, und diese Verfasser sind in
kr Regel Zeitgenossen, die als Schüler, Nachfolger oder jnngere
ElrUder desselben Klosters mit dorn Heiligen, dessen Leben sie bo-
<rbnben, in näherer Beziehung standen. Bei anonymen Heiligenleben
flMet die Persßnbchkeit des Heiligen gewHhnlich einen sicheren Terminus
k ^M, vor welchem die Biographie nicht verfasst sein kann. Aus inneren
[filtriBD UUat «ich aber in der Hegel feststellen, ob der Verfasser zeit-
nBMiKb ist ü<ler nicht. \a letzterem Falle kann die nähere Zoitbeütim-
kug. dan Quellenverbältnis, die Glaubnürdigkoitsfrage Schwierigkeiten
miten, dio aber Helfen unflberwindlich sind. Endlich hatte dio ßednktious-
rbeil des Symeon Metaphraste« weniger nachteilige Folgen filr die Heiligen-
12'
180
STzuitiaiselia IiU«TfttBrg«aclüekt«. L Proauadw Uttvrfttnr.
leben alk nir dk- AUrtTrerakten. FOr Jone haben sicli S)-tnoone Vorlagl
to grÜMiTur Anzahl erhalt«!), and wo dic«e Vorlage fehlt, unterliegt ^|
Legend« eolbut nicht dentu-lbe» hi-stonachen SchwierigkeJteiL E» i»t dah^
Nchon jätet inniglich, eii»on urii-iitiürondcn ÜlK-rblick über den äu^fteros
Kntwickclungx^Rng der Uagiograpliie im engeren Sinue de» Worte«
zu geben und eine litterarische Charakteristik derselben zu vei^
HUchon. M
ti. Von Allfang an bekundet die Hagtographie eine gro«i»e Vorlietfl
(Qr die Möiichowctt Schon im 4. und 5. Jahrhundert wurde ihren Van
tretem «ine Ki'''>»>'L'r<- AiiftncrkHiiinkeit geschenkt ah den hcrvorragCDiIll
(JiwtalU-n UUH iti-m Woltkleni-H, während mit Ausnahme de» ,a]lerehristlichHt«B!l
Kftixei-H, Kon-stantina deo Grossen, der bald von einem reichen Sagenkreis
umgaben wurde, die Heiligen au» deni Laieiixt^kiidc ganz zurüdctntau
Schon TiniotheOH von Alexuudrieii (1180^3^4) ^U uuch Sozomeuo«. Uilfl
ood. 6, 29 eine äammlung von MOnchsbiographien ungelegt haben; cipo
Holcliß benutKt<> sicher PalladioR um -120 in seiner Historia Lausiact.
Eiiixi-Ine Diographien von MCnchon und Bischüfen aus dem 1. und !t. Jahr^
hundert Hind in nicht geringer AiiKalil vorhanden, aber noch wenig unl^M
HtichU An der HpitEO dt^<r Mönehsbiogruphien üteht da8 berühmte LebonM
bild des hl. Antonios von Athaiiasioa von Alexandrivn. Sehr iuterceMOH
ist llatiffols Wuhrnolimung von Spuren einer ausgedehnten arianischtfl
Hagiographio im 4. Jahrhundert, die ein Mittel arianischer PropagaoS
bildute. Die Bevorzugung der MOncho tritt auch bei den Biograplul
des (i. JiiliHiimderts hervor, mit denen unsere Darstellung uiiht-bt. Von
hohem bixtoriiichen Wert sind die Lebensbilder aus der pulastini»L-liei^
Mflnchswelt ilc-t KyrilloB \'on Skytliopoli«. Johannes Moschoa verfa
im riil^i'udoTi .lalirluiiiilert ein Oegonstüi^k zur Sammlung von MOnc
bi(ignipliit'i) ilvH l'iilludioH. Noch interessanter sind die volkeUiiulicl
Biographien, mit denen Leontios, Bischof von Keapolis auf Cypem, et'
Hpiltitr auftrat. Die Hllltezeit der Hagiographie beginnt im 8. Ji
hundert mit den Ijubcnsbildern der Mfirtyrer und Bekenner des BUda
kultes und ertiiireckt sich bis in das 11. Jahrhundert hinein. Zahlroicb
zum Teil noch unedierte Münchsleben entstanden in dieser Zeit in
grossen asketischen Zentren in Konstantinopel, Kleinaaicn, auf dem Atll
berge, in Palästina, Kalnbrien und niidentwo, als Denkmäler begeie
Liebe und Anhänglichkeit, welche die zurückgebliebenen Brüder den
.VBtern' ihres Klosters treu bowalirten. Die Brüder sind dou VStcii
sobon tftngst ins Urab narbgefolgt; ihre Bio^aphien sind aber wcrtv
Quellen (Ur die Klosler-, Kin-hen- und Kulturgeschichte der bj-zantii
Zeit geworden, mit denen sich die gleichzeitigen Biographien von Bischof
und PulriartJten nicht messen ki^nnvn. Symeon Metaphrastes steht hint
dieKt<n Biographnn weit zurück: er war kein produktiver ilagiograi
sondern ein iledaktor und Kompilator, wie das 10. Jalirhunderl der
auf allen Oubiet^'U der Kitteratur besass. Mit dem II. Jahrhundert
ginnt, mit Ausnahme der kalubn^chcn Mönchskreise, das Ermatten d(
Hagiographie, das sich in dem geringen Zuwachs an neuen Heilig
leben olfenltart. In der TalSologenzuit urlcbtu sie noch eine Nachblfit
1 TbMiogfe. B. Hafio^apUe. (§ 83)
«r'ffieM WQcbs nicill aits dorn Lob«n Iioraus. Die Hagiograplion des 14. und
i. JahrhunderU sind gelehrte Bhotoriker, welche nicht odor scIU'n in
IwDdigbm 7,ii!<amm«>rihang mit äen Heiligen stoheii, di« Bio schildern,
fr KunirtüU«ratur vcrhleibt anch in der Hagiographie da« letrt« Wort.
In litterarischer Bi'm-hung la^on schon die stehenden Überschriften
i den Codices: "Cjrxw^Koi- und 0/«*- xcei naliTn'a, zwei Öattiingon, dio
mgjrriitchen und rein erzählenden Heiligenleben, erkennen. Oaei 'Kyxiöfiiov
t bestimmt in kirchlichen Ventaminlungon. inftbexoiiderc am Festlag dus
itraflienden Ht>ilig(.-n, vorgetragen zu werden, während die tiim zuDäcIiet
m Gegenstand erbaulicher Lektüre bilden sollten. Formell gehört das
Eiion zur geistlichen Beredsamkeit und wurde denigeinils.') im
imenbaiig mit dieser behandelt. Die Bioi käsen sich ihrei-äoita in
ppen einteilen: die rhetori^ehen, volktiitflniHchun und litur-
is«lien. IHe rhetori-ichen tragen den Cliaraktor der Kunstlilluratur
i »ich : «e aind von rhetorisch und stilistisch geschulten Autoron vorfassi
kd richten steh an da» gebildet« rnhliknm der höheren Stände. £r-
ichsL'o ihnon hieraus einige litterarische Vorzüge, no bilnsten sie anderer-
itj4 an Originalität, Natürlichkeit und daher auch an kulturhistori-schem
ort weit mehr ein. Die Legenden de« Symeon Metaphrast«» sind khi*si«eho
Brter dvrvcllK<n. Die volkstilmüchon Heiligenleben waren fllr die weiten
)lki^krt.HtM) bestimmt; sie «nd einfach und .tchlicht geschrieben und ge-
llen eich besonders in der Erzählung von Wundorgeschiclitcn, die xu jeder
öt vom Volke mit Vorlieb« gelesen wurden. In der Rogel stammen sie
iloch nicht aus den Volkskreisen selbst; sie wurden auch von Gebildeten go-
hriebon, |die Bb*r einen offenen Sinn ftlr die BodQrfnis.se des Volkes hatten,
iBicr diisser Gattung sind die Heiligenbilder dem Loontiox von Ncapoli»
if Gypi-m. .allmählich füllte das immer anwachsende hngiographiacho
iUnal eine Ueihe von Händen und drohte unübersehbar zu werden. Das
lltfl BOT Herstellung td^rk verkürzter Texte, die in den Menologien
iriänigt wurden. Die»e K-SKcrpt« gingen dann in die liturgischen Meniten
S, Wo sie unter die Ubngon BeHtundti>ile der liturgischen Festfeier zu
ta kamen. Vielleicht war der Vorgang auch der umgekehrte. Die
irpto wurden fllr die liturgischen MenUen gemacht und wandert,en von
«wn in die nackten Legendennienäcn oder Synaxanen hinllher. Diese
llurptt' nennen wir die liturgischen Heiligenleben. ¥üt die <)e-
üUelitu der Hagiographie und ihre Entwickelung sind .sie ohne Bedeutung,
fc sie ftltoren Texten entnommen wurden; wo jedoch di«»er illtero Text
■rlorrn gegangen ist, sind sie als Überreste umfangreicherer Biographien
■B Wurt.
Biusichtlich der Behandlung des Stoffes treten bei den Hagio-
npkco Unterschiede hervor, die besonders für die Beurteilung ihres
btoriachen Wertes wichlig sind. Die lleiligengestalten erscheinen in
iiMr Kategorie von Legenden, die besonders aus unechten Blärtyrerakten
jJLrliatorischen Heiligenleben bestdit, ans dem natürlichen Zusammen-
Bi d«r Dinge zu einer Hübe gehoben, die das Auge nicht mehr er-
wSa. Siu eratrahlen in einem himmlischen Glänze, der den historischen
fiil«;gnitul nicht bloas veritlSrt, sondern sogar ganz verwischt. Als Nach-
182
BjHsUmiKba
L PrtMuacbe Litteratar.
tiiile dieser Betndrtm^miBe 8t4>Ilcn sich «bcr Schei»ati«eruag um
Sebabiinäsäemag ein. £• ist nicht mehr Geschieht«, sondern in geschiebfl
UcIk» Gewand gekleidet« Dogmatik oder Uorai, die hier geecbriebeD wird.
Jedes p^cbologiisclic InkTvaeo an dor htstorischen Person tu^thüt, an ihmi
Kinipfen, Leiden und Freuden bat aofgeb^M; dss TbateBklilicbo dienl nur
der Einkleidung von Ideen and moralischen Vorschriften, dii< dem Lvscr
oiagflprigt wi-rrlcn »ollfn. Oi&s« Betrat^htunssweiae war besonders häufig.
wenn dei llagiugraph alten Heiligen(ti-^8tuUun gegenOber^tand. I)vr
historische Wert dieser Heiligenbilder iet dunun such sehr gering. Un-
gJetch hfiber ist er dort, wo der Heilige noch als kboodigc PorsOnltchkett
empfunden wurde. Dann wird der Heilige in »einer Individualität ertuest
und in iebenavoller Wccb^-lwirkung mit )«einer Umgebung und der Kultor
neiner Zeit ^crAgL Diese Gattung von Heiligenbildern, die beftonders
»US den zeitgen^süischen Mfindisbiographien besteht, besitzt den kirch««-
und kullurliiotoririchen Wert, von dem oben die Kede war.
Allen ÜAttungen der byutntiniitcben Uagiograpbie )i«t Obrigens eta
Charakter gemeinsam, von dem nur wenige einzelne Biographien JVci Kai,
die Kritiklosigkeit. War dies die notwendige Folge de» im Morgi^n-
wio im Alicndlande wfthrcnd des ganzen Mittelalters herrschenden MangoU
an hiidori»chem Sinne, so bracht« der Gegciiütaitd und der Zweck iat
Hugiogruphii' die»e Gefahr in eHiöhti-m Mttii«c mit .sich. Den Gegenstaal
bildeten hochverehrte IVrsünlichkeiten , filr deren Mflngel und UnvoU- •
kommeiiheit«n der begeisterte Biograph kein Auge hatte; ihr Zweck war '
ither Kiimeiflt die Vermehrung des Ansehens der geschilderten Heroen, die i
MiltL-iliing der eigeiteu Begeislenirig an andere, die Kibauung des Lesen,
den duM uiiladelhnftu Leben de» Heiligen zur gleichen Bcthfitigung ä»
»rtliüdoxeii Oluubens und der kirchlichen oder mönchischen Sitten anfouen
sollle. Kein Wimdor, wenn die meisten Heiligenbiograpluen die reinsUo
Freilichtiimleroien t^ind. ohne jeden Schatten, mit dick aufgetragenen Farben
und uiigetrllbten Lichtelfektcn.
1. TextKammlunK»!): Die lütcslo fiammlnng griocfaiitolior MII)-t7roraJtte« v«t
KnsobioB (Hiat. ced. 4, 1-V 47; ^. 4. S; 5, 23. .S) jnt fimt vMIig verlMcn: ein luumtä-
llolier Verlust. — Uio Snmtnlung. wt-loho von Mutliodioa von Kpfl an^vlo^l und von ibi
wlbat nindcTKusrliHcWu wurde, iat Hucli veHurrn. Sic Vfurdo benuUt von detn ScbmUi
dw riiil. l'arit. HTU a. SViO, ävr aus ihr die Acta S. Miiriuuii liorOfaenialiin unt in
Soliolicii ilca MrlliudiuB. K« wUiiio sich lolinoui den Sjinr«!! ilii-Hvr f^Mumluns naelna^hoa.
WiDdivAoln Mkrtnao Iiovoison. hatte di« Summhinit oucb itnoclit« T«xt« sadliaDs d^srail
dar EuMbianiMboD nicht vergürhon wiirdoii. Vgl. H. Uii>nor, Acta S. Murisae «I S. ChtkM-
KWi. Itonu lt*86 8.47ir., Jahrb. f. prolost. Theol. 13(1887)247 7.— Kür dio griochinchtii
bivrrinktpn und Logonden kommen von den Samnitiugaii, die altes. iiiitt«lBtli>rtirJieK «sJ
jllni(p|>MTi'xlniat«riulumfiuaien, b«HUDil«nifulgm<lainBotraclit: B, Mombritius.Sanclujrnni
•. vit*i> h>uo('luniiii. 2 ßiis. o. J. u. 0. (Itom 14!>TV), lüilhKlt nur btutniscb« Texte, ibtt
daninter |i»nan« tJubera«t<unMn kiia gntun gnechisehen Bas. ~~ A. LippomaaiiB, Sanctoma
urUcanun ratram Vidio, 4 Bde. Voiwdig IS5I— 54; Hiatoriae de yiti» Banotortan. Lona
1&(M {«iB AuMUg ans dor grtuoron Sominliing; nur InteinisrhV — U Suriua, Da prabilil
UMotonim vili*. 4 Bdo. Kala 1570— 7\ naebgcdmrkt Kaln lftl7 f., T^ria I8T&— IBM.
IS ))il#. KntliKlt aurh IntMulsch« IVberseliungPO. nbvr in willkDrlicbw Be«r4>«itBnK. —
Kr. Cuuibofifl, lllnslriiuu Clirisli uurtvnim ImIi Iriumpbi, Paria 1S60 faunh KriackiadR
1*N(I«V - Tk. lintnarl, Aot« jinutontw niartvTum ua««va «t aolBCtm, Paria iS^, adili»
■aciMHla «b ffM auotor* rMXwdiU. AiMtcrdwn 1713. Moer Abdruck mit •inam NaeMn«
bMMVl TOM Oalura, Ausabats ISl». letito Ausiaba BtMaatiiri: I.i.'-S (die wiehtifll«
mttammn dw Mti^rrwaktNiV - Daa amfaucrpifbato HalärUl RH«cbii>clier Aklw ad
MCtuka loila. ia Utitahofcg Uahanrim«. teiU in cmÄiacheB Urtext entbaltoa die
L TbMlogJe. B. Hagiograpbi».
^Kb SftBclorura d« ßoUanJi«li>n. P'M lt^Iv .luniiaibaiiil »nialiien iii Anlwerpnn 104?.
BS. Novombnbvixl, I. UkUte. in ItrU^Hl 1^^4. LaiuBuil 1»8^ AuaUota BolUndinna.
mk KU Toxtp«blikMii)iii'n, <liifiinl<>r vivlo grivcliisclio. Zu ilcti Acta Sä. vul. Pnpfbrocrli,
Acta 8S. BoImiicIUiu •nologl>^k'i■ tibm vindicAl«. Aiilw«rpi>u 1755. — Pttr&, I'^tuilu »nr
Ic« RalUndiiil««. PhHh In&O. -- A. Tnui;aril, Qniil nH profanos mores ititcnosc^ndos au^cnda-
«M Uxtca i.'oiirvranl Acta Sä. Rrneca UotlRndinDa. Pnn's 1874, gibt S. f~44 eine Li»te der
M Hun 0. OktobcrtiNnd gohotcnon 184 griccliisi^hon Vilne. — A. Toagnrd, 1)«< riiiatoi»
pnifiiiw itam Ion Actu* groe» d«« BollMidisti-s. t'iiijs 1874. ~ Dnhaianoa, I.m Origiue«
im A«U SS. «I In« protcctrun dfl> BollandisUs dnns In aorä do 1b Pruncn. l^TO. — Nur
Vi*c4iK lt*iK. ^ ÜMXk koninit eine Mougo vuu Kiuxctüusi; Alien, die sicli licaundora in den
Irtrien Jakran gemvlirl liabun. Eml in jUn^slor Kl'Ü liiit niHn uHcli dem Vur):»igo von II.
DM««r bagoaMB, den ha^KlugrapliiMh^u Tcxtmi luae MursHlltitre nliilulugisuL-krttJueho Bo-
haAntg sa «ridmeit. -- FQr die apokiyptien ApoBt«lgA8oliiciit«n: J. A. Pabrioiux,
Cainc BMcnrptiiu Nori Tmtanionti. i. Dd.' llaiiihurft 1703. — C.Tiscbendorf. Acta Apootol.
(foktipha. LripxiK )8&l. — M. Bonnet. Supplomeatam codicia npocr^phi, 1—2, Leipzig
IKta— Itüh^fAclnThofna« und A. Andren«), - ArtAnpostoloram npocryphaodd, lt. A, LipeiiiA
mH. UoRDwl. I. l^ipiis 1891.— Monlngun Rhode« Jumne. .^poerypliannocdola. A col-
lectie«! of tbirtem npocrvpbid booka «Dd ftaemont« now ftrst odilcd frora manuBoriptn. Texts
MdStudiM by Armita'gc Kobinaon, 2. 3. Cnmbridgu 189:1. Vgl. C. Weyman, B.'l. 3
(\^H) 4^ f. htm M. Bonnvt. 8iu l«s Actoti de Xnntbifiiio ot Pol,vx«4i«, Cliiasioal
f»™w>* (!WM) SSß-lMl (textkiitiscbeBMnerkungnn). — A. Vassiliev. Aneed^raacvbyutnt.
I. Moiliaii ISüä eniLfill mului>re apobrypbo Text«. Daxu kommen Euhlreicli» UuelauHgabeD
nm LipaiuB, Boiiiiel, Muntattiie Rliod«« Jantea, Buliffol, tlauner. Zahn u, a.
2. Hilfamilttfl: A. Allgomeino; Ein vullst&ndigea Veraeichnia der bis Oktober
16M ■t»ehJcD«iMagriecbiscb«n Texte ron MSrtjrerakten, apokrynlten Aposlelgeach iahten und
Haaigaiil«f«BdMi entliAlt die bOchst danhenswerie Pnblikation dar ßollnndisten: Bibliotheca
W)<^Tapbi<« K"*"^' Brtoiel lti9A. - NaHitrüKe diwu von I). Uunnor, Drutacbe
i LiH*™iuttcilnai! 1W34, Bp. 1443 -46, Ph. Meyer, Thoobg. I.ittomturaoilung 20 (lHa5)
Uiiff., K, Krumbarhor. B. Z 1 (I89.'>1 191. llintiunifllgen : Callinici Do Vitu S. Hyputü
^Kk, «dd. Miminnrii l'hitolog. llonncnii. sadnlne. l.cipxig 1895 und das I.i>bori ili.'» Atbu-
^BBoavoB Atbt)«- - l>cr Werl die««* uncntbehriiehcn Hilfaraittetii liAllcnuch^uwunniMi, wunn
4m h«luuu)(« od«T DUttmaasttche Tudeojubr d«r Uriligon udor wt-iii^qtL'iiii iliier l{iu>!riipbDii
UntOKafbt wwdGa «Are. — FbrdioKrforaebung des muBfienbari<>nbundH(-brLril]cL6n Materials
hM K. Ktuinbacber, Slndieu ca den Ij.'Kuud(-ii des H. TbeodoBJoft. Srtzuuicsber. bajrer.
UtA. 1802 S. 25fl'^U leitende Priuctpi'en Hufgoätelll. — F. USrres. beitt^« lur
nhp«en^ der griecliiBvbcn Eirrhe. Zeitachr. f, wim, Theol. 38 <188a) 491~&04
InrtraiUl nith in eiii>)citi|i;er Weise Ober d«ii liibtoriscUeii Werl d»r MeooIoKion). — B.
ttaavr, Bcttitee (ur Gueirbidit« der l.egendenlilteralur. Jnlirl. t. prolesl. Tbeol. 13(1S8T)
lt>— 3&II bandelt beaundei« flb«r den Legen de nnimtansc]) der gncchiscbon ii. rOmiscben
Kinlw. — VaealorakiJ. Ewaya XUt KntwicklnngagesHiirhln dor cbristl. I.«t;nndc, Jonrn.
Mi», iint <nir mtMRknKlicIi). — Tryphon F.. Kunngclidita. vi ,itoi tüy uyiiar, Äthan
I8H, Kibt eHwo kim^n Lebonanbriu mit ncuun Texten. — Kin hviaptivir ioQiniöytov
Wkaätict a«cli H. J. (iodoon xa publiiduren. Vgl. U. Z. 4, -iüe.
ft. 8p»(ial*chriftoD: I. Zu den Mlrtyrurukten; I,e Nuin deTillemont, K6-
■«m |H>ar «rvir k l'biKloire «ocUa. de« six pn-miets aiifclua. Pari» 1603 ff. Bd 4 u. &. — Lö
ÜlanI, LfH acte* dn Marlvm. tJuppMmenla ntix At^ta arncdra de Dom RuinArt. Mimoirea
t< riaatiltil national do t'rance. Acadeinie dea Inamptiuns et dea Belle«* Lettre» 80
(IW» IXfit 2. &i — M7. Vertritt die Anerhaunng. dase tuaDcbe Märlyrerakten, die Kuinart
ab narlit iiMiianliindrin bat, ibieni Kerne iiacb eclit «eien. Er atieaa auf vielfaeben
VUwapwib. Vg], u, a. Fr. Gdrre«, Neue hngiograpbiacbe Forvchnngnn nnlor bcsondorcr
Bwickairhti^itiu ven U Hlant ond Auh*, .Inbrb, f. prot. Theolon. 1» (1892) lÜS— 128, —
La Blant bllt aacb io a. jOsisston Werk, Lns per^^eutonrn ot lea martj'ra iiux premielK
Je lutTe tn>, Paria I8B8. foat an »cini-n Aufatpllungon. — K. J. Neumann. Dtr
b> Staat nnd dia allgeniain« Kircbo bie auf Diokleliun, 1 (Loipxig 18901 274—381
M die Martyri«D von CoiniiiodM bia auf Deeiua). — K. Preuachan in Hamacka
ite d-r ■ItobrMJichra Littanitur bii auf Euaebiiu 1 (LeiptiK 1898)807-834. - Q.
IrlEcr, )t*«<:hi<-hto der altcbri.it li erben Ijttvralur in den eraten drei Jahrhunderten, Freiburg
atlrtfttti Ix'Jh a. 2Se— 24Ö. — Für uinxulnoMfirtyrerakten vgl. di« Uutursnchnngen zur G»-
MlMladFr Vorrotgui0perio<l»v«iiB. Aub«, P, Allurd.Fr. GSrreslinxablreichen Abband-
la^f. a H Kritüeb« UnloMoltiiiigaii Ober die IJcinianische Christen vorfolgnng. ein Beitrag
mt ttütk der UIrtyrarakleti. Jena 1871>), C, Arnold, K. L» Blant, «owic hnsiographiscbe
£iaiBÜ»dipn. Etite «frlleUmdi^e Bibliograplile denelben iat hier nicht durcbfllbrbur. Man
*kL im bntitAia d«a publications bngiographiiiaes , daa die Anul. Uollnnd. seit «inigm
184
BfiAntiniMb« Lttt«rattirge«chicht«. L ProM&Ucb« Litt«rKt«r.
Jslin>ii btüigoB. Uw ümtamck, ßtMr.kidito lUir altoliristl. Lilteialor S. S1S-~6IS (MH
einige« Dbor die Alloirtoii HaT^roloieieii. flr <Lm HwtjToloi;ium liieroBjmiiiinfli tat j*d|
die Atugabe von J. B. de HosHi und L. Dacbesne, AoU SS. Norcmlw. i, l \lv9tt
[1—195) iiiJMigeb«nd.
j;. Zd den apokrjrphen Ap»Bte)gescbielit«n: HauptseliriA iat die Terdi«iMT«Ue
Arboil von K. A. Lipsiaa, Die apälmrjpbea AMvUlgeschtcbten nsd AparteUdgendea, 8 Bde
und KrgiiuiuigBlieXt, Braonackwe^ 168S— 90. ~ Pli. Mejer. KMhricblciii über eitagt
binbur uubenaU«, Ufls Mich nnb^aonU griochiiurba Hw lur bibliMb-apoltr^pban Littentw.
Jnlirb. r. pmt. Th«Kil. 12 (168$) STS~89T. - K. Prousehen in UwumIu Q«Mbidite dtr
nlt^linMlirb"» I.ilUrahir 1, 116—139 («teilt d«in jetxtigen Boetand nnd di* Uaberbefetn^
du). ii. KrOiter n. >■ 0. 8. M -59, 227—39. - Heidi tu UatietiMtxiuigeD von fpntht-
•eben Apokryph (in Hind die «laviaclien Littcruturen, diu d>h«r genMu Urrtckiith'
tl^Di; nnbon den Intoiniacliiin and orienUliBi^lioii reberSL-tiuiiguo verdienen. Vgl "
Ttebonrnvov. DcnkmHlnr der nuHiiicIion Apokrj|ibMiliIl*r«tur, P«tunliur^ 1865. — i
KoKak, BibtiogtnphiKcbe L'cbemidit der bibliBdi-H^krijtJKiD LiUeratur bei den " —
Juhibnvlivr r. prolMtunL TbeuL 18 (1892) 127- 16«. — V. JagiC, Slavische BeU
dun bibliitviivii Anokrrphen 1, Die allkirdiensUviüichon Teste d«e Adambuckee,
aobhflon rlur k. Aknd. d. Wim. iii Wien, Philo«, hirt. Kl. 42 (1893) 104 8. Vgl
2 ll91'3) r>41. ~ R.AbicLl. l^ue]leiinHchw«iM> zam Codex Suprulienai« (alavi»cb« Stm»
hing von Upiligvnlebon und Honiilicn, diu au« dem CirioohiRcbon tiboiwdzt sind), Anb
■lav. I'hilol. 1.^ [l^HDä) 821-337: IG (l^f'l) U0-U3. - Bonwot-ch, Die cbriOl. ja-
nietiiiaolii) ütlnratnr in altalavinclicn i'ob(iriicl2uni;ea in llarnockii UcochieliUi dar altehrisU
IiitUmtur 1 (I.vipxig 1403)902 DIT. Notiert sei uuch M. Spcraankij. SieTijwhe tfo-
krjrpbo Kvangelicn. Allgnmiiinn Unbonicht, Moaknu 18U5.
S.'/.u den nnbernrboitungcn hridniECher LeKi'ndoD;«. GutHchmtd, Ueht
die Sage vorn hl. Ueoig lü« Beitrag Ktir iraniHohen Mvliiuugc<sobic.bte. Beneble über dil
Terliudl. der kgL «tob«. OeMlIichaft dor Wi«si-u!H;b. l'bilut. Hih). Kl. 13 (1861) 1<S-M
Wiederholt in A. v. OutHcbmids Kleine Sehriften, krag, von F. Itafal. 8 (Leipd« IMS
173-204 laiitKiniert). — il. Ueener. Ugeiidun der Pelagja. Bonn 1879 S. 111— XilV. -
Doro., tJubt^ntubimoB, Rhein. Mueuuin 50 |l^ai>) 144—148. — Ä. Wirtb, Dane« b duni^
livlien licuunduu, Wien }89i tpUiuiUstisch). Vgl, 0. Schmidt, UottiDger G*lebrte j
ivigen lt*V2. 8ÖT~89. — Verbeaserungeti zum Tnxte der darin edierten liegende« derl
IIntW« and Irane braobt« C. Wevnian. B. 2. 2 (I49H) 298. ~ A. VVJrtb, An« orie
•cbon aironiben. fWikfiirt 1894 8.211- 2S2. — Diotorich, .VbriuKiui, 8tudion ciu Keli«
geechielilu de« «pUeren Alterlnmn, I,oipxig lt^9l. — Vgl. anch Krumbaoher.
4. Zur ariliniacben llacingraphie; 1'. Uatilfol, Etüde d'hagiu^npliie atie
La iwaeion de 6t. LiiHen d'Antiocho. Comptm rvodus da eeagrto acitaüt, niiernatiaii.
CatbolisuM. 2. SooUo« (IK91) ISI -IHfi; dirrs.. PuHhAiiins de Lwnpaaqae. lUtmii
gnnrlaUrbria S (1892) Sü -51. Vgl. dosu Anal. Bolttod. 12 (1893) 7a und die Aste
von »atitfol. Hörn. QuartalMbr. 7 (I89S) 298-301.
8. IJ«ber«eliiitigen: Die vulgtrgriecbisehe Uagiograpbi« benilit. wieeai
ün weeonllicheii itnr der l'olwrtnignag von Texte« au;i der Scbriflafndie i« da« V«
RriMbiMbe. Die IlMqi(e«nmliiMK«n v«u vn^kignecbiechm Logenden «iod: Maximott !
guiiiiiit, Rh'** li^MT ia n^c lU^rtvqc yimniit ^rm i* luir ovralai/iar /marf^mtiin»
Venedig 165$. ~~ Agapiea Lande«, "Fjütofior ^le« ei H«inöiaie> ^i'ei iwr äyi«>r. Vi
nedig 17>%>S; X4ot nnfndMef ^« Xoyw Ao^o^ ■ni fim ayiur ix toi Mitaif^aatoi *'
:*mr*t tit f ■.'•■ *iiirx,r ^fitt^f dknltaT«*' fittmyl^ttita^intf, ne«or Abdntck. Venedig I£
■loemfini, Venodiii lUT. — Nikodemoa Hagietitee. Xior 'tj/Xopor. Venedig
and MI« Reibe asdurer hagk^ranUetiber Arbeiten. Vgl. K. Sathaa, St^XXijrt*^
Imfim. Athen t8((8 S. UM ■. - Kin» volUludige Anftcitbniuig der neogriecUeclien f
liHifeB ti4 bier nielit b«s««ekL — In den Hj* «erden Uaximoe bieromonaebm <oad. T
»«Sa. ITI. Ignetiea hierenmineliee (eod. IVib. IttS «. 1«), Sephronie« (a. $ M A
tleniMMia (mhI. AtbonaMH «. 17) ma. aU Ueberaetaar genannt - Diaeyrischen Ue
lllllWgl« (Tierbuchcr Hc^ligm leben siDd aicth niebt im ZnaaBOMdliaBg «Blerancbt -
SHunhng v«n )\ Uedjen^ Avu nartynsot et aancteevai aTria««» Uaber b B4a,
1880— U, gabt M#Bt auf gneoh. Originale mftok. — V^. f 8 Asm. 1. Dum ein *a
itat, wäg. ven H. Kaabe, Pabwdar Iberer, . . «niailM Dihereetnmg einer ata dae Ja
UO vertb— tMi grieetmeb«« BJegriftie. Leipaig Itw^ -- Zvei rnsiiicbe Bpiu-bMung
eteet (teeegioabgeade ed. Cbr. Leparev. Dankaoler des aliro Scbnftiuina. Heft ~
Pvhnbwg ISM. VgL B. X. i (I8ft!i) Iftk b vtllrttndigBn UUci»tanngabea («hll
4er RaMRL - Du fnterwitfcM» 4er «na 4«« rtiiiAiarhra ine Laleiaisell* llbenet
UeJUgMleben bia um !& Jafcrtwndw« riaUte 4i» Fuinr Aea4««ie dw iMoription
FNiMtfinU nr 4Ba Jabr I8ML - De» gBMe ■ri«fliiA AigOiHnlii C«ker«eb
MWnMr k«Mri Utt inBettnebL
Anift.!
weite
1. Theelogi«. B. Hagiographie. |§ S3)
185
H 4. Di« Qw und llaarTOffincDta mit alton, von dt-r ülifrurbnili'niltin TliStigkeit diB
Hob MrUjibmilw unliL>r{|lbrt«ii LcKf"«'«"! "U"! Dovh niclit o in li eil lieh vmojchnat
H^. K. KrambacbuT. Stuiliuu ni d«<n Legend«!! cl<4 hl. Tlivodusion S. ?5M. Imt xunnit
Sekt Wir ftg/m folt^ndo Hw hiom; oodd. Muonc. 3 tatee. 10, Ambrun. tt ^ icf. naL":. 3.
■itio. 491 iM«e. 9 wbmI, JanneiiB. 33 moc. 10. 34 m*c. 11, 3Ü anec. II. Bcruliu. l'liiUipp.
9 ■. 9—10, Vatf«. 1669— il, Moeq. ^od. 159. Dain ein« vorUufigie Liste von Uw-
pMatM, di« paltoDspkiwh Alt«r sind al* Symoon Mctüphrostfia und dnber bosoaÜMc
iobtaas Terdienen: Codd. Coial. 2(t Fragm. vitaa [xingini iwio. 9 fol. SSO -Sl. Coisl. 261
ritlfhuDnentc fol. I u. 304. Monac. Wi PalimpuMlblaUar IfoL 106 - lOfl) mit M&rtjrorakt'tn.
imt, Conv. noppr. TTO Palimfaoat, nnlore Schrift Martyrium Clomvnti* u. a,, AnK«lic.
i, Si Uitziiilfraglnont einer l'bcadoronbioftrupliio aaoc. 9. I'nriti, Soppl. gr. K24 L'nxialfrag.
m Vita S. Uarbarao moc. 9 foll. 10. in «edd. PiinH. ^'uupL gr. 480 und ComoL 10 n-
iMianlilliriirn Uamalfngnietitu von \'ilae JobHoiiis Hn|<l., Tliomae, Paobonüi, Pari». Sui>|)I.
0M URsiairragneata Ober Joliaiinva Elapt. saec, 0 ful, Si^—SS. P»tropol. 2S ein Unxiiil'
m ••ec 8 einer Vita Jobiinni« vom Sohboaklosler. Petr«pv)tt. 47 oiti Unxialfuliuui snuci. i<
■r Vita 8l Autioebi, in der Adiniimliiuidiichrift de» PvtmMcvnnftf'linins ein L'tiiiHlfrAjfinont
Martvriunia einen Julian««, UMnJn. ^ (Palimpiwit) Martj-rium des hl. Artemios in d«r
<t«a Unualacluifl, Veinm. 134 (Palimneirt) MartTrium dm hl. Kloutherias n. a.. Monac.
1.8 f'ati*D in CniiaU^britt mit Mani^tiiibiagraphinn, Paria. 4B7 n. OTO Fragmente von
itymaktMi (fol. 327 :.>9i.
■■■Ihbw di» Uaaivn. McnolDgiea und Synaximcn ■. Leo Allatius. I)>^ libria oocl.
^^Hfc Paria 1HÄ S. 78—93. Ginu neue Aiugnbo der Menllon in l'2 Udcm er-
S^^VcBcdig lt>M. - I>aa bekannteete Monolugium i»t da-s von Bosilioa 11 (U7G-I03&}.
, Card. Albuni. t'rbin» 1727, 3 Bde; «ied erholt bei Mtgoe. Patr. gr. II*. — ZurOrien-
ma^ vgl. J. E- MarttnoT, Auuna eccttitiiH'iticua tirm'cü-BlHviuus. Acta SS^ Oetobr. II
U) 1-385. S«ie)oii, Polnj-j Mi^ajucuslov Veslokn. i' ESd<^. Muskuu 1875- 7A. N. Nilloa,
I— dariiun niaDuJe uliinaque «cd., «rienl. ut orcid,, [uij^ibruck iSTJ. -- Knl»tehnnR«xeil,
rtDm. biatorieoh« Antoritftt dieser Bfidier sind noch nicht tinlenudit - V. itolntov,
ta» der all«D HoiMlogieD einieJner KirchoD, Cbriat. dt«iiije 1S1^3, 177-210 {nm.). Vgl.
B (1894) SOS f.
83. Eyrillos von Skythopolis ist dor hervorragcndate Hagio-
'aph (1*% n. .1alirliiiii<K'rU. In ^(>iiK- LebciisbililLT hat or ciiio Keilte von
Ibethio^aphiiichen Ang»)>on eiiigeflochten , aus denen hervorgebt, d&vs
' Bin 5U in Slcythopnlia in Galiläa geboren wurde und als angehendor
«Msiger in da» Kla^U-r des hl. Kuthymios eintrat (543). Hier verbrachte
ie 10 — 11 ersten Jftliry euines Mönchsk-boiis; nach uinoni vorüboi^
iid<^n Aufenthalt in der von den Origeni»ten gesäuberten ,Nouen Laura'
er da.4 Kloster des hl. Sabbas in der WQste Juda {neit ■'i.'i?), wo er
Ba«*(Tleben beachloBa. Sein Todesjahr ist unbekannt, kann aber über
oieht weit hinau.-4hügen.
wumies Intcrossc fUr die grossen Gestalten der BUHsci"K'elt
bcwog KyriHoB schon bald nach seinem Eintritte in das Kloster
N»chri<hteu über das Leben des CtrOndcr« neinns KIo.'>tera (f 473)
\im hl. Sabbas (f r>31), der xwei vomeliniHten PoreiSnlicbkoiten unter
vMen Kliiritergrllndern l'nlJiiKtinas, einztisuminiln. Trotx den Mangel»
ttbotorischer HÜdnng. den Kyrillos alters beklagt, der aber ein wahres
tf&r ihn war, konnte er nelwn den Biographien der zwei genannten
mclinrre Lebensbilder von palilstinischen München fertigstellen, die
9 Mi»Kiror«Iontlioht:'ni Quelleuworte itlr die Kirchen- und MOncha-
rhte Paläntina» Hind. Diu zwei ersten grost-en Kiographien wurden 556
geben: ee folgten vier kleinere Lebensbilder dor Heiligen Johannes
Iftatea, Kyriakos.des KönobiarchenTbeodosios und des Bischöfe«
lios von Botelia. Bei den zwei letzten lehnte er sich an die früheren
rruchen Lebeoabilder de« Thcodosios von Theodoros, dem Bischöfe vou
J
186
ByuaUaiwibe Litt«ratarg««icbicht«. L ProaMsche LitUrfttar,
Petrao (um 1^30) und dos Tlioogiiios von Paulos Hdladikoti (um 526) ui.
die er jedoch mit kritisclioni Sinn bunutzto. Seine Absicht ging dahin,
oinft grosse fSammlua^ von Mönchübiographien anzulegen: er wurdi.- aber
wahrschpinlich durch einen frühen Tod lUi der Ausf&hrung diuHc« Vor-
habens verhindert. Die» ist tim »o beklageottwertcr, als <lio von Kyrilloe
vcrfoMMten Lobi'nKhilder eich durch ZtiverliLssigkeit der berichteten 'lli^*
Sachen, ungewöhnliche Sorgfalt in den chronologischen HeBtimintingen, einen
fOr seine Zeit auffallend nilcbtemen histori»cben äinn (obgleich Kyrülw
dem Wunderglanben der ihn umgebenden Mönch»wol) zugethan war), Ver-
stiindnis ftlr iiskutii^cbe» Loben und HMketischo Fri^mniigkeit, endlich durch
eine einfuche, juder rhelori»ctieri Ausschmückung tkbholde Darstellung
wfliso auszeichnen: lauter Vorzüge, die KyriUoe eine Ehrenstetle unter d^
byzantinischen Hagiographen sichern.
1. Auaguboti: Kmc tiDHiimUuH^uli« den Kyrilloa fehlt und int «in dringenilM
ilOrriiiH. — Dil- Vitu Kiithymii d-K- MoDtfiiucon, Anal. (IT. 1 (Parii 16S8) 1-'
Vits<< ShIik.' Uli. j>r, Cut^lvriue, Ecül. ^r, iiiouumL'iittt 3 (PuriB lflS6) 220— SiG; Vil|
JoliAiiiiis äileotmrii ud. pi. Acta SU. Mai. 3, 16—21; Vit* dsi hl. Kjrriakos «d. :
Act« SS. Scplembr. S, 147-129: Vitti do§ hl. Theodosios ed. pr. Useaer. lai
Schninrum für ilas Bt>tntiicr«eni(>eter 1890. Bonn 1S90 S. IV— VI und n»ch einer eraenli
ennaiirn Koltnticin in «, Srlir. Der hl. TlinodOBJos, Scliriftan dM Thoodoroa nsd Kjnlli
lioiinig ]t<90 »^.103- 11^ mit wirtvnllon Anmorkungdn S. 190—187. K. KraBibkcb«
StuJion KU dpi) I.pgnndcn dcji II. ThMidogiD«. tiiitiiuigiilrar. bnjor. Ak.. JdQiicIion
S. 2-^1— 25.'> t;nb Viiriantin iiiw zwei neuen Km und kriti»cho Bemorkuagon tun
ITeoncrs. — Vita des hl. Th«(i!;niuH od. pr. <!'. J. vun dun (!hcjro>, Anal. Bolh
10 lläDl) IIS— HS und uiglojch A. rapudopuioa Keritmous, ['rnvoot. I'al. Sbonrik
(PetfinhUTg 1891) mil ruwuchi'r UobcrMtxunu vun G. ä. Ü^atunea. V^l. Anal. Bolk
11 11899) 477; B.7.. 1 {lüVi) 173 f. — Kint lütahiviadw Ui-Wr!.eUun(f dw ViU SMmi
l'oiiijalovbktj, Pi<t«rsbujg 18d0. Mil Uuinigung d«fl icriechiHch«!! Ongiiials um! uiav E
leitung (nUH.).
9. Uilfamitteh H, Usänor. Der hl. Tbcodusios S. XI-XXIII. - Anal. Bolla
10 (1891) 78-78. - Fr. Loofs, LeuuUiw v«n Bywini, Leipiig 1887 S. 274-297
brclM nich cinjtolipnd Qber dio Clitonulogic des Gutliymins und itts Rabbnii und Bb
don Ori);<iii]titpii T^i»iitios der Vita Sftbbiie. — A. Khrhnrd, Uos gri«ichiscliti Kloster Ut
ßabbn, Kninini:hi' lJt]HrfalK''hr, 7 <IW3) 4:^— 4-'i, RS, V» bleibt, wio hiur ongadAUleL i
unletüuc'bnn. oi> dir» Vit» i>iiu<n NcbOlcis des hl Sahbas. AbrnniiDB, die in dorn ood. Lin.
Tiüchcnd. 2 liiun d«ni ^Hhiianklo^tcr) in arabischer Uebeiscizung mit ander«) Sckriflen Jm
KjTitldH dloht. von Kyrillnn vorfaast itit. Dicsu Hypolboso guwiunt an WuluBotiaiiiäcUiHt
durch di>ii Umtdund, dnim dio Vitji Ußi/nnfiiov iniatötiov tpriid'iK uiich ia dem Umlalood«!
Siiiiiititi. 404 nucc. 1) mit undori'ti I. o hon nbi] dorn don Kjrillcia lusaiumoiuilobl. - Zu bp-
ncbten utt auch dor cod. l'oU'upul. ili n. 8 mit d#r Vita duä Johanne« aus dor Liiin i
hl. äiibbus. dio wohl mit di-r von K^rillu« vcrfmiBt^u idonlisc.h isL
3. Andorn HHiciograuhun d»a 6. Jahrhuudorts: J. Paulos i rij< m»i«
nii'Jtiiif r)nr/"<i",'< wird vuii flpu Holland ist en mit Paulos Holladikoa, den JohaM
Moschus orw&hul. tdcnliflxiorl und nis V<>>fHSs«r eines historischen KnknRiiums auf Thel
(tnios, Biscbof von UeUlin, nngesrilien. I'nulns bat dio Ücdc wahiscbdinlich i. J. U'ifi
Kloster des hl. Tbvogniüs gehalton. Kvrillos bat slo violfnr.h bpnäti^. ¥A. pr. in don .^iinl.
10 (1801) 7S- 118. und von A. Papn'dojmlaa Keramcus n. a. U. )j. 2--31. ~ Aniil. H
11 (188''2I 477 brnobten »inige Korrokturoti xutn Texte und oinon Üriof dus Paulos lidli
diko*. — Uehor äan bl, Tlieagnios vgl. Van den Oheyn. St. Th^uguius, tivCqua do ~'
Ml PaloatiDO, Rene dos questioos histor. 18D1 Oetubr. S. äUT— 429.
2. Tboodciros. dor in dor Subulo vun Üwa Boiiie ihetoriscb« Uilduns ge
BpSt«r Biscbor von i'ctrno, hielt wahrschoiulicb an dor orttton Jahresfeier d«s Todos
hl. Theodoaioa (f 529) dio (TodlivbUji<ri>de, welchu Kj'rillos ehunfalls, aber mit kritiu-hs
Sinn, bennttt bat. Dio Bodo aticbt durdi ihii>u rliotonschen SubiwUt und ihre Wundorsu*'
unvorteilhaft von dor kumou Biographie des Kyrillus ab, — Nach cod, Ijiiir. II, U
pr. H, Usener. rniversitfiUprogramiu von Bonn l-HflO S, 4-42, Der bl. Thcodo
Schriften des Theodoro« und Kyrillos. Leipzig ISDOS. 1 — 101 mit worivollen Anmerkuni
S. 114- 18», — K, Krumhacher, Studien zw di>n Logondnn dos hl. Tbeododos ?. 338-f
278—321, hat den Toit nach 5 nenpn H«s rovidiart, vvnohiodene Nncbtrlge und 13«
1. Tbeologi», E. Bagio^splüe. (% S4)
187
^■nnB mn KonmenUr t'arnoni goUefwt, «luiuiiti-i pino nnur pontJHchn lieiuboiluiiK d«r
BMaoamlagMido und cinon TnkUt Aber dit- Tutvnt'ciuHago. Bililiogrnpliinchi^ und lisnd-
■ekrifUicbn NMihtatK« la üeaem TrultitX« von K. K.. B. Z. 1 (IS92)631, und (i, Vitvlli.
Stadi ibü. di fil«l. «Imml 2 (1803) 188L V^l. B. Z. 3 |I894) 194. - Zu den 9 boJ Krum-
b«dMr geiMBnIon Ha* des Eiikuininii» von Thoodoroa kommt aoch eine ia Unuiiii [coiL
ÜMiM. nrboj). 33 ■. 10 ful. l'(2-l!i:>') ond rbo in Ueb««. Q. Vitelli. Sludt ilal. di GIoL
dML 2 11^93) U^ und 374. Vgl. B. Z. '2 flKm 64.1 nnd 3 (1894) 194.
S. Dir von (!ii>ein Z«itfe«iiMA«n dnn palaKtimHiiilinn MOiioti«» Dositliäos [f um SSO)
mtüst« Biuf[T«;Jiiv stellt in laUinisclicT Uebnni'lzung in Ana ArU S8. Fvbni&r. 3. 382—84.
4. Vua drwi Patriarclieti von K|>c1 im 6. .lulirhnndr^rt IicK*n die l)ioiiro[iliten im
Drwke vor. dtp d« M«<naB (t -^531 in den Acto SS, Aui^uiil. 5, 169 f., di« des fliity-
(bi«a it &)<?) vMi seiiiem SchQlor l!)ii.itr)itioti (vgl. § 9 Anm. 6); dio des Johnnnos
NiKtROteii von dem xeitcenfiasiscben rriosUr Pbotinos int nur fragmentarinch crhnitnn
U UkBoi. C<mdlift 13, 8l>~85.
5. Tod dnr Vit* iIm Tlieophiloe ron Adanft in CUioien (t 538), dio KutycbiiiniM,
■ta Zmtgmomt, vortuoto. iot dio DtterMtiung d«« l'fiuluti Diftconus gedruckt in den
Itb SSl Fchnur. I, 4S3 ff.
€. Di* Bwcmpbie der Mutter Symcons Stjltlee Ar« Jüogftea, Ma rtha (t ^^I}, wird
B dw Acta BS. Hu. b, 403—431 ebenfaJls einout Z^itgeiiusscn tuguscbrivlieu.
7. Eaa^Tioi U- E. 1- 3. 33 ervi&lint einu liiographie des SeveruH v. Aulioohien
mt Manl il. 6. Üi) Sti'phaiios. Itiscbof von Hientjiolis. als den Verfasser einer Vita der hL
(Undscb, ite xa Fju^o»' Zelten den Mftrt«rtoil erlitt,
0. Ei* Beispiel fDr d>« niRte Abfassung von Mürtyrerakten bieten die Aota der
UL Kw^lcoe und Julitt« von Tneodoros, Biaoliof von Ikonion i. Zeit Jnstiuiane. Zu-
Im mL AmI. Uollatid. I (1883) 10'J-20T mit einem Ilrinf des Thoodoros mi dun Biscliof
iMioM, der ibn dun nurgefordort bnttc. Ana divsam Briofo ist ersieh tlicli, dass dsnial»
mA hlntisclin MArlj'rvrsktMi im Umlauf waron. — BosMlb« erlielli an» dorn Kannn 6S
im TMJaniscbon t'^ode <ß93|, wnrin deren KntCarniing nus dem kirchlich«« (tcbrauch
nl dervn Vvrfar«nnnns sefoidnrt wurde.
9. r>M au« dorn 6. Jahrb. Btiuiimendc l.cbon dea BiHtthofii und MUrtvrnrx Auto-
««■o* ed. pr. in doa Arla .SS. Supl, 4. 16- VJ; aiicli bei .Uignn. I'ulr. gr. l'l.i, Be'i-698.
tV. Die Utrtyroraklcn dar bl. Hirn, die httü in romiun gomiirtnrt wmdn, atchen
ia d«B Act* SS. Hai. 4. 172— IS."}. Die BollundiHtcii iiAi<-n ai» für gloivbxcilig lui.
84. Johsnnee Moschos {'ItonvvTji ^^öox"i)■, niit dem Beinamen Ei-
>f«rä(, war einer jenei' von Begeisterung ftlr das Asketenlebcn ergriffenen
Mtaclid. welche die Klöster des Orients bereisten und ihi^ (!rfahi*ungcn
hl Scliriftcn nioderlegtiin, die allerdings in erster Linie tuiketi»eliu Zwecke
verialgtcn, die uIht wegen ihres tU^olittim» an biographi^elien Angubon
ar Qagiggraphi« gezählt werden könnetL .lohannes lebte nnter Tiherios
«d Haurikios (678—602) in dem TheodotHoH- nml Kpüter in dem Sal)1)a.<<-
Uoster in Patttstina. ZuinoiRt von dem äopliiiHton Hophrunios, dem
ipUerrn Patriarchen von JenisAlem, begleitet, unturnuhm er mehrere
BÜMm, ilte «ch auf Paläslinn, Ägypten mit Einschluaa der Sinaihulbinsel,
Srrton, Eleina«ien und vci-scbiedene griecbische Inseln, (^pern, Samos u. a.
(nitn<ckt«n. Nach dem Persereinfall begab er sich nach Antiochien und
ÜEXUidrien, wo er in nahe ßozioliung mi dem Patriarchen Johanne» dem
Buvbvrxigen trat, zuletzt nach Korn, wo er 619 xtarb. Die Erfahrungen
iw »idgjTeinten Mönche» liegen in der Schrift vor, die Johanne*) »elbat
J*tfuif betil«lt« und seinem Begleiter Sophronios widmete. In bunter
Ibtltiing und Anordnung, de.n Blumen auf einer Wte^e vergleichbar,
»frieo darin Krlebnisoe, (.liarakterzilge. AnftfprJlcho Kahlrcichor Mflnchc
Mitgeteilt, t«iUau8 eigener Erfahrung, teil» auf Grund von Borichtortttattem,
iKa Johaotu» für glaubwürdig hielt, oder von früheren Durstellungon Ähn-
Gshm tnlmlts. Viele dieser Notizen hüben kutturhiHtonsches InturesäC.
Dir Wert dee Ganzen liegt für una in der Zeichnung des Klosterlebeiu
188
BfutoUolscbe L[tt»nttiirgM«bioltt«. L Pros&isch« Litt«rKtar,
und in den vielen Natnen von K]Cst«rn, die Jßhannefl nennt. Die Srlirfl
erfreute sich groiuKT BelieMheit, ivurdc aber auch infolgcdos^cn vielfaM
Obornrbcitct und orwititurt. Schon zu I'ltulioti' Zi<itcn boten die flsa biQ
3W. bald 342 Abtk.'hnittö. Dio ursprÜnglichL« Gestalt derselben muss nodi
auf Grund handschriftlicher und kriti&clier Untersuchungen festgesteUt
werden. Vom «praclilichen Ges*icht«punkte bietet dio volkstflmliclie Au»-
drurlcH- und Danütolltingtuwcisc Interesse. Übctr das Loben das Jokaano«
des BarnihunEigvii, du» er gemcinscliafUich mit Sopkronio« verfoseto, Tg
g 86 Änm. 1.
t. Ausgaben; Di« Sehrifl. wpIcIm! auoh die Titel .ifftuniftar. lV/o; na^äiua^, Sit
nofaihi'aior, latPiatuin BptriliiuU'. lilbrt.ud. jir. <l''rüulu Ducuvu8>. Elibliolh«cu Knwcolalifl
(Paris 1624) 10^7-11,^9. - Siipptenientedaiueil.Coteleriiia.Ecd. Kr.inoniim. ä,S41-4"
— AIIm niuinnivfi Wi Mitin», Palr. gr. 87. S. 23J^2-3112 in 216 Knpitdit. - Die '
woieben von •innixlvr betrUclitlicIi ob. Cod. Mitrcian. CIsm. 3, 21 onec. 10 li«t Ifi^
■ohnitto und miiM bei einer kiitisrhen Ansgab« horaduachligt wordMi. Er onlUII
dm MOiichobiogrilphitin von T1inndor«t und I*alladi«s,
2. Ililfsmitt»!: Kin nnnn^mfir I'rolng in d^ Ansgabci von KiodIo Dueaco* a. a, I
lOM— Klü" mtbnll biogrupliiacbn Notiii^n and ist wnlirscbointlch Mihati boi der cr)t«mAB
Itatio rlui' Sclirift d«ti Juiannca, dio ficiplironion besorgte, liinjiug«fQgt wordua. — I'h«''
«od lue, uibt dipBM 1*1010^ inliMlUicIi wiudcr. Sfin Urteil Ober den Slil d*B Job«
laot«t: 'H « für Xnynv tiifivvfia ll( tu inttiroifp'iy . . xai «unStWi »(><«■ ärtvxXii'H. _
H, G«i)xor. Ii^uoliua' von Nt'HiH>lis Lubcn d^n bt. Juhunn«s des Uartnbvrugen, Frtaburf n
licipEiK \S9H S. 117 f. — Ui-br<T Nacbwirkiing dua l^ratum B. Max Uofcrer, loamn
Monnr.bi liibpr d« Miraeulia. ljj'mnH(ira]f^u|;r.. WUnburg 1S84 8. 49 ff.
9. Vm d«r Abfaaaungsxiiit uiid den Que llou verhillnisnen d<ir Uifo^tij-
ftom, riforiixtl, /Iiir()ii>a', die in viii^'r grussen AiieaIiI von Hau Torlie)telt. luMi
wir noch kein« klar« Voritellnng. Im weevntJich^n bonihen »in vobl aaf dwi MMel»
biDgnipbi««, di* sdion im 4. und .'>. Jubrhniidert fiowininii-ll «urdon. tkknn JohaniM
Mowboaiiaiint <>in Btfih'oi- ytfot^itiiv (l'rntnin «pirit. Kap. ^-^ n. -'>6). »owio '^n 09^(77(11111 >«>
ifj^dr ütnifttr (obnn^a Ka|>, 112), Kin« Ahnlicbp Sammlung hrselirciU i'hoti«s. tud. IM
ttnlcr d^m Titel UlfXai ^yltir JInr/pur. - (icdruikt ninil twri aaunfma tjaiiunluui;«
unter det» Titel Apophlbcfimnta i'atrnm und Aogj-plioram raonschoram historii
«ivK ParadiHna livi Mtgiic. l'alr. gr &h. 71-442. 442-450, —Ein« gross« Sanahini; (au
Ili'if|iu<;rti'«(>]'tiii'^i-, KrtpvrKro.'indcn Has betitelt) wird Paulo«, d«lllOrttltdcr4MKIul«n
ifi N<ui«i<M' it]< fTtifyiiiJot. mgcM'linctwn und ist in Venedig 1783 erseliiMMii (mir Uh
vaglBfflioh): vrwAbnl von Pli. IkU.ver. Zvilacbr. f. Kirrhet>(t««rh. 11 (1890)41)8. - Aadm
Test« in latAiaiacker U«b«T«elau>g Muun«lt« Her. Bosweyi). Vita* Sandoi«». Alt
w>«*Mi ISiy ~ Tob iut KUrkeil n IranMn, naaa u dee Dm mrackmpiffm weidca.
in JvMu aiiFh «in RewiBsor Htraklidea undanDsaiet Sketiotos ((. 1). in <xidd VM.
äiS D, 1 1 , I,anr*nt 10. 3 ■. 12) als Voranataltar aolobar Samhuigoo gMiannt nrr>lc«i. Einig«
Kprivoltv Wiake für die lundadiriftlieliea TonAwatgm gab Flaaa in der KioleiKug tu dM
UetnUca 4m Hakario» bei Jlicae. Patr. «r. 34. 1-=^ ff. Das uAchate B«dlMiiia ist «Im
kriliartia AnngaU der llialoria laMiara von l'alUdio» ;^m Migne, Patr. $t. S4. 995—127«^
trtirin scbon timt MlMra Sdirifl braStii i.->t. Vgl. 1*. E. Lncias. Die Qacllrn d«r liUito
UvachMhlo ilM terpItwAea M«mMiu». Zniluhr. f- Kitvt)eDg(w4i. T (I8S4 -81>| 163 -IK
R.AM<lia»aa.lV hidtn^a Laniüa«*. Parw 1K^7 (daiw ki^tiscbo Fragnaeate dm Pallaü*»).
— Dt* *p4torT« B*«rt<rilQncTa. die in uaiAUigva Bm TorLi>miDi-n, liefw nodi gaat in
Duaksla. Dm Whaa»« Arüit «ftnle tieh, ahgeatha« vom ihraa RMnltaipa fQr di« Ijttn-
tini*<)i» Mpaaatarintogie. auth vom ksltulüatmelmi Stas^okt« au> InburD, da «ir r4
kiwr mit VoUuMdmr« tm w*at«t«*f«adt« EiaAaaaa ■■ Iboa kaibaa, - Aad<tn> 'Jot^-Uf
>H.i(.. «i«d««M Bftiseaaa^a. Am(J. «r. 1, 1» t.tabcateektMHigne. I'atr. gr. M
)SS4 K«l MMt kal. iiad ohM hafh^raffctsAaM Wart Vgl. S M.
Si. Sophronios (^farf^nnc), Patriarch von Jeru^lem. wurde ia
|)«Hia»ko« iKiMtrMt und ftlhrt Joi^halb auch öfters don Beiname» JaitaaxT^tv;.
Kr war lan^ Jahrv Mflnch dt-,» Th«>odo?iir«klo!<ters Ixti Jerusalem und be-
cUntot« als MMwir .lnhannv« Moovho« auf seinen ReiseiL In AI«xantlrion
Itvkart« er Mtrfa sn dem nniinitini^iraiin d«« JohaoiMB Eleemon und folgte
i. J, l}$4 H«d«Kt(wi ilU l^ttriarcli nm Jensalem naeli. Seine erste
L TbMlagl«. E. Ho^iogrmpbi«. (g 8S)
189
£eeer Stellung war der Erla»» oinos SyDo<ta1schröibens, welche« in
geron. weitausgreifenden Auslilhrungen die TJnverträglichkeit des Moner-
D)us mit der tlinlkedonischen Christologi*? darlegte. An dem weit*reu
rlauf des Streites nahm er keinen Anteil mehr: »clioii 636 kamen die
•ber, and Soplironioa üb<-rlul>t« die Übergabe der hl. Stuilt kaum ein
hr {t 638). Von Maximos tloni B«k«niiur und Johuniie-s von Daniaskos
irdf er hoch gereiert, und das ß. Konzil erklärte Bein Syiiodalschreiben
adrücklich al» dogmatische Autorität.
Seine litterariache Bedontung liegt auf dem Oobicfe der Poosiü
gl. Kninibacher), der Hagiograpbie und ileiniletik. Das l>iü^raphi»ch(.'
tuptn-erk ist eine iimfengreiche Daislelliing des Martyrium« und der
'oiwlertliÄtigkeit der ilg>'ptiflchen Nationalhoiligou Kyroa und .lohannes.
I 7 Dekadun eruihlt Sophronios eine Auswahl von Wundern, welche dio
tdigen au Bewohnern von Alexnndrioii. dann von ganz Ägypten und
!b;en, endlich an Fremden aun »Heu IlitnineUgogendcn gewirkt hatten. Den
dikm der ^aüftata bildet die Heilung von einem Augenleiden, die So-
knMÜM selbst erfuhr und den Heiligen zuschrieb. I)ie«<e Schrift benititt
bt noch biHton«chen und kultiirgoschichtlichen Wert infolge der vielen
agaben von Örtlichkoilen in Ägypten und der eingehenden Schilderungen
r p«r»Gnlichen Verhältnisse der Kranken und ihivr Krankheiten. Dio
sb&ter Ton Hippokrales und Oalenos, die Jlftera erwähnt werden, kommen
Urfngii 8clitecht dabei wog. Da» in einigen hinkten hedenkliche
tÜigenteben der Maria Aegyptiaca, einer üfTentlichen Sünderin von
bxandrien, die -iü Jalire in 8ireng>itor BurirüC in Palätitina lebte, wird
iphtvnio» eiehon von .lohannes von Damu^^kos zugu»chrieben und offen-
äi Miio grosse Lokalkenntnis des hl. Landes. Es darf daher Sophronios
dit abgoapFM-hen werden, obgleich en in vielen Hsti anonym geht. Dio
che Qewandlheit de» Sophronios kommt noch mehr zur Geltung
einen llomilien. Davon sind einige Beden uuf Feste des Üerrn und
er Heiligen gednickt. flistorischen Wert besitzt besonders die Kede
if daa Wfrihnacht*ifest des* Jahres 63-1. Theologisch die wichtigste iat
ijinügo auf das Verktindigungnfeät. Andere sind noch unediert. Weitere
che Stacke de« titterariM-hen Nachlas«»« von Sophronioa sind auf
, Echtheit hin noch näher zu untersuchen. Die ünechUieit der frag-
Mystagogie ist jüngst von N. Krasnoseljcev nachgewiesen
!• Aiagaben: Dni Synodnliwihmboi) , ilnn in it«n grossen Koniilicnanmmltingf'ii
lät. m b«qnMniitMi bei MiKn». I'alr. gr. BT. 3, 314« 32W. — Vau 'Eyma/tior t/t rWc
fitrt Irow x«( 'ItBrnir ed. pr, A. Mm. S[>icil<-(!. HoTniui. 3 (Korn 1S40) 1-070; abge-
l«U bat Utga» ■. m. 0. iHm—S&M. A. Mut vi-rOflliMilUclite uua dtreolln-n tis (cod.
'Ute IW1) noch 2 ander« Iliograpluen diuei-r HeiliuiMi, i!i? sioh mit SutiLixiiiioa nali« be-
MfM, ■kar wolil mit Dsratlit von A. Mai SojibrüuiuH tMsIbst xiigi!«chri«buii werdeu. Eine
■MMfa» ü«lMiM4sMn^ dw firoBM'ii Bingmubie Teruietflllotcn ItonifRCJue ConBiliarius and
Vmämtm i)iUioUi»e*riu«. Im 12. Jalirlinnilert macht« Pntmn rnrtlicnoii^nsi« »inon Ans-
V tmna. Noeb and«!« Bnoebiaehe und Iat4>ini8di« Toit« bomhon auf dorn von gnplironion.
- iW UMniltCB nacb fritberai Drucken Ton (irtlBDr, A. Mni. A. Bnllerini, dnmnUir mohrcro
■flllliMiwh. ^luuunmt'ngHMll bei Migni> a. 0.0. 3217 - 33S1. — Uon i^inrhiaclicn Text
bri HmuiIx-'D aa( d*i WoihoAchUfMl und diu Darstellung do« Herrn oil. pr. 11. Uxuncr,
' ' ' '«• MBMnun 41 (Itlti6) C00-6I8, UniTorwUtaprugr. von Bonn \sm S. H—lH (mit
■M ni ti«p]ir<»loa' OrnexiUlt). — Di« klewenn iJlUvke bot Migu« a. a. O.
-7^ I96t--4013. Das hi<T tulebt mitgot«i1ti.> Intiiiniache BruclialUck aas oioar als
190 ByxiBtliiU«]i« LIUMfttarfMeUeht«. I. PrMaiBch* Litt«rfttar. ^^U
UBRcfat lio(r*rhU<lnn A)ko«t«Utgaad« iteU in ä*m PalimptMlncMlex AÜtmm S625 ald B>>l«n|
ScLrift und in liLngoror PWwuait ■ntur miwin Kmewo. - Die ÜMumtauigake, die A. Mn
wraiMUHwi wolll«, kam nicM *a xtan<lo. — Du l«bM dar Mari* AMurptiaca, vnlcM
grlMbisoh von DaniMkcno«, «rechi«n ia Athen 1S77. — Ueber ■btatlUBiUBche U«Mn
MtnngMi iliuwr Vila vgl. 11. Knont, G«*rhirhte der Lwcaden itt hL Katharina na
Alexandrim unil der Ul. Maria Aeurptiami, UalU 1^90 & 1K-22&.
2. HitramitUh Fabrictus, BiU. rt. 9. 162-169. - A. Ifai. fipioila^ Roma.
S 8. V~XX. — U ae 8t. Aignan. Vi« tl« SL Sopbron«. patriareh« i« JeraMl*». Orliaiu
1884. — Ufber die WeHiudilande vkI. H. Csener. Boli^oMgWchicIitliclio TnUr-
■uobBngOD I (l)onn 1889) 826— )80. — U. Oelz«r, LMutioa' tod NsbimIm Leb« dm U.
Johanne« des Itannliencij^en 8. US 120 nimmt die (rOhcve Ansminanc irr Idpntitlt dai
Sophiolon nnd de» l'atriardien Soplironios Eurilclc. - E. PoporiC. SophronM*, Tatr.
von Janiaitlom ul« TbfoloE nnd Vorfamor von Predigt«ii und KirdiMgaalngeB, 1V«J;
Ki«vnkr>j diich. ak. 18eft-tH>. Vgl. ß. Z. 2 (1808) 848. — U. Ua«nor, AcU H. Am-
atmii I'eninn. l'nivenilktMdhrift von Ronn 1894 8. IV f. hat eine Krdc aurd«n Ukrtjttr
A naalflnio«, din biihor üom Dichtrr fieorgioa Piaidea tagMehncboD wurJu und unUr
deamn Namen bei Mign«. I'alr gr, 92, 1880—1739 gedrnckt ist. dorcli inner* nnd Ia»«»
Xriterion a]a ein Werk dif« äotibionioa f«elge«t«Ut. Sie bemht uuF il«ii AkMn des Hirtjna
(6 80 Anm. 8), dis aie rbiMoriwli nufputeL — Noch N. Kraenosaljcov, OdcasaM- Jahrb. 4,f
(1''04} I7H— *2&7, gubt dii> iincchta Mytitu^ogie nuf di« Sdirift dea Bieobofa TheodoitM '
Aiidida (vgl.SQß Anm. 4] und auf eine Rexension der bicli;«ut«t>jnj tmofila, die *
(lormanoa von Kpol u. a. xDKoacbneben wird, als auf ihre Quellen surOrk. Auf die Unli
Buchung folgt «in Alidmok dea Pseudo-Suphronios mit einer rVMischen CebersctxDiig hk
der Text der Kyrilloa von Kpel nKsacb riehen en ftlteslen nnd reinstMi Rodnktioti d«r 1
Khjatavrur^ faroafa. Di«M gab Millea, Oxford 1708, xiieist hernna. — No«h nnodieit i
da« hiiitori«cho Rnkomion dea Johanne« Zonaraa anf Sophionios. Es steht x. B. in
cod.Athoua 1848 *. 15.
96. Leontios (yttofnoi), Bischof von N'eapolU auf Cypem. ge
mil .lohannoe MohcIri^ und Sophrouios von Jerusalem xii <)om Freunde»-]
kreiBe <1«8 Er/bittciiors von Aloxandriun, Johannas de» BaniihoriigM
(BU— 610). Seine Lebenszeit fällt zwischen 5*JÜ— 668. Er hiiiterlifM .
Kahlreiche Schifften, unter denen auf der 7. Synode flokkä «j-xw/jin icalj
nari.rtfixoi iöyot crwiLhnt werden. Seine litterarische Hauptbeden*
tung liegt auf dem Gebiete der volkstümlichon Hagiographie. In daa
zw«) «rhaltenen LfbeiiHbildern dvs genannten Erzbisehofes und des ^it)eoil|
SaloR bewährt er sich als vortrefflicher Volksschriftsteiler, der ,den naiveii«i|
kindlichen Volkston aufa gtQcklichst« zu treffen wusst«' (Geizer). Dil '
or^TO besitzt da/u einen xtreng hiMonnfhen (liarakter. Leontios b^'
nutzt« das biographische Kiikomioii. Aas Julianiie» Mo^cliOä und Sophronk*!
gemeinschaftiich fiir dio g«hildtit«u Kreise verliest hatt«n, und das durdi
Leontios' Lebensbild in den Volkskruison ersetzt werden sollt«?. Anssur-i
dem schCpfto er aua den Mitteilungen .gläubiger und ft-ommcr M&niwr'J
aus Johannes' Umgebung und aus seiner eigenen Erfahrung. Dadl
bekommt dies« Biographie eine hohe Bedeutung fOr die Kulturgcschich
der ausgehenden griechischen Herrschaft in Ägypt«n. Geringer ist da
kulturhistorische Wert der Biographie d«« schon von Euagrios, Hist. m
4,33. vm-ähnten Symeon Salos. einer joner ,Narren um Chriati willen^
die einn spezielle Gattung griecltiBclier UOnehe bilden. Die Sprache ist
beidon Lobensbildern ein eigentümliche« GemUch von Schrift- und Voffc
«pracho, wiidiiivh Li,s>utio« seiner Erzählung den f^araktor der Popularitl
nufiu-Sgen w<.tllto. Kino dritt« Biographie d«e Biscfaob Spyridon vg
'l'riniithiiH. d(>8S>i>u tA>bt>n tmi dieseliK' Zeit von Theodoros, Bischof
rapluw, tUrgv^tt^Ut wurde, liegt iu der CtH'rarbeitung des Synieou Uet
1 Tbeologie. B. Bagiograpbie. (g 86)
191
ükraates vor, hat sich aber vielleicht unter den handscliriftliclicn Vitac
Beses Bischofs in ihrer ursprflngllchoii Gestalt erhalten.
Leontios vorfaÄst« au8»or<lcm ein» Schrift gegen die Juden in
i BOcbem, die von Jolianno» von DamaskoR und Eiithyntion Zigabenoft
VwUmt wird nnd aus der ein längerer Abschnitt auf der 7. Synode vor-
fimcn vurd4>. Sie entstand auf die Anregung eine« oloxandrinischo»
ÜDodiv« Kosmag Scholaiftiko8 und vrt^int somit auch auf den iig)-pti selten
Fnandeijkrvis d«6 Leontios hin. Gedruckt dud endlich unter Leontio«'
NaineD zwei geistliche Reden, die aber mit einer grßsaeren Anzahl
aediorter t^ila Leontios von Xeapoüs, teiU Leontio» von Kyxanz, teil»
«MBi Leontios von Konstantinopel resp. von Jerusalem zuge^jdi rieben
ward«D. Der vahru Verfasser dieser Homiltvn muss erst noch festgestellt
vtfden.
1. ABBcaben: Di« Tita Sym«aiii8 Sali ed. in. Act* SS. Jalü I. 186— IGd; ab-
nInAt b« MiRne. Pate. kt. fi:i, IG^S— 1';48. -- Den grioohJscVn Text <1«r iweiteii
a»y»phi» ad. yr. il. Onltor, I.«ontioii' von Neniiutia LoWn dm Koiligon .Tchannos de«
BirailMruicen. hntUncItofii von Alaxnndricn, SamltilunR niisttowfthltflr kirühnn- nnd dogmen-
intbifktlklier (jai-ll<>niichrifl<)ii von (i. Krflgnr. •*>. Iloft iFroiliurK und I^cipüg IB9H)
■il Mau» •orf;ÄltieFn kiitinchcn Appiimt, inlialtinir.lirn AnInI^rkung(^n und einem oua-
MfÜcbaM W&rMrvcncirliDin. Anhangiwfiso folgt nuf don 'l'i^xt nitio l'robo dar Parn-
fkamt Jm Laonlioatextta aus dum cod. tturolin. fnl. .'>T und dnn von Syrni^on Motn-
jfaalaa Nkalteoe BraebatDek d«» von Jobannb« MMcboH tmd dum äo|)liiHtuu äopliruuiuH
■rwtamtn LebMialnU«« daa Joluuuica. — 2 Frnr;nieuto tm den 5 BacbiTii tiefen di» Judon
W Higne a. a. 0. IltST— 1618. Dm sweit« FroKineul nur lutemJHi-li: ^Tiodiiscli in cndd.
Tatinn. 717, MO. Valieas. Ottobon. 860 n. a. Gin drittoH Frattmeut in cod. Tanrin. 200
» 14 fol. 29(— 396: «ia Tiwioa in cod. Ambros- C 257 a, 13 toi. 143. — Dio 2 Homilion
UMjgae a. a. 0, 1!«»- 1»«7.
f. Hiirbinilt»]: 1). Qnlxer. Bio griocliiBdier VolkBHpliriftJrtolIcr des 7. .luhr-
twilMla. Bistar. Z«it»clirift N. i\ 2b (ISflS) 1—88 nnd die Kinldtung von (iekors Ansgnbo
A VII— XLV|. Ifior di^i ItnachrRibung dor 10 Usa, niif dcnr>n der Text borulit, nnd di^r
lUvaia m\a*r kSneioo und oinc^ llUig«rcD ßMOiwion. Di« /.nhl dor liiu dor ViU dun
Monaa tob Alcximdri«« llbutt «ich tcicht veTmi!lir(>n.
8. AndrrR tfiilgonSaHrachL' Hai:iui;rnphna: 1. Ucbor Arkndioa. lliHahof von
laMtanlia uf Cyf«n (am 630— S»), d«n Vctfiunct dur Vita S^muunia Stvlita» If Sfö), vgl.
in AsBL S. — In den codi). CoitdiiL I-IG u. ItO)) ati-lit von ihm vin Kiikoiuiun auf den
U. oäorg. — Vgl. Bb«r div Vita« des Jubannvs Kliinnx. iv» Maximoa Homo-
iagaU», d«* Gregorioa v. Agri^ent die twlreffonden i^,
2. Von groaa«in W«fl ntr di» byiantiniscbo Klo6l«rgesc1iii?lit'> iat das Lcbon des
Qi*T|)oa, Honobaa tom CboiJba in Paltstinn, von seinem Sdifilor Aiilonio». VA. pr.
iMlMt BoUanl. 7 (1888) »6-144, 386 -8(9. Kbcmda »60— DTO Miinc^uk H, Marino Vitk-
hCboiik« von dciuelben Antaoioa. Variant«n tu b#idon T«xt(in aua cod. Coinl. 303 in
Im kml BaUand, 8 <l889t 209 f.
S. Grctforio" beacbWib diu [.eben aeinea l,«hrpra Tbeodoros SykcoloH. oitioa
lMl>lilnii Amimandritoa i» tialaiica und frQhdraii liiaeliufi.>a von AnasUaiupülia (5i)0~613f.
Up. Tba»pli. Joaanii, .Vrtifiiim äyiol. 8. Wl—iOh. Einig« Stullen wurden in dii>
Ul» «Im- 7.8yna«Io aufgenommen. Vgl. Manai. Coucilia 1S,89-M. — Der VerfaMer
*Mtmfk KlruKian genannt. '- Em Enkumion auf denMlbcn Thcndoros mit dir ErKAtilung
I ^ TnMlatwn iKiner K«lK|uicn nauli Kpul run Nikepborns. Mi^nch und Skcunjiliylnx
I 1» lOulwniMilcireli«, der aucli ein Lebensbild dea Tlieopban«» Confoiwor rerfosale, ist «r-
Uba in Md. MoaMi. 8 BAec. 10 fol. 6&'-80.
t. Rme Riogtapbie dea Bischofs Spyrtdon von Trimitlina nuf Crporn verlas deren
'iriawr. Tbeodoros, Bischof von Paphos. am aed^nktikHi^ dnt> Hoiligon. 12. t)ciruibi>r
I H w d«r Kirrbe von Trimillms. Einise tVagment« deracibon cd. pr. II. Usuner, Jahrb.
, ljn*»tTbi«>l 13 (1R87) 222— SS2. Si* ist gani; orhalUn in den codd. Curi«. H&l fol.
I »-»T. Vi>d«b. hlslor. 2« fol, 138' -ler, Sabbait 18 s. 10 fol. 80&-27 u. a.
I L Uaorgioa, Palriarcli von Alnxandrivn (t 630). achrieb eine Diograplile des lil.
UiHM Oirnogloiaom, dio seringcn Wert besittt. Kd. pr. H. Savilius, Opera s. Joati.
OiTHaL 8. t&7— SS&: «b(;adrackt bei Migne. Putr. gr, 114. 104.'>-I210.
t. Van Thafdoros, llischof von Trimithua auf Cypera uu) 6ä0. beaitaon nir
192
ByEiatinlBche LittorfttnrgMchiebt«. I. PnMataebi Uttoratur.
•in* Immot» Biograpbie iea Jobaame» CkrysostmuM. Kd. nr.
. ....... . . . _ .^^ ^ ^j y
A. Uai. KoxM Pati Ulfl
8 (I85S} 2. 26.W28tl: «bgmlnickl b« Uignfl. PMr. gr. 47. Li - LXXXVIll. J
7. Um dimsrib« Z«it *«raiwUll«Ii> Jobanne*, KnbMckof von TkoMoluiiikc tiifl
cnte Suntniunf; von Waadfni de« fi;n>wt«n und v>olec]>tMiiMi«n Stadtiwtroaen DMneliioifl
Kil. Ada SS. Oetobr. 4. I04~1ß0. SDppietnMite daxu edd. C. B. H&a«, I'«an» dum«
bistorio. l'iuiB lfll9 S. 2äO— ä6S ond A. Tongarü. l>e rbinUiro profaoe doua Im ActM
groM dca ttolluii<lintci>. I'nri« IxTJ S. »0, H2. — Vun oinuin -loyoe ««pi iij« «oi/ii«Mfl
**tot6xot; dtn nchoii K|iipliuiiios I'nwbvtct JobuuiM zUH<.'br»ibl, h&bvb C. Tl§cbeR4orrJ
und M. Bonnet yn^mtat« bpIuu■ß<^gc\lI•n. Vgl. Bibliutb. Ha^ingr. S. &>. Guu obdlM
in oodd. Pafüi. GSS nee. 12 ful. 21»-219. IlT« micc. 12 ful. 821—336. — Eina Abbnd-
Ituif D« ooiuMiuitia ersD^liataruni wird Jubacnva xiiKoaobriuben i. B. in cod. Pom. T!4 1,
Ä74 fol. 831~rä&. ~ Zwu ander« ifaiiiinlimufn von WiiTidortbal^n dra l>nKi«tria«> «adnr
»lehnet in i«t Btbliolb. bafto^.S. 3h. — Kuch unedieit int lüe di'n Jobanna« StaarakiM.
Dinkdiios niiij Cliartimbylax in TlMOMtoniko. deMan l.nbpnflecit noch xa bmrtinuneii el
tfin int in mclin>rv'n mm vorhand^o. x. B. in md. noill. SflJ. 4ß xanc. 12 fol. 95' — 1U'.
I)i>nisi<1bnn Johannns vird auch «ino tljagrojihici der Nntiannllic-ili^i^n von TbiMMhiaik*,
der bl. Thooilora, migo^ignct, i, lt. in cinnr lUdnr NationiUliibtiuUipk von Florrni (IMbtf
Camiildoli 1214 naoe. I2j, dio Knkomirn umurhlioMlicli auS wuibliciic Heili^iMi enthill.
S. Dum T. Jahrhundert grhCrco auch dio iwci I'ubbiuds- und TriuiHluliotiBerdbian^M
dc8 Mürlyn^T9 Anu^lanios r^ria (t 6'^SJ nn. dio vun vincni MUDdi(> des AnaäUüJMkliMUn
bei JuriiBilpm uninitti-lbur nnuh d«») Martyrium (i'iSt und nitch di?r Traiislnlion l63lj rtt-
faast wurden, Gd. pr. U. Useucr, Buuner UuiversiUtaachrifl. Bonn 18SI4 S, 1 — 14. Ehrrnli
S. 14 — SS ein Beridit Über ein von Antialasiiie iu Rom gevrjrkt«» Wunder und ltracl>liii:kc
tnuir DinfMareichcroD Wundi-rearainlung. Vgl. D. 7.. 4 (18,95) 1S6 (eine Korrektur »u
Text« des Mut}'riun)8 von C. Wejrman). — Kine lateiniecbe UeberseUung den Bi-richlei
tfbar dnn rOniinche Wnnder ist in einein cod. VallictlL vgihanden. Uaener, a. u 0.
BTI- VIII, gibi einig« Probfm davon. — Frogmaot« ans dor Pnaninn und dar Wundui-
^ktnmtunK «leben nach in d<-n Akten der 7, Sfnodo bei Manni, Cnndtin 13,21-24.
9. Notiert Koien »iich daa Knkomion auf .\ntonioi; At\a Kiniiodler and oin Wnads
douelben (in eod. Äthane 674 a. 14) von (leorgion, Itiachof rnn Naxoe. und d« Aal-
■tuaioi, Biiinhofa von Nihopolia. Iliitoria rnnini in IVraido gostnmm lin cod. i'nris, VA*
B. 11 Tot. 7 2ä'), Ob dio bcidnn iVutorrn mit gloidinanügon l'oraAnt ich keilen idenUMli
und, die d«r 6. Synode (680) boiwohutun, stobt dahin.
87. Epiphanios ('Eni^dnof). Die Lobonftzeit diese» Fi-<>.sl>yters und
MOncheR <li-M Kloster» itär KuXXtat^äiiav in KonotanUnopel, der mit Epi*
phanioR llagii)|iolites vcrwocbsclt wurde, ist noch nicht mit Siolierheit
bc»tiinint; oJiiigo Äiissuningcn in KC-ineiii Lubcn dos hl. Apo«tfls Amirea«
dcutvu jodocli an, Anas sie in dio letzte Zeit des ersten Uilderstruilei
um 78Ü f3IU. Diese Lebennbescbreibung und eine Dai'st«1luiig dcf
Lebon» Mnriil weisen ihm eine eigenartige Stellung in der Ha^no*
grftpbiv zu: Epiplmnio» treibt uiibowuestor Weiue eine IWutlukritik, wie
sie nicht schlimmer gedacht worden kann. In der Einleitung «ur Viu
S. Andreae beklagt er den Mangel pragmatiat-h-liistorischer Biographion
der Apostel und berichtet umatfindlich Über seine Vorarbeiten; er link
sich nicht mit der Benutzung des Clemens von Koro, de.t Buagrios Sikul«
und Epiphanios von Cypcrn begnügt, sundern den ScliHupIatx der Tliiltij^
keit des hl. Aodreaü mit dem Mönche Jakob bereist und eich v»
Augenaeiigen unterrichten lassen über dio OrÜicbkeiten, wohin er nicfcl
»olb«t kam. Dem gegenüber bietet die Vita das Bild reinster Kritiklosijj-
keit. Die Uede, welche «r Andreas in den Mund legt, ist eine Miist«r>
iMstung von Naivität und historischer Vorständnislosigkoit. Ähnlich ver*
bUt es »ch mit dem Leben Maria: auch hier dio Klage, dass eine »(•''üf
xai n'itmoitünttg geschriebene Biographie fehle. Seine Vorgänger. -lakob den
Ilebrilor, AplirodisianoB den Perser (gemeint ist das Ueligionsgespräch am
Hofe der Öaüwiniden, s. g 13 Anm. '^), Joblimie», den Krübiscbof VOD Tb
^^^^^ I. Theologie. E, Hag;ii>gr»pliie. (|5 87-86) ^^153
Mnike und Androiiä von Kreta, behandelt er gcmgHchätzig. Ale ttotiio
jaellun Dvnnt vr £ust.-liio8 vou Kfi^aroA und diu übrigen ^'<7^f y«r<;,- nii8
ä« Apokrj-pheDÜlUTatur werdu in- our tvmattt xni lii,iaia xal üh^ifi] auf-
nvlimen und die Quelle jedeema] am Rande angob«». TroUdom ist da«
(«•tM'ritibilil bistorirtdi gfinzlich unbrauchbar und gibt mir die Erzühlungen
dor Apokrj-pboniittorätur üIht Leb«n und Toil Mariü wiudur. Die Namen am
Hände «ind verloren gegangen; im Texte »elbet nennt er die Apokryphen
4er ApoMtel Jakob und Bariliolomäos. Dionys den Pseudoareopagiten, den
fngüiclien HippolytA« TbebanoR, Athana«ios van Alexandrien, Leo von Rom
Bwl Andreas von Kreta: eine Zuäammenüitellung, welche bowetBt, dass
BpipbanioM in der Auswahl seiner GewälirsniAnner pnnziplos vci-fuhr.
1. Aas)(*beD: Diu Lehen MaiiU ed. or. J. A. Miiignrelli, Anoc^l. littornrJa 3
Aani [7831 39-^. Beide Hi?i1 igen leben ea. A. Dres8el. Kjiiplisnii mouacbi et pro«'
IjtMi BcrifU «dita nt in^il«, rnrix n. Ui|<K>g 1^3 S. 13— S2; abgndruikt bei Migno, Palr.
0. 190. Ilv) 216. Kbcodn 2'S— 28G »in Liboltus de religione cliristinna ex Kutplianiu u
Mtonai ■ Potro da Monte triiductiM. dio Erzilhliing einen Vorgnngis in einer litivliu von
Jawalasi. die vrokncboititidi reo Kpiphanioi, dem Verfasser der Besnbreibiins des lil.
bada^ bercBltrl.
2. Uilfutnittvl: Die KioleJInne dor Ausgabo von A. DresBel ist x.T. unbrniirbbar.
— Di« Angiibc des Klootem. xu d«in ^iphaBJoa gebCrte, entiiHlt die Ueberschrift meiner Vitn
4« bL Uati« in isid. Vuttcon. Ollobon. ilh saeo. 14— 1& fol. 31*1. Durnnch ist dio IdeutiUt
niKlwB dl^Mm F.]'ij>h>iiioB and dem ^li-ie)uinnii|:en ViTfantiur oini-r iteBcIireibung des li).
' " mliallbar. - J. Oiit>«ku, U.Z. 4(181)5] 346-3Ü2. bat die« aus ifincm VMgloiub
itta Lebwi HtrÜ und dem WiillfAlir^rbucb mit Ri^^ht ifnoLloMcu. Väi dio
BBg d«a MflBohM EpipIuimoB mit dem Bischöfe Eiiipbauius von ätljmbrm liegt
Onuid vor.
Di« Dialege Greg«ra des Qrossen, die sich Über das Wunderlebon nnd die
halan fromiMr USaner Italiens, beeoiidere des bt. Benedictus von Nunia. vi>r-
VBrdaa ran d«ni Papste Zaclisriae (741— ä2) ins Griechische Übersetzt und er'
^^ tioh M d«n lt7TMituie<m. die (.Iregor mit dern Beinamrn A Mäloyot schmOchteo,
■riiMWB UolioblhMt. Bei Mign«, l'ntr. Ist. 77. 149-4:10, i!t«>ht dieao Üebersetiuni«
' Im lal*iaiaiJi*ii TaxI g^geonbcr. Di* Das derselben sind Hobr uhlroicb ilnd daiuiitcr
fafadro töA Mbr alt«, win dio codd. Hoeean. (vgl. P. Hntiffol. Mi'dungra d'Aroh^ologie
«I d1»t«iR a (ItiSS) 297-30»J. Vindob. thoul. Itf». Athouti S12U u. a.
88. Die BlUteperiode der Hagiographie vom 8.-11. Jahrhundert
Weidincn zunfichM die Biographien von Märtyrern des Bildfrliultes,
vte da» hl. tiregorioe Sptthnrio?» mit 12 Qenositen (t 730), des hl. Andreas
ttgfitti {t 7*>7), de« W. Paulo» des Jüngeren (f 771), dea hl. Stephanoa
vm Berge des hl. Auxentios bei Xikoroedien (f 7(17). Die Biographie des
T'-n, der den Ehrennamen ö i-*'oc nQmtoftngri'f erhielt, wurde von
' -;:UiinoK. Diakenoii an der Hagia Sophia in Konstantinopcl. im Jahre
iOSvntiwt auf Orund Stierer Berichte. Das Haschen nach rhetorischem
I Bllkt and die b£u6gen Worl-^ptele voriinzi<.Tcn die tinirai)grei(-he Lcbens-
Wtkraibung; di« ausführliche Erzählung dea Bildcrstrtitt-s unter Kon-
tfiatinos Kopronymoa gibt ihr aber hiatorischen Wert. Eine Iteihe anderer
hwÖBlichkeiteu ans dem 8. und 9. Jahrhundert, der Ohronütt Thco-
rkaaes CoofeSBor (f 817), Oregurio^ Dekapolitcs (f um 817). Jo-
kiineii, Bischof von Ootlhia. Niketau, Hegumenos dea Klosters Mcdikion
' i> Bitlijntieo (t 824), die Brüder Theodoros und Thoophanes, Mi^nche
I im StbbuUofltera in Palaestina, die von ihrer Stigmatiflierung den Bei-
MMB r^niM'erlüelten. Stephanes, Bischof von Suroxia. Michael Syn-
kilw von Jeniüaleni, Theodoros, der berühmte Abt des Klosters Studion,
dw UMft Umi^annmt rnalitn. IX. I. AUI|. X Aufl. 13
194
B^tutUalMbe Litt«rBtnrgMoUelit«. t Proi«it«be Iiitt«ratiir.
Euthymios, Erzbischof von Sardee, JohÄimoB. Vcn-stclier des Mariei
kloBtera Toi- Hhxä, Jakob der jQngere (f um 824), Miuliael, Krzbisclii
vou S>'nnada in Phry^en (t um 820). die Patriartlien voa KoiUftontino:
Gerniniio8(t 733), Tarasio» {f 806). Xikoplioros (f 828), Methodio.
(t 848), dio Kaisorin Theodora, der Uymnograph Josephos (f 888)|
verdanken die Fixierung ihrer Lebensgcechicht« in orster Linie ib:
Auftreten im Bilderstreite. Dipse Biographien, von duni-w fcinigo
imedittri simK verlouguon Allerdings den panegj-risthen CharakU-r
hyzantinitscho» Uagiogrnphio idcht: üo bo!iite«n aber dennoch, weil m<
von Zuitgonosson gifgehriobun, »iiimi grossen hisloriMchon Wert.
Einige nt-ue Mürtyrerakten »Tirden veranlasst durch den M&rt;
tod der 60 Märtyrer von Jerusalem (um 724), der 20 Mönrh« de« S«b1
klosters in i'a1ao»tinA, die 787 von Araberhorden überfallen wurden,
■12 Märtyrer, Theodoros I*roto»(pathai'io8 und Genossen, in Syrien um
Jahr 841. Das Hnnptintcroseu wandte sich abor mehr und mehr di
hervorragenden MönthsgoBtulten zu, deren Lehcnsbeschreibungi
autiserorduiitlieh wHchtige Quellen filr die byzantinische Monasteriologii
Kirchen- und KulturgpHchicht« bilden, I>ie.se Heiligenifigenden vertoi
sich auf horvorragendü Klüster in KoustantJnopcl. Palaoi<tina, Kleinaai
nuf dem Berge Athos, in Sizilien und Kalabricn und lassen sich
jetzigen Stand der Forschung in filnf Gruppen bringen.
Zur konstantinopolitanischcn Gruppe gehSren ausser vielen
grnphien aus den BitderRtreiligkeiten dio Lebensbilder des Flaton, H
incnoe de» änkkudionkloitter^. von Thoodoros Studitu» {»i. g 61), de« Nik
1ho8 Sludites (868) von vinvm zettgenfis&iHchen Mönchu do» Kloei
Studion (i*. § tu Anni, 5), des jUngeren Hilarion (t 84.')). der Kli
vorstellen Irene aua dem 11. -10. .lahrhundei-t., des Andreas Salos ti
Nikephnros, IVnsbyter der Sophienkirche um die Mitt« des 10. J
hundert.*«, des Anachoretcn Basilios (f um 952) von seinem SchSl
Gregorio».
Palaestina ist bi» jetzt nur vertreten durch die Bio^ip-aphie
Stephanos Thaumatiirgos aus dorn Sabhaskloster von einem Miincho Leon!
zu Büginn duK 9. Jahrhundtirt'S, und diitjtiuigo de» Johauuos von Dam.
welche der Patriarch von JeruHalem Johannes um 969 vorfasste,
In Kleinasien bildeten um dieselbe Zeit die Berge Latros
Latnios am Maeander und Olympos in Bitliyiiien zwei gross« Zen
asketischen Lebemt. Von einem Müncfac doe erstercn Berges, Paulos i
■lungeren (um ll46), liegt eine Biographie vor, dio von einem etwas jQn,
Zeitgenossen und Mitbruder um das .lahr S69 verfasat wurde und ein
interessanten Einblick in das M»nchsleben des 10. Jahrhunderts gewähl
Die Biogi-aphie eines zweiten MOnchee vom Latrosberg. Nikephoroa.
früher Bischof von Milet war. wiirdo bald nach dessen Tode verfABst.
aber nui- unvolkÜLndig erhalten. Von den übrigen Latrosmönchen,
Abraham, Arsenios, Demetrios. Athanasios, t'aehomios. sind noch k<
Lebensbeschreibungen aufgefunden worden. Dieselbe Bedeutung wie
vorhin genannten besitzen lUr den Olympos dio zwei Biographien dos
Johannikios, eines Zeitgenossen des Tlieodoros Studitos, von den Münc
1. Tbeologle. E. Htgiograpbie. fg R8)
19S
et ro e und S a b & s. Andere Biographien von MQnchen am Borg«
Ajmpofl, wie die Konstaitlino« äen Juden, Antonio« des Jüngeren, de«
Fa Ton Atros, sind noch nnediei-t.
Vom Berge Olympos filhrt nns dio Biographie des Euthymios auf
Aihos. zu dt"ti?on ürsU^n B(.'wohm?rn difspr gohBrf«. Kr kam vom
llynpos und erbaut« im Jahre Ht)!l ein Kloster auf dum Borge hinter
lieMuttonike. Die von seinem Schßlcr Ba^tilio» goschriobcno Biographie
Agar in Bnichatilcken gcdnickt. Nodi byduutsamer war ahor das Wirken
bAthanaHios (Ende dos JO. Jahrhunderta) fJlr die Eiit«'ick<>lung ripr
ilgioritiscben H&nohsgemeiode. Darüber berichtet die Biographie des
iUaaBsios, die ein gleichnamiger Haginrite unter dem Nachfolger des
tttuutBtos. dem Hegumcno» En^tratio», vcrfasstc. An weiteren HeÜigen-
iken i«t der Berg Athos, wenigstens nach dun bisherigen Drucken, aiif-
iDeod arm. Mehrere etiheinen aber noch unediert zu sein, wie 7.. B. die
liographien der AthosmOnche Dionysios und Johannes KnkuKelts.
■ Sizilien war schon seit dem Beginn des 7. Jahrhimdei-tä in das
PntiniKchc Kulturleben hineingezogen worden infolge der massenhaften
Snvinderangen von Grieclten, die vor dem siegreichen Halbmond nach
Im AWndlande flohen. Als Kizilien selbst am Anfang dos 9, Jahrhunderts
w den Arabern ('robert wurde, da wanderten die Griechen und unter
liaea viele Ba^iliauennßneho nach Kalabrien. Diese wurden die Träger
•r Kultur Knlabriens im 10. und II. Jahrhundert, und dieser Umstand
[kibt den griechischen MHnchsbiographien aus Kalabrien einen
eren Wert. Die «lt«8t« derselben ist die des Elias des Jüngeren
i^). Welche dessen Auswanderung aus Sizilien und Ansiedelung in
[llabrien umständlich erzSJtIt. Auf Elias den Jüngeren folgte Elias
Ifvlaeotoe (t um 9ß(i), der sich in der XBhe von Iteggio festsetzte,
id »ine Zeitgenossen Lukas von Oorleone. Lukas von Armonto,
^itahH Von Kapolla (f 994). Jeder von ihnen erhielt seine Biographie,
nril neben wortvollem historischen Material auch jene wunderbaren Er-
jnjwe einen weiten Platz einnehmen, die ihnen einen eigenartigen Reiz
Hihea. Z» ihnen gehört, auch das Lebensbild Habas des JUngercn,
Fnerst in Sizilien Aht des Klosters des hl. Philippos von Argj-ra war,
w die genannten Mönche nuch Kalabrien floh und 990 in dem Kloster
Im U. CoMarias in Itom starb, sowie dasjenige seines Vaters Christo-
nfcoros und «eines Bruders Makarios. Beide «ind verfasst von ihrem kala-
iriKben Mitbnider Orestes, der später l'ntriarch von Jerusalem wurde
\ 1013). Eine zweit«> kultiviertere Generation beginnt mit Fantinos
of dem Merkurherg, dessen Loben van Petros .fvnxög aus Tauriano
IMctirii'lien wurde, aber noch unediert ist. Ihr bedeutendster Vertreter
kt Silos von Rossano, der GrUnder von Grottaferrata (t UIO.I), dessen
itwiliiinchrcibung fllr die zeitgeni>e.sischc Kirchen- und Kulturgeschichte
iäkaß and für die Charakteristik Ottos III Wort besitzt. Ihr Vcrfas-sor
«• wahrscheinlich der hl. Bartholomaeoa, Nilos' dritter Nachfolger
f lOCÜ). IHeser fand seinen Biographen in Lukas, dem 7. Abte von
Ifottafürrat» {um 1085). In Kalabrien setzte sich die hagiographischo
eit noch bis ins 12. Jahrhundert fort: /«uge dessen sind die
13*
ä
196
Byiuitiniaelis IdU«rftt<u:g«achieht«. I. PraB«i»cb» Uttontnr.
Lebennbililer der kalabrischen Mi>&c1ic l'hitaretos (t 1070) von seinem Zvibl
geiicsscn NtIo.s, ikvt Jotifttines Tlicmtus (f um 112U) und des Grüud«
du8 Ptttirkloätcrs, BjirtltolomiuioB (f 1130); k-tzti]>rvit wurde etwa um lisd
verftuisL I
Ausser diesen Gruppen gibt es noch manche erwähnenswerte U^ncM
und Nonnonbiogrnphien au8 derselben Zeit, wie die BiographieD iltl|
Miiticliei-i Dnviil von Tlics^nloulke aus dem Anfang de» 8. Jahrhunilurti,
der KlosturvorstchuHn Athanasia auf ävr Inuot Acgina aus dorn ü. J&ll^
hundert, der Tbooktitit« von Le^bos, vorfaSMt von Niketas Mt-
giflter am Anfang des 10. .lahrhunderta. der lil. Theodora von Tliessa-
lonike aus d<-i'sclben Zeit. In der zweiten Hälfte desselben .Iahrhtiiidert>
wurde die Legende Lukas desJOngcren, eines Tliaumaturgen in
Attika, vcrfariät, die an Notizen iiKÜviduuller Natur reich it>t und lit^l')-
ristlu'fi Matfrial zu den Boxiobungeo zwischen Byzantinern und Bulgaren
enthält. Dem Anfang des 11. Jahrhunderts mag die Biographie der hl.
Paraskene, der Schwester des Bischofcs Euthymios von Madytä (t iw.98S
und 99ß) angdiüren. Nicht zcitgonösHiiich und daher von geringerem hUW
rischc-n Wert ist daa Leben dos Germanos, der gegen Ende dos 9, Ja
hunderts das Kloster Kosinitzes gründet«. Michael Maleinos, Heg
des Kyminasberges, der Lehrmeister des Athanasios vom Athos, fand
einen Biographen, der viele goiKchichthche P^rdgiUM^e aufnahm. Nicht
erwähnt darf Christodulos bleiben, der Gründer des Johannesklos
auf der Insel Patmos (1079), dessen Leben von Johannes, dem Uetro-
politen von Rhodos, geschrieben wurde, und der noch mehrere andere hä^o-
graphische Schriften veranlasste. Paulos, Bischof von Monembusia zu
Beginn de« 10. Jahrhundert«, der Bruder des Bischöfe Petros von Argos,
hinterliosH cinc-n kurzen Bericht über einige kleinasiatieche Einsiedlerinm^n
und Ober Martha, die Vorsteherin eines Marienklosters in seiner Bischul*
Stadt. Zur .Münchi^welt des 10. Jahrhunderts gehört auch Nikon Meta-
noites (t um Ö9Si), der im Pelopormos und auf der Insol Kreta wirkt
Seine Biographie ist im Urtext noch unediert
Weit geringer ist die Anzahl von Biographien einzelner Biachflft
die vom 8. — 10. Jalirhundert verfa.s8t wurden: offenbar standen sie
Popularität hinter den Verbcteni des Mönchslebeiui weit zurQck. Au
den oben genannten Bischöfen und Patriarchen aus dem BUdersti-oit« wo
zu nennen: Leon Thaumaturgos, Bischof von Katania (f um 7S(|
dessen Leben von Leon Kenturipinos dargestellt wurde, Theodoros, Btseh
von Edessa, dem Bosilios. Bischof von Emcsa, sein Neffe, eine BiogrnpH«
widmete (s. g 62), die Patriarchen von Konstantinopel Ignatios (+ 877)
und Antonios Kauleas (S93— 95), als deren Biographen Nikotas David
{». § 75) und Nikephoros Philosophos zu nennen sind. Dazu koininea
die Lebensbilder der Bischüfe Georgios von Amastris in Paphlagonien,
Clemens von Bulgarion (f 916), Athanasios von Hothono. LetxteroB hat
Petros, Bischof von Argos, zum Verfasser (+ nach 920). der seihet wieder
einen Biographen in einem seiner Nachfolger fand {s. g 7-1 Anm. 3). Weun
auch diese Lebensbilder vielfach kulturhistorisch nicht so wertvoll sind
wie die Möaclisbiographien, so kommt doch manchen (Ur die Staats- und
A
I onv^Diiwi
" Die VHi^^^^^^HBiTiRn^AlUMBMt KlJun in Kpol, «<l. AniJocte
Puia ISS8 S.W^KOfmgBmU IM Hl^h*. Palr. gr. 100. 106ä-ll.'<6. —
Chrattisten Tbco|>hiinca gibt e« 4 Biogrnphiciii eine ononym« od. de Boor,
^dironocnfbU 2 (l.e^poii$ 18S5) 3—12, eino iweil« von NikophorM. Sk«Uo-
BladienMiikir«li« in KpeJ, od. d» tioor o. o. 0. S. 13— :2T. Dio dritte von
ot/owtkntii» in codd. Uonoo. 3 mmo. 10 n. Bunil. F V 29 s. H. oJ. K. Kram-
i Bttnogilier. bflj-er. Ak. 1896 («rini donuiO«!»! «nchi^inon I. Uober die vtort« (too
■) TgL fi 74 n. 8. ~ Die ViU d«a NiketuH, HaguniLMiuH vuii Mvdikiaa, VM^UBt
iScbOlerThteateriktoB. ed. Acta SS. April. I. Apiieodik XS— XXXII. — Kin«
Vita diasM NikttM, verfMBt von Johannes HMgioolites. ed. Tryiihon K Ka-
l«a. Ol fioi ruf ay{ai¥, Athen IS9b S 288—313 aus dem cod. Munao. 3 aacc 10
'65', dor domMlbrn VarftMor nach ein« Vita BmjIÜ pr«sbyt«ri Ancyran. »schreibt,
-3S*. Efii«dritt9 VitBdMNikctaHiiti>ht in dem cod. Dnixell. gr. 108. Es irnrdea ibm
kraBMgrspbiMgamdmct. — Die VitAdm Joliannea, RtHchofa vonÖotthU, od. Acta
i 5. 190— IM. atammt von «Intrm Zeitgenossen, — Die Vita des Stephanoa. Rincbora
in der Krim. ed. V. VHailiovskij. TcUrsburg 18D3. Vgl. Anal, llollnnd. 13
Ifil und B. Z. 2 (1893) 346; 4 I1RÜ&) 211. - Mehrere biograpliiscbe T^ito Ubor
iTbeodora vrrzvichnet die Bibliotb. hngiogr. grnoca S. 126. - Die Vita JoKcphi
trapbi von Johaanea Diukonos cd. AeU SS, April. 1. Appeud. XXXIV— XLI;
DU M Hiin*, PWr. K. 103, 940—976. Jolinnm-n erwillmt tinf vun uinem Theo-
Hhilnigliiiliitrilii nii Vita, derun LDcken er auHfUtlen wolle. — Eiuum JofannneH
^jier vi«]lei«lit mit dem Biographen Juacplia idenliauh ist. aolmibt ood. Paria.
saec, 13 fol. 3A&*— ti8 eiu Opiuiculiiiii contra eoB, qiii de culta eancUirum
■D. — Das I;oben dea Johannes Paiuhaite« steht in den codd, Modbo. 860 a.
{14-224. Bodl. Bnr«cc. S40 a. 12. Vgl, Ober diesen Heiligen Acta S8. MaÜ C. 100.
koniott im Wiaebm Thvophanes Annstnsiot«s auf Jnkob den Jüngeren
Mut. 3, S&7-i9) bietet der cod. Athoua 3294 a. 17. — Die Uiograpbie
ijmioa. EraÜaebofM von 8Ardes. v^irfa^t von irin^m MSnohe Mctronhanes, steht
[c>h1- Budl Ijwd. 69 a. 11 lunvolldtHndig). Die Vita des blrzbiachofs Michael
■kada steht in dem <xid. AtliuUB IlM s. 19 (Kopie ciaor alten lls).
L Mlrtyreraktnn: IHa Akten der 60 Märtyrer von JeruBolom od. A. Pnpado-
■•ramena, Pravtsl. I'al. Sbomik S4 (Petersburg lttli'2) 1 — T Uub dom nod. Cojal.
hl. B. Z^ 2 11893) 316 f. - Aus dersclbeu Hti Htnmint der Berichl des Slcpbuiiua
M iUtijm des SabbaskluBlent nus dem Jahie ISl. Ed. Acta SS. Mart. 3,
S. 3—14 (d«r Anfang fühlt). -- Die Acten der 4S Märtyrer in Syrien von
. tinmn ZMigciMaeon. r^. Acta SS. Mart. I. 987-903
L MSocbsbiographien: A. Au« Renstantinopel; Die lÜDfirnphic der Kloator-
" Irene ed. AcU SS. Julii 6. 602-684, - Die Vit« Andr^rBo Sali von Nike-
PtM^i«r der Hagii S^bifl. ed, Ada S8. Mai 6, Append. S. 4 lll: ubgodruckt
■a, Patr. gr. II], «2&~8it8. — Den Text der Kap. 2>'i u. 2ß orgAnxtc A. Vuaai-
Mod. graeoo-byxaaliiiB. I (HoRkna I89B) SO— £3. Sie «nllilüt viele wunderbare
198
BrKaiitiiuscbe LiUerBturgeacliicht«. I. Ftoaüaeh* IiU«rfttiir.
U. AuH rnlAitina: Vio Vit» Sloptinni Tliuuiuiklart;i von lUtn M&ndie LmnMm
od. AcU SS^ Juti 3, 531-613 aus dum coO. Oisl. Ü03 (Anfang felitt). Sie tat tÜi
wertvoUo t'rkuado f&r dia ä«sohklit« ■]«> SnlibBskleatM« iumI di« Konalaia dar Ztutlidt
d«a hl. Lande«.
C. Aus K]«tnR!iien: Dia Vitn Pauli juniuiia ia mont« LaUoad. <U. D«leba;»>,
AnoL ßoUand. 11 (1892) 19-74. I3Ö~lB3; auch »epAntt. Vgl. B. Z. I (189Ä) 6W. -
EVagnienlo doreelben hatte Vasiljevakij ia b. Scbrift Über Symeoa UtUifbsuitt^ Prtin-
bUTg 1880. publiüert. — V«!. U- Deleh*^«. La vi* de St. Paul !• jwM «t 1» GlinMl*fM
de M^tai>liraf<l«. Reviie dea iineBliwia historiqnea, Noarelle itfrie 10 (1898) 49 -f^S. —
Diplome tut (io^cbiobt« dea PaulMkloetora nof dem Bwko Latroa R*b«B HikloRJrha.
Malier. AcU et Oinlomat« graccA medii aevi 4lWipn IKTt) 290-329. — Dm DioKnpUt
ilcB MCncbe« Ntkepboroa od. pr, <H. Dalebnye>. Aiuil. BalUnd. U (189&) 130-tH
— Die Kograpliicii dea Johnnnikioii vod don MOnrlirn I'etroM uitd Sobaa od. Taadci
Qbej'll, Aet« SS. Nnvembr. 2 (BrUiuel lß9(l 1, 311-435 mit Rinloilimg und wortTOlkl
Angaben über die KlOstcr und unodinrt« Itio^ppbian underoi UOnah« du Öljrnpta. — ^
Sabal hat au«h dus Loben des MOncbea l'Dtroa von Atroa am FuB»e den Olympos (* '
Aet« SS. D. «. 0. 32& f.. 371) verfuanl. da« oouh nicht aufgelauebl iot. VIelleiebt iM
Subua. der Vertasacr der Biograpbie eine« Arohimandrit«» Makarioa («od. Paiia. &4tl
11 ful. ISä-lU") mit dem graaDnleii Sabas id«Dtiach.
D. Vom Bereu Atbea: Di« Vitu EuthymÜ von Baailio« in BruchiitllclEeB
Sopbr. Kalligas, 'ÄSurlat. 1863 8. 22 IT. — Die Biotcranbie d«« Atbanaaroa. AmSÜC
der Lama anf dem Albes, ed. pr. J. Pomialovsbij, P«it«n>bar9 1805 (aas ud. 1'
S^nod. Nr. 898 nach d«<r ZnhlnnK Vladimira). VkI. Anal. IloU. 14(1895)213. EiMvn.
grioobieche Bearbeitung bei Attapios Landen, KnXiuiinpn'^ VatudipliSl S. Qfia B. Vg
weh cod. Coial. 2SS a. 1301, Honlfaacon, ßibl. Coi»l. S. 274. — ffin* Omtio in S. Pioln
in cod. Tnurin. SiO Bcb^int AthaniutiiM xu gehOron. VgL i hä Anm. 6. — Alex. K. L»D'
riotoa, ilayioi 'jyioftitai, Knit. '.IX^^. 13 (1883) £29 B. verbreitet aicb boaoDdem Aber <üd
fidebrto Itildung dce Athanasio». — Fragment« von EraJLbluu^en aus der KoiUiHMBHit ti
h. Meirer, Dio Iliuipturkuiidco fSr die Geacbichte d« Atboeklatiltr, Lejpug 1884 $. iU
bis IM. Kingnngs dorai-lben werden IJaXloi twV äyiur tiHtt(ia»' und mMMOndwe «ii
Leontio« ul» Uost'Jiichläcbroib(>r d«?s Eloslet« genannt. - Noch uoediert iat Aau Leben d«
AUiQinnOiicheB .lohanucs Eukuzviie, Davon gab P. Svrku. Jeuni. Min. Bd 282 (18SS)
130—141 den Anftintc iu riiMLocIier Ueberaeteung. Vgl. B. Z. 1, 689. — Sitie BiegniUi
des Dionyaius. da» Ürilndera dea gleichnamigen Kleelers auf dem Athos, erwUul Dritese.
B. Z. 2 (189S| 92.
E. Alle Kalabrien: Die Vita Kliae junieris nur latoiniMib in Act* SS. Ang^.
»,4S9-S0Ö. — DieVitaElinn SpeUeotiii ed. .Acta S.S. Soptembr. S, 848— 887. Vgldm
1j. Minnsi, I^o ^poleeln ovrero S. Klia di Koggio di Colnbria, raonaoo boxUiane nil
9. e 10. Bocolo, Nonpe] 1K03. Vgl. B. Z. 3 (1^94) IUI. — Dio iliograpliieo de« Lukas
von Corleonc und den Lukas von Armento nur latoin. in .Aot« tiä. Uart. 1,9^-liM
U. Oetobr. G. 832 IT. - Die Vit« Vitalis Siculi ebonralU nur lat. in Act« 8^. Mnrt S.
20—34. — Die Viln Sabau junieris von Orestea ed. J. Coiia-Luii, Sludl e douunituti
di atorio u diritto 12 (1891) 83-56, 135- IG8. 312- 82ä Die Tt-ktaasgab« iat acbleclit.
Vgt. D. Z. 1 (1892) 685. VaHsnten daiu ans cod. Bmxell. 8329 in den Anal. Balland. II
(1892) 184. ~ Dio Vita Chrietopberi et Mncarii von deinaolben Vetf asser ed. Ceii*-
Luti, »tudi e documenti 13 (1^92) 37^-400. VgL U ?.. 3 (1894) 211. Dmh VariontM
aus cod. Dmxell. 8S(tN in den Anal. Bollnnd. 12 ilt<93) 317 f. - Dio Biographie dea Nile»
von (irottaforrnta nd. M. L'aryopliill<-N. Rom 1624; windi-rholt bei Mign^. Patj. gr.
120, 16— I6-S. — Vgl. (S. Minasi. S. Nilo di Calaliriii, uionnea baailiano nel detime Mtolo
oon annoinxioni sloricbe. Neapel 1^92. Dazu BiHturiBch. Jahrbuch 13 |lt<92) 894 L ~ A.
Rocchi. De coenobio Cryptoferrulcugi etc.. Tivoli 1893 8. 9—16. — Zu beiden Sobriflon
v*l B. Z. 2 (lti»3) 644 f. — Die Vila Bartbolomaei Cry ptoferrat. cd. P Poaaine».
I^eaaunia ascetiruit, Paris Iti^ ^ 439—55; niieb einer Ausgabe von A. Mai iricdothotl
bei Migan, l'atr. gr. P27, 476—497. Ebenda 500 M6 ein Enkoraion auf den bL Bsrtke-
lonifteoa von einem seiner Scbdlcr. — Die Vita Philareti von NUoe nur laL in den Acts
88. April. I. (106^618. Kin Compondium demelbeo von Pmabyt^ir Joiuiphnt in der Uni*
vemtBtebibl. von Meeuinii. — Die Vita Joounia Theristno nur lat. in Acta S$, Pebnnr.
3, 481—83. ~ Die Vita Bartbolomaei au» Kulabrien vd. Acta Sti. SepL 8, 810 -1^.
f. VersehiedeDo; Die Vitn des David von Tliessatunike (f 527—535) ed. fr.
Val. Rose, Berlin 1887. Krititii'be Bemerkungen znm Text« vun P. Papageorgis,
B. Z. 2 (189S) 287-290. Vaiiant«n aus dem cod. Eeoorial. V ]1. » u. einer Ue des KlurtMs
anf der Inncl Chaiki gab Uapcnskij, Odeasaer Jnbrb. 4, ßyz. AbL (1894) 81— H3. VgL die
Bbtnrrkun):f<n lu dieser Vuiiantensammlung von K. Kurti, B. Z. 4 (189Ä) 8—4. Heft -
Ab 4. U« int hinzoKiifQgcn; cod. Ätboua 3586 ». 13. — Dio Vita Athauasiao von einein T "
iTheologie. B. Bagiognpbis. ^ 88)
199
I nur UL in dvil AeU t^S. Au);u»l. ä, 170— 175. - Dm ViluTheoctialaH Levbiao vgn
■rapU«4erTlieoilara vaoThMMtofiikeK«)) V, VHsilJKvaicii.KingTiuchi'LDli^
in NoakaMT SynoiUlbilitioth.. Joiitti. Mi». B<) 2*i< i|ss(>). Vgl. B. Z. Ü (IS^II; 313 f. - Dvr-
■ribe c«il. Uoaq, lli9 enlliilt ian I>ebcn ein«» Ijoknlli»iligeii von Tliossulonikc, Fliolios, der
«otM- Banlioa 11 (976— 142&) («bt». — Di« Vitm I.ucae juninris e><J. P. Kromoa, #wnia,
llAlbu) ]874)S&— fiS. IVagmont« liart« Combafi* iicnuagfi^cben [ub^tudntckt bei Migne,
Mr. ET. 111, 141—iSO), diaE. Martini. Ann). Bollnnd. 18 (I$94) («1-121 visrvullstandigl«.
— TgL Cb. Diohl, Viglm »t Im m(M>n1<|Ui!!i <Iu nouvcnt dn St. Liic en Phociile. Biblio-
thteM 4oa teolM fniRf. d'Ath^ni«* ot de Kumu, äö, rnris IK**!!, — Die Vita dca Miohaal
Xtlctnoa nur vnlgargrii>«)ili)oli bd Agnpio» LoiidoH. Bio iit wichtig wegen vielor geadiidit-
bik« DatflB. Vgl. Vh. Mi-y«r, Die Uanplmkundeu dua AthosS. 22, ^<;hluinb«rg«r, üa
■f«nr kjsantan an 10. u^cle, Niod^ore PhukuB, pHria 18UÜ S. 314—24. der nnoh einer
■Irnnagkägliebon Sekrin von H. P. Syrku. Poterabiirg li4^. sidi äbrr Michel nnd
MM BaJahmcNi >u »eiaem luiiaerlion«ii NefTen verhroitet. — Die Vila Cliriato-
tili «d. J. SaXKelioB, 'jteoJat^fi« ff|>ri loii ootW . . , Xqi«jc4ovIou. S. Aiifl, betwrgt ron
ETrill»*) BotBe. Atli«a 1884 8. 10!>~133. - Kbenda S. 134— 22.'> BomliU Dbor die
TbailalioB da* Ckriatoduloa von AtlianasioB. PiitrinrcheR von .^rindii«ii, und Wunder-
von MMiH MCnoha Theodosioii. - Don TypikoD. dnn Testamf nC dm
Cktiatadulft« nnd udcrra Drkundeii abcir ihn odd. Miklnuich ot Mnller, Act«
•t DipUtnata gtB*oa 6 (Wien ISSÜ) 2t -90. — Vonuhicdeo von doni eben (irwAlintcn
Ltfta« iit dorSlriit« Iiukna der Jtliigare. der auoli lUii die Milt« den 10. Johrliundorta
Ute. rad TOM dem eins uncdierl« Vita in dum cod. Purin. 1458 vorliuf;t. Vgl. Dcloliajro.
L« .Stjrtitao, Kctu« dm iiuMit bin). 13 (1^95) 67 f. — Di« Vit« dur hl. Paratikuue ed.
A. Pipidopalo« Kerameu». UvnXma itpovol. arn/Doi. 1 (PetersburK l^Ül) 48t) — ISS,
~ btt Vila des KluHtergr1lBd«ra Gcrmanos ed. Acta SS, MaÜ 3. 7—12 (unvollständig).
~ Dt» Jiiiyr^'< ttffi imftiiäv ilrJ^iär ml yt-rttixär des Paulos von .Monorabania od.
(bifH.) M. Oedeua. f:>nJ- Ul];9. 4 il8;$3-84) 8. 236 f. Di« kurze NoUz Ober die Kloster-
MMriHrä Uanka Btekt in d«u AoU 88. Mwi 5. 432. - Hsa: codd. Sabbnit. 265 s. U
M. tt>.-3S6. Paria, nnppl. gr. 38 n. 15 fol. 340'- 4-5 u.a. - Die Vit« des Niketaa
Mtlakttltea ed. laL Mart^D• et Durand, Vater, acript. nrnpliaa. oollectia S (Paris 1729)
tl7— 887. Qriechjsrh in dem «d. Athoua S288. — Kin lutoiniacher l'oxt aus 8urius bei
Vigie. Patr. Kr 113. fl7.S-9?8.
4. HinitrBpliien von BlAcIlOf«»: Dns T.nbi-n dca Leon ThaumatiirgOit von Leon
I CmIoiIm nur lal. (und nannfni)in Actn S.S. Pnbniiu. 3. 223— 2.S. — OcmHclben Loun Kontii-
der aucfa licon Nikuln« iiniinimt wird, worden Knkamion auf den bl. Nektiuius vcrn
nd deu Apostel Jakob biindntliriftlicb tuiirui^iiut. — Die f^riecliiiicb uouli unedierto
■ AaloDioa Kanleoi, Patriareben von tviiol. stebt luteinincb in d«n Aet4 8S. Febr. 2,
W-nSvadbei Uigne. Pntr.gr, lOß. ItSl-Ü-JU. D*r w)n8t uiebt bekuimto V«rfa88or. tJiku-
ßm PtiUeao|>lu>a, war ZeilfiiMiotia« des Aotoalos und blQhle unter Luo A*a\ Wetaen. Kr
ItUtäiatte Ana|»eluD)CHn und huldiatder tlberschwcn^licbcn ltli«torik seiner Zeit - Niclit
■ »rwechMJD damit vA eine t «eile Vita des Antonius von Nikepboroa Orognras. —
Bn BiosrapUe d«« liiscbofa Goorgios von Amostriii od. Vasüi evskij, KuaeiBch-
tjWlÜifinli« Foraclinngeo 2, Petersburg 1893. Rio erwAlint ernon lUub^lUg der Kusaen
MM Spot, der von K. Kanik. Bulletin hiatorioo-plitlalaf-iiiu« de rncndrimio da Üt, Polers-
MDB S |1Ä47) 3<— 39 als der 8Ö& (bexw. RflO) orMgte ungesobon wurde, wAhrond W. v.
6bIi#II, BvlIaÜD «t«. 27 (1881) 838 sieb für den At-i Julirea 'J41 aiia^pnioli. — Vgl. diu
AM%e tarn V. Japi*. Arrfc. »lav. PUilol. 16 (lH!)4i aiü -221. - Ueuon Vasi\jeVBkg pule-
JBeoerdiagH Vi von täutzoit. Di» Ijiguudeu van Amastris uudSsoros'lj, Riga 1893.
- Die tttograpiiie de« Encbiiidiorei Klomena von Bulgarien wurde Trnher mit Uurpcht
Ikatskj'laJii ngasdtrieb««; Fr. Mikloaich. der sie neu liermisgab. Wien 11M7, urkiuinto
ib *1> da« W«Tfc einea Zeil^eneHsen aus dem 10. Jabrliunderl.
.V AU Hagiograjiben. di« das T«l>en früheror MArtyrer und Hniligen biuichriobeo,
■•In nmiwB: 'iregorios. Presbyter voiii Käserea (s. f 7lt Anm. 6), Jobannca, MBncJi von
KMo« ua 0. Jalirh.. von dean uns mdo Biographie des MArtyrem Artamios Oberliofort ist,
«•Ue (tiüiar JakaniMa ron Danueko« fugaaonrieben wurde. Ed. A. Mai. Spicilcg. Koman.
iM*-t»7: akgcdror-kt bei Uigne. Pntr. gr. 96. 1251-1320. — Diu d<u^>n bi^ndUchen
'^rhoftcke an« Philonlorgioa' Hiotor. ecol. boaprach P. Baliffol, KäiuiBulio QuarUtlaohr.
252 -239. Dieeer Johannes ron Khodoa ist von dem Uiographeu des hl. Christo-
I mtereeheiden. — Von Johannen. Biaohof von Sardea um die Wondi« des
> Jihrboaderta, Kind auch Akten doü UBrlvrera Nikepburua erhalten, welch« die
fclkiau M«r4>Tcrakl«n doMclbun rh^oriacb aufputzen (bitetiL in Acta 88. Febr. 3, 286—288)
N MM HwdMrU ViU 88. Uarbvs« et Julinuae in ced. Paris. 14^3 aooc. II rol. 46—49.
^
BrcAntiaiaefa« LKt«ntar««*ehieht«. L ProeaUcIte Uttsratar.
Fin uunTOMa EiiI[«mioa utf itm lUrtjmr Thfrapon. daa daasM TruiaUUon ud
Kpel i. J. 806 Mert. iat g«dr«ckt ü ^m AcIa S$. Umi i;.C82~693. - Arsanioa. ßiscUi
r«ii Kcrkjn fnBi 800), verCuMa ttn biatortM-h«« Rnkonitoa Mf den Hlrtyr«- ThvrinsB.
Ed. Sp. LmiDproM, Ji:ffKrrMjnf nrixitia, AUiea I8t<2 S. 8 -2ä. Testkomktaran Aal» jp
der T£Hl.Ulii«.4 <1SS3~84) 612 f. - Ytt Ntkaphorcs Umsos vf;!. S 57 Aiun. 3. J
6. Dm titaist bi* j*til Wkunle l>b«iwbiU mdm t.«ion1iPili|[en aus dieMH
Periode irt dio ViU d«a til. KodokimM^ der vo« Kmmt Tlkoaphilo« nun SlratonpiarclMfl
«raunt *Uiil« Bod 33 Jahre all ob MO in Cbkntiaaon *Urb. Ed. pr. Clir. l.aparafl
Paterabnrg; \>^. .Dia VtU nliOrt lu doa naorauicklifluten ErungnuMa dor IlBSi«nwliifl
K. K. i»\ Z. $ (ISM) 4» f. JI
S9. Sjmeon Hetaphrastes {Svnttnr a /irray^mrii^f) ist der bekaiufl
teste tint^r den byzantinischen Hagiograpfaen, zugleich aber der Nan»
an den flieh Ak: meisten iingein«itcn Fragen der byzantinischen Hagic^
graphie knUpfen. Seine Lobenuiüit kann »unini^hr niit annähorndor
Sichcrboit in di« zweite IlSlfte de» 10. Jahrhunderts angeset^
werden. Der frtlhere Ausgangsponkt zur Bestimmung derselben, die bi«
graphischen Angaben in dem Lebenübild der hl. Theoktistc von Leebon
wodurch »ich schon Michael Pscllos irrefOhren üess, muss definitiv faDafl
gelasDon werden, nachdem der wahre VerTasser dieser Vita, Nikot«
Hagiater, bekannt worden ist. Auf diesen, nicht auf den Metaphrs»tdM
beziehen sich jene auinbiographi^chen Angaben, wonach Niketas an d(fl
Expedition de-8 Admirals Uimcrio» imcli Kreta als Legat des Kaisera teifl
nahm (002). Schon vor der Ktai-»ti>Hung dieser Vi<rhä]tai88e hatte 0(1
Vasiljevftkij die neue Datierung vorgenommen auf Grund eines BChr b<H
stimmten Zcugninflen aun der Clironik des JahiA von Antiochien und dM
Annahme, die allerdings nicht zutrifft, dass Symeon Metaphrastee da
Verfasser der Vita de» lil. Paulo» vom Latrosbcrgo «ei. Weiteres Beweifl
matorial bietet daftlr die Vita SamHonia unter den Legvndon des Hc4dH
phrn:«ten, deren zweiter Teil die Wunderthaten des Heiligen bia auf ^1
Zeit ihre« Verfasner« erzKhIt und hiebci die Kaiser Romanos II (959— 6«|
und Johanne!« i Tzimiskes (969—976) erwähnt. Dieses Lebensbild isfl
aber echt metaphraatiach; der Prolog weist sogar auf dio ganze Kodaktionn
Uiittigkeit des Metaphra.sten auf dem hagiogi-aphischen Gebiete hin. Wtn
Michael I'koIIos des weiteren in meinem Mnkomion und Kanon auf SymeoB
dioaom den Titt-I Logothotes gibt, dessen hoho Vertrauensstellung bei .difl
Kaisern' erwühnt und ausdiiicklich berichtet, dass er seine hagiographischfl
Sninmlnng auf Oeheias .des Kaisera' angelegt habe, so besteht kein gfll
nügender (.Irund, die Subatanz dieser Nachrichten anzuzweifeln. Die«
Kai.ser war wohl kein anderer als Konstantin Porpliyrogennetos (ill'i id
9ö9), und so erscheint Symeon» Sammlung aU ein Glied der umfassenden
Kompilationsarbeit, die der genannte Kaiser anregte. Mit Gr. Vaau
Ijovskij halten wir auch dio Identität des Hagiographen mit dem Chr«
niaton Symeon Magister und Logothetes für sehr wahrscheinlicn
FOr dieee Identität sprechen die Benennung als Logothet. die Mtchafl
Psellos dem Hagiographen gibt, die wahrscheinliche Abfassung der Chroufl
unter Nikephoros Phokas (9ß:i— 69), die mit der Lebenszeit dos Med
phraaten trefTlich stimmt, endlich der Charakter der Chronik Symeon
selbst, die »ich wie die hagiographische Sammlung des Metaphrasten AB
Kompilationsarbeit darstellt und ausdi-Ucklich bokoimt. M
Weit Mlivieriger ist os. tion Charakter der Arbeit dt« Mota-
p1tnat«n zu bestimmen. Auf«clilUsHe darüber «nthSlt nur dos Enkomium
d» Uichitel Psellos. Dit'sor berichtet, das» die alton Märtyr«rakten und
Hciligeidegenden infolge de» Neuerwachone altgriuchi»cher Gelehrsamkeit
im Oeschiuaeko der Oelehrtenkreiso von Byzanz nicht mehr entÄprarhcn,
ind dsM Symeon HetaphrMtcs es unU'rnahm. dieselben durch rtietorisi-hvn
snd BtJHstiüchfn Aufputz seinen Zeitgenossen wieder goniesubur zu roavhen.
Vicha^ Psellos gibt jedoch die Mittel nicht an, wodurch Symeon seinen
ZiTM'k ZD erreichen suchte. Der einzig sichere Weg, um diese r.a er-
kennen, ist dor Vergloiuh zwischen d«n metuphrastiachen Legenden and
' Ihren <«ri>n Vorlagen. Derartige Vorlagen sind jetzt in genügender Annahl
briunot, am eine solche vergleichende Studie zu ermöglichen, diu leider
oo«h nicht unternommen wurde. Die Vor«tellung einer absoluten Sch«-
bloQO »cheint uns auf joden Fall unzutreRiund ; Symeon gewährte sich
nlbat einen grosseren Spielraum bei seiner Redaküonsth&tigkeit. Nach
Wihmehmungen, die hier nicht nillier dargelegt werden kennen, w^en
«ir Tcmacht. drei Kategorien von oiutaphrastiechun Heiligen-
l«b»n aufzuatellen. wovon die erste jene unifasst, die Metaphrastes in
ihrtr nraprflnglichen Ciestalt fast ohne Ändening in seine Sammlung
kirlAeroabm. Der Zweck seiner Arbeit selbst bt^diiigt den geringen Um-
fug dieeer Kategorie. Die sweite. umfangrelohste, hest^'ht aUH den Le-
SOdoB, bei denen eine gKnzliche stilistische Umarboitung vorge-
Bommaa wurde. Die Feststellung der Art und Weise diuser Umarbeitung
t4 die Aufgabe jener vergleichenden üntersudumg, die vom litterarischen
Genclitapunkte manches Interesse bieten wird. Als Kigentllmlichkeiten
4tt DMtaphrastiachen Umarbeitung stellen sich schon jet7.t dar dos Btä-
ktkalteo von chronologischen Bestimmungen, von Wendungen und An-
pimt, die nur für den ersten Autor pa^Hten (das klassische Beispiel daf\ir
Uriet das Leben der Theoktiste von Lesbos), sodann Abiinderungen von
ttariiachen und kirchenrechtliclu-n Bestimmungen nach den Gebräuchen
^ 10. Jahrhundert«. Sehr oft kehrt auch die Bemerkung wieder, dass
der Auswahl des Stoffes aus den frQheren Legenden der Ge.iichtspunki
praktischen Nutzens und der Nachahmung der Heiligen massgebend
■ei, dass also das historische Interesse dem ethischen untorge-
wiirde. Eine dritte Kategorie scheint solche Legcn<len zu um-
bei denen die Kedaktionsarbeit einer neuen Abfassung gleich-
Der Fall der Lebensbeschreibung der Theoktiste von Lesbos
nfcBl allerdings nir Kiisscrsten Vormcht; die Arbeit eines früheren Vei^
hiaen kann beim Mangel des botreffenden Toxios leicht Symeon selbst
nfCBcbriebun werden.
Di« Frage kann nicht vollstAndig geißst werden, weil eine weitere
ank der LOaiing harrt. Diese bezieht sich auf den ursprünglichen
l-'nfaog der metaphrastischen Legendensammlung. Mit dorn
Klage) an ausschliesslich mctaphraslisclien IIss konnnt ein erstes Mittel
»r Feststellung ileaselben in Wtigfall. Die Zusätze, die sicher schon früh
um {iraktisclien Gründen hinzukamen, wurden von dem Eigentum des
KUiphrastea ftuaserlich nicht unterschieden, so dose die jetzigen IIss von
««'«IM« UfAhMU (M«»rnft Am
iHk M.- ,1 f(i.r wibrm
Hj'NtMfif* nUUi i'ti)>')ifi)«f(, i;nl*r mHikiid Nubm gehen zvei SaDmlani
ViJK i<llil«fi|iM( At|iiH|ir(ktitfn «iiH den W«rfc«i 4w Bssilios dw _
illlil IKIM iliiii ((«Mtdit'ii ilfiM ll)(y|rtiM(i)ir<ri Mukarios. HandxchnfUich. z. B. in
itiill, I'hI'I«. f'Ulf iifi«>«i, M Till, n;I ^2tf, winl ihm aach eine fthnlio^e äenunluBg
NIM ilt<ll NiiliilfItiM iIm .IttliaiiiD» lUiryiioKtomoa. aowie eise Sammluig
Villi im Afyi(i«i((i fvm(tiiiii /,iiK>'<>iKn"t. Dazu kommen zwei U«dei
Hilf itlii lil, .IiiiihCiiiii, II lliitifii IUI vorHoliivilcne FrouDtle. inehn-ru Gelicto
(1(1(1 ||(iUllli>liii l>litil<ii', illi> iillnntiiiKfl auf ihre Ecbtlmit noch zu untt-r-
Hlli<lii<il «liiil, Woiiii lliiii Miiiili <lti> ('lii-uiiik <ton Symeon Magister aogehOiti
Uli iTtlllii hIi'Ii niiH iti>iit MiiiKiMi Kill Hilil liom littorarischen Schaffens des
Mi<lM|>lii<t*lii||, ilit« Htm tilim hitl'Vitn-ugontlo SU<II» im kompilatoriKchun Zcit-
itlltti ilt>«i KihihUiiIIiiiui |'iii'|>Uvit>Ki<niietcw luaiobei't.
I «uaimlioii |««viiil<.ii ilr« UH*|>knMMi «ndiiMoa luenl 1al«iaiacli in Bd t-T
1I(h wMivlMUm |MU>-«tiiMi tStiiui» v"«! lil|>)«im*nuB. Vepvdü 1&06— &8, aodana IR
kH>ii>luiuii Sfu »imii« |iu |tti>b«li>i SiuntiMuiu *ili". Venedig 1770—75. — Dm^ih-
' < (H iIn viil|fit(iirivoliii>rh«D rMkrbviluQS d««kMn«lMa
|S< - «Hl«! ilv« wr\f( »*i ■»»^■htuH. V«Mdig 1641 nad .\i«r
><td^ \y\* tW v«)W«n4i««l» AmwiW im Kti*chiack*ii Urtext «t dii
V IN^ »^ (M It« MU h*l »to kMMMtMkUwM Weit: M. wttrd<.w
^ <«. in>wi IW vwkMt««** «MwIm«!« T»t( *« UiMdM <eU*ta. veteb* b«i Sana»
I
L Theologie. £. Hagiographie. (g 90)
203
^Vla dcii AcU SS- il»UplirMtee SDgMcljrivbcii wcnlrn. Si« nniftuat ISG I^eeiuleii; da-
^K ■mige nur Uleulilwb. — ' Andere Scliiifteii Jes MoUpbroAlMi Ttreiiiigt bei Migno,
nÄ-. gT. 114, S09— 893. — Die Sammluii^ dw'ff.lKai Uyiu do» BMilio« atoht bei Miene.
Ptfr. p. 32. III6-I881. Vgl Fr. Dickanip. Tli«ol. LtunrtalKlir. 77 (1895) 284 f. - Die
P""—'— C ■*■* ^'^ UomilieD de« MaltArios bei Hixoe. rntr. gr. 84. >!41 - 901>-
2: Bilfamittel: Doa Entcomion und das OffizJuin auf Syincun Motaphrairti?« von
VidiMl PmUw. bei Miene. Pntr. er, 114. 184-30&. — L. Allatiua. De Hymnonum
niptie 4i«triba. rwis leM S. 34—151. I.. Allntius gibt liiur eine Liste von 12'2 L«gnnd«n.
'~ »Is adit Betaphrastisoh vaah ^S. VH—l^O}, tinil dienen er twoi undc-ru Usloß ran
wti|dtfwtiaebea Logenden gegenüberetellt« ti^. 80—134). ~ Kino iwvite Liat« von
. ' BwtaphTMliaehm Legenden van Hancke umfnKst 87 Nitmm4>rn, eiueS.vojt Dan. Nessel
[NnniMien: beide bvi Mignc ■. n. U, 21>3 — 3i>4. -- F. llirxob, iffzantiniscbe Studieu,
1876 S. 30H-~3I1 uod A. Knmbuud, 1,'i^mpire crnn nu 10. oiMo, Porta 1870
lm4 tkediolt. — Gr. Vaiiiljtfvskij. Üober Jas fjebnn und die Workn dpn Symeoii
Jotto. Ui». Bd. 212, Nuv. Di-i. IH80, aVö -437 (mit imKugOtiBÜch). Vgl.
neige Ten V. Jaji6, Arcbiv aUv. Philol. & (1S81) 487 f. - Theopliiloti Jonnnu.
V« b^idI.. Venedig 1864 8. II ff. beliaiiplet die lilvntitSt dea Metupliruateii mit dem
«n Svneon und Mwar mit NikotM David Paplilagon! — H. Deleliaye, La vie
L Paul te jeUM et I* obronalogie de HiHapliraale. Revue des qoeslion» hiatoriquea;
_t edrie 10 (I^9S) 49 f>^, spricht ftpgrn \ «KÜjevskü dem Metepliraslen die Auter-
der Tita Panli rem LntroHberg mit Keeht ab, nimmt aber die neue Datierang unter
' Jt an. ~ Der Utnuland, daae anoh Nikrpboroi) tir^gona in seiaeni Leboosbild der
HieopliBBo, cd. ilcrgonrSIbor, Monuninntn grancn nd Phntium . . apeobuitia,
arg leK9 S. M). den Uetap)irast«n in din /nit Leos dea Weisen «ofxl, achoint
die nene Dstierung nicht beaoadera ina Gewicht zu rntlen. Viellciohl bieten die
I «rwlhnlen ~*'X«* r«! »ifavm nQai roV Sv/jtiärn iSr MttaifQnettjr (■. % fi7 Anra. 3)
MQCD AtilniilBpunkt fBr die UoBtiinuiung dar Iiubcnneit dos Molnpbnuitan.
t.Aelltrri' Vorlagen des Mutupbrnaten; Als »olrbo aind folgende orknnnt. die
■^babcti'tfher Iiiit1iMifo1|:e vuneidiuen: Die Akl^n dea MArtyreni AkiiidvnoH und e.
■ (vgl. Acta SS, fiuv. 1, 4611. die Akten dos MArtyrrn Auuataaiuti des Perxora,
^ dea Daniel .Stviil«« in cod. Vindub. liintor. 28, die Vita Guthymii von Kyi itlos
I SkjIbopoliB. die Vit« Gre)tors von Agrigeul vun LHuntius vun Rom. das Eukomion
lAMraM von Kreta auf den Ajio^tel Jakub, die Biugnipliie den Möiichea Jobannikios
~ ' 1^ die Vita IfaitinUjii Kremitae (vgl. Ada S8. Februar. 2. 667). di« Akten des
Nikephoroe (vrI. Ada SS. FebntHr 3, 283), die Vita der ßQsserin Pela^ia von
DiahoD«», die ItioRraphir de« Biacbofes SpTridon von Trimitlinn von Leontios tok
^ daa Uar^rium do« Theodore* Dax von AuKaro», da» Enkomion dt« Theodoros
'Ptlraa auf dem K&nobluchnn Tlieodoaio», di» Akten de« ApoeteUchnlnra Timotheofl
B. ferner. Moonvt llniveraitAtsai^brifi 1877 S, 30] u. «. - Znm V<<rK!iiidi4 sind nnoll
Panfgyriker. «ie Goorgioii von Niknmedien, Nikelna David Pnitliliison u. a. hernn-
M. Die Hagiographie Beit dem 11. Jahrhundert. Die Legenden-
tion dea Symeon MeUphraAies entsprach dem Öeflchmacke der By-
in hohem MA:<«to. Nicht bloss Michael l'scllos, auch Theophanes
leua. Micliael Glyka». Th«odoi-08 Ba)»anion, Nikophoros Kallistos,
Blantart« «, a. spcndet^-n ihm begeiatort«» Lob. Seine Samm-
iwnrde unzäbligemal abgeschriebeD, und in kurzer Zeit warpn die alion
auü dem titurgi.ichen Oebraucbo vcrscIi wunden. Der Zuwatliti
nri gi n a U' n H e i I i ge n 1 o be n war in dun folgondon Jnlirh linderten
Imiig: tiini' ErM;bfiinung, die sicher nicht bloss auf die uuvutlcitäiuligd
IMiuiife d«e noch unodiertun Materials zurückzuführen ist, eondom mit
4r Bntwickelung der byzauti machen Kultur M>lbst zm^mmenhängt. Noue
ten lernen wir im 11. Jahrhundort aun^soHmlh Kalabrien
«eilige keniioD, t, B. Dorotbcos den JUngcrcn. de«8on Lebens-
JohannüH Mauropua vtM-fafr&to. Syincon den .Tfln goren,
denwn Billgraph Niketaa StetbatoH schon genannt wurdo (».§64).
In 12. Jahrhundert fand der Wundorthäter Meletioa der Jüngere
i*d Biogniiihen in Nikolaos von Uethone und Thcodoros Prodrontos.
a
204
BrutaUnisob« LitUrBtargeachiclit«. L FroBsiische I.itt«rattir.
In daAsetbo Ja)irlitm<lcrt gehiJrßn auch Heiligenleben von .lolianni« ZH
n&rati, Theoilorou BHl»aiiion, »ou« AkUin des Apoetele Thomas von Niketi^|
Erzbischof von Thessalonike, die Lebonsbeachreihung den hl. f'hiloth«^|
Opsikianos von dem berühmten KrzbiMihoff- Kustathlo« von ThestialonifcH
^'ielIeic)lt auch da« Lieben dos Bischöfe» Looutios von Jeruttalein (f 119^|
von TheodotüoK von KoiigtanÜnopel. Gegen Ende des 13. Jahrbunderfl
waiidt« der Patriarch von Konstantinnpel ßregorioo Kyprioa der Uag^|
graphie wieder ein intenniveren Interesse zu. Sein Zeitgenosse, der Hi8tofä^|
Oeorgioe Akropolitcs, und bald nachherlvikophoros Cbumnos, Th^H
doros Molocliite», TheodoroH Muliteniotea versuchten sich audil^|
diesem Gebiet«. Erst Konstantinos Akropolites entfaltete aber wie4fl
eine grössere Thätigkeit auf demselben und erwarb sich dadurch den Ehr^|
namen iV^o; Mtutf^üßu^c, Er war der Sohn dos gouaniiton Hisborik«^|
bekleidete hohe Staatsümter in Konstantinopcl und ütand mit GeoffjiH
Kyprios, Manuel Moschopulos und anderen hervorragenden PeraJinlichkeiigB
setner Zeit in Korrespondenz. Er lebte noch im Jahre 1321. Aus der /äH
seiner Heiligenlegenden, die den gi-össten Teil seines umfangreichen üttM^|
rischon Nachlasses bilden, sind nur vier gedruckt. Sie beziehen sieh aat^M
Märtyrer Dometrios von Thessalonike und ßarbaros von Bulgarien. 4H
hl. Theodosia, welche unter Leo dem Isanrier fQr den Bilderknlt lAi^M
(72(>), und Johannes von Damaskos. Die Khetonk der PalftologemJ
zeigt sich hier in ihrer ganzen Üppigkeit, obgleich Konstantino« i^M
Ruilensarton Qbcr seine rhetorische Unfähigkeit fast alle seine Yor^iii^H
Übertrifft. ^M
r>on Namen eine« neuen Metaphrastcn wUrde auch der Oeschidfl
echroiber und Polemiker Nikephoros Gregoras (§31 und Krumbach^H
ein jiingoriT Zeitgenosse des Konstantinos Akropolites, verdienen. HonH
8chnfllic.')i ist von ihm eine ganze lieihe von Heiligenlegenden erhalten, dfl
in einer derselben, in dem Lebensbild der Kaiserin Theophano, braeifl
Grogora^ se11i.st, da.ss er deren viele verfasst habe. Diese scheinen MfjH
die Legenden des Metnphrasten zum Teil wenigstens aus dem Gottesdien^l
verdrängt zu haben; denn, wie Gregoras selbst berichtet (Histor. 1. J
Kap. 2), bedrohten ihn Nikolaoa Kabasilas und dessen Mitsprechor iH
oinM" theologischen Dit^putation, der Kaiser wllrde seine Heiligenleb^f
SffiH i^ft' ixxXi^adxi tv tai^ %öJr üyi'uir äf(tytriüefxavta4 fnt^fiaic, verbreni^|
lassen. Mehrere derselben beziehen sich auf hiMtorischo Persönlichkett«P|
der byzantinischen Zeit, wie auf Antonios Kauleas. Pati'iarclion von Koo-
Mtuntinopel, Michael 8ynkellos von Jerusalem, Johannes, Erzbischof von
Ueruklea im Poutos. den Oheim des Gregoras, die eben erwftlinte Kaiserin
Theophano q, «, Gedruckt sind davon nur zwei Stück«, das Martyriain
des hl, Kodratos von Korinth nnd da« Lebensbild der Kaiserin Theophano,
der Gemaldin Leos VI. Eine Quellenuntersuchung kann daher hier nocti_
weniger «I» bei Konstantinos Akropolites vorgenommen werden.
Der dritte gi-össere Hagiograph des 1-f. Jahrhunderts ist Philotho«
Patriarch von Konstantinopel t 1379 (vgl. g 35). Im Drncko Hegen
ihm vor zwei Lobreden auf die M&rtyriu Aiiym von Thessuloniko
anf die 3 Kirchenväter Basilios, Gregorios Theologos und Chrj-soston
1. ThMlogle. B. H«glogTBpfal«. f§ 90)
205
[«Iwt
IOwio das Leben ftoinVH Zuit^^cnoHHon Pulumax, clor bald nach seinem Tode
Üs Heüigef verehrt wurdo: haßdscliriftlich, z, B. im cod. Marciaii. 582. ist
»b«»r eine grössere Anzahl erlialtt^n. Vielleicht Hollteii »io die Heiligcii-
n i*einc8 OogDCrs Nikeplioro« Oregoras vßrdriing«n.
Als weitere Uagiograpben des 14. und IT). Jahrhunderts sind zu
nennen: Maximos Planudiis (s. § :I0 Aum. 7J, Gregorios Palama.'v
(S 32). Kallistoit Xantbo[inlos, FatJ'ißicIi von Knastantinopel (§ 69
Aam. 3), Johanne» von Nikoiiicdien. Neilos. Mctjupolit von llhodos
(g 36). der um i:t(!ti die hl. Malrona von Chios vci-hL-rrlichte. Phüotbeos,
Snbiächof von Selymbria in Thrakien (um i:it!5), der Lebensbilder des
Bttcbtib Agatlionikos und des Mönches Makarios von Konstantinopel vcr-
iuste, deren Rhetorik deutlich auf die l'aläologenzeit hinweist. Kinem
Laurt'ntio» Kutienäiä. Mönche cinex kalahi-itichon Klosters, üichri'ibon
die Bollaudist«n verschiedene Ueiligeuluben zu, die in uinuui von Laurentioti
MJbkt geschriebenen cod. AmbrosianoB des 14. Jahrhunderts enthalten
nd, Als die jüngsten byzantinischen Mäi't.yrerakten sind endlich die
lohaane» Kpirotcs und des Andrea» (.'hios (f H6,'>) zu vcr-
en, wovon letztere von Georgioa von Trapczunt in Itom verfasät
eo.
1. Die Itie«nt]ifai« dcd Leontioa Ton J«ra8ftlem von Theotlgaios wurde gc-
it mit iW Homilioii <lcti Mnkarioe Chrj-iwkepbtLloa m Wiou aT93¥) S. 380—434.
2. Die Biogr«)4iiou ilnr Tln-odosia uud 4ea Julunui-s von DumuilcM von KooBtaa-
1 AktopDlilcH Bt^hculwi Miicuo. P&tr. gr UO. 612-SS5. 893— £96. — Die Lobreden
"i lUrtvtFT DeiiicU-itä »Uli ItHrbaros ed. A. Pafiadopulos Kerameas, WvtutcxiB
.tfi *iaxf«X-ri«i 1 (Peteraburg 1891) 160-205. 40& -420. — Der dem Autor gleicli-
ümI. 8 S«pul<Ti 40 eDlhjllt noch 20 weitere Sdniften desselben, Vgl. A. Papa-
:oi Ker*Ri«U!t. 'Iif'^elr/,. ^i,1h<i»^!in> 1 (Petwsbnrg 1891) 130—126; Jfirlay 3
- l«l?) 44.'> f. — Don Jiwcilon Teil seiner Si-irifteD cnthUlt coil, Ambros, H ftl eiip,.
itn M. Treu, Jiitior 4 (le9'ij 3a -bO berichlet. Rr entlmlt moistana Heiligon-
■■ch «tnigo Onef», Dichtungen und (!obete. Einig? kl<>inere Stllcke <yd. Tr«u
8.42-&0. Vgl. tL'£. 1 (1M92) 622 f. - Einen [Irief ies Konstuntinos Akro-
I. 4«r oiB« bScIut «iuMitigc Kntik d«e Tiniorion enUihlt. ed. M. Treu, U. Z. 1 J1H1I2)
— V(l. auch M.Treu. Maximi raonnchi Plunudia upisloluc. Uri^lau 1!^90 R. 24S f,
S. Das Martyriiini dm Kodcntoa von Koniith von NikophoTOH tiregoraa nus
irtaSB. Hart. 2. 696-700 bei Uigne. Fatr. gr. 149. Ö04-521. - Die Vitu der Kiiiscrin
haw amvafßweit» cd. J. UergenrOther, MoutLiiii>ntu uraacu nd Pbotium ujuk<|ui!
am fartinentia, Rcg«naburg IS69 8. 72—83. — AndMH Legond«n vcrw-iclinct L.
tni. De Sfmtwnuni H'!rj|i[tti iliatribtt. Part» IG64 S. 3GT. — UandechrKÜicb sind
TMkasdeo in cxhI. Vaticaii. 10fi6. cod, Monac. 10 m«c, 16 u, a.
4. Die Vita de« Biacbofa Axatlionikos tod Pbiletbeos. dem Erzbischut' vou .Stlynibrin,
Üb bei Higne. Palr. gr. 154. 1229—1240. - Dm Eiikoraion auf Mnknrio» v. Kpol ed. A.
&i VarisnmuligBIlrteil in Philotbeoa e*g«n NikeldioroR Orogoriw (130^) edd. Hiklo-
■i«b «, ÜBlIer. Act« et diplomuta graora 1, 490. — Einem nndiron Bi.ii'hof von Sdjrmbcia,
|ta*li«a (bm 1431). <*inl in dem rod. Vntic. üttob. 441 n. 14TT uino ViU Conatantiiu et
miimm ■■■■afhritbin die Theophiloa Joannn, Mrtiptia üyioicy. S. 164— S29 ab*
^mmra» ÖAiia 9*\mt hat.
ft. Ein« Vita do> niachofii von Amasea, BasilioB, von Johannca von Kikomedien
im). Bd. AcU SS. April. 3. L-LV,
5. Tob den bwaoidea d«a Laurentioa Rutienaia In dem cod. Ambro«. N 162
8 b daa Acta K. mdniekL Vgl. Bibliolhoca bngiogr. grucca S. 143. Sie feieni
ivd Utac* BeiUgea.
T. Di* IfKrt)-r«rBkt«n doa Johannea Epirotea aluhen in den Aota SS. April.
L (bteia. ana einem griecli. Üriginnl), diejenigen des Andreas Cbiaa von
IVapaaut in den Acta SS. Mai 7. Is^— 188 (iHteiniech; ob Original gri«-
B^zanUdiacbe tEtt«rfttorKMcIii«ht«. I. ProB«lwh* Littonktar.
F. Eatdnen. H
91. Allgemeines. Cat^nai?, ^nqul nannt« man Rchon im Mitlflalt^l
die Sammln rijj(-n von Aii^tzUgen aus den S^'lirift^n der KirchcuscIinftHteUflH
die von einem einheitlichen Gesichtspunkt« au» ang:e1egt wurden und ^1^1
tnOgc der Qleirliai-tigkc-it de» Themiu«, auf das »i« »ioli beziehen, wio d|H
OUoder einer Kutl<> xu^ammenhängei]. An solchen Sammlungen ist 9^
theologische Littoratur der Byzantiner ausaerordenUioh reich; sie liegefl
aber noch Kiim gi-Q^nten Teil i^oi'irtreut in den Bibliotheken des Morge^|
und Abend Iniidos, und ihre Erforschung steht noch in den ersten A^|
filngoii. Enlstehunj^rizi'it, Verfasser, Quellen, innere Anlage, gegcnaeitig^|
Verliältnis der zahlreichen gleichartigen Katenen, Wert und Bedeutuufl
dieses letzten Zweigea der theologischen Litteratur, nllo dievo Fraggfl
bnnnen daher jetxt nur eine allgonu-inu Beantwortung finden. Auf ihlfl
Bedeutung für die Qeäamtcharukloriiitik der byzantinischen TheologJ
wurd« schon oben hingewiesen (».§4): schon ihre blosse Existenz offä^|
hart das Ermatten der selbständigen (JeiKt««thRtigkeit. von welcher v^^
griechische Theologie in der zweiten Uülfte des 5. Jahrhundi'^rt« ergriflfl
wurde, und die aie niemals ganz Qbcm-unden hat Damit ist auch l^H
EulKtehungszeit dieser Litteraturgattung im allgemeinen bestimmt. Begl^|
und wesentlicher Charakter derselben \&Ast auch darüber keinen Zweifl^f
dai^ der )ittcrAri.sch-IUtthcti8chc Wert dieser Koni[>ilation8litteratur c^|
sehr geringer ist; dem Kutonentichreiber gehört nur die Anlage und ^H
Wahl der AuszDge als geistiges Eigentum an, und selbst hierin schlo»<^|
sich die Spateren mit wenigen Ausnahmen ihren Vorgängern in der Wei^l
an, doss sie deren Sammlungen, nicht die Werke der Kirchenschrifti<t«llfl
selbst, als Quellen ihrer Kompilationen benutzten. Damit hörte die Ictlfl
Geistesarbeit auf; ohne Geistesarbeit aber kein Litleraturprodukt. KällH
daher fitr die Katenen nur der litterarituche Gesichtspunkt in Betracht, M^
wären der ihnen gewidmeten Worte schon zu viel. Eine höhere Bedeutong ,
besitzen sie filr die Überlioferungsgesciiithto der älteren theo-
logischen und, wenn auch in geringerem Masse, der antiken klis-
siBchen Litteratur. FOr die letztere vgl. Krumbacher. Was dio
crstere angeht, »o ist bekannt, dass viele Schrifto» von Arianern und
Semiariancrn, wie Thoodoros von Hcraklea, Eusebios von Enu-Ma. Eudoxiee
von Konstant! nopel, Eusebios und Akakios von KSsarea, uns fast nur durch
die Katenen in Bruchstücken erhalten sind. Diusselbe gilt für mehrere El-
egeten der antiochenischen Schule, wie Eustathios von Antiochien. Dio-
doros von Taraos, Theodoros von Mopsuestia, t'olychronios von Ai>Ame«,
Victor und Nikolaos IVeshyter, sowie filr Apollinaiüos von Laodikea und
filr die MonophysJten dos 6, und 7. Jahrlinndert,«. Selbst für Alhanaeioe
von Alexandi-ien , ,dcu Vater der Orthodoxie', Didymos den Hlindeo, ,
Asterios von Amasea, Hesychioa von Jerusalem, Theophilos und KyriUos
von Alexandrien, Theodotos von Ankyra, Ammonioa von AJexandrien, Gen-
nadiont von Konittantinopel , um von den Spilteren , wie Oljnnpiodoros,
Kosmos Indikoplüustos, Maximos Confcs»or, Photio« und anderen abzusehen,
sind wir bezüglich mehr oder weniger Schriften auf die Katenen ange-
wiesen. Noch wichtiger sind diese fllr die vornikämschen und ältesten
A
1. Theologie. P. Katenen. (3 »]).
rtdrchticben wie liäretischen Litteraturworko. Sic hnben mancho Fi-agmtintfi
I von Kiemen», l>emetrios, IHonysio« niid l'ctros von jUt-xanili'ien, Hippolytos
von Kuni, Origonc«, tJivgorios ThiiuinuUirgO!^, Metltodio» von Olynipos u. a.
rar eioMn Bicberen Untergang bewahrt. Dt-i- l>ro)H>ntAatz (liosf>r Fragment«
ist im Vergleich mit den AiiRStilgen nti» (Ion KircIit-nviltiTii dtw 4. und
5. Jahr1iun<li-r1i«. auf die, und untor ihnmi vor ftllom auf Jolianiios Cliry-
KmUhuim. diT Löwunt«il in allen Knteneu entfiÜlt, allerdings itelir gering
wird immer geringer, je naber wir den ältesten Zeiten kommen. Ire-
von Lyon, Melito von Snrdea, der echto Jii.'ttinw* der Mitrtyrcr und die
n Apologeten de» 2. Jahrhiindertü, IgiistJOR von Atitio(^hi(^n, Hcrinas,
laa %'o» Hierapolis. trete» in don Katonen nur v^ieinzdt auf; noch
ovr begegiH'U wü- den Natnon der älteeten Häretiker, wiß Kerintlios,
ides, Saturninos, Montamis. Markion. Habetlion, Paulos von SamoRata
Bei dem traurigen Loh, dan die älto^to christliche Littemtur traf,
auch äaa Wenige, dan die Katonon gerettet, wertvoll genug, um
Wertschätzung zu rcchtfortigt^tn und zu hogi-Qnden. Aus deu Gründen,
der Gesumtcharaklon^itik der byzantinischen Theologie entwickelt
n. ht eine wesentliche Vermehrung de» ffltcf^en christlichen Litteratur-
nach einer nmfaKsenden Erformchung der Katenenhanduchriften mit
itfacit nicht 2U erwarten. Aber auch ein geringer /uwach» an
lenten dieser Art wird der Foracherarbeit genflgendeu Luhu bringen;
die spätere Zeit rer«pri(^ht aie aber auch jetzt noeh reiche Ernte.
Die Erntefroude wini freilich öfi^jrs getrübt durch die Befürchtung,
BDt«h(e Fnicht einzuheini>)en, Das Misstrauen gegen die ZuvcrlüHMigkoit
drr Katenen in den Xanienangaben, daa wiederholt auaguaprochen wurde,
i4d«-n Dtnicken. den jünpr-ren Hss »owie de» jüngeren Kezenitionen filterer
ÜAtcnt-n gegeuDber ohne Zweifel berechtigt i)a» wiodorholto Almclireiben
ilux-lhen Katenc, die Anwendung von Namensiglen, die Nachlässigkeit
dnr Kopisten a, dgl. konnten leicht zur Verwechslung der Namen führen.
Xrlx-ii Kalencti. die jeder philologischen Akribie entbehren, gibt es aber
urh wiche, in denen die Autorminiun Kohr tiurgfdltig angebracht sind,
uachnial sogar mit der Bezeichnung der Seliriften, aus wekhen dte Stellen
iriaonnen sind. Die Vergleichung verschiedener Katenen gleichartigen
UblHi. daa Heranziehen des gedruckten, bereits nU echt anerkannten
TUtenai», die Einsicht io die ArbeitAwoise des KatoneDwhroibcr^, die einer
lon Kritik entlieheniju inneren Kriterien sind ebom>oviclo Mittel, nm
VeUer zu verbessern und, abgesehen von besonders schwierigen Fillle»,
I|ieiiilic]i8t« Sorgfalterheischen, den wahren Kigentilmer eines bestimmten
leotutt zu erkonnen. Die »lomit gut begründete Aussicht, neben den
ten, di« bisher durch das Finderglück einzelner Fortjchcr, untor
Chr. Fr. Matthäi, J. B. l^tra und besonders A. Mai hervon'agen, aus
KaU'uen gewonnen wurden, weiteres Material zn heben, die Not-
twligkcit Illwrdies, In diesem I^inkt« zu völliger Klarheit zu gelangen,
>Hhaii ea den Freunden der altchrisllicheu und patrisliächen Studien zur
|lMi|«i lachen Pflicht, endlich aa eine planmässige, von gesunden kritischen
OnudfAtzoD und der bei der Langwierigkeit der Arbeit unerlässUchen Bo-
fMtaniog für die Sache gotragono Durchforschung der byzantinischen
BfiantiniBche Litteratargoschlclit«. I. Prosaisch« Litt«rfttor.
KaUiueiüitter&tur c-nurgisch und xiclbewusst heranzutrctvD. Hivr
nur eine allgemeine Orientierung über das weite Porachungsgebiet Hib
greifen. Zu ilieAem Zwecke und dem Inhalt der Kateiien entsprecheo
unterscheiden wir drei Artvn von KnUmvn. die dogniiitischeii. die exe
tischon und die atiketinchen oder diu ohrisüichen Fturilcgieu.
FUj dio Allf[«4n<<iD('ii Bilfunitt*) vgl. % 93.
93. Dogmatische Eatenen. Diese Hanimhiiigen von Autcsprflche
der Kircheiivüti<r über uiiiu beKtinniite theülogiiH:bo Lehre «ind ttU8 de
|>rakti»ch(<n Bedürfnisse livrvorgcgaiigun, bei den cbristologisebe« Di«
tationen sowohl auf den grossen KircbenTersammlungea aU in Privi
kreiden bequeine Übersichten tlber die Lehre der bedeutendsten Tbiwin
zu t>e»itzen. Schon Kyrillos von Alexandrien hat auf der Synode
Elihef4o.s AuMzOge aus Schriften der Vftter und de« Neetorioe ge
um die <-/uf«i xwv äyrnr Hartiiter den üamy^ovlta soiooa Qi^nttV
gegenzustellen. ') Eine ähnliche Sammlung steht in den Akten der Syn
von Chalkedon ') und auf der 5. Synode bildeten in gleicher W<ia
Sammlungen von dogmatischen Exxerpteu den Gegenstand der Erörterung.^
Duginatischo Katcnen in ausgebildeter Foi-in wurden zuerst auf der 6. i
gemeinen Synode vorgelegt, und zwar eine*) von dem Patriarchen Ml
karioii von Antiocbien zu Gunsten des Monotheletismus (in 3 C«dico
eine aiidere^^) von den Verti-etor« des Papstes mit entgogenaosetzter Te
denz. Beide wurdeu in mehreren Sitzungen geprüft, und deren Exzorjib
mit den vollständigen Schriften der zitierten Kirchenväter verglich«
Aus Aniflfls des Bilderstreites wurden auch Katenen angelegt: in <1«
anonymen Lclieasbild des Bischofs Johanne» von (Jottliia (vgl. g 88 Anra.
wird berichtet, dass eine Synode von Jerusalem (um 760) dem genMin
Biächof eine Katene mit Aussprüchen der hl. Schrift und der KirchünvH
über Bilder-, Reliquienkult und die Anrufung der Heiligen zuschickte,
die Akten der 7. Synode selbst wuitlcn zahlreiche Auszüge aus den früher
KirchoiischriftstcUern aufgenommen. Dlo von Feinden des Bilderkult
angelegte Kateno wurde schon oben (§ 15) erwähnt.
Die älteste erhaltene Katene dieser Art ist die von A. Mai au»
"dpdex Vatican. 2200 teilweise edierte Antiquorum Patrum doctrina
^*rbi incarnutione, welche Aussprüche von melir als 70 Scliriftjstellern ab
die Zweibeit der Naturen in Christus enthält. Der jüngste zitierto The
löge ist Maximos der Bekenner. Loofs lässt sie zwischen C62 — (t79 ed
standen sein. Dies führt in die unmittelbare Nähe der 6. Synode UB
läBst die Vermutung aufkommen, daas die Doctrina Patrum mit der ort
doxen Katene, die auf der G. Synode vorgelegt wurde, zusammcnhSn
Diese Frage, sowie die weiteren über die Quollcuverliältiiisse und die 11
'I Vgl. Kyrillos V. Alex-, Epist. hb bei
Miene. Piitr. gr. 77,286. — Munai, Con-
ciliii 4. 1184 ff.
•) Vgl. Mnnai. Comiiia. 7,467-474.
•) Vgl, Mansi. Couoilio, D, 202 -SSO,
230-2S4, 2aö-2ö7.
') Vgl. HikD«i, (Joncilin 11, SSO. D«
Titi'l Idutete: Xpij«ti( iyiuv llatifm* h i
luv xvqIov 'figooti Xpmiov StXtj/ia AS»
') Uunai a. u. 0. S. 829. Die«»
ObenohriebeD ; Xpijaoc üylair xui iyrfin
Hofifoir itaptaiiüaHi diu Slkij/iaja »«i
iffgyiiat iitt luv kvgiov , , . 'ti^oi Jlp«-
L Theologie. F. Eatenea. (g 62)
209
n der Doctrirui I'alnim »etzeii ein« kritiöche Ausgabe der in tneli-
<te> vorliegenden Kat«nc voraiiii. Mit ihr ist eine Katonc ganz
ÜiulicJKin Inhalte«« verwandt, die Photios in seiner Bibliotheca, cod. 231,*)
Biehrvibt. dio ab«r ganz verschollen 7ii nein »clioitit. Sic verfolgte auch
Kl Zweck, die Zweinaturcnlohro durch die AussprUcho der Väter zu be-
kriftittt'tn und das Autorenverzeichni« dv» Photäos weist auch auf diei<elheii
hin. Photio« nennt den Kompüator dieser Kateno nicht; au» dem
L ...^-.udt.. das« sie mit dem Sj-nodalschreiben de« I'atriarchen Sophronioä
von JeruHalem in einem Codex vereinigt war, kann auf die Autorschaft
d«B let2t«?ren nicht ohne vr-eitcTos gesthlostitin werden.
Ala Autor einer katenenartigon Geäumtdurntellung der Theologie
«•imt der Codex Matrltenaia 0 1 saec. 16 einen MHnch Doxopatres, dw
||Uktcht mit Johannes Doxopatres aus dem 1 1. Jahrhundert (vgl. Kruni-
Htber) identisch iat Sic umfai«^te 6 Bücher, von denen in der genannten
^p noch die 2 ersten. Ober Adam und Christus, vorliegen. Das 3. be-
Kndelt« die Evangelien und die christlichen Dogmen, daa -1. hatte die
Apest«! und deren ThAtigkeit znm Gegenstand, In dem 5, endlich kamen
£• Häresien und die allgemeinen Synoden zur Sprache. Der jüngiste
i Aator, der xitiert wird, i«t der Patriarch Sergios von KonHtantinopoI
It lu*9). Übrigens stimmt die Überschrift des 1. Kapitels mit demjenigen
dl» Schrift wflrtlicli llberein, von der A. Mai unter dem Namen eines
Joliinnux Diakunos eine IVohe herausgegeben hat (s. g 20). Doxopatres
tat abhingig von Johanne» von Damaskus und wurde solbttt wiedernm von
Intlijriiiioe }^igaI>euos ftlr seine Panoplia dogiuiLliia benutzt, diu ja selbst,
twMiJcJU in ihren Fi'Uheren Partien, eigentlich nur eine Katene ist. Daa-
•«Ib« gilt von dem Thesauro» des Niketas Akoniinatos.
Die fibrigvn dogiuntischeu Katenen, die in vor.tchiedenen Hs» vorliegen
ud noch nicht naher untersucht wurden, »ind sümtlicli anonym. Die
pAivte derselben ist wohl die de« C«dex Viudobon. theo]. 47. die auf &'iH
f*lH.>n in Qaartformat die Dogmen des Christentums durch Aussprüche
4r3cbrilt iinil der Kirchenvtlter gegen Juden und HUretiker zu verteidigen
■ehL UDt«r den zitierten Autoren heÜnden sich nobou Justin dem Mär-
^rrcr UBil Origenes auch Augustinus und Beda Vunerabilis. Nicht ohn«
ytmmuv iat auch die Katene in dem Codex Vindob. theol. 28'! f»l. l — 810,
*'<nn Scbrilttext^, Synodalbe-^chlüsse und Auszüge aus griechischen und
i latrinischen Kirchenvütern sowie ep&teren Theologen zu Uun-sten der
Lateiner aufgeführt werden. Die jüngst» unter diesen Katenon wurde
Hier dem Kaiser Johannes VIÜ Palaeologos (t U4S) und dem Patri-
■Rbn JoKM-ph von Kontttantinopel {f ll-lit) verfa.>>st. Sie ist auch in der
Wimfer Uofhihliothek erhalten (cod. Vindob. theol. 288 fol. 1—2-10) unter
Ind Titel A'^riof und zoHttllt in SO dogmatiHcho und 200 philosophische
1. !>•« Antiquoratn Patruin ductriiin du Vi'rbi iiicunintioii« ed. pr. A. Miii. Si^riptor.
M*a euUpctiu T, I, t--79. Div llHUptba vou Mhi »Kr <l»r ccid. VitticiiD. 2'2<|0 h. fi. Vgl.
• , Aiul. Mf-ra el cluaiM !> (ItuTii l>iK8j S. XXXIII IT Titm gtU ein photutypisdiM
fiMnule ivw auch paliograpliucli «elir inUirfowinloti Pitpi^tli«, deren nfthore l'iit«r
nt.
Pitr
k.
*} Vgl. Mi«no, Pkir. gr. 103. 10K9-10U2.
ikr tl«a MltTlI^vilHniK'likn TJ. ], AtiUc. I: AuB,
U
210
Bjtuittnischo Lltteratnrgemibicht«. 1. Pr<iB«ü»ab« Litt«r&(iir.
Buchudg unJ vollst Itndigc H^rau^Rubi.' öL^lir wQtiscliMiswert »r»r.li«-int. Die Nr. 4l
2, VaticaiiiaclieD Us ist mir unbvkHiiiit. Eiii«< 3. U« ist der cod. DodI, Mi»o«ll. IM sufl
IS fol. 83—191. Si« ist iileiiliseh mit dem cud. ClaromonUn.. au« dm Labba. C»-
spectns novae etjitionis itmiiiiini o|i<>niin S. Joaniiis DamiMani, Paria ieS2 S 40— M,
die Kapit«lQlterHplirif|on mit oin<>m Vera«<ichniH der duin tillrrtott Sckriftatvllor mil-
toilt«. Sie ontluilt ein Knpitn] mehr als df-r cod. Viitirdn. S20(> mit dor UcbotKirifl:
Jiiitfogot änoStUen ■«< fiegivfiim luiv äyimr llirtiifmr ntfi jAwnir. VgL oneb I'ilri,
Archirea de» miiurionii RcirntilicjUiii, I. Sonn 4(11^6)99. -- Au di«a«r tln «tamnoB aseli
hOcbat wAlirscheinlinb dio Colloetanea inoerti Auoloriii oonln Severiaaa« et Aceplialaa, «dd
Canisius-Hnsnage, Thoaaunia iiicmuinoDl«niiii 'i, l,'i^0~2&). die nur ein Aimag d«
Doctrinn l'atnuii ■lod. — Vgl. die l'otcranobaag tod Kr. Loata, Leonlins vm Byimt.
Leipzig IK87 8. 9S— 108w die indca niebt abacUIesMnd ist.
2. i'üT die Schrift de« HQBche» (Jobannea?] Doxopatrea vgl. E, Htller. Kot. «1
extr. 31. 2 (Paria 1886) 29- 5G. Hier di^ Kapit«labMwbrineii der svei mmUd Blieb«*. StA
reBtcu8l«ll«u ist doä Verb<iiie dt<-<ior Schrift lur Panoplia dogm^ea dM Enth^ioa Sg^
benoa sowie xu einer aiidemi Paiioplia. aiia der A. Mai, Notr Patr. bibl. 2 (Rem IMi)
597—662 nnoh dem cod. Vatic 1904 einiges ediert bat.
S. ünodifrte do^atischo Kntonen sind anmer den oben gonannton in folgnidMi Ha
Torbaadnn: codd. Marcisn. &T3 sncc. 12 (verschiml«ii« Sammluagen von Aine^tllclM-n Ob)t
don Bildorkult, die Munnchwtirdung tind dio zwo) Naturon in Chriatiw). CoüIim. 2M mm. II
foll.221 (Tgl. LCohn, Jnbrb. f. protcat. Theol. IS (1892| 482-85), Atboua S718aaM.t)
{Tjiiiiy^ »Bui 'j^tiai'äi- Hai '/orcfnituc), Paris. H.^4 a, 13 fol. 121— ISl (Doflnitioöe* tb*
lof;icuu e ä. Clcmcntis ätmranL et aliorum Putr. nporili. eollecla«). Paris. 1115 a. 1274 ti,
i'~ZV^ (AnoDjmi summa tidei cbristianae ex cudcüÜb. ÜH. Patribiis et acripUiribna ^
logiüis esccrptiH, IWis. 15&Ö A saec H ful. l"9 — lö6' (obristtilo^isdieii ItibMlM), eine!
der jetniiceD SlriiEsbiiriicr t'niversitUlsbibliotlick aus d. J. 1286 (dM AnTang «rie in
cod. Coiaiiii. 2&1). oodf Valicin. 1431 (erwalmt von A. Mai. Nora Patr. bibl. 2. hOi).
Vindob. tbeo]. 48 fvt. 1— jP fin 44 Jojoi uiiiKetcilt, doreii eraler UberschrtcbeD iat: '
iijt tgiavnocititev Srötrjtee). Viiidob. tbeol, lfi& fol. 71*— 91'' f'lpoi ifinifepoc ana Kl«a
TOD AtexandrisD u. a.). Athous 41)8 s. 14. Unronl. CO. II s. 15 fo), G'- &5 (Anasprilii
Ober die Labre tud der TrinitAt und dem hl. (leiste, auch aolche von Nilntea tob B«aiJÜM;
uiiTolUtandig), cod. Vallicell. F 30 fmnc l'> fol I— tiC (gfgon Gr<^«rios Palanaa), Mo
IM H. 14 fol. lät)--303 (Collectio dn|;nint. nnceäaBrior. ex dlveraia Patribns). Diese
erhebt keinnn Anspruch auf VollstJlndigkcit.
98. Die exegetischen Eatenen bilden die Hauptmasse des b;
tiniscfaen Katcnenbf-Btandps und beRtfttigi^n durch ihre grosse Anzahl
Urteil, dos ubon (^ 46) über die Lcitsliingen der Byzantiner iii dor El
gcse getiillt wurde. Sie »ind zum wuitauH ^röstiten Teil anonjin
bieten daher fUr die Hentimmniig ihrer Abraa-tiingszeit und ihrer Ii
\'idualit3t keinen anderen Anltalttipiinkt nl» die HandschHrtcn, in den
sie vortiügeii. DioKer Umstand bnt ilie Vorstellung hervorgerufen, als
spreche jeder HaniUdirift eine eigene, eelbstänthge Katene, und als st
man daher einer unabsehbaren Anzahl von verschiedenen Katenen geg
über. Dom ist nielit 80. Wendlnnd und ('nhn haben die Wnbrnehman^
gemacht, doss die Katenen zum Oktateuoli und zu Teilen doi«tielben,
sie in Um verschiedener Bibliotheken untersuchten, nur Exemplare
gedruckten Cntena LipüienRia sind, und daas diese mit der Katene
Prokopios von Qaza im wesentlichen identisch ist. Diese Waltrnehinai
hat sieh uns bei der Dui'chfortichuRg vieler Katenenhandüchriften bestStii
sie b&ngt Übrigens zusammen mit dum wesentlich traditionellen Chi
der byxantiniächen Theologie Überhaupt. Doch liegen für andere K*
die Verhftltni»we nicht immer so einfach. Die hand.schriftlichen Kat
zn manchen BQcIiern des Alten und des Neuen Tei^tamcntes »teilen
auf den ersten Blick aU ganz verschieden dar und künnen nicht auf eir
einzigen Typus zurilckgeiührt werden. Wie viele Katenentypen fUr
einzelnen Bücher anzunehmen .lind, welches Verhältnia zwischen ihn
1. Th«olo{Je. 9. EfttoBMi. (§ 93)
211
raltet, diese Fragen können nur durch die Durchforschung dce go-
nton hatKlBchriniichen MatoHaln ihro f^onügondo Lömmg finden.
Neben den anonyme» cxogotischeii Kutunen liegt eine zweit« Gruppe
II xolclion for, die bMtimnittin Verfassern zugeschriebeu werden. Als
r tlUwU' bekannte Katenenschreiber gilt Prokopin» von Oaza (.t. g 47),
r mal selbst aU den Vorfaswr der nunmehr wiedergcfundennu KnLeno
m Octateoch und xa den Qbrigea 1iiiit»ri»chen BQehcrn de» Alten Teata-
ntM bekennt, und auf den wahrscheinhch auch Katenen zu Jesaias, zu
0 SprOcben, zum Prediger und zum Hohenlied zurückgehen. I^okopios
iff jedoch nicht als der SchOpfer der exegetischen Katenen hetrachtot
■don. Dieser )»t kein geringerer als Eu»ebios von K&aaroa. Das
Bt ftu« den Unterschrift«» in Um dvs hexaplariHchen Septuagintatextee,
9 HUB z. B. der Codex Murchaljanus (jetzt VaUcanus 212^) erhalten hat,
id wovon eine lautet: üiVt'/dof Vjrw 0j;öAia Tta^'^i^xa, Nach einer
idnea wurden dabei die Kommentare des Origenoa und de« Euschios
llbtt berücksichtigt.') Damit war der Anstoss zur Ausbildung iw ex-
SBÜBCJieD Katenen gegeben; denn es lag nahe, in weiteren AbHcbriften
M biblisehon Texte« die ächoUen zu vermehre», um neben dem Texte
idl eine Erklürung desselben zur Iland zu haben, besondom nb die ex-
ptieclie Litteratur stark anguschwoUen wai- und die eigene Oeisleukraft
1 verkümmern anfing.
Nach ProkepioH ist ein gewis^r Andreas Presbyter zu nennen,
n dem Katenen zu den SprQchen. zu JRsaias, x»r Apostelgeschichte und
t den katholiwrhen Briefen hand-schrifttich erhalten sind. Die Lehenszeit
M Andrea« ffillt zwischen das 7.— 10. Jahrhundert: denn er zitiert
luimus den Bekenner (f ti62), und der Codex Coislinianus 25, der eine
jnar Katenen enthält, stammt aus dem )0. Jahrhundert. Ob er mit
Birow. dem Scholiasten äctt Dionysios Areopagites, und mit Andreaa
■BirUloe, welchem in dem eod. Paris. 771 s. \4 fol. 107" ff. eine Homilie
rfden PalniMinntag zugvt-'ignet wird, identisch ist, muss noch untertaucht
EIL Vor dem 10. Jahrhundert oder sptttestens in demselben schrieb
•in gewiatter Johannes Drungarios eine Katene zu Jeeaias, die in
ir Ha« vorliegt. Die Aufnahme von Erklärungen der ,HRretiker'
Eaea, Eusebios von Küsarea, Thuodorus von Heraklea, Eusobios von
B, Apolliuarios und Theodoret von Kyrrhos entschuldigt er in »einer
do mit «iuem Ausspruche des Kyrillos von Alexandrien, der nicht
kl, was von UÄretikorn herrühre, verworfen wissen wollte.
Bekannter als die eoeben genannton ist Nikotas, der Freund de»
phylukto«, der schon unter den Scholiasten des Oregorio» von Nazianz
int wurde (s. § bi). Niketas war zuerst Diakon an der Uagia Sophia
»nstantinopel: Hplitcr wurde er Bischof von äerrae in Makedonien und
rh Metropolit von [Ierakk>a in Thrakien; seine Blütezeit ßtllt in (ht-t
Drittel des U. Jahrhunderts. Unter seinem Namen gehen unifaug-
Bwia« Mberm Andeulungea in
B. *)uAriftlactiriri h |l»91) 281 - Vgl.
Hnsaplonira iiniui »□pontunt.
1 (Oifnril 1875) R. C t. (die Anbrineimg vou
Scliolioii duruli KuRobioKj.
W
212
BrsutiBluh* Lltterftttirgeachiolit« I. Praaaiaehe Littonttar.
rüiclio Kfttenen zu den pBaimun. za Job, zu den vier gro»sen Prophet«
zu den Evangelien von Matthaeus, Lukas und .Johannes und zu den Faaltf'
bviefen. Davon liegen die Katoneii zu Job, HatthaeUH, dem 1. KorinUi«r'
brief, ein AuKxug au» der Katcne zu Lukas und dioKinleitung zur PBalm«»-
kat«no im Druck« vor. Dass er nudi Katenen zum Pcut«t«uch, zum Hohen-
lied, zum Prediger und zum MatthaeusevangeÜuni schrieb, ist hchaupt«!
worden, iäi^^it mch aber au» Nsskalalngen nicht nachweisen. 3«in NuchluH'
umfaest noch einige profane ritUcke (vgl, Krumbacher). De« Niketaa Katenen
mnd von Th. K. Pusey, Th. Zuhn, Fitra und bcsouddrs von A. Mai als walirc
Goldgruben benutzt worden: eini> Untersuchung über die Kut(^<nen üCilh«!
fehlt aber ganz. Doeh hat Th. Zahn festgestellt, dasa Niketas die vw-
Rohiedenartigsten Quellen beniltzto und die Exzerpte durch stilistische Ali-
ilndeningen um Anfang dcruelbün in einiMi g«wt»>en Zusammonhojlg mit
einander zu bringen suchte. Die Katenen des Niketas worden Tiel&dl
gekürzt und umgearbeitet, und manche der anonymen Katenen nO^
auf äo zurückgehen. Die mit dem Namen dos Nikcta-s versehenen und in
ihrer uraprünglichen Geütult vorliegenden Kat*«nen bilden dubor einen
festen Anhaltspunkt, von dem die Erforschung der Katenen vorwärts und
rtlckwärtt .schreiten kann. Der nUcbsl« Katenenschreiber ist Nikolaos
Muzalon, der ntchon frUlier gi-namit« Zeitgenoirsc des Nikoloos von Me-
thon« (s. § 22). Er war zum-st Erzbiwhof von Cypirn, cutsagtti aber divM'
Würde und zog sich in das Kloster Kosmidion zurilck, bis er auf den
Patriarchnlfttuhl von Kon^tantinopel erhoben wurde (1147 — 1151), Wir
besitzen von Üim eine grosse Katene zu Jesaias, von der nur die Einlei-
tung gedruckt int, und die mit dem Jo»aiaskoninientar von Prokopio« so-
wie der entsprochenden Katene dea Niketas von Heraklea verglicbeft
werden mUsste. Hier ist auch Neophytos Enkleialos, der Zeitgenosse
dos Eustathios von Thessoloniko und des Michael Akominato» im 12. JabN
hundert, zu nomion. Er verfossto eine unedierte Katene zum Uoheiilifd,
deren Prolog kritisches Versländnis verrät. Darnach mag auch sein
P.sahnenkonimentar (s. ■$ ~li Anm. 3) eher eine Katene sein. Im 13. Jahr-
hundert schrieb der IVotciMtrator Michael Duka» tilabas eine exeßft-
tischu Katene, die Manuel Philei;') iu einem seiner Gedicht« beschreibt
unter Angabe der darin zitierten alten Kommentatoren. Sie acheint vui^
loren zu sein.
Der letzte bekannte Katenenschreiber ist Makarios Chrysi
kephalos, Metropolit von Philadelphia um die Mitte dos 14. Jahrhunder
Er nahm Anteil an dem Hettychasteustreit und unterschrieb als .'Fn«'^n/(«f i
(?agXOf näat^i jfviiai xm xaitohxä^ "^"is (üc 'Piafiaitar' das Verdainniung
urleil, das auf der Synode von 1351 gegen Barloam und Akiudynw
gesprochen wurde. Er verfassto 3 Kutonen zur Genesis, zum Mattha«»^
und zum Lukasevangelium. Die erste zerfiel nach seinen eigenen Angaben
in zwei Teile, die er Koafioy^vtta und üai^täcxat betitelte; wir kennM
keine Hs dei-selbeu. Sehr gross angelegt ist die Kntene zum Mattbaow
evangeliuni. Nach der gedruckten Vorrede ist siv in diel Bücher eingeteilt
•) TA. K. MilUr, 2.280-33.
meön MecapfTfäsCefl, MiöMeT'Peeiioe üritT'rnco-
vertri'tfii. Er zog ausser den esog«tischei) Koinmontaion «ucli
miscbea Schrifton der Ge»aiint«n g«gen die Heiden, Juden und
heran und Hlgte eigen» Bimierkungen hinzu, dio er mit seiner
gl« vorsah. Nach »einen Vorreden ist die Ansicht begrUndet, da«a
die Schrift«», ans denen er Auszüge gibt, selbst zurückging. —
in Florilegiuni vgl. Krumbachor.
bne vollständige Kenntnis der exegetischen KuteneRÜtteratur erfordert
He Krforschung der syrischen und anderen orientaiischon Ka-
l Die au« dorn 7,-8. Jahrhundort stammenden He« der syrisch-
krischen Bibulübersetzung in Mailand, Paris und London enthalton
Dch nicht untersuchte Katene. Als syriiiche KatunenHchreibor sind
von Edessa (um H0\) und Dionysios Dar-iSalibi (f 1171) bekannt;
tou syrischen Katcnen sind ahcr auch anonym. Panl de Lagardo
ent« einer Katt-nu zu den Evangc-lion in koptischer Sprache publi-
on geringerem Belang sind die lateinischen Kuteuen, deren erste von
», Bischof von Hadrumetum, im 6. Jahrhundert angelegt wurde. Sie
AnszOge aus Intetnischcn Ktrchenschriftstellern. Die bekannteste
sidteren Zeit ist die Catuna aiiroa des Thomas von Aquino zu den
angehen, welche zahlrvichü Exzerpte aue griecliischun Kirchen-
onthlilt.
AaBgab*n anoaxinor KataDAii; Zur G«ii««i* und xur Kxodax. ed. AI.
■■■R, 2 Dd«, Pariii IMS u. IhhO (hlviDiech-. in b«idi-D benutzt« LippoinunuH gri*-
[■tMMn; Am kmo« iat aber vino vun ilim »ulbat v^rrnsüte Kumpilutiun iiua ^a>
nsd lidrinincbcn. altoa und inDdorui^n fkdirKterklfircrD). — ituui l'uatuleuob,
phyrnit. Florcnx 154T; Rbgtidruckt in Ki>]ii 15UT (lutviii, mit i-iuer vuu A. Ca-
aton Ka(«t>i' zu drn OiIcd dvs A. u. N.T.). — Zum OctMlviich uui] di-n ItDclieni
*4. NikopboTui» bieroinoiiachas. 2 f)d«. Wipiig l'Ti iCutviiii I.ip^ipiJBÜ :
i4 3 Kateneo aus Kjitfl, ruil Humit'. ^JtS und Vat^muHgaWi. s, % 47). — /it Atta
_ . aj. Dan. Barbuni*. Vi-n«ili)i liSS fUtnin. l'pbpfwUung pinct griechinclicn
■Btfaast nsr die (lO ersten pHaliiion, l)i«< nbrignii i'snlmen Botlleo 2 iuiclur(> Üdu
Ma «lenwlben kvu nn Kr, llnflinriiKl. od. ü. Cordeiius. '.i Udf. Aulwvi-peu
_ ..tt and & Wj«npr und 2 Mllnchonor lins, ausserdom ein imun^inur Kunuiioiitu
Wiaaar B». itm Cordmiun fUr dm Kommontnr des Tbeoctoroü von Herakl«a
i*h. t«»ic*rii. BMft MS8,
Ar-Aiijf^l - Alb 4iM* iMfalM
k*t«>ii «irUrMi AMfMpMb Ar Jw
Im« »»rauMirtir wsrfca in itr R««cl grfff TwMUaaMS IVfM tevb-
', WB «rlMMI KMUilMiMM lo rrrcidwä, aad, «V BM- Ha
K mImIiM 4w&UI, Bldd 4» 6U« ior Ha, Ocr «• GraaA^ 4« Awpbt
2. UlWamilt«!: I>U iJtM« liUerabir hf Tiiwlirft tilMglii p^^tir 4v A«li^
«•Idi* illo KrfandHWi iIm- KatMOi kc^Mtet. Wh iwuiaM arfS. Smaa. Hiiteir*
citlli|ua iIm frlMotpaax «MBnMMlalaara Ja NMT«aa TaaliBiA fiA lOS a 4S3ff^ Jok
Chr. Wolf. II« utMi* «rM««r. Patrara UaqmaatiaaiMm nn. mtaalbar« ITI'iftT.ifc-
ixlraiikt tiot J. A. Crauiar. CaImiu ia Kor. TMtuaeirt. I & V f.). J- Chr n'olf. Aorcd.
H, H, UV 10414.1 118 (KxMrpt**"* 'M Kal«mBsiirApaabl(WcL wd n dMk^i^
lUehnn Httufna Mark dum <i6. Oson. Coll«^ aftvi fA, d«r na Cimmt (ms adbaft woHa).
— JA. Nrinaill, [In ratonj« ktioi^ot Patnim ia Nor. Tvatmi. «baarntioBaa, I]«Ue ITSi
K)ii> Kul« t '■'ImtKiiiliI tllior ilia ii"drnclilnn KittMiea luiU«' Angabe tm Hm gibt Faliritiu«.
Ilibl. Kl- K.lläU TUO. VkI nuch J. II Waldi, HiblioUi. patiMiea. 2. A«l. bMorct tr«n
l>aai, Ji'iia INIH H. '^ftT 'JM, und drn itllntdingn nnganngead orieatwr«atlea Artikel von
«. I'r. frMxaiiliK, ll*alMir)'kl(inUdin fdr prnt. "I'heol. V, «9-*5S. — Lialen von Wli-
kanlaoliMi Kalonnn nmlrn airli M VHrn. Anal, nacia 2. 3&0 £. S59 ft. 406 ff. - ^
VMnuInliiil* voll Kutotinu in <l«ii llililiütli. von Mailand, Verona und Vemtiig gab
ft«d|ialh, IV AdAilomy.OKlobr. Ift92 R. M2 -114, — Die ainfenKretchat« liit« voa
Int iiiii>aiiiiii<'iiK''*l«IH von l'raDanhnu. Iioi A, Harnack. Qeschiekl« dw altcbi
IJlUiralMi I tljotHit tN»B) KHfr-tMS, Dm Maniinl an Raum verlii*t«t nna, di«s«
fortan ntlir*» Kulisil aolm nur; Ood. MairlnilinniiJt (Vaticnn. 2125 a. 6— 7t, pl
«illtn* miinnl« J. Camnljuai. Ilani I^IIO, Hin oban nngMogeneo ITnl^rsebrif^n
■iif diin ("'u. 171 r, n. Mir*. Hvholinn aiohuii nflcrn nm Hand und acbciuon nicJil
iitnl'ii IImmiI kenni'lllironi nUMorilviii lliift ilni gaiixon Codex binilurcli ruud uro d<ii
iiliiii Kutan«, die Im 13, 14, Julirliiindort liineiiigpa«hrLt<bi>u wurje. Ein wiklior h
MliKur K«min«n(nr wurdet olwn im lil. JnliHiiindort midi in dem Codex B (Vaticaa.
iiupibrilufal. - (^fiil. Kv. Xh. H in London «ntlillll i^inc roiolihaltiKO Katene EU hato»
OlueiiMi, Cliryaiwtumoa, Kyrilloi ii, a Vgl. Trccnlloa. Codex Zitrynttiius, l^oiidon ISft.
(1. R. Oteuery, l'roloKuinana I. 406 ff - Ood. Kv. X bibl. univnrt. Monac. s. fi entiOk
«lieh Bihe Kulone; v«!, f, IC ()T«>«ery n «. O, S, Hfl? f. — Cod. Taurio. 342 mc«. H biet«
uiiM el||panr11|tn KatMiu tu den INulmen, worin nebon Raatliiri. Oragorio« von Njsä,
JnkaiinM Tbl) wialAinM, Oi-iitinnoii von Kpel, Modeetoa nnd Hesydiios von Jonuitlfn.
Ulan aWol) ilW urlet^liUi-be lli«i<inirinn« vurkomml. ~ Für di« neuteelamenttichon ICat«ii«c
a\ »milk V H. (lr*||ui<r, l'rvl^uiiienH in Tieehandorf. Novnm Tmtamentmn graece
9,9, l-'S tUtiwig lt<N4-IH>, de« dl* QtgeBwart von Kaloneo in den vua ilun )■
i. Tta«ologia. F. Kat«ii«i). (g dZ)
215
■eluifb^nen Hm angibi — Bpnutxt wardoD dj«i Kut«-»«!) tat llNKiugnb« MUT Vnmmlb»
der KirthrDrAt«r bM«aden tod A. Mni und J, 0. Pitru, in ilaron I>ablilutioiieil oft Hin*
miae Mf Koleii«!! §tehan. Nobcn ihnnn Hind ala Beuulz«r von KatMian m nctanoa
Th. Zkba (Dir KI«meM von Alnxnndrion), llonwetacli (flir MeUiodiM von Olyinpua],
J. Rvndel Harris und F. Wandland (für Philn vou AK'xuiidrionl. A. PanadopuloB
l[«raiD*as. A. Thnnn (fDr Origane«), A. K. Drooko (fdr Origi-nuH imd llcirnklaoii),
n. Aebali« (Olr Hippoh-tM von Kom) u. n. — - P, Wondlend. Neu entdeokto t'ragmonte
PUIm. Bm^ih 1(^1 (i& dar Vorrcflo). L Cokn, Jnlirb. f. protest. TlieoL 18 (1092) 474 ff.,
Drlnakp. 'Mtitchr. f. in». Thuul. 3t> (1892) 376 ff„ Laufs. 9tadi<>n aber die dem Johannos
t, Damaik. xagonchiieb. Parallelen. Leinsig 1892. Prirusclien bei A, Haruack. Gcacbicht«
der AlUbriatl. LitUnUur I [LeipEiK 1S98) B35 u. a. haben in jUngst«>r Z«it auf die Not-
««■digkait der Erfuradinng der Kal«u»n und der christlioben Flnrikgian mit Naclidruek
UagainaaaD.
3. F>r den Prrabjter Andreas kommen fulK^iide Bbh In Bntrncbt: Codd. Coial.
B tmmc. 10 (Kalme zur AjidCiUlgeach. und xu den Icalbul. Brieren), Vindob. theo). 26 a.
liU <sn dett BprAchea nnd zu Jo8aia»), Mooac. 82 a. IG fol. I— äT [tu don t^prllchen],
Tatioaa. OUobvn. T und Uonac. ^ fol. 334 ~ 805'' (in Jesaiaa). Divae Kuteno war in drei
BOdMT aiagetailt, von lUnra id dem ood. Mnnac. 88 das er«t« vcriiegt. — Da cod. (^oIhI. 26
UamU»th ia( mit den e«d, Oion. Colleg. nnvi .SS soac. 13, aas d^ni Cranier aein« Katnnun
^ ApOTlalgfMb. U»d E» dan knthol. Briefen uionym horan^KAb. eo linbcn wir. uUhoro
PahüwldiiUiH rorbahullan, in diesen Drucken die Kutonen des Andiens lu eibliuken.
4. Den Prolog d«« Johannes Drungnrios xur Je«aiaskitt«n« ed. pr. Montfaucon,
(Mtaetio DOTa Patr. 2 iPoria ITOS) 3.'>0: abgedruckt von FAbrlciua. Uibl. Kr- 8. 663 f.
Da diaaar Prolog ancfa in dem cod. Viodob. theol. 26 gebolon wird (e. Anm. 3). so erbebt
lidi dia fYiC*. in walcbom VerbUtniB Johannes Drungarios und der Pri>«hyt«r Andreas
da KalanTMaekraiber m einander atelua.
i. Von den KatanoB das Nikctaa von Seiroo oder Hemklon eitid fnlgondo gedruckt;
I. Calaaa in Job lot. ad. Paul. Comttolua, Lyon 15ä&; 2. Aafl., Venedig 15^7 (nacb Haa
4m C«i4inal> Canfla, dea Jo. Vinc. Pluellua u. a.). Comitolun nah Olymniodor aU den
. Tiifiaaii an. — Den griMih. Text ed. pr. Patr. Juniua, London 1637. Diener Text iat
d«B ood. Alexandr. aaec. 5 entnommen (so Fabriciua und uuch ihm E. l'ruuHoheall,
Jnnius ÜMB aiof die Katene den Text dea Job aua dimer Hb folf^uu. Abgedruckt
M Miene. Palr. gr. 93. 13—470 (unter dem Namen de^ Otvmptodoros). ~~ Haa: Paria.
SqfJ. gr. IfiS a. 12 folL 4(H. Viudub, tbeol. gr. 231 füll. 241. taurin. 22 o. 1^62 füll. 380.
Bmm. btbL cMimin. A I 2. ~ Eine viel SUara Kat«D« sa Job steht in den oadd. Valican.
iÜ MM. 8, Palmemt. 171 s. 7—9 u. in manchon anderen Hss. — 2. Calona in Mattbaeum,
«4.BL Corderina, Sjutbolae naeoor. Patrumin Mntth. 3, Toulouse 1647 (aus cod. Uonac. 30.
ttm ahn« die hitt slaliaade Vomde). — 3. JHa Kntene «um I, Korintbarbrief od. J. Lam i ,
i«nidilonun.4(Floreni I73?)!— ßSanarod- l.nur. t), 10. Kin Varglaiob mit dem Kom-
■daaOekniDaniuBioigt, daait dieenr Kommentar in jener Katfne anngjebig bcnutat wurde.
— Dnadiart sind: 1. Dio grown Kalnnc tum Lukaiovangetium. dit> in 4 Dlleber ein-
Phalli iaL A. Mai, Seriptor. vnter. nova cuIL 0. 626—724 gibt mohrors Probon und
•I liat« dor darin gnunnten Aa(or«n und onlnnhm ihr viele leinor unodierten Vllt«i-
b^maait«. Sie liegt vor x. b. in folgenden Usb: Codd. Vutiean. 1611. Monac. 4T3 a. 13
■i 7 Iturh). Coial. 201 ". I-'' fol. 3—605, und in andoren anonymen Ha». — Die VOU
rdurioa «diorte ancayme Lukaakatene aoU ein Auxzug aiia diesor Katone sein. —
i. i-1* Kaimia cnm JabanneaeTangelium. t. B. in codd. Taiu-in. 4 u. 1214 laueli su Mattb.},
r«ia. 3mnL gr. 1(9 a. 14 fol. G7— 406. Pnimens. 203 saeo. 13, Munuc. 37 s. 16 u. 427 n.
tl-tS BW hb Kuiit«! 8, 14. Vgl tu den 2 Muten Ha» A. K. Uruob«. Texta and ntudicH
I. 4 (OMabridg« I891J 19-30 (aber 2 Origencsfragin«Dt« aus dansolben.) und Britlko,
INa liwlianiniihiin KtretenvUar in dor ungedruekion Katano de» Nieatas tarn Kvnngolium
JiAaBBia^ naolog. Stod. u. Kritiken 1^9.'i, 361—372 (bespricht boaondern Oiigoncnfrogniente,
•la ^ ta daii eodd. Mona«. 37 u. 427 vorliege«. Beide llaa sind für diu ToxlOberliere'
t daa Ntkolaa JnUrawant: cod. 37 xerlegt nuuielimal einen otnhoilliuben Tvxt des
. 437 und gibt dafDr twel VM^cbiedona Autoron an. mtcb fehlen in cod. 37 manche
Talk. 4ia cod. 427 bietet, wlbrond «r die Nuneu aucinymer Text« dea cod. 427 angibt.
— VA a*l«h Pb. E- Puaojr, Cyiilli Aleiaudr. canimont. in Jebonnia evangelium,
I (Oslörd 1872} Vin f. : 2. 243 (fUr eine Moakauer und Pariiier Uaa). — S. Die Katene tu
dai pMlusbriafan steht z. U. in den codd. Ambrua. K 2 iuf., A, 241 inf. (anm Helirik>rbrief),
laMwil It. in. vgl. oben. — 4. Dio Kalune lu den Psalmen flndat aicba. B. in den codd.
CtU. IM a. 14 foll. 259 <Ps. 80-1&0), Vntic. Pnlnt. 247 a. 12 (daraas bat J- B. Pitra.
M» e( claaaie* & (Rom 1888) 3-20 Kxuorpl« aoa Atbaoasios. 7.'>— 103 uua
gtmthüftt), Taurin. 7 s. 13. Mos>). 8vnod, 19» iwec. 13 n. a. Die Kinteilunu lu
EkI«m sUbt nacli A. Mai bei Migno, Patr. gr. 00,700-715. - fl. Kino Kateno
216 BTtuitia lache UttermtargMohicbte. I. Prosaiwihe Litt«rahir. ^^M
fm im 4 graooun Proleten wird iii <l«<in c«J. lAurent. b, 9 mec. 11 Nikclu. aller Jn3
totale Biber« BeMidwniie. Eii|(i>vi«nvt. — Celi« Nikebu im ultgL-mi-mtMi vgl. C. Oudiaj
Oomm. ^e Script «od, 2. TN ff.. Fuliriciuii, llibl. gr. ', TäO- &2.
6. Det Prolog lu der Jf^tuiHBhiit^DU des PHlfiurehco Nikolaoa HuialoB iat f|o-
dnidtt bpi MiKnc. Patr. gr. lUG. )06u f. Er v«r)ir«itot noh OW 4i« Orttiide der C'nlilw
hait d«r hl Schrirt. — Di« Katvne ti«lb6t »telil x. B. in d»n eodd. LanrMit. ^. 8 s. li
(bin KapiM IT). Bodl. Cnnonir. b9 a. 16. Moaac. 14 s. 16 foll. 460 (bw Kapilol 16. U>.
7. Di« Ntfophytoa Enkleiatos nKeMhriebeae Kateoe lun BobonUad t4«bt i. B
in ilcD codd. Mutiit. 155 a. 15. Miilrit. 0 iS a. 155« n. 0 63 a. 1$. Mooac 13) a. 16 foL
72~16S''. - Nnob Atiawciia d«* cnd. Mon nc. XII9 ixt no mit der frokopto* von (lata tu*
gcacrliriobonDn Kntonii naliMU idontiich.
ä. l>io Vorrodon dnr Kntontin do« Maknrioa Chrf aokopbaloi ed. pr. Jo. Cki.
Wolf, De catuiiia graccor. E'bIt. Siit!.; ibgodTUokl bei Fabriciun. Bibl. gr. Ü.&Tif.
6ä'2 f. und bui Mtgne. Patr. fr. 150, 240 ff. — Di« Katen« cum HBtElilLuBevwieeliiiiu iil«hi
in den cudd. Bodl. Harooo. 16« m. 134« (dB» I. Buch, vgl Wolf ■. a. O. 8. 23 ff.). Paünaiu.
381 a. 1349 («nlliätt das 2. Buch von Matth. 8. 5-17, 18; vgl. Rubioseii. The daMinI
review 1887. 2^1), Paria. Suppl. gr. 28 a. 15 (Fragmeut«). — Die Katene la Lukas liMl
vor in d«n cudd. Vatiean. 1437 u. 1610, Budl. BaroM. 211 s. 15 foll. 233 (16 My». tcL
Wolf a- a. 0. S. 80 IT). Taiirin 101 e. 10 füll. I'JI (nnvollaUndig), Siniut 314 a. 17-13
foll. 246. — Kind Ei-z^ /ni imJQO/tiK iSnir boi Mi^ne. Patr. gr. 150, 237—240. — Eiu
Kxpoütio in canones Aposlnlnr. «t concü. onrtthnt I., Allntius, Contra CrrjgbtniMini & 68(1
— Vgl. Villoison, Anecd. gr. 2. 5 ff.
9. Die syrische Katonc dea Sevorua von Edes^n beflndnt aieh in dorn ooiL «yri
I [158 doa British Musoum, die von Dionysios Bnt'Snlibi in cod. Kidi. 7184. Wright, C
' logil« of tho srrinc maa etc , em-fthnt noch «iniga andere sjriachc KiLt«n«ii (mdd. ajrr.
K55. oud. FHrsh. 1). — Der cod. ßodl. cnreh. 143 eiithAlt t'ragnieiite ein«T K>leBe. —
nutzt wurden die syrischca Katenen von Cureton. Martin (für Pitra. Analccla i
tid 4), de LauHrdi-, Cuwpur u. a., dooh vornehmlich nur fllr die Uteron Kirchenad
ateller und ohut- »vatf^iuHtiachu DurehfQlirung. — De Lagarde. Cat«tia« in evaaji
aeKVi'ti^K jn' i|ii.i' -ii|.iTHiiiit. liMiiiiiiren 1886, — ¥är einen arabischen Kommentar mr G(«i
in it' III : th I Li. ii. I 11 . Mii.|t weirden, vgl. P. de Lagard e, Mat«ri*U«n anr Ki
und i<irB>.*iiii-iit» lU» I'viiiiiieiK'lii- 1—2. Loipiig 18i)7. — Die Catonn anrra dnaTbimai V;
Aquino ed. ii. a. 3. Nicolai, neae Ausgabe, Paris 1809. 3 Bde.
94. Asketische Eatenen oder christliche Florilegien »ind Hamm-
tunge» von A iis.-spili(;li<:ii «us der lil. Hclirift uml doii Kiiclieaschriftetdlorii
Über Tugoodcn und Laster, Pflichten und Übungen dos religiösen Lelicu».
Sie liilden da« Seitenstück zu den asketischen Abhandlungen und stehen
zur askutischcn Litteratur in demselben Verhältnisse wie die Ketten-
komraentare zur exegeti^hen; nur sind sie weit weniger zahlreich. Di«
einfftchsten FInrilegien sind diejenigen, welehc sich nnf einen Aut«r be-
sclirllnkon und düt^eti Kerstri-ulo A\isspriiclie über nioriklischu Vorvürfe
I sammeln. Gregor von Nazianz, BasJUos d. Gr. und besonders Johannos
Chryaostoraos wurden bei der Herstellung solcher Katenen bevorzugt. Si«
lasHen sich bis in das 10. Jahrhundert znrilck verfolge» und sind mcititens
anonym. Viel Älter ist ein weit angelegtes chrtNtliclic« Ploritogium. da»
wulirscheinlioh im 6. .lahrhundcrt entstund, ursprünglich in S Bücher zei^
fiel und Tti ir^ri bL'tttelt war. Das erste handelte über Gott' und gött-
liche Dinge, das zweit« über den Menscht-n, das dritte über Tugenden und
Laster. Spfiter wurde die Dreiteilung verlassen und das Ganze nach Ktitb-
Wörtern in alphabetisch geordnete Kapitel oder TltXot gebracht. Die be-
kannteste Itezeuition in alphabetischer Anordnung ist Tä U^ü nttfuiXÄtla
betitelt und wird ohne ersichtlichen linind Johannes von DiimaskoH xn-
geschrielxin. Diese heiligen Parallelen sind »elbst wieder in verschiedi-uen
Rezensionen handschriftlich vorhanden, und von den zwei ersten umpräng-
liehen Büchoru sind neuerdings auch Bearbeitungen in Hss nochgewieaeD
t Tbeologie. F. Kateii«B. (§ 3j)
217
-don. Eine Rezeaeion do« ursprAo^ichen eriiftcn Bticliea liegt vor in
9 Codex Ooislinianufi 27C> satv. 10. Eine Kczctkiioii des zweiten hatte
on frOlipr A. Mai auEUiig^weine verflffontlicht aus dem Codex Vatimnus
>S, der CK unt«r dein Titc-1: yttovifav n^tü^vt^eov *al 'Iwm-rov tüi'
«y ßißh'or dti-itpor outhält. Loof», Wendland und Cohn liabon unsere
ootnis des .christlichen Urflorilegiums' in neuester Zeit gefordert; aber,
t der erste 9elb«t bemerkt, die Zeit fUr ahschlieK8eiidL> Untersuchungen
rd erat kommen, wenn die HaupthandKchrift«n Uberselihar geworden
vL Die handschriftlichen Forschungen werden sich auch Qber die
rigen christlichen Florilesien erstrecken nnd deren Vcrhültnis zu den
fä nagäXii^i,a fo3Ut<,-Ileu mil».sen. Die Erforticliung dieses ganzen
HMVttinwetges ist auf joden Fall eino der vielen wichtigen Aufgaben,
(feka die bTsantinische Theologie an die nächste Zukunft stellt.
BiDS dritte Gruppe von Florilegien bringt neben AnszUgcn aus der
i Schrift und nu8 den Kirchonvätcrn solche nun den klassiiichen Schrift-
lOcrn. Inhaltlich unterechoiden tue sich von den christlichen Florilegien
tdi Art der hl. Parallelen durch den Wegfall der spezifisch christlichen
MAhrungen und die Beschränkung auf dax Gebiet der allgemein mensch-
Am Moml. Eine solche Katone iitt unter dem Numen des Maxime»
Mdteaor gedruckt und trägt den soeben bestimmten Charakter an sich.
10 Aatorschaft des Maxime.« ist aber sehr zweifelhaft und entbehrt vor-
u8g jeder inneren Begriindung. Von deu Kirchenvätern werden Basilios,
ffffir von Naxianz und Johannes Clirysostomos am meisten eiticrt, neben
locn eine Reihe von älteren Asketen. Viel zahlreicher, aber in der
egd viei kflnter sind die Auszüge aus den klassischen Schriftstellern,
'anrandt mit dem Florilegiuni de-s Maximos sind die der Mönche -lohanncs
oorgidee und Anlonios und andere anonyme E-Xzcrptensammtungen {vgl
Inralucher). Die Forschung wird beide Florile^eiiarten hei-Ucksichtigen
iOhko, um das VerhUltnis beider und deren gegenseitige Beeinflussung
Iber m b«fltiuuDon.
1. KatottMUtig« SiuBraliinKOii von «tliiiichen .^nmprUohen einzelner Kirelinniichnft-
ktir Ummi vor in rolgwiden lim: I. Aiu Johnniio» Chrysostnmos in dnn codd.
lh«B 2127 ■. 10 (in 100 Kapiteln). Vnricui. i'nlitl- 8TT «. 10 -1 1 (in :1'2 Koinilinn). Angelic.
ILI 1. II, UareÜB. 119 s. II lin ü'i Homil.), Murcinn. I'20 a 11 (in h iCentiu-iiMi). Uxoit.
U^. ami t<3 •. II (JM 80 Uomil.). I'nm. ]ü'>S h. 13 (in U llomil.), PiirJs. 1029 o. Ih4'i lin
t finil.), Paria. lOSO s. 16 (in ^ä Homil.). Vgl nuoU S 77 Ubor Thoaclan» Du|iluiupHt«8.
■t Am BaaJIioH i. Grosaen in ileii eoAd- Paris. 973 tt. 104ö (üi 24 SörmoHus; vor-
iitim ron itt Satnmluiig AtA Üywvim Mi-tnplirastB«), Coiiil. 114 s. 14 (iu 22 Homil.),
jilaB. F ^7 ■. I't7&liii31 Hoini!i«n. ziuiHmiiii>M inil JuljonucH Cbrj'auslomos), — .V. Aus
lra|or von Katiaai in (Um cod. Mmu, ayoüd. 213 b. 12. — 4. Au« JolianncH Klimax
• 4m eo4. Paris. 1140 A s. 14 fol. 26-38.
2. Dia JakuaiM von DamaakoR ingeacLricbenen Sacra Parallek ed. jpr. M. Loqiiicii,
i iNaaia Dmusc. Op«nt S (Paria 171S) 374-790 ua i)«m rod. Vntic. l'iÜB n. i!> (aua ilcra
** Itfals. Cafcawatatng von J. Uillina 1S77 baaorgt «nrilon war) mit Proben aus ilum
iA HtpahalÄtM (j***t Barolin. Ptiiltinn. 1450); abgodmckt b»i .Migne, Patr. gr. 95,
M-lliM. M, 9— 544. ~ Ein« Mtnr« ttrannaiDn il«* 2. Buches der urBprQnKliebim IfQii
*. rr Mai. Script r«Ur. nov* coli. 1 (Kom 1K2&) S. 43-90 u. 7 (Rom 1HS8) 74 - 109
ili'aiaii •0» mhI. VatJc. 1553: ebgedniekt bei Uigne. Patr. gr. »6. 2. 2016-2100.
'••fa bkH «• Ar wabniefceiiiU«li. doaa Leontioa von Dyziuix an der Abfaaaung daaselban
Mbt war. Dwaa«jbe Buch ale nnlcr« Schrift in dem PalimpBOsImdex Vstio. I45ß a. 8
11 P, BatiffuI, L'abbaj«- ds RoBsanu, Puris 1891 8. 65). bei Avm die ureitore Fonichuni;
tl 4a> 3. BmJi Diiia^tx«!) tnuM. - llHUptsi-linft: F. I.oofs, Sludieii flb«r die Jahannea
e: — "-
BysMiUiusclia UU«ratarf««clilefat«. L Pro««wei« Iitt«rAtflr.
tM« «• anfTtaglMli« Tom d» Sturm ParatMa. OtÜ» ISM). LeofB besprickt dii Um
%tt bakaaat gawtrdMtea Um der PanlUca |hmamiWg«i» iat ii«bw Mm voa LmA
■MfttrtsGeb twiMülw «o«. MaMl 0 & nodi 4ot cod. Ambrw. B 26 tnf ) a»d «rtctK-
ao4aam im Qwllwi md Gnndrtl» nr KckonatrakHoa der 3 BUdwr d«r V(fn mit bo
■M4««r Bortcknitlitiniag dar codd. Vatic. I&&8 md Coisl. 2T6. — Zo dsneelbao R<«it
Ittan gabncto I.. Coha, Zu ii>dirritt«a üeh«rti«f«mig PhÜM md dw Blttfron Küxkts
TU«r. Jkbrb. f. pnt. Tbaol. (18) M^i, 480-90. Vgl, dam P. Woadlknd. B. 7. Ml»93|
e04-e00, N*a «nUMkU Krmtnwxil« PUk«, B«rlin 1N91 S. 18-20. - €. W«cfa»malb,
Btadica at dm eriecbiscliaD Flonlefito, Bariin 1^^ S. 1—44 balle oino genaue fi«-
•dmibuc dca cod. l.aaniit I*. 2i mgabto. ~- VgL auch J. Rcaclcl Uarrta. i'nt'
mrti of Fliü* Jodaana, Cusbridga im S. VII-XXVII (aber die codd. Rapefac. P*ni.
n» m. Coial. 20).
8. Koeb Hieb mtmwobt md (blgaada Hm, die ehiistUeke Fkirilegi«D mtlialtaB]
codd. Paria. 9jH s. 10 foU. 870 iLod tammmaea Ibealosici 24% ex 88. Palram opcdbu
exoenrti), Tnria. S43 fol 32-271 aaec. 11-12 (wafaracbalnlicli eba MlbaUadlge, alolit
alpbatwoMlia B«z«nHion d«r Sacra Paratlela; daa laalicfc« FlorileciBm ataht in einer Ht
in Ath«n, aaa der J. Sakkeliun, JtXiinr 2aStU) 681— JU die Cabenebrifton d«r 100 i:«-
piUil miiuilta). VaUc. Palat. 388 a. 13 toi 1— S» (Apopbtlwfnata ohriatiaaa in II. 3 <ii»(incU|
•laa 1. l{u«li f*h1t). PAiis. 1143 a. 13 M. 1—310 (CoII««taBaa SZaüMtio), Bodl. Baiooe. i
a. 14 Tal. I 153, Puia.901 saec 14 fol. 96-232* (Excanta s«u MmionaoH o SS. Piiri-
boe ad morea informnndoa portjnratia). Patsieaa. bH saeo. 14, Paris. 1141 s. 15 fol. 1-Gi
(narilngiiini de virtotibos «I vitiia ex Hrriptorib, sacris et a^wiawWcia oolloetam), Pim
1144 a. 15 folL 227 (CoUaeUnM es ecriptor, eccl. Mp. 3-35), Tatto. OUob. 43S a. 1131
fol 7-80r.
4. Zu den eakeÜHchon Kat^inm iiil ancli doe Urieiöyior yvotfumr dea Elias Ek-
dikea ana Kr«ln Imn dom 12. JuhrhuncJMl) tu rcchorn. daa bei Migne, Patr. gt. ]tt,
1138-114» nnvullBtandig ediert iat. Miy;ne ebenda S. 114^—1170 gibt 140 Kttfälmi
yrmvtixii von domaelben. Haa: Vnlic Palat. 91 a. 13, Eamnal. 2G» a. 14. Pari«. 362 &
8S8, Viadob. Ilieol. 287 u. 234 il a. (die Anulil diT Kapit«! iut iu den einM'lnvti Ha»
•obiedsn), — KOr dJo ' Jinuf9(yiiaTa tivimr Staifneeiv nm^poH' vgl, § 84 Anm, 8,
ü. Uelier die aaeroprofaiieii Florilegleo des Muximua ConrvMor, Johannes Oeo
Antonios o.a. vgl. KramDBchor.
2. Geschichtschreiber und Chronisten,
9&. Einteilung. Koin Volk, die Chinesen vielleicht ausgenommen,
eine «o reiche histfiHschp Litterattir wie die (»riechen. In iinuntei^
ler Kcihenfolge geht die Überlieferung von Ueiudüt bis auf Laooikos
kondyle«. Dio Oriechon und Byzantiner haben die Chronik de» Ostens
swei Jahrtausende mit gennssenhafter Treue fortKeführt. Bei allen
Enkungen, die .sich aus der Kmpfdngliohkeit und dem Vermögen der
er, aus dvm Wechsel der Stoffe und der individuellen Ffthigkoiten
n, hat sich die historische Litterfiturf^attung bei dun Griechen bis
t Vernichtung ihrer nationalen SElbatändigkeii durch die Osmanen stet«
feiner ttiu^ehnlichcn Hnhe behauptet.
la der byzantiniMhon Zeit zerfällt alle Darstellung goschichtlichor
in zwei stark verschiedene Gruppen: in Geschichtswerke
ntiken Sinne und in Chroniken. Der Untentchied beider Gattungen
kt Mch auf Stoff und Form und demgemflä» auch auf das vorau»*
Publikum. Die Vei-faaser der Qeschichtswerke, die wir schlecht-
lab Historiker bezeichnen, behandeln einen massigen, von ihnen selbst
en oder ihrer Zeit kurz vorauKgehendeu Abschnitt der byzantinischen
Ucfate; «ie schreiben also Zeitgeschichte. Zuweilen ziehen sie
Thema auch Brtliche Grenzen. In ihrer Technik und Sprache
I sie alten Vorbildern wie Uerodot, Thukydidas, l'olybio« oder solchen
Jfantinem, die sich an diesen alten Muxtern gebildet haben. Ihre
Üktioa ist daher, wenn »ich auch nach Zeit und Individuen bedeutende
AwühnngaP ergeben, im Prinzip altertUmhch und puristisch: sie streben
^H|iMher oder wenigstens hellenischer Vollkommenheit. Das Publi-
H^n* welchoi« stio schreiben, i.st der au.serlcsene Kreis der Gebildeton,
Is Hofes, der hinhören Goisthchkeit und Beamtonwelti ein Kreis, der nach
In «Qgemeinon Stande der byzantinischen Kultur bald grOsser, bald
rr wird.
Kebcn dvn Historikern Htehon die Chronisten, die, wenn sie auch
ttlit raaeclilieflslicb der byzantinischen Epoche angehtlron, doch erst in
Btwr Zeit za einer grosseren litterarischen Bedeutung gelangten. Ihr
llill ist die Weltgeschichte, die sie von der SchöpÄing bis auf ihre
i|Me Zoit oder einen kurz vorhergehenden Abschnitt heruntcrnihren; mit
»diliesfien sie mit der Tbroubetitoigung du» zu ihrer Zeit regle-
teibb
(UmI änyphn
'.Hinnuken, wie
«ndscfarift \CüL
VaA w BBhn die Be-
fttafet «sf «n» raderdmnnk xortci.
"•i*-
SMuhfln,
ist 4tt
ZwttXtB
QO<fiHicMidw
m %«BerkeiL
&*(■ BMBBOHiBWII niM
«Apnefat die Form.
gleicligaitiBt
«• ab m tMDperierl« '
D» abar alk Sunar gi>bi]ilet«ii
fiKtfiibreB. die tnuUtw-
n. so gelang w d%
'ia»Hm Krfftoi Atr Cknoirten nicht, die ve
"" .>-i,i(tMyfc md »ftHaktiatk w» Teredda: «ie blieb unter ili
Hm tnl^h nnjytAfpM aui ftamfm Werkmag. Schon die Wa
Mtf iroi KflhrM'ri d«T Liru^ratur m grladbch vermcht«t«D Mitteln
Vfif-: lU-i'iM howid*!, rlM)i Aitr Chronviten aidi nicht mn denaetben
hrM« WAfi^M, fr)«> d)«- ll)*t/>nk«r, Konderii an die groese Uaase des Vo
In utmUn t.iiih- hk 'I)i< Tii<i>HiiidrT N4-hwachgebi)det«T, aber nach fromtner
li'htiirtM Dtffrf den (luitu (I<t Wcltlicgvbeahoiten begieriger Kloet^rbewohner.j
nmüm
I Hifl *lb*
- KniM irmbi
KewhrtnkMn An
', V-l l( ;i-l... ii^.i |,|,|M WmIm.ii-
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<ll'i iltiil hUi'HI'
ii>linkr>l|(ii|il« ili»«ur
RigRi»tllinli«bk«fl rnrdtrat« nim&al im (
ZiiHMiiniMibRCgd ontersucht xii wvrdrii, «^
liDi «ucJi die KiiDStfieMbicht» (Alkuoni
bilrli u. ft. w,| XU licrticksichligno «uro.
') Ein liab«rh(>a Uegeostück lUi DiB
mixi«ruii)( <I«r Historiker luid Chr
tii tl«r l>j lAiilinischen littenlur bililon
Uomarkiingon desScmproDiiu Aairtlici abot (
UnlHMithicil v«ii Annitlei» und Uintertl
W tioUiiw B. \ 18 (I $17-320 ed. M. 1
2, O«achiehtaohreib«r aai Cbronisten. (g 95}
221
H«Ai|Ba||»fi||jiGwchioiiti4wcrko hiiheroii Stils als die populären Chroniken
"VUIM <m '^nefra MiüvIhIU^-, »U infolge (Il'I- »tvtig foriächreitendcn
Tertaderimgea der lebenden Spraclio eclbtit die einfache Darstellung der
QroBist«n den weiteren Kreisen niclit mehr villlig voratändlioli war. vicl-
bdi in dio zcit^nQasisclie Volknhprache. flbcHrn^en; liiliifig blit-b vn nicht
bei der bloKsen Cburirngung, sondern ck wurde aaa mehreren älteren
Werken ein neues zusummengefügt. Dabei wurden nicht bloss die Formen
ud WSrl^r, sondern auch der ganze Ton der RrzAhhing popularisiert,
ond wtb»t der Inhalt wurde durch Einflechtung sagenhafter ZUgc dem
OeMhiDacke des Volkes iiilher gebracht. Die Bearbeiter htillL'u sieh,
«pU ohne Ausnahme, ins Dunkel der Anonymität; dass ein Historiker
•eUwt eine Volksausgabe seines Wi.'i'k» veriiustaltet habe, wie man geglaubt
lut,') t«t dnreh nichta bezeugt und vOllig unwahrsrheinlich. IJic Zahl
nlchier Unuirbi-itungen ist erheblirh; doch hat man sie er^t in derjQngsten
Zeit richtig gewürdigt, und nur wenige Exemplare sind gvnauer bekannt
geworden. In dieser volkstümlichen Gesehichtslitteratur, welche den Dualis-
m*» in der mittelalterlichen griechischen Sprache deutlich illustnert, troffen
wir <na alten Autoren Josepliiün FlaviuK, von Byzantinern Theophanes,
G(«fies Monachos, Kedrenos, Zoniiras, Manusses, Anna Komnena, Xiketas
AkoBÜnatoa n. a. Ihren volksbuchartigen Charakter verraten manche
dieter Werke schon durch das Format der Hanilschriften; z. K. hat der
(U. Marc. Vli 20, der ein mit. Manas.'^es verwandtes vu]gäi-gHcchischef<
OnchichtAbuch enthält, dasselbe kleine Quartformat, das wii- bei den
Mirten Uandachriften der Vulgärromane und dann auch bei den Venezianer
Ikwkao denelben Wmerken. Kine xusammenfassende Untersuchmig und
Dtratedong di««er ganzen für die Gesehichto der Bildung und Sprache des
piedüscben Volkes im Mittelalter ungemein wichtigen Litteraturgruppe
Hre erwQnscht. über einige Vorarbeiten und Handschriften wird in der
8paaldar«tellung berichtet werden.
NatQrlich ist mit diesen zwei Gruppen die Gesamtmasse der aufOo-
Kkicbte bezüglichen Schriftwerke der byzantinischen Zeit nicht erschöpft.
EsLoumeii zu den Historikern und Chronisten noch vor allem die HeiUgen-
Wbta, von denen manche als Quellen ersten Itanges fflr Geschichte, üeo-
pifltic und Topographie gelten dUrfen, dann Bonatige Biograpliien, mono-
pifhiache Schilderungen wichtiger Ereignisse. Klosterstiftungsnrkunden,
Men, Briefe und Oelegenhcitsgedichte. endlich die unübersehbare Zahl
na itaatlichen, kirchlichen und privaten Urkunden jeder Art. Näheres
•fcfT diese lustoristhe Neben- und Kleinlitteratur tindet man teils In eigenen
hnigrqiheD am Schlüsse des Kapitels Über die Historiker, teils in den
Ahteknitten Über fUiotorik und PoLisie, teiU in Anmerkungen. FUr die
fMH Miaw der Urkunden, die für die Geschieh tsforschung wichtig sind.
*be ijiw aelbstündigü lilterarische Bedeutung zu beanspruchen, kann nur
uf dio unten angeführten Kollektiv- und Kin^ielansgaben verwiesen werden.
I. SaMnelsUHeabeu der UJntorikür und Chrouiiilcn: A. Uns l'ariiter
a*tfm» wwde, Bachdein durch rrQli«rc Aungiibun cinKobor Autoron der Budua vorburnitet
■■^ im &irftnge d«» Ktatgs Ludwig XIV aaUn dor I^eiliuig de* Joüuilon fliilippLalibo
') Salmaii«« bat PaWidiM, Bibl. gr. «d. llsri. 7,739.
222
titt«r«tar.
AUktii^ Ha
Zeit sUnneiiB«
begMUiMM Oh
Bodi 181»
4tr B«rifMr Akmi^mm farteMiM,
PsriMr C«]ai
g«n. Jamen ■!
aachssdrüdit. Sm
B. G. HhMb« makamammta, tfiUi t»
1*B, Ba«B 1SS8— 1ST8. Ot^nalittf;
Or iM Cofpw atKik im SMmilfmi dMZaMns tm Tb. BBttatr-WoM varbmüd
!»• vamn üvUrngm. «» «ck «■ Amm CaUiMfeMa gBkaapft hatten, «ardan «mh
4aa lUanl «Mar awhtMJigiaii «»d inirgianhiii ObtrUtaag va4 nMihr no«b dweh Ä
OUabüuiikail ni AliMigBi« 4(v mtitttm mbAtUtr Ctm. L tUlcon und W. Dindoi«)
faM rtNIs rtnML Von da M«t dam bwUiMa 4m VancMovr Na«bdnMkM m
•niKUMal vara&DÜidM«! ABtorcn wie Kqnat P^mki i ag—— In«, OsorgiiM I'üuda«. PhnslM
a. a. w. atyafcBB. M diaa Bowaer Caiy mÜ «Milcn AwotdinM niehta ab ein tAUM
rarlilhirtar Abdnck dar Pariaar Stnntmag. Wim «• Tat« wa«ig KeflMert wnrdcD, ai
vMartillalt aoek dl« UanarWtaoi odar Ke^wtaltang ihr KMBvaatar« und iDdicaa^ Hia
bagniKU akh meita mit dun AMracl:» d«r klua, oll wailachweiflgaa bihI üer VerUa»
nwi ündOrflix«!! AemBritiisg«n drr Pariatr ABag*b«a: dia IndiEta «ardea teils vSlIif <B-
vnrlnilTt lir>laM«ii, ao ilaaa lÜe Stfllaa Mck den ■■ Band» baigiAgtea SeilmmMea im
l'ariMr Anj^alio xu sueliea afad, teib aacb dar Benan PipiiieraBg •ii£«|MMt, eine Ift-
ICMMwiiiMix, dr« jnili'in i.eaer bgorliclin Staaden baraiteL So iat dM BoBner CcnOi
^Brahiaa Biclit m t'mom ,ftr dio Philotefia md Gaaclucble höchst erbebUelieB, nr
UBaorr Ifation rutrmvollmi* Warkn grvorier. «in m Niebohr in Anaeiclit gwlellt haU*:
nliriicmi hat nr iwIlMt knnt wr »iTiiim Toda du gntue Unternebtnco bIh uiBbarUgl
boKi'lrlinnl. Man Eili(<rt in tVankicith Doch tncnt UAch der Pariser Sammlung, häi
iinM i|AU'ilhnlirh nndi i]«m flonnpr Corpun: Uns IcUore wt aaa pnüctiach«!! tirAadna «oplifa-
lenawrrt, da di* oIwm Miltvne fnriiter äammlaus miDclicui nn»WK>iiglieh faleSit nd
ndniD in llir mnhrer« im Bunnirr Corpua BUfKVnominun« Aut»reti foDMi. BeKrtdlongn
d«« llntinor Coniun von K. Hopf. Jalin» Jahrb. T& (1657) 76U IT.; von O. L. F. Tafelt
Kimm II rinn und Nartiiniinvn !^. XX ff.. Silzuiiit^bur Wien. Aked,. )thil.-bist. Cl. llÜ'i, 31 C
und UUiicliun«r (I<il«brU Aattintn. hibL Cl. l>*!>*. % 150 I.. \»l f.: von C. de Buor. Thw
ehaiiea 9 (1861^) UM f. Vul. nncli deu BencH Niebuhrs Über den Forlgang de« Bonmc
uriitw. Rhein. Hua. 1 (IfUlS) :i^9.
1), Kti'ltiiili wiirduiL die nieiMten Teile dee Bonner Cnqino mit RommeBlarea ■•!
loilliioe ohnii kritinpli» Vci'b(<w«<rn[iguti, aber auch ohne allin reiclilirh« DraobfcJUcr wiedi^
llult Im dor rntmliinia (ii-aurn vuii MIgne |16I Bind». Pann 1S.^T— 1866). die akk
xnin Itunnor Corpus ftbiilirli verhalt wie der Toneikner Nachdruck xur PariMT ScaunlMC.
Vun den (iri<"^"*chuii 'ri'Xlcn den Bonner Cornus fclilm hier Johnnw« Lydo«, Zummh
l'rokopiiw, Thnnpliylnkta* .^iinoknltDH, Gf nrt;ia>i Synkollo*. Miohaol Attoliatcs and die Stflet«
ana der 'l'ureofnweia dne Martin (!^i'iimnii. Urr von Migne vomostaltolL' Abdruck hat tb
die bytantiuia«h«n Studien voMii^nInni die Bodoulung eiaea Notbehelfes, weil Mcb ia
mnni'hpn, heaoudi'r* IhnoloKliii'bon llibliotheken keinu der drei froheren ^mmliingCB, «aU
aber dia Hiumrol'' l'iklf<>]ü|iie bpündpl, Wur Bifh oiti^beudi-r mit deu lljrMBtineni bv-
Bchnniiien will, wjrd iii>]ii<>r iiuf diu PariB^r biw. das Bonner Corpna turDekgreirta, M-
«att nicht vAllia ni<ii(> lli<nrbi<iliiU):en vorliegen wie fQr TheophAues a. a.
K. /ulutnl muu noi'h urwhbnl werden, dnn diu Verlafahudlua^ B. (i. Tesbaer
In lioipiift b<>K<>niu>n bat. niicli dii> byiunlitiii^huti lliolorikec und Chrontaten in kitiMtbM
UeuhMtimiCoa dnr wellbckiinnlvn llibliotbeca Toubneriana einin verleibe«. Bis >att
Uad dia manientc di<r klointm Historiker. Agalhiaa. Tli«»)pb]rl»kti>«. N)kei|iboraa P„ ZmmM
BBd Abim Ktiiiinon« rnti'liieiipn, -- Kanig4> auf die KreuaUg« beaOgltebMi Stlkcke aurdM
iuiw T«il mit ucrivullcu nrurn Kommentaren. aBrcenenun«!! ia dw Racaeil des hi)l<-
ri*na dea croiaade« llwiori««« tntm, it voll , Part* 187&— 91.
t. Fragmente der thilorikar: Fragment* afiUgriechiaeber nad bj-iantiDiatfaff
llialoriker (lVxif|HM n, a, w.) ed. U. II, Niebukr im oratev Bande de« B«niiar CorfM
tliatorici Oraoei ninnre* ed. L Diadorf. 2 voll.. Leipng, bjbl. TeaV
tli der enito Band eothAll v«ntehiulHh die von Nielwbr a. «. 0. heraa^
lUuu lt<9tt.
IMliMM 19W
MCebeoea FragMeat«, der iwoil« UiMiaBder frolvktur und Agalhiaa. — Ftagmeali
llBUricorBM OmofornBi «d t'ar. Nnllcr. tuL 4 nad 6, Pan^ DldM 186ä— TU:
2. QwcliichUchreilHr uai ChronUtra. (fi 9&)
223
«dt 1683 (Dd. &) nad 1685 (Bd. 4): euUiAlt nach imnoiiwoh«, tat gri«cliiBc1i«n und tyii-
•harn Qmdleii bcrahand« HistorilcM- id rrnioSBi Hoher Uobonwlsang.
S. Kolleklivaua^iben von teilweisv biatoriKchom tnlialt: K. N, SalliAH,
luf'mwittj fijliioititr,, -, Bfiad«, VMvdii; 187-^-1804. Enthalt mniat onniltorle W«<rbe
ri* die Ueachichtr, K«<l«n oad Briefe des PscUm, NtKrhtrHgn tu Attnlinbait, Chrnnilion,
U»dM:linflcnkiiI>log(<. Unefe, OMatzummtuBgen, Urkandm il >. w. Zum 7. Bunde vgl,
M mmkendo BesMvcbaag tob A. UebeoWK. B. Z. 5 (lÜtfS). - W. Hog»l, AnnWta
|wMbM»BitMka. PcUrebarg 1891. VgL di* BesprecboBg von S. ß-sky. Jonm. Min. 1893
11. 2S0 Awil S. 420— 4SI. - FobIm wrum B^xnntinanim nccar W, Beg«l. Tomas I,
[Me. I. fUMtonmi MMdli 111 orBtIonas potllicaa. KJidenint W. R«eel el N. Novu*-
Uiktkj. PeUnban IfiSS. - ilisloriNclMt Text*. Chrjunbull^n, Synodaloktva u. a. w. bringt
t. Papidupaloa Karamrus. Uriilrirn '/rpauoli/ioiri;,- aiajiioieyiin, hia jeUt voll. 1—2.
rrtMibwg 1801 - ISU. Vgl. die BcHprochuDgcn von C. D<i<ititni<i, Jonm. Um. 1892 Bd. 282
AiCMlWt 8. 3S5-4I», K. K.. B. Z I. G-£H , 4, I8ü f., und K. Knrtjt. Vji. Vr. 1 (1884)
nO— Cft7. — UrOMlentMla th<<oloKiti('hi>u Inhalls ist: A. Vanailiov, Anapdota Oraeoo-
Bnaotina I. UcricMi 18&3. V^L d!« I)(-ai>r«chun^rii von A. Kirpi£nikov and R. Karti. Vii.
Vf. 1|1«M) 180-207. Inh»tl8«ng*U« B. Z. 3 (1801) ISO f.
4. CtkuDden. A. Allgemeine Sum tu) Unheil: Aot«e< diplumatii graocji niedil
i «dd. Fr. If Iklosiob et J. Müller, ß vult.. ViodoboDM 18Q0— t»m). UicwMi fdr die
■itUUUwUdie aeaobielil» tii»d Goographie [des Ostens nnoehUibue Wfrk. ilciwon Voll-
■ inng koSairtBck dureb den Tod d*r beiden bcrch verdienten HermagehuT nicht vorhindnrt
md, eatlitlt RrlMse ätt Kniiwr und PAtriarchen. polittsch« Vertrt#e und K«tTpn|)andcaxnn,
HÜBwai . Kanf- and Scbeakou^Kutkundon, ProieasaktMi, Kloatemgvin ii. t iv. uus dem
UL-IbT Jakrliandart. Kiaiga Britxkgo xum !>. Dnndo bringt die Ueatireehiini; von Bexo-
hraiev. Jonn. Mia. 1808 Bd. 2:>7 JudI S. 41ü 417. - AOKUst Tfaeinor et Fr Mi-
hlvoch, Monameatn apcetantia ail aniunom cndcAtnrum, Vjndohona« 187*2. Kathüll auf
S» l'oicn Waglicbn AktcftitOckv von lrJ-l-1582 K- N. Satliao. M"iat!n 'UJI>;r>ji^f
kiifitiK. DecDn^nt« infJils rcUlifa ^ l'lijHtuire dn In (iriSce au movon-Agn. Pn>ini4re aäriei
ftii—<ii<i tin^ An» uchitofl de V^mso |UU•J-I.^UU), ü ÜAnde. J'iiHs 1^80- 18D0. Hier
Met MM lalctniücbo uad itatioiuadie nuf diu viiniMiuiiarhc Ilcmicliafl im Orimt be<Qc-
U* VrkwideB. Karten u. ». w„ ili» lU iea btitiMi liyEonliiiJächca lliälorihnrn wertvoll«
KlKlnugMi bildrn. — Rtiuofalla auf dm luluinisrljuu Hcriaclioftcu im üriont und die letzte
Im d«a hjtantintH-.hcm licichM befiehl sich dn» lRt;etu Werk des grossen Konohirs Karl
Haff. C]iiMiM|U«i lirfLHi-HunMBM ia4ditM uu pou csoiiuudji. Burlin I^7fl. Von unscliSI<-
Imm W«H* mA die bcigoRlglM geoeak>gisvli«ii Tafvln der luloiDisohm tieanhlochter dos
OaMla. — Zur ■aclili«liea Kr^tantnaR diell(^^ biw. die .Urkunden cur ütloton Handels- nnd
Kubpichicbt« der Itopublik Voneing aiit faesonderor B«£ivliung auf liysani und dio I^-
*M<a Vim aeant«n b» zum Auagang des fllDfiabnten Jalirbundeila' herauagugeb«n rnn
G. L Fr. Tafol uad O. tf. Tbomas. 3 Teile, Wien |Kbe-18:>7(^ Pontes reium AuatHa-
om II 12 — 14). — Cel>er die Ausgaben von Urkunden de« Atlioa vgl. die Iiitlcrntiu mm
Ukm |a. deo Indes), Über filoelerrageln a. 8 136.
B. llvaaatiniacbe Urkonden aus Sizilien und Unlerilalien entlinllon
(^Mda Wvrke und A bhandl nagen : Sp Zanipolios, 'ItiXaiiXi^riiin ijrm rpttisi] n^ityiiaiila
••fi nä* ir i«V np/ii'*« SivnoXitui MMxiKuvr JU>;v. n(p}-rt/f>;*'wf, TV 'A3^n<if 1B64 (Vr
imita aaa der Zeil von V83 — I2S1). — (i. 8pata. I« pfrrgamene Oreohe esistenti not grande
«divw dl Palermo. Pal«Taia 1862-64 |lTkund<.n von 1091 1380). ~ Q. Spata. Diploini
Qm üivtliaKi iaudili, in den Hiac«iUDea di utorin Itnliiina, t«rao 9 (Torino iMO) 878— &07
mi LI (1871) 1 -112 lUrkundipn von 1084 124»). - Vgl. <;. Bpaln. Sal dmetio diplomaüoo
U iaiima di iloareAle. Palenno 186.^ (kunai, alluemdn gebalteoer Uoricht mit Hespre-
•tag füMT Urkunde vom i. 1151). - ■ Oiaa. UQlIor. Tc« carte Ureoho dotl'ltnlin meij-
^Mala, Anhivio alorioo lUliaao. Sario teria T (1868) 1—37 (grieohiaolier Text mit italio-
iMWr Uehttaotsung). — Pr. Trisebora. HyllabuHtiTaeoaruro roeiubraiumiiii etc., Nonpoli
UK iDrkandca an« der Zeit von ^4ü~133l; im Anluuige noob drei StOeke von 1427,
lO, I450y, — Deber dm Publikation von Trinohera handelt: Oiua. do Blasils, Le porga-'
■aa hlaanliao degli archivi di Napoli ' di Palermo, Archivio »lorico Italinno. Sehe terra,
IdMB) 78-101 ~ Salv. Cuaa, I diplomi Oreci ed Ar&bi di Sicilia. 2 voll, Palermo
: (Mader Zeit von Iü7d~133ä>. ^ A. Salinas, Di un diploma grvco di>l münastcro
riaäiilii di Scilla in Calabria, Arcbivio alortco Kicitiano 1888 (mir niUQ ging! ich).
" fTiritlrfMT u IViacbera gab ü. Parisio, Aichmn etorico par 1« proviocie Napole-
BlM) 8W-860 aad 13 (1888) 772—781. — N. Pariaio, Duo l)oe.nmeiiti gr^ici
~ \ Oertaaa di S. StefaBo di Boeco, Neapel 18&1 (mir unstugBnglichl. ~ Raff.
. Diplomi Graei em le verwoni Latin« del Hticolo XVII, in: Documcnti per scrviro
■Ib «erla di Sidlia. Priana aerie — Tabalari, vol. I faae.. C (PaU-nno 1HM7) 335-523
(UsaiM VM lUC— 1218). -- Von griechiechvn I'rkutxlrn in Menninu und Rom gibt
224
BjxantJDtHobe Litteraturgeaciiioht«. 1. PrOftuache Litteratar.
Kttnntnw P. Batiffol, L'nrcbire du Saüit-SMiv«ar d« Uvssin« d'npr«§ nn regiatt« ia4H
Kdvuo du» quostionii hisbir. 43 [18ä7j 5^-567, nnd: Dm Archiv im griecliiMhea C«llS
in Hom, ttsm. «JuArtoliichr. S (1^88) 217-221. - 7.^m Stn^k« mm d»n Ardiir de« fS
r.hiiuliDn ICoUcgR in Kam od. I*. llatiffol, Charh« byinntino« inidtJlM de Oruid* Orte«. MH
d'oicbüologic nt d'liiatoire 10 (1890) ÄS—llt. Kinig« d«r «cbon vno 7Viii<^ber« htnlifl
gcgcbi'Dcii Urkuuilon (de« 11. Jfthrh.) Nind wioderholt und xum Teil fncnlmiliitrt in: CcJ^B
diplomuticus CavenatB nuno priinum ia luoom odiina enr. DD. Micbaal« Vtomi^
Hiuirv. .St'LiW. Sylvtmu de Steubano 0. S. ß. Tom. 4. 5. T. (NoapoU 1877—79-88). -
Vgl. aiii'h die griBchiHchoii äubätcriptionvn und di« Stieren (Ut«nuii«li«ii) Dokument« bd
Cam. Minieri Riuoiu. SH)cgio di Cudici' diplomatico 1 (Napoli 187$) 1 ff,, und die uf
dia bj'Euutiuische P(>riudB ySiJO^l'JHi buxU^liulien Dokumentu in d«r Pnblikatioo na
Dom, Murua, II cliartulaHuin de) moDularo di 8. tttiuudMto di CouvorMno. V«l. L
SyMutina. Nurinanna. Suovs. MuiiUcoBsinu 1892, — Dk lur Krläutprtiu^ aller dicMr &-
künden dienenden SchhtUn Aber Liyzanlioiscli« Uerrschaft. byiuntinisohe Eia-
flUsse und griechiscli« S|irMclie in Cii toritalten und Stsilien bind im biblioan|Ai-
sehen Anhänge am Schlusee des Uuahs (Kubriken: .Hisloriscli* Mono^rapliiea' und •Knial'
g«achichte'J unfg^Ulhll.
C, KiniioUuaBaben: Kinig^ Chr^vsobnlkn ed, R. Miliar, C«talni$uo iIm tm.
gracs da tn hiblioth^ue de rEncnrial, PaiH I84K S. Äff— 6$. - Tb. UnponskiJ. Htm
liishirisrb» Uokumnnlir. ggsnmmelt nuf niner »■■■tündiwlicn Ucinn. l'nblikation d«r arclil^
loKiacbcn Kommiuiian, l'otiMvbuTg 1)^1 (nur 2 hyinntiniiiclin L'rkandpn), - Zww Argyn'
bullen Am Ucopotcn Thoinii* l'alnnologok nd. nuK dnni Cod, Atlioa« 329S Sp. I.aranr«*.
Oufi'oaaöi 1 ilHUi) 472 IT, -~ Kinc Clirvnobullo du.i Androoikoa Patncologca ron 1289*4.
Sp. LoniproH. Jfitior t ilij.-«:i-l»<4&i 113-119. - Kinigo aus der THrkotuwit aUmmaai*
gneobiaclio l'rkuudmi im Areiiiv« von Vooedie od. 8p. Xaniproa. JrXrior 4 (1895) tU
bia It^:.'. — Kiuo ini Jahn- l!<l)j uulKefntiKt» ruIeiiiJBrue l'rkund» diu KOnAen va>n Tar«al
PliiUppii II vDi> Aiguu. welt-li« dia ut. D«iierHi>Liiiij|c vinur Cbrj-avbull« Mictia*Ia II. Dm-
potoii Ton EpiruH. enüialt. cd- J. A. RomanoH, J(i«'<]f 2 (l^^~1^9i ^7 — KOt^. — EtM
ChryBübulle JuljnDu«a V tvun 1863) und oinu ArsyroboDe Jokannen VIII (von I4Ü~I n«h«t
einem l'uüiurL-bHliikt «d. J. Sukkelion. Jikiio^ 2 (I88&-I889) 609-621. — Kio*
FälBcbiiiig einer bui«erllofa«n Bull« wies nach J. 8nkk«11ion, 4tXiiw 2 (l$ä5— 1801
2fi&— 275. - Kine Privaturknod« aus dam Jahr IS.'iS «d. J. Sakkelion, JiXrhr i
(l8Eß— 1889) 46»—i7!i. — H. Oinont, Lettr« grecqu« sur papyru». Revue arehMt^
Kl° airie 19 |l!<il2) 384 - 39» (dor b^rahmtn Paiiyrusbri»!. dor walmchainlich ron Michad 11
an Ludwig den Kroitimen geriebtot wurde). — Konst. Jicofek, Kine t'rkund* Tun ISJ!
bis 1240 xnr OeBchirbtii von KorFu, 1). Z. 1 (1892) 3^0 f. — Einige oU WandioacbriftM
in «incin Kloüter zn Myslriia orbnltunc kniserücbe IJoldballen cd. K. (1. Znsia, 'J9f;tä
3 (1881) 461 IT.. wiodcrliolt in seinen £v/ifi,xta, Atlieti l!^H2 S. 43 ff. — K. K. Zsobari*«
von Lingontbnl. Einige ungednirkto Chtysobullon. JU^moir«s de IVwid. imp, dfasciencM
de St. Ftftorabourg Vit'' »('■rie, tamo 41. Nr. •(. Petersburg 1893 (mit Uoincrkung«» Ober d«
Zw«ck, diu iJnticrutigsR'cise und die L'ntorsi^b ritten der byxontiniacben UuUen). ~ W. R«K«i
Ein CiiryKibull des Kniaers Andreus t'iiliiiologua vom 13. April 1483, Vix. Vr, I (ISttf
IJl — lütS — H. Uudcou. ßvinritva aifißolaii; B. Z, & Il8ilß| Heft 1. ^ Zu aiMf «^
echOpfondDn AutzILhIung der lüiniulauagubou inQs8(on di« nur in Athen volUrtAadig t«p
luuiueuun Olleren urieuliscban Zi'itsi'lii'U'len. Zeitungen u. s, w, beigexugeo tcord«n-
ü. Hilfsmittel: l'eber die Teebnik der grieohischen Kaiaururkund«o und di« frflbtv
nbenehcnc 'I'bnttiUGhc. dass uns eine Kcilie veneiiunischer UeK«uurkiiud«n fehlen, handall
die orgobniarniehD Studie von C, Hcumann. lieber die uriciindlicben IJucllen nr 0*>
«ehicbto der byxBnliaiscb-venetinnisoben UeKicbungen vomehnilicb im Zeilallvr der KomuenM.
U. '/,. I (1^92) 'Sm- 3~H. -- Die Form der ürkniiJcii llber private R<-cbUKesi-ba(le und di*
Stellung dor xwei Kiuaaen vun ürkuudenacbteibern. di>r tafovXä^iat und der rou}r-' ^-
Bpriebt K. K. Znehariui^ vun Lingcntbal. BeitrAge Knr Gesnbicbt« dpa hifuinii
Urkunden West nn, EI. Z. 2 (lSt)3) 177 — 186, - Eine Snnimlung und cbronologiaclie 1 < ..i
mung aller byxantiuisdien Urkunden. Briefe und sonttligen Akt^in nla VorarlwJt ta, do
projektierten .Regusten des byiantinisch^n Reichs' ist von der k. ruiuiach«ai Akademie dM
Wisse nsdinflen aiif Antrag der Akademiker A, A. Kiinik und V, Vnailjcvskij bondiloMi
und die Ansfnhrniig der Vorarbeiten dora MagiatFsnten B. Moliorsnskij Dbartra|M
worden, Vit Vr, 1 (ISflJ) «ig 2M,
5. Uobersetiungen: Obno Bedentuni^ sind jetxt die seit dem 16. Jahrhund««! I<^
anstalteten, oft wied(-rlio1t<in lateinischen l'obnrsetzunßen ein xelner Historiker, ans daM
Vereinigung sieb ein victgolmtoies Itandbiich der byxitntinisdien Geschieh tv ergab: ConM
vnivenM historin«, prnesertim Itjinntinae .... Jo. Zonnruo nnnnles. Nie. Acotninati. !<>(-
OrHOttM, Laoniei Chaloondylnn. liUtotian 1567: Fruneofurti od Moenuni 156ä und OfM
viaaerboit. — Kin Alinlichcs llandbuob critcbion auch fraUKlIsiach: tludotre de Conslaa- '
I
8, QMcblobtoobrfllber und Chrontstfln. {% d5)
sa&
A» dvpOM !• ttgtm de JmÜa jtwqo'lt lu Gn (((■ l'ünipiiv, trndraito nur Im originwu gnoa
L. CftUNia, R voll, i'aria 1671-74: wieilethult l'unii I6fih. Noch ilio HMoiN du
Enpira von l>n BcMQ mit ibreu FurtBUixuiiKua bentoht xum gruKEiuo Ti'il aiM Uebar-
>nSM> bvxonlinJacboT Text«. — Euie xmii IVil rcclit un(;cimuc und inclir aJn freio
tiHiacb* Uabenotxiuig iM (I«in Paiia«r Cur[iUB (aucli ilvm Vi-ncii. Nncbdruck) lii>iuece4iun
in Bi>iiii«r Coniiui wiederbuil. kbe'T )eidt<r uur ftlr einxulnc AuturtMi ii'Vidi«rt. Dadutcb
1 muirlte Kontcbtr iiMb dMU SbIm .Oraeca «ddI, non lefcuiitiir' sieb mehr an die oft
I vcrdtcble lalnintBcb« Ceb«Ttragung statt Mi die Ori)f;iiittle biull«!). ist viel VvrwimiU);
I MiMiientAiidBi« «Btstasd«!!. — Eine rusfliscb« reberaetEiiDg einiger byuntini scher
lorikor wi« des Nilt«<pl)or«s BiyvnnioB, d«r Anna Komneiia. dos Kiniuunos und Kikatas
nigalMT«m>slaH«ledieeeiatlichn Akadeini«in Polorebnrfi.i ttand*, Petanbnrg 1860— 68
r ongiBKlicb). — UaltersQtxiingen eiiixalnnr Werk» sind in dam batraffmdon Para>
^^^bllsemfian Ifiltsmittol. A. Kost nntaloa ist jetat das für sein« Zeit be-
B^^VarR van 0er. J. Vossia*. Ue hislorida Graecifl, Lugduni Itst. IßS-I; wiedar-
1 Lo^. Bat. IfiÄl; Frsnrofuiti od M. tö'T: Amstelodami 16SS: pmlÜHi noldllrftig am-
uMtat Ton Ant. Wostarmana. Upniae IK.'iS. -- Grundlegendn und bi>at>> norb nicht
•taia Üilfmeiltol tarn Stadium der bjiajitiniHchen UesuhichtaUttaTatur hnt Da Cnng«
HhaSni; os sind auincr aeinen EuTnmviitiueD xa Nike]>h<>ros Brjrennios. Anna Komnena
d KinnaiiMa baa. die im biblioi^ru^iiiiBchon Aiibanj: notierten Gesvkicbtswerke. — SIna
■Beb «berfllcMkb« littvratargeachicbtliohi- Kvinpilatiun iriuobte d?r Ureslaucr Prafesaor
Baabn, Di* Bj-cinlinunun ramm scriptoribus Graecis. I.ijiiililu 1GT7. — Weniger wichtig
p Ita Gange, aber für Ei[u«Uieit«n noch immer braucbbur iät A, Itandurl, Imiieriuiii
IMda, 9 tootu. Pans 1711 (wiodarholl Venedig 1721i). - Fur die kirclilichuD Verhalt-
M tOatttdita dar Fairiaicban. BisohQte u, s. w.) blt>ibt das HauntKork La Quieo,
!■■ dviltiaiHie, Paria 1740. — NachliHge nnd Krganxungen zu L« Quien bei K, Golu-
•ablj, KuA Skia« der ortbodoxen butgsrinch^n, serbischen und mnldnu-wnlnctiiscboD
nbn, Voakaa 1B71 (rvsa.), — Dam diu im bibliogrnpliincihän Anhange (Rnbrilc .Kirchan-
•cbkUa*} aD^fübrl« lattarttur. - KUr dns Bibliogrniibiscbe ist imtllrlich mich bior dl«
tttlÄMa Oraacm von Fabrieiua beixoziehcn. — Hocht Ternilufligo nllgempino An-
pHM nb Karl MnreeDHlerii, Ucber dns Studium der byxuntinischeu , (iedchlcbt-
MMr, MOMlnw pr^anntia b racnd. imp, den soiencoa de St. Pdtorsbourg i (IStri) 169
|W& — Gliitlicb wertlos ist: Kajinond Frnnfois, Loa deniiera joura d'nn empir«.
titm Nr Im hiatariaits BjfantuLS, faha 1^70; <e eiitd keine .Studien', eundeni geistlos«.
f wlMiiliiaii Qoellaai barubande 8albad«reieQ. — Debersicbt der wiobtigHlcn byxont.
pflM lir griaehiaclie und rilniiaohe öeaehiefale bei Arn. SobaTer. Abriss dür Quellua-
■ii dv griacfa. uiul rOn. 0«M<htcbte. 2. Abi. Leipzig 1881 9. 1S6 -1%. - CnentbchcUch
I tUarsa Stadien iat daa adhltne Werk von 0. Schlumbergor, Sigillugraphie de l'enipiio
Ulla. Paris 18S4: darfiber eis orientierender Bericht im Jonrnal des aavanta 18S&
B. lu utattta Ztii bat man such angefangen, die Quellen verh<nisse kriÜBeh
^nlenneben; doob fliad erst «inielne Abschnitte sufgehnUt. n«n »rsten Versuch machten
UJliker und UOller, t7nt«r«ucbanK«n lur mittWnn Geschichte heraaseeg. von Max
liiager 1 (l)<7)>Se8-- S80; die Arbeit betrifft die guellen (Ur dir 7^lt von 8^S— 9S7. ^
iMMkchtigen Anstaw gab Kerd, tlirHch durch sein grunrllegi''ndnH Werk: itvnanliniach«
Ma, Leif«ig 1876; ea nmfnMt din auf die Zeit von 813— Ü6tl bcxUglichon'Cescbichte-
wt* mhI Cbroaiflten. Vg). di« Bamreohung von A. v. tiulachiuid, LH. Centralbl.
ES. aSI « KIbIoo Bohtiften h (läM) 4S9-44B. ~ Hauptwerk fDr die QuellenvurliBlt-
dfv nwaial] dronologiichen Werke ist: H. OeUer, Sexlus Julius Africaiius. bia
M I and 11 1. Leipdg. Teubner Ig»i(>-Iä83. - Doa Verhältnis des Skjrlitxes. AHaliates,
»Am nad dar nbrigep Quellen für die Zeit von 97G -107G stellt in den Haapting«ii fedit
tScfcl, Stadien w byiant iniseben (losch ichtsob reibe m, BlAttor fQr da« Mjar. Gym*
-)'• iliili II I 20 (\^f!4> ?77~3?2 und 21 |188.'>) 4 -19, — Dann Tersprneh J. »ogor
IrftMOiB der (weiten Hälfte des 10. nnd die des 11. Jabrh. tu prtlf^n; ernühienen ist:
tegar, BjMUrtuuacbe tiescbicbtschreiber des If. und 11. Jnbrhundorts. I. Nikophoroa
lyälHu. Mknobas 1888. -- Daran schlimat sich dss geistvolle Buch von C. Neumnnn,
MddMke Oaa«bMilMltr*ib«ir nnd Geaohicbt8i)uellnn im 13. J uh Hui n dort, Le>|»:ig 1RR8 (Qbor
ÜModoroa Prodromos. Kinnoino»), ~ Kurxo und uDitivorlUiuige IJebr-niiobt
bao Uialorikei dra 6. Jahrh. nnd Ober die nuf ihnen bvrubetidt-ii Chronistea
s. tJoarfiios Monjkcho*. (ilrkun, Xonnros u. n.), iiowie Ober einige orieiitoliaeha
Kurt Grob. G«tcbichle den oetrSmlschen KiÜHon Justin II, Li-ipxig 1880
— Daa Verblltnla der griiwbixchcn (Juellen für KaiaiT Maurikios, also dea Euft-
tTbaapbyhJttaa, der Oalcrcbronik. des Thcuphnnes, Georgios Uonachos Q. s. w. untor-
h^O Adawak, Beitrtge rarGoodiichto des bjwniiniitdiea Kaisers Msnrikioa. 1. IL
I mr U^ aUcTtnaniKHitaxi DL ). aMi«. X. AwB. 13
226
BfsantlniBclia Lltteratnrg««cliicht«. I. Prosatsche Litt«ratar.
Ovannasialprogramine, Oraz 1^90—91, — Nur znm T«i] auf di« b^xsntinisch« Z^H rEuagrit^ '
Tfieupiiaiiee u. a.) bczi(<l>t mdi die grllndlicho Mono^raiihi« von L. J««|>. QiMillnuualth
auahuDK«!) m den griodiischoii KirclieiiliiBU>nken]. Jahn« JabrbOeber, SupplMBeaUi. M llt^
63— 1T§. — UmfaMODda Untcrauchungcn Über dir iju«lleBT«rhiitiiiiM der bruntisiMka
Wclt^hrnnikvii von C. da Boor, lUmiache KaiaergMchicbto in bysantinLKdifT Ftmim^
B. Z. I I1H92} 13-83; 2 (1898) l-'Jl: 195-211, und von £. Catsig. Dm H/potfaiA
in Dindorffl AuKgabo drr Od}m>BDachüli«ii, B. Z. 2 [16d8) 413—440; JobaiuiM AMmcImh
Fr. 200 Kahn, tinci ['rokoji. il. Z. 2 (18t>S) &U1— &98: Lac Grammatieiw und aaüe SiM
B. Z. a (1B94) 4>0-4»7. - Kfir die Ut«ren T«ile der bnanttniMhaii ClinsülcmlittNtMr
(Malnlon. Ontfrcbranik u. u.) komnen aucb iii Butruclit die Texte und CjBcHanuiUwiniiMiipa
in den Chronica miiiora ed. Tb. Momraaen. MuuutnuDta GMmania« faiatoriea, Aootoni
ant. I. IX 1, Burliu 1892, und in den Cbrttnica iniiioru od. Ü. Krick, voL I. Laiptü, BÜ.
'I'etibiioriana 1693. Vgl, die BcaiirecbnngeD der letit('t«u rublikstion von U. Götz»', Btriiuf
]ibilul. WuobenHcbnft 1894 Nr. 40 Sp. 1955-1801. und K. J. If«unianii. Dentadie IM-
tvruluireit. 1894 Nr. 18 Sp. !>!>2 -558. — Eine allgemaJna Daratallnog der orienUliKiha
(AgyiiUBcbeo. babylonischen und porsischan), jOdischvo und gTi«cliifidian Oeadiicbbaolirabai
im Altertum, dann der chriatlicben Chronogrnphia bei den GHedien. Sjrcan, Arabvs,
Armeuiem and ijlaven. endlich der islamitiscben Annalistik bei den Arabern, THrkann.a«.
nobet Texten byinntinisdier Cbroniken und AusxOgen nua orieotaliachan dlronikon gib
Albr- Wiith, Aus crientaliscbon Chruniken. Frunkrnrt a M., in KanunisBi<ui bei Moriti
DiesterWGg 1894. Alkin di<«i>s Buch ist tuit so beispivlloser OborflOchlicbkuil. lo-
kenntnis und I'bunljuitik gforbpitet. duae nicht die übliche Malinuiig zn .voraicbligtr Bk
nUtxiing'. Eondrrn eine iibsülulu Wiirtmng vor demselben nm rtatzn ist: d«n ABfia|K
kann ea nur vcrwincu, den erfAhri-ni-'n Forädier kann es wenig lehren. V^l, dl« &*■
Bprcichung von K. Krunibucher, B. Z. 3 (1894] 6U7— 625. — F.twus braurbbaier itt di«
einigen Apozinllhcincin gewidmete .Sdirift vuu Älbr. Wirtb. Chronogrniibiaohe Sfla».
Pruiikfurt n. M. 1S94. — Eine R^ilie byziuitiiiiuchcr Quell«« Ar die alt« Q«Mliicbte vi«
I'bulicH und die KuuHlutilinisebvD Kxzoi|ile. UtiBj'chios von Hilet und ZonAnw, dja chciM-
liclM^n Cbruuo^iapbeii wie Sextu» Julius Africanna u. 9, w,. Molalaa, Jobnnni-ii AnliochaiiMi
di« Oätc-ruhrunik. Nikephoi'o», UcorgioH Mennobna, Kedrenos u. a, cbaraktonniert aaoh ibrM
Wert und Kegenseitigen Vorh<nia Curt Wacliemutb, KinleiluDR in dwi 8tiidiam der
altöo Oeflchicble. Wpzig 1S9.^ g. 67-77: 12-2-134; l.-i.'i-ltiS. - Die auf di« SDdtlavM
besDglicben Nadiricbten dor Ictztnn bvEnnlinischen llistiiriker und Chruntsten iNikopboni
Gregoraa. Johannen Knntakuzenos. Kumnenos und Proklns. Cliraiitfes. Dukoa, JobanMI
Aoagnostes. Chalkondylm nnd Krilubtilutii iirbft im Zunammenbang VI. KaÖnnovikiJ,
Die l^. Cbroniat(^n nl* iJuoUo für diu (iusrliicbtu der äUdalaven in der Z«it ilea VcrtiOf
ilirer SolbsllLnJigkoit. Joura. Min. 1)S78 Ud. 1»8 Juli Ü. 63—112. - Kin RwainmeDfaMaadM
Werk Ober sliivischc Kellcxo ilvr byxaiiUniaiihvn Chronixtik gab .\. Popov, UeWsttkt
Über die ruBsischen C'biünogrii|iben. 2 Öde, Pvlerebuig 18G6 (rwsa.l: vgl. nacli di« n
Mutulas u. a- liticrton nfUiTpn Muuograpbjeii. — Die ajiMitlleru Littemtur s. li«i den ata-
Keinen Autoren. — Auaoer den liier g^nunnliMi Hilfatnitlulii nind die im bibliompUMbaa
Anbang genannten allgeneben historischen und cbrunologiscbvn '"irlrii KriimilifcMi, ,
A. Die Oeschicbtschreiber.
96. Allgemeine Charakteristik. Die hyzantinisclien Dar>it«ll6r
geni^aBiflcher £ruigtii»st> fo)gcii ohne Aui^nalimo der all^iochischeii
Üon. Bei den HiRtorikern aus dem (i. und dem Anfang des 7. Ja)irhan<l
wie Prokop, Agathia?, Menandei-, Theophylaktos ist das Kiemlich mIIu
vcrntändlich; denn sie i^telien in der ÜbergangRepocIie %'om heidnisdifl
Altertum zum chrisÜicliou Mitti4alter und knUpfen uniiitttclbar an die
auegvlionde üi^toriographie an. Aber auch die Autoren, welche nach
verhäiignifivolli'ii. von der Mitte deB 7. bi.i in die Mitte des Ö. Jahrhi
reichenden litteruriächen Lücke die ÜeschicliUiohrcibung von neuem ins Leb
rufen, wenden sich alsbald wieder alten Vorbildern zu, und in der Zeit
Komnenon nnd r«lSologen ist in der Anlehnung an das Altertum
noch eine bedeutende Steigerung zu bemerken. Von den Geschichtscli
bern des 6. und 7. Jahrhunderts unterachoidon sich dio des 11. — 15. Jb
hunderte im grossen und ganzen nur dadurch, dass die äusseren Uit
Q*»ehiahUchr«[ber iis<I CbroniBten. A. 0«achiebtgelir6i1ier.
227
^m Darstellung in einem viel höheren Orado künfitltche, echuliiiäsBig er-
me geworden sind. Prokop, Agnthias, Menander, EiiaRrio», Tbeophy-
iktoB verbleiben bei all ihrer verschieden arttj^cii Kflnstclei und bei nllor
nitalion doch noch einigemiaseeR auf dorn Boden der fcinoron ümgaogs-
Ipncbe ihrer Zeit; eine Anna Komnena dagegen studiert diut Altgi-iochiHche
rö eioo fremde Sprache, und in der gleiohon Notlage befinden »ich alle
BifitorilvCT dos 12. und der folgenden Jahrhunderte. Zu ihrer Zeit hatte
MCb die lebendige Sprache vom Altgriechütchen morphologisch, lexikalisch
md sjntaktisch ao weit entfernt, dass die lierkOmmlieho Kuiistsprache
ohne grflndlichc Vorbereitung nicht einmal mehr verHtundeii wurde. Daa
frt der einzige wirklich durehgroifeiide formale Unterschied, welcher die
^Itgriecbischen und die eigentlich byzantiniachen Hintoriker trennt. Es
nt aber xa betonen, dass dieser Untnr«chied nicht aus der Individitalittlt
ud freien Absicht der Schriftsteller, sondern aus der unabliSngig von ihrem
mBea volhEogeucu natürlichen Umgestaltung der Sprache eelbst er-
wsdieen ist
In allen Übrigen Dingen bieten die Historiker von Prokop hia auf
UmuluM Cbatkondyles herab ein ziemlich gleichfV)rmigcs Bild. Verschieden
«ad di« Stoffe, indem ein Darsteller meist da anknüpft, wo sein Vor-
ifagtr aufgehört hat, verschieden ist nach der Bildungsbaeis der Zeit
■n4 nach der persönlichen Stimmung und Fähigkeit die Krzählungaweise,
tt pijpchologischc Charakteristik, die Uriludliclikeit der Information, die
BdoBUBg des kirchlichen oder staatlichen Lebens: aber keine neuo
Technik, keine neue kritische Methode, keine prinzipiell neue
AiffaKSung vcrSndert erkennbar den Oeaamtcharakter der geachichtlichen
Portcbung und Darstellung.
SVie im Leben des byzantinischen Staate» die alte römische Idee
dmtk alle Stürme der Jahrhunderte ungebrochen fortdauerte, so herrscht«
4in Tradition auch in der Darstellung dieses Lebens. Die ungeheuere
I Vlriuatnlccit der oralten Schulung wird sofort klar, wenn man sich die
'lOlke nimmt, einen Psellos, einen Kinnamos, einen Niketa» Akoniiiiatos
Bil gleichzeitigen Erzählern dea Abendlandes, mit italienischen, franzü-
IBtclwo und deutschen Chronist«n zu vergleichen. Wie unbeholfen und
'■M bu-barisch erscheinen die AbendlAnder in der Komposition, in der
fiyclwUigiMehen Charakteristik, im Verständnis politischer Absichten und
Ihttm! Diu byzantinisehen Historiker haben »ich niemals bei der trockenen
AafalUang von Ereignissen, b«i der Verfertigung nut^^barcr Handbücher
>r Bebbrang aber vergangene Zeiten beruhigt. In ihnen blieb stets dio
DbaRaogung lebendig, daas ein Ooschichtswerk eine geschlossene, wohl-
ifaritgte and sorgßltig durchgearbeitete Kunstschüpfung, nicht ein zur
kndHukenen Unterweisung dienender Bilderbogen, eondem ein die Jahr-
badort« tIbertUnerndes (iemäldo sein müsse. Die Cirundaatze und Uilfs-
■tttel lUeaer kfiitstlerischen Bethütigung übernahmen sie voll und ganz
*W dMB Vorfuhren; sie habmi nichts hinzugeliigl und nnr wenig hinwcg-
IIHonDeD. Selbst die bedenklichste Seite der antiken Ueschichtschreibung,
Ab hiidttische Form, wirkte wenigstens bei einzelnen kräftig fort.
Wi« die allgemeine Tektonik, so ruht auch die apracbliche Dar-
IS»
S28
ByULnUiiiKcbe LiU*rftttirgeBohichte. I. Prockisobe Utterfttnr.
Stellung der Hintoriker auf onüken Mustern. In keiner anderen Utterat
gattuiig hat die spracliliche Tiadition so nachhaltig fortgewirkt wie in de
Geschichte. Das ist aber keineswegs so zu verstehen, als ob alle V«
treter der Gattung ilbi>r ditnsolben Leiston geitrbeitet hätten. Wenn sie
Ih-okop vomclinilich an Thuk)'dideH anschliexst, so glaubt Agathias
Idi.'iule i'iner kuiistniäsRigen Form durch reichliche Anleihen bei d«a
Dichtern näher zu kommen; Tbeophylakto« hält »ich mehr an die bÜ^
reiche Sprache der heiligen Schriften und des Komana, die er du
Schnürkel eigener Erfindung zu bereichem sucht. Menandor Protek
und Leon Dinkonos folgen dem Agathiaa, Kinnamos dem Prokop; der
datischo Nikephoros Bryennio» greift auf den einfachen Xenophon zurtd
dagegen wetteifert «eine golohrto Gemahlin Atma mit Thukydides
PoTybios; Niketafi Akomiiiatos fllhlt sich zu den altvn Kirchenwhnf
hingezogen. (Hialkondyleä und Kritobulos endlich, die letzten V«r
der Gattung, vollenden den Kreislauf, indem sie sich wiederum aufs <
an die ersten Hi.storiker, an Herodot und Thukydides, anschlieasen.
den klossiächou Muftorn kommt natürlich auch bei den Geschiohtschreiti
wie bei fast tilltm Autoren von Byzanz der mächtigu Einfluss der
liehen Diktion.
Einzelne Historiker gingen in der Bewunderung ihrer Vorbilder
weit, da»8 sie ihnen nicht bloss in der Auswahl der Formen, Wörtor
Ausdrucke, sondern auch in der Anordnung des Stoffes und in der Schild
rung bestimmter Ereiguis&e und Zustände folgten, wodurch die Ktarfa^
und Treue der Erzählung zuweilen stark beeinträchtigt wurden. Äl;
vcrfuliren übrigens auch die jüngeren römischen Annalisten und die
schichtschreiber der karolingiscben Zeit.')
Von der Mannigfaltigkeit der Vorbilder abgesehen ergaben sich do
bedeutende Schwankungen durch die Verschiedenheit der individudb
Bildung, der stilistischen Befähigung und des künstlerischen Geschmi
nicht zum wenigsten endlich lUnch die Wandelungen, die sich unabhäng
TOD der blüsHon Imitation im Innern der offiziellen Kunstsprache »eil
vollzogen. Nichts wäre daher unrichtiger als aus der Thatsache der
gemeinen Xachahmungslust auf eine rein nuichanische. schablonenartig
Form ?.\i schlibssen. Die byzantinischen Historiker traten hinter
Vorbildeni keineswegs vOlUg selbstlos zurück. Sie besassen meist m>
allgemeine Bildung und ktlnstlerisches Empfinden, dass sie die reic
Schätze der Vorfahren bis zu einem gewissen Grade mit selbständig
Kraft ftlr ihre eigenen Zwecke zu verarbeiten wussten. Eine genau
Erforschung der tausendjälungen Geschichte de« historischen Stils bei ds
Byzantinern fehlt noch; sicher ist aber schon jetzt, dass mit der la
läufigen Vorstellung von der chinesischen Stanhcit deäselben durcbanBi
brochen werden niuss.
Wie die Form der byzantinischen Geschichtsclireibung durch
antike Tradition bedingt ist, so beherrscht der alte 0«ist auch die Auf
') Vcl. Ed. Zarnck». DerEinfluu ävi
gtitck. Litt. auT die Entwicklung der rOin.
ProM. Cotnniontftt. plulot. fBr 0. Ril
Leipzig m& 8. 282 S., 317 ff.
IS. G««eUehUeb reiber nnd ChroniaUn. k. OwohlohUdireiber. (g 96)
229
KSBOng do» inneren Wetione und Berufes der Geachiohtß. Dio
uüU'n Historiker von Byzanz besitzen ohne Zweifel geschichÜiclien Sinn
Ukd Qhen an der Ühorlioforuiig Kritik. Dass »ig hintttr der modernen
Jeouiiglteit weit zurückbleiben, ist kein Vorwurf; dtnn diese ist erst durch
ÜB goflt«igerten Mittel der VeröfTentltcfaung und Vervielfältigung möglich
gnrorden. Soweit es aber die persHnlichen Kräfte und die Bedingungen
ies Z«italt«'r» gt-t^tatten, streben die Ucdchiclit^olireibcr in Byzanz nach
Information und bemflhen sich von wohlunterrichteten Personen ausfuhr*
iBdu) Nachrichten lu erhalten. Sie verschmähen es nicht, zu diesem Bo-
Ml rohe Kriegsleut«, die wichtigen ßreignissen beiwohnten, gründlich
Hkofragen; sie verstehen sich sogar dazu, fremde, von , Barbaren" wie
Hiem und Armeniern abgefa^ste Schriftwerke zu benutzen. Grosse Sorg-
A T«rweiidon manche auf die Beschreibung der Lokalitlltcn, in deuvii
fia Begebenheiten »pielen; mit Vorliebe werden geographische und sogar
•Unographische Skizzen eingeschaltet. Sehr bemorkeniiwert ist auch das
ttnbon. der Erzählung durch Kinrcihung von Aktenstllcken und Briefen
Jibn Biöglichtit urkundlichen ('harakter zu verleihen. Nicht allen gelingt
aflniticli zur richtigen Erkenntnis der Thatsachen vorzudringen; am besten
«tntcbea diese« Ziel die Durpitellcr, welche in hohen Ämtern des Staates
!«Aar der Kirche an den politischen Dingen setbstthätig Anteil nehmen;
& 2afal dieser Bevorzugten ist recht .ttattlich. Schwieriger wird die In-
bnution in den letzten Jahrhunderten, als dio Leitung der Angologen-
kitm den Händen der Byzantiner entschlüpfte und von fremden Völkern
■fc den Türken übernommen wurde. So konnte es namentlich dem
Itcmikoe Clialkondyles beim besten Willen nicht mehr gelingen, den Schau-
fktz der politischen und kriegerischen Verwickelungen zu Übersehen.
, ChmkteristJM-h für den theoretischen Grundzug des ganzen Byzantiner-
'lUi ist das gro.*«»« Gewicht, welches die meisten Historiker auf diplo-
attische und theologische Konflikte legen. Bei aller Wichtigkeit,
{Olk^ seit der Komneneuzeit die dognmti^chon Streitigkeiten lUr dio
itribMuintereBsen des Staates besassen, st-hcint der Ituum, den die ErzSh-
luf dieser Kämpfe beanspruchts doch allzu reichlich bemessen. Übrigens
Kichtung erst in der Paläologonzeit, die man als die theologische
der byzantinischen Ge^chichtschretbung bezeichnen konnte, un-
rUch stark hervorgetreten.
Eeio Grundsatz der alten historischen Schule liat sich den Byzan-
tmer vererbt als die Objektivität; dass der Historiker uopar-
und wahrheitsgetreu verfuhren milsso. ist allen ohne Ausnahme
und wird von vieltm ausdrücklich hervorgehoben. Dags trotzdem
Dnventionelle Neutralität häufig durchbrochen wird. erklÄrt sich teils
doKpotischen Drucke, unt*?r dem die meisten schrieben, teils aus
h«n Antipathien und Sympathien. Am bedenklichsten wird die
ObjftktiritAt getrübt bei den eigentlichen Hofgeschichtschrcihem wie
flndot^ Aber auch wenn diese Erzähler piirteüsch sind, bemühen sie sich,
Jtigst ihre Empfindungen zurückzuhalten und sprechen mit der Miene
Etiletchmatc« über Freunde und Feinde, Über Glück und UnglUck.
Zaietxt ist bei der Beurteilung der Gesamtleistung der byzantinischen
230
ByzantiaUdie Utterat Urgeschichte. L Ptoa&i>obe Littentar,
I
Historiker wohl zu bedenken, dana die wtclitigntcn Vorbedingungen fOr fifl
AuahiMung einer dui-ch irrzioliemchc Kraft und kUnstlerisdio Form aiuMM
Koicbnotün Gfäciiiclit^ohreibung, auf Freiheit bcgrDnd4>tv Vatvriandfl
liebe und politische Überzeugung, in Byzatu in einem weit fH
ringeren Mati^o vorbanden waren als id den Ländern, wo »ich die Qfl
acbtdilechreibung in alt«r und neuer Zeit Eur hSclisten Blüte entfaltet liM
Zwoifelloä iiber sieben die Uistoriker an der Spitze der byunitimBchoB
ProHa. In keiner anderen Litteraturgattung ausser in der Kircbeopoeö^
bat daa byzantinische VcmiOgen ao reiche und so gediegene Früchte hM
vorgebracht. Bei aller forniHk-D Abbfingigkoit inu8st«n die QesdüwP
Hohrcibur doch etwas Neueti schuifon; denn »iu hatU'U dui-cbaua Doao
Stoffe vor eich. Diese Stoffe waren, namentlich bi» zum 13. Jahrhundert,
keineflwega unbedeutend. Die niftciitigen Figuren eines Jusünian, Beliear
uad Nar»c8, eino.t Hi^raklio», die ungebeuoru Kraftbethfitigung unter den
Kaiseru du» nt&kedoni sehen Hauses, der politisolie und litteraritwbo Auf-
schwung unter den Komneiien, endlich die Überflutung des Ostens durch
die IränkiRchen Eroberer gehßren zum g]'Of«artigsten Material, daa die
Weltgeschichte kennt. Kin tauwndjilbi'iges Ringen, furchtbare auswärtige
Kriege und blutige innere Konflikte, stuuneiisworte H«ldontkat«n und das
unheimliche Spiel der feinnten Diplomatie, die edelsten und die vti>
worfen.iten Züge der menschlichen Natur waren hier zu schildern und .
häufig mit bestem Erfolg geschildert worden.
Zur Cliarakteristik der bjzaDtiniscIion Historiker: A. v. tinlsobmicl, OiaGt«
boten 22 (1863) 1, 344 f. = Kleine Schriften S (1B94| 412 ff. - C. N.umiiBii. Griochi
Oeec)iichtsolir*iber und Ge8chiciitar|iiel!en im zn-nlfton Jalirbundort, Lttiiaig 114)^ H. 1-
— U*her hvxnntin Ische Uoniistonognipbie vgl. W. t'ijicber, Hitt«iIungMi den '~^
für Saterr. (icschiolitnfonichung T (1^^) ^"i* S.
97. Prokopios (//puxoJTcs-). der bedeutendste Goscbicbtschreiber
spätgi-iechisrh-ljjzantinischen Epoche, wurde gegen das Ende des S, Jah^
hundert» xa Keesare« in Palästina geboren. Er wandte sich der juridischen
Laufbahn zu und suchte ätm Feld »einer Thätigkcit. nie es schon diitnal«
und noch mehr spat4.>r diu tubigen Köpfe zu thuu pflegten, in der Huujit-
Ktadt des Reiches. In Konstnntinopel niuss er sich bald bekannt gemacht
haben; denn schon im Jahre Tt27, kurz vor dem Tode des Kaisers Justin,
wurde er aufgefordert den] Oeneral ßelisar als rechtakundiger Rat und ,
Sekretär (als ^vfißovXog, nüfitJffo^ und vrroypa^fii;) zu dienen. In dierifl
wichtigen und Verantwortung» vollen Stellung bugloitute Prokop den Bblii^
auf den meisten seiner KriegszUge. Im Jahre ä'iS zog er mit BeltMT
gegen die Vnndalen nach Afrika, wo er nach dem Abzüge Relisars noch
einige Zeit verblieb; 536 ging er nach Italien, wo Belisar gegen die
kämpfte; dann folgte er ihm nach dem fernen Osten zum Fi-ldzuge
die Perser; 542 treöen wir ihn wieder in KonstAutinopel. Xach Nikeplio
P. und Suida8 wurde er zum Bange eines llluKlrios erhoben. Die Z«t
8oini-8 Todes ist nicht genau bekannt; doch hat er wahrscheinlich di«
Jahr 562 noch erlebt. Prokop hat die Zeit des Justinian durch dr^ iiocb
Inhalt und Zweck «ehi- verschiedene, sich gegenseitig ergüiuiende Wi!itfl_
bekannt gemacht.
1. An der Spitze steht aowolü chronologisch als nach seinem iim«
3. G«aeUohUolir«iber asd Chrontateo. A. OeschiobUolireibsr. (g 97). 231
foto das grosse ÖeachichtBwerk in 8 Büchern ('/ffiofixör iv ßißijots
«•>. Photioe, cod. 63). Prokop erKffhIt in deniaclbüii ilio Kriege der
lUner g«g«n die Pcr«or (2 BHchor). gegen di« Vandalen (2 Bücher)
gegen die Goten (3 Bücher); im 8. Buche gibt er noch eine Ubei^
Jidie Darstellung der Ereignisse bis zum .fahre ühi. Da jedoch ausser
Kriegen mich andere Begebenheiten orwilhnt werdon. kann man
Werk (leradezu ale eine Ocü'chicbte der Zeit JusUnions bezeichnen,
her bemerkt AgaUiias in »eincni IVoGmion, Prokop habe die meiBton
BreignisM zur Zeit des Justinian {tä n^^iVra räv xatä lovi 'lovativiavov
jgmvg jf^fvi^fUrmr) beÄchnchen. Dasa bpi späteren üiatorikem das
hSufig als Ueschichte der KricgAthaten Belisars aufgefaest wird,
«ich aus der doininierondon Stellung, die Belisar als linker
EreignisH« einnimmt, und aus der grossen PopularitSt, die der selbst
Helden einer Volkä»age erhobene Feldherr im Mittelalter gouos». Die
long des StofTes ist in den ersten sieben Büchern wio bei Appian
lokaJe, wodurch freilich der geschichtliche Zusammenhang hfiulig
lien wird: nur im achten Buche ist Prokop von diesem Prinzipo
en, weshalb er seine Darstellung liier buntscheckig {rtoindij) nennt.
grOsete Teil der Historien war wohl sclion im Jahre 545 vollendet,
Partien wurden in den folgenden .lahron geschrieben. Die erst«D
iBicher sind von dem Verfasser selbst im .lalire 550 oder 551 heraua-
worden; das achte Buch, das eine Art Supplement bildet, erschien
Tor 554. Für den Bericht über die seiner Zeit vorausgehenden
eben hat Prokop umfassende Quellenstudien ') gemocht. Er erwähnt
ihistoriker,') zitiert den Herodot^ Aeschylos, Aristoteles, Arrian und
mbo: doch nennt er seine Quellen meist nur, wenn er von ihnen ab-
Wtkkt Für annuDiseh«- Dinge benQtzte er da» Gesell ichfit werk des Faustus
Wi Byzanz. Die Darstt^Uung der zeitgeuössisi'lii'n Emignisse beruht
_|ttat«oteiU auf sdnen eigenen Erlebnissen, Beobachtungen und pcrsSn»
Erkundignngon. Daher rührt die gro-tse Menge spezieller Züge und
istiacher Anekdoten, die dos Werk beleben.
i. Nach den ersten sieben Büchern der Kriegsgeschichte verfasate
kop, im Jahre 550, das merkwürdige Memoirenwerk, das von 8uidas>)
inekdota, in der neuuren Zeit gewöhnlich als Geheinigeschiehte
ria urcnna) bezeichnet wird. Die Schrift schliesst umuitti-'lbur an die
aiehi'n Bücher der Kriegsgeschichte an: sie bildet zu diesem Werke
Berichtigung und Krglinzung, indem sie alles nachträgt, was dort
Forrht vor dem Kaiser und »einer Gemahlin Theodora entweder gar
ht oder nicht wahrheitsgetreu gesagt werden konnte. So wird die Go-
liichtc zu einer beispiellos bitteren Anklageschrift gegen die
che Regierung des .Justinian und der Theodora, zum Teil auch gegen
') Agilkiu tV -JÖ (8. 264. lU od. ttonit.):
[«U«ia fUfinlltitoia ao( nnanf w< rrt»(V
'^Iß.VMdil.II lOfS. 449,-29 <^<l. Bonn.),
INn.Il n (ä. 2üä, 17 ed. bona.).
jnr aitor (»c 'lovvtiviavov) ngätio"; (J(
timi ä/nfäitpa iii ßijSXitt iyvt« . lo flifiXley
Itfioxaniai; ro »aXovfitvov 'Arixiata ipöyavs
xal luifitjiiiiit'lovaiirii'rov top flnitiXitii rrt|)(-
finf xai otilov Btljeiifiov xai t^t jrafutijt
ByiMrttttoclw LtttanauBMuMlhU. L Pr— ■liBhu LUUntnr.
BifiMT nd «ciae Geouhlin. Trotadeaa fadeo nch xwiaeiMD den Am-kdoufl
md dar KruffieiMehidite wenig saeUicfae Widenprtehe. Dort batlo lA
di<> TbjitMclim olijektiv angefUift nsd dam rersltndigen Leser QberiaDoi
zwücben d«n Z«il«a zs le«eD: hier ziclit er die Uoral selbst und nrw
mit einer rttcbülitrioaeD Strenge, die manchmal nngerecht und kim*
ncbtig wird. Jnatiniaii ist nach IVokop aa allem schuld, sogar an elenKm-
Uren EnHgniixiftn wie Oevittern und FeuerebrQnsten. B<>i der Schilderung
der Wrwoffonhttit Theodorte scheut der G««cfaichtechr eiber im Feuer seiner
Entrostung selbiit vor bedenldichen ObscßnitUen nicht zartick. Es ist lu
vermuten, doMi Prokop die Anekdota ata eine Art geheime« Tagvbuch
ntetig auMarlM<itet« und als Vcrmicfatain seiner Wuhrboit^Uebe eineni
Kreunde zur Verftfffntlichung nath Justinians Tode Ubeigab. Sucht m«il
für dieMw eigenartige Werk ein antikes Vorbild, so mag man an Theo-
pompH OeHchicht« des KiSnigs Philipp denken, in der ja auch die gebedne
Oiwrrhicht'C r>ine gDMM, von Dionysios von HAlikAmasei) besonders bervor-
gebobeno Kollo afnelt«.
Wegen der unerhflrten AngrilTo auf Juiitinian ist die Echtheit der
Antikdota hiußg bestritten worden, und die Dborrcicbe. zum Teil recht
uiikritiH-hc liittcratur Ober dieit« Frago steht im Mittelpunkt aller auf
l'rokop gerichteten gelehrten Beidrebungen. Die ErkenntnU de» lUchtigra
wurde früher namentlich durch die unsinnipre Manie getrUbt, die Frago
als Pni't^'mnche 7.\i behandeln, Di« JuriftUni k&mjift«n gegen diu Echtheit,
weil sie auf ihren geliebten Justinian nicht« BitfrCti kommen lassen wollten;
katholische Theologen glaubten durch Erweisung der Echtheit, protestan-
tischo durch Behauptung der Unechtheit dem Interense ihrer Kirche ta
dienen. Oegonwllrtig Ist die Autorschaft des Prokop durch sachliche und
stilistiHclu- ') OHiudo, wenn nicht evident erwiesen, so doch höchat wahr-
Bchoinlich gemacht.
:t. ZuleUt schrieb Prokop das Werk Ober die Bauten Justiniani
{tlt{fl xiioftmwr, [)o aedißcÜs), das, wenn Theophancs den itau der riur
Prokop erwHhntcn lii-Ucko Über den Sangarios mit Hecht ins Jahr MH)
Hotut, Cffct niicli dieBom Jahre, in keinem Falle vor 558, vollendet nnJ
herausgegeben worden ist. Während Prokop in der Kricgsgcschidil»
manch« bittoro Wahrheit aiisgeeprochen hatte, erscheint die Schrift Qb«r
die OchlliuK' iil» i'in echt byzantinischer Panegynkus auf den KÜSir,
als ein Mii»ili<rstück und Vorbild jener unerquicklichen Gattung, welche JD
der Zeit der Komnenen und Palflologon ihre h&chste Ausbildung erroicble.
Die Veranlatwung des Werkes ist nicht bekannt; wahr»chotnlich h«tl«
Prokop dringenden Orund, die Vorstimmung, die «eine ziemlich unwr-
bohlene Kritik in der Kriegsgeschichte hervorgerufen haben mochte, durtb
eine duftige I^brede tu beseitigen; vielleicht handelte er auch geraden
im Auftrage des Kaisers. Vir rflhnit alle guten Eigenschafton Juatinian«.
seine Milde, seine giMWtxgeberiscbo und politische Tbitit^c-it; dann wendet
or sich sunt Hauptgt^'uetAnde aeiner Schrift, einer Beschreibung voo
') Do ImlUticn« Ubrornai roliuniM vd.
U. Usktivr. II<,>«N 1869 S. M
*) S. Dahas Wort ftW P»k«|) S. 41«
Us447tuid H.SrauB. ProeopiiuC. qn
übH. att TbiKryd. S. 64 ff.
i. a«acbioht*cliT«ib«r ood ChroniBteD. A. QMchiohtMbnlber. ($ 97) 233
Juftinians Bauten in allen Teilen des weiten Reiches, um diesem Thema
MIC panegyrische Seite nbzugi-winnon, stellt er alles, wa» iintor Justiuinne
Begiening irgendwo aus Staal^mitteln gehaut wurde, als »olbstuigeneü
IVerk Aas Kaisers hin. Trot^ der rhetoi-isolien Üburtroibung und des un-
■Inigen Lobes, daa zuweilen fa»t wiu Iroma klingt., gehört die Schrift
dntfa daa in ihr angehäuft« goographi&clie. tnpnf;raphiflctie und tinanz-
■haftlichc Material zu den wichtigsten Quellen (ii'r innorea OMchichte
byxautimscbi^u Keiohes. A«h vcrsohiedcueu Hinweisen geht hervor,
Prokop heabeii'hligte. auch die kirchlichen Verbal tniaae des
rftmiMhen Staatea in einem Werke zu behandeln; doch kam er nicht zur
AoBfUhning dieses Planes,
Prokop st«bt als Historiker wie als Schriftsti>ller bedeutend da. Er
Wms einen hoben Grad litteranBchor Bildung und erwarb »ich durch
Bciiie Stellung al» Begleiter Belisars eine suvtrIiUwigc Summe von etaats-
Bdiiiii«cben, militftrischen, geographischen um) ethnographinchen Kenat-
niawB; eo könnt« er seine Werke auf einer sicheren Grundlage aufbauen
wie wenig andere. Wie Polybion legte er bo8ondei-» grossen Wort darauf,
die Leser durch goographifiche Exkurse über die fremden Völker und die
Sdiaaplitze der geachUderten Tluiten zu unterrichten, damit sie, wie er
niuul bemerkt, ') nicht Leuten glichen, die mit unsichtbaren Schatten
Uapfen. sondern wUKsten, mit was für einer Mouschonart sie zu thun
laken. Selbst dte Mirabihon verschiedener Landschaften verwertete or zur
Cl■^akteri^tik und zur Erregung der Teilnahme. Seine nahe Verbindung
lüd^n leitenden Kreiden macht« es ihm möglich, »ein Zeitalter von einem
irkabeoeo Standpunkt aus zu Ubcrschaui>n. Mit diesen Vorzügen ver-
lUeliretilo aditungxwerte Wahrheitsliebe. Das devote Verhalten gegen
Jotttnian in der Kricgitgeacbichte und noch mehr in der Schrift über die
Btoten wird durch den de:4potiischeii Druck entschuldigt, unter dem «r
tdoMb; trotz aller ecbeinburen Anerkennung gibt Prokop dem verständigen
Umt immerhin noch genug Mittel an die Hand, um die verschleierte
Wilirheil zu erkennen. In Komposition und l>ar^tcllung folgt Prokop
iltim Vorbildern, vor allem dem Herodot und Thukydides. Ihnen cnt-
hhal er zahlreiche LieblingHwÖrter und Wendimgen und iiuwoilen seheint
tr ngar die genau« Wahrheit der aus Thukydides entnommeneu PhriLse
|Nfif«rt lEU haben. Im schwierigsten Teil der Sprache, der sich am
D nachahmen lässt. in der Syntax verrat sich freilich auch bei
da» Abwinden des altgriechischen Spracbgffilhls ; Symptome hiefllr
mA der unpaK^ende Gebrauch des f)ptativs und die Verwirrung in der
KoBrtruktion der IVüpositJoncn. Immerhin schreibt Prokop im ganzen
mta klaren, anschaulichen und krüftigen Stil, der i<icli von der blumigen
Muflritelci des Agatbias und dem dunkeln Marinismus dos Theophytaktos
wtaiDiafl unterscheidet. Wie sehr Prokop von der alten Geschicht-
'l(Mk IV 1 (a 462. 2 eil. Boiin.):'Unut
* f«( («A Britity^iriDt lii^ia tii isfi
, ^>ii*^< fV'" l'i'i- **" " }*>'*''( nr.VfiiuniDc
9iU arayuäiairtai. ei /loi nnä xoi(>ai' l^oii''
rirot ävay^ätliitaini iytarSa lew Uj-oy Öytirii
)h] t^änoy ür9^ioniu oigoiat für Kvlnyor
234
BrtuitiAiaeb« UtUfrtMg— AJcht«. I. Prouiacb« LitUrfttur.
Bchreibung nti!iii!i;.-ik- i^F, bewdst am d«t)Üichst«n die seltoame Verwirrung,
(lif in KoiiK^iii Wt-rki- Juroh div Wrqoicfcang aattki-r WHIuiiscbauung iiod
cliriwllicher Lehre pnUtandeu ist. VoQ der höheri^n Macht, die über d«a
menfwhiichen AnRoIegenheiteü waltet, spricht Prokop bald wie ein Clirirt,
bald wib ein itltor Hellone; sie encheiot bei ihm bald ah ,9ftig, bald als
itttov, Jai/iutr, iaiftiuuv oder gar alt« (t'^i;- Die au« dvn utitikun Autoren
Qb«rnoininene Schicksalside« durchkruuzt gich mit der tbeistiscben Vot^
Ktellung deH <*briitt«n; za einer Vermittelung kann dieser Gegensatz ans
dem einfachen Grunde nicht gelangen, weil bei Prokop die Konzt«8ioB
An diu alten Vorst«Ilungi-n nicht aus philosophischer Üborlcgurig und Über-
zeugung, sondern aus rein tektoniscbon Absichten «ntfipringt Wie er
»einen alten Vorbildern Wörter, Phrasen und Bilder entnahm, ao folgt«
er ihnen auch in der Art, wie sie »ich über die letzten Grilnde der mensch*
liehen Bt-gebonbeiten Äussern. Da»« die antike Tyche sich mit dem
Christentum nicht verträgt, lieaa er unbemerkt oder wenigHtena unbeachtet.
Wenn man das fitld de« Prokop durch einen Vergleich mit alt«n
Htfitorikem noch deutlicher machen will, »o fllllt die Ähnlichkeit mit
l'olybio» in die Augen. Beide stehen am Wendepunkt zweier Perioden
der gricchtschen Geschieh tschrcibung. Folybios vermittelt den Übergang |
von der kiaiudschen Zeit zum Uellenismus, IVokop blickt ans dem sinkenden
Altertum ins byzantinische Mittelalter. Polybio« und Prokop haben im
Gegensatz zu den zahlreichen Stubonhiatorikem der hellenistischen und
byzantinischen Zeit den Vorzug gemein.tam, dasa sie als Begleiter und-
Borater eines grossen Fuldherru an den politischen und militArischon firfll
eiguisscn als Augen- und Ohrenzeugen lebendigen Anteil nahmen und die"
weit ausgedehnten Schauplätze der geschilderten Thaten meist durch ei
Anschauung kennen lernten.
1. AiisRAben: Di« älU>8loD Auagnlifm einEclnor W«rk» von Bntiw Rken.
Dikrid llomchplius u.a. haben uur antiiiiM-i»rlii>n Wert. Wiclttigor sind: Aufcdoti
pr. N. AliimnnniiH, Lngilniii 16^3, mit einem xeivhrten Kommen tjir, Act in il«r
AUfl|;Abo winiicrholt ii;t, iini] Anoodotü od. .loli. F.ichclius, Helmstndi IGA4.
Ausgnben sind cbnrnkliiriiitlRoh für dio Art, wie Prokop in die poIitiBchon und r«li|
Hireitigkoiton ikr Itiifonniitian liindingracigan wurde. — Neuere Auagsben der An
von Orelli, Turici W2,'. und vnn linmliorl, Puris 1856 (ein oberfllebliobw Uacb'
~- (icaamtausgnbc zunriit itn I'atiai^r CorpUB voo dem Josuilen CL Haltrstaii, S
Paris 1662—63 (nuf ungontigundor (irundlii,e<fl. — Wiederbolt Venedig 1729. — Im Boi
Corpus ex roc. 0. Umilurrii, S vutl., Uunnu« 1833—38. ohne nenni-nswertv Fl
de« nocb inim^r stark viTdorb<<nen Tvxlea. V^l. van Herwcrden, Ud«uio»jim9
l&l, und K. ScliHukl, BumjHns JHhrMWricht 38. 255. — AusgowOlilte Kapital au» t
Vandaleokrieg 11 19-28 sind kritiscli liergeetellt von W. Mcy»r an« Spaier bd
Partacb, Coripuua (= Moniimenia Germ. Hist, Auet anliqninaimi III 3) Bedto
B. XXXVIII-XÜII. — Kritisob«! Au^gabo doa (iotenkrioges mit itnl. t^vlianatsüg
D. Comparotti, bis jetut vnl. primn, Korn 1S95 (= Fonti per la Hlorin d'ltnlia. Scrittorii
s«0olo vlj. — Kinn krilisohe (iesamtausgube wird für die Bibliatkocn Toubneriana V«Hw-
rajtat von J. Haury.
2. Ueb(>raclxungon; liiitoiniacb: Noch vor dor VnrOITontlichung daa (riadiscbfa
TexIcM gab 4<ine frei« ISnnrbt^itung des Golcnkringtu mit VemiibH-rigiing d(« AatonamiM
uU_«i-in cigcin«H Work Leunurdo Arclino ,I)c bollo Itiilico advomio UoUiim', PotigD*
HiO. - Die IrUten 4 BDoliur der Krieipigetichiehtc Int. von Criatofoio Pemonn. Rom
l.'iOe: die enitnn 4 von Raffaolu Volaterrnno. ßoBi 1501). — Weitoro lat. t.'nbor-
IragmgMi in den oialen Ausfaban des griecb. Toxtva. — Vier ÜDohar der KriApigoacliicUe
mit Exiteqiton aua Agathiaa nbartniK ins Lateinieclie koin Oerinaerar als Uago Gr«-
liu«: IlisUiria Guthanim etc. ab H. Grolio partim v«r«a, partim in omaeu diKcala. AnMt*-
S. 0««oliicbUalireJb«r und ChronisteD. A, GMohle]iUcIirelIi«r. (g 97) 2SS
iMtsini 16&5. — tAt«ini»cliu [/ubnaetnuig aäjntliohcr W«rkn ron dem Parier Hentiia|$«bor
ÜsUratti«, dio aaek in Jtr S<ina«T Aiu^abe wicdorliolt int.
llAlitBiaob; Zuentt wurde der äoloiikriug im Auftmgo de» Hercules von Kot«,
tl«>ceB von PomuR {BliMi H<»aul« Dur« de Kerrora: te^. Uli -l-'iO.^) iloJ. Uboreetnl vmi
Hieofo di Looigo. Dus WidtnniiMfrxeinpl&r ilieMr urigud ruck ton (JebcrBi>ttiinK, ein
Mhanet, mit Koldcnni und koloriertoa InitiBlen gMolmiQckter Purganienthuml. n. IS, i*t ann
in Cod. AmbroB. A. 272. Inf. erlmlt«». — Dann Uliertru); den Ootoakrii'g. auf Urund
der feiücrli*ft«ii laL ü«benetzun(i dm I'eraoDa, Uäuedutto Egio aus SpoJeto. Vvoudit;
LSM: von detiia«lb«n im Pantt- oad Vtudaleakric^. Voni^dig 1547, uai Dt aedificiia,
T«iMNlig 1M7. — Endlich M«ofaieii dor g^iuM Prokop it«t., die Kriegsgeacliiolite vou Oiua.
Roaai, die sw« Midtna WMrko von Compngiioni in der .Colliiii« degli fintichi sorittori
Srani Totginssti', MüLud 1828—1630. — itulvtit gab »iuo mnatevbAfte Uobereetnug des
Ootankri«^«« D. Cotnparolti in der oben «wAlmtcn Ausgabe.
FisniSRiHcb; liotonkriog vooi Uu. Paradin. Lyon irü^. — Vondalon- und Got«a-
khag von Fnmi^r Sioar d« (lenillii, Paris 15ST, — l'oruir- und Vnndalonkriog von
L d« Uasgor, Paria 1669— 1670. — Anecdat« in dor AuBgabo von Isambort.
Rngliach: Kri«««ge«clii«bt« von Ueory Holcrofl, liondon I65S. — AnnkdoU
Toa oisotn l'DgsDaontiin. London 1(74- ~~ l)e ucdiliciia von Aubr^y ütuwurt mit Koni-
nMvUr von C. W. Wilaon and Haytpr Lewis als ttr.S der .PtUealinu Pilgrima Text
Stdriy-. London 1088 (mit Pl&nen und Karten).
Da« t ach: Kriogagesohiciite von Fr. KanngioHBor, 4 Bdo.. (imiratralde 1827— 31. —
OaiNkriag. Nebst AmoügMi uns Agulbiaa aowie Kni|;monton doa Anonymus ValMianua
ni im J<linnn«B von Autiocbiu Dbui-HeUt von ü, Cuaiu. Ii«jp»g 1885, '- Voiidalen krieg,
ItBUtrt von D. Coste, Leipzig 1885. (Beide = Die (icmdiiclitaabreibur der dontseben
TacMit in deula«lii>r Bearbeititug. 6. Jabrii.. Band III und II,) — GebMmgoschicIit« von
l.f. Reinbard. Erlangen- Lt-ipxig I7&8.
Russisch: Prokopios von Kaesar««, Gesolijclito dn Kriege mit den Pereeni, Tan-
41m and Goten. Sberaetzt von Spyr. Doslunia und komnientiert von Oabriol Doa-
tiaia. OascUclit« de«- Kriege mit den Vandalen, ßucli I, Petersburg 1891. Beaprooben
na D. BolJaj«T. Jours. Min- 1802 ßd. 2S4, Novomberheft S. 163—176.
8. Üilfamittol; Dr«i aIlg««n«ino Oaretellungen : W. S. Tenffala Abbnndl. in
tklwda Zaitschrift fOx GMcbiohtawiiunnaobaft 8 ( 1S47) nn -79, wiederholt in W. a TeufTeb
MiM md Charaktwristikon, Lerpiig lft71 (in 2. Aufl. Li>ipz, 1889 S. 2iS ff,), Fnlix
Atkna Prooa|ritis *on COiwrra, llcriin ISßS, nin ■nHfUhrlicbita Wtrk. di» don I*rokop
MMhalieb *oio Standpunkt de» Ili-ilorikcni aun bohandclt, und din nidil gan:^ glückll(\bi>
Una^raphie von L. r. Knnki>. Welt(;«<iohiubl<; IV '> i|iS8:j) ■if^!> ai2 <I)io (iohoim-
pMbthl« kftlt Banko [S. 300 IT.) fBr uino Kom|iilation ans drei HlUc.kon, von dcnon nur
fa «M de« Prokop gobAr«n k^nnu.j
Eine ErUntcruug und Erklärung von Prukops Na<'brtcbti>n Üb» diu nurdiaolieD
Uadar «anudit F.. C. Wertauff, Det Kong. Diiiutkp Vidl>nskabr.^m(lB äi'lnkabn bistoriüko
« fktbwMhiake Afbaodhuger 184& $.41 — 1^4. — HuuptscIiTLft Ubor die Berkunrt und
M CbnJncr 4er gougraphiacLeu Nachriubteu duM Prukoji: Jutiua Jung, Üeu-
pif liimh ■ BiatorMclwä bvi Prooopina von Caeaarea. Wiener Studien ö (1883) 85— U&. —
m tDMntion de» Kacfcricbt«n Prokops Ober Afrika bielet reicbea Mali-rial Cli, Diohl,
RMcrt anr denx miamom arohdologiqnoa dans rAfrique du Nerd. Extrait des ,NoU'
niM Arebive» dea.Miasiona acimti&jaM et Ultiiraires', l'sria 1894 (vgl. I). Z. 4, 1S9 IF.);
4b Ob DtobI, Ktndna mr l'hialoit« da la dominntion byzantinn rn Afrinup. B. Z. 4
(ISM) 97— dl: «ndlich Diohia snmrnnoDfaaaandViS Wnrk nbor die byuint. Horn>ohnft in
lA^k^ da* Moh UDli^r d«T Presse bpfindot. - (iuto Bumerkungon von K. Uopf in oinot
BafRcfawig der AuHg&bi> laamberts. Jahns .lyihrbüplinr 'h (1S57) 759—777. — IVber
OUahvOrdigheit und Quellen s. anaior den oinnrhlOgigcn <!«■!! hieb lawerken folüeud«
KMtpnBhiMi; U. UeiRkena, Anecduta aintao scHpU a Procopio Ctieeiuiensi, VratisTavia«
UUt pM ackwaebe Arguinent« gegMi di« Eobtbuit der Anouduta. — W. Gnndlaob.
OlMiiiniai Pnkapiaiue, Progr. Uaoau 1861 (aucb als Dissert. Miuburg tSGl). eine be<
■^ma AthtU ftber die GUnbnQrdigk«it der An. mit guter Uebersicbt Ober die ganz«
Ibfa nad 4ie asf sia beaOglit^a Littantur. ~ H. Eckhardt, De Anocdotis Prnkor>ii, Diss.
tlwptirg 18111, und: Zu Cliamkt«ristik des Prok. und Agathias ala Qnellensohriftstollor
fb M 0«t«nkneg in It4)liMi, Progr. KAnigsberg 1864, — Aug. Aul»r, De fid* Prooopii
Caa. ta ■•rundo Mio Pvnieo Jnatiniani imn. enarrando. Diu«. Bonn. 187S. ~ Karl Hof-
■bbb, tmr Kritik dvr byiant. yndlon für di» ROmerkridge Kobnds I, Progr. äL-hwoinfurt
IIC7. - Znr B««irt«ilaBg dnn VanduIrnkriagMi: J. von Pflngk-IIartung, BeliHurs Van-
fclMbritga liliX»y<x, CilxMiiiti'innijpjV (nirgäft. toü iij' louoi', 18ti6) & 25»- 293. ~
Cabar mkop (Vandalcakrieg II 10) al* direkt» odor tndirokt« Quoll« doa Mueen von
Kkma ft, A. Carritr«, NoaroUe« aourooa da Uolao de Khonjn, Wien 1694. — Kirchner,
isß
B^usUnlacb« Lllt«r«tiirgMahiebte. L Prae«iB«l)a Uttontor.
Bemerlciingun xii Piuko|]S Dai>it»ltuii0 der Persefkriege d«s AiueUsEo«. JufUin ui»4
»Uli, Pn>gr. Wismur IH8T, — Zu il«o P«inwiTkrieg«n Tgl. niich B, l]flen»r. Der hL
doNOB. Leitizig 1890 S. 180 f. - l'ober Faiintiis nia Quelle d«« Pn>ko|> im P<
vgl H, Gelier. DI« AnfSnicn <(or umKnimrlifin Kirche, Ilnr. d. k. Buch«, iJw. d. Win. I
S, 1 1.*!. fielen di« (lUubwnrdigktiit dri '.IvMotn, nuf di« ninh daroh Sardoil* Thtodocs
neuerdings ein <f(nmein»rrii Intcrcssn gcricbtot hnt, nnridit auiNor I.. r. Kuikc a. t. 0.
noch Dehidoiir, li'impdrAtrica Tli4>odora. Puris mR'), nnd Hallet, Th« «mprmw Th«odora,
Tlio RngliHh hiM. leviow 2 (IWJT) 1-21. - .1. B. Uury. A hinlory »f Ih« latvr R«mn
empir« 1 (IX!^9) S-'iS •'ifll. nehliesst «ich bex. der Eoblheitarrnge dut AnecdoU dm- AnneU
I.. V. Hankm no. — J. Ilaury. Prooopiaaii, Progr. AugoWg IBOl (l'nt«n»)cbiuig dar Ab-
foaaiingiadl Art Wrrkt' l'rokop» und Verteidigung lii-r Kcbtheit der AnucdoU c^geo HankaV
— Rud. Hiriel. 7Mt Chnraklrrinlik Tbeu[ioiTipH, Rh<<iii. Muh. 47 (1852) ^70— STt. be-
obachtet gewiaa«) ullgeiiK^ine UHbi>reiaHtiiiiinung«ii ProkupK mit Tbeofioup, g»l)t aber u. K.
tu weit, venn «r ein« dirr-kte Atilehuung an Thropeiup erweiaon wUl. — A. Dinitriv,
Zur Frage über die Uisloria A^ana. OdMM««- Jahrb. 4 |1S94) Bji. AU. & S»8- 901 (ba-
trnclitel die G«)ioimgescliicht# nU ein dem Proko« fremde« jmtitiMliea Pampblvt, beatebfl
aus Kvei Teilen, von welcben der erste, den Beliur betrAflaiid«, i. i. M9 wdil baitpteieb-
liob ttiit«r dem Einfliuee de« NiirsM entstand, der xueite, weeenllicb auf Jratmiaa waA
Tbeodora heinRÜche, i. J. hh^ mit dem emlen uraprilnRlieh «elbnUndigan SduiftaHUlM
genK Hiinnrlirb verbunden wurde). -- U. I'nnj^enko. lieber die (leheimgonehiehU ^HPfokM,
\'h. Vr. 2 (I)^9ö)34— ri': 340 -STI IKortaelnog rolgt). In dorn bin jelat rorliogaoden Teil«
Boiaer Abb. ^itit der Vorh eine dunkcnswcrto iJebaniicht Aber die U««obteble d«r anf du
AoekdolA bc£agliebeo Fragen und unlcnucbt die Kntnlohungiuceit nnd Kohthcil doa Wwkee.
— Uebor die taktischen und Btruloguebeii KenntniHse den Prokop •. Max J&hna, Uotehicbt»
der KriegawiMCGSohaftcn I (MllnoheD 1889} 143 IT.
4. SpTRcbe: L'ober die Nnchnlimung de« Thukydidea efiTBch «eben Poppo in aeigar
Aiiagabo doa ThlikydideB. Pars II 1 S. 77 tf. - Felix Dahn. Procopiu* 8, 410—447. nod:
Die Könige der Outen (1^61) 2. Abt. S. 200-26^. - A. Duwe, Qualenua IVooopiiB Tbü-
cydidem Imitatua sit, Pregr,, Jevcr \%%fi, eine magere nnd Tast wertloae lexikaliMbe Z*-
«unmenfltelluiig, - Mefbodiselier nnd fruchtbarer behandelte dasselbe Tlieuia H. Brau,
Pracopiiis (-Hee, uunlemiH iiiittatiiH ait ThDcydidem, Diu., ErlAiison 18''*<'> ^= Acta aenfaunü
Rrlangen»;« 4 (1H86) 161-221. H. Braan. Die Nanhahmung Heiodots durch PT»k«v,
Progr., NnmUerg IHD4, Vgl. die Bceprecbiing von A. Hcixenberg. B. Z A (1896) Heft 2.
-~ Job. Scheftlein, Do precpoBilianum usu Procopiano, KrUnger Di«a.. ancb ab Progr.
flagonaburg 1893.
ü. Textkritik: K, L Struvo, Opnsculn aolocla vol. 1 ^Lipsiae 1854) S4S ff. -
Vfin Horwordon, Mneroosyne 9 (1S8I) 104-112; 149—166. - Nachtrag dam wn J.C.
Vülgrnff. Hnemosyne 10 (lSfi2) 422 f. — Tb. tSompori, Wiener Studien 2 (1880) 6t
— J. Haury. Kritisnhea wi Prokop. Philologiw -18 (Iö89) 756—760. — J. »nury, IW
copiana. It. Teil. Progr. d- k. Realgjmn.. HOneben 1)^S. Vgl. die Besprechungen von
H. Braun. B. Z. 2. 621 f, und K. Krumbnuber. ßerl. phil. Woubensehr, ISÖS N. 43 S. litiT ff
— J. Haurj. Zu Prokop, B. Z, 2 (1893) 290. - H. Brnun. Zum Teste d« Prekcp,
a Z. 2 (1898) 106-109. - 0. Vitelli. Riviata di flJologia 1896 8. 404—408.
6. Ueberlieferung: Carl Bauer. Hnnderbriftlicbea su Prokop, Abhandhuij
etc. W. V. Christ dargebmclit. Mllnclien 1S91 8. 418—421. erciLiiit aus Cod. Mon*e. gr.
der Exzerpte De Runiauuium leKuliuuibiia ad gentea enthftlt, «iue kleine Lücke bei Prok
I 292. 9 ed. Bonn. Seine Lesefehler verbeaeerle K. K.. B. Z. 2, 1C5. - HuaptachriftetE
J. Hnury. lieber Prekopliandechrifteo, Sittnngsber bayer. Ak. 1895 S. 129—176 (l'el
■ioht and Kiasairuieniug), — H. Krafieninnikov. lieber die handschriftlich« lleb«rlt
nuig der Geheiiugescl lichte des Pmkop. Viit. Tr. 2 (1893) 416— 4S&.
7, Zur F.rgfintnng der ereton Kapitel von Prnkopa Peraerkrieg diMt di« i. J.
(oder kiin: vorlier! von Joaua Ktyliten in syrineher Sornche verfaKSle. ab«r wobi
na^h dem Tnde d<'H KniBere AnnatanioH I verOfFent lichte Cliinnik. die durch Anscbatiticii:
und Trenn dnr RrjAhlung ausgexnicimet int. Krulo Aiisgnbe: Chroni(|Uc de ioaa6 lo St^lita
Texl« et (rnduetinn pnr M. I'abb.? P. Mnrtin, l.eipzig l«76 (= Abknndl. fllr di« Knad«
dea Murgen lund es. hornnnge geben von der duutdcben morgenl&nd. Üob. Vi 1). Vgl. £t
Besprechung von A. v. Üulaehmid. Rleinu Sebrificn 2 (I8i>0) .^59—667. — Neue Am-
gsbo von W. Wright. The thronicie of Joahuii the Stylile, Cunbridg« 1882 (miMbcr
Text mit englischer Ueheraolzung und Kommentar). — Ueber die venniltelndle S(e]lu|
dw Joaua in den monophvsitisdien Streitigkeiten handelt B. Gelier. Joaua SlylitM und di«
damaligen kircbllchen Parteien des OHteiiB. B. Z. 1 (18921 84-49. — Daiu Tb. Nöldeke.
Die Synoden von i^idon und Tyrus. B Z, 1 (1892) 888—885. — Ditss Joaaa seine Chronik
d«m ArchiatTas und Pmibylor Sergioa von Resaina gewidmet habe, vermalet Ant
Baumstark. Laoubrationca Syro-graecae, Jahns Jahrb., Söpplementb. 21 (1894) 373 f.
S. OMohiohU«breibar nnd OhroniBten. A. OMcluobU«br«ibsr. i^ 98) 237
6. Etn« reeU donUe ExioUiiz üil der Preobjrtur Bägamilux d. h. ThDophilo§,
■^•fclicb ZdleencMO uai Lahrer Juatiulans I. der eiiio Itiouraptii« dicsta KaiBcre ver-
hmi hthtn mH. DImM MOat nirg«nd§ bei:<»i^ti> Werk will dt^r aU Viclwi^aer. aber auch
ber OeBealogiat bekuinte JoliAtiii«« Muniavicli, di-r Kiuionikus in Sebenico,
Biadiftf von BMnien wat <t 1630), in »iner mit .illyriscben* Zuicb«!) goacliriubsnon
(ifcaahsBdsckrift fnr di« von Iboi in IntniniHclior Sprach« abgefaB^lv Lebuuabvnchtt'ibuiig
Im Joitiiiiui b«iifltat bAb»n. Bryce, der Ilorniisgeber des StUok««, liat fEtaeigl, daiw diu
ftaAUmg d«« MunjiTicb «invn ^nni romiui haften Clinrnklor trügt, und v«<ruiulut. äata seine
Qaeli« «ioMn Ss^ealcniia nnKobOr«, trnlclirr sieb bri don Rlaroniiirn iim die PereSalichkeit
dM Jnctiaüln letiildot babni. Aber iinlbst diasc Annubmo wird noch lU KOnetig mid. Da
Mlbat K- JirMek dl» T-arkommondcn HlBviacbon Niuiicn. welch« angeblich JimtinJAn und
(MB* VarwandiMi gsflUirl haboii. fUr verdächtig hüll. dUrfto aioh di« ganze Arbnit als eine
m >UvophilMi Sinne untomommBnc KlÜaoliuue h(.Tiiu^ti.>!len_ Die Rrkuntitnia dinwtr Sucb-
bge Mt nicht ohne Wtchttgkcil: denn das äobnindclwiTk di«Bi-H aiii^i-blicbon liogomfl int
ciüBigo <Juctlo, in welcher im lat-nt voa Aluniunnud iu seiner Aungubo der Anok-
' • Fnikm milgeteitluii uiid duraus in die gftnie hielorisclie Litt«ratur flbergvgiingMien
iber dl» slAviiNib« Abkunft de^ Juslinian. seineo Nmiicu U|irHvda und anderfi HonHt
•hakaant« Zttg* llbaaUefart sind. James Drrce. Life at .TiutiniMi by Tb<o[thilua, Thu
Trn^rt hiatMinl review 2 (1887; 6&7— Ö8Ö mit den BemeTkunKon von K. Jiref^k »her di«
k dar Biofiaiihie votkMiiin«indeu slavisch^n Nam^n, Vgl, .Iiigi6, Arcfa. slav. Phil. 11
I18S8) SM— 3lH. ~ Ein auefnhrticlies Koreriit Obor die Arbeiten von thyco nnd Jagi6 gab
JLTaiiljeT. Die Fra«e Ober di« «Inviscbe Herkunft d«i Juntinian, Vli. Vr. 1 (1894)469—403.
Sä. Petros, gewöhnlich nach seiner Würde Patrikios, auch Ma-
(iiter (/7*'iptj; /laifiixiog x«J Mtryiai^og) genannt, wurde um Aas Jahr öOO
b ThMsaloiiikH gobüron. Prokup') nennt ihn lllyrior, was viell<-ieht iiielit
wo der Nationalität zu vorstuhon, sondern duraus zu erklären ist, dasä
& Diözese Makedonien zur Juriadiktion des Praefeotus praetorio von
DI]rrico gehörte. Sein äusserer Lebensgang hat manche Ahnlichki^it mit
4m KinM Z«itgfino8)ibu Prokop, Durch nusgczoichnfitc Beirdsanikvit al»
iwnii in Konstatitinopel »clmvil bekannt geworden, wurde er vom Kaiser
iMtt&tan '>S\ als Gesandter an die Ostgotin Amalaauntha geschickt, die
■ch dem Tod« ihres \''ater8 Theodonch des Grossen im Namen ilirea
^rtndigen Sohnes regierte. Infolge der politischen Verwickelungen in
KlSea wurde Petros lange gefangen gehalten; erst 538 erhielt er durch
TttigM die Freiheit. Für seine Verdienste wurde er vom Kaiser zum
ll^irier ofKciorum') und spÄter zar Würde eine« Patrikios») erhoben.
Um das Jahr 550 ging er al» Gesandtor dtat byzantiaischLm Hofe» zum
NraerfcOnig (%osro«8, ohne jedoch wesentlich« Erfolge zu orziulon. 552
Übt« er zu Chalkedon dogmatische Unterhandlungen mit dem Papste
VigiEax. Zehn Jahre spfitor reiste er abermal.'* als Gesandter nach Persien
nd bnclite «inon Frieden auf 50 Jahro zu stände. Bald darauf starb er
■il HinU-rtüs^ng eines Sohnes Theodore», der 576 ebenfalls als Gesandte
i»h Peraien geschickt wurde.
Jufaaniios Lydos, Cassiodor, Menander Protektor u. a. l>o-
wagBD QbereiuHlimmend, daas Petros sich durch eine unwiderstehliche Be-
ndaunkeit, durch Gewandtlieit, genaue Kenntni» der Gesetze und einen
bobei Grad altgemeiner Bildung auszeichnete; mit diesen Eigenuchafton
nO«a-IS(SI,7 «J.Bonn.).
*) Kitt Amt. ivt vlwa dMn .Miuisivr der
nrirtigien AngeUgenbeilvii (<ntspricbt, mit
■ aber noeb andere Oblieg enluritou «La
il«bui*cihai]unl verbaitdea u'sren.
'i Da RiitHal, d«n P«rson«ii ia ver-
^
eehiod«nen Aeint«m erlin1t«n konnten. Vgl.
di« Praeratio der Bonn«r AunfiHbe 4aa Petros
S. 21; Ch. Diohl, i.lnde» mir l'iidmtniatration
Brmntin« dana rexaiohnt de Kuvennu. Parin
1888 8. 173; E. A. Stiickclbcrg. DcrKonntiin-
tiniache Patriciat, ÜBa«l und Genf 1S91.
238
By^ftntittlache VX
eaehfcht«, I. Prosaisch* Litteratnr.
verband er einen liebenswürdigen, heiteren, weltmänDiBcbcn Cliornktcr, dtg
ihm bei der AiLiUbung seine» diplomatiüchen Berufes wohl zu statten kun
Nur Prokop>) ist nicht gut auf ihn zti iriprccben und wirft ihm vor, C
habe im Auftrage der Theodorn den Theodat zur Ermordung der Amda-
HuntJia angivttifttit; auch boHchuMigt er ihn einer unersättlichen HabmichU
Allein seine Schilderung ist mit grosser Vorsicht aobninehmen: schon der
eine UniRtand, dasa Petr«s sich hei Justiniau und Theodora in steter Gunst
zu erhalten wusstc. reichte ftlr l^-okop hin, ihm das Schlimmste zur Last
zu logen und nur die dunkeht oder zwoift^^lhaftvn Scit«n sciiics Cliarakters
zu bdtonen. Der grosse ReitOitum des Petros wird allerdings sicher be-
zeugt; er besasB nfimlich nach Stephanos Byz. (a. v. 'Axörat) die gegenOber
von Chalkedon liegende Insel Akonitis, auf der sich bedeutende Wetzstein-
lager befanden. Die^e Thatsnche ist aber zum Erweise einer Übermässig
materiellen Ge)>iunung nicht Ausntiohond.
Von der Bchriftstellorischen Thatigkeit des Petros zeogoa 2 Werke,
von denen umfangreiche Bruchstücke erhalten sind.
I. 'lato^iiti. die von >jiiidas s. v. Uit^o^ ohne nähere Angab«
Inhalts genannt werden.*) Wir haben vou diuitem Go8chicht«iwerko 19
monte, von denen 17 in den beiden Titeln De logationibu« der Ko
tinischen Exzerpte stehen. Daa erste derselben bezieht sich auf ei
Gesandtschaft der Parther an Kaiser Tiberius im Jahre 35 n. Clir.,
folgenden auf Eroignisufo aut^i der Zeit de» Claudius, Domitian, Trajan u:
niehroi-or der folgooden Kaiser; das letzte Bruchstück berichtet über
Oberbefehl, welchen Julianus Apostata als Cäsar im Jahre 35S n.
in Gallien führte. Ausserdem stehen noch zwei kloine Fragmente in eini
syntaktischen Lexikon,') wo llitQog tis %ä tttgl 'Aitut-iov und tlf td
fttna^X'as Kaiatt^Di zitiert wird. Daraus lässt sich schliessen, das» dio
'IofO(fiut die Geschichte vom zweiten Triumvirat bis auf Kaiser Juhan
behandelten d. h. bis auf den Zeitpunkt, von welchem an Eunapios die
Ereignisse ausfllhrlicher dari^tcllt. Ausser diosen ausdrücklich unter den)
Namen des Petras Überlieferten Fragtuentuii staiiimeii aus seinem Worko,
wie 0. de Boor meines Erachtens Überzeugend dargeüian bat, auch dio
auf die Kaisergeschichte bezOglichen, bis auf Konstantin den G
reichenden Exzerpt« De sentcntüs, deren Schlus^teil (von Valerian
auf Konstantin den Grossen) in der neueren Lltteratur gewiJhnüch
.Anonymus post Dionvm' oder als .anonyme Fortsetzung des Dio Caasi
angeführt wird. Unter den Quellen des Petros kQnnen wir vor altem d
Dio Cassius nachweisen, dem er vielfacli mit wörtlicher Anlehnung
FUr die »päterc Zeit (Dio schliesst mit dem Jahre 229) benutzte Po'
den Horodian und wahrscheinlich den Dexippos, ausserdem (itr
Schluss den Eunapios, aus dem das letzte der erwähnten Fragme:
De legationibus exzerpiert scheint. Aus den Zitaten und Fragmenten
deutlich hervor, dass das Werk des Petros nicht in BUcher, sondern d.
dcu Regierungen der Kaiser eingeteilt war.
folf
>) Aiwcdota c^ 16 (66, IT cd. Dooii.) uod
0. » (139. 17 od. Bonn.).
■) Quvllo do» Suidas ist vieUeiolit He-
sfcliios von Mtlot S. Ilnxyrh. HP««. Oa
matul. ed. FIacIi. Uipng 1»»2 8. 167.
>J l. Bekk«r. Anocd. tir. I ISO; U9, {
S. 0«Hhieht«clircil>er ond Chroalat«!!. A. Qe«cliiobtselireili«r. (g 96) 239
2. Offfi TToXtTtiir^ xaraffcäi7C<d$ d. h. über Staatswesen, staatliche
Einrichtung. Aus dicftom von Suidas bezeugton Werkt) «!<>& Petros stammen
waiiriii'heinlicb das 84. und 85. Kapital du» ersten ßuchtift äea von Kon-
Btuotin i'orphyrßg«nn«to8 veranlassten Hammel wd'kes De oacrimoDÜft
■ulac ByzantJnoo, die dort mit dem Vermerke 'Ex t^v tov fiay/arQov /lixQov
und Tot* avioi' Itt'fQov ausdrilcklidi auf l'utroa zuruckgefQhrt werden;
vicUficht gehören ihm auch noch dim S6. — 95, Kapital desselben Kiichee.')
A. Mai rersucht« mit dem Werke litui noi-ititci^f naotaatüatui ein in
ciD«ni Vatikan Jüchen Palimp^icste rragmentarisch erhaltenes anonyme« Werk
w idcntifizii^ren. weicht'?» nt^i rruÄjKxi;; i!it<m\ittfi bt-tilolt ist.*) Allein
»ine llyiwthea« hat gewichtige Grundt' gegen und »ehr wenig für eich.')
Koch weniger geht es natürlich an, die Schrift als ein eelbsiandigei) dritte
VtVrk des Veiro» aufzufllliren.
Mit grOsMtrem Hechte kann mau den Petroe ale Verfasser oinee
udereo, freilich nicht erhaltenen Schrift^tOckes bezeichnen. Monander
Protektor erwähnt bei der Schilderung der Friedensgesandtechaft an Choft-
roM, daM er die von Petro» mit Chosroe.i gefllhrteii Unterhandlungen nicht in
ttÜMher Sprache wiedergebe, »ondern mit autbenti»cbcr Treue und in der-
■fteoForm, die Petros selbst gebraucht habe.'') Daraus folgt, dass Petros über
■fae Gesandtschaft einen ausfuhrlichen Bericht erstattete. Wo und wie da»
gnekali, wiiiscn wir nicht, In dem Werke //*?> nolmurfi »aiaitiaaeiai hfttt«
faj^eicliün wohl Platz gehabt; aber ebenso leicht ii^t o» denkbar, dass Menan-
Iseinea of&zivllen Bericht dos Petros an die Regierung vor Augen batto.
1. Aaagabvn: Die an erat«r Sl«!!* Rfiiannt«ii Fragmente (aus dan Kxoerpta De
lipUmAiia uad aiM dan Lexikon) ed. B. G. Niehahr im Bonoer Cnrpus mit DeiipnoB etc.,
Bw 1829 S. 121-182. - Wwderliolt bw Migne, Patr. gr. 113, 063-676. - Kd. L.
^iadorf. ilieloT, gr. Bio. 1, 425 4-tT, — Diese Fragmimto nnil dou aogonnonlon ,Ano*
miM poet DionMO' cd. C. Mllllcir, FUG 4, 184 — 199. — Die ^bsoinUn ont vnn do Boor
m Vf/ntMm A*» Potro« orwi«>>Rn«n Kxi^erpta De Icgntintiibuii, diu in oiciom ratiknniitcheii
flküevt lb«rli«rnrt lUDd. cd. A. Mai. Srriptorum votcruin novu oullui'tiv 2 (Hern lä2T)
117-««. — Wii-ilctboll von [,. Dindorf. Dio Cnssius & (1883) 181-232.
2. OiKninittul: Niobuhr in »piiior Auagnbo 8. XXI — XXVI, — Wiodnrhalt in
Ab Awgakeii von Higne. Dindorf und Müller. — U. W&SL-bbe, Ueb«r daa von
Ulke TCnnatstoPracniMil der F-xiorptu KtinHtiuitiiiB lUol liyuynQfvetait, Prugr., Dessau 18T1J.
~ VAkü den .\u(ar der vulifiuiiiiclieu Exzcrpti' Du legatiuiiibus baudulii uusser Nic-
ki» and UMIm «. a. 0,: Tb. Muiomaeu. Hcrmee 6 [1S72) 82~S8. — Franx GOrrea,
!■ Kritik d« Ambjibiis poet Dioneiii, Jabus Jubrb. 111 (IH7&) 212-219. -- Ph. BeiB-
Hfaia, D« KxcNplia Plaiiud«it« el Cciustantiiiianis, Progr, Rotterdam l!^84 — 0.
Ictiriadia, Zur Kritik den .loliannes von Antjocbin. Jabus Jahrb. Supplempntbd, 16
(M8) n ff. — L. U^ndolssohn in seiner Ausgabe do» Zosimos, Leiiizig ISH" 8. XXXIV ff.
-~ BwftMlffifl: C do Boor. Rr>ini»cbe KniBorgenchicbto in hyxantiniiK^cr Foiuung. I, Der
tM^aiM pMl DiDOftii). 1). 7.. I (1F<92) 13—38,
')B«*k« «olH« dk ganze Partie von
t^ H— 95 dem Petroa mt«ilMi. waa von
Wlaikk« lartFlcxewieMrn. von K. Patsig, B.
It,4iQt. gcbtlligt wurde.
'i U. «M A. Uai, Scripluniin vet«niin
awaMUMtio2(Boiiiael827)a71-609. Die
■hlkiia TdJe haudria lUier mQtUriadie
IV«i)iBu. BW den Vorok de« Fuuvolks
nr dar Reiterei, die Venrendang der lieitarai.
da*V«liallsfl der Soldaten g«een die Borger i
Bbar daa KSnlglna) und dl« richtige
*j ringiUMi bat A. Mai recbt, wviui er die
Ton ihm gefundene Scbrift mit dem ron
Pholios cod. 37 analysierteii auoovtnen Werke
UtQi no/iitx^c fär idurilisuh erklArt: damit
b&tte er eich bognDKeii nolleu.
') FHÜ ed. 0. Moller 4. 317 = Hisl. gr.
min. ed. Diudurf 2, 32. Wichtig ist die Be-
merkung doH Menftßder fltier die Spmuhe
jeuer Vurliimdlungen ; sie wurden onenbar
Im all^enieiu veretSndlicben Vulglrldlom
getnlirt. WSro ans dieser Beriobl «rhidton,
»o wollten wir gerne auf allo übrigen l''rng-
meute dea Petroe veraicbten.
J
240
BysMiUnUclie LitUiktiirgeaebicht«. I. Prosaiaeh» Litt«rfttar.
8. Bei KüJiDüs. Do n^dißoüs Cpoli« 114, 10 ed. Bonn., beiast M roB triiMin nailj
JuBtüiiaD lebeiiilün Ihigai itatQirioi, d«r mit il«in uoerigen jedenUla idpnti»ch *eia >dH
niui liabe ilin mucL Bitgavumväy lir 2spav y^eheiswn. DJMO Notix bvntbt ofliMibu vM
dem MissvergUndnis oinor Nachricht, dio liei Saidiw n. t. Jtt'it itoht: dort wird nftmli«
«irwühnl. äium iint«r Jiintiiiinn »in gtiwiiMor nit^ot Ilafat'fttjc aU gnvkndtur TMcbeadi«b Mfl
küiint war. Kinn mif dieanii Uiipot Da^ii^i;i- lirzagllrlio ßeroRrkuDg muss Kodinod brw, dl^
Verfasser sninor CJuelle irgendwo (ni^ht bni Kuidns sellist. wo der ZtuuU ^'t^ f*UI) |*-
fnndon linbi-n und er verwcc b»elt(i dicMin I'otroa mit dem Pclroa pAtrUcios. Uebn^teas 1K-
wBhnt P[nko|) eclbst, Anecd. c. ^2 (123, 15 cd. Boan.l. als Liebting dar Theodon aiDtB
tiflldweclialer sjtisclicr Abkunft niuiitnii llripos «npotluiji, den er offenbar von d»in PatriHT
unterscbeidet l\un darf ulsu iiicbt ilnrim dcnkuo. mii C. MöIUt, FHO 4, ft70 d«D Proklf
nacli Kodinos zu <Mni.'iidii>T<^ti. Vg;). W&iiuliko S, d dur üben titiertui Schrift.
9^. Nonnoeoa {Növroooi) stammt« aus einer Fauiilie, in welcW,
wie in der des Petros, der diplomatisclie Dienst erblich war. S«in GttiM>
vater wurde von Kainer Aimi^tasios nit einen ^araxetiiüchen Pttrsten ge-
schickt; sein Vater Äbram diciiti* in der gleichen Eigenschaft dem Kai»er
Jtitttiii I: Nonnofio» selbst fllhrte unter Juetinian am 533 eine Q««aiidl-a
Schaft zu den Sarazenen und anderen V&lkem des Oriente. Aus dem NanB
seines Vat«re. den Photios Uhorliofort., lä-sst sich «chliessen, das« Könne
semitischer Abkunft war. Vermutlich war o« die in der Familie vercr
Konntiiie oriontaliDchvr Sprachen, welche den 6roaavat«r, Vater und
zu diplomatischen Missionen gelangen lies.t. Seine Stelle in der griecl
sehen Litteraturgcschichte verdankt Nonuoaos einer Schrift, in welcher
«eine Oesandtschaftaroiso schOderte. Wir berätzen datiiu» ©in Stück
PhotioB (cod. Ü). der uns auch einiges über den Verfasser mitteilt,
geographisch und ethnogi'aphisch nicht unwichtige Fragment enthält au
Bemerkungen über die natürliche BoBchaffeiibeit d«r auf der Heise borOlu
Gegenden Nachrichten über ein von Nonnosos getroffenes Volk, das vo
kleiner Statur, von schwarzer Hautfarbe und am ganzen Körper behl
war. Austter I'hotios benutzten den Nonnosos die Chronisten Mal
(S. 465 ff. od. Bonn.) und Thuophanes Confessor (vol. I 377 ff. ed. Boihi.|
ohne jedoch ihren Gewährsmann zu nennen.
1. AuHgnben: Ed. B. 0. Niebuhr im Bunner Curiiua mit Dexipuos rt(^„ Bonn IBM
8. 478-482. - Ed. C. MDller. FHO 4. 17Ö-180. - Ed. L. Dindorf. HiaJ. ^reec r"^
I, 473-478.
2. Bilfamittel: Dillmanii, Zur Oesdiichte dea axunii tischen R«ic]i«s, AliLi
Uorliucr Akad, d. Wise.. uhilM.-hiet. KI. 1878 &. 177—288 und 1880 S. l-M. — Zur '
tening inPg idhu die im l[iimerit«n lande lur Zeit des KAJeera Justin 1 ep«elend« LegenJ
des bL Aretliae und seiner üenossen heiiiehen. Ed. Fr. Boiasonado, An.gr.1
(1888) 1— 1>3. Ed. in Acta SS. Oclob. X 7S1— 7^9. Kino ander» Version bei UigU
Patr. «r. 115. 124il-129n. — Vgl. anch die Gcsctie der Homeriton fa. S. M.)
KMI. Agathiaa (A-fti^iai) wurde um das .lahr liM zu Myrina in
kleinasifttischeu Aeolis geboren. Als Knabe folgte er seinem Vater HeB
nonios, der Lehrer der Beredsamkeit war, nach Konstantinopel.
Jahn' 554 weilte er zu seiner juridischen Ausbildung in Alexaiidria. Ni
dem er in Byzanz seinen Kursus vollendet hatte, wui-de er Advokat;
her sein Beiname axaXaüfttiK. Er starb, etwa 4G .fahre alt, im Jahre 58
Agathias gehört zu jenen Byzantinern, welche dem antiken Prinzipe
wider in völlig verschiedenen Litleruturgattungen th&tig waren. In (teil
Jugend widmete er sich der Poesie, später der GoBchichtechreibung.
»eine erste Periode gehören 1) Neun BQcher Jatfviuxä im episcb
Masse, die kurze Darstellungen erotischer Mythen enthielten; Ober
WM
. OM«Uobta«btolb«r natl CbroniiUs. A. QMcMobteobreiber. (§§99-100) 241
»heu in der griechischen Anthologie. 2) Eine Sammlung %'on Epi-
rammon witgenOesischer Dichter, ant«rmisclit mit ojgoiien, nach den
oSen in 7 Bücher geteilt (A'iwio; räi- rt'mv iniY^afiiuitwt).'} Durch
me Sammlung sind in der Anthologie muhr uls 100 Epigramme dos
prthio« crhfiltcn. -i) Ander« kleinere Gedichte und i'roj^aischost.")
m dieiH'u Prosasehriften ist bis jetzt nichts Näheres hokannt; nur einige
tut iDtc-re&santu Kandbemerkungen zum Periegetuii Pausanias
id dem Agathiau jUngitL mit guten (JrUnden iiugetoüt worden. In seinen
^tgraminen erscheint Agathius al« ein gltlcklii^her Nachahmer der Alten;
jnentlicli uind unter den^Erotika treffliche StQcIce, die sein ]K>cti»cho»
üentr ausser Zweifel setzen. .Er zeigt mehr dichterischen ächwung als
■ nrnsten Epigrammatiker auch der Mheren Kaiserxeit* (Beitzenstein).
Erst nach dem Tode dt-s Juistinian liess sich Agathias %'on winen
rettnden bewegen, geschichtliche Studien zu unternehmen. Als Frucht
melben besitzen wir das Werk Of^i tijf 'louffitfiavoir ßaailrfat,
as in r. Büchern die Jahre 552 — 558 umfaest; den Inhalt bilden
ornehndich die Kampfe, welche die Byzantiner unter Narses gegen die
lotca, Vandalen, Franken und Perser fahrten. So schliesst Agathias
miittelbar an die Kriegsgeschichten des Prokop an uml übergeht daher
Uefa alles, was joner »choD erzfthlt hatte, mit ausdi-Uckl icher Beziehung
■of denselben.*) An der Voltenitung de« Werkes wurde er durch »einen
Mhen Tod verhindert; seine bestimmte Absicht auch die folgende Zeit
a bebandeln erhellt aus vielen Hinweisen auf später zu Erzählende» und
iketonderB aus dem letzten Kapitel, wo er deutlieh eine Darstellung der
Braigmase nach ^58 verspricht. Wie Agathias den Prokop stofflich fort^
■tst, eo folgt er ihm auch in der Form, in dem episodenreichen Gange
nd ia vielen einzelnen Wendungen.') Doch erreicht er sein Vorbild nur
h luBserltcbcn Dingen. Bei ihm Überwuchert die (licht«rische Neigung
^ Freiheit und Sc-hiü-fü de» hiHteriHchen Blickoti; Phantasie und Heflexioa
Mbt die ZuveHä.<<Higkeit der Erzählung; die Sprache i^t über Gebübr mit
BiUero und prelio^cu, altertümlichen Ausdrücken beladen.'') Uichtig cha-
nktehsiert ihn Oibbon als den Dichter und Rhetoriker im Gegensatze zu
IMuf, dem Staatsmann undSoldaU^i. Während »ich Prokop vermöge seiner
ftdoBg militärische, politische und geographische l)i'tHilkenntiiiri»e er-
warb, acbeint sich Agatbias vorzugsweise an die mündlichen Berichte von
<n gehalten zu haben. Kür golegenUiche Exkurse tmd Bcmer-
flber die Vergangenheil venvertet er die Alten; ausdrücklich zitiert
Aloxaoder Polyhistor, Aristoteles, Asinius Quudratus, Athenokles,
AfBlbiM im Vorworte Muiaa 0«-
>«rfcM S. 6, 10, od. Bonn.: iiiy ^i-
ttur tm mfttytri Jtni riaitifitt. tiuiilwi
CvsAw iMf r{*ir irtiyi/ntifiatoiy,
ftdt »wnjllr ta iwr »aiä mipor noi-
1b 4er Astb. Pol. IV 3 wird <lw>
j dea Aivdruokä kot«' ■»i^r
' T|L Li« Rlarnbach. U«l«4«inBta (jnecft
IL fit, dem Md«ob KottxenHteinJn l'aulya
B«bMrclof4dM 1 '1894} T4( nüt Rocht
\ tm UMft uiaiwDfvUKöMbyt U. 1.
nicht boiHlitnmt.
■) fJuidA* H, T. itiiia fifütt ififtnqä u
iMii iMnaJtc^(Fr;f.
') Z. ü. II 19: IV 15 (S. 105, 6 und
237, 6 od. Bonn.).
*) Wie in dem liiufigon fJoii ftm ov*
«n« i^noti t"'(fi.
') Dioae Manier war im flcechmacV der
KmI, und A|;iLUiiiiB fuuil uirH^e I)owuii(tnrar
nnd Nnuhalimer wis den !ldu]luucll^^ l'ratoktot
«nd noch apKt den Leou Dinkiinoii.
Abu«. l.*ua. lö
^§2 BysuiUnUcli» UttentarfMohieht«. L Prosusche Litt«r*tar. H
Bcroso«, Bion (Uistoriker), Diodor, Hcrodot, Ktesia«, Konno« (^loi-twiimfl
Paulos Silcntiarioa, Pindar, Plato, Prokop von Kaesaroa, Siinakos und Xeniv
photi. Bemerkenswert ist, da*» er auch peraische Chroniken benQlitf.
aiw denen ihm «ein Freund, der Dolmetecber Sergios, Auszügo maditc
und ins Gric>chi»<:he Qi>cr«<vt2to. FortHctzvr do8 Agathia« wurde Henander
Protektor; alg Quelle diente er dem Theophanes Co nfessor, and ein-
zelne Teile seines Werkes gingen in die konstantinische ExKorpteo-
samntlung Aber.
1. Aa«gkben: 1^. pr. d«a giinUMÜiMt TaxtM von B. Ynleanius, Lnxj, BtUr.
1594. - Wi«d«rlMll r>ri« 1660 (» ScMoM ab«r: 165S). - Vsaadj« IT29- -Im ÜMon
Corpa» ed. U. <>. Ninbubr, B«an 1888, mit dar Ui. UeboraetniMg du« Pcrswi«, deu KoUa
4mi VnlcasisH, den KpigraraiBaa, oinom Switiiidnx luiil cinom ungnaagciiilAD Vwuicfam
der ■prafiklicboa Eigen lamlkhkcitcn. — Wiod«rboll bei Mi^iio. Vau. gr. 68, 124^- ICOtIL
— Ed. L. Dinilorf, Hiirt. stmo. mio. vol. 2 (IMTl) 1»2— -15». — Uio Kpisramm« utatu»
uuiMr in d«n Aaagaben der 0«««lii«hte von Vulumius, Niubulir and Dindorf itacb b"! t'L
BruQclc, Analecta 11133-68. Fr. Jacobs. Aiitlioiogia ämeca IV 3-39; XIIl «IT. uai
in d(T AbÜioI. Palaliaa «d. DOboer. — Di« Randnuttien tu Panaaniaa od. Fr. Spjr«,
Hend«i2» (1894) 148-149.
2. Cebersetiung«a; Lateiniscb: Vor d»m gri«cbiBGb«D T«xt« enclii«io:
thina (!) da b«1lo Gothoram rt alüs perüßriuis bisloriis Umporuni suenini p«r Cbr. Porio
Roanaanm » Gtagco in Lntinnm traductu«, Rom 1M6. — Wiederbolt Angaburg 1&18 f
Schlnaae dnn Manäta 1519), — Wied^rbült mit Piokop. Basel 1531 ; mit Zuuoio« eto. B
1IV70 u. nftpT. -— F^cctrpta ex Agntliia H. Groti« uiterpreto in »eiD*r ,Hi»UiTia Ovtbonnt'.
Amsterdam 1655 S. .'•29—573. — Wiederbolt bai Ant. Maratori. Reruin IiBliowiia
aoripter«« 1 (Mailand ]723> 379 B. — Außerdem in don Ausgaben des grieohiaclieo TuM
Fraozüaisoh: Von Fumde Sieur de «.ienillä (mit i*rakop), Paria 1587. — Vi
H. CoDtin. in der Histoire de Cple. Paris 1674. ~ Wiederholt AmHierdani 1686.
Ooulioh: AuexDg« aus Agatbiaa {Biidi 1 1 — II 13). deutsch roD t>. Coat«,
.Prokop, (lothcnkries*. Leifucig 1885 S. 327—371 {= Die UoschichCachroiber der dcalaÄli'
Vonait in doulscbor Boorbeittiog, 6. Juhih., üanU Uli. *- Epigramme dautacli ra
W. K. Weber. Fltegische Dichter der Hellenen, Frankfurt 1622 8. 896-402: 784-101
— F.in Teil der Epifcminme von 0. Tbudiohum, Griecb. Antliolo);i«. Stuttgart 1888—1310
aiüs4— iiya.
3. Hilfamilt«!: Bi-m erklingen von K. 0. MDlIer. Rbein. Mua. 3 (1829) 23 ff. =
Blaina deulHcho Schriften S(Br««Uu 1848) 100 ff:- Einige EmeDdaliamen tod A.Heiaakt.
Pliilologoa 14 (I8&9I K IT. — L. Dindorf. Jabna Jahrb. 99 (1869) 467—495, gibt nitb
aincr imagintr«!! EinheitaaehabloDe gearbeitete und daber iiun T«il verfeblto Korrdtlnr«
de* Textoa. — H. Eckhardt, At^athiaa und Prokop als Quell uuschrinslalkr ftr dM
GothenkrieK. Progr. Königsberg 1864. — Fr. BOcheler. ConieaUnca. Kbein. Um. 17
<1382) 331 f. Im Agathiaa II 17 = S. 100 IT. ed. lionn.). — Emendationc« und B«in«(kanii
Ubor den Stil gibt U. van Herirerden. Varia ad varioa, Mnemoa}'Be N. S. IT llstt
I6--23. — Bchwaoti und rielfach ganz verfehlt ist Ü. Spyropnlos. Kor« ti fuoiUa
'AyalHat 'UoiJinar ftii UQoxnitior: Diss., Athen. Panwkouaa l^onaa 1802. Vgl. Ü. Z.K
163 f, — Heinr. Reffel. Uebcr den Sprachgebrauch da« Agalhiaa, GrBinaaialprfp.
Kompten 1894 fgibl auch kririache Bemorkungon j:um Toxt«). — Hauptachrifl: W. S. Teufltl.
Pbilnlegua 1 (1840} 49,'i-.Ml ^ Studien und UhiirAktcniitiken, Leipiig ISTl S. 237 t, |li
xwnitor Aufl. Leipi. ISI^S S, 286 fS.).
Zu den Epigrammen: J. Corn. de Pauw, Diutribu de alea vet«nim ad epgrunaa
Agatliine schol.. Trejoeli ad Kbcnam 1726. - Kriliache und exegetische ItaitrHge gab bt»
Sternbach. Meletematn (irneca. P. I, Wien 1HS6 S. 20 ff. und sonst; dann ia %mm
Sehrift: AnlholoKiao Planndano nppondix Biirbtirino'VHticuna. Leipxig 1890 S. 64 ff. mI
sousl. — Pnul^akeloiraki, Üe ActhulcgiB Palalina qunoetiunee. Dia«.. I.cipiig 1893 8.(9
bis «4 (Aber die Abfauungsifit der Duuhninc« u. s w.), — H. SlB<itmalter, 7ja Bri^
cfaisohcn Anthüloeiu, in: Festaohrift zur Einweihung des neuen OebSudes far dna UroHbtO.
Oymnasium in flridelbcrg, Leipzig IKÖ4 S. 30 f. (macht wahrHcbeLuhcb. da** die BiWl
den AKathiaa eine Tochter des PnulüS .Sili^ntiarios war), — Th. Eori, De AntbolafiM
quibuadiim Inda. Filolog. Üboarjenie (Moskau) 4. 83 IT, — Oute Charakteristik der I^h-
tungen Ton K. Reitxenstoin. Paulya Realen eye loptldio. Nene Ueaibeit. 1 (1894) 744.
Zu den I'nusnniaBglosBen: R. Reitaenstein. Hermes 29 (1894) 231— 239. —
ü. V. Wilnmowitz-Moellendorff. Hsrmes 29 (1894) 240-248,
f. Die Salbst vor«telIiuig dee Agatliias im Eingänge aeinee QeecJiiditawariLM (6^ IS
tobtacbroilMr Tind ChroolsteiL A. OeBcbIelit«olir*Ib«r. (§§101—102) 24$
fäfdifitt Mml «t lür dijriwfr/piur ayiäru i«t uine NücliabmunK ät* bcrQhtntnn yfiifot
Ijrmsohoa: TvfrMMt tt^naiunjcif nnr^ic .V«liti;Aiiv . i; äi t'fvn veqir,. R.
lein, HcraiM 2» (1894) 237 Aum.
bi nunehm Uta i. B. ia d«n Codi). Valic. 29 fol. -iSl. Valia. ragin. Su«c. 16ß
U Vindob. phjl. ^. 165 fol. S&' rird dem Agatfaiaa (las burilhmle Epigramm auf
[aurikion and >einc Famiti« sugosobriobea. daa ihm oobon aUB chronologi-
iden Riebt gchSrcn kuin. VgL die traflNcbe Auegnho und KrklftruDg dieses Epi-
pn C. Diltfaoj-, Symbolae oriticM ad »nUiologiAiD gruccani ex libm nias
Idojt Inet., UtUtngcn 1S91 S. 18-23.
Der mit Agatliiu bofreuudeto pumische DolmetBch Sergios {li^tut ä Atg-
tordo fral>«r irrt&mlicli mit dem durch sein» Husgcdelinte lleberantef-rtbAligkrit
( ArebiatroB und Prii^iiter tJcrgios von Itesniiia (t '^^<I) idcntifiiiOTt ; Tgl.
»X»r, «Joacbicbte d<^^ Botanik 3 (KAnigsbcrg lüöRf ^^ ^- '''>' n^"*^ nber schon
Hogii»cbeii OrOndoii von ihm KettchiedoD werden; das botncrkto Atit. Uaumatnrk,
^••t »yTo-Ora«eu. Jahns Jntii'b,, Supplemcntb. 21 (IgSI) MH f.
L Theophanes aus Byzanz (©cuyarr,^ Bv^ävtioi) schrieb ein Ge-
irerk in 10 Büchern, das nach Photios (cod. C>4) die Ereignisse
p — 581 betintidelte. Er begann mit der Ersilhlung der ßegebea-
relche nach dorn Bruche des 562 von Petros Patrikios auf 50 Jahre
Friedens mit den Perseni erfolgten. Ausaerdom bvHcliriob
ch der nicht ganz klaren Angabe des Photios auch Dinge
BegioruDgszcit des Justinian und fUgto zu den erwähnten 10
»och eine Fortsetzung, diu Photios nioht gdtiebon zu hüben scheint,
^ch hat Theofhaneti in derselben nocli einen Teil der Regierung
tio« dargestellt und demnach wohl gegen das Ende des C. Jahr-
gesdiricbcn. Das bei Photios erhaltene Fragment ist nnchtig
ie auch von I^kop und Thoopliytuktuä b«t<tJi.tigto Nachricht von
BfQhrung der Seidenzucht in Byzanz unter Justinian und durch
|te Erwjüinung der TUrken, die seitdem aus der byzantinischen
pbt« nicht mtthr verschwindeu.
ragaent: Ed. B. 0. Niebuhr im itonnor Corpus mit Upxippos ot«. R 483 496;
KtO i» (slehrt« Komm«ntar de» l'hil. Ubhlus. — Ed. C. MuUor, FUG 4, 270 f.
Dindorf, Hi*t graoc. min. 1, 446 IT.
Xenander, aLs Mitglied der kaiserlichen Leibwache Protektor
{Mitay4(iOi Uifinlmtof), wurde tun die Mitte des 6. Jahrhunderts
geboren. Über sein Leben macht er selbst in der mork-
und durch den in Byzanz seltenen Charakter der UrsprilngÜcb-
Lbbonswahrheit ausgezeichneten Vorrede mit anerkennenswerter
ktigkeit genauere Mitteilungen. In »einer Jugend widmete er sich
ndintn der Jurisprudenz, nahm es jedoch damit wenig ernet, und
reuiger fand er nach Beendigung seines Kiinte» an der gerichtlichen
1 Gefallen. Um so eifriger folgte er den Iloizon de» Hippodroms und
pitomime. Erst aU er durch sein leichtfertiges Leben in die äutt^erste
riet, wurde er aus einem Saalus ein Paulus; es war zu dor Zeit, da
ein Freund der Klln!*te und Wissenschaften, zur Herrschaft ge-
l(&82). Menander heschloss eich einer ernsteren und durch die
he Htmifizenz nun auch materiell lohnenden TbStigkoit zuzuwenden.
^orbitd nahm er sich den Agathias. Wie jener wurde er vom Juristen
oriker; wie jener versuchte er «ich daneben in poetischen Kleinig-
Agathias ist auch ftlr die sprachliche Form das Uuster, dem er
U4
B^antiniscbe Litt«ratiirge«chlclit«. 1. Prosuache Litt«rfttiir.
unermüdlich iiachBtrvbtQ. Das Oeitc1iichtüw«rk. wdchos Menandcr nach
BeiniT Sinnesänderung abfassUj, itc)iUc«>>-t unmittolbikr an tln« d»») vVgathias
an und beimndelt die Zeil von 558 — 582. Wir K>»iitZL'n von demselben
bei Suidas und in kon-ttantinischen Exzerpten zahlreiclie und sachlicb hoch-
wiehtigo Fragnifiitc Durch den Reichtum und die V'eriflssigkeit der Naob>
richten, beuoiiderä durch ihre googi'aphiMohdu und cthtiographischi'n An-
gaben gehören de zu den bedeutendsten OMchichtsquelien des 6. .laUi^
hundert^. Ausser diesen tiicher bezeugten BruchstQcken sind die politisclies
Nachrichten im •>. Buche der Kirchen geschieh te des Eaagrioa, die aller
Wahrücheinhchkeit nach direkt oder indirekt auf Menander zurUckgtdii'n.
und ein Exkurs de» Theophylaktoi« beixuxiehen. In Verlegenheit sind
wir bezüglich der Qucdlou, nach denen Menander eine so ereignisreiche
Periode ausftlhrlich darstellen konnte. Einen Teil der Begebenheiten hat
er selbst erlebt; aber seine Erzählung beginnt mit einer Zeit, in welchur
er nach seinen eigenen Andeutungen doch noch recht jugendlich gewesen
sein mut». Für die persischen Aiigelogonlieiten dient« ihm neileicht Tht
phanes von Byzanz.
1. AuHKnben: Div Frapuente in dun Euurpt«!) Da Mulentjis od. xu«t%t «lu mr^
vstikaDi^cben PHliinpsvat A. Mai, äcriptor. vet. uova colleclio 2 (Roma« 10271 362-'9K-
RJ. U. Q, Ni«bulir im lluuner Curpas mit Dt-xippoH otc. S. 282— 444. — WtediAritalt ki
Migue. P«tr.gr. 113. 791-92^. - Ed. C. Müller. FHO 4. 200-269. — Ed. L Dimliiij
Hut. graec. mm. 2, 1 — ISI (mit neuer Kollation cwcier codd. Muaa«,),
3. Hilfsmittel: Eiiio Naobk Dilation des vatik. Palirnpsest«» mit Eiii«i>il«tioitM i
VKD Herwerdan, Spicilegium VAticnnum, Lugdnni Batavoriun 16S0 S. 316 — 221. — f
EmMldatianen vnn Meiiioko, HermoB 3 (1809) 162 f. — Uober das Vertialtnis n Em_
Guido Uertiseh. De scriptoribus lerum impcrntoria Tilir>rii Conntuitini. Coronent.
Jenensoa 3 (ISSt) 21 IT.. und L. Jeep. Jahns Jalirb.. Supplvmonlb. 14 {I8M) lÜ t
Debor dio gnogniphis<:ben Na(^briolltI'0 des Munandcr; U. MArinolli. Oio £rdkusd* I
don KirdiunvAtsrn, Loiptiit lUä4 S.6 f. — Zur I^urat^Uiuig: M. Apatitalopalas. m>mrt(
Ufott*iioQ fiifiTitijt 'Ayn^ioi', Di«. Atbun WJ-i (zu wonig ecinchtclo >itÄItaiMainahuiBj. <
8, Vun dc'n poutmclivn VcmuDhen dHa Meuundcr schuinl xidi nur daa Epigmia
aaf den pvrsiaolieu Magic-r, der aiuli tum Cliriateatum bokulirto und den M&rtyrvrtod «fU
«'halten zu liaben. Autbul. Pal. I 101.
4. Zweifellos mit L'nredit wird dem Menander Protektor iu di>n üodd. Fari^
Coial. 2Wo fol. 414 -424^ und Atben. 34» eine Red akUon der Erz&lilunf: vod d«T An
finduDK d<'s hl. Kreui«s iuge§eh rieben. Titel und Anfang lauten im i;uisl.: Mtnir'
jifOfiiitOfoc dir,yji<ils n((>i i>/{ iiriiC'li'jatait Ki'i tCf^ufuit raii Jt/jinv rrii Zuiunaii»' «liiv_
l^C yifofiiytjf i^i kainitoyiirov xk'i 'EXf'r^t Tiüf iv <>(/(( diniuir /iiyiiXiuf xal n^'rtu- i
Xffioimrori jlaaiXeiuy, 'F.r Im Ifitöfitfi tijf jlitaiXiint Kairciafiimv tov |Ut}Wi*B ia^iUi
/Jijvl {nol iaryopopiifi ifJöfin avrijjStiaar nÜij.Vij ^np,i..'puu- ^iti töv noiafiör irit- URW^tP
Jäiov^r,v. Wie diese Zuteilung xu crklllren ist. konnte ich nicht fMt«lell«'n. Van ib
droi godilicktnn Texten der Inventio Bi^beint dem des Coisl. dpi' von E. Neatle. B.Lj
1169AJ 319—345, beeprorbune und i'dierto am unchntnti (u kommon.
103. Johannes von Epipfa&nia in Syrien {'lmä%-ri,i 'Eni^vtvi)
fasst« gegen Ende des 6. Jahrhunderts ein Oeschichtsverk über die
von 572 — 592,93 (bis zur Wiedereinsetzung Chosroes II). Eine {wohl
einzige) Nachricht Über dasselbe verdanken wir seinem Landamanne
Zeitgenossen, dem Kirchenhistoriker Euagrios: Ka\ tä i%6pfva ii toiki
Uyaö/ip (<) ti^ ^t'jtofit Mtü 'Itaävvij ift^ <« TToXi'ti^ «n! avyrfrit xa>' »i^p
ietöffiitm nt'xflt ii]i Xoapaov toS rt'ov nfoi 'iVi*«/oiif <ff/T;i xal r^c *'{
aviov ßaoilu'uv moxrrf aattiafiD^.*) Wir haben von Johanne« ein zier
') Riatoria «cclea. od. II. Valmiiis, Paris
167S, V 24 (S. 44S) = Migoe, Patr. gr. 86. 2,
2841 A. Die Bemerkung, dass JobaaBM I
Agathins nnacUlieaso (nt^' (/p^uor), ist
hlehtsobnlbar und Cbroniatea. A. 0 ea chic btach reib er. [gg 103—101} 24o
»clies Fragment, wt'lclios' die Vorrede und den Anfnng dm crston
enthalt. Der Titel lautet in der HanJsclirift, oinom Vatic. dea
^ahrliuudort«: 'tiaärrof ax"^'"*'*"*' "«• ""•» ^■Tii^x'"*' 'f-ifffftiiwe w*pi
vi' rtov XoaQÖov 7TpotfX*'e'J*^**'S -Tp«? Mav^ixtov töv 'Ptafiaftniv aviOK^ii-
iatoifitär loju»; a'. Nach dieser Überschrift, die jedoch schwerlich
rerfasser selbst hcnilhrt. hätten den Uaiiptgegenstand der Schrift dio
^nisM gebildet, welche die Beendigung de« zwnnzijyilhrigcn Krieges
leti den Khoinliom und Portern herbeiführten; doch beginnt die Dar-
ag in dem erhaltenen Anfange des ersten Buches mit den UrBachen
Dm Ausbruche des Krieges (.''j71'72). Die Orilnde, welche den -lohanne»
?fthl »eines Htoffes bewogen, erzählt er selbst in seiner Vorrode. AU
ind SokretJtr de« Metropoliten von Antiochia hatte er üolegenheit,
[nnig Chosmn'» und ^^ele^ anderen her^'orragenden Persern persifin-
zu Verkehren; nach Beendigung des Krieges ging er solbat nucli
fiivn and lernte den Schauplatz de« Krieges kennen. Seine Schilderung
it demnach auf eigener Anrichauung und auf Berichten von Personen,
den EreignixHen hctoüigt waren. Der Verlust des wichtigen Werkes
teilweise ei-setzt durch Theophylaktos, der seine ausführliche Er-
)g der l-*lucht und Wiedereinsetzung des Hiosroes im 4. und 5, Buche
ihat wahrscheinlich dem Johannes von Epiphania entnommen hat. Die
fkche und klare Spniehe des .lehamies. der ofTcnbar den Spuren des
^dides folgte, ist freilich bei Theophylaktos nicht wieder zu orkonnon ;
pt seine Quelle in die ihm eigene »chwülsti^'e Diktion umgegossen.
a Euagrios hat im 6, Buche seiner Kirchengeschichte den Johannes
Atzt Endlich fand Johannes eine späte Bewunderin in der kaiserlichen
•chichtschreiberin Anna Komnena, welche fUr dio mosaikartige Vor-
le ihrer Alexins auch dem Proömion des .lohannea einige Phrasen wört-
b.entlehnte. Vielleicht hat sie ihm auch ihre Manier im Tone des Thu-
zu r«den abgetauscht.
Dm KraRBiont d*a ,Toh. td. zusrat R. Hand mit L«o Diaeonna, Puis 1819
'■■8; rgl. Min« Vc-ircd« R. Mll, »nino I*iolcgoiii, zum Job. I^m S. X (= S. XIV
nit.» nnd No(- rt oxtr. ü (IClü) 2. '2^9. ~ £d. (J.MlUUr. FH0 4. ST2-2T6. — Ed.
■ dorr. Iliat. gnce. min. I, STl— Sttö. — Vgl. L. Jeep. Jiilins Jahrb. fjnpplomcntb. 14
Mff. DBil die tu g loa genniiDti! Scbrift von ß. Hertiitoh S. 21 S.
IM, Euagrios {Et'äyQioi), der bedeutendste Kortsetzer des £u8e-
vurdo um 536 zu Kpiphania in Syrien geboren. Er lebte meiet in
und bekleidet« dort das Amt eines Advokaten, weshalb er wie
biaa den Beinamen ex*>^auti)iäi führt. Als der Patriarch (Jregorios
otiocliia sich wegen einer gegen ihn erhobenen Anklage in Kon-
iipe\ zu verantworten hatte, folgte ihm Euagi-ios als Uechtsbeistand;
wurde er am kaiserlichen Hofe bekannt und erhielt von Kaiser
die Würde der (Juästur, später vou Maurikios die eines Ehren-
Uektea. Sein Todesjahr ist nicht genau bekannt; doch tobte er jeden-
!• bi« gegen das Ende deit 6. Jahrhunderts. Wir besitzen von Euagrios
Ivoibugrvicbe Kirchongeschichto in 6 Büchern^ welche im An-
\vai wolil UH eiiMir auMveraUUidlicbeo < klllr«ii. wo Jubannes d^n Prokop und Agntliias
dar Slvll* im ProOmioa xu m- Hin (N>in» Vorg&ii^er nennt
246
Byzantiniache Litt«ratDrg«Bcliidite. L Pro«aUclie Litteratur.
BcUuseo an Sokrfttos, Sozomcnon und TheodnretoH mit d«>r Synodo
Kphesoft i. J. 431 begitmt und bi» zum Jahre '>ft3 fnrtgefikhrt ist. Euag
Ut der wichtigste Oewährsmatui für dio Dognicngeschicht« des 5. und
6. Jalu-liiindcrifi und diente hiefür dem Clironislun Tlioophanes, dem Kirchcn-
hi^tonker Nikephoros Knllintos XanÜioputo» u. a. als Qui>lk>. Auch diu
liMerariBrli* Bedeutung dos Werkes ist zu beachten. Während im Abend-
lande dii* Kirchengesehichtt', »oweit mnn sich nicht mit der Übernetzung
griechischer Wi-rkc begnügte, bald die dürre Form der Chronik anDshm.
lebte in Euagrios nicht minder als in den Profanhistorikera seiner Zeit
dio milchtige Tradition der altgriechischen Oßschicht«chreibung wlrküam
fort. Seine Darstellung charaktorii^iert l'hotios') mit Itecht ala anmotig.
wenn auch etwas breit.
Neben der kirchlichen Entwickelung berücksichtigt Euagrios auch div
'Profangeschichte. Die auf sie bezüglichen Partien seines Werkes and
troti mancher Oberflüchliclüsoit und Parteilichkeit von erheblichem Werte,
weil «ic a«f gute, zum Teil verlorene Quellen zurückgehen. Im 2. und
3. Buch« bonQtzte er die bis mm Jahre 502 reichende Chronik seiiwe
Landsmannes Eustathios, dem er auch seine Imitate aus Priskoe ver-
dankt. Für das i. Buch diente ihm Prokopios, und zwar nicht bloss die
Kriügsgc8chicht«n, fsonderii auch die Anekdota und wabrsckoinlieh audi
dos Buch Do ftcdißciis.') Die profangeschiohtlichen Nachrichten d«
5. Buches gehen direkt oder indirekt auf Monander Protektor zurikk.
Die im !>. Buche bemerkbare Verwandtschaft du» Euagrios mit JohaDOM
von Epiphania erklärt sich nicht aus direkter Benutzung des Johann««,
sondern daraus, da»s auch Johannes von Monander abhängt. Erst in
G. Butdie, das vornehmlich der Erzählung des persischen Krieges gevidmei
ist, schöpfte Euagi-ios aus Johannes von Epiphania, der ihm sein da-
mals noch nicht verilffentlichtes Werk privatim zur Verfügung Kt«llte.
Ein zweites Werk des Euagrios, welches nach seiner eigenen Ani^dlxi
Relationen, Briefe, Erlasse, Iteden, Dialoge u. a. enthielt, scbeiut
verloren. Euagrios VI 24: Dtnivt^tm Si rjirr mai IV«^oi* tti'xoi, ärayoQti;,
f'.iKtioXeig, \pijtf(o(iuia, löyot'i if xitl JiaXt'Stic xni ft/p« inta txot. VoD
den «royopa/ bumürkt er noch, dass er sie im Namen des Pat
Gregorios abfasste.
1. Ausgnben: Nucl) früheren Drurkcn nm besten od. vou U, Valoiiiaii,
1675. — Nvu auCuule^l vun Reading, Cambridge 1720 Imit einigun Ziia&tx«n und iv
8Ulln(>^rcipn|. — Werlluoer Abdnick obno liitcin. llnburaeUiing tind ohne Not«n, 0x1
1844. - Zulelit wiHderLult von Mipnu. I'ntr. gr. B6. 2. 240:^—2908. — Da Valcai» i
xwoi llandsrliriftcD «iner g«tiübtL-u Ki-diiktiuti bvoObito, ist eine kritiatilie N«ubMrb '*~
die nich vnrnehmtich tat cud Luun.>nl. 70, 23 HtUtxi'n iiiQKBte. ein Bedürfnis.
'i. llilf"inittol: C. Fr. Sttludlin, (jtoichiubtu woA Lilvralur d^r Kirdimgesdiii
lUnnovcr 1H2; 8, TS ^,'i (nnbedeutendj. — F. Cbr Uaur. Die Epochen der kJKhli
LleachicIiUliltfrntur, Tllbjnffen 18&2 8. 29 — 32 diHrHkt«riaier(. ohne auf Einz«lbMt«0
xugelien, Huiir treffend dio Stoltuiig des K. in der Reibe der grieoli Ischen Kirehrabbt'
— Ktuen KiiLon l'nbnrblick llbor den dogniongescbiclitüchen Inhalt dta E. gibt W. <
Realeuiyhlouadie fUr jirot. Tbeologia 4 (1879) 420 f. — Zur Verbesacnuit diw TvxH
Kulte, Tübrnger Uioologiioh« Qiiar**lBohrirt 43 (1881)674 -706, — Zur banawchrtFUicb
UelOTliefening: Cnrl du Boor. Zeifecbrift fllr KirchengMchiobto 5 (1881—82) »1&-I
')_Cod. 29.'Eö(i ii njV tpQättir nr* ngaifit, 1 ') Vgl Q. l>Ang«rs a. natm t. Ol 8.4
it *ai nun nt^titCteltai iviou ioxti. \ and L. Jaep «. a. 0. S. 161.
8. OwaUclitMhrelber and CiiroBiatea. A. GeBcMohtschieiber. (3 105) 247
nd 6 (I6SS— 84)482-4^. — Qn«ll*Dfor«Rf)iinK: Pin nmaillinien sog Ouat.Dangor«
in MUMT fMt vemhollwon PraiMchrift: D» fontibiiH, indole et iUgnitato librorum uuoa ic
kixtaria («clMiniHf« »cripsurunt Thcodornn l^etor «t Evnerias, OQIIingen l$ll. — U«Dauor
Ludw. J(>«ip. Jakii« Jahrb., .SuppIrinoiiUi. If (1&S3} 1A9— 178. — U»ber dto BeoDUung
d«B Jabannoa Rlitilor 1= Mnlalu!) durch Euagiios vgl. K. Pnixig, I'norkiiniit nod lui'
ktkamnt gi>blivb«iic Unliiliii>-I''>B(;inpiilo. i*togr. dct Tliornnsachale, Leipzig Jr^DI S. IT H',,
B. W. Brook». Tb« dit« of Üi« hiatori» John Malnln, Tbe Kngl. llist. Keriew T (18B'4
VI— SQI, und S. Sontakor, D«t JohaiinM Rbftor Aer Kirch eng ose liichte des Euflgrios,
i. Il*ft dor galcbrtcn ÜenksebriftsB d. Uiut. Kuaii 1K9U (ruas,). Vgl. die Uesprochung von
C K. Gleyc. t). Z. 3(I8M) «36- $30. und die Erwiderung von Sestakov, Vii. Vr. 2
, (in&l 2«t-24&, - Tgl. C. E. Gleyo. KoitrHge lur JoiianiK^sfrage. B. Z, 5 (I89S). —
\ Vgl, dl* S. 92& ntierton Pmgmmm« von Otto Adnmok. die in g 102 sitiwie Schrift von
G. nattiHch S. 2S ff. aad A. UQldonpoaDing, Die Kirchengeachichto deaTheodoret von
Kpri>«. ll>lln 1869.
3. Von oin*r karigefnssten Kirehcngvsehichle, welche, dn sie einerseits den
KliMr Plioku noch orwUiBt. iindr«rsciU von Theophanes in niisgedohntcm Mnsse benUbt
■ord«, cviaefaea fiOO und 80U alitidfust sein muss, sind une vetäcbiodene Kxzorpte erhalten
I L in den TOB CraoMT, An, Pnrie. 2 i,It*39) 87— IM, herntiBgegcboncn 'Kxioyai liio iijtArjtJi;-
I lu«ii>if( tatof/int, 2, in Cod. Bodl. Barocc. H3, 3. in den von Vivleaius burnusKcg ebenen
1 ft«atg«o «na TbeodorOB Anngnu^I«». 4. in den Euerpten, welche E. Miller, f''rii):iiitnla
I bMiM d« Th^oitot« le lettt-ur et de Jean d' Eg^e. Btivue urcliüol SC (IttT.'i) 273— '208;
I W— 403, ediert bat. Die Duratelluijg in diesem Werke- wiir dDrflig, Ala QnelluD dienten
i Ar di* <nt«B drei Jahrhunderte Kust-liius und die iini 430 verfaMl« XQiaiinug^ laioQla
I dMPkilippoB von Side, für die spuiere Zeit Theoderos Änagnoates and Johannes
I DUkrlaomroon. Vgl, C. dn Boor. Znr Koiintnia der Hm der griech, Ktrcheohistoriker,
I Iitbckr. f. Kirclwngweh, 6 (ISS:! 1S«4) 47>i-43i, - C. de Boor. Neue Fragmente de»
I hflM, Hefwippa« und i'ieriiin in binhnr unbeknnnten Excerntnn »na der Kirchengfachicht«
■ 4n FUlinva etdvle«, Tnxln und l^nlnrnanhungen lur Geschichte der »ttcbriatlicbon
I Uhmtm' 5 (1889) 2, 167-184. - C. de Boor, Zur kirchenhintorischon Littcratur, B, Z. 5
I {IM) ES.
■ 4. H«cb TOB •ni«r andorMi EirchenBonohtehto, die, im Anfang des 10. Jahr-
I hi4»ta gMtcbHcbcn, wobl mit drr Schapfung bcgnon und in zwei Teilen bis xura Jahre
I M mtkle. haben wir Kunde durcii Noluen im Cod. Bud). Bnrucc. 142. Sie ist wahr-
I *diinlich idonliiKb mit einvin im Kataloge der Biblintliek den fnUnookloaters vom Jahre
I UU(Wi A. Hai. Nova bibl. patj-. 6, &3u) urwfilmten Werke, und ein Teil vou ihr steckt
I mlbkkt. wcmiKBleH dem Inhalte nach, in der KirchongcBcbicbte des Nikepborua KaUiatoa
■ Tmkfla«. C. de Boot, Znr kir.;henbiK(er^«ebe[i Lilleralur, B. Z. & (1896) 16-23.
I 1(>5. Theophylaktos Simokattes (wotiigcr tx-glmibigt Simokato»)
I \ß*^vXa>noi Xiiioxinttj; odtr ii/iwraroi) aus Ägypten gebürtig, nach
I Pbotios ItouserUcher Sekretär und Präfekt, lebte unter Kaiser Heraklios .
I ((10-640). Wir hnh«n von ihm ein imturwiescnschaftlidies Scliriftchen,
I (M BnefBammluiig und ein Qvscliiclittiwork. DIo beiden crt>t«D sind
I nkncbeinlich Jugendschriften. Wie Agathias versuchte er sich zuentt in
[ Uclil«tvn Litleraturßaiinngen, ehe er sich den ernsteren Aufgaben der
I flacbicIitKolircihuMg /.nwaadt«.
\. Seine Schrift //f^t dta^ö^tov tfvainmv aTio^intätmv xa\ im-
\ 'mi«( atWtei (gewBhnlich kurz zitiert: Quaestionea physicao) gehört
I ii fi« reichö Gattung der I/apttSu^a und (Oavftäaia, die sich als wunder-
I KeW Eurio«ität«nkrain schon früh von den umfassenden nntum-istenschaft-
f Eduo Leistungen der Altt-n aI>l(iBfen. bis tief in« MitU'Ialtcr hinein eifrig
I bwl>eit«t wurden und ihre Wirkung bis in die neuere Zeit fortpflanzten.
I Dm Wprko geht ein kleines ProOmion voraua, eine wahre MusterBamm-
I ltt| geachraubtur und gCH>chniürkelt',-r Redewendungen, aus doiion es oft
I lAmr wird, die Gidanken herauszuschälen. Theophylaktos scheint sein
[ W«t ala eioo öffentliche Verleihung anzukündigen. Zuerst bittet er um
[ KitWcht, dann »her schöpft er Mut: »Ich werde siegreich sein, ich weiss
348
ByutntiniaeJie Litt«ratiirg«Mbiclite. L PriMaüche Litteratar.
es, ob)>chon it-'h küin Barbarculand botrctp; wenn ich aucii koin Solin in^M
Kan^t bin, §o habe ich doch Vt»niuiifl wie ihi'; dio R«<Ib ist mt-in Vat«^^
land, and wa-i Rriechenland gehtirt, gehOrt auch mir.* Die Schrift »elbst
handelt in Form eines* plnt^niftchen THalogs ziriüchen AntisÜienps und
rolykratös über alchimistiHchu und andere gehoiTnn-ijKiteni<chafUicbv Pri>-
bleme, z. B. Warum wird dur Dianmiit vom Fouer nicht angejtriffcn?
Warum erweicht Bocksblut Diamanten? Warum trinken die Kuben im
Sonmior niclit? Warum set^t sich auf den attischen Honig keine Fhege? '
Ek sind moiitt dio aus Aelians Ticrgeritchichtenbiich bekannten Problem«, i
Trolxdem lauscht Polykrat»» den Belehrungen dos Antii^thcnos mit stei-
gender Bewunderung und fragt ihn zuletzt ganz ausser eich, woher all '
diese Weiaheit atamme. Darauf nennt ihm dieser eine imponierende Beih^H
von Schriftstellern, gleichinam ein Quollen vcrsieiehnis, daa sich freilich bcfn
nShoror Betrachtung al« eitel Hunibug erwciid.
2. 'liTTiattilai ^ifiKai, äYQnixixiii, itaiptxtii, eine dor zahlloeen
Sammlungen rhetorisch-sophistischer ttbungssttlcke in Briefform, die u:
in der gi-iechischen Litteratur bi» zum letzten Tage des byzantinisch
Ruichciii> begleiten. Einzelne Stüt-ke sind dem Thcophylaktos nicht ü
geraten ; in den meisten fehlt aber das Studium der Natur, die naive A;
fassung der «irklichen Verhältnisse des Lebens, die malerische Treue
der Schildenmg der Empfindungen und Erlebnisso der fingierten PersoD'
Komisch wirkt der gespreizte Schwulst des Briefschreibors, wenn er h:
lose Personen vo» gemeinen und alltfiglichen Dingen sprechen lässt z.
N. 7-i, wo ein Bauer von seinem Nachbarn .den Mist des Herdenvichft*
((Ml- !f(tfifttiitDv ri;r xörrpor) erbittet. Das Landloben erscheint im faUch
Spiegolbildü einer uDäslichon Schönrednerei. Am ertrfiglichaten sind
moratisehen Briefe; sie enthalten Oharakt«rftchi)deningen mit berQbmti
Namen an der Spitze; bezeichnend für diese Phanta-sieattlcke ist die Shaki
speare'sche Misstachtung dor Chronologie; AntiBthones richtet z. B,
Porikles einen Brief über Kfinig Alexander, Wir wissen nicht, ob di
zwei Jugendarbeiten den Ruhm des Theophylaktos begründeten ; jeden:
aber wurden sie, wie die grosso Zahl der Handschriften beweist, spli
viel hSnÜger gelesen als das für wettere Kreise zu ernxto und zu spezie:
Geschichtswerk. Naturwissenschaftliche Kuriosiläten haben dem
schmacke des Mittelalters immer ztigosagt imd rhetorische Briefsammlimgi
waren das beliebtcfto Mittet zur Ausbildung des Stils.
3. Dio Vffiopmi") des Theophylaktos erzählen in 8 Büchern di
Regierungszeit des Kaisers Manrikina (.182 — 602). Wir beail
ausser dem Werke selbst einen umfangreichen Auszug bei Photios.
rhetorische Richtung des Autors verrSt sieh sofort in dem künstlich
schraubten ProSniion, dos durch einen Dialog zwischen Fhilosophio ii
üesrhicht*i eingeleitet wird. Sie herrscht aber auch im ganzen Wcrb
während die ftlr einen Historiker notwendigen Eigenschaften »ehr vermi
werden. Theophylaktos war nicht in der glücklichen Lage eines Prokoj
') So wird das Wnrlc von Photin» (cod,
BS) Mtriolinot: in dm lliknilsebrifton tMit.r>t
der Titel: ^toTrlniiDu lirid indaxw 'al
äftty^aifiait einen fiit-mijs titj«flmt \
> ^IVHHUAIk)
einer der wichtigst«!) Historiker der ganzen spfitgriechischoD Lit-
Prokop, Afzathius, Menander, Kungrios und Thcophylaktos Icnien
QuellenschriftstitUer des 6. Jalirhundcrt« hochschätzen, wenn wir
trortlose Leoro der folgenden Periode blicken; fllr mehrere Jahr-
:© nach Maurikios inUi>son wir uns in Ermangelung zeitgenflssiecher
ter Nachrichten mit der unkritischen und dllrren .XuMlose späterer
begnDgcn. Als Quelle dtonto dem Theophylaktos fUr einen
aber diu Pünsorkriego unter Justin und Tiberios das Werk des
nder.i) fflr das 4. und r». Huch .Inhannes von Epiphnnia. Kinc
ng findet m»» in der >>eehshündigcn KirchoDgeschidtto dt-M
rioK. der die ersten II IlegierungHJahro des Maurikios noch zu
Lebzeiten beschrieb, aber freilich gerade hiedurch in der Unbe-
leit »einer Darstellung stark beeinträchtigt wurde.
M Bedeutung des Theophylaktos zeigt sich auch in dor Benützung
di« Späteren. Photios (cod. 65) widmete ihm einen ungewöhnlich
rKchen Artikel; Thenphanes OonfeRRor exzerpierte ihn; er fand
le in die historische Enzyklopädie de» Konstantin Porphyro-
itos. Inwieweit die aus Theophylaktos stammenden Berichte bei
'18, Kedrenos und Xikephnros Kallistos XanthnpuloR auf ihn
oder aufkonstantinische Exzerpt« oder andere Kompilationen zurUck-
, mDw noch untersucht werden.
ESno besondere Beachtung verdient die Darstellung dea Thoophy-
Pbotios spricht über sie das ilherraschend scharfe und treffende
•io sei nicht ohne Anmut, aber der unmS«eige Gebrauch bild-
AusdrQcke und allegorischer Gedanken erzeuge einen frostigen Ton
Brrate jugenfilicho ÜMchmacklosigkeit; auch aei sein unzeitigea Ein-
n Ton Sentenzen ein Beweis von Uberschwftngliclier und ungezügelter
dt. In anderen Dingen kOnnc man ilin weniger tadeln. Mit Hrokop
gathtas verglichen bildet «r den Gipfelpunkt einer »teil ansteigenden
Der Geechiclitscbreiber BeUsars iat bei aller Fülle noch einfach
a&o
BruDtlDlBche LlttaratnrgSMUcbt«. I. ProaBÜche Litterator.
zflglor bomorklich macht. Dio Erfindsamkeit des Thoophylaktos in rm-
migon Wendungen ist erstaunlich. John Lilly hätte für steinen berUhnit«n
Euphuoa keine reichere Fundstätte entdecken können, als die drei Werk»
unseres Byzantiners. Sowohl die duftigo, gcflilligo Schnrirkclniiuiii-r £«
der auf Stolzen gaukelnde Bramarhiuiton Pislok haben hier ihr» Vorbilder.
Glaubt man nicht in einem Shakespeare' sehen Jugenddrama xa lesen, venn
ein Soldat einen ltlt<tigen Gegner »die Drohne seiner Tapferkeit*
nennt? Tir )t>^Aft]fu tijf iaviuv te^nFji intTvnv tnnöv tvv Jh^tji^v änt'xtut»
(108, 18 ed. Bonn.). In den Xaturprobleraen will er den Polykraten sagen
lassen: ,Die Leute sprechen über einen wichtigen Oegenstand, Über den
Diamanten, und suchen in die Gcheiinntäso der Natur einzudringen*; das
lautet bei ihm: nKcin geringer Vorwurf ist es, für den Zungen und Reden
und Theorien schlagen und geschlagen werden; zu einem Diamantenkrieg
hat man sich gewappnet und entrollt uns den geheimnisvollen Gottesdienst
der Natur". Zu diesem Marini^mus stimmen die seltsame Vornehmheit,
welche allbekannte Dingo bohutsain erklärt^ die breitspurige Umschreibung
gewöhnlicher Thatsachen, auch tektonisclie Mittel wie die Häufung kleiner,
stetig anwacht^ender Sat]:teile. Das letztere Kunststück mag er den be-
kannten Kircbenhymnen eines Komanos oder Sergios abgelau.'^ht hab«ai
obHchon die rythmische Verbindung kleiner Satzglieder Hicli «chon frfllitf
in der Prosa nachweisen lUsst, Übrigens scheint die Kirchendichtung und
Kirchenprosa auch für sein Wörterbuch mehr Anregimgen geliefert zu
haben, als sein gespreiztes Wesen christlichen Dingen gegenüber') er-
warten lienme. Ein anderes zum Ubordruss wiederholtem Kunstmittel de«
ThenphylaktOR besteht in der Stellung des Verbums zwisehen Adjektiv
und Substantiv,*) Zu den Mustern, denen er gerne folgt, gehören die
landschaftlichen Schilderungen, die aus den Ithctorenschulen und den Ko
manon jedem Byzantiner geläufig waren. Man »ehe z. B., mit welchem
Aufwände von Bildern er den geachlängelten Lauf des Tigris vor Augen
stellt (S. 86, 2 ff. ed. Bonn.). Dagegen hat er. im Gegensatz zu dem k!a*-
sisoh geeierten Agathias, von den Übrigen alten Autoren ausser Homer
nur wenig gelesen. Klasaisthe Reminiszenzen sind bei ihm selten. Wu*
er nicht aus der Sprache der Kirche in Prosa und Poesie, aus der des
Homanes und dos Lebens schöpfte, darf als seine eigene Erfindung gelten.
Daher ist der Wortschatz des Ägj-ptci-s neu und fremdartig; er htit lÜe
griechischen Wörterbücher, zuletzt noch das Supplement des Thesauni*
H. Stephani von Kumanude^ mit einer Masse von seltsamen Eindring-
lingen bereichert, die nur seiner Überquellenden Phantostik ihre Knt-
stehung verdanken, Die Abuonnit&t dieser Diktiou erstreckt sieh jedoch
nur auf das Wörterbuch und den Stil ; in der Formenletire und Syntax irt
er auch nach den Vorstellungen der Schulgrammatik ziemlich korri
') Er ist Christ unil \iM in einem vfillig
elirisUicIivii Zciliütcr. schT<>ibt nbor von chriat-
lichon Diiigi'u wio ein Hi-ide. Von einem
Kloster i. B. sagt i^r (S. Ii2, 11 ed. Raun.):
.DnrtaelW IwCndut sit'li Mucli eine Pflun*-
sohulti von USnnern. die ein philoaapliiKfheH
LitboD fuhren, MOnche nenot man dioiw
l^ut«.* Der Mtlnoh als ,1'liilusupli* but M
dureli das gaiuo MitteUller erhulten.
flav. Dieses Sohemo ist ein iilt«9 Lioblinp-
slHi^k der rythinisFlieD t'ru-^n nnd verili
wohl eino liiBloriwlie l'iitijrsuphung.
rdi»!^
t
2. OMobiotaUchralb«r and Obronisten. A. QeMhlcliUchrtiber. (§ 105} 251
Tlwophylakto« Hat durch »eine g«btitttto Eliotorik der späteren Entwicke-
In; der byurntinisclien KuiiBt«praclie watirarheinlich viel gosctiadot, ob-
ichon ein prelJOeer Stil, wie «Iaa Slmk«spear«'sclie Zi^italtc-r beweist, nicht
temer zum Verderben wis^whlAgt; ee inuss aber wmiigHtuiit) betont wonlon,
l hat durch ihn wie noch durch inancho andi^ro die ittereotype Vorstellung,
I Mlche in aller byzanlimschon Produktion Unselbständigkeit und blnxse-s
[ Imilatinnstatent erblickt, eine sehr wesentliche BeschrSnkiing erleidet.
1 Fruilii^ ist TIicopliylAktos gerade durch Hein Stj-oben nach Neuheit und
I f)rigiualimt uiu dorCbnrybdis der NachahmuRg in die Skyllu der Slanieriert-
I keit geroton.
I 1. AnSjKib«!): N»turpro1il«mo: Ed. pr. B. VuIoMnius. Lugtt. BaUv, 1590 (biw,
■ 1UT|. - Ed, Fr, BoiBsoBRi)«. P&m 1^35 (mit don Briof«'») - Ed. J. Idel«r, Soriptorus
I i|rr«ci tt »«dici 1 (IMlt IG8— 188, ~ Ein« fnuiiöalHoli« üeborsclzung vod E. Morol,
■ hm leOSi windnrliolt 1606.
I Brief«: Rd. yr. in ä^t Kromon Sftmmliuitt griecliiacber BrJofe, Veiwdig. Aldus 1409.
■ -Edd. Vnleatiia* und BoinRonad« mit den Natiirtiri)bl«m«ii. — Ed. IL HercUer.
I lrte«l««raphi <ira«d. rnnii 1R78 !4. 763—7^8 (mit BennUung Mhlr«ichar ilondnobriflon).
I ' VcL Ant. Wcfltermiinn, De cpietolaram scriptoribiia Orwcin. pan VIII, r.ipnnD
I liU o. 7. -- Ein« IktoiniNr.ha Uaborscliun^ ätr Brief» doa Thcophjrlakton i*t die
I ^Üolofbcli« EnttliugMrbrit dra Erourn Astmiiiimpn NikotnQS Kapcrnikus. Hie bo-
I tM tit d*r lAiva tiiiähnti-a .Mdinn and nnicliipn i;it KritVaii 1509 unter dem Titel: Tboo-
I lfc3Mti ScaUotni äiin«cati Epistoin moinlcii, nirnlnii et lunaturie. inturiirclutiuno Utina,
r uiMvla in dorn« Doroini JuLanuin Ilnllcr. nnn« soliitis nostrc MDIS. Eiiieii Neudmok
Im mUwmb BOtiiletiM Turaniitdtcto FrAnt Hiplor, Snicilegium Couuriiioauutn, Brauns-
I kts 1873 S. 74-102.
(iasobickte: Ed. pr. (nun einem »cbIccbl»D C<><1. Barancua d«H Iß Jabrb, = Manoc.
ÜT. i<<) Too dem iBgoiHtftdter jMuitan Jac ronlnDus. TnfiuMudt 1604. — Im PnriMtr
C«rpiu 4k1. A. FabrottuB, P«rM 1M7 (mit den Fehlem drr tuftulDtädt«! Ausgabe und «inor
Lipba von neaeBl- ~ Wiederholt Venedig 1729. — Kec I. üekker. Buonao 18^4 (wiodor
MI Abdnick dor Au^abe de« Poelanua mit unweMi>iitIitlieu Kunekturunl. — Erste und
tntup kntivbr AnaRabe nur OnitiH dea alten Cod. Valic. 97T von Carl de Boor, [<eipnB,
b&L T«<ib«iMiana, 1(^7 (mit einem aorgAltiiteo Wort- uod Sarbindex).
t. IliKauiiltel: Treffende, nur etwaa la whr im Standpunkt d»r KlamiiitAt bo-
faMaa B«an«ilatig «n G. Bernhardy in Form einer Bwi^nnion der Aiwgntien von
HfU« umI BMMWoadn, BiiHiner Jnbrb. fllr wiMcnitrh, Kritik 1^36. Nr. 5ij— 59. — Zur
Kriltt: AnjE. Nauok. M<^lang<«i (Irflfo-Itoniainos III ^9 f. — Zur Beurleilung der Nach-
nebl«a de* liiMplijrUktoa nbnr CItinn: F*rd. von Richthnfon, China 1 |18T7) 551 tT., und
A.t.Gvtschmid. Klein« frbriftnn S (1S62) 607 f. - Ueber die guellen des (!(«chicbt«-
»«k«r L. Jeep. Rhein Mm. Sfl (Ififil) Shl ff. und .labnn Johib. Supplemcntb, U (1W8&1
IM— IT>*. — Gegen Jeep »uebt (i. UertxHrh in aoinor tii ^ 102 pcnnnnlen Sclirifl S, 2& ff.
H «rveisen, doiiH l'keupbvlaktoa iten Johanne« roo Kpiphimiii schon vom 9. Kapitel des
1. Badwa an benDtil hslie. — l'eber cbronologiacthe 8r1iwieri|!kvitrn in der zweiten HSlfta
i»l KiaiwiHig d«« Manrikios, namentlicji Ober eine LOcke von '•93—697 handelt J. B.
Bari, TbvchrMdoByefTbeobli. i^imokalta. TheEnglJHb Hiatur. Review 3(1888] 310- S15.
- UUBdilionen am OveehkM^WTkr ed. de Buor gub H. vun Herwrrdon, Varia ad
»«•. lIliaaMqni« N. S, 17 tI889) 34—48, — üeber ein Kojj>iki'rfrngmi>nt in einem Briefe
4m TbanbjUitM n. [.B4 Strrnbach, Curae Menaiidreae. I)i>«eert. closus philol. acad.
ktt CnNTMnaia 1. IT (l»93j 171.
t Spranba: Zu dna auffallfinduten Dingen geliitren die Form /ptJ ala Pr&e^ns (von
IWllwS. iw. 8 mit unrecht anRP^riffrnl nnd die liiliiflg» Vorbinduns eine» Partitips im
IW. mit Btaem Femininnm «. IJ. arpi/ivaarjair dinifiiioi: Allein dieser Vnlgarisnuw.
■■• 4»ni 4ie Konatraktion «iti« Supotl. im Mnsk, mit einem Fomininiini verwandt int,
IMmM aeit INodor ein« Art TOD BQrgprrecht. B. Lobeck, AulnoplinmuB, KOiiig^horg I''29
*-a«f. Zu tev vgL K. Krumbaeh*r, .'^itxtmgi.ber. hiiytT Ak. 1806 S, 417.
4. Hier nrilge nodi der aaa unbestimmter Zeit dtiimmeiidu anonyme Bericht Ober
'i* l<>>)Bt;«rnDg von Konalantinopcil unter Heriiklio* erwilhnt wordnn, der im
JV Vaiic, I!i7'J {10, .lahrb-l und anilrren Handarbriften erbtilt*« ist; "fpi tiäy öHieiy
*>'f»r tl KHi Itifamir natu (« ^lotpvtäiitw) noltwc ftariiääavt riiyatiif rai tji ifiXar-
•foii'f «fv */o» Ä« r(ä< iimnmov fitt' «r/tfj^Hme nno/aiptjatnir. Di* Ing^ndcnbad« Er-
itthng W mit den Mnnti^pkieti dea Knmenialea. Kananoa und Anngnoste^ lu v«i^
Ed. A. U«i . Nova p«tntia bibUolheca roL « (Romae 1853) 2, S9«— «16.
252
BfunUiUache Litteratnrgeachicbte. L ProuiftchQ Litt«ratiir.
106, TheodoBios, i'iii griecliiBcher Mönch in Syrakus, wurde, nAcli
dorn diese SUdt im Mai 8H(t durch die Saraz«nen erobert worden vaj
von den Feinden nach Panonnos gefUhrt. I>ort schrieb er im Gifiin^iiw
an pinen gewissen Diakon Leo cinoii Brit^f ühcr die ihm no«h frisch tu
Gedächtnis »tehondu Eata^tropht! : Quidooiov ftoraxoii mr luii ^-^/i^nns»
irmtioXij n^öi /t4t)Vtit dicixvvov nt^'i tiji äiaiartai Svnctxovaiji;. Kr gib
freilich weniger eine objektive ßrzillilung als eine an wichtigen That«acboi
ziemlich arme Deklamation Über diu lange Not der Belagerung und seai
eigene« Schicksal. Verwandte Stücke sind die kloinen Monographien de
Kanienintea und Anaiinostes Über die Eroberung von Thesaalonike durd
die Araber 90-1 und durch die Ttlrkeii U30.
Ed, B. Huao mit Uo DisGoaaa, Phü 1619 S. 177— ISS; vgl. di« PtnJ. S. XV.
«
Konstantin PorphyrogonnetoG.
107. Ij«beiL Kon.ttantin VII, Solin Leo'8 des Weisen, Enkel Basi
iio8 I. dc8 BcgT-ilnders der makedonischen Dynastie, war dem Nauien nad
Kaiser von 912—959; doch blieb er durch die Riinkc seines Schwieget
Vaters und seines Schwager.'« lange von der Regierung ausgeschlossen, bi
er 945 durch die Gunst der Verbilttiüsae zur Alleinherrschaft gelangt«
Daraals waren die schwierigsten Künipfe gegen die von verachiodenei
Seiten drohenden Feinde misgefochten und das rhomäischo Reich «rfreuti
sich längere Zeit hindurch verhältnismässiger Ruhe. So hatte Konataatii
reichliche Gelegenheit, die litterarischen und wiasenschaftlichen Bestn
bungen, welchen er seit frUher Jugend ergeben war, auch nU Allein
herrscher fortzusetzen und im grosseren Massttabe durch zu filhron, fi
that ee, indem er mit kaiserlicher Macht und kaiserlichen Mitteln groGa
Sammelwerke veranstniten liejts. welche die nicht mehr UbersichUioh«a
oft schwel' zugänglichen und zum Teil schon vom Untergang bedrohtoE
Sobitze der alten Litteratur fUr die Zwecke des Staates und der Kircbi
nutzbar machen seilten. Für die Heranbildung der jungen Generattm
_aorgte er durch die glänsondc Eniouerung der grossen Uardasunlver^itil
Konstantinopel, die für diis WicduraufblUhcn der höheren Bildung in
Jyzanz von nachhaltiger Bedeutung war. Budlich versucht« er sich sdW
als Schriftsteller. Wir kOnnen die mächtigen Litter&turinassen, die mit
dem Namen Knnstantin.s zusammenhängen, in zwei grosso Gnippon teilen,
1. in die von ihm selbst oder u»tt>r seiner persönlichen Mitwirkung v««
fassten Werke, 2. in die durch den Kaiser vomnlassten SammluiigOi
alterer Texte und die au.« Exzerpten bestehenden Enzyklopädien. Di«
Werke der zweiten Gruppe werden hier nur summarisch behandelt, weil tk
bei aller Wichtigkeit doch nur Ergobutsse eines mechanischen SatnuM^
fleisHC« sind und weniger in die Geschichte der Litteratnr als der Texte»
ilhcrlieferung gehören. Eine erschöpfende Darstellung des verwickelt«ll
philologischen Details» da» sich an die konstantininchen Saniinluitgto
knüpft, würde die Grenzen unseres Abrisses llhorschreiten.
L«l)nii und Werk«: Kino |iHni't[yri«ch e"t>il'^iio Biograjibi« Koniibintins «tebt it
der FortactziiDg; dns Tlinnphniios od Kann. >S. -H^l 469. - Eine krilieoh» U«b«nidhl
der hio^apliiBchen Tliiitaacben KJ>>t Ferd, UirBch, Kooatutin VI) PorpbjrrogMwetal
ProgTHmB) der KitnigsUdtischnn Knnlschul*, Borlin 1S73. — Httuptschrirt: Alfr. Ran
i. OoMliiolitMhroibBT und Cbroniat«ti. A. (leB«hicliUcbr«{ber. (33 lOft— 108) 253
bku4, L>mi>ir(! ;rvc an dixitm« siAcIa. ConHtantin Parjihvrnjti^nAto. Paria 1870; <l«rtMlb«t
•aob r«iclül«li« NMcbwpne der i«TttlreuluD UilrKlittcmtur. Vgl. dj« iiiliaitscwliibe B«<pnolliUiK
««rcrd. UiTsoh, Oattinp. Gckhrlu Aiiicigca 1)>7» S. ASO hQS. — Zar Ueberalditder Le^
Ann Jm KnttCT« dimt die im viiueliMin fmlicb ntcbt imuigulbafU ti«9&int>naK>be
Ullign«. P*lr. gr. liJ!>.'22.J-369. 112 und 113.
los. Eonstantius schriftstellerische Thfttigkeit. Wenn wir von
lelbsteigciH'ii Worlcüii des Kaiser» Bpruclioii. ho muas auädi-flcklich bo-
n»rkt werden, dass bei ihm wie bei vielen anderen ftlrstlichon Sclirift-
ellem die Öreiue zwischen eigener GeUtesarbeit und biower Anregung
Überwachung »chwer zu ziehen ist. Inwieweit die Werke, welche
vntvr dem Nmmeii Konstantins gc-h^n. auf seinem Schreibtische oder
Xähe desselben entstanden sind, lässt idch beute kaum molir fest*
1. Am meisten Anspruch aiiF den Namen det« Kaisers hat ohne
ZvuiffI die Geschichte seines ÜrüssvnterFi Bnsilioi) I: 'larogiiir^
tii-pfiii tot- ßiof xtii %täv rrga^tiov ßnaiXu'ov toi' üotUftnti ffaailitaf, ijv
StnvjaytTvOf (iaüiXtvi 4v &t^\ 'Ptoftolutv, o roiVot' virnrof, (ftkonövrag (t.iii iia-
fipHr ä^^olaa^ Ju^yi^fiäiur np YQiiifovn ngoaetr^itno. Die linupt^sTiehlich auf
'hm biTuhcndo Solirift, welche jetzt da» 5. Buch der Fortsetzung dea
.»^anea bildet, ist von Konstantin während »einer Alleinbemtchaft
-959) abgefas-it. Der Beriebt, in welchem Basilios natürlich im reinsten
erscheint, mu.'ts mit ziemlicher Vorsicht bendtzt werden.
S. Ad si'inen Sohn Komano.s richtet er das Wnrk Über die Staats-
irwnltung, das gewöhnlich unter dem Titel: De administrando ini-
rio angefUhrt wird. Die Originalüberschrift lautet: KiaruiattirDv tov ir
itf ßaeiJitT aiwi/f> flaitiX^ioi 'Paifiainr Ti^f töy idiov viöi- 'Pm/iaröv tvr
>nn»^] xm .-ropt/i-^oj'/ri-f^ri»- ßaaiiia. Konstanthi oder sein gelehrter
Iknter behandelt hier die- iiuswürtigo Geographie des 10. Jahrhunderte
nit Digr«»>ioRen Ober die Methode, nacb welcher man mit den Nachbar-
*Mkem Terkebrou aolle. Der Hauptwert der Schrift besteht in de»
Kithfkhten über die Vßlkcr, welche daa byzantinische Heich im Noi-den,
(Mu and Westen umgaben. Wie Konstantin, der in sprachlichen Dingen
«Bm gefunden Sinn besaBS, eine volksttlmliche Au-sdruckswcise schon in
dir Oeechichte de« Baailios wegen der Ignoranz der Menge empfohlen
battt, 80 verzichtet er auch hier aus praktischen Gründen auf den sonst
b Byzaoz herrschenden Pseudo&ttizismue und vorwendet nach Bedarf
nlglre, ja »elb»t Hlaip-ische und andere fremde WiJrter.
3. Ein Werk über die militfirischß und administrative Rin-
t*tlitng des Iteichea, die zwei Bücher Do tbematibus (Du pracfecturis):
eo^mwätov ßaaiX^tiK K»ivx(iirtivi>v vov nofqv^OYtvvr/tov ntgi iwv
itiiMv tiöf ävi^vörtuv r^ ßaatJui^ t£v 'Ptafialiav niSiv la%»v rö;
Jitt( «li if' ffrjiaSvQvCtv cd tovtwv ngofftjyoffat xai oii tä für ai'iSv
ifpi^wot, tä Si vf'av /xrr^atxo niV nQotTT^yoQim: Wie die vorhergenannte
fithnft die auswärtige Geographie dos 10. Jahrhunderts behandelt, so er-
*Vtat man hier für denselben Zeitraum eine Geographie dea Reiches
■Ihäv ■utheoCische Mitteilungen über Grösse, Bevölkerungszahl und Ver-
Vibong der einzolneD StAdto und Bezirke za flnden; statt dessen ont-
lUi du Werk im grossen und gaiuMin die Geographie dos Reiches unter
Bfiaotiniflctie LtwnlklQrgeacblcbt«. I. ProMalaoh« litteratur.
Justintan nebst allerlei falielhaflon Kr/.äliluiigen Qbor don Ursprung <{«r
Städte lind boshaften Epigrammen über ihre Kinwobner, währoti(i aus
dem 10. Jahrhußttcrt nur die iiouc Henoiiming und Kint«iluiig der Pro-
vinzen vermerkt wird. Statt eiu gotrouos. Ruf ««Ilwtindigün Studii-n be-
ruhendes Bild der zeitgenössischen Vt-rhältnisBO zu geben, hat dur Vt-r-
fasser die zwei wichtigsten geographischen Hilfsmittel einer längst ent-
scbwundenon Periode , die Werke dce Steplianos von Byzanz
(wahrsL-boinlieh im 5. Jahrhundert) und dos Hiorokles (unter Juetinian)
exzerpiert und zum Teil wörüicb ausgeschrieben.
4. Ei» Work Über das ZeremonienweDea des byzantinischeo
Ilofes, das in der ersten Äui^gabo mit dorn Titel: "Bxiftaii it;^ ßaoi-
Xfiov tä^toit De cerimuuüs aulae byzantinae verselten worden ist
und so zitiert wird. Der handschriftliche Titel lautet: Koitvta tt/ivv tor
^iXvx^fotov xal iv ai'tt^ t<p Xftffrtp f^t aimfirp ßaatXtT ßaaiXtuii rlov
Aiovtoi tov Ootfuttitov xa* unfti'ijatov fiaaiXiwi Orrtayfiä tt xai ßciailiit/P
ijrrnvdr,( ot-ru); ä^tov noir^fta. Die bis ins Feinste ausgebildete Etikett«
des oHtrUmischen Kaiserhofes nebet den Gegenständen, welche die inodonuoi
StaatshandbUcher enthalten, wird hier in umstRndlicber Breit« (aof
800 Seiten der Bonner Ausgabe) verhandelt. Ho seltsam uns jetzt du
ungeheuere Gerüste von Vorsclirifte» ftlr die Feierlicbkciten des Hof«
bei einer Taufe, Yermäblung, KrOnuug und Beerdigung, bei Bef)irdeningen,
beim Empfange und Abschiede auswärtiger Gesandten, bei Triumph«
u. s. w. anmutet, so hat dieser riesige Haus-, Hof- und StAatfikalender
doch eine unvor&cbtlicho kultui-bietorischc Bedeutung, indem wir durrh
ihn einen Faktor kennen lernen, durch welchen Byzanz im diplomatische!
und sonstigen Verkehr den barbarischen Nationalitäten lange als das erste
Boicfa der Welt zu imponieren wussto. Das starre, mit Volk and Staat
fest verwachsene Formenwesen bat der Stabilität der ostrfimischen Herr-
schaft %'iel genützt; es hat einen grossen, leider noch zu wenig unter-
suchten Einfluss auf die Hofe des Ahendlande« und des slaviscbun Ostens
ausgeübt, und lebt in manchen Ausläufern uoch beute nn der hohen Pfort«,
der unmittelbaren Erbfolgerin der osti'ömischen Herrlichkeit An fesselndem
Detail ist diese Sammlung byzantinischer Hof- und StaatsaltortUmer nn«^
wartet reich. Zu den ftlr die Litteraturgescbichto wichtigeton Teilen ge-
boren die poetischen Akklamationen, die dem Kaiser bei verschiedenen
Gelegenheiten dargebracht wurden. Die Faktionen hatten ihre eigenen
Poeten und Musiker, welche für die Festlichkeiten Lieder verfasst«n und
komponierton; für ihre Mitwirkung erhielten sie Geldspenden, deren Hübe
geregelt war. Im Texte des Werkes, wie er in den Au^ahon gedruckt
ist, sind die metrischen Partien freilich schwer als solcho zu erkennen.
Hire Form ist bald jambiecb, bald trocbäisch; auch finden sieb kunstvoll
gegliodortc Gedichte in der Art christlicher Hymnen, z. B, ein in Oden
und Troparien geteiltes Alphabetarion.') Die gi-össte Beachtung verdient
') Do cnr. R. 883, 4 ff. eil. Bonn, l'pbcr
erbuutichc nnd Ichrlinfi« Alphnbetc, ilio in
der mittel grieobisclieii Litlerutui eine groase
Bolle Bpioltcn, vgl. die betreffende rarn-
grajihen in don Abschoitt«!! ,PrDfani><r««)t'
und .Vn]g&rgri«ch)Bdi« UttcnUui'; e. dn
lodi-x s. V. Alphabet«.
l«Mhlcht»ofarelb*r nnd ChronisUa. Ä. OeBchichtacimibor.
glksniäflaiffea Frühlingäliod in politischen Verson, vielleicht du»
grutM^cn? Beispiel dieses Metruraa. S. 367, 19 ed. Bonn.;
'in, I« iHf ro yXnii fiiiXiy itamliUil,
/«friv, iyliar «ni inijr »ai tijv nr;/il{f\itr.
mal wun/r 9toMfr;i«f xsirf lovv noitfiiutf.
istisebeo Kreisen wtinlo d&a Zoremoiiionbuch viel genannt
der darin enthaltenen Beschreibung des gotischen Woihnachts-
in welchem man früher alle möglichen gcnnaiu»chcn Uraltei>
zu findcu glaubte. üegeiiwÄi-tig steht aber vüllig «eher, dasö der
Hymnus weder germanisch» Spracholemeitto noch germanische
enthält, sondern aus lateinischon und griechischen Wi(rten) besteht
h in keiner Weiäo von den sonütigcii byzuntinischeii Akkloinationon
itidot. Die Diktion ist im Zoreniontonbuch ebenso harmlos volks-
wie in der Schrift übor die Verwaltung des Reiches. Die Quellen,
\ea das ganze Werk bearbeitet ist, bedürfen noch der genaueren
long. Eiujcelne ältere Schriften fanden so gut wie unverändert
imc. So stammen dag 84. und 85., vielleicht auch noch das 86.
Kapitel des ersten Buchw aa» einer Schrift des Petros Pa-
e (a. S. 239). Den Scbtuss des zweiten Buches (Kapitel 52—57)
,«iD von dem Frotospathar Philotheos unter Kaiser Leo dem
i&i Jahre 900 abgefasstee Buch Über die Itangfolgo der Beamten
mden Oäste bei de» kaiserlichen Hoftafeln: 'AnQißoXvyia t^; t<äv
V xXt^twfitar naiaaiäfffb>i xm ixtrorov iwv ii^iütfiiittin- n^öaitXi^aif
rj avrtaiQttaa il ä^yalw nXifito^oXofmv inl Adtnto^ toi ^iXox^ffntt
wrötov r^fim- ßaoiXiio^ (ttjt-i 2trtttfiß^i'(i tvdixt. y frot'i äno Kti-cn/)^
'*«() MÖofiov ,cr'/ i'nö 0ilo&iov ßuathxov 7iQiatita7i«itftQ(itv xai
Diesem Buch tet die Schrift des Erzbischofs £piphanios
pern Ober die Keihenfolge der Patriarchen und Metropoliten (als
4) einverleibt. Das Zeremoiiienbuch bildete utTenbar ein unentbehr-
InventarstUck im kaiserlichen Hoflialt und wurde später gelegent-
ircb ZusAtze vermehrt; am deutlichsten ist das im 96. Kapit«! di^«
idis (S. 433 ff. ed. Bonn.), wo die Proklamation dos Nikephoros
s zum Kaiser (963—969) l>v«chrieben ist. Das Werk ist in einem
in £xemplare auf uns gekommen, das jetzt eine Sehenswürdigkeit
eipziger Stadtbibliothek (Itep. I. 17) bildet. Es ist eine schüno
MDthandachrift in groä» Quart, snec. 11—12, mit roten Ober-
en and Inbaltfilisten (stivttMi), hübsch kolorierten Initialen und de-
ven Randleisten.
fcsftiEal»«!! und Uilf«niittel: 1. Leben des ßasilioH; Rd. pr. Leo Allatius,
M. CeloD. Aj^pp. 1658. — Ed. E. Comliofjs in den äcriiitorr« poHt Theophuiain,
I» S. ISS K. - Ed. L lii)lck«r. Theopbunes continuatui. Bonn )H3H S. Sll~3.^3.
itAuAt b«* Hf^ne, Va.U. gt. 109, 22ä— 3GD. - tluuplsvhrirtca : A. Hninbaud,
■ gree tu diueni« titeh B. 187—164, und F. Uirscb, Itjauitininoho Studien
t. De administr. Inperio: Ed. J. MourBiua. Lugd. Bat. 1611; wiotlrrholt 1617.
A. ttnaduri, Iinpehura cririital«, Tom. L farid L'll. — Zur hUtoriticlicn und
■|ilHKbes llrl&iil«ningt N. Lavrovbkij. ttemfTkuni; Ober Gyroa bei Konit. Purfib,,
nr I>e Admin. TJ, Ib: iii n^i-Jin « Xiytiat y'-iin), Jouni. Min. l^A Htl. IQG
yjg 8. Ha-I2L — C. J. ÜTOt, Di« NftchrichlBD dea Kunnl. Pcijib. ftb»r dia
HB CborwaUo, P«4et«burg 1880 (nae.); einen Ausiug »vin«r Sobrift gibt ijr<rt|
356
Bj-iantmiacbo Litt«rfttiirgaBClücht«. I. PriM&iacli« LtUWAtsr,
Archiv nUr. I'hilul. :> |i^-'ll aw 897. Vgl. Au«h dio tSeMirM^rag T«n T. FloriDBlclfl
Joum Ulli. l(^bl. U<l. .il'l U.Lrz ». 1311- ITU: Üd. 21.'i Juni S. 300-3^. — I7eb«r tiäm
denwolbun Gsgomituiid jjtwiilmiitc SoliriCt voa Kr. Kufki «in Agnini) beriditet V. J4|;if,
ArcJi. »Iav. fhilut. !i (Ibf^l) 178 ff. — Zolilrekhc udümv ScbriRui] xur ÜMcliicbl« d«r&a4-
«Invon. i. ß, die Arbeiten von Noviiküvif; » Archiv «luv. Pliilul. 4 (ItäSO) M6. — O. Kr«k.
Kinleitun^ iii die aluviächu IjtleniturK'räuliiditH, 'i. AulL (inu ltU47 ü. 34<J luicl boimI. —
Zur KrlUuterung di«iit aucb F. Uuutnivy, Mu^vururiiji^ (■th4iu^apbiuju (mir uiiiagünglichl,
■- Utich utihenQtzt sind itiD Prattniout» dus Werke« im Cod. Mulm. 111. F. 1 eiu>c. li>.
3. De tfaeinntibusi Das «rat« BacL ed. Buu. Vulcauiua. Lugd. Bat. IbSH. Vb»
xweit» Buofa «d. F. Morollu«. fwi« 1609. - Beid« Bacher mit De admin. imp. nd. J.
Moaraius, Lugd. Bat IUI". ■- Ki. A. Banduri, Imjioiiurii orieutal«, Paria lill, vol. I.
— Dab iwcito liuoh odiorto mit oiuoc Kinloitiing, dio xu d«ii besten LeiBtungon über by-
untinisoh« (ieogrnphi« gohOrt, L. Fr. Tufol, Const. Pori>l). U« provinciia rogoi Bjrz. Lb
SACnndiu, Tubinguo 1847.
Dil) KioteiluDg dos KeioheH id Thumen war eine rnin miliUriiicho. Der Or
iimfiiHitr 17, dor Uoddeut 12 Tbamoo. Vgl. A. Knmbaud >. a. U. S. 17^ IT. - Ch. Die
ätudni nur l'tidininisU'HtiDD bjtuilini: dun» J'exiirabat de HaToonc, F«ia 18!^ S. 31 :
Hä IT. — L. M. Hurtmann, L'uteruucliuugvD cur Uesohicbl« der byx. Venrolluiig in liali«
Iicipiig Ibii'J S, G'J ß., lU'i L — Diu gt-uitueateti AufisoblUaso gibt li. iJchluiDborgoif
SigiUogmpliiu de l>m|>iro byzimtiu 8. ^7 — 320.
i. D« ceriiiiDiiiis: Kd. pr. H«nr. l.«icbiuH et J. Reiiike, 2 voll. LipaiaelTSl-
— Zur KrUuteruug: 0. Burntiardy. B«rliQ«i- JiüirMkher Mr wioiienHubartliob« KiiB
1882. 2 S. U4 ä. — A. Rambaud a. a. 0. S. 12ä— IH». - H. WüHcbku. tjtudieu
im CcrcmonieD doa KoD»t. Porphyrogeimet<is, Futitsobrilt di<a berzugl, FranciiKwuma
Zerbst xur 37. Vciraammlung dtiutscbcr Cbilologeu und ?^l:bull^aIlIler iu DMaau. Zorbol IG
S. 6—14. — Vgl. aDch den Aiil'snüi von W. Fiacber, Eine KaisurkrOuuag in BytaatiM,
Zeitschr. f. allgemein« UoBdiicbte 4 (l!^!^T) 81— ll}2. — U«<ber tine BaudachTÜt dea 1§. Jabrh.,
die ein Fragment des Uiic.hea Do c(^^. entblüt, handelt K. E. Zacliariae vod Lingei
thal. Monataber. Itcrl. Akudemie t<W) ». 79 S. — UiOastenteita »q( das Zer«a '
blieb bczielien sieb die tUc'itigen Untersuc Illingen van 1). Beljajev, Kyuntina. Skii
Matcrinlien und Nutizon über l)}';^iinlinisclic Altertümer. 2 Udo, E'et«rsb<lrg 1891'
(S. A. Bua den Ablinndliingen der k. russ. DrcliAoIogisdiieQ UesclIschAft in Pet«
(ross.). Vgl. die Besjirec billigen des 1. Bandes von U. Destunis, Joam. Min.
Bd. 277 Okloberbeft S, M2-Ö47 und B. Z, 1 lläa2J 344-347 und des xwoit*n tob
Unpcnakij, Juurn- Min. IHÜlt Ba.'.;»U Dexembarh«rtS.SII4 37iP. undll.Z. »{imi4)l.M-l
Ürber dus merkwürdige gotiscbc Wcibnaobtiiapiel. welches in dem llucbo D«
I 83 uuHführlicb beschrieben ist, vgl. folgende Arbeitun: MaBnmiinD. Haupt» Zctiaehr.
deutachoB Altertum 1 (1841) 368—378, - J. Orimmj Öeecbiobto dor deulscbea Spn '
Leipzig 1848 S. 451. — K. N. Sathas, 'lategixär iariftiw nt^i tov 9i>i%\fov xtil iij; ^
oun}f roiv HuCsi^ifuV, Venedig 1878 S. 189 ff. — Cour. Müller, Zeiltwbr. f. d««b
Philologie 14 (1882) 442—460, — A. N. Veselovskij, J&iitiHn UBuliea und Goten^iel«]
Byianz, Jnum, Min, 1885 Bd. 241 Sept. S. 1—18, nnd .Untvrduchungeu auf d«in
der geistlichen Poeaic', Petersburg \%Ji^. 6. Teil. Nr. 14 S. S);(l— 286 (let>t«ras mir unzugt
lieh), — Kad. KOgol, (iesrhicbCe der deutseben Litteratur 1 1 iStnoaburg 18M) S4-
— Carl Kraus, Dosgotiscbo Weilmachtsapiel, Beiträge xur(ie9chicbted«rdeiit«c)iei>r
und LitterRtur 2Ü (1895) 224— 2ö7 (erledigt die HsaptTingen in vüllig Übeneus«nd«T '
HUclist intere^nnte l'arjillelen zum Zeremonien buch enthlUt der im Cod. !
Munir.ipatbibliolbek von Cainbrni, saec. 12, enthaltene liiber cenBUum d«a Catioaio
Benodiet, Ober den Paul Fahre, Le polvplfquo du clinnnin Bonoit, Travanx et mdmoin
de» fncnlti^s de Lille. Tome I. Dii~m. 3, Lille XüKi. nUlierc Mitteilungon gemnoht hat.
grieehiacben Äkklamalionou an den Papst, die dor Libei censuuiu in Iat«in
Triuikkription nufbcwulirt, findet man, wie im Zeromumenbuob , ein Alphabet «rio
(S, 28 und 32):
Alpha. Archios, ton nponto d, h, 'Aitpa. 'Jfgijyöt rwc anartuv
Bitabiaiteu y curioa
ßcspondcnt RumaniamoD
Gamma gonnute o christos
Deetaddidlugu l'bcicu
R.Ro.
Eiubetu. opisKsgis
Zithasiuo, (orito cosmu
R. Ro.
Ita iloB Eit^hoto. K«selin
Tetbaleou, rrotcinumeD.
S^fii. Baailltv»! trptaf.
(Respondent Romani : Amen)
rifufia. Ptrvdtm i Xfiatif
JiXio. Jiä Xüyov »titoi:
(Respondent liomoni: <Am«D>)
<£>'L^2<[iu feil i^c yift,
Z^iR. Zai^r ^t'Qti tf> Kua^fi.
(Kespandent Romani : cAmeo»
i/in. "UXioi ((e_f(rBl) xai «tX^r?/
Bijia, Stör nqueuvroKfAtf.
ttUcbreiber nnd ChroaUteo. A. OeM!hic(itaolireib«r. (% 109) 257
imd*r Meht du« Alptiiibct bior vh. Ah«r schon die weatg«ti erlmltcauii Zi-ilen g.v
Mm m Mtg««, data wir ca mit oinMn echt griorbiaflion und xwar mit i-iiiein alton,
iBiBeban Li«de in tbiin babon. l)l^lln ein gani nbnlidlitis kiinxuiiigea Alphabet iet
ifDr di« Tiügfirgmcbiitche Litt«nitur so wicbligen Coii. Vindob. tb«o[. ^r. 344
I BbMli«fer1:
i '-^tri '*" *^f"V yfyover 4 wti^lijt »«»■ änärtnr,
L rin-nlaii o Xpieiöt^
^^B '^;ffTai 4 Ktipuv.
^^P lifimfr lor 'tavJnioi,
I Ibw ißo) tör imäaovviy u. a. W.
Im bflstoU liMr «ffeahsr »ine Verderbnis. Der politlBr^li» F)infiehnsin)(>r. mit dorn
Ittbct boginiit. pMBt nieht m dem folgenden KureMileii: er ist hichor gornten
im äaima t. B. im Cod. Pariii. 4^0 fnl. 114— Hiß' orbHltcnvn At(>liubut. dn» nii«
B in fOlittMh«n LcugMilm brstrbl. Nuch bcul.igon Tage« wird in OriuvliRulund in
■rvMM wa Kua Umlicho» olphubntiecbes Liedrhcn gnsiingen. Ein« vuii Knrynti-
I dar "Bnia 1S89 Nr. 693 ü. SSG f. mitgeteilte Vnrianto nua Andros b(>ginut giinx
WM d*r Toxt doa Wiener Codes:
^^ BaeiXti't tpjrtiai
^^^^^ Ji9 äyyiXot tö Xatft
^^^^^P ZijfU loi'iTaiov
I TerieMenin^ de» in diesem wi« im Wiener Texte vorliegenden Entiilclluneoii
wa, iai hier DKht der Ort. Dagegen »ei noch auf eine andere SU>Ue bingewieaun,
ker die iwei erwäbotea Werke wiedemm eine hOchet merkwürdige UebereinBliuimuiig
Es ial das oben eraähnte PrOhlingelied der bTrantiiiiBchen Akklafflation. da«
tr eenaoBn in einem htibsch ansgrfbhrti^n Schwalbenliede (xthJari/ifiu) sein
iUk kal iS. 28 f, Iftteiniflch: S. 30-32 griechisch). Dioao von niemand hp-
I ZiaMiBBenhin^e verdienten weiter verfolgt imd auf ihren Ursprung lurtlck geführt
lau. Aach die Ilentellnng der gricchiechen Texte kann nooli weiter geßtrdart
t ata M P. Fabra galiugaa iat.
f. GasanlaDaiab« dar drwi Schriften Do odmin. intp.. Do thnm.. De corim. im
ECaryna vaU. I— il es reo. lo. Inc. Keiakii, voL III rocogn. I. liakkoron, ßennHo
PÜ. ~ Wiederholt bei Uigno, i'atr. gr. 112—113.
Ion. Die Basiliken. Von den littoi-ftrischon Untoriiotiiiiungoii, wulche
luitJn PorphjTogennetos veranlaitste (Klor unterstützte, ohne persönlich
ilueii mitzuwirken, nennen wir zuerst ein Werk, welche» in seinen
niit«ilfn iiocli unter die Regierung Leos des Weinen gehört, die
ken (rrt Brtffilixti). Dieses grosse Ge.setzbuch de« hyzantinischen
ist eine KonipiUition aus den Indico« der Digesten und d«» Cudcx
ins und aus den Novellen; sie wurde unter Basilios begonnen,
aus den Vorroden der unter dienern Kaiser entstandenen Rechts-
Procbiron und Kpanagoge ergibt, und unter Leo dem Weisen
Unter Konstantin Porphyrogonnctos wurde der Text der
durch Auszöge ans Bearbeitungen der Digeston. des Codox und
Tellon erweitert. Auch später wurden die Basiliken noch vielfach
litrt, erklärt und durch Novellen bereichert. Für die Sprachgeschichte
die ßrfizitfit dieser zum grossen Teil aus dem Lateinischen Uber-
Text« manches gute Material.
LatiUAiugabe 4tr Baailiken von W. Ernxt Heimbach, 6 voll., Lipsine 1888 -70,
wk afaenen Klaia**«, daa trete des Mungvia au jibilologiiieher Metlind« fDr dio (io-
. daa iTxsnUniaetiea Reohtira nueh immer die Gnindlnge bildet; dum 'IVxtn ainil eino
th* t*eb«raetxiui|c und kritiache Bemerknngen boigegcbcn, der 6, Hnud entbiLiC Pro-
Ibar die Ücaeliiobl« daa bjzaotiniaeben Rechlos von 534-8ST, Notixun Über di«
4« kliH. lIKrliaMvHnMtbtft IX. I. Alrtln. 2. Aufl. 11
m
Bf santiDlsche Littoratnrg«aa
». 1. PMMÜsob« LiH«ratiir.
U«bet1iofonine der Bneiliken und diu ticuvi« Litlentur. — Ven«iebiii§ soBstiger TmUm-
giAtn und Uilfiiinttt«! xur b}-zantiaiaoheu BeclitsgMoliielit« a. Im Kapitel .FsabwiaMii'
Holiofltm'.
110. Eriogswissonschaft. Olinc Bedeutung i^ die fraginviitariBch
erhaltene krii-^swiaaciiMrlmfUidie Kompilation, die unt<?r dom Namen Kon-
stantin» g«ht, «in SiQaifjYWÖv rr«pi ^ihäv iiayö^tor fO^i-atv, dos ilton
Naeliricliton Hber dio verschiedenen Kampfeflarten fremder VnJker Eueam-
mciiätullt. Inhaltlich verwandt sind einige Titel der von dem Kaiser ver-
anlaasten historischen Enzyklopädie. Die gowöUnlich ebenfalle dein Kon-
Rtantin Porphyrogennetos beigelegte Taktik, eine ganz ua'4elh»t&»digo,
fast wrirtliche Wiederholung der Taktik des KaioerH Leo (wohl de^t fHau-
riors), trägt in der Überschrift den Vermerk: oirtQ ^vr^r^ail't Knifatartiit^
/fttcnJUi';, 6 lov 'Ptoiiarov i'i'n;, und gehört also nicht unserem Kaiser, sondcm
Konstantin VIII, dem Sohne Homanoa U (1025—1028)
Bcid« Sdirin«u sind ed. von J. M«nrBiiis, Ln^diini Bat, 1617 (mit tif admto.,
De tbem.]; auch in J. Meursii opera as rec J. Lami, vol. fi (Flnrentiao 1745) ISII hu
UlS. - Vitl. C. Maller. FHQ 5 l>raer, S. IS. - Ford. Riracli. GOttiDg. G«L AmaiM
1878 S. 496 ff, — Vgl, das Knpitol ,FacliwiaaenHcIi«fl«n'.
111. Exzerptensammlongen. Unter den Sammlungen aua der Zeit
Konstantins stehen an litterarhistorischcr Bedeutung obenan die Gx-
zerptenenzyklopädiBU. Der Gedanke, dio zu ungeheuren Ma«sen an-
geRchwollenen Oeista^erzeugnisBe der Vergangenheit in nieMiodiscb ange-
legten Auszügen dem bequemeren Bedürfnis der Zeitgenossen und der
Nachwelt isu vermittchi. war im 10. Jahrhundert nicht mi^hr neu; fUr die
GeschichtschreibuDg wart-n Inngst Johannes von AnÜochia und anders
Chronisten, ftlr ein umfa^senderea Gebiet der Patriarch Photios vonjf
gegangen, der in seiner Bibliothek fast alle Zweige der alten Litteratw
berdcksichtigte. Neu scheint aber die Idee, dio Exzerpte in liandbiich-
artigen Sanunlungen nach Fächern und Materien in Abschnitte oder Kapitel
zu zerlegen. Die rOmiscben Enzyklopädien des M. Terentiiis Varro, dm
älteren Plinins, des Apuleius o. a.') waren doch im Grundplane von des
Konstantinischen Unternehmungen weseutltch verschieden. Die Frage, ob
durch diese Sammlungen die Tradition der alten Texte gewonnen oder
verloren hat, ist schwer zu beantworten. Dadurch, dass man statt Abt
vollständigen Werke bequeme AuszUgo erhielt, mag der Untergang mancber
Originale beschleunigt worden sein; mehr aber muss wohl die konser-
vierende Bedeutung de» Unternehmens betont werden; viele Texte, die
schon damals nur nocli in spärlichen und verstümmelten Exemplaren voi^
tianden waren, wären ohne die durchgreifende Operation Konstantins
verloren gegangen,
ll'i. Enzyklopädie der Geschichte. Den ersten Rang unter
durch Konstantin veranlassten Exüorptenwerken beansprucht die
Enzyklopädie der Quschichte und Staats Wissenschaft. Im ProOmto
der Exzerpte Do virtutibus et vitiis ist das Motiv des Unternehmens
gegeben: .Ins Unendliche und nicht mehr zu Bewältigende ist der Umfa
der Geschichte angewachsen' (^n' anet^öv tt xal äfij^x'**'^*' V *^ ^f«
'J Vgl. 0. Jalin, BoTichie der attclia. Oeeellach. $. Wiaa. 1850 S. S9S ff.
«achlobUelir«1b«r nnd Chroaist«ti. A. 0«sctiIehtBcbreiber. (gS HO— 112) 259
rcMo cr/tniox^. Dem wollto Konstantin duroh oineinoth<Hli»c1ic Blumen-
' aas den alten Hi»tfirikem abhelfen. Kur Au»ftlhning dai Planes
il«B jedonfftlli« zahlreiche in litterarischcn Dtiigon bewanderte Zcit-
ossen; doch ist von den ^amon dioser Redaktoren nur Ofodö^rn; 6
}ii gesichert. Borflcksichtigung fand fast die gc^sanitc litutonuche Li(-
ttar der Ori«clicn und zwar aus der kla-ssisclicu Zeit Herodol, Thuky-
w and XoDophon, aus der aloxandrinisehen. rUmiscben und hyzanii-
ihen Periode Polybios, Piodoros, Dionysios von Halikarna»», NJkoIao»
Daniasko«*, Joftepho« (judische Archäologie), Appiano», Arrianos (Ana-
ts), Dio CaH»iug, Herodianos, Eu8«l)io8, D«xippos, Eunapios, Zosimos,
ikoa, Halcbo«, Ualala». Johannos Antiochunus, Prokopios, Agathia«,
IHlder Protektor, Theopliyluktns, Theophunes, Nikephnros Patriarche»
i GMrgios Honacfaos. Valiig isoliert steht der in den gnomiscben Ex-
pt<^n bonntzte Roman de« Eamblicho«. Bomcrkenswort ist. das» die
adschriften der alttn Ocächichtechrciber, welcho ilon IJedaktoreii zur
rAgnng standen, nachweislich schon i:um Teil unvollständig wwon. Doss
Ao«fllhrang des Planes nicht exakt und gleichmAsi^ig vor sich ging.
f bei der Ausdehnung des Unternehmens, bei dem wahrüchetnlich sehr
Ibaren Mangel wirklich gelehrter Mitarbeiter und bei den lockeren
MMdiafÜicben Grundsfitzen der Zeit nicht im mindesten verwundern.
^^Bbtsten Teil der mechanischen Arbeit vollzogen ofTcnbai- unter-
Snnne Schreiber, die nicht genflgend kontrolliert wurden und aus
uigel an Sorgfalt und Ver«t5ndm« viel Verwirrung anrichteten. Da« fUr
t Arlieit aufgestellte Programm ist Kiemlich mechanisch und nUchteni;
H Baiikeicbt auf den litt«rarischen und ästhetischen Wert der Scltrift-
iBer BoRte dos gesamt« Material nach »achtiohen Üeeichtupunkten in
I Abschnitten untergebracht worden. Man berücksichtigte dabei ver-
hndne Gebiete des Ilofes und Staates z. B. das Gesandt»c1iaft«wc»en,
hr»abMt«igang und Thronfolge, Verwaltung. Kolonialpolitik, Kri&gsfllh-
log, sogar dio Att<intate, der Litteratur z. B. Beschreibungen, Reden,
rirfe anil Sentenzen, der Kirche, der Moral und der Kuriosität. Mit Siohcr-
Mt können wir in den Oberlieferten Bruchteilen 4 Titel erkennen. 1. Die
'.tl^yal ftf p) uqtaßtiüv, Excerpta de legationibus. nl^o eine Mono-
■|Ufc to der die Kachrichten der Historiker Über da» Gusandtschaftd-
HKBBamincQgeKtclH wurden. Das Ganze zm-ttlllt in einen Abschnitt
^^mt Geeandtscbaften fremder Völker an die Itümer und einen zweiten
Iv dia G«Bandtechafien der Ittimer an fremde \'Olker. ]>ie spedello
■ditBog diMM Gegenstandes n-ird verstAndlich. wenn man sich or-
Mlrt, welche Bfli-uiung für dos durch endlose Kriege beunruhigte
im diplomatiHch« Verkehr mit den melir oder weniger wilden
lianjtlkem besasa. Man vo-gleicho z. B. die auafllhrlicben Vor-
über den Verkehr mit Oe-'tandlen, die in dem Werke Do cerimon.
' — W, n c. 47 niedergelegt eind. 2. Exzerpte llt^l ne»r^5 »al
i, Üe virtutibuB et vitiis, eine Sammlung von merkwürdigen
wu dem Gebiete der Mor^. ^. Exzerpte UtQl j-i-oi/iräi-, De
eotiis. 4. Exzerpt« üt^'i imßovXiov xuta ßaail^mv yfyorvimv,
niiidiia, ein Titel, der deutlich zeigt, dass auf dio iipeziellstcn /.wecke
260
BysftntlnlBobe UEtmAÖrgceclü cht«. I, ProMÜscbe Litt«r«hir.
des Hofes und der Regierung Rücksicht genommen wurde.') Gaaz
halten ist un8 nur die Sammlung De legationibus, zur HSIfto die De"
virtutibufl, in bedeutemieu ke»ton die l)e isententiis, in geririg*>ruQ di«
Do insidiis. Weniger «ichcr iüt unsoro Konntnis bozQglicb der zwei
folgenden Titel 5. W*p( atQanjyijitatair, De strategc-matis. Das sind
Auszüge aus der historischen Litteralur in einer von Miuoides Miiuis go*
fundenen Athoshandschrift, deren Zusammenhang mit Konstantin« Enzy-
klopfidio jedoch nicht sicher emt-icsen ist.') 6. ßt^i Si^fAi^yo^tvi', De
contionibus militaribu«. Solche Ansprachen an da« Heer, die zur Tapfer-
keit anfeuern sollen, dtjfi\yo^itn Tif/otutTttixai Jipös avdutiav ix dm^vifwv
ä^offftiäv Xanßüvovacu r«; vnoäicti{, stehen zwar in einer FloreuUner
Handschrift des 10. Jahrhunderte: doch ist diese Schrift nicht eine Sunm-
luDg von Rcdvn aus alten Autoreu, sondern inline milit&ri»che Rhetorik
d. h. ein« mit kloinen Beispielen aus ungeuanntim Quellen unt«rmi»«,'hu
schulmässige Anweisung zur Abfassung von Peldhen-nredeu. Ob diiB Mach-
werk den Konstantinischen Titel //*p( (I(^f4»,yo()iwi* vorstellt oder wenigstt-o*
in einom nilheren Zusammenhange mit ihm stielt, i^t bis jetzt nicht fe
gestellL Altü übrigen Teile der historischen Enzyklopädie scheinen
Wen; doch können wir aus Randbc^merkungeu zu den erhaltenen Stflch
von eiuer Anzahl der verlorenen Kapitel wenigstens den Inhalt vormut
80 werden Titel Ilt^l ißaatXiav äraYo^fiiaKtig, tffc'i Jtaäoxi^i ßaaiiMor,
yäfivn; flict xriij^oi'»; u. s. w. genannt, Eine Aufzählung der Titel &e
man in der unten zitierten Schrift von Wäschke S. i.
1. AuegBlien und Uilfsmittot:
ntfi tniiajlfimy, Kx libm Polybü Megnlop. selecU de loKAtionibua etc. ex lii
theca Fnivii Ursini, AnCveqiiae I5S§. Die hior fehlenden t'rngnieril« v«ififl^eaiUii
Uuescliol (Exeprpta UoeBcholinnii), Aug. Viiidel. 16Ü3. — Vgl. Uistorici OraMii '"
L. DiodorT 1 Praof. 15. 27 ff., bü ff. — Mit dem einen der iwei rroninieD dieMT
ist düs 43. Kupilel der von Eöchly, Griech. KriugscIiriftsteUer 11 2, her*u8gegeL.
aiionympn Taktik identisch. — Ceber die i. J. IGTl verbrtuint« alte Escai-inl)i§ di««er
lerjite and ihre Kopien vgL die unten xitierto Diseerbitiuii von K. ächulzc $. 19 ff.
Ch. Graux. lüseai aur lee originos du fonda itrec de l'Escunal (= Bibl. da l'^colc
liiiutea «tudca 46. fascic ) Pnris ISÖO S. ü3— 97. — UoljBr den wichtigen Cod. Anbros.
L. MendelsBuhn. Hhoiu. Muh. 31 (1876) 2l)4 Anm. 2.
Ilegi n^tiijc »ai xaxiuf. Ed- B. Val«BiuB, Paria 11)34 (huh einem cod. I^si
cinnuB. daher Excoqitu PciieBUtiiuu Kenn)iut). ~ Vgl. Iliu UuasiuB ed. E. Groii rol. 1 (I
Introd. S. 57-&4. — L, Ilindorf. HiBt. G>. min I Praef. 8. 7, M ff, — J, Wollrnbvrd
Kxcer|)ta ex Joaniio Aaliocbeno ud tibniin Peiteecitunuiu a se excussiuii etDoud.. l'rogr.
(laniftB. G,vDiuuBiiima. Ui-rliu I8Ü1. — J, Wolleiib#rg, LXIIl locoe tx Ucroduto exeei
qui ex conl«cUueia CunatHoliui Aug. Porpli, nipi vfii^g xai xuxiag in cudice Pet
cxstnnl, rec. Piogr. des fraiiiOs, GymnHaiuma, Bsrlin 1862. — J, Wollenberf,
ceneenlur LXXVIl loci ex Flavi Joaepht scriptis excerpti qui 03c conlectan«is CcnalJnl
Augusti Pür()l)jT<igenn*tao ntgl li^ciiyc »«( «njü'nc in codiee PeiroBciano rxlaiil. G^mni
urugr, Berlin 1S71 (mit anzugftnglifb). — Vgl, C. de Boor. Zu Johannee Antiocb
Hcnnea 20 (1886) 827—323. — Fr. Hultech, Pol.vbii Historiue, ed. II. 1 (l*<e8) Hl
Eioen »rsrhnpf enden Bericht Über die Geschichte uiid dun Bestand des von Nicolas Cl
Fflbri de I'eiresc (1Ö8Ü— 1<'37) in Cjpem orworboncn und von U. Volesios Kii«r«t edu
Kxierptenkodex gab im Aurirng« dar k. B&cha, GcBellaoh. d. Wias. nls Vorltnfer i
vollständigen Auegaho Tb, Büttner-WobBl. Der t>od«x PeiresciauuB. Ein Uvitrag
Kenntnis der Bxierjito des Konntuntinoa Purjih)'rogenu«tüs, Bor, d. k. sUchs. GomUmu
Wias. ISUS 8. 261-352.
n$el yriauiär. Ed. A. Hai. SoriptoT. vet. Dova collevlio v. II (Romao ISH).
Die Exzerpte ntfi yrv/Äiür aus ['otybiuH gub neu heraus Theod. Beyse, Berlin tM9.
'J Vgl, Maller, KHQ & S- XIV.
I
•) Ibid. 5 a Uli.
2. OMcUebtachrelber and CbroniatoD. A. GeeobichUclLrelber. (§ 113) 261
Dan TcrVramrung«!! dbcIi ciii«i nratn Kollntion run 1). vnii Rcrwerdon, Spicilcgiiim
falMwnuB, Lug4. Uulav, iSGO. — Knie Ne-uvi-rgkiehiiDg der d^n DJo Cassiiis bctrotTvtiiieii
CxeMte i*ffi yrttfimf Ii«r«r1e f. Ph. BoiHHOvain, Propr. Botterdnm I8S4. — Vgl.
*k. lloiDmavD, Htmea 0 (l8Th 89 f. - C. de üoor. Die rfa h<toai( des Eiinnnios,
tUn. Mm. 47 (1892) 821—928 (nb«r du Proümioa dor Eunopiusexierpt« im Titel De
a»fi iatflovXiüf. E md. E»oiiri&li«iui ed. C. Au^. L. Fedvr. 3 voll. DormiitAdit
M&-&a. — KrBiniiuifipn üben Tli. Momrosen. Germ^s 8 (I8T1) S23 IT. und C. HQlIor,
BG & (1B70) 2fi.
atfl «tpdnjyQfia'tvf. Vgl. C. MOlUr, FHO % 81—42. und a Proleg. 8. VIl f.
Md 8. 21 IC — Väi. C. Woiieh«r, Po]ioi«iitii|iia dp» Orao«. Pftris 1867 8. I!U— 279.
Iltfi ^r,fiiiyofiiär, Anonymi ßyiuntini ibnloncn militari)« »d. A. Koechlj', zwei
ifUat» ImImmiuii, Zari<li l&öS— 56.
/fapl itraj-optvattit. H. Wnnchlce, Unbor dun von Reiahe v^rmiitot« Pragmmt
W BK»wy*B KuaKtantins ntpi ärayi^tvatiut. Prugr., ücasuu IST8.
AHawrd«m vgl. G. Bornbardy. B«rlbur JHhrliUülier fUr wissonachnft liehe Kritik
BSl, 2, 880 ff. — Ueinr. Kisaen, Kritibcbc Unlvniuolmiigisn Itliar die Quellen der 4.
ad &. Dekade des Liiiti». Uvrliii It<e3 S. 313- 3:^3 «Über diu Gt-aandtscluiftseMei^te). —
l Sebalie, D« i-xeer]itis ConeUul. quacat. critiviii^. Du». Üoim 1H&>. — L. Dindorf,
ikaa JuMt. 99 (I8S9) 114. — Eino sacblicli» OruppiKTUiig di>r Titel und Horatellung der
nfrtDigbclMB Onlnnog vttaudit ti. Witchkv. L'eW die Ki-iiieiifulKi) dvr Gii«rulu Kan-
tutinii. I'bilotogna 41 (188S) 270—289. — l'eber Doppel euerpt«. i. \i. Aber Huleb«, die
•aftibrlicb und diBeban in «Dur Eiritome vorkommen, handelt C. de Boor, tlemies 19
IBM) 123^ — 148. — Sp- LamproH, nXoviiifxti« linuyäiaftuia tv 'Ayta^uiixi^ xiüStax rcjc
•»^t Jtnrwiov, Jubilflumsacbrift dir tIrivcraiUvt Athen. Athen 1SS8 S, 31'i 337, V'jTBiieJit
kMiple MH den Biographien des Plütwirb mit Kciiiatflntin in Zu8iunmonhniij< x>i bringen.
-2i den Exswptanm* l)ia (,'aäsiiis vgl. auch (•nut. Nordmer«T, D« Ortavia fnbnln. Jahns
ibrti. SuppkMnentb. 19 (l»42j 257-363. — Uobor dio GrnndnAlzo der Kodaktnron in der
Viadencalw der Taste «gl C. de floor, B. 'L 1 {,\Wi\ 32 f. Sprnohlichn Abwoichungcn
e—lanUaiacbcr Euerple vom Origiaalte'Xl notiert L, Radcrmnebcr, (irnmmati.ichca xn
liad«r. IUi«iii. Utis. 4» (1804) 166 f. - C. Wnchamuth. Kinlnitunt' in dnn .Studium der
Itea U«aGbiclile. Leipug l^^ÖS S 69— T7. — Weitere Litteratur a. in der Abhandlung Ton
itlwli« S, ß. Anaaerdem aiod für rioKelue Fragi>n natOrlich di<> AuH^ubun und kriti-
<b«« BilfaiBiKel der eiDielnenoiierpiorten Historiker, beaundera dia Vurrodon
■ dM AiMcabea dea PttljrÜoa von HultaHi uud Bütlner-Wobat, dea Dio Caaaiua von
Mhar, des Appian«s nad Znaimoa von MendelHauhn, dea Suidaa vou Bemhardy heran-
2. Aiuuwr dan hier aufgexlblt«n teils in Oriicinalhas aoa der Zeit Sonatantina (t. B,
»4. PdmcTaniwi taiU in apftteren Aluchriften erlialtenen BmcbstOcken kommen fiLr die
flaitelliuig der t'JiijkloBMie noch mnipe andere Werke in Betracht: vor allem das
UkikoB dea ^nidaa, der don nrRiuilcn TfliI »einer hiatoriachen Artikel ana konjutanl.ini-
•abi* Exicrpton geatbnpft hat; dann w ah räche in lieh eine im 10. Jahrh. entstandene Be-
IfMtng de« duutlicb- profanen Plorilegioms fT«pdlli7lto; endlidi zwei grosse Exzerpten'
IHBtemn an« Poljrbio* nnd Diodoroa, die vielloinht ans Vararbmton fUr daa k<m-
iMiaMK Uatentehmen urwachiuia lind. jedenfolla en^ mit ihm xmiammenhAneen. Dia
jtairtfa aiia Polvbioa ed. pr. nun cmom cod. t'rbinas Hervogon. Unnnl 1Ö4S. die nua
Hidw aaa «iaem Codex den FlurMtlinmi I,ud. Alemonnus D. Iloeachel im Anhange dei
Kb«m^ De l«fBti«iitbaa 8. l.'iO— 172. Wiederholt von Dindorf in der noaeen Anagabe
da Dwdew II 2, I 0. (ExeerfU Hoeacbeliana). — Ueber die Ucnfitzung KonataDtinUcber
UMtyle dveb Snidas TgL bee, C. de Boor, Die Chreuik des Georgiu« Monnchua ala
Ma daa Sküdaa, Umaae 21 {188«) 1--2S. — Wie aus den uhigen Li tteratii rangaben
Mvitfakt, ixt daa Material dw KonataiitiniBchen Exwrpte sehr i«r«lreat and aohr m-
iM^rtie irrOlfaBtlicht, ao daM ««aa abaehliesseode ^'erwertiiug and bea. eine syslema-
^(W Vaifjaiohiing ntit der •OMtimn Ueber tieferunit der Hisfiriker xut Zeit nicht mOglieh
K Ca* aaefa «iäaitlicban Gnuiorttun eenrboilet« Geaamlausgabe iat daher ein drin-
' BadarrBia.
US. Landwirtschaftliche Sammltmg (rfunot-ixA). Das vorzüglich
^ dea FUJinorn gepflegte Gebiet der Landwirtschaft hatte auch bei den
ftMwQ bMOodert» Hott der alesan<lnni^li(.<n Zeit wiseenitchaftticlio Dar-
ridkagmi bervorgemfen. Das praktische B«dUrfniEi mnast« hier noch mehr
■b io dar Geschicbtslittcratur Kompiltttionen und AuazQge veranlassen.
5» tng «n gewisMT Viadanios Anatolios, den man mit dem von
202
BysaDtiauctt« LitteiatargeHCtücfate. L Prouisch« Littantu.
Libunios Uftor erwähnten gleichnamigen Juri»<ten aus Beryt^s idenüfiiMlfl
hnt, au» jllt«ren Workon eine •cin/iu/i; yftoppxmr irttti^SfV(täiuf zusamniOB^
welcho Photio8 (cod. 163) gek'»*u hnt. Etwa« spater (im 4. oder 5. J«lir-
huiidmt) vorfasHte t>i« gewiesor Didymos /Vw^ik« in 15 Büchern, lüt
Hilfe dieser Vorarbeiten veranstaltete ein sonst nicht bekannter ScholaatüCH
Cassianus ßassus eine groi^c landwirtAchnftliche Sammlung. Du« gio>
Kcliah. wie dor nach Kaiser Hvruklio» nicht mehr ilblicliu Tit^d axoXutnvtii
(Kvclitüanwalt) beweist, noch im ti. Jahrliundert, spätestens im Anfange
des 7. Jalirhunderts. Im Anfang des ß. Jahrhunderts wurde das landwirt-
schaftliche Werk des Vindanioi« Anatolios von dem Archiatro» und Priester
Sorgioft von Kosaina in die ttyriHche Sprache übersetzt; aus der H^-rüclieD
Üborsotzuiig tloHH die sehr freie arabische Bearbeitung des Koata ihn
Luka. Die Sammlung des Cassianuet Bassus wurde unter Kaiser Konstantin
Porphyrogennetos, dein man, durch das Widmungsscli reiben verleitet,
früher die Gooponica schlochUiin zugeschrieben hatte, von einem uube-
kannten Bearbeiter um das Jahr SliO in einer neuen Ausgabe vorgelegt,
die 80 schlecht ist, dasn die alten Exemplare damals gewiss bedeutend im
Preise gestiegen sind. Das früher hoeh gcprieaeue Verdienst dos Kaisen
um diu Erhaltung der geoponiechen Litteratur und die praktische Fftrdfr-
rung des Landbaues schrumpft durch diesen erst neuerdings festgostcllteo
Tliatbestand auf ein sehr bescheidenes Mass üusammon. Die xahlreichnn
Zitute aus alten Autoren über Landwirtschaft stammen natürlich nickt
von dem konstantinischen Redaktor und auch nicht von Cossianus Baasu,
sondern aus seinen Quellen wie Didymos und Anatolio«. Ihr Werk ist
sicher auch die Umgics»ung dor ursprünglich jonisch gcscliriebonen StUcke
in die attische Form dor xniv»;'; dagegen sind manche volkstümliche Wort«
und Formen erst durch die Bedaktion des 10. Jahrhunderts, die hieria
ganz im Uei»te Konstantins handelte, in den Text gekommen.
I. Ausgaben: Zuerst voUnUlndig ed- von f. Nondhsm, Camhriiig« 1704. — BcMr
von N. Niclaii, 4 vulL. I^lpxi!; ITKl. mit Ami iVärntioiion dor fiDberen Äuagabon. ciiwn
iipllrliohoii kriliBchun Appiirnt. KcgiBlur Aer zilicHcn Autorun. liiiitoriBchi'm, fceograplÜK^MD,
graininstiBt.'hi!Di uiid siti/liliclieiii Itiilux. dooh obui^ goDÜgniido huudsctriflljche Omodll^,
— Kritisch« Aiuijj;ub» (Huf Uruad vou (3 crivcliiiiciiuti Hiia und mit Beizieliung Att ftyriaoboa
Ueberaetxunal von H. Beckh. Lvi^tita, Bibl. Tcubnuriunn 1805,
Z. üeberai>tEun^(>u: Svriscii: (üeoponicoo tu aermuuoiii Syriacum veraorom, qu#
BUperaiuil. ed P. At LngArdi.', Lijisiae 1860. — Dheu vkI. P. ile Lagardo, Do OeoponwoB
vfraione Syriac», Progr, d. LouisensUd tischen Re&Ischule tu Berlin I85ö (= QemnmtHt
Soiniften vou P. de Lagarde, Leipzig 1866 S. 120 IT.), Uast. Sprenger. Duleguag ihr
Ornndsfitse. nnch denen die eyn'ecb« D«bertraguDg der griechischen OeoponicR Keamitrt
wurden iat, OSttlnger Preisedirifl. Leipzig 1889. nnd Ant. fisumstark, Lumbi-itinDea S/r»
OrMoae, Jahns jäjirb. &ipplemonlb. 21 (1894) 884—405. — Armcoisch: Ein« in imb*-
luinnter Zeit entstandene nnonymo nmienischc tlobcrectxiing dor lieoponica «d. LvDI
Allschan, Venedig, 8. I'iixnro. Dnii^kGri^i der MechiHiRristcn l**TT. Sie ist ■ber nach der
HoiniUIg de» Heraus geh eis, dem Znrbhulanian, Bibliothek der alten umicni schon Uvbtf-
Htningon. Venedig i8S9 (neunnneniscb) S. 69S— 704. beipflichtet, nicht direkt itadi dm
sriechisclien Originnl, sondern mich einer nrnbisahen BearbeittuiK gemacht. — Da« Vn<
hlÜtiiia der nniianieehen Ueberanlzung beKw. ihrc'r ambiaclieii VorlHge lum griechiadw«
ond Bjriachon Texlo orllft eingehend C. Urocketmann, ß.Z. 5(1396) Hüft 2. — KoniS'
Biauh und Deutsco: Das Vortrouen. welches niun in der Hum&uist^uieit jeder nJ Im
Weishoit eulgcgenbraohte, heiteugt die oft nufgulegte fromsBaitiGhe und deutsehc t'^bet-
B«lzuug des 16, .tahrbunderts: Les XX liurcs de Constaatin Cäsar .... tniduicla un Knii-
oojrs par M. Anthoine Pierre, licentie en droit. PoictierE 1(45 (Vorrede datiert von l.VtS^
— D«r veldtbaw oder das buch von der veld arbevt , . , . Alles vor tansend jaiea vcti
dem £e}-Ber Caoatantüio dem vierdten (Ij io KnecWoh«t sprach boschriebeti Und f«l
2. Geschieh t*ol>r«iber nnd Chronisten. &, Qe*chlchUd>re)b«r. (} 114) 263
■atilifth darch D. HichMl Hormn ■.um tltr Kin.ulii'.cliuii in Tuulflcbo Kfraeb rortoltiH-tqolit,
fÜiiMliiiH 1M5; wMwbolt 1551. i:-o6. Iba u_ <i.
S. H tlfsmittol: Artikel licoponioi von A. Ünumatiirk in l'aaly'ii R«Ht<ilUfkhi-
BpÜr, wo j«iiock WiKindm; ilio votbjiAiitioisoho Z«it bi^rOvIcaicbli);! ist. — Krniit Mo}'«r,
Uli hiTlll 4tr Botanik Üd !t (KSnigoberic 181ÖI 83H-SU0. wo Blieb flb«r dio nntiirwi«mn-
■AinHiilwi Bcfariftca do« ävnieon S«th (U- Jubrli.J, des StopbaDOS Magnetss
(II. Jmfarh.^ dM NicoUoa Hyrepsoa (nm 12801 und d«a JohkRii«« Aklanrioa
(li. Jftbrk.1 9»li«iidolt winL — Bin« kiuw AnAlyM der Oeopomka gibt M. de Raynal,
ttadm Mr Im OfopoolqMa. Ananiir« de t'aaaoo. S (18T4| 89-122. — Bauptacbhßen:
W. Ukinoll. VnUniKihwigen Ober die Qaelleii, d«n Vwfemer nnd die Abfassuauieit der
Ommom. BerlüuT Sludieo 1 (1R)U) 1—280. - Engen Od^r. Beitrage «a OMobioUe
dn- Lndwirt»diafl l>ui d«D Onecfaen. Bliehi. MDsaun 45(1890} bB-99: 212-923 nnd 48
(ISSS) 1-40.
4. L'«berliefervag; ZaliJroidin Hm, nach ihrotn Worte und verwandtMlianUchen
TnkUtaiaee uut<-rai»clii( ven Henr. Beckh. Do G«opOTii(«ram codioibua ihm. Acta srati-
narii pbilol. Erlangeasis 4 118^0; 3ßl -346. - 7.a den dort. nufgeslUilten Itu kommt nach
C«d. Berol. Phillipp. 15&4 s. 16. Vgl. W. Studcmund et h. Cabn, Codices es bibl.
MMnBSBniana Phillippici gmoci nunc BMiiIinoDgioa, Berlin ISIIO S. 68.
114. Enzyklopädie der Medizin, ein medizininche» Handbuch, dio
SunmloDt; der '/nt^xu. AU umfassende Vorai'bcit diciito die um 350 durch
1^ OribaBios wruiifitidtete 'Emtoptj ttiv iar^txür &tuQt^tinnor. Im Auftrage
^boaUntins übernahm der Arzt Theophanea Nonnna eine niimmarischc
HUjüction, die von dem Verfalle der medianischen Wisson^choll im by-
nntinifichen ZeitaltAr ein unverkennbares Zeugnis ablegt
I Bedeutender ist das Handbuch der Tierurzneikuude, die Samro-
' liing der 'lit.iiatQixa, die man ft^her, durch die Analogie der Obrigen
Sammlungen verleitet, ebenfalls auf eine Anregung Konstantins isurQck-
nhrte. Doch tüsat sich weder ein engerer Zusammenhang dieses Werke«
■it dem Kaiser noch überhaupt seine Entstehung im 10, Jahrhundert be-
«aiaeo. Unaer sicherea Winnen über diese Sammlung ist sehr boacheid«D:
Dater Konstantin dem GroH^^^'n schrieb Äpsyrtos zwm Bücher Über Tier-
keilknnde nnd wafarsL'lieinlich gleichzeitig verfaeste der Tierarzt Hippo-
kratea eine Schrift Ober denselben Gegenstand. Später, vielleicht im 5.
ffier 6. Jahrhundert, schrieb ein Jurist Hierokles zwei BOcher über
Plwdebeilkuode. in denen er den Apsyrte« «tark benützte. In welcher
Zeit aber die zwei uns erhaltenen Sammlungen von Hippiatrica, von denen
iiv eis« S. Ürynaeus, die andere E. Miller ediert hat, entstanden und wer
W redigierte, läsDt sich vorerst nicht feststellen. Eine Spätgretute bildet
im Alter der Handschriften : die älteste Handschrift der Sammlung dea
fitJUMUii (in Berlin) stammt aus dem 10., der von Miller veröffentlicht«
OiduE rorisinDS aus dem 11. Jahrhundert.
Goe Ergänzung der landwirtaehaftlichen und medizinischen Hand-
WW bildet ein Auszug aus der Tiergeschichte des Aristoteles:
TW 'Jfii/rtttt'Xtu'i m^ {die»- initoft^. Die Grundlage bildet« Aristotolea
a d«r Epitome des AristephanOM von Byzaiiz; damit verband sich manches,
*M aita qiSteren Quellen bei Aelian und Timotheos zu linden war. Die
'■Mang ist aemlich frei und selbständig. Von den 4 Büchern, welche
dn fkmmlitftg uraprlinglicb imifasttte, lönd bis jetzt nur 2 gefunden. Dio
>B Paria bvflndliche Athushandsclirift trägt den Tttet: SvXXoyi} t^( nrf^i
ByzantintBche Litteratarg«Bcbicht«. I. Prosaia«he Litt«rat«r.
1. 'laipixii: l'otvr dum Titul: NuniiuB Tbooplunes, ppitome d« curatioiie morbonnfl
ed. Ste)jli, UorDord, 2 voll. Uuthuu IT'Jl— lil&. ^ Vgl, Kurt äiireii);»!, «Mchicbte i^
AraoeikuDile 2 (lS28j 8'2'i II. (uiibo(leu(«nd|, — MancbHs hierher (MhOrige bei G. A. Coele-
niiria, Ktudea aur lea ^orita inädiU dee ftci(?j(-na mdilicins Krece, Reviie dee it. gr. 2 (188S)
84»~8»ä. 8 ilSm) lU-179. 4 1)891) 97-110 and h (1S»2) Sl -18.
i. *tnn»((ißixa; VetennsrUe modiRiniw libri duo a Jonnae RiulUo Saewoiiieui
olim niiidem latinitste donnti, niino vero iidum sun, lioc a«i Greoca Itngmi, prifluun in 1im«ib
oditj. Biwiliu 1&8T (mit «jnor Vorredn von S. (>r,vna(iiiH). - Einen gnecbtMbeo Tttl
tinirh pJn<Mn cnd, Itnrbpr. nd. mit InteiniBEhrr nnit italionJHclinr llflberaetxnng und Kom-
monUir t'otrus AI. Vnlontini, Hipporratis votorinoTiii. Hnmuc ISH. — Kineo nrbablich
nbwoiclicndnn 'IVxt, dnr dio ünaclcr Ausgabe brndiligt und orglLiut. cd. aas oud. Pjri*.
(ir, 2:J'J2 K. MilUr. Not. et oxtr. 21 {1^6!,) ■^. I-I63. - Eine neue A>iS(;nte der llippia-
trika wird von K. Oder für dio üibl. Toubuenunn vorboreitot. ~ KnuiE^aclio Uobct-
»otKUiig von Ivan MsBstf untiT dvm TituI: L'art vM^rinure. Paria 1&63. — Vthtr tnt
tieiigt'fuititi'iio tut. Uebereebuug dee AMjrtoe vgl. W. Meyer, Sttttiogaber. baj^er. AL
IS^b S. 3t)<>. — Hundavlirift liehe Mitt^ifangen von L Coho, Verhandltmeon der 40. denl-
ecben PhiluluKeiivere. in Gerlilz. Leipzig 1890 8. lOO. — M. Ihm, l>ie uitipiatrio«, BbtiL
Mii«, 47 (1^!I2; 312—318 (Ober Quellen. Doarbeiter nnd Kiil«teliungai«it der Suumlung
und llbdr den von K. Miller edierten Teil).
a. tlt^i ibiur initofiri: Das oralo Buch ed. ans einer in Peru befindlichen Alba»
hendiichrifl (suppl gr. 49.^) Val. Roae. Anecdolji Uriieca et Groecolntina 2 (Oetulitii lYTfj
1—40. — Kmcndutionon von H. Rnuppe. (iötting. Gel. Aoz, 1872 S. 920 fr. — Zwei
BOcbor mit UonUtxiing des Pnrisinus und des Alhous 3T14 b. 14 od. Sp. l.aropros. Ki>
cerptorum ConalunlJoi de natura nnitnuliuni libri duo. Berolinj läKS (bIh VoJ. I, 1 te
von der k. prfuss. .\k. d. Wiss- hernua gegebenen Supulementum Arintotelicutn). — Kl
ahnlicliL. Honipilution ilub Arinloteles. Avlinn u, ti, ist (lie unter Kaütor Konstantin V
maolioH (UI42i verftisate unoujuie Tiereeechichte. Ed. C Fr. Mutthnei: iroix'itii 'EUig
MuiiquHi} IHll.
4. Auch undviu .Saiuin«lw«rke dea 10. Jahrhunderts uiBgeu auf eino direkte
indirekte Anlegung KunstanliUB mirllckgehen, ohschou die daiuÖI« an der alten Iiitti.T
voUiogeaen Kettiinuewvrke in letzter Linie dem Zug und BedQrfnia der Zeit Oberh
eolspravlien. Da» beweist die Antliologie dea Kephnlns. dio vor Koiiatantin, viell«ia
schon am Ende de» 9. Ja!ir1iiind«ris zuMimmengnatellt wurde. Ebenaoirenig läast eich
Suidns und anderen WCrterbllohcrn ein engerer ZuHammenbanR mit Kunelanti
nachweisen. Dagegen ist dio Logondenanninilung des Symeon Motapbrastea wahraefa
liuh auf Anrogiiugon dos Eonetaiitin Porpliyrogonnotos zurückzu Fuhren. Vgl. oben 8. 30OI
EboDHO dUrfto dor geaobeite und gebiidolp Urheber der berUlimtrn Uoidtilberger Pari
doiengraphenhs (cod. Palut ittf!^ s. lU) in der gelehrten Umgebung des Kaisen
BUehen BL'in, Vgl die Boachroibung dieser Hs bei A. v. Uutschmid, Kl»ine Schrif
4 (1893) 59ü-6oa.
115. Joseph Oenesios (rivinwq) stamniU- «us ciniir voniohme
Familie in Dyzanz; at>iu Vater Konstantin war unter Michael III Bofehli
h&ber der Leibgarde und LogotheL Genesioä gehörte zu de» Oolchr
welche Konstantin Porphyrogennetos um sich vei-sainmelto. Im Ai
des Kfliöcra scliricb er (swischea 94ö — 959) vier Bücher KtJttigl
geschichte {ßaetlumv), nämlich die Geschichte Leos V (813 — S
Michaela II (820—829). des Theophilos (829—842), Michaels 111 (842—1
und Ba^iliu» 1 (867 — 886). Nach dem ursprünglichen Plant! miXie
Work wolil nur die vier ersten Kaiser umfassen, also bis zur makedonische
Dynastie reichen. Die Geschichte des Basilios, welche Genesios mit
Michaels 111 im letzten Buche vereinigt hat, ist dürftiger behandc-lt UE
erscheint als ein Anhang des ganitcn Werkes, das der Verfasser in zw«
heroischen Distichen dem Kaiser Konstantin widmolo. Seine Quellt
waren, wie er selbst im Anfange des ersten Buches verrät, Mitteilung
von älteren Leuten, welche die erzählten Ereignisse noch erlebton,
das .umherlaufende Gerücht". Da.-is er mündliche Berichte von Zcitgcnoe
reichlich verwerten konnte, erklärt sich aus der hor\*orragenden Stelli
die sein« Familie am Uofe Michaels III eingenommen hatt«. Auf voll
ioliUcbralbsr nsti Cbr<ini«tei>. A. GMchUbtscbraiber. (^ 115—116) 265
i8G)g«r Tradition mOgen nanientlieli seine Nachrichten Uhcr WciMagungcn,
nonen und andere Wunderdinge beruhen; auch den von der orthodoxen
rt*i gfgon die bilderstürniendcii Kai»or verbreiteten Lügen »chenkte CJen«^
« leichtglSubigo Aufmerksamkeit. Daneben benutzte er aber auoh schrifl-
lie Qaellen, so die Biographie des Patriarchen Nikephoro» von Ignatios
it die de« Patriarchen Ignatio« von Niketas David Pupblagon, end-
li dio umprflngliche Kedaktion der Chronik des Georgioa MonachoB.
HattMial hat es dem GönGsios mithin nicht gemangelt, wohl aber an
itik nnd Wahrheitsliebe. Seine Liebhaberei für Vorzeichen und andcron
mtilerkram mag man ihm iiaclieielien, micl auch der heftige Ilass gegen
^Bildenttjirmcr, den er mit »einen schriftlichen Quellen and anderen
■nisten gemein hat, \&sst sich aus der orthodoxen Keaktion »einer Zeit
D» erklären; bedenklich ist aber der offene I'arteistandpunkt im letzten
t, wo er die dunkeln IVnkt« im Leben Basilios I, besonders die von
'«ranlaaste Ermordung Michaels Ut. nach Kräften m verschleiern
Vielleicht hat er hier im Auftrage Konstantins VII gehandelt,
B daran liegen muaste, seiner eigenen Schrift ütjor seinen Grossvater,
fc Ohjeklivitit der Nachwelt leicht verdächtig erscheinen konnte, ein
KtOB Werk als Stütze und Bestätigung zur Seite zu stellen. Trotz solcher
jMnI ffft Genesio.i als primäre Quelle Rlr eine wichtige Epoche wie als
^^Bachichtliches Denkmal von Bedeutung. Seine teudcnzinse Darstel-
I^^Ht als Vorlage der Fortsetsung des Theophanea, des Symeon
>goth«tefl und des Johannes Skylitzea noch später fortgewirkt.
Die Sprache de« Oenesios riecht noch sehr nach der Barbarei und
wra dos 8. und 9. Jahrhundorte. Verkdnstolt, schwerfällig und holperig
jMÜflt sie sogar dem Veretindnis manche Schwierigkeiten. Diu Krüchto
dOrftJgen Belesenheit in der klassischen Litteratur werden in ge-
be! den Haaren herbeigezogenen HomerKitaten und in un-
«tymologisohen, historischen und mythologischen Ab«chweiftingen
A(itgab»n: Kd. pi. im 23. ßiuid« don Tenenanar Coriiu« der lij^eaDliuiscben Bifto-
t hiatMÜcb-knlischen Noten von Stcpliac Uergler. Vcnodiu ITSä. — Nach i!iii«r
«OB K. WbbiUi vrranatftlUiton KoUiittuD der i-iiixitiiMi HanilHcLrift (cud. Litwiouiua)
I Carl LachniBBii, Itonnite 1834 (ubn« die W L. gc-wulititv Sorgfalt). — Nacli ii«r
Ansfabe wi*dc«bal( hn Higu«. Pnlr. gr. lUÜ, 9JSÜ-1179.
t Utir8mitl«l.-UaaM8ctirift:F. Hiracb, BfiuiitiiiLscIi« Studiun 8. 116-174. —Vgl.
L BarabarilT, Berlui««' Jahrbflchor fUr wiMenai-liuftlicIiv Kritjk 1836. Nr. bH. — B.
rUcht«. fUMogna ST ill^T») 2hb~21!} handelt Dber dj» HfLndarbiift <ind Kiugrapbie
aa IlMaaiaa nad anelit naiii«inttich Keson Hirsch lu orweieon. daes jener Konafuntin. der
awMkfcaal III lebtn, airbl drr Vwi«r des GanMioa aoJn ksnne. - J. B. Bury. The
haUhr at nonaa tb« Slarnniiui. B. Z. 1 (1&93| 56- 80, luitnrHUcbl dio EnAbluiig dea
^■Ha aber den alavinrbcD (od«r nrnicnrnnbcn) Hobi<lI(>n Thanias (S. ä IT. cd. Uutiii.)
9t ntiglnohl liv mit eiotm Urjcfe Mirbiwl» li ao Ludwig den Froiiimen (Buroiiitut, Atmal.
wlaiML XIV 62 66) und mit dem Briirht« im Thoophanus cuutinualuB-
116. JohannBe Eameniates (Acr/ifiKrn^«), ein frommer Priester von
>Dikv, be.'^chrieb auf Ersuchen Oregon* von Kappadokien die Erobe-
seiner Vaterstadt durch den Anführer der ki-etischen Koraaren
Tripolis (31. .luli 904): 'l<»ärrov xXr^txov xtii KQvßovxi-ftaiov vor
map lii vijV aXuOiv d;; SfaaaXofiMr^^. Johannes steht ganz auf
Standpunkt« des byzantinischen Kleriker«; daher iat ihm aus der
266
BTauitiniaoho LittorntargoHcliiohte. L PrwaUobe Litteratttr.
Vorgeschtcht« der Stadt nur ihr VcrliKItnia zum Apoet^il Paulus and xa
ihrem berühmten Schutupatron Domvtrio» ftv^oßÄtitr/; nennenswert. Seine
ablohnende Stelhing gegen die heidnische Vorwelt glaubt er durch «cbaifo
Auofälle gegim Orplieus und Homer, gegen Sirenen und Bollonuu nach-
drücklich betonen zu mUsson.') Sein politischer Blick reicht kaum Ober
die Mauern seiner Vaterstadt hinaus; wir vermissen vor allem eine I)a>
legung der Machtentwicklung dea arabi.'tchen Firatent»ni.s, durch welch«
der waghalsige Scldag auf die zwcitgriisste Stadt de» Kaiserroiches mög-
lich wurde. Trotzdem verdient die Erzählung des Kameniatee im allge-
meinen Glaubwllrdigkeit und wirkt durch die frische Wiedergabe des Selhst-
erlebten »ugur kil»Htk-ri»ch. Seine historische KruditJon ist allerdings ei»
minimale, wie seine Leichtgläubigkeit gegen Volkssagon und ein bedenk-
licber Anachronismus (8. 40^, 17 S. ed. Bonn.) erkennen läset; er ist keto
Goachiclitscii reiber von Fach und hat die Feder nur aus einem por»OnlidMD
Aniftnrm orgritTon; aber gerade hiedurch erhebt er sich Über manche Sckft*
blonenhistoriker der byzantiiiisL-heii Zeit, welche mit dem landläufigen
Quellenuppoi-atc wohl vertraut sind, selten aber zu einer selbständigen
Auffai^sung und warmen Empfindung gelangen. Im Verlaufe de«; Berichtet
erfabron wir über die in dvr Umgogund von ThoDsalotiike wohnenden
nicbtgriechischen Völkerschaften und über das friedliche merkantile Ve^
häitnia zu dennelben wichtige Details, aus denen sich ergibt, äass die
ethnographische tiruppioruug Makedoniens schon im 10. Jahrhundort eine
ähnliche war wie heutigen Tage», Wegen seiner sprachlichen Form
erspart uns Kameniates nicht die hei den Byzantinern stereotype EntM'hal-
digung der eigenen Unwissenheit. Wie sehr ihm aber eine gute Form Ko
Herzen liegt, beweisen die wiederholtoii naiven Hinweise auf die Not-
wendigkeit einer symmetrischen Komposition. Sein Sprachschatz nilit
ganz auf der Soptuaginta, dem neuen Testament und anderen kii'cblichen
Schriften. Er weiss seine UilfsmittGl aber wohl zu vorwenden, und der
lebhafte, klare Fluss seiner Rede z, B. in der reizenden Schilderung
Lage von Thessalonike (i'J2 S.) und in der anschaulichen Ik^ächreibu
der Erstürmung Aar Stadt (531 ff.) verrät ein natürliches Fonntaleut.
AusgabiMi: Ed. pr. Loo Allntiua, ZiWtinn II 179 fr. - Ed. F. Conibefis
den Soriptores post ThenphnnPin. I'nris KÜb 8. 317 ff. — Kd. I. Bokker mit Th«Op
continuBtua, Bonnne ISSS S. 487-600. — Wiederholt von Migne, Putr. gt. 109, ftI9-ll
— Vgl. G. Seh luni berger, Niniphore Phocnii, rari« l)f90 S. 8S ff. — L'obor die :
die £rob«niDi; von lliesäutonikc i. J. Wi bciUglioliDU IlDmilio doa Patriarchen Niliali
e. den PivagrHphon Nikolnos MyntikuH im AbBolinitt .Rliotorik'.
117. Leon Diakonos, dor mit dem von Skylitzes im Vorwort seiner"
Geacbichtü .Leon der Asiate", von Kedrenos „Leon der Karier* gi&-
nannten Leon sicher identisch ist, wurde um das Jahr 950 zu Kaloe am
TnioIoH geboren und kam schon nU Jüngling nach Konst-anUnopel. Als
Diakon folgte er dem Kaiser ßasitios II Bulgaroktonos in den Krieg gegu^
die Bulgaren (986), wohnte der Belagerung von Triaditsa*) bei und
■) D>a ist vohl «ines der letzten Bei-
spiel« offener Polemik t!«Rcn ilu licllunische
Heidenhun als loleh««. Schon imt«r den
KnuDOueu wird du VcrhtUtnis lum Ält«r-
tum rein Antiiiiiarinoh ; unt«r d«n Pallolo
beginnt in lijznnz dio i^it dos IlmnAoui
'} Das nlte Sardicn. äio [iMmat h
Diana, du heutign Sophia.
2. äMcUchtocbrelbar aad Chronüt«!. A. QeMhiohtBohreiber. (g 117) 267
kum HHcb der NiodorUg« des kaiserlichen llcores mit Miiho den nänden
dt-r Feinde. Er beschrieb in 10 ßUcliorn diu Geschichte der Zeit
ton »59 — 975, also vorucliinlich die dnn grossen Krieg© der RhoinSoi-
die arubisc-hen KorsuroD auf Kreta, gegen die Sarazoiteii in Asien
;eD die Bulgaren und KuAsen. Das Werk ixt uacb 992 geschi-ieben ;
BB der btwbitichtigten Vollendung wurdo Leoii vermutlich durch den Tod
Terhiudcrt Die Wichtigkeit dio«er Durstollung leuchtet sofort ein, weil
die Regierungiizvit des Kikeplioros Phokas und des Johanne« TziniiHkes,
mae der glÄnnendsten und erfolgreichsten Perioden der byzantinischen
Oeeohichte, früher nur durch (.'hronisten wie Skylitücs und ZonariiR, durch
arabische Historiker, den Oeäandt^chuftäbericht des Luitprand und beiläufige
Enrabnungen bekannt war. Leon Diakonoa ist der einzige 7e)tgci)üi>>i8i8cho
Historiker. Seine Quellen sind mllndliche Mitteilungen von Augenzeugen
■ad eigene Beobachtungen.') Er folgt «oinem Stoffe mit grosser Teil-
nahm« bis ins einzelne und belebt ihn durch eine Monge charakteristischer
ZAgeL Wir linden unter anderm wertvolle Nachweise über Wohnsitze,
dkbkoolt und Sitten der Bulgaren und Ru^t^^en, für deren GoHchiclite Loon
H^er der ältesten Gewahr«tnäiuier ist. Die Glaubwürdigkeit seiner Elr-
^Dilung wird nur durch ihr» loyale Tendenz etwa.s beeinträchtigt. Aus
l/Gon (ichflfifte später Skylitzes und Zonaras; das Werk selbst geriet,
irio es scheint, früh in Vergessenheit.') Eine unmittelbare Fortsetzung
der Darstellung Leons bildet das Geschichtewerk des Michael Psellos,
dar noch mehr als sein Vorgänger als eigentlicher Hofgeschicbtachreiber
to seiner Darstellung nimmt sich Leon wie einst Menandor Pro-
tektor vorzQ^ich den bltiniigcn Stil des Agathias zum Muster; doch
kno er aiu Hangel an Helb»tündigeu Dichtei^tudien und feinerem Sprueh-
^tttÜ nur den Schattten dos Vorbildes erhaschen. Sein Stil bleibt trivial
DB'l Echwerlällig, der Periodenbau unerträglich einförmig. In seinen affek-
ÜirtMi Umschreibungen wie in den schwtlUtigen Bildern, mit denen er
dM Erscheinen der Jalires- und Tuge*zoitcu «cliildort, gleicht Leo dem
Tbtophylaktos; mit ihm hat er auch die Manier gemein, gewöhnliche
Wörter «o viel als mftglirh durch poeti.'<che oder seltene Ausdrücke zu
vteteen.*) Von anderen Profutmchriftslollern verwertet er nur noch den
Prokop und in einzelnen Ausdrücken Homer, den eigentlichen Schulautor
vm Byzanz. Uro so belesener ist er in der Septuaginta und anderen
'J 7d 0i toviwf ixiiuro, xiii iaa 6if-
Mßmf mt'tit n9tmiia* (ittip öffHalfiol
*fittmw U«rtwr tjri^tttoa, laitu ttü imou
Tfft- S. 5, 16 *d. Bonn.
^ Wf «■IgcsdiiciiUn witfdmi durch di»
NpMUna nod nnfwiiwndaii WolUlirotiik««
■ds aatikgwbliigt: «ric (•«■«von, Nik*-
iWo» BmaiUM und Kinnamoii, «o ixt aiiph
Um '» vom •■■sigeaDudBelirift dbor.
") Statt «A^d'c gelmaeht er liober
aiünUf^, ifMi/imr, «irmftof, Ar lUo Hb-
ge^riffvnon untl wpgcn der itiixintinc heil Aus-
sprache in der 'I'liat undpiillich gRWordonen
Formen von (/ui hnt er eiav- wuliro Muster-
k«rte von l'criplitiiscn wio ndot. jti.i'9»,
tlUn, vrtiipfio, n/^iffn, aii/v'ri, jf(ji;^o(iC(u;
da» E*'''^''^SB <izoiiii> crsotit er gerne tluroli
äKmnlCofi, ^itfijx^ta, ■Titfurifoi, dyuiii^v;
(ttAtt oi'rot sngt BT oft f oioüto;. slult ir hebor
ttatii. Uiuses streben nnch kirmgvullvii und
Ton dnm gctnvinon L>«bruuch ubweicliendsn
Formen ist tteilich in Bytnoi auch Mut
woit verbi«iti»L
368
ByEnsttBiMb« Litt«TBUirKescbicht«. L ProaaiBebe LittoraEor.
kirchlich«» Scliriftcn, den«» er eowoh! don grösaten Tvil seines Wor
bchatzeti al» auch votlstäiuüyc Sfiitcnzeo und Bilder entlehnt. SyntAktiscfad
SeltsBinkeiton wie den nnertaubton (gebrauch de» Dativs hat er mit ander
hslbgelehrten Byitaiitincrn gemein.')
1. Aungnbnn; Kebnn CombffiH hnlte Dacli der «iitxigsn Itnndtdhrift. dun oo4. ;
1712 (■. XI — Ali) cina AuHgnbc vorbereitet; doch wurde der l>ni<-k durch dM Wfui
Krbrolgckriog uotarbrochan und nicht mubr nurgciiDiiinieii. — i',iaa Auslyao do« Work«
und den gricthiacbcn Tfxl de« C, Bliebe« mit Intoitii scher UobcraotaitiK g«b H. Ilinf,
Not. .^l uilr. 8 (ISIO) 2, 2bi -290. ^ Diia ganiu W^k cd. pr |uU letoteo Band dM
Piiriser Uurpua der byzaut. Eliatciriker) 1). Uhh«, Furis IHVJ, mit einem miurtorkafUB
Kummeiitar. iu dum Ühm bcsuuders sein giu8»iartigofi l«'XikaliMbi<« Wucmiu verwerM«L
Vau trulTliili^ Werk wiitde bnld sett«n. w«il ISO Exemplar« Huf der Fahrt nach Kiuataad
durch SchtlTliruch verloren gingen. Doch vnrde die Ausgabe wiederholt im Bvonar
Corpus 182'j (mit Uase'a Kommentnr, Hber ohne die dem Parisar Druck« twigogebenM
Gemmentafiiln und die dazu g«hürigen Urmoikiingon). — Wiedorfaolt bu Uigtie, Palr.
gr. 117. 63.%-ti2ß.
2. Rilfemittcl: Vorläufige litte rarhietoiisclie Notiz von B. Ha»», NoI. «( «xlr.
8 (IßlO) 2, "ihi S. ~- BoBprnchung der Ausgabe UoaoB von ä. Darnhardv. Berliner
JoiirbDchor für niBsenschuftliche Kritik \»'i% 1. 121- 132. — W. Fiachor. tteilrbe nr
hU. Kritik des Leon Diukonos u, n. w,. Mitteil, des Instituts fUr Aitorrnich, (iesi^idäl*-
forMbone T y\V%i) 353 -37 T Ibnndelt über ulirunulugische Fragen und den offiiiatlon Cha-
r>kt«T der Gwchichtsclircibung I.oual. — ^'gl. die durch Uerboi^ichung der arabtscbüi
Quellen wortvolle Abhnndiuug von K Ll^onhardl. Kaiser Nikeuhoron II l'faukm und die
Hamdaiüden »f;ö-t)»». Diss , Hnile 1B87. — Hauptwerk iiir Kilftuterung; li. Schlau-
berger. Nici^phore PhucHS. Paris lääO; S, 763 tF, VeneicbniH alltr lOr die j^ritgfohtfhti
wichtigen Quellen, u.a. einer vuu P. .Svrku, P«torsliiirg IB83, he tu usgeg ebenen altbulgir,
Version der Eriäliluug vom Tude des Nikephoros. — Zu der Publikation SyrkuB vgl. au«li
die Besprechung von A. Vcselovskij, Joum. Min. 1>^ Bd. 231 Jaa. S. 7l>~'Ji>.
3. Mit Leo edierte Haae einifte andere auf die Zeit des Nik^hom Phukim und
JohaDDUs TxiiuiBki-B hezbgliL'lie ScIirittcD, die auch im Bonner Coqius anfgetiouiinen uud
dort von Niebuhr noyh um einige Stöcke vermehrt sind:
A. Kiu Buch (ffpi naQttitQo/iiif noXi/iov |l)o velitatione bellic») d. h. Ober deo
kleinen Krieg, über PUlnklergefeehle; es geht unter dem Niunen des Nikenhoroa PfauL*B.
ist nber nicht von ilini, sondern von einem seiner Offiiiere nbgefnsst und wohl vnA unter
Basilioe II herHnsgegt'bon. Der hiateriacbe Wert des Buebee ist gering: va« uns in de
selben foeeolt, ist die naive JJoldHtengr&zitAt, die %ii,at an die sprachlichen (jrandMtM i
Konstantin Poiphyrogenuetos erinnert^ und die fachmAnniaehe äehilderung des hriauC]
BObeu Kriegswesens mit seinen detaillierten Vurschriflen und seiner grauiumen Uiniplia
Vgl. Max Jahns, üeschiphte der Kriegs« i^ensuhufLen 1 (MOncbcn IB8'J| 176 ff. — T
SohUmbergor, Niei^phoin Phocus ä. IÖ!> IT. — Ueber eiiie Hä des lU. Jidirh. im Kaca
welche einen .Truttä militairo* des Nikephoros Phokaa, hIsu wohl unaere Sebrift, enlJ
vgl. Ch. üraux, ArcbivcH des miasions ecientlflqnes III. srine. t ^ (1879) 196;
eine Ha in Linköpin^: vnl Uh. Ornuz. ebendit III. särie. t. 13 I188&J 363,
B. Die Akruaiun des Theodoaios: s. den Abschnitt , Profan twesis*.
C. Ntttfiai iliaivltif d. h. Novellen defl Phokns. die oicli ToraDglieli mit
schrünkungen der Macht dea Klerus beschUftigen.
D. [*hilopalris; a. den Abecbnitt .Ubetorik'.
E. Der lateinische GesandlRrhaflsbcricht des Luitprnnd von Crcmnna Vgl, R<
Anasl. Koepke, De vita et scriplis Liudprundi episcopi Cremenenals comnientatio brf
rio«, Berlin 1^43: bes. S. 50-62; 105—111, — Ddndliker und Müller, lindprand ve
Cremon«. Untersuchungen znr mittleren Geschielilu lierausgeg. von M. Blldinger Bd.
Leipzig Hill. — Praefatio von Pertz zum h. Band« der Mon. Ueno. Uistorica.
K. Kxzerple aus nrabiechen Historikern.
A. Der Bericht des gotischon Toparchen (Kapisk gotskago toparcha). S«
leiobneton Kunik und andere Gelehrte einige bocbinterusaunte Fragmente, die B, Hi
im Kommentar zu Lnon Diakonos S. 254— 2M (406-505 ed. Bonn.) mit lutcinischor Ucb
setcong und kurzen Bemerkungen verOlf entlieht bat. I.eider knüpft sich an die HeikunR die
') Auf halbgelchrtem Mi^sveretJLndnia
bcnht t. B, die Verbindung von nporp^no-
«■( mit Dativ: zahlreiche Bciiipiete dieser
ativmaoie Dndoji sieb in der Vit« Eutiiymii,
im mittelgriecbischon Al^xanderroman nn
sonst. Vgl Krumbncber. Euhos Zeitscb
f. vergleich, eprnehforsch. B. 29 (ISI7(:
und Berliner phiL Wochenschrift 18^9 S. 1770,
i]«lit»olirei1i«r nod OhroniHUa. A. Geschieh tHchr«ili«r.
118-119) 269'
nckMclt« «in m. W. bi^ jitzl notli iifl^'^lrinict nnUol. Nacli Hm« 6t«btMi sie in einer
M Ita Ekl4a il9 10, JaLrlmiJitertR Alanimi'niliin, itrinfi> <)«<s lil, DaailifM. de« Phalaris und
n U. Gramer tob Naziaai enthaltAniK'-it Hu. die dffr k. Ijibliothelc In Paris geliOrte
qo (uil BtUiatli«e*e B*)riae*). Auf (.Itiinü Himor nlwiw ^<ib«iiniiisvolli3ii Angabe «uobt«
Doik äio lU in r«rif) Dni) im Vfltiliiin, «Im« ihre Spur xu tind<<n, nnil v^nnul«!)), ilnss sie
thiehi in Venodift. MOncben oiiw Hcidslborg «cl. MOchto sio bald wim Vorscbein
WMsI Der «ilMttge Besibwr dieser Hs. der ein? bj-uiitiniache (iesundtsc hilft In die Q«<gend
■ Dnkf r ffehrla nnd Platikamnuindant in cict Krim »ur, benlttute loorgDblioben» Ul&tter
r Enbrägnag ren linrichton oder Briefen. Di« Sdirift derselben ist nicht viel spiter
I die da« Ceid«x wölbst noA geb&rt alao uocb dem Ende des 10. oder dem Anfnneo de«
• itktkaadmrta ul Di« t«ider veirstOminelten Notiien. die xuernt von einem ^efbhrlielien
mgang BImt den mit Eissdiollen bedeoklcn Dniopr uml einer Winterroise m RuaalADd.
U BbCT Samiife mit Birburen in der Krim hoiiHiteii. gewahren für diu Geschichte^
ggraphie und Etbu<^raphie des Utesten Unsulnnda wiohlige'. freilich gm sehr der Er-
Icntäf; bedUrftiK« AufschlBMe. Die Snrncbe int aurritlK'nil gewandt und sogar bunio-
ÜBfb aeflrtit. BaonlHChriften; E. Kunik. t'obrr den Uorirbt dos gotisoJien To-
riin. Z«f>Mki der k. rnm, Akad, d. WIh. 24 (IRT-I) Ill-IGO. - V. Vosiljo vskij,
■ Bmnrht d«« (lotiacben Toparchen, Joum. Min. 1^78 Bd. 186 S. 368-434. — l'l. Du-
|kA^Uobf>r den tl«rkht dea Rotiacban Toparchi^n. .loum. Min. IH'I i)d. 192 S. leT— 252,
^^^UiUiuidhiiigflD find»! mu oneh die nilcru Litturntur vereeiuhnel.
mPIPraWn der «benfalla nntor dem Namua dos Nikephoros Pliotcaa gehenden
UriMban Sebrift ürfi Kaieaiuaiiai n>iJii;iruv ed. Cb. Graux. Annuaire de Ta^oc. 9
K)8S— 89. Aach in den OenvreH de Cb. i;ruux2Ü»A6) 144-149. — Vg). G. Schlum-
rg*r. Kie^nbore Pbocu S. ISS ff. — Die Schrift steht auch im eod. NeBpol. III.
& toL 129-167'.
I 118. Eekaumenoa {Ktxavutroi), ein byzantinischer Optimal, vorfassta
11. .lahrhundert tin älinlithos Wurk wio <Iio obfn geiianntu Sehnft I/fgi
i^fii^i jiokiftof. Vi» sind lehrhafte Aufzfichimiigen eines Soldaten von
der sich erst im spateren Alter mit dem Schriftwesen und dor
re taktiwlicr und historischpr Weiko bctchüftigte. Ausser Aiiwei-
agen (iher Kriegskunst enthält Ana Bik-hlttiii. das »ich durch volksmässige
iJTiUt auszeichnete, Itegeln über Moral und Oaushaltung, Über Welt-
id Hofverkelir. S*>in Hauptwert beruht in Aufschlllssen llher die ethno-
npbtKhca Vorhiiltniss« dos byzantinischen Reichon und in historischen
Mrkfaton aus der Zeit von Bosilio« II bi« auf Ilumunos Diogenes.
l. Aaagaben: Ed. pr. V. Vasiljuvekij unter dem Tit«!: Ratschläge und ErzlLh-
■■■ (Sevitjr f rsiskkiyl etui« bvxautiTiisdien Magnaten des II. Jahrhunderts. Ji>um.
1881 Bd. 21S 8. 242-299; Bd. 216 S. 102-171; 3lß-3.i7.
Hilfemiitel: W. Toniaacbek. Sitiungsber. Wion. Ak. 99 (1^81) 492 -498. —
Slorni, Uanld Haardraade og Vaeringeme i de Grnesko Koiseres 'neneale. Hiato-
■takrin. 3. Ebakk« 4 (Krittiania 1884) »54—3^; vgl. ebenda S. 203. - K. Mon-
, Die VladiM dw Kekavitienofl. KomAn. K«vuc 5 (Wiän 1889) 1T8 ff. (mir unxu-
di). — A. Lipovakij. Ana der (Itmchichte des griäcliiscli-liiilgnrischon Kampfes im
.«d II. Jtfatfi.. Joura. Min. 1891 Bd. 27k. Novemberheft S. 120-141. - K. Neutnann.
etlatrllaiig d«« li}-»n(iniHch«n Koidi«« vor den Krcundgeo. Leipug li<94 S. 4& f. und
HO. Michael Attaltates (MtxaiiX ö 'AnaXtimifi) hat seinon BoU
wahrscheinlich, weil er auB der Stadt Attatia in Pamphylicn go-
war, BO doas also 'AitaXfimin bei ihm noch nicht eigentlicher Fa-
wftro. Die Vermutung von Sathaä,') das» Michael in Kon-
geboren sei, stutzt luch auf die Bemerkung in soincr Diataxis,
in Konstantinopel kein erbliches Besitztum überkommen. Allein
laniUelbur folgende, von Sathas nicht angef^Ihrte Satz beweist im
iloO, dasa Michael nicht in der Hauptstadt geboren war: cnry' i/iin
•) «M. Bi^ 1 S. r.
270
BTnmtinlBGlie LitUratnrKWoblcfate. 1 IProRaiaehe Litteratnr.
^V el^OV, fv V trjv yf'vtetr iaxr^na. xai tai^ (?) avfyöv'u^ xatä yitn/it^v ^f^
iiavfYinf,ftu tmnaa. Aus seiner neimat. Biedelt« Michael schon frOh, nralt^
Bcheinlich im viert-on Jahrzehnt eins 11 . Jiihrhnn<Iorto, nach der Hauptsfodt
über, wo or den Bonif eine« Anwalt« ergrilT, Ihircli geschickt* Bau- uni)
LandspokiiluHoncn in Konstantino])ol und Ufaa«d«sto8 erwarb or sich «in
^br ansehnliches VermSgen. Ohne sich in den Öffentlichen Dienst zu
ptongon, wurde Michael, wahrscheinlich nnt«r Kaiser Konstantin Dnkaa
flor,'"! 1<ir,7), wogen seiner anorkanntfm Tiichttsk^it in den Staatsrat nnd
da« nlni>ti' kaiai'Hiche Gericht um Hippodrom btTufün (er wurde Wj w
»^ ffiiyxiijrof ßovXf^i und «(iirjjc tov ßrjXov *«i /;ri rov intrcS^itof), Dea
Romanos Dingi'nos hcgleitetc pr als Kriegsrichter (xpiri;; ro? arQaion^Svt-i
auf Hoiiifn Fctdzügc-ii. In dii-««r Zi>it wurde ihm Rang und WUrdv l^'^l^»
Putrikios verliehen. Auch unter Michael Tarapinakos behauptet« er noh
in Heiner Stellung; nach dem Sturz dieses Kaisers sclilo&i er sich in
Nikephoros Hotaneiaf^s an. der ihm den Titel .Magister" verlieh und die kure
zuvor von dem Attaliaten vollzogene Stiftung eines Armonhausos bestfitigta.
Von seiner letzte» Lebenszeit wissen wir nur, dass er noch einmal hofOrdatt
wurde und zwar inim Proedros. Zum Freundeskreise Michaels gehlMa
der Arzt und Übersetzer Symoon Seth, der Staatsmann Manuel Butu-
mite» und wahrscheinlich auch Thoophylaktos, £r2bit;chof von Aclinda
(a. § r>2).
1. Michael verfasste im Auftrage des Michael Parapinakcs 1072 tit
Rechtskompcndium: liötijta voftixiiv ^toi ovvoi^'ii uQuyftattx^. ObechoD
er die nach den Basiliken erlassenen Novellen nicht genau bertickinchtigte,
80 hatte das in zahlreichen Handschriften (Iberlir-ferte Workchon docil
grossen Ph-folg. Uu» dient es namentlich zur Krgiinzung lückonliafter T«ile
der Basiliken. Identisch mit dieser Si-rotfis scheint das in einer Hand-
achrift des Athosklosters Tov BarontSiov stehende öpo);«poi' to/iwf. 2. En»
zweite Schrift Michaels ist das .Statut für das von ihm orrichtctt
Armenhaus und Kloster*: <^tärafi; irci %^ na^' «vroti uvaräyri mm
XOT^otfttiii xal jf fiorfUTTijQifp. Es sind testamentarische Bcstimmtingai
und Invontare för das von dem Attaliaten 1077 gegründete Armenbaua
und Kloster. Diese umfangreiche Stiftungsurkunde ist durch zahlreich«
Einzelheiten für die byzantinische Kulturgeschichte des 11. Jahrhunderts
von erheblicher Bedeutung. Von Wichtigkeit ist u, a. das Verzeichni»
der (Dr die Klosterbihliothek gestifteten Bücher. A. Ende 1079 oder Anfang
1080 vollendete Michael ein dem Kaiser Nikephoros Botanoiatea gewidmet««
Geachichtswerk über die Zeit von 1034 — 1079: 'Imoffa fKita*tvu
TtaQn Mi^tn^X alSuTifimtätov xdiTov f'ni toi" inTTo6(>ri(iov xttt top ßi^htv r»p
'AttaXttütov (so in der Pariser Handschrift). Das Werk beschreibt mithin
die verhängnisvotlo, durch endlose Intriguen, Palastrevolutionen und Weibcr-
horrschaft getrübte Übergaugözeit, welche das Ende der grossen make-
donischen Dynastie und das Aufblühen der Komnenen und Dnkas in sick
begreift. Dem Schlussworte zufolge beabsichtigte Michael daa Werk noch
Ober das zweite Itegierungsjahr des Nikephoros fortzuführen: wir wissen
nicht, ob dieses Vorhaben durch den Tod des Verfassers odur vielleicht
durch den plötzlichen Sturz seines kaiserlichen GCnners vereitelt wurde
I
[>«■ AttÄliate schildert, wio Loon Diakonos, zum grossen Toil Ereignisge,
fie er selbst oriobt und beobucUtet hat.') Sein Werk wurde von Nike-
fhoros Bryennios ergänzt lind weitergeföhrt, von Johanne» Skylitzes
IDr seine Chronik auttgeheutuL Zur Ergänzung dient dw) GoMchicht«wcr1c
i» I'Hellöi«; doch vi<rdiunt diu verständigi? und aufi'ichttjie Erzählung do«
AtUliat««, in der sich da<i »charfe Urti'il und der Gerechtigkeitssinn de«
Scklers wider«tpißgolt, vor den paiiegyriachcn Wendungen des glatten
BoAuau zweifelio» den Vorzug.
Zur Beurteilung der Dftrstellung des Michael Attaliatea ist von der
KivOlsti^o Widniung»epiKt«l und der vcrflchnArkelton Kinleitung abmsehen.
bl Swchielitgwerk settmt zeigt er zwar trotz Heiner Von^iehening, knapp
■dailtfacb (ßfax** Till ^ytnii Ktti itTtloiiUfi) erzühlcn zu wollen, die lii^tigu
Unfang von Pleonaaincn, Bildern und poetiHchen Eleganzen, die ucti seit
LgiUiiaa fast alle HiKtx>riker eigen gemacht haben; im übrigen aber
dmibt er weit g«si;hickter und flie^sender als seine Vorgänger I^eon und
kratnofl; »ein Werk steht sprat^hlich schon auf der Überganguätufe von
er dem Altertunie abgewandten Periode des 7. — 10. .Jahrhundert» zur
ttnstiichen Wiederbelebung de-s Klnssizisinui« unter den Komnenen.
1. Aaagaboii: RaektiikniRprndiutn. .laria Cmtvxi-Knmnni . . . tomi dua JohnnniH
•■■elKTÜ . . . rtudw ax varii* Kiiropn« Aiiamiiui bibliotliccis rnili . . . nunc iiriniura
Kti eora Hatqnnrdi Frchnri J. C. Cruitofurti l.'tSQ, v. 11 l—Ti. — Vgl. i^. Zachn-
[■•Ton I.ioi:(^Dtli>l, IIiitorMu iurU linu^o-Kamani detinoatio, tliudi>tber^ 1S39 8. Tl ff.,
L HorticDil, Histu^ie du diuil Itp-*"''» t. III 210-239 und di« Obnge im Kaiiit«!
RMhwHieiiMbalU'D' iilii-Ttc ri'plilsyi'Bchitliliicbo IjttM«lUr.
Dw KloateraUitttt cd. K. Sutliu» aus eiuur mit dua Altuüuton «j^enli&udiger Be-
BÜgVIg VMMbnwa Handwlihrt dn bi-i KoniUntinupcl lii'i;«Liduti HtKitiof *<H> nartylitv
•fM> M Am Mm. ptfX. I (1ST2} 1—6»; vgl aeinon tt^i-eyot 8. ; -ir; . - Wiederholt von
Fr. HikloBiok bbiI i. Maller, Ä«U et dipIoinaU graeca medÜ oovi S (1^87)293-337.
Di« Oascbiebtawerk sog aiu ood. Paris. Saiigenn. 136 mit Uonntiung eines rer-
tümmiiima EMnrinlieiMis Brunei de Preal«. der sein Material an I. Ilnkkor na Ver>
inHirilwii4 m BoMMr Corpna QberlieMi Micb. AUal. UisL opus « Wlndiniiio Brunst»
1* Fred« itmotaM dMcriptnin coirectnm recogn. I, Bekker, llonna<i H-S3. — Dio aaf
b Kl iMiBg» beaOgüdben Partien aind wiederliolt in dem anpraktiMhon iSammolwoTk» :
ImmÜ Jm Uitorinn de« eroiaad««. Hinteriena greca. T. I (Pvis 187&] mit einem Kom-
■mar nm 8. Baaei.
1 fliiremittel: Ceber das Vetlialtnla des Skjrlitte« uad Kndionoii xiun AtfAlintcn
kBriaet de l'rcala. Praef. der Bonner Ausgabe R. 9 IT. - S. Kacbl. Hl&lb^r fOr dua
bpr UjrmMwialMjhnlwoMn 20 <I684) 277 ff; 21 |lS8i^}4IF. ~ W. Fi<ichar. Mitki1ung<Mi
Im iBiUrato ttt OatMTMcb. Ueecliiditereraohuiig 7 (1SS6) 372 ff. -- J. ^cgor, Niküpliurua
knaake S.W tl. ■— Ziir Erllntenmg : V. Vaailjevakij. WBrin||;u-ruii». und nnrjiigu-iMiKl.
Ihia Kpcl OD 11. mA IS. Jalirli^ Jouni Min. INT-l Bd. ITC Nov. S. 10&-144; 187S
H. in P«kr. & 894--I51: Bd. 178 UOn S. T6-l.'<2. Dam d«r Nacbirag V. Vasil-
Ell. ItoiiMh-bTunliuHGhe Framienl«. III. Uunicikiuig Obor FiiMgftnger nad Reiter«.
Min. ir>7S Bd. 184 TAin 8. 178—187. ~ J. B. Burv. Roman «mperora from Bainl
baae Kemnenoi^ TI>« Knglidi hi«torical reviow 4 n&BS) 41-64; 2&1- 285. — Hnupt>
■W di» Diolaxis und dM Penon Uiclia«!«: Wald. Niaa*», Die Diataxi« dre Micbxel
flfctwifea IVM 1077. Jena ISK Hi«r S. 23-80 »ino DanteUang dt^r Iliograpbic UicbacU.
- In tHatuia trI. % IST. - Vgl auch Fabricius. Bibl. gr. cd. Ilorl. 11. 1»3; ^K3.
120. Nikepboroa Bryetinios (.Vixf^^opo; u B^v^tnoi) wurde um 10G2
■ Adrianop«! geboren ; er stammte aus einer berühmten, schon im 9. Jahr-
hidtft urw&hnten Familie, der das byzantinische Reich einige ausgc-
hMfawtu Feldherrn verdankte. Sein Vater war jener Stratege Nikephoro«
»fÜMfu^, eil* Ji- «e(d( mitintiit aoJ
tiKT^t ixevi*'"^*- S. 8, 13 ed. Bonn.
Bfsuitinisoli« L{tt«rntiirg«M)l
I. ProsalMb* Ulterator.
BryouuioB. der 1078 mit Erfolg gegen den nnföhigen Michael VH Dukaa
ulä Krunprätondeut auftrat, dann aber voo Alexion Konint^nos, dem Feld-
herrn seines Rivalen Nittephoros Botanwatos, üborwundcu und auf BefeU
des Kaisers geblendet wurde. Bald ober finden wir den alten Brytnnio«,
der freilich nach dem Verluste des Augenlichtes nicht mehr geföhrlich sein
konnte, am Hofo des Alcxio»! Komnonoe in nicht unbedeutenden Stellungen,
Sein Sohn Nikephoros, der tdch durch SchUnbeit und Bildung aller H«n«a
gewann, wurde von Alexio» zum Gemahl seiner gelehrten Tochter Asm
om'Ahlt und durch die bohc Wflrde eines CACsav ausgezeichnet. Forlui
erscheint er als der Vertraute dcä KaiHei«, dem er durch Mine militilrisciw
Tüchtigkeit und noch mehr durch seine glänzende Beredsamkeit widitigB
DiciiHti) erwie«. Im Jahre lOtil leitete Nikephoros die Verteidigung ier
Muuoni von Konstaiitinopel gegen Uottfried von Bouillon; 1103 vermittelte
er den Frieden Kwischcii Bohemund und Aloxios ; 1116 eiitscliiod or duml
rechtzoitigus Eingreifen den Sieg über den Sultan von Dconion; in drai-
selbeii Jahre bediente sich der Kaiser eieine» Hei.'«tandeei bei der Bekehrung
der Manicliäer. (4egen den Plan seiner Sohwiegormutter Irene und seiner
Getuahliu Anna, ihm statt dem Sohne de» Älexios die Thronfolge zu sicliem,
verhielt sieh Brj'oimios abk-hnend, besass aber doch nicht die Energie,
der verbrecherischen Intrigue der beiden Frauen von Anfang an oBtB
entgegenzutreten. Auch unter Johannes Komncnos war Nikephoroe viel-
fach an den Rogierungsgeschäftcn buteiligt; nachdem er den Kaisci zuletit
noch in den syrischen Feldzug des Jahres 1 137 begleitet hatte, starb er
zu Byzanz an einer Krankheit
Eine litterarische Leistung von einem so vielseitigen, militftriach unil
diplomatisch so erfahrenen, mit dem kaiserlichen llau.ie »a lange und M
eng verbundenen Manne muss ohne weiteres die grüsstc Spannung erregOI.
Ausser philosophisch-rhctorischen und historischen Schriften, von welcbn
wir nichts Genaues wissen, schrieb Nikcphoros im Auftrage seiner Schwiei
mutter Irene ein Werk über die Geschichte des Alexios Komne
das er in der Vorrede als Goschichtsmatorial (vXij iattgiai) bczeichi
Xach einigen Vorbemerkungen Über den Vater des Alexios beginnt
dem Jahre 1070 die ausführliche Erzählung, die Bryennios bis in den
fang der Regierung des Botaneiates (1079) herabführt. Die ersten
BQchor scheint er noch zu Lebzeiten des Alexios abgefasst zu haben,
beiden anderen erst später; an der Vollendung des mitten in der
Zahlung abbrechenden Werkes hinderte ihn der Tod. Vennutlich wi
er in einem fünften Buche die Regierung des ßotaneiat«s zu Ende
Das Werk des Bryennios ist weniger eine ZeitgCKchidito als eine.
Familienchronik. Den Inhalt bilden die inneren Kämpfe, welche
Erhebung des Komiicncnbauses vorbereiteten, die Enipürungon der Ai
Parteien und die Intriguen des Hofes, von äusseren Ereignissen vornel
lieh die stets wachsende Bedrängiing durch die Türken. Der Hauptn:
druck Tällt auf die Thfltigkoit der Mitglieder des Komneuenhaua«,
deren Schildonmg die übrigen Ereignisse als Folie dienen. Die oh:
logische Anordnung des Stoffes wird wie bei den meisten Byzantinern
pinor lokalen gekreuzt, bei welcher die alte Einteilung des Reich«« in
er dor 0««chiditMforsohiiiig oin woHvolIcs MAterinl, das jodocb der
«n Sichtung bt-darf. I>i<3 Forteetzung und Ergänzung seines Werkes
m seine Gemahlin Anna Komnena.
(nformatioit dienten ihm ziinächM mllndlicho Borichtcfilteror
n. wie Miines Vat«r)( und Schwiegervaters; auf xic gehen allorlei
zurück, die auB dem Leb«n der Komnenen, der Dukaa u. s. w.
«erden. Danehen benutzte er aher auch ausgiebigjst schrift-
'Quellen; im ersten Bii«ho hat or das OeKcbichtawcrk doePaoUos
rhronik dM Skylitzux auf iSngorG Strecken ausgeschrieben, in
igen drei Büchern verwertet er neben S k y I i t z e s auch den
lol Attaliate»; an zahlreichen Stellen hat er »eine Vorlagen aus
eigenen Kennln» und von irieinein I'arteiHtandpiiiikt aus ergiinzt
Uicbtigt. Seiner Darstellung nach gehtirt Bryonnio» in den Kreis
khftateller, welche die UtterariBchu Reformation der Komnenenzeit
D. Doch tritt hei ihm das Streben nach abgenmdeter und klassinchor
I %"iel weniger hervor aU hei dem Haupt« der neuen Kunstrichtung,
nwsen Stihsleu Psello«, weniger auch al» bei seiner gelehrten Ge-
Anna. Wie »ein Werk nicht eine nach den traditionellen Prin-
dor hixtoriüKhen Technik aufgebaute Ueachichte, nondern eine naive,
»vellenurtigv , mit huinoriHtisclien und heldenhaften ZUgen ausge-
» Schfljtfung ist, so hat auch seine Sprache nicht jouo runde, wohl-
ete Folie, welche den meisten übrigen Autoren der Komnenenzeit
bL In der Anwendung von Tropen, Sentenzen und Gleich nimson ist
pilttusniftssig sparaam; sein Sntzbau ist schlicht und knapp; er hat
TOD der HoIdutenrnSseig^n Einfachheit des Kimmmo». Der grSsete
rines Sprachmaterials ist natSdich by^antininehea Gemeingut; von
Uo Autoren erscheint nur Xenophon mit genflgender Dcutlich-
Vorbild, dem or militärische Austh-Ucke und ganze Satzt^chcmen
. Aaigab«»: Dm Werk dM BrjeDtiios wurde HUa der einiigen. jetzt glniUeh
274
ByzantEalache LitteratnrgeBcliiehte. I. ProaaUeh« Utterattir.
ViMzeichma der IkUoron LittM-atur. — Für ilae (iMcliicliUicbe: A. Fr. GfSrer, Byzantin
(icBchichlcn S (Graz 1^77) 741 f.; 791: 828 f. -- Ki>i«ikdatianen vonS.ltSckl. [tlUt«r
daa biiyer. GyiiiiiaHiulacliulH'ce«n 21 (1885) 18. — Hiiupt8chrift:JolianD<>sS«gar, B;
tlniscb« Uidturikor il«s l(i. iinil 11. Jahrhunderts. I. Niknpboroa BryNinioa. Diaa. Mlhich«i i
" Vgl. C. VV>j;inaii. UcHinM philol. WochoniichriR 1889 8. lW2ff.
3. Ein kritisrbes PrnblMn bildqt din dom Wnrko voraucffalioBdai, am Anfaitg* t
Binnimdlo Einleitiiog. di« von Petrmon aus sachlichen and »praehlkban GiUnub i
iiiicHit erklärt worden ist. Segor, der (a. o. 0. S, t.^ fF) neun und btMwr« Argma
beihrncbtci. bat sobr wnhn^obeintich gemacht, das« nivhl die gaots Vorr«d*, aoiidäni i
der grOsatD Teil denelben (bis S. 10, 16 der tioiiTic^r Ausgubo) ein fremde« Maofawaik ,_
ureldion dem echten, mit USXoy 1A7 rorio beicluneiideii Pniümion dos Bryermtaa nacJiMgliil
vorongestt'llt wurde.
121. Anna Eomnena ('^i-i-r •: Koftrt^^) wurde aU diui S]t«et«
des Kaisers Alexios Komnenos !083 geboren. Wie die meisten byi
nUolion i'rinzo SS innen erhielt sin eine aiiHerwählte Erziehung, die anftll
lieh von Marin, der Witwe des verstorbenen Kaisers Nikephoroe
nointee, geleitet wurde. In ihrer utnrasecnden Bildung Kpiegelt acb scb
der litterariaehe Aufschwung der Komnononepoclio. Sio liest Ho
Herodot, Thukydidea. Ariatophanes, die Trapiker und den Polybiofi, selb
vorstandlicli die heiligen Schriften; sie beweist Kenntnisse in dor
Mytliologio, Geographie und Gcscliiclit«, in Hhctorik und Dialektik,
in platonischer und ariBtoteliecher Philosoplue. Ihr Vater vermählt«
mit dem trefflichen Nikeplmroa llryennios, dem Sohne des Kronprftb
dentcn unter Nikephoro« Botaneintes. Beim Tode des Alexios (1118) Us
»ich Anna von ihrem EhrgeiK und ihrer weiblichen Eitelkeit dazu
reisHcn. im Veroin mit ihrer MuttiT Irene eine Verschwörung gegen de
rechtmlt^igen Nachfolger des AlexioB, seinen Sohn Johannes, anzustiftei
um ihren eigenen (Jemahl Nikephoros auf den Thron zu erheben nrid du
ihn über äan lieich der KhoniiU-r zu herrschen. AU durch die kluge Ei
achlosscnbeit des Johannes wie dureh die ablehnende Haltung des Bry«
nios') die weibliche Intrigue vereitelt worden war, fügte sich Ann»
Unvermeidhche. Bald nach dem Tode des Alexios zog sie »ich mit
Kaiserin Irene in das von die^r gegründete Kloster 7^« Ktxt^^vfit'njti
zui'Qck, um in tiefer Abgeschiedenheit ihr Lehen zu bescbUessen.
vorfaHstü sie daa ohne Zweifel schon früher vorbereitete Werk, wek
ihr eine nicht unbedeutende Stelle in der byi:antini.schen Litteraturgeschic
sichert, die UXtS'<'(; im Jahre 1148 hatte sie das Werk voUondot;
Todesjahr iat unbekannt. Diu Aloxias, ein umfangi'cichoa AVerk
15 Büchern, ist die Geschichte des Ale.\ios Komnenos und amf*
die Zeit von 1069 — 1118; es werden also nicht nur die Ereigni.>«.'«o unt
der Regierung des Kaisers Älexios, sondern auch seine früheren That
und die Mach tent Wicklung des Komnenonhausos goBchildort. So ist Annal
Werk eine H^gänzung und Fortsetzung des von ihrem Gemahl Xikephord
') Ann» war Über dns Benehmen ihres
Goniahls, dos aio als Mutlnsi^keit austcgte,
höchst unglöt'ktich und machtp ihrem Acrgur
In einem derbon und kmitn Ubuisctzbiiröii
Spottwurle Lufl. dun uns Nikelaa Akominatas
(1&) 18 ed. itunn.) Qberlief^rt bat; n/v Kcuaii-
(lasar 'Arrttr rt(inc rö j^tri'ror ler tavitji
iyit^t tffagfgitirovaai' .... djv fvtw ttt
iteiXii tniitf/tipeoSat t'n' titiiar ii4t««
1(1 aQSfof Mal tyMoiiaravar, ifi nl
tufaiQBiaiteay.
'} Ueber di« Sliftungaiitlttndo
^te 81« «dl iil>er di© Feldztigo ihres Vaters berichten tiess — froi-
jftp ctu-as bedenkliche Quelle, auf die vrnhi mititche» Jägerlntein in
zurückgeht Ausser diesen mündlichen Mitteilungen beitOtztc
licr nuch schriftliche Quellen wie Staatsarchive, dipIomatiHcho
andcnzen, kaitorlicho Reskripte. Was sie unter den schlechten
irmlosen Schriften versteht, von deren Verwendung sie einmal
>) ist dunkel ; vielleicht waren ca biographische oder memoirenhAfte
die von ungebildeten Kriegern oder Beamten in der Zuriick-
iheit abgofiuwt wurdt-n. Kndlich iet eine nierkwürilige Qut-llu der
; nachgewiesen worden, die deutlich beweist, wie sehr sich Anna
Informationen angelegen sein liess. Sie hat nämlich filr l>inge,
auf KoIhtI Guim-ard bi-zieheu, eine verschollene lateinische
vielleicht ein Werk des Archidiaconus Johannes von Bari,
die auch von ßuillermus Apuliensis fUr sein zwischen 1099
|ll ubgefaiMte« lateinisches tiedicht .Gesta Roberti Wiscardi' ver-
[worden ist.')
Kritik, welche Ann« an ihre Hilfsmittel anlegte, ist hänfig nur
Bmrliclie und scheinbaie; sie sichtet zvfftr »orglUltig, sie stellt gc-
vfl verschieden lautende Xachrichlen zusammen und spricht gerne
er unbestechlichen Wahrheitsliebe; im Grunde aber siegt, was auch
um natürlich finden wird, die kindliche Eitelkeit und Liebe über
»equente Objektivität: es kommt ihr wesentlich darauf an, dos Bild
aters und ihrer Familie im bestem Lichte zu zeigen. Die pan-
cho Tendenz vcrrfit steh schon im Titel Alexias, der eiu Epos oder
flicht in Prosa anzukündigen srheint. In ihrer Auffassung der
ge ist Anna si^lbstvenitändlich ganx und gar Byzantinerin. Die
Jie und «oiale Idee, welche diese mächtigen VHlkerbewegimgen
gticb leitete, hat in ßyzanz stt>ta taube Ohren gefunden, und wie
I Misstraucn der Griechen begründet wai-, hat später der »chUud-
iml erenelvollo Aussans des vierten Kreiizzucea nur zu deutlich
276
BriaBtlalschs LltteratorgOBCfalcbte. L Proa*ia<cbe Litt«ratnr.
MiuähoUigkeiten fUr Alexio«. Dazu »tinimt dvr konfi.»isionel1c Uosa geges
die Lateiner, den sie mit ihren Zeitgenossen wie mit ihrem Xachfolgvr
Kinnamo» gemein hat Bedenklicher als diene aus ihrer vem'andtachaft-
lichon Stellung und iliror KationnlitJit leicht erkUlrbaren EigenschafUn isi
ihre mangeHiufte Chronologie. Zur Vorsieht mahnt auch die SoTK*
losigkeit, mit der Anna nur um der schönen Form willen erborgt^.- Plirasen
ihrer Vorbilder auf die Schildenmg ganz verschiedener Verhältnisse flbe^
trSgt Ein Beit^piul oiuer di>rartigcn Anleihe bei Pecllos bat 0. Keunuuu, j
B. Z. 3, 377 f. nachgewiesen. Vgl. Sathas, M,o. ßißl. 4 Il^ilnyog S. UT
Anm. 7. J
Eine wirklich hii^torische Auffassung der Begebenheiten witu
man im 12. Jnhrhundi^rt nicht erwarten, am wenigsten vou einer CteAclndifl
sclireiberin. Wie sich die Frauen immer und Oberall mehr für das ÄnsiUn
liebe, Individuelle und Konkrete als für innere Zusammenhänge und letitfl
Motive erwärmen, m schildert auch Anna lieber glänzende Stnat«aktion«d
pomphafte Aiiiiienzon, Kirchviifoste und Älinlielii<s al» die Bestrebungen unfl
Krfelge ilucs Vaters Im Heere, in der Vonvaltung, im Finanz- und QlM
richUwesen. Bei allen Mängeln bleiben diese Memoiren einer Tochter flbd
ihren Vater eine der hervorragendi^ten Leistungen der mittelgriechiaclufl
(ii«itchichtschroibuug : tiie sind vm quellen müssiger Bericht Über eine gUM
zende, auch für das Abendland wiebtigo Periode der byzantinischen ÖH
schichte; wir erblicken in ihnen das mit liebevoller Sorgfalt ausgefQhrlfl
Oemftlde eines Herrsehers, der, durch militärische und politische ThatknJB
wie durch überlegene Klugheit gleich ausgezeichnet', zu den grossartigstM
Gestalten de» Mittelalters gehUrt. Unter den menschlichen ZQgen, die fl
Anna'« Werk hervortreten, bemerkt man ein beti-ächtlicbes Talent ffl
Witz und Spott, die weibUche Schwäche fllr Klatsch und VerleumdanM
vor allem eine starke Eitelkeit: der Stolz auf ihre Bildung, ihren RmS
und ihre griechische Abstammung tritt bei jeder Gelegeiilieit liemfl
Schwer wird da* idyllische Bild dieser sonst so anziehenden Frau dunfl
die dämonische Herrschsucht getrübt, welche sie sogar der schwesterlicbd
Liebe untreu werden liess. ■
In formaler Hinsicht ist die Alexias das erste grüssero DopkiaJ
der litterarisehcn Renaissance, welche, durch Männer wie I^9enfl
wirksam vorbereitet, im Zeitalter der Komnenen ihre schönsten Früchfl
zeitigte und noch unter den I'aläologen fortdauerte. VVäbrend Oeneskl
Leon Diakonos und zum Teil auch der Attaliatc noch unter dem EinfliuH
der dem Klassischen abgewaiidten, wesentlich auf kirchlichen und byxad
tiniachen Mitteln beruhenden Darstellungsweise der makedonischen ZflB
etobon, ist Anna schon ganz Kunianistin. Sie schreibt nicht mehr ^M
Sprache ihrer Zeit, wie es bis zu eiuc-m gewissen Orade die Autoren d(l
genannten Epoche thaten, sie wählt ihre Muster nicht bei Ägathias, Tbfln
phylaktos, (ienesios oder Leon, sie ist ferne von jener GleichgQltigkcit gegM
Vulgarismen und Fremdwörter, welche man in den littcrarischon KrciMfl
des Konstantin t'urphyrogennetos und seiner nächsten Vorfahren bemerln
ihr Ideal ist der Attizismus. ihre Vorbilder sind Tbukydides und Poljfl
bio«, dem »ie in der Vorrede sogar einen ganzen Satz entwendet (S. S
2. Q«aeblehlaebreib«r nnd Chr«Diateii. A. Oeaobielitocliretber. (§ 121) 277
26 II, «il. Tcubii. = I'olyb. I 14), ncbonboi auch Spätgriecheu wie Jo-
banoe« von Epipliaiiia, der ihr woh) als Fundgrube schilnor Phrasen
kus Thukydides dient, und Psellos (b. o.). Fremde Namen, dio nach ihrer
Ansicht den historis^rhcn Stil befleoken, wie auch vuIgSr« Wörter gebraucht
«i« nur im Notfälle und liSufig mit aiiedrilcklicher Entschuldigung. ■) Was
lue Form der AJt'xia« am prinzipiollstt-n von den Werken der vorher-
^fceoden Jahrhunderte unterscheidet, ist die That^iache, da»8 die QrftzitXt
Uar eine völlig künstliche, schulmäiuig erlernte geworden ist. T6 'EXXt,'
nXttr «V «x^»- ^anovdaxvla rUhmt Anna im Proöniiow ganz richtig von
Bcb; sit' hat das Griechische .«tudiert* wit- eine fremde Sprache. Der
originalbyzaatinische Zug, der die Litteratur vom ß.— 10. Jahrhundert
belebt, ist nun einer fast ganz mumienhaften Schu1»prache gewichen, die
a dem gleiohzoilig her\'ort,retendcn Vulgliridiom*) den deiikbur ^-Ossten
Agmeatz bildet. Die l>oppeIköpfigkeit der griechischen Sprache und
Litterattir ist von nun an unwidorniflich entschieden. Trntx ihres pedan-
tiKbeo KlassizismuB kann aber auch Anna die Spuren ihrer Zeit nicht
y farieognen : auch de beweist, da,*« es leichter i»t, den alten Voibildom
^HTtirtcr und i'hrason za entnehmen al» ihnen in den schwierigeren Teilen
^Ver Spruche, In der Konstruktion und im ^ile, gleichzukommen. Seibat
im Wörterbuch sieht sie sich zu manchen Konzctusioncn an die mihtärischo
■nd pvliliüche Terminologie ihrer Zeit genittigt.
]■ Au*)eab*n: Znerat eraohien die Kpitome de« Cod. Mnnsc. opora D. Hoeach«liJ,
Aw^n 1610; wMwholl 1618. - Du ganse W«ik: Kd. pr. Petrua Posainua, Patin
\tSl (uleabwvr Toxi mit «<n*m »«rtlown Ulossir). — Wiederholt Venedig 1*29. — Im
BWMr Corpiu vol. 1 (tludi I -9| rd. J. Schopon W69. vol. II (Buch 10-1.^] ed. A.
M«iffartcbcid tKiU; boi{«Scban Nind ['amllohtellen nus IntDiniscIicn Cbraniken. uino
mi laUÜRiMfaD Uebaraolinag. du GIomot d» l'oaslo. der unschUtzbaTo Kommontur von
Bl CHe*, i^iti bintoriKClm- vnd •pnclilicher Index, ttegistcr di^r lj[inGliH'Ortor und MUni-
tMi; dar Cod. Floront i*t «irt fDr den 2. Uand buigtiiogcn. — Abdruck der Pu-isM
AoMkb* bri Mignc. Pdtr. gr. 131, 69— 12i4. — Die nuf den eiatun Kieuuu^ bMltglidi«ii
hrti»*diwtc K. Millrr, Kccncil iva hitrioric^iiB des eraitudea. Hial. ffuco t I ^tParis 1^73;;
4ttB tia KttnincDlar üi lomo II ilt*6l). wo üu«h ein» Kollation de« Cud. Flur. boigu)cubeu
Hl ~ V ollst jliidii iiit der Cod. Flor. (M«( verwertet iii der neuen Ausgabe vuu A. Reirfer-
tthtid. 'i ivll. Lipiiie, bibl. Teubo,, 18R4; dudi int daneben diu l)uou«r Ausgab« iregen
' wkhntM ({«igaben aidil ganx xu entbehren.
t febctBelKiinReii: Dcutach in Fr. Schillers Allgemeiner Sammlung hjeto-
* Uamoirr« rom 1^ Jahthundert bia nuf die iimieHten Zeit«D, Jena 1700. I l—i. ■-
lik*«b von O. A. Hovgaard. 2 Bde. Kcpciibagen 1879-1^82. -■ Russisch in der
ng der PoUnbwjer geietlJcheo Akademie [mir uncugSn glich). — Seihst tu einem
'I Nacbde» SM L a X 8 (= rd. II
iSt «dL Tfohai.t ein« R«lbe fremder Namea
Ihrt hat. ■>>gt ai« : Mni /itfitf/aSai ftljttit
AfU'i't »ml dtf' Bir ftfri •• i'«»f l^(
■Hfaf Ki;l''«*«* I>«(W(o(-< irauä^fir Ktti
■cvt faffaifiJttt r^»Pi Jiri i^¥ i^t Uitc-
f^[ iifituir. Aelmhch rerhtr«rtiRt «e
l') It (-. I & 323 1^. Teubn.) di« Aafielh-
S|nnai«rh«rNamaD: xe'l T"^ '<■' ri;c/n«f
ffttf fiifur^9at rwr ■vi' ariavs ä^iaiait'
■'•d^'r, »t Mml ro ttifta w^t lato^iat
ttriaii amtKfttalrttmt, Dinte Abneigung
St» frvBMlklucende Namen ma^ durch die
Schwierigkeit ihrer Wiedergabe in griechi-
«di«r Schrift gesteigert worden sein, ihr
üauptiErund ist sb«r dar flelt«Hme apraeb-
li^e Purismus, der noch hent« in (irieoben-
land Idatoriscli gewordene neaere Ortsnamen
massenhaft ins Altgrie-ihische Übersetzt hat.
EbeaM liebte« Anna, beim (iebraucbcvolka-
tQmlicbor WOrlor auf den dunkeln Ur-
sprung derselhi^n hinxuwcjsen, i. B, fltetiafi-
itti ^ avf^Siia ««1(1 IV 4 (= I S. 138 ed.
Toubn.).
') .^nnn führt selbst nn tirei Stellen
(I) 4 und VU 3 = vol. I S. 6S. 6 und 240, &
od. Toahn.) vnlgKrgrioohiaobe, vom Volk«
gog«n AloxioB gesungene äpottvvrse an.
278
Bfiuntiiiiscbe Litteiftturgesobiaht«. 1. Prosawche Utteratnr.
ft«ilicli xinin1ii:h üliul guliin);urit>ii lii^torischcij Ruiliiiii bat diu AIfxim aebat ''■kW^H
H. UilfBiuitlcl: Juh. CoDr. FneatJn, DIm. dv Alesiado Anna« ComDcna«, ZOn'di
1766: wiudurliult in dur UibliutliHca Haganu lii<>torioo-pbiloIogioci-lh«alDKie«. Claasia primM
fi0C. {iriiiiun, AuiHleladanii et Lugdanl Bat. 1768 S. 1^47. — Fr. BnclibalE, Bemtr-
klingen übi?r üuu G«isl der Alexiade d«r Anna Conmoiia, in itt von K. L. Woltmann k«r-
uuB^«(;<-bLMioii Zeiteclitirt .Go«rliiaht« und Politik' 2 \\SOb) 167—210. — Fr. Wilkvn,
Rpniui ah Alexio I, Joanne, Manu«)« ComneniB gpstjtrDtii libri IV, H*id«l1>eTgae 1611 8. IdO
und soDst. ~ L. Fr. Taf«l: Annao Comnuniic auppl^menU liJ«torisni ecclMMuticaa gra»
Mm 8. XI ot XIl Rportantin, Tnbingon 1882 linlr unzD^Anglirli), — Uio Knibliuig Anu'l
Über den Unlnrricht In dorn Ton Uiroin Vutur |;e3liftotcn Wniaenbaua« XV 7 [= II US £
0(1, llonn.l Minulet lt. J. F. Ilcnriolia«». Om Sdicdagraphion j de BrEAntinske Skolo.
Kopi'nhngnn lKl:i ti. 12-14. - K, Wilinuuti. Anna Cumn. Tergliohoa mit <juil, Aptdiuun
Aroliiv diT (iesell Schaft för iIUmu deulsoli^ LiiwcliiobUkundo voa Pertz 10 (If^-M) 37 — 121.
-- H. Krnii.->e. Die BywutiiK-r de» MitWulIu«. Hallo 1869 S. 299-303 (wertWl. -
B. KiigliT. Pelor der Kmiiilf und AlboH von Aachen. Histor, Zcilacbr. 44 HSSÜ) Ö
bis 42, — B, Kuiilvr, Kaiser Aluxius und AtbrecM von Aachuti. Fonchungvn lur doutKkta
G«»cbirbt« 2it {\mii 4^1-504 (b&ndelt auch Ober dun falstlit-n Brivr Atoxioa' 1 an d«
Ornfon Rubrrt von Flandern). - B. Kngler. Albert von AuoWii. Stuttgart 1S8&. — H.
von 8ybol, Oi'flvliichti» de« ersten Kronxziiges. 2. Aufl.. Leii'Kie \fiS\. wo die AleoiM
allenthalben benUlnt und kowmentiert istu — V. Vasiljevskij, Ityiaux und di« Petacb*>
nogen, Jinim. Mio. 187S Hd 164 üov. u. Det. — Ueitrikg« xiir aaclilicbeD Kritik und E^
klHning Ton W. Piseh^r. Tropeiuft im II. und 12, .fahrliundert. Mittoil. de« Institut« Kr
{tatcrrcicb. aesrbichlsforschaDB 10 (1889) 1*7—207. — H Hag»DRiey«r, Anonymi {Mtl
Franoorum ot alioium Ilieroanlyinitunonam, neid<>lberg 1^90 und diu dort S. SOÖ — &10 rtc-
zoicbncle Littorntur. — K. Dieter. Zur Olnubwilrdiekoit drr Anna Komoenn. I. Da
PotscJicncgenkriPS 1084—1091. B. Z. 3 (1SÜ4| 3Mß-3!)Ö. — Zur KrllWtorui« von AUuu
1 237, h ff- cd. Bonn. vgl. T. A. Arch»r. Tbc hatllu of Hanlings, Th« Eogliali Uht. He-
view Sl (1H94) 24 f. — Zur Sjjracbf; A. Rvirforiichoid. Anal. cril. ot gnimm., Inclci
loct. Br«luu 18"7— 7SS, 11. — Erklilrung einps <.k-t von Anna angcMkrton milslligncobi'
Bohun SpDdvtise von W. Fischer. Berliner iibiluldgiBcbo Woubcaeehrift -S (IK-^'i) SSI t.
Hkhtigur handelt über diesen und einen «weilen vulgären Öpotlvers ß, 6. I'apadimitlia,
Zwei Vulksversu bei Anua Koinnons, Odeaeaer Jahrb. 2 (IS'Jit 281— 2e7; vgl. den Hanclit
von E. Knrli, B. Z. 2 (1^93) 141. ~ Zum Texte: Sp. P. I.ambroa. B. Z. 1 ll^|
2B2. - J. B. Bor.v. 8om« notea on the text of Anna Como^nn, B. Z. 2 il^Sj T6— 78. -
Kmondulionen tu dem von E. Miller edierten vii1gSi^j«chiacheu Auaxng (s. n.) fA
S. D. Papadimitrin, Odescwcr .Ubrb. 4 (1)^04) l.ns-iaB. — Uauptachrirten: E. OHtei,
Anna Komnena, 3 Progr., Rastatt 1^68. l.*<70. 1871, — Carl Neumann. Griechische U«-
achiditiichrniber und Gtischicbtsquellon im 12. Juhrhnndoi-t, [.«ipiig 1^8 S. 17—80. —
ZuHommenHlcllung der ttltertn Littorntur boi Osler 1 52.
4. Uoberliefcrung: Die Abxios ist in nenicpn Ilandnchriften erhalten, dem
VorbSJtnia noch niaht ganx aurgeklürt ist. An dcir S)<itze stobt der Florentinua 70l 9
a. 12. mit vrelcbeni eine in H BUober eingvtcitle Kpitome der ersten 14 Bdrher im Cod.
Uonac. gr. 3ü5 und im Cod. Vatic. gr. i'^1 übereinstimmt, Ihnen gegenüber sttJil di«
um ScIiluHae den Florent. ergänzende Paria. Coial. 311 s. 12. aus welchem oin Barberin.
und ein Vaticun. (wohl Cod. 148«) geflonaen sind. Der Poris. ontblUt eine groww 'IM
offenbar im Pnrteiiuterottae der Kuniii«<nen auagefOhrter Aenderungeu und IntorpoUtianMi.
Ob dieselben von uineui Kupialen oder von der Verfiisaerin Ei-Ibst berrObren. Meibt noöb
eine offen« Fm^e, Auch Über die Entalehimgaieit der genannten Kpitoino dea Uomto. und
Vatic, die an einer Stelle ans Zonaras interpoliert i«t. lAaat «ich nicht« SiolierM fMt
stellen. ~ E. Miller. Cnlalogue dea msa grees d« la bibl, de l'Escaria]. Paria 164$, t^
willst S. SÜ6 eine Ha der Aloiios aus der Bihlinthnk de^ KardinnU Sirlet und S, 338 nud
A20 eine »olrh« an» dem atlcn UeslAnde de» Ksciirinl : die letztere ist wi'hl tieim Braad«
den .lahreii lft71 r.n Gmndo gegangen: ob die erste noch exiatiert iat mir nnbeicsnnt. Cod.
Vutic. Ottob. 131 a. 17. der nur B. 6— 16 entliftlt. ist wohl aua einer noch exisliervnd*s
Hs abKcBchHoh^n. Sie Ergllni:ucg dlesea Codex scheint der Cod. Vatic. Ottob. 137 t. IT
XU bilden, soweit sich nach dorn Kataloge von K. Foron und F. Bntlaglini. Rom 1883
S. 1& und 'H urteilen Illsst. ^ Endlich Ubi-rliefort eine leider verstümmelt« L«yd»n*r
Hnndachrift einen Ausxug der Atcxinn in einfacherer und mehr TolksrnBrngei' SpncbtE
a, Schopen. ed. Bonn. vol. 1, XVI- Edierl ist dieaer Text von E. Miller, Rooutil
hiat. grecs dea croisadt») t. I (l'ariH 187Ij) 2, 65—179.
b. Ausaer der Alexiaa hjibeii wir von Anna Komnenn ein nus 17 Trimetein
«tebendea EpiRramni auf ein Chriatuabild. das. wie ea saheint, nur dor Cod. Lalj
^, 10 s. 14. erhallen hat. Ea soll dcrnnftchst ediert worden von K. Krambachar.^
Z. OMohtcJitoclirelber und Chronisten. A. GeBchichUcibreiber. [§ 122) 279
StbU KUktTM IhI mir bi^kaimt Aber ileii lloöinytK itt t^r diäkihr irjc Kiaaaftoaijt xvfn';
*r^ Hf »»(i* /u.Vij< /«JofldV. der im CoJ. Budl. Baroec. 151 fo). 231 stobt,
Iti. Johannes Einnamos {'Imiiwrfi i Kfriaßof) wurde kurz nach
11 itta Todo di'8 Johannes Koninpnos (1143) als Sohn einer voniohmeii
1 Tunili« gehören und gi-Iangtt frflli an den Hof Maimvlä (114^—1180),
I d« Pf als üeljoims*krctür (/■^ß/i/mrixo;)") auf wini'n Feldzilgen in Europa
hAd Aaieii bogUntun durfte.') Dass er unter Kaiser Andi-onikoi^ noch
^Pt«, wissen wir aus Niketa« Akominato»;*) dieser er»1lilt nilinlich von
I EinnuDOfi eine htlh^etie und fUr byzantinische Ge]]flo);vnhL-itL-n recht bu-
Bicbnende Anekdote, die sich in der Umgebung des Androaikos Komnenos
libpicltc. Der Kaiser vernahm einüt, dasa der Bischof von Neu-Patras
nd Kinn&moä in seinem Zelte über den Ausspruch Christi .Mein Vator
grösser als ich* eine lebhafte Diskussion führten; da geriet er ia Zorn
drohte beiden, sie in den t'luss IChyndakos zu Htürzcu, wenn »ie ihr
le.s (.iexünk nicht »ofort bvL-iidigten. Auch den Androtiikos (f 1 180)
Kinnanios noch überlebt haben; denn in einer Handschrift des £a-
wird eine Rede des Kinnamos an einen Kaiser aus dem Hause
erwähnt (s. u.)-
Kinnamos verfangt« ein Geschichtswerk, welches in den uns er-
Utwen sivben Büchern die byzantinische Oeschichte von 1118 — 1176,
ibo die Regierung de« Johannes Komnenos und den griSssten Teil der des
Xurm) darstellt: 'E^itofttj ttäv xaio^i/tafitiiior tip iiaxa^iti^ ßaaiXtt xal
i ämUpf ri^ avtov tÜ\ ßaailtt xat noQ^KQOYini'jUii xvqi^ Marovrj), tip
^tip noti^itfTaa 'Itamri^ {iaaiÄixif Yf/a/ifKinxiji nji Unta/t'j^. Das Hoapt-
icht fiUlt, wie die Fassung de« TiteU andeutet, auf die Ooschichto
laele: die Zi>it des Johannes v,-ird ziemlich summarisch in dem kurzen
wakn Buche abgethan; dass er sie überhaupt behandelte, hat seinen tirund
woU in dem Streben, au die Vurgänger (Zonaras und Anna Komnena) un-
BJtUlbar anzu»chlies»en. Vermutlich reicht« das jetzt am Schlüsse voi>
llftBOMJte Werk ursprünglich bis zum Tode Manuels, Di« Ausarbeitung
dmcibea scheint in die Zeit «wischen II HO — 1183 zu fallen; denn in der
Torrede wird Manuels Hinscheiden erwähnt und an einer anderen Stelle*)
•fricht Kinnamos von dem Sohn» Manuels, dem jungen Alcxioe (f 1183),
lli Qin«m noch Lebenden; die Veröffentlichung erfolgte aber wohl erst
■kH i|«in Sturze des Andronikos. wie aus der scharfen Äusserung U 7
0(kMo8Md werden kann.') Das Werk des Kinnamos scheint wenig Ver^
InJlBBg goftinden zuhaben; Niketas Akoininatoa kennt es nicht, und uns
Ml a in einer einzigen am Schlüsse verstUmmoIton Handschrift Über-
Wut Leider lehrt eine genauere Prüfung, das» auch sie nicht das
'» la Av Cabcnclirift da» Wnkoa wi*
Ht b Til«l dor VMlorao«) B*do ui Kuaor
1|||(n(*. n.) wird er rfmiMfimiuiit ftBKoat.
Mw dk fWtbubin]; diM« WortM vgl.
CtflNanmanu, UHccli. OMcbiobUcbrcibM'
ttaMUebtaqMUeo in 12. JahtK., Loi|iiiK
' & N, ü« H. Tr«u, n.'£.* (1895) £
*) Td y$ ft^ täi fut' tiufr»f Jfarovöit
«v'k öiia 1% US iftoi aaUtov iUetoQijiini
fjffi, ^ci xai oritw fltlfitxii^ yt üyti ftn
aitioiitf «urtx^Jtjfi^nifrat al nur ii( nnii(iov
ixatiffav evri ßm¥ty iaat^attlnv. 8. 3 «u.Uonn .
'1 a 3« ed. Bonn-
•I VI 2 ^ 8. 2&T. tO «d. Bonn.
*> K^-Herr ». a. 0. S. 110.
280
BjB&ntiDiHcb« Li tteratnrgeac hiebt«. I. Provaiadie Litteratsr.
Originalwcrk dos Kii)ii»moi4. sondern nur einen Auszug doeselli
entljalt') An mohreren Stellen verwaist der Verfasser ausdj-öcldich
früher orzSfaltc Dinge, die nun in unserem Texte vergoblicb gesucht
werden; dazu scheint dorn fUiiTten und .technten ßiiche die Einleitung m
fehlten. Sotiworlicli lassen sich die^u ThatnnchiMi durcli die Auiialtine er-
klftroii, düna Kinnuraos plötzlich gestorben sei. «he er sein Werk in hUm
Partien zum Abschluse bi-ingen und sein Material vfilUg einarbeitflo
konnte.
Dieser schlechte Zustand der Überlieferung, zu dem sich noch
Bchwöff Textverdprbnissfi ^enellen, macht die histnrbche und svhrinstd*
loriöche Beurteilung ile« Kinnamos schwierig. Wegen seiner scharfeo
Polemik gegen die Abendländer ist er bis auf die neuert« Zeit vielfBch
angefeindet worden. Sein nationales Selbstbewusstsein ist Rllcrdiags stark
ausgebildet; seine koitneqnente Betonung der auKtchliesslichen LegitimiUl
des ostrfimischen Throno» und »ein heftiger Kampf gegen die Ansprüche
des rtlmischcn Papsttums und der deutschen Kaiserberrschaft stehen to
Widorspruthe mit den Thatsaohen der Zeit; sein Stolz auf doe «hie
Hi^miTtuni. das er nnr in Byzan?. findet, erscheint uns wie ein seit
Anachronismus. Zudem erhält seine Darstellung dadurch, dass der Haup
held sein kaiHorhcher Gönner Manuel ist, einen panegj'rischen Gnindb
der sich wohl seibat von Sch«nfiirherei und Erfindung nicht gani
hält. Alles das berechtigt aber nicht dazu, die Otaubwürdigkcit dee Kia
namos Überhaupt in Abrede zu »tollen. Er ist vielmehr, wenn man
seinem patriotischen und dynastischen Chauvinit^mus absieht, ein durch
tüchtiger Erzähler. Die Darstellung des zweiten Krouzzugcs moclit
den Eindruck, als beruhe sie auf archivalischon Studien; auch soiwt
fügt er tlber treffliches, wohlgeordnetes Material, das er wahrsche
längst vor dem Tode Manuels gesammelt hatte. Vornehmlich ver
er seine Kenntnis militärischen Kreisen, wie ja auch der grSssto Teil
Werkes Kriegsgeschichte ist. .Was er so erfahren hat, gibt er au
ordentlich gewisseidiaft wieder; nicht Holten, dass er bekennt, er
etwas nicht oder nur unsicher. Er hütet sich eeJno Boriehto zu bearbeit«
er kunibiniert nicht und scheint die ursprünglichen Kotate unmittcll
in sein Geschichtswerk einzutragen."-') In »einem Werke herrscht.
Neumann weiter richtig urteilt, ein ehrlicher, soldatischer Ton, gegrUnd
auf eine natürliche und unverhohlene Begeisterung filr den Kaiser. Ki
namos ist der beste und gläubigste Wortführer der weitblickenden tdeea
welche Manuel praktisch durchzuführen gedachte.
Die Darstellung des Kinnamos hat wie seine gesamte Auffaasu
etwa« soldatenmSssig Kiiappee; von seinem Zeitgenossen NiketAS Akon
natos, der ihn an Bildung und historischem Blick weit übertrifft, oni
scheidet er sich vorteilhaft durch Kürze, 'einfache Satzbildung und V«
ständlichkcit. Von den beliebten poetischen Bildern und schwülstig
Umschreibungen hält er sich ferne. Seine Vorbilder sind Herodot
') Dide wiofatiga KntdcolinDK verdiuikt
mnn CnrI NumtDinn d. n. 0. S. 79 ff-
') Nonmanii k. a. 0. S. 69.
QM«Mchta«br«ib«r and Ohroniiten. A. GesobJclitacbrtlW. (g 123). 261
tpfann; freilich erhält eeim? Spradie durth die künstliche Nachahmung
Lebloses und Srhabloneii haften. In dor Honennung der V'iilkcr und
t« treibt er die piiristi.sclio Pedanterie noch wi-iter al« ecino Vorgängerin
na Komn^na; vrilhn^nd eio boi aller Abneigung g«g<!n fremde Namen
nigBt«ns noch Toi'^xoi kennt, gibt es bei Kinnamo», alB lebe er im
Italter dee Themistokles. nur Perser, wobei wohl auch wieder das
tfiotlBch« Bi'ftlrehon mÜHpicIl, dio Tiirkoiikriege des Mittc<htlt«r6 mit den
BBrlcriegen de» Altertums auf eine Stufe zu stellen.
K Einmal wohl in seiner Jugend hat sich Kinnamos im .schongeistigen
■)r versucht. Wir hab«n von ihm eine Ethopoüo Ober die schwierige
ip», WM wohl «in Maler, der Apollo und Daphne auf eine Tafül malto,
gtn wi]rde, wenn der Raum der Tafel nicht ansreichte. Die Überschrift
M«t in der einzigen bin jetzt bi^knnnten Hs (nach Verhesfierung einiger
bnibfohler): Ttiv fittotlixav youitftuiixov xv^av 'Imtvrov tov KnnifKiv
tnrMMt' //m'ffif är rfjrt löyovs C'YC^f^ ^<ayQ»<}W xiv 'Ati>i.}.iava xai
^r^r 4%- nivoM *«) /i»; avyxm^ohytoc tov rrCinxo;.
1. Auii£*)>«ii: Etl. pr. Comeljuii Tollias, Trojccti ■<! RhoDum 107>3. — [in
Amt Cocmw wl. Do Gang«, Pwi* IffTO, mit wcrtvoUrm Kommantare. Wiederholt
Mdig 1729. -- Im Bonner Corpiw reo. A. McJtiekc, Bodii 18:!tl. auch viner ukuch
IhtiMi <Im Cod. VsticMins. - Wicdi-rLoU bei Migne. Piilr gr 133. ^»»-678. - Di«
,die Kr««ir«br«r bnOiUell«!! Partien aucb im Recuoil dns hisl. den orutü. Ilist ^,t. t. 1,
, ItTI). KammcDUr bi I. II.
2. Di« EtLopoiie it>t uu» dem Cod. N»BpoI. III. A. 6 a. 14 fol. 100'— 102 iiua
k« d«!- PnbliltatiMi •bg«8chTi«bi.'n von E. KTUmbiioher. -- Eine Rod« d«g Eiiiiiamoa
KaisM Angeins etand in ilem wiTtvullpn Cod. Ksenr. Y. II. 10; doch ist gersd«
laapartMi, veUlia die Red« enthielt, verloren ):ei[AUf[un, Vgl. E. Miller, Calalogu*
p«« ile la tnblioUidqu» de lEBnirial. Paris 1»4» ^ i\i^. L. Fr. Tafel, Kom-
nd Nomanntfo f>. XVIII. Carl NctiniADu. a. unicii a. O 8. 94.
I S. Htlfamittel: B. Ruuler, Studien tur OeschJefate deft 2. Kreuuugee, Stutleart
FS. SSff. - W. T. Gieaebrecht. Geicbiolile dvr doutachen Kai*en«it 4MIST1)408.
iBana t«» Kap-Herr, Die abend ISndi^rlie Politik Kaiser Manuels, Diaa.i Straaabarg
M & 119 ff. 132 9. - D. Kngler. Analcklen zur Qeschicbte des 2. Kreniznge». 'Pfi-
igM 1876 S. 60ir. — B. Kaglnr, Nene Annlekten aor Geacliichte des 2. Krenxciigea.
Himr UBirvraitUaaebrift 188» S, 29-50, F. Holiacli. Die ausirirtige Politik des
■idw SidÜM vom Tod» Rngnn) M bis znm Frieden von Venedig WhA 1I7T. Disa.,
I8K. - Hauplachiirt: Carl Nenmano, G rieofa lache Oe«chichtsohreiber und (io-
fueUcn im 13. Jahrb., Uipzig 18SS S. 7R-- 108.
123. Niketas Akominatos (ATixi^ra; 'AMfttväjoc) wurde um die Mitte
12. Jahrhundert.'' zu Chonae') in Phrygie» als Sohn wohlbnbender
geboren. Sein Vater »andle den nvunjährigou Kn«bi*n iiacli Kon-
Iattb4^l, wo er unter der Obhut seines älteren Bnidera Michael in den
ntOBchaften unterrichtet wurde. Während Michael die kirchliche Lauf-
lln »inscfalug, widmete sich Niketas dem Htaat»dienste. Anfuuglich
■|^K^ vor 1180) kaiserlicher Sekretär, stieg er unter den Kaisern
^^KHiUSo Angclos bald zu den höchsten Stellen «mpor; er bekleidete
■) K> M da« alte, dnrdi d«n Paulus-
Mf Mrtlo&t« Koloael. Datier nennen ihn
M^McIiden Vorgänge der ilaiidschriften
HmMü Siki'laa Cbnniales. obechon
bO«Hilr<bUDiiBe AkamisatoB bekannt
L Ka wirn lo ofiBMikeB, daaadj« Beiaich-
If tV'ikrtM Aknmiulo« aU(Mn«n aage-
vgl. M. Bunnet, Narratio de iniraciilo a
Micljucle Aichanitelo Chonis [latiato. Paria
isao S, XX v;i XXXVII, undW. tlamsay.
Thu fliurfbin tlie flonianemptrc. London 1S9M
S. 4ti.1'— 4>iii. Im Menologium Itwiitii. Migno,
Patr. gr. 117. 84 wird der Nnme also crklUrt:
K«! ixÜ¥*v* xä vima ir avtß. Kai M^^l
i tintc Ikiom Xwrai,
282
BjrKantmiBohe Utteratnrgmchieht«. 1. Prosaische Litterator.
dio Ämter und Würd<>a eines loyo^infi rwi- i}tx((*tmv, eines « t^i «rj-
xXt<xov ßovXrfi, eines *.Ti tuüc xß/tr^ui', eines yivutö^ Xoytatt'-^ roii* ^«pwr.
eines lifo^og xai xe*ti;; ro? ßtjXov, eines n-? owdyi^/i« ►'og lo»" xmiüiik, eines
fiiyag i.oyvi)iiTfi; wähi'end de« dritten Kreuzzugcs («m 1189) war er (iou-
verneur dea Themas von Philippopel: bald darauf diente er dorn Kaisor
als Berater in wichtigen StÄatsangelegenheiten. Nachdrücklich lioht Uicha(J
in »einer Monodie auf Niketti^ hervor, dasä derselbu trotz Avr häufij
Thronwechsel, die nach Manuel» Todo erfolgten, sicli in eeincr Stelläq
erhielt, weil kein Kaiser einen so unentbehrlichen Staat^diener fallen
wollte. Rrst von dem Usurpator Alexiow Murtzuphlus wurdo Nikctas ISO
Kuincr SIlOI« aU Gros^lügotliut entliobL'ii. Biild darauf sah er die fitr
bare Katastrophe, welche das Reich der Byzantiner zu Boden schniett
die Eroberung und Plünderung der Stadt Konstantinopel durch die Latcino
Unter dem Sehutüiü oine» befroundcton Venezianors fladit^^le er na
NikiUi, wu er am Hufe des Theodoros Lasktuüs abermals eine bedeutcod
FtoIIe spielte. Sein Todesjahr lässt sich nur annühemd bestimmen,
bis jetzt verfiffentlichten Itedon reichen bis zum Jahre 1210; »oi» Br
Michael, der ihm eine Klagerude widmete, starb um 1220.
Kiketas war wie sein Bnjder mit grossem Erfolge schriftfltel!«
tlifttig. 1. Seine wichtigste Leistung ist das grosse vollständig erhalt
Geschichtswerk in 21 Büchern, welches die Zeit von 1180—1
schildert und somit unmittelbar an Anna Komnena und Zonaraa anschlie
Die Abfassungszeit des Werkes ist unsicher; doch muas das 4. Buch
Biographie Manuels nach dem Regierungsantritt de» Isaak Angolos
schrieben sein; die Vollendung erfolgte nach 12Ü6. Wahrscheinticb arbeit
Kiketas das ganze Werk in Nikäa aus, wo ihm naob dem wirr\-oll<
durch .seine amtliche Thiltigkeit, durch Revolutionen und ftussere Kon
gestürten Leben in Konstantinopel oiuo Zeit der Ruhe gegönnt war.
Kionamos behandelt auch der Choniate die Regierung des Johannes Ko
nenos summarisch; er erklärt in der Vorrede wie Kinnanios. er wolle
der Regierung des Johannes beginiK-n, weil die Zeit bis zum
dos Alesioe schon andere erzählt haben; doch werde er die R^c
des Johannes nur im Umrisse darstellen, weil er jene Ereignisse i
selbst gesehen, sondern nur von Augenzeugen habe Schilden) hl
Den Hauptinhalt des Werkes bilden also diu Regierung des Ma
Komnenos, die seinem Tode folgenden inneren Streitigkeiten, «lie ku
Heri-schaft des Audi-oniko» Komnenos, die Erhebung des Hauses Angelo
endlich das traurige Schicksal des Reiches und der Stadt in den Jalu'fl
1203 und 120J. Der Schluss enthält die Schilderang der ersten K&nipfi
welche das lateinische Kaisertum gegen die sofort von allen Seiti-n
stilrmendeu Feinde zu führen hatte. Nach der Erzählung der ku
Herrschaft Balduins I bricht das Werk mit dem zweiten Itegicrung
eeines Bruders und Nachfolgers Heinrich ab.
Die Hauptquellen des Niketas .'•ind seine eigenen Benbachtunj
und mOndlicho Mitteilungen. Den grussten Teil der von ihm ausfilbrtieb
geschilderten Epoche hat er selbst erlobt; olä hoher Beamter und Ve
treter des kaiserlichen Hofes konnte er sich leicht die nötigen Äufschlü
nVerk doch erst 1206 ahgeHchloHacn haben. Oder ist etwa diut Werk
linnniiio* erst tauge nach der VoIIondiing an die Öffentlichkeit ge-
ben':' Wh» niltiu.-» Aher »o kurKbciitigv tJj-pothenwn ?
UJfl Historiker hat sich Niketas durch »eine objoktivo Haltung
iQbcr den KreuÄfahrem viel Vertrauen «rworben. Er schüttet zwar
hzelnen Stellen die Füllo tteineB Ingrimms Ober die abendländischen
f aas; no sind ihm rot' xaXov äri^uatm »»^^tanfiittrjtm ßü^^a^oi-, am
pM des 19. Buchee meint er sogar in einer rh<>tanBchon Anwandlung,
■ eine Schande, die Thaten der Barbaren m feiern und Kriege zu or-
p, in denen die Qriechen nicht gi^iivgt; jtino Fuindo mfLsetten vielmehr
HeroKtratos der ewigen Vergessenheit preisgegeben wci-dcn. Troti
w vereinzelten ZoraeHauahrUche ist er gegen die Lateiner gerecht und
It in neinnr Daixtelhnig M>):ar hüufig eine besondere Wärme, wenn es
pu die Augelegcnhoitcn der Kreuzfahrer handelt. Doch hat ihn dies«
pivtt Stimmung nicht verhindert, oft ungiilndlich und kritiklos zu vor*
■L Er rerftigt zwar teilweise ilhor gute und ausführliche Nachrichten,
■Uire Verbindung ist nicht selten unchronolugisch und fehlerhaft; ja
■n Bestreben eine pragmatische Verbindung herzustellen, worden
t die That«achen gefdli^^ht. Er zieht oft zwei Ereignituie in eins zu-
wa cidcr er erzfthlt ein Kreigni». da« einom anderen fthnlich ist, an
nigon Stelle, die dem zweiten zukommt.*) Zu den wertvollsten Stücken
rt die Partie, welche den Marsch des Pilgcrheeres durch Thrakien
Jwl, l>ie Nachrichten, welche er in den letjiten fünf Büchern Wber
lateinischen Krcu£2ug und die ihm vorausgehenden Ereignisse gitit,
Ml wir ergänzen und kontrollieren durch den gleichzeitigen Bericht
tanzOeischen Hcrodot der KreuzEüge, Geoffroy de Ville-Hardouin,')
K Kobcrt de C'Iary*) und durch Günther von l'aris.*) Nikotaa
1« Qoedo (Ur die Synopsis Sathas, für die Vorscbronik doa
ra» u. a.
'1. Eine Beilage zum GeRchichtswerke bildet die selbständig über-
' Bfx&btlnlBchs LtUorfttnrgMcbicbU. I. ProsaUdie Litt«ntur.
'1
Byzantiner im allgemeinen den alten Kunstwerken entgegenbringen, igt
äas Scliriftc:lii>n, tias in der niittelgriecUisohen I.itteratiir fa^t als riiiliuni
iSasteht, in der neueren Zeit gvrn beachtet und violfacb koninientie
worden. ')
3. Rhotoriächo Sachen, wie zwei panegyrischo Reden an Ka
Alexios II Komneno». eine Rede an Kaiser I&aak Angelos, dem er zn seij
Erfolgen gegen die Ränke der Krenzfabrer (tä^UiM/iarixä^ SoXo^QOffi-ixiH
und gttgon dit; Angriffe der .Skythen' OlUck wUnscht, ein 'ffna»«yi awiwov
an den Patriarchen und die Synode, zwei Roden an Kaiser Theodc
Laskaris in Nikäa; die eine derselben, die durch dea Rainers Sieg
den Sultan vou Ikonion veranlnitst wurde, trügt in der Handschrift
bvzei dm enden Vermerk: t'itilö^ij äi cioft^itiaq ;r.i;jp»{ iw .Tai^i' ;Tp«-
fwvijttt dl« x>}v töiv äxgoatwv €ta!>^vnar Ebenso klagt Micbtel
Akominnto» wiederholt llber die Unfähigkeit seiner Dittxesankindor in
Athen, »einen wohUtili»ierttin R«deii zu folgen. Dazu kommen ein im.
Namen des Kaisera Theodoros Laskaris abgefosstos äA*'khoi*, diu ri«
fische ÜbungH»tUck .Vergleich des Winters und Sommers" {t. B. in
Codd. Bodl. Barocc. 131 fol. 71-72, Marc. XI 22 fol. 107-109) und ein
Briefe (z. B. im Cod. Bodl. Barocc. 131 fol. 72— 73*).
4. Vereinzelt ateht ein kleines Gedicht auf die Vermählung
Katsera Isaak Angeles mit Margaretha, der Tochter de.-) Königs
Bola von Ungarn, das der Cod. Bodl. Barocc. 110 fol. 336 bewahrt.
Titel und Anfang lauten: —tlx"* lov Xuiitüiov ini rat^ üratfari^tvi iwr
ivifttov (?), ünt'vitta o ßaüiXtvi 'taaiixtoi VvrtCvyi] •£ fffj-wr^ loü ^i^jit
OiyyQt'ag BtXä. Baci'Xiaaa luir i^fif^iäv i) a^flfgov t^ftiQd. Da im Tit4)
koin Vorname genannt wird, sind die Verso violloicht den Üichtungen ^
Michael Akominatos beizufügen. fl
In seiner DarKtüllung unterscheidet sich Niketas bcdeut«nd von
KiunamoH und Anna Komnena; er geflillt sich in einer bomboatixchflSi
bilderreichen und schwülstigen Manier, wobei er jedoch weniger filteron
Hiatorikeni wie Agathia.s und Theophylaktos als dem üblichen Schniürke)-
etil der byzantini»chuii Theologie nachgelit. L>ie Verantwoi-tu»g dafUi
trägt Wühl der Lehrer des Niketas, sein theologiuch gebildeter Brudai
Michael, desaen Werke selbst als Muster eines geschraubten PredigertoM
gelten können. So sind die Bilder und Wortvorräte des Niketas meist den
heiligen Scliriften entnommen. Eine besonders reichliche Sammlung vwi
Metaphern nnd Eleganzen enthält die gespreizte Vorrede, Und doeh v«-
»ichert auch Niketa.s, er weide einfach und klar darstellen. Don Wider-
spruch bemerkte ein witziger Abschreiber, der seine Kritik in Versen an
den Rand notierte (ed. Bonn. S. 871):
((i;x oiifo, t! <f'^t ifSiiie, Xatfetära,
Soifcr tö aarpit avyy^iiifoH' tim\ Xiytit,
Kita f^ltfaiitl Kai fuqBÜQiiiihj y^aiftti.
') Th. tr«pon»kij', Dm hjü, Schrift-
stdler Nikntiu Choniatc*, Polvrahiii'g 1RT4
S, 140 f., will, wie mir K. Kurte notierte, in
Her Sohrirt Ober die Stataou Sparen
tipiLUren Ursprungs WMlirii«lii>tcn.
S. Q«»efcldttwkr«lti*r nsd Chronisten. A. QMcblebtacltr»Ib«r. (S 133) 28g
ft I, ()e»chtebt8w«rk: A. AusEabAn und Ueli^rBetzungen: Ed. nr. Hirronymus
H«ir, BMilea« 1567. — Wiedeorbolt s. 1. 1&93. — Noobdnick der Utoin. U«b»ro»tsunit voa
Rfdr iDitt Zonan« »tc.) Lutclia« 1667, Krnncafnrti ad M. 1&T8. — Im FarisM- Cprpii« «d.
■laib. Pabrotaa, Pari* 1647. — Wi(td«rbolt V«n«di|{ 1720. — Im Ronnar Corpui; ni«.
EBtkk»r, Bokiuw 1835. - Wiodnbolt bei Migno, Patr. rf. IH9. 297- 10S8 (mit dor
Pllrift D« Mgnia). — Die auf dio Krnuzfobrer bciUglicben rortion ed. mit Verbmiiortingnn
£ Uilivr im KaeiiMl d«* hütoriea« 11:101» dos croiiades I. i'nris l)i76. - UcnCHcb«
rtb«r>etiaiig onneliMr Partivn von Tafel, Kumnencn und Nnmiiinnon, Dlin 18.V2S. 23'i IT.
- &a Annug mm Nik«Ue ist der Artikel von Fr. Wilken, AndroniouB Oomnonuit, Raumera
ti«. TiMhoNlmoh 2 II8SI) 481 -M5.
L B. Kilf«mit(«l: C. üopt. Do Uistoriae duoatuB Atkuo. fontibus, Bunnae läSS 8. Oö.
mr Eis« kfibKbe ^kaxu tibpr rtiki-liui uad Minen abend landiacben Gogeupurt Villdbarduuin
(ki^akt mui krincin ÜermKcri-ii ale C A. Sainte-Beuve, CuuaeiiM du lundi t. 9 (Paria
S305-34U. — H. Kug]\>r, Studien tat Qesobiolite d«a i. KraauatieA, Stuttgart IdGfi
-4^. — C. Kliiiiki>, Dil- Quulltfn lur CiDSciiiebte de« 4. Kruimugtia, l)r«slaa 187Ä. —
TL ll;*n. Markfinif CnnrHd vuij Motiferrat, MHrbur)t 1^80. - Haus von Kap-tlerr,
h* ikendlindiecbe Politik Kai»er Manuels mit bes. Rllcksicbt aiiT [)i]>ntiicblnnd, Dias.,
IMbw| 18S1 8. ist— 181. — P. Holiach. Die auswärtig« Potitik dm Kanigraidu
ÜtftB vsra TtMle B«t[«ra II bis lum Priodon von VentMlig Hb* - ll'T, Di«., Ilaaol 1693.
K- Carl NettnaiiD, Gri«>cbiacba Gescbichtschreiber nod Gpacbicbtii(|ucllrn im 12. Jahr*
^■iirt. telpn« 1888 H. 108 ff. — Sonstige Litteiatur zum 3. und 4. Krnunuge. - Un-
■■lldcb Uieb mir: Tkeod. Uaponskij, Der byuintiDiscbn .Svbriftstcllcr Nikelaa
BJCMMtoa Cbo«., Petanbuig 1H74 (niss.), wie andi dmucn Abbntidlun; Qbur diu KaiUT
Warn uad Andronikoi Komnencn. .Tourn. Miii- 1^80 Bd. 212 Nov. «1. 9Ii -ll>3; 1681
Bl. 314 Um S. .%2 - &'i, und die Kcbrift ; Die UildunK dca xweitvo bulgariaelieD Ciuren-
piffa, lliriwa l(J79. 7m dioaer Schein vgl. die ausfUbtlicho Krilik von V. Vasüjevakij,
bin. Hio. 187» Bd. 2U4 Jdi -AugUBt S. 144—217: ail<-.^(S. w<-l<-l>e aucb ileilriue zur
Hidkvu dar in tieaehifliliiwcrke dca Nikrtn» biMTnchondun cbronulogiiicbun VerwirniD^
Etfkllt — Varrgloieli iwiscb«» Nikela« und Villi>bnrduuiu vuii Salomau Keinacb. La
Kde r«iipir* gne. in aeinca Eaauiaaea >roh<ologi'|ui.>s, Paria Itt^^ S. 3U1— 312. — Ueber
^p l^apraag der Enftfalunc de« Nlkatas (S. M4 rd. Huiiu.) von dem (c^weltiK^u Hiebe
ftta eehwutaelieB Bitten auf dem Kreusnge Kaiaer FriedricLs I. welche iliircli Uhlanda
HiAvttiaelM Kunde* ~- .Zar Kecliten aieht man wie eur Liakpu Kiiieii lialWn 'I'Urkeu
BcHlatmkam* — aUgemei» bekannt cewordea ist, vgl. S, Itiezier. Sitnungsber, bayvr.
Bt.l8B 8. 714 Arnn. — W. Gurlitt. Die grosse eherne Athens des Plieidias, Analecta
Will li IUI lii. Qru IBW 8. 9»-121 (mm Berichte ^es Niketaa S. 738- 740 ed. D«nn.).
Rmh OvtMt amdi A. Purtvingler, Meisterwerke der bildenden Kuiist, tetniig sud
nK 1898 a 7S0 f.
B C Caberltoferung; Th, Dspenskij. lieber die Bm der Gescbtehte d<e Niketaa
"UowMtea In der Pariser NatMnalbibliotbek. Juurn. Min. 1877 Ud. 194 Nov. S. 64— T&. —
r*l<r dm Bat dee Gaecbichlaweikes soll der von den HersusgebeRi noeli ni«'lit beaOlzt«
Cfi Tiadob. bist. gr. ^^ (Neasel) von des Nikotas eigener Hand geschrieben sein; das
kaipa wadgal«na die fol, :i2J bai^agalMiian Zangniaae das Zfgomalas und Malaso*. Der
Mo «MlÄlt aBch Uioialnrbilder dt* Nikatta and des Alexios V Murtxupblus, ein
Cwtaad. der Bbrigetts mehr gegen ala für die erwähnte Veraicherung apridit. N&lieree
b) Pr. Kollar. ^pplem. n UnbeMua, Wien 1790 C»l. 689 -681. — Ausser dem Original
KdH QMrhidila Werkes iai eitM varkOnle und ucmlirli fermloaa *al|irgri«ckiscbe
Uttikkraaa nsbekanntcn Untunuga aberliefcrt. au« welcher Fabrotoa ein Gloaaar der an-
vMfiAta rorahula Gratt/iharhara Ar* Kikctaa iiuuiniiu>nf:«it«llt und I, Bckknr ohne
In Wort IUI AufkUniiiK d« (rubren Sjiclivcibalt« gaiu annQUi^rwriw: ««iaen A|'p«rat
I'UhM bat. Auch \L M'iller bat dioeo nilgtr« Ueatbcitang (noch den Codd. Mon«c. 430
■ M Park BOil) bcögeMge«.
■ ^ 2. Schrift Qbar die Statuen: Ed. Inach Bondnri und C. Woin Pr. Wilkan, Ge-
vMbdie dar Kremxdge, h. Teil. Leipzig 1839. — Wioderholt in der BoMer Auagaba daa
KB«dUda«erkM 6. 8U~e68. — Vgl. QattL Heynu» Abhuidlungaa Ober die Konat-
v«Nk* ia XesalutiaoMl, CcomMat. sei^t. r«^ aci«nt Gotllnfiensis 11 (1790—91) S-«3
■«< hea IS (1792» m— 306. — P. C. Feteraen. AllgenK-ini.- KiniMtmg in daa Stadium
■Ai InUatogie. Ober«, von PriedriclMB, Leifo. 1S29 S. 13»-U»-. S34 ff.
■ 1 IHa rhetoriacfaen StQcke adiot« aaa einom cod. Marcianoa. asf deo ackeii
l/MlIUr. Ston^ahwicbt der phÜ.-UaL CX. dcf Wiener Akadenie d. Wisa. 9(18»S)aS8
Biy>ie«a» haUe, K. Sathaa. Mm. ftfit»»,imf I (1672) 73-m. - Km hm Bathaa
pikfadi Rade aa taaak Angeles im Reeueil des Uat greca daa cnriaadaa 2 (Paria 1681)
nn~7tl. - Eine Red« and daa Gedicht auf die Bedraelt dca Eaiaera laaak Angeles mit
dffTwcbler des KAniga voa Ungarn ed. Th. Dapenakij in den Beilagen der eben |s-
266
BrE&BtinUeb« Utt*rAtarg«»eUcbte. I. Prassisch« LitteraUr.
nniinl.cn Srhrift: Die Bildung dw uroitvii biilgttrisclien CxannMiclis. OdMsa 1ST9 (ofl
uiiiiißfingtiriO. ^
ist. Neophjtos (NtöyvTOf:), ein Zeitgenosse des 'Siketas Akomioato«,
mit dem Ik^itiaiiien 'EyitltKriog, wurde um 1134 g«borcii und IcbU- als
Priwiter und Mönch in vinfin Klo8t«r sniner Ueitnat Cjpcrn. Er schrieb»,
wahrscheinlich bald näch 1191, einen Brief Ofßl twv xarä t>;v x**f*"
Kvtx^or ttxaiiöi , in welchem er die traurige Lage des cyprischen Volk»
und der orthodoxen Kirche unter der lateiiiieche» Herrschaft in klagendeii
Tönen schildort. AusBerdem habon wir von ihm zehn R«den und eine
TvniHi; ^ta^ijuij, d. h. Satzungen iUr daa von ihm gegr^lndete KlovtUr
{fyxin'iirffa), die. in einfacher, volksmassiger Sprache abgefasst, auf die
Lebensfiliirung byzantinischer Mönche wie auf cyprischc Dinge iitsbo«onil«re
manches Licht werfen.
Den Brief Ober das cyprieclie Ungenioch ed. laerst Coteleriua. Honutn. eoolealM
Oraecae 2 (1481) 4&T ff.: darnach niederholt» ihn J. P. Reinhnrd. VollstlUidife 0«ackiebl«
des KAiii|i:reiclia Cj-peru 2 (176ij| Itevlngen 9. 1 IT. — Nach nciier Kollotion eines HardMui
ed. K. Sätliae. Mm. fitiih«.1,ir>! 2 |1873| 1 ff. Vgl, sMnen llfoiayot 8. ^k/ ff. — Emllitb
nach einer nom^n Kollation der Handinhiift ed. von E, Millor, Ritcoeil des lüstoriMiB
grecs dee croiaades 1 (Paris 18T5) 2. 559—563. — Dio Auagabon der TvatM^ 4fi«>^|
8. im i 187.
125. QeorgioB Akropolites [rtoiQY'o'; öUnoorroXfit^e) wurde im Jahi
1217 in Köüstuntinopel geboren; als Jüngling ging er 1238 an den
chischen Hof nach Nikäa und wurde dortaelbst von Tlioodoros Hoxapt*r>'(
und dem berQhmten NikephoroB Blemniydes wiBsenBcbafÜich auBgebild«
Bald bewührte er sich im dipiomatiBcheii IMenntc und wurde im Jahre 124
zum GroBBlogothüten ernanut. Der Kronprinz Theodore« La^karis,
zuerst mit Akropolites den Unterricht des Blemmyde« genoHsen bat
wurde um 1246 Schtller des Akropolites. Er bewahrte ihm auch
Besteigung des Throne» sein fi-cund»chaftlichei« Vertrauen und emanr
ihn sogar im Jahre 1257 zum Oberfcldlierrn im Kriege gegen den D««pot
Michael von Epinia. In militärischen Dingen ohne Erfahrung hatte
polites auf dem Schlachtfeldo weniger OIHck al8 im Schulnimmer und geri^
sogar in die Gefangenschaft des Gegners, aus der er er»t im Jahre 1260 dm
Kaiser Michael VIII befreit wurde. Michael erkannte richtiger als
Vorgänger, wo die Stärke des unglücklichen Generals lag, und verwj
ihn fortan im Dienste der politischen und kirchlichen Diplomatie,
leitete Akropolites im Auftrage des Kaisers die Verhandlungen auf de
Konzil zu Lyon und stellte die Kirchencinigung her, die er frfiher
kiiinpft hatte. Nachdem er 1282 noch eine Gesandtschaft an den Kd\»
Johannes von Trapczunt gefUhrt hatte, starb er etwa im August die
Jalires wenige Monate vor Michael VIH. Das hoho Anwhen, daa
polites als Gelehrter und Staatsmann genoss, bezeugen alle seine Zeit
genossen; sein kaisi^rlicher Schiller Theodoros Laskaris widmete ihm
Enkomion.
tieorgios Akropolites schildert in seiner A*ßOV*)iij ovyy^atfij
Ereignisse von der Bestürmung Konstantinopels durch die Lateiner bis
byzantinischen Restauration (1203—1261) und gibt mithin eine Fortset
des Nikctas Akomtnatos. Er ist Über den scliwierigen Stoff wohl ui
richtet; denn er hat die Schwankungen der lateinischen Herrschaft in Ko
Q««eh!«ht«cbr«ll>»r aiidfSreB»Uii. A. Q«acbicht«cliM(i»r.
Ktantinopel wie die Uuchtentwicklung dos grii^cluBcben Kaisertums in KikSa
zum grollen Tai) »Is !^itgeDOSSe beobachtet und in Aoiner Stellung als
Growdogothet, Fcldliorr und Gesandter selbst allcntlinlbuii au dcu £rvig-
ÜMSon AnteO gonomtn«!!. Soine Auffassung itst nUchti>ni und sacldich, seine
Enfthlung aus inneren Gründen glaubwürdig, auch wenn er nicht selbst das
taciteiMhe Sine ira et Rtudio aut^diücklich als seinen obersten Grundsatz
bnceichnot«.') S«in Stil ist :«chr verständlich, wenn auch etwas kanzlci-
niflsig plump und besonders im Satzbau nac^hläüsig. Vulgariüinen sucht
Akropolites wie fast alle Historiker der Koronenen- und l'aläologenzeit
eifrigst zu vennciden oder wcnigüitons gelehrt zuzuschneiden. Das thut er
I. B. S. 138, 15 od. fionn., wo er die vulgärgi-iochischc Bozuichnung dos
GmIs yäSaftni {ydidaffif;) einer auch in Glossaren vorkommenden Etymo-
logi« zu liebe in üif4afO( (üti-i}*(;iu: der stets Geschundene) umändert:
£»i yäfi khI; ii^Xoig xa'i oi ütiiaQoi Xiyavctv. Uv d' ijM ■ Uov fifta
'■.vir ättJä^mr Mtti f^ii*T( ffvi-tttiiyfttVal Da» Wurk des Akropohtc») dientü
ipiteren Chronisten wie dem Verfasser der Synopsis Sattias und Ephrftm
, ik Quelle.
AuMer dem Geschichtswork haben wir von Akropolites ein Gedicht
and einige rhetorische und theologiecho Schriften: Im .Tahre 1252 ver-
Mntlichte er die Briefe seines Schillers Theodoros Laskarts und schickte
IbuB ein metrisches Vorwort (63 Triniotor) voraus. Dem Kaiser
MMaaes Dukaa Battitzes widmoto er 1254 eine Nchüiie Leichenrede,
II «reicher er ein anschauliches Hild von der politischen Thiltigkeit dieses
InClicbon l'ftrston entwarf. Während seiner Gefangenschaft in Epinia
fniuste er zwei Schriften Qber den Au)<gang du« hl. Geistes, die
b der för den Verfasser charakteristischen Aufforderung gipfeln, maii
■dge von den dogmatischen Differenzen absehen und sich auf Grund der
jtiiiiHiiiiiiii sittlichen Anschauungen versöhnen. Dazu kommen kleinere
UvologiBcbe Traktute und ein Enkourion auf dun hl. Georg. Irv-
HmGcb sind ihm Scholien zu Gregor von Nazianz zugeteilt worden. D&r-
oick ist die Notiz 8. 94 zu berichtigen.
L Uffbarliofarunf ; Di« Qaachiehte des Akropnlitos ist in 3 Fassungen «rbalteo,
h im ■apftn^ichrii, einer vorkllnten and oinor orveitfiten. Di« «iireiturle Fftstnng,
ttbrn C*d. AmbroK. A. 202 iof. Mrlit, war bisher nicht bnkannt. 8i<> «ntliilU mehr
ibM am Teil recht tnlennuit«. oflcnbnr von einem Zpitg^nu^aen des Giutchirhtnchrdibera
kntinieade ZwAU«. H< abriKuiu in der Ha dutcii Kinacbliessunt; in * und durch Knnd-
Mfena wiMlrltGklich aU nicht iwm Akr«ptilileii gehörig beit^ivhnct werden. Diooelben Zu-
■b* Imdtn bicfa ludi iu dur von «inem jQnKneo ZFil|;«nuE3en des Akropolites verfustea,
Ibl^ Jahr« 1241 r«>chMidon fiynopaJB Satnao. — Das Froainion xu d«ii Briefen des
AMana Uakaria bewahrt der Cod. Liiqr. !>9. 35 fol. 39-40. ~ Der Ejiitaph auf
Umv JokawiM DukM Balalios steht e. B im Cod. Marc XI 22 fol, 120-141. — Die
tb<«lagiicbeD Schriften in lahlrvidieo Hm.
l A«Bgab»n: Die verktlrste Fasmog ed. pr. Theod Doiisa, Lojid. Bat 1614. — '
Mi OMwamtiets mit d«r verictircteii.- Ora«ce et l^atine ed. I.eo Allatiae, Pvi« )ß61,
•Ü M gnd Kuuuwa; am Schlmse die bertthmt« Abhnndliini; Do Georgüe «oruinqno
I 8. 2»— «27. — Wiedgrlwlt Venedig 1T29. — Im flonnnr Corpus reo. I. Bokker.
I8S6> ait den Noten des Doom nnd AlUtios; die kflnom FasHiing ist nur im
') At*« ytiir »f^t tfAifOr, liXX'
*rjjfBifiir /prwr tvrt tör ai>y}-füffaria,
ßv9tä. ij¥ II jreo»o( aiif yivväv, itagaiatlijrat
tä rnö tifiitr yiyivtjfiiya, iW liytiSii tltt
fitiXa ii^jincMtr. 8. & etl. Bona.
288
BysanUniBclte UHentnrgMcbiobte. I. ProuJMh« LItt«r«titr.
Appnrnia ImiK^xogcD. Wiodcrholt b?i Migna. I'atr. |r. 140, 960--132D. — Auf
Krdiixfnlirwr WOßlicli« PArtien nurJi im Kr-c. dun hiiit«nonB gre«» d*a erai«. t. l nnd
(Kominfntnr). — Uoher che Aoaitnbo oini-r IhoulogisfliPii Sclirift «, S.W. — Eine auf
gMicnn Kiitmllch leiclilinltig«» Ijunniilvrinl lioruhcotle GeiiumtBUHgab« de« Akra;
vrird von Aug. Heisenberg fQr die BIliliathucrB Ti'ubn«riiuia vorbemtet.
H. Uilfamiltol: I.co AlUtiua. Uc G^crgii- S. 357 r. - Vgl. M. Uuakc.
Bys. r(T. »criptoribu» S. M2-565. — Fnbricius. Bibl. Gr ed Hart. T. 786-773; 12.
~ C. Hopf, Du Wut. ducutiia Atlicn. foutibu« S. 67. — Ucbur die Familie d«a tiem
und KooBtantinus .4kropuliU^!l v^l, K. N, Satba« in Avr Abbaudl. *oii J. Durasd.
latiti inoaumeiitHl 4t, (18T!>| 3Gd— ST3. — Hauptecbrifl: Aug. B«ia«nborg. StuütB
ZOT Textcoarliichte dt« Goorgios Akrovolitoe. Mflnchener ßiia. Landau i. d, RI>«iDp(ab ISH.
— Vun floiaenburg wird aucli eine Mono^raphia Dbor das Leben d«a Akropoliles erwarM.
126. Georgios Pachymeree (Ampj-io; ri naxvtiie*fi) wurde 1242 in
XikSa geboren, ging 1261 nach der Vertreibung der Lateiner mit Georg
Akiopolites, Georg von (^pern und anderen hervorragenden Griechen nacJl
Konstantiitopol und gelangt«, durch seine reiclto Bildung gefördert, Hchndl
zu hohi'n Stollen tn Kirche und Staat; ur war Jfpo|ii-yi«r, 7t^xixiix*i,
ßamXtxüi äixmittfvltt^ u. 8. w. Er starb um i:ilO (jedenfalls nach 1308)
Über seine LebennverhäUniitse spricht er selbst an mehreren Stellen MJnei
Ge8fhichti4wcrkes ; andere« erfahren wir aus einer poetischen Selbstbiographi«
und au» dum Dvki-ologiHchou Gedichte »eine« SchDl«« Manuel Phik-e.*)
Der bedeutende Htteraiisclie NachloBs dos Pacliymerea acheint riemlicli
vollständig erhalten. 1. An der Spitze steht das grosse Geschichtswerk,
welches iu 13 BUchern den Zeitraum von 1261 (genau genommen vob
I2.'>r>) bis 1308 umspannt und somit die unmittelbare Fortsetzung des
Akropolttes bildet. Pacliymerea schreibt die Geschichte einer Periodft,
die or selbst erlebte, und ist daher mit dem Stoffe wohl vertraut. Ein
echter Sohn der vun theologischen Kämpfen erfüllten Pftlftologenzcit ist er
der erste byzantiiüaclm Uistariker, boi dem dos llauplgewicht auf di»
breite Ausspinnung dogmatischer Streitigkeiten fiUlt; in dieser flbermäsiiigeD
Neigung zur Dialektik, die daa Werk zu einer qualvollen Lektüre macht,
sind ihm Nikcphuros Gregoras und Joh. Kantakuzenos getreulich luieb-
gefolgt. Es ist, als ob diosu Männer, von dem Elend der politischen üv-
schichte des Keichea abgeschreckt, in den abstrakten Erörterungen d«f
damals alle Geister bewegenden dogmatischen Fragen Trost und Erleich-
terung gesucht h&tton. 2. Rhetorische Sachen: //^uj-r'/iruff/tttia Ijbpr
die uralten, unausrottbaren Tliemen der Uhetorenschulen, z. B. ein« Clitiw
Qber den Satz: Alles Gute beruht in der Besonnenheit [Ilätta %ä äynifä
iv ftärip xip ^^ovfii' ftrti); eine Bearbeitung des für die Pali^ologen aUw*
dings rocht zuitgemiLssen demostheidschen Ausspruches: Geld ist nötig na
ohne Geld kann nichts gefördert werden; ein xotvös xönoi *«r« lot6ö(/ov
Daran schliessen sich i:) MtXttai, d. h. Deklamationen aber ßngit
Tliemen aus der Politik, Itechtswissenschaft und Moral, z. H. die eli
alte aU blcdsinnige, schon von Synesios*) verspottete Aufgabe: .Ein Sieg
im Wettkampfo vorlangt als Ehrengeschenk die Tötung eines Bttrgcn
Die Stadt biÜigt es. Es zeigt sich aber, dass er den Mann schon vork
■) to d«]i AuBgaben dcsPhÜM von Wems-
dwrf uiid Millpr; auch bei liuisnoonde. I'achy-
meriH docUrnntionva Mll S. 263-2(10.
') Ihf/i irvnriair cap. 13 (Migno, I'utr.
^. äG. 1320): Uae «V (Ii; Ttoluiiiu ftf
npiaitt Jiitovoa xrtirm naXlTir äiTiathn
SyMstmlaefa« tiittoratnrgeBohicht«. I. Proskisctte Litterator.
drucke fremder und gemeiner Herkunft') 2uläs«t, geht bei ihm die
eiische Pedanterio sn weit, duw er auf Koeten der UeuUichkeit sogar
der christlichen Monatsnamen die attläc-hou gehraucht.*)
I. Auei;ab(Mi und Hilrsmittel: Gescbiclitsvork: Kd. pr. P. Poeaiat
RDDiae 1666 69. — Im Bonner Corpus reo. I. Uvkkor, 2 voll. Uottiua 18&6, nit
Beigaben ilv» Pua«inu» iiud <>iii«iii gpraclilicbsD und hisiorisch«!! lad«!. — Eiiw uuf
liclie Beschreibung des dua (ioscliicbtawork «nthaltcndcn Cod. ö d«r Snoitnlant; dM Kr
kloster» Ijctil in der Palrinrchdbibliotliok xn JiirasBleni) gnb A. Papadopuioii-KvrRinal
.«(JlnW 3 (1890-1883) Ö29-&96. — ithotorlaohcä: nfoyt/irtiv/Mia in don Kli«lo
Graoci «d. Ubr. WsU. 1 llfm) hi9- 590. — MiXiiai: xuorsi dto 13. in Anecd. p.
Fr. Boisiianadn, r>, 3-^0 flT.i dnnn nllo; 0. i'ndiymeris dcL-liuniitioiiMt Xlli cd. Vr. B«j
■ onad», Paria IM^ (mit d<im l'hilogoloa). — Vgl. L. Si«robftcb, Ourn« Mcoand
Diasert. «Ingsis philnl. nrnd. lilt. CruocovJcntäii L IT [ii<9'i) 182. — T-Jiiffiitaii top
ed. Usnduri. Impur. oricnt. I 3. 114 ff.; Nikoph. Ore);. ed. Bonn. II 1217 ff. — (Joad|
vium: Dns Uucli Ober Munk ed II. Vincont. NoCic«s et »ilrnita 16 (1841)2,382 ~
mit einer Abhiindlung Bbtr oJte und iniltoliillerlidie Musik. — Uu auch Ubor A
ed. U. Martin, Thcünio Smjrntivi Plutunici liber d« ustrunomia. PHrix I&19, mttMiMrl
legang des VerliillluiHHi-ii tu den »Ituu Aatrunomen. — Den Abdcbnitt Ober Aiilhmülik.
PÜtJUiTaae dt« eisten Biicbes des Diophantos, «d. P. Taniiety, Diopbauti AluxuiKiii
Opera omnia. I^ipziR, Bibl. T«ubn. 2 |I895) 78—122. - K, Narducci. Di un ca
aii^hotipo e sconoaciuto dolr<i]>er« di (üorgio Pnehimere: Wepi «w»- tiavugoiv fta3r,fimf
Atti della K. Arcadeniia dni I.iiirei. anno 2S&, 1891. Scrio quarta. liendiuonb vul. VI
1° sementrn, linmn 1^91 }<. 191 — lUß (fiher einen Codex der tiibtioteca Angelica in
— K. Nnrducci. Complcmonta allii notn intiinio hI Eudico Angelico dell'opera di üt
Pachimern Hift iiuV «mtitpiui' ftiiltt,fiiiiiof. n. a, O. Serie quinU, vol. 1 tl><92) 1b3— 1|
— Ueber die von Purhjini'ieii für dns yundrivium benlitxlo Kuklidba vgl. I. I,. Beiht
ja: Euciidis oporn omnia odd. 1. L. Uciberg el 11. Uriigo vol. 7 (Leipug IgSt>; ä. XX]
— Zu Arislotclotr: Von dem Abriss der gesamten uiiBtateliBclion i'bilaMphi« ist nar
erste Teil idie Ijigikj pticehiBch bcruusgcgebcn; xueral tuilwciM Venedig IWi bei i
Sabio (mit dem Kompendium des Psellusl: dünn giini PariB IMÖ und \hV\; atKh Oxfa
1669. Das ganxe Werk nur in lateinischer lieberoetEUng : (iuorgti t'auhyincrii llier«nfl
nonis. in umvertinm fere Arisluletis philueopbium i'pitomu . . . « gruuco in iBliuBn
monem . . . cuuversa a D. Philippe Beccbio, Bosileue 1660. — iJcpi nin^oir;,
Cftcr mit Aristoteles a, B. Oper. Arislot. novn editio ... ex bibl. le. Uasanboni,
1590, ,t. 1, lAh~lh'i. — Zwei StUolce des Komnieotars eu Aristotelea Meteorologie!
Ch. Em. Ruelle, Dem morrenux in^dils de Georges PaclijrmMe aur lar« en riel,
nunire de rnssnc. T (1HT3) 15H-- IST. ^ lieber zvei Uss der sHstoteliscben Kncyrio
des Pachymeres handelt H, Uiela, Ueber den angeblicben Justin Ihfi ^''/i;'«. SiIxb^
Bort. Ak. 1491 S. löl — ISS. — Mitteilung über Aristolelina des Psc.bj'tnereii im
Paris. S328 bei A. Cramer. Anecd, Puris. 1 (IHawj 392. — Vgl. C. Pratill, Üeachio
der Logik 1 (1855) 65t<. — Kriedr. Littig, l)ie *iüofloyin des lieorgios Pachjn
Progr. de» Maxiinilionagymn,, Mlinchcn 1H3I S. 87—98. — Paraphras« au DioB]
Aroop.: Zuerst zu den Briefi-n in liit. Uebptseliung ed. G. 'l'ilniunnna, Parisiu 1538.-
Vollständiger griech. Text npud Ouil. Morel i um, l'arisüs 1561.— Migno. l'alr. gr. S «4^
— Ein Buch des Pacbvnieres De probatione capilum aoll Leo AlUliu« IMS ed'
haben, doch bat nieinanJ ein Kxemplar dieses Diuekes geeeben: a. Walx. ßli«t. gr, 1,1
— Sammelausgabe naeb den niter(<u Drucken: Migne, Patrol. gr. 143. 407— 1218
IM, 1 — 980 (Geachicbte, *Kjt7(rn<Tie lov Avy. und einige theologische Kehrilton).
2, Biographie und Werke: M. Uanke. De byx. ror. scnptonbua, Lipa. It
S. 566— 57g, — C. Bopf. De hisl. ducntus A(h. fonlibus 8. 67 f. — Ch.Em. Kunita, Aiibm/
de raaaoc. 1 (1678) l-SH— 166 (der aber die Ausgabe des Quadrivium von Uutin
kennt). — KinzelTeraa (Monnalichaf dea Pachymor«8 Über die Oes&nge dttr Pili muh
im Cod. Vntic. Pal. 231 a. 13-14 Tai 231.
S. Ueber dio von Pacbymorea aurgobrachte, (tlr das Nab«u dos Uumaninmoi
symploma tusche Neuerung statt der cbTisIlicIian (rümischen) die nt tischen .Uoiiatf
die
aamon tu gebrauchen und das biebei angewandto ^j'atoni handelt Paul Taanur
Rrcli4ologii|Uü III. B^fie 9 |lBt!7l ■l'A-W. Viel «pllter (erat um 1500) dringt dit
Nomenklatur auch in die Snbskripliooon griechiacbor Handschri/toa; hiebe! schttpftn i
Kopisten nua Theodoro« Uuxea Jf(pi /iirür. la frühtren Bjrnnlinerii aiod
') Z. B. ta/ifi^pmov. ifpt'Qioi ((rferes),
tiQiy'ilC (frioco), «uVro; (contcj, xafaXlÖQioi
■) Z. a. II 146. 1 ed. Beim, ftt^
Vf:ßo^iüyoi. II 249, 11 ra/iitltmr f
orijjttf ft^v.
^nn»niom nnd andfran NiMMni MmcElMiiie, tn pMnBÖG«f Spräch» abgeruate
rldjoai] Namvb. von itm biaber nicht dna Odginal. «oDdorn nur «in« spltere
' {{••arbciituiK wtd eine tOrUaebe Ueberaeixang bdunot sind. f. Meliornnflkij,
k ScIdjoiM HmoUi ■teQncJl« fQr di« (>e»cbicble von Btsmu im 12. und 1:1. Juhr-
Vis. Vr. I (18») StS-«40. Bericlit von E. K.. B. Z. 4 (1895) 391 f. ~ Kino
SrgiiiMi>|EdMPa<?liyni«rM bildet dio Antubiogritplii« desKaiser» MioliAel VIII
log«B; Ober sie vgl. $ 137.
Ül. Nikephoros Eallistos Xanthopolos (iVixijyü^u; AaXharos n
tofiM-t) vcrfasste im Anfauge <lc8 14. Jahrhunderts eine Kirchen-
ichte in 18 Büchern, die bis zum Tode des Kaiser« Phokas (tilO)
Von 5 weiteren Büchern ist eine liihaltsanzeigo erhalten, die mit
ihre Uli abschlicsst; Nikephoros hat aber seine Geschichte »icht
diesem Zeitpunlito fortgcfilhrl So blieb dos Werk weit Iiinter dem
IgUchen Plane zurück; denn du der Verfasser sein Befremden darüber
dUB seit dem Ende des <>. Jahrhunderts d. h. mt Euagrios nie-
den Ciediinkoii gekommen .lei, die kirchlichen Kreiguisite /u be-
llen, mdaste man eine bi» zum Anfange de» 14. Jahrhundert« fort-
Kircheagescbickte erwarten. Trotz der unvollcndetun Gestalt des
hat F. Ch. Baur (s. u.) dem Xanthopulos das Lob gespendet, diu»
st die Idee einer allgemeinen, den ganze» Verlauf der katholischen
umfassenden Geschichte ausgeeprochen und wenigHtun» teilweise
BfDhrung gebracht habe. Dieses Verdienst ist aber neuerdings
weifelhaft geworden. Manches deutet darauf hin, dasa Xonthopulos
Anfang de6 10, Jahrhundert» verfft«st««. bi^ zum Jalire 920 ge-
Werk (s. S. 2(7) umarbeitete und dasselbe ohuu weiteres mit
«BgmeD Namen bezeichnete, ähnlich wie sich Kodrenos das Work
'UUe« aneignet«. Dann wären also Eusebios, Sozomenos. Sokrates,
mid Euagrioe, auf denen die Geschichte des Xanthopuloä vor-
:h beruht, nur indirekte (juellen. Im günstigsten fallt; ist das Ver-
di« Idee einer altgemeinen Kirchengeach ich to gefasät zu haben, von
auf den unbekanuten Autor dos 10. Jahrhunderts zu Qbcr-
Im Grunde genommen war die Idee aber auch damals nicht mehr
292
BfsantiniBche Litt«r«targ«8cliiobte. L ProeaUcbo Littoratnr.
katalogartig« Lclirgcdichto in jambischen Veriten z. B. Vorzdcjf
nifiso der Kaiser, der Patriarchen, der Hof- und Kin^hL'iiütnti'r, der ApOKM
und Jünger, der Heihgeu des Kirchenjahres und der Hymnographen. DtM
bequemen Memorialgodichte. die mit dem ausführlicheren Werke d
EphrKm zu vorgloichon »ind, erft-cuten sich grosser Beliebtheit, und ciBifl
derselben irind in zuhlloäcn Handschriften verbroitct. Damit verbind!
sich ein jambischer Auszug der hl. Schrift {^«'-icK/rr« ti); ^tiai yifa^M
und als KrgSnzung dazu ein Abriss zur hl. Schrift nach .lose]fl
[Svvorttixi} rtffö^ .'/«af y^aift^r], eine ebenfalls auf Joseph beruhende U
Kühlung der Eroberung von Jerusalüm C^itnati 'h^avaaii]/!) und eifl
2700 jambische Verse umfassende Paraphraae der Lebens- und Wundflfl
geschichte des hl. Nikolaos von Myra. In das Gebiet der Kircb^
poesie gehören i^iuben «.'rbauliche Troparien auf die hl. JungfrM
sämtlich mit ulphubctiscbvr Akrostichis. Auch dio von Theodoros StuditI
Johannes Geometres, Cfaristophoros von Mytilene u. a. gepflegten Trafl
tionen der epigrammatischen Poesie setzte Xanthopuloe fort; M
haben von ihm kleine (jedichte auf den Hymnos AkaÜiisto», auf n
sclinitteno Steine mit Darstellungen aus der hl. Schrift, auf Anhängfl
(Enkolpien). Heiligenbilder u. a. Dazu kommt ein Gedicht an den Kaia
Über den Wein und ein erbauliches Alphabet. fl
Seine Kenntni» der Kirchenpotwie bekundete Nikephoros auch dura
mehrere erklärende Schriften: einen Kommentar zum Oktoechoa (B
',Y',<!ii fis *""( liruiiaji/tovi ftüv intioi i^x'"*')' ^>ne Abhandlung über Bfl
Dponsion, Kontakion, Oikos und Hcxaposteilarion und den Grund dieH
Benennungen, endlich eine Erklärung zum Uyninut) des Kosmas auf fl
hl. Jungfrau. Auf die Liturgie bezieht sich auch seine Erklärung da
Feste des Triodion: JVixi^^d^of haXiiciov ror Sav&oitovXov ovraSä^
tis tä; tTitfft'jftoVi toi- t^updlov in^üi, ftiuv inöeftjV avtür ttitutio/ov'nM
ji(S; noTt fo xot' ä(>xiii ytyori u. 8. w. Dazu kommen mehrere geistlüH
Homilien, eine Schrift Über die Kirche der b1. Maria ti]( i^ui^tföfiav nrjjifl
nebst einem üflicium zur Einweihung dieser Kirche, ein Brief au eind
Orptutnotrophos, mehrere Gebete (fi<xtt() und Schollen zu den Psalmen tOB
zu Bvdun das Gregor von Nazianz. Weniger gesichert sind rhetoriscd
Progj-muasmata (im Cod. Paria. 2988 8. 14 fol. 1—8). j
1. Ausgaben: Der giflMt« Teil der Poesitin und ei» Gebet itchon in dMU kidll
Blitdelien: Cyri Tlieodori Prodroul epigraminat« elc. Ksail^ac *pud looanvm Bebaltfl
ISSfl. — Narli dicBcn uud aijder«n meist scliwer tu^ftiiglidivu ulten Droekon GaMH
Aittgabe vou Ui|$iie. Patr. gr. Üb. 549-lS»!. UQ uikI U7. 1-692. — Zwo! jamÜiS
Kutulugi- ävT Kaiser und Palriarcli^n bei Lalibneae. Protrept lii»l. Üfx. (d«m Pa^M
CorpuN voriiuagMchicIit) S. 34 f, -~ Erklüning zum Oklocclio« ed. pr. Kyrilloi AlhaoM
• indes. J«niMlem 1862, - Die Rrklilrung der Pttate des Tnudion encliioB In ii«i||
UoboTHetEun): von Mattlmeoa KigalBH, Venedig löSS. V^l. &. LeRrsnd, lUbU^I
hell dn XVII' eliclo 1 fl^94) 404. — Diis metrische Leben des lü. Kikolaoi W&fl
noch uticdiert zu sein {(rlinlteo im Cod. Uodl. Miecell. TSj. ^M
2. Hilfsmittel: Ksbriciua. Btbl. gr. ed. UnrI. T. 4:iT-~4-(4: wi«<Ierbolt ifl
Migne, PatT. gr. 14.^, 54!l— 558. - ü. J. Voss. Du hiatoricia graecis, ed. WeslenoMfl
Letpalg i&SH S. 367 f. — Vehpr die Kinliengcecliichte vgl F. Cli, Haar. Dw PiiiliJ
der kirchliclien (fFscIilühtschieibung, Tubiugen lf^5'J S. S'J IT. — Albin Freund, BwMlM
xvr antiochi-ui seilen und zur konstantinopolitsnisctien Sindtchronik, Diss,. Jena 1^:1 S.H
SBber Reato von kpotitnnisolicn KonüvIUfeknniiten b« Xnnthopulosi. — Ueber dt« QuJiH
ler Kjrcliengcsdiioht« vgl. G. Uangora, De fantibaa, indole e4 dignitate Ubroriiil fS
iBKB. gl. iiia-i: r.iKiniuu|^ iiiji ~rm« — hob- iriiHiiuii
udil MuliD. M. B. II. AtbouH läö.H, tiodl. Canon. 114 und Mnsc[, Sj-ri. »91(V|iiill.
eine üa ies K*Ulau il^r UofUmtar aiclie PHru^rapli Kodinos Anm. 4. — D'm
er di» Kirdis nad nie Wundur dw M. Maria r^< ^uiiifo^BV tiyiji nebat dem
I Mbttst mir In C»d. Vindob. bist. t03 (Nessell und in einem Vuticatiua er-
In: *ii1. Uijine, Palr. gr. üb. 5&I, und die ausfubriiahe ütaobrcibuiiK dar
B* bai P. LanibeciaB, Coniniefitaiinruin d« Augusliciaiina bibl. Cuea. Vindob.
•4. Kollnr. Witn 1782 S. 114—132. — Die wjcbtig«t« allt-r mir bekannten Hss iat
M BcbriDt, fAmtlicbo Schriften des Xanthopiitos ansacr der KirchengMchicht« ent-
I, dam Autor etwa i;tnichj:ritige Cod. Uodl. Misrell. 7ß, narli Coxe .soc fnrsan Xlll
«bor mit Rnckiidit auf dua Altor dna Autors Jedanfall« ins 14. Jalirh. hwab-
B«*e)[rMbnDg b«i II. 0. Coxc, Catalogi codinitn maa bibl. Bodl. p. I (1853)
h Biographio und Name: Seit früher Jugond war X, der Hngin Sophia bej-
, nad aai der Bibliolbrk diwor Kirclie achjJpft4< ei den grnsstcii T<til sein«* g«-
elMa Stoffoa, wio er im pmlon Kapitel des ersten Buches (Migne. l'atr. gr. I4->, 600 C)
■ftkH. Er voJlcndctv »Ditt Werk im HS. I/cbon^iiBhrie (B. I Kap. 1 = Mign« a. a. 0.
li widmelfl t9 dem schon groiscu Kaiser Andionikos II, der 1^2' Dbcr TO Jaliro
(WidmungMiikoniiun, Migoe «, o. O. 5SS Ü; vgl. «benda M9 Ann», n). Mitliiii
EKteatenn i. J. l'iül i^eborrn worden. Wuon man Hcinom falrinrclionkiitiiloge,
■ Hm mit Kallisto« 11850—1354 zum erat^nmale) sohlieasl. vcrlriiiieu darf, vt-
aieh müi Leiten bia iu di« Hitt« dea 14. Jahrhundert«. Itu höheren Alter ach«int
tb gfworitn an Min. — Ter«Int«lt al«lit in. W. die Nolii. daaa aidi Nikephorna
d«ia Eintnlt« im KIoat«r Nslloa Kenannt habe. Mau 6ndet sie in der Ueber-
•nt«n Syitaxtn da« Trindion im Cnd. Vatic. Reg. Suec 193 a. IS M. 1:
If taug reg tat Xoytaiittioi- tti^oO .Viicijqnopev KniXiatav tvi Sur9onBi'Xov fei- iflfi'
«iJ liyj-timai- agi-ftaloc fiiiiriiiiaa!<(rtns SiiaXiv fiavnj[o6 Ivroiafia, So bo-
]. St*renaon. Godic»« mm grnnci itnginnn Kueconim et Pü PP. II, Rom l^K
D« ahrr ebi beitiner Nailoa m. W. nieht exinliert. ist wohl iVtiJtor i^tatt A'nUou
M. CobM di* .Sitl«, bi>ira Eintritt« ine Kloster «inen Namen xn wAlilen, der
AnfMtfabncliatflben halte wie der fiühcr gefohrte. vgl. M. Treu. Maximi mo-
■ndia «pMtoW S. 1B9. und Kantalhii MBcrc-mbolitae iiuao teruntur ueuigmata !{. 2S.
S8. NikephoroB Gregoras ( Aixi^yijpo; ö r^ijyofäi) , der gröeste
der 3!Wei letzten Jahrhunderio vnn Byzanz, wurde 1295 im
Herakleia geboren; hier orliiclt er durch Beinen Olieini, den
■a Metropoliten .lohttnni<», den crst«n Unterricht. AI» JQngling
«r steh nat-li Konstant! uop4>l, wo er zu den höchsten Krcii^en dor
hen Gesetlflchaft in nahe Beziehung trat. Der Patriarch JohAnncs
, dem er mit kindlicher Anhiinghchkeit eugethan war, unterrichtete
294
BjSKstiniscbo LitUratargMchicht«. t ProMdaoha Uttentar.
ausgearbeitoton Plan zu einer chronologisolion Vorbo««erung des Kl
lenders; doch trug der Kaiser Bedenken, die Reform durcliznfUhrea,
ea XU nchwicrig sei. die übrigen Valker zur Annahme derselben zo
wegen.') AU im Jahre 1328 der alte A ndronikn» dos Thrones ent
wurdi', verlor Oregoras nach der in Byzanz üblichen Praxis als Pa
gftnger desselben seine QUter; doch wurde ihm das Los der Verbaanu
erapart, welchen unter anderen »einen Freund und BeschCttzer Metochit
beb'af. Nnch dicker Katastrophe gab OregoraH, der Iftngst einen
von Schillern um sich versammelt hatte, seine öffonüich« I*hrt
auf, uni sich in stiller ZurUckgezogenheit aatronoiruscben und philosoii
sehen Studien zu widmen. Bald aber wurde er durch einen Anlasa,
auf Mein ganzes künftiges Leben bestimmend einwirkte, von neuem an
Sentlichkiiit gerufen. Der lateinische Mönch Barlaam aus Ealabric
in Philosophie und Theologie wohl bewanderter Gelehrter, von
Petrarca tiriechiach gelernt hat, begab sich, um die Lehre dee Aris
gründlicher üitudieren zu kfinncn, nach Thessaloniko und später nach K(
Btantinopel, wo er manche Schüler um sich versammelt«. Durch h«
Angriffe ßarlaams herausgefordert, trat Gregoras aus seiner Abgeächic
heit hervor and mass sich mit dem Kalabresen im dialektischen Kuof
nachdem er aus demselben als Sieger hervorgegangen war, wurde er
Kaiser zum Lohne in seine früheren Ämter und Würden eingesetzt
auch für das öffentliche Lehramt wiedergewonnen. Als Lehrer le
Gregoras ein Hauptgewicht auf Naturwissenschaften, be«4onders aof
Astronomie. In einem schraühBÜchtigen Pamphlete wirft ihm ein Geg
vor, er habe keine Wi.^äsen.-Hchaft auf der Zunge, nur seine Wohnung
voll von Globen und Linien und all sein Wissen sei auf Brettges
aufgespeichert. Der Streit mit Barluam barg aber die Keime weit
Verwicklungen, weli^he Gregoras zuletzt in schweres Ungemach stür
Nach dem Tode de» älteren Androniko» (iyS2) wurden die alten VersB
einer Wiedervereinigung heider Kirchen erneuert. Zwei Abgesandte
Papstes kamen i:i:i:i nach Konstant! nopel, um Verhandlungen anzuknüpfd
Der Patriarch übertrug die Führung derselben dem Gregoras, der, ob«cb
Laie, alle Bisch&fe an theologischer Gelehrsamkeit und dialektuicher
wandtheit übertraf. Mit Eifer mischte sich Barlaam in die Angeles
und schrieb, obwohl er ursprünglich selbst der rOmisehen Kuuhe angelt«
in heftigem Tone gegen die päpstlichen Gesandten. Nachdem der Plan eia
Wiedervereinigung der Kirchen in den Hintergrund getreten war. dauer
die Streitigkeiten auf gi-iechischem Boden fort. Eine Synode 1341 vi
mochte dem Zwiste kein Endi' zu setzen, und als 1347 Johannes
kuzonoB den Thron bestieg, entbrannte der Fanatismus der gegneris
Parteien durch die Teilnahme des Kaisers mehr als je. Nach manche
') Splttor beliandelteo noch%ndere By-
lADtiner wir> iKonk Ari:yios dasselbe The in A.
Eh ist eine wertwüidige Ironie dea Schick-
bbIs. dnss etien die UHocheii. von welcbon die
Idee der KnlenderverbcascniDg aüBgogaiigen
war, RorhdAin diex^lbe durch Uregor XIII
wirklich durcbgefUlirl ward, ihnm
Mb auf doD hi>utlK«n Tag verwM^erbtK Ti
G. KnrDbHngelea. 'E"iioiij^o«»ij kit
(fiirfpi(tij iifpi i,jf iofii^t IDP Bn^xa, '
HUDljDopel 1894 S. 114 f.
') Vgl. 8. 100-108.
S. OM«biehtHtireib«r und OhroniBtsn. A. QMchiohtBohreib«r. (§ 123) 295
InkDRgen des Kainpfo!« wurden die Aiisichtc-u de» (in^gora», dbv
BsUch den Patriurehvn und einen grossen Teil der höheren Geistlich-
in »icb haUe. durch eine Synode 1351 verworfen. Als er fortfuhr,
iofen an sein© Freunde in Trapeziint und ('yjiern, besonders an
ioe lapitbes sein Recht kii behaupten, tiv\ er endlich beim Kaiser
in Ungnade und wurde in dcn> b«rDhinten Chorakloster wie in einem
jgnisse festgehalten und «treng bewacht; er^t nach swei Jahren ent-
thn aua seiner Haft. Endlich wurde (iregoras von »meinen Ücg-
16 kein Uittcl der Verleumdung scheuten, augeochuldigt, in seinem
ehrenrilhrigo Lügen gegen Kantakiizcnos verbreitet zu haben; er
iQ neuem in Ungnade und wm'de wahrscheinlich abernial.4 einge-
I. Wann und unter welchen Umständen der viel gefeierte und viel
r; Uann sein rühelo-ses Dasein besüchleKS, ist nicht bekannt; doch
er doM Jahr 1359, mit dem sein Werk endet, nicht lange überlebt
(ben.-)
pie schriftstellerische TbStigkeit des Gregoras umfasst nahem alle
b df« byzantinischen Wissens, vorzüglich Theologie, Philosophie,
Dnomic, Geschichte, Ithvtorik und Grammatik. Auf eine voU-
:e fieschreibung seines reichen Nachlasses muss hier verzichtet werden.
uns steht an Wichtigkeit obenan seine , Kämische Geschichte'
x»; ioiopia). Das Werk schildert in 37 Bllclieni die Zeit von
>is 13ö9 und bildet demnach tuiU eine Ergänzung, teils eine Fort-
ig des Pachymeres, der mit 1308 abschliesst. Oregoraa hat die
Bisse, welche seiner eigenen Zeit vorausgeben, nur summarisch be-
yt: der lange Zeitraum von 1204 — 1320 ist in den ersten sieben
fev zuBainniongedrängt. Auch in den Qbrigen 30 BQcbern ist die
lUung ungleichmässig; in der Schilderung der dogmatischen Kämpfe
|t die Erzählung ku unmSssiger Breite und wird zu einer fVrmlictien
tBwninlung, die in den Verband der GesL-hichte lose eingeschaltet ist.
■ daa Werk eine memoirenhafte Parteischrift im vollsten Sinne
pcaies, das subjektiv gefilrble Gemälde eines groasartigen kirchlichen
IßsjirojK'aÄea. Wie die Komposition so ist auch die Darstellung im
fii;ht«werke des Gregoras ungh'ichmAssig, zuweilen sogar nachlä-s^ig,
buigel, der sich aus der wohlverhürgten That«ache erklärt, doss er
t X>M bwiftamiliscben 8tmtigli«iten.
■It blädw Wat Rvfdbrt wt»d«i),
1 4w g«niiflKii*lrii r»inde d«a kllg-
, dM «ItMi B«ichw b«dralit«n,
I iiBBb«cMbb«ra Hut voa SchrifUn
die nun grtwMrMi TcQ noch
hckra der voUverdioBt«« Ruh«
Udmra PasipUele s«ewi Gr*-
I SM<litiEk«it deo Chu-nktor und
atJMr 0<^er im BcliIimnwUai
htian tla«(, Hiad iu der ttunnrr
4m Oraforu Pntt S. 61 ff. ab-
D»r Palrianh Plii1oth«os wirft
p«)>klAguDiMlia Abkunft vor und
r Ml wkA MbtiBunw al« Jen« PsnUa-
i a» mr m der Sprsoba barbanech.
p Bitt«n aber mn wien. Solchen
Feinden konnte Orogoras wohl nit Reobt
den VoTwnrf macbMi. dnu sie Stellen in
aeioen Werken fllacbUn und intcriioberlen,
um ihn nachher tu verdUchligi-'n : er bittet
daher ieinn Scbulor und Kreund«. die Eiem-
eliini »einer tjvhtirtvn oft und gaoBa xu
oviaron. L'ntcr HciDoo ParteiKinsaru flilirt«
neben Akindjnoa vor allem Detnetrioa
Kyäoaei eine acbarfe Feder. Kr airbreibt
t. B. an dvn Patriarchen PhilotbeoH; Was
drulial (in mir al»o? WilUt du etwa dein«
Freundinnen Tersammeln, nm auch meine
Reden zu verbrennen, wie die eines nnderoa
(dea GregoraR), der stete Tugend und Woi»-
h«it Übte und den (ilaoi »ein«« Leben« durch
die Widerlegung dein«« Wahne« crhiJhtel
Öreforas ed. Bonn., emt. 8. 7i-,
k
396
BfianUiÜBebe I>itt«ratiirgMc]ilc]it«. L ProBftiscbe LitUntor.
■kU.
|-
einen grossen Teil des Werke» unter hflchst nngfln-ttigen Süsseren YerMIt-
DiB»(>n vorfft«8to; zehn Bilcfior schrieb er im Jalir« 1352 während »cner
Haft in kaum 4 U Tagen. Soin stilistiöChcH Vorbild ist Tloto, dt'O er sicli
in seineu Dialogen nachahmt.')
2. Der grösst« Teil der übrigen Schriften des Oregoras, die sich
die meisten (Jobieto der byzantinischen Produktion erstrecken, liegt
unedieri in eiiropäi»uhen und orientalisohoii Bibliothok^^'n. Von der MadbIj^
faltigkcit ihres Inhaltes kann das unvollBtändige Verzeichnis Boivine')
ein« Vorstellung gewähren. Es tinden sich unter diesen wenig gesichcet««
Massen Dialoge, Gebete, Enkomien, rhetorische Schuldeklama-
tionen, Koden, Tostnmonto, Nekrologe z. B. auf Georgioit Metochitca
(Cod. Pari«, gr. 1407 fol, 1 — 11), eine Trostrede an die Kwscrin woi
de» Todes des Metropoliten Theoleptos von Philadelphia (Cod. Vindob.
theol. 174 fnl. 131*^ — 135'), eine ebenfalls an die Kaiserin geridi
Monodie auf Johannes Chumnos (Cod. Vindob. gr. thcol. 174 fol. 146— I
Biographien, grammatische Sehriften wio oino Tixinloyia
[latixrj und ein Traktat ih^l ofitoY^a^'af. Exegesen, so eine 'Errii'
^JijjT^ffif rti xä( xa»' "Oitr^Qor fiXäva; tov 'Oävaci«)^- ein Kommentare
SyneflöoH Ih^ iwnvdnv, astronomische Abhandlungen wie //»pJ ••♦
axtväi^nv ätJiffiltt^uv; selbst jambische Poesien werden verzeichnoL
Endlich hat Gregoras wie fast alle hervorragenden Byzantiner der Palliy.
logenzeit (z. B. Gregor von f^em, Nikephoros Chumnos, Theodor H,
konos. Oeorgios Pachymeres, Thomas Magister, Pinnndes. Denietri«
Kydones, Manuel Palüotogos u. s, w.) eine reiche Sammlung von Brieftill
hinterlassen, die wohl zunächst eine vollständige Publikation verdienUn.
Solange von dieser reichen Kleinlitteratnr nur ein geringer Teil und sdM
dieser mangelhaft, fragmentarisch und an schwer zugänglichen Orten g»*
druckt ist, wSro es wohl ein vorgebliches BoniUhen, das litterarhistorischs
und pcrsKnlichfi Oesamtbild dieses hochbedeutenden Mannes, der wie wenige
andere l'Hr das PalÜoloRenzeitalter eine geistige Signatur bildet, in seintn
feineren Zllgen mit zuverlässiger Treue auszuführen.
1, AuBg;aben unil Ililfsmitlel: A. (leachichtawerk: In Ut. l'ofaoniolxiing {mil
ZuüBroa, Nikotiut unJ Chalkondvlca) Lutetiae 1567; Pruncofiirti nd M. 157S. — Vom pw«
Teste zuerst Buch l-ll ed. \L Wulfjuä. UasJIeae 1002. - Uueh l-2i ed. J. UoiTinii'.
2 voll , Paria 1702. — WicdcrhuU Venedig 1729. — Im Boiiuer Curpua B. I-2-J «d l
Sohopeii. 2 voll., Boniiae 1)<29— ItO; it. 24— ST ed. pr. (nucli einem vuii H. Brunn kwNrin
V&tie. uiiil eiaem Puris | 1. Bekker al« Ü. vol. Bouoite 18Q^. — Wiederliolt bei Migae,
Patr. er. 148 und 149. 1-502. — Daä S7. Buch liiui'li der ZiblnnK der Bonner Kwfi»
diw 3Ü.) ed. mit fraimOsisclier UebersetiunK Val. Parisot, Nnticca et extrail« 17 (1W|
2, 1— 40Ö (inilist lifind»c)infllic1ieii Notizen und *inem liiftorisclion KommoDtur). - to*
Wortschatz vgl, L. Diiidorf. Jnlms Jnhrb, 9ß (1889) 4iiö. ~ Zur sni-hlichen KrlAiittnci|:
Tim. Florinskjj, Die StldsInTen und Byianr. im nwoiten Vietlel des 14. Jahrb.. 2 toll. ,
Petersburij; 1)')^2 (niss.t, — St. NnTnkoviO. Du» Stnmongnbiet im 14. Jakrlitindert O^B
der Kuisur Hlcfnn Du^un, Belgrad IWS (^ (iliis 36 der k. scrb. Akitdi'inic). ■
B. Exegese lui Odynseo: Ed. P. Miitmogi», Anecdola Ür. 2, 520—531. -^^
K. Herclier, Zu Nikephoros »Sregoras De erroribua Ulixis, PliiloloKua 8 (I85B) 7&i-7iR
gibt Variaciteii uns einer Wioner Uandsohrirt. — Kommentar xa Sjrneaioa: Ei. Di«.
Petavias. Ofura Kyneaii, Luti^tiae l(i32 S. SSl-42tl (aucb 1613 und 1640). ~ Di(l*t
') Vgl. den Brief des Akiodynoa, (!re-
^oras ed. Bonn Prsef. 8. 70.
■) Oregoraa ed. Bona. Praef, S.
S. 0Meh(ebt«Qbr6lb«r naä Chre&Itten. k. 8Mebie!itaclir«ib«r. (§ 128) 297
r
HMpfrriM ^ ntgi «^mf. Ed. A. Jahn, Jaliiw Jahrb. Supiitemenlb. 10 (ISU) 485— SS6:
pHtoda II {l>^b) S87—892 emeiKlaliouea tum Ti-iU'. ~ 2u tIi«<H»n Dialoge vi;l. Tli.
r«p«)e«kij. Vi« pfailoMphiMb« nni tboolop^cha Ü«iHri>guii|c im 14. Jabifa., JoDrn- Hin.
T^tcflaarVI. 1)^-2. Bd. 2^9. JaauHrli«rt 8. 1-34. Witjdvrliult iu dein Buoli« .Sbizun tax
GMi-bkbln ilor bnanüiiiMbM KnltiiT*, P«<*rabiini 1^92 8. 246 ff. — Eine R#d« an Xaisdr
- JlBilroiiikoa 1(1 PallotoK«« (]838~lS41i ed. Weateriiiatin. Excef|i(oruin »x bibüoth.
PuL l.i|i«ii-niü* libria roi» p. I, Pronr. Ijoipits 186A. — Lieillf^li tni«r»<t» auf Theodor os
Hvlochitvit: Kd. J. Mvorsiiis in: Tbacduri U<4«ctiitan liittorinn Kamann« ljb«r aingulari»,
liu$'i- Batv 161S. — Lobrod« nnfdnaNilcapboron Valvratadt, daRpantiaoha llara*
kl«a ed. C. N. Satban. Annaniro dn Viuimc. 14 ilN80)217-224 - Uobi-r dia ron Orceoraa
TMgMianim(.>n« Krglmuiig dar Kannonik da« Plolemanoi und die Wiod^'riogiin^ dicaor Er-
Simmg doTcb de« kabbriacbra MCmdi Barlaun handeln Carl v. Jan, l>ic llarniotiio dor
Ina. ¥htliiia^»ah2lU$^)3Sf.. ludFraiix lioll. Üludii-n über Claudius i'luteinauus. Jabna
JaM.. 8Bppl«nMDlb. 2t (]8!M)65 tiiid 100 f. — Drier«: Kiiivr uii^i-blicli in OpuBCula Tli«oduli
•d. L. NornnaDa, Cp«ala 16i)S. — Ein xiveiter von Xaver llvrKfr, Arcliii'a lieitrtg« iitr
äMcbicble und Littcnlnr 4 (1^3) WJ- ÜH'. — Ander« *ud A~ Miiatoxjdae. 2i-Uo^
TUf|pi«ür äfitJotur. "Kf ir«r«(<v, 0. Heft: A. Craiiiur. Aii^cd. OxoD. 4 (t83i) 43ll'433:
Fr. boisflonad«. Aii«cd. gr. 3 (1831) 187— Hi9. — Audi I.. Ktillar fcboint eins Aiu-
cab* jioplaiil lu bab«>n: wenigslena lliidet sieb im Cod. Vindnb. (h«ol. gr. 174 iNeasel),
6u Brinfa d« nttgorm NilliiÜt. M Ib' am Rande die BemnrkunR .Kplslotna has nsquo
■d ». hl [rfttinitata jam donavit Adam Kutlariua, Pannen. Voternmonlanus, UibL Caaa.
Cwoa. A. 1740, S4. Janii*. I)nn Ms dJMer UeberwUiing dnrtle wohl in der Wiener Hof'
IAIMb«k ItognB. — Die Rrammatiechro 8chHft*n acbeinrn wenig RMichert lu ««in. Eiu
Traktat Otfi y^/ifiniir^t. dar im Cod. Vatic, t<95 fnt- 2'M dem Nikciihoros Ongons XU-
geachri«bcn wiid and der vi^'lIoirJit mit dar Ton Kuivin aus cini^m Cod. Paris. fUg. ver-
•Nohaet«* Sobrift BtfS nariruir tiatuoint idontiscth ist. «ehörl in Wulirlieit dem Qoorgioe
Cbeiroboaeoa; vgl. A. Ililgard, UrammAliei (itneoi tV 3 |Iti»'l) 8. LKXXII.
SammetanH^nbe: Mign«, l'nir. gr. 14« und 149, 1^671. Sie (^athült dan Go-
■thiobtawerk. «-in MartjTium, den KummenUr KU SynosiuH UiqI irvarinr. ein FrHgmuit
4m DtalofU FloTeolias, 16 tiriefo.
2. Ucberliefernng: Für di« kleiaemi 1>ohrift«n des Gr^gorns kommen namontlich
m« UtÜM von Sana«Iltta in Üetiacht x. B. dio Codd. Bodl. D&rooc 48. s. 15; Vindob.
lba«L gr. 174 (NaaMl); Monao. gr. 10 u. a.
t. Lrben und Werke: Boivin. «d. Bonn. Praef. 19— 9S. —Üeberdie Braiohuogon
HBarUan nad K' an tu k tu mos h. J. Kantakuienoa. ed. Uonn. vol. 1. 643 -5ö7i S, 171 — 184
wlaoaMt. - AcUet dipliimata Or««ca medii ai»i edd. Mikloaich et Malier 2, 101--2ia:
tn-, 243; AW). - C. llo)ir. De UaUiriae ducutu» Alli«n. foutibus S. GS f, — Vgl. aucb die
Littonbir tu ft :U und 129. boeonders PariHoL
4. Dia Tnrinvr Kompilation: Im Cod. Taur. 1S9 h. II. \S (jotzt B. V. IS',
•■ lil, UA. 102 — A74, steht ein MDueblidi die Zeit von Aloxioa Komaenos bis auT
Hicha«! i'alanologoK nmfnaMndea GeachichUwerk. wolchon nnoh Jos. Pnsiui, Codiutti
^m biU. rcgii Taur. Aibnnaoi 1 (1741IJ 2^'>, ein Aiihzur aus Anna Komncna und Nike-
•karaa Gregoraa «ein mII, Das kann schon d^ahslb nicht MitttilTen. weil wir diLuii fQr
«• ZaÜ voA 1118 1201 keine ^aetl« hAtten. In dor He aetbat ful. 1Ij2 aivht von ganA
~"-~ Band d«r Vermerk oic oi^m jruiriiiroii. und in der Tliat mOsacn als BeatÄndteile
noch Niketaa AkominatO", viollvinhl auch Kinnamoti und Paelijrmeraa *n-
Bwa weTil«D. HerkwOrdigorweiaa abiv handelt dor .Scbluisiieil nicht, wie man nach
Aagabru Paftinia erwarirn mflant«. von Miebnol Paloeulugua, sondern von don ibori-
■«h*a Wirren unter KuDHtanliD Uanoraachoa. uIbu von «iner Zeit, dis etwa 5u Jaliru
*M 4fa aMKcl] lieben ileginne dea ganten Werkn hegt. HiLUuli|oelle ist hier, aoueil ich
Mibe. 0. ZureUis und meinen eigenen Netiwn neben kann. Kedrenon bexw, äkylilte«.
ha^Dck den KediMos-SkylitsM II 67«. 17—578. U |ed. Itonn.) »«cht mit un»eMntlicbeu
AlviiiluDgaa tu 4er Tsrinar Bs rol. &7J!''— &78''. IHnn aber führt di« Ua fort : «fZ^B"
epi<
MpU ta'i iifr kamtf^ftfi^r rml iä 'Ißär f* lijt nüf roioilruii- VvC""" "ii.*«<-n'n( ivyx'ivnyti'.
f'apl^i I« «m KtifiO^farU ot Ir ti^ coi' VJwOC üprt »iji' nimfnrij loie 'If^QUV (i9t%t
Miffa^trot np»( fiatiUu rtgnt^ifiofior toi qraitoijF ?">'■"«' ^J'Z^l'X": liier aind molir*re
'■pkt«. die tticbl nttr li» KedrenoH und SkylitM«. wi>nig>tonN in der kleinid^hnn T'ebor-
■tag von fiabiu» ft?. 115), nondera auch in den Übrigen Geachicibtaquellen dinier Zoit
*i* nellw, Miobsfl Altaliatee und Zooaras fehlen. Üamac^ ist xu vermuten, änaa der
kUBpflaUr nicht den SkjliUee Mlbst. sondern eine verlorene oder verschollene
298
BjiaDtiniache Utteratargeacbiebte, I. Prosusche Litteiatar.
Vorlage de^rtben benliUt lint. Wie min die (;nnXD KrzIÜiliinK an den Soliluaa iJm Werl
gelangte, veming icli mit Hilfe mcinnr Exzerpln nir.ht (eKtxai>W\hn. Es ist tu verrnab
doss die KamgiiluttDn früher ftia mit Airxiog KirninonoN begunn rniil itass durcli tni«
QuatemionoDTerwirrung diu»er Kuiser na den AnTung und dia ?^tt d«» MoDomaobo» m
den Scbluas doa Werkes geriet. Kin« Ansacheiilttne und VerOffentlichuDg der nnbekaDotcn
tjuelle der Koroiüliitioii nebt>n einer ceaviMi UnlcmucliuDg ibrer übrigen ll«8taiiill«U*
und den i>lwai!;en Nutzonn fllr die Kritik der autige«ohriobenen Antoron wir» boiÄtt
wOnaotienawurt.
129. Johannes VI Kantakuzenos (Vwrti-i-i,; 6 KafTanof^r^vö^) nimmt
unter den Kaittcrn, welche die Uoschichte der byzantiniKchen Littbratur
vorzeichnet, wohl die erste Stelle ein. Durch »eine Muttur wie durch »eine
Gemahlin mit den Paläologcn nahü vorwandt, diente er dem Herrsohei^
hause als Grossdomestikoa und I'räfekt von Thrazien. Als er nach deni
Tode des Paläologen Andronikos III von der Hofpartei völlig verdrängt
zu werden drohte, licsa er sich 13-11 zum Kaiser kr5ncn. konnte sich je-
doch erst nach einem furchtbar verderblichen dynoatinchon Kriege im
Jahre 1347 der Hauptstadt bemächtigen und die Anerkennung der FalAo-
logenpartei fTlr eine vormundschaftliche Regierung erringen. Noch im
kräftigsten Alter stehend, wurde er 135.5 von dem rechtmässigen Thrcm-
folger Johanne» V Puläologo» durch einen kühnen Hfindtitreich zur Ab-
dankung gezwungen und vertauschte den Purpur mit dem MSnchsgewand.
Anfilnglich wählte er, als MAnch Joasiaph genannt, das ManganakhMUr
(ftorr^ ttüv MifYyärur) in Konstantinopcl zu seinem Aufenthalt. »pSter eia
Athoskloster ; er starb 1383 im Peloponnes und wurde neben seinen StlhiHD
in Mysithra (Mystraa) ') begraben. Während seiner unfreiwilligen Zurück-
gezogenheit widmete sich der \'ielerfftlirene und gebildete Mann viaseiH
schaftlichen Studien und litteiarischor Thätigkeit.
Sein Hauptwerk sind die 4 BQcher Geschichten {'laroQiür], in
welchen die Geschichte dea byzantinischen Reiches von 1320 — 1356 (in
einzelnen Notizen bis 1362) dargestellt ist. Die Einleitung des Werke
bildet ein Briefwechsel zwischen zwei fingierten Personen, Kilos und Christ
dulos. Von NiloH aufgefordert, seine fle^tohichte zu erzählen, versiehe
Chriatodulos ganz ähnlich wie Äkropolites, er werde sine ira et studid
schreiben und nur über Dinge berichten, die er selbst erlebt und boob
achtet habe,") Über seine Vorgänger, unter denen er vornehmlich
Gregoras versteht, fällt er ein strenges Urteil und wirft ihnen absic
liches Verschweigen der Wahrheit vor. Allein seine eigene Objektiv!
«cheitert an derselben Klippe, welche der historischen Treue seine«
Gegners im Dogma gefSlirlich wiirde. Auch er schildert Ereig
welchen er selbst eine bedeutende, zum Teil die erste Bolle spielte,
wird »ein Werk in einem noch höheren Orado als das des Uregoru
')MyBitIirn inLnkonientipioIto im luliton
JlbrhiUldGrt des byinntiniscbco He ic lies uIb
Sits ^iii^B iiriecbiBcli^n Des])"!.!!!» vine be-
deutend» Rollo und wurde tu einom Suinmel-
|ilnU von Kdelleiitpii und Gelehrten, der Hii;h
mit ilnlieniarhen t'ÜrsteuLOfmi vergleiuboD
lOSBt. S, K. GregftrovtiiB. OeBcbicIile der
Stadt Athen 2 (IRflS) 2fil> ff Zur Erklärung
d«fl grieohiechen Nsmens der Stadt (o Mvifj-
Sp'U, Mvaioiif) vgl di« trefflicbo All
von tt, N. Uatzidakis, Vit. Vr. 2 (U
&8~T7.
i( oir iS <i}(iioc ini nakf ttxtttm, "fl
ntieviiat u. 8. V. Vol. I 10 «d. Bona.
S. OMchlehtwhreiber DBd CbrmilBteB. A. Qescliiohtacliteiber. (9 129) 299
I'orteiHchrift , zu einer grossen Apolo^e seiner eigenen Wirlc^amkoit.
Durch diese einseitige Betonung »einer t'orson loidot nicht nur dio Richtig-
keit, sODdetn auch die Voilttündigkcit und übersichtUchkeit der Darb-tel-
Inng. Wir erfahren «war eine Menge hübscher Detail», und manche Er-
oigniase wie der nächtliche Marsch auf KonstantinopeJ (1328) werden sogar
labnuToU und genau gesclüldert: c» kommt abt-r nicht eu einor prag-
matiRchcn Verarbeitung dt-s ganzen Stoffes: grosse Partien bleiben in völ-
ligem Dunkel, und Über den ins Licht gestellten herrscht das ziemlich
UDVcrhüllte Bestreben, alles, was Kantakuzcnos und seine Freunde thaten,
■b gut, klug und rechtlich darzuritcllen. Um diciH< kai»crlichen Memoiren
fllr geethithtiiche Forschung verwerten zu können, ist «ine stete Ver-
gMcfaung mit anderen zeitgenössischen Berichten, vor allem mit Gregoraa
oaeriftsslich : ' ) sein Werk und das de« KaiÄor» ergänzen und berichtigon
•ich g«getut«itig, nicht bloss in der Tendenz, sondern auch »talTlich; denn
Gregora« erzählt auch die äussere Geschichte, während Eantakuzcno« sich
bst v&llig auf die inneren Streitigkeiten beschränkt. Wie sieb beide
Hlnaer im Leben schroff gegenOberstandcn, so ist auch in ihrer wissen-
■dtalUichen Itichtung ein Gegensatz bemerkbar. Selbst der später so t>e-
deatsam gewordene Streit zwischen Äristotelikern und Platonikeni ist in
Oregoras und Kuntakuzenos schon verkörpert; der eratere folgt dem Plato,
der letztere kommentiert anstotelischc Schriften. Das beste FrteU über
Kantakuzenos hat Gibbon*) au^gettprochcu: „Dlh- Ncimc und die Stellung
4es Kaiaers J. Kantakuzenos Aussen uns wohl ilos lebhaftest« Interesse
ein. Seine Memoiren Aber 41) Jahre erstrecken eich von der Erhebung
iea jflngeren Andronikos bis zu seiner eigenen Abdankung, und man be-
merkt, daas er wie Hose« und Caesar in den Szenen, die er beschreibt,
die widitigato Rolle spii'Ite. Doch suchen wir in diesom beredten Werke
Tcrgobona die Aufrichtigkeit eines Helden oder eines Büssers. Er hat
tick von den Lautem und Leidenschaften der Welt in ein friedliches
Kkiater zurückgezogen, bietet uns aber keine Beicht, sondern eine Apo-
Jogi» dee Leben>) ein«.« ehrgeizigen Staatsmannes. Anstatt die walircn Ab-
gebt«» und Oiaraktere der Personen zu entfalten, entwickelt er uns nur
di« glatte und glänzende Oberflftcho der Geschehnisse, die mit seinem und
Hiaer Freunde Lob Qberreichüch aufgeputzt ittt. Ihre Motiv« sind immer
nü, ihre Zwecke immer legitim; sie verschworen sich und rebellieren
«koe »elbrtsOchtiges Interesse; die Gewalt, welche sie üben oder ertragen,
viid lU di« spontane Wirkung der Vernunft und Tugend gefeiert.* Ganz
litMig sagt auch Parisot: .Die Details sind wahr; das Ganze aber tauscht
•der sucht zu täuschen.*
In formaler Hinsicht hat das Werk bedeutende Vorzüge; es ist
MhiitUeh in der Komposition und im Tone. Der Grund des straffen Zu-
— iWiiliBugee liegt vomehmliob darin, dass sich das Ganze um einen
loten Uittf'lpunkt gnippiert. um die Pereon des Verfassers. So handelt
'•• tnie Buch über Kantakuzcnos als Günatüng des präsumtiven Thron-
*b(R, dirS rweite über Kantakuzenos als ersten Staataminister, daa dritt«
1 Di* BmtfiaUli» aber das Verhtluia
I K. m Or^MM iel B. 4. 24 f. (rol. 8,
111-184 ed. Bonn).
*) Bist of the declinn, eUpter 68.
%
'9
SOO BfiutUniHb« LitUrahirftoBcliichte. I. FroB&ucbe LitUrator. ^^H
Qber Kantalcuzono» als Mitbewerber um den Thron, das vierte cndlicb
Qbor Kantaku7enos sIh Regenten und (Iber die Ursachen Hcint>s Falles.
In seiner Sprache verrät Kaiitakuzono!^ nicht eine aa UDifa»t>4>tidtt Belesen-
heit »-ie Ürcgoras; er »chroibt aber, vielleicht gerade deshalb, etwaa ein-
facher und verständhcher. TroU seines klas8ischvn Tones enthfilt du
Werk eines der frühesten Denkmäler der xiilgärgriecliiseheu l*ro«a; e* ut
ein Brief des Sultans an di-ii Kaiser, den Kantakuzenos wörtlich mitiöilt
(B. 4. U =t vol. 3, 94—99 od. Bonn.). I'oriBot meint, der Brief sei erst
von Kantakuzenos ins Griechische Übersetzt wordon; er ging aber sicher
in der vulgäreriechischen Form vom Sultan aus; das leigen schon die
Worte, mit denen <laa SchriftstOck angeführt wird: intunt äi xol
Autwier dem Ge«chichtawerlce verfasste der Kaiser eine ParaphH
der ersten fünf Bücher der Nikomachiachen Ethik (z. B. im Cod.
Mus., Addit. Ms. 19060) und ein« Keiho von theologischen Scbriftea
(vgl S. 105).
1. Au8ga)i«n; G«sohicht><ircrk: Zuerst lateiniscb ediert von Jac Pontanui,
Ingobt. 1603. - Dünn too einem Ungennniiten Gniece ot L&ÜDe, 3 voll,. Paris I6ti. —
Wiederholt V«nedia lT2i. — Im Uoniior Corpue ,m1 J. Scbopon, 3 vnll. Uoiui«> 1828-31
mit den Beilagen der Pariser Anagabe; il«r Text i»t geRirderl durch Kmvndalioucn tm
Niebuhj- und HeinricK Graiiert. — Wiederiiolt bei Mignc. Patt. gr. l."..! nnd J64, 1-7IÖ
mit don Schriften gegen die Muliamedniier und gegon BnrI&nni.
2. HtIfKniittcI; M. Uaiiko. D» bytant. ror aoriplor. ß. 602-628, — J. «B
Ham^ll^T. Do hyx- bist oltim. acriptor. <>x bist Oaninnica elaoidandia et corrigendit, b
dt-u Cummcnt. socii-tntis r<<g. sciont, Uottingennis, cl. bist, ot phiJ. 6 (1823— 27) iÖ8— lU
— Zur Haohlich«!! ErlAutcriing dns S. 29C liticrl« Werk von T, Florioskij und duMibta
Vert. Scbrift : Andrunlkos der JriDgore und Johannes Enntnkuzenos, Joum. 3din. 1879 Bd. SCM,
Jiili-AuguKt 8. 87-143; 219-2^1; Bd. 205 SopL-Okt. S. 1-48; 18H0 Bd. 208 Uta
und April S. 827-334. Vgl. Archiv alav. Phil. 4 (1860) 716. — Den B«ricbt dM KaaU-
kiUPnos Obtr di<> KrDnung Andronikoa 111 (1325) illustriert W. Fiachar, l^o KuMr-
krCming in Byuntion, ZeitMofar. für nUgemeine (Itaehiohte 4 (1887) 81 — 102. — Nerul»»».
'0 floaiiti-; /lornjc'i: 'lainünif, Hin 'H/Aign vom 13., 2&. Juli 1891, Nr. 867, fawnJeU llbtr
einige mit TTnivchl auf KoiHt'r .Tohannes Kiintakuii-nun EUrUckgefahrt«, in Wahrheit TOn den
eerbisclien Fnr!it«u JuhniiuvB Uruah slammendu Ri>lii]Ui(>D im Kloster; iijc .Vft»fiof^ti«ni
in MnleorB. — HauTitacbrtft: Val. Parisot, Cantacusäne, bomme d'Atat et niatoneB,
Paris 1845,
3. Ein ZeitgenoM«, Simon. Erxbiscbof von Theben, riebt*!« an JobaonM-
Jo&BApb 14 jflmbl^cbe IVimeler, iii «dclieii er die Tapferkeit des Kaiaeta und die FrOmoip
Iteit dos MOncbes prie«: sie steben l B. im Cod. Marc. 151 fnl. 208.
4. Biographie: Eine huire, in d»r Hs Obrigens om Schlusie veretainnielte Bi
^raphie ies Kaisers Jobannes KnntAkuteiioe verfosete in ni-ngriechiedivr Sprache dar 1
aeiiie Zeit und l'mgebnng rerbt neleiirl« Arit Jobannes Koninenos (geb. 1657; 17
Biatbof von Driatra; t 1719 zu Bukarest): loaiinia Comneni medici Vita Io«niiti CiuitaciiHiii
Itoinaeoram InipcrntoriH ed, Chryaiinlhu« l.opitrev, Pctrupoli 18(58. Unbor d^s IxW
ntid diu sonstigen Kcbriftcn dieses Jnbannva Knninenos, der tue dan Ivtxlen äprSatÜKg dM
Kaiierhunsua iler Koninunen gilt, vgl. die Einloitung von Laporev und di« «iocÄtOJ«
UntcrHUcbung vu» A. Pnpadopulos Kerameua JtXtior 2 (IS«— 89j 667— «78.
5. Name: Dass «ich .lobnnnus als Manch Junsuph nannte, ist siober buengtl.
im Cicscliiditswork III 307, 6 ed. Bonn., in dem oben erwäbnlen üuilichte des Simon «
in der Kinlt'itunji duH Wctkc« gegen die Juden, wo ex berichtet, früher bubu ur don Pur|ii
gpirngcn, nun aber 6vi er Mönch und heitee Joimapli, Ougugou leaim wir in dur l.'cb<
Bobrift di-esolbon Werkoa: Xfiaroifiiviiiv uoi-n/oii i.k. B. Cod. Marc. l&l). und in dem (
Getwbichlanork einleitoudDD Briefwecbsej (s. o. S- 2i)8| ist unter Obriatodulua ebenfi
der Kaiser xa veratobon. Er bat also Christoduloa uU eine Art Sehriftatellerpseudan
geführt.
130. Johannes Eananoe {'hitivvrfi ö Kavavöi) ergriff aus einem fthii
lieben Anlasse die Feder wie einst Thoodoidos von Syraku» und .lohann
Wf II
i
ft. OvMlilebtMhtriW und ChroniBlan. i. 0M«lileliUclu'ei1i«r. (g§ ]30— 131] 301
Kameniates. Im Sommer den Jaliros 1422 hatte Murad 11 beschloRaoii,
dpin Reste des lthi>mäerreicliea den Todenstons ku versetzen. Er Nammfitö
^Ktivn 50000 Krieg«!- vor der Stadt und uiilunwlmi ain 24. August rinou
Sturm auf di« Mauern; doch wurden die Türken durch die tapfer« Oegen-
w«lir des Volkes zurUdigeschlagt!» und verloren sogar ihre Belag«rungä-
naacbmen. Als bald darauf der Druder Murads mit einem Hcero vor
BnsM er«chioR, um mch de^ Throne» zu heniäclitigcit, »ah sich dur Sultan
genMigt-, dio Belagerung aufzulicben. Kannnor). der die llöUung der Stadtj
nie einat der Patriarch Sergioti der Uilfo der hl. Jungfrau zuschreibt,!
sdiildert das Ereignis in einer Schrift, die den Titel führt: 'Itoüivoi' xov
Samrov Jit^yr^i^ /r*ßi lov dr Kaitatai-itvovtiölfi yfjnvaio^ noXt\uov xatä
ti ,c%il' ftof, ut< o Uftoi'^äs rrüi na^intat %avitj /teiü Swäfttus ßa^»(it(
MM Jia^ äkiyoi- tai'ttjV tn^titn, ft fi^ >] vnt\myiog l*'i"i9 ""' ""(/iov tavii^v
ifvka^f. Kananos ist ebensowenig Historiker von Fach wie Theodosioa
nnd Kameniates; er versteht ntrht einmal die byzantinische Kun^tiitpraehü
n gebrauchen: aber gerade die NaivitJLt seiner Diktion verloilit dem
Sduiftchen RcIk. Merkwürdig ist, das» die Darstellung »ich im Verlaufe
der Erzählung immer mehr dem volksmiLssigon Idiome nähert, bis der Ver-
&p«er endlich bei der Beschreibung des flauptstiirmen sich ganz vergisst und,
von der Erregung fortgeriesou, jede KilckMiolit auf die scluiftsprachlichc Kon-
veoienz bei Seite setzL So gewinnt die Erzählung trotz de« weinerlichen
Tones und trotx der Schwerfälligkeit des Stiles eine gowisae Frische und
wird anschaulicher und verständlicher als die rauschenden Ferioden-
itrömo maucher Fachhiiitoriker von Kyzanz. Während jene durch ihre
P<d*oterie, Völker, Orte, Zeiten und BUnatigo ISegriffu mit attischen Aus-
weiten tu belegen, häufig undeutlich werden, erfahren wir aus Kananos
dw Kutlientiitchcn Namen von Truppengattungen, Waffen, Belagerungs-
•wkzeugen u. s. w.
E4. pr. Leo Allatiua, Paria IC51 (mit Joel iind Q. AkropoliUs). — tm Bonuur
C«t|as «1. I. Bekker, Bonuoe 18^ (mit 0. P)iranti«s und J. ÄuitgTioBtes). — Wiuiiurholt
kb Migae. PkU. gr. tS6. 61-81.
131, Johoimee Ana^ostes {luitirfiji 6 '.it'apiattTi.i) ans Thessa-
Woik« beschrieb auf Ersuchen einer hohen Persönlichkeit die Eroberung
MÜer Vatenttadt durch die Türken im Jahre 14:)ü: JiiyfTpt^ ntqt <^s
naiiant aiir^aarta rt*^i lat'tt,^, rff tniiitiiif. Chronologi.sch steht Ana-
gaoitM dem Kananos nahe, der kurz zuvor einen verwandten Oogenstand
SMchildert Iiatt«. Doch sind beide in der Behandlung ihres Stoffes ziem-
tW Tefwhieden. WBhrcnd Kananos in volkstümlicher und naiver Weise
•Ma Eindrücke wiedergibt, strebt Anagnostes sichtlich nach kunstgemässer
Qnippiening und reinlicher Gräzität. Seine Erzählung ist im ganzen sscli-
'6A nd glaubwürdig: abgesehen von der Einleitung, wo er in einen
»•iaerlichen Predigertwn vorRült, hält er sich von Übertreibung und De-
Utmation ferne. Die üblichen Zitate aus Homer und der hl. Schrift hat
■r mit den Facbhistorikem, denen er nacheifert, gemein.
YA. pr. Leo Allaliva, SinfUMta, Colonia« Agrippmiut l&hS. — Mit GonoNioa, Tnie-
*t >7S3. — Im Uonnvr Cotpus ed. I. Beklier. Bonns« 1838 (mit Phronlzo« und KanaoM).
- Wtfd«rii«U bei »igoe, Pktr. gr. 1&«, &89-63«.
Bfiantlnisolie Litteratnrgeeobielil«. I. Proiftisebe LittcFfttnr.
)ä2. Laonikos ChaUcondyles {jiaoviMi i XaiiatrdvXt^) stammte aad
einer vornehmen yamilie Athen«, welche um die Mitte des 15. Jalirhnnderta
durch dio dynastischen tHjhden der frSDkischcn Beherrscher verlrifln-D
nach Italien flüchtete. Laonikos verblieb in Oriochenland und hatte reich-
liche Gelegenheit, dio blutigen Kämpfe der fränkischen und griecliischeo
Herren unter eich und mit den Türken aus der Nfih« zu betrachten. Als
Gesandter an Mnrad II wurde er von demselben gefangen gehalten; das-
selbe Los erlitt er zum zwcit«nmale 1446 als Ahgesandt<-r dcB I>espot«B
von Lakonieu Konatauti» Dragasiit. Über seine weiteren Schickaale ist
nichts bekannt; dnch erlebte er noch den Fall von Konstantinopel und
Ti-apczunt (1461). Laonikos, der einzige Athener, den die byzantioischo
Litturaturgeschiclite kenut, verfasst« 10 Bücher 'latnffiiöy über die Zett
von 1298 — 14(>:i. Der fundamentale Unterschied dieses Werkes von aUen
früheren Leidtungen der byzantinischen (ieHchicIitKchreibung liegt in der
Thftt«acbe, dass hier nicht mehr Byzanz. sondern der tarkiaeho Staat
im Mittelpunkt der Erzählung steht. Laonikos schildert nicht den Todw
kämpf des griechischen Kaisertums, nicht die kleinlichen Intriguen un
die dogmatiacfaen Streitigkeiten der Byzantiner wie Gregoras und Kant;
kuzenofl, sondern ein grosses und neuea Thema, die ungehouro Muckt
entwicklung dee jungen Osnianem'eicheH , da« sich auf den Triimmor
griechi«cIior, fränkischer und »laviechor Herrschaften aufbaute. In
Einleitung gibt Laonikos eine sehr klar gefaßtste Übersicht der Welt-
geachiclite von den Assyriern bis zum IH. Jahrhundert. Die geschickt« Kr-
örterung des Überganges vom Hellenismus zum ByzantineHum, die scharfe
Tremiung der Begriffe Itönior und llliomäor und die besonnene Darlegung
der Unionsversuche machen seinem geschichtlichen Verständnis alle Kbre.
Nachdem er noch den geringen Umfang des byzantinischen Koichea ud
SchIuB.se des 13. Jahrhunderts beschrieben hat, entwickelte er seinen Plan,
die £rstttrkung des TOrkentums zu schildern: 'Ü; ow fxaata xoviar ^vti^t^
yiviai>ttt. (ig f« Ttäv 'EkXrjvai- Ttdüyfiata x«*ß ß^f^XV antöXtio ^i/ti^fui
ittö Tov^xmv, xa't u$ td ixtivtov /itytiXa ijivuo, t^ ju*Yo <><> '^
tövit tör j^povcff iövra tviaiftoriag, JTnfiri^ifofit&a /n«fiöi-tf{,
Zoov 6^ *( xö lixQiii^attQor tnvitofttVa. S. 9 ed. Bonn.
Der Stoff, welchen sich der athenische Historiker gewfthlt baty
wohl der grossartigste, aber auch der schwierigste, der in der gesamt
byzantinischen Geschichtschreibung vorkommt. Seine Vorgänger schÜderii'
Ereiguisso, die von dem grossen Mittelpunkte Konstantinopel ausgiiigoa
und stete auf ihn zurückliefen; das zentrulistische System hat ihnen ti
Aufgabe wesentlich erleichtert. Laonikos dagegen stellt eine Epoche
in welcher die byzantinischen Dinge in der Geschichte der Türken, Fraokei
Slaven und der gr^chiechen Despoten versinken. Der Schwurpunkt wr
legt sich nach dem jeweiligen Standlager der osmanischen Machthabeff
die militärischen und politischen Bewegtmgen gehen nicht melir von
alten Bosporusstadt aus, üondern eilen von stet« wechsülnden Punkten
auf Byzanz, bald auf dio übrigen noch selbständigen Gebiete von Osteurof
Dass diu Völker, welche die Neugestaltung der Dinge Übernahmen, tnmi
Idiome sprachen, musste die Schwierigkeit einer genauen Information bfr
A
8. 8«««bi«ht
und CbroaUtm. A.
■chreiber.
■eateod ertiühon. So versteht man. daea ea selWt einem Talente wie
Tbalkondyles nicht gelingen wollte, den frcmdurligon. von keinem Vor- ,
glagM* gemcbteten Stoff gleiclimteflig zu diirchdriitgen und zu ein«m deut-
lich abgerundet«» ti^ysamtbildo zueammenzufaäsen. Die atßrendo Ungluicb-
brit, mit der er die Ereignisse behandelt, hat that»ftchlich ihron Haupt-
■ grnud im Dberfluss oder im Mangel an Material; wenn or z. B. über die
wichtigen Kämpfe des Kilnigs Mathias gegen die Türken auffallend schneit
kinweggeht, dagegen die pekiponnesischcn Wirreu an dieser Stelle wie im
guuen Werke aüttfiilirlieit buhundelt, so tliut er es nur, weil er Über die
ing«legeDheiten im Xorden weniger unterrichtet ist als über die in Morea, '
i t» er mm grossen Teil selbst beobachten konnte. Ganz ungerecht wäre '
w, ihm gar seine fabelhaften Berichte Ilber die Völker von Mitteleuropa '-
1 mzuwerfen; dic»«lbc Mischung von Wahrheit und Dichtung über fremde
I TABter findet sich auch in den abendländischen Werken des 15. Jabr-
, bnndertB, CbarakteristiBcfa tür die geographischen Anschauungen seiner
ZA sind die Exkurse Über Frankreich, England und Deutschland, die er
W d«r Brwihnuug der griochisehen Versuche, \'om Abendlande Ilitfe zu
orittDgeD, einreiht Freilich leidet auch bei ihm die Deutlichkeit der ethno-
grapischen Angaben durch die in Byzanz übliche Sitte, statt der zeit-
genÖauschen Beziehungen altgriechische Namen anzuwenden. Die schwüchsto
Seite dee Loouikos iet vielleicht seine Chronologie; er bedarf hier gor
mlu der Kontrolle durch Dukas, Phrantzea und andere zeitgenDssische
QaiOeD.
In seiner Darsioilung hat Chalkondyles noch viel gründlicher als
•MM nftchsten Vorgänger mit der byzantinischen Tradition gebrochen; er
wmmt «ob ganz bewu&st und ernsthaft den Herodot nnd Thukydides
toiii lloster. Ähnlich wie Thukydides beginnt er mit der Vorstellung
seuer Pereou: j^aotiKip 'Aiti^vttiif tüv xutu xöv ßiov ch i^ i^t'ar i« xai
ÜMot^r ätfifftitw #V i(Tfo(i/ar l^vyytyQaTftai tädt. Seine Versuche, um
jedno Preis im Stile Heiner alten Vorbilder zu schildern, machen seine
8|mche undurchaichtig und schwcrHÜlig ; or ringt mühsam nach dem Aus-
■bocke und kann das richtige Wort nicht immer linden. Von Barbariamen
lad Dunkelheiten ist er frei, daftlr aber leidet er wie alte, die ein kOnst-
Ueli angelernUfS Idiom verwenden, an Dürftigkeit und Monotonie; die
Varbindung der Sätze beruht auf einförmigen Schemen, und gewisse Lieb-
I hogBvQrter kehren zum Überdruss oft wieder. Dazu verrät dieses Grie-
t^üdi einen ganz modernen Sprachgeist; viele Stellen lesen sich genau
wie (Us miaslungeno Altgricchisch, dcttscn sich manche Griechen der Qogon-
wut befleißigen; Wörter und Formen sind alt, der Gedankengang, die
VtrbtnduDg, oft auch die Phraseologie bleiben modern. Deutlicher als ja
iwor zeigt sich bei Laooikos, wie selbst ein Uriecho ^a« Altgiiochiecho
HT loaserlich erlernt und nicht mehr goiütig zu beloben weiss. Bei alle-
4mi uigt sich in «einem aufrichtigen Streben, der Herodot des lö. Jahr-
bsoderto zu werden, der Morgenstrahl des anbrochendou neuen Tages.
Durch seinen Bruder Demetrios, der die erste Ausgabe der llias besorgte
Bad die fllr das Studium des Griechischen im Abendlande wichtigen 'f^w-
tfjttna abfasst«, ist der Name Chalkoudyleti für immer mit den Anlangen
304
Byzantinische LitterattirgeBcfaiclit«. 1. ProBUMhe Litterktor.
des Humanismus verknüpft. Dium aber auch Laontkon, obschon
durch seinen Lebensgang und seine litterariscbe Thätigkeit den Wir
fies Orients näher stand als den Gelehrtenkreisen Italiens, die It^gung
neue» Ooistes verspürte, boweist die Form seiner I)ar8t«llung, süin«
gemoiuo politische und kulturelle Anschauung und inanchu einzelne Äu
rung. Seine Rechtfortigung doa Gebrauches der altgriechischen Sprach
die über den ganzen Erdkreis vurbreitot sei,') bezieht sich offenbar
den Ueginn der griechischen Studien im Äbendlande. Die daran guknüpf
Bemerkung, das» der Huhm des Griecbittchen noch grOesor aoiu wo
wenn einmal ein grivchii^chor KOnig und ««ine SprOssUnge übe^
ein griechisches Reich herrschen werden, klingt wie eine Prophe-
zeiung der in unserem Jahrhundert errungenen Wiedergeburt des hcU*-
nischen Volke«: xai xJ.iog fiiv uvif^ («c. f j 'EXXt-rmij fiortj) n^ya tö aof
avri'xa, /«(^oi- rf» xal f'cavifig, oitöii rfij ävti ^aaiXtiav ai ynt'Xrjr 'Eliifl
ye ttvtös ßa<Jii.fi% xai ^f airtov foöfitrot ßactXfti ot di] xal oi %mr *E)JiJ^y
ftatjff {iiA^F^u/jJi'ot xatä a^v aviüv litifia m; r^Justa ftr^v cy(«
ui'tmq, roig <St aiioig mg x^attata noXiifvoirto. Der folgende I'anegyrili
auf die Hellenen^) Hunt sich wie ciue Stelle aus einem italieuisctien
französischen Ilumanisten. Wie der Stoff, den Laouikos darstellt,
Teil schon Qber den tragischen Schluasakt der byzantinischen tiescbicll
hinausfällt, so hlickt auch seine AuTfassung des Hollenismus in datt Zeit
alter der durch griuchiüchc Flüchtlinge auf italiiichoiu Boden vorb
reiteten Wiedergehurt des klassischen Altertuma.
1. Äuegabon: EJ. pr. Graeca »t Latine Juli, Balth. Banml
Beiaelberg), Oeof 1015. — EJ. A. FabruluB. Paris 1050. — Wie
— Im Bonner Corpus reco^n. I. Bvkker, Üonn 1848. — Wied«ihoIt b«t llign«,'!
gr. 159, mit meliroron Er^huEungsscbtiften.
2. CeborectKungen: Lateinisch: Vor der VeraffentlichuDg des griecli. T*
von Conr. Clanserus. Basel 135C, mit Theodoros Gaies ,De ongiae Turuwuio', Lmd
dus Chiua ,De cantivitate Cpolis' n, s. — Dann Qfter mil Znnsras, Niketas Akomioi
und Nikeplioros dregoras su Corpus univorsa« hiBtoriae prscsortim Byiaiitinafi, B*sel li
Paiis 1567. yrnnkfurt n. M. l^TB, — Franzasisch: Von Üluist< do Vig«n6r«. Pa
1577 luod Öfter). — Wiederholt mit anderen ätUcken, welclie die tDrkisdi« Qt» '
forlmUen, von Arlus Tliomna, 2 voll, Paris 1020: dem praclitvnllMi Work« sind
historiacli ttuaaetst wichtige lllii^lralionen beige):ebea. welche di« durch TrnJitMII
Vomelirirt ^eouu geregelte Tracht dor NntionnlitlUen. Kluesen und StAnde doa TBritwni
verunHciliBuliohea, — Ohne die lllustrutionon wiederholt von K. E. du Hoi«r>T, 2
Koueu 1660.
3. Hilfaniitteh J. von Hummer' 9 tu § r^9 silierte Schrif), in der ndilAcbl I
lieferte F.igcnnniuen bt-i Laonikoe, Dukas. Anngnosles u, a. verbcatmrt werdon. — L.
Tafel, In Laonici Cbulcoeondylne Alhon. hi»t. Tur«. nieletuniala crittca, MonaAliü 18
lib'eBtachrift «ur Thicrauhfeieri. Kviithve Mntsriul zur Textkritik llndut »ich im NacUl
Tkfala. — F. GroKoroviuH. Üeachiubt« der Stadt Athen im Mittelalter. Statt^Mt 18
II 816 ff. — Sp. Meraitis, Sur un pasaniie de Chslcondyle relatif aux Anglais, Bf'
des «I. gr. 1 im») »4—08 liu Clialk. S il'i. 12 IT ed. Bonn.). ~ ZarKt^taanm nndl
trolle des Clialkuodylva wie iiui-b anderer bj'iaiitioischor Qoellea des 14. an« 1I>.
hunderts INikephoros Oregora«i, Johannes Knntakuzenos. Dukas, Phranlaes) dieot die
Jonn Bngdnn entdeckt« und im A(ch. sUv Philol. IS 1 1^90) 526 (f. heraiisjtv^eb
bulgoriaohn Cliinnik. VkI. Cent. Jireiek, Zur Würdigung der neuentdeckteo bu]|tansd
Chronik. Arch. »lav. Diil. U (1891| S55 IT. Dazu Joan Bogdan, VeohUe crooie« Mal
veneaui pnna In Urrrhin. Bukaresl IS91. — Einiges lur Erklärung und B«iDrt«ilang dcrl
KAhlung des Chnlkondylen Innirie des Dukas und P)irnnttee1 Ober die KosoTosohlseht
(1389) findet mau in dar Bespicchnng des auf dieaee Ereignis beillglicheii eerbiscbMi Ü»
>) & 4, 1$ ff. ed. Boaa.
>J S. 5, 3 C ed. Boou.
S. 0«Mhiehtaehr«lbor bb4 Chrosisteii. A. Qwchiobtc«br«ib«r. (% 133j 305
bw Asnua Sofrr«na«D, Bcitnu nir ti«oliiobt<) der KnlwicklanK dor Mrbisdion
Uesdi^tu«, Ank. lUv. PhU. 16 (1^2) 235 S. — Zu Chalkondy las S. 416 f. ed. Bonn.
L B. Nisb«! Bain, Tlie sieg« of Belgrad by Muliunmed II, Jnlv 1—23, 14&6, Tbe
(lU Uialor. Ravmw 7 (1692) 330-2^2.
4. Nana: Dia Paiiaor llan<]»cbriftea bsbea Mwobl im Tito] hIh im T<ixl4> dio Form
tM»'rJvU,t, M daaa man nn ein« Ablcitni^ von riirif^a (KvriB. I^ar.liter) denken
iMrta. lia eod. Homc. 150 «ocbatU dia Scbraibung iwiavhco XaixörivXoi und XaXxö-
llat. DMBatrm RaaDl «ick in sainaB Scbrifton gawßbniiuh Xaktnrdvltn. oinnml ia eiacm
livfp XmXinrJvlat. I>i« nriiprflngUcho Farm ist wohl Xaljcoxoi-^i'Ai;; (der Mmid mit dem
WiMD ltriA«l}i danu* <ruid« dutch eine achr RcwOhDlicbe VerknnuDjc (k, It, rtiirfaror
» nnmtfiiKtr, Uift^xf"^ ■*>* i*T^'4p''J'/<«( |Uci«l<TbaDa, GramiD. d. alt. Insclirirten *
.K|, avTsaifo^i; ana acrarnatpo^i;) Xnijiorrft'iiK und IiiwaDS lautgaaatiliuli XBpKnyJvltje.
X. t,aK'"od> Uibliograpbi« bcllteiane 1 (16ä&) Introd. S. 94, — Wie die volle Farm
■laara* Jpli;< »drr XfrÜHKOKiTrli^ wobl Dur auf gvlahrtor ZurocihtmacliUDg von XoJjcorih'iiK
MdA, ao int Tielleicbt auch drr Voruuine LaonikoH nichta nla oino uitiqnarjaobo Aondo-
Wg da« gletcbbedeDtvodeu TuiifnuluMiS Nikotaoa.
5l EiiM) All l)io|{rapbi« d«« Laouikva uod I>einotrioa Obalkondylag acbrieb d«T
Jiiadöacbe Arzt Aelouiua Kaloajmas tu Toledo in dor twciCm lUllte dea Ht. Jalir-
ndaite. Ed. K. tioyl, Cbroniqtiea (iTdco-ltoinui«« S. 248 ff. rober dipNun Kalonynaa
gl. E. Hiller, Catalogae daa iubb gr«oa de Ia bibliothbqiia do rKicnrinl , Paria 1^48
. XXII, und Üb. Öranx, Easai aar loa originaa du fonda greoa d« Tl'.^curiBl, Paria ISäO
= BOL de l'^cole dea lUaU« fAuitn iC. faac.) S 342 f.
IUii]it»cbn(t Dbw D«molrioB Cbalkondylea (gab, 14S4, geat. 1511): K. Lesrand.
Uk^r. baU. I \ltsSH Introd, 94-101. — Acht Uri«fe d<>a Demetrioa CbnltcendyleH an
pumtm Loraaii ad. U. Noirot, Miilanges d'arDh^olngi« et d'bialoir« da l'Aoole fran^iae
• bao 7 (1?!}T) 473—500. — Seine llins erschien Ploreni USS. sein« Y:0ur>Tuu(«i Mai*
tum,
1S3. Dukaa ('/ot'xot) veHaDst« ein Geschicht-swcrk Ulicr die Zeit
_j 1341 — 1462. Der Autor de« ohne Titel in uinur einzigen Hand-
chrifl (ood. Paris.) Dborliofcrten Workc» gibt siuli im Verlaufe der Er-
lUuni;') aU einen Enkel jenes mit der KaiBerTaratlie Dukaa verwandten
licbKcl Uuka» zu erkennen, der in dem verhängni.svollen Streite zwischen
lohmnefl Vi Kitnuku2«uü8 und Johannes V Pulftologos cinu Kollc epicito.
Mb Vomanie wie auch Ort und Zoil »einur Geburt bloibcn unii unbekannt;
laJbx erfahren wir aus »einem Werke sonstige biographische Details. Er
wir ia i'hokSa ans&isig, diente dem dortigen gennodschen PodüHtii als
älkntir und war später Zeuge dor Vorbiirc-itungen, welche diu Türken
n Didjrmotoichon zur Eruboning KonslanÜnopels trafen. Xach dem Falle
iet äüdt wurde er von den Gateitirzis, den Beherrschern von L&tbos,
ab Oeaatidler verwendet, verhandelte mit dem Sultan wngcn seiner An-
iprtobfl auf ^««boii und brachte ihm 1455 und 145t> den Tribut nai-h Adria-
voyd, Aas seinem fruundsc-huftltclion Verhiütjiisso zu den Genuesen erkl&i-t
■ch auch, diuts er sich als eifrigen Anhänger der Union bekeimt.
Dem G em: h ich tä werke dct* L>uka.s geht wie dem des Ohulkondyles eine
«altgeechichtliche Übersicht voraus, dio hier, dem populären Charakter
!• ganzen Werkes entuprocliend, in der aus dun Chroniken Übernommenen
Vons äatir gene^ogiachen Übersicht von Adam bis auf die Pulilologea
fl|abra wird. Schon im xweiten Kapitel kommt er zu seinem eij;entlichtin
TÜmM, indem er die Ausbreitung der Ttlrkenliurr»chart bis zum Untergänge
B>j>rtdii (1402) darlegt. Erst dann wendet er sich zur byzautini.ichon
ft—Hrffhtft Bvlbst und beginnt hier mit der ErzAhhing der Aspirationen
^ Jobannes Kantakuzeuos. Man kann demnach das Jahr 134 1 aU den
c
> 8. », » «d. Bona.
4ar UaM, AlMIwamMfaMbrfi U. I. IVOg- >■ *«*■ ^
306
ByzantJaücliB LitUrfttargOBehiolit«. I. Pi««ftüche Litt«ratar.
eigentlichen Anfangspunkt dos Werkes hoiieiclinen ; doch behandelt Dul
die zuiißeiist folgenden Ereignisse noch ziemlich sumniiu'isch ; zu grSa
Äuiiftilirliclikoit gelangt er erst mit dem It«gterungäantntt« B^ceids (If
Von den by>iantiiii»chen Kaisern werden aUo nur die drei letzten Pull
logen Manuel, Johanno» und Konstantin (1391— HM) eingehender
hnndelt. Mit der Eroberung von Iiesubos durch Mohamed 11 im Jahre H
Hchlieeat Dukas. Das Werk bildet mithin ein Fortsetzung des dreger
und Kantakuzenos, eine Ergänzung des Chalkondylos, Pliruntzos und
bulos. Dukas. der einen grossen Teil der erzählt«n Ereignisse selbst
obachten konnte, hat nicht vers&iiml, auch von Augen- und Ohrenzetij
sichere Erkundigungen ciiuniziehen; sogar von Türken Iii'«i8 er sieh maach^
berichten. Wem er fiir die ältere Geschichte folgt, muss noch untersue
werden. Seine Wahrheitsliebe ist zweifellos und an Oenauigkeit steht
hoch Über Chalkondylcs.') Dazu erzählt Dukos mit lebhafter Aoschi
und dramatiseher Bewegung. Er weiss nicliU von rh«torischcD Flodu
und mühsam abgerundeten Perioden, fesselt aber durch die einfache, wo
auch etwa.'i unbeholfene Beredsamkeit des Herzens. Man lese x. U. sein
Schilderung des Verheerungszuges der Mongolen unter Timur Lenk: ,Ii*-
dom sie von Stadt zu Stadt zogen, machten sie da« verlassene Land «o
einsam, dass weder das Bellen eines Hunde« mehr gehört wurde, nod
der Ruf eines zahmen Vogels noch das Winseln eines Kindes; sondern
wie der Fischer sein Netz aus der Tiefe ans Land zieht und alles,
ihm outgogenkommt, mitschleppt, seien os nun grosse Fisch« oder kicä
oder selbst elende Fischlein und Krabben, so verwüsteten )ene
Asien u. s. w.' S. 77 ed. Bonn. Ein wichtiges und ergreifendes Ilokui]
ist auch seine Beschreibung der Eroberung von Konstantinopel S. 262 — 31
Hai'to Vorwilrfu schleudert Dokus gegen diu unvorsöhnliolu-u Feinde
Union, die selbst in der höchsten Gefahr nichts von abendländischer '.
wissen wollten und sich an den Satz anklammerten, es sei besser in
Hände der Türken als der Franken zu fallen Ixfithtor 4uit*9*tv *ii x'^t
reif Tai'pxbtr i"< ittitnyxotr. S. 201, 'A). Trotzdem ist er streng orthodox «l
gerät nirgends in so tiefe Erregung, als wenn er von der Verunglimpfu
spricht, welche die TUrken den heiligen Bildern und GefUsseu zufQ{
Die Frische der Erzählung wird durch die häufige Eiufleehtung eige
Erlebnisse und persönlicher Zöge erhöht.
In seiner sprachlichen Form steht Dukos in einem scharfen Oeg
satze zu Clmlkondyles: unbekümmert um die horrschendo KonvenivB
macht er den Vorsuch, auf Orundltige des gesprochenen Idioms eine Schritl
Sprache zu bilden; seine Diktion ist temperiertes Volksgriechiscl
wie es auch im diplomatischen Verkehr jener Zeit häutig angewendet
Diesem glücklichen Grifl'e ist es vornohmlich zu danken, dass die ErzilJ
lung des Dukas bedeutend wahrer und anschaulicher wirkt abt die d(
Chalkondylcs. Dadurch dass er die Dinge stets beim rechten Namen
nennen wagt, wird er auch weit verständlicher als jener. Wer an
') Vgl. Berger d« Xivroy, MtSmoirf»
snr la vie et les ouvragca de l'oraptrrour
Uanucl Paliohgae, Mämvire» d« linatitut
d« FnnM, M»d4mie dos inscriptiona «t I
lettr« 19 (1853) 31.
«UohUclirei1i«r und cE^w^lmi. A. 6e»chi oh tacb reiber.
che Loktllrc gewöhnt ist, wird diese von türkischen, italienischen und
K-rtn Fremdwörtern wimmplnde Sprach« altt-rdinps rocht ungeKogea
den; eie ist ab<>r vom Stjiiidpunkte ihror Zeit zu beurteilen, von der «o
I treoeH Spiegelbild gewährt. In solchen Werken liegen die deutlichen
Sne einer lebe »«ftih igen neugriethiBchen Schriftsprachti. deryn Entwicklung
fler durch den politischen Untergang des Volkes auf allnu lange Zeit
geschnitten wurde. I. Bekker freilich erblickte in Dukni« nur ,barba-
m perditornm ieinporum testem', den «r getrost .sordibus suis'
crtaweg zn kOnnon glaubt«.
1. Aus);abeti: Kd. nr. Ism. ßullialJue, Pari§ 1049 mit latHJa. üebersotiun^ imd
■mmtiir. — Wi*d«ihoH Vravdig 1T28. — Im Bonner Corpus rec. I. J)ekk(-r. Bonn
U. Hier i*t noek eine dea lOckenhafU Origioal mi^lirrnch eijtftiinen'lo itnli«niaclie
heracliting btigogobra, lUe von einnm vooptiaDJsction (ioist.liciivn wolil Uld nach der
tkflthng d«a Origiüt* abgefasat uurdD. WindorliDtt lini Mif;»«'- I'ntr. ;!r. 167. 789
1I6S (ebiic di« ttal. UeborBctxnng). — Kmi-ndafioniin von A. Mulincli, CDnioctsiieonim
aalinaruin lilito duo, Uoroliuj l^ö2 8. 3 IT.
2. Nacli Dakai) edierten UullialduH unJ Belckn dno ganx magern Chronik, welcbe
n%lr^riecUMb«r Spracbu labulL-nurtig die Krui):ni9Bo von lObS-lhZS nulinhlt. Dna
skwerit minie effinbar kun uuoh Ib'iS vun einem unter vunuuunivclicr Hcirtttiinft
H4eB Gn«cbfD aliupruvit (^meuduliuuuti vun Mulliich u. a. 0. S. & ff.
184. Oeorgios Phrantzes (rn-i^yiu; ö ip^att^i-i] wurde Uül in Kon-
aÜDopel geboren. Machdum er 1417 wine Kitern durch die Pest ver-
U hutt«, wurde er Sekretär Kaiser Manuels II und diente fortan der
iierlichen t'amihe zu Hanse, im t'clde und im diplomati.'^chen Verkehr,
rettete den Sohn MahuuU, Konstantin, bei Patra» 1420 aus den Händen
r Feinde und ward statt seiner gefangen. Für seine Dienste wurde er
32 zum Prntoveittiarios, l't4ß zum Präfekten von Sparta, spiiter zum
Mslogothoten erhoben. Bei der Eroberung von Koni^tantiuope) goriot er
i »einer Familie in türkische öefaugenschaft. N«ch Wiedererlangung der
«Adt llQchtete er zum Despoten Thonia» Paläulogos nach dem Pelo-
BOM und. als sich die TUrken auch hier festgesetzt hatten, nach Italien,
t *T Venedig und Korn besuchte. Nach einem vielhewegten, an Thateu
id trsurigim Schicksalen übt-rreichon Leben zog er sich aU Mi)neh
lUr d«m Kamen Gregorios in ein Kloster auf Korfu zurück. liier
■baste er auf Anregung einiger vornehmen Korfioten sein X^orixäv,
H er im Jahre 1477 vollendete; das Werk umfasst die Zeit von
r-1476.
In der Vorrede apricbt auch Phrantzea nach der herkUmmtiehcn
Itta vom Nutxeu der HLttoriographie und gibt die jetKt ganz stereotyp
)mrd«De Versichermig, Geschichte müsse aiuc ira et studio geschrieben
Nritn:') sie müsse für alle Ewiglceit eine Icboudigo Stimme, ein ver-
nhnlicber Herold der Vergangenheit bleiben. So wolle auch er die Go-
lehiclibt der PalSologen darstellen. Nach einigen Vorbemerkungen über
Ik Fu&ilie d(.-8 Michael Puluologot; beaclireibt er dessen Flucht von Xikäa
tun Urkiflchen Sultan nach Ikonion (1258), iioino Krönung, die abenteuer-
Uw Hl^lvreroberung Konstantinopels und gelangt im ersten Buche in
H rfri«kirte eid, der Qeacbiclile dtOM« la<i*
(«incbon Satiea in der griuchiHchcn HiRtorie-
graphio otwai naohtuguheu.
»•
3od
ßyxantisiaolia titUxctati-Mcliicht«. I. ProMLUoh» tlUarator.
ziemlich knapper Überseht bis zum Tode Manuels H (W2S). Erst vtM
hior an wird die Darstielluiit; iiuüMirlicbtir. Das zweite Buch behiuidelr
die Regierung Jobanne« VIII Paläologon ( 1425 — 1448), dua dritte di« d«i
letzten Palftologen. Konstantin IX (1448—1453) und den Fall des Buidiw,
dos viorte endlich dio Känipfo der palüologisohen Ocispoten im Peloponnefl,
die Eroberung desselben durch diu Türken nebst einigen weiteren Be-
gebenheiten, die er bis zum Jahre 1476 verzeichnet. Die HuuptbcdouUui^'
(lo8 Werkes liegt in «Jen drei letzten Büchern. An den Erei^isf^n, die
Iiicr gesthildort werden, hat I'brantzcs selbst als Htaatsbeamter und Diplomat
Anteil genommen, und er vorHtehl scino Beobachtungen wahrbeitt^gt^treu,
mit Sachkenntnis und Anschaulichkeit wiederzugeben. Dur bitter« l'nniut,
mit dem er seine Feder gegen die TUrkou flihrt, ist bei einem Manne,
der selbst mit seiner Familie und seinem ganzen Volke so viel von ihaen
erduldete, wöhl zu crkirircu. Vollen Beifall verdient seine scharfe Po-
lemik gegen die Lateiner, welch« dio Aber Byz&nz horeingebrochvD«
Katastrophe als eine wohlverdiente Strafe für diu griechische Ketzerei
auffa8St«n: dio poütütchen fieschicke, bemerkt Phrantzes, haben nicht«
thun mit der Kechtgläubigkcit ; auch die Osmanenherrschnft werde
ihr Ende nehmun. Darau »chlie8»t er eine langwierige Deutung alter
pbezeiungen über die Dauer des Türkenroiches und eine Widerlegung
Lehre Mohamods.
In seiner Darstellung gehört Phrantzes zu den üebenswllr
Erscheinungen der Patäologenzeit: er steht auf oiuer Mittelstufe zi
Ohalkondylcs und Dukas. Ebensoweit entfernt von dem künaf
ArchnismuH de» orstcron wie von dem vulgären Niveau des let
schreibt er einfach und fliessend und macht im WorUchatze wie in
zelnen Formen und im Satzbau der Volkesprache manche EonMwie
ohne den Oberliefuningon der byzantinischen KunstgrSzitftt vol
untreu zu werden.
1. Ansgnben: Zuerel «in Ausiug in lateiniocbur U«iberat>tjiuiije von Ja«. Pi
tanna. im Anhang seiner ÄuHigabo d»« Theuiih^liLkUni Simolcatlee, In^uliiUiIt IGOi. '
%yiMurhult Venedig li33 mit Ooueuos u. &. — Ld. pr. dMgriechtscli«n Testes: XfW
Mir Fnvpyiov 4'^orl£^ lotT ni>uitajitatiitgioii yi'f npiütoy ixdoStr fnt/itÄli^ 4
Kmi.'Aittf (Altorl. l'-r fliirrg ttje Avaifine 1796. Die im MtsAmsIen Pidj^ingnMU
abitefabato Vorrede berichtet über dl« Wt^rk uni) die Iliiud«chri(li>n des rhrantws und Ol
das Lebun dos l'ontunUB; der Test beruht ituf cod. Monnc. gr. 123S. Boisogsbeii bIdJ cid
fittifilivli vurwiuidle äl.Ucke, wio jnn« 'fdra^t'« nahtixij KairoiartH'ttntaUut llHiil^lbt
»elohe einat Uorlin Cnisiua von 'I'hnod. Zygomnliui crholtoti und in Kciaei' T^rc
verQITentticht hntte. iIaxu der lloglcitbrinf do« Zysomulan. ein durch dio vulgare
und AulfaiMung merkwUrdigur ttiTiolit Qbcr eine (jntencdunt; den I'atriaichHi Gi
mit dem SuIIjui u. b. ~ lui Bonner Corpus od. I. Uokkcr. ISonna« 1S88, iMcb
bemeren PHrisinus (suppl. gr. 80). — Wicdorhott bei Miguo. Pntr. gr. IM. .5ÄI — lOW.^
Einen kllrxernu vul^ir(;riechi«elieu Test d» Chronik, wolchtr jt^och aar di«
von l'ICi'J-UTG uinfuB«!. ediert« aus einem Vuticanus Joh. FruDx bei A. H«i,
auct. 8 (Komse 1837) ÜSl ff. — Daruoch wiederhol! hei Migu« a. a. 0. ~ G. Dotai
(in der nnlnn angefDJirt«n Rcbrift) Terliitt mit gut^n Grllndeii die schon ftlUi«r ron
acheu (iclchrtiin «usgesiirocbeno Ansicht, daiut auch diese kirne Gironik von 1*111
Mlbst henilanime und als ein« Art von Drouillon tu bolmchteo sei, dua er ofiltcr I
weitar« Kreiae «orgfHttigcr ausarbeitete.
2, Hilfxmittel: Vgl. K ToRodin. Übersicht der Quellen ntr ßeacJiicliU dw
lagernoK von Byzunz durch die TUrken, Joum. Min. 1889 August. - Zur Krl&ut«r«D< <
NachricEiteu dea PlirfeuUva über Thomas Palneolngns dient die Uolenuchung von Pivrfil
U mariage d'uD IW M Vntiotn, Revue de« n^iiMt. Iiiat. 43 (IS8Tj 3SS— 89«; 4S ll"
S. 0«Mbiebtacbrelber nnd ChraniBtan. A. GwohlehUchralber. Q ISS} 3t
Bi— 58^ — 0- D««lnni*. BemMlimiscn tat T*}ctvMb(>M<>ning buider Oironi1c#n dos
HnntiM. Journ. Min. l»<»t Bil L'UI Jumorlicrt. Abteil f. klaas. Pliilul. S. 1-11. - In
■•liKnti Hb iIcb Phrnnt»« stt-lit ein vain '.'. Augual 1465 datiorlM- Brief Aeh KivrdinnU
Bmmwwo an den Eniober d«r Kindur dM Tbomsit PftlBMlogoa. Vgl. E. htffAni, Käo/io(,
tmftai' tt 7^'*«l«r dsaa U leltr« du Bomarion au goaiRrnniir de» onfanU il« Thomita
PaCtoloicii«, R«Tue •h* it. gr. :> (1@»2J 108—11^ (mit ninn Kmcndnlian m ritranUi^a).
S. L'cbcrtipfcrung; C. Anj^eliiii. Di un codipfi fimco conti^npiite la erounoa bi-
mtiaa di iJioigio Vma-t. itibliofil« di Uologiiu 3 It^fsSi Do^t. K. l><fi f. «mir iinitiigAnglleli).
— Clor. Mcicati, AIcunv nMe aiil cionico dol tVunza. Atti dolk lt. A<!CadMnia d»lle
WWBH di Torino vol. 3ü. Sitiun^ vom 7. April I8ar) (Qbor den Cod. Ambrosinnns P 123)
- l'abeDiKit »ind auch noch die Codd. TauriDanaia IÜ3. Ü. IV. S2, Alhenieosia 1803
( I». rnid BarUiaaaa 'oiSb a. 17.
4. Leb«ii: 6. Deatnnia, Vonach «^iner Biugra|)bi« de« Oeoreioa Pliranlzoa, Joiirn.
tDa. IMS Bd 2S1 Jnniboft a 4ST -4ßT (handelt a'icb aber di« beiden Redaktianen nnd
OardiaSrilikundKiklAningde« W^rkrst. — V|;], Fabrietaa, Bibl. er. «d. Uail. ^ 74 ff.;
n.ms. uiid K, N. Sathna, XiotU. ^^XoXayi« S. M-&8.
136. KritohuloB {S^roßovXoc) ans Imbroe, ein vornohmtT Grieche,
■ieli. wfthrsolieiiilich vor 1470. eine Gescliiihto des Sultans Mnhft-
mti n. die von H51 — 1467 reicht und in manchen Punkten 7iir Krgänziing
ia Bericht« des Chalkondyles, Dukas und Phrantzes dienlich L^t, Der bo-
rthrtrn Anziehungskraft der maje»tfttisch einfachen Anfangsworte de6
Tfa'ikydidcfi, deren Mis^hrnuch schon Lukian an einem köstlichen BeiBpiele
|egeiaaelt hat.') konnte auch Kritobulo» wie »ein ZoitgenoH»c Chalkondyles
xiÄt widerstehen. Es mutet seltsam an, wenn man einen Autor, der
Ab QMchicbto eine» TUrkensnltans zu erzählen hat, im Tone des periklei-
■Aeo Zeitaltt'rs reden hört: S^trößovXog, ö vtjnuäfijSy «n rt^ta t£v 'tft-
fUjäJut Mai äufittiaitt ^9* ij,uür }-</orora fithtti ävr^itovoia u. 8. w. Den
Simivn des attischen Histi^rikers folgt KritobuloH auch in der chronologiachen
Aaurdnung de» St'iffi.r» nach den vier Jahreszeiten und iit der Htili.ttii«chen
ianchmQckung der Erzählung; zwei gnwso Hoden, die or den Mobamed
Yor den versammelten Feldherrn und Satrapen thun lässt, gleiclion Centonen
ntbi Tbukydides. Allein trotz aller MClhe erhascht Kritobulos auch nicht
viBrn Schatten von der gedanken»tchweren Straffheit und FUlle de^ grossen
Vorbildea; Mino Dtrstellung leidet an breiter Ge^chwlitzigkeit und bewegt
■ich in einem ersichtlich engen Gehege angelernter Ausdrücke. Was den
CritohuIoM nlHtr von dem anderen Thiikydide.tverebrer seiner Zeit, Clial-
tumtylc«, und auch von den Übrigen KrzRhlom der /.crmaimnng des ost-
rCmiMhen 3taat«8 und der griechischen Nation unterucheidet^ i.st seine
fltifliing dem Sieger gegentlber. Während Chalkondylus , Dukai« und
lUm TOxr Zeit , aU sie ihre Werke abfassten , ausscrlialb dos
licbm der TUrken lebten und daher auf ihre Empfindlichkeit
ROckidcht zu nehmen braucht«n, eröffnet Kritobulos die Reihe der
ihen. die sich mit der türkischen Oberherrschaft «useöhnten nnd in
nrao l<ago der Dinge xa schicken suchten. Duss hiebci da» freie
iwwort unterdrilckt und manclie unwürdige Schmeichelei ausgesprochen
'IKrtfaf 41 ftoi'xi^doB Ztjtnu^t «rpoc. ,KfffniQiii>( KaXjtm-iirniyof nofiariTaimeXlrtjc
t H jr-f^TT >^ «'f/tfiirtw iiftr»fifro(. rai wn'yentl-r tif lolrfiof (Oif IJintltvntoir Mai
• iff^r iift ftt'fOt *iy 11^ i*ti't(irorifnii4 , 'l'ui/iniatr u'it fioXifitilav r\ifi( äXX^Xovt, vff'
na. jfflpfHitiiiqr »'(■j'iwt- ihmMir *«( 1 irifiir<ii; tvSi'f iiiriatafifroti.' llii( dti laio-
tmü 'Attit«v B!far^*Mar . e(« yop' | piKr avyy^tfti* Ka|). 15.
310
BfuuiÜiiUahe Litteratargeaohiobte. t ProsaUclie Uttontnr.
wurde, darf man dem Kritobulo» nicht atlznschwer snrechuon; ftliiilicliv
KonBossionen trifft man bis in die mnicKto Zelt hinoin b«i türkiach«»
Utitoi-thanen, die auf die Osmanen bezQgticlie Stoffe dareustellen wagen.
Übrigens ftllilte KritohiiloB selbst das Unklare und Schwierige sseinerStoU
lung und vui'giuti« nicht, sioli bierilbor mit »oinon Luscrn gründlich nus-
xusprechen. Er bittat allo, woltho jt'tzt oder später sein Werk beachten
sollten, ihm nicht Dummheit oder Schh?t'htif;keit vnrxuwerfen nnd ihn
nicht XII tadfhi, dass er die llnglUckitrAlle und Drangsale dor Nation offen
an dun Priiiiger gotitcllt habe, während man äi« doch nach Kräften hitl«
verbergen müssen. Denn erstens habe er den Plan zu seinem Wette
nicht gc-fasst, um das griechische Volk zu tadeln; er sei nicht so empfis-
dungido», um su all dorn gegenwärtigen Unheil noch bittere Anklagm u
tilgen; zweiten» wiüsu or «ehr wohl, das» solche Wech»idfiiIIo di« Glficks
in der Natur der monschliehun Dinge liegen und allen Völkorn wider-
fahren seien; wenn auch einzelne griechische Herrscher schwere Fdilv
begangen hnhen, so sei dafür nicht die Nation verantwortlich. Wie «ast
der llebrilei- Joseph die Eroberung .kirusalcmä durch die liömur objolctiv
erzählt habe, so wolle auch er pflicht- und wahrheitsgetreu acliUdeni
In der Thnt ist sein Bericht wohl frei von absichtlicher Entstellung der
Wahrheit; dagegen lassen die Wiedergabe von Orts- und Personennanua
und diu chronologische (Genauigkeit üii wünschen Uhrig. Einen Teil der
Schuld tragen, wie es scheint, dio GewiUirsuiännor dos Kritobulos; manch«
In'tum entstand auch durch die hier auf die Spitze getriebene byzantinisch«
l'edantorio. mittelalterliche Namen von Orten und Völkern um jeden Preis
durch antike zu orsotien.
So besitzen wii' fßr die letzte Paläologenzeit und die endgültig« Ytsr-
nichtung der byzantinischen Herrschaft vier Oeschichtsclireiber. di«
üich gegenseitig im weitesten Umfange ergänzen nnd berichtigen. Iltro
Abweichungen erklären sich toibi aus der Verschiedenheit ihrer Zw«ie
und Mittel, teils aus dem verschiedenen Standpunkte, von welcbom au
sie die Ereigni§se beobachteten. Der Athener ('halkondyleo gehOrt den
Kreise der peloponnesischcn Despoten an und betont daher vomehmlieh
die inneren und äus»iercn Konflikte im Süden der Balkanhalbinsel; Uukas,
diplomatisch er Agent genuesischer Herrscher und daher Freund der ünioik
betrachtet die politischen Vorgänge von den fränkischen Besitzungen ia
Kleinasien und Leshos ans; Phrantzes. dor kaiserliche Beamte und eifrig!
Anhänger dor autirüniischen Partei, befindet sich auf dem 8tand{iunkt0|
der früher allein möglich gewesen wäre, auf dem de-s byzantiniMbeo
Hofes und der byzantinischen Metropole. Kritobuloa endlich reprisoattOft
achon den griechischen Kaja, der sieh den völlig veränderten Zustindei
nach Kräften anpnsst und sieh, wie später die Phanarioten, rückhaltloi
deni Dienste dor neuen Machthaber widmet.
1, AasgtLbon: Eine Au8^alii>, diu <leu NameD ni^lit verdient, weil si» nienuli ■■-
5 gaben wuril«, hoanrgt« Pb. Aut. Dctliier. Monumuuta Hnng. Hiot. vot. XXI MM t
DO nuDo) 1-846. ~ FA. C. Mnildr. FHQ t, (1970) 40—161 (mit gut«n ^»raoUiAn
nnd aiiohliobcD AnmerkungGn).
2. Ueborsotxun^cn: Eine nngariseh* Uaban^tKung varfusl« K*rl -Siak^
Monuiii^ntA Hungarini' Uiitorica, Scriptnres, vol. XXII, BiidnjiRBt ISTä.
QMdUcbtootantber.
tlilfsmiltal: Uobnr du Laben und du \V«-k dM Erilobnlo« vü. C. MQller
L -I.V. — Dm Dobiiapbme von C. Tiiehendorf. Not. od. Cod. bibl. Sin. S. Vü,
om Mi «JB AlhaumiSinoh gewcMn, Mboint niu il«r Lnft Rogrilbn xa Min. Vgl. Pb.
Dto Han|itnilnui<loit fOr die Oesdiicht« dar AtboaklOabtr. Lojpdg t^M S. ti5
lü. 'i. — Ein« Ankifie d«a Werkes guli Ubicioi. AmiiiaJre de I'msdc. 5 (It^Tl) <9— 74.
Zw ErkUrnng vgl. die % 132 Antn. 3 HiigefQlirlv SelxTift von R. Niahnt Bnin.
4. Ein Uichael Kritobulos aus [mbros wird im Cod. Atbvn- ÜTQ nia Verranmr
■■r don bl. Auguatiniia und von Gebeten genannt. Er tsl wobl iücnlisoh mit
I, von dem in tvoi Esknriallim ein Werk ,sur le» paasione* und uine Homilie
le Itomim' Mauden, Vpcl, E. Miller, Catalogue des mss gnai de In biblio-
de l'EMmnal, Paris 1848 ». 37b und 621. Wm aber dieaer oder diese Kritobuloa
AT mn HtatMilt«« verbalten, stellt dabin,
&, Der Groaelegolbel Hierax fh'^att »chrieb nm die Mitt« dcA 16. Jehrbunderta
I UsfWFiligee Oedicbl Jui rijr lair roi'p«ii.i- fiaailtiar, irelches in 734 politischen Versen
» Ul^B ScbirliDiile des bjruntiniaehw] Reicbo« enftblt. Einen rehlerbnften Abdruck gab
L A. Detbier in dnnn olrän MwthnUn Bande: Monnm. Hnng. Mixt. vol. XXI p, 1 S. H49
kam — Ed. K. N. flathsR. Uia. ft/lii, 1 *1)<72| 313-288. - Inmbisrhc^. durch dio
IlMiil liiii 'Uftatot boMichnet« Veno dniuclbnn Hierax EiV leiic ir tg noUi xa! r^
■■ff gn>»rf»t'oit »teban im Cod. Atbcn. 111>^ n. IS, Vielloicht gohArt ihm auch etwas
■m dort anmittelbnr folgeadoB aaonymon äedicbton.
' 6. ]>ra Ubli»entpliii>cben loterene« linlbor verxeichDD ich den Inhalt den oben or>
Wen von Delhit-r bearbeilvlcn. nbe«' niobt verOffent lichten lionilea der Monumentn
uje. Uiat. iXXl 1) In dem Band sind auaaer Kritobuloa (8. 1—346) und Hierax
K^ — 890) folgende Texte enlhulleii: I. FQnf Volkslieder Ober den Fall von Kpel.
Pfew 4le ernten vier auo Paeeow, Popularia earrniua Graecioe reeentioris S. 14S— 147,
iftaftc oua 8. Joaüuidae, Ittatia m-l ttisnarivi; Tf/nntim-nin S. 292—294 (8. 801—899).
IMt eisten vier Kapilel «US des Athsnasios Komnonos Hjpjaelantea (USareaiot
ar^rvc 'Wi;l4it-ir,<) Tä /»Jlt,ier(i<Tn(ii jrni troliiimi iii /imi ri^t- vlaunr. DozU ein« ge*
■drt«. iingrblirb »nf dem Sarte Koiidtanlin" ile«i Growen gofnndene Orakelinschrift,
I arkOd tiabduri. Impernun Oirenlale 1 n. IKl (. ber«uRgegobpn hat (S. 401-47fl). 3. Das
diohl Bbrr die KrabMimg und Wiedorfieninming Kpels (s 9 162) (.S, 479— 542). 4. Chro<
lagiarbr Notiinn ano dem Cod. Mnrc 406, die sehen J. MllUer mit dem oben er-
hntea Godirbte ediert hatte (S. 54S— ^52). l>. Der Sfter edierte Brief den Leonardus
ine tthur die Krnbnmnc von Kprl mit einem Exkara dce Hcruuagcber« iS. •'•''S 619).
baraelh« Brief itniieniacb narh dor Kditia prinnepx von 1^68 (ti. 021—663).
laidori TbemiBloDi^eniiiK cnrilinnlia Kutheni, rpiaooiii Snbinnniiia, legnli poutifiota,
■■tatio addita Aenene Srlvii l'iccalotnini aru l'ii II i'apiio hintonoln Opoleoa cuptae (ls. 6^5
bUInn« der fiUberen A'iugabcti. lutc^xt Migue. Pntr. gr. 15») (S. 66.'i-696). 8. Die-
be Lamesiatio italieaiaeb (S. 696-702]. 9. Brief dea Fr. Pbileipbu« bq
bei ad II. aacb der Amgabe von Roamini in aoiner Biogruphie dca PhileIpbuH 2 (ISüä)
-Vrt. nit AnnerknuseB von DetUer (&. 703—708).
£iB sweitar ebeBfaUa oicbt anagegebener Band (== Monam, Bung. bist. XXI 2) ent-
I ntea franibiiecb« Ueberaetinng des Krilubulus. Hierax. Atbanasios Komnenos
pakBtea, der Orakelinscbrift. des Gedichte« Obnr die Eroberung uud WiedergovintiUDg
ila «Bd de« IlriefM d«« Phiielphiis. — Zvei weitere «beofalls nicht ausgegeben« Bind«.
■la HcBBtQenla Hung. Htst vol. XXII I and vol. XXII 2 beseicbDet sind, enthalten
•iBiaebe, italieeinvbe. fraoiSaiacbe, armenische und Rlnviache Texte, din sich nof di«
ebeinag von Kpnl i. J. I4i>3 beliehen. Kino kuir.n Aiiriflblung dea Inbultes dieaor
bla dVrfl« ucb nra ut mehr empfehlen, nli dadurrb ein biblioeraphiacbcM KlklBol
IW «Ird. da« wobl eehoin oll unntitzea Aufwand von Zeit unil MUlie veruraueht bat:
Haff bemerkt in iMBen Cluoniquea Gr^co-Kamanoa. Berlin I>*73 ä. VII. er babe, dem
lyrtB^cben Plane eatgegen. die lateioincben Gedichte de« Jean-Mario Philelpbo
» Hekamed 11 nBd dea Antonio Loaco von Vtceom Ober die Eroberung von Kpel
lu u dl« CbniniqaeB ärdeo-R^mtnes Rufgeiionniien. weil er sie iniwiscben achon in
r aaf die Katastrophe ven 14&S betOglivben UrkuodensaininhiiiK des Dr. Dethier ge-
■ikt babe. eiMf I^aimluiig, fOr die er dem Herausgeber anob noch andere intereeeante
Me wie den uaedierten Dericbl d« <lenne«r>n Adam von Montaldo geliefert habe,
■e Text* ateken io dem ersten der erwHhnten nrei Blinde, die, kaum geboren, nun
■■aatB Tod in der Stampfm&lil« verurtr'iU. wurde«. In ihnen waren folgende StQoke
Ikillaa. deren ms Teil etwa« wriluch «eilige IJnbenirh ritten hier vrrkOrxt wiedergegeben
i*m- Hob. Uung. Uiat. rol. XXII premiirn partin (auf 8. 1179 die JohreMubl 1872).
' i IJ — 4 iat nicht vorbaiidi-n). I.osco (ineditu-i) e ma Meiliol. «aoc XV. ouranUbna
BapAo et Pb. A. Deiheno (8. 1-S4). e. Adam de Montaldo. De CpoliUno exoidio.
M (OB K. Ilof'' <"■) III- A. Dethier (ä 35—70). 7. Anonymus Tbyselii snni UbV,
sta
BfsuiHniBclie Litterfttnrgfiiehichte. I. Pronisdu Litt«rftttt(.
•ditio n. YM.C. Hupf ot Det)ii«r (8.71—94^. j«. Ubortini Tuscoli BrlxifDein C]iol*<fl
libri IV. Ed. DfUii^r |S. i'b—2'>2). 0. JoliHiini>a MnruB («riv« Giammnriu») Philclpbau
fpoa flbor Mohitraed II. Edd. Hupf et D«>tht«r (S. 3S3-49SI. 10. KpistoU Kraoeiiafl
Iiilel[ih) ad Corolam VII Rt>K«ni FrHUCuniin. KU. Delki»r et Woft (8. 497- .USdl
11. Tres opistolao a) Carnli VII nd Coostantinnm DrAKMiim. h) «iaiid*«n ad Cardin. Bm>
saHonom, c) BelloroTelü (»i^hon von Du Cmdkc verO(r*iittiolit). T.d. IWhiar (R. äM— S631
J?. Nicnlni V I'npnn opistolne ad ConatAnlimim ininerat4)r»m (11. Okt. MJl; whan
von Rnvanld h«raiiH|;4>);oWii). Kd. Tettiivr (8. 5(iS— d7o). Nicolai V teslaroentniB
im (voll Murntori odiort). Kd. Dothisr (S. 577— fi2S). 13. AAtioB« S.virii ^icculo-
niini oratio do niuuiigia eraoi« (von Rvjnald odinrt). Rd. DnUtiPt (S. 623—6-12«. K. Acui^Ii
Johanniü /ncnaTinn npintoU de cxeidin Cpolitann ffrQher von K. do i^Ky »dirrtt. Ul.
Dcthicr M Kopf IS 64S — e-V)). J5. I'hilippi Arirninensis excidium Cpolis, Kd. jt.
Dothior (^ G:>fi-e8'2|. I«. Nicola Ünrbar«. Ginrnole dell' ASHedio di Cpoli IU3 («dixl
von N. Curnet). EJ, Dethicr {8. 6H8-874). 17. Bolla Johanni* d« Luslio »e. da «•
cidio CpuUtanu et da neoewnUt« armnndi noatru Turt^uH. tV. ed- I>eUiter (S. 87&— äMt-
18. iTtforitiationB envoy^es *n l'lö3 Unt pnr Kmocisca de Frano ao CardiiiBl d'AvigBoa
um par Jelian Blanohin «t Jacques T^duti nur 1a prino de Cpl* (frtlier ediert vno MutM«
tind Durand). Kd, Detliier (8. 887~9UI. 19. Ein itTm«ni8oh*a Qcdicht (S. 9IS-9UL
30. Rapporlo d«l Suporiore dei Ftanciacani presenle all' amedio od allapr««ü
Cpoli. nach Huratori «d. Dothier (S. 930—943). 2/. Criataforo Ricchoria, U i«Ma
di Cpoli. Kiwh Sanacvini «d. Dettiier (S. 9+4—968). ä2. Zorxo Dolfie, Aaaeli«
<i prcnn di Cpoli. Nndi Thomas ed. Dethier lii. 939—1046). i3. Anonymus Uoiiea'
vita. KraiiitOiiiai^lie TebLTsotzung dos von SreinjeivHkii IS-V> hnrauaRngi'bi'aL'a numlAn
UoricUle« |S. 1047— 112S). Anhang von Detliipr: Po l'wrpnr repondu nu rooyMi-l«« «'
l'Antliäliua ou la colonne de porphj-rr de ConstanKn In lirand eommo <^Unt un monolilb
ol de aon iiifluenc« bot les fomiM des colcnnos (R. 1133—1162). 2<. Notic« BDrleR«cit I
Oi^orgien ou BUr lu ^roiipo des IV auteiirst lfi<inu(. Z.vgomiJBO. ]« Moaoovita *t Artwiiil,
Ear Detliiur (S, II63- 11721, Notice aur le Serbien Milovan. snr Florani-Caintiua el Mt .
Mch (8. 1173-1178). 25. Pamielniki Tnnnntn PoUkn nnpiaana 1498 (S. 11.9-18» j
Bier brichl der Band unvollendet in der Mitte eines Wortes iib. — Mon. HuoK' n<**- '
vol. XXIt aecond« partiu entli&ll: 1. FrantitsiBeho Ueb«rsetEDDg von Nr. H
(Ntcolo ßarbarol (S. 1—224). 3. FraniOBiaclio üoberaottiing von Nr. 19: Abrahia
pretro aTmi^ni«n, miflodin i?)<^aia'[Qe aur la priav de älamboiil, tradoitn et rondiM a »m |
vrni anna arnc rmiaiittanee d'un Mvniit distingue de la nation «t pnbli<le par le Dt. pb1. I
A. Dnthinr (.S. 235 -24H). 3. ü«>bors*t*uii« und Koiiimontar iii Nr. 25 (Mf^moir« d'm
jnniunirr polonnie) (S, 240- n!)3). Hier briv^it uiicli dieser Hand mitten im Toito ab.
7. Zur Krgllnziinp iiinl Kontrolle der byxantiiiisclien Berielil* (iber die Intxton Schick- |
aalo doB Kciolirs und boanndpra <lLt> Kinnahma von Kpet dienen venicbindnnn lalain)Scb*<
ilalicnisclic, franx^Biarbc. spanische, «tlnvisehe und orientnliach« Quell*«,
von dciiun ein groBf^or Teil in der obiijten Inlia1t«aneabe der nnedierton Snmmlungva (vo
Dethler genannt ist. Weiler« l.itteratnr verzeichnet A. Itiimbaiid bei K l.avisse rt
A. Rnmlaud. Hiatoiro gen^rnle 3 I1S94) 88.^ ff, — Besonder« «ichlii; «ind: di« Sehrift
des Bisclior« von Mflilene LnonnrdoH von Chios .De nrbis Cpoli« inotiira'. lU. Migac.
Patr, Kr. I.^Ü, 923-944. - DesBellipn Lennardoa .Schrift .De I^abo a Turdm-«(.la', M
Cb. Hopf, ChnMiiquea ^r^co- Romanos, ücriin 1879 S. 359-!teß. — Die lAinentatio t»
Kardinal» Isidor, Ed. Migne. Patr, ^. t.S9, 944-956. — Diau die Toite n»i Kt-
lorpte hei Ch. Hopf, Chroniqiies (Iräco-RomBnes.
ISti. Heiligenbiographien. unter den zalillosen Heiligonlebon, über di«
im Knpitel über Hagiograpliie S. 176—205 von Khrhard ausführlich berichtet
worden ist, sind einige von so hervorragender Wichtigiieit als historisch*
Quellen, dasa nie aucli in diesem der Gcschicht^ehreihnng gewidmeten Ä^
schnitte hervorgehoben zu werden verdienen. Da« sind vor allem Äe
Biographien der Patriarchen von Konatantinopel Germanos (t 7<0).
Tarasios (t «Oß). Nikophoros (t 829). Methodios {t 847). Ignalioe
(t 878) und Euthymios (t 91"}. Einige dorsolhen sind schon von d«
byzantinischen Geschieh Schreibern und Clironisten ausgiehigst benttxt
worden. So diente das Leben des Nikephoroa von Ignalios als QmJIi
für Gcorgios Monachoa und GenesioR, das des Ignatios von Xiketa*
David Paphlagon als Quölle für Qonosios, Syraeon Magister luul
^
BfEftiitloIacbe I>itt«ratarg«i«hlclitft. I. PrMaüalie
wibnong finden
Konsfsntiii Vtl
«ihn« mensrliliclie«
il«r Brief, in welcli^m tJnr Elerikcr Nilteliis im Jabre 947 dem:
I regen netoa
VnrraoBpni Kellt hervnr. ä»m K&iaer Konstantin VII i>iiin Art Proi«l(t«r«t Ober ili« Leitiicn
C]iiir«nmet*9e
Kniior herirhl<>t?. Ans den Ii«ni«ikuneen ieu
roi«l(t«r«t Ober ili« Leitiicn
C)T(4t nni^ntitn. Grnf ftinnt tmtt« einst, oliiie ({«DÜgondon (imnd. dio Kohllieit des Si-hriftitlUkM
nngrawniMi Kd. A. i'Aj>ai)opn!os-K«riimt>UK, I>rHVMl. i'«l. Hbarnik SU. Heft. Pt>l«n-
bürg 18B4 (mit Kinloitiini;. lammcher Ueberxntxung nml ItidicD«),
137. Typika {tvmxä] d. h. SHftuii)*surkunden nnd Sat^un^bücheF
für byzantiiii.icli« Klüstor geliOren xu den «•iclitigftten Hilfsiiiittfln für die
Erfopsclmiig der iiineron Oosohichto von Byzanz. Daa Wort Typikon,
eigentlich , Formular", bezeichnet in der byzanlinischen Zeit zunächst eine
Anordnung im allgemeinen, dann ein fQr äaa ganze Jahr dienendf-s, jedoch
nur die Stidiwurtc- enthaltcudvM litiirgi!i«chc8 Handbuch, in»bc8onduro «ine
dem Öebraufhe des Klostor« aiigcpa»sto Bearbeitung dosselbon, die mewt
mit den übrigen Ratzungen fUr das Klosterleben verbunden wurde. Die
gemoinRamc flrundlage der Klo8leraa1i;ungBbüchep bildete dio Itogol dei
hl. Bauilios, die jedoch in der Folgezeit allerlei Veränderungen und Er*
Weiterungen erfuhr. Insbesondere wurden fQr dio spätere Entwicklung '
de» KloKterweaenn von grosser Bedeutung die Statuten des Sabbaaklosiers
hei Jonisnleni und do» Studionklumtors in Konstantinopel, die von vivhn
Änderen Klöstern angenommen wurden. Hioher gehören auch die für die
Gesamtheit der Athosklöater erlassenen kaiserlichen Typika, Von diesen
Typiken im engeren Sinne, welche nur die liturgischen iind di»zipti-
iiftren Aiiwciitungeu für das Klostorlehen enthalten, unterscheiden »ich
dio Stiftungsurkunden bestimnitor Klüstcr und der mit ihnen verbun*
denen wohlthätigen Anstalten, welche die individuellen Bestimmungen des
Stifters enthalten und nur ftlr den einzelnen Fall gültig waren. I/eo Alli-
tiu8 nannte «ic iv.tixii xtt'toeixti, weil der Stifter hftußg als xttjtu^, ge-
wiwormosKon als .Besitzor* dos Klostors, bezeichnet wird. In der byzan-
tinischen Zeit wurden sie als „letztwUüge Verfügungen" aufgefasst und
mit Ausdrücken wie ^ifha^i^, ivrtixt} ifner«?«;. Jutiayi^, iiaiv.-naoif^ titif
tvnoiaig benannt. Von grosser Wichtigkeit ist das diesen Typiken ge-
wöhnlich lieigefiigto offiKitille Inventar (ß^tßior) des hcweghohen Uld
unbeweglichen Kloslereigcntums; die Führung eines solchen Inventan
wurde, wie es scheint, zuerst im ersten Kanon der 80genannt«n emtM
and zweiten Synode in der Kirche der hll. Apostel zu Koastuntinopel in
Jalire 861 ge«tziich bestimmt.') Beide Arten von Typiken wurden vi«4*
fach auch mit einander verbunden, so dass also in derselben Schrift so-
wohl dio Liturgie nnd Kloster Verfassung als die Stiftungsgoschicht« und
dio VermögcnsverhSitnissc neben einaiidur behandelt sind. Was das Ver-
hältnis der beiden Arten von Typiken betrifft, so stobt vi5llig sicher, dsss
die Satzungsbllcher älter sind als die Stiftungsurkunden. Sie eut«tai]<l«ii,
wio schon oben angedeutet wurde, in den Klöstern berühmter AnaohoretoD
und wurden später von neugogrilndoton KlRstern unverltndort oder mit
leichten Mudihkntionen übernommen. Die Stiftungsbricfo dagegen kamei
erat auf, als dio Sclienkungen der Laien nicht mehr, wie es frllher Gblich
,^ '} RballM und Potles, ZvvTayf4a mdv
Fh. M«yor, B. Z. 4 (18»} 3T4.
0«Mhl«bU«hr«[ber <ui<i Chroniaten. A. GeBohichtsohreiber. (§ 137) 315
bedingungslos einer Kiroho odor einL^m Klostf^r flborgebon wurden,
am ein gcis-issor EinfluHs auf die Zukunft clor Stiftung verlangt und
»willigt wurde d. Ii. seit der Ausbildung dos Ohariälikarierwesens,
ieees etwa um die Wende des 10. Jahrhunderts cntstandono Institut
BT Xui}tttnxä(Hai fntspricht dem kamlingifichen Benefiziulwesen d. h.
as Kloster wurde als ein« Art von Ij<;hen einem huchstplfeiiclen Laien
berwic«en, der aU Kurator (/ytj^n;) fllr das Kloster sorgen sollte, in
fiikliohkeit aber gewühiilich sieh selbst Ameh das Ktosti^ir möglichst
n Wriicliem suchte. Da nun die Stiftungsnrkunden meist genaue
kDgaben (Iber die VermögennvcrhSltnisse des Klostera, über die mit
kn verbundenen Metoctiieu , Über Armen- , Kranken - w»d Siechon-
luer. Inventaro der Bfluher und heiligen Gerfite, oft auch autobiogra-
ttiach« Notizen über die Person des Stifters u. R. w. enthalten, so versteht
MR, AtsB sie för die Kenntnis der inneren Geschichte von Byzanz, be-
Kiders der nationtüKkonomtschon, paläographischen und kunstgeschiclit-
r Seite, mannigfache und reiche Aufklilrung bieten.
Die Einzelbetrachtimg der uns erhaltenen Stiftungatypiken ge-
iielit am bebten in der chronologischen Iteiheufolgo : 1. Das älteste
Uspiel ist da« aus dem Jahre Ö(!ä stammende Typikon det; hl. Atha-
E», de« OrUnders der grossen Laura auf dem Athos. Es enthält im
tlichen eine auafOhrüche Interpretation der dem Kloster von den
■n Nikephoros Phokas und Johannee Tzimiskes verliehenen Gold-
iSm und Iwt^nt mit grösstem Nachdruck die Freiheit und Stillwthorr-
Mcit de« Klosters. 2. Da» Typikon. durch welches der Ilistoriker
iehael Attaliatea im Jahre 1077 ein Armenhaus und Kloster in Ithae-
MM mit einer Filiale in Konstantinopel stiftete, ein durch Vollstßndig-
rit und Klarheit ausgezeichnetes Musterexemplar der ganzen tiattung.
jt demselben war auch ein K loster^tatut der oben charakterisierten Ai'i
■Inuiden. das leider verloren gegangen ist, 8. Das Typikon des Grosa-
mestilios Qregorio» Pnkurranos (//«xot'eiwrfJc) ftlr dus von ihm go-
lift«te iberische (georgische) Kloster der Gottesmutter zu Petritzos bei
lÜBppopel. vom Jahre lOJ^^. 4. Die Diataxis des hl. Christodulos für
town ihm gestiftete Kloster d&s hl. Johannes auf Patnios, vom Jahre lOill,
polktftndigt durch ein Testament mit Kodizill vom Jahre 1Ü93. 5. I)aa
■Original (Cod. Porifl. 884) erhaltene Typikon der Kaiserin Irene, der
Mahlio Alexioa' I Komnenos, vom Jahre 1118, für das von ihr gestiftcto
Qoater der begnadeten Gottesmutter (,'(0>j; r»); iutqajiai (Ofotöxiiv t^^
ttjiBfiMtttri/;) zu Konstant) nopcl. Dieses Typikon enthält manche Be-
■nderiMuten. die sich aus der HUcksicbt auf das mit dem Kloster ver-
boadine Stifl Hlr alleinstehende adelige Damen ergaben. 6. Gm Typikon
lanKaüters Johannes Komnenos vom Jahre 1136 fUr das von ihm und
MJBcr Gemalilin Irene gegründete Kloster tov ntivton^äto^og in Konstanti-
Dopd and das xa demi^elben gehSrige Spital und Siechenhaus, deren Ein-
Mfamg durch genaue, kulturgeschichtlich hoehintercssanto BoHtininiungen
pNftift wurde. 7. Das Typikon des Bischofs Leon von Argo» und
Niuplia vom Jahre 1143, für das von ihm wegen der häufigen Bedrohung
kKfc8«erftubvraus einem Frauenkloster in ein Mäimerkloster umgewandelte
ImE« Li tUnttnrgMehicht«.
inische Litt«rfttiir.
Kloster zn Area, 8. Das Tj-pikon des Abte» Athanasio» Pbilanthrn-
pino» vom Jaliro 1158 für das von dii^m Mystikos Gcorgios Kappailokes
und soinoin Bruder Theocliamto» Kappadokcs iit'u urridil«!« KIost«r des
hl, Mamas in Konstantinopel, daa durch die MiHawirtscJiaft früherer Cha-
rifltäkarier vHlIig heruntcrgokommcn war. 9. Das Typikon des Abt«8
Nikolao); vom Jahro 1174 für das gricchischo Kloster dos h). Nikolaos
von Csfiolo bei Otrunto. Es b<>stebt aus «in«ni liturgischen Typikon,
Mßncbarcgeln und einer kurvten Geschichte des Kloster« Qßbst einem Leih-
vcrzeichni» der Bibliothek und Bestimmungen fllr den Bibliothekar tind
die Kalligraphen. lu. Das Typikon de» Noophytos Knkleistos (d, h.
des Klausners) für das von ihm gegründete Kloster (»V*^*'«» po) Nuu-Zion
{S^a £to>%-) bei PaphoR auf Cypern; dasselbe ist spfitestens im Jahre 120S
abgcfnsiKt und zeichnet sich durch Originalität aus. wie auch di« tm
KeophytoH für sein Kloster gewählte BcKeichnung ^yxkti'at^ t-iguiuirtig iit
11. Das Typikon des Nilos, Bischofs von Tamasia auf Cypem, von
Jahre 1210 ftlr das von ihm ausgestaltete und organisierte Kloster der
Gottesmutter vom Berge Machaer»!* (,"«>»; it'g vTtfpapaf (^ioumov m»
Maxeiiffo) auf Cypern. 12, Bas Typikon des Kaiserä Uichael VIII
Palaeologos vom ,Iahre 1280 ftlr daa von ihm wiederherge«tellte Eloetcr
des Erzengels Michael auf der ln.sel Oxeia bei Chalkedon. In der Ein*
leitiiiig macht der Verfasser verschiedene Angaben Über sein L«b«iL
13, Das Typikon des Kaisers Michael VIII Palaoologos vom Jahr«
1282 für das von ihm wiederaufgebaute Kloster des hl, Demetrios la
Konstantinnpel. Auch liier gibt der Verfasser in einer Art von Vorrede
Mitteilungen aber Hein Leben, über seine Ei-zichung bei seinem OhcinM^
dem Kaiser Johannes III Dukaa Batatzea, seine Vermählung mit deesM
Nichte, seine Feldztlge gegen die Lateiner und Perser, endlich Über die
kriegerischen Erfolge seiner eigenen Regicning, In der ganzen Darlegung
bestrebt sich der Kaiser ersichtlich, den providcntiellen Cliarakter seiner
Itegierung klar zu machen, und Übergeht daher die Handlungen, die einem
Werkzeuge in der Hand Gottes niclit gut anstehen würden, sorgfältig tmt
Stillschweigen. In dem, was «r zu erzShlen für pa.ssend findet, ist er
glaubwürdig, und mehrere seiner Mitteilungen dienen zur Ergänzung der
ffOnstigen Geschichtsquellen ftlr seine Zeit. M. Das Typikon des Metro-
politen Joachim von Zichnac in Makedonien vom Jahre 1324 für daa
von ihm ausgOHtalteto Kloster Johannes des Täufers bei Serrae.
]. AaBgnhen und speni«)!« Hilfsmittel:
A. Typikn der ornten Art (KInittprregeln):
I. Kin t^rnüHKint <li>s Tvpiknn den ^nbbflsk loslers rom Jnliro 524 *d, (aus
8bt{lM) A. A. Dmitrijevskij, Trndy Kiovakoj duoh. ak. 1890 Jununihoft S. 17(>~-IM.
— Der Ti-xt iM ni«dorholtB. Z. SilH()4) 167 170. ~ Vgl. A. Khrhurd. 1>» griadöxte
KlmiHT Mür-finb» in pHllwHna. RiViii, Qii«rlaUchr. 7 (1S9S) 32-79. lio«. 41 S. - 11m teJ
Snbbfui-tymkon sind hUnfis i. H, Coild, PnriB. 3i<5-88t*. VinJob. tlieol, Ü!-:. (Nowml;. JH
I'. Kin Krnmndnl di-n TTPiknn ti'noitinaHi«) des Studionklaiiteni ed. Migno. Prt^|
gr. 99, 1708 -1720: plx-ndu ls'l3-IS24 das Testnmpnl (rf.na^jri;) doa Theodor«» Stadid^H
■'*. Mphri»ro knisorlipbc lind ntidert- Tvpikn nobst kaiscr lieben GuldbiiU«n fttr Atbrf"
klantor ndd. M. .1. Gedron. 0 '^!*m(, Kprl I^^I^. uiiil Pli. M<?,ver, Die llauiiUnlciwdN
fUr dJD Iti^Kcliicbt« der AtlioiklfiRtrr. Iioipzis 18',>4. ~- Ein« L'lirunik d«B IbcroTkloctcra mi
uin ljliugiiu'li-iuik«itiBclii?i( Typikon des hyxnnliiLJacbon KloBters um Isask KainD»naa VM
Jalitc I1.S2 bringt M. J. Gideon. Marnatii^ ftfthoStjirr,, Kjii'l (auU dcinuiMhet enehtinaD), ■-
Kinioln« kaiserliche Tjrpiken venteichnet K. K. Zaoharis« von Liogentbiil, Jus Gn«w
4
J
8. QMohlohUdireibw uid C&roniit«». A. Q«acliic&Uolite!bar. (§ 137) 317
iitn 3 <18i^7) XVI ff. — VkL. auch: K. N. Sullins. M*t. m^i. 1 (1872; Sl^. 908,
tu. — Chi). )Aajn>t, Ueitrlg« tat K«nnt'niii drr npuiiiri'n Gmcbidite und de« g«g«D'
■itipa ZtttUadt« d«r AtbwklMUr, Z<nM«hr. f. Kirclidiigmrdi. II (HUU) 8Uö— «35; &äU
k liiS. — Em« mit bildlicliMi Dnrstaltungvn der xwiStl MoiiHt« üUBttvoUItole Ua d««
nOna 4m kl. Sat>bM vom J«hra 131«, die jetzt im AUioaklMtM ValOMiU Hulbewulirt
i. boaohniU J. ättxrgoWHki, Kino tis|ioiuDtiaclic Üildaa-buidMbrift. ReperToriiirii Rlr
JMrtwfawwurlwft 13 (ISWI) 2Ht-^ft3. - U. Btoekbttuii, Dio KüiihI in d«D Atli«aklfi<iU>ni.
aipif IMDl ». 172.
4, Kin« Ali Typikoo in potiliauheit Veraon, in K'i'Icbani die fOr MOnnhe gcJCeoden
M^nTorwbriflea dugclcgt wurden, ist tii Tivluo llas unlur dem Nninnn #iu«a Palri-
itebnii NikalaoH, «oenil waliracfaeiiiUclt NikuluoBUruiuni alikos (luii4 — Uli} gentaiiit
■t, Ob««li«fcrt: ■!■ AdroMHl winl bald dw Vunidiiiit (i'rutuij den hl. liorga«, buld »in Abt
iiarfflrio« vom Uorge Sinai, «in Sioait« JubimuDB ii. u. geiuimC. Üitsm didaktüoh« (>••
i nri* vntnt in den V«a«iiaucr Üniokäa d»B Typikou Uvo lil. äalibui t. ti. 16ü3, I6UA,
>, lft4-'>, 1711 TcrtIfe&Uiobl. Oliue dvu metriHcbMi Cliurukt<<r zu «rkL-nu«n, odierte diMoa
, >k«D ab ein Wnrk d«s Patriarcben NiLuIikm My^tikua A. Mai. äcnfiUirora vetcnim
IT» «oUeciio 9 (ltf37J Cll—SlS. Darnach uurd» v» |wi«dut aU Prosa) uieili'rholt bei
nv, Patr. fr. III (1868) 39l~40<i. Aberacbno mehrere Jalir« IiUli» luilt« J. B. PiCra.
iam 8ole8n««M 4 (ISM) iif! iitv, auf da« VuriMhen von A. Mai biugewiescu und
riftlicb« VaiiantMi mitgfteitt. — Kndlicb edivrte das StUok nacb niubrvreii Uta
Kenatiua tod dar Arboil l'itnui] ht. J. U«d«on, 'O A9iai S. ST'3~-Sä8. — Wenn,
A. Ual BBiubai, dar fairiatdi Nikolaoa Mvaliko« tt 9--^) <)or V(i(fa<M«r wln, ea ca-
4äa Stitdt «la daa tItaaU Uoinpiel «Jana Iiobrgoilichto» in politiecli^n Verwn erbdut«
Dar Anfang laalot: /I^JUamf ft ifiaan; xui iUUXii/at, tiurar.
5. Zum liUrgiMhcn Typikoo: F. KiittcubuiDh, l^ehrbucb dor vcrglmchandan Con-
1« 1 (1H92J 47» t. — Uauptacbnft: N. KratinasnljoQV, Dnn Typikoa dar
I« in KH. OdcMaer Jabrb. 2 (ltf»2> Uyi. Abt. L S. 150 -Ul. Boaprocboa von
S.'lnrt<, a Z. 'l (18»8) 18» f.
B. Tjrpikn dar swaiton Art ([cnuxi xri^ro^N«):
i Tjrpikon doa hl. Athanasioa: Kd. M. J. O«d#on, Vi '.j^atf 8. 21& -372 (olino
ll DiatvpuM). — Hit der l>iat}-|io>i8 nod ily|iot;p(iaia «d. Ph. Meyer, Die Uuupt-
HfcnaJMi «tc. (a. o.j S. Wl- I4ü; vgl. «benda s. IX-m.
X. Diataxi« doa Micbaal Attaliatas: Kd. K. N. Satbas, Mn. BifiX. | (1872J
l-SO. — WiMl«rh»lt bat Uikloaieh ot MaiUr. AcU *t diploinaU & (1887j 298-827;
Im» 4h luiMf liehen KrIiaM ISS-Uö; Nochttlee und Uericbtigongan 4d3: 470—472. —
IPald. Kiat'B. Dia DiutAJiia da« Miobad Altaloiat^u von IU7T. Kia Beitrag nur Oe-
wkiabla dm Kttalcrwiwcnii un bjrxanliniMhcn Kciobc, Jona 1894. — lieber dio anderen
IcMm und das Ubon d« AtiaiiatM a. 8. 26il ff.
A. Tynikon de» UraguriuB Pakurianus: Originnl nuoh unodieil. — Kino neu-
iriadtube (j«b«TiMtxans ed. U. Muaaoos, DiJUerL pUilul. Jeneneos 4 (IbäS) 133— :ilO. —
V^. du UesprcvhuD); tun 0. KrOgtr. 2ctlscbr. f. Kircbongcecbtcbt« 10 (191^) 620. —
P. ISxobraEOT, Unudierh) KluBteriegelii. Jouiu. Min. Ib07 Uil 2&4 Novamberb. S. 6&-78,
to aach Proboc dee QrfgtnalB uult^ilL — 1'. N. Pupui^uorgiu. 'fffit^iaJlo/iorf^f '^vnioJi^t'
1W7 a. llh—\M. Bat), pbüul. WovbcmicLr 1587 I> 8^1 f. und B. Z. i (1^4J SIS f.
4. Diitaxia des bl. Cbriiitoilnlus: Kd. EphrSin, Venedig 1T.>6 (mir unxn-
tfMjlicb), — Ed. J. Sakkehoo, Atb«u 1884. — Kdd. HikloBiuh «t MQtloc. Aotn et
«fkaaU 6(l^i>)ü»-80. Kbenda 81-90 dnaTeatnment und KoditilL ~ Vgl. Ch. Uiobl.
U Maar irt ta biblioUitau* da Pntmos au comoioncomont du Vi" niid«, ü. Z. 1 (18921
«n-Ufl. b««. 490 f.
). Typikon d«r KaiMrin Irene; Ed. pr. B. Montfaucon, Anuleotn Omeea,
Pida MUH 8 13< IT. - Wiadarbolt bei UiEo«. Patr. gr. 127. Vf^b-112». - WiediMholt
W Mikloaich it UQllor, A«t» et diplomaU 5 (IHS7) 827-391. — Vgl. J. »eger,
Wkmkirn Brycnnio« S. U.
<. Typikon doa Jobannaa Komoonos: Inlialtanngnbe von P. Boxobtoxov,
iMiL Mim. liJST Bd 2ü4 Novambnrb. ä. »6-74. — VgL die Üaaprecbung von E. Kurli,
Hz. 1 11893} 6S7— 631. — Uebor daa Kloalar vgl. A. 0. I'nepntc-s, r'isncii*«! fidtra*,
tri 19» & 3041-318.
7. Typtkon de« Biaobofa Leon: Dm Tornngcbunde Ilypoinncma ed. (aua Cod.
!«■». 836 b. I. 4. jeUt U. VII. 29) J. Puaini. Codivi» nisä biblioUifuue R. Tauriuansia
Albnam 1 |174V) 426 9. — Daa Uanie edd. Mikleaich ut Mnilur. ÄcU et diplonmtn
iilSÜli IJä-llW. - Vgl. 8p. P. Lawbroa. B. Z. Z \\mi) Tö.
«. Typikon 4en Abtea AtkanaBius Pbiluutbii>i)inoi): Ed. Tb. l'spcnakij.
O^Haat Jakrb. 2 (1892) Ilyi. Abt. I S. 2&~84 (init reivblidiom Komnientai). — Vgl. die
BüfnebuB von £. Kurti, B. Z. 2 (lä»S) 137 f., und W. Miesen a. a. 0. S. 11 (■
m
Bysaatwlach« Litt«ratarg«ficUoht«. L Prouivcbe LittAratar.
S. Tynikon doa Abtes NikolaciH rnn
216 b. III. ■£, (jout C. 111. 17). Kine lloachraib
bibtiolhocun it. Tnur. AtJicnnci I (174&I 3U!J f. — Du
Casolf: E» i))t eTli«lt«ii im Ood. Ti
lloachraibun^ demelbon b«! J. Pssini, UodwM
(174&J aus f. — Dann wiM auf dip Wiohti«k*it 4mr Ha bin Erm.
Anr, Arcliirio atorico lUliuDO, Mno 4, t. 6 (l^^Oj AI« (. — Dio Q«»MiiohU dM K1i>«l«ra
■kiuirrlp Tarnplimlioh mit Uilfo (lioMr Hs üh. Ditilil. Im moauUro di 8. NioolM 4i
Cnsole. .Mäkngoa (taroh^oloKie fit4'biat«ire de r^oal«; franfRiaa doHofneS|l^*t(6l 17^— iwi. —
KioigB StOdc« d«r Us (Cbrunik dua Kloal«ra. Epigrammn de« Abto« Nektario« aber di«
gMlorbenoa AebU, LHJhvvrxiMcliDis [i^lial BililiutuoknUlutea) ed. U. Ontont, Le Tfpi««a
de Haint-Nicolua di Ciuvilo. Rt>vae dcti <■(. gr. ä tläUU) Stil— 3U1. — Du gani* Traikao
8oll von y. Coi«a-Liiti veröffentlicht wurden (Oraont a. ■. 0. 381 Anw. 2). — Hmsd
niuee uucb itur Cud, itarb. I[( OD beigoiogoo werdeo. der oLb im Jalire 100& roB d«iii Uftnoba
IljcrollicuH de» Kla§tors von Cnsole gt-acliriebiiuc» Typikon eutli<. — Verwsadl tat wohl
nuch Ana Tv5>ikon der i^rioRliisulioii Kirolie vo» tluvu tin tfalbrienj im Cod. Bark. III T
10. Typikon doa Neoph^tas: Ed. pr. Kypriaaoe, Venedig 1779. — Dann,
Kenotiiia der ereteo Ausgabe od. Kdn. Warrnn in der Zeiteckrift Äreba«ologia 47 (I
Ua 1888) 1-W. — Vgl. W. Nissen n. a, ü. S, 13 ff,, und oben 8. SS«.
il. Tfpikon des Niloa von Tamaaia: Dia nrsto Ausgabe rsransUlUtea £•'
MOneb* des Klosters der Gotlosniatter vom Bert;« MHchanrn«, Venedig lTä6. ~~ Oanuck
edd. Mikloaich ot MOller, Aoto et diploimitn i (ISnT) 294-432. — Vgl. W. Niaeea,
R. B. 0. S. 15 f.
J'j. Tjrpikon Michaela Vlll Pnlaealogoa fflr daa Kloator dea BriaDgeli
Michael: Kuorat gab einen Iteriolit f. Uuxobracov h. a. 0. S. Tu. Vgl. K. Kartl,
B. Z. 2 (ISüS} OSD. — Kd. j>r. M. J. Oedeun, Tviiwiy njs iiti tob ßovroO top Avltriimi
«tjla«/iia< uoy^i .Wi^niii inv 'Affyayyti-oo. Kuul. Olto Keil 1895.
JA. TypikuD Michaela VIII PfllaeotogoBfQrdiiiiKluatetdealil. Demetrioi:
Kd. pr. 0. TruiL'kij aus dem am Scblunao vonitilmiiiHlleu Cod. Moeq. Syuod. 363
Miitthnei, 418 Vlitdiinirj nuler dem nicht ^»ni tatmitintiiBii rital: Imperatoria Mioluielilj
Polnoolügi il6 vitn «ua npuHculiin) neciinii r«giila<> ijuam ipiie inouBsleriu S. Demetni i
ecripedt frugmoulum, Ciiriat, i:luDiio l^ii, II S. ö2D— 57i', aiieh eoparat Petenbsrg I
mit ru3sisc!li(-r üeberaotiung nnd Kommentar. — Vgl. die Qeaprecliuiigen und Anaxflge fd
!'. BcKobraiov, Bevup archSologiiue III' sine, 7 (ISHß) 316-318; V. J<agi(>. Ar«
elnv. Phil. 10 (1887) 3U' f.; U. P. Bogleris. Jfluoy 2 (IHa.i— 1SS9) 521-&88i "
Nissen a. a. 0. S. 17 ff. — b^in im Moskauer Codex fohlendes Bra<^hstllck deMelbas^
kon ed. aus einer Ils des Ibererkloelers auf dem Atlios i'h. Mef er, ItnichatBcka
to:ii*ä KtijioiitKii, B. Z. 4 {ISSh) ■lü—iH; datu Krklftrungon ü. hO--bl. ToxtkritMcfae
Itflge von G. N. Hatxidukis und K. Kurt«, ti. 'l. i limh)h»Z t. — Zu den xwoi Trpil
des MirliHel Pnlneulogug vgl. auub diu (Juldbullu deasclLen Kaisers, dio in oincm Kln
EQ Mystifls bei Snarta als Waiidiuat;lu'il't urhultuu ist. Kil. K. II. ifesiu, 'Jfijyä S (18)^
461—467, wiederholt in seinen iv/ifiixtf, AUiun 1B02 S. 40—51.
U. Typikon des Joachim vun Ziohuao (für daa Kloator des U. Joliantiaa
garraeh Einxelne Teil« ed. K. N. 8nlbuB, Mta. m,U. 1 {IHTi) •201—242. — Zamld
medcrholt bei Miklosieh et Müller. Aeta et diplomala & (188T) 433 — 4S9. — V$
V!. Niiiaen a. a. 0. 8. 2t) t. — Ueber das Kloster des hl. Juhannea bei Seme vgl.
N. Pupngeorgiu. AI £/ei."» elc, ü. Z. 8 (1B94| 308-32». der auch Mitteilungen l'
die Bibliothek des Klosters gibt. Naob Papageorfiu 8. 812 Aum. hieta der Mettopolil
Zichnne nicht Joachini, sondern Johannas,
15. Kill Biuchattkok eines Typikon fQr das von einer Kaiserin Iran« LaskaTii
Palaaoloi$ina wiederaufgebaute Kloster raii tfiXaräpianoo eiurijpof «d. aoa «Jner Bs i
Ibvrerklester« auf dem Atlios I'h. Meyer, Bruriistueke zweier iimixn ■(i}rop(n>', B. K
(16'Jö) 48 f. Die Identifizierung der Slifteriu muclit Scbwieiigkeiten, «le Pk Meje^
U. B. 0. ä. 57 bemerkt: dio Angabe der L'ebprsohntt, dass dio Kaiserin als Nooii« Eulof'
Refaeissen habe, pusst nlelit auf die Kniaeiin Irene, die Tochter des Kaisars Tlieodon
I.askaris, die nuerst den Andronikos Pataiiologos. dann den Kniner Jehannea IM
Batatzes it 19■^4) heiratete; denn diese starb sebon vor ibri^ra 'lemuhle. Inhaltlich ist
IlntchetUck stark abliUngig von dem 'i'yj'ikon der Kaiserin Irene vom Jahr« 1 1 18. —
Texte vgl. G. N. Uatzidakis tind E. Kurti, B. Z. 4 (189-5) bm f.
Iß. Die Jialtrjieij des Ignatios. des Gründers des Limonkloslonl auf LMbos,
Jahre 1530, i*t ediert in der Eai'ja. M. 3 (lSö2— 18S3j 74—77,
17. Noch unediort ist u, a. das im Cod. Athen, 78S, 9. 12, erl)alt«ne litnrgb
1'vpikon mit der Uialaxie für das im Jahre 1041^ von Paulos gestjflote und von aeina
ffttchfülger Timothoos erweiterte Kloster r^i {■ateayiai »eoroKou iijt Evifyitutt^. Ku
Beschreibung des Codex bei J. äukkelion nnd Alk, J, Sakkalion, kniriXoyoi ra
XHt/oysiifuv iiff i$nx^t fiißXn>9rj*ij( iijt 'EiXädas, Athen 1892 S. 141 f. — Ebeufiill«
liaediart ut die im Cod. Paris, gr. 1295 crhaltan« Tvnur^ jiaQä^eait, waloba dar "
H i. 6««eblohtMhr«fbn- und Chronieteu. B, CbrontstoD. (g 138) ^IQ
nilo* Datnilai fUr ein ron ihm )to»tiftM«8 FTnucnklo«!«! liiiilerlii>88, V|p;I. K. LocraiiiJ.
TtrtMimnt d« Nil Datnilaii. tUiUd tUn it. gr, 4 (lH(rl | 17:) — Nichts Nftlivty<a ist uiir Ubur
ha lypikoii de« Kaüwrs JohannOH PhIhsoIoro» im Coil. Taris. 380 b»kaiiDt.
2. AllgAmninc lliKumittol : EInupt«chril't, ilio tlbfr die metstMi mit den T^i>ii;^il
»■■Mm«Bh>neiindcn Krugrn ^t nricnlivrt. int dio obau inftvflUlrtfl AbhHodlang von W.
SU*«ii, Dir l>iutaxi!i du» Michant AtUliatM, Jen« IB94 — AllSMrd4>m tkI. b««. diu Kiii-
Utaof roo fh. Ucynr. Di« Ilaupliirkunden für die <ienrliichto doT AÜioäklOalar, l.«iptti|;
UM. — Ueticr doa C'bnristikariorweson vgl. bea. Th. IJnjicnnkij. Dm lypitEon des
BhOw dM hl. Manud in Kpei. Odessaer Jniirb. 2 ilMÜi) Byi:. Aht I B. 73-78, and
Hr. IIiSB»n a. ■. 0. 8. £2. — Mittuilun^«n aus uakctiiiuhcn und liturginchnn Typikcn.
T» kuriM VKseitJinia von T\-piken beider Arl und eioiiECH andore Uieihor livharigo bei
I f. Pilr«. SptrileiciuBi Solwunmau 4(1858)445— 491 : b6b~~jlh. — Eine gr&Mero Arbeit
lU» die Tfpikea steint Tb Toscanj vorbereitet ni haben; eiue Rribo von Kollalionnn
al Miuti^efl MMeiilMiit'> Msl^ri«! entk< der aas seinem NhcIiUss stiunm«Dde Codex
CrrpUnam r. m. XXlV. V^l. die BescfareJbang bei A. Roccbi, Codin« Crvut«n»M eea
UitttM CrrptM reiTTstao. Rom ISS2 S. 23S f.
B. Die Chronisten.
138. Allgemeine Charakteristik. Der Wert der byzantinittchon Chro-
Biteo besteht weaentlich darip. äa,HS sie verloren gegaiigene GescIiicIiU-
»erk« teilweise ersetzen und div in dor Küilic der zoitgenö»«Uchen Dar-
rteQcr befitebcn(l«n LQclcen aiurtlllen. Ihre Form erhebt keine kanätleri-
»clien AniiprQche: aber gerade dadurch, daas sie auf die atti^rtllinliche
ßräzitilt verzichten, werden sie für die Geschichte der lebendig.™ Sprache
virhtiger alit die Historiker, dio sieh der koiivuntionelloii KuDbtäpnu;he
IwdieDeti. Die Verfasser der Chroniken sind meist Mönche, die fUr ihre
Btaadeegenoesen und fUr fromme Laien abersichtliche Handbücher der Welt*
IHcfaicfate geben wollen. Daraus erklilrt «ich die vorherrschend Ifirch*
lieh« und populäre Tendenz dituMT Werke. DicMUii zwei Kiguiischaflen
VKTtUnken sie ihre Verbreitung im lateinischen Abendlandu und namentlich
im dao von Byzanz aus zum Christentum bekehrten orientali^ctien und
dbvi«ben VUlkern, den Syrern, Arabern, Armeiiit-ni, tieorgieni, Bulgaren,
St-rb«n und Küssen. So (sind die Chroniken fCLr die allgemeine Kultur dt«
ICttelaJtera unendlich wichtiger geworden als die nur auf die en^t«n
KrciM von Byzanz n-irkiwmen Zeitgeschichten und sie eritetzen, wom ibnen
iD innerem Werte und künfitleriMcher Form abgeht, durch die uiiermcs«-
bcfae Femwirkung auf fremdu Litt«raUirgcbii;tc.
I>ie Chro Dingten haben sich ihre Arbeit meist sehr leicht gemacht; mit
^■'iiiF^en Auettahmen haben nie einfach die ihnen zu Gebote »tehenden Oe-
■cbcbtAwerkv und Sltercn Clironiken mehr oder weniger ausfOhrlich ex-
IHptH und zwar in der Weise, dass sie für üin«n Abw:bnitt mniit eine
l^uUtt benDtzteB. ein Prinzip, das sich bekanntlich Hchon bei den allen
Hiitankeni grosser Beliebtheit erfreute. Nicht selten freihch arbeiteten
M m die Bauptqut'Ue uocli eine oder sogar mehrere Nebenquellen hinein.
Bei miochen Chroniken geht die Abhängigkeit von den Vorlagen so
■«t, diM sie faat nur die Bedeutung von Handjtchnften ilterer Werke
hatent So kommt e« auch vor. daaa ein und dasselbe Werk ooter ver-
MUwkiien Namen geht. Diu modtm« Vor»k-llung vom geistigen Eigeo-
tin ist in dieaer Litteratnrgattung nicht vorhanden, und ee int dahM-
Ü Kupf gegen Windmühlen, wenn man, wie oft geschehen iitt, die harm-
km Otfonisten als unverschämte Plagiatoren brandmarkt Einen aolcheo
320
ByMUtiiiliche litUrKtargeacbiaht«. I. FrtMaiaolie Litteratur.
Vorwurf hätte «in byziuitiiiischor Clironist nicht veratandon. Dto »praclj-
liclie Form und das naiBonnomunt ist ihm Kebensache, den Stoff ohvr, ü«
Thatsachon, betrachtet er als Gemeingut, aus dem jeder nach Belieliea
auswählen inOgo. Dicker litterarigohe Kommunismus tmtte xur Folge, daas
hier die Grenzen zwiscbon den Begriffen dor tielbstAndiguu Kumpilfttion,
der bloRsen Redaktion und der handschriftlichen Abweichung jetzt
hiiufig schwer zu ziehen sind. Daraus ergeben »ich faHt unüberwindliclie
Schwierigki-iton Hlr die diplomaU-schü Kritik und die wisscuscbai'tlichu V«r-
Offentlichung. Das 8chHmm»t» Problem bietet in dieser Hinsieht Georgios
MonachoR, der da^ ganw Mittelultur beherrscht und daher in unzähligen,
stark abwoichendeu Handhchriften überliefert ist.
Ton grüBster Wichtigkeit ist in dieser Litteraturgattung, in der jo4m
neue Werk, soweit es müglicb war, aus iiltereii Arbeiten zui-ammeogeacfaQpA
wurde, die F'e&t«teltuug der Quellen- und Verwandtöchaftdverhältnisse. Sia.
BttSsst abor auf noch grössere IlindernisBe als die wissenachaftlicbe V
nffentlichung der Texte und gehört zweifellos su den «ohwiorigeteu Aof?
gaben, welche in der gesamten l'liilulogie existieren. Manche UauptqudUo
sind ganz verloren, manche sind nur in Auszügen und ^Bruchstflcken oder
in späteren Überarbeitungen oder Übersetzungen auf uns gekommen; roB
diesen ist vieles noch nicht verSfTentlicht, anderes ist zwar godrudtt,
aber an schwer zugünglichou Urtcn oder in ganz unzuverlässiger W^M.
So inuss die Forschung ohno Unterlass auf handschriftliches Material
zui-ückgreifen, wodurch für den, der die betreffenden Handschriften uicbt
ebenfalls einsehen kann, das Verständnis und die Prüfung der Vorarbeit«ll
unendlich erschwert wii-d. Nicht weuig Verwirrung entsteht auch durch
den Mangel einer festen Nomenklatur. Mehrere Denkmäler, die iu Be-
tracht kommen, sind nur in Form von anonymen Kompilationen oder Ex-
zerpten vorhiinden und daher schwer zu zitieren; auderu Werke, mit denen
man operieren mus«, sind nur uu» gewissen Spuren vorausgesetzt und von
ihnen müssen zuweilen wieder mehrere Redaktionen angenommen und in
die Forschung eingefllhrt werden. Nun werden diese ziemlich vcrachwom*
menen und oft recht problematischou GrQseeu, dio für die AusRthrang der
QueUenberO[.-hnungon nötig sind, von den Forschern oft mit versohiedeua ü
Kamen bezeichnet, je nach der Vorstellung, die sich ein jeder von ibllCBI
gebildet hat. Ein und dasselbe Individuum begegnet uns hier als b^
scht'ideuos .Kompendium', dort als , Johanne» Antiochenus*, an einer
dritten Stelle ab , ursprüngliches Malaloswerk' u. s. w. Nicht kleiner Ut
das Übel, wenn umgekehrt mehrere Forscher denselben Namen gebraucbuii
aber verttchiedune Begritfü mit ihm vorbinden. Selbst da, wo es sich um
ganz bestimmte, aber anonyme Werke handelt, urschweren die teils liond-
KChriftJichen , teils konventionellen Bezeichnungen wie , Kompendiuni',
.Epitome", .Synopsis", ,Kkioge* u. s. w. die Orientierung. Za diesen
Süsseren und inneren Uinderiiissun kommt noch die grosse Ausdehnung
Ldw Gebietes; wer sich hier auf einen kleinen Abschnitt des Ganzen b»*
sdiränken will, vermag, wie die Erfahrung wiederholt gelehrt hat, di*
HaupUragen wenig zu fordern und verf&Ut leicht in schwere IrrtQmcr. So
ist denn manches Ergebnis, das lange Zeit ol» v*>llig sicher galt, duck
J
9. 0«9oh!chtaeh reiber and ChronisUa. B. CbroaiaUiL (g ISS)
321
'Weiterung der Untersucliung schwankend geworden, und mit Rocht
©inor der er»t«n Kenner (lieses dornenvollen ÜL'biot«« über die
tl, deren UVsting mit jedem weiteren Versucho uns ferner zu rücken
f (B. Z. 2. 203), In vielen Fnllon gelingt es zwar allgemeine .Be-
igen* einer Kompilation zu gewisiten noch erhaltenen oder voniue-
t«n Quollen zu erkennen; Bobald man aber versucht, die Verwandt-
genauer zu bestimmen, geritt man von einer Sackgasse in die andere,
lie Forschung wird hier oft zum reinsten Geduldspiel. Trotz des
en Aufwandes von Scharfsinn und Ausdauer Ijbt^t .tioh twlten mit
Hr Sicherheit festatellen, ob gewisn« Verftndeningon, Zusätze oder
iBungen von dem Bearbeiter A oder in seiner Vorlage B oder ttchon
»r Haupte oder Nebonquolle von B gemacht worden sind. Und
t von der Gewisaheit hierüber hangt meist die Oen-innung glatter
erzeugender Resultate ab. Rechnet man zu alledem nocli die gerade
artigen Forsch ung^ebieten besonder» fatale Verschiedenheit der
jven Vonntellungen von den Begriffen der Sicherheit, Wahrschcin-
und Möglichkeit, bo wird man den Humor des Itichterg begreifen,
Chfto» von Thataachen, Voraussetzungen und verwickelten Kom-
iM gegenüber eine 8ichere Entscheidung trefTcu soll, wie sie nun
das grausame Publikum von einem Uandbuche verlangt. Man
aber auch billigen, wenn er in zweifelhaften Fällen sich lieber
Zorüclthattung als den Übermut unreifer Kiitt^chlioi^ungen vor-
lueeo will. Eine äussere Schwierigkeit findet dia kompendiarischo
lang dieser verwickelten Verhältnisse darin, daas manche Dingo,
aiuf&hrlicher Auseinanderli^f^ung des ganzen Kfatcrialtt und des
der Untonsiichung recht klar und Überzeugend wirken, ihre Klarheit
rzeugungidcrafl vertieren, wenn man sie in einige knappe SStzo
■peDfaaaen musa.
Wir wifwen nicht, in welcher Zeit die ersten Keime der byzantini-
Weltchronik zu suchen sind; woSirecheinlich muss man bi» ins 5.
Jahrhundert ziirflckgelien und an die von Malalaa zitierten weisen
Khwei:«en Chronographen Xestorianos, Pausania», Domninos, Theo-
d Timotheofi. vielleicht auch an Autoren wie Sextus .lulius Afri-
Philippo» von Sidc anknüpfen. Für unsere Überlieferung freilich
Vertreter der Gattung der gräzisierte Syrer Johannes Malalas,
rolkaniSasigen, stark kirchlich gestimmten Woltchrouik bestand
'bBfaere, in Auffassung und Form mehr den zeitgeschichtlichen
dto Art weltgeschichtlicher Dan^tellung, die im 6. Jabr-
"wte es scheint, nur durcli Uesythios von Milet vertreten ist.
diese höhere Weltgeschichte zur gemeinen byzantinischen Chronik
'IiistMÜchon Sinne vcrhftit, ist nicht genügend aufgeklärt. HSchst
ich aber hat sich die byzantinische Weltclu'onik nicht aus
d]«aer gelehrten Gattung, aondeni aus Stadt- und Provinzannulen
Daher kommt e«, da«s die ältesten Chronisten die Welt-
nmlchst vom Standpunkte ihrer engeren Heimat aus betrachten.
b(*i Malalas Antiuohia, bei Johanuos %'on Nikiu Ägypten im
^ankt des Interessee. Mach Malalas wird die volksmüssige Welt-
iw U<H. AiimiiBHOtofvwbtn II. 1. aUI(. i. Ana. 21
erste
lite
l
iJ
322
BycantbuBcli« litteratorgMobicht«. I. Proulaobe LitUntsr.
ohronik im Anfange des 7. Jahrhundert« fortg«soUt durch Johannfl
Alitiooh«niifl und die Oaterchronik. In dtr dämuF folgonden Zeit aUgemeiia
littcrarisclier Verödung gehört die Chronik, «Jeren PSegestätte das Kloafa
vrar, zu den wenigen Gattungen, in denen wenigstens noch einigt» lilfl
vorgebracht wird. Profane und kirchliche Kompendien, die in dieser Zm
entstanden, »ind un» durch erhalton« Exz^rptti und durch reichliche Spiml
boi späteren Ohronieten erkennbar. Besonders musa das Breviarium da
Nikephoros auf einer solchen Quelle beruhen, von der dürftige ÜhorbleiM
in den Exzerpten aus dorn Miya? Xqovoye^fo? erhalten zu sein scheiiuq
Ein zweites verlorenes Work au» dieser Zeit, das zum Teil auf Johtnifl
Antiochcnus bcnitite. hat einer Gruppe späterer Chronisten, nanienlli(l
dem Leon Qranimatikos als Vorlage gedient und ist daher von E. Pata
„Leoquelle" getauft worden. Vielleicht ist sein Verfasser in jencfl
Traianos Patrikios zu erkennen, von dorn Suidas (s. v.) berichtet, daa
er unter Justinianoa II Rhinotmetos (685 — 695 und znm zweiteniaill
705 — 7U) ein kurze, vortreffliche Chronik geschrieben habe. Übw IN
kirchengefichic-htlichoä Kompendium, das in dieser dunkeln PerioM
entstanden sein muss, vgl. § 104 Ajim. 3. So ist es denn ganz natHrtidi,
da.'^.i gerade die Ohronistik berufen war, von der erwähnten Zeit der IV
fruohtbarkcit in die litterarieche Renaissance, die im 9. Jahrhundert diircli
PhotioB, im 10. durch Aretha-s, Konstantin Porphyrogenneto« u. a., in
11. durch PselloB bezeichnet wird, hintlberüuloiten. Nicht weniger als
drei uns erhaltene bedeutende Chronisten, Georgios Synkellos, TfaeiK
phanes und Nikephoros, gehören nach ihrer schriftstellerischen ThUig*
keit in den Anfang des 9. Jahrhundert«. In der zweiten Häifte dossedwi
Jahrhunderts entsteht das Werk des Qeorgio.s Monachoa, das nebw
Malnlas die grflsate Femwirkung ausgeübt hat. Man kOnnt« daa 9. Jahr-
hundert das Chronikenjahrhundert nennen, wie man das 10. als das dit
Enzyklopädien bezeichnet hat. An Theophanes und Georgios Honacbot
schliesst sich dit' rogo chronographische Tliiltigkeit, deren Früchte iin*
jetzt in den mosaikartigen Kompilutiontm von Autoren wie Symeon Ha-
gißtros und Logothetes, Leon Grammatikos, THeodosioB Meli-
tenos, Psendo-Polydeiikes. Skylitzes, Kedrenos und Manasses vor-
liegen. Im 12. Jahrhundert nimmt die weltgeschichtliche Darstellung nod
einmal einen höheren Flug in dem grossen Werke des Johannes Zonara>t
der zum Teil wieder auf die alten Originalquellen zurUckgriff. Kurz darauf
fand auch die Chronik des niederen Stils, in der die Geschichtsauffaasimg
des Mnlalas fortwirkte, ihren letzten Vertreter in Michael Glykaa. Nach |
Zonaras und Glykas hat es die Annalistik wohl infolge der UbermfichtigeD
Konkurrenz der seit der Komnenenzeit immer mehr erstarkenden golehilen,
humanistisch gefärbten GeschichhKlitteratur zu keiner grossen neuen LeJstongrd
mehr gebrachL Ephräm, der im 14. Jaltrhnndert eine Kaiserchronflt '
abfasste, glaubte wie einst Manasses die Existenzberechtigung scidh
Werkes durch Anwendung der gebundenen Form beweisen zu m
In vulgfirgriechischen Bearbeitungen der alten Werke und in dürren chroi
logischen Tabellen lebte diese Gattung noch lange über den Fall de« R«i<
hinaus. Die Chroniken des Nikolaus Malaxos und des Dorotbooa Ti
*iai iie xwei Programmp von E. Patiig: Ünerknnnt und unbekannt
__ nsinoDto, Lcipiig l^Ül. und; JolinnuuB Anticioli«iUJi und Johannps Mola]
— Zur ntlut meinen Cbkrukterialik di>r cli Haiti üb i-n, voTncbmlii-'li der Ifttol'
KiUKluitilc T^l. 0. Rolder'Ecgur, Uiitereucbuugvu Ubvr (^inku miiialiatlaclii' Quellen
' dit« it» it. und 6. Jabrbandrrts. Neu«» Arcbiv der QcMtllaoluiri fOr Ulterv ileutaob«
1 0W$) la- 120; 218-368. und 3 (18771 47-111.
, Zan Hiyitt X^on/yQÜifoi vgl. A. Fr«nnd, BnitrS^e zur anlioclienischon niid kpoli-
1 Stwltekranik, Ji^na l»Si S. 38 IT. — Vober Traianos v^l. C. de Bo«r. HeraiM
tl 4S9-492. und K. rnttit;, H. Z. S (18941 4TI. •- Uvbor die Leo<)ii«ll» vgl.
lit. 1*0 Gr»mmBti(rö» ond iwinn Sippf, B. Z. 3 {1894) 470—497, sowi« di« oben
f. RnK«fnbrten Arboitcn von Patzig und dfl Boor.
S9. Hesychioe von Milet {Usv^tm Mtkr^atoi), von seiner Würde
Plnstrifi {'ikXovafotoi) zubenannt, lebte wahrttcbeinlich um die Mitte
I JahrliundcrlA. Aur dem Umstände, A&m Uesycbios in 8>«inem Ono-
go« keinen Kirchenvitttt- nennt, tiattc der Bearbeiter eines ÄusKugca
Werkes den Vordacht geschöpft, or «ai Hvido gewesen; doch spi-ii-ht
der Umstand, dass er früheHten« unter Justinian schrieb, für die
V dM8 er dem christlichen Bekenntnis angehörte. Heetychios ver-
droi Werke: zwei derselben werden von Photio» (cod. 69) und
I (s. V.) erwähnt imd sind fi-agniontarisch erhalten; von dorn dritten
I wir nor durch Photios. 1. Kino Weltgeschichte: 'latogfa 'Ae-
Iv« xai nrti-roJ«nij bei Pliotios {cod. 69), A'^orixi; iatoQt'a bei Ruldas.
Terk war tn 6 BOcher eingeteilt, die Hesychios Siaoti]nata (Ab-
, Abschnitte) nannte, und umfa^sto die Weltgeschichte vom asay-
in König Belos bis auf Kaiser Anaatasios (518). Ausser
en Fragmenten besitzen wir ein grosses Bruch.itUck aus dem An-
des 6. Buches, das unter dem Titel Ilüi^ta Kioiatartifovsiöltto? dio
Sticht« der Stadt Byznnx bis auf Kaiser Konstantin den Grossen er-
eis wurde wold schon frilh vom Gesamtwerke losgelöst und eelb-
I Uberliefi^rt. Aus dieser Schrift stammt der erste Abschnitt der
■ von Koiiätantinopel (bis 8. lf>, 2 des Kodinos ed. Bonn.). 2. Das
I historisch« Werk des Hcsychios kennen wir nur durch Photios
IB). Es war eine Darstellung dor Rogiorungszcit des Kaisers
324
BriaotiBiftobe Litterktnrgwcbicht«. I. Pr<waiacli« Iitt«rfttar.
holttino Fragmunt dor Woltgoscliichto, obsohon 68 durch die überU«f«nifl
viel gelitten bat, die Spureu oinor i-infacheii und klaren Diktion erkeiiB^|
3. Vau dritte Werk, um dessentwillen He»ychi(xi in der jüngsten ZH
am iiioiittcn genannt worden ist, war nach Suidas ein 'Ofo/iafoXoyiK '; "''>V
((öl- fV Tttiidtif iroitaciiüv. Dazu fUgt Suidas die Bemerkung: vi' ^^"«M
iatt tQvio tö (itßliiiv. Mau liat geglaubt, Suida» bozoichne damit s^|
eigenes Lexikon als einen Auszug jenes Onomatologos; zweifellos alfl
stammt die Notiz von dem Verfasser eines älteren Auszuges des OiH
matologo« und ist von Suidaa mit der Sorglosigkeit, die ihn diarakt«riaiefl
einfach uiivt>ränd<.>rl aus der Vortag» hudlber^enomiuou worden. Dws iB
solcher Aufzug existiert bat, steht völbg sicher und es ist sogar geliuig^|
seine tlntstehiin^szeit und seine BeechafTenheit und damit auch di« ^|
Origirifthvorkes genauer zu befttimmen. IKt Onomatologo« des Hesfdlfl
entltiult <lie Uiugiiiphten aller borUlimber Schriftalvlh'r der ganzen lullfl
nischen Welt; sie waren nach Litteraturgattungen geordnet und >kH
waren zuerst die Dichter, dann die Philosophen, dann die Historiker, difl
dieKedner und^jophinten, endlich die Grammatiker, Ärxte, Astiotogeu u.ii,fl
behandelt; christliche Autoron fanden in das Work, das offenbar dafl
rein philologisdi-antiquaiischen Charakter trug, keine Aufnahme; aU sek^f
dilre Quelle diente dem Ileaychios unter anderen ein Werk des PhÜfl
von Bybloi<. .Später hat ein unbekannter Mann eine Neubearbeitung ij
Onomatologos veranutiiltet , indem er da« Originalwerk teils verkOnfl
teils, um dem Bedürfnisse seiner Zeit zu genügen, etwa drei DutMfl
Artikel tlber chrisUiche Schriftstellor binzufQgte. Die Kapit^-lointciloA
ersetzte er durch die alphabetische Keihcnfolgc. Für seine Zusätze ülfl
chriBtliche Schriftsteller benutzte er die von Sopbronios (i') verfasste Olw
Setzung der Viri inlustrea des Hieronymus, die Kireben^escliichten ^|
Euaobio», Philostorgios und Theodoros Anagnostes, endlich etBM
mit biographiächen Angaben verseheno Titel kirchlicher Werke. DüS
Auszug ist, wie die grosse Übereinstimmung in den biographiflchen Noti^|
sowohl über heidnische als Über cbristliche Schriftsteller beweist, njfl
nur von Suidas ftlr sein Lexikon, sondern auch von Hhotio8 für mH
Bibhothek hcuHtzt worden. Ans der letzteren Tbatäacbe und dem ufl
stunde, das» in dem Auszüge die von Ignutios verfasste LebensbeschnB
bung des Patriarchen Nikephoros (f 82!>) erwähnt war, ergibt »ich, dfl
er zwischen 82'J und Ü'ü verfasst worden ist. Das Originalwork fl
Hesychioe und auch der alphabetisch geordnete Auszug sind uns, abj|
sehen von den erwähnten Kelten bei PhotJOH und Suidas. verloren g5^
gangen. Dafür haben wir ein kleines und recht nichtsnutziges BUchlein mit
dem vielversprechenden Titel: llmi »wr iv naiin'^ äiaXaftipäitttr ao<f*ii-, ia
welchem man früher den Hesychioa zu finden glaubte. In Walirheit iit
das Scliriftchen, wie Lelii-s erwiesen hat, eine in der Humaniatenzeit
entstandene armselige Kompilation aus Diogenes Laertios und Suidaa.
Ileaerdings hat Flach versucht, den alten, echten Hesycliios am,
Suido« und anderen Autoren (auch aus der falschen Kudokiat) zu rokoQ*'
struteren. Das ganze Unteruehmen schwebt aber cinigeroussen tn il«r<
Luft: «a l&sst sich zwar bei ollen biographischen Glossen des Suidaa
_ luuiiiivjiw ria|(uivui mnr'viv uctu uur uduuiv viTnBii"fTm_
(^ JC(MT«v j^rn^ir) e«t, Du Gang« mit i1«r Osterchronik, ed. Donn. II 1181
ia dwi Prolff oTn*na iB Malnlas. «d. Bonn.S- LH f. — Den Psoudohesychi««
linxs mit 4>inetn retcMicli«n kritischen Ajinnrnto, docb ohne litnl An gliche (iensiiig-
T«XtkaiQi>litiition Jo. Finch. I<ei|iiig, hibliotliecn Teulinerinnn 1880. — Der
Di*rt«* llpsfchiofl: H<s,vchii Milesü Onnmntologi <|aae supttrannt oum pro-
•d. Jo, KIbcIi. I^ipxig. Tculmcr 1S&2. - Uaiiii mit liuigabc oiiU|;cr nicht tdq
iitaninH<n<len Vitne und mit Wcglossutif! dw rroiogonii>iiB und cIoh kiitisclmn
■la billig« Studcntonnusgabe (dIn ob nrmo Studenten kvtuäu Ap)>iLfAt
bI) Botor iMiMin 'i'itfl und in neuem Verlage: lüographt Orauoi ijui ub HeByobio
r»c. Jo. FUeh. Uwlm. C^lvajj- 1883.
, Hilfanitteh Na«kc Clioerili Samii quao supemunt etc. Lipsia* 1?I7 8. 84, —
r«. Rbdn. Mo«. 17. 158— 4ö7 = Piudarecboliivu, Ulpcig ]«78 8. I&9-1S4. — fr.
ib«. D« LmtÜo et Boncbio. Ilb«iii. Mus, 24 (IgQill 210 IT. - E. ßofade, Philo
loa DBd HuTchioa von Jlilet, Rlida. Mus. 83 (1878) 161-220: 34 I19T9) 061— 574;
I) KO und 524. ~ A. Paab, Jahns Jahrb. 121 (1880) 24; 12^ 11881) 241— STft;
■M». 8iipplMn«ntb. 11 ll88D) 40» fl : Rh«!». Mna. 35 (1880) »6 and: Studien tn
rafhica dM 8uidai, FretbnrK-TabiosAn 1^82 S. 124-153. - J. Flach. Über den
rttstn Stand dar gavllonkritik de« Heejchios voa Milet, Jahna Jahrb. 121 (1980)
l — P. Pnlch, Philol. An»ignr hprnn:>feg. v. Lnutsi-h 12 (IS83) .')1!I-.S2S (ab
I B— IwJlung Jar Aingalie dea ünomntologos von Flach). ~ Bllis Hoaaol-
Jahrb. 127 (IS8S) 552. — Zum Fragment über Christi (!eburt (s. o.) vgl.
Bellt» Juliu» .\fricnnus 11 1 (IfS-^t 131 f P. Egcnolff, Buman-MUlIcW
(IPW) 2»7 ff. — HnDplAchriFt Obur Abfttssungsteit. (juriton und Benütior
asii dem Onomalologos: (ieorg Wenixel. Die griechisclio lIeb«rsotxuQg der
_ d(a lli<<n>DvtnUB. in: Toxte und Untorsuclmngen zur Geecbichte der alt-
lilteTatur. heruuHi'rg. von 0. v. (iebbiitdt und A. liarniick XIII 3, Lvfpzig 1695.
C, A. bfraoulli. Zur gri«ehiat.'beD Uubureutxung; von Hiuronyinua' Do viris
TIi««li>K. Uttoratunntunu; 189& 8. 475 f. — Vgl, auoli diu Littenttur lu dau
.Suidaa' tmd .Falacb« Eudokia'.
Dta Im Gnndc recht unwichtig« Frage, ob UmvcHos Christ war, bat merk-
Mhoa hn Anfang« d«« vorigen Jahrhunderts vvav i'igtMi» Schrift hervor-
Cbr, Tharachmid, Do Heaychio Mil. ill. Christiano, Witt^mbergae 1718; wiod««''
Aki Ausgabe tob Orelli 8. 2G1 -204. Vgl. E. Rohde. Der xiiecbUche Roman
«■d Bbain, Mm. 84. .S6S; J. Flach. lUiein. Hna. 85, ISS; P. Kgeuolfr. Boriian-
IchrMbM-. 58 (1890} S97.
fffJtfui d. b. Wi«f[aaKoachicht*ii, wi* ai« Keaychioa fQr B^rzans schrieb, gab «a
an SUdt» i- il. r<I llätfta Ki-Ünw von IKa)[«nes ans Kvakos. Ucbei- andoro
iHar, wpicbn dia UrgMohi^ht« von Konatantmopel bohanaoHcn, a, die Auagab«
Ü & 362 ff. Vgl, auch den l'nrogrHpbi^n .Kodioos*.
10. Johannes Ualalas (^^aXäiai, auch MaXiXac) am Antiochia in
326
BfiantiiÜBclie LttteratorgeMbicbte. L Prosaiaohe Littoratnr.
Ägyptier bis in die letzte Zeit de» Justinian (563) reicht, ureprUngücli i^t
wohl sicher bis xum Ende dieses Kaisers (565), vielleicht bis sutn Jabte 673
geführt war. Die Chronik des Malalii» init ebea»ü eibäi-mlich an e»cb all
wichtig tilr die Litteraturgeschichte : denn in ihr erscheint wenigstens ftr
unsere Überliefei-ung zum erstenmal der kultui^ und litteraturgescbichtlid)
wichtige Typus der christlich-byzantinischen M&ncbschronik. Ei»
Charakteristik dieses Werkes orscliliosst das Verstündnis der gaazen Qu-
tung. Malalatt ist in seiner historiographischen Technik, in seiner Auf-
fassung und Darstellung von einer Grobheit, wie sie bisher in der ge-
schichtlichen Litteratur unerhört war. Selbst je<Ier feineren Bildung Üt,
schreibt er auch nicht für das hßhor gebildete Publikum, sondern ftr dit
grosse Masse von Mönchen und Laien, die sich in bequemer und unttt-
haltender Weise Über den Gang der Weltgeschichte unterrichten wollten,
fUr dieselben Kreise, die sich an den treuherzigen, lebensfriflchen Leg^n^
des Leontios von Neapolis und fthnlichen Volksbüchern vergnUgten. Er
vereichtet auf den Ehrgeiz, es dem Thukydidos oder Polybioa glctdututliDD
und bricht mit den Prinzipien des Pragmatismus und mit der ganno
historiographischen Tradition, die wie eine unzerstörbare Satzung die ImI-
lenistische und byzantinische Geschicht^chreibung beherrscht; in dicMT
Beziehung hat er .alles von sich selbst gelernt; es ist auch daniKk.*
Seine Richtschnur ist das Bedürfnis und Gefallen der Menge; in echt voJka-
massiger Weise werden eine ungeheure Masse von Tliatsachcn verworr»
aufgezählt; Bedeutendes und Geringfügiges wird mit gleichem Ernste t<^
getragen. Das grüsste Gewicht fUllt auf einzelne, aus dem Zusamnieif
hange gerissene Ereigni.sso, besonders auf alles, was ins Gebiet der Kum-
Bität gehört. Genaue Personalbeschreibungen machen sich durch das gania
Werk bemerkbar (vgl. oben S. 220). Die Dai'stellung der Mythen nti
He roengeschi eilten verfolgt einen chriatlich-apologetiachen Zweck; die Greuel
des Heidentums z. B. Menschenopfer bei ytädtegi-ündungen werdeu mit
Vorliebe notiert. Ebenso bezeichnend für die Tendenz dl^s Buches ist d»
korrekte Gesinnung gegen die weltliche Obrigkeit. Wie eine Karte Au^
merksiimkeit ftlr die Monarchie erscheint die vt^lUge Gleichgültigkeit ge^
die rümische Ilepublik, von deren Geschichte Malalas nicht« za bericbUn
weiss als die Eroberung Korns durch die Gallier unter Brenuos. Cbcrall
tritt die Absicht hervor, eine der ungebildeten Mfiige zusagende, weilar
Thron noch AJtar verletzende und doch pikante, anziehende und venrtiad-
liebe Lektüre zu gewähren. So ist das Werk ein geachichtliofeM
Volksbuch im genauen Sinne düs Wortes.
Nicht wenig fesselt die Frage, aus welchen Vorlagen eine so seil-
same und fremdartige Leistung abgeleitet ist Leider hat Malalas die
Untersuchung seiner Quellen zu einer recht schweren Aufgabe gemacU:
sein Werk ist auch in dieser Hinsicht ein echtes Volksbuch, in dem die
derbste Spekulation auf den Köhlerglauben eines gutmütigen Leserkreiaea
sich breit niacbt. Er zitiert mit prahlerischem Behagen eine Menge vott
Autoren; welche von ihnen er aber thatsächlich und vorzugsweise benBUt
hat, lässt sich jetzt nicht mehr genauer feststellen. Jedenfalls hat er eoiiw
Vorlagen noch wosoutlich vergröbert, da er weder die Thatsachen nodi
Torwort« «Ddeutot, durch nitlitdliclie Boriolito älterer Zeit-
Bsen. In seinen trojanischen Ge»chichU<ii weist er auf die Sohwindol-
dee Diktya von Kreta und des Sisypbos aus Ko» zurUck. Gro&so
ibe zeigt Malalaa me Hpät«r Georgios Monanhos und Glykas für
fte ErEähluiigon nationalen und roligii^een Charaktürs, unter denen
ikrypben Aposlelnkten besonders hervortreten.
Der Mittelpunkt, von dem aus Malalas die Weltereignisac betrachtet,
e gelieltte Vaterstadt Antiochia; das Werk orsclieint geradezu als
tchronik, welclio naclitriiglieh mit einer WoltgMchichte verwobori
Ähnlich gleicht der SchluHs des Werkes, der vornehmlich Er-
der Hauptstadt behandelt, einer erweiterten Stadtclironik von
;tinopol. Von einer kritischen Betrachtung, ja auch nur von einer
idigon Verarheitung der Quellen ist natürlich keine Itede. Man
ein Buch schreiben, wenn man die abenteuerlichen Verzerrungen
lächerlichen Irrtflmer diese« Erzilhler8 durchmustern wollte. Diu
le Sängerin 8appho ist bei ihm Zeitgenosiüin des Kckrops und Kra-
wihrond der Philosoph Demokrit aus Abdera in die graue Vorüeit
lope hinaufgerUckt wird,*) maan sich Herodot zum Nachfolger des
degradieren laxsen;') Cicero und .Sallust sind dem Malalos hoeh-
römiAche Dichter;') die Landschaft KarJen ist nach ihm so benannt,
der Kw«er Carus unterwarf;') der Kyklops des Euripides hat
*) u. 8. w. Ebenso ungenau wie die Ausarbeitung des Einzelnen
ganze Komposition; es wimmelt von Wiederholungen und la-
n.
le böchsto Bciochtung verdient die Sprache dieeea Dunkelmannee.
legt keinem Zweifel, dasa wir in Malala» das erste grossere
al der volksmässigen Oräzitfit vor uii« haben. lu seiner Diktion
•ioh die im ganzen Orient verbreitete, mit lateinischen und orien-
0 Elementen versetzte griechische Gemeinsprache. So sehr atmet
Werk den vulgärgriechischen Geist, dass sich mit geringen
328
BjianUnlscti« Litt«r&turg«Mhichte. I. PraskUeli« Utterfttar.
luorptiologUclion und lexikalischen Ändeningen S&tx fQr Ratz ins Km
griechische umgiesiien \H»»t. Allo Spureii der Vulks^iprache, die sidi tm
der alexandriiiischun Zoit nur schüchtern und veroiiii»ilt hatten bikleii
lassen, sind hior zum vollen Kechtc gokomraen. ')
TtoIz aller Kindlichk«it«n und Mängel hatte Mslalaa den ricbtigei
Ton getrofTo», indem er «ineroeits den engen Rahmen der antiocheni«cli(a
Studtchronik zu dncr freilich noch recht unvollBtändigen Weltgeschichte
erweiterte und andererseits in seiner naiven AuffaRsung und vulgären Dl>
Stellung dem tieschinack und Bedürfnis der chriiitlicb gebildeten, moo-
archi»ch fühlenden Volksmuiwon entgegenkam. So erklärt sich, da» tr
sich bald der gröHaten Beliebtheit erfreute und iiuF die Folgoz«it einffl
mächtigen Einfluss ausübte. Die Nachwirkung des Malalas auf die epiteit
byzantiniäohe und auf die orientalittche und »lavische, ja »elbst die abend-
ländische Annalistik i»t in der That unermessUcb. Sie kann hier iiiciil in
ilu'om ganzen Umfange verfolgt und aufgedeckt werden. Doch müsMa
wenigstens die Hauptthatsaehen Erwähnung finden, um so mehr, ala äa ,
auch nach rUckwilrts ein Licht werfen, in dem sie ftlr die Feebsteihmg, '
des ursprQngltchen Bestandes und Charakters des durch die Üborliffenaig
arg mitgenommenen Werkes beigezogen werden kennen. Der erste Autor,
bei dem sich Benutzung des Malalas nachweisen lässt, iat Johann«!
von Epliosios; er hat vor dem Jahre 581 fdr seine .syrinch abgehasto
KirdiougcBchichte aus di*r Chronik des Malalas Notizun über ein Erdbeben,
da« im .labre 526 Antiochia verwüstete, und einige andere Nacbrichtea
geschöpft. Durch seine Vermittlung kam im 13. Jahrhundert Ualalasgnt
in die wortvolle Chrouik dos Bar-Hi^braeus. Ein zweiter LandsnianD, der
Kirchenhistorikor Euagrioa, benutzte den Malalft», den er alti .Johann»
Khetor' zitiert, vor dem Jalire ^Sd. Ein Rest handschriftlicher Cborlicfe-
i-ung aus dem Ende des 6. oder dem 7. Jahrhundert sind die tuscuta-
nischen Fragmente, welche A. Mai aus Palimpseatblllttern in GrotU»
Forrata herausgegeben und £. Patzig al« zu Maialas gehörig erwieeen
hat. In ausgiebigster Weise wurde Malala» bald nach 610 wiederum von
einem Landsmann, von Johannes von Antiochia, verwertet und zwar
■SO, dass auch da, wo der Wortlaut nicht derselbe ist, die vulgare Form
der Vorlage sichtbar bleibt. Um dieselbe Zeit hat der Osterchronist
den Malulus auf »o weit^> Strecken wörthch uu»gesch rieben, da.'ts die Oster-
cbronik jetzt die Ilauptquelle für die Kritik und liertiteUung des UaUU»-
textes bildet. Gegen daiS Ende des 7. Jahrhunderts hat Jobaonei,
Bischof von Nikiu, zahlreiche Stücku aus Malalas in seine uns nur in
einer äthiopischen Übersetzung erhaltene Weltclironik aufgenommen. Um
das Jahr 740 benutzte den Sj-rer wieder ein (weim auch etwas öDtfemter)
Landsmann, der grosse Kirchenlehrer Johannes von Damaskos, indem
er in meiner diitton Rede über die Bilder aus der Chronik des Malatai
(,/x ifji xf''*"yfV"'i Itorirtiov 'Avtwxfif{ tov xai MaXäia') die EncihlUBg
voQ der blutflüesigen Frau mitteilte (Migne, Patrol. gr. 94, I3ti9 fl.
') Für npmchgniichii^htlicli« Zweck» ist
üiJbIm vgnllglicli iiuagoboutot von Hatci-
dnkis in Jor Jabilbuiniuctinft der UaiVi
AtboD läHtJ ä. 117 ff.
J
•niii
Jahrhundert crechoint Mnlaliw in den konstantinischen Ex-
n, hier allerdings mit wichtigen Bestandteilen, die in unsercim
fehlen und wohl als spätere Zuthaten betrachtet werden mflüsen.
ven-inigt Kedreno^ im 11. Jahrhuiidt^rt zahlreich« Stücke ^e»
die ihm aus verschiedenen Mittelquulloii z. ß. aus der im C-od.
1712 vorliegenden Kompilation zustrümen, in «einer umfangreichen
nik. Kndlirh jft noch der Einftiiss de» Malalas auf die i<lavi.tchen
ihnen kultui-vll nnhoistt^'honden Völker zu b^ivlitun. Die uraprüng-
^ vollständige alavische Übersetzung, welche der Presbyter
rij unter dem bulgarischen Fllrsten Sjrmeon (fiflft— !)27) verfasste,
lorcn gegangen: aber betrUclitlicbe Stücke dei-solhen stecken in
iiUvi«chen Sammelwerken ruKsischer lledaktiun. deren Alter frci-
:m Über das 13. Jahrhundert hinaufgeht. Selbst bis in den Kaukasus
laa gedrungen; eine georgische Übersetzung seines Werke«
einer Handschrift de^ 10. — II. Jahrhundert«« im Kirchenmuseum zu
halten (Mitteilung von A. S. Clinchanov).
reiclilich hat Malalas sechs Jahrhundert« hindurch die gesamt«*
ige Geschichtslitteratur befnichtet, da«« er selbst allmählich cnt-
wtirde; was an ihm m viele (ienonitioneu erquickt hatte, dar
ao OoMchichten und Kuriositäten und der naive volkstümlich« Ton.
idare Werke iibergeirangen, und diese hatten vor Malalas den grossen
daae aie sein Materia) in einer dem Zeit^cacbmark zusagenden
«rgftiuton und die ErzKlilung bitt auf die Qegonwart horabftlhrten.
ie sprachliche Form des Maluliu mochte dem Let>er des 12. Jalir-
etwaü altmodisch vorkommen. So ist es denn ganz natürlich,
Werk dea Syrers, daa seinen Dienat gethan hatte, in Vergessen*
and nicht mehr vervielßlltigt wurde: während wir von Thco-
Qeorgio« Monachos, Zonaros, Mamisscs, (Ilykas und anderen Chro-
dee 9. — 12. Jahrhundert« eine ungezählte Menge von Handschriften
bat flidi Malalas in einem einzigen Exemplare, dem Cod.
■ ; ^ « etn
/?_ rt_i». _*fc
T -:j--- — *i-Ki* *>.
830
BfzantiniBche Litt«ratarg«>cbicbt«. I. ProsalBohe Litt«rftt«r.
u. fl. w.); dan cr^te Buch Rowie der Anfang des zweiten und dor Schluss
de» lotztoii Buches sind duivli BlätteraiisfAll verloren gegangen: auf einer
Lücke in der Vorlug« b(>niht da« Fi-lilcn de» Absclmittc-s in der Kaiim^
geachichte (ed. Bonn. 2115, 1(5) vom Todö de« Caracalla (217 n. Chr.) bis
zum Begieningsautritte dea V'alerianuH (<i58 n. Chr.J. l>ie Thatsavlie. Aus
die Oxfordor Handschrift eine verktlrzte Redaktion dos OrigimUs darstellt,
itit völlig klar geworden durch eine Vorgloichung der tusculaniHcheu Frag-
mente, der Malaiaastücke in der Octorchronik und im Theophane«. dcir roo
Momm«en, Hermes d, 36(i ff., edierten konstantinischen Exzerpte ilt^ i:iu
ßovXwv und der 8lavi.scUpn Bearbeitungen. Kben diese und andeio spätf-m
Werke und Kxzerpt« sind nun auch zur Hei-»tollung d*-» Originaltcit«^
zu verwerten. So Ififist sich das erst« Buch, welches im Oxforder
fehlt, aus den Exzerpten des Cod. Paris. l'Ä'A^ (Cramer, An. Puia.
231 ff.), den ersten Frngmeuten den Cod. Pari». 1630, aus den
A. Wirth «dii>rt«n Cod. Paris, suppl. gr. 682, s. 10. und den leicht]
kenntlichen Malalafistücken der Osterchronik fast vollständig wieder
winnen. Von besonderer Wichtigkeit ist der Cod. Paris. Ruppl. gr. 683|
der das früher nur au8 der »lavischen Übersetzung bekannt« Vorwor
dea Malalas (nebst dem Anfang dos ersten Buches) enthält. Im einzda
bleibt natürlich manohen unnicher und besonders ist bei der Benutzung
konstantinischen Kxzerpto. die vielfach Zusätze zum Original zu biob
scheinen, grosso Vorsicht notwendig. Solange über die Frage, iowi«i
sie und die Übrigen AuszUge und Bearbeitungen den echten Halatas
präventieren, unter den fipezialforachern keine grftssere Einigung er
ist als bis jetzt, dürfte auch der Plan einer neuen Ausgabe des We
ala verfrüht erscheine». Eine wichtige, noch immer unerfüllt« Vorbeding
ist namentlich eine kritische Ausgabe der mit Mulalas zu«iammenhftng
sinvischeu Chroniken, obschon sie die grossen Hotfimngen, die etni)
Forscher auf sie gesetzt haben, schwerlich erfüllen werden. Von erh
licher Bedeutung ist die aus der erwähnten Vergleichung der sji
Reflexe gewonnene Erkenntnis, dass der Bearbeiter dos Oxforder Exompli
die sprachliche Form des ursprünglichen Malulas im allgemeinen
verändert bewahrte und sich, wenn er auch manches stilistisch verkür
doch nicht die Millie nahm, die naive volkstümliche Qräzität dea Werke
einer durchgreifenden Korrektur zu unterziehen, Somit ist
trote des üblen Standes der Überlieferung — abgcsohou von dem
fi6& oder nach I>73 abgefassten Schlussstücke , daa in dem erhalt
Exemplare nur wenige Seiten umfasst — ala ein spraehgeschi«
liebes Denkmal aus dem zweiten Drittel des 6. Jahrhunderts
betrachten.
Zum Schlüsse sei auf einige noch schwebende Streitfragen hingei
Es handelt sich namentlich um die ursprüngliche Form und Auadek
des Werkes, um die Abfossungszeit und um das Verhftitnis der Sc^hii
pai-tio zum Ganzen. Man hat unseren Malalas für die gräcoi^rii
Vulgarieierung eines voniehmeren Werkes erklärt; doch lässtlsich diese
fasHung nicht genügend begründen. Trol^ der Verkürzungen und Ho
fikationen, dio das uruprüngUche Werk erlitten hat, können wir, tnd
OMcUohtMhntber und CbroniaUn. B. Cbronisteo. (S 140)
331
Kr die zuBatnmenhAngende Überlieferung der Oxforder Handschrift durch
■e aas dem voll-itRndi^en Malala-s 8t>niuincndcn Stücke bei den Aus-
Bhrabara und Bi'4ii'hitilerii iirgiiii^teu und beriehtigen. du» Origintilwork im
grusen und ganzen her»U>Uen; die HÜgemeine geechichUiche Aiiffa^aung und
Im Kolorit der Darstellung ist ohnehin gewiR.t nicht wesentlich verändert
, vanten. Nur in einem prinzipiellen Punkte i^oheint dit» Werk eine Uni-
Mrtxiitung erfahren zu hüben. MahiIiL.s liut uh Munophysit goächrieben und
l|^puren seiner monophyaitischen Anschauung hat dann ein orthodoxer
^^Hvter verwischt; doch sind einige verräterische Itoste Ilbrig geblieben.
Hlttglicb der ursprünglichen Ausdehnung de» Werkes hat man bisher
ftgenommcn. da»8 es mit dem Tode Justinians abxchloss: ik jedoch in
Hm erwähnten lateinischen ÄuszOgen im Chronicon PalatJnum das Kaiser-
Hnnchnis erst mit dem 9, Jahre Justins II Ki-hliesst, ho ergibt 8ich, dass
■lUlas sein Work bis zum Jahre 573 geführt hat — wenn nicht, wie
Hu du in m vielvu iipfit«ron Chronikenhandaehriften beobachten kann,
^b Leeer in dem von dem Lateiner benQt.zten Exemplare den ursprUng-
■dien Text durch ZufUgung rhrono1ugi.scher Notizen um ein Stück ver-
■kgert hatte. Mag mm aber d^. Werk bie 566 oder bis 673 gereicht
HllMit, v^lig (sicher bleibt, das» Makliis Über die Regierung des Justiniun ntti
Haitgenofise berichtet. Verschiedene triftige QrUnde sprechen fWr die An-
Bbme, dass das Werk in zwei zeitlich weit von einander entfernten Aus-
Kben erschien. Die ersten 17 BUeJier und wohl auch der Anfang de«
B. Boobeä, der noch antiuchoniBchen nori^ont zeigt, sind wahrscheinlich
BKaeben 528 und 540 aufgezeichnet und um diese Zeit auch herausgegeben
Vmd«4); erst nach dem Tode Justiniantt igt der Übrige Teil dos 18, Buche«.
io welchem auf einmal Konstantinopel als Mittelpunkt erscheint, ab-
■iMhlowen und vereinigt mit der ersten Ausgabe der Öffentlichkeit übcr-
Bbm worden, entweder bald nach 'tü^ oder, wenn man dem lateinischen
■aan^ trauen darf, nach 573. Der Schluissteil des 18. Buches, dessen
*tcfM»»r offenbar in Konstantine pel guHchriuben und vielleicht tiuc-h
AsBalm dieser Stadt benutzt hat, ist ftir eine fremde Zuthat erklärt
worden. Für diese Annahme sprechen triftige Gründe. Zwar liesae sieb
jMsehmea, dasa Malalas infolge der Erohemng Hyrien.s und der /,erätj"nmg
Bn Antiachia durch (Jhosroes im Jnhro 540 glcieli anderen Antiochencni
Bdi ElHutantiDopol übersiedelte und dort den Gedanken fasste, sein Werk
HrtnisetKen. Aber es ist auHalUg, dass Euagrios und wohl auch der Oster-
^noiat einen Malalas benützten, der mit dem 17. Buche (Justin I) schloss.
Bii toa^os tiease sich vielleicht zur Annahme greifen, dass die zweite
^tigafae. die offenbar in Konstantinopel entstand, in Syrien nicht ver-
BHtet wurde. Dann hätte sie aber wenigstens der Osterchronist, der sein
BTcrit hflehst wahrscheinlich tn Konstäntinopel verfasste. kennen mCKsen.
Hldveraeita hat schon Johannes von Kpheaos. der vor Kuagrios und dem
(Mvchnintsten ochrieb, allem Anschoine nach das vollständige Werk tn
U BAcbora beoQtxl, und der lateinische Kxzerptor hat ein Exemplar
i^tbt, daa sogar bis zum Jahre 573 reichte. Vor allem aber spricht
|(9ni die EioheitUchkeit dea Werkes die Beobachtung, dass im 18. Buche
seht Witt in den vorhurgoliündcn Büchern ein Monophysit, sondern ein
S32
BrzuitinlBebe UtUmtnrgneliicbt«. I. Prauiscbe LlttArttor.
Orthodoxer zu nnet redet. Völlig aufgeklärt ist dieoe Frage nicht uiH
wird 68 %'iolleicht momalt« worden.
1. Aun^nbrn: Kd. pr. Eilm. Chilmesdus, Oxonü 180], mit KDiiini«iitar ami
liitniniHchtir tjcbrnwtzung diu H(<TBiiSB»b«n, «inw Abhutdlnn^ von H. ilodjr und dot be-
rllhmtoa pjiiiitola von It. B«ntli>}- nn J. Uill. — Schjechtar Abdrack Venedig 1733 (out
(ianoHios). Im BonDi^r Corjms rec. L. Dindorf. Bonnaa 1831, mit den f)«igitben der
cd. pr. ohiic LBniMkoöJiii'crtc imlbsUindige Föniorung. — Wiederholt bei .MilInl^, Patr. gr.
87, tt— 7UÜ. - Uus ioi Cod. l'ftris. euppL gr. 6S2 nurbewiilirl« Vorwort mit dem AntMUa
dea aret«ii Buubes ed. — irrUlmliob unter dem Numoii di-o Jubanutii Autii)cli(>uu» — A.
Wirtb, Chronogmjibisub« Spfino. Fronkfiirt 18W S. 8-10. - Kine kritiacli« und wf
Grund d«r neuereu Furaobungoa rervotUtSadigto Auagabe .«Urd« dam Slndiani «otf
ebeneo merkwOrdigen wie vvmucbllLsBiKteo GoBubicbtap«node die grOasta FSrderuui biingts*
(Tli. HoDUneen). — Vurbervituugvu xu viner neuen Ausgebe trifft C. E. Oleyo.
2. UiirBmittol: U. Dernburdy, Berliner JalirbOcIier f. wisMBecbaft liehe Krttik
18S3, 2, 132 144 | B<«i>ri>chuiiK der Bonner Ausgabe), - Zu den NnchricbtRii dm UaUlat
Obar die Stadt Antiocbia vgl. K. O. MUller. De auti(|nitalibiia Antiaclmniii diucrtatio prior,
qua Antjoobiae ad Orgnlem sub GracciH reRibue ijuae fuerit figuru et i|uilo pr-iccinoa uma-
montH «xplioator, Gstliogen \^M, und ; I>o aiiti<|uitRlibii8 Anliorhenia continFiiUtia iittcr^ qw
Antioohioe urbis fonn« quibits niodm sab Homnoorum iinperio niutnta <ül onUnditur. Uülbngc«
1839, beide Abhandl. «iederholl in ,K. 0. MQlkru Kleino dc<ut«chR Schriften' 1 (Bmtau IMTi
M-102: 110-129. - Alfred v. tJutuchmid. Un-nnboten 22 (ISS3) 1.348 f. = tUeiit
Sobriften & (1604) 414 r. — Ad. Kooi-h«r, De JounniR Anfiochuni B«tiiT«. Diaa., Bmb
1871 8. 7. - C. Müller, FUC 4, 5.')6 IT.; Q. XIV und 38 f. - Zu ileo Quellen A(
AjioeleljjeBobicbten b«i Molulns; K. A. Lipaiua, Diu Quellen d«r rSmiet^heu Petra^iutr,
Kiel 1872 8. 15S IT., und: Die apokryphen Apo«tvlguscliieh(eD uud Apostellejceiiden I 49).
II 1,207,211 ff., III 75. - Vgl. sui'h A.Wirth. AuHorieuUli^chen Chruoikeii, frankfuil lf9t
S. 213 ff. — Th. Mommaen. IltmieM Ü 11873) 323- 383. gibt die viclitigen Erffamaii»
aus cod. ScoriuleDsis ii. l I). — Emeiidatioueu von M. Haupt. Hermes 7 (1^3) 2M t
(= OpDBCula 3, ö03). — Guet, KOrling. De vocibiis Winis, qun» npnd Joannen) MaUln
«hronogr. By», invcuiuntnr. 2 liidd, lect, Münster l&'O und 1S79,S0, bowoint, dam M. kais
Latein voratnndcn hat. Da^eg^n v^l, Wagner, tintling. philal. Anzeiger 10 (1879-Wl
äl IT.; yi. Dnngvr, Dict^ä-St'ptimins. Progr. Dresden 187S, und: De Diotye-8eptimia Vergib
iinitalure, Progr. Dresden 1881, — ti. Manpt, Dnre^ Mnlnliis und Hisj-pho*. PhtloIocM
40 I18H1) 107-131. - Uehor die ytiellon der Trojogcflchichlen vgl. Wilh. Greif. 6it
mittololtcrlichon Bearbeitungen der Tioinner^nge. Km neuer Beitrag sur Durca- und Dxtn-
bage. Unrburg 1888 (= Ausgnben und Abbnndl. uns dorn Gcbirt« der romaniBclieo Pkd»-
logie verDffentliobt von E. Stengol, Nr. 61* S. 173— 26H (pegen den sriecliiiwheii Wctjal:
Ferd. Noaek. Der griechische Di et vs. I'hilologua. 8u[>plementb. 6, 2(1892)44)8—600; E.
Paltig. Dictya Cretensia B, 'A. 1 118:13) 131 -j&2, und: Die Hypothesis in Diodvrft A«»
gäbe der Odvaaeeeeholieu, B. 1. 2 (I808I 413—440. ~ Ladw, Jeep, Die Ucken ia itt
Chronik iiE<«' Mnlelae. Rhein. Mua. 36 (1881) 351— SSI. — Ludwig Jnep. Die L«b«aa-
icit dea Zosimoft. Rbein. Mua. 37 (1882) 423-48» (Aber Eustatbioa ala Qnelle und
Kungrins als Benutzer des Malalaa). — Karl Job. Naumann, Der T-imf&ng der Chronik
dea Mnlulns in der 0:iforder Uandsehrin, llemieH 15 (18801 356—860. — 11. Gelier.
KcxtQS Julius AfHeanua I (1880) .^7 IT. und 11 1 (1885] 12» fF. — Albin Freund.
Beitrage zar untiochenischen und koustantinopolitAnisohon !^tudtehronik. Diu,, Jena
ISS'i (unterscheidet im MolalM vier Ki-zeiisiunen der niitioebonischcu Stadtchronik und
eucJit den Chnrnkter der nm Schlüsse des Wiffkee bcnOtxlen Hliidicbronik ron Kpel
lU beetimnien), — lieber die Quelle des Miilutna tLlr den Berieht Ober Kiuaer Julian v^,
l>. Mendelssohn in sdncr Ausgnbo des Zosimus. Leipxig 1887 & XLII ff. — Za dao
Zitaten des Molnliis aus ruluephulos vcl. Nieculn Fustn, Intonio all" opiiseolo il Pala*
fulu D« incrpdlbilibuB. Kin-nxe-Romn 18t)0 8. 23 tf.. und: Nuove owervMeinoi iwriru l'ojMBifOli*
di Pnlelulo Ittpi •i'iimair, äludi itul. di tllol. oIilbs. 4 (1805) 227 ff. — Ph. Boisaevain,
Ueber die dem Je Ant.iouh. zu geacb riebe neu Excerptit SalmaaiaDA. Herm<<e 22 (1887) 101
bis 178. — G. Sutiriadia, Zur Kritik des Jubannes von Antioehi«. Jahn» J«hrh Senple-
mcntbnnd 16 (1888), bea. 11)5 ff. — Kdwin Patzig. Unerkannt und unbekannt gebüeVwa
Malulnn-Frngmnnte. Progr. der Thomasaeliule. Leipzig 1891. In diaaer AriiMt wordca
einige von A. Mni, Spicileg. Ri)inan. vol. II (l^^Ü) pars S, veröffentlicht« St&ck* ala ihH
MaJalaa gehörig erwiesen. Vgl die Iteaprecliung von H. Gelxer, Berliner pbtiol, Wocbca-
Bchrift 18928,141 ff. — Edwin I'ntiig. Johnnnee Anlioeheniis und Johanne« UaUt«*, Progr.
der ThomaBao}iuli>, Leipicig 1802. Bcnproehnn vnn Carl Krieb Gleye. B. Z. S, l.*)^ ff. Da-
lu die Erwiderung von F-. I'utiip, B. 7.. 3, 43Li ff. — E. W, Brooks. Tlie date ef
tlie hislonan John Mahüa. Tho F.ngliah lliiilor. Keview 7 [18»2) SSl-SOl (führt aM^ di
2. OMohiohtMtmibor usd CbroaiBteo. B. ChroiiUtea. (S 140).
a33
VM Jobaaiw« nm EobeaM und Kuugnua lictiDUl wtird?. dniia wm ^V«rk unprQnglieli
d«n JftliT« MS wbiwnlo««!!. iipat«r ubi-r vuci ilim HclLnt bin xiun Jubro 565 forte«*etit
baU ■■cb dieser Zoit toUcdUcI wurdn). S. f^ontiikoT. Dnr Johiuinnii Hhnlor der
ügBThicbto d«» Eiugrica, b. Uoft clor udoIirUm Donkuchriflcn d«r tlniv. Kaian,
19901 Dtiu di« üwpTOchiuig von 0. E-Olor«. B. Z.S[1H&4) 62^-030. und die Kr-
■mltna^ von S. Sestakor, Viz. Vr. 2 iiS3h) •HS—24!>. - Ueber Malolu «Is Qii«lle
' iJe^Boa Toa EpbMM *. auch V. 0. Vusiljevsklj, Hirtor. Toatnik ISSl R. -^31 If.
'Utü UBOKlnglicfal. — Üab<ir die Boniltsung des Mala)iw in der OnUrobronik vgl.
Ttk, Dia Faati Idatiani und das Chronicoa PaecJiole. B. 7.. 1 (1!^»-Jl 3B3— L'B2. —
t^M Vcriilltnia den MakluA cu den Exci>rpta latina liurbori n. C. Frieh,
aiaon, v«L I., Letpog, Bibl. Tuubnuriauu WJ'i 8. CXC'CT. Duu die Ucmor-
Itm P. Lejay. lüru« «ritiiiue 1893 II S. b2 tt., und Clermoul-OnnuHau, ebenda
9#ff. — Ceber das Verfaaltnis des Malulos lu PBeudo-Kalli>itli(>u«ti entwickelt eine
,abw TOD V. Jagif, ArcL alav. Pbil, 16 (1694) 229 mit Rvcbt b«H'iAUml«te Hypo-
tW 1. Istrin, Di« Alnxtindme d«r niMJschen CLrono^aphen, Moskau 1893 (niw.) —
C4*r UaUlM aJo Quell« des MoeM von Kliordn trI. A. Carrj^rc, Nouvelles Murces de
im Kboron. SuppUmwt. Wi«n ISM. - FraniCumnnt, Matalaa «t Corippe, B«-
nt M riBeUncliDo publiiia« a» Balgiqu* n (1894) TT— TU (will oine Stelle des Corippus
m lalalas heriqilsn). Dagagen spnidi C. K. Glofe, B. Z. 4 (1805) 866 f. ~ Zu Matalas
1 lU. i IT. «d. Bonn. vgl. A. Snrber. Die UcleagerMgo. Di««.. ZOiicli 1880, S.AO; Si f..
mi G. Knaack. Zur Meteageru««, Khoiu. Muh iU \V*H*) »10-313. - l'ober di» Per-
Miilbeichroibung d<T ApoatoT boi Mulotu« und undcrcn vgl. Jnh. Fiekcr. Di« Dsr-
; der &p««tol in der altcfemüichen Kunst, Lcipiig 1MH7 (= Boilrago xur Kunst-
ble, Neae Folge i) S. 42— 4K — U. Gulior, la AfriiauuH und Johanne» MnlnlHH,
12. S (I8M) 39t f. (Dbw ein im Codex 2ll0 des Athunklustors Valopvdi cr1ia1ti-ni.-9 Fni):mcnt
L. '~(j({]|gQ Q2tterg«ecliiehte ans dem verlorenen Eingang des Malulu». dua nicli mit der
tttik 8. 81, 10-83, 10 deckt, aber wichtige Varianten bietet). — Tk. Mommauu.
AbkB«» ana ll«lalM, fi. Z. 4 (189^> 4^7 f. — Ueber das Werk, in welchem
die lattlBiaohMi MaUlasanutkgo bemorkte, handnll L Traube. Chronicum
Itinun, S. Z. 4 <I895) 4t!9-493. -CK. Gloyo, Kin Mmandervor« bei Malalas. ß. Z.
t(18H| (Boeh Bkbl etschionon).
Zur Spracb«: Aat. BUger, Stadien zu .VUUIhs; Piüpositinn^n und Adverbien.
18. Buch. Di« konKtsntininch^n Exzerpte. Di« tiii^culaniecbcn Fraempnt«. MOnnor-
Mier GtfnBMisIprogr , Bnd Kiswngen 1805. Vj;;], die eingehende BeHprerhung von K.
Paliig. b. Z, S (lS9i6) Heft 2. — Zum Texte: Sp, f. Lambros. B. Z. l (1892) 187.
Zar aUvischoD Ueberaotiung des Malalas: Fürst Obol^nakij in der Einlei*
Ing tu dem von ihm boraUHgOgolirntiD i;hronist«ii des Terajaslnvl Suzdaljskij. im Vre-
■taääfc dar HoidcaDer <>eMillMh*ft ftlr (inichichto und Allerlamcr Bd. 9 (USril), bnnrhrieb
•■ im HoakaiMU' ilauptarchiv des Miniaicriuma der RiiswiUtigen Angnleg«RliRit<<n nuf-
Wrtfcrte» Sammelwerk aaa dem 15. Juhrhuiidrrt, w•^Tvhrs bedeutende bis xur Ztit dm
TeaHmaa 4. h. hta tum 10. Bache reichrodc Auszü!;« kub der (.'liniuik des Mnluliu nnih<
— buBtIbe DenknuJ de« Moskauer Aribirs beschreibt J. Sroxnuvakij iu dun Zupiski d.
k«ia Akad, d. Wita. Bd 24 (PelerBburu 1879) Beilage. — A. Pupov, Üober^iubl Über die
t^ronocniflteii, Moskau 18Cti, wies auf SteUeu hin, die aus Mululim in d^
Werk (Eratar iMUniisciier ClirouiBi* llbetgegangen sind. — Weitere BuiirAgc
tPlnl ObolenskJJ ja sebeo Forachungen nud Netiten, Petersburg 1^7^ •^' 144. —
1 tiiehriah Dobrjanakij, Beschieiliung der Has der Wilnaer BffenÜicben Bibliothek.
VQm 1882 8. 246— SM, «inen Cliioaographen, der trllher dem üjuprasljechen Kloster g«-
kkt* nd aagsoBtiaiiilidi mit dem cnton Teile dos 8iiinmnlwerkns des Mosknunr ArchivR
Mnvidl ort d b. Anartge amt Ualnisa onthttit. — Arrbininndrit l<conidaii. Eino oJto
Hi Itlmihuili uiiiL der Ualalasba de« Itoichsorchiv«), Butiakij Vfslnik vom April 1688. —
T^ V. Vaailjcvakij. Ucbemieht der Arbeiten xur byxontinisclien Cieschichio I (1890)205.
W-S7. — Pjrpin-Spasovte. Ouecbichte der bIbv. Littoruturen, Qbot«ebEt von P«eb,
I tlwfwg ISbO) IV (. ~ C.Frickin: llislorisilic und philologiache AufsAliie. ErustCurtius
m «imtm 70. (Joburtatage gewidui*'!, Berlin 18^4 8. h'.i-~üZ, gelangt zum Ergebnis, daan
Jh ilaTbche ['eberaetxer ausser dem MaUlaa noch andere« bentttite, so den Pseudokat-
Whms ia der H4MMioB d«« cod. C. — Ed. Wolter. Arcliiv slav. PbUol. 9 (1886) 63G IT.
~ IL Erdaauo. Adreraaria aitics in Malalas ebruDograuhiam, in der Festschrift xur
^ hlv 4b( aOoUbrigim Beal«h«ns des prot. Gymnasiuins cu Ktraasborg. Stnwsburg 1888. II
■#-M. -CR. Olere. Zam i>Uviscl>«n Malalas. Arch. slav. Pbilot, 16 (1^94i 578-591.
^KC; E. OUye, Za deB Marbiioliten vom Tode JnliAns. Philologus 53 (1894) 567 (eluv.
^^4m«tBBgT0fiUsUlMS. 381, I« und 338,8). ~ ^Ssstskov, Ueber di« Bedeutung der
S34
ByzuiUflUclia LlttoratnrKeaoUclite. t. ProMtuhe Litt«r*tnr.
sUvisch^n Üubninelzune der ('hronik des Halalu für dia Wiadnfcenrt«IIuiig Hsd T«riiMM>H|
dPB Rmchii^chen Textes demselben, \'h. Vr. l (ISM) Ö08-U2. Vgl. B. ^ 4 116») 87& 4
& 8«Btakov, ZiMat< in der Ablinntllilng ,r«ber die Kndcuiiing der «laviscbeD DdierM4iiM|
dea MalalM*. Vii. Tr. 2 (IBß.i) ;<;2— »TT. - Kine lUHnininuifaaMiide nsd roMsUn^P
Verwertunit de« slATJNc-hen Materinls nir die Sritik dm HalAtos ist noch pid ll«dUifiui.
du fWilicb nnr von ein«m in buidoii dprocbcn wohl bo«aiidert«ii 0»leJiTt<!a befriedigt
werden kum. Vorubeiteo Iiienu bat C. K. Oleyc gemacht.
3. Der Nnme AtalriXnt (aucb Mnifiat) ist ein« GrlUiiii«Tong de« ftjrriscfaen nalAl =
rhctor. hnt nino nichts mit der Miiakulitibilduiig auf -n; (t. ß. Xaimfät, iajrvrät) m tfaon od
doif dnhor nicht, wie es x. B. bei K. Sulbiia, Alt«. Hi.lX. T I1S94] Einleitung. kMUe<tiU«l |»-
Bohiehl. Mtila^äi geschrieben weidt-ii. Auch der von EuoErios mdufadi Eilierte Zachnriii«
Rhetor wird bei den Evriach^ii Cbruiiiaten Zachariaa MnUUagOlUUtnt. Vgl. &. PsUi;,
B. Z. 2 (1898) 435.
141. Johannes von Antiochia {'Itowvjfi 'Avrwttvi) wird in histori-j
sehen Exzer])t«n und Wi Txulzc» auHclrtlokltcli genannt al» Voi-fos^cr «tue
Chronik, und an der Sonderexi§t4>Dz dieses Mannes und eines von ihm ve
faHüteii genchichtlichcn W<:rkea kann nicht gezweifelt werden. Dage
Iien-achf. (ll)or sein© Person und Zeit wie über den Charakter und Umfangj
des Werke» ein dichtes Dunkel, das »ich zwar in den letzten Jahren etwi
gelichtet, aber noch nicht aufgeklärt hat. Jobannes stammt wie Hai
BUS Antiochie, weshalb er mit diesem zuweilen verwechselt wurde,
gehflrt also in den Kreis der syro-palüstinisrhen Litterat^n, die im 6.
7. Jahrhundert in den Goschichtschrcibung und Chronistik wi« io
Rhetorik und Hagiographie mäolitig hervortreten. Die Zeit seiner »cJiril
st^llerischen Thätigkeit fallt wahrscheintich in die Regierung des Her
Geizer hat vermutet, <laäs Johannes identisch sei mit dem monophysttia
Patriarchen Johannes, der 631 — 619 den Patriarchalstuhl von Antioch
inno hatto. Wenn das richtig ist und wenn man der etwas verdScht
Schlussnotiz der kotiatantinisclien Exzerpte De virtutibus: T^Xnt u); Iff«
'Imivuiv ftuvax'*^' Vertrauen schenken darf, so mUsste er sein Werk
MOnch, noch vor dem Antritte des I'atrJarchats, also zwischen dem Ja
SIO, mit dorn die Chronik abschloss, und dem Jahre 631 verfasst hal
Doch ruht diese ganze Kombination auf unsicherem Grunde. Eine genaue
Prüfung der unter dem Namen des Johannes überlieferten Bruchs
Rlhrt zu dem Ergebnis, daes sein Work eine Woltchronik war.
von Adam bis «um Tode des Kaisers Phokft8(610) reichte. Sie wir
in den konslunÜniscben E."(zerpten als '/iTiopi'« Zfuv'xr; oder einfach
Vfftopia, im Codex Paris. 1763 als 'Aexaiolojitt, im Codex Paris. 1630
"ExStüii nt^i xQÖvav xal xslatuiz x'ieiiov zitiert. Johannes wollte, wie
scheint, das Work de« Mnlalas durch eine vollständigere und bessere Lei«tuii
durch eine wirkliche Universalgeschichte ersetzen. Zu diesem Zwe
verlies« er den allzu partikularistischen Standpunkt des Malalas. fllr
Antiochia den Mittelpunkt des Wettganzen bildete, nahm die jüdische
achichte auf, widmete der ri3mischen Kaisergeschichto eine au^hrlJcher
Darstellung und ging auf bessere alle Quellen zurück, die or, m weit
sehen kiSnnen. mit mehr Verständnis verarbeitete als Malalas. Der Vfl
such, seine Quellen genauer zu bestimmen, stösst freilich infolge der
sicheren und fragmentarischen Überlieferung des Werkes auf erheWi«
Schwierigkeiten. Für die ältere Zeit schüpfto Johannes wohl vornehmlie
aus Julius Africanus und Euaebios, fUr die römisch« Kaisergeschicli
S. 0MclLiobl8«bi«ib«r and Cbroniates. B. Clir<Htlat«a. fg 141)
aä5
I Petroa Patrikios, aiis Eutrop, don er wohl nicht in der uns or-
Iteften, um 380 vcrfa«st«n Ühcntctzung äes Paeanio«», BondcrQ in iler
I Ktpito (um 500) t)on0tzt(!. auü AinmtanuH MarcolUnus, aue einer
irlag« des Prokop und in weitem Umfange aun Malalaa; fUr die
DiBchen Geschichten hat er neben Malalai« auch den Diktys beigozogeii.
BT unechte Johanne;» ttagcgen d. h. da» MittolstQck der konetnnti>
liehen ExEorptc (&. u.) ist «ino Kompilation aus Dio Caitsius, Eutrop,
bUrch, Herodian, Eunapios, Zosimos, Priakos und der Kirchen-
hicfate des Sokrates.
Während Halalaa sich wenigstens in einem zusammenhitngonden,
ma auch abgekürzten und verstümmelten Exemplare gerettet hat. ist
ihinnes nur fragmentariHch erhalten. Zahlreiche und umfangreiche, bis
l( Pbokaa reichende (tnichstücko 8t«hcn in den konstantini sehen
jtolR, De virtutibui» und Du insidüs, »ehr magere, bis Valcntinian 111
■endo in dem von SalmaHius geechriebenen Codex Parisinus 1763,
RArlicher«, aber schon in der Sagengeschichte abbrechende int Codex
irisinuB IfiHO, einige grijRsere StUcke au» den Troika in einer unter
K Namen des Johannen Sikeliotcs gehenden Chronik im Codex Vindo-
ensis historicue 99; endlich gehört dem Johanne» eine umfangreiche
rpotheeis zur Odyssee in einem Cod. PalaUnus. An diokonetantinifH^lien
Eserpte and die im Codex des Snlmasiua erhaltenen, die beide den
IHHO des Johanoea an der Spitze tragen, knOpft sich eine grosse Streite
Ige, von deren LSsung auch doä ücNinilurt«)l Über Johannes abhHngt.
L> kann hier nur angedeutet werden: Das Mittelstück der konstantinisclien
uerpt« (von der römischen Itepublik bio auf Justin 1) ist von dem
nlMea aatmasiwhe» Stücke nach Inhalt, Fassung und Quellen faimmel-
nt ventchiedon und kann, wie Sotiriodis und BoisHC-vain unabhjtngig
^einander trcfiTIich nachgewiesen hub<*n, umnüglich aus dcmiKilbeu Werke
Die koDstantinischen Exzerpte dieses Abschnittes tragen den
kter der hellenisti»ch-pragmatischen Oeschichtsclireibung, die salma-
I den der chriritlich-byiutntini^chen Chronik. Oi«^ zwei verschiedenen
ptenreihen sind gemeint, wenn man, was sachlich eigentlich unzu-
ist, von einem .konatantinisclien* und einem ,salmäsischen*
spricht, äotiriadis hatte den echten Johannes in den kon^tan-
aa Exzerpten gesucht und die salmaaischen StUcko ihm abgesprochen.
en bat Patug umgekehrt den Beweis angetreten, da»» der echte
hues der ealmaBische, der konstantininche dagegen eine spätere Kom-
lltioil sei. Seine Argumentation gipfelt in folgenden Punkten: Mit Hilfe
t Pr*giB«nbc aus Codex Parixinu« 1630 und einer grossen Zahl von
iHtnckwinfin litoet sich zeigen, dass der salmanischü und der konstanti-
idie Johannes einen gemeinsamen Anfangstttil gehabt haben; da
def .'^masische Johannes in einer sicher zu ersclilieiwenden Vor-
Chronisten schon früh hervortritt, dagegen der konstantinische
im 10. Jahrhundert er^chvint, so milden die aalmasischen Ex-
daa Altere, ursprüngliche Werk repräsentieren, wfthrend da» koi»«
ehe UittelatOck eine spätere Kompilation lei, die wahnKheinlich
litterarischcn Henaiasancepcriode des Photios entstand und aus
33«
Bysuitinisobe Litter&tnrgCNcliiotit«. I. ProeuBchc Utt«r&tur.
irgend einem Grund« mit dem Anfang- und Bchlusateile dee echten JolianiMM
Werkes vereinigt wurde. Nun erklären itich auch die zwei Zitat« in d«
IJätffia ir"; nöÄ*«; (Banduri. Imp. Orient. I, III S. 29) und bei Tzet«^
(Cliilindcn 2, 31). die den Johannes in eine epätoro Zeit, frühestens in die
zweite Hälfte des 'J. .lahrhnndertt verweisen. Die Einzelheiten der saht,
verwickelten Argumentation kftnnon hier ebensowenig dargelegt werdeul
als die Beitenkfii, die auoh nnch dieser neucHten Behandlung der F'ragtl
«och (Ibrit; bleiben. Um auch nur den gegenwärtigen Stund der Angelegoo»!
hoit völlig klar üu legen, mOssten die textgescbichtlichen und hiindsclu-ift*!
liehen Thatsachen in «incni »olohon Umfange vorgetragen werden, data!
der Artikel weit Qber den Rahnu-n eines Ilandbuchw hinauäilele und du
; Charakter einer Monographie bekäme. ■
Die Fortwirknng des Johannes in der ajinalistischen und sonstigarl
Litteratur lä-ist sich deutlich erkennen. Auesor den oben g€nannt<-n Ex- 1
xerptoren benutzten !M>in Werk Tzetzes und eine Keihe von Olironitttcn. I
Di« letzteren zerfallen aber nach ihrem Verhältnis zu Johannes in zwn 1
Gruppen: Symeon, der Magister und Logothet, und seine Au»*l
Schreiber wie Leon Granimatikos, Kcdrenos nnd der Ki^daktor deri
von Muralt edierten Fassung des Georgios Monachoe schupften anal
der von l'atzig .Leoquelle* genannten Kompilation, in der die Cliruaikl
des Johannes durch kirchengcschichtliche Angaben bereichert war;!
Manas.qes dagegen verwertete den salmasischen Johannes in seiner ur*l
sprdnglichon Gestalt d. h. olm« die kirchongeschichtliehen Zugaben. Audn
der ,konstantinisehe .Johannes' wurde von den SpSteron benutzt z, B. vi»
Suidas, von Kedrenos, Tzetzes und Planudes. ■
1. AuBgabiMi: Di« Euente do* Co<l. Tiiris, 1763 (GxoeqiU SaluiasUnA) «d. pM
J. A. Cmtiitfr. Ad. Piuiti. 2 (1S89) SSS—IOl. — Dioas Kiierpt« nebst den kuostaiitinifl
Bclioii iiiid teilen d«B Cod. Pnna. 1680 wurdeui, in ciiruno)o|Eiii(-her Ordnung und mit Qoellol
a&giibcn. odiorl vou C. HQller, FHO 4. jSä— <i2-2; 5. 27-28. ~ Vanaiit«n tu deii hU
■nuisclicn Kxn'nilcii gab hus dem Cud. Paris. :W26 0. V<itelli>, Stndi iUl. di fil<n
claseioH 'i {\^^h\ 882—334. — DioMlben PraKinent« stehen anch im Cod. NcapoL 19
]}. 4 ihiWter I. K. 22): vgl. II. Gelz«r, B. Z. d |t891l 3!ll. - Di« Stadt« aus JohAnnsfl
Sikisliotea (Cod. Vindob. bist. 99) ed. leider nur IciWeisa nnd angonaa A. llcintjchj
Die Chronik des Jobnnnes Sikeliotea der Wiener Hofbibliothok, Progr., tinu 1892 S. 1— 1H|
— Die Uvpothesis lur Odj-save ed. (iuil. Üindorf, Scholin gntocut in HomcH 04ffl
seun l (Ox/ord 1S55| 3—6. M
2. Kilfatnittel: J. Wolienberg, üeber einig« kurioae Druckfehler in der fl
Unlleraoheu KeKenBion der Bkiernte des Johannes .^nliocbcnua. Zeitachrift f. d. Qj otlUMl^l
'. Vosen D^ 8. 505— &0T. — J. Wollonbcrg. KxceqiU o JuAnue Antiui^.heau «d Iibn4
Peirettciiinum n s« exciiasnni eincnil . Prugr. dun rrunxösjGcheu OjuiDaHiumii, Uerlin 1861. -4
R. Friedrich. 7m Jubnnnce vuii Antiocbiu. Jahns Jahrb. 101 (1970) 41$. ~ A. t. QaH
Bchmid. Dio Orenzbotcn 22 (1863) I, »46 = Kleine Schriften 5 (1S94I 416. — ES«
hüuhal fniphtbiirc Auri-f^un)^ crbitflt dus Studium des Juliaiines nnd des MsUIm donB
Th, MumunL-iiB Abhandlung Qber di« dem Caasius Diu beigelegten Tnil« der ptanndeiMhta
nnd kn II stunliiii sehen KKnerple. Herme« S (1871) 82—91, iind Bcinc'Vtirilffontlichiiag DMtl
lirucbntQcke dee Jubaune» von Ant. und des Johannea Mnlalas. obenda :i2)t — St^S. • Afl
Kocchnr. Do Joannis Anliocheni aet«!« fontibiia nuotflHtiitc. Diu,, Flonn 1S71. — K. PiccH
lomini, Intorno si collftoUtnen di MiisBimo rianade. KirinU di filologi« 2 (1874) 101 Ci
I 149 ff. -' 0. Hnlder-Egger, Unicraiir bangen UbN «inigo annulistiachc Qu«ll<in zar Om
' ■cbichle doa ö. und 6. Jahrb., Neues Arch. d. üesollRch. f. lIlDro doutaulie (loscbicIiUkuAde ■
11876)294—206. — Identitixierung dos Johannes von Antioohi* mit dem monojkhyHtiackita
PttriarcItoD bei U. ÜeUct, Die politische und kirchliche Stellung von B^xani. Vrrhaadtu^M
. der8S. V«ranniinlungd«utsclior Philologen zu Gern. Leipzig 1870^.47 Anm, 82. — Ü.HsnpM
I 0«her di« Herkunft d«T dem Dio Caitiiua buigelcgti'u planud. Exzerpte. Ilenii«B 14 (1S7H
80—64; 281— 2ST; 481-446. — Csrl de Boor, Zu Jubannes AnliocbeDu», Henne« ll
i( S 1 IT. — Vtbet die QiieTI«« itt Traa««Mliidtt«n bbrJofiauii^ vgl. <lie S. 3S8
.rteti AbluDdllMM ron W. Qr^it (3 S46-2;>7}, Ferd. Nonck und E. I'atxig;
l'*lii|t. Dm IfticR dm JohMtiiM Antiodienus. B. Z. 4 (1895|28— -^. — Hehrere
Upg« Fr«x«n bMprichl C. E. liJo)'» in müi«t Abli&ndlung: ßeitiügu (ur Joluniie»-
du in d« B. Z. 5 (18961 enckeinvti mII. — Vgl. »näi di« Ultenlur tu lüo
140,
14'-. Die OsterchroDik. Mit dem konvcritiouollon Ntimeri Clironicoii
nak- d. li. OsUTchronik (woj;on tW ili;r chriHtUohen Chroiiologjo zu
e Itugenden DereclinuDg des O^lerktmaan), auch Chroiticon Alexaii<ln-
Cbronicoo Conatantinopolitanum oder Fasti Siciili, wird ein umfang-
■ chronologisohcs Werk I>ezeichiict, welches von dum \'or{»»mr Kclbut
t i«t: 'Ennofii) yn(i/ruv twr Ütiv 'Aiüft tut n^mtoixXütrttiy ätitifmTtfiv
Itove rw,i {taaiitiat 'fI(faxltiov xov fvtjfßiatätov xal ftitä vnatfiav
xai tri ^«i'i *^» ߀tati^{at 'tlgaxXfiov v4ov ha>rata>'tffov roü
viw triiiftiMro^ /. l>io Osterchronik, neben Euscbios und Synkcllo»
mfuug fvd Einfluss die Hnuptloistiing der gricchiKch-i-linHtlichon
aphie, besteht uub «ineni durch zahlreiche eingesprengte hi»toriaclio
erweiterton und aiiügescUmÜcktenchronologifichen Verzeichnis,
von der Erschaffung Adams bis auf das Jahr 629 n. Clir. reichte;
ht die einzige in Bc-truchl kommende, am Anfang und Schluss
elte Handschrift schon im Jahr 627 n. Chr. ab. Der eigentlichen
geht eine Einleitung voraus, welche kompilaterisrhe EriJrtorungon
chriMtliche Zeitrechnung und über die Berechnung de« Oster-
enihftlt. Der Verfasser war Zeitgenosse dea Kaisera Heraklios
1) und zwar offenbar ein Kleriker, wahrsclieinlich aus der IJm-
dM ökumenischen Patriarchen Sergios, der in dem Werke auf-
hervortritt und ))e.-iondcrs als Schöpfer liturgischer Neuerungen sorg-
ahnt wird. Diu Abfassungszeit dos mit dem Jahre 621) ah-
nden Werkes kann demnach mit Sicherheit in das letzte Jahrzehnt
eraklios gesetzt werden. Die früher verbreitete Annahme einer
n Uedaktion unter Kaiser ConstAutius, die mit dem Jahre 354
"Briuitlnlaehe Utt«ratorgeBehicht«. I. Proaaiaeha Litterator.
aus welcher öfter grössere AuszUge mitgeteilt werden, und oino uns an*
bekannte einheitliche Quelle erbauliclieii Charakt^-rß, Von Abraham
an benutzte er mit BcechrSnkinig anf »eine rein kirchlichen Zwecke den
Kanon des Eusebios; einige wertvolle Angaben deuten jedoch auf eine
jswette unbekannte Quelle, die wahrscheinlich irgendwie auf Panodoros
oder AnnianoA zurückgeht^ Nachrichten ans PseudokallJBtheDM
atammon vielleicht au« dem volLstÄndigen Malala». Mit dem Beginn«
rOmiflchen Republik (S. 309 ed. Bonn.) urücheint eine neue Quelle, dÜ
Konnularfaston, wobei eingestreute chronikalische Notizen den Chanikb
der Hogoimnten KnnRiilartafelannalen zeigen. Es ist dieselbe lateiaii)
Fsfitcnquoltu, die auch dem Bischof Idatius (Hydatius) fUr seine lateinu
Chronik gedient hat. De« weiteren weisen deutliche Spuren {Berilckad
tigung der syromaki'donischen .lahre u, b, w.) auf die Ostcrtafeln
Diözesen von Alexandria und Antiochia. Die kirchengeschichtlichen Notil
des Werkes stammen fast alle aus noch erhaltenen Quellen, besondere
der Clironik und der Kirchengeschichte dos Eusebios und aus Malall
der auch filr die Profangeschichte zur Belebung des chronologischen
rippee reichlich au.sgebeutct ist: endlich aus MlLrtyrerakten und aus
Schrift des Epiphaiiios Ui^l fut^tav xai tjta&näv. Von 532 an
die Chronik ganz UrmÜch und besteht bis in die letzte Zeit dea Maur
(582—602) fast nur aus den Konsularfssten. Erst filr den letzten,
schnitt, welcher das Ende do.t Maiirikios. die Regierung des Phokaa
die ersten 17 Jahre des Herakiios (also ungorähr 600—627) umfasat,
der Verfasser wieder ausfuhrlicher, offenbar, weil er hier als Zeitgenosi
erzältlt.
Seine Chronologie basiert in der hei den christlichen Chronograp
hergebrachten Weise auf den biblischen Zahlen, welche durch die hat
Ionischen und persischen Könige, die PtolemKer und die römischen Köii
abgelöst werden. Die christliche Zeitrechnung ISuft %'om 21. März 5S
und ist der er.ste Beleg der sogenannten byzantinischen oder rCi
flehen Ära (im Gegensatz zur alexandrinischen und antiochonisch«
irelehe bei den Bekennern der griechischen Kirche bis in die neuere
üblich war. Die eigene ThStigkeit des Osterchroniaten war, von der"
zuletzt erwähnten zeitgenössischen Partie abgesehen, eine geringe. Sie
beschränkte sich im wesentlichen auf gelegentliches Epitomioren und KoD*
taminieren; nicht selten giebt er durch starke MissverstAndnisfie deutUcbo
Beweise der äussersteu Unwissenheit. Wissenschaftlich und litteroriscll
steht die Osterchronik weit unter Eusebios und Synkellos; jedoch war »e
in ihrer populären Fassung von grosser praktischer Wirkung und behauptete
in der Chronologie der Folgezeit eine hervorragende Stellung, Die Oster*
chi'onik und die Werke des Mnlalas und des .lohannes von Antiochi« n-
pr&sentieren die vulgäre Stufe des historischen Interesses und
Betriebes der Byzantiner; in höheren wissenschaftlichen Kreieto
wurden «ie weniger geachtet und daher verbessert und durch Neues w
ßotzt (Synkellos, Zonaras u, e. w,).
Nach dem ersten Jahre des Julius Cüsar (S. 3ä5, 6 ed. Bonn.) iat
in der Osterchronik von später Hand ein nacktes Verzeichnis der römwcb-
I
nwiwi'iHMv ¥uu AlKua, imarni. «a, i^^xiuo imu uHU iiiiiierair~
i: Text DAch Ihndafff).
S. Hiifsiaittcl: Frid. Koealer, Chronica medü nevi «tc. rM sa«c. IV. V. VI
•tia, ton. l {TabingM 1798) lOS-llO. — L. Ideler, Huidbuch iler nifttlicmatiBdien
ifauMbMi ChroBDlogie i (\»iO) S50 E und 459—165. — A. Cramer. .\,\. Pnm. I
B&S ff., wo unlrr uionvuii-'a iuilurwü«on«ohAftltcbDn ßtUckon Aiiob vp reell i^deue
M nr Ueiechnuni; dua Ustctzyklua vdtert aind. — Uobur die in der Oaterclirouilc
—41,8) erhalten« PaaBung dei Ma/ii(fiefirii i^t j-f,f bandelt A. v. Gntscliniid,
Ük dt» Jmptmouif '5.' rö«, ßlitiii. Miu». N. >', 13 (18J8) S77— 408 = A. v. G .
&linrt«ii 5 (1894)940—273. Die zu Leliteituu tiutauhmids nicht verOITentllohto
Uch« FassuD^ (Ik^eT Arbelt jeltt cboiifall« in den Ktoin«» äcbrifUn 6(1894) S9& bia
Th. Uonmaeu. ßSiniMrh« Chronotogie. 2. Auü.. ßi-rtiu ISüS ä. 113 f. - Kdounrd
rier. IteehKobes sur la dirauulouiu Arm^oiiMia«, Pari» läjd & Vit ff. und 167 ff.
'«ld«r-E^Kor. rntefsuchuQgeu Ober piuige annalidtiaclie Quellen lur ÖeMhichte da«
C J^hrli.. N<niM Arch. d. Ges. f. ältere deutsche OeMhichtekno de 3 (I8TT)&9--8S.
*r die Annalan rnn Kiiol als Qoella des Osterclironisten und seine geringe Olaub-
teit. wo er niclit aus dieser Qu«lla schöpfte, handelt O. Seeck, Studien lui Qe-
DtodstiBiis and Constaotjna. II. Idaclas und die Chronik von Cnel. Jahne Jahrb.
9} 601—635. - Vgl. aach G. Kaufmann, Die Faslnti von Kpel nnd die Faat«ii
r«aui, Philologua 42 (18M) 471 -510. — Th. Mommaoo. MonumenlA Gerraaniae
t, AndoTM anlMuiaaimi L IX p 1 (1^91—1092) 119-^47; S72~:iiJl. — C. Frick,
Mi Tdatiam nnd da* Chronicon VoErbnl?. B. Z. I {li*m\ '2fS~-Z92 (bow«<i9t. das« der
iruitiiit die ihn mit dnr Cbronik des Idntiuä );?meiii3Bmc Inteinischo Fnatenquelle
ihlrcicbe ZutUi« aus Kuaobioe und bes. ans Moluloa kvrcicliorl hnt). — Ueber da«
„ . xa itr Excerpln latina Üarbari u. s. w. s. C Frick. ChroninH minors,
Laipiig, Bibl. Teabncriana 1S93 3. XC ff. — C. Wnohaniutb. Einleitung in it*
dar iüt«ii Q««chiclite, Ix-ipiig ISHh S. ISö f. — HuupUchrift : Heinrich Uelter,
Jnlina Afrifianua und im biuuitiiüache CbronOKraphie II I iLuipzig \fläi>) 188— I7S
228 0. und Mnat). — Vgl. auch die chronologische Litterulur bei Fr. üagor,
ier Qriediea nnd lUtmer, üaudbuoh der klass. Altertumawiaa. 1' (1892) 713 f.
rebarlieferun^: Die Haupths. ans der die Qbri^on Hs« und Exzerpte gefloMnn
4a Codex Vattcaoua gr. 1941, s. 10. — Ueber die Ge^cliiclitu nnd diu «pAturen
dwaalben Tgl. Cb. Graux, Archites des mi«8ions scientiliqiies ll[''Bdric, t. 1>^
~17: 869 1. -~ Nor eine Abschrift des Vaticniins war nfleiibar jener im Jahre 1671
Codex Eflcur.. in weleliem ein ßndixer Grieche die Oslercbronik dirni Miireollinua
lytee mgeschrieben hatte. Vgl. Th. Uomrosen, Mon. Gerinaniae bistorica,
iBiaaimi t. i:t p, I S. m
143. QeorgioB Synkellos. Der Möncli GoorgioR mit dem Beinamen
»Xlog d. h. OüticimeckrotSr dw PatriarchoD.^) vcrfasste eine 'ExSLoyi^
ffatfiat^ die von der Erschaffung der Welt bint auT Dio-
340
BfUntäJscll« Xitter&tnrgeactiioht«. L ProMÜacfae Litterator.
unrichtigen Bemerkungen Ae» Anastasiun bibliothecarins , welch« ditstr
seiner kirclicngeschiclitlichcn Kompilation über des Synkellos und Theo«
phanes Lcbon voraiujschiokte. Ebe Goot^ zur WOrde des Synkelloa er
hoben wurde, verweilte er längere Zeit im heiligen LnndJ) Unter dotn
Patriarchen Tarasios (784—806) war Georgioe Synkello« Geheim-
Bukret&r; nach dem Tode des Tara^cto» zog er »ch in ein Kloster zurili^
und schrieb hier seine Chronik. Iro Jahre 610 war er noch unter iM
Lebenden.') Die Fortsekung des Werkes, an der Georgios Syiikello« edlfl
verhindert wurde, übernahm sein Zeitgenosse und Freund Theophanfl
Coafcsäor. Die Chronik dein Synkellos ittt neben Ku^bios (Hr die Kenot^|
der christlichen Chronogi-aphie das bedeutendste Werk. Seine eigentafl
liehen und wichtigsten ZUge gehflren jedoch nicht dem Sjtikellos selbst afl
»ondern winen Vorgängern, deren Angaben er Übrigens nicht ganz oUH
Kritik entgegennahm. Die Anordnung des Werkes ist echt chronikeiiartQli
d, h- die Erzähhing der einzelnen ThutsBchon ist ohne einen fortlaufende^^
Faden lose aneinandergereiht imd zwar so, dasa der Text fortwälirend vnU
langen, trockenen Tabellen unterbrochen wird; ea imt altto in unserem SinH
mehr eine grossartige Geschichtütabelle mit eingestreuten ErläuterungH
als eine Universalgeschichte. In dur Ausarbeitung dt-s Einzelnen bemerkfl
wir eine gewisse Ungleichheit. Während Synkellos auf die BereehDllfl
der Geburt Christi und die Erzählung der neuteetamenUicheu Zeitgesdiiclfl
noch grJibseren Fleiss verwendete, ist die nucbfolgeude Kaiscrgeschicfafl
bis auf Diocietian ein ziemlich dürftiges Machwerk, wenig mehr »U eiiH
Kompilation aus dem Kanon und der Kirchengeschicht« des Eu«cbioa ofl
der Chronik de.'4 Dexippos; und selbst hieven hat er wahrscheirüich sebifl
vieles in seiner Huuptvorlage Panodoros zusammengearbeitet gefundlfl
Das Hauptgewicht fiel ihm offenbar auf die Konstruktion der vorchrtlH
liehen Geschichte, auf die Vereinigung der profanen und der kirchlicbfl
Angaben. Das Werk des Synkellos ist ebvu vollstündig vom theologisch«
Geiate beherrscht. V
ÜI)or seine Quellen ist besonders durch Oelziu- Licht verbreltfl
worden. Zuntichst i-rHcheint die frühere Anschauung liinfaltig, da.'w S/H
kollos den Julius Afi'icanus und sogar den echten Manetho als uumittelbffl
Vorlage benutzt habe. Wirkliche Quellen des Synkollos kann man nfl
die zwei alexftndriuischen Chronisten Panodoros und Anuianos und ^|
heilige Schrift neuneu. Freilich ist die genauere Bestimmung soidfl
Verhältnisses zu Panodoros und Anniaitos schwierig, weil ihre Werke oH
auf die von Synkeilos selbst zitierten StUcke und wenige besonders bei diB
Syrom gerettete Fragmente verloren sind. Panodoros, der .kenntnifl
reiche Nachfolger' des Africanus und Eusebios, uns faat nur durch SyJ
kellos bekannt, blühte zwischen :i95 — 408; Annianos, der dem Pauodortl
in chronologischen Dingen und in der Profangescliielit© folgte, ist d«rZ«in
nach etwas später; er vollendete sein Werk im Jahru 412. Panodoroa ■
selbst schimpfte hauptsächlich aus Julius Africanus, aus dem um hundert
>) a 200. 21 ff. od. Bonn.
*J 8. 889, 20, wo w 6808 (= 810) als
du gegoQwutige Wcl^ahr aaiuL
Tun — iroi t^yiiKCiitm ovwniiuuo miKuivr tV"'
\vnn- vgjr|]UH
:t«). Auch diu iiuH Diodor und ftiidoroii I'rofAnhistorikcm zitierten
hat SynkelloB im besten Falle aus KueubioB, dun er in der Patri-
ibliothek wohl eingeaehen haben wird ; vielleicht aber ebenfalls nur
Dodoros. Aus ihm hat er nucli die apokryphen StUcko aus der so-
i«n kleinen Genms u. a. Anniano» nnderoi-scits war dem Syn-
yder .Mann nach dem Herzen* ftlr die chronologiscben Feinheiten
tchlicjien Ära; besonders bewundert er ihn unter anderem wegen
tdeckung, das» der 25. Mürz, der crsto Tag seine» Kirclienjahros,
itom «ei 1. für die göttliche WelUi-höpfung, 2. fllr die göttliche
rerdung, 3. fQr die Auferstehung. Selbständige Stadien machte
M voiTiehmlich in den kaßoni.schen Schriften des alten und neuen
. Hier lii-sä er mcb selbst die Mühe handütchriftliclier Vorarbeiten
erdriessen: er kollationierte eine ausgczeichnoto Kopie (äiiiV^ayov
tiirov xntn »« (Tuyiifj»- xal TtQoafiiar), welche aus der Metro-
tbek von Käsarea stammte und von dem grossen Basilios selbst
Diortho«u vvritehun worden war. Diu biblischen Berichte sind
welche ihn Ufler veranlassen, seinen sonst hodiverehrten alexan-
i«n Autoritäten Faiiodoro« und Annianos die Glaubwürdigkeit in
ildAittchen und ftgyptit>4-hen Geschichte xu kündigen. Der liehrftischen
0 war Synkello« übrigens niclit kundig und er benutzte dos alte
lent Maiü »r'i- rtiv o f^fiijiWar; er hält sogar ^ echt griechisch —
ptuagintatext fOr vorzüglicher als den hebräischen! Aus.<(er den
1 Schriften hat er auch die Kirchenväter meist direkt eingesehen,
Gregor von Naaunz, dun Johannas Chrysostomo». Später wurde
ronik des Synkelloa auffallend wenig benülzt. Offonbar war sio fOr
1 Uulalas und ähnliche Mat^hwerke gewülmten Zeitgesohniack zu
n Geivhniamkoit und zu arm an volkstümlichen Stoffen. Nur eine
^raphiu %'erdient wegen ihrt« wiMsenMchafllichen Charakters dem
los an die Seite gestellt zu werden, diu k^ider nur als Fragment
oe '£xAo)*»j laiogiär,
ByuntinLsohe LitteratnrgMchichte, I. PioMiacbe LitUratnr.
Rhftin Mos, 26 (187ü) 253-262. — Carl Frick. Rli*in. Mua. 29 (1874) 252-281 i
Jalinn Jalnb. IS^S (1987) SäO. ~ Textvorbe»3erun)ton »u» .V. v. Gat»c)iinid§ HaBilex«iii^
cd. H. (icilsnr. Von Giil^climids Diortlioso der n);vpti«ch<>n KSniKHÜ«'" io» EratotUiMM,
Ithnin. MuR. 44 (l^HS) 367-^27-2, — Vgl A. v. i^nUchmid. KIrinn iwliHrien 1 (1(4>S)
2T8. — C. d« Boor. ROmis^e Kni^nrgeschichtc in i<,v7nntini>rh>v FBumuig I. B. Z. 1 U^'^i
26—30. — Frant Rllh), Die tyriache KtnigsÜsU des Mconnder too KpbaM«, RImib. Mm.
48 [1893] G6fi— 678, — H. ßoixer. Die vorlluIrgiMi ChiildIlerRln(t«ii dos Annuno«. B, 2.
9 (1894) 891—891 — 0. Tri«her, Zur Krilik des Kusebio«. I. Dio KAnisaUfol von Alk
Longn, Hermes 39 (1894) 124 — U2. — Einn vun üonr inisevi»staad«4io Stelle, wo Synktll«
«in Isops^phon «rw&lmt (2ä C ed. l'aris. = 52, 19 ed. Uoun.). okllrte nach einem Vor
sehlage ScaligcM ricblig f''r. BojasDDii<tu. Aii. gr. 2 (lf^3Ü) 460. — Uauplwark:
Heinrloh Q«Iier, äexlus Julius Arricanus II I (1885} I7ä -249, wo auch sooslige n<«cre
IiH«ratur aagerufafl ist. — V^l. noch W. Cbrisl. Grieoh. Litte raturgMch. 2. Aufl. 56*
8. SynlceUu« bediente eidi der aluxanilrintscb«in Aera d«e Panodoto«, dia la
I. Toth 5193 V. Chr. beginnt. Ein iialoographiscb intereManler Beleg diaaer Aera iit im
jetit in der k. öffentticli«n Qtbliotliek xu St. ^«terabnrK ao/bswahrt« pBaltariun la« '
dnr SamniluoK üapenskij. dmseu DatinraOK (@77,87S n, Chr.) nar mit Hiir» dtr alt-
xandriniDoIian Aora zn orkUrrn ist. Frani Bnhl. Die Deticnme dea Uspenakii'aohM
r«allcni, B. Z, 4 (IPM) ,58« f.
4. Die'Krie/Fj lotoQiiir cd. J. A. CTsmor. An. Paris. 2(1839] 16&— 2A0. — V(]. B.
Gelier, Sesti» Julius .\fricanus II 1 (1885) 298-315.
144. Theophanes Confessor (©«o^rrit,; öfioXo/r^r^c], unter dir It«-
giening des Eonätantin Kitpronymos (741 — 775). als einziger Sohn vor-
nehmer und reicher Eltern geboren, zog sich nacli kurzer Jo»optiK«he nit
der frommen Tochter eines byzantinischen Patriziers von der Welt zurtck
und begründete das Kloster Tov /uyrilov 'Jy^ov bei Sigriane. von den
heute nocli am Ufer des Mai'marameeres zwischen Kyzikos und der Milii'
düng dos Kliyndakos Ruinen erhalten sind.'). Bezüglich seiner Herkunft
ist zu erwähnen, dasa Kaiser Konstantin Porphyrogenuetoa erzählt, er sei
mit dem ('hronisten Thenphanes verwandt.') Im Bilderatreit eifriger und
freimütiger Gegner Leos V. de.s Annenier.s, wurde Theophanes nach Koa-
»tantinopL<I gerufen, einem YerhJJre unterworfen und nach zweijähriger
Gefangenschuft auf die Felseniiisel Samothrake verbannt, wo er alithald
(um das Jahr S17) 8(;in Leben beschlo.^8. Die Kirche ehrt ihn als Cent-
fessor {'Ojioloyi^ti'ig) unter den Ueiligen.
Theophanes Übernahm auf dringliche Bitten seines dem Tode nabpii
Freundes Georgio» äynkellos (f SIO/ll) die Fortsetzung der unvoll-
endet gebliebenen Chronik dent^elbcn und führte das Work von decn
Punkt, an welchem Synkelloö abgebrochen hatte, d, h. von DiocIetiaR, Iiis
auf den Sturz des Kaisers Michael I Rhangabä, also von 284 bis 813. Di«
Abfassung der X^otoy^aiffa des Theophanes fällt in die Jahre 8I0i'iI bi*
814'1&, d. h. in die i^it vom Tode des Synkellos bis zur Einkerkeniag
des TliGophanes. Ohne Zweifel Übernahm Theophanes von seinem Freund«
Synkellos auch die litterarischen Mittet, aus denen derselbe bereits gt-"
schiipft hatte und noch ferner schupfen wollte. Über die VcranlassuBl
des Werkes gibt uns Theophanes selbst in seinem kurzen Vorworte gv
uQgende Aufschlüsse. Er bemerkt dabei, das» er das schwer« Werk nur
') Nach W. Regel, Vis. Vr. 1 (1896)238.
Vgl. anchTr. G. Euungclidee, ol ßioi luV
üyluf. Athen 1895 8. 23:> IT.
') De administr, imp, c. 22 = ed. Bona.
iU 106, 18 ff.: 'Kwc i"i* ixarömat tvft Xfi-
i rijf /ici'ijv «(«djasc toi uiiXo¥ftir«v fuy*^
Xor 'Aftyov, fii^fjiStiae n'^jr«»«*- ipi fuy*-
lov Hai tvaifov( KnJ xe''"'""**""*'* f"**"
Uait Kiomrariirov, vtnv Ai*rf^ lof «Ifa-
(a'tov um äyaSoi fttoMoif.
JchtaolirdVer und CbToiÜ9t«a, B. CbronUten. (g 144)
343
■bernommcn liabo, um dorn dringeodon Wuusche seinea Freunden zu will-
lehren.
B Dom Hanptprinzip, welches Thoßphanes bei der Komposition seiner
■hronik befolgte, i^t das chronologische, d. b. die Einfügung des ge-
samten bistoriscben StofTofi in Jabrefiabechnitte. Wenn aucb in aiiderenJ
Quwniken in ähnlicher Weise der Zasantmenhaug dor Emignitsse zerscbnittenl
Krird und mit jedem Jahre die ErsAhlung von neuem anhebt^ so finden sich
noch noben den Jahre» der Welt und der öblichen Ära höchstons nochj
I die laufenden Regierungsjahre der Kaiser mir Atarkioning dur Kinfichnitta'
L verwendet: Theopbanes aber fUgt in das chronologisclic Fachwerk auch
■nrii li die Regierungsjahre der Filriitou der Perser und der Araber, sowie
Bier fünf Ökumenischen Patriarchen. Diese chronologischen StQcko sind
Bnit %*ielen Schwankungen und LUcken in tabellarischer Form in den er-j
Biihlenden Text einge.'ichoben. Angedeutet war diese Idee allerdings schon'
■io der Chronik des Syukellos, welche Theopbanes fortsetzte; allein im
■ Wexke des Synkellos, da^ Oberhaupt den Eindruck einer nur vorläufig
B jeordjieten, noch nicht durchgearbeiteten MateriaUonsammlung macht, ist
mit Gedanke nicht systematisch durcbgefllhrt<)
■ Theopbanes, dem es wie seinem Vorgänger Synkellos nur um eine
^lltdiche und tibersichtliche Mitteilung des rutn Stofflieben zu thun war,
Bjwmt aeino GewShr!<im9nner nur selten und beiläufig. Die Quellenunter-
BMchong sUsst daher auf grosse Schwierigkeiten. Für die iUtero Zeit
Bw mm Tode Theodoiüos 11 weist das Werk vorzQghch auf die Kirchen-
■EMchichten des Sokratcs, Sozomenos und Theodoretoa;') doch benUteto
■ Tbeophaoes die«o Autoron wahrscheinlich nicht direkt, sondern in einer
I bu einen] Werke des Theodoros Lector stammenden Ekloge.'J Ea ist
I fiewlbe Quelle, welche heriuich auch von Gcorgios Monacho», Symeon, dem
I llagiat4>r und Logotlieteii. und anderen verwertet wurde, weshalb Theo-
I pluuiea in einzelnen Partien mit diesen Chronisten Übereinstimmt, Für die
jpitere Zeit befindet sich Theopbanes in Übereinstimmung mit Prokopios,
f Agathias, Johannes von Epiphania, Thoophylaktos Simokattes,
JfaUIas, GeorgioB Pisides und dem Breviarium des Patriarchen Nike-
phoros. Inwieweit er aber diese Autoren selbst oder eine aus ihnen ab-
jvleitet« Quelle benOtzt hat, muss erst eine nähere Unt<;rsuchimg lehren.
Wo tsr mit Nikephoroe stinmtt. scheint er nicht diesen selbst, sondern
«ine gemeinsami- ältere Vorlage verwertet zu haben. Wahrscbeinlich be-
aOtzto Theopbanes auch eine in der Art der alten KonsuHafelannalen,
doch mit griiflserer Ausfllhrlicbkeit geschriebene Stadtchronik von Kon-
•taotinopel. Cber die Quellen der Bischofslistcn s. Ed. C. de Boor II 484,
B«d)gticb der Abschnitt«-, welche von Mohamed und den nächsten Chalifen
kandeln , vermutet Keiske, diu« sie auf eine syrisch-griechische Quelle
nrtdcgehen: doch \ämt sich auch hierüber nichts Genaueres feststellen.
£bw tiefere Gelehrsamkeit, dironologische Genauigkeit, eine foineru Kritik,
abarluuipl eine genOgendo, nur durch langjäliriges Studium zu erwerbende
■) B. «Im Aweabo da« TbootiliMMa T«n
C. i» Boor II 4H S.
>> S. W. Cbfiat, Griseh. Littrtat. ' 9 622,
•) S. W. Christ. Grieeh, I,itt.>rnl. ' § 6'.'2 ;
C. de Boor, s. a. 0. I S. VIII und Sarrnxiii
a. notro a. 0.
Ui
BrunUnlsehe IltUr&tnrgeaohieht«. L ProBaisobe LiUoralir.
BelieiTschuDg d«a ungeheueren Stoffes dflrfoa wir hoi dem A»kc-t«n
Thoophanes, dor. scinßr Scliwflchc »ich wohl bewusst. nur durch oiiiL> eu-
f&lligö Vor&nliu»ui]g au» einom Theologen zum Historiker wurde nnd zudem
offenbar genötigt war, mit ungewöhnlicher Idast zu arbeiten, fllglich nicht
erwarten. Trotzdem ragt diese-s umfassende Wei'k, welches uns manche
vorlorone Qiiollon ersetzt und fllr diu folgenden Chronisl«» eine Haupt*
fuiidgrubo wurde, an sachlicher Bedeutung über die meiet^n anderoi
byzantinischen Chroniken empor. Theopliaoea ist fQr seine iCeit epoche-
machend und bildet einen wichtigen Ab«c1)lu88 der Ültoreu byzantinischen
Chronographie.
Die Sprache des Theophanea ist wichtig und bemerkenswert durch
ihre vermittelnde Stellung zwiRchen der Kedeweise de-s Volkes und der er-
starrten byzantinischen KunstgräzitKt. Sic etolit ni' li' ^k tief wie die in
Mulalus, ist aber auch weit entfernt von dem küiutialica Ätlizismus, wi*
er namentlich »eit der Komnenenzeit die Litt«ratur wieder zu beberrsohai
beginnt. Malala», Thcophancs und Konstantin E'orphyrogonnetos
bezeichnen die drei Uauptpha»ou in dor Geschichte dor Vertitic-he zur Äo»-
bildung einer dorn Yolkämä&sigen genäherten Schriftsprache. Wie \m
Malalas, so tritt auch bei Theophanea die sprachliche Neuerung weniger
hervor in der Morphologie, wo die attisch -hutleuische Orammatik in ihren
festen GefÖgo und in ihrer alten Tradition dem Eindringen volkstümUcher
Elemente einen festen Damm entgegenstellte, als vielmehr im Wörterbuch«
und in der Konstruktion. Doch zeigt auch dio Formenlehre die V'ulga*
risnicn, welche seit Polybios und dein neuen Testamente neben den atti-
echon Formen immer mehr Haum gewinnen, z. B. analogtscho Aoriald
wie ifiala. (Ytwaa, f6m<ja, »jj);*^' {^dX"^'")' v'«'« F&lle von Doppel-
augment, von Vernachlässigung des Augment» nnd der Reduplikation und
Ähnlichem. Da»s da:« Wörterbuch zum grossen Teile auf der kirch-
lichen Gräzitfit beruht, kann bei dem Werke eines Müncbes nicht auf-
fallen. Ausserdem finden sich im Wortbestande wie in der Semasi<dogM
sehr zahlreiche Spuren des VulgUrgiiechischen ; wir treffe» tayi^ai ich füttere,
dwxta ich vertreibe, verjage, xatü^uov der Maatbaum, ^i^adioi- die Wieae,
Dvandvakompoeita wie rvitrixitraiia u. s, w. Die Syntax ist reich au
den achKnsten Beweisen der Trübung des altgriechischen Sprachbewusbt-
aetna; «fia steht regelmässig mit dem Uenetiv, häufig aber auch mit eilten
Genetiv und Dativ zugleich, oben»o at'ir mit Genetiv, anö mit Akkuntivi
dazu kommen Formen wie ävetiitffriv und ävaiuiaSv, Pleonasmen wie i
TiatJiö!/tr, die Verbindung von Ztav mit dem Indikativ, die Umschreibung
des Futurs mit Ix*^ und Inünitiv; sehr hiLulig ist der Zweckinßoitiv
tov und der absolute Nominativ.
Eine lateinische Übersetzung des Theophanes ist fUr die mit
alterliche Geschichtschreibung des Abendlandes kaum minder wiclitig
worden als das Original fUr den Orient. Diese Übersetzung verfa
zwischen S73 — S75 der päpstliche Bibliothekar AnastasiuH.
kompilierte nämlich auf Bitten eines Diakons Johannes aus den drei
niken der Nikephoros, SynkoUos und Theophanes eine histona tripertit
welche der Diakon seiner Kirchongei»chiohto einvorleibou wollt«.
SyzBiitiiuaohe Litterfttärgeadiicbt«. I. ProB*iache Idttoratiir.
des OriginalwerkeR gewesen ist. Was die Überlieferung im «inzelneii
betrifft, »o «teht tlher «tlen anderen Handschrifteii der Codex Vaticanu» IH
aus dorn 13. Jabrhundvrt; ov übertrifft an üUti< i^ognr dio von dem latei-
nischen Übersetzer Anastasius benutzte Handschrift und bildet daher fUr
die in ihm erhaltenen Partien die Basis der Textgestaltung; leider enthält
er nur einen Teil dos Werkes. Eng verwandt mit dem Vatic. 154 ist
d«r Cod(?.\ B»rbortn. V 49. l>io Sitosto, aber nicht bc«to Handschrift ut
der Codex Paris, gr. 1710 aus dem in, Jahrhundert: er enthält jedodi
nur eine exzerpierende Bearbeitung, ähnlich wie Malalas heute int Codex
Baroccianus vorliegt. Vgl. dio Üboraicht in dor Ausgab« von De Boor
U 399.
1. Ausgaben: Ed. pr- Jac. Oosr (Eusaminon mit L«o Grammaticiw) : gwlivekl d»A
dorn Tode Honr«. Pmis 1653; eine Reviaion fibernnlitii Comberis. ind«Ri er »ein» Verbtaa»-
runden und Znsitxo iti uotae peslerioi'«a nieili-'ilvjiile. — Wivderhnlt V<tii«iliK 1729. ~ la
Bonner Cnrnii» in 2 UHnden 1839-1841; lier I. Biinil eiithAU dnn TboopliM«« n
Jonnnis CJnsseni, der 2 die histeria Iripertil« lies Anastuins «x r«o. I, BekkarL^
L. F. Tiifel. Thcophnnb olironograuhia. Probe einer neuen krilT8ch-ex«g«tiaiefaail Am
Sitaune^ber. Wien. Aknd. R (IH.'iS) 21 — 1T2. gibt nuch einer selir verstloiligMi Eiat«. _
den Abeebnill. ühor Kaiser Homklioa mit dor lateinischen Ucber9i>txiint; dcsAnMlMiM.'
Nacbdmck der tieonei' Ausgabe bei Migne, l'iitr gr, IOC- mit doli Noten d«« Oo«
CumbeUs und dar Ucbersotiung deü Anasta^ius. — Nach diciSDn gNoilioli itnf
den und mit .Auanobme der von Tnfcl gegebenen Probe nnkritiachen Ldslongen
de Soor eine auf Talliu neuer (Sinndlage ruhende Ausgabe des Tbeoplum«« beeorgi St
LeipiiK 1888— 188&. Voi. 1 cnlliÄlt don emendicrten Test di-s Th<^obtlaoas. voL
vitae Theophuiie, die liialoria tripertitn des Annstasius. ein« erscböjifeudu Abtiacdlung <
die liHudauhrift liehe Ueborlioferung dea llieuphanes und einen BUBguMichiMlen 8Mb-
Vt'ortiaiiex-
2. Hilfaniittol: F. Mirscb. Byxantinische Studien H. STS f. und paaüim. (b.
Index), — 0. Uotdor-EBßfr, Uuteraueh nagen über einige HnnaliatiHhe Quellen *iif '
Bohiehte dea ö. und 6. Jubrliund^rts. Neues Archiv der Geaellaehaft T. ältere deulacb« '
seil iohUk linde 1 {lüld) 3{il~2<.i4; 3Ü&. -~ Jos. Victor Sarraiin. De Theodoro
Then|dianis funte i>rfleoi|)uo, in den Cominent. philol. .leneoaea vol. I (1881) 169 -j
Albin Freund, HeitrBfiiO mr iLUtiüoheuiacben und iiir konstant) nopolitaniachen Stadlc
Diop., Jena 1?^3 S, 34 IT. - C. de Buor. Hermes 17 (18^2) 489 f. und ZailMbtiA:
KirchentfeBcliiehle ö (1888—1884) 480 f. und &I3--677. — 0. H»(tx.ch in d«c n } f
genannten Schrift S. 8fi ff, - Lndwig Jeep, Jahns Jalirb, Supplamontb, 14 (l^Si) Sil
— II. Oeixer. Soitiis Jutiu« Africanu« 11 1 (18ä.^l 176 IT. — 'An don Bisrhofaliiton *
Tlieophanes vgl. das abweichende Veraeiehnis bei Unat, «ireaoh. De oodico CoülinUno 1
Xtim., Jena I8Hß. — Ueber Akklainnlionon bei Tlieophuncs lund Koiwl«ntin
getiuetost handelt A. Kirpii^niknv. Woher muss man dos Mnlerial (U ein«r G<
der bjMntinisehen I.itterntur nehmen?. Joum. Min. 18ö9 Bd. 263 Maj S, Sl— 31. —
Texte: K. Krumbneher, Homies 23 ll(*88) 62fl IT. — J. Haury. Th«ophju)Oa 170/
I'Iiilologua 51 (18B2I 188 f. - C. de ßoor. Hermes 25 (1890) 801 ff.; B, Z. l llÖ9(J '
bis 093; B. Z. 2 (189S) 56ä. — 11. tielzer. Rhein, Mus. 48 (1898) 161—174 (xu S.
U^IQ ed. de lioor). — U. Deatunis. Nutizen zum Texte der CbrDRJk dea TbMie
Vix. Vr. 1 (1894) 807—818. — Zur Erklärung vuu Tlieophaaes I &7i, 10 «. und I 66
ed. Bonn. (~ I »75. 81 ff. und 1 430, 31 IT, ed, de Bear) vgl. Jos. Karabaeek, Deok '
Wien. Akad. 83 (18:^3) 210 Anm. 1,= B, Z, 2 (1893) 301. K. Krumb«ch*r, 1
slsmmt das Wort Ziffer? in den .Ktndes de phüologie neo-grecquo' etc. pnblitiM
Piiehari, Paris 1892 .S. 3.>l f,. und: B. Z, 3, 299 ff, Daxu dio Kichtigstvlliui« *
Tnnncrj', Sur l'etjniologio du met .rhilfre*, Renie archäol. III. s^rie 24 (1894) 48-
3. Ueböraelinng des AnastssiuB: FA. A. Fobrotus, ['an» 1649. — All*i_
AuBKaben «ind Naclidrurks des Pariser 1'extes. Daher muesle Do fieur aueh fOr d<«i
BtaBius, den nr im 2, Band« doe Theophunes edierte, einen neuen Appural iiebaffoD. —
Uubur dnn I^ben des Anaslasius und Johannes vgl. HergenrOtber. Pholiua S (IBfii)
228 ff. und H, Uaencr. Jahrbücher für protest. Theologie 12 (1887) 241 ff.
4. VulgArpamphrase: Obgleich schon die Sorsobe du Original tboophiBM aiH*
vulglLren Charakter trügt, wurde dos Werk durch roiksbuc hurt ige Bearbeitnngen diM Of
aofamnck weiterer Kiuise nuoh mehr angepnsat. F.b oiintiert ejuo anonf me In Mttwr VeU»
epraohe reobt anmutig, wenn auch etwos iinboholfeu erzählend» Kaiserchrunik, die wit
nnnporamv m^wcanuutiiui i lUL iiii
Hr. 4. 4. ¥A. in' «ton AcU SS. MArtii 11 TWfT. inatt bei Migno. Pntr gr. Hb,
endlick «nf Grund »iner Neuverglniehung der Hss VErbenHert ed. von C. de Boor,
mm diMBOgr. II »-12 Dor Vnfnsser bonift sieb (S. 8, SS IT. od. de fioar)
ckÜcb «Bf die Vit« dos Motbodioe, lt. Eine Vila von Nikephoros, SkeuophylBX
IftclirrncnpalnstpR. im Cad Unit. 375, Kii. Ton (ionr mit Tb^ophanoe. dann
laR»cB in der Donenr Aunjinbc, doriincb but Migno, I'alr. gr. 10^, 17—4.^, nndliob
und MMir NenvorglDidiunK der Hs bti C. do Boor, ThcopK. Chronogr. II 13—27.
r mud« diMe VtU irrt Hin lieb dem Tbeodoius ätuditcn xugesEb rieben. 4. t'Äaa nn9-
Vita im Cod. Ma»q. Syo. 163 (bei MaIIIiHiM IS4, bei Vlailiniir 376). Inc. 'o fit'yat
lai ««9«(. S- Kin Enkomion, vf^tcheii oili newiseer Tbeodoran Jip(urona^(iiinc
KkiacT KonnUiBliu Porplirru^tiunvIOH, dvin Vi-rH'niidl«ii das Thoapbnnos. xwiscben
— 9i9 »bf«ivti>. cd. K. Kruuibacher. Ein Dltliyruinbua «u[ dru Cbronislcn Tlioo-
^ 8iliun)EHb«r baj«r Ak. I89ö fwird d«inn&clisl «racbciaen]. Mit diencin Eukumiun
hrM)i«inlicli idi-DliHcb eiu« in slaviaoliMi MenSenb» Torfcoinint^ndi! Lobivdu nurTheu-
L — Eine E)sr«telltiUK d«« I.ebena de« Theopbitn«« nEitb auf Oruiid itur ulteii Viten
|Bsti|Ctr fi'itbriclit«!) Sert(i<{4> EribJechofvoii Vladimir. Der vlirwUrdi^e Tbeo-
CoBfMMr, ^«»«poleEnoj« Ctmiije lEEibanltHie I.ektdr«] 1803 M&ntb«ll 8. S40-3C»:
t 8. j— 88. — B. A. ll<Jiltatcidafl>> '" r«<fo( roi' «^lo« Hfetfäran t^e Ztyiintr^C
le^pavg, »vi. 'jII. 14 (1804) 243 f. (<ri!l nach «iner anf Samotlirake Kefundenen
Bei mit «iofi «tark vwsHIinnietlon Inncbrift die genaue Lohfllilit de« Örabes dM
^MHH ii»rbwM>>fn|.
146. Die Fortsetzung des Theophanes. Unter dem Titel O! finti
■i;r, Scnptor«8 post Theophaiiein, was in der Bonner Äuägabo in
■tdem übUch gewordene Bcnwinuiig TheophuiiuH continuatu» ab-
wi ist, wird eine Gruppe von meist anonymen Chronisten ziisanimen-
H, wciclm auf Veranlnsaung des Kon.itantin Potitliyrogennetos Aas
des Tlioophflne^ in dit« 8pftt«rc Zeit fortfilhrtL-n. Die hier vereinigten
bohandcln die Zeil von 813—961. Der Titel .FortsetKung
'heophanes* int ganz passend: denn in der tTliprsrlirift wird aus-
ich gesagt, die Chronik fange da an, wo Theopimne» aufgetii^rt
aod das Gleiche wird auch am Schlüsse der Vorrode bemerkt. Der
einzigen llAnd^ichriit nicht voll^itändig lesbare Titel lautet: X^mo-
VVYfQtttfftca ftt Ttfociäytiftoi KwftrTat't/fot' ror iftXoj^^iaiov xal
■trrijtov iiarrötov, vSov ^iono^ rov autftoiätov 6ian:ötov xul at'ro-
.3 ~....
..: ,T.. a—^l.r— .^.'..«... .-.'
348
BTUnUnlaohe Utteratorgeacblebt«. I. Procklaehe Utt«r&ttir.
einz^lnfn ßüchfr. In unmittelbarem Zusammonliang mit Konstantin Pin4
phyrogennetos «tchon nilmlich nur die ersten fönf Bilclier, die daher ftucb
im oinzulneu besser disponiert sind; das seclist« Bucli dagegen, welches
ja in deinem letrten Teile über das Lebensende Konstantins lÜDausreicIit.
steht wolil nur ztini genn^t«n Teile der Anregung des Kai^K nahe,
wählend der grött^iTO Teil ein später angef[)gtc8 Supplement ixt, in wc1ch«in
die frühcro Einteilung, nach der jedem Kaiser ein Buch gewidmet wurd*.
fallen gelassen wurde. Der Verfasser dieses letzten Teiles ist vielleicht
Thcudoros Daphnopates.
Den ersten fünf Büchern dos TIteophance continuatus liegt ata Haupt-
qnelle, gewisaerniaBsen uU Folie das Goschichtawcrk de« Genesios in
Uronde, der in «einen vier Büchern Klinigsgeachiehten {ßaaiifiüt) dieselbe
Zmt (813—886) behandelt hatte. Aussci'dem dienten ftlr die vier ereUn
Bücher als Quellen dos Kaisers Konstantin Porphyrogennetos Schrift
I)e administranda iniperio, sowie der Appendix zum ersten Buche der
Schrift De caerimoniiit, ferner das Oenchichtawerk de» Theognostos inid
die Schrift dect Euaehios Über die Schicksale der Mäi-tyrcr von Amorioo.
Daneben finden sich Nachrichten, die sich nicht auf «ine uns bekannte
Quelle zurückfuhren lassen. Welche Quellen im fUnften Buche ausMr
Gone^ios benützt worden sind, ist dunkel. Durch die ersten fünf Bücher
Kieht sich die unleugbare Tendenz, die l^ersünliehkeit und Thatigkeit der
Vorgänger des makedonischen Kaiserhauses müglichst dunkel za malen,
dagegen die neue Dynastie in einem glänzenden Liebte ersclieinen m
lassen. Dieser panegj'Hsche Ton, der am meisten im fünfton Buche her-
voitritt, macht die Ghiuli Würdigkeit der Krzählung vielfach zweifelhaft.
Eine eigenartige Stellung nimmt das sechste Buch ein, das die Zeit von
886— Ö61 behandelt. Es sondert sich in zwei Hauptteile; Der erste Teil
(Leo VI bis incl. 7. Kapitel der Geschieht« des Konstantin Porphyrogennetos,
8. 353 — 4-11 ed. Bonn.) ist in sich durchaus gleichartig und zeigt zugleich
eine merkwürdige Verschiedenheit von den vorhergehenden BUcfaem. Kinnal
wa-t die Quellen betrifft: statt des Genesios, der mit Basilios schliesst
tritt hier eine neue Quelle auf, nämlich die Arbeit des .Logotheten*.
welche die Fortsetzung des Georgios Moniichos bildet. In der Form i4
diese Partie roher als die ersten fünf Bücher; ebenso erscheint die Ten-
denn verschieden: jener Logothet war dem Basilios wenig günstig gesinnt:
Boin Mann war vielmehr Komanos, also derjenige Kaiser, welcher 80 lange
den Konstdnttu Porphyrogennetos in den Hintergrund gedrRngt hatte.
Merkwürdig ist nun, dass der Bearbeiter dieses Teiles die Tendenz seiner
Vorlage nicht geändert hat. Schon das deutet darauf bin, dass er nicht
identisch ist mit dem Itedakteiir der ersten vier (fünf) Bücher, der vod
Loyalität gegen Konstantin Porphyrogennetos überlüesst und in durcluuu
b«wusster Weise den Ruhm dieses Kaisers vertritt. Freilieh kbnnt« Dias
annehmen, dass die plötzliche Krkaltnng seines Eifers ihren Grund in de*
Tode des kaiserlichen Beschützers hatte. Die ('hronik des Logotheten ist
während der Itegicrung des Nikephoros Phokas (963—969) gc«chriel>«i:
in derselben Zeit entstund wohl auch der erste Teil des sechsten Buches
der Fortsetzung des Theopbanes, so dass hier also ein eben erschienviita
J
pik des Cod. i'aris. 17 12; ausserdem ist sie von Johnnuuä Skylitzes
I froheren Teilen »eines Werkes auageechriobeu; auf Skylitzes wiederum
tn »ein Nachtret«r Kedrenos, Zonaras und andere spätere Chronisten,
end Theoplianes selbst in einer Menge von Handschriften verbreitet
BaiUen wir fUr die Fortsetzung nur einen Codex PariKinu» (ehomalis
118 167) ou» dem 12. Jahriiuiidert; der Grund des Mungelü an Hand-
liegt wohl darin, dass die Fortsetzung des Theophanes noch mehr
heoplianes selbst dm'ch spätere <'hroni.'Ht«n ansget^chriebcn und Clber-
gemaclit wurde; auch lockte d&s Werk nicht »o wie Tlieophancs
durch seine geschlossene und abgerundete Behandlung nur Vorviol-
Die Texteskritik wird bei dieftem Zustande der Ülierliefemng
»eifie durch eine susgcdehnte Veryleichung dc-i- tipatercn Ausschreiber
ert werden mtUeon, oiuo Äi'beit^ die in der Bonner Ausgabe noch
[Tollzogen i«t.
1. Aasgab««: Du i. Budi (vit« Üiuilii) ed. zuerst Leo AllatiuB in aeinea 2:i(i-
I (Col«MM AfrippiDM 1663] I— 179. — Das gf^uiiile Werk oä. iir. F. CoDibufia,
poat Thf»pbiiD«in. Pflria 16S5, mit Joli. Kamoniules. Syinvon MngJBtur, Guorgius
ud MidMwn xlim T«il auf eine viul sp&leie Zeil beiQglicljcii ArbciU-ii. — Im
I Catfn ata Th«opbMiM conttniutua ed. [. Bekkur, Boau tbS»; itaxu 8. 481—184
[NvUnn Db«r dw Bildei«lQnii«r voo tineia UQnche Jobannua von J«riiaalein.
tbolt boi l)i«B«, Patr. gr. 109, 1-500.
BilfBOiitt«!: Ranbaad, L'empir« Oivc hu dixifern« aiicle S. I>45 f. ~ FIau{it-
Fard. Hirach, B/MstinJacbe Studieu S. liG— 303, woaelbst aucU diu «in-
Lilt/raluf DBcbKVWioMn ist. — Zum tt. Itucb« vgl. g 108.
146. Nikephoro« Patriarchea, Nachfolger des Tarusios, hatte den
benstuhl von 806 — 81,1 inne. Seine Stellung in der Zeitgeschichte
bnen namentlich die innige Frennd«rhaft mit dem durch .seine Uymnen-
»nund ander« Schrifttm bekannten Thcudoros Studites (vgl, 8. 1'17 ff.)
ku euergi^ehen K2nipf», welche er im Verein mit demselben gegen
■ilderstOrmenden Kaiser Leo V den Armenier (813 — 820) geführt
i^'ikephoroa bUsste seinen unerschrockenen Eifer mit der EntHct^ting
PatriarcheowUrde und der Verbannuns f8151: er starb als Münch
a50
Byi&ntiniaclie LitterstnrgeBchicbt*. I. ProawKh« titt«rat«r.
Nikcphoro8 zwei hiDtorbcho Werke: 1. Das uinfangrciclierc und bedeot«Dd«n
dorsolbün ist betitelt: 'leto^i'et avitoiioi (bei Photius cod. 66 iarofiiaäu
Ct'-itofiQi) änö n;( Mni'tftxi'ov flaaiXtia{. Daa Werk tunfOBst dio Zeit vonfl
Tode de« Kaisers Maurikios bis auf die Vermählung des ältesten Soho«
dcg Kaixei-s KomitAittin KupronyinoH, des späteren Kaisers Leo IV, d. h.
Voll 602 — 7Ö9, Gewuliiiliib wird diese wichtige Schrift alu Breviarinra
Nicephori bezeichnet Es ist eine hauptitSchlich auf das popalärä Vdt-
ittändnis berochiieto Erzählung der hervorragendsten und der uiibedeuteudstfin
Kreignissc. GcmSt» dem Zwecke de» Buches, die Darstellung für etnea
grösseren Loserkreis interessant und zugleich erbaulich zu machen, werdn
persönliche Angelegenheiten, i{«volutioncn. merkwürdige Kämpfe, kirch-
liche Schenkungen, theologische Streitigkeit«» unverhältnismttssig betont,
während diu Darstellung des politischen Entwicklungsganges nur fasdist
locker gehalten ist. Übrigens fehlt es nicht an interessanten Parties,
wozu unter anderem der ethnogi'apliisch wichtige Elxkurs Über die Ucr-
kuiift und die Wanderungen der Bulgaren gehört.') Der Bericht, der
giuiz ähnlidi bei Theophanes wiederkehrt, ist wohl von beiden aus ein«
gemeinsamen oder verwandten Vorlage geschöpft. Die Quellen des Nike-
phoros filr das Brcviarium sind uns nicht einmal dem Namen nach bekaaat
und scheinen ganzlich verloren. Mit Theophanes stimmt er oft fft«t wlUt*
lieh Uberein; doch hat weder er den Theophanes, noch Theopbaues iha
benutzt, sondern beide schöpften aus einem unbekamiten alteren Autor.
Vgl. S, 322. Von den übrigen Chronisten, welche dieselbe Zeit behandele
hat nur Georgios Monachos einen Teil der Chronik des Nikephoros fr«
exzerpiert (S. 3—31 ed. C. de Boor); für da.s Folgende hat Georgios nicM
mehr den Nikephoros, sondern den Theophanes benutzt. Auch aoMt
scheint das Breviarium des Nikephoros, das nur in zwei Handschriften auf
uns gekommen ist, nicht viel Anklang gefunden zu haben. 2. Die sweitt
historische Arbeit des Nikephoros ist das XQnrnYQatftiiör avvtoittr
(such XfOioYfia^^ixov *V üvirofUji. fv fnuäftip, fr ffvrnH'ft; weniger gut be-
zeugt ;[^')r('j'^«yi"« ovvfoiiof), ein äusserst mageres chronologisches Ver^
zeichnis von Adam bis auf das Todesjahr des Nikephoros 629.
knappeu Tabellen werden hier die Kttnige dar .luden, der Perser, die Ptol
mäcr, dio rilmiijcben Kaiser, die Bischöfe von Kitnatantinopel, Rom,
salem, Alexandria und Antiochia (d. h. der filnf Ökumenischen Sitze)
geführt. Dieses Work ist nur in einer Cberarbeitung vcrüffentlicht. welcl
unti>r Michael III um das Jahr ä5Ü verfiiuttitltut wurde. Um 870
sie von dem päpstlichen Bibliothekar Anastasius ins Lateinische ilbei
und seiner Chronogi-aphia tripertita einverleibt. Während das Brevii
bald durch andere Werke verdr&ngt wurde, blieb die Chronographie
beliebtes NftLlisthlagebÜclilein und ist infolgedessen in zahlreichen Hi
Schriften verbreitet, die jedoch fast alle interpoliert sind und bedeuti
von einander abweichen. Die verschiedenen Abschreiber und Besil
der Exemplare haben nämlich die chronologische Reihe meist Qbor
ursprfingliclie Kndv weitergeftlhrt, so daes sie in einem Codex bis auf
') Kd. Bonn. 88 ff.; ed. C. de Boor 83 ff.
}»«eblebtacbr»ib«r irad ObrÖnh't«!! . B. Chronlctan. (g 146)
351
eren Ms »uf 944, in einem dritten bis auf Johannes Tzimiiikes
reicTit Da2« kommen noch manche Einschiebsel im Werke wlbst.
■ei ibniiche kurze clironogi-aphischo (itflckc- au>t den Codices Coieliu. 193
id UoDac. Gr. 510 hat C. do Boor »eia«!- Ausgabe boigonigt.
Photios gibt in seiner Bibltotheca ood, 6e eine ziemlich anerkennend«
karakterUtik dea Nikephoro^ P. Kr rtihmt ihm l!;iiifaobheit und Klarh«it,
■n weder zu lockeren noch zu knappen A^ortrag nach und »«agt, er soi
ider auf unnfitigc^i Nt^'ucrungcn erpicht, noch allzu altcrtQmlich und ge-
knatelt, nur könne vielleicht die all/u grosse Kürze und Dürftigkeit seiner
itteUungen Missbilhgung finden. Vielleicht war die Charakterfestigkeit
td Frömmigkeit dott NikepIioroM nicht ohne EinllusTi auf diente» loboiido
rtcil. itichtig iüt jedcnfulls die Hervorhebung der Kiafachlieit und
tarheit, denn gerade durch sie zeichnet sich Ntkephoros vor vielen
tderea Byzantinern vorteilhaft aus; er spricht schmucklos, ohne viele
lUer. nicii^t im einfachsten Satj:bitu. Kincn rocht deutlichen OegeDsatz
Uet diu in HchwQltitiger Breite gehaHone Biographie dea Nikephoroa
t seinem Schüler Ignatios (s. g l.HOJ. Über Nikephoroe als Theologe
71fr.
1. Ansgaboti: A. 'laro(iti«ryto/jot (UnviaHnm). V,d. i>r. D. I'^turJaR, Paiin 1016.
AnigalM wiederholt» fvtsvius mit vielen VcrlieBsorungen im 1. Uandp dos f'ftrisei"
Ipa Scripi. Bvx. I^F. — Wisderliolt Venedig 1729. — Im Uonnor Corpus gab du
wiifi«w i^nv neue Hilfamitt«!, docii mit zahlreichen Emenilatioiiea I. IJokkor, iinnn
IT fxsMinnien mit Poalus äilnnÜarins und (ioorgios Piäides). — Wiedorhult hvj Migna,
k. gr. MßJ. tfTtt— Ö!M. - Weit Qliorholt und völlig llberHQssig wurdoii dioso Arbeiten
rah die Di-DO Aotgabo von C'jtrl da Boor. Leipzig, bjbl. Teubo,. 1880. I)s ßoor fnnd
I «MtikaiiiBcliMi OrigJDNlooilex (Nr. 877}, auf dessen Abschrift allo bish'?n(;en Arbeiten
nlit lultrn, nad honnl« mit Bilfe desaclben die Lücken jeuer Abschrirt et^Aiix^n und
IB DbmIiI von verderbt«» fstclleti hellen. Aiumer diener Huiidsrhrifl verwerictu de lloor
taua }tikrpboros Hlammcndv .Suidnnatclltn. ein von Crmaer nun viii, Buruariunus -'lO
Anvcd. Oson, 2. 427 ß. ediriles GluaHur. in dem siuh eitiu kleiuu Sitmitihm^ von
btf ia iij< (oiopisf i«i^ «i^'i'ni' Si*fi<poQon liiidel. und endlich diu »pntureii Ciiron inten.
Mm hm Nikqi^rea idböprtvn. Mit dem itreviurium f.i\i d« Boor such du» \poro-
■fiB^r 9irio/i»y, die Biogratdiie das Ntki'))hurv8 von IgnaliiM und dj« 2 oben «rwdhntcn
WWf raphiadiea Sltlcke, eodlicli einen ausgt'Mitlin^teu Stich' nud Wortiodex.
B. Xcartyffn^ixiv avriouor: Zuerst die Uteiniach« Ucberäelzung des Annatnaius,
lÜM* IMl tud in Mhlr«ichen Nnchdtucken und Noubeurbeitungcn im 17. und 1'^. Jnhr-
•dcrt. — D<» griechiscIiD Text »ueiat bei Joa, JuatUH Sculi|cvr. Thosnurua teni-
m. Enaebii PanphiU elo. libri dun. Lugduiii Üntav. lUOB 8. 2ti3 — 316: auch im Nauh-
wk dMM* W«rk«a von AI. Muiu», Ainatelodumi Iti.'iS r^. 3Ul— 312. — Ed. J. Uonr,
iMUnh BBd lnt«iui»cli mit Nol«a ala Anhuu^ des Qeorgios .SynkelloH. Paris 1H52. —
ÜTMk in itt AusgAb« des Oeorgios Sj-nhellua von Dindorf. Buuti 1821'. — Wiederholt
lilifDa, Palr. gj. 100. !>9&~l<J6ü. ~ Dies« Ansgaben berohen auf dem rehlerliiirion
L PtfU. 1711 irad sind daher b«ul« olin« Bedeutang. Einen Fortsehritt bezeichnet dio
iltaBC *a>n Kart Ao^. Crvdner, der den griechischen Text mit der lateinischen Ui^ber-
tanC das ABBHlasiua nach neiltn Hilfsmitteln liernusgab: Niciephori chranologia brcvis,
DavwntatifniK'Wtuao, GiMson 1832-8^. Piu> der X^oraj-^s^fn nn^rbilngte VVrteiobnia
r tUMMÜMh» Scbriftaa mit der beiKeflltiUn Slichometrio ed. K. A. Crednor noch ein-
tl/aoi aMdUulicber Einloitung, Mitteilungen über Has der Chronogrophiit u. s. w.) in
■ BocIm: Zur Gcaeliichli) du Kanon*. Halle 1S47 S. W-12G; v^L audi S. 13^-147.
Xd. Carl de Ba»r (mit d«m Breviorium), der such fQr diesea Werk eine välttg neuo
gMcliAlftED bat, — Di« Intciniachn UebcrsL'liunfc des Anatitaiiius gab Inui'li
frtberui Awgabeoi) C. do Boor in soinor Ausgabe dos Theophattus 2 (1685)
S. Hilfsmitt«!: M. Hnnk«. Dn byx. rnrnm script Grsects S. 223—251. — Fft-
■a, BibL Oraccn ed. Ilarl. T. 4ß2 und 603'ßO'J. - F. Rirech, Bjiuit Studien
Ff; 127 ff. — l'ebu- alsriacho Ucboraotzungen des Kompendiums a. V, JagiC, Arob.
«. PUUL 2 (188T) 17. — üauplschrift Ober daa SijoroY^Btftniv o^rio/tor: U.
3&2
BTEuitiiüaclie LitUrntnigeaoblobt«. I. Prraaiadt« Littentar.
(inUor, Snxtus Julius ArrioAriii» II I, 0$4 -38'?: 389 tT. obor andaro elir«a<ilogii»cli« Tj
bollon der byxitnt. Zeil. - UeWr das kiriliücho iin^ folitwch* Ijcbco dea Nikephoros fl
0. UcrgcnrOthor, i'hotius 2 (1867) S61 ff.: auch J. U. 0«da»n, naifin^x*"^ "'rar«.
Kpsl mSO K. 2117 fr.
3. /ur Uobnrliaforung: Auf oioe nlt«. noch nicht hnnaiilo Ba dea X^M-oT-^iNJtJr
«i'cfo^uoi', di^n Cod. Mntrit. 120 (bfl Iriuto ISI|, und die nua Jeui Xi>iir. tu ^«winM«l(
Aiifklftniiij: über den uniprllnßlichcn Toxtbantaiid der ThonuunkUii wi-ist bin Alhart
Uartiu, L'n niaouacrit de TubiiigL' de RhroDDlogie de Nic^pbore. L«« altiiuca de« Ada
TUumoa, iu den .M'^iungus (>. it. de Komj* («uiipt. uus mtiuiKea d'arcJiäoIof^t« «t d'biakära
uubliäs pair Tdooln fnui;niNc de Korne, l. XII). i'iiris. E. Thonn — ßoin«, SpftbOvar ISN
S. 301-^305, — Eine zwüc. wie us nchoinl. werOoae Mb des Xferoygalfmr *i-rt9ft»^,
doli Cud, UatriL %h, beaclireibt Ja, Iriarlc, ftogia« bibl. UHtrit. L-udic«« graeci msi. Ha*
triti I7fi» 8. 862 f. - Unbi-nQtxt ixl aucb nucli Cud, Taur, lu&. c. (V. 2t ijetit B. It. 3tX
e. 12, der fol. 499—500 das Ipnro/pn^doV «tVrojuer entbülr Di« KaisorriMb« mcht faiv
bla S. 101. 2h ed. de Buur uiid das Werk Kcbliusst mit S. 132. 15 ed. de Boor. D«aMtkMa-
werte VariaiitoQ babe ich bei einer •StiubprübeiikoUaliun nicbt gefunden. — Wnit wicUigiir
al« die>ie Hss ist eine bis jelEt uobeacbtetc dem Verfasser fast gleichinitise Hl
beider Werke: öritisli Muaenm. Addit. Ms. 10390 s. B. Sic rnthftlt fol. 17-M
da» X,^oyo)-^a<fixör ovytofioy., fol. 31— ö7 dih'laiogia aiyiit/toe. Eine Kollation dar 'Ifxfia,
die Dr. A. ßurckhardt auf meina Teranlasanng ausfflbrte, ergab, dase der 'Tt-xt nanetf-
linb in der ersten Hllfta stark von dem des Codex Tatioanns 077 abwritbt und wobi iM
von Nik. gesammelte Muterini fflr dio Jabre 60'/— 713 darstellt Auf-h fUr daa TfMi-
ypoifiiar lelirl die Us miinches Neue. Beschreibung derselben mit Facaimile im Calalo^u*
of Aiicieot Mss in tbe tiritii^li Museum. Part 1, Ureek. Undon 188) S. 13 ff.. Tafel 16. —
A. Uurckbnrdt. Dur Londoner Codex des Brevinrium des Hikephoroa P., 3. Z. HltM\
4. Zur 'fo>o(i((i ai^yiofios: Einige RcbtFierigkoilen boreilvlo frflher ein t*ragta«BU
welches (leorKios Monacbos (nivbl Tbeapboucs, wio PeUvius glaubte) aua dem NtkefJHna
i*. anfahrt. Va nAmlicb in deniHelben von dem Tode d&j Konatnntin KoproDjtMa (TA)
die Rede iat. so schloss Petavjue (od. Bonn. S. 132 tT.]. dass das ttn-viarium anfaHaiJid
weiter gereicht habe, als in aeiner jetueen tieetult. Allein A. Mui, Bibl. nova patnUB
V 3, 136 hui bemerkt, daas dieaea Btttck aus dem 3. Anlirrhcticuä dea Nikefdiom »•
nommen ist, womit eidi die Sache erledigt. Vgl. Nioephor. ed. C. de Boor, PraerS.Ul
147. Oeorgioa Moimchos (Hamartolos). Georgioe Monacho«, liiu^
nucli durch da.t Attribut Hiiinartoloa näher bezeichnet, verfasst« uiit«r
Michael Ul (842—867) ein -t Büchor umfaMseiules Werk, weiches betit
ist: A'^ot'fxDi' avitofior ex äia^ogiov ^Qi}ViiYQ<nf mt' ti »ui d^ifl-i^-tiöy avkitj
nai ffvvTt&ir vrtö Feagyiov aiiaptmlov. Von der Person des Yer
wissen wir nur, dass er ein Münch war, was sich Übrigens auch
8ötno ausdrückliche Bezeichnung aU iiuiaj;»^ und äfta^iatXo^ t^chon aus i
klöatorlichon Tendenz des Werkes, dem fanatischen Eifer gegen dio Bib
stUrmer und der Vorliebe für theologische Digressionen düuÜicb erkeo
liesse. Die Zeit des Georgios ergibt sich au."* der Voirede, wg
Michuul III (842—867) de» letzton Kniüor nonut; auüserdem x«igt dio
gewöhnliche IK-ftigkcit, mit welcher er sich gegen die Bildcrfcindo woi
dass ihm die ikonoklastJsche Bewegung noch in frischester Erinnerung w|
Abgeschlossen scheint seine Arbeit, wie sich aus einer auf die Regienii
•lauer Michaels Dl hcKügHchon Stelle 8cldie»»un laust, erst kun; vor
Tode dioaes Kaisers, d. h. 866 oder 867. Die Weltchronik dea Goo^
gios Mnnachos umfasst die ganze Weltgeschichte von Adiitn
auf den Tod des Kaisers Theophilos 812 n. Chr., einen Zeitpu
der in der inneren Geachichto von Bysan/ durch das Aufliöron dos BiM
fiturmea von grosser Wichtigkeit ist. An die^un Ktn-n wurden aber
Laufe der Zeit von verschiedenen Verfassern zum privaten Gebrauch
nach privatem Bedürfnis Fortsetzungen angefUgt', die sich in eit
Handschriften bi« 948, in andern noch weiter auitduhnen. Das» sich
vtiz: ^ö|o[ r^ dfy närtair t'vtxa. TtitXtorm xai rot' Aoyo^ixov. Das
dee 0eorgio8 2t>rffillt in -1 Bücher; daa erste handelt in ziemlich
Frcner Weise von Adam, Niinrod. Niniis, den Persern, Römern,
fe, Alexander, den ßrahmancn, ChnldScrn. Amazonen u. s. w., d. b.
Et einen Überblick !l)>cr di« für den Mönch»gOHchinuck interessantesten
I der Prüfanget>chi(;ht« von Adam bis auf Alexander den Grossen.
■weite Buch beginnt ebenfalls mit Adam und onthftlt in grosser
urlichkeit im wesentlichen die biblische Geschichte bis auf die Römer-
3anint«r sind aUerloi Exkurse über Plato, den Götzendienst u. s. w.
ttboben. Das dritte Buch berichtet die römische Geschichte von
biß auf Konstantin den Grossen. Daa vierte Buch endlich er-
die rOmisch-byuintinischo Geschichte von Konstantin dem Grosäcn
die Grundsfltze. Mittel und Zwecke seiner Arbeit spricht
üasser selbst in seiner Vorrede; er habe fUr sein Werk sowohl
holleniische als auch neuere (byziintinische) Gescbichtsworkc. sowie
e Schriflen benutzt, aber aus dem reichen Stofife nur das Not-
imd NQtzliclie ausgewählt, er habe sich stets bemfiht, die Wahr-
n^n und sich jedes Schmuckes der Darstellung enthalten. Wie
Bugriffo von nützlich und notwendig versteht, zeigt die folgende
duog der Dingo, welche den Ilauptgegenstand der Darstellung bilden
d. i. Einführung der Götzenbilder, die Mythologie der Griechen, das
eeen, die Entttehung und Verbreitung der bilderfoindlichen Ketzerei,
aube der Sarazenen a. ». w. Es sind eben die Fragen, welche in
inisclicn Klöstern das wisaenschaftliche Gesprächsthema der auf-
:t«ren und unterrichteten MUnche bildeten. So erklären sich auch
hlreichen theologischen Dtgrc-ssionen, die häufige Einstreuung langer
aas Kirchenvätern. In der weltlichen Geschichte wird nichts
Iwachttt als der fromme Sinn und die Freigebigkeit der Kaiser,
Vita neue hervorgehoben und mit wahrem Behagen geschildert
354
B7Untini«oh6 IJtt«ratnrgeMli lebte. I. Proadsolia Uttarktor.
■osen
nt«M
so erblicken wir in ihm ein kulttirhiötomch wichtiges Abbild des Goistoi,
dcf Bestrebungen und der litteruriscben Mittel, über wolchfi im Dcunt«n
Jüfarfaundert das byzantinische Kloster gebot. Die Fernwirkiingen dieses
TidgeschmKhten Lohr- und Losebuches «nd unennoesUcb. Es bildet die
Grundlage fUr zähb-eiche fii>ätcru Bearbeitungen der WeltgOMchicbte bai
den Byzantinern und es brachte den Slaven den ersten Keim bistonsdur
Kenntnis und den ersten Anstoss zu litterarischer Produktion auf diesen
Gebiet«.
Welche Quellen Georgios iUr die ältere Zeit, d. h. ftir jenes Qi.
zerstreuter Notizen in den ersten drei Büchern verwertete, musa erst
untersucht werden. In der Kaisergoechiclite bis auf Diocletian achcint
dasselbe verlorene Work vor sich gehabt zu haben, dcsson Spuren Budi
bei Leon firammatikoB, Kedrenos und Zonaras wiederkehren. Für das
vierte Buch d. h. für die eigentlich byzantinische Zeit ist seine Uauptr
quelle die Chronik des Theophanes. Doch benutzte er anfSnglieh neben
Theophancs noch andoro Autortm; «o erweisen sich z. B. fUr die Zeit in
Anastaaios nicht Tlieophanes selbst, mit dem Georgios häufig stimmt, boo-
dorn die von Theopbanes benutzten Autoren. nSmIich Malalas und Theo-
doros Lector als die Vorlagen dex Georgios. Eine Hauptquclle war auch
das Breviarium des Kikephoros P.>) Allmählich aber schrumpft die
Chronik zu einem blossen Auszug« aus Theopbanes zusammen, des
er nur seinem besonderen tiefclimncke gemäss mit den unvürmeidli(h«D
theologischen Digreäsionon uiiti^nnischt. Eine eigenartige Stellung nimnrt
der letzte Teil der Chronik ein, der die Geschichte von 813—842 «Dt-
hSlt. Hier haben wir es allem Anscheine nach mit einer selbständigen
Arbeit des Georgios zu thun. Da ur zudem der einzige zeitgenSi-
sische Chronist*) ist, der diese Kreigntsse behandelt, bringen wir dieaeoi
Abschnitte eine besondere Teilnalime entgegen. Leider erfüllt GeorgiM 1
auch hier nicht die Erwartungen, die wir ihm etwa entgegenzubringw f.
geneigt sind; denn statt einer geordneten, wirklich geschichtlichen &riJl>[
lung finden wir den fanatischen Erguss eines leidenschaftlichen Feindd i
der Ikonoklasten, der nur ftkr kirchliche Dinge, besonders fQr die ufj
den Bildor^ittirm bezüglichen Dingo InterosiKü hat. Die wirklich ht
sehen Nachrichten sind verhöltnismäasig spärlich; sie verschwinden in
Wüste theologischer Digressionen und heftiger Schmähungen gegw
Bilderfoinde. Eine Quelle dieses Abschnittes ist die von Ignatios
fasste Biogi-aphie des Patriarchen Nikephoros. Im übrigen wird
Partie wohl gri^Bsteiiteils auf mündlichen Berichten und auf eigeoer
fahrung benihen.
Nach der von Georgios selbst verfassten Chronik findet eich in
meisten Handschriften eine längere Fortsetzung, die bis zum Tode
Romanos Lakapenos 948, in einigen Handschriften bis 1071. 1081, in ei
sogar bis 1143 reicht. Immerhin scliliosst der Haupttext der Fortsei
') S. Ed. De Boot. Pracf 23.
') Nur für einen IVU dieses Abachnittea
IxsiUen wir nocli einen iweitaa xeitge*
nOaiiacben Autor, den Scriptor
do Lmdo Armenio (in d«r BaNMr Ag
hintor Leo Uramniaticiu).
ScbloBse der Chronik de» Georgios und am ScUusse der Fort-
darcb welche diese letztere einem Logotheten zugeteilt wird.
der Logotliet scHmt, sondern irgend ein Itedaktor hat den ganKCii
litt mit Oeorgios Monachos verbunden und dabei übcrsc-hen, doHS in
Jwweise auf frUher erzählte IHnge vorkommen, die sich in der
des Georgio« nicht lindon. Der Zusammonhiing beider Werke ist
nn iussorlicher, und die Bezeichnung &h , Fortsetzung des Ocorgio»
hos' ist nur von dieser zufUlUgen Vereinigung zu VL<r»t«hon. Auch
Auffassung und Charakter ist der I^gothet von Oeorgios Monachos
fi verschieden. Bei ihm tritt das Kirchliche in den Uintcrgrnnd, und
IwiptiDtercaee ist den Vorgängen am Hofe zugewendet. Die in
ÜandBchrifteD angehängte Fortsetzung Über 948 hinaus stammt
m Teil ai» der Fortsetzung dos Theophanos.
rachlich bietet Oeorgios weniger Interessantee als Theophnn««.
[er in der Vorrede mit bescheidenem Stolze hervorhebt, bat er eich
Cunst der Darstellung nicht bekümmert; sein l'riimp ist: K^tteaor
äXfi&tfag xptXhX*"' '; i""" i/j*t'rfoi'f n^tmvl^nv, ein Satz, der ftlr die
ttinieche Zeit vor der grossen litterarischen Reaktion unter den Kom-
I Qberhaupt bezeichnend ist. Trotzdem schreibt Georgio« nicht so
A Dod natürlich, wie man nach die^ni ausdrücklichen Ver.'iprechen
rt«a aollte. Seine Diktion ist durch die Eirchenepraehe und
mmimigfaltigen, manchmal etwa^i geschraubten Hilfsmittel stark be-
wt, Dt>ch wfire es bedenktich, hierüber ein »chftrfercs Urteil aus-
Bcben, ehe der echte Originaltext festgoetollt ist; die mUhsamsto
iwjchung dieser Orftzitfit würde vielleicht nur zu bald durch eine neue
che Ausgabe umgestürzt. Jedenfalls aber gehUrt Oeorgios zu den
Pen, die auf eine strengere Form Verzicht lei.'^ten. oh.ichon er sich
obeophanes durch grössere Annäherung an kirchliche Ausdnicksweise
pcheidet, wie er ja auch stofTlich durch noch grossere Betonung der
picheD Angelegenheiten von ihm abweicht. Dagegen ist die Sprachsi
356
BfeantüÜBCllO UttArkturgABcliIclite, I. Pr<»&iedio Utteratur.
chronik seit dem 9. Jalirhundert Aas beliebteste Haud- und Hausbuch f&r
gescliichUicho Kel(>lining und Unterhaltung wurde, hat dasselbe im Laufe
der Zeit vciBchicdtino , verbesserte und vermohrte Auflagen" orfahrwi.
Wir können bis jetzt etwa drei Hanptredaktionen unterscheiden:
eine kürzere, dem Original am nfichston kommende, die dureh die zwei
Codd. Ooisl. 134 und 310, weniger treu durch den Vatic. 153 vertreten
ist, eine stark überarbeitete und durch profangeschichtliche Zusätze,
die meist aus Symeon Logothetes ntammen, bedeutend %'ermehrte, die
z. B. im Codex Vatic. 154 und iu dem von Muralt benutzten Mo*-
quen&iü vorliegt, endlich eine zwischen dioaou beiden Kodaktiunon in
der Mitte stehende, zu welcher die Codd. Monac. gr. l'-i'J und 414,
Vindob. biet. 40, Ambros. 181, Strandburg. 8 u. a. gehören. Wie Ualulü
wurde auch Georgio» Monachoe frühzeitig in slnvische Sprachen über-
tragen; er spielt in der älteren slavischün Litteratur eine giösscre HolU
als irgend ein anderer byzantinischer Chronist; es sind bis jetzt mindMUns
12 Exemplare dee Qeorgio» teils bulgarisch -flloveniacher, teils serbis
«lovenischer Redaktion bekannt. In der slavinchen Übei'setzung
Georgios die Hauptquolle aller nichtnusischon Oeechichto für die ftlt
russische Chronik, die ohne genügenden Grund dem Mönche Nestor .
Kiew zugeschrieben wird, in der That aber ein anonymes Werk aus
Anfange des 12. Jahrhunderts ist. Auch ins Georgische wurde G<
tibersetzt; eine Pcrgamentbaiidsctirift dieser Übersetzung, a. 10^11, Ke
unediert im Kirchenmuseum zu Tiflis (Mitteilung von Ä. S.
Kicht minder fruchtbar als für die slavische Ohronikenlitteratw
Georgias Tür die byzantinische Geschichtschreibung selbst Er
hört zu den Autoren, aus welchen Stücke in das konstantinische Exz<
werk Aufnahme fanden. Ausserdem wurde teils Georgios selbst t«ila soi^
Vorlagen von späteren Chronisten in einem solchen Umfange ausgeachrieb
das» wir durch die VerStfeutUchung des ganzen üeergio« wenig neu« bia
tische Nachrichten gewonnen haben.
1, Aufgaben: lii ilt'r rarieer Saniuiluui; wurde nur die Schluasparti« d«!>G«
uad die FoitaettUDg, alau der auf dio Zeil voa 813— ^iH beiflgliclie Teil aufgwio
unter dem Tilel Hini tiüv ffaiv paaiy/iar in den 8crtpt«roB post üieophanem ed- CttDikaf
Paria lliä5. — Wiederholt Vouedig 17S9. — Vatianltfo aus uii)«r UflnolieBw Hand
gab der »homalige Vurfttoud der MOiidiener Hofbibliotliek, Ign. Hardt, im NeMB
ADzeiger. 3. Jahrg. I Hftlfle. Tnbin^en \B0» S. 61 ff.; dereolbe ü«lehrte haUe aucb
Ausgab« vorber«i(«(: a. seinen Catologna codicum maaOraec. biblioth«cu ngiae Bavar
tom. 2 (1806) S. lOS ff,, wo Cod. Monnc Gr, 139 besproHien ist. - Eraerpt* aua
«Tolan Abschnitirn des Goorgion edierte aus 3 Oxforder Hundscbriften A. Cramat, .
Oxon. 4 (ISI37) 3lg-24G. — Dasselbe Stnck. dns in der Pariser Ausgabe t-orliof^t. edia
im Bonnor Corpus nbnc llDcksicbt auf die Publikationen von Hordt und Cramtir und «1
BODstige neDDenswerte Forderung 1 ßekker mit dem llioophanes eontinuatu», iloca IS
8. 763— 9'J4. — Die gesamte Chronik des Georgios MonaoUos mit doii Forla«!
ed. pr. hdouard de Muralt: Geor^ii monaehi. dicti Gamarloli, chromcon ab orbo
ad unuuin p. Chr. 842 et n diverais smploribua uh(|uc nd », !H8 conlinuntuni olc.
poü If^öÜ. Leider iat diese Auegube güniliob unaenDgeud; der HemUBgvber beschreibt
V7 Hand^hnflen, hat ubor nur einen Teil dersisbon wirklich benutzt und aitcli von di
die weiiigaton voIlstfLndig verwertet; dem T»xte bat er iu der Hauptaacha nur eine Uoaka
llaudschrift aus dem 12. Julirh. zu Gnuide golt^gt, di« eiuu alarL Ob«ratbett«te ß«idab
entbAlt. Niunenilich iai dieselbe, wie E. Patxig. B, Z. 3, 4^ tT. uachgowieeea atid V. Tjj
ailjevskij, Via. Vr, 2. 78 ff. u^er begrlliidet hat. mit Hilfe der Chronik deaf^ymeon ."
nna LogotnelM am pro fang MrhirhtlicLe Nauhricbten in weiteatera Cnilango I
worden, wRhrend der urajiiQugliohe Georg in prufangeaohichtlicher Üiiisicht «in gßoi i
in ihr» IVil« m c»rleg«n und ein* An9»bTBBii(le~([MÜor|ms 3wT>yMin6nP~
irikvT auf ein Minimum zu redimieren.
ilfsBiltel: Leo AI Ist ins, Dialiibs An ricoriiiis. in seiner AnsKabe dea
JuMMtlit««, Paria 1651 S. 325 A. Wiederholt hoi t'abricina, Bibl. OVaeo. od.
M) ft — In Philipp Krag's ForBchungen in der Alteren Geacliiclit« RueaUnds,
T«n E4. XanUc. Petonibnrg 1848. int linnd 2. T85— 307 ein Anhang von Kunik
baaondM« Ob»r den I-OBOÜnititn bnnclrlt. — L. F. Tafel, Sitiangsber, Wien.
44—68 und d(im»n Vorrnd« xu Thoodosü Meliteni chron, (s. % 150} S, 9 f.
UM d<n Codd. Paris. Üoisl. 305. und Paris. 1T06 gab Fr. C. Tischoa-
Iota aacra el prafana, l<<'iptit: I^'iö S. U.'>— 103. — L'eher Miirnlta Ausgab« ■,
UaapreelivnR im Liter. Ceotralbl. 1861. J27 ff. -- Nolte. Ein ExximtI nua
m Teil noNi ungcdruckton Uhrotiicup dm lieurgios Haninrtnlcs, TIlbiaKor
■• 44 (1862) 4«— «8. -- Di« IdrutitÄt d™ Üoürgion Monochoi. mit Johanoa
behauptet, oboo eu flbenuug^ii, Dom. Unsp, Lanoiu. Sogiru <iiovaiifli
_ > bixaiitip« del iwaolo nouo. Arohiviu Htorico liSii^ilinnu 3 (lä'j) 36'J — 386.
mnier. De c*lalogia faearematum. Dim.. Li'i[>uu Kh'jo ti. lOB f.. übf^mi^bL bei
der bei Georgioa Honachoe (S. 44 ed. Murall) vürkummsudun AufxiLliluug vun
der«« HwttbMMluM aus Atbanasio« Contrft geiitt«, - Job. Friodciob. Der
Brhchl dw Geoi^oa Monaohoa Ober die pAiilikiaD«r, SiUungsb. bayer. Ale.
IS9& (wird dtaiiii«bBt ersdieinen).
H die B«ii«liVDgMi mm russisch«)! Chrooiaten Nestor und anderen slavt-
■laten: Kraft. KritisRher Versuch xiir AiifkUrnng der byaanliniBclien Chrono-
mbarf 1810 leine »ohr vorstAndige Vararbeit iii Murall« Chronologie Byiantine)
«lacmian« d*r Aaagabe von Marnlt cap. III <S. 30--3T), wo die eioachla^i^e
Hacaa Ult^ratiir tibor den Gegenatand genannt ist; niuserdera Clironioa Nestoris
nkloaich. Vindobonao 1800 S. I83~li4<! und Cbronique dito d« Nestor trsdnita
alavcni'niuo pur Lonia LoKcr. Purin It^M (--= l'ublioatiOQB de l'dcole dea
ilaU virantM 11. »L'rio vol. 13). — V. Jagi^, Arcb, slav. Philol. 2 (1877) 9 ff.
5T8 ff. ' Die aUB dem Jahm 1386 «taminondc serbische üeb^rselxung
i»a wonle «di«rt von d«r ruaaiadioii UeäoUaubart det itibliopbilen, 3 Bftndn,
18T8~Sli L den Bericht von V. Jagte, Aroh. alav. Philo), i (1880) 648 und
lltaehrirten: Perd.Hiracb, Byzun(. Studien S, 1 — 88 (woselbst mich die cin-
he Litteratur on^ttnhrt ist). — Carl de Boor, Zur Kenntnis der Wclt-
laorgios HonacboB in: Historische Untcrauuhungen, Arnold Schäfer zum S5-
Inm gewidmet. Bonn lüä'i 8. 276—205. - 8. ßestakov. Ueber die Knt-
Ztwammenaeteiuiij der Chronik dt« ÜuorKios Monuchos Hnmartolos. Itionyja
ehrte Deakachnften) der Univ. Kwan. Bd 58 (1801) und 5!) (18S2] (russ.) —
>v, Zar l'rsge nach den Qaollen der Chronik des Georgios ManAchos (tV. Buch).
70. Bde der '^apiaki d. k. russ. Ak. d. Wiss. Nr. 4. Petersburg 1892. Vgl.
\ M — I? il» ItftAT R/LmiorliA If Ai4a>rffcuii*1iiphtfi in tivfontiniBchikt' PnoiSiinfr Tf ■
35B
BfEMitüiiiiche Litter ftturgegchicbts. I. Frossiaebe Litterfttor.
dM Georgius luiil dcioor Fcirteätzuug bis auf div It«);i«riuig du NikcpfaoTO« niilimiiri J
iBucli ß Kap, 4 ioclua. i)«r Aiisgabu Mur«lUi) uuth<, uocb eber gfltigen Uittetlitiig nn
)r. J. Seger. der Cod. Laor. 69, 13 Fol. 1^-149.
4. Natne: Der Beiinsme Hamartolus ist uichl Eig«noara(- nnit wicli oioht aigmt-
liohe Staudesbeieicluiimg, gondeni das sUadi^« Kiiitbet von MAuoh«ii, wrlcbon in dca tim
«uoh viele ander« Aatoren (tiliren. Es it>t daher uicbt tu bil)i|C«D, weno in d«r n««etM
Litt«rntur Goorgioa vielfach Oeorgios ßamartolos oder sogar einfMb HKmattoIo«
genannt wird, D» w»der eein Familienname noch aeioe UcämBt bekaiMit iat, kann tf
nur durch B(>ifUgang »cinos Stnndoa fQvorgios Mnnaohos) nSher bcMichn»! wcnlnD
wie Ijeorgios Synkello» u n. ^ Noch oin nndnroN ßolwort des Möncht?«, Rhakcii-
dytos (der in Lumpen geUoldete), ist tui Qnverdinnton Ehr« gsUngt, als Ei^«iutitlli« 9»-
brnuclit lu werden. Vgl. Sp. P. Lnmpros, flnprnoaoc 1 (1877) 50V>
HS. Der Bizilianische Anonymus. Ein unhelcannter Qriech« hat
dio folgenschweren siziüanischeii Kri-iynisp« von 827—965 in dwni lakofü*
»eben. track«non KcgUtorütil, dor in »pätcrou Chronikvaaiuzügen häofig
wiederkehrt, aber mit offenbarem Streben nach Wahrheit erzShIt Du
interoHsante Schriftstück wird in zwei Handschriften des 10. Jahrhundtrts,
im Cod. Vatic. 1912 und im Cod. Paris. 8uppl. gr. 920, aufbewahrt EÜH
längst bfkannto, in einer Handsulirirt zu Cambridge überlieferte arabische
('hronik ist jüngst als Übersetzung dieses griechischen Textes erkannt
worden.
Ansgabnn und Hilfiinittol: Vom grieohiechen Text« crMhiooen angeflihr g1«id-
loilig xnoi AuK|;nbcn: Ed. P. Buliffal, Cuniples lendiis de l'Acad. do* Inn^riptioiia lil
BnlioB-lntlroii 1«1I0 8. Sa4— 402 (mit latoin. Uoboraet^ung). — La cronacn Sicnlo.Smawinr
dl Cnmbridge coli doppiu tcftto greeo flcopwrto tu oodici ciratemporiinei dolle biblioleeil]
Vuticaiiii « ruriginii. per 0. Coms'Luti con accompiiijuaniunto dol lonto iirobico pel Ctl I
B. Lugaminn. Documunli per aervire alk storia dl Sicilin. uuurta Mrio. voL II. P*l«ffll1
1890. Vgl. diu Berichte von C Ctpolla. AtU della B. aeoadcima delle soienxo diToriHi
vol. '27 11802) 24. April, und Is. Carinj, OsssrvaUira Romano vom 12. und IH, Da IBSK\
wiodt-rhult in dem Baude ; Di alcuni lavorl cd aoqoiati della bibhuttics Vulicuna nel peatf-l
ficato di Leone Xlll. Roma 1S92 S. 143-151. - Eioeo francO^obsa Auaioj dM '
feratea von Cuiini gab L. DacheBno, M^lnngos d'archäologie et dlilttnlr« 11 (1BV1|<
bis }>2B. — Einen Kunimentar xur AoBgabe liefert« (i. Coiia-Lnit, Sulla «eogiert« &•
cronacb» grec.he Siciilo-sarncenicho e !oro correlnzione coli' erabica dl Cambridge. Rom IS
(mir unzugänglich). — Ohne Kenntnis der genannten Anagnbeii lje«8 deo ari«cbi>
Text noch einmal drucken A. Wirth, ChronogrnphiBche Sp&n«. J'>ankfurt 1894 3. II— D
149. Symeon, der Uagister und Logothet (Svfiimi' ftäparQOf
Xoyo&i'iifi). Unter diesem Namen ist in mehreren Handschriften l
Chronik überliefert, über die wir leider noch »ehr mangelhaft untcrricbd
sind. Zwar läsat sich schon deutlich erkennen, dass dieses Werk ßlr
Aufklilrung der labyrintliiscben Quellenverhält nisse der spStcren (^ronis
eine grosse Rolle zu spielen berufen ist; aber es wKre gcgonwftrtig
vergebliches Bemühen, den ursprünglichen Umfang, die Abfassungszeit,
Quollen und Ausschreiber der Chronik mit Sicherheit bestimmen zu woU
Bis jetzt lÄÄSt sich etwa folgendes sagen: Symeon. der Magister
Logothet, ist hCchst wahrscheinlich identisch mit Symeon Metaphrs.it(
dem berühmten Beai^beilui- der Heiligcnbiographien (vgl, S. 2üO ff.),
von ihm verfasste Chronik reichte höchst wabrsclioinlicb von der
Schaffung der Welt bis zum Tode des Romanos Lakapenoa (94(
Dio Abfassung de« Werkes nillt in eine nicht viel spfttere Zeit; donn seV
wenn der Logothet nicht mit dem Mctaphrastes identisch wäre, mO
die Zeit der Vollendung seines Werkes in dio ersten Jahre der Regienins<
Nikephoros Phokas (963—969) gesetzt werden. Veröffentlicht ist
jetxt unter dem Mamen de» Symeon Magistros und Logothotee dar
itt«e lautet: Soittwv ptaft'ajQav xeri Xoyoifitov W$ i^v xoaftonoitav
ytvvitstuK, (so) xai %govixMi' (so) «"ye^'J? avlXiyttv (ao nach Bubnov)
>^v xpv"'^i' *' '"'' 'VfOßtxiii'. Dazu hat vine spätere Hand ge-
av%öi ietiv o u*raif^ti9vtjg. Der auf dem Rücken des Einbandes
druckte Autorvermerk stammt natürlich von dem Titel auf fol. 6,
ludi andere äammelhaiid.tchnften auf dem Kücken d^n Namen des
tragen, der die Sammlung erDffiiut. Kh folgt fol. 13 — 18* ein
I Zierleisten abgeschlossener Text Über den Bau der Sophienkirclie
Paragraph Kodinos Anm. 5). Dann erst folgt auf der nchtletzton
Ton fol. 18' mit roter Tinte die metriacho Überschrift: ''t^X'}*' W**
lcx*y ßfßXoi *ai riXog [\ Tt no^yvfoyivvtjroy tvaeßt( »{ftitof. Hier
nt die grosse anonyme Chronik, deren SchluBsteil fälschlich unter
tfamen des Symeon verßffeiitiieht worden ist.
Fßr die Untersuchung und Veröffentlichung der Chronik, mit welcher
•b der Name des Symeon Magistros und Logothetea verbunden
mmen folgende Handschriften und Hilfsmittel in Betracht: I. Codex
n. 8'>, eine gut erhaltene. scIiOne l'crganicnthand»chnft in Quart,
Wer, 8. 12,113. nur die Chronik cntJialtcnd. Überschrift und Anfang
I: ß; «f,'i- KoCfiOTKHiar w fij; yn-t'afo}( xat xfoifxöt' ^y*f^( avilfyiv
ffp/iMÖi' iiap'aiffov xm ioyoiftiov i* itaifÖQiov /^oiixmi' r« xa\ iatOQmv,
i äxQotoi törif röi' »oOfioY rt^Jt^ov fitj vytatmta iv x^övip Tia^äytüv
ft iv ttfXfj oi-^vöv tt xtti y^r • avmntaitj it »j yf, lo vr vim^ xai
Am Schlüsse ist die Handschrift verntUmmelt. Daa letzte, nur
BÜweise leebare Blatt schliefst in der Regierung Michaels III und
>ru (842-856). 2. Cod. Vouot. Marc. 608, a. 15. enthalt fol. 1
eine Chronik mit dem Titel: Sv^ti<>v ftayiaiQov xai Xoyo^iitov XQ"'
t^^ avityiv (so) tx Sia<fÖQtar xponxMi' ri xai IvtOifimv np^o/irioi'
fttfA. Die Chronik besteht aus drei Tcileu: a. Die Geschichte von
bie C&mr stimmt mit des Nikoplioros P. X^oroye^yinöv aCfto/iov,
de Boor S. 81 ff. b. Die Q(«chichte von CSsar bis KonstantJnos
860
B^iantiDiscIio Litte raturgesoliieht«. I. ProaaiBdie Llttentnr.
mit welcher der Codex Measin. beginnt, fehlt hier. 3. Cod. Vindob.
Supplom. KoUar 126, Papier, a. 13, «nthält fo). 40*— 104 mitten unl«)'
ander«n Texten eine Clironik, dt-rcn Tito! und Anfang') lauten: Sv/inätvf
»ai tato^tK^v. A^X'} 1*^*' ''"^ ädäfi. UJäfi j-Fra^ci-o; itüy aX ytrtf tir
(rij^- DäK ani Schlut»8o verstilniinelte Werk reicht bitt zum Jahre $96.
4. Cod. Vindob. Suppl. Kollar 127, Ptipifr, s, 14, ebenfalls eine Sammel-
handschrift, enthält fol. lÜ — Gl ein Bruchüttick einer Chronik mit folgcudi-m
Titel und Anfang'): Eti rj^i- ttoaftQjtoiiav dx »rjf yivicuoi xal x^vrjun-
iyt^iji <Jt'XX»Yiy jiaQti <ti>/itiÜi'u; ftuylat^ov »ai iiOyoDttov ix iiayoQotr xf*"
riKiöy xai iffroptüt'. &füi o axQoroi torJt iu>' xöeftov ntfottgt/v fiij i'<f(>iiiitit
4v x^*'V 'ine")'W"' fnoirjOtr tv ä^xH ovQat-öf xai y^r. Das Werk schliffst
hier schon bei Darius I mit den Worten .T^ot-roit Si xal Xaifi-^atv äitttiftn
i7ih]ffato. 5. Cod. Mo8q. Syuod. 251 (406 bei Vladimir), Pergameot.
a. 1152, enthält fol. 205—207, ein Fragment mit dem Titel und Anfasg;
£1; ti^'i' Moufionouaf £iifiiwv Xoyoititov tx diaffö^taf xpoiJxüt' xai JcrtofMÜr.
©wf tix^oyof tövde läv »öaftov ftij npöit^ov i'<f*oi<ättt ir XH*'*'V i'^f'f"».
Dft nun abor der»t.'lbo Codos fol. 1—204 eine Gettchicht« von der SchSpfu
bis auf Romanos U {'Juli) enthält, iet zu vermuten, dass fol. 205 — 207
den Anfang der Uandschrift gehören und das Oanze die Chronik
Symcou mit einer Fortsetzung darstellt. 6. Codex E^cur. Y. 1. 4, a. \6,\
enthält fol. 1—230 nach dem Kataloge von B. Miller a 184 die .Ht
de Simeon Magister". Nähere Angaben fehlen. Vielleicht ist der Code
eine Abachrift des Codex Meesinensis. 7. Codex Paris. 1712 fol. 6~12'(
(luthält den Titel und Anfang der Chronik (s. 0.). 8. Eine slavisch*
(mittelbulgariBche) Übersetzung der Chronik .des Metaphra»ten
Logotheten Symoon" steht im Codex F IV Nr. 30" der kaiserlicbei
öffentlichen Bibliothek zu St, Petersburg, der im Jahre 1636
Soiav (Uoldau-Walachei) gö»c1iriebcii wurde. Das Werk reicht liier
zum Todo dcH Romanos Lakapenos (Ö48); daran reiht «icli die Fort«ot
.eines anderen' bis zur Tlironbeeteigung des Romanos Diogenes (U
Die Chronik (bis 948) stimmt im allgemeinen mit dem Codex Marc,
geht aber auf einen volletilndigeren und besseren Text zurück, sU er
Mtu'cianus vorliegt. Die Fortsetzung dagegen (948—1067) hat oivhts
thun mit der ähnlichen bis 1078 reichenden Fortsetzung des Marcittuus 1
eoudern erweist sich als ein Exzerpt aus Zonai-as. Von einigen ande
griechischen Handschriften, die in der neueren LJtteratur genannt werde
ist mir nichts Näheres bekannt, Combofis sagt, dass noch uino zwciti
Pariser Handschrift (ausser dem Codex 1712) die Chronik de» Sym«
enthalte. Montfaucon, Bibliotheca bibliothecarum 1 483, nennt
dem Mardanus 608 noch eine zweite Venezianer Handschrift
dem .lahre 1118 und eine Handschrift im Basiliuskloster zu Roi
Mit Hilfe der genannten griechischen Handschriften und der slav
sehen Übersetzung wird sich die Chronik des Symeon, die bisher
lafl
') Ad. Kr. KolUrii. Ad P. Ijunbocii
comin«nt«riorum de Angiist^a Biblioth, Com.
Vindob. libro» Vllt suppl cmentomni über
primu., Wien 1790 S. 72» ff.
*) Kollar a. •. O. ä 7S6 ff.
2, QvBobiehUdmibor nnd ChroBiatan. B. Chroalaten. (g 150)
361
n«mlich verscbwonunener Begriff war, so Tollständig und treu hcrstcllea
iMaeu wie nur irgend ein Work der Gattung. Unter dpo QuoUi'd d(>s
^rmeon sind Tlieophane» und Goorgios Monaclioa deutlich bemerkbar.
Sjrmooa B^bet bat nicht nur für die erweiterte Reduktion deti Oeorgios
Monachos, wie sie in der von Murnlt wiedergegebenon Moj«kauor Haiid-
•cbrift vorliegt, und für die Fortsetzung doseiilbcn (842^^4:8). »ond<-ni
tucb nir andere tipätoro Clironifiton als direkte Vorlage gedient, besonders
LcoD Graoimatikos, der von Anfang bis Ende mit Symeon tlher-
itimmt, für Theodosios MelitenoB und fllr die von B. Hose dorn
lydeakes zugegchriebcu«, in Wahrheit unonytne Chronik de« Codex
Tftticanus 16S, in der jedoch auch andere Quellen wie Malalas und
Iheophaoee benutzt sind. Auch fUr die von Comhefis fttlschllch dem Symeon
ngMchriebene Chronik des Codex Farls. 1712 diente, wie os schoint,
l(r «chte Sytneo» al» Grundlage, die liier aber bis zur Unkenntlichkeit
hmb Zusfttxe verschüttet worde. Xamentlich sind hier auitser Sj'meon
GenesioB, die Fortsetzung de» Theophanes, der Scriptor
icartus Qber Leon den Armenier (in der Bonner Ausgabe hinler Leon
Qninmatikoifl S. 335 fT.) und die von Niketas dem Paphlagonier verfasste
Biographie des Patriarchen Ignatios beigezogen worden.
1. Atmgab«»: A, Ediert ht nur dor klzio Teil des l'scudo-Sjrmoon aus dem
tu. Pari«. 1712 voB Conbefi« in den Smptores pMt Theopbaneni. l'aiia 16M S. 401
lii 488. — Ohne den leiMcrten Versuch aus «aderon Hea AufklArung Über den i-cbicn
ftSMO tn gvwinDen oiedFrlivIt» dii'Mii Text (mit cinigeD Einrndutionea) I. ttekkt^r im
loiMr Coqm* Uth dum Thcui>liuii»H cMitiDuiiIus. Üumi 1^38 8. 603 — i6ü. — Wiedciholl
killiEA«. Palr. ;r. 109. e6»-ä22. — Der ersle Ttii des PaviidU'SvmeDa wurde
aalnkMi von H. Geizer. Sextiiii Julius AfricHUUB 11 1 (IH85] 35T— 384; vgl. »)>end&
B. Der eelit« Sym««» ist nocb nicht ediert. Doch <!i«nt als vorlAufiger Eroatx di«
iMpW 4m [ipon Grammnlikos (s. § I&O), d*r ein« ii«mlicfa gelreue Abachrift ud«r
itikikm d«s SymMn d»r«le)!t.
2. Blir»niilt»l: A ZumPBeado-Symeon: Fnbricius. Bibl.gr. ed. Uul 7, 471 u. 684.
— Ernal Ed. Kunik. üeh^r das Verhältnis des Conliiinator Tlienphsnis la dem Symeon
l<|ilh«t«s ad«r PfeudontetapliTestee sie Aohanc bei Phil. Krog. Forschungen in der illvri-a
Btidiiefcle Rnwisnde 2 tPet^rebnrji 1846)785^807. ~ Tlieophilo» Joannu. M.r,piiii
ij*Avrviä. VeMdig IS84, Ufoloyot S II ff, (behauptet, daw der Clironist fj-monn nirbt
Mr Btit dCRi 3l«(aflinwt«n. »ondirn RUrh mit Kik^tas PBpblagon idenlinch iwi). - II.
BillfT •■> Atm Atm angofOhrten Rtc-llcn und Berliner pbilot. Woobcneohrift IbVl Nr. 28
& fftt. — J. B. Bory. A wuici' of Symeon Mnfisfcr. B. Z, 1 (18921 :)72— S74 fmneht
*i&nebtiBli«4. dwa rioe Ppnacnlbcschreibiing bei Pscudo-SynMon auf ein verlorenes SlOck
*■ Sniptor i«crrtus llbpr l..<-o den Armrnier »der dessi^n (juclln xuiflckgebt). — Kme auch
tlx LroD Grimmatikoa und Tbcodosios MelitmoB wichtige TexlTdrbeeiieruug tayangnt and
MaytTffi itatt ivvfii und fmäyvvQtii) gibt C. de Boor. '('-inij-ofewV, B. Z. 2 llS&S)
SIT. - Haaplsclitifl: F. Hirsch, Byi*ntiniscb« Studien S. 12 f.; «CW-WS.
U, Der echte Symeon: Uebci die Hai tsI. Fabricius, Bibl. gr. «d Harl. 7,
4S\ I.; tg4. und: F, Birach. Bywnliniscbe Sfodien S. 304 f. — Deber den C*d. «wo. 608
SE. PatEig. B Z. 3(1894)484 f. — Bauptaehrift; V. Vasiljevekij. Di« tihroaJk
Li««(lietcn im SUriscbeo und Grieehiacben. Vit. Vr. 2 (189:>) 78- l&l. Vgl den «»-
MrliehM Beriebt von E. Korti. B. Z. ö (1896) 203-210. — Vgl. andi die R. 203 xiti«rt«
SMft TM Vaailjevskij Ober 8ym«0D Uel^phrast««.
%. Briefe dea 8yaiean Uagiat«r tuid Logotbetes sieben in einem Cod. Angel. iRomt,
iir S. '1(3 de« kaaiteohrifllicheD Katalogs erwlUlnt ist, aber bei meiner Anweitenlicit in
BiUMfcek nicbt gefunden werden konnte.
IM. Leon Qrammatiko« {Mt^v founuaux/ti), Theodosios von Meti-
(^»oJöffi«« V MfXirtjtöi), Fseudo-Poiydeakes. Mit ditwen Namen
iCD (rieh drei Kompilationen, die eine geinciiwame Betrachtung «r-
962
BrxEuitiniHbe Litter«tiirg«acbiobt«. I. Prosaische Litt«T«tfir.
lieiitchen. W&re nur mit einer von ihnen der Nani« eineiS Autora UbiH
liefert, so wQrd« die Litteraturgeschiclit« «iofuch von dem Wurk« dM
Leon bzw. des Thooiloaios oder I'üeuda-Folydeukee und seinen Überarbd
tungvn oder Varianton aprecht^n. Immerhin int es aus praktischen GrOadtH
angenehm, das» wir nun IDr diese drei Chroniken eine verst&idlicfl
Nomenklatur besitzen. Wie bei Georgios Monacho«, tto ist auch hier tädm
nur zwischen den Redaktionen, Bondem auch zwischen den eitu^^nen
Handschriften zu iintorscliciden, wodurch die Ei'benntJiis der litterar^
historischen Thatsachen noch weiter cr»chwort wird. Werke diMor Alt
wurden in Bysanz niemals als abgeschlossene Monument« von littcrari-
schor Bedeutung angeeehrn, sondern als praktiüche Hand- und Hausbücher,
die jeder ßcßibüer oder Kopist nach Bedürfnis und Geschmack exzerpierte,
erweiteite und umarbeitete. Die iitterarhistorischon Hegriffe des 8olb-
stUndigcn Werkes, der Kedaktion und der blossou handschrift*
liehen Differenz flioRHen hier vielfach ineinander Über. So bat z. B. TafcJ
den Leon und den Tbeodomoe fUr vüUig identisch, fUr .eine und dieseJh
Person" erklärt,') die nur versclüedene Namen trüge, eine Auff«
die aber doch nicht ganz richtig ist.
Die Chronik des Leon Grammatibos, die im Anfang verstilmna
iflt, beginnt mitton im Satze mit Reflexionen über den SOndenfall; da
folgt eine Geschichte Adams bis zur Sintflut, eine Geschichto der Jude
der babylonischen und persischen KOnige, Alexanders des Grossen, de
Ptolemäer bis nuf Kleuputra, endlich eine Ge»chichte der römischen
byzantinischen Kaiser bis zum Ende des Romanos Lakapenos (948).
SchlusBu des Werkes findet sich im Codex ParU. !7U die Notix, die
schichte der neuen Kaiser sei von dem Grammatiker Leon im Jahr
lOlH ergänzt worden: htXmä^ij ij tüiv vitav ßnaiXiotv XV*'"'/^^*:
nXi]^ti)OtTaa nctQÜ ytiortot y^aitfiattxov, /iiji'i 'lovhip i'/Jöij, »ufii]
äyhv /uyälov nägtVQo^ H^oxomov, fwovf ,^qna', Ifdmxiiüft iv6»iuni}
Bonn. S. MI). Man sieht, d«;»* Leon sich nicht als den Verfasser, sood
nur als den Uedukteur eines älteren Werkes bekennt; dazu stiuimt
der Ausdruck ii»)- v^atv ßaaikttar; ein Autor, der im Jahre 1013 schrie
hätte den Romanos Lakapenos und seine Vorgänger nicht mit die
Attribut bezeichnen künnen. Leon hat den l'itel einfach aus aeintf
Vorlage herllbergonommen. Diese Vorlage ist allem Anscheine nach
Chronik des Syraeon Magistros und Logothote«. Die Verwandtschi
die sowohl Leon als Theodosios und Peeudo-Polydeukes mit dem
sehen Georgios Monachos zeigen, rUhrt daher, daas der ursprüi
Georgios eben aus dor Chronik de» Logotheten ergänzt und fortge
worden ist.
Eng verwandt mit Leon Grammatikos ist die unter dem Namen
Theodosios Melitcnos erhaltene Chronik. Auch hier haben wir
dieselbe ächr>pfungsg»6chichte, die bei Leon im Anfange verstümmelt
bei I'seudo-Polydeukes vollständig wiederkehrt, dann die orientalis
rSmiscbo tmd byzantinische Geschichte bis zum Jabro 948. Der
■) MOnobeDor Odohrt« Anzeigen 18U, 2, 3 Ct. S. 166.
&. 0«B«U«hUebroi1>«r imd Chio&lsten. B. CtiroiiUt«ii. f% ISO)
aoterachied des Tboodosios (in seiner jetzigen Überlieferung) von Leon
bwtaht dAi'in. dasa bei Theodosios (lio ganzv Purti« von Cäsar hi» auf
Dioeletiaii foliIL Ausserdoni fehlen ihm in der Oeschichte von Konstantin
ab ganze Gruppen cliarakteristischer Angaben, die Leon zum Teil mit
Kc4renos gemeinsam hnt. Im ßrosM^n und ganzen ist auch Theodosios
nichu alti eine mit einem selbständigen Nauicu versehene Überarbeitung
dee Lt^theteo.
Unter dem Namen des Julioa Polydeukes Clovliog UoXvitvKT^i) ht
«ine 'toio^'u iffctxr, betitelte Clironik öbeilieferL Allein sowohl der Autor-
Mine als der Titel sind mit völliger Sicherheit aU eine FäUchung des
griechischen Kopisten Andreas Uarmarios om'ieson worden, der da«
Wide dreimal kopierte. Seine Abschriften (Oodd. Monac, gr. läl, Palat.
p. 399. Barliar. gr. I 56) «lammen direkt oder indirekt aus dem noch
lt«nen Cod. Ambros. D ^4 sup., s. 1(i, aus weichem Bianconi das Werk
ediert hat. Der ursprüngliche Titel lautete wohl: fi's it]v xoff^o-
V im ff"; ytvietvii x<t\ %^ouxiif /tft?i';i. DJo Chronik dieses Pseudo-
iydenkes bricht jetJtt, michdem die Geschichte der Schöpfung, der Juden,
ijrlonier, Perser, Alexanders und der Ptolemfter, endlich in immer aus-
irlieher werdender Darstellung die der römischen Kaiser behandelt iutt,
in der Rogicmug dt« Kaiserö Voloiis (377 n. Chr.) ab; ursprünglich
bat sie, wie sieh aus der Analogie ähnlicher Werke und aus den
itzt«» Quellen mit grösster Wahrscheinhchkeit schliesAen lAsBt, viel
. jodenfalls tief in die byzantinische Zeit hinein, gereicht. Sie «timmt
der vorchristlichen Zeit tm gros^^en und ganzen mit Leon Gram-
tikos und Theodosios Melitenos Uberein, obwohl auch in diesem
hnitte schon recht erhebliche Abweichungen vorkommen: «. a. unter-
idet »ie sich von Leon und Theodusio» dadurch, duss nie fllr die pro-
KOnigsreihen der vorchristlichen Zeit das B-tTi entstandene, von A,
edierte X^vor^a^eTor avvtofiov verwertete. Vollständig aber hört die
timmung auf mit der Rrobening Ägj'ptons durch die Römer; von
m Zoitpunkte an ist die Quelle des Pseudo-Polydeukes gi-össtonteils
im Eueebios Kirchengeschicbte, teils direkt, teils durch Vermittlung der
EMhIung des Mnnrhes Alexander über die Kreuzaiiffindnng. die voll-
idtg aufgenommen ist; ausserdem benutzte der Verfasser den Sozomenos
eine Epitomo aus der Uistoria tripertitu des Theodoros Anaguoäte»,
uch bei anderen Chronisten wiederkehrt, aber nirgends so ausfUhr-
ond reinlich vorliegt wne hier. Enger verwandt mit Leon und Thoo-
ionoa ist die im Cod. Vatic. gr. 163 erbaltono anonyme Chronik, die
frUher. durch «ino ungenaue Notiz B. Hases irregeleitet, f^r ein
>digercs Exemplar des Pseudo-Polydeukes hielt; sie bricht im Vati-
d«N8en Vorlage am Schlüsse bescli&digt war, in der Hegierung des
Romanos 11 (959—963) mitten im Satze ab, hat aber wahrschein-
oicbt weiter gereicht und ist wohl gegen dos Endo des 10. Jahr-
abgefasst worden. Eine Eigentümlichkeit dieser Chronik ist,
iii» Sfter bei sonstiger Übereinstimmung mit Leon und Theodosios
numeD zitiert, welche bei jenen fohlen. Auch aus anderen
wird ersichtlich, dass der Autor des Vaticanus nicht aus
n Beobach- fl
36i
B]ri&&tlolscho UtteraturgeBchiable. I. Proa&iiebe Litt«rattir.
TheodoHio» schöpfte, sondern selbständig diiwolbe Quelle, nämlich dio Chroofl
des •Symoon, vornrlnjitcte wie jene. Eine ihm eigentümliche r&oüscbP
Königsgi^schicht« weist doullioli auf den litterarischen Kms des Malaka
hin. In der Kaiserzeit geht der Vaticanus aim grössten Teil mit Lew
und Thnod«M08 ; aber auch hier fohlt es nicht an erheblichen Äbweichungoi.
Durch Überlieferung grosserer Stilcke den Theophaiie», die dem Leon ual
Thi'oduaios fehlen, verspricht die Chronik auch fllr die Textkritik diwM
Autors wichtig zu woi-den. Eine erschöpfende Kollation de« Codex Vati«
canu8 163 mit dem gedruckten Texte des Leon, Theodosios nnd Psendo-
Polydttuki's wird noch verniinBt, Pseudo-Polydeukes. Theodosios, Uoa
Gnuninutikos und Symvun sind fUr uns von Wert durch die Erhalb
wichtiger alter Reste, be«, de» Sextus Julius Äfricanus.
1. AuHgaben: Loou ürammalikits. Tttn Sohluaat«ll (813—946) edkrl«
Coinbefis in dM I'uriatr Summluug liiuter dem Tb«opbaiieB Ifiü^. — Wiedarholt V*d
IT29, ^ Oauii g»h dcii frUb^reu Teil der CbroDJk J. Ä. Gramer. An«edi>U Parüiu«
(1889) 248— 3T9. - Beide Teil« veietuigle (. Bekker im Douuer Corpus als: U« pm-
aiations, Bonn 184?, Der Text ist lii«r wenig gefBrdeit und e» ist sogar ab«re«b«D, da
Ign. Hardt »clioa frUhcr eine reiche Variantanaammlung ta Lvon vertlTenllieht hatte foj
Kcudn Itterar. Anit-iger 3. Jahrg. 1. H&lfte. Tübingen 1808 S. 61—389}; auch die Ai
des Julius Pollux von Tga. Hardt, wornus der Anfang des Laon hätte crg&nit lj
kOnnpn, ist von Bekker ignoriert — Aiisfitlirlir.h« Ketension der Ausgabe Uekk«
L Tafol. Gelehrte Anzeigen dorbayer. Aknd. Is54. Juli- Dezember, hislor. (.'loaso S. IM— IKI
— Bekkere Test ist wiederholt bei Uigoe, Pntr. gr. 10^, 10»7- 1164.
Theodosios von Melitono: £d. pr. L. Tnfel in den Monumcnln luMCularit.
ftiiBgeg. von der k. bayer. Aknd, der Wisäensr haften III. Glosse. 1. Teil, Hooaeliü ISV. -
Ein >StOck hatte schon Mnrtin Crusius aus demselben MUnoboner Üod«x, 4*il TlM 1
nutzte, ediert in : Aelhiopicao üeliodori bistoriae epitome, Prnncofurli 1584 S. SW— )
(Nuptiua imnor. Tbcopliiii Const. snno Cbr. saO e chronico ms «torfoBiou r#v UtXiitV
qiicid a. l'STS Steph. (torlnchiuB ex illa urbp Tybingain ntlulit).
pHoudo.palvdenkes: Ed. pr. Anunymi siripturis biKloria aocrn iib erbe oondito i
Valeatinjnimm et Vnlenlem impp, c vutcri eudice (iraeca deecripta J. B. üianeoni el
lattue vertit et nonnullu aimoliivil, Bunouiue 1773 (aus eineiu Mailänder Codex ohne weil«
Hilrsmittel und ohne BerÜck9iehliy;uiiK der verwandten Autoren). — Nauh der MUiictien
Handecbrjlt edii^rtc dua Work ohne Kenntnis von der Auagab« d«B Uulognpsei Prvlew
d«r Dibliutliekur Ign. Biirdl: 'InvXiuv lloirdtviiiii'! hio^ia tpvauiti. Julii PuUucib liialo
nhyiicn aeu cbrunieon ab origiiie muudi iia>)iie ad Valeiitis tenipora. Nunc pr. ed.
I. H Monaobii et Lipsia« 1792. Hardt verglich den Tlieodosioa Me>lil«Doa. KtA
Malalas und andere Chronisten zur FoaUtellung des Textes, that aUo schon mehr ala i ,
Itekkei für seinen Leo Oraminaticus. — JuTü Pollucis historia physica et chronioM I
J. 11. Bianconio e codieo Mediolanensi ämifiiXiii primum deaoript«, nanc e cedice BaT
auela et emendnin op. Ph. Scbiaaii, Uononiae 1795,
2. Hilfsmittel: K- Patzig. Leo tirammiilicna und seine Sipm, B. Z. 3 (W
470—497. — Tb. Htlttner-Wobst. i^tlldia Hyiantina, pare I, Progr. Drosden l«80 (h
Über da« Verhititnis des Leon (.immmnliko? zu Kodrenns). — L. Tafel. Do llieoda
Molitenn, Tiibingnc 1M2I^. ^ Uirkonmcier. Uober Julius PoUux und sein (!csclii«ht
Danauencbingr^r U.vninnsinipr., KnstuU 1S61 (vBlIig wertlose lolialtanngiibe noch dM
gäbe von Unrdtl. — Ueber das xgofayQaifeiiiy avt^a/Kn- als Quelle des Poltus s. U. Gellt
Sexlua Juliu« Äfricanus 11 1. 329-315; vgl, ebenda 1 57 ff. — Th. Preg«r. DerChnd
Julius Polydcukes. Uno TitelfOlscbung di-e Andreas Darnianos. B. Z. 1 (1892) 50— M.
K. Krunibaober. Noch einmal JuÜüb Polydeukes. B. Z. 1 (1892] 342 t. — C. d* Bot
Zur Chionik dea Psi-udu-PoIvdeukea, B. Z 2 (1893) 563-568. Auf die TenchMtoT
des Vnticanna 163 von Paeudo*Polydeukes hatte C. de Boor scbon in .Text« und Öl
Buchungen zar Geacliieht« der altchristlicliea Litteratiir* V (1889) 2 S. 182 Abm. 1 t
morkaam gemacht. — K. Prftchter. Die römische Kai sergesc hiebt« bis auf Diokl«tiia i
Cod. Paria. 1712 und Cod. VaÜc 163. B. Z, 6 [18fl(l). - Hanptschrift: P. Hir»
B^xanlinischo Studinn S. 80—115. — Dun dio zn % 149 angefahrt« Iiitler»titr.
3. Der fnUohe Kyrillos: In dea Ziuammenhang der obiRen Darlegmifia •
«4dirach«inlicb auch eine Chronik, di« roo irgend oinom Taugenicbta mit d«im ict^
Namen dea Entbischofs Eyrilloe von Alesandria gMchmtickt word<o itl.
rdM KusEn Hnraklios, die IrJArt» S. Sfifi aiimiirt. Blimmt wDrtticti mit Leon ßram-
ll&S, 6~S cd. Bonn, unil K«dr«nns I T.S2. 18^19 «d. Bonn. Dieaellie Cbrunik
Ider rem Andrcun Diinniirios gewliiiebene Cnd. August. ^3. Mit dJMem Wwko
feickt identiscti iti« von dnr RigcliBlTimg iler Well bis ftuf KnnsUntiD Purukjro-
I RtebcDd« Ctironik. di» der Cod. Vindob. hJHt. gr. 124 (Nesepl) unter dem Namen
irgios Pi«ides nnil ü<« Manches K^rillos entbAlt Vgl. f'abrifiua, Dibt )[r.
, V, 473 ff. Dam liier CicorBioa PJsides in Vorbindimg mit KvTMIoa Konannt
lU Tietleickt in ir^md Moem ZusHmtnen bange damit, dass Kyrillos in manchen
Autor de* denPimdcH »hörigen Kexampron orsohcint: vgl. ^ l'isides Anm. 4.
■lliT0 EatselMidiUlig der rVaije, ob die beiden Werke wirklich identisch sind und
hwsadtnla u niit ihneo hat. wlire re«ht riwnnsclit. dunil endljch eiiimol der
It Kj'rilloB, 4tt wohl schon manchrn Faubgunosaen vexiert bat. iius der Weit
werde. Vsl- A. Wirtb. Cbrooograyhischc S|)ttuo. Krankfurt a M, IS'M S. 57 ff.
JohaDoee Skylitzes ('/Marri,; ö SxviJt^i^i) war ein Mann in an-
er Stellung: «uf dorn Titel seine-i Werkes wird er als Kuropalates
ungarios der Leibwache bezeichnet; Kedrenos nennt ihn in seiner
i Protovestiarios »nd (^g^txi'aiog, womit wohl seine Herkunft aug
i«ma Thrakesion in Kl^inasit^n bezeichnet werden »oü. Seine Zeit
cb ziemlich genau bestinunen. In der Vorrede nennt er sich einen
DSMD de« Michael Pselloa (c. 1018— c. I079|, sein Werk reicht bi»
bd einige seiner juridiseheu Schriften xind an Kaiser Alexios Koni-
iricbtet; daraus ergibt sich mit Sicherheit, dasa or in der zweiten
dea II. Jahrhunderts Hchrieb und dass er das Jalir 1081 noch
it flbcrlebt«. Die Chronik dos Johanne» Skylitzes umfasst
von der Erhebung Michaels I Hangnboä bia in die Ke-
des Nikephoros Botaneiato» d. h. von 811 — 1079. In
icner HandAchriFt soll dem Titel zufolge das Werk bis zum Ite-
tritt dw AloxioH Komneno^ (1081) reichen. Nach einer bisher
berrschooden Ansicht hat Skyliti:«» zwei Redaktionen seiner
veranstaltet; in der froheren reichte das Werk angchlicli von
57 (bis auf Isaak Komnonos), in der späteren soll or dasselbe bis
I) fortgeführt haben. Diese Annahme stfltite sich auf die Thatsacho,
euos die Chronik des Skylitzes nur bia zum Jahre 10&7 in die
366
Bysuitialsehe L(tt«rntiirg«a«Uolit«. I. Priw&iaelie Litteratur.
Rieh gehabt und wurde hiedurch ebenso irre geleitet wie dio nooctn
Foreclier. Eino Eiitwehoidiiiiß der Frage ist nur von einer gL'itftucra
Cntoreuchung dor HaDdscliriftcn zu erwarten.') Das Work dea f^yülics
ist ähnlich wi« dio frti)K'r(.-ii Chroniken «int; byzantinische Kaiser-
geachichte, d. h. es ist nach den Regierungen der einzolocn Kaiaor
geordnet, deren jede einen besonderen Ab»chnitt bildet, eine Einl«tlim(
die bei Kvdrenoa verwisijht ist. Ferner ist sein Werk ebeafalla ebe
Fortsetzung dem Theuphtines, ein deutlicher B«wei8 des Ansdi«^
das dieite Chronik in den folgenden Jahrhunderten gonos«. Zwar ist die
Angabe des Verfassen«, er schüesse an Theophane«) an, nicht ganz «Ört-
lich zu nehmen; denn er beginnt etwa 2 Jahre vor dein Zeitpunkte, nül
welchem Theophanea endete; doch behandelt Skylitzca dieee Zeit, uLnlich j
dio ßoHchichte Michael» I, nur ganz kurz, er gibt sie nur als EinleitDOg '
mm eigentlichen Anfang, der Oeseliichte Leos V, des Armeniers. Ali ,
ForUtctzung des Theophanee wird Skylitzes schon von Glykas*) ausdrSck-
lich bezeichnet.
Litterarhistorisch hi>chst interessant sind die Bemerkungen, weJcbo
Skylif^es seinem Werke vorausschickt. Sie zeigen, dae» selbst bei «nen
der trockenen und angeblich vfllüg stumpfsinnigen byzantinischen Chronistai
ein lebhaftes Interesse für die Geschichte und ein ziemlich klares Bewiust-
sein tiber Ziel und Zweck seiner Arbeit, Über die Benützung von Qa«l!a
und tibor die Bedürfnisse seiner Zeit vorhanden war. gkylitzes gibt io
seiner Vorrede eine Übersicht der Bücher, aus welchen man sich bMitf
über byzantinische fleachichfe unterrichten konnte. Für die frllhe«« ZU
gebe es ein trpffliche.t Handbuch, das von Ueorgios Synkellos begonBfflS
and von Thoophaue« fortgesetzte Gescbichtswerk, Loidor aber habe nach
diesen kein anderer eine ühnlirlie Arbeit unternommen. Die vorhandetrtn
Werke seien teils zu kurz und zu ungi-Undlich, wie das seines ZcitgenoaMO
PselloB, teils seien es Monographien, wie das Werk dea Oenesios, de»
Leon Diakonos u. s. w. In diesen «eit-n nur einzelne Abschnitte udA
auch diese meist parteiisch und tendenziös dargestellt, so dags der Loior
oft in VL-rwirrung gerate. Daher habe er sich zur Aufgab« gemaolit,
mit Benützung sowohl dieser früheren Arbeiten als auch mündlicher, ««■
filteren Männoni ihm zugegangener Berichte ein zusammenfassendes Hand-
bucli der Gvsi-hicbte zu schreiben, in welchem die parteiischen Angaben
weggelassen, die WidersptUche der früheren Berichte ausgeglichen uiul
eine bequeme, kurze Darstellung der wichtigsten Eroignisso gegeben werdl.
Freilich werden die Erwartungen, welche man nach diesen Worten hegt,
nur zum Teil erfüllt; der Wille und das Selbstbewusstsein dos Chronisten
waren stärker ala seine Kraft und seine Mittel. Wegen der grocaw
Wichtigkeit der litterarischen Vorbemerkung des SkyHtzes. der in d*r
ganzen byzantinischen Geschieh talitteratur nichts Gleiches zur Seite steht,
soll hier der Text bis zu der Stelle, wo der Verfasser von seinen etgenM
CIrundsätzen zu sprechen beginnt, wörtlich mitgoteilt worden: "Djv Jmtofi^f
') Vgl. Joli. 8u(ter, Njjtophiiros Bryeu-
nim. MOüclieu 1888 8. 89. mn sei noch
notiert, dassdaa Werk d«a Skylitxpg im Cod,
Marc. 60&. fol. 1-261. nar bis K«d:
•d. Bonn. II dT3. 18 (*k toite) rcjcht
*) Ed. Bodo. 8. W, 17 ff.
»-J- — j — I ,— — ,„ '\~' "^ r T^
!r,fOifov rov tmo yftixmr xatarrfjaas fvtrj rot' idöfiov . flttd
ü^ aXiof itttiMxfv fovttiv %ip loiopiift anoi'4tetf[iaii . djity^fi-
r ruf yiloaötfwr xai vn^^tnos ä 'PtXXiig, xai n^ rovxoi( fte([oi •
wä^^yor ttipäfittHn roü i^yw ttjg ir äxfftßtiat ^XTTtrrrtäxaai , rä
Itr ««Ol- xm^tmrigur .twp^cit^, Ktt'i üvörr^roi lotf ptt' aviov^ ftföi-actv,
yftrfltv juorut' noti^väfttvot %mv ßaeikdmv xu\ iidü^anfg, zff /inä lira
Mth^v y^ywur /j-xpanj;. *«* nXtiOv ot'.J»'r. äXXd «ai raina ovx f<sto-
■>( vvYYQtinf^ntym ißXaif'av Tot'ff ftfVYxdi'orra^, ovx w^iXrflav . o yä^
»irttTt;; ^fvioi^oi, fitx^fuf 6 na^Xayiar, 'lioat^^ rtviatoq
(i-Ofi^A Ol Bf^ävnvoti Ntxi^ifä^oi; II äiäxaviii ä tPQv^y 6'Aaivii
(d. h. Leon BiuIcoimk), Qn'dwuoi i »^j 2iiSi,i yfv6fiftt>4 fT^itigof
tQvrov tivftffi6( xfti öfiüvt^ftof 6 ri^c '■' £tßaait{f xa&tjyr^äfuroi
>$, xai ö ijii loi'Tij) ^ij/iT/Tpio; ö fijf Kv^fxov xoi <i ju»!«/»;
i]f Q Avii^, oixtfav Vxaata^ vnöi/tSiv nQftatr^aäfirvOf, 6 fiir Itzmi-ov
S, ö ii ifiöyity TititQttipx'"'' f»"*pOf Ji yiXov iyxtofiiQV, xtd tv htopiaf
röc iaproT- i'xaaia^ «Torriijporrr*? axonüv, nö^^ai f»); xmv tt^\-
tgmy yt*nt«ixaet JiarQi'tti. ä.'iorä))!^ l' yn^ tä xavä xovf avtäv ^^i'oi'f
it'nn xai fiixffoy ttrmitrv tattiQixmi ot'yy^atl'n;in'ot, xai 6 fiir avß-
ö a Ri-rirrai>«ä;. o Ji xa'i xnrä X'''{1"'! aXXoi 6i xai tÖ; JXQOfStiitaK%o,
Tov cvv9tii laxv^iav xai rcQÖi äXXr^Xnvi iv tf^ twv cri'iiiüi' aifrjy>l<ttt
tttn* iXfyyoi' xai t«(J«X';^ tot'i axpotit<ig ^ftJttrrXtjxafftv.
f^B die Quellen des Skylitzc» bvtriflt, «o hat er fUr die Qc«chicl)te
atiniflctien Kaiser von der Thronbesteigung Leo« V bis zum Stune
I vonieh tili ich dio Fortsetzung des Theophanes 1>ent)tzt,
_zu Anfang für die Geschichte Loob V und f)lr die Michaeln [II
rBtellen Oenesiofl, nachher für die Geschichte der Mindorjfthrig-
tonstantin Porphyrogcniictos und der Kogierung Romanos I cin-
Leon Dittkonos, an anderen Stollen eine uns unbekannte Qucllo,
dnen dem Kaiser feindlichen Farteiatandpunkt verrät. Die Qe-
368
Bj&4]itini«che L{tt«TktargMehifiht«. I. ProftBiache LUt«r&tnr.
litte rorhisloriachen GeilQrFuiMo nur xum Zwuck liiatoriuber Bel«lirunK tob dra mMtM
byiaiitiiiisclion IlistorikerD veranstaltet wudlen: Elistortarain coniiieBaiuia. quod . ...■
Joaono CuroDftlate Soülune (!).... oonscriptiim et quqo rec«DS a Joaan« BaptisU Qiblo
• Uraeca in Lntinam converauin, Vmetiia U7U. ~ Eine voIlatAn^ü« AuMabe des gri*tbt-
•cben Textn« wiirdn für aborflliasig ernchtet, weil der itrOHte Teil dM W*Tk«a fast aoiv
tndert in der Chronib des Kodrenos wiederkehrt. Ilie Vorrede des Skytitu« «d. m.
Monlfancon, Dibltothoca Cniillninna 3. 206 If, and dai'nacb I. Bvkksr in Miasr AufUi
dra Kodrcnoi 1 S. 3 fll - Dur lolzto Toll des Sk]rlitses (1057—1079); wcldiM Esdraui
nicht moht nuf^onommon hat. wurde ini PiuiBer ('orpiM tun Anhang de* Kedivnox h^iiiw-
gpgebon vol. '£ ilßil) W'- e6S. — Darnach im Vencxinnor Abdruck 1729. — WWpitwII
von I. Bokker miL Kudreno». Boun ia3d-39. vol. 2, 641--7-H. — Wiederholt boi Mi_
l'atr. gr. 122, 8SS— 476. — Eine voll stund ige kritischo Ausgabe des griccbiscbon Tos
wird von Juli. Seger, für die Bibliutliecu ToubaitrisoB vorberottat. Uigo sin nodi
diesem Jalirbandert dun LicLt der ^Vett «rblicken!
2. Hiiramitlel: Fabricius. Bibl. gr. ed. Harl. 7, 722 ff, — Haupttichrift:
Hirsch. Dyiantinische Studien S. 3^0 ff. — S. ROckl. BUtter fQr dos baf«r, OymM
scbnlwcseu 20 (1684) ST7-2»2. ~ Zar ,§t«inicli<)n ErlAuterung und Kritik: J. B. BurfJ
Roninn emperors (rom Dssil II to leaac Komneoos, Tbe Knglish liist. review 4 (1889} iQ
bis 64; 2.')1— 265, — Lnthsr von Heinemaun, Oeacbicbte dev Normanne«! U
Italien und Sirilipn bis xiim Aiiwlerben de« normflnischen KOnttshaUM«. I. Bd,
1S9-1. — G, Wnrtrnborg, Berichtigung einer Angnbo des SkvIitXM Hb«» Kikepbö
Phokaa, B. Z. 4 amä] 478-480. — Zur Usberlieforung: L. HahilliB, Zw« Witi
RsB doa Johonnee Skylitzea, Dias.. Breslau I)i9l). Vgl. die Beepiechung ron P,
braiDV. Journ. Min. 1891, Dd 2TS. Novemberheft S. 2!I0— 236.
3. BuAvhtenawert ist dos schOno, von Skylilzea in amne Oesohiohte atifgs
GrAbepigramin auf Nikopboros rhokws von Jobnnnes. Metrapotiten v*n
litenc. Ed. Bonn. 2. 378. Aiicb im KüDimeitar in Leuu Dtakunos ed. IJonn. S- 453,
selbe ifll auch, mit atlerlBi Varianten, aolbatändig flborlieffrt, i. B. im Oi>d, VaL
Suer. lee a. M— 15 fül. 212. Vgl. V. VBaitjuvskij. Journ. Min. I87e Bd 1S4
S. leg. — Im Cod. Vutic Ottob. 861 a. lA fol. 168> — Itil) folgen auf das Werk
Skylilies Voree auf Tboophano, die Gemahlin des Nikephoroa Phukua, Über die
niehls hIs die Notii im Katalog der Codice« Olloboniani (von E, Feruu und P. Bath
S. 18S bekannt ist.
4. Wicbtig« Kigfintangen, besonders fUr die Geschichte des Baailios ßulgsrok.
eolhüll die in der Hauplsacbe vor lOlS abgefasste, spSter aber noch bis tum Jitat
fortgeführte Chronik des arabischen Arstss Jahjh von Antioohia. AukOm '
dpm arnbiachen Original mit russischer (Jebersetsilnif und Kommentar ^ah T, R, Bes
Kaiser Bnailios Bulgnroktonos, AnaiOg^ ans der Chronik JslijAs von Antiocliien. Pe
lÜliS I— Ziipiski d. k. russ Akademie d. Wiss.. Bd. 44. Beilage Nr. 1) Iruss,). —
fllh^li(^he Besprechung des Werkes und Vergleich mit den byxantinisduin Qustleo
Th. Usponsklj, Journ. Min. 1B84 Bd. 232 April S. 2!J2-3U. Vgl. V. Jagt«;
slnv. Phitol. 7 IlSKt) hV>.
5. Kina zweite Hnitptiuolle, welche den lUcknnUflfton griechischen Bsriclitoa
Basltias II zu Hitfo kommt, ist der urabiscbe Historiker Al-Mekin. der i. J. 1375
und eine allgemein» Geschicble bis cum Jabie I2ti0 liiuterliess. Er benQtxt« n. a.
Werk itea sloxandrini^phen Pntriurphi'n Eutycbioa, das mit dem Jahre 9,^7 iwhlia
vielleicht nnch diu syrische Chronik des [guutios von Meliteoe. Die «weito Hilft« i
Werkes int iu Inleinischer und frnnEösiBclier üuberaetsuDg vorbanden: Historia SoraMS
ainbice otim i-isrutji u (Jeorgio Elinncino et iHljne reddita operu et studio Tbumao Krpel
Liigduni Bat. 1')2.^. — FnuizOsisch: L'histoire Mahonietano du Macine. Irad. por Pisl
Vattiur. Paris 1U5T. — Hauptschrift: V. Vnsiljsvskij. Russisch -byuatiancho
ment«. U. Zar Geschichte der Jahre S7G-98I3. Journ. Min. ISVfi Bd. 184 "
S. 117-102,
152. Georgioa Kedrenos {rtoigyioi ö KfSgt^vöi), ein nach eoini>a
sOnlicIion VüHiältiiisäOti gSi)/Uoh unlickaiiiitcr Mann, wnlirsclu-inlioti Mi5nc
vorfasHt« am Ende des U. oder im Atifuug des 12. Jalirbundcrte cü
St'ivil'ii iaioffwiv, d. h. ebenfalls eine Weltchronik. Auch diene» W(
beginut mit der Selii)])fuiig, enthält dann ähnlich wie Georgio« Monacbof^
Symeon Magi^trcs und Logothotes, Leon Grammatikos u. a. die jOdiscbe
und sonstige orientalische, endlich die rUmisclic und byzantinische Getuhicfat«
hh xum Regierungsantritte dos Kaisers Isaak Komnenos lOS?
G«MbIohtM]ir«n>«r VBd Chronisten. B. ChrontHten. (§§ 152—153} 3QQ
Chr. Der selbst fiir eine« byaintinischoii Chronistfln seltene Grad der
u)elK'<tän<lipkeit des Verfassers' tritt Bclion in seiner Vorrede deutlich
Dvg hervor. Diesolbe ist nämürh in der Haupt^iftehe aus der des Sky-
IM at^wohriuben; am Schlüsse bemerkt der Verfasser, dam or aas dem
'erke des ProiovC4itiarios Johnnitos (Skylitzee), &us Georgio» SynkoUo«,
Iteophanes und einigen undei on Büclii>ni »ei» Uandbuch der' Weltgeschichte
MBunetigestellt habe. Wenn wir seine Arbeit auf die Quellen, die in
vTorrede nur teilweise mit Namen genannt sind, untersuchen, sehen
Ir in d«r That, da«s sie nicht« iet als eine Kompilation auo anderen uns
rtist bekannten Werktn, Ilauptqußllu ist die im Cod. Paris. 1712 er-
lh«ne Chronik (rseudo-Symeon; s. g 1-19), danebeR Theophanes,
•orgioa Honachoi« und Symeon. Für chronologische Dinge hält sich
MreoM an Panodoros und dessen Nachtrelor Synkellos; daneben
(■lixt er reiclilicb die Ostercbronik. Vom Jultre SU an endlich ist
In W«rk de« Kedrenos nicbta anderes ata eine wörtliche Wiedergabe
fr Chronik dos Skylitzes. wobei nur die originale Einteilung ver-
ischt im und einige Stellen wi-ggelasttcn sind. Dieser Tiil (811 — 10.'>7) hat
Ir ans also nur so lange einen W^ert, als der griecbische Text des
kjrliUes nicht i» einer eigenen Ausgabe vorliegt.
1. Auflgabnn: Ed. i>r. Grünen rt Latino G. Xylnnitor, BaKilonn l.'J66 (mit Korn-
nUt, Indtix. cbrotiologi^fii^n Tafsln). — Im Ponaer C'urjiua ocl. A, Fnbrotu«!, 2 volL
n lUT. mit Kommentar von Ocar, lateiaisohsr Ueb«rHvlxuiig und ijlDiuiir. — Abdrack
■•lig 1729. — Im Bonnw CoriiuH «d. i. liekker. 2 voll Uüiiduu lH3ä -16:19. mit d^n
liaftM dnr PariMr AiWKSbe; derT«xt wurdu bi«r ausiialiui8w«ise ctwiu Koferdort, indem
ißkn flr d«n *m SliJ'lilz«« Blum iij«d den Abidinitt eine von Bnini-t de Prusl» gefertigt«
Jitifin dcB d«a Originalwvrk dt-s tl^kvlittoa Hollialt«iid»n cod. CuieliiiiaDua 1S6 oeaDtxt«.
rm mtuh vor vertrMensv«ller Hingabe an Ana hit<j gaoz besonder« Iflckönlianeii
aaadrteklkli p«»arat ««rden. — Wiederholt bei Migno. Patr. gr. 121-122. l-36ä.
2. Bilfamittel; Leo Allatiua, DiAtribc Ai< Gporgiis. iriederholt bei b'abriciiia,
bt. gr. «d. UmI. 12, 82fr.; s. auch T. 4ß4 f. — i. Voas. De hiatoricia ÜniouiB in der
übHrMtoBC TOB W««tannaBn 8, 3.^1 f. — Uilndliker nnd Malier. Uuteraiicb. ivi
Uma 0«*dürkte, h*nung«eeben Ton M. Badinger 1 {W1\)2^S-2S0. — ?. Hirsch.
ImHb. Stndien aT& f. — Die im cod. l'nris. ITl'J erhaltene Chronik ist als eine Haunl-
Jla dea Kelten«« nadigawiaacn von H. U^lxer. Sextus Jolias Africaoiw II 1 (ISob)
!— SS4. — Cel>er dia ron dar PariRor NationuJbibliotbuk neuerilings erworbene F'rRgmcnt
Mr Baadaehrift daa Kadrvnoaa. l.. Daaliale, Comptcs-iundus de rncndoini^ de» insnrip-
m «t toÜM lattraa IV. a4rw 9 (1882) 167 IT. — Th. bQMner-Wobst, Studia llj-znntina.
ip. iJraadan 1S90. nntennldit das V«rhAllnia dea Kedrenoe za Leon Grnmmntikaa fOr
»Eaiaanait bb aaf Diocietün. — Zum Texte: Sj). P. Lambroa, B. 7.. 1 |1W2j 187.
Ein Fragment der Adamapoknljpae Aber die Namen der Tag- und Marhlalundon. du
tk b«a Kedreaoa in ein« abweichenden, aber mit der ayrischen und aritbiricbeii Vur^iou
■■esdeti t'uauig varkemial. ed. ans cud. Paria. 34lä Motitaguo Rliodea Janiea,
«orpka Mkecdota (= Texts and Stndie« ediled. \>y J. ArmiUgo Kihinaon vol. II Nr. 3)
■Mdga. Universitr Ptm» I89S 8. 188-U». — C. de Uoor. Rjlmische Kaiseigcschichle
^Mli04»cbar pManng. II. B. Z. 2 (1893) 1-21. — Dazu die lu jtä 149-150 nnge-
m Uttorator. Geber die Qoellon dar Troica bei Kedrenaa vgl. bea. die Litteratur-
0bMS.am.
3. Ein AVHnK ana Kedrenoe vom AoCaag der cbriatlichen Zeitrechnung bis aaf
■WT Bc-rakhuM Mebt hn Cod. Marc. 11 l&I foL 22-:!31. Eino Trobo od. I. Kckknr,
<k IWfL Ak. I8<1 & 63 f. ~ Kin tVasment dea Kedreno« (von 374- U\] onlbUt dor
k Cad Britiab Mna., Addü M» 26112 a. 12.
ITiS. Johoimes Xiphilinos (7o»ii-i-i;<; ö StfftXiroi). DasTor allem
irch die umfassende Tliiitigkeit des Konstantin Porphyrogonnotos und
mtt Redaktoren wachgerufene Intereuse an historischen Studien und an
r ilteraa Litteratur Oberhaupt blieb nicht ohne nachhattigo Folgen. Im
, AUcMOBWWlaHM'han lÄ. 1. AUlf ±. knU. 21
^mmgk^i^m.
370 BfiuitiiiiBoti« LitUratnrgaadiiebU. L ProMiaob» I4tt«ratiir. ^^H
folgenden Jahrlinndert wie noch tn«hr In der KoninonenE«it treffen wtr
allentlinlbfn 8|iiirc-[i einer auf die Bt-wnlirung der alten Litteratiir g«-
richtoton ButrivbGunikeit. Zu den Autoren, welche damals nea bearbeitet
und wenigstens in umfangreichen Exzerpten der Nachwelt erhalten wurden,
gehört Dio Ca»8iiis. Zwei Byzantiner, der eine huh dem Endo de« dftei,
der zweite ans dem Anfang de^s Kwölften Jahrhundert«, haben, nachdco
schon die koiiotantinischen Exz(--rptoren den Uio CaAsius verwertet hatten,
das Werk dieses (leschichtechreibers zur tirundlage ihrer histnriachea
Schrifstellerei gemacht; der erste, indem er aus den ihm ztigAngUdm
Büchern deu Dio einen für che Bedürfnisse der Zeit hcrechneten, hficU
umfangreichen Auszug veranstaltete, der zweite, indem er einen andtrei
Teil des offenbar schon sehr selten gewordenen Werkes in den Rahm«!
einer grossen Weltchronik verwoh. Der erste dieser beiden Q«i»t4«-
verwandten init Xiphilinos, der Kweite Zonaras; beide Namen sind h»
durch mit der GoHchichte der antiken Historiographie aufs innigste v«^
knüpft. Johannes Xiphilinos aus Trapezunt, ein Neffe dee gleidtp
namigen Patriarchen, lebte in der 2. Hülfte des tl. Jahrhunderta ÜB ■
MOneh in Koustantinopcl. Auf Veraula»sung des Kaisers Michael Parv
pinakes (1071 — 1078) veranlasste os einen Auszug (^xloyai') der r&RUEchia
Üeschichte des Dio Cassius. Leider umfasst derselbe nur Buch 36— G9.
weil in dem von Xiphilinos benutzten Kxemplare des Dio die fllbereo
Bücher fehlten; auch sonst war sein Exemplar lückcnhafts ein sprechend«
Beweis dafür, das» cs in der That hScliHto Zeit war, diesen alten Autor,
80 weit es noch möglich war, zu retten. Übrigens spricht manch«« ftr
die Annahme, dass Xiphilino.t nicht den ursprünglichen Dio benUtJcte, son-
dern nur einen Auszug desselben wiedergab. Durch Xiphilinos werden
also die sonst ganz verlorenen letzten Bücher de« Dio (etwa die iirei
letzten Dekaden) ersetzt und die frühüren vielfach ergänzt und herichtigL,
Eine ZuBammonstellmig iillor ftlloren AiUHjabon und Uetiprartxitng«n giU 8*Bi*l
Reimorus in äi>iner AuagMb« deü Diu Cuwiius ['.' votl. Hamburg l'äO — 1752) v«LS, Ii4t>
— Wiederholt ist XipliiliDos iii dvii iivurrvu AusKubeu des Dio Caasius yob Bekko'. Dil*
dorf. «uletit von J. Melber, Uiuag. Bihl. TeuWr, bis jetit 2 8»nde. IB90— 1P*(. -
)I. U«upl. Uolipr di« Herknnft aer dorn Dio CAMiiua boigel«fteD Plaoudeisehon Exi«t«t«,
Ucrmeii 14 il^^Tä) M. — J. Maiscl. Obs^rvstiono» in CMsiam Dionem, Diu,. Berlin Iw
S. IT. — tl0l)er eineu Intoresauiten Znsalz des Xipbilinoa sn Dio v^L &■ Uarnaoki
Sitzungsber. Berl. Ak. 1894 8. 844. - Vgl. CbriBt. ()«i4cbl«bte der icriaeb. Utt«ntsr *
g 440. — C. Wnclismuth, Einleitung in das Studium der alt«n öeocfaidit«, Leipif
1896 ä. 598.
164. Johannes Zonaras {'Iwäwtfi ö Ztora^Si), bekeideto wie Sky-
litzes hohe Stellen im SUiatsdionste. Er war Befehlshaber der Leibgsrdt
und Vorsteher der kaiserlichen Kauzlei (ß^yoi dqovYi/'iqint tr^i ß''t^*S "^
Ttqmiatsr^xd^ii^); später zog er sich als Münch auf Hagia Glykeria, etM
der Prinzeninseln, zurück und verfa-sste in dieser Abgeschiedenheit, «adi
seiner eigenen Versicherung nui- der dringenden Auffunlurung einiger
Freunde folgend, sein Handbuch der Geschichte {EntTOftr^ tcroftmt)-
Dio Abfassungszeit lä-sst sich nur annähernd bestimmen. Eine Frth-
grenzu bildet das Jahr 1118; denn einmal schliesst das Werk mit diesem
Jahre, und dann bemerkt Zouuras am Schlüsse (IV 260 ed. Dindorfj w»
drQcklich, er habe es nicht für nützlich und geraten gehalten, die
2. OMehtditMhraiber uid CbniüataD. B. Obronistea. (§ IH) 371
fehlende Zeit zu berichtigen: 'EvTav!>ä ftoi xö n*^a^ ijtot i^( ffi^yjwq-^i;
7**9 J'fVÖ ""' ^^ kfinovfa ov ftoi XvaitiXii oi'iT evxai^ov xi»^itm,
8pUest«na muM die Vollendung A&t Wcikott in den or»tcn zwüi Jalir-
nfanUin der Regierung tli.« Manuel Komnenvs (1148 — UäO) erfolgt sein,
wei] daeaelbe »chon von Olyka«, der unter diesem Kaiser »eine Chronik
•chriel». zitiert und bonQtzt wird. Darnach bestimmt Mich auch die Lebcns-
teit do« W-rfiuwors; nie erstreckt eich vom Ausgange des 11. bis
etwa in die Mitte des 112. Jahrhunderts. Da« Werk des Zonaras,
Toa Du Cange in 18 BUcher eingeteilt, ist eine Woltchronik; sie beginnt
mit der Schöpfung und endigt mit der Thronbesteigung de» Johanneti
Komaeno» 1118. Doch nimmt sie unter den übrigen byzantinischen
Weltchroniken eine hervorragende Stellung ein; sie ist aunfllhrlicher und
durch reichste Verwertung jetzt verlorener Quellen ausgezeichnet. Wir
haben es hier nicht mit einem jener mageren, wundersüchligcn Oeschichts-
kompendioD su thun, wie me seit Malalas die historische Litterutur der
Bjxantioer begleiten, sondern mit einem Handbuch der Weltgeschichte,
dl» offenbar auf höhere Bedürfnisse berechnet ist. Wahrend andere
QtfolUatAn sich auf die frQheren bysautiniachen Saniinelwerke, hc.'^onders
uf Molalos, Johannes von Äntiochia, Theophanes und Cieorgtos Monachoe,
fcwchripkten, hat Zonaras wiederum auf einige umfangreichere alte Oe-
■tUcbtAwerke zurückgegriffen und aus ihnen neues Material gewomieu.
W)6 er atofflich reichhaltiger ist als die moisteii übrigen Chronisten,
•0 iutt«r»cheidot er sich von ihnen auch durch seine Form. Wahrend
£• Chronisten ihre Quellen häu6g fast wOHlich «nedergeben, zeigt Zonnras
■iu gewisse Selbstftndigkoit: er drückt meistens den Inhalt seiner Vorlage
ktner und wenigstens zum Teil in anderen Worten aus. Trotz dieser
nlativen Vorzüge bleibt das Werk eine Münchsarbeit. Das vcnHlt sich
idioa aebr bezeichnend in der Vorrede; nach den timndsät^zen, die Zonaras
Utr aatvickelt. wUre alle profan wisscnscliafttichc Arbeit für geschäftige»
MlMgging zu halten; daher wälzt er förmlich und ausdrücklich die Schuld
u »einer Arbeit auf seine Freunde. Von ihnen erhielt er auch, wenn
wir ihm glauben dürfen, genaue Lehren über die Grundsätze der Oeschicht-
■du«ibung, die im wesentlichen auf die Forderung einer kurzen, aber doch
rticbbaltigen Zusammenstellung hinauslaufen. Über die Hilfsmittel seiner
Arbeit bemerkt .Zonaras, in einem von aller Welt abgeschiedenen Winkel
M^ er sich auf wenige Werke beschrfinkt (Vol. I S. 5. ed. Üind.}; manche
fiteber habe er trotz aller Bemühungen nicht erhalten krmnen, sei es,
itm m Oberhaupt verloren gegangen seien, sei es, dass die Freunde, die
ftn dicMfben verschaffen sollten, sich nicht ernstlich genug bemüht liätten;
m »elhit aber weile ferne von Konstantinopcl auf einer kleinen Insel
triff cor äattMf ir rt^oiiiifi A'Siattoiiutai Vol. 11 S. 339 ed. Dind.). Be-
•chtaDvwert ist. dass er unter anderem kein vollständiges Exemplar des
Pio Caseius hatt«.
Dur Hauptwert de«« Zonai'as beruht in der Krhaltuug guter Quellen.
Wmui er auch dieselben in formaler Beziehung ziemlieh selbstlindig
TerBrbeit«t> »o gilt das nicht vom Inhalte; daa ThatsSchliche lässt er so
24*
872
SyBUitiiüsche Litt«rkbirgesoUclit«. I. ProMÜsche LitUrfttor.
1
lieJT
idlich
cneu
1
gut wio unaiigetftstet. Eine auBscheidende Prüfung der Überliefe
lag ilira fern: er bemerkt hiorilbcr selbst in der Vorrede, die Ueric
der verschiedenen Autoren wichen oft von einandor ab. uud er hattu gaoM
Ablinndlungen schreiben mOssen, wenn er die Widersprüche ulle am-
gleiebon uud ihre Gründe hiltte untersuchen wollen; darauf habe er vef^
ziehten mUsson. Die Angaben, woldie Zonaras selbst Ober seine QueU«
macht, sind ungenügend; zwar nennt or in der Vorrode die hl. Schrift, dit
Antiquitäten des Joseph und zitiert auch im Werke selbst seine Autoren
häufig namentlich, doch geschieht das selbstverständlich ohne ein bestimmtei
System, so d»»s wir sehr im Unklaren blieben, wen» nicht einige neuerv
Untersuchungen das Dunkel aufgehellt hätten. Für die ersten 12 BUclii<r
(SchSpfung bis auf Konstantin den Grossen) verwertete Zonaras obwecb-
selnd je nach dem Stoffe: das alte Testament, in hervorragendem Ma
(Ion jüdischen Krieg und eine Epit^^mc der jüdischen Altertümer
Joseph, die Chronik des Eusebios, den KircbenhistorikorTbeodoretolJ
in ausgedehnter Weise Xenophon, von dem er die ganze Kyi-upSdie
einem kurzen Aussuge mitteilt, und ebenno reichlich IMutarch. endlich
noch Herodot und Arrian. Für die römische Geschichte von Aenew
bis auf die Zerstörung von Karthago und Korintli hat Zonaras nur
Hauptquellen, nämlich fUr den Faden der fortlaufenden Erzählung
Die Oassius und daneben zur Ergänzung de« biograpiiischen Details
Lebensbeschreibungen des Plutareh. ') Auf dicmir Partie bonihl die
Hauptbedeutung des Zonaras; denn hier hat er uns die im Übrigen Ini
auf einzelne Fragmente verlorenen etwa 21 ersten Bücher des Dio
Cassius, also ungefähr ein Viertel des ganzen Werkes, erhalten. IGL
Xiphilinoe, dessen Exzerpte uns die verlorenen ScMussbQcher des Die t^|
weise ersetzen, ist demnach Zonaras das Hauptlülfsmittel für die WiedeK'
herstellung dieses Autors, von welchem uns nur die mittleren Fartien,
etwa B. 37— $4, selbständig und annAhemd vollständig Überliefert mi.
FUr die Zeit nach der Zerstörung Karthagos, ftir welche dem Zonaras IKo
Cassius fehlte, half er sich durch Auszüge aus Plutarchs Lebensbesclire^
bangen des Pompejus und Cäsar. Dann aber erscheint akermalH Üio
Cassius als Hauptquelle, von welchem ihm nach der erwähnten etwa mit
Buch 21 beginnenden Lücke Buch 44 —SO teils noch im Original teät
wenigstens im Auszug des Xiphilinos zu Gebote standen. Dass er etwa
von Buch 11, 21 an nicht mehr den vollständigen Dio. sondern die Epitotn»
des Xiphilinos als Quelle benutzt hat und deimiach für die Epociu)
von Trajau (oder Nervu) bis Aluxandnir Sovorus für den Historiker hat
wertlos ist, hat Boissovain erwiesen. Für die christlichen Dinge hat Zff
naras die Kirchengeschichte des Eusebios herangezogen, aus welcher «r
eine Art kirchMcher Statistik mit besonderer Rücksicht auf die Bischof
listen gibt. Für die Zeit von Alexander Soverus bis auf Konstantin
Grossen endlich benützte er Atr die politische Geschichte den Fei
't B. Nissen, Krit. UDtorauchuQjitiii
über die Quellen der 4, and .i. Dekade den
Livius, Berlin imZ S. 308. wollt« die Vohet-
einalimriuing des Zonorae mit Plutareh uus
einet subsidittien Venrendong de« leb
durch Dio Cosatue eelbst ableiten. V|^^
gegoD B. Uaupl, Uennos 14, MO II.
leiae andoro uiis uicht orhult«ne und nicht bekannte, aber sicher
liehe Quelle, durch deren Erhaltung i^onaräa auch in dio«er Partie
sm Werte iat. Dieser unlK'kannte zweite Oewfihrsmaiin i«t
on Kedrenos verwertet und »tütjito sich ftuf gute ältere Quellen wie
i» und Malcho«. Ausser Theophanes benützt« Zonnra» auch den
Ip. den Nikephoros Patriarche», den Georf^ios Monachos in
oUstSndigen Redaktion, den Kedreno» und den Ma^nter und Lo-
Symeon, zuweilen auch kircMiche Schriften, endlich die Fort-
kg de» Georgios und die des Theophanea {Biographie des
t). Cber die Quellen des letzten Teile-t d. h. fUr die Zeit von
|118 haben wir noch keine Untersuchung: doch ist er hier jedenfalls
ibch von Skylitzes und von Paellos abhängig. In wie weit nun
JiUin Quellen wirklich aus erster Hund benützt Bind, ist nicht
gemacht. Jedenfalls aber hat Zonaro» ausser den Originalwerkcn
Itere Kompilationen zu Kate gezogen. Eine derartige Nebenquelte
rOniiitcbe Kaisergeschicht« ist erat neuerdings erkannt worden:
bronik, in welcher mehrere ältere Werke schon zusamniengearboitet
hat in gleicher Weise dem Zonaras wie dem Verfasser der
is Sathas (s. g 159) alx Vorlage gedient.
Nt Folie Iiistori»clien Stoffes, welchen Zonaraa in ein Kompendium
ricnhrachte, verdankt er seine grosse Beliebtheit, von welcher die
ichen Handschriften Zeugnis ablege». Spätere Chronisten wie
1868, tilykas. Kphritin haben ihn reichlich au»ge»eliriebcn. Inder
<it der 8crbiM':h-8lovenischon Üborsetzungathätigkeit wurde er ins
che, 8pät«r auch in andere slavieche Sprachen übertragen und von
then (iironisten kompiliert. Auch in der Epoche des Wieder-
ens der Altertumsstudieu fnnd Zonaras aM>ald xnlilreiohe Lieb-
und wurde in lateinischen, fruiizüeiscben und italienischen Uber-
!«n verbreitet. Erst viel später wandte eich dem Autor die wissen-
cbe Korttchung zu, die vor allem darauf ausging, die hier in buntem
374
BytamtiniHh« Litteratargeachlohte. I. Prosaisdie Litt«ratnr.
■ - 0-
:iM|
dem er eine gar za hoho Diktion temperiert, eine gar za gemein«, wi« &
von Vidgariomen strotzende de» Theopbniic«, reinigt, gewinnt er eine
ciemlich fliossciidcn. durch nichts Äuffdicndra gt-stürten, in selbatftndiga
Teilen kirchlich geJUrbtou Vortrag. ■
Unter dem Namen des Zonara« gehen auch kirchliche Scliriftn
Wonn wir auch keine positiven ftciigniesc für diu IdeiititSt dioses Zooani
mit dorn Chroniriten bemt2«n, ttu spricht doch nuclt nichts dagegen. VieJme^i
macht der Umstund, daas der Chronist Zonaraa zuletzt MOnch geworden i<t,
«8 sehr wahrflcheinüch, dass wir in ihm auch den Vcrfassor jener kirob-
liehen Schriften zu sc-heii hahoit. E» sind Kommentar« zu den Kirchea*
vätüm, EU den Synoden und zum Kirchenrecht, UeiligenbiographieB
u. s. w. Wichtiger sind ein Hymnus den Zonaraa imd eine exegetigthc
Schrift zu den Gedichten des Gregor von Nazianz. sowie sein filr dif
byzantinische Kircheupoesio wichtiger Traktat Ober die Namt<u xctnir.
«Ipjuöc, TffOTiäfftov, tpä^, den er seiner Erklärung der äarörte ät-avxäci^
des Oktoechofi voraosgeschickt hat'. Dagegen gehsrt das Lexikon,
welches unter dem Namen des Zonaras Überliefert und ediert ist, wahr
echeinlich einem gewifwvn Antonios Monachos; e» iüt eine kurz
halt«ae Kompilation, in welcher ein durch etymologische Glossen erwejb
Kyritl den Kern zu bilden .tcheint
1. CUronik: A. Äusgnbeu: FA. pr. JoAnaU Zonurae Monocbi etc. in tm toM
diatinctum utc tabore Hiuroii,vmi WuUii Gmooe hc Latiue, Bnaileuo lohl (mit U«ioMn
Koni nie [itOT, UdM und luteiniscIiM DeberaetcuDg). — Im Pariser CDr)iiifi oJ. C. ilaoaagiH.
2 vull. Paris 1680—?;. - Wiederholt Tenedig 1T20. ~ Im Bnnner Cor(>us: Ex rtouiMi
Mauricii Pinderi, 3 voll., Booiim 1841—1844; nur die erxton 12 Bltchor mit den Vw
red«n von Wolf and Du CnnK?: der Absrtiluiw dieser Aiugsbe wird vorber»i(«t T«n TL
BDttnor-Wob«t — VolliatlLndig ed. von L, Dindorf. Lipeiae, ßibliotlieca T«iibiiniMl,
6 voll., 1868—1875; mit einer neuen KnllBlion ninea Monacenais nad PoriMna» M«i* te
Baiuben dor Pariser Aiisgabn und einem Sncliindex. — Die AowmbM, BOcll di« f«l
Pindor und Dindorf. beniiieii nnf nn genügender (irundluge; BQttner-Wobet hM tOt dcnMl
ihm TorboroitotL-D Sclilussbimd der Bonner Auegubo ein reichliches Bssmatcrial boiglWfH
(vgl. Maine unlec venieiuhaete .\bh»a(lluDg); ob mO^e aber diu ganxe VTcck auf OllM
«inor IcritiBi'faen Sichtung und vullat&ndigeQ Verwertung aller bekanctea Haa ocn btcat'
»geben weiden. -- Uesumtuusgabe: Migii*!, Patr. gr. 134 und 13d, I— 438; ItT A
uaoniaoliiM) Schriften den j^onaraB: vgl_ 119. 1011.
B. Ueboraatxuufon: Lutoiniach: Cornua Univereae liiatoris«, pnM«ertiai bjrw-
linae: J. Zon^rae Annalua. Nie. Acuniiuati. Nie. Gregurue, Laooioi Chaleocondjrlae. LnUCiu
1ÖG7. apud Gull, Chaiidiär«. — Wobi nur «in Nachdruck ist daa: Corpos hiatoria« Brat-
tinae etc. Joannes Zunaraa, NiceUs Acouiinalns, Nie. Grogoras, Iiaonicus CbalmM/hii
Francofurli ad Moenum n. 15G8lund nfter). — Italienisch; Hiatoria di (jioranai 2>ün>
Sirimo r.oDsiRliere et capitano iloU« guardia imperiale etc. onda ai apprand« vfra noÜti»
lelle coao pin Tnemornbili auuenule in apatio di WiÜ anni. Nusvamoota tradotta dal (hM
per Marco Bmilio Fiorentino, In Vinegia Ki6ü. — FraiitSniaeh: Chraattgiua M
Annalcia da Jonn Zonariu. indis et cjuatre cens ans y ha, graad drungoir« da gu«t et pKW"
■aorotBiro do ConBÜintinopie etc. traduitu.s par ,T. Mitlot du S. Aiuuur au oont^ de BmT'
gongno, A Lyon 1560, - Nachdruck unter dum TiM: l,tw hiaCoirfls et obraaiqaM dl
nonde de Joan Zonaran etc. tr. par J. Mtllea (at^hr Millet!) de S. Anaoor, A Pam IUI
die Vorrede un die Königin i8L gez^ichnot von Jean da Mauuiout. — Hialaire lUnlta
jcritejpar Xrpliiline. per Zunarp. et par Zoaime. traduile snr les origioanx Grecs, pu ItM
sianr Cousin, pri^aidiint en la cour des monnoye«. A Paris 1618, gibt nur die inr bp*
tung dea Xipbiliuos und Zoeimos dienenden StUck«. — Neugrieobisch: Eine UaM
eotxung ek njr «ni^r «ni ntCr/i' laiv ('pHurüi' verfaaste, wie oa acfaeint. nach der Auctl
von H. Wolf. Manuel Chort.ophylnx nun Kydonia in Kreta. Sie steht im CoiLBari>.l
49—50. — Uebor din «laviachen Uobertragungen a. Y. Jagid, Archiv slav. PtiileL
(1877) 14 ff.
C. Uilfemittet: Fabrioius. BibL gr. ed. UarL 7. 465 - 468 und Il,«22-2I&j
Oodofr. Klaiber, Obaer\-iitione3 ad Zonarae botlutn Punicum aeoundum, StultgarliMl
S. Q«ieh!cht«cbreib»r wai CtiroiilBt«ii. B. Chroniaten. (g 151) 375
(Mrtl«M 0«ra4c lb«r dU «na Uion eUmm«nd«>ii Nac])riebt«n des Zonaraa Dber den 2.
■wirtiw Kriea). — Wilb. Ad. Schmidt. Uvbor dl« Qaellen des Zooaraa, luent in
SäüBMiiiii ZeilKtlirift für die AltorlumiiwiMrnRrhiift 18M9 S. 2:<^~2e5; dsaa «ied«rhoIt
bUindotfa Aiwfairä dM Zonarns vul. VI lunUTsiiclit in grundlegender Wmso die «rat«!!
limcbn d. h. di« Zeit von d<T ScMiifung bisauf SSS). -- E~Z«Dd«r, Quibun 0 fontibna
Jmbdm Zomitn» hwuont MiD*l<e sum Ronijinos. Progr. Ratinbiirg 1&I9 (ohnn Kpnntni« der
Mrnt voa A. Schmidt aod uhue aelbstJUidixe l'Srdciiuigt. ~ J. A. Wynn«, Quaoritur
mit UKUtnMitaai libri octiivi Zuuartie aniiiLliuni putiliun nt. (ironing. 18(10. - Dm V«r-
Wtaii in Zauna «■ PlulArcb bt<leu(lit«t die gut«, nuoIi noiiclK!« lur bfSMitmiachon GrtiiUt
MiMimiit AblwBdluig von Th, POboer. AntÜMtaniin B^zuiitinurum apednen prinuiii
|b (^WclMMim PlitlM«hearuin partinil« quvta]. ßymnaaialpruKr. MeJBMa 1863. — F«rd.
Birieb. BTUBtia. Studien S. -ill ÜSI luntereucbt di* QoellMi Ardie ZeitvonSlS-Sea), -
8. Haapt. Nm« BeitiBge lu den Kiagmonton des Die Cassioa, Utirmes 14(1879)480 — (46.
— Panln* Sauerbr«!, D« fonlibuR Zonoran ([iiaesliDOM aelectae In den C«inmentat. pbilol.
JWMM vol. 1 (IK^I) 1-»1 (betrifft die Znit von 450-811). Vgl. die BeBprechuDn; tob
B. B»nel. Philot. Atomen 12 ilÖä2} ä8-92. - Ceber das VNbAltnia des Z. xu Eanapioa
t L Jeep. Jabm Jahrb. Sappleneolb. 14 (1885) 64 IT. — S. ItSckl, Blatter rnr da«
kiMweka OjliilnaialailKilunnin 21 (I88S) 4—19. — Unber die flcnlltzung der Kpitome
itf Altcrttttner dM Joeebb ». B. Ni«8e in »einer Aua^abc des Jasopb 1 (linrlin lHül)
i. XVIH; SXHl ff. Dt« EpitMne eelbrt ed. B. Nieiic in .Marliurger LInivorsitJItaprogrnmman.
ttajattf 8 Ttile. Usrbtir« 1887-1811». - ti. Sotiriadis. Zur Kritik dea Jobunno« von
(a. 9 141) S. S6 f. t'uber das Verhtltni« lu D>o Cnssiue vgl. J. Motber,
teiettf 8
(Mibt* d«r«b Zooan» bai M. Bonnet. Narratio de Hirauulo a Micbuelu artbuuK^lo
OcM nOrato. Paria 1?90 ä XXXV. - Th. BOttner- Wub»t. Studio BjutntiiiH. pHra I,
hm- &r«wl«n 1890 (Vorhlltnia lu Loon Grammatihos iitid K«dr«noa). — Tk. Baitaer-
Vebit. Die Abklnpgkcit de« Oeachicblschreibera Zonarax von den erbaltanoD Qnetlen,
(^MKlatwiiw FleckcieenianM, Leipiig. T«ubner leSO S. 12^-170. ~ Oegen dieee Abb.
likMHeli V Pb. ttoiüBvvaiii.ZMiara»' Quelle für die rOmisolie KaiiiorgMohielite van Nerv«
IhSnina AUxMidor, Uc-tmea 2« (16»!) 440-452. - Th. Bnttnfr-Wobat, D^Toddea
Um» Jnliaa, Philologns Sl (1692) 561—580 (Fuhrt dos Znnnnu Bericht flbor dieaoa Er-
. ripk ■üf dea Attonjmiis po«t Dioneia d. b. Petros riitrikioH zurflok). — Vgl. onoli Guat.
Ittihard, VfT IVracHiruc de« Kaiaera Julian. I'rogr., Itoaiuin. 1.. Reiter It492. — C. do
laer. Rami»clui IUiitcn(e«CMckta in b7tantiniaob«r Fwuang. I. B. Z. 1 (1892) 21-81. —
VaiBcinemann, QnaMtieiiwZonarMe. Pariiculu!. Lcipxigor Diu.. Droaden lf^95 (wnnig
KtHM). - E.l'atEif.Deb«reiaige(|aolknde%ZuDiiriu, B. Z. 5(1!<'II»24— 58. — C. Wacha-
•alb. EifilritniiK in da* Studium dtr alten i.ie^cbiuhlu. Uipzii: l^9h S. 132— 12&; 597 f.
bim maaehe iav«tt«at« Bemerkungen in der zu d«[i vorbrrgohenden ParngrapItMi ang»-
lUrtcn Utlfndur
D. robprliafernog: Bia jetat aind 44 Hm bukannl. vua denen 17 am ganxe
Werk, die Dbrigen noM gtteMro AbicbnitI« wie diu Bacher 1—9, I — 12, 10—18 lalso
^ dar rflniiacheB KaiMrgeeeUebt« beginnend). 12, 81 - 1? (hUu mit Diokletian legiunend),
11-18 (nit Koaslanthi bediuieod). aura Teil nach kleiner« Stticke QberlieferiL Daia
t<imin no«b 9 unbodculeode ExiMpteoba*. In sin^r «<iiuig«u B«, dem Cod. Mntin, KI.
D. S. a. 14. aittd dem Teit« MJBlaturbildvr dm Knixir beifteReben. Genauer«* Ubor
4« Ib^II, daa VnrbUtni» nsd dem Werl der Ilsa in folgenden Arbeitea: Th BDttncr-
Wabat. Stadien ntr Teiigwwkielite dt« Zuuaia». B. Z. I <1K92| 30'2— 244; 594-59T (bo-
tkbtM aaeli Ober die ersten AiMgahen) - C. l'h. Boiasevain. Zur bandaohriniioliea
CAMtiefvrwuC des Zonaras. B. Z 4 {lH9hi 2.50-271. - K. Krumbaoher, Zur Üober-
■ifamg de« Zoaaras. B. Z. 4 (189.^) 518.
2. KIrcblicbe Scbriflon: Rd. Migne a. oben; dorlsolbal auob t 187, 27 ff. aber
db fritliena Auiigabeit. -- VgL W. Christ, Cebor dio Bedeutung von Ilimos. Ttoparion
sd Kafton in der grieckiachen I'oeMa de« Mittelalter« erlllutcn na diT Hand einet Svlirift
d«B Zenaraa. fitnnigaber. bajror. Akad. 1970. TI ^b—'U>S. — Em. Dronke. De Nioela
David« et Zo<Mn.'tnten<r»t>1iM oarroioum Gregorii Naxianieni elo. Conflueotibua 1S39 (mir
^■Klagtkb) Hitd: S. (iregodi Kaxianxcni carmlna seleota etc. cara E. Dronke, Gottingae
mo'B. Ix f. - Vgl. a 135 Anm. « und 13B Anni. 4.
I. Lesikon: Johaonia Zoosna Lesioon etc. nunc nrimtun edidit Ranr.Tittmnnu,
! nO.. Upüe t»08. — V^. Zenaraa glwaae Mcrse N. T. illuatrata« a F. W. Kturs,
t Pr«gäa>nM Grima« 18I&— 1820 (mir unxugnn glich) - 0. Haijer. De gloaMrüa graeci«,
L'Mtta IÄ2I (mir nur «na d«r ErvtknuDg bei C^. Graux. Arcbivos de« miuiions scinnti-
tmm ui a. L Ifl (1689) dSü bekannt|. ~ L'cber Antonios Maoa«hMi a. Uerodolna ree.
376
BfKUitinieche Idtteraturgesohicht«. I. ProMuaohe Utter&hir
H. St«)D M. maiur) 1 (Berlin 18691 Proefalio S. 75. WahnalMtnlich i»l dieaer
Uouachos identiauh mit Antonioa, dein Autor d«a bokannteo Florila^uina. Vgl. C Wao
moth, Studien tu den KriHchiaGljau Florilegieo. Berlin 1682 S. 109 f. Daxu die Litt««
tarn Kai'itcl .Wfirterbilclier'.
4. Kin Kcwi^iaer Konstantiaoa verfaKit« »in Gpigramoi «nf Jokann«« ^«01
worin or danstilbcn als Chroniatea feiert. Die «raleu Verse lauten: Xo'^e lutitfä «h
fiuxqiöv nivui' /«'eil', II 'SoHi'irrtJt lo Oarfta toir ^fOK/yfiiifay. Cod. Bafbor. I 74.
1&6. EonstaDtin Hanasses (A'ini'orafni'o; o J/mncrff;^;) , det
Leben ungefdhr die ci-sti* Hiilft« Je» 12. Jahrhunderts ausfüllt, verfi
mehrere Werke iu politiHoht;u Fütifzohnsilbor» und ctnigo Prosasch:
1. Au der Spitze steht eine Chronik, Svvoipic ißtoffixtj betitelt. Sie
fasat R733 politische Verae, beginnt nach der tlblichen Weise mit der
Schaffung der Welt und schhes-tt mit dem Tode des Nikephoroa B
neiates im Jahre 1061. Dom auBmhrlichoD Titel folgt in einigen Hi
ächrtftvu diu Notiz: i^tyorijitij Ji nföf t^'i- tfrßatnox^aiö^acav E^\
tr^v rii/tyjyC xov (iuaiXimi xvgoi- Marovt^k ffvv rip «t>t«(J*iy^i «i'rüit *
'Jvü^ovi'xif. Das Werk entstand demnach auf Veranlassung der Schwä,
des Kaisers Manuel, der Gemahlin »einest Bruders, des Sebastoi
Andronikos. lit dem kurzen Prooemion gedenkt der Verfasser der wii
holtijn Qaben, durch welche die Prinzeaain die Dürro seiner milliovon«
Arbeit erfrischt«, geht aber dann sofort zu seinem Thema Über, ,dan
nicht gewissen Leuten .seine Kode allzu schmeichlerisch vorkomme* O'n^
xoXttxixütiifri? 6ä^ij itaiv ö löyag). Die etwas auffallende Bemerkang
wohl ei« Seitenblick auf Leute wie Piochoprodromos, dessen abgn
tiefe Devotion damals selbst am Hofe zum Qespdtto der VorstSudigen
worden .tein mochte: Mauasses will als ein Mann von Geschmack
Guten lieber zu wenig als zu viel thun. Nur am Schlüsse dea Wei
macht er den Komnenen noch ein grobes und ziemlich ungeschickt«« K
plinient; ihre Geschichte habe er nicht behandelt, da sie einen Os
von Orossthaten durchsegelt haben, wie ihn selbst der starke Ben
nicht durchmessen könnte. Während Ephraim einfach eine trod
Prosncrzählung vcrsifiziert, sucht der Romandichter Manasses se
Darstellung durch Redeblumen und Beiwörter, durch mythologische
spielungen, reichliche Umschreibungen,') breit ausgofilhrtc Gleichnis
und moralische Exkurse') einen poetischen Schwung zu verleihen,
geschichtliche Verständnis und Interesse bewegt sich auf demselben spi
bürgerlichen, volkstümlichen Niveau wie bei Georgios Monaehos und Glj
Als Quellen benutzte er den Dionys von Halikarnassos, den JohaD
Lydos und den Johanne» Antiochcnus in seiner ursprünghchen
stall d. h, ohne jene kirchengeschichtlichen Zuthaten, mit weU
versetzt Johannes auf die Qbrige spätere Chrontslik {Symcon Magi
und Logothetes u. s. w.) wirkt«; auch in der Disposition der Ka
geschichte zeigt Manasses eine auffallende Übereinstimmung mit dem
masisclieu Johannes. FUr die spätere Zeit verwertet«; Manasses an
') Statt .sterben' sagt w i. B. <fot*'oi
i£r /oiV 101 aulftaiof r^ /S 'fl ^<"'eioii«ii
(87(17), liiyif XStiaifaSm »al yg tfl navta-
iiXV (480S). mV m^Xiv lai «löfuttoi ij ^niotc
4Hti 'r«t («32QJ u. 8. w.
') Z. a V. 2648 IT.; 4039 ff.: 418
4498.
■) Z. B. Aber iin verderblicli<
kuQKen des Neides V. 8284; 3248 !
8. 0«MbicbtKbr*ibwr nad Chronist«B. B. Obroniaten. (f 1!^)
377
B««odo-Symeon besonder« jcn« iimfangreiclic Chronik, dio auch dem
HoBiru and der SynopsU Sathas als Vorlugtf go>dient hat. Die Beliebt^
keit d«r Chronik de« Manasses (^rhellt aus der grossen Zahl der uns or-
litlt«aea Handwhriften und aus der ri^ichlichen Hcachtting, die ttic bei
fiteren Byzantinern gefunden bat. Zuniii-bst hat sie Michael Glykaa
knOtzt, dum wurd« sie, wahrscheinlich auch noch iu einer dem Manasse«
Uir nahe liegenden Zeit, einer freien Prosabearbeitung unterzogen,
bt dieaer flosaen dann eiiiersoit^ die mit Manasse« Qb«rein»ttiiumondcn
■izerpt« dea Tlanudea, anderoiHoitö grosse Partien einer in der Volks-
Bttche abgefasstcn anonymen Weltgeschiehte, die uns in mehreren
HachUcfa und inhaltlich erheblich von einander abweichenden Fa^uiigon
bfiegt Ausser Manasse» i^ind in dit^oics fltr diu Einaiobt in die populäre
lüchidltaaufraMtun^f der Byzantiner und für dit< griechische Sprachfor-
nnng ungemein wichtige Werk auf längere .Strecken auch Theophaiie>!i,
Q«0rg)Oa HonachoR, Kedrenoa, Zonaras u. a. eingearbeitet worden.
Id «iaer Rezenj^ion »ind grossere Abschnitte der Manaseesparaphrase durch
Sttdc« aus Zonaras ersetzt
Wie andere Chronisten ging auch Manaases zu den Sklaven Über.
Di» um 1350 entstandene »lavi.scbe ühertietzung seiner Chronik gehört zu
4« Iwrvorrageudslvn LciMtuugeu der Hogoiianutim mittleren bulgarisch-
iloveniscfaen Litieratur. Ein prächtiger, mit Illustrationen versehener
lex dieser noch unedierten Übertragung befindet «ich in der vatikani-
Bibböthek. Während sich die Slaveu da» Originalwork des Manu^ses
■igneten. begnügt4?n sich die Rumänen mit der oben erwähnten zum
anf Manasses beruhenden volkssprachlichen anonymen Wclt-
piebichte; sowohl eine kQrxere als eine durch Stücke aus Malalas. Ke-
4nbm und unden- Zutliaten vermehrtt': Hudaktion derselben sind £U rumil-
Weltchroniken verarbeitet worden.
S. Von dem Romane des Manasses: TiÜv xard 'jQiai<ir6Qov xni
r ilrrta Xöroi. d. h. Neun Bilcher von der Liebe des Aristander
Kallithea. ist uech keine Handschrift aufgefunden; wir kennen
Werk nur durch die umfangreichen Fragmente, welche Makarios
'.TRokephaloB im 14. .lahrhundert seiner 'PoJotuä einverleibt hat,
■ad duFcb eine zweite, anonym tiberlieferte Kliitenlcse. Wir finden
ber zwar nur Sentenzen und moralische Betrachtungen, aber sie ent-
Ulot genug Andeutungen, um uns zu zeigen, dass die aus den früheren
tumaen bekannten (inmdmetive auch hier beibehalten waren. Während
TUadoroH Prodromos und Niketas Eugenianos in ihren Romanen noch den
Trimelor anwendeten, gab Manasses auch hier wie in seinen sonstigen
Mmchen Werken dem volkstümlichen Fünfzohnsilber den Vorzug.
^BJt ist der Citergang zum mtgären und halbvulgäreu Honiangodicht
■hUich vorbereitet. Mit der Chronik hat der Koman die zahlreichen
1 iQder und di« moroliacheu Betrachtungen über Verrat (V. 15 ff.), Verleum-
: iaag (V. M ff.). Neid (V. 61 ff.) u. s. w. gemeinsam.
3, Ein drittes Werkchen im politischen Masse ist die kloine Bio-
graphie dea Oppianoa (52 Verse). Manasses gibt eine kurze Auf-
z&hiong dor BftupUhalsachen aus dem Leben dea kilikiscben Dichters,
378
BriaatiniMh« Littor&tnrgeMhielit«. 1. ProeaiMh« Utt«rfttar.
bomorkt dann, ä&a» er da» MoUte der KUne halber weglas-ie, erw&hnt
abor iiocli in recht ungotM^hickter Apo^siopifte die Art 8cin«3 TodM, die
ihm erwiesenen Ehren und die Trefflichkeit (»einer Dariik>llung.
■1. Manaflaes liat »ich auch auf dem Felde der Schönrednerei ver-
suclit. Wir haben von ihm dtc B«schreibiing eines Wandmo^aik«
bildos. welches die Erd« als Frau umgeben von Früchten, S^^tiuren u. s. w,
dartiteltto : 'r»i"' ^iXoao^ov xai ^rjtofiiii xv^ov hmtvianivot' lo? Mctutcai^
ixtf^uQt^ fixoi'iafniimy fr fia^fitiffii xvxXotfQti, xutä ftt'aor /lii' tvJtoptim
xt'ir }ri;]' ^1' fti>(fqfj yvrainög. xi'xXip <lj tia^ttai' ö.-rufiwi- xeU titw ^^tw
^aXaaai'aiv *ai alXmr JtaifÖQMv. Auf dasselbe Bild bezieht sich das Go-
dicht de& Manuel Phileti über iem Bild der Ei'de, welche« B. Stark het-
ausgegcben hat; doch hat Philee, wie es scheint, nicht das Bitd »elbft,
sondcni die Boschroibiing des Manasaes (schwerlich eine g^^meinsamo UtoB
Quelle) vor sich gehabt und dieselbe, wie er es auch mit andureti Werken tlut,
in Trimoter bhertragen. Einige Verse dea Philos helfen Bogar eine haudschrül-
3icho Ltlcke der ProHiutchildening orgKnzen. Noch unediert »ind folgendo
Es»ai»: 1. Eine Klagerede über den Tod cfein es Singvogels: .l/ai^ifiR /jri
ttj) ftatffoyXrjriii (was ist das für ein Vogoli') apiov tt»rf^xn%i. Ob Mannrifirill
etwa dos schöne Lied des Catull Liigele, o Venrres Cupidinra^ue dii«4
irgend eine Mittelquelle gekannt hat, wird bei VerBfTentlichung des T«xtet
2M untergehen sein. Er steht in den Codd. Vindob. philol. gr. U9
(Nessel), Laur. Conv. soppr. 627 und Bodl. Barocc 131 fol. 174.
2. Eine Beschreibung eines Mosaikbildos, welches darstöllto, wie dir
Kyklope die Gefährten des Odysseus zerreisst, während OdyaseuH
ihm einen ,Schlauch Wein dai'reicht: 'Exif^uat^ tixonc/tättaf *r <ftafftaff>
xvxXoif^üt (Hs: KPKXottQm) xaid fifaov fiiv /);i>itmi' KvxXuna sov; YJdi«-
ff«'M; iiai'ftwi StnaTfn^nuavrta xni raiftorta xtü OJraat'tt ixvof ttaxov ni^*
yt'fotta xai df^ioi'jifior noati *«)- hvxXto^a. im Cod. Barber. gr. 11 *il
fol. 107 (wohl identisch mit der Hs aus der Bibliothek des Kardinals
Sirtet, welche E. Miller, Catalogue dos mss de la biblioth^que de l'EscuriaL
Paris 1848 S. 312 nach dem alttiu Kataloge notiert). 3. Eine Schilde-
rung des Fangs von Distelfinken und Zeisigen (?) C^xy^agi; üXtivm
ammr xai äxatitfdar) in den Codd. Eacur. Y. II. 10 fol. 294"— 296^ und
Vatic. Urb. IM. s. 15. fol. 217—221. 4. Eine Schilderung eines
kleinen Uenschon ("Ex^^non äf^ooiioi' fux^i') im Cod. Escur. Y. lt.
10 fol. 506"— 507' (8. E, Miller a. a. 0. S. 211 und 217). 5. Eiaif
Schilderung einer Jagd auf Kraniche ('Ätypcrir*« «"fii/wof j'*?«»«"-)
im Cod. Bodl. Barocc. 131 fol. 180'— 183'. 6. Uieher gehören ondlicb
ein Brief an Kaiser Manuel Komnenos im Cod. Bodl. Barocc 131
fol. 182* — 184" und eine ziemlich umfangreiche Abscbiedsepistel ai
einen Biitschriftenreferenten Nikephoros im Cod. Barh. gr. fl
61 fol. 107" — 112, wo die zum Teil nnleserücbe Überschrift lautet:
(ov xvföv »ttrciartirov tov ftavtara^ n^ö; tv» trtw-
XÖftttitr ^l nSv ie^tmv xv^v nxr^göptir tov . . djUV
5. Kndlich wurde dem Maiiasscs von E. Miller ein im Cod.
27&0 anonym Qberliefcrt«« moralisches Lehrgedicht (916 politia
2. OeMU«hUohr«iber nnd ChroaUt«!). B. ChroniBten. (S ISS)
871)
Fanfzehoeilber in 100 Kapiteln) zugescliriebcn. Die Annalime stutzt mh
Ulf spradiliclio Aiiklüiige und auf dii< BüobaL-htuii^. (Ia8s iiiohrm'e Sti^'llen
dw Werke« mit FrHgint^Dl«n des Ilomaiiei^ identisch wind, so dass also
Manasses sich hier seibat kopiert hfitt«. M«lir gegon als fUr die Hypotliosio
«pricbt d«r Uoistand, doss diosolbe Haudsclirift noch oiii zwoite«, vhtüi-
ÜIs in tOO Ka[Mt«l got«ilt«8 Moralgedicht enthält. Immerhin bleibt die
«nge Verwandtschaft des Werkes mit ManaH»e» zweifelloa; wenn ee
mcht von ihm selbst stammt, geliert c* »sicher einem seiner Bewunderer
und Xachahnier. Diut tiedicht handelt in buntester Hcihenfulge Qbvr
Tagenden. Lastor. Gewolmhoiten, Begriffe und Zustände z. B. über Treue,
Hoihung. Liebe. Neid, Zont, Jungfemschaft, Tapferkeit, die Seele, Schaden-
freude, Versuchungen, Selbsterkenntnis u. b. w. Es erscheint somit als
ins Breite getretene und durch allerlei ZuUiaten (auch Sprichwörter
f. SSO f.) aufgobauMhte Senteuzensammlung und ist mit den didak-
Werken de« Spanea«, Lapithes, Sachlikis u. s. w. zu vergleichen.
1. Chronik: A. Aua^ation: Ki. pr. J, Moursius, Lngdunt Etat. 1616. — EJ. A.
Fabr«tas, Pa/is 1650. — EJ. I. Bekker, Bonn li^37 (mit Joel und O«orgius Akro-
rdilM). - Wi0d«xt>oll bei Migne. Patr. gr. 127. 216—473
B. C«bera«t>uogeti: Latein jiuh (vorder VerUßrntlioliung des griechiBcben Textes)
'^ll. LOw«uklau: Aniialcs Conntnolioi MudamIs nunc primum in Uieism prolnli et
it latiiii fsHi per lo. LvrvcnL'luivm, Rusel 1573. -- Zur sluviachen Uobw-
V, Jagii. Ajfch. slav. Phil. 2 (1877) 12 tt. — Joan BogdBD. Vedule cruDioe
•MO pana la ünidiia. Bukarest 1891 6. T5 ff. — Eintg» Abbilduugen ans dem
eben Codex der slsvieobeii Uebertit-Izung (Cod. aUv. 2) bei G. 8cblnmberg«r,
PbocM S. Ml. 571, £73, S75. Di« «beiida 8. AfiO Aiira. iitiert^n Beecbraibniigen
üiecJim Hm ini Joaro, Min. 1^39 Bd 22 und bei Teatckov (?). fieeclueibang dn-
BaBiJRarnTniuneiJinB. sind niit uniugSiiglicIi.
C. Hilfimittol: V. Hirsch, Byiantinisclie Studien 8. 404-412. — Ceber Mur^ob
dl Qulla d«f PlMiudoMcfaen Eueqit» vgl H.Hniipt, Hermes 14 (ISTD) 36-64; 2S1--JS7:
00—446: lö (18ä0) 16Ü. — ü. A. Mystnkides, ByxsntinischdniitAolin ßnziehunß«» zur
Znt im Ottoaea, SlaUgmrt 1891 S. 90 f. (Vort«idigu»g der (Chronik in formul^r llinaicht).
''. d« Soor. ROnllMlio Kaisergeaohichte in bj/nntinincbi^r Kaniung. 111. II. Z. 2 (lä93)
-SMt. — E. Patsig. Johanne» Anlionhenus Fr. 2>W Snlm. und l'mkoii, ß. Z. 2 (IkDS)
— Proben aus der n>il Ububssm verwandten ruIgUrgripohiscJn-a wellebronik gnb.
den ZttsamBieubuBi: mit Manusses lu bemorkon. nach don Oodd. Maro. VII 2U
16 1. Beklc«r, Abb. Berl. Ak. 1841 S. 54 ff. und 64. — Gcmiueru Untemudiungoii
r im tt«HMiOMaB, H«8 und Quellen vorklLllniHBu dioser Weltcbrüuik bei K. Prlchlur,
nügIrinMUndie Paraphrase der Chronik des KonslanliuUH MiiuaMes. B. 2. 4 (1B9&]
-S13. ~ Zar rumfinischeo Bewbeitung dieaer Weltcbruuik: M, Gaeter, Die lurnft-
VcnüoD der IrojanischM Sa««. B- Z. 8(1894)628 -552 (d«ntnche Upbersetiung d«r
. SM iot Wrllchronik). Dnxn vgl. Karl Prfichter, Dhs grier>biitcbe Original der
■iaehcn Troika. K. Z. 4 (I^O.S) .MS— 54ß, und V. letiin, Boitrflga zur gricchiacli-
kfimh»» Cbnm«gniphiD, ArtJi. «lav. f'hil. 17 (1^95) 4If!— 429.
D. üeborliefornng; Snhr znblrricbo noch wi>iiig goeichtot« Usn. — ITeber Mneo
Code«, d*r eise ■netriacfao Fortantzung dor Chronik bia 12Ü4 enthalt, berichtet Pmns
innt. CbxD(uqa«a Byiantincn du munuai-rit 11Ü76. Anccdulu Hruiullousia 1 (= Be-
de tmvaax publik par La Tnculti.' da phitosophic cl leltres de l'iiniTereit^ de
9. faac.). Gand. Clrnim 1894 R 10 ff. - Kollationsprube aus Cud. Athoue 1580,
■ bai Sp. LambroH, Catatoguo of thc gr«ek mm un Mouut Atlios 1 (189ä) 136 —
1 lllMteo Haa MhOreii die Codd. Athen. 1207 und 1217, a. 13, — Im Cod.
|*I. <Brilitb UiuO 523. a. 1313. g;ehen der Cbrooik als Piooemion 00 Verse eine«
I Hlcbaal Lnkadea votsub. ~ Wie aus dem Romane, ao wurde auch aus der
dM Miaawa ein« Sammlung der eent«nxitaen Stellan veranstaltet. Sie
AI« hn Cod. Bodl. .Mi*cel]. 28S b. 16 fol. l*-e.
2. BonanlFragnK^nt«}: A. AuBcaben: Ed. Fr. Boiasonade. Paris 1819 (mit NiketA»
a). -■ Kd. H. Horeher. ^»iptoroe orotici graeci voL II. Leipaig, Bibliot.hoca
M 18&9.
8. HiUnnittal: fl. Horcbor, üoimeB 7 (1873) 488 f., wo eino neue Kollaüon
idee
^C.
380
ByxMitiitiaelte Utteratargeacbteht«. 1. PfocaiBcbe Littarator.
dn Cod. MninauuB mitjKM^ilt wird, — Nucli iinverv*rtet »t 4er Cod. Vindob, pkit
gr. 806 (Nenaol), weidier toi. 1 — 16' Hiil«r dem Titel Vra/aKä im ti/f fljlivr »o^ «v^*.
Ttiivu xcftv KiumiRi-riVaii roii Marico«^ ein« erhablich gröamra Aoulil v<mi V«meB Mt
dsin Etomane «ntbfilt aU der vnn Roiwuinnila und llnrohcr beoOtit« Hkrnu»s. Denselbca
Tut wied4r Cod. Vindob. enthalt d«r Cnd. Moan& gr. 2N1. «. 1«. fol. t44-lS8'. Ana dM
RoiHMi 8t4inni«n wohl auch diu sentonziOson Vcmo doa MuioMwn im Cod. Bodt. Tbomt*
Kon 1$ A. 1349 fol. 461. Ein« neu« Ausgabe auf Urnnd dica«r Um in VorWreitung ron
K. KrnrnbacbsT.
3. llioRruphie dos Oppianoa: Ed. A. WealnrmitnD. lt^oy|/ä^f«^, BrHBMfawu|
I8&T S. 67; nbcr llsa und alture Aus)cul)en h. die Prolegomenii S. IX f. — Vgl. Th.-Henti
Martin. Etudos sur In vio et les oBUvr«ii d'Oppien do Cilict«, Pari« 18B3 S. IS E —
Ad. .Austnld, De üupinno o» eeriptia sub eius nouiinu traditis. Golhii If<76 8. 7 ff: —
Nuch uabenütit iat dw Uod. Marc. 479. 8. XII. fuL 67' -08'. buh welL-bem die tn
Codd, Paria. 2736. •. XV, uud 2737. s. XVI, vrie mir ein« V«rKl«ichuug ergehen bat, «k-
geacfa rieben alnd.
4. Rhetoriache Sachen: Die Ekplimsc des Itilden der Erde ed. pT. aaa dem M'
eigen Cod. Marc. 412 R. Hnrchor in den Memoric dcH' institnto di OOirriapand^nia arcbto-
logicB, volnm» ancondo, Leipzig, F. A. Urovklinu» l'iQh S. 491—500, — Die Mon«£ie aaf
den Astroglenos wollt«, wie os sc^helnt. Fr. Boissonnde odiaren; vgl. aeiu« AaMdo
Nova S. S34 Anm. 1. - Eiiio (icanm (Ausgabe »Are «mUnschl.
5. Mornlgodiuht: Rit. Emm. Miller, Annuiiiro de l'naaoc. 9 (187S) 23—75.
6. L'ntur dem Namon Ac% Miidusbvs sti>ht im Cod. Vindob. phil. gr. 149
fol. 156 fT. ein BxtrouünitHGhi's Gedicht in pulitischen Versen. Es ist j«d«iiMb
S«lbe Werk. welob«a unt^r dem Nnineii dea Mhdbssc>b bei S. Dapont«. Ka9^-ttt}( yvrm
i (Venedig 17ÖC| S94 -366 (mir unzngänglieb) «diort iat. Allein Aieam tiodieht wird
anderen Haa wohl luit Recht dem Tlieodoroa Prodromoa lugeacbrii-bon und iai
seinem Namen von E. Miller. Not, et eitr. 23 (1872) 2, 1—39 udiert wurden. 8. %
dorOB Prodromos Mr, 7.
T, Ein aus einem Martyrium alarnmendos Fragment steht mit d«T Ue
Bclirift Tov uufuuttf) im Cod. Marc. XI 31 liwischon 1292 uud 1328 geachrieben) foL :
Per Name (lea Märtyrers wird nicht genannt; da aber von der gruln/'f rwr aSki^tir i
Rode ist, kann es lich mir um daH Martyrium einer Jener Gruppen liandeto, die r, B. ia
HibliotliecB HHgiograpbic^i riTnecit Holland., Brüssel ISI^fi S. R'i ff- aafgeBlbtt aind.
Anfangaworti' Ars Fragments liiulcn: Tnnivivi /lir ai toi iv^rrov rfij/iijj-opJiM.
8. .\iiB doni unendrupktcn Kiilnloge der VaticAna hübe icb die Notiz, daas derCl
Vatio. gr. 91.^ fol, 4ö unter dem Namen des Konstantinos Mnnn^es 2'ri/oi rft ttjr
Juiftloi' linodtoii-, hcginiii'nd lli^ewr u! *fim%ntcvninK_ entbftll. Wbs es bioinil fBff
Biawundlnin hat, vermag ich nieht zu sagen, da ich die Hs wie leider eo viele andare <
caniaohe Bsa aus Mangel an Zeit nicht einsehen kennte. In der Chronik bt der no
Verssafang nicht lu finden,
9. Im Cod, Bodl, Barocc. 131 fol. 175 stehen nnoti d«« ManaBses KIcphraaa
den Tod seinca Singvogels 72 politische Verse an seine Seele (Beginn: i nA
^it'aaf vifiiicj niiQB! U ünQoiöitov) und ein Brief an einen Kaiser, die tob H.
Cox«, Catalogi codicum mss hibl. Bodl. p, 1 |ISä8) 217 vemiuluugs weise, aber ohne
sichtlichen Grund ebenfalls dem Manasscs zugeteilt worden. Das erst« StD«li sieht vi
leicht in Beziehung zur Dioplra des Philippos Soülarius, -- In derselben EJa (ol. 48
stehen nach dem Katalog von Coxe S. 2^ .Formulne paroeminlos *Upr»inal1lin talmlanini,
quanim tertin est Nicephori Blemmidae et (|uartA Conatantini Mantiasis m tranmtii
imperatoria*. Was es mit dieion Formeln fllr oine Bewnndtnia hat, bedarf der l/ota^
suubung.
10. Verschollen ist ein jambisches Gedicht dea Manassee, dos, wie «a
WuinofiXDt' betitelt war und aua mindeatons zwei Büchern boalaod. Wir wisecn »an
mir durch Leo Allotius, der im Kummentur lu tieurgies Akropolitc« Paria le.ll &'
[S. 205 cd. Bonn.] sua .Conatautinns Munu^es hb, SOdoHpurioi' sechs IVirnetor anltthri
ii yi} Rv^artii, u! nriJlif r^ianl^i'n,
nf^nXut tje yfl<, soaiit ii/C olxovfifi-tif etc
Wnhmehainlich steckt das Werk in einer Ha des Anticu fondo Vaticano.
11. Im Cod. Munac. gr. 201, a, 18. fol. 97, steht ein kleiner Hymnus auf dkl
Jungfrau mit der rebersclirift: Toii fianaa«^ xvqov »aivtniirtirov.
I5ß. Michael Glykas (>/(x«i;i / rivKÜ^) wurde im ernten Drit
{Ici zwölften Jahrtiuiidert» j^eborou und lebte bis gegen diw Ende da
jAhrImndcrts. Im Jahre 1159 wurde er in L-incii nicht nftber bekannt
8. OwoUchUchraiber and ChroD»t«B. B. Cbronwtan. (| 156)
8Sl
Sttachen Prozess verwickelt und fingekerkert: auet ilem OcfSngni» riclilote
an Kaitier Manuel ein uns erlialtenog Bittgedicht in der Volks-
rache. Trutzdom mit Blvnduiig bestraft, die aber offenbar in der mil-
Bten Form au&g4.-ftihrt wurde, wandte er sich, nachdem er infolge »einer
turteiluDfi in Not und Elend geraten war, im Jahre 1164 abermal» an
n Kaiser, indem er ihm eine mit tlieologi^elien Deutungen in politischen
(Fwn ausgestattete Sammlung volkämA»»iger Sprichwörter unter-
iätet«, der al» Prolog un<l Epilog ein Lob- und Bittgedicht beigelegt waren.
ww spiter verfassle er eine populäre Weltchronik. Endlich verwertete
im siebenten nnd achten .lalirzohnt des zwölften Jalirluinrfertt »cino natur-
«senschafthcben und theologischen Studien, die »chou in den Sprichwtirter-
Icgorien und in der Chronik deutlich hervortreten, zur brieflichen
nntwortunt;: zahlreicher an ihn wirklich gerichteter oder fingierter An-
Igen Qber theologische ticgenstilnde. Durch einige dicsor Briefe ttuchto
' sich wohl die Qunst hocligestellter Personen zu erworben oder zu er-
ittan, nachdem, wie es scheint, seine Verfluche, sich dem Kaiser selbst
I Blbeni, endgültig gescheitert waren. Ober die Abkunft dea Olykaa
ciehten. wenn wir Labbaeua glauben dürfen, die handschriftlichen Titel
Mr«in«timmcnd. er sei Sizilior (ZixtXjiofi'^] gewesen. An sich würde diu
ald auffallen; doch habe ich keine Handschrift gesehen, in der Glykas
ntier genannt wird: in einer Handncbrift aber findet sich eine positive
Rgabe, die der von Labbaeu:* mitgeteilton widerspricht. In dem Codex
H Klosters t£r AAi,.u<(J(iii< auf dem Olympo«, nach welcher Eiithymiades
aeo Tfil der Chronik veröffentlicht hat. soll ein auch in anderen Hand-
ftriften ähnlich wiederkehrendes Titelepigramm folgende zwei Schlus«-
me enthalten:
^ K(priip«( ifffifia irsJ toi *iafiov ro &itVjiB,
H Ol' ;n'p imt'^jitit 6 avyyfaiftvi X'i< fiißiov.
^■BUMhiKHCM authentisch sind, wäre Korfu die Heimat des Glykas. ■)
PnBSmmellung war den handschriftlichen Titeln zufolge die eines
ikretirs (/jw/ipaiotöf).») Das ist alles, was sich Über das äussere Leben
M Glykaa fe«l«tellen lisst. Au» seinen Werken erkennen wir, da»» er
ilnwo war, ohne jedoch jene feinere litterarischo Bildung zu beHitzeii, die
i Knmnenenzeitalter nicht selten war. Dasa er in den Handschriften
^gelehrt und hochweise (Xopuittnog, aoyoitatoc) genannt wird, will nicht
i btMgen. Glykas gehört vielmehr zu den in Byzanz ziemlich seltenen
■etern «in«* volk»tarolichen Bildung und Geistesrichtung. In der
Kienenzeit, in welcher der pedantische Klasaizismus jede populäre
fung mit dem Stigma der Unbildung brandmarkte und gewalUani niedei^
lekt«, ist eine solche Erscheinung doppelt interessant. Es gehörte
iger Hut dazu, dem damals immer mächtiger anwachsenden Strome der
(baiaierenden Sprache und Litteratur entgegenzutreten. In den mas»-
taadeti KroisoD könnt« ein Mann mit so ketzerischen Neigungen sein
Idc nicht niBchen. Um so grö^sor war sein EinHuss auf die breiten
)t«a des niederen Klvruij und de» Volkes. Ihren Geschmack hat
htgmtd, Bibl. gr. VBlg. 1 [ntrod.
*) Tgl. S. 279 Anm. I.
382
BjiantiniBcba LitteratiirgeMihichte, I. Proftaische LiUeratnr.
Giykas wie «inst Malalns richtig getroffen. Das beweist di« reichlidll
Verbreitung seinor Citroiiik und sein«)* tlicologisclieii Briefo. So ii«t äÜP
litterarische Lebenswerk diesos Maiinos nur tu verst«ht>ii, wunn niHB w
KUAAiniiienliält mit Heatrebungen und Leistungen von Olironisten wie Molalae.
ThtMiphAiieei und (K^rgios Mnnacbos, mit theologiaohen Autoren wie Johanne«
Klimnx, mit doni Glykoti auch die Vorliebo ftlr du volkHinfts^igc SpHcli-
wort gemeiuBam hat, endlich mit Anliüngum der Vulgarspratlitj wie Ptocho-
prodronio».
1. Da« Hauptwerk des Glykaa ist seine Weltchronik: Tov xi<^i*
A/i/RiJA tor rhixü {iiiilug jfpmix»;. Sie KerfKlIt i» vier Teile, von deoeo
der erste die Sthöpfuiigöguschichte. der zweite die jüdisch-orientalischen
Dinge, der dritte die rOmische Zeit bis auf Konstantin den Grost««n, der
vierte die Geschichte der folgenden Kaiser bis auf de» Alextos Komnenoi
Tod (1118) behandelt, 1>as Hauptbe^Ktroben des Olyku» ist, wie er ia_
einer Vorbemerkung verriil. uioglieh«te Kürze. Diesem Grundsatze bleJ|
er fitich getreu, Ireilich nicht in dem Sinne, das» er uns nur die wii
tjgsten Thatsachen suramarisch aufzählte und so ein Gerippe der Wdl
geschichte gäbe; vielmehr werden viele der wichtig»ton Dinge, besoii
kriegerische ErcigniH^o, nur wenig und obenhin borilhrl', während auf nat
historische, anekdotenhafte und tlieologische Digresaionen unverhSlt
määHJg viel Kaum verwendet ist. Der Grundton ist also derselbe
in den übrigen Wcltcbroniken. Doch unterscheidet »ich von ihnen
Werk des Glykas durch einige «ehr erhebliche Eigenheiten. Er war offenl
weder mit den zu seiuL-r Zeit landläufigen älteren Chroniken des Tha
phnnes, Gt^^rgios Monachos, Symeon u. a. noch mit den dainalti
verUfTentlichtcn Werken eines Zonaras und Mauaj^ses zufrieden und
es fllr notwendig, dem Bodili'fnii« der Jugend und der weiteren Krei
ein wirklich neues Buch zu bieten. Daher kommt es. dass er in der Ai
wähl, Di-tposition und Bearbeitung des weltgeschichthchen Stofles der
ausgehenden Thronopraphie gegenüber eine ilbcrrascliende Sclbstünd
beweist Qlyka«; alieiu hat den Gedanken gehübt, in die ScbSpftiE
gcschichte. die er mit der gröbsten AusfQhrUcbkeit schildert, die Weis
de« Fhysiologus einzuSechten, und wir wären ungerecht, wenn wir
Einfall, den trockenen Clironikenstotf durch die im ganzen Mittelalter
beliebte Fabfizoologte zu beleben, nicht glücklich fUnden. Ausser
Geschichten des Pliysiologus hat Glykas in seine Erzählung von der
Schaffung der Steine, Pflanzen und Tiere naturwissenschaftlichos Hat«
auH Aelian und wohl auch aus anderen Quollen oingoechaltot Mit Jen
Schc^pfungsgeschichte, welche Symoon und seine Nachfolger ihren Chronik^
vorausschickten, hat das erste Buch des Olykas also nichts zu thuu.
weitere Eigentümlichkeit der Chronik besteht in den ungewflhnlioh ausftll
liehen theologischen Erflrterungcn, die gröestonteil« aus Väterstdl
bestehen und einer Katone vorglcichbar sind. Die naüirhistorischen
theologischen Rxkurse sind hei Glykas so reichlich, dass der Clironik«
Charakter iiuf lange Strecken völlig verloren geht. Eine dritt* Eigenh<
der Chronik besteht in der parftnetischen Einkleidung. Glykas wii!
nicht nur das Werk seinem .Sohne, den er in dem kurzen Vorworte
UBEWll^
Uchte nennt er die bekannten Kirchenväter wie Justin. Basilios,
'^DDes Chrygoetomo«, Theodorctoe, Maximos, Johannes von
kskoB, AoaBtisios Sinaitos, auch weniger berühmte wie Patrikios
iPrusa u. B. w. In erster Linie sind natürlich die Autoren beriiek-
t, welche Ober das Hpsa^meron geBchrieben haben. Charaktcristisdi
|ie Gei8to«richtung üi-» ülykuR ii^t e.'>, dass «r neben dun unerkannten
Üchea Autorität«» auch dou volkmtQnüichon Koma» Burlaam und
^apb uIb Beleg unfilhrt. Für die historische Zeit benutzte er den
teaoa, den Zonara» und fQr die GeKchichte 8eit@11 den Skylitze«
wobei manchmal schwer zu unteivcheiden ixt, ob ein Stück
oder aus seiner Vorlage Skylitze« stammt. Zweifellos bat
auch die Verscbronik dos Hanasses beigezogen, wie manche un-
Veree and Halbver»e beweisen. Kndlioh hat er den Psellos
eüü^ Nachriohten noch SpeüiaUchrifton wie die violgoleeon« Bio-
d«a Patriarehen Ignuties von N^iketas dem Paphlagonier ver-
In der Art seiner Quellenbenutzung erhebt sich Olykas nicht
^andere Cbroni.stcn : manchmal sind ihm infolge seiner Flüchtigkeit
grob© Vorsehen begegnet.
2. Weitere Prosaschriften des Glykas sind seine populartheologi-
Briefe und ein gn'is.'teres theologisches Werk in ztvei Büchern:
88. In deu Briefen beantwortet er zum Teil Fragen, die schon
' Chronik vorkommen. Soweit sie dort au^ftllirlicher behandelt waren,
einfach die betreffenden Abechnitte mit unwesentUchen redaktio-
ÄnderuDgen, vie ue durch die Form des Briefes bedingt waren,
Chronik hcrilbergenommeu. Kbeneo stammen mehrere historische
pel, die er in einem Brief anführt, aus »einer eigenen Chronik. Auch
tilkstQmliche Anschauung, die Vorliebe lUr naturwissenschaftlich«
>ricn. die Lust an Sprichwörtern und gewisse stilistische EigentÜm-
iten haben die Briefe mit der Chronik gemeinsam. Dass die Briefe
ügen jüngeren Handschriften dem Jobannes Zonaras zugeteilt
364 BySABUnlach« LltterAtargescliichte. I. Proaaiacbe Litt«ratot.
drittletzten, vkOIoiclit aogar au^ dem vorletzt«!) Jahrz^lint äcn 12. Jahi^
biinilerti .ttaintnen, einer Zeit, in weither ^onaras Bchwcrlich noch gcleht hat.
Die Adressaten der Briefe sind gi-össtenteÜs unbekannte Mönche und Laien.
Sichel- zu identifizieren sind: 1. Der (Irosfihetäriarch und Sebastoa Johanne«
Duks«, oin bedeutender Mann, dessen militärische und politische Thitig*
keit (c. 114D— 119Ü) uns Kionilich genau bekannt ist. 2. Andronika«
PalaeologOR, der von Kaiser Andronikos Koninenns (118.1^1185) zum
HeerfDhrcr gegen die Normannen bestimmt wurde. 3. Der Scbaelo-
krator M&nucI Komnenos, ein Sohn des Kaisers Andronikos Komnenoa.
4. Alexios Kontostophanos, d«r unter Kaiser Manuel im Jahre 116)
als General diente und 1166 an der Synode zu Konstantinopel («ilnahm.
5. Der Panscbastos Sebaatos Konstantinoa Palaeologos, der eb«n-
falls als Tüiliiebmer der im Jahre tlfiß zu Konstantinopel abgebaltenn
Synode bekannt iet. FrUher liabeii ihn einige Gelehrte wie OadJMiB,
Laniius u. a. irriümlich mit dem Kaiser Konstantin IX Palaeologus idonti-
fixiert und darnach den Wlykas ins l.*>. Jahrhundert gesetzt. 6. Theodon,
eine Nichte des Kaisers Manuel: sie ist zweifellos jene von Xiketas Ako-
minatos wegen ihrer Verschwendung und Anmaesung getadelte Mfitreasa
des Kaisern Manuel, die am byzantinischen Hofe die Rolle einer kleineii
Pompadour spielte. Diese oflTenbar sehr temperamentvolle Nichte mi
Mätresse in einer Person hatte irinen Mord aus Eifersucht begangen nnJ
verzweifelte deshalb an ihrem Seelenheil; da nahte ihr Glykaa als Spender
geistlichen Trostes und suchte in einer ausfuhrliehen Epistel die fUntthrbe
Mörderin durch christliche Ermahnungen und durch Beispiele bekelirtw
SQndcr au» der byzantinischen Geschichte zu beruhigen. Intcreaaant ist
ein Brief an einen unbekannten MOnch, in welchem Qlykas ontertbSnig,
aber entschieden eine Schrift des Kaisers Manuel Über die astrologlaebe
Geheimlehrc bekämpft'.
3. Über das vulgärgriechische Kerkergedicht und die Spricli*
wörtersammlunp mit ihren metrischen Beigaben vgl, die Parflgrsplifiil
«Michael ülykas" und .Spricli Wörter" im Abschnitte .Vulgärgricck
Litteratur*.
]. Ausgaben d«r Chrooik: Zutrat cinti lat«inisofao Cebereetnuig : AnnalM]
Qlyc4ie SievU etc. uani; primuiu Laliniun in 1in((iiani tjaiiB«ripti et eilJli per Jo. Ii«n'^
clavium. BaAÜeae Ibl'i. — T«in griecliiaclieii Toxi« nierst dM Stade von Jolin Cainw
bia auf KoDetaalin den Oroasen nnttr ileni Titel; Tlieodori Metochitae bwtorta* Roouaai t
Juliu Caemre ad Constant. M. Über aingularis, Joniinea Moarsiu« primDs vqlitiiTit *t ia
liiigunm Latinani (rnnalulit «tc., Lugduni Batavonim ll31(<. Die jtutvitung ilr« Slllrkn M
den Lebref d<>8 Nikephorna Gregonta, den vl^^tspltig gebildeten TUflodaren Motockilet
St 1882) bernht <inrHiif, <Inss die von Meiirsius benütite HundsEhrin den "ntol Iiuk: T«t
oytttn/iav x«i no^uinlou Sfajiägov fv .Ifitn/i'tni' jr^arixör «nö xiiattvc x6afi«v Alittr
ntfl it Dtipnroü nn'i i^s* y^i etc. S. die ttEScIireiliunj! dieser spttter nnch Berlin galangtü
HandBebrift von Friodr. Üodenburg. Misoi^llunea Lipaicnsia 12 (l'Ü} ä. 20— SI. «•
Ueuraius vertoidisl und mit unxulauulitbon (iründon der Nuchwpia Torsucbt wird. Tb. U<l«-
diiles hab« daa Werk des 0)}'biiH abgcHcItni-'beii und (ür sein eigene« aua^tegebeD. Ihalldi
wie Kedreno« den Skjlitzea rast unverändert in tieine Chronik aufnahm, Autmlieh wie li
der n^rlinnr tl« lantt-l tUi Titel iin Cod Bodl. Canon. 90 a. IS. d»r einst in Bantnj
von Menraina wnr: Tai iopoitBiatt xti'i ao^Nrn'ioii HioduiQov loii Mna^iiov url
i<ti n'M Ol' xfo"""''' »■ » w. Wie sicli diese H« lu der tlerlinor vvrlilJt, ial
unbekannt. -- Er«to volliitjlnditt<> Aufgabe im Pariser Corpiw vi>n Phil. I.nbhaeue.
1660, ~ Wiederholt Venedig 1729. — lui lionnor Corpus recogn. 1. Bokkor, Bona
(rvich an DruDlcfehlom und aonstigan CD«b«Db«iten). — Wi«derhoU bai Migoa, Palr.
2. OMftUcbUchrBlbtr und ChronlatMi. B. CbroDisten. ($ 157) 3S5
IM, 1—624. - KinMT«il dor Annalnn i-ä. aii» otnM in einem Olymiiusklu^ler bafindijalieii
Hudackrift, Mhaanorwait» ohno irgrnd me Kenntnis vo» frllheren AtmgHbeii. Cliriato-
dolo« KnthymiadoN, "Br »raciilorUn IXdH. 8". 208 SniUin, 8. Lorihiii), Uibl. gr. vulg. 1
118110) IntrodactkiB S. 19 f.
Oeftamtauigitif: Higne. Patr. gr. ISS. gibt nin xiomlidi vollstAndignR Beper-
krinai <lcr fiüherra Lnstnngeo fUr Gljkaa. ao die Notixco vun Fnbriciux. di« inhnlls-
aimea Ablwiidlungca von Laniua iD^licim- «ruditormn vul. 1 und Vit. Cuiiiin. Oudini
Am. de aeUte i^t aeriiitiB U. Glyoe, tudlicli tius ilem Tiinn« UaaditclirifteiikutAlog ein
Ttnatcknia der in Taria bofind]iiih«n Bri«fo daa Gl^-kas. naeli den Annalvci Huuli die bin
Wi racbesd« Forte«lxang dM Leunolitvius, dazu dio BriHfu. ~ Zu doii ßrieron vgl. aucli
4m bai MigBe abM«eh«n« Veneiclmts der Cebersclirifti'n Hua dem Cüd. Noniunua
I (V«m4.) III bM J. A. Mingarelli, Groeci Codices ihm apad Nanios |iatiic4oa VenetuH
mmtH. Bo)o«an 1784 S. 213-324.
IN« Ijtlrratur so d»n Bri«f<in s. S, 8K, ga dem Kerkergedicht und der Sprich-
«ttleraaDinlune in don »bon bczDiclineton I'nruginphen.
i, Uilfsmiltel: Einige Oltfrn Sc lirif ton bei rnbriciua, Uibl. gr. «d. HnrI. T,46S f.;
I II, IfW — 2(M. — Friod. Vator. üur Kunde grirdiischer Ute in Ruräland, Jahnn Jtlirb.
I hlf IwiMlfcand 9 (= ÄTcliir fttr fhitol und l'adagugik) 1»43 8. ö— 16. gibt uim einer
UBnbar selir spkUn Hb der k. Akademie in I'eleraburg Vuriaiiten xu den Annelon und
^■itäM aber die Briefe — E du Muralt. Eflsai de cbionogrspbie Bjuntine, vol. 1 (lB5.'i)
UK. XXVIT (erKllmt ein« Peteraburxer Ha der Clirunik vom Jahrs I17ÜJ. — F, UirRoh,
■knaiL Studien S. SM- 403. - Zinn Texte: Spyt. P. Lambros. B. Z. 8 \l>i\tit IG6. —
Stjt. f. Lanbros. Rin nenef Codex der Chtoijik des Glvkas. D, Z. 4 |]8d5) I>14. —
tBptsrbrift: K. Krumbacher. Miehael Qlj'kas. Silznngsbor. bnyer. Ak. 1804 S. 301
I tii 400. Daiu eine rlironologiecbe flerichtigung von Job. Drttseke. 7,ii Micbael tiij'kHS.
I IL L & (ISKI 54--62. und venchiotlene BeiIrKgo von K. Kurtx. Neue philol. linndsfbnu
I HtS Nr 14 S. 221 K. tind M. Trnu, Berliner pbilol. Worbonsohr. l.SSä Nr. r.l S. 1<30S IT.
F 3. Win din Chronik Aa* lil.rkaii in einer tterliner und einer Oxforder K« fllUchlidi
I Imi Ifceodoro* Uelochitvs lugcitrilt wird. >o onUiUlt oiou üv das Eaourial diu Werk unt<>r
4ea te« Niudas du UToncherrübrendeuTilel: Aaouiiovioq mv /tiaaitrivev [ityrUav iiaiffn-
■f/*r jfoim'r fAttii ']fi'9iulo^i'n( xal' fnito/A'f ttaf l^i Siiailtlat 'Ibibh'oif foi* TCi,tl'ox^.
I MHT aooat lubekasiit« nnd tieralich rataelhaft« L»omedon Lakaponos wird nur noch
I k aber B» d«r Pttber Natioualbibliutbek, welche mehrere auf die EroleruDu Kr«lK& |U61|
I hrt^Bcbe StQeke in italienischer Ueber«elzuijg enthält. ulsClironist erwähnt. Sii Laiubroo.
I Ihlttin de Mirtaspend. halldn. 2 (I^Ti^) MS -521. nndi «iiine 'iito^ial fiihiijfiatn. Athen
I ttU S. I4*'> fl. — Th. Uscenskij. Quelijues nbserviilions sur 1a diionioue de Lsera^don
I bcBptsc. B. Z. 3 (1S9S) 122- I2;> [verwertet die Escuiiiilh» fUr die Kntik dos Glykaxi.
r 137. Joel (Vott^'A), ein gänzlich unbekannter Mann, verfasstc, walir-
I «ckiiiiicli in ilei- ii^dt de» lateinii^clion Kai»oHnms (1204—1261), auf
[ «Wch«e die Sch)uMbeiii(u-kung liinzutloutun »chbiiit, eine summarische
I ffeltchronik: Xforoy^a^i'u tr avrötpti. Sic beginnt mit A<]am. behandelt
I ia Abrtis« die jüdische und »onstigo orientalische, dann die rilmische G«-
[ icktchtc, endlich die byzantinische Zeit bis zur Hrnbening Konstnntinopels
itath diu Lateiner 1204. Sie ist, wie es scheint, in ihrem UauptteJIe
■i(liU> anderes als ei» Auszug aus Goorgios Munuchos und der ersten
rurlautzung desselben (bis 'J4^). Vür die spätere Zeit beiitltzte .Joel
4ita 8 k }' 1 i t z e 8. Das ganze Machwerk ist äusserst dürftig und hat
«■der bisConjicheii tioch litterarischen Wert; der Verfasser berichtet nur
Kinen und Kegieruiig^zeit der einzehieii Kaiser und knüpft daran einige
knta Nachrichten, welche porsOnliuhc Vet)iültjiiin>c oder kirdiliche Ditigc
1. Anagnbati! Bd. |r. im Pariaer Corpus von Leo AUatios nu. mit Georgtos
Aknfolitea nad JoaBiiea Konanos, Paris 1631. — Wiederholt Venedig 1729. — Im Bonner
Cmmh recegn- I. Beicker. Bonu I83T, mit MauiiBiiea und (Seorgioa Akropolites (ohni:
riiiBMiH <1m Tbxt«*). - Wiederholt bei Mi^oe, Pulr. gr. 139, 223-28S.
2. Bilfamiltel: F. Hiixch, Ujxant. Studien S. 10»— 115.
S. Im Cod. Vindob. ibeiil. gr. 804 (VeHeil folgt nuf die Chronik des .lovi. die
4wt fnl. 229 -8ö7 ebne Antonuuaen überliefert int, al* Kpilog ciu in Hpxjiiuetem nb-
tifwlii» ülsirr gr dirht K/( irir iiXiuaii' tu); Kuii'ain.riii-vvniXnut. üegiimT '" /'f>'nltfi'e^'(
AlUvIaBtTliHn Beilud IX. t. AUlg. 2. AmS. 2^
SS6
Byzuiti Bische Litteratnrg«Mhfchto. I. ProtftUoha Utterftbir,
ij ßaalXtia fiiy' i/qi: ;tfi'/i;/(«. Vgl, dnn K«tnl(ifi vnn Lumbfcins *i. Kollnr Mb. V S.9^|
DflMelbo (iodiohl ohnn Jool im Cod. Athouo 3814, s. 16, Kr. 12. V^l. Sp. V. Lkmbrifl
Ein acatir Codex d<ii> Jn«), ß. Z. S (1896). fl
158. Johannes der Sizilier (luäm^g i Sixtluötij^). Mit dieael
Namen verknüpft ukh vw ungi<lö»tue Bäteel. Die Sache vorhIUt sich «In
Im Codex Yindob. bist. gr. 99, s. 1-1, der mit dem Codex 98 zu etn«fl
Bande vereinigt iat, t<teht fol. 1 — l'l der Anfang einer Clironik mit dem
Titel: Svvoifiii XC*'""1 ^^^ 'Adüft Ji]v ä^xi]V Xnßuvaa »ai ntiaa^ Ju^Mvaa
Toe inl yf]s iityäiag ßaatltia^ tws ti i^; Kwyatarrirop:iöi^tas ßaaxUoi
xai rraTfiäffXCi äx(>ißo)i xaiaXiyovan fw( tmi' jf^örwi- T^f ßautXtitti Kojtvi^ni
fctfoJioßot' xov Aäaxa^i. Dazu ist von einer späteren Hand gefUgt: «*»■
XuiTov liaäri-ov und darüber von anderer Hand noch einmal toidwov «i«-
Xmtov. Die Clironik beginnt: 'Aiäft ö npiSto; vTtü &Tt>i< nXaa&ti^ iiv9fwj9i.
Nach einer kurzen chronologischen Übersicht der ält«aten Geschichte der
ABsyrier, Ägyptier, Qriechen, Juden, Perser and Ptolemäer folgt eine aoR-
fUhrlichß Erzählung der trojani»chon Sagen. Mitten in die^r bricht die
Uand«cbrift ab. Der allergrösstö Teil des Werkes, da« »ach der Über-
Blirift bÜ! auf Tboodorü« Litekaris (1204) reichte. i»t also verloren ge-
nügen. Der Anfang des Werkes entspricht dem Anfange des von
Gebwr, Sextus Julius Africanus II I ^. M-i ft., besprochenen A'^ovtxJ
fTTixo/ioy (im Cod. Vindob. tbool. gr. 40 und wabrachcinlith auch
Cod. Vatic. gl-. 433. s. 16, fol. 244). Dor Abschuitt über dio trojaniecha
Sagen stammt wahrscheinUeh aua Johannes von Antiochia. Das gao
Fragment stimmt in der Kauptsadie mit dem Anfange der Synof
Sathn« überein, in der jpdoch die Troika fehlen, und e» »«cheiut i
das» beiden Chroniken eine gemeinsame Hauptquelle zu Grunde
Ähnlich wie das Wiener Fragment beginnt die kurze Chronik im
Vatic, gr. 432 fol. 244; sie geht aber schon nach dem ersten Satte
jene Tabelle über, die Nikephoros P. im Xeoroy^ftfixäv avrroftar bi«t
und kommt also Ülr .Tohannes Sikeliotes nicht in Betracht.
Eine zweite Haupt^haudcbrift, in der .lohannes der Sizilier als Chroo
genannt wird, iät der Codex Vatic. Pal. 394, s. 16, S82 BlSttor.
Titel lautet hier: Xfovixöv avvio/tor ix Jtatjpo'piür x^oroy^ätfatr xat ^>;y>,t
itvkXiyiv xai av\tf!^ir naiiu 'liotifrav /loraxov tuv 2itxtXta>top, toi'
XHr^ftaiiattvio^ vrsitQitv naiQuiQxoi' kmvaitertivov nnXsioi vtuf 'I\^fti,i.
Chronik reicht von Adam bis zum Jahre B66 und beginnt: lioikm
f^m tfiXöXoyoi xal xpoio/pwyoi. Am Schlüsse findet sich dio Notiz:
«oit> tii x^fiixä rno^yiov xai tov Xiiyu,'Hiui\ V)aa Werk ist also offei
nicht» anderes als eine dur vielen Reduktionen des Georgios Mona«
mit einem Stück der Fortsetzung des Logotheten.
Es zeigt sich, dass der Chronist Johannoji Sikeliote« vorerst
ziemlich schattenhafte l'ereon ittt. Zwar nennt SkyUtzes im Vor
seiner Clirenik unter seinen Vorgängern einen Lehrer aus Sizilien (o
ö StxtXitän;c Jt6iia«aXo() und es liegt nahe, den Johanne.^ Sikeliotes mit
dort ohne Vornamen angeführten Sizilier zu identJßKieren. Allein im Wiei
Codox ist der Name erst von einer spfitercu Hand beigefllgt, und
Werk reichte dort bis auf Theodoros Laskaris. Wenn also der Vorfa
w mit dorn Sizilier Johannes Doxopatres, der auch gern^Iezu
!anne6 Rikelioteü bezeichnet wird, zusnininonbringt. Da auch er
■>r Theodore« Laskarii« iehto. bleibt die Aniialime einer Fortsetzung
ihm nicht erspart; zudem ibt von diii-r dironogruphischen Tliätig-
Rhotor» nicht das Mindeste bekannt. Mehr Verwirrung als
mg bringt der Titel des Codex Palat. :i04. Xach dem 'Anaatxe
Xi}tjiat{aavioi x\. 9, w. hat Allatiuü den Verfasser der Clironik
:i I'atriart'licm Johanne» Glyky« (1316 — 1320) idontiGziuH; WaIz
an Johannes Kamateros, der 1204 den Patriarchenthron inne
und meinte, Johannes habe bei seiner Krhebung seinen früheren
mit Kamateros vortäuscht. In Wirkliclikeit pllogtft jedoch beim
in den MCnchstand oder bei der Erhebung zum Patriarchen nur
fniun« gcündort zu werden. Beide Ilypothoson vt^rstossen übrigens
en die Chronologie; denn wenn der Autorname Johannes Sikcliotc»
pt eine fiewähr hat., so muss man ihn doch wohl entweder mit dem
dos Skylitzcs oder mit Johannes Doxopatres gleichstellen; beide
id Ut«r aU dio zwei Patriarchen. Der Ilauptanstoss aber liegt darin,
im Codex Palat. dem späteren Patriarchen Johannes zugeteilte
[die Chronik deü Georgiott Monachos ist. E» hätte sich also der
Johannes dies«« allbekannte, in zahllosen Handschriften unter dem
d«« Gcorgios verbreitete Werk widerrechtüoh angeeignet; dagegen
aber schon die Schlussbemerkung, in der die Chronik wie in so
anderen Handschriften dem Georgios und dem Logotheten zu-
ßben wird, l^ncia versuchte den Widerspruch dadurch aufzuheben,
den bekannk-n Clironislen Georgio» MoiiAchos (s. § 147) geradezu
, Sifceliotos dw Skyützea und mit unserem Sizilier Johannes gleich-
Aber auch diese etwas überraschende LSsung der verwickelten
leruht auf unzulässigen HypolJiescn. Wenn nicht neu« Handschriften
»ringen, wird sich da» über der Chronik dos .lohannes Sikeliotes
le Dunkel Bcbwtriich aufliellen lassen. Sieher ist aber schon jetzt.
Im- Wt^nAr Tovt maa nr nun Aan KnniAn AitB Ri'I«>1inten mit Recht
m
Byzan Unlieb a Litteratargeachicht«. I. ProimUoli« Litt«ratnr.
Miirnlt S. XXIX. — Uebcr die Wiener lU vgl. Kr. KolUr. Ad P. L«BlbccÜ OOmuM
twioniin otc. RUpplemetitonun über primus. Vindobniiae I7QÜ H. ?B'2. — Ein« MW tU
nchraniiing gnb K. FOretef, De anti'iiülntibu« ot libriii mHB CmataiittOO^litAius, lUatlfl
1877 B. S. — (iennueros Qbor die Wiener Us bui HoinrLch, Wirtb uiid KrutnbaelM
o. 0. 0. -^ L'cbor die I'orBoa Aas JubBQD<« StkeliulFS vgl. Luü Allali&fl, Dtatriba fl
(Jcor^iH S. 327 «d. Paris-, und Clir. Walx. Khocorea gneci 6 (I83i) V~XI. - vM
IdentiULt den Johumiua äikeliutoH mil äeurgioA MonacJioa behauptet Dom. Oasp. Laneld
äujiru ÜiuvHiini Siculu ciuuuurarü biiautiuo del Mcolu nono, Archivio ehMioo SidltanoS
11670) 360- 38^. - Ueber di« Herkiinfl der TroiU iii d«r Wimor Ha handelt K. Patiifl
Dl« Troica des Juliannes Antioclienu^ B. Z. 4 (l»05) 33—29. — D«n Cod. Pdat- 394 IM
schreibt kun H. SteveDBon, CodioM tnss Psistini graecl biUiolboca» VaticaaM, Bifl
198.^ S. 2ö3. ■
3. Epitom« dos Kenstiintlno? Akropnliloii: In d«m ocvrabnt«o Cod. Vi»Jlj|
hial. gr. 9!) steht in einem nitch Papier. Krhrifl und ZetlenxAbl von dem emlcn Toik ^H
Codex ganz verschiedenen. olTenbiir erst nuchtrA^lich beiaebiiiidL'aan Unftchcn ein Abr^f
der römischen (ieschich tu von Aeneas bis ctrc« IS28. Doch ri-icht die «UKAhdiiM
t'^iAlilung nur bis UlS d. h. so weil als j^nttms; fOr die fol^rnde Zeit Gnd«t ajoh ■■
ein ßojtentonveneiclinis mit einzelnen bisturi^chen Bemerkimiien. das d«r VerfaMer 0^|
Schrolbtir bis auf Beine eigene Zeit (iwiBcheu 13'J3 und 1384) turifteßihti bat. Der AabH
der kleinen Clironik, itt die rtniiacbe SH{;en^i<«(-biclUe enlhftlt. xeigt enge VeriraadtKfe^
mit Konetantinus Manasses (V. U7ti-14d4: 1541; 1560—1506); die Kaiaertiten^pH
heEt«hen last nur ans Angaben, die ziemlich wörtlich aus Zonaraa entBoaunan m4, jB
Vnrfoaaor der Kpitome viird in einer von der erst«n Hand stairnnendeD üeliMBelnlA ^|
Itrosslngolhct Akropalitcs genannt ftov '.fipoioliroi' xv^av zni fttj'iilov ic/ÖJ/njB
Darunter ist wohl der Sohn des Uislorikers lieorgioa Akropolitcs, der Grosslof olljH
Konstantinns Akropolitea lU verstohen. der im Jahre 1321 noch lobt«, L*eMr Mjfl
theo logischen Werke vgl. R. 304 f. Mitteilungen nua dicacr Kpitome in den oben neaaai^B
Arheilon v. A. Heinrieb, A. Wirth (^. 38 f.) und K. Krumbacher. Vgl. E. PatS
B. Z. 4 (1803] 28. ~~ I-j'no Epitome von der Kncbnffung der Welt bis auf dl« RroU*ifl
von KoiiaUntinopel, dionngohlioh domtieorgioa AkropoliteB gehOrt. erwAhnl Kabrieiifl
Bibl. gr. ed. Huil. 7. 471. ■
159. Synopsis Satfaas. Au» d«m CVidL^x 407 der MarcusbiblioUiM
in Venedig hat K. \. Satbas eine sehr umfangreiche Svroifi^ xpvnxij VM
Üff«ntticht, die von der Erschaffung der Welt bis auf diu Wied«B
eroberung von Konstantinopel (L261) reicht. Dor Verfasser dieal
Chronik war, wie eich au» dem S<;hlu«steile ergibt, ein jüngerer Zefl
gcnosKO dee Georgios Akropolites und ein nalier Freund des PatriarclM
Arsenios; er hat ßl.to gegen da.i Knde des 13. Jalirliunderts geBcfari«b<ft^
Seinen Nnmcn veriichweigt er absichtlich: nicht aus Khrgetz und Raba|
sucht hat er seine Erzählung vorfasst und jeder mOge daher* fdr difl
Vater des Buches halten, wen er wolle. Da» Werk dieses boscheidcofl
Mannen i.4t eine Kompilation, in der allerdings nicht viel selbetiadifl
Arbeit steckt. Di« Behandlung des StoffeB ist eine sehr ungleiche: fl
gesainte älteste und ältere Geschichte bis auf Nikephoros Hotnneiates fl
auf 171 Seiten (der Ausgabe von Satlia.'t) erledigt. Darauf fulgl, dilti
ein ChrysobuU des Kaisers Alexios 1 auch äusserlich vom VorhergehendH
getrennt, die weit auäfahrlichere DareteUuug des Zeitraumes von tofl
bis 1261 (384 Seiten). Über die Quellen des Werkes ist folgendos fl
mittolt: Die jüdische und persische Geschichte bis auf die Ptolomäer wofl
auf einen chronistischen Abriss zurück, in welchem das A'^rixör fVi'tojJ
mit der hei Symeon Logothetes (bzw. Leon Qranunatikofl) und Kedröl
beofltiten Kpitome (vgl Patzig. B. Z. 3, 470 ET.) vereinigt war. In fl
Hlmischcn und byzantinischen Geschieht« erscheinen wichtige ältere Qoolfl
wio Johannes Lydos, Zosimos, voreiuzelt I'rokop, vor allem alB
Mnlnifts, dann Thcophnncs und eine unbekannte Quelle, die ufl
k zweiten Hauptteil, iler die Zeit der Komncnen, der Angeloi und
kniflchen Kaiser schildert, stimmt die Syiiopei» zuerst im Tlmteäcb-
Eltt ZofiarAs, Annn Koiiiiioiia und dem Anfange des Niketas Ako-
Qbvmn, ohiR- dtiss oiiio bt-stimmte Quelle erkennbar wäre; bald
Iä8, 9 ff.) finden wir einfach ein Exzerpt aus den swei Uaupt-
der folgenden /eit> au» 'SWtetas Akomiiiato» und Ooorgios
ilitc». In dem au» Nikutus stammenden Teile trifft man nur
Dine Zuthat dos Anon>inuB, die HchÜderung von Kappadokien
20—206, 4); häufiger sind die Zusiltze im letaten Teile, der auf
tm beruht Es sind diesotben Zusfttü«. die im Cod. Anibros. A. 202
en Te.xt des Akropolit43S eingüoiboitet sind, Auch in der stilistischen
mg de« AkropoIitcH herrscht zwisclien dem Anonymus äutba« und
Hakteur der Mailänder IlandBchiill manche Übereinstimmung. Viel-
Dd sie sogar eine und dieselbe Person, so dn-ss das Mailänder
des Akropolito» als eine Ai-t Vorai'beit des Vürfusaora der
\ za betrachten wäre. Vgl S. 287.
t Synopt^is wurde von einigen Späteren benQtzt. Man findet Spuren
in den Exzerpt«« de* Codex Vaticanus 1889. s. 14, und in jenen
I za OeorgioB Monuchos, um welche der Codex Venetue reich-
ist als der Farisinua 1708 (Ausgabe von Muralt S. 86>'> IT.).
luBgabo: Kd. K. N. Sntlina. Mea. f,f)i. 7 (\mi) 1-.550.
ilfKBiitt«!: Kinig« dürftig« Uemerkiingen in Aet Einleitung <l«v Aiiagaho von
a/iei'- ata. — Ymi (Ju^ltenfingo : Dio Besprecliungcn dei Auagabe Ton A.
fg. B. Z. 5 (lB9fl) 16S— 1S5, mid A. Kirtii.'nikov, Vii. Vr. ^{ley-'n iA2 l«.
die (Joella, «cldie die Sj-nopHJii mit Zannru» gemeinsHin hnt, hunilvlt aoht Bin-
Patxig, L'ebcr «iotgo gucllen iIcs Zornurns, H. Z. b (IBQ6) 24-53.
dem (cnnaDDlca Bando B. .iST— 61U veroireiillichle Sutlias uns «inem Codex
CoUcc« in Oxfuiit. ■. 16. «ine gniiz kiiiig.|) gehnllouc Chronik, dio in <l«r Ha
fjrpprunl bezeichnet ist. Sic orafilill di« ^TivvhiBch-tUrkiachen Kreigniis« vnn
Zeit de» KaiBi-ra Manu«] i] [t 142&) bia auf äelitn I (1&12J. Quetlw sind im
und I*hrautjiHi.
w pBwt« TmI der Einlcitimg der geuAnnti'n Ai)»g>ibo vnn Satlias (atk. C ^a/ta')
390
BrsaDtiniKlia Litte im taTgeschidita. I. Prosftiflclie Littoratar.
»Mmtliclicn Funkle moiliflzicrt werd^. Vgl. die eben angeltlkrt«! BMprc<ibiiti{;en tm
A, Ucis^iilierg und A. Kirpi£aikov.
160. Theodoros Bischof von Eyzikos (»föJ«^ o KvCfwv) ver-
eiiwBte eine Wcltchronik, die bis tiuf die Wiederoroborung KougtaiiU-
Pnt^U durch Michael Palaeologos (12t)l) reicht«. Von der £r»(ihafltuig
der Wolt bis auf Alexio» Komnenost gibt der Verfa&ser nur einen kuraen
Überblick: erst von da an wird diu ErzKliIung AUBfilhrlicher. Diese ud-
gleiche Behandlung dos Stoffes rechtfertigt Theodoros — oder «in Ilsverptor
seines Werkat? — , indem er ähnlich wie Skylitzes in »einer Vorrede onij
wiü Glykaä am Schlüsse de» dritten Buches (S. -IST, 12 — 21 ed. Bona)
und :!WAr im offenbaren Anschlüsse an die letztere Stelle Über seine Vor-
gänger auf dem Gebiete der Clironographio berichtet: rirwaxt ovr <öri>
ijf^aio ö rftäffywi R'Tv xata^oXr^i »öafiov i'wi top Ma^iiiitirov xai ifit^iniiw
sov vioti at'iov . Mf%u 8i xov rtm^yiov ö ofioXoyr^'njt &foy,<iri;( fto; XfXtvjf^i
ßaotX^tog JVixM/opm' luv änö ytvixm: Kai anv Mtxar'jX lo? 'PaYyaßi i»],'
ri^rov xai lov vtov avioö 'tiativvov toi' OoQ^vnoYfrrijtov. Uttö Ji toi-tur
TiSv ßaoiX^ior »''pjato ßniSiaQo^ « Ki-^ixav «j;^( Mixat]X jov /laXniol^YOi:
'Ano xutftßaXi^i xöttittiv i;f>^e xal oi'iu;, oi' fu'rtui. 6t fi'$ nXäto^ fypaij-i ,
Unä ii vovTWV rmv Üvq ßaaiXitn; mc t'no/itv, ty({aipfv ovio^ »t; Ttlatit;.
ijyovv öavvf üv {ifütttsav ixtivw y^äipai. Selbst bei einem ganz nngubil-
doten Krzilhior ist die UiikeimtniB der stark verbreiteten Werke dea Zo-
nai-ttö, Mauasscö und Glykas hüclist auffällig, und so müssen denn dit
Erwartungen, die man etwa an diese erst jüngst aufgetauchto Weltchronik
knüpfen möchte, auf ein geringes Mass herabgestimmt werden. Cher
dio i'erson dc'< Verfassers ist nichts Nilheros bekannt: viellciclit «b^r ist
er identisch mit dem Metropoliten von Kyzikos Theodoros Skuta-
riotos, der als einstiger Besitzer des Cod. Marc. 407 und des den The-
saurus orthodo.\iae des Niketas Akomtnatos enthaltenden <^d. Paris. 123<
(h. S. ^2 Anm. IJ bekannt ist, Zu dieser Annahme würde der Inhalt
Cod. Marc. 407, der die oben bcsprochune Synopsis Sathos üb«rIiofoi
vortrefflich »timraen. Denn auch die Synopsis wird wie die Chronik
Theodoros von Alexios Komnenos an ausfUhi lieber und reicht wie je
bis zum Jabro 1261. Nun erhebt sich sogar die Frage, ob nie
das Werk des Theodoros einfach eine Bearbeitung dor Synopa
Satlias war.
Die ü^bemslo dea W«<rk«a Lowiihrt. uioht ohn« oialg« Vurwirrimg. ia Ca
Atlious 8758 8. 16 8. 1088—1225. — V>|. dio BesclireibuDg von 8p, Lambro», '
of tbo greok mm> oii Muunt Atlioa I [I8\)b) 371.
161, Ephr&m {'Etf^aift), der Verfasser einer versiftzlerten Chronil
ist seinen LubensvEThältnissen nach unbekannt; sein Werk scheint
das Jahr 1:113 abgefasst zu sein, denn mit diesem Jahre schÜesst das
Anhang beigegebene Patriarcheuventeichnis, welches höchst wahi-sche
lieh dor Verfasser selbst bis auf seine eigene Zeit fortgefllhrt hat.
Chronik des EphrHrn behandelt in 9564 byzantinische« Trimot»!
die rttraisoh-byuantinisclie Ueschichte von Julius Caesar bis auf die Wie
ecoberuiig Konstantinopels 1261. Im Anfang ist in der einzigen bekannt
2. QMoUobtacbnlbOT and Chronutea. B. Ctaronistmi, (§§ ICO— 161) 391
Huidschrifi das Stück ausgefullcn, welche» von Julius Cae«a]', Augustuti
und TilieriuH orzSlilto. Audi dor urspriingliclio Titel ist verloren ge-
gwigen: dor üumusgobor A, Mai überschrieb das Work aus eigener Ver-
■uttung: 'E^^iftwv x<f'**'i'">^ KafvaQfc Das» HphrKin der Vorfasaer ist,
wisBMi wir aus Allntius. der die Handschrift noch vollstAiidig sah und
■e fiflcr zitiert, Die Nat^hriclttfii, welche Ephitiin über die früheren
nuttoilt, beäcUrSnketi sich meist auf mnige persönliche Züge und
.würdig« Anekdoten: das Hanpti^ewicht fällt bei jedem auf die Dar-
,g seiner Stellung zum Christentum und seiner rnttlichcn Bcschaffeuhoit.
r Kaiaorbiograpliio wird aU Titel der Name des Kaiser» und die
iwiticr Rogicniiigsjahre vorausgescliickt. So erscheint das Ganze als
tm versi fixierter Kaiserkalender von christlich-erbaulichor
endenz. Der ernte Kaiser, welcher ausfilhrlicher und mit grösserer
nahinc behandelt wird, ist iiaUlrlich Konstantia der Urosse:
Oaiiif üm'Ktair tvotfhär tuiXintirot
Hol j'(i(afaitn(p(i>r KgainQoif nQXijyittit,
niiiätr^i ifiai^i rtoififräfjc'"'' oi-röäoi;
fili' ur xuAdJId' '.H'dov iiiyfia niUoy.
politische Niedergang des Iteiclics macht dorn Verfasser wonig Sorgen,
eihnograpbisclien VorsteUungen Bind ebenso verworren und
die Scheu vor barbarischen Namen noch mehr getrübt als bei anderen
tinern; unter dem Nainen der Skythen werden bei ihm alle mög-
Kcben germanischen und anderen Volker zusanimengefasst, welche das
rtmiache Reich bostUmite». Den völligen Mangel an gescbichtUcbem Über-
blick zeigt u. a. der Umstand, das» die Regierung des Justinian, über
£t er in seiner Vorlage doch mehr liütte ändcu kflnnen, in ganzen 33
Tnmn, kOnccr als die der meisten Vorgänger und Nachfolger abgethan
wird. Etwas ausführlicher wird die Erzälilung vom achten Jahrhundert
«bwirts; mehr als die Hälfte des ganzen (Jedichtcs ßllt «her ähnlich wie
in der Synopsis Satlias auf die dem Verfasser zunächst liegende Epoche
dfr Komnencn, der Angeloi und der Kaiser von Nikfia, dio mit zu-
Dttunender Ausführlichkeit geschildert wird; den Schluae bildet die Be-
athreiboDg des feierlichen Einzuges Michaels Palaeologos in das wieder-
eroberte Konstantinopel 1261. Als Anhang, gleichsam als kirchongeschiclit-
UUmm Supplement, folgt von demselben Verfavsor ein Verzeichnis der
^MBchOfe und Patriarchen von Byzanz bis auf dus Jahr 1313
^■«rs 9&65— 10392), mit der deutlichen, auf die im 5. Jahrhundert cut-
^Blndrao und schon unter Justinian ofliziell anerkannte Schriftstcllcrei dos
^PftrothooB EurDckgch enden Tendenz, den Anfang des byzantinischen Epis-
kopats in nUtgtichst frilho Zeit hinaufzurücken, so dues der Apostel Andreas
ab der Begründer desselben genannt wird. Die einzelnen Patriarchen
worisD mit wenigen Worten und noch weit einförmiger als die ersten
ifliwcheo Kaiser nach Abkunft, Charnktor, Bildung und Schicksalen be-
Trinhnrt Die ungleiche zeitliehe Ausdehnung beider Workc erklJLrt sich
Igegwungen durch die Annahme, dass der Verfasser fUr das Ge»chicht8-
walk einen natürlichen Abechloss suchte und denselben in der Wiodor-
^piatollung des rhomäLschon Itoichos fand, wilhrcnd er das Patriarchen-
392
BfiuiUnisfib« L.itt*r«tnrg«i«bfdita. I. ProMiMha LitUrKtvr.
vci-xcidiiiis aU bloK^cn Katniog naturgemlU« bis auf seino oigunc Z«n
l'oi-tfilhrte. I
Das für ein biatoriselieH Epos unpasH«ndo Versmsss, welchos M
der Aii»(le)iniing dm Gedichte.« iineiträglich wird, iini) die poc«iovoriMMHM
durch »tute Wiederholung fthnlicher Auttdrücko eintönige* Diktion macfaca
die LektUre dü8 Werkes eu einer Inngwierigeo Mülie. die nur selten dar«
eine gelungene Phrn^u oder durch ein treffendes Attribut belohnt wiiw
Sprachlich unt^recheidet sich Ephräni v»n den I^Ha-0hroni8t«n durch i»m
sehr starke Streben, der kla!<»ii«clien QräzitKl nahe zu kommen und durtfl
Verwendung idttTtilniliobci" und ztitianimengeeetzter Wörter poetiach n
^irken. Trotz »Ult Bemühungen treten aber, wie bei den meisten diesM
■pbniklaiutiziHten die Spuren der Zeit unverkennbar hervor: so finden wd
onch liier itir zuweilen mit dem Indikativ, »taiken Miütgbrauch dvs Optativn
paeitivu Anwendung medialer Vorba. Fonnon wie it'^aaa {7ii'S.i), %ilh>iM
^ ttVtuat (870t^) u. s. w. Dass der Verfasaer einea so dürftigen HacH
Werkes, desnen Hauptsorg« offenbar nicht die geschichtliche 'Freue, sondern
die VtirMiäkation eines gegebenen Stoffe» war, nicht viel Zeit auf gr&ndJ
liehe Quellenstudien verwandte, i»t natürlich. In der Thal hat Epluftiq
wie ee scheint, filr den ganzen ersten Teil bis auf den Tod des ÄlexicH
Komnenos 1118 das umfassende Geschichtswerk des Zonaraa, in welchen
er den Stoff fiir »eine Paraphrase bequem verarbeitet fand, zn timndfl
gelegt.; fUr die Zeit bis 1204 folgte er wie der Anonymus Sathas doa
Niketas Choniates, tWr den Schliisa bis 1261 dem QeorgioaAkrM
polite».
1. AusgalicMi: FA. pr. aiiti dum oinKigen bolcAiinUn Codex Vktic. 1003 Atigrla
Mni. Scriptur. vptrr. nuvii tiollDdio, loin. III (Kuirioo IVZH] pars 1. — L>iuiii>ch wipdriball
Uli BonniT Uurpua ex ruovgii' I. tiukkori, liütiriuo 1H4U, luit oiuhiu lüoilMU (iiauiBiaUwbM_
und Sacb-Iiiüex. - Wiedori.uU bei Migne, Patr. «r, 148, 1-380.
■2. Hiiraniittel: Ueb«r ilio (jucllun: F. tTirscIi, Byuntln. 8tadi«n 8. 391- i
~ Zur Metrik; J. HiIb«rK, Die VeraUobnitc des Epliramios. Wiener Studion IO(H
50-98.
S. Zum PutriurulieuviTtuichniH: V|;l. <lio Bmiterkuiig von A, Mai £>. 3St
Bonn., die iwei Veraeidinira(> , wi'lclie Lnlbaeus in Bi^irier liistoriscbon Kinlvituiig
Pariaer Cnrjiue mittelll^. und die H«ries fabuloM uad series ver«. wckbe A- Hai m
Angabe der Chronik vurnusHchiukl« [im Buimor Corpus nicht uufgeiioiiini«ii). ~ Zu da
itnt^ den Namen des llippolytus und Dorothoos, gelogeiitlicii aucb de« EpipbaDiai '
Sophronloa und KnHinns Indikopleiiste« auf uns g<>kc<nimen«n ApoalelvmWraluii'Hti'
von wnlohi^n lipsondors dts 8chrifl dno nnjcpblichen Dorolbeos wi-gcn ihrM* Nadricbl»
Qbw din (iiUndimgä^fsrbiohte düi' Kiirbn von Kpe! für die Kiitalebiingfig«M!liiiJite in
Pnlrinrchonlisleri widiti); int. vgl. K. A. I.i|iiiiu3. Die apoknphcn ApoatelgMCliicblw
Apostel legendpn 1 1 IHt^S) 19;i--207; :l 11890) 3 f.: 15.
goringfllgigM V«
di>r Hi^chOfu vun Kotn. Jurunalem, Atoinndrion, .\ntiochien und Eonatantinoptl biii cami
(der lebttonn bis xum 10. .tahrli.l bcaurii^ht (!. Urueoh. De oodiua CoUiiiiBiio l'.'D, llia
Jena 18SÖ. — Ühno KennlniH der Stürift von Uroadi edierte einen Teil demolbon
HU8 dorn Cod. Vutic Üttub. 414. n. II. Giüvntini Mureali. Un nnlioo cabilogo
de' inmnui pont«Bci iii«dila. Studi c ducumunli di eturia e diritto 1*2 (18VI| ^j— SW.
HauptAcbrift: Franc. Fiooher, De patmiehurum ConVlaotinopoliUnonun cab
Commcnt. philo], Jeneiises, vol. 3 [LipHiae 1884} '263-3S3, wo die bis jvUI bokauh
Venteichnisse hosprocben, ihre Quellen und ihr rerwandlsohaftlicli«« WrliÜtnis unt
und xwei noch iinodiert« Stücke init|[eU>ilt werden. — Als allgnineina UilfHnittel
Le Quicn. Oriuns cbiiatinmu, toni. I, Pari« 1T40. und M. J. Oedeon, I/uipinf/u
nirn*f(, KonsUulinopel. Otto Kvil 1KH0. Dnxii die Borichtignng4n von H. Gelier. B.
2 (1898) 152-154. ~ Bei Ctedeon S. S9 IT. Hu«h handAchriftliche Mitteilnngea ab«r Pati
arohenkatalage.
4. Angelo Mai vermutete, der Chronütt KplirBm sei identisch mit j«i>em Eplirln,
Bfaehtoh Uo b r«i ber nnd Cbroniaten. B. CSroBiatMi. (^ 162—163) 390
tr Sohn dM nadimnlitien I'ntriaichen JohAnnm XII (bis 1308 im Amto) von
"■chfiBorM orwRhnt wird: doch tänd tUr die*« Hypothese keine »oeitiven Beweisa
Oi* Zeit wSrdo i<limmpo; ilu^trgt'n iiiucht die Art, wie EpIirBm V. ]■.l3•^2 ff. JieOM
1 md Minea Sabu«t> KuilHakt. wenig wubraoh«inlicli, dnss es äicli hiar um winen
NBe «i^iM) Pvnon bandle.
!. Ein Qedicht Qbar den Fall und die Wiedererobening von
tinopel |7ril) politiscbe Veme) ist ohne Autorname im Cnd. Mar-
i08 fllverliefert. Die Stelle de» Titels vertreten wie in vielen
inittetgrloc]ii»c1icn Gedichten die Anfangevorae:
»71 f^Mtllc IUI' K^keair aoic 'Irxioii Jc'loj
Kmi t^Tt "Fto/taioK ratifor nw lintMS^ nn'Xir,
'Eyfii^ nii' äxc'if*""'- '^ '■' >''' fo^'^g- ftti^oif.
rMSvr, der «ich auf Niketaü Akominato-t bonift, neben ihm
:h don Georgien Akropolitcüi benutzt, erzSiiIt die Einnahme
t im Jahre 1204, die Wiedöroroberung im Jahre 1201 und die
BD Ereigniese unter Michael Vllf bis zum Uegierungnantntte dos
;o« l'ala^'olopoa (1282). In den letzten Veraen ncnut er nU Zeit
«»UDg seines Werke» da.'« Jahr 1392. bemerkt, dae« die Palaco-
[unebr 131 Jahre den KaiBorthron boMtKon. und schliefst mit dem
i, Christus möge ihnen in die fernste Zukunft Sieg verleihen,
»riftche Wert des Gediclites ist gering; doch gewährt es ats Stim-
d lntere«Be.
Lnsgkben: Zncmt ndicrl« «inige Partien (im annien 340 Vcrset I. llckknr,
d bM. Abb. d- Bnrl. Ak. \U\ 8. 4S -68. - Dbo gante Gedicht ed. pr. J. A.
BadltrcbM bistoriques nur In prwdjinut^ friuivoitip de Uorec 2 (lt$lS| 33^—367.
VArBlMÜMht« da« Gedicht obn« KvrnlrjL« von IJuclions Aungalio J. MUllcr,
cbe Aniloktrn. KitiiiiiKsber. Wien. Ak '.i ll^.V2» 3;!a- 410 (uebat einit^en bytun-
L'rkundun and Guldbiülen). -- Kine drille AuaicAbe (mit «inifcen Verbeiiauriini!«n
lanlM') rctaiiatitl(«t« II«tliior in dem uioinaU nUH);L'guben«n Bunde: MonumetiU
t. vol 3CXI 1 8. 470-542 — Kndlich e<), «in .StQck E. Miller im Rei'ucil des
fttt» Att «otsadee I (Paris l$?ö} 2, il47 ff. ir«hl«rbaft nach Uuobun obo«
MB der Ausgabe Maliers).
lllfamitt«!; C. Neumann. Grieclitsclic Oüscbioliiaobreiber und ÜeacbioliU-
12. Jakrb.. Uipiig 188ä S. 105.
L Hichafll Panaretoa {Mixai^X ü l/aväffttof) hinterliess eine ganz
ich gehaltene (Chronik des Kaisertum.^ Trapezunt. welche
v»n 1204 -1-126 umfasxt: //»pi iwi- i(s T(iunt!^oi' viug ßttaiXiittr,
äXiey A'ff/i rt;i«üi', onwi xa'i .'rot* xct! nöoitr inaetoi ißunikivotv,
ift hat trotz ihrer Qblen Form und ihres dilrfügeu Inlialtes ein
M IntereftBe aU Ergänzung der s|)är1ichen Nachrichten Über jene
digp. durch Fallmerayer aufgehellte imtl beviUuut gewordene poli-
-Qndung im inneren Winkel der schwarzen Meeres, die ^ich aucli
■ Wiederherstellung des oströmischen Reiches lange erhielt und
ir dem Anprall der tdrkisclien Heere zusammenbrach. Der Ver-
richtet über die letzten Ereignisse als Zeitgenosse und lehte dem-
der ernten Hftiftc dos 15. Jahrhunderte. Ale gewiss darf
lenommen werden, dass er selbst Trapozuntier war; dagegen vei"-
ir nicht zu bestimmen, ob er verwandt ist mit jenem Theodoros
oa, welchem eine unedierte Urkunde (Acta et diplomata
ri edd. Fr. Mikloeich et Jos. Müller 2 (1862) IM) die V
ta ßraecn ■
orwaltung I
»91
BfMottaiBch« Litl«r*tnrgMcltiobt«. 1. ProMiacbe LitteratBr.
d«r patriarchnUochi'U Kecbtu io Trapczurit und atulvrcu Kirebcn de» Orients
verleiht
1. Ausgab«!!: TA. m. L. Fr. Tafel &ls AnbanKiu: EusüiUiii HMrapoIiUe TIimh-
loniconsis upuBculu etc.. rrancofurii ad MoHtiiini ISiBÜ S. 362—870, — Wiedoriiott nM
deutscher UuberntUung und wertvollen Anmerhungeti von Pk. FallraerAy«t, "-' — *
bayor. Ak. 8. CUmg. 4. BfenJ, 2. Abteil. 1844.
2. Htlfsmitlol: ftuiclilicli voiwciiet ist Panarctoe jn ier i»»u«n Auag»b« mo Lt
Bcau. Uintuiri' ilu bua-etupii«, und dorlmibst i 30 (1S3G} 4S2-509 von Broa»«t fnn>
tOaitiuU Ubürsi-Itt — Sonahgea Hateritil nr QMoliloht« von TniMniiit v«rSffeatbcl>l« Ph
t'allmvrayer. Abhandl. %i>r. Ak. 3. Cl.. 9. Bd., S. Abt. im. — Vsl. Pb. Fall-
murayer, ticAchicM^- dos Kai^frliiiinm von Trapi'xunt, Mancboo 1827, Pb. Falliaerajar.
riegmeuto hus dem Orient ' S. 295 f.. und die f^kicD von W. Piacher, Trap«wuit nl
seine Bedeutniix in dor tioschichtc, ZpiUclirift fUr iiUgemcJtio U««chicfat« 3 (Stattcait 188t)
18-89.
3. Kinige nuf din Ilnilii;cnKC]icbichto von Trupexunt bMQgliclM) SchnBu.
di<> im Cod. S5 drr Bibliathrk in ChiilKi •^rhollt.'u sinil. u. a ein Mnrtirriuni dVr HU, Ed^möm^
Kanidios. VulunanoH tuid Ac|iiiluii von dum PulriurcheD Juliancii-n Xipbilinoa. cnrlhol
['. Bexobraxov, Ualuriali«n xur (iesubiubl« doti bjriai)tuiiHuh«[i Kaiiterrcicbc«, Joarn. T
18Ö7 Bd 254 Novunibnr S. 7ö.
164. EomneQOB und ProMos {lio/iii]r6; »at F/^öxloi). Unter
Namen il/iz«»;^ imöir^^ loi' Jovitöf ist ein ganz kleines Fragment eil
angeblichen Geschiclite von Upirus herauftgegeben ; diese» Fritgnieiit
nicbU nudereu aIs eine univertialliiston.'tcbc Übei'i^cbt, wvichu faut wQi
mit der Eiuliütmig dt-r Gescbicbtu des Dukas {vgl. S. 305 ff.) übereil _
Ka i»t daher höchst, wahrscheinlich, dasa dieser mysteritise .Michael, Enkel
des Dukas" mit dem uns wohlbtitkannten tieachicbt^cbreibcr Dukas idcnti<di
ist; domi jVnctr Duko» ist ein Enkel eines Michael Dukas, und von einon
zweiten Historiker Dukas h-isblii wir absolut nichts. Der Käme g«rie4
Wühl auf den Titel der verlorenen Geschichte von Epii-us, weil der Vtf-
fas8er oder oin Abschreiber die Einleitung aus dem Werke Ans Dukas
fast nnverändert horUboinalim, um daran seine Geschichte von Epinis n
Bchtiesson. Diese« kleine Stück edierte zueri^t PouquevÜle, Voyage dam
la Or^oe, tom. 5 (1821) 200—210, und nach ihm Bekker mit der (einii
an Mfirtin Crusius und Älter odiert«n) Historia politica et patri-
BVohica Constantinopoleos. BonnHO 1849 S. 207 f. In demselbeo
Bande gab Bekker S. 209— 27ö ebenfalls nach Pouqueville a. a. 0. einig»
»mfangi'eichere, teil« auf die mittelalterliche Oeschichte von Kpirus. t«ili J
nuf die türkische Geschichte (bia ins 18. Jahrh.) bezflgliche ChronikM- n
fragmenle, die or allo unter dem Titel Epirotica Kusamnicnfasflte. Du
zweite dieser Fragmente, betitelt: 'Imo^ia I/Qnlovfinov xai aXiuf Sin^öfit
jlianvioiy liäv Imarviriav ärrti rijt älniaftot avtair napii tmv 2Vp^ait- jin; '
ff^i na^dOrio&Mc «V rovc TovQxovi. ist nur ein Sttlck eines vollsUlndigoren, ^^
schon frühor herausgegebenen, Bekker aber unbekannt gcblivbonon WerkeJ. |
nlUnlich der Chronik de« Komnonos und Proklo». Vielleicht und |
diese zwei wohl dem 15. Jahrhundert angehörigen Autoren auch di» I
wahren Verfasser jener oben erwähnten Geschichte von Kpirus, a ,
welcher ein Abschreibor dann jene univerBalhistoricho Cbcrsicht gofllst
haben mag.
I. Auagabon: Dm rnllstAndige Werk do* Konmona* und Proklos edierte miA
A. MuBluxyd«» im 'WJi.,^o/i^.j><u^ 1845-47 S, 407—579 (Kr. 8-10). — Nach ibn intim-
holte es Gabriol Di»Blunjii untrr dnm Titel: 'laioQtxär Ko/itripioC ^ocnj'or vni ttfJtlM
/lOrngOD Httfi Jtatfö^uiy ffionatui' lijt 'HrttiQov, Potenburg 1858 (mit TttMiwbsr DabS*
J
S. a«Kbtcbtaclir»ib«r
Eranisteu. B. Cbroaist«n.
t«1-l
•rfnag und KvBunralU'). — Docb aiiti beidv Ausgnbrn «o sdIUio, dant der vollatJindige
KcouMiM und Proktoe wohl d«Q meiKtoo äulchrlea unxugangliob blaibon.
2. Uilfiitiiittol: Cb. Hopf. Cbruniqn es (jn^co- Romane», Berlin ISTÜ, woS. XXXI f.
■Os Kai di« Epiroticji bBcflgticben bibliot^r^bischon TliBÜmcbfn und S. 2't9 ~'2S^ Varianten
imi EiD«Bdati«tt«a zam zvrtütm Vn^tai mitgeteilt sind. — P. Arnbuntinoa. X(/ayo~
jft^a t^t 'Uaiifmv (2 voll. Athen IÖ66— QT) toI. ! Oe<">i{itov S. X f.. wo nuali cino Auit-
pbe d«« KoBiMiMS und Prukliw ,vriS tov xv^ilnv Ainäroi iiii 1S3I fr iiri (!?) ntQioituM'
FTvftliut ist und veraclited«n0 Anicabvii Ubvr iliu L't^biM'tiorcruug des KoiinicnuH und Protcloti
u» der liokaJtndilioB fMimmoll sind, ~ Dio iin IT. Jaluh. ub^cfamtu. untjemeia dtirftlse
^broBik von Argjrrokkstron* {Xforixir .liitiiiiiiJo!\ ed. mit «iii«m Kommentar Atli.
^tridi«. .itMXXijviiu} 'jt^XixtM IS (IST!) I— r<4. — Kin« n»uu krilisi-hL' Ausgabe dieser
«ic« nad bonöndMs dm Komiieno« nnd Proklos mit einer üntersaGhunK der Autor-
Et Wim eine dankbare Au/gabn ftir «inM in Janina lelienden nnd mit der epiraliach-
lacfaen (!oachi«kt« vertranton itricohnn.
ms. ChronikenauszUge, geschichtliche Tabellen and VerwandteB.
Scbon im Viirst«h«iideii üinil molireie Werkt* ciwühut woidcii, die t^utweder
JarchAus oder wemgsleiis auf iUiigi'io StrockoD den CbarakUT hiHtorLächor
Exzerpte und Tabellen an i^ii-h tragen, wie die Oaterchronik, das Xforo-
jfKiftiov ai'-rfoiiov des Nikephoros, der Abris« de» Joe! u. a. Eine ganze
Btilie ihnlicher Ahri^e i^ind unu olme Auturnauien. bald mit allgcmcinon
1}lenclirift«n wie 'Enifofttj, 'Ex^oyt; u. «. w., bald auch ohne ii-gend einen
ntol aburliefert. Da sie meist nur aus kurzen Notizen, Namen und Zaldcn
iaalefaen, k^mnen sie nicht at» Litteraturwerke gelten und bc-Hnsprucben
ktiae spezielle Darstellung; doch dflrfen »lo wegen ihres zuweilen sehr ei*-
ItMidien stnlTlichen Werte» und wogen ihios engen Zusammenhanges mit
In gröftseren Clironiken und Gesdiichtswerken nicht ganz übergangen
Vtnlen. Im Folgenden sollen die wichtigsten dieser nach Herkunft und
Wert sehr verschiedenen Cteschicht^kompendicn kurz aufgezählt werden;
wf eine genauere Beschreibung und Sielitung derselben, dio nur im Zu-
MBUkeDhange einer nusfiihrlichen Untersuchung und auf Grund voIUtän-
figar Äuitgnbon getichehen ki)nnte, wird verzichtet.
1. An der Spitxc steht der inneren Bedeutung nach wohl äie'ExXoyij
iarofiaür ilw Cod. Pari». 864, ein chronologischer Abrisa, der ursprttng-
kub der Cbcrschrift zufolge bis aaf Kaiser Anastasios I reichte, jetzt aber
•dum mit Oziax abbricht; die Redaktion de.«! Ood. Paris, fällt nach einer
rilgaacbalt^ten Zeitbestimmung in die Kegiening Kaiser ßusilius' I. pjine
Redaktion der Ekloge, welche die Vorrede mit dem Pariser Frag-
gemvinsam hat und bis 1118 reicht, steht im Cod. Vindob. theol. 133.
Dan Park«/ Fragment ed. J. A. Cramer, An. Purin. 2 Ü^^O) 166 '230. — Die
WitMr Badaktion ed. A. Wirth. Aus orienttLliachen Chroniken. Fnmkfurt 18M S. 3— 34.
V«tMaeniiffMi au d«ai von Wirth yebotenüu Texte gnh K. Krumbaoher, B.Z.8(1884)
m~617. - V^. IL GelE«r, Sextus Juliua AirivauuH II 1 (18ä^) 29a-31&.
2. .Eclogarius Casaaboni.' Speziell fUr dio Herstellung des
ÜBsebio« ist von gröastcr Wichtigkeit ein anonymer byzantinischer Auszug,
Öer von Casaubonua dem äcaliger fUr seinen Tliesaurus tempomm
fLogduni Bat. 1606) mitgeteilt wurde (daher die vorstehende Bezeichnung).
K«ch Scaligera Publikation blieb die Handschrift dieses Auszugs ver-
■cbollcn. Brxi J. A. ('ranier fand ilm wieder im Cod. Paris. 2600 und
td. den Text abermals, aber ziemlich fehlerlrnft, An. Paris. 2 (1839) 115
bb 1(S3. — Den auf Eusebios bezüglichen Teil ed. mit Hilfe einer von
a9<;
Bfiantinische Litt«ratargeBcbicht«. L Prosaische Litteratiir.
P. <)o Lagarde angefcH igten Kollation vorti'ofllich A. ScliJla«, l^^l
chronicoruni libri duo. Vol. 1, Berlin 1875, ^|
3. Das X^QvoyQuytior eirvioftov, eine fSlschüch dem Eusebi^l
zugeflchriebene, nur in r-injislnen Teilen wertvolle Kompilation, die im
Jalire 854 auf Urund cin«r Quelle aunt der Zeit des Nikophoros P. fw>
aoataltot worden iät. Von den späteren Chroniaton hat, wie os Mheiijl
Ijmir Ps©udo-Polydeuke§ aiis ihr geschöpft.
V £<l. A. Mui. Scriutoruiii vdt«nuo onva collect io I2(182.'>) 1—89. — Ed. A.ScUs».
F(»ohiii« 1 (I^''^) APP' °- 64 10-- I^B SchSna die einiiKe behnnnte Hs, aiu dar A. Mii
das Wfirk KesoKon Iiatlo. niclit «ufiufindoo rormacht*, «o kennt« er nur die Anquh tm
A. Mai wiederholen. Kret von R^itionntdn ist dto Hu. Cod. Vntic. gr. 2210, s. 10, «j»'
niild«okt worden, R. ttcili? nstein, Zu Ku-icbius. IIcimoM 23 (IflSSj 148. — Vgl I
Ccixor, Seitu« Jutiiis AfricJini» II 1 S. 329-84.1.
+. Das Xfovixitv tTtito/tov des Cod. Vindoh. Üicol. gr. 40 (Ne
eine kurze, durch profangeüchichtliche Angaben wichtige Chronik tod Ad
bis auf Johannes Komnonos,
Vgl. tl. U?lx«r, Sextus Jii)iu> Afrioanus II 1 8. S45~3&7. Di* dortodM S. :
luigekQndigto Aufgabe von P. Kloho x*t nioht erschionnn.
5. Xförmv fiffif^ßr/vii xal ö/nif. eine chronologiBohe Tabelle aus«
Zeit Michaels Dl (842—867).
Kdiert fiinrh Stnliger) im Chronicou PascliHle ud. Bonn, tl "8—87. — Vgl. H. Qah
Snxtus Jiiliii» Arricimus II I 6. 8:S8~S90. Ebenda S. 39t-39S werden nocU einige :
klein« 1'abelleu besjitot-'hvu.
(!. Der »«oguiiannle Bnrbarus Scaligori, die barharischo latcin
ÜborsotKung einer unter Kaiser Zone oder Aiiastasio» ontetandenen pifl
vhischen Weltchronik,
1. Auagabeu: Ed. (uudi Sotliger) A. SckOno, Euaebiua 1 (IST1>) npp. S. ITT-l .
Einen ToiI dt« (iriechiBuben Uilvxtes rekünslruierte 0. Anag^noslopuloa. IU<il t^c iiaf
MK^c iniia/4ii( rot llitfißiiifiiv, Jena 18*4. — Da« gante Werk eil. mit vuI]6Uindii:t'r Kr*
ehiHcher HHcklibcrsetiiuig C. Frick. Cliionica minora I (1892) 184—371. — Ui» iiiJI ift
,ybur goncrRtinniH' iich deckoodon l'aitien «d, Tb. Mommaen, HoDumunla aflnii«nM
liiHl., AuctorpB «nti^ufssimi IX 1 (181)1-1892) Ol ff,, 212 ft.
2. Hilfsmittel; H, finlior a. ». 0, 8. 310-329, und Zeilaclr, (. wi«, Tlijol,
(1883) .']00 fr. - ,lnh. Jns. Iloevolor, Uio Kxcerpln ktinn Barbari. Fesl«chrift der 43. Va
suinmliing dDuIachcr Philolngcn und Sjcbiilinanner dargeboten von don höheren Lchr«nitjiU
Killns. Bonn IS9& S. 1!).5-2U.
7. Die BrilEseler Synopsis, eine aummarische Übersicht der rön
sehen Geschichte von Juliii» Cüsar bii< auf Koniano» 111 (1028 — 1033|,
einzelne wichtige, son^-t nicht überlieferte Notieeu. z. B. eine genaue
ticning des ernten Angrifiee der Russen auf Konstantinopel (im Jahre SSlJ
enthält.
Ana Cod. Ünixoll. I13T6 ei. Fr. Cumont, Aneodota Bnuellenua. I. (•
dl« Iravaii.x irublii'« pnr In fnpultö de philosopbie et luttiM, 9' foscirult') (Und ISW.
7.a der orwILlLnlon Dulicning v)cl. V. Vaailjevskij. Vit. Vr. 1 (18941 231^ f. - 0,
Uoor, Dur AugiilT Aet Kbua auf Uysauc, B. Z. 4 (18ÜÖ) 44Ö -46G.
8. Bruchstücke einer kon»taDtinopolitani»ch«D Kaiser- nB
Stsdtchronik stecken wohl in den Exzerpten bei U, Valesiua,
tloriti «p. Cyri et Evagrü schol. et«, hiat. eccles-, Amsterdam 1C95 S. S67I
und .). A. Oramer, An. Par. 2 (1839) 111. 32 ff.
Einnn ILbnlichon (^horaktKr trlLgt dar Miyvi /poro^pa^of, ron dem Stücke aa '
Hand d«» L'od, Vatic. der Oatcrchronik geschrivbun sind, VornÄvntlitlit von A. Freaa
Beltrftg« cur antiocheiuaohen und konstnntinopolitaniaehen StAdIchronik, Dilta., Jena 18
9. Ein Xqovixäv ftf^txw'i- von Adam bia auf Alextca Komn«Dos
9. Oenchiclitaelireibar ssd Obroal
1»)
397
Bl der Cod. Vindob. theol. 244 (Nenne)). Auttxflge aus demselben ed.
"Wirth, Chrowogniphisohe Spfint-, Frankfurt 1894 S. 48—51. Ebcuda
ijl— 88 gibtWirth SBlilmtho, über meist ganz kurze Auszüge aus ähn-
licheo Abrissen in den Codd. Marc. XI :tl, Vindob. med. 8, Vindob.
bist 35. Vatie. 197 {eine .i^ra wntpr dem Namen des Photfiinos und
Kyrillo«). Paris. 1775, 1783, 13.>.. 1154, 17S4, Vatic-. 573. Venotu»
U90. Pal at. {Heidelberg) 356, Vindob. thool. 304, 277, 153. Laur. 59,31.
- Ganz dfirftige chronologisdio Notizen von 1188 — 1516. die am Schlüsse
4tt Cod. Paris. 1711 von später Hand zugefügt sind. ed. G. M. Thoman,
Dite storico-cronologiche Bizantine, Rivista di filologia 2 (1874) 495—497.
- Eine Liste der orthodoxen und liSretisehen Kaiser ed. aus Cod. Bodl.
flark. II'' J. A. Cramer, An. Oxon. 4 (1837) 249 f.
lu. Zalilreiche Cbronlkenauszüge und chranologisdie Tabellen, die
lilfig bis in die TUrkenzeit fortgesetzt sind, nihen noch iinbeacbtet und
I ntdiert im Staube der Bibliotbeken. Zur Ericich tenmg filr einen kilnf-
ÜgRi Bearbeiter dioaes weit zerstreuten Materiiil» notiere ich einige Iland-
KlirifteD. die mir gelegentlich aufgeatossen sind, bemerke aber auadrilck-
Keh, daas ich weder systematisch gesammelt noch den Vorsuch einer
Qusifizierung gemacht habe ; die Handsctiriften werden einfach alpha-
nach den Bibliotbeken geordnet aufgezählt:
1. Cod. Barbor. in 1 (türkische Geschicht^j von 1373—1512).
?. Bodl. Barocc. 25 fol. 283— 24:i (kleine kirchliche Chronik, in
Icber auch Ober Suocession und Absetzung der Patriarchen gehandelt wird).
.V. Escur. Y. I. 3 (AusEUg der Kaiaergescbichto von Gullionus bis
Michael III: vgl. den Katalog von E. Miller S. 201).
4. Lugd. ßß fol. 1 — 18 (C'hronologia imperatorum).
5. Matrit 72 fol. 140—176 (Weltchronik von Adam bis auf Kon-
itaiiUn IX Paloeologofl: vgl. den Katalog von Iriarte 8. 265 f.).
£. Hosq. Syn. 40ti s. 12 fol. 2UM f. (Chronologie von Adam bis auf
iiexim Komnenos; vgl. den Katalog von Vladimir S. 605).
7. Uut. in. D. 3 (ausser Zonaros Kataloge der Kaiser und Kaiserinnen,
der Patriarchen u. s. w.).
ff. Neupol. II. A, 12 fol. 102' — 110' (ein XfiorayQatfttov von Adam
U» aaf Itomanos Lakapenos).
U, Patm. 132 (Chronographie von Adam bis auf Komulus und
imm).
UK Patm. 286 (Clironologische Übersicht von Konstantin dem Orosseii
W zum Ende des 16. Jahrhunderts).
tl. Patm. 287 (Geschichte der Osmanen bis auf Selim 11 nebst einer
fiMckicbte der Patriaichcn).
W. Taur. 167 (jetzt G. VI. 20) (Chronologie der Paläologcn und der
Uriüachen Sultane).
13. Taur. 281 (jetxt B. VI. lÜ) fol. 9-26 (Dürftige vwIgUrgiit-
chikche Chronik von Tbi-odosios II bii^ auf Johannes Komnenos.
fl4. Vatic. 162 fol 72 ( A'^oroj'^yi'« etc.).
tS. Vatic Pal. 369 fol. 137—151" (Kurze Chronik von Somiramis
auf Jobaiincs PaUieologos; vgl. den Katalog von Stevenson S. 238).
I&
398
Byzuitliitaelift IdtterKtnrgescbicbt«. I. Pros^Mhe Lltt«ffttaf.
I
10. Viiidoli. Lhßol. ö8 (Nessel) fol. 142 f. (C1ironologi»clie Übembt
von Adam l>is auf ]0'2G).
17. Vindob. theol. 261 (Nessel) fol. 261—275 (Vulgärgriechisclie
Chronik der tQrkiftolmn Öultano bis 1566).
JS. Yiiidob. pbil. 219 (Kettgel) fol 1U8'— 111' (Chronologisclie TftM«
von Adam bia zum Jahre 120-1).
11. Eine genauere Sichtung verdienten auch die in zahllosen nuid-
scliriftcn vorkommenden Veriteichnisge der Synoden. Ein Lehr-
gedicht Dbor dio Synoden vorftisKtc Michael iWlos. Eine Prosawh
über die Synoden geht unter dem Namen de» Ncilo» Diaäsorinos; '
den dioiflom Autor gewidmeten Paragraphen. Ein älinlielies Werk st
unter dem Namon einea HiUrion im Cod. Harl. 5607. Der Verfasser
%'ie1loicht mit dem üilunon identisdi. den Fabricius, Bibl. gr. ed.
11, -159 erwähnt. Einige Synodenverzeichnisse ed. P, Harduin, Ac
conciliorum .1 (1714) 14(i3— 147H.
12. Endlich sei hier die »ogonannti" historische Palaca crvähn
ein durch allerlei apokryphe und volkstOmlicho Zusit«© erweiterter Au
aus dem iilten TcetAmout, der in den slavischen Litteraturen eine
Rolle spielt, in griechischen Handschriften aber aiemlich selten zu
scheint. Einen griechischen Text ediorte aus dem Cod. Vindob. tl
247 iNejiBel) mit Beiziehung des Vatic. Ottob. 205 A. Vassiliov, Ai
dota graeco-byzantina 1 (1893) 188—292. Vgl. S. XLU—LM. Aiiswp
dem erwähnt Vassiliev S. L f. den Cod. Marc. U üül a. 12 und
Cod. Vindob. bist. 119 s. 15—16, wo eine Palaoa dem Psollos
schrieben wird. Dazu kommt noch der Cod. Vallicell. F. 68 fol 11
bis 207'. Er enthält uur einen verkürzten Text, dessen Titel und
tauten: X^orixih' ai'vjofiov e» loü TiaXaiov . Ua^äfi (so) ^yivrr^atv vU
Zai CliBrahlcrislik der wirlitigeten Elilugen iiod Tabellen dient H. Gelser,
JulJuH Africanns II 1 (188&I. — Einiges bei A. Wirtli, Ana orienUlisrJien Chnniki
l<'rBiikfuH 1^94 (nur mit Ktfiestor Vomiclit tu bentltieni vftl oben S. '226). — Ktn» SuMn*
nuBguli* der lijxjuitinisclion .Clironica minor«' wird vorbereitet Ton Sp. P, l,timft«
Ea ist tu wtlniieben. äass er sich niplit Mir die unediorten Sachen bescbrftnke. eond
«ine durch tinnituigkcit. Vi)l!stlln<tißk«it und Ut-bcraiclitlichkeit aiisgczoicbnete Siiininti
auwobl der gedruckten Kklogen nls dca nnch ungednioklen Mnteriaü vorlego.
Itj6. Unedierte und verlorene oder verschollene Cfaroniken. ünt
den Chroniken, die noch der VerüfVentitchung harren, ist die wichtig
die des Skylitaes; vgl. S. 368, — Von Wichtigkeit fOr die Qiielk
forschung wfire dio Hcrnii^gabe der groi>scn anonymen Clironik de» C
Paris. 1712, in der eine Iluuptvorl&go des Kedrenos erkannt wonlen
— Im Cod. Coislinianus 229, b. 10—12. fol. 158—203, der sich jetat
der Universitätsbibliothek zu Moskau befindet, und in einem Cod. Drei
donsis steht unter dem Namen dos Petrus Alcxandrinus eine ilur
Benützung guter alter Quellen wichtige Chronik, die von Adam bis
das Jahr 912 n. Chr. reicht. Im Coisl lautet die Überschrift; W»(
'Adäft J'wf riv, im Drcsd.: Uttpov öft&o^ö^ov x^^'oy^ci^^a iv avttöfup
Uitifi i'mi t^( ßaaiXe/ai Kioratattiiav tof rr»f^*foü Eipijvr^i. Eine A«
dieser Chronik wird vorbereitet von Ed. Thräroer. Einen vorl&ufij
Bericht gab er in der Beilage zur MUnchener Allgemeinen Zeitung vi
9. QMoliiohUchrtibei und Cbronbt«!).
999
l^WT 1892 S. 3. Vgl. A. Wirlli. Aus oriciitaHscIieii Chroniken
BÄviiI. Noch zu bostimmon ist nach Clmrukter und Üehalt die um-
Keieb« Chronik im Cod. Mosc|. Syn. lo" (VlaJimir), s. I«, fol. 1—250,
Kon der EnichalTung der \\»t bis auf Manuel Knmnciioa reicht: fol.
1^286 folgt noch eine Korti«otzung bis in die TUrkenxvit.
Einig« wahrscheinlich verlorene Chronisten nennt Skylitjses in
r Vorrede seines Werkea. Vgl. oben S. 367. Von dem dort erwähnten
inw) wissen wir, dass «r die Tliaten des Johtinnc» Kiirktitu^. di's bc-
ItBtm Feldhon'n unter Komanos 1, in 8 BOchcrn bc>»chricbi<n hat. Der
iB Skylitzcs genannte Theodoros Daphnopates ist wahrscheinlich Vcr-
Mer des letitten Teiles der Fortsetznng des Theophane-i d. h. der Gc-
bichte des Konstantinos Forphyrogennetns und Romano»' II; vgl. oben
$48 und den Taragraplien .Thoodoros Daphnopatos^ im Abschnitte
Bi*lorik'. Mehrürc dor von Skylitzos gonanolon Autoreu wie Nike-
i»TOB der Phrygier. Theodoros von Side und sein Neffe Theo-
iroB Ton Sebasteia, Demotrios von Kyzikos und der Mönch
rnC8 der Lydcr sind uns unbekannt, Von Denietrios von Kyzikoo
sdch vermuten, dnes er identisch sei mit jonem Metropoliten
trios von Kyzikos. an den der Dichter Christophoros von Mytilene
LlVo«tgedioht wegen seiner Podagra richtete.') Doch ist damit wenig
kineo, da wir auch von diesem Podagri.iten nichts Näheres wisäeu.
1. Chronik du* Cod. PnriM. 1713; Der Alisclmill von Leo dem Ann«ni«r bis
■ ScUuMB« nt unter il«ro Namen dca SjrmeoD Luuolliclt>a ediert; b. S. SGL — Ueber
■ |nx*n anlrn Teil bia zur Kuiseraeit bericbtetv H. Ütlzur. SrxtuH Julius Arricaniu
IfMK) 8&T-3g4; vgl. ebeuila I (IfSOj 08. — Einige Notizen vuu ¥,. Potzlg. U.Z.
(IM) n f — K- Prirhler. Di» r&niische KutB^rgesi-liiobte bis «uf Diuktotinn im
i. PuM 1712 und im Cod. Valic. 1G3. B. Z. 5 (1896) (wird detnnndist vraL-bL'incn).
2. Künterc and läne^e Proben ans nnediorlon Chriiniknn verarhiedMier Art, die in
iCodd Mirc. Gl. II 261; Cl. VU Ifi. 17, 18. 20, 22 niifbowahrt sind, ed. 1. ßokkor.
Ak. l&ll S. 4l-~$i. — EhiJKo weitere Mitteilungen nun V^nexianer Usa gnb
liier. UyxaDtHiiBch» AnsloktNi. Sitnngsber. Wiea. Ak. 9 (1852) S36-41» (das
< tnrtliBl» Qfdicbt. Brinfo nnd Urkunden).
Vtneidiniii un^diort« Chronisten gab Fnbriciu», Bibl. gr. ed. Huri. VlI
Oatfr Bahrorm bekannten StUekcn erwlilmt er ein« von dor ifehApfung bis nuf
Dukwi reirbendf, in dor Vulglnprnchn nb^tefnaHl« Chronik des iiymonn SvlL.
PatriaTctmt ta Kprl bcfnnd. — Vurlorenn Cbrunisltn nennt A. Wirlh, Aus
Cbronikvn .S. 25.i f. l.loidor ohne nlliers Angaben und Bi'legatelicn).
1A7. Ynlgftrgriechische Cbroniken, Paraphrasen. Chroniken ans
» Tflrkeazeit. Auf die in der griechischon Volkssprache abgefasstcn
iromken und Paniphraeen ist im altgemeinen nchoii 8. 221 hingewtcmcu
id melirere Werke dieser Art sind in der Spczialdnr!*teUung dor Historiker
id ChrouBten genannt worden; vgl. S. 278; 285; 808; 346; 355; 377; 379.
Proben von Vulgärchroniken in Venezianer Handschriften gibt
", Abb. Borl. Ak. 18-H S. 41 — 65. Über die dort exzerpierten
Marc. VII 18 und 20 vgl auch E. Patzig. Johannes Antiocbenug
Malala«, I*rogr.. Leipzig 1892 S. 1 und 10 f.
xieralich dOrftigy Chronik in der Volkssprache von Christi
bis auf Konstantin Palaeotogos enthBlt der Cod. Marc^ VII 43
fol. 1—135. Überschrift und Anfang lauten: '-*p/r; at<r ätip äyi'f
■*) V«ni di Crwloforo Palriii» eil. Ant Rocchi, Rom ISST S. 27.
4(H)
ByunUiiisolie Li t berat argeBobiehte. I. ProsAiaehe Litt«rfttaf.
■ Uli j^fovoYgriif'Ov tiffi^ofitvai' änü Xijiatuv ytvvt'fltioi YS^'f""' ('^) ttri fiftlU
jL*ti tuet' ovitfia t'oti tii »»;r ßattiXtiav KuvatavfiroP roi IlttXaiolojrov fjtfl
xai rä nnii^tt ti;{ 'Ayiai Soifia^. Eis ftot'( fr«'vi» x'^''^*'> ntiiumaiM IH
XQÖroi tinö xu'anat x6a/mv *'/*i'i'iy.'/f;i- » nv^oi f;^wr 'hjaovi X^trtäi t*s t^M
aa^tivta dim 2t">>'ot>$ <>;$ ßaeiXffag Ai'yovaiov Km'aa^o;- IHe Erzäliluii{{ fl
voll der grühHtoii ti-riünivr; nach <iit)»öm Autor Iifttt«» die Lateiner ulfl
1204 nur kurzu Zc-il in Konslatitinopel g«herr»cLt und bald wAren jhiifl
wieder griechische Kaiser gefolgt wie Theodoroe La^karis, JohaimiM Dukfl
Batatzes u. s. w. H
Zur Gruppe der ParaphrtMon gohiJrt u. a. auch die dironik S
Cod. Taur. 226 (jetitl B. IV. 4|, der eine, wie es »chfiut, auit TlifophaiJ
und Zonuras sttiDiinende Kompilation in einer einfacheren Diktion entiilH
Vgl. B. 7.. i (189.'>) Til». Ein ähnlichem Machwerk Hchoint im Cod. Berd
Phillipp. 1K34 s. 16 eu ettecken; vgl. die Bcsclircihung bei Uui). StudM
mund ot L. Cohn, Oüdicos ex bibliotheca Meermanniana PkillippJct gralfl
nunc Beroliiienito», Berlin lääu .S. 9'J f. ■
Ein höchst raerkwUrdigee ßeiKpiel der VulgürparaphraAen ist dtrCofl
Paris. Rüppl. gr. 4G7, ». 17. Er enthält eine rOniisoh-byzantiniicfl
türkische Uescliichte von AeneaD bis auf Murat IV (162ä — 1640) in etnfl
recht lexbai-eit. durch gelehrte Einflüsse so wenig aU möglich getrabtM
Volkssprache. Der Titel lautet: Bißli'or xe^*'t>yef"fi>'>'*' «cpor rtm^jl^
toi- Svyyt'Xof (so) xai lovatirov xai Eigi^iutov rtÜ)' nuiauir IfH
y^iiyior nf^t'xov ntfii roü nöta ixtiai^tj ij 'Äf/irj *a\ nef^ iw>- ßiiOtll^^
ai'tffi x«( Tttfi ttfi KiartttuvtnnvnöXtitK notf ßnoiAii <tyit'no> xai n:fl
JijS ükmatun ai'iifi vrtv läir 'Ayai/jjVtäi: Beginn: li€tailtt<i n^wio; fS
'P^/iTfi. 'Ana tiv xatf/ör, örtov i*jp«H'ff*ij ij Tpuäia ärTÖ tois £^■1'^
Von den drei Autoren, die aU Vcrfa.s9cr genannt werden, ist der «rV
natürlich der bekannte Ueorgios Synkellus; aber wau e« niit Justinfl
und Irenaeos für eine Bewandtnis hat, bleibt unklar. Der von Ualalfl
Öfter z. B. IGU, 9 zitierte Etf/i^ralo{ ä OQ^öf muss doch wohl sicher iJ
dein Spiele bleiben. Der entte Teil de» Werk«» scheint eine freie Bofl
beitung des Synkellos und Theophanes zu sein. Daran »chtieäst eich mT
119 — 177 eine i'aiaphrase des Skylilües, dessen Werk hier aber selteiunM?^
weise bi» auf Johannea Eomnenos reicht. Nach einer Notiz über
Regierungezeit dieses Kaisers folgt die Bemerkung: l'ta( mit ttitmre
'Imh'tr^i i'xiU/ffi,^ 0 xß*"' '>/?"¥('»■ Den Schlu«» bildet oiue kurz gelwlt
Fortsetzung bis auf Murat IV {fol 177—216).
Eine ubonfalls in dt-r derbsten Yulgärsprache abgefaa!«te Kaia
rhronik, welche der Codex 4(>2 des Metochion den hl. Graben in Ki
fttantinopel bewahrt, analysiert Alex. Kirpifuikov, Eino volkstümlk
Kaisorchronik, B. Z. 1 (1892) 303—315. — Vgl. V. latrin. Zur Fr
Über die griechischen Vulgälrchroniken, Viz. Vr. 2 (18».'.) (soll demi)
erscheinen). — Irgend eine Paraphrase ist wohl auch die bis auf Nil
phoros Bolanoiates reichende %'ulgäi'c Weitclironik im Cod. Äthd
3875 8. 17.
Manuel Mnlaxos {Mmovt}k Mtdu^öf) aus Xauplia vorfosHt« tii
letiten Drittel des Iti. Jahrhundert» *tni- Chronik, die von der SchöpB
8. OMchiohta«hr«il>er nsd Cfari>nlat«B. B. ChroniaU«. (g 181)
401
\äa zum Jaliro 1573 reicht. Sie ruht noch unediert z. B. in den Codd.
Pirk 179(1 und Harl. 5632. Eine deniselhoii Mnlftxos gehörende l'fltri-
wfhengeechichte von 1454—1578 ist von M. Crusius in seiner Turw)-
gaema ediert und im Bonner Corpus, Bonn 1849, wi(>derholt worden.
Dbv das Leben und diu »oiLätigfrn Hchriftcn des Manuel Malaxos und
NinoB Lmdwaannea Kibolaoü Malaxo.'< vg\. K. N. 8atiia!<, ?itotXXi^rixi'^
fuUUjr/a S. 184 IT. Die Angabe von Sathfts S. 186, die Wdtchronik im
Iikxos »chliosso mit dem Jahre 1529, ächuiiit auf einem lirium« zu be-
I nlini: in der Pariser Hs wenigsten« reicht sie Wh 157:(.
I Das beliebteste historische Handbuch des 17. und \S. Jahrhundert»
' itf di« im Jahre IK)0 vollendete (lironik des Doruthuo» von Mouem-
kiüia. die von der Erschürfung der WoU bis 1629 reicht. Ausser byzan-
j fauKhen Weltfbroniken hat Dorotheos auch mehr abseits liegende Werke
IM die Verschronik von Mores benQbEt. Eine genauere Untersuchung
Mner Quellen fehlt übrigens noch. Die Chi-onik dm Uorotheo» erschien
nerat in Venedig 1631: dünn wurde sie öfter wiederholt z. B. Venedig
1637. 1676. 16Ö1, 1686. — Ein Stück auch bei Ch. Hopf, Chroniqocs
firko-Romanes S. 237—239. — Ober die Veneitianer Ausgaben vgl.
£ Legrand. BiWiogr. hell, du WH" siiVle 1 (1894) 29U 299; 352 f.;
1894)327:890:437. - Über das Leben de» DoroUieos s. K. N. Öathas,
tU. iftlv'AQyiu S. 222 ff.
iBser Halaxos und Dorotheo» !«in(! uuh noch einige andere grie-
VVelt- und Kaiscrchroniken aus Aw Zeit der TOrkenherrschaft
ilton, Ober deren Beschaffenheit und Quellen nichts Nilheros bekannt
Eine umfangreiche am Anfang und Knde versttlmmelte Vulgär-
cfcronik von der Kr:«chaffung der Welt bitt auf Soliin 11 (156>5) i«teht im
tBodl. Canon. 67 s. 16, 372 Blätter. Verwandt ist wohl die m»-
^fae Chronik von Aeneas bis auf Sultan Selim n im Cod. Athous
B. 1623, fol. 1—176. Unter dem Namen des Theodoroa von Mo-
ItBbaaia bewahrt der Cod. Harl. 5742 eine Chronik, die von der Er-
Mfcaffong der Welt bis auf den letzten PalSologen reicht und dem Kataloge
ablge um 1570 abgefasst sein soll. Die Vermutung liegt nahe, dass
Derotheo« statt Theodor»» zu schreiben sei und das Werk die ('hronik
dai Domtboos von Monembania (ä. o.) darstelle; aber dagegen spricht die
wihnte Angabe über die Abfassungszeit des Werkes. Eine mit Doro-
tWoe von Monembasia verwandte Chronik enthält der Ood. Athous 3286.
K 17; Stücke derselben stehen auch im Cod, Athous :t2y3. Vgl. Sp. V.
LkmbroK, Catalogutt of tbe greek mss on Muunt Atho« 1 (1895) 297 f.; 300.
fine »eralicb autfilbrliche (lironik von Kaiser Manuel I'alaeologos bis auf
taridsclie Zeit enthält der Cod. Athous 3797 s. 17 (Nr. 36).
Eine summartscho Weltcbroiiik verfasi^to gegen die Mitte des 18. Jahr-
wahrscheinlicb Keophytoa Mauromatett, Metropolit von Arla.
J. öakkelion. IJaffuani; ßtß'Mo^,'j*r^, Athen 1890 S. 289— ai-l; vgl.
ä US f.
Etwas später vorfasste Caesar Dapontos ein Gedicht in politischen
FanMO Bber die Kaisergeschichte : Bi^Xo^ iinatlftm', das x. B. in den Codd.
Ithui 2587 und 2588 erhalten ist. Über die sonstigen zahlreichen Schriften
. im HUB. lltBil<iiB»1>wn>ol»ft. IX. I lbll|, 7. lud, .6
[02
BriMitiDisohe Litt«ratDr9ewihleht«. L Froa«iache Litt«r*tar.
und das Leben des Dapontes vgl. K. X. Sathaii, NtotXX. yilol. S. 5lA
bis 50,^. ■
Ein naiiiiaex'*öf XßOHJcöi- der Zeit von 1453—1794 verfnrfP^
Eyrillos Lnurioto& Ed. M. J. tiedoon, ila^vttcaöi 6 (1877) 3— S2.
Daxu die Bemerkungen von A. Potridc«, IJa^raffttö^ 6 (1877| 2^3—258.
Kine SuniiiiluiiK vuii Chroiiikvii und kin;beiitiMclii«litlic<lii.>n Dokomeiit«! an im
lUrkiacbüD PmmU «i. K. N. Sfltha». Mi«. Bißk. i (IS72). — Mudiee Mck hti Ck.
Ho[if. t'liruoi(iUfi& öriSroBnnianee, Rerlin 1S73.
168. Lokalchroniken. Honographiache Stücke. Daas die in der
alt^echischen Litteriitur so roiolilich vt'itretene Gattung der Lokat-
gOBofaicIiten aucli in der byzftnliniüdiL-n 'Atni nicht völlig mangelte, Mebt
fiiefaer. Stadtannalen von Antiochia sind im« z. B. durch Malala« boicnp
lind ebenso Imtten Komitantinopel und andere StSdto tlu'c Lakalchronikcs.
Da aber diese Spezialwerke mebon früh in die HeictiK- und Weltchronikea
eingearbeitet wurden und von Anfang an nur eine beschränkte Vertmi- ,
hing hatten, ho gingen »ie naturgemäBs frtlh zu Qrunde. In der ^toreo
byzaiitiniNelieii Zeit ahw, ab AJch alle geistige Kultur mehr und mehr iu
Konstantinopel vereinigte, ist die I'flego der Lokalgeschichte in den Pro-
vinzen thatsächlieh fa^it ganz ausgestorben; Konntantinopel selbitt ab«r war
so sehr Mittel- und Hauptpunkt des ganzen Keiche» geworden, das» eine
Chronik dic!M-r Stadt zugleich Koichsclironik gcwordeii wäre oder unh |
gekehrt, dass die Keicbsgeschichten, die jetzt entstanden, auch das B^ '■
dUrfniR nach einer Chronik der Hauptstadt befriedigten. So orklirl sä(k
da8S die in anderen Litteraturpii so bedeutende Oattung der LokalgeecbtcUt i
in den uns überlieferten byzautinischen Werken nur durch einige recht be- '
langlose Stficke vertreten ist. Ausser den in § 164 genannten Schnft«D
kommt folgendes in Betracht: j
Der Mönch Chilas {XtiXtig) ersÄhite in unbeholfener Sprache di* ,1
Schicksale des EloatorB und der Kirche des hl. Tbeodoroü auf
Kythera zu seiner eigenen Zeit. Dieses Schriftchen, da.s (Üt die KultIl^
gettchichte der von Venedig aus beherrschten griccliischen Imteln dankon»-
iverte AufscblUsso bietet, ed. zuerst (aus Cod. Marc. Tu 19) in einini
wohl den meisten uiizugänghchen Duodezheftchen .Tob. Beiudo unter dtn
Titel: X^oi-ixov /Tcpi ioi< ev tivi^t'^poii; funaati^diov tav liyt'ov (ituJiö^v tir
rrpÜTot' iS äi'titJötoi' xf^oy^ä^ou fittä atjfinioafmr dt^fioaitvitir rnö'lwiintr
MV BtXoviov, 'Ei'fxOiair 1868. Einen Neudruck gab Ch. llopf, Chronu|iiM
I^co-Romanes S. 346— 35S.
Eine von dem Priester Synadinoa {2viadivöi) im 17. Jahrhun»!*rt
verfasete, die Jalire 159t< — 1642 timfasBeude Chronik der Stadt Serrae,
die im Cod. Athous 3226 erhalten ist. bespricht 8p. P. Lampros,
JtUioi 2 (1885—1889) «40—650.
Eine kleine Erzählung Ober den Ur»;prung der Stadi Monem»
basia. in welcher auch über die Tzakonen gehandelt wird, nebst eiiiigM
anderen auf die Geschichte von Moneinba-tia bezüglichen Dokumenten ed. |
aus dem Cod. Taurin. :);16. b. I. 4 (jeUt B. VII. 29) .los. Pasini. 0»-
dices mss bibliothecae regü Taur. Athenaei 1 (1749) 417 — 132. — N«l-
AUHgnhe äei< Turinor Textos mit Gegenüberstellung des abweichend«.
J
3. QMchlehta£hrelb«r nui ChTooi«t«ii. B. Chroaiitsn. tS§ 168—169) 403
xt«« «weicr Athoslifis und KoniRK-ntai* von Sp, P. Lampro». 'latoQixä
ilttilftma, Athen 188-1 S. 97—128.
Eino kleine (lironik der Stadt Athen od. aus einem Codex des Lin-
In College tu Oxford Sp. I». Lnmpro», '^.»(Ji-ßror 6 (1878) 438—442.
Die unberiiito Stufo dieser amuteligon Kleinlitteratur bilden die in
UKhen Handschriften auf leergebhehenen Blättern oder ßlatttoilen von
an jeweiligen Be-sit«er eingetragenen Notinen über Lokalliogeben-
tlt«n und Familionuroignisse. Sie enthalton nianchi^t; brnuchharo
blerial fOr die Geschichte und Sprachforschung, boBondcrs für die byziin-
ÜKhe Namenkunde. Eine Sammlung und Verwertung aller diecer teils
odi (uediertcn tctU in Hand^ctiriftenkatalogen und Zeitschriften zer-
Imiten Notizen wftre recht erwünstht. Vgl. z. B. ./tlxior 4 {1892 -1895)
TS-281: 690—696.
tHier seien noch erwähnt die meist aus grUflseren Chroniken wie der
ymeon Magister und Logothete» und au« der Fortsetzung de« Theo-
e geschöpften Einzolächrifti^n über die Bekehrung der Kuusen,
BJgaren und Iberer zum Christentum. Die Schrift über die Be-
ibiing der Küssen steht in einem Cod. Paris., dessen Nummer ich
tdiT nicht mehr finde, die über die Bekehrung der Bulgaren in den
^d. Athous 0875 und Vindob. suppl. Koll. U2 fol. 242—243, dio
■ die Bekehrung der Iherer im Cod. Athous 3794.
I6H. Orientalische und slavische Chroniken. In engwier Bezielnnig
IT bistx>n»chen Lilt«.'rulur der Byzuutinur steht dio dei' oricntiiliNclicn und
niacben Völker. Manche ihrer Geschichtewerke und Chroniken sind ganz
kr teilweise aus byzantinischen Vorlagen abgeleitet; andere berühren
cb wenigstens etoflTlicli mit byzantinüschen Krxeugnissen und dienen zur
rgiunng und Berichtigung iQckenhaftor oder unzuvcrlU«iiiger Belichte
^hischer Quellen. Es kann nun nicht die Aufgabe eines Abrisse» der
rtutiniitchen Litteratur sein, auch von den Nachbarlitteraturen ein Bild
l geben: doch mögen hier anhangsweise wenigsten» die wichtigsten That-
lAeo and litterarischen Hilfsmittel aufgezählt werden. Einige Orienta-
le «lavische und fränkische äescliidits werke, die schon fiühur ge-
MDl «nd, wie .losna Stylitea (s. S. 236), der Seldjouq Xani^h (S. 2»!), dio
Firke Über die Erohening von Konstantinopel (8. 311 f.), die slatnschen
■d georgischen Bearbeitungen des Malnlas (S. 329 ; :^33 f.), die lateinische
hmctzung des Tlieephanes und Nikcphoros I'. |S. '64i und 3r>()l, die
hniadiv und georgische Übersetzung des Üeorgios Munachos (S- 35Ü), die
^niielie Obenwtzung des Symeon Magister und Logothetes, dos Zonaras
»Hanusea (360, 373, 377) werden hier nicht wiederholt.
1. Zuerst seien zwei Chronisten genannt, die nur durch die Art ihrer
IWtiefcning zur orientalischen Gruppe gehören: Zacharias tihetor
in Bcholastikos. Bischof von Mytilene (hei den Syrern falsch Melitene)
vfluste am 518 n. Clir. in grieehiiricher Sprache eine Kirchengeschichtc-;
ii ttt in die Byri&che Litteratur übergegangen aU Teil (Buch 3—6) «inor
m|HlaUnn eines s^Tischen M<lnchos, die um riC9 entstand. Johannes,
ebof von Nikiu in Untcrfigjpte«. verfasste am Endo dos 7. Jahr-
ciiiü griechische Weltchronik, die merkwürdigerweise in der
80-
m
BysMitloIiohe LHterKtiirsoa«bic1il^
li« UtterRtnr.
hiBtoriKchoi) Litteratur der Byzantiner tiirgendB era'äbnt wird. Cianz äW
lieh angelegt wie das Werk de» Malalas und die spftt«n>n Weltchronikm,
bogumt sie mit Adam und Eva, boliandclt kur»ori»ch die oricntaliwho^
griechische und römische Geschieht« und wird ausführlicher in dur byzan-
tinischen Zeit; »ie reicht bis ans Ende des 7. Jahrhunderts. Am wich-
tigsten tat der letzt« Teil, in welchem Johanne« als Zeitgenoane und eim'
Teil al» Augenzeuge diu uns higher nur mangelhaft bekannt« Ue^hichtp
der Eroberung Äg)'ptem) durch die Mohumedaiicr erzählt. Das griechieclw
Original dieses Werkes wurde in uubekunnter Zeit ins Arabische ttnd
aus dem Arabischen im Jahre KiOl ins Äthiopische übersetzt. ErbalUo
»cboint Uli« nur die äthiopische Cbersetzung zu sein. Kioe Uauptqne
der Chronik war Malalas.
1, ZauhfiriHa: EJ. J. P. N. Limd. Anecd. »yt. 111(1870). — Eine drataehs
BclzuiiB niit KoiiiiiitMiUr in Vorbproitonft durch 0. Kr&gvr and K. Akreiie. -
Wright. Syrinc LittPTfttiirc, Encyclupnpdin »ritannicji 22 (1HS7) 835.
2. Joliannos von Ni kiu: Snhr uinffini^reiclie AiiBzngo od. Athiopisdi Dod
unter oUlrr Vnrßlcichung mit dnn Übrigen Clirunisleii !]. Zotenbarg, M^moin MV <
chraniqUD hvinntinn da Jnnn, dvt-que dn Nikiou. Journnl AHiuti<|nn. 7. »itrie. t. 10(18
451 'TilT: i^ I1M7M) 245-347: 1.1 |1»79)'J»1 -»86. VollsUtndig aibiopüoli und
von 1). ZotnnlLTg, Not. et witr. I. 24 PrMiui-rs purti« (IltfS) 125—605, — Vjl, I
i:atcn Beaprci'lmngon von Th, Noldeke. Qöttingi'r iiel. AiiieiE«n 1881 S. 587-.'^'
18BS S. 1364-1371, und von Ed. Drouiu, U tixiaim 3 (1884) 253—268. - Utbor
Vorlikltiiia XU Maltüns: E. Patiig. JuIihuiim Antioehraus und JobunM HaUlM,
Iicipcii; lSä2 ä. 24—27. — Die uuf die Bulgaren beiOglicWu NflcliHcbt«!! dn J<
«rtrtcrl N. Zlularski, Neue Nachrichten inr Ältesten Period« iet iialKannchta 0'
jOfcorDik bl«fi»k, n (1»04) 145— l.H.
■ 2. Johanne» von Kphesos (t nach 585) verfaast« in syri
Sprach« eine Kirchcngeschichte, die von Julius Cae«ar bis in die
des Kaisers Muurikio» reichte. Sie bestand uuu drei Teilen, von d
nur der dritte eriialten ist; vom zweiten haben wir umfangreiche
bei Dionys von Tellmahrf, Unter den Quellen des Johannes von Epli
ist die (iironik des Malalas; vgl. S. 328.
1. Frat(Tn»nt» dos S, Teiles ed. Byriacli J. V. S. l.nnd, Anecdola SyrtM« 11 ll
— Eio« cnRlicche UebersHtiiing des 3, Teilen gnb K. Payn* Smith, Oxford IMO.
Ein« dautacne Uobersetiung dr>säelben Teils von Jos. Sohltnfaldvr, UOavlicii ISK.
liRloiniiiRho It«bi>r3[.>tiiinB der Fragment« des 2. Tcila Ton W, .T, von Douwdo und J.
N. Land. Joonni» epiacopi Ephesi commentnrii do beatis orientülibiui, AmattriUn 1
2. Die Chronik von Kdesso- Sie rcichl von 201 n, Cbr. bis MO a. Cfar,
VerfaoMr, ein nosturiniiisioronder Orlliudoxer. benutzte u. a. den JaiiuaStjli(e> («,&
Kd. A»«oninni. Öibliotbecu Oneutulia 1 (1713) 387-430. — Vg). Wright ». «. O.S.
— Ludw. Halliar. UnteiBuchuiig<-n Ober die edeMenische Chronik. Mit d*in
TmI und einer Ueb«nNitziiu|c horuusgegobeu ( := Textv und Untersuchungen 1X1) tiNpcig 18
S. Eine aj'riache Chronik, die Er{i;ltn£iiug«<n und Beriohliguugcn znr (itaobi
der SAüfLuiden enthält nud wahrscheinlich xwisohen (i70-~6dU ubg^fusat wurdp. ed. G
in dm ävhrift«» de» Stoclihohner fli ii iif ulintiiiil iinj.riMnn — I't<ut«i-hv L'cbcrwizuag
KoiniueutarvooTh. NOld«cke, Die vonauidibonuKMebenesyrucbu Clmmik. äittnac
WiM). Ak. 138. Wien 1693.
3. Diony» von TellmahrP, Patriarch der Monophysit«« in Ant
von 818- ß45, verfaaat« auf Grund guter alter, meist griechischer Quell
ein« syrische Chronik von Erschaffung der Welt bis auf seine
(775 n. Clir), von der wir eine gr^lssere Ausgabe und eine Kpitome
aitzon. Eine Hauptqiielle des Werkes war Kusehios.
Ediert ist nur der erste bim Konstflnlin rei<'tieade Teil drr Kpilome; Dionnfl '
■nHlihareiiHiR chronici liber jiriiniu. Textuni c eodice nw sjrriaco bibliotbcoe Vntial
tinn«cripait notisi^nv illustTHVit 0. F. Tullberg, l^fwÜM 1850. — Knaabii cumduid i
2. OMC&IchUehralliw und Ckraatst«!!. B, ChroniBten. (% 170)
405
^BKonjsii TalraaliimtBi climniro pelJU. Socintn «porn vcTliynint notuwu« il1a«IniveTiiiit
HKalnk Siegfried «t H«iifica8 Dollar, Uii-^^iK. TviiUiut I^S4. — Vgl. A^aiiinAni
' Iia>Uoth<K-ji Oriuntiilw 2(1721) eS -11«. - II. G-iUnr. .Seitiis Julius Africdnos II I (1885)
198—401, ' A. V. Itntnohiniil. [TntormieUungnn <lbnr din nvnarli» Eiiilome iIm EoMbl-
I f^M CuKMc«, 'lHbincar üuivnnit&tuolirift, Stnttgnrt I8K6 = Kleine Sclirifbnn von A. r. G.
t 0689) 488-52». - Wright n. «. O. S. 845.
[ 4. Hichaol dor Qrooee aus Molitonc. Patriarch von Antiocbia 1166
iy> USS). ein ICann von umfaHsonder Gelehrsamkeit, »chi-ieb in xyriHclier
^■ncbe eine Chronik, die von il<>r KrAcliafTitnf; dor Welt \n» auf seine
^Eit reichte. Die Zeit bin xum ß. Jnhrtitindort ist in der nuch bei d«i)
^Huotin«m üMichen form eine» clironologischun Abrisses dargestellt; von
^K an wird die Erzählung iiuHlilhrÜL-her. In der Vorrede nennt der des
Hriecbtscben, Syrischen. Armenischen und Arabist^hon kundige Verfasser
^hu) Qdellea; en sind teils s>'ri8che, teil» gi-iechische, unter anderem der
Hinoograph Anninnos von Alexandria, EuHebios, der Kirchen-
^Honker Thoodorex Anagnostes. Zacharias. Biächuf von Mytileno
^■o.), Johannes von Asien. Dionys von Tellmahr^ und andere <fum
Hm nnbekannte ChroniBten. Ausser dem erst vor kuritem wieder entdeckten
^■d noch nicht verüfTentlichtcn Originale bei^itjicn wii- das Werk dos Klichae)
^RruH in einvr HrmcniHchon Übersetzung aus dem Jalire \2iS, in welcher
^B, wohl vom Übersetzer selbst, noch Über den Tod Michaela Fortgesetzt ist
^K. 1. Aiiagabun: Etn«ii Abaohnitt de» Werken, der die Zeit von 573—717 umtasst,
^HMkHlicbtr üi fraoeOueioh^r U«bi:n«t*uiiK l'^duuard UuUurier, Jüurtial Aalatique,
^Km». L 12 (IM8j 281 ff. nod 13 (184») 315 ff.: Über dio Quellen S. 288 und 914 ff. -
^BnBwelw Uabenetiitnc «iiiKeluer PartiBB im Bucuei] de« lustoriens d^s eroiudos, Docu-
^^M« u» JBJMia S. 811 D. — Kine volbtlodi^ie fratixaeieclie Uebersetiuog od. V. Li>n|t-
^Ki, Uiroiiuqu« d« Mii'b«! lu Gtaad. Voiiodig 1S68. — D«r Arnieniscbo Text cracbien ISTl
^■J«raMlaHi.
■ 2. UilfamiUal: B. Gelier, Sextus Julias Africanus 11 1 (1885)402 ff. - Wrighl
Bi. 0. 8. 651.
^m b. Barhobraeus. Mar Gregor mit dem Beinamen ßarhebraeus, ge-
istig MlB Meliteno, iic^a.-<.t 1264 1286 die Wtlrde eines Maphrian (hiSchste
^ptUicbe Würde der Jakubitcu nac)t dorn I'atriarcheu), Er vci-fasste eine
Bb" wertvolle Universalgeschichte, in welcher die profane wie dio
^■tUicb« Geschichte ausführlich behandelt ist. Das Werk reichte bis
^Bfl and wurde von seinem Bruder hiri 1288, von einem Unbckannt«n
^B 1496 fortgeseUt. Hauptquelle des fiarhebrueuä wai- das Work des
^Bchaei SyruR. Gegen Ende seines Lebens schrieb Barhebraeu» oino
^Bbiechi^ rniversalge-ichichte, die teils als Ausiiug, teil» als weitere
Hwbeitung des profanen Teiles seiner syrischen Chronik erscheint.
^V I. Anegsbea: Dno en>t«ii Teil der xyriBoheii Cbronik edd. Brune et Kirech
^Hf«i*> 1799 (ayriMh und Inlciniiicti). Den zwciU'ii uiid dritten Teil edd. J. B. Abbe-
^■•i ft Th. J. l.atnjr. ü voll.. Loviiiiii 187'2-lä77 (mit lutuiii. Uebersetzung). — Kd. P.
^WdjiD, Pari* 1^90. — Die arabiacbo Uiiiver-tulgeticliii-ble: Hietorin mmpendioea
^^taülMrani antbore Urrgerio Abul-Pban^iu Maluticuai tnedioo uabice edita ot Lntinn
^■M alt VA. I'DcoGkiu. Üx.uiiiB« 1668. — EtM Doue Ausgabe beaorgt« P. Anton Kai-
^bi Ü. 1. IVtp] nur arabbcli: ZuMmmeiigeMgMe Oesdiichte der DTnastien vuii Lirogoriiia
^Briim^ dem ^hn« des Anio« Ahnin aus MnlRtia. genanitt Bai'hebrnous, hemusgo-;. ven
^■A. 8. S. I.. Kalliol. DrwokerM der Jesuiten in Beinit 1890.
■ ^2. Hilfamiltel: J. S. Assemani. Bibliotlieca Oriontniis 2 (1721) Ui-^SS. —
^^■•leoa and Lamy, Praefalie tum Chmnicon ecrlesiosticnm (Tom. I. p. 1 - XXVIII),
^KbÜ ISIS. — U. Oelcer a. a. 0. S, 401 ff. — Genauere Mitteilungen Aber Iluiliebraeiia
^HÄ Bbficni ayriachM CJironietcn in dem vgrlrefflioban Artikel von Wriglil. äyriae
'Snta«. Scj-clepiuäia Brit«amc« 22 (Itl87) 924-856.
\m
ByE&DtinUcho Utt«r«targeBctiicbt«. L ProMiacb« Litterfttor,
Ö. Von (Ion Hrnienii<cbeD tiewhiclitAquelleii koiniot vor aJItiin b
Bfltracht Mosos von Choren, der im 8. Jalirhuiidort, frOheslen» in den
Ivtiien Jahren de« 7. Jahrhunderte, eine arnteni&L-he Gvscbichto abgefaßt
hat. Unt«r anderem benatzte er den Mälala.i und eine im letzten Jahr-
zehnt doM 7. Jahrhunderts entstandene arniemsdic übci'setzung di»r Kircbeit-
geM-hichto üw Sokratoa.
1. Ausgab«!); Armenisch nnd fnaaümteh »i. R. K. h» Vaillsnt d« Plorivil.
2 voll., VMiedig IMI. - Neue franiOnsdi« UebMMtetag M V. LanRiois, CoUmüm
dM hialoriens RDcieiM et inod«niM da rArniAnts 2 (1889) 45— IIS. -■ BttMüicba OaUr-
Mltang von Einin, MmImu 1858. -- DMSwaiU Uocb mit gninin*iliMli«D N«t«o and OktMf
boi M. l.aiicr, Armonischo Chrmtomilhi», Wi«» IS8I.
2. llilfeniiltol: Kino kurze Charakteristik de* Momm gab A. v. Galaohisid,
Kncvvlopnodia ItritannicB 16 (litöS) tJ61"ä6&. Dan daulaelii! Origiiud dieuM ArtUult j«ttl
in GutBchniiiU KMtum Schriftan H (1^92)332—888. — A, v. liuiHcliinid. Uabor dia
Glaub würdig koit der Armpoiachen lieschichtc dea MoMs von Kboreit, Kl«iiie ScbriAta S
(\S92} 282-331. — A. Carrion. MoIho du Kbor«ii et lee gtatelof[«a patriamlaa, Parii
1801. ^ A. Carri^ro. Nouvl-Ucs buutom du MoIm de Kboreo, Wtea 1S98 (rfiekl fia
liobensieit doa MoauH, die uuin frllher Ins 5. JaLrb. cesetst hatt». ia den Anfang daa
K. JahrbanderU}. — P. Vetter, Dan Sibrllen.ZiUt boi Hosm von Choren. TbeoL Quartal-
ndirift 74 (1892) 40ö->474. — Gr. Cbalathianx. Znr »kUniDgder •miMioclMBGwclitbt«
i\m MoM« von Choreno, Wiener Zeitachr. r. d. Kundo dva Morgonlaadaa 7 (189S) 2\~i^
— <ir. ['balnthiatii, Der Degian des krititchen Stadium» dar HmtooisclMn OeMbidrti ,
daa MoKn von Choreno. Jonra. Min. 1894 Bd 295 Oktober S. 377-402. ,
■i S. Kino Kiiiiptquelle dea Moeea tOr die Altom nrnicnincbc <>c«:bi(-bt« mll daaW«! ti
Hm Mar Abnn Kntina «ein. uns dorn er I 9—11 9 Auullgo lirtvit Kbenfalk ab «üa ^
jlilUUg nun Hnt Abiu gibt nirli eine iwoite f^cbrift, wolob? in den lies vor der GewJiirlli
dal wwhcifH SobPdn nrncboint, franiöeisch unter dem 1'itol: Im Peeudo-AgnllMag«, hmtem
nnoleiini' do rArmi*nio, boi V. Langlois. Collpolion um bintoriMis antjena ot Diuil<in«i
du l'Armdnie l (I8Ö7) 195 -200 (boi U. Müller. FH(i V 2). A. v. liutaohmid, KJpuk
Mobl'ihen 3 (IBU2) SÜi. hinlt dicsolbo fUr einen uraten Entwurf des Mueea: spftter tu ifi
Uebci'xtMijiunK; )(i'liingt. iIiihh Mosps dem 7, Jidirliundert oDKobSre. bat vr dMoe Aniidt
anri;e);«)ii'ii und atljct mit Uvrufuiig uuf den Auhzujc vor SebCoe den Hyrisi'b vdueil
Mnr ;V1>H>« tmi 88!) (Ktvinc äuhrirtea 3. S34), A. Cniri^re hült Mar Abaa (Ur oii
FHlscliung (ti>B Mirtoa (Mulau dv Kburi-a pI los gent^alo^oe iiatriorcalee. Pah« MU.
Uowoia ^r die ■Sunderexiateiix dca Mar Abua, dun Mosee nnr Dberarbeit«! hat. erbi
E'. Vottor. Dan Ituch dos Mar Abas von Nisibis. Fnatgrnss an R. v. R«tb cum Duktotj
ätutl^oit 1B9» 5. Sl R9. — Vgl. Blich N. Marr. Uober doa Anonymus Mifbigtiche
sohichtv vun Armonion, Vic. Vr. I {ISH) 2Ca~306.
i. Von den übricon nrmoniechen tioBchiob tstjocllon kSnoen kier nur
wiubligtitou kum iiut'gi<xli)ilt wordon:
t. A)CHthnngoloii. Unter soinem Namen goht oinc nrinrniitch and Kriocbisrh
faallone (leadiiublc doa KOnigs Tiridiitcs und der Uokuhrung Ann«niea* durcl) (Sirf^ i
Krlouchter. Kino loidcr ilurcb willkdrliobe Auslaaauag der Ibeulügincbon Abechnitt«
brauchbare franiUsiscbu L'cbuniitaung dtia arm (oleohen Textes jiiih V. Langlois. Coli
doa bialoriena ent-iena ot modi'rn«a de t'Ann^nio 1 (= FUG od. MOllor V 2) lOR
VollaUndigo italionieohe L'eborsotxuna von N. Tommaseo, Storia di .^Kulaagdo. vi
itoliana illnstratn. Venedig 1643. — I>ie Kriucbiache l'ebvreotzun)t: Neu ben
von I'. do I.agnrde. AMiandl, d, bist-)ihn. Cl. d. h. Oeselbrb. d. Wim. m GntlüiMa
' Vgl. A. V. Ilatacbmid, Zoit«chr. d. deutschen morgen l&nd. GeMllach. 31 (1Kt7| I
m Kleine .SrJirifton 3 (1S»2) .139-420.
l'. KnnstuB von tlj'iani ncbriob in giioobiacher Kprsrho eine ticaolittlde
nrmvniBdieu Vulkc-^ von 317 - SifCi. ttoi nit Miinnr Iridenirbaftlicbon Parteibchk*it bl
er die eintiKt wirklich gescbiehtlieho tjuvilo fQr doa 1. Jabibundort. Kihaltea iat
annenisebe l'ubtfnutcuni:. Zwei StQoke doa grieohiachen T«xt«a (IV .V2 54 und V
Profcop, Do bello l'ereioo 1 5 iS. 26. 11—30. 22 ed. itonn.) in verkancndcr llooi
hanrtdMh bei V. LangUia o. a. O. I. 209-310. - DmtMbe tJebei«alnng
Laner, De* Pauetui von Byjaat Qeaehiehio Amienieiu, KBla 1879. — Ein« mih
Uebeneliung wird T«Tbereit«t von 11. Gelter und Leo Babajan. — Vgl. II. Gelier,
AKflbige der nrmeiuBolMn Kirclie, tierichto der k. sflelis. GeaellacD. d. Wim. IHV^ S. 111—
J. I.erubna von Rdeasa verftsaiv rin« artnentielio Uebanctsong dar
Absarlugendo. die von .Mojmm von Ctiurou benntit wurde. D«r Han« Loniban iat
verdorbMi an» Labubaa. bVanaOsisoh von J. B. bain« hn V. Langloia n. n. 0. I|
2. GeMhiehtachraibor und CbvoaiBten. B. CbroDistflD. (9 169)
407
^HW. ~ Vgl.A. Carri^ro, I« kigantle d'Abgnr ilaiia l'bi^taire d<! MoIho d« KliMon,
^HBure i* r^^le im Uaguc» orieobil«* vjvimt«». pHrJii läSb S. Bb'^iH.
t. (ioriuD Mhrüfaain« BiAC^P^iB d*^ seligen I.«h(«r8 Meaivb, in wc-lciiur er iiiun«iDt-
lidi Sb«t di<r UttbwMtningMi dtMolbön bericbtolo. In franiüMsclier UebvreetRung vun J.
K. Einia* \m V. Laoglois o. a.0. 2 (186[»J I -10. — Doiitich: W«tle, OorloiM Ubens-
bNebnibtrae doa bl. HMnop, TObingcr Progr. 1841.
K i. Klinaou* Vartnbcd achriob aioe Goschichto Armenien» Ton 438 4&I, tu welcb^r
■r bcaondan dl« Verfolgungen der ormeniEchon Chiiatcn durch die i'«T8er und ä'to Kt-
^Hbons dor An»coicf notor Führung Vardnns des Mnmikoiiioni ■ciiilddi'te. FraiuOaiick bai
»—[■'-■- a. «. 0. 2 i\m9f 17:i E — Tlie bistor}^ of Viirtnu nnd of tho haltla of th« Ar-
■tiuiaaa bjr Elja««iia, IinnaUU-d troiii diu Anxieniun b}- V. F. Nciimnnn, London 1889.
H «'. I.aiarn* von i'linrl) a'-brivb eine durch Llnnnrtcilidilccit und fjtreaga d«a 0r-
Hbdi aii*geteMbn«<« ÜMchicbU' Anneniona von 3ütj— 486. FnuixOsIsch von S. Ohaanrian
BiiI.aiisloiH a. «. 0. 2. -^33-1(158.
H 7. SebOoa wifariab lun die Mittu de« ". JahrbundcrU «io« <j»oliiohl« dea lleraklloa.
^BaiwbB t'eberaetxuiig von Patkaninn, IVt^inburii l'^'l^. — FninxOsiach« AuszOgn int
mmn. Aolaliqiiv VI" a«ri«. 7 ri8tl6| 101-238. Dcu lutzlan T«il dea Werkes nbereetita
Bl H&bfxbinana. Zar Gcacbicbte AnnHoienH und der erateu Kiicgo der Anibor. aus dem
^UMaiackan daa i^abCoa. Leipzig u. J.
mt 8. Zaaob von ßlag (Glak). Di« unter euiiieffl Nuuien fibcrliorurl« nnnenitidi»,
H||Alick loa dam Syrisch^D flbtrrDOUl« ErtiÜilung der Kfimpfe dea hl. liregura des Kr
■Mlera gegaa die heiilniBchun Prioitar im Gebiete von Tarun alanimt niolit. wie niau
HHir glaabt«, aus dani 4., sondern aus dem B, oder 9. Jabrbuitdurt. Franxöaisvhe Uobar-
HfaHM bei Laagloia m. a. O. 1, 335 -3^-^. Kin» Fertsetxuuit bild«t Johann Joa
■■niaaBiar» (iMcluctito von Ten^n iDaron), ein spQtM fabnlosea Macbwark. PrBnxMiach
Ki Lanalois •. a. 0. I 857—883. - VrI. Qt. Chalalinnt, Zonob von Qlak, Wian 1893
■liii in in U«rkhl von K. r. Klackelbarg, B. Z. 4 (IH}5] 368- 970.
^p 9. Uliavond rl«vnnd| srhild^rte im ^. Jahrhundert die Foldzflge dor Araber nach
Haaiiaa im 7. und K Jahrhundert Praiizöaisi?!i übersetzt von ühnhnnxnrenn, HiRlAire
^■1 iiiliiaa et d<a c«n^a6tea dt« Arnbea en Aim^nie par l'^niinent Uborond, viirbtbnd
^■MiaB, ^crivain da bnititne «tele, Paria 1^7.
H Jo. JohannoB Katholikoa gchrieb im 10. Jahrhundert oin« Geschichte Amicnlons
Hl aoa Jahir 9'Ü. Die l'cbeisclxun); von St. Marliu, üisloire d'ArmtiniD pur le patri-
Btba J*«n VI dit Jean Calbolkus, Phtib 1^1. itit ungi-nOgend.
B //. l'chtanen vuii L'rba (Kdonsa) schrif'b im ICI. Jnhrbnndert eine nrmonische Ge-
^Pietoa (D ilrci Tuilen. I>«r ende enfhlllt di« alUnnpnieohc iiescbiehte bis nuf TiridiileK.
Wk iwaKa, gttaateatcila aus Urkunden beatoheiide, dio üeschiüblo der kirchliehen Trennung
^p AfB«ai«r Bod lb«ref. der diille iät vorlureu. Kiniküs von Gnnixnc schrioh im
H|. Jilirlmid«ft aiDU artnenincbe QMchichtr< bia 12Gö, Deux liiaturienH .^rmäniens: KiriuniB
H (lantiae, Uatotr« d'Amifui«. Oukbtanf-ti d'Ourha, Hiatuire en truis parljea, tniduits par
■. broaicl, 2 livraiaona. Petersburg 1870-1871.
■ IX. Tb»maB Ardiruui schrieb «ine Ge«e.bichto Araieniene mit voruvhnilicher und
Knctiarkrr B«fttoksicbtignng seiner eigenen Familie. Diu heid^u ersten llllt^hvr beriih«n
^■i aal Hoaea von Ciwren nnd Seboos, t<>ila anf unbekannten, xuni Teil sa^^nbnfteii Quellali.
^Mtnil iat das am Sohliin« unvollstttndige dritlo ßuchi welches die Gesrhirhte von 849
Hb MBdcatcaa 936 aiDfasal«. tVanxOa. tloberaetzung bei M. Elrosaot, Celleclion d'hlaloriDna
KMmw l(Pete(»baig 1874) 1-266.
H 19. Ste]itian«i Aaolik aua Taron schrieb im 11, Jahrhundert vino WaltgOBoliioht«
Kdtai Harbeni bto auf 1004. Die ntatea beiden UQcher entliiiltnn weaentlicli AuszOg«
^B CaBchräa. Uoac« von Choron, iJnbCoH u. a. - - Dio craten xwei BUohor franaOtiiSGh vun
Hl Dalanrlar, Paria Iä83. — Kino deuteebe L'eberseixung wird vorbereitet von Äug.
KrrkbardL
^a II, Matthason von Kdonaa stihiieb oinc unnMiiBulie Chruoik, vl>^Iehe die Zeit von
Bl— 1129 lonfBiBt. Sie wDrdo vum Priester iirf^ar bis lli)2 furt{fe>M>ti!l. Fid. iu rranxO-
HÄar Ualwn^txanK von (^d. Dulaurier. [)ibljothi'-[iie histuriquc Amienienne. Pari& 18&S.
B li. 8ann«l von Ani vnfaaate ein ohronub^iHchea Werk, das bis 1179 reicht
Kl van rioeBi rnhekaniilen bis lSr>3 fi)rl|i;e«el£t wiirdts Der er^to, vorohristlicbe Teil
^■afal Turiu-fambcti aaf Knsebio«. der xwNte l'eil beeiehl aua chronologischen Tabellen.
^b>aaaa Wade edd. A. Mai und Jo. Zobrab in 1 nti' in iacher lJebor«etxiing hinter der Chrauik
»tnnH-L Hailaad 1818. - Wiederhclt bei MlROe. Patrol. ^r. 19. 599-742. ~ Die
■allaa franUlaiaiib brt M. Droaset n. n. 0. S ü876) 339-483,
F Jff. Mkliltkar von Alrivank verfaaalo am Knde dos 13. Jahrhunderts «in chrono-
EMim W*rk. da« bis auf 1280 reicht, llialoiro chronologique par Mkhithnr d'Alrivank.
4(»8
Bycantiniflche Litt«ratargMcUcht«. I. Proaaiaelie Litt«T«tar.
bU d«a 1' nrHtüntuniB »jQnikii an« der doriiK*'n luicb« mü imiu«m!Mb nrknulMMa
n. Hiiiloirn dn In 8Jouni« p*r SUpkuino« Orb^ltkn. tnduiU i» l'AmidwMi pw H.
lt. S livTnimonii. Potenbui^ |MU— 1966. — Dm 66. KapitrI lUeMr G«aotiMdil* wd
d bei Sl. Martin. HämuirN anr TAnn^w 2, 57 lt.
IndaiU 6i- rAnn(^iiii>n )■» U, UroHaet. M^tneirM de r«eaJ<fliM> irap^rialn des MtOBOM i»
St-PM«n>l'ourg VII" «iric, t. IS Nr. 5. 1869.
17. Stpplmn OrliL-li«n. Metropolit von SjOnikli 1S8&— I8M. — 'm*- rhu flii will
gwchicfata d«a Fnmti'ntuniii Bjünikb and der dortigvp Kiicb« mü zaUtmcImb nrknubiAta
Brosiflt,
DbotMtxt
IK RoioblidiL- AuuDge aus umoniscIiM ChrMiiatoii. ed. nit tmaAtmUuer Vthtt-
«olxung Kd. Dulaurior. Reeneil dea tiiitoriena de« eniis>d«s. DocBOMota arateiaM L I,
Paris leeO.
7. Slaveii. T>io grösste direkt« Abhängigkeit von der byzanthiUK^hm
UescIitL-htiilitiüriitur zvigon die iJa^'ixcheu Cliromkoii. fivi dun^tivcn wurden
die byzantitiiscben Werk« zunächst eitifacli itbersetzt; spSter entstanden,
meist Atif Grund dieser Über»otzungen ft-eio KompiUtJnnen und Bearbfi-
lungi-n df» giwcliichtlichen Stoffes. Das bekannto-ite .-tlRviBcbc Goschkht*-
werk ist ein dorn MOnche Xe8tor in Kiew zugetichnebenos, in Wiihrhoit
anonymes Werk; es ist die Älteste ruesisclic Chronik; die nichtms
Uesciiichte stammt voraebnihch uns Qeorgios Monaches.
1. ClirDuk-u Nnitoi-is ed. Fr. Miklosicb, Wien ISßO. — CbroniiiiM dito d« .._
traduito wu lu texte »luvon-niMe pttr Louis L«(;er, Pam l8Si (= PablJcaticiM d« \'t
im tannus urivnlaleH vivaate» II. adrle, voL IS); biet 6. SXIII f. Ven«icfaflis det
tigaten Littcraiur tat NoBtorchronik.
2. Itio ungt^lluuen> Lilt«iriitur über die nbrig^n alaTJsoIien ChrmikMi kvarn liier
nnuBfUlirt wcr<l«n. AU IliblioKrapIiiscbca Hilfsmitt«! dient vor allem Fr. Paslrnek.
blioc^phisclie Ui-horniclit Uh«r die »lavieclie Philologie 1870—1891 (= Ardi. stav. ~
Sa^mcnlb.). Berlin 1892.
8. OImo gmoso IWdoiitung Dir di« hj-iantioiscbo Ifittoratnr sind dia maiat aelir
ruioNniscIieii Itollci». \'f.\. Joan tiogdnn, Veohüo Cronice UoldovaaMci
L'rechis. Bukarest IKSl. M. (iastar, Die rumiliiische Veraion i*T trojanisdiü S
B. ?.. ^ ll^t>4] HR 5.')2, mit dor 8. 379 angofDlirtcn Littcratur - Aa( die Phanario
xoit bozielit sieh: ('ranirnrii grcci. Toxtu) gn>coao si trndnoerM romnnwra prt<«d.
introducoro du ConHt. Krbiiieanu, BukarRHt IM90.
4. Kciclitiolic- Millnilunt;cii über uriantulincliR und «Invinobc Clironikna gnl> A. Wirt
Aus uriuiitaliHcfai>n Cbi»iiikf>u, Krunkrurt lt<9t. Doch vgl. IS. 2'2ti und din vomobnilicb
die orientuliflclivii Chroniken bc^g^icbou Beriebt iaunKon iu der gohallrnichcn UMpr««b
voB C. Friok. OOUing. Gel. Anioigon 189Q Nr. 12 6. 940-947.
•Ul
3. Geographie.
170. iänleitung. In einem auffallenden fiegenaatxe zu der feucht'
Regsamkeit, welcho die Byzantiner in historischen Studien und Dar-
sa entwickeln, üitolit dio unleugbar« Vernnchlibtsigung clor Erdkunde.
1* in ihren hi8tori8cli(>n und philologischen Werken oft eine erschrockondo
'BWÜsenheit in der Geographie und Ethnographie zu Tage tritt, »o mangelt
I auch an HelbRtSndiger theorptischcr ThÄtigkeit auf diesem Oe-
iet«: hierin sind die Byzaiitincr ihren politiKchen VorgÄngurn, den Köniern,
lulicb, welche die Ueographio, ganz im Gegt>D»atze zu den Griechen,
konhlls vernachlässigten und ihre Thätigkeit mit geringen Aminahnion
if Itinerarien und ähnliche Erzeugnisise den praktischen Bedflrfnisaes be-
iluitikten. Di« OrQndo davon liegt-n zum Teil in dem aJlgomeinou Niodor-
lag« originaler n-iseenechaftlicher Forschung, zum Teil wohl auch in der
'aBcherheit, mit der in den meisten Abschnitten diese» Zeitraumes grössere
leiMD verbunden waren, endlich in dum Verfalle doe SoewoKunH, in welchem
ir Byzantiner durch die Venezianer und Genuesen schon zur Zeit der
ri Kreuzztlge UherflUgelt wurden,
Dm Ober die %-erworrcnü Masse der zum Teil anonymen, zum Teil
tagmentariachen geographischen Werke einen Üherhlick zu gewinnen,
■teradteiden wir zwei Hniiptgruppon, die sich freilich zuweilen nahe
Mhren, nämlich: 1. Erzeugiiisäo der witiKcnschafMichen (theorotinchün)
Biographie. 2. Werke, die den praktischen Zwecken der Kirche, de«
Bllttefl imd des Handels dienten. In der ersten (Jnippc troffen wir fast
Bv Koniinentaro, Bearheitungcn und Exzerpte Ulterer Werke. Wie
älUMi anderen Zweigen der byzantinischen Litteratur, so ist such hier
[allem das erhaltene alte Gut auszuscheiden und daneben die etwa
ende, modifixierende Thlltigkeit deH byzanttni.tchen Geistes zu er-
Ala ein wenig erfreulicfaoa neues Moment tritt uns das pole-
che VerhSltnia gegen die alten Weltsysteme entgegen: wie in
br Chronologie, »o besteht auch in der Geogi'aphie, wenigstens in ihrem
Ajakaliacben Teile, das lebhafte Bestreben, die alten Systeme mit der
lÜ in ESoktaog zu bringen und wirkliche oder scheinbare Widei'sprllcbe
■ heeoügeo. Übrigens tritt selbst bei dieser unselbständigen, oxzerpieren-
B Thitigkeit der Uegen.tatz zur Historiographie deutlich hervor;
die Meister der alten Geschichtachreibung, Uorodot, Thuky
Jin
Byiantiniscbe Littenttoi^eschlchta. I. Pros&iactse Littertttnr.
dides, Polybios, Diodor. Dio Cafi8iuH u. a. im hy/aiitiniHchtii Xeitalter iioch
AHelfach gelesen und nachgeahmt «'erden, tindcn wir di« g^(HUi<^n Geo-
graphen dur Vorzeit, wie Etutosthene«, IHoIeniaeos, Straboa fast v»r-
güSöL-n. Nur Stephanos von Byzanz scheint einen nachhaltigen Ein-
flusB auf dio Byzantiner ausgeübt zu haben. Man findet seine Spuren bei
KonfltantiROK i'orphyrogennetos (Do thomatihuä), bei Genotdos, TheopfaaiHn
Continiifttus, im Etymologicum Magnum u. s. w. Etwas selbständiger er^
Bclieiiit die Produktion in dei- zweiten Gruppe: hieher gehüren Werke, die
der kirchlichen und stnatUchon Verwaltung dienten, statistische
Abri.sso des byziintitit»chen R«iche$ u. s. w.. Itinerarion. Schiff«r>
und Wallfahrerbücher u, », w. Für sich stehen die falachUcb dem Ko-,
dinos zugeschriebenen antiquarischen Kompilationen.
1. Sammelnuägnlian: Die enin Sammlung der kleinen OiKi):ni|ilieu, anUx denn
•loh sucli StQvko des byiADiiaisTlion j^vitullon fitiiI«o. untornahin der KnjtliiidcrUuda«
Geoginplii gritoci minures. 1 voll , Oxford WJ' -l'l'i: iiv bscbst wlleu ^ew<ird«ae Sm
lUDg ist durch die Boigubc nrabiavlicr (ivü^iaciliMi vun Nulzcu. diu gricoliiMben T«xle
ohn« gentlgcndo diiiloiiiulinclit (irundla^EU, — Kin Teil d«r tun Hudson mi(K«tcitt««i .'
wurde gotiE fi-lilurliuft wicderbull in dvr vou eiuam GriecliFii bMur^lvii. ^r |ihilul«„
Z^Mko wouig bruiicbbiiion: ii'Huyi; fwc ir (ntiottn «mV ^liii" yiatyfvift,9fi'inv. 3'
'Et- ftiiri-fi t>j( trst^it'i 1807—1808; d«r 8. Bd. unllialt nmbtsclie Geof;raph(<n in d«o
gTi«cbi8ohpr U«bcr8i'tiuui;. — Minen xw«iteo. ebenfalls missluDgcn««! VMWica, du W
von Hudson lu erautzcn, mnohte J. F. Gail: Oeographi Kra«ci mJaofM, 3 voll., Paria 18X(-
(uhno n«nneii»wori« solb«Undi|[e Arbeitl. — Auch andere üntem«litntmg«ö bliaben BttdMftl
— Kndlicli erhielten wir eine ueuu. auf kritiscfaer Grandlaga aiiTgcbute, hider itieht gnll
Kum AbHoblnas gebracliti» SaiutuhiDi; von C. Maller: Geognpbi gnud minonw. S reM
mit einem Atla« von 30 Knrieu. PurJs, Didol ItiSö - Gl. — Zar ErgAnmng dient L. Fr. TaftLl
Conat l'orphjTogeno, I>e Proviiicüa regni Byuntini liher socundus. Tuliingao 1^7. auf
die Auflgati* des Hierobtea von Parlbey, wo verschiedene bei MOUer fehlende SOktoj
beigegeben sind. 1
2. Allgemnine Hilfsmittel: Zur allgeineinen Orientjerun^ dient doa fOr wtiUltJ
Kreise boreehMiie Werk von M. Vivien de Saint-Martin. Miatoiro de U i
dM djcouvoric« ^givfhiqnea, Pam 1873; S. 232—236 OberTilie b)-Mnttii>»cli«n and
fillirlicbcr 8. S!)7— 263 Ober die unbischen Ueegnpboa. - L. Kr. Tafel, Gfytnbols
iTJlicaiuui goograpbiun BjiMitinam speHont. par4«s dune, AbliuodL baj^er, hktÄ. 8.
h. Daod. 2. u. 3. Abteil. (Handoleierlrng von 119'J und Vertrag Ober dio Teilug
Reiebett Viüi mit KrkUning der diirin vorkonimendun Namen). ~ Di« Qeo^rap
(iriecbenlandsim Mittelulter und in der neueren Zeit ibia vir Otündung jeaKOmg
i»t dargeetellt von J. H. Krause . F.nioh- und (iruber'acbe Kuzykl»pBdi« I. Sektion, 81. 1
(ISßfi) 3^9-444. — Hauptwerk fDr die aniatiscbe Abteiluiifi; dee bjuat inwehen KeielMlJ
W. M. Ramaay, The biiitoric«] Qcegrupli}' of Asia Minor. Landen 1$90. - Eine —^
Ireniebe Uoiiegtvphie Aber eine aiiiatlache Provini: W. M. liamKay, Tlia eitita
bndiopnca ef Pfaijrgia, bia jetit vol. 1. Oxford 1895. — Roichon Ijnbt Ubnr die gMi
bjncantiniscli« QeogruiUe, beeuuder« die tf andeUgeogmpbie, veibrcjteleii die tkibriA*!
von Wilh. Ileyd: Zuerst Eehn Abband hin)ten in der TUbingcr Zeitnchrift tQr M\
getarnte ^itantswissenschaft. Bd. U— 20 \\^^ -IHfll); dnnn durck Kusllie oad <
neue Ablwndlun); Ober Cypem vermehrte iliüienische Kuchanogabo: Le colunie comi
cHÜi degli Italiani in Oriente n»l niedio uevo, dijucrlulonj dol prof. tiugl. Ueyd,
an riEatto dall' aufero c recale in Itfllinno dnl prof. (lius, Malier. 2 voll.. VeoKSia '
bis IB4S. Kndlich vstraffoBtliektn W Hryd nis Kndoruebaiti seiner tvaKugtibiigM 8tl
^e «rtlndlioh dnrohgearbeitele und umfns«ontlo lioHCuiehte des LevantehsadsU^
MitteUlteT, 2 BAndo. Stuttgart 1879. Hier findet mnn auch die weit HratreMa "
littaratur veiseiehnot. Dm^Ibe \^'eTk mit NiKhtriicen und Berichtigungen in Uta
V«bofM4«ing von Bayo-ud. 2 BAnde, Leipaig IS^ Sß. Vgl. A. Onttlob. Hi«
bnck der GAmaigcaeltsrhaft 9 (1SS8) g'S— 314. — WeÖt iWbolt \ni dnicb Heyd^
Unoh von ROllnann. Geschichte des kytaatäiiMlieii Handele. Frankfurt IKO^. -- T'
gr^tbiscb« FrnFca und die HaudeJswege im 12. Jabih b*hiuidelt die «rgabniatdebej
v«a W. Toniasobek: Zar Ksnde der BAmashalbionel. Sitiungaber. Wien. Akad. 99|
437-407 und 113 ilS«) 2« »TS. - W. Toroaschek. Zur historiscben Top
Ym KleinaMOD. SiUunitsher. Wien. Akad. 124 (1891). - U. Marinolli. Dio
b*i d«4i KJr«lwnvat«ni. Dealscb von L. Namnann. lM|Mig 1SS4. ~ Ausnbriicfctr
S. Qeograpbie. (§ 170)
k*nd#ll itMnrIli« Tlicms Konr. Kr«tao1iinf r, Die pliv^iscli« KrJkuriili^ im dirislliclaon
HiUaUltM, Wien ItI8S(= ÜMgr. Abb, bomiagogcboo von A. Penck IV 1). - Sdii' wioliUge
AvlUlntacm eriiwlt ü» googntphischo Nonienklatur durclt dio iAhlreicl>»ii iins erlialleuen
h«BtwnelMii BlmbuUaB, welch« 0, Sehlumberger in «einer SiKitlograpbi«! do rompire
ipiatin, Paria 18M, vartlTenllichl hat. — Endlich sind iiucli die modernen RaJseberiofat«
BM gMgnpluMboB Uonogrnpbien bolxuiioh«n. diu man in dar (inosrnphi« Griflcfaan*
luda von Lolling. lUndhnch der kl. AltcrtuniiwiM. Ilnnd 111 und unter den nlnMlntn
iitiktlo rcRMcbiKt (in dal.
S. Kitrton: Auosu den bukumil'iu Liatoriiichen Atliuilon: IL Kidperl: IJirul tw
rmmrtxnr TJlXtjrMfioii svin tiji' dtniiii;!- Ixiiionartimlda IS^H vom f!y1logo>i famoMtia
illwn berausgcRDben. -~ Eine boeondm Burafkoichiigung findet Bvxaaz im hiaforiaiJieR
I bairtla« von r. Bpruaer-Sieglill. Qatlid. Juntus tVithL-s |Hy:l ff,
I 4. lIeb«T di« Ürafltcuiig iIm 8t«pfaano8 vud tiytuut b«i den ß^xiintinani (Ktrmol.
I Ummbi. KuDst. Purpliyrt^euDetoB. EiuIaUiIüs u, h, w.) vgl. die zwi-i orechuiHraohen
I nfandlnin<iii von J. Oeffken. De Stephane Bj-»intino cupita dtio, Dim.. (iMlingen lSS6
I & l—ti, aai'. D« Slopliuio Bj'untitio comm^ntAtiu. FeslHcliiift kii H. Sfluppue SU. Geburt»-
I 1^)1^ Gnttm^ 1689.
I &. Bm der MantceJbsftigkeit der NschriRbteii, woldie nii« die B,vxttritiner selbst Qbet
1 Ar GMgrapbi* ibrvr 'int OberliefNH, i«t< jndnr Aiif«cliliiw aus fiomden ijuollen wichtig,
I r*ln i*n nicfatgriachischaii GaoKTa|>hen. die nbor da» R«i«h .Romania* herichtan, steht
I mmrn Unie 4t arabia«lia Sehnrif [driKl. von dem wir «in im jRhro 1153 voll*
■ mMm, romehinlicli dar lUndnligi'ogrHpbin gAwidmeten Sninmelwerk besitzen. Durch
I Mar« Attfonthalt am Horc KSni); Kogrm 11 von f>ii:ili«n biittn er reidilich (tHegrnhtiit,
I TCi anlÜBclinn. jüdischen, frfin ki.->ch(>n und boiiniidoni ^rrhiNtlKsn Kniirifiiit>.in Ul>er dio
■ HadalaplUiD tiod iUndolBWogo F^kundigungen cinzuxiehon. - KrnnzOäiscIii! (Jnborsetziinf;
I 4m lUlf von r. Am^dee Jaubcrt. riiri.i 1840. — TInuptnchrirt: W. TomnEchnk,
I Di» Bndebwege im 12. Jnbrli. nacli den Erkundigungen ihn Atnbora Idrlst. Sitxungabiir.
f in«i. Ak»d. 113 (lf(86> 2)<fi-373. Vgl. V. Jagif. Arcb. »luv. Philol. 10 (1887) 877 ff.
I 4. Anch der dem Hohok von Cborcne Kugeacbriebeuo gooBrnphincho Traktat
f nrdkat )ni|CF£OKUn zu w«d*n. Er u-urde anneoiiich mit liit ein isolier UubentcUung odiwt
lad der (itiKbirhte di>s Uubub) von Will, und Grurgv Wbinton. London 17Uti: im
Oncinal Mck Hu«««U« 1663: 169S Etechmiadziu : endliub iiHcb ein« nfueu iltied. Sukri.
' Tirkao^L i. Oeoiira|di««ikoiigr«BeeB Ten«dig 1881. Vgl, SaintH-Croix, Journal dos an-
I >M> 1799 8. 21f~-2Sl, — K. Patkauov. Auh der iiuuen Abechrift dur d«m Mose« von
Cknne iui;eMkr»ben<ia Geographie. Journ. Min. 1^83 Ud 226 Mura S. 21- 82.
k 7. Wichtig Rlr die ileoKra|>hit^ du« «hemaligen byiautinischen Rifichoa sind auch
I Mfa Iller« abeiidlBadiaciiu Reittewerke: Cbrtslupb. Boadelmoutii Florentiiii
f Unn iBaulanm Arefcipelagi e codd. Parimn. etc. ed. (iabr. Rud. Lud, de Sinner.
lipia« *t Beroliai 1824. £ine griochifcli« Uebersetzuiig des .Liber iusuluruni'. die auf
t Ml bawrfe Dad relUtindigere lateinisch« Ha als die von Sinner heuttUtcu Eurückgelit,
' Mndat aicb in enivr Ba im Serul: nach einer von E. Miller g•^fe^tigCeD Kopie devselban
•Arrt« 6. Koiuncii inarat den gTi«chiach«n Text dar ßeschroibung von Deloa, R«vno
Anb^lofi. 1[<S3. 1 S. 75—88; dann die Stllcko llbcr Konstnnlinopel. laibiua und Samo-
ftnke. ZrlXoyof, E/jroaintrtBtiijpi'f (naongi. roi' ii;' lö/iav. I8MI S, 1^1 — 1S7. Bondcil-
■«■i» ging 1414 von l'lomnz na<^h RbndoK und «rar 1415 — 141ß in Kreta. — Petri
lirllil, De Bonporo Thracio libri tro«, Lugduni lö61, und: De lopographin ConstantinO'
t mmt tt dr illiua anliiuitatibun libri quattuor. Lugduni lTißl — V)C,2. Piorrn <)ill<3s(GylliUH).
l narta. Naturfutücber, grb, MOO «u Albi. reiste nach Kleinnaicn, licM sich aus Mangel
" <• ]|)lb>ln unter die 1'ruppen Solinnum II nnworbon. verlor in den Kriegen gegen die Perser
I lilar wertvollen Snniiiilungen. kehrte lööO nuch Kunatim tinopul xurllt'k und t l^bb £u Rom.
H 8. Ür«iaM Bedeutung für die geugraphiHche Nomenklatur der byiantinischen
HIril hti« twei (.inlemucbiuigon Ober diia Wort Mfamiiii {^tiannii'ii). welches ursprünglich
^BwÜMgaliMBe Kar. s»it«r im KciteHlvri L'mkreis des griechiKcbL-n t^uraub Gebietes nis Eigen-
BlHa Otil Dörfern. Ebvnen. rruchtbiiien Üelnuden u. n. w. vi-rbnudru erscheint: Ant.
VHrliirafaea. Wt«a«f>u. Jtitiny 4 (ISuSl 42^ — 474 ll<cr<\brl aiiob Khnlidio zu Eigennani«ß
■ MvicfcaK« GaUnngHiameu wie MorjQn. Knatpor. Mnäji, Mtjiiiio). — ti, N, HatiJdakiii,
■ l(ip lor itiftav rr;« A/c(«« .Wf0«(>*<ic, '.»ürj-ii 6 (1894) l-tM; 473. Was die ErkUning
■ fa WcftM betriflt. so darft« wohl die von Hatzidakis vertreten« Ktjmnloüi« (aus Mimt-
Htai^l wReti di« von Meüarak^s anfgcstcllte (von romanisch Ma**eria, Me^iarla) dnn
■kU^ treffe. Vgl. B. 7.. 3. 218: 4. 186.
V Uiar »ei Boeb auf neutrn ErkUrangen einiger widitiger Eigennamen der bjrxanliai-
I UMGwpaiikie biBgewieMin: More« (— rnloiinnnM), Coboi die Herkunft dieano Namens
' W MW «iei long« vergoblidi den Konf corbrncbfin Vnrfnhite ErkUmngen t. B. bei
C. M. S»tkas, Docnnwitc inddita 1. aim, vol. 1 (1880) IntroducHon S. Sl ff.; K. Pa-
412
ByuntinlMlie Llttoratargaaohioht«. L ProsKisclie LitUrMnr.
piirr«g(ipiilaii, fliill. il(> corrvBp. hell. T) (ISL^I) Ith B.; A. I'iilrid»*, UniKitlt^i t^c
itffaiat na'),((u< .Va(mi'«( v M<niini mnä ii;r 4T;fiaiöti Ixifftunr, Allion I8t!9. Dta SWMM-
lu* richtig« LdBung ileii KUtsoU ist (). N. UutiiclHkiH geliiagcn: Dm Wort i Mtfiat
[uuub ij iiroprnl isl als äMmmol- odvr IiilinltniiuniL' vun 17 tivpl*« ,)I«r UMilbowbiiBn* «•
bildet imd glcivliboileutiMid mit /laQtoir , MHulbeorgarten oaev -ImiI*. Der xunnil vos □■•
fabrauclite. aiifiter auf di« ttanxo UalbiuMl abertragNie Kune blngl lUtiu mit lUr kohM
intwiokluug u«r Seideuinduslrie im Pulouuiinu« irShrend dea Uittelultm cinumnuD. Nlhici
NacliweiM voii <.!, N, UntiiilalciB. Zur Wi>rlbilduu)^#)ir« des Mittel- und Neu^eohiMlMa.
lt. Z. 2 (11^93) 288 IT.. in mehr«ron Artikeln in der 'AStp>ä & (]8!)3) 231-S:iD: 4SI-5(M:
&49. endlich.- '() .Wofffirt oder xä Mögi«r'i. B. Z. 1^ (1896). — Slambul (bUnbol): Die«*
tttrkudw UeseichnonK von Konntantinoiiel. die fiilhvr vielfach ralech («la IsUmboJ etc.)
oder miftena^end erklitrl wurde, int jntxt. rnllig siohiir god^nitet aiM «iijr näU mit CcW-
MUg TOn eti in ntn nttt^b tUrki>cii>'m rniit^feMilz. Einn ['aborsiclit Aft Gtaeluafct« dlNH
Oanumnog und ihre richtige )'>'klUrung gnb U. Knaseline. iHtambol, IterDe diM tt. B,
3 (lADO) IKi) lOK. Vgl. Üunt. Mrycr. TQrkinche Studien I, Sitlnncaber. Wien. A.
nd 12K. Wien Xm^ ». n. und K. Krumbnoher. B. Z. 2 (1693) 3(tö. Aaf du «rwiM*
tUrkimche UnlgenttK hnttc Bcbou Kori. Arch. slav, Thil. 8 (lß9.S) 649, kiflfawnwn. —
Bulg. riovdiv (l'lovdinl = I'hi1i|ipo{iul kommt v»d dem scbou hai JwiluiM alitfa-
liMmiitt'lie Ucnonnung vun r'hili|ipupct bczcufjUn I'ulpuduva: Kaluinlacki, Zur 0«acUobl«
dor bulgnnacben BLineiLtitini! (t«r Stadt Pbilipuopel. Aich. skv. PhiL 16 <18M) .%44-U(L
Con»t. Jir«<i^uk, Zum Noineii Pluvdin oder Plovdiv. Ebenda 8. 596—600. - Parkji.
8tadt dor Insel Pnroe: P. 6. Zerl«iit«8. lltfl lov' yt«ty^aiftK«v änpatnt Oa^xul, Öuftm^
JfXtior i |IS92 - ISiH) 513-M8.
Ä. Wisseoschaftliche Geographie.
171. Eosmas ladikopleaates [Koauuc ö 'It-diirnnXtvan^f:) lai kV
xaiidi'ift, Zeitgenosse des KaUer» Juslinian und also «ucli des Gengrapli«
Hierokk-s, tiDk'rnalim ak Kaufmann w<>itt3 Rciüen nach Arabien und
afi-ika: seinen Beinamen , Indienfahrer* führt er jedoch mit Unrecht, d*
Bclbät nicht nad) dem eigentlichen Indien kam; seine Nachrichten Oti
Indien verdankt er niflndtichen Borichl«n anderer KeiMinden. Spät«r vi
tauschte er seinen Beruf mit dem klösterlichen Loben und schrieb in eil
Sinaik1o»ter (violleicht Lit KoHnias nur sein Mi>nchsname) um die .1.
547—549 n. Clir. ein gi'osse» geographisches Werk: t'hristliche Orti
künde (Xfiatiavinti Tanoyffa^la). Der Hauptzweck dieses Buc
war die Aufstellung einer neuen, mit der christlichen Lehre in EinUa
stehenden physikalischen Geographie, eine physikalisch-a.itrononiiael
Ausdeutung dor heiligen Schriften, weshalb Photios das Werk gcr
zu als tQiii^vH'fi fig ti'^v öx(ß»»i7«i- hcKeiohnct. Daher kämpft der frei
aber ungelebrt« Verfasser mit dem Eifer des Neophyten gegen das 1
doB Ptolomaco«, in welchem er unversilhnliche Wideraprllche mit
christlichen Lehre erblickt. Die Tendenz des ganzen Werken verrilt
schon in der Aufschrift des ersten Kapitels: //ß«? »oit^ X9'°""''>S"*'
itii^Coi-'ac. Die alte Meinung, dass die Erde «ine kugelfttrmige Ge
habe, verwirft er und sucht nachzuweisen, dass sie eine länglich vie
eckige Scheibe sei: darüber erhebt sich nach ihm, von den RUndeni dsH
Vierecks erst mit geraden Wänden aufsteigend, dann oben gewölbt,
krystallene Firmament nach dem \'orbild von Noahs Arche. Diese Seid
de« Buches, die dorn Vei-fas-ser freilich die wiotitigste war, kann uns heub
wonig Sympathie abgewinnen; doch werden wir ihn auch hier milder
urteilen, wenn wir uns erinnern, dass ähnliche Tendenzen, angeUid
Widerspruche dor Astronomie mit der Bibel auf kUnstlichem Woge ni
»grvfbi*. A. Wissenachaftlicbe Oeogrnptiie, (§ 171)
bis auf die ouueste Zeit gebei-rscht uud nmnnjgfachen IJnfliRa
i)f«D haben. Übrigens beruhen die ko»niolngiach«D Aiiiichauuiigeii
«8 we«entUc)i «uf ttyriHcber Uiiiiiiliitgt;. DaKS sie audi in
üneswcgtt allgemeinen Beifall fanden, zeigt der scharfe Tadel des
I. unU^n).
uum liegt die Hnuptlivdouluiig Aea Küche:« nicht in den phan-
ErgfiBsen des Manches Kosma», äundurn iii den Nachrichten,
» als Kaafmann, ata Reisender Überliefert, nicht im Uaupt*
d^ni im Xebenw«rk. Was ihm auf seinen eigenen Fahrten be-
nd WHR er auf deiwelben von andern vcnmhni. crzilhlt er mit
ter Wahrheitsliebe; hier treffen wir bvmerki>n»wiTto einzelne
ind vrichtige grossere Beiträge zur Kenntnis der alten Bozie-
L römischen Iteiche» xu Ägypten, Indien und China. Der wert-
r Exkurs« ist dio genaue Bc-^hreibung einest mit zwei In-
rersehenen Mai'morsitzes, welchen er in der äthiopischen (abessy-
tadt Adulis>) fand; die eine Inechrift berichtet kriegenach« Er-
Ptolemseos Kuergctes; in der xweiten, einer viel späteren
liörendeu, erzihlt ein axumitischcr KOnig in barbarischer Orä-
iKriegethaten: sie bildet also ein Soitenstück zu der berühmten
me uubischen KOnigs tiilke') und einer ebenfalls barbarischen bei
Abeasynien gefundetnjn Inschrift (s. die Litteraturangaben). Recht
1 gewis^nhaft ist er auvb in der Schilderung afrikanischer und
Tiere; vom Einhorn z. B. sagt er, diese« Tier habe er nicht selbst
aber vier eherne Htandbilder desselben im Palast der vier TUrme,
lern llgyptisclien Urossnegus geh<>re; darnach habe er ein Bild
angefertigt.
Sprache des Kosmas zeichnet sich durch Klarheit und leichten
Eigenschaften, die wir bei den gleichzeitigen Ilisterikerti ver-
iheii. Mit den Kegeln der kuuatm>ls.sigen ür&zität steht er freilich
inteni Fusse; daher behandelt ihn Fhottos (cod. 36), der das
e Automamen mit dem Titel: X^iaineiav ßißloi iftfitirtia m{ tfji-
I la»,*) mit erOndlicher Verachtung und widmet ihm eines oeiner
Ni Urteile. Über »einen Stil sagt er: iati rfi lunfivög ttjr (f^äaiv
'•«V oi-di fi*( xoii'r;£ fttitxmv- Dann gibt er mit wegwerfenden
inen kurzen Bericht Über die astranomisch-dogmatischen An-
II dm VerfOHMr» und schliosst verdries.*lich : Xijn rf» xai lilXa
ota. Es scheint, dass die Aufstellungen des Kosniaa über die
r Erde, Ober die Thfltigkeit der Engel als Beweger der Gestirne,
Aufenthalt unter dem Firniamente u. s. w. der gewöhnlichen
:beo Bogmatik nicht enbipraclieii. IVutzdeiii fand die .chriatlichu
ie* ein freundliches Publikum und wurde spKter auch bei den
»"breitet.
ZaUa,etwu BQdlirb ron Urukruil
i* TortnHIidiP AuHf^abo und Kr-
ilk«a von LcuHton. lUrmnn 10
144.
^ il«r VerTuMr kabe unt«r
i d» et uielit nOli« bcraerkl,
untor wclclx'iii Justin. i»I vielleicht Juali-
nian ta scbreibru; juilvu falls braucht an> diu
Notix <l«a f liutiuB iu uuavr^r gat gooicboTteu
Dntinruug il^a Auturs nlcAt in« tu ins^N-
Auch kunn «r ju wohl nnler Jualin I geboren
unil uutcf Juatiii II ydatorb«» mid.
4U
ByxuiUiii«ctie Litterstorgwchicbte. I. Prouis«be LitUnttor.
verloren
Die übrigon ProfaDscbriftun de» Kofitua«, cino tiu»f{liirliclic Erd
beschreibuntf, äiv an einen gewiesen Konstantin gerichtet war, uu<l ein
asti'onomisohe Kciti-ift an den Diakon Homologoa eclieinen verloi«Q
gognngen zu 8oiu. Nach Kosma» tritt in der wi«wn8cliaftlich«ii
plii»chcn Litt<-ratur oinc ähnlicho Vorütlung ein wio iiucli EiiagrioN
der Kircbengeechichtschreibung. Die einzigen erheblichen Werke, _
die LUcke notdürftig lUll«i), fcind der Kommont4ir d«« Eustatbios zuin
Oionysioä Poricgctes und die zwei geographischen ächriftclicn des Nike-
phorOB Blonimydes {s. § 186).
1. AaBgaboii: Nadi altereo Drucken [MontMocon. Collvctio novA pfttron IT07
Tol. II) jeUl bei MigriD, Patrolog. gr. äS. 10- 476: liier ist auch die littetBiiscbo Noiii
Ober KoBintM ans Fnbrictus. BiM. gr. ed. üsrl. 4, 251-2C3, wiedwbvlt und «oii»li|«
Site» Littortitiir ven^ichn*!; S. 403 di« tugehOrigen btndBcliriftlicben 7.*ichnungig da
TierkrviM«, orientalischer 1'i«re a. s. w. — Kino neu« Ausgiibo von U. Siernrt wU b«
Toubner. I,fijizig, ertchefnen.
2. Htifsmitti-I: P)i, Itiittmann, Uober dj» Fchtheit de» AdnliUninrb^'n Mcnnmentt.
UuRcum diT AllertumswisBenschart. heniusgegtiben von Kr. A. Wolf und lli. Ballnuii i
(ItiO^'-lälO) 105— lli); imd ebenda 5;3-612 t'b. lliittmann und U. Niobohr. Die u»
inltiachc IiiHchrirt nobet Ucnierliungen über dicno und die uduliUnitdi«. Ninbubm ^iifuli
ijil wioderliult In seinen: Kleinen bi^tirriscben und philnloginchcn («ckriflcn 1 (Boon l^V\
401-412. - Uillmaiiu, Abb- Berlin. Akiid- IS7H S. 18-'i-2011. - L'cbur die Miwiüin«
in den Uandocbnlton dos Kosmas a. N. Kondnkov, (•eHchieblo der bj-MuituiiBcheii Reiul.
Oda«u 187U 8. 86 IT. (russ.l = Uistoire de I'art bj'xnutin 1 (Paiia K86) IST f. Vtilm
Lillcnilur DOtInt Stcpli. Beisoel. VatietuiiBobe Uiuialuieii. Freiburg i. Br. 1303 S. 10
Anm. 1. — Eiac HUa dem Iti. Juhrli. stnmmuDde. mit bunten llIuälr*tion«n veraebeii« rw
Hineile UeberaetiUDg des KuMnaii editrte die rues. Gesullsirbaft der BibliophiU». ,
N. 8(i. PetcrabuTg 1880. Vgl. Aicb. stdv. Pliilol. II (1888) 155. — Zur WardiRUDg H|
KoHmaa: Ferd. v. Riclitboreo. China 1 I18T7) 524 f. i AÖO; 629 f. — Znr KrlHolert^
dar Nachrichten des Kosmos über die obrisllicben UMneiaden in Indien vgl, B. A. I.i[>*ini,
Die apolcTjpben ApoetelgeBcbicbUn und Apostel legen den I (ISSR) 283 IT.; II 2 (mt| b»
and sonst |s. den Index s. r.). ~- 7m seiner Kosmologie: G. Marinelli, Die I'^kndH
bei den Kirchen Vfitem, Leigiag 1)^4 R. » (. nnd sDsFnbHicher: Konr. Kretocbnier. uH
pliysisr.lie llrdkimde im r.briBtlicIien Mittelalter, Wien I8Sa S. 41 ff. — Uober die i!^
lassungszeit dtiB VVorkeg und die Dnllerung der eintelnen BOcber vgl. A. v. (lutiiirliniiil,
Kleine Scbriften 5 U'"^l'<) 012 Anm. 2 I vgl. ebenda S. 606 f.), und: Jakok Krnll. Stuiiira
zur Gesr}iicbto dee alten Aegyptcn, .Sitzung^ber. Wien. Ak. ISI (1890) Xl Abhnadl. S. T^
— Iluuplselirift: II. Ijelzer. Kosmus, der Indienfahrer, JahrbDoheT (Hr protjMil. Tbeel<
» (IH83) lt)5-141.
3. Die unlenito Stufe des geagmpbisehen Studiums der Byiantioer belehnen Jl
kurxcu UcHehreibun{:i.'n ilrr berübmtcn rlllNSC', Meiere und Berge, der sieben \\'ellw
äta V'orgiingB der Wulkenbilduiig u. s. w.. die »buu Autoruiunen in Kablreicbun He
kommun z. ti. im Cod. Vindub. llieot. gr. 200 ^Nessel) fei. 303'— 20''. Vel. C. I,(iill.
Opu.ioulu de fontibua mirnbilibus, de Nilo etc. ex cod. Laiir. A6, I descripta. Studi itat fi
ülol. cloHsica 3 (I89Iij &31-548, und die dortäutbHt luigefnbrt« ältere Litteratur. ~
1
172. Rhetorische Schildenmgen. Als eine Abswoignns der tbi
retischen (ieograpbie kiinnen wir dio acliünrodneriücben Sehilileningcii («-
ifffätrttg] von (Madmf'tcn und Gegenden betrachten, insofonie sie bei allen
Schwulst doch iiiiiist eine geograpliiscbc oder topographische (inind-
logu haben. Freilich erweitern sie unsere geographischen Kenntnisse nitf
»ölten; dos geographi»cho Thema ist ihnen nur Anlat^ zu einer rhotoriscbon
Übung, wie ja auch Schilderungen von Statuen, Bildern u. s. w. eu dca
beliebten tiegen.stfiudcn der alten Ithotorik gehörten. Diese 'Exy^üetif dad
keine Schi^pfung der byzantinisdien Zeit; schon iu den alti^'n Hbctor^ih
schulen gab es solche Übungen, und aus ihnen entsprungen ilic landschaft-
lichen Schilderungen, die einen go beliebten Schmuck der griechiadiM
Romane bilden. Man kuun in diesem JCusammenbang die motrisclie 'i
a. OfiOgrapbie. B. Werke der PrKxw. [$$ 172—173)
^HBrn' xoofiixov niiaxo^ ncnnon, in welcher Johannes von Oaza um
O^m Gom;hnia«ko der Poesie des Xoniios oiiio Weltkarte crliiutcrt hat.
y^ W. Christ, Gesch. der griech. Litt. » S. 66:1. Eine echt rhetorische
lOoffOfft; ist die Schilderung der Stadt Thessalonike, welche Johannen
EiBoniatea seiner kleinen historischen Monographie voransschlckte
(lS'I^)- Kudlich gohörun hiohcr die 'Em/^datii von Trapvzunt, Inibros,
Kohnth u. s. w. des Rheturs Johunnc-s Kugenikos.
f B. Werke der Praxis.
173. Kirchliche Geographie. Den Zwecken der kirchlichen Ver-
nlbng dienten Verzeichnisse der I'atriarchensitze und der in genau
ieaUnunter Itangordnung ihnen untergebenen Hatiptkirchen und bischöf-
Kchen Sitze. Im allgemeinen zeigt sich in diesen Notitien die Kirchen-
irimiDg dpH Jui«tininn und des Horaklio» erhalten. Wichtige üniwäl-
tnigen vollzogen sich am Ende dos !>. Jahrhunderts unter Kaiser Leon VI
tem Weisen. In diese Zeit geb&ren die von H. (}eti»^r als Anbang des
S«)tg von Cyi>ern (s. g 175) ediorten AV« Taxiixä. die zwar unter Kou-
itiotin Porphyrogonnctos abgefa«8t sind, aber im wesentlichen die von
Ltoa dem W'eJsen aufgestellte Ordnung wiedergeben. DuRepen ist ein
Verzeichnis, das dem Titel zufolge unter Leo entstand, nSnilich *// y^Y^'"*'*
U^töauoi^ Tta^ toi ßaaikimi jiitirxo^ lor So^oi; orrmg ixovei tä^tug oi
IfötM tiür ixxXi^ettitv iMt' vnoruintvutv iijT :iiti^ui(ij'tj Küirfftavti.rovnöirMi;,
fl Wahrheit ein Werk aus der ersten Komnenenzeit. Aus späterer Zeit
icunnt die umfangreiche Rangordnungsliste der dem apoRtolisehen
Thrane von KonstantJnopel unterstehenden Metropolen und bischSflicben
itU: 7*ofif nffoxa^tdifia^ iwr v.jo »or ä:iitatohxöv &^öior K<ovaitifii-
Wliitui tt3ii}^inar pr^fi/oTTolitiäf xai t(»r vn' aviov^ fnttsxörtbiv. Daran
NiliMRt sich ein Verzeichnis der den Metropoliten gebührenden Titel,
fie in Byzanz, der Wiege und Heimat aller Etikette, selbstverständlich
l><BfaHu aufs genaueste fixiert waren: //t^i ti;c tti'^tm^ xwv .'/pdiwi-
Ww fir^fonoÄiiötr ■ rivti avimy hlyovtai l^apxoi na'i i':it^iiftoi, tivtg i-rn'^-
lyw ftörov. Aus vorsehismntischer Zeit stammt noch ^e'.lraxufaXai'man
»r üjfuttäititr rtat^a^xmv, xiöv ogoittaiaiv xal avraQi&fn^aii riSv tirroutolt-
"■» ifförtov. Wichtig ist die dem Werke des Konstantin Porphyro-
[Mnetoa De cerimonüa {S. 791 ff. ed. Bonn.) einverleibte "Exifttrit: n^a-
i«hlr,0iati-, natgitt^y*'* ** "''' /",i{><in»itiriüi' doi« Erxbiscbofs Kpiphanios
'08 Cypern (ans dem 4. .Tabrh.). Eine ausfülulicbc Statistik und Ge-
idnehte der Patriarchate, Episkopate und Metropolen achrieb im Auftrage
'Anig Itogers II von Sintien (llOl - 1 1'*iJ) im Jahre 114$ der Archimandrit
jltfo Doxopatres (DoxapatresV vgl. g 195 Aiiui. 3) Xtihiv Jo^a!ttif(tiov
fe^^l>fa7^atg!l) tciiT'; tüy irffr^in^^rixür ii^örwr. Der Verfasser, der
nla ilymnendicbter genannt n^rd, lebte eine Zeitlang in Palermo
id wurde apSter Notar des Patriarchats in Konstantinopel und Nomo-
lylax de« Reiche«. Da die Rangordnung und der Bestand der Metropok^ii
lil Epii^opat« aich im Laufe der Zeit vielfach änderte, entstanden nocli
lilreiche Neubearbeitungen. Unter anderm besitzen wir zwei revidierte
imidiniie» aus der Zeit des Kaisers Andronikus U Palueologo» (l'iSÜ
416
ByuuiÜaudi» UtUrfttarguchiebt«. L Prosaiacbe Utt«rmtBr.
btt) 1S28), nKmlictl cliö fK^fim; /Saai)i*mi 'Aii^iiutf tov üttkaioköjot ivil
Yt'goftos, onio; rvr /x*"*' ftiii'"i «' t'n^oxiifiifai fit^t^nöktii t^ ntnp-'
afX""P iffföttp tf,( Äwi'ffinirnoi'rriiifwf und iie'EMißiati rt'a 'JrJ^onimv ftm-
aijtfmffofttv.
Die chroDologihclie Bestimmung aUer dieser Xotitien nnrd darclj
die unblrcichen («[läterbn 'Auü&txe und Km'eiterungen aehr erecbwert; MC
reicht bicttlr da» VKiülFL-ntlichto Mati^rial nicht völhg au», da noch mancli
wichligv K{.'zc-tmionon uiig<i<Iruckt mnd. Für diu Untcr«uchuiig ist vor aüot
die Heraniciehuiig der KonziUakten nütig, weiche uns üb«r die uUmilhlic
Veränderung in der Hierarchie ntltzliche AufschlUsae gewähren. B«i oller
Trockeuhoit eind die Vorzcichni»»*^^ iitiitierltin intx^res^nt als Zeugen
KtJ'alfeu Organisation der byzantinischen Kirchs iH<ibi*t in der Zeit dOK{
politischen Verfalb und durch die in ihnen enthaltenen Ücitrftge zur
graphittcheti Nomenklatur des Mittelalters. Merkwürdig scheint die Zlkif
keit in der Krlialttuig dt-r alten Namen; docli .steht aicher. da«i viell
der hier noch aufgoftlhrtou alten Benennungen im Volksmundc Uüb
lorun gegangen, teils durch andere ersetzt worden waren. Die Sp
der Verwaltung hielt an den alten Namen fest .lelbst bei Sitzen, die
nicht mehr existierten, ähnlich, wie es die rOmische Kirche mit Ui
Bi&cliüfen in partibut: infidelium thut. Lehrreich ist in die«)r Bezi«hu .
diu SchluHsbemerkung der yt'a Ixiffoii des Ändronikos folaeologos: jlvt*
iiai%- ai foi' itqövov toi' KntiXtwi rtäam fit^f^onöltii ' ör^ÄQt^n al n(
yaapflivm itria ri^g taTg iuatöv ' ffm^vi'ini Jt aijfif^or ^cpixa/ SD
der Zusatz im Titel eines anderen Verzeichnisses (S. 243 ed. Partlicjjä
Kaiüioyog iniaxonmv aT tiint (!) l'uaaiix; xmv /ii^JifonöXtwr v:ioxf*iAt
oaai aiö^oviai riv tx /ti^wg ■ t'x loinior «i fiXtie%ai i<<ftt\i<}t f,eaf
Um diese roichen Listen fUr Geschiclite und Geographie fruchtbai- nu mache
bedurften wir einer (Interüuchnng ihrer Chronologie und ihres genealc
Verhttltnitises, sowie eines Kommentars, eine Aufgabe, die in der jflt
/.eit zu einem grossen Teil gelöst worden ist.
Auagaben uuil Uilfamitlol; Nnrh il«4i *ll«n, w«it umtatvXm und Di«itt »rb
nsingliehwn Dtuckvo sinJ dicM Vrrzcicbiuiuo (im (cuuteu l-t N'uminern) tait Uenütt
haudscbriftliolMT Mittel, itiu freilich nun Toil erat iii Iviili^«n Naebtrtff«n Verw^rtn^
fudeii, mit oinmn lnil«x Wauagugeben in: Hturociiti Synecduoiiia m r«c. bust. Pac(b«y
ßerolioi tl^ S. !Atl.i iloriselbBt Üuilet mM uucb [ßr jedt^s eiimliia Staok ii* g<
ftllcrc I.ilUmtnr veneicbDet. — Kinu von Purtbey Ubi^rKiuiticne Notiti» von AI«)
ist godniokt b«i R. Pooock«, A ■l«aori|>(ioo vi Uie «ast and »om« otbnr countnMl
(Londaa IT49) 279 f. (^ $. 423 f. d«r d«iitseli«n AiuRiibe von IT.54). - Kino XotHü n(
Orotntioctiwii stobt in dar Forlaetaung der «meniaätoo üMoUelit« dM S|iuap«t Sah
od, Dulanrivr, Rocmil dM Ustarieiw dt« crojaodn, Dooanwit« anntei«)» 1 €73 8.
Zu den bulgarisohMi Notitiuvgl. E. Oolublnsky. OMoliiolit« d««- ImlgariaolMB, mtUi '
nnil mmiuuaieti Kirck«, MMkau ISTl (ruae.), bM. S. 4$ S.; 259 IT. — Uanigiagtiek
Biir Dimitaaa. Tä nrpi tf,i mimtaiiXoB apjftrnMKON^t rq; nqtiitjt 'i*vmiriwfi}t 'Jx\_
■nJ »niynfini. Alb«n 1859. — K. K. Zacbarime von I.iagnatfaal, Zur Kcnntai*
iMtitiM o|»»Mpaluum QraMonm, UDDRt#l>tT, Bort. Akitd. tt^S ä. 2'ft~2S8, wo an «i
Bataplala aua ilaaa 17. JahihuDd«rt imc^icvinMMi wird, wi* ditM YtiRvicbniiuu> Ar
klnlilUlia OwMrapliW autxbar lu Ena<Jirn «ttd. - Zwei Nctiliae «d. A. Papsdapoli
Koramono. Mnrfr^fimuiot flifL, Kp«] 1684 Aakang S. 64— 70. — W. M. K>m>iaT,7
hbt. iKwara^j «f Axm MIaot. London 1890. — W. H. Ramaar, The citic« and biil
fitpa »{ Vhtjtjm, J»iun ot Hell. Studtn 4 <1S$3> 870-436; 8 (iSSTj 461- AI9. -
.. ^.. IJneQeD, Z«itechr. f. K i rf lie n g e^cuMtfc Jj^il
I iMiMutiiw BisUlin*«' lind Dber die GMoliiüht« der H*Wi>(Mti
grümiii
Dil i\ii f-imn"
246-2«!
lirx und der
Utuen). — H. OeUei. Uugednickte und wenig bekannt« BlstOmert-Dneklimaiiu
JiMlMn Kirche. B.Z. I {1892] 245-282: 2 (1893) 22-72 (Reiches ucuea Miileriitl
gd iinbenfltxteii Drockeo. dazu ball nbrech ende UnterntKilmn^on Ober die Cliruno-
■ber die luterprctation der NotJtia« der Patrbrchiite Anliocliin, Jerusalem. Ale-
Mtoke^alen ArcbiepiekopaU DulKMieiiJ. — Ein Si^esialtiiema der kirob-
hie lutoraiicht L. Diicb««ne, L'llljriciini ecd^iaatiiiuo, 11. Z. 1 (1892)
r r. Con,vbeBre. On nomc Annc-niiin NotitiRe, B. 7.. ft(lS9ß) llH-136.
14. Hierokles {'IfQOxXr^^). An di-r Spitzo der im Interesse des
1« thiltigen Geographen ateht der Grammatiker Ilierokle» aiii« der
Just'tiinn. Sein vor dem Jahre 535 vorßffpntlifhtoa Werk 2vrix-
ein »tatistiechor Abris» des ostrüniischcn ]leiches, in
04 Provinzen und 912 Süldtc {statt dor im TiU>l angekündigten
bfgezAhlt werden. Das Werk zeigt einige Verwandtschaft mit den
chcni duf kirchlichen Verwaltung, gehitrt aber nicht zu diesen,
ist aki Haiiptgrundinge der politischen Oeographie bei don
D«m zu bi<ti-achti>n. Diu Absicht des V'erfaeserä, eine politixvhe
[;hliche) Statistik zu geben, ist in den Worten der Einleitung
ackcn: Elair al rtiiaat inafix'"' *"'* TtöXti^ ai vmi fur ßatuXiu iiü>'
tv töv ir hüokti d/iafx'a* ?^ . '^öi.m; SAe', aJ; vnoi^tuKiat. Üb er
Hgung zu seinem Werke durch einen httheren Auftrag erhielt, ist
it bekannt. Iliorokles war neben Stephano»« von Byzanz
iielle für das Werk des Konstantin Porpbyrogennetos //»pi tmv
ir (e. 3 108).
Attaskbeo: Im Bonner Corpue mit KontiUjitiii PorphyrogennetM vot. 3 (1840)
1. — Darnach bei Migne, I^lr. gl. 113, Hl— 156. — r^x recegn. Üuat. Pnrlhey,
|18$6; in der Vorrede Uebeniclil über div frilliercti LEiiE.tun|:on und die Hond-
Eiete auf luafaaMDder Verwertiini; der Hub beruliunde kritlHcljc AuBjiabe mit
•tautiiMa PoqthjTOBeDnetee De llieni, erballeiieii Sldcken vun Äug. Uurek-
rfnig, BBil. Tenba. T898> Vgl. die iteeptecbungen von H. Uelner. Berliner
eMMhr. 18M S. 168 ff. nnd G, (inndoimatia. U, Z, 4 <lBViä) 005-607.
Uilfemittel: Gate KrklRrnngen dunkler OrUnemen hei Hioroklea von W. To-
' , ZaJtMkr. f. d. Brterreicli. Gymn. 18 (1867) 715—720. — 0. (Jünlher, Za den
BMaine Acacü', B. Z. 3 |18v4) 146 f. (Ober dnn b^i Hieraklo» vorkommende
m
Syuatinbdi« liUerktnrgMcbiobt«. L Proauaeh« Uttantar.
durch VvigirirhunB det nourn Nun<-n in Hi«t«nk>ni und anderea WmIemi t-icIlMcbl likfl
bc«tiinm«in licwm: aj« Kind edi«rt bei Tartkey, Hierttklot S. 311— SIS. Vgl. NikaffeMH
Uryonniol IV h (cd. Iloon. S. IM, 22) n«fä rttnm/iif »vV »if Mwf ägg^^tr koIm^miM
tftij la äftiiiftt^rai mir öfafiiirioy ri! nilei«!« n. K, w. 1
Eio kloin« und. wie t« Hchoint. ganx wertlauM Pr«TiiiicDvprxcictiDi>hKlM*it-
fkueun, itibt. CoislininiiB. PHrin 1715 S. li^l-SSf. ediert. — Dftiunlbe edierte noAtmall
J. Sakkelton. Huiftuai- jlißh:»^*';. Athen 18» S. 72 f.
17l>. 0«org von Gypem (rn^eyio? ä Kvte"H). ^io mmt nicht b»-
kannU-r Mann, verfahrt«, wohl im Xatang der Rcgioning des Pboku
(602—610). eine profane Beschreibung des oütrömischen Iteiche«, Slinlieh
dem .S)'nek<lemofl des Ilierokles. Dieselbe vereinigte später ein kircUicher
[{«doktor mit einer hauptsKchlich dio DiiJzese Konstantinopel umfuwadc«
kirohlifliun Xütilin, dio im orstmt Dritt«! di-s 9. .luhrhund^^^rtä von teil
Armenier ßa8ilioH zuBammengestellt wurde. Leider hat die Überlieft-
rung die8ßm kirchlich-profanen Doppelwerk Übel mitgespielt; insbesoDiUre
iflt der profane Teil durch Verwirrung der Kolumnen, durch Ausluflat;
und Entstellung der Namen «chwer geHuhfidigt. Trotzdom (»«hült di« LiMs
einen selbutaniligt-'u Wort; den» »le ist die einzige Beschreibung der beidei
Prttfekturen Italien und Afrika aus der Zeit der Langobardenherrschaft,
und fllr gewisse Städte ist nur durch sie die byzantinische Herrschsft
bezeugt.
1. AuHgnbnn: Nnoh xwtii ganx ungflnUgQndm AttDren Aungsbm (t|^. dia An
von Geixur S. iJtlll F.) wiederholt von (i. t'atthe)- mit llieraklc*, Horlin I8M. —
kritiadic Aufgabe: Gcoreii Cyprii dcHcnplio orbis Rgmuni od. H. Uelter. I.eiiai^
Toobo. iffW, niil vier KaTtun und riacm für die alle üeogtaphiu und U««cl)icfat«. bwanl
die QaBoliicbl« der nie bxi Rührigen (•rie<ihenherrevhart in Spanien, höchst vcriToIleB
meotar; beigegebeii isl ala Anhiing 8. &7— 83 eine unter KuaBlantin PorphyrogeuMta i
gerassle nnediert« kirchliche Nolitia.
3. Hilfsmittel; Wichtige Lesarleo aus dein fQr die Aasgabe nicht benttaUs C(
Paris. 1!)I0 hnl Gelznr in «einen obon zitierten Analecta Bj-iantinaS, 15—18 Dacb)(«bi
— Vgl. di(T llnspieohiint;en von G. Gundermann. B. Z, t. 601—604, nnd 0. Deal«
Joura. .Min. IxDl l)d 27ß H. 304—213, — H. G*lxor. Zu der Bnsohreibung PaUiOiMai
Oeoricioa KypHuii, ZoitHchr. d, deutschen Piilllatinn Vereins IT (1^94) 36—41. - J. B. Bi
TlieRomnn oiiipiti! in fluO A. 1)., The Kngl. lÜBlor. Review 9 (1894) 315—320, «nt
die hisloriBvhen Krgebaiiuie der Ausgube lieixota und vertritt die Ansicht, da« nun
siohore FrQh- und nnUlgrenie der Eutstohung^iZDit des Werkes das Georg tud Cypcr« i
die Jahre hi\ und fJÜS (vielleicht ä04) restatetlun kOnne.
176. ItiDdrarien. SegelhandbUcher und Karten. Wie ee schon
der hellcnischou Zeit für den praktischen Gebrauch bo»timmte A
nungen der Entfernungen von ätUdten, Häfen und Inseln gab, so
dercu-tige Handbücher, welche die heutigen Generaletabspläne, Disi
messer, PilotenhUcher und Seekarten vertraten, auch im byiantiniMl
Iteiche, besonders in der Marine, gebräuchlich. Das beste und ruichhol
Werk dieser Art ist der ^taimaftöi ijxoi rttgi'nXovi i^ /ifj-ai»^« ^a.
Der anonyme byzantinische Verfasser, der aus trefflichen älteren
HcbUpfte, beschreibt darin die Fahrt von Alexandria zu den SAulen
Hei-fdcles an der afrikanischen Küste, dann die von Alexaiidria bis
Dioakurias an der asiatischen, endlich dio von Byzanz bis zu den
de» Herakles an der curupäisdicn EQste. Dazwischen sind einzelne In
umsogelungcn und zahlreiche Seitenfahrt«n eingestreut. Die genauen
gaben, welche dieses Seehandhuch über Entfernungen, Hafenverhfilüü.
Klippen, Untiefen, Fundorte von THnkwas-ser u. s. w. macht, geben
oilieii Begriff von der teehnischon Ausbildung de« griechisch-byzantinl
jBcht Uyzantiniaclic Karten mit griectiiMohor L«gcndo scheinen
rhalUüi zu gciii, und Soekart«n haben «v wohl üb(>dmupt nicht K-
cinuD B4.'hwachen Ersatz bieten mehrere dem 16. Jahrhundert nn-
ie Exemplare italienischer Provenienz. Die oft unglaublich
ilteten und schwer zu erklärenden Ortsnamen sind hier in dem
Ben Kauderweslch, dos die Scesprflch« des Mittclmeer» bildete (liiigua
), mit latoiniechcr Schrift angegeben; dur tlaupttoil der Benennungen
lieni^ob. dnnL-bon aber finden wir auch andtire romanische Sprachen
und natürlich auch die griecluache; letztere in einer den Italienern
rechten Form.
AonRaticn; Sta&inafief «tc. od. C. Mflller, Geogr. Gr. min. I 437—514;
Mio S. 123 ff. Dio '.irauiffisatf obonda B. 424-426. — rmJforfpouixrfi-
Porph. in dem Wcrko De cerim. II 45 (= I GÖ4 ff cJ. Bonn.) und bei Tllfel,
bl Fotph. De previnoiia rugni Ujcanlini über secunilua, Tubiiigae IS4T 8. 17 f.
ao«b verseUedMi« RüdnktiuDen «ioea Puriplus ilvs sctiwAn«n Meorcs u. a. boi-
■ind. — V^. Jo. Iri«rt«. RegiM bibliotliecae Matrit«iiai« coitd. Grncci, Madrid
180 — 499. vo dar d«n liitdinnfiöt '^i (iiyüXit äaXäaaijt und andere geographisch-
W 8(Sdc« eBlbtlland» Cod. Malrit. 121 lieaclirieben nnd exierpiert ist. — Vgl.
, Haadbacb d. ktaas. Allo^tlInl»via9enac^ll. Hl 108.
Gaograpliisclie Karten: Mehrere in der Münclinner IJtbliollick lielindlioh«
Im Kutm hMchriob SchnieiUr, Abhandl. bnycr. Akad. Kd, 4 (1:444—47) Abt. 1
Tit. — H. Thomaa, Dar I'eripliis dvs Pontiii Kuxitiin. Iii^ldcben der l'nruplus
■■ vmA PAllatma nnd der Puraplan vnn Amicnion. Abhoiidl. bnyor. Aknd. 10
60S) 221—290; dorUelbat S- 226 f. u. 231 f. wciUn; UlliTuUirnngnbun. - Kin«
16. Jalubunilorl aUnimende vonclianiivbi^ Karle von Morvu od. K. N. Sntbas,
lla llrfdits r«lalif8 Ik rhisloirc d« la Gr^iip, I. A^rie, Tome T. Paris 18^0; tiue Karle
ihlwiHM Arcbipcla^iw vom Jahr« 1421 und uin^ Kurt« vuii Kruta vum Jahre ir>Oil
ToMM II, Par^s l^\; eine Karte von Cypern in; Aiorthv Mirx<"gii Xi/oriKiy
•dd. K Miller et C. Salhaa. Paria 1881 (text« Grec], - Eine IVbersieJit »bar
|he, ^«aiarbe und arabische Seekarten deii 13.- 16. Juhrh. gibt Hrinr. Wuttko,
iIimU« der Ktdkundi> im kUti'n Drittel des MittoInKers. Die Knrtun dnr aea*
n Valkei HndeUTopan. Dreadcn IJ^TI (mit einem Atlas). — Gcuauor» MitleiluuKvn
ob. Finirber, t^ammluni; mittolatlfirlkhor Welt- und Seekarten italienische« Dr-
fioBd nut iulkmiacheii Bibliotheken nnd Archiven herauegegebeu nnd erl&utert.
■ Oigaaia 1886. Hier S. 64— 67 über dvn wnhräebeinliebcn Einflnss der grierhiHch.
■•dMa Stadiunen auf die italieniirc-hou ävekarleu.
% Porlalaae: Wi« die grieebiaohen Seekarten, ao weisen auch die in griechiBchor
BysantinUche IdtteratnrgsAchieht«. I. Prosoia«!» Litt«ntur.
Crialoforu Negii. Portolniu «eistenU nulle princiiiHli liibliat«eh« di Vsneua, T— )B
1S66 (mir utuugUiiglirli). fl
4. It»icho Hiir^niittol xar K^nntiii» ävi byz. Geographi« sind di« uns wIuIMH
b]nuiittiii§ch-ilalienii^nli«n ilandelsverti^«, Öuld bullen, Sclicnknngs- and KAüfiirlniiidMi a.tfl
Amgabon und HilfHmittel sind S. 223 f. veneielmet. In der dort genunUfi Pnblikslioi)
van (!. L. Fr. Tafol und 0. U. Thomns, Urkundnn zur kUortm Elaodels- and SImIt
gonchiRbtoldcr Knpublik Venedig, ßndct man 1 37&— H^l rin venstianiachon Sehiffeibtltll
über die ormoniücho Kflolc aus Marino .^onuto nnd 11 899—416 ein fthnliob«», «banfalU w
M. Snnulo cntooRimmcB ftlr di« ayrisulio KUbU. - Ceber das bfianUnweb« S»»B'«a*a r^f.
A. Ft. Üfrörer. byrunliiiiache ObbüIucIiUiu 2 (GrM 1873> 401—18$.
177. Wollfahrerbücher. Dem religiiSscD Privatintereew, das ndi
bekanntltL'h tichon vor den Krtiuz^Ugen in häußgon Wandcrungon nsdi >
Jeruäatem kundgab, dienten einige periegetisctie Schrifton, weltlio Vtlk-
Btina lind die heiligen Orte Schilden), also byzantinische Reisehaoil' :
bUcher für do^ heilige Lnnd:
1. DoH ällo^ttü dieser für die mittclaltc-rlichc Tapograplüe uiid 0^
schiebte von PutilKtina wichtigen Büchlein Bchriul) ini Anfang d«s9. JalD<
hunderts (vor H'^il) ein Münch Epipbanios, der von dem HQncbe dod
Presbyter Epiphanios, dem Verfasser von LebensbeachreibungeR der hl.
Maria und de» hl. Andrea», verschieden ist: '£ni<faiYQt' *ov ftotaxoi- m
'AywTtoXitov xtti ni'tf(iaiixov ijfim- natpög iti^yijaii tii tvnor .Ttutf^p^tti
7it(fi %^s St'Qfa; xai Tr^$ ä/i'u; rtöltui ttai täv iv ttmi^ ayiuv jöntoi:
1. Ausgaben: Ed. pr. mit Utoiiniecb^r r«bersetinng (n^bst d«n nnUn hI* N'r It-t '
aufti«fnhrt«n StDokm) Y. MorolUfi. Pari» 16'20 (feblerbaft). — Ed. (nebst dnn nnWa ik '
Nr. 2—4 Rurgefahrten Srnck^] Leo Allnliu«, 2iWu>n. Kaln 1663 1 S. 1—102. - OiMk.
(mit Nr, 2 4) im Venexinnnr CorpUK der byxantiniscbcn HistOTiker »it QuMiKi
Vvnodig 1T33. und bei Migiic, Putrol. gr. 120. 259-272 ttnd 133, 924-1001. - BÜ
Albort Drossel, t.pipliimji iiioDiiuhi cl prcebyleri edita et ui«dita, Paris— Ldfiig 1681
S. 1—13. — Dann «diiirte xwci griL-obischd Tetlo und ein« Btaviaelie Redakt)«n nil nMR'
scher Ueb«m<txuiig und einem wertvollen Koinnientai V. VaailJeTBkiJ, Pr«T«al. MI
Bbornik. Heft II. Petersburg 188G.
2, Hilfsmittel: lieber den Hagiographen Epiphanios vgl. B. A. Lipsio«, te
spok^ben ApoatelgnBchiclilen und A^ioatel legend«) 1 (1SK3) 188 f. — üeber die »Dl-
wendige Scbnidung des {'«rtegnton Epiphanios von dem Hagiogri^hen ; J. DrliekCi,
Der Manch und Presibyter Epiphnnios, B. Z. 4 (lä95) 34(t-362. — Ucbor die Am||Ii,
von Vnsiljevekij referierton P. Bexobraxuv, Revue archäologique III. si^ri« 7 (18M) M
bis 316. und Vt. Dostuniti. Joura. Min. 1886 Bd 247 Sept. ». 12% 143. <
2. Johannes Phokas vorfassto eine: "fxy^ain; iv wvt'tftt iw ä^
'Afttoxn'fti [t^xt/'i 'it^offo^Pftoiv xfiüi^mi- um x<^C~^ •i^fa;, ^on-t'ni/t *ai tit
xenti flakmarlrr^v nyioir töniDv. Der aus Kreta gebürtige Verfasser leistetak
wie er selbst, erzählt, unter Manuel Komnenos Kriegsdienste und zog ädl
spftter aU Mönch in das Kloster dea lil. Johanneü auf I'atmos zurikk.
Seine Palästinareiae fällt in das Jaiir 1177.
Ausgaben: Edd. Moroltus und Allntins n. a. 0. — Dann im VeneiisiCr
Corpus und bei Migno. Pntj'. gr. 133, S27- 1)62. — Dann wurde da« SiHrk a$A mam
n«ueD Kollation der einzigen bekannten Us mit Verh(ueerung<>n odisrt von V.. Miller,
Racnoil dee biatoriene des croisades. Bist, grecs I (1^75) 2, 527— &58; r^ dio VorredS
S. 6 IT. - Ed. .loh. Troickij, Pravosl. Piü. &bomik, Heft 23. P<t«r*burg 1S89.
3. Der Protonotar Perdikas von Epbesos im 14. Jahrhundert bat
das Thema in einem recht armseligen Lehrgedichte behandelt: Jlt^ w
iv 'hfoaolv/Aöii; Hvqtaxäx' äifiäriov {260 politische Verse).
Ausgaben; Mit Nr. 1-2 cd. Müiellua a. a- 0.: mit Nr. 1—2 nnd 4 «d. AllsliU
B. a. 0.; daniBcb im Venexionor Corpus, bei Migne, Patr. gr, 133, 1163—972. nnd M
Benj. Joannidss, ripoairi'rr.fauiDi' 1 S. 10 ff. (mir unxugingludi), ~ Ed. A. Pspj-
(lopuJoB'Keramous, mit rusaiaclier Ueboi«eteung von Q. Dealnnis» Prav««L Pal.
sb«äA^
J
8. Osographie. B. Werke der PraziB. (§ 177]
U 39, PtUrabiirs 1980 (im Vorwort cingobctido l*ntennichung Ubir diu Z»il dos fcinlikaa
■d thtt andM» B]matiiicr diotca Nam«iin).
4. In unbeholfener Gräzität abgefitsst. nber reichhaltig iro Stoffe ist
Üe anonyino, schwerlich vor dem 15. Jahrhundert entstandene UTTÖdtiSi^
<tfi war 'IffoaoXrftbtf,
Anigabcn: Uil Nr. 1 — 8 ed. Lo« AllatJun n. a. 0.; dunnch im Vonoziiinnr Corniu
ri Hign», P»tr. gr. 133, 973 -980.
5. Der Uotropotit Daniel von Smyraa (spätor von Epheaoa)
iHchriob gegen das Ende dos 15. Jahrhundert« eine um 1481 ausgefUhrto
I<ue nach dem hl. Lande: Ji^yjfiti Javit]k iii^T^onoXiiov 'E<f4aov xa\
ttfioiog tmr äyi'mv xonmv.
t. Ansgaboo: Kd. MiDgarolli, Graoci oodicuu maa npui] Nruiioa piktriuiD« Vvnotos
■WTiÜ. Bologna MM S. 282 ff. — Ed. Andr. MuBLoijdu». (ilivKju^iyjw 1843
k m-~\n (tuvoUstSaitiK). - Ed. J. Belluduä, \«nvAi^ 18TS. — £d. 0. Deatunia,
^mal. Pal. abomik. Il«ft 8 luid 9. Pet«r»burg 18^.
i. BilfBBittel: A, Papadurxilofi'Korameas, m%oyot 1886 IIriffi!(}itjfia S. M ff.
- A. PapadopdloB-Keraioeus. In w«lcli<ini Jalir« besuchte dor Metropolit von Smjrnn
ksitt da« bl. Und? Mineilongen A. k. ran«. PalfifitmngPBellecbaft vom Oktober ISSS
um.}. An ScUuaM Netöen flW einige andere gdiriflon dioMe Danioi. — Auf Uaniola
'Bglffüiil Dod oin ruHBRoheB WRliruhrerlmch becielit sich auch V. Voiielovnkij, Zur
nct Ober die Bildung von Loknllegenden in Polnstinn, Joum. Min. lHiih Bd 23S S. lOS
3. Enw anonjriiie Bcecbieibung des hl. I.andtn) aus dum IiJnde Je» N. JahrhimdnrU
i fr. A. PapadopuluH-Kernraeus mit rusaisobcr UcborHotxung von Li. Dcatunia,
kmat Pal. sboraik. Hefl 2G. IVlcrBburg I89l). — Kinu atiduro vliorirulis luionymo Ite-
Aralniig der h«ilig«n Slillon, die iwincben 1253 und \2öi abg^ftmst wurdo, ed. pr. A.
'tpadopalos-Eorameua tnit rugäiacher Ueberautzung von 0. Destunia, Piavost. Pal.
Mnik. HafI 40, P«t«»>burg 1895.
4. Ein »fhr intorcwante» in der VolkBsprncho abgefasstes Wnllfahrhuch
likt n Cod. Vindob. theo), gr. 244 (Nemct) fol. 22-2.^. Die Uebentchrift Inatet:
kf^^if ■•'rv mtfüiiJ'H *ai m^aia ntpi (oi^ üyior iiiifoii tli töf lonov fijf tiyiiii niiiniit
^■«■lAi «m Hu iH :tiiiJ}-r(>a irjt yij( t^c itayytlias. Bnginn: "Rttidij *mtl f^r äyalt^r
m m^aaiatatr tat Z^t^ir. Ui« .Sprarho doa BUdhlninn ist vulgUrar. uJii man ancb dom
lUnd den Kingnags warten rmartvii iiollti!. -~ Auch noch uni-dioit ist wohl diu im Cod.
llhoBI 88U ■■ Iti BufbeiraJirlu Jii;/';oi( n(()i cur 7([i na uli'/iuir iiii tnO äyiav ifinvt Sirtr.
■ Sm aaogriMhJMbv Bnchrribiing dar äUdt JcniHulum mit II lusl rationell Hiebt im Cod.
Mi Canea. 1«? >. 16T0.
ft. Zar AnfkUrunn; nnd Grf&nctmg dien«n uamentlicb die nb^nülilDdiscliun und
■Miecben WallTalirbBeher. Eine grosaarlige Sammlung derselben lat vorQffcntltcbt
I dar 8<ri« gAoRraphiilu« der PublicntioDa de la aori^lii de l'Orient Intin. Voll. 1—3,
la(IS79, oBthallnn Latetniäclie Itineranfn, herau^eg. von Titus Tobler und A. Molinier;
iL 1. iffliif 18^. franiiiaiache Itinerarien dca 11,-13. Jabi hundert.') von 11. Michclaat
■I Oaatoii Kajuaud: vol. 4, (ienf 181^'i. Inteiniacbe Wal IfahrbQ eher von A. MoÜaier
■ICKabler: vol. ^, (ienf lä!*?. ruesi.sche Itineriuien in frtinxflsiscber Liubuniobeung
■■ X** de KbitroTO. Als Forteclzuns dur uufli dem Tode dos (iia/eu Hiant eiii-
■fUfMWB Pubtikatiouen der äoeieU du t'Ürient luliii erscbeiiit die Itevne de l'Orient
Uta. bia jrtxt i lUnde. Pari« ltrU3— 1^S5, wo maa ebenfalls iiianclie auf Palästina be-
Uk4e Arbeiten findet — Eine Menj^e wichtiger Pnbltkatioaen Ober dieses Gebiet, dio
Vaiekt die •nfgacUill werden koimeo, enthilt der oben Öfter ODgafllhitA Pravual.
U »burnjk - f.«Uiaisch». griechische, nrahinche u. a. Texte in englischer Ucber-
iteag <nil Kanim«irtar«n , PlftM>n und Karten) verQfTont licht die .rolestiiie Pilgrims
«t ]ja<Mrlj-'. Ixoidoa 1S8Sfr. -- Daxunoch: Tbeodoaioa. Üo situ ti>rruu sauutae ed. J.
Jldeineialur. bonn 1K82. liildcmoiatris Toxi wurde wiudurliult mit ruaniacbor L'ebcr-
teag WkI Etilem Kommentar von J. Pomjn lovskij. Pravusl. Pul. sbuniik, Ueft Ü.
tfNMn IBÜl. — A. Loikion, Die Ptlgorfahrt d» nisemdieu Abtea Dunid in» b1. Land
IIS~I1H. ZeJiacbr. d. deulaeheu Pallbitiiiuvori'ins 7 |I8l^) 1T--04 (deutsche L'ebeniutziiug
I Sdtfift de« Daiiiet). — Eine instruktive allgemeine Durleuiing Ober dss Wettun und di'ii
tmklar d«r Ptlferfafar1«n gab K, lti>liricht. Die Pilgerfahrten nach dem Heiligen Lande
W^ ErwnatMi. lUamers Histor. Taschenbncli 187.S S. 3'31~39l}.
EUm nielaaltife ZasammeiMtelluiig gedruckter nnd nngedruckler Qosc^reibungan
Ir MlrfiaMiliin gak T. Tobler. BibllogTsphia geogTsphica PataeaUnae, Loipiig IHST.
422
B^K&ititiiache titUratnrgaacbieht«. L Preaaucba Utt«ntai.
Von iltimselWn : Po«criplii>nM tarrM wncUiu ex mteaio VIII, IX, XII oi XV, htnät IfK
•— Dm «ichti|tHt4i liibliograpbnioho Ililbinittol fftr dio gfunlo w>f Pilbtuu ^T^iri''^
I^ttprntiir int: IL Röhricht. HiUiotheca geogmphiu Paluntitiae. ClwonolapiiÄlt Tm-
inichniH der nuf dio (icoernnhiu ilen bl. ÜuhIm DOOgUebai littenlur tmi ÖS bis IST?
und V«niuoh einer dirtograpluc. Dcrliii 1890. Nacktrtgc dun in der BcMractuni *m
Noumann und MnhUu, /uiUchr. d. duut«liea PftUatinuvprcias U II89I) llIC: It
(1898) 2DS-'^4, imd voii K. Kohricbt wllMt. Zur BiblioÜiec« gtographica PtkcaÜOK
ZoitMhr. d. d«<(it«ch«ii PalOAtinavoruina 16 (189S) 269—295.
6. Tu dieMti Litteraliirkrfis RfhOrt noch; PaistoB Ilagia|iOBlolit«B, liatnwfil
von Rhodos. OMchiobte dra Beniw i^inai und swner CngebintsMi, «a iviscliMi I&TT-IKB
vOTtasatM Gedicht, mm nntUnmnlR odiott von A. I'apadopnlat-Koramsaa nh (m
Ueb«raetntig von (i. Dostuoia, Pnvvosl. Pal. ebornik, Heft 3&, PotcrabvrB li^SI.
I7S. Andreas Libadenos (/fr^pi«; o ^ißaSi^nf) lebte als Pnilo-
Ubiilarins tili«] (^hartopliylax d(^r Metropolilankirche von TVapentit od
(tit Mitto des 14. Jahrhundert» unter den (Irosskoinnenen Ba«lioe I Bsd
^Icxiit 111. Sein Hauptwerk ist eine ItiQtiji^xixi] lato^i'a, in wclcbtr
pr «ine RtiiHu von Kon&tantinopcl nnch Ägypten und Patistint noii
ztu-Uck nach Konstantiiiopel und Trapozunt Hchililort In dem Keiaebciidil
Hind ziemlich ausführliche Notizen über die damalige Geschichte im
Trapesniit, b(«»ondei'E> über die Streitigkeiten in dieser Stadt nach den Tode
de8 Kai»tcr.s Knsilios I (1340) eing«f]ochtcn. In dienen geschidiUiobti
Nachricliton ruht der Uuuptwcrt dor von Fallnioi-ayor noch nicht benfttit»
Schrift, die eine Ergänzung der trapezuntischen Clironik dee Panaretot
i». g \&d) bildet; aber auch die zahlreichen Beschreibungen der be«ac)Mi
örtlichkeiten hind fUr die UctM^bichte der googi'aphischen fx^^aaif uoht
ohne Nutzen. Aucsor dieser Poriegesc enthält der Cod. Monac 52o von
demsulhen Autor eine \^)ftoXojitt nitttn»^, Gebete, ein Enkonuon ftuf ^
WunderthSter Phokas, Briefe an Gerasimos, Bischof von Keraeuot, u«4j
mehrere Poenien religittsen Inhalt«.
Kino Anal}-«' '!c« Hnuptwi-rkciii mit bioKrii[)liiBohuu und historittcboa Beawku
gilb M. PnmniknH, llEitrUgi' tat liy£iinliuiacb«ii Liltvratur. Dias, MKnC'ben ItSTU S. '
— Vollsläiidi)|i! AuBgHbo von M. pHrnuikua. 'Ar^Qiof .UflaOijroi n«|M>j;i^i(, Kp*l
- Kin^ <jc8BDitau(igabe de« Litmdt^nos wird von A. Papadopulo8-K«ran«ai
be<roit<<t.
179. Von einem sonst nicht bekannten Kanano» Lnskaris
itvi-iff ^lifsxa^i^) haben wir kurze und ziemlich fonnlo.'^e Notizen
eine Rui»o nach Deutschland, Schweden, Norwegen und \«V
die er, wie sich aus inneren Gründen mit Wahrscheinlichkeit
twisohen 1397 und 144B ausführte. Lampros vermutet, daits dieser
namis mit dem Vei-fa^or des Berichtes Über die Belagerung von
stantJnopcl i. J. 1422 (s. % ISO) idonti)«ch 8«i, wa» äch weder beweisen :
widerlegen ULsst.
Ed. S|i. l>aiHpiot>, Knilirbc .tan«p(r K«i KiidlJUi«f ItnrWr^i;;, S«f>«ntäkaag I
&. Bande dee tl«enMOÜt, Athen 1881. Der im Titel erwRbnt« Balatiea bertiH» :
RnMbuid und Anen md widaieU der ScbilderuiiK »einer Eikbaiase eis froiMa QtSA
nolttiaehon FQnfteliitNlbeni, von den LaBipro« Proben nitteUt. Dts gan« Qedi<U<
llaUtiM od. K l.i'firnnd. Vovae«« de Bjinte Vatarp «i Enrone et «i Aaie, 1U1M|
anealaiu |MiUMa w l'ltcola <£m Imkbm orientalM d« Pari* ii leocasioa da CMpMl
OtlMtalMM tann k Leiden. Paria ISW [mit oriwttiecwder ^laatnnc uid einer hf
daktiMi der im Jahre 17S6 (u Londoe im Auftrage d« Batatcea bergnilelltiai KwteV
180. Georgio« Kodinos (/Vni^j-to; ä A'Wii'e;), ein setner Person
giaxlich tinlK-kuuuter Mann, der wohl der letzten Zeit dtts byzantinis
Bwvhoii ungi'hört, iät durch allerlei Zufälligkeiten zu der ziouilicb
:en Scliriften durch dio ÄHtorbozeichnung Pseudo-Kodin von dem
he untemcheiden, für das der Name Kodinos wenigstens einige (iewähr
E» handelt »ich um folgende Sammelwerke:
1. Die Patria, in den Handscliriftmi guwiMi iilich liät^ia Ktatatniti'
.»•Jt mit oder ohne einige Zusätze, betitelt. In einer K]asso von
hriften des 15. und 16. Jahrhunderts vird Kodinos aU Autor ge-
in den Übrigen ist das Werk anonym üheriiefert.. Dieses der
acht« und Topographie, sowie den DenkniiÜern Koiistantinopeis go-
te Sammelwerk beetoht autt inohrcron Kinzeläcbriftcn. die bei aller
igkeit durch ihie zum Teil vortroffliiben Quellen und wegim der
It der byzantinischen Litteratur an ähnlichen Erzeugnissen von grüsster
itigkeit «ind. A. Die IJa^fitßaXai ix r^; ßlßXov lov xf^mixav ntQi
nat^tior t;^; KTiölfOi behandeln die tirllndungsgeschichte der Stadt
Dz und den Ursprung vinzeluer Stadtteile nach älteren Quollen,
ffi «»;( ff^r^/iÄttiypftyi'a« »^( Kttölrmi d. h. über den Plan oder,
jetzt sagen wtirden, über die Topographie von Konstantinopel,
« Ex)H?rpt unbekannter Pi-ovenienz. 0, Ä*pJ liyakfiätwv, ar^iwi-
'./läiur i^$ h!TtiX*wf, eine ungemein n-iolilialtige Abhandlung Uber
Lasa und die Goiu>liichte der in Eonstautinopol einut bvfmdlichon
und sonstigen Kunstdenkmäler. D. llfpixfiaiiätmvrifiKniXtmi,
llvoinpitation Ober die Ent-stehnngsgeschichte der Wai.ienhäuser. Ho-
rr, l'alüste. der wichtigen Privatgebfiudo nud besonders der ^ahllotten
ir, Kirchen und Kapellen Konetantinopel«. E, 77*^! iij^ olxoiofiTj^
aar ri;i nyfai So^Ui^. Diese Schrift über die grosjiartigc Schöpf-
mtinians, den Tempel, w'o; ovx f'yt'vnQ ä.ro '.-Idän o'vTf ytvr^amu, wie
'erfasner mit berechtigtem Stolze sagt, trägt leider einen legenden-
I Charakter und geht offenbar auf eine ganz ungelolirt«, volksmäsHigc
I zurQck. Die weiugen brauchbaren Mitteilungen, wie die Nachrichten
die beim Bau angewt- mieten technischen Mittel , verschwinden in
WusU) fabelhafter Wundergeschichten, die sich während des Baues
IsKen haben sollen.
J2l
BftMiUnUob« LitUrktnrgeBehiebt». 1. Proa&Uolie Lllt«rAtar.
woHen. Unter Aloxios Komnenos sind die einzelnen Abschnitte aat
topogrtipliiachcn Gcsivlitspunkteu geordnet worden. Dieser topographisciu
Ktictaktion geht ein kleines Widmungsepignunm an den Kaiser vorRue:
tk tf Ofi-ä^af anfifliüt BvCaytior,
'AXlilii> fifttnrii Ko/ii-ijf^I ^ptu.
Von der topographiüchen Redaktion sind uns zwei Kezenaionen erbal:
a) der itogenannt« AiionyniU8 Banduri, h) die Fassung in dem berOliBDl
Cod. Paris. 8iipj)l. gr. 690.
Die Quellen der Patria sind ziemlich vollständig zu erkennen. Dif
Anfang deo Werke» (bitt S. 16, 2 ed. Bonn.) ist direkt aus den Patria in
Hesychios von MÜct (s. S. 323) geechöpft. P3in grosser Teil doe Fol-
genden (S. 27 — 73) sLanimt teils aus den Oa^aatneti^ «vrio/ttn xe'"*"''-
•lie ein anonymer Autor uui 750 n. Chr. aus einer Epitome dos Tbt-o-
doros Anagnostes und Johannes Diakriuomonos zusamuiengesttUt
hat, teils aus Exzerpten, von denen reichliche Reste in dem iottf-
essanten von M. Treu veröffentlichten Cod. Paris, auppl. gr. *)07 A.
8.10, weniger ruichhchc beiSuidasund im Codex Lipsiensis Titictieii-
dorfianus Xu*-", u. 10 vorliegen. Diese Exzerpte Kolbät gehen totU
auf .Johannes Lydos, teils auf die erwähnten lIiiQUirtttttn^ avrtofim n»-
rixoi zurück. Endlich weisen reichliche Spuren auf eine Chronik zni^.
in welcher der Stoff wie bei Thoophanea nach den Regieningsjahren dar
Kai.ser gi'ordnot und besondere llncksicht auf die ßaugeschichte von Kon-
stantiuopul genommen war. Für sich steht der Abschnitt Ober die Hagi*
Sophia; er stammt aus einer Spezialsclirift über diese Kirche, der Aj-
yr^i; Trfpi tijg tiyiaq Sogfas, die mehrfach z. B. in den Codices Pari».
1712 s. 1.3 (s. S. 359), Coisl. 291! s. 12 und Vatic. ß97 a. 12 aufbewiJirt
und ans dem ei-st^enannten Codex %'on Coinbofis im Manipulus renim Con-
stantinopolitiiinarum. Paris 1664, ediert worden ist.
Zur Berichtigung und Ergänzung dieser Kompilationen dienen bela-
den) das Fragment der IJätqta tijg Kmifmi des Hesychioa von Milet.
die Schrift dfs Prokopios /7»pi xria/iätaiv, des Paulos Silentiario»
Gedieht über die Sophienkircbe. de» Patriarchen Photios Schrift über die
von BasiiioB dem Makedonier gegründete Kirche der Mutter Gottes, i»
Niketas Akominatos Traktat, über die von den Lateinern EerstArUn
Statuen, de* Georgio» Paehymerea 'iSx^ßacif toi- Avyovaiftär»f und du
anonyme Schriftchen ntpl tiäv nigwi rwi- {taaiX/uv r43i- ofttor ir m
vnip rdiv äyi'MV <irroaröXmv. Dazu kommt als Bericht aus etwo-s spSterlf
Zeit das Werk des franzUsischen Reisenden P. Gyllius: De topogniphii
Cpoleos libri quattuor. Ltigdnni U.Rl- 61. Vgl. S. 111.
2. Das Werk über diu llofämter: iltf/i ttö%- ö^'^xiiar wvv naXcnior
KuvCTttiiirorn'Jltwf »at rmv ti<fiftxia>v trfi fifyält^^ ixxXrfiietf (gewObBÜob
lateinisch zitiert: De officiis). Es ist in den meisten HandschriftM
anonym Überliefert; nur in einigen Handschriften, die von der Hand dM
berüchtigten Andreas Darmarios stammen, findet man den AutorvenneA:
Toi" aoyioiiitov xorpoTtaXaiov odvr T^ji' Sav^onaiätoi'. Bei der bekaantM
Sucht des Darmarios, namenlose Werke zu taufen, darf man wohl MOh
9. OMftr»phi*. B. Werke der Praxi«, fg lgö>
425
^^BlKrechrift als »eino eigonste Erfindung betrachten. Ren Namen
^^M^ erhielten die Officia erat in der zweiten Ausgabe des Fr. Jtinius
durch ein grobes Verselien, nämlich dadurch, da.s3 dor Herausgeber den
Tit«l der Patria und der Officia vorwochKolto. Der wahre Verfasser bleibt
liu unbekannt Leider UUst sich auch die Abfassungszeit des Werkes
KT annShernd bestimmen. Da mehrere Kaiser und Würdenträger (ü. B.
Tbeodoroe Metochites) aus dem 18. und H. Jahrhundert bis auf Johannes
Kiotaknxenos erwähnt werden, ao ergibt sich, das» dam Werk nicht
vor der Mitte dos 14. Jahrhundorte entstanden sein kann: die auf-
UmdoBerUckaichtigung des letztgenannten Kaisers nmcht us sehr wahr-
idMnalicb, dass der Verfasser unter seiner Regierung (i:U 1 — 1355) oder
Ud nach derselben geschrieben hat. Die stoffliche Bedeutung der Oflicia
id ober allen Zweifel erhaben. Ein aueftihrliclies Verzeichni.s der »ahl-
tejcten Stufen in der griochiHchen Hiurardiiu und diir Botinitmi dos kaiser-
Edien Hofes und Staat««, gewährt das Werk merkwürdige Einblicke in
ie bjrzantinische Kulturgeachichte und gewinnt durch die gelegentlichen
^ckbUcke auf frühere Zustände hezw. auf Neueningen, wie sie Alexios
KNBiieiio« und andere vornahmen. 4^n historisches Interc^e. Wir er-
yte» die genauesten Aufschlüsse über die den Beamten zukommende
Hatforro. die Beschaffenheit der Kopfbedeckung, den Schnitt der Kleidung,
t» Farbe der Schuhe (ein besonders wichtiger Punkt!), Ober die dienHÜtchon
?(nchri(l«n. Über das ins feinste Detail ausgearbeitete Hof/,oromomell bei
J&dtenfeaten, Ober die Gebräuche bei der Kaiserkrönnng, bei dor Ernen-
■■g dea Despotes, des Sebastokrator, Kaesar und Pab-iarchen, bei der
Infatnfl einer kaiserlichen Braut, Über Hoftrauer u. s, w. Die Schrift ist
titliin eine Ergänzung des von Konstantin i'orphyrogonnetos verfasaten
l'^Nkes De cerimonüs. Es berührt uns wie eino Ironiu des Schicksals,
laai an der laaaeoobaft^« Plitterstuat. der ein Jahrtausend alte, verwickelte
l{iparat von Ämtern und Ämtchen, von Titeln, Vorschriften und tieptlogcn-
teitcn, die bald auf immer von der Weltbilhno verschwinden sollton, noch
tun Tor der Todesstunde des rhomäischou Staates eint^^r litterarischen
Pachtung tur würdig befunden wurde. Nicht ohne Gnind fragen wir
iDfi such, was fUr einen Zweck eine solche Bemühung in der Zeit haben
Uoote, da das morsch gewordene, auf winzige Bruchstücke zusammen-
gMiliiiiiiliiiiiii Reich vor aller Augen sich zum Sturz neigte, und lilrwahr
llw nStiger war als eine Wiederholung der Vorschriften über die Form
lad Farbe der BeamtentraL-ht. Die Antwort gibt \nelleicht das mittel-
Biechiacfae .Sprichwort: Die Welt ging unter, mein Weih aber putzte sich
S. Eine ganz untergeordnet« Stelle nimmt die unter dem Namen des
Colinoa bersnsgegebene Chronik ein: I/t^i i^v anö Ktiaum xöaftov iiüv
l^Efl tffi ßaaiJifiaf tov fityniov Ktaratni-Tirov xal TTfi/i riin' ßauiXivaämmv
tr cvrf <^ ßaciii'Si rwf iiäittoy p^xC' "<*' ainiji r^; nagä tüi- Uya^t^rwr
fifaje ähicttpi, Sie ist in den Handschriften durchwegs anonym; man
Bb sie dem Kodiao« zu. weil sie häufig zusammen mit den Patria und
ttda Überliefert ist. Diese Chronik dea Pseudo-Kodin ist ein wertloser
Ltelcbem die Thatsachen der Weltgeschichte bis «um Falle
426
BjzuiUiiiaditt Litteratnrgeachicht«. I. Prosaüohe Litteratur.
Kormtantinopols {I4ö3) auf wciriiK«" Hi^iton zuMmiiii'iigodtuiigt sind. Hut
&h Quelle oiu unt«r Kaiser Miiimul uligoraHBte» Vürzuichoüi diente, ergibt
Bich aus der Bemt-rkung: 'f) xt-ßioj (?) 'AX^^iof o Äff.uv^Klf, 6 Ttänna^ to? tftt-
tmov tttti äftQv xifmv ßaailiwi d. h. dee Manuel Komnenos (8. l&S,
20 ed. Bonn.).
1. Pmtrio. A. AuHEabon: Nnch frUlian>n Eiuxeldniokon nd. P. Lambociiii, Fin
16&&. Hier iiiiid auah ein Brior dos Manuel Chtj-solorii^s nn Kumt Jobuinca PatiuwIogM
Ober die V«rRle)ohung dos nltua und tiouim Kams und xwei Briefe den hlnnuo) Chtyiularti
Ml eeiaa Brflder Jabanuea und Domclriaü liuigogoboa. — Wicdorbolt Vcnodig 1729. -
Im Bonaer Corpua «x lucugn. I. B(iklc«ri. Bann 1813. Hier aucb die iw«it« RllR« d«
IlttfuatücHt avrtofim xeonxui (Hua Üonduria Imperiain Ohi-uUl«. vol. I), des PatnarckM
Phntins "EufQuait i^( ir loTi foaiXi.ioif i-^ni iuxirjalui i^( ilaiftryiat Moioxov vifd Brnn
Jii'ou tov .VaieJovoc oiiottaiiij!ttl0rff nnd die anoDj'mo Schrift Ob«« die KkisOftlWr k
der Kirch» il»)' hl. Apostel (ebcnfiills um Bundari. Irap. Or. vol. 1), sowi« die TTiiiihiimIiii
von MeursiuB und LRmberius und ein grammntischpr Index (aber leider kMn 8Mliregiat(r!|
Einige Abschnitt« der Pati'ia sind von Bekknr ans Diohtigeo GrUndeo veaclUMB. -
Uekkcrs Ausfalle ist wiederholt mit Ergflniung der weggeloasonen AbacblittAMi Migo*
Patr. ^r. 157, 4:^9 6M. — Die nnonj'men n« (((« r^c :to'ltuf odierta An». Bundaii
Imperium urientnlo, Paris ITI), vol. I, pnn III 1 — ßO. Bekker bat, nUtt dinsfi Vorlui
In «xlenso mitxateilon. in seiner Ausgubo (b. 8. XIV) dio nbwoich^ndiMi Stollen uavoU
Slfindig iiti Apparat veraeiahnet, Tfuduriih die Einaioht la die Tonchiedene Anerdnwig 4a
lln'ifiu uud ihr Verhältnis zu Kudiuo« völlig verdunkelt wurdv. Da wiliv sa dooli baWM
gatvesen .erambeni tittani reco'inere!' Judenfulla gehörte di^r Ttxt der llätfia nadi obn
nnd ,Kodino8* als der Aiijuehreilier in den Apparat. — Da Laml)«ciiis die besMmo Sa
fast gar nicht berflrksichtigte un<] auch Dekkur sicli nm die D«bwlJeft»Myg«»c&itfct<
nicht im miodMlen kltmnierle und da ffirner einige wtHitige Bbs erst in der jBnaUaZtJI
bokunnt geworden sind, ao erscheint eine neue Ausgabe, in welcher die gatwi Mtu Tor
lagen gobnhrend Kii bcrriRksichligen w&ron, als ein dringondes BedOrfDJB, dM baSMMM
der vortroiniche Kenner des gnnxen Materials Th. Preger (s. n.| bald befri«dig*a •rirl
B. Hilfsmittel: Anoodotu sacrn et prnfana ed. Const. Tisebendorf, UpWi
18&5 S. öS— 64. wo ein Exzerpt aus Johannes I.vdos mit Suidas und Kodinee rtccMlM
wird. Vgl. L. Traube. Varia tibuineulu mtioa. 'Diss,, Müuohon 1888 8. 28. — Z« *i
llu<>nr,1<-lm i* ttji ßiilX''v loi! xe- B. C. Mnller, FÜG 4 8. 4 und 146 f . — Dio (Er Jm
QuellennnteiiiuohuDg wichtigen unouytneu Exzerpte des Ced. Paris, eoppl. gr. GOT A. id
M. Treu, G^mna«ialprogr.. Olilau 1880. — Die UeberlieferungsgMchicIite und die QwUii
der Patria sind klar gestellt durch die sorgfältige, auf nmfsasenden Stadien bembeivla
Scbrjft von Tb, Preger. Beiträge zur Texlgeschicht^i der lliiiQiii fl'airi>r«rTirop]i«JliiK.
UytnnuKialpT., München 189.'i, — Zur sachlichen Eilltuterung vgl. die inl bibliofctqli-
sdien Anhange (Kubriken: .Kunatgeaohichta' und .Ueographie und Topographie') nwuRmai-
j;estoIlt« Littfiratur.
2. De OfficÜH. A. .\usgaben: Sapiontissinii curopalalae de oftirinlibna ludibi
aulilani ex biblielbeco Jnhi Pacii od. llr. et IM. Franc, .luniuii (unter dem PneuJoojM
dabi Agmuuiil, Lugduni l.JBS. Wiedorholl mit neuem Titel Heidelberg 1 j96. — Uearfiu
Codiuua eurupaintu De ufticüa etc. studio J. Grelaeri, Pariaiia 1625 (mit laL UebtnA'
uns und Eümmeutarl. - Dann im Puriaer Corpus ed. J. Ooar. Parisiis 1648. — Vfitilh
holt Venedig 1729. ~- Im Benucr Corpus ex recogn. I. tiekkeri. Bonn 1839, mit to
Kommentaren und ludices von Greller und Goar ohne eine Spur eelbstRDdiger Lei*bin(
— Wiederholt hei Migne. Piitr. gr. 157. 17—428.
B. Hilfsmittel: Ausser den Kommentaren von Gretaor und Goar i(t vor iHn
daa Werk dea Konatantinos Porjihyrogennetos De cerimoniia mit der ibm goid-
moten Litteratur (s. S. 256 f.) beiEUiieben.
3. Die Chronik ist von Lambecina, von Bokkcr im Bonner Coqiui und ^'
Migne nach den Patria ediert. — Ueber eine dem Oeorgios Kodinos durch ein Mu»'
veratHndniR lugetoilto VulgSrobronik (im Cod. Horl. 5631). welche mit der r"0 K''
PtSciter besprochenen Mnnassosparaphrase (b. S. 879) eng verwandt iat , haudi'It Ti
Preger. .Chronicum Georgü Codini', ß. Z. 4 (1895) 515—518.
4. Gesamtausgabo: Migne. Patr. gr. 157. Dur gesamte .Kudln««*, dun dit
UaQtiaiäotii ovVro/ioi jrporixni, Schrilt Über die Kaisergrftber und die No4ia Ober KcJi(i°*
ans Fabricius, Bihl. gr. ed. Harl. 7, 795-804. Die orwÄlml« Schrift des Patriarchen Tlioli«
steht hei Migne. Potr- gr. 102. 553-574.
5. rngeheurer Beliebtheit eifreul« sich die EnShlnng Ober den Bau der Hiti*
flophia; in MbUoaen Um atehen Oaralolluiigeu dieses SteftM. der dem Bstionalwi uo'
3. OtcgtAphit. B. Werke der Pruin. (| 180)
4Ü7
OefUil dM Volkee tud seiner Lust an Wuridtfrgcapbiclitcn reiublichB Naluiing
. KmIi HtH«ili»g Tb. Pregei» urftdlen diee« separat Uberliefertva Enllbliui(;«ii in swci
■HB: Enlw^dar sind »e elno Abacbrin diMi lelxtcn Teils der Patria, sei es iar ur-
qrtatlwbwi fd«* ROg. Kodinoe), sei es der topo|trA)iliisr'ben, oder ai« geben direlcl auf die
HO Combcfis (s. o.) ediMtc Jn,l/ii«j( jugi iijt rij-iuc la^i'irt corack und haben nur eine
5viiro F«nn. au«h ZusAtio und Auslmtmiigen gegenüber dem Original, Zur iweiten Klam*
uUno I. B. die Codd. Vindob, bist i;r. 94 (= Kollnr suppl. 138) oud 8np])l. gr.
?7 1= Kellar aMpDl- 182). In d«r pralor^n dieser Hsa lautot der Titel; cr/iioir f4ayiai(ov
*d Uljtifitv uud BbnlJL'b iu der letzteren: aruruiy finiaumv. Diese Zuteilung irt vOUig
«fttlM, da ja die ,li^yfiai( ju dun drei alt^n liss nnoajui Dberliofert ist; vielleiaht gabt
M. «i« Prvfier kemerkt. auf eine Hs zurOck. in weldier. wie im Cod. Paris. 1712, vor der
t-^y^it die Chronik dos Symeon Magister b«xw. ein Teil derselben stand (vgl S. SöÜ).
— AÜh in die alarüwbo Litterntiir ging die Erzühlnng von der Hagia Supbia nber. Einen
■hm ibinMben Tost od. Aiehimnndrit Lennid als Nr. 78 der Denltmüler des alten
OAiifHaim. — Situt spezielle Uehandlung fanden dir Kosten des Unternf'bmens. bekannt-
U di^entg* Soüe groner Bau- und Kunstwerke, der duä nnive Volk allQhornll dna oBehsto
lad iMhaftMU Int«T«aae enteegeobrtn^ : Eine Si^hwindelnoiix Qhet die Ausgaben
Win Ball der Hagia Sophia slthl im Cod. Vindob. iur. gr. B (Nessel) fol. 207—207',
Ikt Terfaner widmet seine ^Culilcnlistn eini?in unbekannten Maroliese (tnl-ijXf itnpx/eit,
»ff^ai daVf^ Ein anderer Text Über diiasirlbe Tboma stebt im Cod. Vatie. UrV 151
U, ivD, «ine Miitri«ehiadie Bearbeitung im Cod. Mure. VII 43 gegen das Ende: Jiij-
fjnt aara n^litl tüpaiit «ipi tijt dytat Xoipwi natof i^y hitai xni niaiut Kthäritif tgtt
Ml tsaoc lio4tK tytrt.
Aoch die den Baa der lUginSopbia betreffenden Abschnitte der Bauwerke dee Prokop
I und der Kir<>honge«cJtieb[e de» Knngrioa (IV 31 = Migne. Patr. gr 8ß, 2, 2757 ff.)
Im gavoBdert ebcrlicferl i. B. im Cod. Laur. 70. 5 fol. 1S2— 1115. Vgl A. M. Bsn-
i, CälaleciM codicam graocoruni bibl. I.nurentianae 3 (l'ßS) RßS f.
8. Ast Paeudo-Kodino* De officiis boxw. nuf dpssen Vorlagen beruhen die bSufig
MOMadeii kablflD Verieichniaae der byxantiniechen Hof- und Kirubenümter:
■'Itl 'ffi'ain re<' nnJori'ci' i^; flaiftitiaf u- a. w. Einige solche Lisd-u sind gedruckt Ini
liÜKia De urfii'iis ed. Bonn. 114—117: 172 f.; 211 f. Zur Ueberliefeniug vgl. noch die
Cadd. Vindob. iur. Kr. 6 (Nessel) fol 196-^: Vindob. bist. gr. 70 iNeesel) ful. 21— 21":
ll»(«i ar. 609 fol. 312* fH ro'i<( toii fiaaiX^on »nj ivU- «p/nVrojv): Paris, gr, I35?> fol.
M*. 3Ü8'. Ml: Paris, gr. I8<30 fol. 299; Paris, gr. 1361 fol. 163; Paris, gr. 136S
M. UO; Paria, sr. 13«3 fol, 447; Paria, gr. 1363 A fol. 223*; Paria, gr. 1366 fol. 305*;
Ptria gr. 1%"^ fol, 2.Sß' u. «. w.
7. Zs dienen Ijutt^n kommiin Memorialgudirbte Aber die AemtordesUofcs und
der Kircbc. IM- Maaeb Malthaooa Inlroe rerfasste twoi (iedicbte über die Kirchen,
ad BoHmtcr in politi>rbi^n Vorion, die man im Kodinus, De officiiä ed. Bonn. 116: 21S
bi 2li abfedruakl findet. Kbenda 8. 215-219 steht ein anonymes äedicht in jarabi-
'«TrinMitan Ober die Hoflmtor. welehee, wie die Erwähnung de« Nikophoros CbumnoB,
I Tbeodoroa Meloeliiti'a und des Kuisera Andronikus II xcigl, um 13'28 verfiksal worden
DaaMibe Oe^iohl atebt im Cod. Atbous S701 a. 15 (Nr. 491 uuter dem Nameu des
'^ " Johannes Phakraees {tlapnxaiueifi/roii xvq luiai'rop laü •Parfiia^),
tion des Öedi' ' - -- -
' «(ekt eine etwas verkürzte Redaktion
ledichtee. in die Chronik den Malaxos
osncboben. unter dem Namen des Nikephoroe KallistoB Xnnlbnnulos im Cod.
faiit. gr. 1790 fol. 29-'> -297. - Kin andere« wobt noch unodiortea ('ndicbt in poli-
VerveB Ober die Uonimter at«bt im Cod. Mnre. gr, »OS, fol. 334. Titel und An-
|: lUUr id aixö i<fifbna (Kuc atlxav naXitutiüy. IJfämitK ö nayivli'X^f irn^iarnroi
4. Philosophie.
181. AUgemeine Charakteristik. Durch dio Auflösung diT
80pheaEchuk> zu Alheii (621f) war duH Schicksal dos letzten Aualüufert^
antiken Philosophie, des Neuplatonieunus, endgültig bealegelt. Cbrigeu
hfitto diene» nebelhafte Syi^tem. Aa» zuletzt durch die auf den Söliein m^
alter Weisheit berechnete Verquickung mit pythagoreischen und chalditwlien
Formen, mit Orakeln und phantastischen Hymnen in eine Qberschwiog-
liche Spekulation ausgeartet war, wohl auch ohne die VerfQgung Justi-
nian» kein langes Leben mehr zu fristen gehabt. Kine originale und wu'k-
lieh fruchtbare TliStlgkeit auf dem philosophischen Qebiete konnte in dd
Folgezeit in Byzanz ebensowenig erblühen ab) im Abendlande. Dazu (ehltaP
hier wie dort die allgemeinen geistigen Voraussetzungen. Die phUo-
8ophische Litteratur der Byzantiner hat daher im allgemeinen denMlbn
Charakter wie die ihrer abondlündisclicn Zeitgcnoescn. Zunficli«! wird ä^
formale Philosoptiie der Alten auf die christliche Lehre angewandt; d*4
herrecht breitspurige Erklärung und Umschreibung der Überlieferten Werke.
Doch ist Byzanz in der philosophischen Produktion unstreitig Irmer
das Abendland. Scholastiker wie Thomas von Aquino und Dung
fehlen der orthodoxen Küche.
Dafllr hat das Morgenland den Ruhm, den Vater und Begründer
mittelalterlichen Kirchenphiiosophie hervorgebracht zu haben: Johaosa
von DamaHkos. Auch diesmal wie so oft gab der griechische Geis! £*
erste Anregung, die dann im Westen weiter verarbeitet wurde. In dieaNL
Vordienste liegt aber wahrscheinlich auch der Grund der späteren ÜH
fnichtbarkeit. Dadurch, dass Johannes bald vrillig kanonische» AiisehoiT
erlangte, wurde die selbstündige Fortführung der Kirchenphilusophie be-
hindert. Es vollzog eich hier etwas Äliiüichcs wie auf einigen ander
Gebieten der byzantinischen GeistGsthUtigkeit, Durch die unbegren
Autorität imponierender Vorfahren verkümmerte der unbefangene Mut
originellen Schaffens. Ei'st im II. und 12. Jahrhundert nahm die philih '
sophische Arbeit, angeregt durch die wiederhergestellte Akademie Üj
Konstant! nnpel und ihren ersten PhiloBophieprofessor Michael Psollo^
einen erneuten Aufschwung, der sich bald in einem miichtigen EiB
auf die theologische" Spekulation verriet; näheres s.S. i2tt.; 8Ü ff.
direkte Betiehung zur Theologie wurden die propädeutischen I%cfaer
kttd
eiuil
im
4. PhUMOphis. (g 181)
Während j«do€h im Abendlande Aristoteles fast die Allein-
finrschaft behauptete und auch die ptatonisierenden Scholastiker des
12. Jahrbundpi'ti^ den Plato nur aus zweiter Quelle oberflfichlich knaiittiii,
vUrciid »och l'ctrarca eeiue Vorliebe fUr die Akademie nur schticbtem zu
iiasem wagte, begann man in Byzanz sehen um das II. Jahrhundert neben
Arislotelee den Fiat« gründlich zu studiereu. Psutlus und sein Nachfolger
JuhanDe» Italos vereinigten mit der Bewunderung des Aristoteles eine
gvnaue Kenntnis des Flato, ebenso Thcodoros Metachites u. a. Der später
M bedeutungsvolle Kampf der Aristöt<^<likcr und Platonikor ist in Bymnz
loelirere Jahrhunderte vorbereitet worden.
Erfreulicher aU die unübersehbare, aber wenig fruchtbringende Thätig-
teit, die seit dem 11. Jahrhundort der Erklärung und ParnphraBO der
alten Philooophcn gewidmet wurde, sind die nstronomischon und mathe-
milischen Studien, die im ZeitaltiT der Paläologen blühten. Nike-
fhone Btemmydes, Georgios Pachymero«, Theodoros Metochites und vor
iBem NikephoroB Gregoraa haben sich in dem beschränkten Kreise von
fijrniz um die empiristieche, naturwissenschaftlieh« Forschung vielleicht
bebt geringere Verdienste erworben als Roger Bacon im Abendlande.
(Heidizeitig erhebt sich, durch die ünionsfrage und den Hesychasten-
>tr«it hervorgerufen, eine lebhafte Polemik in theologischen Krei.sen, und
»ie die Kirchenväter im Streite gegen das Heidentum die besten Waffen
Ui der heldniMhon Litteratur seihet entnommen hatten, so ist es nun
iWraals die alte Philosophie und Rhetorik, welche für die mit
Scharfsinn und Fanatismus geführten dogmatischen Kämpfe der letzten
Bfiantiner die technischen Mittel und Formen liefert. Gegen Schluss der
^edie wirkt« die Philosophie der Byzantiner wie ihre Philologie anregend
im4b«fruchtmid auf das Abendland. Doch fallen die hierauf bezüglichen
riechen Thatj*achen wie die Werke des Ucnuadios, Plethon u. a.
rhalb des Rahmens unserer Darstellung,
I. Allgem«ia« Uilfemitt«): Fr. Ueberwut;. Oeaohiclit« di>r Pliilosopliio W
ii l!6 ff. — AnaAlltriiclier : C, Praotl. Ge«chichtci der Logik im Ali(>n<llAu<ts 1 (Iä5S}
ll, 2(ISB1)S$1 ff. — Eine allKemein« Uebersi«bt gab L. Stein. Die KonüuultM dergn«.
AMn PhiloMtphie in d«r Gcd^n Ken weit der Bj'z&ntiner, Archiv für Gescbii'litc der PbilO'
NflM 9 (1896) £ib U$. - - VI. 0«M. Oennadios and Pletbo, Aristoteliamus und PkloDisiuus
kirn friocbutcboD Kirdi«, Brasku 1644, ein gute» Bucb, dna niunontlicb d«n«R ziun i^lu-
Ikm tu empfvblan ut. ««inho tne.h in der landlUullgon Vnratelliing von dnr günzlichen
tnttmag den (l«iiitpa in der brennt in iiiclion Kircbe befnngen fQblen. — Man vergleiobe
Mt V. Gas*, l>io U^tik des Nikolniis CBbasiliis, Grrifdwuld ltM9. wu «ino früher bo
fi «M mbekannt« 6«tt« d«a b}*xiiotinisi:hen ljoigtealebi?iia niit Kenutui« und Scharfblick
W^wlickl ist. -~ Crill SohultXL', GescbicUlo <ler Phüusutihie der Renaiessnce. I. Band,
Hwitiai GvniatM PMliMi und seine r^fürmutoiiBcheii Ui-slrvliungen, Jena I9T4, — lieber-
(tt, GMcUcht« der Pliilosopbi« III' (18»U) 5 ff. (Ober bM»>t>rion, (iennadins. Plethon u. a,!,
- S. F. Tci«er, A Byiantine leformer. Tb« Journal ot IlelUnic atudies 7 {1886J 3.>3— 380,
Mtadah di« KWH von Fletbon nn Kaiser Manuel II I'nlUnlogos und nn seinen Sohn, den
llMp«(Mi ThMidar, («riditet«» l^chriftnn über die peloponnesischon Angelegenhoiten. —
'. LHaibarc. En Samrnod* rtrormator. Studier fra S]>rog- oji Oldtidsforskning udgivne af
M pUlalofiK-biBUirük« Swnfund, Nr. 22, Kopenhagen lä95, — L Stein. Der Uunuuiist
Uüor Gm al> Philcwoph, Aich. f. Geschichte J. Pbiiuaophin 2 (18S9) 426-158 (gibt
Im IMMÜibIm Biographie dm Theodor und betrRohlet ihn ilIb V»rtr<!ter eines reinen,
■ Ihirllffilnhitni Üeiwsrk rr«ieu AriatoteliBums). — 8«tDmel ausgäbe der ^ehrifluti des
IfkOB: Higne. P>lr<il. i;r. 160.
2 Von grdMlcr Wichtigkeit M das Studium dea Forllebena antiker pbilo-
ktacb*r AnaalmtinDgeD in der christlichen, bcBooders in der kirchliL-hon
430
ByK&stEnlicbe Utt«r&tarfteBchielit«. I. ProB*i8«he Litt«rmtar,
LilterAlur, Ton dar iiemlich mohen, aber scilir z(M-Htroiit«n (.itlnrAtiir Ub«r difwllw^B
sei lierTorfiehob«)] 4m vortraffliohe Bacb: Edwin Hnlrh, (IrivrJimtnm ui»d Cbrielutnn
Zvfill nibWrtVQrlennnKiin nbnr den Rlnltass gripoliiochdr Idorn und tiabrilaclui tut ^Ü
cliristlkhp h'irrbn. DmiWh von Erwin t'rvnschi^n. Mit Koilagm von Ad. likmiet
nnA drm Unherac^txcr. Krniburg i. 1). 1892. — Kinigo ["unlclc bcliBndvlt Rdnard Nordto,
ItHtiOgo nur licHrbicbtc d^r griechitichi^ii Philofiophic. Jubiu .Fabrb., 8upplcni«iitli. I9(lS9Sj
365—462. — Wciltre I-ilUrntur findet mna in P. \V«ndUnda JahrMberidit«!! Hb« "
KJrcbcDv&teT und ihr VVrhUltnia cur l'hiluHupbic im .Arctiiv für Gesebidite d«r Ptiilo
~ Vgl. dm (von A. Elirluud bvfirbeitet«!]} AbichnitI .DogmAtik and Pol«mik* in du
BucbB (S. 46-122).
188. Fortleben des Aristoteles. Kino irgendwie oracliöpfenile D:
Hteüiing der Fortwirkung de» Aristoteles im byzantinischen Zeitalter kai
niclit gegeben werden, ehe die Berliner Ausgabe der Aristoteleekommen
volUtändig vüHiogei) und das gegenseitige Verhilitnis wie die Bed«ui
dei' eiozoluoii KrkUircr durch gvnauöre Uiitijrsuchungon aufgehellt
wird. Vorerst müssen wir uns auf die kurze Erwähnung der Hauptt
Sachen be^schränken. l>ie wichtigsten Erklärer aus dem 6. Jahrhtindfrt
wie Simplikios, Olympiodoros, Johannes I'hiloponos und andere
Schaler de« Ammonios fallen vor die von un« borüoksichtigte PeriodBi
vgl. W. Christ, Oeschirhle der griechischen Litteratur * S, 4J:l und 74'
und über Ammonios den Artikel von Freudenthul, Faulys Healencj'kli
pKdio. neu herausgeg, von Wissowa 1 (1894) 1864. Die Arbeiten all
dieser EomnK'ntatoren waren von gri^a^tom Einflüsse auf die Folge:
Im 7. Jahrhundert schrieb Stuphano» von Alexandria Kommentare
Aristoteles Zr*pi tQ/ir^rfiaf, zu den KtnrjYOQini, zu //*pj oinoYot, titffi f}'vx',i.
xn den l^ra^cifxa und den So<fiaiiitoi ilfyx"*- Im 8. Jahrhundert hat
Johauues von Damnskos zum erstonmale die Lehre doe Arirtotehi
konsequent auf das theologische Gebiet angewendet; nSherea a. S. 68tt
Einen mächtigen Aufschwung nahmen die aristoteltschen Studien nadi
längerer Unterbrechung im 11. Jahrhundert durch Michael Peellos und
Johannes Italos; s. g 184 und 185. An Psellos und Italos schliitft
sich eine weitere rege Thlitigkeit auf dem Qebicte der Arixtoteleeerklän]
Michael von Ephesos. ein Schaler des Psello«, kommentierte Teile
Organon, wobei er den Alexander von Aphrodisias exzerpierte. Etistratio
Metropolit von NikAa (c. 1050— c, 1120), .schriel» ausser zwei Heden
die armenische Hüresie und euderen theologischen Sachen (vgl. S.
Kommentaro zur Kikoutachischen Ethik und zum zweiten Buche der i
lytik. In dieselbe Zeit gehört der vTffttof läv tf^XooöifMv Theodor
von Smyrna, der eine oocli unedierte, z. ß. im Cod. Vindob, theo
134 (Nestel) fol. 238—262' erhaltene Schrift: 'Emxoßr, tüf wra «i
9 itojM; xni iwi' tffcixiöv npx*"'' "*K TttiXaioii ditih^njai vorfasste. Gegen Eu^
dos 13. oder im Anfang des 14. Jahrhunderts schriebGeorgios Pachymcrtf
einen Abriss der gesamten aristotelischen Philosophie (s. S. 289 U-
Sophonias, ein Milncli, wahrscheinlich identisch mit dein von OeorgiM
pHohymero» FI 202 ed. Bonn, em-ähntt^^u S. und demuach dem Schlust det
13. und dem Anfang des 14. Jahrhunderts angehürig, verfasste Parap
»I dl« Aristoteles Kategorien, zur ersten Analytik, zu den aetfttnuioi tlt,
KU den Schriften /7»pi V''7';c, //»?< t^^,l*\i und /7»gi vniov. Diese aua
Texte de» Aristolelctj und aus Stücken setner angesehensten Erklärer
4. Pbiloaoplü«. (9 182)
aHUDengMobcten KommenUrü werden in Ilandschnften zuweilen al« Werk
4h alten Paraphrasten ThemititioH auRg<>gt>beii; ancb finden Rioli einzoliic
8IMm in einer votikani.'<clicn Htindrtclinft fiilt<r)ilip|i unkT dem Namen
d« Pktriarcfaen von Joru;^ftiom Sophronios (7. Jolirb.). Ein anderer
Ari>tU)t«lesorklJLrer des 14. Jabrliundorts iat Leon Magentiiios, Metro-
polii Ton Mytilene; er sdirieb Scholien zum ganzen Organon. [>er Name
Htbodoroa von Prusa, der einer Farapbrase dei' Kikomnobischen Ethik
Torgwetzt ist, iitt alu eine FHlMcliung d«.<t Konstantin Palneokappa erwies(>n.
I. Allgemeinft Hiirnmiltnl; Vnl. Kosn. Adsiotple» pseiiiinpigniphu«, Iioipsjf;
IK& — Vtl.Rose, L'ober di« gnl!(^biHl^hcn KommcDlnrc xur Ktliik dm Arinlolelei, UermMi
S(1BTI| 81 — 113. — Dam: J. lJJ■wat^^r, Uubcr den ungcdniokton KommuiUr lo Aristo-
Mm Ethik V. HcnnM h (ISTl) B54-369 (mit eiinMii NuiLwort von V. Ko»t>). — Fr,
ITlbtfweg, OMchicIit« der PliLloaupIiie II* (}881| 176 fl.
% St«phaB08 von Alexandria: Dun Kuoimeutar tu d«n KaCcKMioa ad. U. Haf ■
Jick in vol. 18 p»wa 8 der von der Berliti«r Akftd«tnip lioraa8K«Kcboii(>ii Comin«iitaiia in
ItidtttIcBi gra«<*. Berlin 1>^&. — ('«bei i^eitic llbrjftfn I.eisliinRoii, iimiieiillich als Astrolog,
vfi- B- Caener, Dt Ste^nDO AUxandrrnn rnniment&tio. Uonn l^i<0.
3. Hichnnl von EphosoH: Den KnntnicntAr zum 9. und 10. Buch der Nikomaclii-
mIm EUiik rd. (i. He^lbut in don Berliner Arislotelesknninientnren vdl. 20 8. 4fil fi20:
Amiott S. XI — XIII cinigee ans seinem EommiMitnr tum h. Buche der Niknninrliisclinn
tat - Vgl Ch. Thurot. Nol. *l extr. 25 ilUlh) 2. 3ö2, — Mehrere HngoWich dem
Ifitkiel von EpbcM« gebärende Kommenlaro ta uatunriBeenecharüinheD Schriften den
JnMalM bewahrt in Cod. Marc. 237. Vtl Zanetti. äraeca D. Mwei iiiUiothaco,
Tfstdig 1740 S. 120.
t. EnatralioB: F.ratQBtlnu iiai nJiJta»' xtriüt- imi^ftiar vitafit^uina tlf t» i{*a tiür
IM 'Mt4fofii<nff ijSuimt Xifoiiaxiiiur fiiflia, V«iietiae 1&36. — Der Kommeatar zur
t Aaalftilc erschim n VenediK l<i84. -- D«n KommenUr znr Ethik ed. von neuem (aus
Ml CoiaL ISl) O. Hoylbat, Berliner AristotelMkommenbiri« vol. 20 ä 1-400. - Üei-
Hm tat Bk>KM)ihi« dM EustntiDS gab .T. Rnkkelian. 'jStjmioy ^ (igTA) 231—238. —
Tu Jae, BarnaTH, G««ainmeltn Abhandlungen I (1885) 15t f. — Üoher die tb«oloBi-
■m 8eliriit*ii iMs &utr>tioa s. !j. Sf> und Joh. Drltneke, Zu Eustmtios von Nikacn,
& 1 5 (18M) (wird dMnnklist «rüelivinenl.
5. Sophoniaa: Panqibraae dvr Sobrirt lltpi ve/^c ed. Mich. Uajduck, Borlinor
iiiltolaleakotiiinrnlar« toI. 23. I Berlin 1883. Wobnioheintii^b geboren dem Sophonian
■ck Üa ebcndn vol. 33, 2 und 4 vun M. Hnyduck edierten HuuDyinon Paraphrasen xu
ka imt^ofiiti und den Satjuatmai tUyx"' de« Arinlutele^. — Die HQKeblielie Parnplirttae
k ThBiniatios luui ersten Buche der AnaJytika prior a ed. Max Walliea. berliner
iiiMalMkaaraMBtar* rol. 23, 3, Berlin ISä4. — Vgl. Vst. Hose, Ueber eine ungeblicbo
hqlnM 4c« TlieaiiBtiM, HenuM 2 ^\m^) 191-213.
6. Leon Hafentinos; SchoUen iii flf^i i^iiijrtiai; erschienen griechisch lU Venedig
UH (nit Amnonioa). — Diese und die ScholieD zur ersten Analytik erschienen Uteinisclt
4t^ IMT. — Vgl. If. A. Bsndini, Cntalogus codi cum graec. bibl, Lanrentiannn 3(1770)
Dm. -' Vgl. M. Walliea. Dia griechinoben Ausleger der Ari atote lisohen Topik, Pragr.
Im Hsphtsacj^n.. Bnlin 1891 S. 27.
7. Hsliodoro* von Prusn: Seine angebliche PsTuphrnso lurNikom. Kthik od. G.
Barlbnt, BeriiiMr Ariatoteleskammentare vol. 19, 2 Berlin 18S9. — Ueber die KAlaebung
Im Xinefw vgl. L. Cobn, Ilcrlltier pbitol. Wochenaohr. IHäe Col. 1419.
ft. Di* angebliche Metaphysik den Hcrcnnios |>^(f«ei' lyilotfogfou ih/yl<i'(
tit tJ ^nn >o ^evtKÜ) ist eine oberflächliche, wahrHolieinlicb im IB. Jahrliuiidert ent-
Mm4*M KatnMlatiein aus Philo Da ebrielutc, Alexander von Aphrodisiaa Quaost.
fty^OH Pr«lElos KomnienUr lU Plulos ParIn•^uidoH, Damaskioa De prineipiis. endlich
Mi 4mb von Oeorgioa Paehy merea veiTuwten Abri«s der gesamlen aristotelischen
fMiiililliii n»d aaa ein«« noch nicht nacbitewieeenen, sehworlieh nber alten Quelle. Den
tmtmigM 4aa Madiwerkes. von dem eichkautii eine nber die Mitte des 16. .Inhrbimdcrts
>iwiflsil hl liilii Haudsclirift findet, hat niun vielleicbl in dnm berOehtigten Epiroten An-
irsai DartnArJOB lU suchen, der wulirscbeinÜch aach filr den unter des I^amnskms
Umm tm» Oilcoos maoninirnRestellten Kommentar xix den Aphorismen des IJitipukrates
matwertUek m macben int. Der ernte, nie verillTenllichle muck dieses t'nlKilikats mit
Ate. DdmMtuaf wn Simon Simontilei. Saninii^ (in Polen) tim dus Jahr 1604, ist
ba snt JlB^t ia siumi Exemplar dur Kniknuer rmvcniitntebibliothek bekannt gewordene
■ritlL — Okn« Kenntnia dieses Drucke« cd. A. Mai, Olsasic. uuot. 9, 513— &08. ~-
■t;i2
BfiantiniBcbe LJttoratnrgeac hiebt«, t. PioBaiacbe I4U«ratar.
Uauptachriftpu: Jac. Bornair*, Kvictiuiua' Mot*pli]r«ik uuti Longioua. iJitmDg
Ber), Akad. 18T6 ^. j&~63; wiederbotl in: Gcummulte AbbaocItuiiKen »on Jacob Bor _
I (ISSj)) SIT— 3öG; — E. B«iti, Die uDuobtiobe MetapbvBik dea HcrMtatos. SiUunober.
Durl. Ak. 1689 ». lieT-1190.
9. Das Stndiam der alt«ii Pliilo«o)ihen. in «raW Linie dea Ariatoteles. <nud«
auch nach d«in Falle des t(«ic)tes in einEelnen griorlii»clien ScliDl«n betrieben, iiud io d«a
UandRcliriftitnmnninilungfii. bps. denen d«s griecbiaolien Orient«, finden sich manche tn
der 'rilrk<ininit Hlnnimcnde KrklUrungBuohrirten. GrOMM A&aehen gonoss ale AristotelH'
knmmentator Theopbilos Korvdnlleus aus dem Anfang d«a 17. .lahrbandcrl«. Ba
achrifUiebo und bibliographische Kotixen Ober ihn rnn l^b.-Km. Huello, Annuaim d* !'•
15 (ISSll 192 (T.
183. Fortleben des Neuplatonismiis. Ober die Xeuplatoniker seil
8. W. Christ, öeschichte der griechitichen Litteratur * 8. 686 ff. Sa
Haiipti«itz platonischer und neiiplatonischer Studien war im 5. und im An-
fang des 6. Jahrhundert» Gnza, wo Aonoa.s. Frokepioo und sein Bruder
Zacharius " ffjüoiacnwV, der »päter Bischof von Mytilene wurJe, io
Dialogen und anderen Schriften das ClinHtentum gegen die heidnische
Ptiilosaphie %*erteidigten. Ausserdem sind einige Knninientatoren zu nennen.
Die grfieste Beachtung fand wie im Abendlande so auch bei den Byxui-
(inoni des Perphyrios iüagogo zu Aristüleloit Organon, eio« dir
ageloseneten und verbreitetsten Schriften unserer KulturgeMcbicbte*,') derca
Kenntnis in einem Syllogismus des Kommentators Da\-id sogar {üa Vor>
bedingung zur ewigen Seügkoit erwiesen war.*) l>en ersten uns erhadi
Kommentar zur Isagoge voi-fasste Ammonioe, Solm des Hermen«,
in der zweiton Hälfte dos &. und im Anfang des 6. Jahrhundf^rts ](•'
Ob der fruchtbare Johannes Philoponos auch die Isagoge kommentiert«^
ISsst sich noch nicht sicher entscheiden. Olympiodoroa muss als Vol
fasser des verlorenen Komniontar« ange^ihcn werden, aus welchem 9
beiden uns erhaltenen Schriften seiner Schülor Kitas (Holias) und David
geflossen sind. Die Blütezeit des Elias, der, als er sein W^rk abfasste.
noch nicht dem christlichen Glauben angehörte, fällt in die Mitta
6. Jahrhunderts. Redeutend ferner steht seiner (juelle das unt«r
Namen des David, auch Niketas David, erhaltene Werk. W,
lieh ist diese griechische Schrift nur eine breitere Ausftlhrung dee
dem armenischen Philosophen David verfassten Kommentar» und wohl
Lehrvortrftgen desselben hervorgegangen. Erweist sich die^- Anni
als richtig, so kaim der griechischi' Vt-rfa^ser nicht idcntificli sein mit
bekannten Niketas David Paphlagon (b. S. D12 und den Index s.
Noch im 14. Jahrhundert fand die Isagoge einen Rrklftrer in Le
MagcntinoB.
1. Anagaben; Des Aeneas von ßaia Dialog ,TheopbraBtoa' tat «di«r( bei Uigl
Patrol. KT. Ü>>. b^I-1004. - Melirere Sckrift«ii des Zacliarias Scbolaelika* '
MiKne, Tatrol. gr. fö. 1011—117$. — Di« (mmet tbeolaglsoben) W«rk« des Trokop
Gaufl bei Migne, Patrol. gr. !!T. parte« l-H. Vgl oben S. ISS ff.
2. Hilfsmittel: Dem. Rnssns, Tgtit faCiiim . £vfifaiai tti t^r Imtfiar ,
mXocoifiot ttiv raiaiair. LelpEiger Dias.. Kpel 1R93. Vgl. ß.Z. 4, IM. ~ Job. DrAaal
Ilik«la<« von Hethono als Beetroiter des l'rokloe, Thnolog. Sludioc und Kritikan 68 (II
bB9— 010. — Joh. Driaeke. E'rokopioe' von tiau .Widerlegung d« lYolcloa*, B. T
(18H)(irirdd »ntobst erachetnenj. — Adolf Baaa«, Vorrede adner Angab« der la
') K. Prantl. 0«sel>i«bte der Logik I
()»U) 626. ^
•] K. Prantl a. a. O. 8. S46Ad
Ben. Wenn also in der LTttoralur von Felden pBelliTie
it da« iiooli weniger praktische Bedeutung als der ilhnltclie Dui
der sich an den Namen Tzetzc» bnUpft; somit ist auch die Bezeich-
unseres Psellos alt; des jDtigcrLm UborflEls^iig, und mau kann nach
^egeirwftrtigon Stande der litterarhistomchen Forscliunjä schlechthiu
lichael Psellos sprechen. Konstantinos Psellos, gewöhnlich
Minem MOnctinamen Michael genannt, wurde ll>18 als Sohn elii-samer
geboren. Als Oi-t seiner Geburt wird von den neueren Biographen
I t). a.) gewöhnlich, ohne genügenden Grund, Konstantinopel ge-
[ dagegen spricht aber ein Brief des Psellos (bei Sathas Nr. 135)
bestinimtc Zougtiis des glaubwQrdigen Attalinte^, der deu mit
zweifellos identischen Premierminister Michael au« Nikomedia
BOn lässt (S, '2y(J, 20 ed. Bonn.: MtxftjÄ fiotaxoi ö iW^pn/toc, 6 ^ni
nhtixMf ngayfititwr rrpoffrwg, »ri y^vog i'Xxtov ^x Nixoiitjiei'ai; vgl.
S. 434 und B. Z. 2. 150). Dem unermüdlichen i!^ifer »einer Mutter,
- auch ein litterarisches Denkmal gesetzt hat, verdankte Psellos
•rate Ausbildung und damit den Grund seiner späteren glänzenden
ihn. Unter mannigfachen Kämpfen mit der Not des Lebens voll-
er die Qblicheu rhetorischen und philoKophi«ehüu Kurse. Von dem
pap«zunt nach Konstantinopel gekommenen .Johannes XiphÜinos,
VBcbmaligen Patriarchen, erhielt er Unterricht in der Hechtswissen-
, wofür er dienen in dio Philosophie einführte. Bald verdiente «ich
I «einen Lel}üiwunt«rhaJt als Advokat; unter Michael Paphlugon
—1041) wurde er llichter in Philadelphia, unter seinem Nachfolger
t\ Kalaphates kaiserlicher Sekretär. Nun stieg er von Stufe zu
whon unter Konstantin Monomachos (1042 1055) war INetlos eine
influssreichsten Per lOnlichkeiten des tteiches. Der Kaiser verlieh
D der neubegrändeten Akademie xu Konstantinopel die Professur
'hilosophie. In diesem Amte wirkte Pttellot« mit Eifer und £rfolg.
gt« es Bogar, die platonische Philosophie aus ihrem langen Sclilafo zu
nA a.rnAl% l^latA nt\Ak> A »is^jx^aIj-
PI.:)
AflAnKAh
434
BTsantiniacbe Utt«ratarg«Mliicht«. L Froaaiscli« Ltttftrfttvr.
hielt di« Ehrentit«) viti^iiftof und tmatog rwi- ^lÄwrü^air. Fortan diente
L>r dorn Kai^T al» Borator. vcrfasst« kAis^rlicti« Bullen, fturli Nowllun
und ncht«rliche Erkenntniää«. Als uib 10^4 sein .Tugondfrcund XipliilinM
in da» bortthmt^ KI<M>t«r auf dem OlympoH (in Hithynien bei Prusa) zurllefc-
7^g. nnlim auch {'»«llo^ da» Mtlnchi^gewnnd und nanutff »ich von nun an
Uichaol; narh dt>m Tod« do« Kaittcr« wShlt« PhcUos, d«r aiifiin^lic-li nocli
in der Hauptstadt verblieben war, das Kloster seines Freundes. Doch W*
hagt« ihm der Aufenthalt unter den kommen WeltUberwindem weoig.
und bald nahm er in i-eclit unhöflicher Wciec- vom Kloster Abschied. Vgl.
S. i'.i'J. Nach KL-tniT Kfickkohr in?« öfTcntlichu Ta>b«n treffen wir den Pi^ellM
wiederum in den wichtigsten Stellungen bei Uofe. Als der Usurpator Isank
Komnono» bei Nikaea das kaiserliche Heer besiegt hatte, wurde Pf*lli»
mit Theodor Alopon und Konstantin Ltchude« abgofichii'kl. um mit d«in
Kubellen UnterhaiuUungen anzuknüpfen. Nach dem Sturze Michaels IjbI
FselloB in die Dienste des neuen Kaisers Isaak Komnenos; in dem ProKäae.
welchen dieser gegen den unverträglichen und herr.sch-'itlphtigon Patriarchen
Michael Keriilnrio!« richtete. mu»»!tc er die Aiiklagi-schrifl verfassen. Noch
grOBSer wurde wjin Einfluss unter Konstantin Dukas (1059— 10Ö7). Aach
wShrend der vormundschufthchen Itegierung der ihm wenig gen«igteo
Kiiilokia und der kurzen Herrschaft ihres neuen Geninhb Uoniano» Dtogeoefi
verstand der gewandte, um kein Mitt^^l verlegene Mann sich zu behaujitcn.
und als tler von Psellos erzogene, uulahige Michael Pai-apinakes (htil bü
107H) den Thron bestieg, wurde Psellos der erste Mininter (oder vie
man damals sagte: na((t<lvitioin'>i,n' tip ßaaiit») uud mächtiger aU je zuvor.
Im Jahre UlTö hielt er dem Patriarchen Johannes Xipliilinos die feierliche
Leichenrede. Über seine letxte Lebenszeit und seinen Tod herrscht eintgM
Dunkel. Wenn er, wofllr die aüertriftigst^n Orllnde spreehen, mit denj
%'on Michael Attflliatcs erwiihnten Michael au» Nikomedia (k. o. S. 4;^|
idontiu:h ist, dann hat or sich auch nach dem Sturze seines ZOglings (1079
unt«r Nikephoros Bolaniates noch eine Zeitlang behauptet und ist geg
dos Ende des Jahres 1078 gestorben. Gegen diese Annahme erbebt sich]
aber ein Bedenken: Der nach Weibnachton 1096 und vor Ostern
abgeschlossenen Dioptru des Philippos Monotropos ist in den m&s
Handschriften eine empfehlende Vorrede unter dem Namen de« Mich
P(i«IIos vorausgeschickt. Darnach mUsste Pselloe wenigstens noch
Ende de» Jahres 1096 am Leben gewesen sein. Vielleicht aber l&sst
dos Kätsol durch die Annahme l5sen, das« Pbilippos den Plan zu
Werke viel frilher entworfen und den Psellos, der ja, wie wir aus
Uriefen witt^en, fflr alle möglichen Nöten dienstbereit war, um einen
tUhnrng^brief ontucht, einen solchen auch erhalten, dann aber das W(
aus unlH'kannten Gründen erst spälor völlig ausgearbeitet und verOffa
lieht habe. Ahnliche Aufschiebungen werden ja nocIi in untrer lit
ritch viel schneller lebenden Zeit beobachtet. Die Identität des Vb
mit dem ermähnten Uichael von Xikoniedia ist so einleuchtend, da» UUÜT
wohl «>nlvrodt>r zu dioser oder einei- ähnlichen Erklärung greifen oder CÜ«
Aulorschaft des P«elIos fQr den Prolog zur Dioptra überliaupt in AbrwU
itolUm mus8.
-'UV1V uno 'wiiuutiiui ii^ucu 11 WJ1B
r nnd allen EinflfLisen zugänglicher Regent«». Fselloti erwies
n Aiifordening«!), dk- eine solche UingchuDg an die sittliche Kraft
. niclit gewachsen; der wertvolUte Schmuck des Mannes. Offenheit
riiohkeit, ging ihm in der zerselxendoii Luft des Hofes verloren.
ober allen Zweifel erhaben, d»a» kriechender Servilismiis imil Rnck-
,^eit in der Wahl der Mittel, unersättlicher Ehrgeiz und mass-
itelkeit die hervorstechenden ZQge seine» Charakters bilden. Er i«t
r Hinsicht ein typischer Vertreter der widorwürtigtiten Seite des
«mn». Die groben Schmeicheleien, wie er sie z. B. vor Konstantin
lachoH ausschüttet, waren selbst dem byzantioischen ßeschmacke zu
werden in der Satire Timarion fein verspottet. Da-t (IcgcnstUck
devoten Ergüssen bilden die mit Derbheit geladenen Tamphlete,
PseJlos gegen wine Widersacher schleuderte.
enn wir die Schattenseiten des Paellos rückhaltlos zugeben, kdnncn
inen litterarisclien Verdiensten nin so besser gerecht werden, Psollo«
Umfang des Wixäons. an Scharfe der Beobachtung und vor allem
rmgewandtheit der erste Mann seiner Zeit, An Reichtum der
tischen Thfltigkeit mag er mit Albertus Magnns und Roger Bacon
Aen werden, Indem er im Gegensätze zu den vorigen Jahrhunderten
lUtfiiische Ideal wiederum auf» kräftigste betonte, hat er die littera-
Ren&iasanoe der Komnenenzeit wirksamst vorbereitet. Die stärkste
Hannes ist freilich die Form; das erkannten schon die Zeit-
indeni sie ihn mit dem treffenden Worte eharaktcriäiorten:
jijv tfiMitar. Sein Hauptvorhild für die Darstellung ist Plato;
erinnern die Briefe mit ihrer Häufung von kurzen rytlimisclien
von Antithesen und Beiwörtern sehr lebhaft an die christliche
ichtung: man vergleiche t. B. den panegyrischen Brief an Diogenes
') mit irgend einem Gedichte des Romanos. Nacli Erwftgung
ge und Mängel bleibt Psellos fih- dos elfte Jahrhundert
istorischo Sigiiatnr ähnlich wie Fhotios fllr das neunte und Kon-
ri&ntlnlach* Lltteraturg«BCl>icht«. I. Pra«»lMb« LItteratar.
Beschreibung dietietj litterttmclien Nacblaewä noch niao Keiho vou Eiitzvt-
unt«i'iiuchungeii nfttig wSre. Da zudem schon die l>Iosäe AufzShlung dn
l>okaniit«D Titel und Auttgaboii mit den nötigen KrklArungen und Nacli-
weisen den uns zugemesaeneii Eaum öbersclireiton würde, bewchriiüi«
wir uns auf ein Verzeichnis der nnclitigsben StUcke,
1. I'hiloRophie, Naturwissenschaften. Von pbilosopbiscbeB
Schriften »iud zu nennen ein Küinmentai' zu Aes Aj'tstotelea Schrift Offi
iffir^itiai, eine Paraphrase ku den Kategorien, ein Auszug aus des For-
phyrios Werk //#p! rr*'v** ffoiräiv, ein psychologischer Traktat (Jo^ui sttfi
*f"'X'i<h eine AMiaiidhing Ei? tj;i' tf'vxoyoriax- toi- lIlttTiattK, Studien aber
die chaldäi»chcn Urakel: 'B^}]Ytflii lii ta XaXäainä M/ia, dazu eine '£»-
^tai? xnfakatuiät^i xttl avvtofta^ ttÜi- nagä XaXialw^ Snyftänav. Kine BD
Kaiser Michael Dukas gerichtet« Schrift prüft die Frage; ß* ftfii «i t'xii;
10V oi'^Ri'or |z. B. im ('od, Vindob. phil. gr. liy (Nessel) fol. 192—24"').
Eine andere Studie handelt über den »ämonenglauben der alten Griechea:
Tfra nt(l Jm.uoiwr dfA|«;f»t'(rn''fe^ii^i'»?; Dainn reihen 8ich naturwisgeB-
8chaftliclie Arbeiti>n. z. B. ein Aufsatz Obur Auutoiniu (merkwQrdtg
durch die Übersetzung der alten Termini in die vulgät^eebiacho Spradi«);
ein Verzeichms von Krankheitsnamen (W*pi xaiviäv iroftätmr tmv if reoi^
ftaatv): ein medizinisches Wedicht in 1373 Trimetern; KKsays Ober ein
wunderbare« Echo in Mikomcdia. über den Zweck der Geometrie, Q
die Kräfte der Steine, über Regen, Blitz und Donner u. s. w. Das Haup
werk aus diesem Gebiete iat seine JtänaxaXia rtavioAani; (Alt
Lehre), eine Sammlung verinischter Aufsiltze (im ganz«n 193 Titel),
welclien Fragen der Theologie, PliiloHophio, Aätronoinie, Physiologie, die i:
Mittelalter so beliebten Themen über die Temperament«, Über Beweguni
llber die Möglichkeit, nach Belieben männliche oder weibliche Kinder m
emeugou, über die Frage //i« n' ywt] noAAuxi; oviovtmiiftr^a im- öiiiap
ßärtt, über dos Problem, ob beim Tode sich die Seele vom Körper tn^nol
oder der Kfirper von der Seele u. s. w. mit manchen Belegen aus albu
Autoren wie Plato, Aristoteles. Plotin, Jambliclios, bald kurz, bald tiu-
fObrlich, ubor ohne rocbtü Konsequenz behandelt und. Dazu kominei
endlich noch die Kurzen LOsungeu physikalischer Fragen {'Bni-
Xvatii ttvyfoitoi tfvaixMv ^»,ri,^nib)r). Auch ein Lehrgedicht Über Geo-
metrie wird dem Psellos zugeschrieben z. B. im Cod. Bodl. Barocr.
7C fol. 412 — 420. E» beginnt: Ma^tttr, ti ßnvXtt, ä^nnte fut^ov lit
Abgesehen von diesen Spezialscbriftcn, in welchen freilich die geheim-
wisfionschuftUchen, astrologischen und paradoxographischen Oettichtepuakts
vorherrschen, tritt die spekulative Tendenz und Schulung des Psellos xndl
in seinen Übrigen Werken hervor; überall aber zeigt er sich als reiiuB
Platoniker, selbst auf Kosten des Aristoteles, den er nir verwoireD UUt
Um den Plato seinen Zeitgenossen möglichst kräftig zu empfehlen, bemBU
er luch, die t bereinstimmung dieses Philosophen mit dem ChrisientilBI
nachzuweisen, wie er auch den Homer durch allegorische Umdeutnng iit
(linem Propheten der christlichen Wahrheiten zu machen versteht Sduo
wegen dieses ausgesprochenen Platoutsmus konnte es auffallend scheinen,
I
4. PklloMphie. (§ 184)
437
dass Pöello6 ttuch grtfesei-o Werke zu AriBtotclcs vorfasst habo. In der
Ttut ut CS nicht sicher, ob dtm Konipondium der Logik d(*8 Arintotole^,
•BS wdcbGm die Summulac logicales des Petrus Hispaniis llhorsetxt »cheinun,
voD Psello» Htamnit. wenn ea auch aln aufgemacht gölten dtirf, da^o dem
llUinbcben Text dve Peti-u» ein grieobischer zu Grunde lag und nicht
ttagekehrt Noch weniger ist des Paello» Autorschaft gesichert fUr diu
Forl»«tzuug einer Synopsis de« Aristotelischen ÜrganouH, das
^fWtTDtör avitayun tig tüg tt'ttattftii; tialtiiftarixü^ ETTimrjiai; der wahre
Verfaafter ist wohl ein Oregorio« Monachos, o iv ftoror^ttoi; genannt
(.Qregorlue Solitarius"), der um 1008 schrieb. Wie weit der kurze
Kommentar zur Physik des Aristoteles, der r.. B. im Cod. Bcrol.
i'billipp. 1514 dum Piwilixs zugeschrieben wird, gesichort ist, bedarf eben-
hlls noch der Untersuchung. — Über P»ellos als Theologen s. S. 79 f.
2, Philologie, Hieher gehört ein Schriflchen Ober die Topographie
too Athen und Allegorien zu Homer, eine Prosaparaphrasß der lliati, eine
Mehrte //«ff >üv ThifaÄod |z. B. im Cod. Viudob. phil. gr. 25 (Nessel)
W. 110— 114), Angeblich verfasste Psellos auch einen Kommentar zu
U Komödien dos Menander. der aber nicht wieder gefunden iM, wenn er
Ittcrhaupt jo existiert hat. Ithetorischcn Inhalt»« »ind ein Gedieht in poli-
läeben Versen //*ei ^i;i«e(x(J5 und die in Briefform gefassten Abhand-
Itogea Itt^ avr!tt[*t^i tMV rov Xöyov fttffmf und die Svrot^nt toiv ^t^io^fMÜr
*)t"r. Ein an Kaiser Konstantin Monomachn.'* gerichtetes Üodicht in
183 politischen Verden handelt kurz und oberflüchlicb über die gnechi-
•dien Dialekte, Über Laute, Formen und seltene WUrter. Dazu kommt
ih Aufsatz über die Tenues, Mediae und Äspiratae, endlich jambische
VsM metriechen Inhalt«.
!. 8. GeBchichte, Psellos verfsaste ein» XQovor^atf^ia der Zeit von
WS — 1077; der jetzt ilbtiche Titel: ßv^ainr'^c laioQi'tii *x(nor(rt*r<;pfp
rtkrt von dem Herausgeber Satbas her. Psellos beginnt seine Erzählung mit
4«a Ereignis, mit dorn Leon Oiskonos schliesst, nämlich mit dem Tode
itM Johannes Tzimiskes (976), schildert die J^eit bis auf Michael Kalaphates
kmoriach und wird erst ausfllhrlichw mit seiner eigenen Epoche. Nach
Form und Tendenz sind in dem Werke zwei stark verschiedene Teile zu
MtorMbi'ideu : Die erste, wohl zwischen 1059 und 1063 gearbeitete Partie
Im mr Regierung doa kaak Konmonos erscheint nach den traditionellen
ftndaftUen der Historiographie wohl ausgearbeitet und auch in der Hal-
tng noch ctnigemiari.'ten objektiv ; dagugen wird der folgende Teil, welcher
anf Hpraiellen Wunsch des Michael I'arapinakes und unter seinen Augen
|HrhriL->K'n wurde, durch die stete Uik'l(.siclit auf diesen Kaiser und seinen
Taler Konstantin Dukas uozuvtriilsBig und parteiisch. Trotz dieser Mängel
irt das Werk des Psellos nicht ohne Wichtigkeit, weil es eine früher
nekt (Qhlbare LQcke in der sonst fast ununterbrochenen Heihe der byzan-
Üliaebeo GMchicbtscbreibcr ausfüllt. Von den Späteren wurde es aus-
[iehigBt verwertet: Nikophoro» Bryounios entnahm demselben mehrere
lipit«! flaut wflrtlicb, ebenso benutzten es Anna Komneua, Skylitzcs, der
Arigmu) in soiticr Vorrede auf Psellos mit Kecht tlbel zu sprechen ist,
od am Ausged«hutc«tcn Zonaras, Zur Geschichte gebiert auch da» in
BtiBtwiha UttMrBtttrgesekiebt«. 1. Pfocaüch« Litt«rktaT.
Baadncluift«!! Überlieferte jambischt! Gedicht über die 7 Sn
nadta (fYrwtfxa mai tm äft^jin tiv U^v «ri-ädwi' u. e. w.), ■
i. Jnrispradeaz. Hanptwwk Ut viii juriiÜticbM Eompenditun ia
Vtneii: Svwnptt twv tiiim» im stix**f läftßmw utl noXnixmv nfföf im
ßatiiäa ilt%tri^X röv Jitixtv. Dsran »chliesst sicli eine Abbandlung fibtl
die alte jaridiachv Tenmnotogie ("«m rüi' ärciri^(i0i' tiüv StxMv), eine Bd
kliraDg der Uteiiiiacbeii Ausdrücke in der KechtswiRsenschaft, richterlicd
£rk<-antnt«»e und eine kaiserticbe GoIdbuUe. ■
5. Reden nnd Brief*.'. Unter den saItlr«ichon rbetorischeu Leietunga
de» PseFto« ragen durcb ibrv Wicbtigkeit filr die Zeit^escbichte wie durtfl
ihre kOnsttcriscbe Form die drei groBaen Leichenreden hen-or. welcli?
er den Patriarchen Michael Kerolarios, Kornttantin Lichudes und Johaiuitti
Xiphilinos w-idmetc. Durgh Wurme der Empfindung gülUllt die Leicbeih
rode auf seine Mutter; dazu kommen Nekrologe auf den Metropolit
Nikephoroa %-on Ephe«oe. auf den Grammatiker und Vorstand der Seh
de» til. PctniM Niketas u. a. FQr das Studium de«i Cbaiakters und
Biographie des Psellos sind seine VerteidigungsHchriften beacht
wert, z. B. Aaa Pamphlet gegen diejenigen, welche ihm den Titel i'!tt
mitmgftnnien, seine Hechtfertigung wegen der Niederlegiing der Wfir
eine» .StautsHckretSrH, seine ^ArtiiXoyiu vftig tov tufiiMfvkuitog xtttä
'O^^vdü. Schwülstig und leer sind die Enkomien auf den Kaii»er Ko
stantin Mnnomachos und den MetTO))oliten Johanne«. Eine wichtige
gAnzimg unserer Kenntni» det« Fäcllos erhalten wir durch fteine ausgcdeh
KorroKpondenE; wir haben von ihm gegen öOÖ Briefe, von welchen'
ein Teil ediert ist. Es sind keine rhetorischen Übungsstücke über fingie
Themen oder theotogisclie Abhandlungen wie viele Briefe des Pholios;
meisten beziehwn sieb vielmehr auf bestimmte praktiwhe AnlUsirie.
«ie erhalten wir reiche Aufschlüsse über byzantinische Kulturtu
Verwaltung und Geschichte, auch eine Menge biographischer Details.
HricfwiThfel des IV'Ilos oretreckt sich auf alle Teile des Heiches; alle
hnihnn hat der iillmiUbtige Mann seine Klienten, Freunde und BewurnJ
Bald erteilt er als Minister un Feldherm. Statthalter und Richter niiWieli
Winke, bald verwendet er sich ftlr dllrftipe Kleriker, bald legt er
Oowiclil seines Namens f\)r niis«bAndeIte Provinzen in die Wagsdll
niemand wird zurllekgowiogen. ftlr jeden bat er wenigstens schöne Wo
ln(er<>M(Uint <tureh xahlreiche Urteile über den Stil alti^'r ScIirifUteller
der Brief an den Vesiarchen Pothos über den Charakter des Or
\m\ Natiani. In einem zweiten, jedoch bedeutend kurzer geli
S<-hr«iib«n bandelt er vergleichend über den Stil des Gregor von
Ba«ilio« dea Qroaeen, de« Johanne« Chr>-so!(tomos und des Gregor
NjnM. I>as dem Psellos eigene Korn allischer Eleganz kommt beson
tn d«n klein«iren Stücken glQcklieh zur Geltung; er ringt hier mit Pbo
um die IVute, wjlhrend er hinter seinem eigentlichen Vorbilde Syne
niritekbloiht. BozQglich der Adr^aaten >ei ObrigMia ausdrücklich du
hinirvwie»en. dass \-ii>le Briefe ihre Cb«r«chnft nitr der oft rocht willkl
Kehen Venuntung des Herati!>geber« K. K. Sathae Tordankea. l>aaa vi«
AdrMMtttaDainea in den HaiMlsclitiftM Müm. ctUlrt aiefa darau«.
4. Philosoph!». (»Rl^^^^^^^^^^^^^^^^TSv
tniin <li4> Briofi'. olitw HUt-kaicIii auf ihren konkrctun Inhalt oder Ankss,
vorwiegend als titttirari»cho Kunstworko und stilistjecho Vorbilder be-
trachtete.
6. Übungen und vermischte Aufflätze. SopKietiBche Bravour-
NtQt'ke nach der alten IVadition der Kheloroitt^chuleii z. B. Lobredoii auf
iea Floh, die Ltta», diu Wanze: bin Aufsatz über Tuktik; eine Monodie
auf dtn Einsturz der Kuppel dor Hagi«. Sophia; vier Strafpredigten an
eetne Schüler, als sie wegen eines heftigen Regens das Kolleg vertiäumt
hatten, als sie zu spSt kamen oder wegen Tritglieit eine KUgc verdienten.
Seibat das entlegene Gebiet der populären Mythologie wurde, wie es
tdioint, von Psellos heuchlet; «-onigstens gehen unter seinem Namen Er-
U&nuigen zu abergläubischen Vorstellungen des Volkes {'Eeiit-tfiai ti; ii,-
, pmiui inaidaiuotirti), wo 7.. B. über den Baßovz^inÖQioi; und die PilXoi
[ gehandelt wird. Einen iihnlirhon Charakter haben die Deutungen volks-
[ Mtoiger Ausdi'Qcke i^I-^(j[ti^rtTat tig xmioXt^fai).
I 7. Poesien. Wie die Proxaschriftcn so bedHi-fen auch die unter dem
I Xiown de« Pscllos überlieferten Poesien scharfer Sichtung. Ausser den
I S. 437 und Ha erwähnten Lehrgedichten werden dem Psellos einige
I flelegeDheitspoesien. satirische Ocdichto und epigrammatische
^Kleinigkeiten zugeteilt. Durch gute und alt« Überlieferung vütlig ge-
Bnchert ist ein Grubgedicht auf die Skleraena, die Mätresse des
HJUiurB Konstantinos Mononiachos, über deren Biographie Psellos in seinem
■twehichtswerk {Ü. 1^6 ff.) nuKfllhHioh boriehtet: dazu kunimen Epigramme
MmS ein Biuiner {tfl(i!iov/.ov) des Kaisers Konstantin Monomachos und auf
lliteii Protosynkellos im Cod. Vatic. Pal. 35t> s. 14 (jetzt wieder in Heidel-
f Ufg) fol. .'.1': ebenda fol. 1-l.T lamben über die Mondsucht (//»?! atXf,-.
I nawjtovf. Ein in der Form eines Kirchenkanon ubgefu«stes Spottgedicht,
I iIm Psellos an seinen Klostergenossen Jakob richtete, wird im Abschnitte
I .ßftbmiM-h« Kirchendichtung' Par^raph .Spielereien in der Form des
I Kirdienliedes' besprochen, Ein ftlmliches, noch unudivrtes Spottgedicht
I .in Uonacbum Sabbaitam', das nicht weniger als 297 Trimeter um-
bwt IBegiiin: Nföi lör oaiar at xt^v l%färav lov ^i'ov), bewahrt der Cod.
^'■tic Pal. 3S6 s. 16 fol. liy-lSä. weniger voÜKtiindig auch der
■leiL Vatic. Urb. 141 fol. 176 f. Mit diesen Spottversen verbindet
^Wi «in «herzhafte» Gedicht an die Krätze, die einst den Dichter
fkfUe. Diettus hinsichtlich seines Themas in der Weltlitterat ur weht einzig
ilaatebende Poem bewahrt der Cod. Lau r. 32, 52 unter dem Titel: Tov
artoi- fjtiiffif /;i;oi'iof .toi*. Es beginnt: — u'/oi'; Afixuj]k rij xaXy^ i^m^tf
^litm. Unmittelbar vorher geht ein Gedicht an Kaiser Isaak Kom-
aenos: Tnv aviov n^% 'loaäxtor avtox^öro^tt löf Kofirr^röv. Vor diesem
Otdicbt stehen einige Poesien des Konstantin Sikeliotes und vor diesem end-
ÜA oioe Hrosa»chrift des Micliaol Psellos. Da nun dos Gedicht auf Kaiser
Imk Kotnnenos aus chronologischen Gründen nicht dem Siziüer Konstantin
gridiren kann and im Gedicht auf die Krätze sich sofort ein Michael als
Verfasser Iwkennt, ao wird man annehmen mtlssen, dass dor böse Kobold
Ter nrtov hier wie in unzähligen anderen Fftllen Verwirrung angerichtet
fo
Bytantlnlach« LittwatnrgeMhicbt«, I. Proa»ia«b» LltUntar.
litt und 1>eicle O^dichte dem Peollos gehQron, obschoti k«mv Scluifl v«u
ihm unmitU'lbar vorhergeht. Vgl. M. A. Bandini, Catal. codd. gr. Wbl.
Laurent. 2 (1768) 211 f,. umi K Matranga. Änecd. gr. I 28 f. Zwfj
weitere nach Inhalt und Ton %*orwandte Gedicht« stehen im Cod. Vindoh.
Iheol. gr. 2-12 (Netwel). s. 15. Das erst« (fol. 42—55") goisselt in -(6.'.
potitiHchün Vi-i'son die Sohcinweisheit eines ItfOnches, der eicli unterfang«»
hatl«, «n Poellos üiiien prahlerischen und bissigen Brief ra rieht«». IV-IW
mahnt vorerst seinen Gegnor zur Be*ehoidonheit, Demut, Friedfertigkeit
lind Nächstenliebe : er spricht im Tone überlegener Ironie, begibt sich aber
durch tinmiteisige Breite und Plumpheit des Vortrags jeder feineren Wirkung.
Auf einmal nimmt er, vt'w im Bcn'usstscin der UnKuIftnglichkf^it seiner
ironiachen Predigt., seine Zuflucht zu derben AnzDgltchkeitcn. Asien m
nicht .selten von Barbarenstämmen, von Parthem. Hunnen, Agarenen. Ru-
mänen und Armeniern heimgesucht worden; diese Wilden hAtten der
Mutter de« Mönches offenbar nngethan, vas sie Gefangenen annitban
pflegten; kurz die Mutter habe ihr Geschlecht verfälscht und einen BaHttnl
zur Welt gebracht, der ein libyaches l^ntier zu heissen verdiene. Nicfc
dieser plumpen und recht witzlosen Verdächtigung der reinen hell«ni«;lKa
Abkunft des Manches werden ihm »eine aiigchtichen früheren Benifsarteii
vorgerückt; er sei einmal Ziegelarbt>it«r gewesen, habe aber nur iimi
Lehmträger getangt, dann Gärtner, Tßpfer u. s. w. Er muas sich mahnen
ta»seu. nicht i^tolz zu sein auf Stock und Langhart, erhält aber dann,
nachdem durch die vorhergehenden Insulten gleichsam sein Übermut ga-
hrochen sein soll, freundliche Unterweisungen in der heiligen Gcscliicbb'
und in der christlichen Tilgend, und der Schluss klingt erbaulich wie dOT^
Anfang. Titel und Anfang dieser übel gelungenen Koplik lautoa iH
der Wiener Ilandschnft: ^ti'xoi inv virtfiiifutv 1'f}.Xor ngöc fioivi
tira yQÖiI-tivtn irpö; «t'roi- /<*,'>' vntft^^aiiaf xm (foxoi'i'ro; (so) *i'n
itra trSi' aoqiör. "Ein /tir r;/tn^, äitk^, tä tpvyxä ^^oiti^tit. Xun fol)
in derselben Handschrift ffol. 55' — 59) ein »weites Spottgedicht mit
seltsamen, wohl sieher verdorbenen Titel: Tor nötav n^ tör aiiär i»ii^
nriff>/xi xori xorämni. Beginn: X^'vo; noÄvt na^tSQtifuv, ä^' arntg
n Y^fifin. Das Gedicht enthält, wie schon die Übersclirift andeutet,
' Fortsetxung der litterarischen Fehde mit dem Müncho, mit dem sich
erst© Gedicht beschäftigt. Hier gibt sich der Verfasser au.sdrilcklich
Mfineh zu erkennen, indem er bemerkt, er habe das Schreib«» des Q«gDi
in einen Winkel seiner Zelle geworfen. Dm wtlrde ganz gnt
PselloR pausen, der ja einige Zeit in einem Kloster des Olymposber
wibrachte und sich dort mit den Mönchen schlecht vertrug; allein da
diews Machwerk trotz der ausdrücklichen Zuteilung nicht dem Ps
gohnn-n kann, wird durch eine Stelle do^telben unwiderleglich I>ewie«co
Dtr Verfasser pocht in ähnlicher Weise wie im «rsti-n Gedichte auf seil
Golehrsanikeit, lacht über die Ignoranz seines Gegners, der von A<
Orthngrajihii' iindMctrik kleine Ahnung habe, und suchtihm endlichdurch A«
Zählung ttltiriT Autoren n\ imponieren. Zulctxt ruft er dem MOnche ironU
z«, V« sei schade, dass seine prächtigen Verse von den aus die.s«m Lelwu
wliiodenon Litteratnrgrössen wie Pseltos, Pisidea, Christophoros (von
4. PhiloBophf».
Baue). Leon (wohl l'hilosopho»), Tli«opli,vlakto8 vuii Butgumii nicht mehr
▼emomnien werden können:
2il J'ai iniftifu VüXi, IltoiSti. X^iaiatfiiQi,
Mir Mai (ttatf-iillitxit, npuitf^r Dot-iya^ine,
Jurijy tun n»Vii /aJ.inijv \'niim}tt iijftiar
n(itfiiiaatii)'ti( i'Ttä yijt *bI fiij ftifiK9ii*6tt{
Tfti'f ori'/mt, oie fin Tt/nouiftv fiövoc ö arijcanloioc,
Zum Scblusee mahnt der VerfaBHer den MHnch, er niAgc, nachdoni
^ frBher nichbi gearbeitet habe, nun wacker die griechistchc Grammatik
Btti<lJ«ron. Wenn nun. n-jc die Erw£hming dos PselloH unter den Litteraton
der Vergangenheit beweist, dieses Poem nicht von Psellos vürfiiöst »ein
hAon, 90 ist ihm natürlich auch die mit der zweiten eng zusammenhängende
■nte Spottepi«ctel absusprechen, und der ohnehin »tark belastet« Mann
\ wird wenig^-tons Avr Vertntwortliobkcit fflr diese botdun ihren Verfasser
L «flnig ehrenden Elubornte ledig, Der Fall i«t mit Absicht etwas nueftdir-
I Geber behandelt worden, weil er die grosse Anziehungskraft, die der Namu
I PaeUM auf alle möglichen herrenlosen Erzeugnisse ausflbte, deutlich und
Ikfarreich illustriert Nint wird man auch gegen weitere I'selliana der
■Wiener Uandiwhrift mi(>strauisch: es folgen dortselbst fol. 59'--60 noch
H'rh abermals ausdrücklich dem Peellos zugeschriebenes in der Äit dur
BB(ii^iiheiti)gedicht« de« Christophoros und Johannes Mauropus gehaltenes
■Datkpoem an einen Freund, der dorn Verfasser vom Lande Trauben
Btnchiclct halt« (16 Trimeter; Anfang: Iv itt'v iit xttQno'i d^fio/? rijs (roTg H»)
lajpTtior) und ein erbauliches Gedicht Über das Gebet (22 Trimeter,
Vfie alle mit Si>x>^ beginnnen; Anfang: Bi'Xi] iiimi} lovi ,iQoioi'f tmv er ,?(V(i},
LVtan und von wem nun diese Gedichte, von denen die zwei ersten sicher,
■Ae swut lotzt«n wahrscheinlich dem Pselbs untergeschoben sind, abgeftutst
Fvorden, Ifost sich vorerst nicht nillier bestimmen. l>ie Erwähnung des
I IWIm und des Theophylaktos von Bidgarien unter den Toten ergibt als
I Fitkgroikz« etwa den Anfang des 12. .lahrhundei-ts, und vielleicht haben
I wir d«o Verfasst'r in diesem Jahrhtmdert in der litterarischen Atnio-
I tphire einen .lohannes Tzetxes und Theodoros l'rodromos /,u suchen. Wenn
I io zwei Spottepisteln auch litterarixch wertlos sind, so wUrdon doch einige
' Stttleo wie die Aufzilhhing der damals beliebten Klassiker, die Erwähnung
, iet den Byzantinern geiahrÜehen Barharenviliker und die Bemerkungen über
■pH 8ewerbeleben eine VerQlfentlichnng rechtfortigen ; die zwei kleinen
PMicht« würde man als h^gSnzung des Bildes der byzantinischen Uelegon-
L fc«t»- und Erbauu«g»i>oeMic gerne mit in Kauf nehmen,
h Endlich werden dem Psellos in den Codd. Paris, gr. 3058 s. 1,'»
mbi 36— :17'. Athen. 11K3 und wohl Öfter dreissig jambische Distichen
Bnf Tagenden und l<ast«r. Kflnsto und Wissenschaften zugeschrieben und
■le nnd unter seinem Namen auch ediert worden. Allein dieselben Verse
■lilwn im Cod. Laur. Conv. soppr. 18 s. H fol. 2!)2, unter dem Namen
■h Tbeodoros Prodromos und im Cod. Laur. S. Marco :118 s. 14
■l 1 oofcer dem eine« gewissen Paniotos (//aivw'n,^-). Gerade die Selten-
Hwt diwt«« letzteren Namens spricht fUr die Richtigkeit der Zuteilung.
md so wird Paollos auch auf diese Distichen verzichten mUasen.
Aa<g«ti0D und llilfiinittol : 1, Von den lahUosen. meist Hctiwcr xiigKngiictiofi
tUan» VTvekea mtma hitt abgoscli«!! werden. Die Uttupt(UDdatlltte<n I'»elliaiiiacliftr
U2
Br£&BttBÜ«he liUerktargeachlclit«. I. ProtfclMhe UtUrktor.
^hrifUn mihI j«dit: De •penUnM dansMiiin ed. Pr. Boissaiiad«. Kor>mb«rga« ItflM
mit 'J« udoren SiD<-k«n vcfMU«I«n«a IbIuII». ~ MIcbs, Patrol. gr. 132. 4T7-lltN9
flilWiiltiM(i1iii tli«olo)p(»cW, philMopkiBcbar und jandiMar WmIi*. — K. If, Suthiu
Utammwvaf fiflit»jf^. voll 4 (1^74) lUil 5 (1875), cotiillt dw G«Mhidito*itrk. tM«?
•inriata G«ttitiig«B v«cteQt Gkb die wiclitig»!« Uttaralar MgrädanBUMi):
2. Philosophie ond Natarwiaacnachaflen: Xtm U«wt* bei Boiasoondi* und
Higii« a. a. 0. — Konnentar lar Phj'sik des Arii^tololc« InUiniach »d. Cnmuiia»,
Veaedig ISM. — KomiMotar mm Imloe dw Plal«n (lUr ri;)- rw Otnr«»^ <f>v/*/o>-ii" i
ed. Viacant. Kot. «r extr. IG (1847) 2. 81$— 337. - Q. Liador, In Platoeia de aniuM
PriKTaaiMn« praecinta commentariua, C^lae 18-*i4. Küieo Bnonym^n, aB)c«tilick dfB
»olltn g«li9ngeii IVaktat HfpJ nüt- /d«»*- «{ » lllataif i/ytt od. >>. Linder, Pfailoleg«
16 (l**ßO) .%S3-a:i(t. — Käel) Traktat f/pa'f (m'( iSpaiti;«ai'ra{. miau yint nir ifiXomif^^
fidmr läym-, dar dar«h din Krltnllunf; von rragmenten der Aiyrtruaai da« CblrMBM
(1. Jahih. n. Chr.) wichtig iat «d. K. N', Saliias. UalletiD de ooncepMid. h«ll£n. I iI^'TTi
121 ff.. 104 IT., »09 (T. ' :tw<>i TrakUlc Aber dio clmlditiBolicfi Orakel bei MigDe, PitiMl
gr. 13'J. H'JS rr.: «n dritter bei Oui). Kroll. D« oraealis UialdUMiia. BNaln IW
i= Brcülnuar piiilol, Abb. VII I) S. 73 ff. — StQirk« aus drr Jiiaawakia lavtodmm^ «d.J.
.i. €rumi.-r. Anccd. roriii. 1 (1^3U|ä35 ff, | die Übrigen boi Migoe a.a.O.). Weitere EtgtanuceB
Itnb Hl -Kni. Hu olle. XLII GhapTtr^ii inifdila et compldauaitBiKe du recneil Ae UiAtlfmOm
inttUiJ« .ItiaaxtXi« .'»»rroJani; , AuDunirc de raaaoo. 13 I18T9) 230—278. — Eia dM
123. Kapitel ilvr MiSnutiaUH beriohli^i'ndra äriefTrafmeiil des Paellos ed. au« Cod. Kam.
Y'-llI—IS Paul 'i'uiinery. PmIIuh sur la grande anu^o, Renie des 6t, gr. & (1^3)
bia 211. — AuH d»nelbM Hs ed. Paul Tannorv. Paullut aar Im aembrea, Berae
*t. $T. b (1892) HS -347. Taniiet? fljliii di(<s«a S^tllck lUei ffVi»ii«> nur d«D Ne«pl.
nikcr Inmbliclio« lurUck, Mit dvr dann i'tith(klt«n«n Ealileomj'atiscb«!! Krklarung dar
(lunc d«A Embryo ist ein Traktat dMi Jolianocs Pediasimos in vergleicli<'n: a. dieMn.
Piwlloa lUfl nHftniiSiat' liritytiaauüjiov t\ä. Wcstomiann, UufaioS^yfäifm, Brauosohi
1839 & 143-148: vgl. 8. Xl.lll (T. - Ke Einleilnng in dl« ßvthmik «d. J. Caaui
Hhoin. Mus. 1 (184S) 620-038. - Eine meteorologisch e Srbrift ed. I.udw. Jan, Ji '
Jahrb. SupjiloiTipntb. 7 (1841) 588—550. — Ein Stück //tpi '■n' t']< owiponijf stfäi
(fpoKujf xni ttfavfiäv ed. All« Cod. Monoc. gr. 287 N. Politen, Jisfiäitti uttiifii»y
liv3oi, Athnn 1880 8. 6 f. — Daa mediuniscbe Godifht ed. Fr. Uoissonado, Aored.
1 (1829) lT.^-.2:i2; itbonda S. 233—241 dns Ventoirhni iidpr KninkhoitsnamiMi und S.
bia 'H7 dnr Aiirsutz llbcr Londwirtat^hnft. Auch boi LI dr-lnr. Phyuid et mcdid giSM
minore», vol. 1 (ItMl) 20S ff. - 7m dt^n phjraiknliaohrit Probkmon: Tk. I>ahner, Z»
Michael PmIIus und Plutnrch, riiilalogu» 14 11859} 4ÜT-4ia -~ l'ober den VetfuBCf dM
lofiechen Koni|wndiunis s. C. Prnutl. Ueachichte der Logik 11 2H If. und III lü.
Mine Sebrift: Mioliuol Pscllos und Petras Biapanue. eine Kcchircrtigung. Leifak I
Dagegen Ch. Thurot. Hovuo iirchJol. neuvelle tirio 1(1 \lHiii] J tili -Duteai bar. um Rar
oriti<|ue 18<i7, Nr. 13 und IT. Val. Rose. Hermes 2 (1867) 14fi ff.; ebaodoH 465 S.
Oregoriua SoJitsTiiia. Vgl. nucb noch Ueberw«K'Heinxe. Qnindrisa der GeaohkW
?bil<»opbie II' 186 f und W. Christ, GediU-htniarede auf K. Prantl. AbbandL k
Akad. iSK'ä S. 4Ö. - Ueber die Euklidüilate im i.Vi«;7i« vgU J. L. Hoiber«. bH
goachiohlliche Studien Ober Euklid, Leijuix, Teubner 1^82 R 313 ff. - Kin«n natbMaiM
schon Brief dM Piinlloii fd. Paul Tanner_v. Diophanti Alexandtini optm omaia, «etl
(Leipzig 19{t.^) 37 42. - Zur Srhrift Dbdr die vinr inatbematincJidn Diniplinan rgl. "
('anti>r. Vorleiiuugon Ohor l>t«fhichli> der Mniheinntik P (1KI)-1) 472 f. — Kiot«
des Paello« lUßi xpwvnaiTat bnipriohl Ch.-Km. Ruelle. La Chryeop^ de IWMiai.
des d4. gr. 2 (1869) 900—2(17. — AuwDxe >u> phÜoBopbischen Traktaten bei Tk. Uapei
Uss Synodikon dir die Woobe der Kccblgliubigkeit. Odeasa 1803 3. 49— &6. — Den i
siniMh-naturwiainneeliaftliehea Schriften wie noinem bertlbmieu Nainon Uberhnupt btt
Peelloa m verdauken. daas ibu) »iiater pack Hausarineibacher raceecbrieben
s. U. im Cod. BoDon. l'eiv. 3638. Vgl. A. Olivieti. Iiidtee de' Codici greci
Studi ilal. di lilol. clnas. 3 <1^:>> 4.V6. In iino Katrgotie gebGrl »ohl sack der'
Ihoi 01^0 nXiii Min ni'nt Ktü o/wnxnaiii'fK, den R. Hercfaer. Phtlotogu 8 (1858) 165— lÄ
and », Hulile., n„f9tt^r 1872 S. 1095-1097. ediert Ilaben.
8. Philologie: Clediobt aber tlraotHialik ed. Fr, Boisaonade. Aneod. er. 3 il»31'
M0--fiS8: ebeadort 429 43« die KU>el des PseBo« und 437 4.%2 di» d« Me«alon>it»
Md Aalikalamua. - Zum gramniat. IJodirhtr viel, l'blig'a Anaainbo d» Dianj-uon 1'biu.
PKl*g. S. 40. und daa anonvaie (Eedicht in ll>^7 politischen Versen bei BoiBSDnade. Aiwcl
S""' 'L' '"^^ ^'^ ' ä^> """l da.'« nnonvuic, ffbcnfallff in (-olitisrhca V«raea abgcfaut« l.estkea
•■ R Hiller aus einer Aiboshiuidsi-farif) im Annoaiir' ds l'aKMC. 8 |l^T4) 'Ä1-W4
■ullett hat - Utdicki Ober daa jainbiacke Uctnuu edd. A. Naaeli, M^longco Gre«o-f
kTblloBopbie. (|l?
n 4Iti f . hikI W. Studemuud. Anucdot« Varin I 198 f. — üutnerisoli« All«(iori«ii od.
Fr. B*iBaoiiadB mit den AlleRorieii io% TMte«§. Paris 1851. — Prob«n aua Hoirn»--
fcomnitBtBmi ed. K. N. SkttikB mit der Abbradlnog: Sar l«a commentair«« BvEUultns rulutifii
MX ooBi^diaa Js IKoandt«, aux poOmes d'Homtir» etc., Annoaire do I'&muc. 'J (lä7j)
tßl — SS8. — Die pHBfhrMo lur Itu« od. obnc Autornam«!! I, Bvkker, ScUolia in Houeri
nUaai. B«riia 182&- 1827 a fi.M -»II. Sie Hlvlit u. a. in den Codd. Bodl. Baroec. 47.
P»riB. 1045. Lanr. 33. «, Laur. Conv, Koppr. GS. Vonpt, Mnro. IX 33. Vatic. PaUl,
U (in ilea tcli(«r«n beiden ohnn AutoTtiamitn). Vgl. Bnndini, Catalogiu codd. rim biblin
Amm ll«d»OM>-Uur. 11 2>)L>. ItaupUchrilton : Kd. Schmidt. Do Hindin paiapliriui Ilek-
fctriäBB et nvUpliraai Villainoniniu, Dinn,, Kdni^bcri; ItiT-'i. und: Arthur liiidwich,
AriataraliB Honeriacbo Textkritik 3 (Iä8ö) 4ä3-5ö2. — Getlichl und Briefe über Ehe-
torik »d. Cbr. Walt. Hholur» Uwci. vol. S (lüU) eäT—TOU und vol. h | Ii|t35] .^UK-6u5.
4, Oe&ehirhlnwprk: K<\. pr. K. N. Sathna, .Vf». ;i(^»(o?». vol. 4 {|KT4), Vgl, dio
BaaprachM^ von K. Millnr, .loumal dos SavauU lt<T^ S. t3--29. — Hilfsmilt«>l: N. .Sku-
halanovit, Byiant. f^tnnt und Kirche im II. Jahrhundert, Peloraburg 18^4 (llbnr dio Ab-
(BaMniCSMit a. a. w.). ~ S. HOckl. BtAllur f. d, bayar. (iymnasialschulwcJiDn 'il |I8S3)
4 l!> lOhw di« Q(HiU«n und Auaaobr>-ib(>r). — W. ÜHchor. Beitrlkgo zur hJatoriiiDhoii
Knük dn IjKia Dtakonoa und Michael PtiellM. MtUi^il. d. Inatitata fUr Sateirreioh. G*-
itattfoirMhaEig 7 (I^M) 3:>8-»T7 ~ Job. Seiiur, Nik«phuros Br^enniiM. Mfinchni IS8S
890. — J- B Biirj'. Roman «oipurora from Ba*iil II i« Ishuc KoninenuB. Tbv Englinh
lot. review 4 (1689) 41—64; 251— 3m, ~ Kmeudatioii^n von J, PunlaiidcH. '.ittrjyuiar
1 11874) IHW-686; 7 (1878) 322 -846; 8 [1879) 44-07; 247-2,-,7. Auch =plb6tändi(( er-
icbinim als: Jiap9*r«<ic tic .Ifi/Rijl t'ilXof jfporoygurfinr, jiiftm ii. Alli«<n. 'f-'x toi leno-
ffufti'ar 'fi^Mi 1879; u'po' ,'' '""^ ''""^"^'bnu Titel) al« GintnlatioriMrhrift HQH.Sauppe,
lllwii. BUet« \f-»%. - K. S. K<onto«>, 'AOr,yB ] (ISSö) 36V f, (EmondationenJ, -
Otdxkl ab*r di« Synoden: Kd. pr. wohl in dem lUndcbnn: Cyri Theodori l'rodromi
ifapaiMtuta et«,, B>*i1eaD 1536. — Ed. K. Simanjdes, 'o^oHimif 'FJAi^rav SgvXvyiitm,
jii^ UM»fit. I^don 1865 S. 2lft-221.
&. Juridisch« Schrift Oll, Roden. Brief«, l'ebnng§slllcke ii. s. w.: Juridiitchft
MriftM bei llignd ». n. 0. - Kinigo Brief" ed. ans Cod. Falat. 35ß Fr. Crou»or in
tu .UiK«IlaBea maximatn pnrtem critica cumviriint Fr, Trang. Friedemnnn nt J. D.
«■dofT. Swekoda- 2 (Wittonhcrg IN23) 601 623- — Eine Anzahl von Briofan bat L.
F(. Tafel tntHmlich ab Klgentum des Kuslalhion von Thessatonike (*. dienen)
ttet - tUden und 'ÄiR Bri*fn »d. K. N. Snthna. ,W(». /ti/lX. vol. 5. Zwei Briefe mit
IWlIiiiai 1» I t'ebrrBcliang hatte Sntbnit snhnu im AnnnaJre de TasBOC. .S fI874) 193^231
tfptaih. Zun T«xto detüclbL-n rgl. A. Kbcrhard. Bursinns Jahresbericht Bd 3 (1*4771
IM f. — Mododiv anf iva Schtllvr Jubiinuee l'alrikios ed. Alb. Jnhn, Joluis Jabrli.
ImlmcBlfc. (^ Jahns Anhir) 11 (l»4ä) 347—361. — Den Brief an den Veataichen
NtM flk«r Greicor ven Niuiani ed. pr. H. 0, Coxe, CaUlogi oodicum mits bibUDfh«cau
ML ptn I <185S) 743-761 fan» Cod. Bodl Hiscell. 189 Tot. 195 -ISa Die Sohritl
Abt Moh in Cod. Vatic. Pal. 402 s. II ful 380-387. Fehlt bei Migne). - Dm
tm^ nrw*»dt» SchrMben Aber Or^Kor ron Nsziaiii, BaailioH, Chrvauftlomos und Gregor
m KiMi »d. Fr, Boiasonade. •i'itldf 8. 124-131. Wi»derhölt bui Migoe. Patr.
B. In, 901—907. — V. Tasi Ije vakij, Zwei Briefe de« byzantinisch eu Kainpr«
Mid VII DukM an Vaevolod JuMlavie, .lonro. Min. 1876 Bd 18'2 Dozemborhnft
R tW— 8IS. V. maelil c» b«Iw wabrAoheinlioh. da»» diese itwei von Peellos im Auf-
tOf* im Kamen verfaiutMi ßrirf« mit ein^r Braut werbnnR fnr des Knianra Bruder Kon-
''iTttitrt (in der Mi*, jhfi. i Nr. 143 und 144), als deraii Adr<>iwi>tnn Kntbas u. u. den
U*tt <i'uiarjud bninirhnnt hatten, vinlmohr nn dnn KieWHcben TcilfÜmlnn Vsevolod, den
laka den JarnaUv. ^criefatcl «ind. Inhaltlich Kind beide Briefe identiirh; es sind Kot-
■Drfe cnr Annwakl. v«a denen nur einer wirklich flbp('>(>hickt wurde. Vgl. dio Buaprechun^
I« E. Kurt». B. Z. 3. e3('-fiS3. - Zum T«ta dicner *woi Briefe W. W(agBer). Li(*r.
Cnbvlbl Ii«::j Nr. 2& Sp. 8J0. und E. Kurt». U. 2. 3, fl32 Anm. — Emiite Reden nnd
AM» «d. mit Kommetilar B. Hua» im Reeueil do-i historicns grccs dwi eruisades 1 iPuria
IT-'j 1- fiO. — Ueber einiges Neue hnt P. ßozabrutuv uHhei« Mitteiluuiten gemachl.
■ImlKb Diwq- ein Oerichtsurut okull vom Jnbre 1075 (.In^or tii iw Ir UXuxi^yii
eniti aarumti). JoDrn. Mio. 1889 Bd 362 8. 72^91. einen Ehekontrakt mischen
-liael V(l DoltM Q&d Rotiarl Gidscard. Joum. Min, 1889 Bd 2e,> .S. 23-»!. die An^
la^ered« inffa do» Patriareh«ii Michael KeralarioB. Jonm, Miu. 1889 Bd 36''> S. 32- M.
Vgl. E Kurtx, B, 7.. 2. 1«7; 3. «83-635 — Allerlei Erzeugnisse der Sehnlrheterik von
PtMou b«walirl t. B. der C«i). Sarb. »r, 11 61, Dm ittleressHnteelc ^türk iat eijie
.Ifculnjpanlin Etlioiraüe', in wole.ber die alle Rhetorentechnik auf ein cfariNlliohoa Thema
fliwil M.< iii ia<: Tm) VrÜlap r;9oiiorltt Stoioyutj ■ Tti-at äv f^toi Xiyavi'.UJtii r(>f»>j|U/p»<'
r.
jrj
BjiBBtiDiiKlie Litt«rfttargMcliielitft. I. Proftaiach« UUerttar.
hUt iler Sclirift <Im Psollo» Ober Jen Kinehin d^r llNgia Sophia (K^ i^f «tc mfim
£o^iii <iTfittw«iif, die bei Migiie, Vau. gr. 122, Oll ff. gedraokc iai, ist m vogteiolMn
<!«• Proko» von Gaxa Mov^iin ilt tijr äjdar Xtnflu» nncfomr äni 9nau«i, lUn%
Patr. gr. 87. 8. 2837 ff.
6. Poeeien: Das (irabstKÜclit nut die Sklaraina td. U Starnbach, Rmtfnwjr I
SprawcadaDia a P<isiedz*n wydmiu HM. akad. um. IS (Krakan I89t| 87&— 392 laoa im
Cod. Paris. Suiiiil, gr, (!ßO; noch anbonDtxl ist Cod. I.aiir. CoBV. aoppr. 627 a. 13
fol. 19). ~ Das t.i>hrg<[<(tirhl Dher die PBalmi-n an Kaisnr Uioltaol Duku «tobt I. B. in
don (;«dd, Laur. Conv. soppr. 627 fol. »:l>-ä.'), Marc. 4ätf, Üadl. Bnrocc. ä->, s. 11
fol. 219— SI9 II. lt. — Kit) nnoDTmea Hellicht Qboi dua Piultor im Cod. At hnax 222%. M
- Uin ItAlnalHanunlung cd. Fr. ItuUsuDude. Ad. gr. 3 (1831)429-452: übend n 4.'>3 -4»
die kloine S^nimlung dos .Autikaluinoa* und «in b«rrcnloaea RAIael. (jutmacTRi tkr
(tioM und illtc^re KAIaal «owie n'iclifl bibliOKraphiavhe und bandachriftlicba Notiaca bw
C, üillliuy, Svmbolaa criticav ad luithologiam Krvecai» «x librin idhdu Btriptia petiU«^
lud. lect. r. d. ijaramer««ni«flter 1891. GDttingen 1S91 & 0-18. Die dem Kaisu' Uidhatl
Dukaa fewiduivten Btta«l atebco aitrb im Cod. Barbar. I 41 to\. 104. ~ Die 30 Eni-
gramme auf TugeodiMi. Lasier u. b. w. im Anbang« von: HeracUdis Puiitici qoi AtUloltw
aatalo vjxit Altu^oriue in Homeri fabDlna de diis od. Conr. Ueaner. Uasilea« lAM (oaoh
dsn Kjiifirsninien uoch die drei ProiHiachnflfln d#s PselloB: 'Ayaymyij tit tir TnnuUr,
'AiXtjY''9''' ™'P' 'fs -'fiyyiit, '.(i'i/iu)''; >•'( "Jr Ki^i^r fiovi,o!ifrijr tär Tidvaata utiufit^ifarrL
- Kin K[iignimiu (14 Triineler) d«s Micbanl i'sellos .senior' (V| aof dia 12 Afwatel ed.
.1. b. Pitra, S|,ipileBiiim SolesroooRc 4 (IftSS) 49fi-
7. tinberlieferung: Schon frflb wurde eine Knmmoliiuiicabn von Schriften Jaa
t'Bffltoa varanstallet. Ein ans dam IH. Jahrhundert eUrnmoiidFji Kiomplar denalbaa irt
der iinKcbntzbsr« Cod. Paria. 11K2. Andern HauptfundslAttun pacllianiacbar ScfcrifUa
tdad diu Cndd, Mntrlt. t>\. a. 14 Igcnuii« Üeachreibung bei Jo. Iriartc, Regia* tdbl.
Matrit. cDdino» Kmnci S. 169-1761: Taur S31 c. II. 34 (jelit C. V. 6). a. 16; BodL
Barocc. 191. ■. 14; VBtie. Pal. 281, i. J. IÜ4Ü (?) geBchnebun (jetet vi«d«r in H«*M-
bergt; Vatio. Pal. HKt «. 1»; Valic. Urb. 134 s, 1&; Laurent- hl. 40 >. 15 (g«MW
Baühreibung bei A. M. Bandini. Cntal. cudicum gr. bibl. Laiut. 2, 808—41«).
scbriflliobu Miltoilungen gab Cb.-Km. Kuelle, Arc^bives dea ujissiaDB adflotifiqiaoB, I
toma 2 (1»;^) 4!)7 — H'.27 (B, den Index s. v,),
8. Leb«D und Schriften: Die Grundlaxe bildete bis in die neiMust« Z«it doa l>a|
Allnlins Abliaudlmig : De Psullis et eorum scriptis,, Roniae 1634; wiederholt mil i
titfunsen bei Fabrieius, Bibt. gr. ed. Harl. 10. 41- 97 nnd bei Mign», Patrol. |r. 11
477- .^3^. — Zur Bibliographie vgl. F. Henrichsen. Uebcr di« sofenannteit pobttoa'"
Vera^ Leipiig 1830 8. 118—103. — Viele Berichtigungen und JCtuMze zur Bioigraf fai« .
K. N. Sathati in den Vorreden anm 4. nnd h. Bande der Mt9. fifk. Auf S«tl>ss henkt i
hübsch« Skijue von K. Egger, im Dietionnaiie des acient-os pbilDaophiquaM aous la Aif
de Ad. Franck. Parie I87.'> S. 141^ ff. and die anafObrlichere Darstolhug ron A. Itaml
Bern« hintorinn* 3 (1877) 241— 3>42. — F.inigoa lur Biographie nnd CharaktentlT
J«h. DrIkBrke, Zu Michael Pselloa, Zoitarhr. f. wi^cnsobHftlich« Theologie 33
SOS— S30. — P. lieiobraaor, Der byxnnlinischc Sebriftstetlor und Sloatunann JJichwt
' PmIIos. I. Blogranhi« des iWkie, Mosknu 1K90 irusa-V Daa mir untugluKticli« Weik tiombi
■ach der lie<i|ir«rliung im Odesancr Jahrb. II ni^^S) l S. ^—96 ■Bin Teil aaf noneia baad-
aolirifüicbeii Material. - Bruno Khodius. BeitrJ«« xur Lebensgeschieht« und ta iM
Uriofen des Paellu». Prugr.. Plauen 1892. Boriditiguag««! daiu tob J. Seger. B. Z. ''
]4dff. — A. Sonur. Das Todesjahr dc^ Paelloa nnd die Ahfaaannfawit der Di«ptra,B. 1
S {\99\\ 603 r. - Will. Fischer. Studien nir braantiaiaekea Gaschidit« des 11. Jahck.1
Progr,, Plmen 1888, handelt Ober daa mit der Biagra^ie iM I^ellM «Og TerbiiudaMi
liobeii des PatriAn-hon Jehannes Xiphilinoa und Hbör dt* jnridierlic Sjmopsis des PmIIm
- Urber Uivbael Kerularion. xu den t^Uoa in «ft^lfi IWiehungen stand, a. die frei
lieh nicht «anx objektive Danitellan); von Fr. Gfrtrar. Bj-untinische <>nsebichten
(Gnu 1S77) -IM fl.. B14 ff. — Anfang einer Bibltograpliie de« Paolloa auf (imnd d«a Co
Paria, gr 1182 bei Satha«. JVte. f,fl. 5. 'tX. i'~nf. — Kinicca bei W. Kugelnani
Bibliolb*«a amiptaruu etaMiMrm I (1880) A-^fi f. — Weitere bibliograiibiaebe Mittedtang
mit drei kleinea Anakdataa von Ch.-Kan. Knellc. SriXayot, E&oai.itrrnrti^iK,-, nm^
im' (I)' iWitor, 1!^ S. .Sdl -814. — Zar Charakteristik: Ferd. Gre(i;uroviua, (l««ch
dar Stadt .Mbnn im llittelalter 1 I7S ff., und benondera im feiosiauiicen AuafOhnmgeM
K. Nawnann. Di« Weltatollnag dea bmntiiuaFben Eteichea vor den Kreunibtea, Leif
im S. 81 M.
t8&. Johannes Italoe {'tmämfi « 'haloi), am byzantiniBchon Ho
wohl ttiigpaolipti uit<] Hurh nl«: (ioiutndter vvm'onilot, folgte dem Psoltos
^ 4. Pbilocopbie. ($g 185-186) 445
der WOHc des üntnoi ttir mXooö^iuf und wirktt- noch mohr als sein
Vorgänger durch eine rogsamo Leiirthfitigkeit; ein starker uud Iicrtigor
Dialektiker, widmet« er sich vornehmlich der Erklärung aristotelischer
Schriften, berQckRichtJgte aber auch den Plato und die Neuplatoniker.
Kiao int«rc88antc Schilderung ^toinos tin-huU-iiicn rharakters und der hand-
greiflichen Art »eint« UnU.'rnt;hti.-» hubuti wir in der Alexias der Anna
Komnena (V 8; X I). Büt der byzantinischen Orthodoxie hatte er wie
Mcb EuKtratio«! von Xikaea und Leon von Ohalkedon heftige Kttmpfe zu
bastchi-n. Cbcr dio»e in die crtttc Zeit de» Alexios Komnenos fallenden
Stratigkett^'n berichtet ausführlich Nikvto» Akominatoti in seiner ^rio^'t;
I nv Koftri,nt: Von seinen meist noch unediert«n Schriften sind 7.a nennen;
I 1. Eine Sammlung von 9-i Antworten auf Anfragen hoclutteheitder Personen
I wie dea Uiehuel Parapinake« und des Andronikos Dukaä. Diese in der
t Alt der Jtiaaxah'a narrorftni; dos Psellos gehaltenen Stücke betreffen
I Beiat die metaphysischen Definitionen des Aristoteles. 2. Kin Kommentar
I na 2. tns 4. iJuche der Topika des Aristoteles. 3. Kin Kommentar zu
I Aristot«li>« 11»^ ißfit^vtiai. 4. Kin Auszug der Dialektik. 5. Ein Aus-
I flig der Rhetorik i/i^^oiti tijg ^»^mpixi'c xntri avioil'ir). (i. Expositiones
I b^cae. Vgl. A. Busse, Berliner Aristotele4:ommf<ntare vol. 4 p. 1 S. L.
I I. Vgl. B. Hase, Koticea et extniU 9 (ISIS) 2. UH fT. unJ C. Prantl. Uuschklite
■ itt Ldgik II äSi3-'295. ~ Ueber den oiitu urwlüjnleu bcriclit des Niketaa Äkominaloa
I *f\. L Tr. Tafel. Supplcmenta bistonit^ eccIt-aiiistiL'u» Graecoruin a&ec. XI. XII. Tübinger
I htmmn 183'ä, - l'eher ileii Kommeutar tam 'i — 4, llucli der Tupik de» Arletatelee vgl.
I Williet. Die griecliiecliMi >\iialeger der AiietoteliBcheti Topik. ProKr. des SophiangjnnQii-
I um» VI BerliB 1891 S 2t— 27. und Walliea, Praefntio iii Alexomler von Aphrodwu
I • AiMe(elh Toptca, Berliner Arintoteleakomineiitate vol. 2 p. 2 S. XI.VII—L. In eeinar
I BmUcim( de« Alexander tdd ApIirodieiM iiu Koniinenl«r mr l'opik leigt aicli der Snatot
■ mltniifmr aU rin sklariiiüliri Absrhreilier. -- HauptAchrilt tlbor Johanne« llulos. I.eo von
I ntlkjt4oa. Kualralica von Nlkitra, don MSnoh Ntlos und die Konflikte ihrer Pblloaophio
■ ■! Im Kircbn: Th. Ünponikij. Di» 1h«olotii«c)ie und pbilosopliisflie Bewegung in dem
■ tam^ta II. U]i<l 12. Jahrb.. Journ. Min. ItOI, Rd 277. Septem herb ^It S. 102— UU,
■ fllMiriwA S. 8»S— 324. Wiederholt in dam Buclin: Skiixe-n lur Ucscbichle der byinn-
I Udbn KultBT. Pelcrsbur^ l>iil2 S. HG-2i5, - AusxDgc auti des Johannas Italoa
I MÜflan «ab Tb. Uapenekij. Um ärnodikun nir diu Woubo der Keolititlaubigkeit. Odessa
I IM 8. äT-CT.
' i. Zur Ceberlieferung seien notiert die Codd. Hbto. gr. iJl!), a. 15. der fol.
üt-H& iteo ABwvg der Didektik eutlilüt, Rscar. X. I. II, s. 16 (mehrere 8obriften},
F'rnr Ü. IV. U. s, 15 (SyaopAis orftani).
I»*6. Nikephoros Blemmydea [Ntxt,<f>ä^a.; n Bltfiftväifi, weniger ver-
l)uri.-t tiiiintüi^^) jjuliört zu dun um besten bekannten Pursonen der byzan-
liiiiM^hen Li[li;raturguKdiicht* und zugleich zu denen, in welchen sich das
f>/«nti«iache Wesen mit seinen Licht- und Schattenseiten am schärfston
•u-i;r'prigt hat. Im Jahre 1197 oder 1198 zu Koiistantinopel abi Sohn
iu.i^ Arztes geboren, verlies* er nach der lateinischen Eroberung die
Uauptotadt und erhielt in verschiedenen Orten Kleinasiens eine vielseitige
Aitobttdung. Zum Jüngling herangereift widmete er .sich dem geistlichen
BrntTe ond trat in den Kk-rus von Konstantinopol ein. der damals in
mfeaa neben dem Klerus dieser Stadt wsltete. Blemmydes kam bald in
mgt Beziehungen zum kaiserlichen Hofe und wurde der Lehrer des nach-
■iSgen Kaisers Thcodoros II La«karis, der ihm auch spllter treue An-
blnfltchkeit bewahite. Das Innige Verhältnis des fUratlichen Hchtllers zu
440
Sriantintacbe LitterfttaiKMcbkfct«. L ProMiachfl LttUnfcnr.
seinem Lfehmr bezeuge» ein? Anzahl von Briefen, die una im Cod. Leui.
9. 35 erhalten itind. }iach mancherlei UuaheUigk«iten. an denen sein
Htolze« und Vf^rlotzende« Wesen wohl nicht wenig Schuld tnig. lieett sieb
Blvmnifdea zum Mönche Hch^^n und erbaute ein Kloster bei Epbusoc.
deeaen Leitung er übernahm. Im Jahre 1205 wurde ihm wegen seiner
OelehrKamkeit die Patriarchcnwtirde angeboten: er em'iderte aber ab-
lehnend und bognDgtö Mcfa damit, im M&nchskleid« nach wie vor die
intereasen der Kirche und der Bildung durch eine reiche schriflBtcnoruiclH)
Thfitigkeit zu fördern. An den Verliandlungen Ober die Union nahm er
rugon Anteil: seine I'art^Mrichlung bidarf jedoch noch der Aufklänmg;
wie oa scheint, bewahrte er zwischen den Unionsfreunden und der extrem'
orthodoxen Richtung eine vermittelnde Stellung. In »tillvr TturückgezogtO'
heit starb er um dii8 Jahr 1272. Da« hohe .\nf*ehen, da» Blenimydes in
der Folgezeit gunoH». bezeugt u. a. der Uit^toriker Nikephoroit Uregora»,
der ihn wiederholt lobend erwähnt z, B. mit den Worten: Vifijp 6i wtvi
ÖTToff';!- *f 'EXi.t'-vmv vfirovai rtaiitg xai nnöat^r « r^( x«^' t]fiHi txMltjliuf
Tt^oatihai xai ^r^toQti /; tjfuttl^af wtfiXtinf rtgov&r^'xar. Kd. Bonn. I i
n ff.: vgl. ebenda 1 r.:,. 11 ff.; 12i), 14 ff.
Die Scliriftditelleroi do8 Bleminyde» verteilt sich auf die Gebiete
Philosophie. Theologie. Geographie. Rhetorik und Pwsie. I. Ein Hau*
buch der Logik und Physik in zwei Teilen: ßVwj-wj'ixiJi ^niro/i
ßißXütv a': ^niiofn^ Xoytxi^f, {ii^Xfor ß'; Ttttfl yvOix^ äxffoäifuoi. Das We;
dessen Quellen noch der Untersuchung bedürfen, genoss. wie die M«i|
der IlandHchrifton heweifit, hohe» Aiioehon und gehört« zu den belieb
philoaophiftcheti LL-hrbücbtTn der byzantinischen Zeit, Ohne grOsaere
deutung ist ein Auszug aus der Isagnge des PorphjTioe.
2. Der theologischen Schriften des Blemmydea ist schon in
von Ehrbard bearbeiteten Abschnitt S. 93 f.. 135 f. gedacht Wi
I)nxu kommt ein Knkomion auf den Evangelisten Johannes und
«rst jQngiit bekannt gewordenes Werk, ein Typikon für das von
niydes gegründete Kloster, von dem leider nur drei Kapitel erhalt*» tu
scheinen. Die Vorschriften dieses Klostergesetzbuche« zeigen eine seit
Mischung von grausamer IlSri« und humaner Liberalitat. Das Sitzen iB
der Kirche verbietot Blemmydea gfinzlich, selbst Kranken und <ireiw>n,
«nd die Mfinche seines Klosters uiüsj^en auch die sogenannten Kathismala
stehend singen. Dagegen gestattet er reichliche Ernährung und Weifr
genuss. weil das den Hochmut (der Aske.9e) vertreibe und dem Körp»
Kraft zu geistiger Arbeit verleihe (lorm jä^ nai ft^or äntXavtii ««1
•i- Im Zusammenhang mtt seinen naturphilosophischen Studien staU
die Tbitigkeit des Blcmmydes auf dem sonst in Byzanz so wenig betiebtM
Gebiete der Öeographie, dem er zwei wohl ftlr den Schulunterricht b*-
«linunie Schriflehen gewidmet hat: A. Einen geographischen Abris«
(/»w/tirt^m <n-ii>.Tr(*i^(. der in der Hauptaache auf eino Paraphrase lU»
Dinnysios Periegi-tes zurQckgeht B. Die zweite kurz gefasste Er4-
foraeliung, einem orthodoxen Forsten gewidmet ('Eti^ itrro^a nte* »W
I
4. Philosophie. (3 ISA)
447
fifi ir ovrctf/M rrpö< tiva ßaathla ö(i96itj^o%). Es ist ein Aufsatz Aber die
Ortes« ußd Kiig«lgeHlalt der Erde.
4. Unter doii i-lietoriKcIten 9c]iiifton orr«g«u die grössto Teü-
wüimc EWtii in den Jalireii 1264 und 12Ö5 verfasste Selbstbiographien.
BtenUDydea erzählt im» freilich nicht sein ganzes Loben, sondern nur die
wichtigsten Kreigni»ae, besonders diejenigen, welche geeignet »ind, seine
KWwn in ein vort«ilhaftcH Licht zu setzen. Obxehou er aber oinon Auto-
TfUegyrikM ecbroibt und sorgfältig bemüht ist, jeden Flecken zu ver-
^•dlM oder sch9» zu fSrben. kgt er, ohne es zu wollen, sein ganzes echt
k]rzantini»chefl Chamkterbild vor unseren Augen auseinander. Seine sweifol-
los» littcrariHcho und dialektischo Begabung, »eine tlber das Niveau der
lJMi vrtiabenu Gelehrsamkeit, sein energisches Temperament und der selbst-
Mmsste Ton unabhängiger Überzeugung treten nicht weniger deutlich
BbTTOr als seine jeder konzilianten Kegung verschlossene 8t«rrheit, seine
■R kleinliche Pediintuno. s«in eitles Behagen an spitzämligster Sophistik,
fw sieh in dem selbstgefälligen Berichte Ober »ein Wortgefecht mit dem
Ufviis iftkiMtö^vtr Demetrios Karykes köstlich vcrr&t. vor allem aber
Hb durch keinerlei sittliche Selbstzucht gemilderte Einbildung auf sein
Hkrifrgem*» Wissen, seinen Scharfsinn, seine lautere Gesinnung, seine
Mtaunigkeit und sein auserlesenes Schutz virhiUtnis xu Oott. In der
[Ublsren Hinsieht tnutt-t Blemmyde» der Vertrauensseligkeit seiner Leser
UB^Mibliefaf.' Dingt) zu. Einmal Überfiel ihn nachts in einer einsamen
fOlMSnerei ein lUiuber und .stiess mit einem langen Dolche unablässig auf
ihn «n; aber trotz aller Mühe vormochte er den frommen Einsiedler nicht
n toten und musst4< endlich beim Uorgengruuen unverricht4>ter Dinge
W« dannen ziehen. Wenn die staunende Verehrung treuer Schüler oder
tkt fromme Begeisterung spSterer Ueschlechter dio Thatsachen eines heilig-
L BfaMigoi) Leb«n8 mit den Banken phantastischer Erfindung umwindet.
LlH ist du verständlich und verzeihlich: ßlemniydes aber hielt es liir
Querer, die Schilderung seiner Thaten und die nßtige Vei-ziennig nicht
^■un Schüler zu überlassen, sondeni in eigener Person auszufUhreiL Als
BMiMine Folie diente ihm das dunkle Bild, das er von seinen kirchlichen
■bd persönticlieii ^V'idersacbern entwirft. Sehr bezeichnend ist die äusserst
pWtnaclie Betonung der politischen Drungttalen des Keiclies; kaum wird
Ban im». d«88 dos Zentrum und der Schwei-punkt des Staates von Kon-
■tantinopi-l nach Niltaea verlegt ist. Will man die auf kirchlichen und
mlikpoetiscben Mitteln hemhcnde HtilschnOrkelei und die masslose Hoffai-t
derSclbstbcscbreibung des Blemmj-des vollauf empfinden, braucht man sie
.JW mit t\vT Aiitobiogriipbie seines Zeitgenosäe» Gregor von Cypern
antmDienziih allen. Immerhin sind diese biographischen Aufzeichnungen
darcfa eine Falle von Xaehrichtcn über die kirchenpolitischen und hilfiscbon
VM-biltnim« der ^«^'it Ktofllich von grßsster Wichtigkeit.
Ad Minen Schüler Theodoros Laskoris richtete Blemmydes eine Schrill
Iber die I'flichten eines Itcgenten mit dem Titel , Musterbild eines
Königs': jiiifo^, o? eTJtatäitj t<]>i ßaoiliT ßaaiiixög xXijSfii ävS^trii.
Br erwibnt sie seilet in seiner Autobiographie (S. 88. 1 ed. Heisenberg).
[fiv^M'r in gesc'hraubter, blumenreicher und oft unkliu-er Sprache abgpfassto
fiMfJlW, TW
e Briefe des
«piur *M imm UHakm
0««rfi«« Oi •«•!«• eil
MtfW rttn^tr t*tr ftuUOartar jh i
BtwuwjrJw wi Tbeodoro» LackAJÜ.
&, DatOT am r««ti«ch«B Viiiirfcw 4a» BnMfitB «leM nt 4sr
Hpaxo WD (Jcdk^it in 1^7:: p liHirfcw Tshü. ^b «r m 4m rwii Johuos
I>akiw BMMtzt» mhUtt«. ab er bä 4aMAa i«a i '■ ■ nihllii KonaNi
in iii»d«rtrielitig»r Weiae T«cleaM4el «»efif «sr, Uta» «b BjnatÜMr.
w«aa «r aieb dm KaJaar aftk, da« yfaitM T«d «mmt BwiHMng ver>
Um«, M durch Tndttion and Bafattatt» MiBgMlil galKderi bbJ
•och Hk-mrnydM nOndigt nicbt gegea dieaaa dgHMiaa Gesetz; nur wirkt
di» uifTvAüft Ihrv'iti'iii lii«r noch stlrker ab ia ihafiffcoi tytuittiincliea
Htff|iof«ii>ii. wvil Itli-nmiydM «e mit daai laaaenilaB Ba^aaMtB TertnndA
mit ilvrbDr ürolihoit gogan saiDen Vorianndv. vt itmm Zenchmett«nins
ür (U'n Kuniu-ri Vorrat Antiker 3diim|)f«-Srier ndwt mascben kDluH
Ni<u>»il<lunf<(-i) Aun»ii;t«t. All die«e gebamischtc VerUrtJiguiijiMpilild
nithl nicli «in Epigraintn in 25 politisch«! Vetsen zur Begr&wnif
(Im il«ni KuUfTf Tlii-MloroN LnslcariB geborenen Solmw Johannes. WibMJ
«ich HI(!irimyi]cM im Verkehr mit dem Hofe der Uemdiaft des AQerwell^
vorHCM iiiclit vritxivlien wollt«, lietw ihn, als er «ich ohne KBduicht anf
ifirion btHtJiiitiit«ii liOtter tttuscni koonte, »üb« kliusii^ch« Bildung na
lloxiuiiot«r grvifoi), uitioin Vonw, der vor seiner Z«it ungemein »elteo -tu
und iin>t im ]4. und l-'i. Jahrhundert unter dem Einflüsse des bytaDtim-
Hchon iluninnii^nius hAuflgor angewendet wurde. Er verfaaste im «piscbia
MiMMt und I)iah*kto einÜodicht auf das .Sosandronklostur (/<*rrj w
Smffiif^fiiiif. Iif-nuielben Vorwurfe widmete er auch oiu jambisches 6e-
<lii-)il. hu jaiiibJKclicn Mawe bedang er auch den bl. Demetrios. Endlith \
hüben wir von HIcmniydcH eine au» rythmisch gebauten und jainbi»cbai
BtUi'ken KUiiannnvngi-BeUlo 'AKoXuvlfi'a «<$ löv üyior /pr,)räpini' röi- iftoUjtt,
1. Aut^nbon >iii<I II il fBin i tt «1l A. Qandbach der Lo^ik und Physik: IftA
alti>t*ii DniKknn Ul Miitiio. I'iilr. f,r. 142, A2T-1684. — Vgl. C. Prantl. GcwUtUi
ihr LoKlk tni AlioiiiUumlo 1 (IKV'>)tJU4 lind 2(l»eilS9S. - KJowlno AbKhaitt« der ThjA
kiiiil auch iif|iiirnl (lliprlirrrrl, VkI, dnrUlier Vn). Hone, An, gr, «t ktmooIbL I <IW4| K
It. Tlio(>li>iiic; l>i» 'r^hikdii od, A. Iloinonbarg (u.a.). Vgl: } IST, v« düM
'l'yiiikiiti iiiicliiiiitiiiKoti iot. - t (•liiii' dio AiinKnbcn der flbrtgvti thoologisRhAn Sachan ■- S.$L
(', [)io iwtii Kuoiirnpliinobnii Schriftall od. (i. Spohn, Niccgthori llUnuute
(luii »iiiiiiciila KfOKritiihicH. Lijuiiiio Ifl.^ (mit mcbliobom Kommrnlar und einer katt«f»-
tiblMboil Tdfi'll. ßalili in: .Uimiiiffgoii lov Mmaiiriov ärn}ff<ar; utii fio( 'FMäiti M»
jiil, Mauii, liiiiniiv ISIV K. fyi--\i'i. — Nici^phori Blciiitniilao g«ognLphiao eoinftelM
D oodie« bibliotliKcao ni<nd. 1'|>hiiI. oditiiw «t Inlinu vcniiH, Upaalae 1818 (aiir nsr •■• Itf
KrwKlinuiig bei Cb. (Iniux. Aruhivo» des inivaion» BoientiSquM III. adrw. tone 15 (INI)
1141 bvkaniil), — ]>ia Vtaiintuf'« arcmiivr,' nucb in d«r AuEMabv d«4 DionyMM ParitfcM
von 0, llornkardy, Lpi|ii>u 182» ^. 404-420. — Beide SÖhrineii bei C. MoUer. Ö«*-
iraphl ^HM^i minuroD 'i, AW- 470, — H. Aen. Fr. Haas«. Miiicetlui«orvm lÄiloL libcrlL
jiiitfimlllwi'lir., Itivalaii 1HA8 S. 10 f. (unbedeutend« gAugr, Exzerpt« auaBlenunj^dtV
Kin mit der l'r/p« laro^'n vorwanilte« aiionymea Werk 'J*|>i or^ftrm' awi j-fd
flfni-, ailiji'r,!', /fnrnr tp\ r,uiftit »ifitt noeh niiedierl im Cod. Paris, gr, 8M, \'p.
Ilteilu«, ffialoln» PaiitioiMM. l.i]<*\ivr 1812 8. 60.
I
i
4. Philosophie. (§ 186).
D. Rhetorik: Uu^üjinii ürifint mit ilur i>rHr&liiiluu Puioptir»»« und Uluiiiiiicb»r
IM «d. A. Mai. Scriptorum veUruiu tiuva cullecliü 2 (Rum 1827) eOS-diO, —
t b*i Migne. r«lr tc. 142, 611—674. - (.^eorKios Q«l«aiat««. der Pwa-
das Andrias, iat wolil tdeiitiscb mit dem (^leorgios Gtil«siotaa. vod dem d«r Codex
■lic. gr. 113 M. RS und H2 die üwei Schriften: IJnfsuud'jri»] n(£( rdr Kvapiov und:
KiBM Tail ainar Antobiographi« «d, A. K. Datnetrakonuloa, 'EKilriaiaatitetJ fiifllie-
>m I 0W<] S80-39&. Tgl. Hanabprg. Thootog. l.iteraturbl. I lH''.fll 77S 7T;i. dei
■. a. aar rfra Cod. MonacL gr. 22S hinwoi.tt. — Üic xwei ^elbätbingnipliion. dni Typikon
Hd diu Ondichl« ed. Aug. Hoiscolicr«. Ijci)«ig, Bibliolliecii Teubneriunu l^^SC, Dir
PlalcgoniMia oolliatlen eine nanfSlirUclie Abbandluog Dber diis lieben und dio l^clinftoD dw
HMMijd««. — Dua Urirrwei^liBel den DleminydeB niit Tliuudarus I] liiukuriH wird di-iu-
HtM Niecola Fsata iMranegcbei). — Ein offener Brief dea Ble«ravd«a, in wulaliem er
tt>r d*« Anaaclili«M«nf der MStreaae des Kaiaere Johannes Dnkas Bataties Markesina
M dar Kirch« aeinaa Kloetets beriehtat, iat ediert im Kommentar lu Oeontios Akropolilm
«iBMa.a260— SSÜ. Auch hei Migne. Patr. gr. 143, ßO.^-dlO. Vgl. Nike|.boio4 iit*-
MH ad. BÖsB. I 46, Slf. — Bin Brief eines gewissen Snbae an Blemmyde« »[«lit im
I Cad. Lanr. 8^. 16 fol. 64^. Vgl. A. M. Bandini, Catalogus codicum graecomm bibl. I^ii-
miMaa 3 (1770) 89S.
E. Gedichte: Kd. A. Ileiaenberg (s. o.). — Nichts Gennuero^ ist mir bekannt Qlter
Itt IG2 politiacbrn Vmmi Am BleminydcN. die dur Cod. Bodl. Barone. l^M fol. 171 auf-
kxvihrt (liw. Kiiiw xm>v(, cirw ro nrp xoi rdr xnarir kaunfiiriA.
2. [.eben nnd Schriften: Pabrieiua. Bibl. gi. ed. Huri. II. 394 f. - A.K.Do-
««itakopuloK. tJaXf}«. fißkteltriKii 1 |18U8)m'— V. — BauptHcbrift: A. Hetnenberg,
aa. 0.
3. Im Cod. Vindub. med. gr. fälNamel) werden dem Blemuiydes, wulil «bne ge'
^■iQMJa G«wtÜir, mehrere inediiiniscbe Traktat« und ein regelreeht«« HatiBanneibach xu-
,|imIL Andi medisiBiacho Traktate in der Fnrni vtin Kirchenliedern gehen in nianclion
Bm nler Äem HaneB des niemtnyle«.
. Alton annvki»uKb>n IX. 1. Alitk. 1. AM.
29
5. Rhetorik, Sophistik und Epistolographie.
167. Schulrhetorik. Wio alle SchulfUcher i»t auch die Beredsauke
im byzantinischen Zeitalt«i- emitig gepflegt worden: xur EHindang
nouon und oi-iginalon Mctliodc ist o» jedoch hier noch weniger gcko
als in andci'un Biszipliiicn. Schon in der rOmischon J^eit war da» ffi
ausgebaute System der alten Rhetorik durch Bermogenes und Aphlbt
nios auf das Niveau einer äusaerlichen und mechanischen Uoterwe
herabgoeunkcn. Die Vorschriften dieser zwei unbedeutenden KOpfe erlaa
bald eine unbeschränkte Hcrr»tchaft über die Schule und wurden auch
ganze Mittelalter hindurch in einer endlosen Kette von Traktaten
Handbüchern von Oeneration zu Generation verpflanzt, ausgezogen, er
und duixh Mustoriibungen erweitert; vergeblich aber suchen wir eu
neuen Grundgedanken. Die ungt'ordnctt'ii Ma^ou d«r byzantiniMhea
Schnihefte und Lehrbücher beschworen die BibüoÜieken und die Biblis
graphie; nie laosen sich aber, bei Lichte begehen, alle auf einige L'rquellai
zurück fljhi-oi). Eine atisfUhrlichc Betrachtung und genealogische Prll^
dieser unreinlichen Abklatsche uns erhaltener Vorbilder kann weder ist
Philologie noch der Kulturgeachichte erheblichen Nutzen bringen. HOcbstM)
fewinnt durch die Einsicht in die unselbständigen neuen Auflagen vai
Iberarbeitungen unsere Voratcllung vom byzantinischen Schulbetri«be
einiges an Deuthclikoit : aber auch hieMr genügt die allgemeine fi«obach-
tung der ununterbrochenen Erbfolge dieser Bücher und die Sicherheit, ili«
die rhetorische Schultradition von der römischen Zeit bis in die letxla
Jahrhunderte von Byzanz sich gleich geblieben ist in den Formen und in
den Stoffen, nur daus sich jet^t zu den hergebrachten Tliemim aus dtr
alten Mythologie und Geschichte christliche und mittüUlterlick*
Motive gesellen und im friedlichen Vereine neben jenen einhergvben.
Die granirnnti-sch-rliotorische Schulung wurde aber nm .so notwendiger, i»
mehr die Litteratursprache den Zusammenhang mit der Hede de« Lebeoi
einbUasto, und je schwieriger infolgodosson fiir den Schriftsteller die Ao>
bildung eines persönlichen Stiles wurde. Gründliche Kenntnis der llb«r*
heferten Formen ward bald eine unerlässliche Vorbedingung jeder litbw
rischen Leistung. So gewann der tote Formslismus immer mehr Einflufl
auf die Littoratur und bedingte jenen stereotypen Charakter, der so Mhr
ftiifföllt, wenn man grössere Massen byzantinischer Schriften in oincn
6. Rbetorlk, Sophistlk ood EplRtoIograptaie. d IST)
451
konen Zeitraum durchliest. Doch gab e» zum Glück imiitur wieder einzelne
lÜMier, welche die SchaMone der Hchulstube abzuätteifen und den «prSdo»
filoir iw mit Tradition überladenen Schriftepvache originell m verarbeiten
"WSlUid«!]. Niomals hat die Überlieferte Formel bei den Byzantinern
«ine solche Herrschaft erleuigt wie bei den Lateinern in den duukvln Jahr-
htn^erlen.') Die wichtigste Rolle spielten in der byzantiniäehen Anleitung
mn Prosaatil die alten Progymnaemata d. h. die methodisch anaf«igende
AHrtmtung von Fabeln (/iv^fM), Erzählungen [äuji^fiatn), Chvien {xe""i),
^nieriegangon {äi-auKumi) , Begründungen (Kataaxfvai), .Siiinäprui.4it<n
iytiitai) und EthopOten {^ifonoüm).
Kne {Ibergroitne Zahl von Proben dieser langweiligsten Erzeugnisse
dtu griechifich-byzaiitiniitchon tieistett hat Ohr. Walz in den neun Btnden
seiner Rhetores Graeci veröffentlicht; weniger beinUhte er sich um die Auf-
Ulimg der Chronologie und Genealogie dieser Werke; der gleiche
Tonnirf triflft auch Oramer und Boiasonade, in deren Anecdnta sich
flnige weiter© StUcke verirrt, haben. Wir finden bei Walz aiiater vielen
BKmyinen Werken die rhetorischen Schriften des Michael Psello«, de«
Xikephoroa Basilakes (um die Mitt« dos 12. Jahrhunderts), des Johannes
Txi»tzo«, des Gregor von Korinth, des GeorgiosPachymeres (s. g 12fi),
4(ft Maxi mos Planudes, den Georgio» Plethon 2'frro/itj nc^f tivwv
/i<^' r^( ^t^o^jt^, endlich dio rhetorimche Epitome des Matthaeos Kama-
riotee, der um die Mitte des 15. JahrhundertM in Konstant! nopel ab;
Lelirer der Philosophie, Uhetorik und üruiimiutik wirkte, die ^'i>i'nt/ff$ ^tf
ttfnifi eines gewissen Joseph Pinaros Uhakendytes. eine Schrift Iltffi
tfiaitt eine« «benralln (inbekannten Kokondrios u. a. tlhngeng versteht
iA Ton selbst, dasm dio handächnfttiob überlieferten Autornamen bei
Aeseo von Geschlecht zu Qeschlecht »ich vererbenden HchulbUchoni stetts
tnil der grAnsten Vorsicht entgegenzunehmen sind.
1. Uauplwcrlc: Chr. WhIk, Rhetores OrMci, 9 voll.. Stuttgiutiae 1883—36. —
MiotMit eotnclitet iW der von Wslz KCiliotooe Stoff in d«n ßhotores Oraeci «x recogn.
CSvtDKeT, 3 voll., Leipiig. Dibl. Teulin, 1^63— ''6. — Neahoarbeilang von Ä. ROmer
aJC. HamnAr, bis j«ttt vol. 1 1-2, Loipjtig, Bibl. Teiibn. 1835-1804. — L'eWr diu
winiBtialBcfceB Foristtwr dos Ilcrmogenea und Aphthonios s, W. Christ, Griecliisolio
;«ehicMp, 2. Aufl, 8 495 ff.
)i« Eiinrpln ans Hi^rmogenes lltgi iinöv und mis der von Siiidas heiougten
dea I,»cb*r«» llfpi MtHav xai xöfifiatot xai nrgiüitoi', u-eklic VVa!i, Itlipt gr. Ml
I— T88, ntrr d«m Kamen des Knslor TeriMTciitliditc. elaminen in Wnhrhett vnn eiaem
mm, d«r «abrBchciiilich im Aofong des lü. Jalirliuii<lcrla lublf; dv-i Titel Aiinrn^a;
^i^apw lov x«i tfiXo^mftaiov int ein« FälKchun); iIvh KoiibIuhIiii Piitiivokiippfi.
I — fmllifih im sw«ilen TmI werlvollv Schrift wurde ii<-ui>rdiii^e kritiMh untersucht
vun W, Stodemuud: l'si-uJu-CuBluriB exc«rpt« rhetorica, Breslau 1880 (Oratu-
ift fum Jubiläum der Uiiiwrüitilt Uulufjoa).
S. Ira Cod. Paris, gr. S830 ful. 201~'Jl*i* stehl unter d»ni Nainon des Matthaeos
iitarta «na rli^toritcha Bpiloni« mit d<T L'eberschrift; '.'c/^ ovy •*>(» riuV Aaiffatatr
ytmtnr t'it ^itagix^f "'/•''.Y. Ob diseelbs mit ein^m der von Walx milKeteillsn
idi«r, etwa mit i)«in des Matthaoos Katnariolos (Wall G, riE(9— 044J, identiscli
kh nicht tu ngu.
') Dana cea bu tenf« da Is litl^ratiir«,
^tt/i» MmI Ol ran <1M totit davonait for-
*ii. Laa biognpliw dM papM out das
^aalaa poar dAcrir« laur (»rritra «oold-
•t nlfti* lenr c«r>ct«re, ponr ra-
cont«r les inonilatlons du Tlbr?, ni^iue los
constnictions d'igllses. I>, Ducliosne. lie
Liber Diurnns, Bibliotl)6qtie d« T^cole das
cbartos AS (ISSIJ 2S
2Ü'
452
Bywatlniaehe L!tt8»targMehielite. I. ProBUBche Littcrfttor.
(t
IU)<J
I
4. lieber (las L«li6ii uud die Schtifton d«s Matlh«eos KamikrialtB va
Salliaa, XiniXi. ifikoloyia 8, 60 f.. Ober ilie Kijitio princepe t*ift^ RketorJk (i
1595) E. I.egraiid, Bibliogr. L«I1. 2 (1885) 108 ff. - Zii Kokondrios t^I, Ch. K- rineH
Zu Kokondrios lliei teoit«^. Philologo« 26 (ISfi?) T1»--7U: 28 (181») 221-3S9. fl
5. IgiiHtios ChorttiBineniiB, ein soinir Prmnn und Zoit aacli iii>li«kaniitar )bn,
schrieb einen KoinmenUr zn den Prog^mnRBinntn du» AnhthoiiiD». Kr 8t«hl t.B. ilnC»d><
Flor. Riccnrd- 58 M, 1 S. Vgl. die Notison voo U. Vit«lli, Stndi ital. di filol. cl|ä
2 (1894) 508 und 570. ^
Ö. UnMichncnd für den humanistisch-philolngiiicheii Onutddiu'Bklor ülor fonnkW
BilduoK in Byaonz ist es. daas die Aufatcllung einer ba«i>ndot«i Thoori« für dio kirdi-
lioh« Beredsamkeit nla ftberflQssig erocbtel wurde. Vgl. S. 163. Ow» vcreinielt ilcki
die affenbar eipHte Smeygit^.ia, eine Anweisung xur AbfoAHIing gridttidieT, morolisclior udJ
{•Hnegj'rixbM Beden. Cod. Athen. 119G s. 17.
18$. Briefsteller. Zur Theorie der Rhetorik gehört die der Eptetull
graphie. Doch scheint man im Altertum die spusielle Yorbereittuig
diese schönrednoi-ische üattiing. die mit dem praktischen Lehen am enggl^
vorbundon war, wuiiig botont zu haben. Die ftitest« Anweisung über im
Briofstil ist wohl eine StoUe in dem ßlschlich unter dem Noraea te
Demetrios von Phaleron überUefortcn Werke flsgi tQHT^yn'at, die aadi
separat Überliefert und gedruckt warde. Denselben Gegenstand b«>han(Wt
ein Traktat de» älteren PhJlostratos, der wahr.scheinlicli oiu Brucb-
stQck seiner yftaXt'^ns darstellt Dazu kommt ein im Cod. Laur. 60, 16 deo
Demetrios von Phaleron zugeteilte», in Wahrheit aber wohl anonTiu»^
Schriftchen Tinroi t'niatolixoi , in welchen 21 Briefarten aufgeiilill j
werden. Ähnlich angelegt ist ein oft Überliefertes BQchlein 'Bmmoiiiuoä '
2ff(Kitxii;^fj, daiK bald dem Lihanios, bald (in anderer Itedaktion) itm ,
Neuplatoniker Proklos zugCHchricben wird, aber keinem von beidM 1
gehören kann; hier i»t die Zahl der Bnefurten auf 41 gesteigert; jak .
Art wird definiert und durch ein kleines Musterbeispiel illustriert. I
Endlich geben einige Anweisungen über Briefstil Gregor von Naiiuni
in einem Briefe an Nikobulus und Phütio»; in uinum der Briefe in
Amphilochios. Je mehr nun aber in der byzantinischen Zeit die Schrift-
sprache den Zusammenhang mit dem Leben verlor, desto dringender miuuU
sich du» Bedürfnis fühlbar machen, dein littcrariKch uiclit gvilblvn PuUiknn
für die Abfassung wichtiger Briefe praktische Regeln und Master in
die Hand ku gehen. Man wird sich Über solche Vorschrifleo lüht
wundern, wenn man bedenkt, welche Rolle noch in unserem von lU* ^
gemeiner Bildung überfliessonden Zeitalter die Briefsteller apieleo. a«i
wenn man weiss, dass in ihnen auf VerhältnisHO und Personen RQckMcht
genommen ist, denen kein Mensch diLs Bedürfnis nach einem Machen |
Oftngelhandü zutrauen würde. In der That gibt es zahlreiche byzantinisckt
Handschriften, welche Briefsteller und verwandte Lehrbücher onthallw; '
sie bedOrfen aber noch der Ordnung und Sichtung. Der Begriff ilw
Epistolai-s ist ziemlich weit auHgcdehnt; ausser für eigentliche Briefe w^nlm
auch für nndoie Schriftstücke z. B. Zeugnisse, Anstellungsdekrul^
u. 8. w. Regeln erteilt. Auch Notariatsformulare u. dergl. werden
den Bricfstullern verbunden; die höchste Stufe bilden die Formulare
ProOmion für kaiserliche und patriarchal« Goldbullen, wi« :
z. B. Demetrios Kydon«« verfasste (a. § 207). Vornehmlich sind in
byzautinischcu Briefstellem die Bedürfnisse des Staat«« und der Kit
ff. Shetorik, Sopbiatik nai BpUtolographle.
■cksichtigt; doch gibt es aiirh Muster fllr Briefo „an einen Boliebigon".
HÜoa BriefotoUcrn im ongoi-en Sinuc kömniü'ii diu im klussischon Lande
ff Etikette so wicbtigun Adrosson- und TituluturenbUchur. Du die
(irgcüfhriebene Anred«forin sowohl nach dem Ädrentiaten aln auch nach dem
dueiber wechselte, so waren hier exakte Anweisungen unentbehrlich.
Inffich «erden in diesen Hilfsbilcheni auch die Vormehi-iften mitgeteilt,
nMuB für die Anwendung von Oold-, Silber-, Blei- und Wachs-
fa||LcAlten. Die offiziellen Adre»ie<en- und TitulaturenbQclier sind auch
^mkwert ab) Quellen filr die Kenntnis der BeRintennrdmmg und der
hogfolge der BischiSfe und Metropoliten, ihr Wort besteht namontüeh
ttiB, doefi in ihnen noch mehr als in den Notitiao opiscopatuum {a. S, 415)
ED aktuellen Zustünden Rechnung getragen ist.
Die griisate Verbreitung acheinen die Briefsteller in den letzten Jahr-
en de« Heiches und in der THrkenzeit gewonnen xu haben. In den
cfariflen de« 10.-19. Jahihundert», wie sie namentlich in den Athos-
Bien so zahlreich sind, erscheinen Kpistolare weit häufiger als in
Cedicea. Hier trifft man sogar Briefsteller in der Volkwapracbo
iBriefsioller Olr jedermann (^TiiafoXagior xoiröv fl( »ä^e afdgwnor);
nen uns zeremonielle oder AnmUnds-Briefe mit dor sehr unkla.<t8i-
erachrift: 'E:titrt<tX(ti t^tt/fiorioCai. Aus derselben spSten Zeit
on wohl auch die Sammlungen von Sentenzen und Ausdrücken fUr
>: Ff^iim xai (xif^äan^ -tqö^ ZP^""' ^*' ^^lorokaT^, Der gebräuchlichste
iMsteller ilor neueren Zeit ist das oft gedruckte Werk do!< bekannten
nloaophen Theopbilos Eorydalleus; fh^t J^urroi-ix^v rvTiiav. Auch
idere neugriechische Briefsteller wurden im Drucke veröffentlicht.
1. ADa||ab«B: Die seoha im Anfang ilt^a Textes genannten Sckriftuo sind nach
WM DniditD tiuuiineii^efaut von It. Uerclier. Epielolographi graeci. Paris, Diüot
Tis, 1—1$. — S)*a Träklal d«a Psc ad o- Proklos h«ivi. Faeudo-Libanio» ed. Ant. Wosler-
lan, Procius Diadoclino, De conscrihon<)is optetoIJa übelliis, Leipilg l^riO, dann obne
mtiii d>«iM>r AUKab« It. ü'iack, Di<> iniatoiiun^oi jraff,tiit^pti des pMiido-Iiibaaius,
tm Jalirb. W (1869) 43« — &S2 (mit fiutrr Dnrlegiing dor gpaamten Lloberiiofonmg), —
I n* Jmh 1-V Jahrtmadert atainniDndrH Adrcssenbudi {'FjiSf<ii; i-ia, önni; i-vr ytiäifit
■Mtfatr mm^K^xV *? "»tq ita'i loiV JmnofV inrptßp/tnf ü, 8. w.) der oben bo«proclipn<?n
i »4 Uigne. ['atrol. gi. lUT, 4M— 11)^ — Noiariateformulnro und Vcnvnndtnii,
". N Satbaa, Mm. d.^l. 6 (1877) 607-653. Vgl. K. E. Zncbüriae von Lioeon-
BmItIic« BIT Gcachichto des bj^nuliniachun Utkuiidenweaens, B. '/.. 2 (1093) 177~1M0.
BrieiatvUer di>H Theuphilua Korydullous wurde eaerst iu London 162^ von
«I Mtlaxoa b(^^au■■e§eben : fei' oigrwciror ni^iiar ^nqrijlai) tev KiiQvitaXXfoif itiai
ür ri<:iHi-. Lundiai, Ex «(Bciua G, 8. TypogrupLi lt)25. Daiiu Oltor wiederliolt
W. Venedig 1786. — .*/«>■ tmttoXHQior Leipiig 1773, wiederholt Venedig ITS,^ (mir nnr
I ft. IMsMnad«, Anvodota Nova S. 74 bekannt). ~ Rndlicli verOtTentlirhto ein Aist
lliltoi ain ^InMiaJlo'^M- i* Jiajofoiy ifnyiottiv, K]t«] I8üi, ein ziemlich umfannvii^liGB
Iti, ie welchem nwrnl 40 Arl<^n von ßriefen dcliniort und erlUutert. dann zntilreicho
pirl« mitentdilt wcrdrn.
lilf^niitlitl: Kinn L'nbnniicht der epistolographischon I.itterntur und Theorie
Faliriciai. Uibl. {ft. cd. llarl. 1, 66'2— 703, und A. Weatermano, De epislolarum
riloB graacia, 8 Uni vcnitHtapro gram mc, Loipxig 1851 -m55. — Daxu IJinck und
otwD a. 0.
(•barlier«rung: tiyxantiotBclK.- Üricfatdler und AdreüBL-nbQclier sind in xahl-
B «rliall«a, dodi wird man wenige Exemplare llndeu. dio alter iiilid als dua
ndert. I>a meine Exierple aua Hau und Kataloeen xa einer K'IaaaifuiDrtmg nicht
, bcaebrteke ich nii«A auf eine alphabetiacuie Aufitalilung der geleKentlich
ÜadioM:
111$ s. 18 (da* gedruckte Bucb des Korrdalleus).
1149 a. 18 (daMMibe).
4M
ByuuitlDiicbe Litt»r«t«rgeBeluDht«. L ProMisch« Litt^ratnr.
Alben. 1172 ft. 17 (TjinjioXiMi »inw /v yX^vog *iiv^). 1
Alhsu. 1261 H. 17 ['EmotoXitoi tirtt rrnol, n<u< ^i? y^öifUf n^t Ati^opa n^mn) ,
Äthous 686 *. 17 (Nr. 11^20). J
AtbouB 662 ». IS l'Eniarolui rCfpfiocuiCfu iL a.). I
Atlious 663 a. IS (luliciiisclio Driofo und ein lat«inischor). 1
Atliuiu 1227 %. 1!) (K|ii«t6lar in der VolkMpmchR). I
AtliooB 2087 fl. 18 (rviw/jßi Hai ixtf^otxs tifit XW^*' i' ^•«lotw'VJL I
Ätlioos 3144 ». 16 (TiiiToi iatojaiMv). I
Atliolis 2259 ». 10 (Ti'iiot ^TKataloir), I
Atlioiis 2917 ». l" [Tvnof iniatohä>r\. \
Athous SW2 *. IS (Tr-tM ^KtroAuVJ. 1
llorol. l'hiUipp. 1611 «. IS fol. 10'~11 (FvnnuUr nifi tf^-äiti^r, tk Z¥n*« f-tlttm
Hodl Burooc 131 n. !-( fol. 4K^'-486 (Pormulu epbl«Unii&).
Hodl. Uorooc 2Ü& n, U fol. 516—520 (Formulu lil«nnim Impcri&liuin vel naa» J
^ datitioo rcl pt»r uubb ad ecclMJas aut moniistoriii vacsotia ad uffida i1«m *( <v*^|
f fessione« hi vel iiU pro libitu joeignontiir), H
Uoill. Barocc. 216. fal. 272-278 (Kpifllolnmm ronniiUn ncclcaia«ticflnini, Borlitro-psN^fl
lind fol. 331 — 336 (Epistolnrnm foimulan grntuIntorJAruro), J
Itoai. Cromwell 10 a. 16 fol. B8 (Zeugnisso fQr IViontor). fl
llarloianUB 5545 (geisUioba» 1'itnlHtuTbucli). ^|
Nonfiol. 111, B. 27 9. 16 fol. 181-181> rKciBlItcho Titulntiuan). ■
ranorm. 1. !■'. 15 s. 17 fol. 180" (gwstlioho Titulaturen). ■
Pari«. 400 s. 14 fol. 135 ff.. H!l tr.. 162 IT. ■
rari«. 1362 s. 15 fot. 260'--jW6 (Tilulalumi und AdreaaeDbuch. Ed. Mjgac, PMifl
gr. 107. 404— 41Ö). ■
Tans. 13SS s. 15 fol. S'-IS" (dawelb» wie im Cod. Pu-ia. 1362). ■
Pam. 2671 s. 15 fol. 347 - SOS' iStinimliinK von Kpititolurau und TilulalarbOdiMU^ fl
Valic. Pdat S6T s. 13 fol. 90' 121\ 15S-162) 163; 174 (geistliche vtA «lltt^B
llriofmueUr; NoIariBtafonnulRrp}. ^|
Vatic. 573 fol. «1. S
VaUo. 1175 fol. Iin, ■
169. Aogewandte Bhetorik. Wertvoller an sich und wichtiger Hfl
eino Wiiriliguiig des litterarLfphen VorinBgens der Mittelgriechen sind AB
zahlreichen Woike, in wolctutti die- ulle Kunst der Khctorik praktiaefl
verwertet wurde. Den Ausgang niniint liier die hietorisclie BetradiUnn
von der benonders im h. und 6. Jahrhundert Muhenden KhetorenBokiH
von Gann. Dor oHcntftlisoh geRlrhte, schwülstig Uberlndono Barockstilfl
d«r in Guza dun ulti^ii At^iAniHniu^ noch zu überbiüt<<n tnichte, vA auch Hfl
die byzantinisclie Diktion stets ein wichtiger Faktor geblieben, obdclicfl
man zwischen den verschiedenen Stilarten unterschied und durchaus nicM
eine und dieselbe als ausschliesslich berechtigt anerkannte. Hiner ilfl
hervort-agcndsten Vertreter des orientalischen Marinismus ist in säwfl
Briefen wie in »einer Geschichte der Historiker Theophylaktos SimlH
katte.*!. Den Gipfelpunkt bezeichnet in der feinen Ausbildung rhetonwbd
Darstellung IMiotios. Unt«r den Komnenen und I'alfioiogen wuchs in diMfl
Gattung ~ im umgekehrten Verhältnis zum pulitischcn Uedeiheo dlH
Reiches ~ Kraft und Betriebsamkeit. Die fruchtbarsten Vertreter d<fl
rhetorischen Litteratur gehören den letzten Jahrhunderten von Byzaoz ifl
wie Öregor von Cypern. Nikephoros Chumnos, Theodoros Hyrlfl
kenos, Doinctrios von Kydone. Wie Mottchopulos, Planude« und die
übrigen Gratnmutik^r der Paläologenzeit, so sind auch die Schöm*dn«
dieser Epoche bedeutsame Vorläufer des griechisch-italienischen HuBik-
nismus. Der byzantinische Charakter erscheint bei ihnen nicht settn
«chon mit einem ganz modornon. roalistischen Zuge versetzL
6. Bh«torik, Sophistüt and Eplstolographie. (g 189)
455
Dio zälie Behnirlichkcit, mit welcher die l^floge «mcn gewUliIton
liuilrurkus und «inur kunstvollen Komposition fortbotric-bun wurde, hnt
hei einzoUien Talenltn noch aohr riihmüchu Erfolg» orziflt. Ja viuUoicht
iHtBvKanx dem Altertum in keiner Gattung nähergekommen aU hier; die
StaFe ein«« isobratcs, Lilianios, Themistios und verwandter Ueister
ist ohne Zweifel mehr denn einmal erreicht worden, vor allem von IMiotioe,
der sich in seinen Briefen als ebenbürtigen Sehüler der alten Meister zeigt,
aber auch von manchen smlem wie Eustathios, Michael AkominatoB,
Gregor von Cypern und sulctzt von einigen der griechischen Uumani^ton.
Eane antike EtgeuK^^Iiaft hat sich boi ävn Griechen iu die byzantinische
neuere Zeit unverHilächter fortgepflanzt als dte Freude am schUnen
^ortgofDge und am tönenden Pathos, dem freillich auch der leere Prunk
der townde Schwall unzertrennlich verbunden blieben. Oft wQrdo
die gtün£4>nde Form mit Freudon preisgeben, erhielte man fllr sie
ODgeküiUitelten Ausdruck origineller Jdeen und wahrer Gefühle. Alle
en der praktischen Rhetorik des Altertuma kehren in Byzanz wieder,
d^ii ,/ioi*J«ie, Mfitiat, 'H&oTTai't'ai u. s. w. trifft man vielfach auch die
bot) aus der alten Litteratur bekannten Themen; häufig werden aber
liickte Neuerungen vorgenommen; so erscheint die S. 281 erwähnte
aüe des Kinnamos ala eine Modifikation der den Libanios: T(va(
|i IrÄov fttl 6tx''i'trov tä x^iöftaia; (Bd. Iteiske +, 1019 -1022). Neben
imgymnusmatischen Sachen herrschen die panegyrischen Reden an
er, Prinzen und Gönner, die Leichenreden und die Pnmkachilderungen;
, die sogenannten ix<fQtian^, welche die Beschreibungen von Künst-
en. Landschaften, Jahreszeiten u. a. umfassen, haben durch ilire Ver-
liuig in dt-n hellenistischen Kunstdichtungen und in den Komanen bis
die spätbyzantinische Zeit hinein eine erhebliche litterarhi^torischc Be~
Dg erlangt.') IHe fruchtbarste Anregung erhielt dio hühore Bored-
nt durch die Sitte, vor dem Kaiser und l'atnareben Öffentliche Vor-
I zu halten. Hier entfaltete sich der freie Wettstreit der besten Kräfte,
I aehr interessante Sammlung solcher Musterreden, deren Themen meist
hBcber Natur sind, bewahrt der berühmte Codex Eaciir. Y. II. 10.
lao Aufschlürwen ftber tiitschichte, Geographie und Kultur von Byzaiiz
auch rein litterarisch betrachtet erfreulich ist die Gattung der Bricf-
itlerei, an welcher fast alle bedeutenden Byzantiner Anteil haben.
Fllr die detaillierte Geschichte der mittelgriechischen Produktion in
rik und Epistolographie fehlt es noch ganz an Vorarbeiten. Walir-
MlKJidich aber nnrd man nach einer gründlicheren Erforschung der weit
MNiiiaader liegenden Massen zur Einsicht kommen, daas eine wirkliche
nA reine Entwicklung hier nur in mBssigem Umfange statt hatte. Wir
tarn zwar auch in Byzanz nicht selten, dat>s ein Khotor seine sachliche
nad formaJe Ausbildung einem bestimmten zeitgenJ>ssisctien Lehrer verdankt;
DwaphjrUktos von Bulgarien folgt dem Pselloe, Theodoros Laskans ist
des Nikepliorm BlemoiydM, Gregor von Cypern der dea Ueorgies
Vgl. E. Bolid«, Der grieebiaehe Roman S. 335, 608 f., S13 f
456
BfiuttJnlscb* Littmatnrgeachicbte. I. PrMawcba Uttorstor.
Akropoütos, Nikophoros niumnoi> der iles <iiegor von Cypcrti i
£inu schUrfcro Uiitoi-8uchung wird wahrschoinlicli auch dio Spure
unmittelbaren lehrhaften Einflüsse nachweisen kOnnen; die Hauptlehr-
ineister aber waren für allit Byzantiner in gleicher Weitw die AUl'il
Daher »ind sie hS.ufig 80 gleichmäasig; daher n-ird die vorau6zuKetz«nd«
Entwicklungwoiliü zuweilen so unerwartet unterbrochen; daher konnte
z. B. plöUlich ein Photios erstehen, dosscii Formvollendung unter antiken
Verhältniatien eine bedeutende Epoche der Vorbereitung verlangt hfitte;
hier aber hing »chliesslich ailea von der grfisseren oder geringeren Fähig-
keit der Individuen ab, die alten Vorbilder für die veründerten i^wcck«
und StotTe zu verwerten, Nachdem oben die Thittigkoit der Byzantintir
in der Schutrhetorik kurz dargelegt wurde, nennen wir im folgenden jeiufl
Vertreter der angewandten Rhetorik und der Epistolograpliio,
welche nicht wie Photios. Psellos u. s. w. in anderen AbüchniUen zur Be-
sprechung gelungen.
I. Bliet(ir«Dschii1i* in Oaia: B. Stark, Oau und 4io pliitisttiMlw KBritt
18&2. — A. Lndwidi, Jubannea von Gaza. Rlieiii. Miis. U (IK89) ItM— 9M (BMe
JohaoDvs Elcplirasia de« WeltgtMnfildpat. - Jnh. ÜrAacke. «iosRnimella mtnettaclue üiikP
suclnagen. AUona und Leipzig \>^9 S SOS— 217 (srhildort an drr llRntt dee voa Ü
Haupt 1S74 und neuordings von den Mitgliedern des Bonner pli Hol. S«min«rs in der KU.
TeobueriaDa 189.^ verOfTentliehten griechiaehen Textes der viu E'oijihyrii dee UÜxm
DiaconiiK den letxtm erbitterten Knmpf twischcn Chrislenttim und tfnidrnUia la Ott»}.
— V. Rehultze. (iescliichte des Unlergang« des griechisch' tfl in iselien lleidMibuw, J«
Coalenoble 2 (IS92)'J4Rff. - Hauptschrif 1: KilianSeitz, Du- ^cliuJc von Rast. K«,
UeidcIbciTß:, K. Winter 1892. - Neues Licht bringen die xoa B. Förster tum ernl»'nmJ»i
herausgegebinen Rüden des Chorikioa: vgl. R. PräeUter. B. Z. 1, 600 11. D«ru Kli*in
49 (18941 <^l-^25; I'bilolugua 54 (1895) 98-123. - Vgl. C. Kiraten, gua««tioau r
eionae. Itresluu 1894 (= Bresltiiier pbilol. Abt Vtl 2).
2. Uuber die verderbliche Imitation der antiken Rbetorik bei den ehrinilich«
v^l. JuhnuuL-a Itiiuvr, Die Trü«t»deD dw Oregorios von Njism iu iUr«in VcrhAtlnJ* :
autikcii Rlieturik DiM.. Marburg 1^93,
3. [.'eher den Charakter der byiantioi schon Epistolograpbie vgl M. Trod, R l, '
(1895) 4 f.
190. Agapetoe {'^yanr^ioe), Diakon an der Sophienkirche in Kon*j
8tantiiiopel, widmete dem Kai»er Justinian. dessen Lebror er nach
freilich wenig gesicherten Ueherlieferung gewesen sein soll, um die
seines Uogierungftanti-itteit einen Fürstenspiegel, der in den Uandschrif
den Titel fllhrt: 'En&tatc Kt^aiaftar Tfagatrttixöii- axf^ntaiffif/t* nanti 'Af
rrt^Ktr Jiiixi'nur rij; nyiuniiti^i rov 'ttov fuyäkifi r'xKXi^ßi'cit !Tpö( ^€tffii
'lovaTivimör. Das Werkchen besteht aus 72 Kapiteln, die durch folgeotl
Akrostichia verbunden sind: Tip »tiorätui xai ticffitatätip ßaaih* ^>
7ut'(TiM'(Rrtf~ 'j/«.ir^iöe ö /Xäx'fioc Sitixoro^. Die einzelnen Kapitel, da
Umfang sich meist i^wischen I bis 10 Zoilmi bowi>gt, bestehen aus zit
lieh allgemein gehaltenen Anweisungen über das moralische, retigijjse
politiflche Verhalten eines FUrsten. Jedes Kapitelchen bildet ein Qa
für sich; die Fassung der Kegeln ist sentenziös und stark rhotoriach
färbt: ea wimmelt von Antithesen, Isokolen und Assonanzen; besonder
Fleiss ist auf den gleichartigen Bau der sich entsprechenden Periode
glieder verwendet. Vielfach deckt >ich Agapet«a mit den zwei kurte
Filrsteuspiegi'lD. die in den Roman Barlaam und Joat<aph (S. 308
und ^Ül ff. ed. Boissonadc) eingeschaltet sind. Doch zeigt die Art
^^^^^^ B. Rhetorik, SopbisUk and Epistolographi«. (JQ 190—101) ^^^457
Gbemnsltinitiung, ila^ <Icr Autoi' dcK BnrlHAin nicht aus A^taputos go-
BChOfft haben kann, eandern «in« von buiilisn boiiützU' gi-nunimMmo Vorlage
ugeiuimnien werden muBs. Diese Vorlage war au» iHokratea und be-
ponder* aus kirchlichen Schriftst«llem wie Basilio« nnd Gregor von
Kixianz abgeleitet. Der Fdrs^tenspiegel di-a Agapeto» mitssto sieb durch
die Loyalität und EibHulülikoit ilcti hiliiilt«, die Roinlitiit. der Sprache und
dn Reichtom rhetoriBcber Kuni^tinittel fllr den Jugendunterricht in hohem
QnAo empfohlen, und au» der Verwendung in der Schule erklärt »ich
ititaiS»'Bs die gnM(8c Zahl der Handschriften. Auch in der HumanistciiEcit
bikupt«to dus BQchlein sütn Anxehon; im 16. Jahrhundert crechiencn
20 AuHgaben.
I> Aongaben: Nach Eaklloiwn ftlluren Aungatiuu xuletil am b«quBinBt«n bviMigno,
r. p. f». 1. UM- 1186.
£ HiHanitt«!: Kabrieiaa, Bib). er. «d. UaiL 8. 3ß— (2. Hier auch ein reioh-
Vwuicbiiis der ilterea Ausgaben oes criechiBulion ToxtM und d»r iBtuuiiacben.
fiMiläiibini und deataclien U«b«t«eUuiigen. Die Nuliz des Fubriciiia ist wiederbolt b«i
Kita« a. a. 0. — B. Keil. Epikntiscbo iBoltrnlewludiva. HermeH 23 (1889) 357-369.
~Ktl. Sein. Die Schale TOD Gau. Heidelbei^l8S'2S. U. ~ Hauiitscbrifh K. PrScbter.
ht Rotoaii Darlaam «od JoaMpb in eeinem Verhsltnis xii Auepete l£oiüg;Mpifrgel, U. Z. 2
il«) 444-460.
8. Die Sfter remirhte MontiflEinninit d«« Äxapetoa mit jenom A^apnto». nn don
frgkepins von ItaE* Boinen 1 l'J. Ilriot riclilete. »obwebt vSllig in der l.iift und ist sogar
■nkretbeinliich, da Act Autor den ('tlmlonepiegole wohl sicher in Kpel, dor Adrossat de«
Pnkep in Alasandria Übt«. Vgl. B. Kpil. a. *. 0. S. 367 f. und K. PrArhler, o. n. 0.
' M Kmm. 5.
191. BasilioB I, Kaiser von 867 — 986, der energinche Begründer dei-
BikedoniKchon Dynastie, war Mt-lbst ohno höhere Bildung. beniQhte tdch
An wie Karl der üro»ie, durch lTntcrsttlt/.ung bedeutender KrSfte wissen-
•cliollliche und litterarische Bestrebungen zu fSrdern. Er lies« die rörai-
M Uechtsbttcher griechisch bearbeiten und erweitern, ein Werk, das
nincni gelehrten Sohne Leon Vi fort^c^lxt und in der Hauptsache
is«en wurde. Ausserdem wird Ba»ilins in der Littoraturgeschichte
it, weil unt«r seinem Kamen zwei Ermahnungsaohriften an
neu Sohn Leon überliefert «ind. l>ie ernte, weit umfangreichere:
lii/or tot- 'ftujufi/wc ßaaiXiwg Mt^älma na^aivmxä ^;' n^ö^ täv «artott
Mona ifit nHch Materien in 66 Paragraphen geteilt. wct<?he wie die
der Kirchenhymnen durch ein Akrostichon verbunden sind;
Wort« deaselbcn lauten: Baaiitiu^ ^v X^iaiif ßaaikfi-^'Ptaitafiiiv Afmti
tttnoitf^uittf riip xal efftßaodtT, Da» Ganze ist ein moralische« Vade-
welches ober die verschiedensten Themen der Sitte und Religion
ttber Almosen, Begierden, Bildung, Qber Mut und Besonnenheit. Demut,
ett D. s. w. in kurzen, sentcnücnartigen Kiltüen und abgedroHchenon
ioplitzon h«lchrt. Echt byxantini.seh int der Mangel näherer Be-
ttuf die Person und die ZoitunistJindo : slalt spezieller Voi"schriften
Bagieningekunst und über die zur Forderung de» byzantinischen
ootweiidigen Massregeln lesen wir allgemeine Moralitätcn. die fast
(bcneogtit anf ein weitabliegendes Zeitalter nnd ganz verschiedene
tnLtse pausen würden. Als Vorbild dienten die parftnetJschen Reden
4m Iiokrates, auch Pseudo-Ieokrates ttfirig ^tju'nxov, vor allem aber
de*Ag«poto8 FUr»ten&piegel> Das zweite StQck: Boadtwv ßaadtioi ift'ffo
'458
ByiaBtiniscbe lätWaturgMotücht« I. PrvMtiache titterklnr.
BN in
1
nttfiaivrait fl( »wv nvtot flöv jitortte jittffiXta cDthätl eine kurze Aufmunfl
rung za einem gottgoOUligen Lebenswandel, ächwerlicb werden am oP
Manen äv» Brntiliog zElnien, wonn wir ihm dieiw zwei ParitiiMen, die eiii6
wohlgeiibto, riietoriflch geschulte Feder vun-ntcn. absprechen; dur wahre
VerfasRer ist ohne Zweifel in der gelehi-ten Umgebung des Kuisers,
leicht in der Pei-son des Patriarchen Photiott zu suchen.
1. Auignbcn: liie kufaimn sind fiftet ndiort. u. a. hei Bnodari, Iroper. orJMfi
1 171 Jt: da« xwcilo Stack luerat von A. Muj, Scriptomin vrteniin nova colleotio 2 <181<i
679-681. — JeW beide xiuHuunwn hm MiBno. Pftlrul. gr. 107, XX[ ff., LVII ff. - Qu
DuaKrieoliiach« L'eboractiung VL-rCoaBte und verOff«Dtiicltte der Areliimatidrit Clir;-
sftuUioa NotaraH. Itukuc»! 1691. Vu). K. Logrand, BiMiogt. hell, du XVII' tiM«
3 (1895) b r.
3. Hilfsmittel: Leo Slurubncli, AnalecU l'li^liBiia, Dissert, cUasiB phiIoL «Md.
litt CrtK'flviotMris t. 'JO 1 1898) 96 ff., vi^rwertet di« Kt^itaa, dio w ohns R«Mm dca
riiotioB zuteilt, fdr dio Toxt3critik der iwni Red«n des Isakratoa hMir. Pmnido-lMbatM
Ugif rtmaxUic und llgät Jijfiortrov.
3. Din tlnbnriiaforunK d«r Kt^ulirin bcdurl nDoh dor L'ntenniciiusg; donBmudM
Hm wie der Cod. Dod). Haroco. 10 Fol. l^T — HS. weichen von il«in g«dracklMi Tute
«heblicti ab. Andnrc Codd.: Uodl. Baroeo. OÜ fal. Ög— 106. Atbun. &35. Uo«q. Bynoli
247 ToL 2&p-2il und 423'fi>1. 27R-2»» (Vladimir). Vindob. thool. gr. 238<NcmoI) ti-^M
Diu llttfairfatt x. B. im Cud. Lcitb, I.imon. 102. ^|
i. Zu ilsii (i|iexiL>ll nur dun yarateu bwCglicIieo Teilen ilie-ter ErmaltBUiigaMliriKF
vul. auMer IiiokraluB und Auii{ivtua auch den von A, Mai. Suript. vel. nova wIL IL,
edierten Anonymus .De politic« eapientia*. des Nikophoroa Bletnmyd»« Baaiiiiit
ürifuit (s. S 447) iiud deu anonymen Briet lltQi ßvaiiiint, den G. Vi teil i, 8tadi itabisi
dt flloloj^a classica I (16981 380—383, »na item Ctid. Lnor. (^onr. Soppr. M Uerauagecebw
liAt. — Die Ansicliton der Alten über da« Fllr«lenid<^a1 miutcrt <inttlob Barner, Cua-
porantur intnr no grnoci de regenlinni hominum virlutibu« auctoroe, Dim., Marburg 1999.
192. NitolaoB (8.52—025), ein Verwandter des Patriarchen Photic«,
wurde zusanitnen mit Kaiser Leon dem Weisen erzogen, »pütcr von dem-
selben mit der Würde eines Vertrauten (ßvmxös) bekleidet und hatte von
901 — 907 und zum zweitenmale von äl2 — 925 den Patriarchonthron inno.
INeser geiatig begabte, aber leidenschaftliche und ehrgeizige KirchenfDret
verdient hier wegen seiuer rciehbaltigen Korrespondenz Krw&hnung. Eine
viitikaiiische Handschrift enthält 163 Briefe desselben, welche fiir üt
politischt' und kirchliche Geschichte seiner Zeit wichtige Aufschlikw ge-
währen. Unter den Adre.ssaten sind der arabische Emir von Kreta, d»
der Pati'iarch zur Milde gegen seine christlichen Vlnterthanen auffonhd.
der FUrst Symoou von Bulgarien, der rOmixchv l'apitt, Kaiser fionianM I
Lakapenos, ein Fürst von Armenien, endlich verschiedene Bischöfe. Zi^-il-
beamten, Mßnche und Privatleute. Dazu kommt eine Homilie, wiMc
Nikolaos nach der durch den Bericht des .lohannes Kameniates (s. % Uli)
näher bekannton Zeratjlrung der Stadt Thcsealonike durch Leo von "fti-
polis !. .1. flOl an das Volk von Byzanx richtete. ,
1. AiiDKAben: Ed. pr. A. Mai, Snicilegium llomaTium vol. X 2 0*14) !61— 4W-
— Wiederholt von Mign^. Patrol. gr. II), 1—406. - Einen Brief an dna l'Jnii "■
Kri-la cd. J. Sakkolion, Jtitioy 3 (1890-921 108-1 lö, - Den ürigitialtMt wtomA
dankungourkunde (vom J. 907) od. noa Cod. Monao. gr. 277 8p. P. Lambroa, B. Z I i
(1892) 551-554. '
2. Uilfamittel: Uobor dan Lcb<^n und dun Chnrnkter den Nikolao« brägl iniBltw I
Nene dit> Vita Euthymü od. C. dn Hoor, Berlin \ti>ii*: vgl. die auf di«*Mn Tsxte ^
ruhende Daratellung ron U. de Boor S. m ff„ 160 ff., 176 ff. — V. N. Zlatraaki, M»
Briefe des Patriarchen von Kpcl Nikuloo« Myatikoa an d«n bulgariacben Ci«r«n
Sbomik blKarak. 10 (Soßa lÖtM) 372-428; 11 (1894) 3-54 iFortaotning folgt) "
3. Von einem Zeitgenoaaea des NikolaoH Mjstikos ataninil eine in der Sop
goballone, ohne Antomamen in Cod. Vatlo. gr. 483 abirrt ieferte R*d«, welc
>r6h«torik. Sopbutik and Bpiatolographl«.
^B im J>kt* VS7 mit rotro*, ilrm Suhnti lUi Symnoii vun l)iil);nrivn. ^«flobluMUDen
WntAtO iMBitllL L«idcr Mhout «irli der Vorfmunr nnrU ä<-r IoiJi^«<n Silto <l«r bnaDtiiu-
Mibwi ttbtiorik •nr «iaar graouereii BsMiohnutig von That«n(^lii>n und Nbhim, so dass «ch
tat bi*lan*di» Oatargmiul Miner dnnkatn AndDulungnn und nllcgnnscilivn Vafgkicbe nicht
■at nnDcBsdcT DeaUiclikrit cTkcnnvii l&oat. Mit Kotnmnntw unJ roM. Uttbersctxiing «d.
«>• Tk Uapennkij, Kine uucdierlv kirchlklic Rede Ober die liulgoro- bjriantini sehen ßc-
BitlBin in Aer tmlett llOlflu des lehulcri JtilirhuDdcrta. OdcHBn<fr JaKrb. 4 (1894) Byx.
UL 1 a 4S-12ä (nua.). - KHtwche Boitrilg« vuu Ed. Kurli, B. Z. 4 (1895) 6U f.
4. Vifillcidit gebArt in iioM Zeit auch die ParJiDoiio im Cud. Bodl. Oanga. 41 s. IS
M, ISS— 1(3; Tov npai(onar,«pi'(PV >v('oi- .V[iiar uyin^ioii ioi>* Zu'ia; (?) e/( lör i'Ui'
■rn*. Ine. Ci'' «aie '19' «i'i(i r<{ (ir«/(v(i'iijr(4r fiti/Q/irvi tit. tf*mv ftot tfiXtnto^,
llMB nf aae folgm in der Bb rol. 143 ivti Rri«rt>: fori nvt^v ryi Mvatitv}. liVeilioli iat
M teckuis nicht Mch«r, üh dieser AdroiMint mit NibuluuH Myatiko« identi fixiert wordeu duf.
193. Theodoros Daplmopates, der die Würde cüiob I'utrikios bcaass
■J bald nHch der Thronliutitciguti]; Koniunoa' II üum Stadtprfifekten von
£oii8Untinopel erliobim wnirdL', verfasute im Auftrage und Nnmen des
SuNft) Komnnos I LakapenoH (921 — 914) Briofo an den i'apst-, an den
Ibtnpclitcn Aniuttaitios von Herakica. an dun Emir von Ägypten und an
des FOrsteD Symeon von Bulgarion. «owit- ein« Rede an die Metropolitan.
So verlorenefl Geschichtswcrk des D»phnopate.s erwähnt Skylitzen im
Proüinion; vielleicht meint er damit den letzten Teil der Foi-t^etzung des
n«^)lian«it, d. h. die Geschichte Konstantins VII, Itomauoü I und KomanoHlI
fi S. S48).
1. Die Briefe und di« R«d« editrt« mit oinetn flli' iJie Zvlt^eschicht« wicbligmt Koiu-
■MatJ.SnkkelioD. Jtlftof 1 (1883-84)657-06^1 und 2 (188ä-Sg) 38-48: 38^-400;
& K8 Ktaa. Aber DaphnonaleH nlg Kortoebcr de» Tlieophniios. Dfirllhtir schon A, Rnm-
I, l>'Mep«r« fcr^c au mxi''nie mMIvS. 65i 116. — Kine goistlioho Homilio d«s Duplino-
•tolit Biu ItUeiniiwh b«i Mißnr. Patrol. gr. 111. (ill ff. -~ l'cber unedicrt» Sohrifton
e. Kabriein», Hibl. gr. od, Hftrl. 10, ZHT-. f und Migne, a. «. 0. 807 ff,
5, Hier mI noch di« Monodie crwAlint, wolcho, von einem Uubekannl<in im höheren
• II III ttm\t. "Km itm damnlH noch im Knuhnnalter stfihenden Knmnnnn li Heiner
trilia, <lia 949 vor der V«rinllhlung uliub, gewidmet wnrdo. Sie ist nax einer Wiener
Hadachrift ed. von äp. l.umhrnN. Bulletin do curroapond. heUdn. 'i (1878) 26Ö -',iT3.
IW. Philopatria {'Ptlärtaiqii) betitelt sich oinc merkwürdige Nach-
du« Lukianos, die lange Zoit eu den dunkelten Itätsein der grie-
chen LilU-raturgeSüliiehte gehört hat. Es ist ein Dialog, dessen Pcr-
Triephon, Krttias und KleolaoB heissen. Der dialogische Gb^
erscheint deutlich nur im ersten Teile, cinoin liitigtTcn Wortgefecht
Ueidoohtm und Christentum: der zwcitu Teil enlhäit gi-öwtcnteils
lorüanfeado Itodc de« Kritio». Der ersto Teil, der innerlich mit dem
6n nur los« verbunden ist, erweckt den Anschein, als handle e« sich
die Bekehrung eines Heiden zum Cbristentuni : die i^zene spielt in alt-
JidlW Zeit: THephon, der vor kurzem noeh selbst Heide war, erüäblt,
or viacm GalilAer t>egegnet .-^i. den er mit unverkennbarer Oeutlich-
lit als den Apostel Paulus kennzeicbnut. Die ganze Bekehrung ist aber
ebts als eine litlerarische Spiegelfechterei; der Christ nimmt es ebenso
bl mit »einem Glauben als der Heide, und von einem ernstlichen 8iegt!
tiner erosUichen Niederlage ist keine Bede. Da es »ich nur um
Sophist enstüek bündelt, darf mau sich ntelit wundern, dass dtis alter-
"idie Kolorit nicht konsequent festgehalten wird; der Verfasser lässt
Bedenken Züge seiner eigenen Zeit in die erfundene Szene hinoin-
uod addie&ilich springt er vollständig Jn die Uegenwai-t Über.
460
ByE&ntitilscta« I,ftt«i«tnTge«chiehte. I. Pronftiacho UlUratur.
Nun crliillt der Lewr ein Bild der dumpfen Oärung in der HaitpUU^I
dor Unzufriüdonhcit mit dem bo8tehonden strengen Regiment und d^
Ilofilhung Huf den baldigen Sturz dcT« Kaisers, auch der frolico Aut»icht auf
Fortsetzung und Steigerung der glänzenden Erfolge gegen die Araber und
Porter, auf eine baldige .Unterwerfung* Ägj'ptens und auf Abwendung der
SkytlicngL-ftihr. Zu dicken inetir oder woniger klaren Andeutungen einer
bcBtimmton inner- und auit^erpolttitiehoii Situation kuinrat (Kapitel 9) eiDe
schadenfrohe Anspielung auf ein gewaltige« Blutbad in Kreta, bei wejchem
nnzfthlige Jungfrauen liingeschlaehtet wurden. Damit kann nur die mit
furditbarom Blutvcrgieasen verbnndenc Wledererobening Krcta.s durch
Nikeplioro!; Phekas gemeint sein. Wenn nun der Ausdruck der Boffnuug
auf eine baldige „Unterwerfung* Ägyptenü den Dialog im allgemeinen ia
die spätere byzantinische Zeit verweist, in welcher Agj'pten längst vom
Kcicho loBgetreiint nnil von einem fremden Volke beherrscht war, *o wirrf
durch die Anspielung auf die Wiedereroborung Kreta« Aas Jalir 961 alt
sichere Prilhgrenze gewonnen. Kombiniert, man damit noch die allgemeine
politische Lage, die der Dialog widerspiegelt, so gelangt man mit iet
gi'ßssten Wahnichcinlichkeit in die letzte Zeit de» Nikephoroä Pboka«,
etwa in den Somnior 969, in welchem die glänzende üuiwcre Politik
durch die Einnahme von Antiochia gekrflnt, im Innern aber die Uaiii-
fi-iedenheit in einem solchen Orade gewachsen war, das« im Dezember
doHselben Jahres die Palastrevolution ohne den tnindcsten Widcrstaml
durchgeführt werden konnte. Einigen Spielraum nach oben oder önl««
mag bei dieser Datierung dem subjektiven ErmcAsen eingeräumt weH^n;
vSllig sicher aber steht, da,«« das Werk nicht vor 961 und nicbt allia
lange nach dieser Zeit, jedenfiLllH nicht nach der Regierung des JohaaROt
Tzimisketi entstanden i»t. Nun lässt sich auch die Abeicht de« Dialog«
mit Sieherheit bestimmen. Der Verfasser wendet mich als Patriot (Philo-
patris) gegen jene engherzige geistliche Partei, welche den tur Rrhaltnng
des Keiehe« ebenso nnerlittslicben. als fllr die Kirchen- und Klot«torgOt«r
unbequemen finanziellen Massregeln der Kegiening und spezioll des Nik^
phoros Phokaa einen hartnäckigen Widerstand entgegensetzte und dadar
daa Wohl des Staates aufs äusserste gefährdet«.
Die früheren Vei-Äuche, die Eutsteliungisxeit des Pbilopatrin zu
stimmen, mögen jetzt &U endgültig ahgetban betrachtet wurden: Zuer
ging die Schrift unter den Werken des Lukianos; nachdem sie als uob
goechoben erkannt war, setzte man sie in die Zeit des Kaisers Jnliri
f36l— 363): A. v. Gut«chmid rückte sie unter die Regierung des Herakiioi
indem er die Anspielung auf das Blutbad in Kreta auf einen tQr dl
Jahr 623 bezeugten Slaveneinfall in Kreta bezog. Seine Aiwicht war"
jUngst von Oampe ohne Erfolg wieder aufgenommen. Schon B. H«
und B. G. Niebulir hatten den Dialog mit sicherem Blicke in die Itagi»
rung des NikophoroK Phokas gesetzt und A. Fr. Ofrörer, C. J. Anin
C. Neuinanii ii. a. haben diese Ansieht, wenn auch mit der einen
anderen Muditikation, angenommen. Endlich hat E. Rohde den verfehl
Vci-sucb R. Crampes. den Plnlopatris ins Jahr f>22 ft2:t zu setzen und
als das letzte Glied in der langen Kette der christlichen Streit»cfari(l
E, Bopbiatik und Epistolographie. (§ 195)
gt^Mi das hellenische Heidentum xu charaktcmiercn, mit «cldagunden
OrBlulen zurtlckgewie«c». Nun mu^ atidi Au» tlit^tologisoho I»terL-s»c, um
dMsentnnllcii ilcr Dialoij frühor viul {^vlesuii und kuiiiuii'uLivrt wuidß, ver-
loren gehen: er hört auf unter den ätreitBchriften gegen das Hfiidentum
oder gegen das Christentum — beide Hollen hat man ihm ahwci^httehid
mgvdttcht — zu tiguripren. IMe spöttiwtrlicn Klicke auf das Mönchtsluiii
hedeutea i-bensoweniR eiiK-n Angriff auf dii- Urthodoxio lUit da» Wort-
gepl&nkid im untten Toii oine i-i-n»thuf't4: Bc-ätreitung de« Heidentums dar-
■tellt. Kine gvwitwe Frivolität huft«t dem Dialoge sicher an; aber eine
derart spielende Behandlung re]igiSs<>r r>inge ist in ßyzanz durchaus nicht
selun; nehen strengKter. »ilhenxtoch«nder lieohtglüubigkeit findet man eine
abetoanend« Profanii-rung des Heiligen, von der die für uiuim' Gefühl ao
unfirtröglichen Parodie« der Kirchcnliedt-r die besten Beispiele bieten.
Al>er an ein Liebäugeln mit dem Heidentum hat bei solchen i5piclcrcieu
Bwnwnd gedacht.
1. Aa8K*l>«D.- Ed. D. Hase im Etoiuier Corpus mit Leon Dinkouüa. Bonu I82ä
S. SS4 -S42. — Aii8K4«deiii in den meislen Aiu^aben des Lukian. zuIcUt tii Liiuiaui o|)ei'n
•X ncogB. C. Jnrohitc, I.oipKitt. iiM- TenbiKnuia 3 (1876)411— 42r>. ~ f^iud deutsch»
rthera«t>uiii; vrrduikt man koinnm (teriiignon als dem Diofaler Wicland |im C. Uando
««WH I^nkiiuiQlwriictiuiig).
2. HilfHinitt«!: Dm« der Pliilopatris nicht von I.ukiaii sein kann, bewie« tuerat
•dilafwid J. M. Cioiiner in neinon Not^n und «liner Abliniidlung, dip in dnr Ausgabe dett
LdciUB von Kr. (tnilx 3 <174»} ."iM— 61^ und TUH -73.'! nbgndinickt sind. Kr setzte den
DUoC in dto SUit ioa Kniaci? Julian, — M. Ehemann, bcmcrkungon u. s. vr. in: Studien
Im- »%-ai>gcliMlieii Üeisllidikcit WUrllembergs 11 (li<3tli -t7-lUl tioUt den Dialog auf
OmJ g«u nichtiger Argamento in die Zeit dus KuiserB Vak-OHl. — Den wieliligstcn
Btfciitl nr AuflUlrtUf der litt«rarbistamclien Stellung <Il-b Philuputris Ihut B. G. Niebubr.
Ot^ dM AlUr 4m DialoK« Philopnlris. Kleine bistuiiBchu und philoluKisi^he Schriricn.
t Rwil'titg. B«aa IS4S. - Ooni nuUlus iat: H. Kellner. Der Dialug Pliitopalris. TU-
M^nr UiMlofiMfc» Qiiartslscbrift 46 tl8(I4) 48-78: wiederholt in des Verr&«ser«: Hell«.
iJMiiii md OiriateBtaHn, KMb I8ß6 8. 323— MI. - Ü. VV«ssig, De oeUte «t auctore
njbpslridia dialogi, Diia., Soblenz 1866. - A. v. Gulsclimid. Ütterar. CeotralbL 18Ö8
^ 141 l = Kleine Pcbri«*n i (I&94) 434. — C. W. King. Anliquo goms aiid ring^
l iU<Ddon I87ä) 262, pUubt den Philopaths anf Omod einig<'r AnklAnge an iwei dem
KaiMT JnatiDian gevidmele üratnlatinnsepiK ramme unter .Inatinian aetien EU mflsseti;
ili«M AnkllBgo «'Srwi. eelbat w«nn si« viel nnrtlirhoi' würcn, als sie sind, liJIchslens
r 4MB««tiininuagd«r FrfihgrenMbraiKitibar — A, Fr. tifrQror, Byxantiniacbe linscbiehlen
I (1877) M' 8ä, gibt «ino gut« Anal^ae des Dialogs. — C. J. Aninger. Abras^ungaioit
~'' Zweck du |«Milohieitniitch(>n Dmlog» Pliilopatris. Ilistor. Jalirbucli der ODrteSüeB»]!.
ift 12(1I»1)46S-491; 708-720 (»uobt als Abfassunssioit das .Fahr «74 lu erweisen). —
Milieu. 109 d«ra der Dialug erwacbsen ist, schildert C. Neumnnn, Diu Wellstellunif
b^xuilin. Keidiea vor dun Kreuuü^ieu. Luipzig 1864 S. 32 ff. — Kubert Cnimpi'.
' fUafalri«, Ein h««dniacJiea Konvrntikel des mebenten Jabrhuuderla tu Koii%tAntmcipel.
Haut IM4. Gmmi Cramp« vcl. die Beaprecliungen von C. E. (ileve, Derlin<>r plnlol.
«■•ekfMckr. 1»S Nr. 41 8. 1286 ff. und 1^. Neumaon, Ü, Z, .'. ('l80ßj 105-lß&. -
tBobd«. ^Jo!>si^. B. Z. b (ISOß) 1—16 (wiilerlejtt den AiMstz von v. tiutsehmid
nJ Umi|i« uad aetxt die EDtstehuDgueil dea Dialuga in den Sommer 9H9),
8. t'ebarliereruns: Die «iau^e Hb, der Cod. Vatic. 8t>, Oberliefert don Philo-
nil Werkes de« l.akian.
4. Leon, der Qtsandt« des Baallios Bniguroklonos, ist wAliisr bei n lieh der Vorfaasor
. - j«U flrief««). welch« ^egvn daa Ende des ll), Jahrhimderla nns dem Abendlande nanb
|llim K«atJiri*l»n wor4ait sind. f!i« handeln vornobmlich von den Krhicksnlen des iiU'
iMgia rhilagalhos, der aicfa unt«r Ott« 111 als (!egenpapst (Johannes XVI) mifstclla»
I W Ed. A. J. Sakkelion, TjtiattXai BDiartirai. Smr^f 15 (I8»2) 217—222 (mir uii-
f^duUrli: 0. B. Z. S. ID4 f.)
I9.>. Johannes Doxopatres (Imäwrji v Jo^anatf/ijf), mit dem Bei-
IUHo der Sizilier (ü SixiXiwti^^, nuch ü ^ixiiüc) nimmt «ntei- den Vw-
462
ByxuitiiilBclia LiU«ntargeB«biclit«. I. PrMatBcbe UUer&tar.
tretem der byzantinisch«!! Schulrhetorik eine bemerkenswerte Stelle efl
Von seiner Ferson verrKt un« Johannes, das» er ein dürftiger, von iIlP
Leben» Not gedrückter Münch war; »oiuc Armut und die mcichgUltigkeit
der FUratou und des Publikums hindL<rt«n ihn, wie er sagt, an einer aus-
gedehnteren littcmrischen Thätigkeit. Er stammte, wie sein Beinuni-
xei^, au» Sizilien; die Stfttte iieiner Wirksamkeit aber scheint Kon><taAt>-
uopol gewesen zu sein. Seine Lebenszeit füllt wahrscheinlich in die
ersto Hillftß des 1 1. Jahrhunderts.
Wir haben von Johannes iJoxopatres eine Vorrede und rhetorische
Homiltenzu den I*rogj'mnasmata des Aphthonios; ausserdem IVolegomena
zur Khctorik, in welchen nach dem üblichen Schema untersucht wird, womu
die Itlietorik entsprungen aei, oh aueli die UalbgOtter Rhetorik hatten, wie
sie zu den Menschen kam u. s. w,: endlich grosse Kommentare zu il*u
Abschnitten des Hermogenes ilfß* attiatwy, thgi fi-gtafttf und Ut^ Hfüf.
Dielte Schriften haben einiget) Werts weil Johaimes den lt«ichtun) der altM
Kommentatoren freilich mit gros^r OoBchwätzigkeit wiedergibt und xa-
weilen auili die Xiimon soiner Vorgänger gewissenliaft. n^nnt. Beeond
ist zu bemerken, dass in den Honiilien zu Aphthonios wie auch im K<
mentar zu //»pI aräaiun- Rruchstilcke der Teohne des Alexander Nl
meniu vorkommen, welche zur Emendation der erhaltenen £pitome die
Werkes nützUchu Dienste luisten. Später wurde Johannes viel benütsl
und ausgeschrieben, unter anderm von einem Ithetor Trophonioi ans
unbekannter Zeit.
Einige Schuldeklanintionen, als deren Verfasser sich Johanne«
Kommentare zu Hermogeiies f/i-Qt idfiäv nennt, scheinen nicht erhallen
sein; ihre Titel sind: 'O tov i'rtnov köyo;, 'Aravxtvil tov ll^oiirjift'ttt^ fu>i
BaafXfwc ^tviiQog, UoXmitöf ^öyof, t) »atü Sttfaxr^vwr Xöyo^; die er
vier behandelten mithin gewöhnliche Schulthomata, zu bedauern ist
der Verlust de« letzten Stückes.
1. Aus(t)ibeo: Einif^e Bniohattlckt> cd. I. Bokk«r. An. gr. 3 (18S1) 1454-14
— Rlietoree graeci ed. Cbr. Wnls 2 (183ö| Hü—bSi: C (1934) 1-82; 68— Mi. - \
zerpte aiis dem KoininciiUr i/fpi tiqintiai ed. J. A. Cramer, An. Oxob. 4 lllST)
bis \m.
2. Hilfsmittel; RMores ftrseci ed, Chr. Woir 2 8. IV ff,, fi S. V ff. - Od
djia Verliflltnin de» Doxopatios xii Alexander Nameniu vgl. E, Finckli. D« tnoerti
sriis rhctorieiio otc. n Ij, Spnngfilin editn» loc, nl, em,, Heübronii 18M, und die
dieser Schrift von KnyaiT, MQnHionnr Urlolirte Anxeigen 41 (lA^.S) 1 — 18. — C. Bnrstl
Der Itliclor MitnntidFr und seinem t^chrifton. Abb. biiyrr. Ak. I. Cl. Itt. Bd S.Abt. |I88S)&J
Anm. I. »Rtxt den UuxcinntTee nuf (irund einer sobr nnsptecbcndon Kombinatioo m
ereto Halft? dos II, .Inbrbuoitcrbi. — Ju. tiruevea. CornutI nrti« rbcftiHiMe »pili
Hprlin IKÖl l'rolPBomenn S. 7 ff.: II. 15. 20, 34 f.. 66 ff. — Knrl Fubr. Zwei
gonvikomini'niiilcrL'ii. Rhi-in. Mus. 51 (1W6I 45—51; 184. — V^-l. auch die I.ilUnCurl
Alcxnnil<-r Numiniu, Hprmogenos ii. a. bei W. Cliriet, Q«8cliicUlo der grie<'hucben LiU
ratur ' 8. 625 ff.
3. Name: Das Uberetii«timmeiide Zeugnis der Wt» wie der Codd. Batoec- II
Valic toe, Mfdic. Kl. 5, Taur. 119. Vindob. pbil. gr. 16. 78. 130. 143 (Na '
Vindnb. bist, gr, 64 (Nessel) bietet die Genelivrorm tov Joiv nur^i, Joianatf^,
J'iSanatQi und Joionat^^, irorails sich als Nominativ der nclit byntnliDiaeli* Nune
Ttaigijt udor Jolonai^iis ergibt, der niicli nuadrllcklicb bezeugt ist (.(eJRünrfijc i. B, '
'i^txes. Crnin«r. Ad. Oxan. i, 125 und in einem Briefe Ans Micliael Akomiaatde ed. l^Bip
2. 232, 16; ,fn,'nnni[iij; bei einem von .Mlnlius benutzten Anon}-mi>8. WaU. KbtL ff.\
S. VI), üweifelbalt int nlse nur, ob .loiontiti/i;c odtir Joi<inaifijt dl* wahr« Fora ^
dMD nur iu dieser Hinsicht aobwnnkvn dia Usk. Nach den "trtlnii d«r
6, Bli»torik. Sopbiatlk and SpUtoIoEraphio. (§ 196)
403
üt nan ^imgt, Jer Form JoioTTvtfi'ji ävn Vi<t/<iii zu Kehett. Es ist ober
■ueht siiS9«acJito8s«n. daas di« Familie in Wahrheit /»cV-mr^vc lii(<4H. Ouni tu
I ist die vnn Cbr. Walx willkllrlich «in^cruhrt« Fonn .faionnffau t'R)j«t, gr. 2,
p, 4 fl.i, die eisen Xominaliv Jotäriurgot vorüiinsetit. and es ist hitcbste Zeit, data
plsclie Xaniranform. dia ach in il«r ganzen philiiIof(i>rlten Lilteratiir -- zuletat nocli
,Grat>v»n, Herm«« 3ft (IflflÄ) 471 — oingi-ni^let hnt, i^ndlinli einmal verachvinde.
twaigar bwracbtigt ist dnr Nominuliv Doxupatrj, den K. K. 7.achaiiae von fingen-
Mb n d*r S. Aadage soiiiiir lieschiclile dua y;riuchi<ich-rilniiaFlinn Itechts (S. 34 T.
liär) konee^iMDt lUKK-ndut. Auch latciimoh ist der Rbi^lur nicht Doxopnter. aoti'
ktxopatrea ra briiciinvn, NHtQrlicli int nuii auch nur der DIcibullR doa SpHÜinrios
^jrpaliMi Tb«opbao«s Daxapatres. welchf 0. Schliimbureer. Sigillographin
Kpnre bjs. & I>92 (vgl. dortaelbat S. $62) v«iö(r«ntlirht liul. die AbkOnmng nicJit in
bw, aondeni inJ^iaimpä flofialCsen.
L Aikdere GaJabrt« dieser Familie sind Urogorioi Doxopatr«8. der als Vert'aaaor
Ejilli iiBliliiilliin ftmaimt wird, d»r Archimnndril Nilo« Doxopatrea, der im Auf-
haKiBBilta Bocer II von Sizilien (IIOI - n>S4) im Jnhro 1141! Ih^i roic n(vif nni^i-
RikniracbUiclie Synopsis unl^Tgeecliobon worden int. Vgl. K. K. Zacliariae von
tbal, ilonalübar. IWI. Ak. 1K^7 S. llöS ir
ÜBtar drn (juollcn de« Johaunen Doxopalros ist l'hoibBmnn. ein seiner
^■Dtd Z»it noch unbekannter Klielor. der uucli von Txetxcg und ChristonhoroB
ird. Vgl. Karl Fuhr. Zwei HonnogoQeskomnu-'ntulorpn, Hhein, Mus. 51 (ISSlij] 50 f.
Wohl bald nach Doxoputro» »lirii-b ein sciuer Porson nnrh iinheknnntcr Christo-
ainnn Kommentar >u Hi-rmufiunM lligi aiaatvii- F.r benutzte di-n dor gloicben
B''[*w»dmotcD Kuinnienlur l-uivb gowisBen KustHtbios. tluuo ßnbe, De Chrixtopbori
lario in Üennogcnia librum a«fi atiiatur. Rhein. Mus- 50 {18'."5) 241 — 249. — Vgl.
IPahr, a. oben a. 0.
pöfl. Theophylaktoe {f>t<i<fviaxias), gi-wöhnüch nach seinem erz-
tflichen Sitze Acliridti als ßulgarua oder Achriden»iH hezetchnet.
linor df-r bedeutendsten Theologen des II. Jahrhunderts, Kr stand
tr BildungHhüh« seiner Zeit, wenn er auch an Umfang di-« Wiä»ens
poraigc-wandthcit mit smncni älteren Zuitgcmousen Püelloä, dem er
|Hger Schüler nachstrebte, nicht verglichen werden kann. t?ber sein
[Itni» XU »einem Lehrer sagt er tuelbst in einem Kiefe an Kamatcro-
UigDO, Patr, gr. 126,384: UitiXti xai tip r(iffiiaxagi(itiäi<i> i'ntffiifup
litp xm ajTR^Rfi/AA^ tr;i- yXontav öifiiXot füv, wf tim;, oi'« tvetuo-
f Xiiffiiai . Uoi-lit Y<i(t nldtt irj( fiot'Oi^i tov «idpfJc ärtoviififvoi U. S, W.
lauptinaHse seiner Werke fällt in das ßebiet der Theologie; vgl.
BIT. Wichtig sind seine zahlreichen Briefe; an hohe WQrdentrÄgcr
p l*n%-iitpor>H»)en, besonder» an geistliehe Kollegon in Kon^^tanttnopel
anderen .Stftdten d«.'» Kcic-hes geriditet. sind sie uns wie die Briefe
lioe, PBello«, Gregor von Cypern, Planudes und anderer Byzantiner
erlrhtliches, ft^ilich noch recht wenig verwertetes Hilfsmittel zu
genaueren Cj'forschung dor politi»tchen. kirohlichon und kulturellen
le der Zeit. Wir finden uut^r den Adressaten Mfinner wto den
Nilcephoros Bryennios, den örossdrungar Gregor Pukurianos.
tinchof Niketas von Serrae, den Ariit und Dichter Xikolaos
kies, den Metropoliten Nikolaos von Kcrkyra, der durch seine
hme an dor von Aloxioü Komnenos i. J. 1117 veranstalteten Synode be-
ist, 0. a. Ausserdem haben wir von Theophylaktos zwei Schriften
riflcher Art Die eine enthält eine Unterweisung nn seinen
»r. den kaieer liehe» Prinzen Konstantin: timiStia fiuailtm]
ir rfoftfvfoyivii/tor KaraTmiTritv, Im errfon Teile verweist Theo-
n Zllgling auf die Tugenden seiner Eltern, besonders auf
■im
Bjrzuitiiiisclie LitteralnrgeBcbiolit«. L PrMaUch« Litter*tar.
(Ine leuchtende Vorbild »einer Muttt?r Marin, im zweiten erteilt er ilini'
LeliroD Über Keligioii. Sitllidikeil, Itegieruiigt^kiititit, xogar Über die Ko^
wendigkeit iiiilitUmclier Übungen. Von den verwandten jMU-ftnetiDchw
Schriften des KaiBera Basilios unterscbeidel sich die de« TlicophylaktM
vorteilhaft durch die Berücksichtigung der speziellen Verbfiltnüise und durdi
höhere Originalität; wahrend Basilios im wesentlichen dem Fttrstenapiegel
des Ägapeto» folgte, bat der Erzbischof in ganz freier Weise pausende Ge-
danken, die er bei den alten Autoren traf, in neue Formen umgego^min und
in seine Kapitelf&cher eingereiht. Als Quellen lassen sich mehr oder weniger
sioher nachweisen: Xenophon, I'laton, l'olybios, Diogenes Laertes, Synesios,
vor allem aber Dion ('hry!*o»toinii« und Themistios; selbst der Apostat
Julian scheint hier — ein erfreuliches /eichen des Erwachens einer ob-
jektiven Betrachtung des Altci-tunis — vorurtoiUfrci verwertet la win.
Der zweite rhetorische Versuch des Theophylaktos ist eine um da» .Jahr
1092 abgefasifte panegyrische Rede an Kaiser Alexioa Konineuo^
Vgl. H. Seger, Nikephoros Bryennio» S. lOö. Nach dem Qberächw&nj-
lichen Muster, das fQr solche Iteden in Bysanz wie anderswo nblich ist,
werden die Milde, (lerechtigkeit, Tapferkeit und andere Tugenden it*
Herrschers gefeiert; zum Scbluss erfreut uns wenigstens die nachdiUck*
liehe Aufforderung an den Kaiser, die Wissenschaft zu unterstfltmi;
giafivrevet yi'iQ ovx tirl j-ore, äi.X' ini ariifia srtuth', Uhnc Bedeutung
sind zwei jambische Gedichte des Theophylaktos: /sV; av/iyo^- (V) ifirrtci/rtn
nvä und: //pö; novtjgöf imoyyövta.
1. Oeenmtttnsgahe: Migno, riitiol. gr. 133— 12G; die Unt
250 IT.: <li? Kede nn Alexios VX. 2K7 1) ; clio Hne!e 126. 307 ff. ~ Dia Osd!
Cod, Munnr, Ml B. licorgindc». 'Kit«i. .ti.. 4 (lÖSSt U1-H3. - U«bw ü»
de» TLi'upLyluklo« hwitlclt V, Vasiljevskij ia Keiner BanjirechUDg der Schrift
Tli. Uiit>«nskii. Uebcr dl» EnUtvhung iIdb 2. bulKamGlien KiUisiurekliMi (OitMH I!
Journ. Min. 1879 lld äU4 Juli 144--21T und ÄuguüUlä— 348. - Ein« vuiUefllfcb* \H
sDcboDK dvr QuelltMi dur llatiftln i^tih Karl Pr&clit«)', Aotik« Quellmi des TlMfhj'Iakll
von Bnl^arien, B. Z. 1 (1^92) 3SU-414.
2. Von Manuol Straboromniius {Marav^k lioiißofiuimrÖ!) bewobrl der Ctd.
CoIbI. gt. 136 fol. 248-249' eimgo R«dc<ii {köyotj nn K«iMr Äl«xiM («rokl I) KoMiiti«
n«bst eioer Antwort (itrriy(fo/Afin) d«H Kautera. Ein woitdres Zeujtnia d^r littonritohs
TliStiKkeit (liaaet HannuH und HHin«T Bi'Eiubuugi>n tu KiiiHt>r Al«xioB i«t ein tM Bf
i1m Kaisers gedlcbtetoa t^pigmmiu uuf «in Guldbild des bl. Dcmctm«; Taö afp««' Mar«M
l«i' i'if<t,1<igajfittyi>i- ix ii^otiürtav tuii finaMatQ kvqov 'Aiiiioi- roi- Kafirr,r«v rtfif m
iiylQr Jrjiirjimav lixnrtauiyoi- ix ^^oaoö ir Ifiaüia. Ö tfn^liiax S.r«i lür onJwra-, mdlTw
Si i:ini'ia<*l!;lit,o,?>. Es sloUt t. B. im Cod. Laor. 33, 52 fol. 125. Ebendcrt faW
man «in Urabciiigrami» des Nik(>[ihnro» Straboromanos auf Beinen Vai«r: T»4 rrfi*
.Vijri]i]^ä(ioii luii iiQii/lopiOfiai'iiC initi!(fioi fü tar at-tav natifa l* nanmiltov toÜ rtiuirtt,
Aus der engen Verliindiing beider TrILgcr d«a Nnmona Iftssl eich sohlMOMn, dasa t*r lÜol*-
varwandt« (Brllder?| wiuen. Virlloirbt ist einer von ilinon identisch mit im rta AMI
Komnena II ^ ll IUI, 9; 102. Iß od. Bonn.) loider oline Vamnmeu orwOlmtoii SäaboraniMll
£ino tJnleraucbiing Über diese nurb vAlüg unbeucht«ton litI«riirisoli«n ZeHgntmri' •i"
AioxioB Komnenas und eine VorlVfTcnUiuhung ihies. wie es Bcbeinl. sehr gningm S»A
Ibssm wäre erwitnBclit.
3. Ein Mfincb AntonioB, der mit dem Verfasser der Mihaaa (n. das
.Sammlung i-n von Sentonxon und Spricbwitrtcm') idenlisoh sein und unter Aloxiea I
neno« gelebt bnlien soll, Terfaselc eine Anleitung xu feinem .\n«laiid nnd KBl
Ton (X(>i;ai«i;9»ia). Das BDch lein gibt in 8 Kapiteln ctblsihe und triviit1|)rnktiiiehe
regeln ftlr junge Leato. Die «sie Ausgabe be«at^tc Duinaskenoa Pai>apBDnKiol«fall
Venedig I8I5 (mir niizngHnglicb). -- Auf Grund drrBelben wurde daa BKchlcia mit I
{irieohiaeber rebor^dlzung uls AnatAiidiilmth der heutigen grteeliieebea Jugend vanp!«)
von N. Kalogerua: 'Arimriov lor lliiiafiiov avyyi>«iftiiii (iff in' licdfM-fcttii^fi'ihf
wt— owrTiiiinn^iuiijswii nwi" nrruiraurur zu uuwiiurwii-
lesjnhr ist unbfkannt; docli wissen wir. dasü pr tni
6ß nicht mplir Bischof von I'li üippopcl war. Ituhkos hat eine An-
Briefen und Ensais }iiiitertii»ticii, die sich in mancher Hinsicht
ich Über das Xiveau byxantiniBcher Khetonk erheben. Don Inhalt
isoho Fragen, sophistische Themen, eine Lubrwde u. h. w. Der
zeigt sich al« ein ungewülmhch bi-lostinfr Mann, der nicht nur
iphie, Rhetorik und Grammatik, sondeni auch in d^chichte,
je. Mi-tiizin und Astronomie Bescheid weiss. Über die originelle
ler Li-hrtiiiitigkeit erhSit man in den Kricfen allerlei liüb^ho An-
n. t^berrawheud ist die humoristische Schürfe, mit welcher er
indUbel der byzantinischen Litteratur, die »Nachahmung*, an einem
n Falle geisselt: Der Chartophylax hat ihm das Werk eines (leider
nannten) l'atriarchen zum Abschreiben geliehen: er schickt es
ck, ohne es zu kopit-ren. und bemerkt in üteincm DankKchreibe»,
ctflfl Buch 80 gründlich durchgck^scn, dass er nicht blosä den In-
idern auch die Quellen dess(>lben erkannt habe. Kur die Bittlei-
gehOron zum Teil dem Patriarchen, zum grUssten Teile seien selbst
.werk «U8 fhsmdcn Stoffen; im übrigen aber hKre man bald den
d Jnhannett, bald den groeson Basilios, bald den Uregor von Nyssa,
kdere reden ; das Werk gleiche einer zehn- und »lohrsaitigen Leier,
\ Künstler aus allenthalben entlehnten Teilen zusainnieugeeetEi, aber
piunal zu hamiontschem Klange zu stimmen gewus^t habe. Die
Bitdung und daa grosse Dai-stcllüngxtulent des Itolikos wurden
ich gebührend anerkannt; unter den Personen, an welche er «ich
rfen und Aufsätzen wenden darf, sind Aiigohßrige des KaiKorhauses
Kaiser Johannes Koninenos, der Käsar Nikephoroa Bryen-
id sein Sohn AloxioH Komnonos, die Kaiserin-Witwe Irene
BUkhlin des KaiBers Alexio« t), hohe Würdenträger wie der berUhmte
nwtikos Johannes Axuch, dem auch der Bischof Nikolaoa von
und der Ithetor Kikephoroa Basilakes Scliriftun gewidmet haben.
U6(r BysantüiiBebe Litt«ntargeacbichte. I. ProsuMhe Litteratar. ^^^|
Philüsopli den Speck dorn KlUc vorziehen mUsae, wogegen dann Vn-
dromos diö Parti'! dos Käst« i<rgri'ift. DiTNcIlie lYodromoa widmote dem
ItaUkOB in Ausdrücken der Vereliiuu« und Bewunderung »oiiu: Schrift
Ot^l tvv luyälov xoi tov /itxpDt' und erteilte ihm 8piU«r, als er achoii
Bischof war, in einem Gedichte') den Ehrentitel , Nacheiferer des Platon
und Pinto» nach jent'Ui* 0"/";";s **''' '/^«»wi'Ui *« fi**' «'«"o»' nÄmui).
Zu den Briefen und EeBais kommen einige StUcko, die der Cod. dur
UniversitätHhihliothek von Bologna 2412 aufbewahrt: Ein Vortrag
dC6 Itülikos, al8 er Evangehenexeget {MäaxaXof lür fvayjfXitar) nurde,
eine GIlUckwultselircde an Kaiser Johannv» Komnonos ob »einer kriege-
rischen Erfolge in Syrien und ein PanegyrikuH auf Kaitter Manuel Eomneiioe.
1. Auaeabe und Uaiid§chriften; Di« Briefe und AuMtu (29 Nnmaiara) cd.
als v^ftneiiitlicIiM Wnk eine« luibehaonbin OiAmnialikera &aa der Z«it dM KaiMrm A1«dmI
(nnii Cod. BodI Biirocc. 181) J. A. Cruninr, An. Oxon. 3 (1886) I5S— 208. - Di*
Kthopiiüp nl>er ^(-n lil. S(«))hani>n nitit nnrli uiir<dii<rt in ddin Kr dio hj'xnntiRiMJi« Tittonln
HD wirhiigrn Cod. Ksrar. gz. V. II. 10 fol. ^42. V'i<>lleicht gehOrt dorn Itatikoti UMliütia
der IIa unmillnlbar fnlgende Mnnodii« Übor ae\n gcatorbeoes R«bfaiüiii, J^M-fiiKn iti'i ly
itigiini m'ror ti!ti'tit6i<,. die mit der Monodie des Mminsses Dbor d«n AatroglenoK n th-
|l«iclioD ist. V^l. E. Miller, Cntnlogue Aas ms; ^recrs de la bibl. do VVmevnii 8. 81t
Uli» Muiiudii- auf das Kobliubn siebl uucb im Cod. Uodl. liurocct 131 fol. 280* f. 1«
sie wirklich von lUilikos, duim gehören )liin auch «inigu im Uurocc. mit dsm Aatorveraeri;
Tob (Ti-ior unmittelbar vorlivr^ohende StQcko: Briefe an Tlwodoroa Prodrumas tmA ü»
Kaiserin Ireue, der im § 200 Anm. 3 «rwülmt« Brief über den Tod dea KunHtantiBM Baaio-
tbeodorct«« und eine Monodie auf den Tod dos Kaisers Androniko«. — Dm Schreiben oW
den Speck nelist der Antwort des Prodromoa ebenfalls noch unadiort im Cod. Paria. %,t.
S8T2 t'ol. 120 -122 (Aufschrift der zweiStHcke: 'F^taioXi) toi'UaXtMov itföt *ir fMitf»
nifijQafiar - Tov llgod^äfiov nniyi/aufia ngös tSf 'Ub^mÖv). — W«it*r» AnfMkltaMMid
xa erwarten von einem noch nicht beachteten Brief» des Italikoa an PradiomM
lind fineni Rehroiben des Prodromos nn llnlikos, die in dcRiselboo Cod. RoJI
Baroco. 131 fol. IT-'i' — 176'' stehen, aus dem Cramer die Briefe seines vcrmciDtliclian Am-
nymus gi^iu^en linl. ~ Uober den ub»n erwtbnton BologueHer Codex gibt vorlftoGgo lli^
teitungen t;. Mcrcnti, Gli aneddoti d'uu codiee Bolognoae. B. 'L h (1896). Ebcadn l»
spricht und ediert. Meroali einige interMSkat« Itedau einen Anon^inua de« 13. JahrbiadalL
die derselbe Cudex bewahrt. ''
% Hilfitmittel: II. Uaener. Vergeasenes. Rhein. Mus. 2S (1878) 414 (ObM
21. Brief, dessen Quelle das Inhaltsverzeichnis der Clirestomathie des Prokl«a btIM).
1'. Tannery. Annuaire de rnssoc. 21 {\^%') 1UG f. (identiflzierl den Italikea. ««M
I'rodrninnji seine Sclirift Lieber das tirnsse und Kleine widmete, mit d«>m BistAnf
I'hi]i[ii>Dpelf. . (.'eher d«n 17. Brier, der eine mit Psi>I1ds eng vorwandt« Darlacuai <
uhaldAiHchen Weisheit entlililt. s. Guil. Kroll, Un omculis ChflldniHs, BrosW 18
(= Bresbuer pbilol. Abh. VII 1) S. 5 ff. - Hnuptachrift: M. Treu. Miehiwl Itnlikni. li.
4 (I6&S) 1 — 2:^ (Nnehweis. dusa Itolikos der Verfasser der von Cnun«r odierlon Tril
ist; CharskterinliJ« seiner Person und seiner Schriften : Kmendntioneii).
8. Bnitiloios von Achrid«. der (o. lH.i— 1100) Kizbisehof von Tbeoaaloaika
verfasate ausser theologischen Schriften (a. S. äÜJ eine Grabrede auf Eirene, die '
(ieinshlin des Kaisers Manuel KomnenuH («ine geborene tirilfin von Sulclwob. Sobw
der Gemalilin des Küuiga Kourad III). Die Rede ed. V. Vasilj«vskij, Vis. Vr. 1 (IB
55—182. - Kritische Beitrage gab G. Kurti. B. Z. 4 (189&) 178 IT.
4. Eine Sammlung von Essais. Briefen nehst jambisclien Epigrammen, an dw i
üebemebriften infolge ein gewisser PeribUplonos [Ur^ißU !ttr.rit) and ßasilio^ ^'''M
von KerhjrH, den meisten Anteil haben, bewahrt der Cod. Marc XI 3t (ol. i'ii-'»
eine sehr merkwürdige, leider beiB|>ioltos untirtliographiacbe, Kwiaoben 1282 und ISE8 j
«ohriebeno Sammelha, die einmal gründlich unterancht wetdon sollte. Da ancb HaMI
in der Sammlung vertreten ist (s. S, SSO Anm. ~) und da snwohl din l'ntriarclienliaM I
801 f. aln die «nsführlichero Patriarchengcacbichtt' fol. ■'I?, ff, mit Lukan Chrraobetl
{UM— 11691 «chliesst. werden wohl iiiiili l'erib!ci>tenos und BnnilioH dem 12 Jahtliiai
BBgsUlreii. Üuilios ist wohl idontisch mit Busilioa Podiaditu« (UrdioAr^c), dar iai
■) BrucliatQcke ediert von E. Miller, B«oueiI des hialeriens ika crMMdwIll
6. Rhetorik, Sophlatik nnd Gpiatolograplti«, ({ 196)
467
ivMtoa Bilfio dM IS. JtJirlitiiiderls Metropolit von Kerkyt« war. EiiiuD 6n«r iltMM*
CWtiM PadüditM u KftDstaiitinos Stilh^s U'i'V'iiJ. »orin er iii ganx ftlinli eher Web«
wie Tbp ophjlaklM vmi Bulgarien [s. S. \H9) »nd Mirljeel Akoniinato» le. S. 469) über die
ITowMKBnDit und den f^tomphinn <tor ilini unt»renbenen Proviiuler janini<><rl, <hI, S|>. I.nm-
Ptv. KlffXr^nirn arixdolii. AIhrli lttK3 K. 42 49, Ymoi R«dMI dM I'lidilKlitP8 fln tlon
ralmtrlit-n bewahrt tlcr Cod. Kiicur. V. 11. 10. Vpl. K. Millor, CflUlogiKi dea mm
mra dt U bibl. do l'Encuriol S. 210. 2)3. Dunkel bleibt rornrst die Person dnit
reTiblet>t«°o*i> Zwar kcoiieu wir Pinen JoIiniincB Pcribleptenos, nn welchen Tiioo-
pbjlaklos von Bulgaiiep xwei Briefe riditele (Migne, Piitr. gr. 12ö. 4.V2 und 4Ö4);
aber dteeer Mann, der dem ächliiMe dee 11, oder dem AufHn(c des IS. Julirbuuderts nn-
geUrt. ItMl (ach k(<ineswefi;s »icber mit unserem EM»ist«ii identifiziercii. Vielteielit Leiast
aa«b d*r 17<ipn^lfn(r,'i«(, von dem der Cod. T.nur. Codt. Soppr. 2 Briefe an einen ge-
viMwa NikoUos b*wnhrt (t^I, K. Fesln. Stuüi Itel. di lilol. claaa. I. 133). in Wakrbeil
9i^fl*^tr;i'öf und iol mil unserem (bexw. einem vnn unseren) Ponhleplenos idonlisch.
ti, BeineTkeDKwerl ireicrn dvn in der bj-zuntinisrlicn Lilteratiir seltenen i:il<i(Tes ist
Af Seil ild srung eine* Turniera den in rittcriicbru Küiisti>n weit! erfüll renen Keixers
H anu*!: Ik^fMlK >■■>' li'lojmrfnaiiÜK tct' xi/nrnioi jrni äyiav ijfitür tt\'9inov xtii paaiUmf.
DiaM« frrmdutisa 8la«k. daa der Cod. Valie. 140». pnrs II. fol. 277- 277". bcnnbrt,
VwÄaat« ana Liebt ^exogen xu werdc'n.
IM, Timarion (7>/tapi(»i' r; niffi lüi- tun' avröv TTaifi^ftärtat). oinä
<k>r zalilt%ichen byzantinischen Imitationen des Lukian, ist anonym flber-
lioftrt; als AbfasHiingazeit des Werkes ergibt «icb aus vorschiedencn
Anspielungen mit gonügendcr Öicberheit <iio Mitte des 12. JalirhundiU'tM.
Das Tlioma bildet wie im Mozari» die uralte, s«it Homer, Piaton und Plu-
tmrch so oft belmndelte, von Dante unsterblich gemachte Vorstellung einer
Fahrt xa den Sitzen der Verstorbenen: unmittelbares Vorbild ist
LakiaiiK Nekyomantie. Die d)alogi»cho Form int in dem Ocsprachn
zwischen Kydion und Timarion fiuKsorlicIi foi^tgthalten . doch füllt den
grtmten Teil dos Werkes die Erzählung de« Timarion über seine Aben-
iNcr. Von Konstantinopel reist er nach Thessiilonike und wohnt dort
ctsem groa^n Volksfest*^ bei, das dem berühmten .S(hut7,beiligen der Htadt,
Demetrios Myroblytes, zu Ehren begangen wird ; auf der KUckrcise or-
tt Timarion an einer Lebertatzfindung und i^tirbt. Nun werden »eine
»bachtungen auf der Totenf'ahrt, die mannigfaltigen lläumlichheiten des
Badm and «eine Gespräche mit den Bewohnern desselben in launiger Weise
Idcrt. Unter anderen ZcIcbritÄten trifft er in der Unterwelt den
er RumanOH Diogene» und »einen früheren Lcdiror Theodoro»« von
jyrna (vgl, S. 4H0). Den letzteren bittet Timarion, ihm zur Rückkehr
Id-ben zu verhelfen. Die Angelegenheit kommt vor das Itichterkallegium
üntorvelt, in dem sich auch ein ('hrist in der Person des bilder-
MnnciMlvn KaiHer» Theophilo» befindet. Timarion und Theodor ver-
,klagvn die TotenfQhrer wegen Mis»brauche« ihrer Amtsgewalt. Nachdem
lAtakuIap und llippokratee aU SachverstEndige orkifirt haben, ä&ns Timarion
l|lSra die Kegeln der Pathologie aus dem Lehen abgerufen worden sei.
llrteD die Tot-enfiilu-er venirteilt und abgesetzt. Timarion trifft noch
llil Diogenes von Sinopc, Johannes Italoa. Michael Psellos und
^äacm ungenannten Jambendichtor zusammen und kehrt daim nach der
IdbenreU zurOck, von wo er seinem Anwalt Theodor zum Danke reich-
»Aä Esewarvn schickt. Die Imitation dea Lukian ist nicht übel ge-
[kngüii; Humor und Witz aind in Byznnz m selten, dasi^ man für die
[btoiste Gabe dankbar ist. Die Darstellung ist klar und vurrilt eine
fttto AnttchauungAkrail. Manehe Partien, wie die genaue Ausmalung
468
ByzantiniHcbe LitteratnrgeBchichte. I. Proaaiaohe Litt«rktiir.
des (grossen Volkefc>»tüe und JuliriDarkte» in Th4«3»aloiüko, ^ud auch IculUiH
hiatorUch wichtig. Die aus einer Imtgtin HflupLitra&sc und violon Ncbcn-
ga.i8en bestehende Budenstadt erscheint Tiiuarion nne ein ungeheuror
Tausendfuss. der unter seinem Bauche eine Unzahl winziger Füsse aus-
stieekt, Clin Voi'gleich, der an die gi'otesken Bilder dM Ptoclioprodromo«
vrinnürt. In der Bt^chreibung der Unterwelt, der Üoepriche init dm
Toten und der Gerichtsverhandlung bekundet der Verfasser einen nüttir-
ttchen Witz, der freilich nicht selten ans Burleske streiß. Im OegensaU
zur Auffassung Dantes herrscht in der Hadesfahrt des TimaHon ein hü'
morJHtisclior Zug; die Fehler werden weniger mit schweren Strafen ale
mit den Oeisseln des Spottet« geahndet. Mit dem Philupntriti hat Timarion
die freie Stellung zum Chriatontum gemeinsam, ein neuer Beweit
für die Öfter erwähnte Thatsachc, dass es in Byzanz wenigstens vor der
Paläologenzeit neben den streng kirchlich Gesinnten eine freigeiatige Partei
gab, an deren Spitze zuweilen der Kaiser selbst stand. Indem z. B. Tlieodef
es rechtfertigt, da^s im Hiehterkollcgium de» Hnde» auch das ChnstAntain
verti-eten ist, sagt ur: , Wegen des IIi-identuniB der Kichter sei ohne Sor
.... die Verschiedenheit des Bekenntnisses der vor Gericht Kommend
hat fllr sie nichts zu sagen; jeder mag vielmehr nach Belieben
eigenen Sekte anhüugeii. Da jedoch der (ilaubc der (ialilAur Ukor
ganze Erde verbreitet ist und ganz Europa wie auch einen groeaen
Asiens erobert hat, besvlilos» die Vorsehung, den hellenischen Rieht
auch einen aus ihrer Mitte beizugesellen-* Spütor wird der Schutl
eiigel des Kaisers seinem Aussehen nach mit einem £uni)chen verglic
Da r^ich Johannes Italos neben Pythagoras niederlassen will, l2«8t ih
diL'SLT an: .Was, du schmutziger Bursche, in deinem Galiliwnnantel,
sie für eine göttliche und hiininlisclie HUlIv au»gebeu, du willst dicli
uns gesellen, die der Wissenschaft und vernunftgvmässen Weisheit lebt
entweder lege die gemeine llQlle ab oder hebe dich aus unserem Kreiw!|
Interessant ist ein zeitgenössisches Urteil über den Timarion,
von einem »unst vontohnilich durch Heiligengoschiohton bekannten Schril
steiler, dem Grosslogothuten Konstantin Äkropolites, einem Sohne
Historikers Goorgios Äkropolites, htTrührt. Ein frommer und ofTenhar
seinem Lehen wie in seiner sprachlidien Form äusserst konvkter
konnte er weder dem Übermütigen Humor noch der volkstümlicbeB
Stellung des Stückes ein Verständnis abgewinnen. Er iussert« sein
dämmendes Urteil in einem Briefe an einen Freund, der ihm den Tiniaria
geliehen hatte. Am liebsten hUttc er das Buch gleich den Flamnn-n Qh
geben; nur die Erwägung, dass er es ja geborgt erhalten hatti', hielt
Hand von dem Autodafe zurück.
EJ. \,r. U. Unae. NoÜc*« ot extriuts 9 (1818) 2, ie»-24ß mit lr*mich«i«
nKiTilar, " Dariini'b mil deuleclier üeboreetzung od. Äü. Ellisaen. Annlvklvu <lci viH
und nouKHocbi»ch«n Lilerntur, 4. Teil, lasipzig 1860, — Aiiaivso aiti WQrdigung dM Wa'
von il. f. Toipr, The Journal of Hüilenic studies 2U^ll ^1 <T. - DMUrUildMl
HtantinoK Äkropolites wird mitgeteilt von M. Treii. Ein KhliW i1«r Timariofi. ß.l\
(1892) 391 -365. — tJoher Konslnnlinos AkropolJtos als Hiigiognij.li«n vf\. 8. 2I>1 f.
109. Uichael ÄkominaioB (A/i^h'^'A 'Axo/iirätoi), der filtere Br
des Qeschichtschreibers Niketos Akominatos, wurde um das Jahi' 114D i
B. Bbttorik, SopbiaUk aod Epietolographie. fg 193)
i69
Ubonae in Phrj-gifi» geboron; als Jüngling schicktfl ihn »ein Vator zur
'Irimenscliafllichen Auslnldung nach Konstant! nopcl, wo or «ich des Sclititües
und der tTntorwoiüung dos gi'Ichrtcn KiiKtatliioFi. iloü »pStoren Erzbisdiofa
von Thesaalonike. erfroute. Wie sein Lehrer nahm Michael da« geistliche
Uewand; um 1175 bestieg er den ombischüflichen Thron von Athen.
über 30 Jahre stand er »einer (Jemeindc vor »nd entfaltete in dieser Zeit
oiiw BCgonsvollo praktische und littorariKchc Wirksamkeit. Da» Episkopat
dd« Akomiuatos guhört zu wenigen lichten Äbäctinltten im trostlosen Dunkel
der mittelaltcrliclien Ceschichte Athens. Die erlauchte Musenstadt befand
äcb damals in einem sehr traurigen Zustande. Eine spärliche, dnrcb den
hircblbaren Steuerdruck, die ewigen BedrängniBtiic der Seeräuber und den
Haugol natürlicher Hilfsquellen gänzlich verarmte Bevölkerung wohnte in
trtmmtrvoUen Stadtvierteln und in der verödeten attischen Landschaft.
Auch in geistiger HintHcht sind die«» AtJiener so verkommen, dass Michael
TiHlig zo verbauern fürchtet und mit einer Keminiszenz an einen «arkasti-
äclien Ausspruch Ans Apollonios von Tyana in einem Briefe klagt, da
t-r lang« in Atlie» lebe, sei er ein Barbar gewordi'u — Btßti^^ü^oiftui
jgitwt äv ff 'Aif>;>'fii(, U 4-1 ed. Lampros. Im Jahre ViO'.i verteidigtt> der
Brübiachof die Stadt gegen den Angriff de» Leon Sguros, eines griechi-
schen Archonten. der sich i» Korinth und Argolis eine selbständige Herr-
•ckaft gegrQndel huttu. Als nach der Einnahme Konutantinopcls 120-1 auch
Athen den fränkischen Eroberern zur Beute tiel, verüese Michael uclmicrz-
erfOllt die Stadt, in der jetzt ein ri^misches Bistum errichtet wurde, und
Mg sich «ach der Insel Keos zurUck, wo er in stiller Abgeschiedenheit
■m daa Jahr 1220 sein Leben beschio»»;.
Uicbael Akominatoa binterliess katechetiacho Homilion, pan-
,:>riB(rhe, threnodische und sonstige Oßlegenheitsreden, Briefe
-ii'l [Achtungen, Die Ueden werfen manches Licht auf die litterai-ischon
«nd politiscben Zustände der Zeit, be-tiiondera auf diu traurige Lage von
Anika; wir finden unter diesen Stöcken einen Panegyrikus auf Kaiser Isaak
AageloB, eine Bescbwerdeschrift anAlexiosIII Angelos über die Nichts-
Ȇjdi^ett der kaiwrlichen Verwaltungsheaniten, TraueiToden auf den Tod
(Im KÖstatbios von The^saloniku (1194;{lö) und seincä Brudcrx Nikotas u. a.
Dia Sammlung der Brief« do« Michael umfaßt jetzt 180 Nummern, unter
die an Eustathios und seinen Bruder Niketas gerichteten horvor-
Unter den poetischen Sachen gebührt die erste Stelle der he-
rtbaten jambischen Elegie auf die Stadt Athen, der .ersten und
Klagi-)<^timme über den Untergang der alten, erlauchten Stadt,
auf uns gokonmic-n ist*. Daran tschliessi'n sieb ein episches Uedicht
[Theano in 457 Hexametern und kleinere Poeeien kirchlicfaen Inhalt«.
Uichaol Akominato.4 war wie sein Bruder klassisch gebildet; er kennt
LBoaer, Pindar, Domofithenes, Thnkydides und andere IVofanautoren; seine
ptrstellang wurzelt aber vornehmlich in kirchlichen Sclirift^sn: von seinem
|i*hrer Eustatbios stark beeinflusst, bezeichnet er noch mehr als Niketas
\tt Ikeologisierende Richtung in der sprachlichen Itefonnationshewe-
dcr Komnencnseit. Sein Charakter erscheint energisch, edel und
, »oweit ea sich um eoiue Stellung in der Uemeinde und in der (ie-
470
Byxftntiiilacbs UttsrttnrgMohiolit*. I. Prow&iaclifi Litt«r>tar,
(•oll^cliaft. Iianilelt. Wenn er vom St»at»)ü1>erbaupt epiicbt, kann er ^^|
licli rliti byzantinittcli« Atmosphäre nicht verleugnen ; välirend er z. R^^IH
grauüumoD Andronikos zu seinen I^bzeiten in »chwQUtigcn TQnen iil«
ein<>n neuen Salomon proiut, watin er nach dem xchrecklichen Untergänge
desselben nicht genug Worte zu öndun, um ihn al» ein schousjilichea Un-
geheuer zu brandmarken.
1. Ausi;»bL'n: Uymnua aut Atti»» cuunt od. von Fr. BoiaBonnil«, AaooiL gr. i
(PiiriB 1833) 373 ff : iam M RlUanva und Uwproft. — L. Fr. T«rel, D* TloMtlMM
i-iuHiiiie a^TO, Bi'rolini I8S1'. t«ilt ürii-te iidiI iiv Moiiudi» auf KiiBÜilliios mit. — L, Fr Tif«!,
Mii:ha<<liB AcomiiiHti At!i. uittr, |)ani>|(yn::iis I^arcJo Angelo djctue. t'niveTsitatoptvp. 'IB-
liiiigfrD IS4$. Mohrvr« Mcbrifletj mit <Joiiteclior Uebersetznng vnn Ad. Elliss«D: MkhMi
AkominRt««, Gntting.'n \Mf\. — Wiederholt bti Hiffn«, rntr. gr. 140. 29»-984 nnd I«:
bin I2Ü8. liesnintaiis^nb«, die tum grüsston Tcilo Ed. priticeps i*t, von Sf. l,»K-
fio». .Ihjrmjl 'Jnafiiniiov ini- Xaifuitav i<! aoiläfitrs, i Bde. Atlien 1879—80, — DlH
lofortil xahlroichu imiidschrifilivho Nuclittllge und Emendation«!) F. N. rBpn|;««tgia,
Y>r[X(ii0lf iij; SnrQÜiuroi II, .lä/ingov tn^öaiiat lov Mirri^X 'JtofUrar^v, AtlieK 1883. —
AuarÜlirHuhu Durichio tibor die Ausgabe vud LamPTos Kubuo «luaerdem E. Miller, Joanil
■l» «tvftnta 1H80 S. 7äS-?70. und Th. UspenKkij, bie Werke dea Hicbul Akgmiiut«
OdeMa I8SI (ruBB.). — Eiii« b«i LamproH feblund« []oiuilit> od. B. Ocotgiado», JA^nil
Ufofuriiiev loii Xuinäiov xiii rfaiQyiov Bavoiiov fii]ifeiio).iraiy Vf^rwr iiyiH tU., A1^ —
1882. - Zur Rede d«« Uurlzea vgl. V. H. PapageorRia. B. Z. 2 (18981 I>89 C
2. Hilfsmittel: Da» oben erwShnt« Bu«h van Kllisa^n. — Sp. tiampro«,
)•;( fiiltXlo9ijxt;t tav ftfjt^BHoXitov '.l.tiiruir A/i/tt>,U loii 'jxofiitviov, ^iijrtiicr (1 (K
3&('-367 und: M '.l.'l^rat nepi ri! n'hj loü (t(ud>i(«roi' aiairof. 'Fjr^AS^mit 1878. — '
Uapcnakij. UnodicHo Kaddn und tlriofe de« Minbitpl Aknminntos. Joim. Mia. t!
Bd 201 Jnn.-F«br. S. 112 - 130; 367— 3»(i ^ Zur KrlAutoniog diaat die Scbiift von T
Usponakjj. Zur Ui^iuhichtc dus üauomRnimlhoHitxw in Hymne. Jouni. Uin. 1883 Bdl
JaiL-Fi-bmur S. 30-87; 801—360. — hanige Kmnndalionen gab K. S. KoBtoa,
1 I188U) 3-J7: m>: 0^-629. - .iusgi-xeicbooto CharakUriatik von F. Gr«gor»vit
GwoluchUt der Stadt Atlitn im Mittelalter. SluH^art 1889. ] 20*— 349.
800. Nikephoros Chrysoberges (A'txijyü^u; 6 XQvaaßifYTjt), täa
in die jüngste '/mH gänzHch v<;r.-ichoilenor Mann, dessen Lebenalauf
von der Mitte de« 12. .Tahrhunderts bis in den Anfang des 13.. jedeaf
über das Jahr l:iO;^ hinau« erstreckte, hat panegj-rittche Keden iin Kai»
Alexios III und IV, an die Pati-iarchen NiketA8 Mnntaiic» und Johann
Kamateros und im den ^ni ivi' xarmXn'iiv Konstanttnos Mesopot«nüta
sowie einen Brief und rlietorischo ProgymnaKmata hinterlasitcn. ünt
den letzteren findet man Fabeln, Erzählungen und Ethopoiien z. B. uia
Ober dos spitzfindige Tltema: Tita? är tinm löytiv^ xt/'O"***'^ 9'^"
IvvXtat'oi' Tor 7iaQu,iiifov xtali-miog t«^ 'Elh-vixäi; jifßiovi üntYitiivxtn;
1. Aiiagubu: Nicepliori Clirysnbergjie ad Angelos oration«» tres ed. Uax.
PrOKT. des k. Friedi-ii'hsjiynin., Itroslau 1892 (nua Cod. \'iiidob. phil. gr. 821 nul
■[«lolirlen Koiumeuliu' iiud Wortiiidei). Von Treu ist nncb niuci Anatcabe dw I
Scbriften des Chr^raoborgea, diu der Cod. Escur. Y. II. lü Ubrrliofrrt, EU eiwarton.
3. VW einem Nikupkorua Cbr^vsoburgcn, Motropolilen von Sardas, *)»
V«rao im Cod. Vntic. Ottob. IST e. 16, vorfol. 161. Ob er mit unsxT«m KhMn idaoi'
nein kann, stebt dabin.
3. Von oinain Unbekannten des IS, Jahrb. (vielleicht Miob. Italikos: >. &
attht oin Brief IJQot loV litttiiföi- t^i Kuifairtfiir^ rip '/iyoStaifmQitp (l. 'jft*
iaiQijtg) ti^aSatirti im Cod, Barocci. gr. 131 fol. S29'. Es handelt eiub vobl tun deu'
KoostantinoB Ilngiotbtiodorvtos, dem auch Tbcodoroa Prodromo« «im H«
widmete; v»!. Migno. l'ntr. gr. 133, lüÜ7 f., 1017, 1069 f. Der Brief ist inkontlt(,
druckt bei Pabricius, Bibt.gr. 12, 483 f. Hamburg 1724; «in Stflck ed. M. Troa.B<
2 (1698) 102.
SOI. Die rhetorische Sammlung des EsctiriaL Iler im 13. Ji
hundert geschriebeno Codex E«cur. Y. H. 10 (jetxt noch 536 Bll
in Quai-t umfaeeend), eine der wertvollsten Fundstitten byzant
6. Rhetorik, SopfaistUt and Gpistolographi«. (§§ 200-201)
■171
UUoratur, oiitliült oiiic imifangreiche Sammlung von goiälliclioii und welt-
lichen Reden. EsiMiys luid Briofoo, die eine gcitondi3rt« Betrachtung ver-
fient. Äueaer drei scherzhaften Studien des PsCiUoh (Enkomien auf Wanzo,
Luiii und Floh) und einer unten zu besprechenden Hede stammen alle
datierbarea StUckc aus derselben Zeit und zwar aun den lotzton suchs
Jtthrzobnten des 12. Jahrhunderte. Darnach ist mit Sicherheit an-
sttnehmen, dass auch die wenigen Stücke, deren Chronologie nicht fest-
steht, ilieser Zeit angehören. ViJllig aus der Keihe fÄllt nur eine l{«de
(nies nngonuunttin Khotors der tlhctorcn (^'Jitup tSv ^c^ro^ur) an d«n
Küaer Androniko» Palaeologos (fol. 471), womit wohl nur Andrnnikon II
02S2 — 1328) gemeint sein kann; denn an seinen Nachfolger Andnjnikos III
(1328 — 1341) KU denken, verbietet das Alter der Uandscln-ift. Du die
Sunmlung gerade an Roden aunt den itwei letzten Jahrzehnten de» 12. -lahr-
honderts reich ist, so könto man vormuten, daes statt llulataXöyov \\e\-
mAa Koprr^nv zu schreiben sei, so doss Andronikoa Komnenos (1 18!}— 1185)
leteichnet wäre, ein Kaiser, dessen Thaten freilich zu »chlSnredneriächon
Leistungen wenig Anla^s boten, aber doch Kolbst von einem Michael Ako-
nbatos (s. S. 470) gefeiert wurden. £tne Entscheidung lässt sich vor
Vertffentüchung des Textes nieht trelfen. Ist der Titel aber richtig, dann
ät wohl anzunehmen, da9.i der Kopist der Handschrift in der Zeit des
nikos 11 schrieb und zu der glänzenden ^ainiiitung von Werken vor-
Tage ein zeitgvnOsKiijchcs Stück, vielleicht das Werk eines Freunde»
QAnners, hinzufügte. In der Hauptsache aber ist die Sammlung sicher
Ende dea 12, oder im Anfang de» 13. Jahrhunderts entstanden, wahr-
Kkfinhch noch vor dem Falle Konstantin opels {1204); denn das folgende
Jahrhundert war für die Veranstaltung eines Sammelwerkes, in dem
der volle Glanz des byzantinischen Hotes und die ungestörte Macht
Kirche von Knnstantinopel widerspiegelte , wenig günstig. Ausser
■«ithvhcn Bande, welches die Sammlung scharf umgrenzt, ist für sie
lüich ihre uffiziello I'rovunienz charakteristiKch. Ein grosser Teil
Reden besteht aus den feierlichen Vorträgen, die im kaiserlichen
und im Patriarchate teils regelmässig an gewissen Festen, teils
boRtimmten einmaligen Üelegenhoiten gehalten wurden. Uas Corpus
somit ein authentischos Bild von der Beredsamkeit, die in den
n Kreisen des Flofes und dur Kirche geübt und mit Wohlgefallen
men wurde. Nun kann auch der Zweck der Sammlung nicht
t*eif»lhitn bleiben. Sie ist nicht fUr die Schule bestimmt, die sich mit
In badUufigcD Moleten. Ethopoiion und »hnlichen Übungen begnUgte;
■I mW Rlr einzelne der trivialen Dressur schon Entwaehsone gute Muster
Itr praktischen Eloquenz bieten, wie sie in den höchsten Kreisen des
Bifn uDd der Kirche gefordert wurde. Daneben hatte der verständige
Simler, wio diu Beigabo einer Dichtung und uianohcr nicht zum Vortrag
iNtünmton ProsastOcke beweist, auch rein litterarische Interessen im
Abu«. Seine edle Absieht, eine Auswahl der besten schöngeistigen Er-
ttogniise dos 12. Jahrhunderts vor dem Unt<Tgang zu retten, ist nur
duKh einen Zufall gelungen. Das Corpus scheint — wohl infolge der
Jugtu Uotarbrechong, welche das höfische und kirchliche und damit auch
m
Brian UatBche LltteralurgaBcbiobte. L Prcaaudie UUe»t«r.
HUl£
4
(las litlrrariwlip Lohen in Konstantinopel nscli dem Jaliro 1211 erlit^^l
kviuu gKiiUgi^iKk- Vorbmtung gefunden zu haben; der E^curiulcodox Ut Am
einzige auf utm (cvkommone Exemplar und viele der in ihm eafl
haltcnen Stücke sin«] in keiner xweiten Handschrift zu finden. Ein PrinET^
der Anordnung tut in der Sammlung nicht zu bemerken; die Scliriften dor
mehrfncli vortreteneu Autoren ttind an verschiedenen Stollen zerstreut, und
»lau erhält den Eindiiick. aU habe der Sammler die einzelnen Stücke
seinem Corpus in der iteiheiifolge einverleibt, wie sie sich ihm zulallig
darboten.
FUi- die litterarische, kirchliche, politische und höfische G«8ohii
von Byzunz ist das E^curialcorpus eine unschätzbare Quelle. Einig«
besten Namen des 12. Jahrhundert» sind in ihm reichlich vertreten; in
liauptanteil haben Hof- und Kirchenredner, die sonst wenig oder
nicht littcrarisch bekannt sind. Auf die im Corpus enthaltenen Schri
do» Eiistathios von Thessalonike, Michael Akoniinatos. Johann<
Kiuiianio», Konstantinos Manasses, Nikcphoros Chrysobcrg'
BasilioB PedinditOH, Konstantinos Stilbes, Nikotas Eugenianoi
Michael Italikos und Basilioä von Achrida ist in den betreffendi
l'aragi'iiphen oder Anmerkungen hingewiosen. Im folgenden sollen
Autoren der Sammlung genannt werden, die anderswo keine Uiit«rkn:
gefunden haben.
Die Sammlung wird von einem Epitaph erfiffnet, deasen Überacl
und Anfang verloren gegangen sind, so dass sich der Autor vorerst nid
bestimmen lässt; von demselben AnonyTnu^ folgen noch mehrere Stück«
ein Epitaph auf seinen Vater, eine Rede an Kai»cr Manuel, als w
im Lopadion seine Huldigung [rt^'inxvrt^oii) darbrachte, endlich ein Epita]
auf Kaiser Manuel. Von dem Örosadrungar Gregorioa Antioch
( rui^yopios " Urn'oxo?) bewahrt das Corpus einen Brief an den Abt
Klosters auf der Insel des Antigoiios, ein Trostschroiben an den Logotfai
ifagiotheodoretes anlSsNÜch des Todes seiner Schwester, eine Monodie
den durch einen Sturz vom Pferde verunglückten Sohn eines l'rotoaebaai
der zunächst nidit identifiziert werden kann, eine Itede an <k'n Putriarchi
Basilios Kamateros (118^—1187). eine Leichenrede auf Nikolaos tov m
tPXmfiov, eine Trostrede an den kaiserlichen Sekretär Konstantin
pithiun i'A7Tffini,'Hiii'r, wenn Miller richtig gelesen hat) wegen de« T
seines Vaters, eine Troätrede an Kaiser Isaak Angelos wegen
Todes seiner Mutter Euphrosyno, eine Dankrodo und ein Eulschuldi,
schreiben an den Pansebastos und Orossdi'ungar Andronikoe Kani«t<
eine Kode an den Sebastokrator Konstantinos, einen Bruder des K
Isaak Angelos. eine Predigt über den hl. .Johannes den Täufer, eine
an den Patriarchen Lukas (Chrysobcrges 1156—1160), Briefe an B
Ihios von Thessalonike, an den Metropoliten von Noupatras Euthy
Malakes, an den Bischof von Kustoria, an Demetrios Tomikea, m\ ii
Erzbischof von Athen (Michael Akominatos) und an einen Chartophyl
Von dorn Matetwft «uJi- ^i^fö^mv Oeorgios Tornikos {ff»
& To^yfxtfi) finden wir eine Predigt, die gewöhnlich am Tage do« gercch'
Lazarus im Patriarchat vorgelesen wurde, eine Itede an dun Kaiser
B. Rhetorik. SophUiUk and Epietolographie. l§ 201)
iT.\
nagät^f diu vor lii-m Fwstt' iivr Epipliauji' vrilLSfn »vtirdi-, an welchem
^tr^MT iifewßhnlioh inn Feld zog, endlich einii li&ie an (l<>n Patrjarohfin
flwrgio» (1192-1199).
Ein zweiter Mmntiü^ tüv ^t^ingwv ist Mictincl von Thci^salonike.
Er war [*rofes8or dor Kvttiigvlionexi'gfise an der Sophieiikirclio, spfitor
Protdidittoe, wurde aher im Jahre 11 '>6 al» Anhänger der Häresie dea
SttericHos Panttugenoa aoiner Würdo cntsctirt. Ihm gehßren in der Samm-
lag d«E Eecuria] vier K«doEi vor Kaiser Manuel, von denen die drei vei*-
Mentlichtvn in den Jahren 1150, 1153 und 1155 gdialten wurden.
Mit Micha**! verbindet sich Nikephoros BaHilakea (jVixijyiipnc ö
Bmttläx'fi), der obcnfallH Professor der Kvangolienexcgoüie an di>r Sophien-
ktfcbe war. Auch Nikophoroe geriet dui'ch seine allzu subjektive Aus-
kgnng der bl. Schrift mit der Kirche in Konflikt und wurde wie Michael
lan The^Halonike im -Jahre ll.'iß seiner Stelle entsetzt; dos ist wohl auch
ia Gnind, weshalb von den exegetischen Vorträgen dieaer Männer in
£eSunm1ung. die manche andere Jiiatjxtcki'm enthjllt, nichts aufgenommen
nrde. Ba^ihtkes war einer der fruchtbarsten und gewundtesten Schönredner
i» 12, Jahrhunderl», In seinen Chrien und Etbnpoüen wechseln heid-
miche Themen mit christlichen; er ertirtcH ebenso gewandt die Frage,
wu wohl Danae gesagt habe, da ihr Zaun in (ie^talt eines Goldregens
nabtc, als die Frage, wiui wohl der Hades sprach, da Lazarus nach vier
Tigen von den Toten aufei-weckt wurde, oder die offenbar auf einen zoit-
gnOasischen Vorfall bezügliche Frage, was das von einem Goton betrogenti
lUchen in Edessa gesprochen haben mag. l>ass Basilakes nicht bloss
Sduib'hetorik und EvangelionexegOHC betrieb, sondern aueh aktuelle Voi^
»nrfe rhotorisch behandelte, beweisen einige Nummern dos Escurialcorpus
t. B. ein« Monodie auf seinen im sizilischen Kriege (wahracbeinUch im
Jlhre 1156) gefallenen Bruder Konstantin Hasilakes, mehrere Briefe an
winen Bruder, seine Freunde und ächiller, eine Vorrede su seinen go-
netten Werken, die eine Art littorarieehor Selbstbiographie darstellt,
Rede an den PansebasU)», Sebuätos und Grossdomestikos de» ganzen
und Abendlandes Johannes, endlich eine Rede an den lVot«kdiko8,
Dophylax and Waisenvater Alexio-s Aristeno.*. Violleicht gehören dem
tw auch noch die in der üandschrift auf die letztgenannte Bede un-
folgondeu Stücke: eine Hede auf den Sebastos Adrian, den
iee Svbiuitokrator Isaak Kumnenos, des Siteren Bruders des Kaiser«
tiott I') und eine Itede auf den hochseligen Kaiser Johannes Kemnenos.
der erwähnten Vorrede zu seineu gesammelU^^n Werken, die E. Miller
egeben hat, wird ersichtlich, dass mehrere Schriften des Basilakes
4or«n oder vorschollen sind. SVirklich bedauerlich ist wolil nur der
der vier schenehaften Stücke Onothriambos, Stypax oder Fora-
ilutia, Stephanitai und Talantuchos Hermes, deren er mit folgenden
•orteü gedenkt: T^tia^fi ovv ftot n^ayftatiXut tlg fiXata iie^v!trjaav '
tfiaft^og xai Ti^imiti StÜTia^ tj tla^aSttßimXatjtitt, ^ni rot'roig ol Sti-
Jnttm Mal iJ Talariovxoi 'iSp/ii/;. Da« waren — trotz des folgenden
7(1. D« Gnig«, FamiÜM BjzutinM S. 146.
■in
Bfiantiaiaobe Litte rata rgoMhiclit«. I. PrMtiaolie LJttorBtvr.
«(Tit^toi- of anofinifi — wahrscheiolicli niflit niotrische Scliono oder Ko-
n)oodicn,>) sondctni Prosanatiren nach dem Muster des Lukian, wie sie im
12. .Tniirliimtlort ftuch von Theodoros Hrodromos a. a. verfaast wurden.
Weitere BoitrÄgo zur Sammlung haben eine Reihe weniger bedeutender,
zum Toi) ganz uub(.'kannti.'i- Litlcratim geliofort: I>er «kumenUwhe Pro-
fessor Leon Balianites (Mutv i Bahaxitrfi) ein« Antritt»*vorlo«uiig. «»
Lohrede auf den l'ntriarchen Ba.silioR und mehrere Lehrvorträge: Kon*
stantinos Pantcchnos (Kuvatavitwii ö Ilarifxfili), Metropolit «Jli
Philippopcl, eine Schilderung einer Jagd auf Iti-bhnliner und Hasen;
Patriarch Michael Anchialoa {.Wi^n^^ p rov 'Ayx'tii^v 1169 — 1177) Mll
Antrittsrede, als er vfrmo^ tmv qiXoaöqtar vfurde; Johannes Kamalor
(7(o«iK^^ (i A'n/ifni;(irjc) eine Kode am Epiphaniefeate : der kaiii
Sckret&r Johannes Phrangopulos (7oi«i'ii;; n «PQayYÖiovXo^) eine
die im Patiiarchat nach der Rode des Rhetors und Maistors vorg
wurde; dur Profesanr Konstantinos Paaltopulos (Konarm-tit'ti; ö VaX
niiviui) eine Rede an den Logothete» loi- dgä/iov Michael Hagiotht
tind einen Lehrvorti-Ag: der Motropoht von Chalkcdon Johannes Kasti-
monitcs ('IturtiTijS 0 Kaatafiovitt^i) mchreru Lohrvorlrägo ilhor das Ev
goliuni. darunter einen, der gehißten wurde, ala der Patriarch Bagilli
KamateroB (1183—1187), dessen Sekretär er war. nurflckkohrt« (? >urt?^i9^
der Bischof Asterios von Amasia eine Ekphrasis der hl. Märtyrer
Eiiphemia; der Sokrctäi' Manuel Sarantcnos {Httifoi'r^X ö Sapant^t
ein« Rede, die im Patriarchat um Fest« doa goreehtcn Lazarua votgele
wurde; der kaiserliche Orossprotonotar und Sekretär Sergios Kolybi
(2^(Yto( ö HoXv^äf) zwei Ansprachen an Kaiser Isaak Angelos: der Rhe
Mnzalon {ifriv^äXui) eine Rede an den Patriarchen Xikolao» (1147— 1I5I)
ein gewisser Johannes Diogenes eine Rede, die am Feste der Epiph
im Paläste vor Kaiser Manuel vorgelesen wurde; ein Philosoph Konstantü
von Xikaea einen Vortrag (Hier Freigeh jjrkoit und eine Red« an it
OrosshetSnarcliu» Johannes Dukas;') ein Xikolaos o xaiä 0lü^or
Rede, deren Thema in der Überschrift nicht angegeben ist; der PwS
sokrelär Christophoros Zonaras (Xpiarofföfot 6 Zmtn'pn;), vielldc
ein Verwandter de« Chronißten Johamios Zonaras. ein Vadomecom
aeinen Sohn DcmotrioB, als er die Elementarschul« vortiess {»afaXtiifnrtm
trX^Sog); der kaiserliche Sekretär und TTofrcdner Johannes Syroputl
('/Wi'ii^i " 2£f(f6nitvXof] eine Rede unbekannten Inhalts; der flkume
Professor Schizenos (ix'sV''"() <>'no Rede hei der Verehrung d«
Kreuzes aus Anlas« der tieburt des AJcxios, dea Sohnes des Kaisers Ma
(im Jahre llti7); der ehemalige Cliartophylax der Uagia Sophia Sainuc
Mauropiilos {^a/iovjX » Mavdönoi'Xot) eine katechotische Rede; eil
Anonymus eine Rede an den Patriarchen Nikolaos Muzalon (1 147— 1U7)|
■) Wie B. Millur, AnniuürB de l'aaMc
7 (1S73) 140 Runimml.
') Uetier dos Lebe» diatioa Juhauiius
Dokus vgl. W. Regol, FoDtu« rerum byx. I
1 (1892) Vll[— X. und K. SrumbafkwJ
Michael Glyka». Sitjiingsber. b«y*r. Ak. l
S. 424 f.
ABI*, a.
Die Pn>gymnjuiinBtn den Nik«phnroM Uasilnkes ed. pr. Loo Allntiua, Kx>
pn«. «apbirt., Kum I64I S. 125-22U. - Wiederholt bei Chr. Wob. Rhut.
— S2!i. — Dio Monodie uurauini'O Bruder KuiisliLnlin wurdu outi dmi Cod. Viittc.
sie ohn« Auionmme ataht. irrtQmlicli uls «In Wurk d<-s CliurikiuB vuu Ghih
A. Mai, Spirilog. liuiujuium 5 (1S41) 44d-461; litina wiuderholt von Fr. Buie-
ia BMiwr AuH|(*))« d«!i CliurikioB, Paris 1S4I> 8, 17d— ld5; vgl. R, Uorclier,
(ISTI) 2£l|. Dam di<.> Monodie alier dem Basilak«« gehOrl, wird diircJi den Cod.
«. 19 (j«tit wi«der in H*idell>ergl und iinwrt>n Gscnr. Y. 11. 10. sovie durch
ialiUf; in dst Torrede lu den gesaiiimellon Werken des Uasünkfia (S. 15Ö cd.
vKllis sicher gtstvill. Den Anfang der Hede ed. aus dum erwnbuten C<id, i'nl.
■BD, Th^odori Durite I.iisraria imponiUina in Iniidem Nirnonn mhis orntio.
i7 S. VII — X. Vgl. K. FBtstor. ,\n™iliiU Choriniann nova. Philalogii« hA
t. — Die Vorrede tu den itMuniniolteii Wölken Jm Biuiilukca ed. mit einer atm-
Analyse E. Miller, I'riffueo d'un uultur bj'/milin. Annuuire de l'aflsoe. 7 |1S73)
Vgl. dl« BMpTMbung uud Uuberanlzun^ dtn Sülekca von E. Miller im Cor*
«9 <tW6) 39&— 40.'). — Ebcnrnlla dem UHfliluke» gebort da« Knkomion
Bund, welches E. Miller. M^lauKe» orlenUux. Toxte» et ti-aduetions publi^i»
•rofoewur» d« l'^cole api^cinle de« laiigiieH oriontAles Vivantes h roecasion da
iuktAs intMDalionaJ de« Orientalistes ri^uciis ä Loyde, Psris 1883 S. 25r>— 2S7,
Miller flibl xw^r d»n Titel Tau ßaaiXi'aif xhqov .VixijfopQi' iyraiftKiy nnvit,
igobond die Profi«, wricbem Kniner Niki^jdiiioa dna Sttlrk ^eb<Ve. und entaclieidot
et ftr Nikephoros tiotnnrint^s. Wenn dagegen G. Sc hl umhergor, Nicripboro
189 Abm. 3, dan Nikepboro» llryennios bevorzugt, so iat die wihl nur ein
da diMer NikefboroH niuhl liaeilii'i war Ks kann aber kein Zweifel duräber
■Um fiMtXi»( einTiu^b für ßisaiinxt; vergchneben lodcr vom Herntisgobor vor-
1 ifoa in der Hh folgen unmiltelbor auf das Knkomioii die eben genannte Vor-
■ E. Hiller selbst unter dem Namen dea IIuaitukoB ediert bat. und eine Hede
Oresadoroeslikoa. beide tnil dem Auturvennerk Tai' nitrei'. Zu vergleichen
Il«odero8 Gates Kvröt ^/miuioi'. da« von D. Au^entiua. Purin lö90 (mir ud-
b), dasB von A. Hai, Bibl. Nova Pntrum VI 2. 202-213, cmdUob von Migno.
r. 161, 986—999, ediert worden isinno.: 'F.ym fiir, lu ••rtp liafiii^otaif, iiiVo«f«
— Da» lA'hfn und d»n Jitterarischon Charakter des Bssilakes skizziert C. Neu-
Iriech. (ieiwhichliiclir^iber und Gaschicbtequoltcn im 12. Jahrb., Iieipiig i^H
y. — Vgl. aufih K. N. Satlias, Jotifumr nt^l im itdx^ov xal r^t fioftiiic^t ttiy
ir. Venedig lt<T.o ceX. tu»'.
iDm KoDitantinoH pHntechnen fjcbildeninfl der KnbbQhnor- und Hanenjagd
% Miller, Annuairo do I'aMiic. 6 (ICT2) 28 -.S2. Ebenda 7 (l^^S) 133/- Emen-
ivod Wyndliaai.
■ Der Loguthet Bafiotboodorate». an woldieo Gregorios Antioches ein Trost-
I tctikkte (a.o.), lal wohl ncbor identiaoh mit dem .UyaS^tt tuf ^gofiav Michael
h*odore(«8i an wvleben eine Rede des Eustatbiu« von Tbe8saloTiike(Cod. Encur.
476
Bf&aoti mache Littor&tnrgeBcliicbte. I. Prowacbe Littorotar.
f*. Eine Ulinlidie lunfanRrwcha Sammlung von rlioloriwhen und portiichon Sclirill«
dM 11. und 13 Jahrliundorte cnthAlt M«h der Cudnx HaroRRinniin l.t!. h. 14. Doct
liHt «r venittor cinh^itliohfln (Jlmrnktor und enthSlt wnnigcr Koritlltcn aU dnr KücnriftlaiMic
Vgl. die Brachivibung von 11. O. Vox<>, CahiWi rodicum tnut bibl. Uod!. p. 1 (Oxford I65S
211 -SM, lind diu Knoflimile von ful. lös''. wcIcIimi So. I*. LamproB d*m 2. Bntide mism
AiwgHbn drn Micbpol AkoinitiiituH (als TaM II) b«ig;oniKt hat. lintn Eohlreiohon änbiiftM
dM PioIIm, 'l'zolxni. Konstutiii Manwe««, Niketa« und Nichsol Akunuuxos. Gwtathiai
Ton ThiMHlunikt'. NtknpbtTO» Bleminydaa fiiid«ii nofa hiw «n soiut m W. niobl hekMwtai
tirief eines frotatnronos an den Kaiser Konstantinos PorphyroEenuBtoa,
ola er vegeu holiuo Altn« die Krone niedertegwn wollt« (fei. 176*); aBonyme Briefe
HTi Zncliaruw uiid Pliilippo», KpiphMioii. Dorotaeo«, Elias, an die Kaiitenu Irene, aa
TliPodoroe Prodromns u. n. (fol. 177: 138—20$; 229'— 230"): ein Briof dos Symeo«
Motaplirastflfi und l.ogothctoe (fol. 178); jambische Veran an din Mutter der Kaicer
laaak und Alcxinii ifol. 178*): eine Bede dea Patriarchnii Michnnl Anrliialoa anf Koiwr
Manuel Komnonom (fol. I&6'— 190): eine Honedi« «uf <loa Tod oinnü Kcbbulins (fol. SSO'j;
pinc Monodin auf den Tod eines Hofuralo» Paiiteohnea (Moniijla ini r*i ätiavapiff tf
lluvtix'B, foL SSI'); eine Houüdie auf den Tod dea Sebaatokrator Andronikoa, de* 8ehn«
dea Kuiaera Johuiinee Kümnenos (fol. 338*); eine Saumlung von Briefen eines UetreMlilM
(JohannOK?) vuu Naitpakt«a (fot. 319"— 820): ein Brief dea Uetropoltten von KmcjOi
QeorRioB Bardanes «ti il«n Patnnrclien (iermaiioe (fol. S28— 831''); ein an Paulos Kali
gerj^totea Enkomion doe Macbetes auf den Wein (fol. 849*^) n. a.
802. Qoorgios, spjUer al» Patriarch Orcgorios goiiannt, oiner
bodcut«ndston Litteraten des 13. Jahrlitindcrts. ist durch t-iau Seit
biogi^pliiu, durch »einen Briofwi^chscl und duroh dio Burichtc dee 6«org
Pacliytneres und Nikephoros Gri3goraä »einen Leheosverhältiiiflsen ni
genau bekannt. Er wurde um 1241 in Cyperu geboren und b««uclit«
nach Beendigung des Elentpntai'untem'chtes eine fränkische Schul«,') io
der er wegen »einer tnangelhaften Kenntnis der fremden Sprache wenig
Fortechritto machte. Trotz des WiduKtn^bens seiner Eltern unternahm i^
die KeiHe nach Nikaea, um seine wisBensch&ftlichen Studien in der MutUH
Bpraehe foii^etzen zu kftniien. In Kphesos versucht« er den dort lelionilfli
gelelirton Nikophoros Bleniniyden! kennen zu lernen, wurde abt>r von dem
mUrriHchen Manne, dor sich von der Auseenwvit fast völlig ab»chlo«.
nicht vorgelafisen. Anch in Nikaca erlebte er eine unerwartete Enlläu-
fichung; statt der gehoßten Unterweiaung in philosophi»<;hen Wiswnhchafte^
fand er nur Lehrer der graniniatiRt^hen und rhetorischen Elementarßcbfl
Erst in Konstantinopel, das eben damals von den tiricdion zurttd
erobert wurde (1261), erreichte er das Ziel »einer Wttnscho; er wurde
eifrige und ergebene Schüler dos hochgebildeten StaaUmannes und Bis
rikers Oeorgios Akropolites, der ihn namentlich in das Studium
Euklide» und Aristoteles einführte. Georg beteiligte sich aufs lebhaf
an den Kontrovomcn. welche durch die Vei-suche einer AuBsOhnuni;
Rom hervorgerufen wurdi^n. Vgl. S. 9S f. Durch Kaiser Andruniko«
wurde er 12H:i auf den Patriarchonthron erhoben, den er bi« \l
innehatte. Nach Reiner nicht ganz freiwilligen Abdankung zog er »di ;
ein Kloster zurück, wo er bald gestorben sein muss. Einer aeioer
gcistertsten Schiller und Anhfinger war Nikephoros CliuniDos; er i
in einer Itedo: Ka,fiiYffim' 4fuii xa\ nmiimi)^ xui ftvaraytaybi ''■'";pf*
'J Er nennt dio Loliror 'Pai.uoioi. wo.
vaUg hier wiibr«cbninli<-li Itolivrier rii ver.
0t«heiialnd;ai]ino l.nndsloute «irid ihm. eobon
ein 2e)ahen das begtiuieadea Bn
hoiorik, Sophistik nnd Bpistolographio. {§ SOS)
co^i'av, nolvi xoi Toi-$ Xöyvt!^, i« fit'ya Itai'fia tov xa9' »}fiäf i^''<*v, 6 tnirv
rp',)">e"»5. <*' /irtrei; jU*i- ijrtyxt ArTp»;, ^??■ /;»■ ri^s olxorju'ri^t «JT«tfi/t
inooi i>i'(, ^«i; Ä^X'^p*!'; ««* rf*<l«(7x«^(, Boisaonade, Änecd. gr. I 313,
Dnter den Frofanwerken dea Gregor gebDhrt ohne Zweifel die erste
Stelle seiner Selbstbiogrnphio: Jii^ji]atio< ff^mi'ji löyog tä xu9' »avrt'r
ntfUx-r. E» ixt eine livbeiiifwilrdigü, diiidi Klarlioit, Kinfauhlieit und
■tire KcaltslUc ausgOEoichiioto Schrift, die mit dor schönen Selbstbiographie
Adunantioa Korais verglichen werden kann. Ähnliche VorzUge darf
in den Briefen Gregore vermuten, die, wie die wenigen bis jotst
Dffentliditc-n Proben zeigen, auch ein historiucheH Intoi-cäHO boan»pruchon.
in mehreren f tandechrifU'n erluillene Sammlung umftust über 2O0 Num-
om; am zubI^etL'hl^U>n «nd die Briefe an seinen ehemaligen Ztigling,
Oroaelogotheten Theodoros Mnzalon; andere Adressaten aind Oeor-
|jo9 Akropolites, Johannes Pediasimos, C'hnrtophylax in Achrida,
Arzt Theognostos, ein gowiaser Saponopulo», ausserdem natürlich
Kaiser und ^n»tigc hohe Würdenträger. Dagegen gehOron die
Enkomien auf Kaiser Michael und Andronikos PalSologos zu
ibBtoBsendRten Beispielen dieser Qattung. Hier ist Ürcgor so luftig,
Dwahr nnd schwerfSlItg. da.'*s man ihn kaum wiedererkennt; einige Be-
klingen Ober die Vülki'^riniHihung in Konätantinopel und die vereinzelten
chungeu auf politi»cho Ereignisse vemiSgen Ober die schwülstige Leere
«r antent'Orfigen Produkte nicht hinwegzutn'isten. Die Schulrhetorik
vertreten durch mehrere Deklamationen, eine Chrie und eine Lobrede
ia» na8se Kleinont: 'E/xnifUof tif iiji* yälagaar i-yow tl; ti'^r loi' xa-
tov vSatoi ^vm»; Ein anderes Zeugnis der lebhaften Teilnahme,
che Gregor der Hebung des Jugendunterricbtea zuwandte, ist ein un-
Schulbuch, das z. B. in den Codd. Vtndob. phil. gr. 19r>
I. 85—93. Taur. 356. b. I. 27 (j^tat B. VL 48) fol. 144—152' und UnrI.
W35, zum Teil auch im Cod. Monac. gr. 201 s. 13 fol. 61—67 erhaJU-n
«L Es besteht aus einer prosaischen Paraphrase Üsopischer Fabeln
Bit einigen mythologischen Stücken, in welchen die Ueschichten der
^igenie. des Aeneas, Pandai-os und Diomodce, de» Kandnulea und
(ifgies n. a. iK-hamlolt »erden. Der («edank«, Fiibeln und Mythen in
jbrtori»ch ahgerundetvr Fa^Hung filr den Schulunterricht zu verwerten,
nicht neu; in der byzantinischen Zeit war er namentlich schon von
ikfphoros Basilakes und Konatantinos Akropolites durchgeführt
bb; vgl. Chr. Walz. Rhetores graoci 1, 423—442, und A. Papa-
»puloH-KerameuB, MXtior 3 (18au— 1892) (45—451. Zu den Schul-
hrinen Gregors gehfirt auch seine Sprichwfirtersammlung; 8. den
chnitt .Sammlungen von Sentenzen und Sprichwörtern.'
I. AuHgab«it nnd HilfHiiiitleh Si'lbstbiugrflphio f.A. M. De Kubci*. Venedig
IJü: vitilftrtiolt von Jos, H«rgnuor. Wien 177.1; griccIiUch und dautiich von K C.
Vttlhi*«, ^'rankfurt ani ituya lälT. — üi«i iwci tinkomiun Huf MiohucI und .VndrvnikoK
*l f«. i'r Hotnuonad«, Au. gr. 1 (1823) 313—393, — Kino Chrio od. Tr. UoiHBonude,
4t jr. 2 {1930) 2fl9— 278. — ScKuUAluniotiorcn nnd >< liricto cd. nua tinutn C'uJ, I-eidi-iisi»
*»rlU Sfibnaidt in i!r«i LekliunakaUlogpii d« Univereitut Jcuu 1870 — 181'. Ztirn Tuxto
*fi A. Eherhard. BbtWUW JalireNber. über di« Forbidirlitu dor daan. AIUrtnrnawiiiH.
Kl I iINTT) :i'i2~bi!>. — Eine neue Dvkluuinliun ed. uub einem Coit. Leid. Ott» Miller.
ftip. U«l> ImWX Rill« AuBfHbo der Briefe wird «rvTurtet von Mnx Treu. - Snmtncl-
m
BrtanÜnwche LitterktargMcliicht«. t. ProMuch« Utteratnr.
Mwcnbe nach den ältomi Drucken; MigDe, Patrol. gr. 143, 1—470. — Vgl. Aag. Hmck,
l^xioQD VüidübouensB, S. Xi t
2. TUeoduroH II Laskarie. Kaifler von Nikoea I2U— 12&S, »H Stutsn-^uui,
8cfariftetall«T und Muiiscb eine der inter«MaDt«st«ii Ereohuintui^Mi von Qyxiuit, «uio AK
orienlaliscfaeB Seitvnatack xu sein«Di groMon Z«itgaDaBa«n Friedrich 11, Obrigaiui vnUüt»
cjn DcgoD»rBtiociatv]iii«. geistig Imchbegabt, k(ir|«rl)ch eohwach. ohn«' Willomknft «b1
von v«Tdcrblicli«r IVfiiKiiidi^rnnz äes NorT«ntijst«ms, ist nls Thcvlo^ und rkilcsepli wtkoB
& 9ri f. kun gvwUrdigt worden Unter seinen di«l«riechei) ScfarifUn nmgt die grtalt
T<<iluahme sein Nekrolog nuf Kni^aer Priodrieh II. Dnin kommen Rnkomien Ulf
seinen Vnter Johnnnes Dukas. niif d«n Historiker ß«cirgio>> Akropulites, a*l dn
Frühling uod auf die ätndt Nikaen, eine Vorlfidigungarnde gegen die, ««tohe Um
drRagten sich xu vemiälilen. eine xBifiiyiiti tii tör ßnymvior Bpior xnxivtor >«! ftlfUftr
öviR nnd ein Easay K^gt'n tinen spüttiaohon UeimtQckor (irpoV fr" >fiij'i'*0rr ti^rtwi-
f4traf nnöt at'tnv). ütiei die ueräUiilichen LtMic'lmugen das Laskaiia wird ijun:!! m«pm
Briefweohael T.icbt verbreitet. Lnter den Adresaaten iiind der PrutOBebaiilos, ProtovMliahM
nnd Oroamtratopedtirch Oeorgios Mnialon, an wulcben Theodor Bkfat vcnign ab
60 Briefe richtete, die Prof eiworen d^r Bheinrik Michael Senaeherim und Andronikei
Pbranttopalos, der PhiloRoph Nikeiihnron BlemmjdeB n. b, w. Der Hintoriknt (leer-
KioH Akropolilna vtiraniBtaltfli^ eine .Sammeiauaf;ab« der Briefe d«« Thoodoroa Ldikahi
(s. S. 2ST). HanptfundBUlttpn der rhatonichon StUck» sind die Codd. Pari». 3048 a. 148t,
Paris. sa|ipl. gr. 37 ■. IS und 472 ■. 1^, Raour. Y, I. 4. Pflr di« Üricfa koDineD W
sonders in B(-lracJit dio Codd. Laur. ■^!l, S'i und Lnnr. (.'«nv. 8o]ipr. 627. ~- Daa B>-
konion auf die Stadt Nikaoa od. L. ßachniann. Tbnodori Ducao Lnaoaria impentori» la
landein Nivaeae urhi« urulio, Itoatuck 1847. ^ Proben aus dem Knkuinion aaf »tiBia
Vater ed. Tb. l'BgieUfikiJ. L'eber diu R«a der Gvadiiohtit dos MiLcIhh Akooiinatw in dp«
Pariser NstionAlbiMiotliek. Joitrn. Min. 187T Bd 1!M Nuv -Dvt. — Eine Ausgabe dM FIriff«
des TbeodoioB Iiaskaris nnd seiner Freunde Kikepboros Itlemraydea, Qeorgio*
Muialon, Cieorgios Akropotites u. s. w. wird vorbereit«! vnn Nicrola Keata (in
Florenz). — Wenn die Briefe nnd die rboloriHchen Stricke vertlfTentlidit aind, wird t* «aa
liDdiBt verlockende Aufgnbi? sein, das litterari«cli-pB}Cliolo(;ische UfWUntbild dca wKfc'
uilrdigcn Mannes in seinen feineren Zllgon nusziifllbren.
>t. An der griechischen ßpislniogniphie den 1^. Jahihimderia hat aurh linr dcuticb«
Kaiser Friedrich H. wenigstens nominell. Anlnil. Vier in »cindr Kanxtei abfefasst«
griechische Briefe, die durch mehrere sonst nicbt Dberliefcrlc Nachrichten tod WicUiiJiMl
Bind, atohuo im Cod. Laur. Cunv. Soppr. Iii2. Zuerst henüch aclitecbt beraau^epbtt
von Qust. Wolff, Vier ^-riediisdiu Uriefu Kaiser Friedriche dea Zweitco. BerliB ISU.
— DioBS AusKabe wardo Cfter wiederbolt t. B. in den Acta vt dtplumata edd. Fr. H ikle*
nich et 1. M~Dller 3 (1865) m-ld. — JoUt ist nui zu benlftien die auf aorgOltifiUr
NouvergleichoiiK der Hb und grQodlicIien liistoriBclien Sludii'U benilionde kritiacM Ao^lW
von Niccola Feüta, Lc lottere greche di Foderigo II, Atebivio slorico ilaliano, aimT,
f. m (Ifäi) 1—34. In der Einleitung err.rteit F. di geachichtlitiien Btgailwia«» darüritti
nnd namentlich die Aondoningon. welche aich hiefltr durch die Richtigälolliing das TaitM
ergaben. Beigegeben ist die von iluillard-llr^liDllaa im ecblon Knnxleiolil FrrädrtrkB tl
abgcfaBMtv lateinische Uebersotcung. HicKU eine Berichtigung li. Z. 4 (l!^.i) 176.
4. Briefe des Astronomen (ircgorioa ChioniadoK (rQijy6^«s i XMria'A[() M
einen Kaiser Atexios (von 'rmpexunt}, einen Prolonotar und Proloveatiaries KoBtlaBtiMi
Lvkltoa in TrapeKuut u. a. atohun noch unediert im Cod. Vindob. tbeoL 203 (NeMcJ) f '
28-84.
203. Ifikephoros ChtimnoB (iVixij^öpo; i Xov/iroi), d«r or
Schüler und Anliaitger des Gregor von Cypern, mit dem GrosalogotJieti
Theodoro.s Mptochito»,') dem Historiker Nikephoroa Kalli*t
Xanthopulo!«.-) mit Mnximos PlanudoK und anderen Itervorragen
Hyzantiiiorn durch Freund»chuft verbunden, gehSrto unter Michael
0261—128:1) und AndronikoR 11 (128;i— l:i28) zu den einflussreic
Münni'ni des HofeR nnd bekleidcto znletzt die hohe Stelle eine« ^i«
xattxXfiov.*) Durch Vcrmühlung »einer Tochter Irene mit dem Deepotaj
') S. Boiwnnade. Anued. Nova S. 126.
») S. Boiasonade, a. a. 0, S. 171 f.
*) D. 1). VorRtand des xoritltinr, der
Kanzlei, nlao etwa Kailil«r «dar 1
t&r. obsuliuu keiner dieacr HwImmbI
aicli mit dem h/untiniBcli«n Amte
B. Rhetutt, Sophiatik itn<] BpiatolograpUe. (§ 903)
^nefl PaUologos, dem Sohne Anilroiiiko^t' 11, kam er in ongvt« vcr-
Khaftlirlio Boziehiing zum KaitiirliiiUMC. Um 1.120 zog er sich, von
rirron dus ölT(.'ntlio)ioii Lubou» tibgu^tusaen, mich alter l>yüantini»chor
genhoit in vin KloBter zurück, wo er &]n Mönch <lon Namen N&tha-
(Qhrte. Eine Monodie auf »einen Tod »chiieh 8oin Freund Theodor
hkoaoR.') Der litteramche Nachln«»! dun Chumnui< iAtmi «ii-h in drei
tn teilen.
l. PhiloBophiBche und lheologi»che Schriften. Cntor den
>phiRchen StUcken, die meist gegen die Lehren des Flaton und der Ncu-
Dcer gerichtet üind. befinden sich eine Ahhandlung über den Stoff,
Ituktat über die Svcio und eine Struitschrift gegen Plotin.
ko» ist jedoch kein blinder Verehrer des Aristoteles; als Gegenstück
p Bntiplatonischen Schrift>en dient eino durch Bitterkeit und
i, wonn auch etwas bi-eiUtpurige und duiiklo Ironie auttgozeichnetc
idlung gegen einen der aristotelischou Philosophie ergebenen Aft«r-
len://p"v rot'; dvaxf^alinvtttt fni roic dXiy^oit tÖtv äaaqmt xai »axo-
1 ^i^toQiröftinr xai fi'trariiu IlXüiotri xa\ joT^ avitp äoxovoiv tiar^o-
fror«. Hit grünster Verehrung gedenkt er liior seines Lehrers Gregor
lypern und geiir«elt in huftiger, aber schwerlich ganz objektiver
Ik dif unwissenden Verkleinerer und ungeschickten Nacheiferer des-
)■) Ebenda zitiert er andere von ihm verfasste philosophische Schriften
fi^ »öapov yvanng, Fh^i rür .T^utrui- xul änXötv aMßäfiav u. s. w.")
igt «ch mithin nbennali^. A&tm die platonisch-aristotelischen
mversen, welche später eine so wichtige Rolle spielen, schon in die
inische Zeit zurückgehen, eine Thalsache, die gewöhnlich übersehen
f Ober eine Pai-tie aus den physikalischen Vorstellungen des Mittel-
unterrichtet der Aufsatz über die Luft, in welchem die Gründe.
I bewegte Luft kälter wird, sowie die Entstehung des Hagela und
[esen der Winde untersucht werden ; dasselbe Thema behandelt der
fuiäi n^ toi'i näXai aotfov^ Auch dogmatische Fragen erUrtert
ko« allenthalben in Keinen Deklamationen und Briefen ; über seine
»gischvn Schriften vgl S. 110; 204.
I. Rhetorische Schriften, Oewissermassen als thooroliacho Ein-
I dient der kurze, relativ verständige Essay über die Beurteilung
ITirkung der Reden {Oiei Xöyav xeiaita^ xal d^yaulai). Chumnos
gt Ewar »ehr energisch einen niögliclist kurzen, scharfen und sinn-
^ Ausdnick; die Uauptsucbe bleibt aber auch für ihn neben pas-
[ Verwertung der heiligen Schriften des Cliristentums die sorgföltige
Dmnng der alten und nie Üherh-offenen Vorbilder des Attizismus d. h.
Verdcrbliehe und hohle Prinzip, welches die Entwicklung eine-i- origi-
Lilteratur in Byzanz mehr alü alles andere bcciiilracbtigt hat. Auf
Jon in des Wortes schrecklichster Bedeutung beruhen denu mich die
387 ff.
') A. a. 0. S. 377.
*) In U*herw8g8 UoBcliichtc der Philo-
Mpliie winl Chiimno» nirlit mit ninom Wort*
oririüint.
Id. Pr. BoisNoncil«, Aa. sr. 1 (1829)
S. Die in den llUiDli«u rbetonseliea
In utiil Gen«uiblBtieQ auhwelRonde
M tu» niobts Neiuei Qbor diu Leben
-. BttrsaoRxle, Au. gr. 8 (1831)
BfEuiUiiiacb« Littotatnrgeechiehta. I. Pröeaische LiU«»(an
oigoiioii rhetoriHchflii Versuche des Chumnoä. Als Vorbild dient ihm oefafl
Isukrato» und Aristidos vornehmlich Grogor von ('yporn, doin fl
nicht nur dii^ siOiulmtUfgigc Anordnung, Bildur und l*hruKL<n, sondern aacB
die ganze Skala widerlicher Schmcicbeltdae entlohnt. Am deutlichsten er-
Acheint die Abhängigkeit von fremden Gedanken und Worten in dem huig-
atniigon t)nkomion auf Kaiser Andronikos 11. Die Beziehungen kul
zeitgeeohichtlich« Ereignisse, welche der Panegyrikus enthält, sind viel n
verschwommen, al» da«« sie un» irgend etwas lehrten, was wir nicht au
anderen Quellen wüKsten. Die Tapferkeit dos Kaisers, der alle .Barbaren*
boaiogt habe, seine Weisheit, Klugheit, Gerechtigkeit und Milde wenlci
nach dem üblichen Schema gefeiert, mir da»» diese SchmeichfU'ien jetzt
viel abBtosBeiidoi- wirken als in frtlheren Jahrhunderten, da ihnen die liuit-
saohen noch nicht so voIhtULndig widersprachen. Nicht viel bemer fand
die übrigen rhetorischen Proben des ('humnos, Trnstreden an seil
Tochter Irene und an den Kaiser heim frühen Tode des Johan
Palaeolego» (1304), i^ine Trostrede an einen Freund, den ein »chw«
Un^Jfick hetrulTi'ii. und ein Epitaph auf Theoleptos, den Metropoliti
von Philadelphia: der letztere wird durch breite Exkurse flber du
Byzanz totgehetzte Thema vom Ausgange des lil. Geistes zu einer
liehen dogmatischen Abhandlung. 7m vorgleichen ixt die durch den
dee Thoolopt«» veranlagtste, noch unedierte Schrift des Nikephoros Gregor
(s. S. 29ö). Mit den paränctiscben Schriften des Basilios (s. g 19I|
Tbeophylaktos (s. § 196) mag man das Testament des Chuimios
gleichen, welches praktische und moralische Ermahnungen an Mine Kind
mithält. Eine lehrreiche Probe byzantiniacher Advokatenkniffe gewS
die im Jahre 1315 der hl. Synode und dem Kaiser unterbreitete Anklagt
Schrift gegen Patriarchen Niphon. mit dem Chumnas frflher eil
freundschaftliche Korrespondenz unterhalten hatte: 'Bityxoi xatä int-
«« nätta nflfTpiftfjt**'*'"''^''; yi^arog. Weniger misstUllt «in umfanj
Schreiben, worin die Einwohner von TbessHlonike zur ßererhti
koit ermähnt werden: &t-aaalorixtvai üVft,iovkn-Tix6( nt^ dixaioovf^
Der Anlass des offenbar von der Regierung inspirierten ScbriftstQckeii
nicht bekannt und aus der allgemeinen Fassung der Ermahnungen
ersichtlich: wie es seheint, war die Gemeinde von Thessaloniktt da
durch innere Partoiungen zenilttet. ')■ D^r Ermahnungsrede. die im
bischoflicher Hirtenbriefe gehalten ist, geht wie dem Berichte des Kani
niates über die Eroberung von Thessaloniko (904) eine paneg
Schilderung der Stadt voraus. In das Gebiet der Kbeturik gehüren cn
lieh mehrere Aktenstücke, die Chumnoä als Staatsbeamter im Namen
Kaisers verfasste, wie eine Goldbullo an den Kral von Serbien,
Schwiegersohn des Kaisers, mit der Bitte um Hilfe gegen die
ein Erlass zur Vermittlung eines zwischen Milnchen auagebrocb
Streites, eine Verordnung über die Vereinigung zweier KlAsler
einer Abtei, ein kaiserliches Edikt aus dem Jahre 1296 zur Rcr«
'J Unmuf ilcutnl micli pin Aklpctatflek
Alinlicbi'ii liiliiiItuB vuii einnrn ){pil^oci08»i>n
dM ChumiiuK, jvi' Itriur ilus Thuina» Mft-
l)«<Iior de» Zwist, Jit die Stellt im Jaiirr )
liFuni'uliigtu, s. S. 4)17.
B. Rhetorik. 8«phUtlk und eplstologrftpli!«. t{t 308)
4SI
I
Dution des OencIitew«Ren8. R^cht bcü^iclinciid filr die Uicotögiüchcii Nei-
gtui^t) de« |>alAologi»chcii Kaisertums )»l ein nu»tiilirlich moUviertäa
tt^irfa/ta, Aatch welches bcfoblcn wird, Maria ilimmolfalirt statt nur
u «iottm Tu|;« wähiimd des gauzi>a Monuta August zu feiern.
8. Kine Sanimlung von 172 Briefen. Es sind ti.>iU rhotoriscb-
philoHopIiische CbuiigsstOcke, teils Privatbriefe an den Kaisür, an hohe
Wflrdontrilgcr. Verwandte und Freunde. Unter den Adrussaten befinden
nch die Putriarchc-n Niphon und Julianne» Olykyi«: die Bischiife von Thes-
ulonike. Larisüa, Phibppopel und Philadulphiu; dur {VMl zum Kaiser er-
hobene) drossdomestikos Jobunneü KantakuKenos; der Protovcstiarios Thoa-
dorus Muzalon; der Protosekretär Leon Itardales; der Kubikubirio» Aluxio»
Apokiuikoi« : der tiroastogotbet Konstantino» Akropoüte»; dur Historiker
Xikeptiorott KalÜHtos Xantliopulos und dessen Bruder Theodnros Xantho-
pukw; ein vnaiof töir yiXoaöifior Kyprianuti und der .Philosoph" Joseph;
Phakraaea (der Xoyo^ttifi rulv äy^Xät); Michael Öabras; der Kalligraph
Dttnetrios Kabasilas; des Chumnos Sohn Johannes; .-teine Tucbtor Irene u. a.
Mancbo Briefe «ind Begleitschreiben und Koninieiitaro plülosophiacher Ab-
handlongen, andiTU erürt«rn sclbettändig WLs»enMchaftlicbe Fragen: zahl-
le Schreiben au den Kaiser enthalten Kechtfertigungen des Verfassers;
^ftiKli iotriguenhafte Anklagen gegen Feinde und Verleumder; dazu kommen
frivat« Thetneu verschiedener Art, wie ein Beriebt Über die Heilung einer
, OcBcliwuUtt, Klagen nber Mangel an ßUcliern, über die Schwierigkeit, einen
dauerhaften Ut^^ehn^ibi-Atoß' xu finden, endlieh zuhlreidie Übungsstücke,
tagubtu-bartige SelbstgMpricho und Erörterungen von Gemeinplätzen; auch
Briefe, die ('humnos filr weniger geübte Freunde verfasste, werden nicht
vomotlialten. Das l'rteil Ober den litterarischon Wort dieser Saium-
lang kann nicht günstig auntfallen. Zwar hat aueh Chumnos wie manche
■ndtro Byzantiner diu beat«n Erfolge in der Briefatellerei errungen, und
|j| manchen Xummern ist der knappe Pointenstil so wohl geglückt, daMS
w dem besten iteitalter angeh&ren künnten. Allein der Verfaoser i»t zu
lehr in den beengenden Vorschriften der Schulrhetorik stocken gebUflbea;,
M gibt in ßyzaiiz kaum eine zweite Briefsainnilung, in der die blosafl
rhttoriache Technik den unbefangenen Einfall dos Augenblicks und die
Rtgimgea einer freieren Individualität so viillig zurilekdrüngte. Dass
ffciiiiiiin selbttt in seinen Briefen vorzüglich eino Sammlung rhetorischer
I ÜBlentQcke erblickte, beweist nicht nur die Kieher von ihm selb^^t stam-
JMUib »orgffittige Redaktion, in welcher die Briefe mit wenigen Au»-
■akmen «hroDologiach geordnet erscheinen, sondern auch eine Bemer-
kns in einem Schreiben an seinen Sohn Johannes, in welchem «r seine
Utffl uaadrüeklich in altische uud lakonische Stucko unterscheidet:
foi IxtH «■< h*" i-aMoiviCovoa(, tat Si ättttti^ovaai, (ti; fi^rtM ftaxo-
iKmr; n^ äXX(Ka<. Kr. Boissonade, An, Nova S. •>.
So kann Cliumnoa alk'» in altem keine erfreuliche Persönlichkeit go*
Msnt werden; in seinem Charakter tritt berechnende ttJlukesucht und
ÜngK» Slrcltertum hervor, in seinem Wissen und Können steht er tief
»Hier Männern wie Psellos, ja noch unter üregor von Cypeni. Sein Sti
krankt in ungewäbnlicheni Ciradu au dem Fehler, der jeder künstlich ei--
d« klMb AlurnmmiMMciHii IX. I. AbHit. !. Aufl. 31
J
182
S7«BB%ta«he LitUratnrgeAchioht«. L ProsuMhe Utteratar.
lernten Diktion mehr oder weniger anhaftet, an der engen Be^enitting
dm Wort- und PhraspnscliatzeH und ihrer natürlichen Folge, der stereotypen
Wiederholung gleicher Ausdrucke und Konstruktionen.') Immerhin mus
ChumnOH a\it einer dor VorlXufer dce griechittcfa-italienisoheo Humanismns
im Auge behalten werden.
1. AaBgübon: Waa bis jeUl von Cliiunnos edivrt ist. VOriUnkeD wir m^isL Fr. B«il-
BOnailo: leider hat »r in i'^nlit onpinktischer Weide die eiiitoInMi Slkke ekn« alnea Cr
«ichtliclirn Grund in mr-hrrro BUncI» tcnttrrut: Anoeilotn (iraocft ad. Fr. Hiiiwhiiitd» 1
(IWOl 29S-S12: 2 (IfSO) 1S7-I«7; 3 (1k:Hi 306—408; 5 (1833) I83-S.SO. - Di» BrM»
und die Ablidndlung Über den StofT ed. Fr. Iloissonade, Anecdot« Nova, fant 18H
S. 1—201. - Die uuf Thootu):io bezUg1icli»a StUtke (ikucli dasTusUmrnt ii. a.| «ttd wied»
holt bei Migne. Patml. gr. 140. 13U7-1526. — Sclinft grüm Plotin und DUIng Ihn
die Seele in; Plotini optni «d. Fr. Cieuzer. vol. 2 [Oxoiiii l^'iö) Ml»— U4T.
2. Hilffe mittel: AiiafQbrliche ÜeadiTeibung des wicbtig«ii Cod. Patm. I2T iL U
nebst UiUeilung einiger von dem gedruckten Text« abweicheedeu StOcJte bei J. Stk-
kelion, lhiifii<ir^ ßffkioa^rr,, Athen 1H90 8. 73—76.
3. Jghnnnea Chiimnos, ein Sohn des Nikeplioros. der <JnB Horamt eines nnjMf«»-
/ioi/»ro{ rf.t fitytiltjt «ifti-Joy^i bokloiilole. hintertie^a Uriefe nn die i)isch<ife von Plnlif-
popel und Kphesos. an einen gcwimon MkturBnkus. nn den /liyai Smuriittii Kabaailat dbI
an den ,['!]ilasu|)b(^^' Joseph, uusaerdum »inen birg tun ini-bon Aufnnti Ober propbylaktiacha
Mittel gegen Podugm l.fi'iiiin npef iJnnrutr/ tlf nnäayfiar). AlleH ed. von Kr. Boissoaaile,
Aneod. Neva S. 203—222. — t,iue Monodie auf Jebannea Chuinnoa verfaiwt« Nikefbnnt
Gregoras; vgl. 8. 290. — Uober den bedeutend apftte^^n und vielleioLt mit unserem Ghana»
gnr nicht verwandten Qeorgioa Cfaumnoas. den £ im 1. Kapitel dea Abschnitt«« .Valgk-
grinchisrhe Litleratur'.
4. Vielleicht ein Ahn des Nikonhoroa Chumnö« ist der NomopbipUx Uioltall
Chumnoi. der in der ersten llfilfta dcH 12. JfibihiindeHii Mi'trnpoltl von Thrwälunita
wnr. Wir haben von ihm einen 'l'rnktat Über diu <!riide der blutsvMwaudtactiaft. KA
Khalloa und Potles. iViinj'^n nur 9tia>v xtti (»(>«> tBririar S (IGt^K) S97 f. Antfabfi
Migne. Pnir. gr. 119, 12Ü7-1300. Da bei HLnlk-a und Pi>tlea 8. 397 Ann. Micha»!
Chuninua in den Aufgang des 12. JHlirhunderlj^ vereutzl wird, aei notiert, daas ia Cod.
Berol. Phillipp. 147T ful. 2!)il'-3Ul'' eine Schrill Ober Fa^tendiSt von eininn mi im
Genannten iweifello« identischen .Metropoliten von Thesaalonike Micfanol Chunnoa'
in dM Jahr 1122 datiert i8t.
5. Von Michael Usbrna (;V(^ßij'l i ra/igät), «inem der Korreapanilvnti-n du Nike-
Ehoro» C'bumnoa. haben wir im Cod. Marc. 446. einem ml^ihtigen Quartbando von 304
llttli-rn, nicht weniger nia 4^1 firiofe. Daa Vunteiohnia der Adreasaten, du im Katalage
der Marcjann vnn Znnelli, Venedig 1740 S. 232—242. mitgeteilt iat. erweckt UUiaile Net-
Kierde ; denn iiinri IrifTt untor ibnun eine ganie Reihe bekannlur Ulnner an« d«t tcalaa
äalftc des 14. Jnbrhunderls vom Knifler und vun hohen t>tiuitahe«niten und Sckrtfitatellen «M
Nikephnros ChumnuB und Nikvpliurva Uregoraa bis hemb lum liL-lIrtdicblrr Manuel PhiUa
und dem braven VvTfitaWf von Kcbuinbungsha ehern Oeorgloa Lakuiivouti und hofft drmnaeb
in den Drior«n f[lr die tilternTische. kirchliehe und kultnrelle Oeschiclile der PallaJaMnü
wichtige Aiifsch1<l»so an finden, Dieee Hoffnung wurde mir durch die tjosicht tn d>
Codex gruuanm zerstört. \V'»ike rnn solchem L'mfnng und solcher Gelialliongkeil tiad
aelhst m der byxantini sehen Littemlur selten. Hin ttrief wie der andere — nieliti ab
leeres Phro.i(.>ntrDrk i selbst als bloaao Form betrachtet ermDdet diaMS Infligo \^'oi1-
?D*ohnOrkcl durch die stereotype Wiederkehr der gleichen WArtor. Wendungen und Poinhai
/ic viel sich (iabrns Irolzdem auf seine Kunal lu gut« tbat. ceiKt die ^rgfalt, dm It
HuT die Erhultung seiner Itriefe verwandte. Das in der TenexianCff Ua nufbewnlirl« C«rM
ist olTeubur vom Verfasser selbst xusaniniengestcllt und hennwecebvn. Und ala oh M
teeren Wortschwalles noch nicht genug wAre, Ub<>rTa»cht am SdHuaM der Sammlnnf ' '
drohende Notit, dam hier der erste Band tn Knde sei. dass aber d«r Beal n*(fc
xweilon. ja vielleicht noch oinnn dritten Hand fllllen wnrdn, da Gahras f;ef«ai 14O0 I
verfasst habe. Auch M. Treu hat die Itckann tschaft di^er NichttKkeitan gcnxaeU
knOpft daruD. B. 7,. 4 (]89.'>) 4 f. diu trelTende Bemerkung, dosa da« WertTOlbt« M mi
Briefen für una die Adrivsen bloibeu, durch die wir wenigstens Ucnachon luok NunO,
nnd Zeitalter kennen lernen.
'I Dahin gehflrt x. B. die stets wieder-
kelir«ide AukuQpfung mit ov /<i;V viXii, u'Uii
fijy, 'dJ yi-f, die den Lceer aebon faat in
d*n trllben DoBiÜwli der
Intiiiniachen SUlBbBBgea oüenr
veraetat
n »lind erlialtcn: 1. Sieben Deklamationen: eine GratuIntiODS-
an Kaiser Andronlkos bei seiner HQckkehr nach Konäiantinopel ;
eden auf Kaiser Miclmol IX (t 13^0). die Kaiaurin Irene, Ge-
I AndronikoH U, und auf Nikoplioroi« CImninoä; eine Lohrede auf
, Jungfrau; ein Panogj'rikus auf den Heiligen und Wunderthftter
i; endlicli eine in der Art der im Romane beliebten laniiscliaftliclicn
tN( gebalt^DO Schilderung den Garten« der hl. Anna. 2. Eine
llung von 93 Briefe». Unter den Adressaten sind Kaiser An-
D« der Ältere, des Kaiätfrs Votter Andronikos Palaeolugos, der Gross-
jkos Kiintaku/enos, der Kämmerer ApokaukoB, der Patriarch Johannes
I (i;il5 — 1320), der Kanzler Nikephoros ("huranos, der Groiiisiogothut
iroa Hetochit«8 und detssen Solin Nikephoros, ein Akropolites, ein
nneao« u. a.
KD Ittterarischem Werte steht Theodor tief unter den fibrigea
natoren von Öyzanz, wie Gregor von Cypem, Nikephoros Chuninos,
I Palaeologos; Cngesclimack, Gedankenarmut und CharaUter-
che Mind eeino hervorragenden EigKimehaftt'n. äeinu Deklamationen,
SD ein weinerlicher Predigerton mit tosendem Bombast abwechselt,
HB «chwerlUligen Perioden zusammengesetzt und vollgepfropft mit
I mos d«r alten Litteratur nie Homer, l'indar, Nonno.s (Dionysiaka)
BD heiligen Schriften. Das ganze bunte Volk der Mythologie, Grazien,
en, Sir«nen, Parscn, Kiobe, Uelios, Selene und Oaia, werden ohne
■en auf den Leser losgelassen. So erscheinen di<>ae Iteden als fTirm-
'entoneu aus hellenischen und heiligen Autoren, aus antiquarischen
istorischen Notizen, langweilige Kcperturien des tiivialcn Wissens
■santinischen Schul«. Mit Sprichwörtern treibt Theodor grösseren
al« Snncho Panza, freilich ohn« eine Spur von der volkstümlichen
fortigkeit de.s Spaniers zu besitzen; denn die lijprllche unseres Hhetors
ie au sein aonstjges Wissen aus der alten Litteratur zusammcn-
, ood schwerlich findet sich bei ihm auch nur ein Sprichwort, daa
J,_ t._«l O I L.l l 1! l\
i: Tr_
^zantiniBchfl lättAratm-gescbicbte. t. ProBaiHb* Litterktur.
ohn« Zweifel idemlich viel Griecbisch, obschon «r eich Solözismon vi«
art'^nv (fllr Oait^ov), /ii; statt oi' u. tt, gcstattt't; ulwr Bein guiizi-s Stu<liuni
der altoi) Litterättir bat ihn nicbt vor oi'ieiitaUä<^^lier tjb«rtre)bung»nicbt
und barbarischer Gesell mncklosigkoit^) bewabrt. Seine Deklamntiones
wirkuii tütund »uf Geist und GoinUt wie die Versromane einos Prodra*
mos und Niketas, wie die Iliu» dos HermonialfOfi.
In Reinen au»»eren SchickRalen und »einem Charakter ist Theodor
da.* Abbild «eines Nainensgoiiüswn Theodor Ftochoprodromos und
seines Zeitgenossen Manuel Phile»; wa« «io in der Poesie sind, ist Tht»«
der Hyrtakenos in der Prosa, ein Bettelprosaiker, wie Byeanz keiiWB
zweiten kennt tJber diese Seite unseres Ithetors belehren uns sei»
Briefe: fast sämtliche ü'-i Nummern enthalten Klagen Ober unverdit-iiteü
Mistige^chick, Bitten um Unterstützungen, Dankesworle ftlr empfangeiw
Wohltbaten. Wenn Piodromo» und Philos hei allem Servilisinus weniger
verletzen, weil sie ihre zahlreichen Anliegen mit einem gewissen üalgen-
huntur in poetische und oft witzige Form zu kleiden verstanden, so er-
halten wir von dem Hyrtakener einen unverblümten Briefsteller ftlr Bet
litteraten und zwar für recht zudringliche, unabweisbare. Wie einxl
dromoft seine Studien vcrHuehte. die ihm nur Hunger und Armut eingebra
hätten, so beginnt auch unser Bhetor den ersten Brief an den Kaiiier
der Klage, dass er vergeblich gehotFt liabe, durch gelehrt« Studien
Einkünfte zu erwerben, und dass er trotz seiner Weisheit von der
Not gedrückt sei. Wie einst Prodromos wollte auch er der undunkli
Hauptstadt den Rücken kehren und in der Klüstcrrepublik des heUi
Berges eine Zuflucht suchen; natürlich machte er mit diesem Plane eben
wenig Ernst als Prodromos mit seiner Drohung nach 'I'rapezunt
entweichen. Häufig wendet sich Tlieodor mit seinen Bitten um Nähr
und Kleider an die undankbaren und hochmütigen Eltern seiner ScfaBU
wie Hiicli an seine früheren Zöglinge selbst. Die ganze Mittoro de« Priv
Hchulmeistertums. wie es früher auch bei uns allenthalben biQht«,
in diesen jammervollen Schriftstücken vor uns aufgerolIL Wie Phil
huldigt Theodor dem tirundsatze, dass man ohne die Zier der Bescheid
heit weiter komme; sehr lebhaft mahnt er z. B. den Vetter dos
ihm endlich das lilngst versprochene Pferd zu schicken. Zuweilen nt
sich denn freilich seine Zudringlichkeit die äusserst« Zurücksetzung
fallen lassen. Wie Pi-odromos über die Etikette der Paläste kl»gt,
man den PUlfen der Hofbeamten ausgesetzt sei, ao baichwort sich and
unser Tlioodor wiederholt heim Patriarchen Johanne« Olykya, dus
die Thürstoher schniido den Eintritt ins Patriarchat verweigert
Von der Darstellung in dun Briefen gilt dasselbe wie von den U
auch hier kopiert Theodor unablässig sich selbst, auch hier strotJEt er
als (Ireimnl ({cbrAuclit «r jnini Auedmck seiner
Traaer die unapiKtittiaha WondunR: Ilwf
Uya, Kitl fiij ita^^i^yrvtai uai >} xagitia
:ii;<r i{tfiiiin% tifif triöi t; Jitrakttactl
V. IJoiwoniide, Au. fi. I, 260; 279: 286.
'J Im t*iin«gj'rikuB auf Andionikoa Bogt
Tlieodor s, B., der Kaiser liab« d«a I
Konstantins deaOroM«Bwi»*iD$cti*«>
in sich BufgoBogon nad im w eia t«e
Koiiatantin geworden. (>. BeiaMMd«^
sr. 1, S52.
fi. Rb«toTJk, SopbiBtik ned EptetoIofTapbi«.
MythoIogisclitMi. niitiquarisclien und histomclien Anstpictungcn. Iinnicrhin
lit er wie alle ByzantiniT in dun Bnefoii glQckliohpr iil» sonst, und »iti:^<^<lne
BtQrkp Bind sogar ganz gut ausgvfaHon , ho dor Brief au Tht-odoroa
3f»toctnte8, worin er sich in urbaner Weise Über die unverbetmerliche
TrüKhc'it uud da« »ehloclilo Betragen des ilini anvertrauten jungoii Mcto-
chiles bfklagt, ein Sctirirttttück, das s\c\\ noch beute jeder Lehrer fUr
kitte Praxia auf den Tisch )eg«n dßrflo. |
H 1. Anngkbcn: Doktanintion«!! ei. (wie gewShnlicIi in plnnloHer Wviiao m ver-
■büHlttiMn i^kllcot Fr Itoittsonsde. Anucdots Rraocu 1 (1R3!I) 248-21)2: 2 |1S30| 400
Ut 4!i3: 3 (Itf^l) 1^70. — Dia Briefe sehr nnDlilOMis und feliWIiaft ed. von La I*orlo
K Tbüil. Hat. et «xlr. 5 |1798) 709-744; $ (1800) 1—49. — Beide Uemiisgeb» bc-
Intitefi d#ii Cod. Paris, gr. 1209. dj« einiige llnndsclirid, wie ee sclieiiit, die uns di>ti un-
^tcklicbea Byiantiiier aufbewahrt.
2. De* Xame Hj-rtakeno» hSngt wahrsdicinlich mit der alten SUdt'Vprmtoe (Yptri-
mirm) auf Kreta uaammen. womit natürlich nicht howipaon ist. dnsa Theodor aelbet aus
Sni* sUmmte.
S. Die Pluteiitiner Brioffanrniliinf;. Au* der ersl^ii Hflifte oder dem iweiten
Dnttcl dM 14. Jakrhimdertn alainiiil «ino anonyme Briefsammtiing, welche der tm Jahre
I4K Toa Cn«(«r«r« Bunndolmonle in Kiota gakiiurt» Cod. I.nur. S. Marco 3-'>() Auf-
Wwabrt UfTenbar ni<-ht* aU eine Abttrhrift des KloriinliiiiT Codex ist dnr Cod. Moiiac,
|r IW a. Ifi fol. S39— 4la Dio Snmmiunp bnteht nu? 177 Briefen. Unlnr dun Adroa-
Min aind iwei Personen, die mit annMiemdcr Sicberheit idonlilixiert und leitlicli beilimnit
nrdvn kfloBeD: Andreaa Lopadiotea. der ji-deufallH mit dL>m Verfasai^r dv» Loxiuun
VaMUbVMBM (a. dieaea) identiacb ist. und Johannen Gabra«. wohl der S. 4S3 genannta
tnder o«ler Verwandttf dM Michael Gabrn«, Dio meisten Adreiwtilen sind leider tiiuNchtit
wemif oder gar ntrbl bekannt wie Konstantin Chryaolorne (vielleicht ein Alteier Ver-
waadiff de« Mano«] Cliryeolnra"), Manuel Meliteniotna, (lallnaiotog (rlnleaiotes?;
' I|I S. 44^ f.), Iionn ans Cypern. f^agudinas, Kabnlnrontiloa. .lohannes Pncli^-
■ Btaa. Rkadfpoa. Onorgio« Irnnikoa, Sgurnpuloa, Syropulos. Opsikinnos,
Ttykaadylvs d. a. w. Kinige Adroaaen unterrichten über dio VerwnndtschufU verhalt*
I iIm* de« V«.rf»«i«r»: wir Hnden unter den Kni|>niii)(eni sein« Ilnerc einen .Brudnr'
[ Btlilaiiifrtr». dauebeo nllerdin^ü auch einen .linidtr* Syroiiulos. dnen .Schu'ipgorviiler'
I -hnfado« whI einen .Sdiwagor* Melliuüioa Syrupiilus. einen .Verwandten' Mc'lite-
I mUm, aiiMn .Onkel* Jabattnee Pacliynieres. einen .nillllerliclien Onkel' Mutinel Pbriinku-
ea. a. Metir«re Briefe aind von dem Klnsturber^c (Inniis ans ^oschriebeti. und ein
iaf an Kekoeblemeno«, d#n l'orstand von ßano« (i™ npoi(n,Vr;,ufVni Fiirani i^u' Kmn);-
I W^r^l iterielit»!: es ial alao wahnch ein lieh, daas d«r Verfasser zum Kloster auf Gnnu«
I Maia Bedelmni:*!) Iiattn, vinllricbl Mitnch dorlaelbiit war. Eine gonaiinre rntersurhnn^
I tt« d«w Verfawer. din Admuaten und dnn Inhalt der Suminlung Ist erwUnacbt; sie
I «lid* au^h liihten, ob eine VorDSentliahunR der Bricfo in extonna oder ncnigslcni'
I ■ ktfMtcnfann sirli lohnte. Kin geoaaea Verzeichnia der AdnisBi>n gibt Ign. Hnrdt,
I CMalaipu eodkum mm Ubltotbeoas refiiae Bavaricae 3 (It^Uß) 287 3U9. Den Florentiner
I Ckdra bMckrriU karx RoBtagao. Sludl ital. di filol. claM. 1 (1803) 186.
I 8(lö. Qr«gor Palomaa (rtn^jr^eio; i //«A«/»«,-}. Wii;htigo Anregungen
Hnrdankten der alten Rhetorik und Philosophie die Wortfilhrer der dog-
MMtiaeben Streitigkeiten, welche seit dem 1:). .lahrhundert mit gri).-st!er
HriUnHehaft gefOhrt wurden. Der hervorragendste dieser rhetoriMch-
HjUBBOphisch g(>8ehult«n Theologen war Öregor Palamaa, der in der
■mtea Hftifte des 14. .JahrhiinderU lebte. In das Gebiet der Khetnrik
Vlriiati s«in« .ProHopopoeie der Seele, die den Körper anklagt,
■lad de« Ki^rpers, der «ich verteidigt.' Es ist eine regelrechte, glatt
mpBÄ nicht ohDi* Witz geschriebene Melctc im grOsneren Massstabe ; sie be-
HUit MIB einer plutoni^ierenden Vorrede Aber die Teile und die Besehaffen-
iMt der Seele, aus der Anklagerede der Seolo, der Verteidigung des
BterpirB ond der gerichtlichen Entscheidung. Mit Benehung auf den alten
■tmh»t»o»chtuee, dam nicht der böge Knabe, »ondem der Lehrer, der ihn
I
486
B]rE&al{nia«h« LiUerBtnrgeftchieht». I. PiOMlMbe Llttantnr,
nicht gelifiri^ gezogen, Strafe vordieno, erteilen <lio ]lic1it«r dem Ellrper
liocht uikI »i-liliesHen dann etwuB pl&trJich mit den Worten des EMitu:
iPäyotfUf xai :iiiaiifv ■ avpof fti^ ünoiht]axi>ftfv. Über die tbeologiseliei
Schriften de» Palam«« «. S. 103 ff.
1. Au«g«h»ii: Gvanmtnnsgabe Aoa PalninM (mit SohnflMi dt« K&builw, Bv
Uom Q. &-): Migno, Patrol. gr, \-ifi iind \-i\. ■- Die t'mnopopaoin i-d. xnerKl (i. H«-
retiUB. 1'nris 1553 (»x officinn Tumebif. — VVindnrlioU bni Migou l.V), 9i9 7.. 1M7C
— Mit Eiiilnilun^' und KuniinoiilAr, nbeir ohne lüplamnlincbo Forderung de« Tejitoa «i.
Alb. Jahn. Uulk 1S84.
2. Hiiramitt«!; tflr Uscli orklibl die Ku toll ung der I'roHOpopoti« an Palaaut, a-
nächst ohne Üi'icrändunu, A Suiinv. II. Z. S (1804) Wi Anm. 2. — Zur UeberUtforang
dowelbcn: Cod. Viudul. bist. pr. 26 (Nussel) fol. 85'-5"'.
3. Einu Di'klutnHtiuu dtia NikolaoH Kabadilaa Ober dpn Altu d«s'El«a< In AÜim
od. oim Cud, Paris. 1213 Fr, lloiosonndc. Cboricii Otutaet onlioDC« «U., Puia IMC
8. SSO— 352. — IVber die tb^olo&iecheii ScbriftMi des NikulHO« KnliMÜM s. S. l&S f.
3<H>. Theodoros Pediasimos \<^»63t>yi>oi o Ihäinatfioi), oin bis jetzt
von niemand bcachtotcr LitU-rat, der um die Mitt« dos 14. JuUrhunilcrl«
lebte, vielleicht ein Verwandter de» Johannes ['edtasimos, bat eine Iteibc
rhetorischer Schriften profanen und geistliche» Inhalt» hinterlassen. Zuerst
seien icwci Stflcko genannt, deren Beziehung auf die Stadt Sorrae in
Thessalien die Vermutung nahe legt, daas Pediasimo« entweder dort ge-
boren war oder längere Zeit dort lebte: Eine Schilderung des Gottes
hause» der Stadt Serrae, "Extf^aai? jti^I ioP Itpot rMr iPi^r (am
Rande yS- *"''' ff'pwr), und eine Erzählung einiger Wundcrthaten der
hl. Grosamärtyror und Wunderthäter Theodor, der Schut2p«tn>ne
von Serrae, Enitfai's nvtai- &avftäTQ>v räv ap'ior fityälmv fta^tv^tar *iä
itai'liofovQyMf (')foäoiQti>t , Man könnte zwar denken, Theodor l'ediasimo«
habe den heiligen Theodori wegen seines eigenen Taufnamcns besondere
Aufmork»amkeit geschenkt; da er aber der Kirche von Serrae eine Schrift
widmete, muss man wohl auch das zweite litterariscbe Denkmal, das in der
Handschrift unmittelbar auf die Ekphrase der Kirche folgt, ans der loluÜM
Beziehung erklären. Das Verhältnis der heiligen Theodori ni Serrae be-
zeugt z. B. eine im Metropolitaucodex von Serrae aufl)ewahrte Litnrgit
auf diese IK^IIgen (Ed. P. N. Papageorgiu, B. Z. 3, 277), deren Kon«
takion begimit:
£tp(iiüy nQ0f4ilx'>ts npamviTni lo' ;foaioti;(ita
atV ly* nt^dd, (y! T^^vn, Zrpnf^lnrt;.
An diese zwei KrQchte lokalpntriotischer Gesinnung reihen Bieh
panegyrische Biographie de» Hymnographen Joseph, ein EnkonotOB
die Sonne, ein Enkomian auf den Sommer und einige Briefe an Nik»-
laos Kabaailas. an ,den Sohn des (Demetrios?) Kydone»', an Androoik«
Zaridas und an einen gewissen Sophianos. Den Be^chhiss bilden poetifck*
Versuche; Heroische Verse auf das Pfingstfost und auf den lü. Jol
Chrysostomos.
I. Dio oben aufguiUiIt«n ^obriften, von denen woli) nodi nichia iidj«rt iM, b«'
der Cudox Vindob. pbil. «r, 319 (Neaael) M. 107*— 187'. di« Biotraphi*
Hyninogrnpben Juaeph müii der Cod. Lu^dun. 13, a. 14 (». d«n Katalog
Geel, Leiden 18&2). — Eine Ausgabe nebst «wer Uutermichujig Ober die Pen«
fasaera ist orwDnacht. Die Ekphrnse dea Gottoshanae« ron Sorraa dBrfte tMMcM mw
für die KiinHlgnscbicht« «twas lehren. Wer ihre TerBffentÜchang ttbcFnlmmt, mt ■
5. Rhetorik, Sopbisttk oad Epiatotograpbia. (gg 20G— 3üT)
487
OrleittienuiJ: die Kehallvolle Monogripliie von P. N. Papagoorgin. AI XiaoM otc.,
IL Z. S (1^) 225-329 Iwimht^iL
2. Derselbe Cod. Vinilob, 219 entlijkit M. 138-138" Hriefc eioM Jolinnno«
ZanbariA« sn Th^odoroit Modonos. Brivfi; dcxaellicn Tlieodoros Moilenos (olino
AdwoaJ und j*in1>>"''h> Vi-r^e ilt'« .'ulinßUHti Zacliurius auf die bl. Marin iL s. v.
207. Demetrios Kydones {J'^/njigiog i Ki'Joiri^g) war einer der
fruchtbnrsl^n und talentvollsten Essayisten der Patüologoiizoit. Dor Ort
seiner Ab«tiiniinuiig j^tt utibekftiint, sein Auft^^nlliull sclioint namentlich
zwischen Thossalouike und Konstant! nopel gewerliselt zu haben. Heine
Lebenflzeit erstreckt sich vom zweiten oder dritten .lahrzehnt des H.Jahr-
hundert;« bi.s gegen da-t Ende des-ielben. Schon at» jnngoi' Mann mass or
sich «.-ingohend mit den theologischen Fragen beschilftigt haben, diß da-
nata die Geister der annUiliitciien Christenheit aufs heftigstv bewegten.
£r stand in persi^nliohen Beziehungen zu den bedeutendsten Männern, die
Mcb an den durch die Unionsversuche hervorgerufenen StreiHgkeiton
bateUigten, wie Barlaam, t'alamaa, Nikephoros Gregoras u. a.
Dmd Theologen nuf dem Kaiserthrone Johannes VI Kantakuzenos diente
er als vertrauter Freund und Ministor; ') als dorselbo der Regierung ent^
l^-Jttgen musste und sich in ein Kloster zurückzag (lltr),")), begleitete ihn
Dametrias, ohne jedoch selbst das Münchsjjewand anzulegen.') Für einige
Zeit ging er oacli Mailand, wo er die lateinische äprnche studierte:
■pftter \viHv er wohl meist in Thessalonike und Konstantinopel, angeblich
tDch in Kruta. Die späteste sicher bekannte Thatsoche seiner Biographie
bildet der Briefwechsel mit Kaiser Manuel 11 Paläologos, der
wenigstens bis ins Jahr 13^1, vielleicht bis 111^6 oder 1397 reicht,')
W«nn jener I>eniotrios Kydones, der nach einem un.i erhaltenen Akten-
itBck« seinem Neffen im Jahre 1400 die Summe von 50 Hypcrporu ver-
suchte, mit unserem Kydones identisch ist, eo fällt sein Tod ins Jahr UOO.
a Max Treo, B. Z. 1 (I8ii2) ßO.
Demetrios Kydones hat eine grosso Zahl rhetoriflcher und theologi-
•cbier Schriften hinterlassen, in welchen er dun Liebtingsautor dor späi-
trantinischen Zeit, Platon, nicht ohne Glück zum stilistischen Vorbilde
«Ihlte.
1. Zu s«inen frühesten Werken gehört die Monodie auf die in
Tkesaalonikß Gofallonon ('£.Ti totg iv Qtaaalovl»^ tisüovisiv). Die
llMorv Veranlassung der mit allen Mitteln der Rhetorik ausgestatteten
Bsde, in der sich wehmütige Klage mit ernster Warnung verbindet, war
4(r Mutige Bürgerkrieg, der im Johro 1346 die Stadt Thessalonike xer-
rttt*!«.*) Die lebhaft« Teilnahme des Kydones an den Uescliickcn seiner
'r KanlakiBMiM B. IV S9 (od. Renn. Ilt
Bi) aa^irtni 4i K«i ÜTfifairi;, öj ItJor
ftllitimr Mtftfitr äti, «' fiörar äiä tij'r
*wf», miX' «rt wtii I oit nQayfiaai finrii-
t*r atayxijr Ulf oti »miyal fiaaiktl
') KulaknuiiM B. IV 16 (ed. Bona. III
iftr tijf ttatStf {nttUiiifiitMit, oüjc qnav
yioi/ xa't tär ix ini yäunv mixäv ÖHtjUnty-
fiiror sifiifirroi. Die BciiitfrkuDK; ist aber
doch wob) nur ao lu veratebeo. daaa Dein»'
trioa den Kaiser ina Klüatvr begleitete, uhue
dort lu blvilioo : di*nu er oraulieini uocb sp&ter
im Oßentliolien Leben thUig.
*) S. Berger d« Xivrey, M^moirM
d« Tacadiiniio des Jnxrriptioris vol. 19 (1858)
190 f,
') Den Uraprung und die tiAtiot«n Um-
stiad« dieaea Zwistos, der obo der jAinmer-
488 BysantiniBehe LiUeraturgeBohtcht«. L FrostiKb« Littentor.
schwer bedrüngleii Nation bezeugen ausser dieBcr Moiiodio mohroro i>oli'
tische I'lusechrifton. In einer JJt',«j^<"'^<''""'f betitelten Rede, diu wäh-
rend der diploniaU^lien Ueii>c des Raiserä Johann«« V PalSologos n&cb
Italien (1^09) gesell riobtin ist. ermahnt Demetrioa die Grieclujn. »ich nntcrj
eich selbst und mit den Lutciiiei-ii zu einigen, von denen allein ernstlicho ,
Hilfe zur Vertreibung der Türke« xu erwarten sei. In einem zweit«!
Svftßovlti'iixnc erHrtort er die GrDnde, warum nwii der Forderung des
Sultans Murad. die Stadt KalÜpolis an die Türken abzutreten, nicht wilt-
fnhron dörf«. Hichcr gehören auch die Roden an Johannes KantakUKonofl
und Johannes raläologos. endlieh drei Proöniion ?.u Ohrysobullon. die
KydonoB im kaiserlichen Auftrage (die ersten zwei nach 1355, die drill«!
um 1370) ftbfasste.
2. Viel Bemürkonewcrtes enthält die leider noch nicht vollstÄndig
fl)ekannte Sammlung von Briefen des Kydones. Sie richten sidi an
eine Reihe der bedeutendsten seiner Zeitgono»«en . an den Hicrtoriker
Kikophoros Gregoras, an den Mflnch Barlaam, an den Patriarchen Philo-
thooH (vgl. S. 107 f.), an Nikolaos Kabattilaa, an den Erzbbchof von
Thessalonike li<idor tihiba». uii Alexios Knnandrenos, an einen sonst nicht
bekannten .l'hilu»opheu' Oeorgios. an den Primikorio!« Phakras««, an Kaiser
Manuel II Patäulogos (vgl. g 210) u. a. An Kydones schriob u. a. dor MQncJi
Joseph Bryennios (s, S. H3 f.). Über des Kydones theologische Schrif-
ten 8. S. 1U2 f.
1. AuMgnben: Di^i Monodie nuf ilie in TlieiSBlonika Ootkllca«!! od. Conbefjt
mit den Scriplores pDst Theo]ihan«ni, I'flrii> IR^A, — Dia 2 Si'ft^ofitirniiai od. C«n-
liefiB, Putruni bibliotlietHe noviim uiicttiriiim 2 (Pam 1618) riü!— 1320. -- Zww Pf«-
llmi«ii XU eil ry Bull ul Ion cd. K. K. Znrliariao ron l.iti|:enthHl. SttxungtlMir. B«ri. ,
Ak. 1888 8. HUÖ — UW; soincr Ausgabe liegt ein Uand»ulirirtctifrngin<?at dos ProfeHOn '
Rhallia n Atbt'ii zu Gruntic!. vun wekbem nur bonierkl «ml, iliins e« uns eintr ÜM^
ecbrift dies Demetrios EvJutifa liorausgcrisBFn sui. «in L'm&Uijd, d»r die Auloracbaft du
liciuetrioB ctnaa Eweirelünft inarlil. Km drittes ProSinion zu einem ChrjrüoliHll von D*n^
trioB KydoticH ed. Sp. P. Lanibros. B. Z. 5 (18UCI. Cvber ein sülches PruOmioo im Coi-
Vntiv. Urk 80. fol. 166*. berichtet C. Stornajola, Codices tVbiiulM uraeci, Kom IW
S. in. Zur CbnmktcHHtik dnr Gattung dor Chrysobullen ist za beni«rk*n, data Mit
!;auteti und wUrdevoüen Stil in kaiserlivlien Rrliunon in Ryzuii stets grcasar Wwt
egt wurde. Dio Abfusaung dor Einleitungen diiNtnr ^biirtstU»ke bildet« mbm «icU,
Zwcis der rbetorincbun Aosbildung. Soltbe IVaGmirn wurden als slilistiMlia )faal*r
Abscfiriften verbreitet Achnliches gilt von den Brinfnn und VerordnungtD i
Pntrinrchen. DuraUB erktDrt sieb die etdfc (j|dchfnrmigki-it dieser Aktoncttclnt.
Dia theologisdien und Hielorisctien äehriftun ündot ninn jetit nai-b dtrn Ultrrcn T
bequMU vereinigt in der Sitninieliiu^^ttbe vun MiKne. l'ntrol. ^r 154. 8'^'i — 1^16;
109, 637—652 die Monodio iiuf die in Tbesaalunike Gtffulluuen uud 1:^1. 12S3-13dl
IJrief nn Bnrliutn (nur Inlninisrli).
BrieTe: H Ilriere nn Kaiser Mannnl ed. T. C. MattbR«i. iBOcrAtia, Demdtii CjL
cplHloIne. Mosqnno 1T7Ö S. 33 4ö; (inder«^ in einem Programm. Dr«ed«a 1799, und in
IhiifiX,, 'EXir/rini. H<wi|Unc liSIl ±4. 250 -3.SM. — Eine grSSBera Aiutrahl n"^ Fr. 8(
aonado, Aneod. Nuva, Pnris 11M4 5. 251 -S21. ~ Eine vollslItndlfCD kritimb« Anfil*!
wird vorbereitet von U. Jorio in V^binilung mit M. Treu. Auoh Sp. I'. l.ampr«« Uj
dio Bri»fe (aus dem Londoner Cod. Uurn. Tu) Kbgl^sobrieben ; h. B. Z. 1, 189.
i. Leben und Sobriften: Knbrieius. Utbliotb. gr. od. HnrL II. 39S-4IK. -
N> SsthAs. DoeumeDlH in^dits r^tutifä ii rhisluirii de In Or^I^e nu mayen Ige 4 (1'
t*T<raoe S. 32—84, — In die Öiograpbie des Kydonea ist ein grulier Irrtum eisgi
liehat«o Episoden in dem dynastischen Krieg«
Swiaoh«n Johanooii KanlHkutonos und der
PaUoIogeupartei bildet, eraShlen Kantaku-
leno« Ü. III 93 f. (ed. Bosn. [I 5<81)'
Niknpboro» GroRoraa 8. XIT 10
Bonn. II 740 f.).
S. Rhflforik, Sophiatik nad Epiriölo^iiphie. ^^ SOS— 310)
489
Jvr nirf«oda l»eriolitift wiiiL B. C. Rnno vcrnfTcntliolitn in dnn Not »t «xtr. tj (11^10)
3. 3H ff. eioe« Vnef den KvilonM «n (tun l'rimikcrion l'linkriuio*, in wolchom von vvr-
Snfeoea '£yMg)iritrn in iDeswkloiiiku und von vin» ilcr Studt droh<tad(Mi Birtagcrun);
I Bede M. UBM lieMig di«8e Anduuliizii: tiuf <\ie l)i'lHf:erunß und RrolioruDg der
8la4t durcti M Drad II oad s«tat« dalier d^n Briuf in dos Jahr 1480; EfoiMonade «diert«
JmimIWb Brief, An. ffora S. 288 ff. o)in» Kenntnis von der Aufidellunf Hnae«: da^«i;e&
pT>K ä<n liriiim in Mign«» PaCrologie Ober, wo t. IM, 1213 ff. dn Brief mit der Nutiz
•bgndrockt inl. l)io Annnhine, dam «n Mann, der in den Ti«rnger Jahrsn dos 14. -Talir-
hundert« wehoa nit grossen Aibnitnn übrr doKmutixcho Frng^n liervnrirat. noch im Jahre
I4SU Brirf« e««ckrirb(« habr. ist eelbat bei der w(%ilniilon Ansdfihnung der Vor^llung von
gnccbtschM- luiglebifikt'it gmtx nnwnbmchninlich; itudrni ist zu tiodcnkpn, da« »dt lltDfl
odrr 13Ö7 jrde Konatige Biefiuro biogtnphiscbo Spur von Kydones mnnpfflt. In dpr Thnt be-
ruht die Annalim« Um«« auf einer Mächtigkeit. Auf dm Hargcrkriag des JulitUH 1846
«itd in dem Sriefe ganx deutlieh als auf ein in aller ücdachtni« bnftrndcs. nicht nllxu
ba)t VM^angene« Ereignla angeepielt : da» konnte im Jahro 1430 nicht g<>Bcliehun, imd
dar loaaere Feind, von dem aer Btief bcricbtel. kann uIho nioht Murad II etin. Wer
4araat*r tu ren>C»ban iet, Iteet »ich nielil eivlier fesbilelleu; am nAcliaten liegt es, an den
gawaHiMn Scrbsnkataw Stefan Huarhnn in denken, der im Jahre 1S49 Tbessalonike
(nurtlicB bedr«hl*. — Dtr Name Kydones deutet anf die Stadt Kydoiiia in Kreta bin;
iöth baweiat das fflr die Hnkunft des Mnnnui ebensowenig wie der Üei'inine llvrlakenne
fa. % 204 Aan. 2). In mehreren Handschriften heilst Di?metrins •> it ttt/!aai.oriKtjc, und
B. Raae bat aus dem Briefe nn rbnkrnaeg, wo K_vdoni?s Thefsulonike «eine Vaterstadt
Maat, wohl mit Recht gesrhlo^een, dass er in dieser ^tiidt geboren aei. Hot, et oxtr.
8, 2, S14.
206. Hatthaeos Eantakuzenos (Matitatoi ö KavtawvtrjVÖg), Sohn
de» Kaisers Johannes Kantakuzenos (1341 — 13^5), wurde von seinem Vater
gegen den Willen den Johiinnes I'alaeologon >:iiin Kaiser gekrOnt, nach
^m Sturze seines Vater» aber wie dieser xur Flucht ins Kloster genötigt,
wo er )«ich wi.ssettöchftftlichen Studion widmete. Wir haben von ihm swoi
u Ktiinc Tocht«r gerichtete Skizzen: Üher die Wisttbegierde und Über
die drei Seelenkräfte {Ih^i qtXofut&i'af, /hfl ri»i' t^mp ijjt if'vx'ji
irriifimtr). Über seine theologischen Schriften s. S. 136.
Die xwei Skizzen HD Deine Tnehlor i>d. pr. aun dvni lüekenhanon Cod. Athen. 1391
y Sakkelion. .tdiUv 2 |l^85 -IH>lf)| 425— 4SÖ; dann iinfh einer vollBlandigeren ihm
tw C. de Ehior milKeleilteo berliner Ue im lUdfaaaä: II |186S) 204~ÜS4. — Dam gab
ÜMadationnn nach einer diilteu He, dem Cod. Mueq. Synod. xr. AOB B, Antonindoa.
hfttitut titif lli Jvo MniSßiiis luv Kiirtaiiai'^rjvov Xdyovt niX, .fdriof 4 (1892 - 1894)
«S-M2. — T|^. Fabricins, Bibl. gr. ed. Harl. T, 798.
800. Theodoros PotamioB (ÖfofJwpo; ö üotäfitoi, in zwei Hand-
Hltrift«n unrichtig HotitKnig genannt), ein seinen Lebenaverhaltnissen nach
gbolich unbekannter Grieeho au» der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts,
tintcriiMS eine langweilige Monodiß anf den Tod des Kaisern Johanne« V
PklwologoB (l.'lOl) und einige Briefe an des Kaisers Onkel KHntakuzeno»,
in Kydonee (doch wohl Demetrios Kydones) u. a.
1, la» Hoaodie edierte lUDnt aus einer vcralOmmelten Wiener Handachrift K- N.
Oatkaa. Jf». fi,,U. 1 (I8T2) 196—200; dann vüllMandiu aus einer Oxforder llnndschrifC
tf l.ani|.roi. .Hitiar 2 (189S— 89) 48-e2. Lamprus beai-lireibt Bnüh den Cud. I?i4 des
AIJMaklo^rra fu'r 'l;)iJQ<ur. dcf MO ige B liefe dea Putiimio« enthalt, VollstHndiger sah diesea
Emoplar noch im Anfanite des 18. Jahrbiiudertn ChryaanlUna Nataras. der aus der
BMMIiek dM ikerwrjiitn Kinalera eine Hanitaclirifl mit 20 Briefen doa Theodoros fotamioa
■afart K. N. Sathaa. Mm. fifX. 1, 292.
2. iroMT Tbcodoroa Potamioa iat jedenfalls ide«ti-ioh mit dem Manne, der in .MaEaris*
fikii \» di« Unt«rw«ll* <%. 316 ed. KUissen; s. S 211) mit d«n Wortun erwähnt wird; 'O
'» ^miftimf ^rjUDxar 'Innti^t ittifoi; ItatiJumt ö «pu; ißfidt ^ijmip dityo:, und wohl
■xi aiil d«m Itoieuiit. mit dem um 1401 Kaiser Manne) 11 korrefltmiidierte Hteriter de
IliieT in der S. m erwühnlen Schrift S. 198). S. Mux Treu. lt. Z, 1 (1^92) 93,
Sl». Haouel II Paiaeologos (1350— 142.'i; Kaiser 1381 — U25) ge-
fcürt ab Herrscher wi« als Schriftsteller zu den orfi-enlichsten Ernchei-
4d0
Bynantinieoba LUteratargeKobiolit«. I. ProaBische LIU«ratBr,
nuugGn der letzten Jabrhundorto von Bysanx. Au« den zeitgonfissischcl
Quollen ergibt «ich mit Sictierheit, (lass Manuel nicht nur eine durcbaM
Etympathiüch«: IVrHi'>n1ic1iki''it war, .inndorn morHÜttche und intellektuell!
Vorztlgc bcsasiK, die ihm in einer weniger unglücklichen BpcKihe zwoifM
Io8 bodeuteiidu Ei-folgo gi-^ichort hStt^n. Tu allen ritt«rlichen und mifl
tilri&chen Künsten wolU geübt, stand er geistig ituf der Höhe iM.<iner Zcgfl
Der gelehrte BeHsarion bezeugt den Iteichtum, das Feuer und die Bewed
Uchkeit «einer Kenversntion wie seine unormtidliclie ThAtigkeit, In seinifl
Schriften erscheint er als ein guter Kenner der attischen Sprach«, d
erfahrener Tlieologe. ahi gewandter Diuk-ktiker und vor allem ab «il
Stilist, der einem weit besseren Zeitalter Ehre gemacht hätte. Dass aal
der Kaiser eingehend mit theologischen Fragen beschäftigte, wird ihfl
niemand vorwerfen, der mit der Geschichte der PalSoIi^genzcit vertnn
ist. Die mit der Union zusammenhängenden dogmatiKehen Streitfrftgd
hoherr»chten die Masse des Volkee wie den Klerus in einem solchen Gräfl
und wiiren fUr politische Kntschliessungen so wichtig, dass ein gewiucH
hufter Herrscher ihnen ebensowciiig fern bleiben durfte, als etwa heute ml
guter Hcgent sich der Prüfung der sozialen Fragen vorsohlicsten kaunu
Und Manuel hat es mit seiner Herrscherpflicht ernst genommen. Die Oe-
sdiichte seiner langen Hegierung gewähi-t sichere Proben seiner Stoata-
klugheit, seiner Entschlossenheit und seines ehrlichen Wollens, Wenn er
das auf einen winzigen Bruchteil zusanuncngosehwundene Keich nicht rettno
konnte, so war es nicht seine Schuld. Der Prozess des ZusammenbrudiM
der alten Herrschaft vollzog sich mit der eisernen Notwendigkeit eines
Naturereignisses und war durch dos stärkste individuelle Bemühen oidit
mehr zu hemmen. Durch seinen Aufenthalt am Hofe Bajazots mit den
kolossalen Hilfsmitteln und den Kndzielen seiner Feindu wohl vortraut, liat
Manuel, als er zur Alleinherrschaft gelangte, mit grjisster Umsicht uoil
Energie alles aufgeboten, um der drohenden Katastrophe vorsubcugeii.
Trotz desunttbnrwindliohen religiösen Öegen»atzei* zwischen Koni und Byzanz
und des Widerstandes einer puliti»ch kurzsichtigen, aber eintlusHreicheo
Partei im griechischen Klerus unternahm Manuel in eigener Person alx
Schutzfleliender eine Reise nach Italien, Frankreich und Rnglnml
(1399—1402), um von den christlichen Fürsten Hilfe gegen die Türken ai_
erlangen. Ale er sich endlich überzeugen musstc. d«*s eine crnetgemeiB
und genügende Unterstützung nicht zu hoffen sei, verstand er i«,
die in ßyzanz traditionelle Kunst der Diplomatie mit Suleiman Bai
später mit Mohamed I wenigstens einen modus vivendi herzustellen,
war die letzte Zeit verhältnismässiger Ruhe, die dem rhomäischen Itac
noch boschiüden war. Sie endete mit dem Regierungsantritte Muradsi
der 1422 seinen gewaltigen Angriff auf Konstantinopel unternahm. K«
vor »einem Tode niusste Manuel noch einen entehrenden Vertrag unt
zeichnen, wodurch dos Reich der Byzantiner dem Sultan tribotfifficU^]
wurde. Nach einem Leben, das an Arbeit und Sorgen ebenso reich
wie an Mi.s»^i;rfolgen und Enttäuschungen, starb Manuel im Jahre 14ÄJ
Es ist fllr die Zähigkeit der litterarischen Neigung der Byzantiner beule
nend, dasa ein Kaiser, den die jämmerlichsten politischen Vcrh<ni»ei
493
BjrxantlDtecbe UttentTirgeiehiclit«. I. Proeaüclie Idttemtar.
10 elo. id. J^l
rtwtoriMMH
an Manuel Raoul, an Manuel Pothos, an Ibnnkos, an Potamoe, an
dt*n Patriarchen Euthymioa, an den Fürsten von Tliauos Georg Oatti-
lueio. ftii Donictrios und Mnnud Ohrysoloras, an den Itaüene
Gtiarini, den or bittot, dio Lciolionrode auf den Deapoten Theodor ii
Latüinisdiu zu Qbvräetzcn, endlieh an mehrere BiachCfe und Mctr(
pulitcn. Oft buklagt sich der Kaiser in »einer Koirospondcnz uWr
erdrückende Last seiner Regierungsgeschäfte und Ober den Mangel
Zeit lUr litterarische Dinge. Noch mehr als in den Abhandtungen
kündet er hier den wohlau»g«l)ildeten Sinn fllr elegante Darstelhmg, ftogar
die in Byzanz seltene EigonHchaft ä^n Humors: An Dcmetrios Kydonee,
der ihm ein Exemplar des Suidas überschickt hatte, »chroibter; <P9iiaa(
7iXovai'ov( an^tftjVtrt
1. Auignben; Mnnuolis Pnlnnologi Aug. pi'Hcocpta educalionia regito
A. Lt>uiiolaviuB, BurUcu lüTif (ootliHll omunr d^n d.ta9^»<u die iii«lal««i ri
SlUchel. — Loiuhcnrcdc nuf Theodor fd, l'r. Cuinbofis. Patriun bibllotbec*«
Auctariiim 2 (Paria lG4ä) Ititö - 1-3'.!Ü. -~ Dnm ei. Fr. Bni«sociado. An. gr. 2 (1890)
2T4~30V, die ßede dea TruDkuoboldB und die Einlv<ituiig d«r Rede des Aiilonor ta Oifmtni
AnecdotM novA, Paiia 1844 8. 223-2ä0. die Rede Ober die Onsiiudheit d«s IfiieiTTi uid
einige Briefe. ~ Em witziges Suottgeüiclit auf einen anortrüglichen SehwUxer «d. Ha-
trangn. ADeednta QnMa 2 (I8&CP) 682. — llrJere: Kd. E. Leginnd, Uttrr* d* remperw
Monuel Pnl^ologun paUJ^M d'apr^s troU msnuscrita, Premier fnsc, l'nris 1SS)3 IcntliSlI ■Maar
den Briefen den Kafiüf naQiiMir,tiKät. die Klhopoüo Über Uajiuiet und dns StOck lUfi m«
ffavy^i' ine 'jyapijmv: diiK «weite Lieft soll den KatnmecUr bria)i«u). - Uober die Ana-
f;aben der theologinchrn Schriften e. S. U3. — Sammclunagali« der mMatan Stflek*
ohne die Briefe) nach I^unclavius, Combe&s und Una« bei Mignc, PittroL er. 166^81
bis bB-i.
2. Hilfamitlol: Vgl. Hase, Not et estr. 9 (1818) 2. 187 über cod. Paria, er. 3WI.
der 66 Griefe dee Manuel entbblt. — Zur Bioi;raiiliie Mamiels vgl. Deinvill« |e ttonlx.
La France en Orient an XW" si^ole 1 (Paris lüäi ^ Bihl. ans iJooIgs franf. d'Atbiaaa el
de H«Rie fagc. 44) 376 — 383. ^ Zu den 'YnoSijtia Manuela an seinen Sohn vgl. Or. Keil.
Epikritisclie iBokrateutudien. ßennea 28 (1«88| 370—372 — Epigramme in nelca &h
t, ü. im Cud. Vatic 633 fei. SM". Dortselbet nuüh Epigramme eines Demetrios Ha*
gister (= Demetrios E^donea?) und eines Matthaeos Cbrjsokephalos. — Uampl*
Schrift: Bergor de Xivrej-, Mi^moire siir In vie et lea ou^Taues de rempereur UaoM
PalAoIogiie, in den Mämutres de Dnatitut de Krance, Aeitd^niie des inseriplioos et b«D<a-
]ettr«s vol 19 (l^.iS) 1—301, eine der besten Monogr au iiien. die man Ar diebjpiaa-
tinische Litte raturge^ebiobte besitzt: um Si^liJuesc gibt der Verfasser »ine chronologilcl*
Tabelle der wicbligslen Tbatsaclien in der Biügra|diie Manuels and seiner slnittitiiet
Werke mit Notizen Ober die Handadiriften und Ausgaben,
3. DnsQeburtsjabr des Manuel -letzt Bergerde XivieT S, 16 Dtdi den bntiHHnlw
Angeben des Tbranl^es Ins Jabr 1348: dagegen bemerkt K. K Zacbatiae von Line**-
tbnl. Sil2ung<.ber. Uerl. Ak. 1888 S. 1413, das« Memiel nidit vor 13.S0 Kar W«ll gtkeancn
sein kAnnc, du Johannes Palaologos erst 1347 lieiralete und ibm vor Manuel «in "
Androntkos und eine Tochter Iren« geboi'cn wurden.
4. WeiUro Aufsclilll&ie über das Leben and die litteroriacJie Tbfitigkeil deaMaaa
waren vor allem tu erwarten Ton den nn ihn gedeliteten lOO Briefen dee DemetTtelj
ChiraoloTBa, die bnndscliriftlicb in Paria und Ostord liegen. Vgl. 8p. P. Lambr«!. T'
Werke des Demelrios Uhry soloras. B. Z. 3 |18!)4) 59!).
5. Der nis KorrcspuDtI?nl das Kainers Manuel erwähnte Ibankos ("W'raet) »e
eine tbatslcblicber Angilben vQllig entbehrende Monodie auf den MelfO|>olit«n T«n1
louiko laidor Qlubas und einen Brief an Siinen. den Protes von llacion On», >«
«r deinsolbcn in bissigem Tone mit Beaiehung auf l.ukian allfirlei in einem BrMfelr!
gnngeiie Sülozismcn nnd Borbarismen vorwirft^ Beide Stdck* ed. ans dem Ced. Lait]
13, 74 G. Legrund, Letlres de l'eniperenr Mennol Pnltlologue. IVemier Taae. S. lU— Ilt
211. Mazoris' Fahrt in die Unterwelt {'EntSi^in'a M(i^a(fi ^r'Mi
ist wie TimarioR «ine Imitation der Nekyomantio dea Lnkian.
einer epidemischen Krankheit, dio in Kon^tantinopel wat«t, stirbt MaxaiÜl
6. Rhttorik, Sopliistik und Epiatolograpbl«. f|
und kommt in dt« Unterwelt. Hier empfängt ihn sofort Manu«1 Holo-
bolo8, de« Kaisers erster Sekretär, sein Begleiter nach Italien und Frank-
nich, der Verfa»»«r zalilreiclicr Chryaohiille», Hhetor und j\i-zt in einur
Person, und beft-ugt ihn nucli den Zustunden am byzantinkchen Hofe.
MazariH schildert nun das sHiamlase, selb^teUcbtige und kleinliche Treiben
der HufMcbranz«n in Konatantinopel — alles in der Fonii einer Anrede
an eine Qescilttchaft, der er seine Hadesfahrt crzfthlt. Holebolo» rüt
Hazaris, auf die Erde zurQckzukebron ; beüM)ndcrs sei der Aufenthalt im
Peloponnes zu empfehlen, wo man eich mUhdoä bcmcliern könne. Damit
tkt der eigentliche Totendialog zu Ende. Es folgt nun ein nenea Kapitel,
dos .Traum nach der Wiederbelebung" überachriehen i.st. Maxarii*, der
dem Ilutc de» Uolobolont gefolgt iitt, befindet 8ieh im ['cloponues. Er hat
hier aber »ehr Hcblimniu Zustände nngctrofTcn. Als ihm Ilolobolos im
Traume erscheint, klagt er über die Vcrwoifonhoit der Peloponnesier und
gibt ihm hierüber auf Ansuchen noch brieflich nähere Mitteilungen. Daran
schliotwen »ich als dritter Teil noch zwei Briefe, der eine von Holobolos
an den Arzt Malakc«, der andei-e von Malake^* an Uolobolos. Auch Mulake«
fUhlt sich im Peloponnos aohr unbehaglich, und vorgeblich tröstet ihn
Uoloboloa mit dem Itate, Lethewa^ser zu trinken. Die Berliner Hand-
Bchrift bietet om Schlüsse noch einen Begleitbrief, worin der Verfasser
Kaiser Manuel 11 bittet, er möge sich das ScbriftstUck, im er mit dorn
Briefe überreiche, erst nach seiner Abfahrt vom I'eloponnes auf dem Meere
nn Buboea und Theesalien vorlesen lassen, den Peleponneaiem aber ja
lits davon verraten. Dass nun das Werkchen nicht etwa eine harm-
ScbulQbung in der Art der Lukianimitationen des Ptochoprodramoa
dUBtellt, sondern als ein damals völlig aktuelles Pamphlet betrachtet wer-
ben muai, das beweisen nicht nur die genauen chrunulogiscben Angaben
nd die deutlichen Anspielungen auf zeitgenössische Ereignisse und Zu-
Miade, Kondom vor allem die Thatsache, dass mehrere der vorkommenden
Ptrsonen sich als historisch erwei.sen lassen. Was zunächst die Chrono-
bgie betriBl, so ist der erste Teil vom zweiten und dritten durch einen
WMohUichen Zeitraum geschieden; die Hadesfahrt des Mazaria erfolgt
in Januar t-114, und in dasselbe -Tabr ist jedenfalls auch seine Erzählung
^dir Uadeszutttände zu setzen; der zweite und dritte Teil sind in den Sep-
und Oktober 1410 datiert. Darnach lä-sst sich auch die Ab-
ngszeit bestimmen. Da die in dem erwähnten Briefe vorgetragene
nur für den zweiten und dritten Teil, in welchen die Pelopomiesier
iflKWMlt werden, einen Sinn hat, so hat Treu mit Recht geschlossen,
' 4iBS der Vcrfas»or dem Kaiser mit dem Begleitschreiben nur das aus dem
Tnome und den Briefen bestehende I'amphlet gegen die Peloponncsier
Berreichte, und zwar muss die Überreichung in der Zeit zwischen dem
ItL Okiober HIK und der vor dem März 1416 erfolgten Abfahrt des
jKiMra aus dem Peloponnes stattgefunden haben; der erste Teil wird
fichoo frßher, etwa Ende 1414, verfasst worden sein und in den Hofkreisen
BHnli^rt haben. Von dun Personen der Hadosfalirt ]ä««t sieb Manuul
tloloboloa sicher mit jenem Arzt«, Khetor und Philosophen Manuel
üokibolos identifizieren, an welchen der Münch Joaeph Bryennioa eioeu
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ByuBtiniBcbe LltUratvrgflMfalelit«. I. Procaüche Uttoratot.
uns erhaltenen Brief schrieb. Einige der Nebenpersonen sind in den Acta
pätriarcliatiJH Oonstantinopoütani aufgefundoo worden.
Dif Hadfsfahrt df-» Mazaris i&t zweifellos die echlechtesUj der Us
jetzt bekannt gewordenen Imitationen des Lukian. Die ganze SaÜre be-
gteht au5 einer langwierigen Reihe roher Schiinpfreden, aus einer trost-
loseo Gallerie bestechlicher Kicliter, houctilerischer Mflnche, quaek»ialben>-
dor Ärzte, bißder Weibernarren, Ehebrecher. Renegaten und sonstiger
Nichtenutze ; die einzige erfreuliche Erscheinung in der verkonunenen Ge-
sellscliaft l8t die edle Figur des verständigen, aber ohnmächtigen Kaisers.
U)abei geissell der Verfahser nicht etwa, wie es der echte Satiriker tJurt,
■ganze Si^hichten der Ge^ellHchaPt oder allgemein verbreitete Sohäden der
sozialen und staatlichen Ordnung, sondern nur Privatpersonen, die dem
Leser unbekannt und daher gk'ichgiltig sind. Man hat es mit hümiachen
persönlichen Angriffen, nicht mit Aufbrüchen heiliger Entrilstung QlM-r du
Schlechte an sich zu thun. Die Derbheit und Fhinipheit der Spässe. die
aich der Verfasser seinem Herrn vorzulegen erlaubt, wirft auf den damals
am byzantinischen Hofe erlaubten Ton kein gUustiges Licht; doch mOgo
man bedenken, das» um dieselbe Zeit an manchen westeuropäischen Uof«
nicht bloss in Iteden, sondern auch in Handlungen eine nicht geringere Roll
heit herrschte. Übrigens ti-effen wir eine fthnlicho Atmosphäre nicht vi(
Bpfiter in anderen byzantinischen Werken wieder, z. B. in den Gedicht
des Sachlikis. Auffälliger ist es, dass der Verfasser es wagen durfte,^
eine Iteih« bekannter Fersönlichkoiten vor dem Kaiser in ihrer Sittlichkeit
und Elire anfs gröbste anzugreifen. Aber auch diese Eigentllnilichkeit dM
ScliriftMtUtkes wird verständlich, wenn man sich erinnert, was «ich beutigen
Tages in manchen sQdlichon und eüdüsüichen Ländern die Presse an ge-
meinster Verdächtigung tüchtiger und hochstehender Blänner leistet; und
da handelt es sich um eine unbeschränkte Publizität, während jene Pam-
phlete doch nur für die QbermlUige Laune eines vertrauten Kreises be^M
stimmt waren. Bei aller Widerlichkeit und Plumpheit ist die HadesTahrt .
nicht nur ein wichtiges Dokument für die Kenntnis der byzantinisclicii
Lukianimitation, sondern sie enthält auch interessante Details
Geschichte der byzantinischen Kultur und Politik wie den BaHo
Über die Untornehinung Manuels U gegen Tha.sos im Jahre 1413 (S. 341 CJ
ed. Ellisscn). Der Neogräzist notiert sich die Bemerkung de«« Mazaris, er]
furchte bei einem längeren Aufenthalt im Pelopoimes durch die barbarisc^l
Mundart der Zakonen seine eigene Sprache zu verderben, sowie ä»i
oierktvllrdige ethnographische Einteilung des Poloponnes [S. 2M|
und 239 ed. EllisscnJ.
Dass der Verfasser des Werkes in der nächsten Umgebung i»
L Kaisers zu suchen ist, steht vtlllig sicher. Er hiess olTi>nbar wiiUkki
F Mazaris und war einer der Begleiter des Kaisers auf seiner Ketee oM^J
Westeuropa (vgl. S. 163 ed. Boissonade). Wir orfalireu auch, dua
verheiratet war und Kinder hatte, dieselben aber wieder verlor (vgl. R U
cd. Boissouade). Diese und andere Thataachen sprechen »ehr zu üi
gunstcn der Annahme von Lauipros, der Verfasser sei idoDtiscb
dem MClncho Maxiuos Mazaris, von welchem in mehreren
B. aii«torlk, Sophictlk und Epintolographio. (g 212)
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«chrift«n Kircliciili©der und gramniatisclio Regeln in Form von Kirchon-
kanonee erhalten sind, und vielleicht uuch mit Manuel Mazaris, der im
Cod. Vatic. lläl) als V'erfaaser einer Ivenekgende genannt ist.
1. Aaogftbvn: Zuerat tnacUte aiat du W«rk aurmerktmin ß. Rnae, Not et «xtr. 9
(lBl«i S, 181 S. — Ed. pr. Fr. Boisaonad«, Anocd. gr. 3(1831) 112-186, - Mit
■jwttlitg üabMWtzoDg nnd KonimeDtar ed. Ad. Ellisfleti, ADal«kteii d«r mittel- und neu-
iriMbäwlMn UtUnttnr, «. T«U. Leipsig 18G0.
2. Hilfsaiitl«!: Vgl. I)«rger de Xivroy, M^moires d« l'fnstitiit d« France,
Aeaid^Bie d«« iauriptions 19 (^53) l.^ti-t6^. — Analirso und Chanikleriatik von H. F.
T>I*f, Joontal of llelloDk stiidiM 2 (ItlSI) 233-370. 8. auch desanlhen S. 429 litiorlo
Sdbrift <■ PMlioii. — UnuptBchrift Ober die Karaposition. dio Alila-ssiingaioit und die
pMMBcn den W«rk«: H. Treu, Mnuui» und UuiuboloH, U. Z. I (1^92) 86—07. -- Vor-
Udt« Bjpotbeae thcr dou Vv«fniiBer vun Sv. P. Lumbroa, Moxuriii und seine Werke,
S. D«b«rlt«ferutig: D«r Text ron Boiewnude (und Elliasoii} ruht aur dum Uod.
PsrU er. 2091; Treu buuDttto Dir die oben zitierte Arbeit den Cod. Berol. Phillipp.
Rr i&"f: Boeh unverwertet M der Cod. Vatic Urb, 134 fol. 223-248.
4, A. ■. 0. S. 129 ff. berichtet Hnso Qbor eine weitere, noch unedlort« ttnitation
dn Nvkfomautie, die ini Cod. Pari*. 1631 iiUckt. ICs ist uacli seinen Mitteiluugeu eiu
hiiWT«« Gemndi ftU» Lukinn und di-r Apakalypne, das in der Form einer Vision dii«
BImIwi d«t Unlarw*!! RUnmalt. Dnr KreihUr dutrliwnndcrt dio Gegenden des üados nulor
4t nhrang •ine« Rneeln. dor ibn diu SobrockemuEcnen arklilrt- Unter don Sei tsnm kälten,
die ibni bpgcgDnn. Bind dar grUne Uonneratag, der Karfreitng und dio Fastenzeit,
^ «I« woiblidm WcBcn Tur liottos Tliron Mreolieinoii, uin a\h xa verklagon. die dns Fasten-
|«U( ^brucbcn bnbi-n. Meineidige, fulscbe Zeueen. butrllg^nsilie KnuHeute, ^ündor jeder
Alt Werden von KoueratrfiinVB veraokluuscn; besonders sti'eng ial il«r Verfasser gegen
in Protoapalbar Petrus ven Korintb, den er mit siedendem Pecb und fihnhcbcn
iNbioairilnt igk eilen b»baiidelt. Von hisloriacben Personen werden die Kaiser Nikephoroa
Pkokan nad Johanses Tiimisk«s «rnkbnl, was jedocb fnr die Zoitbeslinimuue nicM
Csf Anbsll ^ewthrt; nach der Spiaclie glaubt Hase das StUrk in das U. oder 15. J&br-
d«rt verweisen ;tu mflMen. F^inn grUesere Zubt byzantinisehor Imitationen des
Lvkiaa ImkI nocb uncdiort in dor l'nrieer Hibliulhek iHnsa n. a. O. S. 129) und wohl flUch
Mdennr*. Die Neigung tu aabarfcr und witxigor Kritik, di« Biob namentlich iu dor banpt'
■UtiMbao B*vMk*nuig so oft in den bekannten Spotlversenuud Pamphleten [ifti/iovaa]
UA BMltte. hat oSoabsr in der Satiru im Sinne Luki uns ein brJIcbt^a Ausdruckemiltal
itn. Ebi« v»l)atlndige VerOffenllichnug und geHcliichtlicb? Unlenuobung dieser StQcke
•Ma aebr ihnl beitragen, die Qblit^ho Vorstellung vou der ukiidcmiackcn GleichDnnigkRit
aid tnaUoMn UOrre d>m byunliniscben Üeisteslebenit in bcricbdi^en. — Uetitrr die Spuren
dMLukian iaderbvxant. Ijitenitut vgl. auch J. G. Branibe, Ueber Zitate und ReminisKeuKan
Ni Dicbtera bei f.u<ian nnd «Inigen epSteren Scbriftstallcrn, Progr., KichsUtt 1868.
SIS. Johaones Eugenikos {'/««riv^e ö Ei-ytrixö?) am Trapezuut, im
Bniti« dor Würde cinea Noniophylax, lebte in der ersten Hälfte de«
IS, JahrliundiTt«. Er bckund<'t da« unvcrwiistliclut Fortlelttm der rheto-
tiichen Schulung durch ein« Kvih» vou Exif^atifig, in welchen die Eixört;
nitr 'Enypfianf des Pbilostrato8 mit peinlicher Sorgfalt und nicht ohne
Bticlilek nachgeahmt itind. In der' Ex<fQ(tai( Tpo/if^oturo; schildert Kuge-
iftu MJiie tioit der tiriluduiig de» KaisertimLS Trapeziint geistig und
ndtiriell bedeutend gehoben« Vaterstadt nach ihrer Lage und Umgebnng,
Ml ohne Kücksicht auf ihre geschichtliche Vergangenheit. Eino wirklich
on^iwllfi, anscliaulicho und lebensvolle He.sclireihnng der trapezuntischen
Otfend, deren grossiu-tigo Schünhoit Fnllmerayer zu einem ttoiner farbcn-
ntchat«n Landschaftügomäldu begeistert hut, darf man freilich in dem
•tbKimImig angelegten und mehr nach berühmten Mustern als nach der
K»tur gearbeiteten Werke des Byzantiners nicht suchen. Ans der An-
libfliiiig an gemeinKftmo Vorbilder erkifirt sich dio Verwandt«chaft das
SUekee mit der Beschreibung von ThesiuLloiuke, welche Johnune» Kame-
oiitei Miner Krzilbluiig dor Katastrophe des Jahres 904 vorausgvechickt
SfMBtlnlHh« Lltt«r»tiirsMChlolit«. I. Pr4M*Wlie tilUr&tor.
hat. Eino zweito in Anordnung und Spruche mit der genannten auffalWnl
Obereinstimmonde "ExypRTic ist der Insel Imbroa gewidmet, eine drin
der Stadt Korinth, eine vierte dem Dorfe Petrin« (bei Kparta). AusaJ
diesen landschaftlichen Schilderungen hinterliess Eugenikoit mehrere '^xy^fl
ati^ im engeren Sinuc d. h. Beschreibungen von GemSlden. So zd^
er uns eine mit VOgeln, Jagdliunduu und andt^rcm Beiwerke ftusgeetutteto
Phantasiölandschuft, deren Mittelpunkt eine I'latan« bildt-t. ein Bild d«
hl. Jungfrau und ein Gemälde, das ein junges PQrstenpaar in eiiii-ni
Lu.'ttgarten darstellte. Zu untersuchen wäre, ob Eugenikoä für «eine Schil-
derungen nicht etwa Oemftide der italienischen Frtlhrenaissance vor Äui;eii
hatte; auf byzuntitiiächem Boden hat er »uino Vorbilder, von der MadoDO
abgesehen, schwerlich 6nden können. Endlich schrieb Kugenikos ea
Vorrede {n^o^twQfa) zu den Aothioptca dos Holiodor, jambische ü(
dichte £■'; fixovti roii fttyäXov Xf/vffoatiftov und lü'i nutttyitiffwi;
'Etzitä^ior rip av^fvionotiXif in 96 Trimetern, ein Lob- und Dankgediel
an Kaiser Johannen VIll Palaeologos in 58 Trimetern (z. B. in dun Codj
Vatic. 134 fol, 124, Vatic. Pii U 37 fol. 1) u. a. Üb«r theologiscl
Schriften des Johannes s. S. 117.
Auch der Bruder unseres Rhetors, Markos Eugenikos, Metro;
VOR Ephesos, der durch seine Teilnahme am Konzil von Florenz 1439 i
durch utblrciche Schriften gegen die Union bekannt ist, gilt als VerÜMcr
von 'Extf^üotii- Sie [»childeni den Mai'tertod des hl. Dumetrios, die 6t-
burt Christi, den Tod des hl, Ephräni, oiueu Sterbenden u. b. w. Doch
herrscht bezüglich dieser Stücke zwischen den beiden ßrfldem ein Oniu*
streit, zu dessen Schlichtung genaue sprachliche und handschriftliche Unter-
suchungen nötig wären. Kaysur wollte sogar die Ekphrasis von Korinth
dem Markos zuteilen, obschon auch in seiner Ilandachrift der Nom»-
phylax EugenikoB als Autor bezeichnet ist. Es ist aber vielmehr ai nl^
nuten, dass alle diese rhetorischen StQcke dem Johannes gehör«> ud
die Zuteilung derselben an Markos nur durch die grössere Berühmtheit
des produktiven Theologen veranlasst wurde. Weitere Schriften des MaiiM
Eugenikos sind ein Kanon zu Ehren des Patriarchen Euthymios U (f Ut(,l,
Briefe und Epigramme, über seine reiche theologische Schriftstellvr
8. S. 115 ff.
Ausgaliftn unil Uilfsmittel: 1. Johiinnos Eiig«ni1co*: KkplurMis *»
nmt in Kiisintliii ojip. ed. L. Fr. T«fol l^:i'J S »T0-S73. - KkphtBMs r«a laV
PUUne, bl. Jungfrau, KUrsIpnpRnr ed. Kr. Üoiseonado. Anecdntn iiovn, Vitti* lS44ä!
bis 346. ' — i^pAtc^ edierte die EkjihrsaiB von Imbms noch cinniiil ohii<r Ki^nntaii dw S
gube von BoiESonnde und nicht ohne einige VerGclilecbtoj-ungen W. Kr&bDer, PhUoh
■m (lee^) bm t-, s. dio Uc-ncliliguu^ (lorlaelbet S. 767. ~ Die Uflinuiia uif ["«tma i
K. Nestoridoa, JiiiiW 4 (lsy2— 1BU&) 6:;7-ü34. — Vorrede tu den Aetbje^li
und jnmbiscfae (ledicbte ed. M. A. Butidiiii, Catulogua codd. graee. bibl. LurubM
a (1770) 322 r.; dorlsL-lbot 2 (1768) 522 Noii« über die im Cod. Laur. hX IX «riMlb
Gebet« des Jubtuiue« clu die bl. Dreieinigkeit. ~ EjiiCapli ed. K. Legrand, Jd
(1B88 — 84) 4^5 &,: dazu 459 ff. bibliograpbiscbe Bemorkiingen von N. foUtis. —
de* Johamies ed. E. Legrand. Cent-dix lettrea d« Frftii;ois FileUe. l'ari« \H^i S. S&l-J
— Einn lUuiitfiintistnuo von Scbriften des Johennca KiignnikoB ist Cod. I'ariii. gr. 31
i, J. 14.1& TOD Joliunncs Eugenikos selbst geschrieben. ~ Im C«d. E'aris. miiifil. %i.\
fol, 11&— im wird dorn Jobunnoa eine Alonedio auf den Fall KpoLnugoacbricbcn: rte" '
iat HD idoulisuh mit ciuem d«i in g 21^ Anm. 2 erwähnten Teste.
2. KkpbriitieD und Uriofc d«a Markos ('?J Kugenikos od. L Knyaer nacli:
■trati itbii de gynrnioticu, lleidolborgae 1Ö40. — Dca Uarkee ikbrifl Ut^ Sfwi- £■«<[( i
A
unr- uiu^ PCI VW uv^ x"- irniii iiuiiu^Ji'v^'
dui'ch mehrere zum grüssten Teile nur fragmentarisch crliall^eiie
ationen bekannt, welche auf die letzt* Xeit ^er PalAolugen einige«
erfen. Vollmundig besitzen wir ein um 1450 verfosstus Enkomion
1«tzt«n byzantinischen Kniaer KoDstanliD IX. Die häufige Ver-
TOS-Zitiiteu aus alten Autoren wie Honior, Pin<lar, Piaton und
von Hprichwfirtern, antiqii arischen und mythologischen An-
n hat t>okiano« mit den tlhrigon Vortretern der Gattung gomein-
:fa haben auafior Theodor HyrtAkcno» wenige dieser rliotorischen
so reichlich naehgegülwn. Von den Übrigen Stücken sind nur
erbalten. Ir einem //pwnyMiryjuwnoi' beglÜckwÜnBcht Dokianos
iser KU einigen politischen Erfolgen, von denen freilich die Oenchichte
^u berichten weiss. Daran reihen sich eine panegyrische Hede
l)««poten Theodor, ein Trostschreiben an einen gewissen Uc-
in Asane», der drei SOhno verlor, ein Brief an einen gewissen
\o», worin sich der Verfa»ier als erbitterten Feind der Lateiner zu
n gibt, einige (iratulationsbriefe, die der Rhetor für eine
|khe IViiuEessiii abfasuite, endlich ein Schreiben an Helene, die
des Dcinetrios I'alacologoe, Despoten von Morea (1449—1460), die
Gemahlin des Sultans Mohamed II wurde. Am Schluäse einer
des Georgios Scholarios gegen die Lateiner steht tni Cod. Paria
i|. 310 ein Epigramm des Johannes Dokianos auf Scholarioa, der,
er nun im Himmel bei den Engeln und Heiligen weile, doch fort-
[Biit der Kirche eu leben und den Übermut der Lateiner zu brechen.
>lanof( 1464 noch lebt«, ist dos Epigramm nach dieser Zeit ab-
womit sich für die nähere Bestimmung der Lebenszeit dee Dokiunos
Stutzpunkt ergibt.
£d. Bsdi MDem Autographon des Martin Crusius von L. Fr. Tafol in di^iu scLwor
li«n TnbingM- Pr«gninim \S21. — Kessar voii Cli. Hopf. CUroniqm^sOnSuoRuiiinnM,
78 S. 'H6—i!>% — '£viei Unofe dea JuhamieB Dokionos atoliea im üud. Kftcur. T. 11.
i9— 26ä. — Cia JoliHttues DukianoH, der mit unsDri-m ttbutur vidleiclit idontloch
■ich als Bcaitur «ia«r Hs von X(<nupboii8 Htflteuica; «. Giiia. Jorio, Codici
luIU kiklintMlie A\ KiDoli Fiutp l lAmrin D Hnrrunwit*. tft93 R. 7 fT.
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Byzantiniflcho Ütteratnrgviehidit». I. PrMaUeho LitUratar.
GcoiisloB Ulli] &n Micha«! Apoetolis. such einulne Briefe d«« KoDStaDtio Laskiii
im Michael Ap««tolis u. s. w. VkI. <iie Inhal iBangiiba bei H. O. C«xe, C*U)i
codionm um bibl. Dodl. p. 1 (lann) 793- T07.
8. Ein sonst nidit bekonntnr Münc-h Makarioe Asprophr^<le« v«rfaMt« md« I
aohr«ibnng oin«a Bildoe in d«r Kirchn dar h!. Atoria mit ilem Hcinsmon •>'(« ni^itlMi
im Klo>t«r loC XtifOiHriiov: Tot fuixiniiov Ufofioiii/ov lof «on^o^piiJof j'xf^ntif (Ath
via jttQiaXtatoi, xoo'aV Jt ftanj toii j^npainriiov. Üoil. Vindob. phil. ft. 166 (ÜMI
foL 1—8. Der wahre Familionname de« Mannes beisst tiota de» g«l«hrt«n GmmI
'AvilQi^vio( docb wohl '/4anfinfQ\'Jtj(.
4. Wi« in ander«!) byxaiitinisohen LitterRtui^nttnntten so finden eich and) in i
Rhetorik nianclie iiach ihrom Verfasser, ihrer Zeit «der )hr«v BescbaSenbeit aabekaa
und daher litterarhislorisch vorerst nicJit verwertbar« Stticko. Iti^ibn i;<'b3(U li
Stapbidakes l2taar(Ai'i(>;c) Monodie nuf einrn Kaiser Pala^ologoe im Cod. Vati«. Ij
fol. 166, eine Monodio anf den Einatnrt der llngia Sophia (lum Thema vgl. H. 44äf.
Cod. Vatie. 112. dnr auch noch mnnche andere rhetorische Sachen nufbcwabrt; «in
dos MOnchoH Johannes l'hurnes. ebemaligen Klusler Vorstandes de« Uergoa tianoa,
den M&Dcb Oregor Anttgonites (Tw finxiiniiorninn ^om/nv rv^ov "lamit^ r#v 4^
toi' yeyovötnc nfiuiiuv roii spart rnv rrifanf /niaroili; npöt rec äyteitafor ^rtrWr M
l'Oiyöi'iof loV Urriyoritriti und Briefe des Gregor, Monobsa und Ablos d«a Balpi
kloBtvrs (?) auf der Insel Oxeia, an den Kaesui (rpiT^a^/on ^om/aü nai ini»^y»rMtr^
ir T^ "Oliii/ njaifi otfnOfiirn fioii^f [""'} i°i' "»■'il;Voei' (?) tnMtoiai i» IToia«^) kB 0
Vati«. 673 fol itl ff. — Wefteo des Stoffes bemerkenswert «nd zwei Monodien siif <
Fall von Konstniiiinopcl i. .1. 1463. Die «ine, das Werk des libotor* Matthaeos KsB
riotos, ist hei Mignn, Patrol. pr 160, 1060-1070, ToKiffentlieht (Inc. Ur Apiirij«v ^
lir ntiUQa), Die ander«, die m. W, noch nieht gedniekt int. nleht im Cod. Perii.
2077 fol. 257--259'. Titel und Anfnng: Mori^dla tni tg iimtvjtaiütp A'air«far)irditi«i
OtftM lii iai«tt fim rtrt'pvyn; lömi nf^oicpo;. Zu vergleichen luna die dnrfJi die
greifende Erciicnis vorujiluhaten KlagegOBange: vgl. don Absohnilt Ober die *ii|(l
grieohis^a Pewie, Kapitel 2. Kin Fragment eines Prosatbrenos auf KonilantiBe|i
steht Mieh iio Cod. Paris, auppl. e""> '»81 «. 16 fol. "4-&Ü. Vgl. g 212 Anm. I-
DreUeliD anonj-me Itriefclieu. deren erstes niil deu Worten lläyx^'^'i ftor rji yif
yimnfraii fioi lu ^Soj beginnt, stehen im Cod. Bodl. Bsrocc. 23 s. 14 ful. 6— S.
6. Altertumswissenschaft
AUgemeino Charakteristik. Für die byzanüui&clio Ooietes-
Ut es bezek'ltiiciiid, daes vielleicht die Hälfte der gesaniten anu
rlen schriftlichen Produktion, wenn man von der Theologie ab-
hdas Oehiet fSUt, da» wir im weiteren Sinne ala IMiiloIogio defi-
■mcn. Ea ist der Teil der byzantinisch en Litteratur, in welchem
Bimenhang mit <luni Altertum atn unmittelbarsten, gleichsam liand-
jhervortritt. Ka ist die Seite des Byzantinertuma, um derentwillen
unerbittlicheiten Anhänger der kla^tsischen Alleinherrschaft eine
lg der mittelgriechiflchen Studien mit den altgi-iechischen für thun-
inschenswert erachteten. Duhcr kommt ee auch, dasm faii<t mir
des byzantinischen Schrifttums in weiteren philologiüchün Kreisen
anot geworden ist und da»» man häufig die Kraft und Eigenart
ktiiÜBcben Geistes vornehm] ich nach dieser Gattung beurteilt. Hie-
I gewarnt werden. Zwar hat die Beschäftigung mit dem Alter-
|fa«gtjge I'Oben von Byzanz zu einem grossti-n Teile bedingt; denn
^^Rl die Byzantiner die Eihaltung einer Bildungsbasia, wie 8ie
bröa Volk des Mittelalters lißsass. Es darf aber nicht vergessen
idass die Werke, durch welche die Uhomäer am engsten mit ihren
b verknOpft sind, ftlr die allgemeine Kultur- uud Litteratur-
Slte de.«» Mittelalters weniger bedeuten als z. B. die Erzeug-
ber Oc9chicht»chroibung, ihrer Kirchenpoesio und Volksdichtung.
lAusgange des Mittelalters, als die Byzantiner selbst zu Oruud«
Ist ihr Philologenwerk f(lr die allgemeine Bildung der Mentichheit
■nt«r Weihe fruchtbar gewordcii.
Ir den Betrieb d«r philologischen Studien in Byzanz gQt
Doinon dasselbe, wo« «ich von der Grammatik der spiltrömischen
500
ByxBnt
le I<itt«ratorgw«Sic&t«. I. Proausehe Litt«r»t«r.
Aristoplianea oder Äristarch zueatiunenHtelleii. tiie Htiid von dieseu duivli
eio Jahrtausend getrennt, in welchem sich die LebensSeditiguitgeu der
philologtsclicn Uclchrsanikeit diircli und durch vorechk-chtcrt hattvu. Wie
unbillig ist V8, «inou PUnudes oder Triklinioti Hchlankweg iiac-h den
Mafi&stube alexandriiiimher Kritik abzuschätzen! Mit «inem Aristarch liat
ein MoHchopuloä doch nicht viel mehr zu schaffen als etwa ein Me-
lanchthon; und wie (Ibel müRste der gute fVaeceptor Gennaniac bei eioefn
Verglfioho mit dem scliarfsiimigcn Alexandriner wogkümiiiäu. EbeoM
selbslvorätäudlich ist e», dauN luuu Gelelirtcn der mittelgriechisclien Zdt
nicht die Vollkommenhuit d«^^ mit den mannigfaltigsten Htlfemitteln aus-
gestatteten, durch methodische Schulung und rilcksichtsloHe Polemik ge-
sohlten Fori4chung»weise der neuesten Zeit zumute. Und doch ist audi
dieser Fehler von manchen, die Über alles Byzantinische vcrächtUdi die
Kasc rUmpfeu, nicht »eltou bcgangoii worden!
Müge man endlich auch hier, wie es sich bei jeder geschichtlicfaen
BetrachbtngHweise ziemt, auf die allgemeinen Voraussetzungen der
Zeit, der Nation und der tie»ellschaft etwas Rücksicht nehmen; nur
dann kann das Urteil ein wahrhaft billiges werden. Dass man die Be-
rechtigung die^or Forderung nicht schon längst anerkannt liat, orUftrt sidi
nur aus der Übeln Gewohnheit, die byaantinischen Jahrhunderte lediglicli
als ein lästiges Anhängsel der grossen klassischen Zeit zu betrachten, titt
solchen Vorurteilen muss gebrochen werden. Man studiere die byz^antini-
schon Gelehrten mitten in ihrem eigenen Zeitalter: man vergleiche iluT
Loietungen mit den gleichzeitigen Bestrebungen des Abendlandes, eiMH
Pbotios etwa mit AIcuin oder Johannes Scotus, vinen Psellos mit
Anselm von Canterbury u. s. w. Die potyhistorischen Philologen dor
letzten Jahrhunderte endlich, wie Planudes, Moschopuloa, Theodor«!
Slctocbites u. ft. sind geschichtlich unmöglich i-ichtig zu verstehon, wem
man sie als verlotterte Schüler des grossen Aristarcbos auffaast; m,
müssen als das genommen werden, was sie sind, als dio ersten, hiihei
fast gänzlich verkannten Vorbereiter des europäischen HumanisDiM
Auf das Verdienst der Wiederbelebung der griechischen Studien IiiIm
nicht nur jene Flüchtlinge Anspruch, die im 15. Jahrhundert dorcti poS- ,
tische Sttlnno an die gastlichen Ufer Italiens verschlagen wurden: ilv
humanistische Geist wirkte iu By:Eanz schon bedeutend früher. Er luacbtM
im 9. Jahrhundert auf in der glänzenden Gestalt des Photios, di« Ab*
ein dunkles und fast in Barbarei versunkenes Zeitalter urplötzlich wie dit
Sonne des Südens das reichste Licht verbreitete. Im nftchsten Jahr*
hundert scheint das Verständnis des Altertums und dio Hoffnung üf
Erhaltung desselben zu sinken; ein despotischer Wille droht durch gio»
artige, aber doch mechanisch angelegte Sanunelwerke die alle LitUrnioi
zu verdrängen; daneben wirken aber auch verständige Hüter und Erklint
der alten Schätze wie der merkwürdige Arothas, fleissige Beorbeittf
litterarhifttorischer Hilfsmittel wie Suidas. Im elften Jahrhumlttt
nähert sich der universuliätischu Ouist dos Psullos dem hetdiiiscben Allet-
tum schon ganz in jener unbefangenen Weise, die den Humanismus chartk*
lerisierl Völlig deutlich erscheinen humanistische Bestrebungen in
W — ' V ■ — -u ■ -^^^ — • — '— -— —
Utang alter Weisheit und die segensreiche Vormitteluiig derselben
1* Abendland eine allgemeinere Bedeutung erlangte, so fehlte es doch
|an Hii'IMiindigeu Köpfen, welche, so gut es in ihren Kräften »taiid,
Eenntnia und Erklirung der Alten ftlrderten und oich selbst an
Ufetellung metrischer Systeme wagten. Als sicher darf onge-
Kn werden, dass manche Byzantiner sogar für die Verbesserung
Peixte mit Erfolg tbjitig waren, ein Umstand, der bei der Benflt^ung
ttltcrlicher Handschriften mehr, als gewöhnlich geschieht, im Auge
kn worden sollte. Dabei soll nicht geleugnet werden, dass in den
ben Seholien, mit welchen das kommentierlustige ücschlecht der
kriochen alte Dichter und lYosaiker. Kirchoaväter und Kirchon-
w, ja nicht selten ihre eigensten Machworko liberschUttetcn, oft auf
(Strecken kein brauchbares Korn die geduldige MObe des Forschers
E wer genötigt, ist, hfiuüg in diesen schlammigen Massen zu arbeiten,
bohl im Stillen bedauern, dass Justinian sein herrliches Gebot, zum
p« iuris keinen Kommentar x,u verfassen,') nicht auch auf die
i Qbrige Litterntur ausgedehnt hat. Die schwächet« Seite war die
piche Grammatik. Die wissenschaftliche Auffassung derselben wurde
jf das hausbackene Bedürfnis der Schule völlig verdrängt. Die «n-
nn Traktate über Formenlßhrc, Syntax, Prosodie und Metrik, von
I die meisten Bibliotheken wimmeln, sind nicht etwa als wissenschaft-
uLrboiten. i^oniiern als triviah> Lehr- und Übungshofte aus dem
bnifichen Schulbetrieb aufzufassen. Daher stimmt so selten ein
tplar mit dem anderen völlig überein: jeder Magister und Schreiber
pinierte. verkürzte oder erweiterte aufs neue nach eigenem Gutdünken
krater Willkür seine Vorlagen. Hier ist es also die erste Aufgabe
Kritik, die Massen ^i^nealogisch zu ordnen und aus dem wiri'en
L dessen /.usammenbfinge kein Stammbaum genügend zu erklären
kbte, die guten KCrner alter Gelelirsamkoit horausKuschälen, eino
P«. deren Bowfiltigang nicht zu den geringsten Verdiensten der Bc-
BfEantinisebe Idtt«ratiiTg«acliioht«. I. Proi&Uche Utt«ratar.
I
factif Wortloxika mit Angabp <Jer Bedeutung, otymotogifiche, syiionymii
ortliogrApliiwIiü, syntaktisclio, attizistischo Vokabular«, fAchwiss«DScli
licho z. B. thuologitiche, juridittclio, boUiDitMslic, alcliotntHtiftcbe Glost^tr,
Spezialwörtorbilcher zu oiiizeliien St^lirifti'n und Littoruturgattungon z. B, n
rlen Ithetoren, zum alten und neuen Testament, zu den Kirchenvätern und
Kircliendiclttem, endlich doppelsprachige Vokabulare zur praktischen Er^
loi-niiiig üon Oriocliischen oder Lateintwlien. Alle dieeo Bttch«r Miid
muiinigrultig untvr »ich verkettet und kaum eines kann isoliert betnuthtst
werdon: Daher mu»« auch hior dioaelbo undankbare und mühävoU« Arbeil
der Klasaifizierung, Sichtung und Quellenforschung durchgeführt wenk-n
wie fllr die grammatinchen, metrischen und sonstigen Lehrbücher. Er-
hebliche Vorarbeiten hiefßr haben ö. Bernhardy, M. Schmidt. C. Boysea.
h. Cohu, R. Roitzenstc'in, G. Weutzol u. a. goHeiert, und »o konnte zuletzt
auch der Plan eines Corpus lexicographorum graecorum greUbtr«
Gestalt gewinnen.') Hoffentlich ist nun auch die Zeit vorüber, in welcher
man irgend ein zufällig begegnendes Stück zum Schrecken der Fadi-
genos8en ohne Besinnen in die Welt hinausechiokte.
t. ärnnmolitniigiiboni KUr die philologische T.itterntur der sp&tmioeliiMliMi vi
hyiBoliniiiclicti i^it koDimDii nnmiMitlicli folgcntl« hier »o chronolofiiiohvr R«ibea(olge airf-
KoOliltc ännimluDgeii iii butruoht: Cusp. d 'Anas« de Vitloison, Aim^iIoIb Ots«««. 2 Bie.
Veaadig ITSI. - Imm.Hi'kkir, Annrdota Ot«oa. 3 Bde., IteHiu 18U-21. - AnJr
MuHtoxydes (und D. ScIiIiiimI, Xrlln}'^ "Fjlliiyuunr nytt^äteir, G Hefl«, V«i«4iK Itl9
(itntliält fnsl uur unbedflulciidu StDcke), — Liidw. BarLinann, An«cdata GraM«. 2 Bda.
litapEig IS28— 29 (er^tt vorzQglioh di« Anecdota von Bekker), ~ J. Fr. Boiasoaid*,
Aaeodota Graeca, 5 B&ndo, Pans 1)^29—33. — J. A. Cramor, Anocdoila Graeea • cedd.
inss bibl. Oxon. tgewOhalii^ als Anecd. Oxoninnsin liticrt). 4 Bund», Oxford I83&-
J. A. Crsmer, Anacdota Orneca e codd. mss bihl. ['urio. (gciwahnlich Anacd. Pst
3 Bande in 4 Tollen, Oxford 1S39— 41. — P. MntrnnBR. AnccdoU lincet, 2T»i
IfihO (Rohr iingonnu und unmcitliodiiah). - Vul. ttoso, Anecdota tira«ca et Onaeob
2 Teile, HcrliH 18fi4- TO. — E. Miller, Mitlun^es do litti^rBluro Greoqap. Pww
lt. Studemund. Anocduta varia GraMa musicA. melric«. gtammalica. BviUn Ifü*.
KiDiKe NacliüUgL- xu Cminera Aaecdot« u. a. lieferte It. Schneider, Bodletuu, IM
1887. — Emendotiuiieii lu d«n in den angefOlirleu SsmmlaBgea enlkaltweB T«
lies, bei Leo Stembach. M«<leten)ata Ora«ca. P. I. Vindobonae 1686. — MMcb» V<
bcesoningen und QuellcDnsdi weise zu ttremmatiaclien und JexikaliMvhon Werken giU
Nnu«k, Joannis Damo&coni raiioDOS iamtiicl cum cnnimenUrio et indice vntiocuro. ll«lM|
Ordco-Komeiiica tirtiB du ßiiUetiD de racnd^inlc itnp. des scicnc«! de St.-P44MSbMI|j
(18641 199-S24. — Zeratrout« kritische Bemerkungen m Pholioti, Ruidaa, KnctalUMa-l
gibt K. B. KontuB in verBoIiicdenen Schriften, xuletst '^iStjrii T (1696) S — 64;
2. Griechische Humnniaten.
Ä. AllRcraeine Darsteilnngen; Veraltet ist ietit das BQoklein von Baapkn
dua Hodius, De Graecis itlusIriLus, Luuduu 1742. — Cliurakti^riglik einJKer Haii{i(f««MI
bei 0. Voigt, Die Wiederbelfbunj; des olasaiBoben AltiMtuiUB, 3. AuS., boeoi^
Uhnerdt. Berlin 1803. bes. 1 (18Ö3) 222 IT.. 2 (1^93) 101 ff. — Kitte gahallreicfa
anregende Uebersicbt gibt D, Tht-rinnoa, 'Aitnfidi^iof Kopaijt I |Tri<«t 1889) I— Ä^
M. Kntorga, Die KinbQrgerung des hellenisljiicbep Stodiums im Westea Mit der
naissani», Joum. Hin. 1(<91 Ud 27.^ Maiheft S. 7»— 120 nud Juuibefl S. 216-131.
Michael Korclin, Der Altere itatieniBclie numaniHtnuH. Moskau 1892 (ruta-l (mk i
gHoglitib}. — Einiges iLuch bei E. Egger, L'üelti^niamc cn Finnce. Le^ixiB *»* l'unOitM
i^tudoa ureequee dune le dt'veloppeineut do la laiigue t-t d« lu Utt^rabire fraB^aisM, 2i
Paris 18G9. — Die besten, auf fleiMiKein Studium niler eirvichbareii Akleosineke bwnbM
Biographien der grietbiacheu Gelehrten des IS, und 16. Jahrhonderie gab E. Legti
Bibliographie liell^niqiie tome I, Paris 138^: er hsndelt Buefllkrlieb Ober Manuel Chr,
loraa, Tlieodoros Oiues. Andronikos Eallistos, Miebaal ApostoUoa, Konataatin Lukari^ I
metrioe Masoho», Demetrios Cbnlkondylea, Joatiaoa Dekadyos, Marko« Homitm. ~
►
■) Vgl. die vorlBuflgeo Mitteilunxea
von U. Wcntiel, Beiträge tat Gescbichte
der griecbucben Loxikomplüo,
Berl. Ak. 2S (18») 4S7.
6. AlUrUuuwtM«n»obKft. A. FhUol. Polyhistorra n. SeholiutoB, {% 215) 503
KaJUcrgM, NikoJaot VUwtoa. Aamt NotM'w. Jiihann«» I.it3knri«. D<iiii«lriua Kaftlruiino. Aristo-
bol«« (ÄraMiiw) Ap««(alioii, Anffelon und KikoIuoH Vcrgikios t Vcigeliua), NLkuluuti Su|>hianos,
MatthäeoB DcT^ns. Loon«rdo« Phortios. Anlonioa Epuelios.
ti. Munocraehien: Kvnri Vant: U> curdiiiiit üe^ariou (1408— 1472), Paria 1879,
oa crftMlbclMie Werli. welclw« aber d«ii Anteil (l«r Griuoben an den griatigen Bowcf^nfcen
iaa 16. JaLriiin^Mta reiche« Licht verbr«itet. — A. Sndov. Beaaarion von Ninann t^cino
TbatifkMt auf dem Konzil von Perrara-Flnroni, seine theol. Schriften und seine Uedoutung
in lUr Gaadiicbta da« Humaniamaa, Paterslnirg 1883 (rasa.). — ^elilroi<-ho gricehis':ho uod
laUifliitdie Bri*f* toci crioehiiiehan (Jvlohtlen des I.S. Jslirhundoi'ts wio Uossnrion, Jalianncui
Kugrnikoa. Uattkaoo« KamahotoK. Uoorgtos Srliolarins, ficorpioa von Tinpexiint. Tlii^odoroa
Uu«*, JohannM Argyropuloo, Dcmetrios Cbalkondjlcs u. a. ed. anbangsveise K, Leg;run<l,
Cnrt-Az Inttm p«ct(UDs du FnUfoia FÜlelfo, Paris, ü. I/oraux 1892 l~ rubltcationa de
Tdcai« dea iMBioua anL-oIal» vivaotoa 111' s4rie. rol. XUl S. 223-.'J66. — l>en RrOa(it«it
Teil d«r (criechiBcfavn Brii^fe <lea itaUunischen Humaninlon t'itclfo od. Bl^bl>n vur E. LeKrand,
Tb. Klello in seiueo .IteiliftKen zur ütwohicbte und Litlcnitur der ilaliuuiauheu Oel«hrt«n-
maiaaaBc«* 3. Ueft, Ur«irB«ald 1890. Di* Kinlvilunij liaudtdt von Filelfo und anderen
Qtfl^ateH aeiner Zeit. V'kI. di« Beapreohnng vun K. Uurtrelder, B. Z. 2. 166 f. Noch
oBbMaut iat, wi« n acbnint, d«r Briefe, Oedicht« u. a. des Filalfo onthalt«ndn Cod.
Barbar. 1 I7S. ~ K. LcKrand. Notine hiographique anr Jean et Thiodoee Kreomala«.
Pari* 19^9. VgL di« eingcbondc Ucaprocbung von R. Deatnnia, Jouni. Min. 1891 Bd 273
Jansarbeß 8. 166—187. — Vchcr di« ThAtgkcit de» Kulabroson Barlaam («. f!. 100) fllr
dta Verbreitung der griedtiachcn Sprache vgl. Th. Uspcnskij, Oio philnuophiaeha und
iWobgiMbe DowegiiDit: im 14. Jahrb.. Joum. Min. 1H92 Bd 279 Kel>^UI>rh<^rl S. »48-427:
wiadenolt in dem buche .Skiuvn lUr Ocachiolit« der hvtantiDiecbun Kullui'. Putcra-
Wy_lB9a S. 2^-394. — P. de KolbaO, P«trarque et Barlatmi. Revuo dcH H. gr. 5
ItSCt) M— 9f>, -- P. de Nnihac. Les corrMpondanü d'Aldo Manuce. Mat^naux nouveaux
«Wllmr« lill«r)ur« (]4>«S 1514), ^mn» 1888 (Separatnbdruek aus den .Stndi e doonnwiti
Jl ttaria e dihlto' von 193T— It^ss). - p. de Nolhac. Le grcc ä Paria sona LouisXII.
rieft d'nn trfmoio, Rovae dea 6t. gr. 1 (I88H) 61-67 (liondett nber den ersten Lehrer d«a
OriadmcboM in Paria, Oirolnmo Alexandro. der 1.508 nanh Paris kam). — Spyr. P. Lam-
broa. Di« Werke dee Uomc^trioa Cbr^oloraa, B. Z. 3 (1S94) 599—601. - A. Badini-
Ceafalonieri e F. Gabattu, Notiiie hiogralichn dl Deinetrio Cale.ondila, Giomale Ligu-
attn 1992 Juli— Oktober. Kiue vorkDirte neuer, Uobnisetzung dieaes Artikels cracbien in
du M^ 1f/«/f« I8!H Nr. I00b-lb07. — K, Mölln. Demetrio Calcondila editore. Cun
akri dooumvnli rignardanti Deutetrio Castrenv, Contttuntinu Ltutcaria ed Androuico Callialu,
Irdürio etorico Iiombarde, Serie »eeonda, vel. X, anno '20 {1^9^!) 143—166. — Läon Dorei,
Ittaim» Spv^iN, MAlaDices d'arohMogie et d'hlpttüin* 13 (1SK3) 2lltl -364 (Ober das Leben
«d Üo nUiaUMk da« UandadiriftenbiDdlera Anto» Kpardios [t 15711). — Ldon Dorei.
Vi dMBBmt anr la bibli<ith/'<iun de Theodore nojin, Revue den bibliolhcqupa 8 (1803) 385
Ib nO. — K. K. UDlJcr. Neue Mitteilungen llbor .Innen Laskaris und die Medicoisiihe
WWolUk. tVntralU. f. Bibllolliekuwcsen I (IfSii 33.^-412, — Cb. (Jraux. Snr le ma
^ ~'i ile la biblietooa Naeionat do Madrid «t aur Ü. Iiaacnris. Annunire dn ]'b»ido. 17 (1877]
li; 15« = Ocarrw de Ch. Crnns 2 (1^S6) -iMl -JSS. - R Sabbodini. l/iitlimo von-
Imk) d*Ua viia dt Manuel« CriMlon. Giomale Liguslico 17 (l^OD) 91— Ue. — Mitteilungen
■bw die xw«l bJahcr wenig bebanalen grieohiacheu BnuianiHten Eonstantinus Fatrikiov
^ ThtodoTOsiteotios gibt 0. Mneclo, Studi per un'ediuane critica diSiilloBtiu filoaofo,
Stall ttal. dt Alojogia claseica 3 (I8D4) II ff. — H. Omunt. L» durnivr d»H euuistes greca
•a Italie, Jaan d« Smnt-Hann (I,S72-16I2), itcv. de« ft gr I 11888) 177-191.
3. Waniger ala die Tbktigkeit der grinchischen Hnelitlingc fDr die Verbreitung de«
ttadioBM d«r alieTieohiachen Sprarho und Littoratur ist der Einfluss stndi«rt,
«tdtben aie durcli Mitteilung dnr byxnntinliicbnn Workc und durch p«retinlicho An-
r«|aagen auf die latpiniach-ilAlieniaolie l.lltornliir dnr damaligen Zeit ausllbton. Einige
ZwniMnliaiige iwiscben der bjwitinischen und ituüenischFn Hhetorik. Kpialvlograpblo
■d bignmmatik weist nach K. Wotko. Uobor den Kinöuss der bjimntinisclicn Littcratnr
Mf dla lltaat«n llumaniatcn Italiens, Verhandlangen der 42, deutsuhen Philologenvers.
>a Wka I8»8. Uipäe 1H94 S.:200-29».
A. Philologische Polyhistoren und Scholiasten.
215. UmfaDg der philologischen Studien der Byzaniiner. Boi
der Bctnchtung dtjr pliilolugii^-htiti Thätigkoit in Byzanz richtet sich die
Aufmerksamkeit vor ullem auf die Frage, was die Byzantiner von der
ItOD Litteratur besassen und welche Werke ihre Liüblings-
BfuuiLüiiache LittamtarguchUlit«. I. Procaiich« UU«r»ULr.
lokttlr« bildeten. Oenau genommen mUsste dm Problem chrono1ogi8Q|
aiafgefasat d. li. etwa fllr jedes Jalirlmndert besonders tinlersucht werde
Allein zu einer derartigen Ver^^cbArfiing der Prüfung ist die Zuit ntclit
gekomnie»; mangelt oe doch ttir uiittere Frage »iilbHl in ihrer allgemeinMea
Faseung noch an genügenden Vorarbeiten und Materialien. Wir gehen
daher nur eine kurze Üborüicht und herUck nichtigen dabei in Bausch und
Bogen die Zeit nach dem Büilerstunn. Soweit sich gegonwftrtig dor 8t«iid
der Dinge Überblicken Iftiiüt, kann nicht geleugnet werden, datts die mär-
ehcnhaftun Vorstellungen, die früher von dem litk-niriseht-n Besitz^tundf
der Byzantiner hen-sditeii und zu den kühnsten üeffnungen auf die ver-
borgenen 8chStze der orientalischen Bibliotheken anregten, vor einer ge-
naueren Prüfung in sich zuKHnimcn fallen. Von der gesamten klassischen
Littoratur, vom epii^chon Zykhis, von Pindar und den anderen Lyrikt<m,
vom attischen Drama und der KomUdie, von Piaton und ÄhBtoteles, von
den HiRtiorikern und Itednern der voralexandrinischen Zeit hatte man in
Byzanz seit dem 9, Jahrhuiidort wenig mehr, als wir heute besitzen. Beurr
war es nüt der spütern historischen und fachgelehrton Litteratur
bestellt. Die konstantiniscben Kxzerptoren beeaiisen manche jetxt
nur fragmentarisch erhaltene öeschicht«chreiber wie Dexip]>os, Eunapioe,
Prisküs, Malchos, l'etros Patrikios, Menander Protektor, Johannes von
Antiochia u. a. Dagegen ist es recht bezeichnend, das« sie den Die Ca»iiüii
nur noch in einem defekten Exompture benutzen konnton. Bei Polybio«
wird das Fehlen ganzer Lagen von den Redaktaren selbst ausdriicktich
vermerkt.') Ebenso vermochten Zonaras und \iphiIinos keinen voll-
ständigen Dio CtiBsius mehr aufzutreiben. Beachtenswert ttind einige Ad«
gaben des Psellos, In der Leichenrede auf seine Mutter erzählt er, er
spreche vor einigen seiner Hörer über Homer und Menander, Archilochod,
Orpheus und Miisftos, tlber die Bibyllen und Sappho, über Theano und di*
ägyptische Weise (Hypatia?).') Allein es ist sehr gewagt, aus so allg
meinen Kedetmartc^n dvn Scliluss zu ziehen, dass Psellos alle diese Auter
wirklich vor sich gehabt habe. Die Byzantiner verstanden ebensoigiit
moderne MenHchen die Kunst, eich über Dinge zu ergehen, deren Kennt
sie abgeleiteten Quellen verdankten. Über Menander konnte Paelloa
roden anf (Mind der im Mittelalter .stark verbreiteten SinnsprQche die
Komikers. Das wird »ogar walu-scheinlich aus einer zweiten St«lfe,
er neben Alaxi'^oi, ^oyoKlif, Ev^iniätfi u. »■ w. nicht den Miiuiit
sondern vd Mträvdguft erwähnt^) Ebenso z^veifelhaft ist es, ob
■] Vgl. L. Dindorf, Jnhii« Jsiirb. 09
(1869) lU.
»1 K. N. Sathii». «ta. B.,ti. 5. 59 f.:
mi yed »nt itfii noiT,/i<iiiuv upöc irinvt
I<üf ifiiXr;toir (ptHyyofio.%, xai rr<p( 'O/i^pov
»ni Movaniii-, nitt orraon «oi ">' 9^av (joni-
Xtßi'Xiiii tt fni ittn^rä ij /iOtiiraTiuio;, (idimi'
f* «ni ij Aiyirniin Oorft; tif ö "Ait(((
«ni 6 Miraviiiot Kni o nüro'oirn; K^ißnloc
tal 6 kX^HHifoi, »ui tl iif ftrgte noiijtf«
iAyifttro( /pi;"(ijniani. Für k^oßciltf und
KX^titf«! T«rmutot K. N, Satbae, Anniuire
Btifti
d« l'usoc. 9 (1875) 19& f. wob) iichti| l
fvlot und Klr/oogwt.
•) K. N. SatbA*, Uta. Kifk. i. ii
JviiKtt AiaxrXni ftir i^j'iirii iij» ■"
ovx rviix"'! öyefitunr. äUul ifmict nti
(fiörott, tii öytor tittifiior tigr nai'i.v"
»pov r( fOtiroi' niiod»! Xvifeiih;^, JiiatJ^
rfi r<if Xöynr fittnX*'t>iiftBt n -Min*'»» f^""
»('tTijj. TwV a xufttKMf '^inii»»^nrij( ,
iä ii yt Mtrmvätmi leviair ftir
e. Alt«rtiimBiriB«»D*tihArt. A. Philol. Polyhiator*!) a. Sctao1fMt«a. (§ '21S) 505
tilio», wie vci-rout6t wiinio. bei diT Abfassung Boinos Pindarkommt^Dlars
Biuhr begossen hübe als unsere Epinikien.
Diu Loktflrfi Aer Schule und der weiteren Kroiso umfnsste
DAmenOich dt<n Hom«r, dtut niemals aufgogobcnt> Schulbuch dor griochisdicn
Nation, Hcsiod. Pindor, atisgowiUiItc StQdte dor Tragiker, nämlich von
AeschyloR Froroethous, Siobon. Per«er; von Sophokles Aias, E1(>ktra, KSnig
Oedipu»; von Kiiripides teils die neun Stücke, die im Marciann.i (A) stphpn.
teile gar nur drei Stücke (Uekabe, Orpste». l'hfinisseii), dwen Haiidöclirifto»
di« kleinste byüantinisrhe Kuripidenausgabe darstellen; dazu ArJHtophanes,
Theohritos und «Ht!*anRTWcisL- Lykophron; grosser Beliebtheit erfreute
sich auch djis gcograpliistlie Epos des Dionysios Periegetes. Unter den
Proftaikom hen-schte Thukydides, einzelne Hchrifton de« l*laton und Demo-
rtltenes, Arigtotelcs. Biographion des Plutarch, Tliomislios. Lihanio» und
besonders Lukiano«, von dc»4»fn BL<lioblheit die zahlreichen, zuweilen nicht
tb«l gelungenen Imitationen Zeugnis ablegen. Selbst Romansoh reiber wie
Achillv« Tatio» und Heliodoros wurden nicht verschmftht. Mehr al» allea
andere wurden natürlich die heiligen Schriflen «nd einzeln« KircJienvÄter
wie Ba&ilins. Gregor von Nazinn/.. Üregor von Nywsa. Jobunues Cbrysosto-
moa, Johannes Klimax. Johannes von Dumaskoa, sowie Martyrien und
Bciligenleben gelesen und abgeschrieben. Wenn man euch von der domi-
■ierenden Stellung dieser Schriften gegenüber den antiken Profanautoren
äne konkrete- Vorstellung bilden will, braucht nmii nur die Kataloge der
poasen Sammlungen grioohii«clier Handscliiifteii durclizublätterii. wo neben
(•AoMin Iteihen von Büchern kirchlichen Inhalts gute Exemplare heid-
nifeber Werke, wenn man von den in der Ilumanistenzeit gewhriebenen
ihiielit, wie Raritäten dastehen. Die Mehrzahl der Aiitoi-cn blieb natur-
innias dem Privatatudium überlassen; daher konnte «jvh auch manches
aatteoe Werk in vereinzelten Exemplaren erhalten.
Wenn man nach den Ursachen de» Unterganges so vieler
Werke forscht, »o \»\ wohl religiöäe IntolernnK auszuschliessen: dass man
llte Werke nur wegen ihre« heidnischen Charakters vernichtet hStte, läsfit
lieh kaum erweisen. Man beruft sich hiefUr gewöhnlich auf An» Si^eiigniK
i» Peter Alcyonius; derselbe lässt nämlich in seinem Dialoge .Medices
LegatuB ftivü de exilJo* den Johannes Medici, späteren Papst Leo X,
ftiilüon, er habe von Dometrios Chalkondyles ventommon, früher
»wn anf Betreiben des griechischen Klenis alte Profandichtnngen vcr-
Iniiiit wordon: .audiebam puer ex Demetrio rhalcondyla. Öraecamm rcrum
piritiisiino. aacerdotou Graeco« tanta floruisse auctoritntc apud (Jaesares
B^atinoe, ut integra, iUonim gratia, tonipiura do vett-rihus Graecis
pwisaU combusserint imprimisqiie ea ubi amores turpes, lusus et nequitia«
wantium continebantur, atque it» Mennndri, Diphili, Apnllodori, Phile-
■ons, Alexidix fabcllax et Sapphus, Erinnac, Anacreentis, Mimnormi,
Koni», Alcmaaia, Alcoei carmina intercidisse, tum pro his substitutn
Xuianzeni nostri poemata, quae etsi excitant animos nostrorum hominum
•d flagrantierem rehgionia cultum, non tarnen verbonim .\tticonim pro-
pnelaU>m et Graecae linguae elogantiam edocent*. Allein dieser ganze
iht wohl nur auf Vermutung des Chalkondyles und ist von
&M
BfitiDUitlBche LittetfttDrKeaclücht«. I. Provaisfli« Littentvr.
0. B^rnhaidy. Orundjitwi der griwli. Li», I» (1892) TM, und von
K. N. 8atlia», Annuaire dß l'asBoc. 0 (1875) 187. mit Hecht als un^lauV
würdig ztii-QckgowiesOD worden.') Wahrhaft %'erhängnia%'o)I wirdo d«gfg«ä
der Iituge StillHtaiid der gelehrten und litterarit^chon Bo^trobuiigün
von der Mitte des 7. bis iii die Mitte dos 9. Jahrhuiidert». Im 10. Jahr-
hiindort mag der Untergang mancher Werke durch die konstantiniscfaeo
EnityklopÄdien beschleunigt worden »ein, welche diirrh ihre bequemen
ExEvrpto diu Originalwerko wcnigtttons für die Bedilrfnieso de» Staat««
und der Kirche zu oi'setzen bostitnml waren und im Abschreiben der voll-
atändigen Exemplare wahraeheinlitih eine gewisse Erlahmung herbeifOhrten.
tiro»ae Wunden »dilug die harban»chfl /ersttirung und Vorbrennaag
Konxtantinopols durch die Kreuiifahrer (1204), welche aomer iaht-
lesen Kunstwerken auch Akten und ßuoher vernichteten. Geringer sind
Wütil die Verluste, die der noch übrige Rost altor Bibhothoken durth die
tilrkische Eroberung erlitt. Damals hatte man länget begonnen, gri^
chische I landnchriften al» einen kostbaren Handelsartikel zn achUno.
Vieles ging natürlich trotzdem in der blinden Wut des ersten Anntunna
verloren: daneben ist aber nusdrilcklich Ilbpriiofert. das» tiio TOrken Uta
den gefundenen Handschriften Geld machten und ganze WagenladaogM
von Büchern nach allen Richtungen des Morgen- und Abendland« ver*
schleuderten.*) Das« noch unter der osmanischen Herrschaft in Kwh
»tAutinopel und in I'rovinzial»tJidton reich ausgestattete HAnds4.')infteii«ajnfn-
luogen bestanden, wird vielfach bezeugt. Doch konnten sich infolg« dar
ateta gefährdeten Stellung vornehmer Familien und der häufigen Sequ*>
atrntinn grosaor l*i-ivatverni«gen die Bibliotheken nicht lange in einer Hand
erhalten. Bo wurde die wertvolle Bücher»ammlung dos Michael Kanta*
kuzonos. nachdem derselbe beim Sultan in Ungnade gefallen und
Tode verurteilt worden war, 1578 «ffentlich versteigert; viele» kl
griechische Mitnche, einiges kam durch Stephan Gerlach nach Deut
land. Auch au» anderen l'nvatbibliotheken setteltcn sich nacliweis
wortvolle Stncko los und wanderten nach dem Abendlande. Eine kle
Sammlung von Handschriften schenkte Sultan Solinian 11 dem spanü
Gesaudten Diego de Mendoza.') Im 17. Jahrhundert gelangte der wie
tige Codex der konatantiniachen Exzerpte Über Tugenden und
aus Cypern in den Besitz des I'eirescius. und noch gegen das Ende
*) Vgl. Jarob Bernays, Die Ilnrnkli-
Kaohen Briofo, IWlin 1S69 S. 117.
') Die genAUMte und glmibwliriliiislr
Nachrioht llbor das Bchicksiil der t'riL'vbi Julian
BibliuUiuki'ii iiAdb der Eroburunu Uburlieri-rt
d«r Zeitgeuosso Dukna, Cnp. 42 |8. 312 i-d.
Bonn^: rnV ^i ,*i;Worc irnn'aiK, rtiff «'(•(*-
fiäf vnt^/lMvnv'anf. tun ««"■'ei"< ^fopi ijj-ui-
«uvtat linayiayov iv ig avatoiü kb'i Ji-ati
■hi'drmpnr' ' <ti ifit fofita/iuioi i/nca flfim
htlTifäiTlorio, 'AQtamuXutal, nlftiaifiUDi', Jt»-
Xvylxol *m iiiXe aBf tiSot ^IfXov ' tfayyt'Xiu
fiHtt »6a/ioi' nnnoiev i'iljp aiifay, oVu-
0nu'rTf( toV /('('Oar xai lev np/iipur. 6iX'
tttiiovy, äkV ifffiTiiay. NichU Neuos bietet
die wolil aus DnlcM gMdi»nft* K<lk
KritobuloB, Mflllor, FHG ^ S.M. Diii
pin«in vom 15. Juti 14S3 dktMrtoa
an Pnpiit NicoImi« V «Dthatt^Bo Anglw
LnuruN Quirinuü. us seien llb«r 1"
CodicM KU (iruDilo guijunKcii. Iieraht
bor ikuf Ubi-rlTHibendrä Oer(lelit«a. B«d
Do Umecia iUustribiia, Lonaini 1742 8. H
>) S. E. Miller, CAtalogiw im
g;T«ca du 1a liibl)otb(?<iii« de l'EMnriil,
1848 8. III ff. (ionaaeres b«i Cb. Oral
Ksaai siir Im origintis du fonda
rEacurinl. i'Bri» l«BO (= BiW. d«"l'
des Umfm Ktudea 4«. fasc) S. nü-l
e. AltartnmBirlaa«DS«h&ft. Ä. Pfailol. Polyhistors ti. SeholiutMi. (S 2I&) 507
vnrig«n Jabrhuntlerte bencherto «ino Privatbibliothok bei KonstanUßopel
<lic eiozigo Handitdirirt de« .lohatines Lydos. Am sicherskin vor gowult-
UUUigeti Eingriffen waren dj« KInsterbibliotheken. l>ocb beechr&nklu
sich ihr Besitz naturguiuiUiS von Anfang an voniehnitich auf theologiRchc
Ljtteratur. und die wenigen guk-n I'i-ofnn werke waren liier zwar vor den
Krallen türkischer Machthaber, nicht aber vor europäischen Koisonden
■eher, die im Laufe der letzten Jahrhunderte fa^t alles Bedeutend» all-
mählich aiif geRotzlichem oder ungesetzlichen] Wege nach dem Westen zu
hringoD vervtaudcn. So kam der berQhnit« Platocodex durch Clarke aua
den Blillen Kloslerräuniön von Patmus nach Engtand,') wertvolle Exem-
plai'e heihger Schriften durch Tiechendorf vom Sinai nach Leipzig und
Petersburg, anderes durch Minoides Mynas vom heiligen Berge nach Paris
and durch rusftiKChe Keimende wie Porphyrie« Uspenskij nach Mop(kuu und
Petersburg. K» iitt daher kein Wunder, da^M die Hoffnungen, die ttich an
die orientalischen Bibliotheken geknOpft hatten, durch die in der letzten
Zeit bekannt gewordenen Inventar« auf ein sehr bescheidenea Maas von
Wirkliolikeit zui>ammen geschwunden sind. Die zwo! wertvolUten Stücke,
die noch in der neueren Zeit ans Licht traten, der von Lamproa ge-
fundene AthoHcodex dv» Ueniuut und die von Bryennios verOfTentlichte
Ji^aX'} gehören der christhchen Litteratur an. Was sich noch an klassi-
•ehen Texten vorfindet, sind meist ganü wortlose, oft »ogar aus Onicken
al^^ettchnebcne, mit einer ^genannten Psychagogie d. h. mit einer neu-
griechiwhon Interlinearparaphrase versehen« Schulhefte der tctzt4.^n Jahr-
htmdorto. Selbst die alte und von den HtUrmen der Zeit wohl am ))öitten |
venchont« Klottterbibliothek in Patmoa besitzt von antiken Profan-
texten nur einen nicht einmal ba'tonders hervorragenden Üiodor aus dem
11. Jahrhundert. Ahnlich steht ent in den Bibliotheken Aw Athos, des
Sinai, dea alten Serai und in den kleinereu Sammlungen zu Smyrn«,
Leeboa u. e. w. Den llauptbeataud bilden Überall dogmatische, liturgische
ind saketiscbe Werke, ausserdem die Schul-, Rrhauung»- und Hilfsbücher
fcr jüngsten tienerationen. Kine reichere Ausbeute ergibt sich nur fUr
di« byzantinischen Studien: in dem bis jetzt veröffentlichten Teile des
Katalogs der Alhosklöster finden sich z. ß. zahlreiche Schriften de«,
Photioe, Peellos, Ptochoprodomos, Philes, Nikephoros Kaltistos XantliopuloB, '
Cbenetzungen des Plunudes, itätsel und Orakel Leons des Weisen, Briefe
dcc Michael ülykas, Schriften zum Barloamstreit, polemische Abhandlungen
gegen Mohamed und die rltmiBchc Kirche. Dazu kommen vulgitrgriechi-
fäm Texte wie Stephanitos und tohnelutes, eine .SpancHsvurHion, die grie-
llÜKbe Manekinlegcnde, der von W. Wagner') veröffentlichte 'Ai.ifä^i,tot
nxa*v»%uni »nd ein ähnliches, wie es scheint, noch unediertes Gedieht,
■odlich ein vulgärgriechisches Lexikon. Auffallend ist die Armut an
bjzaatinischen Hütorikeni und Chromaten, die fast nur dui'ch Muno^ses
nd Qlykas vertreten sind.
0 IN« Blheren Vmttn4> 4imer .Knt-
Mfiin* MXiLIt n»oli dem Flnridiila rnn
iMMMn^a J. Sakkelion, J(J)iW2(1886
I« 188») 427.
■) Caimina GrAocR modti iMvi S. ^2
bis 24"; im AUioaradox UntAt der Titel: 'äX-
tfnftiioi xainrvinixif.
506
BjriaatJDlscfae LitteratnrgMchicIit«. I. Prosaisch« Lltt«rBtnr.
Bei diofler fitichtigvn Skizze iuiii>HDn wir vh vorerst bewündon li
Da 08, wie liemcrkt, an umfassenden und verlüKaige» Vorarhcitc-ii fl
den Umfang der liyzaiitinittchen Lektilr« felitt. mag es niclit tibcrflÜHtig
sein, zum Schlutuw iiodi die wichtigsten Hilfsmitti<l zu iiennon. die l>ei
einer Untersuchung diuses Gi-gonstandf« dienlich sein dürften. Den Aus-
gangsgunkt bildet die Bibliothek des Photios; da jedoch die AiiAwnhl
dor hier bt^chriehenen Bücher auf Zufall und WillkUr heniht. dürfcti
natllrlicli nin- ans .seinen pottitiren Angahen, nicht »tis seinem Schwvigva
SchlüKüo gezogen worden. Schwieriger wird die PrQfiiiig dor Frage hei
Suidas, Eustathios und Tzoiy-va. Die byxantinii>cho Unsitte, alte Auto-
ren aus zweiter oder dritter Quelle aururüliren. bereitet auf Schritt and
Tritt Fallstricke Wie sehr diese Scheinzitate frillier irregeführt habeo,
lässt da-t eino grossartigo Beispiel der Cjtiellenttntcriiuclnmg de» Suidaa
' immer deutlicher erkennen, AiiFt.ser diesen Hauptautoren kommen nctSr»
heb die Hundöchi-iften der alten Toste selbst in Betracht, dazu die Uaase
byzantinischer SchoÜen, rhetorische Übungsstücke, Briefe, selbst Gesohiclits-
werke und (^ironiken. Aus diesen weit«r abÜRgenden Quellen muüt^ iis
Material xuni grüsston Teil erst heschafft werden. Man sieht, welch«
Summo philologischer Erudition eine erfolgreiche Untcrsucliiing dieses Pn>>
blenis voraussetzt.
Bequemer liegen die Nachrichten in einigen Katalogen byzantini-;
scher oder aus hyzanti nischer Zeit stammender Bibliotheken. Leider sind
von illteren Verzeichnissen griechieclier Handschriften mir wenige beknnnt
geworden, und auch diese latisen sich nn Heiohtiim dos Inhalt« mit Aeu
neuerdings nmssenhaft ans Lieht gezogenen Hcgistra abendlfindiwher
Bibliotheken des Mittelalters nicht vergleichen,') Hieher gehttrt da« Bttebcr-
inventar des von Michael Attaliates 1077 gRstiftnten Klosters, das frei-
lich nur die notwendigsten kirchlichen Werke aufweist, und der im An-
fange des 18. Jahrhunderts von Chry^anthos Notaras abgefasstc sum-
marische Katalog der in den AthosklOstern aufbewahi-ton Handschnfbtn.
Ein vorlreffliches Material filr die Einsicht in den (^iirakler. das An-
wachsen und Verkommen byzantinischer Kloaterhibliotheken besitzen wir
in mehreren alten Katalogen der Bihliothok zu l'atmos, die, mit dca.,
jüngsten Verzcichni.sseii und mit dem gegenwftrtigen Bestände verglich'
nns die Oenciiithle dieser ultehrwürdigcn Bücherei mit iiuerwartoter Bt^
nauigkeit fe»;t»teUen lassen. Der älteste dieser Kataloge stammt atM At*
Jahre 1201, ist also nur etwa ein Jahrhundert jünger als die GrUnduDg
des Klosters durch den hl. Chnstodulos (10*58): ein zweiter entstand i
Jahre I:i5.'i, ein dritter, noch unedierter. im Jahre 1SS2. Sehr merkwü
eind die zwischen 1565 und 1575 in verwahrlostem Neugriechisch gf
schriebenen Kataloge einiger Privatbihliotheken in Konstitntinopel itai
Rodosto (Khaodostos). Unter vielen anderen Kostbarkeiten verzeii
sie die Geschichtswerke des Ephoroa, Theopompoe, Philochoros
I
') Eine klnin« Snminlunit lateiiiisclier
BibliotbekskAUlogo vorOITent lichte OiiBt.
Becker. Catalogi bibliothocftrum soticgui,
tlonna« 1IJ&5. Eine reich hui tigc ErRlUimni;
nnil FortfnhninK itJMw Weik«8 f»V Tk
Uottlieb. Usbar niittoUllerlich« 8iUt*-|
Utoken. I;«iptig If^.
6. Alt«rtuaairiaB«iucluft. A. Pktlot. FaljhiaUrflii a. BcboliMten. <$ SI5) 50£l
£unapio9, endlich gar 24 Komüdien den M«Dander mit einem Kom-
mentar de» PselloR und die Kom&dien des t'hiU-mon. dio erstoren' sogar
in xu-ei Exemplaren. Leider iitt dio QloubwQrdigki-it dieser Fretidenbi>t-
Bchaft aus vicU-n und guwirlitigen littenu-gesehichtlichen Grilnden «rnntlich
zu bezweifeln. Wenn es mir aacli nicht mOglich i8t, auf meine Bedenken
0&lier einzugehen, so will ich zur Bezeichnung meines Stand[iiiRku<H dueh
bnaerken. dtsK ich die auf die genannten Hii<torikcr und Komödiendichter
bwaglicheu Angaben der Vereeiclmisse fUr eine absichtliche FftUohung
halte.') Nach Gründen, die zu einer so plumpen Mystifikation führen
m<H'bten, braucht man in jener Blütezeit der Schwindellitteratur und des
Uandsehhftenhandels nicht lange zu Midien. Immerhin wäre es eine
dankenswerte Aufgabe, diese Kataloge aii^iXlhrlich durchzunehmen und zu
kommentierten. Heute ist in Kodottto nur noch eine griochi»ehe Hond-
Rckrift (geegraphinch-hi^toriüchon InbaltB) vorbanden. Kndlich dnd die
Iwut« noch aaf ehemaU byzantinischem Boden erhaltenen Biblio-
tfaeken zu berücksichtigen. Die erste Stelle behaupten die groH.sen BUche-
roien der Athoaklübter; ihi>en folgen die Bibliotheken auf l'atmo». auf dem
Stnai, in den l'atriarchaten zu Jerusalem und Alexandriu, in ChuLko. im
aU«a Serai, in der evaugeliuchen Schule zu Smyriia, im LimeukloMter auf
LeriMM u. 8. w. Die Handschriften des Königsreichs Griechenland uind
jetzt in der Universitätsbibliothek zu Athen vereinigt.
1. Alt« Hsndsckriftenkalilog«: Iliui UUulieriDVciiUr de« von Mi«hMl Albiliatc«
tMtiftt«#D KtoaUn «kI. K. N. .Sutha«. .Ufi. |l<A 1 (1^72) 49 if. V^^t. S. »17. — Um i-tl-
■imIi* favcBtu TOD 1201 «diMle mit KommvuEnr. Miltuiliiiigen l)b«r lilu sjiMni'i.tii KataloM
a. ■. w. eil. Pivhl, h» trisor et 1« bibtiulb^iiuv du ['iittiiiM an coiiinicitcvnuint da IS* iiiMa,
B. Z. 1 (1892) 468-62.^. -- D»n patmischeu Ktitalut( van ir>.'> «di^rlo »m l'od. Vatic. ISOb
A_ Uai, Nora patrum blbliotliocit. vol. <j (Romiwi lh.''3) par* 2 8. iS7 bS9; darnoob
■ttdrrhelt« tha Mignc. I'aliol. gr. 149. 1040 lü'>2i ondlii^h udi«rte ihn otuto KenntaiH
•M dmrD l>nickcti W. Studemund, rbilologim 26 (1^Ü7| 167—173. — Ein kI«iDea
Ltikvcncivbiin iIm KIuhIv» von Canolo ligi Otrnnlo cd. H. Umont, li«vue d«« it. gr. K
lian) 38» f. \>l. S. 818. - Vier olu. ktciuixcli üuaulKielKiie Kataloge Krieckisclier
BuÜilMHüteter ed. P. üatiffol. Tiei UibliullivkBii von alten bua^lianiacfaea KlSetoni iii
DitMiUlaB, Ran. ^oarlabdir. 3(1889)31-41. - V'kI. P. Batiffol. L'aliba;« de fUmtno.
htm 1891. - Katalog dea Cluj^uitllio» Nulara» b«i K. Ü. Satfaas. Uta. ^fX. 1 (lt)72j
Sil -284. ~ Kinjge Eataloge d» 16. Jafarli. iit» Patriarrliat*, d*« Anto« KmUIeomimm
&1. V.) «d. A. Poaaovin, ApiMrato* «ac*r ad acript T«t. et novi TcataiMati, KM« IttOtt
L II. Apipcndix S. 44 ff. - ui« Kataloge der rrivatbibliotboken in Kanatanliiiiopal and
IUMo |iud 1570) Bind ed. von K. Foorator, De nntiquiUliliin el libm mm Cpolitania,
1677. Dniu rgl. K. N. tialbaa. Sur Ice coniiniMitiiirM b^uvtlne rebtib aux
da Urmuidnr etc., Aunuaiip du laanoc. '.i |1875; 1N7 - 22'J. und Uralkc. bae
d«r ILw iu RoduoUi bei Kp«l, Tbpolog. LiurnlurU. K> (IHIM) M f . — Aeltme
IlttUge latMoiacker und griec)uH('li«r Huud8('Lrift«n sind niitt;«tnilt von Leopold I>eli>l«,
U cabinet de* nua de la bibliotli^quu Ufttiuuale. 4 voll., Polin 18Ö8— lt«<l i». den lud«!
4mS. Bud«4). — K. Bftvaen, Ein oatalog der gricrhiiclien Hm d>«r biklxilknk cud
TNIaia*(>1eaa. Pbilologw 41 (1882) 7Ü8-75.^. — Das luvi-'ntnr d«r griaditMben lloud-
MArihtn da« Jotiansee Lankam n«b«t ninigon Kriefun Jpaavlbt-ii ist inii«e1«i)t von Pierre
4l Salkac, Udangc« d'arcb^ulugio nt d'histoirc de l't.culv IratK;. dt (Uiioo 0 |IS80) Ü.VI
Mli4. — Zwei Kataloge nua don JbIitod 1J72 und lö78 «d. K. Legmad. Notlo« Uu-
nU|M anr Jean et ThioduM Zrgoroahw, Puria 1889 8. 137~ir>.^. - Einen KalaloK
4a Vatictaa vom Jahre 12»5 ed. P. Ebrle. Archiv (Qr Litteralur- nod lfircheag«ttkl>t»
'I ÜWIloa acIM ein Poracbor wie Fr.
■teheler. Pliilol<igiaolHi KriUk, Bonn ISlfi
f. 11. diea« KalaJege al* gbnbwOrdig be-
*Mk«t Aacb E. Sittl danbt dietelben
■K Vidertaging der Pabel tm der Vor-
br<Miiiuii)i der ProllaBdicblAr dumh byaa»-
liuinvbe TbFulogOD (S. H. 505 f.) Vfrwert*ii
IU dürfen, Uetliner pliil»). WecheBK-bi. IHUU
S. 472.
m
Sfx&BtiDiBche LiUeratorgeBchiclit«. I. PrMaiaali« tdtt«ratiir.
dM MittoUlt«» I rl8MA) 31 ff. — Einon KütAlog der Vulicnoa von l.tll i:i]i«rt (»a M
sprichUJ, L. Ileiberg, l<>» piymi^ra mnn gr«c(i df In bibliotbvquo papalc. Bultetin m^
l'Vuddnii« royHlB Dsnoise des NcJiKir«« nt drit lottica, s^nnce ia 4 di!c- IMII. — f. U»-
tiffol, Lca niM grecs Uq Loltino, nv^ijup di' lieüune. Kecberclioti {lour »ervir h rbuEwr*
do U Vftticana, Hrilangea d'arobifiiloKie et d'bistoire dv l't^coJ« btft^. de Kotaw 9 (ItSt)
2S— 48. - Einen Katalog dos ]:>. Julirbundutts od. naa Cod. Barocc. 2iO W. Allen, Ab
aacfent Qreek uiuimsfcrj- oatalogue, TUe Journal ot ufailaloKy 19 (1890) 6&— 68. - H.
OmoQt. InventAire des msB greca et latina doiui^ u Saint- laar« de VcoiB« par laeardliul
Bessvion (14t;8). Revue de« biUioUi^iuM 4 (1894) m-187. — H. Omoat. Le peaitt
cat^ogae doe mse grocs du cardiiial Ridolfi. Bibl. de fEwla^ea ckart«8 49 (1889) 309- 334.
-- H. Omont, Catalogao dea manuacrita grecs d'Antnine Kpar^ae (15SS), BiUiotMqM da
l'Koola dM cbartM dS (1808) 95-110 imm ikMag» om Voneiobnta dor Hm «kr PariMr
Nationalbibliethak, welehe nadiweialich Ton Antoa Eparehoa üUmmen). - II. Ontanl.
Cataloguc d«a mss greca de Fontainebleau sou9 FrDni;ois 1 ot tlvtin II, I'aris ISSy. -
Ein kleinoa Vereoichnia von ttQchem. die ain Knd» dos 13, Jabibiuidertu in TbeMa)«aA>
für ein Klualirr gekauft wurden, ud. H. l'siiTier, Jahns Jahrb. 107 (1879) 14T. —■ Ut*n
Dotea. Vn ducumenl aur lu bililiulh^que de Thäudore Gaza. Ren» d«s bibliotbequea 3
(189S] 88&~890 (Notarlataakt v. J. 1477). - Ei[i» kloitie Dncliarliate «Dthillt daa Teila-
inout des kretiaolien Sebreibers Neiloa Daniilas aus dem Jabre 1417. 7>aerBt ed. res K
Legrand, Teetament de Nil ßamilas. Kevne des et. gr. 4 (1S91) 178- 181; duut komktar
von Spyr. P. Lambros, Das Teatamonl dpa Neilos DBmila^ B. 7.. 4 (1895) 685—587. -
Anaxug ans dem Kataloge der gri och. und Int.. Has des Kardinals äirlel hol K, Miller. Calaben
dos DI3S grora de la bibl. de l'Eacurial. Paris läi;^ t^. S06— 331 - U. Laommef, Dt
Leonis Atlatii codicibua t|ui Ronae iu bibliotbecn Vnlücelliaoa uwcrvantur, tVoibiBg ISH
(mir unzugänglich). — Hauptwerk fllr die Kenntnis der allen Katulugv ^««hiaehar H»
in spaniäcben Biblietbekun: Ch. Graux, Eaaai sur lea origiDea du fooda grec de VEt-
curial. Paria 1880 {^ Uibl. de l'Koole des üantea EtndeB 46. faac). Hier S. 413-41?
aucb ein Katalog von Hss dea Autouio« Eparehoa (vgl. die oben angofflliri« Arbert rqn
H. Onient). — Manche« Ü«Thcr gelxtrige Material enthalt anc^ daa vonrtffliclie Werl: ym
V. P^lirle. HiatoriahiMiothocaeRonianorum pontiticiim. ToitiusI, Rom 1890. — TeraehMdoDi
ft1t«re Handachriflcnkatalogc In den Codd. Uarb. II 23, 11 71, 11 89; Vatlicell. C. S8 a.a
2. G«g«nwAitige[ Bestand int Orient:
1. Die Bibliotheken der A thosklttstor «nd, nachdem frOhire Bentchar wie Vi^
loiMin, Falln)«raj-or, Minoides Mynas, E. Miller u. a, eininlno Notiion mitsatsUt kaOni
im Auftrag« der grieibisdicn Kcgiünitig von üf. Lamproa genau inrentvUMrt wardcs
UDrsummariioboBeric^ht desselben an diu Kammer ('Kic^f«:« n(ö; i>;r {tocligp) wnrdajdcicfr
xeilig awHinial ins Deutsche öberaelzt. von August Bolti, Oio Üihliothoken Au UBater
dea AlhoH. Bonn IHSl, und vou Heinrich von Rickenbaeb. Gin Be«udi auf d<an Bttgt
AtUoe. WUtrburg 18^1. Von dem auafUhrUchen Kataloge aelbst vutd« au«ra4 ein Um«
Teil in Griechenland sedruekt: Sp. P. Lamproa. Kntäloyot lär ir mif fi4,lXiP»^*mt tti
'Jyiov ligovi iüiji: xiaalMuiy, Täfioe «', fii^ot n. Athen ISR8, Jplit wird der ^aau R^tf
in weit besesrei' Anlage und Ausstattung in England vorOfTentlieht Bis jetit cnchiMi:
Sp. P, Lampros, Kaiiiloyii; inii- er lui; fij<liaSiij*iii( tov 'Jyi^r'opoiii UJttjviBir i ~
Touo( nQiöie; (mit dem engliacbon Nebentitel: Catalogue of the greok maniiacripte of ].
AtlioH. vol. 1), Cambridge. UniTeraity Press 1895. Vgl. die Beaprcchung von K. K-,
5 (1896) 214 ff. — Daeu Sp. P. Lampros. //fpi toi»- itiiliiiii'ijaiiar xwiKxvi- tür '.f
fMin'rßißiio9ririüv. Athen 1(^88. — vgl. Sp. P. Lamproa, EUi;««« gudäyQaifn. Bma
8, Aug.. 24. Okt.. 21. Nov. 18Ö3 (Nr. 32, 43, 47) (Besolireibung und Kacaimile einiger Af '
3. Katalog der Bibliothek im Kloster dvs hl. Jobanuea aufPatmos; J. Sakkel
llttiuiaxi} ßijfliluSijxij, Alben 189U. Vgl. diu Busprechungeu vou 0. Dustunia. Jooni.
1891 Bd 374 Aprilhefl S. 426-437. und Ä. A. Dmitrijevakij, BiblioKrapbiacba N«l
1 (Moskau I8f2) 253- 2,^9 (ruas). Weitere Nachtruhe, namentlieh Notizen Ubei dta S8 1
welche in Sakkeltons Katalog nicht beaclirieben aitid. gab A, A. Dmitriievakij,
8kiBcen, Kiev 1894 (zuoral in don Tnidy Kievskoj duch. ak. 1892— I8S
aprecbung von N. Kraanoscljcev, Via. Vr. 1 (1894) 723—732.
S. Sinaikloator: V. Gardthaoa«n, Catalogns codicum Gra«conim Siaaiti
Oxford 1886.
4. Jcruealcm: A, Papadopulos Kerameus, 'lifitaoXt'futiKij fiifih»9^K^,
4 Bttnde bi-riiohni^t. bis jetzt lid I. IL, Petersburg 1801. 1894. Vgl. dio BoM(«ehiw||aa *
D. Beljaje V. Journ. Min. 1892 Bd 381 Maiheft 8. 1S4-207: von K. K.. U.Z. 1, 623 f.: S. R3Ä(
von K. Kurta Vin. Vr. I (1894) 683—690. — Zur ErgÜnaung daa Katatof» dien««
.Ajia1«kta*. in welchen eine Bluuioitleae unediert»r oder aeltenev Text« na» den Iha tu
xum Patrinrc.hal Jerusalem KehOri^un BibliotlMken beiauagogekon weidutt »oll: A. Papa-
dopttlos Keraraoue, '^niifxm ftpMuld^itia^c eimgi'vieyint, bia jebt roll. L II., Petm-
»4). VgL dii
J
oTlHwrtnnuwlaaeasciiKft. A. Philol. Polyhistor«!! ti. SchoIUaleD. ({| SIS) 511
borg 1891. 1894. UeWr don Inluilt x. B. Z. I. S23; 4. ISO. - Zur IJMcUohte d«r BiMio-
IlMkefi tu Hallstiiu: Alb. Klithard. Diu gricchiocho fatTiurolinlLiblJoUivk von Joniaiüem.
I. Dk fritkuBD UililioUiek«!) in PalUatiiiA. II. I>tu ÜiliholhDk dott liL ürolws, Kam. (Juur-
HiHäu. h (1M)1) 217-266; 329-331: 383- 3SI und 6 ,läL»2j 339-865, - Alb. Khr-
liard. I>M Klooter nn heilig«!) Kr«iu tiui J<;nisaletn und sein« Bibliotbeli, ilistor. Jalirli.
im 0«rrM«M. 18 <]Sa2) ]ad~l?2. — Alb. Elirbard. [>or alt« BMtand der Brieuli. Patrl-
■rdudbibl. TOR J«ni»al«ro. Centralbl. f. Bibtinlliekawosen 9 |1892) 441-4;»9. - Alb. Ehr-
bard. Da* griechische Kloat«r Mar-Saba in I'alAHtina, Wim. gunrt«l»chr. 7 (1893] 82—79.
!/. Smyrna: DJo llsndficlinftrn der .evanffrliKchen Scbulo' in Smjma beeohrieb
A. rBpadotmloH KfirBtncDn. üajäXttyoi tut»' -itt^oy^ätfaii tijt Ir Ji/iii^yg ^ifXtoS^x^
ifi gvafftiixiit ofei^, Smjniit 1877.
5. LcüboB et«,: rnpadopulnn Kar amaiia unternahm Ini Auftrage de» ('üratenThoed-
A. MsiirogoTditaa mehror« Krisen in der TOrkei (L^boe, Tbrakicn, MMkcduni«!! u. a. w.J,
W» dir iriatrcuUn kloiiieron Bibliutbckcn tu durchfaracbva, und vuruitiiiilliclito: .Vn ■'(»«•
f0f4nrtni( fifiioS'jxi) >)(oi yrriMÜf ittQiyi/a^itös xntiünynf rtör ir tni'( lira iijr ilm-
t*Mf f*fin«9^Maif tvffi^nofii'rray JJtÄijfimir /tiQoyfäfiay, KunHlAiitinopel I8S4^|I^86. als
Beilage mal 15., tO. luid 17. Bund« der Pubtikaliuncn du« 'ElX'ir. tfiXalay. «iHloyof.
7. Konelaittiiionel: Bibliothek den S^liogos: A. Papadujiuloa Kerameua,
KMTmitry«( ttir ir Tp ^it3lij«xul mXai.t.ytxv\ afMuyiif XHQoyQi'fioy ftßXiuir. M^QOt X^roc,
ZiiX»y*t, 'AfumtoXny. irfii^aitti, Ua^itQir^ftu toi* «' — n,)' täuov (1892) S. 76— I2Ö, — Den
Kt'rW des V«roj|riM- tau äyior tiiifoi' in Kpol «d. K. Satbas, Mto. ,^tfk. I (1872) 287
Mi 112. — Di« kÖliaat«» HulFnungen bntto iiinn niif dio bis vor knrxom in gehaimniavoUeB
DndMl nhallt« ßacheistmBilang At^ niton Scrni geknllpft, in der man Uestc d«r PalSo-
IHWlhililirrtlliik Tcrmutet«. Wenn den Ucsuchem »lies gezeigt worden ist, woran eicit
^M^f^ noch zvdfaln llaat, so schwinde! die vrwurtcti.- Fülle auf einige Duticnd Hand-
■«itifloa bckaiuiUt Tcxtp (Polvbios, AristotL-ks' Zoologin. Tuktikcr u. s. w.) xusuminon.
Dm boalMi AufscbldHBe Über dU S«nuhandBvhrifteD gab Fr, UUsb. Hermee 23 (1Sä8)
tl9—2S3; 622~02&. — l'ntuglinglicli int mir: K. Coderu, CtiUloguea de bibUulhtqucn
da CoMUntineiile, Boletin de \a Kvul AcndemiH de la Historia 18 11891) Faec. 4-6.
6. bibtiothek des KloaUrs der Gottesmutter xu Petritaos bei Philip*
popel: MiUeilungeo von P. N, Papageurgiu, 'Huf^oUyiai' lijt '^ri'ioitjt 1887 8. Uöff.
enJ: lJ«ri. phikd. Wodieixsolir. 1887 S. 821 ff.
9. Bibll«th«h des Johanaeskluatera bei Sprres: Mitteilungen über diese bis-
W von nieffland erwlhot« Bibliodi«k. die 66 Pergamenthaa bositjt, gab P. N, Papa-
(■•ritlo. ß. Z. 3 (1894) 319-82ä. Kin vollständiger KaUlog von Chr. llemotriades
iM IH^ednKkt. l'obcr weitere Bas in Serre« s. Papageorgiu a. a. O. S, 286—288.
10. Kloster de* hl. Demetrios (Thoasalion); Maxieres, M^moir^t *ur le Pelion
«I rOeu, ArcliiroR de* miasionB scietitiÜitues, tomo S (1854) 248-250.
11. Klo*lorbibIiothek auf der losel Andros: Katalog von Kon«L Plciiot««
ki AaL Heliarakce, 'fno^nTfinin rufiffa^uai iwV KviiaJiuv r^amr 'jy^Qot, AVuf,
Alhen 1880 S> Ifil— 181. — J. I>, Txctxea, Tu fiovaijui jfmmj'(i«yii r^j ir *.4rJp^ fioi-^t
(•««X** »Vm» ItofnMiif 12 (lt$6») 1^4—149.
li. Bibliothek auf der Insel Leroa: Vereeiolmia bei 0ikoaa!nopulo8, Atgtit-
ti i(tM /«ipv^-fn^'u fi;c t^oi' vl^fai', Athen 1888.
13. KtoBterbibliothek von BvliEe(boi Arta): Sp. P. Lampros, "H /fiitj Bvkliift
•d tJ ir ■v'rg x^V^rff»- ^'^'^"r 4 (1^1)2-1894) 898-306.
14. 8iiiope: Authimos Alezudes, Ittmyaaiftj x*'Q'>YQ"V"' {<'^'l<<e*' r^C f" ^iru'nji
UHn^ «rollte. t'j"k- 'Ak. I& (1896) 23 f,: 89 f.
t&. Berat (Epinis): P. Batiffol, Les majDuscrita grecs de Berat d'Alhanio et Im
min porpureus *, Areliives des niiwieus Bci«ntift(iuea 111" s6rie. lo!na 13 (18ü7) 487— 5G0.
16. Athen: 0. P. Sreinos, IJirnioyof lüjc /(ipoypiiqnüic tijt iSrinni »«i r^( toi-
— iai»nyiee fipXio9r;xt{(. Athen 1876 {wurde nie verfltTuntliHit). -- Joli. Bskkelian
■I Alk. 8akk«lion, Kaielnyot iwr jtifayQiiifaiy i>;( /tfiiiiit- ^iflXiuS^xr^i Dj; "KUaifa;,
Um 1892 (üm/aast 1856 IIa*, allvrdiag» !neis( aiut dtr nounron Zeit). — W. Reich,
['•btf ÜB PalinfMito itt IJniv>T*itAt>- and NaHonalbibliothck in Atbeii. Festgruss an
fi, Heervagra, EHtogaa I8$2 S. Sl- 101 (hespridit 8 bodoutungslusu Pnliniptieste},
17. Kairo: Katalog dnr griechischen Das in der PatriurcbulbiUL bei: 0. Schneider,
Itiiilftg« aw Kenntni* der gri«rlüiwh'OrtbodQxeii Kirche Aogj'ptcus, Dresden 1874 S. 41—47.
JK. Baoitnien: Ktirt«a Vitnccichnis von K. 'EftpCTUnivoi, £vXXnyo(. KiKoointftn-
fl^V. Ki^a^iw« !«• "i iiwou (1086)8. 97—102, wo auf einen auslllbrtichen Katalog in der
>■ amckvUcB*" nmtniadieB Hevieta Theologioa t. III verwiesen wird. Die mi-isten dieser
üi^ di* aaa im grieeiii«chea Schulen in der Huldau- Walachei stoniinon, goliöiun dem
J7.— 18, 4ah(h. an und enthallen ScbuiblKlier, CebLTselM»g.'a tt. a. w. aus derselben Zeit;
12
jysantiniaelie iMenüar^Sib leb te . I, ProMisohe Utte»tiir,
fdift bjmntininclic t.itU^iatnr Ut nur diuoli bekannte KclirirUin wie il<a ProdromM TetH
slielia. Knltomiün dm Johannen Kucliailoit. IJ ebene (zun gen den PtuQud«» u. s. w. vrrtnU^
'S. Ein Votxuichiiui der SnmmluDguti gricolÜHfbur Usa itn Abendland« nni
in Rnaaland liiidut inuii bei V. <iiirdthaUBeii, ÜrivckiBche PRlSuf;ra|ihui, Leipcig 1879
.S. Ai\)--Hi}. Ilic-r üfivn iiudi, uhiiu Streben uucb VolUUndigltMt, einige ameb dMO &■
scbdnoo dea Uucbo-i vuu Ü&idtbHUBeii vcrtitfeullichte KaUlogo notiert:
1. Deutduhluud: U, Studemunil otL.Cohu. Codicc«ex bibltotbaca MMinnsiiiiiaii*
fliillijipid graeci nunc Uorolioensos, HiiTlin IHUÜ. - Calalogua co4icQtn gHwcamin uui in
bibhouieca urbica Vratielnvi^nai adsorvantilr, )!r<elaa lb$9. — 11. Omont, Ciiukgn«
dee mM grecs dos bibliolb^([Des des villos UnnsiiRliqu«« llHmboitrg, BrlUii* et Lflb^nk,
Centralbl. fUi lübliolbekswoseu T {\Hi)>}) 3'il~377. — Nur wenige und meiiit gant joag*
Smcbiaobe Mss verzeicbneo die bis jet/l etschieaenen. vunW. Moyor boarbcitolso Ulnds
n Werken: Venoicbiiis Her Hh» im pruiWB. gtuule. Bund 1 Teil ! — !{. BorÜD 1893—1894.
3. Krnnkreicb: lins lupislu Ihot hier H. Omunt. Uurub einen IcnngehiMlMi
Katalog <lci griecbiscbou üf^ der Nutautiulbibliolbok und dcv ObrigCB fmuMiivbuD liiblio-
thckoQ, durcb VvroifeiilliL'buDg vuii KiicsiiiiilunusKabeii. v«ii Utcnn Uaa-KjilaloueD, \<iii
MirDOKru{>lii(iu über gnucbiac^be Kujii8t>>u und H&udli-r u. a. w. hat *^ Ober die lli-ri^i:ii'!
und Üeschiclitu dur gnecbi«i-ben Uks rvichlidieB Liebt verbreitet. H. Oinont, Invi'i :
■unnnuire dos uias atise» itc- lu ))ibliulh^i|ue Dational«, 3 voll-, Porta 1886 — IS&f {t\a
4, llaud soll din EiiileiLung uud dvn T#xt bringen). — H. Omont, FacaiinJUia dM bm
grecs dut^is de lu bibliotb^qu» nntionnle du IX" HD XIV'-'uM«, Paria ItJSl. - R. Oment,
L<is maa duUjs des W" et XVI' sitcles de lu biblioth^(|iie nalionala et dw «utie« biblio-
Ihti|ue8 de tViince, Revue des bibüutbeiiues 2 tlWij Janvior— Juin. — II. Ouonl.
Facsiiniläa de msa grecs des XV'' ut XVI" sitvl«, Paris l8bT.
3. llBÜen: Bologna: A. Olivieri. tndioe de' codici greci BologneaJ, Stodi it4L
di lilül. ctassiL'ii 3 (l(<%| Söö— WH. — V. Puntoni. Indiois codicuiu gracooran B»»-
nientiium ab AI. Oüvierio vunipoBili suppleinenlum. Studi itul. di £li>l. ctnaMca 4 (ISMI
865— 9T8. — FloreuE: K. Ruataguo e N. Fentu, Indi» dui codici greei L«nrwäini
Htm coinpr«ai uel catalugo d«l Bandini, 8tudi ital. di filol. rJassica ] (t69S) 129— SSl
— Q. Vilclli, Indiue de' codici gieoi Riccordiani, Mifliabeohisni o MamoeUiani, Stall
ital. dt älol. rlii»>ira 2 (1894] 471— .'iTO. > Genua: Alb- Klirbnrd. Die piacUaeh«
Hm von (ienun, Centrulbl. für KibliotbokaweeBn 10 (\89S) IS9-2I»<. - (Irotta Far-
ritn: Ant. Koccbi, Codices Ctyptcnses äcu .\bbatian Oryiitac Kerrntaa in Tmuitfl
digeeli et iltustruti, Tusculani 1HS3. ~ Zur ßes(^hicbto des Ktonleni und der BiUiothak:
Ant. Roui'bi. De eucnobiu Cryplofermtonsi eiusque bibliotbeoa et cvdidbua praeaeitia
graacis uummetitiirii, Tuac!uli lHä3. — Nonpel: UiuB. J'trtu, Oodiei teuOTati d«!!«
bibliotecbe di Napuli. Fase. I. Lei^izig. 0. Bai'raaowilx lä!f2. Du Wetk ist auf lU
Hefte berecliuvt. wuvuu daa 7. eiiugun Bytnutinerii wi« Zoaaraa, l^wlloa. I^taitttw,
I'lethnn u. s. ir. gewidmet werden soll. -~ Perugiu: Tb. W. Allen. Tb« gfeek out >f
Porugin, Ccntmlbl. Rlr Uibliotliekswesen lU (IH93) 110-47$, ~- W. Weinberjer. Zu (Im
griediischen Hss von Perugiii, Cvnlralbl. f. Bibljotliekäweaen 11 (1894)405 f. ~ Rom: ll*nr
KtcvonNon Senior, Codices niss Pulutini gracci bibliolhecne Tntivanao, Hom IH^V il*iit.
l^tevuniionljeuior, Codices msa grueci rejjinae Suecorum et Pii Pf. II liibliothecnc Vntii kui«
Koiu IBÖS. — K. Forou et F. Iliittnglini. Codices rnas gruoci Ottobuniiini bibliothecac Viij-
caiue, Rom 18!f8. — Cns. Stomajolo, Codices IJrbiunlea graeci bibliothecao Vaticana«, B«B>
1896, — Fr. Bauualnri, Index uodicuui gruecorum bibbotbocae Ciiauuntenais, äludi ital. £
fUol. clasbica 3 11^94) 163— 2U7. — Sizilien: Fr. RUlil. Bemerkungen Über BibliQ(h"t.tr)
lu Sizilien. Phitologii» 47 (1880) 577—58^. — Cb. Diebl, Nulices aur (teuxmna a mmiA:ur>
da In bibliotliequEi de l'universilu de Meesina, M6li(ug«a d'urch^l. et dliistfliru ti i\'-"
80B— 822. — Turin: Kin Katalog der bei Paaini fcbleuden (las wird von 0. Zinn:
Tncborcitet, — Vouedig: C. Cnstollani, Catalogus codicum graecoTum qui in biblN
tbecnm U. Moici Venetiurum inde nb nnno MDCCXL ad hneo unque terapora üilati
Venedig ltlt)5 (der bis jetzt vcrOITentlicbte Teil entblllt nur Klasse I das oltOD band*
liehen Invenlars). — Veronu: II. Omont. Les mss gteca de bi bibliotbtau* eap'
et de In bibliolbec|ue conimuniile de Verone, ContrnIbl. f, Bibliothekswesen 8 (1q9I) 4S
— Kurze und mm Tuil unziiverlilssige Notixen ü\im griechisob« Hai ia Modeua.
lognn, (ienua. Rom (llibliutetu Augelicn. CuBtuialunse, Curaini. Bori;heM, Vilturw
munucle, Vullicelliona, Arcbivio di .Sun Pielru), Piatoia. Lucca und Siena gab Th.^
Allen. NotBa on greuk ms« in Itnlian Ubrariee. London 1890. Im Vorwort S. V— 1
einigo hier nicht wiederholte Litte ruturan gaben über Ueschreibitngan griecUadier Qm i*
lialieu. — Kinon xusammen fassenden Katalog der kleinen Sammlungen gnediiaclK« Hsta
llillieu bat V.. Martini iiiisgenrbeitet. Von dorn leider wenig |irakti»di aag»lectcn Wxk*
eracbien bi« jelxt: V.. Murtini. CuInloKo di munoHl^^itti fjTici eiiiirfeuti iielle bihlMtocb'
itallonv, Vol. 1. parte 1-2, Uuiland 1^93 1890. Parte 1 onlhalt: Mailand (tUbtiuUca
d
8. AlUrtiuasiriaMiLBcbAft. A. PbUoI. Pol7ttistor«B n. Scholiutes. (J 215) 5J3
ia di Riwm aad ArHiivin d«! rnpilnU uMtropolilwieV P*l«m»(BiblMteCk J
md Homo nuiotialaj. rmrmB ([tiblioUwa rnUtniSI, Pa*ift (DiUtatMkÜMiiremUrM). PirUS'
nüdlt: Bmacia IIIibliotc«kliti«riaiaiiB), Cotiio(BibI. Conniaale). Crauons (Bitil. Gvrcr-
Hbva), VarrNr* tBiU. Comiuimlo), 0«iiua (Bibl. L'nivaniUris), MbdIii> tHtUioKot cd
AkUvw tioOHkga). Maitnad (BibL Trivnlci«!«), Ne»p«l (BifaL lUt G«rol*inMi) nni «uMa
AfpawJi« {Mw T»rii|.
4. Spinien: C«lier di« alun KtJtiogt s. V. tisr^tbkosaB. firinrhbrlit P«
ICnr^* !f. 431. — Ch. Oraux. Rapport sw om misMon ea ^pagne, Ar«hma da«
Mu «dtatitiiaea HL »«nc t 5(187») 111—188. Darnach b«wtit };p«iuen U3 ,
Hm in I& DAlioUi*lL«n nnd 8 SUdten. — Cb. Graax «t A. Mattio. racaaii]
fna* dliapagtw. Paria 1891. -~ Kotier •onaDairM dea um e^««* d'EamB« et de Po
Mf Ch. Oraux, «■•«« od ordre et rampUUas j«r Alb. Martin, Pana lüiri (aocb
2. Bamle der NoamU«« arcbivce das iniaakaa «aentifiini^J. — Dan Ck. (iraux,
KUT Ita origin«! du fonda ^roc de rEscnrial, Paria law (s. o). — Di« tvo Iriarl«
ItatatociaiMteD icnecbMeheB Um ta Madrid T-naiehnat* E. Miliar. Catalogo« daa
■IM« de la UUwIb^ve royale d« Madrid (SaBpIAnciil •■ eatalogne dlriarto). N«{. •« «xtr.
äl. Z (ISMi 1-116.
.5. Scliw»ji: B. Omoat. CatflMa« des »aa gntt des biMiathtn^a» da
Btla. B»rse, Kiiwi«daln, Oi-nj-m. 8t liall. ScbalTbotw al Zaricli. OotnOU. f. Baiiatbat>-1
wMm S (1866) S86— 4&S. - U. Omoat, SappUBMol aa ataloena im mm gm» im
h>bUatb»i|«M da SiuMa, Camtralb). f. Bibbotb«luwaa«a 8 (1881) 22— SS.
e. Bslgian: II. Omoiit, CalaJono da« niaa graci da la bttlio<h*yw nj^ 4>i
BraxcUe« et d«> aotr«« btbliotb^^aa pabliqaea da Balgi^aa, B«nM da l'lMtnetfaM
tn Bcigiqae t. 37 et SS (lä84~188&|.
7. Holland: H. Onont, CabüoKU« du naa gn<» de« UbUotkfcqiM* paUinaa
Pa]r*-BM (Lejrde txctyUi, Cantxalh). f. KUMlhekswcM« 4 (1807} 186-214.
B. EaiclBDd: H. Omoat. KotM «» taa mv grMS da Britiah M^t— . bAL im
llbaU da* eiuta« 4A (18»1) 314 -S&O.
V. Dinenack and Sebw^daa; Cb. Graax. Rapport aar laaMMcraoa daCoBW
IMM « (1880J I3S-242 (BMI Aar
yiBitini Utafein). — Cb. tiraux. Noticaa aoauuirM da« Baa grata da flolia, «iata «a
«dl» at mmpUt^M aar Alb. Manin. Ardiivca daa imaMana ad— lamaa, III* «Ma, lana 19
< (1«8»} 2K-3-0.
2U. Hnaalanil: Aeltero KataJofe bei V. Uardthaaaea. Oriacfciaefca PaMJgr^Ue
& dSSi. — I>ani: Archimandrit äabba», Rcgiater eh UebOTaicht dar Hoakaon' Patii-
wdMl- (jdxt SvtiudBl')^akrifltM w>d -Bibbotbek. Moakaa IS&8 («ntUt aio aaeh Anlcrai
■ad Halanea alphabHisch caerdiMtu Vemkluiia d««- grwcUMfcaa &■ der SnadaMUie-
~ 1ij (rwa). - Diaaea Bndi wie der alt« Katalof voa Mattfcaai sW jaM BbavMt da«b
Katalog von Archimandrit Vladimir: "j ilainatiacfca Dathidbaag dar Bm
KoaloMMT SynodalbiUiolbok. Knrtar Tvili Di« griachtactea Hm. Maafcni IW« (nM.^
4. Alliee: Ceber dio AtlioKklaeter, ihr« ViifawimgiBLhithta, ikf« KanUMkallar
w. »xittiaTt ciso uiachnttch« [.ittcnktiir. Dia Raaha der aaaaraB HiaBfliw asd Pondbcr
»t » Bcgititi dea IS. JabrlrnndGirta der friecUaeke Arxt Johanaaa Ko»aaB«a
1U7-I719). ^in I/pMxrri;iir>«r tor ayiW if»vr rW *>f»i>r<>t rade ^»dnida a
l'eaedis 1701 (and After). Mit lat*ini>cb«r LcbcrvetiiuiK aach bei Moatfancoa, Palaso-
CTwhia ÜTicc«, l'aria ITOtl S. 441 499 Vthtr noatiüff I^bnftcti dieaM Kotnaeaoa a.
K- K Salhan. y»->fil^r>»i ^ftlÄ^yim B. 3«7 f.. tiad oben :^. 30U Anin. 4. - Ea folgt dia
HifaWot tn ÜYturvfiof afarf rar T.Ma>p«c sn-re J(^Mc As ailjrttr n«ütuHr Toa dam
ll«ir*p«lit«n PatpIi/rioB tob Nikaea. Ed. Monifaacon ■. ■. O. S. Vj1-SM. — In
Jakrlisndtrt darftfenchtm des Athoa tat illin Cnnoo. K. R. Z*rharwa van
Uamlkal. Grwebech. Dtdroo. der ItiMbof Porphnioa L'aMnakij. äcvaatkiwr. Ph. PaÜMarsrer,
V UwliM, F. MiUvr, Nei-rat, Rilay. K. J. Oadaaa. J. atajpfwaki. B, BrMUaoa a. a.
■» r«le«Bd«n »ird dia «icbligito ncocrc Littaralar tb«r dea Atbaa Tataaklutat:
I ItDiamnonfaiaenda Warka: Daa Itttcraiiadi b*dc«teadib B»di bUbl
mm Pb. FBllMarayer. Pragmorta an den Oriaat, X Bda. Ststtcarl 184&. Zwate'
laM dwai Aabange rermnhtt« Aanagc daiifcjiaBfcia and «iaialaiM roa G. Jt TlMnaa.
" Ml 1877. - A. Qriacbach. Reue dndiBnBfttMBBd aa<£BnMa im Jalm 1889,0«-
,_,-jI84I. - Victor Langlois. UmoBlAtk«. Paria I «67. AU fjnlcHiMs daa Bacfcaa:
I AfayMbif de Ptol^m^. r«prod. pbotolilhofraph. etc. mih U diiHTtiAn de M. Ptätt« da 84««-
MlaMC - Em faüttltardclua Werk ab*r daa Athoa TarfMalt Porpb. UapL-mkij » «iird<
^aUr latder ia «Mr aehr nopraktiacbea «ad UbHographncli acbwe* EaMbarrn Porm Ter/itlml-
UAl. Um Uanw bnt«kt bm 9 Teilten; dif H rnUn haben, aber snr aaf dnn TniMblac.
im tmMmwMJ^maita DopMltiK'l : ChridlicbFr Urieot. Atbna; der 9. bat den Titclf]
8abe iiarb dea AllioafclBatem und itkiten. Teil H. beila«« nr 2. Abletlaag diMM'
»*Wb lUt Uml IWiila—ilMaMaMI 13. t. »Ulf. 2. '»0. 33
5U
ByzantiniBobe Litt«ratargMehlchte. I. PioMincha Litt«r«tBr.
ToÜM (d. Ii. 211 TpÜ 7 dos ^Dz«n WorkcA). Dio 8 «nten Tail« bobon
Bclilagtit«! V erschinde ne Scparattitel vi« QMchiohto <l4a Atbos (1—3). EnU lUäw
den AtliobklüBtom und Skit«n (4— T), Zwoito Hmm *tc. (8), iteilig« Eum T. I'cü (9). TciT
t— 6 erschien zu Kiew 1}<T7, Teil 7-8 m Moskau 1880—81. Dan kommt «in vm te^
k. rnss. Akademie aun dem Nachlome Unponskys b«tui^«gebooea Werk: Cbrisllie
Orionl. (leBchichli- d^ Alhoa. 1'eil tll, PelenbuTg 1802, das ejae FattMtzvae m <
M¥ton TflÜeu do« oltttn gununiitvn Worki» lu bilden scJimdI Vgl. d» Itespreäiiaig
D. Dmitnjtvakij. Vix. Vr. I l]&ii4} 413-429. — Ueber den NucblM« Csfwoskljs r^.
Vaeiljo vokij, ItMchivibuik); der Sammlung byiantiniBcher DokiniiMil« dM P«rm
(Csjieuskij), im ßericbt d. k. OSeoUiobea Uibliotlivk fUr dos Jnbr l»83, PAtorabev ll
fiHM.). V. Jerneledt. Liste der di)iiort«n griechixcfaca Hss aus dsr Kunrnhing dM Biscttab
UuMUkij, im Itfirirhl der k. illTenUichen ffibliothek fitr das Jabi l^ST. l'etcTsbwg (nai^
P. Syrku, IJoKRhinibung dor Papiere des Bischofs Porpbj'r^ Uapcnskij, l*etor»biBf 1811
(= ZaptskJ d. k. ruHO. Äkademi« Bd «4 Bcikge ») (niw). — A. St. Hejrat, h'Mhm.
Notoa d'un6 excuniuu b la predqu'll« ol a. In uionla^u de« mwoM. Pana 16^. - II.
Oedeon, "^J'Aiuf. Kpel I6ä^. Eingubeud besprocbeu von O. DoetDois, Jo4iro. Hin. 18
Bd 245 Juni S. 349— ÜT&. — Atb. Kiley. AtbuH or tlic mountain of tLe monka, L
1887. ~ Rmm. Miller. Le Mont AUio». Vtiiupödi «t l'll» de Thaxm. Av«e uu
auT la vi« et Im tnivaux de M. Kmin. Miller f^r le M'' de Queux d« SamUBUain.
ISSfl fgrüBStentniU belletristiKrber Natnr), — hin ciomen, mit LichtdnirJidn, Holisdl
lind niner i^Iitoaiolithoerophiiichi^n Karte aiisgeatnttetcH I'raclitwork Ühn iloD Atboa
vorbDr«it«t von dorn Uioradiukon Koemas vom Klontcr des bl. i'aiU«*. — tlaii|itwarit
dia Kunaldonkmllcr: H. ürockbuus, I)ie Ktmat in den AUiUNklSateni. Leifoig 1881. Tj
die eingebende BeBpretliung von J. Slnygowski. U. Z. 1 (18»2j 84T— 351.
S. SpezialHchriftuu: Duobeanc et ttn.vct. Mitadon au Mont Atbooi. Ardiivea <
miMiunH aci<-iitifii)uua. Troiidirnie niiit, t. 3(1876) Wl- ö2S iMitt«iluti^en Ober InacfariRt«. I
kuiidvUillHs, KiiUHtdenkm&Ier). — Pb. M<-jror.Ü«itrli|$eEurKeouUii8deriie«icir*n<inubie
und d<<ä gvgiinwUiiigon Znstaiidoa der AüiosklO{it«r, Zeitschr. f. KirchengeaoUcbln II (18
30&~435. — AI. Lauriotos. Myw'^yioe*'*«*, 'BkkX. 'Ji, lHlliQ3) 22» (Ibw da«
nnd die Schriften des Stifters der AthoHlaiira, Athanaaiea). — AI. i.asriotos, 'hta
ntQi lev 'ASa>, ^talöyav "Kßthfiadaia 'F-ni3tiufr^«it vom 5., 12., 19. September 1 ji)$ {6
hing Ton Stellen nllor und b^ränntinincber Antwen über den Atbos). — Jak. Drlael
Vom Dionysioskloüter auf <lcni Äthan, D. Z. 2 (1893) 79—96. liaza dio Detichtig
Joa. Malier. Et. 7.. 2 [isn) 44U, und Sp. P. Lambroa. Necli einmal das
UoBter auf dem AUias, B. Z. 2 (1898) 608-616 (mit xwei FacaimiW im Bar
— A. Muraitidia, To UfiSv MQivißioy tav jMnaiiir, IlaQfoaoöf 17 (1894) 17— 3S. — l^
bildungen von AUioaklOstern luek Sludlen dea Molen WuUke mit Text von 0. Ebai
in .Vem Feb mm Meer' 1892 8. 9—20. - Vgl. auch A. Dmitti^erakij, Sm
des Johannes TlifoloHoii auf der Ineel Pnlmoa Im Vcr^loicb mit den idinrvtbmittehMi S
des hl. Berges. IVu-ly Kicvakoj dnoh. ak. 1892 NoveinWr S. 32C— 492. — Mancha
unrerwortete MntoTiii! ruht natQrlioli nodi in den Ilw dm AtboaklOater selbaL 7. B.
b< der Cod. Athoun 4SH *, 19 politiscbe Verse nber den Atho* und tlaifut isb 'J
tyoi'f. Letalere auch in den Codd. Ätbei 15TS a. 15, 3G66 a. IT und 31421 a. 18. A(]
701 unter dem Tito!; ,'Aräprtioii fitfix^ mpi row 'A9io ifavs lä ityifiiyn llatftn.'
3. Urkunden dea Albes: Porphyrios Uapenakij, Vorx«i«liiits der Akten, <_
in den RlUateru dee Atlioaber^fes aufbewnlirt werden. Jouhl Min. 1847 Bd &S S. S6— 7
169—200 {mir uiixu(<iln)jliuh|, — Dunii ^a\i sctbiacbe und andere Urkunden von Ad
Dim, Avraamovii^ Der beilige Berg, üelgrad 184T (aerb.). — Doa von UspeBakij
nnd Avraamovif mitgeteille Urkunden Verzeichnis eab in deutaohor Uab«rSDtsuag (n
dem griechiacben Texte einiger Urkunden) Joa. Mflller, Iliatoriaebe DcBlctnllar ■
KlGslem des Atboe, gedruckt bei: Fr. Mikloeich, Slaräohe Bibliolhel; 1 11851) li
— Damua wiederholte die 214 Itegesten, welulie in die üeit den byaantini*ch*n Reici
fallen, K. K. Zachnrino von Lingentbal, lua OrAeco-Komnnuni 3 (18ä7l XV— XXI
Die einzige Urkunde, die MllUer und nach ihm ZaohariB« von Lingentbal (S. XXVII— XXI
in extenso gaben, eine (.loldbiille des RomsDoe Ijaluip«i«a ftr dna Kloiater Xc
vom J. 924. bdt sich seitdem als unecht erwiesen, wie Zachoriao, l!e»rhidit« dM
ehiaeh-rSraiachcn Rechts '' (lt<Q2| 24 f., selbst anerkennt. — Eine L'vbemehl der frl
Arbeiten Ober di« Athosurkunden nebst einer Anxabl unudiert«r fil&vi»di«r und grie
Urkunden aoa AlboaklOateni gab T. Florinskij. AÜiaaakt«ii und ibr« nbol«
Kopien in den Sammlungen des P. J. Sevaatjanor, PeteraburR 1880. — Pb. Meyar.
Hau))turkuiidnn für die Gesdiichlo der AthoAlaster. Leipzig 1^94. In der EialeHaag
Uebenicbt der Verra»siiugageacbioblu des Ätbea. Vgl. die Aiaeiae von C. M»ani.
Beil. pbitol. Wucbenschr. 1894 S. 1332—1336, und die eingehende Beapreebung van J.l
Jcolov, Jüuru. Min. ]sg6 Bd 808 Febr. S. 467-479. — Zwei Stiftaoganrknndm das '
»HitBuwiMeiiMliaft. A. Phllol Po1rbistor«n ti. Scboliaateu. (g 216). 515
itsn »d. A). I.BUriotti«. /Iipi im' iii'/ioioytiloi' lijf i/itai; Im-fitd "£«1. 'Ai. I2(tt)92)
t : M t. — KiiMi eboofoIlH (lor Lnan vnrliehviio Hlcibullc den i'striaroh«0 NUcoUi»
nobtrg« vom Apri] 9Sil txl. AI. Laurioten. 'CxirJL '^1. 13 (I«S3] 886 f. — AL Lan-
ICIl, Xf*ifö|fMiU«>- rov «riaiprirsfOf rair 'ru^niur VuaVi'DV llnltuialif'or , yt«Uy*p
ftfm^mia fJriAfWpi^i; v. 3. Juiusr 1898 {SuhenkuDKantkiui^« d«« K&isera JobanDsa V
I Jahre 13l2| — AI. Lauriotes, '.4rAi^ro*' /pnoa^ovUor 'foH/trui- toi- jT i&c f?Aiui^
•r. Ebenda 21. Fsbmar 1898. — A. Mordtmann. *l«opi«n lyygaiptt ntgl riiv'A9n,
X^rot, 'Af^iatoioy, isisffon^, Ua^äft, lot «' — «|f läftov (16!t2} 01^72 (»diwt dio Jlif-
W ftf"^ rtir iiMtohir VfiUJiov fttoiUait ttii KixoJjioe tiaiguifx^'' ytrauiv) nnrf
f4eft KBipsi'f)- — Die Akten des aaf d»ni Alhos bnflndlichMi maüsohon KloaUra it»
OresAinAHTrrni und ArttM PanteltMnon, 6 TTnfle, Ki«r 1(173 (im 1. und i. Hnrt gri*<
«Im Urlciuidon mit rnMWcbfr Ueberaotimne) (mir unKuginglicIi). — Mnncb« Urfciniden
tot nun ancb in deo abon vntor Nr. 1 griuitintiMi BUt^hern von l'orphyria« UspenakjJ
I M. J. ijcdcon. Fine kritiioli« liMonitausgnbe der Athoanrkiinden wt ein Beafirfnia.
h. Eine L'etmaklil Dbor die bvunlinisf-hen Studien gab O. Beraliardy, Qnuidriaa
friMli. LiUeratur I* (lliiS-^) T16 'iT. Vgl. auoli dii' Prulvgomena in aelawr Auuab« to
!■• und nir di» 0*«(liicb(e dvr Tracikertsxte boeoodMH l'. vun Wilamowllx-Moellen-
•ff. Euripid«!) H«rak)ee. Baud t (B»rlin 1S89) 120-210.
S16. PhotioB (Oa-'f *o;). Nach der trostlosen Ade, welche im Geüte»-
eo der Bj-uiiitinor von der Mitt« de« 7. Jnhrhundcrts \m zum Au»-
ige clefl Bilderstumit-s ht^rrsehte, oi-kU)i1 mit oin«iii Male wie «in aus
rti-in Flachland «mporragendes Berghaupt t-ine der mächtigsten Gestalleo,
Icbä die (ie^chichte der griechischen Litteratur kennt, der Patriarch
otiofl (c 820- c. f91). In einer mit Bildung gesättigten Epoche, etwa
alexandrini^hon Zeitalter oder in einem neueren Jalu-hundert. wOrde
e «o gewaltige rezeptive und produktive Thätigkeit weniger auffallen;
Hviner Z*it aber, der im Orient wie im Abendlnndo die zwei dunkelten
irboodcTtc des Mittelalters voraUHgegangeii waren, erscheint Photios dem
lotiBchen Beobachter als eine !ttRunen»werl«, in ihrer Entstehung schwer
erictarende OrOs«c. In M'iner ra»tloM-n und folgenreichen praktischen
irkfamkcit vielloicht noch bi'di^utetidcr als in »einer litterarischen
llligkeit ist Pholtoe ein Mann, der sich «chwer nach allen Richtungen
a mit gleicher Sorgfalt studieren und noi^h schwerer i» der Gesamtlieit
lue Wetten» mit objektiver Schürfe darMellen läsüt.
Pbotiot« wupdo als Sohn vornehmer Eltern, die wegen ihrer Ortho-
lsie von den Bilderstürmern viel Sclilimnie« zu erdulden hatt4.-n, um daii
ihr 620 (jedenfalls nicht nach 827) zu Konatantinopel geboren. Von
UerKcher Seite war er mit dem Patriarchen Tarasios (t &)6) verwandt,
tin Vat«r verlor im Bilderntreit Vermögen und Ämter; doch war die
•riblgnng der Familie offenbar keine derartige, daas sie den jungen
hotioa in seiner Ausbildung hätte nndihnltig behindern können. Von
inra Lehrern hßrvn wir nichts, umitomehr von seinen zahlreichen ScIiO-
R. Kaum den Studienjahren entwachsen fQhlte Photioa daa Bedürfniti,
Wimo heranzuziehen und sein ungeheuerem Wissen fhichtbar zu machen,
Iv ed)t byzantinische Zug der philologiitchcn Schulmeisterei, dem
oh niweilon etwas Pedanterie beigesollt, hat «ich bei Photioo Ina noa
|i| nein«« Lebena als hervorragend« Eigenschaft erhalten. Überall hebt
|Ke gratnmatische Genauigkeit hervor »nd korrigiert die Sprachfehler
Iber Freunde auch noch als Patriarch und im Exil. h\» Lehrer erklärt«
Ittlioa, doseen Haus ein Sammelplatz wissbegioriger Jünglinge wurde, diu
itagerien des Aristot«1ett, die Streitfragen über die Gattungen und Arten,
K die KOrper und Ideen. Auch verfasste er zum ScbulsBbjjUSbo
;i6
BfiuiUiÜMhe LittorBtnrgaRohichte. I. ProiAlcch« Littarfttnr.
dialektische Lehrbücher, oAmontlich über die Topik, und Vbrhandcitc mit
Beiii«n Schalem theologmche und philologische Gegenstände. Auch nacb'
dem l'hotios zu Iiohen Htaat«änitern berufen war, gab er seine Lebitblti^
kett nicht auf. Seino Wohnung blieb ein Sammelplatz fUr reg« iH
wisHbugitsrigc Gi^iutur, uiii Salon feinerer Bildung. Dct ununnüdltch« Hfl
doB Uauseu lie»s uus BQi'hern vorlesen, die er nach Inhalt und Fnnn iH
urteilte; er belehrt«, ermunterte und tadelte die Einzelnen mit Geduld «■
Umsicht. Von »einen HSrern verlangte er -^ auch hierin der echt« Ty^|
eines feurigen Scbulhauptes — unbedingte Unterwerfung, »ogstr »chrS
liehe V^r&pri^chen künftigen GehorHanis. Diu Viclsuitigkcit der wissM
schaftlichen Bildung des Photios, seine unermildhclie jVrbuitskraft und Mifl
geistige Beweglichkeit wurden von allen, selbst von seinen Gegnern, rftfl
hnttlo» unerkannt. Er studierte ganze Nächte, »ammelte von allen Seifl
BUchur und erwarb sich einen Schatz von Kenntm.s3(>n, durch die er nid
nur seine Zeitgenossen Übertraf, sondern auch mit den Alton wett«ififl
konnte. In seinen philosophischen Studien bevorzugte Photios den Arisfl
tele»; für Piaton hat er in seinem durchaus realistischen Denken wcnifl
Verständnis und tadelt an ihm Widersprüche, Unlauterkeiten und pKufl
Btisehe Ideen.') Für die dialektischen Arbeiten insbesondere sclilos» sM
Photios an Porphyriüs, Ammonios und -loh an »es vonDamaskosM
Einseitigkeit der Bildung kannte dem Photios nur in einer Hinsicht th
geworfen werden; er verstund keine andere Sprache als die gi'iocJuacM
auch nicht lateinisch und hebräisch. Diese That«ache erklärt sich alfl
vSlIig aus der damals noch weltbeherräclieuden Stellung de» ostriimiadM
StaatoB. Kenntnis fremder Sprachen wai' in Byzaiiz etwas sehr UngewfliM
liches, und die Mittelgriechon sind in dieser Beziehung echte SOhne Jhfl
Altvordern, welche die stolze Genügsamkeit mit ihrer eigenen Littitralfl
und Kultur niemals abgelegt haben. ■
Durch wisttenschaftliche Bildung und praktische Lobenserfaltning In
hohen Masse ausgezeichnet musste Photios um so mehr Ausglicht auf dU
höchsten Würden des Reiches haben, als er auch mit dem Kaiserbufl
verwandt war; die jüngste Schwester der Kaiserin Hicodora, die Prid
sessin Irene, war mit dem Bruder des Photios, dem Patrizier Sergivfl
vermfiblt. Nach dorn Sturze dos Patriarchen Ignatios wurde Photitfl
obgleich er Laie war, zu seinem Nachfolger ausersehen. In sechs T^I0M
erhielt er alle Weihen bis zur bischöflichen und bestieg hierauf •■
25. Dezember 8ö8 den Patriarchenthron; die noch immer zahlrwfl
Partei des Ignatios wurde von doii Phutianern aufs gniusaniste verfolfll
Nach langen Verbandlungen und Liechtfertiguiigsvorsuchen wurde PliotH
Tom Papste, dem die Schlichtung des Streites beider Parteien oblag, vcfl
werfen und endlich, sobald Basilios der Makednnier zur Kegieniug gfl
langte (SO?), auch wirklich abgesetzt Ignatios bestieg nun zum xwettd
Male den Patrioi-chentlu'on. Doch liesa sich Kueer BosiUos im Laufe dfl
■Jahre von Photios, obschon derselbe durch eine Synode in Rom (6t>9) viifl
noch anatbematisiert worden war, wieder gewinnen, lür ernanaU JM
■J BOiliotliclt, Cod, 37 und «8.
(rtamavlMeniiobBft. A. Philol. Polybiatoren n. ScholiBsten, {% 21S) 517
;ar zum Erzieher sdnes Sohnos Leon, und nach <Ioin Tocio dos IgruiUo«
'7) wurde I'lioÜoa zum zweiton Malt» auf den Putriurchenthrou er-
Eten. l'm »eine Stellung zu hefeatigen und endlich allseitige Anerkennung
•rringen, hielt er 879— 880 eine glänzende Synode ab, vennochte aber
ib jetzt dio Zustimmung Korns nicht eh erlangen und wurde 881 vom
pfite Johann VIll HbermuU nnathcmatisiort. Hioilurdi ward die Stellung
t Patriarchen auch in Konstanttnopel aufs neue erschüttert. Sobald des
silii»! Soh» Leon zur ({«giening {gelangte, Hetzte er den Phntios ab und
egi«rto ihn in «in KloHt«r (S86|. Cbcr die letzten Lebensjahre de«
I gefeiarlvn und viel verfol^U^m Mannes \vissen wir nicht» Sicbcrus; or
rb nach alt«n, aber nicht ganz verlilssigen Notizen im Jahre 891 im
il. Untor »einen litterari»chen Arbeiten findet sich nicht«, was mit ß&-
nmthott in di« Zeit nach seiner «weiten Ah^^elzung vei-wiesen werden
nnt«. Ertit in einem »pBteren Jahrhundort nahm die griochisclic Kirche
1 Phcitios unter ihre Heitigen auf; in den älteren Monäen fehlt sein
»le. der ji'tzt am fi. Februar fiefeiert wird. Die weltgeschichtliche
doutuiig des Pliiitios beruht in »einer Thätigkeit. aU l'atriarch. Über
II« und tw'inc thoologische Schriftsteltcrci ist H. 73 — 78 von Khrhard ge-
idolt word«u. Hier ist al»o nur die Stellung de« Photiott in der byzan-
Indien ProfanHtt«ratur zu würdigen.
1. Das Werk, welches den Namen des Photios vor allem bekannt
nucht hat, ist seine gemeinhin sogenannt« Bibliothek oder das Myrio-
Itlon. I>er handt^ohritttiche Titi^l, deauun Echtheit übrigens mit guten
Qoden angezweifelt wird,') lautet: 'ATtofdutfrj nui ai'vnQiiPfuflt^ »Ti- nvf
tifif Tafäciof fijiffjotno' ttiti it taüia ftxoai Jföi-itai- iif' hl T^imtöaia,
Mr die VeranliiSi<ung dieser groiutartigen Bibliographie spricht Photioä
Ihet in dem Widtuung^briefe. Sein Bruder Taraslo« hatte Mitti>ilungen
•r die Bacher verlangt, welche während seiner Abwesenheit in dem ge-
tften Kreise des Photin« vorgelesen und diskutiert worden waren; zii-
lidi sollt« der .Sitzungsbericht dieser byr-antinischcn Privatakademie dem
Intio» ein Trost min für die »chmcrzlichu Trennung vom Bruder, der
jb damalit zur ßoifandtschaftäreiHe nach Assyrien rüstete. Da<ai bemerkt
blHW, er habe die Bitte des Tarasios wohl später erfüllt, als jener ge-
Uecht. aber wohl schneller und frtlhcr, als ein anderer os vermocht hfitte.
» «lieüeu Angaben geht hervor, dass Photios die Bibliothek noch als
lue und vor seiner BuiiM< in den Orient, also siebter noch vor dem Jaliro
Ä verfasKtv. Eine Anordnung der Berichte über die gelesenen Bücher
tiih boftimniten Litteraturgattungen ist nicht bemerkbar. Photios schrieb
Am Urteile offenhar in der Reihenfolge nieder, wie er dio Btloher zu-
ISg las oder wie ihm die Krinnenmg an die Lektüre ins Oedfichtnis kam,
r1 K ist uiu) auch das Work üborlieferl. Eine Fortsetzung, che er
•a«a Brodw TurasioB in Aussicht stellt, ist wohl durch andere Arbeiten
ad beaoQdiv« durch sein Patriarchat verhindert worden. Die Bibliothek
luch der Zahl der von Photios gelegenen Bünde in 280 Kapitel,
'I& L Diadorf, ialina Jahrb. 108 (1671) S63.
518
BjxaDtiniacbe lilWrfttnrgeschichl«. I. ProBaisehe Littnatnr.
(lio gownhnlich altt .Oadiccs" zitiort würden, über die (^i^zül^c^ Seh
gibt Piiotioft bald nur flUcbtige Andeutungen, bald kUrzere oder
Ktifvrato, uiwfilon auch gi-ngsero Auszilge und dazu eine Kritik nacli Fo
und liihiilt. lX<n littiirnrit^clifii Borictiton sind b&uflg l>tographi!^.'bu Na
Über dun Autor vorau»gi-Hcbickt ; flir diuHC bat I'hotios den kurz v(
abgefaßten Auszug der LiUeruturgioschictito des Hesycbios von MiU
(a. H. '-i'li) benfltiit. Wie wir Ober die weite Ausdehnung und Mini
faltigkcit der im Kreise des Pbotios geptlogenen Lektflre staunen. M
wundem wir nocli mehr dio (ibeiTa^cbendc Schärfe und SelbsUndif
der Urteile. Photios int der einzige Byzantiner, der in die«<.T Bezi«ha
ohne Zweifel mit Aristoteles verglichen werden darf. Im Inhult der;
die .Bibliothek* aufgenommenen Bücher spricht sich der realistische Gr
Charakter des Photio» nicht minder aus aU in seinen Qbrigen Schrif
und in seiner ganzen Wirköanikoit. E.s ist bezeichnend, das« von
Littcrattirgattungeu nur diu uuHgeschloHiien iut, welche wir am
liebsten vermissen, nämlich die Poesie; nur metrische Paraphrasen^
Bcher Bücher werden erwähnt. Im tlbrigen lesen wir in bunter K«ib
folge Berichte über Grammatiker, Redner. Historiker. NaturforschiT
Ärzte, selbst über Itoniane, über Konziliun, Märtyrerakton, Heiligenbiog
phien u. t>. w.; von lateinischen Werken sind nur solche barDcksiohti
die in griechischer übersef-zung bekannt waren, wie Gregor der
(Qbersetzt von Zacharias, cod. 252). Von grOsster Wichtigkeit sind
Auszüge und Nachi-ichten. die uns Photios aus der historiüchon Litten
gibt. Wir vermögen au» ihnen die schweren Verluste zu ermefiSMi,
unser htterari-icher Besitz noch seit dem 'J. Jahrhundert erlitt««
Photios hat eine ganze Iteihe von historischen Werken beMneo, die !
ganz oder doch zum gi-össten Teile verloren sind. So las or noch
stündig oder annähernd vollständig den KtesiBä (Persische und Indi»
Geschichten), den Theopomp von Cliios, die wichtige Diadochengeac
des Agathai-chides, den Uiodor, den Oionys von Halikarnastt, die jfidis
tiescbichtc des Justus von Tiberias, die Alexandergeschich to d«a
tianos, den Appiun, Arrian, Dio Cassius, Dexippos und Eunupios, die Wl
geschichtc des llesychios von Milet, das interessante Buch des Nonn
(fl. S. 240) a. a. Sehr reichhaltig sind auch die Ueforate Über di«
chischen Rhetoren, besonders Ober die zehn attischen Kedner, dannM
Werke der Philosophie, Medizin und Nuturwisäcnsuhnft; von lia
vorragender Wichtigkeit sind endlich die ausführlichen Mitteilungen Dl
christliche Schriftsteller, so über kirchcngeschichtlicbo, do(
exegetische und asketische Werke. Dagegen fehlen au.SMur den Dkk
die meisten alten Pliilosophen, wie Piaton, Xenophon, Aritttotelee, di« |
Historiker wie Thokydides, Polybios und Plutärch, Autoren wie Panua
und Uippokrutes, auch viele wichtig© christliche SchriftMeller. Pho
wollte oben keine Litteraturgeschichte geben, sondern eine Ueihe
Essays; schon deshalb konnte er die bokanntoston Autoren wugli
Über sie, die jedem Oebildeton ohnehin b^cuut waren, schienen
solche Berichte nicht notwendig; ausserdem darf man nicht vergessen,
Photios dem Verlangen seines Bruders gemäss nur Über die Bücher
AltartaBswbMaaotukll. A. Pbilol. Polrbtatoren a. Scholiftat«B. (§ 310} 51g
n woMtv. wHcIio wiiluc'iiii iU>r Abwottonhuit dt-sselbeD in dem gelehrten
I des t^iutJo« vorgolos^n odur diskutiert worden waron. übrigens
es« Angabe selbst scbwerÜeh guni: wtlrtlich zu iiohtncn; um die
pAnde, welche die Bibliothek umfa-int, vorziiloscn und zu crOrtem,
viele Jahre nStig gewesen. I'hottos wird wohl Ubor manche Werke
I HCrern nur das Ergebnis seiner privaten LektUre mitgeteilt haben,
nicht überhaupt der ganze WidniunKsbrief »uf einer Fiktion beruht.
i. Das «weite Werk de» Photiow, welche« der Alteduniswiseenfichaft
Brt, ist »ein Lexikon, Dor ursprüngliche Titel in der Widmung an
ts lautete wahrscheinlich A^S*mv ffvvaywjr^. FMe uns öberlieferto
Überschrift: fPuxinv foi" lificmütav nnr^ttpj;oit Knöltm^ Xä^etav tlvra-
ai fiäXXov %töv ä^^i' ^ijo^fti um Xiiytty^üifmi; ävt^itavatv ti^ x^tiar.
tt/uiri^tett Si ftiii/iR TJ^<inoitTtntt»^(i^ xiti «p/orr* loi ylvxoGfoftlov,
ftaitt^tj, ist, wie auch die zwei noch folgenden Proömicn, welche
'eil diesen Titel wiederholen, offenbar von einem epätoren HorauK-
verfaÄtt. Vür dieses Wörterbuch darf l'hotios wohl nur in geringem
verantwortlich gemacht werden: ein Mann, der litterariäch und
:b so ungeheuer in Anspruch genommen war, hatte kaum Zeit und
aus einigen filteren WörierbBchern ein neues zusammenzuflicken, ein
nehmen, hei welchem die rein mechanische Arbeit inimi.>rhin einige
in Auspnich nehmen musttte. Für solche Dingo hatte Photios
Abschreiber oder seine ihm bhnd ergebenen Schüler, deren Ab-
^eit sich gewiss auch auf solche pr^tische Dienstleistungon er-
tv. Hhotios selbst wird seinem Amanuensis die nOtige Anleitung
fn und die erforderlichen Bücher zur Verfügung gestellt haben. Die
sungKZoit dee Werkes wird gewöhnlich in die Jtlnglingsjahrc des
verlegt, weil er in den Quaestione»; Ainphilochianae') nach einem
latisch-semasiologischen Exkurse bemerkt : »r« dij xni ij/uv frr^iix^'i
r fiftganion- ¥,Xixfm: Allein diese Worte lauten viel zu unbestimmt,
it 8icherhei( auf unser Lexikon »u beziehen. I'hotios sagt seinem
n ilamil nur, dtws er Mch in seiner Jugend viel mit solchen
latiftch-lexikalischen Dingen beiichäftigt habe, wie sie in der genannten
Ainpliilochiana vorkommen. Wollte er auf ein bestimmtes Werk
ti, so hiitte er sich genauer ausgedrückt. l>ass I'hotios das Lexikon
r apStercu Zeit, zum wenigsten nach der Bibliothek, ab-
oder vielmehr abfassoo lies«, dafür haben wir ein positive« Zeugnis
Bibliothek selbst. Er erwähnt dort das Lexikon des Pausanias
lesen und bemerkt dazu, wenn man die zwei Redaktionen des Aelios
ütM mit Pausanias vereinigt«, so kfime ein zum Studium der atti-
Werke hOchst brauebbare« Hilfsmittel zu stände: £1 4i tt^ dxtiraig taf^
ixiöatatt xm ?>,'»■ IlttvtJavinv iyxnintti'Sai tv f'tTitiiynoano tJvtiayft(t
r ii ti» ßorkoftfr^i), uvrof uv tir^ tu xdXkiaiov nal ^qi^ciuwratov vot^
v«i«xai-0( fo^ 'jftnx«i$ ßifIXovg anovJaaiia tlafvr^rfyft^voe.*) So hätte
liotioB schwerlich ausgedrückt, wenn sein Lexikon damals schon
\mewL 21, Ctp. 1 = Higne. Hatiol.
i&a.
■) Coil. \h'i. Auhnliclio Beitidrkung«!!
auch uuch Cud. IS2. Ih:».
530
BTZBiitinisclie Li tteratargeso hiebt«. I. PrMuacli« UUsratur.
oxiHliort liätt«: denn Jti «lünixulbrti Ut c-licn dio an der angeftihrten SUUn
der Kibliotliek vorgeetchlagene Zuäammi'nfaMtuiig der erw&tinteu ^t«»B
Werke wirklich vollzogen. Photioa hat den Plan, welchen die Kutintni»-
iiahino der erwfihnteii lexikalischen Werke in ihm erweckt« und den er
un <Iür gonAiintcn Stelle der Bililiotliek aufspricht, wohl bald darauf selbel
mit nietirfaelicii Erweiterungen auitgefUlirt bxw. durch einen seiner SchAlcr
ausflllirini luHscn. Der Zwc-i^k dca LexikoiiM iitt nicht etwa ein wiweii-
schaftlicher. Hondetn ein durchaus praktischer: vn soll aU Hilfs- und
XarhHclilagebuch die Lektüre der älteren, besonders der klaHsitKrlien Autdrca.
Howie auch der heiligen Schriften erleichtern, we-ihatb auf die attiscfan
Ausdrucke, die damals nicht mehr verstanden wurden, besondere Auftnerk-
»amkeit verwendet int. ÜbrigonH »ollen der Vurredo gemiL-<^ nicht tU«,
sondern nur die wiclitigeren und häufig vorkommenden Wörter erklW
werden. ^Ibstverständlich beruht die eigentliche Bedeutung des Werk«
wie »Her gi-amniati sehen Schriften der Byzantiner nur auf den Quellen,
dio ihm 3!u Urunde liegen. Eine völlig 8icherc Boatimmuiig dererlben
stöööt auf grosse Schwierigkeiten, weil dio Vorlagen nur zum Teil erhaltco
sind. Einen Anhaltspunkt gewähren dio eigenen Notizen des Photioe öWr
die von ihm , gelesenen" Wflrierbllcher, Bibliothek, Codd. 1.11 — I."vS mn
»onst. Das Ergebnis der bisherigen Forscliung ist im allgemeinen fol]
dox: Dio wichtigsten Quellen, au» welchen Photios das Lexikon kompi-^
lieren liess, sind da« Lexikon des Ijarpnkration, welches in verkürzter
Form aufgenommen ist, und das Wörterbuch des Diogenianos bzw. m
Almzug ans demselben; dazu kommen zwei Kedaktionon der uns verlorenen
liochwiclitigen 'Attutmv i/ioiiüioiv löytit nittt dos Aelios DionysioR |aui
der Zeit des lladrian) und des Pausanins ^«lix»»' xmä airMx*iov: fv
die platonischen Wörterbücher dos Timaoos und des Boetho&
die homerischen Glos-ten diente das Lexikon deei Apion, freilich nickld
alten, echten Apion. der unter Tiberius zu Kom als HomererklÄrer lierlUii
war, sondern ein später mit »einoni Namen goschmUcktos, unbediiitMH
Werk; ausserdem die llomerloxika des Heliodoros und des Apnllonio:
ein mit dem Lexicon ßachmanniannm eng verwandtes, nicht erbalb
Werk und das vierte und fünfte Bokker'sche Lexikon. Von gorioi
Wichtigkeit iet dio Frage nach der Quelle der niciat dürren GIommi
der heiligen Sclinft.
Das Lexikon des l'hotios Überliefert uns eine einzige, zudem h<
lackcnlmfto Handschrift, der früher im Besitze de» Thomas Oalo
tindliche und nach ihm benannte Codex Galonnus, gesehrieben um
■lahr 12(KI (jetzt in Cambridge). Zur Ergänzung der ausgefallenen Stfli
dient zum Teil die von Bekker-Bachmann edierte Sviaytty»; Xtjiur ji
fffftwv im Cod. Coislin. 345, welche auf ein auch von l'hotios bonü
älteres (dorn Cod. Coisl. 347 sehr ähnlichem) Lexikon surückgehL Am
die Quaestionea Amphiloclüanae lassen sich \ielteicht zui' Ergänzung
Lücken heiziehen. Später wurde das Lexikon des Photioa von dem Aa'
des Etymologicum Magnum benlltjit. Auch Suidas, der ungefähr
dieselbe Zeit wie der Verfasser des Etymologicum Magnum schrieb,
daa durch den Nnmeu des grossen Patriarchen ompfohlcne Loxikon zweifellos
I AlUrtnBnrisMBMfaftft. A. Philol. Polybwtoran n. Beholiartmi. (% StA) 521
tat: doch Bcbeint er snf dasselbe kein grosso« VertrAucn gemUt
Eben; denn <>i' benUtzto es höchstens in einzelnen Partien, obschon
Idas noch unonti^cUiedt^n blcibl. In der Hauptsache verwertete er
[sicher nicht d«u I'liotioiü »elbst, sondern t«il:« gcmeinjuunc Vorlagen
tnrpokration, teiU eng vorwandt« (jnellen. So i^t die grtmse Über*
piniiiug xwiachen Photios und Suid«:« zu erklären. Von dem Lexikon
botios «tühen nur etwa zwei Drittel auch bei Suidas. Dass nan aber
Ift das fehlende Drittel haupt^chlich auf eine bestimmte Quelle.
■HP fünft« Lexicon Coisliniannm (545), zurückgeht, kann nnmOglioh
I »oin; es erklürt sich nur dadurch, dasg Suidas nicht den Photioe
f, wenigstens nicht umton) R4:daktion des Photios, benutzte. An Be-
Rg fQr die Philologie stehen die BibKothek and das l<exikon dea
ohne Zweifel obenan; wenn wir aber die gesamte litterarisehe
Iceit des Marine» botra(;ht«n, »o nehmen sie «inen geringen Kaum ein.
Die gewöhnlich dem Photiox zugeschriebene, im Jahre 883 voll-
Bearboitung des Nomokanon wird ihm neuerdings abgesprochen.
aber «Hangt« Photios einen erheblichen Einfluss auf da« orientaiischo
unrecht durch die von ihm herausge^chenen Synodaldekretv und
tanoniscbe Briefe odt-r Dukretalen. Die von ihm S6l un<l
gehaltenen Synoden, die er auch den Kanones-Sammhmgen ein-
igt«, erlangten nach und nach fast ökumenisches Ansehen. Photios
I niclit bloss Gdsetz-sammler, sondern auch Oesetzgobor sein. Vgl.
E«pitel .Fachwissenschnfton'.
U. Briefe dcK Photios sind bis jetzt etwa 2l):i bekannt gowordon.
[nd Htiftichkeits-, £mpfeblungs- und TrostAchreiben; manche entliolten
iWarmingen und Strafpredigten, andere wiedonini bohandeln gelehrte
en; von den letzteren wurden 71 Stflcko unter die Quaestiones
^IiÜochianau (s. S, 74 f.) eingereiht. Bei der Beurteilung der Briefe ist
I Qbersehen, dass sie in Form und Inhalt sehr verschieden sind nach der
Dg des Autors, nach der Person, an die er schreibt, und nach dem
ke, den er verfolgt. Da.ts Photios da« weitschweifige Pathos und die
stig« Fülle der Byzantiner auch hier nicht verleugnet, kann nicht
Den: denn das ist dem Mittelgriechen eine nationale Eigentllmlichkeit.
er er sich nicht frei machen kann. Aber sicher zeigt sich Photios in
Briefen als gelehrter, welterfahrener, vielseitiger, gewandter, witziger
sta üburlegener Schriftsteller. Mehr noch tüs die mit theologischen
■ooen erfüllten Schreiben, welche uns ein lebendiges Bild der
Streitigkeiten entrollen, gefallen die kleinen (Jelegcnheits-
ilie durch Witz, Kürze und Präzision oft zu wahren KahinetsstUcken
a, 2. B. dos feine Briefchen an den schlechten KIosterkQclienmeistcr
Die Abneigung des durchaus realistisch angelegten Patnarclicn
dio Poesie wurde sdion bei der Besprechung seiner Bibliothek or-
So kann e« uns denn nicht wundern, wenn die wenigen Versi'
Jonen, die unter seinem Namen gehen, nur als unbedeutende Vor-
I. ValtttM S. 243; od. HigM & &72.
r)22
Bfnmtioische LitteratnrgSBcbicbte. I. Ffoeaieohe l4tt«r*tiLr.
suche orsclicmen, Drei Oiicn <io9 l'hotioa enthalten dovot« Sclimcidi4<lei
gogvn <l<tn Kaiser Biisilius. Audi wird ihm oiti Snx'.^if auf den t'i
ui'choQ MethodioM zugoWlt Si-hr zwuifoltiufl sind Kpigruaimu und äinij
andere; s. FabriciuR, Hibl. Gr. ed. Harl. l\,l\2.
a. Endlich hat l'hotios auch der alte» Hpruchweisbeit mnt
mi^rk^fttiikcit Kugowcnd«t'. Unoinen flndcn sich zerstreut in seinen Wei
W>»oiidor)i in scint-n Briefen; nui7»ord<;ni Hber hahi>n wir von ihm
oigeno äi>nieh»aiiunlung: //npmiitfie äni /)<»/«■/<(//«;, die 2U kürzere
längere StUrke enthält.
7. Unsicheres und Verlorene». Mit den hifr nnd S. 73 ff.
gOKählten VVerkun ist die Sumiiiu der littcrariecben Thütigkeit des l'hotii
nicht erschöpft: doch itit nicht« Wichtiges übergangen worden. MandiM
an verachiedenon Orten zerstreuten, he^onders theologischen StUckcn scbeitt
der Name des Pliotios erst .sptlter zui- grüs-teren Zierde %-orge8etzt worden
zu sein. Vgl. diu ZitK&nmu-nstollung dies<.T Dinge bei UergenrOthttr
111 242—258. Endlich iHt «in Teil der sicher als photianisch bezeugt«!
Werke verloren gegangen oder wenigstens bis jetat noeh nicht ans l^gof
licht gekommen; dieses Krhicksal ti'af viele seiner Keden und nicitrere
Gedichte, Auch venitissen wir diu gonmierun Akten »iieiiier ersten ^noils
und niancliu Aktun aus auinem zweiten Patriarchat Endlich tnnd gaoxedtr
grUsHtonteils verloren: eine Schrift gegen Kaiser Julian, die l'holios seflid
erwähnt, eine andere gegen Lcontio» von Antiuchien. welche Said»
anführt; mehrere dialektische und philosophische Abhandlungen
über Piaton und Aristoteles, die er vor seiner Patriarcheiizeit zum Oebrnncb
seiner SchQler Ter&aste;') wahrseheinlich auch ein Work Über Widur-
aprüche in den rBmiachen Uechtsbtlchern.
AusgaboD nnd Uilfamitteh 1, Eine (leaamtAusgabu ctor Wurlca Jh
liefBile unt«r Mitwirkung das goIohTten UiacJiors von BrSggu .1. B. Molou und det
J. H^geiirOtbLT Mign«, Palroludu grauca 101-104. Paria 1B60, Uitr findet m.
Schriften di^ti Pliülioa mit Ausimliine de« Li>.\ikunB fast voUalADdiu iu zieinlicli
Form (echloolit iiiid fulik^rlinft int tiiir dvr Noiiiokanuu ab^cdruekt}: ima uuuli Notioa
die meist sulir xer»lii-uli>u älti-rvn Eiozelniisguli«'». Wir u«nnen tlnUvr im fol
mir narh din vriHiliiifilu iiuuero f.itt«<rntiir. — Zur Erj^iUiiiing (ticiiMi diu UouuiiiMita
All riiolium (iiiiiu|mi iii«toriam |i(>rlini)ntifl oil. J. H«rgonr&lhor, Ratjabcaa* 18SS.
vntlialten dinlnktiiiclin .Stiickc lltpi loi^ yiroi'C. tligi ^hTaiic, Higi itiaifiofäi, titfi Uinr o. :
das Fragment fiar^r lloiiiitin, die llaQuirrtK du! yriufioXayini iind einig« wf den BUdi
und das S<'hi>iina bozUglicIiP .ScbrifUn tniU von l'holios. ti^ils von iinilitrcn Ilyiaat:
Kritiacbc lleitrftgo 7ur .Aui>j;nbn lii?ri;iinrnthnni von (<inx«l. TlMologiacbo« Littei
b (1870) 7Ö8 ff. - (>. niiiiU diu LilloriilnrHngnbon S. 77 f.
2. Uibliutliuk: Nucb lüti-rnn Druukon ed. Imui. Bi'kker, "2 tomi. ÜFriin I?
v»rbeMi-rt«r 1'e\t mit i-ini-m Indvx. — Migii« gibt iii'lien dum tti'kkcr'»cli«n T«xt iir tl><
latftiaiacbc V«niiou von Sdiuttua. ohr».' dureii F«yurxu korrigit-ren, — Eia« Doch uiiiifiliwit*
lBtfrini8c)i(> Ui'bvraptiiinu mit Nuti.'ii. diu der Oriucbe Antonio» KatipbcroB ab&oii*.
li(>Rt in der Markaabibtiolhek tu Venedig (Calal opp. cloas. If op}). PliotU tom. VItf. —
Bukk^rbpaOlxlo vier Handschriften der Bibliulhck. andcn tUdeo HergMiMtbrr, PbMiH
III )», und Fabririiw. Itibl. kt. od narl. In. H?2. fnif: vgl. «b«ndU 10, 67S-77ft und II.
I — ICt. — ,[o. lOhronfriod Coiaaler. Do I'liotti P, C. aciwatik modic«, Dim., I^oipaig 1*41
(völlig wertlose Notizen Ubrr die von Photios in d^r Bibliothok omrllinleii MedimrV
*- .In. Henr. Luich, Dintribo in Pliotii bibliothoonm. Lupocig 174S. — Knd. Ball-
lioiflior. De Photi vitia docum oriiturum, Bonner Di». IS77. — Ant. Elt«r, De J
gtobaci codier Pliotianu, Bonner Diss. ISSÜ. — lieber dio Buduutung von r«/*»,-. •<»,
fitßiiw in der fJiblioUiek d«B Photios s. Th. Birt, Dna antik« BuchwcMn, Bertin '
■] Vltllelolit gehSren ni denselbon fkäfa Ftscmrat« im Cod. il«n«c. 222.
»24
Bj'iftntlnische LitteraturgeBChicbte. I. ProsAische I4tt»ratar.
uii<l tJieul(ii;ii>i:li() Sfiilc des rii»l)aH Iivtrviri-n. M-Lun Ü, TT t, angcAhrt. Vgl. nocb Pi4
brioiuB, Üibl. gl', eil. Huri. lU. ii7U-77C und 11, 1-UT. - bin \haithvmfm Ami\Utal^
xn Papst Nloohuü 1 imlurauvbl &. Uaaqii«t, L'empiro Byiutin «t b munncrbia Yn^m,
Paris i8B8 S. 818—373. — Diu von der antipliolisniachen Partri in UinlauT gcbntbhB
aisfnhflftaii Bericht« llbor des Leben des I^iotto« bespnclit B. GeorKiades, 'llfifMfur
t^ '.IrarnXtjc. K)>»l 11^87 S. 104 -Hb. — Zur Bibliographie r^l. W.KiigelDiaao. tlibli»-
th«cn ticriploriim clnwiooniin 1 (1880) blb f.
S17. Arethas (A^iitaf) um 860 in Patroe geboren, war wie iHo
hervorragenden Münner dieser Zeit ein ScIiQler des Pliotios. S«it den
AnfAiig dos 10. .lalirlittnderte (sicher «oit 907) wnr er Erzhischof von
KüKiit'L'H. Die anonyiiiL- Li'ben»beschreibung des I'atriarchcn EiithV'
mios (vgl. S. '313), eine IJauptqiiellc für die Biographie de» Arcthüs. zeigl
ihn an den kirrhiichon Streitigkeiten der Zeit lehhaft beteiligt. Er wiir
Kuer»t Aiiliitiiger dt-x l'a tri Archen Nikolaos, versöhnte ttich aber )>ald mit
Eutliyiiiiois. Nauh der»olben Quelle war Aruthas Luhri<r diw angcäelieoen
„Philu&opheu" Niketas des Paphlagoniers. Das letzte bekannt« Datttm
seiner Biographie ist das Jahr £t:-l2, aus welchem einer der in soinont Auf-
trage gpschriehenfin Codices stammt. In der Oeschichte der byzantiniscboD
Bildung nimmt Arotlia» eine i^ihr beachtenswerte Stellung ein. In eiitem
dunkeln Jahrhundert und an einem von den wonigen noch übriggebliebeoen
BildungsHtättcm weit abgelegenen Orte widmete er »ich mit bewundenm^
wllrdigem Kifer der Sammlung und Erklärung kirchlicher wie pro-
faner Schriften. Der älteotu bzw. einzige giiei'hischc Kommentar tt
Apokalypse iwt nur in dor von Arethaa Ktumtnenden Fonn auf uns 0t-l
kommen. Ausserdem haben wir von ihm Bemerkungen zu Piaton, Lukiioj
und Eusebios. Sein Interesse für Litteratur bezeugen mehrere erfaalte
Handschriften, welche iu «einem Auftrage und auf seine Kosten kopiori
wurden; duzu gehören ein wichtijror Codex dt-r vVpologetuii (Paris, gr. 45I||J
ein i'odex dogmatischen Inhalts, Handschriften des Euklides, ih
Khctors AriHtides. vielleicht auch des Dion ('hrysostomo.^, endlich dtf'
lieHJhnitu von Clarke aus PatnioK nach England entführte PlatecAdfL
Ein Moskauer Codex enthält viele noeh unedii>rte GulegenheitsschrifU-n i
und Briefe des Arethas, aus denen sich noch genauere Nachrichten übcj
seine Lohensverhältnisse erwarten lassen. Wenn auch die Hauptbedeutunsj
des Mannes darin beruht, das« man ihm einen wertvollen Teil der iipoli*!
gotisclien und sonstigen kirchlichen Littcratur verdankt, so ist ihm Ml
Rlr seine unermlidliclie Sammelthütigkeit auch die klassisch« Altertunu-j
Wissenschaft znm Danke vei-pflichtet. Über die theologischen Schrift»»!
dm Arutha» s. S, 129 f.
J, C. T. Otto, Do« rutrinrclion {ionnndioo von Kpi>l Cunfciuiioii. Nobat MnanKf]
kiir* über An^thas' Zoilaltor. Wien 18II4. M. .Schunt, Atcthiia VertntfDr von ScImMJ
XU l'liilo, l'hÜiiltigus :il |iS74) :iT4 f. i'üt cinn goDnuorc Kcnntnin und b«aa«re lyBrit"!
gupg den ArclhiLi log die (irundlinic'S Ad. Hninnuk. Toste und lJnton>ucli<iB£ca inrtf*
, schiebte di>r ultchriali. I.itt.. iiorausgu^. vüti Ü. von üubhardt und Ad. Uarnack I l-l
(IiMpaig 18K2) 3IJ-46. - L'(-bor dun L'ud. IVis. gr. 451 berichtet O. von CiebbsHt
Tsxl« und l'iilontuchuiiucu I i <]S^3| 154-19(1. - Des Arethas Scbtilitn in TstiMMi*
Ed. Sohwarti. ThI lau i oratio ud äraoixis. Ij«i^ig Iä88 (= Texte und (TntMMC
IV 1) S. 44-47. — Vtcl. Atlieoagorao Übellus pro cbristinnie. oratio dtr rositTTMtioDS <
dsvoniRi rec, Kd. .Srbwsrtz. Leiiisig 1891 Proleg. (= Texte und UoInniDcbniiifoii IVSvl
— Uebor die pbilologiache Bedeutung des Arclhna bnndelt mit Ubomcbatu-nd^ UegniU-
niDg E. Hansa, Obttcri'ntionM pslseographicne in den MiÜnngna tirnux. Psn* 1^
8. T4(I'-70S — Biograph iscli« NoÜRnn und Mittcilnngon über Monkauor Hnndtcbriftaa ^
fl
ft. AlUrttUBmrinMtiMhan. A. Plulol. Polrhiatoren u. SchaliMtM. (K 317 -Hg) 52^
AntliH VOR Ad. Jalichur. Q«Uuig. U«!. Antigen 1889 S. S83-S)<7. - Des Aritha Ba4
netkiing««! aker Dion ClirvaoMoaica «d- 'sKti ti«TKrt L Dindfirf ia Mtufr Awfiliü Aail
Ditni Chr. 2 (ll^Tj 361-3«6. Wl. CobrI in d^r KmppnmVlHa DiMMnIW. 1 (erw»-]
■diweic 1^4) S. MI i 19 und 'i <1M4) TVl: und von ArniiB, Dim CkrTseMMiMB II
(l^tlS) Pra)i)eia«n«n& 8. VIU. - A. Soaaj, TMctva twi Jutthm, B. Z. 1 {If^Sßi iao. - Zn
ier iDt«nMaiil«ii R*ndnotn dM Arettuw in Cod. Vati«. I2M dM AmtidM TfcL W. Gar litt.
Die «TIMM oliemo AUimb dM Pboidi». AdsImU Gimombu, Gna IBM & 101 >- -
Du« AreÜiM »udi «tu KxraipUr d«r .SclbKtMndrfvifm* dM U. Aaralin teM». toigt«
A. Ronny, 7mt V olxirligfantngMgwdiklil» vcm U. Aarrtii» fj'y' t<n-r»>, Pkilolocns S4J
|1'*9>^) Iti'I f- - L'nbrr dnii Vcrhllträ dM Arttfams Dun Oii«nuuÜkorn d« Julii» Pol.vdeKkaq
igl. hl. Holb*. Uin Uubriiiefenins <^ OaoBuutikon d«9 Jalin* Pollax, NMtbmhl«« daM
i. Gt«^ll»h>>^ dur Wiss. (u G(.ttmgcti. PbiloL bUt. KImm 18»&R. 3S6<r. - THScdckaM
r«a Bmi siu d»in Ddili« de» Arellus b«i W. Wattcnbkch. Anleitung lur ■:n«rblM-li«n
t»ii»tit,pbit ' l^öS.fil f. — Die Liltvratur za den theolocigchen Schriftcii dM> Aretbu
I.S. isr
218. Isaak Porphyrogennetos (Isaüxta; ö /Jo^i-^ofitfr^Ktc), wahr-
lieinlii'li ji-iier Kuinnoiio I^aak, der 1057- 10ii9 lieii liy/aiilmii'fhen KatseiH
' UtroD inne hatte und sich dann fmwilüg ins KJostt-r zurückzog, verfasstAl
iwei kl«inu Schriften zu Homer. Die erste filhrt d«n Titel: JI*^
liv iiataXfi^&^rtmr vitö rot- 'O/kJ^oi- d. h. Über die von Hemer wet^j
^Ia8i<«nen Dinge. NB<:hdem der Wirfasser eine ziemlich naive Lobrede^
luf Homer und eine Inhal tsuugAbe der Ilias vorausgewchickt liat, bemerkt
«, Homer habo unbegreiflicher Weise viele mit der Eroberung Trojos zü-
Minnii'nhängende Ereignisse übergangen, wie den Tod des Priamos, das
Stkicksal der Hekabe u. s. w. Kr habe denhalb aii.'> alten Büchern jene
Dinge zottammengestellt, um das Werk de^t Homer xu orgänxen und
ibzurunden: in Anbetracht «eine» poetiärhen und äprachlichon tJnvor-
wAfttm habe er jedoch hiezu nicht das heroische Metrum, sondern die
prosaische Form gewählt. Er gibt nun in unbeholfener und doch pretiöser .
Ilikiien eine Erzählung der an die homenscticu tiewbichten anschlicsMti^
^n Ereignisse, wie »ie nnniontlich im Philokti^t de» Soplioklei« und in der
HeUbe dos Eoripidce vorkoumivn. Ob er die Dramen direkt benutzte und
■tlebe Quellen er etwa ausserdem noch vem'ertete, muss noch untersucht
*«rfen. Daran «ehliesst «ich ein zweites Scliri flehen, worin ganz im
Qttchinack de»i Zeitalters die houieritfeheu Helden, zuerst die Griechi^n,
dun die Trojaner, mit einer genauen Pertionalbeschreibung, wie sie
hawders in Romanen, in apokryphen Apostelgeschichten und in volks-j
■hngen Chroniken .Sitte geworden war, bedacht werden: //<(>( Uiai t^tog'
vi la^anii^^ur füi' ^r T^oi\t 'EXh'jyiaf tt xai Tgtäa»; Agamemnon z, B-,
itt den Keigen eröffiiett wird bezeichnet als .gross, weisü, schUnnasig,
"w dichtem Bartwuchs, schwarzem Haar, gi'osscn Augen, furchtlos, edel,
gTHMoDtig*. Die Schrift besitzt mithin Verwandtschaft mit Da res
Pkrygias und Diktys von Kreta, letzteren nennt der Verfasser am
Sthlnaw (S. S8) auch wirklich als tiewfihrsmann «einer Bescliroibungen:
tmlzdem hat er nicht auu Diktys selbst, sondern aus seinem Ausschreiber
Valalas gCHchOpft. Dio vii-lfuche Übereinstimmung des Werkes mit den
fo«thoraerica des Tzetzes ist wohl aus der Benützung gleicher Quellen
tdoTcIi beide zu erklären. Obschon Utternriseh und philologisch wertlos,
bvide Scliriften immerhin charakteristisch flir jene im Diktys, Dare»,
Jalaa und Miut bekundete romantische Auffassung der trojanischen
cfaivhten, welche im spateren Altertum den Homer teils x\i en«ot«enf
536
ByvuittDiKibe LitterBturg«Bchichta I. PioMiacbe LitterKUir.
teils zu «rgüuzen sucht« und ecliHosslich in den ptiantaAtiAchen Trojs-
romanen do» Mittelalter» oinoii krt-itc-n und bleibenden Aasdruek Taiid.
solcliem /iiRainnienliHnge mÜHseu also diu zw«) Versuche des Exkiötcrit
flsBflk gowUrdigt werden.
1. Aii»ga)i«ti: Dio hornnrifacli« PlifiriogiWDiik oAiart« nmst J. Ratgerains.
ruin l^dioniim libn* »»x. hngi. lintavorum 1618 S. SOS— 516. — Dann ed. be«il« ^lUk*
Le« Allntiiiit, Kirciptn varin. Kamitn 1641 S. 3G9— 820 (mit IntAinbcber L'eberMUnagl.
— Wiodorlmlt nuf liruiid nniinn hundHchriniidicii Materials in: PolcfiMMi« ile«laiiiaUnM
nr. Hugo Hinck, LDipxig, BibL TnubneriiaM 1878 6. 67 — 88 (otiaa dl« lateiniadio Ceb«t-
(xilzung).
2. HilfHRiittah Uoberilie Quollen ilor Trojagcaobichteo l»! laaak vgl. dleLitt«ralBf
anßabpn S. S32 f.
3. Im Cod. Ambro». II. 'i2 su[>. fol. 137 n. stdit eine Hjpotlictuti d«t Iloiaer. den«
rroStnion, dcrl'orphjTogcnnoloHnue alten GewAlirsinaniK^rniuaamniMgMlvlIt hat* (»»triatit
i» nnhamv tirifwy i tiuQif:\i><>y<rriito< orrnifQoiintt MiJwxti'). Das ProOoiioa bMiOBt: T»t
Malii$pi<)lt'rDr 'Ou^fioi' (urin (cod. lorfor) fify Tiot^iit^a; nki «(lola/oi* mfl it«Ar>frlvi*r
ciioviaaatt xal nyäviafin. Durauf folgt der Inlialt von Kaplt«! 2~4T der Psendo-PlnlaTcki-
Bcheu Sdirift De vila et (ineele Homeri, Durau scliliemoii sich die ITj^otbealB xuni «rrtm
Oeaan^e de<r llias, dann dinier aelbat mit Sc.liolion, enditeb Kapitel 4H—M derSdinfl it*
Pseudo-Ptutanh. Ünlnr drm llog^ppoyirri/to( ist jedonfall lenak PorpliTrogonnolo» tt
voratelien. Vgl. C. WarliHmiitli, Rhein, Mua, 1« (1863) 136-138; 326 f.
310. JobanneB Tzetzes (Iwirrr^f i T^^rfr,«) wurde a.\» Sohn ein
gohildoton Mannes um da« Jahr 1110 in Konstantinopel goboron und
hielt, wie er selbst ftusdrilc-klich bezeugt, eine BorgfäJtige Erziehung: vo
froher Jugend an philolagischen Studien ergeb(>n, widmete er Kleb, nach
dem er eine ^eit lang als Kekr^tär nnd Lehrer der Grammatik thfttig g(-^
wc'sen war. alsbald einer auit;B:edehnt«ii littcrarischcn Tbßtigkcit, die il
auch M>ition Unterbalt verst-bafTtc. Über seine Lebensverhältnisse
wir ziemlich genau unlurricbtet. da er jede Gelegenheit ergreift, von
aelbett zu erzählen. Durch alle Notizen, die »eine Person betreffen, zhJiI^
sich die endlose Klage Über Armut, Misngeschick und über die Verkenoiing
seiner gi-oasen Verdienste. In dieser Hinsicht wie auch in manchen
(leren Zügen ist Tzetzcs mit seinem würdigen Zeitgenossen Ptocbopro^
dromoit eng verwandt. Für das in der ganzen griechischen LittoratorJ
bemerkbare Elend di-s Grammatikorstandes ist er der anngeprägte^te Typu&|
Einmal geriet Tzetze» in so grosse Not, dass ibin von allen HEkchem Dtir
der Plutarch Übrig blieb. Stets erscheint er von der Qnado der
nehmen Gnnner abhängig, denen er seine Schriften widmet. Besond«n
sind US Mitglieder dvs kaiscrliclien Hauses, an die er sich wendet, iBHftk^
Komnenos, der Bruder des Kaisers Johannes Komnenos, Kaiser Manu
KoRinenos und seine aus deutschem Ueschlechto stammende Uerai
Irene; auch die mit den Komnenen venvandte, mtichtigo Familie Kam aterol
und andere Würdenträger bcdaclilcn ihn, wie sich aus den Briefen ergib
mit reichlichen Geschenken. Sein IlauptgÜnner war lange Z«it ein
wisser Konstantin Kotertzes, der die Fortsetzung der Allegonen
Homer und eine zweite Bearbeitung der Cliiliaden verschuldet fiat.
Todesjahr des Juhaiuies Tzctzes lutist sich nicht mit Siclierheit bestir
Wenn die ihm zugeschriebenen Jamben auf den Tod des Manuel Ko
ncnOH ihm wirklich gebUren, mUsste er das Jahr 1180 ühpilebt hi
iäine genauere Bestimmung erg£be sieh vielleicht aus einer im Cod.
<L AlUrtanianiBHeBacbaft A. PUloL PalyliutanB m. 8«fcaliMti», (S £!•) r>27
3MI firtialhiuon, angeblich von Tz«tze» »UmaMBdM Hinodie De imp«r«-
tore occiso, ilie man «uf Androniko« KoniMDoe (t U85) boxogen bat;
■fleit so lange diu« tiedicht nicht ediert iat, bleibt die Aotoreduft des
Tutut «benM unsicher als die Beziehung auf jenen Kaiser.
Du Ge»Anitiirtfil tibiT <lie litltrannche TltBtigkoit df« JohaniteB
ikann nicht günstig aiünftillf n : st-ini- Svlbstübtrhebong, mit der aicll
' 4erlMt« Polemik gegen andere Grammatiker %-erbindet, ist ebenso gross
(rine Sorglosigkeit, in welcher er selbst die zeitgenOssischea Pach-
M noch weit ObertrifTt. Man glaubt in der 1'hronik eines Ualalas
Iteen. wenn Tzotzee z. B. den au« Amorgos .itatnnu-ndcn IMclitcr Si mo-
biles einen Sohn des Äinorgos nennt, wenn vr Kuxos ßr eine Stadt auf
bkMS h&tt, den Servius TuIHuh als Konsul und Kaiser der RCmer be-
baet, d(tn Etiphrat mit dem Nil vei-wecbnelt u. s. w. Die mei«(t«n
er eahllosen Irrtümer und Missverstfindnisse «rklürcii »ich darauti, dws
(r in Ermangelung von BQcliern »einem OudiichtiiisHe allzuviel zutraute;
(r rilhmt von sich selbst in den Allegorien zur llias 15, 87:
sagt er in den Chiliaden I 277 von soinom UodAchtnissc:
Vw'p« nüf rrptV fr mii tiür yir iiitfr,nr ir /Siiji.
BOSS daher ausdrUckUch betont werden, das» auffallende, »ou»t nicht
Namen and Nachrichten, die sich nur bei Tzotzes finden, mit
Vorsicht ontgegenzunflinien sind; mancher scheinbare Fund er-
eich bei nälici'i-r BoLiachtung als eitel Katzengold.
Immerhin erhebt »ich die Itclesenheit des Tzetees weit über das
byzanliniMcher Bildung; m« iimfa.ist, wie sieh namentlich ans
Cbiliodon ergibt, Homer, liei^ioil, l'inilar, die Tragiker, Aritttophanos,
it, Apollonius Rhodius, Lykophron, Nikandcr, Dionysios Periegotes,
. die Orphica, Qnintus Smyrnaeus. eine Antholo^e; von Hiato-
vrn den Horodot, Diodor. Joseph, Sueton oder eine abgeleitete Quelle,
h, Arrian, LMo Cas^iiis, l*rokop von KaoHarea, pKOudokalHsthenes,
I, Hesychios Milosio», Thoophylaktos u. a., von Kedneru den Lyeias,
ones, Aeschines, auch verlorene Schriften wie Aristo^ton gegen
les u. 8. W-, von Philosophen den Piaton, Arintotele«, Paellos u. u.;
Geographen den Btrabon und Stophanos von Byzanx; von Belle-
trieten vor allem den Lukian. Manches bleibt hier freilich rocht un-
lieber; denn die Untersuchung der Quellen de« Tzetzeä wird, von der
igkoit seiner Gedäclitniszitatc und der FlUclitigkeit seiner Lektüre
>ben, noch besonders dadurch erschwert, da^ er noch einer in Bysanz
verbreiteten Unsitte zahlreiche Autoren nur aus zweiter Hand an-
maoche auch auf Geratewohl zitiert und hiebei Autoren und Scliriften
verwecbaelL Trotz dieser Mängel verdienen die Werke des Tzetzes eine
, «ageheade Betrachtung, die i<ich vor altem daraufrichten muss, den Weizen
pMp der Spreu zu sondern und in die noch wenig geeichteten Ma.'iscn Licht
^■1 Klarheit zu bringen, \eben der Bedeutung, die Tzetzes fllr das
Hjlcrtum hat, ist er unstreitig fUr die litterar- und kulturhistoriitche
BriantiaUclie LitteratorgoBcliictat«. I. Prosatacb« LitMntiU.
Würdigung st-iiiur utgoiivn Zeit oino bi-ilvutcndo Kigur, die in oiDcm 0»-
aanitbilde de» zwülfton Jahrlmndcrts so wenig fehlen darf aU AuM
KoRinena. Ptochoprodronios, Eustatliina u. a. Die Schrift«» des Titittt
kann iniiii in drei (irupppii tollen, in nntiquariHch-hiätoriHCliö SamiQ«1-
werke (Briefo mit den Cliiliaduti), in ErgSnKuiigen, Allegorien nnO
SchoIi«n zu den alten Dichtern und endlich in {tllgcmcine Triklttt
Ober Poesie, Metrik und Grunimatik, wozu einig« kieintire Stücke vn
mischten Inhalte kommen. Wir beschränken uns auf eine kurze AufiUi;
hing «ämtlicher Werke:
1. Eine von TiMitzcx »elbst geordnete und in zwei Bünde ein,
äaminlung von 107 Briefen. Als Prinzip der Ueihonfolgc icl mit
liger Sicherheit die Zeit der AbfaRsung erkannt. Die frOhooten Stfli
beginnen mit dem Jahre U^K; die letzten i^ind kaum vor 11115 geHchri
der dem Uanzen als Kinleitnng vorgesetzte BrioF an den Diakon Kpipl
schwerlich vor 1170. Eine geringe Zahl der Briefe gehurt in die seit
SophiKtenzeit beliebte tiattung der fingierten Episteln; sie sind s
in di-r übt-rschrift als rbetorische Übungsstücke bezeichnet z. B. 'Ü.
uvoi diiixöror nffi>{ tm'vtioTTor. Die meisten dagegen sind an wirkli
Personen gerichtet, an Männer und Frauen au» dem Kaiserhause, an
liehe und weltliche Wllrdentrfiger. an Freunde und Schüler. Ans i
erfahren wir manches biographische Detail über den Verfasser
die Adressaten; doch verächwinden solche Personalnotizen in dorn W'
mythologischer, ütterargeschichtlicher und historischer Weisheit, dio
Hauptinhalt dieser schwergelehrtpn Korrespondenz bildet- Wenn Photi
in seinen Briefen auch wissen.scliaftliche Fragen mit Eleganz und Leichtig-
keit zu behandeln weiss, so treffen wir bei Tzetzes nur krausen Notimt-
kram und dazwischen, wie als Erkennungszeichen eingestreut, die Ergfl»»
seiner morosen und launenhaften Selbstüberhebung.
Erblc GcaaiiitanBitabe vuu Tlicod. Pruntiul, Tutiiiig«« 1851 (nit «tum bte
(Jraecilatis iind «iueia hritisi-lioti Appiirat» zu iltMi Chiliuileii).
2. Die Ohiliaden. Das umfassendste Werk des Titetzo«, wahrwlMin"
lieh zwischen 1144 und 1170 abgefasst, ist ein pliilologiöch-histonMi*'
Lehrgedicht von i;iti74 politischen Versen, das von Tzetze« Bi^lof itf
fftmv betitelt wurde; die jet^t UbHche Bezeichnung Ohiliades stanuntran
dem ersten Herausgeber Werbel (1546), welcher ilas ganze Werk jrar &•
loichterung des Zitierens in 13 VerstAusende einteilte. Nach seiner v
sprilngüchen Anordnung zerffillt das Werk in 600 Kapitel (iffrop/oi). Dw
Inhalt dieser .Geschichten" bilden mythologische, litterargeschichlMei*
imd historische Miszellen, welche die in den Briefen vorkommendea f*" '
lehrten Ab.'<ch weifungen in ausföhrlicher Weise erklären. Die C1iili»i«
sind mithin nichts anderes als ein ungeheuerer versifizierter Kom*
nientar zu den eigenen Briefen des Tzt'tües, die Stück für Stück teiU i«
einer, teils in mehreren „Oeschichten* erläutert werden. So eng id A j
Beziehung zwischen den Briefen und <%iliaden, dass man die enltr« '
geradezu als einen detaillierten Index zu den lotxteren betrachten kiiin-
l>ie Briefe bilden das Gerippe, dii< Miiliaden die bausi^hige Umhüllung dd^
»elbon. Doch die Manie des Koinmentiercns hess Tzetzes nicht ruluiL
J
fr dadite: .Doppelt genäht hXIt beii.iei-* und vorsah die Ohiliaden noch
■it MsfUhitichen, teils in Pros«, ti'il.s in politische und jambische Verse
pbmtvn iiandxcholieit. in wolchtiu vr tuiht hiHtoriächc IrrtQuicr ver-
bHMtt, tfiils Cluellen angibt, die Erzählung, Orthographie, Wortbildung und
fnaodi« ruchtft>rtigt und ElnzeUK-iten hinimfilgt.. Auch zieht er hier in
Meter Weise gegen den navhlä.'iRigcn Abschreiber los, der Koprogi'aph,
äM Kalligraph zu heissen verdiene;') in Wirklichkeit t^cliciitt jedoch
StKT Mistocli roibor, Khnlich wie houto zuwoilon der .Dnidcfchlcrleiifel",
■nr den SCndenbuck abziigubfn für die Schnitzer, die nachlrägUih von
Tntue oder von anderen entdeckt wurden. Diette verbesserte Aus-
tAe uidineto Tzetzes seinem Qßnnei- Kotertzes, an den auch zwei
Briefe gerichtet sind. Uenau genommen etind übrigens drei Ausgaben der
Chiliiulen eu unterecheiden. Als Anhang der Chiliaden ßnden sich in
mi Uaudachriftcn drei kleinoru Gedichte, deren Inhalt im wei^ient-
UieB eine bittere t'olcmik gegen die Feinde des Tzetzes, betiuuderH gegen
in Eparchen Kamateros bildet.
I. Ans^nben: £■!. pr. Nie. Gerb«1iiia, Buiilea« 1546; wiederliott voa Jri-, Lcctius
hCinnia posUroD OrMconmi, Coloniu» Allubro^. IS14 v. [1 274 IT. — m. Theopliil.
IlMiling. lipaiM 162A (Joiinnis l^ttai^ liiuluriaTUUi vari&rnin claiUiiil«al; «ino gnnx na-
htMcka iui<J luichlliaiga Arboit. Vgl. dio gehaltroicbon Besprach ungan von Ktruvc,
Im IcritiMlia BiUintbok. horaiugcg. von (i. S««botlo l«3T S. 311-^05 und 37Ü--4S6
tacfa ik «ieeae ifclirifl unler dorn 'l'itel: Uober ilt^n politischen Vers der MittDlgrioohen,
Witriililil l^tö) und von IlsmBkoT. Biblinthncn novn criticn 4 (Lufjduui Uatuvorum 1828)
kC— M8, «BiUioh Aiit Tmlick auoli sehr ungODauc Koltittjuu von Pariser llautlMbriftuu in
W ABagxb« <ler Bri«f« des Teutxes vdu {'rcstn.-!. - .Scholiu ad Tzolza«! ChiliodM od.
' A. Cranicr, Ali. Oxon. 3 (1^86) ääO~äTiä, — KiriL- brnuchbare Ausgabe der Chiliodea,
I VBLch«>r du VnrbftUnia der Codioea und (UzuDsiüii«» klnr^ol^gt und ein vwlKmiRor Text
iMbM vard^n mtUst«, Tehlt itna noob. Von H&iidachrirteii sind bia jetzt 2 MUncUener
M 3 Pttriaar bt^kanut.
fi. GiKiimi ttnl: Fr. Dabiier, L'eber ein« wichtige Ha der üistorinn dtwTxotxos
ihat den KAiidbeniorkun!;cn. dio dvnolbo hei einor »pjlter(>ri Lektüre seinem Buüho xu-
llttgt, Kbcio. MuB. 4 (läSCj 1 -26. — Fr, Hanse. Misiiallanearuin philaloEicorum libor II.
ragr.. UreaUu 1H&8 ii)enierkiiiiK«n tu 'I^etxes Chi). B. S). — Fei. Licbrcohl, Zn
MtM* Oiliadea, Phi]ologna28 (1869) :!3ü -357; Ml-~543. — Frugmento dea Diu Ooaaiua
mim IN den Cbiliude-n (und andar^i Kuinpilntion«n des Tiettea) uachgewii-een von H,
JMfl. N«IM BeiIrSge tu deu Fiagmuntun des Dio Caaaiue, Hermes 14 (1S79) 420— 44G.
' Dm <)imIImi der nijrtlioJogiacfaeD, biatoi'iaoheu. geograpbisclieu und litt«»ri;escbiclitlichoii
kMcUmi dar diiliaden bf>handell die gründliche Arbeit von Cbristian flnrdar, I>o
«■■■• TiaUaa liiatof iarnni fontiboa quaeationes eelectae. Dias. Kiel 1881, - Zu Chiliaden
|tM vgl. W. Oarlilt, Dio KnMaa sberne Albena dea Phoidiiw<. Annhcta (iniooieneiu.
IH 1893 8. Idb tr.
B 3. Allegorien zur IHas und Odyssee, zwei Lehrgedichte in poli-
^■en Versen, in welchen *o "Oftt^Qo? ö näiaoiftif, ij Jfälutrffa i^v liyiuf
Wil) breit erlÄutert und insbonondere dio liomeriflche Oötterwolt nach
tn Gmndafttzen des Eulienieiismuä allegoriiKch umgedeutet nnrd. D&s
tappdwerk ist betitelt: 'ynö^tcti lov 'O/iijc"" äXXijogij&tiaa na^ä 'laiivrov
faft/itrriMov roi"' 'rj*'«^«!' *.5 xgarßfoireiij ßtiatXiaai] xal öfufiixwttitij **'p(J
^W'Ä *L *J U^uwriSr. Das Werk ist demnach der Kaiserin Irene ge-
'Jdjnel: doch gehören ihr mn- die ersten l'> Qesänge der Allegorien zur
iu. Ab nämlich der kaiserliche Schatzmeister, der die ersten (iosäiige
ijcUicl) belohnt hatte, anting den unermüdlichen Dichter mit leeren Worten
^P\ Zit tjUliwUn V 201; | (Oiiru XQ"^' *n<tt'V yif >; lu•XX^yfli•foy)^
I dar kiMh AHcMiuwalaruibin IX. I. Ab()2. t. anfl, 'M.
530
Byift&tiiiisoho Litt«ratnrg«schich to . I. Provaiacb« LiU*rittnr,
abzuspoisen, widmete er aus Rache den Sctiluss dem Konstaniin Ko-
tcrtzes. Der Anfang des Werkes ist um I!45 abgofat<«t, di-r Schliitw um
1158, die Allegorien 2ur Odyssee erat nach diestm Jahre, da im PixiüiniiiBi
der Tod Irenes (f 1158) erwähnt ist. Von den letzteren sind bis jetzt aar
da« ProOmimn und die Allegorien zu den ersten 13 Gelängen aufgefuixIeiL
Beide Gedichte umfasRen jetzt etwa lUüOÜ Verse.
1. Auagntien uail Hilfsmittel: Dia All^tgniion KUr Ilifln iinil Oilirase» «d.
P. Mutraaga, An«cdoto äracca 1 (18.^0) 1-295. — Nur diti Allogoricd cur lljai »i
Pr. ÜoisBonade, LutetJM IS.M (mit dsn Allogorien des reoUa*}. -- SchoIJa ai All«c«ri«
Iliadia ed. J. A. Crsmer. An. Oxon. » (1MSS)37«— 38t. - Kr. B oll, Stadion Ibw CbaAM
Ptoli>ni8«ns. Jahn« Jalirb. Kapnlcmontb. 21 (1894) 156, «rl&atcrt eine Stollo itr AU«goriM
lUT lliaa (Mntinnga, An. gr. I »7),
S. VoD Oltcrrn bjuixnliiiiBclii?]! Allogcriuii bind liemetkeiiewMt di« n&lur|>]iitMophiai4«a
Spekulation on sur tliua und Odj^Bacv, aU dt-reu Verfaastda «Joe gvwiuM D«iua beiMgliaL
Wir Iinboii «iniü« niiddrQ::liliüb mit ibieni Namen beieichnet« FraKiiienle in den HomenKhaliM.
heti. bei Kiiatatbius: dA>m kommt analer cabtreicben anonymtin Scholieri, die man aua iiinerM
GHInd«n der D«nio zuteilen rnnm«, einitrCwHVauioiiyiiiMStflclc, iiitintidh die im Cod. Viad«b.
nliilol. Kr-4U (NoaHel), e. 13, niirbrwnbrta si»HDin«nlillngond<< Itoiho natnrwiMeiiackarUirbM
KrklAi-iingün ca Hins .4 1 — ."iSO, in welchen wie in den unter d«Tn Namen dnr Dnao QbwliWwtM
StUcltc^n den Worten des Uomer in ganz nneinnig«f Woinc durcliwe^ koamiacb« ld*tl
anterlegt wcrdiMi, Die ?A'it <!ii-set oxicntriBrlim Hoiiiordoutorin ist meht nllMr bekapal;
doch ergibt Hiub — vuruuaftpsetot. dnse die Wiener Allegorien ilir wtrkliob gabSren —
aus der bier oAcnburen BeiiDtzung der Sclintt dvx Tboodoret von Kyrrhoa (f um 458 a, Chi t
'EULr,vninv n«9tsfii!r«iy Sfifirniviutj ala FrlÜigronxe etwa dieHilte dea ti. Jalirhundertun.lV:
eine Spaigrenz« bildet dos Vurkommen von Demoscholien im Honierkoinni^ntar des Ten. A,
e. 10 — II; endlich raten Siiur»n neaiilatoniBcber Einflösse, mit denen alrk abrigena denl-
licilie %Qgo chriatlicher WettaarfnaroDg verbinden, die Loboneseit der Frau Demo ia d«_
Nab<> dor Frflbgrrnxe, etwn in der S. iiUfta des S. Jahrlitindenn. nnunaetM«!. JeliUI
'l'xetxcs widmet noincir Kivalin in Keinen eigenen Allegorien Kiir IIihr und Oijmtt
Miitran^ji 1 ^. IßfJ und 2'ih) ein? anbr ungnlnnte Kritik, die sieh nfTonbnr Reffen dt« Min
Piintifilijikuit der von Demo nngewandlen. übriijuna im frineip duivlinmi nicht nencn .null
iQHtisi'boQ' Allei^orinitTung rioblet. Der Kritiki-r iQbnit <iieli u. a. (S. ^2il, er babs i
eratt-u iiiulu in durcliBiditifcer und jederiuaniL verständlicher Weiac aUeRonsJert, lucbl
.Dimo', diu ~~ ein de« Ttelies würdiger Namenwita — den EIq^d um .Üinie' |A»nii)
ersoheino ....
oiijfl xaSdntf >j .IruxtS. fitutl öt laXf ffporoCai,
yvfaior xouna^axi'lror, ipevii'it-rjyopo/giiqtr.
injdiif <ti j|(idi,' lof 'OfitiQov tiäf ovrttkovniur Uytir.
Ilolior Demo handelte zuerst eingebender ti. Taener. Vergeasenea, Rbetn. Mos. iS(i?
4M— (IT. der jednch ihre Persünlicbkeit leugnete und ihren Keinen Rlr eine riktion rat
Cnbi'kunnlon crklllrle. — Uuupt«chrift : A. I.udwicb. Die IlomordMlerin Dirio. T»
scbrift üum SOjllhrigea Doktorjiibilllum t-, FnudlUndor«. Loipiig IR9.^ 8. 2Sß' 321.
Lud wich edierte auch die Wiener Allegorien: Allogorinc llomnrieoc ox codica Vu
liouecsi primum oditnc. Köuigaborger Ind. lect. f. d. Sommersomoster 1895. - Eior i
Kemeice Charakteristik Demoa gab F. Sander, Deilage xur <Mflo ebener > Allgem. Ztiln
1890 Nr. 17.
4. Exegesis zur llias des Homer, ein aus der LchrthStigkeit <
Tzetzea hervorgegangener, wie eine niodenie Doktordissertation von gif
Polemik gegen alle Vorgänger oingeleiteter Kommentar, der um dasJi
1143 veröffentlicht und später mit den unvermeidlichen St:lio1ien
gtettet wurde.
BP 1- Kd. (i. Uormann mit Draco Strntonioenais, Lipaiae ISIS. — Bd. li.
mnnn. ächolia in llomeri Hindern, l.tpaiao 1S35-3S B. 7i8-d45. — Vgl. K. N. Salbl
üulletin de correspond. hellen. 1 (1S7T) 121 ff.
2. Ein anonymer Ausxug der lliaa in poIitiBohen Versen alelit (nach den
goticn de» TictzM) im Cod. Bedl. Barocc. 2* fol. 88*— 198. TiUl nnd Aabng: '
T^t nlnn ij vit^tnis 'U/lijpoi' äaiS»(HKa(,
0. AlterlnmaniaaeDschftrt. A. Philo]. PolybUtDren n. SchoUaateD. (§ ^19) ÖSl
i
5. Ein weiteres auf Homer bezügliches Werk de» Tzetzes ist ein
liPXAmetriaches Gedicht Tn np» 'ü/tin'^oii, tä'Ofi^i/ov, ta ftty'Oftt^^ov,
eiliert und gewöhnlich Kitiert unter dem lateinischen Tit«l: Antohomcrica,
Honierioa, l'o^thomorica. auch einfach al» Oarmi na Diaca. Die
HomiTiia Mmndoln denäolbon Stoff wio die Ilias; die Antehomerics troja-
nisuho Uotichtcht^'a, die der homoriächen Erzählung vorausgehen, wie den
Kaub dor Helena, die Rüstungen der Griechen u. s. w. ; die Posthonierica
ondlich Ereignisse, die nach den von Homer erzählten eintraten, wie der
Itau do^ hölzernen Pferdes, die /erstttriing Trojan ii. », w. Die lliupcrsis
KtaniRit gr)taßtent«iU aunt Tryphiodor, während der vorhergehende Teil
der Püsthumorica in Quintus Smyrnaeu» '\~ Malalu» faät ohne Rest auf-
geht. Das üaiire bildet l-Ui poetisches Supploniunt zu Homer. Auch
inf dieses Werk, das vor der ExegesU abgefasst ist, setzte Tzetzes später
•rkiftrende Scholien.
1. Ausgaben; TxeUao ciimiinn llincit cd. Sohirni^li. llitll« 176^ (luivotlRtAndii;
Mh1»clit Mia Cod. Aug. 4SI}. diKli wi(<bti^ wiTCvn dnr iteignbo der Scholiun. von ilrnnn
nur Kxurpt«. ll(^kk«T iiicbts uiiUL-ilt). — Ed. Kr. .Inuobs. Lipiiinu ll'J'i. — Uunii
■U Biuirh«!) Verb«wmun||;en ed. I. Hukkcr. tleruliui ISIß. - Diu AuagHb» von Jacoli»
«vde wtwlsriiolt in itt Itibliotbuca TnucbiiitiuiLu mit Quintus Sm^rnaouä u. n,.
IMm 1829: i«r iJekkcr'scbe Text von Lohra uud Diibuer mit Hosiod, Anulloiiiun
IMiM u. •.. r>m 1808.
2. Hilf*initt«I; Di« Quallen dnr PoHUiomwHcn unti^reuchlo Ford. Nonnk, Dio
elw de* TophiodoTOgi. Ilnnnos 27 (1K82) 452 1U3. - llcmorkungon num .SngonFiloir
TcAtsv i'BihMt naiili NoKirki auBfÜbrtiohi! Ite-iprui-bung van K. Kehmptxow. Ur
■■■■:i Smjraaei faiilibun uii m}-thupo«ia, Kiel IKÜl. UaHiu);«r Uvl. Aiucigun ltl92 S. TSU
'!• ■'\i. ~- Unber diu ijuifllon dpr Tfoioa vgl. diu LittiM'ntur S. 332.
ii. Auf Homer und Hesiod beziuht hich endlich die Thoogonia:
Wnop Y^/iiiatixtti lov TXir^on rtaitjitt avlftoQÖr riüvii] x»i äfitiJtijTOV
4« etixtar noÄiTixmr mutt'x'»*' ^tfottf i/foyoiitir er ß^i'X'* />*''« rrffotfityjKtfi
Ml natalüyov täv M tijr "iXiov äpiartov 'BXitjftav X6 xai Tquiov. Das
Micht sciieint um dieselbe Xeit aI)gcfaH.st m sein wie die Exegesii«
au tliw.
Rd. 1. Ilvkkor. Abbnndl. Borl. Ak. 1»40 S. 147—169. — Ed. Matrnngn, An. gr.
fllHSO» &T7— 59)4. Wfgrn der iiUrken Verscbiedctihoit dnr biinütxten Hand-
•rhrifttB Bflaaen b«Jd« Auagnhon. die sii'li gegenseitig; organion. buMingi^xogoii uxTiIun.
~ Dmi kmUBt noch der kl«iiii: rroautcnkUI llcgi iij< ytrri/^twf lajr iViaif, ed. vuu J.
A.CrUBer, An. P*ris. 3 (l^U 101-112, und in onderAr FsMiiiog von Matranga, An.
p. t (IMO) 3W-37I.
7. Seholien zu Henioda Werken und Tagen und zum Schild
d«s Herakles, abgefasst vor IK18. Im Vorworte entwickelt Tzetzea
Unter heftigen Angriffen auf Prokloa die Grundsätze, nach welchen ein
Kommi-ntar «Mufertigen sei; man müsste die Dichter nach ihren Eigon-
tamlirhkeiten unterscheiden, flbcr die Abkunft, das Leben, diu Werke und
iBe Z«Hgenos8en des zu erklärenden Dichtfrs handeln; man müsse den
Zwfck de« betreffenden Werkes darlegen und die mythischen Oeachiehten
allegarükTcn : das Metrum und was sonst nütig sei, niil»»e in klarer und
lehrWter Weise erklärt werden, nicht mit jener labyrinthischen Verworren-
heit, die selbst wiederum nach Erklärung schreie. Abgesehen von dem
leidigen Allegorisieren, das Leute wie Tzetzes nun einmal ftlr den un-
nttbehrlichen Bestandteil eines guten EoromentarK hiolton, ist gegen diese
flnindsitzf nicht« einzuwenden. Hätte sie nur Tzetzes selbst treuer be-
8**
^antlniBoh» LittSrarargOMobiobte. I. Proauache litteratar.
folgt. 9o aber klingt sein Seitenhieb auf die labyrintbisclie Verwürrenheit,
die Eielb«t wiederum cinoa Kommentars bedUrfe. wie ein Hahn auf seine
eigenste Qewohnhi>il, KoinuioiitAr auf Komtnentai* zu pfropfen. Übrigeie
und diese Scholien wie die leidoi- nur fragniontariscb erhalt«DeD dM
I'rokloa sehr beachtenswert, weit sie uns wichtige R«8to au« dem K
uiontAr des Plutarch zu Hesiods Werken und Tagen aufbewahren.
1. Auflgnba; Kd. Okiaford, Poetu Oneoi minoree, voL III (deatacbe An-
gabo vol. li).
2. Hilfsmittel: Cetier dio Qoellen ditaer Subolien a. E. 8ch««r, D« PlaUrcU ia
' Hcaiodi Opera et Dim cumiueiiUrio, Rendabur« 1870. - Vgl. L. Cobs. PkUvL AbhaadL,
Maiiiii Hoiti luni 70. GebartatMe dsjKobr l^SS S. 130 ff. — Bagan Aböl, Zum rv»«
'limoiToi' ätt, Johannea Tictcoa, Wioner Studino II (1869) 8S-93. - llMÜod f>d. K. Silll
S. 4 (f.: Sh-t; 893 tT. — Kdiinrd Norden, Baitrftgo zur Ooaehicbtu der gri««1i)aebea Pbib-
aophie, Jahnn Jnlirb. Supplomontb. lH {ISää) 411 ff. — 7m dur auf die rt»ifj-!m d«a
Oqtbous bMllglicbon Stclk doa Kununentuni zu Ueatod» Werken und Tafen (S. 18 ed. GM-
furd) gibt citjc iLiiHniliiliobu liiterpreUtiou Aulou BauniHtark, Betlrlge tat gtiediiacbn
Litteraturuu8clji(.'bl('. PLiloIofcuti 68 (1894) G88-Ö01.
3. Kx£«rpto aas dvu Hoaioilacbolieo des Tze1i«a aleben taita unter dem KanMU
doB f'rokW, toiU luit^r di?in des Isaak Tzatsea im Cod. Menac 2ST. Vgl. \i. üail,
Jahna Jahrb, Supplemi-iitb. 12 (1880-1881) 29-81.
8. Scholion zu Aristophanes. Der Codex Ambrosianufi 0 222 inf.
und andere Handficliriften enthalten ächolien des Tzebtea zum I'Iuto». dpu
Wolken und den Fi-ösohon, tlozu ein Argument xu den Rittern und Vögeln,
woraus sich vorinutun lS»st, dai» er auch dioso Stiliike kommontiort habe.
Di« selhotändige Tliätigkeit des Tzetzes scheint bei der Abfassung der
Scholien eine sehr geringe gewesen zu »ein; denn sie stimmen \'ie1fach
fast wörtlich mit andere», von Küster edierten Aristophanesscholien überein.
Ausgabe» und Hilfumitteh Zuerst wurde die .^ufinerkaanikeit der lj«lahii«u
auf dieae äubolieu gelenkt ilurcb ein Fragment dcnrolbeD. wekhos Fr. Bit*ohI in labi-
niacher Ct>bi.-rsi>tzuiig in viiiL-r l'luutuahundacbritt rsiiit und iu iltr Schrift: Die alaxaodri-
nUcben Bi1j|jothok«n, UrMluu 1838, vtnvvrtcle. — Einen verwandten Text tUt/i KtififJimt
ed. J. Ä. Cramer, An. l'aria, 1 (188!l) 3~1Ü. ~ Die Prolegometia der i^rwälintein Stkolira
odiort« il. Keil, Rhein. Miia. N. F. <)(1S41Ü) 108 11.; 24S tT. - Diu AbhnDdlung von Ritaebl
und die AunRnh« von Keil sind mit NacbtrOgen wiederholt in Fr. Rltaohla OpvKnb
pUlDlogioa I (li^QC) 1- 172; 19T 2:i'. ~ 7m RitxcbU Abhandlung Tgl. noch 0. Htm-
liardjr, Berlinar JahrbUcher für wiwiinfichaftlicbR Kritik 1838 II SSl-.t40. — Die Pro-
legumena auch bei A. Nnuck, Lciicon Vindobonenso. Petersburg 1K6T S. SX3— S&2. Dan
vgl. E. Miller. Journal dos snvuDls 1870 8. 169—173. -- Eine goiinti«ro Kollation mit
biblicgraphiaclion und lillcrarbislorischcn Notiten gab W. 8tndomund. An«K-.d«la vana
tiraeca 1 (1886) 3A0— 255. — Weitere Ifeitrftge lu diesen Schulien von Fr. Dnbaer ad
U. Schmidt. Pblblogua 25 (1867) 687-691: Ad. von Velsen, Philulogna 3$ (t$7<|
698—703; Max Cooabrncb in duu Coujniontal. iu bunor. O. 8liid«nmiMl, Arg«ilan*'
1809 S. 211-236. — Ein grosses Stack der Scholien edierte aas daa Oodd. Anhtaa
8% inf. und Urbjn. 141 xum ersten male K. Zavher. Die Haa Hnd ITlannnn dar
iibiini-aBcbotirn. Julinn Jahrb. 8upp!. 16 (188K) hf^h 601, wo «n«ll du VCfÜltnil
Ti!vtz(<9 ZU (leli nllpn Soholicn oharaklerisierl ist - Karl Dxiattico, Joliannta T»
and das Plautussvbolioii Aber die alexiin drin Ischen üibliotbcken, Kboin. Una. 48 (l^'l
846-870.
9. Scholien zu l.ykophrous Alexandra. Sio wurden frilher
.Alteren Bruder Iinaak Tzetzus zugewiesen oder wenigstens als genie
' MUne Arbeit beider Brüder angesehen; doch gehören auch sie dem Jol
der dicae Jugendarbeit seinem ßruder Isaak als Ittterarischcs EigoDt
abtrat, sie aber nach dem Tode desselben wiederum ausdrücklich fOr i
reklamierte.
I. Auagaboo: Ed. Loop. Sebaatiani. Roma» 1808. - Bd. üattfr. Mtl
31 voll., Upeia* 1811. Beide Anagnhnn nind unliandlirh and nacli lio)l>iidiacb«r Art
niBuig mit VariuitoD und aoastigen Zugaben bolaatot.
jjS;^
B. AlUrtnmavlMeiiBcbiift. A. Philol. Polybiatoren n. Scholiuten. (§ 2I!>) 533
3. nilfsmiltel: Vgl. E, &cbp»r, Die Uclierlief^rung; iler Alexandra ilca l.ykophron,
}Ü,vUi. Um. U (ISTfl» 272 rt; «äff. — Wink* für .iiy Buiiütjiuiig dicaer Srhclien W U.
V, Wilamowitx-Msllandflrff, I)o Iragiconiin grAOOuriini fraKiiJO litis. Iudex leol., <i<lt-
lingcn ]>*M S- 2fi f. — Zar Mchlic^hon KiUiiUrung vgl. den erliürwii KuhimvuIhi' in diir
AoM^ab« 4or Alexandra von C v. Iloixinger. Leipiiß IKII5. - ßnii^cr a1« <l«r KuiuinunUr
ilaa Ti«bEoa Bind diu litrfaolion im Cod. Tatis. 345, ed. von L. llHclimnuii, Aiiecduta
(ifMca S (1828) 199—386. und in Ly<!<opliroiiia Alexnndrn rno. Kd. Sclieei, ßorolioi
IWt ; mL 4MMn Fndegon. S. 10 ß. über üundscImfUti dra KominniiUini von TE«tz(«. —
Zu dnu QueUcn iHeaer 8cholit>a vgl. G. WcQliel, 'Emni^otit »ivir aivo da d«ormn oo-
«aamiBiliiu ale., Diae.. afilliniteo I88ti. r-np. V.
S. Za den Hauptquellcii d^ KonuneDUra xu Lykophron gohOii die Üibliothok
itea Apollndor. Vi«1Ieicht stiunint von Tietaea auch oin« im Codox Vati«, gr. 96U
• rlmllpiM, mil dem ApolJodorituI im Lyhophronkummetitai aurriill(<nd QbcrvioHliininvndd
K jii Luia« den ApollodoT. DtosolW ed. Ricli, War 11 er, Mvtliogi'Aplii GrH<M:i I (Loipxii; '
l-^-ä*} )"S-2S7, Bbonda S. 174 Vortoichnis dor Hiir*litloral'iir und S. XXV ff. Boscliroi-
liRBg 6er fla nnd KrOrt«rung der Antorfnigc.
10. Von Tzetzes «tammoii auch Scholien ku den Halieutika des
Oppianoa, die in mehreren Handschriften vorkoiiinicn. wahi'»ch«inHc]t
aoth solche za den Tlicriaka und Alexipharmaka dos Nikandros,
Ulf di« in iindtTcn Sdiolion «ftor verwiesen wird. — Zur SchohenHtteratur
kommt »och eine in politischen Vorsun abgefaaate Epitoine der Rhetorik
des Hermogenee, in welcher Tzetzes den Inhalt, de» Kuchen kurs wieder»
gibt. dah«i aber in der üblichen Weise gegen den Verfasser und gogen
fHlherv Krklilrer desselben wie gegen Geoigio» und gegen Johannes Doxo-
patree pole inisi ort.
1, Anegaban: Scbotien r.ii Oppinn: Ed, U. Cats Dnasemaker. ScIiuHn et
BMxplinM«« in Nitmidniin et Oppianuin, Fnria. Didot 1841). Wenigatenn entbült di>r Cuil.
Unnac. Kr, IM (Ijütii TZ^iow tui itt'pojr) so xicmlicli dasselhe, was in dit<a«r Auagabo
- l'ehnr tij'/antininchc rnmphmson der Kynpgctikn des Oppinnos vgl. A, Lud wicli ,
.fdw Uompfiscbc Textkritik I IlSSÖ) 597— 605. — Epitonie doa H(>rinogenea od.
7. HhtL Gracc 3 {l&U) 670-686, nnd vaI)atllndig«T J. A. Cramar, An. Oxon. 4
2. llilfimittct: Zur Gpilomc dea Hermoftoncs vj^L Tbood. (icrbcr. Quao in com.
m'ntonia a Ltroj^orio Corinthio io UNmogeDcni acnptia votualionim t-'ununonturiurum voatigin
Ij-odi nMBinl. Di«., Kiel 1891 $. 29 ff. ~ Muoli uuedi<Ml schuint dar z. Ü. im Cod.
gr, XI 10 fol. 88—41 erhaltene metriBche Kumnu-'utiir dea Tz«Uos xum Kapital
Ifi^ attitltif. Inc. Tittt'^iar ynQ ti< fi/to/iii' nyrioy iiui- ^tiiijfuitatv. Du8. 'Krag yöft
*ft*v itfBy/iaint lU arusfviiittt öfof. - Im Cod. VatJc. Pal. 356 a. 14 Ijettt in lleidel-
hnt) toi. 187"— 189 stallt «in an doii Orammnliker .lohanDBs Locbanaa gerichleloa Lahr-
S»i«kt dea Txelina ,Do trihtu caiinninm goneiihus rhetoricia', beginnend: Xiifagfuüwu
Janwir ••rio« yilf <«D> nfieirii. Wir aicli daaselbo tnr Hermngendacpitome v«rhall,
MtdakiD.
11. Kommentar zu des Porphyrios Einleitung zu den Kate-
gorien de» Aristoteles (der Eiaaymyt} lif r«? jlgicrot^lovs »ari^Yonfat
•4tr fttfi ntrtt ^wi-ür). Dieses Werk, das Tzetzes auf Bitton seines
8ndi>r8 Andronikos vorfa»ite. iot im grosiwn und ganzen nichts als eine
br»ite CiitAchreibung der Worte des Porphyrios, untermischt mit ulk'rioi
Wfilirauch für Porphyrios wie för Tzetzes selbst. Der Kommentar besteht
«tt etwa ITOfl byzantiniaehen Trimetom, denen einige nicht zur Sacho
BttArige Pro«astUcke, vielleicht ebenfalls Antworten auf Fragen seines
[Iniilen, vorausgehen. Dicso ProsastUcko handeln Qbor OogcnsUlndo, diu
tbm in den Cliiliadon kurz besprochen sind, mit grösserer Ausfuhrlich-
luÜ, woraus sich vielleicht schliessen lässt, dass sie wie der mit ihnen
i'orhundene Kommentar zu Porphyrios später als die Chiliaden entstanden
eund. Jedenfalls mn»s Tzbtz«^ bei der Abfassung des Kommentars schon
534
Bysaatiniache LitUratnrgeBcbkbte, L ProBaiub« Lltt«rittnr.
oin Sitorer Mann gewown sotn: denn er wendet sich in der Eink-ilung
»iiesiell gegen die damalig«» .Modomcn^, denen er, wie bilufig die .Alten*
den .Jungen', Ignoranz und Aufgehlttstinlieit vorwirft. Der Duft d«
Polemik ist hier eb<'npo lieblich wie in den andt-ren Schriften de« Tzeb»«
und er wflrde den Verfasser untrüglich verraten, auch wenn er sich nicht
in der aua Hochs Trimetern gebildeten Überschrift AundrClckliPh bekannt
hält«. Sein« Gegner mögen .grumten wie ophesischc Scliwoino; denn filr
mistfruaeende Schweine Bchrcibo er nicht'; ^j
Einigo Proben fliis Cod. Vjndnb, phil. 300 iNfiw«l) fol. 63-81. nehrt Aiulm
im Inhalts gab Chr. Härder, Johanno« TxntxM' Kommmtor xa Ptitjihjrii» tlt^ a/rn
tf.uH-iäv, B. Z. 4 (189S) 8U— S18. -- Vdwt Hiiildc Komni<<ntiUR ta VorfhyritM vgl, S. 432,
12. Unter die Schriften verschiedenon Inhalts gehSren die Alli-'-
gorien. unter dem Tit*l: 'lioätrov »oi" TtirC'" äXXr/yoffea ix r^ ;[p<iri«<';
iiifTpini;; ßißkiiv, «in Gedicht, in welchem die Methode ro? äXXtifv^h- Aat-
gelegt «nd durch BoispiL-Ic orlSutc-rt wird. Der Übersehrift üufolge bilHi-l
daii Stück nur einen Abschnitt einer grösseren, nicht erhaltenen Apoii»,
ßiftXog, auf die auch in anderen Schriften des Tzetzee Bezug genommen «inl.
Johflnnis Tteltae iMogoTlM uiytiioloKicito, [ibysicae, moralea »d. V. Uorellua,
Lutetia» 1$16. — Ein Nauhirnu datu bei Quil. St,ud«iniiind, AiMiodut« tuJ« gnec« BBuura
mvtrifji grammtiticii, Berliu 1886 S. 23$.
13. Ein aus 57 Jambischen Versen bestehendea dramatisches öe-^,
dicht, in wetchoni ein Bauer {'AyeoTxDg), ein Weiser [Soifög), ein ChoMl
iXoQÖg] und Muäoii (Mtivatti) auftreten. Der Bauer, der Chor und diP^
Musen pruiäen das Leben des Gelehrten glücklich; der Weise, durcb
^.dessen Mund offenbar T/etzes selbst spricht, vertritt die entgegengesetlt«
^ Anacbauung und bejammert die traurige Lage äes Weisen, dem da« OMck
aeine Gunet voreagc, während es Unwi»8ondo mit Glück ilberhftufe. Das
Gedicht ist eng verwandt mit dem Dramation doa Haplucheir.
Kd, MnIraDga, An. gr. 2. 632-C24.
14. /7fp) für ^1- ToTg atixoig fiit^ar aTtävTtar, ein Lohrgodidll.
K^H in politischen Versen die verschiedenen Vi-rsfösse und Metra 1«-
lliandelt. In einem hexanielriscben Prolog widmet Johannes das WeriiclKii
rd«n Manen Heiner Bruders Isaak; demnach ist es nach 1138 abgefanL
Kd. .1. A, Cramer. An. Otoh. 8 (18361 802-383, — Vgl. BIkx Conabrnch, U
voWiim ittQi noiniKirofdoclriiia. Brvdauer philo). AbliHu<)lunK«ii V 3, Brestlas. W. Kti
!sao S. 27 f.
15. Sxixoi nt^'i iiatfo^iig JtotfjtmVy A&vx' tafißot itxvtxvi 'f'f)
xmfitpdi'm, endhch Verse ff*ßi t^ayixi'^g notr^tttmg. Tzetzea vermeid
auf die-ies dreiteilige Lehrgedicht schon in seinem Kommentar jni WisäsA.
Ed, Oflbner. Rhein. Mus. 4 (ISÜt!) 383- 409. - VnllsUndig«^ od. J, A. Crai«<i
Ad. Oxon, 3 (IH^R) 334-34». — Dns »rsfe Stück od- auch L. Haehnann. Roatook l!&f
— Vcl. K. 0. Muller. Rhein. Mi«. 5 (18371 333-3H0 = .K. Ü, Ultllvre Klfina dMH'
Schrift«!!' 1 (Urealau I$4T| 488-^24, wo dio 'ichtiU des Tietx« aber diti rorwUtd«
DidituDgBgatbuigeti nun Anagugapunkt einer Unlereuchung Über du nltc Tbeatn
m alto Poede gmoinme«! wird.
f 16. Sif^ot tafxßoi HltfittMMtiti n^v; röv ßaaiXda »v^üv Jfa*
vovr^l inttäy:iot. Es sind 91 jambische Verse auf den Tod de« KaiiwR
Manuel (1180). AAi/iaxwidc heisat sonst ein Vers, in welchem jedes fol-
e. Aller LummwUMBBchaft, Ä. PbUol. Polyhistoren a. SohoUasten. (% 219) 535
geade Wort um eine Silbe länger Ul wie 'ii ftänaQ 'jtQtfdr^ ftoi^r^yevss,
üXßiöSmitov; dagegen besteht die Eigentümlichkeit der Leiterverse de«
Tzi'LzM darin, dass das ScliIii.sswort. jed<>H Verset« im Anfange des folgen-
den sich wiederholt, glvichiiam die Sprosse bildet, Aiif der man zum fol-
genden Verse emporklimmt. Ein altes Vorbild dieser Sprossenverse ist der
pootüche Brief des Polybios anDemetrioa von Syrien. Vgl. C. Wunderer,
l'hilologii« 54 (1895) 4.10—437. Das lieitergedicht dea TzeUes beginnt:
".Ulli ßaaii^i', aor nteötto^ 01' y^t'^m, Hai fitj ifigtat- tö nää^og itvtä^
^ax^vm, Kai daxpr'MV 10 ifiXtfav Hf oi ötixivia etc. Divse WundurUcllQ
Form ist offenbar darauf ber<->chnet, das tragische Pathos (HO Stufen hoch!)
zu steigern; die komische VVirkiing des ßravour.itUckeH scheint dem Ver-
ElflBor ont^ngen stu sein. Neuerdings wurde auch diesem StÜok dem
^etzor^ abK^'^iprochen; doch wirken die vorgebrachten metrischen GrQndo
nicht übtTztiigind.
Ed. MotrAnK». An<«dote Ortien 2. 619-023. ]
1. Alls«mein« Hilfsmittel: Fabricius, Bil>l. Gr. ed. Hut. II. 228-260. —
1*. fl»nf ioliscn, UeW die sok*"' polih'sclicin V«rse bei äva (ineohen. L'eberaetst von
1*. Fri«drichH«a. L«ipii{ 1889 S. 110—114. — (i. Seelmnnn. Do nrapflgacione soho-
buraiB Aaochylpornin. Dim-, Uall« 187&S. 33-37 (.gao ordinc Tzotznnim iibij odili sint'). —
ILF4r«t«r. Uio kanirtg«aehlohtliolieii Angaben dea Johimnos Tr.cUes und Suidiia, Rhein.
IIhl 38 {llfi*3) 42l~m. — Zar Voteteohnik des Txotxes: Herrn. Sohrndoi. Udmr
£« Jaktyliiwkeu Vente d«i Tbcudoroa Prodromos und des JolniniiM TK^Ixca. ■lahna Jahrb,
IST (lt»»*J 6(tl— 609, «od Fr. Kuhn, Svniliulay ad doctrinae nft" ^'XV'"''«'' hiafuriam
partutenlM, Brc^uer philol, .Mibaadluuguu VIS, EtruHlau 1892 S. 82 (T, — Hauptanhririun:
U. Hart. D« Twtianuii noniin» vilia ecriptia, Jahna Jabrb. Supplementb. 12 (1880 — ISäl)
l^7S. — B«nr. Oiske, De Jounnia Tietsae aoriptis sc vita, Diss., Rostock 1881.
2. Unfidierle, verloren« oder verBchollana Sachen: Zu den oben suTKe-
^lua Schrift«» komniiin noch einige unedierle Stlloke, ttber die sich ftwUob aus äen
itttUfta AnEab«n in den KjitBlot;i>n tind in der nonnligen l.ittpratnr knin nicbMos irrteil
SlwimMI Utwl; HiaiiellM nebrinbar neue StQrk mag -lich nudi bei niLbiMcr t'nlnn>nchiinu
•b T«äl MBM «wlian edbriRn Wcrki^n bcinusätellen. f'robcn «inm Loiir^vdicbtr« llefi
fnrfrtM' liltimnaxiar gab !. Bokkvr. An. gr. 3, lOSS— ItlüO l*((i* fiiQÖv ti nuiiio/itr
.«MtttiefC if vtirmt u. b. vr.). Andere Inedita sind ein Lexikuii und ein Kommentar zu
MriMal«!«* De rnitibua aniinulium, — Im Cud. Laur. Cunv. soppr. 62' M. 20' anli
liik MM jsnbiacLv Epist«! ^^^«u rin<<n. diT iiub einem Versbuch des Tx^Ixi-h ein älUok
WrwtgfOffcnitifn halte: -i'X'» ""' Ti/i^nv npöc iinc löfjiiivjn fi^Qnt ini> töfiov rmV
•^r*i> mitoi. — Ein Kommentar des Tzetxes xiir Astronomie des Claudius Ptolo-
UaiiB et«ht im Cod. Paris, gr. 2102 fol. 211— '232'. — Kin Klngegedidit auf den Tod
•Im Kaiaera «nd ein Gratulationsge dicht bewahrt der Cod. Paris, gr. 3044 s. 14 Tel. 2^0.
- Walil »Kr T<iil «inea grOaeoran Werkes sind die s. B. im Cod. Paris, gr. 30,SS fol. 37* •
•AdlMMn anbn jambischen Verse tl^ä^ tör 'l'tXlöi' (tf 10 Ifr^i liff/i;rtiai. Sie begioDOD!
W («*(• JiiyfiB. fiU/, oijf evifviiii. — Eine Spielerei eitid diu berojsehea Veiae,
*M daiMfi jedir alt« M Buchstabon des Alphabete tnlliillt: 'hiilrrav mii TCfiCoi' mixe*
ffatM', tx"""^ '^f fxnrtiof tri «f oieijfin. Inc. '.IflQox'"'"' d* i! (fv^n! üi/iiilZi-yt xafiiSii-
ii4im»r. Z. lt. im Cod. Paris, fcr. 8008 ful. 37*. — Wei)ig paast zum 8tudionkreieo
4w Ttrtxca eine kurze liebensbeschreibung der hl. Lnkjn, weirbn ihm im Cod.
Ltnr. i, 10. s. 14. fol. C-20, lugeteilt ist. Der Anfang jat abgedruckt bei Bandini,
OrtalofM c«dd. ms« bibl. Mediceno Laur. 1 |1TC4) 2H. W<>nn aber itandini auch dio
M|ndm «s eiaSM B« von Sizilien und Italien gerichteten -n'/oi •^Qiui'roi (fol. 20) und
'• Mafirftor i^ «y'nt .lovrhc (fol. 30'- 25) dem Tzet/cs lusebrelbt. »o ist ai bemerken.
m dl« Ha dafllr keinen Anhalt gibt und daiw das bei BnndJni gedruckte Tou
»it»¥ »-»r dorn iliiftifior in der Ha fehlt. UebriKcn:? ist auch die Auttirschan des
TWkM dir da« rrate Sllick ichwor gUublich. Wie aoUle er dazu kommen, das I^bou
MNr «nivchrn Lok>lhei]i);en ta besclmnien? Da die Ha grOBstenteils Schriften Hixiliseher
mt MtcritAliiweher Üriechen enthBlt, ao werden auch das Leben und das Martyrium der
IMIigaa von Palermo von eioaB Biiiliacbeo. riolleioht palenn it au i sehen lirioehen ver.
bat aeto. Oder aoUte der Ruhm des Tiotnes bis nach Sudlien gedrungen sein und ihm
VM dort timm litterwischeB Anftrag verscbalft haben?
Haacke S(ihrift«n, dio ron liebes in den Chilisdan und sonst, freilich meist nur
536
BjnaiitiBiMbe Litt«ratnrgwcluGlite. U Pnaüaeha LitUf«tnr.
riK.
1
■iiKlnilli'-li. ;;riiaiiDt M-vidoo, «cLchicn v«4rlor«ti Hl wän. Varmcltiiis <l«racIbM bei Kifcrieiai,
lliU itr. »1 HntL II, -JSitff.. Uarl, *. a. 0. 8. 63 IT.. GIb):*. « ■. 0. S. 73 ff.
S. Name: Die In icaiu apSUn HandBclmfUn Tatltemn»8Dd« Konn KAmc MbtuI
liil «Im gloBUeb ai vcnr«-rf»ii,
230. laaak Tz«tzee (laauMtoi ö T^t'iC'^), der filtor» Bruder dee
JohAiin«!« Tz(;tzes. nicht lunj^c vor 11 10 geboren, 1>e«ch2ftigte «ich in ftbn-
lichcr Wftise wie Johannes mit philologieehonStudivn, besonder» mit Metrik.
Auch scheint er dorn jüngeri'n Drudor, der stets mit der gr<">s.st4;n Vit«
ühning von ihm spricht, mit Itat und That an die Seite gegangen za sei
Doch wurde Aa» brüderliche Verhältnis frllh zer;<tärt: Isaak starb Bch<
im Jahrv 1 VAH &ü{ Ithodo«^ «U er von dem Feklxugo dett Johunnuä Ko
ncnos gegen Chalep zurückkehrt«, an dem «r sicli, wir wissen nicht in
welcher Rigennehart, beteiligt hatte. Unter dem Namen des Isonk TzetoaJ
gehen drei Werke, die Schotten zur Alexandra des Lykophron, eilH
ttstronomisohes Lehrgedicht im Codex Monacemtix 2S7 ['tixtimi/ov atigm
TitQi ni'iTKtAr'; »lä ivtt*(<>i tmv üat^ttv lafißixoi) und ein versiGziertor Traktat
Dber die pindarische Metrik. Die Schoüen zu Lykophron g«bBren
ohne Zweifel dnm .Inhftiin<>A (r. oben); aber auch fUr da8 a^tronomiBch«
Gedicht hat die Autorschaft des Isaak wenig Gewähr; denn dieaelbeo
Vcr»o finden sich auch in den Schollen des Johanuus zu Ilesiods Weriiea
und Tagen und sind seinen übrigen Schriften in Vortrag und Metrum so
verwandt, das« wir die Zuteilung an Uaak ohne Bedenken auf <lio Willkür
eines Abschreibers, der den laaak etwa aus Handschriften de« Lykop)uY)ii
kommcntars kannte. xurUckftlhren dtlrfon. Als sicheres Eigentum di
Isaak Tzutzc's bleibt mithin nur das Stück Ht^l tmv /iit-dti^mür ftt'te»
übrig: es ist ein umfangi'etvhes Lohrgedicht in politischen Versen, d
ein kurze« jambisches Proümium varausgeht. I>ass Inaak metrische
dien mit Liebe und Verständnis betrieh, ist durch seinen Bruder wl
holt und ausdrücklich bezeugt Der kaum, welchen der ältere Tzetzes in
.der Litteratuigoschichtc beanspruchun darf, ist mithin ein vorschwindenä
Ekleiner, und wenn in der philologischen Litteratur gemeinhin von iea
.beiden Tzetzes* die Rede ist, so kann das zu unrichtigen Vorstvllungen
Anlas» geben. Es ist wohl geraten, künftig von dieser Temiinologio hIi-
susehen und, wenn es sich nicht um die erwähnte metrische Schrift handelt
einfach den Johannes Tzetzes anzuführen.
Sclihrt Qlcr d\o piniM. üvtrfn od. J. A. Cr«in«r. Au. Pam. I {1839)58-16!.'
Im Qbrigen s. die ljtt«nitar tu JoKiuidm Tmbe*. besondera Hart S. S4— 32:
L 221. EuatathioB (f t'ortttfiof) wurde wahrscheinlich in KonsUnfinnpet
'geboren: wt>iiigst.enrt erhielt er dort seine Jugendbildung, Anfanglich b.^
kleidet«! er die Stelle eines Diakons an der Sophienkirche und wir
»UBserdeni als öffentlicher Lehrer der Beredsamkeit Im Jahre ll7t
wurde er zum Erzbischof von Myra In Lykien bestimmt, erhielt aber »i
ditHMMi den gleichzeitig verwaisten kleineren Sprengel von ThessnloDikl
Mit seinur Ernennung zum Erzbischof im Jahre U75 beginnt ein nea
Aluivbnitt in seinem reichen Leben, sozusagen der praktische Teil,
aieh auch in der zeitlichen lU'ihenfoI ge seiner Werke aus-itpricht ; seil
wlwoniichwrtliilien Aibeiten. die Kommentare, entstanden in der Zeit seil
6. AlUrtnaawiaMiiacbaf
I n. Klialisat«!!.
BD 537
Le1irihitigk«it in Konstai)tiiiopcl, die atif die Owchichte setner eigenea]
'Af'ii Itt'nlgliclion. iiioit<l »u» aktticlloii Anlüsm'n lioi'vorg«gtingoiion Schriften
wälirend seine« EpiskopHt«. Als geiiitHcher Vorstand von Tliossalonik«,
lUiniftU der zweiten Stadt de» Iteichefi, wirkte er mit aufopfernder Liebe
nad blich seiner Gemoindo anrh in der Bedrüngiiis tips NorniannenkrieReB 1 185 ,
treo. Vor allem )>emühle ur »ich mit grü»t-t(^'r Energie, dvn Stand di-r M^ncha]
geistig und moralisch zu heben, ein Streben, da^ ihm in der KloHtorgeist-j
teit zahlreiche Feinde machte und sogar heftige SchmähBchriflen gegen
äne Perwin hervorrief. Kulturgeschichtlich interessant sind seine ein-
inglichen Mahnungen an die MOnche, die SchÄtzo der Hiblintheken
icht zu vergeuden: er sagt in seiner Schrift über Ana Möuch^tätand mit
[Winehuug darauf: ,Ach, Du Unwissender, was machst Du die Klostur-
)iibliothekon Deiner Seele gleichy Und weil Du von allen Kenntnisaen
itblüsiit bist, willst Du auch aus diesen alle BilcherbeliJllter wegräumen?
sie düs Kostbare behalten: nach Dir wird ein Kenner cKier Freund
JtT Litttratur kommen.' Nach einer reichen litterarisehen nnd praktirtchen
Wirksaniktil starb Eustuthios zwischen 11112 und Iia4; sein Freund und
Amtsgenonse Michael Akominatoa in Athen ehrte ihn durch einen
bagsisterten Nekrolog, ebenso sein Freund Euthymios. Metropolit von
Ksopatras in Tlieesslien.
Eastathios geh^trt dank seinen Homei'kommentaren zu den wenigen
Byzantinern, für die sich die klassische Philologie tm erwärmen vermochte.
Er ist alK-r viel mehr als ein bloMser Solioliast, mehr als ein trockener
Stubengelehrter. Eine m^lbi^tiindige Betrachtung der byzantinischen Kultur
Utteratur erblickt in Eustathios eine an sich bedeutende und fUr die
Ügnng der Zustände des zwölften Jalirlnindert« massgebende Persftn-
[IcUceit. Von dte:«em Standpunkte aui< sehen wir in ihm den klugen Mann
'ita |)oUti»chcm Blick, dessen zeitgeschichtliche Schriften uns über einen
tichtigen Abschnitt der byzantinischen Ära aufkl^en; wir bewundern in
l^loBi Theologen Eustathios den kühnen Freimnt, mit dem er die Korruption
[4ea Klasterlübens bekämpft und ein lebendige» Sittengemälde »einer Zeit
Augen führt; wir schätzen endlich den Gelehrten, der, ohschon er
'M dem politischen, kirchlichen und sozialen Leben der Zeit rege beteiligt
,hi, dtireii sein Wissen die Zeitgenossen überragt und in der Geechichte
griechiaehen Pbilologio eine hflchst bemerkenswerte Stelle behauptet,
renn wir de« Etiittathtos in diesem Sinne würdigen, so tritt er aus dem
kreis unfruchtban-r Scholiaätcuweisheit heraus und erscheint uns ala
ine weniger für die philologische Disziplin als für die Litteratur- und
EntturgesL-hichte seiner Zeit bedeutende und in vielen Zügen auch dem
owdemen Gefühle sympathische Individunlitfit. Die litterarische Hintei^
UiMiHchaft do« Eustathios zerfFLllt in zwei der Entstehungszeit und dem
Inbklte nach verwhiedene Gruppen, nämlich 1. die während seiner Lehr-
rthittgkeit in Konstantinopel entstandenen Kommentare zu alten
jAotoren. 2. Werke von aktuellem Charakter d. Ii, Abhandlungen,
»den, Briefe, welche, meist während seines Episkopat;^ iibgofasst.
ttüa «af die Zeitgeschichte, teils auf kirchliche Reform und Belehrung
Bezug babei
■>38
BrianUiiüctie LittorntnrgaBohiclit«. I. Prosaische UUermtar.
1. An der Spitz« der ersten Si-uppe Hl«lien nacli Umfang und Be-
deutung dio Kumtncntarc zur llUs und Udyssec des Homvr: £^
ataiHov n(ixit!iiOxö:n>v &taaai.on'xtfi naftxßoiai tiV i»;»- 'Oftr^Qov '<Mvaafntv —
'liiäSa. Der Kommentar tmt Ilifu) ist doppult so umfangreich als der lur
Odyssee, wa^ t«il» mit der früheren Äbfassungszeit, t«i)8 mit dem grSwereii
Ktitchtum der nlten Quellen fUr die lliaa eiisammenfaängt. B«idoD Eon-
montorcn g«1iou n^rmi'inrt vorau», in wfitohen Eustathios üb«r poetisch«
Unterachiode zwiochun IHax und OdyisHOe, über die Schicksale der homeri-
schen Poesie, Über die Bedeutung des Homer fllr die gesamte «püt«rt
Geisteebildung u. tt. w. hnndelt: I/äi-ftf thiq' ni'r^t xattÄivar, o! uir lif
»al itäytir Fiag' uin^/ |H*Ze* iii.ovf x«J aaic ariov ovcaitiuv änoTQt'ytaSm,
uf ii watr xif*^"*' ünoftX^Oai ttva xai trvrtKftnyxttv f{ avTov t^ ^Tf n
Xft^fjuvf u. B. w. Der Ilauptwert dietter zwei Kommentare besteht udit
in »elbtitändigor Auffassung und Deutung, sondern in der Sammlung alt^r
GolohreamkoJt. Die wichtigsten Quellen eind: Houiorscholien, AtbenJue.
Strabon und Stcphanou von Byzanz: aussurdem Aristophancs von Byzanz,
HeraklideH aus Milet und zwei griechische Hchriften des Sueton; endlicb
Lexikographen wie die Attizisten Aelios Dionysios and Pausanias. ™^
leicht auch rhetorische Lexika, wenn diese nicht etwa mit don genannten
Attizisten identisch sind. Auch Suidas. das Etyinologicum Maj^num und
ein .anonymes rhetorisches Lexikon' werden ausdrücklich zitiert. Ob
das Wfirterbuch des Eudemos direkt benutzt ist, lässt sich noch nicht ee
sclieiden.
Wohl ungefilhr gleichzeitig vorfatwte KusUthio» eine Paraphri
und ächolien zu dem geographischen Epos des Dionysios Perieget<
die er noch vor den Homerkommentaren (zwischen 1170 — 1175) verOffe
lichte. Diese 'Yjjofivi'jtat». denen ein wortreicher Widmnngsbrief
DionysioH vorhergeht, sind uine freie prosaische Umschn^bung init
klärenden Zusätzen, die mit der Paraphrase in ein Ganzes zu
fliesaen. Auch hier liegt die Hauptbedeutung in der Verwertung gnt
zum Teil verlorener Quellen, wie der alten 8cholien des Dionystos
getco. des vollständigen Stophanos von Byzanz und verlorener Scbrif
dos Arrianos.
Koch früher als die Kommentare zu Homer und Dionysios ersdiMl
der Kommentar zu Pindar enlMtanden, von dem bis jet«t nur die
licho Vorrede bekannt geworden ist: Evatttitiov fUjt^onoÜfov 0*caalonm
/ri dv diaxiivoii wno; n^^u/o; ruii' llitdti^ixoif Jid^txßoXtör. Er Wnchb
hier zuerst Über den Charakter der lyrischen und besonders der piod
riachen Poesie, dann Üher das Leben des Pindar, endlich Über die
stehung der olympischen Spiele, das Pcntatidon u. s. w. Die ganze Sc
gehflrt durch die FUUe guter, sonst nicht bekannter Xnchricliteu and
merkungen zu den wertvollsten Proben byzantinischer Gelehrsamkeit. Uo
den vier Vitae Pindari, die wir besitzen, nimmt die doa Eustathio«
weitem die erste Stelle ein. Vielleicht konnte es gelingen, Hbor die
echaffeuhcit der PindurschoUen aus den ribrigeu Konuiientaren des Ku
thios nKliero Kenntnis zu gewinnen.
Scholien des Eustathios zu den Epigrammen scJI ein durch F«
ß. Alt«Ttt>n»wlBH»aa«1ian. A. Pbilot. PolrbiBtoren u. Schonastfln. (§ '221) 53C4
hninst vcrzftlirter V/odex tles Escairial cnthalton haben.') Als Krzhwchof j
von Th««siiloiiike sclirioti er ondlich eiiK-ii Konnnc-ntar zum Pfingi^t-!
liymnus dvn Johannes Daniaüki-no», den er nach der Eroberung der]
Stadt durch die Nonuanaen im Jahre l!8ri veröfTentlicht«.
2. Zur 7WMtftn iJnippp Rehftren: A. Eine (Jeschichto der Eroberung
der Stadt Thi'»snloiiikc durch die Nornmnnon und dor dicker Kata^
htrophe vorausgegangenen Ereignisse, B. Melirere Preis- und OlllckwunBch-
nden an Kaiser Manuel, eine Trauerrede heim Tod die»e» Kaisers,
'Ansprachen an den Grosshetaeriarchen Johannes Dukas und an Kaiser
leaak Angelos, eine Kode Über die Notwendigki-it, die Stadt Kon-
stantinopel besser mit Wa««er zu vcrHorgou u.a. C. Eine Sammlung
von Brifft'n an d«n Kaiser, an sonstige geistliche und welthche Würden-
träger und an Privatpersonen. Briefe an Enstathios besitzen wir von seinem
Pn'unde. dem Bischöfe Michael Aknniinatos. D. Eine Iteihe von
ricfariftn-n, die aus seinen reformatorischen Bostrobungvn und seinen Kämpfen
gegen diu ihm feind]ichi<n Klostoräbtu hervorgingen, so vor allem die he-
rithmle Abhandlung über die notwendige Reform des Klosterlebena:
E^rittxeijif ßSov ftotaxixov (.fi dia^Uoiaei rwi' !tf(fi atrtvv, eine heftige An-
UagMchrift, auN wi-IcIkt wir deutlich erkennen, weklitm Widerstand die
Mönche der gew-isH«iiliaft4^in Aufflicht itues orzbiscliöflichen Vorstandes cnt-
gagengeaetzt hatten. Eustathios war in diesem Kampfe unterlegen und
hltte, wahrscheinlich bald nach IIR.'^, The.tsalonike verlassen; in dieser
UJtweitigen Verbannung schrieb er wohl die genannte Abhandlung und
«neo Brief an die Thessatonieensor. In die polomtscho Litteratur gehört
EBnu»r die gros«« rhetorisch gefärbte Schrift, worin er sich gegen den
Vorwurf der Unversöhnlichkeit verteidigt: 11^% tovf /.Tfj-xftAuiJifa;
tmip ftrrfitnaKlav, t'notf tirafirtja^fi'ij xaxuifffioi; ytt-ofiirijs JioiHr avtip.
Sttiitathios scheint sie nach seiner Wicdeix<insetzung gL-»chriehcn ku haben,
■1« die unU-rlegene Partei seiner Gegner sich wohl durch den Vorwurf dor
rnvt'rKTihnlichkeit zu rächen suchte. In dieser Zeit ent.ttand endlich die
lAUiaiidhin^ llher die Heuchelei: //«gi i'Toxpr'fftöif, in weither die Schrift
lp!S*D die Manche schon als bekannt vorausgesetzt ist; sie gehört zum
lB««k-n, WIM in dor hyisaiitinischcn Zeit geschrieben worden ist. Eustathios
llelüiinpft das l.ast«r der falschen Frömmigkeit mit einer Frische und
[Sdilrfe, die uns seinen klaren Blick und seinen unabhängigen Charakter
beiten Lichte erscheinen la-ssen. Hflehst interessant ist eine Stelle
jlbir die ilussere Erscheinung der Mönche (Kap. 27). £. Auch unter
Jim rein kirchlichen Schriften findet man Beachtenswertes. HUhseli ist die
la diulogiptche Form (Personen; Hierokles und Theophilos) gekleidete Be-
Iflchtung über die geistlichen Attribute: !ffoffii.Tato( und (»pw*
l«(of; sehr merkwürdig der kleine Traktat; itfft/t löy ßetQ^'a»^ dxovoita,
imf h^/itriK "I* xak*Ttai itanä?, in welchem Kustathiont mit allerlei
ntiquuriHcher und etymologischer Gelehrsamkeit nachweist, da^s die Priester
«rhl thiiteii, »ich de» ihnen vom Volke erteilten (noch heute üblichen)
ritela Tianät xu schämen; es liege in dicRom Worte ebensowenig etwas
<) 8. E. llill«T, CaUIogu« d» dim grcu do la bihlioUiiique do rRtciirial, riiris 1^8 S. VI.
In
Bjrunlitilieba I.itt«rktnr^s«bidit«. I. P»MÜ»cbe LitUrktor.
Gemeines als in der Bow)ieIiniing rränjitig oder woiro; (davon russisch INipol
oAvr iTÜnnc. Über ankotieclio und homilotisvho Schriften r. S. 156 f.
F. Eudlich verbuchte tticli EuBtatliios auch auf dem Gehiet« d«rKircbeii-
dichtung; ewci Kanones von ihm alehen in: Euntathii Metropolitao Tbessa-
lonicensifi opuscul« ed. Tafel S. 36 ff.; 16(> ff., wo »ie fri'iÜch durch das
Mi88vi>i-Htändiii8 des HeraiiKgobcrs wie Prosa godi-uckt sind.
AuHgaboti und HilfKinittiil; 1. Werk« d*r omlon Orugipei: KuniBiputat
xur Iliae un<l 0(t>neco: Ktl. pr. Koiniin 1.M2— ISSO, 3 voll. {v«l. 1 lur lüs«. vol. U lur
OdvMoe, vi>]. HI Index). - WUxIcthull Itiixo] 15&S— 1560. •- Unv«llMid»t bl>«b di« Aui-
|(tno mit Kommi^uliii und Uobonirlxunic. Flortnc 1780~-1785. — Sndlich wurd« d«r Ed.
Sr. (ohn« Hi^ixii^hung tioDclairbrirtliobvr t^ilfMiiittül) ea einem nenon Abdruck« v«rlio]f«a rtm
tnlllinum, 7 bAiido. IriiipKig I8'2ii— 1830, — AuatQge ündeii sieb in vurscbindnaes IlMB«r-
aiugRbwi. — l'ober di« ijuelltMi d«r UoinerkommtfDtar«: fbotn loxieos «>d. Kabtr
I (1^(4) 48 ff. ~' K. Lolirs. De ArislAivhi etudiis Komerici». Lipttia« 1886 S. 3Sf ; STD
bis ST&, •- Aug. LentE. Herodiani torUniri i^litiuino 1. I. Pnef. B. SI&. — I.a Korb<>.
Di« bumcriivbe Texteekritik (IHSiS) S. UM 1T1. — H, Selirader. Uebiv die I'arpbnii'
nisclien DiaMdiolien, Hsmbiirtt 1RT2 S. SS f. - lirfls^tontvils auf Quellen it« KiutaEbi«
hpzinht «i(^h: Aiik, FreHnnin", [>n -iKSEiiS .^mtophnftcarum »1 SoelOHluinviii exeerptii
1))-unlini!<. A(|iii!k MnItincJK IKT-'i. — Uotmellion (SegiMiiiUnd botrilR: U C«hB, Dv Ariat»-
jibann llyXAnliu i^t tiiinlonio Trunquill« KuMulbii Hui'turibuB. Jnliiui Jabrb. Supplemealb, K
llS&lf ■>><» -37-1: vgl. Supplc^montb. 13 (lSt<*) e.'.8-Ö82. - L Cobn. De Hfraclide Müm«
JraniinutioD. Berliner Sludion 1 (18841608—718. — Aug Hotop. Dn KuBtathii prttverbih,
aluiH Jflbrb. Sunplcnientb. Iß (1886) 249-314, §iicljt iiiif Grund «iner Ir^ilkh nicbt »jl-
ülAudiittin SainiiOuug di-r in den KommenUreii int IIihh und Odvsae« anBafOhrtcin Snridr
irCrlvr die SUIlmi); de« KiistaÜiioe lu d«r parninio^mphisuhen Ucberlivfemag dwxulMr«
— Eine volleUndige Ucbersioht d«r Spricbwnrior in den KunierkonunentareB, im E«a-
mental- 7.11 Dionysioa P«rieKeteii und in don Opiisculn gab Kd. Kiirii. INo Spridivrtrtir
des Kiifltatbioe, rbiloloenn AO (1^91) ^07- 3'i1. - Aelii Dinnysii et PauMnue Altieiitanini
froKinentn mW. Krn. Schwabe. I.ipsiao 1890; in den Prolegomwia fladot maa ein« Osler
mirhun)! Ilbi^r die li^xikngrnpbierlien VorIngen des KnstnthiiM. — Znr Qiiell«nfrag« vgl
uiicli: I'orpbyrii quacntioiium Itoiiierienrum nd lliudum pertiiientium relii^uias coli, dispiu, «d.
Herrn. >Scbrador, I.eipxit-. Teiibm-t 188L> 02. - Max Ncumana, Kastathms als kritiaÄe
gucllo fQr den Ititixtext. Jubna Jalirb Sui>[>k-nieiilb. SÜ (lüSS) Ur>-S40.
Piolugus zum Piudurküiuiuentur: Kd. |ir, L. Fr. Tafel in; KoatatUi TbMt.
upusouln. Fruicufurti 1^2 S. 'iS— 61. - Dtinn bonrbeitet mit ErlSut«niiigAn von F. ij.
Scbiieidewin: F.u^tbii pronemium uommentnriorum Pindaiicomtn, GflUingen lÜXt.
VrJ. Pindnri cnnninn ed. Dlssen-Sclineidewin, liolbA« 1843 Seite C.
Kommentar EU Dianysios FpriogeteK: Kdiert mit einer a&derea (ane
ProMparapbrase in; Dionjaioii I'orioecles ed. 0. Hcrnhard)-. I.insia« ISffi 8. «7 ff',
hervorragende .Tngcndnrbcit des tp-ossen (lelcbitun, welebr die frOheren LeitttmtgiMi
Ilherholte und d»n Nn<']ifo1gern wenig ta tbun Qbrig lieas. — A«( Bernhard^ t«bt
wcHontlicbcu die AusgRbp von V. Malier, Lieogr. gr. min. tl £01 ff.; vul. seiae Pnrfa
S. ^1 IT.: S. .'i9 llber di<^ rrtlberen Aufgaben. — Neue wiabtige MittoilangeB a«« U»
Pntnpbraao und den mit ihr verbundenen Scholien gab Arlbur Ludwi<:ti, Ar
Homoriaclie Textkntik 1 (1885) Ö53-587.
Komm, ta Jub. Damaskenos ed. A. Hai. SpicHegiimi Rom. tt (1641) ^i '^ 1 '
Vielleicbt bxt Ruelatbios aitcU Anteil nn gowiwen 81'holien lu Arial*pka
Wolken: vkI. K. Zacber, Die IIri> nnd Klaason der AriHlophsnesscIioliea, Jabns Jl
Suppleaienlb, Ifi (188S) .^68 ff.
L'eber die Abfaasungsxnil der Kommentare: Fr, Knbn. ConuneDlalione» in
nerem Guil. Stndomund. Argenlorati 18K9 S. 349- -257. Zu den metrisc'hea Lehr
dM Kaatnthioa: Heinrich ^romimitnn, Do doetdnan »«tricae r«lii|niifl ab EutilaÜiM
vatie. Di».. Sinusburg 18)47. ~ Fr. Kubn. Symbolno ad doolrioac ntpf db/p^ttn- hialM
ijottiHMtcfl. UrraUuor philo!. Abhnndlitngt'n V| 3, ürealau 18S2 8. 82 ff. — Vßl. P, KkchoII
llurBian-M(lllt.ra .Inlireeber. 48 (isao) 2><4 IT, - Kritiaehe KleinliUrnUur b«i W, En$«
mann, Bibliolheia Boriptorum olaeaicorum 1 (1880) 841 f.
2. Die Werke der tweiten Cirupuv lunieiot in: Kualalliii Metrapotita« lle
CMiüe opnHcuIo- E codd. mss UaBileensi. Pari!>tDia, Veoeto nunc primuni ed. L. Fr. '
Fninoofhrii ad Muenuin 1882. AuafOlirlich beeprocben von Mshier, Tltcolog. (|,
«cbrift 15 nun) 147—168. — Do« biatorlacfae Werk De Theauloiiin m Utini»
wurde mit Int. reberaetning wiederholt von 1. Bekkor im BoniMr Corpus mit Lm» 1
maticu«, UotinJ843 S, 865-M2. — Zorn Texte d«a bist. WevkM: K. S. Rontoa.
kanl
«irr
■ Tafi
AI t«r tum« ir tsa« a«« halt.
l«r*Mf W«/(«»n. "^»ij.« 5 (1898) m— 1"& (echreibl 8. 294. iS e4. T»f*l xut>o>tuXr,fi{r»y
•tjiU «tVoiuti»!'/»*'«*'). — B«dea de« EmlAthio« mit einigcin «n<li>reii nuf Ku^Uthio» bo-
lAglichcn StOekoB •diorte TaTol: I^e ThoaMlonica oliis(|iie agro disstirtHtio goographkii.
B«r»liBl 1*^ S. SM>— 439 (ft Briefe den Mirhnel Aknmtn«tos nn RiistaUiioH; din 2 'IVaunf
ndea aitr den Tsd da« EnaUlliiM von Mi<-hiinl Akominnti» und Eulbyniio»; Kcdo dM
Kotlkthiwi BD KaiMir Uanael, hIr «r zum Knbinchof vi« M^tii Li-ntlniinl wur: Krilu an
Mann«!, gehalten im Kamen d«ir Atadl K<nii<tiuitinupL>l, uIh dicHi>1l>« duroli iirig«wütiuli(lio
Tritcfc*uli<<il lill). — BaQglidi d*T Briefe iat tu bumcrk«". dn« Tafel in den KKuaDUIeu
ABig«liMi indifvre Sttteku duni Kunlatbios culvilt. die. wie eich ocliuii aua d«u Niuiieii d«r
AdnMMinn «rfibl, in WabiLvit dem Miolia«! PuelluD i;iiIiöreTi. Aus Tafol gbg die Ver-
«rirnwe kudi in die Palrol. gr. roeMiiEue über. Genauer«» biernbera. bei K. N, Sathee,
«(«. UtfiX. 4 B^Xoy^ S. SO; ST; & nfnXnyoiS. 75 (of). — (iesHintHUsgab*dar meiatM)
Werk« der 2. Gnyf* nach Tafel. A. Uai u. a ». bei Migne, ratrol. gr, 135 and i:i6.
■rtaaUntcila mit latciaiacber Uebenetxung, — Plinf ncne Reden nobsl xwei »eben vnn 1 sfrl
nitcelniten ed. (aaa Cod. IlMinr. II. Y. 10) W. Kegel, Fon(«a rerum Byzantinnram. Tatnu« I.
raac. I. l-cterabvrg \im.
3, Einige StAcke gab L, Fr. Tafel in deutscher Ucbcrei-txung. iiHinlicb die
t^imty^e flivr iitrugixnv. BetndiliniKen Obei den MlliicbssUnd. Aus dtin liriecbmüben
4m EiwUtklae von TheMalonlch von L. F. Taful. Uertin 1847. — Dann die Urabiude
Mf i*a KaisM Maiiuul Kumut-niH, dsa bistüruscliu ätOck M18Ü— 11^5) und die Red« an
HaBBal, ala EuslatbiuA zum Kribiacbof von Mvra beBliumil war, in dem Werke; Komnenen
ud Nonnannoii. Von I,. F. Tafel. Ulm \%l>2 (2. unveiftnderte Ausg. 1670). — Weiler«
treberveuangon und eenslitie Kustalbiana finden sieb im nngedrucklen Naclilaaee Taf«!».
— Vgl. Ni-ander, CharskleriMik dee Euslalhius von TheaMlonike in seiner rofortnato-
mcb«!) Kicbtunf!. Ahtinndl. R«rl. Ak. 1S41 -S. 67 TS. — Eine iUticniscbo ITobetBclznng
im UatoriactiMi Wetkna (I)n TbrmialonicB ole.) gab (iiua. Spnta. f liüeilinni in äulomeco.
Mm« 1692. — Btiefo dm .Michncl .Vkominatoa an Kustulhiue und dceeen Trauer-
rede anf EuBtatkiott «diMte griecbiaeb und dcainrh Ad. Ellinsen. Micbael Akominotoa
ran CliaBne. Goitnigan tS46. ~ V^l. die I.ittrratur zu g lät>.
4. Ansaer il«n ven Tafel benliuii^n Uta in Uimel. Paris oiid Venedig ist die Haapt-
hunlatltta der tlietaiwbeD Sebnflvu due Eustulbiuit der Cod. Esoilr. V. II. 10, b. 13,
aw den ft*sal MBica StQcke liervon;eiui:i^u hat. Die Titel der sAmtticIien bier aufbewahrten
Baden und Bfiafe dea EnaU^foa notier! E. Miller. CataluRue drs mxs grect« de la bibl.
da IXacorial 9. 200—210. Vgl. % 201. Es w&ie in wUnscben, dau mit Hilfe dii^ser an-
MhAtabatv« Ha nnd der «nr&hiiten IrefTlichen Vornrbeitan eine mit KciniiiK^ntar und Indirra
aopfeMatlvte kTifiacb« Geenmtanegabe der nicbtphilalogiachon Schriften des EueUlhios ver-
aaMahat wUrde.
tt. Miirbael Senaeherim (.Vij-mil ö £4mxie'ii'j lobte um die Milte des 13. Jahr-
landarta abi I.«lir<ir der Rbetorik und l'omio in NikUn. Ein au ibn jiuriehtvter Brief dea
' *n Tbeodoroa Dokaa Laikaria iat im Cod. I.iiur, Conv. aoppr. B27 fol. 10^ — 11* erhalten:
urtoi i^ywr rar «atf^aiü^ov Kvijoi l^toifiÖQov Jet'V« (ot ylr'ainpl ll^Qit 4tfi«loiij
_ '«la« npe( >«*; Motm Slxaiar iUoyifiavt ttiilaUxiiXorf i)j< ^i;rD^(iirj( i( na^ fifgoi xm
f^( nm^tiMfif tör Z4rByrQii/i rv^ir Wi/njil xni lir Mi-Qiy Ant(>6i'iiri>r tot ♦pirj'j-Jnoi'lov,
«t 4l arjoiy itpo( nr'for lin^XUor u( nni'iKc. Von ihm stammen nnedierle .Scbolien za
Bantr, die in mebrerea Handtttiluiften vorkotnaeo. üenierknngen über Handschriften
•*kM lil(«T«risckan KachweiMu Kibt Amadeua Peyron, Noiitia libromm manu t^piave
^ — :' ..'n. qni docunle Ab, T}ioma TAlperi[a>Calaeio v. el, illati mtnt in r(^ß. Taunni?n»ia
"liotbeenn:. I.i|«)ae 1820 8.23. ~ Vgl. Z, Senaohenm. Hhnin. Muh. 1>< (186^1 447.
--■.;. Die Philologen der Palftologenzeit sind imtli Clinraktor. Vci--
I und Sirinc^riclitung Vorboten eiiUT iii-uen geistigen Aru. Sic sind
u ihrer 8tu()ienwei»o und Absicht weniger mit einem Photio«, Aretliatt
—■' Hiiatatliio.'* vcibuiidfii uls mit dtn vntvn Bahnbrechern der Idafisieclion
!' rgi'burt im Abendlande. Wenn nun Mämii-i' wie FlnDudcs, Mo»cho-
pnluK. Thomafl Magistro«, Trikliaios jenen ärmlichen Schulbetrieb
i.i._.. I :^j,pj. Weisheit darstellen, wie er in den letzten .lahrliuudertcn
n-8 unter dem hürtct^t^'n Drucke der ftus.'ioren VerbfiltniHse fol-t^
^vTirde. »o verlangt die guschiehtUclie Oureciitigkeit. dass ihre Be-
6"'. t,*^" und Erfolge vom Standpunkte ihrer Zeit aus gewürdigt werden.
Dum können wir nicht umhin, manchen dieser FrUhhumaiiistvn unsere
'-•> Anerkennung zu zollen. Ein gi'osscr Teil der philologischen Hand-
5*2
Bfiuitinbch« LittarktarsMclitaliU. I. PrM&iacho LlUwfttBr.
Schriften dieser Epoche sind t'reUicti nur wortlose Lehr- und Lomtii'di-,
dio liiluHg Anonym oder unter verschiedenon Namen gehen. Sie liitdvlvti
ein wohlfoik-fi Ücmciiigut Rlr Lehrer und Si-biUcr. worin ursprüngliche
Vorlagen nach doin ziifiilligoii BcdOrfnia aut<gozogen, erweitert, unigcaihfilet
und mileinandiT vt-rquickt sind. Ahnliche Willkür in dor HorKt«lIung uml
VcrbroitunR von rhetorischen, grammatischen, lexikalischen und iiieüi-
»chen Schulhllchem herr»clite indesuten auch schon in früherer Zeit, nur
dass wir aus ihr weniger Exemplare besitze». Hierin %'erfuhrcn aUo iit
Schullouto unt4>r den t'alKologen nicht anders als ihre Vorfahren. Gant
scharf und prinzipiell ahor utit^-rscheidcn sich die GelehrUm der k-tztcii
Jahrhunderte vo» den Erklärern und Kopiaten der luakedonischen unti
konincnischen Ära in der Behandlung der klasaisclion Texte. Wah-
rend die ineiHton Handsohrirtt-n de» 9. hin 12. Jahrhunderts im gro«»«
und gunzvn die Überlieferung der alexuiidrinischen und römischen Z«!
darstellen, boguunon dio Byzantiner der FalAologenzeit die alt4>n >Verke nuch
vorgefasaten Iduen iinil selbst erfundenen inetri^chcn Schahionen ao friHdi
und friiblith zu Sndem, wie die noch nitht ganz nu»fgeslorb«nc modern»
l'hilologcnschule, die sämtliche Toxto ins Krankenzimmer vorwie») und dann
deu armen Patienten durch ungezählte Konjekturalpfl5«terchon aufzuhelf«
wUhnfe. So »chlecht wie nmnche neuere Doktoren haben nun freihch die
byzaiitinisclien Vorbessurcr ihre Sache nicht gemacht. Wir Klugen dihI
Weisen hätten ja sonst nicht so lange gebraucht, um ihnen allnulhlicli
hinter ihre Kniffe zu kommen und mit ihren kecken Übermalungeu tuf-
zui-äunicn. ,8ie haben «o manchen Vers för immer geheilt und viel OÄor
das Auge von Jahrhunderten geblendet" (WilamowitjE a. unten a. ü.).
die Wissenschaft aber entspringt aus der Erkenntnis dieser Thotsavh« i
Forderung, auf dem ganzen Umkreise der klaiüsitichen Litteratur, w
nur immer nittglich iat, den vorpalAologi«ch«n Stand der überliofcftll
zu ermitteln. Noch viel weiter aU dio Philologen der Palfiologenreit gii
in der wiJlklirliehen Behandlung der Te.\te eine ganze Reihe von GriediA
de3 1 G. Jahrhunderts, Männer wie Georgios Herraonymos aus Spsrti
Konstantinos f'alaeokappa, Jakob Diassorinos, Andreas Dan
rios u. n., welche die Texte nicht nur aufs kühnste finderteu, ii
polierten und aus älteren Werken neue kompilierten, sondern sclbrt
Titelfälschungen nicht zurUckscheuten und dadurch der Litt4>raturgee»chic1iti
mehrere erst in der jüngsten Zeit erkannte .falsche* Autoren anfnAtigt«
Troffeniio WDriiig;iing d^r hjcniilinisnlion Philologon dor ['olloIogMUtl o*J
Vcrliültniiuinii iit Krflhcren und ifpitlprcn \on Ulr. von Wilninowitt-MoBlIrad«
Kiiri|>i<li'H Hi'rHkUf<. Hand I (l'ortiii IK^Ü) 1D8 ff. — Wic)itii;e llf)lrli(;o m d«n jAAi
Hchcn Kiugruiiliien der l'ulAulujicMXoit gibt Mnx Tieu im KoiuiiiriiUr iHiin«r AunplW i
lliipro de» riiiiimleB. Urualau ISÖO. — L'ubor Hormonyinos s. H. Oinoot, (IwirgM H»
nytnc di- Kpnvli>. Mi^nioiies de In locititti dn riiiütoiri^ dn PAni ol do l'II« do Fr
(18^') 6J- 11^. — Ucber Konstimtiii fulntiokiippa uiid Diiumurino» ■>. H. Oinatit, Ca
dl' inniiUBvrJlii grecs copi6s ä l'iuix su XVI' Hivcle pur C. Paliieucappa. Annunim de Tii
20 (1886) 241—279. und L. Colin in: I'hiblogijiclio Abhandluncen. Martin Htdx
TO. Uebnrl«la^« vun ebsiniilitten ScliQk'm dargebrflolit. üerlifl I8S8 S. 123~l4ä
Ludwicli, Kin neuer Beitrug zur Churuktemtik de« Jakob DiUBunoos, B, 2. 1
S98 -302 (Dbor tnt^Tpululiuiieii und Kuujvkluien duHselben In Hm der PBaltenncI
dM Apollinarius). Vgl. meh V. N. Piii.iigeuiKiu, B. Z. 8 (1894) 820 f. ~ U«W .
DartDHriiM s. Ch. tJrsnx, K*4i>i mir ivn urijciues du Tondii grM ik l'Rocvrial. Paht
STAltcrinmawiiaeiiHClukn. A. Pbilol. Polyhiatoreii b. &ob«liftiit«ii. d 223] 541
L 237—297. und K. Krumbseh«), Mitte tgriectiisch« Sprichwörter, Silnngaber. bajrer.
Lk. 1893 Bd 2 Ä. U.
9S8. Maximos Planades (>/n^i/io»- » HXaropJr^f), vor seinem Eintritt
n deQ MUnt-Ii»iit4>ii(] lUniiui-l goitniiiit, wurde um 12(i0 zu Nikomoilin gc-
«cn und lehte als Mönch, wissenachuftliclion Stutliun und dvv Lehrthätig-
tit ergeben, in Konatantinopel unter <Ion Paläologen Michael VIII und
iDiironikos II. Von dem letzteren wurde er [2'ilti zusammen mit dorn
t'aisenbauiivor»tvhcr Leon Bardalfs als Uesandter nach Venedig ge-
chickt. £r starb im 50. Lobonäjahr um 1310. Sein Schiller Gregor
jhieto ihm eine (ii-abschnft und ein vierzeiliges Epigramm.') Planude.i
Brt iiAcli »teiner <Jei.itesi'iclitung und seinen persiiiilii^hen Beziehungen
) den Krei» der hyzantinischen Vorlttufer d«e wcsteuropitischen HunmniH-
111«. Wa» ihn aber mit der neu erstehenden Bildung dos Abendlandes
och enger verknüpft uIh eini'n Mo»chopuloe, Triklinios u. a., ist Keine
[fiBDlni» der lateinischen Sprache und Litteratur. Seit langer Zeit
rar den Griechen alles lateinische Wissen nbliandon geknmmen. und Koin
rir den Tthomäern ein ferne«, durch Hax« und Vorurteil abgesperrtes Ge-
iet geworden. Indem mm Planudes eine grössere Zitlil lati'inischer Werke
uOrieclii^che Übertrug, schlug er die Brllcko, Aber welche »päter by/aii-
iniitche Flüchtlinge als Apostel des Hellenismus nach Italien wanderten.
im die grossen Werk© ihrer Vorfahren mOndlieh und »chriftlich zu ei^
tlkren und so den lange unterbrochenen Wechsel verkehr rümischer und
priochtächor Kultur wiederhensuBtellen. Die Anregung zu seinen latei-
^fthen Studien erhielt Plnnndes wahrscheinlich durch die dogmati^ohen
Hnpfe zwischen Hom und Byzanz. Seiner Kenntni» des Latein i)«chun
rerdankte er wohl auch die Wahl zum ticutandten nach Venedig. Die
ftttenuische Thiltigkeit des Plaimdes war vorzUglich den BeiltU-fnissen des
Dnterricht^ gewidmet; doch umfasste er hier ein ziemlich weites Uehict.
Wir nennen zuerst die Werke von scIhstSndigor P'orm, dann die Samm-
JHgen, endlich die Übersetzungen.
0 I. Der Schule diente Planudes zunächst durch eine Grammatik
{Ofei y^aftpatixi^^) in der Komi eines Dialogs zwischen Palaetinies und
NiMphron, aUo ein ähiüichos Werk wie die „Fragen" ('£^wn)/iaia) des
Üoscbopulofl; am Schlüsse findet sich eine henierkenswerto Notiz über die
l^fekunfl des politischen Verses. Daran reiht sich eine syntaktische
jUliaudlung (l/fQ* avttüSfa»?). Als Thema einer sophistischen Dekla-
outiuD wählte CT sich die oft behandelte Vergleichung des Winters
Ifad FrühlingR: Siyxoioii x"/*'"'"« *«• ^«p"^. Seine Stilgewandtheit vei*-
Hrtete Planucies reichlich in einer ausgedehnten Korrespondenz; er hinter-
^BM Moe SanimluRg von 121 {meist zwischen 1292 und 1300 abge-
i) Briefen an Andronikos II, dessen Bruder Konstantin Porphyro-
5, Xikcphoros Chumnos, Johannes Phakra-ses.^) an seinen Kollegon
Gesandtschaft nach Venedig, den Waiseuvator Leon Bai'dales, und
Üge gwsÜicho und weltliche Würdenträger. Hier erscheint Planudes
'} timiti! «d. Htx Trea, M«xiini mo-
^ifci PUnadla «pialiilM S. 190 f.
^K>) Vu^MT die FkMpio PkakruM s. 4i«
AuKKAbo der Krinfo des Plnnudon von M. Txvm
S. 197 f.
BysantLoiMhe Litt«raturgM<:biehte. I- ProMiscbe LitUrfttor.
uIb Stilißt wie aU Menüch von der besten Soit«; tuancliu Bn«fc oathaltM
auch iutcrcHSftnto Atifitch1Ufi»c Über nein Leben, seinen wisKenschaniicher
Eifer und »eimi Stiiiüfii. EiuIHcIi gehüren ihm Scholien zw Tlieokrit und
Hermagenes, eine auf filteren Quellen bcrulicnde Biographie dos Aei>i>p
und ctuft Pro»abearbeitung der äfiopi»c)ien Fabeln, ein metritrclics
Enkomion auf (-1. Holeinaeo» und sonstige Gedichte in verschiedenen
Yersinutien. Man lindet untt^r ihnon einen Kanon auf den hl, riemelrioii,
mehrere Stichera (orr^t,?») und im friodhclicn Verein mit ihnen einen Kanon
tlber UrindiugnoHe. Interessant i»t wegen der Seltenheit der Gattung und Ar»
Versmasses in der byzantinischen Litleratur ein aus 270 Ilexanieterii
beHtehende» Idyll; den Inhalt bildet ein Dialog zn-ischeu de» zwei Lanii-
leuten KIcodemoit nnd Thamyras, von denen der erstere seinem Freunde
die unliebsame Verwnndulung eines von einem figir'ptischen Zauberer g(-
kauften Ochsen in eine Maus erzählt. Hanudcs vereinigte — ein aeltener
Fall — mit philologisch-grammatischen Kenntnissen aach mathematische.
Wir kennen ihn auf dickem Gebiete durch ein fflr die Geschichte der
Mathematik nicht unwichtige« Rechenbuch: fjjtfiufoQi'H xai' 'Irior^ ij
kiyo}n'ri, ft*ytii.i^. Von E'lanudes sLammen auch Scholien zu den iw«
ersten ßUchem der Arithmetik des r>iophantos. Dazu kommen alletW
Kleinigkeiten wie die in manchen Handschriften als LtkkenbQsticr stebes-
dcn antistoichi^chen Spielereien u. a. Ober die tlieologtecbta
Schriften dos Planude** ». S. 99.
2. Die rein koinpilatorischen Arbeiten des Planudes orSffbet tiof
Exzerpten Sammlung historisch-geographischen Inhal t.s, Ii'io;»p.'
fxXtyfTaa tinö äittfÖQmv fii(ti.io>i; ein Werk, das in der libeHiefortcn li^,
st< wonig Ordnung imd Plan verrät. Violleicht beabsichtigte aber
nudo» auf Grund des hier gesammelten Materials ein ähnliches iSit
Werk auszuarbeiten, wie es uns in den 'Ynoftvi^fiietiaiioi des Theodo
Metüchitea vorliegt. In diesen ftti die Textkritik beachtcnttwcrten
Zügen sind vertreten j'laton, Aristoteles. Strabon, Pausanias, Dio
(bzw. .spätere Auüächrcibcr dentselben), SynosioH, Dion Chrysustomos, Jo)u
Lydos und die Chronik des Manasseü. Daran reiht steh seine Sammli
von Epigrammen: 'Arif^oXoyia diaif'Vf}mv ^my^aiiftättuv. Endlich ver
staltete er eine Sammlung byzantinischer Sprichwflrtor: Uap-ftk
ii-Umdfig (ivXXtftTaui nafiii loü Onq^ontriov xvgor Ma^tftitv ro? llXa>oii\
Vgl. den Paragraphen .Sprichwörter" im Abschnitte . Vnlgftrgriechi»clic
Litteratur". Auch gehört hieher ein Verzeichnis oder vielmehr eine Bc-,
daktion der Schriften des Plutarch.
3. Die Übersetüungen des Planudes kOnnen nicht als Muster
Treue und stilistischer Gewandtheit gelten; aber man darf nicht ver
das» wortgetreue und dem gesamten Kolorit des Originales nachatrel
Übertragungen im Mittelalter überhaupt unbekannt waren. Auch mn
2ur Entschuldigung für manche Versehen beachtet werden, daiut Piano
bei der Vernachlässigung lateinischer Studien in Byzanz hier vaiig
Autodidakt arbeitete. Die Schriften, dio er übertrug, gehören zur Li«
lingalektüre des Mittelalters und spielen daher auch in der sonstigen
8et2ungslittt>ratur eine grosse Itolle. In den ersten Zeiten des Humanis
■wiaseasobkft. A. PbiloL Polyhialoren n. 8cboUaat«a. (§ 298) $45
lie ObersetKungen des Planudes vielfach ala Lehr- und Übungs-
i griechischen Unterrichte; ro erklärt sich die fast untlbersehbare
ir Handachriften. Die wichtigsten Stücke sind: Die Spnich-
ig des iltüren Cato. Ovids Mctainorphoseu und Hcroiden (in
iceros Soinnium Scipionis mit dem Kommontur dus Macrobius;
Bellum GalLicuin: des Bo^thiua Werk De consolatione philo-
irobet die in das Werk eingestreuten metrittchen Stücke in gleichen
wiedergegeben sind; die kleine (iranimatik (ars minor) dos
les Augustinus Buch l)e ti'initate. Bei einigen StUcken ist
zweifelhaft; so streitet »ich um die Übersetzung eines
atorik Ad Ik-reniiium Thcudoroä Gaze» mit PlanuduB,
iflf^aben and Hilfsmittel:
rammiitik iinil Sfntnx od. U Bnchmuna. AneciloU Orneca 2(1828)1—166.
[!•• grammntiiwbpi" Stück od. V't. Boissonailo. Ali. gr. 1 (1829) 408 f. — Vgl.
1. Opimcul», vol. 1 (1866) 291 -399.
Brgleichung dca Wint*>r!i und Krüliliiig": I''d. Ft. Boissoniide. An.gr.
}— 8S9. — Ohne Kenntnis dieser Aiiagabo ed. Max Treu, (jymnnaialprogriunm,
riaf«: TwlweUe vod E. Pioootomini, Estratti inediU du cadid grnci, Fija
-89; vgl. die Vorrede S. 43 ff. - Sechs Briefe ad M J. Opdeon. ».1. '.<J. 4
-187. ~ Gin SKIclc ed. aas eiBem die ganxe^aiutnliing eiitlinltenili-n Cixlex Atliouti
OS, Jtiii«- 2 (I8ts5— 8B) 62 -ft4. — VoUataiiJig eii. M. Truii. 5 Protttamuio
driobagymnasiums. Breslau 18S6 -1890 (nueli nia scildtliiiiligos Biicli, BTeelan
nnam trefnichcn. für di« Konnlnii de* l'lnnudcs und seinor persönlichen Bc-
[madlegeoden Kummen tar.
itIloHen lu H« IUI u genes ed. Cht. Walx. llhctor«ii tirnoci 5 (IäH3)212— I>T6.
i, Oerlier, ^nae in i-MinmeutiiriiH a tirtgürio Curintliiü in Hermogonem scriptis
. eommpnlnrinmm restigia donrefaendi (lUiwint. DiM. Kiel l!5S)] K. '2 IT., und
Is riMtoriciiti opitome ed. Jo. Gra«ven. Berlin 18m S, XI Anin. 2. — Zur Biu-
11 Aaaonund dou l'nbeln h. den S.Lebon de« Aesop'im Abschnitte .VulgArgr, Litt.*
«nan ttaer l'tindiagnoRc cd. J, L, Ideler. Phyaici et modtei grnoei minores
18—882. Dazu Ha Kollation de* Cod. Paris, snppl. gr. 636 von Robert Furhs,
I. 49 {VaH] 535—53». - Binitclno Gedichts desPlanudea beijo, liiart«,
1. Matrit. Codices gr. maa, Madrid 1769 8. 26» (Lob des riulemncasj ; HoiMao-
»cdula ^«ea 8 (1831| <Gl-4e4; Max Treu n. n. 0 S. 204; 220 ff.; 267 ff.
her di« Srnmening der Kiicbe des lil. Andrmui ed. Uu Cangc nach dem Zu-
'arig. II S5 f. — Zonara« ed. DJudorf vul. 6, 41 IT. Emendation^n dotu von
I Komnvator tu Nikenhotos Gregoras .S. 11S4 f, «li. Bonn. — Bas Idyll:
«U am Stock &. Cj-rillo, Codd. Gtacci inss R. bibi, Botbünicae II 14ä-i:>5.
UM Oadicbt cd. pr. C. K. v. IloUingcr, Ein Idyll des Maximus PlanadM.
d. Sattm. Gymnasien 44 fl»93) 365—419. ~ Bellritgo zur Krklfimng und mm
in Ed.Katlz. Neue philul. ttundsoliau 1893 8. 33B-340. und .VInx Scbnoider,
1. WoclieoacLr. 14 (I«94) 615-621.
.ecbenbuch: Ed. C, J. Gerhardt. Halle 1865. Das Rechenkieh des M. PI.
wiaatzt von H, Wuschlte. Halle 18T9. Vgl. C- 3. Gerhardt. Ueber das
l dea Moximus PIsnudee. Monatsbcr. Cerl. At. 1807 8.38-40. — Unritx
i^arlaainigen über (icscbichte der Mathematik I* (181)4) 475 ff. — Paul Tnnnery,
I anbca dana los m^ grec^, Hcnio arch^obg. III. Serie T (18S6) 355—360. -.
m DiophantOH iu: Diophnnli Alaxundrini rnrum nrithmeticarum libri sex,
imi duu udiecta liubcnt scUolia Mnxinii I'lnnudii, od. U. Xj-limilor, Buaileoo
in lateinincber Uebenselxungl. — i)r-n grieohischen Text diesur scholien ed. Panl
Diopbiuti Alexaudrini opera umuia 2 (Leipzig I8!)5| 125—255. Vgl. aeina Pro-
i. XIV 8.. und U. Treu. Maximi I'lan>idia episti^ae S. 227.
FleiehklanfiscberEe des PI »indes, die öfter gedruckt worden aind, cd. lulelit
t. Tran. Antistotchien. H. Z. 5 (I89G) 337 f.
amnalans^abe der theologischen Sclirirten mit der Vergleichang des
gd PtftblJBg*. vinifen Gediclilcn und Briafen: Migne, Patrol. gr. 147, 967
• r biitoTisohenExioTPlenaamiiiluiig; E. Pienulnmini, Riviata di tHologln
01-117: 149-163. U. haupt, Ucrmes 14 (IS79) 36 ff.; 291 ff.; 431 IT.. J.
I dar Htm, AUmownliHPKhtli II. I. ^Wi. 2. aiiD, 84
ByuaUniaelie littAr&tnrgescbloht«. I. Prosaiseb« Lltt<mtcir.
Uelber, Zn den nnß«l>]icti ans [>io Cu«in* stanuiMiideD ptaimilri.iolicD Kxuntwi,
f. il. bafsr. GjrmniwiAlscliulviuien 23 {ISST) 99 — 102. Dun dio LiliBjattir m doa m
Antoron dar Snmmlung. Iicsontlirni tu Strabon, Dio Casaius und Jakannea von AatiocUi.
Etnen IjuelloniijK'hwdis gibt U. Crustus, De Constantino Haauw Pluinda« auctore, PU»
logiia 46 {16S&) S3I. M
10. Zur Anthologi« Tgl. itm % .Anthologi«' im AbschsfU« .PrafaapvMiie'. H
IJ. SprichwGrtorsainRilung: 8. di» LitteratuT xuin S iSpncbwOrter' am Schklfl
der Abteilung .Vulg&rgriooluscb« Lilleratiit*. ^
i?. UeberaetiuDg«!!: Catoa ^ntenieo, Baaileao, I&&8: LiiitJuBi Batav. Iö9!
(mit dam lat. Text): CygDeae ICTi (lat. Text, riw erivchisohe nad «^n» d«uWebe Uebcr-
tragung) und Olter. — Ovid: P. Oridii Niwoniii Rintnmornh. übri XV Graec« vwh a M.
PI. od. Fr. Doisaonade, Paria 1822. Ilnroidcn: Kur KjiiRliil XX und XXI 1 — 18 td.
ron C. Dilthoy. Da CalUmaclil CydIppiiL. I.ipsiji« im» ». 167—162. Vgl. W. Stadt-
mund. Zu Maxiiaon TUnudoM und ÜvidiuB. I'bilulugui) M (18T4) 870 f. Alfr. Iiudaiaaa,
Da Uoruidum Ovidii codioe Planudeo, Diaa.. Berlin 1888 (= Bcrliaer Stadien VIII 2). —
Cic«ro-MacrobiuH m den Varia Graeca ed. Clir. Fr, Uattbael. lfo«(|iiBe Htl S. 91
bia 221 (mit oin«m SIDck der Uelietaetzung des Aiietor ad HenoDiom). Daan ad. PIl C. Htas,
M. T. CicflrnniB Catn maior etc. ex graecis interpratationibus. Halle 1S33 8. 71— S8, EÄ
F. Brüggomnnn. Coniti 1840, VeI. Teuffel, G*»ohiclit» der rtm. Lit. P (1890) SL S4I.
— Caaaar: Kd. Ant. BnamHtark, Frdbnrg IH-'M (in dtir Vvrrod« Vanoiebtiis darlhans
Auegabon). — Hoethius: Zuerst nur die metriacbcn Stfloko vo« Fr. W«bar. DanutaJt
1833. Due gaiixt^ Werk Dt- consoUticuo philoaopbiao ed. E. A. Ilütant, (ianiT* 1671
(ohne genQgond» diplonialiBctie Grundlage). — Ein relehea Venoicbniii der HaadsthriftcM
und KlIereD Druotte diMior UeberBelxungen gibt Fr. Weber in der Vorrede MineT An^aba.
— Dagegen isl die lateitiiaclio üeberaetenng dar Dialektik (D« differentlla tofids) Ata
Doethius, die von N<>u«ir«n auch dem rianudeB Kug(>tai)t wnrd«, in den meiaten Uaa anooriR,
im Cod. Yalic. 207 a, 14 gohl sie unter dom Namen dea Mflximoa Rölabetea. Bitr
bedarf nlio die Autorfrngn noch der nUioron Unletauchung. Tgl. M. Treu, Maxiini uumaAi
Planudia npistulae B. 202.
2. Biographie und Charaktorinlik: Fabricins, Bibl. gr. od. Harl. ll,S43läi
698. — E. Piccolomini in den Estratti inuditi, Pref. S. 43 IT. — Zur mi^triacban Labra
dea Pluiodea und xur Veratocbnik in aoinen eigenen Gedichtan: Fr. Kuhn, Svinbolaa ai
dootrinae "tgt Jij;c6nar bistorioin p«rlin«ntea, Breslauer pliilol. Abhiiudluagea VI S, Btaalan
1892 & 98 ff. - Job, DrSaeke. l)o«tbiatiu. ZoJtachr. f. wiMenaehcfU., Tlwologia Sl
(1B68J 101—104, und: Zu Maximus Planu de«. Zeitechr. T. wi^enechaftl. Tbeotogi» SStlSM)
480—490 (Über dio Briefe. DcberEel Hingen u. s. w.). — Hauptscbriften: Max Trau.
Zur Gusobiobfo der Geh erlief erung Ton Plutorchs Uoralia. Frogr. Waidenburg 1S77 .S, 14
bis 17, wo zum eratenmnle dio Chronologlo daa Planudes richtig gMtellt wird, und deaMibta
oben erwahnto Ausgabe der Biiefe des Plaoudes.
S. Ueberlieferung: Aufzülilung von Hbs bei Fabrieioa, Bibl. gr. ed. IlalL II,
682-f)03. - Ueber die IIss der Briefe b. die AuBgnbe von M. Treu S. III— VI, I&t-lSl
^ Eino b^Bondora wichtig», noch nicht geaUgend ausgebeutete ^unmolba, dia anaaar iM
Bfiofon melirere Kirchenlieder, Epigramme und die bisteriaebe Ftt r-rrt ttifmmlnwr aal-
hUlt. ist dor Cod. Vatic. Pal. 141 a. 14—15. Vgl. H. 8tev«naon. Codioea n» FaUU
graoei bibl. Vnt. Rom 1S85 S. 71 f., nnd M. Treu, a. a. 0. S. 186. 219-828. 267-«».
— Die llss der SchnlbDchor, Tomehmüch der UoberaetEUngen (unter diaaea wieder bt^
Bondors der des Ciito) sind xahllos wie der Snnd am Macro.
334. Manuel Moschopulos (Marovijk 6 Moax'>"'>vXo^), ein Neffe
aus dem IB. Briefe des PlaniideR, ans einem Gediclito des Maouel
und sonst bekannten Metropoliten von Kreta Nikophoro» Moscbopul
war Schüler und Freund des Maximoa Planudos und lobte demnach tu
Andronikos II Palaeologos (1282—1328). Seine Chronologie und mäut
pei-nOnlichen VerhaltniBse werden unter andemi durch »einen Brii-fw
genauer heHtimnit; er stand zwischen 1295 nnd 1316 im schnfUichua
kehr mit dem Lngotheten Konstantin Akropolitcs, dem Sohne
Historikers ücorgios Akropolitoe, mit dem Logothoten Thoodoros Met
chitea, mit seinem Onkel Nikeplioroö Moschopulos und mit Ki
Andronikos II I'alaeologos. Die Schriften des Manuel Mosclu^i
sind wie die seines Lehrers Maximoa Planudos fllr die Erkeontnui
"■"---
6. Alt«rtaiuwlMeiMc1i&rt. A. PhiloL Folybiatoren n. SdioliuUB. (g 224) 547
byzantinischen StudienweUe am Schlüsse den 13. und im Beginn des
14. iJKhrhiindßrt« vnn gröaster Wichtigkeit. Das hekanntost« unter dorn
Namen des Moschopulos übcrlieforte Werk sind dio 'EQOJDJ/tara rfnfi-
pttttnä. Sic gehen auf ciiio anonyme, aus zwei Büchern bestehende
*Eitn<tßT^ via yQaufimixr^i zurück, welche Moschopulos in die fllr die Schule
geeignet« Form von Frage und Antwort Hmarbpit^tp. Manch« Abschnitte
des Werkes wie das Kapitel //*eJ Tpo'.Twv sind in den Hand-sehnfteu »clb-
Idlndig Qberliefert und zum Teil auch gesondert hernuHgegcben ; &U An-
bsog der 'f^ti^/iara erscheint daa Bucli Ilt^t ax'^Mr, das auch zu-
mOea eoporat gedruckt wurde. Die 'BQmt-tiuxa erfreuten sich in der
traten Zeit dos Humanismus grosser Behebtheit und haben fUr die Köi-do-
niog der klassischen Studien nachhaltig gewirkt. Zu dieser Grammatik
kommt ein ebenfalls dem Zwecke des UnterrJclit-s dienendes Lexikon:
2pjU«jrt} ittt^mtav 'AtxixCtr. Dagegen trAgt A»a von Titze dem Mosohopulos
ngeechriebeDO metrixchü Kompendium den Namen dieses Verfassers
mit Unrecht Endlich hat sich Moschopulos auch auf dem Gebiete der
Klaitsikerinterpretation versucht. Wir haben von ihm Schollen zu
den ersten zwei Gesängen der Ilias, genauer gesagt eine Art Schüler-
prmparation d. h. eine wörtliche Paraphrase des Textes und eine eprach-
liche AoalyMC. die (auch heute noch in Gneclienland) tiogenannte vtx*'üloy(a.
Dunit verbinden sieb ähnliche Erläuterungen zu HeHiod, zu Pindars
Olympioniken, za Euriptdes, zu Theokrit, zum Ileroikos und den Eikones
du Philoatratos, ^nelleicht auch zu Aristophanes, endlich zu Byzan-
tfawrn wie Paulos Silentiarios und Niketas David Pnphlagou. tn
tieaeo Kommentaren '\ai Mo»chopulos im allgemeinen kurz und sachlich.
DcDBeecblusa bilden ein Traktat über dio magi»chou Quadrate, Briefe
m den Codd. Coisl. :)41, Marc. XI 15 u. a., Rätsel (in zahllosen Hand-
■dtriften) und noch manche unedierte Schritten, die in den Hnnd.schriften-
kutalogen häufig s« undeutlich bezeichnet werden, da«s eine Identifizierung
oder näher« Bestimmung ohne Autopsie nicht möglich ist.
1, "Ef wrif'^ttr«; Rd. prinmp»: Tov «oyii»äiov mal loyiaitutov tcvftov Mavoviji. lov
JIW«aor2«a> itot9*iS/n<ar Ifaiirj/iäinir. neßi TiQoaijiAiäv. S. I. et a., nbcr WAhrscIieiiilicIi
¥ifliifl K98 gedruckt mit den (Y^wii^/int« des Demvlrioa Chnlkonilyles). Dnnn ciit wieder-
Mt t. B. OramiBfllicai- iirliH Graociko methodus Mimuvle MoBi'bapulo nothore. Unsileite lö40.
Zs oCfleina Joann. Viislilt<r, — lf((ij 0/ (düf: LuU'liui' Iö45. Kx orUciim l{. ^(ephani, —
liBDeliB 31 osehciimli Cret. opu^cula graiuiuitticii od. Fr. NivoL Titzc, Lipsiae 1^32,
Mthlll d«n »retSB Teil der imiourj rin yfu/iuKrin^t und eitiigo kleJn«ro StQclce- Einen
AUeltnitt dieMT ^nirorui; edierle schon ü. H. Sclinefor mit (ir<i;;orinH Cnrintliius,
1811 8. 675—700, " VollsUndig: Anonj-mi lirjimiiiaticiin cpltomn, I.. I. «d. P.
htiiallf. Berolini 1ST7; L. II. pr. «d. P. Egcnolff, in dun Commctit. in honorem 0.
li, ArgentoraU ISBD S. 291-331. Vgl. S. N. J. Bloch. Uobi-r eine Stell« des
Miirlmiinliir lU« Ainamche der griodüsclian Diphtboiif;(> bctrofTuitl, Jubna Jahrb. 2(]S28)
Wl- 107. — D«u: O, Uhllgs Auagabe de» Diouyaiiii. Tluax, Prolug, 8. 41. und P. Egonolff,
Ufa ertfao«pischea StBcke dw bjiaut, Lil. S. 23 If. — L. Vulti, Zur Ucberliefurung der
r^chiachM Orsaraatik in bviADtiniacLer Zi>it. .lalins Jalirb. 139 (1^9) b~0—b9a. -
Berhmsnn, An. gr. 3, SM— 882, ediert« Exsprpto mm MoHchomilo», Thomas Magiater
L •.; BoiBSonad», An. gr. 1 (1839) 404 S., eine ungobllch von MoHchopulue stammeude
üthiin f/ffi Avifpitfurwc.
Auch ein klrincr Trnktat llhor dio 4 Dinl^kt« wird dum Maxchopulos EugetuiU z. B.
■ Cod. BoBon. Univ. 2(i^^ fol. 27— SM: Titol and Anfnng: Toi xiyoti MnrovijX ro('
Matrrvoriov nifi ngf 'läJoc iialimov, ^ Xf^'"' ""' ** '"ß'lVS- 'l^( dlinÜMtof Xiyttat ig
im rtairair fttc Dcnelbo TtüktAt Etcbl im Cod. Vindob. phil. 127 (Kowiol}.
2. JrAA*^ij irpfiätiar 'jlfiixMr ed. Franc Aiulitnua, Venot apud Atdum 1624;
8&'
U8
BriuitiniMhe LitUratargeBcbichte. L Proaskche LitUrstnr.
u-joili-rliolt Pana Ij'ii (mit dur 'Eirioy^ <Jes Tlioiiu« Magistw u. a.J. Dm ftwiMim T^l
dioaer iwri uUen Dtnt-ke uoUert L. Volti. 1), Z. 3 (18&3) 332.
S. Sclioli«n IQ HßTn«>T: Hnm^ri lluitis Über I. II. cum »olioUia M. MoaebMt «d,
Jo. 8eli*rpe(0(<l, Amstolndsmi ItO'i: wuidcHiolt Tmjccii 1719. — IloMer io il«B Seli«lii
in Ilomeri IlUdom od. Lud. B>rhmnnn. LipsJae IKSS-^ltiSB & 68B~74& (T(;p»l«^*
KaMvltfMiluir a('U(j'<Viiur Vx rr{ nn(>nifpn'ataii xi'(i'ii' .Vamt-^X i*v J/M/an orJtei- rar A*
itali^Aür lav '0;Ui;pop). Vgl. K. Sittl. äiUun^Bber. hnyei. Ak*(t. 186» S. STl. — Ew
MgontOmlicli« l'obcrarbeitung und yortsutzung d«i Paraphme d«8 MoMhofmlcs Mtk it
dem roD Tb«oduTus Gat«« guschricti^ueti Cod. I.aiir. 82, 1. T]i«od«res 0>ms kt ntl'
Itjcbl uicbt nur der Sclireiber, sondern Mob dor VerfaSMr. DJMe Ptra^bnae id «diftt
in dem Biiclio: 'i>fi';gov 'fluJc /4tiil naXuiäi rtitfaif^il«»io( H Uto/tifoe r«« ^oMpov (k{f
ruf rrfiuiov tihoit iMiStiar,ii (lo). a npooridiiRi ■ai Batfaj(Ofivofiaj[ia oi'-r tj iJCf bsh-
ffnioii MiSoiiivi; tö iteviitiof anpa Afxa^fiaf 9i;a^<uc lar /k ri;« KVnpov . tr ♦iE»-
^(rir^ i* ri;; riino;'p«9(n; yixolaov Kii^pkrj. tiann (lall). NUicrc UittcilancMi Uwr dm
und nndoru rnruiiliruaun des Uumui und ihr VNhulUiiBXurpBi'aplirM« dm l'Ne1loa(>.5.M)}
bei Ärtbur Ludwicb, Ärialftrelis BumeriBche TMtkritik 2 (1885) «3-552_
Muscbupuli in BAtracliumyomacbiam uoiiitu«-ut&rii pan L II. Ed. A. Lud«i«k,
Ind. I«ct. fll/ diia SommeraemMter 1890 and das WiiiUnemeitor IS91— 92. KSn^sbarf IM
lg9I (d«r Ausgabe liegt ein Cod. Valic. Ottobonianna and ein Cod. Ambraiu« H
(jrnado).
Sebolisn XU Hesiod in dor Aungab« von (iainford; ml'indar in d«r Auagab* na
Ä. Boeckh, wumit ku vergleiobcn K. Lohra, Die Pindanebolico. Lcipxig 1873 S. TS— TS.
Soboliuu lu Thnokrit in dt-uAuagAbiui von (iiüHrord und Du«l>n«ri vgl. Bacalia
Gra«c. roliquiae ed. L. Abrena 2 [1S59| Proleg, S. 4a ff. — Ueber d«n vcrmatlicben ioUQ
des Mosobnputos an 8cl]oIii.'a lu Aiiatüi>haace vgl. K. Zauber, Die Ha» uad ClMWa
der Ariatoplisnessrliolieii, JuLua Jukrb. Supjil. IG (1888) hi^ fT. ~~ U»ber di« SdallM
m Fbilastistoa vgl. Pbilostratos od. C. V. Kayaer, ed. mnior (4". 1S44) Proscaitai
nd ImaRinDs p. VI. nnn. II. - Scbotien (Tochnologio) tu des PhuIq« Stlentiarioalk-
diolil auf dio pvthiarben Tbcrmon und tu Gndicbten des Nikptni Darid 1. B. in C*A.
Vindob. thüol. 21)3 (Nessel) fol. 79'— lü.S''; I-'bS'- 156; Tgl. don KaUlos voB T
Liber V S. S20 IT.
4. Traktat Ober die magischen Quadrat«: Ed. S. OOnther, VeraiMbU tin
aucbunuL-D zur Üeaobichte der mal liemati neben Wisse n Mb nften, Leipii^ 1)^6 S. IK— !
Daxu Luieudatjonen von A.Kberbsrd, Tlermea 11 [Ih76) 434~44S. — Vfrbeaaerttr 1
mit frauiSe. Uobereetpmg von P, Tannery, Annunire de lagaoc, 20 (1886) 88 — 118*
jodocli die Boitinge EbnrhiudB llbersnlien smd. — Vgl. Psul Tnnnerj. SUnoal Uiikk>-
puloa et NirnloE Ilbabdas, Bulletin des scicnc^B matb^matiiHiea I. Ij, 1 (IVria Ifl84) {
und desselben Noticee sur tcs deux lettres aiitbmdtjquea ue Nicolna ßhabdaa,
t. S2. 1 (1886) 130 ir.: auch M. Canlur. Vorleeangen Ober OMohichte der
I> (1694) 4H0f.. und S. tiOutbur. Handbuch dtr Uass. AUetiamswits. T 1 2. AbI & i
5. Ein kleiuea janibiäcbea tiedicbt de« MoRchopuloa ed. B. Uiller,
d« l'aasoc. ^(1^74)2.^1 f, - Zu den Rstseln s. C. Diltbev. Symbola* critiou i
logiam graecam ex übria manu scriptia petitae. Ind. lect. iDr das 8omineraeitMaMr1
GOttingein 1)^91 @. 16 f.
n. Am Schlui<8e des Cod. Bodl. Bnrocc. ISO a. 15 und im Cod. Bodl. Miifell.
99 a. 14 fol. 96'— 'J8 stcbl ein llrief den Manuel MoNcbofuloi an d*n Kai*«',
dessen Titel und Anfang lauten; Tai'- JovXw t^t n^itiMÜt xai vyiaf ßtiaiX*ia( <rev ilnni^
toC Mo«'i<iiiovXov, rar iirttiiioO lOii j^fij/Aalianylot K^ijltie. "^yiii, aimitatt jfmMmr »1
iH'iJriaStaiaic nai xiiiiri^ixianiii, j^;'iii i!i laiia n^yflaia i-atf (er ^lLi«p /rti 0*1 Iffi-
nofin. Eine V'erÜffL'nllicbnug dieser Sehrift. von der sonst nichts tu verUnlcu ariMiaU
»der wonigslens Mitteilungen nber ihren lohalt und eine tJDtereuchunK ihrer BAlhiM
w&ren erwDuHcht. Ueber andeco llsa von Briefen des Uoechopnlo« a. S. &47.
7. Hilfsmittel: Wenig nützen jetit die Prelagonuna ia Titzes AnaKaU d»
Moaohopitio" und Fr. Ritsch U Bearbeitung des Thomaa Magiater S. LH ff. — Uafcer da*
Wirkung des Mosdiopulos nuf die Humauistun a. Karl Hartfeldflr, Pbilipp UeUaeUink
ilerlin 1»»U .S. 2.35. und L Veltn, Juliu» Jalub. 13» (I889)ST9~S99 {Verkftlüib deeHM-
cho|mlos üu di-u KroleniHtn dpa Cbryauloras. Chatkondyles u. a. w,}. - lieber mm M*
dem Besitxe de« MuBcbaputos stammende und mit seinem Namen veraeheae lliMhaadschiifl
8. J. Nioole, Ua scoliee Geoevoisea de l'Uiade, Paria 1891 S. .XIX f. - Du VailiiMJ
die Iltugrapbie des Moschepulos. über dossen LebenReit nod PeraoD frlÜi«r die '
worrenatou Xnaicblrn hnrmehtrn, in den HanptxQgon tSIIü ■chergoatellt an babeR.
bohrt Max Treu. Maximi monacbi Plnnudia •pistülao S. 208— 21S.
32Ö. Thomas Hagistros i&a>fiäg i /lö/tffipo;), in Uanducliriften oi
Ausgaben liüulijf uucb nach seiiietu Klostcrtuitu«» Thcudulos monnckf
genannt, «rirkte anter Andi-oniko» n (1282—1X28) als Schriftstoller und
l«rator des KAi»?«r?. Er gchfirt in den Iitterarinrlien Kreis des Moscho-
«ilos, Theodoros Motochitu» und Nikeplioros Grcgnras; von deni letzteren
leedtzen wir auch einen Brief an Thomas. Einer noch unediertcn Schrift
nfolge »cheint er längere Zeit in Tlic-sdnlonike jrolebt üu haben (Mitteilung
•an M, Trou). Den wichtigsten Teil seines NaehksHes büilen philologiHcho
Ichaleohriften, die sich in lexikalieche Arbeiten, Schollen und rheto-
Uche ÜbungsstQclcc scheiden.
1. l>aa Hauptwerk, durch welches der Name des Thomae vorrdg-
ich bekannt geblieben ist, führt den Titol: 'ExXayij (auch ixXuy(ü) livo-
intMi- x«i ^i,;ifrrwi- 'Jrrtxiiör. Es ist eine nur im ersten Buchstaben
Jphabetioch geordnete Sammlung von Wßrtem und Ausdrücken, die den
IchQlern die Kunst griechisch zu schreiben, erleichtern sollen. Bei aller
Exilitfit ist die Sammlung durch den Heichtum ihrer Zeugnisse nicht ohne
Verl, Als Quellen benützte Thomas, wie es scheint, den Phrynichos,
Immonios, Herodianos, MocHs und die von Bat-hmann edierte ^waytoy^
i^ttuv xe',0'/'o*>'. nach Ritschl auch des Moschopuios SvXkoyr^ und seine
Idirifl n*el (ixtiüv, Zu den Exzei*pten ans älteren WArterbUohern fllgte
Innias reichliche Notizen aus seiner eigenen Lekltlre; dieselbe nmfassto
«mehmlich Ilerodot. Tlnikydides, Aristidos und die Briefe des Synosio»;
reuiger gründlich verwertete vr för seinen Zweck den Philostrat und den
lomor; einzelnes endlich entnahm er dem Piaton. Demnsthenes, Lukian und
lÜMUiios. Die meisten Autoren zitiert natürlich auch er aus zweiter oder
Iritter Hand.
2. Scheuen zu Aeschylos, Sophokles, Euripidos. zu 3 Komödien dee
Lriitophancs und zu Briefen des Synesios. Dagegen werden Pindarscholion,
reiche in zwei Handschriften den Namon des Thomas an der Spitze tragen,
mi Lehns wohl mit Kecht dem Triklinios zugcuprochen.
8. Reden und Briefe, teil» blosse Übungsstücke über fingierte
Flicinen, teils auf einen wirklichen Anluss der Zeitgeschichte verfaast. Ein
«it Polemen beliebtes Thema behandeln die zwei Meleten t> xov Kvvai-
•t/^v narrte E/iyop/nr und 'O toT< KnXXifiäxoi' ntm]q Hoi-^iin^x"?' In der
tchlacht bei Marathon fallen die zwei Helden Kalltinncho» und Kynaigeiro«;
Mch dem t)es*t7e mll^sen die VÄter der Gefallenen diesen eine Linchen-
T^ halten; nun entsteht zwischen den beiden Vätern Poleniarchos und
Bophnrinn ein Streit, wem zuerst zu reden gebühre: ein recht charak-
aiiitiacher Vorwurf fllr jene leere Schulberedsamkeit. wie sie bei den Griechen
mi der Sophistenzeit bis ins späteste Mittelalter hinein mit zäher Gleich-
Dnnigkeit gepflegl wurde. Einen freieren Charakter trügt die im Tone
leii Ltokratti» gehaitone Studie über die Pflichten des Königs (^o/oc
r*^ ßamXtiai) nut ihrem Seiteni^tüok über die Pflichten der Ünter-
haneti {nr«^ ;TOjlir»rR£). Ein Uiftaßivcixiii rrpn$ titv ßnOiXia 'Avi(iävixt>v
nr IfnlaioXÖYov enthält eine Verteidigung des byzantinischen Feldherrn
handri.'noi^. Die bei einem Einfall der Kat^alanen und Türken in Thessa-
ea and Makedonien verübten Greuel, deren auch in der eben erwähnten
Itdo gedacht i«t, schildert ein Brief an den Philosophen Joseph: T^
550
Bysantiitwobe Littentiirg«m«hiclil«. I. ProsAiaoh« Littonlnr.
.ifiitp yiyfii^fititoy. Der AdreAsat ist deraelhe, an den auch viele
d06 NikcplioroK Cliiimiios gerichtet sind. Endlich finden wir Gratulatioiio*
r«d«i) an den Fcldlicrrn Angoloi« und an den GrOi(slogotliol«n Thoodoro«
Metocbites, eine Rede an den PtUriarcheu Kiphon und i.<inen Piinvgyrikus
auf den König von Cypei-n. Duzu komme» noch unodiurte StQcku wio:
Etf tov äyiov 'Iwäri-ijV töv ßaTtxictr^r ^/xw/jMr, Tn*p 'Olvr&lw, 'Avänlot%,
ein Brief &tacaXoiixit<oi nt^ Aßovoi'ai, ein Ilfoa^vT^fJia «4p /le/njlf»
(itatixif 11, A.
1, 'F.xXoyiy. VA. Dt. Znch. Knlliorgi. KamM 1517. — YA. u Pariit 1532
Kd. N. llUnPnrd. V
Xichnol VnnciMinnus. - Kd. N. Illnncnrd. Knuiequ«Tii« (Fraookar in il«a NiadcrUndi
1800. WiiMJerlioK mit Noten vuii L. lius. FranuquMno 1698. ~~ Ex dispMibiMO Nie. fUta
eardi oto. cullogit purtim digc«Biti|ue Juhannca Slnpli. UernArd, Lugdiuii Bat. 17^7.^
Ed. J. G. 8. Scliwnbu, Ältunburt; I7T8, — Tliouiao Magistri uv« Thaodnli mooacb
ecloga vocum Ätticarum ux mt. Frid, ßilscli«lti. Balis 1S33; b«dentendst« Jugend
arboit Ritschla; atiafll lirlich» Piütegoraon« und lndic«s: S. XIV ff. kritiacli* D«b«nieU im
älteren AuRgnbon nnd E^LU^iiiiltcl. — Ed, C. .lacoliiti, Lripzig 1883 (nit An Btmf
Itungcn der frnlioron Ki)reii8|;ebei). — Sonstig« gTRüinrntischa Kx^crpU bei L. Bacbtni
Anocd. Ctaee. 2, 3.'.l-3S3; vgl, Ititsdils Ausgnbo dor 'EnXorV S. C.t.KXIX ff. - l'i
(ti« (Juellon der Eklogc Tgl. Arthur Kopp, Do Ammaoii, Kranii, «liorum diaUne!'
B;,*uunyiuicia i>iu-umquo couimani ftiiitc, Dise.. Kbnigsberg 1888 6. Iii5— lOtJ.
2. 7m Abb Sc holioQ: ü. Schneider, Du v«tcnim in AristophaiMiD wboliuntm f»»
tiliue. SuiidiiLO 1838 6. 12217. — K. L«Iitb, Die Pindarseholi«!). heiväm 1878 S U7-99,
— W. Dindorf. Pliilologua 2Ü (1«63) & ff. — M. Sclimidt. .Süinng^w. Wien. Ak. 21
(1S5G) 278-286 (iiiibL'deulonde Uilteflungen aus Wiener IIantlH(-)iTifl«n). — Kin sf>»i.i
1'nil drr ThonisuutriktiniHDiaclicn ScliotJen lU AriatophaneB wurdn KUin orotoninBl, von iea
nltc>n Kahoticii gesondert, anf (IrUDd der beaton [Iss lioraxisgogcbrn von K. Zaohcr. Lii«
HiiH und Classen der .VristopIinnosecWlien. Jahne Juli rii. Suppl, lij U!s>!K) 6U3— 644. 7jLclitr
mnclit oucli dc>n Versuch, das Eigentum des Tlionioa und Trikliniun tu aondorn, vuhri tt
zu ancicrcn KrgebniBsrii gelangt als Lrhrs iu aeinem oben genannten Uoche. Aurh iJi*
ächoliuQ XU l'indnr und den Tragikern wordon von Z. l-erMckBii'htigt. — Die rein Thnto»-
uiaehen, von Triklinios nocli ntoht überarbeiteten SoIk-Lvu eu AtiBtof>luui«a Plutiu nnil
ßaiiae cd. aus einigen itiilii-niecbou Hm, angeregt duicb das Buch von Zacher, C. 0. Zn-
retli, Scolii al Pliifu id alle Hane d'Arislorsne, Turin M*W. — Vgl. endtidi die hriti*^«B
AugaboD der hetreffeoden Klaseiker,
3. Btden und Briefe; Griochisch nnd lateinisch cd. L. Norrmann, Upoala I69S,
folnnde Stocke; Rede auf Gregor von Nn/ianx. Kede an den GrowatratoiMdaiclK«! Anf»l(n,
Beaa an den (>ro^!ogot holen Motochites. Kede an dun PatriardiMi Niplion, Bede auf i'a
KCnig ven C,vpem. Giiofe an den GrussIo^oÜH-tcii. an den rer timitiXitv Trikanas, an N'it.i-
fhoioa GregüriiB und einen Brief des Nikepliorus Greguras. — Die twei Reden Ober <lii
fliehten des Küuigs und der linterthaneii bei A. Mai. Scriplonim veteruui nova fellrctio
tom, III (Ramae 1828) pars NI 145-201, — Vorgleieh dieser zwei Reden mit dem Ver-
bilde laokrates von 0, Kyriakides. Au,u<it e liäyiiitfioi xiä 'laorfätrie, Dim.. EHugM
mos (methodinch verfehlt« Arbeil: vgl. B. Z. ^, 2121. ~ Die übrigen Stocke Wi fr Bei
BOnade. An. gr. 2 (1830) 188— SC8, ~ FranxDsieolie Ceberee>txnng der Deklamation Ki'
machos und KynSgiros von E. Uroussard, Annuaiie de l'aasoo. 18 (t88i) 142— IM.
Gaaamtauscube dor Reden und Briefe: Migne, Patr. gr. 145, 213—546 {oMh
Texten Tun Nurrinunn. Mai und Buisaauada),
4. Zur BiD):raphie: Fabriciua, Bibl. gr. ed. Uarl. 6. 181—190. und die
moDa von Kitschi.
5. Ueberiieferung: Doissonade bcnOtzto die Codd. Paris, gr. 3G29 und
AuMordeRi iat fUr die rhetorischen Sachen boeandora wichtig dar Samnieloodcx V.
Pal. 374 B. 14 fol. 87—206.
826. Theodoros Metochitea (©««Joipos « Mnoxit'ii), einer der
deutündfiten Polyhistoren der Ictztim .Jahrhunderte von Byzanz, Sohn
durch »eine lebhafte Teilnahme an den Union&kfimpfen bekannteo Qeorgifl
Metochitea (s. S. ÖS). lebte unter Andronikos 11 Palaeologos (1282— IS
dem er vom Jahre 1290 bis an sein Lebensonde als treuer Dicnw
Berater zur Seite stand. Nach einer reichen Tliätigkeit im staatlic
Leben zog er sich, nachdem er infolge dor Absetzung Andronikos" U (133
I
i«9
lerRwurdige, «üiFührricItd VhäfftKterisBlt "der UTStTön^ffesTiöcfi^
D I^hrers; zu tadeln sei an ihm nur das eine, dass er sich keinen
zum Vorbilde genommpn, sondern ganz seine eigenen Wogo g©-
biobci A)>cr iu sttlnnischcn Schwall verfallvu sei. In ähnlicher
preisen ihn auch aiidoru Byzantiner z. B. Thoman Magister nU
der Wissenschaften. In der That überragt die Gelehrsamkeit de»
iros Hetochites das gewöhnliche Mass seiner Zeit, wenn er auch
dcD grossen Polyhistoren wie Photios und Psollos surUckstehon
Der Umfang seiner KenntniHse ist aber um ho mehr zu hewundorn,
vrio Gregoras erzählt, den ganzen Tag Über uiit Hof beschäftigt
i<] sich nur des Nachta seinen Studien widmen konnte. Von der
:hot«n litterarischen Thätigkeit des Theodoros, die Gregoraa
I. erwähnt, kennen wir bia jetzt nur wenige I'roben; manche» mag
oder noch in den Bibliotheken verborgen sein.
. Als Hauptwerk dea Theodoros erscheint nach dem gegenwärtigen
itAnd« eine grosse Miszellensammlung, horaut>gegeben und zitiert
^«m nicht hinlänglich gesicherten (wahrscheinlicli von einem Kopisten
Ircoden) Titel: 'ynofiyt^pattafiol xal aii/itiuiati^ ytouix»/ (latoi-
igewUhnlich zitiert al«: MiöCL-lUiDL-a philoKophica et histoiita), Dhs
I gewissermasacn ein prosaischer Pendant zu den C'hiliaden des
B, unifasst 120 grössere und kleinere Essays über die verschiedensten
« der PhiloHophie, der Gcitchichte und der alten Littcratur. Einige
vben mögvn den Charakter dieser vermischten Aufsätze deutlich
1. Aus dem Gebiet« der Leben äwuish ei t und Philosophie
wir Artikel Über da.1 ironisch« Element hei den alten Philosophon,
DTB bei Sokratos und Piaton; über das polemische Verhalten aller
ipbon gegen ihre Vorgllngci'; Über den Satz, doss keines Menschen
leidloe verlaufe; Über dio auffallende Thatsaclic, dass manche Men-
fttets glQcklich, andere stets unglücklich i^ind (eine äyaaxivi' des
) Themas); Ober die Wechselfillie des Schicksals mit besouderer Bc-
^ auf seine eigenen Erlebnisse: Über die Gewohnheit der Muusehan,
552
JjrunUnlBche LittcratDrgMMhicbta. L Proiuacb« ul
sichtigt; SO be«pricbt der Vcrfusäei- die Frage, ob es besser sei, in der
Wolt zu leben oder im Kloster; ob Avr Khi-^tttiid finvin tiigendbafl«n
Leben förderlich sei. liiizu kommen philosophisciii.' Betracht ungou Qlier
politische Fragen, wie über das demokratiache, oristokratinclie und
monurdtiiM^lio Prinzip, Ober die Kotwendigkcit einer gut«» F'iuanzvcTwal-
tung; selbst ästbetiücbe Tliemon, wie Godaaken flbiT die SchDnhi'it ilus
Meer««. In das Gebiet der Geschichte gehören die Abhandlungen ilber
den Staat der Athener und Lakedämonier: über Epaminondas und Pelopidas:
Ober KjTcne und Karthago; über das allmähliche Wachstum Ae» rSini^hon
Staates. Auch vernehmen vir. wie in fto vielen anderen Schriften diem-
Zeit, elegische Klagen Ober den unaufbalteamcn Niedergang ies
Byznntinerreiches. DerLitteraturgeschichte widmet Theodor Artikel
über Aristoteles, ge);en den er polemisiert, über Piaton, Xenophon, JoKph,
Philon, Dien ('hrj'twtttomos, Plutarch, auch allgemeinere Darlegung«» wie
eine Studie Über die Gleichgültigkeit der griechischen Philosophen gegtv
die Politik. I>io Quollen de« Motochitcs «ind, was bei einom Byzantiner
(lieber Zeit ziemlich selbstverständlich ist, nur griechische Werke. Er
zitiert Über 70 Autoren und swar oft in einer Form, die von der sourt
Qberliererten Le»img abweicht; doch ist er fUr die Textkritik nur mit
gr&8!tter Vorsicht zu verwenden, da er seine Vorlagen häufig absichtlich
Ü&dert. Sein HauptgewShrsmunn ist Synesios.
2. Von 18 umfangreichen rhetorischen Stücken sind leider nur
der NnuKt'x und t/^fa^ivimöf nebst dem Prodmion einer Ooldlmlie ver-
öffentlicht. DasH kommen noch Epitaphien und Kcden religi»f«pri iinii
moruUschen Inhalt«. Zu den bouten Arbeiten des Metochit«s guhQrt ein
Nekrolog auf den Philosophen Joseph, dessen Veröffentlichung M. Trou
vorbereitet.
3. Die philosophischen und astronomischen Schriften Theo-
dors sind noch nicht gentlgend bekannt und gewürdigt. Das Hnuptirerk
ist wohl diß Sammlung paraphra»ti»oher Kommentare zu det; AriRtotet««
niQi fiv^firfi uai äraftvjjviwi, i/tf^ vnvov xal <^}'^',70pi7f««(, //«p^ ivvnrit
//(()( trfi xait' vjtvov fiai-tu^i, üt^i ^tawr ttivijatioi;, //fpi ßQftxvßiiit^toi
Itnxpoliiotr^itaiy Ilffj't vtÖTr^xnf xtd Y>}Q<nt, thqi ftt)r*( xni ^fartitov u. a
Diese Sammhing von philosophischen liChrbUchern, die offenbar hob»
sehen gonoss, ist uns in einer durch die herrlichen Ornamente auch
geschichtlich wichtigen, im 15. Jahrhundert für einen Medici angefartii
Prachthandschrift, den Cod. Luur, 85, 4 erhallen: andere Codd.
Marc. gr. 23'J. Vatic Itegin. Suec. 118. In iUinlicher Weiw wi
Thuodoros für die Verbreitung astronomischer Kenntnisse; hioher
seine £toixtio>ci( frt) ir, äatqovofuitl fmai^ßf}, eine Einleitung aiid
Kommentar zu Ptolemaoos.
4. Ein achSnos Zeugnis der üborlogonun Bildung des Metnchil
liefern 20 hexametrische Dichtungen, deren Gewimtumfang (91B8Vi
einem »tatttichon Epos gleichkommt. Sie beziehen sich grxViwtteutcils
persönliche und zeitgenössische Verhältnisse. In den zwei ersten Gedicht«e
der Sammlung vorbindet Theodor Lobpreisungen Gottes und der Jungfim
J
6. Alt«rtaiB»riu«nBchart. aTTEiIoI. Pol^blatorvB n. SeboliaaUn, [g 22S) Rf,^
ari* mit Mitteilungen Ober dat Uandklostor (juoii; r^$ X''''Ci)- Bin
»dicht, das an »einen Schüler Xilcoplioro« Orogora» gortchtot ist. vr-
gt dnrcli Naclirichteit «los Vei'fasfiers über sein eigenes Leben unsere
älnahme. Seine eigene Person betreiFen ferner eine Reihe von Gedichten,
welchen er lllM*r seine schwierige Lage nnd über die Unbeständigkeit
IS meus'chlirhen üliloko« klagt. Hazn liominen Öelegenheitspoosien wie
fiitaphien auf ilic Gemahlin Iruite und den Sohn Michael dos Kaitter«
odronikos Palaeologos und auf den Kao«&r Johannes Palaeo-
gOH, Gedichte an Nikephoros Xanthopuloa, Theodoros Xantho-
lloa. an seinen Neffen den Protasekretis und auf Gregor, den «he-
iligen Ersbischof von Bulgarien, woh! dcnjielben. von welchem der Cod.
iria. Coisl. 192 fol. 2^ Verse auf dasOrnb eines Kappadokiers Aluxios
ithiÜt. In zwei Gedichten feiert Theodor Väter der griechischen Kirche,
iQ bl. Athanasios und die drei Hierarchen Hasilios den Grossen.
rngor von Nazians: und .lobanne» Chrysostomos. Für sich steht
Q Lehrgedicht Ober die inathcmatisdie und besonders die harmonische
»rm der I'bilottophie {fJto'i lov iia'}ijtaii»'it' tTiovi riji yiivffo^ini xoi
iitma w»^i lop äpinirmov). Dass Metochites statt des in Byzanz fast
leinherrsehenden politischen Verses ausschliesslich den Hexameter an-
udto, ist ebenso cltarakteristisch fllr seinen dorn Oewflhnlichen abge-
uidtcn litterarisehen Geschmack als flir den künstlichen Klassizismus der
iliologenzoit.
5. Endlich hat Theodor Briefe hinterlassen. Briefe an ihn haben
ir von Nikephoro« Gregoras, Thomas Magistros. Nikephoros Chumno«.
heodoros Hyi-takenos und Leon Bardales. Nicht genügend bezeugt ist
ne angebliche Kirehengeschichte des Metochites in zwei Bflchcrn und
D Buch lir^unii. Die von Meursius dem Metochites zugeteilt« Chronik
Et dem Michael Glykas; s. H. »81.
I. Auagnbf^n: Mimollnniiamnilung: iCunnt ciiunlnc Stllnko; Sjieoiminii oporum
ri Vc^orhita« i|uap iimoribunhir 'Yiaf4ris/iitini/joi xai at/fituöatit yrafiumi cd. JnniiB
Ueb, Uattniar 1*90. — l)ic KupiU-I flbur Kyronu und Knrlhui;» sind wiiadi-rliolt in:
npplcncnlum cdilivai« LipHli'iiHia Niculai Damtuwni cd. C. Urulli, l.jpniuu 1^11 S. UI lis
K. - Vi«T ÜHpitd Ol). Clir, Ci, Mfltl«r, AoU «eminMÜ Tet'ii ui Hucii-tatia pliilolo^irtii-
iftitmu, vol. 2. p«HicuU 2 (ISI8) 265-27«. — Drs Kapif«! Obur Ksrthugu mit Korn-
M>tir in: Amloiclis da twUtia Corthagbiensitun «tr. ed. Fr. U. Klug«. Vrutisl«viii«
814 S. Wi HCl. Da« Knpitel aber Dioa Chrysnutomim anch bei Dion ChrvaoHtonios cd.
»Diadorf 2(I8.S7I.'M7- 37^. — Rinxig» voUaUndigo AimKabn: Tbnoitari MntJichitac mis-
«BiMa *M. Chr. Ü. MDlIor-Th. Kiesalins. üpeinc IS'il. — Littorarliislorischu Notii
■J 4ie Schrift; 'f>ft niirttt. ndoi ir Alyi-ntiatrintitvStjant', Tpn/iiiipof ifi l/)-»*- jf^ajfxrt
«dl bei Higa«. Palr. itt. U-t. !i2!I-»m.
yiMMti-t, JFp«o,4rDii>n< uiid Chrv^ubullu ed. pr. (loider nicht tiiiiMiibfirt K. N.
Ulbaa. Nsa. IkfX. 1 (1872) 139— 19&. -l'ek-r die ClirvsubulK' s. K. K. i^achnriHo
r*a LiBgentbal, Sitiun|*ber. Derl. Ak. 1688 S. UIO. tgl. ;^. 488.
fliilffevphischo ond astronomiscfao Work«: Parapbrase la AHvIoIcIm nur in
Mm. Üahwaolillilg. Ba«iI«Mi lfi59; wied<iibott l-St^'J; niicb IlnvcnnH IfSH (nntdi Uundini,
iMabfu M^iemn ara«c. bibl. I.Hur. 3, 2hti). — Die Hstronom. .Srbriflrn *ind noch luiodiurt.
tvbn dar OrigJaaltMtl« gibt SatliAf. n. %. 0. ng6koyoi S. IQ (f. (o»').
Ejnan laleiniacbm ßri«f dcM Tbeodaro; Metoehil:cB na Knrl den SubSnen nebxt
ni latcimaob«R Briefen den KaiarTH Andronikos II nn den von Karl dem SohOnen mit
■ TerhanJlungen Ober die L'iiion betmuluii l)ojiunikaiii>r Beiiult d« COma vd. H. Omout,
njtt ie rivaiom dw ^iclisea grecque et lalina sous Ubarlea le Bei on 1S2T, Bibl. de
kd* im chartM 1892 g: 264-2^7.
Ocilfcht«: Di« >w«i «nlgeoaiintea ed. pr. (aus dem Cod. Varia. 1776) M. Trau,
BysantiniKlie LltteralvrEeacblcble. I. ProaaiBoke Utt«rfttar.
DiohtuDfceti it<.-n i>iun3l>j;,->jlhL-(rii TlieuJurtM MetoohitM, GjnaniBialiiragr.. PoMtaa I8S&.
Dan Aniung dcri lui Mkt'iilK'i-jH (.irv^oras g«ricbtet«n GediohtM «£ BoJria ito Kocuiii*at _
XU Nikfpk'iu'; Ui«Koni>i '<l Üc-nii. II i'23ij, — Di« Qbri^oo Didbiii{[en wird M. Tr«a rer-
Cffunll irden, <l«r uiioli vw-.' Untorsuchung Obor ihre l7ol>«rlia(«ru^ M«lrik und BpndM
und iluen InliAlt verenroclien liat.
2. Hilfsmitlol: Fabriciu«. »ibl. gr. ed. Hirl. 10,412-428. — HanpUcliriri:
K. N. Sathmi. b. n. 0. llc6ioy«< K. 1&-I3A (i»'— e>«'), — (leter den Hm ntft Ihttm
ilor Cod. Vindub. pliil. gr. fiö (Nowol), «ino wtuidonichSa« PcrgaiBuntlM, w«lcka dw IN
rhctorUcJioD IJtQckc UtinrlicrcrC.
3. Von Li'iin liorilnlDii (Rci^iKhIi;;), einem NeffoQ dea Tb«odorM MetocLil««, n'il'
Toiuhl demei^lbeii, drr aiicb in der Biograplii« dos Maxinios PUniides wied«rlcekri, bwtUM
wir «inuii kuit«n Bri«'r au Tlieudoro». od. von Boissonade, Aa. gr. I (IS29) 4tf2; 4«t-
8«lbet S. 1109 fr. von (teiiisolb»n BardalM j&mbiscU« Triniotor auf eiiM hjldlicb« Dir-
slellang d«« jllngaten (lorichtn, auf ciiion Silborbooher u. a. Mit l^on Builale«) iM udi
der WAlirsclieiiilichcin Vormutiing von QoiMonado, An. gr. 1, 161, idmtiach der «•v«>bi*(
npvrMOfitf ijdf. von welchem Bobwonade a. n. 0. Sontenxen ediert hat; v))1. tbati
8. 399. Uiicdjert ist wohl eine Rede deaaotben Protatekretin I<con (llardalM)M
Kaiser Andranikos den Jüd^^ltu. die der Cod. Vindob. tbool. ^r. 174 (NcaMl) foL W
ble SOO Rufbewabrt. Ueber die venehiedeDen TrSger de» Naxneoti Bardaioi (l
Johnniie». Manuel) vgl. Max Treu, Masimt mon. riumdis epistiüae S. 200.
337. DemetriOB Triklinios (-/».fiij'tgifs ö Titix^/iio?), eis seiner
kunft und iius»(>ri'n 8U>ltung nach uiibekiinnU>r Mann, der im Anfang
H. Jahrhundert H, wahrücUeinlicIi in Konntantinnpel, lebte, ist der bedon-
leitdRte Philologe dor l'alAoIogonseit. AU Toxtkritiker ragt er über dl»
getRtcsvcrwnndk-ii Zuitgcnoäsen wiü MAnuol Mür«cliopiilo8 und ThoDUa
Magister turmhoch empor und darf manchen niDdcriion UurHusgebeni ii
diu Seit«' geHÜiUt worden. In einem anderen Zeitalter und unter gUnstieereo
Umständen hätte ein »o sprachkundiger, ei-finderi»clier und aclbsUndigtr^
Kopf ilervorrngcnduM und Bleibendes geleistet. Was den Triklinios nie
drUckt, ist die dumpfe wissetiuchaftUche Atmosphäi-o, in dor vr arbeit
Eh ist daher ein grosses Unrecht, wenn neuere Forscher auch die
tüchtigen Byznutiner dor herkömmlichen Sitt*- gemäss, von aller Ungobi
loHgelSst, nach dvru strengsten Mossstabc einer weit besser vorher
und mit ganz anderen Mitteln ausgerüetotun Schule abdchfttzvn. Scboo
Ausdehnung der wisaenschaftlichen ThStigkeit des Triklinios erregt
Staunen. Pindar, Aeschylon, Sophokles, Euripid&i und Aristophane«, Ueaiodi
und Theokrit »ind von ihm erklärt und omendiert worden; und zwar
schränkte er sich bozilglieh der Dramatiker nicht auf die im byzantini«
Mittelalter übliche Auswahl, sondern veranstaltete von sftmtlichon Stock
de» Aeschylos und Sophokles, die «.'r «rreidien konnte, und von iloD
ersten Tragödien dos Euripides Bearbeitungen, die h'is in di« neuest« Ze
fortgewirkt haben.
In der Metrik besass Triklinios nicht unerhebliche, durch
Beobachtung erworbene Kenntnisse. Doch war infolge der Waiidelun
welche utich seit den ersten Jahrhunderten der christlichen Zeit im
wesen der griechischen Sprache vollzogen halten, gerade dieses Q«llMl<
Byzantinern recht fremd geworden. Es ist daher nicht zu v<
dass Triklinios schwere Niederlagen erlitt, als er es wagt«, die alten Wt
nach ihrem Versmass zu analysieren und sowohl die metris4:hcn Qe
des Dialogs als die strophischen Kompositionen zu i-rklilrcn. Wie er
Metrik misshandolte, an trug er auch in die alten Texte eine ünu
von plumpen Kehleni hinein, freilich nicht plumper, als aie auch in unfi«r
^1^
vi«r uramen. LWc m einem Cöffex ParTsimi? TlBerÜBFerfe' tri kl i-
le KvzviiBion (Ico Sophüklus tmL lange- Zt^^it iliro Bchädliche Wirkung
bis es endlich dur ForBchung gelang, einen klaren Einblick in
jid-'tiitKo dea allzu kühnen Textverbesserprs zu gewinnen. 3, Scholien
ifSlUi-kon des Ao8chylo8: an.sgc!ichlos.'<en blieben dio Clioephoren
Schuteflohondcn. Dioso Scholion, mit, welchen «ich auch Erklä-
I des Thomas) Magister verbunden haben, a'md wnrti'eiche Paraphrasen
etrischen Erklärungen zum Teil nach ii nerhürten, von Triklinios
chaffeaen äilbcnmaswn. Wir bc^itsion dte SchoHen zu Acscliylos
von des Triktinioa eigener Hand stantmenden, jetzt in Neapel
eben Codex, neben welcliem die verwirrten Exzerpte in einigen
Handschriften nicht mehr in Botracht kommen. 4. Wonigor ist
eine Schoben zu Hosiod, Aristophano» und Theokrit bekannt
en. Über Mcsiod scheint er nicht ho eingehende Studien gemacht
Kill wie über die Tragiker. Wir haben eine von Triklinios selbst
rter, deutlicher und wnhlgeUbter Hand in den Jahren 1316—1320
nÜerte Anagabe de« Hesiod, den Codex Marc. gr. 464. in welcher
£rklärungen dea Tgetste«, Proklos Diadocho». Manuel Mosdiopulo».
cc Pedio^imos. Johanne« üalenos und Johannut> IVotospaUianos sorg-
tsainniengestellt, selbst aber verhältnismäsHlg wenige in der Uand-
dnrch ein t gekennzeichnete Schnlien zur Thoogonie hinzugefügt
Vgl. Zanetti, Graeca l). Marci Hihliotlieca, Venedig 1710 S. XIV f.
Iti. Im ('od. Vindob. phil. gr. 25 (Nessel) fo). l\h ff. stehen:
naXaiä iig ti'^v 'Httiiiov &toyfttiavy «V oic lioi xat ifijfit^T(}(ov tov
irt'oii ftf^Mii,
ABBgktien und Uilfamittcl: Für db Schvlieii ist zuiiiubat nuf die Lillei'utur
•PK»ln«n Ditliterii tu vi>rHreiseu. PiDdaracbulicii: Tliuinue Mu^islrj el üemetrÜ
i tekoüa in I^t'"» <|UHllaof prtiDi) ed. Chv. 8clinoitler, Breslau 1914. — ScholU
noMUio-TildmiuiA in Pindari N^men i>t latlimia o<t. Tyclio Momnison,
dun: Scbolu oU. in rindari Pylhiu V — MI ed. Tyclio Momma««,
67. -- Vgl. K. I.ohr«. Die PindiirapSioIicn, Laipiig 187-3 S. TS— 96. — Kincn
^ Tcholi«)! EU Aonchylos edierte mit ainor Abhandlung flbnr den Codox Mudi-
Di»dorf. PhiWopis aÖ (1883) ! ff.; 3Ö6 ff. und ?1 (lö6i) 193 ff, - Vgl. Muritx
SjTn^^^ TRyÄittBiBelie LitUratnrgeBoIiiolita. I. Proaauobe Uttffntnr, ^^B
rong der AoidiylMBolioliei], Hernws 25 {1890) 161-171). — Znr Metrik «Im TriMini«;
Kr- Kulin. SvmbaUe ad iloviriuao mpi iix^6vuy hutovJMn p«rtui«nt««, BrealauM nbiM.
Abliaiidhingi-ii VI 3. »(«»lau \m2 ». 08 IT.
2. K|iif!ranii»« auf die liM. Itimilio«, Oreüorion and Johmiiiea Chrytoit«-
niasvenlen, ich woiw nicbt, ob mit Kocht, dem Trikliaio« iiia«tflilt im Cod. VnticMT
foL 1»».
2S8, Jobannea Pediasimos ('ImüwTfi 6 lUiuioittoi) war Diakoa,
spater ( 'hnrlnjiliylax von Bulgarien unter Anrironikos II (1282 — l;i'J8) und
Andi-oiiikos III {1328— IIUI); i-ine Aufzählung soiaur Stellen »nd TJtd
findet sich in der UberschriFt der Geometrie: Tu? tsoifwäfov xa^toffvi-ami
T»~; TTpoiir,; 7ot'Oriii«>'i;( Mi Tteierfi tinvXyti^ai, ror x«i vnfiton luii- y$l^
aiif^v, xt'Qov 'toiciffttt' .Uittcüvov tot' I/fÖiuaiftov. Da er 7M den Korri-itpon-
denten de« l'ntrinrclion Wrcgor von Cypern gehftrt (s. S. 477), so nuM m
am Endo de» 13. JAhrhniidcrt» »clion «in orvrRcliscnor Mtiiin gewe^^eii sein.
Wir besitzen von I*«dia»imon nielirure zum T«il noch unedierte philo-
logisvlie und philoaophisclie Schulschriften, wie Schollen zu Hesio4>
Schild und Theognnie, dpsgleiohen zur Hyrinx des Thcokrit, nur Sphira
de» Klenmedcs, ErklÜningon zu Aristotelet«. McmorialvorHO omI eint
anis AgwUodors Bibliothek gesohripfte Schrift über die zn-Blf Arbeiten
des Herakles und einen Aufsatz übor die neun Musen, deren /alil all«-
goriflcb gedeutet wird. Hiermit verwandt ist ein Traktat fifpi («p :*««(
fTttrifitifai xril f'trfäfiijVi/g ö röxoc OM^fftti, wo ßlr die LebotuGUllK-
kcit doH xiobenmonatlichcn und des ni>unmonatliclicn Kmbryo eine raatW
matisch-inystische Erklärung vorgetragen wird; die letzteren zwei woM
noch unedierten Stücke z. B. im Cod. Marc. 500 fol. 1.14' ff.; das lebte
auch im Cod. Vatic. 071 fol. 2:}7. Dazu kommt eine musikaliaclie Ab*
handlung. voll fnWbcr Anschauungen und »chiefer Doutiingcn. mit iletn
Titel : 'Kfiifftnniai fUQtxai. Ausscrdom Hchrieb Pcdiaflimo» eine 0 i-n-
motrie: /VmiurprVi, mit dem Nebentitel: ^i>i*'>V"( •'"£>' /»»t^ijamii mw,
ftfffiOHor yr,t. In der Einleitung spricht er als seine Abeicht aus, vod
dem Werke des Heron über y^aft/ini\ yaiviat und */i,Vrtrfrf einen Abrisa tu
geben und dort Fehlendes in Kllrze zu ergilnzen. Doch llUst die Verglo«
chung mit dem uns erhaltenen Werke des Hcron nicht darOher ins Bein»
kommen, üb l'udiiifiimos ein un vermischtem Kxemplai* de.s Huron vor sid<
hatte. Jedenfalls int bei woiteun nicht alles, was wir bei iV-diusimos 6mleD.
Eigentum dc-s echten Heron; viele« ist geradezu verkehrt und fiüsch.
Einmal hat der ernst« Gelehrte auch den Musen geopfert, fh
begeisterte ihn djis ewig Weibliche. Als echter Kritiker aber prilft«
sowohl die guten als die »schlimmen Seiten desselben. Dan jamliisclil
Doppelgedicht des Pedia&imos hat den zusammenfassenden und vi
sühnenden Titel //oi>o( {'Iwnrrov rov lUitaaipov tov HwXya^tti
y>vln)iui //().'>o,-, //*p( yrrmxöi xax^; — //*pi j-f'irtiKÖij aya^r^c). Das
StUck erscheint mit seinen heftigen Schmähungen als ein hyzantinis
Pendant zum Frauenspiegel des Simonides aus Amorgos; im Kweit«n
dicht wird das schSno Geschlecht durch ebenso QberschwcngUcbe Leli
erhebungen wieder gei-ettet. In Wahrheit ist diese« poetische Spid
entgegengesetzten Themen nichts anderes als die rhetorische Form dw
KaraffKfvij und '.iraannu^. Ähnlieh hatte auch Theodoros Hotoohite*
-'-
AltcTtnmawiMMuoliaft. A. Pbilol. PolybiatDreii n. SoholiaaUn, (% 226) 557
diese zur SchulQbung ja wühi gecigiiuto Schablone in di« praktUcho
Lttteratur Übertragen (k. S. 551).
1. Auagklion und Hilfiirnittel: Soliolien ku H«»iad und dea Oalenos Allvit<"'ien
war TliAonmie in: UeModi Amtom qiim «LaUot «um g»ecia scholüa op»iH Dan. llomaii,
LKgdtDvi Batjiv. IfiOS 8. 187* 224; 228—233. Dann in den Pooliw Minorca Ornnci *d.
Gaiaford. vol. II, Lifaiae 1823. — reb^r AdnmantiiHi IJtQt vrinmv nla (juallo iw All«-
frien ileo Gateöua (S. 414 ed. Oalsford) vgl. Val. Rone, Anocdot« gruooa et graocolatina
|läS4) 23 f, — Sckolien »u Synnx dea Tliookrit i» den Scbalin nd lloooriliuii od. Vt.
DBliner. Paria IS49 3. 110 f.
Uaber dia Arbaiten d«8 lleraklea: Ed. pr. h. Allatiut». ExeurptA vuria Graecunim
■Bfhblanim m rl>etoniBi, Rom 1641 S. 321 ff. — Ii:d. A. Woelertnanii. MvSoy^üifw.
BrvMTigiao IAt3 S. 349-354. - Ed. Ricli. WaKoer. Mytliographi Üraeci 1 (Leiptig
1»«( 249-259.
Um faintaoiM fn^iKBt «d. Hua CckL P«r. 2>G'J H. Vincant, Not. ol ostr. 16(1847)
2. («rtte S. 2!<9-31^.
Die (>eoiii«lrie ed. 0. Friedlein. Progr.. Ansbach 1S66 fS. 4 Ober diu Lobon nnd
ins Wvrk« dea PediMÜBO«}. — Friedlsiu. Die IJecmatrio des JahnnncB l'cdiusimoB, .IoIidk
JaLrti. ifZ (1866) 366— 883. — Vgl. M. (Jantor. VorleBiangen Obi'r (ieacliiclito der MbILo-
outilc 1' (18»4j 47:^.
Daa nedicht n«»0(: Nach fr01i«ren Drucken bei Fabricius. Bibl. gt. 18 [1726)
KS ff. mit latein. I.'ebarwtznng (in der ed. Harl. nicbt aufgeninnmen). Mit An Uobpraetsunx
wiaJaabqlt voo C. OtoIIi. Opuscnln <.irs«(-orom velerum8«ntentiiiaaot morali« 1 11^ISJS40 If.
Ohno dio ticbarMtznng aurji in ArsenÜ Vjolcliim ed. Chr. WuU 1832 S. 515—517. End-
lirfa nBfh rincr HruidKrhrift dre EBCurinl von E, Miller. Cntnlogue des mi» de rEsciuiAl
I84f" S. 7S — J*;; (mit oin*r im Jahre 179" verfnssten hübschen Ucbetseteuög in Tranr.aai-
■ cb(-u Veiaenj. DentBohü nietristUc feber^ct^mnc von Ad. Ellisacu. Versuch
einer Polyglott« der uuiupAiachcn Pui^nii- I (I>i4tl; J'2U f. Lvbisr littcranHdiv Vurifiurer dea
Dadictita a. I.. Sternbach, C'urae Meuaadrvai-, Ditmvrt. clut»!» iihilul. acad. litt. Craco-
vtMaM t. i; (l«a2| 177 f.
Vgl. FabrJoiua. Uibl. ^r. ed. Harl. 6, 871 und 11, C48 f.. wo reiche, abor wenig
|ainclit«to NoUicn Ober Podiasimog und Oalenoa gegeben aiod.
2. UdborliafrraDf;: Dom. Bnaai, De Pediu^iini libelln Iffpi r<ü>- iaiSenii üiXur
9»i 'tlfm»\i«f( i|ut Irgitar in codicn Vnllicftlliano C 4''. Kivintn dl tll. o d'Jatnu. ria«. 83
(tSK) 861 — 863. — Heber eine Us d«r Geometrie in L'ihuiIii vgl. Cli. (irnux. Archive*
iaa MtMMM aeienUfifjous Itl s^He, t 15 ilr^S!)) 354. - bor Wcibf^rspiegcl d» Podia-
Hnaa iat tan Cod. Tindub, pbil. gr. \62 {Neeec^ll in dnu woiburToindliche Aiitho-
lagie (W. 167* — 179') eingischttltet, die aus heiligen und profanen Aumprllcheu und Kr-
wjutgan ttbar dl« Schladitigkeit des Weibes, den buHhurtun Deflnitiuneu dea Philueupht»
nndas aad den iw« Oedichten d«a Pedia^imua besteht. Doa erat« d«reolben enthüll
«ifiMi 8«bhu«ren>, der in den Auagaben von Wnlz und Mi]l»r f«'h!t: t^iilaitait *ai u/q
•^ maa tfi'u. — Die Has dar Schauen aind sahlloa. Di« Krklitrungun in Hesind
geiiOlinliTb luiointnrn mit Scholien dea Johanitca tialenoa. Manuel Moachopulnü.
w ProtospBihnrio« nnd dea Keuplalnnikers Prokloa, t. II. im Cod. Marc IX 7. —
Briefe de« Johunaes Pvdianmoa stehen im Cod. Vat. 64 f. Ö3.
3. yrOlMT wurde Pediuaiinoa flir identisch gehalten mit eioam Diakon (talonoa, unter
?iaBiea Allcganen xur Thvogonie des lli^siod gehon: Elf iijV toi'llviöOov »tayuriar
toi rev «»iftttiiiov *ai Xnyiutäiov »'(mr Vtunrro» Jtaniynv toi Va\i,ror (Auagabe
iNe AitnahiDH der IdenliUil slQtzto ati^h vurnoLmlich auf den l'm^tand. da«9 die
ütAiiai/iac uud J'iiJkijroV aynonvm zu auin BL-beineii (— traminilUis). C. Mnetxell,
aa in a«iaem ßiidi»; Ua emeudalioiie Theugoiiia« Hoaiodaae libri trcs, Lipsine 1833
~i— Ml, walmdiMnlicb gemacbl. dnAs beide Pereonon xu trcnnnn soien. Wuniger
md iat, vaa er rorbringt, um den Galenoa ina II. Jahrb. lu aotaou; auch die
ikg. KuitatfaioH ad II. .S. 9ft9 (und aonat) habe dop Oalenoa im Auge, wird nicht
I gefllBlit. Xoeh weniger kann dio seh werge lehrte Auauinanderaotünng gewinneii,
M valcboc MuetMU auch unter dem Nomen Podiaairoos aalbat iwei veraehiedeno P«r-
*HMa, eiaes lltcren Pediaaimos Diakouus und einen jOugerun Pediaaimoa. den
Chartophjlax von Bulgarien, unlerachei den will. Eine wirklich nbericugonde LOaung
Aaaar gana Pemonalfrac», die Obrigona von geriuger Wichtigkeit, knnn schwerlich ge-
(•kan ««rd««i, ao lange nicht ein vCfiiger UeberbUok flhor den hnndai^hriflliidion Bestand
te aalar ilan Nanao Padiasimoa and Ualenas gehenden Werke zu «rreiiihen ist. Dio
«M Fabticiuft a. a. 0. laaaaunangnatelltcn und von da in andere Werke Ohcrgogangenen
TttalranwieliBiNna aind üu einem aolchen Bchufe riel xu ungonnu, und Muetiull n. a. 0,
Irtft abMiaaviel zur Verwirrung aU xur Aufklärung der Fragu bcL Al.i Beitrug nei hier
558
ByzftntiDiscbe titt«rBtiirgeechielite. 1. Prowkiaeb« Utt«rftt«r.
notisrt Cod. VlnJob. nhil. gr. 25 iHtmel) fol 10S--109': UiXi^^ia «rmymrut^WM
iü{ toixe roi* ifii^furiirop (AinroVaii ■u^ov 'iuiorvap roö r«itigKOi~. In deraelben Ha fl^
l'i'J IT. atvhen: f-i< l^' fv 'Hmiiov tHayariav n'Jlli;;ra^fai toi «aifmjtiton xaJ lo^van'tM
«•fof 'loici'ri'oi- ■fioxiivoc roi) J'alijvai'. Da iiao dem enUm StAck anmilÜtir mt
aii«nyni« 8cholipn vorao^hen, mnss maci wolil das im «reten Til«l «tobend im uitm
unter AiinaJime einer ßUttvere^txitnx auf linn fol. 122 B[oht>n<l9n TiUl boikhon. DiiMlkt
'AXktjyoQin nraymyi*^ Mt<>ht iintci dnni Niininn dos Iliakon« Joliannen Galnnoi i« Im
von des TrihliniM aigrncr Hand graclirirbniuin Cod. Mnrc, 4il'l (r. S. 55.S) fol. 218', mt dl
nbpndoit die Tcchooloeie xu Hcvioda Schild ausdrücklii^h dem JobonniMt PediaülRiM
zugeschrieben ist, wira eniohUirli, duas Trtklinios den I'^dinsiiDo« nni) dm OalsDM lll
xnn versrliiedciDD Peraoneil bi>tracbt«ti! uiid duas sie doinnncli nach iwi-i v«nctMnt
fersuDvu war^n. Auch von «iuvm donpolt^n P^dmaimud whim Trikliitios nichts: d«U k
der L'üb Brach rifl d«f Technologie ku Ht-siods Schild aeuBt er den P^ianmas Chatte-
Shj'lax von Unl^nrj^n nnd Diaknn; TniT BovJiyiiffiiit xi^nnfrlaxot llö^oo iti ni
nnioit ruf •fikoor/ffu/y Ktpoii Viurii-rav Jiatorttv rot' IUJla«ifiov tt](mXoyiH tif t^r fW
'ttmiine 'Aaniia. Unklni int der Brunamn t'olhoH, der iiunb in nid«T«n Hm varkooal:
R. B, laiiM im Cod. Marc. 514 fol. 94 din IJcbcnicbrift dra Memorial godtcbtM und 4«
RrklArung der twOlf Arbeiten du« Herakles: Tai HovkyaQiat xnf'otfvll'ntot Oö9»v. AAaUk
in d«n Codd. Laur. »1. 24 fol. 8H. ttodl. Miioell. 315 foL 18S und aiNwt. Mu taut»
V«nim(en, da» Pediaaimus d«n fteinninen wegen suinoa QedidiUa aöiof vUUm itim.
Der Nsm« Potbos kommt aber auch sonst vw; t. it. awbt im Cod. Laor. 32, 19 tat. US*
«In ^gnmin: It(öe nm llnSor Uyöfiirer. Paell 08 riohtele an tiaea VeaUroliM Polkai
eine Schrift über den Stil äes Gresnr ron NaiiaDi; s. S. 438. Ancb unter d«a Adntata
des Joseph Brjrnnioa kommt ein I'othoa vor; vgl. J. Pasini, Codices ms» biU. n^
Taurinenais Alhcnaei, I (Tuiin 1T49| S. 411.
4. Zu den Vt-ranatnltfm kommonliorler Klassik oranagaben in der PaliloloRenint
hnrt Johannes der ProtoNpatbar. 'loinrci;; ö itfoii«aaa»äfta{ (wM nicht Fia ~
namc, sand<>m Bezeichnung aeincH frDhcren Uenifr-i). Seiner Zeit und Mioaio SIsdlML
nncli CTttcheinl er cn^ verbunden mit JohnnnL>B PodiiiaimuH und Johano«! GnUn
mit denen er auch m der Ut^bertiefcrunfC zuHainmengehl. äoin SpeaulMU^r war ileaiad.
Wir beait;een von dum P(o(o»|inthar eine phjeikaliscbo Krkifinmg >u d«n Tigea doa BcaM:
'F^^yttott ftKHxrJ luV 'llutQÜv 'll<ii6Jav. Beginn: lU ■lu /lij f^Xi^ '*^ *"'" ^V"*' *»*'
4«tfiaiiut}r ihjjfiaif. Ed. in: Heaiodi Ascia*i iinae exstant cum Kraec4a Mboliia
Dan. Jleinsii, Lngduni BaUvarnm 1603 S. 181— 188. — Gd.Gaiaford, Po«ta« m
gniaoi 2 (Lipsine 1^33j 44S— 459. — Daas der Konunratar «inst vi«) benBtit •rurdt,
weinen dio znhlroichen Codd., x. B. Vindob. nhil. gr. S5 (Nessel): Marc. 464; «iOOilX'
TauT. U'i. c. V. 3 Cictxt B. lII. 16); Phillipp. 1566.
339. QeorgioB Laka^enoa {rroierio? o ^axant^t-öt) lobte in den erKt«n
Jahrzehnten des 14. JahrhuiiderU als Mönch in Thessalien und entfall
eine ziemlich rege Thütigkeit als Lehrer und Scliulschrift«k'licr. Er
weniger bekannt itls seine ZeitgenoiK.s«n und Kollegen Planudes, Mi
puIoB, Thomas Magister und Triklinio«, verdient aber aU ein nictit
interessanter bynantinischer VorlUufer des ilumanismus der Vei
entrissen zu werden. Dass er Übrigens in seiner Zeit und den zwei ni
folgenden Jahrhunderten eine ähnliche Wirkung ausilbt« wie die eben
nannton, bowei.st die TbatKacbe, dass die Zahl der uns erhaltenen
plaren »oiuer Scbulbneher hinter dem-n dos PlAnudes, Haschopiitoa u. e.
nicht weit zurücksteht. Seine Ilauptäpezialitüt bestand in der Sanuni
und aprachlichen IlrklUrung %'on Briefen zur t^bung in der gricchiscl
Grammatik und Interpretation. I. Solchem Zwecke und dem der Imii
diente zunllchst eine Sammlung von 24 6 Briefen des Libanios,
in manchen Handschriften vollständig oder ntückweiBe unter seinem Nai
vorkommt. 2. Viel häufiger ist sein eigener Briefwechsel tlherlief«
der, mit sprachlichen Erläuterungen (einer HOgenannteii njit^Ae^a)
«ohon, eines der beliebtesten Schutle-sebüchcr des 14. bis i6. JnhrhunJi
.war. Die Sammlung, die st«ta: 'Hrnatoiai toi' y/axam^tov xrt/ar r»i
C. AltertamanUMnscbaft, A. PliUol. PolyhlBtorea n. SchoUutMi. (9 229] 551)
jtal roi' Za^iov xt^or 'Ard^ovixov oder ähnlich betitelt ist, pnthRlt H2 Briefe
und zwar 8 von Zaridas an Lskapeno», 21 van Ijnknponos nii Androiiikos
Zaridas, an dessen Bnider Johannes Zarida.s, an «inen Arzt Zochario», au
Palamas (». S. 485) und Miclmel Gabi-ai-; (s. S. 482). Nichts anderes als
die ErkJKrungKn {fniHt^iattoi) diutioi- Briefo in scIhsUlndiger überliefcrunß
ist dio in vidon Handjichriften uDti>r dem Namen des Lakapenos erhaltene,
bald r^itfiartxr^, bald IltQ't av'fiaaiai ^r^fttirmv nai vro/jarwf, bald noch
anders betitelte Schrift. Endhch wijrdtin diese Epimcirismcn aufh in lexi-
kalische Form gebracht und bald mit dem unveränderten Titel I'ffafiftatixi^,
bald aU /Ipait.uatixr; xatä otoixt^ov u. 8. w. verbrcitot. Mit der Sylloge
des Hoschopuloä, mit der Fr. Kitschi die alphahetiäche Grammatik zu-
aanitnenbraohte, hat sie nicht das mindeste zu schaffen; dagegen diente »ie
dem Lexikon des Fhavorinus (s. g 238 Anm. 5) als Quelle. Eine kritiöche
Ausgabe der Briefsammlung mit den Erkläningon wäre ab Beitrag zur
Kenntnis der bysantinisehen Epii>t.ologruphiD und Lexikographie, sowie der
mannigfachen gelehrten Bestrebungen der Byzantiner im 14. Jahrhundort
wünschenswert. •*). Ebenfalls für die Schule berechnet war der Kommentar
zom Enchirtdion des Epiktet: 'Eiryr^aii fitfixi] tig to tov 'E!Tixit';tov
iyxufiiitov na^ r«wp//<oii »oü Aaxustivov (so). Freilich niacht der Uin-
atand, daiw der, wie es «choint, einzige bekannte Codex dos Werkes, der
Pari». 1961, von Konstantin Palaeokappa geHchnehen ist, den Autor-
aaineQ verdächtig.
Weniger bekannt und gesichert sind: 4. Eine Abhandlung .De
figoris Uomericis et canonismala in Uomerum" im Cod. l'arie. 2938
&. Eine .Historia'', die in einem alten Kataloge einer Bibliothek in Kon-
stantinopol erwiihnt wird (b. Voltz, a. a. 0. S. 222). Ö. Ein , Carmen
iambicatn', welches von Leo Allatius, De Georgiis (Fabncius, Bibl. gr.
ed. Uarl. 12, ßl) nach verschiedenen Anspielungen in den Briefen genannt,
■iM-r bisher nicht aufgefunden worden i»it. Fälschlich geht in einigen alten
Drucken unt<-r dem Namen des Oeorgios Lakapenos der dem Michael
Synkellos gehörende Traktat lltQi ovrtäSems ^^v ^ifiäTtar. S. S 246.
1. Auigaben «ad HilfHuiHcl: U«ber di« Samnluii^ der Briefe At-a Libnuloa
>(1. B. rCrsler, De Libauii librie mamiscriptis Unentiensibiis ol Liticopiensibus. Rostoi-k
|%^7 S. H-Iß. - Dio kljiluhotiscb« ,liran>nialil(' ei. uun Cod. Mobc|. 316 (frOber S08j
Chr. fr. Uattliaoi, IaoUooos Moniiik'ii^ci) I (I'ipnioc )779J .'>.'>~T9. - Kinig« Zoilon «na
Cbd. Uwe. 466 bei Villoiaon. An. gr. 2 (Vanotiiit 1TH]| 79. - Was Fr. Kitncbl, Thomac
]|^btTi eck^ S. LXSI ff.. Ob» ilin Ton Mullhnoi rdkrte nl]iliiibotiscbt> Grnmmiitik und
hr VcriitUiiia lu llMcliopiiloH ugt, Ut durok dio f'j'ki'nnliiiB, dusa das iil|.biib«tisdi« Vet^
Mictein MW 4ca EpimeriMnM etanunt, hinfUlig gruardi-ti. — llHuptaclirift: L. Volts,
Du SehriftstelUrai des OcorglM LaltApenos, B. Z. 2 {lam 221—234.
2. NaneandLebensieit: Do r Name «racli«int in den Hubeiw. in don gedruckten
Afitif ADS Hh in v«rachiedenen Formen; neben (leorgiaa kommt nneh Grcgoricfi
*«. MlMn Lakaponos — ein selUnoT Fflmiti^nlinnie, der den Abschreibern ofTenbnr viel
ta MbaffMi Biiehlc — Lakkaponoa, Lnkapinos, Lnknptinos, Leknpenos, Lcukn.
iittiia, Logapoonn. Die unprUnglidi« Fonn ist vrohl .fuiani;vti{ von iiatiiTti;. Immt-r.
liii itlrii «iae geaMuve Untemidiang des handecbriftl lohen Thatbcatuodcs bexUglich dun
KaoHM iimet Oramiiatike» via des Kaisera Romunos I Laknpenos (s. H. 43S)J «rwAnscbt.
— r«b«r di« L«beiMMit ÜM Oemgioa Lnkapenos e. M. 'l'rvii, Maxiuii muuucbi l'lanuditi
Bpiifiilai,, Braalaa 1990 & 224. Zu d«r aua »intn poTsDulichou BcuebuugcD u. n. w. ge-
WOTBMMa PsÜenuiK slimrnt ancb diu üeii^cnis aber datiurtein Hs aeiner B^i<^^HanlUllllag,
iml 3. 1818 geschnebmnen Ced. Coisliti. 341.
S. Andronikos Zaridas, dcMon Briefe Lakapenos der Anrualini« in sein kleinM
SatnlMTfu* Ar vürdis «mcbletr, i«t nii>iacrd«m nl» SchUlor des Maximo« rinnudoa und
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B^suitüiweb« tdtt»rattiTg««chichte. L P»atti«^e Littervtar.
■I« KcniiywrfMUoNikf phoroii(lrggor«>iMid Je* MtihBcl tj«b[*a(K.S.4^)l
Vi«U«i(tU ist er sikIi 4» Man. an i(«n ÜBiiaat PUilcn «bim Vtne ndkM« il
MUW II 217), nad iir Dk&Ur d«r mU^ i«m tiamtm ZwidM ■■ euer V!ieueT Bs «■
haltaaea janUacb» Epäfrum«: «|1. Lamtivcii Cowi—tirii 4# ufnstiMuu bihtMIwa
Cmwtm VisdebMMMJ. ed. II.. Hl |I7SI) 4ii adsM. A, - SieberUcli aat Intwm bw^
der Nmm 'Imärr»» Joimm tor ta^ivv, «r*]eb«B dar Cod. Atkon« 3444 a. 14 la dv
U«b«TMbrift dar «rwllist«) BruibuinlaBC d« IdkapwuM md Zaridaa bi«UL -- Eib pu»
iKhaUalaarer Briaf «iM« Kbabdaa \^M de« Hatfceaalikera KikolM« Rhabdaa) ■■ dM
,ni£loMi]>bci) Aodreaa Zaridea* «(«rbt in Cod. I.aar. h% V> foL SH— 20«'.
4. In dcniiMlhcti Cod. Marc. 486. •>» dem VillaiaoB a. a. O. entMZaik« 4m Uk*'
fiOM mitteill, atclit eine anonym« Schrift: Uitma^« lat- l«7V«n', w«Idi« er An. gr. II
B-ttö «dierte. VotUiindiger fäawXteten di«««1l>« Sclihn der Cod. Ambroa. >1 «1.
woniu ViUoiwM Text ergtasl iat von Aa^elo Hai, CUaaMoran MKrtorura e Vatioub
(wdictbos ediforam t 4 (Roai>a 1831) 533-A38.
SSO. Neilos Diassorinos {N»iiM; < Jtaaa»^\-6i. aaoh ^<«t«Mpi;va{)
aus ChioK, ein eifriger Anhänger (lee Palamss und Hiilothoos (». S. 103 ff,,
107 f.). wurdo im Jahre 1357 zum Metropolttcii von Khodot» ematml,
von dort 1369 durch die Johanniter vertrieben und lebte noch unter dem
Patriurchoii Makarios f]376~137d). Dio VieliWfitigkeit der Schriftfitelleroi
di-s NvUoo maiiht V6 schwer, ihn mit Sicherheit in eine Litteraturgattuny
einzuordnen. Zunächst bietet er wie ho viele andere Byzantiner Am
Dopp«lgciticUt eine» Theologen und eine« Frofanlitteraten. Da er jedoch
im Abschnitte Über Theologie (S. 109 und 205) nur kurz erwähnt ist.
fordert dio ÖtTcthtitjkoit, ihm in einem Kapitel der Profanlitteratur eiaea
gebührenden Platz anzuweisen, und zwar wird er wohl am bcstoa in der
den weitesten Spielraum gewährenden Oruppe der philologiechoii Polyhifttono
untiTgobracht. Wir haben von N(-ilo.s «in Lchrbui-h der Oranunitik,
Metrik, Rhistorik und Philu^uphie, dos donsulWn Haupttitel hat wie die
berühmt« Werk des Johannes von Damaskos: Bt^pi yniafm^. Daran
reihen sich naturwissenschaftliche Traktate, die im Cod. Escor
It. III. 22 den Titel fllhren: AVAoc, (tt^fforroXiTov 'P66ov. tov Jia9^\wi
tliqi XiOmv, ßf^i xaiuaxtv!'^^ ftr^oif Utioauixor, iJi^ ^»ii'fJcrfaK ttjitui\i,
Ih^i x^üiuo ßiaittiov. Ins Uebict der Kirch vngeHchicbte gehOrt eine burw
Übersicht dor ökumenischen Synoden: Jii\fT,Cfi avto^itixti u*^ itüf
(i-fhiv xai wHot'fitvixdir avvö^wr. Zu diesen Prosaschriften kommen einige
poetiocb« Versuche wie eine aus 168 polili.sclien Versen buetehomlc
£thopoiie 'Of ^x ncQObi/tQV tiji &toftt]ii>^o^ n^i^ löv taptf^i fiör, vt* loi-ior
iiÖQu rtiiaxofitt im Cod. Mosq. Synod. 492 (434 Vladimir), ein jambischer
Kanon ß's ti^v iu^tt^v tT^ noifulotm; tij( naici)-('«£ &€in6xov im Coi
Mosq. Synod. '268 (309 Vludiniir) und anakreontische Sachen (in eüua
Cod. Pai-i».; H. Fulricius, Uibl. gr. od. Harl. 10, 30).
I. AuftRolien: Mittpt1un);cn im» dem Koinpundium ili>r lirantmatik gab P. KgeaelC
Krulcinulu gruminudcfivx uiltf Diuuyaiunn urimiiin, (iyinniwialprogr.. Maiiubcim 1M40 S. t"
— Die luei liUli'n Kii|)ilal «ueh b*i U. tlilig, Appvmlix ndi« DionvMJ Tbracia. Hp
b*rR*r Ojmnn»iinli.r(.Kr,. Uinsi« 1881 S, 2 ff. Vgl. obendn S- X f. «. Ublie'« Awu
dea DionyoioK Tlirtix 8. Xt.If., and A, Bilgard, Ünunin. Ur. IV 2 (läVlj LH IT. ^
UU Uubeniobt der Synoden i>l flfter ediurt i. B. bei Harduiu, A«a Conciliorum illTl
1479 U8Ö.
«dierto Lchrbiicb dn tiiummnlik. Motrik, fllietorik nnU PliilnAuubi« gibl pi»e kam
t«iluiig Fr. i'aSHOw. Iiittfx locLiunuiii. Kriolnii IS31. ~ 8ki»o der geaamt«!! li
Tiiflligkdt des Npilos von E. Kurt;i. U. Z. 4 {199!,} 870-373.
6. Alt«rttimawlBBeiuclxftft B. WOrterbUdier. (§§ 2S0— S^
>61
231. Johannes Kanabutzea (Vwwrr/^f A«rö^ot!iJi,^-). ein gi-ftzisierter
lUilioiii^r AUiü VWio». verfasste in der ersten Hälft« (i«8 15. JahrliuiiderU
eine ziemlich umfängliche Schrift, diu butitclt ist: 'loiättav KavaßovtZ'i
ww ftayfatffov rtföf tör avfftyttjv tij^ jt'vov xai 2i(tftoi>ii^iKi^i. El verbraitet
sieb im Anschlüsse an Dionyxios von llalikarnaasoa über die Wande-
rungen griechiachei' StAmme nach Italien und »pricht dabei in breiten
Kxkiirs«ii illKjr den Ursprung der Wi.ssenrtehaften und KQnsti'», Qbor Go^te>
gcl/ung. QlH^r Chomi<>. die zur Voi'U'andlung de» Metalle» und zur Ent-
deckung dos Steine» der Wciuon verhelfe, u. a. Für die Kritik des Dio-
nysios lelirt Kanabutzes nichts Neues, und »ein weitschweifiges Machwerk
bliebt; wohl gänzlich wertlos, wenn sich au8 demselben nicht fUr das
nittvlgriechischo Wörterbuch, die geographische Nomenklatur
und den griechischen Volksglauben einiges entnehmen liease.
1. Aaiigabrn: Dn* 51. Knpitcl cd, ans clor Wiener 11« N. Polite§. KtoiXl,t;ri*ij
MrftiXoyiii 1 (ldTlf93f, — .lunnmii Ciinnbiit/n? ntr. in Dionjuiiini Ilnlicnni. conimeDtÄtiuSi
t4. pr. Max Leiinerdt. I<oJpng. llibl. Teiibn. 1S9U. Vgl. dio Hcs[>i'ccJiling von 8, Ftoitor,
ZMtMclir. f. <l. IMeimcli. Uyuiniuioii 42 (1^91) T33-T3T.
2. fHlfftmitttfl: UcHaliroibung des Catf. Taur. 234 Ijoixt C. V. 18) nebet Abdrack
4m V«rworlM bei Jos. Pasini. Coilicw mss bib). regii TnunaucHiii Athenuei 1 (1T4S)
ilC— S18. ~ KiuH kun# IiitAltaau^Hb« in NoL. et ■•xtr, 1 (1787) :i3ä— 541. ~ Annl.vmi
' its W«rkM »it ausführliche) Ueeprecbimg einigui- ät«llaii bei Fr. Kollar, Ad f. Lambccii
OmMit- *te. Ubroa Vlll Siii>pIem«ntoniiu II.. Wioii 1790 S. .^0S— 5S4. — üandsclirift-
liakM bei FsbriciuH. Uibl. gr od. llnrl. 4, 393. S. Ri^itor, Y-a K&nabulzeB MiLjciHtcr.
Wtmmr Staiitn 13 [Xsm) 329-332
3'2 iKolIntion don von Lohnordt nicht berllck8iclili|^t«ii
Cad. Parw. gT. 1>4€V — Ccber die Kiimilio dtir Knnabiittes berichtet aut Qrand itrobiva-
f'nrurhungrn in Chio« G. J. Znlotni. 'ExS-iait tuiy «nt« rä afoUnir Jr«c 1888—
ISW 1i»iifayfili-my iv loiV voiroT; naiätvr tjfiiati iqf itöliiui .Xiot. "F.r .Vi'fi IS89 S. 112 it.
3. CariHtoplioroH Kontalfou. <>in wenig bokiiiiiilar griechisahu- Humnniitl, dor
WÜrr eigenen VeraiL'bcrung gemaan von Pa|)sl ['oul Ml (1,')31 -1549) nurgfrordcH wurdo,
tt-n rar "fSüijp« lal'l'ufiaiav Üyw tirfttiiriii!), v^rfasst« allegoriacbb und inoraliarUn
KkUrnngCD tu Homer. M. F. Mattaiiga, Au. gr. 2 (Xi'Mj 479—520.
B. Wörterbücher.
ttS. Doppelsprachige Glossare. Die lebhaften und andauenicloQ
ltnr1>eziehungen, welche seit dem 3, Jahrhundert vor CliriHtii» den grie-
cfaifichtm Orient mit dem lateitüüchon Westen verknüpften, haben ausser
den zahlloaen Übersetzungen auch versvhiedene gelehrte und triviale
Hilfsraittel zur Vermittelung der sprachlichen Kenntnisse hervorgenifen.
Dm iDtereasanteste Zeugnis dieser praktischen Studien ist der Kuuvor-
Mtionsfülircr und dio granimntisch-Iexikaliwhon Vcriseichmssc doH Psoudo-
Dodithvos, in denen suwohl da« Griechische als das Lateinische von
VoIgKrismen aller Art wimmelt. Kulturhistorisch interessant sind die (tlr
die versdiiedensten Bedflrfnis.ie des alltäglichen Lebens bereclineten Ge-
ftprftclie, die ein Buch des Werkes bilden. Äusscrdoui sind die wort-
vollütvn Proben der büinguen lexikalischen Litteratur das lateinisch-
griechische Glossar des sogenannten Phüoxenos und daegriechisch-
latoiuiacbe des sogenannten Kyrillos. FrUher wurde das erste dieser
WürtcrbOcher dem oströmischen Konsul Flavios Theodoros Philoxouos
(j2J n. Chr.) inigeschrieben; es i.st aber jetat völlig sicher erwiesen, das«
nicht nur die Identifizierung des Namens mit dem Konsul Phüoxenos,
•nnd«m die Zuteilung un einen Mann dieses Namens Überhaupt auf einem
wcbticea Grande beruht. Wenn nun auch das Wörterbuch kilnftighiu
aiMnaMvMniHtun IX. I. AtU«. 1. AulL St)
562 BTUUltiaUeha Litt«r*tarf«s«hiel)t«. I. ProBuaohe Iitt«ntnr.
alfl anonyme« Werk gehen mue«, so verliert o» itniluroli iiiclit« von M^iiu-m
Wprte. Es goliSrt xa den besten Glossaren, die wir haben, und ist voll
»oltener, all«r G»?lelii-»ftnikeit, die allerdings vorzögUch auf das Gebiet dw
Latcini»cfaen fallt. Über die Entstehungszeit des ausgezeichnrten
Werkes sind wir, nachdem der Name Fhiloxenos fallen musste. ohn« einea
poftitivon Anhalt: aus inneren GrQnden aber i.st es walirschcinlich, Am»
der Kern des Werkes auf da» zweit« oder dritte Jahrhundert dur Kniser-
zeit zurückgeht. Ebensowenig ul» diom.« Glossar mit dem Natneo d««
PhiloxcQos hat das griechiscb-lateiniHche Glossar, welches H. SU-
phanus mit dt-r rätselhaften tJbersehrifl: In cake (luonindam Cyrilü ecri^
torum inventum «.-dierte, mit einem Kyrilloti zu tJiun. Us darf audi Di<Jlt
mit jenem rein griochischon Wörterbuch verwechselt worden, das in zM-
losen Handschriften unter dem Namen dcw Kyrillos, Patriarchen tob
Alexandria, Uboriiufvrt i»t. Auch das OloKitar dieses Pseudo-Kyriilos
geht auf alte Zeit zurOck, und zwar macht eine Gaiusstelle wahrschcinlicli,
dass die uns erhaltene Form des Werkes nach Marc Aurel und vor Justiniui
entstand: in keinem Falle darf dasselbe unt«r Justiutan herahgcrQckt werden.
Namentlich ht zu beachten, dasa die Utcste Handschrift des Werkee dem
7. Jahrliundert angehört und nach dum ühcrzougeuden Nachweiaa
Thompsons und Gundermanns auf einen opisthographen Papyms zurückgebt.
1. Ä. Pseuito'DositLeoa: Nach fraburvo Drookon Finxulner StOeko «rat« bntiaeb*
OtsaniUusgiibo : Uurnieiii'uniata PMudoiluftitliBaiia «i. G. (toeti, Curpiw ^oMarionua L«Ü-
uoTum, vol. III. Lijittai!, Traboer 1892. — Das G««prieh der H«nn«nuuiiikta SlMKxoMk
ed. Diil KorainenUr K. Krambacher ia ,AblMndIuiigeD aus dem Gebiet der klu«. AUx-
ttmuwisa. W. v. Chnat dargebracht'. Manchen 1891 8.807—364. — B. Philoximoi naJ
Kyrilloa: Boide Gloisare cd. laonrt II. Stephiinu*, GloaMria doo e aitu vetustatii craU,
Paria I.5T3; darnach ß. Vulcaniun, Lugd. Bat. 1900; ondlicb mit eigentOmlktMf Vtr-
sofamelzung beider xu rinom gtossou doppeuproehigMi WOrtcrbneh« Labbaeus. Pari» ICTVi
dea letxter«u Bearboittinj; wurde noch wiederholt iin Anhang« drr l.ondoner Aos^abe im
Tbi-auuruB Hcurici SlHphnni, London 1826. — Die crato kritischit, mit einen irtJI-
Mäudi^eii ÄppHriLte v«ra«hoiie und flir wiMt<iiBcbaft liehe iCwecko allein brancbbare Baarb«»
lang gaben <.i. üucli und G. GuDdermaun iin Ci^rpuH i^loaMuioruin Latinonon nL ll>
Lipsiae 1^88. Ueber die Zeil und die Quellen bi'idvr Glosaar« verepricht d««- <nt« BhJ
des Corpus glosgariornm Lalinornm u&h«re AufscbtUase.
2. Hilfsmittel: Immanuel David, Hermenoiimata Vaticana eraondavil, iUnslravil.
Commnnl. pbilol. [enennes 5 (ISM) 197—23?. Vgl. dam K. K.. B. Z. Z (18MJ il$i. ami
L. Traubo, B. Z. 3 (1894) 604— GOB. - Rudorff. Ceber die Glossar» dea I'biloxtnai
und CfrilluM, Abbandl. Berl. Ak. 1865 S. 181—231; 3GG, wo bo«onden die jnridiackM
OloHMn behandelt aind. — Jos. Kloin, Zu den Gloascn drs Philnvonas, Kbrin. Hm. M
(1Ü6Ü) 289-302. — G. Loewe, Prodromus corporis glou. Latin., Upno« 18S6 S. IMKi
210 IT. — Alb. Dammann. De Fvato l'äuudophiloxeDi auelore, ComiUMit. pliilol. Itatiai*
3 [1804) l~-48 (nur Über die Uorkuiift des lateinischen Teils de« Gtoman).
3. Ein byxanliuiBehes ScbulgonprAch, in irelebem ein Lahrer eine lUAi
Prägen Qbor Giummatik. Rlietorik, Philosophie und It«clits«i«8eusoluift atnitt und — da
der SchDior kuiisuqiient schweigt — auch selbat beantwortet, slohl in den Codd. Aubrea
C. 222 iaf. und VallicellianuH F C8. Das seltsame Mackwnk, das weniger den kM-
lloliMi Scbulkulloquien dea oben erwftbnten Pseudo-Deaitlieos als eiuem rOr den KxaainaW
bestimmten Memorialsclioma Rleifli sieht, ist. wie man aus der betonunc der Keditakaad*
und ans den litiarton I.elirbticiiern schliefen kann, wohl in der Ewei(«n Rllft« d«a 11. Jala-
hundertu nnlatanden. Notizen ßbi^r das SlUck bei C. Waohtiaiutb. Rhein. Hus.MflSW
156, und W. Studcmund. Anecdota graecn. Dorlin lag« S. S4T. — Rd. pt. M. Tt>a,
B. Z. 2 (1893) 96— lO-'i (mit Konuuciitar und Untorxucbung Dbor die AbCaBsiui^Mctlf.
833. Suidas {SovUni). Unter diesem Namen besitzen wir ein aioww.
in mehreren Handscliriften Überliefertes Wort- und Sachloxikon, wekbw
durch Fdlle und Üelebrsainkcit Ober di« sonstige byzantiniuche KxzerptM*
^ 6. AltartQiBBwlaaeiMcbfLft. 6. W6rt«r1iacher. (§ 233} 563
teratur Iiocli emporragt und don grossen Sammelwerken des Konaiaiitin
rphyrogenneb» würdig zur Seite steht. Über <iie Person des Verfasrtc-rs
nichts bekannt, selbst »ein aUthesaalischer Name (ioi'fJai. Rucli ÄJi^ßj)
etwas prohlematittch : doch ist es waliriwhcinlich, äam or oiii wis8(Mi-
taftHchor Thätigkoit ergebener Diener der Kirche war. Dagegen ist als
>fa88ungszoit des Werkes mit Sicherheit wünigstens annähemngftweiso
i Mitte des 10. Jahrhunderts dargethan; im Jahre 976 muM «s
»on im Oebratiche gewesen sein. Der ftlteste Schriftsteller, der «ich anf
idtis ttonift, iiüt Eustathios von Thc^i^aluniko. Eine rege ThStigkoit
tndto sich dem Suidas mit dem Beginn de» Wiederauflehetis der klassi-
ri Stadien zu; besonders waren ca griechische Gelehrte, die ihn mehr-
exzerpierten, so MakarioR,>) Michael Apostolios {fUr seine Sprieh-
trtor), Konstantin Lnsknri»!. ein Emmanuel (walirHcheinlieh Cliryso-
•a»). Aach du« unter di>m Kamen der Eudokin gehende Falsjflkat ist
I in der Humanislenzeit entstandener Auszug aus Suidas.
[>as Werk des Suidas ist kein eigentliches Universalwörtorbuch im
>dcmen Sinne; es ist vielmehr der lür die spätgriechische und byzantinische
it ch&rftkt^.'riftische grammatiach-philologische Orundzug, der auch
»r deutlich vorhcn-scht : das Werk ist ein grossartiges ItÜHtzeug fUr
aoimati)>che, lexikatische, geschichtliche und tittt^rarhistorische Studien.
I itelit demnach in der Mitte epischen den Büchern, die rein lexikalisch-
■ammatisch-ef ymologiBch sind, d. h. mir Wftrter, Formen und Ah-
tangen ontbaltiMi, und unseren modenien Enzyklopädien oder Konver-
tionslexika, in denen vernehmlich sachliche Erklärungen gegeben
irdan. In den grammatisch-etymologischen Teilen hat Suidas denselben
tarakter wie die aiwwchiiesslich verbalen Werke, d. h. wie Harpokration
a., die er auch bonützte. Nach dic^^ior Seite hin bietet er also nichts
•ondeni Bf^merkenswertes oder Auffallendes. Von hüchäter Wichtigkeit
id in der ganzen byzantinischen Litteratur einzig dastehend ist dagegen
e Uawe der ausführlichen Sachartikel. Sie beziehen sich auf die
inehi«de»8t«ii Wissensgebiete, wie Philosophie, Naturwissenschaften, Geo-
itpUe, Oeecbichte u. o. w. Unter allen ragen aber durch ihren unschätji-
iren Wert die litterarhistorischen Artikel hervor; «o sind der
orpurmantel, welcher gar viele Schwächen und Sünden der übrigen Teile
idädrt; sie erheben den Suidas zu einem der wichtigsten Denkmfller
r ganzen byjtnntiiiischen Zeit, zu einem wenigstens fragmentarischen
mtze für zabllotno sonst verlorene Nachrichten von Autoren und Werken,
e Bind es auch, welche die Aufmerksamkeit der Philologen und Litterar^
iioriker dem Suidas seit Beginn der Humanistenzeit zugewendet haben
kd Min Werk zu einem fa.st unenthehrlicben Hilfsmittel für jeden selb-
ladtg witt«eiuichaftlich arbeitenden Oräzisteu machen. Fast sämtliche
mere Monographien Ober Suidas beziehen sich dcmgcmäss auf seine bio-
raphischen und litterarhistorischen Notizen.
') Huarii UarMmnuhi ecloge r loxica I doii Etjnnologicuni do« Suidn», weJekeeVfl-
MM Prob« van U. Tittmnnn in I loinoD. Anoodutii (ir. II 'iJüü besvliruilit. Vgl.
dM Lexikoas des Zvnoriu j M. Suhmiilt, Koi^yf^liii loxicoii IV 8. L.
99*
8. XCIV. Damit 9ch«nt rtrwBsdt
E &1^
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ByiuitiniBehe titUrKtargMcliichte. 1. PrMaUdie Litt«rfttar.
Wob die Form de« Werkes bebiGFt, so sind die einzelneu AitiU
niclit nach dem jetzt gcwöli tili r hon niplitibelivchcn Prinzip, sondern oA
dem danml« und »chen früher iiliH()i<-n äj-ätvm der i>o{i(?niinntun Anti-
stoeotii« geordnet. Die antistoechische Ordnung unterbricht das geirlllH
liehe Alphabet durch Xusamnienstcllung der Buchstaben und Buohstabefl
Verbindungen (Vükule und Diplithunge) gleichen Lau-tes; so folgt t. B
m nicht auf et, »otidern nach dein J, weil es mit dL>m gl«ichlauteodeo I
xusammengeatellt wird; auf C folgua tt, >;, i, weil sie alle I lauten; elwilfl
etcht u nach o u. s. w. Dasselbe Prinzip gilt dann auch fttr den sweitM
und dritten Kuchntaben der Wörter, ho dat» alao die Artikel nach difl
Schema rttt; nuv; nat, rtt; nu, tti;, ni zu suchen sind. Ote VerdoppelilJ
der Buchstabon, besonders der Liquida, wird bei dic«om Prinzip mcfl
berückmchtigt. Mit dieser uns nngewohnttm, aber im Grunde doch «all
einfachen Anurdnung konnten sieh »elbüt tiek'hrte nicht recht befreondafl
weshalb GaJaford das Auffinden der Glossen durch einen Qla<<senindflfl
Bekker sogar recht unveratändigerweiae durch eine vollstftndige CiA
ai'bcitung des Lexikons eu erleichtern suchte. Übrigens ist das Systm
der Antit^toechio auch in einem deutschen Wörterbucho befolgt, nimlidi
in dem bayerischen Wörterbucho vou Schmeller. m
Bei einem Werke, welches so vUlÜg aus fremdem Material zusammefl
gebaut ist und dessen einziger Wert auf diesem fremden Material benlfl
ist die Frage nach den benutzten Quellen wichtiger als jede andere. VSß
Erforschung der Quellen des Suidas gehfirt nun freilich zu den aller-
schwierigsten philologischen Arbeiten, die nur mit gereifter Erfahrung dunfl
geführt und zu einem nennenswerten Kesultate gebracht werden köniMH
Die Schnierigkeit liegt hauptsächlich darin, dasa e» nicht auf di« Sdl
deckung der ältesten, sondern der jüngsten d. h. der direkten Quellea
aiikoniint. Die strenge Scheidung zwischen den unmittelbaren, ven Suid*«
selbst benutzton Vorlagen und jenen Quellen, aus welchen diene Vorkgan
unmittelbar oder wiederum mittelbar geflossen sind, ntuss ftlr dte geaamtl
Untersuchung das leitende Prinzip bilden. Eine erschöpfende und jcdenj
Ansprüche genügende Darlegung der Fragen, welche sich auf den Stain^|
bäum, die ursprünglichste Form und die Glaubwürdigkeit der sül
Keinen Ai'tikel beziehen, wUrde zu einem lungwierigen Forschungsgaoge dmH
die abgetegcnsten Gegenden der gesamten altgriechischen Littemtnr. Afl
die Erreichung so ferner Ziele muss in einem Abrisse der byzantinischM
Litteratur aus inneren und äusseren Gründen verzichtet werden. Hifl
kann vornehmlich nur die eine l*>age in Betracht kommen, welche QoelHH
Suidas selbst benutzt hat, mit anderen Worten, woraus sich seine PliTdfl
bibliothek zuäanmiensetzte. Zuerst muss noch ausdrQcklich betont wenitfl
dasa ti-otz der eingehenden Untersuchungen Bemhardys und vieler ocudrfl
Gelehrton fllr eine Reihe von Fragen nicht einmal jener relative Gflfl
von Sicherheit, bei dem man sich in solchen Dingen zu beruhigen pAofl
wirklich erreicht worden ist. Ein Hnuptrosultat aber bat sich aus dfl
neuesten Forschungen immer deutlicher ergeben, die Thatsache, daaa jfl
Vielheit von Autoren, die man früher als Quellen des Suidaa iiiih>IiJ
immer mehr boschrftnkt wird, d. h. dass manche Werke, die man eia^
8. Alt«-tiims«iM«nMbaft, B. Wltrt«rbflolier.
Kr direkte Quolloo ies Suidas hielt, jetzt nur mehr al« indirckto
gelten kflnnen. I>io wichtipsten Quellen do» Siiidn« sind im itllgomotiien
Lexika, Scholien»aniiiihing<-ii, Historiker (wahrseht-iiilidi mfiat in
verlorenen Teilen des konstantini^chen Exzerpten werk os) und vor allem
«ino Bearbeitung des groöaen Werkes des Uesychios Milcsios. Des
Näheren erkennen wir folgeudes:
1. Von Wörterbüchern beniltzte Suida» den Harpokrntion in der
ren Famtnng, jedoch in einem besaoren Codt^x. als Photios hattö: das
ikon de« Helladios, dem er seine auf Phiynichos ziiHlck flehenden
el verdankt: violloicht da« Loxtkon desEudemoa und zwar in einer
ren Redaktion, als sie uns im Codex PariRinua vorliegt; endlich Glossen
IQ Horodot, juristische und theologische Glossen. Nichts Genaueres
wissen wir (lb«r die BondtKung sonstiger Wörterbücher, wie syntakti-
ichcr L<-xika, der Werke de» Aelios Dionyäio» und Panaanian u. a. w.
Die stark« Üboreinsttinniung mit dem Lexikon des Photios acheint nicht,
wie Bemhardy, Cobet, Naber u. a, annahmen, auf ßentltzung des Photios
«ribst, sondern grösstenteils auf Verwertung genieinsumer Quollen
xorOckzugchen.
2. Scholiensammlungon und zwar besondere vier: nämlich die
Schollen des Symmachos und Phaeinos zu Aristophanee in einem voll-
itAndigoren Exemplare, so dass seine Exzerpte neben dem Havcnnas und
Temtua den W^ei-t eine« dritten Codex htiben; die ?.» Sophokles (bc-
«BOderB zu OC. OT. Ai.) in einer dem Liiur<>ntianus sehr ähnlielien Hc-
daktion; die homerischen in einer mehr dem Venetus B als dem Ven^tus A
glvirhrodCR Fassung; endlich die älteren und besseren Scholien zu Thu-
kydides.
a. Nach den grammatischen Partien kommen in Betracht die welt-
snd kircbengeschichtlichen Artikel, bei welchen die Feststellung
der direkten Quellen noch grossere Schwierigkeiten bietet. Sie weisen
nrar auf zahlreiche ältere Autoren zurUck, auf Polybios, .loscphos, Eutrops
Breviarium in dergriecbischon Üb«rset7.ungdcs Kapiton, Prokopios, Malalas,
Johanoea von Antiochia. Theophylaktos Simokattes, die Oaterchronik,
irgiofi Synkellos. Nikephoroä Patriarches, Qeorgios Monachos u. a. Allein
dem lückenhaften j^uHtando unserer Überlieferung ist es kaum mtighch,
einzelnen festzuet«llen, welche Autoren Suidaa filr seine g&tchichtlichen
::hrichten selbst benutzt hat. Zur (iewinnung eines sicheren Stand-
kt*^s tnilstten wir bedenken, dass die historischen Artikel des ^lidas
gat wie nicht» enthalten, was wir nicht auch anderswoher wiksston, also
ist nar triviale Dinge; wir mQssen ferner erwägen, da«s Suidas nicht
'» eine vollständige historische Enzyklopädie abfassen wollte, sondern
fia bequemes alphabetisches Nsmensregister der Personen, an welche
die Hauptmomcnto der Universalgeschichte knUpfen. Nimmt man
noch die allgemoino und faj^t ansnahmeloso Abneigung der Byzantiner
lonfuaeode bistoriscbe Quellenstudien und erinnert man sich, dass
Oeedtiobtschreiber von Fach ihre ^^'e^ke, an die man doch höhere
gen stellen musst« als an ein Lexikon, fast durchweg aus den
n, zunftchstliegcnden Quellen kompilierten, ein Verfahren, an
■m
BysantlniBcbe LitteratnrgOHcbicht«. I. PrOB&Udl« Lltt«ratiLr,
dem niemand Anitto^s iiabm: so werden wir ea höchst walirecluülUfl
linden, daKS auch Suidas trotz seiner von niemand bezweifelten Boleeealuffl
fllr die liisLori«clicn Artikel jenen bequemen Weg der Kompilation eil-
»chlug, der längst vor ihm sauktiontcrt war. Nachdem feststeht, daas
Suidas in sehr vielen Ai'tikeln mit dorn .kom)t4Uitinii>cbon' JohanM»
Aiitiochenos (s. 8. 3115 f.) UbereinsUmrat, kann die B«-stiminung jotm
Uatiptquelle fllr die historiBchen Artikel nicht zweifelhaft bleiben: w
ist dau sixiBse, kurz vor Suidas entstandene Exzerpteuwork des Kod-
stantin Porphyrogonnotos. Hier fand or auch di« Exzerpte aw
Johannes Antiochenoe, welchem er namentlich diu auf rümietcbe Qe^diiclit«
bezftglichen Artikel zu verdanken scheint. Für die christlicli-hyzanliniscli«
Zoit, fUr welche die konntantinischen Exzerpte wohl nicht mehr au»-
reichten, bimtltetc Suidas, wie C. de Boor nachgewiesen hat. vor allem di«
Chronik dus UeorgioB Mouacho». freilich nicht in der von Muralt
edierten Üborarbeitung, Kondeni in ihrer ursprünglichen Gestalt. Qecrgiot
hat dem Suidas mehr Stoff geliefert als irgend ein anderer seiner histo-
rischen GewährsmÄnner. Demnach reduzieren aitdl die Quellen der liisto-
risclicn Artikel des Suidn.« auf zwei HauptstUcke. nümlich fUr dte ältere
Zeit auf die konstnntini.scho Enzyklopädie, für die byzantiBisobe
Epoche auf die landläufigen Chroniken der Byzantiner, vor allem Goorgiu
Monacbos.
4. Wie im Werke des Suidas die littorarhiatoriachen Kotizei
als die eigentlichen GoldkOrner erkannt werden, »o steht natürlich nudi
bei der QiiellenunterBUchung diu Frage Über die Herkunft dieser ToJle an
Wic)itigkeit obenan. Sicher wii^sen wir jetzt, dass die Hauptquullv u) dem
groHson und gelehrten Onomatologos des Hosychios Uilegios zu suchcm
ist; Suido» hat aber dieses Werk nicht im Original, sondern in derselben
anonymen, wohl zwiächon 829 und 857 entstandenen verkUrzi^ndeu tivr-
nrbeitung benutzt, aus der auch Fliotios die meisten biographitichen Notiico
in seiner Hibliothek entnommen hat. Doch scheint Suidas besonders die
Notizen Ubttr die Komiker aus Athen aeo» selbst ergänzt zu haben, wo-
bei er auch diu crHtcn zwoi Bücher nicht in der heute allein erhaltaDei
Epitoniu benutzte, sondern in der vollständigen Fassung, wie aie Ar
die übrigen dreizehn Bücher in der venezianischen Handschrift voriiegL
Dagegen hat er das müchtige Werk des Philo» von Byblos sicher
nicht selbst in der Hand gehabt Die Notizen über Heilige und Ketzer
echeint or nicht aus den Kirchen»chriftstollei'n wie Sokrates, Philo-
atorgioe u. s. w. selbst, sondern wiederum nur aus der Epitonio drs
HesychioB und aus Georgios Monachos geschSpIt zu hul*en. Du
einzige Werk der patristischen Litteratur, welches wir aus der von Suidw
benutzten Bibliothek nicht auszuscheiden vcrmügon, ist Thoodorots
Psalmenkommentar.
Ausser diesen eigentlichen Quellen, in welchen Suidas »einen Stoü
schon verarbeitet fand, ist seine sonstige selbständige LuktQre zu be>
achten, als deren Frucht vielleicht mehr als die Hfilfte seines Gloesen-
Schatzes angesehen werden muss. Die Bulesenheit des Suidas darf für mum
Zeit eine sehr umfangreiche heisecn. Sie umfaast« (von den oben ge-
e. AlUrtUBBiriBMiiftchaft. B. Wortafbadi«. (§ 233)
667
■■llilhn WörterbQchern und Sammelwerken nfttUrlicti abgeeeben): 1. Von
^ichtorn; Homer. Hesiod, Hiidar, Sophokles, ArUtopbancg, Babrios, Qoor-
gicis Pieides tb(.-zviL-)iiiondcrwoi»i' avhi Lieblingtiautor) und dio AnUlologio.
a. Von Profanhistorikern: Hcrodots, Tlmkydidoa (mit dem an »ecltsi
Stollen zitierten Biographen Markellinoei), Xenophon (Anabasis), Polybios,
JoHvph. Arnnii, l'rokop. Agatliias, TheopliylaktoH, aber das Meiste wohl
nur iu der kon»tAntinii«clicn Enzyklopädie; von Kirchcnschriftstcllorn:
^her nur Thoodorct; vielleicht auch don Ba»ilio«, Gregor von Naziauz,
bannea Chrysostomos, Sokrat«» u. a.. wenn nicht statt derselben cüifach '
1U8 Georgioa Monachos zu setzen ist. worüber man jetzt, da dio
BprQngliche Fassung dieses Werkes noch nicht ediert iet, unmöghch
VT urt«ilen kann. 3. Philosophen und Sophisten: Artemidoros, M.
Iut4iniiiu)<, Diogeues LütTÜoti, Philo.'strato» , Alvximdcr von Aphrodisins,
_Janililit:ho&. Marino**, Dumaskios, Johumies Philoponoü. i. Darstüller ver-
jhiedener Stoffe wie Lukian, Aelian, .lulian, Synesios. .*>. Von Aeeehy-
ts «cboint Snidas kaum die drei in Byzanz vornehmlich gelesenen Stücke
eachU't zu hahon: auch dio Belegstellen aus Kuripides, au8 verlorenen
fomikurn (Mtinander) und den alcxandrinischcn Dichtern (Kallima-
Nikandvr) verdankt er nicht «eiiior eigenen Lektüre, sondern sekun-
en (gellen d. h. Glossaren, rhetorischen Wörterbüchern. AtÜzisten und
Dtiattizisten. Solchen Quellen entnahm er auch die Zitate aus Antiphon,
Lykurgos, H>'peridefl. l>ie Anführung des Lysias, Demosthenos
beeondera de« Isoki-atos geht wohl griSitstenteils auf syntaktische
zurück. Die Geographen (Strabon) scheint er ganz vernachlässigt
baben.
Zur richtigen ßeurt«ihing des Umfanges dieser LektUi'e mu»a jedoch
ch eitunnl betont worden, das» er einen grossen Teil der Werke nicht '
Original, liondern durch Vemiittulung der versehiedeuon Sammlungen ]
Konstantin Forphyrogenneto« können lernte. Solchen ür^prungj
wohl dos Meiste aus Polybios, Diodor, Dionysios von Tlalikamass,
kolao« von DamaskoH. Euiiapio» und den kloinen Historikorn wie Priskos,
Jcihoe, Menundor Protektor ; endlich aus Johanne» Antioehcnos und wohl
aua Joaeph, Dio Casaiiis und Appian. Auch hat er die genannten
nicht mit gleicher Genauigkeit durchgenommen. Noch weniger
Beine Absicht, von ihren Eigentümhchkeiten ein vollständiges und
fände« Vcrzcichnia zu geben: aber immerhin hat er sie odor
igatens Stücke aus ihnen mit der Feder in der Uand durchgegangen.
ramm hat nun Suidaa aosser den Wörterbüchern filr seine Glossen auch
th die genannten Autoren selbst beigezogen; Warum hat er sich
für den rein grammatischen, verbalen und etymologischen Teil niclit auf
diu gruMvn »chon vorhandenen gelehrten Wörterbücher beschränkt? Die
AntwoH auf die»« Fragt: ist leicht zu geben: Die Attizistcn und Lexiko-
graphen betH;lu-iUiklc'n aicb, ihrem besandereu Zwecke gemäss, auf einen
Uvioon Kreis von Autoren und auf eine massige Zahl von Belegen. Suidas
aber wollt«: in seinem Werke alle Gattungen der Litteratur und alle
Jahrbundcrtü unifas.sen: filr diesen Zweck konnten die vorhandenen
äammtuugvn und Glossare allein nicht genügen. Daher vermehrte er die
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BrcuttinUclie LitUrfttarEoechicfat». L Prouischo I4lt«rfttBr,
Exzerpt« aus ilioivL-n viullvicht um molir aU dus DoppülUt durcb div Friklita
Keiner pigenen Lektüre, froUicb olinu rocbto Hotbode und namentlich dam
bistorischcit Sinn. Er scheidet weder die ältere Sprache von der npUereo,
noch da» S«tt«ni; vom Gc-wfthnüchen, noch Prosa von l'o<>sio; nicht «ioni)
die Namen dur dowShminJlnner verzeichnet er konsequent, zum p^Jestea
Ärger der neueren Kritiker. Ain deutlichsten zeigt sich der unmethodiwbv
Sinn in seinem Verfahn>n, wo er mehrere Glossen zu einem Lcmmk
fand; »tatt die-'»en>en in einen Artikel zu verarbeiten, fllbrt er sie nack
einander auf. olino auch nur die etwa vorhandenen Widersprüche »i be-
seitigen. Wäre nur wcnigstfiii* diese Arh*it Mtubcr gceoliehcn, m liSttm
wir uns nicht zu tHiklaf^iin. Wir könnten dann dio vcrechicdt.>n(.-n Notii^o
nnd Xachrichten sulbet kritisch sichten: leider aber «nd bei dieser Vor*
cinigung verschiedener Glossen die einzelnen Stücke unglaublich verwirrt,
durch Zutiiitze vermehrt und durch Weglassungen versttinunelt wordea.
Don Gipfelpunkt erreicht die Konfusion in den biographimchcn NotJzen Clbcr
homonym« rersüuliclikeiten. Eslässt sich übrigens schwer entscheiden,
inwieweit an all der Unklarheit und Verwirrung, dio dem Werke jetzt
anhaflA^t, Siiidas selbst schuld ist und inn-ieweit spätere lUnde ge.<ichadet
haben- Als sicher kann gelten, daes da« Werk — wie es hei dem Cha-
rakter desMclhL-n auch wohl verständlich ist — durcli latorpolationrn
stark vcrunstuUct wurde; ein bedenkliches Unternehmen ist es aber, den
Umfang der Interpolation genau bestimmen zu wollen. Selbst Bemhanljr
ist hier zu weit gegangen z. B. bezQglich dea Athenaeos, obscboa
Bein kritischer Sinn im allgemeinen die Kennz-cichon der InterpoUtion im
Suidas richtig festgostcllt hat Auf lnteq)olation gehen z. B. sicher zorOd:
neue Lemmata, welche fleissig« Loser aus wichtigt.'n Stellen des Wörter^
buches selbst schufen, wobei sie denn meist (durch fc»Jr«, fatir *r i^ u. s. w.)
auf die Urstelle zurQckvei-wiesen ; natürlich auch Znsätze aus Auteren einer
Hpfiteron Zeit wie Michael Ptteilos oder aus solchen, die Suidas nachweis-
lich nicht benutzte, wie Pausanias; Glossen, die in den Hauptbandschriftea
am Itandc oder nur in einer derselben stehen; knappere ParaphraMO
l&ngerer Stellen neben dem Originiile u. s. w. ; auch Sentenzen und Sprich-
wörter scheinen vielfach interpoliert, obschon hier die Entscheidung im
einzelnen schwerer föllt. Bei allen Mängeln ist das Wörterbuch des Snidu
ein grossartiges Denkmal gelehrten Sammelfleisses aus einer Zeit,
in welcher im ganzen übrigen Europa die gelehrten Studien fast vBllig
darnieder logon, ein neuer Beweis dafür, in welchem Umfange Byzasi
trotz aller inneren und Süsseren Stürme die Überreste der alten BiJdai
erhielt und fortpflanzte.
I. AuHgabon; Ed. nrinMpn voii DcmclrioR Challconilj-Io*, ModwUni 140).
Ueber div rul^f-nil^n AUHEobon, eine Al<ttnu, die von Porttu. KiiegitxTiM n. h, w. «. I
boHy« Prolegomonu S. 90 ff. — Julil kummt nur in Botnoht: Suidao loxicoa Aa.
Thomtis (i*iftforü. 3 voll , Oxauii lS3t. Dur dritte ßuid ODlh&It dio Vont>d« und
HcliOuc ludicos. — Aach diese L«istu[i||; wutdo wuit QWrliull dui«b; SuidM l«xiaoii •!&
OodofroduH Bornhardy, 2 voll, in vivr Tuileti. Biilj« «t BniBswigae 183<— ISSS,
der groBMrtigaUiii L«i«tung«n der n«aerrn Pliilnlotiio. Der erele ß*aA milbkh die
lobenden vier CommenlntionnR d« SuidH* loxico, in voloh«ii Poraoa und Z_.
SoidM, dt« GwKfaiebt« »»inoa Wrrkti«. urinn (jaoUon. diu handuclniniirlMi U*bcrU«fi
, dio AuBfabeii Biid Baibfige aiit luliarror Kritik boMprochon werde«. Den kriltscben A;
0. AIt»rltiiaswlMWii««han. B. Werterbttclier. fg 838)
ItloH* lial IktnhiirJ}- in uiiiRr>uili<'il«'l''r Vorm Rsnx niirijtPtioininvri. ()ii> L-rklUrcnilirn Nulon
I 4*0) altnii DnllMrto bsftvit und nar Aia wirklich WicIitJgH in kiiiiiiiiäter Korm irivtltM-
^abaa; »«mlicli Obnfltatig i«t di« UteiiiiRcho IJobersetsnng. weloli« Bernliurdy nuf
»ach dn* VnrIegM« beifflglo. — Neben dii^aoin ltioetnwDrk<< lint fast nar pin naUiu-
iaeliM IbUiv««« di« Aua^Kbr. woldio kutx luicli AbsRhluss von DcinhardTs W«irk
«r d«4n Tttol encki«!!: 8uidii« li-xicoii ex rGcu|;n. Iimn. Dekkeri. Uvrolini, (>. Kaim«r
M. Dardi We^uaung dw kritiiicliuii A|)panitM und der liiteinistlien Uabernatiung,
idntallwg dos KoBinenUn wie dvr Iiidn-pB uuJ hhnliolif ivuiial^tückn int hior dor
Ut SoMu (ilOcklkh tD einem Band« UDterfttilirtidil. frinliuL au, dass für den tielditlon
li war bMlUt »«n»t Atn SiiiilnnV) die AusRiilie imlirKuclihnr ist. Die v^miiiMltcn glück-
kaa EBMubtioM'n Dekkere, die in oinnin mOminAn AafMtxe lifttlen uolergelradit werdMi
IMO. varmOg«« Ul diomr Tlintnocho nicht« zu andern.
L 2- nilfnniitl«1: Pabrieiii«. lÜbl. gr. ed Harl, ti. 389 -&95. gibt «iiio littenu--
Küebo Kntiz und niick d«n nitereii Aiiagnlcn Voneichnime der bei Siiida« Eiti^rteu
■ bcnabtcn Autor*n. — Diesns gnni^o j^til «ntworlcto Mnleridl ist OberflQBBigarweign
Hierbolt bei Migne, l'atr. gr. 117. 1193 -1424. — Dio »onMign Altere UtUretur »t
^«■tklt voll Bcrnliurdv. l'rolcgatnunn S. 9S fF. — lliiuptaDlirift: Üic nun Ti«r Ah-
dloBgen betiti-hi-nde KiDlritun^ in der Auügnbe vun ftnrnhiirdy, vol. I 1. - AuiMor-
a: Horiti SchuiiiltH Huzcnsiun der Auegabua vuu tleruhordy und Bekker, .tuliiiH
uh. 71 (I85&) 46&~&00 uiid 7T5— 800 - Du), Volkniunn, Du Suidne biographiuiB
Mstwitea eelectae. Bciuuhu 1^61; Do Suidai* bioumpbiciH quiiestiunoa ulU'rat) iu den
Bb«U pbiloInKoruin Biinneniiiini in honorem Vi. RitDebelii culleutA. LipalM I8M~18H7
IIS - 730; Da 8iiidii9 bii>grn[ihiriH riuaestionee novse, Pragr. Scliulpforia 1878.
^ Sehnnidcr, De CBlümnohi opornin tnbula ijuiie «xatat ajiud Suid«m. (.ioUia 1SI52;
wiodeTboIt und rrweltert in seinen Cnllirnnfhcn. vot. 2 (I.ipsiap l'*73) 2—33. —
'icbamuth, Db fontibus, ox quibus .Suidnn in noriptorum (tmoccirum vitis hnusorlt,
1 Svmbala pliilol, liunnons. in hunoinni Fr. Kilsrhülii t:alleoUi, Lipeiau 1864—1007
-K>2 — A Nfttier. Photii Icxicoo. Trolcg 164- Ii3T. — Kr. NicixHchir, Du I.aertii
icefiiB fonlibus, Rhein, Hos. 34 (1880) 211) ff. — K. Hercbcr, Ueber einige Fragment»
lAtidw. Mooateber. Berl. Ak. 187.^ Jiin. S. 1 IT. - F.. Hiller, Phutios. Suidni«. Apoatulios,
ftHofO» 34 (187$) 236-234 (nber Itenatiniig de§ Phulioa und Suidos durch Apontutios
igßnt SprieliwaTt»r«aminlDng), — Tobei' eine tum Teil aub nltencn Quellen, znm Teil nua
Bi kMopfliort« Sprich «9rt«rsiimnilung in «iner KacnrialhandMchrift handnit Ch. Itraiix,
^a de pliilologte 2 (1^78) 21 D -237. — (.'ahor diu .Snridiwdrtrr in einem Aunuge aiut
üaa hModell Ü. Schneok. Quaestiones pnroaniiogriiphicno dr^ nudicc Ceiüliniano 177 et
Jeml <me fenintur lexidn. Diss., Breslau IHflä. — K. Kobdu. r/ywt in den Bio-
rpkk* M Saidae, Rhnn. Mus. 33 (IVli) ISl-'^^Ü und tHig f. (buwi^ixt. dnaa rfyoi-( iu
I allMiiMiateu FUI«ti niclit, wie A. Scheue gliiubte, diu liehurt, eondern die BlUteteit
«ielMiatJ. — H, Flach. Untersuchungen Ober Rudokin und Stiidae. Leipeig 1879 (be-
wawnitich dia Kchüietb^frage des Viulnriums der Eudokia). ~ A. Daiib, De Suidne
Bphicorvm «rigiiw at lide, Jahns Jahrb. Supnlementbd. 11 (1880) 401— 4S0; Studien
Hio^^raphica da« Siüilaii. Fnihurg i. Br, una Tübingen 1)<K2. — Guilelm. Knnsch,
Jiw fabol«rani «pud Suidam reli(|aiia, Diss., Unllo 1883. — L'eber Dingones Laortiua
dea Suidas vA H. Krcuttncr. Androniui (|ui ferlur libollus '/<?< miiVaiV. Disa.,
1884. und: Die irtoiacbon deCnitionen der aSekte bei Suidas. l'bÜolugus 4t>
7rt— W7. — G. Fr. L'nger, Die troisohc Aera dos Suidaa, Abbandl. bayer, Ak.
17. Eta»d. 8. AMmI. (IS8ÖI S. 515-005. Vgl. die Besprecliiiug vun I.. Celm.
■ nhilnl, Waeben*o]irift 1886 S. 888-845. - C. de Beer. Zn Jolivines Antiocbenus,
aO (lt*t^) S2I-330 und: Die Chronik d«8 Georgios Monachoa nl« Qll<^1lR des
n«niMi< 21 (1886) 1—26. — P. Rocllig. Quhc ratio inlei Photii et Buidoo lexica
Mitf, ÜiML, Uall« 1887 ^ Dissertationes philologicno üalenaes, <rol. VIII 1-Ü6.
^^^Baalli« beklffipfl« Anraoht, da» Fiuidas den Photios e.uerpiert habe, verliateu
■■Kl, )&eno«yii«»(18flO]S9»ff.: 411 ff. und Naber. Photii leiicuu. Piuleg. I.'.O IT.;
!lff — G. Kaibel. Atbenasus und Snidas, Hennefs 3'J (18"?) 323—383. — Üeber die
f< dta Ssidaa für KultusboiDameD der OOtter: 0. Wenliel, 'KauiliQtitie 9*iär sivo de
D oogBoninihui <itc., Diss., GMtingeu 1889 8. 3 If. — G. Wendel verfasate such
«n dar llnrliiMT AkadatnJe prei»gekrIin1o Arbeil nber die Quellen des Siudas. die
nielit verOlfontlicfat laL Ihm IlauptrosiiltAlo boxOglich der Verbalartikel (asale er
in der AUiMidlnag: Beiliilge tur (ioschirbte der griochiiioho Leiikoginrihcii,
Berl. Ak. ISftS S 477—487. - Kmendationnn von G. A. Pnpabasileiu,
I (18«») 227-234. - Ew. Brnhn, Suidoa. Hb.-in, Mmt. 45 (ISöO) 273-283. —
vvnSuidaa beoDtite Babriuaexemjilor vgl. Jul. Werner, Quaeationes Babnanae.
... Studien XIV 3, Berlin 1892. -^ Die «veit zerstreutuu kleineren BeilrSge, bes. die
iBdMfaRca eioMlaer Stollen kSuuen hier nidit aufgezahlt worden. Man vgl. w. Engel-
Bytantinische Litt«raturg««chiohte. I. ProMiocbe Lltt«r*tSr
mnnn. lliblJotbcca iieriptonim (luaiiicuriuii 1* (1880) ^"24 f.. und Rlr die nMimlo Zeit 4fl
I)]li)inth«eii philologicB rliuaiea ruu Calvar)-. — Vgl. Christ, Ori«ckl>dio litUnl^
gMohichl« ' § JT3.
3. lieber einen Döu«n Suidaecodex i!«s 13.il4. Jabrk., iw DbrigMia w«rlla« »c4«inl.
B. C, TiHvbciitlorf, Notitia editionis eodicts bibtion SinaitiH, I.iiwiae l^lW S. 6!' ( -
Ueber oineo tin 13. Jalirli. dtircb d«n Rltchaf Robert von I.inci>ln(t IZ'tS) reracbAltB,
nur dia grOiaeron hisInrisch-bioBiHiihiiirhrin Artikol iimfnaiMDdftn InloiaiacticD Auajig
Jh Suidas (Libei Siidn) n. Valentin Itoxo. Ilortnen 5 (1871) 155-I5H.
4. Oor Nam-i amuirM Loxikogrnphon ist hAuhat aolUn; docli gibt m oiiwa iltn
llialorikor Kuidaa, dor b«i Straboii, StcpbiuoH raa Byiom u. a. al* Veifajoer von Hi«<
a-Xixii litiert wird. S. U. ßcrnhard>H Prub^oin. S, 27 und CUOller. KHti 2, W f.
— L'eber die Quimtitiorting dos Namena (SuiJuh) d|>rii'hl J, E. Sandys, 11i« |iraa(Miociali«D
uf Suidas. Clxaiiiuul Review i (1^1) 484.
h. L^xicoii Sabbfltliciim. Ein diircli die Aurbewahriug von DidtterfnfBMtN
wicliti)(M, jedueli bin»ielitli(-b emucr Qii«tl«n noch nicbt nlher gMirOflM LazibwfraKBtal,
düB mit iiviiiaic boiiiiint nrid mit ein»m Artikel über iiaiffiotatc iU^ seUJeaBt, mjtäfß
HU« dom Cod. IltT dos SubbiuiklcisterB bnrvorgeioi;«!! vordon; I.<-xi«on Satibailiciua niint
primiun cd. A. Papndopula* KorHrneua, Jaum. Min. 1KQ2 lld 2% Aprllli. S, S$ ff. —
iSur WortaohlUxung vgl. Thood. Kack, Komikorfragmonlo im Laxiooit Sabbailiciun, itbna.
Ulis. 4S (ItiSS) &?9— 591.
2S4. Kyrillos {Kt'^tlliK). lTnt«r doni N'ameii eine« Kyrillos. Patri-
ai-cli«ii von Ak',xuiidria, iat in zahllosen, oft völlig voneinander «bweichco-
<lcn Uamlscliriften ein alpliahotiische8 Glossar Überliefert: Kv^lXov iop
ttptotmov tt^xtfntaitönov 'Ali'^ur^it^/rtg Xi^iuv avvitytayi'j xaiä tfiMjtror.
Die Frngo, ob daeselbo wirkÜL-h auf den PatriArthtiU Kyrillos s\is doi
ersten UKlfto dos 5. Jabrhundori« zurückgeht, i«t noch ebensowenig «nt-
ttchioden, «bi Überhaupt die Quollen und die VerwandUchafl: des Glosttars
genügend untcmucht i^ind. Den Kauptbestandteil bildet, wie c« sdii-int,
ein altes rhetorisches Lexikon, das der Verfasser durch Einschaltungen
ans verschiedenen Olossarun zu Homer, Euripidcs, der Bibel und anttemi
Hchriftün erweiterte. Von Wichtigkeit ist die Erkenntnis, dass das Kyrill-
glossar von späteren Redaktoren in duR Lexikon des üesychios hinein-
gearbeitet wurde. Im Übrigen bedarf die Stellung des Kyrill noch der
AufklUning. In dor nouc-ren Litteratur ist dieses rein griectiiiw-bv Qkww
zuweilen mit dem griechisch-lateinischen Pseudo-Kyrillos vi»>
wechselt worden (s. S. 561 f.). Über das mit Kyrill vorwandte Lexikon
Zonarns s. S. U74.
1. Waa bia jebct vou Druokea <rorli«ft, iat aleadea md mhloMtStllckwwti'i
niLT MDielne Partieen imd auvh diese nur nach «JuelMQ. wUHMrilok gSWiUtm Bik i. __
M daas oin BMiiclicr(«s l*i't«il über Kyrill aus der Litteratur llberbaupt nocb aidit n ,
winnoD int: Ein StQi^k niis einer MoelcHiier IIa ed. Chr. Fr. Maltbaei in den Ule
Ura«oa rainorn, Mosijunc 1774, I II IT. — Xan einem Cod. Monacensis «di«rt« die
atabOD .Hund .V 1). f. Dazen in Arotins Ueititlgen Kur (ieecbichto und I.itterabir 9(18
rj-^3 tr. ~ Dünn vnrwi'rlete Tittmano dit .Abacbrift von .Mnllliiieiü Codox fllr MiM AI
Kabe d<B Zoniiras I S, XCVII-CXIV. — Aus Wiener Hsa uitit I'rubcn de« Duckataben
Itnrib. Kupilur, IJeityuhii GlusBugra[ibi diactpulua e<t /niyi.waoi^itjf Kussua, ViodoliaiV
1839 8. V— XXIV. ~- Au4 «inem ttudleiuniia und Baroccianua ed. EVebe» J. A. Cranial
An. l'nris. 4 (1^1) 177-201. — Ceber ein« Leidener Ha und ihr« VerwutdüMkaR
doo Wiener Codices bandelt E. Mnhlnr. Do Cyrilü nrcbiepiMOopi Alexaodrini lexJM iati
Hnemoayna S [1^<54] 21^-325 und SS»- 302. Die von Mehler g^pl*"'« AoaRalM JeaKi
kam uiohl tu stände. — llesycliii Alexandrini li-xicnn ed. Mnur. Schmidt, vol. 4 (J
1962) 889-86» onthnlt ExMr]ito dea Kynlli-iel)i<n Lexikon» nun Wiener. Moakaoer.
dcnor u. o. Haa. Vgl, in denisulbpn Bunilo S. XLlll -LS Schmidt« Abhandlnni;: De Cj
Aiuxnndtino, Albanaaiu, Eudeniu gientunntu et lunicia Seuuifriatiin. wo auch dii> KyrilliMjhaa I
lieacbrioben sind und die Altere Litteratur aufgetUhlt wird. — Mitteilungen an» KoMnlMgaMT
Handschriften ^ah Gh. Urans, Arrbives dea miasiona sdentiliqUM ITI. ajria l. H IIBWJ .
19B ff. — Eine Ausgabo dor &ll«rn KyritlgloaSKre wird vorbereH«t ron H. R«ttien>l«i(
e. Altertnm»wlM»iiBchBft. B, VeTleAflebM-. (^ 234—286)
571
«gl. MWB 6«>nMhuiiKeu im Rlieio. Mtu, 4it (lt<66) 4A8ff. — Uierker gehCrt vor-
■■tlfeb Midi C. E. AuriviriiuM, Ütoamriu niw qnnv in bib). R. UpHul ONiervantur ]((22
(fliir mr an iei- Noiix bei Ch. Ornu.t, Aicliivta Jm minnunn BtiuntiKaue« III. tMt-,
L IS <1SS9) 8S5, bakunt).
S. Km Redaktion des K^rill atelil in «icur Parii«r Ha unter <lom Titel: Toi' ir
IVabMi b*i J. A. Cr«mor, An. Paris. 4 (1641) 201~2]&, und im Hosyclilu« oil. H. Scbmidt,
n>L 4 8. XI.V1I (T.
8S6. Eademos {EvJijfwg). Eine der Hauptqucllcn Aee Suidas war
uigoblich ein Lexikon unter dem Namen dt-« Eudemos; dasselbe war
«icht nach dem Prinzip der AntiBtoeclii«, sondern nach dem gewOhnlicIicn
Alphabet geordnet- Der Verfasser des Lexikons .schwebt in der Luft,
thnlich wie I'hiloxcno» und KyrilloK; wir können atiK Siiida» »L-Ibot und
au« Doxepatre» einen Rbi>tor Eudemos aus Argos als Verfasser eines
Werkes: //*pi It^ton- ^r^oQixmv und eines zweiten (vielleicht aber mit dem
cnten identiRchenV) /7*pi im- jtaQt't toig ^i'jopai ^t^ov}u'\ioi: Welcher
Zuoinmenhang aber zwischen jenen alten VVerken und unäeruni Lexikon
b«t«ht, ist nicht bekannt. M. Schmidt (Jahns Jahrb. 71, 496) glaubte,
dus das Werk jenes alten Eudemos, den er um das Jahr i::io n. Chr.
aetxt, zwar verloren sei. da.is aber ein Auszug daraus (eine ^i'rnj-M/tJ
l<Jfwi- xp'i<f '>•*>'»■) zeitig mit Nachtrügen, namentlich aus Phryniclios und
Pamphilos. versehen und in dieser Gestalt in vielen Exemplaren verbreitet
werden leei. Von diesem voUätändigon Eudemos, den Suidus benutzt haben
soll, würden dann unsere Eudemoshandschriften (in Paria, Florenz «nd
Wien) AuszUge oder Bearbeitungen darstellen. Ein ganz sicheres Urteil
über diese hftchst verwickelten Dingo liosse sich cr.tt gewinnen, wenn die
»cm Boysen in AuHsicht gOMteilte Ausgabe des Eudetnos vorlRge. Doch
wird Mhon jelxt aus den Untersuchungen von Sehneek und \\'entzel ziem-
lich klar, dass die Pariser und die Florentiner bezw. die aus ihr stammende
Wiener Handsrhrift des Eudemos. die mit dem Cod. OoisJ. 177 eng ver-
wandt sind, auf eine interpolierte Epitome des Suida» zurückgehen.
BMchrtihang ein«r Wiener Handsdirift von M. Schmidt, SitmnKsber, Wien. Ak.
« nSMjaSöf. - Vgl. H. Schmidt. Jahne Jahrb. 71 (1KS5) 4H1 -WO. und soineu
ÜmytUm», voJ. 4 S. XIJX ~LX. — Cnr. lloysen, De llnrpncj'HtioniH loxiri fonlibiis
fmitHontn !w:I«clap. .Sohiiftea iler Univ. Kid, 'I'i. tl. 1ST6. gibt frohon don Kudenioa und
■«Jluirkt pin« Aus)uil)i' dcssi'llieu, — It. .Schnock, Quaostiones pitro»niiu|;rii|ibiL'iio dn
MJie« Cuidiniaiiu 177 «I £ud«ni qune fvruntiir Icxids. Diu., Brealau 1S^2. — (i. W«ntxcl
haadall Itber EudcsiM in Mber BMiirachimg von C. Bovacns Aus^abu dun Uuchatubon A
4m £r^y«yri («. 8. tiTH. GSItioger G«l. Anjicigen 11^3 S. -27-46,
äS6. IKe Loxika Soguoriana stehen in einer ehemals im Besitz»
von Seguior beündtit-hen Handschrift des lt. Jahrhunderts, welche jetzt in
dtrr Pariser Bibliothek als t^odex Coislinianus Siri registriei^ ist. Sie
i-DtliAlt eine Menge lexikalischer und syntaktischer Sammlungen, welche
von dem Umfange der grummatixchen ätudivn in Byzanz im tO. und
II. Jahrhundert ein deutliches Zeugnis ablegen. Den Anfang bildet:
'JnvU»r{ov attytatov It^tMÖr uarä atoixttov n"? VAicrdo; xai 'Oii'aatfat.
Dtnuf folgt ein Exzerpt 'En ttiiy »Pgvtixov toi' U^gdßiov r»"^ aa^tauxil^
irfMtttfRffjui'^;, des TJmitos Platolexikon, ein Lctiknn zu llerudot, Moeris.
zahlreiche Sammlungen von i<?ri; aus den heiligen Hchrifien, Scholion zur
Alexaodrs des Lykophron, eine Reihe syntaktischer Exzerpte und endlich
^
ByzBDtiaiatlie LJUerBtnrgsBchiolit«, I. Fri»aia«b« Litt«r«l«r.
Jone fUnf anonymen StUcke, die unUir dem Nmnon LoxicH Segu^
riaiia bekannt sind. VollftUndigo Inhaltaangabe der Ilandsclirift bet Im
Bnuliniann, Anocd. Or. 1 (1828) V — X. I
An 1. StoIIo odiortc Bekker aus dorn Coit«linianu8 345 den Phrj'nichMn
dann fünf aiionj-me StOcko, nämlich 2. "AiXoi äX^äßt^io^, von Ruhnkm
'.Ji-rinriixiiTi 1^'^ betik'lt und unter diesem Titel von I. Bukker ht-mus-
gc^ben, Anecdota gi-. vol. I 75—116. Es ist eine Sammlung von fo\v-
misclion Bemerkungen gegen die Itegclu dor Attisisten, besonders des
Phryniolios. Wie Wiut <lio)<u8 Werk mit dor RUti Suida^ bokanntvii Sdirift
des Oros Ktitti it>^rrij;'n- zusammenhängt, ist nicht fostzustollfii. 3, //(pi
avvrti^ftat- Uwa rtÜi' ^t^ßiitoii- yniKf, xm dottx^ kri ainatix^ irri-i(ic-
aovtai, eine alphabetisch geordnete Syntax der Kasusrektton. Sic ist von
Wert durch die Menge der zitierten Belege aus Kednern und Ttistorikorn.
dcivn itoihc bi» auf Prokup von Kaettarea und Peti-os Patrikios henib-
roicht. Ed. von I. Bekker, Anecd. gr. I 117—180. 4. ^ixtöv örv/tata
xittü iiitfüßijot'. Kd. vnn 1. Bekker, Anecd. gr. I 181 — 194. 5. At^nf
e»;TüpfKf</, ein Wort- und Saehlexikon in (allerdings nicht strenge durch-
geführter) alphahetincher Ordnung, wichtig durch zahlreiche Notizen Öl>tr
griechische Altertümer. Hauptquollo war ein Rcdnorlexikon. Ed. von I.
Bekker, Anecd. gr. 1 105 — ;U8. B. -inaj-Myi^ li^tittv X9'i^'/"" "
JiriyVfui' cnqmv rt xrtl ^r/ÖQOtv :Toki,mv. Die«e8 umfangreiche W&rtcrbuch,
ein llilfsmitte] flU- griechische 8ttlii<tik, scheidet sich deutlich in zwei v«^
schieden gearbeitete Teile, von welchen der eine, sehr reichhaltige den
Buchstaben .4, der andere, dürftige die Übrigen Buoh.'it.aben umfasst l>er
Kern des ganzen WürtorbucliL's geht vielleicht auf dos Lexikon dos Kyrill
zui-Uck. Die erwähnte Ungleichheit beruht darauf, das» im BucbsUbon J
von einem Gelehrten eine bedentende Glossenmaflse aus Phrynichos, AdtM
Dionysios, Pausania» u. a. eiiigcschaltet wurde, so daas jetrt in dieMtn
Buchstaben eine doppelte OloHsenroilie 2u bemerken ist. Dasselbe Lexikon
steht auch in dem älteren Codex Coisliuianus 347, doch ohne die er-
wähnte doppelte Glosseuschicht in Littera /(, I. Bekker, An^ü'd. gr. 1
319 — 476, edierte nur den Buchstaben A: die ganice Sfvaymyij edierte in
seiner dilettantenhaftcn Weise L. Bachmann, Anecd, Graec« I 1—422:
eiidlich edierte den Bucbstubeu .1 aux dem ('od. ('oislin. 347 (mit Parallelen
, aus verwandten Wörterbüchern) C. Boyson, Lexici Segueriani icrRj-w^ij
i^imv x^'/ffif'oir inscripti pars prima (A), Marburg 1891. Von grCwsttr
Wichtigkeit ist natilrlich anch bei diesen Wörterbüchern die UnlerMicIiung
ihrer Quellen und ihrer gegenseitigen Verwandtschiift; doch hat die For-
schung hier noch nicht viel gefordert, und aus dem Hütenden Chaos vor
Behauptungen. Wider»prilohen. Möglichkeiten und Vermutungen treten die
wirklich sicheren Ergebnisse nur wenig hervor.
I. Auagnhc van 1. Bnkker. Ancci). gr. 1 iliorolini ISM) Vi — (TS. iIau innotiM
eritica in vol. 3 (Borollni 1H2I| 10T4 fF. ~ Das K. Smok volUtüDdig von L. ll«chni«s
{». don T«t|, - Vttl. l'iiolii lexiuon «d, Nnbcr. PruloKOm^nii S. «0—106; 137— I6i: \Ti
biit 184. — Hcsycbiua «d. M. Sclimidl. vol. 4 $. XLlll ff. tiad Jaliw JftLrb. 71 U«
4t^ ff. — Kr. ItiUclil. Tlioiiiae Mogistri odoga. ProleRoiii 78: 77 aad: DeOraot'
48: &^ II. s. w. -' Opuscula I 628; 640 u. s. w. (g. dm Inilox). - Car. boyacn.
HarpocMtiuiiid lexici fwtihiiB. Schrift*» der ünivwsitllt Kiol, 2Ä. B. I87ft. — L. Coli.
L'iit«rBucbuug«D nber tili Quellen der rintoBoliolipn. JithiM Jolirb. Suppl«in«iitli. 1S(13M)
6. AUcrtamsiriaMiLBcliaft. B. VorterGooSer.
m ff. -- €. Z. B«AT. Dn (orljo loxico tlckkm, Diu*, l.ugd. Ilnt. (mir unxiigAngtieli). —
J- Sicking. Adnotationcü ad AnttaUicidliun, AmHUlodumi lHH\i (mir imxugUnglkh) - P.
Boellig, (Ju»p ratio ial*r I'hotü ut Öuitlue Icxion xiilMepdnl, Hnlln 18S7. «owio die Dbrigfl
ID Phodo« und Suidu aDgafUliitH LitltMuttir. — Zu der Ausgnbi: von C. BuyHun (s. u.)
rjtl. die Bespiechuniten von U. W6ntz«l, OOttingor Uol. Anxoiftun 1898 8. 27--tG. und
R. Rflilieaslein, Ekrl. pliitot. Wockenaclir. 1893 S. 103 ff.. 137 ff. ~ Eine Nach kol tut iun
iar Xtomyttyi Jm Cod. Cotsl. M^ (ütt «-U) %uh H. Li«boriuh, Die handschrinlicli«
D«b«rlt*fanuig da* Badioianiiflcheii liosikons, Alliiuidliiti^eii e<c. W. v. Cluiat dai'^eliraolit,
HlBcbt« 1X91 S. SU-279. Vgl. di« Nachtrag« von L. Cohn, Berl. pbilol. Woohenschr.
IBM 8. 82 f.
2. Za dem Irxie. (leg. Htfi ocrraffui; vgl. das otionymo RtDck lUgi iijt '»>*' ^i;«»-
!■<■ «i-MniiiBit ant« fo«j( ;>(iliiii>t';, od. von I,. Itaclimann. An. gr. 2 [I9'l») 2N8- 81Ö,
■nd die mit Itvitpivlvii ain den huilig«n Soliriftcn bI^)(.■glc^. aipbnbctiacli gcordnatc'n lynlnk-
tbcbeD Hebeln bei J. A. Cramer. An. Oioii. 4 (1837) ^TS— 3ü7. mit dem wunderlichen
1%)!: '•ifjn *''" ^<1' ">■' V'rtBitmr niiic Jii ä^tiitlr (!) anvinonfir tat ^ri/ittiixi'i Xiitii iv
iBi( tav otvfiatof nrui'dfai. Wiu a(itw«ndig sulehii s^iituktisobe Vonicurtften für die dK'in
Laben inner in«hr entfremdf'to b_vxanlinisc1ie KnnstgtäxitAI wurden, x^jul diu unerhQrte
TanaimiM dt-r Kasosniktion. wie nie »Mi in vi«li>n hyxnnlinisrheii Sclirif^ werken, e. B. in
dar Vita Euthymii (». S. 313) breit nincbl.
3. Weil verbn>it<<l irnren iiu Mittelaller Wörtervi'r7i\ii:hniitn» Kiir Krleiclilemng des
VervUndninaei) der hl. Bnlinften und der Kirchenlindnr: vioirnHi winden diese UlnsHae
■arrar uich in prefane WOrt^rbüclicr hineingeurbeitot. Kin Verzeichnis van Afitii ti^c
•■>«>ti'/oi- a. n. w. bei U Um-btiiann, An. gr. I S. VII f.; ohcndn tj. I.'iü— 459 ein kleinen,
wcrtloiva I.exikon zu Kirvbeiilii-dern.
A. Yjne Art von Kuinuientar tu Dionyflios Thres und Theodosios vun Alo-
landria bildet du dtbrftige Athtä" 'ijc yjiafifiartx^e in Üacbmann» An. gr. I -1'2S- 150.
VgL DionvMi 'rhradB tn gramin. ed. 0. Uhlig. Prole«. -S. 40 f. und A. Hilgard, Ommm.
(r. IV 2 S. CXXIX r.
S. Mitteilungen Ober den Cod. Marc, gr, 433. «. 13, der («sika iii Oemostlienes,
jnWiMlM und ander« (>toesen enthalt, gibt Hugo Habe, riäicam, Ithoin. Mae. 49 (1^94)
9» n.
ft. Voeen animnlium. Spexiolle Boiichlung fsndon in i\vx lexiknlisrhen l.itterattir
dW Amdrtteke fOr din Stimmen der Tiere, die wicdurhult nurgFultig lUHnmmengeiilollt
««rd«D. Proben »u« ilea und ivicblidie Nachweise der Olleren Litterulur bei (iuil.
Sludemnnd, Auocd. vori« gtaeca 1 flKSK) 102—106. — Hauptuchrift: Fr. Kanealari,
6itl trattsto greeo De vouibns anim&liuni, ätudi il«linni <Ii fllol. cInasicH 1 (lä!l3) 7^—96;
J12. — Bfaien Naobti« liefurl«: Hicoetn Feata. Ancora Vocea «nimaliuni, Studi itatiani
di aioL daadc« 3 (lß95) 4S6.
7. ESn synonymiHche» Lexikon [Xvrayiay^ ruJf npJt iiaqioQiir or.finiroftiviav
UStttr mu «loi/rror] ed. «na Cod. I'arin. SA.'iS Fr. lloietionade, Not. et ex tr. D (188S)
2, 13S-I6I. ~ l'eber die Hn vgl. Doisnonade, An. gr. 3 (1831) 229.
237. Die etymologieohen Lexika. Kiiie bcsondürc Gruppe bilden
in der ^rrammattRchen Litteratur der Byzantiner einige unter «ich ver-
«udtv gnVii^'ie mid kloiiiore WörtorbUclier, welclie von den tiiidcrcn lexi-
kiBsclivn Wt'rkL'ti wie denoii Avh riiutioK, Kyrillos, Zoiiara» »ich vor al1«m
dtulurcb unterscheiden, Aase sie neben der Erklärung der Wörter dio A b-
leitting in hervorragender und charaktcrietischer Weise borikksicbtigon.
KQr kciDCii Teil der Grammatik igt die vergleichende Sprachwi^ät^nscbuft
M luwntlwhrlich »ie fQr die Ktymoingie; daher ist es nicht zu ver-
«ondern, <la«M gerade sie die schwächste Suite der gi'icchischen Grammatik
bildet Die Byzantiner, diu all ihr gramtnatischos Wissen au» den Alten
■diBpflen, haben die.^e Disziplin nicht gehoben, sondeni noch vergrübert
ud verwÄMwrt^ Infolgedessen ist die Etymologie, die uns in den ge-
unotcR Lexika geboten wird, ein wahres Zerrbild der heutigen WisHcn-
ichafk diesce Namens. Bezeichnend f9r die Uiisichcrlicit der byzantinischen
Ktymologen ixt es namentlich, dana sie sich etelten mit einer Ableitung
lafricden geben, (londern daneben noch eine zweite, dritte, xHerte, fllnfte,
Mduto 2ur gefillligen AuxwuUl vorlegen. Als BeiKpiol diene der erste
574
BjaaBtInlacfa« titUratnrgMcliiclita. t. ProHiMfa« UttaraUr,
fn
Artikel des Etymologicum Mngmim: "Altfu tö atMxtTw, na^ä tö äXtft»
tpgfaxoi ■ JTßWTor j-wp rriii' iiXXmv atM%t{a>r tv^tSr^. "// rr.Tu »or xatä a/ioiß^
nulttnitaitai ■ iiX^fir ytig rö äfuitluy. Eiiio wahre Miistcrkarte von Ein-
filllcu enthält u. a. der Artikel: '^li'ewrro;, /7nprt tö «i« if^Tv yorf
ni'bi ßXinnv • fiövoq yiiQ «ür älAtui' t')'«''' ö nrüf^no; riai ßi.inu. 'ü nafa
ti liraäQtiy « öntantv, i^yovv tifa/.oyi^fffifai ii tl6i xoi T;jeör'»# W
nra^n r<J Jp«, i« ßXiitm, livdqmTiog xtt\ niÄpw.To;. '// na^ti ri» «rw ^».tHi',
mtiqonöi n; ini* u. o. w. Di» Ordnung diettcr Lexika int die gewöhnliche
aipliabctiflclie, nicht die antistoBchischu ; doch ist dio Keihenfolge Dicbt
I streng eiiigeltaltfln und bald mehr, bald weniger verwirrt. Bieber sind
folgoiidv Vertreter dieser Gattung bxw. folgende Itedaktianen bekannt ge-
worden: 1. Da» sogenannte Etymologicum Magntim, 'EtvjtoXop^iv ttijo
xat' ül^üßt^iin: 2. Dos Etyniologiciiin Oiidianuni, ko genannt. v;«i\
es in einer ehemals dem Gudiu» gehörigen ilundHchrift in Wolfenbüttel
erhalten iBt. 'i. Dos Etymologicum Angelicanum in einer »ehr ver^^
dorbenen Hand-tohrift der angelikanischen Bibliothek in Rom, nahe ver-
wandt mit dem Umlianinn. 4. Das Etymologicum Florentinum in t-iner
Haudi^cbrift der Bibliotheca LauitsnUana. 5. I>a» Etymologicum Flo-
rentinum parvum in derselben Florentiner Handschrift. Es zeigt grosM
Verwandtschaft mit dem Gudianum.
Nachdem dieser handschriftliche Thatbestand in grossen Zwiecben-
räumen allmfihlich an» Licht gezogi'n war, erhob sich hier wie in der g«-
samtcn grammatischen Litturatur der Byzantiner die Forderung, das diplo-
matische und genoatogische Verhält ni.s dieser Werke, die alle unter
sich verwandt sind, näher zu bestimmen und die Originalwcrke heraur,
ztischHlen. Die neueren Untersuchungen ergaben hierüber folgende«; D
unter dem Namen Etymologicum Megnum gehende Work trA
diesen Kamen mit Unrecht; er ist ihm nilikürlich vom ersten Uerai
güber Husums (KallierKisi'l beigelegt, der, um diea xu verbergen, Mgar
einige Quellenangaben im Werke Hnderte. In Wahrheit wird nSmlk'h al«
Hauptquelle ein 'Etvfiai.oyixoi' ftiya und ein 'EivitoloyDuir iiXXo, neben
diesen das ^(/(ditlffi'-Lexikon und eine Sammlung 'EnifitQiatiof genannt,
wohl dieses echte 'Eivfioloytxöv ftt'ya. als das 'ErrftoioyiMr aXlo sini
wie II, Keitzenstein dargelegt hat, gesondert erhalten; das 'fri'tioJ«^.
ft^ya steht in zwei Handschriften, in dem von Keitzenstein gefundenen Vati-
canuR Or. 181^ (saec. 10) und im Floreot. 8. Marci 304 (saec. 10|, aa«
wclehem E. Miller dasselbe als Etynmlogicuni Florentinum verOlTenlhcht
hat; dazu kommen mehrere Ansztlge und Überarbeitungen. Das 'Etrn
ÄayiKor ukXo ist in sehr vielen Han<Uchnften aufbewahrti von denen
jetzt als die beate der Cod. Parii;. suppl. gr- 172 gilt
Das echte 'Ei t'ftaioyixör fuyn entstand in der «weit«!) HSIft«
10. Jahrhundert«, also um die Zeit, in welcher solche äantmlungen
gröaecren Stil, zum Teil durch die Anrogimgen de« Konstantin Porph;
gennetos, beliebt geworden waren und auch Suidas »ein l^extkon abfi
Ala Quellen des sogenannten Etymologicum Magnum bzw. seiner t
Hauptbest.andteile, des 'EtviwXoymör ftiya und des 'Et vitoloytKÖv akXo,
j^eu »ich das hauptsjichlieh aus Homerepimeriamen gezogene Werk
Ite; vielleicht sind nucli noch ■HKKoiiiinciitai'« de« Zenobioa zu
9nio» oIe Quellen anzunohmon. Cf^^rDsBtc Schwicrigkuit dor IJntor-
mg liegt wie bei Ptiotios und Suiilaa in der tJiitorsc-heiduny mittel-
und tiRmittelbarer BenQtzung der erkennbaren Quellen, und durch
Bre Forschung wird die vermeintliche Mannigfaltigkeit direkter Vor-
wohl auch hier noch bedeutend zusaniinensi'hrumpft-n.
1. Aasgubcn: Dm No^onMiot« Etymolugiciini Mngnum: V.ä. pr. M. Musurtis
Zub. Ciillicigiii, VcnnliiMt 14fi9, Kinp gcnnuc Bcsclireihiini; di^ner AusKiibo gibt
icrand, BiUiogr. hell. 1 5-^ IT. — Kd. Aldus, Voiietine 154S. ~ Kd. Fr. SylLiii-fc.
Amk lb9i (lacbtjgo Loistung), - EJ. II. brliaefcr. I<eiiiaig 181S (nur vtiAf<»]ii>rl«r
lek ivt Ausgubo Syiburgs). — Jobt ist nur xu lenÜUcii: foytnologicum Mnemim olc,
dd. RiM roctiiiiiiit el iiotis vwionini iiisiruxic Tlmmun (IniBforii, Oxonii iHiri (ta'it
I Autixeo-, Wurt' uod .Sacliiiidei). — Et}'inolüi;iuuiii Üudiuiiuiii: l'Jd. Fr. CJ. Sturx,
W ISIS (blosser Abdiuok d^r rc^lurbl^De□ Handschrift [, Kino ni'ue Au«|j;Hbs Ul-s El.
iri in AUMidit g«sl#llt von O, Cariiutli Is. B>-rli[ivr ubil. Wncb^DBclirKt 1890 .S. -12 f.).
7mal. Angclicaniim: Kiirxo Üi-sobreibung von t r. ItitHchl. Ormscula 1 (1866]
W2. -- Ktymol. Klorentinutn und Elyinol. pnrviim *iil. K. Millor, Mi>luna*i*
tUratiiTc gincnne, Pnris \H8 8. II — 3]fi; 319—3^0. - AusiDgo aus pHii^er llfls
Jogüchcr l.»iiliR gab J. A. Crami?'!', An. Van». 4 (1841) 3 — 176. — Uebpr ein 'Er r.ua-
tif St'f4Här«( tvp /ityiiioi' j'Qafifiatiniiv in einem Code.t Fiumensis gibt eine hnnd-
Uiohe hotie imt oincr Frobe aus Litt. R Guil. }>tudenuind. .^necdutn varia (irnpcn
I) 1 13 f, — Uebsr oinc tjc. welche ein mit dem Etj-m. liud. vfrw«nd(eB Werk frHgmtm«
I «aüi&ll, vgl.C. TiAohciidorf. Nulilin cdil. cud. bibliuu Sinnitici, Uiisiau 1860 8. ßlt.
2. Hilfaniitt«!: L. Eiil«nkump, äpuuiuivn cmi^udatiünum et ubBervntiuuuiii in
»um, Gntting«« I7G6. — Zn Ana UnudM'l triften de^ Ktyin. Uad, 9. ZiniMionnuiina Z«it-
' 4m AlUrtunvwissenscliaft 7(1840) N. H>'< IT. — neii[>r«cbiing der AungHbotiaisfords
W. S. (ScbD«Jdevln?) in dun GüttinR. Gel. Aomigan 1S4S S, ITTT— 1797. - Fr.
kbl. De Oro «t Orion« bi den Opiucula 1 btiü IT., und: Tbomai.' Mugistri Kcloga, Pmleg.
fl M; 70. — A. K«b«r. Photü Imicoh vol, I Frolog, IfiT— 173. — O. Cnrnntli,
nolagicitin Mkcnum. Jahna Jahrb. 107 (IS7S) 240. - 0. Carnuth. De t^tvin.
ntibua. fmn t, Il«rolini InTi; pant II. Jevcr 1070. — O. Cnrnutb. guellcnstmlien
Qadiiutuin. p. l und II, »wcj I'rogr., Dnmtig Iföi) und 1HH8. — 0. Curnulh.
lam Et}-mutu|;i('um liudinniun. JubilfiuinBBchrift (. d. Albert iidunivc'J^i tili
I8d4. — O. Catuulli, Vvler diis VerbAltnis des Etj'inolegiciim Gudianiini lu
Dien Eijrmolofticuin Magimtn ^i^tiuinuin. FustscUr. tum öCljOhrigon DnlctoigiibUSom
isra, [«ipag 18ftbS.07-lC)4. Liuiudi« bericbÜKetide Kritik von II. Roi tzoiin toi n,
^<mn nadisBiUB und QoDIlitiiim in ihrer neuesten [ielinndhing. lierlinor pliilul. VVodirn-
[1896 Nr. 26-S7, 8. 703 ff.. 83.'< IT.. 8bQ tT. - Gogon KiMtzunsteins Kritik richtet nivh:
irBBtk, Dan Ktjmolagieuin FlorcntiDiini PftrvHm und das Ktymologicuiii Magnum (ienui^J
BrsaDtiniacbe LiU«nt)urg«i«liiohte. I. Proaftlncha Uti«rfttnr.
Do Aniinonii. Kihhü, nlioriiiii di^linclianibiiK sTnonyinicin, I>iH., Kfinignburg )8K3 S. TS — Ufl
Ninl: ^r<^iiUrDkDiidr dm KlTm. }liguuni, Khmii. Haa.40(lSgj)37I -376. nnd: üenMI
frigMoto, Jtkim JBhrli. 138 1IS86) 258 -260. ~ B. ttcitKensleiB. Zu d«n Q«ell«n dt«
BOgMUUiBtsa Elyn. Mafnmn. PUIoIdkiu tö (I8S9) 450—156 und 49 (1890) 4iX>-ti». -
R. Reit(flB8l«in. D«a whte 'Ktr/itioyixär uiya, VerbMdlungAn der 40. d«uta(lien Phil«-
t«KeB*«n., I.«ipzi; l)-d)f S. 4<l3— 408. — K Keitiüiiatein. Zu d«n PatiaaiiuMdialiM.
HUMM 29 lltm) 231—231) laWi «in aut^rd^in P&lnuchat d«« Pliotico xuNtsunMiCMUJItM
BijymolegicwM, du dve ^«uiuil«a Sckuli«!! als Qaell» dteato). — KrkllniaK eni«r UI««m
dM Rjrn. nonotHiKn tod C Cr<iiBiiiB>, PhiMogDfl M (1695) 395. ~ Aettei« B«ittlgi
■a «öimImii StolUo dse K. M. Ttinncliii«4 W. Kngalmann, Bibltothoc« aeriptoram dM»
Mran t* (1880) SOS.
3. AI* «ÖMaQaalla dm Ktfimitogicuiii Magnam galt frtber ein SunmelwMt:
K>»«MM- i^fffif, da* unter dem nloluo Nam«!) des ,jfing«r«n Ariatarch* im C«i
Paris. VM (nee. 16) erlialteii iaL S. t. lt. t. Bokkor, Auvviluta il( 1400. uad S<chn«id(-
wiB>. GMtM«. Onl. AntdK«ii 1848 S. 1T92. lu Walirh<<tt ixl dieavr .jriuf;«te Anitirdi'
Maar jantr GiSecbMi d«a IS. Jabriraadirta, die aich lu Erwerbuw«ck«n mit d«r VwiMi'
taac ancabticher alter AntMMi b«faaal«a. Dos Machwerk, dem d«r FSIw-Iim lur B»-_
^■nignc daa KanMoi daa jüngeren Ari8tar''li und sogar ein miy^nuiu: ä4t,Xi>r vpr
lal «üw KänfosÜMw aaadNn Et^m, Ha^mn nnd ninigen Rndernn gnunnuliacK^n Srb
W. C Karaar. Da Atittarehi a*Ute minoris cnnombus. Philologn« IS (1858) 59 -«7,
flTWMMhroRr.. gi^aa ie«2.
4. Daa von latL M—it taiebandn BrvcbaUck dnea orlbograpliiichon l<exik«s^
w«tcb«a ail Thaagnoat «od dam Etjrmologiouin Hagnum verwandt nt und «ine.'
caki Dickler- and ProaaikerfrBgnaBte bint, «d. aua dem Cod. 8. i^alvatore U
H«MUM B. Babe. Uuota Mcannenae da foU Bdscrii)!», Rbeia. Hua. 47 (l>r»2|4(H'
OnM Nacktn«. Bhew. Mm. 50 (1^»5) 148-152. ~ AuaiO«« ans «iiiem ia viel«
Tnrtnaiaifadrm. bcK aber bn Cod. Valic. gr. 33 voUatindis Qb«rll»fert(in ortkocratlötebM
'4rria>a*/*fi«r. das ^ UilfsmiUal lur Ergtniun^ und Boricbttguag d«r Gt«aa*a lll
Uea7r.b)i>a nui Wrri ist. cibl R Reitxeaat^in, Inadita poatanim gra«c«ruBi fragmalfc
l»4ax fectianui Or daa WiBtarwiMet«r \^92 93. Roatoek 1893 fi. S ff. ~ Kin Biii«baltii
firn»^ «ttbagnfhiacbm Laxflcaaa ad. Tr. Ochinr. Kni^nior.tnin ßlaasnrii vi^teri« Biaatt u
■fagn|lM ea^Maa alicnaa Baiaeaaai. Gj^nauialprogr.. Hnllo 1^19 (In-;, a jipujfi'Vttti tn
ifälaaraiL ~ Krä ^iiinMlhilin|.iail>ia Lexikon ed. E. Miller. Anauain do TaacMi. H '.'■
S!S— 9M. Bcncbbgaag«« düa t«b O.Carnutb, Bureiana Jalireab«r. Cber die Pori3<.ni.:i'
dar Uaw, Altatnmswi«. .". (1!*TS1 139-141.
JSS. Dm Lttxioon Tindobonenae Ut ein W{trt«t-bucb ohne
aI|>hatt^>tiM-hv Rethi>nfoIgi>, in wckliem zu den oinzchibn Wi3rt«rn zahkrcii
Bek^' »u^ Pichteni und Prosukem zitiert wcrxlon. Ak Autor des We
ist durch ciitfii im Jahre I3i3 geschriebenen Codex V'aticanu» ein gev
Andreas I.opadiote» i>rwie8en worden, der, wie seine Zitat« au» Oni)
V(W (\pen) dartbun. in dvr ersten HälfU' de« 14. Jalirliundert« sehr
S. tiuil. StodcBond. An&cduU varia Gra«c« 1 (1686) lOy Ren Wfl
4i«Hr Kompilation bezeichnet Xauck durch den Satz des Atlieitaeo» (1
Pw 6M A.): *t ^i; i'crr^ );snr, oiSir äf t^v xmv j(faftftaii»mt' fiotfittf
vmA benerkt dazu: Yirtutv« eiu« nultae mint, vitia innnmiTA, Stupor
enidibSia. AUarfings g«ht au;< den nngcftlhHcn Bci)>pii-lon hen-or,
hiinr drr GipMptmkt de« BI{Vd»>innes und der Uuw'iiwcQheit erreicht tsL
Aulttr kvtixn da« lino<.'hisclit> nicht und kompiliert nachlässig nnd
mmüg ttUB frMndea t^uellon. wiederholt diesolheu Dinge an vcrsclilislei
SMhHi md vwwtrrt die Angaben seiner Vorlagen. Doch enthAII
«Mkrt ao «ntaatiltc-be Hachweri: Veno au«; Sophokles und rherokmti'«.
•NMt aidit Bb«rtie(i»i nnd. und nOtzt auch mr Emendution i'inigcr Aulur
irf« de« Maximos IVrMe, Libanioa und h«'»nnder.4 di-s 1liiiK>rio». Uaupl
quvile i»t dw Epitome des Harpokration.
I. Dw I.cxiran ViaJahaBvaaa fr. ■-•T ' ' 1-iltt' wie
iMik Wamkn Th^»d bergk M rMrüw- ..ll« I8:.9
(Im TtM: Kl;M-l.«>nuB VinUhwBMiV - b
— liK^u IUI I inuoi^iii"!!«' ror. at H'1iiuu<"
, USrÄniöf <lMT«Dkoo"TliidöboiienBor fleEömTemniBr
|ii«r ktrtiiliclirii Muse geopfert iii hHboD. Ein ihm zugeacliricbmiGS Epigminin fU'i
«■cfwoir Uli. ^I Uillcr. MiuinelJs riiilno carminA 1 {It&h) i'i'i.
4. Hit d«tn I.exikoD VindoboneiiBc oil. A. Nauolc als Appendix suäaer den ä 77
12 noöerl^B Sohhftfn dos t'hotios und Tseties mehrere nach d«ii Uss, uns donan
bMUBi«!! Htid, bcAMint« i;riimroiiUBdiu Schriften: iJraminiiticuH Ambroniunus,
nati<;uBrodici8 HamburguoeiB, Urammaticus RomauuiideDolia vutcrum
liii. Orammiilicus Vunutua «t Bodleinuuii. ürammuticus Harl«iauu8,
inatirui l'ariiilnnR: auMerdem: Polvbiua de barbariamo i>t solueoismo.
Aounj-rnua OtKT dasstilbe Thtma, iwoj Scnrifton iIpb Herodinn. oint» nnwiyme Schrift
41« lyriHchcti Dichter, grnnimniiscbn Kxiorpte aiix Codd. Itainccrani
li Lekicoa Cantabrigicnse. Die inoistRn der gonannlon Schriften wiuvn avhan
iwn Cramar, Boiasunade, i^eil, Schooiiiewia, li^'rgk u. n. ediert worden; ». die
bnrttMbwMae bei Nau«k. Unter diosc'D StUckon lieiini[irucht diu erste Stelttf duH
SB CantabriKienau, viii altes, höchst wertvoll» rboloriaohea WOrlurLuch, diis am
itit IlarpokratioDhaadacbrift von Cambridgu urhult-!U ist. Zu vet^leiHian ist vi«l-
it von k. Millvr aus dem Orient mitgebrachte Schrift 'Kk rüi' Klni<<Koii KitaHiurai
«ir 7ia(<i ioT( 'AttuaU ^(opoi Cijiatiuc'ruir. Das livx. Cantabr, voratTant lichte
«, ««ml mit d«m I.9iihon des Pholio«, London W12 (wiedorholt Leipxlg ISS^S);
tpant unter dem Titel: I^xirnii rhnloricum Ciintabriglonno ele. exanripait co cuniilio.
r*tiir P. K Dobree. Unntnbrigine isat. - Kd. Kd. Mrior. Hnlle Ii<43. — Kd.
Drh mit dem Lrxieon VindoboncnHo S, :129--Ü5tl: vgl. Pruoem. 8. 42 f. -^ Endliuh:
rbnlorirum Ckntabri|(ieiiiie rve. et iinnot. critica instruxit G. 0. üoulsina, Lug-
ilavomm XXli). uiil eumr llüighcheti, aber iiihultsannen Einleitung.
h. Phnvorinas (Favorioiie) nicht ta verireuhaelu mit dem Sophisten Kitvorinas ans
I de« fladrian, mit vollem Namen Variuus Phavurinus Camere \A. h, Vnrinns ans
bei CauMtino). ein italiantacher Benediktiner, der Schiller dn* Johannes I.nakaris.
|L««« X, «nit 1512 Vorstand der medicciscl.en Bibliothek zu VXoTrta., spnter Binchof
rift war and \h'M itarb. kompilierte bub Suidas, dem Ktymologiüum Uugimm,
I, Moacbopuli». Themas Magister u. a. ein groasos WUrtcrbuch der ^'rioohi-
.fpracha. vetchcs u. n. von dum falaohen Philemon ausgebootet wurde: M(yu xni
tfiijftor iti%iiir, önlp BnpiVof, 4'n^aiiiivo;. Kiifiiif/t, ri ,Vai-]tn((jiB( iniaiioiioc, tx
mai Airf>jpwi- ,1iplLiiiir xcaä mot^fitir ai/rtiiinta. Zuerst e^drucJtt Romas 1623;
lelt B—ileae 1^38: endUoh venuului VunGtiis 1712. Doch ist fnr wiBsenachaniicho
I a«r die ed. Romana lu benOtii^n. nicht di« ed. Veneta, welche z. )t. Utachl
S- — Vg], SnidMet Phavorimgloeaaesucra^eui. et ill. J. Chr. Gnttliob Ernonti,
1780. — FrOsann, Qunestionum Homericanim parlicuJa III, Uuiv.-l'roar. Uieaaen
- Fr. Kitncfal. Thomnn niagiatri sologa, Prolegom. S. i'H.; 63 f. ~ X. I>uhra.
rfantoboben, Leipzig It^lS &. 165 t. (aber die Ausbeutung de* Fnvorinua durch den
I PUIanoinJ. Von demselben Autor alanimt auch das ebcufnlls alphabetisch go-
llAKlnalisthe Sammelwerk: '£ii tnif UraroSiov xni äiiinr iriui<u¥ ygttiiftif
mbnmt^u^iot hXoytü xirit «roi/eV. Dos Werk, dem ein Verzeichnis der be-
578
Bfs&iit[niache Litteratnrgescbichte. 1 ProaÜMifa« Litt«r«tor.
vor allum in d^ii lioli^litcn iloppolspradii^^n nennoii«umaU dca PaHtdo-DoaillMoe (o. 8. htl (.1
snit«waiidteu Priiuips dor Ordnung d«B WorUcLktzM nacfa HsUrien und d«r U«l«b«M
durch ]iral(tLsr1ie tlespritche Dber di» Dioft* du tiejidim IitlWBS. Man ac1i«tnt ätü
ObrJKoiis von diir .Mi*qi< mtfiiXtiu' wirklicli «»tiig NstiMi Tenf>rM3i*D tu bab««: ikiin dt
vurdft dor Anfnnhmo nDt4tr din Qblinhcn KehulbQchor niclit gnwtirdigt Mir tut RJ* nmf
Kleni nur in einem Kxcniplare, dem Cud. Lnur. ü5, 7 fol- 346— 3M, bokaunt g«wwteL
239. Der falsche Phüemon. Unter dem Namen «Ines '^X^/tuv itt
in einer l'ariser Handschrift des IG. Jahrb. ein AtSixör tfXfoXoyuiör ^l^)e^
liefert. Der dorn Werke vorausge.'^chickten Bemerkung zufolge bestand
dasiwlhc ur»{)ri)nglich aus einem alphabetischen Wörterbache der 8 ii<'do-
teile (d. h. vvOfta, ^fj/ta, (inoxr,, a^&for, artavvfUa, n^9tais, ini^^ijfta,
avvSKSjioi: b. z. ü. Bt>kker. Anecd, Gr. II 840); davon ist in unserer Ilaii'J-
Bchrift der Abschnitt //«^i öroiiatmv und ein Teil de» Abfiehnittea Ut^f
^ijfitittav erhalten. In denselben Vorbemerkung, die an einen gewiaiea
Antiphanen gerichtet ist, wendet sich der Verfasser polemisch geg«n den
Orammntiker HyperpBchios (yntQtex'o^) aus Alexandria (nni 450 n. Chr.)
und verheisst etwas Hosseres zu geben. Nach diesen und anderen Indixion
setzte Osann den I'hilcmon ins 5. bis 6. Jahrhundert. Dagegen bewiM
K. Lfhra mit .scharfsinniger und völlig Überzeugender ArgumentAfien, da»
die Schrift düs ungebUehen i'hileroon im Iß. Jahrli. entstand, aisu in die
Kategorie der Schwindel werke gehört, wie das Violarium der Eudokia, der
falsche Hesychios Mlle^ios, Psoudo-Drakon u. ». w. Die Hauptquelle de*
l'hilemon ist namHcli keine andere a!« das Lexikon des Phavorinus (wahr-
scheinlich in der 2. Ausgabe, Basel ITiHH). Auch die vielfache übereiii-
Stimmung mit Eustathios geht nicht direkt auf ihn zurflck, sondern eb«i>-
fallf« auf PhavorinuB, der den Eustathios deissig verwertete. Mit Rscbt
wird das Werk als eine Fälschung bezeichnet; denn der Verfasser surhte,
wie sieh aus verschiedenen Stellen ergibt, zu verhoimlichon, dass er dun
Pliuvoriuus ausgesehriüben hat, und Bclhsl. dass er Christ war. Nach
neueren Untersuchungen ist der Pariser Codex des Philemon von dersvlheB
Hand geschrieben wie der des Pseudo-Drakon, nämlich von dem GriodMia
Jakob Diassorinos, der nun wohl auch als Verfasser de« HschwL>rkca
bezeichnet werden darf. Damit erledigen sich die weit»chweifigeD Ver*
mutungen Osanns und anderer über die alten Quollen des Philemon.
1. Ausgnbcn; Zuerst ndierlo den faWlien Philemon C, Uuroey. 4ilijfinrtn üfunr
Ttxi-iJ.<i}-irör. Ex bibliotlieca l'arisicnai, London! 1S12. — (JenBU^r g«b d«u Text KnJ.
Osnnn, fhÜKmanis gramniatid qu>e suporsunt. üeroUni l^il. Ztun Paräer PhiWoM
rOgte Osflnn nas einem Cod. I^urcnliuniia ein •f-ilif/ioroc tiliersdiriebenM, «bonfaJIs ««fl>
loBBB OloBänTrru^iiic'iil, ivolchce mit n(fi('A<ia btcimit uiid mit iliiii^ o'^'oc «bbrieU. 0«i
Prologomcmk und Konimeritor, die boid« molir die bliiidv Voietnf CBooimeBboit dM Bwm-
geb«ta nia Hoinm kiitiscbtin Sinn b^£i>ug«n.
2. Hilffluiitlol: Vgl Pliotii loxicOD od. A. Naber. I 189—192. wo mAm nacb-
Epwieson wird, dasa rbilenion il1n^(<r soin ntns8 nts RuKtnlbioe. — Hauptacbrifl: K.
Ohrs. Des ao^ennnnten l'hilemon .iF.älKOS TF.XSO.IonkOS und: F«F>mitus. Jakns J*Ml
105 |ltiT3) m^—ASS. n-icdorbolt in dem Buche; Uio rindanohidiMi. I.cipiiK 1873 .'v IM
bin 191}. Kinan gelegonttiehon UinwniB ouf dio Unocbthoit da* Pkilenum liaUe Bbcit**
I.ohra Bchon in Horodiami scrijjla tri», Rceiinontii 1843 8. 489. g«««Iion. — Vttrtv 4n
wikbraohoinlirlicti Vrrrosaer des Werkes (DihiBuriuos) s. L. Cohn, Philologiiw.lwi Ablua4
lunson, Mnrtin Herli zum Ti). Ovbnrt«ta|(e von ehemaligen SchOlera dargctmclii, fiotJia
IS88 S. 133—143. Vgl. S. M2. Zu d«m dort •»rwjiholeu Andrsaa DannwwM W ihr Aal
aabi Ton I.ndw. Schmidt. Cuniralbl. f. »il>iiuUiekav«gen 8 (ldS6) 129—136. luckntragtB.
240. Die falsche Eudokia. Eudokin Makrembolitissa. Gemuhlin
des Konstantin Dukaa (105Ö— 1067), galt früher als Verfasserin des mythe-
J
ft. AltortüBunriMeiiBabaft. B. WArterbflcher. C. Grammatik. (8$ 239— S41) ^79
logwch-antiqiiHri.sctien Sammeiwork» '/untf (Violarium), da» zuerst von
VilloistiR, Anecd. Gr. vol. I. ediert, worden ist und in der auf Htwycliios
Mile«ios, riiotioä und Suidas bezüglichen Litteratur lange Zeit ein« grosse
Uo\]& spielte. Nachdem noch K. N. Sathas, Mitt. BißX.ä, U^öi. S. 32;
44 (jI/^; /iiTI das Work dem Psellos zugeschrieben hatte, wurde es von
H. Flach neu herau-sgegeben, und die längst iinge}:weit'elte ßchtlieit in
Uiiienscbaftlicher, aber vergeblicher Polemik verteidigt: selbst die Ki>n>
Zession, da»* der eehte KiTn durch »piltere ZuKÜtze überwuchert sei, konnte
nicht lH.>frivdigen. Es bleibt jetzt nicht der geringstü Zweifel übrig, das»
das Veilchenbeet um das Jahr lM:i von dem Griechen Konstantin
l'alaeokappa aus verschiedenen, meist ziemlich tri\nalen Quellen kompi-
liert worden ist. Fast die Hälft« de» Werkes ist au» dem 1538 in Base!
gvdmekten Phavorinus abgeschrieben; ausHerdeni i^t ftir die biogi-aphi-
<n Artikel Hauptqiielle Suidas, aber auch dieser wahrscheinlich nicht
einer Hundschrift, sondern in der Ausgabe von l.')l-l; ferner benutzte
Komptlator die Baseler Ausgabe des l'alaephatos und Oornutus
1Ö43, endlich die Kommentare desNonnos zu vier Itcden dea Gregor
Nttianz.
1. AuHKAbrn: Kd. pr. Tilloison, Ao. gr. vol. I, Venedig 1781. — Ed, H. Flach.
tig, KbL Tcobni^Tiiuin 1830.
2. Uilfoisittnl: Ij. 0. Haricisa, Trogt, quod complectilur in Eiidocine Vioinriam
ratioauin ipcc., fvriungeo 1785. — A. C. Main«cke, Obg^rTationM in Kudacin« Vio-
Bibl. d«T »itpii Litt. u. Kunst 5, und 8. Sl., «nttingpn I7K9. — E. Ki. U. Rpitxner,.
critraM tn AjioUomii Rliodii scholiu et Rudocino Violnrium etc.. ['ro;^., 'J PnrUd,
illMberg IdlV. - ß. Uercher. Euduciu. fbilologun 9 [IShi) 5U1. - H. Nitiscli«,
(jBMBboawB Knduciaiuiraiii capita qiialtuur, Leipifger Diss.. Altenbur^' 1S68. — H. Flacli,
Öttt KaiMfin Badocia Macrembolitiasa. Ein« Skizie nue dem byzantiuischon Oel«l)rt«n1etjen
iM II. Jahriranderta. Vortnc gehalten im KOnigsbau zu StiiUgurt. Tühing^n 1876. —
H. Flach. ü«b»T dojt Vioinriam der Knisorin Eiidoci«, Verhandl. der 33. Vorsamml. dnuf-
*thn Philologen in Witabnilcti l!<77. Leipzig läTö S. 162, — U. t'lnch, Untcmucliungcn
Ibw Cnilokia und Suidoa, Iicipxig 1S7Ü. — A. Dnub, Do EudoFiae viotarii sie. fontibuii.
tngt. Pnitntrg i. Br. 1860. — Uaupiscbrift; P. PuUh. De Eudocino. tjuad fartur,
Tltbrio. Stnaäiars IS80 (= Disaeii. philol. Aigontor. IV 31.^-411). Onxu T. Pulch.
tHe Pariwr Handachrirten des Nonnoa Ablina und Eudocia. Plu1olagua41 (l»;^^) 341— SlO.
w4 dM«. Abfa. KouBtautin Pala«ocappa, der Verfa§Ber des Viuluriuma der EudukJa. Hermes
17 (18^) 177^192. — Vgl. die Bränrecbang von E. Boysen, PhUotogiacher Anseigor
(im Lantaclit IS (1K>'2) 480-4^. — Flachs .Untersuch, übet EudohJa und Suidas' und Pulchs
Sdnift ,D« Eudocia«!. quod fertur etc.' wurden von U, von Wilamowitx-Mltllnndorff
JB du- D— »arfun litcrntureeiL 1880 S. 22fl (f. and 1881 g!. 319 f. bnaprochon. Darauf nnt-
«wtvta n. Flach nil ein«m (dem "Ü, IMte von Jahns Jahrb. 1881 bi^igrlogtcnj schwUuh-
Bc^Mi PaKipbI»te: ileir von WilBniowitz-MOIIendorff und Kudokia. Eine Skizzu ans dem
bynalmiNolicn GBlekricoieben des XIX. Juluhunderts. — K. Putzig, Dt» Nuuuiieuuelle
tor End«kia. Rhein. H«b. 97 (IS82J GT-82, und: Zur T<>xtur im Viölarium der Kudokin,
rMbitOKiH 43 (1884) 319-360, — Ohne DoUng ist en. das« K. N. äathns nodi in den
pMWMito inddtU r«Utifs a l'histoire de U Or&co 7 (1888) S. XI sn d(ir AnRchl fMthnll..
hall** hahm fBr Eadokia die lonia verfssel, — Zu Palneokappa «. die Littoratur S. 542.
- T^ P. Egenoirf. Bursion-MUUers Jahresbericht 58 (1890) 294-297.
ES. Awwer PhaTorinus, Philemon nnd Eudokin sind mnncho kMncra WOrlorbUclicr
der HuiBBnialenxoit bandMhrilUiob erholten, x. B. ein von Philnlphua fUr Hainen Proond
draat von Kreta gochtiebenea I^xikon. jcUt Cod. Laur. Conv. soppr. 181, und
» aaMjme Veraeiclinltaei die aber eobwurlich sua unbeknnutva Ijuullen Htammou.
C. Grammatik.
241. Allgemeine Cbaraktenstik. Wie in ßyzanz alle Fächer der
[Alt«ten)BirincD8chaft in der Hanptitaclie auf Leistungen der hellenischen
37*
5g^^^^ BfUntlnlBchfl UtteratargMchiebte. I. ProBkisoh« Lltt«ntar. ^^H
Vorfahren beruhen, eo bestehen auch die grammatiscben Studien in
engeren füinne ntir in einer teÜR verkOntenden, teils erweiternden Ci*r-
arbeitung älterer Werke. Vor allem ist es das ßUchlein des Dionr»ioK
Thrax, das »loino unei'mosülichen, »elbst in armenischen und synVWii
Handbüchern erkennbaren Wirkungen auch auf die byzantinische Zeit «r-
»trcckt; zur Ergüiizuii)^ und ErIäut<Tung dienton die Konmiunlatoren äe»-
»olben. Nicht viel geringer war der Kinfiuss dos Thoodosios von Ale-
xaudria und scinor Erklürcr, besonders do» Georgias CboeroboskoB.
Ebenso dauerte dos Ansehen der bahnbrechenden Arbeiten des Apol-
lonios Dyskolos und seines Sohnes Uerodianos ungeschmiUed fori.
Von ihnen ergoss sich ein breiter Strom von Exzerpten und Svholien Qbcr
die byzantini»clien Jahrhunderte. Apollonios war die uncrschöpflielw
Fundgrube für Schriften über die einzelnen Itodetoilo und über die Syntai.
Herodianoß blieb luassgebcnde AutoritUt filr die Formenlehre und ins-
betiondero filr die Orthographie. Verdünnt und oft mit unechten ßestaud-
toilon versetzt wurde das alte grammatische Gut in trivialen Handbüchern,
zuweilen in lexikalischer Anordnung, später in der Form von jambischen
und politischen Versen, endlich seit dem 13. Jahrhundert in der beqnemeo
Form dos Frage- und Antwortspiels dem wechselnden Bednrfnii. der Schnle
vennittelt.. Der Hauptwert dieser zerstreuten und erst in neuester '//e\i
von G. Uhlig. P. Egenolff, A. Hilgard, L. Cohn, R. Schneider, P. Böite u. a.
kritisch gesichteten Litteratur beruht demnach in der Hilfe, welche sie
f'tlr die ilekonstruktion der alten Oranimatiker gewährt; ausscrdom er-
fahren wir durch sie manche keine-swegs nutzlose Eiiuelhoiten zur Qo-
scliichto des byzantinischen Unterrichte; endlich ist nio von Bed«ii<
tung als (Uo Quölle eines groBsen Teils der grammatischen Technik, welche
vom Zeitalter des Humanismus bis in die Gegenwart den grieehischt'ii
Unterrieht beherrscht hat. Die grösste Betonung erfuhren in Byzans diu
elementaren Teile der Grammatik, Accent und Orthographie; trenigM'
Gewicht fiel auf die Formenlehre; noch stiefmatterlicher wurde du
eigentliche Syntax behandelt. Wie die Byzantiner in der Praxis doB
Vorhilde der altgriochischon Sprache mehr Suss^rlich als innerlich nach-
«trebten und nachkamen, so geschah es auch in der Theorie. 3fit der
Erlernung des groben Gerüstes der Formen und der Kechtachreibung Hess
man eü in der Regel bewenden. In der That hatte der des Altgriectüsohca
beflissene Byzantiner nirgends grossere Schwierigkeiten zu Üljenrioilua
als gerade in der Orthographie, weil die Aussprach« »ich im Laufe der
Zeit von der Schreibung inimor mehr entfernte. So erklärt sielt, dfWi di*
Rechtschreibung iui gi'unimatischen Unterrichte eine so hervorragende BoO«
spielen durfte. Wie selten aber trotzdem feste Kenntnisse erreicht wurdoB,
beweisen die zahllosen orthographischen Schnitzer in griochischeo Uand-
Schriften und Urkunden aller Jahrhunderte.
1. Eine kritiHche Sammlung auch d«r byionliniaclieD L«iataiig«n auf dom OsbM* i*
QrnmmAltk verspricht do« längst vorbereitete Corpus d«T (riecbieohon Ommnialikat
(Ummmntiei (imod recognitj ot appnratu critjoo instraetl, 8 Teil« iu t5 IlindBol. BbM
duaiiKn l'lun in ilon Mitteilungen der Verlagabucbhondltnig B. Q. Tonbnor läS^ N. I
borivlitet wiril. - Zur Orient icrung über die ArboitoB caaannternnd angOMBiitor (iimMliuiikir
loti Uj'Kiini ^. vuterat ilio xwei tjoliriften von P. Rgenolff: Di« ortlwepiBelKR Stftcka
6. AU^rtnmawiBaeiisciikft. C. Grammatik. (^ 2i2) ^^^^^
ItyKUtit. Littcralur. MiinnhL'iniPi IVocr. ISST, und: Dii« ort1iDgrti|)1iiachea Stücke lior byxnnt.
Litteratur. Üeidclborecr I'roKr. lt^t*S, miv'te <tL-H»elbt>n Verf. Borithto über die griDchiiMbeii
Gn«u»atik«r in Buraian-Hal)t>rs JabiMbxricht Qber die Foitdvbritta der kltua. Älter-
)MiiMiiii»iiMiibifr Itd 88 nSSIl 43 ff.: 46 mm 109 ff.; 58 (1^00) 265 ff,, wo anoh die
Lnükocraplim and Me(rik««r berOcksiobtittt sind. — Einig« BeitrAgo ni Tboodoeios Ales.,
CboOTOMUM IL a. )uib auf Grand «rincs granimntisclian Sammetcodcx in Hamburg Proller,
QBMatioaM de hMoria ftmnimntirH« byzanliiiAo ndioctia inpditis Hambnrgensibus, Index
mh»Hrmt, Do>r|wt IB40.
2. Krug- nnd AntworternniniBtikan (Flrolematu): Wahrend noch TceUea (Ad
tl4«iiMli Opp. V. 2K7) di« «llnn Werke d«B Dionysioa Throx uud des Tlioodosios von Alu-
SMHtriB «dhiii ximi Studium der ßnimrnalik i>m]>llobIt. begannen diese ucffAbr um
JiaaaiUwi Z«it dnrcti Si;bulkat«obi«ni»n, in (ioncii das graninuUMho Maturiiil in der
F«rni vun Frae« und Antwort veiHrbeilet war. mehr und melir &ua ätr Praxis ver-
Magl «n werden. Ein aolehee Wt-rk la^i, wie A. Hügard (Uranim. (ir. IV 2 ä. CXXIX) itn-
■ianntt »efaiKi d«m grammatiBcliMi ilandhach mi (Imndo. welab<^s nnter dem Nampn don
Theoderoa Prodromoa geht. Das SltMt« erbnJtene ßeiepnl dieser grummntiachen Gat-
Ing «iod wob) die KrolomatB dee Codex UuelferbjlanuB Gudinnus 112. a. 1^.
Kiae verkttTzIo and vcrbcsacrtc Bearbeitung vorfueste Manuel Moacbopulos; sie bnt
■ck, wi« din UBiAbtigcn Hss und die vier godmoklen Auagnben beweisen, mchreru Jidir-
hrndart« luadurth, nncb iiücIi dem Aafkouiuira der Lob i'liU über eines C'lirysolorue. Theu-
deraa Oase« iL iL, im Gebrauch eilialten. Etwa ein balbee Jabrbiindert nucb Musthopulon
MÄrieb der Heircipom von ßliodo« Nlloa DiaaaeriDoa (s. 8. 560) ein dhnliubes Werk.
BeneekensweH linrcb eine (vielleichl durch des Vorbild der lateinischen (Sraininalik ver-
■alaaale) n^ie EiDleiliUg der Nomina in fOnf Deklinationen ist die itn Codex Tübingen 9 is
II 1^, 34, n. I'i. erbalteoa Bearbeitung der Erotematn des MosEhopulos. die im Codi-x
■briicen» «iebsr mit l.'nreeht dem Monehopuloa äelbst lugMclirieben wird. Die KTiecbiBchön
RoniMaiHloD, wokbc wH dorn Kndu de« H, Jahthunderte uiir itnlischem Boden das Wieder'
urirbirn der klaasiaoheii ätudieo vorbereiteten, haben diu Erotematu mit Verliebe fUr deu
t'ntffTrirht beüfllxt und in versoUedeiwa Bearboitungen verlireitel; das Aind die (landbClelier
4«e Maniiel Cbrrsoloras (Ed. prüioepa wahrecbeinlich die rein griechiaoli« Ausgabe a.
L «t a.. nach R. Legtaads Vonnnlung ta FlorenK I4M gednickt: eine griechieoh-Uteiniacbo
Aaagabe oi««hica tn Venedig 1494), des Tbeodoioa (.iazea <Ed. pr. Venedig 1405), de«
KonataDlino» I.aBkaiiK (Kd. pr. Mailand 147^) und de? Demetrioe Chalkondyloa
(Ed. fr. Uailaod 1403). Am den Werken dieser griechischen Humanisten gelangte die
BHBnatiscbe 1'eduiik dor ilyxaiitiner in die ersten in latuiuiachor äpraehe abgefaseten
^AfMcher drr gncdiiaehen Grammatik, die Werke des Urbanua von liellunü |1407)
aad d*a Oeere t>imler (TUbinuen 1513). Aus diesen uudlieh sebüprten Moinncli-
Iken «nd Oreolampadina den wicht! guten Stoff fOr ihre berlllimten Lcurbddier. - Am
hartMi unterrichtet Über die Oeachiohto der ginmmatiBcheD Erotemata nach Lliliga. Egenolffa
«mI Misea «igenen PoTScbOTigea A. Ililgard. Gramm. Gr, IV S (1894) S. XX-LXI. -
OcbOT die llte8l«B AnNxabon der von den griechiachon Humanialen verfuselon grnminati-
Mbaa Kompeodien •>. K. I.egrand. Bibtiogr. bell. 1 (]Hti5) 1 ff., 5 f., 1.5, 1?, 26, 41.
t342. Johannes Philoponoe. Eine lebhafte und noch einigermaaBen
«EltMÜlndig« Thätigkeit horrachte auf dem Gebiete der (jramniatilc im
fi. JsbrhHnd«rt. Im Anfange dosaelben lebte Johannes mit dem Bei-
namen rhilopono!« au8 KSsarea. der als Bischof von Aloxandria auch
JiUfrTi'j^ivheiisst. Ala seine Lehrer werden der Grammatiker Komano^ und
lirr Aristotelewrklärer Ammonio» genannt. Die htterarische ThÄtigkwit
im Pliileponn« umfasste ausser der Grammatik namentlich Philo-
sophie und Theologie; sein Gegner im Dogma war der antiochenischo
^Bttriarch Sevcrus (513—518). Vgl. S. 53. Von grammatischen Schriften
^^fet Philopono!« können wir die Torixä TKt^ayfikjiafa und eine in loxika-
I Dtdier Fnrm gehaltene, im Mitttrialtor t^tark verbreitete Schrift Ui^l täv
K htofi^mi toror(Ai>'wy xa't SiätfOQu otifianöfvav. Der Gruiiil»tock beider Werke,
fio mdi ergfinzen, geht auf die xnÜfoAoii;' des üerodianos zurück, und
liahDden dumnach wie der grosse Aufzug des Theodosios aus Alexan-
drta ein Uilfsmittel zur Itekonstruktion de» Originalwerlces.
I. Torirntt n«p. «d. mit tlerodion I7t(it «;it}fuiiviy W. Dindorf, Lipoiae 1825. —
I
Bjiantiniacbe LittorBtnrgeschiohte I. ProMische Littoratnr.
Hf^l luif Jm^upoi; loc. et«, »m b«6ttin od. roo V. Kgesvlff , Bnalaa 1S80 (ah Kmi-
sclirifl zur PbiloloK«nvfni. in Trior). — Vgl. V. Eg«nolff. Die orihoepiadiMi Stick« tlc
&. 87 C; Di« orthngnpbiiKhni Stücke etc. S. S8, uoil 11. Petsokenig, Wimer StsAu
3 (l)^81] 394 CHT. - Unuptschrift: A. Luilwioh, Do JoaBD« Phtloponu mwnlkfc
[nd. loot. Kömp.borB Iö88f89. - L'cber die saantjgen Sci)rift«n Am Pbtlopanosa. W. CkrUt.
üticcliiarlio LitlcntturKeaob,' Sff '''''^- ^^*- '>'^- ' ^'"^ R)onogtS{ibi»clM Dtratalhlllg te p-
Mimten ItllcrBriBolien Tb&ttgkHit d«a viels«tti)t01i Uriiiw<h int DO« •«> BedOrftiit.
2. Ein anderer Grainmatikin' JobAnnes Pkilopanoti der von ApoHonio« Dynkolot
erwAluit wild. lebte unter Tifaeriua oilei' Au^aatua. (ieeeni die UontiSiMrang d«a Jal»nDa
Pkilopoiina lait Jofaaniies von ÄlMtsnilriii bolion Cohn, Lndwicb ii. a. Zwetfef erboben. Vgl
P. EgonolfC, Hnreian-Mnlkri! Jnbro-berirbt Bd .W (18S0) 27i.
243. Sonstige Grammatiker dea 6. Jahrhunderts. Bin wohl ^ttro^
jflllgerer Zeitfienosse dea Philoppnofl, der abt>r jedunfalls noch dem 6. Jalr-
hundert angehßrt, ist der Grammatiker Johannes Charax. der den Pbäo-
ponos zitiert und »olbttt eine massgchcnde Quelle fUr Choiroboskos ist.
Er »cliriub uinon AutiKug der Orthograpliic dos Horodian: 'Ittänw
eoywtäiov yQapfiatixnv Xti^axos ntfi ö^ifoyQa^iae, ächolien ZU Thoo-
doBiofl u. a. Veröffentlicht ist von ihm ein Frttgment Ilr^i iiuhrafttyyr
lio(imr. Einen mageren Auszug aus Cbarax veranstaltete ein Patriarch von
Alexandri», 8nphritnioR, jedenfalls derselbe, der im Jahre S-l-l den Patri-
archcnthron bestieg. Ein Zeitgenosse des ('harax ist der Oramtnatikrr
TiuiothcoH von Oazn. von dem oino ebenfalls auf Horodisii zurOck*
gebendu »yntaktixclie Abhandlung (trhiilton i»t: TifioiHov /'«C',^ xaniri^
xa^oXiKoi TifQt GvvTä^tag. In dieselbe Zeit gehört wnhrwheinlich auch der
von Choiroboskos in seinen Diktaten zitierte Grammatiker 8ergio.s, der
wohl mit dem in einer Bearbeitung des Kyrillosglo.'isara {Oramer, An. Pari».
•1, li)Ö, 25) vorkommenden ^i^yio^ rnött^o^ identisch ist, Vorechieden
von ihm imd einer spStoron Zeit (etwa dem 7.-9. Jahrh.) angi«h6rig ist d*r
Loktor Sergios von Emesa, der Verfai^Her des unter dem Titel: 2Ufri9e
nt-ayri^atov 'lifiiat^rov ^mto/tr^ ttöv öyo/iuTiKmv xavövwv AtJLfov 'Uf«aii<tr«f
erhaltenen Exzerptes.
1. Cbarux. ntpi eif^oy^aiflat: Proben bei I. Bekkor, Aaocd. <it. tlST. ~
J. A. Cramer. An, Oxen. 4 (läST) 331 f. — Kio SIQok bei Ch. OrAUx, Arcbi*«» dt«
miiwiDnH Union tiflii II«« et litt., III. s^rie t. 6 (1880] 195 f. — Charax, lltfi iyxUrt-
fiiruir fioflaif, tld. |)r. aus Cod. Hatrit. 83 Jo, Iriarte, R«g)ii« bibl. Mauit. oodiMtfi.
miw 8. 816—818. — Obne Kenntnis von dieser Ausgabe ed. «dod orheblicb abwejclwdäi
Text I. Bokkor, Auecd. Gr. 1149-1155.
Ueber KophranioB vgl A. Kilgard. Gramm, gr- IV 2 (1694)3. CXXIII A: ■«■
Atutu^ HU» Cbarax ebenda S. 3~&— 434.
TimutbeoB ed. J. A. Cramer, Ao. Paris. 4 (1841) 239-244. — Vgl. P. Krea-
oirr. Die urtboepiscben St&cke S. 37: Die ortbogrnphincheu BtD«ke 4 IT.; 34. - A. I.u4-
wicli, De Joano« Philopouo grHmmatico S. $ B.
üebor Sergios dou Jnngoren uud andere 0 ramm ati kor diese« Nameiia vgl. Üi
schArfainoige UnterauchuDg von Ant. Banu«tark, l.ncnbrationes S)-n>-<iraecM, JabM
.liüirb, .Supplementb. 21 (1894) S69-37^: dazu die Litleratuniacbweise 8. 494 Anm. IUI.
2. Von Johannes CbniBx, dem Zeitgenoesen d«a PbÜOponoa, ist u tcbeida
der aus dem Sttunme der Moroi'bnrzanen entaproasen« Abentonrear Jobnnnes CttaraL
Nacb di>n xicinlicb uusfQlir liehen Notizen der CnroDisten, deren Darstellung fretlieb ttm
Has» gegou die Bitd^isIUnuer bKoinllusst erscheint, irir donic]bi> rio b&urtig«r. eucatii-
BoheT. der Schwaizkuusl und dem Ititrigiifnepiel ergebener Graminutiker und Diplonat
Sicher ist, dass er vorn Koiier Micbael II Traulea tum Eniober aeine« Sobses Mkanib
von Saiaer Thcopbilos (839—842) mnx Patriarchen erhoben, aber nach HenUllnag 4«
Uilderdienutcg diitger Wllide cntseUt wurde. Uober sein Leben b. Tbea|ibaBeM e*nlti.
ed. Bonn. 8. 05 und annat, Kedrenos (Skyützes) ed. Bonn. II 144 S. Hiennf ErflD4«<
aich die DaratelluQs von J. v. Hammer. ConstsntiiiopoliH nnd der Bwpon» CfUlII
S85-~240. — Eine kritische Würdigung der auf dioMO J. Cliuax becflglicbcoi Slclka ^
6. AlUrtanswia&eiiBabatt. C. Onmmatik.
Bt» -M4J
&83
F- II i ritoli . Byuiot. t-iuilic^n S. 17 f. uiiii sonst; ■. aotDeii Index h, v. Job&DDPS (Vll) gmin-
nuticiu. — Vgl. Tli- l'üut'nskij, D«r P&triarch Juliannea VII Orammatikos iind dio
K(M-Dromiten Ivi Hrmcuu Mniii-it-^). .hmm. Miu. 1^90 Bd 367 Jftniutr 9. 1—34.
344. Qeorgios Choeroboskoa (Auipj-tof ö XoiQoßootöi) war nach dem
ÜbereiDstinuiiCDdcii Zeugnis violer Handnchriften Diakon und Professor an
d«r Hoclisfhule zu Kormtiiiitinopt-I (oixor.u*ii*f!5 3i6tiax<ti.i>i). In einer Hand-
«chrift hf^iLHst er auch x"Q""ß''^''S- wobei abur unsicher bibibt, ob damit
lUs bekannte kirclUiche Amt odor, wie man vennutut hat, die Vortttand-
ecbafl der Univei-aitätebibliothek gemeint ist. Wie andere Gmmmatikor
(bes. Uerodiaii) wird auch er zuweilen a1» rfx*'""ii zitiert. Ob sein Bei-
■une XotifoßiittMi (Schweinehirt) auf seine eigene Jugcndheschftftigung
ui8]MeU oder einfach als ererbter Familienname zu botraclitcn ist, läsat
lieh umaoweniger entscheiden, als das Zeitalter d«s Mannes, welche« ftir
dui Frage der 1,'nlerscheidung zwischen persönlichen Beinamen und Fainilien-
Damun erheblich in Betracht kommt, nur »ehr anuäheriid bestimmt werden
kann. Sicher ist, das» Cli. nach dem Beginn des 6. Jahrhunderts
lebte; denn er bentltJit« die Grammatiker Sergios, Johannes Philoponos und
Johanncis Cliarax. Dagegen sind die GrUnde, aus welchen man ihn frilhcr
in die zweit« Hälfte des 6, Jahrhunderts setete, nicht stichhaltig, und es
lliRt sich Über die Spätgrenze mit vOUiger Bestimmtheit nur sagen, duss er
vw dem 10. Jahrhundert lebt«, da er im Ktymologicum Florentinum
(a. S. 574) zitiert wird. Immerhin sprechen WahrBcheinlichkeitsgrllnde
dafQr. das» iwine Lebenazeit nliher dem 6. als dem 10. Jahrhundert liegt
(1i. spielt in der Geschichte der byzantinischen Bildung eine bedeutend©
Itolle durch eine Reihe von Vorlesungen, welche er über verscliiedeno
Zweige der Sprachkunde abhielt. Sie sind von Schülern aufgezeichnet
worden, was in den Handschriften durch den Zusatz änä ifiavrn auch ge-
wöhnlich ausdrücklich vermerkt wird. Ch. schupfte sein "Wissen aus den
besten alten Quellen, bua. aus Apollonios und Uerodianoe. aber aucli aus
apUeren Grammatikern wie Oros, Theodosioa von Aloxandria, Sorgioe,
Johannes Philoponos und Johannes Chara.\, Seine Darstellung ist klai-
vnd leichtfaHfllieh, venät aber durch ihre ermüdende Breite allzu sehr
ilen umstJindlichen Schulvortrag. In der philologischen Litteratur der
fiteren ByzantJoer ist Ch. verhilltnismü^'^ig wenig benutzt worden, da
man nach wie vor livbor auf die filteren Werke zurlkkging: dagegen
hüllet« er eine Uauptquelle der Grammatiker in der Ilumonistenzeit, bes. des
Konstantin Laskaria und des ITrbanus von Belluno (s. S. 5U1).
Stjae Schriften bezw. Vorlesungswerke mOgen nach ihrer zeitlichen Reihen-
Eidge, die Mch durch die häufigen Verweisungen ziemlich genau bestimmen
Mart, anfgezählt werden. 1. Ein Traktat über Prosodie. 2. Vorlesungen
ILber die Techne des Bionysios Thrax , nur fragmentarisch erhalten.
Vorlesungen über die Nominal- und Verbalregeln des Theo-
loaioa von Alexandria. Dieses voll.stüudig auf uns gekommene Haupt-
mrfc dM) Ch. enthält umfangreiche und wichtige Reste alter Gelehrsamkeit.
4. VoriesuDgcn über Orthogi'aphie, auf die er in den Erklärungen zu
TIeodoeioB Sfter hinweist. Erbalten ist von ihnen uur «in Fragment des
4ritt«n Abschnittes lltfA nwötr^of und wahrscheinlich ein Exzerpt ans
dn nmfangreicben Prolegomena. Es lässt sich aber bewoitscn, dass Ch.
58i
BjMintiDiaolie LiUeratiirg*achiabt«. L ProaaischB Litl^rtttar.
aucli llbor die zwei oreteii Absclmitit- dor OrfhoRTaphie d. h. //*pi Wt-
rti^Kng {/uffioitor) und tl*Ql rroiöri^tog gdinndclt hat. ö. Vorlesungen Ober
die Metrik des Hephaention, die Hoorsclielmann aus voracliiodonon B«-
arbfitungoii von HephapatnonschoÜen glaubwürdig rokonntniiort hat, 6. Vor-
lesungen ilboi- das Ononiatikon A^» Herodianos und Ober das Rhematikoi)
des Apollonios. Aux den eiMtcrcu stammt der IVaktat U*^ twi- m« »
t9i;At'xMi- öroftiitmr. Ausserdem sind von diesoi) Vorlesungen nur wenig«,
XU») Teil unsichere Fragmente erhalten. Von Erklärungen zur Syntu
; dm ApoUonios, die an einer Stelle der Diktate zu T)ioodo«io8 enrilut
vrorden, ist nichl« weiteres bekannt. 7. grammatischer Kommentar zu den
Psalmen: 'Knifu^aftol opr ^f>p tov tpaXtijtifof änö ywr^ rrta^pov t»f
fm'xXi^v Xoipoftoaitov. Zwar ist die«fcs Work wegen d«r schlecht«n Diktion
und wegen einiger Abweichungen von der Lchro do« Ch. von Lehn,
Lentn, HUrachelmsnn und Uhlig dem Ch. abgceprocben worden: il)«in
Ch. ist al« Alltor solcher Kpinu^rismen so aundrilcklich bezeugt, dass da-
gegen einige fovmalf und saililiclie Unobenheiton, zumal da ea sich um ein
in der schwankenden und von Zufiilligkciten abhllngigon Form ein«
Kollcgionhoftes überliefertes Werk handelt, nicht in Betracht kommen
können. 8, Ein in zahllosen Handschriften überlieferter Traktat Iltei
t^öniav Tiottjtixmv. Zwai- wird in demselben « A/««<)(j«<rti,f zitiert, aber
schon A. Ludwich hat bemerkt, da.sH damit nicht der Symeon Metaphraetes
des 10. .lahrhunderta, sondern waKi-»c]ieiiilich der Thrakier Demostlifmu
gemeint ist, der eine fitiäyffaaii der Ilia« und Odyssee und der Tlteogoi)il|
dos Uoaiod vorfas&te.
AniiglibDii und Bilfemittel:
t. IWIctul. llborTrosodio: Kd. I. Dokkor, An. Ur. S. 70S-;08. - Vgl. A. nilctrj
Orftmm. (it. IV 2 (1U94) S. I.XX f.
2. 7m dun rrngmont^n itbor Diony«. Thruc vgl. Utlgard a. a. O. S. LXXII t
S. KuiuHii-nlnr KU Tlii'odusioN : Zuunit eiiiKolno Parti«!) ed. l. Uekicer, ka,
S 1130- 1296. und Cramer. An, 0«on. i. 31l>-3fl». — Vollstindlg. aber bOdiat fehl
hall xii«r8l. ei). vna Tli, Oaisford, O. Clioerubo«oi Dictata in Tli«oiloBii etnonea •( «p-
merismi in psntnins, 8 volL. Oxford 1842 (ilie DikUt« in Bnnii 1—3). - Em« «»IMtodifi«
kritiaoho AuBgnb« von A. HMuBrd. Oriwim. Gr. IV 1 (ISMü) 101—417 und IV 2 |l"'ii
1--371. - Vgl. d(o Prologomonn S. LXXIV. — O. Uhlig. Kbmo. Mtu. 2.S (l:rl70) 7J ü
- Ad. Hurt, 7.a den SchoUan des Dionysios Thriu. Jahns .Inlirb. lOh {1873) SIU-S".
— W. Hoorschelmann, Da Dionysii Tlirac.is jntr>rpreti1>iui veWibua comnent. p. 1. D*
MeUmpode et C'hoeruboHco, Loipxii: \S'i. — l'ehi^r Auaiage aus dem KonuiMcUr
llioodonos v|(l. 0. Carnutli, ijueHenstiidivD xuni Ktvniologioum Gudiiuiiim. Jobit
eohiift t. i. AlbertusiiniverMtät, KOui^b«rg 18Q4 S. 8^ ff.
4. Ortlionrapliie : Gd. CrAmer. An. Oxon. 2. 167— 281. — !<<mi« KolUtton von Rift
Kehneider. üodloinnn, Leipzig; 1887 S. 20 — 83. — Der Tmkt« npöe lovf ir im'«» '■
i^fiaat xnromt Iijrovvrnc ral ipaiättjtiK, dar Rlr ein Exierjil oitii den ProleKe****«'' '
Ortho§Taphie gilt, int gedruckt im Thenaanui Comucopiae ed. AlduH 1468 Tot Sl^'—Üt
— Vgl. Hilgard a. iL 0. S. LXXVIII ff.
h. Kommonlar su Ut^phncsLion : TA. Ouil- HoerHohelinniiii in den AnecdoU Vi
OnecB et Lutina edd. R. Schoell et Guil. SUdemiind 1 (18äli) 31— »6. — Vgl MaM
Conabrnch, De veterum ntpi noin/joio« dootrina. Br<«taaer pliilol. AbbsndluigM V m
BrwlMi 1890 S. 15 ff., und Hilgard. &. a. 0. S. LXXXI1 f.
8. Zu den Voriesungen Ober Herodian nad Apollonioe vgl. Hilgftri, a. fc '
8. LXXXm ff. und 12LV.
7. Kommentar lu den I^almen: Ed. Gaisford in dar oben »rw&lmten Aoiptil
vol. 8. 1—192. — Tgl. Arthnr Kopp, Do Amenii, tCnuiü, alionun diaitiociionibui ^*f |
nj-micio eftmnique ooramuni Tonte, Dias., KOnigsborg IRäS S. 47— &7, und i(jlKai'<l-'^ '-'^
S. LXXXVII f. » J
8. Ht^i t^nw nmyjtaür-.TA.OiT. Wall, Bh«LGr.8, 80ft-880. — Ed.L.Sp<B|*I<
8. AIt«rhiiiiBwlM»iucluft. C. Ontnnnktitt. (g 245)
585
BImI. fJr. S, 24-t— 2.'i6. — Vgl. C. R Kiarkii. Zu Clioirobimoui« n^pi rpönoir, I'liilologus
27 (ISM) Ä8U-MS. — Bilg«'-''. «■ «■ O. 8. I.XXXVMl f.
9. t'tlicr uiii«u kluui«n Kommenliir zii Dionvalos 'l'liroi. pro«oili»cho Krotoinata,
■iti«ii IVmkUt n«(J /y*lini/44raiy und i-iii Li'bpii iIph lil. Mnrtyn>ra OuorK. die aämlticli
4«a Ck. mit Unre^Jit lugMC blieben werden, v^cl, llltKird. n. a. 0, S, [.XXXVtl IT,; Aber
«Ibm) IVkkUl tlf^ nrfi7<if*iiu>-, ortbottmiibUohe Snclioii ii. a. ihid. S. XC, imd P, Egfinolff.
DW i»iliMp«aclt«D Sldekfl S, 2r. «.; Di« ortlioRrBphi sehen Sttlrkn S. 17 ft — Kleinere krj.
tivebtt BviMc« nbd vcructrhiii^t bei W. Kngoimnnn, Kiblintborn ncripfjinim closskonim
1* (1880) m.
S4J). ThdOgnoiitOB (Ofu/ioioro;), ein Gmmtuutikor , (tusäOD BlUte
wahniclimnlich in den Anfang des 9. Jiihrhim<lert« r.u setzen ist, verftutste
ftlr die praktii'chen Bedtlrftits!«« der Sohulo und daher ohne Kflckmcht auf
lue wifweii^chafUich« Oranimatik 6in liücht»rhi-oil)itbuch in der Gestalt
von 1003 Kegeln. Dom Worke geht oino nu« 7 Trimctorn und einor
prosaischen Epistel bestehende Widmung an einen Kiiiöor Loon, ofFonbur
Leon V den Armenier, voraus, deren plumper und fehierbufk-r Stil einem
Sprachlehrer von Fach wenig Ehre macht. Unter Ttexiehung auf die
Kriegsthaten dea Kaiiier» bietet er »ich ihm al» Kanipfgeno».ten an —
aaf dem Scblachtfelde der Ornmmatik. Schon lilni^ft pflöge er die Sprach-
knnat und treibe unerbittlich von soirum Schülern eine» jodtm Wortes Regol
■in. Sein Wissen Htomjno auK dein inhaltrL-ichen Buche des llerodian;
P.Tiolfach «bor habe or die ungeschickte Fassung der alten Kegeln vor-
besscrt: Ivu xai ai-töi ti roff aoTi <)o'fw ai-inyuiviaitaifni • TitiXai /«p juot
4itm*t9ovnii*iff tä Yti<ififininni xni tAUfftifi kt'^toif tii- itgfiödmr xtH'öra t'nv
fwf ^otti^tiäv tma^iTi'/iuf fiannatioitii'ii fioi • »('( dl ix ir;$ noXvt^Xov
fU^Xof fi'{ xa!t6Xov'Hfi«>dtaroT' äraif^fi/itrog x«! XiS*i At?*v ti}»' nrpHffiJjtHntf«!'
Jnwvrätf'ai. fgyt/f ovtifi riöv /ifd ttiav fttfttXt^fiit'ov u. e. w. In der Tbnt
das Riesonwvrk des llerodian /Jr^i xu!fnX4x>]e rt^oaip^iai; eine der
iptqirellen. aus denen Theognost sein Uegolbuch zusammenntellte. Auch
atitw Bemerkung, er habe die alten Kegeln verbeaaert, int in seinem l^inno
rieblig: sie bedeht sich nämlich offenbar auf das eigentilmliclio Verfahren,
das er »einer Vorlage gegenüber bcobncht«to. Das Werk des Herodian
flithftlt eine vollstündige Lehre vom griecbiMchen Äccent, wobei die Ortho-
Knphie mir nebenbei borDuksichtigt ist- Dem Theognost aber war es um
ifie Orthographie zu thun; daher schmolz er die prosodischen Kegeln
4bi Uerodiao in orthographische am. Während z. B. Herodian die Wßrter
mf -i^r nach dem Accent in Dxytona und Paroxytona untt'i'.''eliiedcn hatte
md ebenso die WHrter auf -ir, vereinigte Theogno.-<t Oxytona und Par-
oxjtono, schied aber die auf 'iv von denen auf -f,v. Für die Anordnung
Utlt er sich an die Aussprach» seiner Zeit, welche ai't, »•(•>;, m-v (damal»
iidit = i, sondern = ü), o-co nicht mehr unterschied, d. h. er befolgte
du Prinzip der sogenannten Antistoechie, das ausserdem in Byzanz
kanptiwchlieb durch Suidas vertreten wird. Vgl. S. 564, Wie rein äuaser-
beli und verst&ndnislos die orthographischen Kegeln des Thoogiiost sind,
lehre ein Beispiel: npö coir n xcn' apx';*' Xt'Stwg i] oi äiyitoyyog ovx lanv ■
Iti wa npö toi' ir iv ä^xii ^♦J'WS C'i^** "' 'S ^"* *•"" '' >liXov Y^anTdov ■
itip^farot, i'nöitxo^, vtiifftcctoi. Mit aolchen Vorschriften war die Er-
Ntanag der griechisthen Orthopraphie allerdings eine wahre Herkulesarbeit.
iVotE aller fifangelhaftigkeit bewahrt Theognost als Mittel zur Rekonstruk-
&84)
Byiantinische LitUrftturgMchieht«. L ProBUMh» Uttorftlar,
tioii dc8 Horodian wio aU Zeugnis der geistlosdii byzantinischen UnUtr-
richtsmethodü eoino Bodoiititng.
Im h&horen Alter verfa»)itc Th»(>gno«t oinon Borielit Ober den
Aufstand des Kuphemios in Sizilien und die Festsetzung der Arabef
nuf dieser Insol (826 827); die Schrift ist uns nicht erhalten, wird aber
bezeugt und benutzt vuu dem Fortsetzer des Thcephanos (82, IS,
cd. Bonn.); dt^iot iJ tavta au*fia*(tta xtd nkatixüit^ov ^ tötr y^aifiiaa
TjfiT* U. S, W.
1. AuKgubon: Kd. A. Cramer. An. Oxoti, 2 (1885) 1—165 «is CoJ.
£0 {Mac. II). — Nouo Kullittion des Barocc. von R. Scbneider. BodlMuui. Lei|iM I
S. 4—20. — Eine neue AoBgabe nbemihm fttr das Corpus gramm. Qr. P, BgenolTf.
2. Hilfamittel: F. GuiLSchneirlevin. Conieclones crilica, GottingM 18t9 S. IM.
gibt KmendAl Jonen lum CtninaraolK^n Texte. — (i. Qnrnhnrdy, Soidae l«uc»a 1. 1 PntS.
'.i' f. Ubor die MiUittJloliMoha Anordnung des Theognost — M. Selmiidt, B«rfclüi Ale-
xuidritti lexicon, vol. 4, c|uac«t. nosycli. 99—103. gegen I^beckx bojllafig aMgMpCMlMM
Mi-iiiU[ig, 'i'booiciiost bal)c aus HesycliioB goscbOpft. — Aug. Leiid. Horodiani KÜqaiM
(Limiao I86T— 70). vol. I VvobI. 180-184. Ober das Vl^^hJÜtllul dea TbMSDOal sn EI««£m
und Arbadius. — F. Hirscb. Bj-xaiitbisclio .Studien 8. 19$ f.. aeut de« TbeoguMit natar
l>i<oii VI. — P. EgenoUf, Die orthogcuplii sehen Stücke der bnantioiMlMa LiUentsr
S. 21 ff.
3. Urber die ZeitbeetimmnnK des Theognost herrscbl «ino Kontrovetve. die sfck
an die Frag<i knüpft, nb unter dem Kaiser, dem der (tinmnintikfr sria Elaborat vidaitto,
Leon V dor Armenier (813— 8Ü0) oder Leon VI dor VVeiäc (986—911) so TMMabM
sei. Dio Ktugn wird nbor durvfa dia B'ortsetznng des Thcopbunes, in dtf di« arwlbal*
hletoriecbe Scbrift als ein , damals Tarfaastes* Werk ua^efUbit wird, in OukkUib da«
Anaenlem ccUüliioden. Dos WidmunReepignunni. in diini dor KuImi als wotaa nod ta
Wissenschufteu allen Ubcrlc:g«n bneidinet wird. acb«int allerdtuga inehr auf Leoa dv
Weisen als auf Leon den Armenier tu |iassen; aber derartige SeJinwidieleJoa warfa ■
einer Dcdikation unerlOfislidi und babeu keine Beweiskraft.
246. Michael Synkellos. Patriarch von Jemsaleni, in dor eraton
HSIfto des 9. Jalirhundertä, gehört in den Kreis der Bildervorohrer, dw
Thoodoros Studites, dor zwei »gezuitluicton* Brödcr Thoodoros und Tbeo-
phanoö. des Thcophanes Confesaor u. 8. w,: von dem bilderfeindlich««
Kaiser Tlieophilos (829—812) wurde er mit den Brüdern Theophanes nnd
Theodore», den y^fortof, eingekerkert und mi-sshandelt. Michael verfassle
ausser theologischen Scliriftcn {»■ 8. 166) eine viel benutzte und in xalil-
roielioii Handachrifton überlieferte Schrift Ober dio Syntax: J/i^oi^A .ip«-
ßvn'^ot' Kui avyitiXXov loi'' unoutvhnitv Itftävov tm- 'hfvaoXv/iur M^9Qiof
trtpi r^c roi" Xöyov ui'i'rwfFft); ayitSiaa^tiaa t'r 'Edieai; n's Utimni^-
tafifoi ahtl<Jti via^tiQov iiaxövov x«i Xvfoi^^tov, qtXohijov ot-f»;,
1. Ausgaben: Daa Werk des Michael Synkellos wnrde zuerst 9fler Ke<lrtickl usUr
dem (KlschUch vor^escbubeneu Nnuien des Georgioe l,ekap*Des in: iModori üMa*
Srammatices introdnctionis libri uunttuor, Florenz 151.'>, 1.520 u. Oftar. W«r daa Wade
em Lekapenos lUleilte, i*t nifbt klar: wahrscboinlicb ^<M<diab o« durch eJB HiiMvenUadaK
weil in Randucbrifton dum Worke des Miclincl inwoilon Werk« de« ti«orf:ia* I.(-kapiiDOt
(Lakapanos; «. B. .556] vernngohen: das ist i. 6. dor fall iin Cod. Taaria. 'iH; a. I'aaiBi.
Calalog. codd. Taiitiu. 1 <174!)) 3Tö. 'Ivtiivüoa aber hat Lakapenos keiaeB kVfnA tat
dio Autoracbaft, da dna Werk in xabireicheu Uaiidachririen unter dem ricfaligefi NaoMi
dea Miohaal Synkelloa Bberliefert ist. — Unter dem Namen des wafareo Vorfaasen eracUaa
daa Wark erst: l&iifieilci'v <">■ ito^ftaiau 'AXtiärigov kuyKtXiiQl«« rov laifc^tlm^Wi,
Vfmetii*, Bjpud Nie. Olycew 1745 (aus einem Cod. Vonotus). — Da« Kapital I/«pi M«r~*
pufKXiur oi-ofiiiiuv oä. (ohne Kenotnis der fiUhoron Dmeke de« gaaMa Worke«) J.
ürani«r. An. (hton. 4, 272 f. — Eine neue Aiiogaba erwartet man voo Kriix Balte
B. Tafle dea CorpUH gramm. Qrnecorum. — Vu], Knbriciua, Bibl. ki- «d. flntl, S. 19
207; Sih; S82; 11. 189-196 [Qbor die kirchlicli«ii Sohhil«n dea Mi<:i~a«l SynkoUaa).
6. AiUrtnmBwiBHtnMhaft. C. OrammBUk. (§§ S4G -247)
587
9, Loban: Ein« Itiugmpbiv di'S Micliuel SvnkclIoH nclirieli Nikaplioro* liroEoraB.
8. NiltMli«toaOr«gciruwd. Bonn.IS. XJ.VIII. wo aUGewährtnuannLeo Allatiua. DeSjmeo*
■jhoB 8. 100, ittiwt wird. Der Toxt §ch«iDt ober no«)i iiicLt (-diurt zu hgid. Cobw ein«
Mommw Tita d«« Michael Synkellos b. 8. IßT. Cober ilic Eink^rkening des Micbael
dwCB Kaiser ThMiphiloa Vf(l. Gtninsinn od. Donn. T4, IC. Der dorteelbgt «la eein Leidciia-
jiaoio erwilinto Th«optiniiiw kann «bnr nicht Thoophnnea Confavsor eria, mit dem
•r im Index d«r Auagab« S. I9h idanti&üert wiid; donn l'hcophanca ConfoMor aU/b Bchon
■un lUa Jabr SIT untor Leon V. F.it ist vi«linolir 'l'lioüphnticui ö yfuiiöf, dar •pUoro Kn-
WMhor von Nik*ML
8. Ventlii«d«n v<hi dam Werk« des Michael S^ukellvs iat ilio nnonyme Schrift;
PiflJ »B< ttir (Vi.i^a'rnir a%ytiiU«K >nt<i rote nnlniouV, Ed, L. ÜuoIj maiiD, An. s^. 2
(iSI8\ ^88—310. — In iMtikaJiacher Form l«<1iaj)delt die KoDolriiktioii dvr Vurba uin
Traklst, d«r ran U. Hermann, De «n^ndBods ration» (iraecae grammaticai-, pars primn,
Lifaia« 1601 S. S&S— 421, ediort iiit; -fffZ'} i^'*' ^*V "^^ "'C' "/; Avi^i'-fuc iiur ^ifiiirair
ttpdt trf «rä/inrn «oi iwV uJluij /irr«" neoflCaeoic iraiXaaao/iirtur ^t/piiiioy,
247. Niketas tod Serrae, iirttpriliiglich Diakon in KonMantinopel,
später Bischof von Serrae in Makodoniei), endlich Mtitropoüt im pontisclien
ÜiTukK'«, lebt« «Ml Endo de« 11. JahihundertK; oinigo Brief« boKoiigon uns
freund sc hilft lieh 0 BuKiohuiigvn zu ditm diiix-h kbiiio reiche Thätigkcit tu
tfaeologücher Litteratur bekannten Bischof Tbeophylaktos von Bul-
garion. Niketafi verfasste zahlreiche theologische Schriften; s. S. i:)7 f.,
311 f., 21& f. Hier findet er seine Stelle aU Autor von grammatiacb-
Ibxikalischcn lichrgedichten. die sich offenbar grosser Beliebtheit
erfreuten und daher in sahlrcichon Handschriften vorkommen. Vereinzelte
Kapitel der Formenlohrc und Orthographie buhandolii «eine ^/xo*
atfi y^fi/icttixii, 100 langweilige Trimetcr mit der cliaiftkturiötischcn
Einleitung: timnös ftir vnvov xai xaittvdnv t^r dtav, 'Jii-' ovv i^t' riiäg,
jitdJii, ny^imvijt^inf, ed. von Fr. Boissonade, An. Gr. 3 (18;)1) 323 — 327,
Daseclbe schläfHge Lehrgedicht steht Übrigens im Cod. Bodl. Barocc. 131,
■. 14, fol, 62", als ein Werk de» Michael Psellos ngög tiii- ßatuXiia
»ifiv KM*-ctaviTtor »6r {lovaxöv (jedenfalls Fclilor der üa oder des Katalogs
von Coxe S. 211 för liorofinxoi). Mit Vorliebe hat Nikotas, wie später
Ptochoprodromo» u. a. schulmäsüige Stoffe der leichteren Erlernung halber
io di« Form von Kirchenliedern gebracht. Solcher Art sind die Vcrso
&ber die Beinamen der 12 Oötter, die Fr. Croiizor. Opiiscula mytho-
logica vlc. 1, Lcipüig 1817, und A. Weatermann. Mv^oy^üifoi, Braun-
nchwcig 1843, dann W, Studemund in den Anecd. varia Or. 1 (1886)
270—279 mit einem Überreichen kritischen Apparate veröffentlichte. Die
zweit« von Studemund S. 279 — 283 mitgeteilte Sammlung von 6ötter-
bMiuunen schon bei A. Westermann, Mv!>ayQÜ<foi S. ^'>h f. Ferner
rcn hichor seine Bearbeitung de» orthographischen Itegelbuchvs
Timothoos von Gaza und seine Verne Ober die Namen der Meero,
IQise, Seen, Berge, Städte, VBlker und Edelsteine; Tilr letztere
■cbOpfte Niketas aus einem (wahr.scheinlich auch von Suidae benützten)
geographischen Schulbucho, da.s selbst wiederum auf die gewöhnliche
fMtiscIie Scbnlloktare, besondor« auf Dionysios Periegetcs zurQckging.
1. NurttJOBM (TM ox md. Honac. ed. R. UnKor, Epistola criticA ad L. Kiabnrr,
BnaJulmrg 1841 (mir omruftKagUob). — Proben der Schulpoosion ediert« anseer don
Onnnlra aocb U Cohn. JahM Jahrb. 133 {\mf>) 649-666. — Vgl. Fr. Hitscbl.
OpuBCnla I (1666) 75ä f. — I*. Bgcnolff . Die oHbogruiibisclioii ätUcke d»r byc. Ut. 1888
8, ?7 f ; »bMidR S, 24 öbw einen fWiichlipli dem Niki-tna lugi-schri ebenen ortho(trü|il)iecbnn
Traktat Zu den vom EgcnoLff genannten Handsclirifton dar grummutiadien Ilymncji
588
Byx&ütliiiiob« Littoratargwchichte. 1. ProMUBchs UU^rKtnr.
•ind II. n ilio Codd. Piitmiaci HO und S22 iiachmtrag««. — A.>lin1icl>e uHlvoiUDpliUclic
. Buvin in Fonn von Kircli«nkon«n«fl obn« AstoreUBen Im Cud. Vindob. tbeoL !?J3
<NMMh rol. 61-76.
8. Znr EUognphie ft- Fabricia«, Bibl. gr. ed. HarL 7, 7&0. — P. fienrtch*««,
Uober diu BüjwDunnt'in politisriinn Votso 8. lOS.
248. Gregorios, Metropolit von Korinth, nrHprilnglich PardoB ge-
nannt, 1«1)to atn Schlüsse des 12. oder am Anfang dce 13. Jahrlrnndcrt»:
denn er zitiert oiiiersoit« noch den Tlutoderos Prodromos unter den jUngsteo
Janibographen, androrffüitH eoll cinv Hanilt^^di rift dos Or(igonoi< dein 13. Jolif
hundert angehören. Dieser nicht ungelohrt« Theologe ist als GriimmaUki.v
vorxUglich bekannt durch seine Schrift Über die Dialekte: i/tfi fmi'
tdiwfiärwr ziir JiniJuTtor. In der Widmungsepiiitel boruft er sich auf
Tryphon und Johannes Philoponos ala seine Vorgänger, nennt die (Ur
die Kenntnis der olluu Dialekte wichtigen Schriftsteller und bittet um
Nuelisicht, wenn er eiiizelnos Qbcr«clieii habe; er sei jedenfalls viel voll*
ständiger als die früheren Diidektulogen. Gregor schöpfte aus Johannes
Philoponos, aus SchoHen und Glossaren zu Pindar, Thukydides,
Aristophanes und besonders ku Theokrit, \-ielleicht auch au» anmittd-
baren Quellen, nämlieli aus den Dialekt^rbrift^tellern selbst, wie Pindar,
Herodot. Theokrit. Doch ist der Stoff nioht durchgoarboitot und Zu-
sammengehöriges an versehiodoiien Orten zorHtrout, wie ea der VerfaBeer
eben im Laufe seiner Studien fand. Welches Ansehen aber das Werft
genoss, beweisen die zahlreichen Handschriften. Zu vergleichen sind einige
andere anonyme Stucke Über Dialekte, wie der Grammaticus Leid en»is,
Meermannianus und Augustaniis. Als zweite grammatische Schrift
des Gregorios haben wii- eino» Kommentar zu HormogenöK: 'Ann i>;(
'Effftoyirot'i ßißXiov. Als Quelle diente ihm hier unter anderem Johann««
Goomotros, der von Tzetzos als Erklärer dos Hermogenes genannt wirA
Ein drittes (wohl noch unediertes) Schriftchen des Gregor fUhrt den
Titel: Ihi/i avvni^uBi toif Xöyor ijfoi nfQi tot' fit; aolmx/^uv. Dagegen
scheint die unter dem Namen des Gregor überlieferte und Oft«r edierte
Schrift Ilffi tpo'jTiuv, in der 27 Kedefigiiren aufgezälilt und orläotert
werden, einem älteren Verfasser anzugehitron, da sie vo» dem Metropolit«^
selbst im Kommentar zu Hermogenes als fremdes Werk boaQtzt wird.
AusKnlion "i><l Ililf"intttol: 1. ticbcr div DiaUkta: Kd. Gi«b*rtna Ka
acoodunt gnunmntiri I.cidoHMs et Mocnunniaiii de dialecUs opiuculn, Logdnti Batsv. II
Pruflf. S. 36 ff. Verzeirhnis der flltewn Auagnbon (»uorst Venodig 1496). — Gr«|
vint^ii et nlionim grammatlcanitn libri d<? dinlcctia linguiir Gruocae. Onibns »Ml
Crimum editus ManuctiE Muscbbimli lilit-lluji du vocnm pDBaiouibua. Reo. U. B*nr. Sebt-
ipBioe 1811: mit der Vorrede und dvii Beiicabeu von Koen; dun dw gmnmatieiu Al
stanus, uin dickleibiger Kommeiitiur und fOuffftchet Index. -- Vgl. w. Brambaefa,
Theul[rit.Scbolien und Gregor von Eorintb. Rh«in. Mos. 22 (1667) 449— 451. — L Mar*-
bAcli, (ireeor von Corinth nber den dorinchtn Dialelct, Rliain. Hdb. 31 (18761 fi«7'&äl.j^
O. Zni-otti, II tratlato di (ir^gorio Corinna ttull' atticinmo. Atti M\» R. Ar«ad«mia ' ""^
Bcionxo di Torino 37 (1891—92) S72— 59B. — Ünn Ton Julius Potxbuldt kiriler
Aphlboninii, Linsi«e 1839 S. 79 ff. votOff^ntlicliti^ ßtUek den tiregorioa von Ko
»^C Smttfovt diaiJnov ist als oinu. wabnoliuiclich vom Uerausa*b«r Mlbst be
ied^iifalls dMT allrMneuostun Zeil angohOi'itndu F&lschune nscügewiee«!! van
Rboin, Mtw. I (t«42) 274-377.
S. Konim«titAr zu HermoRenes: UnvollsHndiff od. von Jan. Rniska in
Bhotor. graoe. S (Lipsine 1T73) S87"-fi71, — VollsUndig omt von Chr. Walt. Rlif
graeo. 7 (IU94) lOää— 13^3. - Vgl. Herm. ScIiTadcr, ['orpliyrii iinaaatioDuni ilannr^
e. AlUftaauwiaMiiscluin. C. Gmnniatlk. (S§ 243-249)
unim ad (MfMMin pertin«»tjiini r«]., Leipzig 1890 S. 20T. — Tli. 0«rber, Quito in
MCBUMBtariis A Qn%ono Corinthio in H«nuos«nein aoriplia votustiorum common tnrionun
TMÜfM 4*pMb*Bdi poaunt. Dim., Ki«l 1891 TenthUlt aumer der QaeUnantoniudmng auch
SkMBilalMMn tum nonunwitar ßrego»). Vgl. di« BaMrechung von C. Hammer, Berl.
pbiloL WoeliQiiRclir. 1693 SL US IT.
3. Di« pwiudo|TeBorituiiaciic ädirift IJtfi Tfoniu»- nd. uiin 2 I'nrisor Hss Fr. Boia-
■ ODid«. An, gr. 8 (I?31) 370— 2S4. uolsr dum Namen de* ÜrammBtikere Tryphon. Atioli
M d«a Codd. Mar«. ^12 fol. 53'— 58- und Taur. 274 (jbIzI 0. Vif. 20) fol. 161—166
wird aia dem "^yphon lu^eachrieben. Zu vei^teirlirD niiid tiii<ti>ro a. a. 0, ediorlo annnym?
SeBekci. ~ Unter ri«m Namen dM Qregorioa ediert« die Sclirift Ülir. Wnli, IthMor. gmor.
9 iHÜ^i Ti^l— 7TS (mit d«n «rwllint»ii «nooTinen Stocken und Kohcmdrios). — Wiederhalt
■»dÜdi in d«n Rhrior. ^a««. «d. 1^ Spengol S (18-^6) 215 ff. — llebar die Uneohtlioit
Ü»inr Sobrift •. C. R. (inckh. Zimmermanns Zeilaehr. fQr di<- AllrrtamawiAHnnufili. Bd .''i
(1888) 10&8. und I'hiloloeua -^4 (1SQ6] 545-549. FUr die Linuclitliuit ipHcht violleioht
■Üb dtr Toa Ptnukb nicht orvAljiile Umnlusd. dass mtthrvra Hsh doa Werkukeu uuler
dem Nun«n des Tryphuu überliefern (a. o,).
4. Ans unb<<kHiint#r Zeit stumml «in krirzer Traktat über die Dialekte, der nnter
4an Kunen d«« Tlivodosiee von Alonandria nberliererl i»t; 'jleX'l »iV thitliTviiut' rüi-
^»ftl toC Kifiov (1je8 xv^of) tttoioaioi' loiT '.1lffnvJgi<oc JkoQÜioSnaiuy Exoerptiim IUqI
JmUrtvi' * rodiriboH linrorciimiii I.XXlt vi CHI bibliotltecRe Bodlnianoo OxonicinHiban
«d. Bieh. Schnxidnr. DuiEhurgRr t'rogr., Leiptig 1894.
S49. Johannes Qlykys ('/oiA^r^; u rivKVi, meist unrichtig Glykas
genannt) aus Byzanz, blühte unter KaJBcr Aiulroiiikoa n (128;i — 1HSJ8). Er
war nin gelehrter, rhetorisch und gramniatisch gebildeter Mann, der, von
»einer eigenen schriftJKtellenschen Tlifttigkeit nbgeHehcn, auch al« Lelircr
und vättrlicher Freund des grossen Polyhistors de.8 14. Jahrhundert», de«
Historikers und Astronomen Nikophoros Oregora«, zu den litt«rai-i8chcii
Bewegungen seiner Zeit in enger Beziehung stund. Gregoras, ed. Bonn.
I 270, 8 ff., feiert ihn mit den Worten: llv tT* 6 wnj^ ao^ö^ ir juT^ tiä-
iiaia Mai ay«tt^ i^i tvyfvoi'i ^Kfiv»^^ rar 'A^i^raitar i^'x«?! ftrit^ zti iy;ö'
|ifi-e( ttai tvTfor ixttvnv xai t^ö.iov naOänt^ ti iktiov rripüf ä^x^tvnov '
9t'i (iTKtfC d' (fiß^ittiif xai yriäfiij ßofkivo/i^rij jti äiovia »ui i-pun^oji- atn~
\t>ti-ti ftax^ Zip iit'ifip nävrai viKrär. Ulykys besoss die Würde eines
^ofti&t'tt^i xov igäiiov und bestieg im Jaliru 1319, obechon ursprünglich
Laie und verheiratet, den Patrinrchenthron von Konstantinopel, zog sich
■l>er schon 1320, von Kriliikliehkeit geplagt, in das Kloster Kv^iiärtaca
xurilck, wo er bald starb. Wir besitzen von ihm ein ziemlich umfang*
reiches syntaktisches Werk unter dem Titel: Toü ^rarpin^x"" "Vft"''
't^ärnm lor rii'x^of ntql oq^nvtjiot avvt<i^tio(. Die mehr durch Klarheit
d*r Sprache als durrh Gelehrsamkeit ausgezeichnete Schrift enthält nicht
rin vollätändigt'^i Lehrgebitude. sondcni behandelt nur einzelne llaupt-
■iMchnitto, 80 die Lohre von der Kosusroktion, von der Konstruktion des
V -. vom SolRzismus und Barbaiismus. In einer philosophierenden
i. i I . jj erörtert der Verfasser die Entstehung und Entwickülung
d«r Sprache als eines göttliclien Geschenkes, Von den alten Autoren
/■il. i-i er vornehmlich Homer, Thukydidc«, Piaton, Demosthene.'*, auch dio
l -jiuiiginta. Ausserdem verfasste Johannes oinon Bericht über seino
I gtmcinscbaftlich mit Theo der os Meto chites ausgeführte Gesandt -
I ichaft nach Cypem und Armenien, der, von Nikephoros Gregoras') als
I klar und sctiSn geechriobcu bozciclmet, uns verloren zu sein scheint. Duü
'i TA. Bonn. I 194, 21.
m
ßjnMntinische titt«r«turg««chicht«. I. PfOBRÜdie Litt«rfttnr.
Vorwart soinuB Tostnmonts hat uns derselbe Nikephoroa Gregort^
orlialten, ') dem wir auch woitere Nacliri^hton ober sein Leben verdanken.
1. Ein kleüivB StQcli <l«r Syntiis «dicrt« I. lloklcor. An. gr. S. 1077 fl.. mi J.
A. Crumi-r, An. Patin. I (18Ü9) 401. — Rnto votUtaiicIign Ausgabe: JouinJs Ulf<w C)
]iutrrurc)in« CpolituDJ opiiii dn Trtu iiyiituxcos rntiunc ed. AlburttiB Jübnias, ElecMe
184VI ( 1^9 votivndnl, mb«r inrolgo vinM froiMW« utut IMi aiiiiKfg«^». M> Amb di» B*-
xunxion^n vor dem (lucbc oRii.'li«iueii koDotuili mit auafaluLi<;li«a Praleeonena, mttn
stark iiol1an<l»mitL>n l{onLrni>ijtar und vierracham Indes. ~ Vitt. die ÜMpnoliwigMi diMtr
[ Aiise«))»: HuidL-lliuruer JulirhQuher 1840 8. T!I2 f. und '/.eitmbriU Kr di« AlUttaawwMMa-
Rchoft. bi>rati8);fgi>l<i>u vnnTli, DecRk imd Jiil. C«eMr I&tSN.59S, 4M- 472(rMi6t«r«n]Ha|.
— Kiu« uiMi^ Aui^Kflbn voreprirht Kclix Uttlte tm 8. Tail d«r boi Tevbnwr endtMUMid»
Sumnilung d»r gnnchiRchan (} ramin ntik er.
3. Wollt nach unodirit sind folgondo Seliriflea des JolinnnnK (iljkya; Kin Scbnlbcc
nn dvn KwMr nnd oinra an don LoooÜieton — du erat« Terstlluunclt ~ im Cod. I.aur.
&7, 24 fol. 125'— 12'J. Vgl. M. A. B&ndini, Catftbgiw ooM. gnec. bibl. LnarentiAur
S (176!^) S69. — Eine Praontiii pro Aiidronico inipemtore (d«ii gri«cluticb«n 1'iU-[ kma«
iuli niubl). di« AbdiUikunaaurkiiuoe (des Olykj^s) und eine R«d« ad d«n Kaiser, d» wobl
mit dum veratlltii Hielten Teste des Laur. identiscli ist. im Cod. Paris. 2&62 fol. 38'— 44,
~ 1» ßriefo im Cod. Paris. 3033 fol. 191—187. — SoniiUg8pr«diKteB im Cod. Parit.
1310 fol. l— T2'. Vgl. 8. 174 f.
3. Dbs von Dil Cnngn im Index nurtomm seines Gleeaarium m*iüu> «t infimM
finiecitatis cnl. •'■1 «mlihnte und Qftrr litiRrte (iedicht eines Jobann na Gljrcae: Dormi'
L lata vitae bat mit uoauicm Autor nichls zu tliun: <« ist nimlich sidita aadena ila dM
■HfUr ediert« Wurk n(y9o( Safiitov eto., dooieti Verfaeeer. dem 16. Jabrli. anaahtrig, ätb
JuaLu«, Soll» dus Johannea Olvkoa (K^p 'Iwni-roit jQi< rXvxov), neant. Vgl. G. Lograad,
Bibliogr. bull. 1 (18S&) Ü. 179* und 238 (T,
350. Schedographie. Schulbüdior goh5rcn in dor Kegel nicht nir
schonen Littenitur, ja nicht oinniol Kur wissünschaftUchon Fuchlittemtur:
eie sind aber flir die Kenntnis der wechselnden Voraussetzungen der natio-
, nalen Bildung und fllr die Geschichte des Unterrichtes von Bedfntlang.
' l>alior niüsspn in diesem der Altertums Wissenschaft gewidmeten Kapi
doch auch einige mit der Wi.ssc-nschftft sehr loM verknüpft« Uilfitmti
der untersten Scliulsliiron beschrieben werden. Das erscheint auch dam:
geboten, weil man die EUhorate dieser Art häuBg folsch beurteilt,
hat harmlose ElementarsehulbUchor, wohl dadurch irregeleitet, dass sie in
griechischer Sprache abgefasst und in mehr oder weniger vergilbten Hand-
schriften fiberliefert sind, vom erhabomtton Standpunkte der philologiiiciicn
Wissenschnft ange«ohen und dann nach Erkenntnis ihrer Nichtigkeit mit
thränenvoller Entrüstung den hier offenbaren Verfall der alten Gelehr-
samkeit betrauert. Zur untersten Gattung der Schulbücher gehören die
I dir den grammatischen Anfangsunteriicht bestimmten Schcden, Ober
deren WcMon hier einige Aufklärungen gegeben worden sollen.
Alt und wohlgelitten sind die Epimeriainen {impt^anoi) d. h. die
grammatisch-lexikalischen Erklärungen ecfawieriger Elaesikerstellen, wobei
nach der Folge des Textes die aufßlUgen Formen und .teltenen Wltrter
crlSutcrt und also nicht selten schmackhafte philologittcho Itagoul« zum
besten gegeben wurden. Aus dieser auch höhere Aussprüche ermilendoD
Fernialerklärung entwickelte sich in der byzantinischen Zeit ein d^r
untersten Schulstufe dienendes Mittel, die sogenannte ^j;f<fo/pR{Ffa. Sie
beruht auf der auch in der neuesten Zeit wiederum vielfach aufgenon-
menen Methode, die Grammatik rein praktisch durch AnalytHi und £r-
ang.
pit^
itu^H
■) Rü. Denn. I 2Sfi, 38 ff.
0. A]t«rtoi»>wlsB«nechkrt. C. Oramtnatik. (Ig 350)
KlArung dor «iuiwinen Formen und Wörter eines zusftmmonhiLiigondcn
^cluiftsUJckes zu lehren und ciniEuUbc-n. Als Gniiiilingo wurden mitUrlioh
Text« gewählt, die »ich durch oinfAohe Durotdiuug, durch Popuhitität oder
durrh aktuelles Int«r«i»e empfahlen, wie alte oder spedell zu diesem Zwecke
Bl)gcra«8t4> Briefe (». g 22!)). kleine Aufsätze. Sohrifton oder einzelne Stellon
alter and byzantinischer Profanautoren wie Philo!<tral«s, Agapotu» (Fürston-
spiegel) u. a., Stellen der Bibel, Oeboto, Kirchenlieder u. a. Diesu Lehr-
nfthode. flber deren Anfinge nicht« Sichere» bekannt ist. gewann in der
i>pütorcn byuinti nieeben Z«it ~ wenn wir dem Zeugnis der Anna Kom-
neoA (fl. u.) trauen düi-fen, seit dem Auegango des 1 1. .lahrhtin dert»i
— neben der selbsländigen Grammatik und Lexikographie und neben dor
sachlichen Exegese der Schriftsteller eine um so grüsaere Verbreitung,
je mehr der Volksiinterricht mit dem Sinken der nationalen Wohlfahrt
auf ein bescheidene» Mass elementarer Unterweisung zusammenschrumpfte.
Eine gute Vorstellung von der Anlage dieser Lehrmittel gewährt daa ge-
druckte Bflchlein de-i Moschopulos //f^i cfx*'J<"i'. Eine Bearbeitung des-
seilten i»t seltsamerweise mit dem Namen des hl, Bnsilios geschmückt
worden. Aus einer ülteren Zeit, wohl dem 11. Jahrhundert^ stammt da«
Li'brbuch des , weisen LongibardoH". dos schon Anna Komnenn (s. u.)
erwähnt. Es findet sich handschriitiieh in Paria und im Vatican unter
dem Titet: jlo^jtßii^iov tov ao^ov rtUQtxilnimoi' ti]i axf^oyQa^iai. Zu-
weilon wurden die eimcelnen Notizen {ax^^ai), um die bei der Erklftning
einee fortlaufenden Textes lüstigen Wiederholnngen zu vermeiden, auch
itphabetisch nach dem System der Antistocchie (s. H. 564) geordnet. Ein
derartiges schedographisches Lexikon, welches in 907 politischen
Tarsen orthographische Regeln vorträgt, ist durch den Dniek bekannt
gemacht. Nach einem Prooemion beginnt das eigentliche Vokabular mit
mit den Versen: "i-daj i'-T«px" ßftOii*vs ' <'*f<soa i] rlfa.ioiyt^. || Ait^oi- tau
n onijXmor. Upapörtu; TT^cnwirw;. Die Entstehungszeit dos BUehleins ist
unbekannt: die Anfilhningen avnaart "Arra V, 55 und "AyyrXog ho/ivr^vöt rt
V. 185, die man auf Anna Komnena und einen Angelos Komnenos be-
zogen und zur genauoron Datierung benutzt bat, sind wohl lingiert und
kSnoeo hiVhstens zur Betitimmung der FrUhgrcnze (12. Jahrh.) dienen.
Bei der Spärlichkeit der Nachrichten. wel(;he un.s die byeantinischcn
SthriflateUer Hber ihre konkreten Schnlverhältnisao gehen, ist ein byzan-
chwt Urteil über die scliedographische Methode sehr willkommen. Wir
ten 0« der fürstlichen Ueschiehtschreiberin Anna Komnena, die in
hrer Alcxius gelegentlich der Schilderung eines von ihrem Vater gestifteten
'Waieetihauses auch die in demselben eingerichtete Schule berührt {XV 7
= U 349 f. ed. Bonn.). Sie berichtet, dass man unter den Schülergruppen
nicb solche bemerke, welche die sogenannten Scheden «direiben (« Ji
iffY^et^^f tmv Xtyoftiywf axt^öir), meint dann, die Schedcnmclhude sei
eim- modeniü Erfindung [tov äi ox^iov; ij tix^'j fVQtifif f*öv rtan^fav iati
Mti ii'c *V 'll'*"*' rf>f"i) und ein Brettspiel (rttjtti'a üi tö enovijaafui),
über welchem die allgemeine Ausbildung vemaehlSssigt werde; deshalb sei
«"• gegen dos verschlungene Netx der Schedographie {xariyvotv r^e 7roi.t'-
nimov rif tf^tiofifatfiiti rtloxtfi). Bernhnrdy und andere liaben dieser
592
BysanUaüche LitUrfttorgvdcbicbte. I. ProMiMh« littentof.
Kritik mehr Bedeutung beigemesäeit, aU ihr zukommt, und ihr
tirt«il ilhor die Scliedographie durch sie bestimmen lassen. Allein
gesehen davon, <la«s Anna koino oiiizigo genauere Angabe ül>er dio
der Schedogriiphiu macht, dio ihren Unwille» erregte, geht aus ihren viel-
fach unklaren Auüßlhrungon doutlich nur hervor, dosä sie dio Schvdo*
graphie hasst, weil Eie eine ueuu Krfindung 8vi und weil sie als meclui-
nisdie Ühung die hHhere Ausbildung beeinträchtige. Der erste Vormirf.
ein AusSUHfl jener exklusiven Altertümelei, der Anna allentlialben in ihrem
Geschichtswerk huldigt, ist nattlrlich sinnlos, und der zwoito beweist nur
die UnRlhigkoit der begabten i'rinzesitin, die Hedingiingi'ti und Ziele etnar
VolkäBcltulo zu verstehen. Wer sieh über dun Meohttnlämu» der Schede
graphie nicht bembigen kann, sei schlieaalidi noch daran gemalint, doaa
^ie bedenklich nahe verwandt ist mit manchen SchulauRgaben. .Schill4>i-
pi-aparationen und ÜbungHhllchern des neuen pädagogischen Kur»« ui
i*rßu»»cn; denn ob nun die foi-thiufende AiuUy»e zwischen den Zeilen oder
unter dem Texte sieht, herQhrt dos Wesen der Sache nicht, und dieses
besteht bei beiden Methoden darin, dem Schüler alle .Scbwierigkettctl^
zu ebnen und uigen<<» Nachdenken, Suchen und Lernen mAglichst ni
i<paren. Dabei wird nicht geleugnet, da^a die byzantinische li«hi
auf die Lehrer selbst lähmend wirkte und sie allzu genflgsam macht«;
konnte aber zum UlUck nicht verhindeni, dass bessere Köpfe fortfu
die graminatisclien Lehrsysteme und die höheren lexikalischen HilfsmJt
zu atudieron, dio Klttssikur mit den guten alten £rkl5rungeu zu lesen
sich sogar in eigenen wissenschaftlichen Arbeiten zu vereuoben. NatOrlid'
blieben diese Auaerwählten in der Minderzahl.
Hoch kunstloser als die schedographische Methode ist die Beigabt
einer einfachen volkstsprach liehen Interlinenrparaphraso (if'vxayiafia);
man findet sie in zahllosen griocliischen Sehulhefti-n der letzten Johi^
hunderte, die sich nun in den Katalogen stolz als .Codices
brüsten.
DtWIUHiM
•MlJdW"
1. Ausgaben: Die moislen dieser KlumeuUncbnlbDcJiM nikea verdiMDi
Lm Staube der Bib1ioUiek«u. Nur xufflilig ist das «ine od«r ander« ExvmpUr
geEog<4i worden. MeacbopuloB lUyi 4/<JuJr ist ediert Paris 1&4&. Ex ofltciu Beb.
Slepbaui. WlederWt iu Wien 1773 (uacb ll^nricliHon s. unten «. 0. S. 19}. — Paes4e-
ßaisiljoa zuerst niil Aiiotloiiio« I)y»ku!oa llt^i avtäinut, y\imat bei I'b. Junis MK.
Dann iv Itnsel l&t'iS. Kx offidn» Oporini. Auch von F. MorellnH, I'aris 1&8» (BMh
Henri eil ssn, o. a. 0. S. 31), - Hin anonymes. ebonfBlls mit MoMbopuloa vorwandtsa SUck
ed. fr. BoisBonnilc, An. gl. i (is:ilj 311u— 330. — Das «rw&bnU) nchedograpUi '
L«cikon ed. Fr. UaiBsonado, An. gr. 4 (1882J 36$-412. — Daiu dio Utteratnr
S§ 234; 229.
'2. Hilfsmittel: Wiobtige BelegeteUen gab achon, olmn diu Wnsen der Satb«
erlteaneii. F. J. U. Lu Purte-Du Tbeil, Not. ot extr. 7 (nn .\ll do \* R6pabti0m)
2bQ~2h4. — Hauptschrirt: R. J. V. UonricbiiDn, Om Sobedographien i iJs« Sjrin
linske Skoler, Kopenhagen 1^43. — Herodinni acript« tria «meniütiora cd. K. L*br>.
Königsberg 1^48 S. 423—427 (Über die lledeutung vou ^tfUtir, fU^uät, Aofitfinf'
taifif^a/iöf. a/('Jo(|. ^ G. Ucrnbartlr. Grundriaii d. ipiiMilL Litt. I* (ll}!f2) "78 f. — L'eU»
RTUnniatiBcbe I^cxikn dieser Art vgl. I'. Kgenolff, Di« orthograDbischeii StOckv d bft
Litt. 8. 25 ff. — Muhfvre ilw. wulaliu tt-v/uyiuriai enthalten, beMiniU II. PhloridM W
J. Sftkkolion, tlttt/iiojt^ ll,ßluo.t,j*^. Atbeu IS90 S, 341-244.
S. Kit) interewaiites Lehrbuch, an welchem man du« Wesen ilor nchedogr^ihisclM
Methode gut »tudiereii kann, enthüK der Cod. Lnur. Conv. Soppr. 2, s. U. Die IWIi
d«r Tdxto. an denen bier Orainnintik golnhrt wird. crOiAiet ein äcliulgvbat: dann McM
Kircbanliudor, Stellen ans der liibnl uud uus nltun Dicblern, nudi Sat«), dUt atolt, Haork
.SUdt
]{«irtBnflwIaMii«DbAft. C. GrammaUk. Q S61)
5d3
■ Im SdlllgMprlcka iQ% Paeuiln- PoHiUiro». no dir ^DliUIor Krlbnt wondcu. Jcdum T«x(e
Cimlelut «ID* Zwi»di«iisriloni)rktärung lirigcgclim, in welcbcr dio Furmcn tind W<lrl«r
lutpri w«Tdi)n, dann kommt nocli oin« msniiiiiii^nh Segen dv 'IV'olinulogia, diu mit MoachO'
kw tlifi »][»iür vafwuidt i*t, Dur Titut liiulut: '■■fi'X'i •"'•' ^t';> - KufiinDf nvi* i/aa-
if/%miir npwi»>-. ein Ücwois. duna, wi?r [luoh Huli<<ilügnip)iiH('lii*u und auddrtfu gmiiiiiia-
eben ScJuiflen fAlindet. in dvn HnskiitHlo^eD auch da» Sciilngwürt xurrnxiov. ^f(>tuit sonst
M Art von Kirch ealiudem boieicliiivt wird, nlclit Oberaeben darr. Vgl. di« Boscbroibung
mn Ba vom N. F«ata. Scudi itHÜaiii di fllol. gUbb. 1 (1803) 131 f.
4. Aaf IsteiniscbHiii Budeu wird dia aoliadograpliisch« Schulpraxis durgestoUt
wA Priaeiaus Parlitiatics XU v^r^iuim Aeneidoa principalinm.
B 3&1. Anonymes, Inedita a. b. w. Mit den aiigefillirteii Workoii ist
t gramiDatJeche Litteratur der Byzantiner iiiitürlicli niclit t-rsdiöpft. In-
Ige d«r \-iebieitigen Sorgfalt, welche den gramniatiächen Studien selbst
der Zeit des grn88t«i) Vorfalls weuigütens für praktische Zwecke ru teil
itrdfi, finden »ich in Mlilruiclion Handsctirifton ausser den bekannten und
trtffentJit'litvn Workvn noili t-iui- Mvn^t; zum Teil anonymer und fragliiuu-
riecher BUoher grammatiechen Inlialta Eine Übersicht der in der spSt-
runtinischen Zeit hauptsächlich benutzten grammatischen HilfRinittel gibt
ftchoniios Khusanos in seiner Ui/a^Küftiu il^ ri;v j-ptt/i^aiwi/f im Codex
uiianus 306 üf^Xzi Marc. XI 26). S. AI. Mingarolli, Qraeci Codices
m spad Nanios patricios VonotOB osservati, Bononiac 17S4 S. 511; vg).
ie dortselbst S. 191—517 beschriebenen Codices. Ein andere« Verzeichnis
>a Namen altgriechischer und byzantinischer Grammatiker aus einem
uitwr Codex ateht bei Montfancon, Bibliotheca Coisliniana t^. 597. Eine
<iclio Fundgrube von klciueren Traktaten und handschriftlichen Notizen
sd ausser den filteren Sammlungen von ßt^kker, Gramer u. a. jetzt bo-
mders die Anecdota %'ana Qraeca ed. G. Studemund vol. I (IdSß).
unerdem sind natürlich sämtliche Kataloge griechischer Handschriften
IJnziehen. Eine kritische Sonderung und genealogische Gruppierung
ieser Hassen machen »ich die Bearbeitei' des Corpus grainmaticorum
neoorum zur Aufgabe.
1. Eine« Oeorgios Eurteaes Schalarioa {Vna^ytat Kovpt^^t 6 Sj/oUfiiii] Öram-
Itik «lehl im Cod. MntriL 12& a. 15~1C uud in anderen U«ä, VgH Jo. Iriarte,
Ktae bibl. Matril. rodicw gr. msa 8. 502 f. - Diu iu d«ii Cüdd. Athcu. lOSU a. 13,
ibea. I0V7 >. 1-^ und «ohl aucb sonat erbalt«'ne Schrift «Ines Stepbanoa Grammatikoa
mI Yfttuuatix^t iat wohl ein Kommentar lu DionysioB Tbrox, Vgl, I. Bokkar, An.
. 11«7.
2. Pachomio« RhusnnoH (n«/w^to( 'l'avaiirae; s. o,), ein flcisaigiT und K^labrtar
ladi aua Zont« if löI>S), rerfasste suancr Krnininntincbon und miiBikaliscItun r^ohrhUcham
likran)tbaologiMehoädihnon,ur.t«rdcnenmnn:>(iRnrainoStreitscbrirt gegen Martin l.iithor
rtu (M mtijuifri lofrt'pi) eeftuidan hnt (Cod. Nun. l'iT, jetct Miiic. II 11)4). Vgl. ä. 137.
ibaf MCS MMD «od Kin« Wurko bi-iiditcii: Mustoxydos, 'RlJ-jvo/ftnf/tiuv N. 10 ^^47).
Ckr. Pbilataa, Ut^i 'latavnntiiv Kti^tävov. Jaaiilutii-oii lov Ztevdiiox' uni llaxuifiloti
rv«r«v. Kttkjru 1S67 (mir mizii^Angliob). — K. N. ^atbas, ycotXi. ipiXolvvin S. liiU II.
Nik. Katramifl. ♦lioJ»;-!«..' »(■»Ifxi« '/.•ixiirltov, Zaut« ISSü S. 231 ff. — Eine ProdlKt
1 BbaMDOB OW den Aberglauk'ii «d Üp, Lampros, .tiitiar 1 (1883 -IS8&) 101 — 112;
7 — M9. — £tn*ii Notajiataakt (Iber deo Naublas« de« Itlmaanos od, mit Einleitung C.
wtclUni. Alt] dnl B. letituto Venelo di BcieDüo, l«tl«re e arLi 9. VII I. G (1894-95)
B— 910. — Eiaa ananbrlloba Analjso d»r oben erwähnten cbronotogiaob geordneten
MMBattkadMl« iloa Hhuanc« gab Ant. DflumBtark, Lucubmtionea Syro-tirn^cne. Jahns
Iah. SappUaMBtl). 21 (I8M) S70--372. — Zu don meist in Venedig nurbeu-Hlii1,en Hbs
laml C»d. Borol. Pbillipp. 1617 (Iheologiaeho Sdihfteu). — Wuhrachoinlich stammen
■ PadwniM Rbnaanoa aacb ai« Rnodacholivn xudcorgias PliraDtiee im Cod. Ambras.
ISS. Tgl. dai1lb«r di« & 800 ulicrt« Schrift von U. Mt-rcuti.
I 4tr tu** llartM—ftiiwtoft UL i, AUI|. 9. luii, Sä
ByzuitbiiKhe LitterahirKeuhicbte. I. Pn>i«iaeb« Littoratnr.
■ D. Metrik und Musik. fl
3&2. Metrik. Auf keinem Gebiet der AltertumawiBsensoliaft erweifl
atch i&a Können der Byzantiner eo dDrftig nnd ihre Produktieti »o uiuellfl
stAndig wie in der Metrik. Der Hauptgrund davon liegt in dem Umstandfl
L 4bm die Grundlage dee alt«n Versbaues, das Prinzip der Quantitfit. fl
F dar lebendigen Sprache verloren gegangen war. Wie in der GrainmatiH
manche Benennungen und Definitionen infolge der veränderten LautverhalH
nisse der Sprache dct» upjitcren Geschlechtern unverständlich wurden xtvM
nur noch als konventionelk' Termini fortlebten, so wurde die Tlioorie dd
alten Metrik durch den Übergang der quantitierenden R«de zur acc«tfl
tuierenden Konvor^ationssprache den Byzantinern um so dunkler, ali* n|
von dieser im Laufe der Jahrhunderte unmerklich vollzogenen VerJUiduniid
des spraohlichoii Klungos und ihrer Tragweite ftir den VortiFmu schwotItM
eine deutliche Vorstellung hatten. Die Folgen der sprachlichen UrabildvM
waren fUr die metrische Theorie bedeutender als fUr die Grammatiu
weil dort die genamte Grundlage, in der Grammatik znnfichKt nur einseliH
Teile der Lautlehre erschüttert wurden. Von der rpiii meclmniiüchen Aifl
mit welcher die Byzantiner die alten quautitiercndon Motren an-
wendeten, logen die zuhlroichcn Stücke der kumttmiuuigen Poesie Zengnüi
ab; ihr originollea und selbst verfertigtes Metrum über, der politiechd-
Vers, beruht auf dem Accent. Am diesen Verhältnissen erklärt wh dfl
Bedeutungi^lo.<<igkeit der byzantinit^chon Elaborate Aber Metrik. Sie ttfl
fallen in zwei Hauptgattungen, in theoretische Abhandlungen übfl
FQ^o und Ver»arton und in metrische Scholien und RezenaionM
der alten Dichter. M
Ausgangspunkt und Grundlage der gcüAmten byzAntiniMihfl
Metrik ist das Handbuch {'Eyxn(>i^ir,r) de» Hcphae»tion mit aeinOfl
Scholien. Doch mu«8 bei der Quellonbetrachtung das gesamte ScholieiM
kongloniorat, das sich an Hephaeation angehängt hat, in »eine ursprBiH
liehen Bestandteile geschieden werden. Ein Teil der Scholien stammt aH
alter Zeit und entliillt reiche Schätze der besten Gelehrsamkeit. Dm ifl
die von Westphal als Scholia Ä bezeichnete Gruppe und das erste Bnüfl
der Westphalischcii Scholia B, die beide auf den Kommentar des LongiBlfl
zuriltkgehun, w(>nn sie auch ni(^ht die Originalform deawibeii darsteUMfl
des weiteren das vierte Buch der Scholia B, das vielleicht aus itM
Kommentar des Oros stammt: eine andere Gruppe weist auf die *fi?r/n'«i
des Choeroboskos; einzelne Stücke lassen sich nach ihrer Herkunft nidfl
näher bestimmen. Von dii>ser Masse scheidet sich deutlich das den Scholiafl
hIr fünftes Buch angehängte, in einer etwas verschiedenen Form auch iH
Appendix eines rhetorischen Corpus und des Dionysios Thrax illi«fl
lieferte, triviale byzantinische Kompendium, welches eine spätere Stofl
metrischen \Vi.ssen» darstellt; dasselbe rouss — wenn nicht wieder eifl
* luterpolation im Spiele ist« was L. Voltz in der unten zitiortco Dissifl
tation S. 6 annimmt — in seiner Urgestalt jünger sein als dos J>. ,Ubfl
hundert, da Konstantinos der Sizilior darin benützt ist; wahrM^heiH
lieh gehr>rt es dem 10. Jalirhundert an, der i^eit der Enzyklopädien ttiM
}$auunolworke. Wir müßten uns mit dieser allgemeinen Aiideulung bM
AltwinmBviMMWchaft. T). Hetrlk and Htwik. (f 2I>3)
595
llgen: eine genauere Solicidung und Definition kömito mir im Zusuranieu-
nge und auf Gniud einer ausfUlitlidic-n Biisc-lireibung des gnozon hand-
(riftlichon Thatbestandee grellen werden.
A, Eid mit den alten Scholien verseheneB Exemplar des Hepliaestion
IBpüiart« c-twa im 12. Jahrhundert (doch wahrscheinlich vor tzetzes)
I scPDst unbi'kuuntor Grammatiker Tricha» ( Tfiix^i) in »meinem Traktate;
t»ntfiaftoi rüi- ivvia ftttgatr. Ucmselben geht ein Uymnu» an die
Jungfrau voraus, in welchem die noun Hauptmctren prakti^cli veran-
laulicht werden: Toi' cotfatt'nov 'Vfi'x^ apvotfiit imv frtin ftt'tQmr. Zwei
Itto roliginsc Hymnen mit metrischer Eiklärimg hatte Trichai« nchon
nrr abgcfuiiet und vcnit'oiät mehrfach auf sie; sie »ind in antiken Metrvn,
er Dach byzautiniscbeii Prof)odieregchi gedichtet. Die Abhandlung selbst
wheint als eine im byzantinischen Geiste gehaltene Umarbeitung des
yhaestion ohne veitere Hilfsmittel als einen schlechten Text der guten
IwUeD. Nachdem die Scholieii A in einei- besseren Fassung ans Licht
eogtrn sind. hU sie dem Trichas zu Gebote stand, i^t das Schriftcbeu
rtloa geworden,
1. Ki. VOM Franc, de Fiiria (chemniigem BiblioHiekAr li^t l^nurentiana in Florani)
•r dMü 7^1: Appnadix nd Draconem StTnloiiiucasein com|i)ectonH IVichn«, ICline Monoclii
HwTodiitni Irv-Ulm d« metris, Lipaine 1814. ~ Dann in den SrriptArt^s motrici (irn^ci
B. Wo»tpb«l. vol. I (1866) 2.^)1 -302. - Vgl. Aug. Jung. Do Trich« motridi «U
Kii|>tw. DUa., Uraalau l!<ritt. .— Vielleiclit int Triirhiu identJBcli mit juti^ni JolionoftH
iehai. an welulum Miclui«! Glykaa (w«i l)^i(^fo richl^tu. Mi^iie, Patrul. gr. lüS Col.
IX Bad L.L Vgl. K. Kiuniliaoh«r, MiohAol G\yktus. Siteungaber. bayer. Äk. 1894
8. Nam«: tm Cod. Paris. 3SS1 lautet die tlobor^uiirirt VW aoifuotöwov Tpijra, in
IB Ploreal. di>j|[«fpn T'pijf"' ^Jnn^. a. n. O. S. 4). leb hnlin die Riclitiglcoit dieser An-
M niclit konti«Ul«r«n und hqcIi knino andornn Kisa. wrlchc dvn Tmktat nnl.haltcn. »in-
M> Ic^BDAn; doch ift aicber die Iftxtere Form, d. h, r^i/i'k'. Gen. Tpi/i'. die ricbtigo;
a m» »timmi mit dvr besten C eher lief nning dar Nnmensform des oben envUlinten
taam Trieb«« Bborcüi und findet sinli nurli satiat. k. I). in eini-r Urkunde vom Jahre
7, di« TOB »inen KoostniilinaH Tric ba» (i'iif ror Tpi/if kmt^iayiirov} BUsgi.'fi.Ttigt wurda
t* at dipUiHiat« r4d. lliklü^ivh et Müllor 6. 1-10) und in ein«r Urkunde vcin .Fubro 1^37,
«in 'bMi'rr,f i TQt/ni genaoiil wird (a. u, 0. 1, liOj. Deutacb uud lateiuiauli muss der
M natllTlkb Trichas hitimea, nicht Tricha, wie er lo der gtaata neueren Littvratur
Auch gcnamil wird.
8. Neh«D IViobas iat lu nennen Johanuoa TzetEes. der den Tust des Hephueation
kynatioischea ülelren versifiiierte: ihm lag ein noch 8cfal6clitDi[<>r Text di<a Ueebaeation
■1« data (w«hl ctwaa fraheren) Trieb as. Das Lehntediclit dee TietsM od. J. A. Cramer,
Omb. S (18a<l) 302-333; vf^. die liRndacJirifUiciie Notii S. III und HOrschelmanu,
im. MiB. M <1»SI) S85. ß. oben 8. b9i.
B. Einen weit gri^sseren Einfluss erlangte das oben erwähnte triviale
mpondiuni. Aus ihm (und einigen anderen StUcken der Hcholia H)
immt alle»; motriHche Besitztum der Byzantiner ausser Ann Werken
l Triclias und Tzetzes und den alten Dichterscholien. Manche Lehrer der
Irik. die ans dieser trOben Quelle schupften, suchten ihre Machwerke
tdi erborgt** Namen wie Hepliae.'ition, Horodian, Ih-akon s-u empfehlen,
iare Nchriebi>ii unter eigener t'irma, andere wtedoruni in lühlichcr Selbst'
tennlni» anonTm; aber keiner hat sonstige Gewährsmänner beiiUtst und
Ebat hat etwas Brauchbares selbst hinzugefllgt. Ihi-e Abweichungen ent-
lilgeD nur »an L'mstelhmgen, au» Andoningen des Wortlaute» und aus
t venchiedeoen AuhwaIiI und Ausfl^hrlichkeit, die jedem beliebte. Meiat
tliese StQcke aU Anhang oder LUckenbüsscr in Dichterhand-
38*
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Byzantlniech« Lltt«rattirg«Mhi«bte. I. ProsAUChe Littontor.
sdiriften; manche irrlichtem noch unerkannt in den Bibliotheken nad
erwecken wohl dann und wann einem Novizen die trügerische Hotfimng,
einen neuc<n Codex oder ein Fra^cment des Hupliuosüon eiittk-ckl zu babta
Eine voIUlSndige Übersicht Über den Tbatbeetand dieser exilen ScM-
litteratur ixt nicht niOglich, auch kaum wQnachenüwert Ebensowenig
kann auf unserem boschrSnkten llAume das sehr verwickelte gonoalofpMh*
Detail, w«lche« tu jflngi^ter Zeit namentlich durch Studeniuud und Hörscbel-
mann aufgeklärt wordou ixt, mit gbnilg4.-nder Präzision dargelegt werden.
Die wichtigsten der hierher gehörigen StQcke sind folgende:
XQÖvmr. ein breit««, antt Isaak Monachof), ]*i«eiido-Hephaestion u. a. stammen*
dü8 Elaborat, dm den stolzen Noiuon dci» alten Oranimatikcrs Drakoo an
der Stiruo trägt, in Wirklichkeit aber eine Fälschung des 16. Jahr-
hunderts ist. Der KoDipilittor Jakob Diassorinos benutzte die Sditio
princeps der grossen Hephaestionschnlien (von 1526). Zuerst teilweiM
ediert von Hase. Not. et extr. 8, 2 (1810) 43—75. — VollstÄndig: Diw»
Stratonicon^is ed. 0. Hermann, Lipsiae 1812. Schon Horaiann sah, da«
dos Werk in dc-r überlioferten Form unmöglich dem allen Drakun gchOnw
kSnne; den näheren Nachweis des jungen Ursprünge« lUhrton K. Lehrs,
Herodiani scripta tria etc. S. 402 ff., und L. Voltz, Do Uelia MouachD,
Isaaco Monacho, Pscudo-Dracone, Diss., Strassburg 1886 S. 39 GL, noil:
Zur Überlieferuug der griechischen Grammatik in byzantinischer Zeil,
Jahns .lahrb. 139 (1889) 579-599. Ferner vgl. L. Cohn, Philol. Ab-
handiungen, Martin Hertx . . . dargebracht, 1888 S. 133—143. — Über
DiassorinoB vgl. 9. 542.
2. 'iaaattiov tov ^oyKorarov /ioraj[or> ntifl iits^tov nottjnxtür. EA.
von L. Bachmann, Anecdota graeca 2 (1828) 167 — 190. läaak Monachos,
der von Maximon l'lanudes abhüngig ittt, «chrieb am Schlüsse des 14. Jahr-
hunderts. Vgl. L. Volts in der oben genannten Dti». S. 17 if.
3. 'HXiov fiaxi'otov ftovaxov Xafa»ot fi^( '/wuvrijr löv ütl^it
ccvtov rr*pi iiuyi^wy /it'r^ui-. Die Zeit dieses Hellas Charax ist
lieh unbestimmt Kin Kapitel ed. Villoison. An. gr. 2 (1781) 85
— Ed. Franc, de Furia als Appendix dos Draco Stratonic. toi
Hermann, Lipsiae 1814 (mit Trichas). — Dann ed. das Work W. Stn^
inund, Anecdota varia graeca 1 (188C) 167—184. — Vgl. L. Voltz ij»
üben genannton Dissertation S. 7 ff.
4. Eine anonyme, entweder von Triklinios selbst stammende
von einem späteren Grammatiker aus Triklinios kompilierte Abban^a
Ober Metrik im Codex Ilarleianus 0635, die in einigen UandscfariG
auch den Titel 'Htfcumiiuraf rtt^ nix^av fUhit. Ed. von Gaisford in
zweiten Ausgabe des Hephaeation 1 (1855) 317—334. — Erste krit
Ausgabe des Tractatus Hurleianus auf neuer diplomatischer Qrundlag« VM
W, Studemund, Index lecÜonum, Breslau 1887.
5. Der kurze pseudoherodianische Traktat 'B^ttiiaroT' trtfi
l^etof für cTfxaiv (in einigen Handschriften 'f/p. rr*^ oHxmv fi<( J^« __
der die tTdij des heroischen Hexameters behandelt. Eine fihnÜdie Dar-
Stellung der äiiiyo(>w' und t^gi^ des Hexameters geht sogar uut^r il*»
(t. AUertniBBViMenBcIi
r Vetrilt nnd Muaik. (§ fö9)
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Kunen d«« Plutarcli. Ed. Vitloison, Anecdota graoca 2 (1781) 86. —
Ed. Furia in der oben t^rwaiiiiU.m Appendix S. 88. — Ed. W. Stude-
mund, Anecdota varia graeca I, 185 — 188. — Paeudo-Ptutarcbtis De
Bclri» ©d. D. Wyttenbach mit Piularcha Moralia t 5 (Oxford 1800)
128B — 1288, — Psoiido-Plutnrchu» de Motro horoico od. Ouil. Stude-
tnund, Philologus 40 (1888) 27—34.
6. Die paeudohephästionische Abhandlung: 'Iltfmctimrof rttQi
fUi^i; im ersten Abschnitt eng verwandt mit Inaalc Monachos, in einem
tnderen Kapitel identisch mit PHCudoplutarch Ut^l i;^iaixov /iftpov. Pseudo-
Hrphaeration de nietris ed. npnrtcus zur -lacobsmuohlen, Ditteoitationcs
philülog. Argentoratensea vol. 10 (1886) 187— 2ä4.
7. Kio 8non>ine8 Stück Htpi rijf tmr naimv öro/tctaitt^ („Orammati-
eas Ambrosianus") im Cod. Ambro». C. 222 (saoc. 13). Ed. von H. Keil
En Programm von Halle 1848; dann von A. Nauck mit dem Lexicon
Vindobonense S. 253—267: endlich vollständiger von W. Studemund,
Aaecdota varia graeca I, 211—247.
8. Eine klein« Abhandlung /7«^i n^Tnar, welche fälschlich unter
dem Kajnen des Moechopulos ediert i8t. Ed. Nie. Titzo in: Manuelis
Moaohopuli Cretensiti opnäculit grammaticu. Lip»iao 1822 S. 43 — 60.
9. MetnBche Kompilationen im Codex Cbi-iiunua miseell. R IV II
fRom). Anecdota Cliifdana ed. Gail. Mangetsdorf, Progr. Carbruho 1876.
— Der erat« Abschnitt vollst&ndig bei W. Studemund, Anecdota varia
pwea I, 2U5— 209.
10. In mehreren Handschriften (ausser den von Studemund benutzten
L B. auch im Cod. Mutin. U. A. 2) steht ein jambisches Gedicht in
100 Vers«;n, worin ein Tabularioä JohannosBotaniates aus Kreta (ans un-
bekannter Zeit, abernicht nach dem Anfang des 13. Jahrhunderts) einem Diakon
Udor diu* jambische Metrum erklärt. Ed. W. Studemund, Anecdota varia
1, 201 ff.; ebendoii: 1, 198 f. ein Gedieht über das jambische Metrum
Michael Psellos. — Das Gedicht do» Botantatos war üchon nach dem
Pju-is. Gr. 1773 ediert von E. Cougny, Annuaire de Tassoc. 9 (1875)
96. — Vgl. Fr. Kuhn, Symbolae ad doctrinae ntQi äi^^rav historiam
it«e, Rreslauer philol. Abhandlungen VI 3. Breslau 1892 8. 57—59.
B. Vori. Joannis Botaniatae caimeu de motro ianibico, Egyetemes
ifloL KOzIöny 14 S. 577—584 (mir unzugänglich).
Zu ilie«en allgemeinen Abhandlungen Über Metrik kommen als zweite
ppe die metrinchen Scbolien und Uezensionen einzelner Dichter,
welchen dio byzantinischon Vorstellungen von Metrik, meist zum grossen
•h«*len der alten Texte, praktisch angewendet wt-rden. Dio wichtigsten
rl>oiten diofier Art stammen von Tzetzee, Manuel Moschopulos,
bötna9 Magister und vor allem von Demetrios Triklinios. Näliere-i
^ 219 f.; 224 f.; 227 und in der griechischen Litteraturgeschichte von
7. Christ in den Abschnitten flber Piudar und die Übrigen Dichter.
Bilfiimitl«): A. Roii»hiicb und R, Wcstfili«!, Molrik .ier Urioclien I' (1887)
n — 214 ; »bondoTt It* |1S6!^) &S^-'i^ Ober <]!(> l'riQzipien der Accenl.pocsie bei ileii Byxnn-
Mm> — ftMcbcn ItctAit Über <lic UnsclHcliriften und ebe Untersuchung Über dna Verhalt-
m 4*> Paeado-Ilptodun tu l'iwudu-Drnkon, Fsauclo-Mascb«|)uloR, THklinioB u. ». gnb W.
iBdanuBd, D«r PMudo-bvruiUuischu Truktat über die tlA; de* üexumulere, Jabao
)8
Bysaatinisctie litUraturgeBcbiohte. I. ProsalBcfa« Litt«rfttur.
J«lirb. 9i> (1867) G09-023. - W. IUrftelitlni»nn, Scholm lUphaMÜenu altan
intogrn primtun ediU, Iud«K lect. Domat 1862. — Carl Donig, ^iMootütM« BftpluuattN
Ailiuoit coi<icis DannstedienBis a. 3Tv3 collatioenm com iclioliu priuiHtiuitions i;t»Mil
iD»(iiti8, 1'iogr I)6iishetni 1890, — Ludoricns Volti, l)c Uelm Monatbo. Tmum H«
Pwado-Dnoone, Di«s., Stnmburg 1886. Vgl. die Ucsprcubung von P. Eicenolff, W^
aobrift fOr kloM. Tbilol. I8is9 Nr. SS. — [,u4«. Yulle. Diu Traktat« lltei a«Mr
Kgwixov fuiQaf in doQ CommontotioiMa !■ Iiaa. Uiiil«lini 8tiid«iHUiid. StnMbii» 18S9 &'
li» )<g. - I.. VoHx, Di« tfi^ doa dsktyliMluin Hexant«t«n, PUlotogu A3 |18H)SaS-r
{Ober dio (Rollen den l«uk Monacboa, pBeudaDnlton, rMudo-MoMhopal«« o. «. «J
0. Kaiittcher, Ü« ^diulüx Huiiierieia ad rem Rielr. potliiiMitibm, Dim-, Stranbnrg 19L
~ I]«iiiTKli Gro8<tmann, Du doctnoae )n«>tr)cae tvlinuii« ab KiMUthi« MnratM. Dib.
StrnmbiirK ISvT. ^ 0. Ams«!. I>« vi atqae iodol« rhjilunoniii) qtiid voberM indicavnmrt,
Bnwl«ii*r pliilol. AbLaadlaogui 1 3. Bn-nlau If^T. — Max. Conabracb, Do ret«ruvi »tt>
nM^umtof dnolrina. BracIaiMr philul. Abhandlungoa V S, llrcaUu 1890. — Fr, Enka.
SymfaoUo ad dootriaao nff' Ajf^Viur bixtoriain pcitinentea, BrMlau«r pbilolcfiKk« Ab-
bu41ungon VI 8, Brealau 169'2. — UnuptHcbrift«o: W. HtterächelmatiB, CalM>
Bncbiiiigen lur GeMbicht« <ler griecliiMcbvn Mutriker. Di« CompoaitiMi Ati Hechiwtiw
scboliMi. Bbein. Hna. S6 (1881) 260 -SOI, Zur Oescbiobt« der anlikea Metrik. PkiMcfM
47 (1(t89) ]~12, und b««ODdera die abediUeMend« Scbritt: Kto grie«li)»elie« L«btbiidi
dar Metrik. Doriral 1888. wo alle Naohkemmoo doa erwAhntint 5. Bucbes d«r HephatalM»
Hcbolion B auf drei Hftu|illjr|i«ii lurOckgefabrt sind. Ouil. Stadvtnund. Aanelaü
vari« graeca, vol. 1. U»rolioi I^SC, wo eine Reib« motrisehw RtQckr atia bjnaalU-
Bober Mit snm oratenmal« mit gcnaaem kritincben Apparat« and oinkitsiidaa rnlw-
BuebungMi ediort aind. NaditTHfo und ErgAnxiingcn himu von W. tloorachrP
GOtting. ÜbI. An». 18«7 S. .594-613. and V. Kgcnolff, Jahns Jabrb. ISi (t-
V'ie 408. — Vgl. dna Kerorat Ober die «inaehlhgigr Litteratur »oo P. EKenoUf, Kurei»»-
Mntlcni Jabrubur. h^ (l'^Sü) 2TK-293 und 6V ilä!>2) 199- 2M. ~ Uw »eugfittMicta
Melrik bohaudvlt l'uu. Üritiianus, 2'ii/('i<(>;'(iii; tij^c mS* ^f-if fi—ifpat JJUijruqt aal
vrimopiiAfafC inii- nri'/uif invitjc »{»'t totk iijf Bp/nif« etc., AUXHi<lrtB, T. TV"«! IMI.
25ä. Musik. Für dio G«Ki.-)iichto der griccliischoii Musik uod
Muaiklitteiatur im Mittelalter ist kaum das notwondiget«.' Mntoriol zu-
gänglich gemacht. Ehe wir eine diplomatiscb geaicbert« Sammlung dar
by/antinisehon SdiiiftstoUer flber Mu»ik hesitzen, hat eine Untersncbang
tlhcr diu gt-nciilogischcn Vurhältnisso der verschiedenen TniktAt« wasig
Austücht auf Erfolg, und solange diese Untersuchung nicht geschehen at,
kann auch die litterarhiMnrische Würdigung dieser Gattung nicht Ober ebe
MoHRB AüfzILhluDg hinnuägeheii. Die antike Mu^ik vrar schon zu Beginn
der byzantinischen Zeit in Vergessciibeit gerat«n. Wir haben hiof&ber
ein interessante» Zeugnis aus dem 6. Jahrhundert, Der AristotelefierklSrcf
Olynipiodorns sagt in einem Berichte, den nns die Aristoteleascholicn
dos David') erhalten haben, zu seiner Zeit habe man zwar noch einij^
musikalifirhe Bücher gehabt, von der Musik seihst aber stci koine Spw
Ohrig geblichen; //*eJ äi tT^^ iiuvaixij^ (f>^a4v ,';/«?; i»;« xiio^ o?or ämi*itn
di ölt tiat ft*x(i tot' ri'v ßißKa (lovatuä. Neubolebt wurde die Viasät
durch die christliche Kirclie. Begründer des griechisclicii Kirebeo*
gesanges ist Johannes Damaskenos dureh sein xuvörtor i^f umvtxrf.
Für das Mittelalter ist von Wichtigkeit der sogenannte UyiorroXit
eine verstümmelte, anonj-me Abhandlung, welche den theoretischen
praktischen Teil der griechischen Kirchenniusik enthüll. Der Name Hogi
polites ist nicht der des Verfassers, sondern bezeichnet da» Wei4
') Ariatotali« op«n od. AcadAmia r«s>a
Bonisica 4 (1886) I«*, 42 IT.
•) Die Au^Bb« bietet ec'rti «viiy
arbreiht II. Uaennr, De Stenbano AI*u»j
drino, Itonn 1880 S. 6.
6. UtortanuwbMiiBchm. D. Hetiik und Sttwik [} 253)
599
Bcsangbuch der Kirche von Jerusalem. Dazu kommt die EiulL-itung in
^Eti Mi-trik von dem nltcn ßakchios {Büxxiioi l /^^ui). Im Anfang den
■4. Jaluhuiidcrts vorfusste Mantiu! Brydiiiioa drei Büchor 'A^^qviuÜ^
^borin ini Widerspniclie mit der Praxis der Zeit die alten Musikthoorion
Kl Grunde |c;elegt mnd. Durch das dokti-inäre Festhalten an der allen
BurminologiL- wiid der Wert dieser Hclirift tllr unsere KeniitiÜH der Musik-
Kescbichte wesentlich gemindert Auwaerdem kennen wir eine anonyme
^Vairixfj t«'zi*),, Melodien über die bi>kannteäten Zeichen von Johannes
Blykyit (wahi-sclieinlich dem Orammutiker; 8. S. .'>tJ9) und Johannes
HEafcuzolis (lö. Jahrh.), von dem wir auch eine 'Bcftijin'a lifi na^aX'
Hity^ Tor iQojiat' bueitzcn. Dazu kommen in Eiotracht die Sdirift des
HlBDael Chrysapbes (lü./lt). Juhrh.) z. B. im Cod. Clurk. :t6 (Beginn: 'Af/x^
^wr ffwtr;/ifti(uv tr^f i^'w^Tixr;^ rt'xrr^i) und ein anonymer Traktat im Cod.
Borocc. 48: -rro^i; ä^'aiij twr öxtm i^xior. Harmonika schrieb auch
Boorgios Pachymeres, 8. S. 289 f.
H !■ Aaegaben: 'JytonolitrjS ed. mit frruiiits. Uoheraotziing und Koninienbir U.
Bjdcent, Nol «t extr. IS (1R4T) 2. 259— :!äl ; in demsdbGn Bniide Doch Andere auf Musik
BKSglielM 8Uck«i Ton Synciaios. Pediaainios u. s. w. — Unkchios ed. C Jan, Uimci
^Eriptor** graoci, I^clpag 1605 S. 283—316. Vgl. K. v. Jan, Die EiBAgogn du» Itnocliiu«,
^Bogracnm das I^ceams, Struaaburg läOl. ~ Manu«! Bryoniiios od. vun Job. WiiUin,
B»ra malbeoMlica. vol. S (1699) 359-508 [luit latciu. L'ebei^elzungl. — VnXtity if/ri;
Bd. Ccrberl. D« cantn «t muaioa «acra toni. 2 (1T74) tab. Vlli; bi-eaer von W, Cbrial,
^ptmngobiT. bavor. Ak. 1870, Band IT 267 (f. — AnoDymi scri|itio de Musica ed. Fr.
^■■lleTinafiD, Berlin 1841. -> MusikalJsrlio Stücke aus Bpaiiischeo Hondsohrifteu ediert«
^■H T«il mit fraiii. ITebersetzun)! Ch.-fi. Ruelln. ArcKJvoe d«s niissions scieutifiqupH
j£ 96n» S (ISTA) 'o30tf.; G(>5 IT, und Annunire do IWc, 8 (1874) 123 IT. und 11 (1877)
HM7 ff. — Ein wi^tig<ir harmoniHrhrr Trnktiit ist aus »inom Cod. Louront. ediert und er-
^Bbl von Ad. Stamm in Studcmunds Anecdotn vnrin griuica 1 {ISHili 4—30. FranzO-
K^ von Ch.-K. Knol le. Annuairu d» rns^oc. 17 {IHVS} 3'2U--»25. - Ck-E. Ruello, Doux
^btM eaacornont I« canuo muBicat, vcrORonUiciht in: 0»uvr(.>s de Cb. Grnux 2 {l!SS6] 534
Hb Mtk — Dain die obra enrlbnle Sununclausgabi^ vou C. Jon, Musioi scriiitores graftci,
■ri]»B 18DS.
2. Hi1f<imitt«h Wvuig bruuulibur filr den geaoliicbtljohein teil sind die für
|nktiacli0 Bi'dilifuim.' biwlimmteu llvUKlie<^lll8clle□ Werke: Xffvaiiy9of, Ntuiii'jtixör f(y"
rij« /»oMiui;*. Ttk«) 1832. MaQyuQttr^t, H«oipr;rijoJ xiti ji{tt*it*Tj iiitXt]9tiiintxii /lovaijitj,
KonatADtiaopal 1^1. ^iloltrot, .IrftKoV und Heaieiiiitäf aioi^ttiüJe; ttjq fiuvatx^t, Kon-
•laniiiwftel l%9. - n. Wenlpbal. MHrik der Oriechen P 310 ff. — J. B. Pitra.
i)} nuMfpKilbie d« l'^lis» (?rt>equp, Rcpnio 1867 S, fil ff. — W. Christ, Ueber diu Hnrmonik
M MkBMcl Brjronnioa nnd da« Rj-sUm der bj'inntinläohen Mnaik. Siteungsber. ba.ver. Ak.
Un, Buid II 241—270. wo nuch oinlge musikgesthicbttlche Texte ediert sind. ~ Uebar
du QmUob dci« Maaii«! Br^rennioa vgl, C. v. Jan, Die tlsnnonik dcd Ariatoxonianoni
Khalihlai, Pron., Lmulübcrg 1S70 S. 19 IT. - Dcber ilus lieben des Manuel Bryunnios a,
M-ji Treu. Maxiini monaciii PUoadia cpistutao S, 22ö f. — L'eber das i.obon disa Kuku-
P. Syrku. Das .Loben des Joannes h'ukuzi^lia* altt <ju«Uu Iüt die bulgari§cb« Q«>
-;i..iAL'. JiKun. Ulli. 1892 B<1 282 Juli $. 1^0-141. — Jub. Tzeties. Ueber die alt-
crwliiadi« Mual: Ja der utrlechiscbeii Kirchs. Mdnobi-ii 18T4. behandelt die mustkalisoho
Tluarl« der Byuntiner. gibt aber nnch Mitteiliingen nbcr Handachrin«n und flbor dio
■Mm Uttanbir. — Ein«n er^Kmonden Beitrag gab Joh, Tietzes, Itt^l t^( natti idf
pMMmrm Itfdf fi«tcni^f tift tHijnKijc iimXiimii;, Uti^yaaaöt ß (1882j 433-467; 521-557.
- J»b. T«»t»«», W i^mr^ea iijf Tto^uar^ftarxuiii iiüf unrri toV fitatmüya Xtttovftynaär
am ifiraioyuuöv rii(foy^ifmv iiüv üfatohiuCv /ixJlijaiiJf. llu^yaaaöt 9 (18ä5) 413~4&3
(Ibv di« NotMiiMlirift). - Kino olIgDmoina Cbarakluristik gab Eustathios Thorianoa,
S*fJ r^ ft«*v*mr,t iwr 'FJXiinir xtä Uiiat ttjt ixrir^tiuioiixiji, Tricst lä76. Vgl. die Bo-
mnAantt ditmtir Scbrift von Ch.-li!. Rnolle. Kuvuo ot Ooxutle musicale de I'aria ISTÜ
OT. 18, II, 17. — K. N. Salha«, 'latoQimy ttiixi/aof xf^i luC- 9taigDv xnt i^( /tovaix^f
•vCoj^iw'. Venedig läiä. bt«. S. (i/iC IT' — A. BourgauU-Dueoudrny, Etudes
l> anHJqii« «oclöalaatifiie Or«eque, Paria 1977, und; Souveuirs d'uno missiun nmsicale
GtWt «t «n Otiemt, Paris 1878, VgL den orienliereodcn Burioht vou Cb. L#v<iqaD,
600
Byuatintacho LitUrkUigescliioliU. I. Pr<Mala«ho Litt«rKtsr.
[Joanitil dp* «nvotil« 1^79 a 83-tili 6^-93; 202-218. — \at WoatpUl mi ScWÜ
BtUtst »icli im wesvalliclMU dw schSne Werk tor Aug. UoVBort, üitit»re »l ihtom 4t
la moaiquo ü« r«ntu)uit<, 2 voll., G«nd 1875—81. — A. W. Ambro«. Ü«Mlikib !■
Huuk. 3 Bde, 3. Auna^«. besorgt von U. v. Sokolowsky. llobrioh KeimaiiB nd OU«
Kndo, Leipzig 188T. 1891. 1893. Uebn die b)-Mntiniscbo Mitnk butdelt H. Bräuit
in Üaud 2 (1891) 22-2if. — Heinrieb Reimann. Ziu Gcacbiohto nnd TbMrit iv
bvxaaUiiisrli«n Mnaik. VicrtcljzhnKtirin (ür MmikviaaeD^aft 6 (I>KS9i 322^344: Vt
bis 3D&. — G. J. I'apadupu los, £f/t,1oljn ti( i^r {«lo^iW r^( ifitf' •j/i^r /ulf*M'
attxfjt ftovam^i xai ol «so (oir «nanroilfiCDfr j^irior a/^ nur ^^ffnür ijftiir ä*ii»*»nK
i:iiiftirtaripot fätiniiiii, if/roy^Btfm, fieti^txoi rat /itiitiMMyot. Alh«n. K. &»dc 16N
(grame, nbec tu it«ulg gewditol« MaUrinlienMinmlon^}. — M. Pamnikaa, Ti tuJmtr
«v»H}ua t^ iBä^mmw^t (i*vmiifif. Ji'Uo/iic, töfiit um (16S2) 8. IM — ITC (bcetMU
ein« Ha. welch* (h«OT»liMh« Aii«r«iiiiineon ron Job. Pluaidian«a, Gregorioa Aljrttlit,
Job. Kskuifilia und ^enos Koronis. sowie di« Werk» dM bMUhmäit KirabMMia(m
Pelroa norrketis onthlüt). — 8. G. Uatborly, A tronÜM ob RnantiDo Hihh, Iim4w.
AI. Gardncr 1^9'J. VgL di« B«H|>r<-Gliun^ von Hugo KiomBon. H. 'L h (ItSSj \lt(\ H.
— Kin fQr jimliliiwbe 2w«ck« buatiiuml«]« Kompendium ^ab Nik. Pagaoa», JiSmamh»
iij( tiiSöXov ftoratt^t '^/•77C ^lo* yeaiiftisiut^ iij; /iaitii>i;< yliäumti^, Kp«! 1893. I>«r-
aelbu verofiricht mne groaee Aasgabe der litiiTgisch^n Mnük . di« tnit dem 'jrMi«'-
Sninpior befiinntin soll, — Einig« Bemerk iingen xiir liytantintK-li«!) MoiiikUi««!« gikt Mtk
. Crnsiua, l>ic dclphiacb«n llymitKn, tlnitincnn 1994 8, 14G. - Miluilongen au ÜH
miiaikalinclion und vorwiuidton Inlinltii in »nnuiBchon Bibliotilskui gab Ck,-£. Ka*ll(.
Kapport sur imu miiuiion litt^tnirr et philologiqun «n El|MgiM| Anibirw dn naaiM
■ciuntifiiiuus III. s«ne, bime 2 (iVib) 4»; -627.
E. Sammlungen von Sentenzen und SprichwOrtem.
254. Maximos. Antonios. I>io LitU'ratui- tk-r byiEinitims4;iien Fion-
legie» wird crölliiot durch JubunacH Stobäos; «. W. Christ, UriechUclw,
Liiteruttirgeschichte* § 577. £ine viel gelesene Sammlung von S«ntea
IIU8 profanen und christlichen Schriften aind die Kt^tilaiu 'ftoioyixa t^t»
i»i,ftja{, welche um 64ö Max)inü.s ö ö(ii,Xoyr;t>'^; zueamtnonalellt^^'. D»r
schliessen eich die dem Johannes von Damaekoe zugeschriebenuo 'bf
naffii/.Xr;iM; s. S. 21f> f. Aus Johannee und anderen Quellen schflpR« in'
11. Jahrhundert ein MOnch Antonios eine SanimUing, die er Milisea
bctjtcitc. Die Übertragung dieses Titels auf den Namen d«« Autors,
der üteit Coinbefi» von den Neuorcii schlechtweg Antonius Melissa g«-
nannt wird, ist ohne die mindeste Berechtigung. Viele byzantitÜKfie
Florilegien sind anonym überliefert. Die Erforschung ihrer Verwinilt-
Hchaftfl- und QuellenvcrhältnisHe hat in der jüngsten Zeit mSchtigv Kort-
«chrittc gemacht Von Wichtigkeit hierfür sind u. a. die sogenannttii
Kettenküinmcntarc (Catonae), unter denen der des Prokop von Oau
hervorragt. Vgl, S. 2J6 ff. Manche Fördoning brachte auch die Dni«-
SHchnng und Veröffentlichung der zum Teil sehr umfangreichen und alb-n
slavischen Bearbeitungen.
1. Kolluktivnuflgnbe de« MuximoH (nach Utoron l>ruckon) bei MiKno. VitnLp.
90 nnd tll; diu KufiHiKn atoloyinl dortaelbHl 91. 710—1018. — AnlonioH .Ualitit*
nncli llll*ron DrntJten bui Miguo, Patrol. gr. 136. 76&— 1244. — yiinn Krgliiin*|; a»!"
niui Cod. AUic^n. »2 J. äakkuliiD. ./f^n'oi- 2 (188&— 1889) 661— 666. - Ki-inb. i)rr«»l*t.
QiiHctitionos critiuDB nd Maxiini et Antonii gnomologias sptottotes, Jabnn Jahrb. äuppit-
montb. a (1804-72) 307-850.
2. Im Cod. Neapot. III. B. 34 steht ciae MOisoa tov fi$yiiX9v tittvtXtivp. Was ■
mit ilir fQr eine Bewandtnis hat, konnte loh aus Mangel sn Zeil »i«ht ttaUÜOna.
3. Die Itnic lohn IUI g eines Saoimelwerkoa dnrMi daii Nsmen d«r fteiaigM BitD*
fand in andemi UttnratnrpH iJos Mittelnltore Naclinlininng. D« syriaeb« BiacW 8i>1a-
mon von Bnara Bchrioh im Anfung^ dos 1^. JahrhnndertA eine Art HJatoriMlblM, di* rt
(Buch der Itione' bi-tilelt«. Ut<?iniscb Uboraetit Ton -T, .M. ScbOnfaldvr, BMobOTg UM-
A
ir Bjrtisflhc T#xt mI uiit »nglisi'ii^r rebersettung odiort von ErnAst A. Wnlli*
idg», A]i«uilata OkunicDNia. Seinitiu aerioe. vol. I pait 2 Üsfurd läS6. — Eine Kiaovo
kll« ■plel«n <ti« .Bittnen* in dou sluviacben (.it.l«rHtur«ii. lieber sie wird ein Wer« vun
^f«raiiBkij vorbereit«!.
B 4. Eise ßeiku griechiacW riorilegion verOffentlichle Fr. BüiBHonade, Anecilulu
Km 1 (1829) lOJI— 184, natniieb 'Ana/fS/y/jata äfiniv StatfHQiui' nur^piiv d. i. c-itie
nntlanK voa GiMtmeo aiu d«r lieil, Sclirift iiiid änn Kiri?beuv Utero (Busilius, Johaimvs
t^Murtötno«, (iregor von NaiinnE, (Tregor von Sjme, .Inbiinnofl Dainoekenos u. s. w.); dftnii
w/iDi Jiiitf^ai 808 heiligen imd [iinfnn^n Rdiriften; ^laoöijpuif Joj-oi (.Tambliclios, Pytlia-
na. KpinbamiM u •. w.); ruäfiai aofiüf, Pyiüfiat rdv imü aogMiir; "Kyrca aocpiüi- «no-
Hf/tttTB apij '^l('inrilpo>' roV Miyor A. h. apokrjiihn Antworten dpr Hrnhmiinon ftdflr
imiiovopb inten nn Alexander den Grossnn; GouinRn düK Mc'niuidcr und Tliiliiition : die
HM dca Hcflonder Slit/l yvvBiitiiy; endlieb 2ri'/at »nii eioijrtinv ror eo^oiruroti ii(i<u>n-
wffK. von velobein Baisaonitdc vunnutet, daae er mit Leon Bnrdales idcntisuh sei.
'l^. 8. 463 Anm. Tl. — Eine jiroBniaobu Samnilung rn-i/dx«' Ufnediortc BuisBOiiade, An.
. S<18SI)46>~'(T4. — Auu. Nauek. De llurilegio quoilem Leidenüi, Hiilulogue 9 (1854)
7— S7Ö. Dam: 8. ten Brink, Meniluni, PhUoIogua 9 (18M) &84 f. — A. Weater-
ann. Florilafiii LijieieD»is «pecinien. Prugr.. Leipzig 1964. ~ Otto Bernhardt, Zur
ieeUadiM Flnrilogienlitteratiu, liymniMiHljir.. Sornu tSitt'>. — Fr. Ritschi, (inomologiiun
»MoiMnM, Ind. Wt.. Denn \tm. w><>dorbolt in Itilschlo Opiisciila I OSQß) 561-581;
4-838. — Unrm. Diola, Zar l.itteratur der griech. Ktnri1n|;inii. .labns Jnlirb. 10^ (1^72)
19 — IM. — Gnomologium Barorrinniiin. SenlenliBe CCLXIII o eodiei' Bodl. do«criptiin,
UNiii IS78 (mir nnxugiUig lieht. — 0. Wnchsmuth, De finoniologio l'nlatino inndito. in
t: Satnra philolo^ien Hortnenno Snupnio olitutil nmieomin cunlc<giinini dccDH. liortin IHTD
^—42. — Sehr wichlif! ial: C. Warhämuth. .Studien xa Ava grieub. FluriWicn. Herlin
|L — Eloe «uhl der Zeit vor Pisides BUgeliUreudo melriaebv PHru|i]iriiBi; der äprllrlie
P|T Wrfmt ed. BUS einem Partaer Cudex E. WoeUriin, Silzung»l>er. bayer. Akad 1880
987— S98. Vgl. ji« Bemreehungen von W. gtudemund. VVochensdir. f. kloss. Phil')I.
M 8. 1&84— 15M, und K. Krnnibaclier. Blütter für dus Imyer. (iyinnnsialacbnlwe>ion
\ 11887) I2Ä— I8P. HBUptscIiriftC'n: W. Brnnen, De didis VlI sapientium. Act« somi-
irü ErUng. 3 (1884) 299—398. W. Meyer nns f^neyer. Niichleso zn den Spruch Versen dea
I— ""**' und Aaderer, Sittangnbrr. bnyer. Ak. \9m Bd II 'i'ih- 380 (behandelt eine nach
\am AMJclit am dae 9. Jahrhundort onlHlnndonn Smnmlung jniiibiaeber Senlenien. die
^am Cod. Paris, suppt, gr. 690 <1nthAlt(^n int. tmd Woelfflins .Sprüoho der Öioben
^■m). J. Staujek. tJuiLoilionum de icntontiarum noptcm siipientiiiin eelluctionibue pun 1,
it. Bwolau 18!)t (baudtfit über doB VvrbaltniN der Hpittüron BeHrboitungen der Sprlielie
f fiSahaa Waiaca niid gibt eine neue AuHgabu dur ven Wueimiu edierten Siunmtungl, —
M Wiann' ApoipMbegmMiaaiumluug ed. C. Waebsmutb tu der Festaebrift üut BegrQs-
vi^ i*i Karl«nib«r Ptiilologenrers.. Fiviburic 18.S2. — Eine kritiecbe Ausgabe der Pytha-
■»■iBpilKlw gibt nMh einer Wiener Handfirbrift U. Sclienkl. Wiener Studien H (18^6)
t— SS1> — LeoSlernbacb, Onomica. Commentationen pbilologne f. Otto Ribhock. Leipzig
8B& 365--362. — Leo Sternbach. De gnnmetngio ValicAna inedito. Wiener Studien 9
JOT)"»— SM«mI 10(18881 1-49; 211-2(10; 11(1889)43-64; 1B2-242 - Eine Samm-
Ig MlnkakeliMber Gnotnen ed. Leo Stenibach. Winner Studien 1.1 tl891t '^7-G'2. — Leo
«inaack, Cara« lluiudroao. Diaaerl. dass, pbilol. acad. litt. Cracovicnsis t. 17 (1802)
9— S4A. — Leo SternbAob. Pbotii Patriarehae opueruluiti pnrneneticuai. Appendix
Itnie». Kxe*ryta Pariaiua. Ibid. 20 (1893) 1—82. — Leo älornbach, Aualecta Pho-
■aa. Ibid. 20 (18931 83- 134. — Leo 8ternboeb, Gnomoluglmu Parininum. Appendix
MicHW. Ibid. 20 (1898) 13&-218, — Leu Sternbath. Excerptn Valiennn. Wioner
B4tra 16 (I8M) 8- 87. Kleber den Inbalt dieser und der vorln-rgenfinnlon Sibriften
l«ab»elM •. K. K.. B. 7- l.filS; 2, Ifiß, ;t4l; 3, 192; 4, 1(111. - J.MUbly. Zum Gnunto-
gimn VsÜoaiiuin. l'bilologUH M (18Ö2I .S4i f. (Bcblechte Konjekturen ta dor von HIern-
ilk in den Wiener ätudiao vorQITDnllielilen Samnilun^). — H. Sebenkl. Florilegin duu
nMR, •'Wi'-. Wi«n 1888 — II. Schonkl, Die epikletiedien Fragmente. Eine Unter-
«iMEBlIXur U«b«rliefe*1lnKe«e«chiohle der (n-ieehischen Floriltyien, SLizungnber. Wien. Ak.
Ift (18881 443— 546. — B.Sohenkl. Db.h FlorilpgiumVpinror »oi rjpnJior Hitflij^uii. Wiener
|Aba II (1889) I — 42. — A. Elter. Sexti l'ythagenci nunlontiae oiiin nppondicibua.
HbK| Indes tidiolBnini Oolv. Bonneneiti— Natuhoia imper. Giiilelmi IT, Bonn 1892. -
^^^P, Kpicteti H Uosobionis qoae (eriintur seutentiae, EuagrÜ Pontici seiitentiiie.
jHntaMrak xu don Bonner Indice« sdiolwuni fllr das SomniersemeBter 1892 nnd das
WaraemMter 1892—98. l.eipiiR. Teabnar 1692. — BoitrSRe ku Stohaeo« und Enagrioa
k A. Rll«r aa«l> Rbeia. Mua. 47 (1892) 180 fl. und 629 tf. A. Elter, De Gnomo-
upnn Gm-comin hiatoria alqu« oriKino, Nntalida imp. Guil. II. Bonn 1893. Hier
H IL di« ScnteBico de« Slobaeo« auf dou Stoiker Obrysippos nirUek und erweist Über-
602
BywntüiUclt» littwatnrgeBohichte. I. Frosaische Uttentar.
rluitl)! Cbrysipfi» nporhomnchenilna Kinftuu auf iiii> IVn^ilion drr DicbtoraUta nnd jkrr
RmimlgnuBn iii Florilrgii^n. Vgl. «li« BMpfecbuu^ von P. \V«lKtla)i<l. B. 2. 2, 3£^ S. -
HAuntachrift Ubor dio Purnlluluo <!«« Jchtaata v«it DuuakM: Fr. Loof«. S<ndiM Ihr
dii» (l*in JoluuiiioN vud ÜamHBkuB tiuMckriebenca Parall«!««, Saite 1892. — Die ÜtUaiv
Ml dMi ehriatlidien Floril»j|;ieii s. S. 217 f.
Slavittohe BsArbeitung»!): V. Jagiä, Dia Hoiiuideneiil«ai«a in <l«r •Itkir^M'
«UviNben UeberaetnuiK, Sitnm^er. Wien. Ak. Bd 126, Wi«n lä». — V. Jagi£. 7»
»ImJ uu<1 Phüoeopliie an» allen »erliiaolieii DeiiknM«ra, StMWMmik der.k. BerbiM£aD ibl
Itd XKl. Belgrad 1892 (sorb.). — V. Semenov, Die Weiabeit de« Mailänder lyicb rui-
acben Qacllen. DcnkmSlor des al(en Sohrifttom» Nr. 88, 1892 (mM.). — T. Seneoft«,
Sprttche d«a llwiyftbias und Elaniabns. Heokmller des altoa ScbrifHonM Nt. 92, 1993 (nH).
(AlUlaviacha BeaTbeituni! derSprucWnimliinßea d«« PraebrlcTa Hoii|-cbioit von Jtnaim
lind de» BnrnnbBB mit dem B«4oamoti livi/Aomf). — V.Semenav. üwoi Worte inMnf
it«r .Biene*. Juuni. Hin. 1892 Bd 380 Aprillieft 8. 286 f. — V. Scmonov. Die griectoat
gaelle der Sprilobe des Heordifos, Joun. Min. 189« Bd 2S8 Julibeft S. »i -93 (rw).
S. gibt liier den Nachweis, aas» die in der oben geaannlvu Sdirift edierten alaviKb«
I Snrflcbo auf die unter den Werken de« hl, Nile» (Migne. Palrol. gr 79) Htebnaden griecU-
, BMien inrQok^eben. ~ A. Miohailov, 7.\it Frage nber die griecbiacb-bytanliiiiacbMi aad
»Üvischen Sammluntton von (inomeii, Jeum. Min. 189Ü Bd Sft5 Jaonarliett S. IS— SS (nua).
Mich. bit»rbii>jlit 3'2 I!m der Kufäliata di^s MAximm. ktnasiÜxiert diM«U*M und prwwtl tb
(Juo)le der nlavisohon Ueberactnng ein Kieni|>!nr der von ihm nurgMtolltM iwealen Ruft-
klaaae der cricchiscben Häs. Vgl, K. Kurtx. B. Z. 3, 344 f. — M. Sperennkij. 7a im
k i^riNCben UebursEtEuiigen der gnccbiBcbun Klonlegien, Arcli. sluv. Phil. 15 (l'!93J Hi -M
(BrgftDKungeD lu den Ewei eben genannten Abliandlungen von V. JagU).
Syrisclie Bearbeitungen: Aot. Baumstark, Lucubratione« 8]rr«-Gr>DCMv Ja
,Ta]irb., Suppletnentb. 21 (1894) 473-490. — V. ßysael, Die »yriach« L'ebervetniiis i
S«xtnmeotenteii, Zoitacbr. f. wias. Tbeol. 88 (1895) 617—630.
S. Eine besondere Stellung liebaupteo die SammltiDgen von senteBiilkwa VerMi i
Homer, Sophokles nnd Enrinides, worin die einzelnen Veree mit maralphiloaeplnMlM
ErklSningon ausgextattet sind- r.ine solche Anthologie bewahrt L. B. der Cod. Harc ■
fol, 112" — 141; hier ist dee tlnmer lliRH und Odj'ssee. des Sophokles Ains. EMttn
Oedipiis Rox. des Euripidea Kokabe, OreHtn», Phoeniwei), Bippolft, Hedea. AMdiM
Alkeatia und Rhesos, endlich dn» I)rnnia Cbrintun patiens «xcaniwt, StiltolhlBgao
die Verse aus Euripidea gnb 0. Honao. Acta »ndntafi« nhilofoga« LlMleiislB C (HfTtt^
333— 335. — Dann odiert« die Sentenxen nun Kuripldea C. Sohenkl, WiMier SladiM II
(1^9) 30f)-3I4. — Kino ähnliche Htt auf dem .Mboa eirvrfthat K. Miller. AltUmdM
niiasions seien tiBijucui 11" Serie 2 (1865) 500.
3S&. Johannes Qeorgides ('/ocfiTi,; i ntä^rfSr^^), ein MOnch, «tdlt«
aus zahlreiclii-n profaiK^n und kirclilichen Autoren eine Alphab«ti8ich g^
ordnete SenteiizensRinmliing zit»aminen: rtm/iai aviltytTaai t'ni'lwämt
ftuväCovtog %ov xai Fttufi-ftiov. AU der jUug»to der zitierten Autoren «t-
scheint in der uns übertieferten FasBung des Werkes der Patriarch lliotiM:
wenn die Stelle zum uraprünglidien Bestände gehört, wiü-e also dor Ver-
fasser nach dem i>. Jahrhundert zu datieren. Die Handschrifl, Cod. Paris.
gr. 1166. stammt nu.s dem 11. Jalirhundert (H. Omont, Inv«nUin
Bommaire I 233). Uittur den übrigen Autoren, welche Georgidee be-
nutzte, treffen wir vor allem die Hentenzenreichcn Stticke dos Isoknt««
(bezw. Pseudo-Iaokrates; vgl. Christ, Griedi. Litteraturg«6ch. * £ Vt\\.
wio dio auch sonat als LioblingslektOro der Byzantiner orfundem- IM-
/7((i( Jt/növixor. dann Menandor bezw. MenandersprUche, Ltikinn, ü>>l<ii,
ChorikioB von Gaza, daneben zahlreiche Kirehonsi;hrift*t*llor, auch da« all«
Testament.
Die Sammlung ial nach Cod. Paris. 1166 ediert von Fr. BolaBon«^«, A». er. 1
(1829) 1 -lOß; daniacb bei Migne. Pairol. gr. 117. 1057-llM. — Eine knise (Wx
aus einem Vntieanus gibt A. Mai, Spicilegiuu Rumanum 6 (IMl) 611— 61&.
256. MakarioB {Maxäfjiut;). Eine Sammlung von Sprichwörtern vcr-
anstaltete Gregor von Oyporn; e. S. 477. Aufiscr ihm ist hior zu dommd:
J
I. Alt«rtamairlBB0iiachaft. E. Sentenzan ttai
603
HiakarioH Chrysokephalos, Metropolit von Pliiladolphia, in der Mitto
' de« 14. JulirliuiKlcii't.s. Sehu-ii Beinamen Cliryaokophnlos erliiwlt «r angeb-
lich, wcQ er aus don Scliriftdii ilor KiicliujiväU>r zp''"" xrqülfan cxzerpiei"t<j-
Auasor zablreicbeo thoologischen Traktaten, geistlichen HomiUen und
Komm elitären znr hl. Schrift hintorlicos Maknrioa eine iimfan^rcicltß Samm-
lung untor dem Titel 'Podwria d, h, Kosfiigarten. Das Werk ontliält
Aussprüche, SoDt«nz€D und Exzerpte aus Joseph, Plutarch, Aolian, Synestos,
Pion Chr>-soBtomos, Chorikios, Prokop von Gnza, den KirchunhistorikerR ,
Eusehio-s und Theodoretoa, seibat noch aus Nikephoroa Chuniiins und vnolen '
^■Bdonm protaaen und christlichen Autoren. Einen Abschnitt des Ganzen
^»fldot eine alphabetisch geordnete Sammlung von Sprichwörtern (//«-
Ein« gHiUiUis BMohreibuDg ilor Vcnoziatior Handscbrift ^ab Villoifinn. Anacdnin
«»ca 2 (l~^l) 4—79. — Daiio bonDlAt« rlas Werk Chr. Wuli im Koinmontnr uninM Au«-
ab« dt* ArMiUM (a. § 257). — Der ilio Sprich wnrtoc entlmltcndfi .\hBchnitt int oiliart im
rpu« par<H>BitOKr8)ih. Graec, von .Schnviiinvia-NeutBcli 2 (IS'^l) 135—227.
257. Michael Apostolios {UnoaiöXioc, auch ^/rooro^f,;), um 1422
eboren. wurdf bei der Eroberung Konstantinopel» 1453 von den Türken
gefangen. Nach Wiedererlangung seinc'r Freilioit begab ur »ich nach
Italien, wo er in Bologna mit dem Kardinal BesBarion Eusammontraf,
kehrte jedoch bald narh (Griechenland zurück nnd lie.'is sich in Kreta nieder,
wii er als [.ehrer und Haiidechrifterikopist mit Mühe sein Leben fristet^'.
Von »einer Dürftigkeit erfahren wir nicht Holten durch die Unterschrift
in den von ihm horge&tellten Exomplnren, wo er weh als .KSnig der
Armen* o<ler als .Genosse der Armut" {jifteriXfi't imr if,it rr*rijrwi', rrfvt'if
vr^«r) vorzustellen liebt. Kin Versuch, durch ein injuriflnes Pamphlet
gegen Theodoros Gazes (für Piaton und Plothon) sich die Gunst und
Hilfe des Beesarion zu gewinnen, wurde von diei^em in würdiger und
feiner Weise zurückgewiesen (1462). Mit der Abmeht, zunfichst eine
Sammlung von Sprichwjlrtern zu veranstalten, las Apostolios zahlreiche
alte Autoren, notierte sich aber gleichzeitig auch Sentenzen, Aussprüche
gnaser Männ«r ii. k. w. und bereitete so ein grflsseres Gxzerptenwerk
TOT. Von dem Bande, der die Sprichwörter enthielt — freilich hat Apo-
«tolios auch Ausdrücke, die nie sprichwörtlich waren, zu Provorbien ge-
etempett — , sandte er ein Exemplar an Gaspar, Bischof von Osmus in
Spanien, der damals in Itom weilte, ein zweites an den gelehrten Laurus
(Juirinua (j«tzt Codex Parisinus 3059). Das übrige Material behielt er
zur weit^Ten Bearbeitung, an deren Vollendung er durch den Tod ver-
bindert wurde.
Sein Sohn Aristobulos, spütor als (von den orthodoxen Griechen
Üchl anerkannter) Erzbiuchof von Monembai^-ia Art-enios (Apostolios)
genannt (1465—1535). übernuhm den gesamten Nacliluss, unterzog den-
Ibeo einer Überarbeitung und sandte das bedeutend vermehrte Werk
iit«r dem Titel 7<um« an Papst Leo X. Einen Abschnitt desselben, der
äno^iyfttna enthält, veröflentli eilte er gelbst durch den Druck: Prae-
elara dicta pbilosophorum etc. s. I. et a-, wahrscheinlich Rom 1519; s.
£. Lugrund, BibUogr. hell. 1 (1885) 169 S.
6(M
Byiantlaiaob«) LitteratnrgescliiGbt«. I. ProasiMb« Utt*ntiir.
1, Kinn luloitiiarbo Uebtimtiuntc t)»r 'lurui mit NoImi vo« PAntiaiM rrocUro
_ugduiii UaUvoruui Kl'X — Duu griecbTaclien T«xt [ArMOÜ Violetom) «d. Clir, Wsli,
Stiiltgorl 1832. — Vfl. [.«utscfa, De VioUrii ab ArMoi« ootopcHdti oodtM arehaljp«,
4 portcn. GouinKeti 1856— 1S62. — Di« SpticbwOrlcrsatnmliiDg dM ApMtoliaa am
.bcaton «d. im Corriua jiaroemiograph. Oraae. voo Solinoid*win md Laittaoli 2 (I8SU
ISSS — 744. ~ J. u- DlttlinK- Do Micha*!« Apuatolio paroomiagnph«. (IjrmtiaaMlprogr,
tPlMm 1886. — K. Hiller, Photios. Sutdu, ApcwtoUa«. Phitologui S4 (täi6) 826-2M,
Lwo naicliKewieAen wird, dwa Apoatolios (Ur mIdo SpriebwOrlcr diu l^exiku des Soidas nd
Ides Photiäs hcnDtit« und xvar djia letztere in «iatx bcMenn Ceburlicfcning, als ■« der
[Ced. (ial^aniis bk-lot. - E. Kurtz, Zu Midiael Apoatoliiw, Jofana Jabrb. 143 (1891) 6—8
' ^t« Kmondntionva).
2. Ueber die Biograpbt« und sonalii;« Scbrifteo dea Änoatolio« nnd Artaaka
bandeln Fabriciua. BibL Or. ed. Hart. 11, l«9-19.\iiRd K. N. Satba«, .VtMUqr*»} M*.
InylB. AVfioQ im9 S. 70~T4 und 126—130, - - Vollständiger und k>>Tr«kt«r E. I.agraad,
Bihlio^. hell. 1 (1><65) Introd. 5R— TO und 165—174; obenda 3. SS3— 259 BmT« im
Midin«) ApoMolioH und 2, 83T— 346 Briefe des Arsenios Apostolioa. — Hrperidti. Mi;^a^l
'AnoaiöXti norti/iäin' ifia, Smyroa läTG (mir unmglloglich). — I^trM inMrt«a de lli(b«l
■ ArMtalin ed. Üipp. Noiret, HibI, des Cooles frun^. d'.^lbtDea et du Uume, faso. M, Paril
' le89. — Jambiache und heroiBcbe Verse des Apustoltoa auf Kircbt^ofnit« «. a. w. Mb<4
eioer Leiehunred« auf den Kardinal BesMriün im Cod. Paris, gr. 1744 a. IS fot. 37—0.
— Radm und Monudien d«a Apoatolius im Cod. Paria, gr. 17C0 fol. 338 -258. Der
Nachlnntü des Apostotio? rerdiento nocb vollstADdigN-. als ** durcli Noiret gcacbebn iH,
ans Licht endogen zu werden,
9. NobitR diesen byuintinincbcn Snmmlnngftn iM auch dns oltn aiu Zonobioi.
rlutnrch u. a. »uswnmpngeaetzto -Sprichwf'rUircorpiiii, frnilinb in obninrlmilotcr Kotm. mt
uns gekommen. Die oetipre KorncliUDg wiu daher vorzUglich auf die Wi*derhent«Uiiag
der uraprUnglichen Kurm dieser Woiko und din l'ntaniucbune ihr«* VorbRltcitMM m dm
bfiautiniauhen Sammlungen cericbtct; weaoiiUiche Förderung orwucha au» dar nuAMg
b<ir, Auffindung neuer Hnndsuhriften (bos. eine« Laurent innus. Athuus und A'indobatWMk).
H*DptSobrift: 0. Crusiua, Anuleota oritlca ad paracmiagrapbos GraiMKHi, Upaia« I88S.
wo BQob dia sonstige neuere Lilleratur ymeicboot ist. Eine noch gauMUte Dwlagiuf dM
[Torbtlbiissas der li,v in ntin iaohon Sammlungen lu den froberen, sovle dar BuidecbnftM-
nnMÜogie ist in onvnrton von dem Corpus paroemiographorum Ijraen, da* 0,
JrnaiuB vorboroitet. ~ Ch.Urnux, Supplitment au Corpus parnemiographoram pMocnn.
KRsvne de philologie 18TS S. 219 «.. wiederholt in den .Oeuvres de CIi. Gnnx' 3 tl8M|
'il7ir. (Sammlung nun dem Cod. Eeour. 2-I-20I. — Zu dem AnfRaU von Cb. Graax i«L
'Otto Orusins. l>ie äprirhwarlorsnmmlung d?ä Escunalensis, ltb<>iQ. Mas. 39 (16991 fn.
— U. Jungblut. Uobor dio Sprich wOrt^ammlimgen des Laurvnlinncis fK>, 13. RMo-
Mua. 88 (1883) 804-420, - 0. Crusius und L- Cobn. Zur bandscbriftUcben UoUf
lieferung, Kritik nnd Quellenkunde der Paroeniiogranbon. Philologa« 60 (1891} £03 IT. -
ß. Schneck. Qnaestiooes paxoemiugraphicae de cotlice CoietiniRoo 177 et GadMni V*'
fermitur lexicis. Diss.. BreBlan 1892, - Vgl. Christ. Grieob. littenlurgcscb. < % m.
__ 7. Fachwissenschaften.
S58. Rechtswisaenschaft. Die römittchc» Itechtsbilclier waren ur-
prünglich (lurcliniis tat«ini((cli abgefasst. Noch in den grossen Samm-
laagun. die Kaisor JustiiiiftU vorniistalteii liess, herrscht ausschlieaelich die
Ut«iiusche Spruche. Dagegen sind die meisten Kovellen dea Justiiiian wie
auch alte neuen Gesetze der Folgezeit griechisch geschrieben. Dazu hat
itie Ahbrfickelung der weatlichen Fteichsteile und das mteigende Übergewicht
der griechisohea oder gräzisierten Ostuc^It mit innerer Mutwoiidigkeit ge-
führt. Ober den Grund der Abschaffung des Lateiniäclicn in den etaat-
iichen Roeht«bachorn liandelt eine interesHtinte Stelle im ersten Kapitel
der 7. .luslinianifichen Novelle: 'Exfi'rr^v y«p xtttä nörrMV xQKttn- xni xv^i'av
iircu i/fam'ioufy, diöjitf aviiy xai npoiidr;'xR/t<i' xai oi' »^ nnwfitf} ffva-f^
tiv fifMr evrtYpäif'afifv, äXXä tavTtj 6^ tij notv^ » xai 'EXXäii, watt
anaciv avtw nttti YVw^ifiov Siä to 7T^Öx*iqov ir;; i^iti^rtinq. Wenn nun^
aber auch der starre KonBervativismus, der das ganze rümi»cho Staats-'
weaeo darchdringt. in den ofüziellen Gesetzbüchern die lateinische Form
llnger aufrecht erhielt, als es mit den jirnktischen Bedürfnissen vereinbar,
«-ar, 80 waren einzelne Tc-ilo des alteu Rechtes schon seit dem dritten
I Jahrhundert ins Griechische übersetzt worden, und unter Kaiser Justinian
«orden umfangreiche StUclie der lateinischen RechtabUcher in griechischen
IScarboitungen und Exzerpten verbreitet. Zuerst entstand eine griechische
I'aniphrasi- der Institutionen, die dem TIicopliÜos Antecessor, einem
ier Hitarbeiter am Corpus des Justinian (t um 637). — nach C. Fen-ini
ait Unrecht — zugeschrieben wird. Von demselben Theophilos wurden
Tefle der Digesten griecliisch bearbeitet. Eine fast wörtliche Über-
Miong der ganzen Digesten hat Dorotheoa, Antecessor zu Berytos,
Mci 542 verfasel. Gegen das Ende der Regierung Justinians hat Ste-
>li»no8, ebenfalls Antecessor zu Berj-tos, Teile des Originaltextes mit
BriwIÜBchen Anmerkungen versehen und eine Überarbeitung der Digesten des
^MphDo« vorgeoonunen. Kestü seiner Arbeit stecken in den Basüiken-
•chtdiML Auch der Codex Justinianus wui'do schon unter Justinian
Wtireise ins Griechische Übertragen.
Den Anfang einer Neugoataltuiig im Rechtswesen bezeichnet die
Uigienuig Leons des Isauriers. Unt^>r ihm und seinem Sohne Kon-
"ttttiiiM als Hitregenten wurden um das Jahr 740 mehrere neuu Gesetz-
Bysaütimocb« Littorstnrgwobiobt«. I. Pros&iBcli« Ijtterfttnr.
htlcher publir.ti'l't : l>io 'Exioytj lüi- röftMr t'v 9i'i'tü/i^i yn'ofurr^ änö tarr
itrfiirovtmt; tutr iiytcia»; tov xiöJiko^, jiöv vta^r jov iitYtihtv'lwativiani
iiaffi^tmr mi imäii^&aeti rlg rö ^tiavikfwnöttffot; ein Ackerbaugäsetl
{Näpoi ytioQptciii), das rhodische Scliifffuhrt gesetz {S6/to^ 'iW/tt>
ravtutii *at' f»ko/i^v ftt tot' li' (itßi/ov rwi' ifiYtcrair), endlich ein Hilitir-
gcs«ts (iVa/to^ atgatiutiMt^). Besondere Beachtung verdient die wmiö
LAckeri>Bugc»ct7gi>i)uii)i, auf wclcho dos ulltnähiich tu grostwr Bedeutaig
F gelangt« »laviiM-hc' Klement ün byzantinischen Reiche Einflass auBgetiit
hat. Mit der makedonischen Djmastie beginnt die Wiederbelebung dce
Justinianischen Rechts. Kai.«or BaRilio» I (867—886) »ucbt« das alle
Kocht, dessen Kenntnis in den vorausgegangenen dunkeln JahrhundorteD
teils dui-ch den allgemeinen Nicdorgiuig der nationalen Bildung, teils anch
wegen der latviiUKclien Form der OeeetzbUcher fast ganz verloren gC'gaagon
war, dem Verständnis der Zeitgeooesen wieder naher xu bringen and seine
Anwendung zu erleichtern. Zn diesem Bcliufe liess er einen Anszug aas
dun Institutionen, den Digesten, dem Codex und den Novellen veranataltn,
der unter dem Namen 'O riQÖxf^ot tv/i«; im Jahre 879 veröffcntlidit
t vurde. Oleiehreitig wurde ein Entwurf zu einem Randbuche, der 'tiftar-
f fY^y^j i">? »■o'/ioi-, gemacht, aber nicht puhlizieri, AuKserdem veranlassu
Baailios Vorarbeiten za einer Sammlung der alten sowohl der aufgehobenen
I wie der noch geltenden Ge^tz«. Doch wurde dieses Werk enst ontar
f 8«toem Sohne und Nachfolger Leon dem Weisen (886—912) volleodct.
Es ist eine grosse Kompilation aus den Indices der Digesten und des
Codex und aus den Novellen, die gewnhnlich Basiliken (rä Baaihxä) ge-
nannt wird. Allerlei Erweiterungen erfuhren die Ba-siliken unter Kon-
stantin l'ürphyrogenuctos (912 — 959). Da» alte Corpus Justinianuoi
wnrde durch die Basiliken bald gänzlich verdrängt. Von grSester Bed««<
tiing ftlr die Erhaltung und FSrderung der Kenntnis des rltmiach-byzsa*
tinisclien Rechte«) war die Rechts^chule, die im Jahre 1045 von Kaiser
Konstantin Monontacho» zu Konstautinopel gegründet wurde. Die Novelle
l/ff^ *4ti r^io^iiXanin;, durch die diese Stiftung vollzog«) wurde, ist nntcr
den Werken des .lohannes von Eiichaita aufgefunden worden. I)cr ersto
Schulvorstand (ro.uoyrAoJ) wai' ein Freund des Michael Psellos. derspKtere
Patriarch Johannes Xiphilinos (vgl. S, 433 und 444). Der Oe^lanke,
die Quellen des praktischen Rechts in fachmännischer Weise zu lebrei
iKt ein halbes .lahrhundert später auch im Abendlande aufgenonuie
worden und hat zur Stiftung der Juristenfnkultät in Bologna gefllhrt,
deren Einrichtung, wie Zacliariac von Lingenthal annimmt, das hyzaot
ntsche Vorbild nicht ohno Eiufluss war. Deutlicher sind die Beziehut
der Kechtsschule von Konstantinopel zu den juristischen Studien
Arbeiten in äilditaüen und Sizilien. Wie notwendig in dieser Zeit ein
griechisch gefiissto Gesotitgebung fUr Sizilien war, beweist u. a. die Exil
einer griechischen Übersetzung der Gesetze Friedrich« IL
In Konstantinopel und den Ustlichen Provinzen hatte die kaiserlic
Stiftung einer Rech^schule eine rege Thätigkeit zur Folge, deren Fi^cbL
wir noch heute in den zahlreichen aus dem U. und 12. Jahrhundt'rt'
stammenden Uandscbriftou juristinchor Werke vor uns sehen. Ein bor*.
7. Pa«hw[Menaehkft«D. S«oht«iriueii8chaft. (% 2S6)
607
irragender ZSgltng der neu«n Rechtftdcliule war der Historiker Michael
ttaliaten, von dem wir ein Recht»)compendium besitzen. Vgl. S. 270 f.
diese Zeit gehört wolil auch wonigstcii» in der ursprünglichen Faaaung
■ Tipukeitos {"njiovxttto^ aus ti nov xtttm; vgl, den von Athenacos
S beifügten Spitznamen dea Rhetors Ulpianoa ÄnTotWiro;) , eine
hallj^angabe sämtlicher ßttcher, Titel und Kapitel der Basiliken. In den
xten Zeiten des byzantinischen Itcichcs erfreute sich der gifl.'sten Be-
ibtheit ein Kechtj<kompendiuni in »och» BQchcm (dah^r Hexabi Mob
muint), das Konstantin llarnicnopuluB {KuirfftnytUoi « 'Aofin-imovXos)
I das Jahr 1345 verfasat hat. Das Werkchen wurde wie auch das
idte kirchenrechtliche trandbuch dea Matthaeoa Blastares um 1490
KikolaoB Kunalis Kritopulos {Nixölaoi KovväXr^i; (' K^innovio^)
Se Volkssprache Übertragen. Eine andere nougnoaliischc Üherwetzung
larmunoputo« vorfa«iito im 16. Jalu'hundert Thoodoaios Zygomalas
iöaivf ZvyoixaÄäi). Eine dritte, von Alexios Spanes {'Ak^^iof Snm-ot)
idiert, erschien zu Venedig 1714; wiederholt 176ß und fifter.
Mehr Neues als in der I'rofangesot/,gol)ung hat die spfitere rBmisehe
ifbyzAntinisclteZeit naturgemil»s im Kirehonrocht geschaffen, fUrdesson
BUtung verschiedene, dem r<>niisc-hen Kotht ursprünglich fremde Faktoren
Bigebeud waren, liie in mehreren allmtlhlich entstandenen Samm-
agen enthaltenen kirchenrechtlichen Bestimmungen, die sogenannt«n
Boones, .tind nm das Jahr 535 von einem Unbekannten in 60 Titeln
ich Materien geordnet worden. Eino zweite derartige Arbeit in 50 Titdn
it der Scholastikos und Presbyter JohanneH zu Antiochia, der
Iter Patriarch wurde, um 550 verfasst. Die rein kirchlichen Recht»-
Btimtnungen, die Kanones, wurden später mit den weltlichen Gesetzen,
o Nonioi, vei-schniolzen, So entstanden die Nomokanonos, Sannn-
ngen kirchonreohtlicher Bestimmungen, die im Laufe dor Zeit violfacb
irck Zos&tze und Erklärungen erweitert wurden. Die wichtigste Be-
beittiiig ist nicht die von 883, welche fälschlich dem Patriarchen Photios
Fcfariobe» wurde, sondern eine mn 1090 von Tlieudoros Bestes her-
Ul« KczemioD. Eine kanoniHcho Synopsis »itammt von einem Magister
Logotheten Symoon, der nach Zachariue von Lingenthal mit dem
l^ster und Logothett>n Synieon, der unter Nikephoros Phokas achrieb,
cht identisch ist, sondern erst um das Jahr 1000 lebte (?). Unter Kaiaer
)h«ines Komnenos (1118— 1143) bat Alesios Aristenos (UXtSio^ 6 'Aßi-
t^rii) die Synopsis mit einem grotisen Kommentar verschen, der f^sch-
A «ineni Nikolaos Doxopatres zugeacbrieben wurdo. Um dieselbe
tit (nach Zachariae von Lingenthal zwischen 1159 — 1169) vorfosste
■■nnes Zonaras mit Benützung des Aristcnos seinen Kommentar zu
Ger Sammlung der Kanones. Vgl. S. 374. Etwas später lebte Theo-
oros Bslaamon {0föSi»Qo; ö naXua/im), der in den drei letzten Jahr-
ibteD des 12. Jahi-hunderts (bis nach dem .)ahre 1193) an einem Koni-
Molgr KU dem Xomokanon in 14 Titeln und zu einer Sammlung der
Mones arbeitete und auch andere kii-chonreclit liehe •ücliriftcn hinterliess.
ine gnww Sammlung kanonincher Antworten »trimmt von Demetrios
iTZZl"" "~
608
ByMmtiniBftlie LttterfttoigoBc hiebt«. L I^rosaiBch* Ijlt«»tiir.
Chartopliylax , äjkiitor [-^-zhii^Uof von Hulgan«u wai'. Sie sind boadttend
wert, weil xn-iHohcii tlt-m Kirchenrücbt« in KoiuläJitiiiopol utid aeiow tnUN
pretation in Bulgarit-n und Sürbi«u «in gewisser ünt«räc))ied besteht kvA
lUr die GeschichU' ävr innorun Zuständen der slavtäcUen Provinzen ie»
Reiches enthalten die Schriften de« Chomatiano« reiches Material. Um 4m
Jthr läSö verfai«te Matthaeos Blastarcs (MmSaTo^ ä Bkaatä^ifi) a
Thes«aJonik» ein alphabetische« Handbuch du» Kirc)iciir(.ieht«. Audi in
der TOrkcuzoit (!nt«t«nden noch niBDcbn kirchenrechtliche Schriftt-n. wie
der Xomokanon de« Manuel Mulaxos (A/nJlR^n^) (1.^61), eine Sammluni
von Schriften über die Verwandtscbaftagrade von dem l'riestor Zacbsrias
Skordylios (JiMo^Sviioi) mit dem B^nünen Marapharnx {Maftn^a^'i:),
Bearbeitungen de» Kirobenrechts in der Volkssprache, vorachiodene I*atn-
archenii«nt«iUM>u, Synodaldokret« u. s. w.
Die Gescbiclite des byzantinischen KecHta ist an sich interessant,
weil !ue uns zeigt, in welcher Weise sich die einzelnen Teile des rflnd-
schon Kecht« unter den vielfach veränderten VcrhUltniasen des byiu*
tinischen Reiche« weiter entwickelt haben, und weil sie uns die BÜogol
des JustiniuniHchcn ßiihts an »einen späteren Schicksalen klar nucbt;
sie ist lehrreich, wenn man sie mit der gleichzeitigen teils abweichenden,
teils analogen Rechtaentwickelung im Abendlande vergleicht; sie biUat
endlich die Grundlage für da» Verätdndai» der rechtlichen ZuKtindo im
türki»chon Iteiche, in der Moldau- Walachei, in Griechenland und in den
ostslavischeu Lftndero. Für die Erschliessung und Bearbeitung der Quelleci
des weltlichen uml kirchlichen Rechts der Byzantiner haben .lob. Lenn-
clavius (Lüweiiklau), Guil. ßeveregius, F. A. Biener, U. E. Heim-
bach, W. K. Heimbach, Rhalles und Fotles, .1. B. Titra, F. Hiklo-
sich, .1. MQller, A. Theinor, A. Pavlov unitchiitzbaro Dienste geleistet.
DasB wir aber heute die GoMchichto des byzantinischen Privatredits,
Strafrechts und Prozesses im einzelnen kennen, verdanken wir vornehm-
lich der LebcnHOrbeit unseres K. E. Zachariae von Liugeuthal (geb.
24. Dezember 1812, gest. 3. Juni 1894).
I. Ausgaben:
A. Sommclnusgiiben: Juris Orientalis litiri Hl nb Eaim. Boa*fi4io
Farn 1&T3. — Juria <Iinora<l<omiini l«tii canonici quom civil!* lomi iIdo. JohsRnia
clavji AmHbunii V. Cl. stuilio otc. »ruH Intinpquii rndditi; Dane primum editi
MsrqDnidi Freheri, Frunkfurt 1596. — Bibliothoca iiiri* nAnoni« v«t«m in iIom tomM
(jistribiitu etc. upera Uuilolmi Voollü «I llanriei Juat«lli. Pwi* 1061. — £»r»6t»ir
sivp l'nndAi?ta(> cuiioiium «to. reccnrait (luil. Bever«giu3. OxTard 1672. — ¥inm AV
diiick doN ^m'chiticLou Toxica ^pb Spyr. Melias, Pana ITItl. WivdeHiolt Venedig IT^'-
— Dio wi('bti!(ati>u n«uoroii Summ tun gen Bind: 'ArfuSota «d. Oaal, Eioat Uflinbaek,
2 ßdu, U-mziK 1^36 -1840. — 'Ai(*<tvia vA. K. E. Zachnria» tdh LinioBthal, Li«ij«it
18i3. -~ K. !>'. Zaehsriaa von Liuaeuthal, Collecliu librorum iuri« Gra«co-RMnani »;
eclitoniin. Leipiitt 18A2. — Xt/ytayfia rwt- Stiuiy mi li^dr rarir^v otc tt^aSIr «tc, m*
r. J. 'PiiXltj Kiii M. UixXij, 6 lid«, Atb4>n 18.)2— 1859 (virhtiEal* SUDDÜiiBg flir in
Kircbenr«r-bt). ^ .Tiis UrHeco-llomiinuni ed. K. I'Mtacbnria« von LingoBthal, 1 fUt**,
I.etpxig If^SG — ]Sä4 iHdupUnnimlung für dos wnltlicho Kccbl). — Juna ««olMiMlMl Gn»
coruni bjstorin et munmnenta ciirnnto J. B. l'itra. 2 Bde. Hum I8U— IB66 (mtbalt Dok-
müler vuin 1. — 9. Jahrb.). — Einiges iTvpika. Kitnonos) nucb bei J. B. Pitra, Speik^M
Soleamens«, Tomus 4. I'nris 186ä — Ziih'lrcivhe kiiDuni.icli« Eilaaao und kai*«r1iebc KoinflM
fi[idet man aucb bei Mi|(ue, Fulrol- ff., bea. Bd 119. IST, 139, I&2. 161. ~ Kmranad
AttiiiltK, iiriot«iai, ivatie, Äfffnio^ini« lüv äyiaiiiitur nujgnt^x'''' lf«"-i'ii«""oen»l/"(
^4
7. FacbwisBODsoluften. lUebtawiBsenacbAft. ({ £59}
609
ttiif, S Bde. Kpel 1^'^8 1^^9. - PatriiiroIiaterlABM u. s. w. auch la <lon AoU «t
lOBuU Gruoca in«dii iievi edd. Fr. Miklosich olJ. Mnllor, i voll.. Wioii 1^60—1690.
Aacnat Tliviner et Fr. Miklosich, MoniimentA fwcUaiti» ad iinionem «cclesiarum,
n 18i2. — Dan di« moiaten dar i^ 223 f. aofgoiuhrtoii Summlungeo anil Einul-
B. SpCKialanngaben: LJuHtinianiNovctlaa imI. K. E. Zaohnriae von liingnnthnl,
14», L«iMJg 1^1. — Zuletzt cdicrtiTi iliu NovulW Jusliiiiung R. i^rholl und W. Km)) im
■po» tnni *dd. Tb. Mommasn. I'. Krdner et R. SiLüll. Uerlui IS72— 1895. — De DJoDooai
nrpliacB lex ab Imp. Iiisliuiatio anno !>'A lata. Ed. K. E. Zuciiariae von Liug«n-
u, Lairait;, Bibl. Teiibneriaoa 1*^91 lmi( lat. Uobcracitzung und Kooimoiitarl,
E H. Di* griechiacb«! Paraphraao dor ln«tJtulioncn von TUeniihiloa «d, G. 0. Beiti,
K» Hsfac Camitift 1752. — Damus wiodnrhoU vnn <i. A. Rh<nll0B>. Athon 1636, —
Mrdmca: Tnatitntjoiium graoca pnraphrasis 'i'beapliiia Antecessori vulgo tiibatA od. K,
Fcrrtoi, 2 Tartoa. Beilin ltiS4 — l»äS (nicht xum Abachluss geliraclit).
K 9. Di* Eklogo d«H LeoD und Koiistuulia od. K. E. Zacbariae von Lingen-
K Callaetio Kbrorum iuris UracFO-Romajii iucdituruin, Loipiig 1H&3. — N«uo Auagaba
rÄBt O. Monferralue, AÜu-n 1S8Ü,
4. '0 Itfäx^ff "("•f- Ed. K. E. Zacbariae von Lingenthal, Heidelberg 1887,
El XatamyaiY^ ed. K, E. Zochariae von Lingenthal, Colleclio libroruni iuris
-Rasai iueditonim, Leipzig I8<'>2.
6. Basiliken: Ziilotzt ed. Wilb. Erniit lloimbnch, C Bd». Leipzig IKäS-l^fTO.
•rit naermQdliGlipn Flpissos, das Iroti den Mongclv nn philologiscbor Mnthodi' für
•diieliie dt« byurntiniscben Recbts noch inimor eine der widiti^^stcn tirundlugcn
lat: drm Texto »ind eine lateinische Uebcniutcuug und kriliaehe 1) cm <tr kungln bei-
t*b«B: der 6. Band enlliull Prvlugoint'nu Ober diu Oescbiclitc dos byian tili isc hon Bochti's
I S34 — (<£7, Nutiien über die Ueburliefcrung der BaaÜiken und di« neuere LiltorAtur,
AuHgabe vgl. daa Supplvuiciutum von K. E. Zacharia« vou lii&ueutlial.
_^_^ FoB gnwsM' Wicbtigkeit für di« Konntuis daa h^antinisohra Zunft- nnd In-
■CCV*B*na uA »ine olino genügend* Sicherhoit dorn Kaiser Leon dorn Waiaon xu-
KbMao* TNOrdnimg, die J. Nirole in einer (ionfor IIa aufgefunden bat: Aiortvi lof
foi ti tnBfjxni' pifkioi'. Le livre du prefet ou l'ädil de Temporeur Leon lo Sago
' la* cnrporstiona do Constantinople. Texte grcu du Guiiuveuma 23 publi6 piiur la
iiiUra (oia rar Jnloi Nicole, Genf IHUS {— M<3inoiTeM di» rtuätitut National Geuevois,
M ISV Vgl. die eingehcndi- Bueprethuug von K. E, Zachuriae von Liugeutiial,
Z. 2 (18SS] 132— I3G, und L. M. Hartmann, Zur G«scbjclito der ZQnfte im fiDlien
IteUler, ZtUaehtitt Ar Soual- nnd Wirterbaftägescb, 3 (1(<94| lOS-lSS. - .1. Nicole
i anek eine fraastsiaoh« UcberfletznnR des VVerkchens, Genf 1S94. Vgl. die Beaprccbung
n W. FiBcher. B. Z. 4 a«8"it «27 f.
7. Im Anfaiig dna 11. Jabrbundorls lebte dor Rtehl«r Euatnlhios Romnnua
!n«tf«of d "^»[taw), der cino Schrift über den Geriubtskulundor vnrfusste. Kuatatliii
tunannorwi D* intorvallis et praoHcriptionibus eivu de varia teiu|]uruin in iure civili oli-
■vatiooo libellus ed. L. H. Tuucber, Leipzig 1T91. Von ihm atammt nuth diu llfien
•vr itJaainXia (fx rarr itgiiUatr loi fityiilov xiiqov Ei'aiu9iiiv toi 'Pui/tiiioi'), die K. E.
«hariae von Lingenthal, Ina Graec^-Koniiinnm vol. 1, Leipzig 18&6. ediert bat Vgl.
Aricina. Bibl. gr. ed. Harl. 9, L'O 152. und K. E. Zacharino von Lingenthal,
■IlicbU d«a grieoh.-rOmiocIien R^chU MliJ92| S. 27 und 30.
■ 8. Die Isorelle d«a Konstantin Monomachos. durch o'clcho die Rncblascbule in
MlOiS bcfrtlsdet wurde, od. I'. do Lagard e, Abhondl. d. (lOlliugvr (jusoltscb. d. VVise-,
L-pfaO. Cl. 28 (1881) 195—202. — Dann ed. den grieebisuben Text noch einmal mit
nr in NachUaM von A. Mai vorgefundenen lateiniacheu U^berell^tzung I. Cuzxa-Luii,
r ItCWB enstodc et Alhenae» C[iuUtiLni> deuretum Hau uovella inip. Coustanlini MonomacLi
«ripta a Iowine EuetiaiUnHi «t üb Card. A. Mai Latine wrua, Studi e documenti di
Hia r diritto 5(1864)289—310. — Ein Epigramm auf diean Novello von Jobannos von
Hluita «tobt in 4«r oben litierteit Äuagabe von Lagnrdo S. ■>0 Nr. 04. - Vgl. C. Kerrini,
mtU dl OenitUntiao Sionomaco, Arobivio giuridico 33 11884) foac. I»— 6 (mir nnzii-
h).
I, Zum BeektBkompendium dea Michael Attalintes vgl. S. 271. Nachzutragen
di* Aoanke von Sgutna in der griechischen Zeitscbril't Vifiis Bd 8. Athen l^Cl
ngiiwilcM.
0. De« Paalloa Synopaia Ugum bei Migno. I'atroL gr. 122. 926-'g?4.
1. i. Nieolo. Uli* ordonnonro ini^dite do Tempereiir Alexis Comntne 1 aur Ice
.ad« /«pte^'W, B. Z. 3 (1H94) 17-20.
13. A. Pavior, Die von Tboodoroa Ualnumun redigierte Synodal verfDgung des
I <kT ktM». alUrliuuwliHiiHlun U. 1. AtllK. 1. AuO. SQ
E
eio
Byz&n tiniBcfae
Hrgesobicht«. I. ProBaisohe Uttortttar.
Palrinrcb«« von Kp«! Cboriton (1177-117«) Dber diu dritt« Ebe. Vn. Vr. 2 (1695) m
bia <.
13. Dsmetrin* ChomatinDon: EntA vulklüudiK« Aingabe von J. B. Pitti,
Analecta saorn nt olwuijon nDicilci^io Sdli^aoi^nBi pnrata. ToniusVI. itom 1891. BMprMkM
voll .1. H. Palniav. N^iii.' Mutorialjuu lur FraRO über ilin tirftadliag dM «erbisc^Mi Es-
bistuniR durch il«n hl. Siibb»«. Christ, «tenije 1891 Mai-Jani S. 421-4&8. und A. Uon-
' phoiratoH, Vu. Vr. 2 |l^tllJ)'l3G 43a — NeuoAuiie*b6m Vorbtnntmig von W. üttuicbk*!
(ftLr die von h. 0. Ti:ubii<.'r angoknndiKto äainmlnng von Scriptona aacri et profatii).
H. Julos Nicola, Hml' intidit d« Uorinaia 11, PatriarchH de Cpl« (ann^t 12M),
avoc iino nMsnsion nouvollo du chrynobuLle d« remporeur Jean Ducoja Vataoiia, Kavii« i«a
it. fit. 7 [18941 BS— SO (UoHtiiuiuungen Ubur du kirolilicb« Eigonliun).
15. Uatthneoa Blaalnrua udd. Rbulloa tl Pott oh, Xvyiuyiui tut- 9*iair mi lipär
x«r<j*'a>r. Bd S, AthMi 186d.
16. KoDatnntiii Hiirniftnopuloa: Ed. W. K. Hainibaoh, Lvipiig 1851. — Dm
Harmonopiilos wird Huoh ein syntaktinnhoii Wltrtorbuofa xagotoilt: Toö atpaatm ul
xffitoi' ttiaaaioii'liifii toi' 'A^fitravnovXtiv . .4tlitär rata «totXMf ntfuixttr t<r kom^ ffm-
iföutrB ^ijfnitu, ir i^ Jcixvvtttit, xira ftlv in'roir ilair äfinäform, TiVn ii itttmfatad »m
(ouroif tin mirtätattat fxamar etc. Inc. '/f/iillo^iri tö jaiQut. I)ur Anfang d«a Bach-
ataboa J Hloht im Cod. Viodob. thuoL gr. 'iSÜ iNosHol) foL 9&-9jf^
17. Noiuükfliioti des Maouol Malaxos: ProbiMi aind godruokt in der grieiJiilAia
ZeitacLrirt »ifiK Bd 7 S. 1Q& ff.
J<l<. Das InliaJUvorecichBia nnd die Vorreden eines spattreo kaooniatrsdicn I
wcrlcoi^ d«» «oi;«n«nnIiin .Stabas dar Eriprieater*, ed. A. G. Hooipberratoi,'
(■fdiDK rai n^ioÄc;-«! t^t Btattfifitit tiüir 'Agx'*t^<«^t JtXilor S (1S90 — ISH) 1S9— 318.
2. Hitfumittol:
A, Allgonioinr Daratollunff: Ein noch heute eehr brauGhb«r(« Bach iit:
Ang. Bion^r. OoHchichtc dnr Novellen Jastinians, IWlin 1S34. ~ Dmselb«
nkiutioTts Burh die (icsr.hichtc des kanonischen Hechts hei dvn Uriecli«ii; Fr. Aug. Bk
I>e coUocliouiliiu cNoonum occlpsine graecne. Berlin IK27. — Eine maanmcnfa
schiobto d«r <Ju«llca du grieobisoh-iOmiscIien Rechts gab Kuent K. K. Zncharia*'
IiinK«nllial. Biatoriae ioria Onteco-Bamnni delineatio. Ueiddhctg IK89. — Aaf db
Werli« b«rubt die auafOhrliofae Dnratellnng von J. A. B. Uorlreuil, Ilirtoir« du <
Uyxantln. 3 roll., Paria 1843—1847. — Ehe umfassende Dumtcilung de« griecliwch-i
aubcn Rechts im Mittelalt«>r nnd in der Nenneit gab W. Ernst Heimbach. RiMb-
tlnibor'floli« Enirklopadio. 1. f^eklion, Tnil SC, S. 101—471. — Eine ^t« VtihtniAi
lifMiiliniiirhnn Hochtsliltermtnr gibt Paul Krnger, (Jeschicbte der Quetleo udiI Uta
d«a röminchcn Rcdhta, I.eipxig ISHS 6. 5&9— .170. — Unuptwerk: K. E. Znchanaa
I.ingeutbul. tieaobiolita d«a KTioobiaoh-rDmJHohen Rocht«, 3. Anfl., Dmüh ilüti. l
S. 8--&1 ein« chronologisoke Ueberaioht der Quellen des bjruttinuicbeB R«eli(a alt i
nOtigta Litteraturangabon.
B. SpotialBcbriften: f. Weltliches Rocht: Uober di« ouoli nach der
ntng des rümiachen Becblea in der mit alter Kultur gM&tligtcn (Mhalfl« da«
fortdauDradon partikularen, besoodors griecbiscben Vollsrachle, OlMr dio iri tiMlai— 1>
Tendeni der Oesotigobung Konstantins u. s. w. hftnd»It das vortrcdFlicbo Buch vmi Lad«.
Mitteifl. Beichsrecht nnd Volkerecht in den aatlichen ProTinz«n dea tttniMdua h'aiifr
reichcH. l^itKcig IHUl. — C. Ferrini, I^ pnraTraiti di Toofllo ed i OÖmmentarii di '
Kondicuuti ael H. latiluto Lonibardo dcl IT maggio laS9. -■ C. Farrinj, ntBinaitj >
oditi doli» versiuno giuca del .Codex Justinituius' ftttta da Anatolio Ant«c«aaaro.
conti del R. iHtiluto Lotnbardo del 17 a*riJe 1884. — C. Ferrini, Sp«!ii inediti
Paouflo-Teolilu cunt«nati nel ma gr. Paris. I8G4. Meinorie del R. latitulo I.oml>ardo.
dl lottere o aoienzo morali e palitichn, Vol. 18 (1867) 18—67 (Text dnr Si^holinn nit
leitnng). ~ Henr. Brokate. De Theogiliilinao qna« fertur Iiialtniani iaalitutiannin
pnrnphrMooi! rnmpasitione, Strnsaburgcr Dias. 1!^B ^ BJHwrlatioiioa pbilologica« Argl
tornlFnnFn 11 (1^94) 11-3-172 (Ubrt die guollon der ^CiihAIm des Paraohraaton). —
Vaailjoviikij. lieber einen Synodulcodox der Ekloge dor Kniaor Ijfon iBid Kooietairtin
nbor twti Codicen dea laudwirlaobaftlirben GoHotxoa. Journ. Min. 1^79 Bil 201 Jaa.-F«i
S. lCl-173. — Eine Raatitutiuu dos ü3. Buches der Basiliken gab K. F.. Zachariae
l.ingontbal, Purnlipomena ad Basilint. Loipaig \>*'M. — lieber den tltoalMi Codex
IlaRiliknn. einen leider veratnmmellcn PaliniiMsat der Ambroaiani, gibt eine wUufin MM
loitung V. Korrini, Contiibato alla reintograziODO dei BaailicJ. {uadirnnti dal B. Münb
laonibardo di ■cinnzo o lettcro, Berio II, vol. 99 (I8DG). — üeber die in das lUctti
dea Kaiaora Leon (nach Znrhiu-ino von I.ingentbnl d«a laanriers) oDthaltenea Sttafbiali»-
mangen Imndelt K. K. i^ucbniine von l.ingontbal, Zuni Militirg«Mts de* Loo. B. .~
i (IÖ98J 606-008. - K. E. Zaoharino ren LiDganthal, WiaMOScliAfl und BetU '
7. pBchwlMenBchftft«B. Heckt swisBenschaft. (% 25S]
Gtl
S. bü cnm Anfimg des 10. JahrbunderU. B. Z. S (tSM) 437—457. VgV
6S6 f.. — [Tnbtr Jahanitos XJpliilinos und nndere Juristen des II, .Tnhrli, linndolt
h«r, Stadion mr byinntiniäclieD üeschiclilc des 11. Jalirh., (.iyniiiaalalprogr..
i)IF«nllJcIio Reclil in GriccbeDland wlüirciid der TUrkenliciTscbart ist dnrgcstelll
[■liitilatioawelirift ran N. (i, Mosi'hobakcs, T6 iv 'JCllntlk Jij^itaiur ifirmtty ini
iof, Athen 1882. — Die rümiBuht Institution dee Koalcnbinats vvrful)^ bis lu
ibviu ihiTcb Baailios d«D M&kadonier uiid Leuii d«ii Philoaa{i|jiMi Puul M«yer,
bit dnkulMDnt, Leijizig 18!>5. — Ueber äas by^autimsdio ZusuliliiKsverfälireii
.teiMraiUt ('"•i'o'lilf) bandelt «ingob^nd Henry Monnier. F^tuÜM d« dtuil byiantin,
renw bi«t«riqiie io droit fruifais et etrangor Iß (1892) 125— 1Q4: d30-8Sa:
_: e»7-«72; 18 fl8W) 433-488: 19 (1895) 59-103. — V. SoltolUkij. U»bor
tckinr vnd dio Bodnutung dor Kpanagogo, Vis. Vr. 1 [1894} 17— M. inhaltnnngabc
'232 r
In wwii^loii und die vOtkerroubtliL'ben Gni!i<lBtitr.a und Ge|)llognnboitoR iliir
pr nnlOTMwlit. Rin<Mi uuf eekundlLrvu I^upIIvu Iju ruhenden L'elierblick gibt Krneil
b droit dcH ^«[lA dnus ls9 rapporta des AmbM i>t due UyKanlins, Revue de droit
fciMl et d0 l«gislalion compar«e 26 (Br<ucol]«s 1804) 461— 4'S7.
i Kirebenrecht: Fr. Maassen, Ooscblcbt« dur Qii«lleti und der Lltt«mtur dos
k«a R««Jits im Akendlando bis Enin Aosgango des Mittelallera. (irax, Paria, Turin.
1870. Ein ahnlirbea Werk fUr da« morgcnlandiBrbe Kircbenr«pbt ist iiocTi «in
Wunacb. — K. E. Zacharine von I.ingenthnl, Die grioe bisch en Nnmoksnonee,
I d« rAeud^mio jmpäriale do* Hcicnces de Saint- P^ter^bourg VII' s^rin, tomo 23
ir. 7, — K. F.. Znobariae von Lingenthal. Ueber den Vcrfasior und die
'in» (Pneudo-PIiuliiinischen) Nuniokanon in 14 Titeln. Mcinoires de TAcud. linp.
lc«a de Sainl-Pti'tvrsbuurg VII" fi<;rte. turne 32 (18^5) Nr. 16 — K. R. Zacbnriue
ig«Dtbal. Dl» Synopsia cauunani, Monatebvr. Huri. Ak. 1S8T 8. 1147—1103. —
'nfal, Ot eollectionicas nnibusdam iiirta Oraoounim canunici, TObingou 1827. —
bianiMb« On^ittgebimK dW din (iertrbtwInndverhalttiJMO dex Klorus behandelt
I. Zur 0«4rbicbte di's Clilntarinrhon Kdikt* von ßU, Mitleil. d, Institntef. Daterroicb.
laforacb.. Krglnmngsbdnd 3 (lNQ2j liGh 3>*4. llnhcr die kniioniirtiReben Arboilon
ttea Tgl. J. HergcnrSthf^r. Pbotiua 3 (IHßU) 92 IT. Kp. I.ambroo. ZwH Bo-
KtB nttd Krglniniigen zn RbiLlllB-PolIiH, B. Z. S |1S96). - M. Kranxnolcn. Die
d« kanmiNKben Codex der nioi-gi>nlfindi9t.'b«n Kirche, AriatenoB. Zonaiun und Bai-
Jfoekau 1692 (rUH.). Vgl. die lleitiprediung von P. Ueiobraxuv, Juura. Min.
888 AuKUit 8L 517— &34. — Einig« Bri«fL> dos BaUamun ud, E. Miller, Annunlru
E. 18 (IS84) 8-19. — .lobnnnea Dr.lsekc, JobanneB Zonaras' Cummentar lum
Imo Brief de« Grefi^rioa von NeocHesiuea. Zcitscbr. (. wiasensch. Thiiolo^e 37
16—260. " A. Pavlov, Zur Frage nbcr Ana ebrnnnloginvbo VerhnUm« (irnichen
1 nad Zcnara» all VMfi^om von Kommentaren tu den kicriilirbcn Rei;o1n, Jaum.
B Bd 803 Jannnr S. 172—199. — A. I'avIov, Dio kanoniscbcn Antworlnn dea
MatrofoHten vmi Herakteia. in ihivr uniurllnglichon Denlalt nnd in der Hpat^von
ms dnrclt Mattbacea BlasUn-B, Viz. Vr. 3 (ia9.-.) löU-176. Vgl. B. Z. 5, U9 f.
lvI«T. Die kanoniechen Antworten du« Niketun. Metropoliten von TbeMalouibe.
S 118») S78-- 887. Vgl. B. Z. 5, 249 f. - A. Pavtov, Wem gdiOren diu kaoo-
IntwertMi. als der«n Verfasser Jobannes. Bischuf von Kitrus. KilVf, Vii. Vr. )
I9-&02. Tgl. B. Z. 4. 99S t. ~ A. Pavlov, Eine 8v nodal veror&una des Patri-
URBie« über die Vorweigening ^inor Training dnrer. die oitie iweite Ene eingohon.
2 (IW.'.) 1^2—159. — A. Pnrlov. Der Synodalakt des Patriartihon von Kon-
I Mir.hael Anefaialo» vom Jnbre 1171 über don von allen lÜKrliilfcn abxulegendan
Kaiwr Mannol Komnenos und seinem neugeborenen Sobne Aloxios dio Treue
wollpn. nebal der Form des Sebwuree, Vir. Vr. 2 (1B05) 9BS-393. Vgl. R. Z.
D. KaiiA. Die Bedenlung dea Demetrius Cbomntianoa für dio Gründung
4«r •eTt>iM^hfln Autokephalkirebe. Dieia.. Jena D<'J3. Vgl. M. Reietar. B. 7..
181 f. — P. M. Drinor, Ueber einige Arbeiten des Demetrios Choinntinno« ala
I ItalerJal, Tis. Tr. 1 (1894) 319-840; 2 [189-'>) 1-23. Vgl. D, Z, 4, \i:>; b.
A. Hempherrstos. XauoanVuit- roi' i.y' niäKie, Jfliiov 4 (1893—1994) 309
[PwifcwiibitiiK des Codex Athen. 13T7), — N, Iljinakij. Das Syntagma des Mnt-
iMlirin. Moskau 1892. BoKproebnn von N. Zaoaerskii, Bogosl. vjpstnik 1893
lU— 161. — Ch. Papnioannn. Die Akten der sogenannlon letiton Synode in der
lik (i. J. 1450) und ihr hi«(ori«cher Wert, Vit. Vr. 2 (1895) 994-41.'i. - Konst.
jnn., Qnellea) und UandBchririen des orlliodoien Kiri^benrerbts, Cxemowitz ISÜÜ
Mir mit »m der Bwprecbung von P. 8yrku. Vis. Tr. 1 (1894) 214 -216. Iie-
Nikodcmos <Ullat>. Biaehof von Dalmatien, Die Kanones der ortliodox-
Briontiniiohe Litt«ratnrgmeG
e. L Proftusohe Litt«rfttar.
urientaliwhen Kirob« mit ErlIiul<yriingr.Mi. I. Bum), Nt^usaU ISdfi <»d)-) (Kftlufl«<wJ|
XU deu KanonsH ilor Apwiliil und der utl^o tu einen Kuozili(>a). — Ueber d«a bmU bMritfcwlM
Kirclicnrudit der Oricchen in der TDikei vgl. CliristoduloB HvIjvaadob, (i^/iifit
tf/iKor. Vol. I, Kpei 1^9 (mir iiDEnKSci glich). — Chry». ADttttiikdos. »t*kitfj im tw
Karr/nito« itixuimi tr/t ifiäo^aSov nretlolfE^f ixsiijtiiK. Chalko 1S93.
Zhinmitn, Kli«rocIit ättt oriantiUisi>h<;n Kircbo. Wüm 1853. — K. N. Bhall*«,
H«pi «nui-KaiQUiioean i^i tneliimtiiiiunjt ntfiovaiaf noiri rö ^xmor rn« ö(i9o^djar iif«i*-
Itx^i fxicl^tjatat, Alben lä&Ü (aber diui Vorbei der VerftUMeninc kircbliclieii ijtit«»). — Kia*
Verordnung Ober äin Wobl vianii Knprivatoni ed. M. J. GedeoD. Tenixär (air fi^^tu
nai/u ii>i( nir(<.-fiii>nif, B. Z. i (18tf5j ^Sl f. --' Ueber einige DeUÜB bei der PalmicbM*
nabl bandelt B- A. Myetakides, 'KxXey^ Km npi',I>'je(f oitosfurtxoti rtmffutffzor, trtl.
'Jl. U (1S94-189&} 8T1)-38Ü; »1)6-398. - Ueber die Bodeiitang d«r Titel .!>eoi^>
und ftiinof iaij;iur' bandeln Anthimos <Aloxudc*>, Uetropolit von Amwia, E.
Anvrny und M. Cedeon. A'raiaj-ov If^oftaiaia iniStti^r^it vom % Mni und 26. Sfpl.
Iä93. Auf dasselbe Tboma beaclicn sich xwoi Auftifttro ron Antb. AloxudoM wid Hi-
siliuH. Metropolit von Sinvmu, 'Kit«Ä. '.(i. 13 [Ie93j 236 -239: 277 f. Vgl. B. Z. S.
21Gf.; 4, 234.
S. EinfluBs des rOmiscb-griecbiaehen Reclits auf die orientttiattieB
VSlker: A. P, de Lügardo, Reliquiae iuris eccteeia»tici aatiquiwiinae, S Teil«, LeifOf
1956 (griechi«clio und syrisoh* Teita). — K, (<, Braus nnd Ed. Sacban, fljrinfb rnwiirhrii
fieohtobueh an* dem fünften Jahrhundert, hernnsgegeben, flbersottt und erUiit«ri. l'iipni
1880. — Sovvue I'acba, Klude sur k thöorio du droit musulmfln. IVemifre nartio. Vin*
1692. Der xweite Teil soll demnächst crsr.beiuou. Vgl. diu olngsbcudo Kritik d«A tzibm
TöUe« von Ign. Goldiilier. B. Z. 2llK93) 317-32Ö. — Leber deu Einflu« eiw» bjt»«-
tiniechen Permulurs auf die Kaaeung kupliiitber, jQdiscbur und griechiseb-MatiMbtr
Priv&turkundeD Ober RechtagescbSfte bandelt Ad. Merx, Documents de paUografUe b^
brniqne et iirabe, Leyde 1894, Kupilol V. — Zum vet gleichen d«a Studium dM Urkücta
Recbtoe enipfieblt ach für des Türkischen Hnkundige dflfi griaeliiseli* &asdbu«b ron ItilL
0. M. Knrnbokfru. KXui t^{ aw^aom "üSta/iayiK^c rofto^MliK, Kpal 1882.
4. Kinflusa des byiantinincheu Rocbta auf die Slaven: Wia Bo viele
Worke der byxuntinisclien Litti-mlur. gingen auch die OesctibUobct in AiKtlgMi and
(liUtionen tu den Slaven Über. lniiboHi»iilt.'re wurde das Kirchonrneht von de«
Volkern den griechischen Bekenn InisBi-B fast unvoründert angenommen. Aua der
Litt«[«tur, durch welche dieses Gvbiut auigeboUt worden iBt. kann hier nar Miiuea_._
vorgoboben werden: SlnTiscb*griecliisL'her Nomokanon mit dem bid jctit, unbvkanntaa M
gina] berausgegoben von A. Pavlev, Odeau 1S73 fruas). — A, Pavlo*. GoBettbOaUr.
Altruasiscbe Uebersotinng mit grieohiscbom Text u. a. w,. PetMsbo^ ISS& (nuaV Vgl
V. Jagij. Arcb. slnv. Thil. 9 (168G| 151 f. - A. Pnvlov. Cnediert«B DenkniBl ieanaä-
sehen Eirchonrecbts dea 13. Jiilirhunderte. Journ. Min. 1R90 Ud STl Okiober S. 27S— ÜQ.
— A. Pavlov, Scheinbare Spuren kenunistischen Kindusaea in den iÜt««ton I>eiilunilere Jm
sQdelnviachen und ruaeisclirn Ivirebenruebtfi, Moskau 1H92. — M. Oatrounov, EinleitoBfiB
doB urthudoxe Kirch eure chi. Churkuv 1893. Ueaprocbcn von N. ZaoiDrakij, B«|^lL
vjoAtuik 1894 Juni S. 4S9- 496 {mir miiiig Anglich). — K. NevoUn, Ueber die Sanuabal$H
und die wiaeenscbaftlicbo Boarbeilung der kircbliebeu Gesetxe in Oriecbenland ud &■•■ i
tand, im 0. Ddo seiner .Sämtlichen Werke', TeterBburg 1S60.
fl. Bf lanlinischna Rocht bei den RomSnen: Ueber die in den Jahn«
bis 181S toila in niniUnischer. teils in griecbiBOhor Sprache pnbtisierten GeeelxbOoher '
WklAoliei hnndelt K. I']. Zunhariao von r.ingentbnl, (loRchichte de« griocbiaoh'riiBiii
EUchU • (1«92) S. XVt— XN (Vorrede oiv xwoiten Auflage). — Nie. Blaremberg.
comporu nur loa inatilutioue, Ico lois et los moouts de ta Kuumaiüe dentüa Je« t«ai|M !■
Diu» reeul^ juwju'ii noa jeura, Bulcareat 1Ö86 (mir unzagUn glich). — J. LndiaUv Plf.
Les loiB Rouaiainea et leur connexit^ avec 1« droit Bvxaiitin et Slave. Buknro«t 1687. T(t
die Besprechung von Konat, Grot, Jonm. Min. 1887 Bd 2öi Nuv. & llt— 122.
t}. Dnrch Verniittelitng der italiachen Qrieoben wirkte dia bj'untiniM.bo Recht nrk
auf dio normanniache und italisch« Gesetsgshung: F. Brandileone, Vnamnmik
di legialazione nornianna o di ßiurispradenu bitantioa Qoll' Itdlk mcridiocial«. Atti Mk
K, Accademin dci Liocoi, Serie qnarta, voL 2, Primo SemoHtr* (188S) 280—384. —
Brandileone, II diritte biztmtino noU' Italia mpiidionalo dul Ü. nl 12, eecole, B(
1886. — V. La Mautia, Cenni alorioi »n li fonti dnl diritto greca-romiuM • la
e leggi doi re di Sicilia, Rom 1687. — F. Scbupfer. Romano LaoapoiM o F«d«flc9 __
pro|>osito della Hfatlftt^att, Atti deltn R. Aucedewia dci Linoei, Amra 287 (1890} Biftl
Junrtn. CUsse di Hrionie morali, sloricbo e filolugiche. Vol. 8, pwte 1*. Houorio (HmM
8»1| LM9-'J79 thandolt über dio wahrscheinlich i. J. 922 vertiffent lieht« Novvll» ilifl,,
n^aiifn^vtvs dos Romanos, wotcho in der tViedrich U zHgeaeliriebweii Lex Ober
Iti
dasi
•d Ipabolo (d.h. Jt^^^^^^^^^^f^^VConaidcmnani lopra Ana fmmmenti
:ti nel oodke Vatic«nd^HH|j|^HPiP|B di alorjs o ilirittu 7ÜH?<B) 24:) -'^70.
srhlipsst dich F. BrnDdTT«oBi>, JJiiöVi stiidi buI diritto binulino nell' Ituliumeri-
S(udi o (locunieuli Ji sturia c <lirilto 8 (ISST) 65 — 90.
7. [Ij-iBBtiniaehe» Krt^bt Ix-i ileo Georgiorn: Eine Samraliin^ byiantiiiisclior
te aas der Z«it IiPoiih d^i^ Pliilu«>>plioii und seiner SGlino AI^XAiidor iinÜ Koiisluuliii
I in dm leorifiscben Cod»x Wakiitanga VI anfgononmien. I>onolbo besteht
m TsiImi: der ent« onthKlt «ilio Auswahl der niosniai-lidn OotetKn, der zweit« di«
tock* Sanunlnng, itr dritte du> Armenische Rccbtslmch dca Mnkhilar Got. Vgl. M.
■•t, Joam. As. 3 (1^9) ITT IT. — M, Brasset. Notice siir un Nomacnnnn (iiftirgicn,
gM AaialiqaM 7, 113 ff. Der Kanon. Über äon Uroeact hier handelt, xoU vom hl.
yinioit «OB d«lll QrieobiiK'lien Qbi^rselzt wordou aeio. ~ Uoliifr Wukbtniit; vgl. M.
■et, Notice mr Iva Iroiit dtmicres tuiii<^(.>8 du rigne cl« Wuklitaug VI i>t sur Hun
iB CM RiMsi«, Batl«tin d« la classe des scieoces bist«ri<iiiii8, pliilologiquea et poiitiquoa
tcadteii« Id)|i. d« St-P«t(!r«boarg 3 (1846) 321 ff., 363 ff.
8. LkloiniHcbn Wörter in den griecbiaclien Bechtabücher n; Die tatetni-
t«>(;hat*«h«) .^usdrOfke dea rümiachen Bechta wurden auch in den griorhiachen
■•"tzuiiEiGn und Ilrarbeitungon grlbafcntMla beibehalten und konnten selbst in den
|i>D nicht ganx gcinis.il werden. Hieduroh orwvchsen für die (-riechisohen Tcilo dos
M^ in ienta die Kcnntnin dca fintpiniüchcn noi^h dem 6. Jubrbundfrrt bald »uf vin
g«nag;ea Haas burnbannk. vieUach« Schwierigkeiten: fahdie und achiere Deulunuiun
uverncidlicb. Zur Abhilfe wurden Vokabulare der latoiuiacheii Recbts-
rBeke al>c»fM8t Wir bcailzen solche jutidiaohe Glossen in Ealilreichen Hsa; lu einer
McfacMg ihrer Grarliiclite ani GenuJogi« iat noch niolit» geschoben, F'ine aus mehreroii
MsUtiiMte Sunmhinit natrber OIomoq «d. Car. I,«hb«eus. Cyrilli, Philoxeni nlio-
■ T«t*nim gloMBri*. Puris 1679 (im AnhHng). — Uobor die Intniniaehcn Kkmente
«ofihiloai Ant*ot«aor und in den Novellen vgl. .1. Psichari und C. Triantaphy I-
in: ^.taiea de philoTope ndo-erooque publidoä pnr Jean rsichori, I'nriN tSt)2 (— Uibl.
oak do Haut«« h^udes. it2- bunicul«) 8. 1$9— 277. — F.. KiiluJniaoki. .li^nt
MtJ in ein» filturt-u bulcariacb-BloveDiachen Ueberaetxung, Arch. hIuv. Plül. H (ISUSj
! (aaa «inen Lemberger Cud«x deti Syntagma das Klatthaeos BlaalureBl,
9. Zar Bibliograpfate; W«it«ro Spexiallitteratur, die hi«r nit^ht viiIlHlündig auf-
t ««rdan konate, findet man in den oben genannten Werken flbor die GMcbichte
grieebisclien Rechts von W. E. Rv^imbsch. K. K. ZachariftO von I>ingen-
P. KrSRier. AnMOrdcni vgl.: Ang, Kugelmnun, l'ebor die gelchrto BollrbDi■
~liKll■^9caMebffll Rochts mit oiner irnlirrsicht dnc neuesten l.itterntur, Ver-
lÜinfUhnuiK in daü Studium il«r byi: antin in nhen KruhtagesGLicIite, I'elenthurg
). - Ein vollstilndiges Vnncichöis der Arboilon von K. E. Zachariao von
:*nlba1 sab W. Kiacbor, Zaitsclirift der Snviguy-äliftung fDr Rechtsgeeohichte,
AbteO. le (1^5) 830-830.
2fi1>. HMUzin. Dio Haupt(|U«11o der Erkenntnis blieben in der Mediinn
6U
Byuuitiiiiielie Littonturgosohiolite. l. Proiaisvb« Litterktni.
und (iarfiteltcndvn Tlmtigkeit. Um dio Mitte den i. JHUrliiindcrbt vcns- '
atnlt45be Oribasios {'O^ißtMiof) oiuun |)arnphraatischoii Auszug aus im
filteren medirinischen Werken und legte dadurch den Grund zu joner kooi-
pilalorisohen und oxzcqnercnden Thätigkeit, die in der Folgezeit da«
we^ntlictie Kennzeichen der litterarischen Produktion in der UeüviiiMa»
scluift bildet. Um die Mittü des 6. JahHuindorts hat AStios (U<^io;) nu
Amidu in Mesopotfunien, der in Alcxaiidria »tudierto und spStcr kaiMf-
licher Leibarzt in Konstantinopel wnrdi>, ähnlich wie Oribasios in eUek-
tiaciier Weise die medizininohen Werke der Alten, besonders des Galen,
nicht ohne eigene Zuthat«n in einem uns erhaltenen Handbuclio vereinigt.
In derselben Zeit verfasKtu Alexander von Trallos (525—609 n, dr.)
eine zuHOinmcn fassende Darstellung der Pathologie in zwölf BQchem, die
eich durcrh eine recht eHreulicho Selbständigkeit de« Urteils den Lehree
der Alten gegenüber auszeichnet. Zu diesen drei groasen Sammetwecfcen
kommt im 7, Jahrhundert das medizinische Handbuch des l'anloe voa
Aogina. isia in der Hauptsache auf Oribasios beruht, aber luici ««tir
beachtonswtTto neue Gedanken, besonder« auf dem Qobiote der Chiruriti«
enthält. Das Werk des Paulos wurde schon früh ins Arabische und
aus dem Arabiwhen ins Lateinische tihersetül. Um dieselbe Zeit fcont-
pilicrte Theophilos, Protospathar unter Kaiser Heraktios, ein Werk llb«r
den Küipcrbau de» MonBchon (//»e» «';e toi- m-9fmnov tunaanttnl;) timl
eine Schriet itbor dius Fieber; weniger gesichert »iud zwei ihm zugct«ilU>
Schriften über den Urin und den Puls. Ein Schüler des Theophiloe war
HtephanoR aus Athen, der Kommentare zu Hippokrates und Galen, eine
Schrift über die Wirkung der Arzneimittel u. u. schrieb. Im 7. Jahr-
hundert vcrfasstc ein Johannes von Alexandria. der von Johanne« Pbik»-
pono» zu unterscheiden ist, Kommentare zu Hippokratos und Galen; er gennai
in der Folgezeit hohes Ausehen bei den Araheni. Auch Stephanos voi
Alexandria, der wohl mit dem Mathematiker Stfphanos von Ale:(anib
(». S. 621) identisch ist, kommentierte den Hippokratea und Galen.
In den nun folgenden dunkeln Jahrhunderten herrschte in der Ueilii
wie in den Übrigen Prornnwissensdinfton fast vollständige Unfnicht
Unter Kaiser Tboophiios vcrfasste der latrosopbist Leon eine Ä-»
fai^ixij. Vielleicht gehiSrt in diese Zeit auch der Mönch MolctioB,
dem Schriften über den Kttrperbuu des Menschen, tiber die Seele and
vier Elemente erhalten sind. Ein regere« Leben beginnt mit dem 10. Ja
hundert. Zuerst hat Kaiser Konstantin Porphyrogennetos wonij
zur Erhaltung der alten hoilwissenschaftlichen Litteratur beiget
dem er durch Theophanes Nonnos eine medirinisohe Enzyklof
aammenstellcn Hess, die vornehmlich auf Oribasios beruht, Viciloichl
stand in derselben Zeit auch ein Handbuch der Tierarxnoikunde.
S. 203 f. Bald darauf machten sieh arahiuche Einflassu in der griecU
sehen Heilwissenschaft geltend. Gegen da« Ende des 10. oder im
des folgenden Jahrhunderts entstand das in vielen lland»chrifteu
lieferte Work 'Bffüäta lov ü^joii^/iovrrof, das aus einem nicht viel 4H«f
BuchB des Abu Djafar Achmed bon Ibrahim übertragen i»t AI«
Setzer wird gewüliulich ein ProtüsekretarioB Konetantinos aus Bhe|tM
7. Fachwie«eDBCl>Afteti. Uedisin. (^ ^59)
615
lüen ein gewi^ecr Syiicsios genannt. D&i* arabische Uriginal selbst
l auf griechiHclien 'Dieorion, be)iK>nderä d<^uon dos Galun, i«t nbfr in
Kurmethode echt arabisch. Im U. Jalirhundort hat der Protovestarcb
Mngi^tcr öynieon Öoth (Sv/ittiiv S'}^), der durch seine Übersetzung
arabisrhon Fttrstenapiegels (K'alilah va Dimnah) als Hlchtiger Oi'ien-
t bekannt i»t, ein SclirifUlien Ober die Wirkungen der Nnlirungs-
lel (i/fpi tfiog-iäf ivrä/tnot) vcrfa^st. Kr vorzeichiivt hier die medi-
chen und diStetiscben Kräfte der Pflanzen, Früchte u. b. w. nach ßalen
biTichtet über einzelne neue, aus dem Orient eingeführte Mittel*
|a.-rd«.-m gehen unter dem Namen des Heth einige andere naturwissen-
RJiche Schriften vtie eine Svroilnf im- ^vamm; oino St>votfii( nuß
r, «ne Schrift IhQt XQ**"^ **"•' '>''?'"''''**>' o«>iiti%u)v u. 8, w. Doch be-
Va diese Sacheu noch strenger Sichtung, Wohl ütwas <«r als das
t de« Seih über die Wirkungen der Nahrungsmittel ist eine zweite
lolboD Gegenstände gewidmete Schrift, die unter dem Namen des
liaul I'Büllos überliefert i.st.
I Demotrios Popagoracno« (./yiijieiof i Utizayiaiitrti;) vorfatst« im
rage dea Kusers Michael \'in Pulaoologo» ein rocht verständiges Buch
die Podagra. Um dieselbe Zeit (Enile des i:). -lahrhunderts) schrieb
Aktuario.8 Nikolaos mit dem Keinamen Myrepsoa {/tvffif'öi d. h.
tnkoch) oino grosse 48 Kapitel umfassende Sammlung von KoEcpton.
t bei ihm xeigt »ich dur arabiuche Einfluss z. B. in dor Bonunnung
intnei mittel. Das Buch des Nikolao» übte grosson Einfius» auf die
diändische Medizin und behauptet« sich bis zum 17. .lahrhundert als
tajmter Codex pharmaceuticus der medizinischen Fakultät von Pari».
Uuter Kaiser Andrnnikos III (i;i2S— 1311) schrieb .lohnnncs, des
Wiati Sohn, gewüliulich Aktuarios [tiiifoväetvi; d, h. Hefarzt) genannt,
Ittdit gute» Handbuch der Mvdizin, in dem vi- da» System de« Golon
Srgibt , aber auch auf die Lehren der späteren griechischen und
beben Ärzte itücksicht nimmt und sogar selbständige Beobachtungen
Itchnet. Das Buch ist dem aus dem GeHchicht»werke des Kanta-
|108 bekannten Apokaukos, der später tirot^shorzog wurde (Trp rrn^»-
ifunji $^ '.i.toxuvxijf i^ Mal vcrt^ov XQ'jt"*^''fftvit fifyäX'i' rfoi'xj"), ge-
let. Ganz auf Galen beruht des -fohannes Schrift fUQt «'if^j'^tiic »al
ir top tf'PXtxov rtrn'/iaioi xal n"; xut' ai'ti' Sta{vr,i. Durch grosse
thriichkeit ist seine Schrift über den Urin (i/*e! ov^m-) ausgezeichnet.
Ocorgios ChoniateR {Vtiüeyioi ö Xii>viät\i), von dessen Person und
imir nichts bekannt ist, Uhorsi^tzte ein persisches Werk über Gegen-
1 ins Griwhische: 'Avtiimut ix ntt/aiag xo/nt/^ticm xetl t'ltXXtiria&tteat
\ tot' XauitTOf rof r'in()y{ov. Die Übersetzung steht z, B, im Cod.
ir. T. n. 14 ik 16. Ebondort die Schrift eines Isaak Taxeotes über
L'rin {tontix «fi'fon »Ol" Ta^fohov JtfßJ of'fcui).
Neben dieser zwar wenig selbständigen, aber doch von der alten
kiniHchen Wissenschaft lofrucbtetcn Littcratur entstanden im Mittel-
verschiedene populäru Heil- und Arzneibücher, die sogenannten latro-
iien {iatfftfaoyfa), Rezcptensammlungen u. s. w. Meist ist hier ein
r und getrübter Aufgiiss alter Lehren nnt allerlei abergläubischen
616
BjaBBtLDisdi« LiU«nitargwcbicht«. I. Prtm&i«oh« Idttoratnr.
In;^'oi1ioii7.ion, SympnMiicmitMii, Bi^sehwiiriing^formfln ti. h. w. untermiaclifl
KiiKt Sit^lituiig dioi4i.li' krau8«ii Litt«i'Atiir, die itiiiii ToÜ kultur- und spracM
. goscliicbtlicli recht inUrott^nnt ist, und oino zusainmenhftngende IMrstd-
lung ihrer EigentUiiili(;hkc>iten ist zur Zeit nicht iiiöjclich, da die meiBten
8tUcke noch unverftffeiitUfht im Staube der Bibliotheken ruhen. Der
Rtärkste Eindruck, den man aus der LektUre dieser BUchtein und Trak-
tfttohcm oiitpfSngt, ist der de» Mitleide« mit den (ieschl echtem, dvrui
Krankheiten nach noichen OnindttAtzcn und Itezepten behandelt wardOB.
Doeh uiag man :{um Tro»t annoliinen, daj^s es neben den ungobildetcii,
in wUtit«m Aberglauben b(.>fAugenon Kurpfuftchoni immer wiodur auch \ef
ständige und erfahrene Praktiker gab, die daa Studium der alt«>n TheorieD
mit Naturbpabachtung verbanden und durch ihre Behaodlungswetse weniger
ttlohtigen Kollegen und Adei)ten »um Vorbild dienten.
1. Auagdben:
A. (^umnilungcn; Pliyiiici ot modid (iraoci minorea od. Jul. Lud w. Idnlot. 'JtdII
UcHiu 1841— 4'.i (r(.ii.'he Sammlun): benannter «nd iinaovin«ir Schriden inpcliiiiiucb«a uo
vor wandt Uli Inhalte )tr(>sst(<iit'>ils aiu der ljyziLiitiuiBch<iii Zeit). — Anucilutik oiedic« oraMl'
o foild. mss es{)(isait F. Z. ErmeiTius. Lugduni Bataronun l&4i> <tiiir uaiuginglickl. —
Mom'Ii«s bymntinidrho Gut entbült auch dl« grusse ScholieiMamnilunK: ApolliMiii CitMna».
SlDiibani. I aliud ii, 'ni«i)|)hili, Meletii, DamiiBcii, loaanis. aliomm «cliaiU in HJMKicriUAin •!
4inl(innin vd. Frid, Kninb. Diolx, 2 Bdc, K&nigsborg 1834. — Di« DbriRon säraBlii»sn.
din lt. K. bei W. Kngrlmnnn, Bibtiolhocs scriplonim clnssiiroram I* (1880) 01 (. W-
ÜCiAliit «ind. iTnIbultnn (aist nur Werke der vorbyxualini sehen Zoit.
B. Spexialauegabnn mit don dnxu gclibrigon KioiaUi^hrirtiMi and üeberMfamagM:
1. Uebvr diu Ausgubun dus Üribusjoa, Aulios anil Aluxnnder von Tralla»
vgl. W. Cliiist, Guachicbte dur gnocliischcn Ltllvrmtur' S. 717, und U. Ua«Ber,
buch dtr Geacbichtu der Mi>diziu !■ (1»T5) ibS ff.
y. Eiii aucb fUr dio Goscbicbt» d«T griuchiaobeii Mediiiii iotereiaantoa D«tikiiial
die latuiniscb abgofasstu, dem FruDkaiiköniit Tbtndcrick it^widmete diltotiMlia Sab
des §riccbiscb«D Arxt«a Antbimoa. Ed. Val. Itosa. Anecdata graocia ti gTaecolalnw
(Berlin IS70] 41 -102.
3. I'huIds von Aogina: Dar Bricohiaehe Text dca ganicn Warka« mir VaMdia
152« und BbsoI V>3i. — Das 6. Buch gricchiech und rmnxOaiaeh: Ükinirpa da PM
d'i.gino. Texte grnc retriitui! otc. avoc truduction frun^iuse »to. par R«n4 Brian, Paria
ISbb. — AuaBerdcm niuhrrru latuiniacbc Uebergetxuugoii d«s ganun Werkes und (■*'
Eulaer BOdier, Vuraeicbuia duroulben bei Vi. Hoffinaun, Bibliognptüaolins Lciikoa itr
geeamtun Litt«ratnr der tiriecbeo 2. Aufl. 3 ilS4ä] 44 ff., und bei B. Iluvser a. * 0.
1* 1167-')) 465. — Eine englische tJcber>ietiung de« ganien Workee gab Fr Adaai*.
3 voll., London IK45 — 1847, — Vgl, Riid, Aug, Vog^l, l>e Tauli Aeginotae mentii in
medicinam iinpnmi»i)Uo cliinir^ain pr«lusio I et II. (t&ttlngen 17G&- — C. G. KObn, Crcer.
de addiluinuiitie quiliusdsni [|iine in Cod. ms Pauli Aeginotae a ScaÜgeio reporto fn«iBl.
nuin iid buius medici Bacrunduui editiunem ab ipso auntoro fnctiun ooncludi poaait, LeipUf
1828. - VgL E. IL F. Meyer. GesohichU der Botanik 2 liwa) 412-421.
4. Tbeupbilea Prutoa|)utharios; Mehrere alt« AuHgiibun und latotaiatihe reher
«etKungen iieiitit W, Euftmaun, BibÜogrnphisdiea Lexieon 2. Aufl. 8 (1^6) 523. — Bt^
xaiBartr^f liinguinov änotmänfiatu mid IUq'i did/ui^i^uiiciuf edd. A. Mustexydea ■! IX
SchioHa, 2t>Ua/r} OXtinifiäv aftKdinaf, llofl ^ — 4, Venedig 181$. — /Jcpi wfir lU.
IdoUr, n. n. 0. I (1^1) ^^1 --^^- - "'?' Aexaify/iiltnr ed. tdolar, ■. a. O. 1 rlSllh
S9T— 4iJK. — IIiqI t^t (DiT oVtfpu^irDf natasKtvijc fi/lXla «'. Da oorporia bumani Ul>rkt
libri V. Ed. (iuil. Alvx. Qreenhill, Onrard IK42 Imit Utoiniachar Uabaraottna^ Kun
mentar und Index verboruin). — 1'bouphili ProloRpathnhi ot ätephani AllMBiaaaia it
htirnn differentta ud. Dem. Sicurua. Flureu: 186'i (mir unxugänglicbl. — Waitan
ratur bot H. Uaeser, a. a. 0. 1' [I'ÜVö) 461 f,
6. StaphaooB von Athen; Koinnii»ntar lu Hippok»t«a DQd Qalen od. Fr R«
Diota, Apollonii Citiensis, Stephani etc. Scholia iu Hippooratem et Öaleuum 1 (1.
61 ff.. 2 (1S34) 23ti ff. - Ueber den irrin ed. Kusnemaker, Revo« d» phil»L 1 (184.^1 '
bis 438; &4ä— üÖIJ. - Ittiftirof ifiXoto</>ov /hlyiaic tt( tu itfayruatiMör xni 'l.-i^atfei
ed. A. Mai, Spicilagiam Romanum V (1841) 2, 1—160, — Dd febriua dtffafantia ti Si-
curus mit Tbvephilos (e. a.) - Ein StUck od. aua dam Cod. lUvo. 225 W. Stndamisd.
nagM:
ralla^j
i*iiwS~5
7. PscbwiaMDSobafteD. Hediiis. (g 2ö9)
617
ia; Dwnocralls pMta« mvUei frnjiniciilu 4(-!i>diL, Itidn;« Wl. für diu: WinttM^i^nrnntnr IPSS
b» IS89 S. 12-14. - Woiteie r.ltltratur Ui Hufüt-r. n- il ü, tv 102,
A>, Johannes ron Alexnndriu: V. Robo, luoa Koiaobildor und loaiin«ti Aloxftn-
driniM dor Antt, Hormea S (l^'l] 'iOÜ—'ilh. — Vgl. Hnener. o. n. 0. S. 4T4.
7. IH* Schrift daa Meletius I7rp( i^; loii är9(fU7iiiv xiari«*ev^i erachion luerat
ifl Moar UlMRiMbna DalMmtsang rou Niculnu» PetmiuB, Venedig I.'i33. — Dem gria-
cbiiwlittD T«xt «4lt«rt« nach drei Oxforiter Hsa J. A. Ciaiiier. Au. Üxon. 8 (1S36) t— la?.
— Vg;l. L llBebiDnnn, QaMstio d« Melalio Qra«co inedito eiusque Latin o int^rela Nie
Catrvio, Usctock 1S33. ~ Uohpr die Ilas dos Molatinii lianitolt Fr. RilacM, De Meictio
phymioge bravi* onunilio. in Kitechls Opuarula pliildlotfica 1 (1800) 6M -IQl: Nactttrag
8. 838^840. — A. Nftuck. Kritische Dcinfrkiiiignn, Rull. de l'Apadi^inifl Imp. dessaienoo«
d« Sl.-PötertUwirg 12 (laöS) 517 = Mälimgee Ür^to KoniBina .1 8. SO f. — Vgl. «ooh
FabrioiBS. Bibl. )cr. ud. UarL 9, 30.> f.
S. Dl» lj((«ntur ra Tlioopliane* Nonno*. don Hippiatrika und Michaol
pBallos B. S. 26t und 442. — Zu dun Hiiipintrikn vgl. j«Ut nach K. Oder, Vo llip|)ia-
thcoram radioa Caatftbri^onsi. Rhein. Mus. .'il (18110) S2— SO, und: AnoodoU Coli Übrig irimin,
OyviatmMprogr.. B«rbn 160$.
9. Abu Diafsr {^.(foAn lav nnoJiifinOrtot): Gedruckt ial. nur du» Ittieli. dn« Ubur
di« FiebM- bsad«it. E« ist i|;nochisch und 1u<«iaiach uut«r dum Niuiii<ii den SyiicHioH ediert
von SL UorDarit, Amsterdam 1749, -~ Eine diogulieudu Unltiinucliutig Qki>r das arabisdie
OnBinal aaA di« Kriocbischa und lRleini8cht> U«)>enieliciing ^ab Ch. Üar<>uibi>rg, Archives
im niaMOBB twientifiqaaa 2 (1851) 490— <^2T — Nnticos et «xtraits dds inaniiscrits in4di-
wmx. «te.. Paris 1K.S3 S. 63-100. — Vgl. UnssKr, n. a. 0, S. 486.
tO. SfinooD 8cth: Dio Sclirift De ulimnntnnim facultatibaa ed. grinHii^eti und la-
lafaiacli Gr. lijrrsldus. Purin 1538. ~ Ki). mit Intcinischer Uebersotinng und KommontHr
Marl. Buffilanui, I'aria 1656. — Kd. ll<>rnh. Lnngknvel, Uipug ixes. Uouli ist
dK> Atia)|al>c von llugdnnus durcb dio vuu Iiiuigkavel iiiclil UberflUaKig gcmanlit,. — ZvfUiüy
^itj-iaipor imi tfilUttiö^ov Xi;9 lor ',4>^inj>fiu; ifiXoooyiai! xni laiffitd cd. L. Idalot.
Pbjaici at nicdtd graeci minores 2 (1842) 283— 2bj.
Hilfamittel: C- Gottlob KUhn. Muxchi antiquilutcs, l'rogr., UipiuR 1S33 (Dber
Artikel ^««/ac b«i Symeun Svth), — Zur L'idit'rlicfurung vgl. Ch. Daremberf:.
bivoa Ana nüaBions snentißqu^a 3 fIS&l) 160—162 = NuticuB ut axtraita de» manu-
I mtidivaux «tc.. Paris 18&a 8. 48^50, und: Rubi'rt Furh«. ^iiueon fietli und der
Paria, ^raee. 288* a. XVJ. PhiWogun 53 (I?94> 449-4G4. — Vgl. E, H. F. M"V«r,
Gaacbicbt« iti Botanik 8 (]l^^6) S.5« -365, und ü. Haesor. a. a. 0. S. 4Tfl f. - Uobor
Ca Scbrift Jaa Psellos Ober die Nabrtingsmitlel vgl. E. II. F. Ueyer. Geecbicbte dor
BaUMfk 8 <IS&6)S50r.; S60.
tt. Kikntn* veraoataltete gogen das Knda den 11. Jahrhunderts eine obinirgiache
KaM|nUt»oo aus Schriften de« Hippokiatae, -Soronoa. Oalnnoi. Oribnäoa u. a. Ein Teil der
" Juaf "A Bach fin«T )'*lor«niini>r Us griechisRÜ und IntciniiiRh gedruukl: Oraecorum
libri, Sorani unuH du fraoturatuui siunia. Üribnnii duu de fractis «t luxatia, e
I Nioeta» ab autiiiuiiisiniu ot optiniu codioe Florenline descripti. coaversi et editi
ab Ant. Coeebio, Floreni ITM.
11. Im II. oder 12, Jahrhundert entstand ein alphabetiach geordnetes Anuaibuch,
haoJscbriftltch dem Pioekerides und .Sliiphnnos von Athen zugeteilt ist, in Wahrheit
f Wahl alocm f^ewinM^n ^tephnno» Magnetes (Stiqi'trot & Mnyrjiitjf) gehSrt. Ea ist
' lalainiseb ediert; Alphahntiim nmpiricum aivn Dioacoridis et Stephan! Athenieneis philu-
ei madicoTUm d<i renindüi «xpcrlja liber juxta alphabati ordinem digeatiis. Nunc
I Caaparo Vtiolphio Tigiirian mcdicn in Inlinnm lingunm ronvemua et in liioem
'nenn 1681. - Vgl. E. H. F. Meyer. UescI.ichtfi der Huliinik S (l»''fi) 865-379,
13. Demotrii Pepagomoni Über de poduin'a Kjiirce et taliae im 10. Bande der
Uucabe dsa Hippokrat«* von R- Churtivr. Paris 1670. - ürtivce et lutiue ed. >St, Der*
narJ. iMgi. Batar. 1743. — (J. ü. Kahn. Oper» mudiourum graecorutn, Additamentum
|TL Ithmg ISSO. — lieber die ervte Ausgabe dieses Budiea vgl. E. Leicrand. l}ibIiogr.
TWL 1 rl^) & CSIX f. und 2 (18e&) 897 f. — Ueber eine Schrift des Johannas Chumnoa
I tttr P>4affra vgl. S. 482 Aain. 8.
IL NikolaoB If jrepBOst Zuerst wurde ein« von Nicelaua Rhoginos im 14. Jshr-
i hnJati verfaBst« latamiauia tTeberaetniDg snaammen^arbeitet mit dem AnlJdntArium
I ArIm Nicolaa« Praepoaitne van Salemo nnd ediert von J. Agrieola Ammoniua.
Inf ridaitl IMI, ~ Kino getrone lateinisch« U»bcr9i>txung nnuh dem griechischen Original
w nat Laonh. Fach«, Bawil l.'i49. — Die nebnr^nUung von Fuchs ist wiedeHiull von
B. Staphaaos, Uadiran arti* priueipne, s. I. 1567: dann FrankTurt 162»: NUmberg 1058. --
~ Mcb uMdiartc griccbisob^^i^tohl i. U. in den Codd. Paria. 2149, 2237. 2238,
618
BfzanLüuBohe Litterfttorgeaclücht«, L FroHÜch» Utterfttar.
> simM
234.1. Bndl. l(nroc& 171. Athoii. U7S v. s. w. — Tgl. E. U. P. Uayer. G«aS3|
d*r UolÄiiik S (1856) 3S2-386. T|
I.S. Joliitnnan Aktunrioii; Dia SobrUt ütfi irt^ytiür mm n«r9wi- lof '^'T"'*
nftvfiaro! onchioii zvetut in I'oris 15>i~. — Kd. J. F. t'itcbor, LeipsiK 1774. — iüm
Sobnft Howi« iljm Blich ritpi otpwv und die «mUiii iwoi Bfldier d«r MiSoioi (unUr dra
Titel Htpi iftayriJaidu) ud. L. Idpler. PhjäiDi «t iii«<]toi graoei nborM t (1S*1)312— 3i*L
2 (1S4'2J a— luS; 353— 4(>3. — Zahli^icb« Uleiniedie Uv<berMl»uigeo uikI KtUiUeraip-
Bchrifteu 8. bei S. F, W. Horfmann, DibliograpbiscbM Uxicoii 2. Aufl. 2 (1889) IMi,
imd H. Raesor, a. a. 0. S. 483.
J6'. Kin«n «noiiyin«ii medilinisohiin Trnktnt ncbat einer Kotlittioii sam KanoB du
MuximciB Plnnudoa Dliar d»D Urin (a. n.) cd. Kobort Fuchs. Ancodota iniidlRB Ura««, BUb-
Miui.49(lSS4).S32— 5.^6;I^0(1895).>76-5»9. — EiD«6ge»iasonMagiatriaiioft(jrB}^*tewitf(|
Dupr^lrcoapt gogon dm Ausenti stellt im Cvd. Viadub. mod. gr. 45 fol. 74*. — Bnir
iiittHitt Vondiriflcn für dio oinüelnt'ii Munut« aiiid in Tieloo Uaa Ubcrlmfcrl. Klnca (MtHa
1'axt (lltgi füy iaidna ^tji'oic loO iriiivioip inoiaif At jfpija9«i ipo^niV Jct Jnr«iy wwi
Kni nnö nni'uii' än^xti^ai) ed. Fr. Boieatmade, An. gr. S (1S3I) 40S^~421. ^
2. Uilfainittel: _
A. Allgeintiine Werke: J. Fraind, HJatoire do la mädeoin* d^ui* OaUca
qn'nu comancemuut du seisittno aiicls. Premiere parUe contftnant laa natoun gi
f.cidon I7'J7. — Kurt Sprenjicl. Versucb einer prAfmatiackan Geeckielit« it* Aiitd'
kundü 3 (llnllo 1793) 170— '24»(. Von dieeetn Werke, in dem vomelunlicb die litteraneU
Seite berücksichtigt ist. erschien ^ne xweito Anflaga, Hall* 1801; Mn« drttt«, Hall« IStI
bia 26; «ndlich eine nicht zum Abachluas gobraohte riarto, mit Uoriditiciiiif;eii aad Xt-
»tlieii voraoben vun J. Reiteabaum. 1, Bd: Goscliicbte der Mediiin im Altevtan. 1> Abt,
Leipzig lK4e, -- Just, Fr. C. Hecker, Geschichte der Upilkiinde. 2 llde. Borlin ISJfi-l8I>.
Rmil laciisee, Dio Qosahioht« der Müdixin und iUier Uüfawiamitwclikftaa, S Ikiltt
IWliii 1840-1844. - C. A. Wuiidorlich. GeHvliichte der MedidB, Stuttgart 18&8 (■■-
mat-iechc Darslelluug). — Ch. Darotnberg, Bistoirc Am eciMcea m^iealeo, Paria 1870. —
Dunglison. Histury uf inedicine from tlie earlieel agaa to tli« oomnaanoeDaaBl o( tk«
19. Century arranged and editcd hv Richard D,, Philadelnhia 1172 (mir oniMgiHlid). -
Die innere (ioachichte der !ttcdizin berücksichtigt Tomebmlich das aU9gczeicbne(e Werk na
Ileiuricb llnoaer, Le<hrbuch dor Geschichte der Modidn und der epidemi^cIteD Kraat-
beiton. Dritte Denrbeitung. 3 BUDile, Jena 1(476— IS^t. — Spexioll den bjxnntiuiiwlMa KfÜ-
raimi boLriin dos Buch von A. Corlieu. lies müdeoina greoa depuis la mOTt de ßatiw
jiisiju'k U oliule de l'Einpire d'Orient (210—1403), Pnris 1885. — I'naohoiann. Ge-
sell teilte duH mudixiniücheu Uoterricbts von den ttlteeton Zeiten bia xtu Gegenwitt.
Leipzig 1889, Knglitiche Ueberaetiung (A hislory of modical edue«tioii n. a. wO "'"> ^
M. Hare. London 1891,
Eine AufiJlbliinR aller and byzantinischer Aende gab Fabrieine, BiW «t. IX 17
bis 456, Nnchtrlign dnzii von C. G. KOhn, Additamenta ad eloncbum mediooruni ttU-
rma etc.. 30 Speciminu. I.cipitig ist26 — 1^37. — .^uasordem dinonn xur OrieBtteniSg täta
die Bibltü)j;niplun und Biofrapiiie der Mediziner vornehmlich ivoi Werke: Ludwig Chea-
lant, Handbuch der Bllchorkiiodc- lllr die Bltero Mediiin, 2. Aufl., Lcipug KMI (S. I31-IH
Ubor die byEuntiniscIit'n Mediziner). — August Hirsch, UiogrBphiachoa I^xikoa d*r
bon'orrngendeu Aerzlo hIIlt Zeiten nnd Volker, C Bde. Wien und Leipiig 18^-18$^
B. Speitialsclirirtcn; Edward W. Jenka. Die OrnUkologte des AtUdaflM.
Dentscli bearbeitet von L. Kleinnrncbtor. Dontscbos Archiv mr Geackiolit» i«t Üediela
«nd medidnische Geographie 6 (1883) 41-55; 251-268. — Di« Schriften aher Amei-
künde beepricht einRehond K, H. F. Meyer, Geechicbte der Botanik 2 (18&5) S70— ttl;
3 (1656) 338 -3&0.
C. Zar Uoberliefernng: Ch. Daromberg, Noticos et extralt« d« umhmwIm
mädicaux groca et latjna dea principnlos bihliothiquea d'Ansleterre, Archive« daa DMtiMM
Boientifi<|uc!. 2 (1851) IIS-168: 409-434; 470 f.; 484 -Ö4>i; 8 (1852-1804) l—76w Mm
Abhandlungen, die mich innncbe Inedita enthalten, sind, mit veraoliiedonea Zoaltta« tti
VerboBaerunKcu und twei [ndicee ausgestattet, auch als eelbetSiidiges Buch eracMcm
Ch. Darein^erg, Noticea et extraila dea manusorita m^dicanx Kreca, latina et fnm^
des principule« bibliotliAqiies d'Enropa, l'* partio. Manuacrits Kree« d'Angloterre. Pirii
1853. Die nngekllndigle Fortsetzung dea Berichtes ist meines Wiascni nicht erachät— .
— Nach Unremborg hiit für die Kenntnis nnediortor medixtiiiacher Schriften und (Br di»
Anfliullung der h nc de eh rin liehen l'eb erlief erung edierter Werke d>a meiale der grieilwirfci
Ant G. A. Kuslomiris geihnn. Für nlles liier nicht «ufgefBhit« Detail DBon mtt miU
Kehaltreichen Abhnndtungen verwiesen werden; G. A. Coatomiria. Klüdw tmr ]*» 4cnb
mddtlB dos «noiens ra.5dccinH urocs. Rcv. doe *t. gr. 2 (1889) 84»- 888; 8 (18») 148- 1»!
i (18BI) 87—110; 5 (1ÜI92) 61-72.
7. FftohwiMeuBchaften. Sedixin. (g 239)
619
3. Mndiziniiichn Lohrgciilicht« waren seit Alter Zeit beliebt, AUeTlei phyeio-
l«gi(cli« und modixiiiiiicho <iodicbln antikoT Vorfa«eer. auch Btiorijrmo lalnka «<i. Busse-
■ aker iu der Snminliiiig dar .l'notaa bucolici «t didadici', t'tin«, Dittof' 1^03 S, 71 tf. —
ttcker Mt> mcdiziiiiMliM Poum dca I'hdIIo« vgl. S. 4-'i6. - NnchmnlH wurilen modiiiniitclie
wi« aadtfrc Ickrliafte Stotle in die Form von KirolionliodDrci gcbmcht. Kin kirchlicher
EuM Bbor <l«(i ITnn int unter d«n Niimcn dos Nikcplioro» momraydoH, Maxiinoit
Plaaitd«^ u. a.. ein Khhuh Über d«n Atlcrluss unter dem NauiMi dos tllominydea Qbnr-
tMtd. Ein di&l<>tiacheB Lohrgedicbt unter dvm Titel: 'Jaxiiiniaitaii' vj-itirti uofavyiX/ima,
it» Ltbrgeüohl dMPeelloa, einige DaturwiadenaalLaftlich« <Jedicbte d«) Manuel Pliiles,
Tara« 8b«r di« in iedein der iwOlf Uuoate lu beaclitende Dilt. deu Kanon d«s Maxi-
moa Planud«8 w*t den L'rin ii. a. ed. L. Idelar, Pbrsioi et inedici grnec;i niinorM,
3 llde. Berlin 1H41 1842. -- Vgl. Haoser, a. a. 0. S. 485. - Ein von dem Ürafeii
Geerg Snn(;iiinBtius dem Papste Ntcolan« V gowidmetes, in politiachen Versen ab*
lahantv* (lodicht Qbor die Körperteil» des McDscli<>n {'Oyofmaioi lür fitiair roi' vrApotnov)
»i. Cb. DArcmberg. Arcbivu.n den missions sciontiliiiuoa 3 (1&i2-'1854| 1—16; wieder-
IhM in dorn ohea iiliert«'n Bucbu: Neticoe et extrnits dos mss medicaux S. I'Ü^ISS. —
SnaatuiiiMrbe Lehritediobto medixiniBoben Inhalts ed. J. Godeen, llitf^oXoycor 'jraToJu^t
TMi Jabro 18''J. Kpel 1878 & 891-401 (mir unxugängllch),
4. Valg2r^riec)iiBcha Bearbeitungen undAuxxQgo dormediciniiicliun Werke
■ntdeD mit dem Kiuken der nntionaleii Bilduiig und mit der ErweileiunK der Kluft zwiaclien
Sduifl und Volkaeprache unentbelirliob. Der Hanplweit dieser PiLraplirasen in eiue ein-
hite», d«in VotkMdiom mehr oder weniger nalie stehende Sprache (»steht in dem apr&ch-
llltiilitlliliiiii bosonderii lexikalischen Hnterlnl. das sie enthalten, und das eine oder
MJP» KxempUr veTdienl« nun dlnonm Grunde wohl TorfUTentlicbt zu werden. Wer einen
Biuiff «on der MtNige und iii->clin(f«nhcit dieser Uticher hckoiiiinea will, brniiclit nur die
■MilRtivcli« Abteilung der griechischnu llss in der Pariser oder Wiener Bibliothek durch'
■lllinl 1 1 II Ein hoSüIh« 'l<ripiio6<fiar xomr steht E. B. iin Cad- Viudob. med. gr. 43
(HmmI) fol. 1 — S3. Einen Tollugrteohisclien Austug uua Molelius bewahrt der Cod. Vindob.
■aj. JET. &3 (Neaaal) foL 189—189, ein Inti/onätftt- {[) aus Hippokrat««, Oalen u. a. der
Ced. Panarm. Xlll._ C. S. ein gau vulgärus Ärtneibuuli der Ced. Bonon. Univ, 3684
(Im. Ilfnv fjT« i<> «^'li artiXirnt fiina) \\. a. w.
h. EfansarinoibOcher, RexeptenBsiumlangon, Sjrtnpathiemittol.BeechwD-
renfierormeln, Amnletle u. s. w. Von den votksniHssigi?n Bearbeitungen und Annügsn
4v Alten mediciBiscben Werke ist nur ein kltiiner i^chrilt KU den völlig freien, mit nllnrlni
frindMI, beeonden BberglAiibisrhen tlestond teilen unterminohtcn Kompllntionen, die nl"
BMiaaRBeibll«h^r und nU llilfnmittel unwissender KiirpfuncJicr dienten. Dem Liltornr-
kiitorikor bereitco dioitn Mncbwerko viel Acr^ernis. weil mim aio hHulig lur Kmufeblung
kcfftbnitsti h'nmen untcrgeechoboii hat. So findet man im Cod. Vindob, med. gr. 45
(Heawl) Fe). äS^74 eine elende KeiepleuBammlung unter dem Namen dea Blemmydea
(lae. Ofit nör«r tfitix^annv, Kanilriauti ti-igirc <'(ii»i.'). Im Cod. Pauerm, Xlli. C. 3
m. 190 IT ist eine Schrift Ober .Arzneimittel, in den Cudd, Bodl. Land, t'9 und Paris.
tXtt sin Traktat Ober Abfahruiiltel deon Johannes von Damaskos Engeteilt, Kine
M Rolle spielt in dieser upokryidieii l.ittomtur natürlich mich der Nnme des Psollos,
alle anS^Iichea latrika. RezeptenoHninilungcn n. e, w, xugnschrtebcn werden (eine
BKwytenw mm tung c B. tm Cod. t'anerm. IV. El. 8 und im Cod. Uonon. aniv. Sli'iS).
— niber« AnfiMklaM« aber die dem Blemm}-dcs EUgeteittcn mcdizinladicn fjRhrifton
(«. B*i«li otwo Anm. 3) gibt A. Heieenborg in seiner Ausgube des BlemmydcH, Leiptig lÜä&
S LXXXV-LXXXIX.
Mit den HausameibOcbem verbindet Mich die mannigfaltige KIcinlitterntur den medl-
niaelien Abenjilaubeae. dveeen Wurxeln vielfutli in die urientuluiLib-KriediLHchc Mvxtik des
ylli'fiH Allertmns inrtl^k reichen. Die kubbuliBtischo und soniitige ücciiltiiiti8c1ie t.itteratur
«ef bnantiniiichen /,i>it i^t noch wem« erfurdcbt. Pflr da« Studium ihrer Anlange empfehlen
■ek 4ae (rcfflirbe Bach von A. Dieterich, Abnixas. Leipzig 1801, und der gehaltreiobe
Aitikd Akerglanbn von Riesa in Paulys RealenzyklopSdie, neu horauageg. von Wissowa
1 (IM*) «9-M.
MiM Hnalersammlung iiahoimwissDn soll afl lieber f^cbrifton au» don Cobieten der
Wtiiliiiii. Ailrologie u. ■. w. enthnlten t. lt. die Codd, I'iiriiL gr. 2^16 a. Ih. Bonon.
Vniv. 3S32 u. a. Kabbalistische und unJero lloschwürunpsforiiiolu x. B. im Ced. Vindob.
IkeoL gr. S44 (Nessel) ful. '210. — Medizinische Bosch wflruu^ form ein und Gebete gegen
taetiiBOite Krankheiten wurdvn mit Vurliube berübuileu KirubuiivStem RUgeachriuben- Man
ladet t. 0. Exorxisnien fielen Knuiklieilrn. i;egcu den bCsen Blick, ^egen unrune Oeister
mU i>R«o BeMweDheit im Cod. Itudl. Barocc, S s. Iß fol, 1^^- '2Vi unter deu Namen
dv flu. Kjrprianoa, ßasilies. Epiphaniea. Qre^or ThaumalurKOH, Christo-
pkeree, Gregor ves NaiiaDS, JoliaDneaCbifaesteraea. — KineSohlüngenbeachwO'
620 ByEiLDtmiscliii Litt«r»tiirgMchfcht». I. FrouiBch* Litt«rftltLr.
L-rong und «itio K«dientnM uir IIiitilimnmnR Ae.r TcxlrMtmidu z,. B. im Cod. Vindoti thiol
ftOi fnl. 76 f. ItceohwOnin^on von [nHoktPD. KraiikluMli-n u. b. w. im Cod. Vindob, pbiL
gr. 17^ (N«W«I) fot. 29*— 81*. — AUptlci ubtriilUubiBolio medixiutecli« R«gelB ia vulglr
Sriuvliiachor Siirache ti. C. BarNinn. l'Vufiiiiciitum tnuiiicutn GtHf'CnRi, lnd«x BcMana
er UDiveivitBt Jmia für den Winter li>7!l-1874. Zur Kritik d«a Tm^m rgl. A. Ebet-
rhftrd. Bureiwu Jkhrcibor. Clb»r ilic Pori«chnttu der cJam. A ttortmatWM— Mcbnf ( Bd 2
^(1873) mit.
Amulvlto: AnhAnKael xum Scliutu g^son KnnklioitMi, bSM« BiMik u. *. w. (7»l«i-
i i^M«) trarnn seit alter Zort beli«bt. Im dirisllichen /oitallor lng«iii dicM IeImmh Dank-
I Beachlibcra vor Krunkbeiteo nod BoJiMang und vonohiodeaor Tiera «ri« LOwob. SdüufM.
I SkorpiuiioD. A. Sorlio-PoriKn;. Phylaol«« AUxandrin fudU« loB Apiataxis. Hanf d«
I «L gr. 4 118'.'!} 2H7 2t>ß. - U. SoblnmberKar, Amiik-tu« b^utfaiM anoieiuiaa daattste
I k combatlr« l«s mnlnflncB nt los innlitilius. K«vue dw dL gr. 6 (1892) 78—98, ufid : <^alfuM
[ monoiiKinl« byinntinii in<^Ilil.■^ «luuk-lteB, märMiu etc.. B. Z. 2 (1893) 187^191. Bcödt
[ Arbwtrn nind joixt wbderholl in äcl>luiiib«4f «ri M4Iuikm d'nrcb^olORi» bj'santiii«. PrMniM
f •«tri«. Pani l>^9!j a. 117-UO; 163-170. — Vgl. H. Sakolov, Apokrypbos Ualeral nr
KrkUruag d« AniuloUp, wolcho KfitMonntcliM (EocolabUlniclinn) goiuumt werden, Joon.
Mm. li*H-J bd 3ti3 Juni S. 339-368. Daxu hIb Kr^Uwinig V. V««ilj(.v»kij, L'ttm dit
Uillo, Ebenda & 8ü9 9TI.
6. Handle* InterMim bJaUt da« Rhidium de« VorliflJtniiBM, walebea daaCliriitea-
liim tur HpilwiMenaehaft einnahm, llOobHl berObint tiind di« xwei «hrinüicbna Atnto
KoamHs lind Damianoa, dio wckdii ihrer L'iK>ig;GnnBtEijckeit d««i buiaotnon di* ,(i*ld
Ionen* toi nVrfpjTpoi) orlii«Ilcn. L'elur di^oe und ander« «bm(U«b«a Aenle. ober d(a
(iubruuab dar Araii-'iinitU'l und der Nkbrunn tu altolirtsllicbor Zsät llMtd«lL trefllieh i.
Uantack, HucliiiuiaclicH huh dar lillv«t«u Kir^h«iiit(MoliichI(k, Mpnc 1892 (-= T«it« oad
Uol^muehiuiguo burau»u(<g(>bi.-u vuii O. v. Gebhardt und Ad. Haräad: IM 8 llrft Ai
7. Eine erliebbclio Itutle eiiidt« in der niitt«la)lcrlich<in UioloKia die allegoritok«
DentDDg. So mirdan suwobi bei der KntwirkirlunR di» Kmbr)o nl« boi d«rVerwoeiiii|| gfi««
l'age (der dritte^ aeant« und viorxignto l fllr bnnondom brduulond gobalUm und daraua aoeb t»
(rnwolinlicit erkitrt, nn dieunn Tngon di« Telonfeiar ubtubnllcn. Iliorauf U-mVbi xicb dir
auf Johannes I.vdoa Do monHJbuB iV 21 xurOckgahendo. in xhIiIIoiwii llnn und niiibivnD
Rezensionen, hAuhg nntor dem natOrticJi vordorbenen Nainun de« Pluloaophou SpUaiaa
DbcrliofiMle Traktat Ober die TotenreioTtage, di>r llf(ii ytrfytax muäfüitot aai tHr
((iiro Kai trrnra >«( rtoaitQaKtMta oder iliulich betitelt ist. Einm aolobcD Text ei. ooi
Cod. Vutic lä K. Ruhdo. AcU iiocietalia iihilnl. I.in». I (1872) 2a — Punn ed. tnn
Text auH Cod. Paris. bui>|iI' gr- C07 A M. Treu, Kioerpta anoDTini Bjuntiai. Praii..
OklBD ISSO 8. 41. - Endlich od. drei Boorbcitungen doa Trakuiaa auf Grund uUieidUr
Hm K. Kriimbarher, Studien lu dnn Legenden doa hl. Theodoaioa, SttiURgaber. btjer.
Ak. 1892 S. 341 -!l''i.'>. - Vgl. din Hr'merkuagnn von E. Kohde, SnJüin^c. Ada «ae.
pbilol. Lipa. h (1675) 303 IT., und K. Kurator. Juhna Jahrb. 113 (187«) 215 ff. - Zar
Ueburli«rerung: U. Vitelli, Do Kencrution« hoiniDie, 8(udi itaJ. dt G^eIegiB claMca Ü
U893] isa
8. Benennungen dcsArttea; Schon Palladios. der wahr«cbuinlicli d«m 5. Jahf
hiuidort an);ohOrt (vgl. H. HaoHor, Lehrbuch. ä*i Oeachicht« der Medizin I' I&6), trigt
den offenbar volhamlaaigen Hlel /«rpoeD^iiiTi/t, der uiaprilnglicli wolil d«n Mrtfl
dor Hediiin, anfiler aber einen gelehrten Ant Dborbaupt bnuicbn*t« und airb bta ia dfl
neuere Zeit erhalten bat. Eine andern flozoichnung iat aaroi-ii^ioc, e«n Wort, Am M
der b^antiniechvn Zeit den kaiiorlichon Ilofaril boxeiohnct. Weniger acbwetohalkal^
viullejoht umprnnglich apSttieoh gemeint, ist der Bdaamc ^upt^ac d. b, ^benkeck
Uan darf also dieae Boioiduinngen nicht, wie ea oft geeohehon iat, ale KamilieanaB«a
aufTaascn !
9. Physiognomik: An diesem der Mediiin verwandleu Gebiet«, daa w den enla
Jahrhunderten der Kaiseneil reichlich bearbeitet irurdr, linl die byianUniadi« littcntw
nur geringen Anteil. Bj'sanb'niscben Crspranga iat vidlleirht dnr Traktat, dvr ia oinia
Cod. Kiccnrdiflnas dnn Johannes Manropua xugotoill und nntar dieaani Naara *e
A, Muatoxydes, 2i'Uo/<; fUi^r. n'rcxcf. rmiiiitiiiv ^, Venedig 1818, adiert irordMi
Jet*l fludot man dinnon Trukliit mit d<tu uttvu physiognonuachea Sckriflea in dar '
liehen Ansgnbo von R. KOrstur. Soriptoreo pbyaiomomid Qtneet et Ldtini (S voll, ._
Bibl. Teubner. 1^!)3) vol. 2 S. 22^—232. Ebenda 8. 383— 8S! eine reiehballige Sauab
von Stallen pbvHJoiinumiBi^iien Inhalts aus der griech^chen wi laleiniaclien Litlcratar. —
Vgl. H. Uaener, De Bt^pbano Alexandrino. Bonn 1880 S, 15 f.
iiW. Mathematik aod Afitronomie (nebst Aatrologie und HimtilcV
In den Filctit-rn Her AriOmietik, Geometrie, Geodäsie und Astronoiniv mii4
d
7. FuibiriBa«iisflli«ft«ti. HaUcmätSt jujäjS^nom». (g 880) ßgl
die Byzantiner ©twa ei« halbes Jahrtausend lang fast völlig unfruchtbar
gewoeoQ. Erst in dor I'nhWogcnzc-it hogann t«ils durch don belohrciidon
Einflass persischer und arabischer Wissenschaft-, teils im Ztisainnienhango
mit dem allgemeinen Aufschwung dur WisDonuchofttin und des Studiums
der Alten auch auf diesem tJebieto sich neues Leben stu rege». Nach de«
grossen Arbeiten der Alexandriner Pappos (unter Diokletian), Diophantos
(rahrachetnlich um die Mitte des 4. Jahrhunderts) und Theon (um 380)
war oa zunScIuit die ueuplatouischc Schule zu Athen, wo dos Studium der
nuthematischen Wissenschaft wuitor gepflegt wurde. Der Schulvonitand
Proklos (410— -48r>) verfasste ausser zahlreichen plülosophisohon Schriften
auch Kommentare zu Euklid; Marines (Ende des T,. Jahrh.) schrieb eine
_ VofTcdo zu don Eulclidischeu Daten; Simplikios (Anfang des 6. Jahrh.)
^■riüftrte neben Aristoteles auch dun Euklid; endlich vcrfo^ste der Thilo-
^Dpb und Grammatiker Jobannes Philoponos einen Kommentar zur
AHthmetik des Nikomachos aus Gerasa. eine Schrift über daa Aätrolabun u. a.
Das fi. Jahrhundert hat auch mvei Männer hen-orge bracht, welche die
mathcmatischcu Studien praktisch verwerteten, die berilliniten Baumeister
der Sophienkirche Isidoros aus Milct und Anthemios von Trailer;
von dem letzteren haben wir Bruchstücke einer Schrift über die Hor-
stelluiig von Brennspiogeln. Ein Schüler des Isidoros war Eutokios
{EviÖMo^) von Askalou, der Kommentare zu verschiedenen Schriften dea
Archimodea und zu don Kegelschnitte» dee Apotlonios verfasste, in denen
er sich als floissigen Summier von weit ausgedehnter Belesenheit zeigt.
Etwa in diese Zeit gehört wohl auch Domninos von Larissa, von dem
wir ein Handbuch der Arithmetik besitzen. Der lebendige Zusonitnenhang
der alten Hchuliradition schliosst mit Stephanos von Alexandria, der
nnter Kaiser Heraklios als Lehrer und Schriftsteller thätig war. Er wird
in don Handschriften gewöhnlich als Philosoph und öffentlicher Professor
bezuichnet {yiiöao^oi, auch /tt'yag ^ii.naoqof und olxovfitrixöi oder ita&oXixt-g
iiiaatiaXoi;) und war also wie Chooroboskos, der gleichfalls (iixovfintitiit
iiSäatuiiog livisst, Professor an der von Thcodosios 11 im .lalire 42rj i«
Kooataiitiuopel begründeten Universität Er las über Piaton und Aristjiteles
tmd über die Fächer der Oeometrie, Arithmetik, A.ttronomie und Musik.
Wir beeitzen von .Stophanos eine« Kommentar zu Ariütuteles ßtpi if/^i^niag
tt&d eine astronomiacho Schrift: Jiaoäfi^iTig ^^ mxtiiav inoJtiYfiäiiav «ijs
M» np«2(/(pwr xRroi-fa»> fqödov ro7 @«'wi'o;. SpUt«r haben sich allerlei
A|iokfypba an den berühmten Namen des Stephanos geheftet, wie cino
Schrift über Alchemie und ein Weissagungsbuch [UnoTdurnaiixt] rtf/ay-
Ipttttiu), das Prophezeiungen über Mohanied und die Zukunft des Islams
«itUlt und wahrscheinlich um das Jahr 775 abgefasst worden ist.
Vom 7. bis zum 13. Jahrhundert ist aus der Geschichte der mathe-
fflttiaclieD Disziplinen bei den Byzantinern wenig Erfreuliches zu berichten.
A» dem 7. und 8. Jahrhundert stammt ein interessanter Papyrus, das
Beehenbach von Achmim, da» fUr die Kenntnis der arithmetischen
Praxis der OHechon von Wichtigkeit ist. Den ersten AuKtoss zur Neu-
beltbong der mathematischen Studie« gab Leon mit dem Beinamen o yiiö-
«»•( oder « ita&t^iiaiixöf, der anter Kaiser Theophilos (829-- 042) in der
Br<aatiniMb« LitterahirgMcbicht«. t. PrwftbKb« LttUntar.
Kirclie der viomg Mftrtyrer {tflentliche Vortrag« bieU. Bpätu* HelM^^|
von Thtwöaloniko. eiidlicli Vorstand der unter Kaiser Michael III diBt^
den Caesar Boi'das crriclilotoii Univeri^iUlt wurde und an derselben Philo-
sophie lehrte. Er lebte noch unter Kaiser Basilio» I (867—886). Ei«
Vorlegung des Leon aber Euklid scheint Arethas (s. S. 524) geltQrt n
haben, wie sich au8 einer Bemerkung in dem i. J. 888 fUr Aretboji ge-
schriebenen (^odex Bodleianiis des Euklid achliessen l&sst.
Zu einer wirklich fhichtboren NcubogrOndung der Diatbematiscbcii
Studien ist es jcdocli damals nicht gekommen, und auch bei Leon selbst
scheint die rein wiBHenstliaftliche Tliätigkeit nicht frei von astmkigisctiw
und magischer PhaiitastJk geblieben zu sein. Und so ist denn atu dMi
folgenden Jahrhunderte nichts zu nennen, ala die um das Jahr £^38 ant-
6tandciti> geodätische Abhandlung des sogenannten Heron des Jüngern,
der richtiger als der .ungenannte Peldm«B(ier von Byzanz* bezeichnel
wird. Im 11. Jahrhundort kompilierte Michael Paelloa sein benlich
unbedeutendes Buch Ober die Wer mathematischen Disziplinen. Neck
schwächer ist des Psellos astronomiRche Schrift //*pi t»;< xit-r^fftwc r«
X^itii', liüi' xvxXtoi- rov ijXlov «m ri)$ afXtjVt}^, iijf fKlfitfitutf avrmv Kei
tijg tav ttiiex" fi'^ijaung {im Cod. Vindob. phil. gr. 190). Im !2. Jahi^
hundert hat Kaisur Manuel die astronomischon Studien bogOnstigt: doch
»ehüiiit ihn porsUnlieh mimelHt die astrologiBohe Seite angezoguu zu habvn;
B. u. Über astronomische Schriften des Tzetzes vgl. S. &3ä C
Erst unter den l'aläologen begann, zunfichst durch orientalische
Arbeiten angeregt, eiiio friichtbiii'i?re Thätigkoit auf den Gebieten iler
Mathematik und Astronomie. Wir beobachten hivr einee der moricwQrdigstni
Beispiele litterarisclier Rückwanderung, Die Grieehen haben in dieser Z«il
thatsächhch die Weisheit ihrer eigenen Vorfahren erst durch aiabiMb-
peraiBche Vermittelung wieder kennen gelernt. Die MtytiXr^ arvxa^ n'(
wjfqovv(t{ai wirkte in der orientalischen Oustalt dei« Alniagest auf dir
Neubildung der astronomischen Studien bei den Grit^ehen. Direkte Qnellf
der geistigen Anleihe war jedoch nicht Arabien, sondoni Persion. Ofg**
Endo des VA. Jahrhunderts wurden die Griechen mit der persischen Astro-
nomie bekannt. Im Jahre 1332 verfȊstc ein unbekannter Mann eine
ohische Bearbeitung eines perunchen aslronomischcn Werkes des Schal
ealdin von Bukhnra (griechisch zu 2ffji(t/' Mnovx'ifr^ verballhornt),
uns in dem wertvollen Codex Laur. 28, 17 aufbewahrt ist. Grosso Ve
dienste um die Vermittelung persischer Wissenschaft erwarb steh der
Konstantinopel gebürtige Arzt Grcgorios Cbiuniedcs (/Vi/^pKic «
%tä4i,i), der im 13. Jahrhundert oder im Anfange de» 14. Jalirhund
am Kaiöorhofe von Trapezunt lebte, von dort aus Porsicn bereiste, penä«
Bücher erwarb und sich die per.'»isrhe Sprache aneignete. Über fei«
dos Chioniadc.'* a. S. 478 Anm. 4. Mit HiU'o der von (Ihioniadea goMumoaltM
BUeher hat später Manuel, ein sonst unbekannter tieintlicher aus Trapennt,
den Arzt Ueorgios Chrysokokkea (ftiö^yia? ( X^vaoKÖxm^i) in di(
persische Weisheit eingeführt. So ent«tand im Jahre 1340 das Werk:
Tnv ao^'Wttitav lujqov xvpov Fno^ylov «er X(tvffoxöxjti^ 'f";/'^'? <*S "i*
7. PkcbwiBaeDscfaftften. Uathematik und Astronomie. fS 360)
623
WJiateamfji: Bald nach Chr>'sokflkk«fl hat ein Mßnch Isaak Argyros
■ f/fiMix (i Upr*'9^) mehrere ebenfalls auf persispheu Arboitü» beruhende
I litroDomuichc Schriften verfa8.st wto eine Ila^üäottiz »ig tovi Ihfuixoi'i
mjifox*'Q'"V Ktti-iJiw? iljg äat^orofiiag, eine If^ay/tain'a rt'iov xavovdar avvo-
Umr tf x(ä natvtXt'naxüiv, eine Anleitung zur Herstelinng einet« Asf.ro-
BllnD, Sdiolien zu IHolemaeos und Euklid u. a. (.Varia (.'ollectanea potÜim,
■cigic« ei aRtronomica* z. B. im Cod. Vindob. phil. 247). Teils auf pcrsisolier
Bnindlage, ieWa auf ItAlemaeea beruht, äaa umfangreichste und golchrtcst«
ftttronomiächt) Wvrk der by^anünii^chca Zeit, die 'Afft^oraiuxtl i^ißißloi
Hb* Theodoros Melitoniotef» {&ntdutqoi ö yifhtrivmt\c). Wie wir aus
nr Cbentchrift des Workos erfahren, wai- Meliteniotea nifcg caKtXlngtot,
mkiaifxajMi jür ^liltoxdlwv rijf tiptatmifi ror* itcov ftrytiitfi ixxXi^aiaq und
■b)|id(ftxuto;. Üb«r seine Zeit bemerkt Leo Allatius ohne Angabe einer
Hotlli-, dasH er uni 1361 gelebt habe. Die pereischon Werke, die Meli-
Bnuütwi benutzte, kaiint« er nur durch Übcräotzungen. Don Itolcninoos
nod den Theon benützte er im Original. So waren die Oriechon unter
HUhning der i'cnter wieder zu ihren alten WissensqucUen gelttugt und
^darch erklärt eich auch da» flberraschend schnelle und plötzliche Auf-
BtnB der por^iscbcn Einfli'i^se, Die Blüte des .Stndiums der persiachen
KtilroDOmte bei den Byziintini<rn unifasst nur etwa 20 Jahre (etwa 1340
Bh 1360). Der schnelle Niedergang \'orriit sich auch in der Zahl der
Duibchriftcn. Von Georgios Chrj'sokokkos haben wir viele Exemplare,
■n Isaak Arg>'ros nur wenige, von Theodore» Metiteniotes nur ein voll-
■■ndiges (Ood. Vatic. 1059).
V Schon vor Meliteniotoä hatten oinitolue Byzantiner auf die griechische»
Wigitialijuelleii selbst zurückgegriffen. Thoodoros Metoeliitcs (vgl.
R 5$2) stiidierle den Kuklid, Ftoletnaeoa, Nikomachos, Apullanios von
nrge u. a. und verfasste ein astronomisches Werk: Xtoixtiwatg im t^
pn(»ro/um] Jmcir^fttj, Aan i. B. die Codd. Marc. 329 und 330 aufbewahren.
*UB Hetodiitoe wurd» der grosse Polyhistor Nikcphoros Oregoras in
*l)p WiaMDscbalt der Astronomie eingeführt: er wirkte mit Eifer ftlr die
Twbnitang aatronomischer Kenntnisse und für die BoBeitigung des Miss-
(nmcui, das der Klerus, wenn nicht die Kirche selbst, infolge der atitro-
bgMchen Irrtümer auch den astronomischen Studien entgegenbrachte. Wir
küwii von Oregoras Schriften über die Herstellung und Behandlung des
A*trolabon, die noch auf ihr Verhältnis zu der dem gleichen Uegenataude
gnridmeUin Abhandlung des Isuak Argyros unturiiucht wei-don mtlBsen,
mta EmpfehlnngHbrief fllr die Astronomie, der einem astronomischen
Werke de» Thoodorus Metochite» als Vorrede diente {//püf töv niyav Aoj-fl-
Üttt^v tnv afjy^tf^la %tfi ßißXov, Ilit^axXijUxt] ntqi tiatiiorofiiac), eine Ver-
(etdiguug gegen die Feinde der Astronoimo ("("V *'>" i'^nv, //«?' nÖi-
tjifiianmr nji» cnnforo,«/«!-) und Schriften über die Vei-bossoning dw
Zettrecfanung. Seine praktiachen Vorschläge zur Kalendeiroform wurden
Uüu nicht aoageführt. Vgl. S. 294. Ähnlidi wie Gregoraa hat auch
Nikolaos Kabasilati aus Ftolomaeos selbst geschupft und ihn auch kom-
ineotiert.
Oleicbzeitig hatten auch die rein mathematischen Studien einen neuen
624
Byeuititilaolie Utterfttnrgesclilctit«. L Prosaiache Lütentnr.
L AnAA "
Aufschwung genommen. Mftximos Planudea verfasste (vor 1310) enaa
Kommentar zu den ersten BUclieru <tcs Diopbantoe und ein Reclicobocl
nacli indiiicher Methode {Vr^^o^ogia xat' Virfotv r' Xf^an^vi; ptfälrH,
welchem zum ersten male auf byzantinischem Hoden das Zahlzeichen Si
{t^f^Qf) ur»cbi-int. Etwa« spKter »cliriob Manuel Mo^uhopulo»
Traktat über die magt»chon Quadrate, dessen Quellen bisher nicht
funden worden sind. Etwa gletchneitig vorfassto Nikolaos Ithabd
von 8myrna mit dem Beinamen Artabasdos (XixöXaot 'AQtäßaaioi
'Faßdä^) «inen Brief Über Arithmetik und eine Abhandlung über
Fingprrechnen (Ex^^aat^ ror Saxtviixov ftit^ov). Der calabreriieche M<
Barlaam schrieb ein Rechenbuch i^oyivtix^) in sochs BüL-bcm; über teil
sonstigen Schriften a. S. lÜÜ ff. Ana dem Ende des 14. und der ei
HiÜfte des 15. Jahrhunderto ist von matbematisch-afttronomischeu Si
der Byzantiner nicht» Wichtiges mehr zu bericht«n. Dass dies«
abor lubbaft fortgesetzt wurden, bowoitiün dio zahlreichen Handschrii
alter und byzantiniHcher Mathematiker und Astronomen, die in
Zettraum entstanden sind.
I. ÄUHgabon:
A. Ssrnmliingeii: Einige bvEaiitiuiaohö äclirifUa aatronomUchftn lahalla wieTbti'
doroB QazcB De tnenBJbua, UaHK ArgyroB Computua u. a- eothAll di* fcrooM SbiU'
lang des UionyaiuB Petnviua, Vrauologiou aivo syslema varionun autlioniis qoi
Bphnent ae ."«idoribus eanimiuc motibus gra«ce coinin«nUK sunt, Paris 1630. — U. Tfc
Tenot. Mutlietiialicurum vcterum eto. ojiera, l'nnB lG9!t (onthiüt fwt nur TorbjiutiBi
Werke). — Em« äiuiualung der byznntininchon Mathematiker exiitinrt nicht.
II. ä)ieiiuluusgabcn mit den duxu gehSrieen Hilfaniillelo:
1. Scliriften liva h.—"!. JnhrLuuderts: Proklos Kommanliu «um 1. Kuckt
«uklidischen Elonioiit«: Kd. jir. GrvDueus mit Euklid, Basel Ibi'i. — Ed. 0. FfiadUii
L«i[>dg 187H, ITober Sclinlivn im PrukloB xu den fi>1gutid#ii IJncli«ni d«a BaUid;
Wachsmutli, llandncliriftlicliei Notizen Qbor den Cümiu«utiir d«s Pioclns m 4m ~
mentcn dea Euklide», Khnin. Mus, It- (ISC3) 182-135. — Hultsch. Za Prokla*
MiUL 13 nstH) 450 -45.3. — ,1. H. Knorhe und F. J. Mllrk»r. Ki Prodi Saceiwirii 1
KuclidiH clemouta coinmontariis deünitionis ■[Uartati eipositionom nto.. Gvmiumlp
Uvrr«rd 1S56. — J. H. Knoche. Untersuchungen Tilier dca I'rnduii Diadocho* T
lU Euklida £1em«nten, Gymnasial progr., Herford 1S63. — J. 11. Knoolm. UnUii
Öbor di» iieuRurgL'fuudoiien Scbolien des Produa Dindodius xa Euclid» Elomenl«n. Gj
nasialpregr.. Herford 1865. — Th. H. Martin. Prodi Diadochi in Tirimum Evdidii «h
menterum libnini commaDtarli, BuUetina di bibliografia e sturin deil« scietiM fiiiehii
matom. 7 (1874) 145—151. ~ B. Budncuuipagni. Inlomo al commeat« di Prcda ri
primo libro dcgli elementi di Eadid«, Ilulletiiiu di bib)io|;ra£a « st«na dell« adaBU (dit
e mntom. 7 (KS74) 152-185. - C. Waclisinatb, Ueber die haaibdirimielia U«MM)>
runE van Prokloa Conimentar zu Enktida Rlcment^n, Rbein. Vm. 29 (1874) S17— I
— L, Majer, Proklos übor die Pclila und Axiomsta bei Euklid. Gj'BinaMalprogr,
biegen 1875.
Johann*H Philuponus: Die Schrift Über daii Antrotabon ed. U. Uaa«, Rha
jua. 6 (1S89| 127 — 171. Uaiu VerboBacrimgen von P. Taunery, Nutea cnUqnM :
4 de raatrotabe de Philuuon. Hcvue de plulolo^ic 12 (1888) 6U— 72. — Dem Koai
ersUn und iwoiten Buche des Nikomiiohos von Geraaa ed. Rieh. Boehe, f
tamng 1864. Iterlin 1@1T. V^l. die Uesprechunf: des 2. Htfles von Friadlein,
r. Oasoh. der Mntli«niatik, Ableitung: l.ittorutum-ilmig 12 |1807} 86— 8&
Anthomioa von Trnlles tib^r die Br«nnspieg«l: Ed. A. WcatartBaan,
ioSeyffti^oi, Braun.ichwoig 1H39 S. 149—158. - Ein Danas Pngmont gab Ch. Ualger.
neue« Fr»); inen tum Matbomaticuin Bobicnoe. Ilormas 18 (ISSl) 2S1— B&i. — C. Wacll
mntli-M, Cantor, Heber da-i neue Frngmentum Matheinalicum Bobieoao, llenaea |(
(I8K1| 8,17 14-2. — J. L. Heiborg, Zum Kragmontum mathematicum BobJMia«, ZaitMkb
f. Math. a. Physik, Hiat.-littt-nu-. Abldl. üB (18»3) 121-129.
EulokioB: Den Kommentar zu Aroliimed«a ed. J. L Uaiherg. Arohimadia OMM
omnia cum commenUiriis Kutocit. 8 Bde. I.oipxis, Bibl. Taubu. 1880-1831. — Dm Km-
meutariu Apotlunioa «d. J. L. Ueibbri;, Apol^nÜ P«rgaei qua« gracuu exatanl 2 (Lc^
7. Fu:fairiu*a»cbaft«D. KAtbeuattk nnd Astronomlo. (% 3ßO)
625
WS) laS tr.: obeiidn R iV ff. MilUilnng«!) flb..r di» Ha*. - Vgl. .t. L. ilnibcr):. irobor
tttokii«, Jahii» Jahrti. äupjilbmaolli. U (ISSO) 357—384. - l*uuj Tunnory. Kulociiu ot
« oMl«mporl^ll^ Biiil«b>i du mIwcm mnthäimtiqti««, 11" tii^nc S (IHcM] 3IÖ-329 (T.
MBU, Kut«ki«« aei B{i«t«flten8 gegea 460 geboren, und leiw^iruft ili« Nucliriobl, er sei
Cr des iN^iirw ^ewM«n).
Domninos: El« KinJeitnng in di« Arithmetilc ed. Fr. Boissonad«. An. gt. 4 (1882)
9. ~ Paal T*nn*ry, Üomninos deLnriBU. Bulletin des seien cos mntÄ^mntiqties,
ftM« K{]8S4| 288-29B.
■ Slephanon von Alexandrio: flauplschrift : H. Usener, Do SUphnno AJaxan*
m B«as IStH).
H ^. Sekriftea des 6. —13. Jalitliiinderta: Dns Rechenbuch von Acbntlm:
Hlitlot. I« pBfiynu malh^iuntique d'Akhiiilm, M^moiree pubIii.>B par lee niomhrrji do In
BiM vchikil. fr«iM;«iHp au Clire suu» la direi'tioii de M. V. Uoiirinnt. tumo IX, (mtc. I.
Uia 1B92. Hin wird ein im l.—S. Jnbrh. n. Clir, g«echrj ebene« liuctienbuch boRtrQclion,
■■ MD QUed bildet io der langen K»tte der aritlinielieohen Praxis von dem nin 1700 r. Chr.
)pttUttB BeeliMibu«h des Scbrtiiber« Ahmes (Papyrus Rind) bis auf die uu 1340 in Kpol
MCfcrilbMMi, v«n P. Tmoniy. Not. et extr. S% 1 (]x»6) 130 IT.. hcraiisK^itebetien Briefs
llNilE*U«B RhabdaK von t^myrnn. Vgl, die Besproebnngcn vnn Kr. lliillsch. Elerl.
dd. WodiMwchr. 14 (1K94] lSäT--1331. und M. Cantor, Kritxobr. f. Matliematik nnd
hjfili. llialotiMh-lillMariiKihc Abteilung 38 (1893) 81—87.
,ilaran der JUni:e(u': L>t<n griochisoben Text mit ober frnnxDsiBohon ü«ber-
taug ed. Vincent. Not. et »ti. 19 (1868J 2 S. 348 -415. - Vgl. Th. H. Martin.
■nr U vie «t tt« ouvragee d'H^ron d'AleKiindrie, in: Mäuiuiros präeentäs pur
iri* I, Pari« 1854.
■n uraDls jt raeadäni* d«a inscriptions et bellos lottrea. S^ri«
B Leon PbilosopheBi J. L. Heiborg, Der byiajitinisclie Malhematiker Leon. Biblio-
Bm UallMmatica. Nen« Tolge 1 (Storkholni 1887) 33-86. Dnwclho etwas ausRlhrlicIier
idkiKber Sprachn in: Ovom. ovor d. K. D. Vindonsk. 8elak. Forh. 1887 S. 88—92.
Parllon: Tiir »«pi api8^i;iij(ij( ai'yinl'ic. er^phien ta Paris 153S. — P, Tannerj,
hIm aur Diopbanto, /«itaclir. f. Uothem. und Physik. Hislor.-Iiler. Abteil. 38 (1893)
B 3. Behrirten dea 14. (und 15'?| Jahrhunderts: Thoodoros Metochites: Das
ftlHa nejner Aationomie. in welchem Melueliitoe Über seiuuii ätudiengnn^ berichtnt,
L K. H. Sathas, J*m. fii/tX. 1 (1872) nt - (im'. Ebenda piit'—Qit/ das InliiiKsvoraricbiii»
n ■trononiiBcbeo Werkes. — Vgl. J. L. ileiherg, Apoltunit Per^tnei quuc grnuvu ux*
vlX(IÖ»8) LXVIlIff. - Fr. Doli. Studien tu Claudius Ptoleraadus. Jahns Jahrb.
•mMtb. 21 (18^41 ^4r.
Tbeodores Mditoniotee: Vorred« und Anfang seinnr 'J^tQoi-oftixij iflfijlXoi od.
1«. Patrol, gr, MI>. 9S» 1001. ~ Uebor seine theologischen Schriften vgl, 8. 13&
Anm. 2.
Barlaaniii Keebenbucb ist 1600 mit einer lAteinischon Ceborselinng gedmrkt
Jen (mir untug&n^lich). — P, Tnnnery. Lb aebalie du moine Ni^ophylos 9ur lea
iSnm HiodüOB. Kcvue iircb^I. III, stfrie Ö (1885) 00-102. - Zu Planudes. Moschc-
tund Johannes l'edinsinios a. die Litterutiirangabeu S. 54Ü, 54^, 5^7.
Nikolaoa Rhabdsa: P, Tnnnery, Manuel Mu^chuginlus et Nicolas ßhiibdas,
I de« Mieiiew math^m. IC serie 8 (1884) 203-277. - Paul Taunory. Notice
r Im dMut laUns arithindtique» de Nicoloa Khabdns. Not, et e&lr. 32. I (188G) 121— 2r.2
H in giiecUeclwn Tsxt mit fnminsinrher Uebiiractxung). Vgl. die Besprechung von
lOantnr. Zeitacfar. f. Mutliomalik und Physik. niBtonsch-Iitornrischc AhteP. 32 (1887)
Zwei bpLaolioiiicbo Traktate Ober FetJmeiisnnt;, von denen der eh« ohne Aulnr-
üHfl in C»d. Vindob. iur. $r. 10. der luidvro unt«r dem Namen eines gewissen
(oipioa lyit/i^tfti!) im Cod. fsritt, 2419 Qbertiefvrt ii^t, ed. mit ansnihrlirhein Koni*
Mtar Bod mehreren fBr die Oest-bidite der Lsud wir tschaft wichtigen lieiln^en Th.
ifeaBkij. Bjrsafltin Ische Feldnie»8>>r. Uoobai-h Innren znr (lei^cbichto der Ijnndwirl-
bh. OmU I88S (mas.). - Hermann (iraff, Mitteilung aus einer rarinfr Hand*
IniA. Bulletin de rAc-sd. linp. d« St-Piitcrsbourg 7 (1NG4) 21 -4.5 (Text oinoa Anonymus
I 4im Cod. Paris- 24S2: OiSir yirm-iai aouijua u. x. w.),
UabsksliBt ucb Peninn und Zeit iat Khutorins iTritöi/ioi), von dem der Cod.
Phillipp. ir>77 fol. 13a — 147 einen Nij«nii(i(!« *rir^/(ui- iv mir i^( vaifovofiiui
Üeber andere Uati dieses Auturs vgl. Kuhricius. Itibl. gr. ed. Harl. 4, IUI;
2. Uilfamlltel:
A. Allgemeine Werke: In den all|;emL'incii Werken Ober die GMctiichte der
-'jscben Disüplinefi ist der hyiantini^che Anteil gewehnlich aobr aliefmatterlich
y-^fc-^ (er ttaM. JllUMaHMiMMiKliin IX. 1. AbUt. -i. Aiilt. 4tf
626
BfiuitiaiMb* Utt^ratai^OBoblcbte. I. Froausohe Littermtnr.
tmliMiJalt; docli Bei«i hier xut ErlMcht«ning der OtitnlioniD); die wichtigste» DanUHmgifl
■utgcAlirt. 9
1. EiDo kunK«fa«)<U (iMchichte der M«tli«iBitik, d«tr NrntuwiMMOKbarten. In
Mediiin luid GeogTHpW gitb S. Ullnlhor, Unndbucih der klawlatliwi AI tertwawwtaonwAttt
U.1 V Abt 1. Noidlingon ItüSlü; S. Aufl. Mlliiclioa 1694. — Die nuthenatiBcbeti 0i»pliM«
insgi-somt hohnndelii : A. Ü. K&stner. ßeaohiebt» d«« Hath«iiutilc, 4 Bde, OftUinsn.
178G— 1800. — .1. i\ Montucln. Hialoite deft timthönutiqneB. 4 voll., Pari» ITW-lÜt
— Ferd. Hoofet, Uietüitu des iuutL^iiuili<]utA di^iiuia leiira originM jmiia'iia comiiieaMBMd
dn diK-neuvii'ine ai^cl«, Ptu-ia 1874. — Ueiniioli Suter, ÜMcbi^t« dtr tnatbututiMh«
W'iBai-iistbiifleii, 2 Teil«. Znrich 1873—1876. (Ii«r «<rateT«il, der 4u Altertum w»d Hütil-
nltur bcliHiidcU. i»t genz iingeDDzMid.) — G. H. ZeuthoD, GMcdüobt« Aar HaMkmmlH m
AlUitiitn und Mitlelaltcr, k'opeidia(6ii 1896 (mir uniagbiBÜdiX — Dw wicbtigata Werk
ist: Muritz (Jaatot, VorloBungen UW QeMbi«lit« der UatlMmtik, 1. Band, S. AdS.,
Imfaifi la'ü-t. i^'Ur die bnantiniRch« Zeil kommt nur der «rat« Band in Bctradvt. w«
S. 457—492 die ,grioobisdi« Mntbematik in ihmr Knlartang* bebandult int.
3. Geometrie: Cliaales. Aperv" liiiitoTi(|Uo nur l'origin« et le d«relop(«meBt dM
mAbodca «i gtom»tri«, 3. öd., Paria IH90, — ChnnUa, G«ädiiciit« der Geom«tne, f—'-^
von Soimcke, Hallo 1839.
3. Astronomie: Dal ambro, Histoire d« raalrooomie, &vell.. Paria 1817—1
J. n. V. Mnd!«r. Gnnrliiohte der Himinelaktinds von d«r &It««teii bia auf die aa
Zeit, 2 Udo. Itraunechwcig 1873. — Perd. USfer, ni«tniro d* raatronocBW daw» I
originea juaijuu nos joure. Parin 187!). — R, Wolf, GMc))i«lit« d^^r Aii^roooniia, Bani
der Guoliiclilo der \Vis6onschan«n in Dniitenhlond, Mancli«n 1S77. — Di« nMchatM,
auagedehntea haadaciirifllichan Studien (lonibondf» Anfklbungon Bbar di* Ge
der bnantlniadieD Astionomie gnb K. Unonor, Ad liialoriam aalnnoimiae ajnb
Uonn 187S.
4. Plijraik: Ferd. BoBt-nborgor, Die Qoncliiolit« der Physik in Grtmdiaigca
ajmehroniatbelierL Tabellen d^r Mathematik, der CbMnie und beschreibend on Natwin
sobaft«!! sowie d«r a]lgeme<iiieti Oesvhicbl«, I. 1'eil: GcsGliichte der Physik ia AllerMn
und Uilte]all«r. ItrAuiischweig 1882. — Etwas BusDÜirlicher ist da« bald Dach RaMdMfV
veröffentlichte Rncb von PogRcndorff, Gaschicht« der P^'aik, Leipiif 1ST9. — Aaenal
Hallar, üeachiolile dor Physik von Anstol«lea bis aof die iianaat« Zeit. 1. Daad:
von Aristotalaa bis (•uliloi. 81utl(:art l>4'^2. - Kiaa knngafaMta DafstaUaitB ohne lblee>
gab K. Oorland, Geschichte dor Pbynik, Letplig 1892.
H. SpcziBlithriftaii: Herrn. Hankal, Zur Graohicbt« dar Hatbonalik im Ab«-
tam und Millolullcr, I.cipxig 1874.
Uobor dos Fortlubtn drr arithmetischen Studien in Byzani anlerriektet ba.
Paul Tau nery. Diuidiunti Alexandrini opera oinniu 2 (l!^i)&J ProU^nmeoa. — Haaplatbnlfaa
Über das Fortleben des Euklid bei den Byzantinero : J. L. Heiborg, Li tttrari aa Aid4-
liehe Studien über Kuklid. Leipsig 1882 (bes. S. 186 ff., 208 IT.). und: J. L. äeiberf^
<) Verl nvnrin gen uf fi^uklids Ontik, Oversiaht over d. E. Danske VidemakaberDaa Sala'
Forhiitidlinger 1N85 K, IIT— 181. — Vgf auch J. I.. HeiberR. AboIIobH P«i«ati i
graec« ex*tant 2 (1693) Pralogomena. — J. L. Haiborg, Bidn« til MaUMniatikaiia Bi
hOB Byiantinomo. Orers. ovor d. K. D. Vidensk. Salsk. Forh. 1887 8. 88—96 (nbar
PhilosoplioH und Tlicodoros Motacliitcs: Subscriptian doa dl« Elomenta da« EnUi4<
t«nilen Cod. Mut. II. E. 9|. - .1. h. lioiberg. Kleine Anacdota nr bysantiiiia ~
nialik. ZeiUchiia fnr MiithNinstik und Physik 33 (1888). Histüriacli'literanMlw 1
H. 161 — 170 (.Milteiluugon meist iiritbmetischen Inhalts aua dea Cudd. Uar«. 3"
28, 7; Mulin. II. A. lU: Valic. gr. 155')). — J. L. Hoiborg, Dan KraMk«' Ma
Ovorleverings liislorie, Orers. OT«r d. K. D. Vidensk. Selsk. Pork. fSW S. 77—93 '
KichbnltigA Untersuchung). — Einen UehorbIi«k aber die geaaml« alt« ud mittel
UoherlieforanB d«r MnthpniHHk nah 3. f,. Heiborg. V«iihandliuis«n dar 43. Vmami
deutaoher Philologen und Rclnitniannor in Killn, Leipiig l^ß S. 37—34. — Paul Tanne;
I« oaleul des partics pruportio nulle« ohnx loa Byzantins, Kovue d« i^t. gr. 7 (]^'94) SM-
(ErklArungen ta dem von Bnillot edicrtan Papyrus). — Klinkorfuna, Uebar <
slflntt^iduo Slemschnupucnfall nun dem Jahre h'ü p. Chr., tiottinger Nacbricblaa
Nr. 10 (Über Jon vun Thi-uphanoa 1 2»6 ed. Bonn, und MichMit Qlyk«> S. fiOO od.
bcriohtelen 8tarnschsuppeufall).
3. Zur Ui-bcrliorerung: WioliÜge Sammclliss sind dIeCodd. Vatio. 1060; Va^
Pal. 312; Laur. Plut. 28. 13—14—16—17; Vvnel. Marc. 336; Viadob. pbil er. Uli
108; Pari«. 3418; llerol. Phillipp. 1&77 ii. b. w. — BibUegraphiadi« und han<U<dii(
liehe Nnchveise Über nnodiert«< nnd verlorene Astronomen und Astrologen b«i Pabricial»
Bibl. gr. ed. Harl. 4. 147 170.
4. Grosser Beliebtheit «rfrenten aidi popnlBra aatroneiniarh-Rstralagiatha
M^
7. PuIiiriBBaBMhktteB. M&thamatik nnd iRtronooil«. (g 360]
627
«nicefi and AbfannillnuKen, it«Mi» dio wichtigatc'n Ki'DnIniBiti! in Iriclit vor-
_ tifr Form Termitl^lion. Man flud«! Lier in buntem DurclieiDaiicl(<r MiU«iliiiig«u
b Biftbaii Itonen uad die PlanoUn, llljor die Qualität der Zodia, don I^uf dur S<iiid«,
f Ekwirt», Ober die Vorouividlmng iiin«o foucliten odur trockt'ti^ii Jabi-tMi oder «iitoB
4 OImt Wolken, Sclia««, Hagni, Kogw, N«b«l, Blitx und Donner, Kometen, Knl>
>. A»tr«logi<). K«bea der viitMnacliaftliohon Stcrnlciindp entwickelt« sinh in dnr
rit dio wtrolo^Aclie üehcimwiMHennrburi, dio buh dnm Ijiiifo und der Stclliitit; der
Sie kAnfli^eo Ueaducke der MeoBclien und Volkex tu «rkennnn suchte. Wie tief
nbe an die Sien« edBrnwntselt war, beweisen die cnlilieiehon Krinsee der cbriHl'
Eaiwr im ■!. JahrlmiiaeTt gegen die Aaaflbung dvr Antrulo^e. HonuriuH erlies«
h Qaaets: De msthemstieie urbe Borna et tivitntibufi uinmliuH pellendis et pudicibiis
m«iUBdiB. VrI. Codex Tbeodoniinus ed. J. GotliorreduH 3 [Ludguni 1665) 114 IT.;
14— ISS, und Befel«. Conciliengo^ebidite I (IS&i) 744. Troti swlciicr Massrpgoln
D »IbM chrirtitch« Autoren der (ichoimirisseneehoft unverliolilene Teilniüinie ent-
vcnn iric ftueh durrh irrige ^tA5sig:ung einem Konflikte mit dem Stenta und der
■unaweicbnn rnntonden. Dna Olteste von einem Ciiriston Terrnsste astiulogisciie
rt wohl daa Kompendium itcs Ilepbaestion, den der Herauageber etwii ein halboB
idcrl spttrr als tinnienH MnteniuB. also um SSO n. Chr.. uiseM. Ausgabe von
ft BD^elbreehc. llepliHnatian von Theben und eein OBtrologieehes Kompundiuni.
Itraf xar OeAohicbtH der grieehiitchen Astrulouie. Wien 1S87. Donn wiL^te iiiHn
■«it Termcb. ein KompremisB iwiacben Aetroloate und Christentum faenüstelleD.
ftboickt lial der anonjrne Dialog Hermippos, der im b. oder 6. Jahrhundert ent-
taL Die Schrift ist zum ersten mnle ediert vordon von Hloeh, Kopcahagen 1830;
■n »iel korrekter von W, Kroll nnd P. Viereck; Annnvini Clirietiaoi Hemiijipu«.
MOgia dial«giiw, l^oipxiß. Bibl. 'l'cubnuriuia 1895. \'fs\. im ^uten Dnaprrcbungon
Wondland. Bexl. philol. WoahotiRehr. 169S S. 41 tT., und A. Ilüblitr. Woebeu-
f. klaaa. i^hilologio IßSS S. 3.il S. — In der spAteron byxontiniiDbcn Zeil hat
trolocie aagealAtt woitergebluht. WeBentlich auf aatraloniohein Qruade ruht
■ (S. <I21| enrAhnle ^(uliHeh dem Stephasoa von Alexandria vageteilte
aiflBC Oler Uohamed und eeine Neebfoleer, Im xwulften Jahrhundert eehen wir
n onenlen Vertreter des Stutee, Kaiser Mauuel, ganx olTen dorn iHlm)oBi*ohon
knUlgeD. Ein HOncti ecbrieb deahalli gegen die Astrologie; der Kaiiier verleidi|!to
I aeiaa liebbaberei in einer uns in deu Codd. Vatic. 1059 und Marc. •'^34 erhaltenen
lhttnm>¥ iMioHir rtiiail (oi< lioiJifiov ßaciXiia; rae nopqFc^o/ii'i-ljtoi' xc^aii iteroi'ijk
ir^r*r ■ ft^ltf, "foi tiir/ati lai tiür Ükayi/iav npf ifp^otf »«i evyxXiJttxrär ÜQ-(irmr,
y^fior ■'(fri^uif KRi äyayxaiior 9ia(it!/nii<ur, n'noita^ijrtxaf .ipo{ y^nip^y rlt-e; /lo-
Uiimriror t^( fiairijt roe JlartiiiQnt a^ot JÜ xfji Baiforeutxiji jijytn »axlZ«voav nrt
r <racml«««i>r lö un9r,fia. Gegen diese Apologie sohrieb der Otireniiit Michael
■ eman in vielen UiindEiebriften erhalteni-n Urief. Dnss llbrigcns der Kaisei thal-
p Aatrelepe. nickt Aetronumie Irieb. bewi-iuen diT llnistand. doM ibm Juhannea
«ras aeia aatnlogiackeH Gedicht widmen durfte, und der sehrillLicIie Widemif,
Baal kntt vor atinem Tod« dem Patriarehen nbergab (Niketas Akomiiiatos «d.
fi 4 «■.).
trie in der ABtroDomie erscheinen aneh in der Astrologie orienlaltsebe RinflQaaa
L Bleker RehDrt daa an den Kllnig Nerhepeo gericlitele Weissag ungnburli dea
Bopketi Petosiris": Il^ayytumiiräv ßiioiftUf mti jr^ijatfior nrttyQnijiy ii «{}fntiti-
«MC fifiX»i! , ffiraioiftr !(*x*^v 'V ff"'"'*'? f<itiii>>r fm'fXir, dns Jo. Irtarte,
k(kUi)t]i«>aie Malritensis codd. (irnecj. Madrid ITCO R. RS8 f. ediert hat. Ke (delit
d«n Codd. Vindob. med. » nnd 29 (NcMel): Vindob. pbil. ST und lOS (Nessel);
ffiareec 70 und 166. Vgl. Knbrieintt, Bibt. gr. cd. Harl. 4, 160; 106.
L OrakelbDckor. Mit der Atilrologi« nach Abtiieht und Inhalt eng verwandt ist
iaagOD^tttervtur. CleKen aie scheinen sieb aber die offiiietlou Kreise daldsnmor
n zn habf-n als gegen die 8terudeiiteT«i, Das verrat eich sehen Jn der Thalaaehe.
t Ot«ke) hlaflg nnter den Nanieii bernbmter Kaiser nnd ratriarr.lion vorbreilot
, HiSren «ir doch, das« Orakelbflcher sogar einen ttestnndtcil der ilofhibtiolhek
I. I>er Porlsetxer des Thcopbaiiefl (I S2 8. 86 od. Ilonn.f erzählt, zur Xcit I.eontt
■ •niere habe die kaiserltcbe Bibliothek ein Orak^lbueh bniiciisen, dnn nicht Uosb
iaa, aoadert) aach faibif^c Bilder drr kllnftiei^n Kniner und nllcrU'i iiUcgoriKehe Dar-
in MiÜiielt: "o 4i j^fijefiöt ^r ^ißvXlumiöii iv itn pißXii/i ti't rije fiaoiXitijr i'flXiu-
raaottifitrot, Itf jfpl^a/lWc fiovor athüc, sUif Krri fiOQ'fi'f ral tfJ'ii'uniR J'jfO(>iM
i^ofiinar ßa»iX{ir (Äii' ][Qiupäiair . tjv m'r X/tir 6tji>!oy fititel>rfiafi{ri>v, j! atni}/'''*''
•ftirmi äni %r,i ^'jftw; /i^XV "!* yo'cös nt'roi" . ini'(oi' »iifoni>- riii^t' ri; iniDituv
mtfimir Uiihv itlij^c if! O^rf iiti tov x' . Gani ftbiilieh wie das hier boRcbriebone
40'
628
BfuuiUiii«ch« LittorBtnrgescbidite. I. Procaiscbe Litt«rftt«r.
llildi niu (Iptii ^, JnlirliiLridoit nint) mandii- <i>'> uns orlialt«nen ri«l apUMWI Ex*Bf)^|
mit phantB-itiHflii-'n Ititittru uil4):uHlatt«t. ^M
ZuniLcliot tritt iii il«r WHhrHAKulilt-^rBtur wie in nnd^^ron UelieimwisMMclilftM ^H
Dniilrcben bvrvor. ilurcli Vorselii^biinf; ortontaliarliei' Namin und npokry^ber SebriftatB^|
■Ion ^chriiL ultM Weisheit ta «rwockon. Kino Samm long von orKkrlhaflnn RalstUläfl
(Xfr,auoi) )«t nntvr dpin Nainon des AetrampHj'choN f'.Mfmt'riviij^nv) Dl>ortHifort. U
Einlcitnntc diont ein nrdii^htfitiir Brief an König t'Iolc'TnafUH : in \^ &brli«it war dvt XotUmm
Christ lind InbU nichrr niuht vor dum h. JaliihmidüH n. C'kr. Auflgabe: A>trampiij«b
orncalarum docntl«! Olli ed. Kud. Uerch«r, Pxogt- (Im Joacbinaejnui.. ]l«rliii li^ Ig
der npittprvu /i-it orfnMilcn «ich der ^rSsslen Be1I«bUi«i( iie unter aen Kaniun dns iJacitl.
dci MolliodiuH vuu Patara («oll heiaaen: Oljnipos) und de« Kaisers L«ou d«B Wcmac
Uborlicfvrteii Orskül: wiinl^or hSußg «reohMnon Konstantin jor Orosae, 4et Putri-
uch TarAsios und der l^leinw Theophilns ala Votfaaoor v<m Orale «IbttcbfRi.
i.Von d«r Apohalypee dea Propheten Dnni«1 «iL xuerst oäugo StDck« C. Tiscb»-
dorf, ApoudypM« apODTjrphne. Leipcie 1!466 S. XXX IT — Einen andcntn Text vi. la
tvoi Voneiianom und xwt-i Pariser Uee Rrich Kloatarmanu, Analeot« nur SfplnaginU
llnxapb und PalriBtilc, Li-ipxiK IHSi S. 113—123 lim KouiinenUr erikinrt Kl. du Vw
haltniii der Vision eu den Umkeln Loons des WMaen und den RewLaUoRon das UetbodiM
von Patara. lu Tieties Cliittuiien, Kodin u. s. w.). — VgL Oreg. Kalemkiar, Vit
slebont« Vision Daniels. Wiener Z^itschr. f. d. Kunde des MorgenUades 6 (1892) i. Vti
8. lieft (Arnienisrhor Test lind deutach« Ucbersctzung einca R)>ol:r}-phen StOcka^ M
Prophexcinngen tibrr Krirgo u. s. w. unter den römischen Kaisorn v<in Koasttnlin Ul
Hcnüclios entbült und dcmnnch wohl von piuem LiriocIiT'n im T. Jahrh. vorf««ai vmiIm
ist], und: Erich KloHtormuun. Zur ApolcHl^rpsu Itaniule. Zvitschr. f. nlHwitamulBrbi
Wisaunschaft 15<|i^91i) UT — löO (Milt«i1uugt«n uns Cod. Viiidub. iur. gr. 6).
3. Der Kriechiädiv Ti'it d«H Mt^tlKidios L%t gcdruukl in; UonoiiMata S. Palm
ortlioduxugraphtt I (Itusul 16ö9j 9^-9» Ebenda S. 100— lin Ut«u)iii«he Text« Jcf
Revelflitnnen des Melhudios. — Kin anderer grierhisch^T Text mit ZiiaUsan aus dv
Viaion Daniela bei A, Vassiliev. Anecdota groocobyziintina I Ilf93) 88— iS. Vgl. i»
Prncfntio H, Xlt— XXV. — Ein lateinischer Text in der Maxiina bibllotilec« vetemn fattWi
S (1677) T3T— T34. — Ein anderer lateinischer Text in; Orthi)iloxogr*|ilM TbeölaciMi, BmI
V>ht>. — Eine freie lateinische Ueberselxune im: Mirabitis Über ■. I. nt u. fol. 1^ - Üi-
reiche Codices«. B Athen. 1077; Neapol. II, A. 17; Patro. 803: Vallicell. f. M;
Vindub. theot. gr. 200 (N^a^el); da^u die meiatiMi der unter genannten SonunoU
Taruaioa iu eini^eu äanimelbtiH wie dem Cod. Athen. 12üQ. — Pdr dis
der Entätt>bun(;B2eiC des Melhudiosbuohee gewShrt einen Anhalt die UtMUsdie T''
setzunK, deren fisa bis ins 8, Jalirli lindert lurtlckroichen. — Zur KrlXiiUnui A. N.
lo Tskij. Die Bovclation des Methndins and die byzantinisHi-g^rmaniedM Säetaage. Ja
Min. 187.'> lld 178 S. 388 -831. — A, Wirth. Ana orientalisdien Chroniken. FrABktoti
ISH S. 241-245. — UeberMethodios von Olvmpos vgl. Otto BHTdoohover,
Fr«iburg i. Br. !ö94 S. 170-173.
3. Orakel des Leon: Vatieiniom Scveri «t lieonis imperatnram, in <|u« vid
äoia Turcarum in praoaenli eorum impü^ratore uns ouui aliis nonnullia in hae n Itti'
Lst. Ol ital, Breseiu V>'M jiniL 16 KiipfeiHliclien). — Ed. P. Lambociua in: Geomi4
et allerioa euiiisdam anunvuii excerptH de untiquitetihusCpolitania. Paria Ifi.'i^ S. SSS
(mit den bandschriftlidien lllii^listionen und den KommenlAren des Lambeoiuj) und «ÜMai^
nymns). — Wiederholt bei Mign«. fatr. gr. 107. II3S UCK - FngmcBto der Oi«k«i**
Leon und anderer od. hub einnr Kopenhagener IIa Ch. Urunx, ArduTM ihfl
Bcientifiiines IIP adrio 6 {IßäOj SIS I. — L'ebcr eine vulgftrgnacliM^« Bearbeitung'
den g im Ahsobnitta , VulglrgrieohiHhe Littcrutur'. — l>io UelwrliafMiug iol noch
orforacht. üior aeion notiert dieCodd. Panurm. I. E. (t (mit tlluatratian«!}: Bodi. 6<
170 (mit IlluHlratioura und der lateinischen UoberueUung der Orakel «Im L«oa tm 1
Barocoius); Marc. VII 3 (mit llluatfationen). — Ein aslrologischM Kragnaal LeoM
Weisen ed. ans Cnd. Marc. 366 Bortlein. iUrmos 8 (1874) 178~17fl.
4. Unbeachtet ist noch die dem Michael Zorianos gewidi&ete Wahntosung
hMligit«D Andritlopulos: II^Iq^iih toC o}iutilioi< '.li^lpiiCoTto^JLair af6( lir h^imi'
wpQiy Miga^X. Sio handelt Über dnn Untorgang de« Khomflerreicfaea Bnd den Aiiti(Mk_
Die AnfanK^vrortc lauton: Hifii tmr'Vtofialaiv foi-Xifiiii at yinltiiar. Stii^ oithf
ix irnf Mar fiaOtTr. Cod. Pari», gr. 2061 a. 136.> fol. 208—209.
A. In die Oraküllitteratur gobOrt auch die (ieachichto vom ßettlurkOuic;
roü itfvlovfitrov ntiiixov xai iirXeinov linoiXdiif, roiT ^rmtrioö xni nj'rwoi«*, ro^ niHitrr
ir rp npurn ükqi/ i^c HiCnmifue u, s. w. Codd, Ambroa. K. 115. mp. Iol. IS-t
Athen. 432: Bodl. Land. 27 foL 1-ß*: Marc. V]] 3 foL 41 44: Uare. llaL
C fol. 100-104; Vatic. gr. 11S8 fol. 80 tf.
i
'. Fuhwlsmiucli&ften. Mathematik und Aatronomie. (g 2S0)
629
ie»pbilos: INe unter diMom Nsmea Qb»rliuferlen Orakel siiid von il«in Notnr
« RhvKADos »im dfim LBt»iiii»ch«n Ubcraetxl. Der Titi-l luiitut im Coi). Bodl,
IM to). 235": 'Cfr^oi IVl^'f" f^oiflXav n^iiitivi^Qov 'P<ufjtiituy xai KkiiQiKov iij<
ntiijoiiic (^ !titXui£'{'l\iifi'ie /isinfilriatit (!) n'nö 'fmunftä tk iiyV FJAtiiti iinUxtav
(oina Ktifov 'taiärrov tue VvZwoi. Sic ntvhpn mich im Cnd. Tailr. 1(18. h. 1122
r. 37). la der Utoiiiisclicii I.ittoratur «crhoint von diosam I'ric^tor ThoDphiluH
rcrlautf n : viotli>iolit ist hi>iii Nom* fingiert.
Ein »jiftlea. über TUt ui[i» EUsuameiinaMado Untonucliutig der bysantiniacbon
iratar uiclit tu ttburBulipudes Exemplar illustrierter Ornkol TorUffeiitliclite
ni«. Gricrhi-idii.' band seil rjftlidi^ OnikclBHinmtunK mit Itüdern. bciU^liub aul
dn 16. .lahrhiinderU. Bd U der ,Dreviic»ti-, Moskau 1890.
SaRunnUiKs; Mniat sind dio Orflkdl dv« Metbodlos, Loon u. a. v«<reinigl Hbor-
Jekn Sunnilungon nnthiilton i. II. dio Codd. Atban 1360 a, 1790; Athon. 1350
Atboua a'2»0: Atlious 329»: Bodl. Uarocc. M4: Bndl. r.aud. ST: Marc
tm. SOS: Tanr. 16«. b. II. 22 (joUt 11. V. ST); vgl. Jos. Paaini, Codiaen mn
w ngii TaiiT. Alhaiia^i I (1719) 'ZaA I. — Kinea der mcrkwUrdlgBUti Donk-
VM pmdMtiftcbrn AbnuiiKi-'u «rTUllt«!! und in.VBtiBclai'r Nriiiung trgcbouou jiDpU-
sbicMsaunaasuiig der l'Ürkeiuiuil ist dur Cod, Marit. Vll. 22 h. 17. Man köniite
lall aU eine Orakel weltclironik buxeichauu, Zuetat wird die bibliHcli«< Oe-
>is aar Augaotua entlibll. dAcin di« Geachiobto dor rSmiaohen Kaiser und d«r
is lur llolBgornng von Kretn. Daa llHuptgo wicht des BorJehtes f&llt auf die
tiekoluig don Islniiiii und ica türkischen Kelc.tiee. Kpiaodenwolse wordon Stellen
I hmI nadnror rropholcn wuf hielorische Ereigniaso gedoutel. Toile im Kontexte
bnng, teils am äohluMo dus Werkes findet man aibylliniBchn und andere üruku),
«r dan Atitn-briBt und daa jüngsle (Jericht. iJie vulgÜrgrierhiBcbu TroBu wird
W damh jnmbiatbo 'l'rtinuler in der Kunstauracliu untcrbrooben. Die kuuei- Kdu-
rd im Titel keinem Geringeren als dum Motbüdios von Palarufd. h. dem Melho-
Oljriapon) lu^Mchrteben; Toi'' fr liyioit aatpit ij/iiür MtSaäitiv intaxiinav
• iay^i ^*i(ifmfiirat nfgl tut faniXitat mit- tarmr. Der Anfang Inntot: 'tatior,
iiTMf ö (t 'JAifi xaj >; Ki'r ix tov no^iiilfiaov jinQSiroi itt'yxuyov. YAa t'nicuin
I Onkolhoa iit dio lU durch die sahlreicfaen und mannigfaltigen von goUfalar
iImI ausgeffllirten Illuntralionon.
kllganainn Hilfalilteralut; Igu. Düllinger, Der WciesnftungHf-laubo und
■laMtnm va d<T ohrintlichcn i^eit, Knumers Iliiilor. Tnaehanbueb. 5. Folge. Jubrg.
M7—8T0: wioderholl in: Kleii]fn> Schriften, Slultgart IMIO a. 451- &57. —
Zeaacb«itz. Vom rilniitu^hen Kaisertum dcutsebor Nation, ein mittelatturliobea
(«bat Unl«raachuDgeu ab»r die byzantinigcben (Quellen der deulaclieu Kaiaeraage,
TT. Vgl. die Bespr«eliung Ton A, v. Gutschmid, Hinter, Zeilachr. herauageg,
K. F. Ü (IR7») 14&- 154 = Kleine Schriften -5 11894) 495-.'r0iI ihior handelt
liil aber Melhodiosvon Patara). — l'ebor Bexiehungen dea Mulliodioszii abend-
PropfaeMiiucgen vgl. Fr. üeisa, Dio Sibylle Gottfrieds von Vitorbo in anderer
tsdMugeBEurdautoehenüeaohicbte 19 I18TS) 373—3^0. — Kine tateinisrhe I'redigt,
mBatnuaeh-ai^lliniacbon Kern hat. od. C. 1'. Caapari. ttricfe. Abhandlungen und
Carialiawia ISSO ä. 2Ü)^ IT.: vgL i^. 439 ff. — Franz Kampets. Kniüerprophetion
rMgen bn lUtteJaltor. MQucben 18U& S. 39 ff. (die Weiterentwicklung iler aibyl-
adiliOK ia Ilfiant), S. 208 ff. (Der byiuntiniHehe Keni der inittelullerlicbon libur-
Sibxlla). Daaaelbe Buch in 2. Aufl., MUneheu 1»9C S. 15 ff. Der zweite Ejikura
gkt wiedwlielt. — Vgl. auch W. Boosael, Der Antiolirist in der Uoberlieforung
tnMW, dM neuen Tealamenta und der alten Kirche, (inttingen IHQü.
risHMbflchor: I. Das grosso Traumbuch (OrsiQoxQitixu) des Artemidoros
•it dM Haflrjati) war Air die populAriin ttcdUrfnisac der späteren Zeit xu umfang-
n tchwet TvniUndlich. Man .stellte ihm daher bald knuppere, nieisl in der
jatabiacboB Voraon gcfasste Kegeln *ur Seite. Wie in lulen U ehe imwi säen-
naoiMi aicb auch hier Beben frUh unenlulisclie Kintlfl^c benierkbur. Onentalisehe«
tgt scbon daa unter dem Nnuien des obtn (.S. ü28i genannten Asirutnpsvchea
e, aus 101 aljihabetisEh geordneten Trimeteru beateheudu Lehrgedicht, Ks be-
tfait fiittiif t;5piiri;V •ft^lai' fiXiifijv. Die Kntstebungazeil des Werkchens, das
■ (a. V.) liliert und Öfter beuQlit ist, bedarf noch der tlnterHUcbuiig. wobei
I ih Hvlrik einail Anballapunkt gewilliren dQrfle. EIno Ansgabe mit lateinischer
lag bnwirirta Job. Obaopoena, Paria 151)9, — Wiederholt Ton tfcrvatius Ijal-
nvlnidaffi 16S9. — Kd. N, [tigaull, Artemidori Dntdiiini et Achmetia Sereimi
riticB. AntiaiUBayehi et Nicnphori vornuK eliam oncirocritjci, Paris KiOS. — Dann
Buraiua, De Inxu itomanomm über oinguliiris, llagae-Comitis I60S S. 77'-'S8;
AniB(«r4aai 1631, - Vgl. t'nbrioiua, Uib). i:r. ed. UnrI. b,2Bbt.~ Rioai,
■Unuklopidie, Neue Boarboitung 2 (ISifÜJ VW f.
630
Bysantudsche Lill«riiLur|{«echiclit«. I. Prosaiache Littoratur.
2. Weit elftikor i»t ilio uriunUliiicb« fierkunlt batont im Ti^tumlmcbe Ad» Achmtt.
das in 804 Kflpitrln din 'IVitumUiuaricn der Ä^typtvr, l'rraor und liidor onthllt. l>«i W
fMa«r bf«oichnM >i<.'li ula Tinuiiiduuter des Mamnn, da« »rKt«!! Minutota den KliAlifca (U
880 n. Wir.): Biflior o»(.püa(iiiurii>', anfQ avi'^lu' Uni «ivii«*«- 'Axfitt uWt -lipti^ «
6*etfo*ffii';< %iiv npuiroi' ar»,'<(>i'üou Mauoi-v. Dm Bucli d«i Actimct wurde tun 116U vuj
[.DU TliiUL'iuui(iL>3tt<inisuliuUb«r(ietct. Kinn onno Ute in lach v Uobcrv«IiaQ(! gab Leunclatiui
Fnuikfmt )&iT (IrrtUniltcb nnlnr dem Muaen dcH ApoinaBarJH). — Ein« fruu'Huclu
Ueb«rMtiuii^ erschien su Vmn l^tjl. — Don griMhiMliaa Text «d. N. KiKuuK. AUc
miduri Daldinni et AcIuii«Hb Sommi V. Ün«irooritica «tc, Puts IfiOS. — U. üeichvr,
Za AchmnU 'Oyiiftoi^itimr. I'hiloloKos 10 (lä&b) %4I> f. (Nutu aus Cod. Vifidoti. pbl. llti.
- NaohtiUgo au> dum Cud. Paria, ^r. 2419 «^ CL-K. ItDall«, U cl«( Amtam»
d'Achmol Abou-Maxar. Fngmunt ioddit «t booDW varianlM. B«nw dw dt. itr. 7 (twQ
ItOfr— S12. >- Vgl. Fubrieius, Etib). gr. od. Ilarl. », 366 IT. — üriiav a*ii VarteMr 4h
Ori)uuMle Abu Mu'ascbar Dja'nfar b, Muhammod b. Omnr nlUalkki rgl. H. StoioacliaeJd«r,
Die bvbr&iscli«u Uebersetcang'w dce Uittololtcrs 'i (t]«rlin 1833) &66— &T0.
S. Daa in«trisrlie TmumbuDh des ABtrninpHj-cliaa fuid iu Act BpUtorn bvuntiDiMbci
Zelt reiohliclio Nncholunung. In uhtloauu Uiw find«! man jambisckc Ti^tiiiiluhrgcdiclitt
mit nlphabaliscbcr Aourdnung. GWiastiMit«ils wacbeiDcn aii>. obacbon Btc iuiIm vcrsduo-
doncii Namen gohon uiid im «imolueu abweivb^u. atü B«ubei[uu^«a dcoselbva TexlM. Dib_
beliebteete, id ubllusun Haa vorkomm^udu Rudiiktiun wird d«m Palriarcheu Niki
phoroa Eugeteilt. Sie beginnt: 'Afx* "Q'i ni'rimr xmi nuUvt- xui KoMat. Si« ül
in dor oben flng»fahrt«nSuiutJniig von RiKaiilt - ErgAncangon gab au» dctnCod.]
2511 Ch.-}^. Kuello, Van iaMito et Iiohdoh variantee dane l'Oairacritinoa iJo Ni«^
Grdgorun, K4)Vii<i dein <;t. gr. 8 (1695) 251 2^.^ (im Titol dieaes Beitrag«« int natOrticb
trots der Koktiükaüon, Hovno doa dt gr. 8 (1895) im — Nio6pfaer« Palnarch« aUM Nie
plioro GriKona tu aolireibcu). — Eine andern RedAktion gebt uohir dem Nanicfi du I'atfl^
arohfln Uerraanoii: \)rUQoxfiiiixär luv natfui^^ae Kmraiayiirm!t6Xt»>t «ege» rif/ari'
8i« beginnt: '.fi^pi nXnntit (fiXoCm trSiior löJt, Z. B. im Cud. Vindab. theut. t*^
23'i ful. 311—319. — Eine dnttu AuHgubv but nicji (lar mil den Nanwii das hl. Albani»iv(]
KOSchmDckt. Sits beginnt: 'Jt^ffH fairtir ix^t*"!" i'S^o' ^ff Und aohaiat ilse
own unter dem Namen des AatrarapavDhw v«n Biftanlt a. a. 0. «diwtea Werite ide
n sein. Z. D. im Cod. Marc. 608 fol. 38&<' S. Ihr Anfang (Litt A— 1) siebt
im Cod. Kscur. *. 111. 7 und ist dftrntis ediert worden von E. Miliar, Catalt^iM i
maa grvc» A^ la bibl. d« I'Kix^urinl 6. 168- 170.
d. Ganz nbwoichDnd vnn dicner (imppe i«t »in alpbabotiaoh gaordaetM. ia
abgefaMflM IVniiinbitch, dns siob unvorfrorou ala tluob doa I'rophetan Daniel,
an den KOuig Nnbuubodunusur. ventellig nacht; ^rtipoipoixdv fitfiHor top «e
.Sarnji. Ufas wir ffiaiiXfit yiiilovjoJofnciQ xar« tlki/äfliiioy. Uappn: 'jlfyvfj i;
atttird iär Wnt, n»*n(i«i' i'iix'l" ";f"!yti. Z. ü. im Cod. Borol. rhillipp H79 1
4'— 10*. — Line Aur^äbluiig Kriui-biiidiur Autoren, die al» 'lVauinde4it«f xiliorl
Sibt Fnbricius. Uibl. gr. ed. Ilarl. o. 26S t. — Wiohligu NachwMse und KfkUnafi>>1
ia AurJi fllr das Studium der bjzantiniscbe» TraumbQober, ZaubennrUdie «. a, v, n b*]
Bellten sind, gibt K. Iticss. Volki>tnnilich«a b«i Arteuudoros, Rhein. Mna. 49 (ti^) inj
bis lil3. — Vgl. auch din muhrfarli mit den crieobiscben Vonokriftea vcrwRudlM
aoaindiaclionlVaunibüuhcniboiK. i'iachol, ZeitBcbr. d. dentMli«n mutveoUad. Q»
40 (1880) 114-119.
8, Donnerbfloher, ZnokonKabflchar, Kahlonmantik, Dachorakai, Gm
mautiu u. B. VI. Di« Kleinlitt eratnr des Aberglaubens, die in die Knbrik*n diMer
aohrirt füllt, iitl nucfa weniger erfataeht und niginglirb girmaehl ala die Ulkfcar aal
Oobieton der Astrologie, des Onikclwesens und der Tmumduutung.
l. Denn erb (Icher [BgoriaXöyta) sind blufig Qborliofort i. B. in dan Codi. TtU
106S fol. ie2 IT.: farie. 2118 ful. 77-81; Ämhros. B. 81. sup,: rbillt|•^ UTT. -
U. J, Kslaieakes, Uaytoitirör airkayiäfiar , fiooftMyiov rai atiiffiviiiym' , amt0ml
U (1S93) 3IA 31»; 7S5-H00. - Vgl. C. Wacbsiuuth in seiner Aasgabo dea Üb« *
uslenlin dem Jonnnes I.niiTpntiiiB l.jdns. Leijui« 1«63 8. XXXII ff. — Gia Broütekp*
aua Cod. Ambras. K. Si. aup. ed, R, Wllnscfi, Zu Lydua Do ««tentis. B. 8L 6 (I*^
3. Wenig ist von mitlfilgri(rcliist.'hen ^uchungHbüchoro bekannt, üebar die MW
cdierto Schrift uiue« gi'wiiuiL'n Melnnipus. der angnbticb unter rtolonaeoa PliiladelfkM
lebte {Mtiäftnoäoi Uifoyiiofifjaifoi! Ilepi naXfiiür fjurtixi} npo't nioitfmiay faailia) nl
andare Sachen dieser Art «. Fabricius. llibl. gr. od. Hart. 1, 110-118. Kin griorUKh»
Znokongabuch ist mit der Hpokr^plii'u Littunitur der Hogonanateo KTrasiden den tler»**
Triamegiatoa, llber die suletzt U. Uaupl. PliÜologus 48 (1689) !tf)— 874, gabmidelt W.
verbuildijo: '(viiuor T'^ia^4^i'aroi< j|((ij vir [itlmr lei oWfei.ten ■ Star layytv«**, J"^
arinit. VgL Wusselofski, a. uutuu a. 0. — Daa ZuckoDgabnob ging aaoh am däaSiM
'acbwiM«iiaclun«B. Zoologi«, BoUaik, Mineralogie, Alchenu«. (f 261) ^1
Vgl. U. Gditor, Du tOrkiidie Zuokiuigsbook in RiudAuwi, Ztüuikt. t. riHiiantsab*
np« 4 (1880) U— 71 (venucJtt «in rumlkniKchDs ZucfcitngibDob, dM von Molampua
■bwmcbt, auf oin t&rkJMli«« Oricinnl KurQ(^kzunlhr«al). Don die UemnrknnKcn
, Weaaolofiiki (d.h. A. Vva»lovt>kg), Zum rum&niaahon ZuolniDetbtiefa, Arch. bIbv.
& (1881) 469 f. Dio dort Mng«fUlirl«it slavUchen Zuekungiibaehcir ainil mir uniu-
a. Dia Zablonmantik wiiil in d«r Rag«! auf Pj^tlingonu luiUokgonUtrl. Sic W-
hi der Kniust, die aus den Buchstabon dea Namens «inua Mvu^rlion siub iTgobfud«
M bereckneu und dJMU mit irK;«<iid «iner andsreo Zahl zu küiiibiuii^ruu, um dnnua
iktuilt 111 »rfftbron, HniiptscUrift : F. Tanaery, Notice sui dea fragmenla d'oao-
«Dti« ariUimöHc|uc. Not. ot «itr. 3t (1886) S. Sil-SflO.
■4. Dia im AtuMiitlniidn ho bolinbto Siltn. durch fÜitdiprobon nua borOhmtcn b^lligca
Hb «U fiiofniiDii ItUcliom wio Vcri;it und Orid di« Zukunft ku orforechon, wnr bei
imatnara wenig bekannt. Kino Anwciaunj:, wiu man aus dorn Kvangnlium und dam
r die Knkilnft erkonnm künnc, alebl milur dL-m Nhtiidu LnonK den Woiii«n im
BeroL PkJIlipp. H7d (ol. 1^-4'; JlfMorfof ii\ioyvmai'*>i lot äyiov tvayyeXiov ij
vlfmi«» ' !i«ii;/Hi xi'cnv Afai-tof rov tfofpai'. — Eiuu Pstiluivub('at.'liwünmg ntcht im
i^ineob. bist. gr. 129 fol. 12 {'Pal/ioi nSiffliftoi r{( auf nfiiSy/iav. '0 C it"iXfi6i
«ar t/f üriffairttr Jtfiiynr etc.).
5. Oconianlie: Di« Oaomantie de« porsiaobon Philosophen Zanataa wurde vou
IltBcbc ArMnioa ans dem Foreiacheo in griaohiachc politiaclw Verae QberlraK^D' '^ia
s. B. im Cud. Vindob. pbil. gr. lOS (Keaael). In einem Fuisnr Codex (Colbort.
iat ala Varraaeet Aatranpejrcho» genannt. Vgl. t'abriaiua, Bibl. gr. ed. HarL
E.
t. fleachwSrangefnrmoIn u. n. w.; lieber dio Kum Niuderachreibnn ron JCniibor-
Mo dienlichen Matrrinlien (i'npicr. 'J'into ii. s. w.) gibt inlereeaante Mitteilungen nua
ren ilaa N. Folilm, n«Xat<ry^nifiMt} ot^x''"^"}'''' ^ tiü y fiayi nur ^ifiiiior, B, Z. 1 (18Ü2)
((I. - Dam die llcmcrkungon von M. CirOnwald, Zudcn ZnubirrbOdiom, U.Z. 2(111113)
tu. - Kroat Kuhn«rt. KKLivrxiLiiber. Rhein. Muh 49 (1894) 87-58 (über den
n PoriiHV i(aebi>rpopVTUB und nen^riecbiache Zauber vuiHchTitten). — Manebea literbur
lae aaek bi-i Kot>. Puoba. Wunilermittel aua der Zeit dea Qalonoa, Jabux .Tahrb.
isH) 137 — 148. ^ Leu Allatiua, De Oraeoorum hodie quorundam optnaliunibua
b, Ai»«i>dix dea Workea: Do ieniplis Graeconim recentioribn», Colouiae A);ri|ipiiiue
— Die aeliT roirlie Lilteratnr über dvn Deueriocfa lachen Volkattlaulien kann hier nicht
Hat weiden.
261. Zoologie, Botanik, Mineralogie, Älchemie. Von oinom in
em Sinne wi»iM<Dschnft.iichcn Arbeiten auf clie^eit tiobictoii und einer
« entspringenden on'giiiiileii litteranscliün Produktion kann in der
Itinitw'lieii Zeit eltensowenig die IU>de «ein als im abendländischen
latter. N«ben «incm mehr oder weniger vereinzelten Studium der
herrscht in den genannten L>i.sziplinen eine phanta8ti»clic, wc»«nllic1t
I par8doxot^^apllil^t.'llc und geiioitnwi»»ün8chftftliciie (Jo^ictit^punktü be-
lle ThiltiRkeit.
Dio zoologische Litteratur der byzantinischen Zeit wird erülTnet
I dM Timothco» von Uaxa, der unter Kaiser Änastasioa I lobte,
irObor die indischen Tiero. die Suidas 8. v. Timothoos erwähnt. Leider
I sich von denselben nur tlxzerpto erhalten. Aus der spKtercn byzan-
boD Zeit üii die erfreuliche That«ache hervorzuheben, daes dio Tier-
Nicht« de» Aristoteles studiert, und bearbeitet wurde. Vgl. S. 26:1 f.
Bbict der Tierkunde gehören die in Byaanz viel verbreiteten HUchloin
Falken- Geflügel- und Hundezucht Ein Falkcnbuch (i7tpi »»"f »wv
tp mtrtQoyi^^ Tt xai /ffprrrrfi'nc) verFäsHte der S. 615 genannte; Arzt
itrioa Popogomenoa. DemseUn-n wird mit geringerer Gewähr auch
Inndobucli (Mvroaiyior) zugeschrieben. Beide Schriftohen nebst einem
Wien Vogelbueh (iertoftöyiot) edierte R. Herchcr, Aeliani varia
»a (Leipzig 1866) 333 ff., 517 ff., 585 ff. Vgl H. Kohl, Zu Ueme-
632
BysaDtuueehe LittMaturfeB^hieht«. I. Ptoaaiscbo Litt«rktnr.
tria« llioiaküsopluoii g 23!^. Jahns Juhrb. 117 (1»78) '>^fi. Ein anonfcd
Falkoiibuch ud. tiiil duuUdioi- Übernetzung aus einer Wiener Haiidüchrffi
Hammer-Purgstall, Pulknurkloo. bti«toiiond in dri'y uugodruckUvii Werken
Ober die Falknprey, PesÜi 1810 S. 81— 93. Eter Titel des Schnftcbena lautet:
'IfQaxoaofiv fi( iai^fiay öfftiaty xni W< xonät xa'i xc^f** "'"*' C<*/'^>'<'*''' 9**^
KOi'(mr, irtt^nüiv, U^aximv, r^oegaxiiav nai ölcnrrfpitjrwt'. Gegen da» Ende
dc8 byzantinischc-n ZeitraiinK-s vorfasste der Bftt»>liiichter Manuel l'tiiles
ein groHäe» L(3hrgodiclit über diu Eigcn»cbufti.iu der Tiere und eine poetiiwlie
Be&clu-eibung des Elefanten. Vgl. den § PIiüuh im AbHctinitt« .PruEui-
poesie'. Da» «■ichtigste /oologische Werk der byzantiniöt^ben Zeit wtr
der fhysiologos. Vgl. den iiini gewidmeten § im Abschnitte .V'utgär-
gnecltische Litteratur." ■
Mit Botanik bcHchäftigten eich die Byzantiner Tftst nur mit VSeF
sieht auf diu priiktiäi;ho Verwendung der l'Oauzen und FrÜL-btc. Diilicr
sind die wichtigsten Aufkläi-uiigen Über die botani»ehen Kenntntsso Ar
Mittelgriochen in ihren landwirtschaftlichen, medixiniachen und pliam»
kologiechen Werken zu suchen. Vgl. S. 261 IT.. 613 ff. Ein anonjnui*
griechisches Gedicht über die KHiftc- der l^flatizen. das in dum berOhmUn
Wiener Codex des Dioakorides aufbewolirt ist , ediert« neuerdings
Haupt, Berliner Index lectinnum 1873|74. Zerstreut« Bemerkungen flt
Pflanxen öndet man auch in geographischen und historischen Werken,
sonders bei Kosmas indikopleustcs (s. ^. 412 IT.) und Miehavl Glyt
(«. S. 380 ff.). Nicht« Näheres iut bis jetzt bekannt Ober die z. B.
Codex Vatic, Palat. 77 überlieferte Schrift des Meophytos ProdromeiHl
Über die IMIanzen.
In der Mineralogie herrscht nocli ausschlie-esi icher al» i» dtrZi
logie der occultistische Cliarakter, und Ober das Studium der vemoiD
liehen GutioinikrKfte der Mineralien sind die Byzantiner nicht hin
gekommen. Ein Zeugnis dieser Auffassung ist die unter dem Namen
PselloH überlieferte Schrift .über die Kräfte der Steine* (//f^ ^9
ävtnfttiai), die bei Ideler, Physici et niedici graeci minore« 1 (1841) 12141.,
gedruckt ist. Nichts Nühorcs wissen wir von de« Noilos Diassorin«i
Schrift .Über die Steine". Vgl. S. 560.
Mit der Mineralogie eng verwandt ist die Alcb ernte d. b. die Ka
UetBlle in andere umzuwandeln, die bei den Griechen gewCdinÜcb als '
heilige oder die göttliche und heilige, auch die gross« und beihgi' Ko
(Ifgiif Otfa xal l*pä, /aytiXt^ xal Itgä tix'''i) bczeiclinot wird, til il
Kcrnü ägyptischen Ursprung?«, zweifellos ausgegangen von der rein
tischen Grundlage der Metallliirbung und MotallfUlschung, später mit i
sehen und astrologischen Dingen verquickt, beginnt die Alchemic bei M
Römern nnd Griechen seit dem 3. Jahrhundert n. Ohr. eine nierkbaro Bellf
zu spielen. Die ältesten alchcniistischon Denkmäler sind der Luidvoti
Papyrus X aus dem Endo de« 3. oder dem Anfange du» 4. .lahrhun
des Pseudo-Domokritos Traktat fPvamä xai [tfciiKä und die
Chemie des Moses. Den grflsBten EinßuFs auf die Folgezeit
Zosimos aus Panopolis in Ägypten, der wahrscheinlich im Anfang
4. Jahrhunderts ein aus vielen BUcbern hestehendeji Werk alchemi^tiachti
DwuSniscKaRra. Zoologio. BoUnik, Hinenlo^ie. Alch«nu«. {% S6I) 633
u
niid verwandt«» InliMÜ« vurfasstc. Ala Kuriosität sd erwähnt, dass ein
Fnginciit (los Zosimoü die älteste gi-iechi^che Anwpi^iung zur Bereitung
Jes Bieres enthalt. Andere alchenitstiäch« Si'hrift«tcllvr »t»d Synesio»
tga dem Ende de« 4. Jahrhundert« (sich«r vemchiedoD von dom bcrOhinten
KKbofc die««« Namens) und Olympiodoros. der \'ielleicht mit dein
Qfechichütcbreiber identisch ist i^wei jetitt nicht nielir vorhandene alche-
DistJHche Schriften waren mit den Namen der Kaiser Justinian und
eraklioR geschmilokt. Ein umfange! cites, aber inhaltlich dürftiges Werk
i x^fatutotTa^ geht. wahnH-lifinlich mit Unnschl, unter dom Namen des
itbemntikers Stephanos von Alexandria (it. S- G21). Die Lehren
Stephanos wurden von den nach ihrer i^eit und Person unbekannten
mistischen IHchtom Heliodoros, Thoophrnstos, Uicrothcoa und
elaoa in byitantinistheii Triinetern wiodergiiguhen. Wichtig sind
i byiMintiuischu Kummeatatoren aus dem 7. Jahrhundert, der .Christ"
der .Anonymus*. Wenn .tchon die znletst genannten Alchomislon
ibir nicht mehr praktisch thfttig waren, so scheint in der späteren
lÜnischen Zeit die Alcliemie nur noch in einigen Uttorarischcn Ver-
ben fortgelebt mi haben. Zwei wichtige Samndungon alchemistischer
Aber deren Kntstehungtueit sich zunächst nur vermuten Hisst,
•M im Zusammenhange mit den grossen t^ammhingen des 10. Jahr-
iiierte stehen, sind uns im Codex Marc. 299 und im Codex Pari».
8327 erhalten. Als Verfasser eines Briofua über da« Goldmachen (//*(>'
ltWu^) wird r»ellos genannt. Vgl. S. 442. Kine ähnliche ScIirifL
unter dem Kamen des Philosophen Mikephoroa Blemmydes. Daxu
it die 'fip/ir;i'*r« i^^ ^7riorrj/^f_s »1*5 Xp"""'"""*? des Mönches Kosmas.
iges alchemisti.schc Material enthiilt eine .Schrift des Johannes Kana-
los: vgl. § 231. Dass die Alchemio bei den Mittelgrie^hen etwa seit
6. .lahrhundert keine praktische Forderung mehr erfuhr, ist um s»
; als sie bei den Oriontailen und Westeuropäern noch Ober ein
isend lang rege gepflegt wurde. Im 6. Jahrhundert kam sie von
Griechen zu den Syrern, von dioeen »päter zu den Arabern und von
■a. wie schon der arabische Artikel des Worte« verrät, zu den Wwit-
iflem. .Sie starb erst in der neueren Zeit, nachdem aje eine lehonM-
Tochtor, die Cliemie, erzeugt hatte.
Ausgaben nnd Hilfsinitt«!;
1. Zoologie: Ilar Ottmar I.enE, Zoologie 4er sUnn Gn«eb«a und lUmor. ilcuUnti
AMoAgMi atta dor«rii 8cl>ri(t«<ii, Dfbrt Anmerkung«!), liolha 18M. — CNriin. liimrhii^lilu
Zsaloci« bü auf J. MDllor untl Ch. llnmin, Klllnclien \iiVl, — Kord, lloefcr, llinluii»
b ZeäTope ilepQia Im tt-nipu Inn plus ruculua jusqu'a no« joura. I'arii 1>473 («kmuinliall
obfriltrblichl. ~- L'cbcr dio nnugtirrhiscb«» Tieraamon unterrichtet D. lltk^la», Hut
■Mcncloturr modiinio de In (aune grcpque. AoDuairo de TaaiKic. 12 (IOT8I 208 — 287.
JakUwItiKa Uittailnn(;ea abei die Vilbel iin heutiiten Üriucliealand bei Aug. Hommipb,
gciMUMlw JabraMUM. Scbl«««ig lt<T3-18T7 .S. 15^-330. — Timothoo* von (lata:
VMnte Mni«t Ti«rbA«]i«r ed. nient obiii> Autornamvu Chr. Pr. Hatltiaci, Ilrevia bial^r^a
*ateabun «niptoiriB mternymi, qui ««culo XI. sub Cnnslnatinn Mimomaclio iinppr»l«rc C>mi-
*tntlBopoli SoTiÜt, in den n»ixlXa 'f:kX';iiMii aeu \'arü liraocH, Muakau 1811 8. 1- 04.
— Uhu »J. Stanke de« Textes mit Zositun M. Uaupt. ¥.xcvr\>tH «x TinaÜw) Qaiael libria
4* HiinatibiM. Mauridi BauptÜ opasonla » (I8T«) 214- »ß. - Kin OrMcmplitta irt Mnter
4e« Kanwii des KaiMre l.eon dt» Weisen Qberltefert x, K. ia deu Codd. Kaear. lt. III. 9t
♦. IV. 10; Ä IV. 20. Vgl. Kabricioa. Bibi. sr. ed. Harl, 1, 211.
2. Botanik: Dauptwvrk, in welcbcra sncb die littentUstarMckeHeUesorKAltigbertelt-
884
BfionUtiiKti« UttAraturgOMobiobte. I. ProBftiaob« LitUratnr.
■iehtigt Ut: Rrnxl II. K. Mcjor, Uncliiclita der Üotutik, 4 Udv. KAnigibcrg 18&I— 1^7.
- f. Hari^T. ilintuirr de In boliiniqu«, ie In mto^nlogto «t de In gi^olocic, Paris 1681
Th. T. HoIdrLik'li. Vi» Nutt^illaiuvn UriocIiMiluda. Uit boa. BfirGckiüclitigDDf d«
dnc Deugmdi. und pulnti^. Vulguniimi>n. AtliuD 1862. — Tb. v. HeldrOH.'b, PflüiEen in
■tUndicn Ebuiia bei A. Mommson, Qmcli. JnhrMwitiMi S. 4Tt^&$T. ~ Uebw die bol*>
ninulie Noiuciiklatiir dur itl(«n wie dar mittHUltMlicbun Zeit unterridiUit das T«rdiuuUieha
IIucli von ßisrnli. Laiij:kflve], Boltmik der epflleren Grieahen vom 8. bis nun 18. Stht-
haniett. ßoiUn 18(S6: dortselbst S. XXII f. bibUognptiiBohe NoÜtm ahmt die botaaMa
LitUtrulur der Uyiuttinor.
3. Mineralogie: ü«bor griooliisclia Qnell«n miltclnltnrlicber Scbrift«! Ol
mngische Steine handolt V. Hoho, Dunigeron do lapidibtM, Il«miM 9 (1875)471-
4. Alcliomie;
A. AusKnb«n; llfluptsAmmlung Kriechischcr alcbemiatiocW Text«: CoUa«tiaa .
Uiciens nJchiniiaten (;r<irjq public« pur U. Etortholot, nveo In cultiiborntiaii da Ch.-r
HuflII«. Stldo. I'nrii If'S^. IHHH, 1^9. Der erat« Bond «ntbftlt di» KinlcJttuig flbar die
9oliirhto der AlnliiMnin mit Noliion Ober Um, Abbildungen roB aIabeMinliBäi«n üteEBiilten
u. B, w., der tn-iüte dio ^ecbiwben Texte, der driUe die fnaüMaAt Uebenetxung itr
üollivu. 7au IleurloiluDg d«r AuHgabe vgt. W. Mejer. Venei<JiBis der Hsa in pmini-
Bolmi St«ute I 1 (l^Bl 5. — Zeeimi PanotiolitAni de zjrUioniin «onfectloae fragmntuia bum
üTiniuni JKToei'o et latiue ediliuu. Accedit lusloriii »iharani sive oerariaünm elo. eoip«!
P. Cbriet. U. Grüner. Solisbaei 1814. ~ Du Fraginent iiu«li in der Sunmluag vea
Ilerthelol («, n) 2. ^T'2. — Alb. Jahn, Cliemic« gmccit o codicibM bi»* Mxnarniuii U'i
et ilcrneiiHi b19. Itevue dn philnloKie 15 (1891) 101—115 (kimco Aanflg« «m ■Inbeinistür.bfn
SdiriftM) de» Stephane« von Al«xAndria. Sj-DMiwt und Heliodoro« mit g«acliwilugMii Kon-
moDtAr).
ß. Tliirsrniltel:
/. Allgeineine Darstellungen: K. Cbr. Scbmieder. Geechtcbt« der AldMBii,
Il&Ua 1R33. - Ffrd. Uoefot, Histuire de la chimio. 2 tom<«, Purin 1H|2— 1843. I>M
in neuM- Boarbeituiig nie: Hi8toir<' de In phyiiique dt de In cbimin drpnis Im teoir« Im pl*
rMuUa jusqu'it iios joiirs, I'arlH 18T2. — Rin« guto liobcmicbt Ubnr dra tiUao ItnecbtUt
und itm Wesen der Alchoinie gnb M. Ilorthclal. 1.0» originoi de t'alcbimi«. Phm I!A
(im Anbnug Annljäe nlrboniislisrhor Popyri, Bmcbreibung gtwcbisdier «IchniBMITtlto
Itss u. H. u-.|. — M, fiortliolcit, I.n chimic nu moyan-&gc. Turii; 1. Kwi mt la ttmr
mimoii d« In seien™ anti([Uo au moyeni««- Doctrine« pt pratique» rbimiqnca. IVaditiM
iMbniqiKa et traductiuee nrnbicu Utiii««. Tone 2. L'Hk'hiaii« ByTi*<|Ut< etc.. svec la i
beration d« Robeas 1>utb1. Tome X L'alcbiniio arabe etc., avee 1« eöllabonUioo de Be
Paria IgSS. — Ein« Itnuppe r«be<T«icfat ^nb M. Berthelot. La Chimi* daaa l'aalimiWj
M tnajren-Ogn. Rt><ni* dM deux uondee 119 (1893) 31&— 334. — H<irin. Kopp, W ■
cbemie in Älterer und neaer«r Zeü, 2 Teile, Heidelberg 18Sft. — H. W. Scbftfer, '
Akheinie. ibr ilKTptiäcli-KrieclÜMhfr Urspranc und ihre writ««i bMor. EntiricklMig. Fl
bürg ism. -• Ernst von Hofer. lti>scbichtr der Chemie vea den UtoKtMi Zeilsa
Kur (<og»nwari. Loijins IfÜtS (liobandclt da« Alt«r1am and Jültnltalter nnr gan km). 4
Kino trellliclie DafMctlung der IturJiHht« der gtieekiscben Alfboaiie bis xubi I. Mc
biuiitctt gibt Hi««fl. Paul).! Üe^efuj-klop&dMs Kene Besibeitang 1 (1894) 133S-I3U. -
Kine ftUgemoin« l'ebereiekt aber die träsohichto der Alcbeiaie, Aatrolugi«, der WakfBje-
klnst* u. a. gibt Carl Kieaewetler. Die Geheim «JasMachaflen, LeapoR 1885.
a. Spesialacbriften: Herrn. Keftp, BeUtlf e rar Ose^ielit« der Ckiww. ZSoAi.
Drauascbweie 1889-1875. — M. Berlhelet. 1« dtmle de« bcystieu d'awi« hauOTiv
d« l«(d*, Annsles de ehimte et do pbj^iiii«, VI. s. (ome 9 (1886)3—65. — 31. flprthtl(]|
•'!ur le« comniMitateurs des rieax alehimiiiteii grecs, JixRBU des Savanls 1888 ;<. 1<#
Um AmoIiIbsb sn sewe Collection). - H. Borlhelet, Snr le« tracoa d« iSerit« sie
HW«« tmoMTfim dans Iw Irsilm latins da nteiren-Age et eur toiivrage iatttuU
M(lot*pboram. Josraal dea Ssnats 1880 S. S14-5IS; S73-&S6. - PanlTsBs*^
M^ an los alcbiniitM gntm. 9jaialat k DkaM», B«vBe de« it. gr. 3 (1'"
CZnr feberlieferung: Vor allem koBunen in DetmcU die Codd. Marc Mi
Paria. «87. Da» die Cadd. Unr. 8«. 16; Neapel. III. D. 17-19; Escor. ♦. 1. U'
^'.1. 18; llero). Phillipp. IMO u.a. Kin« ZnsaMisMUUng der UMcabH. I
liRKe m tiMchtTht« der demie. SHldc 2 (1869) SSS-SIS. - G«iuiMr« Bm^
•Hid Analnen gab U ilerthelol. Los of^tne- de lAIckinie. Pari« 188» 6.
imd; (Wleetwo de« anciene alehimixtes R*es I (1SS8I 173-219 und 2 (1888) '
KrieebMeken .ind iMetHacJMn aMMMstisckm tisa in B«a beMsbreibt Andr« B
!r''<'^a "i'JSr ■"" oMumiq^MS de Reoie. Arduves den Biaiu» scicntifiqaM lU' i
7. FBchwiBHBBchaftca. HilitftrwisfteDsuliftft. (S 2Sä)
635
P 363. Milit&rwistwnschaft. Man pflogt den Byzantinern tot« ßücher-
gelvhrtionikvit und unfruchtbare Scholii8tik vorzuwerfon; dass dioser Vor-
wurf b(.'deuki)<ler PlinsehrÄnkungcn bedarf, ist in dor letzten Zeit wiedcr-
hott nachgöwiesün worden. Eines der Gebiet«, auf dio er nicht zutrifft,
i«t das Milil&rwüMQ; liior wünschten wir im Gegenteil etwas mehr BQcher-
wetsheit. Wer mit der hyMntinischen Kriegsgeachirhte des 10. — 12. Jahr-
hunderta vertraut iat, bewundert die hoho Ausbildung de» Landheeres und
iu Flott«, (Uireh wolelic nbor unermetdidichu B»rbaronhv«re dio schanston
Brfolgu vimngt'^u wurden. Aber neben dieser bedeutondL'n praktiscbon
BtUiitigODg der kriegHwissenachaftlichen Kenntnisse steht keine ebenbürtige
ll&riBche Litteratur, und man kann «ich dio Thataache der hohen tak-
len und di.'U'.iplintlren Ausbildung nur durch dio Annahme einer müchtig
:i-nd«n Tradition erklären. Die littcrariHclio Seite der Kriegntkunst
wenig gepflegt. Wie in allen Wissenazweigen, waren es auch lüer
it die Werke der Alten, die studiert, abgeschrieben und exzerpiert
ohaclion ihre liobrcn f\lr dio günzüch veränderten Verhftltnisso
kjrxantinittchen Zeit unmöglich pa»t>en konuttiu. Sutnmlungen, AuüzUgu
('uruphraäon der alten Taktiker und PoHorketiker wie Biton, Heron,
ilon, Athenacoa. Aeneas, Aelian, Polyaen, Apollodor, Ono§an<Icr u. a.
in mehreren Handschriften aus byzantinischer Zeit erhalten. Auch
I itr gromen historischen Sanindung dos Konstantinos Por]>hyrogenneto3
Itf «in Kapitel //r^i at^trti^ytjimaiv Aufnahme gefunden.
Die selbständige Leistung der Byzantiner auf dem militarwitaiOH-
«hiftiichen Gebiete bescbrflnkt sich auf wenige Schriften. Im Anfange
ira 6. .lalirhundort.s verfo.'tstc Orbikio» ('Oeßi'iao; auch Ov^itt'xioc) eine
Meine Schrift {'E.ittilSivfia), in welcher er dem Kaiser Anaätasio!« vor-
ig, als yorteidigungswaffe der Infanterie gegen die Kavalleriu der
n trnmtportuble Sturmböcke (xnrövfg) einzufilhren. Ausaerdem
(i Orbikios einen Auszug der Taktik de« Arnan (taitcixöt'] und einen
Etymologicuni Magnum erhaltenen Artikel über die Unterabteilungen
Ifeerea und d*-rt>ii Fühi-cr {'Offßixhv twi- «fpi rä at^ättviia tälttov),
Ei» durch S^-llMtandigkcit ausgezeichnet« Schrift eines Unbekannten
tbcrdi« Kriegs Wissenschaft als Teil der Staatswissenschaft entstand
U der Zeit des Kuiaers Justinian (/ioAinx^; n^axtixäv ji>«'^o; i,t(» iregl
«(f«iij)w^<). In der Einleitung Uus^ort der Verfasser die Ab«icht, auch
Ite den Seekrieg xu handeln; davon ist in der edierten Schrift nichts xu
Men, vivlltficht aU-r st«ckt diese versprothene Arbeit in der leider eben-
verstfinmielton anonymen Schrift üher den Seekrieg, welche
Müller gefiinden und vernfTentlicht hat. Ktwa» spJlter entstand das
itiriBche Werk {£t(faitji)i6t). da« unter dem Namen eines Maurikios
Bbvriiefert ist. An den Kaiser MaurikJos als Verfasser zu denken, vor-
ntteo innere Urilnde; vielleicht ist der wahre Autor jener Kufus, der in
iiai Luges militares ala Verfasser eines strategischen Werkes zitiert wird.
IW sogenannt« Maurikioa gibt genaue Auafilhningen llber die Au.sbildung
wd Einteilung der Hc«re. nber Strategik und Taktik, Über das in der
E*'™"'""'"'*ion Kriogsfdhrung stets stark betonte Mittel der Hinterhalte,
Bfeebtuwoiti« der Skythen, Alanen, Afrikaner und Italiker, über
Byxuitiaiecbe UtteraUrgMchielit« I. PtMaisclte LitUratar.
militärische Überraschungen, über B^fcfltigungskunst o. g. w. Das Bixn
ist 4>ine ziemlich iins(>IbHtändig« Koinptlaüon; viHMg ooa ist nur die byz&n^
tiniiiche Cliargeiibezeichnuiig.
Nur mittelbar geliKrt zur byzantinisclii'n Litteratur dio lateiniAcfa
erhaltene, aber wahrschtiinlich aun dem ßriecliidohen Übersetzt« Schrift d««
Marchiifl Graocu» öbor dio Heretelluiig des griechischen Feuers (Libor
iguium ad comburendo» ho»tos); dieeo spätesteiix im Anfange de» 9. Jahr-
huudert» entstandene Schrift ist dadurch liocUinteressant, da»s sie du
<e»to Itczept zur Bereitung dot> Schiesspulvers (ignta valans) ent-
hillt und Bomit für die Geschichte der wisaenschaftlichen Pyrotechnik
Ausgangspunkt bildet.
Daa wertvollste kriogswissenschaftlicho Buch der byzantinischen Z€
iat eine Taktik (To'f tv ?ioÄ*',Mor( taximm' avrtofiof 7iuff<i6oaii), die uiit
dem Namen eines Kaisers Leon llberliefert ist; neuere Untcrauchung
haben wahntchoinlich gemacht^ dart.s Kaiser Leon der Isaurier gemetfl
ist, Dur Vorfa»Hür schupft zum Teil aus Maurikios, gibt al»er auch
originale Vorschriften. Ein eigontjs Kapitel widmet er dem Kriegsrechä
Im Kapitel über den Seekrieg findet man eine wichtige Stelle ühw da«
griechische Fouer, die mit Sicherheit beweist, dass dieites geftlrrbletii
Kampfmittel nicht anderes war al« Sehiesspnlver. Vgl. diu Au8g«lH>
von Meursius-LaiiiiuB Kap. 19 g 6 und 56—57 (S. 828 und 844). Untw
dem Namen des Leon ist auch eine Sammhmg von Stellen knegswisMD-
Kchartlichen Inhalts aus alten Autoren ilhcrliofert: Sj^fttrjytitni naemn^rtii
f'x .■7p«f*w»' xai ax^ttii^yijuüttov nakttmv tivSfiöir, 'Potfiaiiar t* xui 'EXirrar
xftt Xommr, t'v xr^alaimg x»/. Kinc oberflächliche Umarbeitung der Taklik
den Leon wurde »pUtcr unter dem Namen des Kaisers Konstantin VIIl
(1025— 102H} verbreitet. Eine unbedeutende Kompilation (iVpwi»:/H
nfßi ii^ah- (trn^ifpfoi* *,yrcü») ist unter dem Namen des Konstantin I'or
phyrogennetos überliefert. Den oben erwähnten strategischen Tili
seiner hiätorischon Enzyklopädie sdirnnt der Tatrikios ßasilios P^tutnu
beai-beitet zu haben. Derselbe Mann wird in den Handschriften als V«
fassor einer {von t'abricius edierton) Schrift ober den Seekrieg ('
fMxmfi) bezeichnet: wahrscheintiuh aber beruht ditwe Zuteilung auf i
Miss\'er!stän(lniti dor mctrischi-^n Widmung, die sich an einen BasiÜMJ
wendet. Aus unsicherer Zeit stammt die au» Alhonaoes, Biton, H«™]
von Alexandria, l'hiloii und Apollodoros kompilierte j>Dliorketische Schrift.
die ohne genügonde ÖowÄhr einem Horon (dorn Jaugern) zugeteilt t*i
Ober die mit dem Namen des Nikuphoros Phokas verbundenen ni&tt-j
riscben Schriften vgl. S. 268 f. Ohne Bedeutung ist die dem Psellos»"]
I gOecliriebeno Schrift /Jf^i TToXffttui^^ tä^ittg, eine fast wörtliche KoinpiUt** [
uufi Aelian. Zum Schluss sei noch nuf das mililäriache Leiiikoii hin*
(((^wiesen, das wohl im 10. Jahrhundert entstanden ist: 'E^ftt,ina tat i^\
aif/attvfiäfwv xai TtoX([uxäy Tiaifatä^tmi' (jFwiür.
f A. StminliingoD: U. KOcbly und W. Hastaw, GriockiMfcii KrivgMclviflilil ,
(Irit-rhioiili uii«) Dculach mit krrliiicboii und crklAruidMi Annutkuiig««, 2 Teil« in SBi*
l^t|<ii|I IK't^t— ltO>r>. Din orsUn 'i Bände vu()ialt«n «It« Antoran wie AesM», Ilftra«, lU*
II. iL w-, der ^. Band hrin^t di« S^brifl d«« b3-uittiiiiBcbMi Anonjmua IUmi dio — ^«■^-
7. fftcliwisseiiB«h&ri»ii. IGlitKrwiBB«iualiaft. (| 263)
637
SUMUknnct mit Einem droirnchvn Anlinnge. — Di« )>o1tirk"ti«' tun .ScIiridM das AtbenM««,
Bil«B. Ueroii, A|iolluikinM u. n. cd. C WbscIiqt, riTll(iii'<'li>|ii.' «Ins Groc». Tmitdii thdo-
riiftua. rpcits hislorii|aM, Puii ItJST. Vgl. die «ingfli^nilim lIi'iiprpchiuigaD von K. Millur,
JmmuX dpa Savaiita 1068 S. 17Ö— 1Ö9; 243— 2.S6; SOö -d:'l. und Cnrl Müller, (;ilttinBcr
Gel. AaMigN 1869 S. 1— 3&. Eiiirndutioneii van C. (i. Cobet, Kiiisluln crilica uü v. o.
Ed. ToMDMr d« fn^entis <|uibiiBdiUD bisloriconim in cudice Atliuu repuitiii et a v. d,
Oar. Wesdi«- priitnini «ditis, lt«<vu» il» phibtojiio 2 (1878) l88~t!M. ~ Ein» krtttBcbo
OMamUB(V*b» ^mI« «inst Fr Ijaiise. ä^in Nuoblaas gioK an K. K. MQller über, von
d«n aiui mm mit Sobnmiolil dj« AnsnUiruag de« schEiiioii Planes erwartet.
0. 3)i«iintaiisgi>bon mit den dniu gobSrigen EinEelacbriften ond Ueber-
»otKODg«»:
1. Orbiki»*; Kd. ßigault mit Onoauider, Pam 1A99 S. «9—74. — Kd. Schoffer
mit Murikiim. üpiuila 1464 ti. 304— STU. - I^VanxCsiscbe UDbor»^tzllng vonCh. Ouiaohardt,
M^muiri-s militairci 2 (La lUyc 175») 104 — lOlS. — Das Tiacicxöy ed. B. FOr«lcr. Kaiser
IliulliBii uud dte Taktik dea l'rbioiu», Hermes 12 (1»77) 449—471. -^ Der lestkaÜHobe
Artikc} u. a. ta der Londoner Ausgabe des Tliesnurus des H. Stupbauas vol. 9 S. 94& f.
3. Don Anonjmua il((ii nieatiiyiM^f «dd. uub Cod. Paria. 2I>22 KOcbly nnd
Rflato«. ÖTfWiklBch* Kriegaacbririat«ller II 2 (1855) 41—201). — Die vielleicht dnzu ge-
baiis« Schrift ihtr den Seekrieg ed. aus t)«in Cod. Änibros. B. 119 Sup. K. K. Matter,
Vnm griecUsclM Sekrtft Ober Seekrieg, Warzbiirg \S»2. VAa« itnlicniaohe Ueborsetiuiiit
4«r 8«!hrift gab P. Coraxtini. Scrilto siilU tactica navale di anonimo Green, l.ivorno ItiSS.
3. ManrikioN: Erste und einzige Ausgabe roa Scheff>>r, Arrinni tnotica et
Mantieii an militari», iJpsnIn 1664 (mit IntciniBcher UebametzunK und Kammnntflr). -- Ein
nil Ijaimkioa on^ wru-nodtee 5<tmtFi.nkc>n ed. K. K. MQllor, Kin KrioobiMhoa Fragment
»b«r KriBgswüacii. FcetsuUrifl tHr Ludwig CIrlicba. Wßrxburg I8S0 8. 106-138.
RiirBmillel: F. Sulumon. '/.ur inagyiinaolivu MilitArv;un(^bicbtu im Zdlalter der
B«n^e. Budapest 1877 (vi>rbeaa«rt« Ausgabe einer zuerst im Hziijiuduk «rachivnenea Dis-
MstilioD) (Ungar). Der Verr. der mir uniugüngliebeii Srbrift muint, dKS Werk des Man-
tOww sei nicbt vor dem R. Jahrhundert entstanden. — Jilhna. a. onlvn a. 0. S. US IM.
— K. E. Zachariae von Liag<inthal, Wittsenscbafl und Recht tHr das Heer vom 6. bin
am Anfaiu de« 10. Jflbrbunderl6, U, Z » (18fl4) 437-4.^7.
4. Marehna Omccus: Kd. Ferd. tlOfor, Uistoire dn In chimio 1 (Fori« 1842)
461— 4»7. — VgL Jahn», a. unten n- 0. a 156-158.
5. Taktik d<-'H Leon: Den gticchisohen Text od. pr. Meuraiui. Lugduni Itata-
•onn 1S12. Diune .AuscabD ist wicdorbull mit KrgAuxungcn aus cin^r utucn Us von
Lanins tn den Opora Meursii 6 (Floiviu 174^) .'i2!l— 92ii. — Wisderbult bui Migae,
Vitni. gr. 107, 6G9— 112u. — Zusätze von 11. KOcblf, Selecta quaedam ex in«ditis Leonia
Mids canita. Zftnch 1854.
ZaUNielie L'ehcireetsnngon ; Lateiniach von John Cheke. [laset ],'i54. — Ita-
Ittiiiob von riKflfetln, Venedig LHl. ~ FraniOsisoh von .loly de Msisoroy,
■MitatioM militairM de remp<>r<>ur Li^on etc., Paris I75S — 1778. — Dniitnch von 3. v.
kMraebaid, Kuimt I.d?o des Philasopbon .Strategie nnd Taktik, 5 Ti:ii1o, Wien 1777— 1781
(b<nht auf il»r vorgenannten rmnzSsischen Uobcrsetzung. ist aber von Wert durch die
pUtveUoD hjiknrae). — Dus Knjiitcl Über den Seekrieg Ubprsetxto und erlAulerto Aug.
•LGIrSrer, ByxAotinischc (ieechichli^D 2 (lt<73j 410-425, — Ungarisch siud mehrere
hriim AberMtct »«o Karl S<iib6. Kk-inore histori.icho Schriften. I. Die Kriegsurgimiaulioa
ttiUlffWa luagnr.) (mir uiuugAn|;licb).
DwSciinft 2'([>Df>;}'iji<ii tiaQiai-^am ed. pr. (aus dem Cod. Lnur, 75, 6) J. Melbor,
nljaMl ■trategeDiNlon tibri octu. Leipjug, bibl. Tenbueriana 1887 S. .^05 540.
Hiirsmitlel: M. .liibn«. a. unten a. 0. 8. 160-171 — K, K. Ztieharino von
tiateilhal. Winenavhaft und Recht fUr das Heer vom 6. bis xum Anfang des 10. Johr-
>*i4rU (I. Die TaHica Leon»), B. Z. 3 (1'4S4) 437-457. - K. Schenk, Leons III
t>M«nKb«n der Tsktika, D. Z. h (1896) 298 f.
tf, Konilanlin I'orphyrogonnotoa nnd Konstantin VIII: S. die Litt«ratiir-
■pbn S. SM: »0.
K 7. £Ne d«m Baailio« Petoinao gewidmete Schrift über den Seekrieg «d. Fabrieint,
MLgr. 8 (1717) 130-113,
8. Paellos: Ed. Fr. Boissonade. ViXXot. Nürnberg 1838 8, 120—124. — Damndi
•ktebcdl bei ROchljr und RQstow, Urleabiaobo Kriogtutcthriftatcllcr II 2 (I85&) 234
•■218.
9. Dan onilitlrisoh» Lexikon ist Oft«T mit Suidaa ediert s. B. in der Aasgnbn
*«tlrrnbardy II 2 (1»&3) 173^- 1744. - Aurh mit <lpm Lexikon des Thomn« M<i-
|itl*r, Pari« l-^SS, — Wiederholt von KOohly uud KQstow, (Jrieclüsche Kriegsachrift-
-" II 8 (1856)217-233.
636
Bj-unUnlscIis IitUr«tarf«ichtGht«. L ProaaiMh« Utterstor.
2. Uilfamittcl:
A. Allgemein« Worke: In d«D B)ter»ii WerkM Khar it» pi»clti»cb^n
UifMVww«!! ist futUMMliUMaliakilM Altertum bertlcksiclitiKt' llaiiptschrifi : W. Rtsloi
nnd^. Sftohlj, 0<ediieiit« im griMliMt^ra KrioE*<>'Woni< Ton der JÜtMit*n ?jrn h»
Pyrrhoa. Aarau 1862. — ZicmHoh eiuBchMul int du AlUrtum and dax Mittaloltor WhubMl
T«B Max Jahne, Geschichte der Kriee««iMc<n*chRft»n vonjabmlicb in DoutacbtaDd- t'j^t
AbteilunK. Altertum. MiHelnIt«r. XV. und XVI. .Inhrhund«rt, HUnelun nnil Lciptig 1^
{— <i<«oliicbtn <li-r WinBPUHc^Wton in DcubwhIand. '21. liuDit).
tl. SpcxinluclirirtRn: Fr. Haaoe. Uetier die gnechiaftieo nnd tOmbeben Kheg>-
Bobriritileller. Jnlmn Jahrb. 14 (lä»^) ^8~11& — Fr. Haaae. I>« aOUtariun Mdpl«n»
gn«corum et Intiuorum uinniuin editione inatitiienila narrnti«. U«rlin 1847. — Tk. Gav-
pari. Zu den eriuahischeti Krie)CMchrinsl«llerD. I. Kugebias bei WeAcber .Poliof«M>«e
das Ureoa', Zeitsclir. r. die eslerreiob. Uymnawen 19 (im»t 101-113. — Hwiptaehhft fibtt
dia nir da« Milittr Reitenden Stnirg«setxe : K. K. Zaohnriao von LiDgentbal, Whmd-
Khnti und Rnchl für dum lloiT, U. Z. 3 (18S4) 3T -57. — Kioe popalftr« SkÜM giW mi
(Srund dnr von K. K. MOllc-r herauagegabenen Schrift OW Snekneg K. Juri«n da la
Uravii'ro, Ln ntarinn de« Bj-untins, Revu« dea dcus ModiIi'h 6b (Itj.^) ISO— l.'tS.
3. Uobortioferuut!: Wie in den meisten anderen Teilen der alten Littemtm u
Ist auch in duui der KriugHwiaBeiuidiart das lehote JnlirbiiDdert und opesiell die Ue-
|(ieruii]|c des KesHtuntinoa Por{bjr»KenDetoa durch Qei«aig« S«inin«ltutigkeil aaa-
RoMichnet. Wohl der pitasle Teil iinaaior Ceberlieferon»; dei alt«i Militlrlittafatv gabt
direkt odirr indirekt nüf dJMO Zeit Iltrttck. Wir haban Sammlungen von rorvMfaal
• tratogiach-taktiachem Inhalt, solche von vorwiafieod paliorkotiacham labalt tut-
lieb Bokthe von Komiaehtetn Charaktar. FQr die erste linippo kommt voraabmlicfc in
Uetraebt dar Cod. IiBur. &5, 4 s. lOjII, Die HanpthaH der poliorketiackaa tituppa aiad
die Codd. Pari«. auppL gr. 607 «. 10 und Vindob. phil. gr. 12ä ». 16 (NommI). Zar
dritten Ümppo gohSran die (Jodd. Paria. 2442; Borber. II UT'i Valie. gr. 1164; Kicnr.
Y. HI. 11, «ftuiüidi PcTgiunenthea dea 10.— 13. Jnliili. Für aich ataht der Cod. Anbroa.
B. 119. aup.. der einige in den Obrigen Sammlnnmn IwenissteBs nach unacnr Cabtf-
liaferanx) lalüende Sohriri«o bewahrt, lieber die Üaa der pMiorketiacli(4i Orupoe ^aM
nu-führlich C. Weacber. Pu1ioTceti<tuc de» Grecs. Paria I8G7 & IX-XL. - K. K. Uallar.
lUndecbriftlicbea su den Poliorkotikn und der Geodaeeia d«« sogenaoBtan Uero. Rkain.
Hiu. S8 (I8S8) 4A4-46S (BMohreibnng des «irlit;);rn Cod. Vatie. 1«(», a. 11. 4n
Arohfttjrpua der von Waacbei- banDtttcm H^). — Kinp Kla»ilixi«rung der Mamtas Uabar-
liefening gibt K. K. MQUar, Einn grieehigidie Schrift Ubor Seekrieg. WOnborg 18tt
8. 18-89. — Vgl. aueh K. K. Müller. Kin grioehiaehca Fragnioat Ober Kiiagawi
Fuslaehrift für Ludwig UrÜdin. WünborB 1880 S. 106—112. — Da*u noch eisige ""
Ki'upbien: Itundini. Epinlulu de «(.'Icberritnu eodicc tactieorvtn hibliotherac LaoreD
Plerena 17*IS. — C. U uil. Müller, De codice liemenai toolicorum KrHerarum, Jabna Ja
Sapplementb. (^ Jahns Archiv) 4 (1836) ö53-r<e3. ~ U. K<ichf>. Do Bctiptonu
graacaram rodicn llernensi. Index lectiunum, Zürich 18U. — Ueber dm Cod. l'ari«.j
sr. 607 vitl nnch G. Meyncke, Ueber die Ha des Arjatodanroa. Jaluis Jahrb. 97<
8S4— 889. Carl Malier. O^ttinger tial. Aiueigen 1$G9 S. 9tt., nnd ßnd. Prini.
demoa, Jahn* .Inlirh. 101 [1S70I 193-810. — Oh. Gram. NoIicM at nxtraita d'an m tM]
de la liibliollii-([ue dn l'univorait^ de B61e. Annuniie da l'aaaoc. 9 (187«) 76—8
Oeuvtca do Ch. Gmux 2 (ISSB) 139-149.
. Allgomeine Charakteristik. ^Poesie im wahren Sinne des
CK kannten die Byzantiner nicht, und ftie hat unter ihnen
ala heetanden.* I>ie»e» Urteil') int hart und rllcknicht»1oR. Wt^nn
aber die schlicht« Wahrheit sagen wollen. mUs^^en wir zugo«<t«hen,
das Kcliarfc Wort fiir die W«rkc, welciio Boi-nhnrdy im Auge habeu
, mit vemuhwindenden Ausnahmen, die liöchstens die Itegcl beBttt-
Kntrifft. Die einzigen Gattungen, in welchen auch Byzanz wahr
mdeno und originell nii-igefUhrte Poettie hervorgebracht hat, waren
[■ Z*'il de» gro^is«D Meistora der griechicchon Litteraturgcschichte fast
wannt und daher aucli unbeachtet geblieben. Wie die I'rosalitteraiur
rMittelgricchen gem(>inhin nur als nützliche» Repcrtorium alter Ober-
t» bfitraclitet wurde, so hatte man auch in der Poesie nur das einiger
tfiaeikaamkeit gewürdigt, wti.<4 mit dem Altgrieehischen im Zusammen-
ag atand, voniohmlich die grossen Versromane, poetische Be-
lireibungon von Dcnkmälorn, epigrammfiti.sche und didaktische
■■lichte. tHe Gattungen dagegen, welche au» dem originellen Leben
BcbriBtlifh-byxantinischen Volkes hervorsprossten, bliübon bei Seite liegen.
I wiirxeln nicht in der Antike, sie folgen keinem alten Muster, sie werfen
n unmittelbares Licht auf die Werke der klassischen Vorfahren, und
«li «ler \-ielmehr gerade deshalb sind «io die einzigen Zeugen, welche
■ AoMpnich widerlegen, dasa die pootiecho Ader im Qe»chlechte der
rnntiniechen Menschen vertrocknet sei: die kirchliche unddievolks-
limigo Dichtung. Die eine entspringt aus dem vUUig nouon Prinzipo
» christlichen Iteligion, aus der leidenschaftlichen Begeisterung fiir ihre
luderbaren Siege, ihre heldenmütigen Blutzeugen, ihre erhabenen G«-
■inniMW^: die zweite erwächst als ein orii^nellos Gebilde aus dem cigen-
ti? vorbereiteten Boden des byzantinischen Volkslebens. Oenieinsames
iHcmal ist beiden der Briicli mit der hellenischen IVadition tn Form
id in üohalt. Bt^^id« vorsehmühen die Nachahmung der alten Uu8t«r,
*) BmihttAj; Grandrits dur ^«oli. Litt«riilur [1 2 (IS90) 7TI.
^3T^ ByzanUniache Lltt«ratDrgeBobicht«. n. Po«tU«ta« Lttt«rat«r. 1 '
beiden gieeson nouoii StofT in nouo Formen, beido sind mit dem lebonÜgaBT
l-'Ulileu Aoa z6itgfit»&m$c\nia Volke» oiigo voricnapft, Blut und GeiinH|
Blut und Geist der christlichen Khoniüor. ^^H
Will man den littoi'ariächen Wert beider Gattungen vergleidienlN^I
scIiStzen, so ißt zweifelloe, da») die Kirchendi(;li tung hoch Dba li^|
Volkspoe-sie steht. Da» hat vornchieden« Gründe. Die Kirchendieiitin^|
ergriff »inc-n Inhalt, der nn Gewaltigkeit und l'opularität auch die 0UeB
lichaten Stoffe der volkxinilKriigoii Littcratur weit Übertraf. Daxu hattfifl
in der populär tomporiurten Kirchonsprache und in dor ryllinifl
sehen Metrik ein vortrefTlichee, allen Anfordenmgon genOgendes Aii^|
druckmuittel gefunden, während die Volk^poesic steh mit dem einUoglH
AUorwsltsverse behelfen musste und am ungeDchluclite Werkzeug 4lfl
Vulgärspracho infulgo der ablohnunden Haltung der gebik)et«o Ki«^|
nicht genugT>ant /.u gttitten und auszubilden vermochte. ^M
S64. Elnteilimg. Indem n-ir nun den Versuch machen, die liyaiaB
tinische Poesie nach ihren Arten ku gliedeni, mmm von der VnllnüliiJtB
tung. deren Betrachtung einem eigenen Absdinittv vorbehalten ist, dj
geochon werden. Der !<chüno AtiHiau aus Epos, Lyrik und Drijufl
durch welchen die Geschieht« der kla»ii»chen Poesie oo einxig dasbebt, ifl
selbstverständlich in der byzantinisehen Periode nicht durchzufOhren. Dh
Begriff der rein nationalen Dichtung, die al^ ein zusanimonhing^vw^
Gansß mich nach inneren Gesetzen organisch entwickelt, kann auf itt
Zeitraum, welchen die Namen Alexanders des Orosäun und Mobanuitli U
begrenzen, keine Anwendung finden. Aus der grossen Hasae bytantünKlMr 1
Dichtungen lässt sich nur eine Gruppe absondern, die eine Tollstiildigl 1
Entwickelung mit den unverkennbaren Merkmalen dos Anwachsens, il«
Blilt« und do<* Niederganges durchgemacht hat: Aaa ist die fOr den litD^
gischen üohrauch bestimmte rythmische KirchenpoeHie. Sie hl -
natürlich immer abgesehen von der eigentlichen Vulgärdichtnng - ito
einzige poetische Neuscböpfung der apätgriechisch-byzantiniscben Zeit und
sie verdient daher in einem eigenen Abschnitte betracht«t zu werden.
Alle übrige Dichtung wird der »weite Ab.schnitt umfasMO. GetMil' '
saino» Merkmal dieser aus sehr verschicdeuartigon Teilen zusammwig**
eetxti'D Gruppe ist die formale Anlehnung an das Alterlam. iJI*
hieher gehörigen Werke setzen in irgend einer Weise eine antike Gatti«S
fort und sind nach alten Mustern gearbeitet; ausscMiesslich herrscht Utr.
die qunntitierendc Metrik und der politische Vers. Der 6(00 ut
für die Bestinmiung der Zugehörigkeit gleichgültig; daher mfiMoa Mt^
Dichtungen, welche geistliche Vorwürfe behandeln, wie der A'jttfwt "•"
fsyinv, Epigramme auf Kultusgegenstände u. s. w. zur zweiten Gnippv S^
rechnet werden, da ihre Form auf helteninchen Vorbildern bonihl. Ku
künnte die errite Gruppe als kirchlich-byzantinisch, die zwvitc *k>
christltch-hollenisch bezeichnen. Da über Herkunft, Goscliicht« niul
Hilfsmittel der Kiiehendtchtung in den einleitenden Kapiteln dv« <tiiUa
Abschnittes auMführlich gehandelt ist, wird sich die (olgende Krörtereog
im wesentlichen auf die Werke der »weiten Gruppe, auf die profm»
und nichtliturgische Poosiu boitchrftnken. Zuerst möge
< ebe kun^
ingenoiB« CbKnlcUriBLUt. Bialeitang. Epo«. Born»», {gg 263—265} 641
Btnöclit über den Charakter und die Schickitalc der ciiizclnoii Dicli-
^■gdartcit ti«j doli By/antiiiorii gegi^ben werden.
H 265. Epos. Boman, Eine upisch«) Volksdichtung im antiken Sinne
Hpint in Byzanz erst mit der vulgärgrieclüschen Litteratur; docli besitzet
BlKanstlitt^ratur mf<hrere Werke, die mit den Kpen doi* alexandiininchon
^p sptttröminchen /fit verglichen werden kennen. Ooorgion Pisidos
Hfngi in mehreren jambischen Gudicliten deu KnegHruhni des Heralilios,
Vanderen belehrt er über die Kitetkeit des Leben» und über die Ei^
Muflung der Welt. Der Diakon Theodosioa verherrlicht in (kbcrschwftng-
lUien Tftncn die Siege des tapferen Nikephoros Phokas. Ma.s8onhaft cr-
raotneo eeit dem 12. Jahrhundert granimatischo. incdixiiiischc, OKtroIogischo,
■bloriHche und allegDriäc-h-moralische Lehrgodiehtu teil« im Trimeter,
b<ils im bequemen SchlendtTlon d«s politiHclion Vorses, Das erzählende
pSpOB der alten Zeit wird jedoch bei den Mittelgriechen weniger durch diese
BMtoriMben, panegyrischen und didaktischen Werke vertreten als vielmehr
llurch div LitU-ratiirgnttiing, welche in der neueren Zeit da» alte Epos
la der denkbar grossurtigstun Wi-isu erectzt, durch den Roman. Nirgends
Iftber haben die Byzantiner eine so völlige Niederlage erlitten als gerade
m dicTier (lattung. Darfiber mag man sich wundern. Wenn dos Drama
nidit auflilUhen konnte, so war das eine natürliche Folge der schon aus
dar hülleniMchen Zeit herrührenden Umwftizung der Kulturvcrliftltnisäu. Der
naa aber, ein Kind der b-pätgnochi»chcn Sophistik, ruht in »einer eigen-
ilichen Fonn auf Bedingungen, die in der byzantinischen Epoche keines-
verloren gegangen waren; sein Verfall ist nicht ohne weiteres vei--
lich. Wahrscheinlich aber ist die letzte und wichtigste UrRache diese»
folge« mehr im inneren Wesen des griechischen RomaiL« als in
Imeren LTniätänden zu suchen. Schon an der W*iego dieser Gattung stand
idie Todfeindin jeder echten Kunst, die Unwahrheit. So erwuchsen kalte,
LdKoiatiache Werke, die alles elier sind als ein getreuer Ausdruck ihrer
■igtBfln Zeit. Nach einem leicht erworbenen Rezepte wird da» dürre
Barfiflte einer herkümmlichcn ErzUhlung mit einem bauschigen Apparate
Tan BeBchroibungen , Deklamationen und Briefen üburkleidet. Wie der
Geographische, ethnographische und kulturelle Hintergrund, so .lind auch
Pa Intelligenzen und l'haiaktere nach konventionollen Schulmu^tern ohne
BOekincht auf das wirkliche Leben geschildert, Es sind Scliattentiguren,
ubelbafU' Oi-gendcn Orau in Grau, ohne besümmto. der Seele sieh ein-
fttgeade Eigenart in Form und Farbe. Kein griechischer Romanschreiber
httt den Griff ins volle Menschenleben gewagt; keiner kam auf den Ein-
lU), Meine eigene Zeit, ihre familiären, sozialen und politischen Verhtllt-
nine, ihrv philosophischen und religiösen Stimmungen, den unendlichen
■Hcbtum ihres Vulkäk-beiis zu studieren und künstluriseb zu vorwerten.
■Ene Litteraturgattung lehrt uns so wenig Über die feineren ZUge der
hdItidstiBoben Kultur als die, aus welcher man hierüber das Meiste er-
Irarten sollte. Der Blick auf das lebende Modell wird von die»^eii Kilnst-
pm IngatJtcb gemieden; sio verschlicssen »ich in den slimbigen Aniik(.'n-
IHÜ und arbeiten nach toten GipsabgUsBen. Sie haben kanm eine Ader
hm modernen Naturalismus. Sie bilden den Bnssersten Gegensatz zu
Sysäntiaiache liUenitii^MchiobU. IL Pi»tla«k« UUeratar.
der Litteratargattung , in welcher man mit Recht das Bekenntnis UlM
ht>utigoii Goüellscliaft erblickt hat, eu den Werken eine» Flaab»tt."
Zola, Bourget, Froytag, Keller, Doatojev»kij, Tolatoi.
Wenn domnach eclioit die Originale auf hohlem Scheine benihten, d
int es natnrlich, dass nun gar dio Nachahmer solcher Phra.H^nwerke jdl
Fühlung mit dem Lebun und mit dem gesunden tieschmacke vcrtJMfl
moasten. Vom lesenden Puhlikum war in der mittelgriecbischeu Zeit noM
viel woniger als früher eine tteaktian zn erwarten. Die Stufu der aJ?
gemeinen Bildung war im Kaufe der Zeit bedeutend gesunken, damit audi
das feinere Oefilhl fiSr die Harmonie von Inhalt und Form. Manche« hatte
zur Verftnderung des Ooschinackos auch die Überschwänglichkeit morgen*
I9.ndischer Erzählungen beigetragen, welche zuerst in die untersten
Kreise des Volkes eindrangen und bald zu einem bedeutifftmen Faktor im
rhomSiachen Kulturleben wurden, wie sich ja orientAlificho Einäilsae socb
in der byzantinischen Kunst deutticti bemerkbar machen. Einige Ktuul-
mittel des Homan» wie die genauen Personalbeschreibungen und der
Wundcrupparut von Träumen und Visionen u. s. w, sind Übrigens auch JD
anderen populiLren Litteraturgattungen, wie in den apokryphen Apn«it«l*
geschichten') und in ('hroniken') reichlich verwertet und ent«pn>cben offen-
bar einer stark ausgeprägten Oe»chmaek.'4richtung der Zeit. Trotz diesM
.mildernden UmgtS.nde* bleibt uns der kuntitepraelilicho Koman der Mi
griei:hen in seiner grenzenlosen Abge-sehmacktheit ein Rätsel, und wh
lieh Ifisst sich ein Slaudpunkt entdecken, von welchem sich dinter
gehurt eine gefallige Seite abgewinnen liesse. Dass die hyzantiniacben
Romane dessen ungeachtet ein eifriges Publikum fanden, wird durcli di«
groH«e Zahl der Handschriften zur Genflge bezeugt. Wenn wir in der
neueren Littoratur nach Werken verwandten tieistos suchen, mOason vir
auf die wüsten Erzcuguiijitc der zweitun sohiesischen Schule zurück-
gehen, welche von den seit dem 16. Jahrhundert in zahli-eichen Über-
Setzungen verbreiteten Sophistenromanen sicher auch einen direkten Eia-
flue« erfahren haben. Es ist sehr bezeichnend, da»w hier wie in ß;
die Vereinigung von kannibalischer Hoheit mit silselicher T&ndeki
ausaerfitcm Schniilst Tür den Gipfelpunkt de« Schünen gehalten wird.
Die VerbindungsbrQcken, welche vom hellenischen Keman ki
byzantinischen hinüberfuhren, sind nicht mit genügender Deutlichkril
erkennen. Zwar ist es »icher, dass die Itomanc der Sophistenzeit noch
den folgenden Jahrhunderten gelesen und uogar exzerpiert und komiiMii
wurden. Hielt ja doch solbet der Patriarch Photios diese oroti
Werke seiner Beachtung für würdig (Cod. 94). Aber es bleibt hemerki
wert, dass nach Chariten, dem letzten Vertreter de» Romans auf h
nischem Buden, eine selbständige Produktion viele Jahrhundert« hini
gftnzlich zu fehlen scheint. Wir sehen in diewir That«acho eine der
kungen des exklusiv christlichen Geistes der Litleratur, die vom
bis zum 11. Jahrhundert fast ausschlieaslich von Angehörigen dos KlerilcM^
Jieaw n
') TgL R. A. I.ipAJns, Die spokryithMi
Apa«t«lg«scbicbt«n and AiiostollegMidan 1
(18S3} 7 f; II « (188«) 98»; SSS asd I
•) Vgl. oben 8. 290.
^m
Die lyrisch« ud dranatiBch« PomI». ($ 20^
643
«tudds gepflegt wardci. ikt vorstohcn wir auch, das« das Wicdoraufldbcn
<faB Jtftman» in <ii<> Epoche fallt, in wulchvi- man dem boUcniBchen Altertum
netter ganz unbefangen gegenflberzutreten begann: Die an» bekannten
i}7aDtiBL8chtfn UonmtMcbrciber, l'rodromo.i, Ma)ias»c8, NiketaN Eu-
jeniaoos und EuKlathios, lubten im Zc)talt);r dvi- humnniätiKC-hun Ke-
wamaace unter den Koinn«nca. Übrigotig li«gt wohl ancb in dieser
langen Unt«rbri?chuiiR der technischen Tradition eine weitere Ursaclie der
plumpen Ungeflohicktichkeit, mit welcher unsere Uomanschriftiil^Uer an ihr
Werk gingen. Ein günstigere» Urteil verdienen die vulgärgricchischcn
VorKroma.nc, welche, t«iU vom Orient, teils vom Occident bceinflusst.
leite auf nutionulem Bodi'n orwachMin, in Form und Auffassung vom
Altertum loHgelilst sind. Vgl. den Abschnitt .Vulgärgriechieche Litteratur*.
1. Uauptsclirift bluiU auch fUr duu byiantiiiiaclie)] Roman: F.. Rubdv, Dor
friecliiaoli« Smoau. litiptig IBiiJ S. 521— 542. Vgl. die guten und eiuige a»lbatAiidu[e Bei-
trlic« •■tlwlt«nd«a Beeprecbungeo vnn K, Egger. .lournnl des Savauta 1879 S. 41— &2,
mmi A. N. Vaaelovakii. Jooni. Min. 1871! Ud \SR Nov.-Der.. 8.99—151. ~ Te^raltet ist
S. Strnv*. (Jetierdie Ranxmen und Novellpnlittoriihirder Mitlol^ieohen. IllstorJache und
KUcCracbo AUiuidl. d. b. dentschen <!B9ellschaft tu KOnigaborg, liernUHgvgcb. von Schubert.
S. SaBunlung (1^11) 47 — 110. — <innx nuUlus wnr aolion fllr »ciiio Zeit: llnrtung, Die
kjrsajitiiiiaobe Noroll«. Uorrigii Archiv fUr das Studium der n«uuren ä[inuih«n und Littvra-
tare« M (IM'S) 1—38. — Auch K. Nicolul, lieber Eutatuliuiig und Wc«Oo den grieehi'
»ohai Ruman». Proci., Bomburg ISJi. und A. Chassaug, Histuiro du ruiuno etc.. l*«riH
URS, ainil durch Rliodee Buch vOllig !lberlini?Hig geworden. — Ueber das Fortwirkuo dun
ylwhiach ■bjTMDlin iache ii Romans bandelt A. KirpiJnikov, GrieohiHrho Itonune in der
HHna Iitte«iaur, Chaikur 1876 (rase.); Ober den byuintinlichnii liomon e. bes. I Qb ff.
- Ü«b«T die nhriGtlirheo HeUtnerphomn d^ griocliischen Komons ii. n. huid«lt A. N. Tese-
loTakij. A>i dnr <>Michiebt« des Konmns und Urr Knilblung 1 (i'otunibnrK IB86)29 — I2R
UBM-f. Vgl. d»n Bnrieht von Jngii*. Anhxv sl«v, rhitol lü (I8H7) 283-243. — Die
üfh^kimirc alter Dichter in bjumlinisclion Koinntieii unt^rtiuclat J. tl. ßrnmba, Uobor
CHaiti nnd KcmiiüHeiucii aus Diohtern boi Lucinu iiud eiiiigeu s))älereu Sclirjftatollorn,
hv^r.. EK/bäOM 1888 S. &7 IT. ~ Marens Landau. Di« Verlobten. ZoiUidirirt f. vorgl.
UltenUarnMlL & (1892) 2&7— 27S; 417-437. handelt tlhei das den meisten »[.atgiiochi-
aÄta ud h^iaatiaiscben ßonnanen sowie mehreren romnntisriien Kraililiiugeii zu Grundo
limsd« M«4iv der Trennung, gegenseitigen Wiedernufsiichnn^ und Wiederauffindnng xweier
iJMMiJea. das alte Tltemn der ,PrnmesBi 8posi*. Aus der b,vxnntinisch«n I'itt«ratiir be-
^iihl «r di« Itoman« dcie Kuststbios, Nikctas Kugoninnos. Tbeodoros Prodro-
■ os tuid Kanitnnlin Manansos. sowie die vulgOrgriocbiidolHMi (lodicbte Lybiatros
Md Rbodamiic and Imborios und Margnronn. — Zur Frsgu Qbi-r den Begriff da«
B^aaoa rgl. Fried, äpielbsgen, Uuitr%e zur Thvurio uud Technik des Romans. Leipzig
IttS, oBil daa ob«n utiert« Werk von A. N. Vcsolovskij S, 1 —27,
2. Einrn Etsati fllr den profuien Roman bildetcu die bäiifig im vatksmUBsigen Tone
K*luüieiM>n Ueiligenleben. Vgl. S, 176 ff. und den fi .Barlaum uiid Joosapb* im Ab-
■cfaittt , VKlgArfn<«li»ohe Litteratur*. Eine Reibei volksmAssiger Ei'zilblungen und Heiligen*
Im Ha Aifljptea aind aus dorn Arabischen nnd Kontiiclieti nbersetit mit ansfuhr-
EialaitlBiiK Yvn E. Am^ünaau, Conttin nt KomnnB ae l'Kgjpt« chri^tienne, 2 tom«fl,
1888 :3 CollMtion de oOBt«S et diansons populnires t. 13 «t 14 (Die Geschicbto, wl«
Am BUdt AÜtan bekehrt«; die Viaion den hV .lohnnncs cbs Kvangotiaten. crxillilt vom
hiriarcbaa TiboUim«; die Legende der bl, Kuphtmiu; die zehn Wunder den KrzengclB
illdwvl: di* Ekkebraof dea Schreiber« MatthueuB und seiner Familie: die tieachicble du*
AMr; dia fiaacbielite, wie daa KOnigreiob dos David in die Ultnde des KDnigs von Abjsainien
ttatgiag. u. ■. w.V
366. Die lyrische und dramatische Poesie sind bei den Byzan-
tUMvn am besten durch die Eiri-hendi(.-hlung vertreti'n, in welcher Elemente
r Gattungen zu grossartigen Kunstwerken verechmolzen sind. Dn-
•a hat der objektive Grundton, der das ganze byzantinincho Zeitalter
:hl, eine weltlich« Lyrik nicht aufkommen lausen. Man kann
«inige StDcke des Johannes Oeometreti, des Christophoros von Mytilene, deat
41'
ji
auch bemüht, jede gut oder schlecht bozougto Thateacbe zu seinen
zu wenden und jedes Hindernis beiseite zii HchlL-bvn, erreicht er j
da» Ziel, den objektiv gestimmten Leser unzähligemal zu argem]
schliesglich erst rocht im Glauben an die Dramenlo^igkeit der q
Hchon Zeit zu bcstilrkvn. Der Ge^i»chniack an der ernsten Gm
Dramas war schon in der spätrUmisdiL-n Zeit durch den Mimu
leichtfertige Pantomime verdrängt, worden; die Stelle des Thea
die banalen Lustbarkeiten de» Zirkus und des Tingeltangels eing<
Dem rücksichtslosen Kampfe, welchen das erstarkende Ohrißtent
olles Thoftterwesen orüfFnetc, fielen die noch Bbrigon, von der Ti
verlassenen Bühnen ernsteren Charakters leielitor zum Opfer
galanten Obszönitäten der pantomimischen Posse, an welche e
Bruchteil der höchsten und niedrigsten f)e«ellschafti(kreiso sieh nii
hafter Uier an klani inerte. Die dramatische Litteratur blieb de
massigen Studium und der Lektüre Überlassen. Einen Er aat:
alte Biihno schuf das Christentum durch seine reich und sinn^
gebildete Liturgie, durch die Vorlesung heiliger und profaner GeiS
üfTontlichen tiastmählern, durch dranmtischo Behandlung christlich
und endlich durch geistliche Aufführungen, aus denen später das
ländische Mysterienspiel her\-orwuch8.
Von christlichen Dramen oder violmobr dramatischi
logen, zu denen die 'E^nyiayr^ des Juden Ezechjel (um I.IO v. Ch
Vorläufer bildet, hören ,wir seit dem Anfang des -1. dalirliund»
hl. Methodios (f 311) wird als Verfasser von Dialogen gei
welchen er die Ünostiker bekämpfte. In einem derselben atrcitt
tinncr und Orthodoxe llt(il avit^otitiov; in einem Prolog win
einem euripidcischen Drama der Inhalt des StUckes angedeutet i
ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Drama nicht holluuisrfa
christlich sein werde, wa« den Verfa.t.sor jedoch keineswegs
homerische Verse einzuflochten. ') Das zweite dramallhtdicho Qo
Die Ijrriach« oud drajoatiacbe Poesie, (g 266)
Ul>
Dfiht zu haben, oin Geg«ngL<wictit gcgon die licidnücho ScbAubahoe zu
ITen.') Die Popularität «ier Thalia dos grosson Här^Ukortt blieb bei
orthodoxen Partei nicht unbeachtet; sie schuf daher, um die Arianor
ihren eigenen Waffen zu bekUnipfcn, eine 'Jtri&tii.na, von der leider
hte Näheres bekannt ist.*) DramatJ^ehe Zwiegospi-ächo, wie sie z. B.
ia de« Patriarchen Proklos (434—447) Lobrede auf die hl. Jungfrau
(Uigne, Patrol. gr. 0.1, 736 ff.) eingeflocliten sind, beweisen nur, das« der
rfUr die Wirkung der dramatischen Form nicht verloren gegangen
Unter Kaiser Blaurikios (591) wird von einem wohl pantuniiiui-
Idien Mysti-riL'nspiel benchtet. das Theopliylaktos .Simokattes^) als ^fai--
fpwf fuvtt'jifiov und als iftavrffixi} ;rftvdaiaia bezeichnet. Im 8. Jahr-
Indert sollen die BilderatUrmer theatralische Vorstellungen begünstigt
Üben; aiigehlirli ah homöopathisches Mittel dagegen verfastüte Johannea
M Damaskoii ein nicht erhaltenes Drama Susauna, das Eustathios
Hpideievli nennt.*) Recht schwach bezeugt ist ein Drama 'O itm-atoe
n Xfietoi; das um 7dl) Stcphanos der Sabbaite geschrieben haben
KiU.*) Wenn man sich einen Begriff von diesen „Dramen" machen will,
BDH man wohl eher an den kleinen Dialog des Igiintio» al8 an den
Xfifftif amtxuiv denken. Das sind die in nahezu vUlligus Dunko! gehüllten
bBnge der geistlichen Dramatik, die auch in der späteren byzantinischen
E(it nicht valiig XU Omnde ging. Wenn Bischof Liutprand unter \ielen
en AnsUJsüigkeiten, die er hei den kriechen sali, auch die Verwande-
Uagia Sophia in «in Theater bemerkt, so kann er nichts anderes
als eine Art von Mysterienspiel. Daran schliessen sich endlich
inlichen Stücke aus der Zeit der Komnenen und PalAologen, der
Iftfiö; näcx'»*' und die moralisch-allegorischen Dialoge des Ignatios,
laplucheir, Ptochoprodromos und Philes. Aber keines derselben
lar zur Aufführung bestimmt; es sind Lesedramen in der Art der
l^appJonti^äffYa und dea 'Uxvnot't Lukians. Heutigentags seheint von
leifltlichcn i^pielen in der orthodoxen Kirche wonig mehr übrig zu sein.
Im einzige mir bekannte BeispiL-l ist der sogenannte JVimiJp d. h. die
BBwaschung, welche in Patmos und .Jerusalem alljährlich, zuweilen
Ri in Konstantinopel, am gi-Unen Donnerstag dargestellt wird. Es ist
oe von München veranstaltete Auffilhrung, die jedoch kein Mysterienspiel
nnt werden kann, da ihrem spftriichen Dialoge nicht ein origineller
volksniäsaiger Text, sondern einfach die Worte der hl. Schrift zu
gelegt werden.")
Die lte«te des weltlichen Theaterwesens fristeten seit dem Aus-
d«« Altertums im Hippodrom und an ähnlichen Orten ein nicht
uner sehr ehrenvolles Dasein. Welche Freiheiten sich die entarteten
Kkommen der DionysoskQnstler noch mitten in der christlichen Ära
m.
N. SaUuw, •. •. 0. ef*"' 'i-
R. N. SMbM. a. •. O. fff.
•i Bd. »«itii. h. aoi; 237 ^ Kd. Ü. d«
& 187; 21».
<■ IL N- fUhM. a. a. 0. to»'.
K. H.' Baiht», a. «. 0. in .
'] Vgl. K. Krambaohor. (Srieohisobo
BoisK, Uerliii 1»)^» S. S'ß. Ein« «usfSbr-
liehe Boachrcibung iloH Ä'ijm;« in Patmos
gibt Ep. Alexiikiaiii di>r uriocIiiacliAii Z«i[-
aohrift "Enri'« Ift«fl S. »36 ff. (N- Ö93),
«46
Brsuitiaüclie LiUentargeachiobt«. U. PoMlsoh* UU«rfttiir.
vor der geniiassUchtißeu Bovölkvi'ung dur Groissstädtc oriauben durftaiqU
mu88t«n, E«igeD die Erzählungen doH Prokop ober das Vorlc)>uii dcrlMB
doru. Dio NaclirichtoR von der Aufßliirung eigentlicher ThcaterstSdEnl
unter AuuHtatiios 1') und Justinian I,') womit sich die Red« des
Oborikios auf die Schauspieler,^) ciu Epigranini de« Agathias auf vino
ScliauHptelerin und die NoÜs iu der Selbstbiographie d«e Monander
Protektor») verbinden, lauten ziemhcli unbeatimmt und beweisen jeden-
falls nur für das 6. Jahrhundert. Die BeBtinjmnngen der zweiten
trullaniscbvn Synode 691 richten sich offenbar nicht gegen Theator-
uufrülirungun im untikim Sinne, sondern gcgi^'n (iaiilomimi»i.'ht.- und vnr-
wandte Darstellungen: Dun AnwiÜtea wird viTbuk'n. äicli ins Theat<ir lu
mischen und TheaterkoHtflme zu tragen; Theatermetodien sollen aas der
Kirche verbannt sein; ebenso wird der Hippodrom verdammt und den
I*riei«tcrn befohlen, nicht bloss den Anblick von Schaustellungen xu meiden,
sondern auch von jeder Uocheeit Mch zu ontfernen, bot der Schauspidur
(axr;i'ix{i/) auftreten. Die Zirkuspwteien bevilten sich natürlich gegen so
»trengü Mtuisiiahmcn Protost einzulegen.'') Auch späterhin vernehmen vir
noch üftvr von Verordnungen der Kirche gegen die CffeDtlichou Schait-
stellüQgen und dos leichtfertige Volk der Mimen. Was SatJias somit noch
zur Unterstützung seiner Thoorio von der Unsterblichkeit der autikvn
Bühne anfithi-t, sind die bckunnten AkkUniationen der Zirkusparbelt^H
und des Heeres an den Kaiser, die üffentlichen Verspottimgea ('i^H
noftJwtvaHi), das von Konstantin Porphyrogennetos beschriebene gotische
Weihnachtspiel'')und Ähnliches. Wenn man auch diesen Verarnttaltiiiigca
einen gewissen di'aniatischcn Charakter nicht abspr«ch«ii kunn, so sieht
doch jeder, der sohon will, dass all diese Dinge nicht das Fortteboo
eines wahren Theaters in der byzantinischen Zeit boweiBon
können. Es mCgen noch im G. Jahrhundert da und dort einzelne StUcfca
der neueren Komödie aufgeführt worden sein; diesen B«mUhungvn modi
aber die einbrechende Barbarei bald ein Ende, und als einige Jalirbumli
spflter die Lu«t an dt-r niten Litteratur wiedor xu erwachen begann, Im
sich die kuKurdlen Bedingungen so sehr verändert, dass an eine
tische Wiederbelebung des alten l^heaters nicht mehr zu denken war. Vlii
in der Litteratur und im gesamten Ueistcslebon, ao schneidet widi 'm
Theaterwetten die dunkle Kluft vom 7. — 9. Jahrhundert tief ein
Altertum und Mittelalter.
Eine lehrreiche lllustrntion zur späteren Geschichte dos alten Theali
bildet die Thatsache, dass Hie Ausdrucke r^ayipifa, igäfia und wohl
xMftiiiifia im Laufe der Zeit ihren ursprünglichen Sinn ähnlicli
änderten, wie auf lateiniHchew Boden das Wort comoedia, deasen mitti
lüterliclie Bedeutung durch Dantes Divina Comedia zu weltfl
■} K. N. Satbas, a. b. O. tly.
'i K. N. SaUiiiB, a. «. 0. i/
*) K. N. Satlias, a. a. O. tu W.
•) 8, 8. 248. Monander «cbri«li «Jigeb-
Heh scllmt eine TragOdie Ober einen peral-
•diGU Magier, der sieh tarn CIniHtentUin
b«ki<brio und dobor roa Minen faiu
Lunilnlouton gtikreüxigt wwde. &
11. a. 0. li»'.
'} K. N. SaUuA a. L O. r<^ ni
') Vgl. S. 2&B r.
1-- ■'■• *«
Die lyrisclLe nnil dramatiache PomIo. {§ 26S)
Wi
lluntheit gelangt ißt Wie aicli der Bogriff von rß«y<[n)/n erweitert«,
Mg«?n dio .Tragödien" der Kynikor Diogoiios, Kratce und Oeiioninos.')
Diui(.-bvii vrM:hL'iii«ii «bor die Wörter tfayiiiäitt, tftayi-iöü und tpayfjxJi/s schon
bei Diodor, Dionyotos Thrax, in Thookrib^cholioQ und bei Kirchenvätern
geraderai in der Bedeutung: Gesang, ich Hinge, 8änger. Ebenso he-
deutet im Ne«grie<;hi8chen rß«yoiiJ(ö einfach: ich flinge, und rö t^ttyoväi
ii«t dur technische Ausdruck fUr das Volkslied. Bemerkenswert ist, doss
tfayot'im {xQaYiti'ii) nur vom wclUichcn Gesäuge gebraucht wird; vom
KircbeiigBeangö kann auch in der Volkssprache nur il'<ili.tt>, ifvlfu^dia,
^äiirfi gesagt werden,*) Ähnliche Schicksale erlitt das Wort dpnp«.
Als seiuo ui-sprüngliche Bedeutung sich verdunkelte, wurde mit dem Worte
ein pathetisches Ereignis, später, wahrscheinlich schon seit dem 5. Jahi^
hnndert n. Clir.. geradezu der Roman bezeichnet. So nennt l'hotios den
Homan des Antonios Diogenes rf^n/mrixtiv (Cod. IfitiJ und bei dt^n byzantinj-
Rcheii itemunachreibern heisst dpüju« regelmässig „Itoman".*) Endlicli wurde,
wie es scheint, auch xmfupdiu in der nachchristlichen Zeit von prosaischen
Ersäbluugeu frei erfundener Htuffe,^) endlich sogar von Sprichwörtern^)
gebraacht.
1. Riaptscbrifl Ober das byiantinisobe Th«iit«r: K. N. Satbas, 'htuQiicöy itmiiftiof
■1^' ro« 9nrif>>e Mti rijf fioeoix^t '>>>>■ Bi'tiaitiriät', Venedig l^TS, In dnni Üuclio int nino
vMilieii* Mniko Ton Matorinlien iiir (loechichte dos Uebor^cang&s vom heidntsclien zum
rtlilllii Imi KnTltirl«l)cn, zur griccliiachea Dogmntik, Kur kircblicbcu Poesie, Liturgie und
Hoaik. »tihiA nr Ktpnalogie, Nimiismatik u. a. nusgcscliOtUt. Dio Verwertung dioBcr
SddtM wird ober darth den Maugcl an chronologischer oder eoiistigar DispuBition, an
KJutieit und Krililc. nuwie diurh das Fi-hlcn eiiior luliiütaangnbo und «luea Inde^t zu oini'r
w iltierqitickiKhon Aufgabe, diuss dos buch thatelktiblich, suwoit ioh subt>, fHst gAiDclicb
■akenStll gebliebuD ist. Ka wllre im lutiMi'sso dur Wisai-DBuhuIt nvht zu wUiischvn. dahH
ia VarfaaMr bIcIi dazu «utecliliessciu k&nut«. dureh slreTigori' Mvlhüde iicid durch gii^Be(iri>
Onaaigktit sein «mioeiit«» Wiasuu wahrhaft fruchtbar tu Mincliou. Dnsa dbrigiMis Avr
Bnpkw*ek 4»» Bocbea, die Exiataiu einos wirklichen Tboalors in Byianz zu arweinon,
MtiM Eradittna aieht mraiobt ist, habe icb schon oben bemerkt. — Mach Suthas voi-
■du <1m liymatiniacho Thontar wiMiigat^ns trilwelä« zu rottnn Q. Mistriotes. 'EUtjrix^
Il»fiaat*liayiti 1 (AÜiod IHM) 69T IT. Er entwickelt aber erllist mit lubonsworter Klar-
M du ürfladc, wokh« den Untergang dss Theaters herbeiführen inusstcn, und was vr
on^au ütuwten d«r Uj-potlicoc von SnUia-i vorbringt. läuft auf einen uiifrucbtbur(<n
am Worte biniiuH.
2. Die Armut der byzantiiiiacliiin Zeit an dianiatlatdiun Spielen — oder weaigsletis dja
AniBt d«f l' eher lief eniBK aber dtuaclbeu — wird einem vOtlig bewußt, wenn man die
nidM Produktion des Abciidlnndea mil seinen mannigfat-hen Weibnacht«- und Ostorspi^ten,
tuua L»gandnn- und Miraboldrarnen, «einen Nnriänfeitlon und f'aatn ach tasc herzen, seinen
HlnliUtfB und endlich neinen aus der Wiederbelebung dos klasaisebcn Altortumn ont-
^Itdtatm Trasßdion und KomOdinn belrnchtnt. Ucber diese Litteroliu handeln uin beatou:
Willi. Cl«alta, Dcittlge zur ütti^cnturgesehichle des Mitteliilti'rs und der Kunuiminace,
I. KsoiMm md Tragödie im UilluUltFr, U. Die AnlUngc der RL-naisaauculraKCdie, Halle
IMO— 1608, nnd: Wilb. Creizeuuch, (iuscbicbtci des neuereu Dramas. L'^rater IlaDd:
WlUUlm umI Frithrcnaiswuice, Uulk- 1^98. — ;iur Ui'aebichta der Be^ffe KomOdio
1 R. Bofade, Der griochiacbe Roman
&352.
■) K. N. Salbas. o. a. 0. ot. - Sp. Zam-
*»lios, Itä9tr ij Moii^ liUt rfaywfti ;
b- 'At^rmif I8&9. ein oft zititTtes Sohrift-
tkm. im jadodi ktiMtwags, wie nach d«>m
lUal Cd «rwartMi «rln, «id« brauchbar»
Mitariipta rn(«mchiinis<l1>»rdi« lt(^doutIl^gs-
nraekiriHUilI von tgay^ti, nondcm fast
MT all(«nMiiM IMnehfauigeD Ober die Ver-
drängung der hoidnisoben Kultur durch die
christlicbo und Ober nougrieohisdid Pocaio
ODthllt.
•) E. Rohdo. a, «. 0. 8. 350 ff,; 450;
545 und J. Perlea. B. Z. 2 (1893] 5T1.
*) E. Itohde. a. a. O, 8. 352.
*) In den ,ireltlich«n Komoedten* des
Aesop, die V. Jaroatedl, Jonm. Min. 1893
tid 286 ond 2»7 April- und Maib^H a 23-S2
und 33-48 «diert hat
moUir, dor iti «lor MohniAliI allör nach dorn PrinEipü der QuantitJl|
teten Werke herrecht, hat eich in der letzten Zeit die Aufmei^
einiger Oolehrten zugewendet. Der byzantinische Trimeter besteh:
Ui!g(tl aus 12 Silben, eine Neuerung, die man keineswegs aus n
Impotenz erklären darf; 08 bat vielmehr, wie W. Meyer') richtig
eine grieohirieho Dichterscliulo im 6. Jahrhundert mit vollem Bei
den dranrntisclK-n Trimeter mit »einen Auflösungen und Anapia
werfen und den sogenannten lyrischen Trimeter, von welchem i
gelesene Lykaphron ein gutes Beispiel bot, mit vollem Bewusatseinl
G cor gi OS l'isi dos wendet seinen neiigi>regelt4.'n Trimeter mit nichtg€
Stolze und Kifer an al» Nonnos seimm Ilexamettfr. Eine zweite 9
lichkcit des byzantinischen Trimelers besteht darin, dasa die vc
(11.) Silbe regelmässig den Accent bat. .Bei Agathiaa und
von daza sind Trimeter mit accentuiort«r Endsilbe ziemlich gomi
Gflorgios Pisides fa»tt günzlich; auf der drittletzten Silbe betont
viele 1Vimet«r, Johannes von Gaza keine, Georgioa Pisides in zwei
viele, in den Itbrigen nur wenige. Die gänzliche Vermeidung
[Miroxytoiiiin im Trimeterschlus» ist erst im 10. Jahrhundert fertig,
geschichtliche KntwiukcluDg lli«8t die Prosodio des byzantinisi
moters wie der Übrigen Veranlasse namentlich in der allmählich zaa
Freiheit im Oubrauclie kurzer, langer und nitttelzeitiger Silben w
Mit Kücksicht hierauf wie auf die erwähnte Beschränkung der
und den pai-oxytonen Schlusis sondei-t \». Hilborg^) die Ge«aintn
byzantinischen Jambogrnphen in drei Gruppen; A. Die Kit
Sie zeichnen sich durch absolute Korrektheit der Versitikation
weit Quantität und Zäsuren in Frage kommen. Die Längungi
vokaliscb auslautender kurzer Endsilben durch folgende Doppviki
welche im Altertum in enge Schranken gebannt war, beginnt jodocj
allgeinsch diese Fesneln abzustreifen, B. Die Epigonen. Sie |j
Korrektheit bezüglich der Zäsuren mit den KlaMtikem. Die I
MMtiMili wii-H nur in innen Füllfn min hnwfthrt.. n-n n!a Air itui And
Dia Bvtrlachon Formen der bfiaDtiiiis>cheo Poesie. (% 26T)
649
hktion oder Krasis cntstandono, sowie dus mit iota subscriptum ver-
ie a 1)Ieil>cn in der Rogol lang, und Verkürzung i»t nur in «treng
Ani Fällen gestattet (vgl. das Nähere darüber hei Morclier, Erat, soript.
H^ LI f.). Die Vokale t und o können nur in Kigonnanion und
|Ki»drfickcn lang gcinb8K<^iii worden, bei den Ictzteron nur, bei den
pa fast iiui', wunn Bonnt die Vt>rwondung im zwülfsilhigen Trlmeter
^idi wäre. Langes n (abgesehen von den oben hervorgehobenen
desselben), ' und v ktinnen nach Belieben auch als KUrison ver-
werdon, wobei vorrätorisclic Clrkuntflcxc über den betreffenden
en dem Acutu« weichen müssen. Kurzes n, * und i' werden im An-
änlaut ohne jede Beschränkung auch als Längen gebraucht,
mslaut jedoch nur in freien Wörtern (über den Begriff der freien
(irvgl. Hilberg, IViuKip der SilbenwägungS. 2). Die LüngungslUhigkeit
bcfa iiuslautcnder kurzer Eiidsilben durt-h folgende Doppelkonnonauz
Inzltcb unbeschränkt (vgl. a. a. 0. S. 218 und 2^4 f.). Kin Vortreter
pGroppeltt Theodoro» Prodromos. 0. Die Stümper. Die Verse-
if, welche dieser Uruppe angehören, ndnd nicht alle von i-inem Schlage,
lemeinsame« Unterscheidunguzeielion aber gegenüber der Epigonon-
^ ist der unbeschränkte Gebrauch von auslautendem kurzem
Itnd V als Längen. Im übrigen zeigt sich zwar das Bestreben, die
ED der Kpigonengruppe zu befolgen, aber die Unboliolfenheit, bisweilen
ilfortigkeit diexor Dichterlinge verursacht zahlreiche Verstösse. Bei
1 aber haben nur die Unfähigsten in dieser Gnippe der Unfiihigon
iHtattet, die Diphthonge, das i; und fi zu verkürzen und die längende
png der starken Doppclkoneonanz zu vcmachlibtsigon. Einer der
fit leichteren Grades ist der Verfasser des Chrixtus patien».
der Chronologie ist zu bemerken, daes, soweit die erhulteiieii
iphischen Erzeugnisse einen Schhi-is gestatten, auf die Periode der
die Periode der Epigonen folgte, während die Stümper zum
'Zvilgeii08«en der Epigonen waren, zum Teile über die Epigonen
reichtun.
neben diesen Hauptgruppen noch allerlei Mittelparteien stehen,
Üch im voraus annehmen und ist durch die Uutersueliimgen von E.
1(9. unten) vi>llig sicher geworden. Inwieweit HÜbergs Gesetze auf
Ictylische und Hnakrcontisclie Poesie zutreffen, kann ich nicht be-
ll, da es mir nicht möglich war, über die Metrik der Profanpoesiü
wligo Untersuchungen anzustellen. Auf keinem Gebiete bedarf es
^r der gcnHuen und umfasiH>nden Vorarbeiten als hier, wo zuflUlige
■olierle Bi^obochtungOD stets mehr verwirren als aufhellen. Zuletzt
^ocb ausdrücklich betont werden, dass die gesamte quantitiorondo
ie in der byzantinischen Zeit dos festen Fundamentes der leben-
f Sprache enthi-hrt und als eine moclianische, milhsam auf dem
t aufgebaute Spielerei erscheint, der eine wahrhaft kUnstJeriscfae Bo-
Iping in weit geringerem Masse zukommt als den oft als barbarisch
rkten auf dem Aceent beruhenden Versarton.
)as rythmischo System. Daaselbe wurde durch die Kirchen-
gwchaffen und wird fast auescldiessUcli durch sie vertreten. An
eso
BruntinüdiB LiU«ntarge*obielit«. n, PoetÜNlw Littantw.
Stelle Avr QuaiititAt tritt hii-r als Haupt|irinzip dio SiUteiizählung uod
Svbtuasiuxiviit. Unter tiioti ungleiche V«ree werden zu l'eriiiden und
» Strophen vereinigt Über dio Kiitfitehung, die Fonueti und die
eögoatamlichkeiten der rythtnischcn Poettte ist g§ 2S2— 291 am
gohandvlt.
3. Dan politiücb« System. Mit der rythmiRchen Poesie ist
po1itiB4!lii-ii diu f{rundBfttxÜcIi« VornachtlLs.tigiing der in dof
fjl>m<-1>e liLiilfNt geschwundenen antiken Quttntilulägesetse gamei:
wu 810 von der rythnüschen Poesie unterscheidet, ist die unun
chuno Wiederholung de» gleichon Verses (jiof»;^ ««ra ffi/x»')- '*''"
rend dort iniieihuUi der Periode ein Wtx'liKCl der Vergnia^sc eintritt |.-iih'>^
Katä Tit^iitiov], Unter politischen Versen im wcitwron Sinne vorstehen wir
demnach alle zwar nach dem Acceut gebauten, aber Zeile ftlr Zeile (unn
Qtix"') wiederkehrenden Verse- Solche gletchxeilige r>'thmiKche (iedtcfato
sind bei den Gricchou vor dem 10. Jahrhundert ziemlich selten. Der be-
kannteste Vers dicöor Gattung ist der ISsilbige, nach der achton Sil
mit üinor Zäsur versehene jambische Vers:
Kai noic ffpotfiV ö ti;>- aAIu i] npo^ittjg^r^ir !/•••',
Hiebes Schema erleidet verschiedene Schwankungen, bceondors kan»
im Anlungo der beiden Halbzeilen ebensogut ^ - als - >^ stebeu. Much-
»lul geht die Freiheit so weit, daas abgesehen vom Schlüsse alle RScb
sichten auf bestimmte Füi««c beiseite gelassen und nur Silben geslUl
worden.') AuHSKr dmn Fünfzehnsilber wurden auch andere gteichzeiligt
Verse nach dem Accent gebaut, zwülfsilbige jambiBclie Trimeter, jambisdiB
und troehäiHche IHmeter u. a. Doch haben sich dieiio Variationen sieht
ju grösserer Bedeutung stu erhoben vermocht, und wenn vom politiBthcn
Verse") schlechthin die Kudo ist, wird bei den Byzantinern stet«
und bei den Neueren meistens der jambische Ftlnfxehnnilbor
verstanden. Er beherrscht dio fllr das gemeine Bedürfnis buruchaet«
Litteruturgattungen wie die gesamte Volkspoesie bis herab auf die
der heutigen Grietlien; seine mehr als tau-sendjährige und noch ksusi
schulterte Lebon!<knifl gehört zu den merkwürdigsten ThatMichcn is
nllgouioinen Goscluchte der volksmftsstgen poetischen Formen.
Aus welcher alten Form der politische Vers stainine, ist eint
bosproclieite Frage. Kustathios') will ihn ans trochüsdien YeiaeB
kt^n, wobei er wohl au olle Verse denkt, die sich wie poUtiscln« b
laiuten >. B. i\v* Aeschylos 'ä ßa&e^eirmv äracoa tlffciäiar vntfwätT,.
lieh sagt Maximos Planudes,*) der den tiedanken des £u»tathios «*i
vorfolgt, schon bei den Tragikern und Aristopbaoea seien unter den
chMschen und jambischen katalektisrhen Tetraineteni zuweilen
I«-
1
m t (•. 4i» UltontmngiW}.
S. SM r (•. W UUHWnngiW). ~ mfitecwii CtUrMbaai: AlUr«*U
*l nijr«£ t«liiu*c 4. k. bar|«rlich«r, v*ra M »«Ir fisirwLli aJa tatttäaA
■ •W*tn*<. HUB dtMi TonlM^Mw nd K*- ■> Koiwlw a Iläa •' S. 11.
MtMvhlM Ym. tM llcfWMlw «■ Air MV , *) ta *älw*t na^ j/^rnftfiimmii;.
Am tUUkrifn tvftaclMhM QmaHm^ < mum, Awod. Ow«^ 99i
Di» m«trM«bea Formaa der bysantmiaehen PoeBie. (§ 367}
65 t
ftm ui flndoii: TuTj »V ■<> noitttxoy ä^i juctniantÖtni' öto/iA fff/^M«
ti Tpnjrixoi .Tnn«{ kri ö Kufuxöf fativ ov xQ'i'f^f*'"' tfttiumtm, oöx
ff*i( ' iKtitefoi p)inot tfi^/itTQoy MataXtjxuimv ait<M( o(/oy itjt^aavro,
Dcmnt er daiin inebrore Bcispielo wie den oben angefU!irt«n Vers
Aoschjlo«. Von oinom iibnichtlichen Bau poHtixchcr V«r»c, woran
iPloQudes nicht zu dvukon scheint, kutin bei dun Alton natürlich keine
Bein. Dagegen mag nrnn die von Planudes erwSJinten Versarti^n als
punkte im Auge behalten. Nun wird aber die sichere LUsung
rganzoD Prago doiibalb schwierig, weil die Stufen und Mittelglieder,
fWMchen der quantitierenden Verskunst und dem politiseliL-n Ma»ae
nicht überliefert scheinen. Zwar sind beide Dichtungeformen duroh
ew Beobachtungen chronologisch bedeutend nttber gerUckt worden. Wfih-
HenrichBcn tiud Burnhardy') glaubten, doss politische Verse sich vor
13. Jahrhundert in der Litteratnr nicht nachweisen lassen, haben
W, Wagner') und W. Meyer') den Psellos ab politischen Dichter
ift gemat?ht und \V, Meyer hat die Vermutung ausgesprochen, dass
denfalls zuerst ein Gelehrter auf diesen Vers, den er für eine Nach-
dong des jambischen Tetrametera der Alten hSlt, verftülen sei. Allein
Cit Ut*r als Psolloa sind die politischen Veree, welche Konstantin
Pcrpliyrogennetos*) in einer volksm^sigen Akklamation Überliefert.
eil bedeutend Aber die hiemit gegebene FrUhgi-enze ist daa Alter des
ilitisdien Vei-ses durch die Beobachtung gerückt worden, dass mehrere
liwSrtor, die Johannes Klimax (c. 525 — c. 6UU) und Joliannes
MehoB {t filO) anfuhren, als politische Verse gelesen werden niüsson.
in der Akklamation, die um das .Jahr COO gegen Kaiser Maiirikio«
l'nilauf gesetzt wnrdo, stocken gweifollos politische Verse.*) Hiedurch,
diu'ih die That«acho, da^ts der politische FUiifzchnsilbor sich bis auf
heutigen Tag in allen griechischen Gegendon als das fast einzige
des Volksliedes behauptet bat, scheint* doch der populäre
lliraag des Masses wahrscheinlicher zu werden. Man wird mit ßem-
f*} an Tetrameter wie den in Plutarchs Sulla überlicfortcu Vors 2v-
4tiv i'a&' ä SpiXa^ älifitrii TttTtas/itiov anknüpfen, vielleicht aber zur
Eichung auch die aus 1-1 .Silben bestehende Zeilenart beiziehen düj-fen,
■ich bei Methodios und Gregor von Nazianz lindet') Der Streit dreht
mlotzt eigentlich nur um die Frage, ob der jambische oder der
schiitiche Tetramoter für die Ent^ttehung des Verses verantwortlich
Wahrscbcinlicli aber haben sich beide in die Ehre der Vaterschaft
rleilen d. h. der politische Vers ist woh) aus einer Kootauiinution
zwei alten populären Masse hervorgegangen.
■) Gmorfrin der griocli. Ijttersl. 1*
(I«T6)I86.
*i Herfiand Ctttk T«xts, Londoo I8T0
*) Aabag and Crnrnng u. ». w. 8 S2h.
') Da Mrim. S. M7 ed. Bonn. Vu. Kod-
Aulia di« VwM b1» md* d«r flblioki'ii Ak-
UuiaUmimi anfahrt, werde» sie wolil noch
Mrataad Uler müi ala die orate Uttlft« d«a
10. Jnbrh.in weloberderKniHereehriob. D«d
Text der Vetsa a. S. 255.
*) Vgl. di« Li ttcnitu tan gilben in der
Einleitung des AbschmUes,VutgllrgrieobiBch<i
Littoratur* , wo diese Aklclaronlion nbg»-
d ruckt ist,
•) Oruudrissdergri«<!li.Litt«riit.I'(lB'6)
696; 276.
V W. Meyer, u. a. O. 8. 310.
fAkHd. tf^H S. 1013-1028 [Qbw die Ten»eitjt liehe» Vnrläuf^r ilor Rnve
twosio), Derselbe: Ucbcr die neobHchtong dee WortAOoentM in d«r alUaL Po
bar«r. Akait. 17. \M 1. Alileil. (1884) S. 66 ff.; 110 ff. (Ober den lyriMbea
Cr. Kulm, S^mLnlne ail doctrinne nt^i dij^^raiy historjun p«rUneiitM, Bm
Ali]iHiiil!iing«ii VI H. itmalau 18!:>3. Kulm untoniuclit vi«r byinatini»cbo Diclild
lidi iiiror l'rnxis in dnr Anwendung der mittclxoiligon Vokale, den Ignationl
d«ii TlieodoaioB DtnkonoB, den Chrialopliotuii von Mfliton« und denj
MauropUH, und i^i^l, <I«a8 ditsH.'lbcn von atrong«r«r ObservAim aiad ab dw I
der Eweit^n Gruppe, den ,l{pi([onon*, xugeviie«iMien V«imuoli«r (k. oben S
sie also eine eigene xwiscliun Hillierics vreter und tweitM Onippo in d«r lUt
KImso bilden. In cinoni Anbftnice bebanddt er dioeolben Dicliter nadi ilira
inetrisob«D (irnnd«ftUen. En^tic.b etOrIvrt er diu Vtiretecbnik d«a Jobanno
nthrt die I.vbrvn dra KuBtatliioa llbor ilie dichrnnnn Voknle auf ihre Qaellen
hoHpricbt die Lcliie dos Maxime* I'lnnudn» und Ucni<>trioa TrikliDiot,
Tocbnik den l'lanudcs in s(>inon eigenen (icdirbUn.
2- Cotitinche Vorsc; K, L. Slruve, Dor nolitiaebo Vfradot Hittcignoci
beim 1828. — Domeirius Zuniia, Ilulritchumj^onMUIiia. mit Krlftutentngen und Bi
Über den pullitiBclipri V«ra der Ncu^rivvhun. berMiaseg. von V. Lefbuer. Infid
— F. Uenrivhaen. {Jvhvr div sugoiiuniilvii poÜtlsoiien Veno bei den Orieobed
Psniscben OberaeUt von P. Frieiliicliaen, Leipzig 1889; gilt iiech immer sla [
ist nbor diircb die VorOfTontlicIiimg xtililroieher neuer Texte so entwertet, daa»
noue HenrbeiUing de« Hegnnstjindi's dringeniiea llodOrfnis iat. — Kr. ftitsohl, i
VKTtf, Omisculu 1 iim'>) 2»9— 299. — W. Wngner. M«dicviil lirenk («tiü. I
8. VI — X. — L'ehnr dnn l'rspTung des potilisHion Versea und sein VcrbUlaie
neben l'oesie bnndeln: W. Meyer, Aurnng und l'rspnnig der tat. und griocfa. i
pioIitunK. AbhunJI. buvcr. Akud. IT. Bd, 2. AbtoiT. (1685) 8. 308; 325; 366,
Eiude flur lee eriiiinüB du ij'tbmn lüniijne, Nimea 1886 S. 159; 822 ff. und t't.
PhiloloKiia. 8ucipl«nientb. !i (1^89) 219 Anin. -~ Naehwei» politiscbo' V«tae b
Klimnx und Jobiinnes Mudcbua bei K, Kruuibacber. MitteJsriediiMbe S
SiUnngDber bayer. Akad. 1893 Dd II 233 f. Ceber sonstige MM^ulorte Vene
FUnfxnhnsilher n, a.) B. K. Krumbaober, Kino Sanimliing bviaatiBbdwr i
Sitxungabor. beyor. Akftd. 1887 ild 11 53 IT. - Uebor akrosticbiscb« Gedtckt«,
(xnpxiret) und andere mctriiichii Spielereien der Hvtnnlinnr bändelt N. r«litol,
Jiatynii, 'Eeiin 19 (ISSi) 249-2&2: 264 -26ti; 2!SI-2fö; 291- 294.
1. Kirchenpoesie.
868. Werke in der antiken Perm. Wio dio Qbrigen Gattungen der
rie<:hi.-»cb-byiaiit.initic;!ieii Litteratur, an st«ht auch die Kirchendichtiing
Dgücli unter äem mjiclitigen , ßlr die Eiitwickelung einer freien Urigi-
EUt vorh&ngnis\'ollen EinÜuss der altgriechinchen Formen. Die
poetiactien Versuche der christitchon Öriechen. welche bisher in
litcren Kreiden Iwkannt geworden »ind, scbliosücu sicli in Spracho, Metrum
Darstellung an die alten Vorbilder an. Es sind gelehrte Iinitationon
ähnlicher Art wie die meiaten Werke der Profanpoesie dieser
_ be. Hieber gehört der in anapäatischen Monometern und Dimoteni
■Igofaest«, wahrscheinlich mit Unrecht dem ('lernen» von Alexandria
(t tai 21S} zngeitcbriebeno Hymnus, der in den Handschriften von dessen
Bmiafmfüc steht.') Das zweite Stllck dieser Art ist das berühmte Jung-
(raoeolicd im ,(iat^tniulil' de» hl. Metbodio» (f um 311). Das Werk,
Oifeiibar eine Nachahmung düa plateniHchen Symposion, i»t in l'roaa ab-
Btfini und schildert durch den Mund von zehn -lungfrauen das Lob der
EeoicJiheit: zum Kchluss folgt, ein Gesang: eine Jungfrau singt, die
^ttrigfin, zur Hechten und Linken stehend, antworten nach jeder atrophe
einem fröhlichen Kefrain {vnaxovotvi}. Dos Gedicht steht in seinem
>(iv vielleicht unter dem Einflüsse der Httfi!}i\iti des Alkman und
ttnilür: doch bietet die Form schon recht viel Auffallendes. Das Versmass
irt iwar jambisch, aber im ganzen Oedichte finden sich so nnbegreifUchö
V<riit2iu<e gegen dio Gesetze der Quantitilt, das» von zuHllligen Vei-sehen
öae Ilede »tcin kann. IXt Gegensatz zur altheiduisehen Dichtung, \'iel-
bt lucfa. wio W, Meyer bemerkt, das Bewusstsein, dass neben dem ein-
ehon Prinzip der quantitiorcnden Dichtung dio fremdsprachlichen
en ein ganz anderes, kräftiges DiebtungsprinKip hesassen, fUhrto zu-
bst zur UeringBchKt2ung und zum teilweioen Aufgehen der Gesetze der
itierenden Poesie.») Viel treuer blieb der antiken Schultradition
Iregor von Nazianz (f 389). Er verwendet in seinen zahlreichen Dich-
ogim mit zwei Ausnahmen {*. § 270) nur alte Versmasse wie Ilexa-
■) Vgl. E. Bouvy, *. oUn a. O. S. 25 f..
■V aack einige LiU«tattir n CUmoiis ver-
wL — W. Cbrint. GMcUohl« der
, L(Ucnt.> % fi07.
•) W. Moyor. h. oben «. 0. 308 ff. Vgl.
Bouvy, n.H.O. soff., der wich «inigo liittvra-
lur lu Motlioiiios Angibt.
654
B^ZBuUaisoh« UUeratargfiBchicht«. IL PocUsoho littorKtvr.
moter, trochftiacho Scptonnre, jambiache Trimeter u. 8. w. Da er von mm ■
wAniien religißsen Gofiiltlo bosoolt ist. wurde fv in der npttteren XeH tW"
bewundert und wie die Profandichlor mit rcgolrcclitcn, gelehrten Komtwn-
tttruu versobcn. Unter den chridtUchen Orieebon, die in den antiken Fonnwi
diebt«t«u, verdient er die erate Stelle; aber trotzdem blieben seine WMit
dem Volke, der Oomcind«. der kirchlichen PraxiB fem. Man wr-
stand da» mÄchtig eindringende Wort, des Orepor. wenn er von der Kamel
BjH'uch, aber niemals liut die Kirche in ihrem OlTonÜichun Kultus mhu
seiner kün8t%*oIIen Gedicht« wiederholt. Dio starren Formen der »ar*
alteten Metrik liessen das Feuer »einer Empfindung nicht frei genn; mt-
flackern. Ein wahrer, aus dem Inneni gewaltig hervorbreehender Bntlia-
üaamua, wio or manoho Hynmographen anzeichnet, wird bei iho) vo^
geblich gesucht; seine Poesie ist edel und gro^s, voll Kunst und Überlegung,
aber sie roisst den Menschen nicht mit sich fort, sie bat nie so voll Ben
üu Herz gesprochen wie etwa das unvergleichliche WeihnaditAlied des
ItamanosJ) Noch mehr als Gregor stand sein Zeitgenosse Apollinarios
der JUngcrc (f 390) auf dem Boden der antiken ÜlH^rlicfening. B«
ihm war sti'cnge Schulung in den alten Fonnon Erbt«il der Familie. Der
Vater des Apollinarios, von dessen Werken nichts erhalten ist, scbrioli
Tragödien nach dem Muster des Euripides, Komödien nach Munander,
Oden nach Hndar, jüdische Alt«rtllmer nach Homer. Von dem Jöngoren
besitzen wir eine Paraphrase der Psalmen in Ucxometoni, deren Tvcb
lUr Nonno« vorbildlich wurde. Das Gesehidc, mit welchem er zat
Reminiszenzen aus alten Dichtem, ihre berühmten Bilder, ihre glB
Beiworter, ihre dialektisrlien Fomien verwendet, bann den Antiquar
frieden stellen. Dio Psahfiien verloren aber durch solch« Umbildung
eigen tümlichos Geprfige und ihre erhabene Einfachheit: sie wurden
homerisch, um noch Paulnien sein zu kOnnen. Solche philologische Sp
lereien konnten unmöglich populär werden, nnd wir verstehen die Nutl»-
rieht des Kirchenhistorikors .Sokratos, dass die Werke der beiden
linarias schon zu seiner Zeit so unbekannt waren, als hfttten ide
existiert.*) Koch weniger Erfolg hatte die nach dem Vorbild des Ap
linario« gearbeitete Psalmenparaphrasc des Ammianos.^) Ebenso $t
sind dio berühmten Gedichte des Synesios (ca. 370 bis ca. 'fISI. }1
das Überwiegen des hellenischen Elementes ist es hier be«ondei's i'lin
teristisch, dass die Hymnen, welche Synesios als Christ dichtete, mit de
aus seiner heidnischen Zeit brüderlich xuHunmoogohou. D«r Neu[
nikor verrät sich in den ersteren fast ebenso deutlich als in den letzte
äelbftt der dorische Dialekt, dessen sich Sjniesios bedient, beruht eidil
iplat«
r
') Vgl E. BoDTj-, n. a. 0- 51 ff.
*) A. Liiiiwich, Apulliunrij metnphratiia
pealmoruml -III (iila froli« oiaur kriUtiuhei)
AuBgiibei, Progr. Königsberg 1)*8Ö; doiu il«s-
80lb«u Verf. Abhandlungen im Hermes 13
(IB78) SSß-aSO und Königsberger SUidien 1
(1887) BO-82. - K. Banvy. n. «. 0. S. 43 ff.
~.^J?."- ^^'fts'ko, ZoiUcfirift för wiimd-
»iHrfUidio Tliwl. 31 (ISäaj 477-467. -
Kritiaoboi bei LeoSLorntiAch. An
I'toQndeM appendix Bithrrin« ' Yatii
Loipii); 1890 S. QT und »imiiI.
>J Küie Probe deraelbwi »d. UM
Lnur. ■>, 37 Dondiiii. CaUlogv«
innbib). HodicoiM> Id^urentiknae 1(11
Sie stnht auch im Cod. BodL Bar
■. 14 fgl. 3«,
UrebrapoMlo. A. QMehicIite der rjthmiaoli«n EirohBiidichtiiitg. <% 289) 65g
tuclit auf dor damaligen Mundart seiner Heimat Kyrene, nondem auf rein
^elii-tcr Imitation. Überhaupt ist er viel mehr Philosoph als Dichter;
seinv metaphysischen Darlegungen sind eine passendn IjoktUre für die
Gelvbrt4'D8tubo, no sind aWr nicht geeignet, von der tausendätiniiiiigen
Hange gesungen und begriffen zu werden.') Selbst Nonno» (im Anfange
im &. JahrhnnderU), deaaen McLrik für diu Profunpoesie in einem ge-
wiBesn Sinne bahnbrechend wurde und zahlreiche Nachahmer fand, wie
Iftyphiodoron, Kolluthos und Mueaoos, hatte mit der metri.'<clicn Paraphrase
dm Evangelium» Johuunis. die er als Christ und wohl im hohen Alter
vtrfMste, keinen Erfolg: ein Unteniohmen, das von Anbeginn so gän?.lieh
verfehlt war, wäre auch einem grüsseren Bichtergenie nicht gelungen.')
Nonnos i«t nicht der letzte Grieche, der daa Gerüste altgriechiscbor
Formen zur Ausstellung eliristlicher Ideen verwertete; die Sitte gelehrter
Imitation der anlilcen Metrik ist auch nach dem Auftreten der rytbmiacheu
Üti-btung und des politischen Vorve« nicht ausgestorben. Das beweisen
die trockenen Dichtungen des hl. Sophronios, die drei jambischen
Kanone» des Johannes von Damaskos und die zahlreichen in anakroon-
tischen und anderen Massen verfassten Poesien geistlichen lidialtu eines
IgnatiosDiakonos, Leon des Wuisun, Prudrumos, Manuel Phil es u.a.
Di« (Or wahre Kunst immer vurhüngnisvolie Wirkung des Nachleiern»
Wtr und nicht mehr venttAndlicher Formen hat sich auch hier im vollen
Mum bowjUirt. Nur ganz wenige dieser Kunstgedichte verdienen den
Nuien Poesie. Mit Ktiingen, die in der lebendigen Bpraclie keinen Wider-
kO mehr fanden, konnte niemand zum Herzon des Volkes reden. Die
flt&lir, welche hierin lag, wird von dem Historiker nicht unt^rschlttzt
*enl«n: liülto sich nicht zar rechten Stunde eine andere Kunstform
0tfai>don und eingebürgert, so wÄro dem griechischen Volke der Sogen
•ur wahren religiösen Poeaie für immer versagt geblieben. Nui- dieser
[■WB Form ist es zu verdanken, dass nun eine Litteraturgattung erstand,
6t an poelisehem tiehalt, an Mannigfaltigkeit und Tiefe den vorzUg-
ttfeten Erzeugnissen der alten Dichtung zur Seite gestellt werden darf.
OitM wirkungsreicho Kun»tform, welche mit einem Zauberschlago das
pwäache Vermögen der Uellenen von neuem wachrief und der verstum-
WMloa i^unge wiederum Laute von alter Kraft verlieb, ist die ryth-
■isvbo Dichtung.
A. Qeachiclite der rythmischen Eirchendichtung.
mn. Begriff und allgemeine Geschichte. Der lebendigen Sprache
•ar die feine Differenz der kurzen und langen Silben in der römischen
Zeit, wie die Buchstabenverwechselungen auf Inschriften und andere That-
Mdicn beweisen , abhanden gekommen. Der neue Vokalismus bosass
■•der lauge noch kurze, »ondcrn nur isochrone Vokale d. h. Vokale, die
lUe mit derselben Zeitdauer gesprochen wurden.*) Aus der alten musi-
t
■) TfL E. Bovvy, a. a. 0. 63 ff.
*) T^. E. Bouvy. a. ■. O. 60 ff.
ff T^. G. Ualiidakis, Kiihna Z«itacbr.
fltr vorgloiob. SpracliforBch. 30 (1889) 3&T lt.;
auch K. üunvj-, a. a. O. 127 ff.
656
BfsuitiniBclie Litt«rat[irgeecliicht«. II. Po«tia«he Lttt«ratar.
kalisclicn QuaiititRti^iirache war ein modcnuia Konversationsiilioia ge-
worden, in woicliein ein Wort wie nr^purrof al» einfacher Daktylas kling.
Wer jetzt alito nach der Quantität dicht«t«, gebrauchte eine tote Fora,
die auf dem Papiere kUnstÜch zugerichtet werden konnte, von dem Ohit
aber nicht mehr verstanden wurde. Erst als die christliche Poene iM
von diesem unertrSghchon Zwange losmacht« und zum rythmiscbeo
Versbau ihre Zuflucht nahm, begann via walirhaft zu leben. Das Priiuf
der neuen Form ist nicht Lunge oder Kürze, Boudom die Zahl der Silhaa
und der Accent d. h. die Dinge, welche damals allein hOrbar «am
und welche auch die Poesie der modernen Völker beherrschen. Keines-
wegs aber trat der Wortocccnt einfach an die Stelle des fdlhereo Ven-
accente«: die alten Voräformen wurden vielmehr gänzlich beiseite 9*-
»choben und dafUr neue, ganz verschiedenartige Zeilen und Stroplua
erfunden.
Nur in den Werken der rytlimiaclien Form besitzt die chrigtlitb(
Poesie bei den Oriechen eine walirhafte, von »chwachon Versuchen rank '
zur Vollendung aufsteigende und endlich wieder Binkendo innere EbI-
wickolung. Leider ist die Geschichte derselben noch wenig erforeckt
Wir erkennen zwar mit genügender Deutlichkeit, dass der ungebtai
uns erhaltene Vorrat an Kirchenliedern eine nach and na^ eni
Schöpfung i»t; wir bumiirken bedeutende Unterechiedc in den Fonnes,
poetischen Geholte, in der Darstellung und Anpassung; wir i»ch«R,
aus unscheinbaren Quellen allmählich ein mächtiger, reichverzweigt«r Si
anwächst, aber es ist gegenwärtig nicht mSglich, den Lauf desselbca
)^einün Verästelungen und Zuflüs8on klar naehzuwoiacn. An einer
Peatstellung der Oescbicbie dieser Litteraturgattung hindert vorm
ihre Anonymität. Wenige Dichter sind nach ihrer Person, ihrer
und ihren [icbensverhältnütsen näher bekannt; von vielen hören wir
tih die bloüiRcn Namen ; eine grosse Zahl und darunter manche der
Stacke sind völlig herrenlos Qberliefert. Wir können daher di« Eb
wickulungsgescliichto der griechiHcheu Kirchondii-htung vorerst aur l
allgomcinon Unuissen beschreiben. Mit genügender Sicherheil latswi
in derselben drei Uauptepochen unterscheiden, nämlich 1. dieZeitd
Vorbereitung, welche hauptsächlich durch kleine, zwischen die IVali
und andere Tnile dur hl. .Schrift eingeschobene Stiirke, durch Akkl
des Volkes und einige isolierte Gedichte von bekannten Verfaaseni
zeichnet wird, 2. die BlElteperiode, in wekher die omfimgreichen,
20 — 30 imd mehr Strophen bestehenden Ilj-mnen zur Auabitdung und
sten VuUeudiing gelangen, 3. eine Periode, welche mit der En'
einer nouen arcliitck tonischen Form von Gedichten, den
Kanones, anhobt. Diese Abteilung ist jedoch nicht so zu i'erstefaMi,
ob die fUr jode Periode charakteristische Gattung in derselben ausseWi«*"
lieh geherrscht hätte. Die Akklamationen und die kleinen StQckf,
welche die Signatur der erstcit Periode bilden, dauerten auch in der jwoit«
und dritten fort; diu Hymnen, dos Kennzeichen der zweiten Periode,
wurden auch in der drittt-n weitergepflegt.
I. SamniclauagAbvo: Di» äl[««t#n Diork« grifdiscber Kirobenlivder Wfin^
A
Eirehaapoasi*. A. Oeschichtfl der rytbmisdani EtFchendicIitiiog. {% 2fi9) fJ57
Ml i« <t*ti tDr den prakliHulM'ii Gubniueli faeatiinniteu litureiai^licn Werken. Durnnch gnb
NM lcl«in« AuawaM Vombaum in Uaui#lsTli«enurus li,Yiiiuulugicii-i. vol. 111 (Lipsinn 1)^6)
— 1S8 Idi« Qbri)[eii Bind« tinllislttiti mir laUiriiitclie uiitl ^,vnHch<i LiedcrI. - Für flulti-
tlB41fW Slu4i«n IcaBD man die iilleii Onirkfi iiiiJit itaiiz (lutbchrt-n; Hie onllmlten udcr
miat UDHverlOHi«« "nd «Inrk vrmtlimmclt« Test«, die fQr eine littvrnriaulie, iihiluluuisGlip
lail cMcbichllii'lM' ßatrachtung des KirehenlJcdoH nicht ansreiclieii. Diesem Behiifu dicuuo
MT folijead« vier Werke: J. 11. Pitm. Ilyinnoßrnfihic do l'<;^tise i;iepi|ue. Rom« 18C7;
IrauiMi nnf d«n lil. I'etnis. — W. Oiriat und M. riirnnikas. AnthoInKin liraocR rar-
■mim CluriBtiiinotitm, I.ipsini.' 1(^71: reiche AiiHwidil christlicher l'oeden in chri>n»ln(;i«nhnr
Mmuig mit niner auifiihrlitlien F.iiitüiluii^ UbiT (Jiiachic.lilo und Kurm der KiicbondicIitanR.
'- J. B. f itra, Aiialectu sacra B|iiri)egi<) I^<lleslnl'Il(li parul«. toin. 1, PiLriaiin H^TC; eiithitlt
im» OberraacbeKil grosM Zahl frUiivr ^üiiilicb <ider Itiilweise uubekaunU-r Uyiiiuea de»
!■■>»««. AbmUmo«, S«TKiiM>, Kyrinkn». Tiieodnra» Sliidit«« u, a. ~ Arcbiinaudril Am-
Ailcchins (j«Ut Binnhof von Uontovl, Kontnir,i(fior nach der grierhisrhi'n OriKinalbiind-
Wfcrift der tlodtkauM Synodal biUioIhtik N. -i.ST. <uanTnm<'n(;cstollt mit der flllenten slavisohtin
ITah»IMlHi»a. 3 voll., Ucokon IKT9 (Tilul. Kinlritunp u. a. n. russ.i. Uor nrHt<< lliiiid
koDgt in gi«a>Mi und ganion dieselben Texte wie l'itiu. deaseii Ausgabe niii nach im
IlMaliaee vorwrrlel i<il; d<ir iweite Hand |iu kleintireiu Funnulc) cntlilllt fnoiimilo proben
h mwi|,illiiini I Au^IhruuK. Der Textbauil dllrfle durch den völligen Miingel an
0«naaiKk('il. EiitikundMrtli'idir in der ganten pbilolugisclien Litter atur als
• in llnikuni daslelien. Damit der skeptische liesor niclit glaube, mein Urteil sei vom
klMam Neide der Rivaülal nngckrllnkelt. bemerke ich nur, doaa auf den 2(<8 .Seiten, welcbe
irnftti loline den Anliangl umfassl. bei obeiriUrhlicbater Durchaichl 11)01)0 — 20000
ftUar Jeder Art aurstOMpn — iras denn dorh selbst bei der weitesten Ansd^bnung der
Uli. dia man gegen eine editio princeps walten xa la^on gcnoigl i»!, de«
ilsn etwHB XU viel sein durfte, MerkwUriiigerwetae ist die famose Leistung iin
ndol »chuci verKriflen und so ävbwer auf«ulr«iheLi wie ein Inkunaheldnick. — Uiwn
1 iMch die kldine PublikatiuD von .1. Pomjalovskij, Zwei litUTKlaühe Aofi»«« auf
lenl, Petereliurg l>^-
2. UilfiiRiittel: Ein SpexinJIliema bebandeln Thead. Toacani «I >toa. Coxxa,
hjnuivlogia Gravvorum in Deiparae confutitiuiiiim. Rum 18f)2 imir uiiEugBnglicIi). —
•nUEO und wieliti^teii Schritt« in d<-r Ki'k4'iintiiis der Form der grieobiaclieii Kirulien-
IT tkat F. J. Hone, Uteiniaebe Hymnen dt« Mitt«laUerH. 3 ßde. FreJburg i. Br. 1858
ISU (paniml. Dann liaben. oline die Vorarbeit von Mnne tn bearhton, Pitra nnd
lal in d«n l'rolngomena der oben geniiimlen VVerke fUi die Krfoi-schung d^ Form
(iMcki^Jite den KirclinnliedcB einen festen Orund gelobt. — Auaseideni: W. Cliriat,
di» Badoolung von llimioe. Tropariuu und Kanon in der ^riouhiächen l'ofHie doa
Uhara, Sitxusgaber. boyer. Akad. ISlü. liaud !l Ih - tO^. - Tb. Eiortot. De Tech-
dM" B.VMalijiwdi« UyuDograplien , Verklagen ou Mudedeetingeu der K. Akad. van
«wcbap^n, Afil«eling ti«lterkundc, Tweede r«oke. tweede deet, Amalrrdam IHTS
lÜ— lÄl («BgvlMnder Bericht ttbor Pitins llyniiiDgraphie und Christa Anthulogia), —
■uafUiTUobtt R«f«ralO ober den ganien von Pilrn und Christ t(ebot#<iien Stoff «iibeu
(•renaon. l.'bymnographio do Tegliac grectjue. Revue de« iguealion« bifttori(|ues 11
ij^iiS— &4S. aod U .laeobi. Zur lieüchiehle de» grieeliini^hnn KiichcnliedeH. /eilacbrift
Kirchen gcMbictite berauageg. von Tb. Briogcr 5 (1KN2| 1TT--250. Fin Referat tlber
K«r«Tnt von SIevensoo ist der Aufsati v«« D. Kupitvria. Bulletin de corre«pond.
tn. i; (1>'7)'I 372--3fll, wo ohne Bewei» die alte idei- verteidigt wird, diiw die rytbinineli«
B au* der alCKnechiaehen Poesie abzuleiten Aei — tTeher den Eutwickelunc^gani: der
^m l'itraa l£er di» sriiKliische Kirchenpoesie vgl, t)um Feiriand Cabrel. Uietoire
Itaudiäal PHra, Paris 1808 S. 2£3— S<6, wo auch einige hiev nicht gennnntii kleiner«
WMtM IHid BwpnMihnsgen ang«f(lbrt sind. ~ Auf l'itni und den neueren Fontcbnngon
hNVht Hek die mir nnzugAn gliche Antrittavorlesung von Dom Fernand Cabrol, L'hymnu-
fltupU* d* l'risliao gmcquc, Angois, Lailie^a 1^1)3 |s- ß. Z. 'i, 043). — Molirere tVagen
MMadalt *IMn K. N. Salhae, faro^xxör Juxiyiav v((ii reii fieltQov ml rijc fiovam^t cuf
ArCvtUKV, Venedig 11*78. — UauutsoliTift: Willi. Meyer (ans Speyer), Anfang and Ur-
nnnif dar laleiniiclien und griechia^on lythmiaehen Diebtang. Abhandl. bayer. Akad,
|j. Bd, i. Abteilung. UQucben 188A S. 270~4.'>0. Vgl. die lionilicli ungorochte Keienaion
tM Oraraa. GflltisK. 0»1. ADaeiften 1886, 1, 284— SS3. — Zur Üoarbiehte der F.ntdecknng
dia PrtanM der rythmiachen Poeeia: W. Meyer. Pitra. Mone imd die byiantiniacha
firnpfclll. Sitmiigaber bayor. Ak. IHdß S. 49-66. — Nutzlieh, besonders fllr di«« allgemeine
OtMUekte nid Würdigung der grieeliiscben Kirchen noesi«. woniger fttr die Krkenntni*
dar MalriacbeB Pontic* ist: Kdm. Bouvy, Klude aur [cn angine uu rytbine tiiiii<[ue dnns
l'b; mnoi^pliia da l'^diae grecque, Niinea 1886, — (iegen einen Ti'il der Anaicbten von
W. Uaj'tr richten aicji Karl Di^utBcbinaun. IIa pui>äiH Grnecoruin rhytlimiciie neu «l
AiiiiuxuoviHciiKL.it IX. 1. «tilg. ;i. aua. 42
6«8
ByiASÜiilaoIio Littor&targeaoUobt«. II. Poetünhe Litl«i«tar.
oriKin«, TioRr.. Cxliletix lf^9. und Utiximilien Kawctynaki, Em« oofamtUr nt
rohgioo «1 l'hi<fiuit<< dta lythiiMia. Paria 1889 S. IS8ir. ~ Pltr W. M»]r«c «»Mwidtt liok
in dor BuiplnucliL- llub«rt Grimm«, U«r Slr(ipli«4ih*u in dan (iedidilaa Enbridna dn
^nm. Uit ciiivui Äulianjte (Iber ittt Zusiunmonhang xvinchcn nyriitobor um b^suitiDi'
Kchw HyrnDMiform. Collectonon FriliurfmHiA, v<^, II. Freibmg (Rcbwcixl 1^9!l. Vgl
H. ^ 3, 208 f. ~ Eine unwIbRUiiiiliKe Uttd kritiMb i*enig dutcbecorbFilvtc l'ctwmrbt Dba
itie griMhischMi Kinhonilicbtt^r und M«lodou gibt U. J. l'apad<>pu)«ii, Svftfinlm ik i^V
faiepint- i^{ «ff' imir dxnXf.vittaiiM^t Moepitmi et«., Äthan, K. Beck 18U0 S. 183 ff., '231 fl,
29t tt. — Ucber dm QuolUn ilor Kiicbenlied««', die «onMlmtlicb ia Heil igen t^bra u
RoeliMi aiod, TgL K. Krnmbachor. Studien Eu den Legenden de* U. Tlieodoeioa. bitnmoUs.
hajor. Akad. 1892 S. 822 fl, — EusL BiiliamaB. Itr^ iwäl^uutttnir uihfiiär. T^fi.
'^K 12 (189SI S68— 861. — VI. C'liovalier. Pn^üe litorf^ue du raojroB-ige. P>m <■(
Lyou 1892 (Uebersiobt Ober die rj-Uiniiscba Poesie bei den Orinntakn. (inec}i«>n und Abaiil-
Uudeni). — Uniug&ngliob blieben mir einig* nisnedie Arbnitm wie: V. PhiUreMvM
C'omifiov), Hietoriachn ITrberscbt der II]nnno«raphea und der lirninograpliir der piedi-
neben Kirche. PeUmbtirg IHßO. — Porphyrij (Uta«bol), 8ti«li>.THricii(Iicbter, I^udf Kietilc^
dut^h. sk. 18TS. — J. ileniivolov, UeWr Liedersequeot; iu dpa .Ueilagen «i den Wtdm
der hll. Vater* tluak *. 1»H0. - Pllr die muaUuliMhe Suite rgl. S. 5!>9 t.
3. Ueliersctiunueu: LaleiDisohe Vebereelixitig in dea Analect« von Pilrad e),
— Proben deulaclier Uebereetanng bei Job. Raj'ser, BeitrAg« mr Gascbidite and £rtfi-
rung der älteateo Kirchenhjinnen. 3. Aofl,, Paderborn 1831, and bei Jacobi, a. ■. 0, -
Kino englische L'eberset/.nng der Hymnen de« .STneaio«, Gregor Ton Naxiani, UplbedM
und ClometiN von Alr>xan<)riR, sowio einiger nnonjrmon Hymnen geb nach der Anibeltfit
Uraooa oanninum Clixistinniriiiii von Chriat und i'antnikna A. W. Cbatfield, Sengt Üd
kymnk of oiirlioet ineek rbrisliun poeta. bialiope und otbers, London 1H76.
4. Zur griccliiscIicQ Liturgie: Bei dt-m engen ZuMmincabiuigo, der die Eir^n-
iliohlung mit dem pniktjsclicn Uottosdionste vorbindet, crscheiat e« paaaonü. liier weni^MS
die wtcbtigste Littomlur zur griecbiaehea Lit.ur^cie aiiiuRlbren, wSbrend eine Dant*Un|
der liiluigio eelbiit nulSrlio)) auaeurballi d^s Kuliniena unserer Aufgabe liegt.
A. Ausgubun: Sie litutgiBcliun Bdoher der ßr^eohen wenden wie die im Vlltgl^
idtom TorfosHten Volksbiicljcr seit aller Zeit in Temed^ gednickL Hier erechienen la
Hibireiehon Ausgaben, die nicht eiuieln aufgeialitt werden kftnnen. die HenSen (Mr^Hiej.
I. B. 1586 — 1596; der Okloechos iWruij/oc). das Trtodien (TtufiAer). des Typikun
(l'ifnuvr; vgl. S. 814), da» P«nteko8tnri<>n lltiyiisimtttigioy), dBiinerologionOUpäMr'*'^
das Euchologion {EvxMyior), das Pealterion (V'nUtiQioi-), das HirmologioB (£>ff^
Xö^iov) und M 9i!ai Xtiiar^yiai raif ir fiyi<u( nnr/put- <;;Uoie 'lamrtvv ri>i= Xft^anißnr.
Baaitjiov foi'' AUyakvv loi inir n(ioi;/iae^i'nu>'. In den vieisigeT Jahren unseres Jahr-
hiindortn hat Bnrtli. Kutlumusiunoa (Koi>[Jiot>/ioe0inf«c) mit ApprobnltMi de« Pstrwr'ii'n
Neubr'arbeitunKcn iliT lilurinsuhen Bücher romntilHllet, die abermaU in Ponodig, tarn Teil
anoh in KuiiHtuntmupel jcejruckt wurden, Uebei die ttllealeu I>nMke diOMir Mtber val
diu genoneii bibliugrapfaisohen Nachweise bei E. Legrand, BibUogr. ImU.. S tone«, Paria Ifw^
nnd liibliogr. hell do XVIf abole, 8 toinea. Paris 1894— I89S, Dwn NfldiMga ron PL
Meyer, li. '£. 2 {imHj 357 f. — Iu neuerer Zeit sind auch einaebi» AnagabMi in Athea,
Konstnntinopcl und JoruaaUm araohieoen, — Neben dieaen aMaeUen grieeUstken Aaa'
gaben sind UAllIrlirli die von katholiaobor eder prat«i>tantisrher üeite veraastalteiM Dniib
nur mit Vorarht tu lieufitaen. Dna gilt selbst von der bcdrntendaten (tbeadllndMi'ht«
lieislung, dem Kr/oJlDj'iPt- sire Rituale Uraeeurum ol«.'. opcni Jncobi Goar, Paria IMT.
Editio II, i-xpiirvatn ol nccuratior. Vc-nedig 1730. — Eue. Retiaudut, liluT^gianiM ntleul»-
lium coUecliu, 2 vull.. Paris ITIO; Neiiuusgahe. Kruukfurt 1847 (teils Text«, teile Afchaad-
lungeii xiir grieelilsohen, koptisclien und syriseheu Liturgi«i). — Suut^fiim Kai.'iw Stiiftirf
t^< nHtiniSfi'aii ijioi Itioionafioi: /xif, (', lUeKOaiev, "Rr JCitvlUt 1849 (tDlT UflUgillglieb).
- F.inen «ehr nntxlichen knmmentjeili^n Auma^ der widitigstatt TeU« d«r griediisi^««
Liturgie ini l'i-texln gab Ilerui. Adslh. Daniel, Cedex litnrgicB« <ecl«ri»e «tientali*
iu opilomen rednctue. Leipxig IS.^!!. Dn» ernte Itucli onliiBlt ein* knRnAusI* Qeadllabt*
der ftlteatcin Liturgie mit reicblichcn (jiir llnniitellcn ; das iweita eine ■IfnnMnM Baacbii-
huDg dvr heutigen gricchiHcIl<^n Liturgie, das dritte die Liturgie des hl. CbryMatgOMa, dN
hL BoKilios. der I'rneaonctißLNili und der Aimenter; das vierte die wiobtigHl«D Teile and
ZeieiDonion bei der ICrtuiluiig der äakramente, d. u. mich die Vetttdirifteo dber die Wahl
und Ordinntion dei Bisi-hsfe, Krebisühdfo und de» PalriarcLun von Kpct und die SteO*
über die Kniiorkrriniing ans dem Uesch ich ta werk des Kantakuuaoa I S, Idß ff. ed. BemL
(vgl. oben S. »00 Anm. 2): den Becichluss bildet ein Veneiahnia der in der griecUaekaa
Ijturgie vorkomnicnden technisclien Ausdrncke mit Erklftnuigen. — NnnM^nn sjnd dit
litargischen Bncber der Grieohen aiidi von der Propaganda in Rok rerOffentUatf '
Paraclelico sive Octesohus rnngnus 1^6; OcUiochus e. patri* neatri Joannia ~
i.
L XinbrapoMi«. A. OMchlthU d« rfttuBisobtn Klrcheadicbtaas. {g 26$) Gt
I8M: Triodioa 1&T9; PontMKwUrion 19H: Monwa I88fl ff.: PtitUoriam 187.1 (f.; Floro-
logiBn IB7&. In w«l«h«n Vtrbtltniii i\o rSmischpn Aaogshan liinnirlillich ilor Tnit« in
Jan VanMJMMir Drucknii iit«h«n. vormng ich nkht xu ingcn, da nii^ mir nicht nigtinglieh
g«w«rd«M aind. — C, K. Hkmmond. Liturgin« nonlcrn und w«Blvni boing n reprint of tlio
taxtii, «ith«r uhipiiBl or IrnOHlaUJ, uf thc mont reprcSL'ntativn liturgips at the cburch,
Uxtortl IS'S. — C. R. Uaminoiiil, Tho undi-nt iiliirpy uf Aiitiui-h iiiid othur liltirgicol
fragmviiU IwioK HO appendix tu .Lilurgioa i'aHtern and weeieni'. Oifurd 1(^79, — Ü.
CrHCku, Dl« UtiiTKis d#« hl. JohaiiuM Cliryaosloinus. UiiUraloh 1890 (iirieeb. Tvxt
nnt dMit»cber L'«^ra«liung). — A. Dmitrij«v«ki, Kin Knobologion aus 4*m 4 .lalir-
iMidart. vtrttMt von Serapion, Bi»c1ior von ThmiiiB (in Hntertgfpt«!!), Trady Ki^vskoj
Jmtk. tk. 1894 Nr. 2 (mir nnxiigttn glich]. ~ Kin Liturgiebuch der Auferatabungnkirehft Ton
Jmtnivm (mit kIIph Troparion n. •.. w.) ed. A. Pnpndopiilos Koinroous. '.iraitna 'It^eao-
i»fitTiK^t oru][mlvyin{ li 1 1894] 1 — 254; ebenda I (1W1| 124 -143 einice i^tiüboi«, Kuionee
a s. w. der Kirch« von Jtrns^Wm. — Kinon spnton Austug des eben LTwülmlrn Liturgiobuebcs
*M Jerusalem od. A. DmllrijevBkij. Provosl. sobesjodmk lS«a -18U0: 1804, Vgl H. Z. 2
il'*»S| SSO; 4 (18!).)) 11)9. -- A. E. Lntiriotea, Jr-liojTj für Jinifneair Itxiijainnttriin
BttXov»<mi', 'yj:*i. 'aI. lU (1^65-18!IS) 164 166 (eine AkuInthiH des HetiperinoH).
Rnilfamittel: l. Allg«moincDiirBteltungi>n: Dn« Hunptwurk MeibI noch immer
Lao Allatiua, De libris ueclMiaslici« ürnecoruin dinserlutiunes dune, Paris 164.'). Kinignn
lii*ber OdiArig« (D< narlhece veteris ecclesia«. De r^cenlioriim Grai>euriim templin) bietet
■iKb dla PoTtsetniDK der genannten Scbrifl: Le<o Allalius. D» libris et rebus eceteHiaatieiü
OWafOWn diaMirtationee et Observation es voriae, Psrin 1146. Die erste Schrift wurde mit
wiederholt von P«bri<-ius, iiibi, gr -"i, Hamburg 1712. — ITeber Menologien
ft. w. V|tl. auch Kabriciun, Hihi. gr. ed. Harl. 10, I3H ff. ~ Znch, Orapins. De
lavin *t Menologii« (irAornrum, Runtock IRt)7 (wertlose Dissortationl. — Manches inr
auch hei Jobo Mbro» Ncale. A history of the lioly eastom ehurrb, 2 P„
lämün 1^7 — 1850. — Gute, auf handeohrifti lohen Studtvn buruliende MilluilunKen Über
fibVKWcbe Blich«r der Griechen eab F. J. Mone. lateinische Hymnen deb Mittelalters 2
{1854) IX-XVI; viij. a (l8iG) 877. - D. W. Oa^s. Symbolik der griocbiflchen Kirche,
IMin 1872. — Swainson. llie greek litiirgies chiefly fruni origlnitl aulboritiea, Cambridge
18M (mit ilea Text«)) der alten Liturgien des Juhnnnes Chrysoetomos nod Basüloa u. s. w.). —
IIa w L«ctionari«4i vgl. C. lt. Gregore in .Novnm TeBtamentum ernece »d. C. Tisobendorr,
UHOMlavarritica inaior3il8f^4)ßH7-791. - (i. itickell. Das Älteste litargisclie Schrift-
ribk.ililt«ilDiiet>n aus der Sammlung der Papyrus Krzberiog Kainer. 2. u .1. nd(l^iä7) »3— I^R.
— Uaitir. Ad. Kftitlin. G«»chicht« des ehrlstllchen <iutlr>9<lienet«s. rreihurg i. B. I8H7
S. CS -BO (Obnr den (Mtcsdifinst der grieehischcn Kircbu mit reichliehen Li ttorntu [angaben),
— L Duchesno, Orisinea du cnlte cbritieu, pÄria IHS9 Icntbült Huth fOr die grlei'blarhe
UlägM tvta 4.-9. Jahrhundert viel ÜeiicbtenHwertei). — N, Milles 8, I.. Kalondnriuni
Ihtnalvatriiiaaiieecclesiaeonentaliaeloccidentalls, 3 Bde. Iiiimhnick 1871'. 188I.1^^.'>, Zweite
tMuf», b4 1. inaBbrock 1896 (nngemein reicbhaltigos und xnvoiJAsalges Work) - Mandie
BdUige nrEeantliM der |;riecbls^ou und syrischen Liturgie enihallen die: Ktudes pri^pA'
talairM an ptlaratf* eilchari»ti(|ao «n terrc sninle et ii Ji'nisalem en avril et en nioi 1803,
hria I8PS (Supfil^nnt nax .Qnextinns arttielles* du 18 fcvrior 8 aviil D^U:)). — l'n-
n|lDBl<eb ist mir das rumliniHebe Wvrk: T. Tnrnavschi, Ueber die wichtigsten Litur-
|in MC oräiDtaliKchiiti Kirrbn. bd«. diejenigen, welche xur Zeit in der orthodoxen Kirche
atoBdil warileii. Cxernowitx WM (Hepurutubdruek uub dem rumHn. Journal Cnndcta).
Wl^iiohwag roa ['. Syrku. \h. Vr. 1 |l^y<) 2li;-21Ö. - Ferd. Prubat, LHurtjie der
dr>i «nlrs ehrintlicben Jahrhunderte, Tül'iiigen 1870. — Ferd. Probat. Liturgie dea
TiniPii Jalirbunderta und deren Hefürni. MHneter 1893. — Summariacbe rebersicbt der
■riinhiirhnii Utwfi«btob«r b«i Ferd. Kntteubusrh. Lebtlmch der verjiileie.lionden Con-
ftwiniirtimlii I (18921 47S~487. Dhiu NAchlrRite von Ph. Meyor, Tlieolog. I.iterotur-
IS (l>i^} 12. -' Nur f,ttm. knappe Notizen bei V. Thalhofer, Handbuch der
'\tm Litnrfiik, 2. Anß, bnarbcitct von Ad. Kbner I I (Freiburg i. Dr. 1891) ß4- 68.
r. Speaialsehriften: Archimandrit Sergiuo. VolUlnndiges Menologiuui de«
ihtuß, 2 *«ll.. Moskau 1875 - 1X7« Irass.); Eid I S. III ß. ein reiebes Veraetehnis hagio-
■afhllA«- und maitTrologiKbw Druckwerke und Hbs. — V. Bolutov, Spureu der alten
MntlagiMi einMlner 'Krrefaon, Cbriat. i^tcnije 1893 Jan.— Febr. 177 ^210 Ikonalaliert ein*n
VaalogiffttTpaa d«r Kirche von Kpel und einen solchen der Kirche von Anliochla, deii
« mofhnaneiacb ii«aiitl. — A. PapadopuloB Keranieu», i/^AWu« fi#ei loii- lutn\'i>-
mir /ittWw. Vii. Vr. 1 (1894) S41--888 (Ober die allmShltchon VerSn de runden der
Mm vem 10.^10. Jahrb.). — <Hi()p. Delebaye>. Le l^ynnxaire de Sirmond, Anulectn
WilhMilua 14 (I89:>) 3!>« - 4»4 (Definition der oft vnrwoehsdltnn und in der Tli.it sehr
*dFWiaknMlM Üogirtffe Ueliaion. Menolotcion und Syniixurion), KNiiRes llbnr Menologien.
W im llcäi»lc^Mi von K|i«l berichtet M. J. U«d«oDi Uv^a'-tifär iofioUiioy. ivikoj-os
J
BruBUelMk« UimmlmiwmiMtttl» IL Portteft« UttanAr.
■ W (18») lltl-l*>. - AL LaarioUk. Tt^rVßtt tri ■-■witi*.«- iV.- ►;■.■.- 3■(>Mcr^^
,i,( Wfir**]. \a. Vr. 1 flW*l t48-«». V^ B I. 4. B». - lMe>— iiti A^dUte
OW ili« in 4 JaluhUKlett ia Ji— li» hwutttwrti hampm mHim Bulkvrt Bla»<T,
UwoUckU dM Uranm, Fraibws 1(M S. K»-l». md F Cahr.l. IDtad. ■
la ParMriuÜa KInHi, Paria ISM. Td. 4« «arfttriklMB thnckt tm J. D. Ck»k<t.
IUra«l* l'OtMiU lat» 8 (18») «Sl-W - X. Killa*. Ktto nhijatM. *■ ^a—n
«••(9, ZaMMlir. f. katltol. TiMolocie 1» (18M> lCtt-17:.
«. 2b 4ar iwakli sla*i»cBeD Litorsia, im ■teigaM im piwaw aaA pOM ai
4«r griacfciMfcaa tiwll^eh W, soa tlariachav irint>airiir ■. a. w.: Jaa. fiiK. AM««Mai,
lUndaria aoelMiaa mhr««wa. « Tarn. Bob 17U (haUt OUr dia .E«lawiaria
BbvkM arva OrMC»-llMclMa*|. - J*baDB Olas Kiu. I>i»Oafcifc«fci
dar griMUMben Kirdia m lUwUiid. Ana 4tm EagliichM «miM. B«a HTI lad U
KupbrUfela). •- A. H. Mnraviev. BobCb «bar *m OüteltM« 4ar iMHaaÜlafcfba
KirdM. Aua dan RiHabcibMi Bben«« waA «Urtart Tan K. *. INah. La^ ISS. -
R. V. Muralt. I^idioa tat morgMlIaitiachwi Kiwi». LabM 1888. — E»i»r»krj. "
l«ci*M dar ortbodox katboliaeb« Kinb«. S Bd». Wi« l^f-BS (Da<«^ Id
dar vicfctfealM Tail« dar litnrp« dtr mrncbaa Knba». ~ Fbilaiat. (Maducbtr iä
Kiroba Biwlimli, Im Dtitacha abar««tEt roa D. Btnnaatbal. 2 Bda. Fraaklart ISTä.
ftmaanlmii alail aar EiafUmac ia di* rfanarhr litnrgM n —pfatlaa d»*
(daata^ nad niaahwk) abfatoätaa Warba du i:ctelirt«a ProfalM da k.
McJiBri KU ll«-r1lD. AUxi« TOB Ualti«r: J. I>i* KMlkbaa Utaipca aaaarar baiiii
JoliBUiiKH UiryiuMitomiu, llaHilioi d«w (ImaaMi mdCraMtia» Diakfoa. Daotaeb aaj ^.
MBtar baraohaicJitiguoK ikr gri«cbiacbeB Urtext«. Beru 1890. — 3. D»e Karbtwaeba <
Abaad- und llM|{ungcitU>MlM>nal dar «rtbodozkalboUaelMa Kirtbe daa Hoannlanda«.
and «laviacb n. >. w. ßwlio ie»2. - 3. Die LitaripM dar Oftiiadax-balb*Uaeb«
da* Morganlanil«« ualar BerOokatcbliicuiif de« biacbsflicbaa Run aabal aiaer
Batradituiii dor haoptaächlidbataB Bbrifan lilnrKion d«« Oriaata uad Ocieidcal«.
1W4 (lÜaaoa Wark nur daulach; amScUaaaa rin ViTZcirJinu litargiMliair UttanlwX -
Croaaa DMahanun dt» bl. Aodroas roa Krata. IVuUcfa und «Javiaeb u. «. «. BarÜn
k-^ A. AiidaditohoHi (Knn«nik> der ortbodox-kaUKiUacbcn Kircko dea MorgaaUad«*, di
tnd alavincli iinlnr itcrUckHirtitigniig dea griechiaoben L'rlrxt««. Boitn I68A. Tal
llmprrclxinR von N Nillca. Z«iUdir. f. kalliol. Tbrol. 1896 S. 353- 3&9. - Aaf
Kvri» zui^rai, Kmitiiiitnii HUokiim benUit dieS^iuo vo« N. Nil loa S. i., Uebar diactiatb
iDuiidio Uluri^if^, Zcilochr. fltr kaUiol. Thaologie 18 (IBM) 360— !92. — Sokotor. De-'
«(«Ituiig dcD (iüttcHiliviiHtus der ortbodox-kalkoliacban Kirvbe dea HorMnlimdca. Dcnlwi
v«n MoruMiir. Btrlin 18tf3. - Weiter» Litteratair bei B. A, KVatlta. UeMbidii- '!»
<ilirietlidii<ii (Jutlveilleoitce. Freiburg 16B7 8. 88 f. — Trotx alJ dar prwAhnMi, nur K'
IrolHich«)) Vuntrbcilnn lilribl ein« timiunmcnfaMnnilo KrToracbsag and Dam«lliin|; dar '»
«diicht« ilnr liliirK<*<:l><iii tldrlinr clor gii^rhiarboa Kircliv rin UaidOrfnia. V«e WirbtifUil
HJitil u, n. din VeiteidiniiuH> in di-n altraUn Klostcrtypikcn x. B. in d«r Jiäialn i»*
Miüliaul AtlnUaUa bot K. N. »nthu-, Mta. Btfk. I, 49. Vgl. | 137. ■
Erat© Poriode.
270. Älteste KirchengeslUige. Di« Gewohnheit, bei roUgii3Mii 7ji-
äamniciikUrifioii (lolt (hiivit lit't^atig zu vorhcrrlitlK-n, Ubcmaliinoti tut- (TiristM
von (ItT Syimyoge, DahtT sind in dfU erst*'» Jahrhunderten ihre Kirch«!*,
jjesänge mit denun der .Fudcn fujtt identisch. D«n wichtigsten Teil bi)i
die Ftalmen; dazu kommen noch einige andere StUrke des aMfn uad oou
Ttistanietlt«, die Danke^worte Marini« uhcIi der Botschaft dct« Engol« üaliri«
di« Woimiigutig dos ZAchariim und der Jubolhyntnua Aes greisun Symnn
U«n idolionten Itowois fllr dioNO Thatsache gibt uns dor- dorn X^. Jahrkundiil
niigohlti'igo Codex Alexandrinus; derselbe enthält nämlich nadi
grioohisohen Oberi«vtzung de» alten TeMamenta ein kirchliches Geskng';
hneh, in wcloltom wir de» «rwiLhnt«n uralten Bestand der griechiich
l.itui'Ki« vorlindenJ) Do» Volle beteiligte »ich damals am Kircfaeng
') & Cbrlal, Aatbol. Pr«!««»«). 8. 20 f.: 88 f.
abl nur d»rcli die SchluARakklamatianen, das Alleluija, Amen, Hosanna,
ionai. da« oft wiederholte Kyrie eleiflou, In dieecn Akklamationen
igt Ave Keim eine« wichtigen Bo^tandteilcs don spfitci'on Kirclioii-
tdes: aus ibnun entstand der Nacligesang oder dos Ephymnion
. § 2H6].
Bald hftren wir auch schon von neuen Liedern der CIiriBten; frei-
ih Kind diese Nachriclitcn zum Teil so uiibc»timmt, iXans wir nur schwer
D ileutlicht« Bild gowiiinen kSnnen. Schon Pliiiius der JUngore bo-
thlel in t'incm Briefe (10. 9ß), das« die Christen vor Tagesanbruch sich
1 versammeln und Christo ein Lied zu singen (ante luccm convenire
Jinenque l'hriato dicere) pflegten. Doch Iflsst sich bei der Unbestimmt-
öt des Aui'drucks und der mangelhaften Bekanntschaft de» Plinius mit
iristlichen Dingen nicht sicher genug ersehen, oh er damit wirklicho
rengesUnge meinte. Dafür haben wir aber vonOrigenes und Euse-
vOllig klar« Zeugnisse, dass die Chriaten Gott und seinen einge-
mnen Sohn in Hymnen besangen.') Besonders Übten die Häretiker kirch-
^n Oe*«ang und kirchliclic Dichtung, so Nepo.s in Ägj-pton, der .«yri.scho
Btiker Bardosancs und vor allem Arios. Ein Beweix hiefllr ist auch
»merkwürdige alte Psalm der Naassener.*) Von der Vorliebe, mit
elebcr das Volk solche ßesänge aufnahm, wird mehrfach berichtet, und
■it nar natürlich, da.s8 auch die Orthodoxen sich bemühten, dem reli-
ftcn Bed(irfiii8so in dieser Weise entgegenzukommen. Die Ritesten Öo-
Inge, von Welchen wir genauere Kunde haben, »ind Lieder am Morgen
lut Abend, bei der Lichtunzllndung und beim Frühstücke: r/t'"! ioi»ivögf
mt^vöe. t:jiXvxfo<, *(7'; ^n' «pCffTm.») Der berühmte Morgenhymnus:
»Ja t'r i<i)>{<rioii iff^ xai dix't yijf figijri^ u. 8. w. wurde auch in der abend-
iadiachen Kirche bis in» Mittelalter hinein im gi-iechischen Urtexte ge-
&n.*) Diese Stücke unterscheiden sich aber von den spAtoron Kirchen-
agtn dadurch, dass sie fast noch gunx aus Worten der lil. Schrift
leogesetzt sind. Die ältesten selbständigen rythmischen üe-
liehte stammen von Gregor von Naxianz; es ist sein Jungfraiienüed
■d aeiti Abendhymn»».*) Wie Gregor, der Hauptvertretor der chrietlichen
InaotitAtspoesio. dazu kam. sich auch in der ncnoii Form zu versuchen,
•chwer zu erklären; doch scheint seine Autorschaft fllr diese zwei
ehte vSitig gesichert. Sie bestehen aus Langzeilon von 14— Hi Silben,
he in zwei Halbzeilen von verschiedener Hilbenzuhl zerfallen; (juan-
und Tonfall ist durchaus freigegeben, nur rauss die vorletzte Silbo
zweiten Halbzeile betunt aoin. Zweifellos gehören also beide StUcko
*)a Cbriit, .Aotliol. IViloüam. ». 21.
*) U«b«r gMMtMclia UM&ng« hundi^lt R.
»•!■■, Die RpokrypbftD .Apustol-
Men tn»! Apo«lBl lebenden 1 (1883)
iSS; 2n a.: 384; 1.20. Vyl Satbas,
, 0. «(i. pM **!>. W. M .• y e r S76.
tyM4n.
1*1 Ed. von Chriat, Anlhot. 88 ff. Vgl.
IIl Kays#i, BfitrOfo xiir Cnscbiolita Bod
tUärunn 4er a1t*«1«n Kbrh«nhyinnen S.Wt.
^•j KacJiwvJM »OB W. Cbsppol, On
the IIa« of tba Greek InriE^iajtc. wrjtten pho-
naticnlly. in tbo ciirly sen'iao-bnokii of tho
ctiiirch in Kngltiiid vtc, Archncolu^-in v. 4ß
(LonJon I8ÖC1-8I1 3^9-402. unJ K, Krum.
bacher, Bliein. Mub. S'J (lüU) 'ihl f.
") Ed. von ChriHl. Antliol. 2'J ff. Kri-
tische Ausgab» von W, Moyur, 11. a. U. 400ff.
Vgl, HiinB»on,fhilolog.44(I8S5J2ü8-28&;
Meyor, a. a. 0. 313 ff.; Bouvy 133 ff.;
OrimnKi, a. a. 0. S. 81 f.
662
ByxuitloiHbe LiLtfttatiirKaacbicbbe. U. PMttMbe LitUrfttor.
zur rytJimischen üicIiUiiig. Eine h(Vcb»it iilU'rtÖmlicho Fonn ««gl iw<*"
der anonyme Gesang auf das hl. KreuzJ)
Uob«r die ent« Periode im Kiirb«iigDMuua & uBser d«ii uWn (tnnannlpn WmIm
VMI l'itm. ChriHt, Boury. Grimmo u. n. w. mcIi Alb. Thierfel4«r. De ChriittiiininiDj
pmlmua «t h^moiH uw|ui> nii Ambr««!! tompon. Diu., I^ipBg 1898, und Juli. Kirnirfl
ItDiUOt^i' xur ilfnchiclito »ml Krklamnii der &l(«tM Kirclianliyainon. P»d*rboTD I8S1 £:<. la- im
(w«6. 48(ilMtt TliKophanea Dninimc^iiUH JntinantM D. iii wlirviben i«l). — L. Dnchaintfl
(}rixitiee du culto chn^Uon, l'aria lS»t!l 8. 107 ff. Ad. Kborl. All«mMiiM ÜMMhielilc dfl
Liltwnttiir d«. MitteliOU-n. im Abwidland« l>|ll«9l IT2- 1(*4; M3- .1.MJ, h«>prkbl di« ^
wi«l(«]an£iieMiobioht« der lateiriinchon Kirrhaiidiobtiing und d>e Itvauinn de* AnbraMjH
UQit liroguriua d«« Growon. - UnzUftlliiglicJi und mir div Arbeiten vuo J Mal;i*v«kM
Dur hl. JobanJiM ('hr}«(mttini<M in iwiner Stellung uIk AniiKDuBt . INakon unil l'riMta
ilud: Kin« Ui>ni«irliung Uhn KUvinnus. Kubiiehof von Antiouliin u. b. w., Trud; Kiovikm
duch. nk-, Oklobt-i IN9U Noreiiibor 1^92, wu oncli d«ni Bvrichle von M. S . B. i. £. 317 H
HUi'li Über dir Ultcalo OcMihiobt« de« i;riecliiiich«n KiTcbcng«aai)g«8 g»li«oiielt ül. 1
Zw«ito Poriode. I
271. Anlange der Hymnendichtung. l>ie eigentliche HymnendklP
tung hegiiiril walirsclioiiilirli im 5. .tHliiliiiiiilei't; »i« blühte heKondon 'm
G. und 7. Jahrhimdort. Ihre AnHliig« »ind vbonso i» Dunkel g«liOl]t wie
die Anfiingo do8 Kirclionliodee Uborliaupt, Wcmi wir die kunstvoll au*-
gcfQlirtun, gi'otisartigon (ienänge eines Rnmanos und Sergios betruulili'n.
DO drängt uns daa liiütorischc UofOhl, die Vorstufen solcher Yollemluiit'
aufzusiichon. Wir vuniiuten, das» eine Epoche tastender Versuche ud'I
kleinerer IVoben des dichterischen Vemißgenä vorausging. Hieven i^t aber
wenig Sicheres bekannt. Vielleicht sind die Anß.nge der reichereu Uymneo-
dichtung in den ftutt völlig verlorenen häretischen Dichtunguo da
3.— 6. Jahrhnnderti*. in den Werken eines Valentinus, Basilitles, Bit-
desanet<, Heverus {512 — .>I8 Patriarch von Anttochial u, a. zu socli'-n 'i
auch die rasch populär gewordene Thalia des Artus und die gvgdn ^li'--
setbo von dun Orthodoxen verfassten Gedichte') niiSgen namentlich
ihres dntnmtiächen ('h»rakt«rs mit der Hymnographie, die ja auch in tb
frilhesten und bebten Vertretern durch dramatische Bewegung ausgeceic
ist, in Zusammenhang gehrncht werden.
Sehr bemerkenswert sind einige Nachrichten, welche uns zeigen,
im 5. und d. .lubrbundcrt bexUglich des Kirchengesanges eine koimrr
vattve und eine fortschrittliche Partei gegeneinander standen,
sich schon auf dem Konzil von Laoihkea (um 370 n. l'hr.) die Kit
selbst gegen die Lieder ausgesprochen hatte, so verp<3ntv» nocli
die Klöster der strengsten Observanz in Ägypten das Singen der
Lieder als einen dem Seelenheil geßihrhelien Luxus ; dagegen
in Kappudokien der Kirchcnge.'tang auch in Klöstern geübt, von den W«
priestern wohl allenthalben: in.->l>esöndere wird die Sitte von AWx
be/.eugt.*) Von hier und anderen grossen Zentren des Uellenianiiis
breitet« sich die Sttü des Kirchengesanges und wurde Uberull freudig i
genommen. Er bot dem Volke einen erbaulichen Ersatz fUr das Ttic
Kd. von PitrN, Anal. Sacra I 4^1 and
voa W. Mcy#r. a. ». 0. 410 f.
•) S. Pilra. Hymnograplii* .S. 41.
Üriiun«, a. a. 0. S. 8a.
*) Vgl. S. «44 f..
■) Dia kicnirf b«AglielMiii
Ui Cbriat, AntbaloeThvlH- >* f-
Kir«b»iipo««io. A. Qe*obioht« d«r rytlim. EircbeniUcbtiuic.
271 272) Üfi3
md dot) MintuD. und als ewh diu Mcuge in den nunmobi- staatlich untoi*-
itOtzt«n Kirchen mehrt«, nulim die Ausbildung des liturgischen Dramas
lioen schnellen Verlauf. AU die ältesten llymneudiehter gelten Antliimoa
tnd Timoklo8, die nach dorn glaubwürdigen, »ucb boi Thoophancs vricder-
iolt«n Zeugiüitso de« ThcodorüH Anagnoüiteä um 457 blähten.*)
Andere Mdoden. die im 5. Jahrhundert genannt werden, sind Mar-
cianod, Johannes Monachos, ^eta und besondere Auxentios. Einen
jymaafl des letzteren besitzen wir in seiner von seinem jüngeren Zeit-
{«ooesen Ooorgio« verfassten Biographie.") Das« wir Honst keine Hymnen
UI8 dem ninften Jahrhundert kennen, hat irieincn Grund wohl in der Ano-
lymiUt der IbLirlieferung. Das meiste mag verloren gegangen sein: aber
luuiche diMer Inkunabeln der Kirchendichtung gehen wohl unerkannt
mter den zahlreichen grosseren und kleineren Stocken, die herrenlos Ilber-
iefert sind. Zur vollen Blüte gelangte der Hymnus im 6. Jahrhundert.
)iirch gute und alte Zeugnis»« wird Kaiser Justinian (527— ö65) als
f9rtiut»br des Hymnus; 'O fun'uyirrfi i'i'o; *«t Xöyoq tov Sttov erwiesen.*)
7ni dieselbe Zeit blUhten wohl auch die Meloden Anastasios, Kyriakos*)
lod vor allem der grßsste Vertreter dieser Oattung, KonianoB.
273. Romanos ('/Ve/iai-tj«), mit dorn Beinamen ö /tf^ijxJo;, ist der
{rOsste Dichter des byzantinischen Zeitalters; er hat dem reli-
I^Oeen Hymnus den feierlichsten und erhabensten Charakter aufgedruckt.
Von den Leben.'tnmstftnden des »Pindar der rythmischcn Poosie", wie ihn
Bouvy nennt, erfahren wir fast nur durch eine alte Legende, welche in
den Hcnüeu «n seinem Festtage, dem 1. Oktober, eingereiht ist. In dem
berilhmt«n Menologion des Kaisers Basilios II (Cod. Vatic. 1613)
Imtet der Text: 'O 0010; 'Pw/iri-ö; iWi;gxf /'^'' «,10 iVp/"«?, Jinxeio; tvyx^
imv ir)^ ir BijQittiit «y/a; ^xxXt^aüig . Kuiulaßmr ii tijr KurafartirovnoXiv
M lür j[f(ti-(ui' 'Aiaataalov tuv ßaaiit'mg, äjii^X&t »ai xatifiivtv iv r^
mfi tvfi rnt^y{aq &fotö»in' #t; %(i Kvqov, onov nai lü x^S'^fut fräi- xoita-
NAtr iJ^atu . 'Ev fvi.a,if{^ yä({ äitiytDV x»i diavvxtfQti'wf »ni iitavfveiv f'v
tj noTTCj/di Uli»- BXaxfQi'öii', vJiioiQftft nciXir tt^ tii Kvßov . 'Er fti^ 6i
xär rmmr, xoi/iw/t^i-^ aviip i<fttv>i itait' vrtvovg ij ünf^ayfit f^foiöxo;, xai
ilMmMt iD/tor 2u^<ii' xni tfnt • Aüßt 'löv x'''^f>i*' ""' xtttti^ayt nvtöv .
B/ifiMiir tivv V uyttti liroiiai k* aiöfta xai xatttnuTv rni' J(''C;'' * "*' ^^
\ i^t] tüv uyiutv X^nnotydrmav ■ xal tviti'mg tytffätif ix rov vnvott
i^rfta^e »ni ido^tcZ* töv ätöv . Eira firaßiii fi( töv njtßmvn, T^Q^ato S9^
fäikiit ' 'It napitfro; <st]fifQov löv VTii^ovatov tixxei . lloii^aa^ ii xal
ittftur ioftmr nortäxta, üg TJt^l tu X'Xk*, n{i»V Ai'^ior d^idi'^jii^rftv, Kine
itiVLiiehende FosMung mit muhrerei] neuen Nachrichten hat l'apadoinilos
Kcnuneus aus dem Codex 40 der Patriarchalbibliothck xu Joru-
ulem (s. 10 11) hervorgezogen: 7^ «tu») /)iii»'pp »er üaiov 'Pto/iavtiv rot'
nir,Tov xai fui^ov lüi' xeiiax/oii' . 'ü^iitjto di ix ^Vfiiag trj; Mtvi^avwv
■} *Eai0y»i ttti4 rijt iuxlijatmutii^t l«to-
ffw ed. J. A. Cratnar. An. gr. Vui: 2
tltaS) 104. — Theopbaaea «d. Bonn. I
177 ^ «4. Do Uoor 1 114.
') MJ(Ba, I'alxol. »nm» 114, 1416. Tgl.
Pitrn. Anal. Sacra 1 Proleg. 8. 28; Bouvy
1. «. 0. 280-234.
•1 Cbriat. Alilhul. Prul«B. 8. 32.
*) S. Pitrit. Aatl. Sftcro I Frolcgoni
S. 32 f. und Jacobi, a. «. 0. 202.
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ft»n>( df{'^( Mai tiäi iUnttiir ipfcwr mAmhe m^ .
ituifüfftiiif äjiitvf ätrfiri/tii^ w( «2*^ nii' 4«pLX|MV Mir mm«^«
ui'tot- KuriuKtotr Tttffnvr tti j^ii*i, ■>• •« a*U« •'• s*>{ Arf*ff *i>
%fi(l«K ölt' isitvi- it.'ßärta ättÖKUtiv . Tti^tm» 4» \ mrfi ß*\
'Ati dm Tvxtt'ii (Im McnotogituD d«e Baaboft,
.fi'ruiiiKl»iiK<r (Vxlnx komrnl uoch eine VitA, fie m
('l«ruini(riUiiiirri ü<li'r Himutndiiuium. jvtxt God.
MulLowNlirt int. Di«- VcrKlc-icIiiuig dt^- 4 Text*
Oru|i|wn iMittu>U»g. Itoml. und MeDMea. SjruuL
M;li(ti(lori, iiUir iiiagi'Httrnt mif Mn« aunfUfariicb«« Vita
rlickxolioti, <li(t viitllt'icIiL noch Iivule erhalt«ii UL Ass de« iml
iiiitt(<rt«ilUti) Tiixlini i-rf{(t)M;n wcli fotgeDde Thatsach«i: RooMasB vnrdei
dur Sliutl .l/xrr/tfwi' (.l/iwffi/ni i*) tn 8>'ri«D geboren, di^nlf in der
eivUiliiiiiKHkii'clio Ml Ik'rytuH alii I>iHkMii. kam [Uit«r Kaiser Anastuio
iiurli KonMUntiiio|>ol, wur dort, judviifHlls als EVeviter, mit der '~
kin:lio ^v iof( Kt<{titii vt>r))UiidL<n, erliii-lt durch einen wandeHiana
diu <jIuIk> dur Ilyriincinlit^lilung und verfasst« gc^vn 1000 Kootakia.
vi({i'nhilndiK(' MHiiUHkn|it m'iiier Lieder wurde in der ThoubAoekirdie i
howjilirt, iDiü iii di<riH<lheii Kirche wurde »ein Jalmwtsg bceood«» gefi
buidM war w«iii((»Un» noch in der Zeit der P'all, in welcher diw J«
lütner Hyniixnr vrjrg<'](<HCii wunli-, <l. h. ini Idll. .laltrh ändert. Am
lotzten Naclirirhl ittl Tornur üii HchlieHi^en, doHs in der Theot^koskircb
Hvino l{uli<)iii«n uiifliewuhrt wurden und duss Kanone« oder andere Kirohao
tiiulcr Hilf ilin vurhundcri waren. Den einzigen positiven Anhaltspunkt!
diu /.uiMx'HliiniTiiiiig guwiDirt Mnmit der Name des Kaisers AnaBtasifl
l.eider wird nii-ht anitegobiMi, üb dunintor Anastasios I (491—518)
AiiiistiiüinH M (7i:t - 71(iJ xu ^'erstehen ist. l'itra, Stevenson und Grint
eiitHHicidci) nich Dir den ersten. Ohrist, Funk') und mit eiiMT Ha
likatitm mich .Incobi') dir den jKngeren Anaetaeios; Bouvy npricht
iiinht etil«rhtuilt>n au» und meint, nach der allgemeinen Goücliiclite
Mymneitdiehhiii)|( inDcht« man den liomano« am hebsten etwa in derMitb
du« X.i'ilrnuiiii'H jtwiM'lien beiden KniM^in aiii^etzen. Neuerdinfe'» hl
DeutHt'hmiinii xur U^in]; der Schwierigkeit auf einen vrabr^hcinlid
dorn 0. Jahrhundort angvhilrigcn iatt'ini:<«boR Hyninue hingewieeen,
*» A. a. O. M6 t JmoM nMiU,
„, , ,7.'^^"«« ■nisolotlwiw QaMidUchrift '
llvK w*l Ji* 'a.iM. k... 4m Rcmmm «Irm tlMtlkbw m in Blad
Mtt imi T.J*b(hii4MtM«f«MbMu.'»U.
Mlmaacb Ee
l»stM«s1«- A. GcMbictate der rytb mischen Kir«h»iidiohtnitg. d
lebera oin Gedicht ien Roinanos nudif^i-uliml sei;') darnach kftme man
tSicherlieit auf dt-ii älteren Antistasios. Doch scheint wpder dio Chrono-
jie des laloiiiiKchcii Hymnus noch die direkte Narhahininig de« Unmanoa
fest zu stehen, dun sich auf dieser Gmndlnge a)loi» die Frago onU
leiden Hesse.
£a finden sich aber noch andere Ai'gumente. Dana der jUngere
ios nicht genug bekannt ist und zu kuri'. (eigentUch nur l't Jahre)
um zur Bezeichnung der Lehciisitcit eines Autor» veru-ciidet xu
will wenig betuigcn; aber vielleicht apridit geradu der Umstand,
18 Anastaaioa schlechthin genannt ist, dafUr, äass in der Zeit, als
» Original unserer Legende abgefaast wurde, ein ;;weiter Anaataaios noch
r nicht existierte. Wichtiger noch ist die Thatsache, dass Aiiastasios II
B Thouphanes und Goorgios, die hierin gewiss der populären Ge-
tmheit folgten, regelmässig mit «einem früheren Namen Artomios ge-
aot wird. *) Von dem Verfasser der Legende, der sicher ein Mönch war
i dio in den Kinstem beliebten Chroniken des Thi'-nphanes und Oeorgios
ihl kennen niusste, Hesse sich dann Gleiches oder wenigstens eine iti^
dinung durch beide Namen erwarten. Femor darf nicht Ubi^rsehen
(rden, dass die Legende, an deren Glaubwürdigkeit wir festhalten müssen,
uro vir nicht allen Boden verlieren wollen, die Regierung des Anastasios
iht etwa als die BlUte- oder Sterboeoit des Romanos erwähnt, sondern
»drQcklich sagt, dass er damals nach Konslaiitiuopel kam und die Gabe
r Hymnundtchtung empfing. Ilomanos war also unter Anautasios noch
Dg und begann erst seine dichterische Thätigkeit. Wenn wir nun seine
ikuiift in Konstantinopel ans Ende der Regierung Anastasioa I setzen
4 fUr den Dichter eine so lange Lehensdauer annehmen, wie sie bei der
Büge »einer Werke wahrscheinlich ist,') se filllt seine Blütezeit leicht
e tnie Uülfte des 6. JahrhundertH. ja er kann den Justinian noch Uber-
k haben. In dieser Zeit aber war die Form des Hymnus, wie das oben
vähnte Werk des Kaisers Justinian selbst beweist, schon völlig ausge-
IdeL Halten wir dagegen am zweiten Anastasios fest, so mUsste sich
i ßlilte des Romanos tief ins 8. Jahrhundert hinein, in die Zeit eines
«smaa und Johannes von Damaskos, erstrecken, was aus verschic-
inneren Gründen unwahrscheinlich ist.
Es wurde bemerkt, daas der Mangel an Nachrichten Über einen so
Dichter aus einer Zeit, tlber die wir sonst genau nnteiTichtet sind,
adCR Difissc; aber dieser Mangel ist auffallend an sich und wäre ea
n)«hr, wenn man den Romanos xum Zeitgenossen des Johannes von
kaskos uuichoo wollte. Denn Über dio kirchlichen PersSnüchkoiton des
I Da tmai» (jrsecofum rhyllimic«» tun
.23.
*l TbeMibHiM ed. Bonn. I SC^S. i (od.
ftf^ttc, fiitar^iaa9ii( 'Arvaiiietof, Im
(mmIm liriurt nr kbar Stola Artomiuti. —
iffMW MoiucliMi «d. MunItS. 02S: Btrni-
m 'AiiTt/dlov. Mtitl M ^liintiiMiy ifltt-
II. s. w.; im weiteren Text ehenfalts stets
Artemios.
') Jlin 1000 iroviiinn, welch« der Legen-
där angibt, itiKgen cinn iiohr i-aiiJe Siimmo
«ein; «cnii wir ober troU der grnsaon Ver-
luvto noch gpgcn KO Ilymnpn besitzen, so
ergibt «ich suboii ilaraun oine litlernrisohe
l'btttigkoit. für ivelcbe eine Uoge Lobena-
daaer notweudiH vorauntmiclzun ist.
«08
BriAntltÜMlie LittcrfttorgOMbiekte. U. Poetweh« LiU«ratar.
8. und 9. JalirlnmdurtA hal)«n wir infolge «lor groiwvn DmstAntllidkeit,
mil; Wülclwr die ganze Zt-it (Iwt Bildersturmea von spSteren rhroniMton.
Biogniplittn und lÜBtonkvin gfi^cliililt-rt nnrd, genauere NachridiU-n lU
Ulior manche hcNleutende KIcrikor Act zwei vorhergehenden Jahrhandwl«,
in welchen tluH Lehen der Kirche ein rriedlicliertiH war. Sicher hUt« iU-
niano», wie mch aiw M>incr gci^aniten Geistesart und seinem ForÜebes ab
Meitigcr dvr orLhodoxcn Kirche schliessen \&sst, sich der Partei der
liildorveruhror uiigoschlotuio», ') und dann wftro doa Schweigen der Chi»
ni»t«n über Ihn undenkbar. Übrigens hängt dor Mango! an biograpbiscki
Kuchrirhten wohl auch damit zusammen, diL)>» Romanos wie fast di*
giin)»» llymnenliUerntur des 6. und 7. JahrUumlerU später t«ils dardi
Johannoft von Damasko« und Konmas. teil» durch die ilymnograpbeii dei
II. Jahrhunderts stark in den Hintergrund gedrängt wurde.
Dos weiteren ist folgende That^ache zu orwägvu. Dur schdoeBxihi
nuH des itoniuno» auf Joseph von Ägypten trägt den Hirmusveme
f/fföf t« "/tyj^fXof rr^wxoaimtfi. So beginnt (nach dem Proßmion) der Akl
thistos des Sergio». Liotue sich bowoiscn, da.s» Koinanos dic«c^ We
wirklich vor sich hatte, so kiSiinte er nicht in das ö. Jahrhundert
worden. Allein da» V'erliSltnis beider II>'mnen ist sehr dunkel; die
eiiistimmung i^t eine so schwankende, doss wohl vielmehr an eine {
sume mtere Vorlage zu denken isL Besonders niuss os anffallpu.
daa charakt4.n'istificho Xnt^ m Akuthistos, mit welchem in dt;n Uhrig
Gedichten dieses Tones die letzten Zeilen der Strophe anfangen, bei
mnrioH durch beliebige Wflrter ersetzt ist, so dass die erste Silbe Hie
Zuiluu oft tonio» ist. .Es scheint undenkbar, dass Romanos das Gi>dic
dos Sergios mit dorn alle architektonischen Glieder so scharf ketuu««eliii
den und doMhalb von den Übrigen Dichtem festgohaltent^^n Worte
gekannt und dennoch in seiner Xachbildmig diese signifikant« Ver
80 gftnzlich beiseite geschoben habe."') Ebenso undenkbar aber »t
dftss dorn Romanos, wenn er im 8. Jahrhundert gelebt hätte, gomte
boriihmtesto aller Kirchunlii*der unbekannt gt'blieben wäre.
Ein tbuülogisohes Moment mü%« nicht unerwähnt bleiben.
Marien verolu-ung spielt in den Uymnen der späteren Jahrbuodart«
stet« zunehmende Rolle. Orestes z. B. erbittet von Maria Vergebang i
SUiiden. Kraft der Heiligung u. s. w. Wenn wir nun in dieser
den Romano» mit Sergios vergleichen, so l>emerkeu wir bei dem
eine Steigerung, die sich mit der späteren Datierung des Romanos
VQrMub<Ln>n lie«se. .Romanos besingt Maria nicht mit der ÜbMwAi
liohlnit und der verschwenderischen Fülle von Prädikaten, wie
wvlohor durch Bezeichimngen wie: llerstellerin der Verhöhnung, Vet
tW StliMÜvu, sie boraita iwh« an die Wünle Christi heraurOckt.**)
t'llr die frflhere Datierung ^^pricht aucli ilio Lcgendenhaftigk«
diw olx H : v^ Tibnten Berichtes aber Romanois, die sich acbwer «ri(l
ltPMH\ Mi'tin t-r dem & Jahrhnudert, d. h. einer der Ähfossnog der
AmI :W(* I >i^ «S harn.
*> JbmU. a. •. O, 9i7. - V^
F. k. L*ba«r. Di* Mamararakraa« b i
I JibtaatetM, 2. Aal., Slatl(irt r
btnpovsi». A. Qeachiobte d itr'rjQt mls eh«B Kirebendichtusg. (§ 2T2) QQ'J
rmphiöclicH Notix nalioliflgonden Zeit angehörte. I»io Tradition, das»
omanos die GaK> <!ot> Hymiiuiigesani^es diircli ein Wunder crlik^It. xiiigt,
ftSB man seine diclilerii^lie Thäligk<;it u\» vtwas boouiidvrii Mtikwürdij^o»
gtrachtote; daa ist wohl verständlich ftii- ilio urst« Periode der Hynincn-
Msie, nicht aber fUr das 8. Jatirhundort, in welchem zahlreiche Kirchen-
jdittir blUht«ii.
■j Ak Argument rUr die ältere Dutiorung dient endlich eine Stelle, in
^uier Romanos augenscheinlich iniitiort iet. Audreu» von Kreta, der
^f^r von G'ti) — 720 lebte,') hat in zwei Strophen »eines .grosHOn
anoti* das ProOmion eines Hymituä des Romanos vor Äugen gehabt.
I Worte de« Andrea» lauton:
oi'X ifBifuiig •
i KOifii avrtipvti, itiariiatfj9t •
^b wf ptwp, iwt ärSoi o xi/öro( \ (Ol' ftl'ov tfiif» *
^B II fiältjr to(iaiiäfitS<i;
^m '^rrfr^ipoK, iJ V*'7'7 f"""' \ '*C ifKcffi; iraii, üV fisyiiooi,
^m <timiQyiiov,
kmI r«t'r«i( h*' Silif«i n^nvv'yttyt etc.')
Vorbild diente offenbar das schtine l*roömion des Romanos:^)
Vtj;^ fiav, '('x/pj fov, \ nniaia, ti xn9<i'ihit,~
10 tfXot fyyiiti I xai fttHtlf 9u(>|i,t«'Vi4ni ■
itnif^oi' Off, { (t'R f^ti'oifini ODi' .V(>iatiif o ''(dc>
i rtartitx^v nnpniV | x«i iä niirra nliiQiäy.
Nachahmer hat den Gedanken seiner Vorlage in zwei wortreiche
Ibrophcn iiti^innndvr gozogvn, über diut üold »eines Miititers schimmert
locb MO deutlich durch, doss diese zw<<i Strophen zum Besten des ganzen
grossen Kanon* gehJiren, weshalb sie auch von Jucobi a. a. 0. besonders
wrvorgehoben worden sind.
' Den AusäohUig gibt wohl ein Zeugnis, das V. Vasilevskij entdeckt
H^) In einem Berichte über die Wunderthaten des hl. Artcmios,
^ben slavittiht! Cbenetzuiig jüngst in dun Monücn gedruckt wurde, wilh-
Id dos griechische fh-iginal noch unediert ist, heisHt es: ,Ein .lüngHng
lang Verse dea hl. weisen Romanos.' Daraus ergibt sich, dass am
Bude des 7. Jahrhunderts, in welchem der Bericht gettctirieben ist, Ro-
Danos sehe» aU Heiliger galt, und A»aa zur Zuit du» Horaklios (610 bis
Ml), in wulchv das geKchildertc Wunder verlegt wird, seine Uymuen schon
Mkaont waren. Zur Erreichung völliger Sicherheit mQsste freilich der
piechisehe Text heigezogen werden, doch ist an einen Anachroni^nm« des
L'erfaesers der ErzKhlung oder an ein« spAtcre Interpolation gerade dieser
re kanm za denken.
Wonn nun, wie Jaoobi") mit Itecht bemerkt, zwischen den uninoheron
ijeislltngen des 4. und &. Jahrhnnderta, von welchen wii- Kenntnis haben,
nd der sicheren Technik zur Zeit des Sergios ein ausserordentlich gi-osser
UMtand bemerkt wird und e<t unzweifelhaft scheint, dass in dieser Zwischen»
■) & Jmeohi, a. a. 0. 20» t. und 22S.
*> Cbriat, Aiitliol. ». 1.50.
~ Cod. Palm. 213 fol. 42' und Chritt.
*) 8. die Utternturangabe am SobluM
doB g.
"} A. u. O. 203.
BruaUiUcke IitUnlH|n(M*le. O. WtMmA» UUwfttar.
zeit <lie AuUAng d«r IrirddidK« Poeäe bis xar BlQt« gelangte, uml iu
.lahrliandert d»« JuxliDian ftnea Haoptanl«*!! dHnin Iiat. ru> ist f« i-l*«
KoRianoit, der diM« LScke io d«T htstoriMrlK-n Entwickulun^; di« Uymmt
io rfliiig genDg^nder Weise UHznfiineii rpmiKg. Dub ein m groosarlistv
Diehtcr Cut im ABfange der H)rniiu>Dlitt(-ratar auftritt, wird nicht oiri-
fUlen. wenn man Mch rrinneri, das.s an der Spitzo der gnochii««lii>n LiUc
ralur «in Horn«r, im Eingänge der italientiwhen ein Dante stellt Antk
i«t M-h«n orwshnt. dum Rotnanoe viel weniger isoliert urschlene, wenn m
dio W«rke aller seiner Vorginger bekannt wiron.
Aumer in der genannten Leeende nird Homano» nocli in einem dm
hl. OorntanoH (8. Jalirhundert) zugei^:h^chenen Idiomclon') bnr&hnt
■la Begründer der Hymnographio gefeiert:
nflttf »aXiür ntipxi
nqJytif. atniifitif mptf/i^.
'Vaiftnri, itni4f ij/M*'' '
•tyytiiii^r yop ifirffiuf afAiij^vfttr^,
Sioit^inmi Htitiiat i^r noitititir «iw.
In einem anderen Ilymniihi hat er da» ehrende Kciwort. .'/«oft^t^iup.
vortrofMiirlie .Inhunne» Gconietres (10. Jahrhundert) widmete dem
mnium ein IiUhtieheii Epigramni:
V» an^/ap(ti^[ nr^roi tär äyyÜMif
Nsi yij9tr f At Itls i*ti ftiXifÜBt,
Stiidas «rwiihnt den Homanw 8. v. «(inxÄw.ufioi': tci äntjXoi'ptrn. Itt;
roi' nVQor 'PmfUirov toi' fifXtadnv' Si' /li^ vitäfx*'t "* V'^N i<> <i/i(<>ffif«r<
Von andern ProfniucKHFlHtelleru nennt den Komanos nur noch Grogi
von Korinth in meinem Kommentar zu Hcrmogonos //*?• utadiw 4niv-
f'j'iiC 'OnoTa i^aav rti ioi> <iy[or 'J'tnitnrov, u JXiyuvto mxoi xcti xop^hi'jiX*io.
Mfxoi fiiv (r'if TttQitxtixti oixi^flüioii; xot-^Q i'jiit»n (t* <äi t^*x>n'Ta «üi< aÜMt.
Pnr dio Komnientatoi-en der religiösen l'oeflie Zonaras, Prodromos
Ki-hoitit lloTiianos nicht existiert zu haben. Die MSnner nach ihrem H
waren Orejjor von Nazianz, Joliannes von UamaskoiK und KosBU«;
ihnen l)Ot oivh mehr StofT filr die Ausbreitung »^huhnjlvsiger Oel
als in der gro»»artigen und doch volkstQmlich einfache» Poesie dee
manoH. Kriit in einer dei' Krklüning von Kinhenliedern gewidsn
Schrift ik'H U. .lahrhiniderts IJ-efTen wir eine ausftlhr liehe, aber leider ncm-
lieli werUose ErwJlhming des Konianw. Der Kirtheuhistoriker Nikc-
|)horos Kallifitofi Xanlhopulos (vgl. S. 291 IT.) hat M>iner 'Effii^tn'a tit
luiv riim/^Btf/iot'v li^i Mtw/xur auch ein Kapitel //?"» *"*' *"e«>*»^'<i«» tn it^
H< rnnjMii*;, loi' xui'i rjhW, rot' uTxoi' xai toi- iS<'-''<'Ot*iX€tff{ov, .in'^tr m'I
/x^tjtft^nr einverleibt,*) Hier wiederholt er einige der aus der Lcgm
') Nor im C«d. MMfMagi* 4ST. Ib
CN«i«Mniis uhI TrariaMMM f*hlH dian
KiQrltr. und ItMar and weh iu d«Q pabai-
■rhra lluibflwUtra dia wmt dm I. OfcMw.
tUn t\mU»4 <1m Kmumm«. t>MO«li(bM BUMv
■««■•(hUNi. $ Fitr>. Aaal. Sm«« I PnW.
•} Kl BMülMnhr 1 I. ■'<». la Btn-
\M9 »in*« mMa* LmwI «rpar »ti abw.
M-iaU
•efenftbeh pt hnm^t. VOiet ik
bnf v«a ■mWftn-or b. t 3%
*} KMorM GtMoi «d. W.Ii VII 2(191]
llc «pM^raN« wri ilfoJ^^Mt «mar
*^wpmt ISU & 136-1291
IrchvapoMi«. A. QMcbiohte der rythmisoben Kirch endiobtnng. (§ 212) QG9
^ Romanos b«kaDDt«ii ThaUaclien. Von Intcresso ist dio Boniorkung,
iiiinoä 8(?i zuiTst wotfoii »jciiior jwlileclitt'ii Molodit- vctIiuIiI und «rat
aoerkannt worden, nachdem t-r durch ein Wunder die Oahe der Diehtung
erhalten hnbo; denn hier ist vielleicht der Nachklang einer Erxählung von
einer aiifUnglioli ahloliiteiidon Haltung dat Volke» und der Kircho oder der
letKtvren ulloin gvgen dio grcii^^artigen, aher neuen und kUhnen Schüpfungon
des Dichters zu suchen. Aussordeni verzciclmot X. die Tliat«acho, does
die Kirche die meisten Hymnen des Boinunos aufgegeben liube, leider nhne
tllter die GrOnde diese« Verfahrens eine Andeutung zu machen. Im Übrigen
fpbt X. nur ein6 breitere Aiisrdhrung des Legendenstoffes und einige zum
iTeil sehr bedenkliche Erkläi-ungen hynmologischer Termini; Kweifellos
; falsch i^ z. B. seine Deutung doi< Ausdriickei« oi^xa;: „ön «V tip atßaaiii^
■sfi ß*'n^>, r^i t'y rwf Äi'ßoi' Ityofiinp, tuvto J(_' ia imfffifvt-f i'nftix^'i r»ßo-
, ffiiar, tt-a än'iiri^aior xai titii efij; ytrtati ti\ Jin »wv xh'-atwr tö fijf
So s[Hlrlicb nun auch die Nachrichten (Iber die Person des Romanos
Ueihen. so sicher ist es, d&sa er an pot'tisclicr Begabung, au FouLir der
B«geist«ning, an Tiefe der Empfindung und Erhabenheit der Sprache alle
m Motoden weit übertrifft. Die Litterftturgestbielite der Zukunft wird
llt den Romanos aU den grUüsten Kirchendichter aller Zeiten
Ohne Zweifel bezeichnet er die intereasanteste Phase in der Qo-
hte der griechischen Hymnenpoesic. und in ihm erscheint diese
ng in ihrer höchsten Vollendung. Ilonianus hat sich so gut wie aua-
lUeealich der Hymnenfoi-m bedient. Auf ein Gedicht in einer anderen
hat l'apadopulos Keramcu» {ß. '/.. [, GO.''i) hingewiesen. Die Fnicht'
i des l>iclili.'rs war geradezu unerschöpflich: er bat nicht nur die
ichen Fe«tc dos Kirc-henjalires, i^ondoin auch die meistiin Heiligen
igen und den oft sehr eng verwandten Stoffen immer wieder neue
n abzugewinnen verstanden. Nicht Hberall freilich erhält sich Romano»
either Hohe; eine objektive Betrachtung wird zugeben, das« er zu-
len trocken und breit wird. Doch hängt das wesentlich zusammen
d«r Sprödigkcit der Stoffe, an die er gebunden war; es ist schwer,
jeden Heihgen und jedes Fest des langen Kirchenjahres einen schfinen,
Uedanken originalen, in der Komposition und Ausführung vollendeten
lg zu dichten. Immerhin weiss sich Romanos auch in seinen schwi-
ll Werken von dem pomphaften Schwulste, den bauschigen, oft un-
Melaphern, der gespreizten und frostigen ReRc^cion der Uynm»-
en de» 8. — II. Jahrhunderts fertizubultcn. Auch die rhetorische
e, die nnvermeidliche Krankheit aller byzantinischen Geistesäusse-
n, wird ans bei Romanos nicht erspart; zum Teil entspringt sie aus
\er Form seiner Hymnen selbst, weiche die Ausfüllung von 24 oder mehr
Slropben erheischte. Wenn wir diese aus der Zeit und der litierarischen
Cngebang dea Dichters verständlichen Schattenseiten anerkennen, dürfen
wir M-inm grossen Vorzügen um so rückhaltloser Rerecht werden. Was
uns immer aufs neue xu Romanos zu dick kehren liUst, was seihst seinen
langwierigsten Hymnen einen unzerstörbaren Reiz verleiht und auch mit
den Dndankbarxten »einer Stoffe aussöhnt, ist die glänzende dramatischu
u|M . BrsantiniMb« LitUratargeMlilGlit«. U. PoetJaeks UtUnbor. I
r^ 1
8tdigorung, Ate kein Heiode &o mi>i)H«rhaft wie er hefn'iffcn und dortii-
gefDfart hat. Dazu kntnmeii andere Vnrzfige, die bei keinem tweit«a
Dichter do* byzantinischen Zeit in gleichem Grade wiederkehren, ein nie
vermegondor [leichtiini an IdfM'ii. eine oft unübertrcfTlicho Flti«tik d«« An»-
drucks, eine vollo und koniig;e Sprache, die »ich mci«t cbeoso ^ücklici
vom geschraubten Pompe als von populärer TriviaHtÄt fernhält, ^es vw
edolt und in die feinet« Beleuchtung gehoben durch das mannigfaltig« luil
kunstvolle rythniische Uefllge. l>er iteicliliim der Vorwürfe, wekfcr
[tomanofl iimfMst, ist iiner^chnpflich; wir fmdcn bei ihm auch !«eltene und
wnMt nicht vorkommende Themen wie ein Gedicht voll IcbeiidigcT L«idni'
Schaft gegen den VerrUter Judas. Nicht minder behwiidclt [iorotDoe dil_
Dblichsten Vorwürfe, wie das Weilinacht«fest, die hl. Jungfrau beim Kr
da« letzte Gericht u. s. w. mit un verkenn barvr Originalität. leider ist
iMuntiglich, hier auch nur einen Teil der Gedichte im einzelnen tu
trachten und ihren iJiiarnktor dm-ch Proben xa veraiLschaulicho». Üa
»ich jedoch um die gerechte Würdigung eines der grössten, aber vo
borgensten Dichter, ja geradezu um die erste Einführung deseel
in die griechische Lil tera tu rgefchirhte* bandelt, mag wenigatenai
ein 7usamnienfas9endea Urteil folgen, dn» ein feinsinniger Kritiker')
Itomanon widmet: .S. Itomanus e«t le premier de« M^lode« par le
pot'^tique. Sea o6u%to8 repröscntent l'hymne liturgtque. «u pIutAt le '
roligieux, dana aa perfection. Qu'on imagine le cbrülieu en pri^r^
moine en oraiBon, le Saint en extafte: aous aea regarda paasent tAur h '
lea grandea figiire« doa dcux Te»tamentfi: il voit les patriarchea et
propbi>tos. il le.s entcnd et nu'dit« Icui-» paroles; il conteniplo le
t\c» hommes et m Möro, le« apötros et Im martyre: il a.'«si8ta en t^D
at4«ntif et ciithou8ia»t« h tous cos ^v^nemonts du pns»^-. dont DtM
m£me est le li^ros. Cette vontemplation du monde surnuturel »uriMdti
Hes puissances. et son esprit atisai bien que Hon coeur. II s'epaocbo
adorations, en louangea, en action.s de grAoea. Si voua donnez i «
tempiatif, pour interpr^ter ee q'il a vu et ontendu, des rj'thmm
bannonieux, poptilairei«, ot, pour nourrir le feu sacre de »on gif'uie, l'incom-'
parnble auditoiro des battiliqucTi oriontttles; si votrc imagination peut w
repri5«eutDr un t«! home, oo» point dans Äthanes, ni nn^me & (Wtt«a-
Unople au tenips de S. QreKoire et de S. Chr>'ßOHlome, maia ä Byao».
dans la vraie Kyzancc des Hyzantins, si von» le voyez monter it Ininboti
itß Sainto-Sophie dan« la nuit de NoSI, api4« u» aommeil tniraodeux. *t
.ti vous entendoz le priSludo de aon grand cautiquo:
mil ^ n m' ffnifLiior
n'admirez pa« encorc, nttendez la fto, Itiuez so di^rouler la nigc
aAio des vingl-dnq trojMiiree. Ne jugez pas mäme d*apr^ an aea) e
tique, suivez le Mt^lode dans toutes les phase» du cyde sacri^. ilepnis
föU) d'Ktienne le preinier martyr juM|U'aux aolennit^« de PAqumi,
') E. Bwiry. a. t. 0, S. M7.
1. Eircheopoeale. A. Geschichte der rythmiadieii Kirchcndioktong. f§ 273) 671
VAsoenäon et de la Pöiili>i;ötö, et vom coiielu«it>z peut-ölre quo le thristia-
nism« ne doit envier '& l'antiquitv auviin do «os poi^tes lyriques." EbonRo
nennt Pitra den Homanoa ^veU-niim niolodorura princeps", womit aucli
dt« Urteile von Christ, Stevenson und W. Meyer überoinstimmon. Nur
dem Gi'whiiiacke der »pftteron Byzantiner wollte die ernMtc Grossartigküit
des itonmnoH nicht zuHAgen; wenigisteiiN wurden seine Woi'kL< in den litur-
giftclien BOclicni durch die Hymnogi'aphon des 8. und 9. Jahrhunderta ver-
dringt: von den meixten blieben nur wenige Sti'ophen Übrig. DanerndcB
An>>elien liehauptete der berUlimte Wei1inacht»hymnti!«; his ini^ 12. Jiihr-
hnndert wurde er aüjäUrlicli zu Weihnachten von einem doppelten Chore
der Ilagia Sophia und der Kirche der hl, Apostel (den üyioao<fTtai und
inootoütai) bei der feiorlidicn Hofttifd aufgeführt.') Noc-h länger er-
hioll sieh in der kirchlichen Praxis da« Lied buim Tode eines MHnolies
(Sls äyantiiä %ä axijrwfuiTd eov), das in unzähligen Handschriften nuf-
bewahrt Lai.
1, Aniteabon: 2ä (jadichte cd. .1. II. l'iirn, Annlnctn Snc-rn 1 (IHIR) I 341. •
S «rwt«rD MD«k« in; Swictas Romanue v^tprum tnclodorum princoDB. UnnÜcJi Mcru ex
tnii, nttB modutetii & Joaimi» iu mBiilu l'uliuu iininnui in lucom cd. J, Ei. l'itm. Anno
JubiUai t'ualilicij (1888). Uwr aucli Kuc^iuiit« der Vita dun Rumuiiüs itiit (iem diixii gn-
hdoigen HiDialnr bilde aua Cod. VHtic, 1613. —- Ein Goh^t des Rutnan»« in oirvlbiucn Venen
4mjV '"t'^ «ri'/ur) «d. Bus Cod. Sabl, 4M A. Papadu]iiilo8 K«rainous, 'AraXtaro 'Uqo-
••Iruirun« mi][viiXayiat 1 [18H1) 390- 392. — Vollständige Ausgabe des Rouiuuo«
■nf liraM dM gaoMn UnndsohrifUnmaterials, lieBondera der patmiechen Codices, in Vor-
tmviitmg v«n K. Krombacbar.
2. Hiireinittel: Pitr«, Hymnographio S. 47 IT. und: Annloct« Sowa 1 Proleg.
8 s:. ff. — Jacohi. ■ n. 0. 8. 220 ff. — Uimvy. n. b. O. S. 3fi7-3J.i. — A, Pa|.a-
4*puUi KeramaiiK, MhtRitungon nbnr KumniiDS, KZ. 2 {\>^Ü'A) ■'■99— eO.'> (Legonde aus
dtn Cod. ElifroMl., Notizen au« Xnothaputos und Gregor von Korintli, Alhosliss). — Hubert
ärimae in der S. f>hV xitiurlm Schrift S. 87— I'ö (lur nipIriHoben AJmlj'ae und tat Irfibon*-
ii\'. ilna EUmaaM). — Eine kurae äkizxi! über de» Dicbter ii*l>sl AuoJvsu der Stronhe
''■»•»- ar;fji^v 0. 8, w, gibt M. Paranikns. fffft 'fmunvev lov iUiiii<t«i', TinX. jlX.
• -il 141 — 148, — AI. I>aariol«(i. tliei '/•ui/inrev lau Mfiaitov, ebenda 12 (1S92)
na f.: 202—264 (w«i«l aur mebr^ie II«« d«B Itomanoa im Lanrnkloster auf dem Albus hin
vd ««rtffenilichl eiimn lIjinnnB), Kine mctriachn Analyse die»ee Hyniiiua j^itit M.
yarioikas, EbeDda 12 (It*9'^) 2^7 f. AI. Lanriot(>i, 'fui/iuvoi lei' iVtXaiiai'' xaräiiKioy
M( tu' «xia «Min, I-:iiooda 12 W^'i) SR5 f.: 104 (Abdruck des scbon von Pitia, An. Sacra
I, IC ^ TorAffantlichlen Hymiiu*). — V. Vasiljevskij, Wann lebte der Molodn ßomanosV
Vh. Vt. I (I8M) 2S6-258. Vul den Ueriobl von K, Kurtr, R Z. 4 (1^95) 238, - •",
11H*BBB«N t« n«1«d«. Aiisleeta BollandiHnu 13 (181>4) 440-443 (MillL-ikne d»r Vitn
4« R-nnBTT"n aus den Sjrnasarinm Sinnnndianum mit di>n Varianten dca Mtnulug. Bnailii,
4m ll*Ml«a und des Sjnssarinin Hinrosol ; Scbcidnng iliir 4 Ti'Xl«> in 2 Gruppun),
S, Von aadeii-n Hymnoniaphfiii dos 1. Jnbrlinnderts ist beiiiwki-nswerl Sjrmeaa
lilea dvtr JBngnrn (,'>-! 's^^'), drr ^in I.ied niis Antass einttn I^rdbobnna [iitixfif>ir
iW [Ol' mitfftoti) Terfnul hat. Andere ^ticliem Ober diutselbe Tlinma wurden ihm
Ba(ngii«choben. A. I'npadopulos Kerunieus. Xvfirair i 9av/mai<iafitit^( üt
«/^'VX ««; urlprfof. Vit. Vt. 1 {imi] 141-150. Vgl. E, K., B. Z. 4 (18Ö5) 105. -
aaiUr* F^liriflno daa Sjinouu a. üben Ü. 144 f.
273. Sergios und Sophroaios. Au» dem Ende des 6. und au» dem
|7. Jahrhundert haben wir nur wenige chronologisch sicher bestimmbare
Xjnnneu. Zu diesen gehSrt vielleicht das gefeiertste Lied der griochi-sclicn
I Kirche, der Äkathiatos des Patriarchen Sergios; er wurde angeblich
i im Jahre W> vvrfaKet, als die Hauptstadt von den Avaron bedroht war.
Naine 'itxeii/i<rtos, der durch den tiügeimutz der HOgenuunten itu^tV'
•) Piln. Anal. 8«<tb Pr«l«g. a 21.
— aw*!*^**
Is4iurier iii Verbindun
Phileti verballhornte
ai) Sergio» manche tirllnde, besondere der Umstand, dass in eii:
Kr/itliliiiig div Entstellung de« Ilymniii« nicbt nur mit der BoU
KonKttiiitinopul unter Heiakliu», soiidoni aucb mit den BeUgcnq
Kon«t«iitinüa Pogonatos und Leon dem
wird. Der omt>ige Veramacher Manuel
Werk in jambische Ti-inieter.')
Um SersioR gruppieren sich einige andere, zum Teil »iir
nach bekaunt« Meloden wie Andreas l'yrrhos, Byzantio», IC
Kill Zcitgouo:^»« äcs Sergio», der im monotlielctiscben StrL-tt« eil
SophronioH, »oit G2Ö Patriarch von JoruBalt-m, bat sieb vorzui
gelehrten Kunstdichtung gewidmet und ist hier ebenso gelelirt, e
teer und trocken als in seinen aus rhetorischen Breiten und
IiÜngen znuammongt-bautcn Predigten. Von den rytbmischon
die dem Sophrouic« zugeteilt worden, scheint «ühr wenig g««i
Maximos Gonfeseor (vgl. S. 61 ff.) hat einige Hymnen im
Maase gedichtet
I. Sergius. A. D«r 'AtäSietm ist ausser in d«p Menien ed. bei U
uT. I88&^ 1348 (unlor dem Ksmon de« Piaid««) uiid Wi PitTR, AiiAl«ct«
$&0— 262. ' M. I. Godcon. Jfntßinp/.xaJ mro'n. Kpol 1^190 8. 240 ff. (i
dnr AkülhiMus kura nach dom Tod« d«« Jiilituiiu A|>08tals veifiiwl asit!). — A
J/tpi diiiyöpm' yQai[r-t lor '.txattieiou r/iiov ir af/aioi( /n^oyfüfOtt r^< Ml
l'iai, 'M. Vi (I!^Bä) 3&b f. (Kollation dcH VuIgntatKxtoB mit oinom allxTeii
lind 10. Jalirh. nrliiütcncn). M. I'arnnikus, '0 '.fxn^ioio,- >"/ji*r. KkaJL,
44'-4ä (Vulgatalcxt mit den Yariantun xwcior Hbb run Cbalki). — M. rartj
TU!' 'A*«9iaiov ifufnv. i'v).i.iiyti( 'iü (l8'Jö| 13S~lfiO (Ober d«u poetiacticaj
imd nietriHcben CliurukUr Üho HyinuuH], " AI. Lnutiotea, *'j 'jtaiiatof pm
trratiiiBlic vuui T. A|iril 1893. Nr. Tb (behauptet uline gunllgeiiden Orund. <m
lliiatoa voll RuttiHuo« verfasst ei»i und dam dieser im T. Jalulimid«rt g«l*b
J. Biiljrnn, UiQi tof 'jjitiifiaiov i-firov, ytoXiyev "K^iojiaiala "EsuiingotK
lind 1^. April mif^ i'vcrBUclil in bcwpiHrn. dnait doa Watk, daasNi dogmaüact
laut ftanit mit denen der gegen di« Mniiolhf^lcton gotiohtotMi Kynodc d. J.
■timmon. nnti^r Konstnnlino» Pogonuto« (QSH- 6Wi) nacti Anfbabiing der i
llolagorung K|ii>ls durch die SuruiteuMi i-ntutaDdon Bei). — Ala Kol&at kai
Dher dio Kntalchungatoit d(<ä AkutliisloH uovh nicht hotniclilet w«Men.
li. Die Erattblung tiber den Aii^riff der Peraer auT Sonata!
^ia
..).^.t..
. R..>li.na all». Qtaill Jiin>1. A'i^ hl lii
mtr^,. .Al^lia it>i> Inl.
«teapOMi». A. Qeaohichte der rythnÜBClifin Eirchesdichtimg. (g 274) 073
I.
Kl Ann), 4, wo die Aiigube der Seiituuiftb) iti dor Aiisünbo von Mai zu bpricKligrn
Dani kommt nooli die Erklfirnng der Entstellung Aos AkntliistoB, die nm^h lütcrnn
la im Hisn«, Pstrol. gr. ä2, 1847-1373 wiedcHiolt iBt. Vgl. »nfh (Irptscr.
»■lar u KodhKW Dn offiriis ed. Bonn. S 321 IT., und E. (ierlnnd, U. Z. » (1^94) '^^\.
C. Dot Akathintoi ri«f npAler vinifoehe Nitchalimiingen hervor. Sein? grosso l'opu-
I bciMigt dio morkwOrdige Tlwtsjtohe, dnss aus seinen Anrungsworlen T^ {'ttpftHiiii
)ni (ticb duKh Votkaetymolo^ie ein vulBilrKriecliiscIipr Nominativ ;j lU^fiäx<ii, "je
fw bbbildrt bat- HaUidaki« in der JubililumHaclirift d«r UnivcniUt Atlien {Til
l^r ^OpIijV lijf Hfrirjiiorfatrtipijni tav f9nxaf narf-numi/ilov fxätifä/ifyn, AtWn
s. isa.
I>. EliM IslaiuiBCha Uebersetiung: dos Akatliist^s, di« in der eraten Hälfte des
brh. der Kreter KnutachiuB PateluTO verfAsst«, gtelit m einer Ha der UniveraitAta*
bek m Haminn (Codiri preoniatunti Nr. 3ft). Die Widiniin« lioginnt: ERTCRio (w per-
0. D'"' Grogorio Tortio intiigorrinin virtiitam nluinno Kimtnchiun rntclnnm doctor
i> pHtridoB Crntenais ex urbc IlliiUiimnii, I'. O. V. VoUot dienen (ircgor I'ortiuM,
VenrMidtein d«a Simon t'orlius. dns Vcrfniwcrii der eratcii godnicklon lirammntik
Mwrieiiliiwben, vcL E. Leerend, Uibliogr. bell, da XVII" aiiroto 1 (Paris 1894} 12,
Efl, S22. S2&. 3S5, 398. 41u.
2. SopfaroDIOB. A. AuBguben: FQr den Cffentliulien Kultus fiind von den Gedichten
iphranioB nur einige Idiomela beatimint; seine anakieontieclien Odon afnd kiinsl-
[• BMcks wie die Gedichte des Synesios nnd otri>nbar mir für einen aaMrtrSlilleii
:>itl> bere^linet. Ediert sind die Anakreonlikn nebet einigen ProsaslOcken von A.
epMleginm Romanam 4 (1840) l-SM- — Wiederholt bei Migne. Patrnl. gr. S7.
tff. — !>■■ (icdichl Biif die fiehiirt Christi (oixat lit Xgiaiör ißi- apri yiyif^^ft/rof)
0. A. Unllaeh, Conieütoneortini Bjznntinorum libri duo. Berlin IR.'iS S. IH— 22.
•i Ntaamera aueh bei Christ. Anlhologin S. 43 IT.: diuiu S. 96 f. einige IdiomeU;
1» Proleg. 8. 27 f.; fi3. — S. Sophronii Anucreonticorum tamien XIV. pritnnin od,
tkrhard. Progr, d. kRthol. Oymn., Strossburg 1^87, — L'obur diu rroBaBchririeu dos
nio« >. & 188 f.
B. UilbnitieJ: M. Pkranikaa. Ueber das oogehliehe Triodium des hl. Sopliraniaa.
Sb«f. haver. Ak 1870. Bd 11 5S— 74. — Jucobi. s. a. O. 202 f. — Ausfllhrlicbe
triatik dod Sophrtmioa neb«t Emendatienen bei Bnnvy. s. a. O. IBQ— 182. — Er-
m aad Eneadation de» 20. Annoiennticum des Sophronios C'^ymr sriftioua Oiiair; hei
S.U)vi)a& A. Nabor, MnemoHyneN. S. IdtlHHI) 1--I5. - Ziir Metrik: Fr. Hansseo.
iglM, Sapplementb. ü (l^ä) 202 ff - - K. Popovi^. Sophronion, Patrinreh vrin .lern-
ab llieolog und Verfasser von Predigten und Kirrbonpeiiingen, Tnidy Kipvnkoj
ak. AngnaÜiefl 11M9- t^cptemberheft 1^90 (nur uniLU);lUigliuhf. - Vgl. UttoBnrdnn-
r. Pabologia, Preibnrg i. Br. 1«04 S. 525 f.
3l Die Ilpnnen de« Muxiinus ConfesKor ed. Migne, Patr. gr. 91, 1417 1424.
4. Kinen Kanon and einen Ilyninas eines wahrsrheintich dem 7. .Tntirhnndort aa-
Kta AnaalaaiuH ed, J. B. Pilra, Juris ecdesiiuilici Oraeourum bbtoria et monu-
lan. 2 iRoinao 1868) 280-287.
Dritte Periode.
Vtt. Andreas von Kreta, In pId noiies Stadiiini, das ilurcti eine
uun^ der Tiilinik, k<tiiit'sweg8 aber durch Zuiiutimo der poetischen
BiUigoxciirtinpt ist, tritt die Kirchen pocsi(.< mit der Aushitdung der
tneti. AI« Erfinder dervielhen gilt Andreas, Erzhischof von Kreta
f. (JBO— 720). Sein Hauptwerk, der «ogonannte ürosso Kanun
mf Kttniy), dessen Umfang sprichwörtlioh wurde, zählt nicht woniger
50 Strophen; ea entspricht nämlich fast jedem Verse der alttestu-
lichcn üdi-n eine Strophe.') Unter seinen Vorbildern ist Romanos
8. 667). Wo Andre«« auf eigenen Funsen steht, erncheint er
en. wortreich und niuhr durch vcrv!tande)^mKs!<ige Kotloxion nU durch
0 Emplindung und Begeisterung ausgezeichnet. Die cnillose Breite,
■reicher derselbe Oedanke in schlangenartigen Arabesken fortgesponnen
43
Cbriat. Antbol. Proleg. 8. 42.
AUnliiiDnMiMeliiR IS. I. AbU|. 1. AnO.
674
BysutUninche IJU«rAbirgMehieht«. II. PoAtUeh« LItUrfetv.
wird, nniiildet doii yntwilllgpitfln Hftrer. TWe häufige und fast zudnn^l
liehe Dniinition doguiutüuhcr LchritäbEC wirkt kalt und nchulniiicag. hl
der niUlisamen Sorgfalt, mit welcher Andi-oas AittilhoKen, Wort8i»e!« an) 1
flk'ithniwso atiszuttlhren liebt, steht er der gcküiist*lton Pot-m i»\
Johiiiiuus nnmankoH und des EosmaB schon w«it näher uU der im-
gezwungenen Erhahonheit der frilhoren Meloden; dagegen besitzt er vor j
Johanni.'» und Kosnias den Vorzug einer einfachen und venttöndlictwaj
Darstellung. I
1. Aasgnbnn: Mohrric Knnonns. dnnintcr der ,OroaBo Kuian*, nnd Idiomrli w
Migna, Pfltr. gr. ST, ISOh 1444. — Kin Tnil Jm .OrosM« Kanon* und d«f Kum id
(lio Kxlto lim hl. AposUls P<^trc)a auch hoi W. Chri.it. AnÜlol. 8. 147-161. ~ Dm
dam Iiobon und die »onetigun Schriften den Andron« b. S. 103 f. I
2. Kill aus 12k Tritnctcni beatdi^ndcti (Jodicbt dM ANdraan von Kreln u M
ArcbidiaJcun und Chartoplivluc Auathon slulit t. ß. \m Cod. Valic. KegiuM Sum «
toi 260'-2ÖI. 1
27K. JobanoeB von Domaskos und Kobduis von Jonisalem ml
die hedoutendüten Vertreter der dritten Periode der Kirehondiehtun^ VM
das Leben und die l^oRaHchriften den Johannes s. S. f>H ff. Kosnu
erscheint mit ihm brilderlieh verbunden. Heide wurden gemeinscbaftBel
von einem ftitoren Kosmas ans Sizilien, den der Vater Aes Johann» tm
der arnbi»chen Gefangenschaft losgekauft hatte, unterrichtet, Hit JebiuiiM
begab sich auch Koxmas von Daniaskos nach Jerusalem und liess n«
mit ihm in das altherUhmte Kloster des hl. Sabbas aufnehmen. NacH
dem er viele Jahre hindurch der Wissenschaft und der KiiThoiii>fte8ie pA
lebt hatte, wurde er 7J3 Bischof von Maiuma in l'hünixien.') Wo 7jM
RCine« Todes »ehcint nicht ermittelt. 1
Johannes wird allgemein als Urheber dea Oktoechos betraclitpt;
doch ist neuerdings diese Ansicht bestritten und wahrscheinlich genutzt
worden, dass dieses berühmte ]iturgi.4che Buch bedeuttuid ilter ist oixl
Johanne« nicht ats sein Kriinder, Nondorn nur als sein Keformator gvllen
darf.') DagegL-n ist die litterargeschichlliche Stellung des Johannes unil
Kosmus als der bedeutendsten Vertreter der Kanones gesichert Ab
Dichter steht Johannes wohl hliher als Kosmas; beide sind sich »b«T ta
ünmdtone sehr ülinlich. Vorbildlich ist ihnen die gewühlte Po««e «MI
Gregor von Nazianz, dessen Uodichtc Kosnias auch durch KornntonUn
erläuterte. Zur Einfachheit des RomanoH und seiner Schule stehen
in einem noch deutlicheren Gegensatze als ihr Vorgänger Andreas vo'
Kreta. Möglichst grosse Feinheit, Mannigfaltigkeit und KUnstlichkeit
Aufbaues ist ihnen wichtiger als Wärme der Empfindung und Klarhi
des Ausdrucks. Johannes gefällt sich geradezu in den allorschwierigsteo
und niilhovullsti'n Spielereien. Statt »ich mit der einfachen Strophei-
akrostichis der alten Meloden zu begnügen, ordnet er die Anfang»-
huchslaben der einzelnen Verse nach einem Akrostichon, das selbst aus
heroischen Distichen besteht. Durch diese und &hnticlio KunstitSek*
i
') DcsliRlb wird i?r zuweilen ancli Katrurif
o Maiovftüt genniinl. Sein gcwOhnliclior Boi-
nonio 'U^uaoii'/iiir,( oder 'Jyianiiliiti< lieziohl
Mich auf aeiuttn langjährigen Aufenthalt im
Kloster des hl. SabbM.
'} K. H. SaihaB, 'Imiaftmäi' 4nafHW nt^
toi 9fäti}tv Ko) rric/ioMw^ imp 1>K. nL
I ErebenpoMie. A. Qt«cbichte d«r rythmlaohen Kirch endichtniig. (g 2TS) 675
Hlpt naUlrlich auch die VorstÄiidliclikoit dör Daratelluiig; manclKt Stllrke
•kbiJ so dunkel wie {iltgriochiHche ChorlJeiler. .loliaiinc» ist der einzige
Hiioiv. di-r da» Prinzip der Quantität fllr die K ircliPiipoesie wieder
luFnahm. Er verfasste seine drei Knnone» auf Wi^ilmaclitcn, Epiplianie
tnd Pfingsten in janihisohen Trinieterii; doch sind diusclbon mit t'infiii
Ar Johannoe ganz bezeichnenden Aufwand von »ilbonätechender Milhu ^o
.gebaut, dasft nucli die nouo T«clmik ihr Recht erhSit, indem an hestimmten
Ttrsstellon rogelmiusi^ butonte Silben wiederkehren.') Ähnlich Oberwiegt
MKoamaB gelehrt« Sorgfalt und mystische Theologie die dichterische
Empfindung.
Da«« trotzdem Kosmos und Johannes von den späteren Byzantinern
Iwhr ob »Ue anderen Kirchendichter bewundert wurden, erklärt sich ans
<ler wachsenden Vorliebe diesem rätselhaften Gesrhlechtes für unnatHrliclio
Kllnst«lei und grammatische Raritäten Den besten Beweis fiir diese Tliat-
nch« gibt Suidas: die einzigen Meloden, die in seinem Lexikon vor-
kommen, sind KomanoH, Johannen und Kosmas. Während er aber
In Romanos nur bei der Erklärung eines technischen Ausdruckes ganz
btiUnfig erwähnt (s. S. 668), spricht er (bzw. sein Gewährsmann) von
Johannes und Kosmas mit wahrer Begeiferung, Na<^^h einer Aufzählung
der Werko des Johannes lesen wir:*) ovv'lM/ui^e 6' «i'riji ««* Aoff/ui« 6 *|
Ib^oii'juai-, (frr;p fv^vioraroi xm nr^uv tiovai»t]v Öhoi xi]v /vagfiöriov
li fvvr {iaitarixai xatöiif Vmnri'Of te kuI Koa/Att Oryiifinriv nvx iä^Ktto
wi it^uirio ur, fitj^fiig i xaO' i^^n; ßi'/f ntQatiofti'flttut. ,Dio Lieder-
bsonee do« Johannes und Kosmas waren Qhor jeden Vergleich erhaben
■d werden es bleiben bis ans Ende aller Tage* — ein volle» und rllck-
bltloses Urleil. das an die bekannte briefliche Änssening Qoethos über
W'ielands Oberen erinnert. Bei der Vergleiehung beider Meloden gehen
Ihrigi-ns die Urteile der Byzantiner auseinander: während Suidaa und
Umlidi Kedronos beide ziemlich gleichBtdlen, betrachtet der Patriarch
Johannes in seiner Biographie de& Johannes Damaskenos den KoMmas
ib weniger originell. Andere wiedonim wie Prodromo» haben nicht
gvniig Worte, um die Vorzüge des Koi^mas, rri noXv/ia^tf, tä /ttYaXoif.vt'i,
r« if»o!Tfft7i*i, la TiaraQuoriov zu preisen. In der Praxis fand Johannes
tndir Anklang: denn die späteren Dichter haben seine Strophen sehr häufig,
Se dea Kosmaa nnr selten als Vorbild benutzt.
I. Antgaben: Urmnon und Ksnon«* <loi .tohanne* od. Migne, Patrol. gr. 96.
118-BM nii I863~I40K. - Kusiniis «d. Mignc, rntruL gr. »S. ^se-SSf. - I'robon
H bndoa M CkrUI, Aiitliol. 117 f.: 161 ir. — Einige Kaiionua ud. nicht unguiitlgond
M «Mf BMUaclirin d«r lierroglichen Bibliolbek xu Üollia h. PurUch, BUtUnr fQr
IjMBokigi« 1880 N. 2—1. — Einen Ktuiun ir« Kusiniui in eiaat vullHtfiDdimorMi üi>W-
iAmc ''' ^^' gewSksliclien »d, A. Pupadopiiliis Korameus. 'Anihntit 'ItQasnir/ii-
mk ^rnzvaloylnt 9 (1894) 16* f ; vgl, Hpoioyot rif^. C*. — Kino neue Aiisgubü der drei
(BMcken KannnpH nti( einem gflahrivn sprarlilidien Kommentar wurde von Aiig, NhucIc
■ BS. Vabr. Itj93 dor k. msa. Ak>d?nii<> vorgelegt imd unch soinom hnld darauf uin-
rfntMWn Todo Ton P. Nikitin tienuisgcgi^lirn: .Tohnnnjs DniniiSRcni runonps iambici cum
■inilMilliiii at JBilic« vorbonim ex scliodis Augiisti Nnuck rditi. Mi^langes Clr^cO' Koma ins
rtm in BsOwtin de VaettAimie impi-riRlo des sfioni-ne de St.-l'i-lersboiirg. Inm« 0 (18M)
M— 234. Am dem Kommonlnr wird cr«iobtlicb, in welchem «tslaiinlidiun Umfttigo di«sa
■) Chriat. Anibo). I>ToIee. 46.
■) 8. T. 'tonrnit: ed. Uornliardy I 2 S. 1028.
43'
Ö7Q
B^iuiUniKba L<tt«ratiirceKkielits. IL P<
KwMOM VM dm AoloraB du- briutiaMclMH WM«rl«ahcr
di» HMjmdiwm TOB K. Karti, Vn. Vr. S (1886) S89-XX3L
2. Hiir*mitt«l: Chrät und SatliM. a. «. O. — G. J. pB^adopmln. J>pM iit
ti)p fatopinr ifit nnf ' ^V JnrJti7«Hi«iuti^ ^vM(n<, Aiham I W> S. IM— SM. — te ft*A
tkL A. llaiaenbure in aetiur AiHfahe dM NiuplMn« BliwirdM, liÄnE IM. P»
Ibmibm« H. XC-Vlirir. (uigt, dm Bt«MiB7dM n «bm Kbm wM ^lüwht i«
JobuDM. Modtn die in d<tMelb«a «trb«iE«Ba TjnknJacibB Fol« iadüarl b«tl. — r«b« «
d«m JolmaM nbcklicb lUftachmbaiiM G«b*t ia bywtJDinihw Aaitot Mltm r|l Fi.
llaBSBvn. l^iiloIoKiia, 8np|>l«tiMitb. 5 (1889) 210, — Bdn. Boary. jpbctJimüiim
l<inli]UM dam la ri« d« S. Jun Duuwc^m, B. Z. S ftSSSi 110 f. — J>mtaAm VJLf
■ntKWH dtf Bt>jnj dM J»haiiiieii von Damaikoa Vif ^nta^r fadür, mvm 4*
ddMSjnUMll HaUplirMte« xoutoffanL'beaen Ltedea MOXtir ^^eTr, är9firat, «w^ta JWi»«
von fi. H. Dreroa. BlaUn iiell««iiMli«r HfauMdie. Onoduacbe CoiMM»BMli>dg. Stimme
MW Haha [.aach 46 itSM) S29-&89.
3. Abmm dem JobannM Danaaktaoa wird auch den Joseph Uelodoa «öOkt*-
■ oboB EiigMohri«!)«» im Cod, Escur. 1'. IE. & a. Ift.
270. NachblQte und TerfiftlL Noch zti I>^hzeit«a d«s Johaoaea uri
Kü«mus Im-ucI) üiiL^r <lif gricoliieclio Kirclic das verhoerende Ungewitler d«
Bildemturnios ticroin') iiiii] wirkt« durch dio Z(»«tAnuig von Kiirhi,
ächulon lind RiMiotliKkon, durch dii' Vt-rfoljfun^ von Altgläubigen und tk
Unt«rhrechunK der TraditioD nac'hU>dig auf die Erhaltung der alt«n Kiirbn*
lieder. AnderorineitA hatt« diese heftige Bewegung auch eine hoQuDw
licaktioii und vor atlom eine nachhaltige Stoigcnmg doo roligifts«!!
LuhtMio Kur Folgo, wvk'ho auf dio kirchliche Dichtung nicht minder b^
IVuchtciid wirkt4^i ulx Auf diu« itunäohtst Wdi'ohto Oi<bii-t der hildendf-n Knut
Wie dio Miniatummlerci geriidc in diotter Zeit der wütende» Vwfolgnn«
omporhlUhte, ho «retantt auf der blutigen Walstatt aus den grauttam ant^>
druckten, held<>nmi]tigen Freunden df^r Bilder ein« WgciMorto Schar nMer
Melodßn. Ihre Werke ninA ea haupt-süchhch, welche in der griecluKbes
Utiirgie hieihende Aufiiahmo fanden und die altvu Lieder verdrängiltc
lidi KJnd die gruvHCn llymni>n de« Romanos und »einer Scbifc
schon in dieser Zeit der Vergessenheit anheimgefallen.
Die neue Bewe({iing ging von Syrien und Italien aus und vvroiu^
sich in Konntantinopel mit den dort heimischen Elunienlen. [>a» i
Syrien der Oeixt de» Johannes und Kosnias kräftig weiter wirkte, ist \»x
verstiändlich ; RiorkwOrdigerwoise sind aber um dieselbe Zeit aucli nl
ttasBorston Woetwinkul der by/.unlinisi-hen Kulturwelt, in Sizilien und Unb
Italien, mohrere bedeutende Metoden erstanden. Gregor und Theodt>iii(>^
von Syrukus criJffnen hier die Keihe. Aus Syrakii-s war auch Metbodiai
gcbOrtig, der .ipilter nach Konstant! nopel kam; er i»t der letzte McIihW,
der nach dem Muster des Johannes Dnmiutkcnos einen zwfllfsilhigtn jai»-
bischen Vers in den Kanon«» verwendete. Aus Sizilien stammt i-niHi'''
Joseph der Uymnograph; durch die Araber vertriohfln, llQcht«te er nwli
dem l'«Iopuiiiio8, dann nach Thessalonike, wo er MOncli und Priest«!' wunt^
Cindlioh nach Konslantinopel. Hier schloss er innige Freundschaft mit J«"
hL Gregor Dekapolites. Infolge de« Bildersturmes unter Leon diMn
Armenier (813—820) inusste er aus Konatautinop«l flüchttm, fiel ober uf
dar Fahrt naeli Kom in dio Uilndu von traten, die ihn nach iP^
') Di» Ültwatnr min BildMfrtnra e. in t dM Bocb». llnbnk .KttdMMiMUelrti*.
dar ulsnu«ifiuM Hibliugraiibi» am S«liliMe
^-.jf-jcr--:
XirobaopoMi». A. Osachicht« der ryUiaiisoh«»' Kirc^endiclitiiDg. ($ 376) (}77
Incltten; endlich kehrte der vom Unheil sultstim vorfulj^lc Man» nach
Konstantinopt'l Kitrllck, wo or in liolieni Altor (um S83) sUtrb.
I)or oigentÜclie Mittelpunkt der Kirchenpot-sie wurde seit dpin Anftuig
jM^-JaliThuadcrtediks Kloster St udion') in KoRRtantinopel. Hier dichtete
Thoodoros Studites (7.1!)— 82fi). von dem zalilrpiche HynuR'ii vorhanden
Kwl. Hier weilt«« die lieldenniiltigcn Urildur Tlieodoros und Tlioo-
phanefl oJ y^antoi,*) von denen der kitütero nach der Beendigung dfs
IliUerKtr«iU>s dtu-ch die Synode von Konstantinopel im Jahre «4:1 den erz-
bilcbonicli(.^ii Thron von Nikaea bestieg. Aur diesem Kroine ging Jo8oph,
4(r Bruder des Tlioodnros StiiditeR. hervor, der «pütor Bischof von The»-
ttlonike »nird« und unter Theophiloa den Martertod starb.') Hier trafen
(ich uueli (Joorg von Nikomedieit, Metrophanos und Theodoros
Von Smyrna, die Studit«n Antonios, Arsenio«, Basiliaa, Oabriel,
NikolaoK u. a. Kine geineinsame Kigonschaft dieser Dichter ist »cliwilL-itigo
Breit«, die, najncntlicli durch mui<senhafto ncugebildete Beiwörter bo-
Michn«!,*) büiifig in leeres Wortgeprünge tiumirtet. In dJesi^r Zeit werdea
ttdi gftnzlich Wertlose, poesioverlassene Machwerke häuliger; wir finden
flynnen, die nicbtä anderes sind als trockene Paraphrasen geschwätziger
;PlrDnlegenden. r>ie tiefste Stufe erreicht der geradezu lüppische Hyumus
uf den bl. Knthyniios, des)<en Vcrra.SNer »ich vorsichtigerweise in den
lUntt'I der Anonymität hüllt (Cod. Patm. 212 f. 166 ff,). Eine murkwUrdigo
Incbeinung in diosem ullgemeinon poetischen Wuttkarapfo ist die Dicliterin
k'aiia (vgl. g 296), die in einem sehr originellen Gedichte eine Parallele
tviwheii dem Keicbo Christi und dem rfimischen Ueicho zieht: Angustiis
Übe der Vielberrxchaft auf Erden ein Ende gomacbt, Chnsti Mensch-
terdang habe die Vielgötterei gebrochen.*) Auch in ihren Qbrigun
diomela zeigt sie grosse Selbständigkeit und Tiefe der Empfindung, Die
Weinzelton |)oetisehen Versuche des l'atiiarchcn Photios. der Kaiser Leon
Im Weisen und Kon>>tantin Porphyrogennetos »ind schwach und
rohl nur infolge der hoben Stellung ihrer Vei-foasor der Nachwelt or-
olten worden.
Im 11. Jahrhundort ging die Bltlte der Hymnendichtung zu Ende,
jfap Frische de« rcligiötücn Sinnen; war geschwunden, und die Pflege dog-
Ipdchor Kotttrovernen , die jetxt durch den Gegensatz zur röinisclicn
Circiie aberrciche Kahrung erhielt und auch um kuisurlichen Ilofc mit
VRchsendero Eifer beb'ieben wurde, konnte die Unmittelbarkeit der Bc-
(Biiterang nicht orwtzen. Das bedeutendste Hindernis fUr eine weitere
btwidcehmg der Kircbenpoc«io lag aber in dem nun vollzogenen Ab-
1 OMMlb« «nnlo i. J. 4S8 von ein*m
tlMMUlMOOii Studio* svfprflndct nndsjiiplt
n iIm (i«««liichti! der byinnliiiiiiclioii Kirche
ÖM wickiieti Kolli). Vgl. M. J, liodoon,
BUfMOnsM nirftK. Kpcl IHM Ü. l!)6 f.:
ttB. iime Uva<nf,i»fhiv Ubur titudiuu wird
'm K. Marin VMbfreitet
<) D. h, di« .O«ieichnoten*; sie
VbtJmi «0 bcBMitit. wnil ilmon Kflienr TIiko'
•Um nr Strafe fOr ihr« rraiinllügn iUlHing
li Bi1il«t«tr«it zwi^ir Trimotcr auf die ^tima
Iiri^nnon Iluiw, Vgl. $ 292.
') Dk'dCr Joitoph (inrf nicht, wie öfter
gvactiobcn int. mit dutn liudL-utDiid iDn^ercD
stxilier JoBtfpL. deiu Hj'innüf^ajilicu xni'
iiaxtjy (s. o.), v«rw«ohs«lt werden.
■) In pinnm Ktitioti d«8 Theodoros
Sludites Hndot miin niclit wuniger als 104
mit <f'lc, tfBO( und verwandten Wörtern
lOUmmongosotiitc Knithntn.
*) OiriHt. Anthol. S. 1Ü3 r. Vgl. Ja-
cobi, a. a. 0, H. 2Stl.
678
ByzantiDiaob« LittorBtargaaoliiclil«. n. PovtUclM Litt«r*tBr.
scliIuHs <lor Liturgie. ni<-i!iit war Atm Dichter rlio rriiolitlarrt* Aal
i-«guRg, diu Uoffming «uf prukU»c)a- Vi-i-wm-tuiig, J. h. uuf Etnf&luiua
seiner Lieder in du» kirchliche Hepertoir fast volUtändJg geraubt. 1>i)m
(.•i-»c)i (etilen seit dem Äufitiigo dm 11. Jahrhunderte nur noch vcmnstlH
Kli-choitilicht«r, unter denon Johannes Mauropus, Johnoiics Zunar«
und Nikephoroa Blemmytles hvrvorrAgim. EtwaK länger aU im byurnlioM
srheit Kcieho wWtut erhielt sich die Kirchvndichtung in Italien. Hier*
war das von NÜos dem Jüngeren im Jahre IOW gegründet« BaMiligiicr-
kloster tirottu-Fcrrata hei Rom ■) eine PfUmzatüttc salilrotchor Hymim-
dieht«r, die noch im 12. Jahrhundert thStig waren. Aji der Spitze sUiil
der hl, KartholoniaeoH. um den »ich ein Arsenio», Gormanos, Josepb.
l'iiuloM, l'rokopios u. a. scharen. Doch hlivhen diese NachsIlgU-r oIik
EinfluHK auf die byzantinische Liturgie.
01«ieli»am xuin Ersatz fUr den Niedergang der diehtcrit^clien Thittig-
heit wurde im 13. und 14. Jahrhundert wonigstunä die musikati^i'bf
Seite weiter auägcbildct und tlus einfache Rezitativ zu einem reicher«
Kuloraturgeftang gesteigert. Die musikalischen Techniker crf&ttd«n Aa^t
Kuch eigvne Niimen, indem sie den einfachen Vortrug X''."" oder oiirroji«
fiiiof nannten und daviin den gedehnten, kuloruturreichen Ueasng, bei Am
auf ciuo Silbe nur aeiten bloss eine, meistens zwei bis zehn Not«u kam«,
als np/üi' [it'koi unterschieden.') Unter den Kotnponiiften de« auAgeh«iii!«a
Mittelalters ragen hen'or Johannes Ulyky», Manuel ChrysaplicH.
Theodulo» Hieromonachos, Jühunnes Kukuzelis, Johannes htm-
pudarios u. a. Mao findet ihre Namen in zahlreichen musikalichon Hsitviv
in den Codd. Vindob. theol. gr. \Hr,, Messin. ISI, Taur. 353. b, L 31
(jeUt B. VII. 10), Athen. 88-1, mr,, mf>, 893 u. s. w. Eine Iti»ih« filtoW
Koniponisti'n enthitlt x. B. der Cod. Athen. 863. Aber nur ausaaliat-
weiso fanden noch xpätorhin uouö Lieder Auäiabme in den 8t«rcot;fA
Bestand der liturgischen Werke, in den Oktoeehos, das Triodion und die
Menäen. Im 14. Jahrhundert verfasste Nikephoros Kallistos XftDilif
pulos (s. § 127), eine 'AKoXovSia ilg n;»' &ttnöitov, die nacditriglich in
das l'entekostarion eingefügt wurde. Etwa» später widerfahr iUvti^
Ehre einem Kanon, durch welchen der Patriarch Philotheo» (s. §01
den Verteidiger der Orthodoxie Palamas (s. g 32) verherrlicJite. Cbtf
einen Kanon des Markos Eugenikos (um 1416) s. g 213. Eine Kiro-
sitKt ist der Kanon auf den hl. Thomas von AquJno, A'afui *4 w
fiywv fimftär töv 'Ay^fi""^' (dies dio ständige Übersetzung von Aquinor), i"
Cod. Neapel. II. c. 23. liu 15. Jahrhundert treffen wir MatthtfM
Kamariotes (s. S. 498) ab Verfasser von Kanones auf die gitttlici«
Menschwerdung (z. ß. im Cod. Athen. 732). Im 16. Jalirhundert schntb
NikolaoR Malaxos (s. S. 401) Kirchenhedor, von welchen oiiiigo StSt*"
in das Pentekostarion und die MonSen eingereiht wurden. Selbst in iinserto
Jfthrliundert hat die liturgische Poesie noch einen Zuwachs erhalten. Ui
') Eiiiü anxiohfndu Sdiildemng Ana hou-
tigpn ZiMtaixtuH dnr AbUi mit einer Kwtclilclil-
liolion ['«b«niiclit und «aor PlMiskiiie gibt
A. Kocclii, La bodü di S. M«riA di Orotta-
Fcrrntn. Komn IRS^. Dio LtttantD Ib« '^
Bibliotbck Joa Klmitan «. S. 512.
') Vgl. Christ, AbUmI. PwJeg. 8.111
benpoesle. Ä. Oeachicht« der rftbmiBohen Kirch«nctichtaBg. (8 277) 679
die orthodoxe Kirclie im Jahre 1869 den rutriurchuii Photioa
heftigcu Vurt^idi^ur (loa Schisma Markos Eugunikos (s. <{ 212)
UDoisiort«, wurdt-n zu ihrer £hi'D zwei neun Tropiu'ieii verfasst und in
■ Horologion aufgenommen. ■)
m 1. Ansgaben; Kanunoa de« Joa«|>h Hj^mudgriiplioü boi Migno. ?ntr. ffr. IOi\
■'MM Imil dar ViU di's J(Me|ili), — Kiuioiii<% der SluditL-ii K'i l'ilrn, AnnkcU Sacr«
Kl, Fvis 1)^6. — Eiutia nicht n3li»r EU lm«l>iiiciJi<iideD Ptitriarvlicn NikolnoB KortuV
|i{VfIul^ 117t vitlfayiat Utoioxav inl r/j onn'piuati inr xvQiau ijfjuj» 'it/oav Xifiatov nai
)t4. J. B. Ptlra. .Spi«(lR«iuin $oln«in«riH» 4 ll8äSf 491 -4Ef&.
2. Du der Picbtorin Kahih (IkiwiA) g«wShiilich xugMcliriebon» JTii/r/pnV r^t ai(>yr,t
in dem LttiirKiobnch dor AufsmUthiin^kirche von JcnwBlein, siciwr mit Uuruclil.
Palriarchon l'holioi £Ugct«iIt. Vul. A. l'npndopuloH KcrnmiMis, 'JriiXmin
IvfifiK^c «iB/toioyi'nf 2 (1S94) tftl. fl — Uobor die Sontonipniuimmtungcn dor Khmu
il. S 29S.
3. Kinn wicblisc Quell« fQr die Kenntnis der KirubuiidiFlitiintt dor IcUUn byxnntiniwlieri
brbmdorU int i. il. der Oud. Vindob. tlieol. xr. 1^7 (Neäael). Kr i'iitliiUt l'iiat nur Kmionc»
■I Ofkäon aus der aweilen Hftlflo des 14. und der erst«» Hilirt« du» ]ö. JnliHiuadcirti',
nko des Polriarcben Phiintbnn* und d«« Marlco« Eugenikufi — Vtit die
mattiia der r»Mioi] des Nikolaos Malaxos komml bes, dor Cud. Paris, gr. 3&J in
ilndil.
4. Die Lixt« der erieehüchon Hymnendieb t«r ist in unserem kurzen Ahri«8 uiolit an-
btmd emrbnpft. Üoicberc Verxeicbnisse dor Meloden und Mtliirgon finden sldi bei
tri. ItvDiiiognkpbio B. CUll ff.. Clirist. Antliul. & 264 f., Papndonuloa, B. s. O,
fl ff , '291 ff.
d77. EonuDontatoren der Eirchenpoesid. Kosiiiaü von Jerusalem
lil Niketas David, Bischof von Dadybra in Paphhigonien (t um HSO)
nahen die Hchn-ierigen Gedichte des Gregor von Nazianz mit auafUhr-
)mo EricISningen. Johanne» von Daniaskos gilt aU Vorfasscr einur
die Form eines Briefes an den Archintandritcn Jordanus gokK^iclftim
brift Ober de» Hymnos Trisagios {'Erntnohj jt(ifis'lofiiivi,'v ÜQxtfietyäfftr^v
fi tov tnianywt' vftvov). In geschlosaonor Hoihe erscheinen die Kom-
utAtoren, diest' unvorini'i<lli(:hi.'n Begleiter des Verfalls der poetischen
im II. und 12. Jahrhundert. Ihre Aulnierk^amkoit ricbtc-tc ^ich
futüfichlietKlich auf die Dichtungen des Johannes von DamaHkoM und
[oBmaa von Jertisaloni. An der Erläuterung dieser schon den Zeit-
en und noch mehr den SpSteren wegen ihrer künstlichen Sprache
er vorständlichon Werke beteiligten sich der Historiker Johannes
Uns. der Homerkommentator Eustathios von Thessalonike, der
^ter Theo dor OS l'rodronios, die tirammatiker GrugorioK von
rinth und Theodosio» Monachos, der l'hiloHoph Nikephoro» Blom-
les, der Historikor Nikephoros Kallistos Xanthopulon u.a. In»-
lere hinterließ» Eu»tathios einen grossen Kommentar zum PGngst-
taa dei4 Johannes, Zonaras Erklärungen zu dessen 'Avatsjäaiiioi xarövtt
'hoodosios Monachos Schollen zum Weih nach tshymnus. Die Vor-
der eigentlichen Hymnendichtuiig wie ilomnnos, Elias, Orestes,
I u. 8. vr. , deren einfache Üarstollung dem Vciv^tündnis keino
srigkeil^n bot, blieben von dem Eifer der Scholiasten verschont
wurde Gregor von Nazianz auch noch im späteren Mittelalter
intorprotiert. So schrieb Nikolaos Doxopatres, Notar des
I Tdn KonnlaDtinoi Typntdon
iStqMncnf d«nPatriarcbon Pfaotioa
•dm faD Jahn l^Ö auf Koston de»
Patriiirchct) .\ntbiniDit gedruckt und offixiell
vnrbruilot. Vgl. M. I. Clodron, Hmficp/woi
mftMs. Kpol ltj9ü 8. 293.
680
BfKantitiiBche Litt«ratarg«Bcbiatit«. IL PoeU»ohs UtUrfttar.
Patriarchen, Protusynkvllos und Noniophylax, einen Kointnontar eu Aal
Toti-ft«ticUa Gregors und zu dem unt«r üoincm Namen gohöndeu paiiaeli-n
sehen Alpliahet ('Jpz';'' n.TKitwr xni tt'Xoi itoiot >«of etc.). Er stellt i-B>
in den Codil, Miitin. II. A. 2 und Vindob. hi»t. gr. 64 (Newel) U.
12r>— 153. Von Johnnne« Zonnrns Iiahen wir £rklftning4>n zu den Trtn-
»ticha, z. n. in den Codd. Athen. 476, l'nri». gr. 992 fol. 366—10!:
von Nikolaoe Diakonos ebenöülclio im Cod. PariH. 9d3 fol. 168—231.
1. ÄUHCAboii; Kuminoiitiiru il«a Kosmas ed. A. Mai, Sfieit«^. RomauttinS^lM)
3. 1-37». — WiediTlioH 1>(.i Mi^D«, Palrol. gr. 88. S40-680. Bbanda S. 6SU $tt 4ii
NikctMs David PsraiiliriiMij iloi ünoffQijta Int) dun örngarvoiii Ntnans: S. 842 -MBiMfc
cwei aaunvino l'RrapbnMon. ~ Dnr Briof den .Inhniiiieii von Danunkoa Qbor im Bjwm»
TriMteio» hoi MiKnn. I'iitr. gr. D2, 31 62. - KuiUtliiua: Ed. A. Hai. Sfidüt^ B»
inmiuin !i (1M41] 2, IQI- SK3: cbcndu S 3Af S96 klfinire ErUiraageK tum Z*aHai
imd i'rodromuN. — Dus Mstvriul nir «ino neu« Ausgabe d«« KontnAntan desEdittlUM
lindot nicli im Nnchlunnu TnfcJ». Vgl. S. BT4 f.; &39 f. — ProdrenoB: Bd. Migna, PiM.
KT. 13tt, 1'2'JÜ IT, Vollslütiiligdr: Tlieud. Trudiviiii coiiiiiienlsjK« in ««nuina oaora »tJotoMI
Onmu UieroMl. et Jouiinia Dhui. etc. ed. ti. M. Stevenson, jiraefatns eat J. B, Pilri,
Romaa 1888 (noch nicht absMiFtilaMen). — tJ«boT andern KoniRi««itat«raa s. TiU* t> iv
AiWKübo St«v«niH>nH S. VI ff. ~ Das ProDmion der I'aRltorttrfilBnutg du Kikevbuli»
ItIcinmydoH. Aaa nach Aiiflinhnui(t?n Dbsr den Kirrhcngosang und ttbvr dM t npnug
dos Workrin ürafalt/iöi cnthHlt. cd. Miün«. Pntroh er. U2. 1^21 — 1326. — Üw .Sik*-
plioroa Knlliston Xiintbopiiloa 'Gp/i^rrj'R ii( roi^c limfaSunvt >■;{ »aftHj/«« ed. Kti.
AtbanRBinduB. Jcrunulnm 1^62 (vgl, obon S. 6IIä f.l. — {hxa^/iw '.4}iofihov itfttUfMi
^fO( iffiltjrtiu th >'»'( liafiniix'ivf xarirtr( itir iforrtorutwF mil 9ia/4ijio^Mtif '«fw.
avi't(>iiv%aSiv ix iliaifiifiar i^c /nlijai'nc rtaifpaii; JiXovtiaStr /t) ttolMs aij^tMwoäf ni nr
t«.Vj>- «i^r [■jV xiHn]» yXdeaai; Venedig 18S6 (mir unzU|[a]i)ilioh}.
2. UubLTlivforuiiu: Kommc'utiLr il«« Gregor vou Korinth & B. inCud. Vinil*V
tbool. 128 iNfMetI fol. 1-134. Der Titel lautot liier: /^v^opiai- affifuM»«« ip
litjlQanöXfait KiniivSav 'K(i/itjrtiB tU fVl'< »arörac rwf (TtiinvriKiur ^ofmÜf TM' äl«r /(•'<'.
roii- iQiijiiliuir Ki(i Kiit-iii'Wc iijc ^if^-uJi}; if^ofia^et irwi tair Joffair tijf N(«idim, V(1
Fabiiciiis. Bibl. gr, cd. Iltirl, 13, 122—127. - Scholion dCR Thoodosios UuBUb**
im Cod. l.niir. .^T, 43 fol. in9>— 301. — Im Cod. Piiri». gr. 271 fol, 1-47 sUU tk
Kotnmontnr lU zw«i Knnonnn ilrs Kcismns iiitd zum 41. Pmlm. Dan Vorwort hat ili*G«tM-
Bclirift: /l^oor/ji'ip tit tör ö()ifi>voitjiitfior. Ob nun Ot^hanotrophio* Ata Nan« t»
Vjrfifspeni ist oder ob dor Kommetiior moUphomrh Waiaonvater (iffqtirotföijw «■
■HiHJiia|daiK) banimut vurdu, sl«hl duhin. Doa ProUniion Mlbnl. in wolrhais ik (V
lOHMH^^lit Annen utid Jliiiigrigoii verblieben werden, HpricLt für di« letstora Aü/ImM^
— Eines Thoodulus Monuc^bun Eiemlicb wiadiK« M'',y'fl<i ntQ* lair vurair $lebt ii 'M
Codd. Mnrc. Cl. II 148; Mos.i. Svnod. 301 {iül bei Vladimir) fol. 234 ff.; Par:t.«>
fob aS6 ff.. 3.M fol. 3iS0 ff, o. a. "
3. Anonyme Erklärungen lioRfin noch allentlialhen in llsa. — Ans «äoMiMu
dva 16, Juhi'bundnrts der Nation albibliot^ek zu Alben stAmmt die 'Ar^K^otot iffi^fi»*^
li;V iJifi;V tf,i Mnfinit ino) Kai n]r npootr/iji' laO /.H^fopioi', Imtr^ 1.% (1^92) SSS-ä*^
-' Kino anonvine 'Eitjytjiiit lügnia la den Kanonos des Kosmiu aiid JobannM aaTOn''
GoburI iCbrint. Antbolugiu. .S. 16^ und 205J atvlat im Cod. Vindob. ibaoL ft.tU
(Ncaacl) fol. 3a-4S'.
4. Rijie der wiuhtigtten Quellen der Kominentare dm Kosonaa lind die uiAtr-
liohen mytbologiselisn KrkUrtinKun tu vier Reden des Gregor von Naxiaiu. "^
einem gewissen AbleNonnoa tug esc li rieben werden und wahrsobetnliok im ft. Jahrln'^
abgsfasst sind. .'^jiKter >viirdo derselbe Mvlbograidi von Suidns, Tietces und mti ■*
Konstantin riiliieokuppa fOr sein Violarinm benUttt Nonnos ist aua Tm! t4. M
Rieh. Montncutinn, Kton 1610; andoTM von Fr. Cronxor. MeUtMnala » ditcifM
2(1839)2. 374 ff, DwilW»
neu« Aiwgab» doa N«>i>» ^
iiK in Lieiimg bei Teubner «nciieiuen lu lauwn. Vgl. K. r>'' <
W« Nonnmi<|ucilo der Eudokia. Rbuin, Mus. »7 (1882) 67-82. and deaaolbcn Abh»ai;"4
Do Nnnniania in IV orationes Greitorii Nuiaiizeni eanuaenlahis, Pn>gi. der llioiiuwW''
Loij-cig IS90, wo Ubar die Handschriften. ßedakÜoiwn und die tpUeren AwMclntAll^
Noüiios rrncbftpfend gohandolt ist, V«l. g 240. — ü«ber di* von K. Norden ««A**
Nachtrage vgl. S. 13».
nicu. niontncutina. r^ton ititu; andoTM von r r. uronx
untinuiUlia 1 |18IT) hi ff., und A. Mai, Spiciltgium Komnn. 1
wiedorholt bei Miuno. Pntrol. gr. 86. 985—1072. — Kino n
nbsirbligl Edwin Patiiu; in Leiuiig bei Teubner «ncheiuen i
b«iipoMl«. A. GMcbioht« d«r rytliiuiaob«a ¥lrcbendichtung.
681
278. Spielereien in der Form des KirchenBedes. Eine begleitende
unig dt« Vcrfailtjs der Kirchendiclituiig i»t die Parodie doreolhon.
nU> Autor, dvn wir mit völliger Sidiorhuit nU VorfuKsor solcher
ke kennen, ist kein geringerer als dor berOhmte PremiermittiBter und
Itilowph Michael PselloH. Im Jahre lOrd hatte er, wohl wenig^^r
Ljnnerer Neigung, aU weil dRmnU seine Stellung am Hofe er.sctiQttert
m den Enteoliltte«) güfasHt, der Wult zu entsagen; zu diotoin Bvhufe
mUi or da* auf dem Ilergo Olynipos in Bithynien gelegene Kloster,
ijd aber war der turbulente Mann des eintJinigen Lebena unter den
■men Weltllbenrindern Qberdrlliisig und verlices seine Zelle, um sich
Kneuem in die dumpfe Atmo^philro dor iiulitischon Kftmpfo und lutriguou
ptSnM^n. Die Klost«rgono»Hon waren über den FlQchtling nicht wenig
g#halt«n, und ein Mömh namun» Jakob, der sich zum Sprecher dei-
rigen machte, dichtete ein witjiiges Kpigramm in vier TrimeteiTi, worin
■en Pselloa als Zeus anspricht und «agt, er sei dem Olymp nur ont-
nen, weil er auf domtsclhon seine Göttinnen nicht wiedergefunden habe,
antwortet« in einer för den Exmönch wenig passenden Weise durch
[derbes Schmähgedicht, worin der gute Jakob mit wenig Wil« und viel
an in den grellsten Karben als wilstor TriinkiMibold geschildert wird.
der Herr, der die Abgriiinlu vorstopfte und die weite Höhlung de»
na mit Wa^wer füllt«, vurmoehto es nicht. Deinen Bauch zu sättigen,
'wie ein Kanal alles aufnimmt und allcH leert.' In der dritten Strophe
rgleicbt Psellos den Klosterbruder mit einem VVeinstocke, .Man »ah
dl auf der Erde liegen, o Vater, als fructitbelndenen W'einstock; diekor
r's aickerte Dir aua allen Poren, aus Deinem Halse, aus Deinen Augen,
4er Unt^rthüre und nun Deinem ganzen Körper. Schwere 'IVunkenheit
iwitztcBt Du aus wie ein ri8.<iiger Schlauch." Das gan^te Gedieht, dessen
^faeil man nach diesen Proben beurteilen mag, hat die regelrechte Form
|lKirchenliede»; die Akrostichislautet: Miifvaav 'tüxa^ov tv^v^fiotg
M, ftiüt'tfin;; dazu der abliebe Vornicrk dos Tones und der Melodie:
I Sehr weite Verbreitung fanden in dor byzantinischen Zeit Lehr-
Hehte, welche die itusHero Form von Kirchunhymnen fllr Zwecke
FWiaMUSchaftliehen Mitteilung und des Untorrichlos verwenden. Der
iduke, den Lehrstoff durch metrische Formulierung leichter dem Oe-
AÜOB90 ^nzupi-tigen. ist bekanntlich fast ebeni^o alt als der schulmäs»igo
ab selbst; eigentumlich »cheint aber den Byzantinern, dass sie zu
ItD Behnfo ganz allgemein die ehrwürdige Form des Kirchenliedes ver-
eton. Stichora über Lufterscheinungen, wie Wolken, Regen und über
[zwiachen der Erde und dem Himmel befindlichen Elemente, und ein
lon Ober die Benennung der verMchiodoncn Lebensalter sind unter dem
nun d«sFliotios Q borliefert.") Dor bokaiintostc Autor solclier Hymnen
gnunmatiache und andere Schulgegenatöndc ist Niketas von Sorrae
)E£Mt irt duSUtck von K. N. Sstbos.
itifk. 5 (1676) ITT (F. Vgl. S. 489 IT.
•] Pitra. Aaal. 8. 1 8. 441
l'itrtt. Hymnoßniphi« 8. 61.
682
BjsantiBiftcii« tJU«rattirg«aclitoliU. IL Po«4i»cb« LH
um 1100 (a. S '^*V- Auch Th«odoroB Prodromos,') Bierotti«
Uoaaciiui« ti. a. hahen derurtJKe Schulgedichte veriasat. Von .lohKim
/onaras Uwitzifn wir oiiton Kanon auf die hl. Bluia, in wiilchem
verschiedcnon !)är«eien. zuletzt die der Bogomilcn und Liiteiner, geacht
Kind (x. B. im Cod. Vindob. theol. gr. 289 fol. 31—33). Wie wenig
Byzantiner doK Unpai48end(! solcher Profanation heiliger Kythmi-n midi
beweiift dio Tlmteaclio, daxs dicAO Schulmiuto se\\>»t vor t^kolliafton G'
standen nicht zurück«chcut«. So finden wir dt« Fomi d<js Kirchenlii
in einem Traktati' Über den Urin {/ft^l or^wv), um dessen Autorwbi
Mirh sogar mehrere Namen wie Matthaeos Blastares, Planudue. Nile
phorom HIcntmydoit, ja selbst Photios xu tttreiten isuheinKn.') Ei:
der BchlinmiKlon BeiKpivle ist dio wohl dem 15. Jutirhundert angehnrefli
.MesBe doä Bartlosen', wo eine liturgische Handlung mit ihrem gM.
Apparate von Hymnen, Kanones, Legenden u. s. w. derb fMirodiert
(a. den Abftchnitt .VulgUrgrieoh. Littoratur'). Zuletzt wtit^o sogar
matlscho Polemik in die friedliche Fonu des Kirohunliodes gepreast.
Titnlarbi^chof von Myrii Matthaoos (c. l.'>50 — lfi2it) verCasBto ein
pblut gegtin die Lateiner, das folgendermassen beginnt: "Qiiij a\ ^x'*i "
''</X',*' !1 'x "tvoäo^fa^ «(c avri^oi'i näXai airtiü^ ü. ». Vf. Ed. M. I. üedtnn,
Ha^vaatiiiq 1 (1877) 753— 756. Manche derartige Werke gehen n«k
anonym in den Handschriften.
379. Überaetztuigen and Imitationen. Die gricclü»che Kirctiua
poesie hat nach verstliii-iicnen .Seiten hin eine mftchtige Anregung
geübt. Wie ein^t das lieidnischo Itom von (Iriechunland aus seine Kolti
und Litteratur empfing, »o nahmen die Lateiner in der christlichen '/A\
ahermal» ihre Zuflucht zu dem glQeklichor begabten Volke ditt OtiUau.
Zu den ftltesten Beweisen die»os littcrarigchun ViThÄltnissos geh($ft «Üf
kurze Akklamation, die seit den Zeiten des hl, Benedikt allmorgeniUtck
im Klowterchure ertönt; der griechische Text darf nach Pitra') nicht uohf
das 3, -lulirhundcrt horabgerückt werden;
£al nifhiti aivot
an'
jlto^
<fof« Tipfrtn i^p! llatQt
Hill (\>> Yl'ji »«( loi Hfim /Jrfrunrt
«i'f umyttf loii" «iiHcoj»-.
To äneat laua
to Uocvt hj-mniu
libi RloriB Oco Patri
et filiu oiun SanH« 8|rirtta
In u«eala soeoulonim. .^oim.
Dem berühmten Dius irae. dies illa, das gewöhnlich dem Thomas fon
Celano (13. Jahrb.) zugeschrieben wird, in seinen HauptbeslandtcilL'Bibtr
weher viel älter ist.,') scheint als Vorbild der Hymnus des UomanofOheT
I daif letzt« Gericht gedient zu haben. ^) Bei der Betrachtung dieser
Lachen Anleihen darf auch die 1'hatsache nicht vergesacn werden,
sich in der abciidl indischen Liturgie mehrere griechiBcho Texte bi» i
.1,.]
Adi
') Soiiieii Kanon Jltfi vrimtoiriar mit
aliihAbptiiwhpr AkruBticIiU vA. ¥,. Sfillcr,
Aniiuni« do rnwoc. 10 (lS76i 131—134.
•) Pitra..^nnl-S, I.-* MI. 2uin Kanun
nbor i)«ii Uriu vgt. s. M4 f.
*) ilyint)ograi>luv S. 3$ f.
■) Vgl. Mone, LaL UjnueB 1 (1658)
SM lind 408. — Henry Thod*. PnB <
Aaaisi ub4 4te Aanage dar Kunat ttt tt-i
najaaan«« tu Italien. Qvilin IH» & 4A
L Traube. Karulia^ischo Diditiiago '
lin 1888 8. I&2.
«) DwriMluBaaB a. «. O^ <■. 8. a7)&)
b«ii|w«aie. k. Qwiohiijita der iTthmiachei) KirobeDCJIcbtntig. C% 279) 683
liUelalter binci», ja bis auf dvn tivutigon Tufj uiliii'lten. Dazu gehören
Eer dem S, <>fil erwähnten Beispiele eine kurze Akklamation, die am
rftrtt« bis ins i». Jahrhundert tind vielleicht noch liingor im Lateran
blich war,!) ynj jie am Charfreitng in den kntholiaction Kirchen Üblichen
riecbisehen Responsonon nach dor Kr^uzonthnllung.*) Umgekehrt bliohen
uch ilefornien im lateinischen Hitus nicht ohne EiiitiusR auf den griechi-
ehen 0«t«n.') Kine genauere Erforschniig dieser üezieliungen wHrde auf
i» chrt»tltohc Kultur- und l.ttteraturgeschichte ninnchca neue Licht werfen,
lelee wird uiut freilich immer verborgen bleiben, weil die griochi»chun
leeftnge der älteren Zeit nur trUmmcrhaft Überliefert sind. Unter Papst
ladrian II (8ß7— K72), also in einer Zeit, in welcher der litterarische
md kultnrellc Zusammenhang zwiechon dem Osten und Westen sich schon
«hr gelockert hatte, wurden die Formen der griechischen Hymncnpoesiw
lach einer glaubwürdigen Nachricht in der römischen Kirche eingeführt
)b ericiArt mch der griechische Ursprung der lateinischen Bezeichnungen
Tropus und Sequvntia (iQontiiiiw, äxolovitia).*)
riUckhaltloeer ergaben sich die barbarischen und halbbarbarischeu
ITOlkerscliaflen des Ostens und Nordens dem griechischen Einfluss. Die
Vi-rbreitung der griwhischen Kirdiondichtuiig und Musik wurde in hohem
tirade düdurch erleichtert und betttrilcrt, da»» in groHsen Klijstern hüufig
insehdrige verschiedener Nationen zuBammenwohnten. Im Kloster des
M. Kftnobiarchen Theodosios (t ^'--i] waren, wie uns sein Biograph Theo-
Akm von l'etrao ei'üählt,') vier Kirchen erbaut, drei fHr die im Kloster
itrtntteiien Nationalitäten, die (Jriechen. die Bcsscn und die Armenier,
ii< vierte filr die Geisteskranken. In diesen Kirchen wurde der Herr
T«g and Nacht durch englische Psalmodien in verschiedenen Sprachen
Tfrfaerrlicht. Es ist zweifellos, dass die Bessen und Armenier ihre Lieder
■td Weisen den griechischen MitbrUdcm entlehnten. Bald begann der
SriNhiscbe Ktrchengeitang einen siegreichen Eroberungszug über neue, bis
hhin der Kultur des OHtrömischen Reiches verschlossene Gebiete. Bul-
faren. Serben, Russen und Walachen erhielten von Byzanz mit der
iliristlichon Religion auch den griechischen Ritus und die griechische Uymno-
Ogie. I^u unbändigen ViTiIkerschaften des kaukasischen Berglandes, wie
Üt Iberer (Georgier) beugten sich unter diu Macht des Christentums,
lod der hl. Euthymios Obersetztc nicht bloss die Bibel und die Kirchen-
fiter, Modem anch die griechischen Hymnen ins Iberische.^) So erfüllte
ÜB byxantinjsche Kirchonpoesic eine hohe kulturhistorische Aufgabe.
ÜB rrhiolt in ihrer oigontlichen Heimat das religiüse Gefühl wach und
tUrkte zuletzt daLs von furchtbaren Stürmen niedergeworfene Volk im
Ugen und schweren Widerstände gegen die andersgläubigen Bedrücker;
■) Pitra, Uymnographio S. 37. V^l
^kfiit. AnlluiL Pr^leg. S. 25 t. - Du-
ihMBe, Origin«« du culta cbr<ilteii, Paris
') üdier dis GMcfai«fat« dMselban vgl.
>. tianthar. CoU«otia AvvUana. Pua 1
Kin 1R9&) ISI.
,■) Pitr«. HynuwsrapbM 8. 60 f. —
Bouvy. B. a. O. a 816 ff.
*) Vgl Cliriat, AiiUiol, Prolog S25f.-
M. Kawcavuaki. Kssui contpariitif eur
l'oriaiae et I histoire des rythmoe, Paris 18B9
S. 149 ff.
') H. tTanner, Der heilige Thcodosios,
Leipxig 1890 ti. 44, 16 «. : 45. 4 f.
*) Pitra, liymnograpbie S. 07 (I.
664
Byiantlaiaobe Litt«nhirf««ehioliiB. n. Poetiii«h« Litter«t«r.
mo befruchtet« da» luteiniHcho AbumUaml; «ic orzöugte im ftUMenhfl
Otfton und Norden h<>i barharUchon Vtütker»chaft«n oine religiöse Kaltafl
dio hie auf den heutigen Tag di>? Spun^n ihres UrspHingR treu bewahrt häa^
X. Manrti« MiltiiiliiiiKon fllinr den (inbraucli iIcs (iriucliiadiMi in d«r rtmiMlM
Kircho hoi l'flul Kabm. Im |ii>l,vpt,v<iuc du chnnaiiie Bünuit, TVrvujc et miöoMim 4a
fwiulllTD de l.illi'. Tumo I, mäiit. ':t. Lille It^^S). — Eioii gute Uutcnuidiiing OW Btptf
nnil lincliklitv dor abend lUndinF hon Trujien gnh hioa Uautii^r, HiBUire de U |«tM'
liliiri-ique hu iiioyun-Age, vul I, Ln» Trope«, Puis 1086. — Duu du su 8. S!>9 mmhU^
lludi voll M. KuwcEj'niiki, — Zur lt«<urt«ilunfi dw Verh<ninw i«r griediiatlnB ^H
luU'iiiisrlii'n it] tlim«nuua«ie dient Ad. Kbort, AUcameio* GMchicIibi il«r Lilwalnr ^t
MltloInltMis im Ahendlando I' (\^9) !M IT.; U (1880) 8« ff.; Sil C; 32$ ff. und «11*^
^ Kin scIiT nnl/liclKMt MHtxrinl nb«r t;^i(^(11li■tcl1e Kinntliim in der UUtüiiiwfaMi (itMlMM
und Kirclii> vom il. Iiih 8, JuVirliundort gibt, ohne huF die Kirdicopocsie selbat «MMgll^j
Ch. Di«lil, Kinde* nur rndinitiinIrLttiun KvKiintine dnns rexuichal de Havenna, Paria IflH
S. 240 '2>*9. Di« wichtifiati^ii Kflnunliingcii )aU«iU8cli«i U.viiiuvntexU» (nnd: U. A. DaaJM
Theaaunu hjmnologirus. .*> Udc, liollc. Hp&ter Leiptig 1841~18äl>. — f. J. Uoalfl
l>«i«iniiKliu llymnon des MitloUltoni, 3 Ude. (''rvibiirü i. B. ie5S-18A&. — Uuido Uum
llrevu», ^, I. Aiiuleclu brmnicn lut^dii aevi. ^2 Bde. Lai|iiig 1886— ISfH. — Thcaäufl
hymnuloKici» lia<-l«iiiia «dilis su|ipl«<nipiitum Ainplieoimitii) a tibris tarn mM 4|tiam inqnaM
rrucnml nntii1iHr)ii<i illiiHtmvvruiil E. Misset c<t VV. H. J. Wcal«. in dt»i Analecta l>*a
dien, bindon 1H8K IF, — Zur FrkiJtniDg v^l P. Alexander Lipp, Vi« llyaiMa H
CiaUrcinnscT Hiarierns. Winn lAQO. — Manelic« tut Varglai«bang oUtxlich« Halanil M
AUj. IldHlor, Dar kntlioliacbe DirJitar Aaretrua l'rudentiUB ClantNia, Kroibnrg ISHtt, hlB
8. 40 (F. '- Juliu Julian. A Dictionan- □( lljmnobgy, London 1892. — U. CharaliW
Poteie lituDcique du muyeo-Ag«, I'oiis c't l.von 181>3. — A. Deohevrans, Da rytliMadM
Vb^mnoiirKiilii» luliuo, I'uris et Lyon 18Qa'(mir unxuganitlicli). ■
2. F,\iw lolilinrto KutiltDvarie bat siuh in d<-r jQrigittvii Zvil Qb»r die bjnuitnilatkM
Elemente und dou Uraprung dos grugorianiacheu KircbiMiiceaanKi^s erliobeu. F. fl
licvnert stallte in einem Vortrage der DrDMielur Akad«inie: L« ctiant litiirgMiu* At T'clM
Intin«, Bulletins de racad>^mie rüyale de BvlK><|ue III M^rie, (ome 1^ (18ä9.) 4>>S — ITT, ^fl
dann in piner eigenen Scliiift: l^ea oriiiinea dn cliaiit litiirgiquo da l'OBtisa laliM^ ÜlJ
ISDI), dt« Behauptung nuf, dfies dne Verdienst, drn Kirchongniaug rofonniart tu baban, litU
<<r«gor deni liroasan (-'^ÜO — 004). londcm dem llyxnnliner tiragor II (TIS— 7SI) a^l
nodi wtohreoheinlicber seinem Nnehfnlger (Iragoi 111 (f ~4I) lusnachivibra »oL Di^MH
ricbtetc aicb vor ollem der tienediktinor (inrinain Morin in der B«vue Ui-nedic(ttMi lell
Febr. 8. 62 fF.. Juli — Aiiguat S. U»9 t!.. und in einer aelfaslAndliM Scbrifl: im v^riuUjI
(iriginea du vliuni Urvgurien. ii propoa du livre de M. üavaert el«i., MarvdniMU tVSO. UM
Iricbrift von Gevaert enchien in deutscher Ueberaetiong von lt. RiemanB, t)tr ^nft^M
des lömisehen KirtLongesangit. LeipxiK D^OI. Hald darauf «aide aucb dia Sdkrift mmA
Uegnera dentscb iiherf>eti(: P. tienn.tmin Morin. Der Uimirnng d«a tirogoriaBJMbea lioMDpfl
deuteob von P Thomas Kl«9«»er, Paderborn l^ß3. Woitera Litteratur vanaidin«« H. Hafl
mann'. Deutschs Litteraturreitiing 14 (1^9:)) :!0-S fl. Vgl. nncb A. W. Ambroa, GaatbaM
der Mufiik, 2. Band. B. Aufl. beaorgt von II. Itl^imHDn, Lcipii^ 1^92 8. 22—26. Aaf ifiaSdl
MoririB Btolllen «ich <Cngin>. IJn niat nur l'Anliphonale nuMurum, ä*>l«anM 1690: Adifl
bert Ebner, (iri-'gor der Urowtc und da» HimiBcbo Anliphouar, KireliaanluaikBlitdM
Jabrbuoli IS\H S. üi — 104: Peter Wagui-r. Kinniliruug lu die gregorUDiiielieu MelndiM
Praibarg i. d. Scbweis 1895 S. 45— ß3; eudlieh mit gawichligen, d*r Oaachicbie der liUH
gischen Dßrlier eutnonimeueii Atgumeuten Wilh, Braiubach. Onigoriaiiiaiih. Wti^|
urapliiache l.iläung der SIreilfrnge über den Cruprnng da* gmgorianiacben 0«aaa|^|
Leitiiig IHOÖ. Diigegon bikit Uevaert in der Kinlaitung au aein«m n«u«ii HothHgH
iii<!!o|we anliiiue duns le cliHiit de l'^gliso Intinc. iinnd 1896, an aeinar Aufat«lli^^^H
- Vgl. uneli Wuguor, Ln formstion dos melodiea Gnigoriunn««, Coni|il« Rendu da mHI
cnngr's si-ieutitiitue inlernutionnl des eathnliques, Bruxellea XtÜtt, DMUciimo i^cctioo ä. Ifl
bis 3ä&. ■
!i. ^.uhlreicli« Mitteilungen Über die Hluelleu Bexiebungeo der byuuitiniacbwi KirjB
XU ihren alavinrlien, georgisoben und (llliiouiscben DependenMB gibt Jobs MaiiaaHeafl
A hiatury of the holy eastem obnrcli, 2 P, London 1R4T I8w. - Uvkrare Probaa fl
alnviiiober Texte ed. der Arrhimiindrit Aniphilaehina, Paliogn4>hiach« Baaclwtifc^B
oieebitober Handaebririen etc. von bestimmton Jahren, 4 rolL. Moakau 1879 18^) (lüd|
üeeMiben Verfassers: Allelavisolmr Psaltor des Syineon toiq Jabra 12M). 4 Toll.. Uaäfl
1680—1881 (riisH.). Der Wort dieser wie aller 'abrigoii PuUlkatloneD dea «nuiM S
lehrten wird durr.h den Mnngol an pUiloIogi»Dbor Metfanda nnd äenaDigkait IM
beeintrHchtigt. - Kiniga kleinere Schriften vod AmphiloehiuB, dia im Arcb, alar. PhiM
1. KinhoorMaie. A. GMclüchU der rTthmlWiien EiroheBdichtnog. (§ S$0) 6§9
Ü (18T7) 402 f. W)g«Rlliri wMdou. sind mir uiuujjäiiglicb. - V. Jagi6. DJ« Mvnlten fllr
de« Septembtir, Oktober und Novembt-r in der kiruli^nsUviscIien Cobers^tiriinK nnch ranu-
Mb«« HanJschHnen dtr J. I005-109T. P^terabiirg \Sm (nian). Uin Kinli'itung den
BRUÜriiftftm Weriteo onllutlt ein» itrOndlirli« Untersiiclifing nber die Geocliiobto der sJnvi-
■ebttt HfülBologi». PirnRcb enteinnd die <«at» slnviache ^ebl^rsDUllng der griechioubeii
Bjmaoa ia BolfUrinn oder nnf dem Athoe snilteatens in dr>r erste d llOlfte dea II. Jitbr-
kvndvrtit und mo (and gernde in Raaalnnd grusse Verhrojtun^: gey;«D Ende des 14. Jabr-
hondetta bcgMia oino nauo sorbjscbe Version die nlte bulgariHcb« xueret bei den Süd-
■lar«n, diuio «uch bei den Kiuaon xu v«rd(llDgen uad wurde HUub in die aednickten Menften
nfgenoBimen. — Eine sluviBObe L'ebersetzang de« Okloeclius vergluicht mit der griecbi-
Dchen VorlafCe V. Jagif. Der erat« Celinjor Kircbdiidnick vom Jabto 1494. Eine biblio-
Stfihisch-leiikHlisi-he Studie. Denkscbiifloii Wlennr Aktid. Bd 43, Wien IS94, — Vgl. dio
teriilimn«abeii S. 6^9 f.
4. Wi* die KirehoD|>oc«io, ging nucb die byxAntiniaobo Muiik und Notanvobrift
m den Slarno Ober. Hiorfiber Tgl. V. Jflgi«, Arcb. nkv. l'hilat. ä (18S&) 6ö9 f. und
die dmtMlbit nQgefltlirien (mir untugÜnRlirbenl russisohon Werke; mit Recbt wt^tJagif,
daranfbin. d»«i hier noeh ein weitoü Feld der Forschung bradi liegt. Violleieht lasaen
lieb «0|;aT dunkle I'ucktc in d«r byrauliniscbou Musik und Rjllimik durcb Vergleichuog
der alaviiii:beD Formen aufklären.
S*«). Die Überlieferung der griechischen Kirchenpoesie. Die
rythmiüchc Kirchenpoe^io öiit^tprnng nicht einem hlofificti iUtlictisdien oder
gvluhrton Vcrgnilgen wie etwa die Werke eines Synisios und Gregor von
Nazianx; sie ging aus dem praktischen Bodilrfnia der Liturgie selbst her-
Tor. Die vomchmstfi Absicht aller Dichter dieser Gattung war und blieb
die EinfiHiruiig ihrer Werk«* in den Gebrauch der Kirche. Was
irir demnach von dcn.--clben h»ut« wirklich boi^itKCn, haben wir aiisschlices-
bdi in den vors(;hiudi<nen GesunghUclifrn der gi-iechischeii Kirch« zu suchen.
Skadschriftcn , in welchen Hymnen und Kanone» zu rein litterarischem
lufo gesammelt Mnd, gohiiren zu den seltenen Ausnahmen; ein sicheres
itcl ist der Cod. Marc. XI 31 {geschrieben zwischen 1282 und 1328).
Wenn man die eingestreuten StUcke aus dem alten und neuen Testa-
ment, die Legenden, die Gebete des Priestore und einiges andere ausnimmt,
geb&rt fast alles, was die 24 itituabUcher der orientalischen Kirche enthalten,
ts das Gebiet der Kircliendichtnng. Die Menfien, da-s Triodion, I'cntekostfl-
ri'in, Purukh-tikon. Ilorolojiton, Atithologion, Uirniologion n. ». w., wie sie seit
dem 10. und II. Jahrhundert von den kirchlichen Obrigkeiten festgestellt,
in zahlreichen Handschriften und später in verschiedenen Drucken ver-
ttet wurden, sind dio schwer Hberaehharen Fundstätten griechischer
rciicnpoesien. Wenn mau hilrt, das.-* in Europa über 400 liturgische
Handschriften der griechischen Kirvhc sind,') wozu noch dio ungezählten
Exemplare der orientalischen Bibliothuken kommen, so ahnt man die grosse
Ausdehnung diese« Gebietes und erkennt, dass an eine erschl^pl'ende philo-
kigtsche Sichtung und WUrdigiing des HtnlTes gegenwüiÜg noch nicht zu
rfftokea ist. Wer sich einen Begi-iff von doi- Fülle des ungesichteten Ma-
t«riala verschaffen will, möge nur z. B. Oniont« Inventairo Sommnire der
'■ National bibliutlick I 27 S. und einige Kataloge anderer grosser
i..:.....lbeken durchsehen. Für dio ältesten Hymnen liegt die Sache je-
doch etwas einfacher, als man bei einem oboi-fljlchlicheu lilicke auf das
Cbaoa von Hand.'ichriften und Drucken glauben sollte. Das hat folgende
flrflade. Die liturgischen BUcber der Griechen erfuhren etwa seit dem
<} Pltra, HriBn«grapIiie S. ü.
rM
SriMitliiMche UUentargMchiehU. n. PoAttMha UtUrmlnr.
0. Ja3irhundert eine vülliKc N'i^iit,'estaltDng. indeni an Stelle dvr alten Hjtnn«
im w-(^it«iiten UmrAiigo die muc Uedi-rgHttong der Kanones gesetzt vtirJK
Am Icisrttten liegt die Sftoliu I)eiin Triodion d. h. der Sammlung von Qt-
sftngon für di« beweglichen Feste. Wir haben einige Handüchriflco
dieses Buches, die aaiaicbliesslich Hymnen enthalten; daneben 8t«ht eine un-
gleich grSraere Znlil von Kxeniplai'i^n, in denen die Hymnen vOllig ausgotisnl
und durch Kanone» ersetzt Kind. Es gibt sogar eine Itedaktion des Tno-
dioDM. ilie nur au» Kanone» der zwei Brüder Thuodorott uud Joseph ätudites
besteht: Tfii^öiov <riTt- &t^t üf/xöfitror dnö rt^g xv^axr^i lor ttiürov laä toi
ifagiaafov xni KaraXljyov t^ n«ß«ffx*t'J •"•' •^"J'Hpoi', noh^fta Imoijtf «li A«-
Jnipoit toi ^( ü('fIi'ior> riü>' artttdilyav (Cod. Vaticanus gr. 7^ s. 15).
Ebenso wurden aus den Henftcn die alt«n Hymnen unbarmherzig verstoiuwit;
ein lehrrtiidiL'K Beispiel ist der Cod. Parisinui; 259, ein herrlicher Qaait'
))ttnd, IVrgumenl, s. 12, in der Süsseren KriK;hoinung den unten genon&teD
patmisctien Handachriften sehr ähnlich; er entliUt auf 305 Blättern da
Menaeon fllr den Monat November; alle die alten Hymnen aber, durdi
die früher die Heiligen dieses Monats gefeiert wurden, sind hier durch
grosse Kanoncs des Joseph u. a. verdriingt. Eine Mitt«lstufc bezddiiWB
llamlMdinftcH wie der Codex Cryptoferratensis ^.a. I, s. 11: w *"•"
hält liii Münucnri filr den Monat September (nur 1. — ^11. Sept.), in dtm
neben den Knnones noch einige vollatAndige Hymnen Rt^hon. Vor all«D
sind es Kanonen der Stiiditen, die an die Stelle der alten Hymnen traten:
darnach i»t zu vermuten, dass der Hauptanatos» zu der durchgrcifcndm
Neuordnung vom ICluHtor .Studioti ausging, wenn auch manche Staditcii
wemguten» im Anfange dos '.i. Jahrhunderts neben den Kanone« auch noeb
die alte Liedergattung pflegten. Durch eine umfa.<«s«nde Unlerwekiiiii
der zahllosen fllt^-ren liturgischen Handschriften dürfte es vielleicht gBlinjm,
libor den Ausgangispuukt und den Verlauf der Abschaffung der iltcB
Hymnen Genaueres zu ermitteln. Zweifellos liegt der Hauptgrund in «ner
tii'fcinaohneidendenGeschmacksverSndening, der inderGeiKamtgeitchicht#4er
griechischen Litteratur nur wenig Analoges zur Seite gestellt werden kina-
Kh war die im 9. Jnlirhundort durch Photios und andere Gelehrte vorbcraitot*
Wiederbelebung des klastascben Altertums, die auf dieses der heid
liitteratur doch so fernliegende Gebiet eine ungünstig« Wirkung ttu
Sobald das schutmcistcrliohe Oeschleelit der Byzantiner von den Ilarit
der altoD Sprache »nd den Schätzen der alten Litteratur wieder ««
mehr zu schmecken bekam, erschienen ihm die alten Hymnen mit
einfachen, vulkutfinilichen Sprache und ihrem verhftltnisniBaaig einf
Klrophunaufhau der Erhabenheit de^ Inhalt» unangemessen ; man
auf die verkttnstelten Lieder dos Johannes von Damasko« zu echirümi
und bewunderte die in ihrem Aufbau kompliziertere und in ihrer i .
häufig antikisierende Liedorgattung der Kanonen. Zum Glück gewana
neue Gtvschmack.srichtung nicht vollst&ndig die Oberhand. Einzelnr ■)(*
Wortte retteten weh unversehrt in di« n«u«n Kedaktionen der liturgi«*«
Bücher hinüber. Von den übrigen wurden viele weoigstens fragmentaris'*
niifgonommen. Aus den veratQnimelten Akrosticha erkennen *»
Blatt ftlr Blatt die ungehoueren Verlust«, welch« der alte Bestand in «Uttj
1. KirebenpMsto. A. OMclLioht« der rrthmiaebsii Rirohendiclitiug. {% ZSß) GB7
liturgischen BOcIiern erlitten hat- Die schönsten Hymnen dos Uonianos
wurden I>iä auf zwui Strophen beiseite geworfen. Wenn wir uliui tiiiu-
M-hliuiwIich Auf lüoso späterem Kedaktißnen angi^wiesen wären, so stünde
M mit unserer Kennlni« der Hymnenpoosip immerhin sehr schlimm. Wir
bosBasen nur sehr wenige Hymnen vollütfinilig und bei de» fragmentarisch
i'rhattenen blieben uns wegen d»r Vt-rslilmmelung der Akrostichis die
Vorfn««-r uulM'kannt. Dass wir alte llynmen in grösserer Zahl vollslindig
beHitztiD und häutig auch die Namen ihrer Vcrfaa.ter kennen, verdanken
wir dem glQckliehen Um.stande, dass o» Orte gab. wo man die Allein-
hermchafl äcs Kanons nicht uofort ancrkamito und zwei alte litur^xcho
Btliher. die ftuttBchliesslich Hymnen enthielten, auch in spfitoren
Jahrhunderten noch abschrieb und im Gottesdienste gebrauchte. Diese ,
BBcher sind das Triodion, das die Ueder fQr die beweglichen Feste
cntliält. und itia Tropologion, eine Sammlung von Gesängen fDr die
anbeweglichen Feste des ganzen Jahres. Das Hymiicntriodion wurde,
wie «chon oben imgedout^t ist, an den meisten Orten früh durch ein
KkiioQOntriodion ersetzt. Das Tropologion wurde später ganz auF-
IBgeben und sein Inhalt ging, stark verstümmelt, in die Typika, Menllen,
iüB Horologion und andere liturgische Bücher über. Wir l>esitzen aus
diesem älteren Stadium der Liturgiu und des Kirchengosanges noch folgende
Handschriften, welche teils das Tropologion und Triodion Kusanimen, teils
}e eiaes dieser Bücher gesondert enthalten:
^^ 1. Codex Corsinianus 366, aus 163 Blättern bostehond, um lOSO
^■||Mc!iriobcn. Kr enthält ein verkürzte» Trupologiun mit dem Triodion;
^^Bm letztere lat durch Blätterausfail stark verstümmelt.')
^H S. Codex Taurinenais B. IV. 34, noch l»(> Blatter umfassend,
^^m 11. Jahrhundert gei>clirieb6n. Verkürztes Tropologion mit einem Teile
" de» Triodions.»)
3. Codex der Synodalbibliothek zu Moskau 437 (bei V'la<Umir
t-IOS), 328 Blätter umfassend, gegen das Ende dos 13. Jahrbundertt auf
In AtJios geschrieben und aus dem Kloster Batopodion iincli Moskau
ItbnwhL Tropologion mit Triodion, beide in stark verkürzender Be-
•Hieitung.*)
4. und ä. Codices Patmiaci 212 und 213, zusammen, obschon eben-
bO» sUrk verstümmelt, noch 441 Blätter umfassend, beide von der gleichen
Htnd im 11. Jahrhundert geschrieben, die reichhaltigsten der bis jetzt
Muimten Handschriften; die erste enthält (Uls Tropologion, die zweite
jUj» Triodion.*)
6. Codex Vindobonensis suppl. gr. 96 (= Kollar. Suppl. 39;
Vj^. Kollar S. 2HC, 2H9), eine kleine yuarthand.tchrift, 173 Blätter, im 12.
i>ia 13. Jahrhundert wahrscheinlich iu Qrotta-Ferrata geschrieben. Er
I BcMlireibuD^ von Pitra, Analecta
18. 643 fl. Facciaiile etwnila iiaeb
*> FaMi(ntIe«in«r8«il«bri Pitra, &. S.O.
•) Euru Notn tob Pitra ■. a. 0. Pro-
■«goraena S, XIII f. Kdicrt von Ampht-
loohius; 8. 8. fl5T.
*) Kune [Ifwohmbung tod SaklcelioD
bei Pitra. a. a. 0. S. STB f.. unil: Uutfitm^
p,^Xio9,jxfi, Atli«n 1S90 S. 117 f.
AM
UM«Ma«iüaMI
üWaii
«■tldlicci v«rfc«faic*
vennaA ait
ibM «r
»rgIfUEt,
7. Codex MeatiaeBais 1$7,
fIUtl«r amIuMmd, mbncteiBfiA
MbrMMBi «r eothlh cia üaik
8. Zwei (od«r mehnre| aieht aOer
kloator aof dem Athoi, Ober S* der Hflaefc Alexander L«art*t
^lägß Wdtrr gxnz iinWiriimnit« ICtfaAngni ganaeU ImL VfL
a 671 und W-. i'apa'lapulos Keraiaeu, B. Z. 2 (18M) tM 1
Ö. VfTniiiiLlicti gehriren hieher sacb die Codices Stoaitici 9S&!
10: 9'2H M. 11; 'J27 ». U; 'J2S ». 14: die iiadi V. Gardthanseo,
mdü'um gTmm-oram SinuilicMinim, Oxford 1S86 S. 197. Koadafcariaa.
irolil iilUi Tr(i{X(Iogt<.-n, hvzw. Triodiun enüialten. Zur flachem)
mtmti Htnd dio An^^bt-n ßardUiaiiH«iis nicht ausreicheod. and nwna
iiiUIiuiiguii, auf ander« Weise Gewissheit zd erlangen, sind bis jetxt
gablich g«w«Mn.
Aiimer diooen äammlung«!!, welche nur Hymnen enthalten, t)nd<
KhiM'IMntt im Codex Vaticanim 200S kommen Eahiroicho Hand
in Uctrarlil, die «nnzolm.' Hymnen, losgelSat aus dem Zusammenhangt
bI(«ii TropdldKiiiiiH fidctr Tnodinn8, bewahren. Am hSafigsten sind in
Woiw Uliurliitfort der AkaUitittos de« Sergios and das von Romaol
varfUMt» Lidd boim Tixlo eines MSncbos, das sich im TotetiaBtba
('Sto^iaaiiiuiv (Ml' /uitiixwt) behauptete. Einige andere Dichtungen
IlomanoM Hiitd boHondora in Qrotta-Ferrata in den Menäen for
wordon. Aiit ein» genauere Beschreibung dieser sozusagen sekondl
OboHiiireriHiB niiin« verzichtet werden.
Wfiiin mm uucli dieHO HaiuWfanften Im wesentlichen dicselbeu W«
d. h. iluH Tropnlogiün mit dem Triodion enthalten, so weichen do da
in der AuhwiiIiI und VolUtJtndigkeit der Hymnen wie auch im Text«
uUoii (idor iiu<lircr<>]i gemeinsamen Stücke erheblich von einander ab.
Vorlagen Hlnininon otÜmbiir im» einer Zeil, in welcher fUr die liturgiwlil
Hllcher noch k«iiu< utoieotype Liste gci^chatfen war und daher die Aus*«ll
der Hymnen durch )iersUiiliohou (loschmnck oder Zufall »ich vencbif4ct
gi'HUdtete. So eiilliüU der i'orsiniaiiu» vorEüglich Hymnen d«« RDminoi
iimlTlioudorosSttiditva, ausserdem des Kyriakos, Domitios, Elias, Gr4>$tf.
Oitwleo. Im Tuurinunsis ist am besten vertreten .losoph, der Br*^
diw lliuedoi-os Studiti», dazu Oeorg, Dabricl, Stephano-S Arsenioe, Torwin
(der rutriarrh). lH>r Doppelcodox dos Klosters zn Patmos enÜifiit td^
nehmlieh liomunos: nuiwoi-dem und durch oinxetne Lieder vettnM
Thoodoros StuditixH, Uubricl, Joseph, Stephanos, Abhiut, Johaonos, LmA
l'atiloti, .loiumikios, Symwm, Ooorg. Dazu kommen in allen Handscirift»«
Mihr xiililrei^'he Adespota. unter denen sich manche Fragmente lu» **
fiUhotlon /*it der llymnographio bergen mögen. Sehr «uffallend «>'
nlOmid »ind die xahllosim »(aikoii Abweichungen dur Uandochrift«« i»
dw Texlgi-Ktultung. E» scheint, dass die meisten Sänger oder Ab*
beapoealo. A. OoBohlcbta der ryitiintBclieii ElnÄeDdlohtang. ($ 2^1) 689
tr an den alten Liedern nacti ilircm pi-ivatcii tiosclnnnck oder mit
iU'H AbHieliton iKüumäudortoii. Bo»oii(I(.trit hutidgi-oiflich wird dit-so
ho, wenn uiitn einigEj &u» inm 12. JahrhunderL stammende ]]aiid-
ti von flrotta-Ferrata, die einzelne Hymnen de« RomnnoR bewahren,
gen Cberliofertmg vergleicht, Dio Abwcidiuiigi'ii kommen
förmlichen Umarbeitung gleich und sind offonbai- da» Wvrk
gen Klosterdichter von Grotta-Perrata, die nicht blosB wie Bar-
II. a. .*eIh8tÄndige Lieder verfaasten, »ondern auch an die ihnen
OHt«n zugekommenen 'Hymnen ihre .be»i»enidu' Hand anlegten,
oder wenigstens ifanon uiiklai-ß Stetleo auflioUteu und diu alten
Oberhaupt in ihrer Weieo moderniöierten. Die Textkritik hat dieser
:o gogeitikber einen schweren Stand. In manchen Fällen hilft aller-
Metrum zur Auswahl des Itichtigen; wenn aber, wie es oft vor-
melirere oder alle Le»urten in gleic-htir Woiso dem Vcr»ma^ ent*
n oder widersprechen, ist es unmöglich, mit objektiver Siclierheit
rOnglichen Wortlaut herzustellen. Übrigens Lit eine ähnliche
[t der Redaktion allerdings in späterer Zeit auch in der lateinischen
igraphie beobachtet wordi^n.')
ieraus ergibt sich am-h, da»s cinu neue Ausgabo di'r Hymno-
benonders des Romanos, ein dringendes Bedürfnis ist. I'itra hat
genannten Handschriften nur zwei der ärmsten, den Oorsinianua
orinensis, voüfitiiiulig verwertet; ubtr soJbst seine Angaben über
ng des Tauriuenriis i-iud von einer unglaublichen UitzuverläJMigkeil,
Moskauer Handschrift hatte er nur Proben; die zwei patmi-
Miebftn ihm für »eine Analecta ganz unzugänglich; erst seine tiabe
ht pst ju hilft um (s. S. 671) brachte drei Hyumen aus Patmo» nach der
rift eines dortigen Manches. Die Verüffentliehung der Moskauer
bhrift von Äinphiluchius ist im vollsten Sinne des Wortes un-
bar (vg). S. Gb7). FOr eine Ausgabe des Romanos, die zum
*n Teil editio prineep« sein wird, mussten demnach die Hand-
Bd, die uns aus dem ungeheuren SchiMu-ucli der alten Hynnien-
tar 80 wertvolle Iteste gerettet haben, soweit als möglich teils ab-
geben, teils vollständig neu verglichen werden.
L WeUlie ÜHd^ututig (las Tro|iulogiuD iui 0. Juhrhuudurt liuttu, i^cht Huti i'iiieiii UiJufo
bvdiiroa BluditeB hervor, in wuklioin aich il^raelbe beklui<t. ilass itihti ilim iii
[iafltafiMaw alle QUclier und auch iIsa TrotKilugicn wo^gcnoiiiineii linh«. l'itrH,
tat» I Piolcf;. S. H, Die Ahsrhntruiig des TropoTogion liallo aticli die vurdnrblichn
laM bni d*T ]{«duktioii der alten Hymnen ilie Akrostioliis lerstSrt wurilo und
tr Nama violar Vorfnsser vorlorGn ging, — £ine Reihe Ton syriaction Tropo
i«»ckicib( W. Wright. CitUlague af Syriuc Monuacripls in the Untiiili Museum
280-289.
, l^igniMite einM sehr allen Goetutuhuches, die ubor leider nur Kanonos eiiÜiultiMi,
Hriliiih Mbs. Addit. Mu. 20113 s. 9. Vgl Cutuloguo nf aiicient mss io tbu
[UuMiun. Port I. Gioc>k, Lundun 1881 8. 2S ff.
IM. Rückblick. Fllr die Erkenntnis dos wahren Geistes, welcher
grii'chtiK-hen Kirche nach doni Ablauf ihres Ucroeuzeitalters herrschte,
die GesSnge und Gebete des Volkes ein treueres Zeugnia, al»
Var1(c Ton L'l. CIiaTHli«r, Revue
liiBtarjqae bl (1895) 118 f.
44
690
EtyiaBtiniache Lttt«rBtiirg«a«liicht«. H. Poetische Llttsrfttvr.
^
die mit allen Mitteln der alten Phüoeopbto aosgcrüsUtoo Streitsclinflcn
und die rhptoriacli abgerundeten, innerlich aber oft sehr trock*;nen Predtgt«a
der gt'lvbrtun Woi-tfllhrer der Orthodoxie. Die innere (.ieschichte der
orientalischen Kii-cho, di« un» jetzt viel zu sehr im Licht« dogmatittcher
Kämpfe und hohler Schünit-dorei ersdioint. orhAU daher durch die religiB«
Poesie eine wichtige und notwondigf Ergänzung. Zur Würdigung deretiht'n
ist «s fi-eilich unerläaslich, dass der Leser aich voll und ganz in die geistigen
ZusUlndo jener Zeit hincinver^tzfl. Wer an die griechischen Hymnen roa
eini'm modernen, 8oi c» nun vom romantischen oder vom realistiachei
Standpunkt herantritt', wird ihnen niemals getischt werden. Wie die tidbtn
Wurzeln jeder Kunst in ihrer eigenen Zeit ruhen, so gcwhiolit c« auefa
hier. Wer eine solche Konzession ablehnt, mag bedenken, dass auch die
liltest« I'rofandiohtung. die homerische, zu einem sehr (gössen Ttä*
nur bei einem gi-Undlichen Eingehen in ihre kulturellen und religüSaen
Grundlagen vertttUndlich wird. Wer don Dichter will verstelion,
niuss in Dichtori^ Lande gehen, nicht hlos» gi^ogrciphioch, tsondum aucIi
chronologisch und mit seinem ganzen Denken und Fühlun, Als den allge-
meinen Charakter der griechischen Kirchenpoesie bezeichnet Jarobi '| gani
richtig die dem (tbjektivon zugewandte Richtung, welche das Erbe de«
antiken Sttmdpuiikto»« ii^t und auch der abcndlfmdiitchen Uiiditung des Hittel-
alter» eignet. E» ist dieselbe Objektivitfit , die auch in der bildende«
Kunst des Altertums und des Mittelalters bis kurz vor dem Beginne Atr
KefnrmatiQnszeit herrscht. Auf eine hervorragende KigontUralichkeit der
Uteren Hymnenpoosie, dasdramatiMchuBlomont, ist »chon üben (S. 669 f.)
hiiigowit>»en worden. Doch ist mit dieser allgemein^in Einsicht noch wenig
gewonnen. Für eine feinere Charakteristik, ^r die Darlegung der inneren
Entwickelung, fllr die Unterscheidung der Individuen und Zeiten ist hier
noch alles zu thun. Diese Aufgabe wird nicht mit Erfolg golövt we
können, oho die wichtigsten Vertreter, bevsondors Komanoe, vollttUndig
ediert «ind.
1. Zar Cliaraktoi-islik a. b«B. Jacobi, a. a. 0., 219 ff. xtaä Doavy, T^im m t«
(iriginiis etc. — Ueber die Stellung d«B KirobeahTDuias in der Poesie UliefkaBpl ImbU
Job. KayacT, EtGitrAe« «xr Qoscliiclit« und Erklirang der UUaton Ktrcheahynineii, Kirf«
Paderborn 1881 S. l-U.
2. Früher war Btlfinmein dio Ansicbt Terhreiteit. dasa die grioebiaehan KtrckM
diclitoT an Roichtum der Kracugiiiasn wie lui poeUach«m Talente dea Lateiatrs
nnr.hslcbc-n: s. x. B. >'. Bahr, (>I^scl1iellto dur rnmischec Liter. 4', Oajlanihe l^Ti S. !'
und noch AIxog, GrundrJss diT {'alrolo^-io', Froiburg i. Br. 1888 8. M2. Dm »
mm Koll^'i lassen, äukiige die griechiHchon Lieder nur nUH dun veraUUnnelleB Ood «cUe
Drucken d«r rituell«» BDcher und aus Danieli) Tiiuenunia bekannt wsfen. SioJ '
einmaJ die grosMitigeii Vorrftt« alter Werke voltsUlndi)! nm) in lesbarer OealaU mtU™
BiiKOKen, Ki> wird man <lie gri^chiache Produktion d«r Iflieinisclien an Üafang wi* aa ■*^'*
Kinft und Mnnnigfnllißkr^it mm weniaxlen tm die Seit« aUllea dQrfeB. Dbbd vM mn <^
leicht auch unteraucbcn können, wolcboT vqd beiden Littomliireii eim gtOMm OlB*^
•amma von Originalität nnd pootjaohom Wert« tukotnait-
B. Die Form der rythmischen Kirchendichtung.
282, Qeachichtliche Vorbemerkung. Eine kurze Darlegung «kr i
der Kirohvnpoeaie angewandten l'ormcn ittt um so notwendigvr, als di*!
') A. B. 0. S. 210.
1. Z]rolian)»OM{». B. Die Form der rytlimlMlieB
&ra3TöE(«ig. fS ?92} fi91
wodor in dorn inotrischäi) Abriss dea Handbuch» d«r klassischen Altcrtiims-
wissetischaft, noch anch in den grrisaeren LohibSchorn der Mvtiik crörtiL^i't
siud. Zum Verf.tündnl'* iat es nicht unwichtig, zuerst die verschied enoii
Auffassungen der rythmiechen Fonn geschichtlich zu Dberblicken. Die
KrkcnDtnis d«r den griGchischen Kii-chenpoesien 7,n Grunde Hegenden
metrischen Gesetze blieb tneikwUrdigorweiac den abeiidiümUfichcii Gelehrten
mehrere .lahrhunderte lang vcrschlosHen, obschon sie bei den Griechen
ia der Praxi» nie vorloi-cn gegangen war. Wie der bayerische Jesuit
Simon Wangnereck') ausdrücklich vor»icherte, da^ die unit^hUgen Oden
der Menften au» purer Prosa bostilndon, wie »ein Ordenttg«noH»o Grctäor
znm Schlüsse kain, das einzige hier herrschende Gesetz sei die Willkür,
so entdeckten auch noch spätere wie Hippel. Maracci, der sich mit
Joseph dem Hynuiograplien eingehend beschäftigte , und der Kardinal
Qnerini, der zahlreiche Hymnen Übersetzt«, nicht die Spur eines Verses
in <lie«er rätselhaften Litteratui-gattung. Die DeutungsverHuclie des fran-
tOUAchcn BLincdiktiiiers Dom Toustain wie auch anderer Gelehrten schei-
terten voruelimiich an der vorgefasslen Überzeugung, dass in der Kirchen-
poeaie klassische Metren zu suchen seien.') Aber auch nach diesen tasten-
den Versuchen, in den griechischen Kirchonliedern etwas wie Vor^mass
zu entdecken, erhielt sich die Ansicht, dass die Kurni derselben Prosa sei.
So edierten noch der gelehrte L. Fr. Tafel zwei Kanones dos Eustathios
nnd Joh. Classen einen Kanon auf den Theophanes Confessor wie einen
ProMitext*) Selbst nach dem t)rscheinen der Hymnographie von Pitra
meinte I*. (iagarin noch, Vci'se wie die der Hymnogiaphen könne man
itn offiaellon Teile deaMoniteur finden, und versicherte sehr entschieden;
.Nous croyons que les hymnographes grecs ont 6ci-it en prose."*) Das
als Sohmlle eines Ignoranten gelten: aber noch im Jahre 1^79, nach-
aach das Werk von Christ-Paranikas und die Analecta von Pitra
Igen, hftit kein Geringerer ttls Sathas die Fonn der Hymnen für ein
^ulOabares Bütstd,») Selbst noch in den letzten Jftliren aind mehrfach,
1. B. von L. Pertach,") £. Legrand,') Chr. LopareV) Kanone.^ ohne
KückHicht auf den Versbau wie I'l'osatexte vcrSlTentlicht worden. Die eben-
Uls verfehlt« alte Ani-icht, dos» in der griechischen Kirohenpoesie alkäische,
■apfibische, pberekrateische und andere antike Metren verborgen seien,
neben manche Griechen, in 'patriotischem Klassizismus befangen, noch
Wate KU verteidigen.*) In Wahrheit war die Antwort auf das vermeint-
■) Pic4M UoriKDO, Moaachii IMT, Praof.
■I rMn, Uymaognphi« 8. 3 IT.
■) EaaUUiti «pÖBcnüa. Francof. 1882
S. S6 1: IM f. — TlMonliaiiiB ebroiiogniphin
«X ne. lo. aarnexi t 8. XUn ff.
•) 8. SUvflBBoii. ». «. 0. 8. 489.
*) 'tor«ipMtdr 4utipt<ir nt^i roii Jlriiipoif
njf /aoMMT^t «»»■ HtZ«yi. all. pf '■ _, T«"
TiHn rav(« ^«fiian ^tif iv «fXV
tlfn ^ rm'lii/Mdti' tfffi>9fia, avr
•rtf Öftnt aff<ipj|f«io>9ÖT0f toi fiit^ov {
■ JV
K (1).
lOKrum
iiff naiatiir ^vltfinr iiv rmr.'
•) BIfttterfaxHymnologi*18aflNr.2— 4.
<} R«vu» il«a 6t. ST. 5 (I8»2) 420—428.
Vgl. B, Z, 2. 343.
') llloi rot öyioii Kni äixaloi' Evdoxiyov,
Dfinkmiller dea Alten SchrifltumK, llnft 9ii,
P«t«rabiirg 1893 S. 24 ff. VkI. B. Z. S. 42!>.
'1 7.. B. Pan. UrttHiincii. Jrijfoinij-iaij
i^C xnA' ^fiät rfuitiQHf iXkijnx^t ""tijtftu;
Mal ilriniat/iitttois rar vti^mr invtijf tpif
44'
BfsuittttfMb* LittorKtargMcbiebt«. ü. PfMtwfih» UtlMmtsr.
liclie Rilset Ijüigst gefunden wordeo. SoboD im Jahre 183U hiitt« ia
K«l«Urte ßrioche Konstantin Oukonoinos mit Hilfo der Melodie dtm
Üird^bhahau cikAiint') Allein seine Stimme blieb tiiil>uacfat«t Daiin iüt,
aoabbioffg von Uokonomoe, F. J. Mone durch seine auagebreitete Kenntnis
der miltelalteriichdn lat«ini»clicn Vainäe und durch gründliches Stadian
der griechiHchen LiturgiebilchiT zuvrot zur kluren Kiuiiicht i» die Fonneo
der griechiHchen Kirchenpoesie ror^e^lningen. Endlich hat, unälihüngij; von
UekonomoM und Mone, der Kardinal fitra energisch auf den metriscIieR
Charakter der Hymnen hingewiesen, ohne Übrigens in der Erkenntnis des
Einzelnen no weit zu kvnmien wie Mone. Zuletzt haben vor allem W.
Ohrist und W. Meyer die Krkcnntnifi der Melodien und des HtQckwHii
Aufbaues der Strophen gefordert.
Bc«onder8 nierkwUrdig erschien den Forschern der Umstand,
die Byzantiner xelbst die liymnoii ftlF Prosa zu halten schienen. Said
und die Komnieiitutoren der Kirchenpoeeie sagen mit trockenen Wor
diese Werke seien *afrtioy«rf»;r, jt*J^ köytp gpM'hrieben. *) Es wUre
völlig verfehlt, daraus zu !^T||lic»Hen, das« den Byzantinern die Kennb
des niotrtxchon Baue» der llymiien verloren gegangen sei. Dagegen i<i:
schon die einfache Tliataache. daHs zu allen Zeiten und noch in uns
Jahrhundert (s. S. (iTU) neue Hymnen ohne einen Verätosa gegen die Tecl
gediplitet wurden. Was den Byzantinern hier mangelte, ist nicht
Koiuitnis der Sache, sondern nur der treffende Ausdruck ftir die
l>or (Jnind davon liegt in den allgemeinen Zustünden von Schule
Litterutur. Wie in OeHchichte, Grammutik, Philosophie, Khetorik undi
deron Wissenäzweigen, so waren die Byzantiner auch in der Metrik
l'rosodie volliitAndig in der alten Schultradition befangen; infolj
betrachteten sie als wirklich metrische Rede nur das, wa« anch
den Alten als solche galt, d. h. quantitJeronde Dichtung. Der Be^ril
Poesie wnr bei ihnen infolge der gänzlich auf dem Altertum ber
Schul (irztehuns so enge mit dem Prinzipe der alten Quantitüt verwich
daHH sie gar nicht auf den Uedanken kamen, ihn auch auf r>-thmtwk
baute Worko zu Qbortrage». Wenn sie daher dto Hymnen alti
bi^eichnen, m thun sie es nur im Gegensalze zur alten Metrik; i"
gleichzeitig vi-rraten sie durch zahlreiche Andeutungen, daas die^ ,1'r
duirh Silbenuihl, Accent und lieim bestimmt ist und daas üe dioMlb« <
von der gt* wohnlichen Pros» zu ^-beiden wissen.*) HXtten sie die H)
wirklich fllr ['rosa angesehen, so konnten sie ihre Verfosser nicfat
Meloden, Sftnger und Dichter bezeichnen, wie sie es wirklich
FQr die ilstliotische Theorie des Byzantiners war die rytiimische Ilichli
wo»ler Poitsie noch I^i-oea; .tie war ihm eine zwischen beiden in der
•lebende neue Erscheinung, die in dem altüberlieferten Codex der Kuostfn
'roitr,
thated
•MKi
«Ml
Xf AUimw4fä^, h Tipft IWI S. IUI,
(). UUlrivtai, lEUw^V jMJUi'i^
■ I (aum 18M) :»3l ' '^^^^
Vgl W. M«7«r. a. a. 0. S. SM.
■1 Vgl. §^T«DMa. a. a. 0. S. <n r.
*) Hm ded» Hl ihr* DdUtiiM *»
BinMM (•. 9 9MV V^ Pilra, i>d.t
Pnl«g. 47 K; 8tevaai«a, a. a. 0- IM»
I
J
ilrebsBpoMi». B. Di« Form der rytliiai«cheii Kirohendlehtviig. (g S82) ß93
und UU«rariBchcn Gattungim nicht vorgesehen war; daher sind ihm dio
Werk« xariiÄoyttJi^v geschrieben, ihre Verfaflser aber nichtädostowcniger
rtttit^rai, Waiiiin haben aber die byzantinischen Motrikor und Kommen-
tatoren es vereÄumt, die rythmimche Form genauer und auadrüchiicher
zu orkliiro»? Auch das ist nicht »chwor zu beantworten. Wie ihre (jram-
miitiker nur in der Sprache des Altertums wühlten, das zeitgcnOmtischo
Idiom aber einer n-issenschaftlichen Behandbing fttr unwUrdig hielten, so
geschah es auch auf dem Gebiete der Metrik. Kommcntii^rt und erklärt
mirde nur die «luantitierendo I'ocsie; wais ühor doti Kahmen des He-
phaentieu hinnuHging, also immeutlioh die gesamte r^'thmische Formen-
lehre galt al» selhätvorKtändHch und trivial. Es vollzog eich also hier im
Grunde genommen dieselbe Entwickelung, die in der Litteratur und Kunst
lülf'ntlialben bemerkt wird. Die anatomirtebc Zergliederung der Werke,
liie Formulierung ibrer Gesetze, dio bistorii^che Einschachtelung und das
Aorkloben der richtigen Etiketten, kurz die sogenannte wisiienschaft-
lithe ErkenntniB folgt — glik-klicherweise — meist erst geraume Zeit
■ach den Frohen der genialen Erfindung und lebensvollen Blüte. Wftre
b Byzaiiz nicht durch den politischen Untergang alles littcrarische und
nitchartiichc Lohen plötzlich abgebrochen worden, «o hütte dio golohrto
(Uung der Kythuieupoesic wnhrgcheinlich dort^^clbst ihre eivten
IVioinphe gefeiert.
In der That banden sich die Meloden in der Dichtung von Kirchen-
gwlngen nicht bloss ganz streng an bestimmte Normen, schrieben also in
bundener. nicht in freier Kode (vincta. non »oluta oratione), nie kuhrten
h zur KuuBt der altgriechischon Lyriker in der Art zurück, dai^K sie
itai*^Taf in doppeltem Sinne wurden, das heisst nicht bloss Texte
(/.iij nach bestimmten metrischen Schemen dichteten, sondern dazu auch
Melodien (/'«"^vl erfanden. Ja das letztere war bei manchen von
)□ sogar die Hauptsache, wovon kio auch den Nauiun Meloden [fitXijpSoi),
i, Sftnger und Erlinder von Molodien, erhit-Uen. Wir selbst aber sind
beim Studium der byzantinischen Lieder und Kirchengesänge weit besser
daran, als hei dem der altgriechischen Meliker und Ohordichter. Wir wiesen
Xwar. da»»i Alknian und Pindar ihre Gedichte auch mit Noten, nnch denen
«Üeüvlbeii geitungen werden sollten, vernähen; auf uns sind aber nur die
VTorte, nicht die Melodien gekommen, und filr diesen Mangel vermögen
»ueh die jüngst in Delphi gefundenen musikalischen Inschriften keinen
Kenllgonden Ersatz zu gewähren. In den Handschriften der byzantinischen
Kinhenliwler hingegen sind uns im woitoston Umfange auch noch die
Koten {vtviiata) der Melodien erhalten. Dieselbon weichen zwar von
*l«m altgriechitM^ben wie dem modernen Notensystora ab. indem eie immer
■mr andeuten, um wie viel der folgende Ton gegenüber dem voraua-
Behendeit hinauf- oder herabging: sie sind aber in ihrer Anlage vermittelst
<l«r Uiooretischen SSl2c der ntusikalischen Techniker der mittelalterlichen
ttsd der neuen Zeit derart erkannt, das» »ie ohne grosso Schwierigkeit in
Noten umgesetzt werden können.
2ar (ifiAchidit« ■l«r HUf dir? Furm der Kirelien|ii)08ie gericlitot«» Studien vgl. vor
W. Mejrei. Pitn. Moue und die byzantinJBcli« Strophiü. Sitsimgsber. bnj'er. Akad.
8. 49—68. Otaa die fllirige S. 657 f. aogeruiirt« Litl«rntur.
ByiaaUniaclia Litt«ratarg«schicbt«. II. PMtiBoh« Idttarfttur.
3S3. Altgememe Erkläraog. l>aa l*rit»ip d«r rythmieclien Pboiifl
ist die Silb«nzfthl uud dor Aoccnt. Die Silben worden einfach geiÜ^
ohno Hflckflicht auf diu KUreo oder LSngu. Dor niatus vrird ohne Sein
zugölassoi), und die Elision bleibt fast v»llig vemachtäsaigt, ein« KgenMt,
die mit der godehnt«!), die einzelnen WOrter trcnncnduii Vorb'agvvtM
üunammenhangl. Dvr Untcrttchiod lEwiHcheu Acut und Circurafiex, den die
k-bendige Sprache nicht mehr könnt«, bleibt folgerichtig unbeacht«!. Die
Gloicliheit des Acccntes ist vor allem unverletzlich am Schhteso der Vtt«,
Da« Vorhftltni» zur antiken Poesie ist jedoch koino-swcgM so zu denlun,
dass man nun oiiifnch die alten Wrsc oder Strophen nach dem accentuJer»-
den Prinzipe wiederholt hätte. Die rythmi&che Dichtung geht riehDebr
auch in dieser Beziehung ihr« eigenen, von der kkastschen Tradition ud-
abbingigcn Wege. In ihr sind keine bestimmton FUese rodIgeiHÜtaa
Durch don lUangel der flleichzeiligkeit unterscheidet h\o «ich Mich selr
wesentlich von don ebenfalls nach dem Acceut gebauten politisoben
Versen, die erst ttpäter auftreten. Auch mit den gleichzeitigen lateiit-
echen und mit den neueren protestantischen Kirchenliedern hat sie wAnif
Älinlichkeit. „Während diese in sehr einfachen Formen sich bewegia
und an boHtimmte tiberlieferte VorsfUssc und Zoilonarten sich binden, äoi
hei den Griechen alle Schranken gefallen. Selten sind einfache Stropheti,
liüutiger umfangreiche, die bis zu 20 und mehr Kurzzeilen steigeit.
denen wieder jede wechselnden Tonfall haben kann, ho dass man
Formen mit den freien Strophen der lyrisehou Dichter doe 12. und IX J«
hunderts, manchen Opernarien oder auch Qootbea dithyrambenartigco I
tungen, wie ,Gr£nzon der Menschheit' oder ,Der Strom' vergleichen laOdib
Der Schöpfer der Melodie wollte nicht bestimmte FOmo und Zeilen
guben, Kondern er folgte ^i dem mumikalischon Gefühle; dies
stinunto den Tonfall und die LSngo der Kurzzeilen und die Ora|i
dieser Kurzzeilcn zu Langzeilen oder Absätzen und zum ganzen Geh
(o?xoc) der Strophe.*') Zur Ycranschaulichung diene das Prooeniioa
berühmten Weih nach tshynuius des Ronwnos, wobei diu KunzailcB da
einen # abgeteilt sind:
71 uaQÜyOf # p^^ffaf 3|: roV ■■nrpovffiov ilxm
Kai 4 )^ ^ lö onijlrMor If: i^; «'n^oaiifi Jtfoatiyii
May» <li * (U«rn äej/fot ^ öJotaoptvair
Jt iiiüt r"tt 4 irtyrn^l 4^ nMHof Hör 4i i itgi «iain»- ttit.
\j ••j i it \j i \j ^ ifi j. ^ \j .fuw^w
j. V ^ l^f ^ -^ \j 1 w4>-:^u Zu
Dem neuen Metrum fehlt weder Weichheit noch Abw«duclaBg i
Pi'äzi^ion. Die Strophen achreiten bald gemessen vorwftrta, bald
eine Flut kleiner Versgliedei' eilend» dabin, meist ist beides geschickt i
') W, M#yw, a. b. O. 328 f„ dt^ra ancb
tto» Scliciiuk (Ip8 Tonee '11 ^opSiVot ^ntnom-
nea ist UeiUglioli dtr HichÜKkoit dtt
U#y«recbea Akleiliuig dar Katnnka I
mir wie aiidcnD nodi ZweiM iMg.
U. Urimme, a. ■. O. S, 88.
^■^^d^
\l KinhHpoMie. B. Die Fonn der iTtbm. KirchandJelitoiig. (99 283—385) 695
■LKinhH;
^■din. Die Aht«ilung der Verse ist ilbrigoi;« nicht gititz willt<iirlieh. Die
MPRir veniteiien es sehr wohl, wie man schon aus der mitgeteilten Probe
sehen kann, mit jedem Verse eine kleine Ruhepaune des Sinnet« eintreten
SU lastten. Eine mtlssige Frage ist es, ob die quantitiorendc oder die
rythniixche Fonn den Voi7,ug verdiono. Es geht hior wie mit den
iprachlichen Epochen; das Bestuhondt; hat rocht., das Wirkliche ist ver-
lünfUg, Bfhuu und guL Nachdem die Bprachliehen VorausBetziingen für
lie alte Quantittitapocsio geschwunden waren, war sie zu einem stumpfen,
mtaugliehen Instrumente geworden; in der neuen Lautatmosphilre Itonnte
lur noch arcontuiercndo Dichtung gedeihen.
384. Hirmo«. In der ersten Zeit dor rythmischen Diclitung schuT diu
Tische Ertindsamkeit der Meloden eine unglaubliche Zahl neuer Strophen-
{ebftude und entsprechender Melodien. Das war gut vom iitturarischen
ind ft«thotisclicn .Standpunkte: die iVaxis vernuictito aber eu grosse Mengen
rerscbiodenartiger Melodien nicht zu bewältigen; das beste Gedächtnis
nuisete endlich irre werden. Man fing diiher bald an, neue Oesttnge
nach einem schon vorhandenen populären Muster zu bauen. Diese Mustor-
ttropho heisst Hirmos (tJp.ooj). Daher erteilt der seiner Zeit nach unbe-
kauote Grammatiker Theodosios') folgende Anleitung: Olav iäv ti^ »thj
itW^ON tiatvva, riQÜtiiv M ßtX(am töv ti^fiüv, tUa inttjafttv %ä »po-
ni^ui, looaviXaßori'ta xwi n/iomrovria i^ tipiii/i xal lüv axnniiv
iatMui^vvtit. Die einzelnen Troparien müssen also in Silbenzahl und Accent
las Schema der Miisterstrophe einhalten. In den liturgischen Büchern
■ird dalier wie in unseren Kirchen- und StudentengesangbUcheni. wo eine
BMW Strophcnart beginnt, mit dem Vermerk Ilfiiii; lü die Melodie angc-
gaben z. B. //pö( »(i 'Ent^vrfi. Die wichtigeten Hirnii wurden in einem
rigenen Buche, dem llirmologion, gesammelt, das öfter gedruckt ist; ein
iMiidsclinrtticlic» Hirmologion enthalten u. a. die Codd. Patm. M und 55,
Vindob. theol. gr. 285 fol. 261— 304^ Vindob. .suppl. gr. 100.
Vgl. di« S. 374 gsnunnts Sohrift dos Zonarns Über die Natnon snfiuV, tlfftäf,
lf«««ftar, fiA; und dio t^. 375 Kitieria I.itterstur.
885. Hanptformen. Von den verschiedenen Liederformen der
rytlmiischen IV-^io ^ind besonders zwei wichtig. Die eine besteht aus 20,
30 und mehr gleiehgebautcn Strophen, denen als Einleitung eine, seltener
xwtt, «ehr seitun drei kleinere Strophvn von vcr»chiedonartigeni Bau aU
Prooemion vontngeschickt werden. Alle Strophen haben den gleichen,
ngelmSasig 1 — 2 Kur7zeiten umfassenden Refrain. Die gewöhnliche 6o-
nichimDg dieser Art von Liedern ist xovtäxiv oder mvteauor; wii- nennen
d> oacb dem Vorgang von W. Muyer Hymnen. Die einzelnen Strophen
hcüaen r^i>:Tr(^m*) oder auch ("'xni. Zu diesor Ai-tgchiJrcn fast alle erhaltenen
Wwke des Romanos. Die Gesänge der anderen Hauptart, die navövti,
■ind aus 8 oder 9 verschiedenen Liedern zusammengesetzt, von denen jedes
•) Vcl. oban S. 67». Zar KrkiHrune vgl.
Pilrs, InaL Saerm 1 Prolog. S. IT. —
Ckriat, Sitnu^ber. bayer. Akbd. 1870,
n im f. und AnUiul. I'role«. S. 30. —
Sl|T|uoii, *. ■. 0. S. Ii04. — W. M«jr«r,
H. a. 0. 8.328. — Bourjr, a.a. 0. S. 21S Ct;
258 C; 270 ff. — KawcjtynBki. n. a. 0,.
S. U7 f.
') Vgl. flouvy. ■. », 0. a 221 ff.
6dÖ
B;>antUila«b« Litte ntorgMchicbt«. U. Po«tUehe LiU«rftUr.
ecinoii lioHondervn Bau hnttc und uraprilnglich atut mehr, HpUer inälBI
HU8 3 oder -1 8troph«n bustand.') Die Nt^uiiicahl der Lieder eBbpridril
offenbar den 9 Liedern dee alten TeütAmoate, wulcliv von den Ctuialcal
Heit den ältesten Zeiten gesungen zu werden pflegten. Die Hauptvertntar'
dieser Art tiind Ändrcaa von Kreta, Johannes von Daniasko* nnl
KoBmas.
1. KofiitMUf liAdoDtot .Stäbchen*. Dm- Nun« biMickiMta arapillBglkh di* imläi
«athaJtende, auf «in SUhchen d, li mwa rotnlus («vidttlU PmimmbdoU*. SMBiAi
vna eriialteiier lilargi*clier Rollan ward«n von V. Oftrdthiiuson. OriMhüelM Paiaoenflii
(187fi) 8. 59 aiiffrallill. Di« dorti«lbflt gAliuwrl« Annrbt. m tmi ent Mit dm 12. Jtk-
bundort Dblieh ^«vnrdcn, ilin [.itnrgin xur KrbObnng der KeinrlichkHt vom triner BalU a^.
nlOMn, Mhoint jedoch unriühlig xu »riri. Schon cler nlU rolkirtllinlichc Nanu- rartaMH
RMdit M wftbnoiipiiilicb, dws ixe äillo fiUlier butUnd, and in dar 'l'hut bnben «v Un
giacb« Btt in Bollonfon» liüiräfui) nua viul <«r«r Z«tt. Z. B, btaitst das LauTtkl«iM
«uf d«m Atboa g«K«n t>0 »olab^T Um. von dcnon di« jangat« aus iem 10. Jabrb. ituaM
Vxl. A. K. Lanrlot««. V^tii. Uk. IS llSm] 170-172 (B. Z. 3. 198>. Zur ErklirODt Md
WoriM Vfl. Tb. Hirt. Dm antike Boohvrw»! S, 24 f., und J. Perlea. B. Z. 2 (1S»| 13))
S)iAtor wnrdo du Wort auch in w^itorem Sinna g«brBticbl: tmCod, Paris, gr lIU.».Uk
fol. 1—210, Htoht (lino inoralindi-Mketiaph» Anthologi«, ikreti Abiochnitt» aU ■orrnn« k
Micbnot sind; din itorfn»« zArfuIlen in nKfäitau. Aebnlich vurdo drr Aiudrack in <Ma
grammaliacbcD Worko nngownndst ; vgl. S. 5&3.
2. »rxo; erklArl nich n-nhrsc-hoinliob aus dorn llehrlkiaofaeo, wo ,Uana* fBr Lia4 l»
braucbt wird. Damit int dn» itnlienificbo Btnntn (Aufonlhalt. 'ümmet, Stiofbal a <M-
glaicheu, wo donielbo Kfidoutunssabergang vorliegt. Vgl. K. Diex, Wartarbucii d«r not
niaohea 8praob(Mi* S. 307. — 1'. Q. A. Mullneh. Conieota&eonim BjsaatiiMrnn liki iIm,
Berlin 1959 8. 16 — 39 (Über aixoc und ravuaviXiitrl — 0. Crusiua. tttaawhocM ond 4>t
o|>Ddiache Cotnpoaition in der gri och ine hon Lyrik, CommeDUtioii«a philoloo« RlrOlloRA-
bock, Loipiig 18^8 8. 14— IB (Ubor o<xa;, xoi/timo¥, asoxorUmr), — Fr. UaD>B»D.,l'U>'
logu«, Siiii)don>eotb. S (1880) 218 Äom. — Ceber *iu6 falsch« ErkUnint; von »i«! »
B. «69.
886. Refrain. Am Sclilu8>)0 der Strophen wiederholt sich gcwSliaEefa
ein Rcfrnin oder Nachge&ang. Dieser Teil, der vom ganz«i V«lB(
gesungen wurde, ist von besonderer Bedeutung, weil in ihm wahrscbei^idi
der erste Keim des Kirchenliedes zu erkennen ist. Kine bomwitenswertf
Nachricht hiorilber fimlct sich in dem Buche des* l'hilon Vom be»cb>«-
liehen Lehen: Er i$ehildürt in demselben das Leben einer jOdiscJion S(^'
der Therapeuten, deren Lehre vornehmltcb auf asketische Erbelning
Qber die Sinnlichkeit und reine Anschauung Gottes abzielte,') und I«-
edircibt u. II. aucli eine religiöse Vei-sammlung der Therapeuten. Zu««|
singt ein einzelner einen Hymnu» auf Qott, ^tif ov xa\ ti SUm «n«
rä^t4f /■' Ktidfiijt TtQoai^Kin-jt, nriftotr xntii :ToiXf^r r'^i'^ftav äKpowin'ttitt, ^i^
inote ifi itK^otfitviia xni e'^v^iria pttur df oi ' ror« /np fS',X'*^'
ntiftrs »* xal näaai. Aus solchen Akklamationen entwickelte sidi «kf
christliche Kirchengosang (8. g 370). Durch dieeoe goscliichÜicbe V*
hältnis erklilrt es sich auch, dftss die XacfageBlbige in der Klteren Gl
der Kirchenlieder, in den Hymnen, regt>lniSssig erscheinen, wihroitd
i» den späteren Kanones seltener werden.
Der technische Ausdruck fUr den Itefrnin ist ^yi'vu-ior o«1ct «»fi
') V(tl. Chrtat, SitiuuKsbec. baye».
Akad. I8TU II $4 ff. *^ ^
*) Vjl, w, .Mwyer. ». a. O. S, 374 f.
-• Vcbar dte lliarapeotMi, dia Bnwbio* und
viaU N«Nora fOr CluriatoB kialUo, tmUr-
riehMietat am kMt«n P. W«adlaad.l
TlMnpMln wd dia pyiotiiaelM Schrift '
baadiaalielMa Leben. Jafane Jakik. '
aneatb. S2 (1S06> $93-772.
L Sirob«Bpo««i*. B. Die Form der rytbm. EircbeDdichtniig. (§S 288—287) gg?
uitviipi-, auch üx^öciixor, <I. Ii. Spitavers. Schlussvers kommt in diesem
SiDQe vor. Eine sehr treffende, von Suidas und sonst bezeugte Benennung
et ätu*Xtöfifror, d. li. Reflex- oder Qegengesang. Nichts andereB als der
tofmin ist auch die v/nixot], d. h. die Kesponsion des Volkes (schon im Jung-
nuonlii'^e des Metliodios: vnaxoi'oinji). Zu vergleichen sind die in der
yzantitiitchun Geschichte oft erwähnten I'rosphoneme, womit das Volk den
aiser bei Öffentlichen Gelegenheiten im Zirkus, Hippodrom uuJ sonst zu
inpfangen pflegte. In der alten Profanpoesie entspricht dem Itefraiu der
trchendichtung ganz deutlich das ^^v/iytov, das auch imfttXip3r^ntt oder
riy«it-i,/ior huisst, z. B. in den Eunicm'deu des Aeschylos V. 1036 und
.0: ft'^aftfiif Si nardafil, V. 1044 und lU4ä: üXrtXv'ititf viiv im fioX-iaTg.
I
887, Akroatichis. Eine wichtige Eigentümlichkeit der Kircbenpoeeie
i die Akrostichis, d. h. die Einrichtung, dass die Anfangsbuchstaben
er Strophen oder auch der Verse nach einer bestimmten Absicht voi--
anduii sind. Das vorknQpfunde Band bestellt teil» im Alphabete {A~Si
der auch Q^jf). teil» in Angaben über den Verfasser oder Über den In-
alt des Gedichtes, zuweilen auch in selbständigen Versen. Am frühesten
cbeint in der Kirehenpoesie die äxpotrnxic xat' üXtfäßi-tnv nachweisbar;
i« findet sich schon im Jungfrauenüede des Methodios, das aus 24 Stro-
faen mit den Initialen A—it besteht, in einem jambischen Gedichte des
Iregor von Naziani: nnd sonst. Das bedShmteete Beispiel der alpha-
«tiflehon Akrostichis ist der Akathistos des Patriarchen Sergios. Auch
1 den Kanone» findet sie sich. 8ie hatte ohne Zweifel einen bomcrkenfi-
terten EJnfluss auf den Umfang der Hymnen; da nämlich durch sie die
trophenxahl (24) fest bestimmt war, pewHhnl« man sich, auch ohne den
wiing di>r alphabetischen Akroftichis eine ühnlicho Stropheuzahl (20 — 30)
inzuhaltcn. Im Übrigen ist zwischen den Hymnen und Kanones ein bo-
nteoder Unterschied bemerkbar. Auch hier zeigen nämlich die Hymnen
fdasere Einfachheit: in ihnen wird nur der Anfangsbuchstabe der Strophen
WgeEeiohnet nnd die Akrostichis enthält meist nur einen kurzen Prosa-
•rmerk Ober den Verfasser odiT den Gegenstand des Gedichtes z. B. Toi'
«ntiror 'Pmnatov i'fintt;, Alroi 'Pinntrtvi' tti iä YeviifXta^ Yfivtii «k *''<'
lMijl«]ror 'l^itavoi; Tor ra/ifii'^X, Toi' Tartfivov 2tnfnioi> u. 8. w. In den
CanoDCs dagegen besteht die Akrostichis häufig aus einem oder mehreren
renten; den Gipfelpunkt erreicht die Ktlnstelei bei Johannes Damaskenos,
ler die einzelnen Verse durch ein ausgedehntes metiischi'S Akrostichon
rariiindut. Die dui'ch 130 Verse liorgestellte Äkiostichis seines Weihoacht»-
ijlBDii« luutot:
KitniijK fifXitiiViv ttfiiiria ttiitii Xtyaivit
via 9ioi'. fitfäitau' i&tJtn taiäfitrw
^H^H ir x^ofl Kttl i.viyvt« rtaXrviom n^fiuia xäofiov '
^^^^B aJU', äfa, ^>;r^pn( ^vKi rairiT« mirtuf.
^ Ver^dMjttng der Sitte, den Namen durch die Akrostichis zu ver-
■ten, i« Blä&t bekannt. Vielleicht gehorchten die Meloden hiemit an-
Ugiidi einer kirchlichen Vorschrift. Durch zwei Bestimmungen des
[onzila von Laodikea war es verboten, unbekannte Lieder zu singen; die
BDiiuigabe verlieh den Hymnen also gewissermassen die Signatur ihrer
6W
TMiiili
nir. FOr &
demi TW
I^UBBtlt, M beoele
LiUwtorgatdiidito
300 MalodM tat «tw« d«r dritte T«0 wmriunk Ca AnfaagsbachMaUi
d«r Stropben befc—Bt. FraiBck hDft 4m UohbKuw atdrt iinaKrm
gMMoaran Beiiiiminiuig. weil räle TTwaMyinii voribmoMS. Bemodm
bimcht untflr den zahlraicb«n Trlgern der Nuneo Tbeodoros, Georgin»,
Jobanneii eine »cbwvr xa ÜcfatctMi« \>rwirniiig. Leider ging die Be-
■eheidonbeit der bicbter opäter oft so weit, deae ate ihre Pwäon mte
irgend einem Beiworte verbargen. Tbeodoros Stadites z. B. verrU ticli
biafig nur durch das demUtiBe AkrosÜcboD Tov rtjttx"*^. Tot- äetirov, Tti
tv^Mrov. In oinfiin Briefe berichtet er uim. dass 34 Meloden des Klralen
HtiKÜon w'ähri^tiil am Bildentannei) ihre Kamen unter bestimmten Bod-
Htulx'ii (Ifx Alphabeli) verhO])ten. Da sind wir freiüch ratloMT ■!• dio
KuiiKthintoriker bei manchem Monogramm alter Haler. Ganz vertÖudl '
«t<thon AkroMticha mit polemiscbem ('harakt«r z. B. Ta^ tixoronkeietia;
Qvai (Cod. E'atm. 218, fül. 15).') Zuweilen beginnt die Akrostidiia whon
beim E'rooemion bzw. beim Hirmos, so &ft«r bciltomanos and AoasUsi«:
in (lioNoin Knilo iüt der Hirmos mit grosser WahrscbelnUchkeit dem \'et-
fiMMor iW Uedichte« Reibst xiizuschreiben, was Ar die ZeitbestJnniig
dur Melvden und Gedichte von Wichti^eit ist Im Cod. Patm. 213, foL ISI
findet sich vor einem kurzen Liede mit der Akrostiohis ^Aofta, in wektt
diiM l'rooemion miteingeHcbloaeen ist, der mterwsante Vermerk: *^
fin^oatixiSa oi'v ror «orroKiov (!) * Jofta, d. h. das Gedicht hat mil i*a
l'rooemion die Akrontichia Vff/M».*)
hie Urttbotischo Beurteilung kann der Akrostichis nur ciiM mIh
untergeordnete Bedeutung zuL'rkvniioo. Während der Tonfall, der B«ii>
und nonatige poetische Mittel zum Ohre dringen, bemerkt man die Akiv-
«tichi.1 nur auf dem Papier') und muss f<ie mühsam zuRammeoeteitca. Itia
kJiimte zur Verteidigung ItOchsteuH anrühren, dass durch isiv die SCro|ilM
oder VurMO douttich uuseinandergehulteu werden: aber biefUr boten äi
Mudoro griiphiHchc Mittel. Auch der angebliche Vorteil, dass darek di«
Akrostichift der unbemerkte Au»rall einer Strophe oder eine« Verses v(f
hin<l(Tt werde, vermag den künstlerischen Wert derselben nicht zu erUbw.
Über den Ursprung der Akrosticbis ist es schwer, etwa* gu»
Sieheros xu ennitteln. Wie es scheint, war sie bei den Orientalen tA
und allgemein verbreitet. Aber auclt in der quantitierenden Po«ie 'v
Qriooben und Lateiner finden 8.ich schon in alter Zeit Akrostickii
Vii'lleichl iM dtitso KUnatelei, in der man uin )[ittol bososs, poetiacbe
oinigvrninssen vor Interpolationen und Verkürzungen zu scbQbcen,
in der Orakellitteratnr zur Anwendung gekommen. WenigsteDs
'•) r»)H>r andm S|>wUM«n 4w Aki«-
•lirliii • t'il rm. llvnuic«nt|liM gr. S. 18 S.;
Aii«l. !i«m I fntH- S. n 1: Boavy.
». a. 0. asa c
') Xm- B«MMuraat«iMr «indMMdtrapb«
akhl OliHdh u Mta.
■| Dttg««*« »riebt niolil. ib« m
AkrvaUckia imrciliMi »'■i'if't IßMt '
*, «, I, V- "'• t T«rw«ckM)t *i*te
^M L B. W^Mf «Uli li^/ur Btttt
dol «rtbofnpUKiM WOIkOrlicUiM.
(L S. iM> an VMtkübra MsA.
I KirdMBpMBi«. B. Die Form der rTttunisoh«!! Kirobendlcbtiuig. ($ 2B7} 699
iltcsto Beispiel einer eriialtünen AkroBtichin in Aen um (taa Jahr 200
r. Chr. Abgul'asst«)! sibylliiiischen Orakeln vorxuliegon, welche uns in dem
Vnndorbuche des Phlegon von Trallc» erhalten sind.') Nun verslohen
rir, was Cicero, De Divin. II 54, 111, von einem Orakel der Sibylla sagt:
Kon esse autem illud carmen furentis cum ipmim podma declarat (est
aim tnagiit artis et dib'gcnti&c quam incitationiti ct. motus), tum voro im
aae acroHtichis dii-ilur, cum tleini'OpH vx primi» <L-uit]iiquL'> vitsuh
tteris aliquid cpneclitur, ut Ui qulbusdam Ennianis: Q. ENNIVS FECIT,
1 Corte magis est attenti animi quam furentis. Atque in Sibyllinis ex
rimo versn cuiu.ique s^ententiae primis litteris illtus sentontiae oarmen
nne praetexitur.*') Ein anderes oltoü Beiupiel ist die wohl in Ägypten
93/19U V. Chr. verfaaste EvdöSov »*x''^- Zwei interessante Akroflticha
18 nachchristlicher Zeit haben zur Bestimmung der Autorschaft ano-
ymcr Werke verholfen; ein in Jamben abgefasstes guographiüohes Qc-
icht beginnt mit dem Akrostichon Movvaiov zvv KaXh^wrtoi, ein in Uexa-
iet«m geschriebenes hat von Vers 109 an das Akrostichon 'E/itj Jiowaiae
5r /i-rwf «Papof (sc, iaüv ^ ß{ßi.oq) und von Vers 513 an ©*«? 'fip/t»;? in\
\i^arov.*) Eine in Syghyriik bei Kara Banio gefmidono Ornkolinschrift
MÄ«ht aus Trimetorn mit alphabetischer Akrostichis (.!—£).>) Mit Vor-
lebe wurde die Akrostichi« seit alter Zeit in der Epigrammenlitteratur
pflegt ^) Bei den Römern hat Ennius die akrnstichische Kunst aus der
Iwandrinischen Poesie entlehnt (Q. ENNTVS FECIT; «. o.). Ähnlich
luntc «ich Aureliug Opiliu« etwa um 100 v. Chr. nach Sueton (Oram-
aat. 6) ,in parastichido libolli qui inscribitur Pinax." Eine tteihe von
Argumenten plautinischer Komildien, die %-ielteicht noch aus vor-
hristUcher Zeit stammen, enthalten im Akrostichon den Namen des Stückes.
Ke Iliae Latina (im 1. Jahrhundert n. Chr.) beginnt mit dem Akrostichon
talicu« und schHuKHt mit Scripsit. Zur vollen Herrschaft gelangte dio
Lkrosticliis bei den christlichen Dichtern der Lateiner und äriechen,
IHirst bei Commodianns und Methodios. Das» die Anwendung akro-
tichiacher Künste auch In der Protta nicht vorscbmälit wurdu, beweisen
i'hilostorgioH, der die AnRinge »einer 13 Bücher Kirchengeschichte mit
Uin 12 Buchstaben seines Namens verziert hat,") der Filrstenspiegel des
hgapetos (s. § 190), die Paränese des Kaisers Basilios (a. g 191) und
Rikephoros Kallistos Xantliopulos; die 18 Bücher seiner Kirchen-
jwchicht« hab«n dio Aki-oslichis iVfx'^y«^»«' KuXllctttv, und Nikephoroi*
triü&rt 8elbst> dass er dio Äkrostichis angewandt habe, um sein Werk
W Vornii»chung mit fremden Schriften zu bewahren.') Auch in der nicht*
MirgiBchea Poeeie Act byzantinischen Zeit trifft man die Akrostichis. Sie
■JB.Diela.Sibj'llJBiaebeBiiltUr. Borlin
««S. 111 S. auch der Text der Orftic«!
ediert »I.
*J Es Ist hier nicht der Ott uuf diu Er-
Ulnoj Dsd Emandation di«««r angeiiaclieln'
!ltkT<rdi>rb«ii«nStall«DBL«r(<iiuuguh6i]. Vgl.
W. He*»r. e. •. 0. &»:o iiad II. Diela,
I. «. 0. a 2& ff.
') Vgl. Chriet.Orioch. Liti'8S90;«8
n. fiele, a. e. 0. S. 34.
') Ediert im CIO 4S79 {(.); daiiii Ik^I
Keibcl. Rpi^nmmatn Oraeou Nr. 1040: uud-
tioli nach neuer besserer IiVHUug bei J. K.
SitlingtonStorrett.TheWolfotfipeditJDu
te Aain Minor. Basion IS8S S. 812 ff.
'I Bulego bei U, Diela, a. e. 0. S. 36.
"1 8. dcu Beriulit den Photioe. Cod. 40.
') Val. deu Artikel Nioophorus van A,
Ehrhara im Freiburgor Eircheiilesikon b'
S. 200.
700
Briantinische LUterftturg«Bcliiobt«. IL PoetXadi« Littentnr.
eracheint z. B. in cten zalilreichcn Spielarten des erbaulichen Alpluleti, i
Ober welche im niichiiiU>n Abeclinitt (§ 297 Ann). 3) gehandoU »iH. '
Kine Steigt^i'ung dvr KUustvIci besteht darin, diu« man boi Strophta-
gcdichten nicht bloss den ersten, sondern auch den zweiten, ja aaok Docb
don dritten Vera mit dem b-effenden Buchstaben beginnen liess (Dopptl-
uod Tn|)elaki'o»tichi8]. Kndlich hat die Akrostichis in die vulg&rgrit*
chische Littc-rattir Eingang g(.'fundeii: wir treffen sie in der Iliu de*
Hermoniakos und in den 'AX<fiißiitm xntmvKuxoi und i^mttxoi (s. den Ab-
schnitt .Vulgärgriechische Litteratur* ). Selbst heute noch scheint no
dem Volksmundp nicht fremd zu sein. Ein in Andins wHhretid derütbr-
woche gesungenes angebliches Volkslied mit alphabetischer Aknwtidu
veröfTentlichte KarytttinakiB;*) es beginnt: 'A^x*i %tw xiiafiov, Baailn^ ffxnia,
Aci'fhm « XfiiTtöf. Vgl. S. 25ß f.
Unuptflcliriften lur Oescliicht« der Akrostkiiiä: W. M«jer, Anf«n|; uti Tr
apniDg dar Intvin. und grioclt. rythmisch«ii Oiclitung (s. S. 637 iuit«ii) S. STO f. ~ U. b» I*.
tjibj lliuiuclK! BlAltcr, Barlin ISäO S. 2S— 87, wo S. 3$ Anm. 1 nocb weitere Ullento vi
eiiiigu vci[i Tublor mitgotailln rotnuiinch« Iteispiolo verwkliniit sind,
288. Beim. Zu den Kunstmitt>eln der rythmi^chen Poesie gehM
auch der Keim. In den Hymnen des Romanos, im Akathietos <h>«S«r5ios
und in dem des Anonymus, sowie in vielen der späteren Uymnen KpiaU
er eine unbestrittene Rolle. Als Beispiel folge eine Strophe des S»-
manos:")
Tit ätnveas ^ oi'k iräfxiiai
if ifc 9tui/tj<lat 4: 't'* iiQÖfttMt
^^ft l6y Xfiaiör ifi Cp<f(>»-<i> nurioiiiiO-ai-,
P^ tär Stir Ifc yraififl xpattii/itrvi' U, a. W.
Zuweilen bindet der Heim nicht bloss die entsprechenden Langz«il«n. «Or-
dern auch die Kurzzoilen. Er ist demnach nur ein rhetorisches Kun«t-j
mittel und mit dem modernen Keim in gleichzoiligen Versei
nicht auf gleiche Stufe zu stellen. In den gleichzeiÜgen V«w«j
der griecliiscben Acccntpoesie. also vor allem in den politischen rfliif«4nh|
silbern fi>hlt er; hier wird er erst im 15. Jalirhundert aus der Tom»-!
nischoii Poesie oingetTlhrt,*} Das Vorbild dieses rhetorisehon Hein« id
in der altgriechischen Poesie und Prosa zu suchen. Schon bei HoB*f
und den Tragikern, hei Platon, Isokrates u. a. finden sich unverteon-
bare Beispido beabsichtigter Assonanzen. Zur vollen Ausbildung g^tVfi
diese Eigentümlichkeit in der Kirchenpros«. Im Kpilog des Briefe« •>,
Dioguetos. der wabrocheinlich im 2. Jahrhundert eiit^itanden int, lie
man z. B.:')
ovif nlai'i; ilvyj(fairiZti<it
ot'Ji Eva fStlpttai.
«Uli nafSiros niCIti'Cdit
xni oiuiijifiiir ^tixyviat
Uni nTtootoim am-tfiiortoi
xai re »vifiov tiiiaga nfotgxitai u. ». w.
I
') fsfia 1889 N. 608 8. 385. Doch kann
das Lied w«iii)c»lenii in der mitgelcilten F«»-
Biinp unmöjtlidi wirklicli vuHuinUasig sein.
'f Pilrn. Ansl. S«cra l S. S»2.
>) W.Moror. k. k.0.S5&ff. VglJl
toh'i, A. a. 0. 190 ff. und Bonvr, *.L'
825 ff.
') W. Hejor. ». «. 0. 37^
'SIrebeapoeBie. B. Di« Parm der rythm. Eirohendlebtniig. (|g 288—900) 701
D eioer Homiliö dm Soplironios «troicht die Assonanz und Isokolie eine»
U, <lasH man einen regelreclitcn Hymnus zu lesen glaubt z. B.:
^J^^ Xiii'poiV. ui /"?"< i'it inoi'Qariov ytrv^igia,
^^^^ ^iiifoic, w /"^f i>j( ii.Vftniroi' irnpRi'iiDc ii, 8. w,')
W Solchen Aasnnan/en in der Prosa war kein grosser Schritt zur An-
niilnng des rhetorischen Reim«» in der Poesie. FUr die rythmisclic
Icbtung war dersflhe »ölir wichtig; denn bei ungleichen Versen, die nach
na l'rinzip der Silbeuzählung gi-baul isind, worden guwis»» Markstuinu der
tuen erforderlich, damit die Gliederung des Gedichtes dem Gefilhle des
Brer» fa^flbar wird und nicht alles ineinander verfliesat wie in der
neu.')
tVgl. v«ni*bmticli die obun xiljcrloo Scliririon van VV. Moyni un<l ¥.. Üouvy. -
AMOBitttroimo beim l'ntriarclnm Frokloii liamlolt A. Kir[iif.iiikov. HniinpioHo im
lihihuiKlnri. Et. Z. I (1S92| 527 — .'i30. — Uobcr i-boiiBolchc im Kllratunspiogol den Ab«-
tw «. K. Ptichtei. B. Z. 2 HS93J 4:il -460. - Uubor Aasuiiansfo, Boimvnr-
iblingnoK u. ». w. in der ahgriooiiiai?iii!u I'oheuu uiid Prcisa: J. Uustaffiiou. Uo vocum
■«•■ikU* Ura0cia connuijantiH. Acta suvk-t. «duDljurum t'enniiMte II (1880) 21)3—327. ~
tt» Dingcldeiu, QlvioliblanK und Reinj in uiittkor Pu(«iK. Progr.. Büdingen 1888 8. 10 (F.
Ottu liin)Eelduin. Der Reim bei dou üri«phon und Kllinern. Leipzig lä92. ~- J. Lii
oche. K«ini und AllitetatiüO iu der Kmdiiflrlien PnMio. Znilsdir. f. d. Qsturrciuh, Oyiii-
■ien 36 (1896) 821—327. -- Zur fioscliiditn de« KniiiiB in der Intpinischen Poosiu s. Ad.
ttttt. Allgameine Geschiciit« der T.itterntiir des Miltclultora im Abendliuidn I' (IHfjl^) 2>'>0 f.
it MBal (s. des Index s. V.). — Vgl. mich Fr. lllass. Uermeneutik und Kritik. Hniid-
idi d. klMK. Allortumitwiw. 1* (I8!>:J) -^1- 2S-I. und die dortselbsl iingoruhrti' Littornliir,
289. Oleiclizeilige rTthmische Gedicht« kommen nur selten und
rrt in spÄter Zeit vor. Hieher gehüren das 'Siidd^wv xaiayvxitxöv de»
Mserb IrtKin,') der J'/tmi i» n^<ia(ünoi< Baaikn'ov ätaiuiov de» Patriarcliun
hottos') u. a. In dem Gedichte des Leon, das aus 189 (bei Christ 150)
eden zu je 8 Silben besteht, ist eine bestimmte Zuilcnart der quanti-
erenden Poesie nachgeahmt. Audi in dem Gedichte des Photios scheint
M anakreontisclio /eile die Grundlage zu bilden. Wenn diese kleinen
MdiZL^iligen Ge<lichte ali^ private Versuche ohne litterarhistoriächo Be-
nlang «rKtbeiuen, so hat eine andere glcichzeilige Vi^ruart der accen-
iwrenden Poaste im späteren Mittelalter fast die ganze Litteratur erobert,
n sogenannte politische Vers. Über diesen s. H. tiTiü S.
Im LicgMiMIx zu W. Meyor erblickt U. ürimtn« (in dur S. thU «itiorton Scbrilt
, n f.) m Odarion dea I.uon, dem Rosiliusliyniniis des Pbulioa und dem (Jubete des
cknsM von DtnisakiHi Nncbbildun^t'n liAalsg vurkoniineiidL-r Hyrisclier MuHl«r. Mir
tWnl dan aua iiiiiHr«li OrDudoii umvoJirscIiciiilauh. — Interessaul äind die rytbmiscben
iBtcTconlica von 8 Silben mit dem Aeceut iiuf der 4, und 7, Sitlie in ein«in Oebnie in
« Viu ile« hl. Johann«» von Dninasko«, K, Buavy , Anarn^nnt.iqupR toni[|ne» dnn« In vio
tä J«ui Oanaac^ae, B. Z. 2 M898) 110 f.
890. Sprache. I>ie StabilitSl. welche die byziintinische Schriftsprache
n allgemeint'n churakterii^iert, ist auch iu der Sprache der Kirchen-
lichter bemerkbar. Doch konnten bei einer Gattung, die sich auf einen
• kagen Zeitraum nnd so zahlreiche Autoren verteilt, sprachliche und
') Boavy S. 109; cbonda 8. IM ff. boR'
igt ll«ä*)ii«lt> rj-thmiiiftlMr Eh-oM. Iloion-
n deullicb Bind die Amontinien ii. n. bei
aiogio«. Uiguc. I'olrol. KT. »4. 2913 (T.
J) W. Vajrei. a. a. 0. S. iHb.
•) Ed- Matranga. Anecd. 2, 6S3 und
Chrial. Antliolugin ä. 48.
•1 Ed. Chiiat, Antliulogia S. 50. V^l.
nein« Proleg. S. 28 ; 80. Zu bcidoii (J«dicliteu
vgl. W. Meyer 8. 816 ff.
702
EBBtlätBeB« titter atnrgMolii cht«. H. PoetiMbo LdttarKtsr.
namentlich fitilistisohe Differenzen nicht auableihen. Wio in dtr hytui-
tiiiisdion Prosa ro vollzog t«ich auch hier bei aller ßteichfSrmigkeit durtb
diu Zeit und diir<.')i iiidividucllcs Homtihen eiue wenn auch nicht aehr aitf-
fttllende innere Entwickolung. Bi» jetzt sind ß^üich nur die aUgeRieiiut<>n
Tliatsachen erkennbar. Die alk'n Dichtern gemeinsamo tipradilivhv Gnuui-
Inge, die durch die Stoffe selbst bedingt war, bilden die Schriften des alten
und nouün Bunde» sowie die Kirchenv&ter. Im Übrigen macht sich der
DualismuH, der dio Prosa beherrscht, auch hier fühlbar; wir unter-
scheiden nämiicti eine strengoro, schulniäsaige, sogar mit aJt«n Diali-kt-
formon aufgeputzte und ein« einfachere, dem volksimUtiigtin Vorstftndni*
nilhcr st«hcnde Stilgattung. Vertreter der ©rsteren sind vor allem die
filtontcn christlicliou Dichter, welch© auch in ihrer Metrik mit wenigen
Auttnahmvn der klassischen Tradition folgen, wio Clemens von Ale-
xandria, Gregor von Nazianü, Synesios u. s. w. Von den Spätereo
gehilreii hieher Sophronios, .)ohannes von Damaakoa, Kosmas u. ik
HH)i[>tly|)u» filr die zweite Gattung ist Itomanos, der sich nicht nor
durch die grOssto Einfachheit des Satzbauos ausiietchiiot, aondent aucli ia
der Formoitlohre und im Wörtorbucho eine Annäherung an da« Volb-
niSasigp nicht scheut. Bei ihm treffen wir schon Analogiebildungen wit
,'Jttii]ttti flir .'Jat-fTv, Spuren des vulgftrgriechtBchen absoluten Partizipi in
der liiliifigcn Konstruktion dos Neutrum Singuhtris mit einem Partizip auf
-fina, z, B. (TÜjiirt — oria. Manche Lizenzen gestatteten sich di« U^
luden wegen des Metrums; daher findet man oiar und f'ä* bald mit dam
Konjunktiv, bald mit dem Indikativ verbunden, den Vokativ aüttf otbanj
(Twii;p, Ovyiiß neben Ovyäti^p, rtätt^ neben Tanjp u. 9. w. Woniger
fällig ist die häufige Verbindung eines Superlativs in der UaskaÜn/ar
mit einem Substantiv weiblichen Ooschlecht«s z. B. dvaui^cttnor fS
u, s. w, ; denn Ähnliches liahen schon Homer, Thukydides und andere
Autoren.') Im grossen und ganzen bowaliren auch die Melnden deslreiorMJ
Stile eine richtige Mitte; sie bleiben dem Volke venttJtndlich , ohne
von der dem erhabenen Gegenstände angemessenen Würde prci«zog(*ÄI
Dio nicht unbedeutenden Differenzen innerhalb dieser Gruppe, insbeMndM]
das sprachliche Verhältnis der Stiiditen 7U Komanos und den flbrig«|
Slteron Moloden, bedürfen noch der Unteri>uohung.
291. ürspnmg der rythmiBchen Poesie. Über die Herkunft dtfl
rytbmischen Form gab m früher zwei Hypothesen. Nach der einfo be-J
stand rythmische oder vielmehr durch den Aecent bestimmte Dichtung kMuJ
in alter Zeit bei dem ungebildeten griechischen Volke neben der gelelirlm-o,
auf der Quantität beruhenden Poesie. Da es jedoch an sicheren Bcw««« |
für diese Hypothese mangelt,") hat sie wenig AnhSnger gefunden') umj
'} Belege bei Unavy, r. h. 0. S. 801.
8, i. B, Thulijd, ed. CUseen IIJ 89. Uelier
ein» Alinliübe Erscheinung (das Sclicma lür
näXiiur tiittyruixöimi') ». Lobeck, Agluo-
phomus, KOniftHborg 1829 S. 210 ff.
') Vgl. Fr. Rilsohl. Üpueou!« 1 (ISSfl)
208-299, und W, Wagnor, Modicvnl (Irnnk
taxta, London IS70 S. I ff. M«tri»cbo Kr-
kUning des leebMehM MaUenliedM.M''
sich Ititschl BtDtzbi. mn V. v. WilaBo«'**'!
MUllondorrr, UorrDe« 23 (16901 SIT.
>) Zu ihnen i^ehßrt t. ü. St«»#B»«<.]
a. A. O. S. 520: .L'aocent ^ni moI
Bur les maasM et wovoqnatt Im ~
ttona ou lea slffleta aea ampliiUi^
<lc Uiui lenipa Time d« Ia pvitit
L EircfaflBpMBi«. B. Die toim der rftbrnisohea Sirchen dichtnng. [§ SÄI^TOS
darf, wie dio ihr verwandte BehauptutiK, das Ncugriochisclio liabo schon
Ip alt^tichiHvliüi- Zeit im Volkflinttiide bomtaiiilen. oliiio woitore Eröi-tcruiig
n Seit« geschoben werrfen. Verlot^konJer Bc-luen dio zweite Erklärungs-
weime: Als die Unt«it(cIioiduiig dw kurzen und langen Silben, d. h, der
Quantitit, albnftiiücli vt-rluren ging und in der lebendigen Sprache nur noch
dor Accvnt herrschte, sei an Stelle der alten Quantitätspoesie die Accenl^
poeeJe getreten. Daas die genannte Veränderung der Au»Bpraohe viel
ilter ist als die ersten Spuren der lytbniiachen Poesie, würde diese Er-
kiimng nicht hindern; denn von der langsamen Veriindening der Aus-
sprocbe bis zu einer auf sie ge»tDtxten Neuschaffung einer poetischen Form
Ut ein sehr weiter Schritt, der keineswegs sofort gemacht werden musste.
Viel grfwsere Schwicrigkeiton bereitet eine andere Erwägung. Wäre dio
rythmisi-he Poesie geraden Weges aus der quantitierenden hervorgegangen,
to wäre zu erwarten, dass man einfach an Stelle der langen und kurzen
SUben die stark betonten und die schwach betonten gesetzt, d. h. dnsK
man die alten JAmbischoii, truchiüsdimi und anderen Ziiliii mich dem neuen
Prinzip de» Äccent*t uucbgebildt>t hätte. Statt des alten, nach der tjuan-
titit gebauten Trimeters erwarteten wir also einen nach dem Accent go-
Wuten; so lesen wir z. ß. auf lateinischen Grabinschriften nach dem
Wortaccent betonte Nachbildungen dos quantitierenden Hexameters wie:
£Ü inoriti« incentum püs laus datur uepulchri, Allein merkwürdigerweise
lll dieses scheinbar »o nahe liegende Verfahren, welches Opitz ftlr die
deutache Nachbildung antiker Strophen eingeführt hat, nicht eingeschlagen
Worden. Von einer Nachbildung bestimmter Verszeilen, ja auch
nar bestimmter VorsfUsso der quantitierenden Metrik ist in der
rythmischcn Dichtung koino Spur. Die zuletzt noch von Deutsch-
naon') und einigen Griechen*) verteidigte Anschauung, die Kythmen-
ilichtung sei aus einer Nachahmung altgriechischer Formen entstanden,
widerspricht den Thai>«achen und ist vnllig ausgeechloaaen. Eine wirk-
liche Nachbildung einer alten Zeilenart ist, von unbedeutenden einzelnen
Verwehen wie den Gedichten des Leon und Photios abgesehen, nur der
politische Vers, der aber erst auftritt, als die rythmische Poesie schon
Bltlte erreicht hat. Mithin wird auch die zweite Hypothese vom
nprungc der rythmischen Poesie durch die Thatsachen widerlegt.*)
Nachdem sich so dio zwei Erklärungen, welche die rythmische Poesie
■k «n einheimisches Erzeugnis auffassten, als verfehlt erwiesen hatten,
wurde der Versuch gemacht, sie aus semitischen Vorbildtirn abxuletton.
Pitra, Stevenson und Bouvy äusserten diese Idee nur ganz allgemein
■ad mit vorsichtiger Zurückhaltung: Wilhelm Meyer hat sie mit grosser
lUohrNunkeit methodisch durehgeliihrt und zu begründen versucht: Von
dia eemitischen Christen, welche der Quelle des Christentums näher standen
■ihre
mStm
A r4f*fM d« U Aictkitite« litU'rairo d« h
Irt« M de Born«, ca n'Mt {»u un etrim«iit
iw*i ^m aarglt ; loiii de U, e'sBt un prin-
<^ WMBltollwiwot popnlAire. toojoura vital,
Mi nto*\4 loBgtempi far raristucratic do
h fnMdi« «lAasifue, ^m ranent k U sui-rac»
•t iv|ir«ii(l a« rcvanolM.*
■) A. a. 0. (i, S. 657) 29: Hbjthiiika
oannina at politjca et hymnicn codem modu
ex imiUtion« vet^mm GraooDruni nnta aunt.
') Vgl. S. fi91.
>) W. M ej'er S. 816; 318; 871 ; a. auch
B00T7 S. 322 IT.
704
ByzantiaiMb» Litt«ratarg«s«biclit«. IL
aU A'm tiricchoti uiiil LaU'iner, sei mit dea QuHtMttm Ab
Dichlungiiftimi xu i]«n latt-inischen ood griedüaciba Chriaten
! Sicher «rwi«»en uind boi den S«mitCD dw »Iphsbetiscb« Akriwtill
tiiid dor Heim; Hlkiin die Keim« dieser xwei BiBtBttaBaUMilia dari
iiiiMihüii Voetäv linden turlt. wie in gg ^^ f^ iatgüt^ wand»,
dvH Orlechvti und Luteinern so deatüch rorgeldiel, daat; Ar aii
Anniiltnio cinei' Kntleltnunfc uuh ik'r Fremde dnrdwu bm^
Kclioint. Aucti w(-riii di« eine oder uodore dieser
vnlliger Sichnrhvit auf ein semitisches VoriiBd zarBdcgpftilirt «wrdeii I
8» wftro dnmit iiooli k<xineHWGgH die EnÜebnnng des ganzen Oeki«d
ilor rytlimim-lit-n lJi<:litinig cm'ieiiten. Wenn ■wir aber von Ha«
Ak roitUt'hiK ubHolmn, ho henttcht Qlx<r die (inindg«Rets« der hc
nnd HyriHtrlicn l'ooHi» itnt«r dun OrienlaÜHb^s d«* hettigit« Streit : MlMid
]irinzi|ii(tlli'ii l'unklon gehen die Meinungen oodi weit Mwehnndg.')
«tetii-n wir mitliiii auf einer sehr schwankenden Oniodlaee: a«]kd
i]tiifiiKNend<-n U<<li>hr8anikoil W. Meyers ist es nicht edtmgm,
utiKi'cit'hunil XU t>(*roHtigen, und die Ao^fUhningeo d«a OneaüSUitM
(iriiiitiic. der W. M<'yer heiHtimmt und im Mtucelnen in der
winili8rh(<r Vürl>ildor noch Qber Meyer hinausgeht, Mfaeinea bei
ForHchori) auf Wid«i-»pructi zu gtoswn. Solange die Orientalietat
über die OniiidriK^crii diT lu'hräiKch-syriscIien Metrik nicht geeinigt
kann eine Ufwuihfühturig, die dooh wesentlich von diT richtigen
diing diener Grundfragen abhKngt, nicht überzeugeiL Die Frage ist
wohl nouh als pine offene zn befrachten.
Wunig gUnNtig für die Hypothese einer einfachen Entlehnsng
der Fremde ist die kaum mi leugnende Thataache, dass in der grie
sehen ltythiiioii|iqosie eine langsam« Entwickeliing von kleiMD
schwacheil AnRlnyon zu gi'ösöter Kunstfertigkeit vorliegt. Wftredasi
ein importierte« Work, so hätten wir wohl dn^i plötzHchu Atiflretett f«
Schöpfungen zu erwarten, HhiiUch wie in der rümischen Litter«tw die wn
griiichiscben Boden verpllanzteit Gattungen sofort im westentUdiM ib
schlössen erscheinen, (legen die Entlehnung spricht ferner der sehr he*
deutende LJiiterHchii'd zwischen der griechischen und latvini*
schon Kirchendichtung. Wäi-ö sie aus dem Orient eingefUhrt. w ü'
sich wohl gerade in den fi-Uhesten Fi-obon derselben auf lAt<>inbchfni on
grischischem Boden eine grosse (1Ieichmfi«8igkeit erwarleo'). Mjm finll
iwnr die Wirkung oriontuliochcr EinftOsH« auf die griechische Kirrhm
diehtung nicht ableugnen dürfen, unsicher bleibt aber, in welcher W*i«J
in welcher Ausdehnung, oh auf ilirektem oder indirektem W*f«|
wir uns dieselben wirhi>ain denken mUasen. Manche Eigentflmlichktit <kf
hcbrÄischen Poesie wie der I'ai-allclismus. die kurzen S«tj:glieder kli«?'*
auch in der Septuagintu »ach und wirkten von hier auf die Kitrii«'
dichtung der Griechen; die ttltesten Akklamationen wie da« ^of« t'r i'i)*i« |
U. ■• w. stftmmon aus der i'satmentllwrsetzung. Wenn f«iier die £xirf(*'
') BoBvy. M. R. 0. S. 10 ff.
■] Urevv«. Uauing. (t«l.
Au. leS«. 1. 291.
le. B. ifia Form dar rfth mischen Kirch eBdicbtiing, (§ 2dl) 705
tark rythmiscIi^D Prosa voll Assonanzen und kurzer, gleioh-
ir SuUti'ÜL' »chon bt*i hiädnischen Profanautoreii und noch mehr in
ituagintu uml boi christlu-lien Schriftstellern zweifellos imt, »a iiiuss
ihr erwogen werden, ob nicht hier dor orste und wahre Aua-
>UDkt zu Huchen ist; die oinzigi», durch die Bekannt»ehiift mit der
Lyrik sehr nahe j^erückte Idee dtT öfteren, ^trophenmäsaigen
faolung des rythnüschen Prosasatzes gentigte, um den Übergang 3!ur
ichen Poesie zu vollziehen, die ja von den Uriechcn t^'^lbat noch
«lalter nur als eine Abart von Pros» betrachtet wurde. Daneben
nmorhin die Bekanntschaft mit dem syrisch-hebriÜHchen Kirchen-
mitgewirkt, kann die Bewegung beschleunigt oder in ihrer Richtung
88t haben. AJs in der lebendigen Sprache die Unterscheidung der
■t verloren gegangen war, niu.'<»te die Dichtung ganz von f^elbst
U» Form aufsuchen, wie die l*jlaiize, der auf einer Seite Bodca
ht entzogen wird, «ich instinktiv nach der andeni Seite hinwendet
rt ihren Lebensbedingungen nachstrebt. FUr lebendigen, berz-
iden (ienang war die quantitierende Poeste völlig unbrauchbar go-
; «1> natDrIicher Ersatz bot sich zunSrhüt eine rythmisch au.tge-
Prosa. die durch Verfeinerung der Assonanzen und durch die
bolang gleicher Komplexe »ich zur rythmi»chcn Poot<ie erhob.')
ie rythmische Poesie mit dem Christentum auftrat und auch
auf die Kirche beschränkt blieb, kann ftlr den Ursprung schwer-
KA» beweinen; denn es ist natürlich, daas der konsequente und
htjilose Bruch mit der huidniscbeu Tradition zuerst von den Christen
•n wurde, die auch in anderen Beziehungen ohne Scheu das helle-
Herkommen tiberschritten. In den Dichtungen der heidnischen
n und nunli in den clinstlichen Prnfanpopsien, die nur auf gotehrto
und ästhetisches Vergnügen abzielten, behauptete sich die attx)
idition der quantitierenden Metrik.
koptsclif ift : W, Mvy«r. Anfflng nnd Ursprung der lAt«ini8cIi<<n und pievlitaEhen
b*o Dtchtan^: dngi'^oii Dr«v«H, DemtAchniAnn und Knwntjciahi, s. k, O. (8. S. 657 f.).
trt Uriiniti», Ytti Mrnplienhiin in den G«di<-liton KpliriUna das Syrers, Mit «inetn
Obar den /luaminrnlinnf; zwinrhnn syrischoc nml byiuntiniBalier llymaonronii.
IM t'riburgoiuna. Tol. II. Krciburg (St^hvolx) IH93 (kämmt fa dorn f^diliiiutn, daM
tkiMih* Kftbmik sowohl iui Vor«- nia im älri>|)lienl)BU uns der syhadicn lior*
tÜ^
B»i«r, a. m. O. R. 19 f.; 2Til.
, AlIntiuBntlwurliiR IZ. 1. «MI«. 2. «ul.
4b
2. Profanpoesie,
292. Vorbemerkung. Die Dbefsdnift
wett«»t«n Hiiiiiv /u vorntohen. Wir fassen hier, «ie aAiB thm (8
MgedeaUtt int, ullu nicht! iturgifwliv Pociäe zumnB«a. die nm TA
liebe l*n>ran])oc'Kii! itit, zum Tvil itbor auclt rdigiUnn OegoHettaAe ti
Dan Dnt«rM'h<;i(len<lo Merkmal ist hIm weniger der Stoff da di« AI
und Form. Wilhn-nd die Kirchenpo^sie dem frakÜtAtm Dattifail
Krbauuiig timl t^ihcliuriK dient und in ihrer Fonn guu n«»ii üthil
Kuhligt , vurfulgvo diu Werk» der zweiten Abteilung mo UttenrisclM %
und erBchoinen als mehr oder weniger getreoe Fortbildaagea ai
Oattungen. Die wichti^tit^ KonzesRion, welche die bysaatünM^ F
pocftie dem üeiftt« ihrf.t /Kitnltfi-N macht«, i«t der politische Vst
nun mit den antiken Metren um die Herrschaft «troitet Bti d«-A
Ordnung; des ganzen AbochDitles erhob BiL'h die Frage, ob die poel
Gattungen, deren (.'haraktcr und Geschichte oben (S. G4I ff.) in allen
Zogen geschildert worden ist, nun auch in der i^peziellen DatsteUn
gesondert werden »ollen. So sehr die ByotomaÜKche Betraehtoag
Epoa, Lyrik, Drama, lehrhafter Poesie, Satire u. a. w, sich namentÜ
ein Handbuch zu empfohlen schttint, so sprechen doch bei der byzantia
Poesie innere und SuRsere Giilnde, namentlich der eklekti^iche (^
der Dichter und der Mangel einer gro)t»en, deutlichen Entwickelung
halb der einzelnen Artt^n, gegen die strenge Durohrübrung der Etdi
Während in der uUgrit;chischcn Littcratur die schöne GÜedoraug
Gattungen auf der Tliatsache eines organiachen Wachstums b
niQsato aie hier künotlich erzwungen werden. Dadurch ent-itündc im
eine geHchichtUcb unrichtige Vorntelhmg von dem Wesen und £iiti
lungsgange der byzantiniedien Poesie. Die Einsicht in ihren verscli<
mono« Grundcharaktor würde durch da« willkürlich enteugte Tn
eiucH 8clb»tändigen Eigeulebens der Arten gestSrt. Nicht wenig«* a
aind die praktischen Bedenken gegen die Anwendung des etdologj
System«. Kinertteits niüsHton die meiüten Poeten in mehrere StOdti
rissen worden, waa dem tektonischon Prinzipe des ganzen Buche« \
epricht, anderereeit« kCinntcn die einzelnen Fürher doch nur sehr unj
mSaoig ausgefüllt und abgerundet werden. Was ftlr einen Sinn
I. B. ein» Abteilung ftlr dramatische Dichtung, dio nahezu mj
^TTpKtfMipoMie. f§ 2Ö2) ^^^^^^^70/
DDymon Passion beginnen nnd mit (lp^ec1b(^n wieder nufItGron mUfl»te?
lenso felilt i^t> auf dem G«>l>ivt« de« Honimi& ati pini'r dauernden und
«ifharen Entwicki>lung; nat^hdcm die Gattung über ein halbes Jahr-
Btond braeti gelegen war, erscheinen auf einmal vier Werke, fant imoliort
irf dunh keine Mittelglieder mit ihren Vorbildern verbnndon. Am dank-
«nten wäre eine tM'lbi'tAiidißc Bc^tmchtung dos spfit^icichischen und
TunUniechen Eptgrammee; doch konnte um dieser einen Art willen
r allgemeine Prinzip nicht durchbrochen werden.
An einer zusammenhängenden Untersuchung der gesamten byzan-
ääwben I*Tofani>ocsie fehlt es noch. Daher konnten die Kntwickelungs-
idafen. die inneren Zusnmmeuhange, die wccIiBolseitigou Beziehungen und
£0 KinllQBse der poeÜBchen Arten unter «ieh und der Proaalitteratur imr
Eeise angedeutet werden. Wir vornioL-hten auch hier beim besten
und den höchsten Ansprüchen an Zeit und Kraft nur eine vor-
Uebemicht zu geben, die zu weiteren Forschungen anregen mag.
Was aus dem 6. -lahrhundort, mit dorn unsere Darstellung beginnt,
Itt Profanpoesien zu berichten int, hat teils schon in der Litteratur-
BUchte von Christ, teils in der Besprechung der Anthologien (§ 304)
^m geflmden. Oeorgios Pisides. der einzige hervorragende Profan-
Hnr des 7. Jahrhunderts, hat ein E)oppelgesicht: einerseits ist er, ab
nr letzte Aual&ufcr der Schule dos Nonnos, mit dem ausgehenden Alter-
jj|B verbunden, andrerseil« bildet er für die Dichter der Folgezeit das
Hbt bewunderte. ei6-igst nachgeahmte Vorbild und spielt dadurch in der
IlMluchto der byzantinischen l^ofanpnesie eine bedeutende Kolle. Nach
tridc« folgt in der hollenisiercndcn Dichtung eine grosse Lücke, die durch
Jojge das ijuantitiercnde und da« ryliiniischc System verbindende Gedichte
Iw Johannes von Damaskos nur notdürftig auegefllllt wird. Erst mit dem
I, Jahrhundert l>eginnt in der Profanpoesie wie in den meisten übrigen
ttterenschen Fächern wieder eine i-egere Thlitigkeit, die sich jedoch lungere
Wt fast ausfit-hliesslicb auf die Epigramnmtik beschränkt. Das Verdienst
bgr Wiederbelebung dieser poetischen Gattung gebahrt dem Abte Theo-
laros Studltea (t ^2G), der sich den Pisides zum Muster nahm. Bald
nach dem Totie dieses lieldoomütigon Verteidiger» der Bilder beteiligte
lieh Kaiser Theophiloa, allerdings auf eine »ehr merkwürdige Weise,
U der eingrammatisdien Poesie, indem er den Brttdern Theophanes und
Ibtophiloa zwClf von ihm selbst verfasste Trimeter auf die SUrne brennen
Ken. Die Entiihlung der näheren Umst&nde dieser Bestrafung zeigt, wenn
•h aaf Wahrheit beruht, dass man zur Xeit des l'hcophilos, obscbon do-
mb die Utterariacho HoiiaisBance kaum bcgoimeu hatte, auf metrische
Brdllheit gi-osses Gewicht legte. Der Kaiser begleitete seinen Befehl
■B den B^^amten mit den Worten: ,lTnd wenn die Verse nicht gut Hind,
■• kümmere Dich das nicht!* Kr wussto n&mlich, dn.ss die zwei Brüder
Nb gelehK und in der poetischen Formoulchro genau bewandert waren.
Kb Höfling <?rlaubte sich den schlechten Witz: ,Sie verdienen nicht ein-
nil, dsas di« Verse gut seien." ■) Unter Kaiser Theophilus und seinem
•) Sl:]rlitiM KrdreBM ed. Bonn. 2, 114— 117. Zonorai «d, Dmit«rf 9. 400. 0*or-
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(9<3— 969) TCrtlutltcUi
F die BmaähBM von EnUi]
dir doBfiektanc berans, brancfat»
^ den Diihte. den aocb die
WoriH« flieii ihnlicbe i
Oriaebe Oedidit« b«Aadea. Weit bfiber stdit ein andenr DidiUr
dar xw«it«a BiUte de* 10. Jahriiimdeffta, Jobaones Geometres. der
rorn»kmSek dan Siftgraimm nod der poetJschgn Beechreibung und
zlfalung widmAt«. Im 11. Jalubaadert haben Cbristopharoa ronKyl
IftQ« nnd JohanauB Haoroptia das Sinn- nod GclegcDhetUg«diclit
AUf llfthu Hoiner BlQte gebracht. Vom Atugang« d«s 11. Jalirbondert» I
XBin Kode der hyzantiniscben Periode wird die t^oduktion in der
ponde maniijgfiiltig«r und reichhaltiger. Zu den Epigrammen und
hRitopoi-Hien, die unvcrmiodeii fortbestehen, treten nun zaUloee,
tAtllicIi langweilige LdhrgL-dicbt»,') aii denen namvntlk-li Michael
J«>liaiuit-n Tzotates, Johunnc« KutDateros und Manuel Philes teil habes, i
groiwn Uomane des Prodromoe, ManaM<«s, Niketaa Eugenianos
KuHtathioH Hakrembolites, die Verschronikeu d«e ManAMt«« und Eph
die »rhauliclu-n und moralischen Gedichte des Pliilippoe Solit
und (tuH (ieorgiuH Lapithos, allegorische Dichtungen wie daa selb
Work duH Mi'litetiiotes, endlich sogar dramatische Versuche wie'
Clir^fttUH pntiona und die Scheindrainen de» Manuel Philott. Wiiit
iilmr, lÜH di« Poe»ie in der Komncnun- und PalAL-ulogeuzeit an
falli|jk<<it und Umfiuig guwanu, verlor sie an innerer Kraft und feij
Iiidjvtduitlitilt. AgathiaB, GeorgtoB Pisides. Theodoros Studit
JohnniutH üoometres, Christophoros von Mytilone
JuIiuniu'H Mauropufl bleiben die Hauptvortretcr der Profanpocüie
griccIuBclien Mitti^alters. Bei don übrigen weltlichen Dichtem
Hi>ltixt oino tiiicluiiclitigo Betirk<i]ting nur weni^' nach Form und Ii
Mrl'riiuliclu'H /u ontducken. Mehr aU auf anderen Udiieten der
tinitohou Litteratur muss man hier von einer abitolutcn iUitlietiscItcn W«
iliui MuiiHuboa «tl. Mumlt TI4 f. TlieopItaiMe
i'iiiiitiiuutuii'i.V Rone. 104' 106. Lmu Gnu-
molUiM vil. Iluna. tSt. Di«M CkraanlMi
iNiWHr I.IUIII limniniktlko«) gvlian tM*ii dm
Ti<s( Joi V<4w SkjrlrUM ngl lUui noch
■ir«i w«it»rt> »pigfiwttiwto ZoosaiiM:
litmt Brl»f ÜM- iwci .OoaaMiMton* aa Am
hl. MMh^dKM viul ili« Antw«H «Im llaUdUM
(nwili Wi tlljku mL Itiwn. .■^). [Nonr&lf
tVtmvtM (Im Thvaptiilaa m»i awoh M|Mnt
Qluifltohrt t. H. im t'oil Vindok IksoL
■) Aatatr bei den QriMiM4i iat dw j
«obnhMt, «iawnMbslUMlM SMb nr I
Umo KrlMsnng in Tmm n kkUMk!
atMtdcm hol dta iDdvrn ttiH ilUr Zcili
vcf bmitot. Sm MciiiIi«Tt dort bii lof I
hc«tigMi Tag. nicfat bloM ia Saaduiti
Modkni Mcb in ilaa SuMlmtadral«
Kalkfiaa, iIm nacb nadi der alt«
nlaHel wtmknu V§1. E. Cliv. tlajl
n* Joaraal •/ Iba roval .^9ulic
N«w SwiM 14 (1BS9) »8 r.
■-- J»-'
irPröfBOpoeaie. (§
bc^tzung absehen aM sich bemühen, von einem relativen, rein wisson-
BduftUclien Standpunkt ntis Aie FInclit der F^rnclu^iniingen mit doni rcsig-
^xarten, aber Ucb«vo1l begierigen Blicke de» Diilologcii, deei Kulturhtsto-
MIm», deti VQlkerptiychologen zu begleiten.
I. fiaTniiiDluuagBbeii: TH^ Saninilitng«» der Epigramme sind zu $ 804 Dotierl.
juntiDutclie tiuniDne mit Aen alt«ii Itomanen edd, Pli, Le bs9 und HoiaBonade in
üci Seriptoroa. Pari». Didi-t lf<.'>6; wieder liolt ISSb. — Ed. II. Ilurciiur, ErotJtri
B. 2 Bde. I.ei(«i([, BM. Tniibner. IS.^S — IK-M), — Andere Saiiimelausgabea eiiatioreii
W Höschens w<<rt inC nuD&chst eine Sninniinng der (telegenh«itsdiclitiing«n
Inlialt«. die einn gute Kigftnzan^ tu den Qlirigon Geschieh tsqu eilen bjld*u
und 4>iMe Sammlaog der in die Auaguben der Anthologie Hiebt HUfgQDomineneii
tramme.
S. Zur Usbetlittferung: Eino ZunamineiLatellung der Eiomtich acltcnon Hai, die
■iicha ProCanpotwicn tu (iriliuHirer Zahl Überliefern , wltre in iimnuhcr Hoxiahung
eh. Tontchmljch konimou gewiMt» meist aus dem 13, und H. .Iubrliiiiidi>rl stiLin mundo
DaBlbologivn mit vorwi«^enA rhetorischem Clmralcler iii Uetraobt. die Uiiaaerlich durch
I GnwioktBvfoniittt . da« «iKentltmlicho flkige Papier und die «chnOrkolliario 8chrift
n «rkeBiibar taud. Zur Krl«icht«raug der Aufgabe aoi«n hjot einige SainmelhAS
lUtinivcfaer Profanpoeni^in v^riniehnot. die idi mir gologontlirli notiiirt habe,
A* mar WmIio ein«a ßichtpm »nthnltan, t. R die xuhlrciohen Elsa den Mnniinl Pbiles.
awCMckloiMa: Athen. 1040 a. 14: Äthou«. 3SU e. 1(1; Barber. 246 9. II
inli«cb(> ^mmlung): IJarber. I 74 (eine von Leo Allatius voran «lall^ito Sanun-
>n Kpiü"""!""»*: Bnrber. 11 61 a. 13; Barbor, III ^9; Hnrbor. IV 72;
B«roco. 29 ■. II: BodL Uaroec. ÖU a. 11; Bodl. Cnnun. 126 a. 15-16; Bodl.
II. 13« a. 12: Laur. 31. 2; Laur. 82, b2: Latir. Conv. Soppr. 62T a. 13; Marc.
14 und XI 22 a. 14: Neauol. 111. A. 6 e. 14: Paris, IflSO a. 14; Paria. IT20
Paria, anppl. Kr. 8&4 e. 10; Paris, auppl, gr. 690 s. 13: ValJc. Pal. 856 a. 14
wiedor in Ueidt<tberg): Vstic. Pal. 367 a. 13, ~ Für die Ueherlieferung d«r Epi-
«tik kommen aacb sahlroich« Hss von Hailigonlebon und Homilien in Betracht,
ji sich hiufljt Epignimtn« auf Apostel, Heilige und KirchonvAlor zcratrout finden,
fi DiMst nur boKflonl« Stflek«. Kinige Proben und Notiien nus sQli<hoD Hss gnb x. B.
ehuB. Jiltitf 2 (1S85 — 1889) 584—586, und nnr/iiaxi} ^ifiXioS^Kt/, Athen 1880
(»f. 79. 9», 121 f. 128. 156 r.. 1.59 (Veiso dea Nik<-ta.-. Paphlngonl. 169 f. 190.
Von den Dichtern doa 6. Jalirhundurta werden div Epigriuuniutiker im $ 304
AoMordiim ani hier auf dvo Anakreuuliker Geurgioa ürHrnmutikon
DD. der im Aufiuig dea 6. Jahrhundert«) lebte. Kr TOrfiiBalv in acbtäitbigen
^Ucn Epithalaiuieu und pootiacbe Moleton l/itUttti). 8ein LieblinK^lhema
ii« venwniedeann Rollen, welche die Rose in der alten MvlJiolo^ie spielt, z. 0.
Mgle «ohl Ar««, als Aphrodite durch cinon Rnnendnm vorletzt wnrde? Was
«Mil Apoll«, als «r bei der Vta-folgung der Dnphnc durch Roncndomen anftcohulton
>? Was u^« Phnrdrn, ala sie den HippolytoH mit Itoni'n bekrüiixt nnh? Viflleicht
ihm aucfa daa mvthologiache Annkrcontikon Kit in BQnvfiiiiiiir, dnn im Cod. Hnrb,
!■ (inMnBiatikar JitilavOot |vun U. Weil in k6lov»ii( <\. h. in den Niimon dcd
Dtdi epiMh«« Di«liten «mcudi^rtl EUgeaohrioben wird. l)ic liodichto cIoh licorg
Hatranga. An. gr 2 ri850) 573 ff., 649 tf. - Zum Teil wiodcrboll von TU. Bergk.
Irri«! gra«oi 3 iISSTl lUOfl-1108. — Daa »edicht d<^n Oeorgioa (Kotuthoa?)
I ilmui^iMi ed. Uatraii^a. a. a. 0. 3. 571 f. Wiederlinit von Burgk, a. a. 0. 3, 10S7.
i. Kr. Hansaaa. Philologn». Supplemontb, 5 (1980) 205 f. - D«s »oorgins Melete
Ipollue Vcrfoleitiig d«r Daphno steht im Cod. I.niir. 32, .52 fol. 124 unter dorn
I Konalantin des Sixilitira. der hier nhi^r nicht Philosoph, sondern lirarnrnntikaa
(tfi { 302). Gegen dieao Zuteilung spricht schon der Umstund, dnss in dorselboo
Ffii), 134'' dem Kom^tantin nuc^h Vi>rse nn ileu Kaiser Isnak Komnenosiugosebriebon
tn, die ihm aus rlironologischen (irQnden nicht gehören kOnnen.
i9i. Qeorgioe PieideB {rnöf/yiog ö niaiAt^i). nach »einer Heiinnt
BU benannt, unter Kaiser Ueraklioi; (610—641) Diakon der Sophicn-
und Chartopbylax in Konstantinopel, ist der beste IVofuniHcblor
liyzuntiniwhen Zeil. Seine DarBt«llung ist einfach und verstäiidlicli,
C"infl Verse flic«send und von gi-osser Korrektheit. Auffallend ist, daas
auch ßr die rein liijitori^cben Gegenstände ausi«chliess1ich den jam-
Krimeter verwendet. Nur iii dem Gedichte über da« niensch-
Wfh Bfzaattoiacbe Litt«r*targ«Bcbiotit«. U. Pootuche Uttentar. ^^M
liclie Lpboii lint ur den llexaiiiulor »iid xwar in <ipr von MnnDoi pfl
l)raucliten Form gewählt. Die formalen Vorxiige (ioe Püudier« blieben udfl
den 8päl«ren Byzantinern nicht verborgen, und Pselloü beantworW« ifl
yinem ausRlhrüchon Briefo die nn ihn gerichtete Frage: Tk ^txj^M
x(fth*ot, ö Ev^ntiSifi i; « IhaiStfi; Dem Chroniston Tbeophan«» ifioall
er uIk historische Quelle; aup&enlem vorwertoten ihn vor allein Snidifl
und Txvtzo)). Die Oedichte dea Pisidt-s behandeln t«iU po1itis*:li« EraM
itiftse seiner Zi-it, teiU philosophisch -theologiflofae und re-in degmitistll
Gegenstände; dazu kommen Epigramme und sonstige kluincre St&ck«. Wfl
nennen euerot die drei historiäclien Gedichte: 1. Cbur den FelM
xug des KaiHora IlerakÜoB gegen diu Perser: Ei^ tijy xuiä Ihfsi^
ixaxumfiav 'UqaxXiluv ror ßaaikio)^, in drei Abschnitten («jf^wffHj), ir«ril
Pit<ide>!t die glücklichen Kümpfe de» Heraklios gegen die Peraer sddiM
(1093 Trimotcr). 2- Ein Uedicht flher den Angriff der Avari^H
Koii^tantiiKipcI im Juliro 626 und die Ahwchrung desselben danti^H
Uitfe der hl. Jungfrau: £■'; "J>' y*y>fiiri^v fyo6ov «mi- ßa^ßägor »iA tU
T^v ai'täv rnriox'Vtr i'rm Ixittaii xoS yn-vfurov noXt'fiov rtf ti ii*x»i 'S
KKraiaitivDvntiXuui [ina^r 'A^äfftof xm «cur rruJtfrür (Mt Verw). 3. HM
rakliax: 'Uga»i.iäi (;im ti^ li^r jtXtiav rftüair XoaQÖov flatnJLAtt OtftiU
ein Pancgjrrikue auf des Kaiser» Heraklio« endgültigen Sieg Ober CbosnNi
(471 ViTBu in zwei Akroasen). 4. Doe unifuttgreichKtii Wvrk diw FiaiJll
ist sein Ilexaemeron: 'EiuijttfQor ^ nitaiiiiiiiri'n, uin philo»}phiscb-tbMfl
logLiche» Lehrgedicht über die Erschaffung der Welt mit zahlrmiM
Bozieliungcn auf die Zeitgoschichto. I)«r schon von den Alten b«baiidilfl
Vorwurf (Ovid» BletaniorphoHcn, PhUon iJ*Qi xttoftonoiTai a. b. w.) UUfl
ein Iiieblingäthema der christlichen Autoren; Kommentare zum lIcsaMiH
ron gaben lUailios der Grosse, Gregor von Xyssa, Epiphanios, BiKtH
von Oonstantia auf Cypom (4. Jahrhundert), KoHmas liidikopleost« U
seinem geographischen Werko (s. § 171) und viele andere. PinAfl
echlioüst »ich in seinen naturwisseuschafUivhen Erklärungen vonO^iA
an Aristoteles an. 7.\i beachten ist auch sein Verhiltnii a
Aelians Varia Hitttoria. Von dem Uexaemeron existiert auch ciH id
nionische und «ine i. J. 1385 von Diniitri i^graf nach einem «llM<fl
echen Exemplar ahgefaaete slavisch-russische ÜbersetzuDg. B(iH
stimmen mehr unter sich als mit unwrem griechischen Texte Sbtc^fl
(1910, bei Hercher 1894 Trimoter). 5. Auf die Eitelkeit des LekuJ
Elf tot ftätaior ßiov (262 Vorse), «ine elogischo Betrachtuag u<^^|
Hugter dos Eociosiasten; das Gedicht ist dem Patriarchen Seqpi^^l
w-idmvt, auf dessen Veranlassung es auch entstanden zu Bein atWiB
6. Gegen den gottlosen Severus von Antiochia: A'nrn ivaatßttM
Stvi'iitov Urtiox^iai (726 Trlmeter). ein dogmatisches Lehrgedicht gigij
den Uäretiker Severus, der, anfänglich Advokat in B«r7to«. M3 ^1
Bischof erhoben, 536 wegen seiner Irrlehre verdammt wurde. ?■ t^
liymnus auf Christi Auferstehung: ßc nji' äyi'ni- fop A>«tw ÖF"!
ärmttaair, um 628 abgefa8.<«t 8. Ein im Anfong vorstUnuuelttf G«£dl
nber einen hlsslichen Menschen nameos Alypios, das mit den Sfptt*
godiciiteii dee PseUos (s. S. 439 ff.) zu vvrgleicbeo ist; ein GtKlkfat ■•
S. Profutpoeoie. (§ 293)
Vll
Bslicli der Wiedereroberung des von den Persei-n geraubten Iil. KreiiK-
KlzcM durch Kaiser Hirftklios im Jahre 628 (116 Trinieter); eiiiü Bo-
KfiSBung »11 II(<rnklioi«, lil» er im Jnhro 61U den Tyrannen l'boktis
^■rzto and seihst den Thron bestieg (89 Tiinmtor]: ein Pretsgedicht
IS den Patrikio» und Statthalter ßnnos (IÖ8 Trimeter). Diene
ganze (Jniptie von Hodiohten überliefert nur der herrliche <'od. Paris,
«nppl. gr. 690. 9. Ei» durch Si^hwung der Darstellung uml Wohlklnng der
Verse ausgezeichnet«*) Gvdicht Auf da« mcni^clilichu Lühun: £iV 'öv
ttvü^rttwvir ß4ov(9(Hlex&meU>r). 10. Zahlrtücbe janibiuchc Kpigrammoüber
^^MBtlicfae und prnfiine Vorwurfe z. B. Johannes den Vorläufer, die Heiligen
'Voatna» und Damianos (£iV ro«'(«)'«''"'f "''"*)'•'?''*'?). '■»'"egor von Nazianz.üregor
von Xyma, BnKÜios, Pantclecmon u.it.w., Moscüi, einChri^tusbild.ein Kirchen-
thor, die von di<ni Patriarchen Sergios ge»tiftete Bibliothek, ein vom Kai«or
DeraklioiS wiederhergestelltes Bad, den Kaiser Konstantin (den Sohn des
Reraklios), die Podagra (ein Liieblingsthema der byzantinischen Epigram-
matiker!) u. 8. w. Vmt Epigramm .An sich selbst" (£t( tavrör) behandelt
ein Thema, das »eit dun grossen Dichtungen dot) Gregor von Nazianz
ihf) töiv trny iavtöv in der byzanÜnischon Epigruniinatik hiiulig wieder-
Dagegen gehört der von Querci auf Grund einer unzulänglichen
sbination dem Pistdcs zugeschriebene "f/iio; ««itfiffiotf nach dem Zeug-
dcr Haiid«chriften dem Patriarclien Sergios (s. S. 671 f.).
1. Ansttüben: ¥,i. Qii«rct in der von Fr '''og^ni herausgegebcnon SAmmlunK.'
(.icontu Pio>da«. Tli<>oi)nwi Dinroni el Carippi Africnni (irninmBlKi. Itoninn ITT' (alu
ri* hifitociiw R^Antiiinn novn oppiindix). ~ Die drei hiatomclien (Jcdit^liti? nnch im
f Cortiuia vd. von I. Ilokkor, Bonn 1)436. - 8lmtliohe Werke nnch Qu<ii«i und
k«r «riadcrholt bei Migno. rnlrol. gt. 92. I16'i— 175S. — Hcxaemcron: Ed. jir. Fr.
r*l. P«ri« !&'**, Uornacb Oftur wiederbult. — Zulebil mit lulili-ficliuu Verbesserungen
;V«B R. H*rcher in: Ltiiudii Aeliaui vnria lüaturiu. LipsiAO l«6'), vol. 2, GU3— ßÖ':i. —
Bcili* noaer Gudiciite (buB. die untor Nr. 8 und II) HufKOzablten] ud. aus doni Cod,
Mi|>pl. IST. CM) L. Slernbach. ÜöurgÜ Pisidse caraiinn iiieditfl, Wiener Studiou 11)
>t) 1-63: 14 (1892) 51—68. — Reclit wUnsohBnBwert wilre nun ein» GssamUuagabe,
rtichrr die frQtier bekannten Sachen and die bedeutenden noii(<n Funde In gereinigter
mit KommentHr nnd guten Indicea EiisatnmengcfHsst würden.
2. Uobereetiangen: LilUratuniacliwi^iBe xur armeniscben Uoberaeteung nnd
huf denuilben mit drm griecbiachiin und aUviscbcn Texte von Kmilio TelB,
»Mtto di <Siorgio Pisido soconda la antina versionc amtena. Kondironli della R.
■ 4Ü Lincei, d«eae di auieniti; mornli, slor. e ülol.. Serie V,, vol. II,. pnrtd I.
I) 277—297 (Oll' des griechischen Text wird hier uussur den Druuki-n uuvh dor Cod,
KO boigeiogm). — Die stnvisrhe Ueberscliiing od. J. Sljapkin. Uu Uoxfto-
itm iieiMpoa l'iaidea in ein^r sloviacb-msaiecben üebcrsetzung vom J. 1865, in den
nilera d« allen nusiecben äcbriftluuis' Nr. Hit. IV-ltTsbui): ISk'i Imir unzu^tftnglich).
J. Slinpkia. lleorKioa Pisides und «'in (iudidit übor die Enw'halTung dur Welt in
■lNTiafli-nuHiacli«n CeberBetxung;. Juuni. Min. l^UU ßd 269 Juni S, 2t>i - -2'J4, und die
Icaag von V. Jagit. Arob. elav Philol. U (1888) C3T. — Lateiniacbe Ueber-
in iW Aosgabo von Mi^ne.
3. lltlfaniitte): Is. Hilberg. E|iistola critica ad T, VableDum, Wien 1877 S. 1&
HexaeiiMron V. 1S8). — Th. ßirt. Das antike Bachwee^n. Berlin 1962 S. SM f.
iän abaonaeB Ituctutmraug de« Hexaoinemn). — Znr Beurteilung: K. liouvy, Etnde
■ ohgiuea do rytlime lenique. Nimee l^8fl S. 104— Ißt), ^ /.ur Metrik und Kritik:
erer. Zur (iMchichte des griechischen und lateinischen Hexometon. .Sitinngiiber.
Akad. 1684 R. 1019 (T. - Is. Uilherg, Wiener ^Indien 8 (ISS6) 292-SOi und 9
*>207 -222, " I'. Nikitin. Bemerkungen «um Texte des lluxaemeron dca Li. Pia.,
ara. Min. lft<8 Bd 255 Januar- FebruAi' S. i-3H. verwertet für die Tcxtkrilik die atuviacha
rabrurlning dee llcxavmvron. — Leo ätornbiitb. De IJeürgio Piaida Nonui äMtatere,
Anabela graeeo-Utinu pbilulogis Vindubonue oongregatia obtulerunt coUugae Cracuvienee«
712
Bfiantiaiscbe LilUratarg«Mibiclit«. Q. P»«twch* littaraUr.
«I LfloiHiliUnt, Knlcnn l^dS S. 38 - 54. Bi. b«weMl bl», 4ui 4m U«4lckl K< tit *•*«•• '
■Fii'or ^■W. da» (C Hiller nntpr de« WwtM dM Ibmal FUI«a HI SS4-S«) Ww»
9«C*b«B hau«, in d««- Tkat dem Georgiaa PaidM filiBrt, Mlgt. iUbb PisUm wia« Br»
tiMtor gaai in der Ari d«a Nonnoa gvbtnt hat, tiad «U an SeUnai don kritiMb giUifcmi»
Tut de« Gedichtas. - V«li«r ein« fiübar itrtlbnlMh d*m PiBid«sciigMckmbMi« IU4t id
don Mkrtrrw ADaatsiik« 8. S. ISO.
4. lDiiuiR«hMi Hwx. R. dM Codd. PaTJH.Sft93«. Kund Paria. Bibl. Maiaria«^
a. 16 gvht iIbb HniHeinrioa dtui PJaJdoH (Unchlkii untar dam Namea das KyrilloiT»
Alosandricn. und uotor djeanm Namvn int diu Werk in Haan l.SBO Mich b«i>n<gtf()M^
wordaii (nnch Iga. Uardt, CaXtiopa coäi. maa bibU rogiae Bsrar. 2, 263; mir ial A«
Auagabo aiuugiUigticli). I
S94. TheodosioB der Oranunatiker, ein gänzlich anbokanntor Manu
der sicher weder mit dem alte» tirammatiker dieses Xamenü nocli dB
'nicodosioK DiakonOR, dem Autor der Akroasen über die Einnahme Kreton
etwas zu tliiin hat, vivltoicht aber mit dem g 277 und 284 erwihntcn RrkllM
dor Kirchi)riEioe«io idontisch ist. vorfasetc vin Gt^dicht (in $0 Trimotorn) QM
eine ihm olTvnbar ZL>it^i>nös8i»cbi> Bolugerung KonstantinopeU dunw
die Araber. Übertic-hrift und Anfang lauten in der einzigen bis jetxt bH
kaiinttn Handwchrifi, dem Cod. Bodl. Miscetl. 142 (fol. 79'— 81'). n«*
Verhifsaeruiig der ofTonkiindigen Fehler; (•ifoöoai'ov toi' f^aftftattnoi' ati^
iC {tinß«tr fii lä ti^aßixd TtXota, otttv tUor aviti li X^iattarm iv tg Kmf
tfiamviivtriXti jiaail^vnitfts 'Hpaxlffov lor &K>v*ß'>vi. Ol tür fujinmi
aav}uitii)v Tili rfiff^oron etc. Allein der Name dee Heraklios honUl
wie LamproR ikrt^ethan hat, hßchBt walirscheinlich anf einem Irrtam: im
Üedicht bezieht »ich violmehr auf dio zweite Belagerung KonstiBtil
nopolK durch die Arabor im Jahre 717 unter Kaiser I.eon dffl
Isaurler. Dazu HÜmmt auch der Bau der Trimetcr, die sclion duicH
wegs auf der vorletzten Silbe betont sind. I
I. Ed. pr. S|i. P. Lainproa, 'Imnei/r^ Miltirj,«!«. Athen 1884 6. 1S9~HI.4
Ebanili a 141-144 ed. Lamiiroa hu» liem Cud Vindob. bist. 8r..4.S (Naotll M
2J4— 215, i'iii« F'rdsacnSliliiiiK, die wicli mif i)ie«cll>e ßeUsoniiiK Kp"!» h<>ji*ht. TAti um
Anfnutt ilMsellion Uulen: Itf^i »jt iXtiiateif »tu iiJioa(pai^q< ttir u^iior 'Jyafijnir flJKJ
laiv Jiiirn •■;( OfoyailtiKtoi' KnöXiuf. "^ ^9X6 *^ ^aniititit MofKH rM' l*aif*r Iti tM
K6to>rot. Vgl jl 273 Anm. 1 IJ. ■
S. Ilvlinn Rynkolloa aus Joruiuiloin, ilor nn<ih Act nmprof hctidnn Verafllailg iM
W. .^tiidninimil im «, ,I«lirh. lebte, rnrfussti- oin rrbauliobos Annkreuntikon ['.^niMfMHWi^
i(«fnriijifiiDf| und uin KliiRofjrilicIit nn aiob selbst (^(>^*>jn«i!>- tU iaviiiri, buide tn TianaMQ
älroiihan mit nlpluibutiaplior AkroslicUia. Ed. P, ilnlraiigu, An. gr 2 (ISMl) WI-HH
- Vgl. Pr. llutiaiien. PhilologuB. Siippleuieulb. 5 {l><89) 2U3. I
2!*'^. Thoodoros StuditeB, der .strenge Aitket. der mutige Verteidigfl
der BildiT und dt.'r kirchlichen Freiheit, der uucrmüdliebe Enuahnef UM
Belehrer Heiner Mitbrüder, ii^t nach seiner persönlichen, litterarisclien «m
kirchenpolitischen Bedeutung schon von Khrhard im Abschnitte Ober TImM
logio S. 1-17—151 au.sfflhrlich gewflrdigt worden. Er verdient aber «Uli
in der Oeschichte der h>v.antiiii»chen I'oesio eine aufmeritaame Uetnofl
tung. Die LUcke, dio in der byzantinischen Epigraminatik iwiccM
Georgios Pi^ide» und den Dichtem de» 10. Jahrhundert« klafft, wird Um
nur diireh Thcodoros Studites ausgeflUlt. Er bildet aber nicht bloss «M
Ldckenbii:«.scr: ihm gebührt vometimlich das Verdienst, die in dordanMl
Zeit von der Mitte dea 7. bis zum Endo des 8. Jahrhunderts in Vergoaall
heit geratoiiK Kunst der Epigrantniatik wieder ins Leben gentfeMH
duixh geschickte Aowondung auf aktuelle (jegeutttJtode wieder leb«^||
a. ProfanpoBBie. {S| 29*- 295)
713
macht zu hitben. Dto Sinngodiclik' des Studitcs, von deren B«1i«bthoit
dl jotKt die grosse Zahl alter Huii(Whrjften ein k1ari>B Zeugnia ablegt,
bcn zweifellos das Verständnis filr diene der gnecluAclien ßeistesart zu-
^nde, aber immerhin etwas ari^tokratietche Litteratiirgattung in weiteren
eisvo vorbroit«t und die hohe BlUte der Kpigraniniatik im 10. — 12. Jahr-
Ddert wirksamst vorbcri-ilel. Wie in tlen ßriefi^ti dos Studite« »o zeigt
h aach in .meinen Kpigi'&mmeii Energie und Krfindsunikeit doH Oeifitc«,
jto Humanität und innige Gotteslicbe.
{■inieodor hatte den glücklichen tiedanken da.t KWterleben in einem
Uize von Sinngedichten zu beschreiben und zu verherrlichen. Wenn
A die Wahl dicsos Vorwürfe» vercitoben will, su niuss man sich die
^heuere kulturhistorische und soziale Bedeutung vergegenwärtigen,
Icho im byzantinischen Reiche und besonders im !). Jahrhundert da»
iMter betMiBS. Theodoro» berückinicbtigt sowohl die allgemeinen Voraus-
Irongen des Lobens der WeltUburwindnng und Abgeschiedenheit aU auch
I einzelnen Aint^'r. Einrichtungen und WirkungHgebicte des Kloritertt.
ir finden in der Sammlung einen freundlichen Willkommgrnss an all«,
t 4or Welt enbiagen wollen; dann gedankenreiche Sinngedichte auf den
At die ünU>rgeheuen, den Chon-egenten, den Kirchonordner, den Ver-
llter, den rroviantnioi«tßr, dun /uburciter des Frühstui^ket« und den Koch,
Kcbnoider und Sdiuliniacher, die Krankenwärter und die Kranken, die
ecker, den Thorwächter, den Bruder, der zur Seelaorge fortgeht, und
n, der von ihr zurilckkebrt, endlich anf die. so am Kloster vorüber-
iben, «uf den Wamiercr, der im Kloster einkehrt, auf da» Schtafgeniach,
if die Premdenherbergu dos Klosters u. s. w. Bei der UborniÜssigon Herr-
hafl, welche in der byzantinischen Litteratur die loero klingende Khe-
rik und die ängstliche hnitjition fremder Oeisteserzeugnisse besitzt, be-
lirt die liediegcnbeit des Inhaltes und die kühne Selbständigkeit der
)nn in diesier .Sammlung dop|iclt erfieuüch. Was Thoodoros über dio
mannten Vorwürfe 8Ugt, beruht einfach auf seiner oigoncn reiflichen
hning. seiner feinen sittlichen Individualität und seiner wannen Bö-
ig fQr die innerhche und äuHserlicbe Hebung dos Klosterwesens.
nt die Brüder mit heiligem Krnste zur Oottesfiircht und Berufs-
warnt sie mit väterlicher Fürsorge vor don Gefahren der Welt,
Cheut aber auch vor der Erteilung praktischer Regeln und haus-
kfrner Vorschriften nicht zurUck. So erinnert er die Schuhmacher zu-
daran, daaa sie das Handwerk des ht. Paulus betreiben und seinem
nacheifernd echte Arbeiter Ohri^ti werden sollen; dann aber mahnt
a, nicht auR Bequemlichkeit noch bruuclibaros Material wegzuwerfen
unvorteilhaft znicuschneiden.
Zu dieoen Klostorepigrammen, in denen Theodoros völlig nnu und
eil ist, kommen einige Gruppen von Gedichten, fUr die er schon in
[Utcren Litteratur. besondere bei Georgios Ilside«, Vorbilder und An-
igen finden kennte. In einer Heilio von Epigrammen feiert er die
tüig«n Bilder, öfter mit polemischer Beziehung auf den Bildersturm,
dem er selbst mit soiuein Kloster so viel zu leiden hatte. Übrigens
er hier durch das BeniUhen, dogmatische Lehren der Form des Sinn-
7It
Bjxantinwclie Litteraturgoadücht«. U. Poelwob« Lltt«rktar.
gediclitos niizupuii(«n, gozwungt^n und trocken. Zu dieser Gruppe g^M
micli das Epigrumm auf viii mit einer Inldliolicn Darstellung gcscInnadEb?
Qowebo (£i'c ^tixffi ioKifi^itt'tvv).') Mit den Bild«rpoesicii verbinden Hieb
Epigramme auf Teile einer Kircho wi« den AlUir, da» Thor des Xxrtboi.
A&n Heiligtum \i.».v., auf verschiedene Kirchen wie die der liL Gvtl«»-
mutter, de« )il. I'etros. dos hl. ('hrysostomos u. 8. w., auf das von einem
gcwii^HL'n Looii gestiftet« Männer- und Prauenkloster und mehren? T*\W
deaeelbun wie dus Fremdcngomach und den Friedhof, auf doi« (ießtngDU
Tov Xaliiftov. Dazu kommen mehrere Orabischriften, Epigranmt
auf verschiedene Heilige wie Paulos, DionysioB, Bosilios, Grt'gof »on
Naziaoz, Chry.tnstomos, Athanasios u. s. w. Kmllirh ßnden wir bei Tlie»»
doro8 wie früher bei Oeorgio» Pisides und später bei Johannes äeonaetru
und anderen ein Epigramm an sich selbst (£i; iavtör). VDllig neu scbcoit
ein Sinngedieht auf die Laternen {Hii tä-; y»ni<;) und wne Maknis,
deissig die Wandinseliriften im Kloster ru lejton.*) Profane Vorwürfe kil
Theodoraa im tiegonsat2 zu seinem Vorgänger Georgios Piside« und smimd
Nachfolger Johanne» Ocomotre« von ^iner Dichtung ausgeschlossen. Dir
Schluss der Sammhing bildet in dun Handschriften ein von «iitem Gnke*
kannton verfasstes hcxamotrifii-hcs Epigramm auf Thoodoro» Studit4» i
Das Vonmiaes der Epigramme ist der byzsntimHcho Trimeter; nnr in Hoa
Kpigramme (auf die MAnche) hat er elegische Distichen gowfikli
Umfang der einzelnen Stücke »ohwankt zwischen 2 und 18 Versen:
meisten zählen 9—12 Vcmo. Ausser do» Epigrammon hat Theoil
Kirc'houlivdur gedichtot. Wir haben von ihm Hymnen auf den
archen Paulos (4. Jahrhundert), die Heiligen Euthymios, Ephräm, The
doros 8ykeotes, Aemilianos, Basilios, AtJianasios, Gregor von Nasin
Epiphnnios, Nikolaos. Johannei^ Chrysostomos, Theodoros Stnttelatee ■• i
und Kanone» auf die Verehrung des hl. Kreuzes und auf die Wie
herütellung der heiligen Bilder.
I. Ausgaben: A. Die Epi|^niiiiiiju od. Jac. Airmoad. Opera varia & (naii
753-778. - Wiedprliolt l>ai Migno. PalT.il, gr, SQ. 1780-lSlS.
B. Di« Hymnen «d. J, U. ritrn. Annlt^c-Ia 8arTa 1 (18Tß)38G 8M. — Die Kai
(nach Aunffilx^n von tlrctarr und Uaroniiis| bei Migaa. l'atroL gr. M, 17&7— 1780.
'i. liiirmnitiol: Vgl. äie S. I-'iO iiriKeflllirlo l.ittoratur. ~ Ueber etnen dOB 11*^|
doro* von I'ilra wiüirsHidnlidi mit [.'tiro^t eugoteilten Hfnaiia s. K. K(Bi*bi<kK<|
Htudien xu den Legenden doi lil. Tln-odusioa, Sitsungtber bajor. Äk. lt<92 8. >W-*»|
^, öelinrlivfuruiig: Di« Hßa der Bpigramme eJnd Mlilmdi. Wicklifi mpJ t (LI
die Codd, Paris 893 8 13 und 1018 s. 1(J; Vtitic. TüO; Naapol. II. 0. 30 i. M _-}
Im C»d. Paris. 1018, «lincr ecliSnen, wahrarhtrinlich au« d«tn Kloct«r Studioii
AUniiDPiidtin •SnmnielhB vnn Werken dos Tboodoitm Studito«, «tofaen oinig« anuifMii '
erninmi> niif 'l'hcodaros, nuf seinen Schiller und Nachfolger Xauktalio« a. *. w., «in Bi<
duH ilor von l'heodoros ausgcstroutc Same im KloctDr kridig Wort! ecUug nol i
seinem Todo dichleriscbe UlQlen hervorbrachte,
4. Ein wolil noch unudiortcs jumbisrhea Otdieht (etwa ISO Vera«) aa
Shiditoii scliriwt) cm Mönch Meletios: iii/n» lop MiXitlov npoj laV iV^ivr »«1^ i
iHoXny^ltlr tlrnJatgor ijyoiifiti-ot rnr J'ioi'rfi'ti^. Inc. "^ ulf 9täi ttlftlti MUfit '
jreorep. Die Verse sl«hen im Cod. Uodl. Barocc 27 s. U'fol. 323- SU*. Ebmdort r
') Bei Migno SP, 1802 missveTst&ndlich wurd«ii sn den WindoB vereirt^L VfL'
OberseUt: Id frnfimentum historicum! G. Zeeiu, 'A»ijtv 3 (]r<91| 461 f.. •■•«
■) Waudinvcbnflen waren in KlCstom i holt tti »oinM Xi-fifimu. AÜien 1893 &■ <*■
»ehr beliebt. Sogar kai«cHichii Goldbullon |
S. ProftApoosie. (g 296)
715
«in And^M, alMr vanlUmiiieltos jumliindies lirdiclil di>H Mclilion. rrobsn von btidto b«i
H, O. Coxc, CflUlogi codd, mss biLliotliorni- BoJlcüinuo pnr» 1 (ISSS) <5.
S. Micbacl .S}*nku1los von .iL-runiitütii, «in KrounJ dun Tht-odoro» Stiiditoa, v*r-
fMKtn oin •oakTuotiliBi'bpa Gcdtcbt auf die WiedurhorstL-lluni; ilet tiildcr: l'i< iijf äm-
oti^uoir iiäv mmif xiil liyiuii' timlnuy. Ed. I'do AllkliuH, Do occtmiaa ocuidentalia
vi orieiiUlis [>«nifitiu <^0[ise[i»ioue, Külii 104^ S. 1-133 (T, — U«b»i die thculogisoliMi l'ronft-
•ebriftsn dM Ui«b&«l %iilf«llo« ». 8. tG(t f
296. Elasia (finffi«, auch haooia^ Kaaaiavt}, Eixaeia, 'Ixualrt; s. U.),
die einzige nonnenswortc TKchtcnn der )>y>:aRtiiii8chcii Zeit, üt eine per-
sAnlich utid lilUnariHuh gloicli intcio^sanlc Erscheinung. Ihre Lehon»-
geschichte (gleicht einem Üebücht-n MärL-ht-ii. Um das Jahr 830 n. Chr.
lifw« die Kaiserin Mutter Euphrosyne aus allen Landschaften des Keiches
die achönston Jungfrauen zusammenkommen, auf dass ihr Sohn Thoophilo«
ina ihnen uich eine Braut (>rlei<o. A1^ die MSdchen im Kai»erpuliLHtc %'er-
unimelt waren, übergab die Kaiserin ihrem Sohne einen goldenen Apfel
■od gebot ihm, denselben der Jungfrau zu reichen, die ihm vor Hllwm
pfalle. VÄn wunderschönes Mädchen aus edlem Geschlechte, Kasia (Ika^ia)
mit Namen, erregte mehr als alle (ihrigen die Bewunderung dos Kaisers.
Er trat zu ihr mit dem bitteren Scherzworte: .Wie ist doch durch das
Weib das BUi$e entständen* (!S$ ü^a 3tä yviaiKtig c'^^vt; tä tfaSXa). Die
Jungfrau aber erwidert*' unerschrocken: .Aber aus dem Weibe eiitspriosstJ
auch das Gute* (UXiä x«i tfi« yvrraxöt rtt^yii^n r« K^mtoin). Über diesefll
frfimOtige Wort verdrossen gab Theophilos nicht ihr den Apfel, sondern
4er Theodorn au» Paphlagonieii. Kasia aber, die durch ihre mutige Ant-
wort den Kaiserlbron verscherzt hatte, stiftete ein Kloster, um fortan
Qntt allein zu dienen. Ihizu fiigt der Oironist die Bemerkung, doss Kasia
•ine Menge Schriften hinterlassen habe wie das Oodicht „Arj«*. t; /r ««i-
lin; A^a^HRK*. das Tetraodion des Charsnntstagä ,"A^^tav yi^^altt* u.a.')
Abb dieser Erzähluug ergibt sich, dass Kasia um das Jahr 8lÜ geboren
nrde: die Zeit ihres Todes ist nicht bekannt; aus ihren Werken, dio
«ine grtlndtiche Bildung und einen gereiften Verstand verraten, iBäst sieb
idilieMon, dass sie erst in vorgerücktem Alter gestorben int. Zu dieser i
Annahme stimmt auch die Noti;: der Häifiia (». uuten Anm. 4). dass'
lüsia unter Theophilos (829—842) und Michael {842—867) gedichtet habe.
Die Schlusanotiz des Clironiston hat nicht gelogen. Wir besitzen von
Sasis eine Reihe von Dichtungen, die sich durch Originalität der Oe-
duken und kräftiges Helbstbewusstsein auszeichnen und vßllig zu dem
Cliarakterbilde stimmen, das uns in dor angefiilirten Er:ciI1ihiiig von der
Bnutechau des Tlieophilos entgegeutritt. Die Thätigkeil der Ka»ia auf
ili>iu Gebiete der Kirchenpoüsie ist schon S. 677 erwähnt worden. Aussori
Kirclienliedc-rn hat sie einige sentenzenhafte und epigrammatische Sachen
iu jambischen Ma&te verfasst. In einer Gruppe von Sentenzen, die der
Co4ox dos British Museum Addit. 10072 überliefert., behandelt sie
4« Thema der Frcundschuft (32 Verse). In einer Sammhing von Epi-
grunmen, die im Codex Laurentianus 87, Iti stehen (zue^ammen 97
') Bjntoa MagiBtroB «d. Bonn. 624 f.
Um OrammiilikoR od, Itonn. 2IS. 8 ff
Iiuraa ed. Dindorf R. 401 f. Auf d«r-
HAm Qaril« btnkl im Enlhlung bei
Ocorginx Mona^boaed. Miirnlt S. TOO und
die kOrxoro FiiMUtig boi MicliHol (ilykoH
«d. Bonn. 5».i. 21 ff. Vgl Kndinos, D«
AcdificitB ed. Bonn. 123, 13 ff.
71 fi
BysantLniBclie Littarfttnrgeachiohte. IL PmUscIi» LitUr*tir.
Vcr«e), äiissei-t aicli Kasia übei- ciHcii von Nntur scblöchton Charaktiir,
über di« Dnmmknpfe, ülicr die sckkchten Eigenschaften der ArraeitM
über da» Woib. An» OIHck, <tie Anmut, die ScbKnlieit', die Kuhmi^ucht
den Reichtum: dL>n Schlu»s dicsor öainmhing bildet eine Keihc von Verea
die alle mit .Mönch* {Mvia^iii) oder .Mi'mchslebcn" {Bio^ .u«i-tt<nor) I
ginnen und die Erbabenlioit de» Kloeterlubcns gühildm-ii. Eine Shnhcii
aiiftphorisrhe Spielerei bewahrt der Codex Marcianus 408: E« sin.i
Trimotcr. die alle mit dem Worte ,lch hasse' [Miaü] anheben: hier <'i
wickelt Kasia mit Eloganic und Klarheit ihre recht gesunden Amtchaumigon
über SitU> und Lt-bensurt. Zuweilen verwertet die Piehtorin in ihiwi
^ntenzen und Epigrammen alte Motive: im grossen und ganzen aWr i^t lir
originell und erscheint nis eine eigenartige, kluge Frau, die Zartheit dtf
Empfindung und tiefe Kcligio«ität mit energischer Offonhoit und (iitigtr
Neigung zu weiblicher Medlnunce verbindet,
1. AiiHKAlx'n: Mobniro lilioin*lR Bind in d«n Menlien lerativat — Di» Ifio»^
nuf Cliriiti (icliurt und niif den Chnniiittwoch ndd. Cliriot «t Parsnilcas. ADÜnJop
nrrnccn cnrminuiii übriitiannrum tiAJpxig 18T1 R. 108 f. — Dia SoBtMUeD ftW di« Tnmi-
ML'linft (3^ Vcrno) ßd, Sp, Lnmproii. rniam t:Aai«c. Jtltior ^ |18M) SM f. — (JeMna*
miflicnbc iler äeiLlenxon und eines Kir(>hpnlioil«B mit einer Kintoituiig Ober d«> I^Ikp «U
dio WurlcH dpT Kiuiia u, n. w, vun K. Kruiiibacher. Kuia, iJitzDiigabei. hajm. hX. 1^
(wird [l^iiiiiAcliBl uracliaincD),
2. Kilfsmiltol: Leo Allatiua, De libris eeeleniaatieia OnwooniB, Pm 1MI
8i 74 ff. — ChryHHotbuii. (*nuQr,ii*tty u/ya irj< furlijuiutriiir^t yitivmTf. TiitH ItB
S. 87. — Christ mid ParHiiikitn, n. a. O. S. XLVIII t, ~ G. J. rar»du[>ulas, XPfifiM
*k tf/r firropiof n;c n«^' ^ftiv it*Xr,«ia«ttxri< ftoeait^t, Albon 1890 S. \M; 2jI f, ' i
PapHdapaIna Kcramvas, ' AraXintit'UqoaaXvftiJixiis ciit]cv<iX9ylB{ 2(1^IM)C< — K. Kt«B'
bnoheT. H. n. 0.
3. Nninn: IIhhdto Diclilnrin Iniriet nn ['»Ijcinj-Rilo. tn dnii IIim dar Chre4iifl«n, dn
Kirch engRHHn)f<i und An IVtifundlRlitniitETn Kndrl. mnn fal^ond« Varianffin ibm KvaW:
KiMiD. Kpnaiii. Kaoaiiiyt], Eirnaiti, 'liaoiir, Kin rcduucrrn >icli olfi-iibai nuf di4> (w*i ÜMfl-
typcn: Khbiu und Iktisiii. Ktttainv^ ist ivolil uur eina aiiotogincbe WcitabSdiUK n*
Knnaia. vK-Uciclit horvorgorufon durcli die Aiiöitlit. diu Diolit«riD Htwmme an tiMt
S«llweri>r lu erklärun ist diu Furm KhnUto l'fina/n) neben Kanin; <« Ml lU VCIMM
(iaai d«<r vukfilisdic Vorscblag diircli Verwsc.lisiiiiii des Arlik«!» ij mit d«in Nams bdN
viKeiitlicIi 'Hkooi'» wie 1701111 aus •; axiir) entnlandeci bvi; v^l. die iAlilr«ichMi HMfai*
dioaoH Vor);fliitI''ii bei G, Meyer. 7,ut iieiii^rierbiachiiii Grammatik, ADHli>cta GnMMM.
Gria 1K9.^ S. fi 23, Dip Kiitsrheidiing gibt rinr Cod. Cryjitoferralanai» f. f T
H. II. vo ainp nllcrdinijfl im Anfang etwas Tnrdorbonn Abrnütichia NDM G^dicUM fa
Kasia mit dorn Nami^n hnaaini scblicsst. Vg}, Ant. Kornhi. CodloM CrrpteMWi, Hm HR
S. 206. !^ia Inig nl.->n wohl den Niuiicn der Tuirbtcr doa Job. der all«rding> gevNuM
mit *inom « KPfchricbL'» wird. Bei Ulykofl ed Bonn. 277, 7 und hZS, 1 irt $tivM k*
Ktune der Tucbtor Job uts ilcr unserer Itic^hluiin Kiioia geschiieb«).
4. Zur BioicrapliLi': Daxs Kusia oiii Kloster atifteto. b<>i«U|Een nicht Uom JlnwM
MsRistrus, Ijeuri <~:nirTTiti:itik(>a, Zuntmia n. s, w , eund^m aucb die ISätfm von Kpl' *
dnnan unter nndr i\i>,-r..rn anoh das der Ka«ia niwilrDeklicl) erwftlial vir>t: '"^^
irj( Fixaainc i*jta!>t, 'in"i Lduratiil /locn/^e (ii'ii(^tiir«rij( »ui nnpS/me lifsiiK i<ö (Mli. ^l'i
aoiftuitiltl aiaa »oi icanirfcf jioiiuuV xßi 0(i/ljpii kai lilin iii-rf Bfia^ntunainr /«B^«i *•
^/Mlti;iili;0(i' ^t iPiV /^avDi{ MaaqM*!'»' rni' /totfiÜiuf. Kodinnn. D«i ardificiin od. l*»»», lä*i
18 ff. Im Cod. Ptiris. 1788. der din topojirapbisohe licdaktion der »«»pin (■, S, <ö 8 ' *>
liftit. Untat der Scliluw dieser Slello mich oincr freundliricn Milteilitng »ob Dr. Tb. Vtff*
folRnnderuiaaaen: ^ii( *ai KncDt-nt ■ni «nj^rjim aanjiioiin tr >oic j^wt Htvtp^M •■
Mi^itijX roij (i/oii mnov inoin ti! tit t^y höqviiv irmt tii ti fiv(tnr ■ ai'iij< }W( l*'
ännrnt taita.
5. Alexandra Papndopn In. llvZariti^ Jir;y^fiaiir. Tn fiijk« r^c äyiintii.'Vt'i»''*
G. Juni 1893 S, 3,'>H f , bat die oben enAlilte Kpisode ana dem hthta d«r Kaala n M«
bUbeobeo Skiun vorarbnilet,
2fti. Ignatios, Diakon in Konatantinopel und sp»ter Metropolit «■
Nikaea im Anfang des 9. Jahrhunderts, vorfasät« dJo un« erhalteiMo hat*'
8. ProömpooBie. {% 297) ^^^^ 717
nicht unwichtigen Biographien seiner älteren, ihm perHiInlich be-
«uoileteD Zeitgenossen, der Patrinrclien Tarasios und Nikoiihoro».
Ausser diesen l*ro»awerken bomtzt'ii wir von ihm molti'ore l'ooHiou. Durch
4ie dramatische Form ixt bumcrlicnswort das Gedicht über dvu Sünden-
fill: Siix»» "« »«V U6iift (143 Trimeter), ,le premior eesai d'un Paradia
ptniH*, worin Gott, Adam, Eva und die Schlange redend auftreten. Vom
iobng und Schhiss abgesehen heirscht in der Verteilung der Hollen (je
3Veree auf eine Person) eine ähnliche .Symmetrie viiti in den dialogiKchon
Micbt«n d«« Philo». Schwerlich darf man das Workchfn mit den
iDyjterionArtitccn Äufrdhrungon in der Hagia Hophla (a. S. (i4')) in Ver-
Undung bringen; es ist nelmelir ein Lesedrama wie dei' X^taiöf näaxfv,
Jm Stück des Haplucheir u. a. Bekannter ist des Igiiatios Paraphrase
dtr IsopiHchen Kabeln: 'lyran'av diaxötov TtiQteUTixa fi'; /lt<<>ut>; Aiffta-
.TOOTi (in einem Wiener Codex: Buß^tov *V inintui, fiftaytfiti/iv i':tö 'ly-
mkv fiayiat^ar). Endlich haben wir von IgnatioB eine Sammlung von
St alphabetisch geordneten jambiBcheu Sentenzen roligifJeen Inhalts.
1, AuaKAkoti: A. Otidivbt llliur (loci Sllndeuful!: Bü. jir. P, Boi§Bonaili>,
UmI i^. I (183») 436 "444. - Ed. ['r. Dllbner uuk dea Fraameiite EuriitidiB ed. G.
ViCMt. I'iHh. Didot laiC. Vtil. MBitnin. Journal d«B Savante 1849 S. 4GI IT. - Wieder-
Mm Uigno, I'atr. gr. IM, 1164-1174. - Zu den Bm de« Gedichte ober den Sünden -
Uk«n»t jvtct d«r wiolitigo Cod. Puris. euppl. gr. 6S0 fol. 107.
B. raraphtane Acsops: £iL pr. Aldue Munutiua. Vonodjg l.'iO.'). — Uohrere Aus*
pLoi im 16. JuLrliundiMl. — Einu Anxnlil neuer 'i'slruatjchu od. A. ICberbnrd Ja dar
MHaDca (tnUuUliuiiEHcbnfl ai> Dr. SutlriBU, Magdeburg IHT5, — liuidu Worko in: l);tiatii
Dbcd totroalicJia i»inbiou 58, ventus in Adamuiii 143 icc. ut brovi udiiolnttuiiu inetruxit
C*i. Frid. Mall«r. Progr., Kiel 1866. ü. 1» und 28 Vfrzniclinis diT frUlioreii Druuk«
Uilti Stücke; voratuigeht «ine Abliandlnug Ober diu Metrik und Zi'it des Igtiatioa. --
tnkta dar TetraHticlia ana d«m Cod. Patm, 42.>i gab J. Sakkelion, llat/iioMij fifiXin-
*f>t, Alb«n l9t)0 .'^. Idl ff. — Neu» Ausgabe der Tetiasticha auf Umnd eioos sehr roiolivn
UMtUfiala von C. Vi. MOllor als Appendix von; BabrJi fabulae Aesopeaa ed. 0. Craailta,
laifaig, Tnnbnc« (aoll dMimUobsl ersclieinen).
C. Daa jambiüclio Alpbubet ed. zuerat aua den Codd. Lauront. 9, IS und 11, 9
Bindini. Calalo^us «odiuujii tnas bibl. I.aureiiUnnne 1 (1764) -M6. — Ed. nua Cod. Monae.
4U C. Kr. llBlIpr. liinntii biuuoni acrustiohun nlpbubelicuni, Rlioin. Mu«. 46 (ItJ&lJ 3^
1« m. — Xhu AlpbabcL stcbt liucb im Cod. Vatic. Pii 11 47 a. iL* fol. i.
D. ircb«T diu Auiuabcu dvr Vitao und dio dnxu eebflriiEeii Uilfainittd n. 8. 73
»im.
2. Uilfsniillol: Carl da Boor. D«r Epigruaimundichtcr lunatiua, HcminaSS (18Ö8)
IV- \hi. - P. Wollera, Rliein. Hiis. 88 (18U3) 117, - Fr, lUnsBeu. Fliilulosiaohar
'|P«v 17 (1^7) 141 f. — Ein« umfamende I7alvr«uoliuug Qbor die Hstt dvr Vene auf
■nd lllior di« Hiui, die alten Draok« ood den iirapr(lnglicli«D bestand der Tetra-
Mfit Carl Priodr. Maller. K 7.. 1 (1802) 41^ 487; 3 (l»fl4) .<>1G :<27; t, (1896)
111— 31>*. - L'obcr rinn 11k der Totrimticha im ThnotokiiHkloster auf der liiasl Chalki bo-
Vtiitt A. Popadopulua Knramous, Unndscliriltticbra xn Ig;niitin!i Dinkiinon. ti. Z. i
IU3. I20-I»l. — Zur llelrik, Kritik und L'eburliufcTung vgl. uueli dje S. ^89
Abte Arhvit nn Fr. Kuhn ä. 5» ff, 1I6IT.
S. Rrbauliche Alpkabelo, Almlich dem obun erwabnlen de» Iguntjoa Diakunes.
■hMten dok ia d«r brsantiDlaclien Zeit, der ^rilsalcu Ituliobtbeit. äio sind nach Form,
(hlM und Inhalt siemlioh verec)iied«n : diu Li^lirdithtcr konnten alcb tu d«r Erfindung
MMr Vanuit«n nickt ft^auK tbun. Per viafucbBl« und wubl ftllMto Typus bealeht ans 24
^nIi die alpkabntiaclH Akrasticbiii lftt«ls A--ii. nidit ii^A) vorlmndenon jambiscbeo
»>■•(•»: Mlt«r aalsl« man an din Stalle des Trimelers violfarb den politischen V«ra,
*»ailn nKh AnakTvontwo, an ütollo d«« akrostic bischen Einielvorws «inen Doppelvera
NW itiaa ijtroph«: in lU« atrophen n-ardon •ntu-sdor nur die cnitnn Vi>nia odnr mehrere
'Hse X. B. bei a«:hsi«iligen Strophen jodoimnl die cTutnn droi Vor»« dureli dio Akro-
ttfhia awaiMwicbn«!. Auch Alpbabclu in rytbmiicbcn Mauon und nlpbabolinchn Dialage
HigiOiBn TnliaJla kooinico vor. l'nbckunnL int mir. nus wolcben lirOnden dua nua I30CM)
tJBilww poUÜaohen Vaneu beste houde tlifutugiscbe Luhrgedivhl des M«lelioa(lü. Jahrk?},
716
BTaantiniBche LltteratnrgeBchicbta. II. Poetiseb* Litteratar.
ScUkL
iIm in don Codd. Atliou« 730 s. 19 und Albon. 474 *. 18 lUhl, it«a MltaniM TU
'jirfa^flialifafrirof ffllirl. - üor liniprung ilrt orliiiulkhon Alpbabot« üt in den aliihatMliMlC
gwrdaotcai profBocii änu(iii.>atinmniluD|Wn tu bucLcd: vgl. da» Bolapje), *«lcbM Leo SUra-
baoh. Wiuner Sludiuii 13 1 1^!»1) &~-62. ediert Lut Auch b der EireliMi|M)uät ^
öi« aliibaliptiscbe Akroetichis eio« bedentMde Roll«; v|{. S. 697 tl. IJobor v»lg>rgri>etMdi
cH-flulicliP AlnlinWU v^l. den Abschnitt .VolglrcriecliMctie l,ilt«ratar*. Ab TtrluNTM'
b»alichi<r Alplinliot» nMinoti di« Hw dvii (iroffor von Naiinni, don Nviloa. d*n H«lju
SjriikcIloD (a. jf 294 Anm. Sl, den Ignalion Üi>koDO>. cinon ■ad*t«ii, wvhl gfttmt
IgnntioB, l.oon den Woiion, Komtanlin dan Siiilier (■. j S02), iem Sjrntt'
MalapliraotpH. den Nikoplivron L'runos. den Theodor oh ProdromoB, den Kyriain
M«trop«1iten vuii Cliona«. d«i NikephoroaKAlliatoiXanthopulos, d»a M'nki
Kkloriles a. a. Doch budurf judp einxelno An^be der ^HiuiMaten Prtfnng; <
g«hMi diMelhon Toxt« unter verschiedenen Namen; hloflg ire«'doa anoaywe A]|
ohn« ersichtliche Gewahr berflhmten Kirchenschriftatolleni >Df[eteill. Gmiim ni
Kntstalmngatcit mehr<rr*r Tnxlo irio die «««amt* Gaaohichte dMuwr k1«iMD
galtung noob dngohMid untnrvucht wordoii. Bei dt^r Sichtung dor IIui inl gnm* Vi
notwMidJB; da luweilon die Alplinhnte mit damnelhirn Vimm it. H. VK»i«or. m »Oh *iC
tfint «i>pßorXiB() bp|!inn<^n. im folcendon nhcr nbwoicihen, genOgt die Kvnnliii«<lM Xtliap
aiclit xur IdeutiDzieninf; eiucti Sla^eo. Auch be«Uglicli der Aut«roanipn int mtf dt« KtUif
und flonstige titterHrixehe Notizen kein gonltgundrr VorloiM Aus dioectt Ortnto iM M
mir gegenwärtig niehl inilglicb, eine irxendwiu ersuhfipreude Darst«<IIiiiig (IE«Mr f>)nllJw
griipne mi bieten, Doch geien xar ErleiohturQu^ kQnftiger Forecbung die wichtipUl
UrucKe und niiiign !Isd nurgc£&1i)t. l]MtQf[)ich der Hm bemerke ich nocb anidrtcUicL
dsas ich eie nicht von Anfang an kon»ei|aent gesammelt, sondern mar leltcwlück
notiert Imhe.
A. AuHgaben motrischer Alphabete parttnctischvn IntiAlta: I>a« Alpbabtt
Gregor ron Naziuni ed. Mignc, Patt, gr- 3". 90N — ÜIO, Inc. '■^IIXK' «1«'«"'
rrtot rroio* 9iny. — Ein proMoiachoH Alphnbet dos Nilo* ed. Mi^'ne. I'alroL gr. 7>,
bis 121)2. Inc. 'A^zt] amitjQint •] /ninnr xatHyiavH. — D.ib Alpliabet dna .Svmeon M<tt
pbrastes ed. Migne, Patr, ^r. 111, IS1^133. lue Uirii fXtifäoav At'jcpi'n, äni lefbi
^nrovt (nol iti sehe ]>i Stichen mit einfacher Akrueticbisl, Ebenda l83 ein tfr»ite« AltlöiM.
Inc. 'A¥iAQ}iZav, rimni-f) ^v/tij4ov. nnraaXiB -- Vau Alphabet de« Prod ronoa ed. Kita«,
Patrol. gr. lüS, 1221 f. Inc. Aro^rot ttgx'j- iffiöe «lüf, 9ib(. — Dm ans 'UTrirnttm
baatehcnd« .Alpbabul rinoa gtiwiunn IfcnntioH, dfir von dem oben gMMinten IgnallM Dt*'
konoa TvreiMloa vcmR binden Int. od Kr. ßnianDnado. An. gr. 4 (1832) 486 f.: danatk
(irrtamlich unter dem Namen den Ignntioc Dlnkononi Migno. PatroL gr. 117. 1174 f.;«eAicb
C. Vr. Müller, Kliuiii. Muh. 46 {IH91) S22 (.. und in einer boMorvn Kedaktion oiutrBu-
liner Hh. in der dw) Alphabet dem lir^gur von Nnxiani tugetejlt iat, II. K. 3 (ItWI Ul
— Mehrere andere Akruüliuhii ed. Kr. UoiaHonade. An. gr. I (18291 161 — l$l od 4
(lä32j 43>^— 44'< (das erste tot- «arFoiiiiinv fiQoiiaoi]i(/^u<, rielleicjit d«a Leen Bvdil«^
vgl. ^. 4f4^ Anm. T|, — Eines Chiiiitopboros (lyoiinafi'pigxc Alphabet ed. MalraBf*! .
gr. 2 (IWO} tlG7. Wiederholt bei Migne. Patrol. gr 117,1179-1182. Tat -f«»
ßiauiftjfiiiii- (Stiopbon von 4 Zeilpn, von denen die ersten Bwet akroettohiach
sind). — Zum Alphabet des Gregor von Nnxiai» vgl. Leo Sternbacb, Cnrae
Diwcrl. dass. philol. tiend. litt. Crscoviensla 17 (1892) 190 f.
B. Codices erbiiiiticbor Alphabete:
I. Athen, 444 h, 19: MJaonaXia xatn äX^jlTirov nnd ^Yij'Oi Kit' «i^B^frer.
5. Athen, l'iti B. 17: '.Ji^pii/fi/fo; iirni«i-i>ztiieit( .itpi U-i'/^C (dm' «i.'/iw i»ljn«ii')y
3. Athen. lläT s. 16: miix«' lorocitiriiioi itai' rüifiiflijror rev hximi' ivfiiüi i
Aoyttitfiov znj VityivtQov; darnach MÜos xnrri aroi^ftioi' roi- 0»f:BrifrM' Kvfiai
«OB .W (ij'i'irrpou.
4. Athons 149 s. 17: 'A).<fttßijt'ic riiian'xiiMt; Ju! ari/ur. Inc. 'Mr9fim<i* am*,
Ktii 9nßQtT{ rni' tioHfior fü KiQttnlrut. Durauf: "t'ltQOl on'/oi xatatiVflxai. IBC- 'Ji
Jify k1iVi;i- dof uie tärpny jlX^nr,
6. Athous 8S.S s. lA fol. 46': JtB^a/or. ir v «'<>n'j'n<tf d JjH>pr**Ut ij
AnXiyifitutf xai' nlLifalli]tai'. Ine, V afta^taiUc ' 'Arvfi^ivft tiöfiftift,
G. AtbnuH 1-^S3 3. 18 Nr. 10: ToC öaioi- KtHnv itm' tiXiftifitt»!'. lae.'JtXV
fiat ij Ini'ioc »aiüyyoHU'! (mit nongriecbiaehem Kommentar).
7. Athuiis 2144 a. 16: -njfoi "««' tiXiiii,ir,toy. Ine. 'Jru nitftMtr ii(iä( *»•'
rnc fffiyut. Vielleicht iat auch Nr. 23 doaaelben Codex ein Alphabet.
'i. AthouB 25ä9 B. 18: 'AXiiiiißtjtoy «vfißovUvritar van Kaeaar IXaponta. I»c. *. .
npwtdc tif Itiiy, ittvtt^ny föf txhiyit' aoir, BifXitt itiaßmit rtoXkn, Sit niiv xalär «er.
9. Athous 21QS B. 18: Ton äßßii fitiXev atixm mr' «hfäß^oy t/t Rp/iifior ,
raxir. Dann : l'raifiut /loniaiixoi laii! atoigiior tx iuttfo^m' noifjrMr xmi o—fmr. Si
8. ProfuipMai». ß 2»T)
71»
viiittial di« y«m d«a Niloa. Dann: Itijcm uati) äiifäfiitar iiä «n'/o» nnrv äfftttni
lijri rxio« jiMi^itritt ifspu rrf of «var/ovc 4f'{ ri)V ^aailtpaiiaot- tof- orpo-or vn« tijf ^{.
14>'M<M- Jiofun ityr^. Dann: 'Ktr^m «ii'/tx (■'<; iijr «*-itp/ar yimjair rai> X^ivroir
^t-(if ni4 ■nUnmd.V^riK nnpn xi'p Tcp^nvoii ton rt'ou nnr^V. Inc. '.4»'a^/it{ 9tni
\/ftfur. iMnn: 'Krr^B) nfj^oi vcin nJl^ti^inrnr rfcii etigav näm cSfiaÜM MnrmfpxiiHol.
Artf^rt* nttfinif *ai 9ai/ftif, 9ikut in r« ^tlavii'a;«.
10. Alfaoa« 3^50 *. 17 fol. 170' ; '.Ißßa KtiXov Jfn'/w xai' -iXifäffitay ttgit "(>;(*'-
ftoriix^r. dir, '.*f/V"' «yttSfiK »ij»- f*i'i(f(nf nmov'. Dauii: llgonerx'ii i^' oti'/ok noli-
Im. ''<^/ij 'Ol' KÖ«ftQW fiftrir MtluvaH vm', oUi'tQunr.
U. Üerol, riiiliipp. II16Q s. IS fol. t>7'~li9: A^^x^n mnänau' lir tw »tei
H (I. mg«ai) tfäfor. &ok1SH: 11 i/c Uuris hiOftiy iijr itj/ilar.
13. Hoill Barucc 181 i. U fol. 70': AI|>hBbi>t d{<« Symooii Ha^intro» and
«iketes. Ino. 'Jni giiUaiy i.öyov( aoi noiopf nfoaoiaia kiyitf. Kbenda ful. 70*':
nailM Alpbüiat dos STinnon (loc. '.ino ^Ittfäfay Säx^va. äni xiifjlmt ndroif). g«-
tt bu L«o Allatiu«, De Kj-meonibiu, l'ona 16G-1 ü. 132 f. (== Migoe, pAlrol. gr.
ISS).
II. BodL Uiaocll. 74 a 14 fol 379': Alpliabut imtor dem Niun«ii des Nike-
'T«! Kallisto* XantliopultfB. Int^ '^X'i" «nüriau' tat- li«ii xi^am tpößQv.
14. Escar, X. IV. 25 §. 15 fol. ä3: .Doiuc alpliubeta an urruslidic«, mir U p«r-
na d« la vi».*
li. Eacur. V. II. 20». IS fal. 81: .Alphubcitariuin rio Simtfon Logoth&te. Autra
NicAphoro iHagi-Un OTt»ai'!l.' Vgl. K. UilUr, Catftlogno d«B Iubs gre« du t'F^Qnriitl
M, Dor Voifamet dra iwcitcn Alpbnbel« ist wohl dvr Ü^arü«, vc>u dum Mill«r,
i 0. S. Sil Nr. HD -W/M loi^ Oi'htop »pd; Ivfiiuiya i6r Mitn^annji' urwUhnl,
tJaatüwk mit d«in Uaguder und Kfaetor von Anttucliia Nikopboro» Uratios. Vgl.
Irieiu«, tiibl. gr. od. Har). 7, 678. und oben 8. Hö Anin. 3 und S, •V23 Anui. 4.
I«. Escur, 1'. IV. ^1 M. IS und 15 fol. 3S7; .AIpbubH auu* forma d'HcrnKlioho*. Inc.
r^fHU für aJltiir ttrm 9iör.
17. lluai]. Svnod. 381 [Vljulimir) b. 1^ fol, IS: frutfuMÖ tat' äX^af^or. Inc.
Bi/^aMW tigui 3ier aov. Dann »in «woites Alphabet: '.^C/'i*' titartur *m ifXof
$tir.
iS. Paria. SB6 a. 13 fol. 463 — 466: £tixT,gii nirtä akfpiijlt;iar toi ^rrn^priaidP.
Ir* la ififia tt}( Aaroiat tiitriaai Sioitt nät*f, oC dvrnfiai. [Kythmiacbo Verao
roplianakroalMhüi; identuc^h mit Nr. 20).
19. Pari». 42« a. 14$» fol. 104-16«'. Polill.cbft »wticbcn mit alpliabetiadicr
Bchia, Ino. '•'f j'if *oi xio/iin' j-tynrtr 0 »i'ori;« nur änafiaiif, V|tl. S. 257.
M. Paria. 925 a. IS ful. llU-112'^: Erbnuliclim Atphnbot in Strnpbon von Je
MsdiM Vorwa, von denrn je diu (<r«l«n dr«i an der Akmulichin toiUiaiien. so dam
H Scbcona «rgibl: J^M XXX. «HO XXX u. b. w. Inc. UrmßS^if, u ^r/if, Xfo'
tJ. Paria. ^98 s. 16 fol. 139- 141: Naeb KjiiKriuiim«n d«« Gregor von Namanx
: Zri'/oi (OB ai'io* «sriJ ul^itj^^tDi', ixäaxov «ttjov Itltiitr nnfiai'rcaif liartet,
ti. tlW. 'jfa(o»«or, ol nur, Iijt //"jf iiti/J,<oulior( '|| Up/r;p raii- nnrroii' itofot' i»«oV mi
C K^IAmx »nJ «fpJov if>Fj|'ii(or<>'- > /iiAf'iR |l Bifaiw aviKr ir ^\ia Hau TxXior. Also
^^' n — ♦Ivoraa mit Doppclakrontichia. l)w Nrnn» d«" OreRor ist wi* in dem oben
0. Fr. UlUlor licrnaa|i<>gebnnrn Alplmbnln fulnchlicii vorKPBuUt.
ParisL SA&6 a. 16: Sammlung von Alplmboton, dio bni lloisBonade Aa. ar. 4
-445. tfilwciae auch b«t Uigoo. l'atro). gr. 37, 908 -910; 117, 1175-1180:
I f. odiart aind.
Paria, auppl. gr. 690 b. 18 fol. 65': Alphabet dm S^moon Metaphraatoa
n«. PnlTot. gr. 114. 131- 183. Ebenda fol. lOÜ* f.; Erbpulicbes Alphabet in poU-
DoppctrenM vorn Kyriakoa, Metropoliten von Cbunae.
2t. PbIiilSS %. Ml fol. 2: JaflibleoheB Al^babet, Inc. 'Ai>x^r r^/iii» lüt- ölMf ili-m
t ite Aolorfra«;« iat ob Ton Wlolitigkoil, dass sclion 10 dioeor berDJunten alton
ragoi TOS Naiiant da« ihm ingetHIt« Alphabet «tefat. Ea ist nach dum Put-
in ibtBdniekt bei J. Snkknlion. tlirtfiiar^ fijSiioS^xtj, Athen 1890 S. 18 I.
«tlo. 742 foL 24: AlpUbetincho lla^ainifit.
itic. Pal. gr. 364 b. H fol. 2IT' - 218;;: Alphabet in politischen Doppel -
^_ il and Anfang: •UtX^ "J< «XifHJI'^tov nt^'i '.iSäfi <>«<> loi! nn^inStinoti. '•lez'i
i/M¥ y/ymtr A miarrjt tiir nitiiriar. \\*o wolil idnntnrh mit Nr. 19 (Paris. 426).
'. Vattl^ Pal. gr. 367 a. 13 fol. 135: .Sj-maonia loKothetao lov a^iuav (Im
ic. 12*7 fol. 3S: ivattür ror Mtrinft/oatavi Alphiibi^iiim*. Inc. '><iu fififiifioir
äaö xaf4!a( anrotf .' Uno it'i'Xi< ftiiii'aii'r ago«v^fiu<.-)t<p xii^ig. Ebenda f»l.
Em a>id«T«* AIpbabet tn gleachen Haan«. Inc. Atvk^lov, rmtitri/ V'jrtf ^'"'i
33.
ns
ralM.
720
BjEMitiniacbti Littorfttnrgekcbkhte. tt. P<i«ti«che LltUrstar.
nnt-nSlf«. EWoila fol. 186' : Tf^*poi tfn'/oi »nr' älytifii^tw ni^ »o* /tataim ;tiw i«<>«,l
nai'r/fin »er fiAornxov Mixngi^v loi' Knkafitov. Inc. 'jini (('•/^f «(»räfaifwr, xlfWwvl
m. Vatie. PH n 47 s. 12 fol. 1— 1*: Zwei AlphaUto d<M Gregor ton XuiUl
Das eriito hoginnt: 'Aqx^'' ^liftfu' tu» lüot ;iraiov 3iir. Doa Ew«i(«: 'J^r^ rifU
riur uJla»- «irai 9tDf.
aö. Vindob. tbeol. gr. 231 (NM*el) a 15 fol- 6'— ff'r Jirj-i^V ■»»■ nl^fifmd
10* >fa^aiV/i<ii' aai .Hf i ni|rpn4 f af xi<|>«i> £v/itvjy, n/of iT, n^df lo 'Jf>VJw Jrnfia
•AvN lö ö^/jn r^f iFinrnfuf. SobluM: "^1 rwv «lenaiv /oi^ifv^'twp. AIm w«hl iilMtad
mit Nr. 18 tPuri». mH). 1
30. Vinilnb. tlienl. k^. S44 iNasaol) b. 15: Mokisro «ibdalkh» Alpltskrtr: mal
fol. lOS'-'lO^: 'Jifa!lr,iof KmuKvKrlxäf Koi ^'i'jiuqriJlic fft '«*■ /intai'or rot/in (siM
Inc. '^rApttint nna/tit. t'd, W. Wngnrr, CnrmiDB S. 24S- 247. Vgl. dm } .KrtaM
lldioN AUC* im Abiicliiiitlc , VuleOreTicchiiche UU.'. EJwnü« fol. IM; Tiiftr lUfM
^ijr«fi noi'i;^!! xvpor dc'iirro; luti ^'a^aif. Inc. 'JJciu löy jto^tar SrSfi^ar if IImim
htoTxt. Dio jful«i1ung an Li^ou dcu Waisen boiulit «ionor auf WillkRr. UeW ein diflal
Alphabet diee»r Hh vgl, S. 2QT. I
'i9H. Ignatios mit dein Beinamen ftaylattaQ x£v y^aftttaiinmr »tYMi
dem Diakon iiiul Mc^tropolitcn Igiiatios (§ 297) vcrscliiedi'n. der Z«t utU
etwa ein Mtiuscliutmltör spSttr. Wir haben von ihm iiithrere Epigraamfl
und eine Elegie an seinen Schfiler Paulos, denselhen. an welchen luin
das Epigramm Anthol. l'alal. XV :W gerichtet ist. Sein Epigramm anf din
Wiedererbauung der Marienkirche in der Vorntadt Pege (Anthol. PaltLll
109) ist Kwiuchen 870 und 880 verfosst, woraus eich mit fast nWIaUn
Sicherheit ergibt, da»» er mit dum Diakon Ignuttoa nicht idonti«<'li atom
kann. In einem anderen Epigramme (Anthol. Palat. XV 39) nennt ur »(n
Wiederhersteller der Grammatik: I
'lyriitint iriiff rfrfff, if l( Ifxiot ^yaj-t \4}[vtaf ■
V^«{ifi«flxi',r Xr\dtjq irlvSo/ifrr;)- ntliiyti. I
Wir wiHHcn von seinen grammatischen Arbeiten nichts Nfihercs: doch Btiiiuiil|
«1 seiner Prahlerei wenigntenß sein Titel, den er vielleicht ab ProJoMn
der vom (^aeaar ßardas wiederhergestellten Hochschule in Konstaiittuopa
gefuhrt hat. I
1. DicEloijiiiuan Paulos ed. 1*. MntranKn. AnooduU gr. 2(18S0>6«4 f.: «wlir-|
holt bd Mign«.. fulr. «r. 117. U74— 117U. - Kpigrammo in <lw AnÜioIog. PJit HO*!!
XV 20 31: 39. - In di-iii von Leu AllaliuB goschrioWnfn Co<J. Uarb«r. gr. I Tt(*L4'
ist daa Epigramm des Igcialiva HagiHtru«. Autbolug. Pal. XV 39, ftls^titii At» IguAM
Diakonoa lugeloilt. — Vgl die tu S '^9' angeÄhrt« Littoratur, bes. Hail«r wid b* Bm.
— Fr. Haneacn, riiiloti>gii8, Siipi>temonth. b {IS39) 204.
2. Von oincm Eixbinchof Arscnios. vielleicht dem Bnbiachor vto Kirk;»
(9. Jiilirh.]. Über ilessen EnkomiGn S. 167 und 200 h«richtat int, babm wir aio utkrMa-
tischcs (Irdicbt Kii ir,r Jlo^ii^V KVQiaxijr. Ed. Matiangn, An. gr. 2 (I650| STi>— (^
291). Kometas {Kuin^iäf], im Besitze der Würde eines Xa^ntrläfto;
und des Titels Sxi>ii<ottii6(, wohl identisch mit jenem Kometas, dw *«*
dem Jahre 8t>:l Lehrer der äranmiatik in Konstantinopel war, besdiiftigia
sich mit einer Diorthoso de« Homer, von welcher er »ns »olbst iieBBlitftj
ruhmredig in zwei Epigrammen Konntni« gibt: Anthol. Palat. XV 37 ua
38. An<kiru Epigiammc von ihm in der Anthol. Palat, V 265; DC hS6, h9\
XV 30, 4U; das letzte, umfangreichste, behandelt die Erwecltang
Lazanis. Die Person des Mannea ist nicht näher bekannt; nur belehrt
uns eine boshafte Itandhenierkting der Anthologie, dass er durcli ri»"
hfeelichen Buckel voriin.stallct war; Anthol. Polat. ed. DQbncr II S. .''-'>
(= ed. .lacobfi 111 S. 834). Vgl. Fahriciua, Bibl. gr. wL Harl. «. 361 und
E. de Mnralt, Es»ui de Chronographie Bysantine 1 (18&S) 436,
i
InSpSSifc^lS 298~3öftj'
30». Leon der Weise (^/wi' ü ir«/«;, auch yäilffoyos), als Nachfolgor
V Makodouiors Basilios 686—911 Kaiser des römischen IteicheH, ein
ardterschwacher, aber emsig mit <Ier Feder beHchäftigter Mann, cr-
jiMRt in der Littoratur ebenso unbedeutend wie in der |>oliti8cheii Oe-
ihichte dtt»i Keicboft. Wo or überhaupt Sc1b)<tÜndigcx Ic)»t(>t^ zeigt *.'r sich
b «nen schwäcliou Dilcttantün, unbuhilfltoh in dor Form und voll mysti-
iher Sucht. 1. Die unter Leons Kamen äberliofcrten Versifikationen
nd nicht ohne kultiirliiRtoi-inclies und sprachliches IntereHse. E» »<ind
imbiitche Verse über die traurige Lage des Iteiches; ein Krbftuungs-
od {ipStt^iov Hajafvxttxöf) in i*edis?,eiligen, nkroi^ticbii^eh gvordni'ti'i]
trovlien (b. g 289 und 2d7 Anm. 3); Morgenliuder {'fiäffi» tta!}tiii) und
fanbclie«. Dazu kommen Epigramme 7.. B. auf ein Lehrbuch der
ethanik, auf die Monat« der Ki>mr-r, auf die Tierkilmpfe im Zirkui« ii. s. w,
be wertlose Spielerei »ind »oim- Kreb.so (xu^xn'oi) d. li. Versu, welche
«w&rta and rUckwärt» gelusen gleich lauten, z, B. Si y^ro^ efiöi; fv ^
fcttr iyot. Grosses Ansehen genossen in der byzantinischen Welt seine
rakoUprilehe {xqiflftoi) über künftige Kaiser, Patriarchen «nd die Gt-
hidce de« Ueiche». Vgl. S. 628. Durch die Existenz glcichseitigei'
unonyraer Kchtcr wird ilir manche der poetischen Kluinigkeilen die
itonchaft des Kaisers zweifelhaft: eine genügende Orenzscheidnng
fischen den ver»chiedenen Trägern des Namens Leon wäre nur auf
■und einer kritischen Untersuchung des weit zerstreuten Handschriftou-
ateriatfl und einer genauen metri»cli-sprachHclien Prüfung der einzelnen
Uf-ke ninglieh. Endlich wird der Kaiser in dem Lehrgedichte des TzetEe»
■^ Uirdagumy fUt^iov als Verfasser einer (uns nicht erhaltenen) ana-
stisehen Inschrift an der Sophienkirc-he erwähnt. .1. A. Gramer,
iwd. gr. ParisL 1 (183») 78.
2. Mit dem Nomen dea Kaisers sind ferner eine taktische Schrift
mit Unrecht; s. S. 63(>). die Basiliken (s. S. tS(>(>), Novellen
ein Vorzeichnift der Patriarchensitze (s. S. 415) rerbimdcn.
B, Über die umfangretclio ThÜtigkeit Leons auf dem Gebiete der Tlieo-
Irg). S. IftH f. Dass er sich auch der Kirohenpoesie widmete, be-
einige unedierbe Sachen wie ein Kanon auf den Palmsonntag,
eifer auf den hl. Clemens von Aloxandria u. s. w. Heiner theologi-schen
üriftstellerei wie den OrskebsprOchcn. die schnell zui- Popularität gc
Igten, verdankt Leon wobl auch den Beinamcu des Weisen.
I. Beqnenne Oenutaiwgabo d«r Scbriften Leons nach doa sehr seretreutec ilterra
idtMi TMi Hign«, Patrol. gr. lOT. — Di« Utl<>ratur iii den Orakeln s. S. 628; snr
Itlik S. 637; va <l«ii Raailiken S. 609; xum Vi>rieiclinis der P ti tri ■ reuen •
t* B. 4iri; n d«n theologischen ijchrifton S. IQS f. — Znr DJbliographi« und
KlirifU-nkniido : l'Bbrictus, Biblioth. gr. «d. llnrl. T, 603-715.
::, K r»b«o {*aQX.irot)f wio aio dein (<Don xuftcHchriobaa werden, sieben, mciiat nnonym,
Jen El» X. B. Ann Codd. Athnn. Iü93; Athuua »^14 fol. S7; tiadl. Unrocc 68
J&O: Vati«. 114 fol. 9^: 459 tot 271: 1014 M. 14»: l»->7 fol. 4». - Krob>v*rRn
■ UBkAkannten RliotoTS Loon huwnlirt der Üod- Pnris. gr. 1720 fot. TS'': i'iixn o(
ifitrvt xufivir«! A<f ti arayinJaiital>ni txitt^QiaSti' ünn iijc nfjfijf xni rw rt'itoiv.
iri*( >■( ^^loff^. lac. Saaiu«i-i( t} tiifia (bo). Darnuf folgen olme Autcrnii^bi> liix'»
fdr mwf^ra^r. Inc. V tf!uv).iiQQ^fiaiy. >(>iii'if>iir^<ri<l( yniSt. Eb«ndurt fol. i'f) li-iiil^n-
n* nateJuMObcr dua Kopiatmi dur IIa. der Bidi Dimoires (Mfiolgtii) nurmt, llbi^r dit
I ÜÜa *bigeMlirict>«iwn Kanone« des Kijaiilus utiiI du« J<>liflnnes von Dainnakoo.
idM UMhlM«rtuant)>MMn»ti IX. I. Alrtl«. ;t. «ud. 48
■wJMdMl
722
ByiuitbuBohe Utteriittirgeaoliicbt«. II. FoetiMhe Litt«ratar.
30). Leon der Philosoph, fiäpotffng. är&^•.^a^a4 und nafpfmo^, &m
in Philoftopliie. Aatrolojne und Mt'dizin frfahronor Oeichrtor air SÖeit Li
dos Weisen, Sclitller dos ftlteren Psellos, später öffontliclior Lclirvr
nmt1ioiimti»clion Wissenschaften in Konstantinnpol und öft^r als Gci
verwondüt, iut wiu suin kniscrlicher Namens- und Zeitgenosäe durch
tische Vi>i-»uchu und pro^ai^chc Schrlftiin bokAnnti dvr GrcnEgtreitigkfitfji
zwischen ihm und dem Kaiser ist schon oben godaeht worden. Sidiif
(^ehSren ihm mehrere epigrammatische Gedichte auf Lukian, auf dir
ßatrachomyomaohie, auf die drei Philosophen Archytas, Platon und Arifit«-
teles, auf Porphyrio«, auf aristotolisclie Definitionen u. s. w. Ed. von Fr.
Boiasonade, Ajiccd. Oraeca 2 (1830) 469—478. Zwei Verse von üi;
. auf ein Werk des MathomatJkcrs Thoon stehen l>oi Cramer, Anocd. Fi
I (lfj:tl>) 'Mi'J. Ein längeres Gedicht, in welchem er steh gegen A
Vorwurf der Gottlosigkeit verteidigt und die Verehrer der hellcoischi
flöttcr verflucht {'/tnoiayfa Aini-m^ to? ^ftXogötfov, xaif' rjf Xfiifiär ftir
aißtt, xä '£>,Ai;('wv di ^mdi'^u), ist wahrscheinlich gegen die nnt*n RU er-
wahncndoN SchniähverHO seines SchUlors Konstantin geriehtot. In eine]
vioricoiligon Epigramme gedenkt er seines Lehrers Photios, di<r ibn
mit der Milch güttlicher Weisheit gon^irt habe. Auf die erft'Rhot«n Kttgea
ihn erhobenen VorwUrfo bezieht sich wohl auch das kleine jambisclia
Httlck, in dem er klagt, dass Bildung, Ehro und Gotti'&furoht veräcbwiu-
den «ei und mir noch Schurkerei, Lüge und roh© Gewalt herrsche. Ük
näheren Umstände der gegen Leon geschmiedeten Intriguen keDaeo vir
nicbtj doch ist zu vermuten, daaa dieselben mit dem Konflikte srnsclwa
l'liotios und dem Kai.ser l^oon in /.iisanimonhang slchon. Dies« 3 Sttteke
sind od. von Matranga, Aiiocd. gr. 2 (ISöll) 557—560, wo aie joducb
dem Kaiser Leon x.uguschriebon werden. Wahrscheinlich geht^n iknt-
selben Leon auch die anakreontischen Gedichte auf die Hochxet Jm
Kaisers Leon, anf ein von diesem Kaiser erbautes Bad und auf KelfM
die Gemahlin des jungen Konstantin, die Matranga a. a. O. 5fi1— 570
ediert und Th. Borgk, Poctac lyr. Gr. 3, 1091—97 wiederholt hat; «•)-
lieh wohl auch einige v^onünia, die in den Blenäen unter dem 1it«l
j4iiitvxo; fireyiciQov oder juaiVropo( gehen, ^'e^lo^ell scheint oin au« I*mh'
Versen bestehendes theologisches Lehrgedicht, welche« Loon in ««ni-f
Jugend unter Kaiser Michael (also noch vor Sß7) verfasste. Ein Unnti
J^agmcnt doHsolben bewahrt der Cod. Bodl. Barocc. 76 fol. 381 bdW
Hpn Titel: Aiovtoi nafiaxqov är&vnärov natffiitiov ix i»"? nafi ni-iw
ift{c>,>; yiiioffirxoi' OfoXoyia^, iv tof? X^voti lov ßaeiXt'm^ M;i;«i;A »at Bi
Kaiaa^oc. Beginn : &i<t( tö ii%%iiv ut'x J'^aiv rtÜi- Tirtvittttur.
Von prosaischen Schriften Loons, dio noch unediert aind. nvi
Du Gange ein Werk über Königtum und Fürsten; daxu kommen Bri»fi
und eine astrologische Schrift. Ein Bruchstück derselben scheint
Traktat Hber die Bedeutung von Sonnen- und Mondsfinsternissen (
ij<linxf;f ixlfiilruag tiji iv tiji ßatjiXixip r^i}Wt'i]> tur aity^ouhor //»'vno(|
welchen U. Ilertloin, Hermes 8 (1874) 173—176. voröffontlicht hat.
sich hieraus ergibt, dass sich auch der , Philosoph' Leon der gcher
Kunst hingab, mag man ihm auch die unter dem Nomon Leous Hl
8. Profanpowle. fSS SOI— 303)
723
fert« Anleitung zur Wahreagckunst zuteilen, dio S. 651 Anin. 4
vthnt ist.
1, Zu d<4i Epl|rsininen vgl. P. Wolters. RheJo. Miia. SS(ieS3] llSff. und Leo
rrnbaeh, AnÜiologiM PIsnudvAo appcniiix Barbartnc-Vtilicana. LeijiuK 1890 S, 84 IT. —
itit Leons mn den geftlTcht«ten Itul garen fllrsten Symeon. (t«<in der poilanli»olio Bjrsan-
tr V«»chrin«n OWr ina richtigen Gobrnnch der VornoiiiiingHWilrter ert«ilt, an Kaiser
lai mi4 an ivn nr3i'niattt und naiflmot (jenesioa nebat einigen nn T^con g«riohtetMI
krtAan mm« Sj'mcnn. rines Annetnsios XDiniaftu(>. eines ThomaB nni^ivio«, Prokopioa
Hliftw n. n. «dinHo au» Cod. ralm. 11» J. 8akkolion. Jt^iit»' 1 (li:ig:^-M) 3TT -410,
H Kalnitnng und Komme iilar Doiu vgl. N. Politos, BovXyafot iiyc/tiäy Ktl Bi>!tiyiu>f
ll(fiD>>;t-. '/«(in 2U (1S»3) 803-äÜT.
L 2l Vacsdueden von dorn Pliilosuplioii Leon iat. Leon MBsistraii. mit dorn Bei-
B|B KaiaxvXitt, der (-benfHll« Zeilgeiiossu und Vi:Mtraiit«r CounH duH WviHon war iui<l
nitMli im Klodler Sigrian« (/"""J itj-pti"-^;) atorli. Wir kennni lUu durch eino au§-
Mike ErwihiiiiD^ bei Konstantin Pnrpliy rogeonetos. Da eerim, 8. US f, ed.
■1.: <r wird dort ata ein aelir froninior. aber wanig gebildeter Maun - /lenBiit^c 'RUi;-
tft 'f^'^Xot — geschildert, dpr im AiiTting d(>s Kaiser« Leon ein Wevk über da» Zere-
■"" " rnid Gefolge bei kaiserlichen Ilnison gesrhrieben habe. Konstantin, der diese Schrift
e. rillet, dase Na noUif ftippe^ii rr noJ aojwnr xni äai-ytiiilBf entlialle,
Wi. Konstantin der Sizilier {KiavaraviTvo^ i SixtXöe o6v\- ^imt-
nfi), Siliükr (]i>i ,l'liiliisi>iiliftn" Leon, gehört in den Kreis di^r um Leon
liWeiaen Teraammeltou Qolührtcii, welche n«ch dorn Vorbilde ihres Uerr-
und ihm zu Öefallen sich gclogoiiUich in pocUechen Leistungen er-
iogeiL Er bodiont mcH mit Vorliebe anakreentischor Mr»rc und einer
pliabotiKclien Akrcstichis. Die wenigen uns erhaltenen Proben
ichnen Hieb durx^h lebendige Natürlichkeit au8 und sind frei von dem
iBegjrriscben Schwulst« der in Byzan/, Ublicbon Hofpoesie. Ein weh-
Btige» Klagelied schildert seinen Sehmerz über den XJntergang seiner
und üeschwister auf einer sttlrmischen Seereise: £i{xoi Urax^fötruoi
tfi^äßt^tor KiovataiTiiov yiXoai'-^ov tot' SuteXov Mi-Svvtv&^rtotv wtSv
•r «wor xnl äJeXrfiöv »V ifiiXüiti^. Ein bQbseher Vorsueh ist sein
creontiachea Liebeslied: 'Siidä^iof t'dmtixöv Si' ävax^forTo( xai xov-
IAm) Xaßötfof (?) 1^1' vmitfoiv i» ftfXtjtdat iivof. Dasu kommt sein
»fiövinin- X'^f'S äruxXoiiitrmv • tw^t'q tiva f^mvin na^fHvov. Drei 0fr-
bt« richt4>n sich in scharfer, un» nicht vorständlicher Polemik gegen
Lehrer Leon: — «/x*" ^V^'""* "'** ^X^ytiftoi tl( Aiovia ^iXöcoq^v.
Dm fiiAiper /p«ii.d^ od. J. A. Cramer, An. Paris. 4 (1841) 880-38S. - Dio
SMfcea «d. Malranga. AneciL Gr. 2 (IBfSO) ä5& f. und 0S9- 6'ja - Zum Toil
•It TOB Th. Bcriik. Poetae lyr. Or. 8 (1807i 108&-1ÖÖ0. - Die Gedichte gegen
M nch bei Migne, Patrol. gr. 107, Praef. LXI «.
Konstantin der Rhodier {KwiaruttTvin; <i 'Pu'djo?). seines Zeiehens
jr Hofgfistlithcr, kbto im Anfange dea 10. Jahrhunderte. Üass
i« Heiske vermutete, rait Konstantin Kephalas identisch aoi, litoet
beweit)«n und ist ans ver,ichiedenen Orllnden sogar sehr unwahr-
inlich. Da» Hauptwerk des Khodiorä ist eine autt 981 Trimotern be-
ende Beaehreibang der Apostolkirvhe in Konstantinopcl, dio or
Loftrage des Kaisers Konstanfinos VII Porphyrogennetos und zwar,
au» einigen An»|)ielungen mit Sicherheit ergibt, zwischen !J:U und
hat. Die Chergchrift lautet in dorn einzigen bis jetzt bc-
rodex fAthous Laur, 170): — r/xo« Kwvatavxlvov äai^x^ntj vov
Nach einer Widmung an den Kaiser (V. 1—18) gibt der Dichter
als Prooomion eine Schilderung der sieben Wunder von Kon-
■«päter
bM>p.
724
ByiantiDÜebe Lltteratitrgecchiehte 11. PoetlMlie Lltt«r»tBr.
stontinopel (V. 19— 264); dann handelt er, um <Ior Übergang zum UaaM
tht-nitt zu gowinnon. aiisfilbrlicU van seinBii dicbteriaelH'n Talenten, «
Tugenden de« KaimTs und der unendlichen Schanlieit der Hauptatafll
(V. 2I>5 — 422): endlich wendet er sich zur Boü«hr«ibung der A|>o»U>lkinlir
selbst {V. 423—981). Aus mebreron Äu«scningon de« Dichter» (Y. 26H ff.
2S2) geht borvor, dahs er auch die Ilagia Sophia getK^hildert hat oAk
wenigstens schildt>rn wollte. In der That ist das Gedicht am End« offt'n-
bar vorstQminclt ; doch wird nicht klar, ob nur der SchluBa der HeM^lireibanf
der Apotjt^lkircho, wie die Überschrift vor V. 19 auzudcutea scheint, uder
noch ein weiterer Abechnitt, der die Sophienkirche bühandelt«-. vorlorwi
gegangen ist. Konstantin kannte die geschilderten Bauwerke n&türlicl
aus eigener Anschauung: er hat sogar die Theodosiossaule b««tiegeo wi
von derselbt^n da.s Panorama der Hauptstadt bewundert. (V. 216 f.). Abor
zweifellos hat or auch — or wtire Boiist kein ccht*r Byzantiner — schrift-
liche Quellen bonUtzt., wahrsc-lteinlii-h ein« Beschreibung der Stadt io Ah
Art der Patria (s. S. 423 ff.). Dasselbe Werk hat später auch dwOin
nist Kedrenos filr seinen Exkurs über die Bauwerke und Statuen w
Konstantinopel (I 563 ff. ed. Bonn.) %'crwcrtct, und seine DarsteDang
dalier in erster Linie zur Vergleichung beizuziehon. Stofflich bietet
Oedichl wie alle poetischen und prosaischen Ekphrasen der Byiantinci
weniger, als man erwartet; immerhin aber wird durch die Be«chri.-itiunp
der Mosaikbildor der Apo.stelkirche eine LUckc in der byzantinischen Kuiwt-
geochieht« aui^geHlUt, und diu Schilderung der angehlich vom Arteniist«m|ia1
in EphcäOH titammenden Broncelhitren des Senats enthält Detaib*. die bai
Kedrenos fehlen. An litterarischer .Bedeutung steht da.'' (iedicht tiefunUr
den verwandten Werken de« Panlo» Silentiarios. Das ertrÄ^idiÄt
Stück ist die allgemeine Schilderung der unvergleiclibnri'n Pracht vnn Ken-
»itantinopcl, «in in der byzantinischen Littvratur unuihligemal hehanileltvr
Vorwurf (V. 821 ff.); hier «r&eoen mehrere htlbache Gedanken oud
passende Vergleiche. Im Übrigen aber verrät Konstantin nur zu eelir wine
mangelhafte Kenntnis des Stoffes und seine Unfähigkeit klar und aii8ch«»'_
lieh zu schildern; seine Darstellung leidet an eelbtstgefalliger Breite
dilettantenhftfter Plumpheit. Dem helleniachen Altertum steht der ,
noch mit unversUhnlicher Schürfe gegenüber. Antike Bildwerk«
er nicht, ohne sich durch scharfe Hiebe auf den blinden Wahn der
achoulichen Hellenen, auf das Thorengeschleclit von Uellaa u. s. w.
aalvicren. Xach ihm hütto Konstantin der Grosse die antiken Kmistva
nur deshalb nach Konstantinopel geschafft, damit sie der Stadt zum Seil
den Kindern zum Spielzeug und den Männern zum Oolfichter die
(V. 151 f.). Den Kaiser Konstantin Porphyrogennotos vergleicht er
einem fruchtbaren Baume der Muson d. h. der gtittlichen Tugenden,
jener Musen, ,die der freche Homer beschreibt" (ovx »('Ofti.poi ü9f
Ävay^äifH), sondern derer, die der gewaltige SaJomon mit goUenMi
Kränzen schmllckt. Sein eigenes Gedicht nennt er das hell« Lied it
Nachtigall und meint, seine Trimctor Qberbeffen an Scbßnheit die «oV-
klingende Leier dos Orpheus, der nur bOses DSmonengezflcht bosungen blbt^
Ausser dieser poetischen Ekphrase haben wir von Konstantin «iiifl
^^^^^H 2. ProhtipMue. (g 304) 72A
Iptgramme im 15. Buche dvr Antliolngio und inuhroro recht gaiohmnck-
w« Spüttgndichte in byzantinUchon Tnmetern. Ein Stück An l.oon
IhoiroüphaktitK (/?("'» "*•' A'uie«ffy«xrjji' .tiovm) besteht fa»t ynnz uns
tistophamschen Wortungohcuurn, von denoD jedoB oinon Vom fllllt: so
rird LeoD angesprochen:
UkXanajreifiorfHiiH'tttioitXviii
Dtr schal« Witz drvht «ch inoiut um diMi vei-hiiugnixvollun Nnmoii Itoonn
.Scbweinemelzger". Im gleichen Tonü ist ein Gedicht gegen dun Butiuchon
Tlivodor aii8 Paphtagonipn gehaUen, in welchpm abermals Vurgloicho
auc dem .Sobwoin<^)«l)i^n und langt« Komponita himinriRtiAch wirken sollen.
Der Puphlugoniur war, wio c« ttcheint. ein Kind gleichen Oeistea; denn
im BflschluBS der Sammlung bilden wccltscloeitigu Fjputtepigrnnimo,
b welchen Theodor und Ko^>^tanlin sich in rnbeii Beseht nipfuiigun zu
lkwtrumpfen suchen. Kr .lind wUste Verse, neben welchen unsere bäue-
liicbon Trut^ntclinaderlinpfoln nl.s Mm«t«r von Feinheit und Witz bestehen
Jdiiiea. Wir vemiOgen dieser ungeschlachten Derbheit kein VemUlndnia
■bnigewinnen: sie gehdrt aber zu den echtesten Seiten des byzanUniicIiKn
Wwen« und kehrt auch spllter in manchen Anekdoten und bei I'ovlen wie
Ftochoprodromo« unverfälscht wieder.
Dift It<wrhrniliiuig dör A|KM>b>lkiiTli« ocl. pr. nal^h oioor I'liotograpbie der Atliunhi
L L«tiiaiid. K«Tii* (l<« 6t. gt. 9 (\il'J6'i ^2 ~6h. RUnda S. 66- 103 ningahcnilur nrrliiuxi-
kfiKfcer Kcaiincotar ron Tb. Keiaach. — tJnabhJlnt'ig von dioBor Ao«g»l>o orMcliiim
mifH Wockoa 104^ eit>a iw«itG Aungab^ Ton Ü, I'. Uo^lcri. I'» Tempel der hll. Aimalal
■ri MtdM« Dcnkmilrr vmi KoMtentinop«! tUtch der BcHi'liroibunu: du* Kuntlanliii van
BbirfM, OdcaiHi It^.'Ö «TiUt IUI<1 BinlaitunK niM.). Dorb buniLt dn-na AuH([iiW usit der
UliriMR«D Abschrirt <l«e LannntodiM S«utBd(T Bad ist dahor Wfiiiftt'r kurrokt aU di«
ItMiBMirlie. — EniUich «ird (tcL di« AMgaba vm B«elari aXAuu) riau dritl« Au*-
Elbe EU Athen Ktdnieltt. w«laier ein Venach einer (leacbiehl« der jttDbiwbnn Vkiilmnn
ti d^n ByuMttt*tn und ein PInn der ApMtolkiicli« Utig;efetwB varden »»11. — Dm
^MUndMble »d. I>. HatrMBca. AoM-d. er. 2 (1&W)624 -832. Vgl. ana» VtaaltÜo H. K.
- F Wolters. Rhein. Mna. S8 4188S} 117 ff.
304. Die griechisclieD Anthologien. In keiner Litti-ratnrgattting
ist di« Cberliefcruiig>-gf''<_hicbte mit dt-r inneren Entwitkelung »o ongo
Tfrbunden wie in der Epigrammatik. Denn ihre ErxeugnifMM!, dt« tvilti
tat Grabsteinen, Weihge^enken. Statu«! nod anderoo DonkmBlern urr-
■trcnt waren, teils aU Begleitschreiben (Br 6«Mbciik«, Mif einsoluen Flug-
blittcm tMlcr in knappen Be«Undcn ttmh«rirrt«n. maiMt«n, ähnlich wio iliit
gaschnitt«nen Steine, mit den^n man sie verglichen hat, ohnA HyHt^tnatiach«
Onlnaag nnd Aufbewahrnng bald verloren geben otler im gniutJffRtMl
Fill« der bequemen {.^iktQre eotrOckt Ucümi. In der Tbat wurden di«
Kbwankondcn Schickaale der epigrammatwcbea MehtmiE in der nacfa-
UMOnehen Zeit am bMtM YentiDdUch, wenn man di« OmMtihte ihrer Cber-
Kefoning studiert, (hre wicfatigrtea BHtteperiod^n wcrdm dorvfc wn<i
IttMige SammdthUigkeit bezädnH, die ta der B^pel Ulk tibi» b«-
^itende Folg« scbra hieteheader BMU wer. tefle efaie BMtMait verbe-
tötete and einleitete. Th'c ante 8— ilaeg ve« taihwiMlg tbmütltKUm
^gnunmen, in der Meleagro« voa Oadara mm 90 V. Cht, S» adbftMiM
flabim dwt Architocbae. des iLaakraea. der iSaffko. 4m »■waiJee and der
•lexandrinischon Dichter nCar daa Titel jUfditwf venMft«, ratetowl
BjrsuitiaiMba Litt«TfthirgeHclucht«.
726
sicherlicb unter tluni Einflüsse Ae» im t. Jahrhundert v. (^hr. neu erwadit«a1
Interesse« an der kla&äi»chun und oloxandiiiiischcn Klein]>oe>(io. ÄJinUdi '
st«hcn dib Sammlungen der »raten Kaüerzvit, dio de» Philippos von
Tbossaloniko (um '10 n. Chr.), des ätraton von Sardea (fadcbet valtr-
scheinlivb im 2. Jahrhundert n. Chr.) und de» Diogenianos aus Hon
klea (ini '2. Jubrhundvrt n. Chr.), im Zutsammonhnngo mit dem das 1. ua
2. Jahrhundert n. Chr. beherrschenden littonirisL-hvn und küntitler
Klast^iKismuR und der erneuten praktischen Pflege des gelehrten und
roichcu Spiele» der Kpigranimatik. Dann folgte in der epigrammatisclie
Produktion wio in der Sammlung und Sichtung des vorhandenen Mat
eine lange Ebbe.
Erst im &. und 7. Jahrhundert n. Clir. nahm die Epigrammatik eists]
neuen AufHchwunf,-. und da» Sinngedicht mit der verwandten Spidart ia\
poetisdii'ii SduI(]i>ruii]K wurde nogar zur vorherrschenden Dichtan^wid
Unter KtUH<^ir Anii«t:isiuä verfasstö Christodoros aus Kuptos in Agypb
seine berühmte Schildening der Statuen des Gymnasiums des ZcuxippM in'
Konstantinopel, Jobannes von Qaza seine poetische Kkphra.'«« einer W(U>
karte,') Marianos Kpigi-ummp. Unter Ju^tinian schrieb Paulos Silenti-
arios zalib'eiche Epigramme und eine Si-btiderung der Sophienkirvhu
ihrer Kanzel.*) Andere Kpigrammi'ndichter aus der Zeit des JuMiuMJ
sind Makedonios, Julianos aus Ägypten, Leontios Scbolastikor)
(d. h. Anwalt) und der geistvolle Agathias. Den Abschluss dieser
bildet OtiorgioB PieidoB, der in der^uroton HlLlfte dos 7. Jahrhun
neben der historiai^hen und beschreiben den Dichtung auch das Epi(
pflegt«. Die Lcihtungon dieses Kreises von Dichtern worden freiiicli du
die allgemeinen kulturellen und littcrariHchvn Verhftltnisso und den rlwl
torischen und »cholastiHchen OcKobmuck der Zeit niudiTgt-drQokt. und noTi
einzelne ihrer Epigramm« lassen sieb an Feinheit der Gedanken und Voll*j
endung der Form mit denen der Alten vergleichen. Den Höhepunkt un
zeitlich betrachtet, den Mittelpunkt dieser etwa anderthalb .lahrfiand
dauernden Blüte der epigraunnatischen Dichtung bildet Agathias. Er Mj
es auch, der durch ein« Sammlung von Epigrammen zeitgeii
Dichter, denen er seine eigenen beimischte, das lebhafte Interesse
Zeit für diese Gattung zum Ausdrucke bracht« und dadurch mwoU ftj
die Erhaltung der vorhandenen Wcrkchen als fQr dio Anregung tuM
wirkte.») Wilhruud die früheren Sammler den Stoff alphabetisch gfiorM
hatten, hat Agathias seine Sammlung nach den Gegenständen (Widmunp-
inschrifton, Beschreibungen von Kunstwerken, Grabgedicht«, Sdunfrj
godichte u. s. w.) eingeteilt. Ein Teil der Sammlung de« Agatbtas
der umfangreichen teils in Trimetorn teils tn Uoxnmetem abgefaB«l«nB»*]
leitung ist später in die Authulogia Palatina (s. u.) Qbergegangeu und un*]
auf solche Weise erhalten worden.
In dor zweiten Htllfte des 7. und im Vorlauf des 8. JahrhuoikrUj
an wir so gut wie nicht« von Sinngedichten und auch die üborli«*»-]
') Vg). W. Clirist, Owcliiclit« dergri*-
cliUcJioa Littcratur' (lt<90] S. 663.
<) Tgl. W. ChriKl, a, t. a & Ca
V Vgl. 8. «1.
S. Profanpoewie. (§ 8U)
ImogSgefichJclite der alten Eiti^t-auuno wühi-üiid dieser Zeit ist iu Dunkel
KehQllt. Erst mit di>m Anfitnge dtia Ö. JahrhundertR lioginnt eine neue
rBlÜtezeit <ier EpiKi-ammt>niliehtung, die bis gegen das Kiido dos 12. Jali>
faunderta andauert. Ihre Hauptvertreter sind im 9. Jahrhundert Tlivodoros
Studitc7<, im tO. Johaitno8 tieonietres, im 11. Cliristuphuros von MyÜlenej
und .lohannt'B Maiiropus, im 12. Thoodoros Prodromos. Auch in diesen
Periode geht mit dem dichterischen Schaffen das bammeln und Sichten
Uand in Hand. Gerade in der Mitte dos Zeitraumes, dor zwischen Thoo-
doro« Studit^'K und Johannes Ucometrt)» Wcf^t. etwa um das Jahr 900 hat
ein TliessaHer, der im Dien«to Leons dos Weisen etaod, eine Iduina^
äunmlung von Epigrammen veranstaltet und einem gewissen Euphemios
gewidmet (daher als .Sylloge Euphemiana* bezeichnet). Eine ähnliche
Jeiiio Sammlung veranstaltete viel sptttor ein Unbekunnter, indem er dio^
Epigramme und (jek-genhuitsdichtungen des Johannes Geomctres mit alteren I
[ Bptgrammen vereinigte, ^e steht im Codex Paris, suppl. gr. 352n
ifgL § 30ß Anm. ;t. Weit reichhaltiger ist eine Sammlung, die ungefjihr um
elbe Zitit wie die Sylloge EuplicmiaiDi, im Anfänge dos 10. Jahrhunderts,
[nt^inden ist, diu des Koiistantinos Kopbalas {KwieravTtrvs 6 K*^aX5(],
[Sic ist ans in einem einzigen Exemplar, dem berühmten Codex der
^Bililiotheca Palatina in Heidelberg, erhaltoit, nach welchem sie ge-
rühnlicli Aiithologia Palatina benannt wird. Kcphalots bat dio Epi-
oncli den OcgoniKtilndeii in Ka))itel eingeteilt; doch lassen sich
EÜgentUmlichkeiten der ur»priinglichen Anordnung der Hauptquellcn,
denen er gesch&pft hat, noch da und dort deutlich erkennen. Ausser
Dheren Sammhmgcn wie denen des Meleugros. Philippos und Agathios
lUnatzt« Kephalas eine Sammlung von Aufschriften auf (Jrabsteinen und
l'BiMwerken, die ihm ein gewisser Magistros tiregorioa überlajusen hatte.
■Aldi Epigrainme einiger Zeitgenossen wie des Ignatios, Kometas und Kon-
(rtiatio von Khodos nahm er auf. übrigens i»t nnchgewicsoo, das» nicht
Be ini Codex Pulatinus enthaltenen Kapitel von Kcphalas herrUhron. Seino •
IriKiit beginnt offenbar erst mit dem nach Jacobs' Zählung vierten Kapitel
[ötr Kaadschrift, das durch die Prooemien des Meloagi'os, Philippos und
thtu eingeleitet wird, und schliesst wahrscheinlich mit den Knaben-
fifigrwiimen des Straton. Die .Saminhnig des KcphaJas ist ein herrliches
Zmgnta für das Wiederaufleben des Ooschuiackos am Sinngedichte und
iiialut sicherlich in den folgenden Jahrhunderten mannigfache Äm'ugungen
[SBgetKin. Der erste und tieissigste Leser der Anthologie des Kephatas,
|4eo wir kennen, war Suidas, der in seinem Lexikon liSulig Epigramme
MBcr mit dem Codex Pnlatinus genau Ubereinstimniondcii Form zitiert.
Endlich hat um Ende des Vi. oder im Anfang des 14. Jahrbundort«
Maiimos Planudes eine neue Sammlung von Epigi'Ammen veranstaltet,
^K tr unter dem Titel 'Ar!}(iiMj{a iiaqü^wr /.Tij-^rt/fjurirwv verSlfentlichte.
Aach er ordnete die Epigramme nach den (iegcnständen, ging aber hierin
■*ch weit4)r als Kephulas, indem er die ganze Sammlung in 7 Bücher
M diese wiederum nach den Materien in zahlreiche Kapitel einteilt«.
fe der Auswahl Hess er sich weniger durch den poetischen Wert als
durch die litlcksiclit auf die sittliche Heinheit und auf den Geschmack
2. Prof&Bpoeaie. (g 3M)
729
%, lliir*niillcl: In dun wirhti^Ktrii Punkinn iibxi^liliflHixMido IInuptHi>Iiriftua Mai
li* Prologoraona tmd Kumincntiir« in dun gutiuniitDii AusgiibuD vun Juuoba. ~- F. Gu.
IchnviilDwiD. l'rogyiiuiaamaU m imllioloKiurii ariiucjuii. l'rogr, (i&ttiiigou I8&6. — Q.
'tttaler. KTttmchc L ntcniutliuDKi^" lui ■.■cBrliicmu dur kmvcIii'H'Ik-'ii Aiithulogie, Dias.,
tOfidi 1676. — I'. Wolter«, Du epi^mmmntui» >;rH--r.'i>ruiii iiulhulo^ii«, Ualla 1883, ~
Uao SternbacU. MeletoiuaU «riticit. P. t, Wivu iSHd. — C. Diltli»^ . De opigiRmmA-
Im Bjllogia qnibiutlam minuribiiB. loilex tect. tiOtlLagen 1897. — C. Diltli«y, SvinbolHe
iiitM«) aÜ uiUiologiMm gia«CNii, Index loci., (lüttingen 1801. — C. Diltbey. Coniirtnnpii
erHk* in antltologiiiBi ^■'■"'■^"'n. Inilex lec.t., ttflltingnn INOl. — II. vao Elvrwardon,
BlDdia critica in epigrammntn gritecii. Lpiiicn 1^91 (tum 3. Udo der Kditio Didoliana). —
K Sakolowki, De Anlliologin l'nlnliiiji qiuiosHnnes, Dias., Lvi|ixig lä!'^ (hnndcll QLer
il* AnÜMlAgion Aee Diogetiinnos von Hi>rnkleB. die Dnplininku des Agnthiun, di« Ijui-Iluti
4m U. KucIim der Anlliologi« l'iilatinii u. s. w.). — H. StiMltmQller, 7.nr (;rivclLiHclii.-ii
JUlhvIo^ie. in .tV-Btaulirift zur Eiriwi-ilniuf; iloa nouDn licb^udi-s t. d. lirusshora. iiymuiuiiuji
)b HfiJelbeif ', LcipiJK 1SÜ4 8. S.'> — 15. — Carl Kadinger. MeleaicruB vuri Uuduru. Iiiiis*
Inrk Ih'Sö. — l.'tbvr di« wiclitigaten Fnut«ii orientiert vorlrelTlIcii dfi Aitikul Antlio-
Ugia von L. Sobmidt und lt. Reitseoat^iii in Paulj'8 ItvalHriivklopUdie, Neue Ueai'boi-
ßl (1891) 23ä0-389l. ~ Die nbri^i- fast unnber^eUbtue il(rrslitU<ratnr, die Obrigm«
rfiMteils aUMeilulb dos bjriantiniitcben Litl^ratnrkraise« liegend» Friig«n bptrilR, ■. bot
iW. Enf^elmaoD, Kibliolliora ncrinleniin claMicorum 1* (1880) 138—144, in CnlTarya
BMNtJbecii pbilologica clnabicn und den ■□niitigcn noiinrvn Libliogrniibiiwlien llilfsmiiUui.
T|L a«cb Vi. Chriat, (ieschirhto der gri«di. Litt' (IRQO) 444 f.
4. tTaberliofnrung: Di-r ('odex I'aintinus 23 s. 11 ist nidit bloss durch Beinen
jUalL Medorn auch durrb srino Schi(^kEtnIR bcrUbml ^nwurdco. Kr kam ISI^^l dutcb di«
Mekong doa UorauEH Muximiliaa vun htnyurn uuh Heiilvlburg; in die vutikiiuiatbi» UibJiu*
IM, 4aaD wAbiviid der ftiinaUBiacli^u K«va1iitiuii im Jabre ITÜT nacb Paris; nui'li dem
hiittr Frieden 18]j kam der (^rBlo T^il fUudi 1 - 1.3) wieder nacb Heidelberg, der Sobluw-
MI^Bucb 14 und l.'>) blieb in Paria; von ibm begilit ücidrlborg nur ein Faesimile. Kin*
Maae Beacbreibunit Raben lulettt P. Weiter», a. a, O, und U. StadtniUller in d«n
frakcam«!)« der oWn Kenanjiten Anigabe 8. III X; ebenda 8. X— XIV ßesrbreihung dca
tIM £• PlanvdM eigener Hand geschriebenen Cod. Mnrcianas 481, d«r die Anthologin
ilknd«« «nthslt, and dpr Uns drr klcinertin RHinmlungon < Kuph^niana u. a. w.). Nühorei
fHUahlBgca verspricht äluihnitlllar Im 'J., bxw. '.i. Hand« zu gebcu.
I 5. Von den Urhdbcrn der droi wichtignten .\nlbotogien drir byuintiuisRhen Zeit sind
nr Agalbiaannd i'lnondoB noch ihrem Leben und ihrer sonstigen tittemriüi^ben Thfttiß-
Ut («MiHir b«k4U)Di; vgl. S, '^40 ff. und b4'.i ff. Vun Konstnntinos Kcphulus er-
Utm vir nur aua «tnigta Knndnuiiien des (Judex Pulutiuus. dass er .-^ehlllur de» crwllbnleii
Qnnnas Ua^iatroa und mit der KrkJllniD^ der epi^ratnmaliacben Poeaio betieliiiriiiit war.
iHMst wahraebeüilicb iel er iitentiach mit dein Prulopapan Konstuntinon Kutihalaii.
|4h ta der Furtaclaung deä TlieupbHiiM S. 3H8, 23 IT. ed. Bonn, iu Verbindung mit einem
Twkiliull des Jahre* Sil folg ender in HMeu eru'tthut wird; iinjoyöriioy avr tä atfiäafita
mi C^mucm! {i'itii Kwy«iHri!fof rtfuionaUB rnJ :ntiuiiot<. lev Ktqiitkii ttyouii-er u. s. w.
IhuM butot die St«lle in der Fort«ottiiag des Georgioa Monavboa 8. 881, i ß. ed. Uonn.
Jtl«- Mck wauD diinM tlleicbsotxung nicht itttrAfo, konnte man den Kephala» loit Sicher-
heS in di* oiato Hllfln de« 10. Jahrhunderts setnen. Uobor Kephalas vgl. bes. P.
Wolura. a. a. 0 S. D ff.
6, Kine beliebte Spielerei bildeten dlo DrlthmetiBchnn Kpigrnmme. Vgl. Zirkel,
Ut tnlknieliBclien Epgrauime der grieohischen Aolhulogie Ubereritxt und crkllLrt, liyninuaiiü-
Kr.. Bonn I8&!L ~ P. Tanncry, äur lea cpigmmmaii ariUinit^liqueB da l'uutbulegiu
lia«. Kew« des 6t. gr. 7 (1804) 59 — 63. — Hieber gebOrcn auch diu naKunaunt«»
iMptepha, die dariu bestahen, daas eioislae WOrtw, Sltio oder Venu, nacb dem Znkl-
■<ri der ilucbslaben berachnet. gleiche SumnieD Sieben. Einen darauf bezQKhclien Text
kil oiaiiten ll«isp«alon von isepsephen Würtem und Versen ed. aus Cud. Paris. 1630
Ff. Buiasonad«, An. gr. S (1830) 459- 4.'>1. VkI E. Piccoluniini, Di Leonids Ale*-
M^rino de' M« cpigrammi e della iBopsefia. Kendiconti d^lla R. Accademin dei l^cei.
CImm di Mieaie merali, aloricba c lilolaglchc vol. IM (1894) 3.^7-381. — Ein Usiapioi
tnthnt au«b Kr. BancaUri, Studi ilal. di tilologin dasgicn 2 (1804) 201 (Cnd. 1909).
7. Zor Ergtmiang der Anthologien dinnon die aU Inschriften anf .Stein. Metall
L t, w. erhalleoen Kpuramme und die tiltemriirh nbcrlioforten WoibinBchriftsn,
Cpitapbtea n. ü. w. Bin inter«9BuntL-K bdapiel haxametriBchor Pomib aus dem 9. Jabr-
kaadert iat «toe in dn- Kloatcrkirchu eu Skripn (üüol.ion) atbnitene Inschrift, die lulettt
Jei. Strsjfawski, B. Z. 3 (1804) 8 f., verlUTentl.chl but. - Tbood. Preger. Inscrip-
iMBM graäcM n*tricae ex a<'riptoribus iiraeler Antbutugium oolluctae. T^ipxig läOl (enl-
yit BaMbee BTuatiiiiaebe wie das berDLint« Cirabopigriunm aal Kaiser Mnurikios (a. g 100
730
ByzantlniuhB Littoratnrgesctdellte. U. PooUaoba Litt«»tar,
Anm, b), Kir>'1u'i]in><>}irili< II nu« h'iinl u, h. «.). — Dto Ton W. Clinat, IlMchicbU 4h
griech. I.itt. * [l^'Htj 414 f. nng^riilirton Werke von Kaib*!, Al]«n uni Pnchstoin txtiiJjB
«> e"t wio auMchÜMKlieh din alt« Litlnrmtiu'. — Einigo lücbrin««! aaa Kir«iiMt m Xpd '
stehen im Cod. Vindob. ni«i). gr. 43 (X«mcl} fiA. US* -144'.
S. LittemrliiMoriacli intnciuutiil nind die H otw« um dio Mitte dpa 10. jAbrhimdHti
abgnfoMton jimbinchnn Lobgoilichtc iiuf Nikntnx, de» V>riiiul«lt)tr einer ilLwÜHf!«
ßamnilung i^hinirginrhcr Sdirif^on. die uu im .Arrliotypu« diM«r SAniiulnnK, dem Cod Lmr
74. T. auiliRnulirl nind- Ed. IJ. Scliftne, AiiollDuiu» Tnn Kitiam. (.eipng 1896 S. Sil U
XIV. — Iloiclit«nftwert ist uucb dus wühl dorn aiu End« dps 10, nder dem Aotwog d«
11. Jntirliuiideil« stainmuiidu Widniuii^BKi<diclit in ilor hcrrtiuhoni fOr KaisM BiniUMll
lierg«atcUt«n pHalturlis, div juüt iii dur Muciiebibliotlii.'k xu Venedig (aU Cöj. 17) Hf ,
bewahrt ist. Anruiig: 7'u dni^/jn xmröy luJt tmr ÜQatfiintr.
305. Theodosios, um die Mitt« dos 10. .Tabrhundert^ Diaknn in Kon-
stantinopcl, vcrfanste ein panegyrisches Gedicht: 'AXtooi^ iTfi Afr'c,,-
(1039 TrinietiT in ■> Akroasen). in welchem er die Vorti'oibung dor Aral'er
au» Krutn (961) und den daraufrolgcriilcn Sieg flb«r dio Suruzcnen in Syrien
(bosoiulcrs dio Eroberung von Cliak'p) bosingt. Dus Vi'ork isl kurz uiub
dioHL^n Ervigniflsen abgefasst, wurde jedoch, wie sich aus döni in Pniit
abgefaaston Widmungsbriefe ci-gibt, von Theodosios erst nach dem Todt
des jugendlichen Komanos II (959— 9(»3) veröffentlicht und soinoin Xatk-
folger Nikephoros l'hokas (963—969) gewidmet, dessen Kri«g8Üui«fl
Bän lltiuptgi'genstand desatilben bildun. Dur Verfustior sucht sicli wA
%inen V'oi'wurf durch eine krause Polemik gegen Homer zu einpfehko;
derselbe habe einen winzigen Feldzug in bombastischer Weise besungn
und kleino Dinge zu grossen Tlmtun auTgebauscht; sein LUgcngimcbe ni
lüeherlich; unbedeutend erscheine das gi-iochische Ue^^r, schwHcb sttM
Fuhrer wie Achilles und Aias; wenn Uomer den l'fud der WahrhtJI
wandeln wolle, so möge er die Kampfe vor Ilion uufgoben und statt deestt
die Htrömo von Blut bosingon, die auf Kreta geflossen seien. Ähnlidic
Seitenblicke auf Uomer erheitern auch im weitem Verlaufe dos GedichlM
nicht minder als die hyperbolischen Vergloicho eeine«! Helden uül i^
Berühmtheiten dos Altertums. Trotzdem besitzt die Darstellung desTli*«*
dosios manchen poetischen Keiz und erhebt sich zuweilen sogar zu walirir
Begeisterung, üfti>r freilich cnnildet sie durch breiten SchwxiUl (ninc
wunderbare Probe z. It. IH Vtl f.) und chruiiik«nurtige Aufzählung. Wenn
so der dichterische Wert der Haiosis starken Bedenken unterliegt,
gewinnt .sie doch einige Bedeutung dnrch die Nachrichten Qber «iuee
wichtigsten Ei'olgniese der byzcintini»chen Uoschicht«, die »choii von K<:
stuntin l'arpbyrogennetos gründlich vorbereitete und von dum gvwaltil
Feldherrn und nachmaligen Kaiser Nikophoros Pliokus ausgeführte Wii
eroberung der seit 826 von den Arabern besebilen, strategiitch und Iti
Di«rziüll hochwichtigen Insel Kreta.
1. Ausxaben; Kit. pr. VI. Cornnitu» in soinem WcrkvCrota aacra, V«aelütl7J
vol. [ 2G9— 327. — DArnncli nd. F. Foggini, Nora appeadix corp. hiat. El]näiiliaae> T
ITTi S. 3.^1—390. — Ed. Fr. .Tanolia im Bann«r Corpus mit Loo OiaeoMis, B««o
Vgl. Pmof. 5. 32-38. — Wicdorbott bei Migne. PatroL gr. 113. 987-106a
2. tlilfsmittol: lieber die Kri(igi>thnton des Nikephor an Plioka« «.(>. Iletllbar)
OoBcLiulitp der Bj-xniitiner, Berlin löölt (Onketis nlUomoiiie Ucochiclilo in KinuldiM'
liiDg«ii II T| 8. \m f.; K. Leonbordt, Kiuaur Nikephoros II PliuLaa iiii<l die UamdlOi
»60-969, Dias-, HuUe 1877. und bo». Aaa glÄniande Wat* von G. SrhlumberS'
Nic^plioro Phocaa. Pniu 189Ü (ObtT Tbuudüoiua S. 84). — Znr Uetnk ukJ Kritik dw ^
dicht« vgl. die S. Q98 »tierte Ablnuidliui; vua Fr- Kubn S. &9 £
8. Pntiuipoeaie.
305-306)
731
)6. Johaones Eyriotes, gewülmlich nach »oiaem Beiaunicu Geo-
bczoiclinet ('/««rci^s ä Kv^ibiit^^, ö rfwjuerßi^c). eine dor interosijun-
m IVr»önlic1ikoitun in dur byzniitiiii^clieii Littornturgoschichte, wurde
1er zweite Sühn i'ioOH hoclislehcndun BoAintou aamäns Theodoros in
[ersten Hälfte des lü. .lahrhumlerts geboren. Seine Ausbildung vor^
er dem Lehrer Nikephoros, dessen er in einer Orabschrift und \a
>ignui)nien wiederholt gedenkt. Violleicht ist dorscibo identisch mit dem
itrikios KikephoruH, der unter Kon&tantiiio» l'urpliyrogcmiutoK als l'ro-
isor der Oeonietrie thätig war, und vielleicht hat auch der Beiname de»
banne« selbst eine Beziehung zu seinen mathematischen Studien. Ein
rwt«r tielebrter, den Johannes durch ciiio (irabschrift feiert, ist der
ftgistroH Thoodoros Dokapolitc»,') offcubai' der uiit4.-r Konstantin
»rphyrogennetos und Komunos II berühmte Jurist dieses Namens. Andere
rabepigranune widmet Johannes dem MJinche MaloVnos, dem spater
moninerten Oheim des Kaisers Nikophorott Pliokas.*) und dem l'atriarchen
p|]r«uktOB (956—970). Aus mehreren Überschriften geht hervor, dass
jkannos da» Amt eines l'rotospathars bekleidet«. In vorgerückti'ni
■r, als er schon ergraut war, wurde Johannes zum Priester geweiht;
ij^f bezieht sich die im Codex Vatic. Pal. 402 fol. 360'— 363 erhal-
BW Itedo: Ei^ iaviöv, ^ti*u jr^Kf^iitt^oi /x*'9"'"*''}^'l- Aus dom Titel dus
Eltzee 'Itoärrov n^toif(/ovot> toü I'twfultQov Iltnl tov fiijXov ergibt
dass er später Bischof wurde. Vasiljevskij vermutete, dass er den
D von Melitcne (in Kappadokien) eiiiiiabni; ur stützt sich dabei auf
B bei Skylilze-s*) erhaltenes tirabepigramm auf den Kaiser Nikephoros
kas, daa in Tou und Sprache mit den Dichtungen des Johannes Geo-
und speziell mit den Epigrammen auf Nikephoros Phokas so innig
randt ist, dass man o« unbedenklich demselben zuschreiben darf. Der
iasser hcis.-it aber bei Skylitzes .Johiuinus Metropolit von Meütcno".
Tann Johannes Metropolit wurde und wann er starb, ist nicht genauer
iL Mehrere seiner Oedichte beziehen sich auf Ereignisse aus der
Bgszeit des Johannes Tzimiskes und Ka-iilios 11, z. B. auf den im
I Ö75 sichtbaren Kometen, den er zu einem Wortspiel mit Komotopulos
b) verwendet, auf die Niederlage der Khomaeer im bulgarischen Eug-
Aem RhodopegebirgOB im Jahre ytiti {H. ÜOfi ed. Cramer), auf die
eh die Bulgurenkriege und die DUrre des Jahres 989 verursachte
rige Lage des Ackerbaues. Ob er während dieser Zeit noch in Kon-
llRtinopel oder schon in Mclitene war, litsst sich nicht mit Sicherheit
Demachcn. Jedenfalls war er schon viel früher Metropolit von Melitene
|fW<irdtiD; denn die Abfassung der Grabsclirift auf Nikephoros Phokas,
St er als Metropolit vornahm, fällt doch wohl bald nach dem Tode dieses
[lieers (969). Vielleicht sog .sich Johannes im hohen Alter als MiSnch
Koostantinopet zudick; damit würde «eine in den Gedichten Qfter
procheno Woltvcrachtung und Neigung zur Abgeschiedenheit stimmen.
8UU dw bei Cnmer Q. 297. 28 ge-
«D Jiimnöttiv iat, wie Vaalljevttkij b»-
liai. .^f««ii«Ui^r III {«aen.
I Vgl Um Dialtooc« ed. Bonn, a 83, )$.
*) KndiDDoH pJ. Bona, 2. 378. Auch ün
KommcmUir zu Leon DiAkoDoB |ed. Doim.
ä. ihü. \'e}. obon g. 808 Anin. 'i.
732 ByMmtinlache LätUrktargMchichte. H. PMtUche ZAltSi^i&t^^^^M
Sein Hpcztcllc8 Intcro&sc dir <la8 lierühtnt« Klottor Stu<lioD bi-wiUt •■in darl
Kirche desselben gowidmi'U's Ckilioltt {S, 306 ed. Cramer). Oir Illijt«««)
des Johannes fllltt mitliii) unter die Itegierung der drei grossen Kaiser
Nikoplioro» Plioka-s, JohRnncs TnmiskcB und Basilios n. lu 8«inuD Foemo
Gmk^n i^ich maniiigrudn.- ßcxiohuiigcn auf dii>Hi> drL>i HorrM-hor; äoch fllhlU
Eich dor Dichter /.u ihn<.'n nichl in glt!ichem Grade hingezogen. t>etn Lieb-
ling und lleki ist offenbar Nikephoros Phokas, den er ob seiner Tapfer-
keit und edlen Üpsinnung mit Ansdrilcken der höchsten Begeistoning fwrt
und wii-dorholt aU t^-ttt^r tin.s d(*n Drangsalen der Zeit au» soinom Gralo
iiufrui'l. Dioso Partei Stellung ist bei einem so tief rehgi^on Mann^. wie
(Jeometres war. um so mehr bemerkenswert, ab Nikephoros Phokwi W-
kanntJich wogen seiner Massnahmen gegen das Anwachsen des Ktoeter-
guteis heim Klorui* nicht boHoht war. Den Johannes Tximiskes wmb
der Dichlor zwar nueh zu »'hiitzon; doch kann er ihm dio blutige TliBt,
durch welche er den Thron gewann, nicht verzeihen, und in einer för ili
Redichteten Grabschrift lässt er ihn sein Verbrechen freimütig bekenwa
{S. 268, 22 ff.). Noch woniger scheint er sich mit BasiliosH befreoftW
EU haben. Die Eigenschaften, welcho in der ersten Zoit soincr Regt«ntti;
beBondei'8 hervortraten, wuren idlcrdings nicht gceignol, ihm die Zuneigung
eine« Freundes der Wissenschaft und Litteratur zu gewinnen. Wir wi»«
aus P&elloa und anderen Quellen, dass Basilios ein rauher Kriegsmann vdI
Koergie und Kraft, aber ohne feinere Bildung und den WissenwAaRoi
wenig hold wnr. So veretohcn wir die wiedcrlioltoii Klagen dw Jofaaiuw
daas die Männer der Jetztzeit wissenschaftliche Bildung verachtea utrf
ihn selbst wegen seiner Htndicn verspotten (vgl. S. M] ff. ed. Cnuwr).
Johannes hat pootisclio und prosaische Schriften hinterlassen: doch heniU
seine littcrarischi> Bedeutung vornehmlich auf seinen Dichtungen,
lassen sich folgendermassen einteilen:
1. Eine Sammlung von Epigrammen und GclegODhoit4|4
dichten. Sie %-erdient unter allen bekannten Werken dee JohannH
ihrer litt^rarischen Bedeutung die erste Stelle. Die Gedichte der Sil
lung sind nach Form, Inhalt und Unifang Äusserst verschieden: Die Vcre
mass« «ind der Trimoter, der Hexameter und das elogieche Distidun;
den Inhalt bilden weltliche und geistliche Vorwürfe mannigfaltigst« Art;
der Umfang der eiiizolnen Stflcko schwankt zwischen 1 and mehr <k
100 Versen. Unter den Gelegonheit^gedichtcn des Johannes finden wir ob
Teile »ehr umfangreiche Grabepigrammo auf die Kaiser Nikepb«w
Phokas und .Tobunoes Tzimiskes, anf seinen Vater, auf soinoo Lehrer Nil;**
phoro^. auf einen gewissen Koitstantinos und auf den Patriarchen \'<ij'
ouktos. Von hohem Interesse sind einige Gedichte Über KeitgeschiiM-^
liehe Vorwürfe z. B. über den Kampf der lihomäer (wolü auf
Kampf zwischen Bardas Skieros und Bardas Phokas lit-Küglich), Über '
räuberischen Angriff der Iberer, Über die Bulgaren, über den Komel
d. Ii. Samuel den Sohn der bulgarist^hon Kornes Sisman (s. o.), Shtf <
Niederlage der Rhomuer im bulgarischen Engpaes (s. o.): hierher geh
auch die Gedichte auf den Magistroa Theodoroe Dekapolite« (x. o.),
S, Profftupotri«.
7S3
h Hicliael MalcTnos, aiif die reclit« Hand des Niki^pliorott Phokas,
r mit dem goldsjM'iitjtuiden l*aktnlns vorgleiclit, ttber oino von ihm in
igurutir uiittTnomnieno Kcia« von KünstauUnopuI uacli Selybria (in-
t durch die ergreifende SchiJderung der Xot des Landvolkes) und
grOAsero Stücke ohne Überschrift, %'on denen besonders da-i janiIii»cho
iht S. 342 IT. (od. Cramcr) Beachtung verdient. Kino rocht, k'ttens-
Gnippe bilden die Epigrnmnic Httorarliiätorischün und ge-
clitlicben Infaalta. Johanne» borücksichtigt in derselben Rovrnhl
leidnische wie die chrifltliche Vergangenheit; neben Kjitgrnniiiien auf
tcr, Philosophen, lihetoren und Historiker wie Sophokles, Arcliy-
laton. AristoteleB, Siinplikios. Torphyriot«, Jantbliclioti;, PhilüHtrutoa,
ioM, Xonophon u. ft. «tchon rriedlich Sinngedichte auf berühmte
envätor, Kirt-hciidichter und Iluilige wie Gregor von Nauanz, .lohanncs
HOstonio», Basilios den tirneaen, den Meloden Romanos (s. o. Ü. 668),
leiligen Blaains, Deniotrioa, Theodoros Tyron, Stephanos. En^tratios
(*ine OuiiotwioD u. a. Weitere Epigramme buhaiideln Vorwürfe
dor Mythologie, Geographie, KunstgOBL-hic-hte u, a, w. ■/.. B.
(itti«n Kalliope und Urania; den Berg Olympos, den Fluas Maeander,
lUdte Athen und Konstant! iiopel, daa gegenwfti-tige Athen im Gcgcn-
xur Vergangenheit, die Stadt Nikaea, die drei durch den Ölbaum
bnit«ii Stadt« Nikae-a, ['raene«toa und Athen; daa zum Schutze dos
iberge» aufgoetollte Bild des hl. Kerykos; die Kirche des hl. Kyros
die des Klosters Studion; einen Prunkdegen; einen Musikanten: den
I von Praeneste: einen schfiuen Menschen; einen Knirps: einen
liehen Eunuchen; die rot« Unterschrift des Kaisers; da» Weih; die
[che Liubu; eine Anrede dt« Mondes an einige Nttchtochwiinner u. s. w.
schon von Apollonios von Tyana ausgesprochenen Gedanken, den
er Michael Akomtnatos (s. S, 469) wiederholt hat, kleidete Joliannea
Gpigrainm ,Auf einen, der nach Griecheiüand ging und ver-
t
Ov flui>flirQa>y y^r, äii' Uur t^v "ßkläitt
mulireron Godii-hten ,An sich selbst' (fcVs iavrcv), ein Titel,
JobanneH dem Georgios Ptsides entlehnte, bekundet er seine tief reli-
LeWnsanschauung. Verwandt im Tone sind die Epigramme auf die
and Hflbsalen de» Kcbents. Am wenigsten gefallen die StUcko, in
Wi Johanne« die abgedruschenon Themen der Rhetorenschulo in
n behandolt, wie die Gedichte Über den Frtthling, den Sommer, die
Oge eines edlen Pferdes u. a. Übrigens weins der IMchter auch
ea SophiittenschnuiTen eine chriittliche Nut/.auwondung zu geben; Ein
Gedicht ober einen Mann, dor ein Mädchen um Waaser bat und
in daatielhe verliebte, acliliesst mit den Worten: „An Dich, mein
tos, an Dich halte ich mich, Du spende Dein lebendiges Wasser; das
meinen Durst stillen.'' Einer rhetorischen Übung gleicht die Monodio
jneii leichter von Seiten seines Weibe». Seinem Lieblinghhelden Nike-
PhokaH widmete -lohannea die Melete: Was würde wohl der hl.
r Nikephorai sagen, wenn aeine Bilder vernichtet wQrden? Auch
794
BytaoUsUehe UttenbirgeMliIeht«. U. Po«tiacli« LltUr^tw.
die Gattung des KätticlB ist wenigstens durch eine Kummer {^vtjfot lu
SXai) vortreten.
Wi>mg«r origiiiöll sind die Epigramme und Gedichte geiatlicliea
Inhalts, deren Vorwürfe zum Teil schon von Georgioe Pisidoe undTlieo-
doroH Stiidit^H hehundelt worden waren. Johannes feiert hier die Geburt,
Tnufc und Himmelfahrt Christi, das Kreuz Oiristi, den reumütigen Schlcbtr
am Krctiz«, Clirixtiia, aU er auf dem Schiffe ttchllof, den Kncengel, di(
Apostel, den englischen Gniss, den Tod der Gott08mutt«r («in in der cbrift-
lichen Epigrammatik ungemein heliebteä Thema) n. s. w. Dazu konml
die später so eifrig RcpileKte Gattung von Epigrammen auf HeiligM«
bildor. KuU.nrgegonstände und dergleichen ä. B. ila.s Bild Aes Ertiieert,
den Gürtel und An» Qowand der hl. Jungfrau, den Sarg de« hl. ]*«nt«liw
mon u. s. w. Den BcHchluss bilden einige umfangrfichere Gedicht«: m
Geb4>t (»i'z';). ein Bekenntnis (tioftoXiiyi^atf) und eine jambische Paraphiwe
der neun Oden des alten Te-itamenta.
2. Eine Sammlung von 99 Tetraatichen im olegiRclicn Masse lub
dem Titel Paradies, in welchen die Askoso empfohlen und Aiis-ipHIc
berühmter alter Asketen wie Karinon, AnUmios, Achillae, Pior, Lul:ii
Besarion u. a. gefeiert werden. Ebenso reichlich benutzt der Vurf*
Au.te'pi'Itche und t'rzKhiungen hur der alten Litteratur und Mythologie.
3. Vier grosse Hymnen zu Ehren der hl, Gottesmutter (a
nannte Xtu^maftoi) im olegisclien Masse mit einem jambischen Natlii
in welchem der Dichter bemerkt, den Hexameter habe er als der gB
liehen, den weniger gewichtigen Pentameter als der menschlichen Ni
Christi entsprechend gewählt. Damit vorbindet sich ein alphabetiscl
Hymnus auf die hl. Qotto»muttor, in Hexametern, aoa lauter
Teil sehr kühnen Epitheten derselben gebildet, von dunen die in täl
Verse stehenden alle mit demselben Buchstaben anfangen z. B. A^aa
dyi'OKrn';!', axgttriot; liiaxioröxtiov, || BaaiXiäa, lß(nst}.r^ftvda, ßaoüijftf
tiiQftr u, ». w. Als Dichter der Hymnen auf die hl. Maria wird Jahani
in einem aus drei elegischen Distichen besteliondeu anonymen Epig
gerühmt.
4. Ein robgedicht auf den hl. Panteleemon ('£yx«/ii0r »k
äyiov fiiYahi/tiiiiti'^a tlafttin'^fitiva diu atixtor laftßiimy). In 1042 Jan*
bischen Trimetem erzählt Johannes das Martyrium de« herilhniten hl
Arztes. Beachtenswert ist der eingeschobene Dialog, der mit den
dramon des Ignatios u. a. verglichen werden kann.
Johannes Goometres gehört als Dichter ohne Zweifel zu den «rFnU
lichsten Gestalten der byzantinischen Litteratur. Das Beste ernHcht
wo er selbsterlebte geschichtliche Vorgänge und Zustände nnd smU*
Stimmungen schildert. Auch in poetischen Beschreibungen und im l'oinli
stil i8t er oft recht glücklich; nicht selt«n aber wird er durch alliu reic
liclie Anwendung rhetorischer Kunstmittel konventionell und fro«tig>
Honders chanikteristisch sind fllr ihn die Spiele mit Worten, besonilcrn
Eigennamen, und die nsyndotisclio Häufung von Beiwörtern. Die Welli
schauung des Johannes beherrscht inniges Gottvertrauen und warn*'
Patriütiismus. Dem heidnischen Alt^-rtum steht er unbefangen gegeDÖkcfa
a. Pror&Dpoeaie. '§ 306)
735
SCwar wahrt er zuweilen ausdi-Ucklich den chmÜiclien Standi>u»kt, z. B.
!venn er die Athener auffordert die hl. Gottesmutter zu ehren, die melir
vermocht liaho ab nllo Wmcn und Hehlen Atlienn. Ah«r Reine kirchliche
lüberzeugung hindert ihn nicht, die alte Litteratur, hcnondcrs die Philo-
Isophie. uiit Wort4>n aufrichtiger Ik-goiNtcrung zu feiern. So »toht Johannes
in dem Jahrhundort der emsigen, aber individualitätslosen und muist
ntechnniftchon gelehrton SammeUhiitigkeit aln eine liebenawElrdige, lebens-
voUe Persönlich koit, die man geino mit einem um etwa zwei MenRchen-
■Uer Alteren Freunde und Bcwahrur alti^r Litteratur, dem gelehrten Krs-
bbchofe Art'thas, vergleichen mag. wenn er auch in anderer Weise aU
ÜMer thätig war. Für die im folgenden Jahrhundert beginnende littera-
litdie KenaiÄiance erscheint Oeomet.re.s als ein beachtenswerter ^''orlilufer.
Wunig BemerkonHwertes scheine» die erst zum Teil vcröffont lichten
Prosuechriften de» Johanne» Geometreij zu bieton. Sie entfallen in die
ßthiete der Profanrhetorik, der Exegese und der geistlichen Be-
redeanikeil. Unter den weltlichen Sachen finden wir ein Enkomion auf
^ Eiche, zwei Schildeniugen eine» Gartens und drei Kiikomion auf den
Apfel, von denen oineii ediert iüt. Audi mit der Theorie der RhoUirik
bit ajch Johannes beschäftigt; .lohannea Doxopatres und .lohannes Tzetze«
ntieren anter dem Namen eine.'^ .lohanne^i Oeometres, der mit unsei'om
Jukanne« zweifellos identisch ist, Erklärungen zu Aphthonios und Hernie-
gttm, die nach dein Gregor von Korintli als Quelle gedient babou. Über
du geiatlicfaen Ileden und SchoHen des Johannes vgl. oben S. 189
AsnL 4.
Anagab«!! und SpiMiaUcliriften:
Sammlung von Kpigraromoii: EJ. pr. J. A. Cmmor, An, Pftriii. 4 (1841)
3. Am ScUuBsi) aar Sommliing (S66. 8— 3Sä) lindct mdi njnn (inippo von
ICD anävrtr T«tfacavr. die som grQaäUii T^ik- uuch in ilcr ADtliulagln {'ututinn
Eta« minlidia Äb«ondoniiig dieae§ frutuden Gutes von itriii dp» Joliaiinc«
ktf &an*r niitwUn«n, Aach int flbrigen ist die Ausgab« unKäuü^eiid infut^u dt-r niniig«]-
Ulm paliAgruhiMh«)! und eiirnolilichon Kennliiisse und d^r icroMioii KIQclitiKkcil dee
MwMinäbafi, aar sich w#d«i iini die Krriiasung dos Inlmlts nocli um die HubuuK der
■UmMim TvxlTvrdorbniwo knmmnrtn und den geduldigen Leeer am Scbhime mit der
Atta trSaM: .Plutitna in omnibun dciprflvntB sunt, (|annini nonniilln iiiiisfiue facilo corrigere
|»<*ril.* — Di« Au«fcnbR von Crnmor wiederholto Migno, Patrnl. gr, lOß, 901 — 1002.
AMMdunawriiv h«t Uigno bicr im Texto einiges gebiiesert : dor orwitbntti rr«mdnrliga
fchlawKnü, Irtdi^r abor oui^b muuülic« tvoiMloH ei^btc (icdidil ist hier w(-ggelnsscn. -*
bm Toil der K|>«i;™ninie fd. mit i-iiiigoii VorbeasBrungen und Krlflulerungpn E, Cougny,
iKninunatoin Antlivlogia Palutinu, vul. III. Paris, Didol 1830. — Eincu Nucbtjng (Kpi-
pmn KC^O StyliAiioa) li«f«rt« Cb, Oratix. Arcbiws dve miiMiuna acivntiliijUiiB III. gi^rie
t4(18w) 185 r — Dto ParajdirMC äer nenn Oden des altt^u Tt>atani('uta Latte schon
*. H. Bandlai, Cnialogas rodicnm mas bibl. Medicae-LaatwnliAoae I (1704) <i:>~CS, «di«rt.
-; Zar F,i'kUntnji: Ittn unten uigofDhitsn ScbriftsD von Vasüjevskij und P. Tacchi
Viiluri. — A, I.ipovflkij. aus der Oeschicbte des griPchisoh-bnlKariscIien KAmpfes im
nwd II. JohTh., Journ. Min. 1S91 Ud 2TM Novemberbcft S. 120 -141. - Carl Diltbo}-.
% .uitTknamklum Gra«eorum sjrllosia ijuibuadnm minoribux, lnd»x lect., OOltingen
'Ji, und: SjrmbolBe criticao ad anthotugiAm Umecam, Index IteX., GCttißgen 1891
..'I.
U, ParaJie«: Ersciii«n zuvrat griuphisuli xu Venedig löfiS (hinter Nift-tjto I'liiJwiopln
'^■milaiiaa in Tulraaticha niagni patris Oiegorit Nncianz.). — Kd. i\ Mornllun, rnris
'Jto. — Ed. D* la Biene, Bibliotheca veterum i>atruin 8 (Paria 1024) 44Ö ff. Zul*ttt
S Migao, I'flttol ^r, 106, 867~8EH), — Tn raancbon Hia ist dur nafä-ttiaat flUiichlich
^•loa don A«lteren nx^teilt, und »iumnl ist dna W«>rk an^li nnler dieMm Namon ver'
''binljiijit wor^n: Niti ascetao ['araenetirjt e codtcibua DaruutadieDsi «t Beaneoai ed. Fr.
'tr. Warfer, Acta pliilologorum Monaconsium 3 (1820) Ol— US (mit ltri(iaoh«D B«-
736
B;zB))tinia«ha LitberatorgMchichU. II. PocUaeba tdUariLt
iDvrkunKi'ri ). — Kino Int'-ininrlir ncWrtctxDiig dun pAradeisM (;*'> ^'- Horolll
1MI3: wiodnThnll 16äT. — V'kI. K. i>aiichort, U*^^ unter NiliM lUn Aftlteren Kad
liefMl« nitpidtiaot. B. Z. 4 (1895) ISS— 127. — L. Volts. Zu i*m IlmfäStuofia
Q«om(<ln», )t. /. h (lfi96) 4K1-48S.
C. Ilyroaen tu Kliron dur Ci«tt«ftmDtter: Ed. F. HaralUs, Puia
Wiailerfaolt Vi U ignc. Putrul. gr. 106, tii5:>-8tS8. — Vorftnich d«« Xiüfi woi, J
mit (Ion UuniiuiiniiH Ouiitracluii: Saiv« lt«([iua boi B«iny d« GasrmOBt, Ije Latin I
DriLxii-tno «ilitiun. Parift 18!)2 S. 124. — Das Kpigmmm, da« d«« Joliannoa ab
<li««er HvmDen teierl. ed. zuent «iw drm Coil. Vindob. thool. gr. 589 (NmmI
P. Taeebi Venturi. »tii<)i « Jaouinonti di stona n diritto U (1S93) 160. Da
BOa swai Moakauor Hw cd. von K. Knrtx, uns Kpignunm auf JoIimiiio« tioonatni
(ISaA) £56 f.
D. Lohgodichl nuf don lil. Pantolcnmon: Zoont ed. das Oedi«fct
nnvotliiUndigen Cod. Puria. K54 i\ Murellua. Paris 160&. - Wiederiwil bei
Pntral- yir. lOii, HHä-lMj;;. — Dt» vollsIlodiKen Text ed. «ua dem bcrtlUMlen Ooi
iiuppl. KT. 090 L. 8l«rut>Hcb. DimorUtiones oluaia phüologic«« aeadMnJaa U
rieufiis 16 (1H92| 218-303 (mit kritischem Apiiftrat. Konunmtar uid räen gut
index). — Den Namen des Autors der in den zwei »rwahntaa ParisM- Hw fahll, bei
Cod. I.nor, ."i. 10 b. 14; bi«r lantet die l.'«bcrschrift : Xt'X^ Inufttai 'laiüwvoti I
fiit^ai- tif tö /iB^tt-piof loi' äyioi- f4tyitXo/ii!ifiVQ0C tov Xfiaiof llarirXi^fiot^. ■•
lUi kommon noch dnr Cod. Marc, gr. .^12 fol. 267 IT., dnr da« (todjcbl oliikc Aal
ontbMt. und der Cnd. Kacur. Y. II. 6 fol. 5& IT. Vgl. K. MilUr, CatalogM
groca de Ja bjbt U« rExcuiiul. l'nri« IMS 3. 19S.
E. ProHnoEbriften: Dan Knkotnion auf äen Apfpl ed. Jo. IcisrI«. K
Matritenüs cudd. grueci niui 1 (Mnilnd lTfi9| SOI— 303. — Wii-derboU boi Uigni
t,r. lOR. 847— 8'<4. — I>HHNc<llje Knkuniiau itthet iwui i.uderi.-u KckemJea amf 4t
iiw« Sdiildemngen einM {i&itvns nud dem Kukumion de« Eidi« al«bt noch ttM
Cod. [Indl. ßarocc 2ö e. 14 ful. S87-29&. - Leber die KamtnenUre dea Jtk
llormoRODes und Aphthonios vfi. Cbr. Scbnbart, Wiener JshrbQchwr der Litu
(lä^ä) 3.^. — Comiitl arti« rli«t«ric8e «pitomo ed. Jo. tiraevan, Iterlia 1891 |
4B IT. ■- Theod- Gerbor, Quao in comnientAnia a Gregorio Corinlhio io Hatl
NcriptiM vetustiornm commentarioniin veatigin dciiirrbendl poaainl, DiM., Kiel lÜSl 3
Cober die Ausgabsn dor tlieotogUcbDn l^i-hrifton vgl. S. 109 Anm. 4.
¥. Snmnielausßxbe: Migno. I'atrol. gr. Iu6. 805 — 1003 <KnUialt dja I
lör tvti}-}-tXiofi6r iijt vrrifHyiiit StatötOF, don AufsaU Ubor den Apfci. die Uyl
dia U. (iottfarnuiteT, dns l'nmdiMi, dpa Knkomion auf den bl. Pant«tevinaai «ml 4
lung der Rfiigramme), — Eiuo auf niDglichtil vollaUtodIge Verweftmtg dea hu
licheu Uutvriuis g«atfltztH und luit einem Kammeotar stuftatattete 43«*anitaua|
vrobl der poetisehen und profan rb et oriacbon »]s der IbeoIogiacbsB SobtitteR deaOt
durch die das peraOnllclie und liltorariscbe Bild dea interMeantaa Haaaee wthit
norh um iresetitticlie ZOge vorvollst&ndigt und e«n bisher Kiemlicb dunklar Alad
b^untiiiisclien I.iltcintnr^eschichte sofgübellt wQrde, int am co nalir enrlneli^
wiohtigote Werk, die Ii^ptgranimensammtung, hetxlieh «cblecbl, di« m«ist<tt PraM
noch gu nieht verillTentlieht sind. i
2. A]lgomi>ine llilfsmitlol; Unuptnebrifton: V. Vnailjevakij, BtUMM
tiniaobc KrogmiintR II, Zur (leechiehte der Jabro 1I7S— 0^, Joutn. llio. \Wli B4 I
S. IU2 — I7H. — 1'. Tnccbi Venturi, De loonnc Geomelrn ciu.ique in S. Ol
NsxiHnxeuuin inoditn luudnlione in codico Vatienno* Palatino 402 adaorTal«, Slsdl
menti di sturia e dirillo 14 (It^OS) 133—162. - Zur ilolrik: Fr. Hanaaen, BlH
88 (18S3) 232. — Zur Sprxebe: Tj-cbo Mommsan: Beitritte za der Lehn 1
Sricdiieclien Prüpositionen. Frack furi-Berlbi 1886-189^ 8. 331 ff.
3. reberliererung: Die EpiKrammenflammlang bewalirt rotistlUidig, wiaM
nur der von Cramer benntite Cod. Paris, sunpl. gr. 363. — Rimelno StScke Ba
dB und dort lorstrout X. 0. in den Codd. AlhouH 3798 a. 17 (Kr. 31); Barbar.
Coponbng. Iä90 n. 13; ?;«cur. R. 111. 17; Vatic. Pal. 367. — INo Epigru
Heilifce stieben vinlfncb in dnn verkQnton rroBamenllen vor dun tIoUig«ai)cf^4(a
ParniilirsBO der it Oden stobt in iHliIrnicben Codiooa x. B. Lflur. 5, 37: Muli«. Q
pBri«. 2748. Vgl. A. I.adwich. U.Z. I (18»2)29Jff. - Das Paradies tn aaUraU
liftnftg unter dem Namen Nilo« de» Aelteren; a. o. — Die BjrninMi aaf die QotiMBMä
obenfalla leieblioli Uberiiurcrt x. ß. iu den Codd. BeroL Pblllipp. 1566; Pari
2633; Vindob. tbeoL gr. 28e u. b. w. - t'eber die Hae des LobgedlefclM aal
Piuileleemon nnd d*r Prcsflscbriften ». o. — Verlor»!) acli*i»t »in jnmbiiM-bas C
auf Weihaoehton. wlcbiui Eii«tntliinn in aeioem Komnienlar tum IllogelkTH
Jobjinuea von DainoakoB (Rpicilegium lioimuiam od. A. Uai 5 (IMI) 8, lüi} enrlul
d
8. FrofanpoeBie. (g 307)
737
CaJ. AtlnKMH'l< n. i>nrt:»incnt, sln)il uiitor dem Namen iIm Ocornfttre« ein Kpi*
mmm mTIIm Iwlcr: Jir'/ot (A- f<i ■inJiiJe"»'' K» bagüint mit denl Vorae: J^iy^oc,
of^ti ' ^'tl«r, lEp^q, (■;'•■ Ai-(nr und iit nlso »ITiinbar dasselbu Q «dich teilen, w^lohea A.
Lsdwicb, ti, 7a. l 11*^^2) 2"?' ■""* ('itiom von Juknb DiusoriooB g«aobrielieii«n Codex
■l^ilni^kl ood (S. 2fl8) fUr ein Mmliwcrlt dp* Diiuworino» «plb«t erklftrl bot Dtew Hjpo-
int ■oroit dnrdi das Aller dm Athtwoodox widi\rli>Kl.
307. Christophoros aus MytUene gi>höi-t zu den besten byzantini-
Sthon Dichtem. Seine Lebenszeit crHtreckt sich von ungefilhr 1000 bis
nngv^ihr lO.Ml, Hie sicheren Daten in seinen Gedichten reichen von luä8
Mb 1(H3. Von «einer Biographie itst wonig mehr bekannt, ah dass er
Alm TiM eines Prokonisuli« und »pUter eines Patrikios, sowie die WUrde
«inea kaieerlichen Sekretürs {vnnyQtn/fi'f) und, wohl später, einee Stattr
Wt«rB {>igiT\e) %'on Paphlagonien be»aH.i. Weitere Nachrichten, die aich
■i» üeincn Gedichten ergeben, betreffen moist unwesenthehe Dinge; wir
»riahrvn die Namen seiner zahlreichen Fronndo nnd hören, dai^pi or ein
I Bm» in der NShe de.» St-ndlteiloM Pi-otumon bewohnte; auch wird deutlich,
llM er den gröasten Teil »einoH Lebens in Konstantinopel verbrachte; von
Hiier anderen Gegend oder Stadt ist bei ihm nie die Rede. Die Profan-
^edichle des rhristophoros, teils Gelegenheitspoesion, teils Epigramme,
lind erst jüngst bekannt geworden. Die Themen, welche er behandelt,
•laii Ulm grcK^äen Teil identisch mit denen des Johannes E!}iicliaites, Pro-
immoB und Phile«, als deren Vorläufer und Vorbild er betrncbtct werden
IMm. Das VersmaHs des Chriütophoros ist meist der jamhiuchu Trimuter,
wltener der Hexameter (nur in 14 Stücken unter 14Ö).
Unter den A<ire.s8aten der Gelegenheitsgedichte linden wir die
Tier Kaisur Homano!« HI, Micliael IV Paphlagun. Michael V Kalniihatcs nnd
Konstantin IX Mononiaehos, den aus der Geschichte des Schii^nias bekannten
hen Miehael Kerularios, dem er zu seiner Erwfihlung (104^) gra-
t. und verschiedene andere geistliche und weltliche Würdenträger,
lieh ihm befreundet« Privatpersonen. Stets beweist (.1iristophoro.i üe-
k, nicht selten auch die in ßyziinz nicht ebon häufige Eigenschaft
Uumort». An den trunksüchtigen Ithetor Menos richtet er vertrauUchu
lUDgen, dem Metropoliten Demetrios von Kyzikoa schickt er ein
^oetgedicht wegen der ihn quälenden Podagra, auch fUr den geblendeten
iliid entthronten Kaiser Michael Kalaphates findet er Worte der Teilnahme
ntnl Ermutigung. In den Epigrammen trelTen wir die aus der alten
äophiuteozeit bekannten Themen wieder, wie das Lob der Ameise, der
SfiinntD, ein Gedicht auf die Sporling» u. a. Dazu kommen Stücke rer-
uiischten und religiösen Inhalts, x. B. ein Gedicht auf die Ungleich-
lltit des menschlichen Lebens, auf die vier Jahreszeiten, auf die Taufe
dM Herrn, anf verschiedene Heilige, auf Kunstgegenstände wie auf ein
diemc« Pferd im Hipimdrom und ein Gemälde der 40 hl. MÄrt.yrer, end-
fitb tirab«chriftun und Rätsel. Manche dieser uiedlichon Sachen erinnern
u die bMten Erzeugnisse dus Altertums, z. 6. das hübsche Rätsel auf
din Schnee: ,Du packtest mich und doch floh ich: Du siehst mich fliehen
tnd kannst mich nicht festhalten; Du drQckst mich in die Hand, aber ich
■■tnnue und Deine Faust bleibt leer!* Nicht Qbel ist eine jambische
Joklagoachrift gegen die Mause, welche sein Haus beum'ubige»; ihre
lUiHtMck «w Ikn, UlwHuDHlwuMlun IS. I. AtiUa. 3. «aO. 47
738
B7>ftBtiaiMh« Li tt«rBtnrg«Mb lebte, n. Poeti«eIie Lltt«r&tnr.
QWiaw^ — SIL» kommoii ihm wie Schwfini> vor — , iliro Mcngo and ikn I
unglaubliche Keckheit wcrdim in liiuiiigur Wci«o gvscliildttrt; Mlbotd« I
WissonBchaft bringen sie Verderben:
Ol niiv <fayöriK fgminuor i^{ oiki'irc
[R jfBpiJtt Tfiayiiviii Kill fii ;fißHtt.
Die Nnclilcomnien des büsen Ge»rhlecht«R haben an dem Armen fiirchtW
HacHu ]j;uiioininßn ; denn die einzige Handschrift, welche uha atiu
ProfAnpooäion in Form eioor Sammlung Überliefert, ist von ilini» bih
aufgcfri^aaen.
Von Clu-i»tophoro8 stammt auch eine, wie es «cheint, noch uoediol«
Sammlung jambischer Distichen auf die Heiligen des guiuB
Jahres {^mniä^ior Ji'ghxov iafiißtxäv und ähnlich betitelt), also ein po^
ÜHcher Kalender, wie wir älinliche von Theodoroe Prodromos, JobtOM !
Eiuchaitefi und Nikephoros Kallistos Xanthopulos beeützen.
1. Ausgaben; Vemi di Cristoforo t'ntrixi« vd. AntoDJo Rocobi, Borna, 1W
griJiii |)oli|;lotU I8ST, mit sorgfkHigcr Kiiiltfiluiig. KomuionUr uuil tmum FMSÜmli M
Ha von Grutta FMraU.
2. Uilfsmillel: Prolcgoraeiia and KomiDMitai' d«r AnngaW von RoeekL - Be-
sproclinng dieser Ausgabe von P. ilatiffol. RAmiMhe Qautalsclirift I (18:^) )M-IM
— C, DiUhvy, Nymbolne t^Iiticfl« nd nnlhologiiim graecsm »s liliri« tnaan »criiitii fiäU^
Ind. Icct f. d. Sommetscmcatirr I^^Sl S. U. — Znr Metrik nnd Kritik rgl. 4ie S. itt
Btiorte Abhnndlung von Fr. Kuhn S. ä& ff.
3. UcbeilieferuD);; Dit> 11s von (irotU Fomta int dia oiiuiga hu jotil boklvUi
wolrlio uinu Muininiuug der Uirdichl« des Ciimtopliorus eatliUJt. l>Agageii findet) tick Mab* .
Stlickr iti lulilrcivliou Hsa zenitreut, xuin Teil uuoli unicr undMeo Nain«n wie JtW 4a
l'hilosophfiii Leon, dM Fsollos und des Basiliot Mt'itKluinilo« Da nim ia der vod Rttdi <
bontltztUD Us viel« Epigraniine paa oder t«ilwuE8e lunlörl sind, iet oio« mSflidMl mU-
BtAndigH Vorwortxing dar Ilbrigon Hm dopjiolt geboten; dabei vtrii »ich au(h oia Zandt
MX vOÜiK neuvn StQclicn orgeben. üint int «aoe der loboendatM AufpaWn der bTiurtn»
sehen Pliilolo^ia xu lOsen. i',s wAro Ilhrigcna wllii«cli«ntiwtrt, dasB in »iaer MKH Annk*
nicht blnas di? EpigroiHRie und (jclcj;l^nheitHpocnn[l. HODdem auch ilj« Ihrigen mMm*
Namen des Chrielupburus vorbundcncn Kleinigkeiten wie der Uuiligcnkalrndpr mi>g«bdl
würden. Wiis die- Auffindung der Hss lielritTl. bd int tu beachten, duas d«r .^ntor ■«*•)■
nur nls Patnkiua und AnlhypatuB von Mytiicue oder einfaeb aU Palnkiifl Chriibfb«M
und idrulich bcividinet wird. Uear.htet mau diesi^n Draataad, m kann eine ZaMÖM"
Stellung dea in den Rntalog^n ang^fßbrlon Materials leicht vargeiMinHi«n werdM. ßaft
Kpigrammc k. 11 atr^ben vollsfilndigdr ata hei Roccbi im Cod. pbilel. 29 Fol I3i ^
(jOltiiiKor tlniToreitiktsbibliothok. Vgl. W. Mojor, Vorsoichtiia dor Hss im yn— iiA*
Stsate I 1 (\>i'S?,i 9. Auch der Cod. Copenhag. 18S9 a. 13 koBimt in ßetraobt Tft
Ch. (iraux, Archives des iniaaiuna Bcieulilique« 111. »*rie 6 (1880) I"". Im Cod. V%n*-
92>'> H. lä fol. lüS*— lOti atebvn .Veisua patricii et prooansulis Mitj-lenaei de indictKw'.
Im abrigon sei hier unr noch auf eioi^;» Usa biutcuwiMcii. dereu Uccichung es Ck^*'
Shoroe auH den godruokt«ii Katalogen (i. B, U. Oraoat. Inventaire sommaire 8, K ■)
Ol) nicht eraichtlich wird, und auf solche, die in jtodnickten Katalogan nodi lidU *^
Eeichnet sind. Im Cod, Paria, gr. 3041 ■. 15-16 fol. 10■^ -127 stekMi den KtMv
infolge .|ßeorgii(?}] Mitylenani svnaxarium lotiua anni, voraibus*, und ebeMO ia C*i
Paria, gr. 3(H4 a. 15 fol. 9-12 '.lUcorgüpJl Mitylcnaci vnrans CXXXIl*. F;« Ml wb*
eoheinlich, daas es sich an beiden Orien um Cbriatojihoios von Mt-tilooe k*aM
Ebonso berulit der Name Oeor« nur auf Vunnutung bei K. Keroo una F. ßatli.*!:)''
Cudd. maa giaeoi Ülloboniatii bibl. VaticaDHo, Rom 1698 S. l'l, wo aiu Cod ^ >'■ ■
Ottob. 324 s. 15 fol. 19^ «in ,AUiyfiu raü MttvXtriüoi' (»ic) {rmpnoX) rit Kt'i''^
im> töf iniXfyÖfiimr Xotgiröi'' angeftihrt wird, und bei Ch. Oranx, a. a. 0. Di) K*"
■«tiung dos Namnnn (toorg gehl auf Pnbricias. Dihl. gr. pd, llarl. 13, 23 nrtltk. '
«inen Ueorg von Mj'tilonu als Verfasaer Ton llnmilioti, Kanoncs und KpignaaiM i
wfthnt. Beiaglicb dor Kpigrammo beruft siel) Fnbririua auf Biartin Dalrio, ViiA
Arsopogitioae, Antverpi.io IdOT. wo man S. T9 die Bamcrkung liude<l: .Doniqve ty^ii |
disrunt opigiamniatA vurta Gcorgii Patrioä, cui Mttjrlone pajna, in laadeB liträns I
Dionysii, dn caolosti hierarchia, da ecdeeiaaticii btenuahia, de dit-iais aoniailiw *l ''
mjratioa theotogia.* Diaaeo Drnok abw varmoobte ich nicht anfzuflndaa, uod Nlfft* *_
Z. Profanpoeerie. (g 307)
739
hielt frernndrii i.Hl. tonst nioli Dbor ilic dicLteriaelie TliAli^ki^it dos Ovoririos von Mj'ttlen«
uchl Uli (JewiiBbL'it ^vIhd^cii. und jt'itenfalls Ist <•» nielir uls bedenklicii, auf dne §o uu-
KiiBnto Aagake liin. PuuBivii. ul» li^rvn Antir in Hm ei» .Vitvltjmiat bea«iclin0t wird,
Bh vvitMV* d«m Gpurjc von Mytilmio ziiziitnilnn. 7.n ilpn ernibnten Hm kommt itr
• MI *aa Üinoidu Mjrnu lisch Piiriit (;.^brarhlt> bprllhmh> Cod. Pitrin, niippl. gr. (!90
r U 69 C Si«' «UbOD ivei nfkrologinFbo Ucdiobtn utif vinvn Chriotophoro«, dor
M ««Kall WB«« BlMlUDsfnllvs nicht sjcbor kuBtiiiiTiiou iAeat, nbor hOchst wahracbuinlioli
I aBMi«m Chrintophoroa tdenlisch ist. Dan ViTSninHi des «raten simi nnakrtroatiHchu
■Ibw, voa d«n«a je ein t'ur durc^ die Akroaticbis vvrbDuden tat; TiU>\ und Aiifuiig
(M. 68):
'Kaitüfifia tit lör isi'tür X^iaiaipd^ai' xnrif lii^-vjhjior
'Jne nt^iitair fini itn<il | .?f i^'roi<( ol aiixiir eidiitc;
Ulot Kf^^ftr Ottyiimv \ ini<lfiirt>v in' lirSgionout u. s. w,
I fVMte, 'Er*(>ar äX<fti?)iia(»i' tl< täv tivtiv. bestellt nuä potitiachen VorFion und bat
iflll* mtie nl^abetiich» Akroslii^hiB. Ks folgen Rpi^ranime Tov tivtnO il( löy ^i'p-
' m, », w.. dl», ir«inn di« Vomussetxung bexUglicli der Pereon des in don zwni Kpttü'
Oordcitaa lulriin. nuch unserem Cbristupburoe gvbäran. — Im Cod. Kvcur. V. III.
tifr rmtottjin iiör ifl' /tt;nüy. Da aowubl die Angabe des Randes. Slnndos und
wr1<« als, wie es acboiut. der lulialt der Schrift auf unseren Ificbter piuaen. ist
fnioifö^Dv Htatt ,ViTr;if □(>»!! lu »chreibeu. Ob di« in derselben H« ful, 6 folgenden,
Miller, CatAlogue de« mas Krecs de In bibl. de l'Kscur. S. 2S2 f.. edierten Verse
ir des Tod Jer swOlf Apoat»! (rn'/ai ei( toi!( i^ onoarökovi itiaini/ijiiiroi'tti, noli/i
nti /(■ rJn i».if> ittimoftij ArnMTiK ni'iiiir) auch drm Clirintopharo» ^(ihötori, sieht
In ein««' lls Ata KardinuU Sirlol bcfnnd sicJi nnch ninor Not» dns iUti?n Kntalogs,
ilillor, a. B. 0. S. 311 Nr. 110 wiedergibt, ein Bfttacl loii Miivii^t-niov rii BnaUtiäv
lir i^iXtjrvfttfor Xorpii-oV. Dicuo üa ist wabrsi'heinbth nuob erhalten (wobi =; Cod.
F Ol tob. 324; 0. o.) — Im Cod. Vatic. gr. 1307, auf den 8^^hoa l. Buk k er, An. gr.
21) 1489. bingewinaen buttc. Btt<heD verschiedi-iie K|iigraniaie des Chrielopboros, u a.
^>: Kf ZolnfiiSnri >»>- ^a(iroi<liipia>' irri/ai X^ianuf'-^oi- toii Afiii'Jrjriiiui-. die bvi
fehlen. — Im Cod. Mutin. III. B. 17 folgen auf die Synopsis dM Psiillns: .Iri'/ot
i/*e Xftaiu<fiiQOv 'jrB'fiöritial /.1i ip u^eXtfi, ni'ioi^ äuruiio/j zu! ix^oxiifiifj).
»Hg/i>i* jri'fvitii I] Siii'Hiot uiXat rmti/t. Es ist otTenbnr dnsanibc nnakmontiaclio
welche« Rocrbi S. 42 »hnn don in seiner Hs frhlenden Tit«l und Anfang milgntdlt
Gmn»am Unttmochung auf ZugebOriKkcit xu Chriatophoroa Potrikioa vordienen di«
a« in dem alten und wertroUen Cod. Vatic. Pal. 307 s. 18 fol. US"— Hö, dio
■■ile durcli daa Monogramm ^ {nar^ixioi-'i) bezeicbnel sind, sowie einige darauf fol-
Kpigraiiune wie die Grabscbrifteu auf Josppb, den Bruder dea S}*maüu. und den
ral Knlakaloo. der unter Konstantin Monomnclms, also inr Zeit des Christ oplioros lebt«.
bearbtsB M auch der Codex Paris, gr. 1310 b 15. der fol. 50—34 dem Katalog«
_a: Joauflia Zeaara« et Nicephoiii Patricii cantica enthAlt, Denn dicae Coiitica
aieltta andarM als «in Memurinl^edicht nuf die Heiligen des gnnxcn Jnhiea. (liogino:
HhV ärifirilatti /iiu autttf airAo; lo yraiginfia: s. Anm. 4| und Vcrso über die Tndosart
4tiwMr ApoHt«L ¥* iat also im Titel, wo der Verfasaor durch: .tititfopov TtRtpiii'oi- xai
M#«nit»e' laD MiitA^miov benicbnel ist, XQimoifo^iiv etc. xu acliroibcn. Auch an def
tlarglKlioa Dirbtong (oder musikalificlieu Komposition) scbujnl Cbriatopburos Anteil lu
ntaA; wonigattaa Badet eicb im Cod. Vindob. theol. gr, 1H;> (NeBsel), der ein Sticbcron
tkllillt, nfUr der Adtotrennerk : ■■■poii Sfiatnipätinf iW /ii\
4. Ueiligenkalender: lu uuinchen Um wird dem Cbriatophoros eine Sammlung
'•■ jambia^heD Dialicben auf die Heiligen des Jahii^ lugoadiriebeu ; s. o. Die Cudd.
»are- &I4, fol, 441- 444, Mosi|, Syn, 279 IVIndimiil fol. 140-Ufi n, a. eiithnll«ii unter
l*m NasWB daa Cbriotophoroa ein nhnlicbes Memorial gedieht in rytbmisciien Versen;
ttar wprd«a die H«ilig«ii jtslea hlonnt» in der Form eines Kiiehenliedoe mit eigenem Tone
■bd eitfD^t Molodin av^allilt. Titel und Anfang lauton; JIpioiD^opar nnrpiKi*ae xoi
frintttop rar Vpiilfirofou arijrw)(i! lür i,f fir,yi-ii- eto. SvfiinJr äyf/irrinüei fioi, avniij
'tiflnt tö yrvi^a/ia. Krn motrische» Sjuajtnr unter des C brist ophoros Namen onlhBlt nncü
l«r Cod. Paris, gr lö7<^. Kine xuauinmeufaaaündo L'nter^tueLiing Qber diu Hm, dna
h^MMMtige Verblllnis Dud die Autoren dieser metriscben Menologiea wftre sehr orwanacht.
r^LMigne. Patr. |tT. 120, 111» IT.: 133. I0T8.
5. AoODjrmn Moriiaiix« *i( Int Ttnttor iiyiav, beginnend: Tov Ivuitör tu atiXaii
httac ^9t>. Bteban tm Cod. Marc hn fol. 2^6' ~2^9>'. - Eines Michael (I'mIIo«?!
thlMhdris«li«r Kanon anf dia Hwligoo im Cod Paris, gr. 47S fol. 2ö9-:f7lj.
47*
740
BriuttiDiMha LitUraturgflBchichte. 11. PoetUeh* littwntBr.
auch im rrtmlU-Don TPXle d5« mitKvnatnmi'np Ri>i)*klion der Vfinc kuf di* laSlf Hi'
nnte mit dor uffi-nbnr HurChrislophorn» vod Mytilonn zioIcnJeti Ob«niclirift : iti/«" »^
i(iiii> vni ■rVj'i'iii'toi' /tnii^ruiav. Sie liot(iiuit nmli ktpI KinlriluitgaTonKiti mit di« ^
(L-niWr: 'Kyoi '>>i< nooi fiov fi4ifva( «vyit/ifloH- und bricht mit (od im Di-ZAinber ^ D»<m
Clirialophoroa sonat nirgvnda nl)> Vorraaur solcher Mon«lavMiii! gNiiuiiiI ist. irir4 4m Si-
tvililUK MiiTach dnrnnf facruboD. doss or als Autor «ines joinbttieluiii Ueiligeeluleiidm bt^
kftiint WM. Uobor dii- Muuutvvrse vgl. ( 818, 9. I
7. Von eiucm Cbriatuphoros a Secretla «d. P. Malranga. Aa. tr. ! 'M^fl
60T— 670 xwoi nnakrMol lache SpialereJM. der«n Inhalt *iai> Mnlmiuifc an il><> Im^ufl
bildet. Wiodorholt bei Migne, Patr. fr. 117, 1IT9-U84. Der VerCaaaet islDitOniM
phoros ans Mylilene Mdier nii^ht identiscb. ■
308. Johannes Uauropos {'lioavvi^i o ilfacpif.TOtv) als HfttropoBt im
oine Tagreitie von Aiiiasia zwischen den Flü&sen Iris und Ilalya gelegei»
Stndt Etirhania oder Euchaita [tä Ev^ftif) Kucliaitea zubenwint, leUfl
uiitfi- Kaiser Konstantin Monomacho» (1042—1055). Michael Pa^lloB
widmet« ihm ein Knkomion. Wir orralircn nus dontselUeii. dass JoIuiuh
von zwni Onkeln in dor HbL-toi-ik. Logik, MetApliyKik und Ethik uolepl
richtet wurde. Auch mit Naturwissenschaften, Mathviuutik und Jnrisl
prudtinz und sogar mit der lateinischen Sprache beschäftigte er adJ
Kaitser Konstantin Mononiadios ernannte di'n .lohannes 7um I'njfeRanr As
Philosophie an der {lochnehule zu Kon^tantinopel; doch hatte 6t ^ttt
St«lle nur kurze Zeit inne; denn ttchon im Jahre 1047 oder noch Erflhfi
wurde er Metropolit von Euchaita. Hier etitfaltet^ er oiiio wgoiuratH
prakti.se)ie VVirk»auikeit: u. a. wird von 1'hcIIos hoi-\-orgebobu), das! (B
auf die Hebung des Kirchengesanges bedacht war. Auch in der GeflckirUw
der Liturgie spielt .lohannes eine bemerkenswerte Kolle; denn «r gilt iM
Ilegrilnder des von der orthodoxen Kirche alljithrlicli gefoiericu FmIM
der Heiligen Chrysostoinos, Ba^iilioK und tiregur. Im höheren Alter Ufl
sich Johann«» in das Kloüitor deü Johannes IVodromos eu KonstaotitttM
zurück. Ausser 77 Briefen, mehreren llomilien auf vei-schiedene Ot^iliM
du8 KircbuiijahroH und einer liist^riseh nicht unwichtigen Daukrede, M
er nach der Befreiung KeuBtantinopelri von der Kelngerung durch IvM
Tornikios hielt, haben wir von ihm eine ansehnliche Zahl jainliinrh«
Kunstpoeaien. Es sind teils kürzere Stücke im Tone der altes Em
grammatik, teils uiiifnngi-eiehere Gelegenheitsgedichte. In seiner A»
fassung wie in der Wahl seiner Themen hat Johanne« gro-tse Ähnlichkifl
mit Chriütophoros aus Mytilene und I'rodromos, Auch bei ihm twffeiiwn
Epigramme auf Kun.itwerke und Kultgvgenstünde z. B. auf bOiHidM
Darstellungen der Kreuzigung, des Lazarus, verschiedener Heiltgea «m
Kirchenväter, auf i'in illustriertes Evangelium, auf ein Bild des Ksiert*
in Euchaita; damit verbinden sich Grabinschriften, worunter niehtttfl
Kig TÖr iai'itiv lät/nv, Spottverse auf die Zunft der Foeta«t«r (ffpo; ""S
üxai'ifoii eiixi^oiitit), ein Öodicht über ein gegen den Kaiser unJ i^m
Patriarchen gerichtetes Pamphlet, ein durch edle Tolorauz auHgeieietuM^cd
Epigramm auf Piaton und Plut^reh. Ilütsel und zahlreiche sonstige SlOdlB
kiri-hlichen und profuncn Inhalts. Den Beschluss bilden einige PoMiNk fl
welchen der Euchait« Ereigniase aus seinem Privatleben feiert Bilfl
finden wir ein Abschiedsgedicht an sein Haus, das or verkauft hatte; (t>4
Begni.isung (Ie«)H'lben, als er es, wohl nach sviuer Itückktihr uach i»m
2. ProfanpoMie, (§ SOS)
741
fUntinopel, zur&rkbckam; «ine poetittcho Epistel Über soino oi'ätv BukannU
,tä»ti mit der kuifitirlicheti Familie u. a. Auch ein otyroologisches
Uxikon in jambiHchcn Versen geht unter dem Nnmen dfis Johannes.
'Bjthinischc Kirch«ngodi€hte äes Johanne», die in ZAhlroichen Hand-
ifÄriftoo %'orkommen. harron »och der VurotTciitlichuiig. Eine Chronik,
ICe er im 96. Godiühte erwähnt, ist verloren oder veracholleu. über
>l)eiligenbiograp1nen des Muuropus 8. S. 171 f.
I. AuftK^tien: Kd. iir. M. Fliintos. Et«n 1610. — WierleAolt M Migiie. Palrol.
,B I», 103i»-1200. - Wpil YollaUiHliBei- aus Coil, Volin, nr. «76 nacli oin«r von W.
miiamd iwidipTt^in Alisrbrift J. Dolligs zum Ahdrnck vnrmitÜH von Paul d» LiigRrilo,
|MMdlOB««n il. «nuingor Uosnllädinft d. WiBscnscIi.. hlsl.-phil. CI. 2$4 il»S\) 1 -22S,
I- Vtbn 001« NeuniiBgUie der von Juhiumea verdisalen Nuvelle ^es Konstunlin Mono-
MAm vgl- a. 6üU Auiii. S. — Das Knkoinion des Fsetios nur Johannes bei äitthna,
Xk ML 5 (1H76) 1«— 107. - Litfpriitur in den HeiliijoiibiogTiipliion b. S. 172.
8. lI«berBel£ung«n: Eiiia AuHwubl von Gi>div}itt>u ist molriBcU iiia Deutatlie Obor-
iM t«n Arthur Hvrndl. OyniDasiulprngr.. i'laiieu 18äT.
3. Uilfumitt«): FshricJus, ß'M gr. od. Huri. 8, 637-C33. - Wichtige Beitrflge
>lv P.rkUruiix "nd Würdigung in den BeBprcnbiingen der AiiSKiibo LagHrdes von V. Vn-
illjtvtkij. Joam Min. ISH'^ Ud 222 Au^sl S. 38S-4(J0, von 8p LiimbroB. Peulache
'Ubcaliin«ilune 4 (IKS^I 737—739. und von Knil .lobannnii Naumnnn, Tbed. Ulcrnlur-
rtng l»46 S. .'.»-.^69: &94-ä99. - Zu den ßrlefon vgl. N- Skianlniiovi^. tljiAn-
toitbo WÜBMUchKft und äcbul«n im 11, Jahrb.. Uhrist. i^tt>niju li^M MiireMui. -- Zur
JU* nach dem AbKugo des liOOD TomiltioH vuu Kpei vgl. K. HcbUllo. Dur Aufatand Jus
iNnTonlikio», Prower.. Pluuen 1B96 S. 5ir. — BivgrupLi« und CburukUiriatik von G. Drev«a,
BT— IUI «IIB Msrin-Uacb 26 (1Hrt4) UÖ-m. - Zur Mvtrik und KHtik vgl. d»^ S. .>98
tfnM Abbanillnug von t'r. Kuhn S, •'>!> tt. — Ziim Kt^-iiiultiKtcum dos Juhunnas vgl, E.
>MlU. Zetlttht. d d«»l«chen morgenljind. Gob. 37 I1883J 120 f.
4. Cberl)ef«rting: iinnptha ist der Cod. Vatic, gr. 676. — Km Vorsoiehnia
■Icfcr Has Wi Fabriciiis, Hilil. gr. od. Huri. 8. ß2»< IT., wiedorhnit boi Migno. Pnlro).
t. ISO. 1047. — Mitteilungen Über Wiener Usa gibt nach d^m Kntiilogc von I.nmbedns
I Keltal P, [.Hgnrd4>, a. «. 0. S. 218-224. - Dnzu kommen die Codd. Athen. 217,
to. IWO, Ii>i:i; K»cur- S. 1. 7; I.our. 5, 17; l.oab. I.imon. 24, 43, «6. 87. ISO; Le»h.
taiar«b. 26; H«re- II 157 und XI 22; Palm. 179 (Nr.t/J; Vatic. Pal. 188 und 214;
Uic Uogia. Suee. 92 u. a.
&. liu Co4. Riccardianus 76 fei. 89* 92 wiril d«m Johannes Mtiaropua ein
imgaoluiMbcr Traktat zugeschrieben. Er wurde als anonvm^ Stück udicrt von fr.
ll«soiiaile. Marint iritn Prorti, Leipzig 1814 S. KIO- 134; unnn nnl-.-r dum Namen das
Umiliiin van Andr. MuBtoxjrden, ÜnlXoyij iUi^r, lirixiloiotr, iftpii'finr jf. 'Kr Utritlif
IC 8. 1—8. B» l»»t »ich «bor hnw^iKcn, dum der Nomc dng Manrnpu» der Schrift
•eklieli vgrgoMittt int. Vgl, K. FOrit^r, l'cbnr «xnf fttHchlich d«m Ariiitot«lnii nder
■ Jo«niMa Mottropua lugucliricbrnu Pliyniognomik. l'bilologUH 86 (1^T7| 172 174. uud
ratcrB Atugsb« dar ämplorca physiognomici 1 (lK9fll CI.XXXII— CIj.XXXV.
6. Im Cud. Aibun. 1040 u, l^i^l attrht doa Epigramm doa Jnhannai Mauropu«
r Min Hau« ohiw Automam« uriBohcn zwui HDooj'mon Üediditen. die vielluiuht obonfulla
n Jnhiiniiii« cebSrOo. Jedenfnlla in aviiier Zuit und L'nig«bun||i; rntätuiiden Bind: elneni
' ti Sl Tritaetwu auf die von Kaiser KonslHUliu MoDUinHcbos vrbniilo Kirch« d4>S
'is im MaBgansklosternnd*ioi>m liudir.ht auf dun genAnnl«ii Kniner selbst. Auf di<>se
II >;iicko fulgl «in IJrst>B«dicbt nuf dnn VealHrchen, Hypstns und Kriti-s Anaalnaios tä¥
. , I*«. ilnr Mcb al* UOnch .^Ihanokiaa nannte, verfasat von d<im Protoapathar. l'rota-
ir»t>i tinU *v"Kf ^^' 'O"* l-fOffe"'''"'' Uasilins Kekauninnon. - Dos (Jcdicht auf
KirclM 4t» LI. (i*org «d. A. I. .Sakkoliun, KntiiXoyoi iiöy ;[tiQayQi/ipuir r^; i9iix^t
it»»^ar^ t^t 13l.i*o(. Alhfo \fM .S. löl f.
7. Kia ZFil|c«i)oM« d^a JobiuinuB Munrupua war de-i Unbokiinnt«. dtr dos Andenken
t ■BKlAcklidica Csarpatoro (ieorgiua ManinkeB in hundert EloxumettTu feierte: Kit
f JH«nnn;r ^tfi foö ^ai''Jl(aii ■•(•»rx«. Maninkeai eioer der t«pfersteo byiantiniHcben Feld-
tm, der um 1080 gagen die Araber in Syrien, epSter in .Sizilien, wo noch beute dus
•l«l Uania«j in ^fiutu« an ihn «niin«rt, nnd in Untohlalien gegen die Araber nnd
makaen aiafraidi gekimpfl hatte, liaa« «ob durch die ungeret^hto liebandlung dss Hofea
' EnpOrmig g*gan Kaiaor Knnilnnlin .\fonflmii<'ho« hiniciason und mg mit aeinom llnura
Sa ilia Bimtalaidt. wsrdo aber in drr Entsi^bcidunGiäBi^hlaPht (i, J. 1043) gnUt^t. Dia
danug ihaaM tetztau KninpfcB bildet doa Thema dos liodichtoa, dn* wie ein Cent«
742
BysMiitüiuclia LitUTatnigwcbicbt«. U. PMtiaohe IiU*rfttw.
aus homcrnchen Lappan niMmintingflitkut ixt. Auvb uin tirabepieramtii «uf ÜMtiMl
Maaukes (mcIm HwuiM^or) ist um crlmlUn. Zu«rvt «d. <l«ii Anfuic d«« C«4idl« mV
Cod. Vnlie. gr I8»7 I. Ilnkkor. An. «r. 3 (IB21) lue». - Dum «ä. dHEouathUl^
Hobst dem (irAbepifiramm auh dvu Coild. Vindob. phil. gr. 3)6(N«>m1) UM Vstift HU
Sp. Luuiproa. Vota^an lUiltr^/tnta, AUi«il ISM S. 1A2— ISßfmit biBl»n»cliei EialriMtl
— lieber MftniakvM vgl. C NeumHiin. Di« Weltslellait^ de« li^iaalinisdieD R«Kb«nc
den KI(^ULIO^«ll. LoipiiK 1)^04 R 43—44.
3(t9. FhilippOB mit dem Beinamen ü Ifffi-nf ^ o^to; (Solitariua), in,
aU Mönch unUir Alexios 1 Koninenoü l«bto, verfaftste eia viel^iMMH
ilüiloglHchus Erbauiingsgodielit, da» nach «in«m xu HiihcnmcsiilinRon gN^
))miicht«n WorluouffK, doiii VorlUuf<ir uiui«ro8 Xivi-Ilinrin^^tnjiiwitte.
Üioptru {/fiont^a, vtwtt .TiigGtiilsptcgt'l*) botitelt Ut. I^tui hus 4 Bricbm
von je etwa 1700 Versen bestehende Werk ist in die im MiUelalur b*>J
liebt« Form eine« Streites zwi-ichen Seele und Leib gekleidet, was ["liiliM
selbst in seinem Widmiingsbriefo an den Möiirh KalÜnikos mit den Wort«
ausdiill'-kt : Kuiü nitiatr xal änöx^taiv • «] rttvaig iwVrr 6ijittr tt-f Vi'l^M
tj ii Rjiöxftm; RD.y(; ir]g Stt^xög, In don meitttDR UandschnlUn ist iHa
T>ioptra durt-h eine Vorrede des Michael Puello« und einen WidinungshriiB
deä l'bilippos an Kallinikos eingeleitet; häufig sind noch andere Sdlin
vorausgeschickt wie ein Brief de« Katiinikos an Philippo», apologetiiebfl
Verse <l«t< Hliili]ipo» und i^in Mahngodicht do» Konstantino^ Betttvit (s. AiiiD.l|l
Nai.:h chroiiülogiticheii Notiiu^u, diu der Vvrfnssor in winvin Worko und !■
einem motrisohen Epilog gibt, wurde itos Qudic-ht am Vi. Hai 10^ ■!■
giVächlossen. Inhaltlich verwandt ist ein kleines, :{71 politische Veras tlH
fassendes Lehrgedidit dos Pliilippos, die .Klagen* (A^air^uM): die i'toM
des Dialogs ist hier aufgegeben, da» Uanzc ist eine vom Verfassur )M
seine eigene Seele goriclitote Paräiio»». In zahlreichen Handt<chrifl«n tU
dieses Werkchun selbständig Überliefert, in »nderon dagegen bildet m dv
erste, in munchcn das fünfte Buch der Woptra. Da nun I'hilipp« ifl
seinem Briefe an Katlinikos in der That fUnf Ullchcr erwähnt, sot^hüfl
er die .Klagen* als eine Art Einleitung oder Ausleitung des Hauptwtfi«
gedichtet zu hubi'R. Dagegen spricht wedor die Ungloicbbvit de» CnJ
fanges (371 Vt'rse gegen je etwa I7U0 dur übrigen Bücher) noch der Tm
stand, dass der Inhalt der , Klagen* zum Teil in der Dioptra wiodcrkdnti
denn dass ein Prolog oder Epilog ktlrzer gehalten wird als das HauptinA
unil dass er nich mit deirinelbon inhaltlich berührt, ist ganz natlirUck, W
ebenso leiclit orklürt sich da» Fehlen der in der Dioptra seihst angewudM
dialogischen Form.'] Da der erbauliche Inhalt der Klagen ohne wättfM
verständlich war, so wurden sie von dwm Hauptwerke, dessen ÜniMi
Abschreibern und Losern unbequem war, losgetrennt und selbständig öll<^
liefert, ein Vorgang, der in der antiken wie in der byzantinischen Litt
zahllose Analoga hat. Übrigens wurden auch andere Teile der
selbständig übeHiefert, S. Aiim. 5. WaJirscheinlich um die Mitl«
13. Jahrhundert» veranlasste Diouysios Euzoitos, Erzbischof von HyD
lene, eine verbesserte Kedaktion der zwei Gedicht«, welche von
gewissen Phialites besorgt wurde. Von beiden existieren auch dar
' 1 Durob dit liioc »ngodoulclen Hcdeiiki'ii
liew «dl E. Aavruy, n. unlun a. 0 Ü. IS f.
bMliinm«!!, dio .KJkgon* von dor .Di'f''*
vGllig lu UeniMii.
2. Probnpmsie. (§ SOD]
743
etzungen. Über eine dem PhiUppQs zugeteilte Prososchrift s. S. 81
1.
LnagAlieu: Die Dioiilra ed. nur in lAtoiniiiohor L'oboraolxung J. Pontnna«,
IftM. - Darnaeh wiBJcrbull bei Migno, Palr. gr, 127. 7ul— 302. — Din
u' (mit d«r UubeTarboituiig iv» l'liiuliti'e) ud, Eiiim. Auvray, Bibl. du l'öculo doa
Mode«, Imc. 23, Paris 187^ (uiit einem üertulit llbor liio H«b uud oiiium «uiifälir-
■bn KoBncnUr). — Olme Kenntnis von Aaviitj's AuMgobo od. die tiXaväuoi aus eiti«r
lHlln4|l*T n« K. S. Shuckburgli , Tbe nniil and tli» bmly. A medievnl grenk |ioeni pniit«d
V Ibt fini timn fnan a MR in thc Kmmnniiol (.'ullogo libriuy. Kinmanuol College Mngazino
[il. V Bf. 'J— -1. Ojunbrid^o l^M tmit oniilisutior rroHuUberseUiuig). Eine Eigoiitnmlirli-
>il der Canbrideer Ha isl. daas sie das (jodicbt uiucin Müiiulie Jubacues xu^uhreibt.
Vit Ümt Anr Dioptra woithen im riiuelticii wm lu di.>r iCulil und Aiiurdoung der Kapitel
4 BMmt b«d«ut«Tid vun viiiandor ab; fOr eine kntiaulm Aunitaba dea griucbiscben TcstiHi,
li 4tr BKh «iae Neuaiugabe der KXni'3fiol puMnd v«rbiiid<>n wird, sind dabur uinfaHKende
rwbe Voraludien lUMdiaelicli. Notiert s»ien hier di« Codd, Atboim !).S8 s. 14; Atlious
W •. 14 und hM. Vntic. Pal. 124 h. 14 fol. 104 If., weil im Katalog von Stovensnn
iS liiw diD Dioptia nicht nrkunnt und daher anoh im Index nicht goDAnnt ist. Daxii
L diu Notiicn in Anni- 4,
L 2. nilfiiniittel: Im grouen litlnrarbialurischcn Kuaamnienbangbetraohtot die KXnv9fiti
PSatjnikov, l)ie EraÜiIuntiEGn Über den .Slrait iwiudien der Seele und dein Kbrpcr
Mr mitteUllerliahcii J.ilterntiir. Ein Verauob einer hiDtoriauh* komparativen Unter-
JbwiK- 'iai-nt ini Juuru. Min. Bd 271 — 2Tfi |Scpteiiiber 18W — An^u«t 18D1I. dann
ili ab Mlhatündige« Buch, Petembiir^t 18H1 (rusA,); Qb«)' diu Kltiufffioi s. S. 94 ir. Zum
HMn Wetk» vgL die U«eprer1iiinit vnn A. Vesolnvakij, Joum, Min. 1893 lld Ü8U
nb«ft S. 149 — 169. — M, Ueiobraxnv, Uemnrkungen tlbor die Dioptra. Jonni. Miu.
5 B4 29t) Noveniberhwrt S. 37- 47 (rusa.). tira. hniidolt Über die nisiiiaehen Bearbei-
gen dvr Diop(ra, dainn Altiwl« nua dem Jalire I110.'> »lammt. Über die AbfosHiingsiDit
griaohiaebeo (InginBl« und llbor die (Juollcn dur piiduaopbiBc^ben, tbculugiacb^n und
■rwii»cnacli«r) liehen Leinen dun Werkes. Hier wird uuiiü iillure uiir uuiugiLiigliehe
liMlie Lilleratur Qber die Diuptru und Vurwaudtea niilierl. — A. Sonny, Daa Todes-
•4m l>te>noM und diu Abrassuuu^xeit d»r Dioptra. B. Z, 3 (18S4} 602 f. ~ Artikel ron
Brbard im Freiborger Kircb etile xikon 0* S. 21)23 f.
W 3, Die Abraaauns der Dioptra iat vuu Suiiny. a. a. 0., nach den clironolügiacben
lun im 1^. KupiM de« 3. Buches zwiciclieu WnilmHchten 109C und Ontern 1097 angesetzt
Iw). Kimi «hweichend» Angabe entliAll ein metriacber Kpilng, der im Cnd. Vindnb.
• I. (r. 183 (NmmI), fol. 174, in einem ans mebrorcn SlOckun bcalehondon Anhang zur
ftr* «tollt. Ihm tufolgo vurde das Werk vollendet:
klUijri iliu<ii JaiJera, {ritixtiiüi'oi ifi'rij;,
Kii'Jioir ati^rie Jinarai, ^Xlov litiit tf/!ti;,
(/(m'c d( xitl rpi'n fttffii inl roiiieic (u^/«v<(.
la gmn beMtimmte Datierung aul den 12. Mai [09S widorapricbt allerdings den von
Ur aaa d«r lateinischen Ueberaetzunu des Pontanus angeführten Nutisen im 8. Kapitel
JL B4M;l>es: allein in der Wiener Us lautet die betretTendo Stell» (fol. lOU') Kanx andern
■ dar Vorige de« Pontanos, und ihre cbrunoloKisvlien Angaben stimmen liier voll'
Hit m donoB de« Kniloei; an beiden Stollen wird dnr 1Ü. Mond- und der S:i. Sonnen-
Im KMiiannt. Zur vBlligen Klarlrgung d«r Sache würn natürlich VergloJobung itAmmt-
Hh der Dioptra erfordorlicb. (iniicbrcibnng der Wionor lU. Abdiuek doa Epilogs
tie)iligs(«IluDg der falschen Datierung des Pontanus sohou bei P. Lninbeciua, C'om-
de AagUMta bibl. Ca««- Vindob. ed- altera. Wien 17TH. I. V 76—84.
4. In naacben Bes i. B. tu den Codd. Athen, 5&Ü; Mutin. II. B. 5 (Perg. s, 14);
2748 und 2874; Paris. Coial. 341: Valic. Otlob. 441 fei. 48; Vindob. tbeel.
(N«aMl> fol. 174" ist der Dioptra «in Prooenilun in jambisclien Trimet«m bei-
«hi doMen Verfimtor sieb ein Grammstiker Konntnntinos Restea bekennt,
der Wiener Ha: Sü^M wvfoC Kairatavxirav Kai Btatou (oti yga/ifiiiuiioi' (dnfUr
ii. rariit. 2^4 fol 2 (du y^aintov, in den Oodd, Athnn. liJO und Vntic. Ottob.
il, 48 TOP »«i yftirviov, worin violloiebt das Kiehtigo steckt). Inc. '0 i^yif äftt-
tr»f'<tt*fif tn'fiijA«». Doraua erklilrt sieh wohl, dnsH im Cod. Vntio. 1129
•Untinee Beet«« aU Verfaaaor der Dioptra ntlbal becuicbnut ist. Das Work führt dort
L'ebeiecfarift : Kwrtianii'oi' Hiinnv tiir Kifi/fk inii *ui /pr/^inifonwoe «(xiiniaiionatt
EfC 4Sortrfti tJe ir 'Mn ifiai^anut aaiftaiot xoi i^vx^t. Dieses vereiutelte Zougiiis
ifllter den ubireiehon anderen Uas scbwerlieh in Uetiaoht kommen; doch deul«t
feblonde itlwre Uez«iobnung des Boatee als Kreters und spllteren Et>-
7«
Bj-santinische Litberfttnrgmchichte. IL Po«tiaahe LfU»nt«r.
biHohiifB von Tlit'Hsalüulko auf tiat e«lir Hb^iclillielie luid bewiia»!« Opyiwitioa ppH
ilie londliuligi- Zutciluii«. 1
h. Auch auBoer den KiavSiioi wnrdon aimwln« AWlinttlo i)«r DJoptn MJiNiliM
Dberll«rert. Su *t«lit im Coil. Mar«. VII IH fol. 222 ff. »in Mifot liin^iii ntgi t** inll
iK tö IltffXhi' (m) ktyifuvov JiWipii, ix loü ifiiri/(ioi> >D^i-, -. I)i>r Cod. Bodl, BtlAtU
IftT. A. 1344, fol. i20'~^hl onthiUt du nnlo Hunh dor Dtoptni. di» lii«t •in'oi tlAMku
l'hilipfiuti Uhaiat'nitcii li^o; ftnraxör if -Pilinnar ro' ;'^i'o« .Vnpucririjrl gcridrort iM
.\nilrn' }>in<kr Att Uioptru stehen in ävn <.'udd. Alhuua 3016 fol. 1S6 und Motq. iijU
4ltl B. 18 M 27Ü-281'; 8H-316, |
6. Kine nuuftriecliiseli« lTobt>re«liiing der Dioplra iMwahrt der Cad. At&oiS
3712 s. 17. Dm »nto Ruch (= Uigne. PMr. ^r. 137. 709) b«|iaDt: J
Kitifiii nolitc i-i/^tnitr, äif' or itföt t nhitttn m
'll/4Bt Ml/lieüfitlillr, tit '"' i«i) (»iliio'tjt, ■
Kai nnd «ä^*a utä i(''*X^i' '<>•' (rr^punar /nsfn*, H
310. NikolaoB KallJklea (iVrxö^noc ö AaA^tn^t^«) lebte als Archiatnn
untl Professor iler Meiliziii {äidüaxakoi i<Sc ih(^mi] g«g(>n da« Eiwie il»
LI. und in den ersten Dezennien, vielleicht bis gegen die Mittv dca M.
Jalirbunderts in Konstantinopel. Bei einer 8c1iworen Krankheit, welcle
Kaiser Alcxiot« 1 einige Munato vor Hoiuein Tode (1118) überfiel, vank
KallikluH beigexügen, blieb jedoch, wie Äiina Komnoiui ') sufifllhrlich «liWl,
mit «einen tiviLoamen liat^chlägen gegen die Übrigen Arzt« in der UindtrJ
heit. Wie lange er den KHi.'<er Überlebte, i-st nicht bekannt. KüllikM
stand, wie es scheint, in nnhon Be/ioliijngen zur Familie de» Sübsstw
Üoorgio» t'alaoologos, auf die zwei seiner Uudichte t^ich bexiehi'n. Ell
ist zweifellos identisch mit dem Ärchiati'os Nikoluo« Kulliklcfi, an wvIrhM
Theophylaktee von Bulgarien (vgl. S. 4(>;i f.) vier Briefe ritliU-teill
ans den Überschriften und dem Inhalte derselben geht unzweideutig lürJ
vor. da.**» der Adressat ein hochangosehener Arr-t war und eine st-hönli
medixiniselie Hibliothek bcKU«». In der Qcechidite der b.vxantini»ic1i<-ii £l>i4
grtiminutik biliK^t I\tlll]kll^H du« Verbindungsglied Kwischcn Johanne« )Ulim
ropus und TUeodoros I'rodromos. Freilifh liisst sich sein litU<rari»clii^
Bild noch nicht scharf genug zeichnen; denn sein Nac-hlass harrt ^o(.^tIdri
■Sichtung und voIlutAiidigon Veröffentlichung. Sicher gehört ihm foliieinl«'.
Kin in die beliebte Form eine» Zwiegespräches zwischen tlrab und \'tiaA-
ling gokloidctOH Oedichl auf dii8 gomeiiiHamo Grab des Sebastüs ü«o^i«
Pataeologo«, seiner Gemahlin der SelMiKte Anna Dukaiua und ihre« Solmo
dea Sebaatofi Andrunikos IJukas; ein Epitaph auf den S^bastos Andronik«
und Epigramme auf mehrere Heiligenbilder, auf ein von Anna l'orfihjro-
genneta, der Tocliter dos Kaisers Aloxins, kostbai- eingefasstes Krew; uf
ein von der Kaiserin Irene, der tienmhlin des Alexios, eiugefasstes StKi
vom hl. Krcu/e, auf ein Chri^tusbild und auf eine auK woisMlD äl«in
fertigte Duistellung dea hl. Georg. Das letzte Gedicht steht im Cod. \
32, 19 fo). 4^} unter Gedichten dea Manuel Philes und tat mit dicM«
■'•ITuullicht worden.') Ob sich hier l'hiles das Gut eines alteren, xa
Zeit wenig bekannt«n Autor» aneignet« oder ob das Gedicht irrtfimlii
dem Kalliklee ungeteilt ist, bedarf der Untersuchung. Dam kontmen
') XV 11 = It 8(J7, 2 ff. od. Konn.
'I Nr. 38. 39. S6, 57. Mifcne, Piilr.
Kr. 12e, 439 ff.; 473 ff.
') Uaiiu«lia Phila« oarmiBii ed. K. llill*^
I. 210,
2. ProfMipoesie.
310-311)
745
lie unediorte Sachen 7.. B. ein Gedicht auf eine DorätoIIiiiig d«8
Bten Gerichtos im Katscrpatast«. ein Grabopigi'anmi auf di'ti Logotlietöii
gor KamakTo», dc>imt>lb4^in , dorn Tlieodoros l'rodromos eine Monodie
■n«te (vgl. Migiie, Patr. gr. im. lor.'J) u. a. HpHter fand Kallikle»,
die Seltenheit der Handschriften boweiM, wenig Itenctitnng; doch
Dd«t ihm Gregor von Korinth in «einer Schrift //*(ii tft'i')«J*wf hoho
irkennung,') und der Hhetor Jorit^iph Ithakundytos nennt ihn neben
jdcs und PtocboprodronioH als Muster der Junibendichtung.*)
E I. Adflgabcn: Einige ?J[iittr8mni« suerat in dem BfindchAo: Cyri Thaodon Pro-
■ •fliframiiuita «tc, Itnsol [■'■ülS. ~ Zw^i Kiiigritnime wii^dorhult« Du Canfi« int Kon*
lan ta Aann Knmnrnn, j(>t):t «d. Donn. 2. lOl f. — Diu Ew«i zaertt geniuinUn (irsb-
ifcia nnd drsi KpigTuniiK? nuf Hniliüciibilder ed. A. M. Usndini, Cntalogus codd.
bWMkMUM Uur. 2 (ITS») 19L' 1»4.
8. UilfBinitt«!: Du Cnn);«. o. o. 0. ~ A. M. Randini. Cntol. codd. er. bibl.
■, 8 (17681 1'2 (über duB Kfitcrnmni uuf dns Uild dos bl. Georgl. — L'ebor ilio Per-
B dm dialo{(iHcbrMi OrabE«di(ttiles vkI- Uu Cim^o, Taniiline Uj'ZDiittiini- 8. HS; }fi>i.
lar l*ttt«f«D St«ll» ist «her als Onttiri des Gvoricius Pnliieulouiuii irriUnilicIi heiw statt
' aiiM K«uaont ~ Br. Kvil, Die Muiiutacycteii di>r byzuiit. Kuust. WienerStudien
fakerliafürnng: Dan Cod. [.nur. 33. S3 hat ßnndini, n. n. 0., HusKonUtxt.
Itrte (icdicbt« nnlbnlton diu Codd. Marc. 498 a. l-l fol. %40~3»<2 und Marc.
■. U. Vgl Zauetli. (iraocn U. Mnrci bibliuibcca, VonKdig 1740 S. 26'J f.; 2^3. -~
HliAn von Bandini, a. a. Ü. 2. 11)3, vrtaiTviiUidilca Epigramm (f/txiiot' iii^of niivl aUbt
nm Cod. (ihilol. 29 fol. 137 dw Uflttinger l'niversiUlabibliothoV — Da« K|)ii:ri>iiim
IM Krvuc der Auiia Kumoeiia bewalut aiiob dor C<iA. Atboua 136 o. 18 (Nr. 14}. —
lod. Marc Sl 31. ^«»chtiehcri xwiiicbvn 12^2 uiid 132», ful. IW. wvrduu dem Kalliklea
nMtar dem Kiimen di-« rtodruiiiu« flbi-rliuri-rtoi] \'vnv uuf die twOU Mouat« SU-
SI I. Nikolaos, Metropolit von Kerkyra im Anfang de« 12. Jahrhunderts,
Tctlnclimor an der von Ak-xius I Komnonuti im Jahre 1U7 berufenen
und aU Korrespondent des Theophylaktos von Dulgarien bekannt
»rfa&sU- einen grossen Kominontar zu den aüketischen Kapiteln
laxinios mit einem VV'idmungagedicht in -13 politischen Veraen
12 Anm. i) und ein am 310 Tnniot«rn bestehendes Gedieht anlilaa-
iBeiner Abdankung ['Eni tfj ruifimitjafi «t'»«ii). Wie e« bei der poeti-
Bohandlung eine» solchen Vorwurfes natUrlieh ist, macht Nikohios
[nftheren Angaben über die Grllnde seiner Abdankung, sondern handelt
llgemein über die eigene Nichtigkeit, Über die Vergilnglirhkeit des
lien, über die ( 'hiu-aktercigenschnfteu wie Offenlieit und Festigkeit, die
Rücktritt verunuichtun, endlich über seine Sehnsucht, den Schlec-Iitig-
d«r Welt, dio er mit düsteren Farben und mit den Übertreibungen
gukrünkten Seele schildert, zu entgehen und mit Gott allein zu sein,
ehiiesst mit dem Wunsche, Kerkyra möge eitien andern guten Bräu-
finden, und einem Ahsohiedegrusse an seine Diözo^ankinder. Die
illung zeugt von dem ilblichvn Masse klassischer Bitdung: auffUtUg
ie Vorliebe (Br alte Sprichwörter und sprichwörtliche ttudensartcn.
AuBRaban: Daa Abdaiikua^^i-dicbt ed. pr. nun Cud. I.uui. ^. 1(J .Mnqtnxjdon.
Iti Mi^tropolitaa Voteyta* (-Hrmt<ii tn«nil(-. Mailntid IKl>'>: diiini b<>B«or mit IIi>iiii]ihQn|{
psd- Valie. 1U7 in »oin«n: llUiHtroiiiini Curt-irväi. A|i]>viid. {>' ^^- endlich tum diitlrn
bo>d«iii Ilat uhtr ohne Anifabe der Vu-iaut«ii in Minen W«trko: Delle «orc
I Vgl. Da Gange , KommuolKr ru Auna
ed. EtOBB. a. TOI.
•J KheUrM Oraed ed. Walx 3, &62, II.
746
BfiantiiÜBChe LitUraturgsBcliioht«. U. FostiMb« Utt«nU«r.
CordrMi, Corfu IMIS, Appcnd. ü. XXXV B. - Duui miuie diw«« CL-dicbt Back lUa h(||
Cod. Hoaa«. SOI (nickt 'Jl'i. wiu Luiiiiro» selb«* wifibl) und di« Widainng Jm u4
mcnlan m Uaxtnim nadi d«ni (drii iiaiiieB Komnootu' eBth«ll«Bi)4>D) Cod. Alb«*tlSB
«. IS — U hI. TOD Sp. Latnprus, KtQm^tilxä nrixdnto, Atbea 1882 8. 28-~ll. — !)■
Abdadkungsgmlickt lewahrt Mich ivt notJi nb«i>QUt« Cod. Allions 308« a. 12. V|l
Sp. Lanipros, CaUkigu« o( lim K'oek nia« on Moant AUio» I <I*^A) 3T&.
313. FastiioDsspiel. Dos einzige uns orhaltene Drama der bjraii»
linischini Zeit iäl di-r Kenüholich .V(>i<ri»; mi^j;'''' (Cbri»tU8 patii-as)
botiltilte OnU). Nachdem die Meinung, Aas Werk gehör« dem Uri^gor
von NazianE, allgemein nufgegebefl ist, bleibt der Verfasser vorerst ■■>-
ennitteit: sicher \»\. nur, daits «r in einer ganz spfiten Zeit, walirechniifidi
im 11. oder 12. Jahrhundert lebtv. Er dichtete im vorwcguii«t«n SinM
de» Wortos nach berülimt«ii Mu8t«rn, indem er eine ganze Keihe alter
Werke mit der Schere beai-boitet«. Ein volle» Dritte! der 2ftlÜ Veiw
(ausser den vereinzelten Anapästen V. 14f>l ff. nur Trimeter), aus w^cboi
das Drama heüt^ht, i^t fr^-nido» Kigentiim. Den grösstcn Teil dieMU l.«}in-
giites lieferten hieben nniiii'n do« Euripidea, nämlich Hekal>e. Med»,
Orest««, Hippolytos, Tr mI -, ÜIli'fm« und Bacclie»; dazu kommen m\p
Datzend Verse aus dem i'rometlieus und Agumemnon dwt Aescbylou iinil
ans der Kaasandra de» l.ykophron. Vielluiehl bat der VerfajMer «ucb
verlorene Stücke der Tragiker verwertet') Ausserdem benfltit« w ßr
die ErrTiIiUmg mv fUr die ^llnlI^4'ol()g!u die heilijReu Schriften, kdKoixItn
die vier Evangelien, die Apokalypse, die rnwliisbrief«, diu rsalmcn. J*
Gonosia und Exodus. Selbst apokryphe StOcke wie das Evan^tJuin
Nicodemi, das IVot«evangelium .lacobi, das Evangelium Ober die U<-I>ur>
Marios und die Apoi«t«lakten wurden nictil verschmäht. SelbfttveroUadlicli
konnten die Verse aus den alte» Dramen nicht immer wGrtlicIi vervvnitH
worden; sie wurden zugeschnitten und umgeändert, wie o« der Zuauiimvii-
liang erforderte. Zur V'eranschaulicbung de« hiebei beobachteten Verfithrvu
diene der Anfang de» von der Jungfrau Maria gesprochenen Prologs:
fir,f ir nhtaiai lond* Hftf^n-ur •t^axtf stci
zu (irunde liegen Vers 1 und 3 der Medea:
I7.t' üiplX' 'A^yoi^ fiif iiimiritSin aiRfiac
tUjiT iy vÖBaiat Hr^iev ittotir teil.
Zur richtigen Würdigung dieser ktln^tlicben Mosaikarheit mOawii wir um
auf den Standpunkt der Byzantiner blieben, die vom littorariscbcn BgM-
tum eine unklai-e Vorstellung hatten und auch auf anderen Oebirti-n <&*
Schütxe ihrer Vorfahren erbarmimgslos zu Kate zogen. Das Stück iit nirlil
ein Plagiat im modernen Sinne, sondern nur ein eigenartiges Beispiel ]■ " '
Imitation, welche die ganze Kuiif^tlitteratur der Byzantiner behcrrM.'ii
Daher berichtot uns der Dichter auch ganz offen im ProCmion, dws f
das Leiden Thristi xrer' EvQim'äijV besingen werde. Weit unbcgreit
und stSrender ala die Entlehnung an sich ist R)r unser Gefühl die Vei
quichung von zwei 80 verschiedenen Ideenkretaen. Wir em;
') Kti finden sich aumer ileti nacbwcis-
bar «iillpliiilon I'ailiirn ventcliledtm« form-
voUoudet« Yerao und lJodtuik«ii, dl« nicbt
auf bjntantiniwhMn Bodoo svvachaui w*
•chvinon. N. Woeklaia, BortiBar
Woobctudirifl 1886 S. «Sft.
^^^^^ 2. ProfanpiMBi». <9 S12) ^^^^^^^7^
die ÄussUttung der heiligen Personen mit den Übel zugerichtete» Lappen
der attischen Bahne »\» eine wÜRto i'rofaniorung. Da» niutnicnhaft «!■-
»tarrtc ticwand der alten Tragüdie \»\»»i ihm uuf t<inL-iii ganz niideroti
Boden orwaclisencn tieKtaltcu tdclit; ihre Bewegungen erscheinen darin
■ngereinit, und wir haben beim Anblick der so bunt aufgeputzten Figuren
< Dehr mit der Heiterkeit als mit den Thränen zu kämpfen. Ungebildeten
' Web das StUek wegen seiner altertllmÜchen Sprache überhaupt unzugäng-
licli: auf den Gebildeten aber mus.-jt« e» ähnlich wirki^m wie jene mui<ika-
I Kacbcn Potpouris, in welchen Fragmente verschiedener Texte und Melodien
ohne V'ermitteiung aneinander gereiht sind. Mit dem bekannten lü'O'
ifti' tfitt die Gottesmutter »}» Maria Medea auf die Büline; in schnellster
' Folge wochaelt sie ihr Kostüm, f<io wird 2ur Uokube, Ka^andra, KlytS-
■t»1m. Andrumacho, Hugar zum llmmus; dioselbe Chantmeonnutur hitben
»Ue andert'u Personen. Selbst die in der lebendigen Sprache längst ver-
tetioUenen Exklamationen oiiororw', tiä ftoi, tiJ erzeugen hier eine komische
Wirkung. Wie sehr gerade die Mi.schüng heterogi-nur Elemente den
Ungünstigen tiesainteindruck verseliuldel, wird recht klar, wen» man neben
4en kluatiiachen Versen die aus den heiligen Schriften entnommenen
Seiitü-nzon und Vergleiche studiert; sie passen zur Stimmung des gesamten
Vunrurfiis und wirken daher nicht nur nicht i^trirend, sondern erh&hen
Sogar den Bindi-uck des Wahre», wiu man Ähnliches ja auch im Obor-
ammergauer l'a«iiiön»»piel beobachten kann.
l)n« Drama beginnt mit dem Gang auf tiolgatha und endet mJt der
Anft-rHlfhung llnisti und »einer Ankunft im Hanse der Mutter des Marcus.
Die Personen sind 4'hristus, Maria, Joliaime«, Joseph von Arimathea,
Kieodemus, Maria Magdalena, Boten, ein Engel, die Wache; dazu kommoa
»wei Halhrliöre giitiläi^rcher Weiher, die aber nicht singen, sondern im
he<)uem<rn Trimcter konversJeren wie die übrigen Personen. Die Haupt-
rolle trSgt nicht Cliristus, sondern Maria. Damit hängt der Mangel einer
Gandluug und einer dramatischen Steigerung zusammen; der grössto Toll
■des Stückes besteht aus langen Botonorzuhlungcn und ebenso auitgi>-
drhntcn Klagercden; Christus seihet steht im Hintergründe, und wir
bOreu von ihm meist nur durch Berichte anderer Personen. Dass die ari-
lÜoteliachu Einheit von Ort und Zeit (Iherschrittcn wird, darf nicht
Munallen; das Drama leidet aber auch an starken VerstiSssen gegen die
elementarsten itegeln der Technik. Trotzdem hat man versucht, durch
Verschiedene Kunstgriffe das AV'nrk mit den Anforderungen der Dramatik
ia Einklang ku bringen — gewies mit Unrecht. In der Zeit, als dieses
Sthcindrania entstand, fehlte die wichtigste Voraussetzung dieser Litteratur-
BKttung, diu Auf^hnmg; und auch das Studium der alten Stllcko wurde
bicbt derart betrieben, das» aus demselben eine Einsicht in die Technik
hätte erwachsen ki^nnen. Es wäre ein wahres Wunder, wenn unter solclion
Vwhaitniwien ein Dichter die inneren und äusseren Gesetze der Dra-
matik erfust und in einem wirklichen Kunstwerke zum Ausdrucke ge-
bracht bitte. Der XQiat'is ndaiuv, um es kurz zu sagen, ist ein Lese-
fetBck wie die dialogischen Gedichte des IgnatJos, des Hapluchi'ir, de»
rrMlroiuos und Phile«. Bei alledem kann die isolierte Stellung dieses späten
18
Brx«iitiiii«che litteraturgMcbiobt«. n. Poetiaeh» Lltt«rfttar.
NR(!hziJt;K^i'8 der diamati.trhen Litteratur Bcdonken erregon. Die (W
Rrwii)intL>n diaIo]t;Uc)i<>D Stücke f>iiid doch wiederum zu suhr ver»chi«dca.
lim alH Vorläiifui' büzw. Fortwttzcr gelten zu können; vielleicht läge es iiBbct^
die S. 644 f. «rwülintoii Ding«, wio die Dramen dos Syiiesios. de» Ario*
seiner Gegner mit unserem Werke in Verl>indimg zu Itringon; dodi ij
ein thattiilchliclier Zusamnicnliaug aui-lt hivr niclit nachgewiesen lutd
Überhaupt ach wer nacliweiRbar.
Die Sprache des Werkes liat wenig Individuelle«; PrRsensfor
wi© fiuXm, i^i, afyi-, die Kunstruktion von iäv, fnar mit dem Indiki
von ti mit dem Konjunktiv und Ahnlicht-H »inA Vnlgariitmen, die in
kirchlichen Lltt^^'rutur schon früh vorkommen und sich durch die
byzantinische Zeit verfolgen lassen. BezUghch der Metrik gebiert itt
Verfasser nach der von Hilberg getroffenen Kintoiiiing (s. S. 648 f.) zu itn
.StUmpern", welche der unboKchntnklu Gebrnudi von auslautenden <r,
'. V aU Lilnge keniiKeichnot, und steht also unter rrodromoe, der a, i, •
nur im An- und Iniauto ohne Beschränkung auch als Länge gebntiKht
Wenig byzantinische Schriftwerke Bind so viel gelewen, bearbeitet aai (^
ttrtert worden wie der X^iatoi ntraxcr. Don Theologen war er wiclitif
als dos einzige christliche Drama auf griechischem Boden: seine i!up-
matischen Vorstellungen und seine kirchlichen Quellen boten der For»:liiiri^
reichen Stoff und sein Inhalt diente der Erbauung. Nicht miiMlor eiftig
wurde er iu philologiHchen Kreisen studiert; hier war es namentUtl «in»
Wichtigkeit fUr die Textkritik der benUtaten Vorbilder, wdche ilin
Freunde erwarb und die unnnstiiirechliche i^>it »einer Enfaittehung rerge««i
li««s: a\s werlvull»tu Ausbeute ergaben sich einige Verse aus den ver-
lorenen I'artien der Bucchen. Von der Bedeutung des Dram» Br
die Kultui-- und Litteraturgeschichte der dunkeln .lahrhnnderte wwl **"
seiner Stellung als VorlHufor der mittelaltcrliclion Mj>terien war 1«« jt<d
weniger die Kode.
1. Aus);nlian und L'obarHctxungtin: Kd. Hignn. I'hItdI. gr. 38, 13t— SÜ "l
dop|M.'ltur lutuiiiisclKM' roki>n9DUung: di-r Text botulit noch auf dirr mangeUisfUia Amg>>*
ifou Cuillnu. — Krsic kritisclie Aub(;ji1jo von Kr. DUbnur nnch ilon FragmeDU TaJ^f^l'
i-d. <.i. Wiigiivr, Paris. Didot IMO. AuBrülirlich bi-nprocIiHD vun Muiinin, Ji>iini*l ^b*
SavaiiLa lt*4y S. 12 If.; 27ö S. — Nach tlinn l)Ubnar'«utieii Text« init di'ulsetjtr UcWiwUnnf
ed. von A, Ellinnun in seineD Aiiiil«kU-ii <lvr uitl«!' uud neu^iM'liischFn Lillvi-sdir, I. Tnl.
Iieiimig 1^06; die Kiii1i>itiiiig hplobit wvniKor flbor die Kriiik und litt^THn;'^'^!"«'''''"'"
Stallung de« Drama« solhst hIb ilbi>i di- ijvschiclite d»r d«aiMol>'rn ttnwi^i'>*<'''< ^"'^''
verton, — Kd. .1. G Hmmb«, trfiipxiK. bilil. TmihnnriHna ISSR; or orwMt«Tl doli knli*]^
Appnrat durch 3 von Dubiioi- nicht brnUIrto Hm und gibt dui «rate rulUllindi):* '*''
toichnia dur l.clmvi>r!ip liebst uiiisr rntpreiioliung Öba Zeit und Autor du» W»»k« '
Kinc xuroito douNcbo L'vbunii'tiiung gub K. A. Pullig, X^«ji( näegnur. Dar ]■■('**'
CbristiuL Prugr. lt. OburrtHlEcbul« lu Uotiii lt<U3. — Prttni&sisch von i. A. t<ilK*''
I>a pusamn dii Clirint. l'uri«, li^, Buliii 1852 itnir unsu^iiglicli).
2. llilfaiiiitt(<l: KJchstadt. DrHtiia diristianum. quod XfMi«'« miajfor jnaviUtt
num GrvKot-ii) Naxiauieiio alt Iribaendum. Progr., J«Da IHI4. — J. t,. Kloia, Caari "''
dca DrHmiM » (1866) 599-ßa4 (TArfeliltvr Paneiurikus). - Aag. ÜariiiK, 0« b
Cbrialiaii« qua« inscr. X^iaiSt irn'ajfair, Tiottr. ItarRieo 16U. - Job. l>r>*«k«
bDoher fUr proteat. Thnolggia 10 (18M) 6^9 - '04. halt wie ein«) Karontw d#« A|
von Laodikeu für den VctfiisBcr dru Work», das vor S9S cntatiuidcn mi. — J. G. 1
De «iiotoritiit« Irn^ordine Cbriatiunfto quno inacHbi aalet XpiO'nv ttiox'"; Projp-.. Ei<i
1884 (zum Tnil wiedcrliolt in dur Vorrede Heiner Amg&te). "■ I«. Hilbcrii. Kaoo
doniH l'rodromus di-r V^rf. dos X(i(n/u( uriojfoir a«{n?, Wiener Studien 8 (lj*6) S^i-Jl*
Nuchtriig » ()»»7| 1^0. - VerwfciuiiK des SlflckfB flLr di» Kritik d«s EnripidM: A.KIKk
2. ProfanpoMie. (§ 313)
749
Utt. Ph(lo)«na 8 (18S8) 78 ff. - A. DöHiik. Philologa« 21 (im*) 5S9 ff; 23 (ISBfl)
inlS.; 2A{1867) 2SI ff. — F. L. van Clvef. 'Tliv PHfiido-lir«);orinn ilrumn Xpiaio'c ^no^iur
hiU ralalion to Ih» t»xt nf Kiiriplde«. Traiimctinn» ut the Wraounsiii uuudciiiy uf iduocc».
■1« «ad l«U«ira vol. 8 (WisroiiHiii 1^9äl WZ S^» llianilcll illicr <liu BoiliMituiig des brnmuB
Ar die Ktilik der Ilarolicn diw Kiiiipiitna and kunimi xii ilnm KrKol">)A. <]h<m dio von doiii
llRiiilin^t bctinut» Hu itpr IWrhiMi writ schlechter wnr nln di« tliw von KirclihufTs twfittir
UMMk - ^ur S|iniclui: Tiroha Mnmmnon, Unilrllgn ait IjoIii'h vnn don grieohiwlieii
,lHfM)tian<rD. Kiniikfutl- Ücrliu 18811- ISSh S. ß'3T ff. — tu der KnnlrnverBtt Über Zelt und
AstoT dH» Werk»» li«rracbt jetet weniKSlonB GioBlimmiKkf'rt in dor Uclienieugung, das»
Im Werk nnmCglicb dem Oragor von Kmibde gehCrcn kium. Üi-n wnitfren hntien dio
ClUnncbuBgOB «ioi);« stöbere Anb*ltA|>nnkte über dii^ Zvil du« Werken ertceliuii : wHIireni]
IMbtr di« llMinuigen zwiaclien dem 4, und l.'i, .Inlirliiiiiiloit »tliwunktcn, int es ieM
JwjMtwk dMS daa Dinmn nicht Qbnr da» I 1. .Iiibrh. biniinr)t'>rflokt werden diLrf. Ver-
litL wJbti wmrHi die HnmUhun^rn. den Nnmoii des Verfasaera seilet uns dvni wirreu
MrfBC« iBilUlKri*«brsc'bcr l.iUemfen heriiiieutuÜnden. Dörings Wahl Hol auf Ttetces
(i MJa Programm und noch DaiMrdinpi in der Pliilnl. Hundsi^hHU ISä!* S. i'H), Itriiiiihs ent-
idM tick für Plocboprodromoa, »in« HyjMiUiese. d«ren I.'Dricbtigkoit Ililbarg h. u. O.
^■»(■g«nd uebgf Witwen hat. Die Wulu-heit bleibt iilao. dnea wir uns voronil mit d«r
■ll|*M«ineii Iteslitnmiinit ''<'' 2*'' (H'-l^- Julirb.) bcunü^-i^ti mliMen.
3. reberliereriiDit »»^ Titel: Hanptcndex ist dor Purji^inus SH7 j (13. J^hrh.)■
^ Di* HnadiK-hriflvD hahe«i versohtedene wartfeiche Titel, die aber in der UenunnunK d«H
'•rv^nr Ton Naxinnx nis Aatur Obercinstimmen z, B, t'^ijytiplar lar it(uAu/iii< iQiiytfiitia tif
'■> aHf>;fi(nr :«ii.*o,- Im' Kvfior ijfitif 'lijaoi' \gioiiiv. Der jotel Qblicbe Tiiol .Vjinrnv
hi*xtn- alamtnt viin dem eraten IlMnusgeber Ant. Ulndos (Rom llilS).
4. Virlteit:bl liAugt die Kntetebung des Chriatua patiena gcnntiscb sannmmen mil
Iwi Senleuxenflurila^tvn hub tlonicr. Suphuklea und r'uripides. von den nn iinii melii-)<ri>
WMnpUr» erbaltcii 'sind. Im Cud, Marc. 50T i'^t antsur den uominnten drei l>icbtern
Ata der Cbiislas (luliens selbst nii lauf genommen. Vgl. § 2^4 Äum. Ti.
b. Aus der ersten Hftlfle dt« 12. Julirb. «tsintnt ein Üediuht der Iri-nc. dur Ue-
atblin desSebastokralor; Eif^r ije li,'<iraioirfaniQinai;c liriKihmv nuiij/iit (1143),
■ /"?"?■ fT"' "i* '•" ll'''fv fl'fl^"'!''i*K^ ""f- ^'- ''■ l'f '!"•'••■. Albon Ih^TS*. Etwa« N&beres
jkp iumra Werk v*rmng ifb nicht milzuliti1i>n, dn e<) mir nnzn^IiiiKlicb gebliubtiii ist.
M '13> TheodoroB Prodromos (»«udoi^u; ö //^nj^o/ios-), der eich selbst
^fgen M'inor Uürftigkmt i'loL-lioprodroniu» (d. h. der ttriiiL> I'rodronios)
Ltnnt«, lebte unter de» Kaisern Alexios, JohnnimH und Manuel Komneno»
B Konatantinnpel. In einem an Johannes KomnenoR (f 11-18) gcrk-liteten
ledkht« {s. d^n Abschnitt .Vulgitigi'ier'hiHche t.it.terat.ur°] nennt er aich
m zwiSlften Jahi-e verheiratet und einen Ureis {yi^iot), woraus zu schliessen
it, das« er Kchou vor 1143 die Blüte dos Alter» iiberBcliritten hatte; dnzu
«mint, daflfl keines seiner datierbaren Gedichte Über das Jahr IIÜÖ liinaus-
r«st Der grllüHere Teil soinen Lebens und seiner Thätitjkeit fällt deni-
*A zweirelloA noch iii die erst« HAlfte des 12. Jahrhnndertn, und
r i»( twniit ci» jüngorci' ZeitgerniBse de* Nikoino« Kalliklcs. Von dem
•vbcnsHiinge de« l'rudromoa wisoeii wir «ehr wenig. Als der wichtigste
Tti Bt«te wiederkehrende Zug erscheint seine unheilbare Armut, der er
arch ZAhllose Preisgedichte, Lobrede« und Episteln abzuhelfen suchte. Zu
nnon Gönnern gehttrt^n die zwei Kaiser Johannes und Manuel, ver-
tbiiMeiie Prinxen und IVinzet^sinncn des kaiserlichen Hauses, endlich hohe
Vflrtleiiträger, besonders AlextoM Arixtenoi«, ein cinflassroiclier Gelehrter
■d Beamtvr [roiio^plaS, ni/wtf'ndix'n und li^yatoifiögui), der auch nie Kr-
fer«r der kirchlichen Gesetze in der Littoratur eine bedeutende Stelle
bilUBimt (o. S. t>(l7). Uie llntersttltzungen, die sich der vielgepingto
ittermt-auf »olche Weise erbettelte, scheinen jedoch weder bedeutend
mIi regvIiitäHsig gewogen zusein; denn seine Klagen begannen stets aufs
B, und in einem längeren Gedichte von fünfzig Uexumetcrn drubte er
750
Byzantiniaelie IJUeratargaBcliiiiht«. II. Poetische lÄtterktar.
Hogar den ByR«ntin<>rn, dio seinf Vonlienste nifli) ziiwilrdigon vorstöiiJm,
den EUckvn KU Icührcu uiul »ich xum KrzbiiM:hof voti Trapozuiit zu flSdi-
ten; doch lio»« ur «s boi der Drohung bowondon. Endlich urhicU er vnn
Mnniiel Küinnonoä ßino Pfraiide im tnoiigiuiiHchcn Stift., die ihm j«!«4
mpiltcr wiedur enlxogcn wurde. Er bescfaloxs sein Leben in einem KloiUr
zu Konatantinopel unter dem Mönchxnamen Uilarion.
Die litterariBche TbäU);;keil des Prodromos ist. oh^'iifio rtioli tb
mannigfultig. Wir fiiiden ihn aU ItomanKclireibor, (iclcgoiiboittidii'hli'f tut
Epigrammfttikor, als Vcrfaaaoi' von ft»trologi«>hen, grammatischen, philo-
»ophischen und thcologischon Workon, von rhetorischen SchulQbuitgta,
Satiren, Reden, und Briefen, Ein St-hrifUteHer von solcher Fnichtbarfctit
vorlangt eine vorsichtige Beurteilung. Die Littcraturgc«chicbt« hsl
dem IVodroinos Unrecht gothan. indem sie zu ausschliesslich den hoUra
.Schwulst und die CliarakterlosigkeJt des BetteMichlura hervorkehrt«. Et
ist allerdings richtig, das» er violfach ftUi ein typischer Vertreter der i
st«n Seiten des byzantinischen Wesens, der kriechenden Schmeichela,
prahlerischen Halbbildung und der barbarischen Qc!»chmadüoagkeit,
Hcheiut; aber sein Wesen wird mit die.ten Schlagwrirt<.Tn. die nadige
fQr Byzantiner stereotyp und dnhor zur Individualisierung wertlos g«wa
sind, keineswegs erschöpft. Am bebten gefUIH uns Prodromos in proiA»^
sehen Versuchen, wo er mit Geschick und Grazie den best«n Vinlnlde
des Alt«rtums, besonders Liikian folgt; auch seine Briefe verratM
unver&chtlieho Gewandtheit in der Konn und lasMOn «ich d«n
Leistungen der byzantinischen Epistolugraphie beigesellen. Nicht
Bchwilcher sind seine kleinen Spottgedichte; sein Wit* ist zwar otvflj
derb und ostentativ imd der Gedanke meist zu breit ausgMponnem:
das Gleiche Iftsst sich auch von alten Spottgedichten z, B. von dorn W«ib(f^
Spiegel des Simonides Amorginus behaupten, mit dem dos Prodrümra SaIü*
auf das lOsterno Weib verglichen werden mag. Auch die Epigrannt
enthalten manchen guten Einfall und berechtigen nicht zu der radifclln
Verdammung, die fUr l^odromos üblich geworden ist. Zu dieser b^
vielmehr seine gi-ftssten und leider auch bekanntesten Werke Anltaa t^
geben, der geschmacklose Versroman und die langatmigen, in schwftlttign
Metaphern sich überstürzenden Lob- und Bittgedichte. Beaclitun «if
neben diesen auch die oben genannten Werke, so wird das flesamturtal
wühl gUnstiger ausfallen. Sicher gehOrt Prodromos bei allen seinen Miii^_
zu den merkwürdigsten Erscheinungen der byzantinischen Litteraliir.
schulmlLssigon Werken eines Suidas, Tzetzes, Eustatbios gegenüber eradwiB
in Prodromos die emsige GcsehäfUgkeit des von den zUnftigen Kr
zm-flckgestossenen Dilettanten. An Stelle der zeremoniellen
die sonst bei den Byzantinern so sehr ermüdet, finden wir bei ihn '
derbe, aber immerhin wit.zigp Polemik und eine freilich etwas holpfrig
Ürwüchsigkcit. Der steifleinenen Würde der byzantinischen Kuiutsp
wie sie gerade in der Komnenenzeit wieder mehr aU jo Wtont Mi
pflegt wurde, wagt Prodromos mit Scherzgedichten iu der VulgirBpffti
entgegenzutreten. So machen uns gerade die Teile seines Wesens,
welchen er von den i^leichgeartotun Durclisclinittslitt«raten seiner
iSSami
2. Profan pMBie, (g 313)
751
bwuichl, den Mann intercsennt. Er i»t wi« wi'iiigc Byzantiner oine deut-
tauHgeaprochfiiio IcuIturliiBtorUche Figur,
Der 1iU«rarisL-)ie Nachlass des ProdronioR iitt 80 reicliliBltig, das»
eboD eine blosse AufzShIung der genauen Titol mit dem dazu gchfirigon
ibliographioclicn Material viele Seiten fallen würde. Trotsdein würc selbst
«mit strengeren Anforderungen nicht geiillgt, da wie uub leim Mangel
xaktcr und erstliüpfender Vorarbeiten zum Teil auf die Wiedergabe
Iterer ZuBammentttellungcn von scbwankender Zuverlässigkeit beschränken
atatitcn. Wir begnügen nna daher mit einer Aufzähhing der wichtigsten
ind lH>kannte8ten Werke und notieren ftlr das tlbrigc die bibliographische
rratur.
1. Das umfangreichste Werk dea Prodromos tat sein Versroinan
anthe und Dosikles (T« xatn 'Podäv^t^f »ti'i JoaixXt'a). Er erzählt
n 4614 IVimetem, die in 9 BOcher eingeteilt sind, folgendes: DoHikles
uis Abydo« ontftlhrt mit Hilfe einiger Freunde die 8cbßnc Küdanthe, aber
tuf Rhodos wird in» Paar von Käubc-rn Überfallen und nach mancherlei
VbcnlfUern getrennt; Itoihmtlio wird nach Cypeni als Sklavin verkauft,
iÜDBikles soll den GOttäm geopfert werden. Glücklich befreit gelangt er
uch (')-pem, wo er mit seiner Geliebten wieder zunammentrifft ; bald reisen
lie l)«iden Väter auf Anraten des delpliisrhen Orakels von Abydos nach
i^rpeni und fahren mit den Kindern nach Hause zurück, wo frohe Hoch-
i«it gefeiert wird. Zum Vorbilde dienten dem Prodromos vomehmlich die
ketbiopica de» Heliodor, welchen die künstliche Disposition der ersten
Irei Bilcber, d. h. äan Motiv, duss wir erst nachträglich durch eine Er-
Ihlung des Dosikles die früheren Schicksale des Liebespaares erfahren,
owtc eine Eieilic einzelner J^üge entiiomineu sind. Die Anklänge an des
Sastathios Erzüldung von Hyttniine und Hysniinias sind wohl aus der
JenQtzuug gcmeiiutamor Vorbilder zu erklären. Einzelne J"rÜher nicht vor-
umunende Motive gehen vielleicht auf die populäre Überlieferung orien-
alischer MSrchen zurUck. Die unmässige Breite, die schwülstige, bar-
wriftch ungeschlachte und doch anspruchsvolle Darstellung beweisen den
Itlltgcn Mangel o» Befähigung zu einer solchen Aufgabe und machen die
.«Atäre de» nur durch seine Länge imponierenden Qedicbtes zu einer
■rahren Qual. Trotzdem diente dasselbe einem Späteren als Vorbild, dem
f iketas Eugenianos, von dem auch eine Monodie auf Prodromos erhalten
yl g 318 Anm. 3.
or. G. Gknlminus, Puia 1625 (griecbisch und Inti^iniach). — Ri). It. llnrchor
nptor«» «rotici Urftoci. vol. 2 (Lipsiiie IfM) 237-434. — Vgl. l'h. Lo I1h>.
IM d« r^Gute des ohartes. mai-juin IKll. — Härtung. Die lyxiiiil. Nuvullo.
r d^a Sludiuni d. Ofuofun Öunioheu und Litcraturun 50 (1Ö72) 4 IT. (uuUlo»). —
. UilLcr^, EiliBtoltt exilicB ad J, Vulileo. Wiuu 1877. -- Zur f^pmcbe: Tyelio M(>iiiiu9i<n,
UMIge in der Lelire von <Ieu griechisch«!) I'rfipotritioni'ii. Krank furt'Uerl in l^G — )890
L.mE — Uaufib^hrift: E. HhoAv. Übt gricchiHvli«< Human, Lvipsig 18T6 S. 1)27— b&9.
2. I>er Katzenmäusekrieg (in der Handschrift ohne Titel; vom
tntton iferaiisgeher raXtofivoiioxi'a, von Hereher richtiger Humuvtifirtxia
Ü>erachrieben), otne dramatische Parodie in 384 Trimctcrn, in welcher
lie auch der -z»'^'; /«co'e {s, «, S. 757) zu Grunde liegende Idee eines
inpfe« xwiachen Katze und Maus weiter ausgeführt wird. PeraoneU
752 BjEuiUai>che LitUratnrgMchiohte. IL PMtlaoh« lÄtttmtat. ^
diwHcs draitiatiüclieii GitgL'tD^iüi-ki'H zur liomorbchon BalrachoinyonukK
sind der Mäusoköuig Kmllo« uml «t-iiie (iattiii, die Maus TynAU^
(KüHudiob), ein II«rold und ei» Bot«, dtizu Aar uuh I>iciiL*riiu)oit b«titdi<-Ddi
Öhor. Uiigvlialtoii Üh«r ilie t^wigeu Xachatelluiigcn der Kutzo ImmIiImMI
Kreillcw, nllo Mäiixu Kum Kampfe gegen di<? uiiholdf Widersacherin Hbh
bieten; dl« Katzo j'iclitet ein filrohterliohe» Blutbad unter den MAusm tu,
»chliesslicli abvr orsdiunit aU dvtis ex iiiachiiia oiii vun der Decke
fallender Balken, der die Katzf vrsclilät^t und vo den Mftuaen d«n Süg
verschafft,
Kolilruiclie tlU-ie Ausgaben. ZuMal Th«odori Prodroml CatoMiyonacMa *i. B. B*^
«li»r. Lil>iiiai>, hihi, T^iiliiioriaiia 1873,
3, Die Freundschaft in der Verbannung, 'Anödijtof tftlia. m
Dialog iii jambischen Trimetern twi^chcn einem Fremdling {ÄVinil uai
der Freundschaft {0iXi'a). D»8 Argumont de« ücdichtc» lautet: Dil
Freunducbaft wird von ihrem Manne Kosmou, d. b. dem nien^ldicheo
Leben, verstoBsen; or verbindet sich auf Anraten seiner Magd Dtimmheil
mit der Buhlerin Feindschaft. Der Nutzen der Freundschaft und dit
Nachteile der F'eindscbaft werden nun in schnlmäsaiger Weise an Ba-
spielen aui« der alten Mj-tbologie wie an Ktitokles und Holyneikes, an Or«t«
und Pylades dargetban.
Oft «djnrt. znlnlxt von Fr. [)nbn«r in Kilripidia friigmpnln «xl. G- Wa^«t, P<ni
I84C S. KH- 80, ■ Wirclcrliolt b-i Minnn. Pntrol. pr. 138. 13'il ff. — Vgl M»g»ii,
Journal üob Suvnnln 1MÜ S. Wi ff. Km. I'niiiitniunli, Uell' 'jnö^ijfHK iftha S T«r
doro Prodrumu, KMxlit'uijti dolln K. Aco^Joniia dvi Lineei, olaute di itci«iiM muraU, rfwick*
« filologiphe, 8tTi« quinta. vul. 1 (1891) 3B1-8T0 (chBraIctürisiMt iIm Gedid.» ab «ta«
HpUtun VurHiioli »iiipodoklei9<ihu (jedniiken ins CJirialliche ca llbertl«SMi|. — AH« (nf
xaHiacliit l!ulii>r«(>Uuti)t : Aiultiti buunin du inuridi;: pur Cvre Tbeodore^ipafle ||r«c«tttaM
en VCT8 fraiic»is fvr Joan Pift^oii i« Montciliiiiar »ti Paiiphiii^, it litAiM» tüü.
A. Satire gegen eine lüsterne Alte, Ktta g*Xan4iir»f jfck
(102 Trimeter). In der Form einer cntriU!<teten Anrede werden ^e Scblnd-
lichkeiten einer "bejahrten Buhlerin nufgeKrihlt. Charakteristisch ffir I*»-
droniois iut der Gedanke: .Zwei nificlitigu IInit/.ahnL* hat ihr die Zvit n
weiser Erwägung gelassen, damit man sie nicht filr ein neugfibonnes Kiol
halte." Zum Schluss fordert, der Dichter die Richter der UntcTWlt «it
sie dem Itaeben des Kerboros zu Dbergeben; t'reiticb, meint er, aa s» *"
nltom Scberbenfleiscb könnten soIbBt die Zähne det* Hollenbundes enWttA
V.d. ontor dem Nnmon den Manuel rhilnn in den l'rulunionta *l opuieula leai"^
ner. M. Hirgprun TiiorluciuK. vol 51 iHnvnino isi.'i) 51 ff. -■ W*tod*rfc<ilt v» K 1I:II".
Manuoiia l'bilao curmina Ü (18&7) 306 ff. — Im Cod. Moose, gr. 281 foL W "^
ntoht daa äudiolit untor dem NsDien dea Mnnnss««.
5. Satire gegen einen alten Langbart, Ktitä tiaxfOYmi«r f
t>orto(, mit der vorigen in Tun und Absicht eng verwandt («Jwulill*
102 Trimeter). Das Gedicht ist nicht ohne Witz, wenn auch die öeJuk*
zu aufdringlich und breit ausgesponnen sind. Nach seiner langen Philippika
erteilt Prodronios dem Alten den Kat, sieb seinen ilieaenbart ahaifichiKiJ««'
damit die Symmetrie seiner Huäsorcn Erscheinung wiederbergestellt wonk.
Kd. ¥i. ttoiasonnde, Anecdota graeea 4 (1832) iW-täii.
6. Elageverse Über die Beschimpfung der Vernunft, Sinit»-
aiiMoi fjtt fi^ itufiitf lov iöyov. Der Diditer macht seinem Uninnte üb»
die mangelhafte Anerkennung »eiiivr gelehrten Verdienste Luft und moinil
8. Pro&apoads. ({ 813)
753
haft von aller Wiaaenschaft Abschied: "£p(«r' iftov ßiötoio
KßffXF ß{ßXot\
Ed. La Porte du Th«il, Not. et eitr. S (ISIO) 2, 193. - Wiodsrholt hei Miene,
gr. 18S. 1419 r.
7. Ein astrologischoe Godiclit in 593 politischen FUnfzehnBilb«ni,
liUit &n Irono, dio Gemahlin äe» Sebastokrator Andronikos Komncnu«,
weiten Sohnes des Kaisers Johannes Koinnenos, an deren niildUi&tiges
die Mnse de» Prodromos sicli nudi in anderen, zum Teil unedierten
ht«n wendet. Das Werk handelt über die Kraft und Bedeutung
laauten und i»t ein Muster von geziertem Schwulst, voll seltsamer
afnvm Alhoscodex und einer Wiener UuiJiicbrift etl. von B. Miliar, Not. at
IS (187t} 2, 1-39.
8. Auf ein Bild de« Lebens [KU u'tcormii^ror löv ßior], ein kleines
J)t auf eine allegorische Darstellung des menschlichen Lebens. Das-
eracheint als eine Plilgeltigur mit Rüdem und Flügeln an den FUasen
einer Wage in der Hand; nach diesen seltsamen Attributen bleibt es
elhaft, ob I'rüdromo» hier ein wirkliches Bildwerk vor Augen hatte.
Bd. La Porta dn Th«tl. Not, ol ostr. 8,2. 191, — Wiederholt bei Migne. Patrol.
S. UI9.
d. Wichtiger tür die byzantinische Kunstgeschichte sind die Verue
lio zwßlf Monate (ä/x*»» «*"? ^o'k <JwJ*j»« /*^r«s), worin nach einer
ittelalter weit verbreiteten und noch in unsern Bauernknlendern fort-
den Sitte allegorische Darstellungen der 12 Monate bcüL-hricben und
diätetische Vorschriften, Jagd- und Wetterregeln für die einzelnen
ie erteilt werden; häufig sind die Verse durch bildliche Darstcl-
en illustriert worden. Eine ähnliche Schilderung hat Eustathios in
B Roman Hysminc und Hysminias (Buch -I, Ti ff.; S. 49 ß. od. Hil-
verwoben und dadurch dem Vorfa»4ur di<r Ucächichte von Lybistros
Khodamne fQr seine Beschreibung der auf den Ziiuion von Argyro-
oo prangenden Statuen der zwQlf Monate (V. 8H2 ff. ed. Wagner)
Vorbild geliefert
1. Aupeaben: Ed. Fr. Boiasonade, Not. ot extr. 11 (1827) 2, iHl ff.; dnrnncih
r, Ph^nci ot medici graeoi mioores 1 (ÜMI) 418 ff. — KritiKclie Auagobo von
» Keil in der Abhandlung: Die Mouatacj'cleu der byEiLutinitKljeii Kiiniil in apILt-
iittttT LitFralur, Wiener Studien 11 (lä8Uj 94 -U'i. wo ancb Nacbweiae nbiir die
riuiflen und Angaben ftbar die einschlagigo Litterntiir /.n linden sind. — Einen im
Paria, gr. ',£991 A, ». 16, ethaltanen Text edierte nnd verglich mit den etwa« ab-
ndra Faaaangen des LybintToe nnd des von Keil benUlKten Cod. llnrbor. I ITS C. Fr.
Ir, Zb 4aa MoHtacyhIen der brutnt in lachen Kunst in apUtgricnhiachor Iiitnrntur. Rhein.
M (IWS) Wl 304 {Du der Text nicht lesbat gomoobt ist. bluibt auvh diis Ergebnis
arglaickiUiK iweifelhaft). ~ Noch unbendti:! ^ind die Codd. AlbuUB 3701 e. lA
*); AtboD* 3758 •. 16 (Nr. S^): Athous miü a. 16 (Nr, 134); Athoua3891 s. IT
i): Vatio. Pal. SS5 i. 14 QeM wieder in Heidelberg) fol. 130-143.
2. Hilfamittal: Zu den bildlichen Uurstelliiugeu der 12 Monate: James
■r, On OMdiaeval ronreitentalionn ot tho nionths und seusuna. Archaeolofcia 44 (Luu-
B73J IShJ '224. — CL Boutoll, Srinbula o/ the seasona luid inonlbs repreaeoteil in
■rt, Art Jouraal 1K7T S. 113 IT.: 177 ff.; 237 tl. — Mit «poKiell«r ßeiiehung auf di»
Üniaebrn DantaUuBKen : J. Striygowaki. Repertorluni für Knnstwjgsenecliafl 11
< 23— 4€ und IS (1890) 211—303 Itui xweilvn AufaaU benchreibt Strz, eine jetzt im
Uoatar Valupedi aufbewakrte traptxiintiacho Bilderlia vom Jahre IS'tß, die Abbildiing''n
2 Monate entktlt). — Eioa EuaainmenfaHaonile hiatoiisclio Unteraucbung über dio
taineictcfi und Monatabilder in der ölten und mit tetaltor lieben Kunst and Litteratur
»IVlrY 4tt Uue. ail*noBi«lMn«l>i>n IX. 1. *liUg. 3. aoO. 48
754
ByiLRDtmisobe UUeratnrgescbicbte. n. PoetiRoh« Uttontar.
I
mit weiteren IiillvraliiTtiiii'hv,''>iAcii. Nnchtiii^cn xa StrtyKowAi» «nier AtiimSrntim
vincr Vatikan iBuhmi tlsiKixt'lirilt <lf^ .laiirrii ^U| und ciiiig4in Abbildungen K«b AUitnitd
Milloilun^cu iti->4 liietilut« flUr Octerraicli. GuacbichtaTcmMbniic 10 (tSSft) ]-7f - teU
lAuUruuK ^"f Mnnatmtcdii rgl. Aag. Hommaen. QTiMbiMlM J*krMMit«n, Sddinl
lä78— ld17 S. 1-95 (NoDgrioc^bincli« liHuornrcgdn. geordnet n»eb HoitaUa iJtn JUi
9. Kino Uphraan der MtiituLsbiliJiir ('fji^naiiK ytjnir iiti iatyfBO'wi xeirft^fm
fifrW¥ 9vufiah*ä!), die uuI dk' <ib«u Hrwälinle Seliildoniiii: im Riyinsitu ilen KutliUiJ
snrnekgvht, steht im Cod. Miac;«ll. gr. STT8 d«T tiTOH<«fi«r«. miilioth«k tu [UnuW
II. U; nie unt«raab«i(lvt Bich »ber von Eustatbioa und d«a s«oM)g«a IfMobrakpfM M
MoDutsbildsr dadurch, dMS die Istoiniach-chriolliclien UonatSBaniea ua M
iitit dmi 14. Jahrliand«rt am eirh grcifondon Bnliqnaiiiichon Sitio (a. % 126 Anal. S}IdJ
die attta<ib4>n «reiitxt nnd. Diesen Text od. mit üiitcm Kommentar Ladwif Vtlla
I{emerkutiK<'n m b;zuitiniacli<ni Moontslist«!!. U. 7^ 4 (L'^^l Mi— -US. — Eiae (hmU
»rlir«ihuiig dor inturessuiteii KiutiutC'lbB. dio diesen Text Uberlinforl. geben L Volll od fi
Croen«rt, Der Codox 27T3 miHi:i>Iluiiuuii goMOUB der GivBsh. Hofbibliotbok n DtnnOfl
ContralhLf. Bibliothekswesen U (1897), 1
4. All Vorbildur der aDuicuriachen ErklMrungen nnd 8ohildonia(nn teVwH
bildn' erscbeint-u lillcr« eiiignuiiiuutiacbt- Dkhtungcn. in welcbou die EigulOnlidiMa
d^r Monate kurz buCgezälilt eitid, Ui(<1ier KcJiOren I. Die zwOlf b^roücbso DiRicka^
diu Monnt« der ROni«r in d^r AnlhnloRia Palatinfi IX S&t («d. Didot). Dimb DiMt4
di« K. I.egrand, Qiblingr. hell. I ll^.S.'') 319 f. ohno Kenntitia ilirer Qwllt mmm
Horologion dva Jahres l-!<<i3 nbgedrui^kt hnt. sind in manchen Haa nach d«r [uilSMtMM
bnginnnndon) bj^nntiiiisclieii Keihoiifolgn der Monnt« goordnel 1. ß. in den Cndd «ItiN
S)$9I Nr. 17 (im Kntjilog von Lampron S. 41K mit Unrecht dam Prodromca i^ittdll ■■
Vntic. 573 foL -lä'' -46. 1. Die ii«uii UoxniiiRtor anf dio Monato der Banl*r, nbbMB
anonym, toils unter dem Numvn Loona doH Weiaon übarliofMl aind. ABonyin iadnAiM
Pnl. IX 380; uulor dem Namen Leuna dea Weiaen hei Hignn. Patr. n;. 107. iJ6H. iZj^
Hexametu- auf die Monate der Aegypter in dar Anth, Pal. IX SiSS. aofb MpurijH
befart x. Ü. in den Cudd. Bodl. Bnrooc. 68 ful. 84 und Marc XI 15 fol H'--^^H
Haa. in den«n die Mooataveriw dem Chriatophoroa von Mrlil«ne und dtm Kif^^
Kalliklea xiigoechncben aind, vgl. § 307 Anm. 6 und $ 3l5 Anm. 8. 1
10. Unter den kleineren PoeBien beanspruche» den broit*iitai ßu>J
dio zahllüHcii Golcgoiilieitsgcdiciitc an Kaiser und Kaiserinii«)!, FVioMl
und Prinzessinnen, woHlicho und goiotlicbe Würdenträger, Ub«rb>>piu|
alle, die im stände waren, dem Dichter des Lebens Not zu «l«ci''''*|
Fllr dictte unerquickliche Litteraturgattiing ist Prodromos t^'piBch geimf'M
tind Sammlungen dieser abgCHchmacktcn Kiclitigkoit«n unirüoii ^m^' "1
Ähnlichen Anlä»>äOn als willkommene Bot tvlbricfst eller verwerM: 'ti"*]
erklärt aicli die grosse Zahl der Handschriften, Sie mükht« iin* (w* '* J
tliun, wenn nicht manche dieser schalen Krzeugnittsc womVU'n* *«!?<]
historischen Wert besHssen. Den Reigen eriJffnen Preisgedicht« iuit''^j
Johannes hei verschiedenen Gelegenheiten, so anlässlich seiner 1Viun#i
zilge über die Peröer, der Eroberung von Kastamon, dos »ImW «"U
zuges gegen die Perser u. s. w.; demselben Kaiser ist auch «in junbi'^'l
Epitaph gewidmet. Es folgen Gedicht« auf die VonnftUung inc <>i' ""l
Tod der Kaiserin Irene, der Gemahlin des Johannes Komneno». •"(■■
Tod Ans Sehastokrator Audroniko«, eines Sohnes des Kaisere Jt^"*
Komnenos, auf dio Vermählung dos Johannes Komneno.'*, des erstgi'l^f"*
Sohnes des ehengenannten Sehjistokrator Andronikos, mit einer MP*!
nus der Familie Taronites, auf die Hochzeit des Prinzen Älesi». '" *
Kaiserin Irene Dnkaena, an den Grammatiker Thoodorxw Stypiot». >"'
Waisonvater Alexios Aristenos (e. o. S. 749), Bitt&chreiben W
Manuel, Gedichte auf eine von Manuel in Ahydos gebaute BriJdi* J'' H
Besonderes Interesse erregen die Gedichte auf die HocIizoK de* '^*'''_(
Manuel mit der Schwfigeriu des deutschen KiJnigs Konrad m, Bertli*'
^3^
S. Prohjtpoealo. (S 318)
755
eh (1146), und auf dio Vcnnühlung einer Niclite Kaiser Manuels
m Ualbbrudvr Koni); Koiirads. Mitten unter so viel Lob und Hul-
) findet (ücli wenigstens ein Stück polemischer Natur; es richtet »ich
einen Mann, der den Oicht«r der Häresie bescliuldtgt hatte: Big
t^a röi- KttffKfivaQiiaavta atitov ti'i loi' mQfxixov Övofia. Endlich
Ofin vnr hier ein Gedicht in 50 Uexainetern. worin Prodromos droht,
IQtinopL-l zu vfcrIasBen und hei seinem Gönner, dem Erzfaischofe von
Eunt, Zuflucht zu suchen.
^,nboB Jionor noch w«oig gee
IIbm« uiicvfflbrte Litteratur, W. La Porto du Tlieil, A. Mai, F.. Miller,
i»t«r HnndflchrifUn luid AuB^nbeo (Itaaur noch w«oig gesichteten SIQoko ■. dio
Ibm« uiicvfflbrte Litteratur, W. La Porto du The
I BDd C. N#uuiaiin S. 44 ff. — Xtix«» la/ißiiioi ftarmitunil ix nnoauiitav t^i Stßa-
~ ' ' \ Sc'
EH^ ini f<^ tat'itje öiii^oyt (auf dun Tod des Scbaatukrulur AndrucikoHl «d.
»Bade, AnÄodota Nova (1844) 871 — 389. — Ei» Pre>isg«dicht auf imiiou Eiuiel-
(hKmmsMmiim-1 mit eioem Serben «d. auaCod. Nan. poet. 281 O. M. Thumaa.
ibodroinoa. Eine Mitcelle tax grioch. Litt. A. XII, Jalirli.. Gclehrlo Anzuig«u
■. Ak. d. Win*. 36 (1853) 535—544 (mit einer klpinon, niebts Neii^B enli alten den
Bbor I'iodromos). - Eiiitulnmlo dl Tandoro Prndrnmo per !s nolKc di Teodora
■ GtOTanni Coiitoatcfiuio ed. C. Cnetellani, Venedig ISSS (mit Uebcreetsung in
iclifn Vemon). — Epitalumio di Toodoro Prodromo per le noizc di Giovanni Comneno
,Tuonita ei. C. Cpstollani, Venedig Iä90 (Verbesserte Ausgabe dos schon vnn
tr, RcCHeil d«a liiHlorieDs ett-ts d«B croisad^s II 2^8 IT. odiorton lledichles mit
pbir Uekeraetiung). — üuber die hiehfr gubOrigon vulgargriucbischen Oo-
• *. doü Anbang.
II. Religiöse Gedichte und Epigramme. Hier sind zu nennon:
llcii ui Kaijter Johanne» an den Festen der Gehurt und Taufe Christi,
■t* auf dio Ik-iligeu des ganzen Jahres, auf die Kirchenväter, auf die
eiduigkeil, auf die Kreuzigung des hl. Petrus, auf die 12 Fe^t« Jesu
1, laf das Ilexaenieron, endlich ein jambischeB Gedicht mit alpha-
I» Akrostichis auf die Eigenschaften Gottes, «ino Art orthodoxes
pbeltoiinttu» (BoiKHonado, Anecd. gr. 4, 440 f. = Migne, Patr.
*, 1221) und die 2'z*(i««7tixoi */« iiji' n^övoiitr, eine Aufzählung von
Wen unverdienten MissgeHchickes, die aber mit der Ergebung in
E'orschlichen Itatschlum endet. Auch die Epigramme sind
kirchlichen Inhalts; es sind nämlich meist vierzciUge In-
zur Genesis, zu den BUchern der Künige, den vier Kvonge-
a.B.w. Nur wenige behandeln profane Ocgonstünde; hieher
i 16 Gedichte verschiedenen Umfaug.s auf t-inen gewissen Machaon,
vorgerücktem Alt^-r ein junges Mädchen geheiratet hatte: die selbst
todrotnos auffallende Derbheit and ObszOnität, mit welcher das wider-
Thoma behandelt ist, erinnert an das im § ^4 besprochene vulgär-
||»tlie Gedicht. Über den.wlbon Vorwurf. Besser gefallen kleinere
1 wie d88 Epigianim auf einen Siegelring, auf dem ein Liebe«paar
^llt ifit, auf einen vom Meere ausgeworfenen, der Hände berauhte»
tun, auf einen MOnch Joannlkiott. Dazu kommen noch metrische
)l uod Grabschriften auf einen geizigen Mönch und auf Kon.ttantin
bun, den Gemahl der Maria Komnona, letztere in der alten Foim
Dialogs zwischen dem Grabnml und einem Fremden {'Fi ror; timovi
% icto^v ffV» u. a. w,).
', Dia Epigranne eriichi«ni<n xuoret in dem BindchMi: Cyri Thoodori Prodromi
UU nt natiwIisMiua ila |>iiHciiniu «tc, Bobi^I 1536. Vgl. Not. et «tr. 8, 2, 1811 ff.
(•tlMlt mit dM roÜRiöaeu tiedicbtou von Migno, Patjol. gr. 133, 1101 IT. — Di«
fraBiBo gog*!) MachaoD od, K. Miller, Annuuir« de Tasauc. 17 (18^3] ^8 ff.
4«"
756
SyusUnücbe Litt«Taturge«cluehte. II. Po«ttMbe Iätt«rtttar.
3. Noch imodiert iM will •^m t'.i.dirlit Art t'iodromun auf ili« Bekeliraap: *i«ii
gowiMKoii Nabbatoa. das iti ili'ir Fotm ninnr Art von Loitvr- oiat EchoTtttit
(k. 9. 534 Nr. IBl gebaut ist. TiU<l und Anfang dea BoKaamen HachwerkM, d« icb al
Cod. Paria. 30t>8 toi. 8S golamn babo, Uulnii: Toi Urw/a^fail^ofiov r(/ro;i«Ia r'U*'*4
««1 ärt^ixiitirij npof td iititfipiU«! Svfifaior tit Siaviftuiy. M
Glückliclier als in der Poesie erweist sich die Befthigiing des Pt«
dromos in »eineu Prosawerken. An der Spitze »itehen hier Dialoge omH
dem Vorbilde Lukian«; dazu koiiiinen rlielorischu Aufsfitzo, pliilosophücM
grammatische und theologische Kleinigkeiten, Oelegenheitsredcn anü BrieM
13. Amarante» oder dos Oreisea Liebe {U/tüperttos r, i'^fornU
flfones), ein Dialug zwischen Auhfingorn verschiedener Philosoph CR«chdfu
einem alten Mediziner, einem Qrnmmaiikor, einem Koniüdicndicht«r oofl
einem gevissen Äristobulofi. Da« Thema bildet die alte und ewig ngm
Geschichte von der armen Jungfrau, die einen reichen Greis heiraten aoH
Kooh alteren Druokon »d. den Text nur Gnmd daar neiien KollalMa Jm tU
La Porta du Thoil, NoL ot «xtr. b, 2, I05-12T. - Vgl. Fr. Haosaen, Pliilo)«^
Supplumentb. h (]&»»] 209. I
13. Versteigerung von poetischen und staatlichen L«b»&iJ
Stellungen {Bimv nnäati noii^tixmv mai noXittxmt^. Verschiedene ZcMuH
tuten wie Homer, Aristophanes, Hippokratea u. a. w. werden \tm Zm
unter AsAistenz des Herme« ßlfentlich verkauft: »o entspinnt sich twiihlB
Zeuüt und Hermes uinvrsoiLs und dun KKufoni andrertRÜts «in GMpitdfl
an dem sich auch die dem Verkaufe unterstellten Personen beteiligca Difl
StUck, eine Imitation von Lukiana Dialog Bimv n^äaii, neben dem astfl
denselben Zfi'f t^ayipäö^ reichlich verwertet ist, beweist, wie der eben fi*^
liannte Amaranto.s und die teils einer früheren, teils einer spjUereii Z(A
angchOrcudcn Diuloge Philüpatris, Tiniariou, Mazaris, das Mirgftitigs
Studium, welches dem Lukian in der ganzen byzantinischen Zeit tu VA
geworden ist.
Ed. la Porto du Theil, Not. «t extr. ». 2, IS»-150.
14. An don Kaeaar oder für das GrQue {Bi^ vir Km'aa^ », r%k
TiQaai'vov) (in einigen Hss falsch nQuahmr), eine an den Käsar (NikejAo»'*
Bryennios) gerichtete Apologie der grllnen Farbe. Jus ist ein gesochnubW
SophistenkunstätUck. in welchem nachgewiesen wird, duas die rote tii
grüne Farbe edler und wEirduvoller ist füa die weisse und die MaiK. Auf*
filllig ist der Mangel uiimr Anspielung auf die Farben der Re^nbBhnI«^
teion und das hierüber in der älteren Litteratur z. B. bei Johann«« hydi»
Do meusibus ed. Bonn. 4;), y If.; 6!>, 18 ff. und Malalaa ed. Bonn. Hb, 1(1
gebotene Material.
I, Auagaben: Ed. pr. Jo, IriHrte, Ragiaa bibl. MatntnnMn rodicM ^. attS^t
biR 431 (unter dem vou KouBUntin l.nskAris hüifllireiidon Titel: i>/iiV«ii M/toi affc
Kaiaafii rj intff n(iaeiraiy) — Ohne Kon ntnia von dioMr Auagabo Mia don Codd. B*»'^
lf)7 und 167 noHi oinmat «diert von J. A. Crain«r. An. Oxon. S (1836) 2IC-3SI.
•A. Hi]faniitt«l: Migne, Patrül. gr. ISä, lOUT f.; löllt A; 1047 f.; 1091 f. -
Tnonorv, Anouairo de rosaoc 21 (188T) 107 (»priulit daa Stück Atta ProdtOH»
geaagHidu Ürn&de ab), — M. Tr«u, Micbael Itnlikoa, B. Z. 1 (189ö) I f.
l-'^. Ignorant oder Privatgriimmatiker {'Afiaäifi i' txufä m
^^^^^^^^^B U. l'iuhinpoeBie. (§ 313) 7S7
rfa/j/taTixq<). Eine bissige Epistel an «inen Mann, der sich ohne Berech-
tigung <ion Titel eines Grammatikern anmassto. Dieser Usurpator muss
Rtch nun in üborlogcnoni und groWiii Tone nacliwuiäün lassen, äasa er
preder von (ärammatik noch von Littoratur etwa« versteht. Hat er doch
gBlehrt, der Name Xonoplion komme von Strog und qot(vo> und besage,
3us Scnophon in der Fremde geWtct worden sei — eine Etymologie, dio
Prodromo«! natQrlicIi nicht mit lautlichen, sondern nur mit logi)ichün
BrOnden widerlegt. Dos Ignoranten Vorliebe für Homer wird durch Hin-
|*ro)8 »nf die poesiefelndlicho Geiiiniiung des Platon zurückgewiesen. Schliess-
Hcli «rt«ilt I'rndromoR dem Afterphilologen, der schon von einer wohl-
besucbten Schule und einem glänzenden Lehrstuhl träumt, den bitteren
[Ut, eine Schultafol in die Hand zu nehmen und »ich zuerst im A ß C
Unterrichten zn lassen. Die ganze Philippica ist schwach an Witz und
Brhält nur dadurch einiges Interesse, dass sie allem An.schcine nach nicht
fingiert, sondern gegen einen wirklichen Konkurrenton gerichtet iiüt und
Inetnit auf die damaligen Schul Verhältnisse einiges Licht wirft.
L 1. Ed. J. A. Cramer, An. Oxon. 3 (1836) 222-227. - Vgl. Mignc, V»tiol. gt.
K 1007 f.: 1016 A: 10:^3. 1091 f.. and M. Treu. B. Z. 4 [1805} 2.
^^ 2. tlii«d)«rt ftioit die v(>rw«ndten StÜrki>: Platavuralircr oder (iorbor (+do-
■larMp q nrnKVif»!«). vbeufulla kpk'-'I' oineu SchtfinwuLHPD ({«riulitvl, dor niah fUr einen
Kraaer <!«• Plnton *u«i(ah; Henker od«r Arxl (J^ftms rj ianmc), eine Inunigt.' Saliro auf
■fatn Sobn d<« Ao«kiilAp. d«r d«m Dichter gegen Kopfweh da« AusroiBseii vinns ZHliiiea
vmrdaet katle; am da« UnplUck voll lU macben, extriiliierte der ZfihukQ Datier Htatt eines
hihiiTt nelirer«. das Kopfweh aber blieb.
16. Muushumoresko (Sx^^'i f*'<>i)t Bine mit Antithesen und SohnOr-
keln beladcne Schulrede über ein fingiertes Thema, wie sie von der alten
Bopbi8t«nzeit bis ins tiefe Mittelalter hinein üblich waren. £ine Maus
■diteicht sich in ein Speisezimmer und Iflsst sieh durch die hier verstreuten
Oberreate eines Ga»tmahlcs zu üppigen Monologen begeistern, bis sie dor
bflumden Katze zum Opfer fallt. Die Katze fragt sie um Name, Abkunft
lud Heimat; nach einem vergeblichen Versuche, durch List zu entrinnen.
HDtwortet die Maus, sie heissc 'BlmoTttirijc, ihr Vater ytufSogäyoc und ihre
Untter llaatiiXuxu,;. Weiter forscht die Katze: Habt auch Ihr Mönche
"¥011 Gebet und Tliränen und bist fluch Du einer von ihnun? Wo ist Deine
Xnttv? Wo Deine Sandalen? Die Maus erklärt sich nun tiir den Abt
JBotcr den KtniiAnern ihres Geschlechts und bittet schlagfertig mit den
HEorten de« 1'nalmi.sten: i*/>J tiji itviuli oot< *U*'yf_i;? fu /«»,rfi i.^ »gy^ ßov
^VfvffBC pi a- 8. w. Ute Katze widerlegt sie, nicht minder bibelfest,
im Worten der hl. Schrift So endet dio traurige Geschichte damit, dasa
klein« Mäuseabt im Rachen der grausamen Fointlin ein vorzeitiges
findet. Das Stilck, ein merkwürdiges Beispiel der bei den Byzantinern
^t seltenen Parodie heiliger Schriften, ist mit der Katomyomachie
elben Verfasser« und mit den späteren vulgärgriechischen Tierepen
[vergleichen, fär deren Urgeschichte hiemit vielleicht ein brauchbarer
Jhtpunkt gewonnen ist. Vgl. SS »8ö-^!W0.
Id. Fr. BoisRonade. Anecit. Otaeca 1 (1829] 429—435.
17. Zwei Essays behandeln das bei Prodrome» stets wiederkehrende
DA der Armut: '-Jiwi^«/ri; lor Sogifi^v rtnitj Ha^tv, d. h. Widerlegung
758 Syssntiulaolie UtteratugeBchiclit«. n. Po«tüohe Litt*r&t«-.
des (dem Eui-ipides zugeBcliriobotion) Ausspruches: Der Armut ivt WtüM
vcrlielion; //fo? lovi iiä ntviav ßiaffi/.ijiovitas frj- ^(jo'ioiar, d. h. gegen
dii'jctitgüii, so wegep ilir«r Armut die Vorsehung schalten.
Kd. Uign«, Pbtrol. gr. 193, 1318 tm<l 1291 ff.
18. Philofiophiö, Theologie, Grammatik. Bin gegen IVrpbjri«
poleminierender Dialog Uno^fai änö tm- ntrtt tftarnr • Strtäi^iioi r" yoiim',
d«r »Ia Allleitung zur LektQre der Kategorien des Ariütotele« diencu wil;
eiuo Schrift über das Grosse und Kleine, Über das Viel und Wi-uig; vi»
Paraplirotiu zur zweiton Analytik des Arintot«]««. S. Not. et extr. S, X
215 ff. Die Theologie i«t unter dun I'roaawerkon gut vortreten; wir
linden hier ausser den S. 87 f. uud 203 erwähnten Sachen einen eingebendco
Kommentar zu den Kirchengedichten des Kosmaa und des JohanoM vm
Damaskos (s. g 277). Von den grammatischon ArboÜcn, dl« dtn
ProdromoB zugentch rieben werden, »clK^iiit am besten gcsichuH «in zk
dürftiger Traktat Qber die Nominal- und Terbalflexion, der
Thoodosios von Alexaudria ediert worden ist, in Wahrheit aber nicht
TheodosioB gohört, ja nicht einmal auf Theodosios selbst, sondern
acheinlich auf ein den Erotemeta Ouelferbytana (s. S. 581) fthnlichMWi
Kurllckgeht.
1. Don ÜUlog XpnodcmoB »d. J. A. Cmmar. Ab. Oxoa. S (I8S6) 3M-
Tgl. M. Trou. B. 7.. 4 (1)^95) 1. - Schrift Über du QraMP u. KUioe d. a. ed. P. T*um|
Annuniro de t'asnac. 21 |1KBT) 104 — 119 (mit cinor Einleitung Dbor die Hw n. s. v.|'
2. Dvr in violen Hhi äberiieferte. olTenbar einst zicmlicli b«]iehl« TrakUI Ik
iio Nominal- uud VurbaUlexion (Titel Teraehiedon, t. H. int Cod. Mutc 491: 'A
nOv 9tif inic itfaittj/iiilur avfttSiyiivy jinfHi lai' coipoitiiiof llfo^öfioi- vrpor
im Coa. Vindub. phil. gr. 105 (Nessol) fol. I'i9: Toi, Xnyiuiiit^v xn^v MioAif»
))pncF(K>/i»ri /liSoJnf, iiu Cud. Puris, gr. 2501 fo). 1: Tot' li^Kuiiiiov (w>. rtatt !«/«•)■><
xi'(ior> ««oifoipoii tov iniMXtjr Ul>oii>äfiov aiiylaftof iitjyijilif li( iif tfoin^finiu tjf -M>
Mguioiilaeii. Inc. Ka.lanff iii äraQiäffivor Oü/jn, tfilaXtiyoniii^ /tot fia»iii4m¥, itti
«of wf fii^nir xii firhäf avyaff/ioityfirai) iet ediert von K- Goeltling, 'llModoMi th
drioi giRmmnlivA, MpHiao 1822 & 80-197. Vgl I. Bukk«r. AhmhL er. 6. 1IS7 .
UhligB Ausenho dPH Dionj-niiiH Tliinx (Lij-Bia« 18S4) a XXXVII; A. Uilg»r4, G
Gt. IV 2 S. CXXVll «., dor d«n Trnktnt such. soiTdit nOItg, fDr uuha Au^^W 4m1
dosios verwertet«.
3. I>roben eines zum Teil in politischen Versen abgerMston pneiumtoIofMM <
ortbugrn|ibi neben I.DxilcDns. um dessen Aaloracli^ft sich frtkdroDia« mit G««rKiM fied
(unter d«in Namen des Ictxleren x. B. in den C'odd. Athouii ftSIA und Yiiilakj
Jr. 166 (NcBnel) fal. 4ä'— 63. unter dem Nomon den Zigiiboaon mit t\*m VtratiA
(ytiMif, 'in luv nna;ioigail^fiov vi'iiui- HieJu^ati rniip/oi'ao- nie. in dM C*dd.J
1080. Athous 8225 u. a) streitet, ed. F.. Miller. Annunire de l'Amoe. fi(1874)r
und 10 (I8T6) 121 — 13Ö; dub^i auoh Kegeln IttQi ärtMtairmv in der Form «>iiM*l
knnen. Genaueres bei ?!get)olff. Die uHJiciepitiebuu Stocke der bj-MBtiniMltwi LÄtwfl
Munnboini 18HT S, 22. Dfliii die Bssclireibunit des Cod. Atlious 8235 s. IS >f>H
I.nmbroH. Catniagnr at tbe gieek mM on Mount Atlioa 1 {189&) t^ f. — Aai •i»'^
leren Hypothek» b^ruhto es, du»« dem l'rodromos die Ewel rtietohadiMi Tnktat« Oit< *»
^ogäs iitäaeai( uQd llpcßX^fiaiu ^ritoQiK<i ti( ojtiatit mgetejlt wurdea; s. Rlietcnl'''^"
ed. Chr. WnU 8 (1835) 386-418.
19. Gelegenheitsreden, Monodien, Briefe. Die PersOnlichkei
welche» d«r Dichter diese Prosastflcke widmet, sind zum Teil dii
an welche er auch in Versen Worte dos Dankes und Lobes, der ßitt^
Ergebenheit gelichtet hat. Am reichlichsten wird der oben
Wnisonvater Aloxios Ariatenos bedacht. Als er zum zweiten Mal«
Würde eine« Waisenvorstandes erlangte, beglHckwanscht« ihn
nicht nur mit einem jambischen Oodichte, sondorD auch mit oiDem
3, Profaapoen«. (% 313)
7S9
trog« in Prosa; dazu widint-t« «!■ ilim eine begeistorto Dankrodo und fciortü
in einer üborschwänglichen Duklaniation seine Beredsarnkfit. Duran rmhen
sich l{«^iftn an (»aak Koinnenos den Purpiirgolifirenon und an den Patriarclien
voo Konätantinopcl Joltannes; c-in Epitlmlamios 7.ni' Hochzeit zweier Sflline
des Nikoplioi-o» Bryt'iinio» und der Aunu Kuniiiuna; Trnu«rrc(lon auf den
Tml des Kaiserä Johannes und der Kaiserin Irene, de» AndronikoH Kom-
nenos (eines Sohnes des Kaisers Johannes), des Logotbeton Gregor Eama-
ten», des Meb-opoliten von Trapezunt Ötepbanoa Skylitzes u. a. Den
BeeehluBS bilden dio /.ahlrcJchc-n Briefe an Aloxios Aritttenos, an den
UetropoliUin von TraiK>zunL, den Patriarchen I\Iichaol Oxitcs (1146) und
verschiedene nicht nüher bekannt» [Vivatpersonon.
Di« meist«!! ilit^dtr StDoke nacli frDboreu Drucken bei Higoo, Palrol. gr. 13S;
^MKTthm o. Jie un((>ii gouannt« bili)io(;rA[iiiJ8olii> riilleratiir.
UV 20. Div ICahl der dem [*i-odromos xugetcilten Schriften scheint noch
limoier anzuwachsen. Fr. Bla»« führt im Hermes 23 (1888) 224 aus ein«r
ISenulliandschrift an: Theodoros Prodromos BoDchroibung der vior-
fSssigon Tiere mit einer Vorrede an Manuel Komnenos, gibt aber leider
k«toe Probe des Werkes; vielleicht ist in demselben die Vorlage des vulgÄr-
^echischen tJedicht««: ^«Jj-i.tfig :zaiii6rf^anT0(; tmv tft^ajxöitaf ^rjJwi' (s. §887)
JB erkennen, wenn os niofat gar mit dcmtiolbcn idcntjiitc-h und dum ProdromoH
^k flilschlich zugeschrtebeu ist. Für seine Autorschaft UessG sicli die
Vnrähntc V«rvrandttichaft der -z*^^*) /""'S mit den vulgfirgriechisohen Tier-
en anfiihri'n. — Zu allem Üborfluss ist Prodromos von J, Ü, Brambs
für das Drama A'(i(ffi»; näaxiKf verantwortlich gemacht worden
a 749).
1. Saramolaaiignbcn und llilfsniittel: Den Anfang einer bibliogrnphisclien
mtht niKchto LcoAllatiu«: De TbradoriB. jetzt wi(i<]erliolt von Mifj-uc. ~ Dio erste
iT*, ■oeti beute eichl «rsvlzU- lillvrarhinlorisebe Arbeil veriinukoti ivlr La Purto du
^h«il. NoIicM et o-ttruita (i HÄUll 4!)(i— S6'); 7 (lfD4) 2. 23.'--260; 8 (ISlOl 2, 78-220;
4oek gibt er nii-ist UUT Proben utid kirnte Inhal Ina »gaben, — Ginigoa Nonc edierte A. Mai,
Jl*va pNtniin bibliuUieca 6 (IS63| 2, 398 -416, und K. Miller, Oaldogue de« diaa greca de
h biU. de l'Gscurifll S. 40-49, Annuatr« de l'aaatu:. 17 (1888) 18-04, Reron arcbto-
t^iTue. nixiv, #Ario 2.S lIXTS) 251 IT.; U4 fl.; Hb IT. und 2(! (IfiTS) 23 f.; ISS tt. und Recneil
4<M aistiinenii den rToiimdcs. Iliatorions groca t. 2 I1N81). - Diene Arbeiten lind griiiuleil-
(aile wiodcrliplt von Mi);ne. l'atral. gr. 13!t, lOÜä — 1424. wo auch niai]i.-bo pro raun .Stücke
»ie OeUßcnlwitiigeilitbtc, Briefe und Heden aufgenominen sind. — Zur Metrik vgl. die
^74** vrwthiitv AbKiindtung von iJilberg;: Huasurdem ü. .Sclirader, Ueber die dakij'l.
p> 4oa TkeeduruH Prudruiiius und dt's .lübsnne» Tzi?tiee. Jubiis Jalirb. IST (1880) tiül
|0M. — Vgl. aueh W. Engelmano. llibliathnce sciigitornm ditssicorum l*il880)T3R
iKe Lilleratiir lu den vulgfirgr. GedieUlon s. im g 333.
tiau[>lachriften; C. Nenniann. nriealiiflche öeBl;^hieh techreih er und Qeechicht«'
Den im iwStTten Jalirhundert. Loipiig IH^ä tS. 3T-7T (trefEende Chnraktenstik; histo-
bc L'nteraacknngea Aber Gelegonheitägcdjcbte und einen Brief; Verzeichnis dor neueren
eralnr). - J. R. Pitra, Verrede xur .\u3gabe der Kommen taro des Pradremos za .Tob,
B. aod Kedonaa von Steveneon, Homae 1888 (s. % 2TT Anm. 4). wo aber mancbca recht
JkBrIieh iid und x. U. der&oman mit ganx ungentli^enden tiründon (oiicentiiuh nur per
E«a«a) drin Prodronioa abEMprochon wird. - Aeh, Beltrami. Ti'uduro Predruino filanofe,
hwantimi. Kioerciic filel.'erit., Cum, d. ut«neo di Brescia 1893 (mir unzugUnglioh).
2, Ueborlieferung: Dos bandadiriftlicbe Material iat nouh wenig gesichtet. Wert-
Teil* SdJmmellMa Mod dio Cudd, AthuuH 130 a, 18 iPoeeien u. a.); BodL Burocc. 131
M. 172-17(1" (Briefe): Bodl. Tbomao ßoe 18 a. 1349 ful. 454'— 460 (Poesien); Mare.
XI 33 foL l-B'" löeiiditel; Neapol, II. D, 4; Vatic. Wh. 808, 307: Vatic. Ottob.
»4 i. )5 fol. 175-193 (Poeaion): Vatic. Ottob. 406 a. 17 {Rbatorisrhif iSachcn); Valio.
)aL 43 B. li QMxt wieder in Heidelberg; Koniiui und kleinere i'oesienj. — Ein nn-
760
B^Huitiniacb« Litte TfttargMcliiflht«, XL FMUflche Uttaratw.
edierter Brief an Stoplinnoo Mol«« Oar. f-t li tpt]fuVl^t¥ov) «ttht im OoiL phil 19
fol. 137 der llaivcraiUltabibliothelc EU (iültiiigen,
5. Annahme TOn zwei Prodrumoe. Nnclidem aolton Iken and PfitenM d«
PtochopTodronioi für einen von Tlieodur PrndromnB vnrarli laden nn Aiibir «irkitrt bttUii, hil
C. Ncumunn; n. h. O. 8. 46 11. dieiser H^potlioae durcli ein nmeii ArgiOBMrt «rblbl« B*-
doulung vorachutTt. olins jedooh aeJbftt die Krngo ahschüeaaen n kBoBM. Otgia Nc*
muiiBa AufateilliiiiK b, dl« BeDi«Tkungan von Uruno Kai], Wiener StniHaB 11 (l^i
lOü f. Zur Enteeueidnng wfire MB« volUUlldigfiro Publikation dos liAndacbnftlicb»! 11»
terials iinil eine oingehend« liHcrnrhistorisehe, Hprurhlichu und iDuiriBcke L'ntonu«timif
netwendig. Wir mllBsen uns dnli«[ vorerst boaclioitti-u, dou bMtirliendFn ZweiM utful
lU rcgislrieren, machten aber dabei nocbdrOcklich uuf die Nutwuudigkvit «tnec lioatinl
»pigabe und einer monographischen Basrbeitanfc dea oder der ProdremiM hn-
gewisMU haben.
4. Einige uigeblioh auf Theodores Prodromoe bnOgliclie Grabepigranine M
aeiuen TetraatiHiA »uf die Feete de« Hertn angebingt im Cod. Laar. 5«, 25 M. S-i
Vgl. A. M. Bandiui. Catalogns codicnm gTMCoran bibl. Lamwitiana« 2(n66)4dTr.
Da aber der Tut« »lödaifof imi- uvftmmr ii *liat genannt wird, wIlireMd doch ooMm
Theodorri« Münchennmi« angeblich Hilarinn war, wird die Keii«hang tweifelhaft. Die Umat
Aar Sohwicrigkcit. hüngt. mit der Fra^e Euauinmrn, ob c* ivei Tbeodani« Prednnm«
gegeben hat.
h. Kinige anonym« jambieeh* Gedieht« auf die hl- Jungfrau, den EnM(4
Micliae), Jeu Polrinrcbcn Mothodiei (843 — 8471 u. n., die etwa der Zeit den ProdroM
augohUreu miJgen. sind aua einetn Cod. Athen, cd. von J. Sakkelion, JtXtiw 3(18
bia läSSl ÖM-5NI;.
S14. Johannes EamateroB {'lmävvv>fi i kaßait^ttöf), ein jOng
Zuitgenosse des Prodromofi, mit der Würde eineB 'ßm Toii xanihiw l«-]
kltiidet, später Crzbiiichof von Bulgarien, verfasste ein astrologiecti«
Lehrgedicht in 1351 jainbischon Trimctcrn: OtgiS'^diaimiriiixXovail
tmv iti-Xiav thzätfMr tmv iv x^ ovquv^. Vfio Prodrouiott 8vin tutrolDgi^ol
Gedicht einer Prinzesain widmete, so richtete Kamutoroe sein Werk U]
Kaiser Manuel (1143—1180). Auch hier fehlt in der Vorrede nicht &]
übliche Devotion, die in Byxanz eo sclbstverstilndlich war. dass ddi
niemand entziehen konnte. Der Diehtor spendet dem Kfürtor seine V«
nicht tun seine Kenntnisse zu mehren — denn was vermöge ein Flö
dur sich ins Meer ergiesst — , sondern um der Nachwelt kund lu
duss Manuel die Wci»heit liiüher achtete ala Oold und EdeUteinu,
Königswilrde und Hurrschergewalt. In Wirklichkeit ist das PoJm anri
dilettanti.schi! Liebhaberei berechnet, wulehe Orakel und astrolog
Weistümer zu unentbehrlichen Inventarstiicken de« bysantiniMheD H«
Haltes machte. Speziell von Kaiser Manuel sind astrologische NNgnognl
ansdrllcklich bezeugt. Vgl. S. 627. 5.
Dfts Gedicht des Kamateroa unterscheidet sich von dem dw
darch engeren AnschluBs an die Tbataachen der wissenschaftlichen k
nomie, durch grllsaere Systematik und Vollständigkeit. Nach einer
Schreibung der Planeten und dos Tierkrci.ies folgt das übliche Detail'
logischer Belohning Ober Kraft und Temperament der Sterne, ihrao
flu»s auf die menschliche Lehensdauer, über Konjunktion und Oppositid
aber die Bedeutung der rwölf Stellen des Tierkreiaee, über die zwei
aphSren und endlich in grosser Ausführlichkeit über die speziellen Kr
eines jeden Planeten. Uns intcrcsiiicrt an diesem poesieverlassenea Ui
werke vorzüglich die Frage, aus welchen Quellen Kamatoros sein« Wo
hoit geschitpt't hat. Er nennt selbst als Gewährsmünner die bab]rl<'^-
achon Astronomen Selech und Meslas. Doch bat er diese Ni
E. Prohapoeiifl.
3U-3I6)
761
v«nn 8Jc niclit gar auf Trug berubcn, jVidcnfalls aus zweiter Hand, und
»ine wahre VorlaKe wird ohne Zweifel in griechinchen Werken zu »nehen
«ein. Eine rutei'üuchiinj^ hierüber mangelt.; der Heransgeber begnügt i<ich
nit der bequomlichen Bemerkung, die astrologischo Woi»hott der Chaldäcr
iiid Ägyptior habe in dt^n Qedivhton des Prodroraos und Kamateros ihren
fitzten NaclikUng gefunden.
Ein xweiten astrologisches Gedicht des Kamateros. das mehr auf
Im popolSi'o Bedilrfnix berechnet und daher in poIiti»eh«ii Funfzchn»ilbcm
kbguftutst ist. steckt noch unediert im Cod. Paris. 241'J.
Das ProJimiun <JM aHtrulo^iscIieii ündiclitcs ucl. yr. Jum. Pnoini, CiHliGi>(i mas liibliu-
IhtCM r«pii Tsiir AlhonHui I 1 1T4Ö) 315. — Dnn itaaxi O^divht ed. pr. um luohrereu
PiiWr )Uni)>clir>fl«n 11 Miller. Not. ut vxti. 23 ilSH) 2. 40-112. ~ Teber iDeditu
Am KiiBül^roit und die z^hlreirlii'a andeTHD Trft8«r di««»8 Naiutius s, Millors Sial«L-
tong. ~ IVhcf einen Hriof dnn Micliae! llaliKos (s. B. 46b), der w all reche juljcli an
lebannos KnmnteroB gcriehlet ist, vrI. M, Treu, B. Z. 4 (189&) tl f. — Vorecbiedoa
T«a iwm AatrolDf^en iat dir ('ntiiiirrli .InbrnirinN Kamateros; ». S. 92 Anm, 4.
S15. Lukas Otuysoberges (.-fovxSi 6 X^vaoßi^frfi), Patriarcti von
Kin«tantinopel (ll.')t> — 1169) verfnsi^te, als er den Patrittrchonthi-on bestieg,
Ulf Bitten einer Frau in politischen Versen ein Lehrgedicht über die
Ftdtendiiit d. h. Über die ttlr die einzelnen Feste und heiligen Zeiten
iIm gaiuen Jahrea geltenden Fastonvorschriften: Tav ftaxaQianäiov xal
tbov/urtKOV rrftf^itifjxoi' xf^ov ^Jovitä tov .X^t'Uoßb'gyaP tJf^i Siaiti^c. Be-
^nn: jitvgo (/'■';)!'; ßaathaau, tl't'xtj ffiXoauy-ovoa. Ausser den bekannten
rireogen Vorschriften der griechischen Kirche enthält das Geilicht auch
Hleniscbe Ansfllhningen Ober die Fostenlehre der Armenier und Jakobiten.
Anaserdem haben wir von Lukas Chrysoberges kleinere geistliche Poesica
oad kanonisoho Schriften.
l. Ausgäbet): Die PoMien eiad Dodi ontdiert. Das Gebebt Ober die Fasteiidiftl
L R im Cod. Vindob. bist. gi. 70 (NMtti) fol. 129-131". - Kleiaare roe8ii>a im Cdd.
Vindob. theol. 'il)3 (Noasel) fol. 3^^-39, Rbcnda anonyme geistliche Poesien x. B. Bin
jibMwImm Gsdicht Ober dns leiden Cbrisfi fol. TT" — TS (Inc. Hio{ pfotai9ti( Aix" atfai-
Cumr irtoK). - Zwftlf eliinstische Veme ion'/oi jcifraioi') dpa CbrysobnrKcs im Cod.
ftdL Canon. .'>1 «. 14 fol. 248. Haginn: "l-ii luif nn^onoir |!) avitq'o^täv «ff nSJiioic. —
KiMVMclie t*elirift«H dm CUryaubcrgeB bei Migiiu. l'ulr. gt. IIÜ, TOB; SRt ff.
■i Hilftmiltol: Fabricius. Bibl. pr. od. (larl. 11. 33t*. — IJobor UkM Ohijw-
kt|M ab Paliurchen vgl. M. J, Gedoun, nm^inp/iiai mraxtt, Kpcl läOO S. 36U— SG5.
81«. Nikephoros Proauch (iVntr.^npoe n //f/naovxot), wahrscheinlich
•in Sohn des Generals Prosuch, der sich in der ersten Zeit des Kaisers
Kianel wiederholt auszeichnete, und ein Knkel cle.ii von der Anna Komnena
(1, SOS, 7—313, 17 ed. Bonn.) im Zusammenhange mit Eroignis.sen des
JUrw tOS5 erwfihnten tllrkiechen Bcfehlghiibcr« Prcsudi. wurde im Jahre
1183 oder 118;i zum Praetor von Griechenland und Peloponncs ernannt
■4 Ton Bdchael Akominatos in Athen mit einer feierlichen Kede empfangen
(Mirliael Akominatos ed. Lamproa 1, 142 — 149|. Er wurde aber sehen
iBJohre 1183 oder 1184 durch einen uiidercn Praetor ersetzt und scheint
«ko kurz nach seiner Ernennung gestorben zu sein. Dieser Mann mit
im Bogriecbischen Namen nimmt an der mittelgriechischen Litteratur durch
tinge poetische Versuche bescheidenen Anteil. Wir haben von ihm jam-
liiiche IiAsungen zu Rätseln dos AuJikalamos und einige andere
janbiecbe Gedichte wie einen umfangreichen Hymnus und drei £pi>
762 Bj-Euitiiiiacfae LitterfttnrgMdlioht«. IL Poetiscbo LittonUr. ^^M
(i;rammo auf die hl. Mai-ia von Agypton. «in Epigratiim auf den Üelolnl
Michuel Bamot«« und ein Epigrainin ilbor diu Ungerechtigkeit. I
Proeucli warde entd«ckt rnn M, TroH, icr iins auch mit Mnem g«n«a XkUm I
bekannt ni»clite. M. 1'r«ii, Kiwtatliü Mscrembolitao quae fNunlur aeKlgnaU, Onuatf- 1
|>rogr.. DrmUu 1893 S, 10-14; »S 47. 1
S17. Eonstantinos StUbes (Konfftartttof ö StiX,i!'^i), Lehrer lol
WaittenhAiLtb in Koii.'^tiLntinopcl (wohl an dorn von Kaisi^r Alesiu Koid^
neBO« gestifteten: s. S. 591), aucIi aU Korrcspundont do« MclropoliUa nnfl
Kerkyra Bftsilios Pcdinditos bwkaimt (s. S. 466 f.), vorfasate ein jamUslNl
Uedicht aber die gro^üe Feuerabruntit in Kpel im Jahre 1198: &II
fip avfißävtt iv Kmvaiamvoi'HÖXfi iftt^Xiiiip fifyäXip ^/uiQr^fiif, da^imOaifl
Marc. 524 steht. Idontirich hiomit ittt wohl dti» grotw« junibischv Gnlicttl
wolchos im Cod. Ktirb. II 61 lul. 71—74' mit dor von viner spätereu liiol]
stumniendoii ÜberHtihi'ift —xi'x't fffi fftftQT^apov erhalten ist. Ferner ftM
hOi't ihm ein im Auftrag« verfoftote«, in den Oodd. Heidelberg. VVitt*a4
berg. 2 fol. H; Vatic. 672 fol. 288; Vatic 1368 fol. 364*; Valic Ptll
•ViG (jelxt wieder tu Heidelberg) fol. 143 u. a. orhaltune« Gedicht aiif dtfll
Tod einet) bogui)ten Jünglings (65 Triineter): •rf^ot pa¥'p6uuH i:ti luil
ti'ifi'tt vt'iji teXfim^attiii xut' i^ütifliv. E» beginnt: ~Eävi tfmirit «fi^4
roii- rtmv fJt'(\\"Edvg xttlKif,'ttii t^t fitäiitrt^t toi< sri^r. Ea HclieineD altfi
Ltiitervcrso zu sein (vgl, S. 534 f.). Im Cod. Hoidelburg. WittunliersM
ist das Gedieht einem SchUler Stephanos noxapterygos gL^TidmclJ
Endlich haben wir eine l'rohe seiner Lehrtliätigkeit um Waisenha«» M
Konstantinopcl; der Cod. Vatic. 672 fol. 288 bewahrt einen VotUiig m^
StilboB unter dem Titvl: A'wvatavrititv tutr Stikfif; iiiäaimrto^ iu h ta
TTt()ta>yvutp i'«((' Ttäv nyiutv /itytiXutv änoaiöXatv fp (Cod. (wv) t'r t^p «W*!
votqotffiM Jiditaxah'a tQiiij. Beginn: UäXif 01 f/ia> XQ**"'"",V''*^- Alinlifbtl
LcIirvortrÄpe hielt Sttihe« im PfrUndnerbauRe de» hl. Paulus. Kinv l'rol«!
dorsulbon bewahrt der berühmte Cod. Escur. Y. 11. Hl fol. 277-2811
unter dem Titel: Toi" Xofiaiiiitav dtänaxfiXav xv^op KmvatavtlfVV »»M
StiXflij ättfitaxnXfa ^n^turt^ittiaa tv %ip tii rö ytj^oKnitMov tov ayiitv /fapiKl
<i'«'(i?>, iv fi xai tnv üynätatoi- xai alxavutvtitör naxfiii^j;',*' »t'nör Tnifj»*'
fyxoi/tiri^ti' ^'ijr; rfi; i« xoi' avii'iv itniitöv. Beginn: lläXiv it§' ii^^i*
itnirtttfi. In demselben Codex fol. 274 sU-bcn zwei Briefe dee Stiī
an Theodoros Aulikalamas (AulikalamosV) und an äeinon Bruikr. ^
ganze üacblasK und die Person des Stilbea verdienten genauer Dnt«n>u'^'
zu worden. — Vgl. M. Treu, Euntathii Macrembolitae quM feniatof
acnigmatu, Progr., Breslau 1893 S. 33.
1. Kia durch «oine Miirkunri und durt'h D^inn Korm murkwardigw pMliicbMlM-
mrtl nun lioin Intütiin Drittel dr« iwfilftnn .labrliundprl« ist i>tu Epitaph ■«(£•!>•'
Manuel Komnonoii (f UHU), den npin iingllickticlier Solin Aloxin« II mi »«me Wil»*
dio «cliüno Murin von Antiocliiu. gomciiischndliili vi-rfnanten. Da» 0«^ieht bail«k' •
JambiMliiMi Uiüliclicn, dorcD Korm nls eiiiu V«r)jindiiiig vnn l.<>il*r- und KtWm* l*^
S. .^34 f,) buzfiichac-t wt'rdi'ti knnn. Der Toto biwUtigt jcdosrnnl d«n erat*« V«» J««
oino achonrtiue Wiedürlioliin^ Ace schliHflacnden Vorbiims nnd aeino Antwort btl4et wH^riw
den tjoliluw dn« iwoilvii Vereös s, ü. /Ii(»*p ßaciliv Sariiior aiifnv lyr*(l — X'"*'
— 'Aä i! tot-to nQoaXalLd /loi yäf Xyrai^'. WJ» liieso etwn für einen Irltenuriachie SfWB
jMAMDde Form zu rinnm trngiscJien Zv^cke gpwUhlt ncrden konnte. Iili«b« mhm i*t !■'
■•ll>at«n EltHul der liyznnlinieclian GoistaegMcliichl«. »cnn utchl dio Aimalun* n BA>
Um«, dSM int beim l'üdo «niniw Valon et«tm drei»i-linjiiliriK<^ Al«xiwi diu Puh» >vUfl
selbsl, iinberaten von gelnlirton Vcr^Unstlem, veibraabeo habei di» Beihilfe BaliurlUMi
J
2. Frof&DpoeBie.
317-318)
763
Hb lll gefcorNw Fnulliiin im GriocIiiHchoii wabnu'hainlicli ncliwucli wur. büHclirHnkti! ucli
^nUeitbt Mf eine allgcaneina Anruguiig. DioBun einzig» lilUrtinaclio F.rxougDis <1ch Kaisor«
HUuist 11 bewahrt uiii kuch iii»l«rH Itaritülcii uothulli-iiiIi-B Siiminulliaiidüburi uiui <1mii EdiIo
Hm IL odM- dem Aiifiiiig den 14. Jalirliuudurts, der Cod. Noapol III. A. 6 fol. lOH. Dia
^■iWnclirifl de» Epitaplis luutet : -'iz"' ">■' 'iciifiuci' r'tnail^oif ■rßoii 'j4iiii«v xui tifc fit/tQ^t
^Mtr /»Kiif ICH n^cit luV iru^'f AfnrDit;! löv vatipa aiötav.
^K !> Hcpliaestos, Erttiiscliof von l)ulgari<aD. der WAhracbeJnlich um die Mitt« oder
PPpB du EnJo des 12. J«)ii'iiiiridiiri>i Iolili>. verresat« «in tinnkroontiflchc« Gedicht auf
'^^V Tftd iMitM Bnidvn Dematriofi: Xiixot ömt^eönnat loi- 'tlqaietav tov yiyofnrot "'f J't-
nwnna» BsBitj^toic foi tfj «rraA'l^^ iri'ioir .Ir.fttjtQii-i tiXfvjijaavu. Kit. [mw Cod,
IWit 1277 fol- 261') Fr. Hasason, I'hilojogus, Suniilemcntb. ,'. (1888) 821-225. Vgl.
•kada S. 209.
%\B. Niketas EugeuiacoB {Nixt^ta^ 6 Evyfviavfi^) verfaH^t« bald
Mck dem Todo des l'ro<lroiiios, al«« in der Kweit*n HSlftc de» 12. Jahr-
bunderte, ciiioii Vör»roiiiari in fttWl Trimetttrn; Neun Bücht>r von der
liebe der Orosilla und des Oharikles (TV-ii' xntr« .-iqumXkuv »ai Xcqfi-
»Ita ßißlict it"). In der Pariser Handsrlirift ist das Werk betitelt: llmt,aig
Mi<(ov Ntufjxov «oii EvytvttmaXi xatte ftiftt^eiy tov iiaxaf/iiov yilioaöqov
TOP U^oJ^ö/tov. Dies« Üborncbrift ist lautere Wuhrhoit: Niketo» wiisste
b der gAiuoa altoren Lilteratur kein busseres Vorbild zu linileii nla dos
ProdronioB Geschichte von Ithodanthe und Dosikles; daraus er-
kbrt sich auch , da»» in der HandRcbrift der Marktisbibliothek (<>)d.
Marc. -112) da« Werk geradezu dem l'iodronio» zugeteilt ist. Doeh ont-
lehnt« NikvtAM soinor Vorlage nur das Gerippe und diu allgciueiue Di»-
poKition der Erzählung; in der AnsBchmiickung der oinzebien Teile behielt
Bt sich vor, älteren Dirlik-rn und «einem eigenen <Jescbinai:ke zu folgen.
An Stelle der martialische n Hoheit des l'rodromos tritt bei ihm weichliche
Erotik in Liehoctbrioftin, GeftJhlsurgfissen und ausführlichen Sehilderungen
in Suphiet«ostil. Freilich wenn ihn der Humor anwandelt, verfällt auch
tt in vtne mehr aU aristophanische Ungezogenheit; Uhrigem« scheint gerade
du Btärketa Sttlck dieser Art. ein ausgelassene» Gastmahl, das duich den
Oucan eiD«r betrunkenen alten Vettel verlierrlicht wird, dem Loben ab*
gelauKcht (7, 271 IT.). Uiarakteristisch ist auch hier die vollständige
Flucht »US den Verhältniesen der «igenen Zeit in eine ziemlich ver-
Khwotnmene lieidniüch-hellenische Vergangenheit. .Kiu origineller Zug
bogegnet auch hier nirgends; vielmehr i<tiehlt Nikelas seine Itodeblumeu
■mI galantttn Wendungen »ich sehr unbefangen übortiUher zusammen, aus
den Anakreontovn, den bukolischen l'oeton, dem Musäos. den Epigrammen
in Anthologie, auuh aus lleliodor und Longos, zuuiul aber aus Aebille«
Ttlios' (Kohde). Im Versbau folgt Niketas seinem Vorgänger I'rodronios,
Dbwrlion er in einigen Details lünter der tttrcngcron Technik desselben
nrOckbleibt.
I. Auagaban: Ed. Fr. Doissonnde. 2 vell. Paiia. 1819 (mit den IfVaxmentan de«
IbaaaMa). — ßaiaKonadc wiedorWl« sflno Ausgabe im den Srriptores »rntici, Paria,
KlM 1^. — Ed. K. Ilnrcbcr, .Si-ri|ilor«s erolici gr . vnl, 2. Lii«ian, bjbl. Tnuhn. 1859.
2 HilfaiiiiMch Kino kritiacbo Analyse dos RomHiin IVdrglniQliung mit i'rodromos)
tahal AuaxDgen von J. Li>vcsi|Uc. Not. et extr. ß ll^Ol) 223 IT.: 4K9 If. ~ timo Krag-
■■•t« sab I'b. Le ßaa, Bibl. de I'vc^dIo dos chartos, mai-juin 1S41. - A. Naurk, i^eit-
dlrift ffir Att«r1muaiiriMi.. Iivrauü^^ir^. von J. Caesar. 13 (1H.>^| 2tB (. (EmMidationen). —
or Ckaraktaristik : K. Robd«, Dur ^mobiaohe Roman 8. öÜO IT. — ZurMolrik: J. Hilbcrg,
VioM» Staiito B (lKi«6j313. — Zur Suravli«: Tj-cbu Hommaen, Beitrag« »r Lehre von
Pd «riwhücbM PrtpoRtioDeD, Frsukfart-Berliu lSä6-1890 6. 836 ff. — Uaber die Kiit-
7«i
BjEantiaiaobe UttenktargMoliioht». It. PMtisoh« Lltt«n|i«r.
lahnuni;«!! nua ranlun äilrntiariun und Prädrnmos: I.»» Sterobkeh, AbSmU^ 1
PUnudi^iio apiwniiix Karliorino-Vadraiut, LcipiciK DJÜD S. 9: H: 44 f.: 68 f.; 72. I
3. Leben und aoniitiKo TSubrift»» d«a Eug«iii*noB: Von d««- Pcitoa ■!
BODBtigen litleiuriBcht-n Tbaligk(^it d«« Nilc«4as ist wenig b«kumL Aw dtni te
aUad, Jas8 ProdrorniM iu <lur ubtrii «n^vrnhrleu tJ*ber«ehrift ata fitoMqittn btmichBri ift J
Mf,t. daes Ntketue Ata Kciiiihii «rat nach il*m Tode soinM Uoislon rerflSratUcfal hiL j
.Seiner Vorohrung nnd lIownndeniiiK dua rrodromo« VMÜeh Nifc«taw in em*t aock » '
«rxlnirkton Monodie Auadnick. die im Cod. Keoni. Y. II. 10 fol. 23S<' WO «fallN
iat. Ilohpriolirift und -Anfang IniiUm: Toi V-vfirtuwoi' »tfoi Sm^ta ftonfXn tk iJri
fiHtBQmtator tfiXiaaifor xrQÖr fJioifiupar f»c nfi^eofor. 'Af itfitaif /cipiiar. — b
vcitt-rcH lillcnuisi^lies 'AeuRah von Nikniaii ist oin Brinf an ein« junge Dame, mtldm
ibo tun orDliBclic E'oeäittn urauchl bette: ^ttiorvlif n^; {^ai/ir'r^ii ypn/ifiniix^r. DaaMI
Brirf vd. uub di'in titiFJ^i-n Cud. Laur. 31> 2 (ol. $0* Kr. UoisBonade in Mixr cnltlj
AuaffHbi! di't. Kliman« 2 |I8I!)) G — 12. — EndUch bewahrt dw Cod. Paris. 2;v<« t, It
Tal. lit nti«<lii>rl« Vtrsu iIuh Nikutaa: D» Jona i-t Niniritiu-iiDi iHteuiteDlU. Vgl. H. Oai*Dl|j
Invi'iiUiri' Aonmiftir« rt. 4, — Etnea KuK«Diaiiu8 L»ich«irea« auf doD Qronadioapn
fltppbanoii Konm^nn«. die ntil den Wurlen 'Vtf/ifWdv ^t^tr bo^innl, »tohl Js d«n4mj
iwine n«irk«llrdi(;nn Sohi(ikniil«*)Wr1lhmt gewordonnn Cod. Palat. (l*i(ielberK. Witt«*']
herK. 2 «. U M. 4" 8. au« d«m der Cod. Vatic. Pal. IH ■■. IT nbKoacliriebMi irt. Tjtj
H. Stcvouaon. Codiccn mu Palatini Krkooi bibl. Valic . Kom 1^5 K. 9 f. Dt mu ditj
R«de in der Ka cwiadiDn xwci Werken den tS. .Tuhrhundertu, der Monodie dem BtaAttM]
nnf »einen Bruder Sonatantto I*. &. 473) und oinein (iediolite Am ^tilbeti (■. S. 78tj «ttUi
lind in den Aofan ((8 werten der llutd «inoa ehcnfsllH um dieai- '6t\l (d. b. in der ivt«lea BlIAl
doH 12. .luhrbnndorU) atijiefaBiilcn KumanB ttcnanul wird, au ((tihilrt d«ir gefeierte Tote littej
aiiuh diiuor 7^it nn und int iduntistb niil dvm (iroMidninKur Steplian KomnMIos, d«H Mm
Av-a liuiiüc Koinnnnn«, des ttJteatvn Bmdera dca Kaisers Alexioa I Komnenoa, dem Grit*« M
Kiidukia . einnr ToohteT de« berflbmlen Qroasdoniestikoa Jobannea AxucliaB. Vgl. M
Cangi-. Kninilidn llfinntinae S. 147. Nun bleibt ancb kein }!w«iri>I nelir Obtif, iiM M
VerfuHBer der LeiphpniDdn uns^r Niketaa Kniteninnon iit. ¥1% yrltn ■ 11 im >■!•■' ifl
Aium mit erncr etwiiigen neuen Au»gn1>n dee tlomnnii nur.b nllo di« erwMholen Kliinigt^^lB
;iu»aiiiinengflrnHBt und «o daa litlcrnriscbo und hiDgrHphiacbe Büd den Niketw nfVtlj
stAndigt würdu. |
810. EustathioB (EumathioB?) Uakrembolites {Ei-atä^tof — SviiM
,V(wf — ö MaK^fitßoXiii^i), dui'ch doti Titel und Itang eines /7pftn«rai^*ii'infi«
und angf^blidi «inos Mt'yai j;tt^irjyi'Aftf auKgvzoichn«!., im Qbrigen miufj
Person nach iinWkannt, schrieb in der zweitt'U Hülfl« des 12. jHhriiuadertq
oinon Proaaroman: Tätv xfiit' 'i'oft/ii^y *ai 'ya/iiti'ar hifo* »n', t). L Hfl
Bücher von Hyaniine und Hysminias.') Der Enhalt der Entählung IliM
Bolb&t in der knappsten Form angodoutot , da^ bekannt« Sdifina den
griechischen äophiätenromsne wicdfrerkcnnfn. Hysminios schlicasl •»
Fcsthei-nid «inuit Licbesbund mit Hysmine, der Tochtur ein«« Oaetfrvuwidh
und entflieht mit ihr. Bei einem Sturme wir^ die Jungfi-au ala SühnoiiM
in die See gestllrzt, ihr Gelioht«^r vnn RAuborn gefangen und verkaolU
Später findet rr die durch ein Wunder gerettete Hysmine als Sklavin wtow
Nach verschiede iK-n gUli-klidi beiitundeneu Keusch heitsprobon der li^H
Liehenden erfolgt Freilassung und Hochzeit. Das (iiinzo ist cirw^H
grBberto und geschmacklose Imitation der nicht sehr geschmackvollen E«
xahhuig des Achilles Tatios %-on Leukippe und KUtophon. Di« DaRtfl-
lung des Eustathios gehßrt zu dem Wunderlichsten, was Bytant aoim'
weisen hat; das ist kein «tyle pröcieiix und kein englischer cupl
') Er wurde mit 2 anderen Ilw vir
lfl2S von Hpidelbtrg nnch Wittenberg niia-
galiehen, nnl|:intt duduinb der Verncbiekung
nacb Rom und wnrde 1881 epüt, aber treu-
lich der Heidelberger Bibliolliek surUck-
gestellt.
ib«ti4
■) So die beatea Uandtw-brift»: tb«t
SHiIuKin dea Werket aagt Iljtaniieiai: d^H
rf" (arm tp jA'ftitf* K x«.»' 'V«^i'np- 'f'f
xnl leV 'y«utvitrr tfti. Ueber diaM Bei»
tucg ruo tf^ju« B. S. MT.
2. Prafauipoau«. (g 319)
7ß5
mehr, sondern «in in ui^rvösun Windungon aufgcluhi-tor »tnifiti»chi>r Eier-
Unz, bti doiii ann vor Augen und Obren schwindelt; daLei verrät sieb
die Arm&vligkeit die&ea Wortjongleurn in der ntoten Wiederkehr der gleichen
Ausdrücke und der gleichen KuiiststÜckclicn, %'on denen das wichtigste in
du* Häufung kuriwr, um joden IVüih antit]iL-ti»ch }^odrchtur Sutzgliodcr bc-
Iteht s. B. .Kununer ergriff mich, ich verlor den Mut, ein uubekanntur
SAncken durcbzittertt mich, mir schwindelte vor den Augen, meine Seele
Uredunolx, meine Stärke erlahmte, mein KItrper erschlaffte, mein Atem
attcbt«, mein Herz klopfte heftig und sUs^os Wob lief mir wie ein Kitzel
ibmh die Üliedor und unMaglmro. unnennbare, unausspreohliche Liehe er-
Imtontiub* (3. 41 ed. llilberg) oder „Die Jungfrau schenkt nun wie üblich
MD; ich aber trink« wie nicht Üblich und trinkend trinke ich nicht und
nicht trinkend trinke ich Liehe, es trinkt Öosthenea und endlich ich, da
mir auch l'anthia zutrank und trinkend drücke ich mit dem Ftisse den
FiM der Jungfrau; »iie aber mit der Zunge schweigend spricht mit Ge-
berden und »procheud «chweigt sie u, s. w, (S. 4G), Es ist ein Stil, wie
ibi Philipp von Zesen liebt, der deutsche t^bersetzungen des Werkes
robl kennen mochte. Zu dem krampfhaften HemUben, witzig elegant und
bochatUach zu schreiben, passt auch, äass EuHttitbio» den Hiatutt vernieidet,
Ua Gbuizlichter nind Verse und Ausdrücke aus Uomor, Uesiod und
Bnripiilos eingesprengt; noch ausgedehnter benützte er für die Phruseo-
ogie den Sophisten Chorikios aus tiaza. Von demselben Eustathios
rtammt eine Sammlung von elf Rätseln, welche in den Handschriften
mummen mit l!St.M^iln anderer Autoron, wie de» Michael P.se]lo», des Auli-
UlunoB u. H. w. überliefert sind. Nach der metrischen Technik der
ütteel gebort Eustatbioa zu den .Stümpern leichteren Grades" (s. S. (U9)
rie der Verfasser des A'ßiffio; nthxtot:
1. Anagkbeo; Eil. pr. ü. (lauliniuun. PariR I61T (griooli. und lai). — I!d. I'li>
f« &■• i» d«n 8cri[)tuiFB erotioi, l'tma, l)idol IN.SG. — Kd. K. Hercher, >SoriptorM eroliei
HMCi, vol. 2, Ltiwia«. biliL T«uLii. IHöU. ~ Ki>iiinn uml Klitai'I mit ileu Ulsiuigen ed.
ti Hil b»rg, ViDd«ibi>Daei Uotliler 1876 1 luit uüieni Vuriiuilutiv^ni vidi nie d«r frühuren AuB-
ilbM, »iiieiii TotlstbidiKen kritiaulieD Apporato aua 2'i DtuiilKdirift«!) und i-t>idiljdi«ii
tütm; io der Torred« üntersncliung Über Nanie, Zeit und Sprudio di>a Eiistatluofi iiud
b haaidBckrifUich« UahnrlififerUDg, ~ Die Rfittml allein: FJusIttthü Mncrtimholjbte qua«
bntar MDiginatH ndidit UnxiiiiiliBniis Trou. Qjrnuiaaialprogr., ilreslnu l.HSü, Tr«ii
mielita durcli Boinnliiing vier nriier Ilsii vine erhebliche Fi^iilernng di>& 'IVxtrH. Vgl, die
|*hall*oUe UanpiGcbiuig von Is. Ililborg. It. Z. 3. ITS— 1T5.
2. Ililfiimitlcl: Adtero LJttrTntur vtintoidinet ('abricius, UiM. gl. «it. tliirl. ä,
t( f. — Tb. tirAsae, L'ebor den priitubiacbcii Emliker Eiistatliiua und dcatiuu auf uns
UlcMiuneii*» Koman, Jabim Jnlirb, Suppirnienib. (— J.ilins Archiv) 4 (1636) 207— 2S3, nur
Inch dia bibli«igia[ibiM'b«ii Nft.i/un vuu einigem Nutzen. — Zur Kritik: C Kerclier,
llkm Jshfb. Siipplemvulb, (= Jubun Archiv} IT (l^^l) ^'M. — Fr. Oaaun, JaliiM Jalirb,
lappl«iiiantb. <— Jabns Arcbir) 18 <18t>'2) H9 f. — Ft. Osanu, Prologoin*na ad Kuslntli.
larrcmboIiU« De Bmoribiw H. *t H. draica ab bd edeiidutu. Oiessen 1855 (dilettontenbafte
mi bat DutihM ArbMt). - R. Uetcbur, Pliilulügus 13 (185») Aö«; Ö07. - H. Uarchcr.
iibaa Jalirb. 77 (IS&8) 865— 367. — Tfa. Weaaelowsky. Die M<->'kiiiici' Ha des Kuatatbiua
knmbolitM. nUvAom» 21 (I^) S48 f. — E. Rohde, Der griochisdie Koman, Loipii^
876 & S22 ff A. Kirnifoikov, (iriocb. Romane in der neueren l.ittotiitur, Cbarknv
m irm.) I m ff.: II 59 ff. - J. C. DunUp. Hiatorj- «f iVose Flation I (18«8) 77- K'J.
- Du Vcrlillliiia dca EiutathiiW xur alten Littcralur untoraucht J. (j. ttrumbn,
U« Citale und R«ininiHi>oiu«ii aua Didilern bei [.iiiuim uiid einigmi Bpftteiuu Sdirift-
ladmi, Progr. EicbsUtl 18S8 S. 69 ff. - Is. Hilberg. YViüiicr Studien lü (1888) 77. —
der fidiildcruiig einer allegoriadiun iJoralctluni: der 12 Muiiat» im 4. Buobe {Ü. 4!) ff.
lUilbOTg) B. d>e liUentur § '^Vi Nr. 9. h. Vciltx hat in atiner dort angefülirteo
■
7C6 ByxaDtiniMba LitterftUtrgeBcluoht«. IL Poetisch« Littflratu. H
Atb«it HUcU IUI Cliruu(>!i>aii> <Un ItomniiK nin neues Homent b«is«tiraFfat (t. u.]. — Zuk
HulaeläaiuiiiluiiK: A. Elii'i liiiril. Uiir«iRn» .lahresb^r. Ober äi« FortachhUe iei Um.
Altoi-tumswisa. Od ^ (1878) 1:^ f.; 1.<>d .Stornbach. MeleUmaU Oraeca. Vindobonu M
S. 25 IT.; 8S f. and C. Diltlivy, Rymbolnc criliRoii ad KnÜiologlMt Knecain ex bbnw um
eoriptis petiUo. Ind. Idct. fllr d. ^oiiiinoniomciilor 1K91, (iottiiifien 1891 S. 13 IL
3, UoborRotxuiigon: Vom Koniuni; gibt o.i zithlrHclio robersetiungVB in nwtoi
Sprachen: Kino deutsch« ereobion Euionym äliwibiirg 1673. — Von J. Cbr. Arttptii-
KMiandt WDlkensttrn in Tentoeb gofertJ^ t&94. — Von 0. Sabirncr, l^ipiit; IM.
Von RniMlbu Christiane Ueiak« in .Bellas* I 101-200, HiUu I7TH. — ü>«niu>i «lUbE
■iuh itor KinHuan auf diu doulaiibe Utteratur, <I*t eicU bus. in der iweiton «ehledickti
Sehulo «TbeDnen la^at. — FraniOtiisch ron dem HeraüS|{«ber (s. o.) Pb. L* Bai, io ia
Collcclion di's roiuan« gfece. \o\. 11>. Paris 1628 (mit KotamenUr).
4, Zeit. Nhdi« nnd Titel: In dw Zeilbasttmunng iw Enstathio« acbwanktto Im
MellKUigen frOhoi' vom 7. bis luni 12. Jabrbiind«rt GcAeawfix-lijic knnn ali valhc oiciri
gelten, ilnss Kiixlatliins in der xwfitan Halft« d<w 13. Jahrbunderls iel>t«. AoMnr motrucl«
und Nonatigcn Aigiimcnlf n, «cli-hn don Vcrfmwvr der lUlsol etwa ins 13. Jalirfanadart vb-
weisnn. kommt ftlr die Krngo vor nllom ein Dokument in ll«itrnclit, danh wtJoliaa P*i^
Mr.hti llexieliungen dos K.uslatbioB xu oine«n bekuiintt>n Manne aua dar KWMl«n Bilfl* Jn
12. Jabrhuuderts erwieson wurdi^n. Unter den Itriufon dt» HAcbtaKelebrten Tbeodeto«
Balaamon findet sich ein \wnhrBcLtinlich noch vur IIÜS abgefaaataa ijcbr4>ihi>D : fei Jnufm
Kv^if Eb/A4i9i^ ttf Max^ltfl^aX^lli. Da die Furni I^i'^n^to; fllr Bvotaiioi aach in iiaM-
aobriflVD das Rutnaua vurliumral. kann kaum «in Zweird Übrig blniboin, daas dnt AdraoU
mit nnseretn Rumau«ic1irviUer identisch ist Daas seino Slellun^ ak Ejinrcb im 1'itel it»
Itomaas nicht antgefabrt wird, hat nichts lu bedenlen. ütti rrwilhuten Brief itt Uil-
aamon edierlo E, Miller. Annunirn de Tassoa. 18^884) 18. Kndlicb bat L. Volle i«u,)
durch eine tlotersucbang der in don Homan «iiigmeiialteteD Monataachild^ninpn] m wmg'
steaa wabr«cheinlioh gemacbt, dasa daa W«k ia der Zeit dev achtinoDatigan Neuibnt»
spItlinR iiriach«n U3\ und 12S2 und iwar sehen in d«r «nien IJ&lfl« diests Zeitrann
VoUoDoel und bekannt gewesen sein muss. Diau atimmt andi die Krwlilinnng das NoitM
llysminina in dur Iieiehonrcdo dca Niketas Kugcnianoa aaf !H«pliaiio« KaDnaan«a («. 8.7MI.
Dio von l.e IIa» rorgexuuune Namcnafonn Kumathio« wiH durch «ine ibr
bewcmn IlandaRhriFten und durch die Adresse dos genannten Briefoa boMUgt. &m Uer
«oiigendn Kntnchuidung der Krn^c. weirbo von beiden Formen die richtige aai, iai bti diMia
Stando dor tloborlieferuiig kuiiiii uiOglivh. Vielleicht li*gt. wie Htlberg rnnnatrf» ai>
ähnlicher Fall vun I>u|iii«liiainigkeit vor, wie er von M. Treu fllr tnbtroicbo hjumlim- 1-
Auluren nacbgeuieBL'n werden ist. d. h. der eine beider Namen. jedeDralla KiinlaUiu».
ist der äpAter angenommene mit dem gleichen Bnchstahcn beginnende MAa.:hiu*ii>c.
Statt des Itoiuaniens Makremboliloa bieten vier HBDdechri^l4^u der acblecbteien IClui«
Pnrembolilea, was zweifellos nnriehtig ist. Makrembolites ini) dum Fvininiauii
Makrembolitissn lt. I). Fudokiu M.|. als Itainam» Aftar beoeuat (i. R. auf in<rbifrrD
Ittcibullon Wi Scblumborgnr. Sigillo^iaphie da l'ampira Byuatia S. 674), be>triil>>t «i<U
nriq>rtln);lieh einen ,am Janiteti Uuxur wolinendnn;* l^elai riad in [lyinni Siul^
(tauge, Vcrkuufnbnilon. nun denen Bii.'b jedoafalla die lOrkiaeha Einriebtani; der Binr*
ontwickulto. Uer Titel llifvtwmiSfXiaif ms (n^aiio-DobiliaBimna} inl gut brntogt; '^tC'*
nhrt ¥,. den Titel eines Miyas jfafftoifvij'i, womil ein« hohe WOrde der bfiMtjaMtM
(jciiitÜchkeit bexeivbnut wird, nur in den scbleditervn Hundachriften : ttt dioawai ViidaeM'
gruude küuiuit noch, du8a der Ziisala u(yv< dem /«pioft'J«^ nach Juh. Kantakai*«*
eriit von Andrunikos II verlieben wiirae (Ruhde S. 623).
5, 25 nnunynie RKtanI in JATuhiseheo Venten. derou Bau auf apHbyualinaatbe U
weist, ed. ans einem Cedex Atlinim Sp. I.amproa, .ItXtior 2 (I8S5 — 69) 1&3— IG(^ it
ancb eine Unttirsitebung ober die byinntiiiisclien Rütael und Ihr Vm^Uteis an dfB ri^
griccbi neben in Aussiebt stellt, — Vgl. (i. Destunia. Skiomi llher das Kilathiaelw MbJ
von den Mtrxten Zeiten bis zu den neuen, Joum. Min. IftdO Bd 370 .liili S. 66--B^ Aap*
262— 2S0. - Unter dem Namen dos Kaisern Michael VIII Palaeolegoa (IM-lwÜ
steht in mehreren Hss z. it. im Cod. Vindob. thool. gr. 203 fol. 306 ein RUlal >a t»6ä-
sehen Versen: Tui' iti'ijk'iiiiiiin jlnuiliuii xi-p Miga^it rev ÜnXni^Xiy*« vtnyfut. "0 afaM
fit Itüy «(ttSijttiy irn!t' frtvtiiy laifirft ete.
320. Michael Haplucheir (.W(x«','i ö 'Arrkovx^'i/), seiner Person iikIi
gänzlich tin1ti.<kiiniit, sclirinlj, Bchwerlirh A'or Hom Ende des 12, Jnhi^iundertf,
ein als JftufutTior bozeichnetea W^rkdien in 122 Triini-tcTti, In «I»
Rollen ä'wM-» Schauapielclien» teilen sich ein fiauvr (n/^otxo;), ein Weis«,
die Tyche, die Mu30ii und ein Chor. Der Bauer begrnsat fraudig <Ui
2. Prof&npMue. (§ 320)
767
% dsrilb«r macht ihm der Wcixc Vorwurfe, und ps cnUpiiint uch
Im beiden ein Streit, io wtOcIit-m dio Tych« von dorn Bauern ge-
D. von dem ^VeiBe^ geschnUllit uud ein« mUrrisclte Alte {n^itueXot
gonannt wird; t<ie, die alte Ilinkerin, sei einmal nachts gesto1|>ert>
sieh um Ftu»w vorletzt und nun ihre Zuflucht im Hause gctiuclit.
ycbe. die man «ich wohl aus dem Nebenzimmer tretend vorstellen
gibt ihrer EntrÜBtung Ausdruck »nd verteidigt sich mit lebhaften
m; dio MuKon »olle er anklagen, nicht da» GlUc-k. Wie der Wulf in
■bei sind die Musen »ofort zur gl^lle. Der Weise gebietet lluh», er
ein GeräUHch, im sei ihm, aU ob jemand anklopfe; der Chor — der
tch aus HausmSgden zu bojitehon »ichcint — niügo naehBehen, wer
ten »ei. Es wind die Musen! Wider Erwarten befiehlt der Weise,
luui8Kn8[>erren. Auf die Voratellungon des Cliores, wie sehr er den
[ zum Dnnke verpflichtet sei, entgegnet er, was ntltzo ihm allo))
n, das kaufe niemand auf dem Markte, und der Kuhm fülle seinen
Hagen nicht; er wünsche sieb den Ueielituin des Bauern und wolle
Qerber, Steinklopfer oder etwas Ähnliches werden; der Schuster
KrAmer wandle bei aller Dummheit mit ehrenvollem Geleite wie ein
durch diu Strassen, während der Weise elend, arm und verlassen
I. Die Musen tünd inzwischen trotn dos Verbotes eingetreten und
KJhr Leid, dass sie, die HQteriunon allor Woishoit, von dem Weisen
B^t werden. Als er auch ihnen sein Uungerlied vortrügt, bedeuten
im boshaft, die Krde erzeuge Oras und Kräuter in Fülle. Über
I Zumutung empOrt, raaeht der Weise vom üausrecht Gebrauch und
Üe Musen hinaus peitschen liuson; er sei oiu Monvcb und kein gra.s-
ndes lirautier. Nachdem sieb noch die Tyche durch eine schnippische
rkung einen erneuten Injurienhagel zugezogen hat, erbarmen dch
b die Musen ilire«> geplagten ächUtzliitgs and versprechen ihm Gold
itn fippiges Leben. Mit dem /weife) des Weisen, ob dieses fltUck
beetSndig sein werde, scbUesst die seltsame Comodietta.
DoH Werkclien ist eng verwandt mit dem kleinen drnniBtisehen Qe-
t des Tzetzes (s. S, 534 Nr. 13) und mit dem Ideenkreise des I'ro-
lOa: Dieselben Klagen über die Unbeständigkeit des OKlckes, der»elbo
•ifl aof die glänzende materielle Lage der rohen Handwerkor, dasselbe
•n Qbor die (leid- und Hrotlosigkeit der Wissenschaft; dazu dieselbe
wnt dm Aufdrucks mit der Beigubo eines gewissen derben Humors.
Iwn erwähnte Zumutung, Gvaa und Kräuter zu esaen, findet sich
a im zweiten Vulgörgedicbte des Prodromos (Legrand, Bibl. gr. vulg.
51 V. 102 f.); auch die dialogische form des StOckes linden wir bei
00100 ganz llhnlicb angewendet; dazu kommt endlich, dass V. 33
es Stückes mit V, 1 des dem Prodromos zugeschriebenen Gedichtes
«n eine lüsterne Alte' identisch ist. Haphicheir gehört dem-
wie Niketas Engenianos und IMiiles zu jenen SpStlingen der
Ünificben Dichtkunst, welche selbst der welke Itubm eines Ptocho-
tnaaa nicht Hchlafen Hess. Iliemit ist auch für dio Zeitbestimmung
'Mtigrenze gegeben; wir werden da» Werk zwischen Prodromos und
I, d. h. ins Ende des 12. oder ins 13. Jahrhundert zu setzen haben.
768
Bfsuitüiiaohe LitUraturg«aobicht«. IL PoetiBoh« Litt«ratar.
Wi
1. AusgoboD: ¥A. yr. F. Morelhie, Purl» I.V.I3. - WiederlwU Parä IW.-1
Wicdubolt voll M. Mutluiie, Misci-Ilniiea ^rHecoruni aliquot KripUwuia owniu, LalnJ
I7S2 S, UH B. - E<l. Fr. Dabncr iiocli don FmemeoU Kari[>idu «I. G. Wa^Mt, Päd
Didot 1841): da Dllbticr k«ln« Hn <!<« Worknu eii fiudea veniMChl«, M nuMta «r IM
HklinuiiHb Text der Kditi» {'rinccpii xu (irtindo Icgeo. — Ed. M. Tr«n, tijrmunuüfMpfl
Waldaabars (tjdilnuicD) 1874 (ancb dorn Cod. Ni>apol. 11. 0. S7). 4
2. Uilfnmittel: Haenin, JouniBldonfNiViuit» IS49S 163 fr. - M. Traa, tlkU
H&uluch^ir, 11. '/.. 1 (1882) !t38 f. [ahitt dm Mnni»ii de« Autor» ami dia lim). — DwiMb
Utnrwtiuiig von Ad. GlIisBeu, V«ttiu«li uiu«r Pol^rclotto der uuropaiRcban Pucmo, 1<mm(
1S4e S. 230-237. ~ Zur TiMLtkrilik vgl. A. Klictlnrd. BuroUiia JiUiriMbar. Ibv «t
ForbiobriUa dar kloM. AlWtuiuattiaa. Bd I ll»78) ISSO f. ~ Zur^racfaa: Trobo Mona-
■ en. lleilrag« lur Lobre von deu griocluscben PrtpositiotieD. (VankfUrt— B«rUB ISM— ll4i
S. 630 f.
8. Uandscb ritten und Name; AnsMr tn d«in erwlkoten NeapoL II. C. tTi
dua StBck ancb im Cod. Vindoh, Suppl. KoU. U (^ Nuin.nov.7S) uaä in C«A Ta
I'a). 122. In der Anagabo von Mocelli und damarJi in der vna Dabflw luliBit tel
l'nMer frliu/«po( und dc^mgeni&ae ati'lit das Gedicbt in den litlorariackeD und biUlt
■cbnn llilfsmittolu luitor l'Iocbirus. Im Cod. Ncnpol. II. C. 37 aber baiatt 4tt
Mi/Biji o '.J,iJciii/r(p und der Nain« 'JnXovxiif ist von Troii. U. Z. 1 (1893) SU
(ltJD5) 3, nocb öllcr uua d«ui 12. Jahrb. naobgewiosi^n wurdon, wjüircnd ein Plothir«
aooiit nicbt belugt lat. Eb Hobcint alau, daas mui/ti(><i; uua'.-fiil'rt'/op oder irahl in* <
fDr aiii«ii Nomiaativ geuümueoen Genetiv 'MnXavjrtniiK entstaTiduti int. l>f)r Wrj^blt 4t
»rklBrt Bi«h vi«I]ei{'bt darane, dsM in der H« dee Morvlll ud«r iu ihrer Vorlage du laÜ
naditrSKli<'li mit roter Tint« eingonigt werden sollte und daoo rnrffannii wsnte, da '
der Linhaniilliob aebr hHiiflg bnobacfatot nird.
4. Kino« unbekannten UroBBlognrinsIen r>rnbi{edi<ibt auf Irene Können«.
Tochter i<m Kaisers Tboodoroa 1 Laaknris, Hti<bt im Cod. Laur. Conr. anjipr. C27 iÄ. !
Xtlx"' lo"' ffyiiXvi' iaya^iaatai iattt'fifioi iii iijy dlanoirar kofir^r^f »rfer Klg^r^.'
Die Verse haben durch Anepiolu&gcn auf die Fremd horrscbnft in Kpel (irrtf^inisÄifMC
'lioliüi' xni iayQia) einiges loilgescbichtlicbe Intero^e.
5. F.inc merkwürdige Raril&t iu d»r iongeu und einfBnnigoii Rmba byiaotiniHlm
Üelugunbeitfipoesien sind des Cbartopbylux Nikolnos Ironikoa Geliebt« auf dir Vtf'
lobuiig dos haiaera Jobannee IM Dukao ttulatzua mit Anna. ein«r illcgitimiin ToehttT Klutc
tViedriclis II (um 1244). die ebaufolls iu dein ulfeubur aus Niku»a BtamnidndMi Cod. Ltai.
CoQv. Buppr. 1)27 fol. 20 erlialteu aind, Di« au» je 4 palitischeu DopjielverMa lii«lalinlw
Oediclito w«rdeu in der Uebeischn'ft Trrpiiarijro genannt; mau hat alao die pititiwtM
Vmw achun früh ala Diaticha gczniilt und gi'dii'htet, ein Umstand, d«r nanbW fit Bto-
fQhmng d«B Paarroimea ungemein brgOnsligen musate. Das AufniltKa a« du (MtcfeM
ist jfldocb nirbt das H^tarum. sondern der duiirhaus an die Draal- und lloahi'iti'
trngudion doT neugrionfaiscben Volkapoeaio anklingende Ton der Dantelbuc E>
Ist mir xwiiifollns. daas Irenikos seine Anregung direkt aus der dainalix«n Volkapmii p-
bull hat. oh.irhon er sich der flblivbou äiibrirttiprncho badient. Diesa TetraMutrt *(r-
diiMitc'U dnber am oralen aus der groiiacn Maaiu unodiortor UalagaolwitagaJicbU M Aa
OrlTenllichkeit gebogen zu werdt<u,
331. Qriechiäclie Dichter in Italien. Zu deiiZciigniäson der goixticw
Blüte iiiii) materiellen Wohlfahrt, deren sidi die l>y}i8Dtiiii)! 'Iion Kolon«
in Uitlieii lij» tief ins Mittelalter liiiiuiu orfruuton, gubört die ExisttM
oinor griücliiscli-italm-heii Diehtorgnippe. Der Anteil iltis byzantiiiiecliM
ItttlieDs an der Kircliondichtung ist obei] (S. filG ff.) kurz gewOrÜgt
wordeu. Völlig uiibeaditet sind einige Profandicliter auit UnteriUlito
und Sizilien geblieben. Wir lernen »ie namentlich aus einer offenbar in
Italien cnt«tandenon griechischen Anthologie kennen, welche neben est*
byy.antiu!Hchi>n Wurken vornehmlich poetisohe und prosaische ScfaritU«
italisclier Herkunft entliAlt. Diese nir die Kenntnis der italo-byuuiUiU'
schon Kultur unHchfit^b&rc Snmmlung bewalirt der Cod. Laur. 5. 10. ein
kleiner, tflUs aus l'apiur, teil» (fol. 167—176) aua Palimpaefitpergamenl
hüHtL-hoDiler (Juartbuiid de» 14. Jalirhundertfl. Hier finden sich poetiadu
Versuche eines hochedlen Archou EugenJoit aus Falornio x. B.
- *--
8, Prohnpoeaie. fS 321) 7^9
Oedicbt, ala or im OoiUnguU war, aliso ein Seitcnstfick m dun Kerker-
pOMea des Glykaa tini) ^ulilikis, Epigi'Aininu auf <lii> llahmicht, dio
Sdilemmerei, die .lungfrauBtliaft, diu Li^tju, diu GcschwäUigkeit, den Neid,
dit Spolt«ucht u. 8. w., Verne an einen Priester in Brindisi, oino poetittcho
Widerlegung de« alten SophiRtenthomaH ,Lob der Mücke', endlich die aus-
fthrliche Schilderung einer in I'nlenno {tcQ' tjftTv iv Uaro^fi^ t!} nökn)
mehrenden Pflanz«, die bei d«n dortigen Ürieclien vv^ytf/or hiesa; eine
Beftimmung des aehr genau beschritfbvnon blumenartigen Gew8chsee, das
■bmdM den Kelch voltständig »chlieaBt, kUnnte von einem Botaniker sicher-
Ktti leicht gegeben werden. Daran reihen »ch Verse eince Itoger von
l^lranto an den ubon genannten Eugenios von Palermo: Stixot rov xv^ov
'Pvji^ov »Ol' 'ySfoi'itoi 7T(i<>( 1ÖV 7iat'n<ytPiatatf>v ap^""" xHQÜr Erytriov;
bicfatungen eine» Xikolaoa von Otranto, Sohnes des Maistro» Johannes
toi- i'.^i tmr iSulataiv, auf ChristHs, auf die hl. Barbara, den hl. NikolaoK,
4m bi. PetruM, den Berg Tliabor, den hl. Stephanos, den hl. Basilio» und
Qnsorios a. s. w,; ein Gedicht de» kaiserlichen Sekretärs JohanneH von
Otrinto über die von Kaiser Friedrich 11 unterworfene .Stadt Fai-nia.
Ztügeitchichtlich hochinteressant ist auch das poetische Zwiegespräch der
8tu}t Rom mit Kaiser Friedrich II von dem Chartophylax Geort^ioa
tai Kallipolis, worunter jedcnfalU die kalabrischo Stfldt dieses Namens
(keut« Gallipoli) zu verstehen ist: Tov xcpor rKDf/yiov toi' x<'e^'*9^^'*'"'i
^Ji^Mv. UeT Dichter feiert in begeisterten TOnen die Maciit und
Tipfifrrkeit Friedrichs, deissen Name er durch die kUhno Gräidsierung
^^mwfiiHK, <fpi'xiMi-i>/(o; nla .Leuchtturm* deutet. Ein zweites Gedicht
dietea Chartophylax Georgios richtet sich an Kaiser Johannes III Batatzos,
■b d«raell>ß nach Kallipolis gekommen war, ein drittes verspottet die er-
oberte Stadt Parma (i. J. I247J; dazu kommen Epigramme auf die Gottes-
n8tt«r, auf die heiligen Bekenner, den hl. Amphilochios, ein Thor der
Kirdie von Kallipolis, auf den jugendlieh gestorbenen Sohn des Domestikos
TOB Kallipolis u. b, w. Mit den erwähnten Stücken zeitge-schiehtliehon
Iskaltji verbindet «ich ein Huldigungsgedicht an den glorreichen Kitnig
WObelm. als dcsitien Verfasser sich der Philosoph Eugenios, Neffe des
Amra Basilios (des Basilios ÄmirasV) bekennt: Stix"* Et'ytvfov gikosö^ov,
mifiMw BaciXf{op tov Ufioiifä (W/tt,^, «ju^pn?) rtpiic töv /vio^örafov »^ti-
mattvxpv ^'i^ti ffhiXuav. Das Gedicht bezieht sich zweifellos auf eiueii
dtr sizilischen Könige dieses Namens, ob aber auf Wilhelm I (f 1166)
oder Wilhelm 11 (f U89) oder Wilhelm III (f 1194), lUsst sieh vorerst
Kcbt entscheiden; manches spricht flir Wilhelm 11. Wahrscheinlich gehurt
u dicMcn griechisch -italischen Kreis auch der kaiserliche Notai' Johannes
Grassos (rpftffffos). der wohl mit dem als Schiller des Abte« Nektarios von
Canüle erwähnten Grassos') identisch ist. Von ihm onthiUt die Handiichrift
JBpigramme auf den hl. £ustat<hio8 und den hl. Antonios, atixw Txnthcantvoi
«iiM jftntbiiiche Ethopoiie Dber das Thema, was wohl llekabe angesichts
darniederliegendon Troja gesagt habe. Vielleicht kommen dazu noch
48
■) FakfioiiiB, BiU. tcr. cd. RrH. II. 79.
4r Uml UMrlMMiTMMWvliiift 11. 1, AbUg, a. AUL
770 B^santiolflcbe Littsrattirgewhicht«. n. PmIimIi« Littontsr. 1
einige Kleinigkoiten, wvlclio diesi-lbo Hnnd^ehnft cntMIt, wie die Gr^M
Hchrift auf einen jungen I'liilosoplK-n von Xikuphoros Uranos, wmbI
ilioeer nicht mit dem viel älteren Magister vun Antiochia ^b. S. U.') Aiuii.It
und 523 Anm. 4) identisch int, da« Epigramm des Philosophen Niketamiil
Daphnis und einige anonyme Epigi'ftmnic wie die an einen Hex von SiaUu
und Ittttiun gviichtc-ton, von Baiidini ohne Oruml dem Tzc-tx«3 ziigetiOlill
fftixoi ijutoixoi fol. 20. Dio Form dt>r angertihrt«n Poosiüu iet dan:lm|]
der byzantinische Trimeter. Ziemlich unbedeutend sind die aus Itaia]
stammenden Pronaatücke der Sammlung: ein Uai-tyrium der hl. Lucia (na|
Palermo), das Bandini durch ein in der Handitchrift fcblendö» Tor avtn\
ßlMchlicJi dem Jolianncs Tzetib» zuschreibt (vgl. S. 535 Änm. 3), uu
£mpfolilungsbriefe oinoH Erzbi»choffi von Otraoto. I
1. Eiiiiüln« Pruben der erwHhtiton G«diGhto und oüie genuie Btwkrcjbwig (1h Cti
htm. b, 10 b»i A. H. Baodioi, Cat&lo|;ua codiciim mw bib]ioth«cu lfed»c«M [ÄDmiUiuu
1 (1764) 23 AQ. — Eine VerSffentliohung and ErlSul«ning df« ^Miea iUlobyanliniMbs
fnhallii der Snminlitng ergflbe «inen scliStienswertan Beitrag nur Kvnnbiis der byantiDMdM
Kultur in Ibüion und der byzantinischen Ullnratur, Bei d»r UnlonmcfanDf dar IlUMih
gclobtohtlidhen Siellang der l'oesien wird sich wnhnchoinlicii cino ntmtk» Abhln^gkal
von der allurrn und gleichzeitigen oslbfiuntiniNuhan Dichtung, van d«T die S*nimlunf müA
dnige Stöcke (von fisidos, Ptodrumoä u_ b. ».) eiithftit, hoTPaiisl«ll«ii.
2. Aucb der oben g«nnnnte Noktartos. Abt run Caaol« (Anfang de« IS.JibiX
verevoblo aiob im Trimetur. Wir hnhMi von ihm jumbisohe Bpignnune Bb«i »eine Tw-
gSnger in der ÄbtswOide, diu mit den JanibiscfaeQ Patriarchen- nnd KfeiHirfcil>lofes ■
VATgleiehen «iod. Aua Cod. Taur. C. ifl. 17 ed. von H. Omont, lüvue dea^Lp.l
(tSW) S87— 389. Besser, aber am Sdiluue veratOinmett ist der Text in den noch mdU
bentttilen Cod. Paris. 13T1 fnl. t&i«, einer babschou wnlincbeinlich aus dem gnirhiwiM
Unteritulion stemmenden Pergnm^nthfi d<>n IS. Jahrb. Zu verglri^'b«« ist das Viiwithi«
der Godaehtnialage An Aehte von Cnaol«. wclchoa .Iok. Pnaini. Codic«« nuu bibliatliCM
regii Tnur. Albonni 1 [lliS) lilJ)S f., nui dorn Cad. Taur. 216. b. III 27, s. 12, rdiHl ^
EpiurammnUHchc Snrlien des genannten Naktarios birgt dur Cod. Vatic. gr. 1376.
3. Dor üben als Diobter ganannti; Nikoluos von Otranto tat Ti«llncbt idwli«!
mit dem NikulaoB von Otranto, von dam uns tbeologiache Scliriftm erhaltte ailid, l %
ein IbeulugiBcher Brief im Cud, Paris. 18T1 fol, 151 — 157'. Dialuge gegen die Jaiaa ja
Cod. Parib. 1255 fol. 1 — 102. Traktate neuen die Lateiner im Cod. Vaije. PaL tlt
und Mos«]. Synod. 240 (Tladioiir) ful. 30'-~6O. Vgl. Fabricius, BibL gr. II. SWt.
und oben § 27.
4. Von einem Nektarios heben nir ein Epiicramin auf den Tod einer UoltM eil
auf Cliriati linbnrt. von einem Mfinch« Nikotaos Kjiiitrflmmn auf di« Parabeln tm im
Arbeitern um) von den zehn .Tungfranon, auf <>in Itiirh und naf »in (!rab. Da dieadhi
in dor die Dichtungen doa Cbrielopboros von Mytüen« ontlialtcodoti, wobl aiebor «ai Ar
Abtei von Canole alummotiileti Hs von Gruttn Kcirnta 7., a. XXIX aafbovahrt vail, «
ergibt «ich mit Wahrscheinlichkeit, du£s dies« twoi Kpignimmaliker Italogriechen «iml, i*
man sie aber mit deu iwei üben gcuniinlen MUnneni uaDieus Nektarieo nud NiWaca
identiftxieren darf, steht dabin. Ausser ihuen birgt die erwühnt« Bs ttncb e*nes U*tri j
politen Gcnrgios vun Korfii Epigriimmu auf eru Chiistushitd. «ine Ten ihm gwtilWa 1
KiTchp, die liviligen Apostel Petrus und Paulus, das Grab des hl. Arvenin« in Korfii n.i-t-
Kin Georg war UiBchof von Korfn nm 1180 (vgl. S. 91 Anm. 3), ein «weiter um dir ViUt
dea lü. Jahrbandorts: mit welchem von beidm niUST KpigTammatibar idenliBch iil. «i"
wir nicht. .ledenfnlls aber iat dej- Verfnaiier idontiaon mit dem ungenaniilea Hi-<
von Kerkj-ra. von dem der Cod. Copnnbag. 1899 •. 18 EpigrwnHno bvwabif i-
Cb. Oranx, Arohives des miaaiuoa adonlUiquoa IIL «Mo 6(1880) 187. — Die RpiitrMM<
doa Naktarios, Nikolaus und Ueorgioaed. A.Kaocb), Verai di Crislofore Patriiiv. ßeoalÄS
8, 64—68. — Briefe des genannton Mettupolilen Geoi^os ed. V. TaailJeTakij. *^
Knunoning des bnlgar. Patriarchats unter iloin PDrsten Aeaaa II i. J. I2S&, Joon. I
18SS Bd 23ä 8. 1—56 and 20G-288 (dabei auch ein Briaf da« Masoel. Dttfttm
KpirusJ.
332. Manuel Holobolos (MaroniX Ö 'OXößoXo^, auch "OXößtti
oino sowohl in persüniiclier als in Httorarischor Uinsiclit rocht int
8, ProfanpoMie. (§ 322)
771
fi«cheinuiig. Seine Biogiaphic, die wir namentlich durch den Historiker
Qeorgios PuchynuTtis gonnuiT konn«n. ist ein lehrrficho» Beispiel der ün-
■dierbett des GlOckü, diis t.<inL-ni bj-zuatinisclioii Ht^DJug verliehen war;
it dient aber auch al« Zeugnis gegen die weitverbreitete Anschauung
TOD der Indi^'id^aIitStAloMgkeit der hyüantinischen Menschen. In Manuel»
Bni»t wohnton iwei Heelen. die des offiziell geschmeidigt'n Hofbeamten
nd di« einen» nufliransenden. rücksichtslose» Naturkindes. Holoholos niuss
■D ßlnfti'n Jahrzehnt Af» 13. Jahrhunderts geboren worden »ein; denn
'm Jahre 1261 diente er als ganz junger Mensch {naiJi'av) im Zivilkabinettu
ie» Kaioers aU Geheim sekretär. Eben damal-i hstt« Kaiser Michael den
rech tmii«8i gen Thronerbon Johanne» durch Blendung unschädlich gemacht;
als nun der jugendliche Sekret4lr seinem MitgefQhl und seiner liJntrüstiing
cAtekandig Ausdruck gab, liei«s ihm der Kaiser zur Strafe Nase und
L^fpen abschneiden. Doch scheint man die Strafe a» dem Delinquenten
ii milder Form ausgeftlhrt und ihn wenigstens seiner Lippen nicht wirk-
lich beraubt lEU haben ; sonst wäre seine spätere Lanfliahn als Lehrer und
Sirchenredner undenkbar. Nach dieMC-ni Mlsrigoschick zog sich Holobolos
in das Kloetor dee Johannes I>rodromos in Konstantinopel zurück. Hier
hat er sich wohl eifrig mit gelehrten Studien beschilftigt; denn al« im
^Itro 1267 der Historiker Georgios Akropolites die Leitung der vom
iKiiser Michael Palaeologos errichteten Hochschule niederlegte, wurde
Holobotos zum Lehrer der Logik au dieser An.'Ht^lt und zum Rlietor der
Kirche ernannt. Diese hervorragende Doppelstellung hat er nur etwa
«clu Jahre inne gehabt. Sein allzu lebhaftes Temperament, da« sich mit
d«fi Jahren nicht milderte, stürzte ihn noch einmal ins Veirderben. Unter
4eD hohen Geistlichen, welche Kaiser Michael beweg, die von ihm geplante
kirchliche Union mit wissenschaftlichen Giilnden zu befürworten, war
Botobolos; doch trat er nur lau und widerwillig ftlr die Lateiner ein und
jh einer groBsen Versammlung im kaiserlichen Palaste (i. J. 1273) ant-
wortete er, vom Kni.ser um seine Ansicht befragt, mit Stillschweigen.
Als ihm der Kaiser darüber heftige VorwHrfe machte, verlor Uolobolos
^ S«lb«tI>oherrschung und liess sich zu einer bitteren Anspielung auf
d»u Thronraub Michaels hitu'cissen. Hierauf wurde er zunächst zur Strafe
ia ein Kloster nach Nikaea verbannt, später, als er in der Opposition
verharrte, nach der Hauptstadt goflchafTt, unmenschlich gezQchtigt und
ii «ineni schimpflichen Aufzuge (einer .sogenannten rtofmii) durch die
Sinasen geschleppt, Nach dieser Demütigung zog sich Holobolos in das
KlOBtor Tov iityriiov 'J/pof (s. S. 342) zurück. Unter Kaiser Andronikos II
,tnt er offen gegen die Lateiner auf: auf der i. J. 1281 abgehaltenen
iBjfnoiIe «rOffnetc er als Khetor der Kirche die Debatte. Über sein spsteres
Üben and s>eiD Tedesjahr ist nichts bekannt. Seinen Namen Manuel
hatte er als Mfinch in Masimos geändert. Er besass den Titel eines
OroiBprotosynkelloa (ft^yat rrfuroatr/xcAAo;); doch wissen wir nicht,
Vion «r denselben erhielt. Holobolos war, wie die ihm Übertragenen
nrantwortang8voUen Stellungen und »eine Schriften beweisen, ein persön-
lich bedeutender und wissenschuftltch gebildeter Mann. Vor allem hat er
pcb «ingebend mit der alten Philosophie beschäftigt; auch gehört er
49'
772
Byuntinücha Litt«rataig«aolüoht«. IL PoetLBoh* Lltt«ratv.
ZU den wenigen Byzimtinorn, die Latein vuntandeo. Sein litt«niri»cliiit
Xncltlnxs vcrt«ilt stich auf die Gebtete der Poesie und der Prosa.
Diu uiufangroicli8toH Dlclitungen de« Holobolo» gehören leider w
unerquicklichen Oattung der linlischen Dcvotion8poc«ie. Ee sinJ 21) in
politiftchen Versen abgcfotute üyninon, von denen dio m«iet«n an Kai
Uichael, einige an seinen Sohn Andruniko» als Thronfolger, einer
leicht zwei?) an Androntkoü als Kaiser gerichtet sind. Doch wird noA
in den an Kaiser Michael gerichteten Hymnen sein Sohn meist ald Mit*
herrscher gefeiert. Den Inhalt der Gedichte bildet die Verherrlichn;
und Erktilrung kirchlicher Feste: auf dieser Folie werden aber die wid«r
wärtigslen äL-timcicIicIciun gegen die bitidun Kuiwjr aufgetragen. Uulolwl
hat diese Hymnen in seiner Stellung als Ithotor der Kirche, die ihn
pflichtete, den Kaiser durch kunstvolle Ansprachen (vgl. S. 471) oder
Vei'se zu hegrilssen, abgefasst, und darin mag wohl auch eine Entwl
dignng ftlr den .schwUlitigen Ton dieser ab-stossenden Krzcugnisse gnfniuki'
worden. AuffUllig ittt. dam zvtc'i Hymnen, dio »ich datien<u lassoo, «
den Jahren 1279 (oder 1280) und 1281 »tammen d. h. aus einer Zoll,
welcher Holobolos sieb im Kloster Toii fttyälot^ 'Jy^or aufhielt. Wuit v>
freulicher «Is diese devoten Ergüsse sind einige kleinere jambiscbc
Poeeien, ein Hymnus auf ein Bild der hl. Maria von Ägypten (einer in
Byzanz viel gefeierten Heiligen), Monosticha auf das Leiden OIiri.»ti und
auf eine Reliquie des hl. Johanne» Chryisot^toino» , xwci in Form dot*
Dialogs abgofasste Orabächriften auf den Komnenen Konstantine» Mali^
senes und auf den Komnenen Andrunikus Tornikc-s, endlich LOeungenn
den [{ftt»eln des Eust^thios Makremholites {s. S. 7ß&) und ein BAtn-
gedieht flber das volksmitssige Sprichwort: jiiw kt'uv »al ti^ tri ^mnim
Die Proaaschriften des Holobolos sind fast durchwegs aiw »in«
TliStigkeit als Lehrer und Kirchenredner hervorgegangen. Es sind Schuliro
zu kleineren Gedichten z. B. Kum Altar de« I)of<inda8, zur Syrini d«
Theokrit, zum Beil des Simmias. zu den .Flügeln*' u. 8. w., Erläatc-
rungen zum ersten Buche der ersten Analytik dos Arifltotelt»
und eine kommentierte Übersetzung der Schriften des Boeti
De differentüs topicis (De dialectica) und De syllogismo hypothetico. üii
Obonetzungen erwähnt Holobolos in einem Briefe, der im Cod.
dianu» 50 erhalten, aber doii f^schlich dem Planudcs zugcaohrielMii i
Dazu kommt noch ein Trostbrief an die Nicht« de« Kaisers Mkh:
die Theodora Palaeologina Rhaulaena, und eine am Weihniclil
feste vor dem Kaiser Michael Palaeologos gehaltene Rede (im Cod. Bo4l
Borocc. 131 a. 14 fol. 244-250').
I. AasKabcn: A. Poesioa. 19 Ujimian od. Fr. Boissonad», An, p. 6 (I
1&9~182. — Den 20. HymnuB od. M. Treu. MhhupI llolobolo«. h. Z. h (1696) MS t
Dnn TTymuiia uuf das Bild d«r hl. Moria von Acgyptcn cd. K. Uillsr, HuhibIu n
«arminii 2 (! S.'.T) 373— 375. - Die LHiiuiigoD xu d<in tUtooIn odd. Uilberg und Trfo
■Icn a. 'GH angeführten Ausgaben. — Dos Sohengedioht. dio MuauHttolM oad di> Ont
nolirilt nuf don Knnin«nen KooslAutiQu« Maliuaonoa ed. M. Tr«u, ß. Z. r> (1696) Mti
— Die xwuil<> aiabschrirt stellt unedicrt im Cod. Es«ur. *. I. 10. Vgl. B. Hill«.
C«t«loi<ui.- dfH IHM greca do h bibl. d« rEscuria). Pftrü 1848 S, 146.
II. Prosa: Diu Soliotian lum Allar des Dosiados und au Sjrriox
i
3. ProranpoMie. (% 39
Tb Bfrek, npnMuln pItiloIngiVji 2 IHnlln iÜHR) 7ß9-7T2. — Dia Rdinlinn mr Synnx
■ich i>e>i Kr. UObaeT. Kcliolin ia Tlicocrilum. l'iiriH 1K49 ä, 111 (f. — 7.ti dnn äcliolinn
n il«n FlOgoln V(;l. C. HAbcrliii. Curmina liguratn giaocu. Iliuinnvcr 18S7 B. i ft. ~
ht philoM>phiHclicQ und rhotori wehen SobriFlcji lUDd noch uaodiert. Cebcr die Hh dor
mtntn vgl. M. Tr«u. a. «. 0.
2. Uilfümillol: Fnbrioiuii, Bibl. gr. od. Ilarl. II, BB». — B. Hnxi, Not. et
«fr. 9 (1813) 2, 139. — Max. Treu, Huximi monnchi I'boudi» epiatulau S. 1B2 f. und
tu ff. (Bb«r die obvn «rwAlinto Tlieodora l'ala^ologitiu [{.liaiilaonat. — Max. Treu,
lubthii UacrMiiWIilao 'gnae fi-rnntur aonigmata, Progr.. BtVHlau 18^3 S. 23—31. —
Baaptschrill: Mnx Tr«u. Mftna«! Hobliolos, B. Z. 5 (ISSG) ^38 -&&9.
3. l'cber die Bjrinntin^r iiamens Holobulo« berracbt« frllbur tnaiiuli» Vorwirtung, die
•ral darch Mai Tivu, a. n. 0. Roliclilnt worden ikt Dar RlUullOser Protosynlceltoa
liiiuioa Holnbolos wuHc ftir einen /nilgoiioonon d«s Eiiatalliios Makrernoolitos go-
UlfD: et ist aber zweifellos idootisch mit iinanrem Dichlor und Rli«tor Manuel
HaUbeloa (s. o.). Kin iwoiUr Munn dieses Namens isl. der Rbtitor und Arzt Manuel
Italobolaa. der im Diatuu; MuzilHh (h. .S. 49!^ IT.) die Kiiiiptrollc apielt: er ist nicht eine
h^ltrtD r«rso«. acrndem bat um dns Jnlir l-tOU wirklich gelobt. Unhor einige s|ilttero
Vua«l und Uaximoa. denen in der neueren I.itteratur luwflilun flÜnohlich der Kamilien-
tHM Holobol« beigelegt worden iat. vj;). M. Treu. a. a. 0.
4. Ein (lewtoser Tboma« Qorianites rNuuiic 6 rn^irrviri;;) richtete im Jahrs 1273
$k G«diclil an Manuel HnloholoD lum Dank« flir den Untorrioht im uriatotvlischen
<ksuM, dta er bei di<«em gunosaen hatte. Cod. Neapul. 111. A. 6 a. 14 fol, 106, Ücber
^rift nad Beginn lauten (nacli VtirbeBsening der Seil reib feil 1er): Tau Xayiiutiiiof rnpinriiov
«•pw Mttfiii «ii'jfM yiyorortt ir Ifl «niHlpCfi liovt ,?|J-Ji«'. ÖV» nopiS lov 'oio^iuloi' xi>foP
rH tft öpytircr ifivtitti. Mfrattor ifirfijfta tfi ftri'iUfi tffgair.
9i3. Eonstantinos Auagnostes (Kunazai-iTvie ö 'Mayt-töoft^) ist ein
tiUlior von niomiiiK) beachteter Dichter, liboi- do^en Biographic und littcra-
riKho Thätigkeit It'ider wonig Sicheres bekannt ist. Zunächst steht fost,
itaa Konstantin nicht jünger sein kann aU dan 13. Jahrhnnilprt; denn
eis Werkchon. das seinen Namen ti'ägt, steht in cinor Handschrift, die
Khworlich unter dag IS. Jahrhundort herabgcrUokl werden kann, dorn
ajcnartigun und wertvollen Cod. Vatic. Pal. 367 fol. 136"— 137. Es
iit «in »US Ö2 politischen Versen bestehendes Dankpoem an den hoch-
betfihmt^n Sekrettir Konstantin. Titel und Anfang lauten; 'U/itäfiflitt
tltf/ov xvpoi' Ktot-atatfirov. 'Eyrmica, narvnö'ftiir teal TiarvTrtQ9avna<TTt.
la bomorkcn ittt hier diu Bezeichnung der politischen Verse als Halh-
jimben. Vielleicht gehört demselben Anagnostes noch ein rweiteei in
lir Handschrift unmittelbar, jedoch ohne Autorname nnd Titel, folgendes
Pofm, d».'* <lurch seine volk^sprachlicho Form bosondorö» IntercsHC
enre<c]it Den Inhalt diesen 46 politische Vorse umfassenden Gedichtes
bSilon Werl« di« Trostes und der Ermunterung an einen Sohn (oder
SdiQler). dessen Herz der Verfasser frllher durch Strafen gekränkt hatte.
Dir Anfang tautet: tiaiih- fiov *» «i' at /limr^aa, rtaidiv /luv xi av ti/liß>ji,\\
Bmiiv ftav xi äv ff* inaiStvca xi «r Of (i^Xitf'a /rpöf tapar. Wenn die
Ztteilung i)ie.<er Verse an Kontttnntinos Anagnostes sich als inchtig
bnrihrt. «o ist er künftig neben Prodroraoa und Glykas als einer der
R«t«n Byzantiner zu nennen, weiche die Volkssprache neben der Kunst-
ifrache iitterarisch verwerteten. Ob auch die folgenden Epigramme, wie
H, Stovenson im Katalog der Codices i'atatini graeci S. 232 venuutft,
■rit Anagnoatc« zu verbinden sind, lässt sich ohne sorgfitltigcs Studium
kr Handsclirift, die ieh leider nur flüchtig oinsehou konnte, und ohne
rergleicbiing dieser Epigramme mit verwandten Erzeugnissen niclit ont-
774 BrtantiDische Littermtargudücbt«. IL PMtUobe Litterfttu. I
sclioidvn. Dagegen kann llber die Person deü Komttantinofi ÄoagnodMl
Kähoros fostge^Mlt werden. Nach der Subskription »uf fol. 1611 bat ia'
palatiniechen CodfX gusclirieljcn: IlQmftDit'^tf; roii- xatä Kvi^nv toßwiafiia
KtDVOitiviTfof ti'tflili UrayrtöOii^s A xai toi' «y-opj y^a^tv; *al nrioi
ixagtvcoit' aal y^ütfae. Es ist mehr als wuhrscheinlich, dasa dieser Oli-
mann der Notare in Cypeni Konstantino» Anagnostea mit dem «mit
nnbekftrinten und m. W. in keiner zweiten Handschrift fl herlief erten Wdiler
dicws Namens identisch iJ^t. Er hat in die offenbar Allnifihlioh ent«tandeat
Suminluiig, deren roi/ende Schnörkelschrift den geübten KanzleibcamiM
verrät, unter das bunte Allerlei fremder Werke unch Erzeuimiase t&sm
Haiismuse aufgenommen. Wie die Handschrift selbst darcb ihre BbU
stehung in (^lem palftograpbisch und litterarisch interexsant ist, so vt^
dient Konettantinos Anagnostea als einer dor wonigen byxantinisclien Srhrifl-
etollcr, die nachweislich in der Provinz tubeiteton, lebhafte Toilnahnii',
und »ein NuchlasB sollte gesichtet und veröffentlicht werden.
1. floBchrdibuDg des Cod. Vatio. Psl. 367 bei H. Stovens««, CodJMs m» P*l>Ui
snca bibl. Vstic. Rom 1885 S. 229-285, — Eino Schriftprob» aus d«m Coda gibl
KohtniU. B. Z 1 (I8ö2) 329,
2. Von oinnm MSnch« .Inkoh, dor Kjiltter Metropolit ron Bnlgari«n 'rarit,
hAboo wir ein (iodirhl llbnr rinttn VMzag des ,KaiBor> TbaoJoroB Komli»no*M«t
'I'bi-udur 11 l.«flknrin?), nuf wolchcm «in Teil eoines Heotes die KlOatcr des lil. VfUlim
plOudertu. Leider cnthilll dn.i (juditht nur ollgemHinc KlnKeu Ober die lEtaiUMinr W-
wQstung der Hauoer, Kirohi-n und heiti^tn BDch«r. Novh uuediett im C«<L vindob. 1>mI
gr. 106 fol. 184— lä5. Vgl. A. Fr. Kullar, Ad I'. I^anibucii oommonL «tc. niprkD.
Wien 1790 e. 698 f. — Derselbe Codex birgt uuub andere unbedeutende Vtcsifllütina
wie «lin inbaltsannea Poem eine« Priest«rs HivLael Luludi» aub EpbescM aa in KopiMM
dor Hs, ein kleines Memorialgedicbt Ober diu Feste des Kemi. Krebsi^me t"'/"
KOfixTfot; vgl. 8 800 Anm, 2) beginnend: U,»J>;oii< ^Ji; mäXiji nijAjauc ijw« u. ■, ». T(i
KolUr, n. ■- 0 c ß94 ff,
3'i4. Manuel Philes {Marovil d^iAi;;) aus Ephesos lebte unter
Kaiser Afichael l'alilnlngos und den beiden Andronikos, vielleicht auch o«3i
unter Johannes KanlakuM^no» (ungefähr 1275—1345) in KonstanUnciprl,
Genaueres über den äuasoreii Verlauf seines Lebens ist uns nicht bukuunt,
was ofTenbar damit zusammenhängt, dass er keine erheblichen Ämter 1*-
kleidete und keine politische tlolle spielte. In seiner Jugend erfreut« m
sich der Unterweisung des Historikers Oeorgios Pnchymeros, CT de»«
Tod er eine jambische Monodie verfasste. Zu seineu Freunden riAH«
Maximos i'lanudes, von dem wir einen Briof an Philoti bositsen, unl
viele andere Byzantiner, die zum Teil nur durch seine Getegenheititgodidric
bekannt sind. Einmal wurde Philes vom Kaiser nach Russland ge**cliicl[t>
um über die Heirat einer byzantinischen Pi-inxessin xu unterhanddo. Aw*
ei'wähnt er Ueisen nach Persien, Arabien und Indien; vir «riim
aber nicht, in welcher Eigenschaft er dieselben unternahm. Dunkel bleib«»
auch die nüliereu Uuistande eines Konfliktes mit dem Kaiser; ur "iinlA
wegen Majestätsbeleidigung, die er sich angeblich in einer (uns nicht bt-
kannten) Chronographie 7.ii schulden kommen Üees, ins Geßngnis geworfM
und oret freigelassen, als er beschwor, nie etwas Böses gegen den Hemcitf
geschrieben zu haben;') es steht aber nicht einmal fast, unter «etchifi
■) Das liiorauf boxtlglifho Gedieht in der 1 v9n Ad. lilliss«». Venacb «iser PttljM*
Au«, von Miller L>, 397. Üoutacb Qbsrsstet | dsraufopOiaobM Possie, Uiiwi«IM$S.lUt
2. ProfitnpoeBi«. Tfi 334)
775
^Kiimr dein Ptiile» dieses ITnglUck begegnete. Um so genauer werden wir
^■M^e druckenden VormOgennverhältnisne untetrichtot, unter welchen
H^fOeben« zu leiden liatt«. Weinerliche Klagen (Iher Hnnger. Uiirst und
^Bto ziehen sirh durch seine juihllosen Werke. Wenn Nicolordot »ich
^pt MCIhe nahm, den Einnahmen und Ausgaben Voltaires ein dickes Buch
H| widmen, so ergllbo «ich wenigstens Stalf fUr eine mfiasige Abhandlung
Hbcr die Quellen, aus welchen Philea feinen jeweiligen Bedarf an Held,
HriMnsmitU-hi, Winterkleideni und l'ferdefntter bestritt. Er verkehrt mit
^■B hervorragendsten PorsUnliclikeiten iwiner Zeit, aber seine Boeichungon
^nletots die eines IlnterwUrtigen. Bitlenden, Lobpreisenden, eine» Mannes,
Hgr flieh dankbar erweisen, die Aufmerksamkeit auf sich lenken und Unter-
Hktnng gewinnen will.
B Philes gehSrt zu den fnicbtbarsten Autoren der bysantiniclion Zeit
Hpid zwar EU den wunigen, die sich so gut wie ausschliesslich (s,
^um. 5) der poetischen Form bedienten. Sein Lieblingsmuss ist der
^■Mtfsilbige jambiache Trimeter, in welchem der Hiatus sorgfältig
^■SUeden und die vorleixte, zuweiten die drittletzte, niemals die letzte
^■be betont ist. Da» Hnuptversmass der spittbyzantinischen Zeit, den
HBlitischen FQnfzehnsilber, verwendet er nur in wenigen StQckvn.
^Blr teilen die schwer übersehbaren, vom Herausgeber zur grösseren
^nbe<|uemliehketl des Lesers in wüstem Durcheinander aiie den Hand-
Htiriften abgedrucktun Maesco (im ganzen Über 20000 VorBo) in oiiiigo
^buptgriippen.
H 1. Naturwissenschaftliehe Gedichte. An der Spitze steht daa
Htm Kaiser Michael l'alilulogos gewidmet« Lehrgedicht Über die Eigen-
schaften der Tiere {titfti Cp'"*' VJtrjn/io;). In 2015 Trimoteni und
Htt, .Absehnitten werden die wichtigHtun VSgel, VierTüHslcr und Fische,
^BMich auch die Phantasietiere wie das Einhorn und der Onokentaur mit
^Bn Üblichen Zusatz von Wundergeschichten kurz beschrieben. Als Quelle
^■ntevomchmlichdasTiergoscbichtenbuchdes Aelian; doch mangelt hierüber
^pe Untersuchung. — Kin kurze Beschreibung des Blephanten
HVrfo/i<v /x^p««"« fltifftttog) in HSl Trimetern, mit einer Widmung an
Hri Kaiser, deren tiedankengang für unseren Dichter sehr bezeichnend ist:
^■bBSi-r Kaiser. Dti tapferer Lnwe, einen Klephanten habe ich, der treue
Higdhand. im Fangnetz der Sprache erbeutet und bringe ihn Dir als
^hutdigen Tribut! — Das gewöhnlich De plantis zitierte Werk besteht
^k niuhrercn selbständigen, ohne einen zusammenfassenden Titel Qber-
^■ferten Oedichten: T>ie Ähre, die Traube, die Kose, der tiranatapfcl.
H 2. Dialogische StUcke. Philes läxst in einigen seiner Gologonbeits-
HUiehte iiwei oder mehrere Personen auftreten, eine Eigentümlichkeit,
Htiche ihm die unverdiente Ehre verschafft hat, den griechischen Drama-
Bitern bvigeseilt zu werden. In Wirklichkeit fehlen diesen üodichteu
iBo we«»entlichen Erfonlernisso eines Dramas. Hiehcr gehört das nokro-
logiflcho Ocdicht in 6iJ2 Trimetern. welches B. Stark unter dem trilge-
riachen und von ihm selbst in der Vorbemerkung eigentlich widerrufenen
Tit«! Tragödie veröffentlicht hat. Dieser .Tragödie" fehlt jode Handlung
lud sogar der Dialog; aie besteht nämlich aus monologischen Ergüssen der
776
BfEuitiniadie Litter Btarg«a61iicbt«. U. PoetJMih» Litt«ntvr.
iisdi einander auftretenden Personen, die wir «hb am ßrahe oiae« "rar
vuräamtniilt zu denken haben. Zuerst erscheint ein Dieiicr und fragt ucki
dem Orte, an dem der Toto sich jetzt befinde. Dann preüt der Vaill
den Sohn glÜL-klich und erinnert an den Gärtner und den jungen B«a
u. s. w., die Mutter ruft dreimal den Sohn nnd vergleicht »ich mit NiiW
der Bruder erklärt sich bereit, Hein l^ben fSr da« des Toten hinzugM
und schildert dessen ritterliche Eigenschaften, die Witwe gibt ihnfl
Schmerzü bewegten Ausdruck. Der Vater ondigi die Totenfeier mitWoitii
des Trostes und spricht zum Schlüsse die Grabtichrift. ') WahrachMnfi^
heüieht sich das Werk auf den um 1321 erfolgten Tod eines Söhnet M
AiidronikoR Paläologos (1282— 1828): die auftretenden Ponwnen anl
hI»o der Kaiser und dio Kaiserin, die Witwe und der Bruder im PlittH
und Philos Kellst (als Diener!). — Zu dieser Gattung gebOrt fenier dil
dramatiHvhe Ethopoeie {'If&oTtoiTa dfafiaux^) ein in dialogischer ford
gehaltener Panegyrikus auf den Orn.tHdomeHtikos Johannes Kniitu
kuzenos; Personen de-i Dialogs sind Phiies und der persunilieierl(^i Guiil
{SoT'g). Der ersterc forsclit in ausführlicher Weise nach den Tugon^
de» Gefeierten, der JVor; weiua jede Frage mit steigender Begeisteren^
KU beantworten ; er ist eben bei einem Vergleiche mit Achilles angelaagb
als er daa Geräusch eines Geführtes vernimmt; ea ist der Wagen im
Tugenden. Sie treten, als eine Art Chor, einzeln auf und eine jede erkÜfl
den Helden Kantakuzenos für ihren Freund, ihren Briiutigam, ihren ScbUtn
ling u. 8. w,') Nach dieser Ituliepiiusö hebt Phües auf» neue an xv friM
und der JVo?; erhSlt Gelegenheit, seine rühmenden Schilderungen xa nM
enden, /um Schlüsse erscheint der in allen T&nen gepriesene DomeetikiMI
selbst und gibt seiner Befriedigung Ausdruck. In der ayninictriaclieoi
Anordnung der Kedcn durften selbst die feurigsten Verehrer dos di^<
logischen Parallclismus des Guten zu viel &)den; jede Person spricht n&n^
lieh stebf sieben Verse, so dass sich also die !I66 Trimeter dea gaoM
Werkes in 13^ siebenzeilige Strophen zerlegen. — Das dritte Sttdi
dieser Gattung ist ein Dialog des Menschen mit einer Seele: 'ir^?*-
!Tog dialfyü fttvoi fittä il't'xfjQ. Gegen den Sohluss nimmt die verst^tieM
Gemahlin dos Menschen an dem philosophierenden Gespräche tcöl Vti
tadelt ihn, daas er sie aus dem ewigen Lichte in die Finsternis der Leide»
schatten, aus der tVeiheit in das Gefängnis KurUckgenifen habe; dsraif
fasst sich der Gatte und schlieft, das Andenken an sein Weih werde ihn
für sein noch lllmges Loben als Richtschnur und Leitaturn dienen. !>*>
Ganze ist demnach wie die .Tragödie* ein nekrologiaches Trost-
gedieht. Es umfasst 240 politische FUnfzehnsilher, die sich auf24zukn*
Zeil ige, durch eine alphabetische Akrostichis verbundene Stro|ih(i
verteilen.
') Zu vnri;?oicli«n Ist 0. a. dar von Zln-
gerlD, AusgiTwaliltfr Solirift«!) dM Eriirem
4. Ol, ÜbontfUlc nyrieclie Hjrmnas mt den
Tod einer HiiiiBiniittnr, wo auch veraebiedene
Peraon«n Todotiii uinRnffthrt trord^D. 8. W.
Meyer, AofHiig und l'iaiining der \aL nnd
grieoli. rytkmi»ch«n Diclitimc S. Vfi
*) Aehnliob v«>rd»ii in dei MuniÜM '"
Theodoroi Byrtaksaos Mii Ktimt ti
cha»I IX die oinMlMit Taf«ii4M klagmd ■•-
II«AUurl. ßoiMonftde, AnoodoU cra«ea l
I18S2) 26-2. Vgl. % 204.
4
^
2. ProfonpMaie. (§ S24)
777
3. Gedtclit« auf kirchlich<> Stoffe, d. h. Distichen, Tetraatichen
od gr&BScr« StUvko auf die Kii-t^honfcst«, auf (einzelne Teile der hl. Schrift
iie die Briefe <!ott hl. Paulus, auf K^^idon des hl. Bii»ilio8. des hl. Or«gor
B. a., auf die einzelnen Kapitel der Klimax de» .lohannf-'s, auf chrislltclio
Qllub«n8H&txe, auf Heilige und Kirchenväter u. h. w. Für das poetische
TmUndnia de« VhUva '\»i es bezeichnend, dnits er einen der groR-sartignten
llti.>n Kin-hfnliL'der, dun berühmten Akathi»los (». S. 671 f.). in jambi.S('lio
Trimetcr verwässert«, gleich als wollte er den weiten Abstand «einer sleif-
leineDen Veraifikation von wahrer Poeaie dem Leser ad oculos demon-
•Ifieren (Ausg. von Miller 2. 317 ff.).
4. Gedichte auf Kunstwerke, t«ibi kurze, toiU aueftlhrlichere Epi-
jnmm« auf religifise Bilder. Skulpturen, Votivgegonständo, liturgiKcho
.BOcli«r und GefUaso, GotteshUuaer, Medaillen, Gemmen, auch auf profane
.Objekt« wie auf eine lleitcr.ttatue de» Justinian, auf einen Becher, einen
ÜMgelring u. s. Selbst xo unscheinbaren Dingen wie einer zersprungenen
ttd durch EiJKenklammeni zusammongehaltoncn Marmontchwolle weiiut Philes
<iiw epigrammatische Spitze abzugewinnen. Manche StUcke beziehen sich
Uf bestimmte, näher bezeichnete Werke wie auf die Marntor»tatuc
tt» hl. Georg im KIo»t«r Manganon, auf eine Iteliefdarstellung des Opfers
Akrshama im Blachornonpataste. Uiezu kommt die Beschreibung eines im
fi^aiHorpiilasto livfindlithun Bildei; (oder MoKaiksi') der Erde, die jedoch
Dl Cod. VatJcanus einem Manuel Melissenos zugeschrieben wird. Das
l«dicht auf eine Darstellung der Hochzeit Alexanders des Grossen
iii, wi<> im Titel selbst verraten wird, eine Paraphrase des kleinen lukiani-
eben Stilckea Herodot oder Aetion. Eine lie«i>ndere Erwähnung verdienen
ocb sochs Gedichte auf bildliche Darstellungen der aus dem Barlaamroman
I. g 392) bekannten indischen Parabel vom Lebensbaum, den Mäusen
od dem Drachen. Endlich gehören hieher die Verse auf eine allegorische
terst<tl)ung der zwülf Monate (». § 313, 9). So gowfthrt uns Philes eine
Innticho Bilder- und Skulpturengallcrio seiner Zeit Da or — ganz
Q Gegeiwatüf zu den Phuntasiegebilden des Meliteniofces — allem An-
iheine nach meist wirkliche Werke vor sich hatte, so sind aus einer
'atcrsuchung dieser Gedichte braucbbai-e Aufschlüsse fUr die byzantinische
IcoDographie zu erwarten. Auch rein litterarisch betrachtet sind aio
icht ohne Wert, ond jedenfalls gehören sie zu den beston Leistungen dos
'faiiee.
5. Oeleg«DhoitHgedichte und Vermischtes. Den breitesten Kaum
Baacpnichen in dieser Gattung die von knechtischer Devotion IlberfÜessen-
■n Lob-, Bitt- und Dankgediohte an die Mitglieder des Kai^erhausea
lad hohe WQrdentrAgor in Staat und Kirche. Manche besitzen histori-
chen Wert, so die Schilderung seiner Gesandtschaftsreise zu den Husson,
'erschiedene Gedicht« an den Protostrator Michael Glabas (bes. das
nn&ngreiche Sttlck 2,240 fr.), an seinen GAnner Patrikiotea, ein Trost-
Bidicfat an den Kaiser, als die .Sikeliotcn* Thrazien verwüsteten, u. &.
Weiter» AnlAose, welche Phile» zu iioctischen Versuchen begeistern, sind
fie Itückkehr des Michael Palueologos aus dem Abendlande, ein an-
geblicher Sieg des Kaisers Über die „Barbaren", eine Feuersbrunst im
rroiclil
M sdioini, 'iTns^IclirerfifflTlcnes strntegiBchea Wer
wÄhnteii IVotostrBtor Michael GlabSB. Pio nioiKtcn <lii
voll der widerliclisten Sclimeicheleien. Den Gipfelpunkt orroiclil
baft« IlntfrwUrfigkt'it ahc-r in <lon eigentlichen Bettcigedt
allen Thürc*n itlrockt l'liiloä »oinu locro Hand herein. Einen
Kai8or8 mahnt or an »ein Vempruclien, ihm Woin und
Rchcnk«n: .Ich hin Dein, Dein, der hesto KalligTsph Doint
ahor liiüs Deine MiflAgun^t fallen und zRgere nicht llingor,
Kprochene ku spenden!* Di^n Duincstikos der orientaltRcl
bittet or um Hmscn und Rebhühner, denn er habe das ewige Sei
endlich satt; oder »her er möge ihm goldene Schlingen sendl
die in der 8tadt flilenthalben aufgehilngien ßänse und Ent4
k&nne. Der kaisorltohc Jagdmeixtor »oll ihm Gerste fUr i
der Patriarch ein vcräprocheneH Rind liefern. Die Muitc 4
wahren Hoohstuplerin, die ihrem Herrn sogar die nOtige ffl
sorgen mus». Den Patriarchen Theodor Xanthopulos j
in einem langen Gedichte um einen warmen, wohlgefUtter
PelzmanIflI. ausserdem um Wein, Pferdefutl^-T und dna
Kleingeld. Wenn er sich gar dem Kaiser seihst naht, vi
Besinnung und seufzt wie ein ]iebef>toll«r Seladon: ,0 Kai^
ich. Dich allein atme ich; o Kaiser, l>ein hin ich, Dich alleii
und lehe durch Dich, den Hauch der Ausunen; und lebe durl
mächtigen LichUiort, der das Dunkel der Seele vorscheucW
Stunn des Kummers Über mich hereinbricht!* (2, 131). DJ
Stücke vermischten Inhalt», »o eine Apologie gegen ei>
verspottete, weil er angeblich behauptet hatte, er habe in ]
gebäi-eude Weiber gesehen; Epigramme auf die Hose, auf Sj
Erde und Meer: ein grosses paräuetischos Gedicht (1, 359) u. m
Stücke Mnd wiihl siU vnrrKtiirA Whiw Rtr nint.xüe.h» RniiU
2. Profkupomie. (g 324)
779
toph«m, Woi-t«pi«lüii uikI All^^goricn, auch durcli «onetige GoechmackloHg'
fceiten. Als Mensch stasst uiis Phik-s ab durch den selbst bei Byzan-
tioem seltenen Grad gemeiner Speichelleckerei. Darnach ergibt aich seine
Cbarftkteristik von selbst. Ganz verfehlt i.st ch, wenn man ihm einen
Platz unter den Dramatikern anweist; daitu berechtigt nichts, auch nicht
die emähnten dialogist-hen Stücke, die zudem für seine UtterarisL-he Go-
Bamterscheinung ganz unwesentlich sind. I'hiles ist nach der Mannigfaltig-
^uil »einer Produktion vorzüglich mit zwei byzantinischen Dichtern zu
^■gluichcn, mit Gcorgio» i'isides und mit Theodoros Prodromus, mit
^nen er auch in den Handüchriftcn zu»amnieng(>ht, Sein oigentlichor
Vorläufer und Doppelgänger abor ist Prodromos, Philcs ist ein
choprodromos in stark vermehrter und verschlechterter Auflage. Beide
die byzantinischen Hofdichter xnrr' *?ox'/'' ""•' beide .sind hierin filr
opätere Zeit typisch geworden; wie Prodroinos von Philes und manchen
8o wurde auch noch Philos von »patoron Dichterlingen nachge-
nl, ein Verhältnis, das sich schon äusaerlich dadurch ausspricht, ä&m
(l(tD Handschriften die Gedichte des Prodromos, Philes und verwandter
kinder so durcheinander gemiiricht sind, daea ihr Eigentum sich oft
rcr absondern IRsst. Wie bei Pro(ü-omo8 treffen wir auch bei Philes
eiche u pi gram mu tische Gedichte auf Kirchenfesto. Stucke der hl. Schrift
I ähnliche Stoffe; wie Prodromos, so besang auch Philes eine utlegorische
itellung der xwfilf Monate; bei beiden finden wir Spuren Lukiana; bei
Dt) auch das dialogische Element. Dieselbe Verwandtschaft zeigen sie
^ihroni Charakter und in ihrer iltisi^erun Lebt.-uHstellung; Philes ist wie
Vorgänger ein Stiefkind des Schicksal», ein Hunger- und Betteldichtcr,
Ptocfaophiles wie jener ein Ptochoprodromos. Wie Prodromos ftlr die
^nneneaepoche ao ist Philes filr die Paläologenzeit der Typus des
firliilftigen, dUrftJgen, »bor an»{iruchsvollon littorarischen Dilettanten,
di« Leiter der staatlichen Ämter nicht zu erklimmen vermag und froh
in den Vorhöfen wohlhabender Gönner sein Fortkommen zu sicherd.
I. AuBf;ab«n: Kiti Tuil der G(>(1ii:lita wurilu i-dirrt von Wornsdorf, Idelur, Pauw
iMwn. Di« Tr^tüdic «d. B, Sturk, JhLiih Juhrb. 8upplciiieiitb, (— Juttas .Archiv)
i) 444— 4SI. JoUt sind «Hmthclifi Ui-diclitü in drui Aus|$ubon vorviuigt: Die
■•B»dui(tliehan KtQckn in den Valuta» Iniccilici et diductici <>dd. Fr. DDbner et
lishr«, fkm, Udot lm2; die xw«>i littornrliiHtorisch^Ti G«<liu1itu (Ober die LicboB-
'ihts tUld diu slrntcgiiichD Work) cd. K. Mnitini, {{undicoiil.i M U, Int. Lomb. di
e laUArv. Surie II, vol. 23 <lt<96l: alles tlt^brigc in: Maniiclia CliilHc caimina ed.
lillvr. 'i voll., P*ri« 1S65— 57 (unuiethuJisoho und oborflftchliclin Arbeit). — Kin bei
rr t*>lili*nd«B E|>iRrainni auf dta Erzliischuf Iliunyäluii von Mylilonn od. pr. J. !üak-
llwB, Jfiiior 3 (i^fO -'J'i) 315 r, — Ein« Anznlil voa K[iigrutninnn nuf kircliuufeste
BiiliR« «d. Buch einmal ans Cod. Patm. 37 J. äukkt>liun. ffni.uinxi; fltfX.. Athen
^ R. 1^—20. - Don DialoK iwiscben Motucb und Svelo «d. nuub Millur uucb eioroiit,
UB*olJ«Uiidi£ (nur lU «Uitt 340 Verac!) nnd feblerliuft uus Cod. Monnc. gr. 281
^Jftba, Aneod. gnc« tlioologic«, Leipzig, A. Deich«rt 1893 S. äl-SC, Vgl. B. Z.
48y
8. Bilfsoiiltel: Krittsube BaitrltgD mm nndicht Über dio Eigenschaften der
i: 0. Patakii», PliilolouuN H (1}U3) 024 B, (oiniK° gute Verbessern ngeii neben miuichen
lkSrbchk«il«n] nnd C, Lud». Sttuv«. Oimscubi Hrleclu, vol. I {hipeiae 1S54| 158 IT.
wartJos). - Zar Ikonograjibii.': B, Slnrk. De Telluro dca doquo eitu imagine a
. Phil« d«««np4a, Jtintx- 184S (das Godidit h»{ Milt«r 2. 207 f|, — Den Docke) eines
tiniMcbeB Knliinuara d«« lil. SUphanos vurgleicht mit tiedivhlvn dus Plnlus, in duucn
BaliqviMian baaobri^nD w«rdeo, G. fieblutiiherger, Comptos ramlua de l'ucadeinia
ioaeripCioBa et belloi l«ttrM IV. «to« 19 (1886) 351 f. - Das Qudicht Uboi dj«
780
Briantiniache LitteraturgMchleht«. tt. Po«t]aeba UtterkUr.
12 Monate ediert iiml bonpHrlit Bruno Keil, Wionnr Studien II flf^f^fi) IIS ff. —lalm
diolu^iftclion StÜckvii n. K, N. •'int lins, 'leioftiiöy tlini/Koi' rtnic rov Arnipon loi i^i'mmw
raiv ItvCifrircu»' S. S9Q fT, - Max Treu. Muximi moiiuclii I'lanuilis «pinlulac. KrtnUd IJM
S. 354. - Chr. Iiopnrov, D» bviknlmiBL-Jio Dirhlur MiiduvI i'bilm. jtur li«KMIt
Bnlgarionn im 13. und 14. JILllrllUD<l•^rt. P^terebarg 1^1>1 (ruiw.f. Loii. li«toni <1k Bito
tuns den I'luloa als i.it>acliicbtH<|ii(-llu und kMumentisrt di'u KroMen Pao»)cjnkus anl llicM
Gtiibnii (b«i Miller 3. 240- 2.'i'<i. - Zur Sprflche: Tjrcbo UomiDBoo, Beitri«;e lur Ltln
von den Kri«ehischi?ii ?r«i"i«itJnnon. Fiankfnrt-Berlin 188$~18»& 8 UH f.. 631 f.
9, Ueborlioferung: Miller bonbbct« für Mioa Auagobo vier gr«sao Sana*)-
codiren. oin«D Kscumluisls, rarirnnua. Florenlintia, Vatioaniui; dazu T«rw«tMa M Mlk ;
den McinaMinBiB SKI. Diwi kommui die Cadd. Cromon. Uibl. Uov. IW ood Tme
C VII- 7 |2M. e. II. lö liDi i'aaini), die K. Martini. Uatalogo di HiaiiawntU gnci «olM
n«lln bibtioteoke Itatiunu I 2 (INUt)) 3Ü2ff., USB. gcatai heKbtMtm hat AaTdmTiU.
beruht die oben erwälinlv Aiiauabe von Mattiiii. — UnbeadiM blieb der Ced. Viidtk
hiiit. gr. 112, der «ino aieniliüli roiebe Sammlung von Oedicbteii de« PbilM cvtUU. IM
eine von anftterer Hand atammvnd« frberechrift (fol. 3S) T«rl»it«t, li«t A. St. KelliTtj
Ad P. Lambeoü comment. etc. euppl., Wion 1790 col. 701 ff.. di«M gana« Saümlni i'
JobaiinoH Ttotsea zugeteilt, «na vobi der (irond ist, dasa dl* Ha Toa Miliar a.a. i
neben nnirdo. .— Kino grOmer« Anaahl >on Godiohten dea Philo» enthalt MKk Cod.
Thomnc Koe 18, a. 134» fol. 43li~4ül. -- Ein bei Miller (I, S.-JO— 368) fchlendaal
uut Johuimea Klimax uolivit auti Cod. Alhaua 2101 s. 18 Sp. Lanbroa, CatalogHl
Ibu greek mm un Mounl Atlios 1 (I89&) 180.
4. Ausser deu Gedichten dea Pbüoa edierte Mill«r aocli die in mimb
Hcbriricn unter dieeelben xeniiackten Stttcke des Prodromoa, Cfariatopkoroa
MyLilone, Masimos Iloloboloa, eines Athanaaioa Monaclioa, Alexioa Hakr«^
bolitea n. n.
h. Uio rinxiga von Manuel I'bilcn bekannte Proaasofarirt iat eine icafix alt|,
);elinltcno Aufforderung einer }luhItrora«balt xu reger Auftnarksamkait
»((•bt uu•^diert r. B. im Cod. Mon. gr. 225. s. 14. ful. ^D4~^0a^ wo ata dem Bake
lies NikephuToa Blemmjdea auf den Kvaugeliales Johum«« al» Eiiklcetiuig veiM-
iat. Der Titel luutct: H«uoia .Vai-ovijX roti ^j afaoi-ayiraMx«fiir^ lav {yii/ii** .
ii'jrooiia.fui roV ai'AWof nvnttinavaa. Vgl. NicepüoTiia Blemmjdea ed. Ucinenbr
Proleg. 8. LVn (T.
6. Deber die Familie dea S, 777 erwAbnIon Melisaanoa hat üaargioa Sekelaril
der .jedenfalls mit dem spateren Pntriarchcn idcntiaoh iat (v»;!. die AuaflUinniMa
Dritonkn, lt. '/.. 4. -561 ff.), im Auftrage dcH KKiMir» Jobunnaa Vlll I'nlRe«log<«(14SS -I'
cinn Scbrifl vcrfamt. die der Uod. Boro]. Phillipp. M.'iS a. IGlfJ aufbewahrt: Taii
iiiiov rtBipyittv ioii l^alttQioo tH lö ti^laöti/iBy yirof ror SltXtaarjrBv dl' rnal^
toi- Kiftttmotiiiiiv jlaatktaii "luinwov rot' llaiitiiAÖYav taXnyij fn An^e'^r flijüiimr,
7. Ohne AuConiamL-ii Hieben im Cod. Marc. 464. der iwiaehea IS16 n»d l!Wl
der Hand dea Dvmetriua Triklinio» guacbriebon ist (vgL S. &&5). Epitaphion im poli
Versen, twui ITIr den Kaiser Micliad Pnlaeologoa If 12S2): KilV 'nt- 9«mier t«r
Xfiat ■■.'foi^ AhxBr,X ruf' Iluiittviöyov. diei tOr Manuel Pbakraaea: Tai nerei' (/; (wl
toc xiipoi' Miii'ovi^X roi' >^^*ftal^^. endlieh iwaj für Unbekannt4: Tai (rsioif tti lir ii*
*ni IfSoior ür!lQio!tav und: f^lt 'är itniaiov fitv tee ayiftinov. Der «rwlhole Uas^
Phakrannn Int Idenlliich mit dorn Manno diaaoa Jlamona, dem auch Manael Philea I
Ombgcdicht gpwldmnt hat: Mnnuelia Philae carminH od. K. Miller I (18-U) 376 ff. I
ebandn .S. 21^1 .\nni. ft und M. Tri-u. Maximi monnobi I'lanudia «ptatulae. Brealaa
8. 1^8) und wabmcbeiulivb auch mit doni ubeu S. lUü Aniu. 4, 3 geBannlon t'h.iknM«.
Treu wird üivse Oedichlv dumuKobst in der B. Z. veitUbntlleben.
8. Andronikus PalaeoloRos Komnenoa, Sohn dea seligen Sebaatokrater,
im Cod. Viiidob. pbil. gr. 149 (Nessel) s. \h genannt als Verfaaoei eiBM nie
Lehrgedii^hles .llnuptstDcke Ikber Tugend und l.a«l«i- (fol. a4$<~-SM)'). Daa W«
das sidi stoiTlich nitt dnm Mnratftedicht A-'t. Mnnaaaea <a. S. 378 f.) M)g baallhrt nod i
sonst in der byiuiiitinii>i-hiin Littnrattir xnblrelcbc Vnrwnndto beailat, baatahtanaUJ
leheu Tcti'aeticbi'n UWr Trouc. HolTnun^, Langmut, Mitleid. Jiuigfrauaebafl, Gar
u. s. w, Titi'l und Anfnng lauten: KiqiiUma :npi a^ttijt xtu Koxim toi
KfQov '^rjgoi-irov Ko/iriiror, rer vioii roi' iQiOfinxnffioinr lintiK^oe otAmriui^iapef. IM
ti«jt<ut. Iliaiie önnnaif iwV »«lolr npiriirj jloiiif u. a. w. Dar Ylttumia U A'^
identioch mit dem Andrunikos Kumnenos I)ukae Palaeologoa, 4ar ohad fS. '
ab Verfaator einer I.iebesgescliichte (wabniehoiulioh dea Itonians Kallinuchoa uad (
thiHi) erirfthnt worden Ist.
33Ü. Johannes Katrarea {'Itnätfr^i o Kar^ätii^t), ein sonst nor <
Kopist bekannter Mann, der im 14. Jahrhundert lebte, verfasste «o '
a. FrarlmpoeBie. (§§ 325—826) 781
|Üe byzantinische Ethnographie beachtenswert«» Spottgedicht Das aus
219 prD«o<lie1oi«i>n, aoht^ilbigcii Anakreuntocii botttc-liciule i'amplilut i-icht«t
{{(•gvii Ae^n .I'liilottoplK-n* und .Ithetor' Ncopliyio». dem nubon
Lasti'rn aucli unreine Ab^ftanitnung und burbarisclif Sprache vor-
»rfen wird.
HeiiikH um fiaQiftjv n*oi«at;
Tiir fih y4nt}¥ iatl /Uii/a<,
'Alfaritijt ii fiji- n^^ll■,
Tot' (K aiä/uftot n]r Hoty
IlovlynQoijta et roftln/of .
1. Ed. Mmtrftne«. AnocdoU gruecii 2 {M'iO) 8T0-ßd2.
2. Kin«a ^vtiB8i~n MAikos Aiigolns AnAkroontocB auf den Rroa(1ne. "Kquc i ßii(}i)g
bfr^ ( Bf' de woarci vorq^Ac;;] stolion im Cod. Vjodob. phil. er. 219 (Newöl) fol.
>-U2.
3. Kin gnnissor ilohnnncB Komnnnnn uii* Soxopolis. dar wnhl im 14. Jahrb.
ktlK' den uDveix^ih liehen Einfnll. iIbh nncb dem fcucutfriihlichaten Oripolten bentumtA
IUI AbfuHiing eines reuevollen SUndonbuki-untnisses xu verwondnii, Diose»
Anicreonlioiini, Jan die Cudil. Alhuus M8H1 a. 16 fol, S'fO'- 201" und Pari».
I Sdää s.. 16 foL I6*^l!> b«WHlir«n. fQhrt deu Tit«l: J'ri'/oi 'Arnxiflortiim ir ajitjfiau
»ton »Dl- 9n<naioii «ni aaifuittitov 'laMirniv koiurijruv toi loiZoTtoXitoi', und
EJ nitianixit Bfia^i'jaat
TooBi'iocif CnM/iOiji/.
Itr. Boiiflonad*. An. gr. 3 (18»1) 450 4110.
336. Qdorgioa Lapethis (Lnpithen? /«w^j-iu; ö ^am]!hc oder ^a-
8. Anm. 2) lebte in der oräten Hillflc den 14. Jahrhunderts in
nn. In ange^iehoDor LobensätoUung und mit der griechiiichen wie
MldlilndiKchL-n WiäseoHcbuft vortraut, genoss er die Freundschaft der
[Herrscher aux dem Hau»e Lusignan und verkehrte brieflich mit den
gisiehrtesteo Griechen seiner Zeit. Wir finden unter seinen Kori'eHpondenten
I ileo Hifttorikcr Kikephuros Qregorns, den (Jeorgios Akindynott (ein
' bemtodernder Brief von ihm z. B. im Cod. Mare. ISb fol. 67") und den
, berOhmten Kalabreser Mflnch ßurlaam; der letztere schrieb auch Lüsungen
riasenschafUichen Fragen, die ihm Lapithes aufgegeben hatte: ßa^iaäft
ffiav lav jlairlitov. Weitere biographisclio Nachrichten verdanken wir
Miiiien) Zeitgenossen Agathangelott, einem theologischen Ge^er des
i>phorOH Gn-gorai),
Lapithai hinterll&st* uns ausser einer kurze» theologischen Schrift
S. 102 Ann). 4) ein morulischoa Lc-bi-gcdicht in 1491 ziom-
nachläiwig gebauten politischen Fünfzehnailbern; StixM avto-
ii« »(V *otyi}r mioi'^v d. h. Stegreifverse zu allgemeiner Kunde. Dio
Meinung, die wir uns aus dem erwillinten Briefwechsel Ober I^apithes
Jden geneigt sind, wird durch dic»c» Work sehr hcrabgedrdckt. Neben
»pliisehen und moralischen Grundsätzen werden hier praktiuche Itcguln
Vorlialten im Staate, in der üeaellöchaft, in den verschiedenen
Bt«]lungon und besonders in der Familie mit langweiliger Breite vor-
eii. Statt des derben, aber doch urwüchsigen Tones, welclior den
rittdlen Erzeugnissen der viilgHrgriechischen Litteratnr wie dem Hpa-
und den spftten Qodichtcn oines Sachlikis und Ücphnrnnas eine
Teüuahme oicbcrt, hernidit hier nur seichte Trivialit&t. Die Korn-
-VVIjrtf^T-l'l *-■ ■!«.'•■ «J»MI ■■■Bill— f^f J^fMBBBB m^ ^MM »■■ ■^■^■■■M I |
mit tlnm Rlietor und JunbUHOBW Josepli Pinaros Rhskondj-Ies (^
3. 46T) oder mit dem Hytt^ßSfktia Paobonfaa RLakundytes |J. B. 1
grapbio B. CLVI) oil«- mit k?m«m vuii beidi'ii iJvoliMh ist, Usat si^h uinM
scbeiiteu. Ed. A. Ludwich, Du codioibub ButruchoinacbiBe. Ind. Ie«l., 8j
S. 21 f. Wiederliolt in: Die botaeri»cko BatrHchomacU* dca KsMra PigN
wich, Loipcig ISflC a 4S f. 1
4. Der rntrinroh riiilntlieoH (vgl. S. 107 IF.) »cliriob «in durrb •)
merkMiBWcrtce orlinulichnn Gvdirht. dos niis oinem lingoron Dialog zvivhaj
Miiriu und einum kllncircn xwisdien MnHn und cincin Di«n«r beatcht. Uott
in rjthitiiacliun, durrh eine Akrosticbis verbunJeneii Strophen j
AkcostiahiH duü crstmi l>ildut dos uinj;ek»brle Alphabet: Ü~J. db des Eweij
der Weiw der Kirtbrnliuder den Nainon des VerfMaera: 4^Xe34ot: Im enq
der alcroetiohi^olii- Uiielii-tebe im Innora der Strophe Doch einmal wledi
akiitstieliLs; vgl. § 297 Anui Aj. D«n Inhalt d«B Warkebana, daa mii dl
(iedlclil«n de» Ignntios. Manuel Plüloa u. 8. zu vergleichen ist. roB diMen i
die Wftbl di>9 rjtlinii sohlen Masaea uatanobaidat, bilden FDrbitl«(i Klniiaa I
nnd Dankluigungen äes Dieners Mi Haria. Ana Cod. Pnrie. 12. a. 1419,]
tum Zwecke dar Publikation nbgi^ach rieben von K. Krumbacbor. J
G. Durch die von der Regel der bjnuitinieoben didakliacben PoetJ
mplrim-'he Form des Hexnmotorti und darob den litterarhialoriaehon
murkeiiHwvrt oin im Cod. Vindob, phil. gr. 178 (Nessel) fol. S"'— 42j
liefortMi Lehrgedicht, das Anwciauagen lur riobtiaeo Auswahl der Lelitl
beginnt: t^ ftr y^noi-iat 49Hne fiarSärdr noXauiQnivt, 'J/oioiW /tftiSt a
Eine Ausgabe dieeea littorarisclien naiidweisers ivt mir nicht bekannt 1
6, ^teplianoa SgiiropuloK (iiitfnroe 6 iyov^novlot), Protonetarj
verranste mchroro nolegenhpitsgcdirhle. u, a. ein ann 300 nclitsilblgen Aa
stehendes Enkomion nu[<iinon Kaisnr Aloxioa von Trapnxunt. WRhnicli«id
(1350--1800J. Das Enkomion nebal zwei l.itC'lloHeit (iodicbtcn in politiatj
A. Pnpadopulos Keranieas. 'JriiUxia 'ItQixioirii. £ttij[vvlay{at 1 (If
Vgl. seinen ngvinyot uiX. iC— «'.
327. Meliteniotee (3/ti*fr^Mwr^). ünt«r diwsom Noinj
grosses allogorischeB Gedicht in 3060 politischen FiiiifzehnsiU
VM^^oavrijv, mit dem metrischen Kehentite): 'E^miik^
iSioif'Qoriatättj II Mtr^or ti xaC^i^ivvoraa totft ffactäf loP
Familie der Mclitcniütüti. dip am Knde des 13. and
14. Jahrhimdorts iu Konsiantinopul blühte, kennen wir vaci
nnsiiDq
IX«; M
id iin J
2. Pnfimpo«sie. (g 327} ^^^^^^^^T^T
durchaus wahre Erzählung hat Tolgfinden InhiUt: Der Dicht«r ergeht sich
in freier (iottosuatur, uui dio Schrmheit de» orstvn Maitagos zu gt-^niessen;
'da eritchoint ihm eine wunderbaro Jungfrau, Sophi-osyne; vor Schrecken
mit er beinahe in Ohnmacht und kann sich erst fassen, aU ihm die Jung-
bin den Zweck ihrer Sendung, ihre Ileimat und Abkunft verrät und ihm
Mftdriicklich ven<iehert, d&s» er e« nicht mit einem bösen Geixte zu thun
hit Nachdem der Dichter weitere AnfUlle von /iihneklappern Mcgreich
Iherwundeu hat. ermannt er sich endlich und bittet die Sopbrosyne um
i^Brfehrung. Sie erzählt ihm, aU er hu gann verla^^sen und ohne Kenntnis
Ate dmhenden Tode» umherirrte, habe »iü sich seiner erbarmt und wolle
äu nun in der Wahrheit unten-ichten. Zu diesem Zwecke Hlhrt sie ihn
JD den wundervollen Wohnsitz, welchen Gott ihr verliehen hat. £8 ist
oin henlichor Lustgarten mit einem zauberhaft auKge^chniJlekton Schlosse,
Uta Eingiing zum Parke vernperren sieben Hindernisse {yti^v^ta), so
da sind ein Strom, ein Brttcke, doK Thor der Brilcke, wilde Tiere, ein
Orahen, ein dorniger Hain, endlich eine Mauer. Bei jedem Hindernis gerät
der Dichter in neue Furcht, aber die steta wiederholt« Krmutiterung der
Jiragfra» \&sai ihn alle Schwierigkeiten Überwinden. Die Schilderung der
fliiHleraisHe gibt Gelegenheit zur Ausbreitung mythologischer und natur-
viaenechaftlicher Kenntnisse; bei den wilden Tierea z.B. wird der ganze
Torrat alter und mittelalterUcher Fabelwesen, wie Drache, I'egaaos, Ker-
Vogel Greif, Onokentauros, Chimara, sogar der »Satyr*, mit ihren
nachaften ausftihrlichet beschrieben. Endlich betritt der Dichter dae
loss. Auch hier wird dem Lt>ser nichta erlassen; Wände, Decke,
lenhallen. Kuppeln werden mit unverwüstlicher Redseligkeit geschildeH.
Gipfel und Mitt«lpunkt des Ganzen bildet das Ituhelager der Sophro-
t. Zwar sind Zeichen des Tode^ angebracht, damit sie niclit in irdische
nken verfaUo; im übrigen linden wir eine Verschwimdung von Gold,
T und Edelsteinen, wie sie kaum in einem anderen Werke der phan-
hen MSrchenlitteratur wiederkehrt; die Aufzählung der zum Schmucke
Bottgest^^'lles dienenden Edelsteine fllllt allein mehrere Seiten; es ist
f&mdiclies Wörterbuch der Mineralogie in politischen Versen.
len Anlass zur Ausschfittung mythologischer, historischer und litterari-
Erudition bietet die Schilderung der Umfassungsmauern dos
kes; ihren Schmuck bilden nämlich Standbilder oller berühmten
ner de« alten und neuen Bundes, des heidnischen Altertums und der
Üichen ira. Die pluuiläHtischo Aftorweishoit, die bei der Beschrei-
dieaer Werke «ntfaltet wird, überbietet alles, was sich einMalalas
^4iaRer Hinsicht geleistet hat. In wunderlicher, nur durch den Zufall
lingtor Zusammenstellung wird eine endlose Gallerio anerkannter und
ier Zek'britÄttn vorgeführt, I*rometlieu», der .Erfinder der Granmiatik',
ilt dem falschen Propheten Barbmm, Euripide» neben Nacbor, Julius
ioaiius neben Lykurgoa, llerakÜtos neben Sophokles, Enoch, der .Er-
der Buchstaben", neben dem Periegeten Dionysios: der ganze Suidas
it ausgeMihOpft., um die Uherscliwcllende FUlle von Namen zu liefern,
einer zweit«n Mauor ßnden wir alle GOttor der Griechen, Qbcriaden
.^ehUiu und unechten Attributen; selbst Venus stollt sieb ein, freilich
784 BftanUniMb« Litt«ratiirg«acliicbt«. U. Po«ttacb« LitUr&tnr.
itlß xANKTTos it*ä *ai itQvna^ifitvr^. Die dritte Mauer l>ringt innc Art
Nachlese zu den Stundbildoni dt.^ on)t«n, b«Monduni Qi'ldvn des ult«n Band»
und des heroischen Zciialteiii d«r flrievhou, Moues, David, Horaklee, Kti-
tno8 u. a. Hndlich wird der Park selbst mit allem ZubehClr, wie cimr
Wt^inpflaiinmig, einem Teiohe und einem Bade geschildert: den BetKUw
bildet uiti wortreicher Pancgyrikus auf die Schönheit dor Schlotnibmii
selbst. Wir fragen un» noch immer , woh bozwM;kl dies« nebeJIufle
Sammlung von lEaritätvn rait dem hoohaufgetürmten FUtterstaat eAeo-
langer BeiwOrterl Die Antwort erteilt una der Dichter in den letztM
hundert Versen, in der Erklürung der sieben Hindemisso [t^iirrtla %it
iitiü tf.(tov(iio»). Die sieben Hindernisse betloutcii dit Kallstrick«,
die den Wog zur Tugend vcrsporron, die goflihriicho Wanderung dvdi
die sieben Weltalter und Ähnliches: der Park Ut das Paradies. Wi*
der Dichter den sinnlichen Baumgarten in seiner Henlichkeit eri)li(it»,
ao möge ihm dereinst verliehen werden, das geistige Paradies zu srlmn!
So erscheint da» Werk poetiseh als ein Monstrum; aber audi itf
vermeintliche antiquarische Nutzen schwindet bei genauerer Betrach-
tung auf ein sehr bescheidenes Maas zusammen. Von einer Bendtfong
guter, uns verlorener Quellen kann kaum die Rede sein; wa« in den
Wusto von Itoritäton und Attributen neu ku aoin «cheint, ist meist nur Ver-
unstaltung bekannter Namen und willkürliche Erfindung. Vielleicht dient«
als Quelle eines jener in manchen Sammelliandschriften (z. B. iio CoiL
Marc. 608 fol. 320'— 322) vorkommenden Verzeichnisse der Erfiiiier
der Künste. Auch da» anonym» in politischen Versen abgefaaste Crc-
dieht Über alte Helden und Zelebritäten, das, m. W. noch uo-
ediert, im Cod. Vatic. Pal. 426 s. 16 fol. Ö4— 97 ruht, n^re zu ve^
gleichen. Immerhin mag das groteske Werk des Melit«niotes in eiw
Güschichto der allcgorisch-moralisiorendon Poesien als einn der
wundersamsten Beispiele der ganzen Gattung seine Stelle finden. Vm
byzantinischen Werken ist in der Oesamtanlage besnndors der Mjt(
ri«p(;)'opi,r(ij(05 rtt^l (iit'x/ag {». g 340) ZU vergleichen; die pltantastiftchni
Schilderungen des Parke» und Schloasos erinnern an die byzontiniscben Vcr»-
romane. bosonder« an die vulgären und halbvulgilron Rittorgeschiehten
(». § 376—384). Mit diesen Erzeugnissen, auf die schon der erwSliBto
Nebentitel hinwei-st, hat unser Werk auch die zahllo-wn zum Teil will-
kürlichen, zum Teil aber auf wohlhozeugton Thatsachen der VuIgilnipr»tlM
beruhenden Komposita gemeinsam wie TfoQy-ifoifi'Moxoxxit-oi, j;pr9«if<i-
iriv/^m, Xtjv^oif<!fnyyi<a, ßfrnogogim, nariV7T(ft7ii'fi U. S. W.
1. Pab Work ist aus Cuil. Paris. 1720. einor »tiir interearanlmi 8«ametlii^ Itio»
wogs mustergnltig oiliert vou E. Milkr, Nut. et exlr. 19 (18»$) 2. 1— IS». — Cikir
Jolinnnea, KRlIjRtos. Konstantiimaund Tlioodoros U»lil«niotea voL S. 135; lUi
Sa IT.; 135 f.. 204. fi'23, Zn Tli«odoro6 Mulit«nio(ea vrI. noch .TaU« Nicol«, La* ««Ua
tienevoiacs de l'lliade, Pnria 1^91 S. SIX IT. (aber «Den von TlwodanM MeUtsaMM p-
acliriebenBn Codex der Iliaa).
3, Eine nucli unedieile metrische Sclitldernng (KkphrMo) dor Kiiehe da* R«
dur KniBorin Iron«, dor (Icmahliii dM Johaonea Komneiiott, s^atifttfUtn reolokratM-
klustors i«t von D. G. KaiDpuroslus in einem Monneon de« 14. Jahrh. aafjcarHlai
worden. S, USifä 4 (1802) 644.
8. Ein aiiB 41^ Trimetcrn beatohondni, nn di* OottMmuUer deti ClianhlarfMS I»-
rivhtutuN Hittgodlelit der dritten UamiüiliD (1427) des Kaiaera Jotiuin«a VIII PftUeol«f«(<
2. FrofBiBpoeeie. (S S37)
V85
■ rioatnion odor uIb Kpilog eines Bnohns Redicbtetos jambisches
it. Manuclin I'lulnc oanuJDa 2 (IttST) 3K0 (Nr. XX) ola uionyints
ijr lif in tieomiuiiv r^f (l*ot,iftftcrri;^- Atfnoi'prjc ■i'^ii,- Ma(iliif Ko/4*-i;rq< (l;C ilnlufo-
K ed. Mit KoomraUi' aus «inem Co^ex ijont JoliatmraklüslerB bei ä^rrcx i*. N. i'apn-
gln. U. Z 8 (1894) S36-82».
4. Ein Moat nicbl bekannter Jobann»« Diakonn» aii» Adriuiiupi'l vcrfamlo «in
l(rcirbeii LobRedicbt in politiaehan Veraen auf tlnn KaUor Johnnnoti VII)
■olvgoa (t42'i 144$). Kr feiert natnenllich die tUr dmi Wiihl iIp« RviciaeH uutor-
1 K«0«n und Kriege du KaiMre. den er mil Muses, lijolomon und Titna verftleicbt.
. H. Uanduri, Florenc 1768. — Wiederholt bei Migno. Patrol. gr. IM, 9&9
10.
i. Ein gewiMer Uichael Mvlitiea. Jfmen Person und Zeil nicht bnkannt sind,
ea iHianrvben' <1. Ii. wolil Erzbinchof AlMtander von L««bu!i in jjunbiacbon V«reeu
rn. die der Cod. Laiir. S. Maren 807 a. 14 ei fo). 329' aurbewohrt Das Praia-
aennl in der Art der Kireh^oh^nncin den Nnmon d<ia Verfamera in il«r Akroslicbia:
miyii töf fiiyvv Ufäf/^r Mij;a^l .Mi;Jiit,*q(-
6. Ein «tTsabar al« ~
DiDi. daa R. MiDer. manucim rnunc oonuina e |,i?ai) ünu (nr. XA) ola uionymas
•dinrt bnt. trigt diu Akruslii'hiB : .l/nlnpi'ov itiifvxt niiy jtifär jt6rti und Btammt
iBchat wabracbeinlicb vvn dum b^rQbinlen 0«orgioB Sebolarioa (vgl, S. HS IT.).
laiaaeh, Un pocine nipconnu du palriarc)i# üenDadiu«, B. Z. S (IM97).
I 7. Eitt R&tMl bleibt vort>r«t daa im Cnd. Matrit. 42. a. 14. aufl>Dwa)irto Q«dichl,
\4»» Ju. Jriarl«. R«Kiae bibliothnrnK Mntrit, rodire« gr, nisa. Madrid 1709 R. 149 f..
Mittailangen tnaebt. Dan Wi^rk, wcirhos in der am Anfang und am IScbluiu ver-
iH«a Ha noeb 4106 janibim^bc Trimnler unifaast. bandelt nbur doa alte und neue
dt, Dbw Wlig« und profiuio OcHcbivhl« x. B. nber Alexander dpn GtuHsen und
i, lb«r Sag«« und nalurwiaBcnBchuftlicbe Dinge. Kinon bowinr^t) Anbull gevbhron
't 8tM*a. wo der Verfu-wcr deu Dtwputi.-ii von Dj rrHubium Jane*. etn«i> l>ucliw«isen
eo), einen Symeuii ulti VoralBud riüi- atcp/rur und di« Einnahme «iner mir un-
ten Slndt Uerliin llln'i ii/i liiaiaiiut />p,1iVf) erwUbnt. Bezeiobnend ixl ferner der
' nd. dsMi mitltfa im (It-ibcbt nine pintonische Sentent in luteiniichdr 8p räche
ikrl wird. Au« dttavn An)t"Hn Iriarles gebt hervor, doaa das Werk mit keinem
fctMt Texte idenliaeh spin kann; aber eine genniiore Vorstellung Ober aeinon Inhalt
>at«kler lAwil siflt nirht gewinnen, i'a BcbeinI sieh nm md historisch' Uioologiachoa
dkht. »in« Art von Vemcbrontk lu hiindeln; das liiluiniaFhoZitaldeutet auf frankiach-
bbiaebe Krniap, die rio^ebendu BeBL'liUftiicung inil dl^nI Dnapolm Jsno« auf Epiril»
l|||hiuigaart. Da daa (>odi«ht audi binlorincbo Nii'.'brivhlcn enthllil und in jedem Falle
^^rtig« StcllODg in d«r byxanlinisebon LilU'rutur i-inniinml. wllrcn Rrnaiiere Mit-
■d evMluell eine TerOffenIlicIliiiiK dea guuzen Textua crwIlDSRbt.
' B. Als KurioMlBt B«i genannt der in »ehr jirosaiscbe FOnfnehnsitbor mit der Akiu-
^rvfiffot Kf niffinoStjtoi /loi ndil^iij iipfiji 2'iauaii'iu ru <i(,icri>r^ /'»ptir gefaMfe
ipwilKD QvrardoB un aninen golebrten Bruder den Herrn äeliasloa Ktnmatiaa
I, d«n dar Cod. Paria. -J644 fol. h" G im Original bewahrt. Die auf der KQck-
lana gMcbriebone Adresse lautet: Td iiiQini9<i}i^i) mi ix fiiatj^ 'l'i'X^t rtt^kij-
f Ml ä^lXiji^ »pQ(f ^rn^nii'y) <r^ ii4ylinin<p tv ig Ko^mi-g,
9. ftnargiaaAmirutxeH irtaipytatä'^ffifovtZiif, uiieh'AfioiQoiStitjc, En der OMObiohtfl
lobalwi 'Jfiijtor»^), ejn .Munn von zwoifellinftem Cliarnkter, der als ProtovesUajrfoad«)!!
^DcTtd von Tnipenuit diontf. notb d«m Falle von Trapeiunt aber 7iim l*1am nber-
trfMite aiioaer «iiiig««i tbeo1ngi>«i'hen und pbiloaopbiticben Schtiriim und ein^m llriefe
KaidfMl BcasariuB dr*i l.obgedichta auf Sultan Mobamcd, einea in aiebeii-
tfodUUBOben Veraen. die swai andaren in Trim«item. und iwej l.icboagodicbt«
sbn Ubm». Dan vmt« (Irdichl auf Muhuincd. das wi« die iwei andor<m Gnko-
tehta 1461 nnd 147& abg^fout nein muan. ist banchtentwort al« daa alteat«
kiel dnr keeadijue^nten Anwendung dos Reimna in der griecbisebeo Puoaie.
■fang lautet: Mov«h lai.rt fiiM lluvn, \\ Maian i.äXti fmi itgnra , |] MOJit Stiiiv
Jifat UyvQiSr ifir,r. Die (tudiulit<: ed. aus Cod. Alhous 3797 s. 17 mit einer
lg Iber da« LeMn und die Werke des AuiirutK«s Sp. I.ampros. JiXtioy 2 (1885
B) 275—282. — Den Bri*f an Beaaariun ed. Fr. Boissonade. An. gr. .S (1838)
}|. Wied«rbell bei Migne. Patrol. gr. Ißl, 723-728. Tgl. S. 122 Anm. 4.
10. Von nuaobcD StegrMfpoeten, deren Person nnd Zeil sieh meist gnr nitht oder
Rena nirlil ■tobo' tntalelten lUsnl, sind «inieino Kpigiamme oder aonnlige Kloinig-
in d«n Ha nntraat Im Cod. Barb. gr. 1 74 ßnden wir a. B. fei. 1 eines Manuel
sa«no8 Rpl^nunai attfPythagoraa (ober die Familie Meüssenoii vgl. oben S. 7tiDAnm.6),
\jVI*om ftmytatfnc xiA It/yo^ittit tnv dQouor Kpigramm siif den Protoaseliretis 8t)'-
M, fol. &* «in auf Bitten eines l'riealem Nikolaoa Tiakon ver(aaat«a (Jeidicbt eine!
I iar kteia, JUMnamnlaUKluft IX. L AbUg. X. AoO,
W)
786
ByiaBtlDlsohe Litt«rKtiirg«Mhielite. II. pMttaehe UtUntu,
AthanodoroH f^t if;r niQinXniii}r ziii qriilij'uirrri (lür r;-<uii- nit<MroJla>r fixp» ini lliil»,
fgl. fl-'B*' eine« KüiiBtintinus Cni](rainni «if lirn C'hroniatiin Jafauinc* ZonmultS.üh
— Qeorgioa KnbasiiHS. vieltoiclii fin Vnrwuidtnr deii Niloa and NikoUim Kibuln
(h. 8. 109 f.: lö^f), ist itn Cnd. Lau r. K. Marco 818 fuL 1^ nla Vcrfnxiwr «nn* junbiKhi
G«diclitc« ««tiniiiit, in wi>1(-lioiu dio Kodon dca lil. AÜiiuiiim<w mit dor WoDdarqulli k
Stadt AiiiRiilri>i vorKÜehnn and vmproU«!! woriliMi: -iiz<" ">>• Knfiiiatia n^M n^fpk i
V«oiii In/i^^ Kii ooiyi; yti/ovaia ii. H. w. — Eüi«« alicliael HiFroraoBackai laM
iuxtn Bliilinbnluni, nlio walil MDea d«r lahlloaen ertiaulirkeD Alpfaabi't«. stt-licn im C«l
Bnrb, V 47: von dDiuxelbeD bewahrt d«r Cod. Vitlic. iiTä fo). 'iiH MlitiAobe V^mit
beginn«!]: ^ nuic i^^-mi/iaiv ;•/;'<>'« x<il J4Xia< oiWti^. — Aoonyise Vera« ml Miilitt
Kalaphatea stehen im Cod. Viitic. n>^T fol. ^I. — Kioee Hicbnvl (iramnililtt
VenM airf dpn Kigrhnr von Kpli«iiu. nU er kam und den l^ykotfioii tot fand: 2''/« J'i/'fl
ypo/tfinitKov Kit TÖr 'Kff'aoii fiLffoKts aoi (ilpörin f or .f i^jrolf'arT« rtipor, mImI KpienUMt i
di« vielleicht uiic^h dioneni Mivhitcl ^«hDruo, iui Cod. Vatic. Cal. gr. 367 fol. IW Ui
112''. Vgl II. »^toTL-unun, Cudd. niM Pal. gr. bibl. Vatic. Kam 188& S. SSS. - UpftI
tinrlie Verav i-rbiiulicben Inhalts, buginn^nd: Af«ia(a(i)iaiv intiirt» tfy/ärn ^««hih.
HlelitMi unter dem Nanieii otnea ttiyot ^^rup Manuitl im Cod. Boill. barDcc. II^lII
fol. 287. — Daa UHeÜ des Pmu besingen 8& politische Vera» im Cod. BodI Hit'tll
S4I fol. SOT* ' Dio lIoxabIbiM des Härmen opn Ina (e. 8. 607) Ist im Cnd. Uur »i^
K5 durch oin Ktiigininm nuf den Kichler von dem Cbnrlophylax Andreas LibadTiitriH
einKuIcilut. Kl). A. M. Kundinl. Cntalogm rodd. graeeonim bibl. l*ar«ntiaaa« 3 ilHb I
4Ii. - Zwd in pdlitini'hoo Venion nbgofnonto Maralgodichlo •im» ni^fat nlber Ulirnbe
Jobannes Dnkua Hieben im Cud. l'uri». suppl. gr. 670 ». 14 fol. 267 f.
;Jft$, Be^fFliche ErUAnmg;. Wie sioh in don Intcinischon und
Lümiein iichcn der relntiv ciiilieitHchoii Schnftäprache volks-
ilisige Idiome nusbildoton, so «ntfenit« »ich auch im griechiRchen Osten
I» lebendige Spruche von der im grossen und t^anzen ftt^bilcn Sclirifl-
rSzitAt im Laufe der Zeit in einem solchen (Irado, dasm man sie nW vtwaa
cnnderea f&hlt« und bexdchncte. Die Griechen nannten ihre einfache,
>Ikt(miU«ige Umgangsprai-he yhhtfea äi;imiltfi, üni-r, iinXofXXi^nx»]^ naüt-
f*J*fu»'i-ij. xrt,Viu(uXi,.n*Vr|, 7V).a«((x»,' im Gegensatz mim Attischttn, HpIIc-
«chen und zur xoii'i; (tiriAfaro^. Während jedoch im Abondlandc dant oine
Rtein »ich in verHchicdenc Landessprachen auflöste, blieb im Otiten
« Einheit gewahrt. Zwar ent^tandon auch hier einige neue, von den
ten Mundarten nach ihrer inneren Beschaffenheit und ihrer geographischen
•rbreitung völlig verschiedene Lokaldialektß; ihre Differenzen waren
■r nicht bedeutend genug, um eine Sprachspaltung hervorKuhringen;
ich hSttc die steUt zentral i»tiHcho Tendenz dos byziintinischeii Ueiohes,
dchefi in den kritischen Jahrhunderten der Spraclienneubildung noch di«
«nat^i griechischen Provinzen in sich rereinigte, jedem Sondergelüste
Rthtige Schranken entgcgeng^'wtjit, Weit folgenreicher wurde ein anderer
nU-rnchied in der sprachlichun Knlwickelnng der Griechen und Lateiner.
le grosMC SprochonhÜutung vollzog aich im Osten wie im Westen ziemlich
lichmäitüig und gleichzeitig; während jedoch die lateinischen Nationen
[fe-iaehcD, kräflij^Lu Neubildungen dankbai- annahmen und sorgsam pflegten,
Uifi a^nuniTaBBigB~iTBiimaii ouiaue luer une uicne wi«
kvit. dfu» die VolkHeprachc ihr gi-g«niibin' flni* »chwaclt«
und Auf keinem llebiet« des iicIinftlit^liL'ti Ausdrucks <>inen
Sit'g cnang. Üio im wesentlichen auf der Formenlehre und
bncho iW.» Altgricoln»chon l)cnihenile byxanlinischo Sc)
bvhuuplote iu diin wichtig^tvii l.itWrnttirgattiingcn, in dor Qed
bunt;, i'i ^*"' HiiloHuphiu, Thoologiü. Kbotunk, Allertumswis«
selbst in der Poesie die Okorhand: ihre HurrHchaft überdAiij
wältigen politischen Üniwillzungen, welche die erste und zwwi
von Koii^tantinopel mit mch brachten, und sie b<«teht mit uB
kationen noch hout«. Bei den Griechen fand sich kein Dfti
vera(rht4^<to Vulksi^pracho in Denkmälern von unbestrittener a
Wahrheit schriftlich fixiert, ihre Au^druekrtnihigkeit bevrieoeal
aller Welt zum gesetzlichen Hechte verliolfen Kfitte. Vielmehr
sich gerade in der Zeit, welche mir Ausbildung einer nouoj
spräche die günstigsten Bedingungen gebot<^n hülle, nSmlich
ir>. -lahrhundert, durch da» Wiederaufleben der klasAischefl
Littoratur ein nprachlicher l'urismus, der dieselbe vo» d^
Spruche mehr als je entfernte, tlbsclion sich die V'olktwpriU
11. Jrthrliiiiidert einige l'lfltze in der Litteratnr eroberte, w|
den Wurtfiklireni der Nation und den inoislen tiebildeten
ein niedriges, gemeines, zum Ausdruck feinerer Gedanken ui
lerischer Gestaltung unbrauchbares Werkzeug bei Seite
verachtete Stellung spricht sich deutlich genug in der litUr
Thatsavlie au«, dass die Schriftatelier mit verschwindenden]
(Prodronios,') Glykas) entweder auM^chliei^slich die Schriftapra«
scldiesslich die Volkssprache anwenden, eine Scheidung, die i
in die Wagschate fallt, als bei den Byzantinern im übrigen dl
loseste Vermischung der Littej-aturgattungen und Stilartaa hj
Kiia«ItiuiK. (§ 329)
Ibervunden int und vielleicht niemals flherwuntten werden wird. Eine
intHre Folge diespr in der (loscliichtß dor ciiropSiitclien Sprachen und
läteraUirfii einzig dastclKindi-ii 'DiAt^soho i8t der Mangel oiiRtM allgemein
laeriunnten und eingerührten Nainun» für die mittel- und neugriechische
ralksBprache. Neugriechisch denkt den Begriff nicht, weil hicmit einer-
Ijta das mittelalterliche Vnlke<Rrieclii»fh ausgoochloRRcn, andererseits« die
fego Kunstj^prachc luiteingcnchloAScn bleibt. I'as^ndcr würc der aus
tt einstigo» politischen Zugehörigkeit der Griechen zum römischen Keiehe
ntepningene, Iwim Volke noch heute übliche Ausdruck RhomUiach; doch
it er wenig Anklang Befunden, weil er eine fremde Nationalität bezeichnet
lld leicht zu in-igen Vorstellungen Anlasa geben könnte. Wir sind daher
Ecwangen in Krmangelnng oinos genügenden BrHatK0.<4 den kvineewegs
llir trefTcnden Terminus Vulgärgriechiöcb oder Volksgriechisch boi-
t »halten, und wir verwenden ihn, ohne chronologische Eingrenzung für
Volkssprache des Altertums, des Mittelalters und der neueren Zeit.
I Mdpäipriech lachen Begi"iffe Regenüher steht die altgriochische, mittel-
diisoht- lind notigi-icchii^chb Kunst- oder Schriftsprache. In unserer
intfllung bezieht 8ich der Ausdruck Vulgärgriechisch, wenn er ohne
Huren Znmtt gebraucht wird, natürlich auf die raittelalterlicfae Yolk»-
nche.
■ Aus dem Gesagten ergibt sich auch, das« der Begriff Vulgär-
nchisch sich mit Vulgärlatoinisch nicht vi3llig dockt. Vom Vul-
rlatein kann nur die Rede sein bis ru dem Zeitpunkte, in welchem
indocttiprachen als erkennbare und nachweisbare Existenzen hervor-
da« VulgÄrgriecIiische dagegen orlililt gerade von der Zeit an,
reicher der vulgSrlntviniKche BegrilT sich in den Landesspradion
eine erhöhte Bedeutung. Was man Vulgär- und Provinzial-
^in nennt, geht (in runder ^umme gesprochen) im Ü. bis lU. Jabrhun-
■ tu Ende: was H-ir unter Vulgärgriechisch verstehen, reicht über
we Zeit hinaus bis auf den heutigen Tug, Zuletzt möge noch ausdrilck-
L vor der in manchen Büchern und Köpfen spukenden Anschauung
Brnt werden, welche daa Vulgärgriechiache mit der xvtr^ JltäXtuto^
fStifiziert oder vermischt. Die xwv»; ist eine vom Attischen durch man-
erkH Konze^utionen an die .Sprache des Volkes, des Militärs, der Kanzlei,
llloicht auch des makedüiiisch-alexandrinischen Dialekts abweichende, in
r olexamlrinischen Zeit ausgebildete und dann ziemlich stereotyp ver-
Miene Schriftsprache: ihre Abweichungen vom Attischen erstrecken
>h viel weniger auf die Formenlehre als auf da« Wörterbuch und die
rtitax. Der lebendigen Sprache der alexandrinischen und römischen Zeit
iht m« 2war nfihor als der von den Klassikern gebrauchte attische Dialekt,
t ist aber etwas anderes uU die einem ewigen Wechsel in den Lauten,
imen, Wörtern und in der Konstruktion unterworfene lledeweise der
netnen Leut«. Sie steht auf einer Mittelstufe zwischen -der attischen
(iupnw'he und dem schwankenden Idiom des Volkes.')
tS9. QeechichtUche Übersicht. Die Existenz einer volksmfisaigen
') TpL K. Krumhacher, Ein irratioonler Spirant im (irieDltischen 8. 4114 ff.
einvB von - van- ouun i iuiiucmen~ agweiciie
Wir tiridun sie !soit dorn xwciteii Jalirhtindert v. Ohr. uuf Ügi
pyrusurkumloD, auf IiisclirifU^ii und in Litt«rutiirwi'rkon, ba
liehen Massen, bald vertiinzelt, bald dicht hintoroituiiider, hflldj
Zn-i.scl>oni'Simien, wie na die zußlUgen L'mständti der Dhoi]
sich bi'iiigvn. Dicsus gemeine Idiom blieb nicht unvonliidert »t^
bildete »ich im Lauf» dvi- Zeit niitiirgcuiiüw winU'i-,') Eind
Htoss erhielt div atUscbo und betlonittcho Alloinbvrrechaft duo
stonttini, dessen Scbriflsteller, da ibnen die Sprachir als eil
VvrstäiidigungMmittol gvU«n inusste, sich nicht i^eiten Ül>er dia
der Sehulü kQhn hinwoguebtten. Wie 8chon das n«ue T^
Wabrhi-it mebr mn Dciücmal dvr VulgßrKpntchu ab) der
dringen manche Eigentümlichkeiten der Volküsprscbe in di<
Kreise bestimmten Logenden, KirchengesAnge und
Sehrifton. Doch entsprangen diese Freiheileu mehr einem
den Kotiipromiti» mit den Bedilrfni»»cn der Muiige hIk «inor j
I{«forn). Zu einer offenen Auflehnung gegen die Tyrannei der
ist es auch bei den christlichen (iiiechen nicht gekommen.
und ganzen folgte die offlirielle Kirchensprache bis zum
byzanUniNcbeii Zeit Kiernlich tlng»tlich den Voi-Jtch rillen der Schi
Urugur der lirosse unt^rsehrocken den wahrhaft gi-OKsarti^
wa^, er halte es fttr unwUrdig, die Wort« der götÜiehi
unter die Kegeln des Donatuo zu beugen,") haben bei den Gc
die hervon'hgoniWten Kirchenlehrer und die höchsten geistli^
') Dia im Orunde docli hu ungvlieuur
naUweli« und eii^lie ThulHicIic. duaa Hurli
dl« gri«olilMbe Gfirftdi« wie jimI» ander« ilir«
Oeschiclit« durchgemaclit d. h. sieb un-
•ufhaltaam vor&iidvrl hat, ist oft und von
lltfirfthrt^n V^P-u^iiAi-in tt^Aattint t*/K^iin TVi*i
fortitulebt. SelMB.G.N{(
AMvpUscIi • GriocbiMlie.
und iibilnlo^JMh« Sckrir
Bnnii 1K43 H, IB7 308.
VoTst<!llans«ai liefangm
Knltfltuog. (9 320)
trflger sorg^tig auf Reinheit und Korrpklh<'it der Sprache goaclitot. Merk-
würdigerweise hat »clbst dor imnu-r deutlicher werdondo ÜbcUtiuid, tlai^s
<lii> MaMiti diu) Volkvs diu kunstvullmi llomilien nicht mehr versLi'htüi
konnte, den gelehrten ThpologL-n ober das Verfehlte und Verderbliche ihrer
pvdaiitischen Bemühung*' ii nicht die Augon goiSffnot. Die drohende Oofahr
MDiT Hlltnlihlichen Entfremdung Am Volkes von der kirchlichen Dogmen-
iinil Sittcnh'hrt' wupW geringer geachtet aU ein Verstoss gegen die her-
gvbracbU gram ma tische! und rhetorische Schablone, Sehr bezeichnend fiir
iw Anschauungen de» hohen Klerus, wie ftie namentlich »eit der litt«rB^
rischin Kenaii<Ännt« des 10. und 1 1. Jahrhundert« wieder mächtiger denn
j(i liervurtratiiu, wi eine Qettehtehte. die uu.':; der Kanonist BaUamon von
km Patriarchen Nikolaos Muzalon (1147 — 1151) erzählt. Unter den
.SynndalentAcheidungen dieses Kirchenßlrsten richtete sich eine gegbn eine
Ul'on^bc^direibung der hl. Parastkeue ven Kallikrateia, die .von einem
Hamrn in ungebildeter und dos engelgleichen Wnndols der Heiligen un-
wfirdiger Wcisu* ubgcfasst worden war; der I'atriarch üoss diese offenbar
ia Volksidiom gehaltene Sehrift ins Feuer werfen und boauftragte den
Diaken Uatiilikns eine andere Biogi-aphie zu adireibon. ') Kino klare lUu-
»tntion zu den Wirkungen diese» thfirichten Klassizismus liegt in den
Kkgvn des gelehrten Metropoliten von Athen, Michael Akominatos,
. itaa ihn tK.<ine bauerischen Diöitesauen nicht vorstanden, und ähnliclic
Kligen hätten wir tausendfach, wenn da» Volk selbst seine Geluhli; beim
AnliCren der rhetorisch aufgeputzten I*redigten verewigt hätte.
In der E'rofanlitteratur der Katserzeit sind zui' Beurteilung des
EinfluHsos der vulgären Itedowuisu auf die schriftliche Darstellung vor-
Di'hmtich die Warnungen der Attiziston zu verwerten. Ein bemerkens-
viirii-a Denkmal, das uns in seiner ältesten Form ein Bild von der Umgangs-
•|H-Ai-hu des dritten .lahrhunderts n. Chr. gewährt, ist der doppelsprachige
Ki>iiver)gilion»nilirer und das WürterbOchlein des I'seudo-Dositheos.
tüiuelne morpbo logische und Icxikalischu Spuren der Vulgärspruchu finden
Bell in der fachwisaenschaf tlichen Litteratur, besonders bei den
Mi-diziiiorn. Schon aus dieser Skizze wird holTentlich klar, dass Aaa
Ulgrirgrieehische nicht, wie man früher häutig meinte, als ein Ergebnis
der ,Ent4irtung in Barbarei", der .Zei'.set;£ung des Uellenisnius mit fremden
Viiiiniien*, der , Völkerwirren und Länderverlusto in byzantinischer Zeit*.
«Uli. -in als eine in der vorchristlichen Ära beginnende, von äusseren
l.iiit!llsi»eD wenig berührte , natOrliche Weiterbildung der griecliischen
\'ruho Mllwt zu betrachten ist.
Da* erat« umfangreichere Werk, in welchem das Volksidiom üb«i"
dir traditionelle Schriftaprache gesiegt hat, ist die Chronik des Malalas.
iWh kann sie noch nicht zur mittelgriochisohun VulgKrlitteratur
gerechnet werden — aus demselben Grunde, der » vorbietet den Gregor
mn Tours, den Fredegar und andere gallische Autoren des ß. bis '.i.
Jülirliunderta der franzirsischen Litteratur beizugesellen. Die Spntche des
Mahilaa ist vulgärgrivchisch noch im alten Sinne d. h. so, wie es etwa
■) Vgl. H. I. Qedoou, iiiiieK'ex"°'' iti'i-nMc, Kpol 1690 S. 8<
■pBn«tefrTruTggrBpra6He~lHiB~ Senr~ÄnTäng de« a. Janrnunoi
Chronik de» Thenphanes, deren Wert auch in dieser Hinsicht
die ausgczcichneto BeArbeitung von C. de Boor ins volle LI
worden iut. Ini folgenden JuKrhundort »ind vor ^lem dio 8|
Konstantin Porphyrogcunctos für dtut Studium dor Gca
Vulgärgriccliinthon von Bedeutung.
Ausser diesen und anderen Werken, in denon das Vtilj
durch die Kunstsprache noch vielfach gemässigt und getHlbt
kommen fllr die Kiitstchungsge^chichte der viilgttrgrie<:hiHch6
eine Itciho kleinerer Zeugnisse in B«trac'ht, dio seit dem 7. i
in mehreren Oe^chicht^werken Oberlitifort sind, wie dio von di
Parteien gesungenen politischen Gassenhauer, Spottvj
falUbezeugungen, sprich witriliche Kedensarten.geflQgl
und die beHlhmtcn Akklamationen des Volkes und Heoc
Beispiele mögen don Charakter dieser StUcke veranschnulichui
600 wurde ein Mann, der an Gestalt dem Kaiser Maurikio
einem schwurxen Mantel angethan, mit Knoblauch bokrftiuEt un
Esel durch die Stadt geführt, wobei das Volk ein Spottliei
offenbar die damalige Form der VulgArsprachc darstellt;
Ki'tiijn fi;r ^afioXHa nniiXrjr unl iQvifiQäi'
Kr( lüt ro xairoV nitiii6(>ir oiitait niiiijr .intijöijitK,
Kni i'toitmi naidta u'it la (uiaicavxoii^n,
Jini oiittK teX/iif iLnl^oai ■ riU' liXovc tifJ/ttMir.
"Ayii /")■■. iiy\t, <pofiQt ml Jvriit{.
Jit ei'tiä »ani fgariov, Irn fit) esipaip^tiu '
tiäyai not lär ßovr loV fi/ytif npoonytiyu tlt ipjtJi'.')
V. 1, 8, -1 und G — 7 sind trochäische politische FünfzehJ
selbe Mass Iftsst sich mit einer geringfügigen Änderung (etl
«(■rtJi'V) in Vers 2 herstellen; dio Annifting in V. h, durch
zweite Teil des Liode» eingeleitet wird, besteht aus zwei k4
EiDleitnne. (§ 329)
793
Eine Kub hat pr Erfiinden. npppttlüi^b, f,iirt fiebaiit
Und «tin'a jUDgp HfiliiK'h«» hui vr flbcr nip eich borgemacbt:
Kinder mHvbU< er nun ^oLIIob v/iv iUt TiBcU« QubflBpilue.
NJMnuiil ubi^r darf «ioli iiiii<k«oii; allen biit vr'a MhiiI ]|;(>etopft.
H^il'Rvr Vabif, Hwruer VbIm! Fiirclitbar«r «iiil Uftdiligvc!
(iib Ana einp luif ijnn Scbüd«]. da»« ft niclit tu Ifipiü wild!
Dfinii will kli di>n );rafln?ii Ocbnnn bringiin dir xum Opfiir diir.
Bald darauf (i. .1. 602) begrüsate dw Partei der Blauen den Usurpator
bkaB im nippodrom mit den Worten: Mav^i»ioi ovx aniüavf, Mäitt
]t äh[itnnv ('^ -■- _[^_ - _||.>-: - ^_>._), wodurch PhokaR be-
wunlc. de» Exkaiser Maurikioe mit scinuu Kiudoni töten zu lasMon.')
deniivlbon Phokas iMog im Jahre 608 die Partei der Grllnon di«
jambischen Dimeter:
tliihr 't idV *nv*oif Inift,
ßiiXir töf rovr liniakroat,')
Cnd wieder trankst Du uua dorn Krug
Und wieder isl Duia Siim dahin.
LÜichael n (820—839) lies» bei der italagerung von Saniana dem
ldant«n der Stadt durch einen Utiterliäiidler foIgendeR belichten:
'jXBPOt, Kt'Q iJ/toyofit,
ToV fvfifir, ti aov Xfyti ■
'Jr fiof iy{ lijr iaruiray,
MtjtiianoXixfiv at toieti,
StoxataaQtiäv aov itioio-'j
UArc, o Herr Ooknnomoii,
Was Gj-lieriB Dir rorkUndet:
tJrbcipbst Du %ninnn.
So süllat I)u Mt-'trupulit a»in,
üuuklksiiica aollnt Du hnbuii!
Seinen Nachfolger Thonpliilos (S29—H42) begrüaste das Volk als
F;r im Kampfspiel mit den Worten: A'wiuis ijüff?, rJffi'/xpn» tfitutoin^ij.*)
Kahl dieser Beispiele liomo sich leicht um das Dreifache vermehren.^)
mit dum oberhayuri&cfaun Ilaberfeldtruiben vergleichbare Hitte do8
Eantäniscben Volkes, dem Kaiser und anderen hohen Würdentiügern
Akklamationen Beifall oder Missfallen zu bezeugen, dauerte auch
kt«r fort; doch aind die »oit dem 11. Jahrhundort von den Historikern
gefllbrton Beispiele ohne erhebliche Bedeutung, weil um diutio Zeit die
IgSrHpracho schon in giösseren Utterariitchen Denkmälern selbstiludig
ntt.
Die ältesten grGsseren Poesien, in welchen die rhomäiachü Volks-
') Johannsfl Antiocb. frugin. 21(!<i.
" r, FU0-VS7. - Tht^opbjluktoii
i; »4. Bunn. ^ S. 304. IT ed. du
liefert dm Doppelvera in derForm:
lijr uilaitianlir ' n .Vai'gimaf
tp, und macht daiu di« inlvr'
k BatlMrlnuig: kalir yilf *ai iqc Uiui-
fir^i /ir^fir,!- ^m^oaaOot. Aun ihm
tu «obl Thcoubanos II 44>*, 1 «d.
. = r 289. 29 Ml. d« ßoor).
JafaMaoeE Antiovh. fni^. 31^,
fÖIlM-, FUG V 87. Theof>bau«a od.
Boor I 29«. 96 (^ »d. Bonn. I 4-V7. 30).
Anonymii» b«i Crani«r, An«cd.
Pari«. 2 (1839) 333.
*jTbcophnnescuntia. ed. Bonn. 6.72,
18 (F., wo der 'l'fxt verdorben isl.
*) üeur^Lua Mon. od. UonD. 8. 799, 8.
Leo OrHinm. ed. Uonu, 221. it.
*) Vgl. die ZiiaaniDieiistulluiig bei Sj>,
IiHnihroa. Coli, de roni. gr. Indrodaction
S. K ff., lind J. Pnicharl, Kssals de gramm.
bist, n^o-grocque 1 |lMä6) 23 f. - üis U^i-
spiete. welche .Sp. Znmpelios. 'Aiafiatn
6t)fio%ttti. KiQivQtf 1HÖ2 S. Sä3 ff,, anflllirt.
Bind imsuverliliniig, weil nr nnc^h seiner MAt-a
Oewobnheit durchwage die Quellen tu neuuen
vergJMt.
794 B^iaatiiiittcbe Litteratnrgeacbichte. in. TnlgArgriecbikcbe LltUr%tu. I
sprai-lie migowoiidül wurd«. waren hiVhst wahrscboinlich jene nationttul
lleldengeaängc, dio HpSler von lialbgeloVirtßn Litteratun xu ilcm Epil
DigeniB Akritas vereinigt wunUm; von dt-n urspröngliclion Vonii«!
dieser Lieder «rlieint nichts erhalttm zu twin. AU dio frühesten ['r»»i'|
donkntiilcr dos ltlioin»i.si:lien darf nia» wohl einige aus dem 10. JikM
hundert »taniinondu. in Untoritttliun ahgcfasste Urkunden beMitfaw
welche in der Sammlung von Trinohcra (e. S. 223) vorOffentlidit tinl
In den litterarischen Kreisen der Ilaupltitadt wurdo dio Volkiwprochf »L
dem Ausgang de» II. Jalnluinderts in Mahn-, Lob- und Bittgvdiehtti
verwendet. Einen breiteren Hauin erohert das Vulgärgiiechische ja d»
byzautiniHchon Littoratur orut im lä. und 14. Jahrhundert. An derSpit»
stehen nai^h Umfang und Bedeutung einige romanhafto Dichtung«i<
in welchen teils antike, teils mittelalterlich« Stoff« behandelt, ira
Teil auch frAnkische Vorbilder nachgeahmt sind. Eine Gni|>iir (Ür
sich bilden poetische Tier- und Pflaiizengeschiehton, als deren MilUl-
nnd vielleicht Ausgangspunkt der Physiolugus xu betrachten ist. IUI
dem nationalen Heldenepos Digenis Aki'itas vorbinden »ich einige spiim
Werke, welche historiuche Ereignisse in mehr oder wenigar
hafter Umbildung besingen. Ziemlich vereinzelt steht nach Anfbasoag
und hilinlt die grosso Verschronik von Morea. l>aKu komnten «idlUi
Poesien vermischten Inhalts, Liebeslioder. lehrhafte, erhaulick«
uad allegorische ticdichte. Besonders reichlich flie-sst der Strom itr
poetischen Kleinlitteratnr seit der Mitte des 15. Jahrhunderia auf Kr«ti
Die vuIgUrgiiechische Prosa ist durch die ei-wShiiten gi-Uko-ilali(^i"ln^ l'r-
knnden, einige Volksbücher, Oosetzcssamnilungen und Chronü-tn,
endlich durch zahlmche, grüsstenteils im Staube der Bibliotheken rtlienlt
Paraphrasen geschichtlicher, religiöser und medizinischer Werk« v«^
treten.
Für eine wissenschaftliche Darstellung der vulgäJ'grieckisebn
Ijitteraturgeschichte mangelt es noch allenthalben an den nfttignten ViM*
arbeiten. Nicht einmal das äussere GerUste. dio Abteilung nuA dM
Zeiten und Orten der Entstehung, kann gegcnwÄtiig auf ein« m-
ÜLsäigen Grundlage aufgerichtet werden; die wenlgsli-n Werke äoi W
datiert und lokalisiert. Doch scheint sich wenigstens die allgemeinp 6"
kcnntnis Bahn zu brechen, das» die Hauptproduktion auf wenige Ort*
vornehmlich auf KonatanÜnopcl. Cypcrn und Kreta besclirSnkl Mi»k
Noch weniger als der Entatehungsort ist die Chronologie der m»^
Werke gesichert; leider ist für sie selbst von exakten und. umfasMiiili«
Untersuchungen der Sprache nicht genügende Aufklärung zu erwwWt-
Fast alles ist noch zu thun ftir dio Erforschung de« inneren Verliill-
nisses der einzelnen Werke und Gattungen, .sowie für die Klarhjguag J*
Beziehungen, welclio die vulgfirgriochischen .Schrillen einerseits mit Iv
altgriochischen und byzantinischen Kunstiitturatur, mit christlichen li*g«>fc'
und mit der neugriechischen \'olk8poesie'J und Mj'thologie, anderewul»
0 Dl« vollopootiBclieii Reflexe, 1 allem aadwu mbo geiuiM D«t «»«*■•
walch« dio iiiitt«lvu1ßii[tinKclim'li«< l.ilt«ratur ! Vgl. voroml Sp. Lanbrcs. ColL i' r*
in grower Auaiiil (uithlllt, v«rilR>nlon vor [ gr. Introdu«tion S. 20 ff., näd J. Piickify
Eisteitnii«. (§ SSO)
795
milileii Litteratureii und Vnlk.Hllherlieferungen <Ißr oricntAliiUclioii, Riavisohen
BodabcmllÜJidbdivi) Völkor vorkiiüpfoii.') Wu» ich zunächst gobcii konnte,
m ritclit viv\ nivlir als eine zur Krwwkung dor Toilnuhme iiud /.ur Ki*-
lujclltoning künftiger DetailstwÜcu bosÜmmt« Aufzeichnung der Uauptthat-
Mrhfn und ilcs bihHn^rnphiflchen Material».
S30. Sprache und Metrik. Die. sprachliche Form der vuIgSü-griechi-
ichi'u Worke zeigt cihebtiche VeiHchieduuhoiten, die sowohl die Liiut- und
''omifnlohro als das Wörterbuch und »üo Syntax botreffen. Diese Al>-
mdiangeu erklären «ch teils aus der Verschiedenheit der EntKtohunjjs-
t)it und des FjntRtehunj^sorto!^, toiU au» der verschiedenen Stol-
ong, vrclclie die oinsolucu Autoreu der Volktutpraeho und der Scht-ift«prachc
legcnüber einnahmon. Die Differenzen der ersten Art bedürfen keinw
Erklärung: denn es ist natürlich, dass volkssprachliche AufKeichnungen im
2. .lahriiuudort andi«rs nii.-uialien aln im 16, Jahrlinndert und dafls «in
lyprier SU ftcinCR Landsiciiten andere sprach als ein Kreter. Eine wirk-
chi>, bis jetzt noch nicht vGlIig gehobene Schwierigkeit enthält nur die
Vage, wie sich die Schriftsteller zur Volks- und Kunstsprache verhielten,
L h. inwieweit die Tulgärgriechischen Litteraturwerke Uber-
iftopt den wirklichen SprachzuRtand ihrer Zeit und ihrer llei-
lat durstellen. Von einer genaueren Darlegung der Geschichte und
es Inballvs der hierauf bezüglichen Kontroversen sehe ich üb: doch ii^t
Bf formalen Würdigung der vulgärgriechischen I.itteratur eine An-
etitung des Sachverhaltes notwendig. Wie es in der Wi-ssenschaft zu
)Mcliehen pflegt, so standen sich auch hier bald nach Eröffnung der [)is-
nsston zwei extrumu Ansichten scharf und scheinbar unversSlinlich
gegenüber. Die einen behaupteten, die Sprache der initt«Igi'iechischon
ftügirwerke sei ein willkürliches und daher filr sprachgeschichtliche Ifntor-
aidiungen fast nutzIosesMischmasch schriftsprachlicher, selbstverfertigter
od lebendiger Bt«Undt^nle ; die anderen erklärten diese» angeblich ud-
ntwiri'bai'e und unbrauchbare Durcheinander für den reinsten Ausdruck
Icr nach /.eitt-n und Orten wechsehiden lebendigen (irSzitfit. Die Wuhr-
•it liogt in der Mitte. Zuerst darf man nicht Übersehen, das» die Frage
liebt Bllgemein. sondern ftlr jeden Autor, ja f(lr jedes Werk besonders
[eprBft und beantwortet werden muss. Es ist z. B. ganz zweifellus. dass
isncho kretische Werke dos Iß. .lahrhunderts ungemein treue Ab-
tld«r der in den kretischen Städten Üblichen, durch fremde Einflüsse ab-
wUStiti'n Volkssprache sind; man darf aber diese Thatsache nicht ohne
rdteree luif die gesamte übrige Litteratur übertragen. l>ie Existenz
faWH stu-kvn Makarouismus in der vulgärgriochischcu Litteratur ISsst
icb nicht ableugnen. Es gibt Werke, deren Verfasser thatsächllch wie
htridana Esel zwiM:hen den Hcubündeln der Schriftsprache und des Volks-
diofiM hin- und Iiersch wankten. Man findet bei ihnen eine Inkonsequenz
Im Stile«, die aiioh dem Verständnis manche Schwierigkeiten bereitet;
Iwlojn il«« raligioiM IM14 a. HS. Daxu
«SSSjMl; »i&-347; 34« -850; ^U: .'J73
Abriases.
') Vgl. die bililiugraphiticheo Angubcu
von E. Kubii. Zur vericlDiuhuailvii Litarulur-
Rwohiolit». Wiiwpnscbiiftt JulirceWrichl llhor
Sie uorgttullLud. Sludien 1877, 1 S. 32 ff.
7^6 BjMiitiDiBclie Litt erattiT geschiebt«. IH. TDlgArfriMhiach» UtUrmtnr.
I
oft ontfteht Zweifel, nb ein Wort in der alton oder in der heutigen «4«
in uiner .sp4L«zili»c!i mittelalterlichen Eledeutung aufznfasM'n ihI. Im ifl-
gemoinen lii«al sich (tagen, dass die naive Treue in der WiodergaW i)m
gesprochenen Lautes und Worten mit der rortM:hri<itßndun Entwidiliuii
der vulgftrgriechischen Litterattir zunimmt. Völlig bvfreil von d«n knub-
aprachliehen flecken und selhatKndig durchgebildet erscheint die Vul|i^
spräche in der kretittcheii Poesie des Ifi. nnd 17. .lahrhunderta Du»
diMor gelftat«rto Zustand nicht »ofort erreicht werden konnte, ist giu
natürlich. Sobald pin Autor Lesen und Scliroibon gelonit tind die Kird*
öfter besucht hatte, befand er sich, ohne sich dessen hinlänglich b«ini«t
2U sein, unter dem mächtigen Banne der Kunstgräzität. Denn Av
byzantinische Unterricht, auch der allereleinentarste, wurde ausscliUi-nüii
auf flriind der alten Grammatik und Litteratur erteilt, und in keioBT
byKnntinixchen Kirche hat man je ein in der Volkssprache ahgefAssU*
Livd oder Gebet vernommen. Unter diesen Umstünden w5rw «e ein Wiinder,
wenn die kühnen Nenerer. welche zuerst Milgärgriechische TexU^ «b-
fasston, zwischen der zeitgenKsiiischen Volkssprache und der schulmiiMigMt
Kunstgräzität sofort in lautlicher, morphologischer, loxikalicher und ^yn-
tAktischcr Hinsicht mit konsequenter Sicherheit hätten unUtrxcheiden kAnoen.
Zu diesem Ziele gelangte man erst durch lange Gewohnheit und Übung.
Schwer ist es nun, im einzelnen Falle zwischen schriftsprachlichen Ein-
flllssen und allgemein volkstümlichen oder dialektischen Eigenheiten &*>
Grenzen zu ziehen. Hiezu ist die feinste Metliodo, ein wohl uusgehildttw
SprachgofiShl. eine reiche litterarische Erfahrung und vor allem die ein-
mutige Arbeit vereinter Kräfte notwendig; dann werden mancJi»
Fragen, Über denen jetzt ein undui-chdringlicbee Dunkel zu lasten scharrt,
aufgehellt »nd der Lösung njihcr gebracht werden.
Die metrische Form der vul^rgnechischon Poesie ist f««t durclK
«US der politische Vera, über dea.sen Bau und Geschichlu S. 65" ff, git-
liHiidelt worden ist. Neben ihm erscheint in mehreren Werken wie in dir
Ilias des ilermoniakos, in den Orakeln Leons des Weisen, in der öwMrhichto
vom weisen Greise, in Godichto» des Phortios. Trivolia u. a. der trochiifc!»
Achtsilber, der auch in der schriftsprachlichon Litteratur der Byzutiiic
vorkommt (vgl. die S. 052 angeführte Schrift von Fr. Hanssten, Actwlia
grammatici u. s. w.). Sonstige accentuierte Verse sind hOcbst mdten hbJ"^
in grÖHseren Gedichten bis zum 16. Jahrhundert wohl niemals SU finrtiMU
S3I. Die Ülierlieferuiig der vulgSrgi'iechiechen Werke zeigt
liehe EiguntümHchkcilen wie die der latmnischon und Inndessprachlii
Volkslitteratur des abendländischen Mittelalters. Die vulgÄrgriechifcbWj
Texte galten nicht wie die klaasischen und heiligen Bticher als
bore, formal und inhaltlich vollkommene Schöpfungen, sondern sie wardffl
als echte Volksbücher nach dem wechselnden G«flchmack und BwWrhi*;
der Zeit bald mehr, bald weniger durchgreifenden Umarbeitungen uBtot-
isogen, die teils in der Modernisierung der Sprach« und in der (ilittnnj
der Verse, teils in der Erweiterung, Ahrundung oder auch in der Vtf
kdrzung des Inhaltes beslAndcn, Durch diese neuen Auflagen wurden i£*
ursprünglichen Formen fast regelmässig verdeckt oder verdrängt. Vw
Einlflitang. |§ 331)
797
nandiL-o Wortcon sind zwei odw mc-hrere ncdaktiouen erhalten, so
Ias3 man die allmühtichen Veränderungen beobachten und die (Ütesten
letUutdU-ilo bis zu einem gewUiten Grade aii.i dem Wu»te der 7AiaS,ize
<niutia(.-bik'n kann; aber auch bei Schriften, die nur in oinbr Form nuf
na gekommen sind, Iuksod eich aus der Btiobachlung der in mehreren
edaktionen überlieferte» Werke auf ebenHolche Überarbeitungen SchlUsae
•hen. I)a8 vergleichende Studium dieser Abstufungen und Ab-
ireigiing«n eiiiCH (jrnndwerkes, fllr da» die schärfste diplomati^clic
•Uiodo (lor kluKHischun I'hilologio sich schnell als ein stunipftiü Werkzeug
Mrieseii hat, ist die wiclitigHtu, bisher noch unerfUlII« Vorbedingung eines
ironoloj$i»chen und genetischen Aufbaues der vulgäi'griechischeu Litteiatur-
iDclitchte. Als ein ftuaserea Kennzeichen der Reihenfolge der Bearbeitungen
It die mit der Zeit anwachsende Zahl der Verse; doch besitzt diese Kegel,
ie die Cberlivfening der Ueschichte vom weisen Greise neigt, nicht uuo-
bliessliche Geltung. Die Zahl der uuh orhulteueu vulgürgriechischen
uidMchriften ist geringer, als man bei Bachern, die zur LektUre weiterer
reise dienl«n und sicher in \ielen Exemplaren kursierten, erwarten sollte.
ar Grund des Unterganges der meisten Handschriften liegt offenbar in
IT Qluichgiiltigkcit oder Verachtung, welche die gelehrten und kirchlichen
peiae den Ei-zeugiiissen der Volkslilteratur entgegenbrachten. In grüs-
r* Privatbibliotheken fanden sie wegen ihrer Süsseren und inneren Un-
lactinlichkeit selten Gingang, von KIosterbQchereien waren sie schon
ircb den hXufig erotischen oder allzu derben Charakter ihres Inhalt« in
Regel uuHgixtchloHsen, und so blieb ihre Erhaltuug lediglich dem Spiele
;U überlassen. Unter allen bis jetzt bekannten vulgärgriechischen
iften behauptet nach Keichtum und Mannigfaltigkeit des Inhalts
Stelle der berühmte zwischen \l>i)H und loOO geHchriebeno Hain-
elbajid, den der Gesandte des Kaisers Ferdinands 1 A. Busbuck lait
elen anderen iland»clu'ift4^in in Koiistantinupel erwarb und nach Wien
«eilte, jct«t Cod. Vindol). theo], gr, 244 (Nessel, 2'J~ bei Lamhecius).
ine BeBchreibung desselben von K. Sathas und W. Wagner in den Car-
itui graeca medii aevi ed, W. Wagner, Ö, IX— XIV, Andere Fund-
fttten vulgirgriechischer Werke xiud dio Codd. Ambro». Y. U9. sup.;
aill. Hi»c. 287i Constantinopel im alten Serail Nr. 3S a. 14CI (vgl.
r. BlasB, Hermes 2:1, 224); Cryptoferrat. Z. «. 14; Escur. fl». IV.
[ B. IG (?) (Lybistros und lUiodanine, PulologoH, l'sarologos; eine Bo-
hrcibung von U. VVflnsch erscheint dcninächat in der B. Z.) ; Leidens.
:alig. 55; Leidens. Vulc. 93; Marc. 408; IX 32; XI 19; XI 24;
eapnh UL A. a. 9 s. lt>; Neapol. IIL B. 27 s. 16; Oxon. Aedis
hristi 411 s. 15; Paria, gr. ^96; i)29; 2027; 2909; Paris, suppl. gr.
14: Paris. CoisL lllß; Vatic. li:}9.
Allgsmein« tiilfamitt») xur vuI^ArgriechiMhen Liltomtnr.
1. f<mmni«1iiiHKnt><^ti; Ad. BlliAH«ii, Aaali-ktua dar miltcl- und neugrincliisrlian
Hvntur, ö Uli«. L«ij>ii)c 18M>-— 1662. — D. J. Muurupliryitrs. 'fjtX'kyjj /inj/Jttiuf ttji
iMifff 'Ulr,mri;{ fimavin, At]i«<n 1866 (mit «iiioni GiüMiiir). — K. N. t^ntbaa, 'fuU<;fiiHf
tfxA>rH. 2 lt.1«, AÜMn 19(7. — K. N. Satbfls. Mtnmurixii tH^haSijxti, 7 Udo. VonediK
IT2-18IM. K. N. äatba«. KetjUKir aime«,: 2 üiU. Voiiodls 1^78. - E. httgrnnl.
lÜaction d» Rii>nBinpaW ponr MTiir h Vi^lndn do la Inngii« Ddo-beTUoiqu«, I. Sarin. 19 Bd«;
■U« »«ri«, I Ud«, Patis 1869— läiö. — E. Lcgraad, Reca«U d« {Kremes hisloriquca
798 Bruntinische Litte ntarg«Kbio1it«. m. ValgftrgrioohiMlu Llttantsr.
pour
CD Gnu: vul|i^iru raUtJfa h U l'nrquin nt mix {irmcipauUa Duiutiicnoea, I'mii I^Ti •
l'nLIioation« dr l'äcale dM InoKuc« orivnlalt« vtfNaleB, vol. & (Text«; di'n 17. lud IK Jib-
hund«ria). — E. L*grknd, llibliolli<.-ciu<; gncqu« vulgure, 7 Bde, Puw läW— Mi. -
W. Wftgner. MoÄ»vb1 grtwk ItxIh: Iiciuk > o<ill(«tioii ot the carliMt MtppMilMa
vulgär Ore«)(, prior lo (he jvax IMU, l^niion 1870, AaBlIlhrliek bMproohcii tm) i. 11-
lisit«». (lOttingiBcho UcUlirli- Aiu<Mgen IkTI S. U2I — IMT, vad A. Llieikard, BvtMU
jHbrmiboriolit i)d j (1^78) 246~2&3. — W. Wagner, Carmina ilni««a rmkIü mtI. Uiai
IV74 lentlilLlt neiat T*xle aus dem reichhaltig«!! Cod. Vindobon. ZU). - Vi. W>|iii.
IVois pui-ni«a greca du moj-on-ige, Berlin 1881 (aus Wagnar« Nadilaaii td. von D. BArtsi
— Svyr. LarabroB, Collvdion de ronuma greea «n fanguo viügaire ti ob vm pUiii
ut pT«ini6re foix d'npr^H loa maa de Lejrde et Oxford, I'oria tSSO.
S. Bibliographio: Kine Bibliographie di>r gcsnmtcn valglrgriucbinchen UHmM
gibt Ml nicht; doch kommen für die ILttealcn Urucki.'. bc»a<lun> fDr die acbwci niglB|]ktat
vonexiaDischeu Volkabaoh«r, eioice btbliographieobe Weike in Betnwbl, in mkha
die von ürieehMi seit d«m lli. Jaturauodart Im Drwjke faer*nageg«bMie« Bitbw nr-
«ticbnet sind. Den «r«tvn Veraudi ein«r aolchem ZuaamiiMinsteUiuig naebte A. Ptpila-
puloB Vretoa. yiatXXtjrucij atioioyitt qtot amrals/sc ttür lini iitm«itn i^t.lit\tmr^i
Rprojt(iffta(iin< f^Xf ^yf^iJ^vtiiat t^ ir ISUaA ^aaiUiai t<>.T«9(t-r«M' ptfUmr, ! !U>
AthsQ IS&t— IH-VT. — Aalinlidi nngologt tat dna biograpliitdi-bibliofTspluMiba Wwk la
K. N, Sathna, KtvtU.wt^ ^tXoioyia. Btoyffuaiat ttir ir t<H( yfiipfüiai AaiU|tMfrw
'UligVoiv linö tiöt x«[nii*<tfw{ iijc Ili>Ciirfiiri;( «rviiHCfiniopcaf ft'Zf "!^ tXl^n*^ ^^I^t
altif (141)3— I>'21t, AUieu 1868. Doxu Demelrakopuloa, n;na9^(«i am iIi«f9H«u< di
rV"- «ofiiijMjf^'f ^i^olo^'i'nv K. K. iäam, Luipiig löil. — ]>iot» Aibeiten «tnd iN kÄk»
firaphiflcben Teile weit Überholt durch die aruMUtig aBg«l«gt«a und nack den Kttrderap*
der bentigen bibliographiacheu WiaaenacEsft gearb«MUn W«rk* too £. Lagftii,
Bibliographin h^Ui^ninne on descriptJon raiaonnfe de* ouvragM {mUlda an Grat pB 4*
tiraos nux XV" ot xVl" sii'clen, 2 flde. Pari« 1><H\ und; Btbllonnfilal« belldnti|M m <»
•crintioo raiaonnäe dos ouvragea publica par doa Greca au XVll* viAele, 8 Bdl hn
18W-I895.
'.i. Iiitturnrhietorische und kritiaoha Boitrlso; Eina roaawuaenhwwJ* D*
titelluiig fcliU. Iii clen der nougriefliiseben LittBrnturgonanicbto gc>widnK>Un BncbHa m
J. HiBOH NeruluB (Genf IS'iü). Kungab,i (DesUn 1)J77) und HnngDboSandoinlLam
S. a.l ist das MiUelulti-r ^111' uloht. iu der Ueadiichtu der n«ucriacliiaob*n ÜtUnl« na
B. Nicolai (Leipiig 1S76) nur cberflii^lilicli und ohne die minuMte Sacbkeastiti* itiüfl
— Die auB rrttnki^cliuD Vorlagen abgeleiteten oder weuigatena tob frAnkisobM Kaltr
einünason bernlirt«n vulgargriecbladien foesien tmtetauchl mit w«aig Kritik uad ni
Phnntosio Ch. Gidel, l'^tudes snr In h'tt^rator« gracqaa iiMd«TBe, PkriBl86& Vgl dirB»
sprorhiing in der Kavue critique 1S83 II 893-400. — VtnnMckU Tbaoiea JarBiM-nl
iicugiiecliiaehea Litterntur betrifft Ch, iiidal, Honvell«« Mudas rar la lUUratnn pyt^
moderne, l'oris I^7M. Vgl. die iiusfUiirlivhe Baaprechung dMa«> Baade« tm K Üill'r,
Journal di^s Savauta 187» S. 'iOn- 21»; S51~S6I. ~ Wertloa iat: Hartvag. Di« bpw;
tiiiitwlio Novell«. Uorrigs Archiv (Qr da« Stadism der neuarcn Spraehea um LiliiuMi
&0 (I872| 1—88. — J. I'. Soiunovif, Dio b^iantiniaclia rvmaatiach« Dichluns, Wa
acbauer Univeraitiltanaehrtchloo (Vur^avskija untveni. izvjoatüa) 1801 Nr 6 S. I — H (
uniUgUnglicb). ~ Manche litterarhiütoriecLe Beitrage CDthallein die Eialeitua;«« in
Augkben von l.cgrand, Satha« nnd LaniproB. — Gut« KnaendatiMieD ca atni ttti»
vulgirgrixchiarher Tost« sab S. D. Papadiniitriii, Eritiach« Stadien su miUcUHcrli'^
griechischen Texten I-llT, Üdcwaer Jahrb. 4 (189*1 150-177; lY-VII, Via. Vt. Ml^*"^
614 65S.
4. Zur byüantinischen Sngnn' und L«g«adeiilitlaratiiT: V, laliia,
Hage vom iniliBohon Knisertuin, Arbeiten der alariachan KunnüaMoa bvi der L
■ leaellHchuft in Moskau, lid 1, Moskau 1893 (handolt im AnadiluM na die Arb«iM
Zamckea über die Sage vom .Priester Johanne«*). — A.N. V«a«l«vakij. Di« 8||* **•
babyloniBchcii Reiche, Arch. sUv. Plül. S (1877) 139—143: 308-SSS. - A. R fw
lovHkij, Verttiicbe eur Entwicketung^ngcscbichte der ehnätÜelwR Legend« (a. h. 16* '^
Apoknlypao des Methodioa und die bytoiitinisch •germanische KaiMvaaiEe), Juam. Min 1^
bis 1S76. - Unber die Eaiaersag« vgl. auch V. Jagi«. Areh. slav. Phtl. -2(l^'il'**'
11 (1S88) 630 f.: A. N, Veselovskij. Arch. alav. PhÜ. 8 (1878) 84-M. - Dt« *»
S. 627-629 iinseführte I.ittoratnr. - A. N, Veselorskij. BeitÄfa ntr F.tkllwn« **
nuHiachen Heldenepos. Arch. alav. Phil. 8 lIRTl!*) :<Ai-h9S. — Rdnard Heydeuril't-
Conalantin der Qroaao in den SagMi den Mittelnitera. DeutAcbo /.citarhrifl (Kr (>M(WUr
wiaaenncbaft 9 (1893) 1 27 (Über dnn griorliiiirlio KunigninatnarUrium, dW dir 8(fr •*
Schlidel. der. obgleich tot. nucli Helmden knnn, u. «. w,). - Uthpi di* miltrUM***
Sagen von l'hldiaa, Pnuitelea und der 'i'ochtcr des Hippokralea bandelt K. H. üal^"'
I
Snlütniig. (§ 331)
799
luiro de Vamoa. 16 11862) 132—149. — Dnssrlbo Tliomn iinteiDolit N. 1'olitU,
Ww I (1 WS- 1884} TT—lOl. Arthur AmiHud. U Idgrada ITriiuiuo de Üiüat
xiOt rkoRiin« d« dicu, Paris IfiS^ {— Uibl. do Iccat« das linutoa Mudim. 79 fuac};
Ongba] diearr Li-icrndp wird aiue liy«iiiUciBuliu Eniahliui); ancbKi^wieapn. — Albart
nmb. Eiua KloaturKrdnduiigsatg« aua ÄmuTSoa, B. Z. S limS) ■iHt-'HHi. ~ Vgl. <)ie
I Cbrist, <jntfc)iiH('liu LitJ^ratnrgesehiehte ' i 623 ang«fQbrteii ^uhriftob voa Dsener
I Ifaraack. — Auf *ino vollsISiidiK«» AuftSliliuig dor mllclitii; iiijg«wairli8enen Ullera-
, i\» üch BnmittfilW od«f mittelW nuf din byxBi)liiiiarilii>n .Sag<Mi und L«iKenden
iaht. mtUM icli V4>nkht«n, ■ Zur Krklilrung dnr in ilor viilgargriochiRRlion I.itt«rntar
'Ibirten Vi>lkiiBnHrhauuni;Dn und liebrUuchn nittten vor alloni N. Potitnn, Mii/ii]
IQp ,*'«■ »dir noitifiioy TCiXrjviar, Mi^iif a «ni ß'. Atlien 1871- 1S74, und IJcriiU.
intiilt, Das Volkslubon drr Ncugrioclion und äaa liollunisclit Alterllium, Li'ipxjg IH'l
EU Nacbtrl«!« in dor nusruhrtiubi^ii UcHprtcbiuig von C Wiiohsmulh, Ulitlioi:. Üol.
laJ^HD 1^'^ S. 241 — 264), und: OtIucIumIi« Märt-lipu. Sugeii und VullutitdiT. Leipzig
7. w« lOHB auch diu «unatigo auf [loutfiivchrsclii- Mylhulogiu und F<>lktoriHlik bMUglicli«
lantnr r«noichn«t findet. — Ein« it''"^^ ßibliogragihio des griechisch en Folklor« aUbt
fcuMclit roa anincm li«el«D Konner N, Politcs.
B ■'•, Sprach lif^h* Bilfamittnl: A. Wörterbücher: MearBin«, rilosaartuin Graeco-
^uin, l.ngd, tiatav. 1410; 2, JLUngnbn ]i>14. — Meursiua wurde weit tlberhnlt von Du
tB't tiloMurium mndia« nt intimnn (irnncitatis. Lugduni 16^6. Ein unverilndprter ona-
iMsb«r Nondruck Pturhten xu Bronlmi 1893. Uim Werk wimmelt zirnr Tnn Fehlern und
iT«raUailniBi«u. ist aber nach haute das vallaHLndigsle ße|iertorium de« mittütvnlglLr-
«fcbcbea WorlachttUe». — Kim- ErgiUiiimg lu Du Canga bildet AI. da Somnriira,
Ol« iklla liogua Ör«ea'Vo1^nre cd Italiann. PHrigi 1700, wu ouFsobliesBlich diu tcbi>nde
lofa« itt Z«it des V«f, bi'rU('k»ichti|ct ist. -~ Das brauch biir«ti> Wörterbuch der betitigen
kjanniclia Bdirial» SItarliitos I))'2uiitit<s. .tiUiröy njt xit.t' ^/Aiif'KiXiiririjt ttialtriov,
knnl, Atb^n 1ST4. — Nnr nnhnnKsweiso bcr'icksichtigt das Vulgargriediische E, A.
iboeloa. Oretk !*Äicon of th* Koninn and Hyuantine period«. 3, Aufl., New-York 1888.
KlatBG (tloaaara in den oben (Anm. 1) erwlthnten SnmmelaUBgahen von Maoro-
sdas ood Lamproi.
KB. Granunalikm: Die bis jetzt vorhandeuon Lehrbücher hetrciTen fust auMchlieBs-
iRa Bonere !^irach<'. Die Ottcsto vulgliigricchische <irummnlik verfusstu Nikolnos
>1iiaaoH in der erelvo HMrte des 1(t. Jahrhunderts, äie wurdt- aus f in er Pariser li and -
rfll edj«rl »an K. Legrand. Coli, de mon. N. S. vol. 2, Vgl. E. Legraud. Ilibllogr.
L I (1P85) InlruducL 8. 187-194. — Die erstt« vom Verfasner selbsl iin Drucke ver-
VÜwhta rnlgirgriocli, 'ir&mniatik int das W«rk dos italienisdieu Jesuiten Girolamo
maiio, Roma« 162S. — Dann folgte das vortreffliche Bach von Simou Portiua,
is 1632. Kine neue Aiiagabe desselben mit reichhaltigem Kommentar und einer wert-
lan KinloihiDg von J. Psiohari veranstaliete W. Moyer-Lnbke, Paris 18^9 (— Uibl.
Vieole d«a hautaa Stades. 7K faac.). Uober die Person dos Simon Portiua vgl <iahriel
ioa. Simon foilius. Bibl. de l'äcole des cbartcs ÖCI (1880) 67ä-S81. E. Legrand. «Jon-
ntioo ii la biogmpbic de Himon Portias, Hevue dos ^t. gr. 4 (1891) 74—81, und Amon-
Bi. Di aleuni particoluri della vila lutterariu di Simone Porzio incerti u ignuti hnora,
tfti 18!Kp (mir uniui^ilnuliob]. Noch unbeiichtetoE Material zu äimuu Purlius [Urief an
mi rrbati VIU und Epigramme auf deu Ted des KardinaU Carlo liiirbBrini) bewahrt der
i. Barher. 11 104 r<d 2.^i)— 353. — Jetzt veralt«! und ancb iui hiatoriachitn Teile un-
iDgand tat dao Hnrh von Mnllnch. Clrammatik der griechischen Vulgor^praeho, llertin
A — K Legrand, (irammairo grenjuc moderne. Pari« 1878, — Manche nOtr.lieho Hin-
wf die ftlloren Sprarbnlufen gibt A. Thumb, Handbuch der neugriechischen Volks-
'h, ptiaiibnn! 18^5. — Die rein nrnklischen Lehrbilnher des Nnugrlechischan run
liehvB (LtapiiC 1876), JannaraKis (Hannover 1877|. Vinnent und iJicküon
187»; in deutscher Vcrballhomung von D. Baaders, Leipiig ISäl; 2. Aufl. 1890)
r, kOBIMa nr daa Studium des Mittelvulgargrievbisclien nicht in Betracht. — Nur
ITanumg sei MiianDt das durch scineu Titel bestechende, iu Wahrheit völlig wertlose
n. C. Malier. lliHloriscIie Grntntnatik der Iietlenischen Sttrache oder Uebersicht
DtvirkelvanilBnitM der altgri^chi sehen zu den ueiigriechisclien Können n. a. w.,
I^idna I8S1— 1692. — Eine wiaHonsohaftliche historische Grammatik de»
riiiimboa ilt noch «in Bodlirfnls, dessen Erfüllung voraochEohn Jnhran Karl Eoy
lil gdfellt hat.
Baitrlge lur flesehiehte, Lnntlohro. Morphologie. Etymologin und
dea Vurglrgriochiaehen: Eine vollatAndigo AiifKilbliing der Monographien ga-
bt hieber; Mth noone nur das Wichtigntn und verweise lllr die Übrige Litterntur
An^boB in den uolon genannten Scbririen und auf die ilusammaii-stelluni: det
r«r. üriecliiacbo ärammatik ' (18B6; S. XXXV I. und: Nvugrieohiaobc ätudiuu l.
BysuitiniMchs Litt«f*taig«acluaht«. HI. Tnl^&rgriMitaüoh* Litt«ntu.
^«irauob cioar Bibliograiiliie der neaKriccIüiohM Mun4ulaBriw»di<iiig. Sitxuns>\>tt. Vm
Ak. Oll ISO (lBä4|. Howie auf d'u> bibTiognt|ibi«cli«D Uitrielil« von A. Tliuinb im Auugtf
fOr indogerniani seilt' Spruch- und Attcitiuuskund«. ~ C. Q. Cobet, CanaraW» k
emondniidn riiti»iiu grammaticnR gmoiMu diHF»ruBI)do oraliauvm krtifioiilt« t\
oratjonc poi>iilnri. Amatelodumi m'-'ü. — E. ä«ul4, Au vulgaris liii^na «päd ntaH
gmccos i-xulitorit V l'iins lS5ä. — M, K. Tnlbert. D« linuna graKH^vulKon qail«K
quottd det^luiutiunus. oum riutica Koiiiiuia conveoiiit. Pftns. h. Tbörin Id'-t. — D, J. Nti
rophry di's. Jotiinw /d('>(>('ii< i^( 'KUr^r, /haaaiji, Smyrna 1871 (erat nftck dem T*d> in
V«rfii88urfi ((»drucKt und dkber uiclit genUg^nd geordnet und abig«riind«'l>. — G. "•■■'tl,
Stiidi sui dialelti Gnci dclU terra d'OUuito, I^cco lüTO. Dialotti Roniiiid AtA Mini
di ilova in Cninbria, Aroliivio glottologüo i lli^TS) 1 116. l.'nltiiDntito grrco Mi
d*ir Italia mnridionalD. Partei prima: Provini'ia di Reggio. Arohivio ^olt«l«g)M IS |L
bU IHHl) 7« »6. Umu Nncbtrüge vonU.Meyar. Arcb. gütlotoK. 12 (läW-91) ISI'U
— M. Dcrfncr, NeogrooM. in Curliua Studiun -t (18711 ^81— 3^2. Von •JemMtka:''
Abbuiidluiig Ubur das Zalwiniaabv. 8ttiunKtib«r. Kerl. Ak. Itl7ti S^ 1&-80: 17<~1K.
llb«r dio ioHiLitiv« iu den puDtisobeii DiälaktM. «tiend« 1877 S. 191— 2S0. ZaUnii
Orammatik. D»rlin 188] (uiivoIlend«t) Archiv IHt mittol- miil n»a(riMliiMlie Pbäiiti
Äthan 1880 (mir ein Do)>pelbi]<rt). — G. Mvyvr, AntloKiatiildiiaMN d«r ii«agriMli.
natioH. Uoxzonbcrgnrs Beimigo I (11^7) 227 ff. NougtivahiMbM, BMMidMrCH« Btilrtei I
( lä93) l&O - UH. NcugriorbiHcb öfua. irpictva, Indogurm. Forachangui 2 (1893) 370. .\«h.
Ktjmologien, Indogcrm. KorHch. 3 |lä&i) 63—73, Zur ncugrieciiMcbeii Giunnubl,
di-a .Anoleotn tiraociun-iu*. (irai 1»93 S, 1 23, Etyniotugiacfacs, B. Z. 3 (I8M) 1**-*'
Neu|triecbiiicli<- SludiiMi I-IV, Sitziingsbor. Wion. Ak. lld ISü uiiJ Vit. Wivu ll)94-r
Mouche Uvitrüg« «ur Etymslogi« den Mittet- und NiiUKTi«chi«cbeu «lüiallfu anob itm
.KQmiologiaolii-» WUrlvrbuoli dor iilbiiDiuiiiidien Snraclie', Straaabuig 1691. and ht ,T
Ncban Studien 1', Siliungsbor. Wifu. Ak. Bd l'iä, Wien 1893. — Nikulaoa tte»
ilciHpioIa dar Volkaetymologiti im NeugriechJtcbeD. Dactenberiter« Beitrag« 2(1X79)]
dazu H (1879] R7. BcitrSgb t\a neugriechischen Wortbildun^lebr«. Züricfa l^71>. f"
tr tß avyt;9e!t/ üafiiniMiitair avrS/itiH' tür nvfä toit Irioit y^tififMitnM*i(
»aimi'ftiiiur. 'AStirmor 9 (18^0) 327 IT. Alt- und neugrity.hisrJie Velkaot)'B)Dkp«a,
bergurs BcilrAgn (t <It^^lJ ^0 ff. — Karl Fo^, LantaysUm der grioobintben Valgin
J«i{uig l):tT9. Bcitifigp xur Kenntnis dea V ulgftrgrieohiwiheai. BtaxL-oborgera IMffJf Ij
(1881) 220-230. Grii-ybiüchn Vokalsloiiicn. ÖMKeubergcm BBÜrlge Vi ill<S7) 38 -7S. 7^
Unifti tiür nniniifiitniiniii' i|i.iai>' ^i' r^ StotUi'iViiis yXmaop, 'llftt^oköyior i^.' Jrait
1886 ä. 207-21äun<I 18»7ä. U>< 16». Vulgirgriecbischcs. Uencnbernn BedrioM
bis 1889] 83 ff. - Q. N. Hetcidakis. .tfeUii; ini «^ r^«^ KUfTtmi«, "& '4»v^
llttfi Jiay antipcfDfatiKnii' l^ll|^•ir«^r ir lg riail^^g 'EXXijyixg, 'Hfitfoidym' 1^ '4rat*i
S. 182 14^, Ünr PrO^onsbitdiiug des Nengrieohiacbcn, KalinB Zeitaolirift fDr in
Spraohf. 27 (1882-85) C9-84. Zum Vocaliimna des Neagriecbiecheit. Kokna Ztib
30 (1890) 357 '39S, 7,ui aeschichte d»H Mittnl- und Neagriechisclioa. Kiikn« t*'»ti
91 (1f)90) I03~ir)6. NeugHechiscbo Miacclbn. Kuhns Zoitschrift 33 (lti93) lV5 -IM. >*]
Wortbild uug^MirL- des Miltel- und NeU8rici.'!iliadi<^n. It. /.. 2 (1893) 23& -£»6. Dmi
reiche durch eindringenden Spharfiiiiin nnd lirllndlinbknit au«gMC«icbnote IFnlMWirl. . -
im ID. Bande des '.AS^rator, im lliiiiuir. im JtXiioy, in dv^r 'a9^iv, in det JabiUuuiiwMl
der Universität Athen (Atlien 18b8) und nnderawu. ZuBanimcnrasaocde UaupUikrifT'
Einleitung in die neugrieühisohc Onuminatik. Loiptig, Brcitkupf und iUiiel 1692. "'
Besprechung vnn W. Meyer. B. Z. 2, 142 ff, — K, Kruinbacber. tieUtlm
Ueacbicblc der griechiedicn Sprache. Kuhns Zeitschrift fOr vergleich. Spnchf. 37 (l
481 M5 (in der Einleitung eine Skiroe der Oesobichte der val(lrgrieekisch«a I
>rBchtrug diuu, Kuhns Zeitacbr. 29 {IS^H) IR$'192. Ein irratinnalar Spirant in <
scheu, äiUungabcr. bnyer. Ak. 1886 S. 359- 444. — Jean l'sichari, Ermu de pbiui»I>^]
n^-giecque. Müin. de In socidt^ de lugaiatiqu« E (18B4) 849 — 393. I-jiMiii degf*
bialiiri'jii» nOi>-grecqUL>, 2 voll.. Paria 1886— lt!89. QumI)dds d'histoirc et de
Si'Xiayoi, EUaaintnn4ii}eit (Ifn^iri^r. tai iq' rojuav, 1886) 441 — 497. Te taÜii ft—,.
lt^8 (gibt in Form einer KeiaeachilderuDg eta« praktieciie Dustalloog der o '
griecbischcn Phonetik. Morphologie, Svutsx nnd d«e WSrterbnclieB). Etudes dt i
n^o-grao<[ue, techerchea sur le developperoent hislariqiia dn gree. Paria, BeoiilM IM
Ein Verzeicbnia der sonstigen Beiträge von Paichari rar mlgkrKri^chiar^on Spracie. i
r«lur und Folklore findet man im lotit genannten Werke S. CI.X f. Zur (icncbicM«*!
neugnechisrhen Sprnchrriigi- gibt reiche Aufschlüsse D. Tbcriaooa. '.Ha/iärtit l*f*']
3 Üde, 'lYier 188!»- 1S90, bca. im 2. Bd. — K. Burcsch. riyoyar ttttd anderta V**"
gneciiiach. Hbein, Mus. 46 (1891) ISlS-SSa. Kriliecher Brief Ober die falachen ftljUif»
Philologua .M (BBS) 84-112: 422-404 (in dor Einleitung dankenawdrter, •*« ^J
nicht gelnngccicr VerHucli, die frühen Eraoheioungi-tt der \'olkHaptaoho luOlitiS^ 'J
Sinlflltnng. (§ 331) 801
oDeran, basooders das aegyptische nnd klein aaiatiache 0 riech lach aoBeiuaiiderziihalUii). —
K C. Heaseling, Eesai htstorique aui rinfioitiv greo, in Psicharia Etndea de Philologie
d»p*oqv» (a. a.) S. 1 — 44. Das Personal proDomen der ersten and gleiten ^eraon im
littalgriechischen, B. Z. 1 (1892) 379-391. — Prinzipiell wichtig ist der Nachveia, daaa
iak manche in den heutigen Tolksdialekten fortlebenden AuadrQoke zur Erklärung seltener
■d dnnklar byzantinischer Temiini verwerten laaeen: 6. Deatnnia, Lebendige Ueberreate
kr bjxwitiniBcheo Tenninologie, Jahrbncfa der Udesaaer hlBtor.-philol. Qesellscbaft II (1892)
fax. Abteil. I 8. 1—24 (niaa.); vgl. E- Kurtr, B. Z. 2, 137. — Alb. Thumb, MeUrij ittQt
ifC t^tfir^l if Aiyirg XaXovufv^; dKtiixTov, 'AStjvtt 3 (1891) 95 ff. Beilage zur nen-
griMliiKben Dialektkonde, Indogerm. Forschangan 2 (1892) 65 ff. und 7 (1896) 1—87.
lim nongriechiache Sprachforachung in den Jahren 1890—1891 nnd 1892 — 1895, Anzeiger
; Mogam. Sprach- nnd Ältertntnsknnde 1 (1692) 38 ff., 146 ff. nnd 6 (1896) 210 ff. Die
■Mgriacfaiaehe Sprache, Freiburg i. B. 1892. ~ Wilb. Schnitz, Alt- nnd Neagriechiacbes,
lAa» Zeitschrift 33 (1893) 224-233 (Uebergang von 1 in p nnd ju in "; Schema •/'U/wV
>; Terbindnng avv xai, fiitd xai n. s. w.).
fcalkHk 4tt klMi. AUartnDnrtaNsnhaft IX. 1. AbUf. 2. aniL 61
Erster Abschnitt
Poetische Litteratur.
lehp- und Gelegenheitsgedichte. Darstellung
vermischter Stoffe.
332, Spaneas (^navt'ai). Unter «lioftcm Xaniuii g^fat ein
griechis<lK-s> Lehrgedicht, wolchem die in der byznntiuischea Zeit'
gelenen« K«de des Pseudo-Isolcrates /7^ ^»jnöunor als Gmo
dient«. IVr äpanen« oxixtierl in mehreren stark von «ItiandtT abw*icbi
den VcmoDuii, die ver»chiudL>iivii Bcai-boit«rn und vorHcbiedtMi«'» Zoll
angeboren. Die älteste Form euthült wohl das von Legrand he
gegebene Gedicht; en zeichnet nich %'or allen anderen durch Objektivit
vornehmen Ton und gute Komposition aus. Ihm gegenflber stebon
rore inhaltlich vergröberte und sprachlich wonigor «rsprSsK
licho Versionen, in welchen der enge Auxchlus» an pHeuilo-Isok
aufgegeben ist Zu diooer Gruppe goburon diu Version der alt«n Vei
zianer Aufgabe, die des Maurophrydea, die zwei von Wagaer
einem Gedichte kontaminierten StOcke, die des Ood. Neapol. IU.A.i>1
die der Handschrift von Qrotta Forrata u. a. Auch das von LegraPJ
unter dem Tito! Jtiaxi] — "io/inJiios rrnpi »or artor piov 'Poßnäft
gugubene Gedicht ist ein Spunt^<iuirragnient der zweiten Gruppe.
sam ist diesen Bearbeitungen ausser einer kleinen Einleitung die Ai
lung auf bestimmte PrivatverhSItnisae, die geschwätzige Fassung uad
bedenkliche Moralitilt der vlltcriichon Kjit«cliISgö. Ganz fllr sich »tebl
Version des Oxforder Codex, die zwar im Tilel den Namen 9|
enthalt und die Fonn einer väterliche» Malinrede bewahrt, im Ib
aber wenig Ähnlichkeit mit den Spaneasgedichten besitzt, ßne an
selbstilndige Bearbeitung, in der wie in dem von Legrand ediert*n
ment Salomon als ilatgeber erscheint, enthalten die Codd. Barher. II!
Athen. 7]2 und Atlious S816, vielleicht auch Cod. Athen. 720.
Verfasser des Werkcheiia ergibt sich aus den Einleitungaversen dK 1
Handschriften Aloxios, der Sahn des Kaisers .lohannee KomneMB.
mit seinem Vater die KSnigswtlrde teilte, jedoch noch vor diiui'^l
Lahr- nnd Qelegenbeitsgedlobt». I)&rBt«Uaitg TermlBchier
803
Urb. D^r Jflngliiig, an den die Lehren gerichtet worden, Ut der Nvffo
Icft Atexioe, der Sohn seiner mit dem Oaesar Jnh»nne8 Roger verhei-
••Mcn Zwiltingsachwe^ter Mari«. l>a Alexio8 um IM2 im Alter von «^twa
iE Jthr«D starb, wird das Oodicht einige Zeit vor 1142 entstanden «ein,
tuA da er in dvn EtiilvitungHvc-ntcii [taxägio^ genannt wird, katin os iT.st
IWth seinem Tode in diu Oflyntlicliki'it gelangt soin. Später ist der Sp»n«iii»
vielfach ganz frei umgearbeitet worden, wobei man die ursprünglichen
IBJDltttURgxvenie teil« moditiKieH«, teils ganz wegliess; in einig<>n Hand-
Hdirifton wird Spaneas selbst als Verfaßser bezeichnet, nnd dieser Name
achciDt dann geradezu für parituctiüoho Gedichte Uborliaupt typiuch go-
■rDfdQn zu sein; eo linden wir ihn Versparfinus^n vorgesetzt, welche im
Blirigen mit dem Spaneaa wenig mehr zu thun haben (so im Oxoniensis,
Barb,, Atlton. und Athous). So schwach die ästhetische Beurteihing
iitees väterliche Mahngedtcht finden mag, so bedeutend ist sciu Woi-t fQr
Ge Geschichte der mittcigriechischcu Sprache und Kultur. Wie die ritter-
kStea Lebren des Theognis und die kategorischen Vorschriften des
lllM Cato den Geist ihres Zeitalters ausdrucken, so spiegelt sich im
Ipaneas das byzantinische Wesun mit seiner Känkcsucht, seiner Scheu
<0T ofTi^nem Handeln, seinem Mi^straucn und suinor mit Fr<>inniigkeit
ibertünchten Frivolität. Wie sehr das Werk dem rhomJiischen Oeschniacku
wliagte, beweisen die zahlreichen Bearbeitungen und Handschriften. Noch
p&t vernimmt man einen Nachklang desselben Tones in den derben
«bensregvln dos Saehlikis (a S 343) und in den vtiterlichon Mahnwoi-tcn
ea Markos Depharanas (s. § 352); als eine Weiterbildung des Stoffes
racbcint auch ein Gedicht des Marino Palieri (s. g :{r>(l). Neuerdings
tod sogar xwei slavische Bearbeitungen bekannt geworden. Li der
Bnatsprachlicbon I.itteratur erscheint als Gegenstück zum Spanoos das
albmigsvolk' Moralgodieht de« Geurgios Lapithes (s. g 326).
1. Aaagabon: Zuerst «rsckipn ein SpaDeaa in ü«r Reili« jener VDlkagri«ohiBcliGü BUch-
■Ml. weldi« Mit (iem AufHUK de« IC Jtihrh. in Venedig gedruckt wurden: Ji^aaxailtt -rmitta-
fliM^ x*fOr Vtli^ioi' Kufft-ijvaü loi'* 'uyofiiruv, i^niiria. 'tj-iiiriai nn^Hr' Xpiil>nf«(rfJ tiü
■n'if a. a. (aiifießlit I.''5Ü). Vgl. K. LegrAnd. Uibliogr. hell. 1 (18»5) 285 t. - Ed.
Uoropliryd»», tMXoy<-, S. 1—1$ {4S0 Verse), — Ed, W. Wagner, Carmin« S. 1 27
MT V., «iae ^nlil. di« »W nur doroh Ztisani mensch wo issung des Cod, Vindnb. theo), gr.
M Bit Cod, Mut. XI '2i zu atjuide ßelcoinnieii ist). - Kd. E. Legrnnd, liibl. gr. vulg.
. I - 10 12'*.^ V.|; ebenda S. 11 — 16 die Jtifaj;ij ^iaXo/iiöviaf. ■ - Die zweite oben crwalintc
'miiM. in der obeorBlU f<ntomun lila Knlgelier erscheint, ed- M. I. öedcon, Ilruiviraaöt
11^7] iiG. Ino. 'i> faeikn-c 6 loXouür ii^>/" !jakiti Xöyor. Va\- J- Schmitt, li. Z. I
IWS) 328. — Die Vcndon 4m Cod. Vindob. tbeul. gr. 1»:) (Ni'ümI) »d. Fr. flnnnn.
bhfMibar. den k. k. AkademlBchui OjrmnaaiumB tu Wien, Wien 1996. Huonu btiAbeiclitigt
*ch die Venioa de« Cod. Tindob. Snppl. 77 und des Bodl. Misoell. 284 der Oeffent-
jehkctt n ab«rgeb«n. — Ein« Vorsion ans dem Cod. IM den AlhoBklosters Jo^ti-
injvp (s Atltoüs 2Ti48) nnd ein klein«« FVimment aus dem Cod. I3ß dos AtboK-
llosterB (dir 'Ipiij^nr ed, Sp. 1'. LnmpTOK, Jtlxioy h (1^96) 103 -123. — Riao Uo-
■Btau«|c>be der Spaneanbeaibeitungi^n wird vod John Schmitt vorbereitet.
2. 8ilfsraitt<?l: Velier ilns Verhiiitnis des Spanens zu lankrntes oiniftc l)emc<rkungon
t«i B. Keil. Kiitkrilincho IsnkiatvBsludieii. Bermna 23 {Ifi^.ii) ZXV f. — Zum Toxte: ti. N.
HBliidNkis. Kiitinclwi Remoikungen rii einigen mittelgriocbisr.lKin Autoren, B. Z. 1 (1S92)
101 (. • B. D. rRpadimilriu, Kritische fttudicn lu mitte lulterlichen griochiHchou Tcxtea,
OdMMetJlJirb. IV(l<^9t)Bvi.Abt-2S. las- 172rniBa.>. - I''r. lUnna.TextkritBonierkungen
Mt|WUM, Sarta Harlcliona. Wien isue S. >J3— SR. ~ Ilauptschriflem J. Tsichnri, Lu poi-ine
ktaMÄM, VM»a%e» Renier = Uibliutliiqiie de IV'colu dos liautes elud«B, 73. fascicule. Paria
IHiS. tt|-.283. Vgl. dutaelbvn T/ama du grnnun. biat. Deu'gre«)ue 1 (188>;| •i2: 'il7 f.
dl*
804 Byzantiniacbe LlttoratnrgMoliicht«. III. Tulgargrloeli. Lltt«r«ttir. L PoMit.
- Joint Schroill. Ubor tka Vcrfuiuwr im Üpaant». ß. Z. 1 (1S99) SIC— 332. D«rTi4l
nstenaolit vor nll«in diu Autoffriig«. Klreifl aber bbcIi iIm TcrbBlIni« der T«raeUi4«M
Dearliaitungnn. F.r xthlt 18 Uhi auf. wocu ngch dia Codd. Atb»a. 713 nn^TWnfl
Atbona 21»ö und 381Ö und Pctropol. 203 koniman; «. J. A. Sakkalion, K«i«io^id
^tifoy^äfm' i^f iSn*^ ^(^1. ivc 'CUoifsc S. ISO und 132, üp. l.Btnproa, CaUlacMV
th« liroek maa on Uouot Athos 1 (ItJSS) 250 und 101 nud Uo-iaoliag. ManMoii !(ü«
nin^M 1894) S. H9. Schmitt ipbt itnoh FacaimiloabbiMaoi;«» «iii«r Tcxtadto dia Cil
Valii). fal. gr. 3fiT and einer a^Bnen UJoiatw de« Cod. Valic. l'rb. 2. auf «Ma
d«r VarfassoT d^ Sponoos, Aluxioa. cuummen mit aeiiiviii Val«r Joliann«i ab;tUa|
ist. — V. Jat;if. [>ns b^riautiniidi« Lalire«diclit Sjpaneaa in d«r kircbf<ni>l>vttcbMi U«M
»etzung. Sibtungtiber. Wien, Akad. 127 (1^2) (bis jelst aind iiar iwui frei« PraaabufM
tuQgeii. eine aerbobulgaiiaabe und ein« ««rbiach^, belutnnt: Jagl^ analysMrt baid« M
gibt dun serbobulgarisdien Text in oxtenun), T. Ornkonhaimar, Dna Alaxka £mu^|
n^l^fta mtoairäiiiMi', VMrglich<<ii mit ii<ini ninniwhrji Domoatmi (d. b. Haeh vaa dat Sm^
hallUD^, Odwwn 1898 (run.) (nin umfiuigi^ichrB. aber gani: uninftglicbe« Biult). ^
333. Theodoros Frodromos, Aar »ioh wcgon Hoin«r Armut in sciiM
Beitelgedicliten Ptochoprodronioa ncimt, ist einer der wenigen Autond
welche nowohl in der Hchriftspraohiichen aln in der volksrnftfiiiigeiR Litufl
ratur der byzantinischen Zeit eine Stelle beanspruchen. Ober min LttJ
und »fiüc Kflhlroichon Werke in der Kuitötstpracho ist g 313 g«baiidelfl
Der VulgürKprachu und de» politiituhvn Verlos bcdivnt« sidi Vnm
drontos in einigen BettolgedJchton, die nach Form und Inhalt tu dM
merkwürdigsten Denkmälern des griechischen Mitt«la]terB gebflreo, Qm
mein»nm ii<t dienen En»>i]gniKflen, die an iin%'ergesslicher OrigintliUI iM
Verse dos Hpaneas und Qlykas weit UbortrelTen. demütige Verlraulidiktül
galgciihumoriutiAcho Sclbstbctrftchtuug und realistische Derbheit. I
Im ersten Gedicht (274 politisctie Voroe) Hcliildort Prodromos dea
Kaiser Johannes Komnenos (1118— ll-lH) die unerträglichen Qualen mmH
ehelichen Lehens. Alltäglich habe er von .seinem Weibe die bitttnun
Vorwürfe zu h&ren; niemal», m zanke sie, habe er ihr ein widea Tutij
um den Nacken gelegt, nie ein hQbschcs Kinglcin oder ein Ärinband gn
»chenkt: man verliiehe sie ob ihrer nltfrüiüiischen Tracht, da Uorr F^J
dromoH kein modisches Gewand zur Stelle schaffe, nie komme de io tid
Bad; habe sie einen Tag gegessen, so mllüse sie zwei Tage luintiBnJ
Alle Mittel, die der Arme versucht, um die Widerspenstige zu zihwiia
bleiben vergeblich; zum Beweise schildert l'rodromoti dem KaiMf elMi
der Gewitter, die so oft den tlimmel seines ehelichen GlUckee veHbutdiil
Er «rgreift den Kosen, um die Gattin zur Vernunft zu bringen, m nVI
weicht und verriegelt sich in eine Kammer; als er nun den Be^o darnl
die Thürspalte zwängt, entreisst sie ihm den Stiel , schmettert tkn mI
Boden und verhrdint ihn triumphierend. Endlich wird das Mahl n9(*1
richtet; als nach langem WurU-n auch er. der Nälirvat«r des IIailM«,(^1
was von den Speisen zu erhuschen sucht, ergreifen seine hoffmingswi* J
Spri)s«ilinge Stöcke und Steine und werfen ihn die Treppe hinunter. DmI
Endziel, welchem diese Satire auf dats Baond eint« Punt«ffelhcJd«i «»•I
steuert, ist eine unverblümte Bitte tun Unterstütaung : .Wenn I)u »Wj
Gebieter, Dich meiner nicht erbarmst und die UnersBttliche mit Oaiell
und Geschenken sättigst, so zittere, bebe, fürchte ich, ich mödit« vor Jcl
Zeit ins Grab sinken, und Du möchtest Deinen Prodrome«, Deinen Ust«l
Höfling, verlieren." Im gleichen Ton« sind nun auch die Übrigen Söchl
gehalten. J
ji^
^Slr^M 8*I«fimiIieitBgeaiebt«. DaretollnnK TermiMbUr Btoff». (g 333) ggö
■ Im zweiten Gedichte (117 Verse) wendet »ich Prodromos liilfe-
RH*h«nd an einen Sebastokrator, wahrscheinlich an Androiiikos Kom-
ieno8, den zweiten Sohn des Kaispra Johannes. Zur Kintcttung seiner
Bitt« benutzt er dicMmnl eine Aufzähhing dor mannigfaltigen Bedürfnisse
(einer Familie und HohlioeBt dann, ithnlich wie im ersten Gediehto, schleunig
aftgo ihm der FOrst beispringon. oho er noch diu Immobilien vvrzobro,
tu Boden sttirze und sterbe. Uas kurxe Stück ist durch das wBrterbiich-
trtigi- Vorzcidinis der filr ein byzantinisches Hauswesen nötigen Oebraiich»-
ind Verbrauchsartikcl fijr die (ieschichte der Sprache und Kultur von ei--
toblteher Bedeutung.
Da» dritte (ledicht (656 Verse) ist an Kaiser Manuel gerichtet und
inthäll eine gramerfnUte Anklageschrift gegen Kwei Äbte (xard
fcr*^^o>l'). l'rodromoM hat sich, um sein geplagtes l>a.sein in Ituhe zu
hliessen, unter dem Nftinun Hilarion in ein Kloster zurückgezogen;
loch ist er hiebei vom Hegen in diu Traufe geraten. Mohr als ft-Üher
lurch will Kheweib wird er jetzt von zwei Äblen geplaKt; in dem Asyl,
\b» sieh ProdromoR erwfililt, herrschen nämlich gegen altes Itecht und Hei--
(ommen zwei Vorstände, .Vater und Sohn, ein schousslich Paar, o gött-
iche (lereehtigkeit!* DioHcs entmenschte Paar quält den armen Tlilarion
lurch Nörgeleien aller Art: sie drücken ihn durch lästige Aufträge, schmä-
ern ihm die Kost, verbieten ihm den Wein und sogar das erfrischende
3ad; sobald er sich muckst, fallen sie Über ihn her. Daher bittet der
ilichter den Kaiser, ihn gegen die Anmaifsung der Abto zu schiitzon und
»ein l'flnitentcnleben zu erleichtern. Wenn Prodromos auch nach seiner
itewohnheit die Faibcn etwas kräftig aufträgt, so schildert er doch treu
lud lebenswahr, und einzelne Züge des von ihm entworfenen Bildes sind
■och im heutigen ßiisilianerkloKter deutlich wiederzuerkennen.
Das vierte Gedicht (Ili7 Verse), das dem dj-ittcn wohl chrono-
oigiscb vorangeht, ist wiederum eine an Kaiser Manuel gerichtete Kitt^
«dirift. Als Folie dient dorn niclit*i-, der seinem Thema stet« neue Si^iten
(bxugewinnen weiss, eine melancholische Schilderung der materiellen
[fnlruchtbarkeit des wissenschaftHchon Studiums. Oft habe ihm
Jl^ Vater ans Hcn! gelegt: .Studiere, mein Sohn; dann kommst Du zu
Bklituni und Ehren.' Kr habe den Rat befolgt und »ei ein regelrochtor
TmmmatJcits geworden; die Weissagung dos Vaters über bleibe unürfullti
ite Wissenschaft bringe ihm keinen Gewinn, und er verfluche den Tag,
la er zum erstenmale der Schule flherlicfert worden sei. Schuster und
Schneider, Bäcker und Metzgergesellen seien besser daran als er. Indem
BUQ Prodnimos in launiger Breite eine Bcihe von Gewerben mit dem Go-
Mirlenberufc vergleicht, zeichnet er köstliche Bilder aus dem Geschäft»-
und Strassenleben im mittelalterlichen Byzanz. Inhaltlich verwandt mit
diesem traurigsten Klagclieile, das die stets zur Armut verdammte Zunft
der Qrainaiatiker je angestimmt hat, ist die Dramation des Hapluchcir
r». ß 320).
Pas dritt« und vierte Gedicht sind in zwei Itodaktionen et-
luhen. die so stark von einander abweichen, daaa Legrand mit Recht
^>ni\v in extenso mitgeteilt hat. Heim dritten Gedichte beschränkt sich
806
Bjrumtitiiaclie LiU«ratnr««Kbielita. III. Tnlgftrgriftcb. LItUr&tv. L Pottli
die Vcrscliifdc'iibcit auf nidakUom-llu Äiultiruiigou der einzelnen Vnw,
während IdIiuII und Umfang gleich tiltibou; beim vierten dagegeo »ttbt
neben einer kurzen, wohl in-spriingUchen Version eine fltark erwintett
(397 Verse gegen 167). H«iiie Hcarhoitiing^^n der zve'i Gedicht« schwM
von t'rodroino«! selbst herzuHtaniinon; doch bvdarf ihr gegenseiUgce Ve>
hältniit nooli der Aufklärung. Merkwürdig Ist, dtisfi Prodromoa ati«h in
seinen VulgiLrgodichten die Schriftsprache nicht ganz Vftrmis^en kotirli
doch verfuhr er hiobei »nders als sein Zeitgenosse (Üyka^. WaIim'I
dieser zwinehcn die vulgSrgriechischon Verse da und dort ultgriechiaeU
einnchiebt, so da«s ein sprachliche» Mosaik ent«teht, dient dorn Prodromot
die herkf^mmliche Form der Kunstsprache nur Einrahmung seiner voll»
ma.s8igon Kr/ählung; indem er sie in der Einleitung und im Epilog odtr
wenigstens in einem dieser Teile anwendet
Ohnu htnlängUche Gewälir wurden dem Prodromos sieben kleinere
Gedichte erotischen Inhalts zugeschrieben, die neulich E. U^ud
(». u.) veröffentlicht hat
I. AuDgabon: Zuerst odiorto iwet Ondiehto (je eine lUdaktian i)m 3. i»d 4. SUtI
Ad. Koraia, '.tituna, tö/t, I, Pari* WIS. mit udmii wiclitigcn Kommeiilkr. — 8cUm
Abdruck 4ie»»r AuHgnbo (c•hn<^ den Kommcntiu') ron UuurupbrydVB, *£*1«}^ S. IT—T
— F.. MitUr, M^lBngcH do philologio et d'McrapM«. PjiriEi IH'Jß S. 129 — ITl. odMtt 4
«T*t«, tweil« (lud vi«rt« 0«Mliclit (in dor vod Kor*H iiiclit mitge(«ilt«a Kmbktto«! Bri ^
fnniteieobeii UebetvotiUDK von Lcgriuid. Ei» Abdruck diewr Ausgab« aach b«)
gc«nd, CoU. d« monum. n. S. Tol. T, l'oria I8T'>. GeHnrntaDSigab« dBr4b». 64
von E. Logrsnd, nibl. gr. rnlK. I. 38-124 {a\iaf HeborüwUnng). — Die ajibra
(tedir-bte ad. aiiH einem im Naeiiliwse K, Mill<>ni gnriindi^unn Hlutte K. Legraod.
inäditee do Theodore I'iodrom«. E«vue dos M. gr. \ (1H!)I) 70 -7:1.
3. Hilfsmittel: Hnuptschrift lur »pmchlirbnn KrklUruog ist nocb inner 4frX*
menUr von Korais (s, o,), — Kinig» Bomorkungpn und I'robca doBtccliN' Uabi
von K. 0. MUllor in oinor BdaprotdiutiB der Ausgabu von Komis, (i&ttiiig. G«i.<
IttäO ät. 140. wicilorholt in .K. 0. HalI<^n Klciot- dnulwbo SchnftMi* I (Hiwlas
'266— 27S. E. Miller, Uu poSte de la eour dos Coninineei, In daa« U f*Jinn ^
aniju«lle d^B oiuu ncad^miea lo 23 octvbre 1874 (Dur eine AnaJjrBe der von Hdler b^^
KogubeiKin OedicWj. ~ J. Psicliiiri. G»uis Je ^Tuimii. lii«(. n^o-grarave I (I>^)v.
120 IT. Uur Siiracho nnd tiRRdscliriflticbuii UobvrlicfvriiiiK d«« Prodrom««). — Kritincb' i
oxcgetiBche ßo merk im Ren von ü, N. HaUidoki». B. Z. 1 (1802) ft9 ff. ~ Ba t«.
i'orl« du Tlinil vorfnwtna (Uosaar iii ViiltUntcdicIiten d«i) Prodromo« hef 1 1
in der THrlaor National bihliollink als Cod, Pari«. Bap]>l. f,r. 84.5.
S. Zur t'obirliorotnag: Dio «rwoit«ito K^tduklion doa drillen nad rititen i*
dichtcH (boi Lcgraiiit Nr. 4 und 6) ntcht in ninnr von d«ai edi«4lMi Trxt«n rV*»
weK'hendiTD KiiBBung in dem uocb nicht bonlllitcn Cod. Paria, auppl. gr. VM
H, Ouiunt, Invuntuirt Humniikire 3. üt). Von domMlbun bat H. I'ernot oiso aocli
VoritlTentlicblv Abndinll gunuinmun.
3S4^. Michael Olykas (Mtxa',>- » rlvxäg) hat ein aus 58) politi»
Versüii bustfhfndes Gedicht hinterlaÄsen, das zu den ältesten Denkmllu
dos Vulgärgriochiscbon gehört. Der handschriftliche Titel lautet: S/ji«i|
yprififiaTixitv Mixm;^ 'ov rivtiä' oi>f ffpaiiif ntiit' or »axtaxtit*, *aiom tt\
n(>iu!njyfXiai ;i;Ripfxna0t' rno's d, h. .Verse de* tirammutikvra MicW]
Olykas, welche «r abfasKtü, als er auf die Auzoigo eine« schadenfruh« |
Menschen hin gefangen gehalten wurde.' Nach weiteren Angab«» * |
Gedichte selbst ist Qlykas durch die Verleumdung eines Naohham in dfj
Kerker geraten. Der Gefangene bittot den Kniser um Befreiung; rt b^i
ein leidigem« Missvorstiludniä »tatlgüfuudeii, das der schlouni^len Av*
klärung bedürfe. In klagenden Tönen bebildert Glykas dasEhMid, in«
. Lakr- a. Oslegenhftltogttdiobte. DKratoUimg venniacbter Stoffe. (g§ 38i— a3&) g07
n Korkcr zu erdulden habe. Doch findet «r trotz seiner schlininien Lage
»ch di« Stimmung zu scherzhaften Vergleichen. .Das Weib des I'fuffon
lat einou Fvhltritt hogangen und das Ehelager gnschiliidut: den I'faffon
iber zieht man zur Vurantwortung ! Welch ein Missgoschiek! Jene hat
las Ueselz Übertreten, diesen aber »traft man. Ist das nicht traurig,
nicht zum Vorzweifeln ? Der Esel schlägt aus und den Sack prügelt man,
lamit er artig werde" u. s. w. (V. 270 ff.). Warum sich Olyka-s in einer
M wichtigen Sache dos volksmässigen Idioms bediente, wissen wir
nidit; doch lässt sich vormuten, dass Kaiser Manuel ftir die Volkssprache,
in welcher er ja auch von Ptochoprodronios Bitten und Dankesworte
utgu^entiahm, eine scherzhafte oder herablassende Vorliebe \'er raten
h«tt«. Aach das BedUrünia, mSglichst eindringlich von Herz zu Herz
tu realen, mag bei der Wahl dieser seltenen Form mitgewirkt haben.*)
ft'i© dem sei, Glykas vermocht« den Ernst soiuL'r Angelegenheit nicht
In Ueit«rkeit aufzulesen. Wenn man der Subsc-riptto des Gedichtes
glauben darf, schickte der Kaiser, der damals gerade in Kilikien weilte,
uch Konutantinopel den Befehl, den Gefangenen unverzllglich zu blenden.
Worin nun dae so grausam bestrafte Verbrechen dos Glyka» bestand,
libt in ein ebenso undurchdringliches Dunkel gehüllt als die Schuld des
btera der Tristia. Die Abfassung des Gedichtes fällt in das .Jahr
oder 1159; denn die Bemerkung der Subscriptio Hber den Aufenthalt
Kaisers in Kilikien bezieht sich hiichät wahrscheinlich auf die Kx-
pedition, welche Manuel im Jahre 115S peraünlich golüitet hat
1. Aancabe: Ed. ^r. E. L^Kfanil. Bibl. gr, vulgt. 1, 18— S7 (aus ilom tichOaen
^4.Pmii». 228 a. 18, der aucli die SpricIiwQrtec uud Brief« deq Glylua entbAU). Vgl.
UgraBili Iniruduotioii S. 14 IT.
2. UiUsmittal: Ziir Kritik und KrktBiunK: R, N. UatxidBkis, Kritiecbe Bemer-
lattKrn tu eini)!«n initlnigrinriliaabiMi Atilcir<>n. lt. 7,. 1 (1H8S) KR— lOR. — K. Krumbflobor,
Hii;^ai>l Qlyk». Kitiungiilior. hnyoT. Ak. lX9i S. iOh ff. — Ucber d«s Lobon und die
Mostifeu SoliiiFlcn den (ilykoa ■. S. 3SU fF ; K8.
386. Die Geschichte von Ptocholeon oder von dem weisen, beohr-
Imjften und geschorenen (d. h. unglücklichen) Greise, Ht^i tot' r/(uvtog
f»r y^t/iAov iiart^axovQtiifVüvJ] Der reiche Leon verliert dureh EinfUllo
d«r Araber seine Habe und bittet daher Bein« Verwandten, ihn als Sklaven
m verkaufen; seine Sahne bringen ihn zum Schatzmeister des Fürsten
In Konstant ino[M?I und verkünden ihm, das» der li^klave kostbare Weisheit
besitze, die Menschen, das Geld, die Kilcl^teinc und die l'ferdc kenne.
Der Kauf wird abgeschlossen. D«r Qroia, anfilngltch nicht beachtet, legt
Md Prolin Heiner Weisheit ab. Von einem Edelsteine, den der Fürst
«rvorbcn hat, erklärt er, dass er nichts wert sei und einen Wurm in sich
Wrge; die Aust>agu bösUitigt sich. Nun wird er besser gehalten und be-
lEommt tAglich statt eines Brotes zwei. Alt der Fürst sich vermilhloa
will, offenbart ihm der SUave, dass seine Braut schlechter Abkunft, die
■} IK« vttlKirKriM'hiadi« Litt«ntitr b«-
Mm M>nb oin xwaitM W«rk. dn eineoi
MMua Ania*«« iwii» KntBt«liunf; vrrdankt.
IIvKraUvBacblikisfl.S. Johrh | ho» i-li reibt
fa to EialMtwig MM« etNlon Uedicbloa
di« Qoalra aainer Kerkerhnfl. S. | 343.
*) Zar EiUtning dietioii Bc>ItHiimoD At-
tribnbi vgl. Ftoohuleou (1. Veniun) V. 96 f.:
»al nnfiiniii xai aovpti-t'
gOg Byzantiniache LitUratnrgaMhicht«. HL Tal|ftnrJ«ob. Littftntar, t
Toclitcr einps Muselmannes sei; wieHonun wird w'ini) Rede als wnlir l■^
ftindoii. Kndtich bittet der König den weisen Ptocholcon, ihm nun oaA
du OehoimiiU eeinor eigenen Abstammung zu enthüllen. Nach ytt^
lieber Weigoning eröffnet der Sklave dem K{lnig, da:*?» or nicht von stau
legitimen Vati'r Petor, »onden) von eini-ni elenden Knechtu erzeugt M.
Der König verhOrt »eine Mutter und orßhrt, dass Ptocboleon die Wuhi-
beit gcHprochon ; er bittet ibn, das Geheimnis zu bewahren und übertiM
ibn mit OltlckAgQtern. So ebrt Oott die weisen Menschen. j
Der Cbai'aktcr der ganzen Krzftbhmg weist auf oriontaliM:ben. wtlipJ
schvinlicb indiMcbon Ursprung. Aus einer Sltei'en. wohl verlorenen bi-an
tiniscbe» Bearbuitung desselben Stoffes »chöpftu im 12, Jahrhundert Gin-]
tier von Arras die Anregung zu seinem epischen Gedicht Kractes, tm
dem auch eine deutsche Version existiert; dieser Eracles i»t, oh^bm
Oautier die Grzfthluiig nach abendländiftcher Sitte in Kein lokalisiert htl
(s. § >S9:)), kein anderer als der byzantinitv^he Kaiser HeraklioM, M
dessen Geschichte auch einige Züge verwertet sind, die in der Ost«r-4
Chronik wiederkehren. Aus einer ähnlichen Quelle stammt das rii»4
sieche Lied von Iwan, den Kaufmannssobne, und die türkische Enln
lung, „Der woi.se Hcisendc und der Bastardsultan*. Ebenso Bcheinl All
vulgärgriechischo Oeschicht« dos l'tocholeon eine spAtere AhTweigana
jener von Gautier benutzten byzantinischen Quelle zu sein. Das We(k4
eben ist in drei sehr stark von einander abwoicbondun Boarbfil^
tungen erhalten, von welchen die tllteste 884, die zweite i>:{9, die drill',
wohl erst dorn 17. Jahrhundert angcliQrige, -109 Verse umfosst; das Vore-J
miisH ist in allen drei derselbe trochäischc Achtsilhor, der ans dn
Ilias des llermoniakos (s. «} ;i71) und anderen byznntinischvn Werit«!
bekannt ist. Die Vcrgleichung der drei Hedaktionen ergäbe «nn
mile nützlicher Beobachtungen, weil sich in ihnen die fortschreitende Vera
ilndening der sprachlichen und kulturellen Ba.tis und die Methode, nadtl
der solche Überarbeitungen älterer Werke vorgenommen wurden, dwi-l
licbor als sonst widerspiegelt. Leider gobrieht es hier an Baum, mal
auf diese Erörtoning wie auch auf andere Untersuch ungen. zu AmMl Jul
merkwürdige Denkmal dringend ntiffordert, näher einzugehen. I
1. Ausifut)«!): nio rrnlo Veraion eJ. aus Ccid. Pam. itr. 390 K. L«graad, ia>l
iitiain« d« l'atuuv. ö ll^TJ) h$—\Q2 = Coli, da rnun. vol. IV. Caris 1872, mit «rtUwiiwl
All merk un^ou von E. Lcgmiid iiod U. Wyndham und mit «iow litl^rarbaUtiKikM I
8kiu<> vonCli. Oidol. iie nuah iu bkihcu Nuuvollaa Oliidos S. H^^ 4O0 abgtJrefkt icl
— Die »wnito VMaion «d. au« Cod. Vindobon. 244 W, Wagnnr. CB»i«in*S.]rn-l*|
— Dia dritto ed. aas einer Handsclirift d«r fp-iechinchui Soiiul« in Bvitrij E. l>e|raa4|X
Coli, de mun. N. S. vol. 1. Pari» 1h74 S. 2h'-^h. -■ Die iwoile Venum alclit i«(li(M"l|
t>ed«utMidun Abwcicbnngdii von der Wimar lUndMchrifl) im (Jod. N«jipoL 111. A. a $ lA I
2i'— 88». I
2. Uraprung und nbeadlAndJaohe lt«arbeitan^en dea Stoffe*: Daotfil
(ioarhiclit« der Pro widiob tungen, Obcra. v. Uebieokt, äorlin 18.S1 V. 212. - N- I'«llt*t.l
■«•»npi'r. ,0,1 ritoj/ulfofiix, tlaQ»tn!r I«2 S. It2&-lia0. - A loasaadru d'Auoai.l
Ituniaoia 3 IIHT4) 164 f. - J. PvrUa, Franke!» HonatMohrift Ar 4i» ßMChickt« «^1
Witaonaohtift d<r* Jiid«i>tnin8 22 <167ai 68 (. — A. N. Vaaelovakij, Arob. «U«. IU i|
(1R7S) a?C B. - A. Scbiefner. M<(?noire« do rncadäni« ■!• SL-Pitontbaarg, Vll* «ml
t 23, nt>. 7 (IK75) B. IV f und 7. - tVlix l.iebreolit. Zur VoDuknnde, ÜMtbon Ujn I
8. 203. — Georg lluth, Hin Reisen der drei SSbn« dca KDaiga von Sere«difp«. ItÜt^m
r. vurg). I.itl«ratiiri[eiich. N. K- 2 l\Sm) JüS—fM. — Zu d« di-atafbrn BmiMM^ I
Karl Uoadok«, tirundria« lur Ovachicfat« d«r deutadiMi Diclitaag 1> (18M) S. »4< ~ I
I. Qtlegmtaeltags^loht«. Dantellang TermUchUr Stoffe, (fig 336—837] gOQ
Tax frnn^iSniif hcB : HiiiiUn PhtIii, f.« Uli. frnntftina bii mnyen-ft««, Pari« 1888 S, 251 f.
, P. Junkor. (iruailriiM dor licHr.liicbtn Her franUeischon Lit(«ratur, MUnaMr 18896. 99 f.
336. Orakel Leona des Weiaen. Von den in der byzantinischen
Bpiacho und im jnmhisclien Trimoter ahgofasstcn Ornkolii, die unter
Namen d»8 Kaiser» Leon gclion (s. S. 628 Anm. 3), haben sich im
sp&tern Mittelalter vulgärgrjechische Redaktionen in reimlosen tro-
chüiftrhen Achfsilheni abgezweigt, die in der wachflenden Bedrängnis der
Zeitc-ii ein begierig«-.* riihlikum fanden und einen lebrroiclien Kinblick in
i;die von trObon Ahnungen erfüllte Stinmiimg dor letzten Jiilirhunderte von
Byzanz gewSliron. Natilrltcli wurden die Bchriftspraclilichen Originale
nicht einfach übersetzt, sondern durch Zusätze bereichert und nach dem
wech.4elndeu Eindruck der pnlitiflchen Lage umgearbeitet. Einige Ge-
dichte, die zu die»cr Uttcratur gehören, ütelien im Codex i'arisinus 929
nnter dem Titel: Aiviyfta Xt^itav j^t'ontii toii atufiittätov. Die wichtig-
eten Eri'ignisse, die mehr oder weniger dunkel angedeutet werden, sind
die Eroberung von Konstantinnpel durch die Lateiner, die IteRtauration
der Paläologen und die Hinnahme des .neuen Babylon' durch die Türken.
Die Chronologie und das genealogische Verhältnis dieser Poesien,
I aucli im Zusammenhange mit der Orakel Weisheit des Altertums studiert
^werden verdienten, sind noch nicht genügend aufgeklärt. Das Ver-
Indnis der Texte wird durch die gohoimni-svolle Sprache und die alle-
che Einkleidung ungemein erschwert.
E4. K. LetErand. Annuairn de rnswio. 8 (187*) 1.50— 192. mil einor Einleitung von
I Oidal <Mdi in twinon Nouvellea AtnAt» S. 80B-312). — Wiodorliolt Coli, do rnon.
~ wl. 1, Paria IS7&. — Vgl. die Lilloratur S, 028 Anm. 3.
887. Die Hesse des Bartlosen. Der Titel dieses aeltsanieu Erzeug-
lautet in der Wiener Handschrift: Anokovitia tov äroaiov tga/oyin^
»Dl* top ot'ffiQV nai i^ov^iov, fiijvl ttp avtip, Tr^'^nat 4v Hti itft'to d. h.
uenz des unheiligen, vom Bock erzeugten OlattgCMchteö. des Vor-
tten und ganz VerrQcklen (V), in demsulbeii Monate, voriges .lahr im
heuer. Die unflätige Satire enthält eine breite und ziemlich witz-
I Verspottung der Hartlose», denen der griechische Volksglaube gerne
cheriache (leitinnurgeii und Tbaten zuschreibt.') Das ganze StOck,
(dem die denkbar rolieste Indezenz herrscht, irtt in die Formen einer
oHtlichen Handlung gekleidet und gehurt demnach in die Gattung
'S S78 besprochenen Parodien. Die Messe beginnt mit 2'tixfyp« nach
.vierten Querton"; es folgen ein '.itiai.i<t{iur, verschiedene Stiiaf, ein
fiVfta, ei» hattaiu.i) endlich ein SviuS''Qi"r d. h. eine liegende in
A DmitrijCvHkii. IVi
') Damit kBut ob wohl Eusaiiiiiii'n. dusti
ilüiel das bl Sabbas den BarlluiMi
Hm Eannchon rom Klosterl^ben aus*
.iii* ifvXiitttlr tri nrpl rnt' ialnr
'- ' - ' - "]f«f ij a yirltar iv j/j
\on diu hl. SHbbnii nd.
. . , 11. Trady KkvHknj duch.
II8M Jan. 8. 170, - Noch gofionwMig
Im 0«Alittidilceit d«a itarUoaoD »pnch-
(tui'jro anii, Arabnntino», llnpoiuKiorijpior.
Jaiiina ISfiS S. 127. Vßl. dio .Sprilcho bei
I. B(<iiiz4>loH. Uitfitt/jini JtjuoiJnc,2.lxifain(i
Hprmiipoli« 1WS7 S. 22. 283 und S. aÖ.SSS,
und boi K. N, KauullaktH, Xiami 'Jyä-
Xtxia. Athen lÖÜO S. 283. 537 und 2s8. 590.
') Uob«r dio üedeutuufc dio9«r Ausdrllcko
■. 9 385 und W. Christ t>t M. pHranikas,
Aniliologia Oraeca carni. obriot., Prolugo-
inenu.
S12 BjEaaUniacb« LitteratargeMbiebte. ItL Tnlgtrg riech. Littcratvr. I. Nwtaa
Epos «ies Melitoniotos verwandte, anonym CilH.<Hiof(.'rto Werkctitii rirhMl
Mich an alle (i)Ückticli(tii und Unt^lUcklichen. Der Dichter erzählt ibu
Schicksal eines iinglÜcUichen Jünglings. Vom Unheil verfolgt. verlÄ«t«
diu Hi'imat, um im Kaatron der DygtycUia zu erfahren, von «Meb«
Art Kie sei und wie «e die Menschen quälo. Nach twchsmonit&dHB
Wanderung trifft ci- einen jungen, rotgewandeten Mann, den ChroD4M
der in seiner Hand dan Buch der Glücklichen und Unglücklichen hllJ
Von ihm wird er crmunt«rt, die Eutycbia aufxuFtucheu. Er ficlanf^ {n
daa Bchloss des Chronos, das Shnlich geschildert wird wie die voracUH
denen Kastra in den Märchen- und Rilterroinancn (s. ^^ 377—37!)), ««MI
ein EmpfehlungHKchreibou an die Dy^tj'chia, die seinen Namen ans ihnM
Voriceichnit* auslAaoht, und n-ird endlich von ihrer Schweater Rutychä ■
Gnjidon aufgenommen. Eine direkt« Quelle der ErzAhlung ist nicht oadn
gewiesen : die Grundluge bildet aber oETenbar, wio E. Kuhn bomeritte. mm
filtere griechische Form des in orienlaliM-hen, slaviscben und abendllafl
sehen Fassungen verbreiteten Märchens von der .Keise xum Schicktall
Ed. |>r. Sp. Lambro», Coli, do rom. gr. S. 28^—821 (»ua Cod. Bo41aiwMift>l»4
Zur (ju«lli-tifru^>> v^l, K. Kuhn, /.ur hj-xinliDinphoD I-JzihlangBlitleialur, B. Z. 4 <IS!*Jiflt9
341. Die i^hodiachen" Liebe&lieder. Unter dem Titel ^tixoi .tmI
f(/i»tnt xni ayanifi ist in einer IIand>4chrift des 15. Jahrhunderts (A<t«
mss den British innrioum Nr. 8241) eine Sammlung von erotUcIieo Gfl
dichten erhatten, wvlohe von dem Herausgeber xviltkürlich A BC der Li«
{'A)^äßi^'nii jij^ äyäntfi) betitelt und jetzt auch unter dem konvcntioD*M
\amen ^rhodische Liebeslieder" bekannt ist. Leider ist das kleine Cor«
(707 reimlot^c [)olitische Vor^e) in der einzigen Handschrift sehr ttbeJ M
gerichtet: der Schreiber, der wohl mit dem Veranstalter des Corpus idoM
tisch iftt, halte offenbar lüokonhaftü Originale vor sich. Trotzdem luMfl
sich in der ganzen Sammlung noch deutlich mehroro Liedorzykloii (ra
kennen: 1. Den Anfang bilden 11 nach den Buchstaben A bis if abM
rttJchi^ch geordnete, abwecti.'«olnd von einem JUngting und einem Ufidiifll
gotungenc Lieder verschiedenen Unifangs, offenbar Trümmer eine« Zyklon
mit vollständiger alphabetischer Akrostichiiü. 2. Darauf folgt eine QnpM
von ir> Distichen (nur zuletzt 1 Tristichon), in denen trotz Biehräi«
Lücken die nlphahetii^che AkroRtichin vf bis i2 erkennbar ist; sie cnthilw
keine WoclLsolrode, »oiidoni ilurcliaut« Licbesklagen eines Mannes. ^ 1U|
dem 27. Gedichte beginnt das dritte HaiiptstUck der Sammlung. Ei mä
steht aus einer Erzählung und neunzehn eingustreuten Lielxtsliodeni: Bfl
jQngÜng liebt seit 2 Jahren ein Mädchen und schickt ihr eine Erklinian
sie erwidert ihm, er twi noch zu jung; der JQngÜng meint jedoch, luifl
die Kleinen vcrKtündon zu liehen. Nun sagt das Mädchen, IDU Liebm
Worte wolle sie von ihm erforschen und, wenn er »ie beantworte, ihn mn"
KüHsen (sättigen. Der Jüngling .löst »ich die Vers« au« dem H«wn'
und reiht sie ,wie eine Kette' aneimindor. Die Glieder dieser Kette tm
die Zahlen von 1 bi.») inn. die er alle in seinen Voreon akroMtichiai «•
wenden will; nach dem zehnten Gedicht« fUblt sich das Hädcbea
zwungen und gibt doni Jüngling einen Kubs; dann schenkt sie ihm w
Teil seiner Aufgabe, d. h. sio gestattet ihm, nun mit den Zebncnt (
ihr. und a«l*g«BhoItag«diehte. D&rat«Uinig renntsebtor Stoff«. (S 341) gl3
^n. s. w.) fortzufallreu. Als schliestilivh da« MiLdchen dorn Jungen nichte
Bnr versagt, föngt er an zu spotten. Das ganze Werkchen ist also eine
poetiache LiebeAuovplle, in wek-lie eine nach Znhlen nkrostichisch
gourdneto Liedersammlung eingefUgt i»t. Leider iut auch dieser
Komplex unvollständig überliefert. D«r ticdanke der antlinietischun Akro-
Bticbis scheint vüUig originell zu sein; wenigstens ist mir aus keiner Lit-
lerulur ein zweiteR Heispiel bekannt. Auch in den auf diese drei dduUicli ge-
Bchiedeneii Komplexe folgenden Liedern lassen sich gewisse Gruppen und
Qrappenro^t« erkennen z. It. mehrere Kusammenntehende Liodchon, welche
Liebi-8klagen einL-s Madtbenä enthalten, dann zwei Oriippou von Minm-liedini
iinvK Jünj^ings und ein alphabetischer Weehaelge-saug zweier Liebouden. Bis
ist millün vijllig sicher, dass das von Wagner als ein zusaromengebUriges, nur
ilurrh die Cberliefoning in Unordnung geratenes Ganze betrachtete Corpus in
Wallt lieit »IIS mehreren (7 — H) ursprünglich völlig selbständigen kleinen
ffetnlungoii boitteht, die aiitanglich wohl in einzelnen Ueftchen von Hand
n Hand gingen und dann von einem Freunde der Volk»poomo in eino
Ilnndschrift vereinigt wurden. Mit der Erkenntnis dieser Thatsacbe ver-
lieren natJlrlich auch die bestimmten Erklärungen, die Wagner über Zeit
Uid Ort der KntAtehung des ganzen Corjius abgegeben hat, den Boden.
Dia Frage mu8» fOr ji-de Gruppe besonders gestellt werden; denn wenn
iBch die Entstebungszett oder richtiger gesagt diu Zeit der uns erhal-
tenen sprachlichen Itedaktion dieser Volkslieder ungefähr dieselbe sein
ms. HO Ltt es doch durchaus nicht notwendig, dass auch der Ent^toliungs-
ort der gleiche sei; abgesehen von der schrankenlosen Freizögigkeit, die
der V'olkspoesie »tuts eigen war. kann der .Sammler auf Reisen oder durch
T«nniit«)ung von Freunden Lieder aus vcrsclüedonun Gegenden zusammen-
igebncht haben. Was nun die Entstehungszeit betrifft, so lüsst sich mit
Skherheit sagen, da-ss einzelne Gruppen und demnach wohl die ganze
Sammlung, nicht später als in das 14. oder in die oratu Hälfte
4ts 15. Jahrhunderts gesetzt worden dürfen; ausser dem Alter der
IRandscfarift, auf das wegen der Unsicherheit der Kestimmung weniger
Gewicht zu legen ist, verbieten triftige innere tirUnde, namentlich die Ei^
lung der Ihv^Morjoidw, des Kaisers und des Logotheten in Byzanz,
die hohe Vorstellung von der Macht und Unverletzbarkeit eines
licltvn Clir^'subuUs, an die Zeit nach dem Falle des Reiches zu
lenken. Völlig unsicher bleibt aber der Entsteliungsort der meisten
Qmppen; aus der Anspielung auf Khodos (32, 11 bei Wagner) lässt sich
ktin Schlu!«s ziehen, jedenfalls nicht der, welchen Wagner gezogen hat,
Edaa Gedieht und mithin die ganze Sammlung in Rhodos entstanden
Dagegen weist allerdings ein Tragudi (d bei W.) auf einen Liebes-
xwischen einer Griechin und einem Johanniterritter hin, und dieses
iniias man sich in Rhodos entstanden denken. Der unbekannte
Sammler war ein Mann von Empfindung und Geschmack. Der poetische
dar .rhodis^hcn" Lieder ist Über alle Zweifel erhaben; sie gehören
besten und merkwürdigsten Erzeugnissen der gesamten vulgUr-
cthen Poesie.
Anagab«: 'Ai^fi^^i i^t üyin^. Du ABC d«r Liebo. 7.ino Sunmlnng iho*
814 ByunUuuolie Litt«r*tnrgeeoluchte. III. TalglrgriMh. Littortlor. 1. PmiIi.1
lÜMlMr U«bM9Md«T t^m »r«t«ninAlu Wraiia^e^beii, melriadi olwrastst luni mü
WOrtartiueb* Ycnnhun Tnn W. Wagner, Leipog 1879. Da it«r Hotamgeber, der teb>l
SiMmaobiuig d» «iDuInon iimppen uiulil erlünnta. di« Ranx« SaiBBiliiiitt alpbtbclmkl
ordnata und Auhei dio KuilitMifulg« dur Komplex« Bi»d der taeier vGlItg vervirrt*. im\
dar Text nur diuoh «iuu n«ue Ausgabe rantlUidlicb und lesb*r gMUirJit wardaa. Dv
lOchtigo Neugrftxist E. Einorao» hat mir la diaaoin Zwv^ko aioa gaiuwa Kollalm fa
Handttcliritt aur Varfllgiiiis («etallt
2. ÜebarsatiniigaB: Dcntach* UobaaaelzuaK in Wagnara Amgab«. - Ks* aMi
iloulacho ÜnharaettuQg d«f ZablannovcUe gab U. LObke, Naiipi*oyaelie V«lka- nad UAaJ
liadcr. Bnrlin 1895 R. 209—222. — Italianiachu robereetnuig von Vilo Paliakj]
Leiptig (mir nur durch die Enr&bnung in der ZetlsicJirifl La Maa^on I {iSHS) tU
bakannt). 1
3. llilfamitt«!: Vftl. dja Beaprechangen dar Auayabe Wagaora von C BaraiiM
LiUniT. CetitnilU. 1980 S. 337 f., Unat Hayar, Boilaca vu allgaenvinad ZmUid| INn
8. 2123. H. V. Toüor, Tha Journal of ElallanJo ahidiaa 1 f 1880) 906-313. nad N. Palilld
KXtM vom 1. and 8. Min IStiO (Nr. 078-977). — SDncblialie imil Uxtkntiacte Said
klingen Ton C. f<iy. bnoKmbergera Boitrlgo 6 (1881) 2e0— 290. - Dia ^ftcUicha M
dockung dar Koinpoaitioa dea canMii Corpaa ist daa Veriüeut tob E. C. Boliar. BallJ
tbilol WauhenaobTitt 1885 &. 614 lt.: öij ff. - Weitere AMMininKaa. tumiioUici m
:ompoiution dos It^tm TeOas, gab Auk Heiaeuber^, B. Z. 3 (IftSS) M9-3tI 1
4. Dia dritte Gruppe dar ,rh(iiliB[dieTi* Liuder, die ZalileniMvalle, tut afeb ia itafl
renrittarter, aber nnvarkeDutiftror Form bis aut dan h«inb'K«ii Tag im Mniid« ita Vdd
•rbalten — «n« Tbataache. volclio für dif> Erkanntnia da* volkamttaaigan CliarakM« da
Sammlung wie fOr di« KnUtehangHgrHchiRbtd mnacher Toile d«r naagrieefaiac^M ^jt^
poMio glDicIi wichtig i*t. Ein ohiotinr-hfiK VulkKÜod. diu K. N. KanellBkia, Xia*^ *Jia
i4Kta, Athen 18Ü0 8. X2 anUm dnm Titnl ."I '.<^t9uai* rerOlTentlMht«, eothlH diNcll
Liabeegaaebiclita wi« die Novollo im AlpliabutoK. ^ beatcht ana 38 paliliaehen ^Mfl
baiw. BUB 19 DislicliL'n. von donoti die unttim 10 durch die ZaUen I— 10, die iMtnfl
durch di« Zehnvr 20— lÜO ukrualichisoh verbimdon «iiid, Mebrere Ven« (3. S, S, l).8i.S|
stimmen dem Siuno itiid lum Teil aucb dem Wortlatile naofa mit Versen Jm AlpUiiH
überuiii. WeulKer tlinlidi im WartJanli aber mit deraribou Akroatichia retwban, iit «M
vun A. Canie (leider ohne Angabe der Provenienz) niilg«t*tl(e Variante M k, Pataa'J
Popiilaria cnrniinn (iin^ciae recenliorie, Leipiig 19ß9 S. 479 T. Ktn Shnlichaa PortlttaM
von Liedorn und Erzählungen, die »chon lingat litterariach fixiert «nr«n. baaUelitct «n
noch beim Akrit^myklun (s. g 'AhV\,. beim Apollooioa von Tf r«a Im. 9 37.)L kid
Krotokritofl (■. % 8811) und — um ein Beispiel auH der neueroo £oit ta Bonnan — ia 4m
sr.hilnen Sohftferin dna Nikolnos Drimytiko*: rgL 0. Mejer, Eiuaia und Bta4lM M
{Strasälimg mSS) 156 f., und K. N. KonellDkia. XiaW Unilrjcr« S. 113 If. - '^rZ<UNl
nkr«8tiohia vgl. auch die poutiBobu Zii]iIenB|iiuIerei, die Konat liariukaa, J:rU*;<a
Ztiyfa^stuf üyiiv 1 (ISIIl) 8. BUS EpiruE beibringt; 'At t* n»Sfit tm. 'Tjv t' aitJBnui dd
'Af ro noput iti-'o. Avo nifinnt y^nf^tirtt etc. 1
j. Kine andeie Sammlung Tulgfirgriechiaefaer I.iebesliedor ()V*"""<' ipojwdaV 4
iceldier cbonl'alls ein Liabeaalphabet vorkommt, od. aus Ced. V^iniloboa. SU E U«
^rand, Cnll. de mon. K. S. 1 (1974) 11-71. An«b hier finden akh nancb «•kau
tief emprundi^'no, echt TolkemAflug* StOoka. 1
D. In einem Cod. Mnrrinnus des 16. jAlirhunderta Bt«bl oino Snmmlnng Taa [•ifkad
liednrn Im nourj-priscban Dialekt. Die meiat«« derselben sind nicUa »JtWI_«|
Urbnmotzungen nus PelrurcB, wobei sogar die Versmosae der Originale beibebitUa lafl
Dna kleine Corpus Ist sprachgesohiohtUch von Wort, indem ea die von Ar* AmiM
Mm'barnB und Itustrone orilffnete ftoibe mittel- und neucyprischer Denkmtler MI
Mxt. Ed. E. Legrand, Uibl.gr. vulg. 2, ö6— 93 (nur «ine Anawahl;. Vgl. aiiae B4
leitung 8. 64 ff. . J
T. Ein kloJDfts Liebosklagclied. das mau nacli aeiiMr SprarJi« snd dan t-'M''**4
Kölner Uobi^rliorening wobl noch Ina 1&. Jalirh. «etion d*rf, ediert* aoa dar VaMoMfl
U« d<u Prokop (Cod. Marc. 398) Sp. P. LambroB, Ein bnantintaclia« Volkaliad, &■
S (1ÖS4} 165 r. 1
8. Noch unodiert Ist die Liebeaklage eine« Mndchena im Cad. BodL BitaHl
S16 foL 179; aie beginnt: ■.^Wf/lo»'o^• ^ to'Ioi™ noJc «pfw^n» lotf Wy»**-. Wenn B. 0-C«I(|
Catal. cedloum mes bibl. Kodl. I |ls;i3)3t<0, den Inhall denSttokss ab .Qocrimtoii i^4
dam pnellae de amntore suoAlomono- bcxeielinol. ao bat er offenlMr di« KlaceWMi**^
'AÜifturiir (— rfXoi/iayor) als Niiiiif uufBofn.Hirt. ühnlich wie Lnmbedoa «n der I<V^
des ehniBmon Eeela ein Syuaxur vom hl UadaroH machte (a. f 39S). 1
343. Erbauliches ABC, 'Aktfäßritoi »Mavvxitxö^ aal if'vxaxft^i "V
to? l^a^m'ov »öffftov tüviov, bolitult sich ein im Cod, Vindob. 244 und *ij
Bhr- ■. Ovltganheitsgedichte. DkratAlIong TennUditor Stoffe. (g§ 342— 34S) 815
lM<lout«mIcii Atiweiclningcii im <*«d. Montcpessui. 40ü anonym Uberliefer-
t« Gcdiclit, da» aii8 24 filiifzoiligcm Strnplicn mit Alphabetischer Akro-
■tickis bcüU-lit (r^ij politii>clit' Vorsu mit KpoiHdii^olici' Anwendung des
Reimoa). Den Inhalt bilden religiöse UnttTWOiHungcn über die Unbestän-
digkeit des Irdisehen. die Notwendigkeit der Busse und das jüngste Ge-
liebt. Um Aif niphabetischß Btrophenreihe glücklich zum Endo zu führen,
wiederboH der Verfasser unabliUi^ig dieselben Oedanken in neuer Form.
che Wondung (k. B. V. 41) verdankt er der Kirchendichtung, von
lier er im übrigen herzlich wenig gelernt bat. Docli hat auch er
en Naohtreter gefunden; V. 6 bis 8 dos Alphabets sind von dem V'or-
er des Lebens in der Fremde (V. 431 ff.) mit einigen Modifikationen
ptiert worden.
1. Anngafa«: EJ. pr. W. Wognar. Carminn S. 242-247.
3. Uiltäniitt«!: Von Warkon dnr KunslIitUratiir itit nntnuntlicU ilnii '.fX^n/iiTiipior
tivAtiior XU vergloioben, da« Chr. Wal«, Ärtieuii Violetuin 8. 51ö, ediert lut. —
VgL g 297 Anin. 3.
3. l'eberl)ef«ruBic: Eise oigeaofiig« .^tollnng bcliauptet der nooli nioht beachtelo
Cod. Viadob. {ifail. gr. 178 (Nmwl) fol. 26-27. Hier hat das Qedioht eine andere
1Tib«rachrift sin in Wngnnra Hm und wird, itwcirdtoa fAlscIilicIi, dein Massendicbtor Philes
cKn*b«ti, der gewiu nie die Volkasprarlie litterarisch gebrnuchl; hnt. Di« Uvber-
ifl iMttct: •'<;<>■ aoiinuoi ittfi tfiaituf tyvj^^f loO aii^onXiixov q^ti,^. Aucli sonst hnl
[lU viele Ri^enlicilen: die Stropbnn xllhlen meist nur 4 Verse statt 6; der Text stimmt
mit dem Cad. Vindob. 244. linid mit dem Montopeas. 405 aboroin und ist mithin
FketDem diewr beiden CudiouB. sondern uua eini-'r Iiltertii Rcdnkliou getlossen. oin Beweis,
datt ertiaulirlie AIpbtibot vielfach uml;t^a^beit(^t wurde. — GbenfallH nucb anbenütxt
die Cod4. Pari». i:r. •ülb Toi. 29r-2ä3>. wo da« üediuLI die wuiidurliche Ueber-
$tl hat: T(Tpa«ti/ii n<^i*ti xaiä nlq^c^^foi'. Atlions 149 uud Atbous 27^8 (Nr. 8),
4. Noch oiiadleTt iet das erbanliclie Alphnbet, du der Cod. Paria, su|)iil. gr.
I a. 17 foL 66—69 jmfliavahrt. Der llniiinn UnU<t (mit Verbeaaerung der Scliruibfehler
1 Codex): \4rSfuint, nüi Bno*aii;( tör xiaftoy tat iiAxiititi [| 'IJtt liy tfopUHif s^Htvf
tit rai 'i *« na(it'. — In dersetlicn Us stoben toi, 68 nlphatiDtiBcbe Diaticlien im poli-
ben HaMe auf die bl. Marin {'Jyotiny, Jiofiai, äyy^, tö tannrör fiov /f'loc (Cod.
«I) lud Toi. S9- 73 xwei ebanfalla in politisclien Versen abgernsatc Alphnb(>te Ober den
Nd, vofi de&on das «rate aus viorxeitigen Strophen, das tweltc aus Distichen besteht.
Dm ente ist von Intereirae dnrcb die ViTworlmif" der volkalümlioben Idee dos CharOB
te. M 347; M9|. Ueberaolirift nnd Anfnug Uuteu naoh Verboasorun^ der Schreib fehler:
lEdU AiUynai ö XaQot ft 'ör äi-Ü^iunoi: 'A^x"""'' i<yf«ui^iitt itaXtfiy tov Xtifoii. [] to
Xapof fii tir ärSfiianor atixavr xiti rayrtfaniniiuvt: Doe zweit« Alphabet, dun nuch der
Oed. Atbons It820 (Nr. 32) nberliefert, beginnt ohne t'oherschriri: '^pjfOftif ■iii /ityiardrai
Mttf (1^ ntmjfijy ioyui, [\ Uäraiat fiäi naftii/oifEi, riovf, yfQovi nii nnidla. — Zwei er-
MOÜebo Alnbabnto (ein Qebet lur (iottoamiiller und ein (insprBch iwisrhen Teufel tiud
Hndsr) nna ander« religlOao Dichtungen in der VnlksäiiruRbe entbült der Cod. Alhuus
S18I •. D^. Do« Q««[rt«h xwiachen Teufel und Sdndor niah im Athoiia 5820 a. 19
81) nnd AtlioaB40S3a. lä (Nr. 5). — Ein erbaulirhcs Alphnbel. iil|)hnbr(inrhp Traner-
flber die VerbanniiiiK den .\dain (venicbicden von dem in § 'i'ii genannten (>edi(^ht{i)
«iaa alpbaltetiaehe Diapulaliuu iwischun Meusch und Cburun (verauhiedoji von doo
rwihnlen Alphabeten) stehen im Cud. Athoufi 2430 h. 17.
S43. Sttiphanos SachUkis {^^i^^nvoi n ^axXUifi) aus Kreta vcrfasst«
|der zweiten Hälfte des 15. .lahrhunderts in seiner heimatlichen
lart mehrere durch die grobe Itealiatik der Sprache imd der An-
nng merkwürdige Oediclite. Sic sind zuletzt in zwei Komplexe zu-
imengentchweisst worden; aber die Spiirou wiederholten Überarbeitung
Doch in den rtorken Abwtidiungcn der Ilandsclmften deutlich er-
1. Dm erst« Gedicht enthält die wenig erbauliche l^elbstbio-
phie des Dichters. Sachlikis erzählt uns. <las8 or in seiner Jugend
le und die Bücher tüdlicli ha^te, dafür sich einem aufischwttifenden
816 BfMiiUnMche Litt«»targe«ohiolit«. lEL Talgircrledi. UttenUr. L F«
Lebon hiiignb, infolj^e dessen völlig vorarmU\ xuIeUt die Stadt (oOfuM
XärdaS) v6r1a«!*cii musete und sich auf dem Lande uRt«r den Bual
deren Roheit «r mit dem Hochmut des städtischen Patrizii-rwlni
geiasielt, mit Jagd und Hiindoziirht heschHfligte. In die Stadt vatm
gekehrt, wurde ur vom Uouverncur zum Advokutc-n bestellt, bald im
wegen eines Weibu« , der von ihm mit Ingrimm verfolgt«n BaUtq
Kutajotaeiia, ins Gefängnis geworfen. In einem weitt^rt^n Al>Hohiiilt, ■
im tieftiiignU »elbst vorfasät ist, schildert er die Drangisaleii »t-iiior Bm
und dio KQcksichtfiloHlgkeit der Wftcliter, die ihm zum Hohne latMiiiMl
(d. h. italienische) Lieder singen und ihm sptittisch zutrinken .jw
ftnißift ovv tqmov* (veni bovre un tnitto). Endlich beschert uns Sm
likis, ,der Totengott der Buhldinien* {Xänoi tür nolitiKw-). wie er m
selbst nennt, aus Ärger Über das Unheil, daa Weiberbosheit f)I>er ihn ■
bracht, eine langwierige Satire auf das Leben der SfTentlichen Diravnl
Kruta, die nn plumper Derbheit mit den grObst:eii Erzouguissou der Am
schfu und franKösisehen Schwank- und Pastnaclitfispiellitteratur des I
und 16. Jahi'hundert« wetteifern kann. In der Ausgabe von >Vagii«r, d
auf den Codd. Paris. 21tli9 und Montepess. 409 beruht, umfasat ■
Gedicht 712 politische Verse, in denen von V. 378 an der H«im »■
wendet ist; eine stark al>weichendo, um einen grossen Anfang- und ScbliJ
teil erweiterte BtKubcilung {857 Verse) bewahrt der Cod. Neapol. II
A. a. 9, den PHpadiiiiilriu bekannt gemacht hat (s. u.). 2. In dem zwdii
offenbar später abgofitssten Gedichte (36& politütclie Verse, in denen 1
Keim schon volMändig durchgeführt ist) tritt Sachlikis als Sittenpntdifl
auf. Der seltsame Heilige richtet ernste Ermahnungen an einen gvwüd
Franciacu», den Sohn eines hochgestellten Freundes. Namentlich vad
er ihn vor den gefahrlichen Lastern der Nachtachwärmerei und ■
WflrfeUpiel». Den grössten Raum hcan-tpnicht auch in diesem Gedka
die rohe Schitdiining des lintigcn und Imbsüchtigen IVeibon» der Bdj
diroen. Das sittliche Moment mangelt vollälämlig; die GrQnde, mit den
der kretische Sokrates seinen Alkibiades auf die Bahn der Tugend i
leiten sucht, sind rein praktischer Natur. Auf die bedenklichen Sittd
zustande, die unter den Venezianern in den Stidt«u KroUu herradiM
werfen beide Machwerke oin grelles Licht 1
1. Auagabon: Uiw xweit« Geiüdit od. mit spndilieben ErUinmgeii E. Ltgna
Coli, d« nion. vol. 15. r»ri« 1871 = Annumw <l« rmsoa 5 (1871) 201-242. - B*ll
Oeiliclite cd. W. Wagner. Cnrmina S. 62— 10&. ■- Dm «rat« fiffdiclit «d, iweb teH
•liwoicliKiidoii VerBLoa d»a Cod. Nenpol. III. A. a. 9 S. D. l'npiidiinitria. Slq^
Ssobliliis uiid sein Uediobt ,'A^i^y^it naeiiitro{', Od«HU 1896(niM.) (mit «Mr iibMfWWM
UaUrrachun^ nUer dos Leben und dio Wrrkc dna SacUikis, gÄlUltnicbom KmwM
und OloMuir). ]
2. Ilijfsmitt«): ¥.. L«grand, Bibliogr. hell. 2 (18SS) 262. - BneBaattaM 4
8. ». l'Bpftdimitriii, Vi*. Vr. 1 (1894) C49-6Gi3. Wiedwholt und y«nn*Iirt in te *•(
g*nHunloD Ausgabe S. 193-226. J
3. Nanic: Der Fnmilionnam« SagXlxrj^ findet Bicb Bohon in «iiter ms Krtta «MM
mcndoD Crkuudu dos Juhres 1206. AoU et diplDmaU graeca medii uvi «dd. Hifcl»»)«
«t Mnllor 0 (IS90) 151.
344. Afohngedicht an einen alten Bräutigam, fite'' )r»'^iTOf m M
näfij xopnai, oin anonymes, im Cod. Vindob. 244 üht-rliefiTte». «<m[
gereimten politischen Versen bestehendes Machwerk, schildert inlH
n. a*l««e&lioIUg«dichte, Caratelluig TormiachUr BUiBe. (g§344— 34S) gl7
Hlt«r Belehrung, die vor drastischer und ekelhafter Ausmalung dee De-
Wtb nicht zurückschreckt, die Bclilimmen Folgen der Vemiilhliing eineA
jftciseH mit einem jungen Mädchen. Auch hier (V. 74 — 711) spielt der
!M«tOmliche Charos eine Holle (vgl. ^g 345—347; 349). Das Uodicht
ntstsnd am Endt' des 1^. oder im Anfang des 16. Jahrhunderts und
wahrscheinlich in Kreta.
:. Ed. pr. W. Wngner, Carmiua S. 106-111. — Vgl, g 313, 11.
2. Zu der d^iii Ot-ilichle xu iJrunilo li^goiitlen Altun, oft aiisgM|in)clicueD Ide«
FdM H^nandarsnrti«]] r/pur yrrofierat uij yn/tci riaui^ar (Menaiidri et Pliilemonis
' A. lfei]i«l[*. Berlin 1^23 fi. 3lß V. 110). die Imig^ Ansfrihning UJ Uooigjllits,
in Bliodos V. 39S— 44.^, und das neugri«chiBche Sprii^hworl: 'Art^of yi^m yoyKiMH
iM-orr närta taxiti iovhit. I. Itoniitfloa, UvQoifiiai iiifttiitit, 2. txi., Flormupotl*
8. 20. 2C1.
346. Die Verführung, 'Piifiüin xö^rfi xal viov A. h. Keimerei vom
ehen und JOngling. Dieses im ('od. Ambro«. Y 89 sup. und weniger
idig im Cod. Vindobon. 244 erhaltene, aus 198 pülitisdien lieini-
iWwn bestehunde Gedicht ist ohne Zwuifol als eine echte Probe der
Folkspousi« des 10. .lahrhunderts zu bezeichnen. Dafür sprechen die
tühlreicben Anklänge an heutige Volkslieder, auch einzelne Züge wie die
Erwähnung des Charos (V. 74; 181). l>a.s Oedicht schildert einen Vor-
mirf, für welchen mn» andcr«wo nicht die Muse, sondern dan Strafgeeotz-
bncb zu Hilfu ruft, nümtich die Oenchichtc einer näuhtUdien Yerguwal-
tigung. Nacbd(.'m der JUngUng das Mädchen mit dem Itechte des Stär-
keren erobert hat, verspottet er sie, eine Herzlüsigkeit, die ganz ähnlich
m den .rhodischen Liebesliedern'' wiederkehrt und wohl au» der
realistischen AufFas!4ung der Liebe bei den SüdlAndern erklärt werden
Die Sprache dos Werkchons (z. B. »fe /4io»' V. 154) scheint auf
ttts hinzuweisen.
Ed. pr, K. Legrand. Coli, d« inon. N. S. 1 (1874) 31-35 mit froniOsiaolier Ueber-
ig. — VollatHndiger dacIi der Maililiidor Handsubrift ed. E. Logrand, Dibl. gr. vulg,
^\) 51-57.
846. Das Leb«n in der Fremde, nt(ii >r}; ^tnTfia^. In 548 reim-
politischen Vt-i-öcn, die der CW. Vindobon. 244 aufbewahrt, schil-
lert« oin poesievorlassener Anonymus, der Sprache nach (s. z. H. V. 19,
SI,;M6) wohl ein Kreter, im 15./IÖ. Jahrhundert die MUhMnIo und Trilb-
Mle, Ao ein Mensch in der Fremde erdulden muss. Der Verfai!;si<r
VMrto den Vorwurf, der in neugriocliischen Volksliedern häufig so glöck-
Kdi behandelt ist, nicht poetisch zu gestalten; sein Klagegesang gleicht
mavm poetischen Karrussel, in welchem dieselben (Jestaltcn immer nufs
Ww an un« vorUberschweben. Nachdem er sich in endlosen Wieder«
Umgen, pathetischen Ausrufen und Uberschwängtichen Gemeinplätzen er-
^hpft hat, vorrät er uns, A&e» er nicht theoretisch gesprochen, sondern
^B eägenes, in der Fremde schmerzlich verwundetes Herz ausgeleei-t liat.
B weiteren Verlauf der Schilderung wird die Stimmung des Dichters
nnmer trilber, bis er »ich zuletzt in ganz unvorständhcbon Klagen über
■Ät Nichtigkeit der Welt und in bitteren Verwünschungen seines eigenen
Jilieins verliert. Trotz aller Ocdankenarnmt und Formlosigkeit fehlt es
'Mch m die«uni Gedicht nicht an Spuren volkspnetischer Impulse;
* 3öä und 372 flf. spielen die Vögel als Boten eine Ähnliche Kolle wie
1 lluAI.U(ft iin UüK AUntuiimlBtiuibift U. I. billig. I. Aod, Vi
glg Bri&BtlBia«he Littoraturgwohicht». UL Tnlg&rgriMb. LiU«rfttar. L Fowi».
in dor nüugriechischen Volksdichtung; V, 481 wird Charcs aU T-it-nsc
erwähnt; auch der Gesamtton wird von V. 300 an frischer uiul xoii*-
mKssiger. So bcwnhrt dieser Klagügot^ng aU privatvr Reflex d«r ill«!
Anschauung von dor Bitterkeit des Lebens in der Fremde') säot
Bedeutung fllr die griechische Polkloristik; er %-erh< sich zu denTn-
gudia, di« da-s Leben in der Fremde und die KUckkchr in die UcJmU Ix-
sing(>n. Ähnlich wie das Gedicht auf den uners&ttlicben Uades (l
g IMU) KU den heutigen CharosUedern.
Ed. er. K. N. SatliB*. nnnlnlpa vol. ^ S. 412— 47& — Bd. W. Wagoer, tknM
S. 203-220. - Noch unvnrwurtet ist Aer Cod. Athen, 701.
347. Der Apokopos {'Arröxorroi d. h. Zeit nach der Arlioit,
Abendruhe), das Werk eines seiner Person nnd Borkunfl nach nicht b*>
kannten Dichters Bergades {3fntt(YaS>l(), schildert in 558 gernratM
politinchen Versen eine im Traume unternommene Hadesfahrt. Ih«
eigenthchcn Vorwurf bildet eine Satire auf die üble Ocwolinheit J«
Lebenden, die Verutorbenen zu vergesKon. In der allogoriKt-heu Einltitonf
ist die aus dem Badaamromane entlehnte« indisohu Parabel von du
Manne, dem Drachen, dem Baume mit dem Bienenstöcke nnd den ini
Mäusen mit einer Modilikation verwertet; der Baum bricht und der Honi^
nascher, d. h. dor Dichter, stilrst in den Schlund de« Drachen, dcf. m*
bei Pikatoros, mit dem Uudes identisch i»t. Dor neue AnkJ^nmling
wird von den Schatten befragt, wie die Welt aussehe, ob noch die Qndka
rauschen und die VCgelein singen, ob noch Angehörige am die Ter-
storbenen trauern. Diese Frage, das Hanptthema des (?t'dirhl>^ wird
nun in ausführlichem Zwiegeeprftch crTirtert. Einen mcrkwüHigtii Zu^
bildet die scharfe Polemik gegen die uncrsSttlicho Habsacht der UiJadA
Doa Gedicht zeigt neben manchen Anklängen an neugrieohisrhe Ch»r«fr
He der eine unverkennbare Verwandtschaft mit italionischen PoCMW.
namentlich mit Dantes Inferno. Doch ist eine ah«ndlftndi«che Qmlt
nicht nachgewiesen. Die Darstellung ist flicssend, malcriüch uod Uols
echt poetisch; doch dürfte die Lektüre gerade wegen der urwitehai^
Kraft der Diktion dem Anfönger im Vulgärgriechischen ungewOhnlKb»
Schwierigkeiten bereiten.
1. AnaKsboD: Zutnt als venMianitwkcft Vullubuch. Tcnedig 15S4, ISM li^
(Exemplar in dor BJbl. Barb. Q. G. 0. VI. 49), 1627. 1667. Iä«3. 1721 ami ilbr. -
Bd. F.. Lcgrnnd. Coli, de mon. 9 [ISlOl (nacli dMi Vraei. Draolc« von 16«7t ud: ML
KT. vult;. -Z (1K81) 94-122 (nacb dw Ausgabe voa 1&84 laU dMi V&riatitao d« C«'-
Viadolion. 244). VgL di« Einleitung S, 66 (f. , |
2. lliirsiiiittDl; Zu der ini)iBcb*<n PnrBhoI: K. Kahn, I>«>r Uann im BniaaM. V
gniM an Otto vuu UöhUingk. Stuttgnrt ISif.* K. 69-76. — Vgl, dj« liltenbir la | <
3. Name: Dio Ausgubon von 15^4 und l.'i43 nanncn d«ii Autor Mat^f^i^iit.
von 1CR7 utiil 1721 M^niyu^i. Wnliisc bei ii lieh nb^r ist b«id«« Ealub Bl»d VnitT'^^
durch dio A«hnlichkeit des r und )• verimlnBiiter Dninkfuhlor fllr Mmi^vmf^t. IW .
Jriif(>r«ihj{ . .Vrtfofilie mit Ableitungen wie ttt^yafAir^ (iitaU Mntfrafii»^)
Uriecbonland nicht selten.
848. Qeorgios Chumnos (I'nä^yioe Xoriiro^) aus Chnndax in 1
verfftSHte wohl am Ende des 15. oder im Anfang des 16. Jahrhu
einen Auszug des altoa Tostaments mit «tarkor Betonung
') Km mitt«I«lterlic1iea Zcognta dieaer Anacbraung uathtlt i. B. BaWiudnaT.1
kT' m. Gelegenheitsgedicht«. D>ratellang vermiechter Stoffe. (§§ 347—349) gl9
^nliseben Lehren. Diout« gegen 28ÜÖ gci-oimtu politisclio Verse unifas-
«ende noch unediorto Vorsbibel ist in den Codd. Vindob. theo), gr. 24+
ffleesel) fol. 2—1» und Marcian. gr. CI. IX 17 fol. 1—70 erhalten. Die
'Oberrclirift lautet in der Wiener Bandscbrift : OaXaiöv ita a%lx>av
mii^äir n«()« xt'potf (p) Vtinftylov Xovnvav \nv ix ttfi m^tßiii^ov %mv viflutr
m ti-Jai/ttay (bo) h^tjttfi ix Tiölna^ Xttvinxnv , in dw Vonuziancr da-
gegen einfach: 'U xonnoyiviflti {ao) Hftaßaljiivr} TTQÖt i'jli« (1. ^fia) na^d
iw aifßo? riMQyt'ov Xav/nov. Nach der ersten TitelfasHung kflnnte man
einen /uitADinionhang des Werke« mit der 8ügoiiannt«n Palaoa {». S. 398)
Termut«n. Von der Sprache Ach C\iumnoe, die den Zeit^ und Uviniat«-
genossen eine» Stichlikia duuUich v«rrät, mUgen die ersten vier Verse
(nach der Venezianer Handschrift) eine Vorstellung gewähren:
T^r Z^gi' 401' linövxttit itoviir iijV fififi/n
Xai ^pnficoy fiev i^y vn(i(fioV, inv rotV xni jtjf xQtilmr (!!),
Wo" (ifyijSiu »Oii Miaiiaij tijy Sfi'nc ifiiHity,
1. EÜBO Hiunrm« ParnplirntiF d<^9 alten und neuen Tcstnmi^ntii in dnr Fonn
I Mdoga swiocbeii dem Mcnacliun. dom Chorus und llelenn bu\valirt dur im Jnbru lOS-'i
bn«b#ne, effenbar ans v«neuatiisd]-kri-tiHcliiJii Kreisen stiuiiinende Cud, Moro. XI ID
fol. 244—338*. Das seltHme Mncliwcrk, das wie dur grDHaCi- Ulirigo Tiiil dea Codex mit
bt«ini»cli«B Bnohstnhnn f;ni;i;li rieben ist, nmfaast nicht weniger ala 5136 Versu. Der Titel
iMrtet; Pkl«a hi« nra Diiinlliiki Pyma oinorfotato kie polj ofelimon Jetns Christ iaoiis mmo-
MMii (wo) in modho dhi»logi> npu csni o Gliarns me ton Anthropo, Nun folgt die sxoniarli«
Sttit: AnlliropoH kin (thiiTos. Anthronaa idlin ton Gharn kie xipnae. Dvi Dialog beginnt:
Althmpo«: f'toB in to ulepn kie erghese mnuros si'citijnasnicuos, R^usBiimoB (d. h. noDif-
na/iot <= unAbnlich) kio anegnoios kie xecucalismenos u. s, w. Wie mch das ticdicht
nr PoiapbriuHi dm Cliumnus verhait, vermag ich mit den dUrftigen PrubcD, die ieb von
btidca Dotifrt habe, nicht zu lipbtimmeu.
'2, Iiu C«d. Marc. CI. IX IT slohxn ausserdem Wvrke dua Chumnoa mehrere durch-
tmt m i>olitJ»c)i«D Reimversun abgvfuHte Gedichte und Gebete ccli)(iösuii liihalta:
Mtnt ein Oedichl an Jesus (etwa 222 Vei^el, dann ein Gebet. TUr welches Papat
JebHiaM XXII <191G— 1334) einen SOCtiigigen Ablass gewahrte, daim Gebete tarn lil. Geist,
nr U. Go4te«raDtl«r. mm hl, Trancisrns. vin Gebet des hl. Tlioniaa von Aquino lur hl.
KommuMiON, mn Tulgfirgriochiiicher AkaUiisloa (beginnend r \ntgr Kopiu»-« tt/i KVQiäf, aiffiftii
nf( tiup9tniiti;i II .Voipt xaitijia ic' ö/ioQifiäi, /"'(« dryiQÖy n/v worijc). Verse an die
U. Uuia, nin*i l^f« (I. 'Pl/ia) nifi roii Saniiov (beginnend: TQOfiaoeai tvv tär Itaytuay,
itttr iltgi} gaifiag). ein AblnxKgnbot des Papstes Sixtiis IV (U"l— 14^)i eines Eowissen
IW* Androa* Skletxnti Labgedieht auf die MuttorgoUes als Gnadenqiiclle (Jivai jtgit
•f' lai<iSij[«f "tjfiy ntnoytj/tiyoi nnpri inf nifi nrdgiov anJltif«), endlich Prosaunter.
WCtBugen Ober den Nutzr^n der Mnemosynu und Aehnliehes. Aus der Vereinigung der
haphr**e des Oeorgici thumnoa mit diesen Hua grieehiacb-katbolischen (wohl venejeia-
■iMll«a) Kreiften atamneildon Erhu nun gase hriften Iftset sich verniuton. duss Chutnnos
talholik »ar
349. Johannes Pikatoros ('/uKÖir/e IJixuu'iqac) aus Rhothymne auf
Kreta boschrieh, wnlirscheinlich im Anfangt^) des 16. Jahrhundorta. in
•einer heimutlichi-n Mundart das Traunigesicht einer Hadesfahrt; 'Pifta
■älfi,»T;fixfj fii töv THXQIIV xai axä^fOTov "MSiiV {5C>-i gereimte politiHcho
V«i«!). Der Dichter wird von einem schwarzen Manne in den Schlund
«ncs f»rch(]>aron Drachen geschleudert: im Innern des Untieres ange-
iHininen Hiebt er, dnsi^ er »ich im Hnde» bcfmdet; vor dem Thore kauert
«be dreiköptige Stblaugo; Charos reitet auf ihn zu und fragt, warum er
In den Hades gefahren sei, ob er etwa den Weg verfehlt habe und noch
luße, i» die Wolt xiirilcknukehren. Der UnglUckliche antwortet, er sei
Vdtommon. um den Tliroii, die SchlO^ftcr, die Lilndor und die Ucfangenen
4m CharoB kennen xa lernen. Charos nimmt ihn auf sein Koa». und sie
1
lysanUDiscb« IiU«raUirs6Bebiclit«. HL Tülgftrgfiooh. Uttantiir. 1. :
reit«n gomvinsam durch die schauerlicheti RAutno der UnterwcJu Ja
einer Disputation Über die Ursnchcn des Tode:« nnd die Gvhi-imiiiKso im
St^hiiphing bricht dtm um Schlüsse verstJlmnicUc Gudicht üb. Die d«ih
wllrdigß Verquickung des antiken Haiio^begriffe« mit dem volksmftsaim
Charos und mit gelehrter Theologie macht dieses poetische SeiteiwtbH
zu den Dialogen Timarion (s. § 1!)8) und Mazaris (s. §211) lilr w
Studium des miugriooliiächcn Volksglaubens hSchst beachti>m)Wort. I
Ed. pr. W. Wagnrr, Cnrniiaii K. 224-241 (aus Cod. Vindobon. ZU). 1
851). Itfarino Falieri {Maf/itvi tl>aht'fi,i) kiht seinen Namen dij
Versifikationen, die teils im Cod. Ambros. Y. 69. sup. (16. Jahrb.), tcd
im Cod. Neapol. lU. B. 27 fol. 101 — 118, 121'— 124 und 168-173- ad
im Cod. Vallicell. 0. -16 fol. 111-421 erhalten sind. 1. Das enie, m
der HandHchrift ohne Titel Qberliofortc StUck ist ein an einen Freund m
richtetes rL^ligtüso» Mfthngudioht (28;i polttiücliu Keimvurs«.-), in um
chem Betrachtungen über die Vergänglichkeit des Irdischen, Qbtir die V<n
werflichkeit des weltlichen Lebens, über Tod, Snnde und Busse in bnüta
Weise vorgetragen werden. Von den Derbheiten, welch© sich die lehfl
hafte Muse eines Snchlikis und Depharanas gest-attot, ist du Qe<&dl
vüllig frei; e» ermüdet aber durch die (lache Allgemeinheit der QedMM
und den Mangel eines lokalen oder zeitlichen Kolorits. In den I^H
zwei Versen nennt der Verfasser seinen Namen: 'Ut üfnä jflniäSiim
i) ^(fttt für tliaXU^ov | Tü^rtij toi' fttt/i)} J/apfj, loii naXtuov toit jrtfMd
3. Eine in dialogische Funn gefassto allegoriseho Traumgesi-hichtu
'latofi'u xai örcffo ror fi'yntatdtov «p^oMos xr^uc (so) Atagirov ^altfm
fov. Der Verfasser erzählt wie Pihatoros und Bergades ein von Dia
selbst erlebtes Traumgespräch. Die Personen des Dialogs aind Faliern
die Moira, I'^thula {■Seliii.suoJit) und Athusa (Uniiclmld). NacW«!
Falicri mit der Moira ein liitigL<res. ziemlich inhaltsarmes Zwiegespitol
gepflogen hat, erscheinen Pothula und Athusa. Der Dichter enfl«W)iitifl
begehrlicher Liehe zu Athusa und bestOrmt »ie mit heissen Werbunpfl
wobei ihm Pothula getreulich beisteht. Athusa weist seine verftllircriK»
Worte standhaft zurQck. Endlich schwSrt er ihr bei Cliriütus und Kuifl
ewige Treue, verlangt aber eine Gegenleistung. Nun gesteht wo iliw '••'•
Liebe; er fordert einen Kuss; mitten in seinem GlQck aber weckt iha J<j
Biss eines Flohs ans dem Traume. Mit diesem grotesken Motiv td^H
der Dialog. Auch dieses sonst zienilieh trockene Mnralgedicht, ein Ip^
Nachzügler der allcgoHscheu Dialoge df^s Tzutzcs, liaplucheir, PhiUv
erhebt sich an einer Stulle, in der Schilderung der Liobosworbang w
Falieri, unter dem Einfluss volkspoetiscber Anregungen zu namtd
Empfindung und lebensvoller Darstellung. 3. Das dritte 8tQck ist oM
dem zweiten inhaltlich eng verwandt; es ist ebenfalls eine Traumlicbe«
geschichto, die i« der liaudachrift ohne Titel öberliofert ist. Der DickMd
sieht im Schlafe eine Frauengestalt und einen mit Pfeil nnd Bogen u*!
gerüsteten Eros, der ihm mitteilt, dass er von der Moira ftlr die Du4
bctttimmt sei. Schon will der Dichter die ihm zugedacht« Holde ki)»eiia
da klopft die Moira an die Thüre; der Dichter läuft ,im Uemd', ihr«]
{lITiien, und bietet ihr einen Stuhl an. Plötzlich aber krlht derllabu; dtf|
■. M^wibvltacfidlcbt«. D«Taielltmg v«TinIaobt«r Stoff«. ($9350~8;}2) »'>{
Tranni verfliegt and mit ihm Moira. Eros und die Braut. Don Sehlusa
ihjldet ein« ziemlich unvermittelte Mahnung an die .lUngHnge, den i'urcht>-
DWen KiSnig Krox zu ohren. Eine in die ErzÜhhing cingeRChalteto Kr-
flrtorung aber die Erotokratia herllhrt sich vielfach mit der üeschichto
▼om Krotokustro (Chatcftu d'amour) in Bulthandro»! und Cliry&antza.
Di« hier wie dort sich lebhaft aufdrungt-iidu Frage, ob der Vorsteliungs-
k»is der Liebesburg, des Ero§ u. a. w. direkt ans dem Altgrierliischen stamme,
«der ob Amor nach all seinen Wandlungen von Vergil bis Petrarca von
ttsliscbem Boden nach (Griechenland xurDek gekehrt sei. musa gegenwärtig
■och als eine offene betrachtet worden. Wenn autih der BegrilT Eros in
der byzantinischen und neugriechischen Volksjioesie nicht gan^: unbekannt
■IkL »0 besitzt er in keinem Fall« auch nur annähernd die Popularit&t dos
r8, der Moiren und anderer mythologischer Figuren.
Über die Person de» Verfa«Ker» i»t nichtu bekannt; violleicht ist
der berOhmte venezianische Maine nur Ausbängeschild eines Anonymus.
Jedenfalls aber gehßren alle drei Gedichte demselben Autor; das beweist
nkht nur die Unterschrift des ersten und die Überschrift des zweiton
Stückes, soudeni auch die unverkennbai-c Ähnlichkeit der Auffo-säung und
Darstellung, die sich bis auf dio Wiederholung einzelner Wendungen (z. B.
■jitmiwat^ ftov tai^i) erstreckt. Mc Sprache der Wcrkchen ist das
niDstc Volksgriechiscb, das man sich denken kann; zu einer dialektischen
Bestimmung fehlt ein sicherer Anhalt; doch scheinen Safiäx» und iovftüxi
(Cfld. Anibros. Y. 89. mip. fol. 96'' ; 99) auf Kreta hinzuwcisun. Diu Über-
lieferung zeigt dieselbe Verwahrlosung der Orthographie, welche die
nriäten Handschriften und auch die Venezianer Drucke der griechischen
Vülkfibflcher des 16. Jahrhunderts ftlr den Anfanger fast nnzugünglich
r'
I. AaNK"'i«D: ['robeti der twei ertton SlQckc od. E. LegranJ, DiH. gr. vulg, 2
'ftn)|) Kialoitung S. 62 ff. Kdr die van mir mitgeloilte Aniürsu ihres EnlinlU linbc ich
die Mailftador Ünndichrift selbst duicli^Knrboitot. Des dntto fiudicht ed. Alis dem
lU. Kvapo). Joho Scliniitt. nmi;fin itvininto tov Maplrav *nln'y^, JtXiior 4 (IS93)
.91-308 (mit d<Mn im Cod. Ambro», foblciidcn Jücblun jvs iwvilun U «die litten). — Noch
■■b«*iAUI iat d«i oben urwiLhotc Cod. Vullicull-, der Ana ersta Gedicht unter dorn
tluiipa tnv irftnatiiiov «pj'oi-loc /jiot^ fiH(^l qraÜi^fiai' unthält,
S. In d«m oben »rwAhnUn Cod. Neiipul. III. B. 2T rui. 118—131 und 121* akhen
•ebr nnbfhuifcn«. nur aia äpracbdunkiulllur beai;lLti-nHW«<rlu LicbvHgi-dichtc.
3&1. Anf Vesedigt £>'; Bivttfav (84 reimlose politisclio Verse). Der
dieses Lohgesanges auf diu Lagunenstadt ist ein völlig unge-
jUdoter Hensch. der in naiver Weise sein Erstaunen Dber die Wasser-
^Kuwon, die Marcuskirche und den Dogenpalast in verständliche Worte
Wkleidon trnclit; dabei verrät er aber eine Unheholfenheit, die in der
OcMhichU! de» vulgärgriccbiscben Stils fast einzig dasteht.
> Kd. IT. B<i« Cod Vindobon. 244 W. Wngn«r, Cnrminn S. 221- 228. - Da» Uodicbt
iinl iDcli im Cod. 3h di>H niton Snmils lu stehen, dor nncJi Fr. UIhhh, Uemiea 23
1'^, Zi»/ai ^siiH (ro) r>j{ Btrctivi entblllt,
Vä'Z. Markos Depharanas {Mä^xog .-fKfciQävKi) aus Zanto scliriob
Anfang des 16. Jalirhundorts zwei Uedichte, die sich an Derbheit
Auffassung und dw Ausdruckes am heetcn mit den Werken des Sach-
in vcrgleichon laeeen. 1. Lehrgedicht oinoe Vaters an seinen Sohn,
erhalten iif.
1. ÄasgaLrn: A. Das Lehrgedicht ist nur in emem wegen
koTKkthcit (asl unl«Hbiirvn Venexianer Druck äa^ Jithres 1543 orbi! _
bis jctst 2 Kxomplnri) bekannt gowor<l«n Kind. It^Ii hnb* ror rähui J
An»Ki>t"> d(w «prnchgfurhiclitlich nnd kultarhiatorinch ititrmniantrn Wi
tar dio xich lojdcr noob kern Vorlcgrr gfifiuic!«n hat ]
B. Ueioliichto der Suannna: Zuorat Venedig 16S9. 16T] unJi
Logrftnd, Bibl. gr. vuly;. I 200—2^2. - Dan orvrttluit« Smumuo^vdii'lit d«
ed. t. Leuraiid, Bibt. gt. vulg. II 48 ff. V«]. »e^iDO Eiiileilung S. 2ä S,
2. Uiirsinitlcl: Uebor <laa Turlialluia zu SAcblikn vgl. 8. D.j
St«pbanoa Sadilikis. Odessa 1S96 S. 227-234. — Die Venttutnng v4
Itibltugr, hell. 1 i\9Bf<) 2S9, dan dem Deftbanaa» auch die geroimi» Bei
81'bichte Atexandere des Qioseon gahCre, ist nioltt elichhaltiK. Vgl. PaptJ
S. 230 f. 1
333. Leonardos Phortioa (^tovän^oe tfio'pnoc) verfassl
de« 16. JalirliuniioiU ein Gedicht (Ibcr das Militärwes
i(Mifx^$ Ttgayfiatn'ag (912 goi-tiimte trocliKischo Actit«ilb«r).
der »ioli auf döiri Titel 'PiufiaTog uud xü/ii,^ naXattvog n
Person nach unbekannt. Die Sprache aotnes Werkes er
ßtai'ke Mi.ii-hung einereeitä mit Wertem der KiinRtgrfb.itJlt,
italioniachöii Ausdrücken ein merkwürdig bunte» Kolorit.
Kd. pr. Venutlig )&31. — OrLliographisDli vorbaw«rlor Neudruck y\
Coli, du inon. vd 17. Pari» 1871. |
854. Das Opfer ÄbralmniB, 'H ttvaia toS Uß^aäfti
MyBturionMpiul {11.54 politincho Koimverse). Itoligiösc Dia|
liehe Aufnihrungen sind aus der iUteren byzantinischen Zei
gewiesen (h. § 2Gtt); doch scheint das Opfer Abrahams l
italienische Quelle als auf ein byzantinische« Original hin
inis erhaltene Text, der von «incm gowandten Stiliaton i
joduufallH nicht Qber das 16. Jahrhundert hinaufgerüdli
I. l<;d. pr. iat wnhrscbeblioh der Venezianer Druck von IMM. KrJ
Vtai^dig Iß68. letM, 1T09 und ttftor. - Neudnirk nach dor Auaeabe i
Legrand, Bibl. gr^ vulg. 1226—268. — Nut unnrKonllJr.ho Varianten U
Uhr- a. ael»K«iiheitsgfldichte. DarBtellnng Termütchter Stoffa. ($§3&3~355) g23
356. Theologetos Moscholeos (QioiÖY'.'^o? MoaxuXiog) aus Kreta
ihmti im Aufangu Avv, 17. JalirliundortH «in Leboii de» hl. Nikolao«
h'of rot*' äyiot' xai /uyiii.ini NixnXnov) in 268 politischen Rmmvcrscn.
■s Werk ist wahrscheinlich wie die Suxanna dt-^ Depharanaa nur
oarboitimg einer älteren Dichtung über dasnelbe Thema, daa auch in der
Itcioischon i'acsio di^s Mittelalters eine ei'hobticho Kollo spielt.
1. Bd. pr. Vonnilii! 1026. - Neudruck von E. Legrund, Bibl. t-r, vulg. I S21 -329,
t. In (Ina IT. Jkbrh. gebOrt wohl auch Jur scinor Petson nach unlickunntc l.oondrdo*
tlla Port« (.l(ofnp<fo( Jikiimötiia, nudi Ttiit/invQiiij. von ilt»m der Cod. Atlioun IITJ,
IT, m«lirorv volksapriicblicliu Krljaiiuiijtsgodichle in puliliHchon Vorson cntliätt. NUliMca
( 8p. P. Lkiapros, CM«logua of tli» grt^ek mat Dil Mouut Atlioä I <18I>5| 107.
8. Ein Anonyme« Oediclit fllier Scliick«»! uijd Tod (108 |ioIiti§cb« Vurs»), dns
i* ier Apokopos (s. S •^^) ■>><( <l«r Schilderung d«r Nacl)tnihc anhobt, bowahrt der Cod.
ttsas 3293 «. 17 fo!, 32U— 328. Beginn: 'ArayrrnSi, cJ ävSgmnt. Kuiühißt rar Tjioiior.W
ir g^yor II tat lAv tQojfär, tir triaroi- iroojuot' laüiov. \i 'Hf ätiö xänav rvmaia xi
■»•f fit nrpr/i'a^. II "Fjioi-finrfia '( tiji' ulirtir ftov. öllyw ixMaijSij.
4. (^nigo tDÜH norli spHtmittelollerlicho, loila aus dorn 15.--18. Jfthrh. Nlammondo,
cwt 4iJakb>cUe und rcligiBse Dicbtiuif.-eD ed. M. I. GedcoD, üupt^ffvöc 1 (l)jT7) 521>
■ WI7; 746--7ÖÖ; daiu bioijniphUiihc Notixun 8. 856-HÜ9,
' h. Eia vulgUrKriocbiscbcs Wcibcrinb in pütitiBuhon Vfintoii tiluhl nuch tmudicrt im
riNt 4 d«r ««ni)( bekiiQnttrn Sumialuug Krttuhiachcr Hb8 d(<8 Call«|cii> Greuo in Buni
A 272}. Dm Til«l Uut«t: XivitUt tvytrtxmr yin-nmür rnit ligg^yiuf.
2. Sagenhafte und historische Dichtungen auf nationaler]
Grundlage.
35f>. Allgemeine ErkLänmg. Wio Im Abondlandc w> ont
auch bei ävu Byzantinern während de» MittelaUcrx vpittchu Voih
tungeii. in welchen die Thaten horühniter Helden, wichtige Episoden
lieimatlichen Oeflchiclile und häufig n-iederkehrende , durch die Kolli
vorhilltjiisite des Lande« bedingte Fainilienereignisso in heroischen
elegischen Tünen besungen werden. Üie epische Orundforni die
Werke ist meistens mit dramatischen Elementen versetzt; der Gangi
Krzilhlung wird durch kürzere und längere Dialoge unterbrochen, in w«
die handelnden Personen ihre QcfUhle, ihre Entachlttsse. ihre Eric
vortragen. Es ist dioselbo dramntischü Beweglichkeit, deren ältetttor
bester Vertreter Homer seibat ist und deren Spuren sieh im griechis
Volke trotz des vUlligon Unterganges der kunstmässigen Dramatil
niemals verloren haben. Diese byzanÜniitchen chansona de geste,
alter Wuise von wnndonidmi Khapsodcn gesungen, verlieren ihren lo
Charakter und werden zut» Gemeingut der Nation; nach und noch
man sie aufr-uzeicbnen; verschiedene SUlcke werden zu einem Gamm
bunden. Leider wird hiebe! die Frische de« urttprllnglichen Kekxila
trllht, der echte Bestand durch Intcrpolntionen erweitert und aeihst ■
sprachliche Form von den Hegeln der Schule und von der kuDstmfi
Litteralur über Gebühr beeiiiflusst. Fast alle Handschriften mittelgrio
scher Volkspoesie zeigen die Spuren solcher Umarbeitungen.
Die Entstellungszeit der nationalen Gedichte ist wahraclieii
gleich der Lebensdauer des liyKOntinischen Volkes, die Orte, wosieijiie
und wo sie verbreitet worden, sind so weit zerstreut als die Grenzen
ostritmischen Reiches, die Anlässe so mannigfaltig als die Geschichte i
grossen Organismus. Mit ihrer Überlieferung ist es leider scbUmm
stellt: einerseits sind die wenigen handschriftlich erhaltenen Stücke,
bemerkt, stark überarbeitet, anderorieitn haben die endlosen Dran
wt'lche der griccliischsprecheude Orient namentlich seit dem 13. Jl
hundert zu erdulden hatte, und zuletzt die blutige Unterjochung
eine in Sprache, Sitte und Religion gm nd verschiedene Nation mit
poetischen Vulksstimmen des griechisoben Mittelalters furchtbar aufgor
Nur der einsichtigsten Prüfung der litternrischen ülRirrestc und der F«
*m^T'
B.li&WriiBoIieDiditiinKen nnTiiw
er Grundlage. (§§356-357) 825
Brkiiiigen deü ii3i(1«lalt«rtichen Dichtens bei den heutigen Griechen wie
wi den Völkern, rfie byzantinische Einflilaso erfahren haben, wird es ge-
lingen kOnnoit, von dum Buxtando und dem Wesen der byzanliniscbun
Volk.<<pneeie eine genügende Voretellung zu gewinnen.
Wie man die mittelaltprliphen l'oesieii de« Abendlandes nach Sagen-
kreisen geordnet hat, »o liisi^on sich auch in Avr populären Dichtung der
Byzantiner und ihrer Nachkommen wenigstens einige Hauptgruppen er-
kennen. Am deuHichBt«n tritt diese ThalAachc in der neueren Volksdich-
tung hervor, die mit der by7.antiniKchon in Form nnd Oehalt enge ver-
wandt ist. Hier findet man einen Zyklus von Liodora. die eich auf den
Fall von Konstantinopel und den Tod des letzten oHtrömischen Kaisers
beliehen: eine andere Gruppe hetrilft die Eroberung von Trapczunt;
eine dritte den geboimnisvoUen Bau der Brücke von Arta. Weit ver-
brciU-t ist ei» Liederkrois, der die Einnahme des .Sclilossos der schönen
Frau" erzählt, eine Sage, unter der sich zweifellos ein historischer Kern ver-
birgt. Kine tragische Episode ans dem Lehen Peters I von Lusignan
J»t in Cypern die nocli heute im Volksmnndo lebenden Lieder vom Tode
Br Arodaphnusa hcrvoi^erufon. In zahllosen Liedern wird die Wieder-
'trkennung lange getrennter Ehegatten geschildert, auch die Heimkehr
lies Hannes zu der Stunde, da sich die Frau eben wieder verheiraten
ML An der Spitze all dieser Liederkreise steht durch sein hohes Alter,
»ine ungownhidiche Verbroitiiiig und seine hor\orragende kulturhistorische
Wichtigkeit der Akritcnzyklus. Im folgenden werden ausser den eigent/-
Edien Volksepen auch die bistorischen und ebronikenartigen Dichtungen
KCeRthrt.
1. Auigalieii! Kinn liejho klniji«rer hielorificher Lieder cd. R. Lcgrnnd, Coli, de
, K. 8. I (1873) 74-9»; 1S2 197 (Tod des Kuiscra Küti-ituiitinos DruiiiweB. Eimifthmo
Tispauuil, RiDiiBbro« ron I*nliiu»kniitro, Ktiinohinc vun Kordyle, AkriU'nxykliui u. >. w.).
— Yiilli »4<wliifti . danoii niiltululltrliclic.' Slotfo zu ürundo Ijhkdu. ^^Ia die Liudur vom Andru-
BikiiH. vom ThMphvIaklu». vum Digonis. von doL drei Urlldern Diflphyliikto<i, .Miuiitriii tiiid
Kuolis «rd. A. A. bakellarioa. Tii KvitQimnl, töfiot ß', Atbeo 1801 S. 9 IT. -^ Dazu die
Utiantur in, lion fulg«iidoD ^.
2. HilffiRiillel: Ch, Gidol, La Cbitnson d'Arodajihnnfln, Nouvo1l«s ^lud»s sur la
litt. p. mod-, Pnris 1878 8. 4-i.%-475, - Zur Chnrnktorislik dor miltelBnechiscIien Volks-
•fto: 8p. I.nmbroB, Call, da rom. t;r. Inlnidiii-iion ti. ' ff. — (i. Dcatiinis, Unter-
Mcbongna Ubnr di» fricchinclion tI(>ld(iiiBnEf>n dor mittfilBltorliclien Periode. Vereucli c'itier
UbctiMtuiiMlcn and rrkUrnndnn Knmmlimt:. I'ntcriibiirg 1883 (niss.) (mir nur aaa der Bc-
biiDg im Joutn. Min. 1KH< Hd 2a* Juli S, 142 -HA bekannt). — U eher neu griodiiaeho
ilied«r. tB wtlclioii das Andenken nn Kniurr Nikoiihoroa Pbokaa ToiÜebeD soll, vgl,
Bjr rk u . Die bjiAntJiusoba Enkblung vun der Knnordung des Kuispr» Kik«phoros Pliolüs
b riner oltm bnlgariaohen Version. PeluniburL- 1^3 (ruM.f (mir UDIugftofltioh). —
TtlMr die ««ite Verhrvihinu des Li«dvrkri-tiii>H von dur Artabrtlrk« bei den Oriocnen, Aro-
UsNi (Ktitji/ivlAL-hcn I, Albuneeen, Bulearcii. Serben u. b. w. bnndelt Kurt SchJAdobach.
K* araiiuni»rli« DnJIado von der Artttbrilcke. Kreier Jahrenbriricbt dM Itistitul« fUr rumA-
^racbo w l<riianK, heraiistceg. von Oiist, Weinond, Ldifixig 1894 S, 71) I'il. —
'^~" 'iwrfaSmdtoB sind natürlich nuch allo Ssmmlungon nougripchiMlier Volkulioder
S67. Der Belisarroman. Kein griechischer Feldherr nach Alexander
an war mehr geeignet eine vnlkstllmliche Person rii werden
ir. Wie er durch einen kühnen Hnnd.'itreich den blutigen Auf-
nd der Parteien erstickte, wie er im raschen Sturmlauf das Vandaten-
lertrilmmert«, wie er Sizilien und Italien eroberte, wie er den ge-
826 Bruatiniiche LitUrfttargMcluclit«. HL Volgtrgrieab. UtUntor. L PmiIi.|
fUrchteU)» Poi'^orkOnig Uborv.'äl(igte und wie or zuIdIzI den y«rleumdaiigcd
dor IlJ^flingo unterlag aaA bei .histiman in Ungnade fiel, all Am tam^A
fach dou Züitgi^nusiK'ii gewAltig in» Oedächtni» prftgen un() bei den XacH
kommen in auBächmUckendoi- und Uborti'eib«nder Ki-KÜhlung fortleben. DodI
konnte Belinttrs (ieHchichte nicht invhi' wie die der homerischen Heiden tun
Alexander» zum Gemeingut des ganzen Mittelalters werden. Ala am
anfing, den Reli»ar als nationalen Helden zu feiern, hatte sieh die grili
chi»cliß OHtwelt vom löwanischen und gennanlschon Wi-«ten in S[>nidM|
Sitte und Lebemiarl schon weit abgesondert; so blieb diwera Stoffe Sm
Latinisierung und damit die Verpflanzung auf den abendlltotUoiAlM
Kulturboden vertagt. Um welche Zeit sich die volksniä»»^« Sage M
Ueldengfistalt des oströnii>«chen Heerführers bemächtigte, ist nicht bekanofl
Diu Erzählung, daits Belisor von Jiit«tinian geblendet worden sui und (Unfl
sein Brot gebettelt habe, findet sieh zuf^rst in dun IlätQia tr'c ^ttatM,-,«
welche gegen das Ende des 10. Jahrhunderts verfatsit wurde», dann od
einer Modifikation bei Tsctzcs,') der jedoch ausdrflcklich bemerkt, iim
.andere Chronisten' von der Blendung des Belisar nicbtä wissen. DM|
rms erhaltenen BeliBargeschichten gehSreu jedenfaltti erst dem lä. lod
16. Jahrhundert an, und auch ihre Vorlage kann nioht vor der i^alfe»^
logenzeit ent.3tanden sein; das beweisen die V. 29G ff. der Mt«ston VerMH
angeführten Namen byzantinischer Edellonte, die ganz ähnlich in da
iEweiten und dritten Version wiederkehi'en, und die ebenfalls ollen dnu
gemeimiame moraliache Schlussbetrscbtung über die verderblichofli
Wirkungen dur unter den Hhnmäeni herrschenden Zwtetracltt, welch« defll
ungc-stUmen Volke der Türken zu gute komme. Immerhin bleibt divAM
nähme offen, dass ns ältere Formen der Bolisargoscbiclito gegeben hbtJ
die dann durch die uns erhaltenen Neubearbeitungen völlig tiberdodct an
verdrängt worden wären. I
Das abwechselnde Obsiegen und Unterliegen des vorleumderiNclKOl
Neides der Höflinge, die Undankbarkeit und spätere Reue des Kaim^
der jähe Sturz menschlichen Glücken waren ufTenbar hüclist ivgitU^ .
Motive, die von einem geschickten Dai-steller, wie der einst so boliillli
Koman Marniontels') beweist, zu einem wirksamen Ganzen verarböllfl
Werden konnten. In der vulgärgriochischon ErzShIung .'<)nd die Vertnlfl
des Stoffes nicht genugsam ausgebeutet. Es folge eine Skizze des Inbaltd
der ältesten Version: Die Höflinge verleumden den tapferen Belisar. 8ri
wird drei Jalir« in einen dunklen Turm gesperrt, um diese 2«t rüstdl
der Kaiser ein« Flotte gegen einen fernen Feind. Die (irosacn des H»itii*l
streiten sich um den Oberbefehl, dos Volk aber rottet »ich KDsamiDOD DoJl
verlangt, dass Beliaar ztim Heerfllhrer gewiblt werde. Der Kaiser g^J
horcht Beliear segelt gegen England {'Eyrit/i^px), Ifteei die Schiffe hiideBi
') GooTRioB KodinoB. Do SiKiiis, ed.
Bonn. S. 29. Vgl. S. <23 uiibmo» Abrissw.
'1 ailiadon IK S99 ff. WeniKw kn-
Ittch bU TjietJoB hilt Lord Muhon in
WinMii w<iiti.cliWMfig«ii Baelio; The lifu of
llnliurius, l^ndnii 182», di* ßlftiitunft und
Um BetU«rtum d«« B«liMr fDr hi«t«riMlie
Wahrheit
') Aar Mnrmontvis BtliMi». ^' ,
■oinnin KrachcTUnn (17CT> iu grfti w1
■ohon «rrogtc. botaht die apiUn Vn**1
tung dpa Stoffcti durch DmuUb« (t''
Sthonk), Komponislon {t>oniMlli), H«l(t|w
vidi und tiildbiiuer.
Bobalts nad UaUirisclie Dicbtnogea anf nationaler Gtimdlaga. (§ 358) g27
Bot verbrennen, erobert das Knstron %*on England, uiioDit <]on König ge-
^■gOD und kehrt mit Bout« beladen nach Kongtantinopel zurUck. Von
HpKin beschuldigen ihn seine Feinde de» Hochverrate. Der Kaieier glaubt
Ibnen und lässt Bt'Iisar blenden. Bald kommt das Koich dui-ch dio Poreor
und ^razenen in groi^sc Gefahr. Da gibt d«r Kaiser dem Solino dos
j£eU«ar. AlpxiK, don Oberbefehl, und dieser überwindet die Feinde.
^ft Bit« jetzt sind drei Versionen dieser Geschichte bekannt geworden:
^■t Älteste (5&G reimlose politische Fünfzehusilber) steht im Cod. Vindnb.
PBSit 244; dio zweite (840 mit Ausnahme der Schlusspartic reimlose
Fätifzehnsilber) stammt von dem rhodiechen Dichter Emmanuel Geor-
gillas (s. g :166); die dritte (997 gereimte Fünfzehnsilber) Hberliefem
mehrere Venezianer Drucke und eine im Busitzo von E. Logrand befind-
' liehe Handschrift. Alle dre-i Bearbeitungen stimmen im Gange der lir-
I tfUung und in der gesamten Auffassung überein und hängen offenbar
iMiiealogisch aufs engste zusammen, obschon eine genauore Bestimmung
■ftrw gegenseitigen Verhältnisses noch fehlt,
Wft 1. AiiBgiiboD: Dio alloiito Vi>niiun od. W. Wagner. Progr, Hamburg 1873. ~
Ph» dM GoorgillAa od. Allen Giles, Oxford 1843 (foet unKuj^Hiiglich, weil nur in 60 l!;xeni-
' ftann ibgeiogen). Dnnn W, Wagner, Modieval «r, texU S. 110-141), - Dio gorcimtn
Vnxioti erschien «U vcneiiftnischnB Volkshiirli. Veneiliit I-i2fi |V), IMfi, 1554, 1562, 1577
(«IB Kxrmplar dieser Ausgnbo befindet sicli, naoli einer fronndlichen Mitteilung des Hoim
Dr. J. SecM, ia Breilau) und wohl aftcr. ^. F., Legrnnd. Ilibliogr. hell. 1 (läH&] 281;
2H: 2 (18S&) 190. — SummolnUNgnbo der drd Versionen von W. Wagnor, CuTnioit
,804-378.
Als «rate Ausgabe der goroimten Version bezeichnet E, Legrnnd, Biblio^r, hell. 1
S) 281. den Venezianer Druck von 1Ö4S, von dorn dio MUnohoner SUatubibliotliek da»
a» bekannte Exerugilar |A. gr. b. 47. 4°) hesiUl. Ks tnuss aber «iue VeaeKianer AuBjjabo
tili «xialieien oder exiatiert babun. Denn der bisher nicht benehteto Cod. Mntin, 1)1,
>M WttklH die gereiml« Veraion mit einer iiietriBebea äubekription, welche beengt, dnm
Baeb im Januar 152-^ au Venedig in die Druckerei ge|<eben wurde. Üb der Codex
I AlMcbrift 4nMa Druckes oder das Exemplar der Druckerei selbst darstellt, konnte
. nicht fMM*llen.
2. Ililramittel: Zur Reliwirsago vgl 0, Finloy. A historj^ of Greeco vnt. 1 (Ok-
1877) 429—431. — Weitere Beweise der Popiilaritfll der Iragiachen Figur des Bolisar
der RfiBIereD brunntinisrlinn Zeit sind die nepnrnln Unherliefenin^ des von Frnkop,
MC. 4 (= III 33. 13 fr, ed. Itenn,) niit^eteillcn Briefes der Thnedora nn ßvlisar,
c B, in dea Oudd. i'ari«. gr. .1023 Fol. 24 und ßodl. Cnnon. 41 fol. 137' steht.
dMT Vert* des Tielies über ihn. wie sie n, B. in den Codd. Paris, gr. 3025 s. 16
19 und Alhdua 3881 a. 16 Fol. lä» vorliegt.
3, r«bsr)iererun)c: Eine schleehlo Rcxensiun der Utoslen Version (Wugner,
nioa S. 804-321) eutbalt der Cud, Nenpol. III. K. 27 ful. 5»'-74'. Der lfearbeit«r
dem Text nach der NoriDHlgraiiiniatik verbetwert, ohne lu benclitun, dass er dabei
Vmm niininrio.
368. Baailios Digenia Akritas (ßaaiXtioc Jtytvifi Uxulrac) ist der
»Id einer nach ihm benannten volk»miisKigon Dichtung, welche als das
ihre Is'alionalepos der Byzantiner bezeichnet werden kann. Den Namen
ägonis, der .Zwiegeborene' erhielt er, weil sein Vater ein Ueidu, seine
eine Griechin war: so nennt auch l'achymeres fl SO'J, U ed. Boim.)
Gaamulen. d. h. die Kinder einer griechitfchon Mutter und eines latei-
en Vaters, ätftvfTi. Akritas (tix^Uaq oder äx^lxtfi von «xp« die
o) ist der byzantiniHcho Ausdruck für die Verteidiger der iiu8«erston
Bn de* Reiches. Die Akriten Kenossen eine vom Hofe halb unab-
Rgige Stellung, welche von Sathas treffend mit der dnea Markgrafen
rghchen worden ißt Vornehmlich entfalteten sie ihi-o Tbfitigkeit an den
828 ByuntinMclie Utt«nitaTg«Hducht« IQ. TnlgKr^rieeb. LitUratnr. 1. Fmii."
weit vorgosciiobenen Süd- und Ostgreiuwn dos Reiches, vom zerklöftcun
B«rgland de» KaukantiH bU an die lachenden Ufer Hos Eiiphrat und Ü»
sandigen Gestade dos roten Meeree. Hier wurden Friede und SirlutUt
unnblilHsig gestQi't teils durch die Einfälle der Molia ine daner, iA
durch die sogenannten Apelaten. Dieses Wort bedeutet ursprünglich te
Viehwogtroiber, (Utnn Überhaupt den Wogolagoror, den Kfiubor im gnmm
Stil, den mit einem roinanti sehen Sclämnior umkleideten Verächt«» itt
staatlichen Ordnung «nd Itulie. Uie Apelaten sind für Ityzanz in fihididft
Weise kulturliistortKche Signatur, wie etwa die [lanbritter f&r initr
Mittelalter, wie die KU-phten fiirdie Zeit der TQrkonherrschaft in Gricelwa-
land. Die langwierigen , Reiten unterbrechonun K am p f e , wekbe Üt
byzantinischen Grenzsoldaten im fernen Osten des Reiches mit Cngl&tibieM
und Apelaten fQhrtun, bilden die kulturhistorische Grundlage der
Akritcnsngon. Die Geschichte dv« Digenis aoMysi spielt, wie neb ini
verschiedenen Andeutungen des Gedicbtes mit Sicherheit ergibt, um S»
Mitte des 10. Jahrhunderts in Kappadokien und in der (legtn^
des Euphrat; (loch wfiro es verfehlt, alle ira Epos vorkommenden ^u^
sonon und Ereignie^e näher zu bestimmen und mit histonachea t'K<:-
liuferungen zu verknüpfen. So zweifellos das Akritenopo« einen g«»chiiit
liehen Untergrund besitzt>, so schwankend wird der Beden, wenn wir
Gedicht im einzelnen als ein historisches Denkmal verwerten wollen,
historische Auuduutung den Details wird hier ohcnmwcnig gnlingcD
etwa im Rolandsliede oder in den Romanzen dos Cid, Jonen
abendländischen Werken, welche mit dem AkriLenepos in Stoff, Anlag* i
Geschichte am nächsten verwandt sind.
Basilioü Digcnis ist der Sohn dos syrischen Emirs Mu8ur_
Mncr Tochter des Andronikos Dukas, welche jener bei einem
falle geraubt hat. Ihre fllnf Brilder forderten sie vom Emir zurück: d«
selbe trat jedoch zum Ohristentiini tHicr und rennfthlte sich mit der
raubten Tochter au» (ürsüichvm (.ieblUte. Der Sohn, den sie ihm tehe
entwickelt «ich körperlich und fieistig mit wunderbarer Schnelligkeit-
Alter von zv/Mt Jahren besteht Digenis schon gefährliche .lagd
alsbald sucht er die Apelaten auf und oi-schlägt eine Menge von ihi
seiner Keule. Auf einem »einer Züge gewinnt er die Liebe der sebOn
t!udokia aus dem Geschlechte der Diikas; als ihm der st^ilze Vat«
Hund veru'eigert. gebraucht er dasselbe Mittel, wie einst sein Eraeogi^J
er entfuhrt die Ooliobto und spielt den Verfolgern öbel mit. Scb
erfolgt VcTsöhiiung und frühliche Hochzeit. Auf allen seinen rnt«
munden begleitet nun den Digenis die jugendliche Gattin. In Kappfldnk
trifft er mit Kaiser Romanos (womit wohl Romanos Lakapenoa
bis 944J gemeint ist) zusammen, der ihn mit Ehren überhäuft. Merkwfl
und echt vnlk.stü)nlieh byzantinisch sind zwei Kpiseden, in wvlchen
schildert wird, wie Ueld Digonis trola «einer treuen Üattenliebe d«r V<
Buchung anderer weiblichen Reize unterliegt, jedoch der schöne» Eüdn
mit gi'Oöser Schlauheit seine Fohltritte zu verheimlichen weiss. Nacli w**)
fachen Abenteuern zieht sich der Akrite mit Eudokia an den Kuphf**!
zurück, wo er sich einen fürstlichen Woluwitz gründet. Im AlW «■
bait« und bistoriaclie Dlchtimgen aiLf nutlooBtet Onndlage. {% 358) 829
Jalircii VArfXUt er in eine schwere Kmiiklieit und stirbt; noch einer
itsion presst er seine Gattin beim letzten LobowobI ao lutftig an »ich,
as sie erstickt. Das i»t der durch niaiichorlei Episoden atuigeHchinütikto
trii d«8 Epos vom Digeni» Äkrita».
Wie die ültere» Lieder aus dem Krebe de» Rnland und Cid, so sind
i;b die ursprünglichen Formen dos Oigonie^gcdichtc» verloren. Da-
Sen besitzen wir nicht weniger alut vier KpopOen, in welchen Digeni»-
br von vor»chiL'dcneu Bearbeitoni zu fini<m Ganzen verschmolKen sind.
pst wurdo dieses vor kurzem noch gänzlich uiibokannte Denkmal der
Eantiniscben Volksdichtung in einer am Anfang imd HcIiIuk»; vcrätUm-
Hen Uniidi«ohrift do8 16. Jahrhunderte im fernen Trapozunt uufge-
iden (3182 politincho Voroü). Nachdem durch die Voröffentliehung diesen
Jtcht«M die Aufmerksumkdt dt>r OolchiU-n auf den Gegenstand gelenkt
r, wurden bald noch mehr<.>ro Handschriften bekannt, eine des H. Jahr-
nderts in Ürotta-Ferrata (3749 Verse), eine des 17. Jahrhtmdorta
r der inm] Andro» (4778 Ver»c: jcl;zt =^ Cod. Athen. 1074), endlich
A de« 17. Jahrhunderts in Oxford {30Ö4 Verse). Als Bearbeiter der
hr Handschrift von Andres erhaltenen Version nennt sich ein go-
■er Eustathios; die der Oxforder Handschrift, die sich von den
rigon durch diu Anwendung des Keimes untcr»chvidet, ist von dem
nebe tgnutios Petritzis in Chios im Juhi-u 1670 vollendet worden.
) zwei übrigen Hearbeitungen .lind anonym überliefert; aber auch in
* von Trapczuiit erkennt man deutlich die Hand eines Dichters, der
1 in einzelnen Liedcni umlmufündcn Stutf zu einer fortlaufenden Erzäli-
ig verband und dabei leider den üriBchcn Ton der Originale, der noch
manchen der heutigen Akritenlieder vernehmlich nachklingt, durch das
tlK-n, den Anforderungen der Schule, der Kirche und - seines eigenen
Gvt^hmackes gerecht zu werden, sehr wo»cntlich getrObt hat. Sein
eclitaeh-orthodoxer Standpunkt tritt in theologischen Exkursen und Bibel-
it£n mehr ab erwünscht hervor; daneben bekundet er einige populäre
üntnis der alten Litteratur, verwendet mythologische Vergleiche und
oint »icb sogar den Uomor zum Vorbild.') Ebenso hat die VcrMo» von
ktA-Ferrata durch die Vorwäaserung eines poeHievcrlaasenen Pedanten,
Werke sogar ein Proüniion in schlechten byzantinischen Trimotern
chiekto, schweren Schaden genommen.
Xoch niuHS ausdrücklich betont werden, doss die Echtheit dieser
bliülerlichen Epen über allen Zweifel erhaben ii^t. Solange nur eine
odsobrift bekannt war, mochte man sich im lUublicke auf die berUch-
le/a F&lschungon eines Simonides und anderer etwas skeptisch vor-
Itea — obschon ein Fälscher schwerlich auf die Herstellung eines so
Ibcn und so wenig gewinnversprechendcn Werkes verfallen wäre; nach-
n dcli aber Versionen des Digenis auch in anderen Handschriften ge-
idtD haben, und zwar zum Teil in solchen, die längst zum unerkannt««
iÜXO alter Bibliotheken gehören, darf auch der letzte Zweifel als be-
geltea. Um so merkwürdiger ist nun folgende Thatsache: Schon
V^. A. EkerliBrd, s. unten n. 0. 8. S.
g30 Byukutiniaohe LittoratnrgeaDbichte. OL Talgftrgriecti. Littsrktsr. 1. Po«iii,j
Innge vor dor Entdeckung der mittolaltorlicfaun Epen kaiinU- mid
moderne Volkslieder Rus der liegend von Trapezunt, aus KApptdokiM
und selbttt aus Cypern, in welchen oin}!«lno Bpinodeii deeselbeD Sigdl
Btoffo« erzHlilt werden. Mehrere derselkün waren Iftngat in den SammJ
lungen neugriecliischer Volkspoesien von Pa^iKtwu. u. berausgegobou
andere sind nneh der Vernffentlichnng der Handschrift von Trapemnt M
di'ut^kt worden, und ihr« von Tag za Tag wachsende Zahl liUst di« om
geheuere Verbreitung dieses volkstüinliohon Stoffos immer deutlicher hJ
kennen. Ein Sagenkreis, deseien erste Wurzeln in eine längst entachvniideni
Kultiirepoche zurUckj^ehen, hat sich also mit jener wiinderharen Zäfaightifl
mit der die (Jriochen auch ihre .Sprache, ihre Sprichwörter, ihr«? Sitten noJ
Qcbräuche erbalten haben, httt auf den heutigen Tag fortgepflanzt, nicU
auf litterarischem Wege, sondern im lebendigen Munde doit Volkes
selbst. Endlich erfuhr man durch russische üelehrte. da*» der AkritaJ
stolf auch in die Volkspoesio der aarmatischcn Stoppen geiiniBgfa
uod dort in mehreren Übertragungen oder Nachahmungen verbreitrt im
— eine Thalsaclie, die bei dem uubemveifelten Einflüsse der byKaiilini»cfc«l
Itoligion, Kultur tmd Litteratur auf das barbarische Iteich der .Skythml
nicht mehr auffallen darf als das Vorkommen byzantinischer Miniatunn
in altslavischeii Handachrifton oder die Existenz byzantinischer Spric«
Wörter bei den heutigtin Küssen. Der Übergang der Erz&htung ip SM
rus-sische Litteratur erfolgte wahrscheinlich durch Venniltclung sBdRlavt«
scher Obersotzimgen, deren Spuren noch in einzelnen Wörtern nnd Awl
drik'ken dus ruK^ii^t-hea Textes ,Dio Tbaten und ias Leben des Deiige4
niu» Akritas* xu bemerken sind. So ist ein !%agenkreis aufgede<'kt vnnltaJ
der fUr den Orient nicht weniger Bedeutung liat ala die Iftngst bpkanBM]
grossen Sagenkreise des Mittelalters (Ur das Abondland. Cid, der (ü*^
ileld des europäischen Westens, ,el mas famoso Castellano*, hal in
fiussersten Ostwinke) der mittelalterlichen Kulturwelt ein merkwIlniM
Gegenstück erhalten. Durch das Studium des Akritenepos. aus dem tam
nach all der staubigen Schulweisheit endlich einmal dvr frischi> Ihifl Jt4
Waldes cntgegenweJit, crSlfnen sich auch neue Gesichtspunkte fQr dMl
Verständnis der byzantinischen Kultur, die bisher \-iel zu aua^hlioMÜeU
nach den unerfreulichen Erzeugnissen trockener Gelehrsamkeit und Jö«
matiiwhcr l'oleniik beurteilt worden ist. I
An die wissenschaftliche Forschung richtet der Digenis AkriMi
noch eine Reihe wichtiger F'ragen. Nicht einmal die Entstebun{|M><4
der uns erhaltenen Versionen (mit Ausnahme der des Petritzis) Ist M>|
geatellt« Üic Handscliriften bieten wenig Anhalt, da sie einer :Kpilten Zeit |iM|
U., bzw. 16. und 17. Jahi-h.) angehören. Hit Sicherheit lässt lüch ihn
schon j<^iti!t sagen, duss keine Version in die Zeit hinaufreicht, in weleiier iwi
Ausbildung der Akriteneage selbst stattfand. Als weitere Aufgabe, itrai
GrundUiuen von Satha«, Legrand, Lampros, Veselovskij, B»b4
band u. a. schon gezogen worden sind, erpbt sich dann eine orsckSpfH»^'
Darstellung der Geschichte und Verbreitung des gesamten Akrit««'
Zyklus, wobei ausser den litterarisch überlieferten Gedichten diu n»cfc|
heute im Munde di-s Volkes erhaltenen Lieder nebst den sla^-iacken ^ 1
Iiaft« BBd hiBtorücha Dichtange<a anf nationaler Qntndlage. (§ 35S) g31
■o ZU verwerten un<l selbst ho weit abgelegene Dingo vrio die Lenoren-
f9, deren Zusammenliang mit dem Akritenkreise Übrigens noch nicht
ber erwiesen ist, zu vorgleichen sein werden.
l. Ana gaben: Voraion Ton Trnpczuiit: Eild. K. SothsAMK. Logrand. Coli.
I. N. a. vol. 6, Paria IKTü, vcrbcHüciungsbetlQrfligvr l'cxl mit (lUnz'iHiüoliDr l'oboT'
;, •laMa OIOBsar und uinur uunnihrlicIicMi Kiuli-ituni;. in wulrliur diu Bedouluiig de«
IM «ratonnule iiueü|j;L>w]»a«ii ist. — Zweit« Auagnlto iliTSolbiMi Vuntiuii von SabbaH
'■Idas, KonatuitiDopol ISSl, mit «ioer Eiuleitung Über die O«aofaielite des Kjio« und
trtnn tDodernca Altriteuliedeni. ~ V«raion des Pettiliis: Ed. 8p. Lambros, Coli.
nm. Kr. 111-237 mit GloMar; v^l. Indrcduot. S.^R ff, - Version von Andrea: Gd.
t MiTiarakie, Alh«n 18S1. mit hunor Einleitan^. i.)Iiiiuinr und Faraimile der Hand-
rifL — Voraion von (irntta-Forrntn: Einige l'iohon od, iitp, Lambro«, &. n. O. In-
uol. S. SOIL: oine rallstAndige Ausgab o vnrsprncl) Jos. MOllcr; statt Roinor liefevto
tUn E. Lesraiid. liibl. gr. vulg. VI (IMD'i). — Moilerno Akriictilirdor: K. I.e-
fa. ColL 00 mon. N. S, vol. 1, Ifi'i S., ». nuch snini- Cliiuisons populairei ^onqucn,
■ 1870 S. 18. ~~ Uanche mudcioo LicdiT aui.'b in den Kahltoicben .SnmmluDgnn nnn-
eUacbar VoUcatiedcr. in d«ii Ginloitungen der Auagabou des bigonia Akritaa und in den
B angeAkrtan Hüf«mitt«]a.
k 2. Hilfsmittei Zti don griucliJflulion Texten: Die Ausgabe von SnthMa-Logrand
Ithirri'br ftoeftlhrlicho Be«prpobuu|(UU und kritiaoho Kefernte liervor; die wiobtigal«n
Uban: K. Paparregiopiilos. ^/uV vom 21. \vif. 187.^. ~ Sp. Luuiproa, 'A9^iviov
87&) 113—199 (mit vielen Km endat Ionen), ~ E, Miller. Journal dea ätivauta m$
9— SS, — A. Ramhand, Rev^ie des deax ninndee v. 15. Ang, IBlü (giile CliArakt^riatik],
V. Wagner. Litarer. Centmlbl. ISTß S. 10. ff. — K. Flnrsian. Jenaer Lilerutiir-
ne IHTC H. «ib. — A. Kberbard, liorsiaoB J ah Tesbn rieht [t<t .S (1I«7PJ 28:1 246 (mit
n Rmendaticnen). ~ Auimnidom bMinhen sirh auf dna Akritenopon und dnn Akciton-
m: A. t<akollBrioa, J« Kt-n^taxä 2 lAtbdn 1S31) Uff. — K. N. Sathns, Mtaniiur.
b. 2 (1873) S. /*»'- *•' (cfprische Akritciilinder). - Uernh. Sohmidl. Uriecliiaclio
Sten, SoKon nnd Volkalieder. Leipti« 1877 S. Sl -40. - Ch, Gidel, NouvellcH ätudes
Ift litt. gV. moderne. PoriB lä78 S. Wi—^O'i. — Alfr. Eberhard. Ceber ein mittel-
biaebea Epoe, Verh^indliingcu der 84. Philulugi'iiverauinnilutig xii Trier. Li'ipiig 1879;
ihmJ» Analyse der Teraion vou Trupiiuiit und L'Dter^iicIiung der liielorischeD Grund-
dM Oediehtea, -- A. l.uber, Digenia Akritaa. ProKr. Salsburg l^&b; kime Nacli-
■long mit einit'lnen Proben einer Ueberselzung ins Deatsohe. — Zur geiiclii cht lieben
idiafto ile» Epo», d"ii langwierigen Kttmiiren »wischen Sarauncn and Byjianlinom, vgl,
chlnrnbiTpor. Nii^i^pliore l'hneas S. U.'iir; 177 II.: 3.'t3 ff. — A. Turgutis handelt
drei (iPUgrieehiBcho Lioder aus dem DigoniHkreise, Stt>X6yov 1'.f6ofiaiaia 'Eiti9emgrjait vom
pril lHä'6. — Einigt' I.iedor aus dem ^ag[>nkreise des Akritaa ähur^htte ins Dontseho
jtlike. NeugriechiBcho Volks- und Liebeslirder. Iferlin la!i5 S. 273 ff.
S. Ueziebungun den Digenia cur slavisofaen Volks pueaie und zur Lcnorenaagc;
tachrift: A. N. VeselovakiJ. KUttgora Rusa. Kuvuo. Band 'l (Petcrabuig IK'ä)
170. Deeaeilben Verfaaaera AblinudluBg im Vj«atiLJk Evropr. Pettmbnrg. April 187&
Ht mir nnuganglie)). ^ A. Rambaud, La Ruaaie ^pitjUD. Paria lä7(i S. 421—428. —
olltier, Der Ininnrenatoff in der slaviacben Volkepoeai«. Arch. alav. Phil. 6 (1882)
B&9. — J. Psiehari. I<n balladn de Unore en Or^ice, Revue de l'hisleire des reli-
9 11884) 27-6*. - (feg»n Wollner und Psichari wendet »ich N. Politea. r.J
ä*/ui nupi TOD rri^ai; liJtXifoi; Jtltlov 2 (ISS.'i — 1^80) 193-261; Noebtrac
l^&&7. — Üegon Polilcs endlich sprachen J. liirard. Jnum. dea Rnvnnlii ISsS
.— IS2. und W. Moyer-LUbke. Deutatho Uttertitiir:toilung I8Hß S, |]H7 ff. V.
. Areh. alav. Phil. 7 (1884} 89 f. - A. N. Veseluvskij. Jouru. Min. 18W Bd 242
ri— 79. - 0. DeatQuis. Joum. Min. I8f<6 Ud 244 MHra S, 76- lOO. - M. Cinaler,
»■Slavoitio, I^ondon 1^87 S. 105 ff. — K. Krumbacher. Ein Piobleni der vorgtei-
in Sagvoktrad« und IJtteraturgeechioblo, ZeitechriFl f. vi^rgl. l.itteruturueaeb. 1 (1887)
UO, wo ucb die aonstige nenern Litteratur ziiaainin enge nie ilt ial. -- ,1. Nozonoviit,
Mn Lonor« ond die ihr rerirandt«n Stoffe in der europäiaebeu iiud ruüaiaehen Volks-
^ Wanohau 1S&3 (nas). Vgl, die Beeprechiine von W, Wollner. U. Z. 3 |1894)
81. — J. D. Schiachmitnov. Der Lenoreiistoff in der bnigariscben Tolkepoesie.
man. Poraeliiuigon 4 (1S84) 412-448. — Eine nmraasnnde Bibliographie alier
.baivn olbaneeiaebrn, liulgarisckon, serbiarben, grioehischen nnd rumKniaeben Ver-
de« I.iedea und MlLreliens vom loten linidor (im gonxen Über 140) wird deinnSchaC
D. Scliiscliiniiuov in einer grosseren Arbeit liber dos I«norenlhnma. die im
de« bnl^rivlieo UulcrriebtsininiBteriums orschrineu soll, mitgeteilt wurden.
4. Seibat sv TellBSge achezut unser Digenia Uexiobungen tu haben, wenn andera
832 Byuntiniaelie UU«atargwcliicht«. IXI. Tiüf&rgridcl). LitUrKtor. L FmiIi.
nkbt Jor Kam« Digania ttWtluupt im Orionl flr «iiMm tapforvii Holdnii typwtli grit . ; n
tiL L'ul)M eine Bi«benbllr|jiiach-t>ulKiiriiichn Sag«, m wdcluir ein llold Di,
unt«T äliolicIiMi t'tniiUadcii wie T«II >Im ApfoUehatM wflritt, bcnobUi ü. t. Wliaioci:
Z«itHclirift ror dcutaob« Plublogle 22 (It^U) 108-106.
&. AkritcD nnd Apelaten: Uio AkrH«n und di« Nicbkommoo d»r rSmi-'U
militeB limitanui; verwandt mit ihnrji und diu milito« clatititriiij, die I'is- :
tffidigct. die im ti)-uutii]iach«il /oitoltcr ahf tXtiaoiif«^x<" (■'^'ood^ Klamm. Kluft, I lai
' cina wkbtifte Kuli« aniolten. Koimtantiii l'orphyiui^ciiDotaB beachrribt m atiica
Weikv Do carimoaiis 1,1 489, 6 ff. «d. üonn.) «ine dur wirbtigston FiuiktiunMi der Alcritta.
WouQ der KaiMT «di in dio unwjiUicbun GegFodo» der ftuaeenl«i) Or«aig«bieio b«^
HO wurde dM e;«wShnlicho Uofgofolt^a durcb iimhrero AbleUnitg^B von Je MO Akrttr» i
aatzt: 1>ts Ä nno^aüp o JtiMU^a't t/t r«c i^^fiovf, ofif i; aädiig n^oliyj^lnrii, oi r .
(ttwiiluMif Ttfdyfiiira. tri» «llUi> iii-i>< oforJijnaf« itfä)'i4a, nligV o*'< fjffi »ffiartr i it >,
ymfiof rik /•"Ww niro «po«ni«»iiie loi ^«aii/ni; ^x lojf Stfuittiy, a^iprlä i iov4i «ni (rp-
noTot'n tiiBfioSty top paaiX(iu< (Je biiü ^lUuv dbo «x(iji()i ^', ärJpff /{u.-ilia^ra. »
ifiio, *ai titga 4ve Itiiiam, s^it ö^ion 6 igavyyn^Dt ii^ ?'y^^t ^* rt^ociäitin tst ^«n-
Uw, I*« ")<*••■ o'nMdxiYf'ilRKit. .Sclion im IS. Jabrbundnrt war am durcb SUrk« und Tjpfit-
kett besondcra annKf'Zcii^hnfitcr Akrit«. d«r mit dorn Hnldeo aasore* Qodicbtci jr^M-
fal)H idontiirJi int, 4<ino po|iiilAr4> Figur gowordnn, und dnii Wort '.IHQittif *urdv mc na
ICigotioamn lur Itczcirlinung (linea bekannten Helden nngowondct. Du beweisen m
Kldlmi in dcu (.iedicbten dea l'toohoprodrumos (s. 5 343); io dum liediehte g«)t«D ■l''-
Aebto V. IbU {Ü. !iä cd. Lognind) ftuaiuTt Prudrwtnoe den ftiMniaon WaMoh. «in inii-i
Akiitos mOcblv die bOarn Aeblo Beines KloBten cflckttgon: »ri ii« '^«(i'iw /itfac '"< ■'
i^iSt^ i'iit, uiid in der twüitvn Kodnkliun deaaelbeB Qediditt« V. 54ft • (S. Wm, W'jtiI
ueniii d«r Dicbtur d»n MhuhuI KonmeuiiB «inen nesen Akrilea: T«V itaisfiäf[r,i i-'
atf^^ir, i6v ftor lör '.tKftttjr. — Audi alaOrtabeieicfanuiig kummt Akrilas Mhra la
frOber Zeit vorr Der hl. Tbeodoroa Studitea starb tr tß »v*(i loii äyi»t /diyalauaigirfi
Tfiiipnyae ntijoia»' leij i/inapiov roii inomfiBiofiirov jKfitn i^t UiStrtif (üafliif.
Mign», Pfllrnl. gr. 09, 10.'> C. Vgl. ebenda IQh A; 221 C; 320 A. DaMaUw itaf«
roi- At^iiit erwillint Rymdon Magister ed. Boini. 679, 7 in oiner Rnihlung aoa im
letitcn Zeil Miehnela IN (»42-867).
Daa Wort nnelifi^c jat bisher in der ganaon Akrit«abtl«mt«r Biiriahlig edUrt.
tiaüma, Mta. fi^X. i B. /it und noch ti {IV'Mj S. k'; /la, SathoA-Legraad ia i£nt Am-^
gäbe ij. 2S6. Lunpros in seiner Ausgabe ti. S2ü. Eberhard, 0. m. 0. 8. 2, Ldbcr, 4
H. it. Sobliunberger, Mio^phure Pboüiui S. ÜbS. J. B. Burv. A bislJiry of tiie laUr i
enpire H 312, Sokellaiiua fn Kcn^uurn 1 (1890) 397 IWiph Sbereinatimmead ä%tl
pBssiviacb ~ anüfllisiiit, banui. verbuunUi, vertriebene Luut«, uotlaws. Daa Werf
aber, wi« schon aeine Bildiiiig neigt, nktivou Sinn; #a bedeutet uraprfliiglich «kn Vh
weglnibor, den Vtehdieb, <liir>ii nberbnupt den ItSnbcr. FreibeiilM" und enlaineU alaa g*
dum abigpna, abigeater, abactor der rßmisch«« RechtabDofacr : vgl. WSlffiin'a Arebiv i
liiti-in. l.exikogmphic I 42-'^. Audi in andereo vulKkrniechieclM'n (iediditeD wetdas
Apelolcn orwfthnt, i. B. mit einem «tymologiadiM Wcmpiel im Kellhandret V. IM .''•i
iliivxfi »' äniXäaii ns iä( fi{yai üntlvtr,t. Von itittXattjt ial ilaa bJloä); vockomiDMiil* j
Wurt «nii,tiiini{r) gebildet, womit die KAubnrknulo bexeiditiet viid, i. U. üellliaD-
droH V. 307 Kai ovrioua i BilSaräfot <ivfti to antlntin. L'ebrigcaa hatte ailcb JiMa
Werl daa Sohicksol inissverslanden ta werden. Jakob tirimm, SendacbreibMi aa Karl
tiaohmann nber KoiDbiLrt Fuchs. Leipzig 1840, «rklArt im Glussnr n^itJUiiiVi im mmb
wogen dea friuizOsischen pelc (gcschfUL) voriuiagesetstun ilalieuiiK'faes pelato, »o dta* te
Wort annngbch den geBcbfiltcn Stuek bedeutet fattfe: Auch A. Elliaaen, AuUlMr
(I.SS2) -281, und B. F. Tuxer. JournoJ of Hellenio etudiea 4 (ISäS) 19», »^ vanA
»klliungen. — Als Familienname koinnit 'AmiAut (sdir. 'AnHätfK) tm einer BUb
vor. U. Hcblumbcrger. 8igillograpliio de l'Eropire B^natin S. 618, ir» 4b* Wort
richtig als ^ratschen rrsitriings bozeivhnel ist. - Einige ofltBlicke Belegltelle* ^-"^
Xnir,s und aitXaiiiii gnl> K. N. t^athss, Dnciiments inidüa relatib fc rkiMoire da I
au nioyon-Ägo 4 (1803) Pr^fac« 77 f. — Vgl. such M. Polite« im Jtdtäf /j^hImb
Atbon 1889 ff. a. v. 'AxfUai und 'AntXiitt}t. ~ Uober die Ap«1at«n auf Cjrpeta vglA.'
.Snkellarios. Tä KvnQiam 1 (IS90) 5S7 f.
359. Der Sohn des Andronikos. So hat man tAn zum AfcnUo^l
zykltia geh»ru)idea Gedicht (64 Vereo) l>otit«lt. das längst vor d«n grosM
üigcnisepen Kikannt v/m: Schon M. BCldinger hatte die Vermutofll
uusjfc-sfi-ocliun, dnwi di««vin Aitdroniko» eko hwtorisclie IVrs&nlicUwt,
\
liftft* n. hiatorlieh« DichtnngMi auf uatioDftUr OmndlAga. (gf 359—360) 833
ndc liogo, Ulli) swAr ginubte or, der Andronikos dfs ticdichto» sei
b mit dem KuitM-'i* Aiidroiukos Komnenos (1183 — 1185), m doHsvii
phie allerdings znblrciche zur Sagonbildiing geeignete ZQge begegne»,
»eine riesige KCrperkraft, aeine Liobe»liändel und »eine abenteuerlichen
'rrfahrton unter den Türken. Neue» Licht brachte dio Auffindung der
tMguninhandftcbrift von Trapczunt. Nach dem dort crhAltcncn Epoüt iat
Ü4> Mutl4>r dwf DigoniH oino Tochter des Stratarcho» Androniko»
Dnkas; von .demselben Androniko» scheint nun auch in uiuterem kloinen
tlvdichte die itede zu B«in. Seinen Inhalt bildet ohne Zweifel eine Episode
den Akrit enzykliid. Sarazenen und Kftuber Überfallen den AndninikoR
UimI aehmcn neine (jnttin gefangen, die sich in geucgticton Unuttündon be-
ndet. Sie gebiert eine» Sohn, der. ganz ähnlich wie Digenie, ungewöhn-
lich wrhncll hcninwäfhst, nach eint-ni Jahro Hcfaon das Schwert Führt,
zwei Jahren die Lanze »chwingt:
Sarazenen foweln ihn mit dreifachen KeHeii; er aber zerbricht Beine
e und entweicht zu xeiiioni Vater, we die freudige Wiedererken-
g statt hat. DoH kulturhistorische Kolorit des Andronlkoshedcs iitt
mlicb und dem des DigenisepOB Hehr ähnlich; doch gehOrt diu uns
tene Rodaktion in npäte Zeit, wahi'^cheiiitich in das 17. .lahrhundert.
Ein zweitem mit dem Akritunkreine zuiitamnionhilngcndex Werk i.^t
mittolgriechischo Lied vom Armurie, Der tapfere Sohn de« alten
uns vermählt aich nach mancherlei Abenteuern mit der Tochter dt«
lAflher von ihm bekünipften narazenischen Kmii*». Auch daä trapezuntischu
^Bi vom Xanthinoi< gebiert hieher.
JP I. Haha Job Androiiikua: Zuerst vrrilltotitlirhte Sji, ZDm|icl ios in scioum Wwko
■Khr q vtuiij Uh< tpayav^ni; Athüii 1M9 Dinaii von ilim g(ini]nrht(>n tiiid mlor)Kiliert«ii
Ttat — DüdMlliea Text vi«dvtbutleii uneli ilim (luiter ilwn Tu») 11 nri'yräeian) Tli.
Kiad. AnllMlogie aMgrieobiBolMT Velkslidd«'. UipciK 1861 8. 2 IT.. M- BQdinger. Milbi)-
tPtthittbM VolkMpoo. Letpxig 1866, und W. Wagn«r, Mediäval gr, toxte, Proleg, S. S2 IT.
- Eni K. Legrand gvlaag M. dJa Pftlschnng tu i-ntduekun: er «dierte d<'n «atlienÜBchen
T«xl Coli, il« tnon. 12 (1810) 18-2S; dann nocli «iumal Coli, äe mon. N. ». 1 n^T4| ISH
lii IM. — Ria mit dem Sohae d«ii Anrironikoa verwandt«« Volk «liod nun Kcpliultuniu
•i ll«rab. fjehmidt. Gricoliwcho Mlrchnn. Snggm und Volkitliodar, Loipxij; ISTT.'j. ISH S.:
t|L MiiM Bcnurrkungm S. '274 f. - Kinc Varianle des von Ki^hmldt in itgi-t eilten LludoB, von
Wlthar b*t Arn. Paxsoir, Populari» ormninn Gruei-ine rccdnliorin. Ijci[)iig ISGO S. 402 f.
A FragiMKt gedruckt iat. wurde volliil&udig mititoUill von N. I'«lili>ä in den SiaMtiyixii
'MljMiK I (I8T0) 842—849. — Kiuvu i'ypriaulicn Text ed. A. A. SakolUrios. T<j
tnfMw' 2 (1891) 9 S. — G«Kon di« liiaturtHche Deutung Büdingers Hnworto iikh A.
IllUaan, QSItiniiacke 0«1. Anivigon 1871 S. 1Ö2&-1&20. — Vgl. H. Politcn, .'/ieeUtp;*y
|MMe}4« 2 (18TJ) hW ^27.
2. Dwi ArmuriBlivd ed. (tabi. DpHlunin. !'<ilnnbnrg 1877. mit (irllndliclier Bin-
Mut. DMiücli*! üvbnrsetxunK, Kommmtw und (linrm Ii'^rsimilo der llnndochrirt. — Dar-
ItA wiH«rli»lt im 'M»r,rtam- S (l-'^'!') ^H5 -3S4. - Annlyse dca (iodichts mit elncf litlM^r-
H^ffatliM UnlMMieliung vc« A. Vexelovakij. Ar«b. slnv. Phil. » IltET8}S49 ff. - Dwi
Iitlkinoalted ed. (). DcutuniB icit rusHisclier Urbers^Uuiig und Koinm^ntaT. P<it«ra-
kof )MK] (= B«iUge des 119. Band« drr Dcukaohtifteu der kuiserlicLou Akad. d. Wiss.
Ad).
Sßtt. Die Chronik TOn Korea. Mit diesem konrentionellen Titel
Vtci<:hnet man eine umfangreiche Verschronik, in welcher die Rnt-
MhtllllH, u"*' Fortbildung der nach dem m'Ken Kreuzzuge von frauz^.«!-
^n AdohfgeM-hlechtern im l'eloponnes gegründeten Feudulhen-ächafteu
»tiftatb dM Umb. AtlMonnMtaKiiiR. XS. l. AliUf. 1. AnO, &8
licfening dcti Originitltttxtos onth&tt die Koponhagenor
(Abteil. FabritHue Nr. 57). in welcbor das Gedicbt (>219 p
iimfaRRt; eng verwandt mit ihr iat der Cod. Taiirin. c. I
Hitucn Bezdichnung B. II. 1). Der Kopenhagener Text wtirj
Grieolion oin«r freien Überarbeitung tinterzogen, wobei
spractdich und metrisch geglüttut und allzu heftig« Ausßi
griecbischo Volk teils gemildert, teils ausgemerzt worden.
beitung Qberliefern drei Handschriften, der Cod. Paris.
zwei jüngere Abschriften d<»t.selben, der von Fehlem wji
FarJg. gr. 275S und der Cod. Born. 509; dos Gedicht zl
Verse. Zu dioeen Handschriften kommt noch ein im Anfangt
hundertaverfasster Auszug, welchen Dorotheos, Bischof
baaia, seiner von der Schöpfung bis auf daa Jahr 1629 reicH
ohronik, die in Venedig 1&31 zum erstenmal« gedntckt
S. 401). einverleibt hat.
2. Die französische Version. In einer Drilssele
des 15. .fuhrhunderts (Nr. 15702) steht ein franzOsiHcbca fl
der Überschrift: C'est le livro de )a conquetste de Coi
de l'empirc do Ktmmnio, et dou pays de la princ^e do la
trov6e cn un livre qui fu jadts del noble baron messiro Barthe
grant conustable, lequel livre Ü avoit en son chastel d'Estives
Burg zu Theben). Dieser Livre de la conqiiesteist imgroa
inhaltlich mit der griechischen Chronik von Morea idont
der Verfasser der gi-icchischen Chronik als Quölle fKr den ei
ein BtßXiov it^ »ot'yxt'aiai orwShnl, »chloss Buchon, dem
thun war, die Priorität und Originalität des franzüsischen
woii*en, der griochische Autor verstehe untor dem .Buohi
runic* eben daa in der Brllaseler Uandscfarift erbaltnno
BliKft« and hI*Cör(«ö1iV WökWien äaf n^tiotikler OrandUge. (% 360) g3!S
riecliiächeii Chronik, wobei die BrzSiilting tibor den Endpunkt de« Ori-
inala (1292) bis znm Jahi-e 1304 woitcrgofllhrt und am ScWtwse durch
iDe bis 13;W reioliende olironofogisobo Tabello orgänzt wurde. Die Ab-
lesung des frnn zustechen Werkes geschah, wie sich aus einer chrono-
igischon Andeutung mit Sichtirheit ergibt, zwischen 1333 und ISil. Kin
umplar gehmgte aus dem Besitze des Venezianern Ghi»i von der Burg
lint Omer bei Theben nach Flandern und diente dem Kopisten dea
rftsaeler (^dex als Vorlage.
8. Die aragoni^chc Version gehßrt zu den Werken, welche aua
ftsAnregung des fflr Littcrutur und Wiasensehaft begeisterten .lohannitei^
Pasmeisters Juan Fernandez de Heredia (ca. 1310 bis ca. 1396) hcr-
Ngegangen sind. Sie wurde i. J. 1393 vollendet und bildet einen T«il
M «weibändipen Werkes .Grand cronica de Ioh conqutridores' ;
Bfuisgoschickt ist der Chronik eine aus Zonaraa geacbUpFte Geschichte
IT byzantintschcu KaiMr von Konstantin VI bis Älexios Komnenos (780
(b 1118). Die £rzählung ist noch weiter fortgeführt als in der franzöai-
Bhen VeiBion, näntlich bis i-uni .lahre 1377; neben der Chronik von Morea
■t der ftra^ntscfae Bearbeiter noch andere, uns nnbcknnntc Quollen
eofltzt.
4. Eine italtoniHche Übertragung der Chronik von Morea steht
I einer vcnozianiachen nandschrift (Cod. Marcian. append. Ital. cl. VII 712)
■ter dem Titel; Istoria della Morea. Der italienische Bearbeiter bo-
Itste den griechischen Text und »war in der Kopenlingener Version; wie
mig er aber «eine Vorlage verstand, bowcirten manche ItLcherliche Mim-
tntiüdni»!«.
Die Chronik von Morea zerfällt in zwei IlauptteÜe; der erate,
lir als Prolog bezeichnet werden kann, behandelt summarisch die Oeechichto
bt ersten Kreuzzuge« und. nach Übentpringung eines Zeiträume») von
10 Jftbren, die Eroberung Konstantinopols dun:h die Franken (1204) mit
in uninitli-lbar darauf folgenden Ereignissen; der weit umfangreichere
weile Teil, die eigentliche Chronik, erzühlt die Geschichte des Pelo-
MmneM von der Erobening dcNselbon durch Giiillaume de Champ-Litto und
l»oBh>y de Ville-Hanlwuin, «inen Neffen de» bci-ilhmten Chronisten (s. S. 283),
J. 1205 bi« zum .fahre 12'J2. Episodisch werden noch einige spätere
Irrigniasd gestreift, von denen die letzten in das dritte Jahrzehnt dos
4. Jahrhunderts fallen; eine Partie, in welcher der Tod eines im
Ifcr» 1388 vcnKtorbonen tiitt«r8 erwtihnt wird, ist als spliterc Zuthat er-
ricMn. Wir haben in der griechinchen Chronik von Morea da« Work
IMH den erzählten Begebenheiten zeitlich nahestehenden und mit den
«Inponneaiachen Zuständen wohl vertrauten Gasmulen (s. S. 838 Anm. 4)
4er grftzisierten Franken zu erblicken. Der Vcrfnttser berichtet ausser
tn toch sonst bekannten Uauptorcigniasen eine Menge von Einzelheiton
Iker die Einrichtung der fränkischen Ilerrßchafton in Morea. über die un-
Mflillrlichen gugunM'itigen Fehden der fränkischen Barone, über die festen
PlHz«, Über die Tbätigkeit der Kirche, Über die Einßlhning des Feudal-
Btttx a. a. w. liitterarisch betrachtet ist die Chronik ein vnlliges Vn-
|: 5de, aobcbolfenc und zuweilen »chwQlstigo Prosa in holperigen Versen.
BycanUiiiKih« Litt«rattirgeMbielite. m. TQl«arcrt»ob. Uttontoi. L 1
Dichteiisclie Begeisterung ül dem Cbronistän, dun wir uns vohl «b omJ
Mann des rauhen Kriegshandwerkes zu denken bab«n, völlig unbtkun
und V* bleibt wc-iiigi«ten» die Bcnorgnifi «rapart, dass er sich vom SdiwiiM
der l'hikntAsie Eur EnUtcllung der Thntsachen hab<> hinreissen lassen; ■
erzfihlt schlicht und grub, so gut or (m vermag und »o gut er die Üin
kennt. Seine 01»jekti\ntät wird nur durch «oinon AUHgcsprochunen Oricchm
hasH etwas beeinträchtigt; tief durchdrungen vom friiuktM.-h«n Natkafl
gefUhl weiss er von den Rhomäern nur Schlimmes zu berichten. Sil
Werk war ofl'cnbar nicht auf orthodoxe Griechen, sondern auf die griecbiM
«pifrhcntioii KranKoscn nnd Oa-sniulon ttcrochnct. I>a»8 ein© Chronik. ■
mich au)UH'hlieH»tich ad fränkische und frfinkiuch goiiinntc Kroia
wandte, in der griechischen VoIkss|>rachu abgi-faast worden konnte, ist ■
neuer Beweis für die vielfach bezeugte Thiitsuche. das» aoch im HlUfl
alter die im Orient angesiedelten Abendländer in kurzer Zeit der stindlj
liehen Hr&zixiening unterlagen. Die AhfftDsungRxeit der griechine»
Chronik Iil»st sich nicht genau bosUminon, weil einige chronelogiMH
Indizien in den erhaltenen Texten au« einur »pjiti^ren Überarbeitung hl
zurührcii scheinen; eine Spfitgrenze bezeichnet jedcnfiiUs das Jahr ISSfl
weil in beiden griechischen Versionen (in der Kopenhagener V. .19&J. ■
der Parisers, 169, 16) bemerkt wird, die katalnnittclie Kompanie liemcM
noch in Athen, was nach 1326 nicht mehr zutraf. Zur sachlichen ErÜfl
und Krgünzung des Werke» dienen die knlalanische Chronik dus RaJD«!
Muntnoer. diu des Burnard d'EscIot und vor allem das (zwischen ISSl
und i:):t:)) ubgefasxte Werk des Venezianers Marino Sanudo TorselM
Istoria del regnn di Romnnia sivo di Morea. Wenn nun die Chronik fll
Morea durch die Existenz diewr und eonntiger abondlUndittcbea QoelH
an rein historischem Worte verliert, so bleibt sio doch eines dur Ij^H
tondstcn Denkmäler der aus der Verquickung des abendländischen H^f
tum» mit di'r byzantinischen Bevölkerung erwachsenen Mischkallar uM
der durch lokale \''erhäUnisse besontlers stark von rrfinkisclicn EleniraUl
beeintlussten mittelgriechischen Volkssprache. I
1. AiiB)tiib6ii: Nudiilum schon im IT. JiJirbund«rt Du Gange «nd lloiviiMfl
Ausgabe der Clironlk ((«plaut Iiallen. solst« «n Hkh ihr LaadnasBii J. A. UncfaiX M
Leb«IWIiufg«bo, die Clirooik nuil ühh uuf ai« bncDglicb« Quclli-Dmalenal la «rfonrk* ■■
zu verOff«nUioh«n. Seine Arlieitmi t>iud l#ider etwas iinpruktiHili und breit «nfoltct. ■■
die Konstitution drr ffriecbisrlien Text« Ifiset inreljie der nullte Uioftea 8pr*chl[eiiBBiM
Hernusgeliere fiut allei tn wUnacben übrig: J. A. Ituclion, Cliixioiiiiua <trMi{#rM rthi||^
«ux exp^ditiona fran^aises pendtnl le XIII, «ibelo, l'nnn IMO (niKncbo KxenplBi ^4
1811 dstierth der buiid i-nthtlt die I'artaer Veinian der griecbtaefaen Clnaik^H
frnntOaiscber UebereetxunK, den Aunug den Doretheoa und di« kataluiicliaii CbtaAfl
do* Miintnnnr und des B. a'Eselot - 1. A. Ituobon. KechercIiM hiatoriqMt i*!
prinoiiMiutij Trantaise de Mor^e et ee» baute« baieonles. 2 voU. Parie 184S; der v^B^
enIbUt die frsntCsiacbe Cbronik (den LJvre de In e»nqiiee<e), der iweit« d»« K'fi«
bauener Veruon der griechiachcR Cbranik n. a. ~ Aragoniaclin Cbnmik: Cfcn*'^
dn Mort^e sux 18. et 11. aUolea, publik» »t tntdnit« povr b nreaufere fo« per hUi»*
Morol-Kntio. Oenftve 188S (= PublioatiMia da U SocuM de l'Ünant latin, »«im h«Hn^
vol. IV); mit (inniasjecber Cebtnetinng und ainein bietorifwboD Indes. — Italieftiwafl
Oironik: Cbroniques ai^ea-ronaDea etc. par Ckarles Hopf. Bertis IS73 8. <U— 16), J
Rbra Teil der griechischen Chronik «d. nait eiD«r liMoriadi-kfitiBeben EialeitMf H«
daimdiar C'ebeniobiiuig Ad. EnisseD, Analektea der nlttal-iuii neu^Mhäeken UiiiilM
S. Teil. U>>|«i8 m&6. - Dor KHtmt« Teil dee Pmloga der grieohiackea Cfcmaa Itl ■"
UtemiHcbvr tJeborsetnina und kritiachem Apparat ediert von E. Uiller in tlMfl **
liblorieu» «reoa d» croiaadoa I (Pam mS) 2, Ml- 623. - Ein IVil dM Uftt *f '
{«DbAfU n. biatori»ch« IMohtaiigeB tut nationaler OrnndUgo. (§ 3Q0) §37
^•rId »*t wjndtirliolt von Tnfifl und Tlioin««. Ooslfrrcioliiaclie Oeaeliiditiiniiellnn,
ttrilnng. lä. tid (Wkn I8&0) 3IÜ ff- — l^ine kritiHcliu ÄiugHliti dM grioohiitahan
fk wird vorbereitnl von Jolin Schmitt.
'3. Iliirsmitt*!: Zur anchlivlien ErUutoruog und Erg&niiiiig d*r Chnmilt dtnnon
■fbo. framilaisciii! und italk-iiis'.'lic Cbroiiik«ii, Urkunden, Siegel. Mflnteu, Muitaillnn,
bgiacbe und lopugiai'liiHdi« Monographien n, s. w., die nnin«ntliph iu Tulgcndon
n TcHlflimtlieht sind: J. A. Buchon, RechorcJica et rnnti^riam jioLir eerrti' k uuo
^Ja la dominRtion frsncniee mix 13., 14. et 15. si^cln« dun« ks prorinces d^mom-
IWtaipiTe grec, 2 voll., I'nna 1641, — J. A. Buchon. Noarnilc* roohorchw hiatv-
^^Kla pnncipftuli^ rrniifalsn de Mori-'c et bcs hautes boronnioi, 2 voll., t'nris 1FM3. —
^^■lion, Ln liri-cc continontnl? eI In Murine, Paris 1H43 (Rciaaworlc). — J. A. Ilu-
HBpign dnos I«a lies de rArühipol H do la uier Joiiii>niiB, faria 1K45 (mir nirht
Bin, aber von ilcni Vprf. in di-u ReefaprcliM liist. I 8. X als uotor d«r Preano befind-
rwllint). — lt. A. Bui'hoii, HiHluire des coiiquCt«« et de IVtablisaemcDt dca Frnn^Hia
h» Mala ds randenne Gr^ce otc. I. vn). Paris 1^46 (mirlit bi« 1290: an der Voll-
■ dinn xuMmneiifasMnden Werkos wnrde dar Vnrr, durch dnn 1'nd verhindert). -^
BneliOD kommen vor aIImi die bahnbrnchendm Arbnilnn von Karl Hopf in Betracht:
istvna« ilncatns Ath»I)ieoais fontibum. Bonn tHüS. Venolci-bnuntiniioh« Anolekteo,
r. Wien. Ak. S2 (1859) 36^ IT. tioachichto CncchonlMids, Krach- und GnibeKsaba
li«, I. Sekt. Bd K& nnd 86 (18ßT— Slü). Ohiuiiiquea gr^o-roman««. Doriin 1AT3
lix dorcb di« boigcfUgtcn g^nealugiacheo Tafcinl. — Ein uneI]tbl^ll^liob«s Hilfa-
tat oaa auf einer atauo« na werten Beherrschung dea rieaigou Muluriala borubende
Toa (i. Sehlumberger. Nuiriiamatique de l'orient latin, Paris 1878. — Daxu (1.
iliergcr. Lcs princtpaut^ franqiies dn Levtiiit d'apriis lee plus r^cenles ddcouverlea
BuniiBiiisti^ue. Paria 1877. — Ch. A, Beving, [>a principnuliä d'Aclialo et de Mor«»
-1430. KiDaMl 1H79. ~ Jnles Gauthier. Olhon de Iu Koche, conqn^ranl d'Athönes
atU«, Acatonia dts soienoes, balles- lettre» et arts de lleaanton ISSO S. 139— I.'iS
Waptw*. GTabdwbinAlfir u- a. w aus der Fnmilio La Roche). - Marijuis Tcrrier
ray, t« parlamont dn dntnnii au \lll' aiccie, .^uadvinie des scicnc««. hollos-lettitis
Am BciMWipm IB80 S. 205-221: hier 8- 217-231 eine krilisrhc Note über don
I» conqnM«, in welcher der Verf. die OngtnaliUt der Kriptliisdien Chronik bu-
— Rino weicntlich auf Buchon und Hopf geatn täte l'eberaielil giKt Le Maa Lalrie.
irioe»!B de Uori^a ou d'AchaTe 1203- 1431. Venedig I8S2 (= Muniinieiili sturici pub-
LjÄ*ll* R- dejiulaziun« Ven«ta di «leria patria, vol. 8|. — H. P. Tnzer. The F'ranka
^Pelopooneee, Journal ot Hellenic Btiidieg 4 (18S3) 165—236 (bosonderH von Wert
■eposrauhische Bpitrllgo). ~ .1. II. Bur;, The IjOinbarda and Venetions in Euboua,
■ of Bvllenic atiidlca T (t8Sni :iO»-3.S2 u. V. (It^»?) 194-213. - K. Biaaon de
K-M«ri*. Diatoim du diichi; d'ALh^nes et de U hnronic d'Argoe. Paris 1^83 (mir un-
glich)-! Nur oiiiinlne Punkte, die mit der Chronik »usammeuhaugDO . berührt
irill« I« KouU. U FrunL'o en Orient ou XIV" aitcle. 2 voll- Pnria 18.«e (= Bibl.
tl«>i« fran^'. d'Albi-noH et de Rom e, fasc. 44 -45), — Barunne Diaui> de Ouldou-
I.Webai« ftWnIo (I20r) -1456), Paria iSßli (pupuUre Zuaainuii>[ifH88u»g). -^ A.
ni»ac>«. AbendUlndiacheGeecLIorhter im Orient, im Anachlussan DuCanm'aF&milles
i«r. 1. Ueferuug Wien 1^89 (wird, wie c» ncboint, nip.ht fortgeeelit). — If. Oresoro-
IctM-bichte der ^tadt Athen im Mitli>lall«r, 2 Bde. KtuttKarl 1R89, beBondnm 1 380 IT.;
II 924 IT, ßr-n Antail der Katalanen an der Ijatiniaiarung deK OHont« bcliandaln;
natiadei. "I kmiiXiir'tt ir rg ".«cniolfl, Athen 1869. — 1>. Antonio Kubid y
I^ cxpcdirion y JominHcion de los Cntnlnnca un Oriente juKgiidaa por Ion Griegoa,
1« de la real (üadeuiia de buenaa letroa de Barcelona, t. IV 1. 1883. Deaaelben:
rKrroa m OrMia r el ducudo Catalao da Alenoa en la ^puca de au invaaion,
^4» I88<!(b«rtckaiefatigt bsa, die uragoniache Chronik). — Kubiu y Lluck, Ir/iitaiai
i^f^^inr für Kutnli^yliar h 'FJl,ii<. JfUloy 2 {\%%^ -^9} ^fiii-\m. ■ Rnbi4 V
ffc^i »ijc /.■»ojfijc KitS' ^r o\ KafuXävai Brniieaar nJf 'A9i;yit;, .Itijiov 4 fl^n)
r*bar den Groiwneinter Ileredia, dpr dio Abfosaung di>r Arngoniaehen
v*rBala«cte, vrI. Karl llerquet. Juan F«>ninndt>x de Herodia, MUhlhaunoD in Th.
d deaaelbeo Verf. Abhandlung in Cotlas Zeitachrift fUr allgemeine Goavhicht« 4
JHO -792- — Hauptschrift üb« dos Verhlllinia der Vcraionon und Handschrift«!
J«hn Schmitt. Die Chronik von Morea, Dtsa.. Ufinohon 1889. — Ueber
ibMSBer Handachrirt handelt John Schmitt. Ruinaniadie Furachuugeu herauageg.
Vullinxller & (I80O) 610-53«.
Endlich «ind di« »iBachlBgigen allgemeinen geschichtlichen und geoKraphiBohrn
bMiuiioben. Baatentlick: 3. Ph. Fallroerayer, Geschichte der H^biiisel Moroa
1 d«« MitteUlt«ra, i Bda, Stutteart und TQbing«n 1S30. — Kxpddition acientiflqu« da
K4onit^p>krl«g«nvamam«nt frnnfaia<rtc.,8voU^ Paii*1831 -3S, — Loako, Pelopoft-
LBiC«iitaan« o. htotorUcbe Dichtnngflii buT naUouater OnudU«e. (g§ 361-36») 83f)
Im Zotik«« nad dn> nuf dl« Sclilndit von Viimn bMllglicIrvD TuIIpb dva (.!t>[lii:litoa dea
limuc «»bat gcaotiJ^ht liehen KrlUutcrungeu). — Kinuu kumun (loutsoliuu Auszug diVHur
Uudl. K»h W. raox, UnguriHdii' K«vui> U (1801) 8:>--ä8.
8. Im Cod, 36 <)cB nitcn Sf-rnÜH Btelit ein Oudioht Über diu Sdilnohl von VuniH
Nl»fto( rq'c Beff^K) unter dum Nun«n d«e Otur^ios Argyrupulus. V^t. Fr. BlasB.
E23 (1!^) ''2^- ^V')o "i('l' dieses Gediclit tu dem de« Zutiko« verlftlt, etuUt dahin.
168. Die Eroberung von Konstantinopel, "AXaxiif Krröltot (104^
;he Vcr«c mit sporadischer Anwendung des Reimes). Das unter
bsem Titttl in dein einzigen l'nAfX l'anflimis 2909 Uberliofortc ücdiclit
nrde frUber mit Cnrocht doin Kliodii^r Emmanuel Oeorgillas (s. § 366)
Igwcbriebnn. Auch diu in der nunorttn LiUcratur öflur vorkommende
»eichnung de» Uedtchtee a,U &(r;ro; A'toA^i»; ist obim hundächriftltche
»währ und ohne innere Berechtigung. Denn dos Haupttfaema deei Werkes
Idet offenbar nicht die Klag« über den Fall KnnHtantinopcl«. oimchun
r Dichter reichliche Thronen vergioKsl. tiondcrn die sehr pritktisch ge-
dlto und wohl motivierte Auffordurung au die curopiliiwben MSchte,
RMttU)tino|iel zurückzuerobern und die morgenlfindische Christenheit von
n osmaniHchen Joche zu befi-eien. Wie ernst es der Verfas8er mit «oiiior
tte meint, urgibt sich ant« den genauen Angaben Über die Streitmacht
■ Sultans (V. 748 ff.) und Ubor die Zahl der unter der tUrktMuhen Ilerr-
laft lebenden Griechen (V. 943 ff.), auch aus der wiederholten Aufforde-
ilg. sein Werk genau abzuschreiben und für die Verbreitung des8et);on
Äbondlttude Sorge zu tragen (V. H:i7 ff.; UMS ff.). In der Einleitung
steht der Diclittir. dam die Khomiicr an dem niedorschmottonidi-n Er^
^is selbst schuld Bei«<n durch ihre unvcrbcHscrlichc Zwietracht, ihre
utnliche Habaucht und ihre eitlen Uoffiiungun: TQfa nftäyitata fX"^<'*'*'
■f "^Pntftariav ölt^r, || '0 y^oi'o;, i; yi^n^/t'^f« xm f; xtv^ iXjrda (V. 834 f.).
in Gwdjindnii*. dam flichcriich ernst gemeint, wenn auch nebenbei darauf
»rechnet ist, die Michte müder zu stimmen. Vßllig ernst ist es dorn
lichter attch mit seiner Mahnung zur kirchlichen Einigung. Er war
•eiftilloitt ein gut orthodoxer Grieche, geliürto aber zu der gemässigten
*»rti'i. welche in jenen Tagen der schwersten Itedriingni» die tlettung der
ititvtlt von den kattiolittchen Mfichten erwartete und die Befreiung von dcD
bwWiscfaen Verniohteni joder Bildung und Gesittung selbst mit dem Opfor
■inw kirchlichen Konzession zu bezahlen bereit war. Der litterarische Wert
dflMichte^ ittt Husaerst gering; in dem itestreben möglichst eindringlich
■Oll ftbenteugend zu roden, filJlt der Vei'fawier von einer Wicderhehing in die
■'trfi lind vielfach gleicht das Sclu-iftstlick mehr einem nchlechten Zeitungti»-
tikol oder einer plumpen diplomatischen Geheimnote als einem Gedichte;
■wiigcn Stellen zwar erhebt sich der Vortrag zum edlen Ausdruck der Bo-
l||i*teruiig, aber der weinerliche Ton und die unmSssige Breite lassen keine
Mnf(tleri«chv Owamtwirkung aufkemmen. Die volksmiUsige Ueolistik der
"iktion hat der Verfa«»er mit anderen Vei'smachern jener Zeit gemein;
*" drMtisch wönscht or z. B. V. 562 dorn Eroberer Mohamod; Nä x^on
^U'Mmiv rot- xai öii^r ti',r otV(«v i«ip. Dass der grimmige HaHser der
'''•en nicht aiUu weit von ihrem Machtbereich« lebte, lllast sich wohl
1* d«t seltsamen Art achlie»>Kon, wie er sich «war fllr die intimsten
BMDde durch oini^ KOrpernmIe zu erkennen gibt, weiteren Kreiden aber
g4(i BysuiUiitBolia LitUraUurgeBehlchU. UI. Tolg&rtrimb. LitUrttai. L Fo
Hoinen Nfimen verbirgt (V. 1019 — 1026)' "Rr t>«merkt Ql>rig«Q« «ludrtül
lieh (V. 940), das» or diu Schrift im fremden Atiftrajjo vorfasst h«b«. DM
ilarfui geknUpftu Vermutung voD K. riiparrcgopuloe , der Dichter hitl
viuom groKsen Komitee gedient, das ftuch die Fflrätenkonfercn/ in HuBi
bi'Mchickto, lä^-tt »ich nicht erweisen, äub mehrfachen Komt-ikunjicn etd
»ich mit Sicherheit, diL<>8 das Gedicht noch im Jahr» 1453 kiire naJ
der Ei-oberung abgcfa«Mt wurde. I
1. AuflKkbnn: Ed. pr. A. GIÜbiiod, AnalokUn dm miU*!- aad nm^dnMM
Litteratnr, 9. 'I'oil. Li»i|>xig lühl (mit F-inlcituni^ und dontaeliw U«b«netsang). — KLm
Wagn«r, Hodioval gr. toxU S. 141— 1*0 (mit «isigen TextvorbMaeraDKcn. 4odi ■)■
neu« KftllAlion <lcr iU). - ¥A- E. Logriiild. Bibl. gr. vnlg. I (lt<»0) I«»- 208 (wmmIII
vavbaMertor 'l>xt iiuf Gruni] t'iDcr Neuv«rgleichttU|C der Hu), 1
2. IIiU»mitt«l: A. Koraie, 'Jimaa 11 IIq6X. 8. 2 f. - Ch. tÜdol. Ktaim m
1» litt, grocffuu Riuilt^rae, Paris 1886 S. 60. -- Die Grandlosigkcit der Ziat»Haag du IM
diditos nn (IcorKill as orktinnte m«r«l A- Klliasen, Aualektoii. S. Totl S. IS S. Am
fDlirlictipr b»ftii1iidot(^ nr sa'mp AnHicht in «iilMr BMprtolMB^ von W. Wagntn AiMM
GfitUngi'oW ürUlirlA Anxcigm 1^71 N. l.SSJ}— 1566 und (in «invr Bf^precbuilf UBtauM
dor .VintJIJl>;i'iiir '.Iriiimta) (^bondll li^H S, 475 — 4TB. — F.laon 7.wfiM an der Avtaa^M
■Im UcoriiiUns buEserlon nadi Kllisoon nur noch E. Eggor, l.'Hnllitoisni* tm Fnacä]
fl869| 48!) Aniu.. und ä|>. Lainpron, 'Flaiin '22 (188fi) ^2. — Zu donwlbeB Ernitäta 4
KUiaaeD baiii uliue Eninlnia eeiuer ArbeiUiu in duu Gsit. ßel. Aai. leiln mit d««ia»)bM AlM
ment«», tiiile «ur Grund eiu«T soliArreinnijimi sfrachlichtn l'nteiMiclimg G, N. BalM
dnlcifl. Ist Georgilliw der Vcrrasecr den GedichiM von der Eroberung KonataDÜMprin
ß.Z.i (1894) &81-5&» imit guten EmendationaD). 1
3. D«n gleichen 7.vec\c wi« der nnivo Verfamar dan ßorjchtea Ober d«n Fall i<m Km
sucht« BpAler «in griciohisohcr Kumnniiil mit ganx nndntvu Miltnln xu «rT«ieb«n. D«r fxMäfl
AntnnioBEparohosausKerkyra lioiuii. J. 1544 einen in hnraiBchnn Dist)CbeDBI>diiD*ptiüa
llifllckt abgefasatHi Sq^i'k ii< t V 'KUntTot itiiaati/oifilv diiii'kRn. in relclWBi dia GwHlM
des allen OlrinDa anfgubulvn worden, um dto Muchlbaber Kiiropaa zur jlvft«i«nR GriMtM
land« vom ßarbarenioFhu naiufauern Dua Gediclit ist abKodrackl bei K. K- SaUw
.VtMUqniri; ^ilcloj-.«, AUieD 1868 B. Il>3— 168, — Ucbar dw ocata AiiKaba tgl. E.UI
grand, Gibliu^r. hdt 1 fl»8S) 269-862. |
304. Ein KlagegoBang auf den Fall von Eonstantiiiopel (ItÄfl
(^ArtitcXjjfta iT^i Ktavatutttvönohfi) iii 118 ruimloson politischen Versen *■■
einem unbekanntuii Verfasser steht im Cod. Paris. 2873. Durtli ilifl
Zwiegespräch zweier eich bei Tenedos begegnenden Schiffe, v«ii dm«
das eine an« der .vom Klitze verbrannten* Stadt kommt, t-rfukr«
wir das traurige Ereignis; in einfachen, crgreifendun Tüiii<n «rcrdpti im
bei der Eroburung verübten CtroueJ, die Profanation alles Fleiligen uai J>4
schmSblicho Knechtung des clirietlichen Volke« geschildert. THe dnaal
tiflche Einkleidung, fllr welche sich in fler neugriechisehoD VoDufOcäS
xahlreiphe KeitenfttUcke ünden, die Abwesenheit dea Koimee wi« aacb M
gesamte Ton der Emfihlung lassen veminten, das« dem Gedidita ■■
Volkuliod zu Grunde lit^-go: wir hüttcii »«omtt im Kerne nnseros TUM
eine der ilHcsten Formen der noch heute fortlobcndeu Gt^änge auf Av
Fall von Konstantinopel und den Tod des letzten Paläologen. MerkwürW
ist, dass einige Stellen des Gedichtes an die aus demselben Anlas« «'■4
atandone Bittschrift (S ^l)-l) anklingen. Da die letstere schon im Jalin> HSl
geschrieben ist, rausfl wohl der im Obrigen mehr ursprüngliche «od »»Dt»!
mSasige Dichter des Klagegesanges als der Nachahmer gelten, ein« i<4
nähme, die för den Konner der neugriechischen Volks|momc iliirttafl
nichl<K Auffallendes hat. Die starke Hervorhebung Kmtas und Avt Kit**|
(V. 38 ff.) berechtigt wohl zu dem Schlüsse, dass da« Gedicht auf K"**
oder wenigstens von einem Kreter verfasat worden iat. ■
l.Bagmilutftoi.biatoruidieDiebtniiKetiBTifiuttioBftlH'OmiidUg«. (fi|3G4-~366) g41
1. Ed. pr. E. Logrand. Coli. <1« mon. N, S. vol. .^ (l^T.'i) 85— 100 (mit oinem Gl««-
'■v). — Di« einiigo Hiuidsclitift. die den IVxt Oborliafort, ist ein eolches MuatantlU«k von
absalMlAt Felilerhnft,igkeit. clnss man nW (Ur loitkritischc ^minnrllbuiiRoa empfitlilen
kttaal«. AuMor all den »lilom. die si«h nu« dorn .rotuiamua und der Avhnlichk«it ge-
wiMer Laut« Mklire«, fiodut man faier nanootlicli jonc Verwirrung in der Trennung
und Terbindunf; der Witrter. duruli diu uucJi iniinche Veauuaoer Drucke d«r L^klQr«
M rM^ HindemlM» bereiten, in einem gani uugewAbnliubcu Miua» vvrtroten: man lieat
I. B. »'f xinfv statt fil <r«H'i7, Cft^nricton itniifiov olutt i-ii 'fät ii: amiiiü fim; nngSaiyMt
mi»airtf atuti nitf^/rait, JjfBVu^raK o. 8, w, - Zum Ttxte vergleiche A. Eberhard,
Smiriuiii JohrMbericht M 3 (lATT) 554,
2. Im Cod. Athous 3226 ». 17 fol. 8—14 steht ein Spi/t-oc fni lü «italari njt Koir-
mmrtiyovJt4ktiai in 160 politischen Veraen. Der Verfassor des Uedicbtox ivt wnlitanhoin-
ieh der Prievlcr üvDMdinus [Sviadiröt), von dem derselbo Codex noch «iniae uidoro
Sfbriflen nntbllt Ed. pr, Sp, Lnmpro«, "Koh'b 22 (1SS6) S21 -825. Boginn: 'AXolfiwor,
»Uoi'^snw- '^ tö yivot iiüy 'Pai/tniur.
S. Nodi anbMcblet iet ein pootiacbL>B Zwiugusprlloli twisohun KoniitantiDUpel.
Jerusalem, Alexaodria. Antiachiu und einem Fremdling, deisen hih< ebenfalls
«•hmllti);«' Klagen Qbor den Fall von Kpel bilden. Ei atebt als EpiloK einer vuIkKt-
BMohischan. von Christi Gehnrt bis auf Konstantinos IX Palnologoa reichenden Chronik
\m Cod. Marc. VII 4» fol 127 IT,
865. Ein Klagelied auf die Eroberung von Athen durch die
TOrken (14,S8) von einem ungoimiinten Verfasser steht in einer Peters-
burger Hand.'H-hi-irt untor d^m Tito!: Ui^i tifi «rn^oiVfu; *«» iffi aix/ta-
Utcfas ij yif«**r vnö itäv Hnittüiv «V 'Atttxijv 'AÜr^va (69 ruiniloso politi^trlic
Vcntc). Nach einem geschichtlichen RUckblik auf den Ruhm der Stndt.,
mlcbe den Gregor von Nazianz. den Hasilios und Ohryaostomos
Miterrichtet habe, verleiht der Verfasser der pcrsontfiziei'ten 'Aii^>]v<t solbst
ia» Wort; sie beklagt in tin^ilglich plumpon und ihre« erlauchten Namens
' *«nig wQrdigun Versen dio Eniiodrigung. Schande und Sklaverei ihrer
Binder und ruft zuletzt die Schutzpatronin Maria um Bache und tlet-
; hmg an.
%A. Oakriel D«atunia, Petenburg lljSl mit Einleitung. Kommentar und Ueber-
••liiiciit (rasst. — Vgl. ÜregüTovius. Oeachichta der Sliidt Athen 2, 382 f. — D. Or-
Ikaniliaroglus. 'latapia ruV Uai}yaiiuv I (1889) IIT S.
SM. Emoianuel Qeorgillas Limenites (Eftfiavo»i]l rfueyiXiäi ö
^ipfvitt^c) aus libuilos, fin eifrigiT Fruaud der kircblichon Union, lebte
in der zwisitcn Hiilfto dos 15. Jahrhunderts. Eine iiUherp Bestim-
inaDg »einer Zeit ergibt sich aus dem Gedicht auf die Pe«t in Rhodoo.
daj) er unter dem frischen Eindrucke de» fiirclitbaren EreignisKes, also
vtwH im -lahre 1500 und zwar allem An»cliein nach als ein Maim im
best4tn Alter vcrfasslo. Ocorgilla« hat ein geringe» Formtalent und ist in
«oinur Darstellung breit, plump, weinerlich, zuweilen auch unerlaubt dcrfc;
Wax alwr mit diesen Män^ioln ausRflhnt, iKt< die erschUttenide Wahrheit
fHiiner Schilderung, der aufrichtige Patriotismus und die Innigkeit der
Natu ransc hauung (z. B. Beüsar V. 474 f.; Pest V. 90 ff.). Wir haben von
ihm zwei Gedichte, dio in formaler Hinsicht dadurch morkwUrdig sind.
dsas «ich in ihnen der Übergang vom reimlosen zum gereimten
Vsrse daniteUt:
1. Die Oeschichte Belisars. 'lato^tx») ^h]Y',*f*i ^*9^ BfXiaa^ov
(840 politische Verse. In wciclien zuletzt V. 810 ff. plr>t7.1ich der Heim
nuftritt). Ut^rgillas liat hier nur ein älteres Gedicht unigeurbcitcL und
Wweit«H (8. g 357). In der Einleitung (V. 17 ff.) und am Schlüsse (V. 803 ff.)
B|MeU der Verfasser auf die Erobemng von Konstantinopel an und fordert
laohlito B. Ustorladia Dlditnsgon auf natloakler Omadl^e. (§§ 367—369) 843
r«bpr ilio flOKCininlnn SIrntiotJ firtQitiiiüiat, franxCi». KRlrs<tioU). grierhiscbe
i'hnrf>n. dia im l.'i, und 16. Jnhrhundrrt an dpn in Italian nnH{(<'fnohtfnen Kri»geD
Ivdrutoiid^n AnWI nnhmnn und nnuli ihrer kulturliinloriochnn Sl<^)lung mit iinsi>r*>n
idiikiiccklcn xn vcrgloichrn sind, W ein roicbca MuU>riu1 von Intniiiiimhon und ita-
ebeo Dolfunicnlon ni^bst oiarr biatumcben Unt«T«uchun(( VKrOIfcuUir.lit K. N. Snthai,
ncnbi in^dit« reUtifs ii l'liiatüire da Im (ir^ce. vol. 7 und 8, furia läH8.
369. Jakob Trivotis ( Tgi{t<öitif), ein vornebmcr Oriocbe aus Koi-fii,
fiuwtv iu <ler cntlun Hülfto dcH 16. Jahrhondurts oin panegyrisches
ftdicht (in 3IH achUilbigen trocbäiächon Ueimvvrsen) Über die Thaten
^B Grafen Tajapiera. ' latoffi'tt tov Tayianit^a, Derselbe hatt« sich als
l«zianLt€lier Kapitän durch Bestrafung dor Piraten Verdienste um die
al Korfu erworben und wird nun von dem dankbaren Dichter über die
Idcn der Uiati erhoben. Eine :>iweito Keinier«i dos Trivolis, diu
ro^'a 10? ^i T(;$ Sxiaiiai fti ii;i* ^r^yioaa ir; '£//it,if^»; (376 gereimte
ifzehnsilber) ist eine freie Imitation der 7. Novelle des 7. Tagea in
JoccaccioH Deramerone, In seiner Darstellungsweiae ist Trivoli»
völlig «ngeschlaolit und wie die meisten Heptanesioten seiner Zeit iu einem
□nhoinilicben Urade italienischen Einfliiseen ergehen.
1. Die 4iiiNchi«hto dm TajapierH ist godrucitl Von^dig 1.^28 und Sttet. — N»U
•dicrt riMi K. Legrund. Coli, de man. vol. Ü (lä69) und zum zweit«nmalo Coli, de mon,
N. S. Tol. 4 (l^&) mit litterarbiBtüriHchcr Einleitung. Konnmontor und friuixasischor Uebor-
«bUuiic. -^ Zum Texte wie). A. Eburhord, Buraiuits Juliresber. Über dio Fortsclmtle dar
Alleiliiiiu*i*iB&. Bd a (18771 Ö5I f.
3. Oascfaicbt« des KSiiig« von Schotttand: Oft in Venedig g;«druukt, tannt
hsinlicb IMO. dunn 1577, 1T79, 170&. — Nuudnick von E. Lugrttnd, ColL de mon.
(IS7I). ~ Vgl. E. Legrand. Bibliojcr. bell. 1 (1886) 202 ff.
8. RoBBKaUicb* Dichtnngeo aber antike SUffe.
370-S71)
845
^P da tjueus d« Ijaint-Uilairo, llmn-'i« inu- I» inoyen-ago occidoDtftl. AnnDsire iil<>
iboc. 14 (1880) 80-9». — E. CuHilieiii, Kluilo aar Diclj>a de üt^te et PorM do
Pluygi«. OrMtobI« 1886 (mir tinsugJLnglicli)-
9. Der sriechiech« DiktjB: Din Vnniiohcrung dea I,. Septimius. doas er die Er-
liltloDf! dpB DiKtjra Cret«neia nach einom grieohischao OrigiDnl luleiniscb beurbeitot
itkx; iÄt JD dor neueren Zeit sUrki^n ZwoiMn untcnvarfoti uii>rdt>n. uaU H. Dünger bat
bwt aJIgnmoinem Beifell gefunden, »ts er in suincr AbLandtung .Oii-tys-äepLimius', Drenden
1878, die IrUte MwflÜii'licho Vurtctdiguug Ana griucliisclien Dict^s. dje vou 0. KOrtiiig.
Dietfe und Uuea (1574^, mit ,Bi'hwen.'m UeeohQti*. wie viu Rexenei'nt sicli beiflUig Aaeserte,
nrtUifcwies. /.war hiullen eiiiielne wie Tli. Mnmmsen. U. v, WiUmowili, A. Ebert
■<l T«n((el-Schw>be (aeschichte der lOmiechcD Littorntur ° {lHWi § 4S3 Anm. 2) in
nlMeatlickei) AeiiMenuigea »n ein»in griochiscb^n Originnl fi'st: für die grosse MiijoriUt
ter Foncber aber galt der griechiHche Dilctya fortan als ein Überwundener i^Undpunkt;
'll. (. B. noch ans der jOngateD Zeit B. Uessau. Uenuee 2ä (IHä'Jj 3T:i. Nun liubon
iB«r uro« fMaliH« ■DgaflÜu' gleiuhxeitig uud vüllig unabbllngiK von uinniidor den uuikii-
•clilborvn Noeliwms geliefert, dasa !^e|iliniiue die Wulirlioit B|)ricül. duas uh wirklioli einen
inafOhrlicberen eriecbiaahen Diktyii gegifben hat nnd da«e «uf diesen. ni<;ht auf
lie vetklint« lateiniiicbu lieuibeituiig de« Septttnius, der DikIj'eatofT bei den l)}';!Hntinem,
••. be« Malaloa uud Jnhunues Antinrhenns. die ihn wledemm den SpAteren vermittelten,
■rtoknfal: H. Patxig, Dirtva Cretensis, B. Z. 1 (18931 131 — 152. — Ferd. Noack.
tar SHMkiMbo Dietj», Philnfegns, Supplementliand VI '2. IlAlRo (1K92) 403 -500. — Lieber
!•• värtialtni« beider Arbeiten s, K. K.. H. 7.. 2 (1893) 182 II. - Lcbtr die <ju ollen verhllltaiBSO
l4r Bnaatiner, welrhe DiktvaslolT Qberinilteln, bandelte dünn norh dninnl K. t'nliiig. Die
tjrvolliMi- in Wodorffl Aufignbe der Üdvaaeeseliolieu, U. Z. 2 (ISUSl 41S-440, - Vjtl.
n^ A. Sonii.v. UiElys bei Arvthus, U. Z. 1 (18!I2) !>S0. — Mit dem Nuchweia des grieobi-
d»eii Originals rrfahll dur Diktj'ssngenkxeis anoli für die inylliegraphbtobe Ponichiing
nadi.-ruai vrbiVbte iti-deiiliiii)(; denn dieaea Originnl war Alter nU daa 4. Jahrb . in don
Mn iieniiicb nWr«iuatinimend die lateinisclie Kjibeinoris actit. Ja ancb die (ieiwnit-
•rarteituag aotciief Schriften, über die miui sich mit dem Scb lag»' ort . Seh winde 11 illorntur'
itikl allx« leichten Hen:ana hinwi'gsetzte. wird eine Ke Vision erfahren niQiuDn.
8. An» byiantininr'lien Quollen stammen veraFhiodeue slavisebeTrojagosi^bichten ;
r*l. V. Jagif. Arch, «lav. Thilol 7 |lö&4) 70 f. — Ä. Veaelovakij. Uie altalnvisuho
Inftbtung veni trajiuiist.'beQ Kriogo. Arub. alav. Philul. 10 (1887) 27 - 42, wu noch weilBro
iilttiratur lu d«i stuviücben Ucflexen der Soge veneiehnel ist. — M. OasleT. Oreeku-
Ilaironio. l/>ndi>ii 188T S. 101 IT. — Kine w^rsebeinücb von einem liulgaren verfaaste
iraKhlung von der Einnahme Trojas. in welche Motive nua dem Digenis Akritaa,
tt Geacbicbt« Ten der tiilo eder 0 Jinda und den Satanin naagen eingeschaltet sind, wurde
4iert von I'. Syrkn. Arch. alav. Phil. 7 11884) 81-87. und besprochen von W. Mo-
nljakii, Zur mÜtelalliiHichon KnAhhingalitterotur bei den SOdalaven, Arch. slav. Phil,
t ilSm 371 -380.
4. Kid rnmflniHrbo Bearbeitung der Trojasoge Bteokt in einer niniAniscIion
Valtchrunik. von dor xwui Kvdnkliunen, eine uuafUhrlicbere und eine kQreere. erbulteu sind.
ttt AbBcboitl Aber IVojn gubl ofTenbuT uuf griechiach« Quellen sarQok, aber vii-lli-icht
JÄl direkt oder nicht iiu-»dilies8licb; denn Naniensfonneii wie Pariseh deuten uuf sluvisebeD
Bidoaa. Dan auafAbrlicbeiun Text ediiirte aus einer Ha seiner Privalbibliothok in dentaober
hAwMtnuig H, (luater. Die ruinfiniachc Vereion der trajuniar.hen Sage, II. Z 3 )1><D4]
W— US. — Vgl K. l'rtchter. Dan giiecbische Original der rumAnischen Troika. lt. Z.
> (I8fti*>) .SIS— Mfl. — V. Jatrin, Beitrage zur grieohiach-sla viachen Chronographio, Arob.
Uv. Pbil. 17 (18fl5) 416-42Q.
H 871. Die Dias des Hermoniakos. Im Anfang d«8 U. Jahrlmndort«
Kielt ein soiieit nicht bekannter Mann namen» Konfitanttn Ilermouiakoa
'E^fioriaxoi) von dem epirotiachen Despoten Johanne.i II Komnenoa
kngelodukns (1328 — 1336)') den Aufti^g, die homerischen Qcdichto von
ichwierigcii Wüi-tern frei zu machen und i» oino k]iit%, versULndticho
ipraehe zu übertragen: i!t(!octtix3>,v *ov nt^tvaai \ /k tdf ivaxoi^vaaf
U{««f I toi- 'Onijfov (mii'tpiSiaf { ti( Jtattai'av aatft^fdav, \ t'.ii tö aa^( tjtf-
lar. Die völksgriechischc Bearbeitung dor liomorischen Geschichten, welche
') Uaker dMown Ilenscker vgl. K. Hopf,
Bfwfc-gtnd(iruh«r'acbefCnylilopltdi«. t.Sekt.
Ut» 8. 481; 429, und Q. Scblumbergor,
NuniiamatiaQe da roriont latin. Paria 1S78
S. 369.
846 Briaiitiiali«b« Uttairatarge»cbielit«. IIL TnlglrgrtMh. Lltt«nttar. L forni
der epiroti««lio Hofpo«tAstor soinom Gebieter überreicht«, bextvbt «us ^
achtailbigen, reimloHoi), trochiliscben Versen, die sich luif 24 Rhi^
wdien verteilen. Die AnHlnge der Gee£ngo sind durch eine alphibotiBÄt
AkrostichiH ('f—ü) verziert. Die erst« Rhapsodie orzählt von derlb*
älttnimuQg und den Lebensschicksalen des Oomer und vom Urteile
Pari», die zweite %'on der 8Uhnefahrt des Paris zum Heiligtum desAf
und seiner Bogvgiiiing mit Helena, die dritte von dem Itaubo der B«
und den RUstungeti der Grivchcn, die vierte vorDtihmli<.-h von der&aa
Erscheinung der griechischen Helden, die fünfte von dem erst^^n Esinpl
xwiechen Griechen und Trojanern, von der Heratetlimg einer Wiiifmafidiis
u. 8. w. Das letzte Kreigni», von welchem Honnoni»ko» berichtet, irt
die Rache der Hekabe, die Blendung de« Königs Foljmostor und die E^
mordung mner »cht SOhne. Den Epilog bildet eine seltaanio ErOrt«rac
über das Werden und Wesen des Menschen, Ober die vier TemperanusU
und über die Gefahren, Mühsale und Jammemisse des Lebens. SdM
nach dieser fragmentarischen Inhaltsangabe Iftsitt sich er»-arte», wo £•
Quellen dieser mittelgriechischen llias zu suchen sind. Vor der ktipfiM-
reichen Sprache des (ichti^n, alten llonieros hatte der gute Hertnoitiiik«
wohl ebenso viel Äugst als sein bildungsbedürftiger USuptling; er beoOMij
daher flir sein Epos nicht die llias selbst, sondern die Allegorien
die Carmina Iliaca des Tzettes, den er auch zitiert,') daneben
Verscbronik des Konstantin Manaaeos. Das» aber Hormoniako«
die politischen Verse eine« TEetzos nicht immer begriff, beweisen aUeH
MiHXvvrßtändniaBe. Litterarisch und ästhetisch betrachtet steht sein We
in welchem nach älteren byzantinischen Mustern heroische, biblii)«h4
und mittelalterliche Elemente mit einander vermischt aind,') tief unli
allem, was je ein Byzantiner an wüster Geschmacklosigkeit geleiat«t
Die Geburt eines »olchen Monstrums ist kultur- und Utterargi^dnch
ein KätMol, das sich nur durch die Annahme eines seltenen Vereinw »od
gi>i»tigcr Armut und Roheit sowohl beim Bearbeiter als beim Bvsl«lkf
klären Itbist. Das ganze Unternehmen musste schon an dem MetranI
scheitern, welches sich der Dichter auagcwählt hat; wfihrend die BysantiMfl
flon.it didaktische und epische Stoffe ganz passend im zwOlfsilbigHl
Triincter oder in dem volkstümlichen politischen Verse behainlü^j
verBoI Hormoniukos auf die Idee, die trojanischen IIeldenthat«n in mm
Masse zu besingen, das sich ftlr anakreontische Lieder und für Spott»
godichte*) eignen mag, nicht aber fHr ein langea Epo». Da nun die Mob»-!
tonie weder durch Heim und Strophenabteilung, noch durch den Wech«!
zwischen katalektigoheu und akntalektiiM^hen Versen gemildi<rt wird. pdI-J
steht ein Tonfall, der den Leser quftit wie das nSchtUclie Picken «orrj
■) 8. Sl V«n &9 «d. tMgnnd.
') AohfÜM liolit mit pinoin Unrr« von
B^lf^fon. Unsarn und Myrrnidonnii
vorTrojft (buh TxaU«a. Prooi'iii. in lliftdom
V, 426). nie TrojiDcr l>(-wt<rbi<ii sipb tiiireli
«in« (immnJtiicbnn 'Itei di« Hilfv dM l'ro-
d1i«1cii Diiviii: er w(At n« lurOck. wi-il tiia
ihm wcgcu iluM Htfideutumii v<irdncii(ig sind
(aaiiHnna*a«aV. 1957 ~19SS: Ur^MJ
Johann«! Aatioehenuii. I'n^fli- &l*-|
24, 3, dar ajdi auf Dikty« banift). I
■) Vgl. %Sib. Di« W« biHMn«i|W
WrwMdiHif faod«!] di* Mihlailbt«N '^
Dblen (ilooh mit <Uin W«obael iwiiÄMiD-
tal«kli»ch«n niid kataJalctiaebMi VmmI *•
des r«ixea(t«n Wvtkcu von UoriU tliM*-
8. Bomutiach« DiolitiingaB Bbw uUk* Stoff«.
371-372)
847
Schwarz wäldenilir. Wilreu die Verso wenigston« noch gut gebaut! Honiio-
luakos aber erl»ubt. sicli, um scino Ti-ochäun zu roguliorcii. die unorliUrtosten
ieoeoto und »chUttot iu diu zuhllüHen Lücken ganza Säcke voll sinnloser
flickwßrtfir wi« yn'p, «ii-)-, «', d^J) Wie der Epirote ftuf sein Metrum
'erfiel, wissen die Gütter; doch ist zn vermuten, dans ihm d<tr franzSsiüche
[^ojaroman de« Henolt de äatnte-More, der in achtHllbigon jamhischen
'abU-auxvorH«n AbgefASitt ist, nl» Vorbild dient«, ficknnnl^chnft mit frUn-
iacbor Poesio wäre im 14. Jahrhundert »elbst bei einem sonst sehr un-
riasenden Griechen nicht im mindesten auffallend. Von der krausen
Iprache de» Werkes kann man sich aus den mitgeteilten Proben eine
rarstelhing bilden; für die geschichtliche Erforschung des V'ulgärgriechi-
oben mag dat. Work immorhin seinen Nutzen behaupten, nur darf man
teilt vergessen, dass bei der Ausbeutung dieses Sprach matoriaU die grÜHst^*
'orsieht nütig ist, weil viele Seltsuinkeittjn zweifellos nur der schrulton-
Aften OßwalttliXtigkeit des Verfa.<«sersund seiner misflglUckt«n Naohahmnng
er älteren griechischen Vorbilder ihr Dasein verdanken. Das Schlimmste
a dem Werke ist der völlige Mangel alles dessen, was man poetische
Emfifindung und Gestaltungskraft nennt; das ungeheuere Gedicht ist
om Anfang bi» zum Ende eine Poesie im Stil« des Pyramiis im Sommer-
laclilstraum: ,0 Nacht, so scliwar» von Färb', o rnbonschwarze Nacht!
) Nacht, die du immer bist, sobald der Tag vorbei.* Das« es dit^er Jamnier-
liaii trotz alledem nicht an Lesern gefehlt hat, beweisen die drei uns
irbaltvnon Handschriften (zwei Pariser und eine Leidener); noch im
teitalt«r des Humanismus fand das Werk einen Bewunderer in Nikolaoa
.tukanis, der filr seine 1526 zu Venedig gedruckte Ilias kein besseres
Vorbild zu finden wusste als den Konstantin Herniouiakos.
t. Aasgubea; Zuerst edierte umriingTeicIi» I'rnben (3044 Verse) nach oineir von
JNk ZuvfMlios ■ngvrertißtcii, fohlerlin[t«n Abschrift das Cod. I'nria. auppl. rt. 444 Mnuro-
VrydHS, 'FjiXoy^ B. 73—183, ~ Der undankbnron MUho einer volIatdudiguD kritiHcWn
ln»t;al><> uiittinog sidi K. I.cgrnnd, l.n guorre d» Troio pnr Const. HornionincoH, Bibl. gr.
ralc. V, Pwis 1H9(I (mit einem gennuen Vnnnntcn verbrich nis iler dt»i Hm and eiiiom grani-
uUMban Index). - - Zur (Juellonfrugo: J. Psiabari, Rovue critique v. 12. Jan. 1801 S. 29.
- E. P-txig. B, ■£. 1 lim-i) 139.
2. Die erst« AusRuli^ dur Iliaa den Nikulaeti Lukanis (Veaedig Ki2G) ist mit
in» tCinteitting von K.N.SatliHa irivdorbott vuii K. Legrand, Coli, de mnn. val, 5{IR70),
intb i»t das BÄndchen leider nur unvotlsUiidia; im Uucliband»! (XII, 112Soit*n), weil die
Lx*Bipl»r«) <Im iweiton Hofltw im Mai 1^71 diircli «in« PcHombrnniit xu Grunde einfcen.
(•bar Lukanis und sein Vorhllltnis lU HeimonUkoR a. K. [.ogrand, Bibliogr. lidl. 1
Ue!t) 188-192.
■ 872. Der trojanische Krieg {niXtfioe rji T^tpäiof). WSlirend Hcr-
Bniiiiktii« seine llias wenig^ten^ noch aus griechischen Quellen, wenn auch
itfar trOb fliowH-nden, geNoliiipft hat. fand es der Anonyme Dichter des
Kojanifichen Krieges nicht unter seiner Würde, sich die Kenntnis von den
lomeriwhen Geschichten hei einem fränkischen „Bai'haren* zu holen. Sein
iflferk ist nicht» anderes als eine fast wflrtliche Übersetzung des be-
■Hlunten aUfran20sichen Trojaromans von Bonolt de Sainte-More. Die
*) 8*m Lteblingtiwort ist yl^. Man ver-
m» BeMpiel (8. 7 Ven 14 ff. «d. La-
/I(mV T>jf or;i- yÖQ ßaailjliiy
Kai rui'C vai aoü ytiQ Jbt'kot^
Tat (t «iiot*iHr( )i!f Uinf
T^t 'l>f4ljl/0V ^S^flA'of u. ». w.
§48 BTUBtlaisohe Lltt«r»targwcluobte. IIL Vnlgtrgrieoh. Littorktor. L Foult.
H frftnkische Quelle vorrftt Hicfa t«clion in den »elteam voniiitttAlt4^rD üign- 1
H namen z. B. '£pxui-A#;, .1fn^r>; (Mar»), Kcvßa {Betnha). //äii^ot'xÄu^.') uxkl
^1 in zahlreichen fränkisc-hi-n AppC'lIntivcii wie tC'P^e*' (chatnbre) a. e «.I
^1 i>a8 Qedicht iai in reimlose» politischen Kiinfzehnailboni abgef&sBt notl
H gehOrt wnhrscheinlich dem U. Jahrhundert an. I
^K 1. AnsK^lion: Bi> jotxt nirnl nur einige Proben um Cod. Pari». 2S7f) (11. J(h^l
^^^K hOBdart) odiort von Mnurophryilca. "t'jdnytj S. 183—211. ■
^^^P 2. Hilfamittul: WrKtoiohun^ d«a Cod. Paris, gr. 2878 ■. IS (lae. b ^Imdm «
■ IJH. gr. rocd. 8. 1!>T-22<J. 1
^^^_^ 3. Lii^berli«f«ruD)(: Kin» tlan[itliii iel iM Cod. B«iiod. Univ,S567, in vtltba*
^^^b ilu Umlivlil 11074 Vorao lihtt. Til<<l un4 Antanf;: Up/if iijc rpa«r'ifo{. 'Ecriw,- ]!3Jin«
^^^V fltraiifif tt'yirirüt, «W^tiec [1 JUoi-'aiix (fJ niu'trtr/^f, X**?*!' i" Ut^/ti^irmr. tttblM^
^V l'iyort !tHti-it tfußi^ xmi Ci^i'n utyiilr, || 'tMmi naUorit (■{»■ blL««*- jffafWfv ef ItUfnJb.-.
H Vgl. Oliriori, Indico do' Codici Oicei Ualogiion, Studi IIa!, di fliol. d«M. 2 (IflUj 43t
■ ~ Wtitero U«s: Der borflhmlc Cod. Vindob. Iheot. 244 (NtMMt) (»1. 260-Xä4- Um
^B Mn Anfutg und ächliuui TOrstaminolU Cad. I'nriH. gr. 1TÜ2 A ». IS, wo nur nln TOM
^H Vl^rs« erliHlUii sind; n lir^iunt: 'linoi- ttitv ut tä piitauti (o* iffMgtiinft ümtt'ift'^K.
^^^ Oud. Paria. Coisl. 344 n. l(i fol. 7—192. Hnr eine« rerwalirla«t«B Awaiig mmpI n
^^^K antliAlloii der Cod. Pnris. eappl, nt. 926 s. IT.
^^^" 373. Achüleis. Difise romantisch umkleidet« Lß)>onBg(>schtchb> d**^
^H homüriächen llehk'n ist in zwei stark von einander ahwoichei
^V Bearbeitungen überliefert; die kürzere umfas.4t 761, die ausfllhrli
H 1820 reimloHe politische Verse. Trotz des verschiedenen Umfangi« ixl
H Gang der Handlung denwib«; e» flnden sich in Iwiden diesolWo Epwoikal
H und sogar viele identische Vor^e. Das läugiT« Gedicht ist offenbar tinel
H uusHclimilckende Ühurarbuitung des kürzeren, k-h skizziere den Inbtlli
^^ nach der ausfUhrlicheren Redaktion: Dem mächtigen KJ>nig de«
^^^K doncnlandei* wird, nachdem er mit seiner Gattin 12 Jahre in kiiid«
^^H Eho') verlebt hatte, ein Sohn getwren, der den Namen Achilles erUMj
^m or wird wohl erzogen und in allen Wiit8«DschAft«n unterrichtet. Im AI
H von 8 Jahren vollendet «r soinv Studien und widmet sich von mui
H ritterlichüii Künsten; in einem Tunner besiegt er mit vorgeschl
H Visier seine Gegner, Eines Tages wird gemeldet, da«» ein fremdor '.
H das Land bedroht. AchiÜe» zieht mit 12 auserlesenen Rittern in
H Kampf, erblickt Polyxcno, die schöne Tochter des feindlichen K&nig^ und
^B gewinnt ihr Uerz durch Liobeebillete {nitiÜKia); ee folgt VersOhnnag und
H t'rölilicbe Hochzeit. Beim VermShlungsfeste Überwindet ein friüilüsclw^
H Kdulmann alle Ritter des Achilles, auch den Patroklo«, wird al>«r zol
vuu Achilles aus dem Sattel geworfen. Nach 6 Jahren glUcklichvr
stirbt l'olyxcno. Ein Jahr nach diesem Unglück ziuht AchiUee mit
Myrmidonon in den Eric^ gegen Troja. Paris verspricht ihm
Schwester zur Fröu zu geben, damit zwischen den Trojanern und Or
Friede wwde; Achilles glaubt seinen Worten, wird aber in der Kirrhi'
L Troja, wo er mit der versprochenen Maid getraut zu worden bollle.
Paria und Deiphobos überfallen und meuchlings ermordet. Der Dieb
nomit noch Homer, Aristoteles und Piaton als seine Qnellwi
in d
volki
') Diew) Form findet sioli jedoflli anch
in der Acliilloii. wosImK, vidleielil nn
volkietjfiuülvgiBcltuu KinäuM xu danken nt.
») Kin bo]i«b(M Rotnanmalir. J««*^
auch in di-i Knulilanx von Flot* ***
Ulaiicb*(l«r« vorkanmt.
S. Bomuitiache DicbtoBgen flb«r utUke Stoffe.
373-374)
849
mit «iiier wehmOlij^c-u Betrachtung der Unbeständigkeit di>a
n GlUckes.
las antike Kolorit ittt in der Afiliilleis noch mehr verwischt 6,\» in
oben genannten Trojageschichtcn. Wenn ninn <lio griocluHchon Namen
immt. 8o bleibt ein höfisches Komnngedicht übrig mit der flb-
1 Schilderung von Turnieren, sittsamen Jungfrauen, Palilüten und
I, dazu Aoi* echt byzantiiuHohn Beiwerk einer goldenen Platane mit
Btüohen V'BgcIn; ein uiittulaltcrlichcä Motiv ittt auch die ZwOlfzabl
I8erl«wnea Kitt«r de» Acbille», die seine OcheimniHse teilen und in
6t sich uin ihn scharen (KI5nig Artus). Übrigens ist dio Beschrei-
der Orte und Personen ziemlich nehelliaft: nur durch die häufigo
inung der Kranken, frünkischer Kitter und frftnkischer Sitten ent-
ein verschwommoTtc8 Lokalkolorit. Eiiio unmittelbare Vorlage
erkes scheint nicht bekannt isu sein; einige Züge weisen auf Maldlau
eile zurUok, so der Käme Polyxen« und die Erzählung von der be-
higtcn VenrUlhlung des Achilles mit der Schwester de« Paris,') Doch
cht tticher. ol> der Verfasser den Malala» >iolbi«t benutzt hat. An
jinaek und poetischer Kraft steht die AchUleis hoch über dun zwei
benannten Trojageschichten; namentlich sind manche der eingestreuten
■billete wahr empfunden und gut ausgeführt Der voIksmiLisige Ton
it in der EinfÜhning des Totengottes Charon (V. 1624) und in der
lenug vom Mitleide der Nachtigall (V. 1063 ff.)*) glücklich zmn
iBcke. Für die Erkenntnis des Grundcharaktera des Gedichtes ist
btlicb die unverkennbare Ähnlichkeit des Achilles mit dem rho-
len Nationalheideii Digenis Akritas zu beachten; die wichtigsten
iod beiden gemeinsam, das wundersam schnolle Wachstum, dio
icheu Heldcnthatcn. der frühe Tod der Gemahlin und dos Helden
Nach seinem inneren Gehalte ist dus Werk trotz der homerischen
mit dem Akritenzyklus und den M&rehenromanen enger verwandt
il den Trojageschichten. Die Abfassungszoit der Achilleis ist un-
t: doch stAmnien wahrscheinlich boido Bearbeitungen aus dem 14,
ändert.
■eg«b«D: Di« kOit^r« Veraiua (ilea CoJ, liadli^iiuiiu) od. K. N. ästhnB. Annuairu
18 (1879) 120 — 17ü. -^ Die uiiirHn^KrL-ioliLTu «dierte meh <lvm Cud, NcbjiuI.
f»l. 13- bi. doch uboa BeiiUtxuiig eiuer duaftelbo Werk natholUndea UandBclirift
.h Mii»euni W. Wagner, Troia |io(>iues |^. &. 1^&6.
74. Der AlexanderromaQ. Die Entstehungs- und Bntwidcelungs-
htc der Alexamlersage ist etwas genauer bekannt als die der troja-
Sagonhttttratur. Unter dem Namen des gelehrten Kallistheueii,
berühmte, uns leider fast vollständig verlorene Geschichte der
Alexanders des Grossen %-erfas8t hat, wurde eine apokryphe
iidergeschichte in Umlauf gebracht, deren Kern wahrscheinlich
ItolcniAerzoit zu Alexandria entstanden ist; später, besondertt im
dea 3. Jahrhunderte n. Chr., erfuhr die Geschichte des Pseudo-
[aUlaa ed. Bern. & 180 f.
iNe Teilnalune der VSg«l an <len
iekca *l«r Meoa«li«ii bjiielt dixIi in d«r
• — ■--'eben Yolk^OMl* eine «rlieUUcli«
RoUe. Vgl. A. Lab«f, Hie VOgel in den
Uiatoriscben Id^dern dtt Neugriechen, Pro^r.,
Salsburg 1882.
M
i
85ft ByuaUnifletae IdtterAtargMcUcht«. UI. VulgKrsricob. Litt«mt«f. 1, P«Mkl
Kallisthcnes weitere Umarlteitungon nnd al^hniil nucli vorsi-hWeu! twfl
Setzungen. l>ie griechisch« Fassung des Wurke-» tut in drei VersioiM
Überliefert, einer alten, welche der Urform &m nächsten kommt, nod !«■
jClngeren, durch Zuttätxo und Intorpolationen entstelltüu. Daran reibra «fl
die lateiniBcho Übertragung äea Julius Vslcriu8, die vor ä4f), wibi^
Hchoinlich im Anfang des 4. Jahrhunderte abgefat«t ist, eine armenisciii
übcntctzung atiR dem r>., spätesten» f>. Jahrhundert, die dem nrsfirftii^ |
liehen pHOudu-KalliMhenea wohl am nächaten «teht und schon von M'i»> '
von Choren benutzt ist, endlich eine (*>Ti»che R<^rheitune, die t'u\
ebenfalls dem 5. Jahrhundert angehört. Die lateinische tbortragun^ ik*
Julius Valerius wurde H]>&.tor fa«* vSlhg verdrängt durch eine ftnAU
lateinische Bearboitung, dio sogenannte Historia de preliis, wolclu
in der ersten HiUfte des 10. Jahrhunderts der Archipresbyter I.pc dv
abhüngig von Juliu» Valerius, aus einem griechbchen Texte gcM-)iü{ifi
Hein Werk, in welcliem eich der occidontalischo Geist de« lü. JahrliiiiiiJMti
treu widercpiogelt, wurde mit Beifall aufgenommen und in zabireicbta
Übersetzungen über das ganze Abendland verbreitet.
Wie hei den Romanen und Germanen, ao wurde andi bni in
Griechen der ur-tprUngliche Text de» Ptteiido-KalliHtheniQi modcroiwüH.
d. h. dem verftndcrten Geschmack und BodUrfnie des Ktittolalters angopuii
Ktui; mittclgriechiocho Bearbeitung der AIcsandersage in*1117rM]n-
losen politischen Versen ist in dem schdnen, aus der Bihliotbek des Kl^■
dinals Ilessarion stammenden Codex Marcianiis 408 aufbewahrt. Dit
Ifandsohrift ist, wie in drei Versen am Schlüsse vermerkt wird, im Jiihi»
13H8 geMchrieben; die Abfaseung dos Gedichte» si-lbst dQrft«^ nii-)it vict
früher, jedenfalls nicht vor dem 14. Jahrhundert erfolgt sein. 1>*
unbekannte Verfasser beweist Geschmack und ein erhebliches Talcat
anschauliche Darstellung. Seine Sprache ist flieitsend, wird abm
die verun^lDcktc Nachahmung altgriechisrher Konstruktionen und Por
Kuwoilcn fehlerhaft. Leider ist die einzige Atiägabo unzuverIfiMiig ui
uamcntlicli für »prachlicho Dctaiiforechung nur mit grOester Vondckt
verwerten. Eine zweite vulgürgrieehische metrische Bearheiliiil
ist als venezianisches Volksbuch öfter gedruckt worden. Koben diu
versiflziorten Werken verdient die h&chste Beachtung oino durch tei
V'olk»«tUnilichkeit in Sprache und Auffassung auegozcichnete l'rosabei
boitung. die im Cod. Vindob. theo], 244 (Nessel) erhalten ii4.
umständliche Titel beginnt: Jnlyi/eis *«* yd%-rrjVi< x«i i; f»»j »or
J(lov ' To nü; fytvv^9rf xol liffTpäfijv u. 8. w. Eine andere
steht im Cod. Athous 3309 s. U> fol. 1.59'— 207'.
1. Ausgabuli: Das Aloxnn<lorlJud don Cod. Höre. cd. W. WagDor. Troi« |
er. 8. .j6-241. — Die erelun SW Vcrao cJ. ^eiobzcitig K. Leginnd, BiW. gi. i
(1861) S, XXXV-LIX. - Die tweite Bearbeitung encbien nunt VeMdic 1SS9:
«b«nda l&.^3. Vgl. Lcgrand, Bibliogr. heU. 1 [läSi) 205; 266 ff. ~ Von Codu 1
tinnus iirid vom iWJener Proutext gab merat; Proben St. Kapp, Hitteiluofe« Mtj
nclicD llnndHrbrirten nts Boitrsg lur Geschieht« der Alexandf'ruKe im Uittelaltor. _
Wien 18:2, — Vollstiliiiiigi. Au8Knbe des %Vi*ner Prosntexto» b« A. N. Veeel«
Ann der a«chidite des Roman» und dpr KralhlanR I fPetorebarft 168«) Aiihai« & (
— Weilcre Mittel IiinftcD uns griech lochen Ilgn vcmprinhl V, Intrln n («bM.
2. Hiirsmitli^l: Zum nltgriechlnch«» l'wudo-KnlliHthoiMUi; W. Christ: fli**
LittorHlnrepscli, ' g .',i&. - Zu Jallun Valerius: W. S. T»uff«t. «e«*ik*U d«r**-
S&di
DMiUsobe DichtoiiKflii fibsr uitilc« Stoff«. (§ ST4)
851
|t«r«lur ' (1890) $ 3n9. ~ Zur Hblnrifl do pivliis vgl. Vs. O. HnrtwiK. PI«
igsUtUntnr Ünleritaliene in iler normnnniBcli-Htanfbclien Kpocli«. CVntralbl. f.
imami S (1886) 161—190: 223—225; .^0.^ (. Zu den ori(intalis<-h«ii tio-
Im «llgMiiMDftn i. t'r. Spiegel, Die Alcxandorangc liui den OrinnUlnn.
S&l. - Di« ■yriüRhe Bcnrlicituo^ cJ. K. A. Wallis lludge, The hiMton- of
. tb* Or«iit. being Uie Srrini; veraiun uf Ihc P-ieudo-Cullisthcn«?«, Cniiibridge IS89,
DBlnnuchlo Th, rlUldeKv, Beitril(;e zur Lipscbicht<.> des Alex nudortomanii, Dunk-
der Wiener Akad.. pbil. liial. Cl. 88 (1890) dio Abr.-iBäimfpiieit diesM ayriBcliun
fang nnd ihr VerlibltiiiB tu doii griorliisdien uud SünHtigen Textvn; er (find, doss
■« tr«b«te«txiine voll einem OsUjt'ci sUmml. der im 8. Jnlirliiindcrt eioe etwa
nlnuitiert angefertigte mit Cod. A verwandt« rehlewT-UebersetEung des Peoude-
Me IM Sj'rische tlbertrng. — Auf dun Rfriscb«n Text bexi^ht sich anch K. A.
!Bndge. Alexander Iho Orent and liog nnd Mugn^. Zi^iteHir, f. AMrriologio
|8ft7 — 404, Kino deutsche Uoberaetxung des synschen Textes gab V. KjbiiaI,
irbn UnberaotKung des rEeudo-CiilliBthanes, Archiv (. d. Slndium der nounrcn
■ und Littcrnturon W n893) 83-134: 2Ö0-28H: 353 40Ü. — Zur nrmani-
trNrbi>it4ing:: J. tÜldcnieiBtei'. Päeuduknllialbi^iiea bei Muses von Kliuron, Zvit
pr dDuIachen ni»ri:i.'nläud, Goselladiaft 40 (1^8(1) Sü f. — Aetliiopiache Be-
BO dea AlcxundiTromoiiti ed. mit «uglisclier l.'eberaetzung und KuiumunUr E, A.
ßudge. The üIl' aod exploits of AlexHoder t.be Great. beins a serioa orEUiiopic
L 2 voll., London llflO. — Georgiaclie Unarbeitung: A. Chaclianov. Die gm-
Enkblnag von Alexander dem Makedonior und die snrbiacbn Ali>xandnas, .loiirn.
i Bi 289 Seplemberheft S. 241—252. -- Zu den (TanxUaiaohnn, englischen
tscben DMrbeitungen: Tb. GrAssc. Lohrbucli einer alignmeinen l.itoriirgeachicht*
~ 4SS— 4S6, — uaston Pari». La litt, franvaiae fiu moycn-Agc, Puria 1888
— H. V. Junker. tiruudriBä der Geaohifililo der fran^ösiflobcn Litteralur,
18.85 f. — (lust. Körting. Grundrias der CjeBvbii'lile der «ngliachen Litterntur,
8. 112 f. — Karl Üoodeke. Griiii'lrit« zur Geaoliiabte der duutächcn DicU-
1884) & &9 f. — Auch Borcaroin arlieiiit eino Version des Alexanderronians
babea: a, Marciia Laiidan. Di<> (Quellen doa Di'kamoron.Stuttitarl 1884 S. 293 ff.
lidel. L« l^iKMide d'Ariatflto au moynnilg*. Nonvnllea ritiide" nur la litt, gr, mod.,
TB S. 331 - SM. W. Hertr.. Aiintoteles in den Aleianderdichlungen des Mittel-
tHunil. bAffT. Aknd. 1». Bd 1. Abt. (1890). — Dario Carraroti. La leggenda
Indro llaRno. MondoTi 1892. — Adolr Ausfeld. Zur Kritik dca griecbiachcn
ROBaiw, ("rogr. dcH Gymnaaiuina zu Bruabaal. Knrlanilio IHM (Olor dio umprilng-
bpM^an und die Quellonl. — H. ChriBlensen, Die äpraob» des bytanUniaohcn
IVf{cdi«htoa. B. '/~ 0 (I89T). — Aueh Über daä VerhUlInia d«a iiutleIg;rioubiachen
,xo den venwbiedenen Versionen dea Pseudo'KnlliHlheiiea liat CbriateuHen ein«
Rg Koeebrielieii. für die aicb noch kein Verleger gofiioden bat. — Hauptsührift;
leEer, Paeudokalliatlienea, Hallo 18(17.
l'KiNa beaonder« BearhtniiR verdienen hier die zum grOsalen Teil von Bii-2anx au»-
alaviachen und runiHnischen Bearlieitutigen: A. Veaelovakij. Zur bal-
AlaxandiraaRf, Arcb. slav. Pbil, 1 (18TS) 608-611. Deaaclben BumerkunaeD,
Phil. 3 (l«79) -■.72, Detscibeni Zur Frage Ober die IJaellen der serbiscTiM
eis. Joura. Min. 1HN4 Bd 23:^ Mai S. 149 -187: ßd 23.-i Sept. fi. If. a'>. Dm-
r«i Bemnrkiingon xur Frage Ober die Quellen der serbischen Aloxandreia. .Inum.
Bd £41 äopL— Okt. 169-209. Dosseibon: Dio Wundorepisode der millelgrivchi-
iaiidraim, Arrb. «lav. Phil. II (I88S) 337-34S (Ober eine atlBerbinchu t)a-
nit Proben einer millelgriecbiHcben PrOMVMmon). — A. VeaeloTskiJ.
|*r, J. Gkrkovi. Neue Daten zur Gesc^hiokl« dea Aleianderromans. Sliomik
kMk. Jas. itup. akad. uauk T, !>3 Nr. 7. Palerabttrg 1892 (i-uas.) (mir uniugAnglieh).
I alt»«Tbisi.'hon Text des Alexandcrromans ed. 8t. Novakovif, Belgrad IfflS.
I BMitlit voa V. Jagid. Arch. slav. Pbil. 8 (1879) 734. — Ueler eine Anagnbe
■ i8«b«r AlexMtdarfragmcnt« vgl. V. Hgii, Arch. slav. Pbil. .=> (I^Hl) C09 fF. —
U*riach-alov«ntach«n Texte: P. Syrku und V. .lagif, Arch. slav. Phil. 7
^-86. — Kinen rusaiaehon Aloxanderroman od. die lussiacbe Gfscllachaft der
bilaB, I'etrreburg 1880 1886, Nr 67; 87. — Ueber dio .Sngo vom .PrienUr
^ bei den Slnron und ihre IWichungen «u Pseudo-KnltiBthenes handi'lt V. Jatrin,
Erom iodiaclirn Koisertuin, .\rbui(cn der slaviscbi-n Kommission bei der k. arcliAo-
in Hoskau. Ud I. 1803 (rnsa), — Zwei Hauptwerke über die slaviaclieo Uc-
Kaa: A. N. Veaelovakij, Aus der Geschiehte des ftuinana uud der Krxiiblitni: l
«1880)131— &11 (ruaa.J, Hier wird u. a. eine auafabrliafae Analyse und CJuellon-
ptng der aerbiacbeii V«raii>u gegeben. Als unmittelbare Vorlage des tierbiitrheii
idicate wabrB«he(nlieh niolit eine byzautinisehe Version: vielmehr weiiiten manche
J
rvTeT1««!ir8iJg(ir "51» vorbiw gedient hat^ SI5K~3#BCTfe!fl
iechiäcb-hfidniüchcti OrigiiiHls iiabun wir vino mit uhriatU
rOmiBchen Elementen versetzte lateinische Boarbeituna
im Anfang des Q. Jahrhundert« entstanden ist. Im Mittel]
Intcinisclie Apollouiosroman zu cincni beliebten Volld
futt alle Nationon auüignotün. Damal« kehrte die E|
Abend landti nach dem gricchiiiühcn Oston zurilcl
jode Spur du» alten Origtnalwerkes %-«rloren gegaij
vulgärgriechische ApolIonio»ronian ist in zwei inetrische
erhalten: 1. Die ftitcro, wohl dem Knde des U. oder
llj. Jahrhunderts angohSrige Version (8Ö7 reimlose politi;
im C«d. l'ari«. 390 und ist botitfll: iUna;fXi<iiti«ifta äjiä
'Pbiftaixät'. .*(i;'/i,(7(C rtolima^ovi 'AnoiiMriov tov TV^ai*.
daa Gedicht nacli dem latainiachen Texte gearbeitet und
Uezension {B") dor Historia ApoHonii regis Tyrii (t-d.
1871), wololio am Itertten durch die Togerii»oor Fragment»
2. Die zweite Bearbeitung, die gegen das Ende des
entstanden ist, unterscheidet sich von der ersten durch ei
Stellung und durch die Anwendung des Keimes (1894
Bio wird in der nouerun Litteratur bald eim-m gewissen
tianos, bald einem Konstantin Temenos zugeschriebej
(find aber beide hUchst wahrscheinlich nur Kopisten des W
nun die Apolloniosgeschichto noch heutigestags an der i
KQste im Mundo des Volkes lebt,^) so ist darin nicht et;
Keflox Am altgi-iechischo» Homami, sond«-n einfach eine I
das boliobto, seit dem 16. Jahrhundert in venezianische^
breitete vulj^griechische Volksbuch zu erblicken.*) j
1. Ausgaben: Dia ülUtrü Venüoii ediorte Euersl Vf. WagB»,J
S. 57- 104 (onrh einer ^ehlerbnltcn Abschrift den CihIm Vnr'a. SSO). H
3. RomaetiMh« DiobtniiKeD Aber antike Stoff«, (g 3T5)
853
b) 2lfl; 288 ff. — Ke rcirlio ütteintiir »um Inloinischen A|KitIoniiis imil di>n
■n abon<lllii<li«elion Itoiub(>iluiigeii Tnnoichnon : Th. UrSsae, linhiUich «innr
neni«ii LiUrtiiieaobieblc II 3 tl^2) 4U1- im, W.S. Teuffei, Ucschichtn dnr tfinii-
■ Littenlur ^ |189ü) {j ifül und Kerl GucUckp. Unindriiss lur Oeschichle dor dcuUclion
iMBi I' (IWM) 367 f. ~ Bus. vgl. M. Hnupt, IVbor dia KntahliuiE; von A|>ollaaiiu
l^rw, Qpii«culi 3 (I8T6) 4— '29 (wu jeduoh irrtUmlivh dor laloiniBcIie A|)Dlluniuti ib
Im) b^titK'liI«! wlrdi. — J. C. Dunlup. lIlEtury of Proee Kiotioa 1 ilSäb) Üi-Ab. -~
Im MittnilnnK«!! Ober itie initt«lftlt«rllclii>ii Boarlieitungon Jm Jat^iniacheii Apulloniiu,
' dJB griochincliftn (J«nllen n. s. w. enlliillt aucli ilie Vorreilo lur neuen Auegabe dea
ebas KoaiAiiK von AI. RieBe, Uiinig. Bibl, Teiibner, 1893. — Das Fortleben dw
BntvfTo in dno Vfimcliiedoncin l.iltcratiircu des MilteUllors bia inr Neuzeit (8hake-
■ttatc.) nctildcrt S,!SJnge(-, Apollonius von 'i'ynis linlle 1895, — UoboraiRlit der auf
tttaiachgn, polniscban und ruseisohen Koarboitun^en bexUglichon l.ittorntur von M.
rko. Arch. bIbv. I'liil. IS (IMUI aut^— 311. — M. Mufko, Die ruffliscbe Ueboreetjsung
hpollunin^ von T}rruii und dvr (!vtitn Humunuruin, Arch. alav. rhil. 14 I1W2) 40^— 4'il,
dea Ramans bei E. Robde. Dur (crioi^biBehe Roman S. iOii ff. — Th. Kori,
^en MDi Texte d«« tiedicbl^i Ober Auulloiiioa von Tyros, Odewacr Jahrb. 11 ]iyi.
[I893> i07 1&& (aebr kflhne Aenderungea des von Wagner berauage^ebeueu
«km T«»ilea).
tS. W. Wagnor bemerkt im [iiter. Centralbl, lATR S l^. ot hab« in der Academy
nacbgcwieaon, daas der vgr. Annllonioa in Cfpern entatandon sei. Da sieh
r •elfani falBch litiert. weias ich nicht, worauf er seine Annahme stfltxl. Mit sprach-
Eaa Homentpn dllrfle aich beim gegen wilrtjuen Stand der Diulektforäcbung ein solcher
. adiwerlich Ubeneucc<nd durchführen liissen.
Deberlieferuti^T Zu don von K. l.('Kraud. Bibliogr. hell. 1 lll^Sö) 290. notierten
)cb Cod Neapul. III. B. 21. derfol. 125—107 eine gereimte Bearbeitung ent-
mit der oben (genannten idontiHcb ist. konnle ich in EtmaDgelung einea
Dnickoa nicht roatatellen.
4. Romantische Dichtungen ilber mittelalterliche,
zum Teil abendländische Stoffe.
376. Vorbemerkung, lu diesem Abscliuitt« wcnlon einig« nn
hafte Dichtungen üusammengefawt, die teils auf einhoimißcho MSrcheo
zurflckgeheii, loils aus fränkiachen Vorbildern stammen, teils von tväi
haf'tcT Herkunft sind. Ihr gemeinsame!« Merkmal ißt der rein lart
altorlieho. romautischo Charakter dee Stoffe» und der Behandlung«
I>er kulturelle Untergrund, der diese ritterlichen und mär(.hei)
Ersählungen bei den Griechen erzeugte oder wunigatens ihre Vwtireit
bcfiirdertü, ist in den lateini»ehen Ilerrflcbaften eu suchen, dkt
dem vierten Kreuzzuge in den Waldgebirgen von Livadion und Hör
auf den liebreizende» Inseln dos ArchipeUgtui und in den Qppigen Nie
rungen der kleinafiiatiechen Küste allenthalben emporwuchMin: liier
ein reiches Kebensgebiet, voll von kühnen Abenteuern, wundersamen SR
fällen und tragischen Geschicken, ein MUrchenland, wo fahrende KlG
wie Lyhistro« aussogen und sieh schöne P'ürstentflchter, stolze Burgoa
Kronen eroberten. Das» die Byzantiner im s|)fiti<ren Mittvlalter iiii'li <'■><!
abendländische Erzählungsstoffe angeeignet haben, ist zvetf«
(s. US ^tf'" — 3S2). Viel schwieriger ist die umgekehrte Frage, inwie»
mittelalterliclic Krüähhingen des Abendlandes auf spälgriechieche oi«^
byzantinische Quellen zurückgehen. E. Rohde') hat die Vc
ausgespruchun, dass der Gesi-bichtu dösBovcaccio von Oalose and Ef
genia (Novelle .'>, 1) ein griechisches Original Krn^axii zu ürumie
Gautier von Arras hat für sein Gedicht Eraclius ein uns v«rlo
byzantinisches Original benützt (s. g 335). Für manche Stoffe, wie
französischen Erzählungen vom Kaiaer Constant, von Ijmmedon und
Klorunee de Konie. sind spatgriecliisch-byzaiitinische Vorbilder wenig
wahrscheinlich. Selbst die scheinbar echt gerouuiische Tierfabel Hb
vielleioht aus dem Osten (s. g 385).
1. Dio KHti|itscbriflvu für diiMCn Absclinitl •'iuit dre R 796 Atini. 3 ana*ftbrti« I ^
VMiCh. (iidnl. ilnr jotlovli in «inrr Art voii wiesormcliarilichem PatriotiBiaubM (oiaf V'V
Huchiinx ror <iio Ijiiid«]eaU) müglicbst vi«l li«raus<i>«clilHKnn auoht und mIM «SmW i
cliisrb« oHor i^aiii: allgMUMU verbreitete Dingo aU friuiKSsiecbMt Urbeeilatein nUu
Eine objektiv« £rfor>ohnng <tor geHint«n 8b«niJlandi«ch-bjT«itiaiacbGa Tm«*- ••
*} Der griechiach« Roma» 8. &88 S.
.BomaDtiBGbeIKcbtaii«enttb.iiiitt«l*lt«rl.,i.T.abendllLtid, StofTo. ($§376-377) 855
ebnlitlorHlur. bei 4er man »Job jntxt nuf weit zulilrdchero und be^om Tnxto ittOtztin
tnot«. mIb biu Oid«l n^^icb wnrcii. ist eines der dringeniistoa UeilUrriiinH« der rulglr-
Mchiaeben UU»ratBrji««ahirbte. — Ginigas Über griechisch-bj-iiuitinisvli« Vorbilder aliund-
Bdischer Enibliuiften bemerkt Cliolcviuä. llvachiclate dar deutschen PuDaie uHcli iliiuii
llÜMB EImdmiMd, 2 T«ile, Leigizin; iSbi. — Wptiig BraucljbBres bti ÜHrtunR, Die bj-uin-
naek» N«V*Ue, Hvrrigs Archiv t, du« Studium dvr neuerun ^|>ra::ljeii und Litt«rRturu) t)Q
872) I — S8. — UebBT dio ^rioolilMfaen Wörtijr im ullfruuxOfiiHi'beii Romunc Florimont
id aeino vermallidiQ gmchiscb» (juetl« linndclt J. Psicbari, In .Kttidn« ItamAncii i6-
6mi ä <>BSlaa I'uis'. Purin 1H91 S. AOT ^ö(i. — DM«elbe TljemA unti>rsnt'ht Alfr. KiHop.
igelAnlr- Klagen xiun Florimont, in .Ahbandhingen Heim Prof, Dr. Adolf Tobliir otc. dnr-
iMmcbC, Halle lt*95 S. 4^0 -463 (crkllirt dio grit'chischen Vprse mm Ti-il jibweichcnd
a Paidiari uud vtcisl dii? Anuuliini- rinnr direkten lateinischen oder i;rieoblHcbuti VurU^e
rt(A; Amu G»dichl sei vivliQi>hr. wpiiti BUi'h t>in jcriecbiscber lirkuni vorbuudeii fvti, eiD
IWiHnJH echt nnittfdalleriidi-frnuzileiBvhGr l^iuncswoi^u und ijosittuDg), — Dii' sicher vor-
■HSetSMod« Christ I loh -Kriecbietrbe VorUgu der rraiicüaisahcu Krefthlungvn Vüm Kaiour
tnslant hat in eiaer arabiflcfaun nud Hthioniäfbea Beurbeilung nucligewioeon K, Knhn,
r bTUntinuchMi EirlÜilunglitteretur, B. Z. 4 (ISO.'i) £41-249. liier auch leiclilieb«
wb«(«»<> »ODiilixer UtUrntur iii dieser Eivjthlung wie ^^m gunxon Kapiti)! dnr Kntltih-
ng hrzanliniMÜMT Stoffe. — Zur giuiicn Friigo vgl, den Li ttoraturhc rieht von K, l<'rry-
ond aber da* alUroiixasischo Kunstepos, hcs. die Abschnitte .Antike Stoffe' und ,Üytu>-
iwobo und orientalische Stoffe', Ktitiicher Jithresbericht nber die Fortsohritlo der Koma-
iD Phitolode hernaBScg. von K. VoUmaller und R. Otto I (180'J-I«I)5) 3S2-388.
S. DaM bnauliiiischi' Romuno udur Knäliliiniicn verloren |;aguugou sind, beweist
Phitolode hernaBScg. won K. VoUrnflller und R. OHo I (180'J-I«I)5) 3S2-388.
DjnauIiiiiBche Romuno oder KntäliliiniJen rer
■l. «in*! Stelle im Digeuis Akritua (V. 2817 f. ed. ^ul>hns und Ccgrniid), wo ein« sonst
ibckaniile Leidensgeflofaldite des Paares Äldelugus uud Ütupe erwibut wird. — tJeber
n verlorenen Roniau d?i; Konstantin Manueaea vgl. ä- 377,
377. Eallimachos und Cbrysorrboe, Tu »tuxü KaXXinaxov xni A'^n-
i^^tj. 'E^tixiir Jn'jijfttt (2607 lüiinloMO politischo Verse). Ein KOnig
tt drei S(3liii4>, Nikoklvs. XanUiippos und KalÜmachos, die »ich in gleicher
r,
eifl« durch Schönheit und Tüchti^^keit auszeichnen. Der Vater, im Zweifel
trtlbfir, welcher des Thrones am wllrdigston »vi, bestimmt den zu seinem
Bclifolger. der «ich durch «in» Heldenthat am meiHten hervorthuc. Alle
■ei ziehen daher auf Abenteuer aus: nach mUhseliger Wanderung durch
nen wilden Bergwald gelangen sie zu einer Drachonburg (./p«Knt'i«-
teteat). KalÜmachos beechlieest trotz der Warnungen seiner Brüder ins
inoro der Burg einzudringen; er ersteigt dio Uauer und gelangt durch
Ben herrlichen I*ark und monschenleero Säle, die mit reichboBOtzt*n Tafeln
tflgeatattet sind, in ein prächtiges Oeniach, wo er eine an den Haaren
ifgehangte Jungfrau erblickt. Bald verkOnden rauhe Laute und Donner-
iblftge das Nahen det« Drachen; Kalümacho» verstockt sich auf den iiat
n* Jungfrau in einem silbernen Fiuso. Nachdom der Drache die Jung-
BD nach seiner Gewohnheit gequält und ihr zur Nahrung Brot und Wasser
ireicht hat, nimmt er selbst ein reichliches Mahl zu sich und vertuukt
(muf in tiefen Schlaf. Kallimachos .'schlägt dem schnarchenden Untier
IS Haupt ab uud befreit dio Jungfrau, An.-: ihm nun ihre Leidensgeschichte
■zählt: ^ie heisse Chrysorihoc und stamme aus einer kfiiiiglichün Ftunilie;
tr Dracb«, in heftiger Liebe zu ihr entbrannt, habe ihre Eltorn getOtot
ad nie selWl entfuhrt: nie aber habe standhaft alle Qualen erduldet, ohne
iro jungfräuliche Feinheit zu opfern. Nach diesen Mitteihmgen verbindet
eh Cbrj'sorrhoo in zärtlicher Neigung mit Kalliinachos, und dos glück-
dia Paar verlebt im Drachonsc-hloss Tage der Liebe und Wonne. Doch
elUMD die llonigwochen ein grauses Ende: ein junger Prinz, der mit
einem Heere am DrachenschloBs voi"üI)erzieht, erblickt Chrysorrho© und
«echliesat, die Burg und ihre schOne Insassin fUr sich zu erobern. Du
ApUl
4m PrittSM vit
fliBfibM dardi Uli am wA flirf c
Ikb« WiHutag iiiiWl Xn vM
gwMaw Bad ia&
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f.hr >i«ftiida: dt ätkm mA 4m
Itfim Bruder dsdardi«
iadM« n<M.l)<ii
und VOTdiagt aicfa in Pd*i(« Ans
•Im OclofMÜHrit xu fliid«a,
fÜDg VMtit n« ibm ihre
httltim in iHDttni (tarl'iipaviDoii
ilicht mit ronuinLii»cli«r Freibcst
Mm» Ui)b«tbiuid entdeckt, ood der Kloig
tni'iiitlicfavu Olrtner vor ein VoUtsgerid*
jmi((i< freu durcfa viao altegoriecbe
fQrNtlicliu AlwtJiTnmuliK, der Ktoig erltetoit
tiorin tu dincin glUliciiiJvn Ofon zu Y(-rbr«iiDeB i
iiiiit (Itrynorrliof mit rt:ic-li(in GtMcfaonkpD in Are
Uio Herkunft dieMer phaatostiiidiea
nicht «nitiHitlt xu Hein; dofli wird Nofort klar, daee
StftuIfQriiiArchoii xu thun )ia)M<n. Wenn mao die *«• J. G. r. B«-
Iterauegogobenen neugriechischen Härchen rergjeidrt, bd iadet bu ^
iiioUten Bniigiiiwe doe oiittelalteriiche» Gedichtes wieder; nrar tr
nIHit ein MUrchon den goHunten Gang der Usndloas. aber die eiai'
Motive und cliiiniktiTiHtiHchun 'Aüge laneo eich am rrn fhif IimmiM*'
2UHaniini'imt(*II«n, Ifnd so ist auch der T^faeeer des mHlidilllii
(ii'dichU'ti vcrrehrrui: dt.'nn dam «eine Erz&hlong aas vereebie'<-
MlirchitnLyiioii xtiNAmmongceotzt iot. beweist achon die WipderhelMI J
(lemolbuii Motivv. k. II. die au^nihriiclie Doppebchtldvrung der U«le»> 1
fnrudon diiH l'naro« icueriit im Orscbenschtos«» und eptter im Uarteafienllaa «
Iftn Spnicho doK Wiirk«« i»t von der voIkHinässigen KaiviUlt «rdtvr «■l' |
Tonit iilü di« Am l'rodronioH und Ulykns; sie erscheint durch LoktOi«
Htflrk tcnipcnt'rt und nilhert «ch Kuwoilen der byzantinischen KunstgtinUL
Auch «OHHt pninkt. dor Verfiwsor mit »chülmÄBgigcn Kenntnissen: ia
DmobenHchlcMHo illiurraschim den Kullinmchuii bildlich«! Darstelluns'*
dor I.iobt^fitHndek'j iIüh Ai-cm und der Aphrodite, Bilder der Athene, if
Chariten und doa Krön. In den eohr ttusaerlich in die KrzAhlung eii^
') OnVli will) und «lliHiiciiiiKtliffMttrrlifii.
a Bind», Utl'iiK 1004. Vgl. bcaondcra Bd
]| N. 61 und iit Vwiante 8. SS0 K
t. jtomftnUache Dichtnogw Üb« mittrialUrl., i. T. «bendlBnd. Stoffe, (i S7S) 6*^7
mprenffien ^^x^ptiffnt' der ]Iprr!ichkt>iten des Parkea und Schlosses.') in
er ü HcTuiässigen Verwendung des Begriffes der Tvx'i< '" den Schwüren
m lOr-o« und Aphrodite und iti vielen anderen Zflgon verrftt »ich deutlich
vnu^ der EinfluBs dorTochnik dos griechisch-by santinischon
tip h I e^tenromanea. Wahi-acbeinlich hat der Vei-fasser auch schon die
rDAsezi Komane der Komnenenzeit (s. gg 155; 313; 318; 319) vor Augen
ehn1*t ; Ewiachei) dietten nnd den rein romantischen Gedichten wie Bel-
»ai»dr-o8. Florios u. s. w. steht »ein Work in dor Milte — violloicht auch
^ronolog;iB<7h. ßie Abfaseungszeit läast sich zwar noch nicht mit Sicher-
•Wt Hosftimmen ; doch ttcheinen litterarhistoriHche (irOndo wie auch einzelne
|f**<^n eines Älteren StadinniH der VuIgSrBprache*) dieses mit klassischen
^\*\M-n nufgtiputxte oricntalisch-byKantinischc MÄrcliengediilit in das 13.
^*«rliundBrt zu verweisen, Zu oinor ondgülUgen Entscheidung bedarf
^^Sn*«r wie hei den meisten vulgärgriechischen Romanen der feinsten
"■■■^cWichen, metrischen und litterarhistorischen Untersuchungen.
"^^ . I Aoigab«; Dhh (Svilicht iat in einer «iniigon, iction von MfiuraiuH fDr die
^y,*;*^ Aidku Hbi«a ljloH«Hnuin Craeuubnrbai-uni (l.ugd. Bat 16Ut lioatttzU-n. aoild«IU
fc^j* 'wl *Mug vtndioUeneu Leidener UuiiiiBcIintl dea 16. J^hrhunderle (C!gd. Scalig. 65)
1<^^Wi>ri. Dtraua od. von 8p. Lambroa, Cull. de roui. gr. 1 — 109; vgL ladroduct.
■ K)- )*7,
1^^ l.Hilfsmitlcl; Anf die Leydoner Handschritt hatte schon K. Rohde, Der gii^cbische
^T^^MI 8. SSS f. ■iifmorksam gemacht. — Zur Cbronologio vgl. J. Psicbari, Ehbüis de
^^ 3. Vcrfnnner: Einen leider nicht vSllig «inheren Anhaltspnnld nur Ennillelung des
.^^ irfiw !f» 4m KBllimiichoe bildet das Epigramm dee Manuel Philes ,Auf ein crutlschcK
^2<A d«a Vultem di-n Knisere* (vgl_ S. 118). Dioses orotisclie Werl: muss nach deu Mil-
^^bigea. die Pliilvn vun ihm macht, inhulllioh mit dein Kullimuithos identisch odiM wBiitg-
^?VfM MÜM vorwnndl gewesen aoin. TrilFI die cretore Aiiniihmc tu. bd ist der VorfaiMer
^\ai}renikoa KomDeaua Dukus Piilneulugua. der üoiia des SebaBlukrators Kunslaa-
^■Im«, ein Votier de« Kaisers Androiiikus des Aeltereu. Die Ahfnssung^zeit des Werkes
^rln* dann in da* Ende des 13, oder in d^n Anfang de« 14. Jahrhunderts au sel«on. K.
'^tarliii. A proposito d'an« poesis inedilji dt Mannele File, Rendiconti del R. Islitut«
Vdtnbardii di MtMiw 0 lettero, aerie II vol. 20 (IB^Oy
378. BelihaDdros imd ChryHantza, Jirj/T^trig ^^af^tiog BiXvävSQiiv
'»»? 'Pinfiaioi' (1;1I8 politische Verse). Rhodophilos, KOnig dos Khomftor-
ftiuidvTt, hat zwei SOhne. I'hilarmos und Beltliandroä. Der jUngero, der
"Von M-ineiR Vater in unverdienter Weise zurOckgcsetzt wird, entschlicsst
mach, »ein tilück in dor Fromde zu suchen und zieht mit drei Knappen
"von daiinen. Nach seiner Abreise gelingt es dem Fhilarmos, der seinen
Kruder aufrichtig liebt, den Vater milder zu stimmen; dieser sendet 24
Aitter ans, um den verstossenen Sohn ziirflckzunifen; doch Iflsst «idi der-
«clb« nicht zur Umkehr bewegen. Auf »einer Wanderfahrt kommt Bel-
41uu)dro8 durch AnatoUon und die TUrkoi, die noch im Orient und zwar
in der JiMie von Armenien gedacht ijtt; er besteht ähnliche Abenteuer wie
IHgenis Akritas. Bei Tarsos bemerkt er in einem Flueso einen wundo»
') Von V. ST4 an folgen in nniuilor- | Torkomint.
drorbenei Keili« di« Ilp]ii||BtcD Schildnrangon '} Vielleicht darf man n. s, di« dnrch
«Im Uattena, dasBad««, aoiner Pforten, leincr ' den Von omprohlone nltertllmlich« Dotonnng
Totlitra Kod M«Q«a Ofens, der leiolibctioUton litofiij V. '2üOü beixichon, die sich ebenso im
Tafel. Mass ßubeUger« u. b. w.. allea mit
«Imt V«ra«liweadinif von Quid, Pcrleu und
MiMliiiatii, WM tu Mlbal in Mätoh«n sttlteu
Kerkurgudicht dtis Ijlykus V. 1'^ und in
Lybistroe V. 1424 und äTT9 Undot.
858 ByzantLDiMbe LitteratvrgeKhicbU. lO. TolgUrgriocb. Lltteratar. L P<
boren Fcucrstcrn; er ziolit Qussaufw&rta, um &eine Qiiollo und den Unpruf
des Feuers xu entdecken. Na«h K«hD Tagen gelangt c-r zii vioom bcn^
liclien, aus Sardonyx gebauten ^chlosäo, ftU8 welvbvm der Fouur&trom unt-
ijuillt; von den Zinnen hucken goldene Ltiwen- und Drachenköpfe: an aam
Thore auH Demant entdeckt er eine Inschrift, die ihm verkUndet, d>» er
das Erotokaatron vor sich liabo. Eh- befiehlt seinen Knappen auf iha
zu warten und betritt das Liebesec-hloss. dessen kiuietvolle Einrichtung nno
»ur^filUig bcjtehrieben wird. Unter anderem erblickt BelÜtandnM eina
wunderburun Vogel Greif, einen kostbaren Pfau, aiui dewon Aogen uni
Schnabul jener Fcnerquell entatrumt. bildlit^he Darstellungen der Gewalt im
Eros, Inschriften von Liebenden, die hier ihr Geschick verewigt hthta.
endlich eine Inschrift, die sein eigenes Schicksal verkQndet: Bellhandm,
der Sohn das lUiomtterkönigs Khodopbitos, i»t in Lieho entbrannt zu (litT-
»aiitza, der Tochter des KOnigs von Äntiochia, und durch ias SchickitsI Ar
lüü bestimmt. Nach dieeer trnstlichen Lesung erscheint dem Be)tiitate
in einem von Gold und Edelsteinen blitzenden Gemache ein gedSgdt«;
Eros und bescheidet ihn zum KHnig der Liebe; dieser gibt ihm
wundervollen Stab aus Gold und Topas und befiehlt ihm, donsolbcn
Mchün»ten unter 40 edlen Jungfrauen zu überreichen, die er ihn
Augen fllhrt. Belthandros mustert die Mildchen und nennt xtenilicli
höflich die körperlichen MUngel, die den meisten anhaften; KuKtrt bltib
3 Jungfrauen Öbrig, von welchen er mit Bedacht die allorschf'nstf w
wfthlt. Jetzt gedenkt Beltltandros der gltlckverfaeissenden Inschrift
verläset das Liebesschloss, um iiacli Äntiochia zu ziehen. Vom Ui
des Landes nix Lclicusinann angenommen, erkennt er in Chrysaata,
Toeht«r de» KUnigs, jenes Mädchen wieder, dem er im UebeaschUw
['reis der SchUnheit zuerkannt hatte. Nach einer nächtlichen Zusami
kunft, die ihm t'hrynantza im Parke gewSlirt, wird er von den Wädii
entdeckt und gefesselt PhSdrokaza, die treue Kammerzofe der KAnii
tochter. nimmt die Schuld auf sich und Belthandroa erklärt vor dem Ridii
stuhle des Kfinigs, dass er sich um Pliildrukazss willen in den QartM
geschlichen habe. Man verzeiht ihm unter der Hedingung, dass er die
Kammentofe heirate. Nachdem Bdthundrus unter dem Schut£inant«l <kr
ehelichen Verbindung, die er scheinbar mit Phädrokaza eingeht, denVtN
kehr mit der Königstochter einige Zeit fortgesetzt hat, fOrchtet or Ent-
deckung und entfuhrt die Geliebte. Auf der Flucht ertrinken die Kaipp»»
des Belthnndro« und die treue Phüdrokaxa in einem rei»8enden älnnm.
Bclthundro« indbst und Oiryssntza gelangen ans Mt'er und werdw v<
einem Schiflfe, das der Rhomäerkönig nach dem verlorenen äohnv
sandt hat, glücklich aufgenommen; Philannos ist nftmlich ge8t4>rbea «>' '
Belthandros Erbe des Thrones geworden. Nach Rlnftagiger Fahrt gel
das gerettete i'aar lui den Hof (nach Byzaiuc!) und der Patriarch
zieht die kirehlicho Trauung.
Ein Vorbild dieser romantischen Erxählung ist Wa jetzt nicht
gefunden ; doch hat Gidel a. unten a. O. nachzuweisen versucht, da» «*'
verlorener oder verscbollener französischer Bittorroman zum MusW
gedient habe. Er stützt sich namentlich auf folgende Punkte: 1. Doräola
»m&Dtiaeb» Dichtung«!! fib«r mittolAltorlv 1. 1. abendUnd. Stoffe. |§ 378) $59
Khomäerkßnigs wird von dem König von Äntiocliia, der doch wohl
^Franke gedacht ist, als LeheiiamniiR (A/fio? V. 789) angenommen.')
Vorbild des ErotokaKtron »ohc-iut das aus dor provonzali»chon ('ocsiu
ikannte ChAtuau d'umour zu »«In. 'A. Die Einkleidung dur Eizalilung
: ihntich wie in manchen altfranzäaiaehen Gedichten^ der Verfasser richtet
jolich im Anfang {V, 1—5) die Aufforderung an «eine Hßier, wohl auf-
merken, und tuilt ihnen dann nur Aufklilriing den I'lau de« Godichtos
t Ebenso hittcn die französischwu Troubadours ihre Hürcr, andächtig
tuschen,') und ebenso wird in den Chansons de geete der Plan dei-
ihlung im voraus angegeben.") 4. Am Hofe des Kftnigs von Antiochia
1 ein« Falkenjagd erwähnt und dabei das romanische Wort ^'ff^mini*
791 ff.), gebraucht, h. Drei Personennamen sind friüikiscben Ur-
rangs, n&mlich iihodophilos, eine volksetymologische Oräzinierung von
idolphe, Philarmos (= Willerm) und Bolthandros (== Kertiand). Im
»dtcbtu wird ausdrflcklich betont^ das» der König in griochiBchor
)rache Rhodophüos, der Sohn Belthandros heissc: 'Podi'nftXoi »xan;, tu
Mia 'Fuinaixitr (V. 20 f.), Bt'kitavS^os Ji 6 än'itfof tr^i- töir 'PMiiaftav Xt'Siv
■81): die«e Bemerkungen bleiben dunkel, wenn man nicht annimmt, dasa
nh «e auf «ino Üboiiragung fremder Namen ins Oriücbische biuge-
at«t werden soll. 6. Ganz bedeutungälos »Ind die übrigen Punkte, welche
del fflr sich anfuhrt, wie der Umstand, dass das Eintreten der Hof-
ime fUr ihre Gebieterin auch in französischen Komanen vorkommt, dass
dtbandros btond ist und nach Art frünkischcr Kitter langes Haar trügt,
b or ein guter Jäger ist u. s. w,
■ Gidcl hat die Beweiskraft seiner GrUnde ohne Zweifel überschätzt.
■Erwähnung des Feudalismus an sich beweist nicht die Existenz eines
nkivchen Originals, sondoii) nur die Vertrautlieit mit fränkischen Ver-
iMoiswn; die Aufforderung an die llitrer aufzumerken lils^t sich
BBogut aua der Nachahmung des lebendigen Vortrages orientulischer
n griechiacber Märchen erklären, und für die Idee einer orientierenden
ibAltsangahe brauchte ein (.irieche, auch wenn er die alten v/taiftafi^
ir vom Hilrensagon kannte, erst rocht kein fremdes Vorbild; ebensowenig
t die SitLo der Falkenjagd eine fränkische Erfindung. Den romani-
^en Personennamen dos Gedichtes stehen die echt griechischen
iQonii^a und Xi/vaurr^a gegenüber, und zwar ist es merkwürdig, dass
^Tochter und die Zofe des fränkischen Fürsten griechisch, der rho-
Isclie KiJnig und seine Söhne fränkisch beuumit sind;') Übrigens ist
_^i) I)w «IwadlAnd. BcgrifT darLith«n*-
irr^rhaft wurde den Uy^inlianm durrh
■ KrcazxClt;o brkunnt: buIioii Annn Kom-
U gabnuicllt das WurI Ij^iix lUl. Iigiua
mi.'lij^); Kianotno« erklärt pH S. 32^, 5
LBobd. nicht ab*l darrh i^i'Xat /dfiodorloc.
UreBd ii# Historiker das freuid«< Wort
tfr mit eBtMhaldiKfindDn und «rk!llroiid(>ii
rMctfcuDt;'*» bcjjlrit^n. ii^lic-iul iiniiiTr Diclit^r
•onUiM dic9«r fiftnkUchmi Kinrirhtung
ToraDKiuMtinn.
beginnt %. B. du (>edjcht Floiro
'or (Amfkbe ron fidöleatand
du Hdril. Paris 1856 S. 12,5):
Rnignnr bnran. or enl«nd>?iz
Kiiitos pnis et si cscoaloK
Bono estoire. pur t«l aonblant,
Que Dicx VON Hoit a loi i;arHnl.
*) Vgl. die v(iii U<<ii«dtktiiierii liegonnene.
voD Mil)cliud«rn dos Iijstiluts fiirtijMutite
Histoire litl^rair« de la France t. 22
(i'aria 18ft2) 2-« ff.
') Odor ist otwa kU .Kfloig des Itbo-
niRerlnndea" «insr dar latoinischen Kai-
ser (I204'1S61) gadHhtV
■
860
ByianUniMch« Litter ktargencbicht«. UI. Tnlgirgrie«h. Litt«r«tiir. 1. Pimm.1
B«1b»t dor frRnkiache Ursprung von 'Prtäö^lof nicht gani: siclicr; denn bd
Johannes Kamcitiatefi S. &69, 7 ed. Bonn, wird unt«r den htä der Er-'
obening von Thessaloniko i. J. 904 Gefangonon aucli ein Eunuch iei
Kniitei'a namens 'Podnt/ri-ii^ orwilhiit. Bei anderen (lironisten heint m
'PttiiH/i'Xhoi, 'Pod6<fvlXo(, 'l'oioqvi-iii vgl. Symcon Magister cd. Boul
707, 22; Ooorgio)* Monacho» ed. Bonn. 863, 7 und 14; Leon Gram-
mutiko» od. Bonn. 277, 9. Am schwersten scheint dos Liebeaacblou
in die Wugschalo zu fallen; doch ist auch hier die Annahme eine« ftioki-
»chen Originals nicht zwingend, da zwar nicht ein Erotokastron, «W
dnch sonstige allegorische SchlQsser auch in originalen mittelgriKbi» i
Kehlen (*edicht«n h&ufig vorkommen.') Wenn ferner einzelne Zttge dtf
ErzRIiIung sich auch in franE&Htschcn Homanen wiederlinden, so maw dt-
gegen bütent werdun, da»» umgekehrt eine Itoilio von Motivon M
griechischen Sophistenromane anklingen; die Beschreibung des Vo^
Greif und daa Erscheinen de« Ems ist mit ähnlichen Dingen bei Bul»
thios*) zu vergleichen; dos mftrchenhafte Beiwerk, die Schihienug
der kostbaren Oi>mäcber u. a. w. findet sieh ebenj«o in SoplüstenromutOt
in Kallimachos und Clirysorrhoe und sonst; automulische Vögel und ihi
liehe Kunstwerke sind als echt byzantinische Liebhabereien bekanitl, Za
erwähnen ist endlich, das« der Kaiser des rhoniftischen Landes uch
althyr-antinischer Siltu ganz korrekt als ßaviXii'g (V. 2i>) oder aU «rroiip««^
(V. 1333). der fränkische Fürst von Antiocbia dagegen als ^i;>i*i (\\ 38?
und öfter) bezeichnet wird. Mit Gewissheit ergibt sich mithin nur dit
eine Thatsache, dass dieses Gedicht, xwar von einem Griechen abgeEurt
ist, aber in einer Gegend, die mit der frSnkii<ehen Kultur schon iSngen
Zeit bekannt geworden war. Wie von den zwei Hauptpersonen di« mm
einen griechischen, die andere einen fränkischen Kamen trügt, M ial
auch das Gedicht selbst eines jener Mischprodukte, wie ino nacll der
Verpflanzung abendIXndiacher Romantik auf den alten Kulturboden vao
Byzanz Öfter entstanden »ind. Eine sctiärfero Abgrenzung der fmndai
und der einheimischen Bestandteile lässt sich vorerst nicht durehMiiWi
und namentlich muss die Hauptfrage, ob der Kern der Errfthlung Hfr
kischer oder griechisch-orientalittcher Abkunft »ei. so lange unentseUedM
bleiben, bis ein deutlich erkennbares Vorbild wirklich aufgefundeo ist
Woher nun auch der Stoff des Werkes stamme, jodonfalls isterul
Geschick behandelt. Der Dichter besitzt frische Empfindung und eine ff-
hebliche (ieHtaltnngsgahe; die schOne Apostrophe an die Natur V. 12?^
mahnt an die bcrilhmt« i'romethi.'UskIngo dos Aeschylo« und an die h<w-
liclisten KIfingo der neugriechischen Volkspoesie.*) Der sittliche Onrndlo«
ist ernst und nichts findet sich hier, was mit der lasziven PrSderie vii
der unverblümten Üppigkeit mittelalterlicher Romane dea PrankenUnd«
k
') Z. ]J. rd m'atifCf rijf Jiwitij^iBc im
/feyt »«pi;j-op(jiiiroi pJ- Sp. I.smbroa,
Coli, de rem. gr 8. 288 ff.; lö rnatfo»- lijt
i:ot^foair;<t bei McIilotiiotM (s. g 3271; t6
dfBMoriöxaatper im KdliiiuchoB (o, $ 877).
■) BdpIi S. lOf.; B, Iff.; 6.18(8.21 f.;
80 IT.: lOG {. «d. Uilbtrf}.
*l EiaoB iler bMten Beiapwla Ürf« Ki
turecnpfinduiip i>l du DiaÜcbea mm K''*-
iBjU Bof Chioe:
aaßtl«if,
MiM nart lx*t' ät^h wfi «pMin Ifl**
I. BomftatiMhe Diohtvagen aber isitUUUarl.. z. T. abcDdiand. Btoffe. (g 379)^8gl
ZU vergleichen vt&to. Nur vereinzelt stören Ungetuchicklichkeiten wie
V. S87, wo B^^lthandro!) infolgn dur Müht', weklio ihm die Auswahl der
BohOneten Jungfrau verursacht, ganz von Scbweiüs trieft: w tu rop
iSeütof totf TtoXiov xaiiißqüxaz fyirij. Mit Prodromos und Niketaa
Eugei)iKno8 vergh'ohon ist der Dichter des Belthandroa ein MuMcr von
Qe(u.-h muc-k und Foinhcit. Die Entstehungszeit dc8 Uediolites l)U»t isich
nur nach inneren Gründen unnähemd hvstinimen. Von Wichtigkeit ist
beaondera die Thateache, dass die Türkei noch als ein auf das innere
Kleinasien beschränktes Reich gedacht Ut (V. 21S; 22»: 2:)-l) und da»»
Antiochin, da« 1269 durch den Sultan von Iknnion erobert wurde, noch
als ein chri»tUche?i Uuich erscheint. Wahrscheinlich ist die erst« Forin
des Gedichtes im 13. Jahrhundert entstanden; doch zeigt der uns er-
haltene Text Spuren einer späteren Überarbeitung, die vielleicht dem
1^. Jahrhundert angehört.
1. Aoagsban: Das Werk ist aus der einKigun bja jeUt b^kurniti^n Handschrift,
^MU Cod. Pui«. 2909, tarn erstcnmnle ediort von .4d. Eltissen. AnnlokUn dor mittel-
■ad IMIIgTi«chiMih«n Littviattir. 5. Ud, Leipzig 1862; ninnuelhoftur Tuxt mit doutnchcr
Ptifc^iiwilliliili. Dnd aincin Kumiiicntiir. der nur mit ^'uraidit zu bvuützBii int. — Kil. Mntiro-
pltrird«*, k^ioyij a. 212 -256 (ftelir ungeoHU iu der Wiedergubo der haudauliririlicli«n
namobeB). — Am bcsti-n «d. E. Lugrand, Bibl. gr. vulg. I l'^'^-lö^.
2. Hiirkmitlel: U«ber die Betiobungen cur fr&nkisclien Puesie: Cb.Gid«]. t'lludoa
nr U litt. gr. niod.. Paris 186« 8. 105—150. — A. Korai«, '^(««ra 11 Prolegom. 8. 7.
37tt. Lybistros and Rhodamne (3841 reimlose politische Verse).
Der handschriftliche Titel des Gedichtes wird durch ein IHstichon gebildet:
Zti/oi naJiii ioaiintoi, äy.^yi}ttis Avfiarifvv,
lliüf 6 tpilai o Ueiio^o't iiriyttiui i^f Alvgriirtii.
Der eigentliclio Keni des Werkes ist in seiner jetzigen, vielleicht nicht
ursprünglichen Fassung in eine doppelte HUIle eingekleidet. Der ge«
samt« Itoman wird, wie der Titel und die Schhissverse verraten, von Kli-
tobos {Kltnoßöi, hltnoßmy) nach seiner Rückkehr in die Heimat seiner
dort abi W*itwe wiedergefundenen Jugendgeliebton Myrtane erzählt. Den
ersten Uauptteil der Ereignisse aber berichtet Lybistros dem Klitobos,
den er auf dem Wege nach Ägypten antrifft. Klitohos, der ErzAhler des
Itomans, zieht auf einem engen I'fnde hinter einem jungen Krieger cin-
Ikor; da er bemerkt, dase dersiilbe hiiußg aufsoufzt und reichliche Tlu-änen
VW^east, fasst er sich das Herz, ihn anzureden und den Grund seines
Schmerzes zu erforschen. Nach einiger Weigerung macht ihn der Fremde,
der aich später als Fürst Lybistros au» dem Lateinertandc, Bohorr-
■eher von Libaudros, zu erkennen gibt, zum Vertrauten «einer Schick-
iale: Er wusste nicht, was Liebe bedeutet; da tötete er einst auf der
Jagd eine Turteltjiube und sah auch die Gefährtin, die der Liebesschmerz
Ober den Vertust ihrer Genossin getötet hatte, zu seinen Füssen niedor-
follen.*) So erfuhr Lybistros die Gewalt der Liebe. Weitere Belehrung
empRtogt er durch ein Traumbild; Ägape und Pothos führen ihn in das
Htiligtom des Eros, wo ihn zwei Frauengostalton, die Gerechtigkeit und
Wahrheit, Über die Liebe unterrichten; zuletzt erhält er, wie BoUhandros
') 8«ida Formvo, djo sich verhalten wie
4ra»t jta iftitir. gohnn im G«dictile neben
MMaAtr. Vorbild dm Nanivns i«t wohl
Kitr(ro^iJ>- im Kuinano duH AebillesTatios.
*) DiuMlbu Iduv uuvb im Pbyaiologaa.
E. Legrand, Coli, de inon. vul. 16 V. TSU IT,
gg2 SyiantiniachB UtterBttirg««cfalobt«. m. VnlgKrgriech. Uttantar. L ftt^t
in der Minneburg, eine Weissagung, da«« t-r dio iiidixc)!» Prinzoaain Rhc
damne, dio Tochter de» Königs Chrysos, zur Osttin gewinnen werde
er werdo si« dann durch eine bGM Zauberin verlieren nnd noch ein Ji
iimherirron, um sie wicdoiitufiiiden; endlich werde er KOtüg von Argyrii
kastron.') Lybistros, dcesi-u Uorii durch einen zweiten Traum völlig oal
flammt mrd, föhrt mit hundert tapferen Kittom in die weite Welt,
IlluKlamne aufzusuchen. Nach mUliMligor Waiidtnmg gelangt er vor &'
ätddt Argyrokantron, die Ke^denz des KSnigR Chry808. Ihre Hnt>
lichkeitcn, namentlich ihre zw&tf Türme, allegorische Statuen der nrtlf
TugL^ndon, der zwölf Monate und der zwülf I.ioWs^enien worden aue
lieh boschnuben. Lybistros sendet durch Pfulk- acht Liobesbriefe in
HchloBs, lonit dann Ithodamne auf einer Jagd kennen und gewinnt il
l.iphe. Da Berderichos {BtQjfftxoq), KOnig von Ägypten, der sid)
die Hand Uhodamnen bewirbt, von LybiittroR im Zweikampf QlMMtni&dM
wird, erwillilt König (^iliryso« den Sieger jtum Scbwicgci-sohn und i^mcnal
ihn, da er keine Sühne hat, zu soiiicm Nachfolger. Nach zwei Jahrtn
glücklicher Ehe erfüllt sich der zweite Teil der Weissagung, die Lybistrw
im Traum« erhalten hat. Auf der .lagd treffen Lybistnis und KbodanUH
einen reisenden HandeUinann au-s Babylon mit einem alten Weibe, dasuf
einem Koinclc reitet; der Babylonier bietet dem FQrsteupaar ein PfeH
und einen tting an. Durch die gebi'inie ZaulR-rkruft des Ringes stOnt
Lybistros tot zu Boden; aU ihm dio Freunde den Hing vom Finger sietM.
kommt er wieder zu nich, erfuhrt aber, daas Rhodamne und der fivinilr
Kaufmann verschwunden mui. Um die geraubte tiattin wieder aufuifiodnfc
begibt er sich von neuem auf die Wanderung. Hier »chliesst dio Enlb-
lung des Lybistros und damit der erste Hauptteit des Romans. 7jm
Entgelt muRH nun auch Klitobos, der dem Leser bisher unh^annl p^
blieben ist. seine Geschichte berichten. Kr stammt, wie er dem scIikH
gewonnenen Freunde mitteilt, auu Litauen {^itaßia), einem Tfilf tob
Armenien, und ist der Neffe des dortigen Könige: dessen Tochter, die
BchUne Myrtane, schwur ihm Liebe, obschon sie mit dem König von Paran
verlobt war. Darllbcr ergi"immte der KOnig; der Neffe wurde ins Oeflnf
uis geworfen und von dem iuzu-ischcn aus einem Kriege zurOckgekclirt«
T'eraerkönig mit dem Tode bedroht. Iliemit bricht dio Erzfihlung ifc* KS-
tobos, die ebenso kurz und dtlrftig ist als die des Lybistros lang uad •"»"
filbrlich, unvermittelt ab, und es muss wohl, wenn keine LOcke in dw
T}berlieferung iat, vorausgesetzt worden, daas er sich den von sciaem
Onkel und seinem Nebenbuhler drohenden Gefahren durch Flucht entsoRM,
habe. Nach der Erzählung de» Klitobo«, die wie ein VerbindungaeBf^j
oingoecboben ist, beginnt der zweite Hauptteil des Romanes. Nwb-
dem sich nämlich Lybistros und Klitoho« ihre Lobensgenchicke anTertnntj
haben, beüchliessen sio gemeinsam den W^ fortzusetzen, um die geml
Gattin wiederzufinden. Durch einen Traum erfahren sie, daas BJdi BW*
danino in der Gewalt des Königs von Ägj-pten befindet Auf dem Weg*
I
') Dar jiooti«rJi« Noine Argyrokaatroti
(&'ilbervv3t(i) int Im OriunI nonh banl« ga
ilnileD; (Ina bukantitaHt« Argjrokaalroii li'ogt
in Kninw, oin zvdtes (Wrk. GSroiieb-ClMil
Im« Tr*pM*Bt.
I. Bamuitiicbo DlebtaneeD über mittoUltorL, t. T. ftbeadl&nd. StoS«. (ft 87ft) g63
lahin trcfTuii sie die babyloniftrhfl Zauberin, die dem K'lnig Berdericboe
lar AuHfilhrung wines Fraiionmubos geholfon hatte, «pSter aber von ihm
mdankbar ver^tflsseu worik'ii war, Nach gegeiiscitigor VViodorcikoiinung
trfalircn sie von der Hexe das Schicksal der Hhodarone: Bio ist von Bor*
lerichos noch unberührt, donn sie bat «ich vier Jahre Wartezeit ausbe-
langfln und lebt während dipser Zeit als Gastwirtin am Meere, nm etwa
fon Lybisti'os Kunde zu erspShon. Die Alto fillirt beide Wanderer diireli
^au)K>rtnitt<>l trockenen Fu8»eH über da» Meer nach Ägypten. Klitobo»,
Icr Oberhaupt im zweiten Teile des Komanes die geistige Föhrerrolle Uber-
limint, sucht Hhodiimne auf, um sie auf da» pifttzliche Glück vorzubereiten;
s folyt eine auRfilhrliche Schilderung der bewegten Szenen des Wiedor-
lehenft der liobonden Gatten. Sie fliehen mit dem Freunde nach Argj-ro-
[Mtr<jn. Ktitobos vermählt sich mit Rbodamnes schöner Schwester Me-
antbia, kehrt aber nach dem frühen Tode derselben in seine Heimat
nirilck; hier findet er seine Jugend geliebte Myrtano als Witwe wieder,
wzfthlt ihr seine und de^ Lybistros Abenteuer und schliosst mit einer er-
teilten Lieherierkifirung und der Aufforderung, sich gemeinsam ihres väter-
iob«n Gute» zu erfreuen.
Einzelne Motive dieses romantischen Gedichtes, wie die Entfilhnmg
1er Gattin durch die Beihilfe einer alten Zauberin, finden »ich in dem
Uirchenronmn Kallimachos und Chrysorrhoo wieder. Weit inniger
ist aber du» ganze Werk mit Belthandros und Chrysantza verwandt.
In beiden Bomanen wird der Held durch geheimnisvolle Weissagungen zur
IVufitncbnng der Geüehten angespornt; zwar ist die Art der Mitteilung des
)r*kels nicht dieselbe, aber der Traum de«) Lybiätros mit seinen allego-
riscben Ftguron und langen Reden ist dem Liebesschloas des Belthandroa
lOgemein ähnlich. In beiden Konianen herrscht als Hauptidee die Forde-
rung, da»« der Besitz der Geliebten durch Ausdauer und Tapferkeit er-
raogen werde; in beiden treffen wir dieselben ausführUchun Schilderungen
»mnderbarer Paläste und Kunstwerke; gemeinsam ist beiden Werken auch
ler feine sittliche Oriindton und die dezente Hai-stellung der erotischen
ferfaSltnisso. Di« wichtigste Eigentümlichkeit aber, in der Belthandros
und Lybistros Übereinstimmen, ist die Vermischung frÄnkischer Kultur
Ott griechisch-orientalischer Lebensart. Der kulturelle Dualiamus
st schon in der Abstammung der zwei Hauptpei-sonen angedeutet; wie
m Belthandros «in rhomäiHcher Künigeeohn eine frjLnkisclie Prinzessin
leiratet, so erobert im Lybistros ein lateinischer Prinz eine oncntalische
Fttistentochter. Das wichtige Erkennungszeichen abundlfindiscber Ritte,
ler Lehenftbogriff. findet sieh in beiden Romanen, doch mit einem
winorlccnKwerten Unterschiede; wührcnd im Belthandros (V. 780) A^io; im
irBprQngliche» Sinne gekraucht wird, ist das Wort im Lybistros in Ubor*
ngener Bedeutung angewendet: AiCi^f vov ^tki^ßmoi x«i toü rrf/nfftÜY-
ttnii eov (V. 327 ed. Wagner); JovXtärofim tt^ tör'BQMfa, Xi^iüro/iat
tt( irir IliiSov (V. 295 cd. Mauropliiydo-»); wahrscheinlich muss auch in
V. 449 ed. Wagner Jvvi.iövo/tai «'( T'ic finita, l^i^liof rot' vd y/cw ge-
Kbrieben werden: Xl^iof (or rn y^va. Auch in anderen Zügen tritt die
lS«nauu Vertrautheit mit der frSnkischeu Kultur allentlialben deut-
1
8G4 ByzantiniMhe Littorfttsrgaacbiclite. DI. Tnlgftrgrtocta. LittUktar. L PMik
lieh ZU Tage: V. 'MUS wendet »ich Lybistroa an seine Freunde, Verwamlte^
Toparchcn und Herzöge {tonä^x"* l^'"'< «Jo«'*«*««); V. 1891) wird hen»
gehoben, itunt Uhodamne nacli fränkiMclior Hodo gokleidet war [jiminm
iti ^vxa »»ji »Jo««i ij)c m^u'ix): V, 1966 gcsU-ht Khodnuinv ihrvm Vnw
ihre Neigung ituni tapferen Geschtochte der Franken: Uo^m /«p (li //««•
>«fo, T« fivoq jMv (ivi(ftim:*) Auf abendländioche Sitt«n deutet eadlicli
der ritterliche Zweikampf zwischen den beiden Nebenbuhlern. Von te
Personennamen dw Gedicht^.-« iHt nur einer frfinkischon Ursprungs ui
zwar »eltaamer Weise der de» KOnigs von Agypt«n; denn £*^*^2«; U
offenbar ein grAzisierter Friedrich. In einer Version »oll sich sogar oi
deulmchcs Wort gefunden haben; in dem Auszuge, welchen M. Crusiti
aus soiuer lland»chrift mitteilt, ruft Lybjstros dem aus dem Sattel ge-
stürzten BerderichoH zu: Tni^ ttnoitvt\c*ti^, exikntX Diese:« r<t«elliafl*
aKiXjtt: hat man fllr identisch erklärt mit Schelme und daraus sogar uf
deutschen Ursprung des ganzen Gedichtes geschlossen. Das geht natilriii
^cbt an; denn da Hchimpfwürter bekanntlich der internationalen Vei
Hkig im hohen Grade auHgesotzt sind, kSnnte das Wort, ancli wenn
wirklich douttich i^it, im bveUn FaIIü nicht mehr t>ewuiiteu »W die Bbi
abendlBoidiKChun Ausdrücke und Begriffe, nämlich uinc innige Vertmutl
mit fränkischen Sitten. Übrigens ist in den erhaltenen Vervionea
Wm-t ff»(*'A.T* nicht aufzufinden. Neben diesen deutlichen Spureo
Hemden Kultui- steht im Kollimachoä wie im Beltliandi-os der a
hafte Einfluss des griechischen Romans. FQr die allegorischen
stelhingcn der 12 Tugenden und der 12 Monate findet sich das V
im Bomane des Eustathios;') besondere Beachtung verdient die
flache, dass die ganz verschiedene Darstellungaweise der Monatexyblei
die im Occidcnt Qblich war, dem Wrfouser völlig unbekannt ist;')
thios ist auch dos Muster für die Schilderung des Liebesgottes und soi
Attribute.*) Ausser Eustathios scheint dem Dichter auch Achilles T»lio*
bekannt gewesen zu sein.'') Selbst ftir die eigentümliche EinkleidiBS
des Kernes der Handlung (s. o.) sind violleicht griechische Werk« tvmA-
wortlich zu machen; denn ähnlich sind auch die lloninno des HeliodiT
und seine» Nailiuhmers Prodromos disponiert, wo man erst dordi W*
nachträgliche Erzählung die früheren Schickeale des LiebwpAorM ttfikt
Beide Romane sind mithin Mischprodukte ft-ünkischer und
talischer Kultur; beide sind in Teilen des byzantinischen Reiches en
welche durch die fränkische Eroberung mit nbendl&ndischer Sitt«
bekannt geworden waren; doch ruhen sie nicht ganz auf denselben
auHsetzungen. Während im Belthandros fränkische und griecl
Kultur noch nicht vHllig verquickt erscheinen, gehOrt Lybistros
Zeit an, in welcher die fränkische Lebensart feiner ausgebildet und
in den byzantiniscboii Boden eingedrungen war, aber auch schon dorekl
) r*«ssdi*L«iinrt der Allegab B von Wngti er
(Stthaa): lloSfi yn'Q tö ifmlvixor lö y{rof iijV
••r^riof falsch iat.iojgl dorfolgeDilu Veni. Du»
mohtigo hHt acliou &tnuroplirydu8 (V. 836).
»J »Hd. 2,2 11.; i. 5ir.(kl.MI,;49jr.
•d. II.IbMj;), Vgl. S 313, a Anm. 3.
■) Vgl. Bruno Koil. •- ubIm ^'
S. HO. ^.
•) Buchs. 10 f.: S, 1 «.(&»(■: »I
»d. Hilberi).
') Vgl. Oidel. a. unten >. a S. Ilt l
^BoBiMttoch« Diohtungsn nb«r mitteUltorL, %. T. abvudl&Bd. Stoff«. f§ 379) 865
t .
Ort ariec
iö grittcliistlie Uiiiyolumg aKoiniiliurt und aufgenngen /u wer<len begann.')
Jm da« GeHAgU- votUtäudig zu erklären und nach:!uwei8en, inüsstcn beide
Sodicht« weit auBfillirlicIier analysiert und nach ihren Anacliauungen,
Sildem und spruchliclien EigentHmlicIikeitcu mit oinandor vcrglichun
Verden, aU der Kaum es hier güütatt4.<t: e» sollen daher nur einige
diaraktoristisclio l'unkt« Iierausgvgriffen werden, welche das Ergebnis der
Untersuchung 7.u illustrieren geeignet sind. Im Lybistros hcrrncM eine
pOasere Mannigfaltigkeit in den Abenteuern, EmpGndungen und £nt-
iohlQBs«a der handelnden Pernonen. Xamontlicb ist alles, was dto Liebos-
Cunst butriffl'. niorgniltig aii.'jgeai-bmtet. Der Erosdienst ist wie in der
rroubudour- und Minueiiüiigi'rpuu»iL' zu einem RirmÜcIien Sport geworden,
lein der f^xoTttadfVfttvoi zu obhegen hat;') die Macht und die Satzungen
leti Kros sind mit dogmati.4cher Uonauigkoit festgestellt. Die »chmach*
«adcn iTeilbitlet«, mit denen Lybistros da» Herz der t'rinzes^in zu treffen
nebt, Itissen die Mühe erkennen, weltlio der Dichter aufwandle, um dem
Ffaemu der Liebe neue Seiten abzuzwingen. Übrigen» bricht durch den
IVoat von Schnörkeln und stereotypen Allegorien nicht selten dait Feuer
«rahrer Empfindung durch, und manche Verse atmen dieselbe Ursprtlng-
ichkc-it, welche die .rhodiächcn' LiebeKÜedcr (s. § 341) vor den meiäton
aittelgriechisch«n Gedichten auszeichnet. Wie die Anlage und Auffassung
n ist auch die Sprache im I.ybLitros weniger einfach al» im Belthandros;
H) wimmelt von verkCln.itelt«n Uedensarten, subtilen Vergleichen und
mdercu Mitteln eines rafßuiertcn Barockstils. Von Einzelheiten sei bo-
nerkt, da&ü dos rumauischö tfftlxa'tviv (Bolth. V. 791 ff) im Lybistros
larclt das griechische yf^äxiv (V, 38; Uä; 123; 126 u. 0.) ersetzt ist:
lUD hatte sich besonnen, das« die Sitte der Falkenjagd, die zuerst wohl
Um eine besondere Eigentümlichkeit der fränkischen Ritter erschien, auch
an Orient nicht unbekannt war und das.s fttr den Jagdvogel auch ein
piechisclics Wort existierte. Unter deu Pcrtiouennanien ist nur noch
öa einziger fränkisch; das Wort hpoi wird als völlig bekannt voraus-
peaetxt und schon im Übertragenen Sinne gebraucht. Alles deutet
lunuf hin. dass das Oedicht aus einem Kulturboden erwuchs, dem diw
Erinkischu Wesen so lange eingefurcht war, dass es von der griechi-
Mdien Umgebung schon wieder überwuchert wurde. Genauer läsat »ich
natürlich weder der Ort noch die Zeit der Entstehung des Werkes fo«t-
itellen. Am besten geeignet zur Hervorbringung solcher Mischpoesien
iraren wohl die grossen, von den Franken mit nachhaltiger Kraft besetzten
loMtln an der kleinasiatischen Küste, und von diesen wiederum weniger
dio vom nUchtemcn Geiste italionischor Kaufherrn verwalt-eten nSrdlicheu
[LmIm», Chios) als vielmehr die Souneninscl Rhodos und da» üppig»
Cyporn, wo das fränkische Rittertum und die Romantik zur vollkom-
innnsten BiQte gelaugl«n. Die Wahl zwischen diesen beiden Inneln fSIlt
■chwer; für Cypern sprechen dialektische Eigenlilmlichkeiten — soweit
bei der maogelhaften lokalen Differenzivi'ung der mittolgriccbischen Vi^-
■) Ein Proiew. ier nkh bekanntlioli naf erataualioherSeliQenigkfiit nnd (]rOnillirh)(«it
Cntn wi« in allen Qbriucu frfiDkiqLiliuli vultsOgM hst.
BtcnekaftM *uf gneckiiicfioiii Kixlni mit ■) Von l; 9; 19.
\ dw U«L AlMHiUunrlwnHtiiR IX. I. AMIfr 1. AuA. iS
BOG BruknUnlsolie LitteraUtrgveohiclit«. OL VnlgArgrleota. UtUntar, L Pmm.
gÄrsprache auf »io gebaut werden kann — und der UmstBiid, dai« da
cino unserer Uaiidachriften (der Cod. Scalig. 55) nuf Cypern ge«chrickB
zu »ein aclieint.') öio erste Faaaung dos Qodicht«» ist wohl noeJi iv
14. .Ifthrhiindort zu sutEon: das» aber das Werk einn durcbsTriffmitt
Umarbeitung erfahren bat, wird schon aus der Vorgleiobung dw iwi
Versionen klar; namentlich dürft« Hieb die ganso GeKcliichto det Klitobni,
der rMT Belobnuug (tlr seine kluge FDhrung die Schwoster Rhodamri'^ m
Fmu erhält, dann aber gerade nocb zeitig genug von ihr erli>8t wii !
0oine inxwiBchen vorwitwote Jugendliebe heimiu fuhren, als eine deni <i:;.-
nalon Kern fiuuuirlich aufgepfropfte Zutliat oiiveiaen.
1. AuBgabffii; Kä. f>r. Ukurophrydcs, 'SMkoyuS 324—428 (SSSSVviwia
iidi naUriwrar tiwiUll au-ix dorn Cod. Vwi». 2SI0V - S4. W. Wagnsr. Tivm f
S. 242-849 (3841 Von- oacJi den Codd. Ncxpol. und Scalig.l; di« Anagab» iit
NmUmm Wagncni ron Sttbaa und bikolno beMirgt und Ufütt im bB«lHt«H Gnie li
MÜgdn, ^ gewftbnlich potiuinen Werken uihaftni. — EiiM krüiach« AuaBaka
mmit iweh ein Uodarfni».
2. l{itf-<miltel: Maitin Cruaiua, TnrM-GrMcia. BaRol V>H S. 4^ r. citri mm
kurtc AnHlvDe nach einwr nicht wied«rtti>(iind«inon llandaRhrift. Wiodnrtiall hti Ftititit:
llihl. KT. 0.1. llaH. ». 154 ff. — Vgl. P. <:. A. MuMneh. CoBwctaiworani byiaaiMM
Ijhri du«, Itnrlin 1S52 8. 83 f. — AnalfBOund littcntriiiaturiacli« UaUmnlnnic ran Üb. (iidit,
P.tndo* aar In litL gr. med 8 ISl- 196. — Boaehreibang 4m Cod. Saalig. boi La»l>r*>,
VfU. A« r«in. er. Introd. 8. If& ff. — BMiri«iliinK 4er In dem Romane gaaehdilcrtM lfm-
Ktollung der 12 Monato und Vergloi^ihang d«T«elb«n mit doD Mnnatstyklon der bniabM-
»eben und abend llndiacb«) Kunst von Itrunu Keil, Wiener Studien II (IH^) Iw-Iß
wo dia I'nrtiv flWr die 13 Monate mit Apparat und Komm^nUr BiitgclMlt osd mektin
Analyse uud Kritik dM Oedichtes gegeben sind. Vgl, fi 813. 9.
ä. Ueberlioferung: In d«r ÜUwalnr sind bis jetit drei Him genauit; ^ Ci^
Paris. S9I0: der Cod. Noapol. III A a 9 {fol. 44 llß) und der Cod. i^tali«. U ita
oufth Kalümachos nnd Chryaorriioe onthallV Aiiuu^rdniu ht-uv^ Uartiii Crasi«* •«•
HandscIiriFt. auH irolchMr tt AnsEOgo mitteilt; *■>•> miiut von dun au btkaant« M H»
vervcbieden gowrapn aoiD, da aioh der ohoa mrftbntc Vctn mit dism Wort* seA.-» la laW
denelbtin Hndet Don Vnrbllltniii der drei 11« vird «urh nai drr Aatigabn *Mi WtfM
nicbt klar: nor ao vi«] ergibt aicfa aus einer Vcrgleichong dcraclboa mit der «oa Vm*
Shtydo*. daa» xirei bedentend vemcbicdene Venionen mrlMgen. Kine rioltllM*.
infte) Hi> hat R. WUnaoh im Eacurial gefund«ii (Cod. Eaenr. V. IV. 23) ai
Ober sie d(>ninacbBt in der B. Z. Kiherea D«ricbt«B. ~ Die Parti« Ober die 12 Vi
at*lil aucb im Cod. Darber. gr. I 17S.
880. Der alte Ritter, f) n^'aßi-? Iim»rr,< (306 reimk«« porn
Verse), ein grioehiaetie« GeiÜclit au« dem Kreise der Ritter von
Tafelrunde, das zwai- in der konventiondk-u ScUriflspraclie abgefattl
aber wegen seinem Stoffes hieher gehCrt'), ist eine freie, abkllRMidi>
ziemlich trockene Itearbeitnng des gegen daü Ende de-i 12. Jahrfami
abgefa-iwten franzöitischen I'rosaromana (Syron lo OoDrtoia. D^i
Hold de» (ledtclites int ein alter Ititter, der alle jungen ItiHer vom
des KSnigs Artus überwindet Die Begriffe und Namen der A
sind zum Teil wörtlich ins Griechische ObersetKt: aus der Tafelninl
wird eine etwas prosaütclie (rrpu/j-iUf, tffünt^n, aus dem berllchlii
Franzosen Lancelot du Lac ein ^ai-afimros ^^ ^llftn^c. Solche Tr««e
der Übertragung hindert den Verfasser aber nicht, auch dem Vori>fl>)« d"
riomer zu folgen; ihm entlohnt er Vergleiche und nach ihm richW *
't 8p. tjambros, Coli, de rain. er.
Intrnd. 8. 8T.
») P*r Titel slammt ron dem «tfstea
Ileraaagvber; docli hat iJranet de Preal«
mit RecbtbeBierkt. dua die AufKkriftnH'
lieh Unten mOeale 'o >tf i«;«r'tqf Ui«'t>'
da im Qedktrfe üelbol nur diese Kmb tf
braiidil wird. S.tiidel, a. unUna.O.Ü' >«^
4, Rom&Btiaoha DiohUngea flb. mitt«lalt«rl., i. T.abendländ.StoETe. (§§880— ftSl) 867
sich Ho^ar in Hoiiivr EiKähluiig, ohne sich um die VerBchiodenlieit der
Sitten diii trojanischeu und dee bretonischen Hofe« zu kümmern.
Wie Hektor der Andromache, bo gebietet König Artus seiner Onttir
Qenifevr© (.Vr^iiV/fprt), die ihn vom Kampfe mit dem alten Kittor Abhalten
will: .Geh und t^piicb nicht weiter; du gehörtet sittäam ins Fraueugemnch
aod zu den Mftgdcn: ich aber waffno mich um der Tafelrunde willen*
(V. 139 ff)'). Die Handschrift dos , alten RitterH* soll dt>m Ende doB
oder dem Anfange des H. Jahrhunderts angehören, und um
tibe Zeit ist wohl auch das Gedieht selbst abgefasat. An Bedeutung
die (ieachichte der byzantinischen lätteratur und Kultur steht da»
tief unter de» von abcndlSndischem Ueislc durchwehten vulgSr-
iliischen Itomangedichtoii; die 8agc von der Tafelrunde ist im Osten
in weitere Ereiiw gedrungen, und das Gedicht vom alten Ritter erhebt
deshalb nicht Über die Bedeutung eines vereinzelten und pri^-aten
liebes, einen bttfischen Stoff dem griechischen Veratändnls zu vermitteln,
I. Anigaboa: Zuerst au» iIit rinxigen Tatiknnisrhen ilandscbrift ed. von F. II.
Jet Ukgvo. Borliii Iröl. - Alidruck iliosur Au9(iabe bei Fr, Michel. Tristan, ro-
de ce qui »esto (Im iioCnies ^■^ltttif» k ae% KVuutun!« oto. (3 voll., Londrea et Pari«
—8») vol. 2. 267—297. — Ed. Ad. KIÜmh«!) im: Nachfiag mm «raU'ii Tuil d«H Ver-
la «inrr PoIygl«lle d»r earo|i&i»cli<4i l'oMie. l<oip:itg ISiß (mit eiii<>r Eiiil^iluiig, worin
!(• IdvatitU de« GediGbt«8 mit item franiDsischon Roman im oioxelnen darijetJian isd und
mher ITebMMtxniu).
3, llilfuRiiltal; Von d<ir Hasrn, Uofaer ein mitliilgrinchiiidicM Oedicht von Artus
>n Itittein dor Tarnlnin<tc. l'hiloT. und hisinr. Alihnndl. d. Kerl. Akiid. d. Wisit. IM»
—260 |«et«t mit Ifcnorierunti; der Arbeit vun RIIinMun iiocb einmal dio frnnxaBiscIi»
de« (f«didiiea notib). — LilleriLrliiaturische Llnlemudiung vun Cb. Oidcl. Ktudta
liU. p. mud. a 75-103. - A. Rlliaflen. Üattinc. (iul. Anuigeu 1<JT1 ä. li$i t.
ebnr dl« fr«»iOBiscli«n und dvuteubeii Werko Aua dem Artuskruise vgl. GsBt»ii
ia. I.di litt, fraucaise aa moytn'bitu. Pari« 1888 S. 86 IT. — H. P. JaolcHr, Qrunüriaa
(ioHcliicbt« ikr trainOMMbon Littiratiir. Manst«r 1889 S. TR ff. - Karl 6i>ed«ke.
sur Gwcbtcht« der (lont*rboii Diebinng I' (1884) S. 77 f.
881. Phlorioa und Platziaphlora (!874 reimlose politische Verse);
liandncbriftUehe Titel lautet:
Jtijfttati /itrlQtiat, ifaitmij xai Ur^
liiebesgeechichte des sarazeniachen Prinzen Phlorios und dor in der
*rangenschaft geborenen Christin Platziaphlora ist eine freie Bearbeitung
• schon im 12, Jahrhundert in der Provence bekannten und alsbald bei
% mciBto» Völkern des Mittelalters verbreiteten Sage von Flore und
Blancbefleur. Die erste dichterieche Bearbeitung derüclbcn iat wohl
der im U). Jahrhundert entstandene franztiHiücho Koinan Floirc et Blance-
, dor. Doch hat dor griechische Dichter weder aus einer franzüsiscben
Bodaktion ge^cfaSpft noch, wie Gidel annahm, direkt oder indirekt aus
dAnt von Boccaccio um das Jahr 1.S40 abgefa-ssten Filocoto, sondern aus
Cuntare di Fiorio c Biancifioro, der schon vor dem Filocolo exi-
und, wie Crescini nachzuweisen suchte, auDSor ftir das griechische
EdicM auch fllr den Filocolo und ein spanisches Gedicht ab) Vorlage
Jj^nte. Natilrlich hat der griechische Dichter den Cantare nicht wSrtlich
L>D, sondern frei umgearbeitet, manche Ztige geändert, hinzugefügt
*) In nvaaSaiselMa RoniAn viril nur ge- 1 dist ijn'il nes'«n tiondroit pour rion au mondn*.
ti «L» ny üUMto«' d«derantlnj, et | (iidol, a. unUn o. 0, H. 90.
55'
BGä BysaDtinlach« LtttorKtargeeoUcbt«. in. Vtügftrgritcb. Littoratar. t. P««li. '
cxler wogöelaKst'ii. I>er VerfaÄSt-r de» Güdidit«. (lt«r wohl der zwviUl-
Uftirto dea H. oder dem Beginn de« 15. Jahrliundurts angebHi
war Qbrigonft nicht oiu Nnttoiialgrioche, sondern ein Gaamule oder ein hß
lenisiorLor Franke; darauf dout«t der Umstand, dam b«i oller M)ni.-üsw
Freiheit dur Utnnrboitung gerade mehrere ZUg«, die sich auf das rvligibiij
Bekenntnis d«r Uau[itpersonen beziehen, beibehalten sind; der Vitd
Platr.iaphloras ist ein edler Kitter in Korn; er wallfahrtet nach St. UfV
tli ('oni{)o&ti>la in Spanien: die Kitern de«* I'lilorius bekehren »ich zulclii'
mit ihrem ganzen Volke zum orthodoxen knthulificben Glauben. Ed
Anhftnger der orientalischen Kirche, die iriclt im 14. Jahrhundert im
schSrfittcn tiegennatze zur römischen befand, hätte solche Motive scliwfTÜcb
unangetastet goIaKscn.
1. Auflgahcn: Kd. pr. m* Cod. Vindnbon. tbeol. 241 1. B«kk»r, Abhaadl. Bnla.
Ak. 1«45 S. 127-180. -■ M. Maurophf j-de«. 'ßrio)'.; S. 257— 323 (Mlir foUnrlufli -
Kd. W. Wt>gD«r. Hodiarnl gr. tosla S. 1—^6; der T«xt bleibt Mtcb hiM" nock *c(i«»
2. HilIamitlBl: Bmendatiaovn tur Aiiagab« von B«kk«f K>b A. Uullach.C«»
iecUneorum Bytantiuorum libri duo. Berlin 18'i3 S. 37—60. — LitlenubiiiloriMbf ^A^
KUcbuTig von Ch. Qidvl, J^tud«« nur la litt, gr, mod. & 281—266. — tidäleAlati <«
M^ril. )'1oit0 et BUacbüoT. fcA-men du ?lIII" sitol«. Paris IS.'rG, gibt s««i trtuaHM»
tJedicIito iini) ein* Episi>de aud «iner dritton fmniQtiscIiMi Venion; ah«r du juinüafc
Oodicht vgl. Introd. & 21 IT.. 84 ff.: öbor don Filopolo S. 67 ff.. 17» ff. - Filooolo; M
««druckt, X. \i. in d»n Onnrti volitari di (iiovumi t)i>cn«ccio, vol. 7. Florvni l^^iS. — Dm
Cnntntc di Fiorio n Binncifior« odiorto K. Ilnusknocht. llcmga ArelÜT f. d.
dium der noucrcc Kprauhon und IJtt 71 (18M) 1—48. — Auf den CaDlars lU
d«a l'lilurius wies zavnt knn hio Creacini, Due studi ri);usrdaiiti opcn ninari 4(1
cacciu, Pikdua 1882 ä. lÖ; riae ausrohrlicher« l)«^rUndiiu)c gab Urt'scini in »wa««
11 CuDtwro di Fiurio e BUncifiDre. BuIukuh ISSfl. vol. 1 S. Sl-467. Vcl. doeMlbta
Irifauto agli studi au] Boccaccio 1^87 8. tO f. — G. Kartiug. Bocc^ccioaXsbao «ad W«
Uipaix I^^O $.468. ~ H. KSstlin. 7.v riilorios und Plntninpblix'n. B. Z. 1 (189S) 39!
(Hinweis saf nnihrcra in dm Taxt ninKcdruiix«ni> ni«lii>cbi> [n1iiillisaiiKal>cu; Kiiii)*ktN
- Jahn Schmitt. Zu I'hlorioa und l'UtsiapIilorn. H L 2 dttd;)) 212 S30 (baadalt i
Craacini Über dio Qaell« doti (jodicht« und vortnidigt g(fan KSsUlins AcndamigM
facti mit OlUck di« UebMlicf^nuis). — K. Tom. D«l nome .Mat/igi nells ■'iiJT'fUN '
nii fUfftC«! *liüi>rfi, Iteudiconli dcUn R. .4ccad«mi« d«i linoei. clana di ncictica i
atoricbe e filulüKicIio, Serie quinU, voL 4 {\>^h\ Ell— &20 (oHclIrl den Namen Ibc
oder JHni/r;lM. d»r V. 1617, 1631. 1685 ed. M'agim vorkummL aus gormaniail
bild oder PerAlit-hild). — Oeber die engtiacheo, frutiilaisrlieu und dmta(<heii ittarbtin
des StolToB: Gust. Körting, Orundrim d«T Geschichte der eDgliecbrn Liileratur, MB
1887 S. IIS f. — Unston l'aria. I.a litl. rrsntsise au mcyenAge. Paria Itt^K S. ^: ^
— H. P. Janker, nrundnns der ftoncliichto d^r frnnznBi«ch«n Ii(t«rnttir, MOoalfr IKT
8. BO f, — 0. (iervinus. üoschiclita drr douUchen Diriitung P S. 63& ff. ~ Karl Ol
dok«, Gnindrisä tut ficechiphto der dcutsclim Diclitunp !• 11SH4) 103 t.; 853 '.: *«> -]
l>ia erat« deutAc^hu BrnrbeiluiiK wiirdo im Anfung dem 13. JnhrbniidvTta voa dem kMV'''
Hellen odor acbwciiiTiscIiMi Dionter Konrad Fleck itbgofaBsl.
ü. I>ic Fruge. wo d«r l'rkoru der KnKliluuK von Flora und Blancbadanr a mi*
«ei, lit'gt iiusereui Plan« fcrue. hd^leatand du Märil. u. a. O. S. 1S3 ff., OetTi«aii
n a. O. 8. 638 und Gasten Paris, a. a. 0. 8. S2 ^kubuu. daM der Stoff ren Hj
nuseegangeii ht, so daw in dem vulgärerieoliJachen Gedichte der Kndpiuilct «tne«
geschieh Hieben Kreislaufes vorlSge. HOobte sich dodi \. N. Veselovskij <tim
■ndarer Pfadfinder im Urwalde der woirtOstItclien SngeDvrelt der Sacti« aanehsie«!
883. Imberios und Margarona. In mehreren Vorsionen ist
vulgärgriechisches Gedicht Qborliofert, da» dio Übentchrifl trttgt:
Juiynatt ttnifftioe. i^mux^ «ni iiri;
Von einer InhalUangabe kann auch hier abgesehen worden; denn
Bchon der Titel erraten \&gst, i«t da« Werk nicht« anderes als eine Bf*i
rBomaaticcbo Diohtoi)f!«n nber mitt«! altert., ■. T. Kbendländ. Stoff«. ($ 382) 869
[Bwitunfi: (Ivr (illbokRnnten, im deutlichen Volksbuch bis auf den hcutigon
"TSig verbreiteten und viel gi^lmenon französischen Geschichte: Piorro
do Provoiic« et la hello Mayuolonno. Aus Pierre hat der griochiocho
Bvarhoitor nicht «in«n /Mp»;, sondern im engsten Anttchlu&g an En
Piorro einen '//.«•■» *'(>("; gemacht; ans Maguolonn« wurde durch volks-
«tyinol<>gifH.-be Anlehnung an /ta^ya^ita (Uoldblumo) und itafyafitd^iv
(Pprto) eine Mnp/rtßmrn. Die ersttv Bparboitung der in Südfrankreich
lokalifierten Sage von i\vv i^chöncn MagUL-lonno wird einem Kanonikus der
Kin-hc von Magueloiuie, Bernard Triviez, ziigoschi-ielicn, der um 1178
lobte; die iilt^>8to uns erhaltene Bearbeitung ist der franzüsischu IVosa-
rooian, der l-i-W zum ersten Male im Dnicke erschien. Doch scheint die
Vorlage des grieclüsehen Uediclitcs nicht dieses Prosawerk gewesen zu
»in. sondern ein älterer provenzalischer Versroman, auf welchen
wohl auch die franznaische Prosahearbeitung zurückgeht. Wie »ehr die
in ganz Europa verbreitete Erzählung auch bei den Urioehen Gefallen
fand, beweint die Thatsache. das« da.s (Jodicht in verschiedenen Bcarbei-
taogen dem vvrüudertcn Bedürfnis der Zeit angepasst und zuletzt in zahl-
rvirben Drucken verbreitet wurde. Die zwei älteren Versionen (die
oiD» in wu, die andere in 862 Versen) sind noch in reimlosen FOnf-
Eebnsilbern abgefasat; eine vertlachte gereimte Bearbeitung (li>J6 Verse)
wurde in die venezianische Sammlung gricchiächor Volk>ibilcher aufgo-
nmnmen. Di« zwei reimlosen Versionen entstanden wahrscheinlich in der
ersten Hälfte dea ir>., die gereimte nicht vor dem Anfang des
16. Jahrhunderts.
1. Auagabcn: Von der goroimton Venion oxistiaron uhlrpiobo VonoiiAnnr
Drack«. IW Utenlu iat wohl clur ati« tlum Julim 1558 iltibl. liurb. U. U. G. VI. 19).
Eis and^rvT, von dein jedorli koiii Ex^niplnr wiodL-t uul'u<-'f<indaii ihI, soll dem Jabre i!i6'i
■■■•lifiren. VkI. G, Loginnd. Bililio|;r. Lull. ! | l^i^'M ^13 f. Weitere Noclidruck« von
tVtS. I6ISG, ITTO. 1T>!>. 18i}Ö. Da diceu VulkäliUcbut- jvtzt itehr Mllen sind and imr dj«
M*U«I« Vfirakin onllitltcn. sind wir auf dia neunn kritischen Ausgnbeii mgowiesen. —
Ed. W, Wksnor in l,egrand» Coli, de mon. N. S. vol. 3 (roimlnso Version niich Cod.
VniMi. tbiTol. 2H mit ein«in gninimnlischon und krilinrhon KommentAr). — Ed. üp. l'Ain-
br«a. Call. Ab rom. gi. S. 23t)— 2f^'< (reimlose Version nnoh Cod. llodl. miRO. 2S1 mit Vor*
Wartung ihw onrlhnUm Cod. Viiidob. und dus Cod. Noapol. III. ti. 27). — Kd. tiu«t.
1l«reT, Clrmnaiualprugt., I'ni^ lt<~it (gcroiuitc' Veraian nach dem Veno«. Dniolc vou 1666).
— Kd. K, Legrand, Bibl, gr. vnln;. t. 388 -920 (gereimto Version naeb dorn Venen. Druok
TOB I63S).
2. Rilfsmittel: Litterflrliletüriaclie Uutersucbung von Cb. Gide). Ktados aur la
Itt. (T. mod. S. 269—288. — Textkritische Beitritgo in den Ansgaben von Wnsnor und
ir*!P*r gab A. Kberhard, ßureian» .Uhrealmricht IM 5 (I»T><) 253-25r.. — MerkwUfdigor
W*iM> Mkrnibt diu griechisehe Volkimnea dirr ncliOnDn Mnrgaronn dio lirflndung dos Klostcn
Di|ihni bei AÜion lu. Vgl. D. (Jr. KampurogluB, tlö^ry lö öra/in roi" Jniprivv, "Kaiin
Ton 31. Jan. It'Vi S. Rh. Helicr diu ilonl neben IJciirlieitungon (lucnt von Magister
Veit Warbeek, Angabuig 1536) vgl. Knrl Uuuduko. (iruiidriaa iiir Ge»ebiclite der
iMIecbea Dichtung; II' tlSW) 20. Zuletzt bat BauuibucU den Inilieriüs^tolT bearbeitet
Tal, Aug. \VOB!i(^hi), Baum Wha Abenteuer und Scliwnnke und ihie <jii«'tlen. Beilage Eiir
<Mli»l>ener> AiVm. Zeitung vom 12. Mai 1894. Nr. 130.
3. Hier eoi »och erwthnt, dass die tn dem franiüitisehen Komon« La Manekino
(IS. Jahrb.) behandelte I.etcende von der Jungfrau, der nino Hand nhgeliuucn und durch
Hanae Hilf« wied*i anKeheilt wird, nueli auf grioebisrbom Itodnn bcknunt iat. Sin stockt
■ den ttu«h« 1/ imv iriiagtutleii- «uinjpid des Mftnpbo» AeapioB. weluhea xu Venedig
Ml ale 3, TmI aeinoa Ijngondnnwcrküti Sio; llnpaitiiaiif erschien, Doob bat niemand auf'
MUitrl, wi« akh die beiden Tuxle gcnaulogiseh >u einnnder verhalten. Vgl. Ch. Gidnl.
BMee nir la litl. ler. mod. & SSO- 301. — Tb. de Puj-maigre, I.s nlle aux mnins
Rerne <te fhistoira dea religione 10 (1881) 193 ff. — L4on Sichler. La fiUe
g70 Byumtmlacb« latterfttiugMcbioht«. IH. TnlflrgriMli. LittMKtnr. L Fms*.
»ux liras Miip>^, lUvuA <l<? tliietoir« ilw nlJKiaiia 13 (1886) 88 ff.; 215 ff. - i.-
Baaael, H. Uaid«! und P. Liebr«cl>t. HAliuiii« 2 < Paria ISSi-S&j Rp. 309 f.: ü.-.r
446 ff. ~ II. P. Junlcer, QnuiilriM in QtmhiehU- der firiii»a«i«oli«n UlU-ratiu-, MtaMa
litSO S. 1£9 ff.
4. Kin« vulgtriti'ieoliiwh« Uvb«n*lt>aitg der Tlimriil« d«« Boocaecio m »It'
MiligMi SUnien vräcliiea üu Vrii«ilig 1.129 luitw den Titel: »rjtro« xai ynuv i^< l^i^
(nc!). Die AbfaMUng dor UftheractninE *itio\%tD wpht bald ucb d«r msUh V«rtBHiUiciM|
iIdh iUli«niaciiaa TbsIm (yerran 1473). Das Wurk iat bi» jMzt d«t ForediaBg btf «Mi
Kiia^ich, d» von dem V«nexiiin«r Druck axa n«iii((H (Lt^mitlnr« (ia KopcnhaMO, im UnM
Mdsoubi, in der ilofbibliotliuk xa Di«adcu, in Atx Bib!iolh«k dM Pllret«n 0. Uavro^vrU«
und in d«r tijrmiuuialbibUutliek u Korfa) b«kaiHil sind. Anssordcm ist die L'vb«n«ba|
idi Cod. Paii». gr. 2808 und im Cod. Valican. Pal. gr. 436 (Q. StvvoneoD. Codd. II« hb
liDi ictaMTJ bibl. Vaticann». Romno 188^ S. 37C) aufbewahrt, wann« aw Joint Sekniii
va vMölTciilIicboi) bnabnirbtiül. Kinudoa Pr«b«a rind mitgotoill ton K. (i. Sae<iiti.
Kludm euT CbHucor. i'am 1959 S. 880 (nacdi Cod. Pariai SSW>, und von K. Satb-t, lU
'AritiMB I llfol. atl. V Hin. - Vgl. K. I.agrand. biUiogr. hoU. I {ISHHi iM I -
Jahn Scbmitl, Ln Th^adid<< dr llorotco et Ia Tbäi^ido gTVcqUB. Klade» d« pliilobc*
ndo-gr«oqQO [>iibli^«a par JeAn l'nichin. 1'a.riB IV'J'i ä. l'T9— ^-l.'i (UulorBucliunj Otac U
VtirhUtaui daa Origiaola und der UnbunwUuD); mit reiL-blicbcn PtobMi Ae» gmcbiicWi
Tcxtwt).
&. Aus dum Krvia Hb«ndlfiuUi(wb«r RuItarMullaaBii stammt BMcb die n«cb sicti nr
BffMiÜichte Sebilücraug pinosTarniera (tC<t«ipnr) i wische n eiaan Dratacbaa iwd dM
Oriaofacn. das vor MarRaxcths PoiphyroKMinottt ahüaballm word». Dar Ablkag dM •
namloMn (xilitiHrhon Vnnwn flhK«f<i<«t«in (iadinht*«, daa dvr Cod. Vatic. Pal. gr. AÜ 4 H
fol. 65 94 bnwnhrt. Uut^t: Kai nit.aioi'aii' >n ^ofniJ *ai Jiiaavr xor^fitf. VidUttl
wird aieb »ua il«m Inbnit narh 7^\t und Ort (l<^r BnUtohung des ^^'eH(«a niker buiIiuiM
laicn. Di« aU Vursitucrin de» Tumicra Mwilmlu .purpargelioivD«* Uaigarelba Mrib ^
■ehwetlicb diu nncb ihrer VcrniUbluMg mit Kniiiirr Iss&k An^os (ttai lltUi Hatia
beaaimt« Mnruurf'thii. Tochteir des KOniiis B«Ia von Ungarn, seia, Bmd«rB vielUitU
Kweite (ivuiulilin des Harkgmfvn vun Mnntfvrrnt Tlisodonts II Palavolegoa (1408f |v^. I|
CaiiK^*. I''ai>iiUa<> Djs. 204) ixlvr. wtniiKor wiOiracbeinlioh, MarKaiwtha PalaiwlogiM, #~
Tuchl«! dos MMkcrafen vmi Montferrat Williclm I'alaeologM (Anfaiig in» in, JaMi |D
CsDRO, R. a. 0. wi), oder endlich eine der verHchiedeaen in dea reio frickiachaD P
hluasm doa Orisnt« rorkcmmenden rnnieMJnnon dioaa« Namena.
383. Der Erotokritos ('fl^TMfiTtt;) ist eia groBaea, atts etwa IH
gemmten politif^chen Veraen bestehendps romantiiMrhefl Epo9, dessen Vef"
fa)<«cr, VinBent (.'ornaro {Jiti^trt^oi; ö Aofinpo^), aus Sitia aaf Krrt*
gebürtig, jcdenfnll« vencKJaniKcIior Abkunft', h&cltt«t watirechuiiilioh um die
MitU> de» IG. JnlirliiiiKlurUt lubtv. Dl'ii liihult Hvitic» Oodicbteit faUdeo in
Abuntcuvr, diu Erotokritus (.Liebesprülling'). di4' Sohn dos
oinee Miuisti^Ts des Kümgs Herakleo von Athen, w«gt>n seiner Liebe .
tuaa, der Tochter dieses KOnigs, zu b«at6hen hatte. Trotz der :
antiken Namen und der klassischen Ort« ist dor (Charakter de« (jedick
echt nuttolnltcrlich-romantisch. Ki^nig Ueraklw veranstAltct ein gttoualcB
TumicrfeHt und vorbüisitt dem Siegor im Kampfe die Hand seiner TocMv^
Ton allen Seiten strOmen edle Fürsten xustunmon, der KOnig von Ne
ponte, die FUrsten von Hodone, Korone, von Makedonien, von Ka
vom Siuvenlande, der Sohn des Kaisers von ßyzane u. a. Kach
Kämpfen gebt Erotekrito.t als Steger ttbor alte borvor. Aretoaa, Aw\
seine Liebe erwidert, gowAhrt ihm ein nitcbtiichc« St<>Ildicbein. AI»
der Vater dos Erotokritoe dun Mut fasst, ttlr seinen Sohn ofTi'H ain
Hand der Kfinigstochtor anzuhalten, wird er zurilekgewicitoo uwl
krito.1 muHs Athen verlassen. Kin Krieg, den der Vlaohonkönig
Athen eröthet, gibt Erotokritos Uulegonhcit im Einzelkampfe mit de
Neffen dos VlachenkSniga die Ehre eeiuer Vaterstadt zu retten.
wird er dee AtlienerkQuiga £idam und Thronerbe. Don modernen
itisctie Diobtongen fib. mittelalterl., >. T. abandländ. Stoff«. (^383-981) 871
Iria'ist in dieser romaiitischv» Geschichte die Breite der Hlrzilhlung und
Lftngo der I{4?den und Klugen: aber daa litterarisch iingobildcto nnivo
Aolk uimint an dic^n Kij^enächaften keinen Ansto»», und diu unleugbare
f Wache der Schilderung, die edle Verherrlichung der ritterlichen Kraft,
Jebe, Freundschaft und Untortlmnvntrcue haben den Erotokrit-os jjiini
btesten Volksbuch der Neugi-iechen gemacht. .Seine Popularität ist
europUschen K«i8enden namentlich im Anfang unseres .lahrhun-
lert« h»ufi){ aufgt'fallen; noch heut« werdou, wie Tozcr bumt-rkte, im ust-
ichen Krt'tu .Stücke aus dem Erotokrit^is von den Bauern ge»iingen.
lomit hatte Korais nicht ganz unrecht, wenn er dem Cornaro den Ehrentitel
tiHks Homer der Volkslitteratur ("0/",coi i!j£ 3[^''^'"*'"f ifii-olvyicic) verlieh
Vgl. E. Lognind. Bibliogr. hell. 1 {188r.) CXOUI). Die Vorbilder de»
Erotokntos sind ohne Zweifel in der italienischen Litteratur zu suchen
nd zwar wahrscheinlich in der poetischen Bearbeitung der Keali di
^rancia, di© 1,1;M zu Florenz von Cristoforo FJorentino %-eranstaItot
rartle. Cornaro hat alao, obschon er gi-iechwch schrieb und offenbar ganz
[rtzisiert war, seinen italienischen Ursprung nicht vurgousen. Audi'or-
eita achtfinon auch Anregungen eines persischen Heldengedichtes,
[ea Hhuh-Nameh, direkt oder indirekt auf den Dichter gewirkt xa
tabeu.
L I. AnagAbon: Wann die enta AiUfiiibe ui^diieii, iat mir oiobt iMhannt. — Vono-
ikMiacb« Uriiok« von \~h6 und 1TT2 anrthiiL K. N. BatfauH, KtotUiinxri tfikoloyli,
tUiMi 186K S. 603. ~- tch habe in di-r MOitchoner StaaUbil)iiuthi»k dti> AusKiib« von 18(H
«dOIzI; nie trJi^t dem l^lol: lloi'ifia ifoiKxöy Ityöftrror KfuiuKpitn«, avritSir und riir
W>i tvyrritiinirii- IhCfVlCor tür Kofffiiftai: linä irjc iiufiar tt}t litiaf laü ytjatov ifjf
'iti"!i, 'tjniitfiiy 1804. — Ein Neudruck erechien Vonedig 1817.
2. HilfamiUel: Ausfohrlidio AnAjj-se und litlornihisloriacbo Un(«raucbuns von
Ik. Grd*l, N«nvellM ri(ud«s eiiT In )itb<riitnrc grecfjii« moderne, Pnris IB7« S. 477— ."iaa, -
laber mim ranilliiMlie Nncli&liiiinnK dm Erotokrilos vgl. M. Hnster. Litoraturn yioimUnt
(OAM, Uukarml 18S3 S. 129 1^1. - Znr Spracli«: J. I'sirhari, Essnis do gmniniiini
ibloriqaen<iO'i;roc'|n<>2(!8ft9)S7--Gl; 273-277. und; U. N. nRtxidnkis. Kuhns Zcitsdir.
', VMflBich. RpnMhf- Sl (IS90) 147. — Haupisobrift; A. Jnnnaris, nt^i 'KptuiaK^iiot'
■j lav n«i;raii aitoi. Athon 1889 {mit uniiigUn^licIil.
3. Zar Unberlinfcrung: Ein« angtibliuli nu.i dem 16. Jnhrbiuidort ntnnimcndo Ua
t«a CrDlokritoa ialL Am Coi. Hart. S644 [im Katulug: .Komari Kbotocritiw*}.
S84. Erophile ('ffpiny/^i;), ein Werk dos Georgias Ohortatzes
Xofint^t^f. duuolx^n die wohl gelehrte Form Xo^iaxiog) aua Ithethynme
lof Kreta, ist dtw bei-Uhmtc»tc Erzeugnis der fruchtbaren kreti»c-heu
Dramatik. Die Ahfassungszeit, die sieh nur aunfthernd bestimmen lüsst,
iegt zwischen den .Jahren UfÜl und 1Ö37, Dun Inhalt des Dramas bilden
lie Lieb«s«iclück(uile und der traurige Untergang der ErophÜe, der Tochter
Im Kfinigs l'hilogonos von Ägypten. Wie im Erotokritos wird auch hier
l*r romantische (Charakter am scbilrfi^ten durch ein Turnier bezeichnet,
■n welchem Panaretos. der Oelicbto der Eropliile. siegt. Er vermfthlt sich
bcimlich mit der Königstochter. Als der König hiovon erfährt, lüsst er
den Paitarctos mit ausgesuchter Grausamkeit tOten; Erophile nimmt sich
itlbal das heben. Zwischen die ein/einen Akte sind vier Zwischenspiele
fiiiff/irdfi Jipit»» u. ». w.) eingeschobeu, die ohne joden Zusammenhang
dU der Handlung der Tragödio die Geschichte von Kiiuildo uud Armida
nd der Eroberung Jerusalems durch Gottfried von Bouillon behandeln.
872 Bytantüiladie LitUntargeecUcht«. UL TnlgEtgriMh. LiU«r*liir. 1. Fgnk
Wie der Erotukritos ist auch die Eropbilv in politischen Reimvcrwn
gefasHt: nnr der Clior spriclit itu jambiBchen IVimeter, einem Htiaa, •
in dor Vnlgärlitteratur Uiwserst selten ist, B*ispiole au« der neueren 7d
sind die Lieder bei A. rassow, I'opulari» carmina (iraedae reoentii
Leipug 1860 Nr. r)20'-ri2ä, und dfut Lied aus Kappadokien, das L. Ali
toridos, JiXwiav 1 (188.H— 1885) 727, ediert hat.
Chortatzc« hat den StofT seiner Tragödie aus dem Italiomsoho«
lebnt, vornchmlicli aus der Orbecchc des Giovanni Baltista Gir»H
genannt Cinlhio (geboren xa Ferrnra im Jahro 1504, gestorben eben^
i. J. 157S), dio zuurHt 1647 und dann wieder 1561 zu Venedig im Dnn^
urechien. l>och hat Cbortatzeti die dramatische Wirkung de-s (.>rigitali
durch die allzu breite Ausführung der gnomologbchen und orotischi
I>iuIogti entschieden abgeschwAcht. Die iHer Zwischenspiolu atanmea
der GLTUKAlemnio libcrata des Torquato Tasso, die zuentt im Jahre IS
voIUtändig (zu Parni«) im Drucke orxcbien.
1. Auignhnn: DI« t^itlo prinoep* enofai«n su Venedig 1S87. Dar Ue
MKlthMOOBCigala llbortnigdMiiiit Uteinisdian Iliicii»tab«n g««äiri»b«iwMsdMi
in gticchwclio ^^hrift, iiHhni aber ilikb«i vi*l(Bcli willkUrlicho A*nd««tug«B Jm Ts
— Nachdiuclc tlicai-r Anagsbe V«a»djg IMS. — Kioe heiMore Auagib« i in MnitiUi
brogto UrnilvuiKo. Vonodig 1676 (mit euior UUerkrhiBtomoh ««lir iutarMUalM ' ..,.
dcftDrooken NikuLu Gljkjs). - Wuilere AuujttWn L-raclircuen ca Venedig IT72, II
1820. — lT«bi>r diu alU-ren AuHgHbeii vgl. E. tegritud. UibÜogt. bull. 4a XVII' o*
1 nS94) 3ö8 IT.; 2 (1894) 88 f.; 335 f. - Die AiWB»be veo 1772 •ri<^dc^lKlIlc K. S. !)■
Ihfls, A'e»,T<KoV .fintpoi', Vmedift 1879 S. 283~4«7. — Nmcli «iner Bm AnlMg und Sc¥
verstDiuni«>ll«'ii Uh. welch» den Text wie daa oben erwUista Äiilogn|dMui dM CWIi
mil Uteinieclic^ !)udiBlHboiigescbri«<beaenthllt,ed. dieEropbile E. LegraRd. BSU. gt.l
■i (1881) 835-3»9. Vgl. mo* Kinloitun« S. LXXXVl-CVII. ~ Zu wlbMcbea wli» i
neue Aiugibo, fltr tlie eowoh] di« lU I«grniidfi und der Cod. Aloucc MO «Ja di« I
lUuserst selUn« Ausgulit^ von 16T6 boigtxogon Korden mOairtan.
ü. UilfHiBittvl: M. Lcuke, KeMorcbi« in (inoco. Ixindan 1814 S. ll7-I2St
lyne und T«xt|iit>lieii). — Cunr IlurHian. Ktopbile. VulgiUgriacliieche Ti«gBdi«
(icorgiM Churtülses ans Kttta.. Eiu UvilntK zur lietii^biclitc der n«4igri«diiac)Ha OdI <
iteUtnlecljeii Lilteriilur, Abbaiidl, d. |>liiIoI.-bi«tüT. Cl. d. k, Buchs. licwJbicb. d. Wim. 5 (19
MS— 68A (genaue Aniiljsti aur Urnnd d«r Mnacbener Us and l.iutFniuctuing de* Vtrilll-
niMM tm italienischen Drnmntik). - K, Teia. Geaiirfchuag d«r Aaiigabe VM EWh
L'AUiinu V^noto, spiie Vlll. vol. 1 (1SS4) 5S9-&98. - K. Toca. DaUa EraSt «I
L'hartulzce, anggi di vocoliic a nuov« oditioni, KendiRoati riella R. Arcäde«ia diii
clnsso dl Bi^iouxL' tuornli, Btoriche o filol.. Sorie ignüiU, vol. 4 (l^V) M>1 — &71 (Ve
dor AuBgabiMi und Ulla). — Zur Sprache: J. I'aicbari, Kmia de granuiuära
ui>o-gr««|uu 2 (1889j :>2-GT: 2b9- 286. - ü. N- Hatiidnkia, Einleitaag m di* I
grioch. LiraiaiUHtik. I.ei^g 18!>3 S. 274.
3. Womger l>edeul«nd aind die kretiaohen TnutSdienZeNOii, Statbe* twdtijpui^
die Satba» mit der EropliÜe lAi^ijtuoV »^«ipai- ISiä S. 2—282) yerOOenllicht b*L
C
5. Tiergeschichten.
886. Vorbemerkung. Die volksmftftsige Kehrsoite der iiaturwiBs«»-
jAfYIichvn Studien accigt sich boi dem (inechvii »ohoii früli in der Siiiiitn-
|a von seltftaniAn und wundorburi'n TIiiiIhucIil-u aus dorn Nuturleben.
Ben breileren Schichten des Volkes fanden nur diejenigen Tetio der
fteiwchnfl Aufnulime, welche der KnrioHiUtcn»ucIit Nahrung boten.
Kr PopukrimiTiing kuniito sich kein UeliiL't der Naturkiindo ciitxiehen.
tben die gelehrte Muthomatik und Astronomie tritt die mystische Astro-
gie; mit der ernt^tbaften Erforschung des Wnsens der Stoffe vorbindet
fb der alchemistische Aberwitz; die wissenschaftliche Zoologie unter-
gl ihrem volkstUmhchen Nebenbuhler, dem I'hysiologuii. Uuroh seine
ristlicli-ilogmatiäche Tendenz hat ür auf die Kultur und Utteratur ein«»
Omeren EinlluMt erlangt als irgend eine andere poptililro Abzweigung
■ Naturwissenschaft. Mit dem Phyeioingiis 8ind die mittelalterlicbtin
^ri'|>en verwandt: auch bei ihnen bildet dun Qrundton da» poetische
'blicken niun«chlicher Eigeiuchaften tn der Tierwelt. Wir fassen daher
b ganz« Ttcrlitteratur in einen Abschnitt zusammen und fUgen dazu
Ri ein Stnck ans der Manzenwelt, den l'orikologos. obgleich derselbe
iVosa ahgofasst ist und daher eigentlich in der zweiten Abteilung l'latz
ta mOsstc.
Obachon die wichtigsten Züge de« Physiologus und der Tiersago auf
bifich-orientalischem Boden entstanden sind, spielt die populäre und
ittRtliche Natnrgesthichle bei den Byzantinern «ine ziemlich bescheidene
»Do: von jener unermcssiichen Wirkung auf l'oesio. Kunst und Volks-
■•chuiiuig, welche dem Phydologus und den übrigen Tiergeschichten im
bendlande beschieden war. ist in Ostrom wenig aufzufinden. Die
rflnde dieser unzweifelhaften Thatsache liegen in dem verschiedenen
Inge der allgemeinen Kulturentwickclung. Im Wottten wuchsen neue,
rie Geschlechter heran, die unbeirrt von der alten Schulüberliofcruog
eigenen Wege gingen und ohne Scheu die Volkssprachen zum Aua-
nck» des geistigen und gemütlichen Inhaltes ihrer Zeit verwandten; hier
od die naive Betrachtung der Natur und die symbolische oder kUnsl^
riflche Verwertung derselben durch Dichter. Spiellcute. Stetnmetxc, Pre-
iger und Magister einen weit gtlnstigeren Boden al» bei den Mittelgriecben,
iftllsueehr im Banne der gelehrten Tradition befangen blieben und nur
874 Byvanttniaehe Li ttorBtargeBchicItte, m. TolRargrieofa. I.itt«nitar. 1. PomIi
langsam dazti knniou, der lebendigen SpracÜo und rtor volkamisagea Al
schauung ihr littei«ri8cliP9 \Uc\\t zu verschaffen. Bin jetzt kennen li
folgende vuIgSi'griechi^cliu Werke nu» der fabolhaften Nnturgew-iiidi
1. Den Phyaiologos, 2. Dio Ooscliiclite von den Vicrrusslern, 3. DI
Putoingiis, 4. Zwei Gedichte nus dorn Kreis« do» Itoinhnrt Faekl
5. Den PorikologoH, C>. Einen noch unedierten Püarologos.
1. Ata ilUgamoine llilfumiltel iliuaen die tu | S86 nliertua Wi^ri«. ttmak
das Bu«li von Luuclit-rt. — C. Praotl, Einig« RMte dM Tluerefkoe bei d«ii Saaa
Bohrifletollurii und Narurhiatwilura d«8 opft(«r«i Altertnmfl. PbiUilogiu 7 (I652i 01 Tt ■
Boi dei' Uiil«r«iichiinK d«T Pntffa oiiei' om DrapniaK d«r tUirfn^eh'iriitan ooi iuMk
der l)AndriHdi'froni:6n»cli«n Rt-inWtKMcliidil« ist lU beitelitMi dl« jftdiBcho Knthlun^ A
der lUhbi Moir, ein b^rülimUT Taünudloliicr d«« 2. Jalirliundt'rt» b. Clir., «in« äamah
von 30ü Ku<!hsfnbcln bosc^aai^n hübn; doch mnd dicm FHbuln niclit orh«ltMi ml mIi
xur Zeit d«r Abrosanns des Talmud. nUo etwa >ri 4. -h. Jahrb. n. Cht., wwoa dt I
nuf drvi d«r Vcrg«sBonliMt uibeim^cfullon. Vgl. Landaboriccr, Di« Fftbdn lUaEhviM
ZeiUiclir. d. duuUcIlen niMVUilliid. Ucoclladi. Vi (lühi) 151 CF. — UupUdirift: a I»Uj
Unlerancbuiigeu Qbcr die Goaobichtc di'r (nni^rhiBvhcii t'ttiHl. Jnlim Jahrb.. SupplMl^fl
(1861- I867J 809—418. — Eine trcniicliu OricntiuriLD^ Eibl; Carl Vort^tmoll^^l
(irimma D«at»cli« Tieraa^o und die moderne Fotschus^, Preuaaisclia JalirbfiefcM' BO^H
'117 iSi. Kitt« grOndliclie Uulersuchuna aber die Entstehunf dw Ti«npc*,^|
Ludwich, Di« homerisctie Batraclioinnvliia, I^ipiig 1806, Einldtnag. ^^
2. Neben den mit cliiistlidier Symbolik veraottt«ii PhTMolegasTwnuoiien nnJ M
Süvl'ueh verariioiteleii TiergeiKliIcIit««! liefen im byuntüÜMhoo wie im »beailllidiwil
littcliiltcr xootogiRohe und sonstige nAtnrwissenaohartlii^hn KamnliiagtB.a
toa dur BdmiRcliiinH cbriHHioIier od«r po«tiscli«r Kl«m«nta frei sind. Hielior ^UmkI
die Kxierptn nun Timolbcoa von Oai* {»■ S ^U *ii>d die iMtarwiaHeaeclMtfÜidiea IVl|l
de« Tboephyluklni .Siuiokattna (•. | 105). — Verotoucll« Sporen der in P^^ftt
oder eunat vorbK-itctcn fabntlinfinn NntiirKoacliirlilen linden eioli anok ia mittelU^H
seilen Romauun t. ß. im I.ybistroe V. l'iH IT: 166 CT. Sonst scboint »eh i^^iVj
tinisehe Uttorutur (t;u|;un die Anlegungen, die im l'hvBiolojtaie enthalten eiod, üemIcGil
lehnend veiliultuu lu hubuo-
3ä4i. Der FhystologOB, da» naturwissunsehaftÜdio Haus- und IIum
buch des Mittelalters, die (Juolte all der wundorHunieii Gi.'«chi(^htca v<l
dem »ic-h selbst aufopfernden Vogel Pelikan, von dem au« der A»tfc
wiedererstehenden Phönix, von dem merkwürdigen Tiere Einlioni M
anderen seltsamen Wesen ist — ich folge »im Teil der von M. Golditüj
e^ebenon Doflnition — eine ße»chroibuug von wirkliohen und fabolliäfM
Tieren, Pflanzen und Steinen, die nach ihron wahren oder aog«bl{iM
Eigoiifichaften religiHa-sjTnbolisch gedeutet d, b. als Tj-pen fUr (lirifMl
den Teufel, die Kirche oder den Menschen aufgestellt werden, litr fH
danke, auf Vorgfinge in der Natur, besonders in der Tierwelt, m «toi
plift7.ieron, lindet eich sdion häufig im alten und neuen Tc«taniGiit vd
wendet; dio Kirchenvater folgten dun heiligen Schriften, und Rlr die Ht
ligioHität dea Mittelalters ist nicht« su heiteichnend. als daa Bootretieii, N
alle Xleilswahrheit«» und Einrichtungen der ehriAtlichen Kircbo ia ^
Xatur geheimnisvolle Vordi-utungen und Settenstacke aufzusuchen, n
chrtstiiche Kunst fand in dieser roich ausguhilduten 8ym)>olik die ■!■«
barsten Vorwürfe, und die Spuren des Physiologo« bliekon uno aa P«
talen tind Kanzeln romanischer und frtthgotischer Domo, in Handieia
nungen und Initialen alter Handschriften allenthalben wohl erkeanN
entgegen. Nicht geringeren Eintlus« ßble der i'hysiologos auf die ö«i«j
und dio Wissenschaft; ja man kann buhaupLon. dass faat alle ^M
alterlioho Naturforschung im Sinne des PbysiologoB gohaltcu ist^
S. TiffTgeBchiehten.
385-3fl«)
^Kche Physiologasidoen endlich noch im modernen Sprachgchraiicli in
■mdso iHiliubU^n itU ul>}:ci)fitzteo Bildern fortk'bon, lui zur gciiilgo Iiokannt.
Wer zut^rst auf ilen tiedauken kam, aU8 den heiligen ^ichrifteii und aus
iar zoologischen Profanlitteratur oino christliche Natursymbolik m-
uiiimc-nzusti'llfin, ist nicht übi^rliefurt. Man hat dio aiiJs[irochende Ver-
liiiitiin^ nuf^csU^lt, dutr« das ertite Dudi difst^r Art im zweiten Jahr-
liandcrt n. Chr. in Ägypten, dem fruchtbaren Sammelpunkt« liollo-
UiHchor, judischer nnd orientaiischor Ideen, entstanden sei. Jedenfalls
lassen sich Spuren d*>a I'liysiologos schon b«i griecbischen Kirchenvätern
ä0s 3. und -1. JnbrbundcrlH wie Ckmii-n» von Aloxandric^n, Ongenes,
ohonncg Ohrysotitonios u. a. nacbweiBen: selbtit Justinus Martyr (f um
165) hat schon Pbysiologosideen verwertet- In den besten Handschriften
itoe griechischen Pbyiiologo» wird dn» Werk dem Bischof Epiphanio»
it iOÜ) zugeteilt; doch ist scino Autontcbaft nicht gcndgond gesichert
Dia Spure» do^ lateinischen Physiologos reichen big an die Gronzschcide
n« 4. und 5. Jahrhunderts. Im Mittelalter wurde der Physiologe» in
liopisf^-heD, armenischen, syrischen, arabischen, althochdeutschen, ungel-
hen, isländischen, franziSi^iächon, vulgSj'griechischon, rumänischen,
ischen, rt s@ii<chen und anderen Boarbeitungen ma^^wnliaft verbreitet
)>er vulgSrgriechiiiicbo Physiologos besteht au» 1131 reimlosen
Itiitclicn Versen; mitten unter den versifizierten Partien stehen, viol-
it infolge mangelhafter Cherliefcrung, icwei kleine ProsastUcke. Das
Werk ist in 48 (bozw. 49) Abschnitte eingeteilt; zuerst werden
I^zugdweiac l^ndticre behandelt wie der Elefant, der Hirsch, der Bn.ti-
UA II. ». w,, dann zwei Doppelwesen, der Satyr uud der Kentaur, end-
Bcb dio Vögel, wie der Pfau, der Geier, die Turteltaube, der Phünix, der
Pelikan u. s. w. Wie dieser metrische Physiologos inhaltlicli als eine
epät« und ziemlich roh interpoliurte Rezension erscheint, so gehftrt dor-
aelbe auch in formaler Himticbt zu den »chleehtostea Erzeugnisäen der
vn)eftrgriechischi.!n Lilleratur; der Versbau ist holperig und fehlerhaft;
1^ Sprache unbubulfen, trocken und leblos; der Verfasser scliwelgt wie
^bmoniakoa in Makai'onismen , halbgelehrten Misshildiiiigen und sinn-
^fba Füllwörtern (lo/i cv. yü^ u. n. w.). Bezeichnend für die uuauitrottbaru
^femmati^be Sucht der Byzantiner ist es, duss sie seihet dieses populäre
"Tierbuch nicht mit den Pröbchen ihrer etymologischen Weisheit vei--
nt haben; im :i2. Kapitel wird erklärt, der Y"f' habe seinen Namen
äjtö yf-i vtfformi; ebenso verständnisvoll ist V. 820 das Wert x*'^*«»»'
tet: Mui fti td x**^'i >",^it* *"i %ttijdmv ti»ovti. Aus welcher Vor-
;e nun der vulgArgi-iechische Physiologe» st-ummt und wie er sich zum
lioiöyoi und den anderen TJerepen verhält, bedarf noch der UntM^
ung. Auch die Chronologie des Werkes schwebt vorerst ziemlich
der Luft; die zwei einzigen, bis jetzt bekannt gewordenen (Pariser)
brifUin stammen aus dem 16. Jahrhundert; die in ihnen {iherlieferte
ktion des Physiologe« durfte demselben oder dem vorhergehon-
Jalirhundort angeboren.
1. Ausgaben: Ed. K. l.rRrand. AnnURire de l'Maoo. 7 imx) 225-2^6 ^ ColL
I, Tul. 16 (ItiTS). mit (lincr oberllttohliciion litUiruliistorJschen l!^inleitung Tun CIi.
Illvl wid «iaem Iümdcii UIommt, Die Alihandlunts von üidsl ist wiederholt in Mioun
m TaI«bsri»oh. Lltt«ntiir. tP«Mi
>al*c«s bei Fr. Laaclistl. Ue
^ «M <Mw pniiiliMifhoB PrnMT«ri>i«R I] >wi
<«■ HUBM do* l'ctrat tn
vJeb« 4«r lUiBMiiKika luU «s «■
M> «w C*4 Msiin. .SvBoil. 433 iin
'■ ■^wlln.hifthefaon V MliUteiMa wat ms
«>nMUIlNUialbak. H E I
ä ^Midl^r TalgirapnAbe •bgofMail« »MrUitM
■kAl MaifM Nr. 3702. • Ifl. V. Pimui,
Siadi ibüiani dl Stalofu ^
U. ■/.. 4 üe<&^> IT» f. - !b
tM»im\m iit die BaarMm fa
an d«ra UiehMJ KhUwm
:t vtsd«. B«Mbr«aiMBg Imk
xvn-Micfoi (iAM)44a-44&. roc
«iL K. N. S«lhu, .Vt>tU pu>
I(I«q7 13-15.
b«« andaror i*bj-tialnui: i. k
HMpiw«ifc aber diniiÜKit Nta^
ii; S. SS8 S. M» gmcU-
ffcy^ol^B*. — A. Mai, OmmmM
i~JK mMM^mglm na auMni darch bwm ^tflmät
> i^MMik ^r aif MM «necJuaclM Vnriai* tart*
db^ A» ««ill«Kae an« <lar Normandi« (Ts. JitAi
tinleitniig »od oiMMa fÜMM«
CkarIcitCafaiar. UolaiigM d'ftrtW
P: 4 flSiei Ü-87, bleiM *wi Wert ^«k
tidfr M» Allm UandMobriltoB.
lyzi S. Iu6— tu (baaMMK-W l"«
&;. - X- Laad. AvMduU äjrriMia v«! 4 <L
■K ■!!■ 4m rVfitalogiH mit raioben l.iUvtii
daa PbvBtologaK, (.cifuif! ''
— AnmMclMw^l«! V«
tW'rUC - VkI. UusUKIh
■ftMler 1887 8. M r. - All
ilwitafiiw PoaMe wU i
— U. Kalloff, Dia aaculiane vM qi
TaKlMbndi im &. ITT-M I
Mbr «Mküehlenamfl),
KS & l«»-HA (wicbtkl)- - 0. UM
aMd HalwwiMeMriiart 1 (1KTT) M C
Am nrrialogqs yoq J. IJubamr '
— Carl Äkt*ma, Zw OaeckicbU d«a
njaolofOB BD<1 •'
aaiilHcbriftrii: Pr Lauch*
Uatäo* nid \Vp(il«iia.
A. Karnvjav, Jmt«.
*«■ Roatba, D«!ut««be Utt
%. B. B. O. Bildet DUM) aaeh
■im ta^ DariMtwu da« Standes dar Knti <
L TtmU. ««äMecbrift Ar klaaa f% '
■< B«aatfaag«ii tur I,itt*nUirce
«« k. ran. äMUaofaaft d« KnuBdi •
MalbM Varf. oben gaaaiml«
FawthiBgM beraoageg tm I>'-
'mm Galdattah. Dw btvi^dng da« Uttin. rbjaal
_ , llndiea. Lniuii:. Ta
-tn. — Max (•»Uataab lad Riahard WcDdrinet. Kill laaciMMin
. BaB*. «. Knmtytr 1W2 Im >■» «J*
mwi» dto ■HialmeUMJiefl. «UvmcW i
HB Tiiältii*! MKmmV - H. GoldaiaDk. Z»
4m HtTiiiligiiliMmilM. h J<MUBiaebe AbkuadlnsM n KhrMi
6. TierEMobiobtoa. (9 867)
877
^^fBHjBMpMiH&iS&ö— 380 (Qbi'T dio Aapis iiiid (largo), — U. (loUatailb ar^uil«!
^HIBinSPMVI' U oiiioT xucRiiinioiifnssencleu fiitersuchung der niittalgriDcliiHclion
^BosiialUHirliofoning. — Hinwniü auf f^puxen des Ptivsiulo^coH in «iner Cliruiiiit iinü in
^KrtlrttirMmmluiigen W K. Kiuuitmulier. Midiu«! Ülyknti. Sitsua^Wr. bdyer. Ak.
(FS. 893; 403 t. — G. Polivka, Zur UeeoUicbte d«a Pby«iologU8 ta den sUvisch«»
entureii. Mth. tdav. Phil. 14(1891)371-404 >md 15 ()892| 246-273. - G. PolivlcB,
Nkchlne totn Pbj;«ioIugu8. Arcb. sl«v. PliH. 17 (1895) 635. — A. AI«xftDtlrov,
«iolo|us. Dflukitcbrift«!) (I«r linivotsjtät Kozan 1893 (Aasgabe eioea elar. Physiolognu).
Zhdi Eiafliim des Phyaiologxis aal <tio milt«lalt«rliolift Kunst vgl, tlua Work iltt« gei«t-
'ma AKn'Autmm K- P, Kviins, Anininl Syinbnliüin in Ki^nlusinsticAl Architoetura.
dra ABl! >l*w-Y«rk 1^5. — Zur ErConiGhung dnr Urgcsuhicitto der PliyMolagiurideeoi
t Dinu beioithrn Ang, do Gubernulia, ZooloEical mjtbulügj', 2 voll.. LoBdön 181%
fniilkb <Jor Phyuiolo^s selbst nidit bfrUckaicbli^l int (aiivh drutavh Ubonottt vou M.
rtnaoo uiilcr dem Tito); l>ic Ticru iu der iiiduiiurm, Mylbulojjio. 2 Tt<ilu. LeijiLig 1874),
Svlvio KUlili^r, Dun IWIcbcu im iSpiicbwuri di^r Üni^clieD und Rrinipr. Lviiuig 18^1,
1\eit«r« LilluraluT xuiu uVieiidUadiBoheri , lies. framsÖeiAcbea Fhyaiologua venelclinet
X Fr. Manc. Kirlisclii^r JulirvHberichl Ober die Forlsc^hritta d»r Unrnnii. Pbilologie ber*
flg. vou K. Vullini^lli^r luid R. Otto 1 (I892-I895) 432 f.
8. Titel uud Vurfnsäer; L'nti'r dem Nadibu Phjrsiologos wird uraprnoglicb
tl «in üiirb vi;n-tii[iden, BüiiderD ein Manii. der eioli mit der Nfltar bssobürii^l, eiu
■rforarber, Wei liierst mi' iiox'j'' il^ der Pbysiolugoa hexeicbnet wurde, wiason
■ichl: man bat mil Kiil^m (irnndp an AristuteUa gedncbt. Vgl. Ahrons. n. fl O. S. 13
' [i«tirb(>rl. 'imrbirht« des Fbyaiologiis S, 44 Dem oiit8[>rechond wird im 'l'itol der
eliiacb«^ Veniionon nnfiel ein Work angekündigt lllinr ndor nus dc-m Physielngos
' fiif •fimvlayoy. Tx loi- i'veioXoyov), In den (rnnznsischGn, oncliscbrn nnd sonstigen
leUltcHiobrn Bciirbdtuiisen ist die nlle Uelieracbrift ccwöbnlich durch eui in dor Volks-
tebe vprsUndlicbcrcH Wort ersotzt (HcsÜBire. tirstinry u. s. w.|. Als Vorfasaer einoa
lioIvKiiH iKiiiu-n im Millutallur ullv nii)glielieii Ui-HlliinlbciLca di.>r beidniBcbeu. jüdiseben
cliriHlbchL-n Litlcnilnr. wie SHlüinun, AiisCuteli??. Dumukrituq. Petros von Äreiiuidria,
bbaDio». Johaimea l^brysoslomos. Hieronymu«. ADibriwins ii. n. VrI. Pitrs. a, u. O.
101 und [iSnchert, Ueacbiobte des Pbysiolugus S. fi!> f. In Wahrheit mus» er als ein«
qrsM Sciuift bezeichnet werden.
4. Wie so viele andere veik«mllaaiice Stoffe kiim auch der Phyaiulogus von den
taalifmn tu den nbrisen Oatenrouaem. Oeber die rumfiniscbeu »od die slavischen
fak>losainr*nii«4i«n w. Ft. Rein«cb, a. n. 0. S. 1&$— IE13| Fr. Lnuchert. Ooschicbt*
I PhysioleguH. und bc« <>. Potivk», ii. n. 0,
•87. Die Kindergeschichte von den Vierfüselern, //"/jrf,«« nmitö-
iM(of tmr tti^airöiatv ^läiav. In dic»cni QodichUi, das aus 1082 roim-
||p [loliti^chon Vcrson he:Kt«hi, wird tfint^i VerHsmmlung dor vier-
pligvii Ticro geschildert. KUnig L&we aitxt mit dem Elefanten auf
n Throne; Tanther und Leopard stehen als Minister üur Seite: den
rigen Hotatoat bilden der Wolf, der Hund und der Fuchs. KiSnig LiSwo
M'^hlii'sst, in seinem KciL-he ewigen Frieden herzustellen. Zu diesem
hur« weiden durch die Ahgesandten Katae und Maus, die der Affe ho-
dtot, alle Untcrthanen zu einer grossen Vertuininilung einberufen. Nun
gto langwierige Wortgefechte zwischen den feindseligen Tieren, von
ticben jedes dem Gegner seine Sünden vorwirft und seine eigenen Tu-
oden prei-st; zuerst spricht die Katze, dann die Maus, der Hund, der
(cho, der Hase, der Uii-seh, das Schwein, das Schaf, die Ziege u. 8. w.
m ScbJuwe «rbebt sich Ki^ni^ Löwe und erklärt, der Worte seien nun
Bog geeproehen, der WalTenstillstiind sei aufgehoben, die Fleischfresser
Uen ilie ßbrigcn Ticro wieder verschlingen, wie o« von jehor Brauch
nrasen sei. Es entsteht L-ine blutige Schlacht, bis endlich beide Par-
len ermatten und die (.'inbrechende Nacht dem Gemetzel ein Ende setzt,
er Vi'ffuMr scbliesst mit der Bemerkung, damals habe sich das Wort,
t« Uyninographen erfüllt: .Uen König rettet nicht seine Macht und
378 Bjumtiniacbe LltUrAturgeschiclite. UL TBlgftrgtlMb. Littanlw. L PmI*,!
der Kic»u wir«) sicli nicht retten inmitten seiner StSrlce.* S«it jenorZdfl
leben die vierfüe^igon Tiere in ewiger Feindschaft. I
Über den Zweck dos Oodichte« sagt die- Einleitung, Kinder, SwJ
donten und junge Leute «oll«» diese Vonso lesen wegen ihrer tiilbecM
Art: sie seien nämlich geüchrieben, um das Lernen mit dem VergaDgd
zu verbinden. Unmur n-ird in recht dunkeln Worten die nioralintH
Absicht de« Werkes »»gedeutet: .Dioiw Dinge hnben jedocb aadi «M
tiefere Bedeutung: erkenne nur genau ihren Sinn; wenn die Volker h
uns falsche Freundschaft scblicsseu, indem sie auf ihre Stflrke baueit, nd
un» gändich xa verderben, so rettet uns das untrflgliche Recht des EÜM^
denn (iott als Kichter der Welt verteilt den Segen.* Man begrwft nidit, '
- wie man diese Vorbemerkung mit dem Gedichte selbst zusammenrtiinn
soll. Wenn Oidel meint, das Werk verfolge den Zweck, die EiadMJ
Ober die verschiedenen Arten der Tiere und ihre Eigenschaften zu UBM
richten, so spricht dagegen die Form und der Inhalt dea (iedichtes. tfl
im byzantinischen Reiche Kinder unterrichtet wurden, gab man ihnen fl
heiligen Schriften und die lAndlftuAgen Schulbücher wie Homer, lookntUH
.lohnnnes CliryflOHtomos u. a. in die Hand, nicht aber Schriftttn. doM
S[iraclie der ganzen festeingewurzelten I.ehi-tradition schnurstracks lawidM
lief. Noch mehr mu8»te der Inhalt de» Gedichte», das von unansttodisfl
und obszUnen Stellen wimmelt, seine EinAlhning in die St'hute veHiifilfl
Ebensowenig aU die Versicherung, da« Gedicht sei für Schüler benttnafl
vemteht man den .tiefen Sinn*, welchen der Verfaiwcr «einer TM
geschichte unterlegt, da der Vergleichunf^punkt doch nur in der BWlgH
Feindschaft liegt, die unter den Menstehen wie unter den Tieren wQIh
Die Verwandtschaft des Werkes mit dem Physiologoa verrit sich «owoll
in der symliolischen Aurtdeulung als in der Besehreibung eimcelner Tinfl
z. B. des geleidi- und knöchelloacn Elefanten (V. 20; 943 B.). Zur V«J
gloicbung dienen die abendländischen Epen, in welchen Tierri>nuiiaH
lungen geschildert werden; doch ist Hlr die .Kindergeschichte* ein ibri'kUfl
fi-änkisches Vorbild nicht bekannt; sie ist vielmehr int grossen und giuiw
eine selbständige griechische Arbeit. Ihre Hauptvorzügo siml dirrtfl
Naturwüchsigkeit und ein burlesker, häufig ungescblacbter Uuini>r. Ulfl
gegen leiden die Wechselreden der Tiere an unmässiger Breite, tB ^4
Einfühning der sprechenden Personen herrscht eine wohl dem VolkJil«
(wenn nicht dem alten Kpos) abgelauschte, hier aber ennfldende Monotowll
der landochaftUcho Hintergrund iat vemaehlääfiigt, die Konipo«ition nuu^M
hoft. Die satirische Tendenz kommt nur in einem Hi«l>e auf flfl
römische Kirche und auf die .luden zum Ausdruck: V. 385 ff. prahlt difl
Schwein, dass die fränkischen Geistlichen (in ^Qa/yonanaitirfia) bmH
Boraten zum .Spenden des Weihwasser« gebrauchen, und V. i'M wirJ tfl
einer sprichwörtlichen Itedensttrt uuf dt.-n üblen Geruch des Uehrät'r* uM
gespielt Die Sprache ist namentlich durch gelungene Komposita imSMH
des Prodi-omos ausdrucksvoll und häufig originell ; Qbrigeita bogegoet Uifl
hier die leidige Mischung gololirter und volkstumlicher Rlemeitte. W'iit iH
Hhysiolügos verrät sich auch iu der .Kindergeschicht«* der byzantiaisdW
ächuluiciöter durch eine gelehrte Etymologie, die V. 335 dem Hirsil«
5. Tiargwchiehtan. (% 38S)
87d
IdCn Ihfiini] golpgt wird (nn-if fQatfixm^ ö Xttymn^, nie n%i]aom iö tfoßap-
«*). Zur chronologischen Bfi»timmung des tiedictites ist die Bemerkung
^ 11 f. zu beachten, dasn die Tiorversammlung im Jahre 1365 »tatt-
ofuntk'n hiibe: denn es ist wahrscheinlich, dons in diesor Angabe das
latum der Ahfussung zu suchen ist. Jedenfalls darf das Werk nicht ins
&. Jahrhundert herabgeröckt werden.
I. AaHgftb«: Ell. au» Coil. Paris. 2911 un<l Cod. Vindob. theol 2M von W. WAgner,
lanunm S. Hi-178.
S, Hilfsmitte): Litterarhistorisch» R^nnkiintton Tnn Cb. Oidel, Ktiiilea eur Ja
It gr. mud, S. 303—831, ~- U«her did Zuloiliiiiit iti^a Work^ii an Prodromos s. noacnB
.brita S. 'h'J Nr. 20. ~ Zum Toxh 0. Moyor. ticugmrliJHrhiu, Itnui^nherKors Bfiitrlg« 19
1993) IM (boMnt V, 6T2 xiohIh in yfi'anln d. h. ^»;o««J« ,ZiVj!iilstoiiin* von Int. bot^ati*).
S. Im dt«n Kntaloi«' der Tlihliotbfh dos Kaidinalü .'^irlot. dnn K. Millor, CataloKue
M mm graea A» l» bibl. do rFncurial S. 305 fF. vrrORrntlicIit hnt. wird cino (j«tit wohl
I Kant befodlidial K* nrwllhnt. n«Iolia l1md\aa\i«oit)v Jiijytflii tär iiiininöOiay, ntCn
f*«ii cnthlll (Miller, a. n. 0- H. S'i? Nr. 29). Da« ist sidK-r das obi-n besprocWnc tio-
iokt: deun r« iat nalflrlich naiiTibiffirTaio; cu svbreibon und dir? DonnTkiini; ntCji ^vpniift
ui nicbl bfiiTMiL Hono vulgfltgriocliintbo FUnfitobusilliyr, die in den Hs» uft ^ot1tallfI^nd
nchril^ben und, wordun H«tbst in nuuvruo gudrucktori Kuüilog«n zuweilen ßr I'rusa
tbmlten.
388. Der Palologos {Oovll^Xöyol;^ (650 politische Verse) iat «aeh
Lomiioi'ilion und Inhalt mit der .Geschichte der Vierfilssler' eng vcr-
randt: König Adler veranetnltct zur Hochzeit seine» Sohne» ein grosses
Veudcnfest, zu welchem sämtliche Vögel eingeladen worden. Sie e&sen
nd trinken, bringen aber alsbald einen Streit aufs Tapet (ijy*'pni- xni
lutuffi/ioi* timiim ttf lö ipa.Ttfd). Der Zwist, liessen Anlaßt verschwiegen
Isibt. wird von jodeBmnI zwei Vögeln ausgefochteu. Der Storeli schniflht
IBB Schwan, der Schwan den Storch: dio Möve streitet mit der Oans,
l«r Strandläufer mit dem Fasan, die Krähe mit der Turteltaube, die Eulo
lit der Wachtel, der Uhu mit der Drossel u. s. w. F^ndlich ruft der
Wnig dem zankenden Gcfltlgel «ein Quos egn zu nnd droht, den Habicht
HhI den Falken auf sie loäzulnsaeu; alle Vögel Iiören auf seine Worte,
lawo ab von ihrem Hader und bringen die Hochzeit frlShlicb und friedlich
UEod«.
^K Die Annahme eines lehrhaften Zweckes liegt bei die-sem Ocdiehte
Bfc als bei der KindergeHchichto von den VicrfUsi^lern; obschon auch
BirDerbheiten vorkommen (z. B. V. 216 ff.), fohlen wenigstens gröbere
Hm'iniLäten, und durch die massenhafte Aufzählung von Vogelnamen
^icht das Werk einem Kompendium der Ornithologie. Oanz /.weifetlos
it die satiriseho Tendenz. Indem die Vögel in ihren Schmühruden
tträche und mennichlichü Verhältnisse fortwährend mit einander vcr-
nbtchen, ergeben sieh zahlreiche Anspielungen auf allgemein mensch-
iche Schwächen und auf die kirchlichen, politischen und ethno-
[rapbi Beben VerhUltnisso de« byzantinischen Reiches. Der
itmndliUifcr z. R. wirft dem Fasan vor, er trage »ich nur so auffallend,
ttn IQr einen Junker aus adeligem ßesehlechle (((^xtirf(i/rr>vAui' äitö rot);
nfiamtiiti] zu gelten; der Fasan beschuldigt den Strandläufer, er habe
Hold entlehnt, könne .seine Si^iulden nicht bezahlen und halte die Ölftubiger
mu besten. Die Henne rühmt sich, sie bringe Junge zur Welt, die
BftdiOfo. Eücarchcn und i'riester werden. Den reichsten Stofif zu SuhmSli-
Ugen liefert das bunte tiewiinmel der den Byzantinern benachbarten
mr — rwm
UIMM
Verderbnisse bedeutend erschwert; ein gründlicher Komm«
wie bei so vielen vulgSrgriechischen Texten dos dringet
Zeit und Ort der Enttttcbung dos Oedichtefi lassen
hiufigen othnographisclicn und geographtächen Anspielunge
uimmiernd bestimmen. Eine FrUhj;renze ergibt »ich au»|
der TlusHoie (V, r)3I), deren Gebrauch sich scjiwerlich vor d
zehnten dos 14. Jahrhundorte nachwcisjcn liU^t; andenn
Bpraehlicho Gründe und die Art. wie Aas Verhältnis der ^
Xacbbarvülkern gedacht ist, in die letzten Jahrzehnte dcal
Iteiches herabzugehen. Damach ist die Abfassung in das 1<
und zwar eher in die erste als in die zweite Hälft« de
Besilglich des Ortes der Entstohung ISsst sieb nur
reiche Anspiolungen auf eine Gegend hindeuten, in weicht
mit den fränkischen Gebräuchen genau vertraut gewordfl
der Ervrähming von Glarentz« V. 629 auf den Peloponnej
geht nicht an, da auch andere, weit von einander abtiogeuiT
wie Zagora und Nikaea genannt sind.
1. Ausgabe: Kit. W. WagD«r. Cannba & 179-198 (na
th««>1. 244).
2. Ililfamittel: PhaiitMtiaofaBr VereBch Mll«r •llegoriacheu
SnthnR, Mee. ^^Jl. T (1894) eel. kl' nist.
H. '/.ut Ueherlicrerung; Noch anbonQlzl »ittd «n« tob Du Ca
media« cl ioHrnae Graeritiiliiii. Index Auftomm Col. 38 k. t. I'alolopu
11s. der Cod- Kscur. f. IV. 22 und dor Cod. 35 des alten 8erail«|
Werk wie die Gesdiithle der Viorfllmiltir dem Theodoroa l*r»dr«tt
und durch eiuu Vorrede an Kniaor Manuel KonmeDoe eiBS«t«ilet tsil
(weuo nicht ein« lUL^liiaclju tioarlieitung der Gaaohicilte Stopkaidtea nnd id
iat visllaiebt aucli das IS lilAltor umfawiendtf. mit AbbUdiUKea dar i
Oodioht im Cod. Atlien. TOI a. IG: .läyot lov txrijititn- at^ i»r it«4
4. Titol and Fortl«bon dos l',; llovkoUyof d. Ii. Vagnlgolohtij
iiyO( und Vofoiäyix nncli Annlo^io von -tvatMyvf gebildet, ahnlicJd
nach Baal iair«. Dan Wort boieichnH abor aue.h don VogoUtollor. GiU
^^^^^^^^ 5. TieigeBcliichten. (§ 389) ^^^^^^^OTl
Ubselben Werkes un«l verlangen daher eino gemeinsame Betrachtung. Der
Inhalt der Erzählung möge nach der gereimten Be&rbeitnng angegeben
vwden, weil diese vollständiger ist und manche Ztlgc cnthiUt, die in der
B|toio«cn Itcdaktion fclilen: Der unglUckHcho Esel ontriimt einmal seinem
EtoD Gebieter und geht Kur Weide auf eine bünachbarte Wieso; hier
jtHtellen sich dür Wolf und der Fuchs zu ihm mit der AbHicht, ihn durch
iine Hinterlist zu bewältigen und gemeinsam ku verzehren. Vergehtieh
nicht der Esel durch die Itlgnerische Drohung, «ein Herr weile mit furcht-
Mrea Jagdhunden in der Nähe, die gelilhrlirhen Freunde lus eu werden.
Der Fuchs fordert ihn viuhnehr auf. sich ihrer Geaellschaft anzuschliesson ;
ihr Plan sei, Dber das Meer in das Morgenland zu fahren, Gelder etnxu-
(Unnidhi und unter sich zu verteilen. So wandern denn alle drei dem
|iBtade zu und heüiteigen ein SegeWhirT; der Wolf wird Kapitän, der
IracfaB Steuermann, der Esel Itudi-rknccht. Da erzählt der Fuchs, ihm
nbe von einem entsetzlichen Sturme geträumt; es sei dalier geraton, zu
Üfeblen und Busse zu thun. Der Wolf beichtet, er habe Schafe, Ziegen,
Phdie, Kälber, <>eh»<en und Schweine gefressen; jetzt aber wolle er Busse
unn, auf deu Berg wandern und Mönch werden. Der Fuchs spricht d&.<i
Beichtkind von allen Missothaten los. Darauf beichtet der Fuehs, er
ftchleich« sich in die D&rfer, erwürge Enten, Hühner und Gänse; .das
Loben der HUhner ist mein Tod.* Besonders drücke sein Gewissen, dass
«r einst eine anno Witwe um ihren einzigen Trost gebracht habe, um eine
Uenne, die zweidottnge Eier legte; ausser dieser Henne hatte die Alte
noch einen grossen, rothaarigen Kater; beide hielt sie wie Sohn und
Tochter. Nun schlich er sich einmal in ihre HUtte, setzte sich neben diu
halbhtindo Alte und lies« sich von jlir als vermeintlicher Kater streicheln;
duo erspfihte er die Gelegenheit und packte- die harmlose Henne. Über
£ese Missethat fühle er jetzt Keue, er wolle sich die Haare scheren lo-tsen,
■nf den Berg gehen und Nonne') werden. Auch der Fuchs erhält die
AliMihition. Bndlich kommt der Esel an die Reihe; der Wolf bringt den
Nomokonon") herbei und orgreift Feder und Wapier, um die Stlnden des
l%mt«nt«n aufKUsehreibcn. Der Anne wiass keine andere Frcveltliat zu
berichten, als dass er einmal ein Lattidiblatt »ich widerrechtlich angeeignet
wd dafür von seinem Herrn furchtbare IVilgel empfangen habe. Fuchs
(Wolf erklären, dieses Verbrechen verdiene nach den Kegeln des Oe«
« die schwerste Strafe; die Hand .solle ihm abgehauen, das Auge aus-
sen werden, ja nach dem zwölften Kapitel des Gesetzbuches sei ihm
Her Galgen be«timmt. In dieser Xot erfindet der Esel eine List: Ehe er
rhc, wolle er ein Geheimnis oifenbaren; sein Hinterfuss sei mit einer
4«rbaren Kraft begabt; wer sie zu Gesichte bekomme, vermöge 40
Bretsi'n weil zu gehen und zu hören und alle Widersacher in die Flucht
Bchlagen. Fuchs und Wolf versprechen dem Esel Verzeihung und
indsehaft, wenn er ihnen seine kostbare Gabe mitteile; insgelioini aber
sie den Plan, sobald aie die Zauberkraft erlangt hätten, den Esel
' ') Dar Fuchs (o'lUi-nop) bl im (>ri«ohi
Fvniaiiinin.
') Vgl. S. C07.
AltenuiiHalKiiKbin IL 1. Abüg. i. AuO,
882 BriantiniHch« LlttantarfMelilebt«. HI. TolgSTfrieoh. Litt«ratar. t. Po
ZU zerreissen und aufEtizchrcn. ,S» dachten hioi der Esel abM' iitrn
andere und verrichtete grosse Tliatcn.' .'EntTtw t'Xt'yaaiy ariti xi ard
fnafifv älla Äi Innfti n^iijfiata hqXXü, xafföftattc luyäla.' Er gebieli
dem Wolfe auf dem Hinterteile des Schiffes drei Stunden lang uubewn
lieh zu knien und das Fat«rnoat«r r.\i beten. Nachdem der Wolf m m
den Empfanj; di<r Znuhurkraft vorbereitet i»t, versetzt ihm der Esel m
seinem Ilufe pltitzUch oiitigc ko gewaltige SchlAgo, dass er über Bm
»tUrzt. I>a der Fuchs sieht, wie bvdonklicli sich der Esel gebärdet, beflfl
ihn Xittem und er springt aus freien RtUvken ins Meer. Wolf und FdcU
werden von den Wellen ans Ufer getragen und erholen sich von ihifl
Niederlage. Die KrxUhlung schliesat mit dem I^obe des E«oU im« iltfl
Mundo des Fuchäcs; man miisuc ihn künftig nicht mehr Esel, sondon
Nikos') nennen.
Diese Pilgerfahrt der drei Tiere iat offenbar ein Ahleger der t»-
rDhmten (ieflchichte vom Reinhart Fuchs. Die wichtigflc^n Zflgf (Ur
EnE&hlung linden »ich in nbendlündischcn Keiiihartge^hichton wieder; doch
sind sie im griechischen Gedichte zu einem Uuuüen vereinigt, fltr welcfaa
ein unmittelbares Vorbild nicht bekannt ist. Jedcnfall» aber stammt ifo
Idee des Werkes aus abendländischen Tiergeschichten, so dass hier abo
eine Sage, deren Korn ■»•ielleicht ursprilnglieh von (iriechenland aosgegangan
war, am Schliisso de»« Mittelalter» in reich auttgebildeter Form wi«id«r n
den Qriecbcn zurückgekehrt ist. Der Charakter der Tiere ist io dra
gi-iechischen Gedichten derselbe wie in den abendländischen Versionen; laf
Mönchtum und Kirche wird so lehhaft angespielt wie in den besten Äbi-B«
tönern der westlichen Iteinhartaage. Die satirische Absicht verriU sdwa
der Titel des lllteren Gedichtes: SvtaSü^ior d. h. Legende, der m dir
gereimten Bearbeitung vielleicht aus Uückstcht auf fromme Leser geSndnt
worden ist."} Mit den sonstigen Tierfabelu stimmt auch, itta» eich Wolf
und Fuchs als Gevatter (avittxros^ cvftt'xriaaa) anroden. Daneben flnto
sich manche Abweichungen von der gewöhnlichen Cberlieferang.
Abhßren der Beichte ist durch das Traumgesicht des Fuch.'^es bew
motiviert: die l'ilgerfahrt der Tiere, die sonst als Landreise gedacht
erfolgt hier ■— für eine griechische Bear))eitung sehr bezeichnend —
See, und zwar wollen sie auf den ßerg d. h. nach Hagiou Gros v
fahren. Eine besondere Differenz entsteht dadurch, doss im Oriechi
der Fuchs als weibliches Wesen gedacht ist und so dem MOncbe Wol
eine Nonne Fuch.s zur Seite tritt. Auch die Geschichte von der »li
Witwe, die der Fuchs durch seine KaterShnlichkeit betrflgt, scbeint
') VolknlUmlii^hc Korni von Nikolaoi,
in der liior nnlürlich ilio Alilfitiiiig von yiniiu
hvtoiit ibL Man erinimt nvh bei (litmam
Namnn an den Eseltreiber KulycLe» unil
den Kitnl Nikon, dte Kaiaer Aag:uatiia naoli
dwr Si-blnrht von Niko|iolis Jn iwei E«-
atatiieii veruwigt«. Uicba«) OlykiiB ed.
itono. S. S80. f-15. Statt Kiityches bietet
Nikotns Akomiaatoa cd. Uonn. S. «60,
I« Niknndros.
') Dem ncckiarlieD Tilol der alteron Ra-
dflktioa hat oh d«r vkruma ;-«J*f«
danken, dons er ricblig unter di« Ufiljg*!
anrgenonwen wurde. In der
doa Cod. Vbdobon. 244 (297) Ikat «
lieb: ,Anoii}-mi eaiusiUai anctMic
tiuin eive noiralia eiHciaota da qnaJ
Gadaro. sanetitalo vilae riare, lii
Oraeoobarbara*. P. l.arube«ii oonunM»*-]
riovtiin de Aosaattaaiaia biblioUe« Cmh»*]
VindoboaMui lilnr T (1778) UI.
6. TiOTgeachiehUn. (§ 390)
883
nicht vontukotntnon. Eclib gricchisck 'mt auch, Aas» dor Fuchs bozw. die
äiaentoi' sich Scliük'rin des wüi»6[i Looii nennt,') worunter natOi-Iich
nicht, wie Grimm") meinte, der TierkönJg Löwe, sondern der durch seine
Orakel zu einer populären Figur gewordene Kaiser Leon der Weise
(s. ^ IWii und 3:tl)) 3!u verstehen int. Die bekannten Eigennamen des
K«in)iartkrei»et(, die bei den Germanen und Romanen typisch geworden
sind, blieben filr den Griechen unverMtändlicfa und wurden de»halb weg-
Dan VerhSUnis der zwei griechischen Reinhartgedichte ist nicht
gend klar; wnhrHcheinlich aber stammt nicht die jüngere Version aus
älteren, sondern beide aus einer gemeinsamen griecliischcn Vorlage.
Als Entstehungsort der Gedichte, von denen namentlich das zweite von
italienischen Wflrtern wimmelt, kann wohl nur eine jonischc Insel oder
Kreta in Betracht konunen. Da»» beide Bearbeitungen einer Kchr späten
Seit angohüron, beweisen nicht nur die Sprache und bei der zweiten die
Anwendung dt« Reimes, sondern auch sachliche Gründe, wie die Erwäli-
■ung von Feuerwaffen (Bmnbarden u. s. w,); in der zweiten Version findet
sieh (V. 488) schon das ttlrkincbe Wort für Flinte (tov^txi). Eine Spiit^
grenze ergibt sich für die erste Version aus dem Alter der Handschrift,
die zwischen 1508 und 1560 geschrieben ii^t, für die zweite aus dem Da-
tum der iilt4.'sten AuHgabe 1539. Damach dürfte die kürzere Bearbeitung
um die Mitte dos lä. Jahrhunderts, die ausführlichere am Ende
leaselben oder erst im Iß. -lahrhundert entstanden sein.
1. Ausgaben: Die ersto (reimlMa) V«rition eil. uns CoJ. ViuilüK IIk-uI. 'iH W.
inar, Cumina S. 112—123. — Dm xwoitu (gerHinitu) Version uniibiiMi xuBrat a\a
liubebM Volkabucb, Venedig lS3d. Dmi VMieiianet Druck von 1^32 wioUerliull»
[«tiMr ttwiflichsn IJttaradiielonsobeti Rinloitiing und eiaem an MMsvoretandriiFs^Ti reidie«
hnr Jar. CiTimtn, RnndBchmben an Karl Lnolimfinii llber RoinbnrI Fucbs, Le)|iiig 1840.
[Jtanucfa rbcnfalla wiederholt von W. Wngner, Cnrmiiia S- r24— 140.
2. Hilfitnittcl: ADiiljrse und litte rnrliistnrisciie UntorsucUung rnn Ch. Qidol,
Im aar la lilt. gr. mod. S. 331 — 351. — N. Polites, J'i/iaidi; ^i;iXw. Tviriu 1877
► — 664. — Litleraturnucb weise tu doutsehen, frnn^Osi sehen und nndeton Kainbnrt-
bkbtflD: K. Ooedeke. Uniudrisa xur Goacbichte der deutsclien Diclitimg I' |1W(<4) 15;
f.; 7U f.; 481 IT. — Gaslun pHris. La litt, fruiifiiisi) uu tnuyuu-figu. l'uris 1S89
117 ff.; 2&6. - ]1. P. Junker. Ürundrias dvr 0>7acliichtL' der frauzIlBisrbvn LitlerHtur,
ttr 1889 8. 101 IF. — UOcIist bedenklicbe aUetSvi'iai.-be Doutuiig vou K. N. Sullias,
f. ptfl. 7 (IK94) etX, X« xln.
8, ZdTorglpirJipniiiiidinnnche neiigriaohiBche Sprichwörter, in donon derFueba
lUl Wolf varkcimmen. S. z. Ü. Benizoloe, nitQoiuiai, itiftütnt, (( l»i., Uoratu-
1Ö67 a »2, 5-12; 196. 272-204.
S90. Der Porikologoa, Jtr^yt/ats toi' nw(nx»i.6fov d. h. das Obst^
ist eine kleine lYosaer^Khlung, in der eine Versammhing von Haum-
llt«n geschildert wird. Unter dem Könige Quitte versammeln sich der
TnichMKS Granatapfel, der l'rotonotar Birne, der Logothot Apfel, dor IVoto-
Tnetiar Pomeranze, der Protostator (so!) Pfirsich, der Grosädrungar Zitrone
[Ud andere Würdenträger. Vor sie tritt die Traube und erhebt gegen
Beamte des Obstreiches die Anklage auf Verschwönin); und tloch-
Zeugensdisft leisten die Äbtissin Ulive, die Hauaverwalterin Linse,
') Uorainite Beaibeilung V. 104: »ni roi'
Aebnlieb V. :,0S.
<J A. nnten a. 0., & 70; t05.
68"
BriAntinUelie Lätt*r«t«s*«ehleht«. HL Tolgirf rlveh. LtU«r«tsr. L PoMit.
ilio Nonne Korinthe, die Eiilennase Erbav, der »chwkncäagige BaucliM.hii'i-
ling Bohne d. a. Gegen eie erhebt sich Herr ZwiebHng mit doppvlu« J
Dod dreifaeh«m roten Cbenrnrf, seinen Bart auf dem BodoD ttchlfippttid, 1
und HC'liwnrt bei allen seilMD Terwandtcn, winem Bnidt-r Knoblauch, suinen ]
Vetter Si-nf, Hvinem Neffen ReUig u. a., die Anklage der Traube sei et-
logen. Kur Entscheidung des Proizeflsee werden die Archonten und Hege-
monen berufen und mit ihnen die kaiserliche Leibgarde, die Warenga;
tm erM:buint der rroliüche, alte Kriegsriefater Melnue, der Sokellario« Qvriw
u. a. I>io Traub« wird der Lüge Uberf&hrt und der K5oig verkündet du
Urteil: üe »olle an «in krumme« Uolz gehBngi, mit Messern geecfantttcB
und von Männern getr<;U.>n werden; ihr Blut äoUcn die Menschen tiükfO,
um sich zu berauschen und den Sinn zu verlieren. Die Archonten klitLscheB
Beifall und begrUsAen den Künig mit der byzantinischen AkklamatioD: Si
Den Kern dicK«r ()b))tgc«cliichte bildet die Schilderung der gefähr-
liehen EigonHchuften des WeinoB; gleichzeitig aber enthält sie eine stchtn-
hafto und gutmütige Parodie des verwickelten Apparates der byiutini-
»chen Amter und Titel.' Welcher Zeit der uns vorUegeiuJe Toxi
hßrt, ist unbekannt; doch dürfte der Kern de-s Werkes, wie nameiitlicJi
BrwAhnung dcrWarangon xeigt, vtoMcicht noch ins zwölfte Jahrhun-
dert xurilckgehon. Au« oinor nicht erhaltenen griocluBchen Version
l'orikoIogOK, die einige eigenartige Züge enthielt, floss eine serbisc
tilovenische Übertragung, von der bis jetzt drei Handschriften kek
sind. Auch eine türkische Bearbeitung des weinfoindlicbuu ätüdiu i
überliefert.
1. lloiKtHcbrifton und Aiisgitli(in: üon |^«r.liiii(!h«ii T«xt Mlballen itt
Vindub. tiii-ul. 344 unil in cuirr «twos ohgdkUraton Korm der Cod. Vatin. ^16. - 2
wurdi' ciiiu jllnjtoru uud vurkQixto Uourlioitung i^adruokt In; Biot Aiiiai:tn rav ^rp
Vuuodiv; 178:1 S, 93 9Ö. — Aua dem Wiener Codex cJ. den Tor micnrt K. Satli»*
der /lOitunit KAiiiu 1^7] Nr. Slti, -— Aub drtiisiFlIwn Codex cd, W. Wagnir, CWaai
8. 199-21)2; S. um fl. riio Viiriimteii dM Vun^tiancr Druikm. - Di« »«rbMchnlu»'
iiiKcho BoRrbDltungad. V. Jagi^, Aroh. slav. Phil. 1 (I^^ti) ^H— 61~, wn aaob VanMtlM
HUB Cud. fori». 2S16 mitgntrilt sind. - Dm tnrkigriien T«xl «hI. 0. BUn, ZaHaebr. t
dvulsi-lieit niargi>ntand. rumollsnhBft 2K (1874) ^6E> f. — Dentsche t'eber»«ltiini[ i»
tarkiHoUcn Tt-xItMt von H. KohUr. Arvh. oIav. rhu. 2 (1ST7) 102 IT. - VrI. AI W«ii«
lofsky (d. Ii. Vusulovakij), All&tuviifciio Kroiii- und KoboniAgtit, Ras». R«nM U (1
180-142; hea. 1&0-1V2.
2. Titel: lliaQiKalöyot ist niic)i Analogie von *v«iniöyot, notinliytt pUldd
nw^Mn — öna>iiiita .Obst*.
S. Ahfnssangatoil: Eiuigen Anlialt tat Bestimmung der FtQligr«nie fv
vielluirbt din nogoftllirtiin t'rOcfale. Von der Liinone, die sie Grosadrangar aanritt, |!
V. Hebn. EiilturpUuuon und Hamliero 3. AuH. 8. 390 (6. Aafl. S. 43«), daaa «• am 1
In Kiiiu|>B uuub niobt bekannt gewoeon »i; dndt bat it» von ihn arngMiaU % ~
ulTeiibar nur fUr Weateinrapa Baw«i*braft.
4. rsarologoe: Zti den hier ufgotlblten Tiec und FflaaMOfeKkicklM k>
noch üin IhtpoUyoi (Fiecbbucb). von dem hü jelxi eine eimge Ha, der C<id. Kurer.
IV. 2-1 boknnnt iol. \». R. Waimoh. Zur EMurial-HaadacKrifl V. IV. SS, B.2,HÜß]
Kine baldixD VoriiirnnllichnnR di««er KüriUt «fire Mbr eroBuschl.
U. Ein vulgargriocbivbpa (ledicbt flbet den Kater und dis Maa* tteU
Ced. Vatic. 1139 fol. 4J S. Inc. '(' atitic «li i ii»rtiri( Itmfmr nmXotir^,
Zweiter Abschnitt.
Prosaische Litteratur.
39t. yorbemerkung. Wie die Volksapriiche im Altendlande zuerst
rzugsweise in die I'oenie und ProRadichtiing eindrang, ao genchali es
ch bei den Byzantinern. In den onisteron «nd gclelirti'ren Prasugattungen
liott »ich taut ftusäclilietwlich die traditionelle Kunstsprache. Wo man
8 Vulgärgriechische für Prosawerke verwendete, geschah es in der vor-
rkischen ^eit wohl nnr bei vfilligem Unvermngen die Schriftsprache zu
hraijchen oder bei der Unmttghchkeit ihr VorstÄndnis voraussusetzen.
^klärt sich die /ulatisnng der niodorcu Kedcweiso in den italischen
■unden und in den cyprisehen Assisen und Chroniken. In den
DCHdiclitungt-n wie im Syntipas kann die Anwendung der Volkasprache
A|t mehr auffallen als in den versiÜKiorten iloniancn- Die ErzHhlung
■ Barlaam und Joasaph und der Ptirstenspiogol, die ich in diosea
Kehnitt atifgCTniimnion habe, golK>n.-n ihrer Form nach in die kuustsprai^h-
ho Abteilung; doch hängen sie nach ihrem Inhalt und ihrer litterarhistn-
ehen Htellung so eng mit den Volksbüchern ziiRHmmcn, dass »io nicht
iM von ihnen getrennt werden konnten. Mehr Anklang hatte eine dem
lUcalOmlichen genäherte Prosadnrstollung in der vorkomncnischen Zeit
fiindon. Malalas, Thoophanos und Konstantin Porphyrogennetoa
Boichnen hier drei hiJchst bemerkenswerte und charakteristische Versuche
r Ausbildung eines vulgärgriechiachen PrORastils. Doch wurde die von
wn beti-etenc Bahn infolge der litterarischen RoaktJon unter den Kom-
Ei verlaj<»eu. Ks fehlt zwar auch in dur nun folgenden Periode des
liehen Purismus nicht an Vertretern einer vulgäi-en oder halbvul-
Ausdnicksweise: vor allem kommt das Volksidiom in Paraphrasen
Bstsprachlicher Werke zur Geltung. Die allgemeine Thatsache bleibt
er boatehcn, duas die lebendige Sprache in der Prosnlittoratur nur
le dOrflige und gleichsam zufällige Holle spielt Um »o mehr mus«
tu «ich henitthen, in den schriftsprachlichen Texton die Spuren des
Igftren Einflusses aufzudecken, und an ihnen ist kein Mangel. Die
üssprache hat sich für ihre offizielle Zurückweisung aus der Prosa ge-
tbi. indem sie heimlich in die Texte eindrang; unfreiwillige Vulgarismen
ge6 BrinatitiiBche Litt«rBtnrgM«hicl>te. m. Vulg&rfTiech. Iitt«ntar. S. P(«n.
laaaen sicli s*am 6. bis zum 15. .lalirliundbri duiTh die gaiizu PruMÜiUcntiir
verfolgon.
892. Barlaam und Joasaph (Josaphat), der berÜhmteHte and bwtt
goiiitlicbu Koinnri des Mitk-talkTi«. ^«Itört zu den tntcrnationAlen Votk*-
btlcheru, die vom fiTtion Ost^u bor Ubor Asien. Norda&ika und Knnipt
verbreitet wurden, äeiri Inhalt »oi kurz angudi<ut<^t : £in heidniitchtr
K^nig in Indien, namen» Abennor, erfährt durch Sterndeuter, duie Stil
durcli tichüiibcit und KhighcJt ausgezeichneter Sohn Joaisaph sich ttt
diriiitlicbon Religion Kuwcndon werde. Um die Erßllung diotwr Prc^i^
zeiung r.\i vorhind«rn, läast dur König filr (wincn Sohn L-lnen horrüdba I
l'alaüt liaiien, damit er fem x'on allen Übeln des Ltbeun in immenrlliwigl
Luat und Freude erzogen werde: in aeine Umgebung kommen nur DicniT,
diu in Jugend und Schiinlicit prsngt-n: kein Fremder wird zugclaweti, d»-
mit Joa^npli von dcT Vvrgüugltchk<^'it de» Irdirtchvn uicbta erfahr«. Trab«
ilvr KÜ-ongon Bowachung erblickt der KBnigBSohn durch Zufall
Kranken und t>inen Blinden, ein anderes Mal einen Greis, endlich
einen Toten. Er forncht hei seinen Begleitern Ober die OrQnHe
ihm froher unbekannten Eri^choinungen und beginnt, was or geti«hea
gehört, unaufhörlich zu erwUgen. Entscheidend ttlr ««eiBO innere Wi
delung wii-d die Begegnung mit dem strengen Aitketen und Einsie
Barlaam, von welchem er in den cbrietlicben Glauben ein{
Vergeblich verHUcht Kiinig Ahenner seinen Sohn von der neuen
abwendig zu machen; zuletzt cntschticsst er sich, sein Keich in zwei Bill
zu teilen und dem Sohiio eine derselben zu ill>erla88«n. Joai^aph Ober
diu Itegierung, leistet aber bald auf die Krone ötfeotlich Vei-zicht, um «(1
in die Einsamkeit zurQckzuziehen. Er bekehrt die von seinem VtAtr
geordneten Boten, endlich den Abennor »elb»t mit seinen Unterlli
Nachdem er so seine heilige Sendung vollendet hat, begibt er sieb in
WUste und he8ohlie»st sein Leben als fi-omuier Einsiedler. Sein Lcidin
wird in einer herrlichen Kirche beigesetzt und verrichtet viele Wn
und Heilungen.
Der ästhetische Wert dieser feuingen Apologie de« christlichen
in welcher der Kampf gegen die Weltlujit mit (Iberzeugender Kr
schildert wird, ist Über allen Zweifel erhaben. Die Komposition ist
tretriieh.' die Cieg^nsStze der Gesinnungen. Personen und Zustliixlc
ausgezeichnet verwertet. So musst« das Buch auf die gläubigen VOU
Europas den tiefsten Eindruck machen. Und doch Ist die Herkunft
Werkes nichts weniger &h christlich. Wie die Sindibadgesrhicht«
und Kalilah va Dimnah ist auch der Harlaanironmn von Indien «m
gangen: er ist eine im christlichen Sinne vorgenommene Verarbeitaag '
Lt'bensgeschichte desSiddbftrtha, der später unter dem Namen BodJIi
Stifter des Buddhismus wurde (f M.H v. Chr.). Die historisch© üruiiJ
der Erzählung ist also nicht ein Joasaph und ein KOnig Abt^nnor.
tliatsiicblich nio existiert haben, sondern Buddha und sein Vater,
König von Kapilavastu. Diese merkwürdige Thatsache ist dnrch
genaue Uberi.instimmnng der Barlaamgesthichte mit den in io
CJuellen erhaltenen Nachrichten über das Leben Buddhas völlig er
BarlMim nad JoABspli.
39!— 392)
887
^br Verfatu^cr hat dun crziltilondcn Teil mit gei-ingcii Abweichungen
^■8 dor Biagruphie Buddhas ontnummcn und nur den christHch-dog-
Hatischen lohalt selbüt lünzugcfügL Ausser der LebenRgfiHchichte des
Hiiddha, welche den Kern des Werkes bildet, haben auch andovo bud-
dhistische Dborliefei'Ungen Aufnahme gefunden. Dahin gehört vor
^Bbid die borflhmto Parnbol von dem Manne, der »ich vor dem wGtenden
^nihoni flik-htut: Er stUr.;t in einen Abgrund, hält sieh glUcklich an einem
^BUinL-heii fest, bemerkt über, dus» eine weisse und eine etchwarze Mau»
Haufliörlich die Wurzeln dea rettenden Baumes benagen, während in der
Hafe ein furchtbarer Drache den Schlund gegen ihn aufsperrt; mitten in
Bicher Nut »lebt CT von den Zweigen des Baume» Huuig trüufuln und
richtet, aller Gefalir vergesuund, seinon Sinn auf den sUsseu Honig. Diese
Geschichte soll lehren, wie der vom Todo (dem Einhorne) verfolgte Mensch,
IUI dessen Lehen Tag und Nacht (die weisse und schwarze Maus) unauf-
hörlich nagen, in kurzsichtiger Verblendung sich um die eitle Weltlust
(den llouig) bemüht, obächon ihn die Hülle (der Drache) bedroht. Die-
selbe Erzählung, dio in Deutschland durch das Gedicht von Hlkkert popu-
lär geworden ist, findet sich auch in Kaliiah va Dimnah und in anderen
oritintalisclion Mchem; sie ging in die mittelalterlichen Uesta Uoma-
norum ilbt^^r und ist auch in einem vulgärgriochiechon Worke, dorn
Apokopos (». § 379), selbständig verwertet; von ihrem Ansehen zeugen
puttelalterliche Bildwerke wie das berühmte Relief am Baptisterium zu
Parma; byzantiniGche Darstellungen der Parabel schildern mehrere Ge-
rl6 de« Manuel Philes (a. S. 777,4). Unter den christlichen C^iellen
Werke« ist dio wichtigste die Apologio des Ariütidu» {am dem
B. Jahrb. n. Chr.), deren »oust verlorener griechischer Text geradezu auB
dam Barlaam hergestellt worden ist. An den zwei Stellen, wo der itoman
•oanihrlicher Ober die Pflichten des Fürsten handelt (S. 308 if. und 331 ff.
bd. Boiiutonado). findet man eine weitgehende Übereinstimmung mit dem
Doter Ju£tinian I vcrfassten König^piegel des AgapotoB (s. § 190): doch
Bpridit der Umstand, dass im Koman die Gedanken ganz anders und on-
Bcbuinend ursprunglicher geordnet sind als bei Agapetos, mehr für die
Annahme einer (unbekannten) gemeinsamen Vorlage als fUr direkte Bo-
uQtzung des Agapetos.
Über den Verfasser und diu Entstehungszeit de» griechischen
fiarlaam schweben noch maiicbu Kontroversen. Die Ansicht, dSM» Jo>
haonea von Damaskos der Autor des Werkes sei, ist jetzt allgemoio
kufgvgeb«n: or ist nur in einer Gruppe jüngerer Handschriften als Ver-
tafiser genannt; dagegen wird in allen tllteren Handschriften do.-< Harlaam
SoBtiminig bericht«t> da«s diese erbauJiehc Geschichte von Johannes, einem
Btoclie des 8ahbasklo8t«rs, aus Indien nach Jerusalem gebracht worden
JUptfit'yifi, nef>f tr^r ayiav jtöXiv ntttvixiiiTaa iiä'iiomfov fiovaxov, ävÖQÖ^
t4fii'w »ai diaQi%ov /(oii7> i«? äyhv 2üßßa. Nur uwei Handschriften ver-
merken im Titel, das Werk sei von Euthymios, dem Iberer (f 1026),
ins Griechittrhe übersetzt worden. Dass diese Angabe nicht richtig sein
an, bat Zotenberg nachgewiesen; aie stammt otTenbar von cioom
Barlaaiu aod Joasaph. (§ 392)
889
ürti Ulli) DootilAland mUrk verbroitotcn Überfettung An» griechischen
•xtci«, deren Utost» Ilaudiiohrifton in» 12. Jahrhundert zurnckreichcn.
Di'utscliland wurde er vornchmiich durch das Bchöiie Werk des
udolf von Ems (ca. 1220 bi» ca. 1254) bekannt; zwei andere deutsche
trstonen gehören ebenfalls nocli dein Vi. Jahrbundort an. Aus dorsolbon
üt fttammt eine christlich-arabischo ÜberMctxung des griochi^chen
izt«fl und eine französische Bearbeitung dem lateinischen. Der chri»t-
niMmibischo Bnrlaam wurde im Iti. Jahrhundert ins Äthiopische Ubei>
tvt. Auch zu den Slaven und anderen O&tvüikcm wie den Georgiern
d Armeniern ist der Barlaam Qbergegangen. Neben der cliriRtlich-
ibittchcn Cber»«t2ung i.st eine Sltore nichtchriittliclio arabische
ireion vorhanden, diu nicht aus dem griecliiüchcn Tuxtc, sondern aua
«m Pehlevioriginal abgeleitet ist. Aus uiticni äolchen arabiBchen Text©
18 die hebräische Bearbeitung des Ibn-Chisdai (im i:i. Jahrb.). End-
I muRs ein alt«r syrischer Text varausgesetzt werden, aus dem wahr-
oiiilich die nrmcniBche ErxJlhlung stammt. Der syrische Text selbst
violluicht die Übersetzung eines älteren verlorenen griechischen Originals,
i wulchom der edierte griechische Text eine erweiterte ümaibeitung
steUL
1. AuBgab«ii: Ei«t« Anagabe dea grieohioohen Text«a von Fr. Boiesonsde.
Isdat« gr. 4 OS33). Boia§onad* hat, um «iuer vuii Sciitnidt nnd KujjitAr ge;il&nten Ana-
I savonakommvn, mit grosaer Eilfortigkoit gcarVeitet und »olliBt von den 30 PMiser
Otir CW«i bandUt. -- Seine Ansgale wiirdD wi«(lorhii|t l unter <ton Werken <lea Johannes
DMaMduM) bei Uigno, rntrol. gr. 00. HäT — 1250. — Kine ncuo Ausgnijc des grieohischen
lern wnuiÄdleto obnn Kenntnis dur Ausgabe von Uoisaonnde nuf Grund von .Athoahaa
broaivs Kechujuglas: 'latOQiu avyygmfiTiiii ntigii toii iy äyioii 'lioätro« lov ^afia-
•#w AvJln^j'furni-on töv jSior iiör ioiiaf niirigiai' jjpiüy Hat/Xaii/i "ir 'liaiiaatp n'vcjtifaror
[ (!) ^aifiVorai ^tj iiXtirmii i-nö Xiarffforiov fioyajcov 'JyioQliiov i* 'PniJttiiav Itf^n-
yXav ini >fi ^n'att fitflflifirmr jctiiinyoiirpiuy iijc iy r^u liyiuirvfuii öqh U(f"( Aiijfiaic
9»'>tff<^';ioQH ''Irvtit, Atlion l^*S^. — Eino lutoiniaobe UeberseliMinK du» gricolii-
B T«xte« wunle ufl K«druckt. z. B. in dun Opera Joannia Uamnac, BaHilvae ibli
B-904.
W 2. Ililfumittol (llorkunft, Ahfassun^tsieit, griechischer Tox(}: Kntiflclie Bemer-
keD und Vatiuntcn zum grindiischen Text aus tJ Wiener Hm gsXi A. Scbiibort,
m<sr Jiibrbikhor dor (,itt<-mtur Ki (lNa8) 44-83; 72 (1835) 274-288; 73 (I83'>) 176
WS. — Litt«nubialoriiiohc Abhandlung von Val. Schmidt, Wiener JabrbUeber der
ntnr 28 ll)i24\ 'i'i — ih, - Tb. (irAüne. liehrbiiuh einer nllgemoinen LiterürgcsduRht«
, SSI; II 3, 4w. — Jobn Dunlup. liosehichti' der Prusnd lobt <tn gen, aus dorn Eng-
Uo übartragMi von Felix Liebredil. Beriiu 1^51 S. 27 ff.; 46;; f. = History of proso tlctjon
188^1 64 (F.; 90. - Karl Üoadeko. EveryMan. Uuimuver Ii^65 B. 1 tl. — Nachweis
indJBcbeii Herkunft des BarlnMiu: Fi-lix Liuliracbt. Die Quellen dua Barlaam und
i|Ä&t. Kb«r1i> Jahrburh Rlr romanische und engliDohi.' ['itterntur '2 (I8G3) 314—334. Mit
i;eti Vdriiiddmnsen wiederholt in: F. Liobrecht. Zur VnlkAhunde. Uoilbronn IXIÖ
4t— 400. lUlicniicb mit ZusAtxnn des Ueberaetxera Emilin Tnza, Fonti del Unrlajun
lii-»iiiifsttn in den; Saoro rapprennntniioni dni gocoli 14, l.*! c Itl, nicooltn o illnatrate nor
t dt Aleuundro d'Ancona vol. 2 iFloreni 1872) HU 16'i. Vgl. noch l.iehrooht,
MwturbUll für (cvrman. u. roui. I'hilologio IS)S4 8. lll<. — K. Cosijuin. La Ugeade
■■tBte barlaam et Juüanbnt. Kevue ilva ciueations hiatoriijues 'tö (188(1) &7t)-'600.
■darbalt ia deaaelben VerfaaHerti: Conto« pajiulaires da Lorraine 1 (Paria 1887) Introd.
17— «6. - Mai Mllller, Sol«ct«d Maats 1 (1881) 538 IT. - iS. Landau. Die Quellen
. Dtfkaaeroii. 2. Aufl., Stnltuart 1884 S'. 221-224. — Ceber eine bei ZotenberK und
hn ao«h mcht gnnannte Hs dM [bererkloüteis anl dem Atboa vgl Sp. P. I.nmprus,
ü^tKil gti^y^nifa, 'Karin v. 21, November 18H3 (Nr. ITl, — KonOtznng des Garluira
idi eitlen ItnarheiUr dor liogpndn dm b1. Mnrtinian nachgowiesrn von 1*. Itnbbo«.
t htgMtio 4e* bl. Mailuiian. Wirnnr Studien 17 (1895) 271—277. Die xwi
■Mtefl Hauptscliriflea vorilunkeu wir /^lenherg und Kuhn: II. Zotenberg. Notiee hut
te de BluUain et Joüaphal, Purüi 1880 (= Not. et extr. 23, 1). Er handolt nuinetit-
890 ByzantiDiacha IdltoiftttirEMclucht«. UL Ttüg&rgriecfa. UtUntar. & I
li«h dbiT dir AbfMoiuiijHtNl uiid di-o Autor des BRfU«ai nnil fiU liHuiluriihnirii«]
terinl zum cTMiohUohoii Texte, Huwio AdmUb« au» dor chrifltlidi-uraliiaclieii miit uiuM
Vmwdd. Vel. diu BcaprceliuiiKrn voii tinnton fariH, R«ruo critiqoo 1S96. JtfH
biN447. und J. lUli^v}'. Kevuc <lo rhmtuiro du» roti^iaiu l.S (1887) 94— ItK. -^H
UnriMin und Jou.a|>b. Abliaoill bajir. Akad. -^>. Ud, 1. AR (IS94) l-fö ^|
Tunkte <l«r D«ilei;uiiBi.-ii Kiilinn werden wcilcr vatfotgt in sw*i Mt^iaehm ScUiflJ
jaouba. Karliuim flnd Joanpliat, Londou 18^6. — V. C. Conybear«. "Hu Btdi^J
Joea|>bHt r^nRcnd, FolkLorr T (189S| 101 -148. |
D. <irin<:liiiii:hn Quellen: Dam der illr v«rloi«D selialtono gtioehiKtf j
der Apologie dun AristidcH, von welcliur bis daliin nur vrne »friMibo und va^J
t'ubeiSL-txuuu; bvkuunt wur. in der Prodigl Nachurs (BdiUam ud. ÖouaoaaAt S UlkJ
dHzu ein kt«iiJVN StDclc S. 4$) vurli^lCl. Iiat J. ArniilAfce KoblB8»li «atdeckt: Tbe^J
or Ariittii!«^ un hekaK of tili? Christinnn Uom a .Striae Kis frmtrti on uinc>J
odi(«d witk HD uit(o<iu«t>iin nnd tiaiwtntion bjr J. Knidol Hanw ele, Witb *t *r(» j
cnntnlniii g thn ninin poition of the origiuul (itevk t<ixt by J. ArinilVifaj
kinion tle., Cnmbridgc. rnivmily pre» Itfdl <= ']>xt& und Ktodio«, «ditMl HMU
tage Kolinnun I 1), — Wenig Nvties brisgt M. I'ivHrd, L'apalogio d' \iviÜ4t. a^^M
-- Einu Rekuiijitruktion der uiHjirflngliotiDU Uestalt der Apolouic dm AriitiilM »/(^^H
BT m^nieclivD Fin^meuta, der nj'riAcliua U«b«rMtxuiie und dtr im ilarlwnniHi^^l
walirlon ttrierbiMlieii KaaciimK, (Qr welck« vier u«oe Um beiitezo^en varJM «H
Kdgar IJonnock«, Die Apologie d«« ArJAlid«», Iieiptig, llintitko lt!*J3 { InliafI
L'nterüUchungAn zur Geschicote der nllchiiftilicban I.itt«ratur kerAUMtg. von '-> imM-I
liiirdl und Ad. lliii-nack IV 3). — Kbonfnlli ein« RekDnstndttioa yu: R. Mtl»'i Ai|
Apulouie dos Aiiiilido!! untersucht and wicd erb (trgosl eilt, PorarhnnKMi inr l^adinl» MI
neuteBluioentl. Uunonn und dor nltkirohL Litl. hcrausfieaeJicn von l'li. v, ?,*lin J Jn*!*!
I8W) 160 414 - /.iirtjudle dur ErOrtMUOgcn Ober die PUichlou d» Umma tf"*l
lor. D«r ItuniHti Itnrlaam und Joasaph in aeineni VerbKlt&is sa Agiipets KhupifiifA'l
Z.2 (l^Mi 444-4B0. I
4. Vorbrvitung des Werkes: liitteratur la den duiitBcbeii B«iil'i'i*^l
bei Karl Gueduke, Ürundri«» xiir tieschiubl» der deutschen DicbluuK I' ilWli-'-l^^-l
878. — t'ftber di« illt«3t«n deulsolion Drucke «. ß. Muther. Die dsnholie Uli*«*B
stralion, MOnchon 1S84 8. II. - Dantsob« UobMaottunf; des ^riecJuicto 1^9^^|
Felix Liobrecbt, Manater 1K47. ^.^1
Frautösisobo licnrbcitungon: Ilnaondcrs intereiunnt nind Fragn3<'Bl"''4^|
■Seisohoit UoberaoUung. die nicbt. wie diu Dbrigen franiilaischon L'obowrttuni;«'! ■".'^^
lateiniBOheil Text«. Bondorn nucb dum griBclii Beben Original gemucbl ist: i'. )!(.""■ '^'*l
monts d'une ancienui^ (rnductiun fraucniae de Barlaam et JoBBa[>h, faiw anr I' >^^l
au eominencemrtnt du tiuizi^nie nitele. Uibl. de räoule des ctaftw VI* «dtia i ^.^^
bis S34 {der frHiitasisib« Text siebt im Alhoscodex lb«nMi Nr. 69 am Rand« i* P**!
Süllen TexlnHj, j.jM
Arabincbft ll(>iirb«itung«n : Zntenborg, >. a. 0. Duii; Fr. Ilommd, (^''Sl
snbiscbö Karluamvcniiou, Vorlioudlungitn dca 7. internationalen Orirntalutiati^^H
■oniil. Sektion (Wien IW7) S. Il.'i ff. Von Uommol wird auch eine Anwlb« '^J^H
digon ambiscken Venion und dpa nus dieser fiberaeixten pDrniBcheDTextM™^^^
lleliraisvbe Itcduktiou: Natban WciBalovils, l'nnx und Derwiiick^^H
aoh*r Konijtn, entbuttend diu Jugendi;c^Bobiobte Buddliaa, in bubrainclier DanHll^^l
dem Mil(«lnltei'. nebHt einer Vergteicliun^ der snbiBulieu und KrievliiBcbwi ''"'^^l
Mit einem AnliauK IS. I3i»-17>i)' von Fr. Uomnicl, Mnudieu ~1Ü<90. - Aul J"*^
linuf: bezieht «ich dor Artikel von R. 0., AUxius, Josapbat, Uuddb«, BiJifjj
<MUnr.-Lennr> nllgcinrinKn ZrilunK IJ^üO Nr. 207; 'Z\h: S17. Hie von Uommol UT**!!!
und vun R. Ü. angcinommvna Hnhauptung. dn^ die Legend« ron Alnxis*. d'B " 1
Uottos, ein Beflex d«r tJuddha-UarlnaniiiPci'blcibte sei. subwebt in dor Loft. .,^|
Slavlaobe und sonstige bitliebe liuurbeilungeu: A. Kituti^nikav. 'J""J'!J|
Bomano in der neueren Litturulur, 'J Teil. Cbarkuv Ib76 (nua.1. Vgl. di« '■'V'truil
spreoliung von A. VesulovBkij. Joura Uin. 1^7 lld Vi'l Juli— Auguil & tJ^A
~ St. NoTnkovie. Ilnrlsam und Jouaph. Belgrad I6S1 (^ UlasiLlk Sml4j9
Druttvs. Bd 50} (serbisch). — M. Gaster. Litwstsra poiialan romaas, w«^^l
8. 3S-63. Vgl. desselben Greeko-Slsronic. London 1887 8. III ff. — BineB "^fSI
Anmc des Barlaam verOfTenUichtr die (icselUcbnft der lYBiutd« im altM ^"^^3
Nr. 88, Petersburg 1887. — Iv. Franko. BnrlHum und Joassph. All<lifirtlk4rt£"^3
Komnn und »ciim lilturarisobe iJcscbichto. Beignbu: Zeichnungen nnd Twy*7_^
einer H» des li). .TaLrb.. Znpiski der wiss. 4ieMilUch. Snvtenko, rol. 7, LtmlMif l**"""!
rnss,) (mir unxugSnglicb). kSlIatJ
Ueorgisohs Bearbeitung: Textproben mit oiagebooder ErOrteroag g**^ 1
jpBa. (§ 398)
891
dM BalAvar. UntsinisoUn V«rwoii Her «rliaiilicheci G«adiiuhte von ElArtoam und
TMfnki dnr orienl. AbteilunR il«r k. niM. ari^hAeolog. Ooselliicliart III 23^—960.
jCahn, H. a. 0. a 9 IT.
ilwi iwai arm<!iiiiichc> ItRdnktionnn horicIiUt U. BrosBflt, Kall, äo rncnd<^mi(>
OM de Kt.-r^tnr»boars 2i (1H7M) 5ni--r>67.
BililioKrupliiL-: Kino vulIntllDiIi^» bibliograpliivcbo Uoboniiolit xAinllichor orien-
iiod occldBntlLlillclIl^r Vunianou d(-H ttnrljuiin Hndot man in der oben orwlilinlen
ui); von E, Kulin.
*8. STütipas. Da» borülimto Volksbuch, wL'klio» in <loii oriontftli-
roretoneii uls Gesell iohko ies l'liiloKoplion Sindbad. Siiiditrnd,
<ad, Sendebad, Kandahar oder Sondahar, im Abendlaiido als
cbte der sieben woiRen Meister, Dnlopatb»H oder Erasto
ert ist. führt in der gi-ieohiacben Bearbeitung den Titel: Aller-
io Ooscbichto dos l'hii««oijhcn Syntipas ('latvQinöv Svi-titra
mroyoc tufimöiatuf 7idvt<), Das Grundscbenia des Buche», wolfhos
inetiit«]) Vureioneu wiederkehrt, ist folj^ende Erzählung: Ein Künig
BD klugen Sohn, der von einem weisen Lehrer erzogen wird. Nach
der Studienjahre erkennt der Lehrer nua den Sternen, da.'U) seinem
tiefahr droht, und befiehlt ihm, der Konjunktur zufolge, 7 (in
t Vernonen 10, auch 40) Tago lang zu schwoigen. Um dieselbe
lU'ht die Stiffinuttor dem Sohne unkeustho Auträye. für deren
A-eiBung «ie sich durch Verleumdung desaelbeu rächt. Er wird vom
xum Tode verurteilt. Um ihn zu retten, erzählen die am Hofe
tnelten 7 Weisen (10, bzw. 40 Veüicre) jeder an einem Tage eine
itte Über die Arglist der Frauen und die Itedenklichkeit einer ohne
e angeordneten Verurteilung; da» ravhaUchtigo Weib erzählt jodos-
10 GlügeRgcschieble, um die Hinrichtung zu bewirken. Nachdem so
iweigezeit verbracht ist, entdeckt der Sohn den Sachverhalt und
b DH-schuldif; erfunden. Da« ganze Werk besteht demnach an-'« einer
Imenden Krziihlung und einer je nach der Zahl der weisen Iäei»ter
») kloitiorcn oder grösseren Anzahl eingeschobener GeBchichten.
Hiclmngen der verschiedenen Bearbeitungen erstrecken sich sowohl
PBahnienerzählung als auf den Inlialt und die Anordnung der Ein-
{Mchichten.
He griiiwte Toilnahmo erregt bei der Betrachtung dieses internatio-
Volkabuche», das, wie Görros') bemerkte, in Itücksicht auf dio
tut und die GrOsse seinea Wirkungakreiaes die heiligen Bücher erreicht
lo klassischen übertrifft, die Krage nach seiner Herkunft und nach
trw&ndtschaftlichen VerhHltniMso der zahlloirien Abzweigungen.
Egemachte Thatsache darf gelten, dasH die Heimat des Werkes in
I lu suchen ist. Den wahrscheinliche» Verlust des indischen Uri-
erkl&ri Benfey-) sehr überzeugend daraus, dass die meisten ein-
Shldbsdgoschichten schon frUh in andere indische Werke, besonders
I Pan^atantra, (t bergegangen sind. Die Namensform Sindbad
e es itcheint, eine in muhamedaniHchen Bearbeitungen erfolgte Um-
I eines indischen Siddha[iati d. h. Herr der Siddhos, der Weisen,
li* tMtacbea VolksbQob«r. Uuidel-
■) M^IangM oaiatiques (s. die Litteraliv-
fLugub«) UI 2 S. 190.
gg2 BjiuitiniBche LitUratorgeacfaicbte. Itl. TnlKftrgrlscb. Lltt«ntar. S. Pnw.J
<]«r Vollkommenen. Von Indien kam das Buch nach Peraien und wm
dort ini; Pehlovf UbortieUt; vom Pclilcvl dborirug ee Husa im 8. JikM
hundert ins ArabiBclie, vom Arabischtn wurde e» ins Syrigcho, k\tM
spaninche (i. J. 12.^;}) und Hebräische Übersetzt;') vom Syriscbi-n ion
Qriechisclic. Da jedoch die pprsiscJie, arabische and sonstige VersiaM*
meist noch si>ätüru Überarbeitungen erfahren haben, gestaltet ajck da
Verhüttnis der T«xtv keineswegs ho einfach, als mau nach dem OoM|0ct
wähnen könnte. Jedenfalls aber bildet die ttrabi»cbo Cbcrsottneg
den Hauptansgangttpunkt fllr die Verbreitung des Stoffes nach den v«^
«cltiodoncn Himmel'igcRendcn, Auch die griechiache Version bat «H
grosse littorarhiMtorische Bcdoulung; denn sie scheint trotz ihrw twAt
Stellung im Stammbaume die ält4<«to und dorn Original am nächsten st^mit
m sein. Vom Orient verbreitete sich der Syntipaa, ungefähr glekbMÜil
mit dem Harlaaniroman und dem FarRten.ipiegel, in zahlloflen stall
abweicliendon EJearbeitungen einem stetig anwachsenden Strome vergleidf
bar nher das ganze Abendland. Wir besitzen lateinische, altfbirudiiicbe;
italicniticbv, engliucbe, hullündische, skandinavische, deutsche und slaviachtj
Syntipaättbkömmlinge. Den meisten europäischen Bearbeitungen
der altfranznsischo ttoman des sept sages de Rome unmittelbar
mittelbar /u Urunde. Eine zweite französische Veraion, die von
Diditi-r Herbert nach einem latoinisclien Texte in Ven«e umgebe
wurde, ist nach dem Numen des Helden Dolupathos (Dolopotofi)
Neben den Bearbeitungen des gesamten Syntipas lUnd auch die
minder zahlreichen Reflexe einzelner Erzählungen zu beachten,
in orientalischen BOrhern und he-sonders in der ganzen miltt>lalt«riic
Novcliunlitteratur aufleuchten. Zwei Hauptwerke, in welchen Goechtdib
von den sieben weisun Meistern verarbeitet wurden, sind die mitt»Utl<
liehen Gesta Romanoruni und der Dekamerone de« Boccaccio.
Alle VolksbQcher, welche auf denSindbadgctcIiichten beruhen, ^ie
sich in zwei Hauptgruppon. eine orientalische und eine occidonUli«
Zur ersten gehören die meisten Texte in orientalischen Spracbaa
einige europäische, welche nnmittelhar au» jenen übersetzt sind, wie
griechische und alt'ttpnni.ichc: die zweite nmfasst vorzugsweise
arbeitnngen de^ europilihichou MilteluttL-rä, die HistoHa Septem sap
den Dolopathus, Erastö |Ei'a»tu») u. s. w., auffallenderweise aber aitcht
armenischen Text. Alle orientalischen Versionen haben gemeinsaiM
mente, unter welchen ein Buch als Grundlage erkennbar i«t, ebeoM '
ocoi den tali sehen, wobei aber die Berührungspunkt« der orientalisehea *
schwinden. Diese zwei firuppon bilden die zwei wichtigsten I'liuö
in der (jesanilgOHchichtu dos indischen Buchos. Unter den raani
Veränderungen, die der Syntipas auf »einen Kreur.- und (JurrW
erlitt, ist dio ThuLsachß beachtenswert, daas der Schauplatz der lUhn
crziihiung und die Personennamen mit den Bearbeitungen eelM
Osten nach Westen vorrücken: in den orientalischen Versionen spielt i
') l^cr AuadnMik ,llberB«lien* ist hior | Sisno «»er 1tti*n Uoborimgvne t^"
üAtllrlich iuiincr im iiiittelait«r]iohfln | arbeüung in DoluiMit.
Ci
Byntipaa. (g 393)
B9S
«Üiicbte in China, Indien, Pcreicn; in der ehwa altfranzfl^ischen zuerst
fCoiiHtantiiiopel, späkT in Honi, in Htm übrigen abcndlunclisL-hcn durcb-
in liom. und der Fürst erscheint aia ein römiaclier Kaiser (DiodeUan);
bat auch der griechische Bearbeiter mit KUcksicht darauf, dasa für
len Le&ertreis der indische Kuni ein unbekannter Name war, den
üg seiner Krzählnng zu einem rcrser Kyrori gemacht. Auf das genea-
Bcho Detail der einzelnen Bearbeitungen kann hier nicht cingegangca
den.
Der griechische Syntipas gohürt, wie bemerkt, zur orientali-
• n Gruppe. In einem jambischen Gedichte, welche« dem Prosatoxto
Lnagoht, berichtet ein gewisser Michael Andreopulos, dass er das
Qrrischer Sprache verfasste Buch im Auftrage de« erhabenen Herzogs
►riel ,ni»A««5 itfÄiorvitov" iniKQriechiriche übertragen habe; nnter diesem
iten ist nach der Kcharfginnigon und zweifellos richtigen Vermutung
Dparctlis der historisch wohl bezeugte, nominell vom byzantiniachen
Q abhingige FUrst Gabriel von Melitene (in Armenien) zu veratehen,
am Ende dea 11. Jahrhundert« hen-achte. Der griechiacho Bearbeiter
natürlich, wie er auch aetbat verrät, X^ctttov Xut^i?, und in der 'l'hat
cn sich in (Üeser Version zum ersten Male Spuren christlicher Welt-
::hauung, obschon die orientalische Färbung noch vorherrscht; sie bildet
ein Mittelglied zwischen den rein orientalischen Versionen und den
ndländischen , welche vom Oeiittc des chriatlichen Uittertums erfüllt
I. Der griechische Syntipas ist in drei stark von einander abweichenden
laktionen erhalten. Die erste steht in dum von Matthaci benutzten,
dem aber nicht mehr eingesehenen Cod. Mosq. Synod. 298 (436 bei
dimir), der allein das erwähnte Gedicht des Andreopulos enthült, im
1. Straaaburg gr. 5 und im Cod. Monac. gr. 525. Diese Bearbeitung
in der byzantinischen Kunstgrüzität abgefaest. Eine zweite ttmlak-
I, die der ursprünglichen Übertragung vielleicht näher steht als die
her genannte, ist in den f'odd. Vindob. hiat. gr. 120, Paria, gr.
2 und Paris, auppl. gr. 105 und in dem noch nicht benutzten mit
1 Vindob. eng verwandten Cod. Marc, 605 fol. 264—312. überliefert;
iat in einer einfachen, fliessenden, lexikalisch und syntaktisch auf dem
nässigen Idiome beruhenden, jedoch durch gelehrten Einüuss uament-
in der Formenlehre wesentlich temperierten Sprache geschrieben,
dritte Ileilnktion ist die aus dem Jahre 1626 stammende neugrie-
lie Übersetzung im Cod. Oresdensia D. 33. Wie eicli zu ihr die
ältere neugriechiache Übersetzung im Cod. Athens 3886 a. 1624
It, steht daliin. Die Entstehungszeit der Moskauer Redaktion muss
n erwähnten Gedichte zufolge ins II. Jahrhundert gesetzt werdenj
gegen lüMHt sich der Pariser-Wiener Text, auf dessen Chronologie ea
r allem ankommt, vorerst nicht genauer datieren. Noch nicht nlUier
kanot sind die Codd. Vatic. gr. 335 foL 58 und Harl. 5560.
I. A<iac«b*ii grinchischvT Texte; Kd, pr. Fr. IloiaitDnNÜH, I'ariii liviü (nacb
n Codd. Pum. mit Kommeatsr). — Kd. Alfr. Klcrhard. Kabuluu Komiuiuiiaea, vol. I
ilpil. biU. Tenbner. 1871! (die twei Uteron Kuiliikliuix^u vullHtAndig. di« neugrl«obiBeli*
JMcln» Proben). — Eine von dem Urvaduiiar Codex lob auch von dcmAUwaar
894 Bjtantinlsche Litter«ttirg«ae1iicht«. m. Tnlgftrgrlccli. LltUntar. 1 1
abwMoliwidR nnngriochiaeho L'olw'iiiKtxune privbiMi Vknadif IdOft mUr itn 1149
Z. Uilfamitti!): EnonilBtioiiea lur Aiugab« Kbcibard* von C, BaiiiiD. li)<n
Cenlralbl. ISTä S. UOS f. — ZwSpnii'be; Gust. Uejor. Di« spraclitkliru Ei«tailBli>M
keilen im äyuliiius. Zvitsohrin f. d. S«t«4rrel«h. QjrmnuHii IVT j ä. :!»! —.14a. - ite Ckia»n
lugi«: J. Psicliari, I^^uis de Kmnniur« bwtonqu« n6o-grM<que 1 iP&t^ IR8S) SS E. -
N. Pulit«», Ji^di pifilix. tatin 1»77 8, iaS «8.
8. Di« 8l*b»Daah t <|pi r)iiloHDnli«ii im gri^cliiBcheD S^tipas hat vM«cfci*4MN «Hl
Vorbildor wie dw 7 lltciiten WnJKnn UiiMbanUiMl", di« 7 Woiiwn am Hofa At» ^JV^Mä
7 alh«iiiKliiHi Pkilompbon, die auch dar 8i^ di« Tochter dn« I^Mmtio«. di« ■P*M^^|
nukbliu rheodoslo*' [I, Endokts. iiacb Kpol U«l«ttctco, «ndlicb die 7 PfailoMphpa. dSSI^
der Äiiflii'buiiK der Boehaeliiüe in Athen oicb l'Drwoo flachlAton. Vgl. F. Qreorttiü
Athvnais, Leipzig 1883 8. 66 f. — V. v. Wilamowid-UalUadarrr. iUmm S
tISSOj 108 f.
4. Ansfcabfn sonstigar Baarbaitaneen deeSj^Uptw und >))K*iu«ia« Hild-
mitlal: Kiaa ayriacba Varsion ad. Fr. Baetbgen. Siodbau «dar dia 7 ««ian !!«■(«
»iaa., I.aip>ig 1879, Noldoka, ZaiUcbr, d. dantacbao iDorgantlnd. Goaellack. It (IK1| '
SIS—SSR, hftit dieaa ayriMha Vornan fUr dnn OrigiaaJ, wolcba« den AadiaopuJu *<*t>fr
und will dia vc>tbnndancn Abweiobungon im irntMitlieliaa Mif dio waitmbweiflM ondMlvtt-
»tige Atinninluii): di-n )^i«obi>abcD lJeheraati»rs xurflckflüimn (?). — A. cTooitaa, TU
book uf SinJiljild ftvni lliu I'rnii&n und Arabie witb inlcodudiciii. noUs and aoftardt« FH
ratelj' pritited 1^S4 (». 1.: Vurrede gnwiolui«! in ülwgaw). Das Waric aotbOt «Mir ifl
Tsxtän eilt« trolTli^hii KiiiUitun^ Dber ili« Kompodtioit dee SiadiliAd nnd aber die Qodlfl
und daa Vaihfitlnis der oriontal lachen Vanion^B: Ober die griachiacbe Bewbaitai^ % hM
8. S7 ff. — Uaber aina dar irasilioliaii Qnippn migohOriK«^ arnieBiarh« Oiaitii^wB
P.Lareh in der Zaitsobrift; Orient und Occidontü|lÖS4)3Ü9 374. - Fr. JlOllar. tMfl
die armeniitche Bearbeitung dac .Sieben wciiMu Meiater*. Wieaar Zattacbrift Ar dia Xiifl
doa Uorganluida« 4 ^lHW) ZIR—Sie. — Kina ruaaiaaha Vaniaa nd. Tb. BarM^'V
Petanburg 1876. Vgl. W. N«bring. Aicfa. hIrv. Pbil. 4 (I8B0) SSS ff. - U. MutkJ
Dia Oaochichte von den elobua Wviav» b(^i den Slawen. SitmngHber. Wien. Ak. Ii^ttnfl
1—188. Behandell vomcbinlicb die aua der Itkteioiaeken Biatoria SeatMn Sapiobfl
gflflameDen Bodalttiunun der Böfamen. PoU« uud Rnsaan, nnr nefceRb«] die OMjmM^fl
im Anfang nnaerea Jaliihnodarta vorfasaten balgariaelien nad aarbisvbe« ÜckfUfl
KUiig^n das griacliiarhon Srntipaa. — Dna Bach Ten den Sieben «eiaaa Uciatfni «n* diA
liabrÜKcben nnd OriochiaRhen rata aratenmale abanoOt voo Heinr. SanfclaMM
Hailtr 1842. Miochio i^indbad, Secundtt9.R)rntipM. Ediert, «mandiart nnd «tUbi «■
Panlua Cnnael, Berlin ISSH (bebrNischer Text mit tJdieniedznng). U
Uobnr ilie oripiit«liii«b«« Veraion«n, besonditra Ober das vcirmu«tna*taMda isdiMlfl
Original: Tb. Bunfuj*, Mi^-luig«e ostutiquc« tir^ dn bullctm liiateaioo-pläMeg^iMH
laoad^mie impL-rinlf dt ät -l'(!tL.rebuui):. (oine III 2 (P^tefSbeiirf 1868) 168— IfOS. -HJ
Benfer. PautachHtaiitj-u. I, Tvit, Lcipzi^c 1^9. ~ Karl Geedeke, Ltber dt M|tifl
eapientiboB. in der Zeitaehrirt: Orient uud Oecideot 3 (18H~66) 8S5-4SS. ■
Die xwei t)eii<«ten Hauplscbriflen sind: Dom. Comparetti, lUearebe iiA^|
al lihro di Siadibad. Momorie d«l ß. istitato l.ombardo di acianaa « tettare, daw W
lottare, vol. II. Milono 1870, und Marcaa Landau, Dia QuieUen daa Dakanena'. SB'S
KRri l$84 S. 28-89. - Vgl. nocb M. Uaatar. Literalan pofiiilam rvnMoa. BukiMfl
lg8.1 3. 54—72, und doBSolben: tireeko-Slavonie, London ISH7 8. US ff. - 1^ ViiiiiilidJ
von Ansgnbm und Bilfsmittcln (bes. fQr die abondllndtaclian VoratOBenl gibt KarMii«
deko. [inindnss tur Ueachidite der deutschen Dicbtong [* <I894| 848 B.; 4M (. -*■
den fnuuSsiHobcn Boftrbuitunguu : Gnstun Paria. La litt fno^vae au tavjtm-ta, ^4
188.SS. S2: 2S& f.. und H.P.Junker, tirundriaa der Geachidite der rraniOaiaoha UM^V
Mnn«l«r 1889 S. 09 f. ~ Zn den «ngliacben: üust. KOrtinit. Graikdrias dar OtaMfl
der engl. Lilteratnr S. 117 f. I
ä. Dem Pbiloiiaphon Flyntipas schreibt Mattbaei anck vino Samatlvng ^*fV
seber ('uboln tu, die in domaclbon Aloakaner Codex, der «neb die lIoMUebla ra»*^
Sieben weisftn Mcistora enthalt, unter dem Titel; Strii^n riii ^*i«*aii«p ix tmr *af*|Hfl
Idatun}» ni'tav läyoiv üborlioTert ist Diese Ueborwcbrift stannt vitlleiebt loii **^|
Kepiaton, ilar aicb durch die AusBere Aehnlichkeit be«der Werke nnd tbre Vnr«iaiga(jfl
«dner Bandadiiirt iti der Auimlune verleiten Ueaa, das« ala ron damsaUieB Attl« alaM»^
0<^«n dieee Annuhmo epncbt nicht, daaa im Cod. Atboua iffZf- a. I& die t'ateh.*^
^tipaa mit demiHilbon Titel wie im Moeq. nicht mit der Itewaucbte ven d«« ft«*^
weiMin MuiBtoni. Bundnm mit den Fabeln des Araop nnd den Tetrwtidia de« 'f'^fl
vereinigt sind. In der oeuerrn bilittiieiapliiacbeB I.ittaralnr iat die niit deai Kl»« •*■
Sjiitipaa gesubmflckte Fn bei Sammlung iHw mit den wmhren Sf ntipasbuebe «•*■
Stepfauiit«B und lehuelateB. (g 394)
895
f^tchie.U worden. Eine nramBische Uonrheitung derei^lbrn i^utninlung golit untor dorn
l/etlcnfalls >iu Ai-hu|>os verunatBltrteii) Nanioii Sophon. vinn Tliiitsnrlii:. die Ubri|;iiiii(
nr die Fni^e luch dem Ureprunge der Asapbclicn Fnbi<In ohne IMoutung bleibt. Ed- pr.
WlwiM P>«udi>-8]>iitipiH Tun Chr. Fr. Mntthuej. Sjnli]<ue pliiliwüiilti Peran« fabiilae
IXM Uraeec et Latin''. Lipsia» ITii'l. — Vurinnleti cum Texte gnb Cur. Fr. M^ttliael,
JlmtxiXa "FXli^unt »«II Vnrin Graecn. Münqune 1811 B. 216 (f. — Diu uaniäiactiv Bciirbai-
Imtg ed. Jol. i>andHbcrg«r. Mutlile <l(>supbui«. die Fabeln it«8 Sophot. Syrliiclie« Ori-
KtBAl (! ?J dnr grindiiiiriii'n Fiibelii dos .Synliiiiw, Poeeu 18i9. — Vgl, l,nndiiberf!nr.
EmtM'br. d. douinchcin morgenlftnd. (ienpllscli. 12 !l>'58) 149 — 150. — BoHpronburißcii d«>
BiKilcH von l.nndilinrger gnbon Tli. Hcntey, Orient und Orcidiint 1 (l!4t!2) 3.'i4 S6h,
Üviger, ^ilBclir d. doutsehen morcenlOnd. Oeeellschnft U (18601 586-^5»!!. und I.. Kotb.
Eleid«ll>er)Cor JuhrbQgber 53 (IKtiU) i HMftc S. 49-^8. Sämtliche drei U<;Iehrte vcrl>iüt«n
Ucb K^*n dw kiitiklga<> üeliauptuti^ Ijindsbergors. die syrisch« FubelHammlunic a«i
B SB Origi nal. g&nxlich ablebiicnd und bewuineu xur Evident dium es «icb uni eine Lieber-
wlxnBK aaa dem Oriecliiacben Laudvlt. — Vgl. aueh H. (irauert, Da Auaopu et fabuli«
|htfBO|>i!s. Bonnae 183-^ S, 95 (T. — Aussn in der Moskauer Ha slebMi dje Fabeln t. B.
Il^ im Cod. Vindob. phJI. gr. IflO (NM«e1) M. 152 fT.
^ß .194. Stephanites and Ichnelates. Die btii-Uliiitt« Goachiclite von
^aliluli und Diinnah (Kalil&Ii va Diinnah), die in der griochiHclion B&-
|u-beitung IStn/ttritr^^ na) 'ixrt^Xätifi betitelt ist und wßgen ihres Inhaltes
loci] FOrstenspicgcl genannt wird, hat nach ihrem StolFe, ihrer Ge-
bciiichte Hnd Verhreitung jjro.'wf .\hiilirhkoit mit dem Synti pasbuch o. Um
Jtaa Jahr 500 n. Chr. bofand i^'ich in Inilii-n — wir wissen nicht, »cit welcher
Beit, vioUoicht whon eeit dem 2. Jahi'liundcrt v. Chr. — ein von Buildhi»>tun
BbgefassfesSanskritwerk, in wotchem unter der IHlUe von Tierfabeln
[xlür gfinauer von Er/,ählungen. in welchen Tiere die llolle von Menschen
Kpiolen, gelehrt wurde, wie Fürsten Über ihr© Völker horrttcheu
tioHun. Dieses didaktische Buch, das später in Indieu solbtd. noch maiinig-
fach« Wandelungen erlitten hat und zum Teil, mit Vorwisehung du» ur-
^prflngliche» Zweckes und der buddhistischen Färbung, in das Fanfatantra
Irerarbeitet worden ist, wurde im 6. Jahrhundert n. Chr. von einem peraisehon
ftrzt« Bar7öÖ in die Pehlevleprache Uberaet7.t, Der uns verlorene Fehlevl-
t4iXt wurde, etwa lofl Jahre nach der Broheruug J'ersien» durch dio Muha-
lucdmier. im 8. Jalirhundert ins Arabische übertragen, woboi, ähnlidi
wie beim Syntipasbuche, eine im Werke selbst vorkommende Person, der
Miiloftoph Bidpai, zum Verfasser gestempelt wurde. Alnbald verbreitete
Irich das Werk Ober alle Völker, die mit den Arabern in Herilhiung
kamen. Durch eine hebräische Übersetzung wurde der FUi-gtenspiogel
In die ouro|>Hi»chcn Uttoraturcn eingebürgert; aus ihr stammt die si-bleehte
lateinist^he Übertragung des Johannes von Capua, die zwisehen 126S
Ewd I27S abgefasat wurde. Dagegen tloss eine altspanische, um 12^1
^oechnohene Bearbeitimg wahrscheinlich autt einem unmittelbar aus dem
Arabis4:hen übersetzten lat«int.schen Toxto. Neben diesen aus dem Arabi-
kchen abgeleiteten Cbcrtragiingen existiert eine syriKcho Übersetzung,
äio unmittelbar nach dem i'ehlevitexte angefertigt ist und jotzt, von den
fehlenden Teilen abgesehen, als der ti-eueste KeprSaentant des verlorenen
Indischen Originale erscheint. Endlich wurde der Jt'Urstenspiegol im 14.
Und ]&. Jahrhundert in italicniHohen, deutschen, cnglischon, hol-
l&ndiachen, dänischen und anderen Bearbeitungen vorbruilut. Dio Ur-
form de» Werkes zersplitterte sich durch die willkürlichen Änderungen,
J^u^lze und WeglasHUugeu der Oborsetzer in zahllose Redaktionen.
896 BysantisiMhe LittotKtiirgMGtiE«bt«. HL Voljfftrgrlvcti. LitUrktar. 3 Piml |
Die griechiKche tlberlraKung >\v» Füi'slvniipißjjcltt wurde um duj
Jabr 1080 von dem Magiat«!' und Protosekrelarios Sy meoti Seth in AnU
trago des Alexios Komiienoi« abgefasnt. Er t«ilt« das Werk in tvtn
llauptabschniti«: 1. Die Sundting des pei-rtiachpn AnttcR Barzöi- (fff^Ml
und die schwierige Ei'werbung ttitts bdohrondun Buche«, 'i. Das in^JKlid
Buch, und zn'ar a. die Geschichte der beiden Schakale Stephanitcs nal
icliiiclates (KhüIhU und Oimnah), b. die Gescliidite von der HingeltaiM
Die ÜboriHitKung do8 öetli boniht, wie auch die hebräische, bzw. d
latoitiischö dos Johannes von Capua. auf einer ansrohrltoheren «■!
besBeren arabischon Redaktion, aUi aie in dem uns orhaltenen, ni
Silv.de Sftcy edierten Texte vorliegt. Der Zersplitterung ist bei derÜborl
lieferung dicset; volkamäsüigen Ftlrstenbuches kein Ende gewesen; von M
griechischen Übertragung »elb^t sind wiederum vier, zum Teil wd
von oinniidor ubweichuuilL< und in Eahlruichen Exemplaren dborliefort« Bn
daktionen bekannt; genauere AufseblQssc ilbur da» Vorhälbiiü und tm
Überlieferung derselben enthält die Ausgabe von Puntoni (s. u.). 1
Von den Griechen ging der PElratenspiegel zu den Slaven SM
Das getichnh spätestten» im 13. Jahrhundert, vielleicht schon frflher. Voa
den drei K)lo»t<.*u »laviiwhon UandKchriften enthalten zwei eine serbiscM
slovenische, die dritte eine hu Igarisch-rusöischoKodoktion dt» Weriud
>Vie ea acheint, stammt die alavische Üboraotzung aus einer besornkfen
Honst nicht bekannten Redaktion de» griechischen Textes. |
1. AuKgalion: Vor drin grioaliiaohcn Teste «raobien mim lateioiacb* r4«l
«ottnng ^MMtbcn von 1*. l'oaiinus in der Aiuuub« ilea Pachj-mvna (a. % liSl v>l.l
(EUmiaa 1666] GU- 620: vgl. vol. 1. S8» ff. und rot S, 482. — I><td «riucliUrheB T^
cd. xiient (i. Stark, berlln 1Ö9T (aiit tat UebenetxoDg). — Mitl^ilunn;«! aiia «iMiaClM
in Upaolft sab P. F. Aarivilliua, ProIcigoiuanA ad librani lufrnii/e ui 'l'*4^H
Upaala 17S0. — D» Ausgabe von Stark vrnrde wi«d«rfaolt nin AnluiBK d«r toUfiä^H
HaiifnUnlranboreetxiiDg des Demetrios Üalaoos: XiioniHfuMOA f; ttarmtmlrtfm (Hmn
ttvj[oc) MOn^ttd^iV» ix lou S^BXfi^yiiioü itaftl Jijfttirifiof ToJintW 'ji^nitU
fiV ji npoJro»' Marina fiiiitg ftio^yloti K. TtmäXJov. 'Er 'Afifrtui IgSI. — Eni« bU
tlaoha AuKgnbo dor vi«r KpxeaBionen de« griodhiachen Text«« reu Vittorio raoleaQ
PbrODXa ISä9 (= rnbblirailoni delln aocielii u^inlicA ItAlinno, voL II.). 1
2. Uiirsmittol: llnuJsuhriftlicbo Mitte ilungon gab Koiili« T«ca, Apfaali f^ U
blbliugratla di>l PuimulHtilriL. Orient uud Oocid^nt 2 (l<i&4) TOT— TI7. - Mit «inir aMfl
nDgudrurklvri llpdiikliun. als dvron Autor Hiob ein Prlaat«r Johannea ,m 4ii*i'jiaaji*/it**n
n^nnt. mncht bekannt V. puntuui. Studi di lUuIogJa Qr«CB pnbbi, da E. Piecala«l4
vol. 1 (Toriiiu 18^2 -&4) 39--Jj8. — Dann gab eins ErglUtuiii|K aum handackrifUic^M M
lerial P. Butirfui. Campte» remlas de Tacadäinie des ioKRTiplionii ot b«lle«-l«Urei IT. «MM
lli [1»8S| ibi-ilif, (flb«r Cod. Vatic. 2098). ~ Ch. Graux. Ar^ivon doa niiwMW MMN
tiil(|Uo« III. si)ric, lomo I.S ilHf.9i 322 IT,, handelt Obei die In L'pwüa b^GndlidM llUM
gibt HUN ibr Vuiianlon xiir .^uegnbe von Stark. — l*ntor den Itaa i«t dnreh ifcf«^^|
tnreo boindrkcDHWDrt dor Cod. Hnrb. I 172 (roß I'untoni bonBtst). — Zum halieMBH
teriul kommen x. lt. noob die Codd. Athen. 109»: Üod). Baroec. 131 fol. 50^' ^
Budl. Laud. 8; Bodl. Miacell. il2; Esour. T, II. 1 und T. III. C: Lugd. Bunav. VaM
M; Muiiac. gr. bbl-, Moaq. Sj-nod. 298 (Vladimir 436): Paris. 3231; Paria. anpftM
118 und G93, Ein kloiuos Prägnant Bt«ltt ün Cod. Meaain. Itil fol. 19. 1
3. Kine neugriecbischo CeberaetcnoK d«a 6t«EaaltM nnd lehnclatM iiibafl
vor 1564 der diircb aoinon Itiicrwachael mit lurtin Cmain bafcaiuit« Qriache TbHj
doaioa Zygotnalas. Si« bewahren dis Codd. Paria, gr. 2902 A, Dr«»d«n«iB l^,*9
Alhena 3203, ein Codex der griecfaiachen Schul» in Knel>P«ra (g«iMhr>tbta i- 4
1584) und ein Codex dor griochiacbvii OftmoiBdo in Oallipoli. Vgl. E. L«|raifl
Notioo bibliognphiqu« eur Jean et HidodoM Zjrgoniala«, I>BriH lääS 8. K-SO, mi M
Lambroa. CaUlogue ot tbe grock mm oa Hount Athoa I (189:>) 301. 1
4. Sonatigo Bearbeitungen aad allgemeine llilfaiaittel: Eine artbitcM
Kodakliou ed. mit Notiien llbcr auuatige orientaliKbe B^aib^ilnug«« und BruckaUlckN t>a4
Leben d«a A««op. (g 8S&)
897
latvjniüchen Ueberaebmiie Silventro da Sacy. Not. et nxtr. 10 (IBIS) 1,04-433
■Hill i. 1-65. Vgl. 8. de Sdot, Not. et cxU. H (1SI3) 1.3DT-4QIS. ~ Dftn alUo ijrri-
•chen Test wl. fniit JeuUclitfr UubprsotxiinK und einer Kinli-itung von Th. Itonfnjr) Guntav
Blckell. Kalilu^ uud Duinusu. L<iii>t,ig 1876. Vgl. dii> B(-H[)r«cliung von TU. Ntlldeka.
ZeitM-hr. d. d^iilwlieri mur^ccilnnd. Ges. 30(1@T€) Ibi-'iTi, und dj» NucblräKo ebenda Sl
(1877) h3it—h4i: feroor L llliiinonthitl. Krit, Kmenilntionen tu 0. Bickells K. n. D., ebd.
44 illsm) 267 -^20. - W. Wright. Tliv> book of KallUb and Dimriali traiiaktud rrani Ärabic
telo Syri««, Oxford und lAaäon 1(184. Kino onglifuJi« LVWsetzuiig lieeselbcn TexleB
fab Kuilh-Kalconer. Cunbridge 18t^3. Vgl. die gehaltreichen UfisprecbanK^n beider
■nblikationen von TL Noldt^ke. GOltin|c. Uol. Anxoigeo 1884 S. ßT3-ß»T. nnd lfi>i^ 8. 753
;b«> 767. — Vgl. W. Wrigbt. Syriuc litornture. Encydopaodin Dritannica vol. 22 (l*"?")
L — Zwei hebräische Veniiuiiun i-d. J. Derenbourg. Bihtiothe<[[in de l'^coln dftH
tc« 4tud«a. i'J fuso. (1881). — Dm Directoriiin) viUe buuiunue dos JohBanra vonCapua
J. Derenboiirg. Bibl. de IV^ole dee liautos i^t,. 72. faM. (I88T). ~ Slaviiiche Ueuor-
lODg; Ed. Th. Dalgakov, Schriften der k. Geeellschaft der Freunde dua alten Sobritt-
tumei. 16 und 27. lieft, IVtenibnrg 1H77— 1S78. — Eine «weit» Auggabu veranstaltet«
A. ViktoTov. Moskau 18HI. Vgl. V. Jagi^ Aroh. slav. Phil 5(1881) 683 ff. — üeber
idie «uf Reft'hl des Grafen Eberhard von WUiltemberg abgefaaste dentacho Uebereutiiuig
;bMid«lt Th. Uenfey. Orient und Occidunt 1 (18Ü2) l»8-|HT; ebenda 8.497-507 be-
Bfirirlit Brnfey eine alle spaniHcho Ueberaotxung. — L'eber die von Nuti ah^cfaut«
Stalinniarhe BonrbuitunK dea griuehiiohen TeslcB «gedruckt Fertaru Ihüä] spHcbt W.
i>*rtii<ili. Orient und Ocoideut 2 (I8(W) 201 — 268. Einen Neudruck der italieoiscbeii ßo-
artMiitung von l'>83 veTHnotaltete Emilio Teta. Sccltn di ourioBjlä letternrio inedite O
nr« dal muoIo 13 al 17, vul. 125, Bologna 1872 (mit Iteiiiorkungen über dos Verliflltuiä
BD d«n gri«cluach«ii Texten des AarivJlius und des Cod. I^nr. 57, 30). — Hauptwerk
nbar dio Quellen, die Verbreitung und die Dmwnndelung: der einzelnen GeHcliichten des
Knlilnlikreiseii Th. Benfey, rantucbatantru. 1, Teil. Leipiig 1859. — Xnr Orienlienioft
dtenl auch M. HOllnr, 8elected eMAys 1 (1S81) 514 IT.; 548 ff., uud M. I.nndnii, Quellen
«dca Dekamfrao' S. 5-19.
395. Leben des Aesop. Ein buliöbtes Volksbuch war eine doii
IFabohi voraiij'gej'fhicktf Ltbt'iisbeachrt'ibmig des Aeaop, die in mehreren
HandKcbriflen dem Maximos Planudea zugeteilt wird. Dass Plantides
ti, g 223) dftB Büchlein, wie seine Sammlung volksiiilUsiger Sprichwörter
|(iL g 3d9), filr Untt-rriditHZWccko boArbeiteto, ist möglich; jcduiirall» aber
jbenOtxte er eine ältere Vorlage, und die»o ist nichts andere» als «ine
iBearbiiitung der mit dem Salomonischen Sagenkreise verknüpften Geschichte
■%-om weisen Älcir, dem Sultan Sinagrip und Anadam, dem Neffen des
^kir. Die Urquelle dio«es Stoffes ist in der hebräischen Acliikargeitchichte
fciachgewieeen, welche in dem walirschoinüch im 2, oder 3, Jahrhundort
St. ehr, verfassten Buche Tobit zuerst einen Uttorarischen Niederschlag
l^i'l'üiideti hat. Einzelne, freilich ziemlich verschwommene Spuren von der
Eilt diSH Acliikar lassen sich ans Naclirichten des Strabon und dee
ens Alexandrinuti auch in der klassischen griechischen Litteratur nach-
>n. Genaueres über die Mittelglieder, welche von der jüdischen äage
zur Aesopbiographie des Planudes fuhren, ist nicht bekannt.
1. Aaagaben: l)er in manchen H«« dem PJuuudea zugescbriebeno Text, der srbon
BtcbKacn Izuerat bei Aldua 150&) gediurkl war und aU die Vulgnta bezeichnet
kann, tat zuli^tzl ediert von A. Kberbard, Fabulae Boninnenees 1 (I.eipxig 1H7'2)
-SOA. — Einen lieniliob abweichenden Teil cd. bes. aus einer Brealnuor Hs Ant.
'eelerniann, Vita Aesapi, ttTiiiin»<chweig 1845 S. 7—57. — Eine dritte der von Wester-
itoaMn edierten iialieetehendo Heiension lag der Inleiaisehen Uobersolx'ing dea Kinucci»
^^IrcBS« (e. unten) lu (Srundo. — Eine zusammen fassen de Untersuchung aller Hss de«
HbcUKbeB Teste« und eine darauf beruhende Aufklärung des VerhAltnisäea und des
UUläre d«r vanchiedenen Bearbeitungen fehlt nach. Eberhard, u. a. 0. ä. 22b. verzeichnet
'Wif «ja« Reih* von llie, aber ohne Angabe des Alters, ao dnss man nicht eiuionl
rwdatrllen kaiiD. ob nicht Bsb. die das Werk ohne den Namen des Pluniides nherlieforn,
Ubr aiud aU riaimdas. Zu den vud Eberbaril nntieiten llsa kommen i. B, noch die Codd.
lAtbei». I2i>r,. Moaq. 8yn 2ä^ (Vladimir 43ß).
Bi^liutk4tT klHLAifKiiiiuviwiiviiiin m i, atidt- 1. «uo. £7
898 Byauitiiils«!!* UtUntargueUoliee. m. Tnl^rgrtMfa. UtUrfttor. 2. hm.
S. U«berB*tsoDRitn: Eine vulglrgr{eehia«li« D«b«nwtiiing der FnUkcimitlat 1
dce Pluind««, di* Wibnielioiiilich AudronikosNakto» (JV«a-«raf, auch .loriimi. '•"nii^M
vM-fsMt kst, ist gedrttckt xo Venodig IMS. Vgl. B. Lcgrnod, Bibltwp. bell. 1(189)1
241—343. -- Kill« TulcarKt-iAchiscfae Ueberaetiunc d«r Bioen^ie urt woUdiiMi
nicht cagftnglictio BOcblem: Wo« ^^wnar roi' *fvyiov.\eneiif li83. — Eina UloiaiKktl
U«tion«txiiDg wzttBBte nach 144)4 Itimicio, riditigM Riuticcio d'Aresca. Sie iH <n
Endnickt und in ni«brcr«i •hendlUiidiiirlin Spr«ck<m ÖbnMtKl worden. Kibefw bdöiliM,*
ebrliuch oinor &llRein«inon Littnrargniich. II 2 S. 1113- 1116; Uoedrke. QiwidfiM m
Oäach. (1. iloiitschnn Dicbliuig I' :iß!f f.; vgl ancb QrAaa*, TrMar d«« livraa rm* il
|>räcioiiX 1, und Dninet. Miiauol du libniini I a. r. Amodob. — Ebi* balgarisch-itait'
nincho Tomoa ed. 1'. Syrku. Arch. alHv. Phil. ? (1664) 68—96 (mit latoin. ITilmnUi^
von JiiKiä). — Heber uine lUrkiscbu l!«iirbuiliuiK vg]. O. Blau, Zeitacl». d. detteba
morgenllliid. Gea^llacb. 28 (1874} 572— ÜT^. ~ U«beT rumiQiaelie Bearbeits^to r(L
M. (Jaiilor, Ltltfratura [«pnUra romana. Bukarest 1888 8. 104—113.
3. Uilfsniittol: Fabricius. Bihl. fr. 1. ß36 (Ober einan Mher [j«lz( leid« »d»
mahrl] iu GruUa FenaU befitidlicbaii Codex s. 11 der Vita d«a ACMp). — J. 2Badi).
Aesop in A«^|)[eii, Rhein. Mu«. 5 (1847) 422—456 (bae. 446 £). — O. Kallei. tJaW>
nchung«« Ober die Oescbichto dar piacniacliaii Pabat, Jabni Jalurb., SaMilMiMatb. 4(lM
bb 18(17) 361 ff. — M. Oaster. Litteraliira populär« romana, Bakarant Iw8 & IM-IÜ
— M. önaler. Itreeko-SIaronik, I^iidon IKtJT S. 112—115, — Kincn varwaBAn tjH'
aehon Text erwähnt G. Hoffnanit, Auiatügo aus arrisob«!! Aktvo peraiatticr ^^t'fp''
(— Abhandlung«!! fllr die Kunde de« HorgeniaiidM VII 8} L«i|ai« iSfy S. lt<2 f. ~ V»
init Sicherheit vorauaiuBftlzoiide ^rJeebiacbe T«st der oriaataliBeben G«ubicbi* t«
wriaon Akir ist bis j«tzt leid«r nicht aufgefunden wordeo. Daa HanpthUfnHiU«! Qr ^
liekonstiuktion deasetben hi^lcii die erhalteoeD alaviacbes T«xt«. B«u|itaclirift:
JagU. Der weise Akyrtos, B. Z. I (1892) 107—138 (mit doulaeber Udbancbn
kirchcnalavisohan Textaa). — Daaa reiob« litterartiJatorin'-hn nnd bibliocntpUiab«
von K, Kuhn, Zum wm«^ Ak^ios, B. Z. 1 (18fi2) 127—130. — Orano lletti
(Juclimuntimuchungcin xiir HnikArgesrhichto, Zeilsch. d. DenIschMi Morgenliad.
48 (lt<04) 171— m7. - Chr. I.opnrev. Wort (Rlovo) vom hL TiMoetanktM. I
du allon ScbriftlumH Nr. 94. In dies« Vita, die mir leider unrngBiislicli iat, atU '•
tind Akir eiogöaochleu sein. Vgl. Arch. sinv. Thil. 16 (1894) S6S. - Wetten' IJttm ^
in dan angefahrten Arbeiten von Japf, Kubn und Meiuner, ancb bei W. KngclMiaR
Btbliotlieca acriptorum clamicoruiii l" (1880) 114 ff.
4. Ein« TulgSjgriochische L'ebonctzung der Fabeln des Aenop nnd Babri*
in gereimten politiacbon Versen verfnuat« (ioorgioa aus Aotolian (t ISA}). Aai ^ '
Athoiis Iberon 152 ed. von 8p, P. Lampros, J*Ar<W 5 (1B96) 1— lOÄ.
306. Die Assisen der Königreiche Jerusalem and Cypera.
G(w«Ugebung, welohe ditt Kreuzfahrer in den von ihnoii iK-^ründfU'ii ow
taliBcbeD Hen-»cbaftc)i oinfilbrtcu. gliedert« dc!i von Anrang aii in iw(
}IauptRttlckc, in oiucn Codvx, dor dm Vvch&hms zwii>chon deo (link
sehen Fllr»ttin und Lehensleutcn regelte, und in einen zweiten, der
Civil- und Strafrecht enthielt: die Assisen') der Haute court utnl
Aaaisen der ßas»o court oder Court dca boiirgeois. Der unser):
franzÖRische Text der A8ei««n di*« Oberbofo« wurde in der Witt*
IS. Jahrhunderts (um 1255} von den zwei franEUBiscb-cyprtsicbeii Rocht
lebrern Philipp de Navarre und Jean d'Ibelin abgefasat: der
Bische Text der Assisen des Unterhofea ist anonym; or cntHtaild
Hcheinlicli zwischen 1173 und 118S. Über die Zeit und die üi
der KinfUhrung dieser GostitxbQcher in Cypern, in Morea und in ud
lateinischen Horr«chaiU>n sind wir mangelhaft unterrichtet. In
Chroniken von Mores, sowohl dor griechischen wie der fraRZtiUüchei.
crzfiidt, datis der lateinische Kaiser Robert von Courteofiy (1217—1
') Aasise. I'artttip vom allfranx. nwira
Miaett, aich selaun, bedeutet autvobl (Joricbla-
ntming, Gori<lt ala Uaaatebweb. TsLDia
Würtorbueb dar romaa. Spr. ' S. MA
B IH» AaiImh der EOnifrreielie leraaaletn ond C7p«ni. (§ 396) 899
HBRulht>y n Villehnrdoiiin das Roclit ci-toilt habo, in Achaja nach den
itsen zu richt*ii. Aiid<M-tin NaclirieliU'n zufolge soll nchon Kaiser Hein-
rb am 1210 dem Fürsten von At^haja die As-tison Übergeben halten.
her Hteht, daos um 1275 die Assisen des Oberhofes in Moroa geltende«
l^t waren. Narb EubOa kamen die Assisen wahrsclicinlich von Moro«;
PAuhzu^ der Assifton des Oberhofes wurde i. J. 1443 flir Kubüa von der
iCoianiMchen Republik geordnet und bestätigt. Dusa übrigens die Assisen
kt in allen Teilen dos lateinischen Orients dieselben waren, vielmehr
piigfache Modifikationen erlitten und auch mit lUteren Lokalrcohten
■mwcht wurden, beweist u. a. eine armenische Übersetzung der Assisen
I Äntiochia aus dem Jahre 1265, in welcher die Assisen beider Uöfe in
er von der sonatigen Übcrlicfening vielfach abweichenden Form zu
em Codex von 39 Kapiteln vereinigt sind. Der hohe Wert dieser
ttkisch-erien talischen RechtsbUcher f\ir die Geschichte dos lateinischen
ents und des griechisch-byzantinischen, ja selbst fiir manclio Teile dos
■naanischün Rechtes ist längst anerkannt.
Die griechische Übersetzung der Assisen, die ziinSchst filr das
Ugreich Cyporn bestimmt war, unifosst nur die Gesetze de» Unter-
feg; eine Übertragung der wesentlich die internen Verhältnisse der
rsten und Lehensleute betreffenden Assisen des Oberhofes in die Landes-
mcho wurde als üherflUsaig und vielleicht sogar als wenig wünschons-
rt betrachtet. Die Entsteliungszeit der griechischen Übersetzung
st sich nicht genauer bestimmen. I>ie Annahme, daes sie schon unter
mg Hugo I (1205—1218), dessen Regierung flkr die Ordnung der Assisen
Erdings von Bedeutung za sein scheint, abgefasst worden sei, ist nicht
leislich; jedenfalls geliören die uns erhaltenen Texte einer späteren Zeit,
■1 erst dem 14. Jahrhundort an. Ihr Wert beruht hauptsächlich auf
er sprachlichen Form; den Assisen und den Clironikcn des Muchaeras
l Bu»trone ist es zu danken, dass der ncucypriscbe Dialekt in
nem geschichtlichen Werden mit grHsserer Vollständigkeit studiert werden
sn als irgend oino andere neugriechische Mundart. Bezeichnend für
< ISngst erkannte That»aclio. dass die westliclic Kultur dem griechischen
den nirgends tiefere, bleibende Spuren einzuprägen verniodite, ist die
i>baclitung, dase die meisten fränkischen Ausdrijcke, von denen die
echischen A.ssLsen wimmeln, heutigestags in Cypem wie im übrigen
khistihen Orient %'Öllig unbekannt und unverstÄndlioh sind. Den gi-iechi-
■D Text Qberlieforn drei verwandte Handschriften, der Cod. Paris.
B390, der 1512 geschriebene Cod. Paris, suppl. gr. 465, der von
•niis Mynoidea %'om Athos nach Paris gebracht wurde, und «in von
chariS von Lingeuthal benutzter zweiter Athoscodex des Laura-
Bters, der ebenfalls i. J. 1512 geschrieben ist, jedoch nach Liugenthals
•chreibung mit dem jetzt in Paris befindlichen Athoscodex nicht identisch
io kann. Kine vierte Flandsdirift der grioeliisehen AssisLMi lag dem
orio Bustrone (f 1570) vor, der dieselben für die venezianische Re-
iViHk ina Italienische (Ibersetete. Die uns erhaltenen drei Handschriften
wiuia von dem Original des Bustrono, das verloren xu sein scheint,
W
900 ByuutinUehB litUrfttargeachicliU. IH. TalglrgriAoh. UttMmtar. S.
erheblich ab und stimmen mehr niit dem ftlteHten der fruatebcbea CoÜm
Qboroin.
1. Aaiig*li«ii: Dm gri«ehiiKlion AHiMa »d. K. N. Sathaa. Mw. ^^««m i
VflBodig IB7T. AunMF dMi AnBiiicn rnthftlt der UaAil bytantinisclic NulBriatdeh»««.
Porneln kninurlichor Kotnclioidan^cn aad eioo äammluog von kirlisctic« Nottnttt-
urkundcn. In dor Kiuteitung buuctclt Sathiui (ibor ilin Pi uliiitiln iliii |iiniiiMtiiilVwh
UikI Ober die Eutaluhimg der Awiiiirii. ~ Kraozöiiiiich« Aasia«B: Lw Uvrti 4m M^M
«t il«a uMgea doii rvaum« d« Jctuaalem |ir, nl. E. H. Kaualar, Stnttcari 1839. — Ammi
da la coiui ^ea bourgeoia ed. V. Funcher, lt«an<ra 1^1. — B«id« AiMitaa aiad v«nr«iM
in d*in iiiHamineiirMSMiden Wwke da« Graf«« Beugnot, Aaawa« d« Jtowlw oa nrad
dun ouTiuf;«« <Ip juriannidenoo utnpoaöa ptnulaat lo 13< MÖcle dana !•• rvjaaiBW d« JW
Hülioii rt jn Cliypr«, 2 voll. Paria 1641—43 {= Rocneil da« hütoiien« da« owaadM, Uk
t. 1—8). - Die italiaoiaoho Uebetaatinng de« nori» Ilt»traa« wurde nadi dar Amph
v«n Venetlig l.'iSlj wieücihoU von Canoiani. Leg«* barfaarervin. tom. 5 (VMiadi; litQ
109—809. — ArmvnisL'hi! l'uborMlzutii; : Ah^iihss d'Anliochie reproduilea e« fraafHtf
publica par la sociäti^ MukliiUrist«< (Iv pfire hioa Aliehan^ V«««>dtf 1876.
2. Hiirsmittal; Kacliartaa von Liiitfentfant, tlMtoria« tum Graaeo-RMBaat 4r
IffivnKo, Heidelberg IS89 8. IST 190 (Milleilangon Ober dia Atbosfaaiidaclirift 4(r |tawa
Laura). -- Pnulin Paria, Journal de* .Savanta 1841 5.291—9(19. - Fianci« UorbIit.
(lodofroi de ItouiUon et Ina aiisisos de .IdniaalMii, Paria 1874. — Sonstig» IJUcratar nr
EeioUn«n Bougnol und Suttius.
307. Die Chronikon dea Leontios Uachaeras tind des 0«ar|
Bustrone sind neben den Assisen die wichtigsten griechischen Qoellti
für die Erkenntnis der mittelalterlichen Geschichte, Geographie, Ktätit
und Sprache der Insel ('ypern. LeontioH Machneras war ein Sohn d*
Stavrinos Machaeras, der t>1H2 au den Beratungen über die Wohl <lrt
Nachfolgers Petent II Anteil nahm und Itlr Jakob I Lusignan Btimml*
Auch LoontioH stund zum früiikischon Hof in nahen BeKiehungea; «
folgt« dem Kilnig JanuH 142'i auf seiuem unglücklichen Zuge gDgoo dioin
Cypern eingefallenen Araber und unternahm 1-1:11 eine üüi«andUcti«fts*
reise zum Sultan von Ikonion; auf dieser Keine traf or in Larftodi nil
dem fran;:üi4i Hohen Iteisondcn Bortrandon de la BrocquiÖre zuMunMa,
dur sein gutL-s FranzSsiäch rUhmt.') Über die Xationalittit desHadiuni
kann mitbin kein Zweifel beetthon; er gehörte zu jenen Oriecben. tt
sich mit den frBnkischen Herrschern befreundeten, ilire Spradie erk>mlM
und ihnen als Doluietsdier. Sekretäre, Diplomaten u. s, w. dieidich war«.
Die Chronik de» Machaeras beginnt nach einem Überblicke Ober di*
Kltoro Ocscluchte der Insel Cypern und einem Verzeichnis ihrer budeatend*
Ftten Huiligen, BischUfu und Klöster in uusftllirliL-hcr Darstellung mit dcB
Jnliru 135y d. h. mit Kilnig Peter I Lusignan (I3.'.9— 1369) und
bis zum Jahre l-i:)2 d. h. bis zum Tode des Königs Janua (1398—
Am Schlüsse folgen noch einige kurze chronologische Notixcn bis «ini J:
H58, die offenhai- von einem spAtcron Kopisten odor Besitzer der Chi
stummen. Als Quellen hunützte Mdchaerus nlt«.'rti Chroniken nul
Auch offiziolle Archive; einmal zitiert or das uns verlorene Buch
'IXoväv ti iMiniifi {Juan de Mimara); ebenso verweist er fllr die
Hugos IV (1324— 1:)59) auf ein älteres, uns unbekanntee Werk. FOr
grö8«t«n Teil seiner Erzählung konnte er sich von seinem Vater m
') .Item IronvHv ea eeeto did« rill« • UAtttk aatfe boa fnwtms.* U. L D* Vi||
-143
web
de l.arande img gentil homme da Cjrpro qua
l«n naninio l,,varhin Custrica «t Udg aulli«
'lue l'en Qvmine Ljon Ma^cbere, qm fmr-
Latria. Hial«ira da lila da LV|<*
(läU) 3.
Die Cbronik«!! dorn LeantioB ÜBohauM oad dea a»org Baatroae. (§ 397) gQl
nderoii Verwandten, die am cyprischen Königshofe eine Rolle epielton,
onögvndo Infonimtionen erholen; die spätere Zoit kannte or ilurth uigcuü
loobuL'litung in einer dem regiorenrlon Hnusc> eng verbundenen Htellung.
[achaeras vorstand es jedoch nicht, das Wichtige vom Bedeutungslosen
u unterscheiden und den Stofif ilberBichtlich zu verarbeiten; er gibt mehr
rno wQ^fte Materialiensammhin]; als eine historische Krzilhlung. Durch-
as lobenswert ist «eine Haltung; er steht zwar int Dienste der fremden
Eerrst-her und spricht mit Achtung von ihnen und ihrer Kirche; er vor-
>agnet aber keineswog« «eine grieohiseho NationaHtät und seine Ortho-
oxie; in freimütigem Tone beklagt er den Verfall der griechischen Sprache
Dtei' der lateinischen Herrschaft und verurteilt gelegentlich einen gricchi-
Aen Apostaten mit scharfen Worten. Die Sprache dos Machaoras ist
mea selUamo franko-g riech i sehe Misch idiom, das sich nn den lateini-
dien RCfen des Orient« Aii»bildotu. Die Grundlage bleibt für dio Laut-
Dd Formenlehre wie filr das Wörterbuch der cypriache Volksdialekt;
uu kommt aber eine mafisenbaftc Beigabe französischer und italienischer
ITörlor, dio nach Outdünken und mit willkOrlicher Vorwecheelung von
'.»aus, Oenus und Numerus gr^isiert sind. Mehr noch aU durch die bunte
[tschiing des Sprachmaterials wird die Darstellung des Machaeras nieder-
vdrUckt durch den vrdligen Mangel an Stilgefühl; er hat keine Vorstellung
otn Satzbau und von einer logischen Anfügung der Gedanken. Der gute
hronist mus» selbst gefühlt haben, wie tlbel es mit seiner Diktion bestellt
'UF: er macht einmal die »prach geschichtlich höchst interostiante Bemerkung,
tit die Lateiner auf Cypern herrschen, habe man angefangen, franzÜBisch
a lernen und man verderbe das Ithomäische und .wir schreiben fränkisch
nü rhomKisch, so dass niemand mehr weiss, was wir Air eine Sprache
tdeo.*') Das Werk des MachuerA» wurde von Späteren reichlichnt aui^
anflUt. Diomedes Strambaldi veranstalte!« eine nnvollständige und
(Vc'hst fehlerhafte Übersetzung desselben in venezianisches Italienisch;
'raiicisco Amadi (t 1566) vorwertete es für seine italienisch abgefasste
jrpmcho Chronik, ohne jedoch auch nur anzudeuten, dnas er wortlich
08 einem fremden Werke schöpfe ; endlich hat Florio Bustronu
y KiTO) tÜT seine italienische Geschichte der Insel Cypern den Machae-
•8 wie auch dessen Fortsetzer Ocorg Hustrone ausgiebig zu Rate
Mogon.
Georg Bustrone oder, wie er sieh selbst schreibt, TXu^jtijg //«c-
tfvT-{ {Unoruifovi), ein gräzisierter cyprischer Franke aus dem alte»
ranz?Vsischen Oeflchlechte Bustrone, war ein treuer Geführte und Freund
es letxlcn Ki^nigs von Cypern, Jakobs II, Sein Lohen ist nicht genauer
dünnt; doch wissen wir, Aas» er im Jahre 1458 als Gesandter verwendet
ind einige Zeit von der Königin Charlotta im Ka»tell von Nikosia gefangen
ivhalten wurde; er scheint das Jahr 1.101, mit wek-hcm sein Werk scidiusst,
tioht lange Überlebt zu haben. Georg Bustrone schrieb in seinem heimat-
WfJryntB mbI fufßitfiQiir ik' ^n)^«!*« »ii; I Irtit avnv;(üyo/itr. 8. 121 der cralcn Aus-
K«iW nti «i^/ft^r. Kni y^iifoftty q^ürynt*« ' gabs [= S. 8Jj der Tweiton),
HauBatineibadier. Spriobnörter. (§§ 308— 399)
903
Htaach« <li Cim, Kiviat« t)i filul. -t IISTÖ) '255 — 2ä6, und dosulbüD Monogrnphie über dio
^^VUÜachoo WSiter in d«ii f\ iiripi-heri Clirutiikrii, Julirbuch für roinuiUBohe und engliscbo
■aebo und Liirrnliir 15 <^ N^iie Folge 3) (18Tä| 33~&(t. — Motiilry IteaudouiR,
^Htfe da dialucie diypriote modoni« tt m<}di#vnl. Pari» l^üi (Ifibl. daa äcolea ttao^.
^H|btaM et d« Roiue, M. ttiar.). — Hauptwerk fQr de» mittuklUirlioliea und moderiKin
^mMma DUUkt; A. A. SakoIUrios. T^ Kt-^ginua. Bd 2. Atli«<n I8SI (eothlLlt 0. a. ein
^BiadiM I^exikon. in wokhcm iiirlit weniger aId 9800 Wnrior orklArt werben). — Weitere
^■•ntnr notiert 0. Hcynr, NuiigrlnchiBolie Studien I, SÜiungsber. Wien. Ak. Bd ISU
■^ 18»4 8. 77 ff.
^r K, Uehcrliefemug: Das Werk des Unchasraa enttiült Cod. Marcian, claas. Vit
^Bier kitn aaeb IGTl ueaalirirbeu ist. und ein l-S^iS in Paphos geschriebener Cod. Bod-
^HmM) dar einige LDckvn de» MurciauuM crgHuxt. Den Buatrone aberlieferl der er-
VIbirto Cod. Maroian. claM. VII 11. aiiAäerdein Cod. Marciuu. VII 17 und Cod. Ärundel. bl8
(BriÜnh MuMrum], d«r die Veneiinner Handaeliriftun am ScbluiuiD er^'Uuxt.
39S. Hausarzneibücher, 'lunxtati^iu, waren im Mittelalter bei den
Griut'hen (ibt^nso äUtk VL^rbrc-itet als verwandte lateinische Werke im Äbend-
,Juidc. Wie die medizinischea Schriftsteller schon im Altertum auf die
lichfceit mehr Wert legten als auf giammatischo und k'xikali»chi! Itoin-
so Bind ftuch dio populSi-e» Ai-KnoibUchcr de» Mittt^^Ialters stets dem
chlicheo Bodtlrfni» ihrer Zeit und ihres Leserkreises angepaast worden,
älteren Vorlagen wurden teils durch vulgÄrgripchiflclie Uandglossen
luttirt, teil» einer durchgreifenden sprachlichen Umarbeitung »iiterzogon.
IttTch werden die verschiedenen Kedaktioneii nützliche Fundgruben der
pgftren naturwissenschaftlichen Terminologie; durch die Kand-
Bn erhalten auch nianchi' altgriechische Namen von Pflanzen, Tieren
Steinen erwünschte Aufklärung. Häutig sind mit den Ai'KneibUchern,
^welchen die tierische Sympathie eine Hauptrolle «piolt, auch Beschwö-
igsformotn (gegen Hexen, Vampyre u. s. w.), >!aubc;rfiprUcho und
iTinlicbe. für das geschichtliche Studium der Volksanschauungen wertvolle
Text« verbunden. Eine li^mmlung von 'latffixä iiü^o^a öXr^it^ffttixa tig
itZeav äaitirttuf enthält neben vielen anderen Dingen das Geoponikon
des kr'ti 'i'ii Monrlirs Agapiöt« Lando», dox sich bis auf die neuere
Zeit gru.-Li iJi-lii^lMiLil orfreut hat (erster Druck Venedig 1647). An eine
erschöpfende Darstellung dieser zerstreuten Kurtositätenlitteratur kann nicht
E:ht werden, solange die meisten Texte noch unediert sind.
Bin vuls&igriuchiacliMi 'tn i^enni^piur, doD in dem uuh einer Unndsuhrirt Jus Jabrea
llM*aehriebon«4i Cod. Paris, gr. 2315 aufbewuhrt ist, ud. E, Legraiid. Bibl. gr.
SjlR8t) 1—27. Vgl. die Kinleituna; S. 9 IT. Die liandHchriftlidie Bemerkung Jiä
>jn(ä( 'tmävrov lov itarfläa, die Loitrand auf den Verfasser bezieht, ist doch wold
die l nloniclirifl des Kopialen. - Vgl. S, 019 f,
399. Sprichwörter. Die ßlr die Volk»- und Hprachkunde wichtige
mg de« Sprichwort«» ist in der vulgärgciechischen l>itt«ratur nicht
durch Binzt-lne in theologischen, hiKtorischcn und anderen Werken
entlieh angeführte ätilcke, sondern durch ganze Sammlungen ver-
Bn. Wir verdanken diesflben nicht etwa einem frühzeitig erwachten
Bhrt«n Intere^e an volkMinässigeu Äuüserungen oder etwa dem Einfall
Philologen, diu antiken Sprichwörtersummlungcu zu ergänKon, aon-
d«m der merkwürdigen Sitte, volkstümliche Sprichwörter in der Katechese
zur Krläulerung dogmatischer und sittlicher Lobren zu verwenden. Ur-
aprÜD^ich geschah das in der Weise, dass man zur Erklärung oder lUu-
itioo eines scbou vorher entwickelten üedankeus ein Sprichwort an-
9(14
BysantiniMh« laUentnrseKtiiclit». UI. TDlgftrgriech. LitUntu. &■ Pn«. |
filhrte. Wi« früh die Kat«clicso »ich dieses populüion nilf«mitti<lt> bt-
mSchtigtc, zpigen die Worto dos Paulinus von Noia (ll-Vi— 4S1|. Ef
XM 7: et qiiia licet quaedam pl^rumque do inanibuti fabults at de tbI«
garibuH alititta proverhiis in usum veri ao serii «omionis adnam
u. 8, w. So gehrnuclit Makarios der Ägypter (c. 300— f. 390) ar V««
aiuscbauÜL-hunfj der Tliateaciio. da»s der Menach nur ganz aUmlUich akk
zum vollkommenen Manne entwickle, dio spricliwOrtHehe Wendung .tri
wanf^ n»*s Xtyovair- "Er^vaai, fK^vaai', nit-lit wie einige »agen .Zieh
dich an, Xieli dich aua.*') Ileichlicher hat im f>. .lahrhundert der ü-
bauungHsehnftsteller Johannc-i Sprichwörter und »ipricbwOrtliche Reden»-
arten in ecine Klimax eingellochten. Auch boi seinem jüngeren Ztü-
genossen Johanne» Moschoe finden sich einige populäre Sprßche. DiiM
Sitte, in die religiüse Belehrung und Ermahnung als l'fefferkSrner. die
auch auf den groben Gaumen der ungebildeten Menge wirken mwlitro,
an geeigneter Stelle ein krüftig Sprüchlein aus dem Alltagsleben ci«
Htreuen, musste »ich in der praktiechen üomiletik steigender Beliebt
erfreuen, wenn auch in den litterariscb Qberlieferten Homilien soldie Ko
Zessionen an die volkstümUehe Auffat^sung möglichst vennteden niai.
der Zeit kam e» »o weit, da^is das VerhiLltnifl umgekehrt und dasSprif
Wort aus einer Nebensache isur Hauptsache wurde, d. h. man beigoB
sich nicht mehr, die Sprichwörter als blosse Iinfömittel in den Text (ii
xustreuen, sondern legte sie wie Stellen der hl. Schrift der religifl^ea
tehrung zu tirunde. FUr die Katechese war diese Neuerung vorlii
voll: denn da nur wenige Sprichwfirtor eine wirklieb brauchbare Gm
für die Erliiutcrung einer rüligiüet'n Wahrheit abgäbe», nahmen
ligionslehrer zu allerlei willkürlichen Interpretationen und nameotlie
ganz phantastiBchen Allegorien ihre Zuflucht. Der tiefere Gmnd der i
gezwungenen, oft bet den Haaren herbeigezogenen und Rlr unser üeC
anetö8i<igen allesonöch-thoologinclifn Deutungen ({(iiii^rtteti. Ittitni, i^ij^m"^
iat in der mittelalterlichen Anschauung zu suchen, diisa den Erzeugri;«
und Vorgängen der Natur irgend eine geheimnisvolle Beziehung m Ü«
Wahrheiten und roligit^Hen Begebenheiten innewohne. Dieser AnachMBi
entsprang dio gesamte I'hy.*io!"gii«weitiheit und manche andere Pa
Heischen natürlichen und übernatürlichen Dingen wie dio hSchst jiofiali
"Eehre. dass zwischen dun angeblich fQr dio Entwicklung de« ^^
und für die Auflösung des Leichnams besonder« wichtigen Tagefi.
3-, 9. und 40., und den kirchlichen Totenfeiertagen eine innere ßeüeha
bestehe {vgl. S- 620 Anm. 7). In ithnlicher Weise betrachtete man die Vo
Sprüche als eine Art Naturprodukt, in welchem ein gehuimnisveller
verborgen sei. Wie die Physiologus Weisheit so war auch die katecbeti«
Verwendung de« Sprichwortes nicht nur bei den Griechen, sondern
bei den Franzosen, Deutschen, Böhmen, Polen und wohl auch bn
Übrigen Abendländern verbreitet.
Wiiiin die Byzantiner antlngen, auf volksmftsstgen SprichwCrtern i
logische Erkiai-ungen aufzubauen, ist nicht bekannt Wahrscheinlich
') Mign», Patrol. gr. 84, 604 a
SpricliwftTtor. (§ 399)
905
wickelte eich dio«e Sitte in der dunkclu Z»it vöin 7.-9. JahrliundoH, in
welcher in Folge des schnellen und nllgemeinen Niedergänge!; der natta-
luilen Bildung einerseits Konzessionen an das populäre Verständnis erfor-
derlich ecliicnon nnd andrermts die ['flanzt« phnntnstischer Allegorie den
besten Kührbodon fand. Poch itst va tiir« jotKt nicht gelungen, aus dieser
SEeit BchriftJiche Zeugnisse von Sprichwörterliernienien aufzufinden. Die
Uteeten bekannten Denkmäler, die hieber gehören, aind die allegorischoD
t^entuiigen Volks massiger Ausdrücke und Itedcnsaiien, z. I). -ilfifQov %ä
ifta xörtov^a, Kiiäoe ßlint t^v aiXijr xal ft^ tt;v ääXaaaar u. s. w.,
die im lt. Jahrhundort Michftol PkvIIo» verfasst hat. Daett im Krciw
des Hsellos Interesse ftlr das volksmässigo Sprichwort herrschte, bt-zcugt
buch pin unedierter Brief des Philosophen: //pö; töv «i-ei/«iöi' tot- rtrtieinpx'"'
WVff»v iWi^wJ'^ för Gfotfvi.axroi; oii ifiXotirra nji- ftovaiit^r. rijc »ß«)-'j«Jr«r,
tag äijioJixäi [^^') ^CQoiftia? t'/rJp it;i- (ij; ytXoaotfiag r»'x>'';>' "^^
f^n^töy inifUXtiat' (im Cod. Atboue 3808 fol. 10—12). Der zweite
Byzantiner, der mit völliger Sicherheit als Verrnsser von Sprichwi)i't«r-
ounmlungen mit theolo^schen Erklärungen beüeicbnet werden kann, ist
der Clironi-st Michael Ulykas.
1^ Wir hüben von ihm eine Sammlung mit Erklärungen in politischen
BvTAen und eine zweite mit kurzem ProsaerklUningon. Olykas bat Bcino
ErklÄrungen mit einem poetischen Prolog und Epilog dem Kaiser Manuel
Komncno» zugeeignet. Die Autornchaft des tilykaa ist diplomatisch vor-
trefflich bezeugt; sie wird aber »ucli durch innere ÜrUnde wirksam unt«r-
«tfltzt. Denn die Vorliebe fl'ir volkstiimlicho Sprichwörter, KudenKarten
and Vergleiche und überhaupt für Äusserungen des Volkslebens ist auch
In dvD übrigen Schriften des Olykas, in seiner Chronik, seinem Korker-
gffdicbt und »cim-n theologischen Briefen zu beobachten. Die von Glyka.i
«ugewandW inetrischo Form der li^rkKlrung fand nnffallcnder VVeise
trotx der wachsenden Beliebtheit des Lehrgedichtes keine Nachahmung.
Die Sprichwörterhermenien aus der Folgejieit sind durchweg prosaisch.
Soig« dieser späteren Sammlungen sind fälschlich dem Psellos zugeteilt;
auch ThcodoroB Prodromos wird in einer Handschrift als Verfasser
gviuuint. Die Sitt£ dieser selti^amen Art religiö»«er Belehrung erhielt sich,
irie die Hundschriflen beweisen, bis an die Schwelle der neueren Zeit
y'acbdem die mit Erklärungen ausgestatteten Sammlungen volks-
BT ^Sprichwörter lange Zeit als Hilfsmittel für die Katechese im
eil gewesen waren, bemerkt« Mnximos f'lanndea, der, wie seine
itung der Äsophiographie zeigt, auch sonst filr voIk[*tiim1iche Wei»-
it ein ufrenes Auge haltL-, da^s das Wertvollst« an diesen Sammlungen
Sprichwörterlemraon waren, und veranstaltete eine Sammlung der-
en, indem er die Ilermenien wegliess und die Sprichwörter, wenigstens
lionweise, nach ^Schlagwürtent ordnete. Zweifellos beschränkte «r
dabei nicht auf die thooiogischon Sammlungen, sondeni schöpfte auch
anderen Quellen wie aus der Schwanklitteratur und aus dem Mundo
Volke*! s4.dbBt. Leider hat er nach der leiiligen Sitte seiner Zeit die
Tnlgäre Form der Sprflche in die herrschende Schulsprache umgegossen
dadurch nicht nur äa» onginelle Kolorit des volkstumlichen Ausdrucki»,
<)06 BfiuitiiiiKohe LiU«r4turg«Bcbicht6. HL ValgUirlMh. Uttentnr. Z. tvm,\
sondern auch die mctriHclio Fassung mancher HprichwSrter verwiiik.
Ähnlich wie I'laiiiidos hnbon oioige UntHikniinto ans d«n thoolo^atbn
Sammlungen die bloBson S|irichwört«r oxzorpiorL und gosammelt; d» nl-
gäre Sprachform ist in diesen anonymen Sammlungen zum UlUok grOssttfa
teils erhatten. Wie schon Planudes neben den theologisclien äanunlnuglfl
auch andere Quollen verw«i-t«t hatte, so entstanden etwa um diMMilb«Zifl
Sammlungen volksmflssigvr Sprflclie, die von den Sprich wörturkatedi^H
ganz unabhängig ^u sein Hcheinen. DiuBcr Art ist vor allem eine flH
Sammlung, die unter dem seltsamen Titel .Weltliche KomOdieodai
Äeop* (Alaoinov Moa/Amai MoifiipS/ai) (tberliefert ist. Wahrscbointicii ge-
hört hioher auch eine i:wi<it« ehcnfalli« dem Asep xugetoilto Sammlimfr
von weicher der Anfang in einem Codex Modiceu« erhalten und im 051-
tinger (kirpua Paroemiographorum graecorum 2, 228 — 230 mitgeteilt iiL
Haan der Name de» Asop mit diesen Sammlungen veri>un()en wurde, «•
kljtrt sich aus den bekannten Boxiohungen des Siinohworte« zur ¥M
und aus der bedeutenden Rolle, welche die LeVM>ni«)>oMclirrtbungen dn
Ä»op in der mittelalterlichen Schwanklitteratur »pieltcn. Endlich h«l«
im 15. .Jahrhundert Apostotios und Arsenios (s, 8. &0'A f.) ihren Stm»-
lungen alter .Sprichwörter auch manche mittelalterliche Volkssprache ttt-j
verleibt, die tde jedenfalls bu.s ülteren Sammlungen iu der Art der im
Planudes entnulimen. I
Die in der byzantinischen Litteratur von .lohannes Klimax tu ul
die letzten der genannten Sammlungen herab erhaltenen Sprichwörter nMl
sich nach Ton und Charakter »ehr ftlinlich. [>as Urteil H. Useoers fllMtl
die Sammlung des rianuduK .Nichts von antiker Tradition, wenige K<^
des Aberglaubens, aber kernige und charnktori&tJtichu Lohenswoitiheir gm
fitr die byzantinischen Sprichwörter Oberhaupt. In den uns erhalUMfl
Sammlungen altgriiH^hischer Sprichwßrter findet man auffallend muijB
Parallelen zu dun mittelgriechiüchen Sprüchen. Der Urund davon B(q|
in dem ungeheueren chronologischen und kulturgeschichtlichen AttflMfl
der die christlichen Byzantiner vom antiken Ilellenentum trennt, zum Imä
freilich auch darin, dnss die alten Sammhmgen wenig wirklich Tolkd
tUmliche Sprichwörter cntlialten. Um so enger verwandt zeigen sieb M
byzantinischen Sprichwürter mit denen der NcugriccheiL Wenn ibui ^9
Sprichwörter anderer Völker zur Vergleidiung heizieht, so heobachtvt MO
die Thatsache, daas das mittel- und neugriechisLlie Sprichwort dem Üal
Uenisohen, spanischen, franzUsischen and tlbrigen abendländischen 8|iri(l4
wort ganz ferne steht, dagegen nahe verwandt ist mit den SprichvMifa
der Völker der Balkauhalbinsel und des Orient«, der Albane«en. Bulgarau
Serben, Türken, Araber u. s. w. Gemeinsam sind dun Sprichwörtern iln
Mittel- und Neugriechen und der mit ihnen zu einer Kultureiidieit nv
sammengeschlossenen Nachbarvölker einige allgemeine Eigenschaft««, 1^
Iteichtuni an originellen, dem We^teuropfter fremdartigen Bilder und otm
mentlich die Verlieh« für die anekdotenhafte, epilogische, konkrifl
erzählende, fragende oder befehlende Form der Einkleidi>M
die Vorliebe für ein Schema, in welchem der persönliche und partJkulf'i
Fall noch nicht zur abstrakten, allgcmoinon Kegel verdichtet ist. Ori«n4
(B 339)
iscli wi, um ein Beiaptel zu gebrauchen, die Form: .Einom schenkt«
n «.'inon EhcI und er schaute ihm auf die Zähne,* occidontaliscli
Fonii: .Einem geschenkten Gaul schnut miin nicht ins Maul.* Durch
96 Eigentümlichkeit »chuidet sich im byxAiitinisch-neugriechisch-sild-
nsch-orientalische Sprichwort prinzipiell von dem nhendlÄndiachen, und
D kann darnach in der ganzen SprichwÖrterweiBhoit eine griechisch-
mtali-sche und eine abendländische Gruppe unterscheiden. Eine weitere
terauchung diciser DifTeronz und namentlich eine schärfere Abgrenzung
Jer Gruppen auf dem slavischen Kulturgebiete wilre hüchat erwünscht.
Die Erklärung der mittelgriochiwchen Sprichwilrter gehilrt zu den
wierigKten Aufgaben der byzantinischfU I'hitulügie; die huigcgebenen
ologischen .Losungen', die in ziemlich einförmiger Weise alles auf
'istii», die ApoHtcl, den Satan, den Leib und die Seele deuten, helfim
gut wie nicht« zur Erleichterung des Verständnisses. Dagegen 8Jnd
i Hilfe der Sprichwörter der Nougriechcn und der Nachbarvölker durch
vereinten BomUfaangün Eahlreichur Gelehrten, deren sehr zerstreute
iträge untun aufgeifthlt sind, die meisten Dunkelheitt^n gehoben werden,
t es bleiben nur nach wenige Stürko Qbrig, die allen Anstrengungen
I Scharfsinns IVotz bieten. Ileachtenswert ist die Thatsache, dass ein
WMr Teil der mittelgriechischon Spricliwrirtor metrische Form zeigen;
Uiftufigst« Ma.ss ist der jambisch gebaute Fünfzehnsilber; daneben findet
■ tn>cb£iuche Fünfzelinsilber , jambische Triineter und verschiodeno
ppelverse wie zwei akatalektische jambische oder trochäische Tetra-
tien und zwei katalektiscbe jambische oder trocbftiscUe Tetrapodien.
t auf den ersten Blick so unscheinbaren Iteste niitlclgriecluscher
ruehweisheit liefern einen beachtenswerten Beitrag zur Kultur- und
iat4^6geMc hl eilte des griechischen Mitti<lii]ters; sie gehitren zu den ält4.'sten
Ulpiissen der griechischen Volkssprache; im Zusammenhange mit den
nchwSrt«m der Alt- und Neugriechen und anderer \''Jtlker de» sUdSst-
Hn Europas und des Orients betrachtet, fllllon sie eine LUcke uii.s und
nti Aiila^ zu Betrachtungen, die ttich tür ein weites Fomchungsgehiut
eltUiU' erweisen dürften.
1. AuHgiiboB: A. Zii*T«tt eit. dl« ErklArungen du Minhool PmIIm und At» MlchMl
ku K. H. .-^Rtbna. Mta. pifil. !> (1870) bib -b6H. Vgl uuoli die «benda 8./HS— &78
Koilton TAlkamftBsigen tUtwl und f^rklkrunjjon abet^lftubiMli«r VorstelluDReu t. B.
■ BitäotiQtitä^i'x a. 8. w. - Di« .Saminlong des Plumdc« ediert« nivret K. Picco-
liai. Estratti incditi dui codici griici. Piaa 1ST9 (— AnDkll d*lle iinii-nriiilli Toiicui«,
. 16). — Eiup Ni-uuuBiiubu diväor Summliing mit dnuUohOT Uoberactzang und roich-
ig/tm K<iraiBvi)Ur vvruiiitiilU'tt- K, Eurlx, Die l^pricIiwOrieranrnmlnnB doi Muximua
mdaik Lt'ipti« 1*61!. — Kiiii' .Smiiiiiluog von 8U Sprichw-artern cd, olino dii- in der Bft
[•^Wii«n I'iifM^iklftruDgeu H. i'ulites. '.'liiiiinV 'll/jf(i'ii.6yinr inv (>■>«« 1883, Atll«R
I 8. 3«I~S6B. — Di« äNitnilnng di>8 Cud. I'ariti. UU9 ed. mit litterarliisti>riscb«r Kn-
lag, donttdur tr«b«netEang und KommoaUr K. Krumbueb^r, Eia« SunmliuiK byun-
lehor Kprirhwsrtitr. Sitsun^bor. bayer. Ak. I88T Ud II S. 43-96. - ZuMinm«iifii«Hende
^ba aÜrr f^uiiiiiJ 1111^00 MWMr dor das PUnudes. die nach den Aaig«bim von Pioco-
im und Kurt« «inor Wiedarlioliing nlchl bedurfte, auf (inind dir früher boknnntvn und
«n Dfoer Ubh von K. Krumbaohor. MittelgriechiBcibe .Sprir.hirnrtor, Sitnung^ber. bayer.
IHM Bd 11 S. 1—272 (mit einur Killleitung Ober den cWnkl«r d« mittt-lgrinehi sahen
l«hw«rt«i, Uitl«ilii»)(vu Über die AuHgnben und llss. über du» VarhUlnis, doli IJtspning
: die \'tttaa»er dw Sammluugen, Konunoatnr und einigen Miiaellon: 8prich»Qrlcr in
hjt,. Litl*ratar: Naditri^e lu PlADudes: Zu dea welltiuLeu Komödien dos Aeiiup; Zu
al(iliu>: Eiae ailt^orincliu Douiuijk doa PboIIub).
908 Bfiaiit-itiiRche LltUratnrgMehioht«, IIL Talgtrf rlMh. Littorstnr. S. Pt««.j
oki
B. Di« <rcllli(^l>4'n Koin6dt«n ita Aesop ed. vr. Clossius, Rh«im.)Uin
0937) 831 IT. — Kcl. V. J^rnstviit, VvrßcMcne xriediiacbc S|irictiw3rt«r, Jonni. lu
im9 IM 2flß Dnd 3HT, April- und Maiboft. Abtdl. f. klua. Pbilöl. S. 23- »2 lad n-d
Vgl. K. Krombanlirr, Mittclgrirchiurliv .S|)noh<i&rtM (■. o.) S. ä^7 fT. und Jw HMtbäfl
TOD V. Jnrnatodl. Jouni. Min. |F<U4 ÜdiOi Mknhnft. AU«iI. f. klaw. [lulal. IL tM-KC.'
2. üiirBmittel: A. Üi^nireehDiig der Atu^nbi! von PiocolofliiMi voti H. Uitiit,
Deutscliu Utlfraturwiding 1881 S. 121 II.
lt. Ikitifigu xuT Auai^nbi' tod K. Kurte UosproDbuDuen, die rtintlich wtltfiB4ifi
BoitrHge «rullialten, gabt« O. Crusius, Lii Centralb). 1686 Nr. 3>: 0. Konack. brriam
pliilol. W^ch*D»cbr. 1886 Nr. 48; H. VB«D<>r. Deul««Ii<> \.Htntiin^iiaag I8tfi üi. !ti,
k. KrumbRchor, BlBtter f. d. bay^r. (ij7nna«AlMbiüw«Hn 38(1^7) 122- 13h; m Ai«-
nyniuii. llPrliD«r Woch«iw.brift Ar ktuM. Pbilol. 1887 Kr.d; II ^rbrnkl. ZMtMb.ti
OHtcrnkb. GjrmnAiricn ISH7 S. MH IS2; .1. SiUUr, Nnii« ptilnl. KiindMbaii 1891 8. W.
— Die tDicihntcn lloilrUgc xui F.rkliLrung der SprOch« den l'Unudni ([«b 0. Ciitin.
C«b«r di« Sprich wArlonauiinliuig des Maxlmus i'lanudca, Klicla. Um. 43 (II^T) A<t— 4Si
~- Endlich iietorU K. Kurtx si\hsl iiach eine gaUM Koili« wtobliger Na<ilitriice n mm
Ausübe, Zu den nn^m/jini ör;fn-i'tti<, Philoloeua 49 (1800) 4^7—468. — Zwei ^cnck
wnitor des Plsuud«B.aW ReMu niter RsImI erklftri von K. Oblort. Zar uUkH MIhI'
diehtun«. PbiloluRns SS (1894) 753 f. - Ein« wm Hs der PlMiadfmnualni« ICU Vitk
878) boRpbrieb 0. Crusins. Riiein. Mus. 42 (1887) 390 ff. - Kino dritte Ha diaatrSM»
laus, den Cod. liarncc. 68. notiert« A. Konp, E)«itrige xiir fnivdi. KacotplMditlfaM,
B«ma 1887 ü. 64. Nahixrv Mitteilangm Ubdr dinacn Borocduus gab M. Trea, FUltlinifl
(1890) 185-167.
0. UcitiSge lur (imlfn Auaf^bo von KrambachM' (1887): ÜaMpfccbongM, di« Mb
sIHndigu Bcilra^u enthnltpii, gaben O. N. SoloriadoH, 'Jre6it<tlU( ^lolo^uc^ IS^ Kt. II
bis Ih: E. Kurt);, ttinitc'T f. d. baj'or. (iymnatDiÜAohulwMen 24 (läI8) 20& ff: C. Weyi
Zeilselir. t. v«r^1<^ivh. liil lernt urK*-scliipht», N«ae Faln« 1 (1887-I88S)S8S ff.; J, Psiol
Kevue «ritiqiie 1^88 Nr. 25 8. Tiüö IT; vgl. aeine KssaU do aramaiaire hiatoriqii« ut
iiuo 3 llH^SJ) XXXV1-XXXIX; H. Solionkl. Zeitschr. f. d. «storre^b (ivwn*
lism Sil f. Die tviclislon NnchtrKRe lieforto in Form «mbm »elbatftadigM Ar
C. Foy, VolBaifiriophigcli*». ilMJi'nbnrscni Ueitrtgo 14 (1888— 18W) 98—49.
D. tloilrAg« xiir KW^ilnn Aimgabo von Krambacbor; BMprvclmiigM Mtt i
BoitrKg«)) gab l). Thprinno«. .V[« VfUpn vom 11. Nor. 1893 Nr. »S7; C Wcymaa.
Klorisahen Jahrbuch d. UDrrcagoa. 15 (11^941 225 f: E. Kurti, BlUter f. d. b«y«(. Ot«
Bo1iulw«<M>Q :;0 (1894) 128-187; D. C UeHsoling. Museum 2 (Gnwiagen 18M)
J. Sittlei. Noue philo), Kundscbaa 1894 Nr. 18 und I». a 274—279: S90~2(S:
Hoyor, TlieoW. Litt^ratuneilutig 1894 Nr. 22 R ^68 f.; 0. Crueius, Üt. CmImM. 18
Nr. SO; A. Kninejev, Prevuosti, Trttdjr SlavjanHknj KunimiaHi lm|i, Moskovwk.
ObUoatva 1 (189.%) 241-248 Irair oncngftnglioli)- - ZahlnioU »«rlvoll« Iteilrftgc t
oinige nollmtJlndigo Arhnilon. die aich an Knimbnchor« Auiigali* otiHcblipsMu : (iuit.
Z« den niittelgrinrbiBrb™ SprichwBrtom, 11. Z. 3 11894} 396-408^ ~ P N. Pap»s««rii«.'
Zuden inill<r)BripiJii«rbQi) Kpriihwilrtnrn 11. Z. 3 |1894| 568— 180. — J, Timoieiko. Bji»
liniacbe Sprionwürter und ulaviache pHrolloliin tu ibnen, (WanctiBuer) Kilologüeekü 'i'i*'*
82 (1894) 126-13B; 205^304: 33 (1895| 20.'> 218; 84 <I895l 74-8iS (ruM] ftlar
Parallelen tu d«n AuHgnbiMi von E. Kurt« und K. Kriunbaoher). - Eine gnatef
der mittel- uud neugriecbiuübeu Sprich wtirler mit Kommentar D. *. w. wird arit la^irl
vorbereitet von dem vorzlluliDheii Kenner dee neoKriechiechMi Folklore K. Palitei.
Liftenturnaoh weise mm »laviMhen Sprichwort h« Or. Krnk, t^inlritung in di« ilar'^
Littemturgescbiehte. 2, Anfl . Clvni 1887 8. 788 ff.
3. Uoherlieferutig: Für die mittelgrinohiMcbnn SpriobwSrtor. ikre ibtoh
Ilcrmeninn und für die Krklnningrn TolksmlUuigcr Sprflcho and Aoiidrüoko n»i '
rojgando Codices in Betracht gMOgen, deron Auritthlung die Eotdockan^ neuer Bw
leicblfrrn dQrflo:
1. Barlier. II 61 s. 13—14. Metrische Saninilimic de« GlyltM.
.1. Bodl. Burooo. 68 s. 15, äanimlimg des PtanÜdM.
3. l<aur 59. 80 b. 14—15. 8aiiimltiiiR des Planud««,
4. I.anr, ncquiato 42 s. 10. Wettinao Kopie der iir«! Kanunlungen ät
Paris. 1409 und 231ä.
5. Marc. 412 s. 18—14 (Percnmont). ItoMasammluag dea QlykM.
e. Marc. III 4 a. 14. Sammlang von 5-> Sprichwörtern mit Pi ewwfcHfg'*
7. Monao. 525 a. 14. Wnltlic^bu lioniAilieii de» Aesop.
S. Mo8(|U. Synod. 298 (bei VUdimii 436). Welllichn KnmltdiaB Am AM>^
S. Paris. 226 b. 13. Die «wei SHUimlnngen dna GlfknH.
10. Paria. S9& a. 16, Sammlung von It SpHriivOrt«» mit ProMoricIlmig'
athilH
rtfloa and Vebenetiongen. (§ 400)
d09
ii. Pftri«. 1IS2 s. 13. ?:rklnrung volkstnnilichor IMnnsarton de« raellw (odiort
lUtu).
7S. I'ari«. MOS *. H. f^ammlung von 70 äprictiwArt«rn obno Rrkl&rung.
I^. I'uria. 2310 a. IS. J^Biiiinlung von 31 Sprk-hwOrU-ni mit rruBacrkl&nuig.
14. CaTift, 8058 h. 16 (ron AniunioH, iloiii Eiibischuru rou MonoinliaHia gcdohricben}.
rlMhu Samioluas dM Olykma.
16. Tatirin. Et. V. 89, 8.16 (voii Andreas Dtimiftnoe g«eobri«beD). Sammlung von
\I/9) SphebwOrUm mit Prosaerklilrung,
»f«. Vatic. 695 ■. 16. Sammlung von "5 Snrichwr.rtorn mit ProHHorklaning.
17. Valjc. 878 a. U~~15. Sammlung doa PInnudcs.
16. Mir unbokannlrr Herknnfl ist der Codex, noch dorn N. Politcn im'ntitqolojriw
i.l ein« Sammlung von 8U Sprichwörlsrn ohne die in der Hb bi-igegohcnon EtkUningMi
vi bni. Kino Kenau<^r« Btisuhrcilusg; dioaor He euU das 'AutKÜr 'll^i^uld^tor ItLn Jahr
7 S. &'2A enUialten (mir uniugAngliub),
4. SprichvDrtorpradigtuu im Abendlande: Wir haben lateiniacbc Sermones
tmipor«. in denen dua Thuma xucrtit durt^b einen lHt«inisdien Satz uud dann duieli ein
nrerwandtos altfraniÖstHcbcs Spridiwort angegeben wird. Eine Ks solcljer Sermonea,
Cod. Patia, lat. U9&2, bwiprioLt 1), Hanr^an. Not. et oxtr. Z% *.' (18^8) 27&-338,
:, G. Gritbur. Ueberaicbt Qbur die lateinische Littcratur von drr Mitte Amt 9, Jabr-
d«rt» Im 1850 (GntndriM d<>r rnman. Tbilol. Hd II) S. lilT. /woi andorr llui aolcber
FraBkraieb atammvDdpnf-prirliwnrtorBcrmona hat mirW. Meyer niicbgewieaen, die Codd.
DHC. lat. 2^2 a. 14 und 33^72 s. 13. — Duutscho SpricbwOrter aus Isleiiiisuheii
[li^on cd. K. Ilofmann. Siliunfwber, bayer. Akad. ISiO Bd II 25 — 38. — Uebor pol-
eh« und btVhmiscb« Sprichwörter in lateinischen Predigten dea Mitteliilteni vgl.
BrOoknor. Atch. slav. Phil. 15 (189.1) 475.
P 4M>. FaraphraseQ und Übersetzungen, Die umfangroidi^len mittel-
sriicht'n Prosatlpiikmäler der Volksspiacho sind dit- S. 221 erwähnten
mpbra^on von (iewchichtüwerkeii und Chroiüki-ii. Eine» der schilnsten
Espiolc dieser Gattung ist die ÜberaelÄUiig der jadischen Archaeologio
I de« jOdiscIien Krieges des Flaviua Josephii.t, die der Uoppol-
l«x Barber. II 49— öu aufbowulirt. Der Verfasser, der I'rii<stor Ma-
el Chartophylax (wenn nicht ntwa Cb. seinen Beruf bezeichnet) aus
»nia auf Kreta nennt sich selbst in der Überschrift: 'PXfijiiov 'Imat^rtov
Hxoai m^i iovdainifi tiqy^ttioXoyia^: — 'loväaixov noXt'itov i.öyoi iniä-.
ärrtf änö ti^y änixr^r ylintraar »if ri;i' ii!jXi]v Mal nt^ilv ttöv Fttttixür
rtiff/taiw naQÜ Mavovi'X it^t'ug toi' x't(f^''9''Xaxog mv n^ijiö;
ö Mviuriätov. Person und Zeit dea Verfassers sind nicht bekannt;
hrHcbeinücti lebte er im 16. ,liihrhundort — Über »on&tigo vulgäre Para-
raaeii hiatoriticher und anderer Werke s. §§ 121 Änm. 4; 123 Aiini. 1 C;
l Anm. 1; 147 Anro. 3: 154 Anm. I B; 155 (S. 377); 167; 186,4 (S.
8). — Sprach geschieh tlich wichtig sind einige mit bcbrSischen Buch-
iheo geschriebene vulgurgriechische Übersetzungen heiliger
icfaer, die von Juden griechiseher Zunge in dor Synagoge gebraucht
an.
f:
1. Aoagabcn und H»s: Eine vulgUrgriec bische Uubcrashung dea Pontatou<!b
habTtiach«! l^cbrift) ist zu Kpol 1547, eine «bcnsolcho U(?hi>rse(tuag dea Job xu Kpol
J€ in Drucke erschienen. — Kine UeberaeUung des Bucbt-ü .Icinab bogt hiuidschrifl-
k ia Oxford nnd Bologna.
2. Uiireniittel: Jü. Cbriato[)b. Wolf. Bihliülheca Hebraiea 2 (1721] 447 f.; 3
>9T) Appendix: 4 (1733) 1219 ff. (l'roben der Ucber^etiung dea Pentaleucb und desJob),
Bp. Papageorgiu. Merkwürdige in den i^ynagogeii von Carta im Qebrauefa befind lieh»
ruan, Vcrbandlungfn dee 5. internationalea OrientalistenkongreBaea. II. Teil I. ßälfte,
HÜB I88SS. 226-232. — K.I.egrnnd.Bibliogr. h«ll. 2(188) I.<>9. - L. BolUli. Unever«i»n
Mfuda PaotaUach da BeiIi^mc si^de, Ror. des i^t. gr. 3 tl^ÜO) 3t<9-30ti. - h. Bei Uli,
Ttniuw pan connucs dn Penlutemiun fnitos it Cpte au seixi^mo aiido, Kevuo de«
I JRiTM 82 (1991) 2£0 - 263. - A. noulinucr, (Ja Non-Hobrow Innguogtu uacd bj-
.0 BynatlBlwlia Utt«ntiirgM«hlohta. tu. TnlgirgHMli. XiUantar. 9. Pna.
we, Tha Jewiah qnarterl; review 4 (1892) 9 ~ 10 (mit reidieD IdUentnnuehveiHn). -
Perlee, B. Z. 2 (1893) 575 Anm.
3. 'Ay9o( tüy jra^itur betitelt siob ein Tulgftrgrieolii«chBB Prosawerkcbeo, Im
35 Kapiteln aentenzenfaaft« SSUe Qbsr Liebe, Eifersnobt, Freude, Schmen, BunJuoig-
it, Uabannberxigkeit, Freiheit, Bildnng u. 8. w. entbJllt und also mit deo Floril^iM im
uimos, Peendo-Jobu)Des nnd Äntaaloa, anch mit dem moraliscben Lehnedicht dee Ib-
Bses (? a. S. 878 f.) verwandt ist. Die Munen der angeführten Aotoren sina oft vnndcnn
runBtaltet z. B. ö aivaxat, 6 fildiot (=? ö 'OßiAot). Eine ünterBnofaniig der Tom Ytt-
iser benBtrien Quellen fehlt. Das Werk erMtbien merat Venedig 1546. Wiedetblt,
medig 1624. ~ Vgl.E. LeRrand, Bibliogr. bell. 1 (1685) 274 ff.: Bibliogr. hell, du S?ll*
<cle 1 (1894) 183.
f
Anhang.
Abriss der byzantinischen Kaisergeschichte.
Boftrbüitot von U. Gclzer.
Alte l*eriodisi«rungen und Begrenzungen im V«rIaufo dor Wolt-
jaichieht« sind kxliglioh konventionell und darum völlig willktirlicli. Die
iMetiieht« Kulbst, in der jedes Kreignia mit. den vorangehenden und den
tuenden in einem ursächlichen Zn.taniincnhang xteht, macht keinen Ab-
dtnitt; sie Lit ein fortlnufondc« (.'onttnuum. Uariim gibt dm kein keckeres
fiitornohroen, al.s nach Art unucror lundegQblichen Universalhistorien das
hde dos r5mi»cliun Reichs und die Grenze von Altertum und Mittelalter
Wetellen zu wollen. In unseren Schulen wird oder wurde dieser wclt-
pcbit'htlich 80 bedeutsame Wendepunkt mit haarscharfer ÜennuJgkeit
lironologisch aufs Jahr fostgenagelt. Nach der gcwohnlioit«niä«8igon
EhichtAwidrigcn Überschätzung dos Abendlandes und seiner historischen
rickluug wurde dabei lediglich der Westen in Betracht gezogen und
lemnach das Ende des Rcmerreichs und des Altertums frischweg in das
ihr 47ß gesetzt, weil in diesem Jahre der letzte legitime Kaiser in der
Ve«thi]fl« des Imperium Komanum, Bomulus Augustulus, pcnsionieH ward,
'wn imivursalhistorischen Standpunkt aus beurteilt, ein genau ho wichtiges
Inijims, al« etwa lä!>2 die Abdankung des KCinigs Milan von Serbien. Die
Eatgenossen haben diesen angeblich universal historischen Abschnitt so
ronig erkannt, das« »ic — und die sicgieichen Uenuanen in erster Linie
- nacli wie vor das Territorium Odovakars wie später Theodurichs als
üicn Teil de« rUmischen Staates, die dortigen Untertbanen aU Unterthanen
Im Kaisers betracbt.eten und dm kaiserlichen Ordnungen von Reichs wegen
Mdancrn liessen. Damm trug die Goldmünze auch in den sogeuannton
(■rmanittcheti StaaUin des Kaisers Bild, und die Goto» vermochten Justinian
KMflbor zu erklären, dass sie die Prärogative d*- K li^i r- stet« geachtet
MIOB. Der Osten des l{«iches, welcher die alti'i<i[ii< knllur mit mehr
htrgic lind Gltick, als der Oecident zu bewahren vermochte, kann
Iftteods nicht in eine dem Alti^irtnni und eine dem Mittelalter angehörende
gespalten werden, wenigstens nicht vor dem Auftreten des Islam;
&12
AbrlBH der bjrxa&tiniscbeii SaiBerge«ohieht«.
^M den» erat nach Herakleios' i^cgit-ning trilt in Avm furchtbitren Eziateah
^B kainpf, den llyzanz gegen den Ansturm der s«mttt(»chtiti Kiu»o dun^fodL.
^1 oino nndcrtlialh Jahrhundert anttaucrnde geistige VertiiiBtening eiti, mAdm
^M deutlich diie Anbrechen eine» neuen Weltentages bezeichnet. Ab«r ofl
^B z. B. erst mit der Thronbesteigung de» Isauricrs Leo» niihcbender Mm
^B der byzantinischen Geschichte wllrde den Loser der Kenntnis gerade da
^V HlliH'wichtigeti'n und woltgeHchichthoh bv^(iiit»Hmsk-n Jahrhundi-rt« bM
^1 rauben, der Epoche, in welcher die L-reton Aniiätze und die VorhwiiiijfungMU
^1 fUr die spätere geschichtliche Entwicklung des spezifisch byzanünischtd
^B Zeitalters gegeben .tind. j
^1 EboniKo sc-liHtvorstftndlich ist nun aber auch, das« wir der PeriodioH
H rungen und Abgrenzungen de» geschichtlichen Stoffes in keiner WtiiJ
^1 entraten künnen. Aber wir nitlHHen dabei das lebendige Bewusstwin iu
H uns tragen, dans wir es lediglich mit notwendigen KrUcken zu tkon habtu
H die dazu dienen, uns eine Übersicht über die Mateiie gewinnen in lassenJ
H Uerade darum einpßehlt us Kich auch, von der üblichen i'rofiMuMren> od«
H Schulmeisterpedantorei zu lassen, welche kein Oeüchichtswerk odt-r LrlaJ
^1 buch auf den Markt bringen kann, ohne dass sie dasselbe mit hi^ritHl
^m besser begründeten Abschnitten versehen oder nach einem logLich richtigcnfl
H Einteilungsprinzip gegliedert hat. Vielmehr ist es dos tiegebene, \äm
H üinfticli den traditionellen Common-senM! walten zu lassen. Wir haben ■■
V seit lungern daran gewöhnt, diu Kuisurgeächiehte von Arkadios bi« ufl
3e5_I458Konstantinos IX (395 — 145:1) als die oetrAnüsche oder byzauliniKM
Oeschlchte zusammenzufasasen. Den praktischen Gesichtspunkt hierin lodiM
lieh als massgebend betrachtend, werden wir diese altfrttnkische Diapoeilud
fo»thulten, obgleich es bekannt genug ittl'. da^s dieselbe vielfach das Uitn
fallen der begeisterten Freunde mehr prinzipieller Einteilungsgren»,-ii u&la
den Gelehrten erregt hat. Man hat mit einem gewissen Hechte gelttud gtj
macht, dass trotz der Reichsteilung nach Tlieodosio»' Tode die Zeitget^^M
noch Jahrhundorte lang nur die Vorstellutig von dem einen rOniMsH
Itcich kannten, der Hos publica oder der Mauus publica, wie man !■
Spanien und im Frankenreiche noch im VII, und VIll. Jalirliundcrl M
sagen pflegte. Man künne deshalb von einem weströmischen Reiche — und
folgerichtig auch von einem oströniischen Reiche — erst seit der Winden!
900 hcrHtellung de» westH3mi»chi.-n Kaisertums durch Karl den Grosüen spreckd
Das ist geradu so richtig und treH'end, ab«r auch genau so doktrinär, mU
der Sprachgebrauch der Juristen, welche die Zeit von Augustos bis Di<H
cletian als Dyarchie und erst die nachfolgende Epoche als Monarchie «
zeichnen, (iewitw iut es konstitutiont-ll richtig, für diese Periode von doM
Teilung der Gewalt zwischen Priuceps und Senat zu sprechen. TbatsAdÜdl
sind die staatsrechtlich so unwissenden Chronisten doch im Itechte. w*^^
mit Cäsar und Augu.'^tu.s die rüniischc Monarchie beginnen, und so ist Hnl
faktisch trotz aller anderweitigen Vorstellungen der ZoitgenoAsen wio d(d
Gelehrten das von Theodosios' Tode bis zu Konstantinopeü Fall I>e9telien«
Reich ein ostrOmische» und seit dem VI, und vollends dem VII. Jahriiand«
ein griechisches. I
Nur um dem praktischen Bedürfnis zu genOgon. nicht etwa um ftr*i*|
L DI« TOrjBBtlnt&n«i»clie Epocha (89S— 518).
913
here .geschichts-philosophische' Betrac-htungflweiee eine Unterlage zu
lAlTen, teilen wir den Stoff in folgende altlierkUmmliche Unterabteilung«»:
I. Die vorjustinianeisclie Epoche 395 — 518
n. Das Zoil«lt«r Justinians und seiner Nachfolger . . 518— 610
n. Da» HftU8 (ios Hcrakleio-s und der Kampf mit dem Islam 610— 717
V. Die Kegenuratioii unter den syriächen (isauhscheii)
Kaisern und der Bildersturm 717^ 867
V. Der Hfihepunkt oati-ftmischer MachtftlUe unter der ar-
menischen Dynastie 867—1026
n. Der Verfall dos Hciches 102C— 1081
n. Die Koniniinon und die Angoli 1081 — 120<(
IL Das Kaisertum von Nikaea 1204 — 1261
X. Die Itefltauration der Faläologen und der Untergang 1261 — 1453.
r
I, Die vorjustinianeische Epoche (39&— 518).
Tlieodii8io8 der ürosBc (371)— 395), eines grossen Vaters genialer 879— 8
Im, dur Ictzli« au» der Uiugen Heihc der Generale und lieichsrettcr,
ilche von Claudius Gothicu» bi» auf Valontinian da» au» dun Fugen go-
ngene Weltreich mit eiserner Faust wieder zusammengcschmiudot hatten,
t Dftch der furchtbaren Kataatroplie des Valens, dem ,lacrininbile bellum'
b Adnaiiopol, »ich al.-s Schützer des Reichs und Erretter aus der Gcrmanen-
Cthr auf» Gläiizentlste bowiUirt. Noch einmal war die gotische VOlker-
ilte vom Itvicimbodvu zurückgedrängt worden. Im Innern ^lat «eine
igierung Epoche gemacht durch den Sieg, welchen, getragen von dem
bwerwiegenden kaiserlichen Einfluss, die orthodoxe Kirche Über den
-ianitimus errungen hat, und durch den energischen Zwang, mit dem
n R««ton de» ulton Glauben» unter der rQmi»chün Aristokratie ein Endo
reitet ward. Bei »einem Tode, 17. Januar 395, hinterlieaa er da» Iteich "ig^"*
titeD beiden SUhncn Arkadios und Honorius zu gemeinsame Ver-
dtang. Der letztere erhielt die Westhälfte: die Präfekturen Italien
itlien und Afrika) und Gallien (Gallien-Spanion-Biitannion), wfihrcnd
ia Uterer Bruder Dber den Osten regierte: die Präfekturen lllyricum
laden und Macedonien) und Oriens (Asien, Pontus, Oriens, Thrauen und
Itypten).
Tbeodo»io»' Kampf mit dem Gegenkaiser Eugenius hatte den gesamten
ient von Streitkräften entblöaat. Während nun die durch die kaspischen
Bore eingebrochenen Hunnen den Outen dos Kciches heimsuchten, ver-
IM«t«n die in MSuion und Thrakien »talionierton gotischen F5deratt
lier ihrem köuigliehen Heerführer Alarich den Norden lllyricum» und
idrobt«n diu UauptHtadt. Erst als Stilicho aus dem Westen herankam,
nnle der Gote geznningen, sich in Thessalien zu verschanzen. Da aber
jiser Arkadios auf Antrieb de» KuGno» vielleicht nicht ohne Grund
liKchM Entfvruung und die Rücksendung der Osttruppen aus Italien nach
Courtantinopel verlangte, zogen letztere unter ßainas' Kommando nach
Edt. Ruiinos fiel ihnen zum Opfer, und »eine Stolle al» leiten-
Uum. AlUniiaim'imti>tetn.n IX. 1. AtMt- 2. AuO, M
AbrisB der bysastmiBchait Kala«rgM«hiebt«.
S9S iter MiniHfccr nalini der Euiinrhe Rutropioa ein: Älarich untemahin
»einen furclitlmreii Zug durch <iie ThermopylGn nach Griechenland.
dor PciraifliiB, Megara, Korinth, Argos und Sparta erlagen den gotii
Scliarcn, deren ohrintlich barbarisc-hoii Eifer fanatische Möncho lu
Wutgegen diese Unuptnitze und letzten Burgen des UeidenUinis aufgi
battOD. Allein auf dem Mai-sch nach Eli» üel ihnen dor zurOckgekehrit
Stilicbo in den HOckon und .srhlonx das Uotonheer auf der arkatÜscki
Hochebene von Dioluö ein. Wider Ki-wartou kam c« zu einem fri«dlHbt
Abschliiss, und die ostrOmificho Itcgieniug emaimt« den gofUrchtcUio OoUt
zum magiMer militum per IlljTicum.
Nocli gefährlicher wurde die Erhebung der in Phrygien angeeieddia
399 Oütgotcii und Gnithungor unter ComoB Tribigild. Am Mtrömbchi
Uofe hatte die rOmlDcho Nattunalpai-tot du Übergewicht: die Fabrcr ikr
Germanen, der mächtige Gainaa und aetne Anhänger waren aufs ttf&t»
verletzt. Zwar Tribigild erlitt einen schweren A^erlust durch den tapl
pi^idiftchen Lniidstunn. Aber Gainas, gegen ihn aut^ossndt, war beii
sein Verbündeter, und der römische Feldhon* Leon erlag den Goten
der VeiTütorei seines Kollegen. Gainas und Tribigild waren nun Hei
der Situation und zwangen den Kaiser zur Entlofisung Heines Um
S99,400 Gainas erschien tu (.lialkedon, und der atternde Arkadioe ini
dorn Ooteiihcere Quartier in seiner Hauptstadt anweisen, fast
eis, als »otlte der Osten einer ähnlivheu Zerstückelung anheimfallcD,
in der Folgezeit der Westen. Ein germanischoa KSnigtum wur auf
Punkte, die Dynastie des Theodosios hier zu ersetzen. AJleio die Ei
torung der durch die arianischen Ootcn mtsshandelt^n und in ibn-a
ligi&sen OofÜlilon vorletzten Einwohner der Hauptstadt ftlhrto zd
Erhebung. Die Goten mussten die Stadt r{iunu-n: wer zurQckblieb,
der Volkswut. Nach der VerttHlstung Thrakiens wollte Gainas bei AI
nach Asien übersetzen. Aber der getreue Gote Fravitta vernichtet«
der rönii.iichon Flotte sein Heer. Da» Haupt des nach Thrakien eal
neuen Kebillen wurde von Clde», dorn Hunnenkrmig, an den kaii
Hof gesandt. Fravitta, der Reichsretter, obwohl Heide, wurd<> mit
401 Konsulwürde belohnt Das Reich nnd das UHmertum waren dikIi
mal gerettet worden.
Unter demsolbon Arkadioe entbrannte auch in Byzanz der
Kampf zwischen Imperium und Sacerdolium, dessen Ausgang ßr das 1
hfiltnis von Staat und Kirche in Ostrom typisch wurde.
Der Antiofhener Johannes, von dor Kirche apÄter ('brysostotuoi
benannt, elieuso gewaltig durch Macht der Rede als durch Gunst
Volkes, schonte gleich einein schottischen Puritaner weder die Üppigki
dea kaiserlichen Hofes, noch die Sittenverderbnis der Reichen. Pcrrfnli
der strengsten Askese ergeben, war er gleichzeitig Hierarch von pl|
liebem Herrscherbewusst^eiu. Asien, do«»on Metropole Ephesoa sidi
apostoli.scben Odinduug dm'ch den Lioblingsjünger rühmte, bat er
■100 seiner V'itsitationareise mit schonungsloser Gewalt unter die Hcnwhift
381 Ält-Kom gleichgestellten ]*raiaten von Neu-Rom gebeugt. Seine Feil
erhaben sieb. Zwar des hohlen und geistlosen Konkurronzprodigen
L Dia Torjnntini «B«Ke1ia~1Ipö«fao (395—518).
404
U. S«ut.
407
MS
Jer Hauptstadt, de» syrischen Bischof» Severianos, ontlodigt« er sich mit
Laicht igko it. Um so onintiT wurde die Sachingi'. nU die Kcgiciuny fjogcn
Ihn seinen TodTeind, dun ukr^uiziguti und grundi«atzlotien Pfiptst von Alexan-
Iria, Theophilos, auaspielte. I>er Alexandriner prangte seit der Vernic-h-
tunü dos Sorapeiona 391 im frischen tilanste des Gfttzenshirmes; durch den 301
hl. AtbanaMios und «einen Nachfolger l'etros, den Leiter de» sog. ökuiiiu-
oischen Konzils von 381. war der Osten daran gewöhnt worden, du» Knt-
»cheidungsvotum in geistlichen Dingen dem Inhaber von Marcus' apoeto-
linchem Stuhle zu nberlassen. Theophilos wusste seinen Machinationen
den Anstrich der Heiligkeit ?.a gehen, indem er den fast hiindertjfthrigon
KetKvrbekftmpfor, den goluhrteu, aber Äusserst beschränkton Ei}i|)lianio8
FOD Kontttantia als BundesgenoBson g6wa,nn. Auf der Synode „bei
■v Eiche* wurde der Prälat von Nen-Iloni seines Amt«s entsetzt; allein
wh Erbitterung des gläuhigen Volkes der Hauptstadt verschaffte ihm einen
glAnzondon Sieg. Theophilos floh, und A'w. Regierung gab kleinmütig nacl),
bis Johannen, kühn gumiicht durch seiuo Erfulge, diu Kaiserin perMÖulioh
■ilfs heftigst« angriff. Ein»> neue Synode 4IJ4 besiegelte weinen endgültigen
Btanc, obschon die westrl^mische Regierung und der Fapst des Abend-
land««, InnocenK I, mit aller Knergie fllr ihn eintraten, MUchtig durch
Minen Briefwechsel auch in der Verbannung zu KukuHos, sollte der un-
glQcklichu Gr«is nach dem Kaukasus verschleppt werden , erlag aber
den Anstrengungen der Reise, bevor er don neuen Bestimmungsort
Htyus erreicht hatte. Die gesamte Kirche hat das Andenken des
,9kuinenischen [.ehrers" hochgehalten; der Patriarch Proklos hat 438 seine
Oeb«ino feierlich nach der Hoichshaitptstadt znrilckgeholt. nitd Theodo^ios U
bat fussßillig vor dem Schrein dos Heiligen um tinado Hlr seine sUndigen
Kltem. Aber trotz dieser verbindlichen und grossniÜtigL'n Formen hatte
die Staatsgewalt dennoch einen prinzipiell hochwichtigen Sieg erfochten.
EBo hat zum ersten Male kraft ihrer Souver&netät das Verhältnis zur
Kirche geordnet, und dabei hatte es in Byzanz sein Bewende»,
Als Arkadios 4lJ8 starb, binturlioss er einen unmündigen .Sohn, Theo- 40a
doaios II dun Kloinen, welcher als echter Purpurgebarener wShrend
■einer langen Regierung 4(18— 4&0 niemals mündig geworden ist. Bis 40g-4fi0
414 fiSbrte die Regierungsgeschäfte der praefectns praetorio Anthemios, 414
gwichmflckt mit den hSchstcn Ehrentiteln des Konsuls und Patricius, ein
Iberaus verständiger Staatsmann. Nachher leitete das Staatswesen im
Einverstfindnisse mit dem Senat des Kaisers ataatakluge Schwester Pul-
diena; sie vernifihlte ihren Bruder 421 mit der hochgebildeten Philosophen- 421
litor AthennT», als Christin Eudokin, welche bald gi'OKsen Kinfluss auf
Staatsloitung gemeinsam mit dorn Eunuchen Chrysnphio» gewann.
~9ach ihrem Sturz beheiTschte dieser den Kaiser voUsLundig während dea
letzten Teils seiner Regierung. Fulcheria hatte sich verstimmt in ihr
Privatpalais zurtlokgezogen.
■ Währt^nd du» Wostreich in Trl'nnmer ging, Goten, Sueben und V«n-
Wka sich in Gallieu, Spanien und Afrika selbstundtg einrichteten, und
der Scbattenkaiaer des Westens thatsächlich auf die Apenninenbalbinsel
bwchrtfnkt war. hat die Ostbiilfte de» Reichs diese kritische Periode gldck-
6Ö'
AbrUa der bysuitb
rgtachidite.
lieh und vpr)i<nif>mHR»ig nihig überstanden. Die lange Regiening'
dosios' II iut im gniixen arm au äuRSfrAi) Kreignissen. Nach Uodoe
42ö Tode interveiiiorlun di« liuiierale Aidaburios und ttcin Sohn Aspar
licli in Italien; die durch don UsuriMtor Johannes boBoitigto le^time B^
gi«rung ward wieder eingesetzt und kam so unter den Einflass d«
Outens.
Don grCsetcn po1itisc)ien Fehler des grossen Thco<lo«io8 hat dl« rit^
geschmähte Hegierung dos kleinen nach Kr&Ftcii gut zu loacheii voraDcR
In dem so wichtigen, seit Tiridates und Gn^gor dem Erleucliter der rfr
mischon AlH»nK gewonnenen a^^leIliI^chcll Ptitferntaat^ war »eit Juriui
36ö Schnmcli frieden 365 der rümische Kinl1u.4;ii gebrochen; zwar Valens hatte uwli
3(7 einmal ziolbewiuwt KSnig Pap eingci^otzt und unteKtQtzti nach dossen trat«
loser ErmorduHR durch die Itömer lobte der Kampf zwischen der christlici
klerikalen und der mazduiiitiäch gesinnten Adeisfraktion. Das wohlvei^
fltandenc Interesse dos Iteicha hätte die rtimisch« Politik reranlaasen soOto,
uro jeden Preis, wie die vcrstftudigen Herrscher aus KontttanliiiK HauK t*
gethaii hatten, diu MumikonitT als Führer der PrieHl^irpurlei zu unterfitilU«n,
Statt dessen bat in unbegreiflicher Verblendung — darin nur dem GreesM
3s7 Friedrich vergleichbar — Theodosios ;tH7 mit der orientalischen Ostnacb
einen Teilungstraktat des armenischen lU-iches verabredet, eine Teilung,
der den Orientalen der Lüwcnanteil zufioL Nur etwa ein Fünftel de« ehe
maiigon giosBarmenischon KeiclieB mit der nauptetadt Tlioodcwuuf
(Karin) kam in die römisiihe Gewalt. Der liest, in dem noch 40 Ji
ein von Periaien belehnter SchattenkKnig dem Namen nach gebot, kaa
unter persische Hoheit. Als Kirchen- und geleliito Sprache duldeten di»
Perser systematisch nur das Syrische; dem Griechischen wurde der Ve^
tilgungHkrtüg crkliirt. Die beiden grosi^en Genies Armeniens. Mosflb ni
Sahak, welche nach Ei-findung der Schrift durch den erstem die hl. Schrift it,
die Landessprache übersetzten, mussten vor den Vexationen der pertts
Behörden auf r'VniiAchon Boden flüchten. Das römische Kabinct der danuUg
!Ceit^ hierin ungleich weitsichtiger als der Ahnherr der Dynastie, f^rdartHJ
von Kegierungs wegen das üntoniehmen nach Kräften und untorstfitztm i
Staatsmitteln die Überaetzungsschule der beiden grossen Armenier,
den Arbeiten dieses geistlichen Seminars ist die ganz vom Grieckis
nbhtlngige grosse Ühcrsetznngslitteratnr der Armenier (des »g. gold
Zeitalters) her\'orgegangon und da« bis dahin litteraturloso Volk in
Ik'ihe der Kullurnationen eiugofiihrt worden. Dadurch ist Anaonivn den^
barbarischen Orientalismua endgültig entrissen und mit der abendläadis
helleuiflchon Öesittung auf alle Zeiten verknüpft worden. Das bl
das Verdienst des verachteten Theodosios des Kleinen.
Doch Wenden wir uns nun zur Betrachtung der ftutueron poUÜsobHl
Ereignisso zurück. Wahrhaft geiahrlich wurdo dem Iteichc in äit^i]
412 Epoche dio hunnische Qrossmacht. Antbemios zwar hatte 412 den ESn*
fall dieser Barbaren glPcklich zurückgeworfen, und eine DonaullottillP I*"
424 wachte die Reichsgrenzo. Doch bereits 424 zahlte der KaiHcr dein Ji">*
madenkönig Tribut. Schlimmere Verhältnisse kamen, als der krioppf
411 waltige Attila in Pannonien sein Heerlager aufschlug, ond 441 ausstr d» ^
L
L Dia TOijiiatmiftue Lache Epoche (395—51^.
ionnen aucb dio Por8<.>r dio RcJclisgi'eiizen bodroliteu und diu Vandalen
rnd mit ihnen verbQndeto Piratenflotten die Küsten des Heichs verheerten.
>io L>onaufi>t^tiiiigAn ViniinBcium und i^ingidiinnm, Margiis und des apostol-
(leichen Konstantinos Oebiirt»»tadt Naiseus, Philippupolitt und andorc der
richtigsten KoichsstAdtL- orlngcii dorn Ansturm de» Ilunnenkönigs. Bo-
eita zitterte die HaupUtudt; über die tapfere Besatzung des festen Äsemos
•ertoidigt« sich erfolgreich und hob den gemmkenen Mut der Körner.
43 vrurdo durch Anatolios dor Friede nm 6000 J'fund Goldes und eine» 4*3
Shrliohi<n Tribut von 700 l'fund erkauft. Nene Fcinthteligkuiteu im J. 447 4*7
ror<Ii>D durch di(> Ovsandtsehaft ilan Maximiuos büigf^^legt; dor ab) Sekretär
lieiaelbe begleitende Khetur l'riskos hat uns die berühmte, Überaus packende
ind r«a)i»tiache Schilderung der hunnischen Lagerresidenz hintcrla^on.
)«r Friedu wurde hergestellt; aber dio Trihutzahltmg dauerte fast bin zu
rbeodosios' Todo.
Viel wichtiger and geradezu entscheidend ist diese Itegierung durch
li« gleichzeitigen kirchlichen Ereignisse. Der chrii^Mirho Staat hatte den
ilten Qßtt«rdien.st offizioll und gewaltsam unterdrückt; aber dio Kirche
.machte ihre Tlioro weit auf" und erleichterte durch kluge Ökonomie den
Utgifiubigen den Eintritt in die neue Olaubensgemeinschaft. Ihi'O alten
tndnischen Oottheiten erkannten diese in den christlichen Heiligen oÜ
inter nur leichter Verhüllung wieder. Uom Bedürfnis der Menge und
ler Frauen, diu grosse vielnaniigc NaturgiJttin anzurufen, wurde die Kirche
Inrch Steigerung des Dienstes der öottesmuttor gerecht, und bereit« spot-
<ton dio Meiden über den eifrigen Marienkutt und sprachen von der
, neuen Kybele* und .neuen Isis*.
Die alexandrinischen (lottesgelehrten, der allegoriBclion Kxege&o des
)rigenes folgend, waren zugleich die eifrigsten Fürderor der neuen Mode-
iheologio, wilhrend die Schule von Antiochien in ihren grossen Häuptern
[Xodorua von Tartws und Theodoros von Uopsuhattia gegen die allgewaltige
EdtstrSmung vorgeblich eine nüchterne wissenschaftliche Auslegungtikuniit
ler heiligen Schriften aufrocht zu erhalten ^ucht^i. Kot^lorios, der neue
Patriarch der Hauptstadt, aus Gennanikeia stammend und den Tradi- 428-4S1
llonMl »einer Heimat getreu, eiferte in Rede und Schrift gegen den nach
Miner Meinung abgottischen Ausdruck <'}totiixog und beunruhigte da-
hreh aufs äusaer^t« dio Frömmigkeit der hauptstädÜHchon Bevölkerung.
Der heilige Kyrillos. des Theophilos Neffe und Nachfolger auf dem aposto-
beheri Sluhle von Alexandria, gefeiert als geistlicher liedner und Schrift-
rtdler und vicierfahreii in den Künsten hierarchischer Uegieriingspolitik.
rtdlte aich an die Spitze seiner Gegner. Vorgeblich sucht© Nestorios,
«reichen die kaieerliclie Ite^erung vorläufig hielt, einzulenken. Der In-
haber do» alexandriniitchen Stuhles wollte die erwünschte Gelegenheit
nicht vorübergehen lassen, den aufstrebenden fUvalen der Hauptstadt zu
ikmCttigen. Ein ökumenisches Konzil wurde 431 nach Ephesos berufen. 431
Der beschränkte und über dio wahren Gründe des KirchenstreiU nicht
niterrichtete Patriarch des AbundlnndcH, Papst Coelestinus, legte die ge-
wichtige Autorität dea ersten Stuhlea der Christenheit für Kyrillos in dio
Wi^hale. Daa Konisil begann seine Verhandlungen, ohne die Ankunft
918
Ahme der bTKanUnischea KaisergMcbiebt«.
der dem Kestorios gUnHÜgon orientalischen l'rälaton abzuwarten und obail
auf die Kin^prache de» kai»orlic'tion Konimis^iart« zu Hellten. Nüotorio» wvn
entMtxL AUoin .lolmiines von Autiochicn kaum Biigukununcn, arrongiitfM
im Biu vorstund nis mit <l«r kaiäerlich«n It«gierung ein Gegenkonxil; KynlM
uud Moinnou von Eplic^as niirdon von diesem entsetzt. Indessen gogtH
Ober der Stimmung der ungoheucm Mehrheit von KleruM und Volk zcigM
die Iterierung und der Prälat von Autiuchiun diu grOsst« -Srliwuchv. Kynilffl
zu Uefallon, welcher die Geldspenden an einflussretche Uofleute nickt g«Ji
spart hatte, wurde Nostorios preisgegeben: er starb im Exil. Die syriHdie
Geistlichkeit ttchloss ihre Union mit dem ä^'ptisrhen Patriarchen aaflMiD-
guugcn hin , welche auch der abgtisctzte und vcrtluchtu n«MirOniitchi
Kirchenfürst ohne Oowisi«em)bedcukeii hKtto unterschreiboD können. Di«
zahlreichen Äuxsoi'ungen Kyrills, mit dvnen er diese Union zu verteidig
ctuchte, zeigen nur seine eigene dogmatische Unklarheit und liefern in
vollgültigen Ueweia, dass es dem grostten alexandrinischen HierarcWn
weniger um den Glauben als um diu Herrschaft zu thuu war. In iet
That war der geistliche Pharao jotzt der müchtigote Mann im iteicb: id
der Residenz walteten als kirchliche Oberhäupter seine Kreaturen. Di»
Itegierung hatte — da« sali jeder — eine schwere Niederlage erbt
wie dies jodesma) geschieht, wenn die religio» indifferente Bureau
gegen die Trügerin einer Idee, wie die Kirche »io ist. uiizukHinpfi'it wijj
Es schien, als wenn die geistliche UnivensalherrHchaFt auf die Nacbfolg
des hl. Marcus Übergehen wollte. AI» 449 ein kleinasiatischer BiMha
den Prälaten von Alexandria als ökumenischen Bischof ausrief, trag
lediglich den tliat«ächlichvn Verhältnissen Uechnuog.
Don vQlligen Umschwung hat der neue Papst von Alt^Rom, Leo
Grosse (-UU — ■i'>i), hervorgerufen, auch er kein grosser Theotog«,
ein Kirchenpolitiker ersten Itanges. Kr verstand e». den unglüiUir
Fehler seines Vorgängers wettzu machen. Ein eilVigur Anhfiuger derali'XiA*^
drinisciron Tlioologio, der Archinmndrit Eutyches zu Konstantinopel, wi
in der beschaulichen Stille seiner Mönchsklause beim mnen Doke
angelangt und gab dem des alexandrini»chen Joches Uberdrflsi>igen il
Patriarchen Flavian die erwünschte Gelegenheit, gegen ihn mit kirdil
Hti'afon vorztigehen. Papst Leo approbierte durch seine epistula dogna
im Flavian die Massnahmen des neurömischen Kollegen. Kyrilb Nnc
M—töl feiger Dioskoros nahm den Schlag nicht ruhig hin; der allniäditis
kaiserliche Minister Chrysaphios war sein Werkzeug. 80 wurde de
nach der äg>-ptischen Sicgesi-^lilttc Ephesos ein neue« ökumenische« Kun
(die Itäuhersynode von 44a) berufen; es ging in dieser heitigfn Ve
Sammlung etwas gewaltsam zu, indessen kaum viel schlimmer, als aidd'*]
kirchlich anerkanten Synoden. Ägypten triumphierte trot.z Korns Pi
noch einmal auf der ganzen Linie, und die Lehre, welche man
Monophysitismus nannte, schien der anerkannte Glaube aller Ho
zu werden, als den 28. Juli 450 Theodosios plötzlich starb. Die RtaatAln
Nonne Pulcherin reichte dem alten Senator Markianos ihre Hand, welc
nun den Kaiserthron bestieg. Er ist der erst© Kaiaer, welcher sich
dou Patiiarchen der Hauptstadt krönen lie««. Der RegierungswecliseJ
i-454
440
28. JuL
460
L DU vorJuBtinlanti belle Epoche (395—518).
B Signal zu einer voll»tAiiiligeit Koaktioii. Dui-ch dio buiden grossen
besiuischvn Siego war' (k^r Patriarcli voti Äk>xundria uul' dem heoteii
ege, die erste Mat^hl im Ki'iclie zu werden und Ostrom in einen Kirchen-
At umzuwandeln. Der Sturz den ägyptischen Kicrarvlicn war dah«r
Kdie byzantinische ficgiening eine Lehc-nsfrage. Sehr klug vorstand
M, in der wiiMtrömiäuliitn Kogic-rung und vur allem in dem Kirchen-
■aten von Alt^Itom wertvolle Buiide»genos»en zu gewinnen. Auf der
Dode von ("haJkedon -IT}! wurde den äuflserst widerwilligen I*rillaten Ans i'^1
teils ein im voran» mit Itom abgeredetes Glaubentthokenntniä üienilieb
roräUDcli aufgoEwungüiu die leitenden kaitierliclieii Komminsare han-
Itan durchaus im Einverständnis mit den päpstlichen Legalen. Dies-
roe ward entsetzt und wanderte ins Exil, wie einst Meatorios. Des
ttern treue«te Anhänger, Theodnretos von Kyroa und Ibns von EdcflHi,
irdoD rehabilitiert. Der ostroiniitcho Staat hatte siegreich soiuu Sou>
rftautAt auch in kirchliche» Dingen aufs neue errungen.
Was die äusseren Verhältnisse botrifFt, su hat Markianos die Tribut-
ilungen an die Hunnen abgeHchaJTt; Attila wurde durch seine Ver-
mutungen mit dem Westen verhindert, thatkrftftjg gegenüber Byzanz
buti'etcn. Sein baldiger Untergang beseitigte definitiv diese Gefahr
9 Ostreichs.
Est schien, als hätten die Morgenländer die Entscheidungen von
dkodon willenlos in stummem ^avcnsinn entgegengenommen. Aber
pithieD nur so. Die alexaitdnnische Luhre, welche einseitig die OoU-
It Christi betont« und die Menschheit daneben fast verschwinden
BS, wnr der Ulnubo des frommen Volkes im Osten. In Kleinasion, in
rien und namentlich in Äg>'pten regton sich die nur enwhrcckten, nicht
bnutigten Anhänger der Lulu*» des Kyrillos und des Dioskoro». Für
LOStrOmiscfae Reich ist vom politischen Standpunkt aus betrachtet die
■idieidung von C'balkedon vielleicht das schwerste Unglück gewesen.
n batto den Sturz dos alexandrinischen Universalpapstos um den Preis
r inaoreo gt-istigcn /crklurtung dos tiesamtstautos erkauft. In eiimr
riode, wo jtider politische Gedanke im kirchlichen Bewusstsein aufging,
unmerte sich das gnechenfeindliche syrische und ägyptische National-
■nuwtsein an die antichalkedonensische Friesterlehre. Das sollte bereit«
iffciand Nachfolger Leon I (457—474) in nicht misszu verstehender Weise 1j7— 474
Uiron. —
^ Leon, zubenannt der Grosse, ein orthodoxer Grieche thrakischer 11er-
nft, verdankte den Thron dem allmächtigen magister militum per orien-
n, dem Alanen Aspar; diesen hinderte sein arianischor Glaube, selbst
n Thron zu boBteigon; aber während der ganzen ersten Uälfte von
oos Itegierung konzentrierte sich die Staatsgewalt in seinen Händen.
^ Leon liess sich, wie Markian, durch Anatolios, den Patriai'chen der
■pt^ttadt, 7. Februar 457 krönen. Aspar, wie Gaina». stutzte sich auf 7. Fobr.
■ germanischo Klemeiit im Heere, und es schien, dass er, wio gleich- ■*^'
Ug Uicinivr in Italion, diu Kollu des Künigniachers spielen wolle. In-
xu diesem Zwecke hatte er sich in der Walil Leons vergriffen,
war kein Schattenkaiser wie Authemius oder Ulybrius. Gegen die
920
Abrisa dar byuuitinücheii Eaiaorgeacbicht«.
468
4T1
8. Febr.
474
\
475
Prftponderanz tler Gitrmanen spielto «r die neugeworbene einheüuMl
Leibwache der Isaunor aus. Ilir General, ein verschlagener und jMM
geainntcr Boi'bar, Tarasikodii^A. wurde unter dem wohlklingenden Nim
Zenon holleuislcrt und mit der Kftitn'Hticlitur Are«dne vermählt. Nur J
Muhe erzwung Aspar die endliche Erfüllung eines kaiaerlichen Veraprocbia
wodurch sein Sohn Patrikto<4 CiUar wurde. Die gTy>s»artige Flottanexpedltifl
dw Kaisers gegen den meilertrÄclitigcri nfrik&riischon .Socräubt-rstaal d
Vandalen schcit«rte an der gänzliche» Unfähigkeit des AdmiraU, d
kaiserlichen Schwagers Basiliskos. Aspar soll die Ernennung de« anmd
tHrischen geizigen Koni niamlan ton aus Riforsucht hcgOnKtigl haWn, «■
er dem Kaiser Kriegsruhm luisegönnto. Krst 471 wurden Aspur undtd
Sühn Ardabnriqs auf Befehl des KaiKere getfitet. Die Kutaalrophe, weldl
den Regenten von einem ISatigen Majordomat und das Weich voB im
GerniHuenherrschafl befreitü. machte auf die Zeitgenossin einen g«*il-
tigen Eindruck und lebte noch lange im Sprichwert weiter.
Im Kirchenregiment setzte Leon die Politik «eines Vorgängers Im*
aequent fort. Oleich nach Markians Tode hatten die Alexandriner in
ihnen aufgedningeiien Patriarchen Proterios ermordet. Der Elende hatte
dies Schicksal reichlich verdient, da er, ursprQnglich eine Kreatnr im
Dioükoro», sieh als geftigiges Werkzeug der Gegner hatte missbraudHl
lassen. Ein eifriger Anhänger des Dioskoros, Timotlieos, wurde ü t»^
bulenter Weise auf Marcus' Stuhl erhoben. Leon nahm die Sa4:ba sdr
ernst; ein neues KonKil zu berufen, ging nicht an; das wKre ein offoMB
Mistütrauonsvotum gegen Clialkedon gvweKon. Wohl aber erbat Bick dv
Kaiser geistliche Gutachten von den Metropoliten und ßischttCen «imt-
licher Ktrchenprovinzen und von einigen hervorragenden Theologen sudh
Reichs. ]>ieselben fielen weit überwiegend zu Gunsten t'halkudou ib.
Der Usurpat'Or wurde exiliert, und Timuthuoe mit dem Betnamen Bao-
likos — das erste Mol, dass die orthodoxe Partei als Kdnigspartei (M«f-
Chiton) bezeichnet wird — nahm den alexandrinischen Thron ein. Ec i>t
die» einer der seltenen Fälle, wo die byzanfimscho Kegierung eine gtttk-
liche Eand in den so zart anzufassenden Kirchunsachon Keigto. TiiBotkM»
bewies sich — ftlr die damalige Zeit unerhört — als einen milden viA
toleranten Prälaten. Er gewann die Liebe und Hochachtung eellwl eümr
kirchlichen Gegner; die Kommunion verweigerten sie freilich ancb ihm.
Bei seinem Tode, vi. Februar -ITI, hatte Leon das Keich »einea D»*
mündigen gleichnamigen Enkel, dem Sohne Zenons und der
hinterlassen. Leon der jüngere erhob 474 »einen Vater durch fw
KrOuuug zum Mitkaiser und starb so pliStzlieh. dass dieser, jetzt
Tbroninhaber, sich ganz natürlich dem verruchtesten Verdachte
Zenon der neue Kaiser, welcher sieh auf seine Landtdeuto, die p
und verliasätcn Isauner, stützte, war in hohem Grade unpopulir.
ehrgeizige Kaiserin-Mutter Verina suchte darum ihren Bruder, dea
fähigen Basiliskos, auf den Thron zu erheben. Einer der bedeul
isaurischen Generale. IIlus. nahm an dem Komplotte teil. EdH« (>
musste Zenon mit seiner Gattin in sein Heimatland Siolien. In Koi
tinopel machte sich die Volkswut in einer iBauricichen Vesper Luft.
■ L Di« TOrjiiBtmEESe^^ecli« (3SS-il8). 921
UskoH stutzte flicil auf die während eines Monachcnaltoi-s untorilrilvkte
jnonophyai tische Partei. Dor exilierte Timntheos kehrte unter dem Jauchzen
des Volkes nach Alexandria zurück. Die asiatinchen Bischöfe beeilten
sich, ihre ZusUmmung zu dem neuen RuiL-huglauben nuszusprochoD. Allein
Bastliiiko» machte einen unverzeihhcliun Fehler. Auf den Rat des be-
üchränklen Aiopters suchte er die von Johannes Chryaostomon gegrllndet«,
in Chalkedon feierlich hextätigte l'atriarchalgewalt dc-s liauptHtädtischen
PrftiHlen wieder anfztihcheri und Epheso», der Stadt Johannen des Theo-
logen, iliron alten Primat zurückzugeben. Dadurch beleidigte er den
frommen, vom Volke Bchwärmerisch verehrten und Überaus staataklugen
Patriarchen Akakio3. Auf die Volkt^mst bauend» hielt dieflor an der
chalkedonensiüchen Orthodoxie fest, und am Bosporus redete von seiner
Sftote herunter der Stylit Daniel Tür die gotHlirdcie UechtgliUibigkeit.
Tergeben» widerrief jct^t Basiliskos den Glauben seines eigenen Uund-
Bchreibens. Itlus und sein Bruder Trokundo» traten nun zu Zenon Ober.
BaMiliskos und seine Kamilic wurden iu einem isauriMchün Kastolle dem
Uiitigortodo proiBgfgcbon.
Zenon verdankte seine WiederhorHtellung (477) in erster Linie dem 477
grossen Patriarchen. Es war daher eine venttändige Itegiorungsmassregel,
dtM er diesem politisch eminent begabten PriUaten diu Ordnung der roliglßsen
Angelegenheiton übcrliess. Akakio» entledigte sich dieser dornen vollen
Aufgabe in mustergiltiger Weise, Das von ihm verfaaste, von Zenon
proklamierte Henotikon (1^2) hat für zwei Oenerationen den Kirchenfrieden ^^
verbargt.. Es hielt fest an dem alten, allgemein anerkannten tilnubcn
tdu Nikaea und Ephosos: die unglückliche Entscheidung von Chalkedon
wurde thatfiächltch beseitigt. Durch die Wiederherstellung des alten
Glaubens des hl, Kyriüos wurde jetzt den monopliysitischen Patriarehen
▼OD Alexandrien und Antiochien die Möglichkeit geboten, wieder mit der
Roielisktrcho zu kommunizieren. Ihre Gemeinden mit alleiniger Äusiialime
tiniger unbedeutender Eiferer folgten ihnen nach. Dadurch wird uns
Wgreiflich, dass die monophysiti-schen Kirchen Zenon wie seinen gleich-
gceinnten Nachfolger Anostaaioa noch heute zu den Kalcnderheiligen
lihlen. Gegenüber dem unenn essliehen Vorteil des wiederhergestellten
kirchlichen Friedens innerhalb dos ganzen Iteiclis voruchlug es wenig, daus
der Papst von Alt-Rom, Felix Ifl, sich feierlich lostrennte. Politisch und
ulionai war man von den Lateinern doch geschieden; als» war die Kirchen-
tnnnung nur die notwendige Konsequenz, Akakios der Friedensstifter
Lut ab %-oniehnister Prülat der neu geeinten Kirche wahrscheinlich zuerst
im epftter viel umstrittenen Titel eines ökumenischen Patriarchen an-
gtnomDien,
Bezüglich der staatlichen VorliSltni.'se blieb Zenons Regierung auch
fernerhin unruhig genug. Zwar die Empörung des IVinzen Markianos 179
wurde rasch unterdrückt. Viel gefährlicher wurde eine andcra Persön-
lichkeit. Der Msfjister officiorum Illus hatte allmählich eine so allgewal-
tig St^^linng am Hofe sich erobert, dass er in den nächsten Jahren als
in eigentliche Beherrscher des Ostreichs betrachtet werden kann. Die
Annee. vorab seine Landsleute, die Isauricr, waren ihm unbedingt ergehen.
1
922
Abrios der bjutnUaiscben Kaiaergeacliicbt«.
27. Jim.
im
iSB
ista
Daneben machte or den üOnnor der Oelehi-ten und Litteraten. *m ie
Heiheii sich vielfach noch die hühoi-«n Rcam(«n ntkruticrton und
wülohon Kahlreiclie ofTone oder huimlicliu Anhänger di<s HciduntuuiB
so Leontio«, dor Qonoral des thrakiHchen Heerüs, Pamprepioa, Profeiwir <
in Athon. diimi in diT XaiiptAtadt, eine hervorragende stantttmi
Kapuzität, MarHos und andorv. Da« Po<;hvn dßs Illus Huf iiMoe ül
helirlicliknii fiUirto zu lt«ib»nBen mit der UusstTHt iM.dbätb4.-wus8ttin Ki
jVj'cadiio und eiidhch xiim viiUigen Bruch. Tm so eigentümlicher iM,
der KnlKor diesem gewi^äenlosen Frevler da.s Militärkommando des
anvertraute. OrTimhur koiiitto er nicht anders. lllu.s legte min dieMaxke'
ab. Er verband sich mit der rasend ehrgetüigen Kai»ierin-HuUer VuriM.
welche ganz auf «ein« Pläne einging. Auf seine Veranlassung krOnt« tte
zu Tar.-JO.i den Leontios als Kaiser und empfahl ihn in einer Sakra des
UutorthtinL-n. 27. .luni 464 hielt dit^ur »einen feierlichen Einsug in An-
tiochieu. Dasa der neue Kaiser und »eine aoioaton, roino Werkzeuge io
lllus' Ffänden, an eine liepnstination des Heidentums gedacht habd
sollen, ist thnricliio HchluMsfolgerung ans den nachherigon blutigen Uv
tyrieii von Philosophen und Orammatikcm, welche Zonon» horgeririlt«
Itegierung betrieh. Vielmehr hat die Oegem^gierung die Vurtead
der chalkedonensischen ItechtglAubigkeit in ihr Programm aufgenoi
Damit gewann »io diu Sympathien des liehen orientalischen Klerus,
in Keinen liurvon'agi>ndstcn Mitgliedern das Uunotikon verwarf. Ali
Lande selbst bildete diese Richtung nur eine kleine Minderheit Das Vo
war in den Händen der Mfincho und Styliten, deren Mehrzahl monophyn-
tisch dachte. Die neue Hegicrung hatte keinen Halt im Volke, und »
besiegte der von Zenon abgesandte General, der Goto Johannes, den lila*
ohne Mühe und schloss ihn in demselben ieauriscbcn Kastell Papyrioa
ein, welches einst die %'erbannte Kaiserin Verina und den Markianos ruA
genommen hatte. 488 wurden die KOpfe der Kebellen nach KonstantiMpdl
gesandt. Eine natürliche Folge war die Abnetxung xiihlretchiT l*iil«Mf
de« Osten», VDi'ub des Patriarchen von Antiochinn, Kulandion. I>ic An
hilnger des Chaicedonense hatten ihre Parteinahme fUr IIlus zu büswo-j
Nach Antiochien kam ein alter GUnstling Zonon-s der schon einmal wegi-oj
seines starr monopliysiti»chen Stund ptinktes abgesetzt« Petros. der
jetzt Akakios' Unionsforaiol annahm. Mit dem politischen Umscbwun;
Osten hängt auch die Schliessung der persischen Schule von Edesa«
sammen, des letzten Horts der nestorianischen llichtung, 4tj9. [>ie S^
gitiiiftiguiig der Monophysiten in den Ostprovinzen war. vom politürbaa
Standpunkte aus beurteilt, eine sehr verständige MatHtregel. IM <&* j
Nestorianer im persischen Reich die offiziell anerkannte christUcbe Ki*' I
fussion wurden, begUnstigte Rom mit Itepht ihre Todfeinde, welche mImj
durch ihre (i lau benwich tu ng die beste Garantie für patriotisch rftniiidi»|
Qeeinnnng boten.
Viel bedenklicher waren die Verhältnisse in der ouropäischea ReiHi»'
hälfte unter Zenon. Noch einmal wurden die aus ihren pannoaii«l>o
SitJten uimufhaltsam nach Süden vordringenden Goten eine stehende Rö^J
gefahr. Ein ölilck war es fär Zenon, das6 neben dem Kön
I. Dio TorjoBtiniaaeisch« Epocbo (39&— o
naler, (erst den drui Bi'Utluru und dann dem genialen Sofane Theo-
, Theodericli dem Grossen), ein TähiKer MilitÄr geringerer Herkunft
rieh « ^iffti^iii oder der Holm des Triariu» von den OriecliDii goiianiil,
ftarktfn Anhang unter soinum Voiko »ich errang. Dio ßivalitüt der
Beerfiihrer war des Reiches Rettung. Die Regierung, weltiho das Gold
paite, konnte sicher sein, (itma, wenn einer der beiden Theoderiche
kämpfte, der andere irich auf ihre SoJto schlug. Frcitieh der je-
Bundesgcnosso pflegte in Thrakien und Makedonien kaum minder
llich zu hausen, als der offene Feind. 478 und 481 griff der [Sohn
iariuü. 487 Theoderich der (irosse die lt«iclishauptRtadt an. ßeidu
( mit Erfolg zui-iSck gewiesen. Ein ebenso tapferer aU gltlrklicher
' erstand dem letxlvron in dem rtiiniiüchen Fuldherrn 8abini»nuB.
baldiger Tod brachte aber das Reich in neue Bedrängnis, zumal
den gewöhnlichen Landskneoht^tod des f^obnes des TriariuB der
bnig, den Rom vergebens mit den Ehren des I'atriciiis und
b auHgoseichnet hatte, freie Hand bekam. Man wies den un-
In ,Pöderati* in den Donaulandscbaften neue Wohnsitze an,
^ Gesandtflcbaft dea fluchtigen Rugierprinzen die Aufmerksamkeit
^Mi Goten auf Italien lenkte. Wie schon Odovakar begehrt hatte,
^ma aus aU kaiserlicher Feldherr und Stutlbalter di-s Westens an-
l rai werden, «o wurde jotxt, da man noch immer von der Btaats-
lAu^iassung geleitet wurde, dass daü rOmtsche Reich ungeteilt sei,
tbatäächUcb durch Vertrag mit Kaiser Xenon zimi Nachfolger
reiten Inhaber dieHe» Amtes eingesetzt, und «eine föderierten fler-
. waren kai.-4urltchü Soldaten. Vom Kaiser erbat or den Purpur, und
e)t ihn von seinem Nachfolger Anaslasios. Stets betonte Theuderich
irhältnis der Abhängigkeit zum Kaiser. Dieser freilich, kein staat»-
ther Doktrinär, sondern ein sehr kilbl abwAgender Realpolitiker, atmete
tort erst auf. als dieser .loyale Unterthan'' durch den Sieg Ober
Wr bt'i Vurona definitiv in Italien fosiguhallen wurde. So hatte das
endgültig die Gefahr, eine germanische Uerrscherrasse zu orlia]t«n,
bdea.
tei Zcnons Tod II. April 491 zeigte sich die Stärke de« dynastiachen
U Die KaiM-rwahl hing von der Kaim)rin-Witwe Areadne, dor Tochter
ab, und sie wählt« zum Kaiser und Gatten zugleich einen altbewährten
imlen, den Silentiarier Anastasios (491—518). der — charakteri-
fttr diese Zeit ■ - niolit lange vorher beinahe Patriarch von Antiochien
Ion wfire. Seine Regierung war im Vergleich zu der Zonons eine vor-
mässig ruhige. Gleich zu Anfang kam es freilich zu Auseinauder-
fen mit den Isauriem. Ihr Landsmann Zonon hatte diesem raub* und
ttigen (iesindel des gebirgigen SOdklcinasimt^ eine Art Prätorianerstel-
I der Hauptittadt gewAbrt Dio Verwandten und der Anhang Zenons
letttn dio wichtigstcu Militärbcrehlshaberstellen. Der Kaiser Huchtc sie
aus der Hauptstadt zu entfernen, ohne ihren Rang und ihre Stellung
letzen. Allein die turbulenten Massen, von ihren Führern verhetzt,
^n den Bürgerkrieg. Nun zeigte sich auch der Kaiser energisch,
tzog den Isauriem die Kornrationen. In blutigem Kampf wurden
47r*. 4SI
4S7
479
4St
11. Apr.
491
491-S16
AbrUs der Ityxaiitl&fHbeit EaUsreMchiebt«.
sie aufi der Hauptstadt gcwoi-fen. Aber Zenons Bruder, Loogino«.
selbst nucli dem Diadem getrachtet, Btellte sich an die Spitze der Reb
Der Krieg dauerte im Küdlidieii Kleiiiatiien »cchs Julire. An der Spit
d08 Auffttands, der immer mehr einen natioiialea Charakter anniha
standen beliebte Führer. Unter ihnen befand sich der «heoialige B»
bisehor vun Apaineia, Konon, welcher das Oohetbuch mit dem Sehwtrilj
403 vertau»L-ht hatte. Iridevseu nwh dem grosecn Siege von Kotyaeion (t
nahm der Aufstand dun üblichcD Charakter des Quenllaäkampfes
Festirngdkriegea von nur lokaler Bedeutung an. Die ontröniisch«
rang war die isauri.icho GeiR^el 1o».
Die entvftikerten Nordprovinzen der europiliBcho» Hoichehälfte wtm
seit dem Abzüge der fioten unaufhörlichen Einfällen der jenseitigeB ßu-
B8. M>&. baren preisgegeben. 40:i, TiOr» und '>17 werden uuh Rinbrftclie dt-r (ioUi.
' unter denen man die damalx einwandernden slaviacheii StAntme n m^
ateben pflegt, gemeldet. Sie hoi«iegen die rnmiacben Keldherm und dringm
409 verwn^toiid in Thrukiiin, Makedonien und ThctMalie» ein. 499 bräigeo
die fiiinischon Bulgai-en den Römern eine schwere Niederlage am Zurta-
S02 flosae bei und 502 verwüsten (tie Thrakien. Durch den Bau der Imigu
Mauer »chfltxte der Kaiser die HeRidenz. So ist ttieaeiOiKtche als Anbuist-
507 [tiiiüct für die Sla\-iiiieruiig der Balknnhnibin.'iel von wclt^eecliicbtlich«
Bedeutung.
Weitaus der wichtigste aller Kriege unter Anaataaios war der nit
den Persern, Über den wir durch die gleichzeitige Chronik de» «yriurhoi
Styliten Josua, dos Mönche» de« Klosters Zuknin, vorzüglich unt«ni(Uct
sind. Die alten Vertrage hatten beide Mächte verletzt; begründeten An-
lasa gab aber llom, indem e« die christlichen FUrsten von I*era9cll-A^
meiiien in seine Klientel nahm. Die mnnophysitischen Armenier mn»
gricclient'renndlicli, bi« Justinian8 verkehrte t'eliUk ÜHtrom um tih Sm*
pathion bei diesem Nachbaralaate brachte. Kavadh eröffnete den Kampf
502 im Sommer ,102 und eroberte Theodosiupolis (Karin, Ersenim) die Iliia|it-
508 Stadt des rfimi-schen Armenien». Im Beginn 503 fiel Aniida, da* Hanjrt-
hoUwcrk der mc«opotamischen Reichsgrenze, nach dreimonatJiclier Be-
lagerung durch Verrat. Diu unglückliche Stadt hatte die ganze Wut i«
A04 entmenschten Sieger zu fühlen und wurde erst r>04 den Römüm vkia
überlassen. Unter den rnmisclien Führern zeichnete sich namentUcli <br
magister offlciorum Ccler au». Sowohl das rfimische, als das persi»cie
Mesopotamien litten furchtbar unter den Plünderung»- und VerwUstiing»-
Zügen von Freund und Feind. Endlich nuehdeni beide Parteien
506 ftusöorste erschHpft waren, kam 506 der Friede zu Stande, wekb«
bisherigen Status quo herstellte. Die BedrSngnis dar Perser durch
NordviÜkor benutzte dor Kaiser »ehr klug, freilich vt^rtrasswidrig
Ausbau der wichtigen Festung Dara, welche Nisihis im Schach halten i
Im Innern war die Regierung eifrig auf Reformen bedacht
wird dem Kaiser von den Zeitgenossen wie den Spätem die Ab
der alle Stande hart drückenden Steuer des Chrysargyrona an;
Auch dem Ämterkanf versuchte «r cntgogonzutreten. Charakteris
für die a,sketi8eh-m3nchieche Anschauung der Zeit ist, das» »an d*l
idiffil
I. Die rorjnatiniuieUob* Epoob« (SdS—SlB).
D2G
Iko Bogar «lic unschuldigon KiirnevalBvorgnügungen raubte, in detion man l
ern>sto dce Ufidentums sah. Wie Anastaaios' ZeitgenoHse Papst Gelaaius
KoRi das Lu per k alienfest definitiv untersagte, »o verbot der Kaiser die
Dze der in Mädrben verkleideten Knaben untl lioh da» Maife»t der Bi'yta
t seinen volkstdinlichciQ Fe»ttÜiizcn auf. weil der Übermut der trunkenen
Qgo zu wiederholten Haien blutige SehlSgorcien und Mordtliaten ver-
aast liatt«. Als ein Zeichen wahrhaft christlichen Mutes muss aber i
' Regierung die Abschaffung der hOchst populären Venationes ange- |
luiet worden, der blutigen Uladiatoronkiinipfe gegen Hestien im CIrcus. i
Wichtiger als in politisuiicr ist Atiutita^luä' Itegiorung in kircblichor
dehung. Der Kaiser war nitht, wie auiii Vorgänger, ein Freund der ,
nophysiten aus l'oHtik, sondern er folgte dieser kirchlichen Itichtung
i innerster HerzensÜberzeugung. Sein liauptberater, der Syrier Marino»,
r gtoichfall» eiitfchiedeitcr Monophyait. Indessen schlug der Kaiser in i
hurcidichen Politik einen Mittelweg ein. Da Europa und namentlich 1
rHauptstädt dem Cbaicedoncnse geneigt wai-en, duldete er zuerst ala
triarchen den ebenso gesinnten Euphemios, und nach dessen Absetzung
5 UDlenieichnete zwar «ein Nachfolger Makedonios das Henottkon. zeigte 496
h aber sonst als einen cnt»chluK»enen Gegner der kaiserlichen Kirehon-
itik. Von den Ostprovinzen war Ägypten ebenso entschieden mono-
)rsitis4;h, als Palästina mit seinen zahlreichen MGnchskoIonien orthodox, i
Syrien hcn^schte die milde Mittelpartei Flaviana, ]>as henottkon als
ÜÄsaymbol war allgoniein anerkannt; nur in seiner Interpretation zeigten I
h die tiefgreifenden I'tirtoispaltungen. Die Ägypter und extremen Mo-
pbyäiten erklärten, durch dasiselbe werde das Ohaicedonense verworfen,
lirend mau umgekehrt in der Haupt«tAdt die Annahme der Konzils-
KhlURHe hinein interpretierte. Die Mittolpartoi schwieg klüglich Über
I diffizile Thema, sprach aber, von den strengen Monophysilen gedrängt, ,
Khana folgerichtig das Anathem au«i<ior Über Nestorios auch Über dio j
leren Häupter der antiochenischen äcliule. namentlich Über Diodoro« 1
D Tarsos und Tlieodoros von Mupsuheätia aus. Anastaaios benabm sich
Merordentlich verständig. In den durch Abstammung, Sprache und
•diiclite so vJillig getrennten Provinzen liess er einlach die bisherigen |
Dwche und geltenden Anschauungen gewähren. Die Regierung gab sich
I redlichste MQho den Frieden zu erhalten und eine Einigung xu erzielen.
Ibet mit Kom, dem Uort der Orthodoxen, suchten der Kaiser und seine
triarchen wiederholt sieb zu versübnen. Unter dem milden Papste
lastasius II schienen die Unterhandlungen von Erfolg begleitet. Allein
n baldiger Tod verkümmerte alle Friedoushoffnuugen. Denn die von 498
an hartnäckig festgehaltene Bedingung der Streichung dos Akakies
■ den Kirohenbüehern war für Ostroms Ehre unannehmbar. Anderer-
ita sandten die starren Monophy.siten unaufhürlich Mönchsdeputationen
oh der Hauptetadt. Ihre Häupter, der geniale Scvcros und der encr-
Kfae XenaTaa von Uierapolis, hatten dos Kaisers Ohr. Synoden über
noden wurden gehalten und verliefen gleichmässig rcsultatlos. In den ,
nlliapollen sang man das Trishagion mit dem monophysitischen Zusatz: '
|tt) d«r für uns gekreuzigt ward. Die turbulente Stadtbevölkerung von
tf2(t Abriae der brsKiitiiiiaclien EBiaergeaehlclito. ^M
Korintantinopal, woirtic mcIi smist nur fDr (.'iiviiarcitor und TrniM>zkQnill^|
begeisterte nnd erbiUcte, uurf «ich mit tlorticItH'n Iiibninst jetzt zuni Pitnfl
äer Orthodoxie anf und meutert« in gefahrdrolit^iider Weiee (&r dlfl
612 Glauben. Der erztlnite Kaiser Bchrieb eine Synode nach Sidon anü IiUfl
welche ttiiio unnii.ssvorHtilnd)ic)ie Antvort geben sollte. Allein die UufH
und ma&HvelloD Loiter derselben, Flavinn von Antiochivn und Elias tih
.lei-uaalem , hinderten zum Arger der von der Kamarilla b«gilnstigl^|
Kxnltierten jede extreme Massregel. Der Kaiser war allmählich alt. m^
genutzt und verdrieHslich geworden. Er hatte ä&s langweilige VerhaiuMn i
mit do» ewig unbelelirharrüi Theologen mtt und warf nicIi kurz ontschkoHB n
dtin entgeh iediinen Muiiophysitun in diu Arme. So brach er bewnMt bS I
seiner bisherigen niassvollen Kirchenpolitik. Er war eben, meint drr
milde Stylit .loHua, tliOncht wie der alte Salomo, geworden.
Makedooio» wurde durch den »jtrciig monopliysitiidie» 'nmoUiMia |
ersotxti der »ogloioh mit den Kirchen des 0»t«nii in Geinein»cfaaft tnt
Flevian von Antiochien, bald auch Elias von Jerusalem wanderteu iiR
Exil , und daa geistige Haupt der Monophysiten Severos bestieg dfo
613 apoBtoliBchen Stuhl von Antiochii^n. Auf der Synode van Tyrt» ^13
wurde daa Henotikon unter Verdauunung des Chalcedoncnsu feierlich ren-
pjort. Indessen auch hier seigte sich diu Milde de« Kaisers. Er tctM
dem Statthalter von PhJinicia Libanen.sis ausdrücklich jede AnmidBil
von Gewalt gegen die widerspenstigen Bi-scbüfe von Kplpiianeia railAr»-
thusa: ,er wolle auch in bedenklichen und wichtigen Fftlten keine Strt/r
eintreten lassen, wenn dabei auch nur ein Tropfen Blute« sollt« verg«»»«
werden."
Allein es fehlte \-iel, dass der Umnchwnng der Regiemagapolitik ii
M2 den europäiachon Ih-ovinKen widerstandslos hingenommen wurde. üU
kam es in der Hatipt^tiidt zu cinor fürchterlichen. dit< Kroue selbst fh
fährdcnduit Uevolutiüu; natürlich rebellierte man nur zur VerteidigiMg
der gefährdeten Orthodoxie. I>ie Hfluser des Marino» und iIm Pri-
fekten Plato» wurden geplündert und verbrannt. Kinige HnglQckIkfc»
monophysitisehc MiJncho fielen, ein Opfer der Volkuwut, Aliwech»flii4
mit djcsen Greueln sang dann die Menge tagelang Hymne» mit urth«-
dosem Texte im Circus. Man rief bereits den AreobindoA als neuen Kusrr
aus, nis plötzlich oiine Dindcni nnd kaiserlichen Srhmiick AnastAnoa 'm
Circus uruchieu und durch den Uerold seine Bereitwilligkeit abKudanko
erklärte: aber eine Herrscliaft der vielköpfigen Menge sei «in« Uaarfg-
liübkeit. Einem Einagen mUaee die Leitung des Staates Dbeflngw
Werden. Die furchtlose Sprache de« greisen Monarchen wirkt« wio dl |
Zauberbann auf die Menge. Sie jubelte ihm von neuem als Katscr n
und zerstieuie sich. Die Regierung stellt« sogloich mit eromer Enerp*
vOlligti Ituhe wieder her.
Diese Stimmung der Wostprovinzon machte sich ein General zo Nutw-
£U 514 erhob in den Donaup^o^^^zen Vitnlian, ein geboruner M&rier, «u»
ebenso roher als ehrgeiziger Mann die Fahne des Aufruhrs. Die retW*
gÜluhige Lehre war ihm genau so gleichgültig wie einst dem Illus. Abtf i
er war, wenn er diu Veiteidigung des Cliulcedoneintc in »ein Frvi
I. IHe TorjnatiiilaiiBlaebe Epoobe {S95 -SIS}.
927
ftofnatim, der Syinputhicn von KIoi-um utid Volk in Europa gewiss. JJit
einem gewaltigt-n Heere, angeblich ßüüUO „Ilunoen", rückte er .114 gegen 014
difl KeichsliauptHtailt und er-trhreckte den Kaiser dermaKHen, Awa er euch
auf Friedensnnterhanilinngpn cinlioas nnd ein Konzil zur Union mit den
Ahcndlitniloni zu iienifcn voruprAcli. Kaum war Vitalian zurüctcgozogon, ■
wurde der Feldherr Kyrillos gegen ihn gesandt, aber geschlagen. Des \
KiüserH eigener NefTe FTypatios erlitt eine fürchterliche Niederlage. Sein
Ueor ward grösstenteils vernichtet, er selbst gefangen. Wie schon früher
OdesM« und Anchinlos, so (icl jetzt Sozopolis in die Gewalt de« Robellea.
Aueh zur S(Hi bedrohte er die Kosidenz. Der Kitiser muHste seinen Neffen
loskaufen, 50W0 Pfund Goldes zahlen, und Vitalian erhielt eine offizielle
Anerkennung als magister militum per Thraciam. tHt> Synode von Hera-
kleia, ohsohon mit ErlaubniB Thoodorichs auch I'npst Hormisdas »eine Le-
gaten geschickt hatte, kam nicht zu Stande, woran wohl weniger, wie
Theophane« meldet, die üweizUngigkeit des Kaisera die Schuld trug, als
der kirchenpolitische nnd dngmatischo Standpunkt Roma, mit dem jede
finigung för das damalige Byzanz untiiöglioh war. Dos Jahr 510 sah ^l'o
neue KSmpfe zwii^ioheD dein unhotniiis^gen Scytheii und dem Kaiser.
■Uein der entscheidende See»iog des Marinos unweit Sykfie (bei ByÜtaria)
^MchatTte endlich der Hauptstadt Ruhe. Vitalian zog sieh nueh dem
Norden zurllek; seine Bewegung war definitiv gescheitert-
Dem alternden Kaiser machte derKU-rui« uiiaufliitriich zu schaffen. Die
io t'alüstina hochmiichtigen Mönche und Eremiten unter Führung des hl. Sabas
imd seiner Freunde verunstalteten grosse PreteHlmeetings gegen die in
Üonstantinopel rezipierte Hoftheologie, und in Alexandria kam es zu einer
kleinen Erneute, weil &17 der griechische Stadtadel ohne Befragen von
Klerus und Volk den neuen Patriarchen Dioskoros eingesetzt hatte. Tn-
(Ussen der gewandte l^ftlat vorstand es, äolne Ueguor zu gewinnen und
durch oino persönliche Reise nach Konstant! nopcl auch die Regierung
wieder zu %-er8Öhnen. Bereits 7^U^ war Areadne gestorben. St. April Ö18
tägbe endlich der hochhet^gte Gatte ihr nach. Der 8chwarh8innige
Oreis hatte schliesslich jede Initiative und Entschlu.tsfahigkoit verloren,
■oda«e er Ober die Roichsnnchfolge — er bosass eine einäustiruiohe
nd nicht talentlose Verwandtschaft — tliörichter Weise gar nichts fest-
fBBetzt hat
Mit AnastasJoa* Tode geht die erste Periode der oströmisoheu Oe-
■chicht« zu Ende. Die zweimal di-ohonde Gefahr, oiner gei-manimhon
Krifgvrkfiste. gleich dem Westen, zum Opfer zu fallen, war glücklich und
definitiv abgewandt worden. In einer Periode, welche an religiöser und
kirchlicher Aufgeregtheit vielleicht nur dem XVI. Jahrhundert vergleichbar
iil, hatte die kai.icriiehe Regierung im ganzen nnssoiordentlich viel Takt
md Gewandtheit bewiesen. Sieht man von den Missgrtffen aus AnastaHos'
Endjahren ab, schien sich altes aufs beste anzulassen; die erregten Geister
imato alhnählich wieder zur Vernunft. Dass der Westen achmollte, war
'IMiMiBache. Indessen diese guten Aus;i;ichten zcrstJJrte der brennende
Shrgeix eines beschränkten, aber an Grüssenwahn leidenden Fürsten.
9. Aur.
028
AbrisB d«r bfian Uni sehen EuMr^escliicbt«.
11. Das Zeitalter Justinians und seiner NachTolger
(516—610).
Mit der Reiclissiiccessioii beschäftigte .•«cli bei der nironvaktm
allgewaltige Kümiiibrliiig Anianttos- Kr beab^cliligto, soiuuu XuffuD Tbl»-'
ktistoa ih KAisor ausrufen za lassen. Zu d)e«um Zwecke übergab er den
Illyrier Justia, wok-ber ala BefebUhuber ier Palastgarde, als comee o*
cubitonim, eine der angesehenaton llof^toUen bekleidete, die aütigwi reic^
Mittel, wekhc die»e mächtigen Prätorianer fQr die PlAne dee VencbnittwM
gewinnen sollten. Allein der versehinitxto Illyrier verwandte dieselbeu tut
echter Barbai-cn»cliUulieit zur eigenen Proklamation. Senat und Volk
stimmten wie immer bei. Kriugsorfuhren und roIi, galt Justin ab eifriger
Anhänger der Orthodoxie. Daes Amautio« gleich beseitigt ward, rentüd
sich unter den damaligen Verhältnissen von selbst. Der vollständige (?»•
»chwung kam in der neuen glanzvollen Stellung Vitalians zum Ausdnui.
S20 Er erhielt ein hohes Militärkouumiudo und r>2(i die Khi-e des Konsukla.
Die Regierung Justinii (Ö18 — 527) iBt arm an äusseren Ereigutsttcn. ktua
mehr als das Interregnum und die Vorbereitung ffir dos langjihrige mk
so bedeutungsvolle Uegiment seines Neffen. Nur wegen der kaakk',
Bieüben KlientelfUrston kam es zu unbodoutendun, bald beigelegten K<
flikten mit Pursiun. Das wiehtig»te Ereignis von .lustins Regierung i
Md die Wiederherstellung der Glnubonseinheit mit Alt^Kem 51d, einer
grOssten Triumphe des Papsttums, das Werk des Kampaners mit peniMi
Namen, de» Papstes Hormisdas. VitaUau stand hier als bewährler Hort
der Orthodoxie in der vordorstcn Keihu. Auf seine Veranlassung «imlo
das geistige Uuupt der Monophystten, der geniale Sevorus von AutiocIÜM
geächtet. Es ist keine Frage: die Regierung sali mit steigender üuwrgiw
dem Treiben des gewatttliäiigen und grundsatzlosou, aber bvi den Si^dalM
höchst beliebten Mannes lu. Uewanu er noch die Sympathien dos Kltm,
so wurde er tJiat«ächlich eine politische Gefahr für die Dynwtie, wis
einst der Gardepräfekt PlauUan fUr das Haus des Scveme. U«n nr-
steht daher, dass die Regierung bereits daa folgende Jahr vor den im4-
wendigen Vorhreclicn nicht zurQckscbreckte, den faktischen Mitregenten
aus dem Wege zu räumen, und die <5ffenÜiche Meinung wird kaum in i»
Irre gegangen sein, wenn sie den kaiserlichen Keffen aU inlolli^ktoellm
Urheber bezeichnete. Momentan muaste ober die Uvgierung, ob sie woUU
oder nicht, die von Vitalian bezoielmeto Bahn der Eirchenpolitik W
schreiten. Die Union wurde geschlossen um den Preis einer uneriiörlN
Demütigung ftlr Ostrom. Das Andoiikcn des nationalsten KircIienfBreM
wurde geächtet, der Name dos grossen Akakios und seiner Nachfolger
ans den Diptychen gestrichen. Ale Erklärung kann man nur anneh:
dass dem Kronprinzen Justinian, um dessen gewichtvolle Zusttinmung
Kurie in richtiger Erkenntnis von deren Bedeutung ganx besonders eifi
warb, schon damals seine Küunionspläne dos Wtwtreiejis vorschwebten. W
man die Sympathien der lateinisch redenden Westpronnzen und \
t'influssreichen streng orthodoxen Klerus gewinnen, war die Versöhm
mit Itom unorl&isliche Vorbedingung, und daßlr konnte ein hoher i
"l
n. Daa Zeitalter Jaetiniftns und seiner HachtolgOT (518—610).
929
gexAlilt worticii. Mit der grOsstoii HAH« wurdv der nmit- HtiuiUglnubo in
Kleinasicn und im Orient durchgeführt; übur fUnfzi(;BiHL-hüf«, nipist froromo,
^lehrt« um! hoohbetttgto Männer, wurden entsetzt und wanderten in
tiarte» Kxü. Nur Ägypten wagte man nicht anzula-sten; hier fnnd der
tfonopliysittinmiiR noch weitere ftlnfzclin Jahro ein A»yl, und die dahin
pachteten geistigeu Spitzen Syrien» und Kloina^euit stritten über die
Vtrwt'slichküit oder rnverwesüehkeit von CliriHti Leib. Für Oetrom war
lie Restauration des Chulcedoneiiae ein niclit wieder gut zu machender
;io)itJ8ch«r Fehler. Überall bemerkt man im sechsten Jahrhundert ein Er-
vaehitn de?: nationalen üewitgstHoini', das sich aber nach der Art dieser
Keit »ur kirchlich fiusHcrn konnte. Die Sg}-pti8<:he und diu »yriMho
Nationalkirche, welche unter Ju»tinian entstanden, wandten sieb mit Hass
nxn Reiche ab; die gesamte Bevölkerung der wichtigsten Provinzen wurde
VOD einor partikularistischen, anti dynastischen 1iei<inniing ergriffen. Kin
KOckgang de» HOniorbewuöttt-sciiis i-^t im damaligen (>st«n Hberal! zv ver-
qiOren. Dersolb« instinktive« Volküliass besccltu auch die Griechen gegen
(be Lateiner. Mit Justinian beginnt die Wendung, wo man die lästige
Fassel der offiziellen lateinischen Hof- und Kanzleisprache Immer mehr
lbzuwhf)U«Ii) begann, im Interesse des Ueichs kann man daher die Union
mit Alt-Rum nur beklagen. Allein Vitalian und Ju.stinian setzten ihren
Willen durch. Und Ostern 525 erlebte Kun»t.nntinopel das Schauspiel,
ätfi» l'apst Johannes, von Thooderich mit der höchst fatalen Mission be-
biut, Toleranz fUr die Ananer Ostroms zu erwirken, in der Patriarchal-
kirehe der Residenz den Ehrenplaf/. vor dem ökumenischen l'atriarohen
Miuiahni und latc^inisch da» üochamt zelebrierte. Jutttinian rührte bereits
tliataftchUeh das Itegiment, als ihn Justin am 1. April 527 zum Mitkaiser
i^ob und krßnte. tileichzeitig empfing seine Gemahlin Theodora, die
ftnittlige /.irkusUinzerin, die Krone an.s der Hand des kaiserliclicn Olieimt«.
MS Vorleben der von Justinian so hoch gehaltenen Augusta ist, wie sich
•chon nach ihrer bOrgerlichen Stellung denken lässt, sicher nicht einwands-
&ei gewesen: allein man vergesse nicht, dass die durch die Jahrhunderto
wiederholten lAsteningen einem der bedenklichsten Musterexemplare der
llt«iou-enlitt4;ratur entstammen.') Dass ein der üufluft entrückter Kammer-
lierr im grämlichen Alter unerhört und giftig gelogen hat, iKust sich vielfach
beweiiX'n und mahnt auch seinen sonstigen Angaben gegenüber zur Vor-
sicht. Jedenfalls ist das Leben Theodoias als Rc-gentin durchaus tadellos.
Eminenten Verstand und Klugheit in poHtischen wie kirchlichen Dingen
können ihr auch die Feinde nicht ubsprei-hen. Hätte Justinian mehr auf
Üt Itatflchläge seiner aussergewühnlichen Frau gehört, es würc nicht zum
ITiisegen dos Reiches gewesen.
1 Am I. August M" starb Justin, und Justinian (527— 565) war nun
tttbiftchlicli Alleinherrscher. Juntinians Regierung bezeichnet einen he-
foitsamen Wendepunkt in der byzantinischen Geschichte. Der Herracher
vorsucht noch einmal, das den tiermancn verfallene Westrcich
1. AiirJ
äs;
527 -505
>) I>ia ina l'eld «efOlirton GtOiiilF ^pgen | ain<l mII F, Dnlins muHt«rhfift«r tJiititn>udiung
IsUmchah Profcopa (ttr ilio AiiecdoU | als antiquiurt lu botraclttaD.
980
Abrias der bjuuUnUchen Kai 8erg««ch teilt«.
^^^^^^^^Kürinni'D und die alt«* Uiiivei-&almonarcliie hcrzu8t4>lk<ii. Die dH
^^tHIHP^b, mit welcher or wShrcnd seiner ganzen Regierung diese Btra
schofteplüne verfolgte, wurde ondlich mit Erfolg gekrOnt und list »tiam
Noineii boi den nachfolgenden GetK-lilochtom grxuM gemaclit. AUotn died
kUhne Grobem ng!«politik nberntieg bei weitem die niilitärii»ohen und finiH
xiellen Kräfte des Itcichs und hat recht eigentlicli den Grund zum Niirdtn
gang im folgenden Jiihrhiindeii gelegt. Die ftuitsere wie die Kircbw
Politik dieses gefciert^tteu Kuisors Ustroms tdnd du-um dum Reiche gUttfi
vorderblich geworden. i
Die grof»enteib) durch geworbene aualändische Söldner gefQhrtll
Kriege de« Kaisers orfordorton inigclieure Mittel. Der wohlgclUUte Sc\uM
des AnostAiiio)! war unter Justins keineswegs sparsamer Stuatsleitung. voni
durch die Veracliwcndung des um die Volksgunst sich bewerbenden NcBed
rftHch dahingeschwunden. FUr die »teigenden Bedürfnisse der kaitspietiM
itegienmg hatte atn Loitor der Finanzen der praefectus practorio JohanMB
der Kappadokier aufzukommen, ein roher und gewiUtthStigcr. in der Wall
seiner Mittel durchaus unbcdonkHchcr Mann, aber ein ganz aussergeirthM
liches Finaiizgenie von rUckaicbtsloser Energie. Das dOstere Bild, welcM
die Zeitgenosüen von seiner Oewinnitucht und Korruptioi) entwerfen, im
sicherlich gros»enteiU begründet Abei* man darf nicht verge«8«n. daM da
Orientale den Staat, welcher die finanziollou Krüfte der UntcrtiiaMJI
anspannt, als seineu gcseliworenen Feind und dun Finanzminieter ab im
verruchteste Werkzeug dieser den Geldbeutel der PrivaÜeute plUnderndM
Milcht ansieht, .lustinian erkannte dieUnentbehrlichkeit »eines Ministers lUH
liat ihn während der ganzen cntten Hälfte seiner Itegioning im Amt« erbaHofl
Im Innern entfaltete die kaiserliche Regierung die grOeate Energii
in erster Linie gegen die Übermächtig gewordenen Faktionen dea Raana
platxes. Man thut unrecht, in den Parteien de» Zirkus lediglich wlbM
Pöbelrotten einer durch SultanswillkUr regierten Hauptstadt oder eine da
neapolitanischen Maffia vergleichbaro Freimaurerei zu erkennen. Iv
Parteien hei-ssen .Deuioi' und haben ihre regelrecht ernannten Vorst&nde.
Der urhelloniMcho Poltsgedanke hatte in ihnen seine letzt« Zuflucht und
Verkörperung gefunden. Man kann sie am ehesten mit der makedeatseheit
Ekklesia Aloxandria» unter den Ulteren rtoleinäorn vergleichen. DiM
Faktionen des Zirkus hatten btM der eminenten Bedeutung der Haupt"
Stadt eine Stellung errungen, mit der die Regierung zu rechnen hatta.
Elof und Ucamte mussten Farbe bekennen. Hatten unter AoasUeios £•
Grünen dominiert, so waren unter Justinian die Blauen am Ruder. Ißt
anerkennenswerter Unparteilichkeit suchte die Ituginning im Beginn d«
Si32 Jalirea 532 durchzugreifen und durch Boätrafung der Übelth&ter aus beidao
Faktionen sieh endlieh von der unwürdigen Parteibevormundung zu eman-
zipierou. Allein dadurch entfachte sie den furcbtbu'en Nikaaufstand. litt
entwtzliche Stadtbrand vermehrte die Wut der Itevolutianärft. Vergi>b««
waren des Kai-tors Konzessionen, die Entlassung der verhaastwten Stut»
beamten und die persönliche Demütigung, der sich der Kaiser im Zirkia.
wie einst Anastasios. unterzog. Die politiflclicn Absichten di-r i'&hm
enthüllten sich; am 19. Januar wurde Uypatios, Anastasios' Neffe, ak
i
IL Du Z«[UIt«r iiiBtiitlanB ntf ■Mnw'Vaohfolgar (S18— €10).
genkaiser pi-nklamieH. Die Situation war äunsontt kritisch. Der Kaiser ^H
d nein Kabinett, »elhst Belioar, der bewölirt« Ocncral, waren /.ur Fliictit ^^M
tccIiloHSicn. In dickem Moment Imt Theodora durch ihre Entscfaii^den- ^H
It die Dynastie gerettet. Dem Oegonknieer fehlte im kritischen ^H
iinent die nötige Energie. Durch Versprochungen und Geldspenden ^H
irden die Blauen zurückgewonnen, während Kelinar und Mundu'i den ^H
(fetand im ßlut erstickten. Die abgesetzten Beamten rOcktcn wieder ^H
ihre Stelhingcn ein: die niogreiclic Unterdrückung de» Niknaufütandcs ^^|
Eeichnet einen Markstein in der ostrSmischf» Kntnnckhing. Volk und ^H
nat hören auf ein Faktor des politischen Lebens r.a sein. Der voll- ^H
mmene Absolutismus ist zur schrankenlosen Herrschaft gelangt. ^H
Nun endlich konnte .lustinian an Hie Itealisierung seiner langgehegten ^^M
obcrun^Dpläne denken. Ks ht charakteristisch, daas bereits im nächst- ^1
genden .lahre mit den Vandalen abgerechnet wurde. Der September 5^2 M2 ^J
t Fersien abgeachlossene .ewige Friede* ermöglichte den OfTonaivstosa ^H
tib Wcjitcn. Das afrikanische Reich der germanischen Piraten war ^^M
Igst von seiner Machthrihe herabgesunken. Die kleine vandaüttcho ^H
irrenschicht blickte mit Argwohn auf die zahlreiche Menge der durch ^H
anben und Abstammung von ihnen getrennten Unterthanen. Gegen die ^^
.'ien Mauren kämpfte man unglücklidi. Hildirix (.V23— .180) hatte de.i G-23 -SSO
(ichtw Hettung im Anschluss an Byzanz und in der Duldung der katholi- I
hen rnterthanen gesehen. Oeilamir (5.10—533) vertrat aufs neue dio530-'589|
lationale* Politik. Die diplomatische Intervention Justinians zu ßunsten j
■ ge«türzt*n Monarchen blieb, wie das oströmischo Kabinett wohl hoffte, I
blgloH. Aber mit Becht machten die kaiserHchen Uäte die schwersten Be- ^J
nken militäriBcher und finanzieller Natur geltend. Namentlich durch das ge- ^H
chtige Votum des FinanzniinisterK .lohaunes »oll der Kaiser scthut wankend ^^M
worden sein, als der ,gottgCBendete' Trnum eines orientalischen Bischofs ^^M
n am ursprünglichen Ent«chluss festhalten liess. Entscheidender waren ^H
'eifellos die römerfreundlichen Erhebungen in Tripolis und Sardinien. ^^
ni 6ftS lief die Flotte, welche inOOd Fnas.'.oldnten und 5000 Beiter unter Jnu. 688 I
n anuinschränkten Kommando Belisare trug, aus dem Hafon von Byzaius aus. I
leichtert wurde die Überfahrt durch das kurzsichtige Entgegenkommen ^h
r OHtgotischeu Regierung, deren Beamte auf Sicilien der ostrlSmischen ^^M
Itte jeden Vorschub zu leisten hatten. Belisnr war über Erwarten vom 1
Sek t)f>gflnstigt. tüeptember 533 landete er in Afrika und gewann diesept.ö3SJ
mpathicn der Provinzialen, während die vollkommon übcrra«chten Van- I
len erst an Gegenwehr dachten, als der Feind auf ihrem Boden stand, I
n zehnten Mcilenst«in (ad Docimum) rUckte Oeilamir mit einem weit ^J
«rlogenen (leere den Feinden entgegen. Belisars Sieg entschied auch ^H
er da« Schicksal der tlaupt^iUdt, welche den Befreier mit -Tubel be- ^H
Dssle. Der g<i^hlagene König war nach Bulla Regia geflohen. Ver- ^H
Irkt durch die Streitkräfte seinen Bruders Tzazon, der das aufständische ^H
nlinien wieder unterworfen hatte, zog er Belisar aufs neue entgegen. ^^
d 'frikamaron Dezember 533 unterlagen die Vandalen zum zweitenmnie. Dei. &33 j
tr KOnig floh ina nnmidisclie Gebirge. Bald ergab er sich und Friililing
IhmDckte de« Krobercr» verdienten Triumphaleinzug in der Hauptatadt
r.34
AbrisB d«r t>rMaUi>L*cli«n Kaia^rgeBobiobU.
S34
&S6
». Du.
&36
Die roaurutauiKchen und iiisularun Dopuudonzou dce Vondaleumcb b|^ 1
I iiliorten ohne Gogcnw«^hr. Kin viermonatlicher Feldzag iiatte Abital
doli Kctmern KurUckgL-woiinun. Der von Bolixar mit dorn ohcrstta lüftJ
mando beti'Riite General, der tapfiTC Domettticuu Solomon, dnuig üäm
tiet ins aunui»che Qebirgsland ein, welches unter der schlaffen VkdUm
herrschaft sich loHgerissen hatte. Festungnwerke sicherten dun oiM
gowonnunt^'n rSmischcn B<^itz. Wiewntil die KJJmer iti den tiAvkfolgutej
.lahi'zehntcn oft genug sowohl mit den Mauren, alt. mit des ci^ttieo n
botmäsaig gewordenen Truppe» und doren ehrgeizigen FQbreni lU UapU
halten , im gan<!en konBolidierte sich die itOmerhen-sohaft in AüülI
Karthago wurde der Mitltilpuiikt einer nahexii anderthalh Jahrliuodirttj
dem Ostreich gehorchenden DiSzoso. J
Fast unniittt-lhur an den StuiT do« Vandal(?nreiche BchlifHiaUl
Krieg gegeu die Ostgoten Italiens an. Seine fast zwanzigjBliriglj^l
orkibl sich aus dorn Charakter von Justiniana ItegimenL Mit g>^H
zulttnglichen Mitteln wurde der Kampf begonnen und grosHODteüi flflH
Eine b«gel)rliche und verwegene Erob«nnig«ipolitik gi>ht mit Uln|
militüriechcr Hchwäche Hand in Hand. Ennuntert wurde frcilicli SM
Begehrlichkeit durch die völlig verkehrte Politik der letzten Andld
welche sie zu ihrem Volke in den schilrfsten Gegensatz gebnuht i»l Ifl
Iteich gCHchwücht hat. Amalatsvinta, die Tochter den grossen TheoMH
und ebenso Thoodalmt. ihr i^pSterer Mitregent und Mörder, vaniilH
gleiohmftssig durch ihre rümiitche Bildung und Gelehrsamkeit dtnU^H
Stamm unlFrumdut. Amuiusvinta b^giinätigte und schUtztfi die ^Ij^M
rOmiscbc Männer waren mit der Leitung de» Staatswesens betnsL i|H
Regenten haben sich tief in hochverräterische Untxtrhandluitgeii ii^^j^l
rom eingolas-sen. Allein die Krmordung der mit JuHtiniaii yablM^[
KiJnigin gab dem Kaiser den erwünschten Anltküs zur KriejwaM^B
Mit 7öU0 Mann landi>t(< Ik)li»ar Sommer t>Ab in Sivilien; fast die gu"*^!
fiel ihm zu, wShrend Mundus in Oalmatien eindrang. Bereits wsrderMM|
Amaler im Begriff seinen Thron an Justinian abzutreten, aU d« Üi^'U
ostgotiRchen Waffen in Dalmatien süineu Entscbluss umwarf und dieixfi^H
KriegHpdi'tei obenauf brachte. Ungesäumt drang nun Beliaar io dem MJB
von Itßmern bewohnten Unteritalien vor. Nur Neapel widerstand kU*'S
Unterdessen weilte der KiSnig nnthätig in der Hnupttttadt- Da ''** J]
Erbitterung des Volkes zum offenen Ausbruch. Die Amaler wufd^fjj
Throns verluetig erklttrt, Thoodalmt auf der Flucht geUMet nod ™jB
ein Mann unköniglicher Herkunft, auf den Schild erhoben. AUMH
Itioaenaufgahe, das aus den Fugen gehende Keich ku retten. "h^H
bei weitem die Kräfte des wackeren, aber untergeordneten und ^?J
hältnissen in keiner Wciisc gewachsenen Manna«. Statt Rom ta "*B
eilte er nach Itavenuft; seine Vermählung mit Matasvinta, AmiJtf'^
Tochter, sollte »ein Königtum legitimieren. Gleichzeitig könnt« ini^***!
die zweideutige Haltung der von beiden Parteien umworbe«en *^jJ9
leichter beobachtet werden. Da bouetzto 9. Dezember 536 BcÜBW «"Ji
ladung von Klerus, Senat und Volk das schwach verteidigt* f*«"^^B
Sympathien der ronianischon Bevölkerung ermöglichten ihm mit '^'^H
IlL Dkb ZeiUlUr JuaUnituiii nsd nin«r nlSelifolgtr (SIS— 610).
K98
S39
539
lie Einnaltnio dor wichtig«toii Piät^o Mittelitatiens. Witige» suclito
SriUten Minen Fehler gut zu machen. Mit dor go};atiitL-Ti gotittchen
onaeht rttckte er vor Itoni, und nun bognuu äte denkwUrdigo
«rn Jahr andauernde Belagerung, welche durch Beliaars geniale
tig der Verteidigung trotz der völlig ungeiiOgenden Ünterfttütxnng,
am die kainorliche Regierung zukommen lassen könnt«, mit einem
BD Hisserfolg der Goten endigte. Die Besetztuig des wichtigen
ubid durch Johanne», Beliaars Dntei-feldlierrn, und seine Ltaurier
en Witigo» im MAn; 538 zum Abzüge. Gleichzeitig kamen neue Ver- JOn &S
ing«n aui> Byzanz. Mit 7000 Mann auserlesener Truppen erschien der
ib Narses in Pic«num. Allein seine vom kaiserlichen Kabinett absichtlich
1 abgefaemte Instruktion stellte ihn nahezu unabhängig neben Belisar.
^r der Kredit der Goten gesunken war, zeigt Mailand» Versuch, zu
r flbcrzutrotcn. Von Ligurien aiu> bosetztu Mundllas die wichtige
und die benachbarten Plätze. Aber jetzt endlich brachte durch
bang der Provence an die Franken der Gotenkilniß eine Allianz mit
ni stände. Die Got*n und die von Theudibert gesandten Burgundionon
iCD Mailand. Bald darauf erschien der austrasischo König selbst
^ritalien, ein Gegenstund des Schreckens nicht minder fllr die Goten,
■ die Griechen. Nach dem Abzug der Franken eroberte Belisar Faesulae
luximum und belagerte 539 die gotische Hauptatadt Ravenna. Als
nat «K'nso gewandt wie als Feldherr, verstand er es, den von den
en den Goten vorgeschlagenen Teilungsplan Italiens zu Iiintortreibon,
ütilich die Intervention des kaiserlichen Kabinotts »eine Erfolge teü-
in Frage zu stellen schien. Chosrau, den die Siege der Itümer
uhigten, war auf dem Punkte, in Syrien einzufallen. So lag Justinian
■n der Beilegung des Westkriegs. Kr bot dem Gotenkftnig die
Hift über die Landschaften jenseits des Po au, während der Host
laUiinscl rOmiscb sein sollte. Belisars unbotmässiger Ehrgeiz vcr-
"t* zum Unheil des Reichs die Ausführung diese« äusserst verstän-
Planes. Ein Angebot der Gnt«n, selbst die Königswürde von Italien
trtwhmen, ncceptiertc er zum Schein. Kavenna ergab sich: der KOnig
in Haft gehalten. Die goliwhen Befehlshaber in Oberitralicn er-
Q nahezu ausnahmslos ihre Ki'gebenheit und Unterwerfung, Ganz
I schien dem Römen-eich wiedergewonnen. Da wurde Belisiir zur
ng des Perserkriegs abgerufen. Ohne Zögern loiütet« er dem Befehl
und brachte den Gotenk^nig und die Schätze des KCnigspalast^ia Man H
BoUtantinopel.
Mm hatte zu ErDh triumphiert. J)io kuntsichtigc Teilung dos Dber-
B swiBchen verschiedene Generale und dos drOckendo Finanzsystom
K Regiments wai-en ebenso viele Fehler, wolche die l'atrioten-
ZH NutKC machte. Die Nationalen erhoben sieh. Nach zwei
I Zvischenrcgicrungcn, unt«r denen die Verwirrung den Gipfol er-
hattv, wurdv Baduilu oder Totila 541 ftnf den K{tnigs«child or-
Innerhalb eines Jahn« ward ein vollständiger Umschwung bo-
I>ie Itfimer wurden in mehreren Schlachten gcschlagon. Ohne mit
erung der Hauptpliltze sich aufzuhalten, durchzog der GotenkOnig
wio
I
Iltrhitl
Ml
9U
Abriaa in bysanUnwcliea S«»«[;K«Htucht«>
549
660
üe^TMch Mitt43liUlieti. 542 gehorcht« ihm auch der äddcn. 543 tm
Neapel. Vorgebens wurdg Beht>ur Ducb itolien zurUckgerufen. In unlofl
geordn«t«r Stollung, mit ganz ungenügenden Truppen und ohn« Gdd
vermochte or nicht ifi hindern, da»« Tntiia 546 auch Hom^ »ich hütnicktigM
Die Stadt wurdu ihrvr Büwohiier beraubt, durch Feuer vorH-Q»tet und tu
Mauern wurden teilwuiou gvoclüeift ; nur Boli^ars diplomatische Interreaücfl
verhinderte die Zemtürung. Aber während der Künig nach I.ucanien ftbnfl
dmtig Bch»ar in Kern ein, die Bewohner kehrten «irllck und mit Ha«t wvrd
die Befiujtigungcn hergost^t Totilas Versuch die Stadt ~-ii iliirninrliiniM
mlsslang. Allein Belisarii Stellung blieb auch so eine uiihalthare. Das kaiMM
hebe Kabinett lie»s ihn ohne Unterstützung. Man braucht nicht ao Juan
Rtans hJ^Hcn Willen zu denken. Die Kinf^llo der NordvOlker in die fUou»-
halbiusel und die völlige Erschöpfung der Iteicitefioanzeo erkiftren du
Unverniügen der Rogierung zui- Qenügo. Belisar kehrte nach Konstunti-
nopcl zurück. Itom Gel wieder den Goten in die Hände. Totiia wv
nun nahezu unbestritten Herr von Italien. Seine Flotte bewtxta imd 1
verwüstete Bicilien, brandschatzte Sardinien un<I die epirotischo KOsI«. J
Das .Inhr 550 ist benierkenKwert durch eine neue Wendtus <<■
JuüttinianK italienii^'hur Politik. Gunnanus, der Neffe des Kaisers, AI
Gomahl der ostgotiechen Prinzessin Matäsvinta, sollte als Generalinaufl
das Kommando in Italien Übernehmen. Es galt durch Schaffung Mfl
riimisch-goti.tchen Sekundogonitur div widerstreite- mlen InteretsMtl der pU
nianiwhen und roniiuüxchen Bovülkerung»elcmenle zu vorefihnen. Abn
Uennauu» Ktnrb in Serdica mitten in dun Vorbereitungen zum Kri«nfl
xurückguhulten durch die Iltyricum llberschweromenden Slaven und UinUKtl
Endlich zeigte Jututinian wirkliche Knergie in der KriegtifilbniS
In Narses fand er du» richtigen Führer, duH»en Uberlugonem FttMkcctH
güoie sich alle willig beugten, und der fmunziull aufs ausgiebigst« iwtij
»lützt, zum erstenmal« mit einer impnnierenden grossenteils aus iMrlxiM
»chen llilfsvjjlkem bestehenden Kriegsmacht auftreten konnte. Die wiM
Stelle nahmen in derselben die vertragittnääaig vom LaiigobardeukOmg 9U
stellten Slildner ein. Trotiidem duss Franken und Güten Naraasden Dardfl
zug zu verwehren suchten, gelangte er auf dem Landweg naeb Ravaoolfl
Im mittel! tulischen Apennin bei Tagina (Hochsommer 552) kam <■ ifl
EntHthoidtingssch lacht, welche als die Nationalkatastrophe Aan edvin SUmaifl
betrachtE-t werden kann und der Gotenherrschaft in Italien thatsicItSM
Hani>58 ein Ende machte. Der Verzweiflungekainpf unter Toiu entUgte 543 fl
Kampanien mit der Niederlage am Saruus. Um so gefährlicher wurd« fll
die liOnier tUe froihch jetzt viel zu spät kommende Interventioa Jfl
Franken. Die bisherige untliätige Neutralität ist der vollgültigst« BctM
für dio politische Unreife der Merovingerdynastie. Auch ji'tzt nwcliUfl
die Franken ihre Sache hervorragend schlecht. Der alemanisch-fränkiKW
Volktiaufbruch unter den Herzögen Leutharis und ButiUnos «riag Uiä» ^4
Seuchen, teils dem Schwerte des Narses bei Capu«. Nuchdom man, «ifl
den Resten der Goten wesentlich unterstützt, mit diesem niedrigen Geiiadfl
aufgeräumt hatte, war ganz Italien definitiv dem Hömerreiolic Vpi^^klfl
gewonnen, und die so wictitigu Neuordnung der mit deiu Keiclie «mB
Aug. 662
i
I
aM
H JI. Das ZeitalUr JoHtüiiaiiB and Beinur Nacbfolger (516—610) 935 H
neue vereinigten Bulbiostil blieb doa Hfioduii d&i Patriciu» Narsca an- H
rm
Zuitlivh unniittclbttr an die Niederwerfung der OnstgotonhürrBchafl H
achliesat sieb die Einiiiificbung in die VerliältuiH&e der pj-renäischen Halb- H
fn«cl. 'AiiT Unterstützung des Kronprätendenten Agila gegen den West^ V
gotciiköiiig Athiinngild wurde fiM der Patricius Liberlutt nach Spanion •'■5i ■
geschickt. Cordiibn wurdo der Mittelpunkt einer »Udi^panischon grit^tcbi^hvn I
Provinz; ubi'r ütr prcküivr Busitz. den Dniin uiid audero Hieh viel zu H
umfangreicb vorstellen, blieb in der IJauptsucbe auf einige wicbtige See- H
fcnttingen, wie Karthago Spartaria, Malaca und Assidonia beschränkt. H
Die«o Erubeningskriegc, wie sie bei weitem die Krftfto Ostrom« Über- I
^attegen, voHiindorton die viel notwendigere Verteidigung der Nordgroiuui H
4s8 Reichs. Wir urfahren unuufliurlich von KinfUllen der IIunn(->n. Sla- H
lineti und Anten in die Landschaften südlich von der Donau. Itlyricuni und H
Ihrakien sind der stehende Schauplatz ihrer Verheerungen. Hesondei's ■
Archt«rlicb war der Einbruch des Jahres fiiO, der sich bis nach Hollas ei*- MO ■
B^ckt«) und erst an den Versehtinziiiigcn des Uthmus Ualt machto. 559 bu- ühä I
dbwhten die Hunnen (Bulgaren) und Slavcn selbst die Hauptstadt: der greise fl
Belisar warf sie zurUck. Daa Festungssystera der Itegierung, durch keine H
Mnreichend» Trupponmacht geschirmt, erwies sich als vi^Ilig nutzlos; die H
k-)<l7.ahtungen und Geschunko, statt die hegohrltL-hen Barboi'en fernzuhalten, H
ickt«ti sie immer aufs neue über die Donau. H
Dur Mangel an vorfilgharen Tj-uppon infolge der occidentalischen H
kriege kam aueh in der schwüehliehen Politik gegenüber Porsien zum ■
.usdruck. Unmittelbar vor Justins Tod hatte der alte Kaviulli unter H
ichtigen Vorwänden den Krieg begonnen, in welchem Belisar zuerst als Feld- H
prr eine Kolle spielte. Bemerkenswort ist in demselhon die hervorragende H
tollung und das Hervortreten der Araber, welche in den (IrenzlSndern H
M beiden Groeereiche als Klientel ftirsten schalteten und den beiden Oroe»- ■
iJjbrliten gerade so lang und so weit gehorchten, als es ihnen passte. I
lundhir, der VasallenfUrst von Hirn, führte den Krieg fdr I'ersien, 531 .'i31 M
nter^s'arf Justiniaii die Phylarcben sämtlicher Koni unterthänigon Sarazenen fl
9in H^rith, Sohn des Oabala, und verlieh diesem den KUnigstitel. Er H
Alte vor allem seine persischen Land^leute abwehren. In demselben H
thre zog auch der Perserkönig selbst zu Fehle und schlug bei KallinikoB ■
oa Belisar aufs Haupt, ohne dass der Sieg weitere Folgen hatte. Des
Onigs Tod und Chosrans Thronbesteigung ftlhrten ^/A'i zum ewigen Frieden, 582
oriu Kom domlltigende Bedingungen einging, vor allem jährliche Zahlungen
ir Instandhaltung der Katitcasusfestungen; Rom wollte lediglich vftllig freie
[and nach Weston bekommen. Schon nach acht Jahren kam es zum llorbrt
nrüiten Kriege, Es bedurfte nicht erst der Oesandtoii dos Königs Witigea
od ilor bedrückten Urosson des rBraischen Armeniens. Chosrau wollte _
on Krieg, weil ihn die siegreiche Machtausdehining des rKmiachen Rivalen ■
eUnt^stigte. Mit ungewohnter Energie betrieb er ihn. Bereits 540 fiel MO
r in Syrien ein. Hit grossen Summen mussten die befestigten Städte
einen Abzug erkaufen. Die sich verteidigenden fielen eine nach der
ndeni, vor allem die Hauptstadt Antiocheia. Ihre Einwohner verpSonzto Juni MO
AbriM 4m byzuitiniMhBD EuaergAnofaicht«.
936
er nach alter Oriüiitiilunsitte in die Näliu i«;iuär Rwüdonz, wo or fin
Cho&rau-Antiochia mit gi-iechisch-chrisUichen Einrichtungen grümiele.
den folgcnilcn Jahren wurdu auf dem me!<o{H>tamiiMJten Krieß8si:hauplili
mit wechäMudc-m Krfnige gekämpft. Vim doiikwflrdigittti Ereignis war die
A« erfolglose Boliigorung Eilessas durch die Perser 544. Dio sjTwicIiin
Christen glauhton fest ao den wunderbaren Schutz ihrea Palladiums, ,ik«
M5 nicht von Hüridüii gviunchtcn Bildnisses* unsere« Herrn. r>4'> kam w a
einem WaffeostilUtuiid. Zwi»vboii Hurtth und Mundhir dauert« jedoch ilar
Krieg fort, auch LiiziBt^ (Laziko) war nicht in doii)«elbun «inbegrifra.
Dieao [iandnchaft, dem alten Kolchis ent^iprechend. stand ru Rom. iu
seinen K^inig «mannte, im Vasallenverhältnifl. Die Anlegung dor Se*-
fwtung Petra und dio monopolistische Ausbeutung der Lazen durch dl*
römischen Ueainten erbitterte diu Volk aufs höchste. KSnig Oobam fiel
zu den Persern ab, Clioarau, bereits Oberlierr von Ib*rion, ergriff bogwnj
die Gelegenheit, sich die Verbindung mit dem schwarzen Heer zu OSmil
5i9 Das wichtige Petra fiel in persische Hftndo. Allein 549, als die Utaaer
mit Energie den Krieg wieder Rufuahniun, wandten steh die Lazen, iit-
wohnt., wie alle dioKeltaiib^aaten, »ich dem Stiirkercn /.u fiigi'n,wii'di'r Üinun
ö&l zu. 551 wurde Petra von den HBmeni aufa neue erobert, und in deo
Kämpfen der nachfolgenden Jahre gewannen sie immer entschiedener die
Oberhand. 8o wurde der Wftffeni<tiIIi«tand auch auf I.AzistAn auagedehoti
562 und endlich 562 der fDnfzigj&hrige Friede geschlossen. Die Itümer rar
pflichteten sich in demselben zu bedeutenden jährlichen Gcldxahlangai:
dagegen LOzistJln wurde ihnen definitiv zuerkannt; es ist dies der WBgi
wirkliche Erfolg, den sie im Osteu errungen haben.
Wie Jubtiniiins Regierung nach aussen einen bedeutsamen MarbUÄD
in der Entwickelung dc's byzantinischen Reiclios bezeichnet, so ist sie lod
in der inneni Verwaltung durch eine Iteihe groasartiger Hassregeln ge-
kennzeichnet. In erster Mnie stehen hier die Bauten. Vielleicht iäo*
Periode des byzantinischen Reichs zeigt eine so gewaltige Bauthäti^o*.
wie die Regierung Justinisns. Neue StSdte wurden angelegt; die iMm
mit Bädern, Gislernen und Palästen geschmückt; Brücken wurden gebwt
iSyütomatiscb wurden alle Iteichsgrenzen mit Festungswerken v«rKl
welche freilich an der am meisten bedrohten Nordgrenze ihren 'l
fast gar nicht erfüllten. Vor allem aber, dem Chamkter de«
entsprechend, ist die Fülle der religiösen Bauten staunenswert,
und Klosteranlagen hat Justinian mit besonderem Eifer betrieben. E3-'
in .leriiflalem und vor allem die Sophionkirche der Uesidenz legem
heute von dem Uochsinn des Regenten Zeugnis ab, der sich wohl
durfte. SnlomoD Ubertroffen zu haben. Was gleichgesinnt^' und begHi
Unterthanen noch damals zu leisten vermochten, zeigt de» frommen
Juliuntis Werk, der wunderbare Bau von .San Vitale in Ravenna, i«
Kosten dieses Privatmanns nicht nur errichtet, sondern auch mJt
farbenprilchtigen Musivschmuck geziert ward.
Bei allem äusseren Glänze war die Zeit Justinians keine glücU»
sie wurde durch ungew{>hnliche Katastrophen heimgesucht. Die
M2 Post dct) Jahres 5-12, welche vier Jahre lang wütete, erschien den
Q, Dm ZeiUlter JuBtinius and Belner ITuhfolger (518— filO).
937
IgMiOBsen als ein Beweis des gSttlioliüD Zorns, Zahlreiche Erdbebon zer-
'tiUlrt<>n die glänxendtitGn Städte. Am schrecklichsten litt Äntioehien, das
nach ciiK'r furchtbaren Zcrstttning unter Justin 526 zwei Jahre darauf
VOD oinem Shulichim MisHgeschiok bctrofTeii ward. Zu den Kosten des
Wiederaufbaues leistete der kaiserliche Fiskus regelmäseig einen starkun
Reitrag. Es int kaum begreiflich, wie er diesen gewaltigen Anforderungen
aobeu den koet«|>i«ligen Kriegen auch nur cintgermasseii genilgcn konnte;
die Unt«rthanon klagten über don unortiBglichen Steuerdi-uck ; aber es
wurde auch Grosses geleistet
tVor allom aber baftct Justinian.s Name bei der Nachwelt durch die ab-
lieüscndo Form, welche er dem Rechte gegeben hul, Em galt alle
tchlwiuellen. Jus und Leges, in Ein Buch zusammenzufassen, wodurch da«
raltete Itcoht abgcsclinitten, die Kontroversen in der Litteratar beseitigt
A eine nicht unorhcbliclie Anzahl von Kochbtinstituten einer Neuordnung
Qnterzogon werden sollten. Eine Kommission von Itochtagekihi-ton unter
Tribonians Leitung wurde mit dieser wichtigen Aufgabe betraut. 529
•rschien der ('odex Justinianeiis, die Sammlung aller Konstitutionen von
lUg«meiner Giiltigkoit. 533 wurde das »chwicrigHte Unternehmen, das
AUS den juristischen Schriften hergestellte Gesetzbuch, die Dige.sten,
promulgiert. Daneben war in den Institutionen ein Lehrbuch für düli
! Becbtäunterricht geschalTen, dessen Geeetz-cskraft gleichzeitig mit den Di-
' gDBt«n 30. Dez. 533 beginnen »ollte. Die sechsjährigo Arbeit der Kom-
miasion hatte manche Mängel ihrer ersten Publikation, des Codex, klar-
gelegt. Darum erschien 531 der Codex repetitae praelectionia. Juatinian
erklärte feierlich, das« damit endlich die Gesetzgebung abgeschlossen sei.
Für kfinftige Koustitulionen wurde ein besonderer Nachtrag, die Novellae
CoDStitiitiones, vorgesehen. Seit dieses neue Gesetzeswerk in Kraft ge-
Ireten war, wurde dinses allein bei den Gerichtshöfen zugelassen; nur
tch ihm durfte an den anerkannten Kechtsschulen des Reichs zu Kon-
jptinopel, Rom und Bcrytos gelehrt werdou.
I Endlich musB anch der Thätigkeit Justinians in kirchlichen Dingen ge-
sht werden. Kein Kaiser hat die Aufsicht in kirchlichen Dingen energischer
durchgt^ifiDirt. keiner auch seine Suprematie von soiton der Kirche rUckhalt-
loHer anerkannt gesehen, als Justiniun. Er war faktisch Basileu» und Itiereus
zugleich. .Wider den Willen und Befehl des Kaisers darf überhaupt nichts
Eo der Kirche geachehen' erklilrt die Synode von 536. Justinian hat auch
UiatM&chlich durch iiitifnngrciche Traktate auf die dogmatische Entwickelung
iu maiiMgeboiidcr Weise eingewirkt, Zeugnis sein Brief an Mcnos über die
origenistisehöu Irrlehren und sein Edikt vom Jahre 543 über die drei
Kapitel. Man kann nicht leugnen, dass seine Kirchenpolitik nach Kräften
danach strebte, den schweren P'ehler von >')I9 wieder gut zn machen und
die MoiKiphysitcn zurückzugewinnen. In Ägypten herrschton die Abge-
trenntvn; in Syrien und Mesopotamien hatten »te das Volk fUr sich, oin
Unuttand. mit dem jode Regierung ernsthaft rechnen musste. Offen bo-
gänxtigt wurden sie, wie durch die Kaiserin Theodora, die auch hierin ihren
poUtüichc» ticliai'fhiick bewiüirte, so durch zahlreiche Mitglieder des kaisei^
52S
&29
533
30. Dm.
S36
bA^
988
AbriBB der bTraattaiacheii EuaergMcbioltt«.
licliun Haujitei* und <les ilofi.ti.') Der SIaId tloti Ansloss«« blieli
4]onense. Vergebens haben I^contios tind die skytbiachen HSnebi fii
Formeln Leos im kyrillscli«n Sinuc umgedeutet, sodass b« etwa« gut«» WiB«
mit SoveroR, dem hedout«nd8t«n Lvhrcr d«r MonopliysiU'ii. eine EinigiiBg
wohl möglich gewesen wäre; vergeblich umging der Kaiser in seilten Zr-
hssva die clmlecdünonsischcn Formeln. IMs grOsste Entgegenkoiiim«ii ia
533 ReligioDsgosprficb von 533 hlieb auf die Monophy»it«n ohne Wirkunji:. ()ie
.gottselige Äugu&ta*, unabtüssig für ihr« Fruundo tbätig, hoffte ein für-
mollea Proiageben des Chalcedonense durchzuset3»n. Bereits war io
Aiitbinio« ein UesinnungsgonnAiw niif den Thron der Hauptstadt gcwtzt.
Abßr der rümiitche Tapet Agopet, durch Ephraim von Aittioeliivn gowamt,
intervenierte recihtzeitig. Da« Abendland, da« man politisch wieder ge-
wonnen hatte, durfte ktrahlich nicht in eine neue Trennung getrielnii
&86 worden. I>ic Synodo von 536 sprach das Anathom llber Anthimiu Dal
&8T Soveros nus. bSl gsb der Tod de-tt Erzbi^idhof» Timothco« in Alexuilni
und der daselhel aufgebrochene Zwii>Hpult 7.wiKdion Adel und Volk Dl
die Wahl des Naehfolgers der kai§erlirh(-ii Regierung den wiUkamnieii
Anlass, unter namenlosen UewaUtltaten autrh in diesem letzten Asyl
Monopbyt^iti&mu» der Stuat^kireliu zu oinor freilieh nur reiit KuMterlio
Anerkennung zu verhelfen. Die mit den Pfründen der ins Klend
btinen Mnnophysiten reich dotierte Prälatuj', die höheren BeamU'n ua
ein Teil des griecliiTidien Stadtadel» hielten allein zur Kirche des Ka
Aber »lle bisherigon Mifi&erfolgo brachten dic«on von eeineo Unio
und Hoiner krankhaften Sucht, in Doginattk zu arbeiten, nieht
Eine übrigen« ausserordenUich fein ersonnene kirchenpolititwho
war die Verurteilung der drei Kapitel. Dergroftse Lehrer der antiocheiisch
Sehule, Thoodoro« von Mopsuhe-stia, Ober welehcn da« C'halcodoDOiian
schwiegen, verschiedene Sehnften des Theoduret von Kyros und dcslh
von Edessa, Männer, deren llechtgläubigkeit das vierte Kondl au
lieh anerkannt hatte, wurden jetzt — nach hundert Jahren — iiachtri^O
mit dem Hanne belegt. Es war das nicht nur ganz gegen den
des ChaletidoneuKC und eine sUlUchweigendc Venirteihing von l/f«
GroHsen ITieologic, sondern auch eine thatsäcbbclie Korrektur und i»
direkte Ausserkurssetzunß jene» Konzils, wenn auch ohne formelle
tastung desselben. Man hat einfach das Programm der alten Bt
tiker restituiert. Der von Hom verdummte Akakio« und der hl. fUvi
von Antiochien schienen glänzend gerechtfertigt. Weiter kennt«»
wahrlich nicht in den auf Einigung abzielenden Konzessionen gehen. Ab
dies alles kam viel zu spAt. Zwar die Patriarchen und HIscbdfe
Ostens, gewohnt zu glauben, wa» das kaütcrliche Kabinett ihnen vorsdtfie
unterwarfen .sich, wenn auch schweren Hotkods. Der schwache wink*
mutige Vigilius. der auf Petri Stuhlo aass, hat in traurigster ffo
das Ansehen der römischen Kirche dem Kaiser gegenüber, der that
die Kirche regierte, preisgegeben. Das ökumenische ntnfte Koniü
*) Justin li und SopliiH liiuU*n vor i)«r
TbroiibeHleigung xu dva Muuimlijstd-n. in
der AoaekuitUDg du Volk«« g&Iteu .di« Ab-
eHrennton' als Uie KrommoB, «nd dm'
iiüt l'urcchl.
I IL DftB Z«iUU«T JoHtinluiB and Beinot Kacbfolgw (518—610). 939
findurchitue g«hor»sm, ganz iiuchkttisertichor V'orttchrift. De>3ungeacht«t
iuiirf« sich dieiies ganze daa Reich gewaltig aufregende Untoniehmeil
ein vollkommener &1ii«t<ci'folg. l>ie Monophymten verharrten in ihrer
trennung. Umgekehrt ealicu Italien und Afrika in den BeBchlOwwn
e V'erlotzang des im gansou Westen liochvurubrttin Chnlcedonenae. Die
iritnÜH^liuii und iatrischea Biacbjlfe triehen es bis zum Schisma, das
;h Geneiatinnen hindurch bestehen blieb. Und der afrikiini»eho Bi.schof
ninduü von Hcnniane warf dem Kaiütir in kühnen Worten und unter
fUhrung alttotttaniontlicher Boitipielo (üxia-t, Dathan. Abiron 11. s. f.)
■, dasK «r die Grenzen des Imperiunm Übersoll reite. Nur Cliristii.t besitzt
[leich das Königtum und das IVientertum und bat den Für«ten untcr-
;t, was den Priestern eigentümlich i»t. liaa sind Tüne, welche einst
oa Don&tus der Grosse angeschlagen hatte und welche daher zu den
I alters liw berechtigten Kiguiitiimlii-hkeiten des ÜceidentH gehörten.
I Jti Loyalität ersterbende Orient wird sie mit höchster Verwunderung,
Stit HitUicher Entrllstimg vernommen haben; allein in den nachfolgenden
irbunderten nullten sie auch in Byzanz einen Wiederhall linden.
Durch all diese Mis&erfolge ÜeH» sieh Justiniun in soinoni Liebes-
rbeii gegenüber den Monophysiten nicht irre machen. Noch in »einem
:t6n Kegierungsjahre erlie^s der unaufhörlich Dogmen produzierende
esterkaiser ein für fromitie Ohren sehr beleidigendes l'^dikt, welches
I Äphtlioilodoketismus, die »elbst von den meisten Monophysiten vet^
rfene Lehre von der Unverweslichkoit de» Hcrronleib^. zum Reichs-
lina proklamieren sollte. Nur des Kaisers bald eintretender Tod (Nov. Nov. 5(
1) rettete den orthodoxen Klei'Us vor grosser GewissettsbedrUngnis
r Absetzung und Hxil.
Während man so dto Monophysiten noch immt>r als wenn auch .ab-
renul«' Glieder der allgemeinen Kirche betrachtete und sie mit jonei-
ksichtsvoUen Zartheit behandelte, welche die Kureaukratie gegen woM-
oaiitierte, über treu erjiebene Massen gebietende Kirchengomoin.sehaftcn
le zu beoba<.'lilen pflegt, wurde gegen die übrigen, meist numerisch
wachen Diisaidentengruppen äusserst summarisch verfahren,
Kino Itvihe Erlasse seines Kegierungsbeginns zeigen, mit welcher
Bfgiu Justinian den kaiserlichen Glauben zu dem aller Unterthanen machen
IIUj. Die Reste der alten Hftretiker. unter denen die Ariaiier durch
Reichtümer ihrer Stiftungen das liskaliüche Interesse erregt hatten,
leiten ein© dreimonatliche Friat zur Annahme der oftiziellen Glaubou»-
ro; »on-'-t drohte du» Exil. Auch auf die Samariter wurde diese /.waiigs-
mhning ausgedehnt; aber das ganze Volk erhob sich und pi'oklamierte
en tiugenkaiser. In Stritmen Blutes mtieste der Aufstand unterdrückt
rden. Das Land war ruiniert. Im Zusammenbang damit steht da»
ichzeitige fiirndiehe Inquisitioiis verfahren gegen alle «flentlichen und
leimen Anhänger des alten Hellenenglaubens. Gerade unter den Vor-
tinon und hohen Beamten zilblte dieser noch zahh'oicho Bekenn er.
nniigenskontiskation und Unfilliigkeit ein Staatsanit zu bekleiden wurden
-hüngt. Eine Reihe angesehener Magistrate endigten durch Selbstmord.
Zentrum dvct alten Glaubens war Athen und seine neuplatoiiiaclieu
^^^H {MO AbriM dar byurntiniacben EftlmirgaKihicht«. I
B Lcitror der Philosophie. Juetiniaii. dem C8 vor allom auf dun gross« Bt>
H S29 Hitz dur all^lAiibigon Karpomtionen ankam, zog 529 dos Stiftungsvemlftta
H der ['laUiiiiKL'hen Akndemie ein und verbot an der dortigen Universitit dtfl
B Unt«iTiclit in riiilosopbie und Itochtowisiienschaft. Die hieben lotsten Lthnfl
H wanderton nat-li Pursivn aus. Eine woltlorganisiorto beidnixchc HierartUfl
K liatt« in Kleinasien noch Kalilroicho Anliängur, namentlich unter dem Lud
^^K Volke. Johannei« von Epheso«, der syrische Oe»chicht88chreiber, wekhcr
^^H mh selbst den Holden vonitelier und (iAtKenstilrmer nennt und in holira
^^H Grade Justinians Vertrauen geno«», hat wiUircnd der folgcndon Jahrzehnte
^^^ hier daa Bokohrungswcrk im gi'osfton Stil gotrieben. Er rOlimt »ich, 70uAO
^^^ Menschen getauft zu hüben.
^^H Ein ungleich erlreuhcherea Bild zeigt die Entwicklung der Kirche
^^^ naeh auh-sou. Ju^tiniiin betrachtete e« alB ein Hauptziel tteini»« poliÜM-V
H roligii>8t*n lU)gierung»iprug rammt«, wie er im Keiilie die Gluu)M<nM'iBliHl
H herstellte, auch den heidnischen Nationen den christlichen (ilsuben n
H übermitteln. Selhnt seine diplomatischen Verbindungen mus^ten dieKB
B Zwerko dienen und den Ölauben»bnten die Protektion mXctitigor Mttehba^
■ ftlrston erwerben. So erweist denn die Zelt Justiniana, wie scfaoii die
H »eiuur unmittelbaren Vorgänger, einen gewaltigen Aufschwung der H»
H Bionstliätigkeit'.
H Die chrifttliche Propaganda wirkte gleich erfolgreich unter den Uo-
■ ruieni um äingidumim, den HunneurttUinmen n&nllicli vom isehwarxco M«on
H und unter den Kaukasusvcllkorn. Die Fürsten erscheinen zur TaaPi »
H der Residenz, und daa Volk folgt ihrem Bekenntnisse. In Afrika wuri«
H die Oa!*en der Sahara dem I'hn8tentum gewonnen. Die blutige Chrictott-
H Verfolgung in Jemen durch den jüdischen KOuig Dho Nuwie erregt« die
H gesamte Chri)^tl;nlloit dos Orienta. Die siegreiclio Eroberung Jemens danl
■ &S6 den abessinischtm Äthiopenkönig T>2C> wurde aufs freudigste be^rtat <nl
H auf kaiserlichen Befehl ein ägyptischer Kleriker aU Bischof nach SDd*
H Arabien get«chickt Besonders thUtig im Mtssion^wetten zeigten sidi dia
■ Monopliyniten. Ein syrischer Mfinch missionierte untvr den Ortiem. eiBlBl
H wahrscheinlich kurdischen Stumme Südarmeniens. Unter Justinian b^^aoi)
H Julian, ein ulexandri nischer Kleriker, die Bekehrung der Xubier, welch«
H unter seinen Nachfolgern der Binchof Longinns vollendete. KOnig no^
Volk der Nobaten empfingen die Taufe. Auch der Kßnig ,de« gro»«
Volkes dur Atodäer* liesa sich taufen. Von da nn bestand dio nabiarirt
Kirche Jahrhunderte lang im engsten Anscldust; an den monopfaysitiaiM
Patriarchat von Alexandria.
Indessen hei allem gui«seren Glänze, bei aller nicht xa leugnendia
GroBsartigkeit der BoAtrebtingon soiiwr Itegiervng, hinterlioss Justiüs
"■Nov. dennoch bei seinem Tode (1-1. Nov. r>t>5} ein vollkommen zorriittetes Bei*.
Die Eroberungen de» Westens festzuhalten, tiberstieg bei weitem die Kriftt_
desselben: ob fehlten dazu auch die Mittel. Was half auch di«
dürftig hergestellte kirchliche Union hei dem tiefgehenden, auf naiion
Entfi'emdung beruhenden Hos« umsehen Griechen und Lateinern. W( !
kirchen politischen Massregeln des Kaisers nnd daher eine Kett«? "*•
Fehlern ; sie haben die nationalen Sonderbtstrebungen der Syrer und Ägypw
n. Du ZeiUlt«r Jutlniass aii<l ■•inar ITacUolgM (&I8— 610).
941
recht eigentlich ^oH8gezogen. Die damalige Zeit bQllte ihre trüibenden
Gvdnnkon in kircliliclies UcwnniJ, Die monophysitische Lehre diüiite den
Oricntuluii zum »prcoliviidon Ausdruck ihri\t nntJoimleii Kmptindens, dem
der rCtmische Ueichsgedunke immer fremder wurd. DiL< LuMrdiiJMUiig der
OstlandHchafteii der Monarchie, welche im VlI. Jiihrhundt'rt eintral, ist
durch dio Kirchen poIitik Justiniana recht eigentlich befördert worden, wie
aoino Erob«rung.spohtik. die Keichskräfte fUr dio Westprovinzen bean-
rchund, diu ÄkUüti im Oätoii lähmte.
JuBtinoR II (.'i6J> — 578) der Neffe .luHtinians und von ihm zum Mi&— 578,
Thronfolger lieütimmt, hat sich <lurch rasche Energie vor allem seiner
tiultiii, der ehrgoir-igcn Sophia, und de» Obersten der PaliiAt^arde Tiberio«
d(!>8 Throne« hemSchtigt und ihn toilwoitie gownltsam gegen die mitwvor-
gnugtvn Prinzen de» kaisorüchon Hau»b» behauptut. Dett Kaist^rH perio-
disch wiederkehrender, uchliessüch vollständiger Wahnsinn bewirkte .174 574
die Adoption de» Tiberios als Cäsars, welcher van da an mit der Kaiaerin
Hophin tliat»i«hlich die Itegierung fllhrte und spHter 8cin Nachfolger (578 ^7B~StS
hm bäi) wurde.
^g Diese Regierungen bezeichnen einen wichtigen Wendepunkt. Reretts
nnt^r Ju»tiniau hatte die offizielle Fiktion de» Lateina al« lieinhttHprache
zu schwinden begonnen; von jetzt an wird es immer ent^hiedonor durch
das Griechische vordrSngl. Dic»cn Umachwnng deuten auch die lango-
bordi^chen und Byrinchen Chronislen an, wenn sie mit Maurikios die lleihe
t .griechischen' Kaiser beginnen.
Im Innern kam die Sparsamkeit Justins den ItcicliHfinaiucen vortreff'
zu statten, vormehrte fri'ilich auch die MiHsliebigkeit dos lt«gimonta.
Dagegen hat die ebenso populäre als verkehrte Verschwendung des Tibe-
lios recht eigentlich den Grund zu den Schwierigkeiten der nachfolgenden
Kcgierung gelegt. In kirchlicher Hezif'hnng waren beide FHi-sIcn korrekt
orthodox. Ihr« verhängniisvolle Nachgiebigkeit gegen diu iluf|katriarc'hen,
welche sie in der Bedrängung der Monophysiten gewähren Uessen oder
unlerstiltzten, hat die Entfremdung der Ostprovinzen zu einer definitiven
gainacht.
Hl Nach autttwn bezeichnet der Thronwechsel nach Justinians Tode einen
voTI^itSndigen Bruch mit der bisherigen Kegierun^^politik. Die Lage des
lU:ictis verlangte dringend, dass dai< kaiserliche Kitbinett eein Hauptaugen-
merk der Sicherung der Nord- und Ostgrenze zuwende. So nehmen denn
die BexJehungon zu den Vsikem nördlich der Donau und den I'erDcra
durchaus die erste Stelle ein; dagegen tritt der Westen mehr in den
Hintergrund. In den Steppengebieten dea Ostens war das mächtige TOr-
kenruich en^tandcn, mit denwcn Chikin die Itömer bald in frcundachaft-
licbe diplumaLische Beziehung traten. Viel wichtiger war, doui gegen
£nde von Justinians Regierung ein neues Volkselement in den Gebieten
nördlich von der Donau auftrat, die Avaren. Im Osten der ungarischen
Ti«fobeitc kamen dio slavischen Stäumie unter ihre Botrafttutigkeit. Eben-
BO griffen sie bald erfolgreich in die Out^bicke der germanischen, unter
tief \'erfeindeten Keiche der Langobarden und tiepiden in Pannonien
942
AbriBB der brM^ntinlMhen Kaiaergeachiobt«.
ein. Diese verUndertcn VerhllUnisse erforderten Itotns enutostc Aufmi
8A(nk«it
Die neue Regierung zeigte diesen gefährlichen Feinde« gogmQlwr
oino t»nti«chto!<8«ne Politik. Die Jahrt^elder, an welch« Justtnian die Avuea
gewohnt hatte, verweigerte »ein Nachfolger, und diese waren zunickst
durch den erbitterton Krieg zwischen Laiigoharden «nd fiepiden in As-
flpnich ßenommen. Ihre Intt-rvention zu Gunsten der Langobarden haU
66T die Katastrophe der Gepiden 567 vollenden, während Item im Intern«*
der letztem keine Tliatkraft zeigte. Die Avaren, nach dem Abzüge ikr
Laiiguhardcn das herrschende Volk in der nnganitchcn Tiefvbane, mi
ebenso dto zahlreichen Slavcnstänime bedrahte» jetzt in steigendem Ibsn
die Provinzen sUdlich der Donau. Kotn hat hier gross« Energie entwickelt
und im ganzen ehrenvoll gekümpft; allein trotE Tiberio»' Ftlhnmg etliti
das rAmi.trhfi Heer eine schwere Niederlage. Der Friede wurde nur dardi
681 Tributzahlung erkauft. Unter der Itegierung des Tibcrios ging 5^1 di«
wichtige Oreuzfestung Sinnium verloren. Daa Schicksal der Nordprovinx«
wttr damit bbsiogolt.
■letzt erwies sich klar, wie .lustinians Erobeningt^politik die Kiifte
:,Gf de« Iteiches flberntiegen hatte. Als die Langobarden 568 in Italien vin-
brachen — ihre Benifiing durch Narses ist spjit« Fabel — , war die
Reiclisrogioruug nioht im Stande, durch eine starke Slachtentfaltuns Jiß
wichtige Provinz zu halten. Ini Laufe M-eniger .lahre hatten die Neu-
reichen Eroberer Korditalien und Tuscien unterworfen; in SpuleÜun ul
511 Bonevcntuni (•''>71) geboten langobardiwche Herzöge. Auch die feftoc
StBdto, welche dem ersten An.sturin widerstanden hatten, kapituÜertra
S'T2 eine nach der anderen gogonOber den Langobarden, 572 Ticinum, in der
folgenden Generation Pataviiini und Creroona. Der riiniisrhe Betiitistud
wurde, abgesehen von Hilditalien und Sicilien, bald auf Kavenna und St
benachbarten Stüdte der Aeniilia und der Pentapoti», ferner auf dasOeliiol
von Koni und Ni'apol beschränkt. Hiüzu kamen die ligurischen und ron'~
tiiiniBchen Kfistenstiidt*»; der durch Beüsitr vereitelte Tpilungsplan liill"
den Bümern mehr gelassen, und sie hätten statt dea , nicht zu nennendi'n*,
„stinkenden" Volkes der Langobarden die ritterliche und noble otrtrOnisfho
llasMe zu Nachbarn gehabt. So hatte die Folgezeit unaufhörlich zu liBssnn
ftir die begangenen wie die zugolassenen Fehler, aus denen sieh die viel-
benninderte Qrossmucbtspolitik dieses Louis XIV des VI. Jahrhundert« in-
sammensetzt.
Ueliihnit T,vurde I{om.s Tliatkraft vor allem durch den gleichzeitigen Pealt-
krieg. Den Anhuss gaben die Armenier, welche, durch die mutwillige ErbaiimC
eines Fouertempols in ilirer geistliche« Hauptstadt Duin aufs ftusserste ge-
571 reizt, sieh ."»"l gegen Persien erhoben hatten und in Byzanz S^hllt^ soclitee
und fanden. Ihnen schlössen sieb auch die Iberer an. Damit war drf
Krieg erklärt, der nun von fortwährenden PriedenHunterhandtungon unbv-
brochen zwanzig Jahre andauerte. Während die Kömor Nisibis erfnlnlc*
178 belagerten, eroberten die Perser hTA das wichtige Dara: ganz Syri»
wurde von ihnen verwüstet. Tiberio«, zur Itcgentschaft gelangt, erwirkt»
&T& einen Waffenstillstand, von dem aber Armenien ausgenommen war. ii^
n. D«B Zeibüter Juatiniftiis und it«iB«r lfachfolg«r (518— 6I0>.
»48
log von dort Oliusrau bj» nach Kappadokieii vor und vcrbi-nnnto Bebastoia
d MeliUne. Aber von der Qberlegenei) rQmUchen Kriegsmacht zweimal
chdrücklich geschlagen, rettete sich der Peraorkünig mit MUhe Über den
phrat. Armenien war im Besitz dor (tilmer. Indessen schon hlG mirden M6
I wioder vcrtriebon, und der Krieg dauerte fort. Maiirikios der eomes
DObitorum wurde vom Kaiser mit dem Kommando im Osten betraut und
riegte den Kriegsschauplatz mit QlUck auf den Boden des Perserreicha.
Mn gflnstigcn Abacliiusa der melii-fach angeknüpften Friedonsiinterhand-
gen verhinderte 579 Choaraus Tod. Gegen seinen kriegslustigen &?&
im and Nachfolger Iloniiizd, »utzte Tiboiio» dun Krieg mit aller
©rgip fort. ^81 erfochten die Kömer bei Koiistantina einen glän- 581
idon Sieg.
Do» Jahr daranf bestieg Maurikios (582—602) selbst den Thron; im 582-802
tem hat er vor allem durch eine sparitamc Finanzpolitik den vielfachen
lOrfnissen de» Heiche« zu gi^nUgen versucht, durch dicHulbe freilich
ir auch den Grund zu der Unbeliebtheit gelegt, welche ihn schliesslich
I Thron kostete. In kirchlicher Beziehung befolgt.» er im ganzen die
itik «einer Vorgttnger. t)ie Verfolgung der Monophy.sjton jedoch wurde
' Vcnmla«»uug de» haupttsUidtiHchen Patriarchen Jtdianneti dos Foi^tera
geschränkt. Dieser, ein heiliger Aaket von tadellosostem Leben und
rier Orthodoxie, zeigte fBr die in der Lehre abweichenden Frommen
den Mierarchen aller Konfe.ssionen sonst vielfach abgehende Duldung.
I eo erbarniung)!ilo8er fUhrto die Kegierung dio Prozcüiso gegen an-
)]icho Uoiden in Syrien. Zu ihnen rechnete die fanatische nionophysi-
;he Menge auch den staatskirchlichun Patriarchen von Antiochien- In-
isen di&ser kannte seine Leute und rechtfertigte seine Glaubensreinheit
■ch Erbauung eine» grossen Zirkus, .einer Kirche des Satans", wie
irommcn Dissidenton seufzend klagten. Viel bedeutender war der Streit
, Alt^Itom. Papst Gregor I (SÖU— 604) bokänipfto aU Neuerung den S90-6oil
I «einem neuriSmischen Kollogen geführten Titel eines ökumenischen
iriarchen; tliatsfichlich mit Unrecht; denn der Titel war schon »eit
[efähr einem Jahrhundert im Gebrauch und war von Rom nie bean-
mlet worden. Die Regierung und die orientalischen Patriarchen stellten
fi denn auch viillig auf Seiten des hauptstädtischen KirchenfDr»ten, der
ne Titulatur siegieich behauptete, Auf die bewegliehen Klagen de«
|iat«s antworteten der Kaiser und der huchangesehenc Anastasios von
tiochien ziemlich garing»chl>tzig; ofTenbar botrachtet«n sie die ganze
;he als ein nichtiges Wortgezänk. In der Folgezeit hat denn auch Itom
le Qorftnsch diese Position wieder aufgegeben.
Der Perserkrieg dauerte noch mehrere Jahre mit wcclisclndom Er-
;e fort. Auf eine Reihe römiöclier Siege folgte 589 dio Wegnahme de«
;htigen Martyropolis. Allein nun trat eine ganz unerwartete Wendung
, welche das Schicksal des Xachbarreichs in die Hände des römischen
cbthabcrs legte. Die Empörung des Feldherni Hahrüm TschAbtn kostete
m P«nierkönig Thron und Leben; seiu Sohn Chosrau II Parwfz kam als
Icfatling zu den Römern. Maurikios intervenierte zu seinen Gunisten,
der Feldzug des Jalires 591 setzte ihn wieder auf den angentammton 501
944
Abrba dor bysuitlnlHchen EaU«rg»K«liiQht«.
I
Thron. Maiirikio« wnr aber ein ebenso glücklicher F«Idherr. «1« »cUcchto
Diplomat; er bat durchniw nicht verstanden, die bcittpiellow Gunst iit
Uin»t5nde auBzubouton. !n dem Frieden wurden nur Dara und Martjr»-
poli» zurftckgegebe» ; ferner trat dor IVrst-rkiSnig den grOflst«u Teil in
pentiHchen Armenienü an dte Römer ab. Dagegen daa wichtige Nitibii
blieb ponÜKch.
Im Wc>&ten zeigte dio nouc Ucgibrung gleivbfaUe eine kraftrtli
Politik. Ha ist nicht budeutunt^lus, da&s zuerst unter Maurikio» der "Htd
Kxnrch in Itavenna und Karthagn auftritt Italien und Arnka. dardi
Luiigubtirdou und Maurfii gleirbmäittiig bedroht, «rhioltvn in den ExarclKli
MilitUrgouvcniourc mit ausgedehnten Vollmacbtun. wt.dche allmählich mA
die Ci\-ilv»rwaltung «ich unterordiicton. Dio Orilndung der beiden Ri-
archate ist du» Vorspiel der im VIL Jahrhundert ins Ijel)en trokodto
Organißation der Themen Verfassung. Zur Wiedergewinnung Obcriulitoi
»cbloss MaurikioH eine Allianic mit den Franken. Dor unl«mebiiwa<l«
Exarch Smaragdunt «rwii-s »ich be8onder8 thStig. Indoasen irgend
bleibender Erfolg wurdo nicht ürzit;1t; immerbin u'ard dadurch «di
weiteren Vordringen der Langobarden Ualt geboten.
Portdauemit war die Nordgrenze des Heicho« gefährdet, WunJe
Friede mit den Avaren durch erliOhte Tributzuhlungen t'rkauft. iH> dr:
von diesen gohetzt, dio HiaviBchon, den Ävaren unterthSnigon Sliünmc
Nach dem Zeugnisae gleichzeitiger syrischer Schrirutellor sind Avarea
58) und Slaven weit nach Süden vorgedrungen. 081 »ucht-n die letzteren nid
nur Thrakien heim, sondern sie lassen sich SL-hareuwoise in dor l'Dig«gei
von Thosäaloniko nieder und wandern, um dort zu bleiben, bin iii di
Peloponnes. Damals sollen nach einer freilich späten und sohlMlit ri
bllrgten Sage die Einwohner de» lakedilnmnischen Eptdauros Liiocra
den eindringenden Slavou auf die nahe Klippeninavl guSohen sein und
den (Jnind zu dem spfitor so bodeutondou Emporium Monembasia gulcg
haben. In der That nennen dio Seefahrer anderthalb Jahrhuudertv »[
Kynuria ,die slavinische Landschaft*. Wie mächtig dos »lavi)H:hi< EIoi
in den helleuimchen Distrikte» war, erweist der Umstand, dass in
CSa folgenden Ouneratiou ((>23) uino slaviscbe Piratcnflotte Kreta angriff
plauderte. Dagegen muss, wie dies laugst anerkannt ii^t, Fallnwn;
ausschweifende und abenteuerliche Hypothese von einer gronliclntu
mordung des gesamten unglDcküchen Hellenenvolkes (mit Aasnahme wem,
Keeburgen) und der völligen 8lavi»ierung von Heilax und IVloi)otitN«> is
Maurikios' Tagen ins Reich dur Fabeln verwiesen werden. Ihre Wi
legung ist allerdings nicht durch die heutigen Hellenen besorgt
die »ich mehr durch patriotische als wissenschaftliche Gründe leiten li
Das Hauptverdienst, den wilden Phanta»ien äe» genialen Fallm<-r>yci
durch besonnene Forschung den Boden entzogen üu haben, gebührt di
') Dio AvBrcn bililftn den Slav«n goe«D-
Vbts nur eine wi-nig xahlrflicb« Adalskast«.
Kb ist DbrigenB beiiitnkoniiw.irl, dass in diea^ni
J ahlh . metät num^ ri sc h bc h wocli p um! -nl laiscli*
SUmme GormtLncii iiud älnvon unl«gocb«R:
sie inOaMa bIm «in« taitiUiMie,
und geialig« SvMri«ritU bcmswn bi
dank« >n di« ilaaMO (als Obatianw '
GotMi nnil ni)il4>rH G«nD>aadaUmcMt i
Araren, di« Bulgaren.
^^^^^^Daa Z«iUlt«r JnB(Hl!tt^Ma»iner 17acbfoIg«r (518—610). sT^^^^^I
autschen C. Hopf. Freilich ist gerade er, indem er jode bleibende Spur ^^M
r slaviBchen Raubzüge »ntcr Maiirikios leiigneto. dbcIi der andern Soito ^^
weit gognngon und luit nicht imniiT iimthodi»ch gearbeitet. Dass ein ^J
!bt ganz unerheblicher Bestandteil der heutigen Hellenen ann gräxietierten ^^|
kven besteht. Ut eine auBgemachte Sache. Für Griechenland war diese ^^
mäüHigem Umfange vnllzogene VülkcrmiBchiing ein OlUck. da alte in I
■ongor Isolieniiig lebende Völkerschaften abutehon und vorkilmmern , I
in denke z. B. nn die Isländer. Davor bewahrte Uellus das im V. ^J
d VI. Jahrhundert eingedrungene alaviRche Blut. Völlig »laviitiert ^^M
irden in diest^r und der folgenden Generation der Norden der Balkan- ^^M
ibin8«l. die heutigen Gebiete der »orbiuch-kroatiächen und der bulga- ^^M
chen Sprache. 56^ fielen Singidunum, Viminacium und andere Donau- &S8^^|
itungen in die Hände der Avaron und ihrer Slavenknechte. 587 erlagen 6ö7 ^
len die mßsJKchen Stüdte: Itatiaria, Dorotutolon und andere bis Marki- ^J
DpoUs. Dm Land südlich vom Haemus bis Adrianopol wurde abwechselnd ^^M
n Avaren und Slaven iSberzogen. Eine Wendung trat erat mit dem ^^
hre -'Ol ein, als Maurikioo durch den mit Pprsien ahgoochlonaeneii •''91 ^^B
iedcn in den Stand gesetzt wurde, seine Streitkräfte in ungleich xtArkerem ]^H
tsae zur Verteidigung der europSischen Provinnen ku verwenden. Der ^^m
ieg entbrannte infolgedessen mit verdoppelter Wut. Die Avaren he- I
[erten Thessalonike und bedrohten Belb»t die Iteichahauptstadt. Aber I
} dmtig der aungezeichnete rrimische Feldhen' IVi»kos flher die Donau, bsa ^J
1 601 vrfocht er grosse Sieg« über »w erst bei Viminacium, und dann 001^^|
r das Nordufer vordringend, an der Theiss im ehemaligen Gebiete der ^^H
pidcn. Auch da» folgende -fahr wurde mit entschiedenem Glücke ge- ^^M
npft: doch die Tmppen, durch des Kaisers unzcitgemü^He Sparaamkeit ^^M
iitt«rt, brachen in offene Empörung aus, als sie 002 jenseits der Donau 602 V
irivintem sollten. Charakteristisch fi)r die Sohlatenmcutcrei ist, doss I
Militär niedrigen Ranges, der Centurio Fhokaa, an die Spitze trat. I
arikio8 versuchte durch Bewaffnung der Zirkusparteien, der Blauen und ■
' Grünen, die Hauptstadt x» halten. Aber als da« Heer gegen die Re-sidenz I
FBchiert«, brach auch hier die Kovolution aus. Der Kaiser gab kopflos I
m verloren und floh mit seiner Familie aufs asiatische Ufer, hn No-
nber 602 wurde Phokas zum Kaiser gekrönt (ß()2— 610), und un- 602
ttelbsr nach seinem Einwige Hess er den gestürzten Kaiser mit seinen "02-610
Inen hinrichten. Zahlreiche Bluturteile sollten die Herrschaft des Usui*-
MTB befestigen. Die OeschiohtschrL^biiug, ganz unter den Kinfluss des
Lter«n Gegners des Kaisers gestellt, hat diesen mit den schwäi'Kesten
rbon geschildert. Sie scheint aber damit nur die Wahrheit getroffen zu
btin. Ein rohere» und unfühigercs Regiment hat niemals in Ostrom
rtot.
Cliosrau bendtzte sogleich den Thronwechsel, um als angeblicher
Lcbor seines ,Vat«rs* Maurikios die Feindseligkeiten wieder zu eröffnen.
Kne», der töchtigste General des Osten», der Schrecken der Perser,
BpArte sich in £de«sa und suchte Verbindung mit Chosrau. Um seine
iBz« Kraft dem Osten w*idmen zu k&nnen, schloss Phokas, die Jahrgolder
Mhend, Frieden mit den Avaren, Narses, dem Worte des kuiserlicheti
^■»MHk drr Ua« AUMtonflrMHUKlian IX. I. AIjUk- 1. Aa& ^
946
AbrUa der byzuitiiiB
riJ«erg«*Dbiaht«.
NcfTen und Foldhorrn Domcntiolos vertrAuen<I, orgah sich, wunlc aW
von Phokaa treulos liiiigoriclitct. Dio Perser erfocliten eine Itoih« Sieg?,
606 606 fiel d(i9 wichtige Grenzbollwork Dar«; Syrien und Mtsopotamien wurdMi
606 von thron Itoiterscharon überschwemmt. (>0K drangen sie durch KM»-
aaien b«mt» bis Chnlkcdon vor. In der Hauptstadt wnr die Stiiumu«^
der Beamten und de« Adela oino dorn Regunten höchst ffindselige. Mut
durch blutigen TerrorismuB konnte Phokas seine Herrschaft aofrfcht <t-
halton. Aber der hOclist föhige General IViskos. ve» Phoka.i zu keinem
Schwiegorsohno und zum coinos oxcubitorum erhobvn, setzt« sich mit dm
Exarchen Afrikas llerakleioa und dessen Bruder Gregorioa in Verbioilmi$.
DioHC hatten schon »eit einiger Zeit gerllstet Kiketaa, der Sohn if
(Iregorios, rückte auf dem Landwege nach Ägypten vor und bosetxtc mcIi
hartom Kampfe Alexandi-ia , während Horakloios, der Sohn d«* Ei-
archen, mit der afrikanisclicn Flutte direkt nach der Hauptstadt scgtib
Dieselbe fuhr, ohne «mfitlichen Widerstand zn finden, anfangs Oklob
610 610 in den Hafen von Byxanx ein. Phokas fiel in grcuelvoUer Wtd
d«r Volkswut zum Oi)ft'r; mit ihm fanden die leitenden Männer
. Okt. Regierung, Domentiolos, Bonosos und Loontios, den Untergang. Dtn
*!*> Oktober wurde Herakleioa durch Senat und Volk feierlich zum An
proklamiert und vom Patj-iarehen Sci-gios gekrönt.
Mit Horakleiofi können wir wieder cinon hiHtorischen Abscbnitl i
kieren. Seine Ilegierunt^ ist gleichzeitig der ScbluKtst«in eines abstwbead
Zeitaltern und der Anfang einer viillig neuen Epoche. Die kUisaiacb-htll
ni.sehc Kultur, welche namentlich in der tie»chichtiichrL'ibung ihre
kraft noch erwies (PriskoH-Malchos-Prokopios-Aguthias-^Ienandroa)
ihren letzten Schoss in Thoophylaktos äimokattes, dem Klienten d«6
alen, die Wissenschaft begUn^ttigenden Patriarchen Sergio«, getriebea.
tritt nun bald die andorthalbhundcrtjülirigo ['criode vlSIliger Barb
Der furclithoi'e Existenzkampf mit dem Osten, der wältrend dieses |
Zi'itrauniä andauert, Hess Gesetze wie Musen schweigen. Ve
denken und reden von einem solchen litteraturlosen Zeitalter ktlli
lieh nur Pedanten; aber mit der altgriechisohon Herrlichkeit wurdf
mals gi-Undlirh ein Endo gemacht. In dieson Zeitpunkt kl^nnen vir
besten die Äonswende verlegen; wir verlassen das kla^isi-he Alt
und betreten die Schwelle der mittleren Zeit.
III. Die Dynastie des Herakleios und der Kampf mit
dem Islam (610—717).
Seit der ßo»ignation von Justininna Nclfen waren ausschlic
Generale und Soldaten zum Purpur befördert worden. Horakleio»
gleichfalls Militär; aber er entstammte einer Familie, welche bereit«
zwei Generationen hohe Civil- und Militirposten bekleidet hatte. &'
zum HerrscbcT pr&deetiniert und hatte auch dos GlQek, wie^lor oiiM i
durch rünf Generationen blühende Dynastie zu grUnden. Ein
Feldherr und ein tüchtiger OrganiBator und Politiker stand jcW
der Spitze des Reichs. Aber die Lage war «ine nftliezu vertwoi/i'
r
Die Djnutle dm Herakleto« und der Eampf mit dem lalam (610-717) <)47
Europa wurde durch die Avaren und Slaren vcrwDetet: in Aman »«troifton
de P<'rser; »De festen Städte idtterten vor iLnon. Sic überscbritten den
, Buphrat. Nach einem grossen Siege über die Römer fielen 611 Antiocheia. 611
Apamoia, Emesa und an» knppadokisi-hc Kaisareia in ihre Gewalt. Die
mehrfachen FriedonsunterhundlungEin des Kaisers scheiterten, da Chosraii
imf eine voIlstän<iige Bezwingung des Römorreichs hoffte. Und die Er-
(■gnisKO der folgenden Jahre schienen ihm recht zu geben. 61:) eroberte C13
4er persische Feldherr Hahrbarilz DamankoH. 614 Qbcrsciu'itt er den Jor- S14
dftn und nahm Jerusalem ein. Die heilige Stadt wurde einguäucliert, ihre
ftewuhner niedergehauen odc-r nach I'crmon verpflanzt. Auch der Patriarch
Zachetriem und das .lebenspcodunde Holy," ,das heilige Kreuz, wanderten
aarh Ktesiphon. Dies Ereignis bewirkte eine ungeheure Aufregung. Der
Verlust de« fllaubenspalladinni!* wurde weit über die Grenzen des Römcr-
reichcs hinaus von der gesamten Cliristonboit, vorab von dem frommen
^ankenvolke ats ein unermessHelies Unglllck empfunden. Nur den hl.
Schwamm und die hl. Lanze rettete wenigstens der Patricius Nikotas nach
ler Rüicbsliauptstadt. Sihln. der zweite persische Feldherr, marschierte 615 615
»18 vor Chalkcdon. Zwar zwang ihn die Diversion des römischen Feldhorrn
Pliflippik"s nach Armenien zum vnHiliifigen Kackz-uge. Allein G19 eroberten ßl9
Ue Perser Ankyra und beheiTschten damit die Komnumikntionälinißn, welche
Ue Hauptstadt mit Syrien und Asien verbnndon. In demselben Jahre fiel
KTlr die Verproviuntierung der Rexldeiiz unentbehrliche Ägypten mit
r ilauptstadt Alexandria in die Gewalt der Perser.
Kb ist begreiflich, dass der Kaiser in cinor Anwandlung von Ver-
lung sith niitb Afrika rotten wollte. Aber die Grossen des Iteichs-
^ta, vor allem der ebenso patriotische als staatskluge Patriarch Seriös,
Ueltcn ihn zurück. Das Übermas» des politi.schen UiiglUcks hat, wie 1806
n Deutschland, einen nachhaltigen, sittlichen und politischen Aufschwung
lervorgerufen. Ilerakleios benutzte die nächsten -lahre die unter Phokas
[flnzlich zerrüttete und nahezu vernichtete Armee herzustellen und neu
linzuQbcn.
Nachdem er in der Hauptstadt eine Regentschaft bestellt hatte, he-
itehcnd aus seinem unmündigen Sohne und Mitkaiser Konstantinns unter
[jeitung des Patriarclien und des Patriziers Bonos, zog er im Frühjahr
122 gegen die Perser. Des Kaisers Expeditionen haben einen durchaus 623
creuzzugähnlichen CharAktor. Sie galten dem Zerstörer der hl. Stadt und
lern Käuber des hl. Kreuzes, Wie schon die Schiffe seiner Konstant! nopei
»robt-Tiiden Flotte mit dem Bilde der Gnadenmutter gesehmürkt gewesen
iraren, so glaubten auch jetzt die Truppen und ihre Fuhrer unter dem sicht-
baren Schutze der Panagta zu kämpfen. Ilerakleios war bereits bis an die
penischen Grenzen gelangt, als ihn der Avareneinfall zum RUckzug zwang.
Wel bedeutender war die zweite 624 beginnende Expedition, Der Kaiser
Brang Btogreich durch Armenien bis nach ÄdbarbüigSn vor, wo or den
poraiachen König selbst schlug und den viel gefeierton Peuertempel von
Oandzak — der Krieg wird dadurch deutlich als Ueligionskrieg gekenn-
ßhnet — zerstörte. Den Versuch, durch die medischen I^se in das
(Ug AbrtM du bjEUititilacheii EftlaergMchicht«.
fligentliclio t*ci-»ien vorzudringen, mussto or aber aufgcbb». da äabrlvl«!
au9 Klcinasieii und Säliln mit einem neugebildetf?n Heer K^fiffn ih
rilckten. Er wandt« »ich noch d^n nördlichen Land^chafton, vro >.
den Iberern. I^axon nnd Abasgon wichtig« Bundoagonomen und p'fftt
liOnkIlich« Soldzahlimg fllr j«ile denkbare Sache die wertvollsten Koti' <-
ca-'j tauton gewann, 625 operierte noch ein drittes iHjrsiwlH'« Hcit ü
Sahraplakan gegen ihn. H«rak)cio« muasto sieb nach Norden in« I
der Hunnen xurUcksiehen. Von hier drang er wieder in« pemiacli
mcnion vor und erfocht im Beginn des Winters einen glXitxendeii -";,
Über SahrbariUc, den er aber nicht aufinutzen konnte. Vielmehr zog et
sich mit scint-n erschnpften Truppen, ohne dass die Perser es za hin
vormochten, über den Taurus imd durch Syrien nach Kleinaaien zui. ..-
(!26 Im Sommer 626 troffen wir den Kaiser, bereit« auf der dritten Ex*
pedition begriffen, in I>aKiku an. Eh war ihm gelungen, den mäclitiiieii,
in der russisch-kirgisischen Tiefebene hausenden OhazareiifUrsten zu mvt
Allianz gegen die Perser zu gewinnen. Indessen die gemeinsame ßrU-
gcning von Tiflis führte zu keinem IteeuUat. Im folgenden Jahre kun
i> D«t. oa endlich nach mühäomen Mftrsclieu mitten im Winter (12. Dez. >'-'^'\
^ zu der grossen Entscheidungaschlacht bei Ninive, vrelcho das persi-
Heor zerschniutterto. Unmittelbar darauf wurden eine Keihe kßm^vlutt
I Schlösser, untur ihnen Chosraus Kesidcnz Diutlagerd, gcpliiiulert und MT
stört und zahlreiche Cliristen befreit. Der Marsch auf Ktesiphon ervia
sich als unthiiulicb, da die Pemer alle Brücken des Kaltarwin nbg<.'l>nxbtn
imd sich jenseits desselben aufgestellt hatten. Henikk-ioH uDU'nuhiD
einen gefahr\'oUen KUckzug durch die modischon GobirgslandflcluftM.
Glücklich erreichte er die Iteichsgrunze, durchquerte Kleina^ien, und turtv
dem unermessliclicn Jubel der Bevölkerung zog der siegreiche KtuM-r ja
seine Iliitiptstudt ein. Schon auf dorn Marsche hatte ihn diu Ni>cltric)^|
M. F«br. von der Katastrophe des PcrsorkönigB (25. Pobr. 628) erreicht Sai^
Sohn SWö bat um Frieden und erhielt einen WaffeitstilLitand. Die po^
gischen Truppuu räumten die römischen Provinzen, welche UenUcleiw M^
629 (lOrftig wieder ordnete; 629 zog als letzter auch SafarbarOz aus kefpum
ab. In demselben Jahre war das hl. Kreuz wieder nach .leruaalen ge-
schickt worden. Der Kaiser selbst hat mit der gesamten tieisüichiflt
U. Sopt. und unter dem Jubel des Volkes dos Kreuz (tt. Sept. 629) wieder tar-
*^ gerichtet, und von da an hat die Kirche da» Fest der KruuzesofbttoBg
alljährlich am Gedonktugu feierlich begangen. Auf die geaamte Cli
weit hat diese That des KHiHer.t Herakleios den nachhaltigst^y».
Jahrhunderte fortlebenden Eindruck gemacht. Im folgenden .labm
lieh scheint auch der formelle Friede mit Persien zu Stande gekooisM
zu Min.
Herakleios stand auf dem Oipfcl seines Ruhmes. Das per
Reich wurde durch fortwährende Tlironrevolutionen orschQttert tmd
schwächt, und 80 schien die Oefahr im Osten filr immer beseitigt.
Während so die ganze Kraft des Kwichs auf die Stitlichun Angclijn«
623
G23
29. Jnir
G2e
it«n konzentriert war, trattiii iin Weston nachhaltige Vorlueto ein. 616 eis
iren diu in Spanien noch bohaupteten Seestädte dorn WesLgotenkOmg
itibut erlegen, und sein Nachfolger 8vinthiln (021—631) räumte mit C21— 681
a wenigen Herten ontrSniischoi' Ueirschaft auf der PyreuäonliiilbiiiHel
Bnitiv auf. Ebenso inusftto die von MaurikioH mtllisam gehaltene Donau-
ie uut«r Ilenikleios endgültig aufgegeben werden. Das Gebiet zwittchen
man und Uänius war )£ng«t von alavischon An«iedleru UbcrBchwcRimt.
s spätere Cbcrliefcrung borichtet, daas die Serben und Kroaten in den
gen ävs UeraklüioB ihre historischen Wohnsitze bezogen hätten, und
stete sich damit, dass diese Stämme angeblich im Kinverständnis mit
n Kaiiicr gegen die Avaren in» Land gekommen seien. ThatHSchlich
natürlich dn^ vollkommene Öegentt-il der Fall gewesen. Mit Mühe
iaupt«t4>n die RSnier die dalmatiniachen Seestädte. \''iel furclitbarer
r die Gefahr von Seite der Avaren. 623 drangen sie bis in die Nähe
* Hauptstadt, und nur durch eine gewaltige Steigerung doä Tributs ei*-
ifte die Hegierung dyn Frieden. Gleichzeitig brachen die Slavcn immer
ilreichcr in die europäischen Provinzen ein. Ihre leichten Kähne zogen
} plündernd bis nach Kreta. Noch förchteriichor war der Angriff vom
Juli 626. Avaren und Slaven bedrängten die Hauptstadt zit Land
1 zu Wasser, während gleichzeitig Sahrbai'üz mit seinen Porseru auf
n afliatischen Ufer bei Ohalkedon stand. Allein die heldenmütig© Be-
zutig schlug alle Angriffe zurück. Im August niusston Slaven und
ven wieder abzi<:hon.
■ Nach dieser letzten gewaltigen Anstrengung hören die Avaren auf,
0 Gefahr für das Reich zu sein. Die SlavenstHnime haben die unter
urikios begonnene Busiedlung der Hünmt-halbiusc-l in den folgenden
irrehnten fortgesetzt; dichte Massen derselben haben sich in Mosicn,
ludonicn, Hellas und dem Poloponnes angesiedelt. Die ural-altaischon
^BTcn. liingst unter den Doiiauv^lkeni erwUmt, treten nun zum ersten
lo bedeutiuim hervor. Herakloios schloHs nämhch nach Ordnung der
liehen Angelegenheiten C3r> mit ihrem Fürsten Kuvrat einen Bund, um C35
gegen Avaren und Slavcn auszuspielen. Ku^Tat entsprach leidlich den
legtun Erwartungen, und der dankbare Kaii^er erhob ihn zum Fatricius.
1 Avaren wurden Jetzt auf ihre pannonischen Wohnsitze beschränkt.
Die siegreiche Beendigung des Perserkriegee hatte politisch die Wieder-
rinnung dor weit über ein Jahrzehnt dem Heich entrissenen monophy-
schcn Provinzen Syrien und Ägypten zur Folge gehabt. Ganz natür-
I war es eine der eifrigsten Obsorgen der Regierung, diese national
I religiCB dem Rfimei-staate entfremdeten Oetlandscliafton moralisch
■der KU erobern, und sie hofft«, dieselben durch eine Glaubensunion dem
ichsgedanken wieder zugänghch zu machen. Der Kaiser selbst beriet
b mit den vornehmsten I*i-älaten der Jakobiton. Die Union gelang über
a Erwartung. Die auf den Uat des hauptstädtischen Patriarchen Ser-
>s, «ine« ganz vorzüglichen Adminintratoi-s und sehr verständigen Kirchen-
Uttkert:. vorgeschlagene Formel: .Der Oottmon!*ch. aus zwei Naturen
stehend, habe alles mit einer gottntensclilichen Energie gewirkt* ont-
rach v{>liig der alten Kirchenlebre und fand den vollen Beiftill der
9&0
bfiuitiniBction EüaergenobiohU.
Ägypter wie der Syrer. Der Btiscbof Kyros von Pbasis, welchen da
Kaiaor auf eeinea knukasischen FetdzQgen kennen gelernt, erwie« seh,
auf <lcn Thron von Aloxitndrien befördert, »U ein hi>c}töt brauchbim
und fiUiigos Werkzeug der kaJKürlichcn Politik. In Armenien, weldn
wieder in rSmiscIie Klientel gekoimnen war. erkÜLrte eine vom Katholikoi
Ezr versiuiiniflte Synode ihr volloa Einverständnis mit der iilauWiutlohn
des .gottgüliübton* Kai^ci-s. Und was das Wichtigstu war, der rtnisolN
Bischof Honorius, ein ebenso milder als votvtütidigor Mann, ging mü
Surgioä Hund in Ifand. Alles schien »tcb aufs beste anzulassen, als pMtx-
licb dor neucrwiihlte Patriarch von .Tcrusalem, Sophroiiio», ein auf^cccicb-
netur Gulchrter und ein frommer Asket aus der tichulv dos bannhcntgu
Johannes von Aloxandrien (610—619), zugleich abur ein leidenschkft-
lichi^r und taktIo»er Eiferer, in dur heftigsten Weise gegeo ib
niülisam zu .stände gebrachte Unionalehre zu Felde zog. Das Vo
üw durch Oelchrsanikoit und Frömmigkeit glcichmftasig
Priestorfürslou iimchtu einen Ungeheuern Eindruck. Diu Frommen
und erklärten die Ueinheit der Lehre für geßihrdet. Vergebens
die grundvei-atÄndigen Bischöfe von Neurom und von Altrom den ,zor
Heiligen* zu bc^cbwicliUgou. Wie Üblich, musstc dieser Gott mehr geho
uU den MeHHchen und blieb somit taub gegen die bewugtich.sten Vo
638 langen. Uerakleioa suchte beschwichtigend einzuwirken und ertiess K}S i
von Sergio:« vorfasstcs Edikt, die Ektheois, welches freilich durch die
driJc-klicbe Pruklamierung der Lelu'o von einem Willen nicht gerade]
wai*, den Stui'm zu beschwören, Namentlich der abondländiscben Provii
Italiens und Afrikas, bemächtigte sich eine hochgradige Aufregung
eine von der Priesterschaft geschllrte geradezu rcvolutioniLre Sti&iP
Der ehomniige Oelieimsekretilr des Kaisers, der hl. üfaximos, ein is
ätotelisehcr PUUosophic gründlich geschulter, haarscharfer Dialektiker,
in geradezu illoyaler Weise die Gereiztheit der heisablßtigeii Afrit
gesteigert und durch seinen wenig frommen Eifer die Schwieri^eiten
Kabinetts nach Kräften vermehrt. So sah sich die Kvgiorung,
sie van neuen Kriegsgefahren aufs äusM^rst« bedroht wurde, gleic
durch den Olaubenuzwist im Innern geschwächt.
Seit der Niederwerfung der persischen Macht schienen die Orient
sehen Verhältnisse wohlgeordnet. Wie konnte man in Byzanz «h
dass ein geschichtloses Land wie Arabien plrdzlich, einem Meteor
aiifleucliten und Träger einer gewaltigen weltgoschicbüichen Zok
Werden sollte! Wie konnten die ItÖmer voraussehen, daas der glaali
freudige Kriegsenthusiasmus des Islams dem Iteiche so furchtbar wu
sollte. Die ersten KinHille der Muslimen, von keinem nunncnawurl«
folge begleitet, nahm man in der Hauptstadt offenbar recht leicht.
6M aber 634 das feste Bostra, die Hauptstadt der römischen Provimt Arabin
in die Hände der Gläubigen gefallen war. erschien der Kaiser mHwI
der syrischen Hauptstadt Autiochieu. Allein »eine Feldberni k&Rp
635 unglücklich. 6.^5 fiel Damoskos; die wichtigsten syrischen Städte kipiü
6S0 lierten, und 636 ontscliied die grosse Schlacht am Jarmak endgültig
das Schicksal Syriens. Die heilige Stadt, eben erst aus der Awbe
IT
IH« DynuU« d«s HetskleiM und du Kuipf mit dam lalun (610- 717). 95I
' standen, wurde nach zweijähriger Belaycrung öli? durch den Patriurchen
Sophrouios vertragsnifiAsig an Omar übergeben. Mit dor Eroberung von
Uc-KopütainioQ und Edivi&a war der ganze Otiten in die Hände der Arahor
Iji'langt. Die Sj-nijwthien der monophyeitiBchen CliriBten standen vielfach
iuf i^iteo der Eroberer und erklären wonigstouä zum ToU diese beispiel-
losen Erfolg«.
Unter 'Ämnia Fühning hatten sich die Araber auch in Ägypten foat-
lesetxt. Unweit LykopoÜ:« und dann bei Heliojiolis wurden die kriechen
geschlagen, Babylon, Nikiu und andere Städte wurden mit atarraender
Bund getiumnien. ÄIh Uerakleios am 11, Februar ß41 starb, war fast
das ganze Land mit Ausnahme der Uaupttttadt Aloxandrien in ihren
tUiiden. Von der neuen l{«gierung autorisiert, untorhandolto der Patriarch
' Kyro» mit 'Amru und brnchto einen Vertrag zu stände. Allein infolge
. dea ubermali^en Thronwechsel» wurde diesem Abkommen in der Haupt-
stadt flie Anerkennung versagt, obschon man dort völlig ausser stand«
war, *\aa hartbeiir&ngte Älexttndrien durch eine Flotte nacbhalUg zu untor-
stülxcn. 2i>. September Gi'>i hielt der siegreicho 'Amni seinen Einzug in
dor XiLttadt. Auch in Ägypten hatte der Hass der Kopten gegen die
Oriochcn den Krobcrcm mächtigen Vorschub geleistet, Herakleios' ganzes
"Werk war vernichtot und das Keich auf Kleina^ion, die Hai'mushalbinsel
Und die zerstreuten Besitzungen im lateinischen Westen beschränkt.
, Merakloios' zweite Gemahlin, seine ehrgeizige Nichte Martina, mit
Der er sich zum gr{jsst«n Anstosse der Kirche verbunden hatte, wollto
Koch nueb ihres Gatten Tod diu Herrschaft bi^huuptun. Allein das Heer
pbortrug die Itejperung auf die beiden Sühne: Konstantinos II, den lang-
jAhrigen Mitregenten des verstorbenen Kaisera, und auf seinen jüngeren
Bruder Heraklcios (Hcraklconos), den Sohn der Martina, Konstantin,
der eigeutlivho Hogent, schon lange kränklich, starb bereit« 24. Mai 641.
ICNo Anklage seiner Vergiftung durch die Stiefmutter verbroitoto sich so-
gluich und wurde nach dem Thronwechsel oftiziell ausgesprochen, ohne
daHs sie deistudb (ilaubon verdient«. Herakleonas wurde jetzt in der
Uuiiptiitadt als Kaiser anerkannt. ThatsächJich regierten Martina und der
ruirch l*yrros. Allein das Heer und seine Führer hielten zu den Kindern
vomtorlienen Kaisers. Bereits im Herbst 641 wurden der Kaiser und
Beine Mutter gestürzt, und der unmündige Sohn Kon!><tantins Konstans,
Kziell Konstantinos) wurde zum Kaiser erhoben (641^668).
IHe grossen Territorialveriusto dos Reichs unter Herakleio« haben
iwiben mittelbar Gewinn gebracht. Ausgeschieden waren die national-
fn-rndt-'n wiik^rspeiistigen Heviilkerungselemeiite. Die Bewohner Kleinasiens
pnA der Ha<^'mushalbiuscl , soweit sie den Kaisern geherchten, bildet«»
eiitti nach Glaube und Sprache vollkoniiueu einhLutlicho Masse von-zuver-
Ittssigor LoyalitiU. Hiezu kommt die Organisation der Themen Verfassung.
Soreits Justinian und seine Nachfolger hatten die einleitenden Schritt«
b|itian. um di« alte Diocletianischc Trennung von Militär- und Civil-
^blini.stration durch eine Konzentration der Gesamt Verwaltung in den
USnden der Militärchefs zu ersetzen. Die militärischen Bedi'üngnisse unter
eio8 und »einen Nachfolgern veranlassten die Itegiorung Kleinasien
691
11. Fobi:
tili
29. Sopl,
643
24. Mu
eil
61I-«M
952
AbitM der byBiulttiiiachea EuHrgeMhicht«.
und allmftliltch das ganze Koicli in eine [toi)i« MititJSrkotninnndoa — TbcDudM
— ui zc-rlügvn. Die in diesen Bezirken iK'feblJgenden GoneraJc — di«StlH
togen — haben neben dem Oherbefoh! Über die Tni|>iK.-n iiueh die tiDrgM
ticlio Verwaltung in ihren Händen vereinigt. ÄUHgvbaut und venroÜd
digt wurde die« System durch diu goiiitüen Kaiser der syrischen DyH^H
Es hat das Keich gerottet.') 1
Konntans, zur wirklichen Kegi«rung gelaugt, erwie« sich ala einiud
beugsamen und selbständigen, »einer schweren Aufgabe durchau» g«V^H
püenen Fürsten. l'nt«r unerhörten AuMtrengungen gelang es ihm. dor usm
sehen Invatiion Halt zu gebieten, bereit« war durch Mwiwija, dun uiUm
64t< uohnienden Statthalter von Syrien, eine Flotte organiHturt u-ordeo. Hfl
überliel ditwer Kypros und eroberte die Hauptstadt Konstantia. Das Jahn
664 darauf wurde Aradou zerstört. t>54 plünderten die Araber Rhodos; obeanj
verloren die KOmer AiTiicnien durch Ven'at dos einheimi«cheu KQniteKl
^ Kiue gewaltige Flutte, gegen die Heich'ihHupt«tndt KolbM ausgoiuutdt, btJ
rKK siegte die kuiserUehe un der lykischen Künte 655, Aber der Tod did
G&G Chalifen OthmAn (üAÖ) und die nachfolgenden inneren Wirren zvaagM
6j9 659 Moriwija nicht nur zum Frieden, sondern «ogar sur TributiaUinq
663 un diitH Reich. 6Gii wurden die Foindm.-ligkeilvi> erneuert. Jalir fttr Jtkn
668 überzogen die Aruber KkinOHien. QGS ib'angen ide bis Chalkedon; Amomd
wurde erobert und gleich wieder verloren. Etwas Bleibendes wurde ncM
cn-cicht. Die militäri.'M^he Kräftigung des Iteichs hat ca vor nunnenoircitMH
VerluHtcn bewahrt. I
Die Friedonszeit hat der Kaiser henutst zu einem Zuge gegen ,SUm
vinia*, wohl die niakedoniischen Thcäsalonike bedrohenden SULmin«. Vtdl
derselben wurden dem itoiche tributplliclitig gemocht. Im Innern vivM
Ostrom noch immer durch die nionutheletischu Streitigkeit in At«lD gv4
halten. Das Abendland )iatte sich zum energischen Protect gege« SM
kaiaerlicho hehre erhoben. Der ohrgeizige Kxarch von Afrika. GregonMH
ein Freund der Mönche, machte »eine Provinz, wohin zahlreiche FtficM-"
liugü ami den eruhorton Ostpruvinzen »ich hegeben hatten, zum IIiin|il-
quartier der Orthodoxie; er erhob sich seihst zum tJegeakaiMT. VÖA
Beine ephemere, auf den .wahren Ulanben* gegründete HorrschafI e(li|
$47 schon 647 den «iegroich einbi-echenden Arabern. Afrika fiel fa«t voll*
Mt&ndig in ihre Gewalt. Der Kaiser, um den Kin-henfrieden benoaUBw;
048 erliu»» um de» 'X^'poSt welcher allen Streit über die Zahl der Viiüm nl
') Uober die Organiantion dor TboiDm
vaL Datnunllicli ilii- nuxgczejcliiiuto (im ein-
lolnen freilich wrdt-r ctimnailti- noch trrtuiTiEi-
frgi«) L'nt«reucliuiiK vuii J. U. ISary tili: u
hiiitoc}' of tli« Inier Koavui Eiuiiuvll S.äd&U.):
.origiu of tha syelom et Themas'. I)asi(Ä
«ind für Oad VII. Johrliandert folgende der
PtovinualvcrwiiltiiDi; ri>rgMatst« Mililli^
gOUV«riiKtiivnla nnnhwer«bar:
A. iii Aiiien; 1) Opoikion (KÜhjnien),
2) Analiili 1(011 lArmonin I und I'ootUH). :!) Ar-
mcniiikon (Cftfipeducin I u. U, Amienin Ulf,
4) Thrakcaign (die aitu Piuviiu AainJ. h) Dm
DnioganBl (AdnirAliUtl Txin KthjnMl
[pMnjihjUiin und i'indi«n>.
ß. in Earop«: 1) Thnko. ?l UiUm
{mit dorn Pdepoiine«), S| dar Kx>i«kil
voD llalien oder Bar ens* mit den UtM-
proviuKen a.) l'rtiicana, b) Ounpano, t) Ar-
nouarie, d) Acmilia, e) Apulia. fl BrrUam
f,) äidlie, b) V«n4>lia: 4) d«r Ext-
von Karthago odrr Afrika nii
(gro8Mat«iU varloreoien) L'at
■) PreooDaularü, b) hyütki». e)
ä) MnimtiuiM I. ») Hwrilanta 11 <^ S>p
fj f>ui'dini«.
IIL Die DfDkstie de« Berakleioa and d«r Kampf mit dem IbIub (610—717). 953
[Enf>rgi(Mi verbot, Abor der geistig hcrviirnigo miste Führer der Mönche,
[der hl. lUaximos, bestritt dem Kaiser das Hecht der Gtumischiing in Olaiibon»-
tfragoii, und auf dem Lütcrftiikoiizil 649 lies« Papst Martin I foii-rlich die
inonothclütische Lehre Harnt Ekthosia und Typo« verdammen. Doch dor
JCaiser, dor neuen Lehre von der Freiheit der Kirche gegenüber an der
■Iten Tradition dos Onttontt festhaltend, zeigte ungewotuite Knorgie.
653 wurde Papnt Martin durch den Exarchen von Itavenna verhaftet und
pBeh dor Keirlishauptstadt deportiert, wo ihm der Prozess gemacht wurde.
Er starb im Exil zn C'herson; der Eindruck war der gewtlnschte; denn
te\^!■ Xachfolgür. so Eugcniu« und Vitalian, /.eigten .sich der Kogioning
t'nlihcr aiihserordentüch gefügig. Auch den hl. Maximoe, der in die
afrikuniMcho Itevolution tief verwickelt und des Hochverrats dringend ver-
dächtig war, traf ein gleiche» Schicksal. Die Herstellung der Kirchen-
go moinschaft mit Alt-Hom braclitc den kaiserlichen Sieg xum deutlichen
Au»;«lruck.
I Nieht nur die kirchMchen Wirren, auch die poMtischen Verhältnisse lenk-
ten die Aufmerksamkeit des Kaisern auf den Westen. Durch den massenhaften
Eioztig von Flüchtlingen aus dvn verlorenen Ostprovinzen begann Siciüon
eine griechische Provinz zu werden, eine wertvolle Stärkung der hyzanti-
ntecheii Oberherrschaft im Occident. Fast alle PÄpste der Folgezeit ent-
stammten diesen syrischen und gnechii<:clien Emigrantenfamilien. Miin hat
uae <lie8«m Unuilande sehr verkehrt auf eine bestimmte politische Tendenz der
byzantinischen llegierung geschlossen, während er nur das Vorwiegen dieties
Klements im altrnmischen Patriarchalklenis beweist. Bereits 652 hatten
^abor eine Invasion nach der Insel gemacht, nichts als eine Razzia
Stils; immerhin empfahl es sich, hier ihnen ernsthaft entgegenzutreten.
'enbar trug sich der Kaiser mit weit ausschauenden Plänen, als er 1^62
mit einvr starken Flotte fiber Athen nach Tarent segelte. Es galt, den
lange vernachlässigten Ausscnposten des Heichs, die Westprovinzen, wiodor
Mrie in der Vorzeit, zum Schwerpunkt des iteichs zu machen. Alt-llom
boUte aufs neue die Kapitale werden. Aber der Kaiser, welcher dieser
tomaotisolien KopristJnationspolitik mit grosser Zilhigkeit seine späteren
Lfebcnsjahre widmete, hat nicht einmal die erst« Bedingung derselben, dio
Wiedereroberung Italiens von den Langobarden, zu erfllUen vermocht.
Seiae Versuche, das Herzogtum Benevent den Itilmeni wieder zu unter-
hrorfeii, verliefen resultatlos. Nach einem kurzen Besuche von Koni schlng
^er Kaiser seine bleibende Kestdonz in Syrakus auf, das Auge auf Afrika
^■ächtet. Hier gulang es Kitrthago und einige andere Seoburgen zorUck-
Ps^obern. Aber von den rilmischen Flotten, welche der Kaiser aussandte,
•rurdo die eine von den Arabern besiegt, die andere durch Sturm zer-
krOmineK. Ute Zeitgenossen erhoben laute Klugen Über die schweren
L,attt«n und die Bedrückungen, welche diese ausserordentlichen Anstren-
Buugen den Wostprovinzen auferlegten. Alles atmete auf, als der ge-
«■rnltige Fürst üfiH in den Rädern von Syrakus unter dou Streichen dor
feflOrder sein Leben aushaucht«.
Ein Armenier Mizizios {MulH), der sich den Soldaten, wie einst Helio-
gabalus, durch nicht« als seine K^Jrperschönheit empfahl, wurde in Sicilienzum
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G&2
Wi
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AbriMi der bjsuttinucheii Kaia«rgMcliiclit«.
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KnUor proklnmiert. Doch KotmtMn»' Soliii, KonstantiiioB IV PogooaUl
668—685 (<36S— f)85), wvichcr hU dahin in ßyzanz die RegiorungsgcechtLftä beanrBt
hatte, lantleto uüt oiaat grossen Flotte ttnd borcitct« der Usurpation tu
8chno]l«8 Ende. Zurilck^okclirl zwAiigi^ii ihn diu Truppen duü unatoUtchca
Th«ma«, «eine Brüder HerakleioH und Tiborios i:u Mitltaisern zu emi>iiiiffl.
Die Solduton wolltou — charaktoriatisch Ulr die völlig tboologLscii« [itm^-
weiso des Zi'iUiUonj — ein Alibüd dar liiinnilitvcliLii Triuität äuf Erde» br-
tüUen. Efht t>HO konnte KnuHtuntin die Alleinhen-st'lmfl zurÜck^owiuui*n.
die er dann mit seinem jugi'indtichen Sohne Justinian U teilte. Als cm
Jüngling war Konstantin auf dun Thrun gi-koninn'u ; er zwigtti «ich winer
schweren Aufgabe vitUig gewaehsen. Die Bokeuner des Islams nuchUs
die gewaltigsten Anstrengungen. Fast jährlich wurde Ivleina&ien nm
ihnen flberzogon. Kino Landung der llg>'ptiBcheii Sarazenen faud l>t>9 in
Hicilien statt. Der HaupttHrhlug iibor galt dvr Keichtihaupttitadt miIImL
Der mutlose und kriegsgewaltige Mo&wija hatte ül'l eine groesarÜgo Sc»-
«xpedition vorbereitet. Vom April bis September 673 lagerte die Flottr
vor Konstantinopel; aber all ihi-u Angriffe wurden durvh diu umtiicliti$ui
VertcidigungHanstalten des Kaisers zurückgeschlagen. Vor allem gvdtalM
die dürftigen Chronistenberichtc des griechischen Feuers dos Ingeninn
KalUnikos; die Urandor der rOmi^chon Flotte voruichtetoo die arabisditB
Schiffe.
WShi'end die Araber das ügftisobe Meer beherrschten und 674 nv*
übergehend Kreta okkupierten, erneuerten sie von ihrem Standqi
Kyzikoä aus mit bt-ir^pielluäcr Uartnünkigkc-it Jahr für Jahr jeden Soai
die Angriffe auf die LIaupUtadt, immer mit «lumselbon Misserfolg,
wurde die Btokade aufgehoben; StUrme an der pamphyliscben KlUt« unl
die Angriffe der kibyraictiNchen Flotte vernichteten die stolze ArnuuU fa»l
volIfsUitidig. tik-iclizvitig hatten sich die MardaYten, eliristlicho Kaubscham
des Taurusgebirgoe, im Libanon festgesetzt und beunruhigten durch ibn
bis Jerusalem ausgedehnten Streifzilge die llmlande. MoAwija lauHie
den dreissigjiilirigoii Frieden mit einem jährlichen Tribut erkaufen. Bjan
hatlo eich gegenüber dem Angriff des Orient» aU Bollwerk der chriatUdw
Civilisation erwiesen; die Zeitgenossen erkannten die hohe B«>dei]tiiiig 4v
ostrilmischen (irossthat an, und zahlreiche Oosandtschuften des Cliitl*
der Avwen und der abcndlilndii^cbcn KOnige and Nationen beglBit
wünschten den Kiu^or zu seinem Triumphe.
Während dieser Vorgange im Zontrum de» ReiulLg wurde die (•«••
Studt der Ilämiifthalbinflel, Thesflalonike, von Ö7r>— 681 fast »Djllirlif*
durch die Angriffe der in Makedonien und The^sulion ansftsaigQB S^vi-a-
sULmme bedroht. Besonders fürchterlich war der Angriff des Jahn»
wo die Stiidt zu Wasser und zu Lande eingesfhlowscn war. 677 encbdi
auch die Avaren vor ihren Mauern. Aber die Uneinigkeit und
terung der Slaven und der heldenmütige Widerstand der von ihrem
bischof Johann geleiteten Bürgerschaft rettete die Stadt. Wie
der Hauptstadt das Siegerglflck der gnadenreichen Oott*i»Jimttor, so
man in Theusalonike dasselbe der Hilfe des hl. üemetrioa in.
Von viel grosserer Bedeutung war du ErscheinoD der ButgarM
674
67T
875-681
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577
Dl* Dr»"^* '*" HerakleioB nnd der Kampf mit dem Islam (610—717) 955
römischem Boden. Die ültuslc-n Wohnsitze dieses Volkes finnisch-iigmcher H
Abstammung finden sich im Osten der üurniatiächon Tiofcbono. Längst H
aber hatU-n »ich zahlreiche Horden abgetjonnt und westwärts gewandt H
Eine derselben sass in dum Winkel zwischen Diijostr, Donau und dem H
schwarzen Meere. Unter ihrem untemehmenden FQi-stcii lepürich (Aspa- H
rtich der Griechen) dehnten oich ihre /Qge nach Mi>t>ien aus. Konstantin, fl
diu (tefahr wohl erkennend, trat ihnen mit dem gi-üsaten Nachdruck ent- H
gogcn. 679 erschien er mit seiner Land- und äeoniaclit an der unteren ^^^ ■
Donau. Allein die Expedition verlief — angebhch infolge einer plötzlichen H
ISrkraiikung dei< Kaiser» — vollkommen unglücklich. Die Griechen muüston fl
du» Land zwischen Donau und Uilmuit rElumon. Hier gi'Undote Isperich H
Bein neues Reich, dessen Mittelpunkte Vama, bald Pn^slav und Dister ■
(Siliatrift) wurden. Die Bulgaren erwiesen sich als ein Herrsehervolk von H
eminentem politischem Geschick und grossem Organisationstalent. Die H
Blavoiutämino der Donaulandschaft musstün eicli ihrer Herrschaft unter- H
Trerfen. Die finnische nern.-ukaste scheint sich mit diesen Unterthanon H
bald zu einem Volke verschmolzen zu haben, und da dieselbe, ähnlich wie H
dio gcnnanischen Eroberer Spaniens und Italiens, die Sprache der Besiegten H
annahm, war nun zum ersten Male ein grösseres skvischos Reich cnt* H
standen. Die zahlreichen Slavengaue, welche sich längst in den Nord- H
Provinzen des Keiches ansässig gemacht hatten, waren durch ihre I-tolie- H
ning und Zersplitterung und den Mangel an politischem Sinne keine H
ernste Gefahr für das Reich: das neugegründete Bulgarenreich da- H
ge^en sollte in fürchterlicher Weise in die Schicksale von Ostrom ein- ■
meifen. M
^P Die Kachwelt hat Konstantin, dem harten und unbeugsamen Kriegs- H
mann, ein ungewöhnlich dankbares Andenken bewahrt nicht wegen seiner H
pulitisch-militilrischcn Grossthatcn. sondern weil er dem Reich den kirch- H
liehen Frieden zurückgegeben hat. Er hat durch das sechste ökumeniBche ^
Konzil 680—681 den MonotheletiBmus gestürzt und die Herrschaft der 6K0-661
Orthodoxie hergestellt.') Bei dieser kalten Verstandosnatur waren poli-
tiücliö GrOndo massgebend. Diu monophysitischon Provinzen waren de-
finitiv verloren; also wozu, da es doch gegenstandslos geworden war, das
f banst« Unionsedikt aufrecht halten?
I>a:;u kam ein zweitos Moment. Im Kampf gegen italische Usur-
patoreu hatte Papst Vitaüan die kaiserliche Regiening loyal unterstützt.
^^ *} So bmclitet weni|;!ileDa ili« konven-
liMiell« Kirebengescliicbtu, De fuctu ist dio
«Itp. von d«n Vftt«rn Dbeflialvrtu uiji] uucOi
nun JuntinJAn« ZtiticmoaMD Hvna« Teivrlivli
C-okUmioTtn Ijiihif — iia JM1fiognl|>llia(^lIau
D(^Tiiurhiinj;an ihir hl, Viktor ilbor MoDas*
Dri*f aiinl (itwB« bedenkhoher Nntur — durch
di« rftllig nMicn dogmatisch«)) KnnalTiik-
ÜMMD dMhtHaximoMnnatitwordan. irclcli«
Pa|Mt Martin akzeptierte. Pupat A^ntho ont-
ddict «ith m-lbsl wegrn der rnwisscin-
•euwr gciiitlicliBn Uorater. Allein dj»
^riocIiiHchnn 'l'hcologon bduglvn Bk'h liotx-
rioin vor ihnen, Kuist'rlioher Zwiiiig scheint
liitT. wie in Cbulkodon Diil(;owirkt lu Liibori.
Dur niutiKu Hnknrius vou Autiuohivn wut
nbrigeue bureit. sich lUr die ultkirch liebe
Wahrheit in Stücke liauun xu tusstn. Ks
gvniicht AUt-h dem Konttl uicht Kcradc xur
Kbre, (w«i 80 hervorras^nde und wahrhaft
heilige MSnner, wie Qonoriue von All-]t«in
lind Sergios i-od Neii'Itoni, vordsniint lU
haben.
956
Abrias der bjxanUoikGheti EalMrg«H<itiiclit«.
ro&-7ii
691
692
Der Einfluss der rtniischon Kurio war im W«>ilon unbedingt miutageb«al.
Um itfllion und Korn dem Itvii-ho eng zu verkniipren, muaBte dm li;xtft>{
tiniBchw Hoftlieoldgio .licti der rilmischen unterwerfen. Das A«d«nkcn da)
groxsen Sergios, wie oin^tt dius de» Aknkioi«, wui'dc geliolitot, eliensn
d«»' anderen Häu)>tvr dor Union. Wenig verschlug, dft£s unter den
brandmarkten Mch auch der Nomo de« ilunoriua von Kom befand. Ni(-hb>]
dwitoweniger bloiht da» VI. Konzil %*ieileicht der entscheidendste Sieg, |
welchen Rom über den Oeton errungen hat.
Auf Konatantinos folgte «ein erst tSjäliriger Sohn .luRtiniano» TI
(685— 69*»! 705— 711), auch ein echter Soli n der roirhbegabten Heraklcioi-
dyniujtic; nhcr die harten ZOgc im Charakterbilde det< Vaters anil iet
GroBBvaters babon sich bei ihm zum Zerrbildo v«runHtult«t; im Andenkun
der Sputum lebt« der kraftvolle und hochbegabte Fßrst nur als grauaanKr,
»oheus»tlicher Tyrann fort. Dem jungen und unerfahrenen Hegentvn feUe
jede Besonnenheit. Auch hi«r galt, was Salomo von Hamschwa^ dir
kluge Bischof von Konütanz, an den Abt der Augia dives schrieb: .Weh»
Dir Land, desnen KUnig ein Kind ist.* Durchdrungen in einer faxt gr»-
t«eken Weiae von der Erhabcnlioit .seine» Horrscherhenifes und von ciiw«
krankhufton Thntcndurst erfüllt, hat er mit echt ^initlicher Undankbarst
die bewährten väterlichen Minister entlassen und sich mit charaklcrioMi
lotriguanten umgeben, deren Schlauheit er trotx alles Herrsch«n<pii'li-M
zum Spielhall diente. Schon sein Uromsvater Konatans — wie diu itidli<clie
SesieMton beweist — war entschieden nicht normal; und so kann nun fflr
JuHiiniana notorischen CäAarenwahoHinn a\n KniHchiildigimgsgnind erbliclw B^
lastuiig geltend machen. Mit den Arabern wurde ein sidieinbur sehr gflimti^
Friede geschlossen: sie verpflichteten sich zu erhöhten Tributgeldent Beide
firosHniächfe soUtt-n Kypros, Armenien und Iberien als eine Art .gtoioia*
Herriscliaften* gemeinsam verwalten. A her die von rfimiseher Seit« als Cegon-
leistung voll»)geno Vcrpllanzung der Mardaiten nach Klcinosten und Thrakien
wurde mit Hecht als ein schwerer Mi ssgri CT angesehen. Diese Vorkämpf« diT
Ohristuslehre mochten eine ziemlich wllste Rfluberrottesein, vergleichbar den
neapolitnniachcn Hriganten, deren Waffen Kardinal ItulTo segnete. Allria
ihre Verwüstungen und Grausamkeiten stachen wenig von dem ab. wuniad
danialrt als bellum lustum betrachtete, und trafen nur die , gottverdanuntfii
ungläubigen Agarener*. So beeofla das christliche Volk grosse Vertlinnis
für 8ie und tadelte den Kaiser, der seihst .die eiserne Mauer* des RAniff-
reichn zcrstnrte. Dagegen schien de« Kaisers Expedition gegen die Bulgar«
und die Slaven anfänglich von OlUck gekramt ku sein. Er warf "S*
Hulgnren zurück, unterjochte ihe Sljivcn dos Hebros- und StrynHmgebiri««
und drang siegi-eich bis Theasatonike vor. Dio Slttvcn wurden masM»'
Weise nach Asien, in die Heltospontoßlandschaften, dos Thema (tiwäaa«
verpflanzt und eine besondere Heeresabteilung von :iO(HtO Mann aui iTi»
formiert. Allein wie er schon auf dorn Krickniarscbe schwere Varli
durch die Bulgaren erlitten hatte, so erwiesen sich aucb die neuen
vischen Krieger als durchaus nnznvcrlSssig. Als Justinian 691 aus
tigon Gründon den Frieden mit den Arabern gebrochen hatte, oriitl
692 bei Sebastopolis in Kilikien eine schwöre Niederlage haupt
m. Di» Dfiiutie des Herakleios and der E&mpf mit dem leUm (610—717). 957
larcb <loo Verrat des slavischen tlilfskorpa. Die Folge wai', flus« Armvoicn
lüdor ganz in die Hände der Araber ßel.
^p Die ungeheuren Summen, welche die ko^tspioligen Kriogo und die
tauwul dus Hcgcnk'n viiräclilangcn und zu durcn Boibrin}j;ung nich die
linister Tlieodotos und äteplianos die ärgsten Willkilrlichkeiten und Er-
»re«««ungen erlaubten, machten die Ucgiernng aufi* flut^ncrste verlmsiit. Als
i9G Leontios, «in in den astatiHohen Fcldzilgcn erprobter Kricgi-r, vor- G0&
rauend auf die Orakfl mönclÜMchLir Freunde, mcli empörte, Bi-lilossen eich
Irni sogleich die Bürgerschaft und die Geistlichkeit an. Leontio» wurde
Im Kaiüier begrilmt, Jn.stiniRn mit abgoschnittencr Naso »ach Choreen
uli<irt.
^L So war durch die Schuld dee letzten HerrEchers selbBt das legitime
BrrscherhauB nach 85jabrigcr Hogierung entthront worden; die Folgen
raren fllr dan Iteich grundverdiTliliehc; diu Armee, ihrer Allgewalt be-
msst, führte ein« wahru MamHukenwirtschaft ein. Während 22 Jaliren
mhen sich in rascher Folge sechs Herrscher abgelöst, welch« meist da»
Eem der Gnade der Holdaten verdankten.
Leontio8' kurze Uegiei-ung (695 — 698) ist denkwürdig durch den <>^^
itiven Verlust von Afrika, Mit gröBster Zähigkeit hatten hier die
Uinivr, in stetem Kampfe mit den Arabern, ihre Seeburgen behauptet.
>as öiegreiche Vordringen der Araber, weiche 697 «elbst Karthago ein- 697
«btnen, vcranlaoBto Kom zu einer letzten Aiiütrengung. Der Patriciu»
ohannes eroberte die Stadt, schlug den Feind und gewann die ^Kastra
oti Afrika' zurUck. Allein schon im folgenden Jahre musste er vor einer
leuun Flotte der Araber zurückweichen. Karthago tiel und die römische
lerrsehafl war auf Soptuni boscbrUnkt, wo sich mit Unterstützung
*r \Vet.tgot«n ein römischer Gouverneur noch kurze Zeit behauptete.
ohannes war zurQckgesegelt, um Verstärkungen zu holen; allein auf der
Ulckfahri brach in Kreta eine ilcvolto aue. Ai>8imuros. der Admiral
^g Dnin^ario« der Kibyraioten, wurde unter dem Namen Tiberios
Hb — 705) zum Kaiser erhohen und bemächtigte sich rasch der Hauptr 698
tadt. LeontioR wanderte verstümmelt ins Kioater. Tiberios' Itegierung
rar keineswegs unglücklich. Sein HLbigcr Bruder Uerakleios, an der Spitze
er Bfliatiscben Truppen, schlug die Araber mehrfach uuchdrücktich, ohne
■etlicli ihre Festsetzung in Kilikieu hindern zu kUnne». Eine Erhebung der
nnenier zu Quasten Itoms wurde rasch und blutig durch den arabischen
eaeral unterdrückt.
Eine cniste Bcdi-ohung der Kegierung wurde der rastlose .lustinian.
'r war zu den Chazaren geüohen und hatte die Tochter des OhUkflns,
\a Christin Theodora, zum Weihe genommen. Nur durch seine bewundems-
Qrdigu Energie enigieng er den Emissären des Barbaren fiirslen. welchen
riocliiaches Gold gewonnen hatte. Mit wenigen Getreuen entßoh er nach
e&hrvoller Meerfahii auf gebrechlichem Kahne naih den DonaumUndungen
nd trat mit Isperichs Nachfolger Tcrvel (Tcrlxüs) in Verbindung, den er
anz fUr sieh gewann. Ein Heer von Bulgaren und Slaven bracht« ihn
05 nach Byzanz. Durch List gelang es ihm sich der Stadt zu bem&eh- 705
Ton-el wurde zum Cäsar erhoben und reichbeschenkt entlassen.
-ß98
958
AbriBB der byiaBtinisch«!! Kftiwrgueblcht«.
Dio Hnuptstadt traf durch den vor Wut halb wahnsinnigen Kaiwr tii
Strafgericht ohne Gleichen. Sein« beiden (tegonkaiftor wurden nncb eatt
entehrenden SchnuMi^luiig in den Strasson der Stadt und im Zirkus emt-
hauptet: der Patriarch Kallinikos, welcher den Tat; von .lustinians Ent-
thronung; als den Tug des Herrn bezeichnet und beide GegenkaiMT p-
kr<)iit Iiatt^. wurde geblendet und nach llom exiliert. Alle horvorm^scodoi
Militärs der Gegenpartei wurden in grauKiinier Weise getJltet; ilaaselbt
Schicksal trar zahlreiche BUrger und Soldaten, tm Aas» die Reihen in
Heeres in den asiatischen Kriegen dnrch kriegstingeUbte Etaucrn eridoil
werden miisston. Alles zitterte während diea«r schoussUchen Redftiun
vor dem halb geisteskranken Despoten.
Nach aussen war dio zweite Kegiernng JusUnians ungladclich sddis.
npB Eine grosso Expedition gegen die Bulgfiren, wobei sich der Kaiaer da
w Stadt Anchialos bemilchtigto, niisslang völlig; mit Mühe onütainen Jiutinin
und ein Teil seines Heeres auf dem Seeweg. Das von den Arabent !»•
709 lagerte Tyana i^uchte er vorgeWn» zu entseixen. 709 fiel die Stadt iwii
Kapitulation in die Hände der Ungläubigen. Der hesundere Hat* d«
JCaiserH galt den Städt,en Kavenna und Cherson, welche ofTenkundi; m
TIO den Gegnern gehalten hatten. Nach Hjivenna sandte er 710 eine Flntt«;
die Notabeln dur Stadt wurden verrilterischerweise gefangen gesetzt oirf
nach Konstautinopel zur Hinrichtung gv^andt; die Hafenstadt CU«n« ^
in Flammen auf. Verhilngnisvoll sollte dem Blutmenschen »ein WSian
gegen Cherson werden. Eine dahin gesandte Flotte hatte die Stadt »■
oJ>ert, ging aber auf der Rückfahrt grosi^enteils »i Gninde. Die in Chenoo
zurückgelassene Besatzung, den Grimm de» Kaisers filrchtend, vvä nein»
Blutbefehle nur teilweise ausgeführt waren, machte gemeine Sache nÜ
den Einwohnern. Die Emplirer riefen die Hilfe der Chazareu na. Bi
angesehener OfHzier annenischer Abkunft, l'hilippikos Bardane«, von liWin^
verbannt und %-on Juatinian 11 zurUckgerufen, «tollte eich an die S\
Ein Vorsuch mit unzureichenden Mitteln Cherson der kaiserlirlien Ani
zurückzugewinnen niistilang. Eine zweite stArkere Flotte tintcr dem
ciuB Manros belagerte dio Stadt; schon waren zwei TQrmo unter
StOssen der r'imischen Belagerungsmaschinon eingesunken, als dio
zur Hilfe kamen. Die Flutte schloss einen WaffKustilbtand und —
das charakteristisch fQr die Unsumme von Hass, welche der wahawil
Frevler auf sich geladen — sie vorband »ich mit den Empörern,
pikos wurde /.um Kaiser proklamiert. JustJnian, ohne Mitteilungen
dio Operationen der Flotte gelassen, setzt<^< mit seinen Truppen aufs
tische Ufer über und eilte bis Sinope. um Nachricht aus der Krim
empfangen. Unterdessen hatte l'hilippikoa bereits die Hauptstadt
und sandte seinen Genossen, den von Justinian einst zum ArdioD
Cherson bestimmten Spalhoi-ios Elias, ihm entgegen. In der Ebene
Damatrys wurde der Tyrann von allen verlassen und durch Elias, wi
es verdiente, getötet. Sein unmündiger Sohn Tiborio« war schon
in der Hauptstadt mit schnödester Vorlotzung des kirchlichen Asyl
getutet worden. Das Haus des Herakleioa, welches daa Beich vor
feraem und den Arabern gerottet hatte, war mit der Wurzel anigel
Of 1
PhiU
OL DI« DfBsatie des HermUeio« nnd iar Kampf mit (t«m UAtm (610^-f
959
Pliilippikos (711—713), der nene Kaiser, orwie« sich als x'ßllig
^g. L)ic Biiignrcn. aiigcblicli als Uilohcr Justininits. unlornuhmL'ii einen
■rendcn Zug bis an dio Thoro der Hauptstadt. 712 fiGlen Amaseia und
MiRtlieia, 719 daa pisidiBclie Antioehien in die Hände der MuBlimen, AnsAbei^
'g1niib<^n, vli^llpicbt iini spine nrnioiiiRcheii liitnd«lont<^ zu gewiiinon — er bat
'den ArnieniLTn »eines Roicbu in dem veriVUit^':]) MuüU'^ne und in Armenien IV
beue SitK« angewiesen — verhalf der Kaiser unter Zustimmung seiner
orientaÜBcben fipist!ir:bkflit, aber unter dem entnchiedenon Widerspruche
Alt-Koni» dem Moiiotbelptiftmus nopb einmal zu einem flitclitigen Siege.
bldewen eine Erhebung, welche von den Ofllzieron de» in Thrakien stehenden
TTioma« Opsikion ausging, bereitete seiner Herrschaft ein »chnelles Ende.
lAm Ptingatflonntag 713 wurde ein angesehener Civilbeanit«r. der Oeheim-
iRekretär Artomios als Anastasios II (713—715) zum Kaiser gekrSut.
I Dieser bcniliigte »ofort die GemUter durch Heiütcllung der Orthodoxie. Vor
lallein aber wandte er seine Sorgfalt der ptanmänsigen iteorgnnisation des
'durch die langandauernden anarchischen Zustände völlig zerriSltetitii und
tinbotmlHRig gewordenen Heeros zu. Die Urliobor der letzten Thronrevo-
^ution traf strenge Strafe. In der Neubesetzung der wichtigsten General-
tconimandoM zeigte er mehrfach eine äusserst ßlUckliche Hand. Auf die
jKnnde von den gewaltigen RHstungen der MuHÜmen, welche der römi.schen
IHaupti^tadt galten, setzte er diese in Verteidig» ngszuätnnd, und dio Flotto
erhielt Befeld. i^icli in Rhodos zti .SHninielii, um den Arabern durch einen
OiTcnsivstoss zuvorzukommen. Aber die Truppen des Themas Opsikion,
'deH Kaisermachen.i gewohnt und über die Bestrafung ihrer Offiziere i^r-
'bittert, meuterten aufs neue, töteten den Admiral und segelton gogen die
'Hiiupt^tadl. Ein gänzlich unbcdeutt^^udor I'ruvinzialboamter, Theodosios
H71& — 717), wurde zu seinem eigenen grossen Entsetzen znm Kaiser er-
Ihoben. Die Hauptstadt kam durch Verrat in die Hände der EnipOrer.
lAltein die wichtigsten Heerführer, Leon, der Stratege des anatolischen, und
'Artavasdos, der Strati'ge des armenischen Thomas, erkannten den neuen
Herrscher nicht an. Unterdessen hattu dur Chalif Suleiman seine ItQstungen
'vollendet; seine in Kleinasien einrückenden Feldherrn boten Leon dio Ki-one
an. Die«er. xum Schein mit ihnen unterliandelnd. entaetzto das wichtige,
Ton ihnen belagerte Amorion. Die grosse arabische Armee musste sich,
lohne nennenswertes geleistet zu haben, aus dem erschiipften Lande zurück-
ziehen, r^eon marschierte jetzt ungehindert gegen die Hauptstadt. Im
KinvorstÄndnis mit Patriarch und Senat verzichtete Theodosios auf den
Thron. 25. März 717 wurdo Leon III (717—741) als Kaiser anerkannt.
[Dio furchtbare fiefahr. welche dem Reich von Kciton der Muslimen drohte,
Ikatto diesen Ent.whtuss bewirkt.
t Das Haus dos Hcrakleios hat den Kampf gegen den Islam sieghaft
Itttfchgenthrt. Die konventionellen Weltgeschichton sind voll Bewunderung
^( Karl Martell, der Abd-er-Rahman bei Poitiers schlug, und nicht mit Un-
recht. Aller vrdlig vermissen wir in denselben die rechte Würdigung der viel
gewaltigeren (Irossthat Ostroms. Dieses hat in einhundertjährigem Ringen
nicht einen letzten Ausläufer der Welteroberer zurückgewiesen, sondern den
'"VorstoB»! der Hauptmacht selbst ausgehalten. Der Brennpunkt und Hort der
711-713
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713
713
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25. Uta
717
717-741
»60
Abflw ä«r bjzuitinlRcheii E*iMrg«»chiobt«.
abenilländischen 04>iiittuiig ist Am äümalig« Kleiouien. Dio nouen
welche auf den zaUlreicIioii Kviehukoiiziliün der Chriatenwolt al»
Lettre Vi^rkOtKÜgt ^vurden. ehid von grogsentcila kloinaRiatisclien BtMfa
ausgedttcht worden. Kleina^iial^n bildeten die Themata oder Hc«re«kfir
welche den oricntAlisclion Erbfeind zurilckschlugeu. Dio von den Sil
ilborschwemmte europäische KeichMhüIfLe kommt in diesen wie in
folgenden Jahrhunderten nur wenig in Betr8(.'ht>. Ein Umschwung litl
erst ein durch die Erfolge de» Bul^^arentOterFi Basileioi« und die V«^
üdung de» OkIoii»« infolge de« Einhniclis der scheusfilicben Seldschukeiu llo-
menlan freilich huttf vinv furchtbare Erschöpfung Platz gegriffen. Tlir
Generationen andauernde Kriegsssustand hatte eine vfillige Vemnldenuig da
Hecre.4 hervorgerufen. Seiner eminenten Bedeutung wohlbewosst. schaltotf
CS uiuiinschi-ftnkt. Es war hohe Zeit. da«ii eine Eit-enfnust wk-dur Onl-
nung und Zucht i^ur Oultung brachte. Ks kam aucli der Mann, wulrbw
mit Blut und £is«n dio Regeneration des Reiches vollziehen sollte.
IV. Die Regeneration durch die syrischen ^sauriscIieD)
Kaiser und der Bildersturm (7i7 — 867).
Des laauriers ') Leon Thronbesteigung ist einer der wichtigsten W*»d6-
punkte in der Reichegcschichte, ein Moment von wahrhaft wcltgeediitM-
licher Kodeiitiing. Die /um Ictztenmalc, aber auch am FurchtliHntn
druhtmdü Ärabergefahr hat dieser gi'osso Foldhermgenius endgültig he-
Hchworen. In der Neuordnung des Heerwesena, in der Kegiiliemng der
Finanzen und in der .luatizverwaltung hat er sich al« der eigenl-
liche Uegenerator des Heirlie» erwiesen. Mit der syrischen Dynteli*
bricht das Morgenrot einer bcusorcn Zukunft für die vielgeplagten Cntcr
tfaanen des RhomäcrkaiHors an. Seine Achillesferse hatte auch flioiif
groeae Herrscher. Mit andern im Felde und in der fiuB.<«eren Politik tad
UiUok begünstigten Kraftmenschen teilte er den Irrtum, eine gw<tig»
Macht wie diu Kirche könne durch Süssere Ovwalt und GeaetKMpara-
graphcn unter das Staatsjoch gebeugt werden. Die mönchische Ge«e}ikJi(-
schreihung hat diesen schweren Fehler einseitig betont, und darflber dl«
Bild des gro.isen Militärs und Politikers uns verdunkelt
In das erst» Jahr von Leons Regierung fSllt die denkwtlrdige Bettge-
ning von Konstuntinopel. Maslama, der Pergamoa genommen und in Arieo
717 llberwintert hatte, setzte im Sommer 717 bei Abydos Aber den Hdleepont
Mitte August hatte er sein Lager vor der Hauptstadt, aufgeschlagen: An*
fang September erschien dio Flotte unter Suiciman. Die Verteidiguaf
wurde jedoch von Leon mit ebensoviel Umsicht als Energie gel«itet Dw
griecbische Feuer vernichtete die Schilfe. Ohschon dio Muslimen mit grtsst«
Zähigkeit auch den Unbilden eines ungewöhnlieh harten Winters trotfU«
und ein ganzes Jahr vor der Hauptstadt aushielten, mussten sie endlkii
') Ich wondn iJon durch dnn [rrtam
ilw JAhrliUDilarte gsliciligli-Q HKinnmnn An,
«bacboa (.«on aus (i«nnHtiili0ia stammt, bIm
Syr^ ist. K. Sobeak: byt. Zritsckrit tül
8. 296 rr.
[7. Dl« Begenetation dnroh dl* ■yriMh«!! (iaurlaelltii) Kak«r atc 1717— SfiT). 961
LogUBt 718, nachdem sie ungeheure Verluste erlitten hatten, sich nach Aag. IIH
Syrien ^Eurilcbeiehen. Die weltgeschichtliche Bedeutung dieses Ereigniäsc»
lann nicht hoch genug enge^chlngen werden. Der arabische Änitturni hat
«inen Höhepunkt eiToicht. Byzimz und »ein Kaiser, indem sie ihn zurllck-
irarfen, halten da« Christentum und die abendländische Gesittung gerettet.
Soch hente dankt im Akathiittoshymmis die orthodoxe Kirche den drei
i^»ien Helden Hernkloio», Konstnntinos IV und Leon III liir diu Itettung
ms derAvaren-. Perser- und Äraburgefahr. Noch ol't während Leons B&-
giening wiederholten sich die muslimischen Invasionen Kleinairiens; bc-
»orguiseiTfRend fllr da« Reich waren sie nicht mehr, und 740 wui-do über 740
die Araber bei Akioinos ein grossor und entscheidender Sieg davongetragen.
Daa gute Verhältnis zu dem mächtigen Nordreicho besiegelte die Verbin-
dung des Thronfolgers Konstantinos mit der chazariachen PrinKPRsiii Eirene.
A.uf»lü»de im Innern unterdrilokt« der Kaiser mit m,iiolKtr Knergic. .Sicilien,
das sich während dor Bt^lagorung der Hauptstadt erhoben und einen
Oegenkaiser proklamiert hatte, wurde mühelos zum Gehorsam zurUck-
So nach innen und aussen gesichert, konnte der grosso Herrscher
rastlos an der Wiedergeburt de« [leichex arbeiten. Von seiner eifrigen
legiblatoriHchen Thätigkeit legt die von ihm gemeinsam mit seinem Sohne
und Mitregc^nten Konstantine» verflffentlichto .Eklnge der fleüeUe* Zeugnis
ab, ein kurzes Handbuch dos gtlltigen Itochtcs, welches die inittelaltüriicbo
Eatwickelung dettselbun unter dorn christliohon Einflüsse darstellt. Die
Varordnungen Ober den Ackerbau {vöiwi yKi>(/yni6i), welche die Verhältnisse
der Pftchter gegenüber den Örundbesit^wrn und der freien gi'undbesitzenden
Dorf gern ei nsc haften regeln, sind nach einer wahrscheinlichen Vermutung
durch die im Kelche neu angesiedelten Bevfilkorungsolemcnte (MardaTten
nnd Armenier in Kleinasien — Sluven auf der liämushalbinael) veranlasst
worden. Charakteristisch ist, doss diese neuen Pächter und Bauern im
Gcgeasatz zu den alten, an die Scholle gebundenen Colonen por^önlieh
frei sind.
Tot allem hat er aber seine Sorgfalt dem Heerwesen gewidniet>. Die
gelockerte Üisziplin wurde hergestrclU, und wie nachhaltig seine Heei--
refonn wirkte, zeigen M-ine eigenen und seines Sohnes militärische Erfulge.
Damit im Zusammenhang steht »eine BeorguniBation der Provinzialverwal-
Uing. Die Themenverfaasung, wie sie eich unter der Dynastie des llers-
kleios allmählich durch die Not der Zeit im Kampf mit den Bcichafeinden
ausgebildet hatte, erhielt durch Leon ihre endgültige Üestaltiing.') Die
K'} Die daiunliK<'i> Tli«m«n niixl In
«b; |. OfMikion, 2. Anatoükon. 3, Thra-
k««Jiin, 4. Armcniakon , !i, KJb^motikon,
B. Uuketlarion. 7. Kolonoia (?).
In Knropn iiind en: l. Thrnki;. 2. UdIIus
mH dein Polaponn««. 3. MokoJoiiinV, i. Si-
keKa mit Knlnbria.
KonvUntinoa rarpliyrogoonetoa endlivti
lAfctt ÜD l}oK>i>i d*-*" -^' JnlirhuuderU Hilf:
A. in AaiiMi: 1- Annluliküii. 2, Anne*
•iakMI. ä. Ttinlteniuii, 4. U(iBikiuu, ö. 0[i(i-
matün, 6, ttukvllanon, '. l'nuliingonin, S. Chol-
diu, 9, Mninpotniniit. 10. Kolonnia, II. 8^
hnalrin, lt. l.yknniloa, l:i. 8«!«uk«in, 14. Ki-
byraiotikon, 15. Kypro«, lö. ^nninn. 17. Ao^j-
soheB Meer. 19. Kappndokin.
B. in Europu: I. Tlirnkr. 'J. Mako-
tlonia. 3. Strjiaoa, 4. TlieHBulunik?. 3. Hella«,
6. Fclupviuicd, 7. E«plui1l«Diu. !?- Nlkopaljn,
9. Djrrracbioo, 10. Sikelia, U. Luogibntitja,
12. C'banon.
■rK''-T-^ Au Uhl Aluriuou-iMui'li^ U. t. ibUf. L An*.
Sl
962
Alnias der liTtuitini«baii KuBergeBchieht«.
Finanzen war«n durcli die Verschwendung dea Philippikos und di« ^o«t-
i^ioligen Äraberkriege arg zerrOttet worden: nur durcli harte fiskaÜMl«
Mawrogoln konnte hier Ordnung geschaffen werden. Steuerdruck ai tt
einzige Staatttcinrichtiing, welche auch doni geduldigen und sklavisch gn-
»innten Onentaleii h&chst empfindlich wird. Da» Volk prieM die luUt
arnhischer Herrschaft etehendon Christen glUckUch, und der Kaiser Um
ein neuer Pharao. Allein da» Gleichgewicht im Staatshau&lialt wurde lM^
gostellt.
Indessen nicht diese Grossthaten der Reichsemeuerung, senilcra dif
kirchlichen Kämpfe sind es, welche das Andenken de» Kai.ters bei da
freilich höchst feindselig gesinnten «päteren tie.schl echtem erhalten hslwt.
Der Bildoratreit ist aus kloinatüatischer Wurzel entsprungen. Di« n«
der Reichskirche abgetrennten Gcmtitischaflen im Inneni und im Ort*
der Halbinsel (Montanisten, Paulikianer) verwarfen die herrschende ßilder-
Verehrung als Abgötterei. Ein phrj-giwher Bischof Konätantioo« vw
Xaköleia bekannte tiich zu dcrHC-lben Lehre und fand Anhänger aSU
unter dem hohen Klerus. Der auf den Bilder-, Hehquien- und HeiligM-
kultna begrilndete Vorwurf des Islams, dasa der Ohristenglauho PolytiieiMnui
sei, machte^ auf die Gebildeten Eindruck und gab zu denken. So hat ifar
726 Kaiser, als er durch seinen ersten Erliu^x 726 gegen den Bildcrdienat ein*
schritt, einer in den asiatischen Provinzen weit verbreiteten geUtigiai
Strömung Rechnung getragen. Om so stRrkcr war der Widorstaixl ii
gei^araten Übrigen Reiche. Vor allem das Mönctistum trat überall fär di'
Bildorverehrung und damit die Eigenart der griechischen Kirche ein. FSrdit
Manche war das Bilderinolou ei» Haupthroterwerb, der Streit fUr die BiUir
alito eine Existenzfrage. Die Erregung der hauptstJidtisehen Bovdkcnin;
konnte nur mit Gewalt nnterdrDckt werden. Besonders hingen diP B^
wohner Griechenliinda und der Inseln an der bildlichen Vercbrang d(f
Heiligen, die vielfach an die Stelle der alten StammgQttcr und HerociJ
getreten wai-en. Eine von ihnen ansgerllatete Fielt« mit einem Oei
737 kainor fuhr 727 nach der Hauptstadt: aber diese gleich den Sslanii
kfimpferu fUr die heiniischon Götter streitenden Hellenen erlagen
griechischen Feuer.
Als in demselben Jahre das Edikt ilher die Bilder nach Italien
erklürte sich Papst Gregor 11 dagegen und bannte dun kaiserlichen Extrrhi
Die ganze Provinz erhob ^ich in offenem Aufruhr und verband sich
den Lungobarditn. Indessen die Ergebenheit der Venetiancr, nicht
die staatfikluge Haltung des Papstes, welcher seinen ganzen Einfli
auf verwandte, den Bruch mit der oströniischen Regierung zu vertiii
rettete noch einmal dio byzantinische Herrschaft in Italien.
Über diu Gryn2en des Reiches hinaus wogte der Streit, Dio
glSubigon Unterthanen des Chalifen traten energisch für die Bilderl
ein, vor allem Johannes von Damaskos als glänzender litterariscber Vi
kampfcr ihrer Sache. Um ao ontechiedcner trat Leon auf. Der ftkw
73» nischc Patriareh Germanos musete als eifriger BÜderfreund 729 Aem
staaios, einem Gesinnungsgenossen de« Kaisers, weicbon. Der Vi
'31 freilich, Rom und Italien wieder zu unterwerfen, misdang; 731 sditil
r. Dl« IUg«Der*tlon durch dl« afrlMhen (laanriacbea) E&taer Bte. [TIT— 887). 968
ie (Kttrümiftche Flotte im adriatischen M«m-. Aber in ITntentalicn und
icilien. wo dio nrieoh^n ihre Herrschaft behaupteten, wurden dio Otltcr
96 hL I'o(ru8 konfisziert. Diese Landschaften nnd ganK Iliyricuni, welches
«her ZOT Obodictut von Altrom gehört hatte, wnrdon Konstantinopel
iterst^Ui. Der Streit um die Bilder war immer klarer ein frinwiiien-
unpf geworden. Auf der einen Seite standen die hohen tieanit«it und
Bch die Bi««hrifo. welche dem Kaiser das Hecht inisprachon, die Kirche
1 Qborwachen und zu regieren, auf der aiidoron die von der Volksguniit
Bstfltzten MCnche, welche der wettlichen Gewalt jede Einmiachung in da»
ristJiche Gebiet versagten.
AI» Leon am 18. Juni 741 <) »tarb und seinem hochbegabten und ener-
tachen Sohne Konstantin V (Kopronynios 741 — 775) die Ilerrsehaft hinter-
M8, war der Kampf noch völlig unausgetragen. De« Kaiser» Schwager,
er Axmonicr Artavartdog, benutzte die Erbitterung der Bildorfreunde und
ie ihm gflnatig« Stimmung der im Heoro zahlreichen Armenier zu einer
trhebung. T>ie Hauptstadt und der Patriarch erklärten sich fUr ihn. Erxt
rh zweijährigem Kampfe vermochte Konstantin die Haupt«tädt wieder
nehmon und die Macht dea Gegenkaiaera zu brechen.
Kunmehr in seiner Herrschaft völlig befestigt, hat der Kaiser mit
mwmm GlUcke die äussere Politik des Reiches geleitet. Gegenüber den
krabem kftmpfte er entschieden erfolgreich. Eine gi'oxso Flotte, welche
«n Griechen Kypros wieder «ntreissen sollto, wurde 746 vollständig ver-
ichtat Germatiikciu, Melitene (Malatia) und sogar Theodo»iupoIi8 in
innenien (7.>2) wurden zurückgewonnen. Die mit dem Sturze der Oniai-
iden und dem Aufkommen der Abblsiden verbundenen inneren Wirren
ee Chalifcnreich» kamen den Hörnern zu gute; freilich seit 7GG trat
lier wieder eine Wendung ein.
Mit grünster Energie fllhHe aber der Kaincr den Kampf gegen die
lulgaren. Nicht weniger als achUnal zog er gegen sie zu Felde. Schwere
liederlagen entmutigten ihn nicht, und der glänzende Sieg des .lahre» 763
latt« eine Heihe von Thronrevolutionen im Feindesland und eine gründ*
icbe Schiviichuug der Bulgaren zur Folge; erst gegen Ende von Konstantins
t«gierung wurde Cerig (Telcrigos) wieder gefährlich.
Dio Slavjsiening von ganz Hellas und dem Peloponnes wird von der
•tnzigcn, die«oi* Ereignisses gedenkenden Quelle unter Konstantin» Regie-
iing angeiüetzt und mit der furchtbaren Pe-st vom Jahre 746 in Verbin-
luiig gebracht, welche (tir da» Reich eine ähnliche Katastrophe wie die
Cpidemie unter .lustinian, bedeutete. Allein durch ein unverwerfliches
Seagnis steht fest, daas die Slaven schon unter Leon im Peloponnes alt-
insilssig waren. Wir haben gesehen, dass dio Slavisierung der helte-
18, Jiuit
741
741-775
746
752
7.1ß
TOS
74Ö
*) P&r dl« Zottrochniing des VlI. nnd
nil. JalirbiiiiJorl« «inil in i]«r Knnpliwchci
UavJelUch iiBT approiimativ tic)itig(<n Zsblvn
Im Tli«af>tiMi«« w-wdMTgeBelMn. DieM gaato
KpoelM hfdnrt ia chnaMaKiMlior BMidrang
Mck einer eindria([ond«n, dm ■jrriacho, ara-
bischo lind arnioninclie Material aj-»t(jinali«cli
hnranxi^hnnilDn llntersadhimK. da dli« Aua-
fQhmng«n Pagia. v. (iiitschiniiU und Burys
bi* jotxt Icoine nbBnhliv8send«n {(««iiltaU OT-
liclt liabon.
AbrIsB d«r lijrsKiitiiuKhea EalMrgOMhieht«.
754
tn-iio
778
a Seilt,
780
I
783
786
783
7Ö7
niecben Laudschaft«n, welcho atcli dbrigCRs im Peloponnett st«U nur nl
einig« Teile dva Landes beschränkte, bvdt'uU-nd frOtior begonnen tut
In dem Kampfe mit der Kirche trat ivr Kaiser ungleich scImI.
und härter als sein Vatur auf. Den Widerstand des bilderfrennäkta
Mflnchtnms sucht« er durch Hygtomntischo. »icli in den sfÄtoren Rrcic
rungajahren Htoigernde Verfolgungun, dui-ch blutif^e Martyrien, Einxti':iii:;
dos Kloatergut« und Sfikularisiening der ßottgeweihten zu brechen, ääu
frivole Verhöhnung dos kirchlichen ütaiibens ornchreckte »eW^t die g»-
fügigon Hof[:)atriarchcD. Aber der Episko[Mkt hielt ^ur kaiserlichen Kirebö»-
politik und Kanktionierto diüsvlbe feierlich durch das Keichskonzil von TM,
(litMson BoncliUlsse freilich weder die Patriarchen des Ostens, noch ia
Papst anerkannten. Während seiner ganzen Hegiening hat der K'iuer
mit der gr<^isstoii Kntschiodcuhoit und Hitrte an Minetn System gogenlbir
den Mönchen und den Bildern fustgehaltvn.
Sein Sohn Leon IV (775— 7S(i) hat während seiner kurzen Regimis;
die Orundjidltxc der bi^ihorigen Kirchenpotitik mit Mlii<.'<igitng aufrecht
hatten. Die unaufliüHichon Qrenzkriegv mit den Arabern nahroei
durch den Sieg bei Germanikeia eine filr die Griechen günstige Wc
Bei Miincm Tode (8. September 780) Qbemahm fllr »«einen nmri!»'
digen Sohn Konstnntinos VI die kluge und hAi-hst ehrgeizige KaiseriBj
Eirene die Regierung im Voroiu mit einer Reihe GauötUnge. unter
der bedeutendste und einfluasreichste der Patricius Staurakios war
den AbbUsiden dauerte der Grenzkrieg fort, dessen Schniiplnlz faxt
iiithni.ilos das griechische Kleiniutien war. Die KSmpfe endeten für
(iricchün unglücklich, und die Kaiserin sah sich 783 genötigt, eine
druijSlirigo Waifenruhe mit einem Jahrestribat von 70000 GoldsUclceB
erlcaufen. nuriin ar-Itaschid hat dann 786 durch Ausbauiing eines Ton(g>"
lieh sich bewährenden, vun Malatia bis Taruos reichenden Befeetiguug»-
systems seine militfirischo Überlegenheit dem rSmtachen Iteiche nur u
fühlbar gemacht. Glücklicher kämpfte Staurakio^ auf der BalkanhalliiiiMl.
l>ie slavJHchen Häuptlinge in Hatodonien und Hetla» wurden zur Tribut-
tahlung gezwungen und der Poloponno« siegreich durchzogen.
Viel wichtiger war aber, dass es der Kaiserin trotz des be^%fl
Widerstands der MUitArpartei und eines grossen Teiles dos hohon Kknt
gelang, den kirchlichen Frieden wiederhersustellen. Dio fikutneiuidit
Synode, ursprOnglich i» der Hauptstadt geplant, dann wegen dar dnli»j
den Haltung der kaiserlichen Leibgarde erst September 787 in
crülTnet, hat unter Verwerfung der ßeflchlQsse der PseudoiSynode Ton'
die Orthodoxie hergestellt und die Verehrung der Bilder den Ottafc
zur Pflicht gemacht Dcincntsprocheud wurde auch der kirchliclic
mit Rom und dem Ostou aufs neue geschlossen. Dogmatisch war
Sieg der MönohspfU'tci ein vollständiger; aber das staatliche Obennf
recht in kirchlichen Dingen hat die Itegierang sich nicht uohmeii tu
Die entschiedenen Vertreter der KirL-hcnfreihcit. der Abt Plalon und
Neffe, der grosse Thoodoroa von Studien, stände« darum fortwahr
mit der Regierung und den kaiserlich gesinnten Patriarchen Tanstos
und NikephoroB im gespanntesten VerhUltni«.'
jB, Die Regen er fttioo dnrcb die BjriBoben (i»RnrisoheD> Kaia«r et«. lil7~Si3T} 965
H Mit «ior grüsjtlen EnUcliiodunhcit behielt Eirone auch dem em'aehsen-
nn Sohne geguiiüber die Zflgel der Ilen'ächaft in Hilnden. Die poHtiach
8o wichtige Verlobung mit dflr fränkincben Prinzessin lögtc «ic eigen-
oiSchtig 768 Auf und zwang den Sohn zu uiner anderen Ehe. Aber eine
Erhebung der Truppen übertrug 790 Komitanlin die Allel nhorrscbaft.
Getreu den Überlieferungen eeine« Hauses, hat er mit Tapferkeit, wenn
auch im ganzen ohne Oltlck, gegen Hulgaron und Araber gekilmpft. Allein
flchon 792 beging or den grossen F«lilbr, Miinu ehrgeizige und gewissen-
lose Mutter wieder zur Mitregentin anzunehmen. Die Scheidung von der
r erigen Ciattin und seine Neuvermähhing mit dem Koffräulein Theodote
war ihr heimliches Werk. Weil der Hofklorus, der Patriarch voran,
dies stilUchwcigond geschehen licssen, hoben dio von Kirenc bugOnstigton
MÜnnor dor ätrongeu llichtung, Piaton und Theodoros, und die ihnen an-
hängende Mönchüpartei die Kirche ngenteinKchaft mit Konstantin und
•einem Patriarchen auf. Die vom Kaiser verhängton Strafen, QefHngnis
nnd Kxil. machten die Mrmche zu Märtyreni der Kirchcnfrcihoit und
etoig4-rt«n nach dem heimlichen Wunsch der intrtguanten Eirene die Un-
popiilarität des Sohnea. Als dieser durch thOrichte Miut»regeln auch die
üomUter der Truppen sich entfremdet hatte, verstand Eirene die(«e fUr
sich zu gewinnen; Konstantin wurde verraten, fostgonommen und auf
Bufohl der unnatürlichen Mutter geblendet l.*!. August 797.
PUr die wieder zur AlleinheiTscbaft gelangte Kaiserin führten die
bis zum Hochverrat gowaltthätigen Eunuchen, erat Stntirakios (t 800),
dann Aetios die öoschäfte. Den Frieden mit den Arabern erkaufte Eirene
EbuiaU durch Geldzahlungen.
Die Kftiserkrftnung Karls des Grossen 25. Dezember 8O0 war fllr
Outen ein Krt^^i^iiis von weittragendster Bedeutung. Dio römische
Kurie hat duiiiit offiziul] ihren Anschhi»» an du» Frankonreich vollzogen,
und die zweit« Hauptstadt Altrom war dem Reiche definitiv entrissen.
|fan jetxt an kann mit vollem Hecht von einem ostrKmiRchen Reiche ge-
^^chun wt^rden. Indessen Byzanz verstand es nicht, .'<icli mit der neuen
Grossmacht zu »teilen. Die Streitigkeiten mit den Frunkun wegen dor
italienischen ßeeitzimgen Ostroms hflrten während Eireitee Itegierung
oiclit auf.
Durch eine Versciiwörung der mächtigsten Beamten und Grossen
ie Eirene Oktober 802 entthront, und an ihre Stelle trat der bisherige
eralachatzmeistor Nikephoros (802—811). Schon das Jahr darauf
dio ehemalige Kaiserin, wie sie es verdiente, in Dürftigkeit auf dor
Lcübos. Nach 85jUlunger Herrschaft wurde die »yi'iache Dynastie
gestOrzt; ea ist das erstemal, dass eine solche Umwälzung von den Spitzen
dtr Civilverwaltung, nicht von dem Heere und seinen Anführern ausgeht.
Nikephoros bewährte sich als durchaus tUchtigen Kegenlen. Seine
Mbarfen finanzieUen Majun-egeln machten ihn unbeliebt, waren aber nach
der verschwenderischen Herrschaft Eirenes durchaus nötig. Auch das
Kirchengut entging der Kc^teuerung nicht, und er verstand e», sein
goigtJidies Oberaufsichtsiocht in energischer Weise geltend zu machen,
neue Patriarch Nikephoros (seit 806) ging dui-chaus mit ihm Hand
788
790
7Ö2
7a:.
1&. Aug.
797
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2.5. Dl
f!00
I
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Okt. 803
802-811
Boe<
966
AbriM 4«r bytonUiuBchen EaMergeecblcht«.
in naiiJ, «n<i die widerBlrflifiiJcn HRupter dor H0i)ch8part4>)
liert. SO^ tMhlott» er frieden mit Kurl dem QrosseQ; den Oatr6in«n
wuriFendatlurch ihre Horrschaftoreclite Über Unteritalien, Venedig, Utii«.
und die dalmatinische Kilüt^j gowährloistot. Al»er schon 8Ü5 fiol Venedig
ab, und «rrtt unter Kaitier Michael 8LÜ wurde definitiver Friede gescfaloiaU.
Um »0 unglücklicher waren «eine Kämpfe mit den Arabern. Seine Weig*-
[^04 rung, den Tnbut weiter zu zahlen, ftlhrtc zu schworen Niederlagen du
kaiiterlichen Heeres; Tyana, wn der Chalif «in .Haus der LiUterung* •^
richtete, und eine Reihe wichtiger Grenzburgen fielen in die Hiode im
Gegner. Kypros und Uhodos wurden sy»(Leinati»ch vorwU8t«t: dtir Kamt
eah sich 806 zu einem dumUUgenden Fri«duntMchlti880 gezwungen.
Epochcmucliend fUr die iteic)ii>gtiHchicbt« ist die damals begJAnaidt
Zurtlckdrängung des alavinchen Elemente. Die heldenmatige BUrgertduft
von l'atrae erfocht Ober die ansUirnienden peloponnesiiichon ätaven, t^ot^
dem utie zur Soo afrikuiÜHclie Muslimen unlerstüklen, einen gÜnnndii
n 610 Siug 807. Seit HU) hat dann die Regierung sich mit Eifer der gneaa
Aufgabe gewidmet, durch eystcmatinoh« hellenische Kolonisation die von
den Slaven besetzton Oane dem (iricchentum zurilckzugowinni<u. Dureb-
auif folgüri(.-htig richtete der Kaiser seine lluuplatuiti'cngung gegen im
unter dem fUrchterliclion KHegsfllrMen Kruni zu neuer Macht «iD]nr-
^^ gediehene Bulgarenroich. SL-rdika war SÜ9 gefallen. Nach zweijfthngM
ausgedehnten Rüstungen holte Nikephoros zu einem Hauptbchlug« gegM
das Nordreich aus. Allein anfangs vom GlUck begünstigt, verlor ilet
26. Juli Kaiser in einer gewaltigen Schlacht 26. Juli 811 Thron und LobtitL Make-
donien und Thrakien waren den Siegern preisgegeben.
Staurakios, sein Sohn, schwer verwundet der Schlucht entroaiWA,
^' ^^'- musätc schon 2. üktober 8t 1 die Herrschaft seinem frommen Scfawag*
Michael I Uhangabo Ilbcrgeben, der ganz in den Händen der strMg-
► kirchlichen Partei »ich seinen KriegDplun vom Studitonabl machen lim
und den Bulgaren gegenüber die äusserste Unfufaigkeit bewies. ÜNr mi
Volk baten nun stüi'nii.^ch den ttlchtigAten General, den Armenier LooiV
18-820 (813—820) .de» Gemeinwosem« sich anzunehmen und die christlidie B»-
publik zu retton. * Im Gefillil der schweren Verantwortung, die «r dii
■ aufladen Rollte, zauderte Leon; er gab dann nach, lediglich aus I*flicbtg«fUiL
H Diu Bulgaren lagerten vor der Hauptstadt. Ein heimUlckiwiber
H fall des Kaisers auf Krum bei Anlas« der tViedonsuntorbandlDiiBVl
H hatte die furclitbarste Verwüstung der uudiegenden Laudschafloa m
Folge. Adrianopel fiel in die Gewalt der Bulgaren. Der plötzlicbo T«!
8lÄ de» Bulgaren ftirsten (815) war daher fOr Ostrom ein gT088©e tilllck. Ak
817 dann Leon 817 bei Mesombria einen blutigen Sieg davontrug und imni^
in Bulgarien einmarschierte, scbloas der neue Bulgaren filrst Omorlag «ntt
dreissigjäbrigen Frieden mit den Römern, Im Osten schützte Loon ili*
Grenze mit Glück gegen die Abbaniden; und ebenso erhielt Sicilien Rubi' '
den spani-schon Korsareu durch seine Verbindung mit den afrikanischen Af
biden. Um so verhängnisvoller gi-iff der Kaiser in die kircblichon ,
heilen otn. Persönlich aufrichtig fromm und eigentlich duldsam, wurde
durcli diu Stimumng des Heeres und ein«« Teiles der Geistliclikeil dahin]
Die BagoDeralJoa dorcli die eyrlBclieiiileBiu-iubeit) Kaiser eta. (IlT-t«6T). <)f>7
SIQ
t<20
832
drfingt. di« vci-ätäiidjgc K irchon pol itik des Kaisers Nikcphoroszu vorlassen und
direkt bilderfoindÜcb aufzutreten. I>«durcli orreichto or nur, duKs die t^taatfi-
kirchliclio i'artei des Patriarchen und die freikirchliche des Theodoi-os
von Studio», .politichi" und .zolanti', gemeinsam gegen die Regierung Front
machten. Die Absetzung d«H hochgeachteten und beliebten Patriarchen
Nikephoros und seine keineswegs glückliche Ersetzung durch den ge-
fcpdtcn Hefninnn Thoodoro» Meüasenos (R I .'>) , die Kinhenifung einer
Qhaodv, welche die bilderfeind liehen BeschlUsäe von 754 wiederherstellte,
und die Bilderfreunde verdammte, waren nun Schritte von politischer Not-
wendigkeit geworden. Indessen ist der Kaiser mit grosser Langmut
und vieler Mässlgung gegen seine kirchlichen tiegncr vorgegangen. Als
er am Weihnachbtage 820 einer von seinem ehemaligen Freunde, dum
uhrgeizigen Oenerale Michael, geleiteten Verschwörung erlag, erkilirfo selbst
der abgesctzto Patriarch, dass der ermordete Kaiser ein um das ätaats-
woh\ hochverdienter Itegent gewesen «ei.
Michael II (820—829) aus Araorion, der Begründer der neuen phry- 820 ":
i;i««:ben Dynastie, war religiös vfillig gleichgültig; die Kirchpnpolitik seines
Vorgängen) im Woeentlichen festhaltend, kam er doch den Orthodoxen
iareh weitgehende Duldung entgegen. Im übrigen stand »eine Herrschaft
keineswegs fest. Das Beispiel zweier glücklicher Thronusnrpationon wirkte
ui»)t«<^kend. Der alte, bei den Hotdaten sehr beliebte General Thomas,
Bin ehemaliger Waffengefährte Leon« mid Michaels, erhob sich 822 in Klein-
Mien: fast die ganze Landschaft fiel ihm zu. Der Aufstund erhielt einen sehr
gefährlichen, sozial-revolutionären Anstrich, da gerade die untern Schichten
der Hevölkening dem Prätendenten massenhaft Misti'ümten. Dieser sotate
rieb in Verbindung mit den Ambern. und mit deren Erlaubniä krßnte ihn
der Patriarch von Antiochien zum Kaiser. Aber sein zweimaliger Ver-
Bch. (^22 und Frahjahr 823) mittcUt der Flotte die Hauptstadt zu nehmen, S22 823
Hiciterte an der nmsichtigen Leitung der Verteidigung durch den Kaiser nnd
Bdou Sohn Theophilos. Thomus. in Thrakien von den Bulgaren geschlngen,
Hrf sich nach Arkadiupolis. Als die ausgehungerte Stadt Oktober 824 OkL 821
fäeb ergab, wurde der Itebell unter den üblichen Martern hingerichtet.
Die Hauptgefahr drohte aber dem Ueiche von der wachsenden Seu-
mscfat der afrikanischen und spanischen Araber. Die aus Cordova ver-
jagten Keb«llen hatten sich erat in Ägypten (815) festgesetzt und v«n
dort ans seit K28 Kreta bedroht. Das Gesindel, aus Ägypten gleichfalls
verjagt, warf sich unter Führung dm Abn Hafs 'Omar auf die Insel und
unterjochte sie 826 völlig. Bis 9öl regierten hier 'Omars Nachkommen a!a 62tf— Wil
niubhängige Fürsten. Der elende Korsarcnstaat wurde die Geisael dea
Ifftisohen Meeres, eine stehende Bedrohung der Inseln und KUstenstftdto.
Auch im Westen hatte Michiu^il Unglück, Die fiUiniidischeu Araber, voi^
kwkt durch verräterische Grosse, begannen sich auf Sicilien festzusetzen,
daa Spiel, welches 1200 Jahre frilher Karthago mit den Sikelioton ge-
trieben hatte, wiederholte sich hier mit weaonthch traurigcrem Ausgange.
AI» Michael 829 starb. hinterUess er das Reich seinem Sohne Theo-
pkilo« (829 — 842), keiner der erfreulichsten Erscheinungen auf dem ost-
rOnnVhen Kaiaerthron. Ein GrOasenwahn nach dem Vorbilde orientali-
H15
K23
82»
82fl-M2
968
Abrisa der byxuitiDi»oheB EklBMgeMbiohl«.
selber SulUne, ein Allwiasenhf^ikidilnkol, dur BvllisL&mlig miliUrtM:!!«', VinVi
liehe wie VerwaUungsfragdii allein entei-lieidels und eine vollendet« \>r-'
stäiidnisloüigkeit (Vr die Zuiclicn der /<cit sind die liligcntUinlidikcih'a dicM
stark Oberachätzt«n, im Grunde koinvKWogti iMKleutonden Kegenteo.
In Sicilien daufrto der unter Michael hegonneuo Krieg fort. Ik
Patricius Tlioodotos fiel HM bei dt-r ErütÜi-mung von Mvnaio» (Mmiiw)i
S,'32 eroberten die Sarazenen Panortno«). Mit den Dbrigen FiLrsteD itt
Westens, dem Clialifen von Ordova und dem fränkischen Kaiiterreick.
unterhielt Ostrom durch GcHtiudUdiaftvii fruiindlichu Bcziuhungen. Kr
ITlr den pontiachen Flaitdel hochwichtigen Chazoren «tAnden den Byzantiuen
bcii>o»derH nah; gegen die furchtbai-en Patzinaken ( Petschenegen) Ip^'tr
auf Bitten des Ohsküns der Bruder der Kaiserin Theodoni, der SpaiiiAw-
kuiididalo» Petrona^ Kaumteros am Don die Festung Sarbcl (,Wei»sliiiui'|
S33 an. Auf d»sHen Antrag wurde auch die republikanische Freiheit tun
Cherson, densen IVoteiion mit den Archontes, den aogenannt«n .VSteni Aa
Stadt", ganz uiiahhitngig gewaltet hatte, insoweit beschi-flnkt. diL>w i-iii
Stratogoa als kuittorlielier Statthalter zur BeaufsichtJguug des wichtig
Koloniallandea eingesetzt ward.
81S-88S
(08—842
837
838
28. Sc|>t,
Um 60 heftiger wUtete der Krieg mit don Chalifen Mimüa {üi
bis 838) und Mu'tasim (8S.H— 842). Die furchtbai-e »oziaUötische itevolutiotttm
Chalifenreiche der unter Babek geeinten Kommunisten (('liuuiarrit«n)leiel«to
dem Koich die «ruprienslichsteu Dieiutto. Ein porsiuchor Fürst wu ObotUo,
alx Chriitt Theophobos, trat nitt Heinen Scharen zu don Griechen über; diM
porxischen Sfildner stiegen bis zur Zahl von liOOOO. Im wohlveretauij^iito
IntereBse dos Reichs liess es Theopliilos lieber auf eine« Krieg ankDBUQcn.
als dass er diese ÜborlUufer ihrem rechtmli«)tigen Herrn ausgvltefi'rt Wit
Theophobos ward hochguehrt tind erhielt die kaiserliche ScbwivUr
lloleim zur liattin. Mu'tasim machte die grSssten Anstrengungen; s)'Sti-
inatiuoh wurde das Heer aus türkischen und berheri)»chen Sülduem nfv
formiert Allein die riimischen Generale Manuel und Theophobos draogft
glllcklicli ins arabische lt<-ich vor, eroberten 837 Samosata und zenUltn
Zapvtra (Sozopetra), die GeburtäHtätte des ilerrscbers der ülftubigen. K*
Wut desselben kannte keine Grenzen. Mit Aufbietung aller KrifU» nur-
achierte er 838 nach Kloinasion, um dem Keiclishollwerk Amorion. i*
Wiege der phrygischen Dynastie, dasselbe Schicksttl zu Iteroiten. lī
Ttirken erfochten einen furchtbar blutigen Sieg. 55» Tage verteidigte drf
lieltlenmlitige Aetios die Stadt. Die von dem Erzbischof und den PrinuM
angebotene Kapitnlation wurde zui'Uckgewie.sen. llache, nicht Sieg woUu
der Chalif. Das Sehick)sal dvr glänzenden Stadt war ein filrchterlielu*-
Vorgebens zog der Kaiser solbet in don Krieg. Dos mililärixdie TalMl
»einer Generale beeoss er nicht, und die Kämpfe endeten unglücklich Utr
die Byzantiner. Sie mussten den Krieiten durch Zahlung der Kriegskubv
erkaufen. Trotz dieser unhuil vollen Kriege blQblon im Reiche tinaÜ
und Industrio mächtig: die Finanz Wirtschaft war eine ganz vorzfigtiiJiA.
und die Mittnl versagten nie zu den kostspieligen Uegieningsbedttrfui" ■
Das Verdienst gebUhrt nicht dem Kaiser, der durch aeino mchniik*'"'"
Die BegeneratioD dnrch die syriBohen (iunmchen) E&iaer «tc. |iI7~8ST). 969
Bauwiit die Herstotluiig dos bilanziellen Olcichgowidits nur «recliwerto,
Spdoni doni aiiRRezeichni>t fuiiktioiiiortindcn B^anitcitapparAt.
r In kirchliolifii Dingi^n zoi|^ d<>r Kaiser ä'w. f^anze Krhärmlichkeit eines
Bchränkten Aufklürung»f»uftiiker», welcher die Zeichen einer neuen Zeit
laicht ver8t«ht. Die verständige Toleranz »cinox Vater« artete i« eine ehenso
kleinliche &U grausame l'rioRterqutilerei aus ganz im Stil eines Pomkal
odfif Juarez. 832 schärfte ein Edikt vnn nc-ueni das Rilder^-erbot ein und ver- ^^2
miclite den Heiligen der orthodoxen Kirche ihr Khrcnprüdikat in kindixcher
^«180 KU entrei^Hen. Der Kaiser Hess sich selbst in Glaubensdisputationen
iein; ihre goiittige CborleRenheit und dialoktischo Superiorit&t btUsten Laza-
ros lind die beiden Theodore mit blutigen Martyrien. Vorgebens suchte
der verständig« Patriarch Johannes Grammatikoa die kaiserliche WillkUr
XU zügeln; Thcophilos' Filrdeninp der Wissenschaften war die der Despoten,
,Seinu echt fUrsIlicho Undank hnrki^it zeigte er noch auf dem Todbette,
er den edeln Theophobos tückisch ermorden liess und Bein blutumhiu-
Haupt mit Freuden betrachtete.
Für »einen unmündigen Sohn Michael III (den Trunkenbold 842 848-8S7_
867) übernahm die kluge und energische, aber beschrünkt fromme
lifotter Theodora die RegenUchaft, beraten durch den Logotheten Thoo-
(ktästoe, ihren Uheim Manuel und ihren Kruder Hardas. Dieser war
{die Soelo der Kogicnmg, dorn o» auch gelang nIhnUhlich i^eine Kivalen
Ibei Seite zu schieben. Bardas war ein .ÜTjermensch* , erhaben über
\$B» Bedenken, durch welche ileligion und Moral andere Sterbliche be-
(rinfluKsen. Kin nUtzlichea Verbrochen vorrichtete er kaltblütig ohne die
geringsten Gewissensskrupol. Die kirchlichen Dinge hat er ledtgtich vom
eichtspunkte der Zweckmässigkeit aus beurteilt.
Nach diesen Orundsatxen haben die Ministor im KinverBtJlndnis mit
Kaiserin den widerlichen Krieg der kleinen Geister gegen die rcligiüsoa
Oberzeugungen aufgegeben; ein mehr als 1 OOjähriger Kampf hatte eine
unKeheure Ermüdung und eine gewisse Gleichgültigkeit in der ßlTontlichen
Meinung hervorgerufen. Die lange gehctxtcn Mönche triumphierten.
Der gelehrt« Patriarch mussto resignieren und ward von den Siegern
mit Roheit und Herzlosigkeit raisshandelt; der Hekenner Mothodios,
(lin geborener Sicilianer, der als Exulant beim hl. Petrus in Korn die la-
teinischen Heiligenleben ins Oriocldeche übcr»et2t hatte und dadurch tQr
(die Kulturbeziehungon von Ost und West von unendlicher Bedeutung ist,
Ibestieg den Thron den Apostel» Andrea». Die Absolution gewfihrte er
dem verstorbenen Kaiser nur. nachdem er die Kaiserinwitwe zu einer
offiziellen Lüge veranlasst hatte. Auch die übrigen Bistümer wurden
velbslveretändlich ausschliesslich mit Mftnchen und Hilderfreunden besetzt.
Auf einer h&chst tumultuarischen Synode 813 wurde dann der wahre f>43
JBIaulie feierlich hergcfttellt. und noch begeht die orthodoxe Kirche die
HIfMxi; -rtjf öffi/aJoSias alljährlich mit grossem Gepränge. Dogmstisch
war ihr Sieg vollständig: in kirchenpolitischer Beziehung haben Theodorofi
Ton Studien und die anderen Freunde der .Kirchenfreiheit" ebenso voll-
tkoonnenen Schiffbruch erlitten. Die Gedanken der Kirchenfreihoit, wie
Hta im Abendlande des XII. Jahrhunderts triumphierten, haben die ost-
970
Abriu der b)ruDtJiiiacli«n EKiaergeMhloht«.
rHrniHchen Kaiser in der Wurzol vuruiclitct aiid ßtxir dto Kirch« jw
Autorität behauptet, welche, wie für Ostj'om, so für die äbrigeii recht
gläubigen llciche (Bulgarifiii, Serhien. IttiMtland) charakteri»tiscli ki.
dio Kjrdio wnr da» unoiidlicli hviUani: ein Vurgloich di-r I'atriarch«!! nt
Neiu-oin während de« IX. und X. Jahrhutiderts mit dtsn gleichnitiBN
I'Apnton Tdllt entecliieden zu Gunsten der erateren aus.
In äicilien hat dio 08lrJ^tniKchß Kogioriin^ iroix xühoii Widwfctaiite
nur Verlust« zu verKt-ichnon. Unter dem groMun Äglubidcii AbO 1
842 Bii Mohammed 1 (841—856) nahmen die Afrikaner 842 Messina, 84&
840 Keihc Ka8t:elIo. 8-16 fielen in einer iin^ln<klichRn Schlaclit 9000 Cl
M7 8ä4 847 ward LcuntJnoi orKtUrmt, 854 Botht-r (Butcra), und trotz dvs
8e6 809 Saeeiegs der ChriBtun (&'>8) rückten die Araber unaufhaltsam vor.
mi ^^ eroberten sie Enna, 864 Netos, und nachdem es zurllck gewonnen. 9tf
zum »weiten Male. Wi« oinst im VII. Juhrhundürt Sieilion diu Aa}'I dir
aufi Afrika und Syrimx flüchtenden Itechtgläubigen geweeeo war, m fandn
in diesen und den folgenden Jahrzehnten zahlreiche Christen dw oa-
glllclclichen Eiland« in Kalabrien und dorn IMoponnos eine ZuSuchL
Dio höchst tüchtigu Kogentschaft entfaltete gegvn diese eUrinMto
Lantlschaft ihre ganze Energie. Theolitisto8 Bryennios, zum Strate^D dM
"1^ Peloponncses oingescti^. hat 849 mit «tarker Heerwonacht die unWt
mil8!Kigen Slavviivölkor grüudlich gebündigt. tHo wildoaton und kHogt>n5«b*
sten Stumme, die Mitenger (Milonzer) und Ezeriten (Jeaerzer), welcli« u
PentadaktyloAgebirgc (Taygctos) hausten, bequemten sich zur n?^
massigen Tributzahlung. GugLin das Chalifonreich. dorn seine tOrkincfai«
Garden ähnlich verhängniavoU wurden wie die gcrmuoiiM'hen einst Wwttra».
kämpfte die Rcgionmg mit grossem Glück. Leider verdai-b auch hiefdcr
blinde Fanatiamufl der zelotiüchen Kniscnn alle«. lu den griechiscbM
Oren/Jandschaften, westlich vom Tauru-i und Euphrat, Sassen di* PiJ^
kianer, welche der verweltlichten lleichsorthodoxie ein echt apostoli«*«
Bibcichristcntum entgegenstellten, unter den Kaisem de» VII. Jahrlu»-
durt*i vorfolgt, hatten sie sich in Folge der klugen Hoichsgiulilik der D»-
noklasten weitRohendcr Duldung erfreut. Die tapfen-n Scharon dicKff
christlichen MnkkabSor bildeten einen Überaus nützlichen lebendigen Gr»«-
kordon gegen den lüluni. Viel zu ihrer Befestigung hatte ihr auagcicici*
800 netes geistliöhes Oberhaupt Sergios (um 8011) gcthan. Die VerftllglUli
unter den Kaisem Michael 1 und Leon V trieben einen Teil denwiben !■
arabische« Gubiet. Allgemeine Verzweiflung ergi-iff aber die tOcIitigi' B»-
völkerung. als Thoodora eine äusserst blutige Verfolgung begann. Di>
ÖlaubenskommiflflSre, welche an Blutgier den l'rSfckten der spaniiefc*"
Inquisition nichts nachgaben, wurden ermordet und Raubzüge gegOT "ta
Ueifh untenionuDMi. Die Sekt« erhielt in dem ehemaligen röiuJKfc*
Ornzier Karbeas ein politisch-militürisches Haupt, und von der GrenriMf
Tephi-ike aus führten sie einen hOchst glücklichen Guerillakrieg mit d«
Reichfltruppon. wie die Waldonsor mit den Piemontosen.
Dio Seele der Regierung war der gnmdsatzlose, aber politinch fa™*
begabte Bardas. Sein brennender Ehrgeiz machte sich kein (fe'
daraus, das wUste Leben und die grobsinnlicheD Ausschweifungen
MHe BtCMWration durch die «rrucbett (tsAarisotaen) Kaiser etc. (717— £6T). 97 t
ffen Michael in joder Wetiiü zu bi^gUntiligvn. Thoodora wurde H56 zum
cktritt goKWiingeR, und nun lierrachte Michael (8r>(j — 8li7) dem XAmoi)
;b ullviu; thntA&clilicIi wurilo Ostrom von dem aihnilrhtigen Minister
[i«rt. Von dum jungi^ii Kai»vr niilim die HauptntAdt nur wegen seiner
idischen Au^gela^Henhoit Nutiz. äoinen maitie do plaisir Gryllo« cr^
into er fthnlich, wie Peter der OroRse, zu »einem Saufpatriarchen und mit
laen zu der frechen Kirchcnxchündnng widerwilhg gopressten (lenossen,
er zu Faachingsmetropoliton unioimto, purodieito vr üETentlic-h die hei-
sn Gebräuche und verhöhnte auf offener Strasse den Ukumeni»chcn
triarchen, don hl, Ignatio« (Slfj -858 und 867—878). de» durch Leon V
mannten und zum Möiicb guochonrnon Niketas, den Sohn do8 Kaisers
ahael I Rhangabe.
Boreita in der ersten Hälfte dos IX. Jahrhunderts hatten die skan-
Hvim-hen lif>if. kühne nordische Rockvn, wek-hu diu gutnilltigen und
trgieloBen Slavcn»tammo der Dregowitschen, Krivitschen und Kadiniitsclicn
t unter ihre Herrschaft gebeugt hatten, den Dnjester befahrcnd, mit
Korsarenkähnen di© griochii^cho Nordkllstii von Kleinasion (Amastris)
itig«»ucht. Deu 18. Juni 860 in Michaela 5. Jahre erMchienon 200 Segel der
Urchteten Rds vor der Reichshauptstadt. Einen lebendigen Eindruck von
n furohtbaren, lähmenden tjcbrock, welchen .dieser nordische fürchlerlicho
Lzatrabl* auf die Bewohner machte, gewähren uiiiii die beiden Homilien
^>faotio«. D«r groBBB Patriarch sah darin ein achwereH GottoHgericIit
^die äflnden der römischen Christenheit. Der Hülfe der Gott^s-
ttor, welche schon Chosraii't« Perserflotte und Mo^wija's Armada ver-
htet hatt«, achriebcn die C'hi-istün Sieg und Rettung &\is der Uusscn-
t ZD.
Das wichtigst* Ereignis dieser Epoche ist die Aufi-olhinRder bulsarischen
%g6 inid damit im Zusammenhang der Bruch mit Altrom. Die beiden
tssen Slavunapo»tel, Methodios und KonstanUnos (apätcr al» Mönch Ky-
oa), haben durch die Erfindung des sog. glagolitiBchen Alphabets und
Übersetzung der hl. Schriften in die Sprache der Slaven sich um diese
tionen ein ebenso unsterbliches Verdienst erworben, wie Menrrib und
r bl. äahak durch die parallele Leistung um Armenien. Dieee heihgen
inner eröffnen hier wie dort die Ktilturära für die bisher im höheren
koe kulturlosen, weil anajfabc^ten Völker. Im grossmilhrischen Reiche,
I bereit« durch deutsche St^iidboten dem Chri»t«utume erachlosson war,
Bn auch im dumal» slaviäc-heu Pannonien begannen die beiden Brüder
le hOcbet erfolgreiche Thäti^keit: sie gewannen die Herzen des Volkes,
lern sie in der gottesdienstlichen Liturgie nicht die lateinischo Sprache,
B die deutaohoD Ißsalonubiächöfo, sondern die slovenische gebrauchton.
gen den heftigen Widc'rspruch der Deutschen entschied Rom in einebi
ilauf grosiiurtigcr Weitherzigkeit zu Gunsten der nationalen Sache.
loin gegenüber den Anfeindungen der vom veltlichcn Arm unt«r-
itEt<.'n. sehr Ki'waltthJltig auftretenden latoiniHchen BischSfe vermocht*
>vb Kyriltub' Tod MvUiodios sich nicht zu halten; Rom ücbh ihn fulk-n.
ihun Vlil war kein ebenbürtiger Nachfolger seiner grossen Vorgänger
Di i und Hadrian II. Das mährische Heioh zerfiel und die pan-
«i7-»7ai
19. Jiint
860
»72
Abrias der brMatiiilaoliea E&iflerg«acbieht«.
852-
Ö84;
Um.
868-
I
nonidclicn Slaven erlagen den ciiivraiulomden Magyaren. BnitaUi
[ieiduntum ilur Onniscli-iigristchen Rasse schien die tioffnungsreidi« Sa
Kerireten zu Imbun. Doch oin Hilchtigor Schüler dea Metliodins, k
hl. <;iemens, wurde von Boris dtjni Bulgarencaren zum chrisüichi
Biechof von einem Di'ittol seines damab weit aiisge-dohnten R^ricbM cii
888 gesotet. Boris (852—888) sah wohl ein, dam Ewischen die Groeasluti
der Franken und Römer und dns mäliriHcho Reich eingekeilt, spio V«
auf die Dauer dem christlichen Einflüsse nicht widerstehen könne. Ba
866 Friodon)»oh lasse nach einem der tlblichen Oroniskrioge (8&4 oder H
liess er »ich daher feierlich taufen: der Kuieer SL'Ibst war sein Patlie, n
von ihm nulim er den christlichen Kamen Michael an. Die Qnecbi
traten ein Grenzgebiet, die sog. Zagora, xur Besiogelung dw BQndniii
ab. Während dieser folgenachworen Eixiigiii^Ne regiorio der Patrian
Ignatioä nicht muhr. Er hatte den Mut gehabt, den allmächtigen in
genialen Slaatslenker Bardas wegen seines blutschänderischen UmgH(
mit der eigenen Schwiegertochter feierlich von der KirehengcmeitiMlii
au82U8ch1ie«Mcn. Kr ward abgcttetKl, und an seine Stelle kam der hnd
8&Ö geehrte Staatsmann Photios, der in wenigen Tagen (2ü.— 24. Dex. Sl
alle kirchlichen Weihen durchlaufen und, nachdem er in hftaalidi Ihm
seliger Leidenschaftlichkeit die Verwandten und AnhKngcr doa geatlnb
Patriarchen misshandelt hatte, in wahrhaft würdiger und glerrcitki
Weise sein Pontifikat geführt hat. Photio.« war der geborene Veflnli
der griechischen Nation gegen Homx A nsprücho , welche diMM ■
mehr Hartnät-kigkoit al.'' Geschick vertrat, (tom zijgerte, wie begrfltflid
mit der Anerkentmng des in so illegitimer Weise inthronisierten KirclM
863 fUrslen. Ja eine römische Synode (mVA) erklärte ihn fQr abgautt
War ttchon dadurch da»« VerhBItnis des Reichs zur Kurie ein SuaM
gespanntes, so wurde der Bruch unvermeidlich durch Roms EinmisdM
in die bulgarischen Angelegenheiten. Mit echter Slavenschlaubeit haU
der neue christliche Kulgai'onrar mit Alt-Uum Linterliandlungen M
geleitet, um der driickunden Supri'itmtiu des Ükumenischeo ratrianU
8*' oin Paroli zu biegen. Bereitwillig kam Nicolau« I (Ö&8 — 8(i7) Bon
Wünschen entgegen. RHmische Bischöfe führten den latetni^iThen BiU
in der bulgarischeu Kirchenprovinz ein. Mit zäher Beharrlichkeit hau
Rom seit dem VII. <}kumeni»chen Konzil nicht aufgehfirt, seine mk
liehen Ansprüche auf die illyrische Obedienz geltend zu madivn. B
erster Erfolg schien errungen. Aber gerade jetüt erhob sich iliv gn
chidcho Nation wie ein Mann gegen diese verjährten Korderungea. 1
der Fcsthaltung der durch den Bilderstroit gewonnenen KirchunproviBH
gingen die Ignatianor, die geschworenen Feinde der Pbotianer. mit iUm
Hund in Hand. Als später nach der Wiedereinsetzung dea TgnatiM M
809 dum Ver.ii(hmingskonzil (869) die Vertreter der Kurie wieder mit ikn
illyrischen Ansprüchen hor\-ortr&ten , erklärten die Gnechon mit illrN
Worten: «Es ist htichst unanständig, dass ihr. die ihr die griwhiid
Oberheri-Mchaft abgeschüttelt und den Franken euch in die Arme gi'Wflrfs
habt, innerhalb dea Reiches uusorcs Herrn Ordinatinnsrcchte IkJuüM
wollt,* Die Byzantiner haben mit klarer Konsequenz innerhalb tbrt
legeBeratioD durch die sf riaoheii (iMnr neh es) KäiBvr i
»-867), 973
kreuzen g,Haz wie .Joseph 11 Obedienzrechte eines auswärtigen geist-
f Obern wodor »iierkeiinen noch dulden wollen.
HätU) dos (ImiDiügu liom wirklicli die staatsiiiiiiinischo Klugheit be-
% die man ihm liüuüg kritiklos nachsagt, hütto 08 joUt einlonk«n
n. Das griechische Nationalgeftlhl war »eit den Tagen der Eirene stark
Elich gi'Wordi'U. l>io Männer der strengen Itichtung, wie der \\\. Theo-
Dn StndtoD, habvn durch ihre unbedingte Hinneigung zn Alt-Rom
jWlaritat gerade so eingebüsst, wie im IV. Jahrhundt<rt in Armenien
L Nerso« und die hierarchische Partei durch ihre Aidehnung an die
In Kappadükior und ihre Gricchenfreundlinhkeit. Photios trat nun
orkämpfer der griuchischon Nation und ihrer geistigen Selbstfindig-
jtoni gegentlher mit grüsster Entschiedenheit in die Schranken. Das
b iv(;ltgo8ehichtliche Bedeutung der (ynvxliog imgxoi.^ des Jahres
IPbotiüx' t.heulogii«ehe Gründe Hiud schwach; äio beKichen »ich auf i^67
hebe Differenzen im Kitus und der Disziplin, die man zu allen Zeiten
pweigend in den einzelnen Kirchen nebeneinander geduldet hatte.
\ der eiiizigo dogmatische Streitpunkt, der über den Aufgang des
fti Geistes, mit der aus ihm entwickelten ebenso voluminOfleii, als
i bedeutenden Streitlitteratur wirft kein sehr glänzendes Licht
las geistige Niveau der griechischen wie der lateinischen (^lottes-
^n sowohl in diesem, als den folgenden Jahrhunderten. Hatte man
litig die Vereinigung der beiden Kirchen gewünscht, wäre die Forme!
L Johannes des (Jold-stroms von Daniaskos eine sehr geeignete Onind-
r Vei'stttndigiing gewesen.') Allein Dogmatik und Disziplin waren
V^orwand; um die Nationalität handelte es sich in That und
it. Die griechische Nation, längst putitisch von Rom emanzipiert,
chUch befreit zu haben, das ist das unvergängliche Verdienat des
Photio».
jAm Hofe waren unterdessen starke V'orilndontngen vorgegangen.
|B, das grundsatzlose Genie, fUr den alle Mitmensehen nur Steine in
B Brettspiel waren, hatte wenigstens einen ehrlichen Enthusiasmus,
br die Wissenschaft. Er errichtete eine Art llochsclmle fUr Pliilo-
\, Philologie und Nuturwissenscbaften, an welcher die Schüler des
lügen i'atjiarchcn, des gelehrten Johannes Urammatikos, Philosophie,
Infttik, Rhetorik, Geomctriu und Astronomie lehrten. Auch da^ Kechts-
|in suchte er zu heben. Aber er erlitt, was seine Thaten wert wai'on.
er den Kaiser den grübsten Ausschweifungen überlieferte, hofft« er
übcachränkt herrschen zu können; allein unter den Genossen der kaiser-
voränderto Porni«! reripiert; »Hain ilia 1m-
ttiniaclipi» Akt^n der vier «treten ÖkumC'
nischen Synodeii iiitgen klilrlich. dnas dio
düinntige Kiicho noch Aa» unvorrnlsohtc
Symbol golospn iint. Also philologiarli
ooor pBliiogrnphiBcli wnron die Uriochnn in
Tollslera ItiHilito, Kino nndero Frag« iet die.
ob ea sieh lubiile, iim — gelindri goBagt -
einer thrologi Hohen Finesw willen oino aobt-
hftihhundprtjnliiisf Kirchenffinheit »u tut-
brechoa.
Bl man wicli oinmal unf im Stand-
■•r Uieologiacbcn Konlrovomisloiii so
ja otlerdings xajiebpn, dass di«
■n im ttochtfl wuri-n. Die spunischo
|> frltalciBcbu Kirrhc hatten durdi den
B_vuhbul (!il]ü(|uu) wirklich eine
g«((enill)i-r dur jillgeheüjgten 'IVn-
dit. und div rUmisolio Kurie liat.
aie nutii unlt-r Uü III 1795-816)
ridvrataiidt'ti huttn, erat ihr .lola-
' BUSgesi>rocbeu und dann die
974
Abriu der bj-unUniBchen EftiserK«selil«bt».
liehen Orgien befand «ich ein schöngewachsener Stallkuo<.'bt, BaaiteiM,
Mann armonischcr Abkunft aii.i dem seit dem VII. Jahrhundert «itari:
Kleinueiaten boHictlelton Makedonien. BosileioH, bald der erklärte Lieb
des Kai»erH wie der Frauen, war ein genial veranlagter Mensch von
iiondem Kbrgeiz. Mit seinem Landsmann Symbatios, einem hochstehe
866 Beamten, vorband er sich unter Ifu^timmung des Kaiser» 866 zur .
•in. Mni düng des allmäclitigt'n CäüarH. 26. Mai deH»elben Jahres ward
^^'^ Cäaor und Mitregenti^n ernannt und ftihrte die Merrschaft in ausg
ueter Weise. Ala Michael, von seiner bedeutenden Mutter beeiol
33. Sppt. EmanzipationegelUsto zeigte, lie.s8 er ihn 23, Sept. 867 durch seine
,^*'' SOldnL-r niederhauen. Dur Fi-ovel, wek-hen Michael BalbuB an bmd
Freunde und Herrn begangen, war in furchtbarer Weise durch das
liebe Strafgericht am Enkel gerScht worden.
5. Der Höhepunkt oströmischer Machtfülle unter der
armenischen Dynastie (867 — 102&).
BasileioB 1 {Stil — 8Stt) ist der BegrQnder der glorreichen ttake
niscben l>jTia8tio, welche während nahezu xwci Jahrhunderten al«
roütitutürc» orbis die letzte vollkontniene Weltlicrrsc-baflsepoche des
tums dariitellen. Die Art, wie er den Thron gewann, bat Basikäoai
den leisesten Skrupel bereitet Er gehört m jenen genialischen,
furchtbaren Kraftimtnren. wie Sulla, Theoderich, Chlodovoch. Napolo» I
welche kein uniiQtzes Verbrochen begehen, aber niltzliehe RlnltliaU-n mit
grOsster Seelenruhe als fatalistinche Notwendigkeit vollKiehon oder vcll^
ziehen lassen. An der armenischen Herkunft der neuen Dj-nastie vA 1
KU zweifeln.!) Bereit« der exilierte PhoUos. um wieder persona
am Hofe zu werden, verfertigte einen Stammbaum, welcher die
Majestät von Araakes und Tiridatea herleitete. Die armenischen Rilbr
und Suldknechte, welche in diesen Jahrhunderten mit ihror Tiipfcrkofti
rfimiseho Reich noch zusammenhielten, leiten sich olle von den alk'S
aukiden und Pahlaviden her mit gerade so viel Recht, als zahlreiche Fa
lien unseres ^IJradelH'' sich von den alten Kreuzfahrern oder TnniH)
holden herleiten.
Die neue Re^orung beeilte ^ch, mit Rom ein Verhältnis he
stellen. Photios wm-de exiliert und Ignatios (wieder 867—877) ward
neue Patriarch. Die von den Itömern sog. acht« ßkumeni-sche Synode I
war ein grossartiger Triumph für Nicolaus' 1 Nachfolger Hadriau IL
der h8rte.tten Weise muteten die Photiancr, falls tde in der KirchengnnsiB
Schaft bloibun wollten, widerrufen. Auch hier hat die römisoho Kurie du
unvorsichtige Politik .sich seihst am meisten geschadet. Durch ihr
mutiges Gebabren wurde das nationale SolbstgofQhl der tiriochen und 1
des gut rCmiscb güsinnten alten Ignatios aufs empfindlichste gekrinkt
von
') 1^1. die tiilrclT«n<l«D BemorkunKcai
de Buor: Vit* Kuthyniii 8. 180. Nur
irrt er, wen» ur ilio Ableitung vuii den iir'
inoRisoben Aisnkido» fllr .arg beacli eitlen*
uuuakt. Ai»bBacnusNotii(S.VA, U(
waldt) hitt« «r einfHoh verwerfen, aiiUl
der «otgegMigeMUt«!! iter Unecica
ininiur«!) eollea.
P^«r BObepnnkt oBtrOm. lUohtflIlI« ant«r i. «rmen. Dynwti« (867- ICZü). 975
^lass zu neueai Zwist kam bald. In unbegreiFlicher Kurzsichtigkeit tiattb
HnilnHn U den späteren Papst Fonnoaua. damuttgen Himisohen Legaten in
BuIgariuD, troti; dem dringenden Wunitclu^ de» ('Aien alR hjrzbischof von
Bttig&rien nivlit bosUltigt. Der orgrinimtc Michnel trat nun delJniÜv 2U den
Qriechen über, und so sind denn auch von da an diu Bulgaren stets der ortlio-
iloxi-n Kirche, xu der sie Natur und geschichtliche Entwicklung wiesen, treu
geblieben. Dor wioderoingeseizte Fhotios (877 — 886) war aufs neue sieg-
reich; er Überlistete sugar dun «ehr schlauen I'apKt Johann VIII; im
dpnkoht Intrigiienspiele. das die that«äc)ilicbe Wahrheit etwas »ouverän
behantlelt. Kind die Oiiechen den Lateineni allemal überlegen. Das lle-
niltat war Bruch mit Korn und Hefreiung dor gricchischon Nation von
•einem Primat d. h. Photios hat sein kirchenpolitiscbes Programm in
^nzi'ndiiter Weise verwirklicht.
Nach aussen entwickelte Kasileios unter den schwierigsten Umstünden
oiae Qberaus zielbcwusstü und ki-aftvoUe Politik. Vor allem wurde Byzanz
wieder die Beherrscherin der Meere, In der exponiertesten und schon
beinahe verlorenen Westprovinz Sicilien stritten die Ostrrnner zwar nicht
glücklich, aber mit bcwundemi^werter ZKhigkeit, nur Schritt filr Schritt
nachgehend. 868 war Malta gefallen. Verbündet mit dem kraftvollen
Frankeiikaiser Ludwig II erfochten die Römer H12 bei Salemo einen glän-
xenden Seesieg über die Sarazenen. Aber 2[. Mai 878 fiel endlich nach
tapferster Gegenwehr auch die Hauptstadt Syrakus. (Jm so energischer
verstand e« Basileios, in der Ädria Ordnung zu schaffen. Das alte Bundea-
verb<nis mit Venedig ward hergestellt, die mit den Sarazenen verhtln-
deten sorbischen Piraten aa der dalmatinischen KUste derb geztichtigt,
nod ohne llUc-ksicht auf die Proteste der schwächlichen Karolinger zwang
er die Grosszupane der dahnutinischen Kroaten, die Oberhoheit der Kaisor-
stadt am guldnen Hörn anzuerkennen. An dem islamitischen Uaubgcsindol,
vdchos von Afrika, Kreta und Kilikienherdie KUsten Griechenlands und der
Adria unaufliitrtich ht-iinHUi-hte, wurde nach den glilnzenden Seesiegen der
Jahre 8^0 und 881 nach Verdienst ein furchtbar blutiges Exempel statuiert.
Kultur und Christentum rotteten hier mit eiserner Faust die maritime
Barbarei der Koranleuto au». Der ItUckgang dor frünkischon Macht in
L'ntcritalien kam den Oströmern zu gute, 875 ergab sich ihnen das wich-
tigo Bari, von jetzt an der Hauptwaffen platz der Itomäer im Westen; die
tflchtigeu iieeriUlirer des Kaiser« verjagten die Araber ans Kalabrien und
ÜDrinierteo das neue Thema Lungibardia, ein wichtiger Ersatz Tür das
^faorene Sicilien.
^* Eine schwere Aufgabe hatte ihm das frühere Regime in dem Ite-
iJgionHki'iege mit den Paulikinnern hinterlassen, welche w&hrend Michaels
Itegiening unter Karbens grosso Erfolge davongetragen hatten. Sein bu«
8tender Nachfolger Clirysocheir wurde im ersten Feldzug 871 besiegt,
, dor Kaiser gewann unermesslichc Beute; allein das feste Tephrike
mnchte er nicht zu nehmen. Im folgenden Jaliro dehnte er seine
iPUlnderungszüge über den Eupbrat aus bis nach Samosata und in das
j^rnialige IV. Armenien. Das feste Melitene zu nehmen, gelang ihm frei-
868
872
31. »ai
873
880 8Sl,
871
&76
AbriM der bjrMBtinisetien Eu»eT(««oUoliU.
frlllier von ihin mit Uunst beluind«l(«D Uricchcn ziemlich niedc
orwchingen ward. Die fromme liäuherrepublik haU« ihr geisttgM
poIitit<«lieH Haupt vurlorfn; mit den Paiilikianem war es jetzt am.
Auf Boaileioa fotgteu scinv Siiliiie und bisherigen Mitregent
886-912 (886—912) und Alexandros; da letzterer gaiiz dun Gonüit8«n hingegell
SU regiert« thAt«ichlioli der Philn>ioph, welclier 904 auch der nomiiwlk-n '.
herr^chaft seine« Bruder» ein Ende machte. Kr galt allgemein als )ä~
Sohn Michaels. Vater and Sohn standen sich ohne Liebe g^genOber, joi
schon frUh hatte Leon gegen den Vater komplottiert. Leon war das dinfel«
Gcgentoil ftoinee genialen Vaters, ein gtUehrtcr Pedant und kOrpertidMC
Schwächling, gerade darum Ähnlich wie Jakob 1 von England von d«r G«lt-
ähnlichkeit »eines Euisortums abcrzeugi. Dabei bleibt es aber tk>ch rio*
etwas naive Geschieh ti^auffasMinK, wenn man von ihm die Stuigämiig im
römischen Absolut inmii.« zum Despotismus datiert und den Verkut Alf
Munizipal Treiheit der griechischen StAdte unter Leon sentimental bakUgt
That«%clilich hat sich vielmehr unter der makcdonischon Dynastie d«r Übtr
gang zum Feudalismus vollzogen; in den einzelnen F^ovinzen sind reiii-
begSterte Familien zu steigender Macht gelangt. Ihre SonderbesEtnbaajp
haben eine dauorndo Schwächung dos Koichc« erzeugt, welche c« alln
auf eine Jihidiche Linie mit den gleichzeitigen u»ch ziemlich ba
and kl&gUchen ocvidentali sehen Staatengebilden hinabdrückte.
Leon entehrte sich selbst durch eine tseincr en«lcu ilogieruiij
langen, indem er den großen i'hotios zwang, eine Abdankungmrita
zu unterzeichnen. Die Leitung der orthodoxen Kirche vertraute der
seinem erst achtzehnjährigen ilruder Stephanos an. Id ähnlicher W4
933-950 ist auch späterhin ein kaiserlicher Prinz Thoophylaktoa (983— 9SC)<
dieser WOrde beordert wurden, etwas ganz Ungewöhnliches im
sehen lt4.-icho.i) Eis erinnert das an armenische Zustände, wo da« ITi
likofihaus sich mit der Efinigsfamilie verschwfigorto. Photioe Mg '
begleitet von der allgemeinen Achtung, in ein Kloster zurück,
lieh glücklicher, als wunn er auf dem Putriurchalthron gesessen häUc'
obgleich ihn neun Päpste exkommuniziert hatten*.*) Unter Leon
auch die neue Kirchenordnung, die vielbcriihmt« Diatyposis, fuii>rltcli
klamiert. welche den ehemalx Rom unt^^TWorfcnen Prälaten der Ul
lutlbinsel ihtvn festen Platz in den Synoden des Reichsklerus »nwiw,!
duss dadurch den bisherigen unwürdigen, oft bis zur Hchlägcrei au»
Zuständen unter den geistlichen Hirten ein Endo gemacht ward.
Die unter Styliaiios von Neokaiscreia zur Uerrschafl ken
Ignatiancr knüpften sogleich mit Alt-Kom wieder an, und nach »elirl
wiorigen Verhandlungen kam endlich um 900 die Union wirklich zu '
Allein es war nur eine rein äiissc-rltclic Einigung der römischen
regierung und der byzantinischen Staat«lüitung; sie hatte so weaif'
') I>ie e«aolioron<>n Spranling« milfln'
tor Fniniliea. Mrio Tliooilüiiio« von Kphi
Apsiuiunia' Sobn. uiid der l'utriuch Ignalio«
kommen nnldrlidi tiiciht in botrurht. Eüien
b;rxiuitiiiiiob*ii PrJD»n fiode ich soiiirt nur
auf il«in Thr«D von Acbrida, AMMIf
«i^iMtiK «tpn«w, aU HOMk
■) KiaUr, liisl. «f Um S. b
S. 811.
D«r HOheponkt mItSib. MachtfUla vaUr d. unw. Djuitti* (687— I03S). 977
alle die zahlreichen in den folgenden sechsthalb Jahrhunderten ge- ^H
dossenen Vereinigungen. Die Völker blieben nach via vor ethnisch ^H
1 religiös völlig getrennt. ^^
Noch wiehligc-r ist Leons legislatorische ThStigkeit. Bereits BasiloioB 1
|e die Gesetzgebung JustinJans neu bearbeiten und 87!) als Frucht ^79 y
Kr Thfttigkeit den Procheiroe Kanon edieren la^-sen, wozu 884— 8)j0 884-BSfi.j
ixwait«» Handbuch des gültigen Kcditx, die Kpana^oge, kam. Unter ^H
äemSohno wurde nun das eigentliche Hauptwerk, die Sammlung Batsilika, ^^
'—89a in 60 Bücht-rn als allgöniBin gültiguB Gesetzbuch für daa ganze 887-«m1
«b publiziert. j
Äu».<^rlich ist seine Regierung arm an Ereignissen und recht un- . ^J
cklich. Mit den Saraseuen ftUirten die Chmten wechselvolic Kriege. ^H
• Byzantiuer plütidertc-ii hl« weit iiadi Syrien hinein. Die iHlamitisehon ^H
piraten waren nach wie vor die Geissel des ägaischen Meeres. 888 üSS ^M
»dachatsteD sie 8amos, 902 zerstSrten sie Demetriaa in Thessalien. W2 J
: oiguntliche Leiter dieser Unttirnehmungcn und grimmigst« PY-tnd aller ^J
iaten wht M'ie üblich ein Itenegitt von der kleimuiitili&chen Sildküst«. ^H
in von Tripolis. Ihm gelang es, tnit nur 54 Schiffen, deren Besatzung ^|
ist aus .Aethioi>en' bestand, nachdem er 29. Juli 904 plßtzlich %'nr dem ^H
tzlich unvorbereiteten Ttiessaloiiike, der zweiten ijtadt des KoichK. er- ^H
ienen war, »chon nach zwei Tagen dieselbe von derSeesuito zu erstürmen 9<M 1
I mit unermesslicher Beute und zahllosen Gefangenen (22 DUO Mann) wieder ^J
uziehen. Es war das seit langem die schwerste -Schmach, welche dem tteicbe ^H
IpÜUUi wai*d. Auch in Sicilien und Unteritahen vei-zeichiien die Annnlon ^H
fir d«ui I'hilosopheii nur Unglilcksftillu. 889 erlittun die Oriechun zur l^ ^V
I bei Mylae (Melaxzo) eine schwere Niederlage durch die Afrikaner. 9ül 901 j
ig Rhegion und 902 war der letzte Stützpunkt der griechischen Uerr- 902 |
afl Tauronienion gefallen. Ebenso ging Bari in Unteritalien wenigstens ^i
iporlü* an die Langobarden von Benevent verloren. Schwache und ^H
fihigkeit drücken Leons Regiment aberall ihi-en charakteristischen ^H
Olpe! auf. ^H
Auch mit den Bulgaren verstand man sich nicht zu stellen. Der
Iftige Car Symeon (893—927), der Begründer der kirchlichen Autonomie 893-937'
Igaricus durch die Einsetzung eines sechsten Patriarchen, wollte sich j
^ monopolistischii Ausbeutung seines Beiche-s durch wenige byzantinische I
OaskauÄeute nicht länger gefallen lassen: aber Byzanz bediente sich ^^
1 «Itbewährten diplomatischen Kampfmittels; es bot gegen die Bulgaren ^H
u Mujiyareii auf; mit Hilfe der byzantini sehen Flotte brachen sie in 1
llgarien ein; Symeon erwehrte «ich ihrer mühsam von seinen Burgen i*9S ^J
|l; allein den Abzug des boutebeladencn Haubgesiudels verfolgten die ^H
llgaren und schlugen sie gi-Undlich in ihren be»stirabischeu Steppen. ^H
tnaiehr konnte Abrechnung mit den Griechen gehalten werden. Xach- ^H
n Symcou dieselben bei Bulgarophygus glänzend besiegt hatte, traf die ^H
icht seines Armes auch die Magyaren. Im Bunde mit den l'atzinnken ^|
ttacfaenegen) am Dniepr überäel er während eines Kriegszugs der Ma- ^H
Uren deren KamiUen in He.tsarabien. Sie wurden niedergehauen oder ^H
i Gefangenschaft geschleppt und die Magyaren gezwungen zwischen ^H
, «IWrtUBWIlMrKIl'llkn IX. 1. AMlg, }. tilfl.
ü'i
978
AbriM d«r brMtiUDiMhtn RKiaargMohlolit«.
H Donau und Theiss ihr Barburutiroidi detiiiitiv zu koit»tituioreD. Hit im
^m Oricolien lüelteu ilie Bulgaren jolxt Friede: die chriatlicb-byzaittiiuMM
^B Kultur und Litti<r»tui- dningeit mit Mncht ein und Übten ihren seeHfl
V r«ichcii Kinfluss uuf da» rohe Volk aus. Die Kpocho Symcoiis gilt ab M
H goldene Zeitalter von Bulgariens Littoratur. I
^1 An diesen W(>Uhii>toriBchen Vorgängen beteiligte sich die kais«rii(fl
H rtimischo Hogioriing nur ala vCillig unthätiger Zuschauer. Um ao nd
H war der Uuf i-rfullt von den alterhOchsten £hoange)c>genhmt«g. IM
^^ Schwächling Leon halte drei Fraueu gehabt; dass die berühmteste dm
^I^K aelben. die hl. Theophano, den elenden Gatten nicht liebte, ist eigeBÜldl
^^^V selbstvcrtitAndlich. V,r lebte daneben mit aeioer Favoritin Zaü, von im
^F er auch zu aünor natnenlotton Freude einen Sohn erhielt Nach dam To^
^^^K der dritten Gattin wollt«.- er die geliebte Maitresne zur Kaiserin «riiakM
^^^V nm den Sohn zu l<;gitimieren. Allein die Oeiatlichkeit, an der SfHM
^T Kikolaoa MyittikoB, der l'Atriarch, widorseUt« sich der TctragamieiutillB
H Energie, hierin unendlich mehr Mut beweisend als ihre gustUcbfl
H BrUder in dem Russland des XVI. Jahrhunderts. Xikolaos mirde ■■
H setzt, und ein gefalliger Prälat, Euthyinios. übrigens eine durchaus wflrdifl
H forsiiidiohkcit, auf den ersten Stuhl dea Itcichs erhoben. Die ZustimiMM
H der orientali»L-bi-u Patriarchen erhielt tnan leicht; die Legaten denolhid
H arme MOncho, waren langet gewohnt, gegen ein Geldgeschenk oinodfl
^L photianisch, das anderemal ignatianisch zu stiiouien. Schlimmer war, da
H[ Koni, bereit« in schwerem Niedergange begriffen, durch seine UigaM
^Kin. gleichfuIlM zustimmte. t>. .lanuar 906 hatte aucli die feierliche Taufe iM
^^R Kronprinzen Kout^lAutino« statt gofundeu. I
Nach Leons Tode (II. Uai 912) folgte sein Bruder Alesandrol
(913—918) zugleich als Vormund des unmündigen Kronpriozon KoiuUB
tinOD. Der ganz elende FUrst hat kaum regiert, soiiduru liea mir dB
Gegner seine« Bruders gewKhroa. Zwischen den AnhSugem des atam
l*atria]-cheii und des Nikolaoa bestand die bitterste Feindschaft, it^H
selbst die unsinnigen Gerüchte von hochverritcrischeii Cmtriebon M^^|
gesetzten Prälaten gegen Kaiser Leon ihre Gläubigen fanden. Die iu Bjnw
übliche Ueaktion trat auch jetzt ein. Unter beifälliger Auftnuatcrnl
seines Gegners wurde der unglückliche Euthyniios seiner Würde eBtouUB
.wie wilde Bestien stürmten sie auf ihn ein, schlugen ihn mit FlnsM
912—925 und riiwen ihm den Bart aus.* Nikolao«« ward aufs neue (912—91«
feierhch intJironisicrt, Nach aussen ventand Alexandros nur di« gnM
Beziehungen zum mächtigen Bulgarencarvn durch unzeitigen CbVMfl
zu trüben; indessen zum Segen des Iteichs starb er schon nach «4
^'d/k^ jühriger Mi^sregierung 6. Juni 913, nachdem or eine ItegentscIuiA M
dem Putriarehou Nikolaos an der Spitze für seioon unmündigen XeAM
eingesetzt hatte. I
Neben dem Patriarchen sass im Kegeotachaftsrat mir ein bodorMrl
der Mann Johannes Eladas; die anderen wanm ehemalige I.iebhngfl J«!
AlcxandroH. Männer slaviuchor Abkunft. Konstantinos der i'ütptt'M
dl3-9MI geborne (913— 9.'>9) ist das personifizierte Prinxip: Lo roi rdgn«, "^V
il ne gouveme pas. Unmündig wie mUndig, hat er niemals rejfiart. ■■'I
f. Titr H&h»piinkt oBtr&m. Hiuibtnile noter i. armen. DjnastlB (9fi7-10S5}. 979
man kann nicht leugnen, Ansa dies f)lr da^ Kcich ein Oillck war; (tonn
die .Schioksalo ddswlbon ruhtiMi taut auHnahniEloH in fühigüron Händi'n, al«
die di's wissenschaftsfreundlichen PorphyrogenneUis waren. Trotzdem hat
'man vi)IIig verkehrt die erste Hälfte den X, Jahrhunderts ala eine Epoche
des Vei-falis darzii«tel!en gesucht im OogensatJ! ?.» don wtnrk flhoivic)iKUt«n
jtoi»em der lkonokla8tcnp<.M-iodu. Dit> mukiduni&cltt; Dynastie hut mit
^pei AuKnahmen allerdings meist nur dem Namen nach regiert; aber
Vs hat ähnlich, wie die ill}Tigche l'onoHo der alten Kai»en:eit von Claudius
(Jothicu.s bis Constantin, dioau>werordcntlich tühigcn ii«<l enorgisohe» Offlxlore
■ie« aenvraliftHbs, nu>i)it Münnc-r annenlsoh^r Abkunft, an» Ruder gebracht.
Konstantinos Dukos, ein sehr begabter Militär, versuchte die Hegentschaft
zu stürzen, vie es si:heint, nicht ohnr« Mitwi!«»en den Patriarchen, der
lieber mit diesem Kraftmeii.schen als den Kannnerherrn der hi8)ierigen
Regentschaft regieren wollte. Allein als er sich zum KnuHcr aufrufe»
'Uess, fand er in dem umsichtigen Regenten -lofaannes Eladas einen ihm
ligietwachaenen Gegner. r>ukas und («ein (leschlecht wurden ausgerottet.
mnos Elada«! berief auf Wunsch den Kaiser» die Kal^crinniutter ZoÖ.
cb« Aloxandros vom Palastu auBgeschlosäu)i hatte, zurück, und sie trat
Üe Regentschaft ein.
Noch aussen erntete man die Früchte von Alexandroa' kopfloser
folitik. Symoou mit »einen Ilulgaron zog verheerend bis vor die Haupt-
stadt dl!t; im folgenden Jahre nahmen die Bulgaren durch Verrät sogar
>Adrianopel, konnten es aber den tiriecfaen gegenitber nicht behaupten.
bi« itegierung bereitete eine ernstliche Aktion vor. r>ie sämtlichen
''Truppen, auch die nsiatiächen, wurden üu einem Hatiptachlag gegen die
Bulgaren in Europa kouEcntrivrt. und die Führung einem dvr tüchtigHtoD
(Btnerale des Reichs. Leon Pliokas, anvertraut. Gleichzeitig hatte das
^^xantinische Gold auf die OemUter der Patzinaken gewirkt; ihre Operation
•odt« durch die rOmische Flotte unt«r dem Admiral Romanos unterstatzt
werden. Allein Romano» benahm sich h<^ch»t zwoideutig. Die erwartet«
patzinakischc Hilfe bheb durch seine Schuld auä, und so erlitten die Römer
'Bnt«r Leon die furchtbare Niederlage bei Acheloos 20. August 917. Per
Intriguenkainpf zwisdion den beiden Itivalcn Leon und Ronmnott ondigte
it dur völligen Niederlage Leuns. Kaiser Konstantin wurde für nominell
lig erklfirt; die Regierung übernahm 2r>. März !)19 Romanos Leka-
loa »im Grosshetaireiarches proklamiert (General der ausländischen
Jetnippe). Seine Tochter Helena wurde mit dem Kaiser verniJihlt;
aits im April de:^selben Jahres erhielt er die neugeschaffene Würde des
lileopetur und mit »einem hohen Militärkommando wurde »ein Sühn
hristophoro« betraut. Der schwache Konstantin ernannte seinen energi-
lieo Schwiegervater bald zum ('lütar, und 17. Dezember 919 ward er
Patriarchen Nikolaos feierlich als Mitkaiser (919—944) gekrOnt.
Die Hauplgefahr für dos Reich waren die Bulgaren und die kreti-
en Korsann. Du« Bulgarenreich erreichte unter Symeon (893-927)
Gipfel seiner Machtfütle. Der von ihm angenommene Titel .Car der
Iren und Autokrator der Romäer' dokumentiert die deutliche Absieht,
alternde Reich von Ostrom politisch ku ersetzen, wie der zum l*atri-
913
20. Aue.
017 ■
2S. Min
019 ^
17. Dm.
919
919 -SM
893 - 927
Abrba der byzantiniBcbeB KftUergeac hiebt«.
archen c-rhobcno Metropolit von HrC^ilar offenbar die Stelle des dkua
nisohen Patriarcbon oinnoliinon m\\t^. Iminor weiter Qhvr Adriunopd,*
HASombria liml Vodena hinau» nnirduii uuf Kosten des rümi&chen Hritb
die flreniMMi d«r Bulgaren vorgeschoben; im Westen erreicht« sie nach l'nt»-
werfung <lcr altiUyrischon ljand«chnftcn die Adria. Byzaiiz griff zti 8eini>ritt>
bewShrten Politik: Serben und Kroaten wurden gegen ibi-e ostbalkuniac^D
SS7 Brüder ausgespielt. Die schwere Niederlage Alogobotara i927) dorth <b
K Kroaten und der im gleichen Jahre eingetretene Tod des gross«ii Carui b^
y zeichnen den Anfang des Niedergangs für Bulgarien. Symeons Sohn, im
)27_9ß8 fromme, frit'dlicbcndu und schwacho C«r Peter (927—968), achloaa niA
kurzen Kämpfen in Makedonien Frieden mit Rom, und die enteotc cordial«te
beiden Grossmäohte wurde definitiv b&siegelt durch die Heirat des l'an>n mii
Kaiser Bomanott' Enkelin Maria, der engten byieautiniKchen Curica auf im
bulgarischen Thron. Ein poUtisi^her Ueistt-rzug dos ostrümischen KahinclU
war die Feierliche Anerkennung des bulgarischen Patriarchat«: dwlvii
blieb die bulgarinche Nationalkirrhe endßUltig in der orthodoxen (iouini*-
Hcbaft, und jeden Band mit Alt-Honi war xerschnittvn.
In Unteritulten hat HoniHuos den grieehischen Besitxstand mit Elin>J
behauptet. Uie (ii'isBel des ägäischen Meeres, der f^rchtorltcbe KeiNgil
924 Leon von Tripolis, wurde 924 durch den tapferen DruDgarios Joliauit
Hndioo» in der gewaltigen Seeschlacht von Lomno« so grfliidlich geifichti^
dass die roaritimo Gefahr al» in der Hauptsache beseitigt angeeehen wenkn
konnte.
Den Beweis des machtvollen Aufstrebens gewähren aber vor allMO
die orientalischen Verhältnisse, der Kampf im Osten mit dem in
ster ZürrUttung begriffenen und in seino Bestandteile sich anflC
Cbalifat von Bagdüd. Dor ausgozeichnete armenische General Jol
-942 Kurkuaa hat während xweiundzwanzig Jahren hai-ter Kümpfe (9S0-
die Grenzen vom Halys bis an den Kuphrat und TigriH vorgcscbobeo.
Emir Apoehajm (AbQ-Jt^afi^t von Malnlia (Mi<liton<i) schloss mit Rom
928 Büudma 928. Dadurch wurde dieser Brückenkopf fiir die Angriffe de
gläubigen ein Haupt1>ollwerk des linniorreiohs. Die Truppen des
kAmpften mit den KOmern gegen ihre Glaubensgonosaen. .Nach erfocht
Siege zogen sie gemeinsam niil dt^>it Hüniom triompbiorend in die UauptsUA
«in, die Agarenor gefangen mit sich führend. Das war ein wunde
und unerwartetes Zeichen des Unglücks der gottiosen Agarener' ttagt
Hochgefühl der Chronist.') Apochaps' Nachfolger bttiwlcn ihren
nungswechsel mit der Krobunmg und Zerstürung de« blühenden
und seiner Nachbarstädtc. Ein rüuiischur Kurator gebot nun auf
vom Islam so lange behaupteten Stätte. Kurkuas aber .der gro4i»D Kr
mann, hat überall Singeszcichen aufgerichtet, die Grenzen der Köni«r
gedehnt und zalilreiche Städte der Agarsübue zerstört.*
Von grOester Wichtigkeit war die damit verbundene Begenersb
der orienlalischen CJin'feten, der Armenier und der Iberer, welche das.
des Iskms ab»cliüttelten. Die Bagratunier hatten bereits in Bsail«io«'i
I
m-
'} Gvorgiu« Hamut. S. 834 Miirolt.
}ar HOhepiuikt oatram. Xachtfnlle naUr d. armen. Dynutia (867-1025). 9g]
eJD selbständiges arnienischeB Itflich wieder gegrUndot. und der Kdioor
hatte auch .dem Ftirstei) der FIlr^t«ll* (öpx'^*' '*"'' "i}X''>'^'"*' — i^^c-lmnac
iftiban) AÄot die KCtnigitki-oiiv üboi-Handi und «inen Alliaiizvertrag mit ihm
KbgeBchlo»ti»(io, nachdem auch der ChalJf ihn ^8.1 feterhch zum KCmig hattf? 8är>
proklamieren lassen. Nach AÄoia (f üS^) und »eines heldenkilhncn SohiiCH Ksy
Smbat (t ÖM) Tode erlangten die Araber wieder diis Übcif^evricht; in üU
Armenien herrschte Anarchie. Allein Smbsts würdiger Sohn Asot ,der
Kiwrne' (915— Ö28) säuberte mit Hilfe der Könige der Iberer und Ap'- 91&-Ü28
ohtzen das Land von den Arabern und erstieg im Bunde mit den (jnecihen
den Gipfel bagcatunischor Machtfillle. Der <;halif verlieb ihm 922 den ü22
Efarennanion S3li:in-.^h König der KOnige; kein leerer Titel; dadurch wurde
seine SuzerfinetSt Qber die christlichen TeilfQraten von Vaspurakan, Alba-
nien, Iberien und Ap'chazien in offiKieller feierlicber Form anerkannt.
Armenion war von jetzt an der Mnchtttphärc dos Cbalifats völlig ont*
rOckt, und stand in innigster Allianz mit Outrom, den Vorposten der
Christenheit bildend. Der den Orient repriUcntierende Islam war, wie in
der fartherzeit, hinter die gebirgigen GrenzwäUe von Adrbeidschun zurUck-
^worfen. Die Armenier und allerdinge sehr in »weiter Linie die Iberer
beherrHrlit«n damnl» dio weltgeschichtliche Situation. Die tupfcron und
klugen Sühne dieser Nationen haben wie in der GeneraUtat, so auch im
Kabinett de« ofltrOmi.schen Reich» die leitende Stellung erlangt und in
wQrdigster Weise behauptet, Auch der Segen de« Himmels schien die
Regierung des ,gottgcl('itutitn chnstuälicbendon" Kaisers itomanos aus-
zuzeichnen. Nach der Erstürmung von Nisibia durdi den genialen Kur-
Vtii' ''12 zwang dieser die Einwohner des nun aufs äusserste bedrohten M2
i I, i ihm das hl. Palladium ihrer Stadt ausxuliefern, das , nicht von
IdvniichenhKnden geschaffene, göttliche Bild dessen, der da.>i nnverKnderliohe
Abbild seinea Vaters ist*. Das ganze Reich geriet in begeisterte Erregung.
In feierlichem Trinmphzug, in allen Städten von jubelnden Deputationen
des KJeni.", der Primoten und des Volkes begriSsst, gelangte die hochheilige
Rfiliqnie nach der Ki^ichshauplstadl und wurde dort mit jenem gewaltigen
Pompe empfangen, welchen der Klerus de» ükumonischen Stuhles bei »olcliOD
Oelegenheiten zu entfalten pflegt.
Ko Küssen, welche unter ihrem (irossfiirsten Igor 941 auf mehr als 941
tausend Schiffen und mit 40000 Mann unter namenlosen Greueln gegen
die Hauptstadt zogen, wurden zu Lande von Kurkua.s, zur See bei Uierion
durch den Patricius Theophanea so gründlich geschtagon, doss W« «ich
fir geraume Zeit ruhig verhielten und bald mit ÜHtrom einen wichtigen 9t&
BMdelsvertnig abschlössen.
^( Während so nach aussen diu Hcgicrung des Kaisers Itomanos (Iberall
Äta machtvollen Aufschwung offenbarte, welchen Ostrom im X. Jahrhundert
nahm, entfaltete sie auch im Innern eine äusserst nützliche Tbiitigkeit.
Vor allem wandte Komanos, wie seine Novelle zeigt, der agrarischen Frage
«in Hauptaugenmerk zu. Er nahm geradezu Gott zum Vorbild in seiner
Sarge für die wirtschaftlich Schwachen gegenüber den Bedrückungen der
iUchtigen. Die Zunahme des Grossgrundbesitzo« ruiniorto die Kciohs-
fcnnzcD. Darum, sagt der Kaiser, müsse das Schwert der Gesetzgebung
^M ggg Abrue der bjiiaiitiniaclien E&lMrgMehlAht*. ^^^^^
^^H gegvR <lio inneren Feinde gezückt wenlun: dena der Schutz der UiibertliKiM
^^^^ ^gcn tyranniüdio BodHIckung ^i nicht mindere llliclit als dib HcTstoOnif
H uud Festigung der Ucidmgivuzcn. Bituvriigülcr wvrdon dem freien Ktirf
H 027 und Vorkauf «ntzogen. Von dem Jahr der grossen Iliing<^rsnot an 927.
K welche zuerst dio Äufmorkdamkeit der Kegiorung auf dio aozialoa Fra^
^^^ gelenkt hatte, sollten alle Neuerwerbungen aolt-her GQtcr niclitig Bein ai
^^H diese an die alten Eigentümer zurückfullon Kelb»t ohne EntiH-hädlgun^ ßr p-
^^V machte Meliorationen. Nicht nur die Finanzen wurden durdi die LatifuiidivD-
■ Wirtschaft tangiert; ebenso verderblich wirkte nie auf das Militirwma.
H i>er Militärdicnfit ruhte, wie in der altrömiachen Kaiserr^it. %'ielfach inf
^1 unverHusAerlicben Soldat4.>ngütvrn. Wurden diuee von Wcidwirtsciull
H treibenden Magnaten aufgekauft, war es mit der Itekrutierung der Anw
B vorbei. Hat nudi die Itegierung mit ihrem Ankämpfen gegen eine aiidK
H tige Zeit«trßmung wenig Erfolg tjehabt. m ist doch diu grundtOchltge
H Tendenz, welche wenigstens den ärgsten Auswüdisvu ein Ziel setzte, itti*
^M Lobes wert
H l>abei darf nicht vergoBsen werden, dasa daa nach ausBAO wie steh
H innen so stark in Anspruch genommene tiouvernomeot noch mit unuf-
H hörlidien Verschwürungen der gegnorisehoii Uofpnrteien und ürandea m
H kämpfen hatte. Mit Strenge verstand aber Romanos jede Opfusitioa
V niederzuhalten; als Symptom der steigenden AdeUniacht sind jodock dvM
H VorgSugo immerhin bemerkenswert. Sie erinnern in uuliebssmer Vitim
H an die parallelen Vorgänge in den kulturell minderwertigen Staatea im
H Abendinndeä.
V Erbarmungslos alles niedertretend, sorgte Romano« in rflcksidil»-
losester Weise nur fllr seine Familie. Seine SOhne wurden all« tu UitktiM«
921 924 ernannt: Cliri»tophoros (921). SIeplianos und Konstaiitinos {92i); upa
seinen Enkel Romanos, den Sohn des Christophotx>3, krönte er Diit ix
kaiserlichen Stirnbinde. Cliristophoros' Frau wurde zur Augusta crbolMB
933 937 (923) : dessen Tochter Maria dem bulgarischen Car (927) vemiihlt. IM-
lich Romanos' vierter Sohn, der gründliche Kenntnisse in der ReitkoMl
bcsass und destten geistiges Niveau ungeflilir dos eines hochadlicheo Sporte
mann» oder eines Jockeys war, wurde ausorsehen , den Thron des Apotttli
Andreaa und des hl. Stachys zu zieren, die einzige ganz unwürdige QwWt
welche diesen Stuhl beileckt hat. I>er legitime Spross de» makedomacbM
Kaiserhauses, der gelehrte tichattcnkaiser Konstuntiuos, wurde mit in
922 bei den <lamaligeD Griechen nicht sdteuen Eidbrilchigkeit 922 m At
zweite Stulle gedrängt, später erhielten auch die übrigen Lekapener
Vortritt vor ihju .und der, welcher der erste hiltte sein sollen, wurd«
iUnfte."
Auch den kirchlichen Streit hatte Romanos begraben. Nach wii
912 Wiedereinsetzung durdi Alexundros !J12 hatte der leidenschaftUd»
laoe den Nunien des rUmischen Bischofs aus dou Diptychen
020 und die kirdiliche Kommemoration unterlassen. 920 wurde eine neue f
liehe (natürlich ganz wortlose) Union geschlossen, welche «len grieehi
Grundsatz von der Verwerflichkeit der vierten Ehe anerkannte,
bemerkte in seinem blinden Eifer nicht, dass er ahnungslos die
T. D«r Bobepnakt oatrflm. Kftcbtfnile noter d. armen. DtsmU» (807^1025). 9^3
des Bchlauon K«gc'iitoii boaoi-gto. Der oinzigu Legitime wur<lo durcli diu
kirchliebe Verwerfung von seiiius VaterB Eho in den Augen der Frommen
aJit Bastard gebraiiduiarkt, wälireiid das TTuu« der Ueur^katoren .tliat, was
dem Herrn woUigoRlllig war." MOiiche und Arm« prieaen um die Wette
.diu hvrrtiohoti Worko und un}:äbligeii Wohlthateu im allergUlubigsten
ttnd orthodoxesten KaiKerH ItomanoB."
So hat dieser fürchterliche Gewaltmennch mit eiserner Rute die
byzantinische W«lt regiert l>ie völlige Ei-setzung des makedonischen
Hauso« durch die Dynfuttie der Lekapcner »chien nur noch eine Frage der
Zeit, als gleich otm^m Blitz au» heitei'ni Himmel auch Ihn jäblingH dio
Katastrophe erreichte und von einer Heite, woher es niemand erwarLeto
noch erwarten konnte.
Mit l>ewH!Hi*kT, prinzipieller ErbarnningsloHigkoil hatte Romanos jeden
Sedankuu an Usurpation niodorgebalton und ulk' fremden Recbttt miüsuchtet.
Nur auf den Hochverrat der eigenen Söhne hatte er nicht gerechnet. Es
war eine furchtbare Nemesis, da.«« dieser geniale, aber gnindsatzloBe
Provier durch den echwärzeston Undank durjunigeu gc^ttirzt ward, i» deren
Interesse er alles göttliche und menschliche Recht mit Füssen getreten
hatt<?. Vergebens hatte ihm sein strenger Freund, der MUnch Sergios, dati
SchJckso] de» Hohenpriesters Eli geweissagt. Sein Ältester staib vor dem
VatttT. Stophanotf und Konstantino» veiliafteton Ifi. Dezember 944 den
dgenon Vater') und schafften ihn nach dem Inselkloster Prote, .damit or
mit den Mönchen philosophiere." Dort starb er auch 948, „vom Throne
fgMtOrxl. wie der alte Kronos von Zeus,"
^ Doch schon 27. Januar 945 umssten auch die beiden Eni]>ßrcr ins
^■oeter zu ihrem Vater, der sie mit herbem Spotte empfing.") Der Jubel
«Kl Volkes Über die Wiedereinsetzung des rechtmässigen FUrstensproeses
xvtgte, weich mächtige Fortschritte die Lugitimitätsidee in dem biaher an
dw reine Militärregiment gewöhnten Bj-Eanz gemacht hatte. Vor hundert
oder zweihundert Jahren wiirc so etwas rein undenkbar gewesen. Wo
ragto sich 797 ein Mitgefühl des Volkes für den unglücklichen KonBtan-
tinon VI? Die hochmächtige Dynastie der Lekapener war plötzlich in den
tHaub gesunken, und alle Intriguen, die vom Fatriarchalpalast des un-
boduutenden Theopliylakto» ausgingen , vonnocbton nicht üie wieder zu
16. Dm.
»44
!)4»
27 Jan
«4S
n
■) HiMpb. eont. 58 p. 435 boxeiohnet
wUUaktmllMi Crli*b«r der Tbat den
KMisUnlin. Dsnn iät tticiBer doch
ndlt Otn ao riondsr ScIiwAchling, nis mnn
Clinhin «nBiminl; nn ihm batle eino solche
itüut dar 8di>riegervat«r reiDhllcli vht-
<) .Wvlche Fcstivit. ttiu Ew. MnjtüUlteti
TttmnlMHt Imt ünsre Demut lu beaucheit.
Ow £tb«rBi«ii, denk« icb, wi'IvIii^h inioh uuh
4*M PaUsle vertrieb, bnt Kw, Liebitpii niubt
trinkt llniicr du»lbat tu v^rwoilon. Wie
vtkl liabt Ihr dann getban. micb v> lange
Mraiu I« nooiioa, ]>mn mnine liobrn Brttil«r
Ba4 Mitatrniter in liott. gaot hingegeben
in Stwtiiun der fainimliBchen WoialiRit,
bitten nioht gewusst, wio man Kaiser ein-
pfange. wenn aie nicht Mich, den iti d»r
Kaiaerlichen Uofotikollu so woblorTnbronen.
gehöht hUKen. Wohlitn denn! Wan^or int
flir Kuch bereit, frisober al« wenn c* dutdi
.Mpoiiciia gftkttbll wtro, lurtn Kohnon. (io-
mOso nnd frische Dirnen slchon lur Vrr-
fügiing, Delikatessen des Meeren vorderban
uns hier den Magon nioht, viel über bHuDgo
Fusion. Dos ziihlroicbe und praobtvuUo Üo*
Tiilge kann uusere Armut nicht »iiipfaDKBn;
8i« nimmt nur Ew. Mm'esISten auf, die h«r-
gekummen sind, nni das väterlich« Greiwn-
alter nicht der VvrlusMnheit preiszugeben.*
Liudpruidi antspod. V. 28.
^1 984 Abris« dar by «an tinüioltiin SawergMichichta. ^^^^^^fl
H erheben, tiegcn <Iiin Anliiui^ ilei' I.r<kapcn«r --«tiitKl« »ich KouKtuitin im
H (los kricgstUchtige Phokuähuus. Barditx l'liokn«, dor Bruder des diisti|Hd
H Krotipräteudcuton Leon, wurde DomesUkos twv axoÄmr, seine drei milüd
H ri»ch ätiasvrst iHingeii Hiiliite Nikephoro», Leon und Konstantin erhielllfl
^^^ die bedeutendsten Miüturkominandos in Aäion. Diu thut«Aciilicho It«^«niiS
^^H fahrten für den gelehrten BUcherninnn seino elirgeizigo Gattin IIi>I«h
^^^ und ihr OOnstlmg Basiteioa ö nttfiröi. I
H Den Kriog in Asien gegen die Hainiliintclon fUhrto dnr wrliiiiuttip
H goixige Uardns Phokos anfange mit wenig GlUck; allein soiDom tüdUifn
H Sohne Nikephnroa gelang es, dt« Disziplin ün Heere und diu Ordnung io
H dcir Civilvcrwaltung herzustellen.
H £inoM lotistcn Ulanz über Konstantins ilegiening vorbreit«t« dorHe-
^ such der rusxischon lU-gentin Olga, welche ctich ntit zahlreichen BogkittfS
fi&^ iin? in der Reichbbuupt^tadt taufen lioxs. Die ChrisLianisierang diM«
fDr Byzanz so wichtigen \''olkea sollte Ereilicfa erst einer 8p£toreii Ocbv
9. Nov. raüon aun>ehalten bleiben. Als Konstantin VII 9, Novomlwr 959 rtarki
bintorIit.'8t( er da» Iteich seinen) ausschweifenden und günzUcb hallkuM.
)SD-9ß3 noch »ehr jugündlicben Sohne Komanou II (yö!*— ößH). Der Vater httU
»ihn erst mit Bertha, einer unehelichen Tochter des Königs Hugo von IViTene»
verhetrittet : spKtcr vorliebte sich der Kronprinz sterblich in eine iwhOai.
ehrgeizige und grundi^ntzlosc Schenk wirt^iochtor Anostasia, welche 4er
Ö57 schwachu Vater unltT dem Namen Tbcophano »57 dem erst lOjähristn
Kronprinzen zur Gattin gab. Sie wurde der bOfle Genius des Küat-
hftUHes. Die Regierung ftlhrte unter Itomanos der hOchat fähige Pabiaa
JoKi-pli Bringa». Er t)bci-trug dem bMten Feldberrn des Botcbs NikcpliorM
Phokas, dem DomeHtikos m^i' axoi.^v, die Leitung der grossartigen Ser-
expedition gegen das kretische l^ratennest. Seit langem war keine m
glilnzendo Armada aus den römischen Häfen aiirigelaufeu. Der rorzö^
licbvn Leitung entsprach ein beiHpiellowr Erfolg. Unter farcht«riidian
Stil Blutvergiessen wurde im März ääl die kretische Hauptstadt Cli&n^
erstürmt und dem Erdboden gleich gemacht. Die mmtclinftontsclie IW-
völkenmg wurde verjagt oder durch römische MisKJDnaro, an ihrer SpiU»
Idür hl- Nikon, christianisiert. Die Kömor waren durch diesen HauptscUag
endlich wieder Herren im eigenen Meere geworden.
962 Auch in Asien war Nikephoros glücklich. 002 fielen Dolicbe. Hiura-
pflits und das kilikische Anazarlws in seine Hilnde. Den Bamdaniten SnI
AddavU schlug er bei seiner Hauptstadt Aleppo, nahm die VorstAdt« uiul
die Stadt selbst ein: nur die Burg hielt »ich. Beim Nahen einer arabieduö
Armee von Damaskoe her zog er mit reicher Beute ab.
IB. Hin Während dieser grossen Erfolge starb Ih. Mlrz 963 Bomaam II.
„*** seine Witwe Theophano mit zwei unmtlndigon Söhnen Basiletos (957) toi
Konstantinos Vlll (961) hinlorluäsend. Nikephoros, der im Beginn d«
von Bringns geführten vormundschaftlichen Regierang dor KaiseriDwiW
Treue geschworen, erschien auf die Kunde gegen ihn geplanter InCiiguoBj
mit dem asiatischen Heere vor dor Hauptstadt, erzwang Bringa«'
16. Au«, ti-itt und wurde am 16. Auguot 963 vom Patriarchen zum Kaiser getrWl
*®^ und bald darauf mit der kaiserlichen Witwe Theophano vermllhlt. K*!
I. Dar HAh«piLBkt oottAa. MjielitfBll« nnur d. anBeiL Dynuti« (IK7~I02S). {t85
agiening Nikuphoro»' II (%3 96!<) und dieaciiicr Nachfolger .lobannos
EimiskeH (U69— ä76) und Busiluios Buigaroktonoi* (976—1025) l>e-
ichnen d«n eigentlichen Höhepunkt b}-2»ntiiii)K-)ior Miichtftlllu. .Dnmftls
chicii Phokafl wie ein Blitz und stünnte gegen die Feinde der Rflmer. . .
zenitart«, vorhntnnt«. fUhrt« in Uefaugenschaft die Städte und Länder
Barbaren. IIIyriad«n d«r Fromdlftndor erschlug or und br«iteto aas
Ic Herrschaft und die Macht der Itömer. Es zitierten die Araber; diu
tenier und Syrer hebten; ea zagten die Sarazenen und die Türken flohen,
nnd die Rdmen «robortcn ihre FlStze und Landschaften und Phoka»' Name
^KU* furchtbar bei allen.*')
V Nikephoro» hatte eine vorzügliche Armee herangebildet; Armooici'
nnd Iberer, Slaven und ){uf»en, geworbene fremde SiUdner bildeten den
em derselben. Da« Militärbudget verschlang ungeheure Summen, und
Volk war erbittert Ulwr den »chwereD Steuerdruck, wctchun der nicht«
liger aU liberale FUrst über die Ci%i)bevaikerung verhängte. Auch die
eistlichkcit mit ihren reichen Besitzungen wurde sehr energisch zu den
»iohslosten herangezogen. Der Qble Wille de«) Klcni» machte daher dem
jser überall Oppoüition. Um den Patriotismus seiner Krieger aiuu-
11, verlangte er, doaa alle im Kampfe gegen die Mushmen gefallenen
m fljr MSrtyrcr seilten crkifirl werden. Es war lodiglich prioeter-
Verstocktheiti aU der hl. t'olyeuktoH, der damalige ökumenische
fttriarch, unter Berufung auf die Kannnes des b). Baüiteios die» rundweg
3lilug, oKschon ihm die Kirchengeschichte bei etwas mehr gutem Willen
bei grösserer Vaterlands! Jclio l'rfizodenzfiillu an die Hand gegeben
Ute. Aber freilivb d(.>r »ehr verständige Xikephoroa hatte auch dem
BvemUnftigen und Übermässigen Klontei^ und SpitSlergrUnden t^inhalt
etJian, und das verzieh ihm die tiei«tliclikeit nicht.
Die Geistlichkeit verdarb auch des Kaisers Kirchellpolitik gegenüber
DiRsidenten. Auf seine Einladung hatte der jakobitische Patriarch
Antioehien «inen Aufi-uf an seine Olanbcnsgeuossen erlassen zur
nudertievri] korung dos veriideten Molitone. Auf die feierliche Versiche-
ig des Kaisers, die traurigen Chalkodonquälereien nicht wieder zu be-
incn, strßmten die Syrer massenhaft herbei. 28 syrische Kirchen
iimückten die Stadt, zahlreiche Klfister erhoben sich in derselben und
Umgegend. Im CQnobium von Bürid nahm der Patriarch Mar J diannan,
sannt Srigta {965—985) sein« Ke»idenz. Es war politisch %'on höchster
Fichtigkeit. dass das Römerreich auch als Schutzmacht der orientalischen
risten gelte. Allein der griechische Erzbischof von Meliteno brachte
auH kleinlicher Eifersucht, unterstützt vom Patriarchen, dahin, dnitH
mit offenem Wertbnicho die syrischen Bischöfe durch Gefängnis
Zitationen nach Konslantinopel und ähnliche Massregeln zur Union
ringen wollte. Alle die kleinlichen Vexationen. Über welche die Griechen
der htteinischen Herrschaft klagten, übten sio selbst als Uerrscbor
en ihre nyri'^choii Glaubensgenossen aus und zeigten damit genau dieselbe
litiadie Kurzsichtigkeit wie die Lateiner.
9Cn ST
965-1
>) Otnt Hanuriol. diI. Muntlt pg. 861.
986
Abrtas der bjrxanÜDiBchea KaisergaBohioht«.
H [)or Vorsuch l^ttoa des Grossen, durvli eine Heirat äas alK-ndUindiadH
W Kaixortuni mit dorn ostrOmischon zu verbinden, tvcheiterte teils au itm
B üngoscliick dtis hoissblUtigvu Uiploinat«n, äe» Bischofit Liutpraod von Ctp{
H tnoiia. teils an den hochgomti^s^non Ansprüchmi üttos, der naiv g^nn;
H war, von den Griechen eine Abtretung ihrer unteritaliscben Besitzung
H als Morgongabc für Thoophanii zu verlangen.
■ 064 Qromartig waren Nikophoros' Erfolge i» Anoii. 964 crobi-rtt) or An
H 066 üaibos, Rosos, Adana und Mopsuhestia, 905 fivl das schon im Jaliri- zuvn
H belagerte Tarsos mit unenneselivlier Beufe in seine Hände. Qleichzi^iti);
^t, wann die Flotte initor dorn FatriciuH Nikotas Kyproa zurQck. Nach iwf»-"
^PM8 j&hrigur Pause nahm dor Kaiser 968 dt^n »»iiatitsvhcn Krieg mit oinor Anaw
H von 80000 Soldaten wieder auf. Diesmal galt vs der syrischea Haupt«tadi
■ Antiochien. Laodikeia, lÜerapolis, Aleppo. Arka und EmoHB wurdt-u ^
H nommen; Tripolis und Dnmaskos KaliÜen Tribut. Während des \Viiil«rii
H gelang «ü dum kiibtion und toloutvollon BurtxoB, wolchor das bei AntiocbiM
H ««tationiertu Beobachtung»korpH kommandierte, mit Hilfo dos aus den kiti>
H kitoclien Winterquai'tieron horboigeoilten l'etros die wichtige Houptotadl,
I nachdem sie 328 Jßhru den Ungläubigen gehorcht hatte, wieder den
H Christenroiche zurückzugewinnen. Der miüSvergnUgU» Kawur , der p>-
H mcH»üui3n Befehl hint«^rlii.'»en hatte, diesen Siegeslorbeor ihm zu rcscnrieno,
■ entsetzte beide Generale ihre.s Kommandos.
K KdelmUtigcr war er gegen den siegreichen Eroboror von KypfM.
H Niketa«, der bei dem miesglUrkten Versuche Sicilien wieder zu gewinnto,
H in die GefangeuHchaft der Fatimideu von Kaiman geraten war. fir IM»
^^^ ihn aus gegen da» in Syrien erbeutete Scliwei't Muliamniads.
^^B Den Stolz der j^it^enossen über den Wiodergewino von äyrieo mi
^^^ Mesopotamien diesseits doa P^iiplirats drückt die Kenausgabe von HterokJH
H Ucich»bo»chreibung aus, welche dieMü* Zeit angcliArt und den unter Nik^
H phoroü wiedergewonnenen Roichfiunifaiig darstellt. Es oind absicktticb — i
H weil den Unglüubigon botniSssig — der grOaste Teil von Mosopotuau
■ jenseits des Euphrats, PhUnikien, Palästina, Ägypten und Kyrenaika nf-
H gelassen.
H Ebenso kraftvoll war Nikephoroa' Politik auf eoropAiachem Bato.
W ^^ <ies Caren Symeon Siege zu i'ttchen, plante er eine völlige UbM-I
werfung des Bulgftren.stnatci4. Nach der Eroberung von Tarsos rtckt* tr
965 965 gegen Bulgarien vor und vorband »ich mit dem wildo» HuaMi Sfj*''
toslav KU einer gemeinsamen grossen Operation. Dieser erschien Aasd
.ug-Bfi7 9(i7 mit einer starken Korsarenflotte an der, SulinaniQndung. UrfW
und andere Donaustüdto Helen dem gewaltigen Kriegtihelden zu, dornj
l*i'üalavec sein Winterquartier bezog. Aber den Byzantinern ging w.
' einst den Atlienoi-n mit ihrem Freunde Sitalkos, dem <)diyw>n. IWe nW«^]
schmetternden Erfolge der Küssen erschreckten die Griechen eben« «fcf
wie die Bulgaren. Schnell schloss der Kaiser mit Peter dem Heiligen, ifß
Bulgiuencaren, eine durch WochMjlheiratou und Oeisselstellung bulgarlBfi* [
I'rinzen befestigte Allianz, und ein Einfall der Patsinoken rief diuKu«("j
M» 969 nach Kyjev zurück. Doch bereits im Frühling do«olb«) Jahro6k*Ji*j
SvjatoBlavnachBuIgarien'und .nahm Pr&lavec mit der Lmnztt'. ÜarBontl
'. Dar BOhepnnkt MtrOm. IhehUfllle noter d. armen. Dynutie {ä67 - I02ö). 9g7
OfilJ
rard« eein iiefangenor. Suin Angi-iff auf (las KomäciTC-icli ßllt buroit«
nter diV« nachfolgende Itogiening,
Nikt>phoroü' Uitbcliubtliciit bosctii'änkte sich Auf die Hauptstadt; in
an Provinzen war ullcs ruhig, und die Suldnton vorgtittc-rtcn ihn. Er flvl
urch eine VerachwiSning missvergDÜgter Oflixieie, zu denen der zorück-
eaetztc Burtzcs und vor allem »ein Neffe, der ftDiigste aller rftminchen
lenerale. Johanne» Tziinirskcs. goliürten. Die oigoiic Unttin Thoophano war
em Anschlag nicht fremd. 10. Dczouibor 969 fiel der grosse Uerr«chor. lO^^D.
od unmitt«tbar darauf wurde .Ijohannes TEimiskes zum Kaiser aua-
erufcn. Er war ohne Krage nächst Nikephoros der fähigste General des
Leiches, ein nationaler Arnieuier; mit Begoistorang redeten 8cino Land»«
mte von Kiur Zan {Imvit;) dem RUmerkaiser. Diese Ahkunft schadete
einer PopulariLSt bei dt-n Griechen nicht*; waren doch dio hohen MilitJlr^
Osten damals fast regehnässig mit Aruicniorn und Iberern bosetzt. Dio
krnst de« Volkes gewann er rasch durch seine noble, nahezu verschwen-
«rische Art, welche von dem sparsamen Haushalt des NikephoKta stark
bstuch und 8.ioh auf die Dauer auch nicht lialtcn Ho»«. Polyvukto.s der
"atriarch wollte Johannes wegen seiner blutbefleckten Hände nicht krönen;
lidwsen der hl. Mann Uess mit sich handeln, und um den Preis der Kus-
{emng von Nikephoros' nlltzlichen Kirchenge-setzen ward Johannes ge-
■Ibt und gekrSnt. Er hat Übrigens nach Polyouktos' Tode (970) »eh ^"^^
«inem unbotmäüsigen hierarchischen Nachfolger gegenüber durchaus go-
irachsen gezeigt. Ein Prio.'it«rknecht war der annenische Kaiser nicht.
. Theophano. dio von einer neuen Heirat geträumt, sperrte er nach
Iferdienst ins Kloster; dagegen die beiden kleinen Kaiser wurden von ihm
nit derselben Ehrenhaftigkeit als Amtskollegen respektiert wie von Nike-
ftoros, .er begnügte sich mit dem Posten eines Premierministers und
Kn kai«orlichcn Hang,*')
Einen gefUhrlichen Aufruhr, welchen Nikephoros' Bruder Leon und
Nile beiden, gleich ihm in leichtem Gewahrsam gehaltenen Si^hne, alles
iprobte Militftrs, erregten, wurde 970 nicht ohne Milho gedftmpft; die ^'"^
ebellischcn Prinzen traf sämtlich die Strafe der Bleudung. In der üuesoron
'oh'tik unteriiess er Nikephorps' kleinliche Tracasserien und Etiketten-
treitigkeiten: die Schwester der kleinen Kaiser Thcophaiui wurde 972 "'^
ich Italien geschickt und mit Ottos Sohn vormilhlt.
Zuhlreiche .Manichller* und Paulikiuner sind durch Tzimtskes um
hilippupülis angesiedelt worden. Er uhmto damit das Beispiel des flbet^
u tüchtigen Konstantinos V nach. Schon durch seine Nationalitat stand
r dicAcn Gemein.«clmften nicht mit dem finsteren Fanatismus der ortho-
)xen Eiferer gegenüber. Er mochte auch richtig berechnen, dass diese
ipferen Scharen als Schutz der Hämusgrenze unendlich wichtiger seien
• in Asien, wo Hamdaniden. Hoiden, Öaffiriden ii. s. f. sich um die
|pto des vflilig entkräfteten ('halifenreichs herum)«chlugen, und von wo-
bt keine ernstliche Gefahr drohte. Dieso thrakischen Paulikianer haben
toll auf die neubokehrtcu Slaven durch ihr reineres und innigeres C'hristen-
*) 8» <iiArak(arwert FioUjr I 897 treffand dna VerbAltni«.
fi88
AbrUa dar byzantiniBcben Sa
027-08*» t»im eiiigawirK Unter Oar Peter (927— «68)
JorcniiAH diese Luliru iint«r «einen Landtsk-uton;
woluliu xio unter Bulgart>n und Orivchen machb
von d«r geringen Anziehungskraft, welche die
auf diij GeiuQt«r au«abt«.
Eines tilcbtigon KriogOTS an seiner Spitz«
melir <lenn je. Der fürchterliche Svjatoelav hat«
de« Hulgnrenroiohs gegen Ende von Xikephorj
mo Thruko gewandt; 970 Oberachritt er den Htlindl
stflnnender ITund tinU-r unnionscblichon Greueln. |
9T0 Jalirgelder angeboten, eilte herbei; &> kam 97t
VTl Schlacht von Adrianopel. tVilhling »71 Uberad
den sorglosen Barbaren unbü»ctzt gelassenen j
vor GrosB-PrPslav. Trotz tapferster Gogonwehr efl
die Griechen Stadt und Burg; der gefangene u
lind von Tzimisbes hochgeehrt. Nur durch Ten
in Drster (Doi'o»toluiii-.SiIiKtria) sich hatten: inastt
dem Kaiser-Befreier zu. Eine gewaltige Schl^
Stadt wurde durch die rUniische Reiterei m Ci
schieden. Nach dreimonatlicher Belagerung,
die rOniifiC'ho Flotti- untcrstntztc. und nach oinemi
2i. Juli fall '22. Juli 071, musste der etolse Kusse kapi^
^^' freien Abzugs hin. Qem&ss dem Wunsche des j
bewilligt« iliiii Tzimiskes auf der Donauinsel ^
niitlclbur darauf fuhr iVw KoriMirenllotto nach dd
972 MeerCB. Frühling ti72 fiel S\-jatoslav im Kan
und deren FOrtit Kur benutzte seinen Schädel 8
T;!iini»kos' Erfolge Ubcrstrahttüu die dos)
greifen, dasu dio Zoilgenot^tKin einer solchen ^
Aufstieg zum Throne verziehen haben. Das Bulj
der ächrecken Ostroms, tag zerschmettert and|
des Itomäorbasilous. Allerdings war die«o V^
Nation das Werk der Russen gewesen; aber i
besiegbaren Nordländer hatten sich der Ubd
RHmers nicht gewachsen gezeigt., und so fiel ol
Kampfe der borrlicho äiege»<prt*is in seine HRtidi
Dio naivuii Bulgaren meinten, Tziniiskes t
Per tüchtige ItealpoHUktT hat. wie er nicht ai^
einf'iii'h annektiert und so dem Reiche die |
zurückgewonnen. Dio Oarcnkrono weJhtd er i
der Hauptjutadt; Boris musste den Purpur und'
würde ahlogon und erhielt als magere Apanag^
der Patriarch Damian von Drster wurde abgot
bulgarischen Kirclienfüraten — selbstversttlndlij
wie Vor AJter», zur Ubediouz des ökumuiiisclu'il
1163 hulgarien (Makedonien und Albanien), das .Cftrj
land toagerissen, behauptete sich ein national ig
J
sr BiMiepiiiikt oattOm. MachtfOUe tinUr d. anSftD. Dynastifl <$67— Iu2ä). ggg
t«Qich ziemlich kümmerliches ßulgarenreicli unter den vier „Grafensiihnen*.
)as itit die OroHslhat do8 Johannes TzimUkes. Sein öicgrcicbe» Schwert
lat diu Slavitiigtifuhr für diiti HoinÜLirrtiicb beseitigt und die zw»i w«it«r4>D
'abrkunderte seiner Existenz ermöglicht.
Nach dieser glon-eichen Vollendung seiner europiUschcn Aufgabe
raiMlto sich der Kaüucr nach Asien, wo er 972—976 mit seltenem Glück« 972 -i»7ii
»cht und die Macht des öricchenroiches noch einmal auf einen Hühe-
niokt erhob, den in den schweren Tagen des Pogonatns und der hsurier
luch der kUhnette Enthuniast nicht T.a prophezeien gewagt hUtto. Die
[roasen Krfolgo der Christen hatten eine Allianz der Muslimen zur Wiedor-
[ewiiinung von Autioi-bien herbeigeführt. 0ie Leiter waren die buchst
nergiachen FAtimiden Ägyptena, welche ihre Suprematie auf Syrien geltend
:u machen bognnnen. Aber der tapfere Kunucb Nikdtī rettete Antiocliien.
Ulein die Kinuabmo von Nisibis durch diu Byzantiner erachreckte die
Htubigen dermassen, daas H''A der Glaubenskrieg von Bagdad aus ge- 9~i
mdigt und eine allgemeine Erhebung der Muslimen organisiert ward.
[)u byzantiniitclie Heer eilitt bei Aniida ©ine schwere Niederlage. 97-t B"*
Ibernahni Tziniiiikes selbst dos Kommuudu und leitete die glanzvolle Ex-
wdition nach dorn oberen Tigris und nach Syrien. Amida und Martyropolis
irgaben sich; die dortigen Emire zahlten Tribut. Hierapolis, Apameia,
Bmesa und Heliopoliti wurden ohne noiinenswerton Widerstand genommen.
Br Bbenchrilt den Libanon und eroberte Borytoa, von wo er das Stadtr
ftlladium, das Bild des Gekreuzigten, nach Konatantinope) sandte. Syate-
natisch wurden damals die 'istlichen Städte von den Byzantinern im Interesse
Im Tempels der hiinmlischeu Weisheit ihrer Reliquien beraubt, wie die
Baubscharen des Direktoriums in Italien ihre gierigen Uände nach den
ÜBOBtschätzen der italienischen Fürnten ausstreckten. Aber vor dem festen
Fripolis )*cheiterte de.t Kaisers Kriegskunst. «Und die Völker waren in
poeMcr Furcht vor Tzimiskes' ürimm. Und er dehnte das Reich der
UOnicr aut;: oa flohen Sarazenen und Armenier; es bebten die Perser, und
na allen Seiten brachten sie ihm Geschenke dar; sie baten ihn um Gnade
fi^ Frieden; er zog ans bis gen Edessa und an den Kuphratstrom ; und
He Erde war erfüllt von den Heerlagern der Römer. Syrien und Phünike
wurden zerstampft von den rüniischen Kossen. Er «rfocht gewaltige
Siege, und das Schwert der Christen mähte gleich der Sichel.'')
Freilich fehlte viel, das» diese ephemeren Eroberungen zu dauernden
«urden. Die groa.senteils islamitische Bevölkerung der eroberten Städte
hatte nur der erste Schreck unterworfen; sie gewährte keinerlei Garantio
& treues Festhalten am Reich. Sogar das befreite AntiochJen schloss
iua Kaiser seine Thore und keimte erst nach Tzimiskett' Tode wieder untei^
*orfen werden.
T^imiskw scheint das KrebsUbel des Reichs, die Ausdehnung des
l'MdaUsmus und des Qrossgrundbesitzes, welcher die freien Bauern aus-
«tteto und Weidewirtschaft einftUirte , wolil erkannt zu haben. Die
itigon Militirfamilien wie die Phokas, die Sktcros u. ». f. gewannen
) a«org Banurl. ed. Uuralt & 8S&.
MO
Abrima der br«&DUiilaoh«n KmiHrgMchlebt«,
10. Jan
97K
durch ilir« ungoheucrn Latifiindien in den Provineen und die Schar i
ergebenen Anhfingcr t-ino ftirstenlllinliche Stellung. Immer mehr
der alfcrOmische Militär- und B^amk'oetuat vine mittvlallvrlich hovlixd!
Physiognomie an. l'zimiakes' hitterer Ausspruch über den unersättürhi«
Eunuchen,') dem die Kaiwr wie Soldner dienen, för dessen Nutxen allni ,
dat( Land eich eritchüpft und die bnivvii Krioger bluten, erregt« gewfa* |
den Schrecken der Beteiligten, weun auch die Krzlihlung von dem Gift,
welches ihm angeblich der mnAchst dem kaiserlichen Zorn ausgeaetttej
allmüchUgc Itcichskunxler Baxileio» boibringon lies«, naive Volkwä^ irffl
Auf dorn HUckinttrsch nach der TTauptstadt in der BUlto seiner Jahre, i-ni~
üinundfUnfzigjähng, starb der grosi^e Heldenkaiser 10. Januar {t'ti piOUlirb
dahin. Solch ein unerwartotes Ereignis konnte in der Anscliatmng de«
Volkes nntiirlit-h nur das Werk echw&rzer Inlriguon sein.
Da» übel, das Tzimiskes andeutete, wucherte fort, tmmer mplir
wird in der Folgemt der Staat ein Spielball der gi-ostwn Familien. Vlel-
It'idit hätte ein eiserner Milit^ und fiirchtorlicbor Kraftmensch, wio Salli,
mit planmätwigen Blutaeutenzen hier noch einmal durchgreifen kftnani
Kr kam nicht, nnd als ea Andronikos der Komnene xweihundert iahn
später versuchte, war es xu spRt. Eine oigontBmliche Erscheinung di
Periode ist Huch. A&sk mit der unt^-r den Mukedoniern Wurzel fi
Legilirnitüt auch ein« Art Ilausmeiertum sich einstellt. Die frilli»««
roiu militärischen, meist durch die Armee oder die niilitürische K<pn»p-
ration mit dem Purpur bekleideten Kaiser sind gleiclizcttig eine in An
Weltgeschichte nicht wiederkehrende Serie geradezu auwrleisener Fürstrn
von phänomenaler kriegerischer, wie staatsmfinnischer Tüchtigkeit. [•*»
dynastische Gedanke echlieest die Wahl des Besten eo ipso aus; die Mehriwit
der Itegonten ist mit Naturnotwendigkeit massig oder schwach begaK
Daa Altertum kennt nicht die ausgebildete Stellvertretung de« Regeirta
durch die Minister, wie sie iu den konstitutionellen Staaten beeteU.
Etwas Annäherndes hat aber das X. Jahrhundert in Byzanz geechaff«.
Die ecliWBchen Hände der legitimen Purpurträger vennochten nicht dif
faktische Regierung zu fdlircn, und so sehen wir in ziemlich rcgebntaiger
Folge hochbegabte Militärs die wirkliche Leitung des Staatswesci» fthrt«.
Diettc Iteichsregenten de facto werden mit der Kaiserkrone gesduvflcfct
und 80 dum legitimen Kaiser, der wie Konstantinos 'VII ein Haov it*
Studierstube oder wie Bitöileios II ein Kind ist, vßltig gleichgestellt. &
lässt sich nun nicht leugnen, dass zwar weniger die Lekapener, W
aber Nikephoros und Tdmiskea dies Nebenkaiseramt zum bOc!
Segen dos Reiches verwaltet haben. Nur diese durch die CmstAnde
zwungene Konzession hat das Reich gerottet. Seit dem Sturze der Lok»-
pener macht sich neben dem Militarismus eine civile KabinettsrcgiemQ
geltend. Basileios der Eunuch, des alten Romanos' nnechter Sohn, t«
Konstantinos TU bei dem Sturz seines üauwa allein verschont, hat Mh
durch sein eminontes Administrationstalent allmählich als Senatsprbittnt
') Der ScnnUiprasidenl Bnnloios, der IiSpIibI ßbige, alwr audi Mlir liilificrif v BtftMJ ]
d«« KiüMn Romauoe 1.
j^"^"
LSer Habepnnkt oatiOm. Maohtfone nnter d. umen. t>7iiuUe (fi6T']025]. 901
Utk) Heicliskanzler eiiio gaoz inipoDiorcii<io Stolhing on-ungon; er iot gleicb-
Mini <\^•r Talleyi-ÄiKl der damaligen SoldaUmkniöor. Bei der Krhebung des
Nike}>horos wie do» Tziniiskes, hatte er soiiio liand im Spinl« gehabt
Jetzt wurde durch ihn der zwanzigjährige Baaileios (97(i— 1U25) xum ^"''1'^
KietSndigen Ilerrsclier prükhuiii(.M-t. Dio Leitung der Geschäfte blieb
r in den Hilnden des allmächtigen Eunut-hcn. Wenn er freilich or-
WArtete, soincn fili-stlichcn Schtltzling die Hchattenrolle seines gelehrten
Vaters spielen ZU lassen, »o tilu8cht« er sich gründlich. Der hochbegabte
und kriegstiJchtige Fürst beobachtete ihn mit Aigwühn, um — allerdings
erat nach dreizehn Jahren — mit ganzer Energie zum vemiohti-ndon
Schlage ftuxKuholen.
Erst 20 Jahre zählte Baeileios, ale er die üerrscliaft antrat, sein
Bruder und Mitkaiser Konstantiiios »ogar nur siebzehn. Aber während
ilieM>r nfu;)i dem WnnRcli des allgebietenden Itetchskanzlera ganz den Ge-
nfissen lebt«, bat Basileio« mit einem fUr äoine Jugend ungow&hnlichen
Ernste und einem seltenen Pflichtgcliihl sogleich alle bOßschen Vergntt-
gongcn aufgegeben, um sich ganz militärischen Studien und den Verwal-
tangsgeschüflcn zu widmen. Unter argwöhnischen, stets auf Erniedrigung
der kaiserltchen Macht nuHgehenden GroiD8on hat sich TrUh ei» harter,
misstranischer und grausamer iCug in seinen Charakter eingefügt; ein
•olcher Mann kennte kein populärer Fürst sein; ein Erbalter des iteicfas
ist er gewesen.
Es war natürlich, daea die Generale und die Orosäen zunächst den
Platz des Tziraiskea anstrebton. Nach dem bisherigen Verlauf der Dinge
tiatt«n sie auch «llo Aussicht das Ziel ihres Ehrgeizes zu erreichen. Allein
ihre lieolinung hatte einen falschen Posten. Ihiieu stand als Iiogitimcr kein
Porpbyrogcnnetes gegenüber. Die erste Stelle unter diesen nahm der in Asien
kommandierende General Burdas Skieros ein; durch den licichskanzler
Baaileios von seinem Poeten verdrängt, erhob er die Fahne des Aufiruhrs
U der Otttgrenzc. und, unterstützt von den neuen Untertlianon, den isln-
nitischen Feudal fUriiten, »chlug er die rßmiscben Anneen zweimal aufs
Haopt, überschwemmte ganz Kleinasion und bedrohte ernstlich die Reichs-
faaaptsladt. Skleros schien ein zweiter Kikephoros zu werden. Allein die
Keotralregienmg liolte in ihrer Bedrängnis den längü^t in kaiserlicher Uti-
piade nach einem chiischen Klostor exilierten Kivalen des Skloros, den
Bardaa Pbokafi, wie einst Uerakleios den PhiUppikos, aus seiner beschau-
lichen MOnchsklause heraus und übertrug ihm das Kommando Über die
loyalen Truppenkßrper. Aber Skleros war als TakUker dem Phokas Uhor-
l(^n. Zwei Schlachten bei Amorion und Basilika Therma (Thema Chai'-
sanon-Kappadokien) gingen für den Reichsgeneral verloren. Er musste
B&ch Iberien, um bei dem treuen Verbündeten des Reichs, dem Kuropalaten
David, neue tiöldner zu werben. Kino dritte Schlacht am Halys, bei Pau-
Italoiii, begann gIcichfalU unglücklich: doch im Zweikampf warf Phokaa den
Sderot) Vom Pferde: ida diese« ohne Reiter durch die Reihen der Rebellen
ntte, hielten dieselben den Feldherm für gefallen und lösten sich in
«ilder Flucht auf. Ende Hochsommer 979 musste Skieros auf arabisches ffj»
Gvbiet fliehen, wo er vorläuÜg in Haft gehalten wurde.
Abriaa der byxMituiiscben EaiaM-gMoliiebt«.
13. Aug.
"97
Bt48
Diu acht folgenden Jalire behielt Phoicss sein hohes Kommando
OenerulisHtinus der uxintiKchon Antioo; er kämpft« glOcklicb gegen
Sai'azenen und zwang den Emirat Aleppo zur Tributzahtiing. Aber
Energie des Überaus Willensstärken Basileios, welcher durcbAUE k(
Scbattenkniftor »ein wollte, sondern wio ttein gleicbnnmigtir Ahnherr lUt'
ZOgel d(m RogimunU »elbst stramm unzog, erregte das L>hhaft«flte Sit»-
vergnügen der in die höchsten Civil- und ftlilitärchargen ^tcb teiluil«
Magnaten. Der Kaisermacher Ba&ileioa intriguiorte wie üblich, ni
15. Augui4t 987 liess sich Bardas I*hokas in dem Paläste dea Eoetatkiw
Malelnott (Thema GhorsiAnon) zum Kait^er uu»rufen. Gegen ihn lieasea die
Araber als zweiten Gegenkaiser mit einer Armee chritttiicher ObefUubr
den Bardas Skieros lo». Allein Phokas bemSchtigte sich seiner und «raadbt
nun Bcino ganze Energie gegen den rechtmSssigen Kaiser. 988 untemrf
er den gri5»Hten Toil de« Kcrnlaiidob Kloinasien; der Legitime wurde mä
diu Hauptstadt und die von den Bulgaren überschwemmt« HämushaUaiinl
beiichränkt Da zum erstenmale wurden die russischen HilfsrQlker. die
Varangcr, die Retter des Reich».
Bis in diu Zeiten dos Basileioa hat Cberson, die uralte Grieche
dea tauriüchen Cheraonesoa, welche so todesmutig Justiniana II
widerstanden hatte, ihr tiriechentum und ihre a]tre[>ubUkant»ch-ttristoknf^
tiaohe Autonomie bewahrt- Seit Kaiser Theophilos ward allerdings
Aufeicfatsbeamter ein rOmiecher Strategos hingesandt: indessen rid xo
bedeuten hatte diese Spitze der Civil- und Hilitärbureauk ratio nicht MtJ
rückte Vladimir, Svjatosinvs Sohn, mit einer starken rusaiBdien Krmtt
vor die llvIlenL-usludl. Wio einst Amida, dos Bollwerk gegen die Vena
im Kav&dh-kriege. so Eel auch Cheraon durch den Verrat eines frieeten.
Aber die damaligen HuBsen waren nicht mehr .da» .wliousHÜche, gottleM.
ungläubige Volk" dos Photios; Vladimir begehrte und urbielt diu hl. Taufr
in der Pauagiakirclio zu Chureou; mit dem römischen Reich, dem eebsa
seine Vorgänger zaHlrBiche Suldner geeteltt hatten, li-at er in eng/Ae
Froundacliaftebeziehungen, als des Kaisers jüngere Schwester, lUe purput-
geborene Prinzessin Anna, >«ich mit dem russischen tirowfilrsten m*
heiratete. Diu oroborte Stadt gab or wieder den Rdmern zurück. ü">-
liorBam tauchte auf des QrossfUrsten Gebot setn treues Volk »ich in di>
Fluten dea Dniepr, um durch griechische Priester und Manche .die heili|i
Erleuchtung' zu empfangen. Die Taufe des hl. Vladimir ist eim» der,
wichtigaton Daten in den Anualon der orthodoxen Kirche; ee iat dio
liurtnstund« dvr geistigen und kirchlichen Erbin der anatoUsehen, dt
russisclien Kirche.
Auch die politischen Beziehungen zwischen den Uerracbom
iCarigrad' und von Kyjov blieben ungetrübt die besten. Mit den fr
angekommenen russischen Hilfüscharen und der kaiserlichen Armee xe
die regierenden Brüder Basileios und Konstantinos gegen die von Pli
belagorte Seeburg Abydo«, den hoehwtchtigeu Sohiaaml des Heil
Beide Heere standen sich kampfbereit gegenüber. Nach seiner Qtmh^j
heit war Phokos eben im Begriff, sich im Zweikampf mit BosileiM v]
messen, als or nach einem Trünke kalten Wassers plötslicli tot vom ffifdr
Hftliepnnkt oatrOm. MaobUtlUe tuiUr d. armen. DfnaatiB (867—11)25).
993
^flrzlo. In wilder i'anik liefen di<> Kebellenscharen ausoiiiander. So fttnd
Ur Bürgerkrivg April 9S9 soiti plötKlichcs Ende. Per gafangonc Bardas 999
)Uero6 ward vor den Kaiser geführt. .Vor 8cilch einem Manne haben
lir noch gestern gezittert*, rief Baaiicius au», aI» der unliehilflich« kor- i
lento tiretft noch in den roten KaiscrHcbuhen vor seinem i-echtnifissigon
erschien. Er ward begnadigt und i<tarb bald darauf. I
Nun traf endlich auch »»in roichHch verdiente» Sebicki«»! den alten
lescbmied, den Keich»kanz1er Basiloio». Kr ward mit summariacher
[sbiiiettsjustiz all seiner Ämter und Würden beraubt, sein fabelhaftes Vor- 1
)»Ogen, mit dttni er eine ganze Armee iinterbalten konnte, konflKEiert, »ein
ftimt der Plünderung des hauptHtädti»i'hen Mob pieiiigugeben und er
EtoittHt in.t Kxil geaandt 989. Sechs Jahre spStor wurde auch der uner- ^^'
fueBlich begüt«rte. von einer Unzahl bewaffneter Klienten umgebene Gieiiz-
■on EuKtatbioH Mah^'nei« nach der Hauptstadt entboten. Er »ah seine
[»padokische Pfalz nicht wieder, und noch seinem Tudu zog der Piakus
no Reichtümer ein. Den angeblichen Rat, wie er am besten dea rebel-
lachuu l*rovinzialadel.>< Herr werde, nämlich den Iteichen zn Ader 7U lassen, '
Igaiit n« nicht kräftig und geßihrlicb blieben, hat Baxileioä würtlich und
SyeMmatisch befolgt. Einem zu Amt und Würden gelangton Parvenü, der
kdn ganzes lieimutsdorf ausgekauft und in eine Villa verwandelt hatte, I
fttit BaMleiofl den Pnlast einreisten und den Boden wieder an die Bauern
Irerteilen. Orientalische äiiltaii.swiilkUr nennt man das, als ob der moderne
iRechtastaat* mit seineu Säkularisationen der Oüter der toten Hand viel
^ders verfahren wäre. Fühlten die deutschen Kirchenfüraten, welchen
jjer Kt'ichödeputationsrezees in aller Form Rechtens zur apostolischen Armut
Cbolf, sich etwa weniger vergewaltigt ale die von Bnsileios sequetitriorton |
idlonis?
I Sul>ald Basileios der Kaiser die hochadeligen Rebellen bezwungen
UU«, lenkt« er auch legislatonsch in die Bahnen seines Urgrossvators
Komanos zurück. Die Spravhe »einer GesetzcBnovoUe von 996 ist von 996
imcrhßrter Heftigkeit. Natürlich waren die Vorordnungen Ober die Un-
Teffius)«riichkeit der Bauerngüter auf dem Papier gebheben. Jetzt wurden
hai der grCs-sten Härte die Eigcntiimsersitzungen der Magnaten rUck-
nagig gemacht und der Umweg, welchen die Üroäagruudbceitxer früher
«aonnen hatten, indem sie dos Bauerngut 2Uor»t zu geistlichem Uut gemacht
imd dadurch vor Anfechtung geschützt batton, durch gesetzliche Verordnung
jptperrt. Mit dürren Worten spricht der Kaiser es aus, daas das 8taata-
erfordcrc, die Ansammlung der grossen Vermögen in Urundhositz
namentlich ihre Dauer durch Vererbung zu zerstören. Mit solcher
nergie hat der gewaltige Monarch ee verstanden, dem Latifundien- und
iiUgen8yHt«m entgegenzuti'eten. Schutz der mittleren und unteren
war das ernsthafte Ziel seiner Gesetzgebung, und das allein stellt
eo rohen und ungebildeten Militär tui-mhoch über viele der ausgezeich- |
an unter seinen Standesgenossen.
Treffend sagt Finlay: ,Die Regierung Basileios U bezeichnet den
byzantinischer MachtfUUe. Die Adlor von Konstant inopel Hegen
nd seines Lebens in einer langen Siegesbahn von den Ufern der
tuA Iter Ulan. «lUirlulwirlW'iaclitn IX. I. Jll>U)[. 2, AuO, li'j
^^^Kjd^ Abriu der bysantiniaefaea SaM»r(Mohielit«. ^^^^^
^f Donau zu dcn«n de» Eiiphrata und von don nniii<ni»clu>u Gubirgen ss iv
^^K KUste Italiens. Basileios' unbezwinglicher Hut, sem« schreckUcbe (km-
^^B samkeit, seine Qloichgtlltigkoit gegen Kunst und Litteratur und scü n-
V ligiöser Aberglaube, alle» voreinigt sieb, um aus Üini oin«D Typus t^m
H Reichs und »einer Zeit zu HvbufFnu. Dau Ziel fi4.nnvr Rogieningapolitft
^L^ war die Einheit der Staatsverwaltung in Europa xu stärken dureh r*
^^K BtAtidige Nitidorworfung dor Bulgaren und t^biven, welcfao aprnobbclH' Vl^
^^V wandtschaft zu uincr Nutiun veroiiiigt batt«, ebenso waren sie vitag io
H unversöhnlichem Hai» gegen die kaioorUclio Regierung.*
H Die Sökno Hi^mans I, das ans Trnovo an der Jantra ^taiiimpiuk- <]*-
H schlocbt dor .Grafonwibno**), hat noch einen letzten Glunz fltiM' ^
V Bulgarenrolk vor Beinem Untergang verbreitet. Si>7nan I und David warn
978/1016 mit dem Carcntitel gcwhmUckt, ebenso Samuel (97ß— I0I6), der Irtil*
gewaltige, aber unglückliche Belierrwher des Volkes. Mit ihnen bat (icfc
der Schwerpunkt bulgarischer Macht nach dem noch freien WeetgefcH
Alhanien und Makedonien, vertichohon. HofiidenK des Caren und im
INitriarchen war I'rcispa. eine waldige Felsinsel des Preapaaees, die txidi
heut« die Ruine» dor ehemaligen Burgmauer und von vier Kircbca trtgt
Bald aber siedelte er nach Ochrida Ober, am Lychnitissee der Alten g^■
legen, einem reichen und glanzvollen Herrensitze. Als die Griechen s\Ast
die Hnupt'itßdt eroberten, fanden de im Kronschatze eine mit Peri.'ii ;-
zierte Krone, guldgeetickt« QevrSndor und hundert 2^Mitnor Ooldi^«. lA«
Hauptatfltze des ganz feudal eingerichtt-ton Roicbos war der m)tcliti{
krieg8gewohnte ßoljarenstand. Die Krone hat Samuel ans Rom be:
auch den Bogomilon war er ein gnüdiger Herr. Oarunt lebt er nicht,
die andern Coren, im glorreichen Andenken der orthodoxen Kirche
Der Tod des Tzimiskes und der Aufstand des Skieros waren fOr S»
Donanbnlgaren das Signal zttm allgemeinen Aufstand. Binnen knrua
hatte Samuel Am alt« Grossrcich liergcütellt. Thrakien, die Uni^fml
von Thosealoniko und selbst Hella« wurden von ihm Ottcrzogen; au<i Lf-
rissn Bcbleppte er die Gebeine des hl. Konfessors AchiUeus nach Pr«i*
Aber in Basileios fand Samuel einen ebenbürtigen Gegner. Von [*hilip|it-
poli», Moitynopnlis und TlieRsalonike her operiert« der Knitter mit LantDieV
und Flotte nicht immer mit Glück, aber stets mit gleicher Ausdaner
9S1 den Caren. Allein als er 981 gegen Sr^dec (Sordica, Sofia) zog,
sein byzantinisches Heer vollständig zersprengt. Fünfzehn .Tahre
der Krieg. Samuel benutzte die^e Frist, Dyrrachion und dl«
tischen Küstengebiete zu inkorporieren und die Serben aoinor Obcrii
hohoit zu unterwerfen. Damals stand das Reich von Ochrid« auf
Gipfelpunkt seines Glanzes.
Ö96 9ÖG entbrannte derzwoito Krieg. Samuel besiegte den griechi«cI)«B
horm Gregorios aus dem armenischen Forstengeschlecht \*on Tarön voi
plündernd südwärts bis in den Peloponnes. Allein bei seiner RUrkl
hatte sich am Spercheios Nlkepboros Uranos gelagert. In der X«i'|
»etzten die Griechen Ober den Strom und richteten ein furchthin« BW>
') Davfil, MoMs, Aron n»d Semnel.
' HshapsBkt ofltram. KaebtnUs unter d. RTDen, DTsaati» (S6T -1035). dOr
unter ä«n Bulgaren an. Sniiiuol rottete sich mit g&nanor Not nacli I
ar tnselburg. Sein eigener Schwiegersohn, der Armenier ASnt, verriet ■
ihm anvertraute Dyn-achion an die Orief^hen. Nach einem erfolglosen 1
!aJI des Kaisers in dag Gebiet von Sri^dcc unterwarfen sbinc Feldhorrn
lÜ) bleibend Donaubulgarion; das Jahr darauf Hetzten »ich die Griechen 1000
liedermakedonien fest; Borrooa, Servia, Vodena fielen in ihre Oewnlt.
l nahm Diutileios das wichtige Bdyn, während Samuel» Plünderung 1003
Adrionopo) nur ein vortlbergehender Krfolg war. Auch da» wichtige ■
fge eroberte der Kaiser. Aber das feste Pornik in der Strymoiischlucht I
ice sich als uneinnehmbar. Nur die Verwicklungen im Osten verhin-
en den Kaiser, dem O^renreich den Gnadenstosa zu geben. lOH kam ^^^* _
nun letzten Kriege. Ein wechselvoller Kampf konzentrierte sich um I
festen Schlo!^«cr dct! Gebirges. Eines nach dem andoni musste ge- ■
men nnd mit GarniHonen belogt werden. Die bulgarischen Umwohner "
den nach altassyrisoher Weise bis nach Armenien hin tranaplantiert^
»nders glänzend war die Waffeuthat des Nikephoros Xiphios (1014); 'OH
HDging den Berg Bi'laHicii (Ualitthidta) und fiul den Bulgaren in den
ken. Das ganze ßiilgarenheer wurde nach verzweifelter Gegenwehr ■
lichtet. Mit Not entiojm der Car nach Prilrp. Die 1 5 ÜOO Gefangenen I
p Ba^ileios blendeti, so das» je hundert Blinde einen Einäugigen als I
rer erhielten. Als die MasH» der Unglücklichen vor Samuel erschien, I
t er gleich EU besinnungalos zu Bodun. Unter fürchterlichen Herz- "
npfen verschied der unglilckliche Monarch schon nach zwei Tagen 15. *".„?J^
L 1014. Samuel» Sohn Gabriel Komau (Uadnmir), ein tapferer Krieger,
)r dem Bitol, I'rili^p, Stip, Vodena und IVIuglena in die Hftndo der
when fielen, bot vergeblich Frieden an; er fiel 1015 durch den heim- '015
tischen Meuchelmord seines Vetters .Joannes Vkdisliiv, des Sohnes J
OS. Der Usurpator, griechisch gesinnt, von dvn Bojaren zur Fort^ 1
iiug de» Xationalkrieges gezwungen, kämpfte lOlß und 1017 mit 1016 10
ck. Aber seine geplante Allianz mit den Patzinaken liinderte die
chiMimkeit der griechischen Kommandanten in den Donauburgen, Vor
Tachion, Ana die Bulgaren belagerten, fiel 1018 Joanne« Vladislav, der '018
be Car von Ochrida. Eine mächtige Partei unter den Boljoren, ■
Patriarch David, die Carin Maria und der Krengroäsfeldherr Bogdan I
der Spitze baten um Frieden gegen Bestätigung ihrer Privilegien. ■
äl«os brach aus der Hauptstadt auf. In Adrianopcl erreichten ihn I
gtriache Boten mit der Meldung der Unterwerfung von Pemik und S.'i I
liegenden Burgen. In Struniica Qberbrnchte ihm der Patriarch einen I
ef der Carin. Als er vor Ochrida erschien, kamen ihm diese und alle I
'afen»Ohne* entgegen. In den Gebirgen Albaniens hielten sich noch I
M Zeit die Häupter der Kriegspartei. Prinz Fruzin und der tapfere I
iC. Da« römische Schwert und byzantinische TUcke brachen auch diesen I
Man Widerstand. I
Ibifaclt vierzigjährigem Kampfe lag das mächtige Slavenreieh, welches I
Kige sJa obenbQrtigc Grossmacht dem KSmerstaatc gegenUbergetreten I
r, vollkommen godomQtigt und unterworfen im Staube. Im Hoch- I
t gewaltigen Siege zog Bosileios nach Athen, um in dem ■
«5* I
d&6
AbrlM doi briamtUilBehen Kftlaergeacliietat«.
1019
«95
»77-989
1020
998
999
tftngst dein wahren Glauben geweihton Partlifnun <]«r Gottesmutter Mim
Dank und Mine Weihgcsclieukc darzubringen. UncrmcMilirli war ier
Jubel, alu tler .KulgarentMor' diu lleich»1iKupt»ladt betrat. Hit oin
goldc^nen, vun Fodorn Überragten Krone geschmückt, ritt der 64jähi-ige (irw
zum goldenen Thor al« Triumphator ein; vor ihm schritten die Carin Mjm
die Tö<;litei- SamuoU und die g«rangencn BolJAren «inhcr. Dor bulgari«^
Staat wur SM» den Reihen der selbständigen Gemeinweson ausgellhtfU.
Seit JuBtiniuu hatte kein Kaiser mit solcher MachtfUlle auf der Huoi»
halbinsel geboten.
Hasileios behandolte da« unterworfene Land mit Milde und gntutr
WoJBlicit. Er Hess seine politische und kirchliche Verfassung unangelMM.
Das Carenreich von Ochrida war gleichsam durch Fersonahinion intt im
römischen Gro«tiretch vor^nigt. Die biishcrigD Militär- und Stout^rordnag
liena er fortbestehen; der bulgarische Uochadu) bewahrte seine PririlepMl
die autokephale Kirche von Ochrida erhielt 1019 in Johannes ein lut»
naies Oberhaupt. Drei Goldbnlien den Kaiser» verbilrgt<>n ihm di>
dohnung seiner Obedienz nicht nur Ober die nAttonall>ulgiiriiK'lii.-n im <
serblichen Eparchien, sondern auch Qbor die griechischen Erobenn^
welche ,unt#r den Caren Symeon und Petros glorreichen Andenkens* Mm
IJuIguronrfichc waren einverleibt worden, Nnr in Drystra {I>r>tt«rll»r»'
stolum) gebot nach wie vor ein dem fikumenischen Tliron« aiUmbttv
Metropolit Die Mitgliedor des Carenhausos und der hdchston Bo|jin»>
famiiien wnnlen nach Konstantinopel versetit und unt«r den B^ichtiM
aufguiiomnien. Zahlreiche griechische vornehme Familien der Foi{Ka>l
traten mit ihnen in Ulutsfreundgchaft: die adeUstolzcn Dukas onil
Komnoncn rithmten sich ihrer Abkunft von den SiManiden.
WShrond des furchtbaren ßulgarenkrieges hatte daa au
Auge des Kai>»cr8 die oricntniischen Angelegenheiten nicmal« atuMr
gelassen. 905 orHcbicu er im Ost«n, wo dos Jahr zuvor der tüchtig* ~
phoroa Uranos von den Arabern war geschlagen worden. Siegreich ntn
die kaiserlichen Waffe». Er nahm Aleppo, HcmK und Saizar; nnr
Mauern des festen Tripolis widerst aiidt<n auch seinem AjigriOl Nici
BUckkohr nach Konstantinopel ward Aleppo wieder eine Beut« Aa
midon.
Viel nachhaltiger war Boin Eingreifen auf armeniachcm
Smbat 11 977— äSI) der ,^hin»ah Armen* und .Trrak'al* machte
seine glaniivollen Bauten Ani zu einer der hen'lich^t^-n StJUlle
Orient«. Kr und »toin Bruder (lagik (f 1020) horrschtc-n mit KniA
Glück, freilich unter unaufliörlichen Kämpfen mit den chnsÜicbM T
f[lrsten, welche die unverständige Hauspolitik der Bagratimier gesci
wie mit den muslimischen Kmtren Ostanneniens. Ua%'id, der
Fürst von Taik* und eines TotU von Ibericn hatte mit Hilfe «ciftcr Ni
barn !Jl)8 den Emir ManilDn und sein weit Überlegenes tlour b4>i Ibno|
glänzend geschlagen. Er orhicit von Basileios den KuropalatestitoL
seinem Tode 999 setzte er Basiloios zum Erben ein, der von Tunutj
anrllckt«, froh vine so gllnstigc Golegonhoit gefunden zu haben,
■r Bahapaukt «Btrtm. XAcblfoUe uatar d. aTin«n. DyauÜ« (867—1035). 9^7
arni<MiiBrl»>n Angcilogonhciteii cinzumisclioii. Aber GAgiku Kltighoit ^H
hinderte ilos K«i»fir» i'lüno. Nnclt neiuem Todo bracL Throimlmt ^H
ftphen <l«in Thronerben, tlem gelehi-ten und iinkriegemchen .lob»niieK, ^H
noinom ntbigcrn Bruder ASot au». I)io Vorwin-ung «rreicUto durch ^H
%)tervenlion dus IberarkSnigs ihren Gipfui, bie A»ot mit Hilfe einer ^H
UitiniRchen Arnioe seine Autorität herstellte. ^H
K Damnls riierst 1021 erscheinen die scheusslichen Seld.schukenhorden lü2I ]
srntcniscliem Boden, jene Horden, welche das Schicksal hestinimt hatte, ^^
vergteiohswci»« nouh »ohr bedeutende Kultur Annonien» und 0»tklc)n- ^H
ns vom Erdboden zu vertilgen, um nur Trümmer, gleich ihren spfitcrn ^H
ISO grauenvollen Vettern, den Mongolen, zu hint«rla><8en. Der letzte ^H
ninior von Ys^piirakan, Henek'oriin, erschreckt durch die wildo Vor- ^H
tng seines Landes von Seilen der Türkon, tihorgab seine gesamte ^H
;haft an Basileios, der ihn dafUr zum Lehensfllrsten de» halbarmc- ^|
hon Sehasteia {äiwi!») machte (f 1027). Auch die Muttlimeneinirc ^M
StJldte um den Vnni^eo {Borkri, Manckeit, Chlal.', Ar£-o^) wurden ^H
slifalU Vasallen dw l>yzantiniM;hL-n Hvichä, soduss die Iteüitjsungen ^H
Bagratunier rings von rOmischen ReichsangehSrigcn umschlossen waren. ^H
rg der IbererkAnig, welcher sich gegen die griechiuchc Su/erünetSt ^H
tJJrto und äcinc Baubzilge bi» Trnpezunt ausdehnte, wurde von dem ^H
ranUdüchen Roniäerkaiser derb gezUchtigt, und sein Verbündeter, Klinig ^H
uines der Bagratunier, gezriningen die Stadt Ani von Basileios xa ^H
en 7.11 nehmen. Nach seinem Tode sollte auch »ein Stnat dem Kaiiter^ ^H
Ite oinverleibt werden. Es versteht sich von selbst, dasa unter dem ^H
ropoliten von Keltzene eine starke griechische Hierarchie eingesetzt ^H
d, welche nach Kräften den grimmigen Hikss zwischen Griechen und ^H
lentcm schürte und durch ihre schroffe UndiildKumkoit in erster Linie ^H
Sturz der oslrümiiichen Macht in Asien verschuldet hat. Doch dus ^H
en Fehler der Zeit und nicht des Basileios. Persönlich that er alles, ^|
dio neugewonnene Ostmark wehrhaft zu machen. Als unter Konstan- ^|
sIX die Seldschuken einbrachen, fanden sie alle Festungen und SchlüMBor ^H
lofeAtigt und mit Garnisonen wohlverwahrt. Das war das Werk dieses ^|
losen militArisrhen Organisationstalents. ^H
Sein nnermlld lieber QeiNt begnügte sich nicht mit diesen Erfolgen. ^H
seiner nimmer rastenden Energie rüstete er eine gewaltige Armada ^H
I welche das von seinen beiden Ahnherrn Basileios und Leon verlorne ^|
tien den Ungläubigen entreissen sollte. Da raffte der Tod den fißjäh- ^^|
<n Greis Dezember 102.) mitten in seinen HlÄnen dahin. Dm. 1085
Durch die Unter«-erfuug der Slavcn und die Annexion Armeniens i
le AuB byzantinische Reich einen Umfang erreicht, wie er seit .Tustinians ,
;on (inerhHrt war. Die mit Kraft gepaarte Milde des Kaisers Basileios ^H
t« den Millionen slavischer UnteHhnnen ihre heimischen Institute und ^H
iheiten gclnmeen. Gefährlich und kein Beweis einer wohldurchdachten ^M
[ieningspolitik war im Osten die Einverleibung nicht nur nationatfremder, ^M
l«rn auch kirchlich getrennter Staatswesen, der armenischen Fflrsten- ^M
Mititfirische Gründe zwingendster Art konnten allein diese Annexion ^H
luidigen. Aber «in schwöre» Verhängnis war damit verbunden. Dort ^M
998
AbriiB der bysanÜnüctaeB KalHrs«sohislit«.
war das tnonopliy.sitiM:lK' (jUiibeiuib«k<^iintnU noch eiiio rrcllp Mucht,
<Icr man zu rticbiicn lintU'. Dor gaiu« Jiuiiiiicr, wolcbun der jusUnianw
uiul dor vorjustinianeischcn Periode die Provinzon Syrien und Ä^j
iwi-üitut liattou, lebte hier wied«- auf. Nur unerbittliche Milit&n,
Hasileioä, wekbo dun diKputationssticbtigen und uniunHlutttemen
mit eiserner Rute rugicrtc-n, liätt«n hier seine Politik in glilcklicber \tm
fortsetzen, teilweise auch bessern kjtnnen.
Doch <ltts Gegenteil trat ein. Der adlige Orossgrundbositz dcM»
eich immer weiter aus. Die Kaiser wurden ein Spielball in den Htate^
dieser Grossen. Im Östlichen Kleinasien verschwand der freie Bauer
fast vollstündig. In Europa nahm man den Slaven ihre nationalen !*nT
logien und stattete die Griechen damit aua. Die fShigsten Qen^'ale '
in ihrtm glänzendsten UnternvbniungL<n durch die Miss^nst des
und das Misstrauen der ersCaikendeu zivilen Beamtennligarcliie, die
im Senat konzentrierte, gehemmt und Kur Verzweiflung und zum A«
getrieben. Dazu kam der unerträgliche Steuerdruck, woleher verb
mit dem hurten Übergang von der Naturalwirtschaft wir Geldwir
die Slaven und die Asiaten teils zur Revolution, teils zur Auswa
trieb. Dabei gab man sich am Hofe neitenweise, als herrschte
Uuhc, einer guKcbniacklo&un SchSngei8t«rbi und einer hi^chst unzeit^ctnl
Litteraturbogeistening hin. Dass solche Regenten und ein oolchpr Ad
weder den Setdficliuken noch den Normannen gewachaen waren, itit eig
lidi .sclbRtverRtAndlich.
VI. Der Verfall des Reiches (1026-108U
Gleich die kurze Regierung de.'« Hborlebendon Bruders Konstaa
1026. 1028 tinos VIII (1026-1028) kontntstierte in übler Weise von dem Rfginie
seine» Vui-güngei's. Eünon grüssem Gegensatz als zwischen UasJleiM
Konstiintiu gab es nicht, sodass die Byzantiner auf aie das Spri«hvort
wandten: Kreuz und Spucknapf aus einem Holze. Solbst v&Uig
riscli zeigte Kont^tantinos stilles Misslinuen gegen die Armee na
Führei-. Dio höchsten Stellou der MilitSi'- und Civil Verwaltung ve
er seinen ilin) ergebenen Kammerherrn an: so wurde der Eunuch
dylea als StatthaJter nach Aiitiochien, ein zweiter an den hochwichtig
aber auch verantwortungsvotlcn Posten nach Iberien gesandt. KiicksicliU
lo« wurden dabei die Steuern eingetrieben. Aber der unvergleic
Oi-ganiismus, den die grossen Genies der beiden vorangegangeaen fit
rationun gcscbuS'en, funktionierte vortäulig noch mit aller wQnschensi
1027 Pünktlichkeit. Konstantinos Diogenes warf 1027 die ciubrechctiden
zinaken Ober die Donau KurUck, und ebenso wurden diu Angrife
afrikanischen Mtislinion, welche das ügäische Meer bvdiuhten, »o^icb
gewiesen. Der Kaiser hinterliess bei seinem Tode nur drei TA
Eudoxia war Nonne, Theodora wollte nicht heiraten, und so blieb
«piirpurgeborne Zog* (Ihrig, eine bereits otn-as ältliche,') aber
■) Sie E&hlto 4ti Jalire.
Tl. Der TerfaU dw ReicliM (lU^ij— 1061).
999
ieirai«)iuUge und bei dem Volke der liauptstadt auscterordontlich boliobto
käme. Von di^u Vi'rbiiidungcn. welche diese logitimo Erbtochter des
[aiserthrones einging, liing Oils SL'bicküAl dtm Ueichüi; ab. Nach der Ictzt-
riUigcn VerfU^ing dai Vatera wurde thr der ungeseltene Senator Uomaiios
:rggrropulos aiigoti'aut, welcher bereit» sechzigjährig aich zu diosoin Zwecke
i>n seiner Gattin »chcidcn uiurtHto. Es wird niclit boHchtot, dtiss der
Ifttriai'ch nnd die regierende Synode, wulcho giTadu dutnaU unzäJdige Er-
kBiie in M at rimoni alange legenh ei ten erliessen, diese schwere Übertrotung
ioht nur der l'rieatcrsatzuiigcn, »ondorn auch des göttlichen Qcbotea irgend
orUgt hätten.
^_ Seit ^2 Jahren hatten nur Purpurgeborne auf dem Throne gesessen,
^ket begreiflich, das» Itonianos, ein Emporkilinniling, ein alter und ängsl^
Bner Mann, vor allem um die Uunnt der vorteil iedonon Bevülki-rungsklasBen
'«rb. Das Volk gewann er durcli Loskauf der Gefangenen aua dem t'atzi-
^onkriege; die Sclmldgefangenen empfingen Generakninestie, und xu
lonstun der l'rivatgläubiger beglich der Fiskus ihre Outhaben. Der hoho
kdel und der vornehme Kioiu» wurden durch Aufhebung des AUelengyon
Dwonnen, der Verpflichtung der Reichen, mit ihrem Vermögen lllr die
IQckstJinde der Ärmeren in ihrem Steuerdi^trikte zu haften. Vor allem
biiv war Komanog ein Monarch ganz nat^h dem Herzen der Prietftorechaft.
Itom KleruH der Sopliienkircho erhölitc er seine oluiehin schon unermess-
eben Einkünfte. Die »cbismati^ctmn Kyriäclieti Biächöfo und hervorragen-
en Theologen, vorab ihr in Melitene residierender Patriai-ch, wurden nach
'ontitunlinopel geschleppt. Eine Disputation mit den redegewandten
»rientatun wurde nicht erlaubt, sondern ein fürmlichcs Inqui»itioiiHverfahron
bcr die zwei Naturen gegen nie oröffnot. Exil und Gefängnis war das
der fast ausnahmslos Standhaften. Ohne Zweifel war hier der gut-
Kge Kaiser vielmehr der geschobene, als der schiebende. Vornehme
imto sollen bei den teilweiso goradozu schoutislichon Vorgängen in
Ifetore Tbränen ausgebrochen sein; nur die rechtgläubigen Hierarchen
HaImii kalt wie Erz. Aber eine schwere Verantwortung lud auch die
legieiiing auf sich. Massenweise flohen die unglücklichen Syrer auf das
tbunitiächu Gebiet. Das Roich hatte sich glücklich um alle Sympathien
ui ilen Dissidenten gebracht, ein Fohler, der «ich scbwer rächen sollte.
^ WOrdiger war eine andere Massregel. lÜe Regierung gab mit Ein-
nBigung der in l'alitstina regierenden Fätimiden grosso Summen zum
Wiederaufbau der hl. Anastasis. welche 1010 auf Befehl des iiTsinnigon 1010
thrtlifen und Dnisimgottea Hükim (967 — 1021) war zerstört worden. Bei ÖW/IOS
l«in üblen Willen der immer noch fanatisch schUtischen Regierung von
E^iro wurde der Bau erst unter Kenstantinos IX 1048 vollendet.
Die Kniwrin Zof war von Eifersucht gegen ihre ktugo und charakter-
'«lle Schwester Theodora erfilllt. Diene wurde beschuldigt, die intellok-
OtXle Urheberin der Verschwörungen des Prusianos (Fni2in) nnd des
ir«mstantinos Diogenes gewesen zu sein, ob mit Recht, ist bei der Ver-
O^euheit byziintiniscber Hofintrigueu schwer zu eiitsclieidcn. indessen
;«itni wahrscheinlich. Prusianos ward beschuldigt nach dem Tliron« go-
Bht«t, Konstautin eine Erhebung der älaven und Bulgaren beindich
lOUO
AbrUa dw byssntllUHb«!! EaiBergMichicIita.
ifiltb
gefördert Uli haben. In lieiden Beschulciigiingcii sprielit sicli nur dM
(lewiNioii dut K«gierung über Ate Misswirtschaft gegenüber den slft'
hulgariscben Unterthanen aas. Tlieodora und I'i-inz Fru^in mUHst«n Kkwbt- '
g«]Ubde ablegen, Kunslantiii xollti- gi'hlon<)ct werden, kam dem ahtrioA |
Solbslinord zuvor. Zahlreiche Milglii-<lor des Uochadd» ali» uigeUiilM ^
Mitv(M-8chworiie wurden exiliert. Durch die Schuld des Stattlialtcn von
1029 Antiochion SjKiiidyles 1029 hatten die ByJ:antiner eine schwei-e Ni«deriag|i
1030 erlitten. IO>«l eri<chien der KaiHOr si'Umt auf dum i^yriM-bcn KriegwehMH
platze, um tüch von den Emiren von Aleppo und Tripolis so graiHflid
schlagen zu tiutsen, Aa»s w und 8oin Heer mit Muhe Antiooliien emicUto.
Heioho Heute wurde den Siegern zu t«il.
Hier tritt zum ersten Male der gewaltige Kriegsheld Georgioa Utr
niukes') auf den goschichtliohen Schauplatz. Qlilcklicb im Kleinkrieg,
tüelt er bald das Kommando von , Untermedien* mit der HauptsUtU
moHaUi. Ein ktibner Ilaudtitreicli »utzt« ihn in den Besib: von
1032 10H2, und zu den] Schwcisstuch wanderte auch Cbri^ti Brief an
Toparchen Abgaront als stweit« hochheilige Keliquie nach der Reeiiloot
»Die zwei letzten Jahre kränkelte der alte Kaiser, und die Faiu
Hauptstadt gab unter anderm als ünind Vergiftung durch die eigene
an. Der MOnch Johannes, einst Haushofmeister des Romano», damaU Uini
der milden Stiftungen, hatte einen auffallend schönen, freilich epÜepli
Bruder, in welchen xich die Kai»eriu mit der ganzen Votieinont
ImFtor LoidunHchaft verliebt hatte. AnstSssig war e» judeofaUs, ilaM
11. .'^pv. mittelbar nach dem Tode des Kaisers II. April UVM die Kaimtia
1034 Hoffttaiit versammelte und ihm ihren bisherigen Ueliebtcn Michael Vi
1034,1041 l'apbingonior (1034— 1041) als Kaiser voratvilte. .Dem Sieger di« Btol
war der Grundsatz, naclt dem die Familie dieser aus der Tiefe
gestiegenen Uoturiers nun die Kegierungsgewalt unter aich teilten,
hannes, der eigentliche Kingsmakcr. wurde Keichttkanzlcr mit
unumschrUnkter Maclitbofugni»; vm anderer Bruder Konstoiitinos
UcneraliHüinm» oder Gross-Domestikos, Steplianos, ei» «hemaligor
inguuieur Admiral der kaiserlichen Flotte und sein Sohn Michael dar
Ifaterer mit dem Range des Cäsars bekleidet. Fast aiLtnahnutlo« wM
diese Abontouror buchet fähige Leute, vor allem das Vurwalluiigsgti
Johatinc«, der aber durch »uinu tyraniii^crhe UücksichtMlosigkint ani
echt gi-ieclÜHcho FiskaÜtäl an den berildttigten gleich oamigen Fi
minister Justinians erinnerte.
Bereits unter Uomaiio» hatten afrikanUehe und sieilisch« Kotmi«
Küsten der Adrin hmmgetiucht. Alktiii diesmal begegnet« ihnen diu
nii8che Kegiuruiig mit gewaltigem Nachdruck. Je mehr der freie
stand, Welcher einst die Kadres der gegen Bulgaren und Muslinwn
reichen Themata geliefert hatte, der rticksichtslosen HofschlftcbterM
Granden erlag, um so ontitchiodener sali eich die Itegierung auf
Mia
') VflDiliUr}' und imoh ihm Neumnnn die
WtlCstallung <l«8 I.JZ. ttoinh«* S. 4.1 orklttron
<ton Namen als tnrki«ah in der HodouturiK
.adalig*. Die Etyiaologio euboint Vnmbttry'.
Bcha rhkntmp; doon wodor CertaA
VKmhiiririi «ignMHI UIxkiaebM WA
kpnncn da» Wort.
Tl. D«r Terbll JM B«Ic1iM (1036-1081).
rbung angviri^lleo. Unter äif^mn nohmon an Ziilil und Bedeutung die
orangon* unÜ .Russen" (IMso-Wärjayer) bald die erste Stelle oin. Skandi-
rier aus Itusslnnd, dann Nonn-oger, Isländer, seit Wilhelm de» Ki-obcrcrs
Ig I06G zahlreich« Dänen und AngeUachneD ftHlten iliro Reiben; keiner 1066
ir aber berühmter als Ilanild Ilardniado. Sigurds Sohn, der Bruder de«
Olaf {König von Norwegen UM7— lOKG). welcher 1033- 101» unter dem 1033/101
■m de guerre' Nordbrikt mit dem nsiatischen Helden Ooorgios Maniakce
I gowaltigsten Waffenthiiten für da» Koniilcrrcich ausführte.
1032 waren durch die vereinigten Flotten der hier zum ersten Male 1032
Ftretenden seotüditigen Republikaner von Uagusa und dos kaiserlichen
liwagors Konstiintino« Karantenos, deH älatthollcrs von Nauplia, dio
ruoiien ito gründlich gezüehtigt worden, da^s sie mit aller Energie sich
Itftcben bescblosKen. 10:i-l und 10.%^ suchten sie die Inseln de^ Agilischen io;H/I03$
wres und Lykivn beim; aber die Stattlialter der Küsten1iLnd»c-hui'ten
lirakesion und Kibyraiotikon) veniicbteten die Seeräuberflotten, Die
ekution war die Übliche. Längs der ganzen West- und Sildkilste Klein-
eoB Bah man Oalgen und l'fähle. Der siegreiche Hnritld mit seinen
rangen wurde der Schrecken de« afrikanischen Lttturale. Kin Haupt-
klag galt Sicilien, das, seit es sich von den Fätimiden losgesagt, der
llrateanarcliio verf»llen war. Der Patrizius Maniakes, der in Italien
)ot, «rhielt den Auftrag, gegen >Sicilien /u operieren, Langobarden au»
emo, italische Normannen und Varangen unter Harald bildeten den
rn des Landheers; seine lInt«rnehmunRen unterstützte die Flott« des
iBorlichon Bruder» Stephanos. 10.^8 wurde MesMina eratllrmt, und dio 1036
iibor erlagen Maiiiake»' Kriegskunst bei Hametta. Ein neues übors
er gesandtes Afrikanorheor wurde IMO bei Dragina geschlagen. Doch 1010
|>ersAnlicher, allerdings sehr heftiger Zwist zwischen dem Oberbofebts-
>er und dem Admiral veranlasste die Intervention des kaiserlichen
binette. Maniako» wurde verhaftet und nach der HauptMadt entsandt.
n da an verlioe» das Glück dio kaisL-rlichen WafTen.
Viel gefährlicher war unter Michael die Erhebung der slavischen IJnter-
men auf der Hämushalhinsel. Der (triind war ein wirtschaftlicher. Die
gierung begann entjtprechend den hochgesteigei-teu Ansprllcben einer
leren Kultur von der Naturalwirtschaft zur Geld Wirtschaft überzugeben.
erall und zu allen Zeiten haben das die Vnlker als Härte und Tyrannei
'Kcgiorenden empfunden, man denke niu- an den schweizcriseheu Itanern-
Btand von I6&3. War ischon in den alten Provinzen die Erbitterung
e hochgradige, in den serbisch-bulgarischen Statthaltereien kam tut zur
den Revolution. Mit Itecht konnten die dortigen Unterthanen geltend
ohen, daas das durch Hasileios verbriefte Hecht durch die neue Finanz-
■t»chaft gebrochen sei.
Petra» Deleanos (Deljan), nach dem offiziellen Grieehonberichto ein
l^hlicher, thatsüchlich wohl ein echter Enkel dos Car Samuel, entfaltete
Sommer UMü die Fahne des Aufruhi-s; wie ein Mann erhob sich das 1040
[garenvolk. Die Wut traf in erster Linie einige Blutsauger unter den
ikalbeamten. Dann breitete sich dio Revolution lawinenArtig au«. Thc»-
onike wai'd bedroht; Dyrrachion fiel; das Thema Nikopolts mit Ausnahme
Abriaa 4«r bf EutUnücheD KaiAergesdiloliI«.
tkt.lMO
10. Do.
1011
18. Apr.
I
21. Apr.
1042
II. Jun.
1043
lO&O
1054
<lor HAup(«tadt Naupaktos, acliloes sich an. Prinz Alii»ianos. ein )ia
Diguitüi- um doni Ot>«chle«Ut« d«« Grafensohtu Aron, trat EU seinem Vo
Über. Ein Heer von 40tiOO Miinn bci^tilrmto «ocbtt Tage Oktober VM
das tefite Thes-ialonike. Allein die heroisclie Bürgerschaft hat nocb m-
mal den Namen der hollenischen Potis gross gemacht und im Qegen^li
EU dor M^hwaclihurziguii Ucgiorimg da» Itoich gorettot. Wie einat <Li-
Väter, vertrauend auf die väterlichen GöUcr und Ileroen, gegen den oif-
diachon Krtifeind gezogen waren, eo hat den ThesAalonikcnscm ihr sifgM-
gewaltiger Schiitz[<atron, der hl. Demetrio», Mut üum Kumpf und Knß
zum glorreichen Sioge vorliehon. Durch dio«o Entscheidungsschlacht nr
der Aufstand gebro(;hon. i^wist unter den Führern, der Aludanoe nr
Blendung des „Car* Deljan und zu nochmaligem Verrate voranlnsst«, vaD-
ondete die AnflAaung. Mit leichter Milho triumphierte Michael über die
lokalisierten UuerilloHbandt^in; ahor dio Serben der schwarzen Berge be-
haupteten ihre Freiheit und bereiteten einem eindringenden ftomSÖrbtvr
DDter KonstantinoH IX daRselbe Schicksal, das sie noch so oft den wild«ii
Armeen dai Halbmonds bereiten >;ol1ton. In Bulgarien wurde mm di«
politische Verwaltung ganz auf griechiHchom Fusso eingerichtet: dio uto-
kephale Kirche von Orhrida und alle ßischofamitre» wurden gnni, wie
in der tmurigoit Pliaiianuteiizi.!il, eine Beute der liauptälMdtischen $v'ai-
liehen Streber, vomb des Klerus der Sophicmkirdie, und dabei haben di«t
hellenischen Kirchenfllrsten, welche ihre reichdotierten Hirtonntcllm mir
al» eine Ooldquellc betrachteten, noch laute Klagen lllwr ihre VoHmonung
in^ Barharenland geführt, wie une Thcopliylaktos' öder Briefwechsel i^i^
Die damaligen kriechen zeigten dieselbe politische Weisheit wie q4Ur
die Lateiner, d. h. sie legten teils mutwillig, teil« kurzsichtig alles däiwtf
an, über kurz oder lang eine furchtbare nationalo Keaklioii berutn*
beschwfireu.
Nach Michaels IV Tode 10. Dezember 1041 hatte ZoS den htahorigM
CKstu- als Michael V Kalaphaten zum Kaiser erhoben. 18. Apnl l'*l-
Bchloi^s der Uhermntigc Emporkömmling itcino alte Wuhlthfttenn in 'in
KluMtcT der Inscd Prinkipos ein. Das war das Signal zu einem allgentn '
Aufstand der hauptstädtischen Bevölkerung. Der Adel, der die fncbr
auf den Thron gelangte Abentourergesoll.ichaft mit Uecht hasste und w-
achtete, stellte sich an die Spitse. Die beiden puq)urgebomen Print»
sinnen Tbeudom und Zog wurden feierlich als Auinislas auftgerolM
21. April !0I2, und der Versuch dos WiderstAnds im Hlut erstickt. D«
Kalfaterer wurde in die M(inchskutte gesteckt KatUrlieh wurden di*
bisherigen Itegentcn in üblicher Weise durch Konfiskationen ilira« V»-
miSgons gestraft. Zwisdion den beiden Schwosteni dauerte der Friedo mir
kurze Zeit. U.Juni lü42 heiratete die ß2jiihrigeZD5 denKonstantiaoilXj
Monnmachos, einen kaiserlichen Verwandten, der nun mit ihr hU ItiMJ
und allein bis 10.'..! regierte. Unter den vielen Thorhoiten der Alten »*
diese lediglich politische Heirat die grösste; das Weich bcditrn« eiiwi
Kriegsftlrsten, und Maniukes war der gegobono Basilous. Zu dee ReicbM i
Unheil wurde der gichtische WUstJing auf den Thron erhoben. KonstMÜi»
Itegierung bezeielmet die letzte gltlckliche Periode des Ketcbs, was freiüci ,
TL D«r TerfftU des Beiohea (1026-1081}.
um wenigsten am Kaiser lag. Ei* war durchaus anümilitilriHch geainnt, H
spartv am SaMatciiHoId und verausgabte Unsummen für Hauten und auch H
rOr Hebung dur VVis»eut5cbaft, wofUr diti^c onialcu Zvitun um wutiigetea ^^M
geeignet waren. ^^H
tn Italien waren die Normannen, einst Maniakes' SOldn«*, rar grSssten ^^fl
Seftthr dvr gtiochiticliou Herrscliaft herangewachsen. 1041 brachen xio lOlI M
in Apuliun ein, oroborten MdB und »chlugon dvn Katapan Dokeanos zwei- H
mal atifs Haupt. Sein Nachfolger wai- nicht glücklicher. Der einflues- ■
ruiclic i'rimat von H»ri, Argyros, verband »ich mit ihnen. Maniakes, von H
Uic'bavl V nach Italien gesandt, wo fast nur Tarautuu, Brontcition und H
Hydnis noch don Giiechen gehorchten, rief noch einmal einen Umschwung S
bervor. 1042 erfocht er den grossen Sieg bei Monopoli. Aber die Er- lOi'-i ■
hebung des Konstantinos Kuni Kaiser, mit dessen Favoiilin Skloraina und ■
ihrem tiuschlocbUanliang er tief üorfatlen war, erbitterte den Helden aufs ■
tieTst«. Er liess eich zuni Kaiser proklamieren; vergebens erkaufte der Hof H
den Vorriltor Argj-vos pppeu ihn. In Hydrus eingeschifft, landete er Februar [,■„(,, iijjj
lOtä in Dyrraeliion. Alle» erwartete, dass sein Marsch auf der alten via
Egnatia dem Keich einen neuen Monarchen geben werde. Sein Ende war
wiv das des (Jesare Borgia; der Zufall eines Pfeilscbusses tStete den Ge-
wulligvn und vernichtete »eine Sache. Konstantin sasK wieder fest auf
dem morschen Herrscherstulil.
Mit der italischen Herrschaft der Griechen ging es nun rasch zu
Ende. Weder der abendländiflcho Kaiser, noch der l'apst vermochten die
Fortochritto der Nonnannen mi hindern. 1U55 fiel Hydrus (Otranto), 1055
1060 dos feste Troja. Mit der Einnahme von Khegion und Skylakiou war 1060
die Eroberung von Kaluhrien vollendet. Der letzte Itest von Justiniani)
Siegespreisen war Ostrom entrissen. Der Sieg der Nonnannen, die bald
auch Sii-ilien gewannen, war gleichzeitig ein Erfulg Alt-Roms, das seine
8o lange eingeschiiinktu Ob od iu uz wieder über ganz Italien ausdehnen
konnte. Im Zusammenhang mit diesen Ereignissen kam es zum völligen
kirchlichen Bruch zwischen Alt- und Ncu-Hom. Uer Papst Leo IX war
zielbewuiMt und hochfahrend. Sein ncurQmiBcher Kollege Michael Keru-
lariofi gab ihm darin nicht« nOLli. Aber es gehört die ganze oecidenta-
ÜHche Befangenheit dazn, in dem Briefe des Patriarchen Michael Kerulurios
ein« IVovokation zu sehen, da er umgekehrt dor I^vozierte war. Ein
aufriebt lue r Orthodoxer musetc den nun sich volLtiehendon Ansrbhiss der
MetropuliUuhezii'ko von Hydrux, llugtu Sebennc, Itossanon uud ilbegion
an den in den Augen der Griechen halbschisroatischen Stuhl von Alt-Kom
ala eine (jefährdung des HeiU vieler i^eelen ansehen, und so hat Michael
einfach »eine oberhirtliche l*flicht erfüllt, als er im Verein mit Leon, dem
autokephiilen PrHlaten der Kirche von Ochrida. die italischen Orthodoxen
vor den Ketzereien der JviiKoi warnte. Ein ebenso milder als ange-sehenor
Theologe der anatolisclien Kirche, der Patriarch Petros von Antiocliieo,
hat in seinem Briefe an Dominien», den ( Fseudo-) Patriarchen von ßrado,
nur die leidenschaftliche Form der Erlasse und Massregcln Michaels ge-
tadelt; aaclUich stand er ganz auf seiner Seite.
Der Regierung war der Zank hfichst ungelegen; sollte etwas in
I 1004 AbrlM d«r byzantiniaeb«!! Kaiacrgsaehiobt«. I
I Italien noch gerettet werdon, konnte nio den l'Apst niofat onthehren. Alhhl
I BJe war schwach, und das patriatiocho antiUtoiniüvhi' VoQcsbäwuMttäl
I erwies sich al« eine Macht, der sie »ich zu heugen hatte. Leo IX bit)
I freilich sein Möglichstes ^ethnn, um durch iinge^ichickte Wahl im
I Legaten alle irenischen Absichten der Itegierung zu durohkrcuxen. Ilw
I rohe uikI herniiHfordemde Aiiflrotüii dos Kardinals Humbort inusst« jcdo
I ehrlichen Griechen auf» tinfste emixVen. Man verfluchte sich gegeoBtitig
^^ gehr feierlich, und das war echlicsälich iia.s Verständigste. Die «eit der
^B Verkleinterung von diotje«' Schisma oingcführt« utiwahrhaflige dopfxHe
^^ Biichfilliriing luVte auf; man bekannte sieh gegenseitig zur offenen, th*
L liehen tVimUchaft.
I Sehr entst war fUr das Iteich die Patzinakengofahr unter Konstantia
I Ihr Oban Tyrak (Tirach), erbittert über die Griechen, welche i'ine AhU»-
I lung der Herde unter dem Häuptling Kegen bei weh aufgenommen htlUt,
I Iies8 die Fahnen wehen; allein er wurde völlig geschlagen, and nach idl-
[ hcwührteni Kegioningssyatem siedelten die Byzantiner die OofangeHii in
[ den ( idiändereien um Ni« und SrPdcc an; dies »chlug zu ihrem UdM
I 8U3. Hie .chmtJnnos* der neuen Kolonie riefen die .hravo«' von jenwiu
I der Donau zu Hilfe. Die Heiden sengten durch ganz Bulgarien Iw nr
r die Tliore von Adrianopel. Sie schlugen und vernichteten drei rOniiMif
1031 Heere. Erst 1051 warf man dn.t Kauhgesindel au» Thrakien und Vaia-
donien herau»; Tyrak, in »uincni Ilatiptlager von i'rf«lav bedroht, bat nit
echter Barbaren feigheit um Frieden.
Im Osten setzte K on.'itant.iu Basileic*" verkehrte Politik fort. VtA
dem Tode Aftot IV. des Bagratunicrs von Äni, waren in Armenien Äi
nblichen Thronatreitigkeiten ausgebrochen, und Michael IV wollle aoo
endlich Armenien mediatisieren. Eine bvjwntiniwhe Armee belagerte fi*
ilOil armenische Kapitale: aber die Katastrophe der Faphlagonier IWl iw
anloAitto deren Abzug. Die Grovsen einigten sich den siobzehitjlhn^
Uagik ttnf dt^n Thron der ßagratunier zu setzen; er und s>ein GoBffiil
Orugorios Magi«t.io.s kämpften mit Olilck gegen die Seldschuken. SoWJ
aber Konstantin fest auf dem Throne sa-ts, modiatisierte er feat rfmüii**
I0I.5 armenii^che KleinfTirsten. 1045 wurde Qagik nach der Itcsidcaz zittMi
und dfu! Jahr darauf besetzten die Griechen Ani, Wer noch in ArmenHe
der Täuschung lebte, dass die Kömerherrschaft einen starken Scbat» fir
Armeniemt chriAtlichen GInuhen bedeute, wurde gHlndlich aufgeklärt. Kiot
habgierige Schar griechischer Kleriker setzt« «ich in den BesitE der rficlw
Bisttlnier und Abteien. Die religiösen Quälereien der rei-htgläiihigOB Mm»-
10Ä6 phyifiten waren endlos. Der KathoUkoe Petro« (+ luStt) wurde nach *»
Hauptstadt gerufen; nach dem Tode seines Nachfolgers hindert« mM Äj
Kfttholiknswahl. Alle die schweren Erfahningen des VIT. und der f">lg»**|
den Jahrhunderte waren an den nichts lernenden und nichts verge«
griechischen Hicrarchen spurlos vorübergegangen. Charakt«ru>ti«:li i^j
dass noch der UnglUckskaiser Tt/>manns Diogene« vor si'iner Expedifw^l
schwur bei seiner tlUckkehr den armenischen Glauben zu vernichten.
armcniMchon MSnche schrien zu Gott, er möge ihn zu Grunde gehen Us*".]
wie den vom hl. Basileios verfluchten gottlosen Julian. Diese durch
^^^^H TL I>er Terfftll d«a EeidieB (1029—1061). 1005 I
l^ahnwitz dea griecbisclien Kirehäiiregimonts provoxi«rte Stimmuug der I
Lrnienior liefert aucli einen Schlüssel fllr die »eldRchnki^chen Krfulge. ■
ZuDJkliät hatte min nach Aar Annexion der kleinen GobirgtuUattiu 1
as römisch© Itoioh direkt deu Verstoss der unt«r Togi-ilbey zur Obniacht ■
a Asien gelangten Seldochuken auszubulten. Die echt griechische Krämer- I
olitik hatte, wie Uhlicli, am falschen Orte ge«)pArt, den armen neu inkor- I
oritirt«» Borgknatonen hohe Htetiern auferlegt und 50U0Ü Muiui urmeni- I
eher und iberixchor Milizim üutla«äou. Allein der grosse Ba^iJeioH hat I
urch sein unübertreffliches Fortifikationssystem der Ostgrenze die liettung I
er thöriclitcn Nachgebornen bewirkt. We in Vaspurakan einbrochend«n I
'üi-konbandeu wurden 1048 bei Htragna geschlagen. Aber das unbefetttigto "^^S I
Lxxen der RSmer (Kariu-Theodosiupolüt), diu reiche Ilandelstadt, legten dio I
[orden in Asche. Der Schaden wurde einigermassoii wett gemacht durch I
en mit Hilfe eines iberinchen Volksaufbruchs errungenen >Sieg von Ka- I
etron. Togrilbeyu persQnlichei' Angriff lOSO sciieiterte an d«r Fotttigkeit lOdO I
er Burg Mimtzikert. I
Konstantin butt« unverdientes Glück. Auch 1047 war der sehr ge- 1047 1
Uirlicho Aufstand tien armenischen Oenerala Leon Toniikios vor den ■
lauern der Hauptstadt gcüchoitcrt, und ruhig regierte er nach Zoch Ab- 1
)ben bis zum eigenen Hinschied U)ii4. Gerna hätte er dem in Make- '^^^ 1
onien kommandierenden General Nikephoros Bryciinios die HerrHcbaft I
Dgow&ndt; aber der Legitimismuii erwachte. Volk, Senat und Garde I
iboltvn der energischen alten Theodora zu, als sie ,die letzte der Purpur- ^
eborenen* das Szepter ergrifi' (Uirti—lüJÖ) und mit nngewohnter Energie 'OHjlOM
andbabte. Dass die Kreaturen ihres Vorgänger» durch Exil und Ver-
lügen^konßskiition bUstittcn, gebßrt zum legitiniöu Kitu» eines byzanti-
isclien Thronweehisels. Aber darauf bcHchränkte sich dio Thätigkeit der
reisin nicht, welche dio volle Kraft ihre» Oheims geerbt zu haben schien.
ie zeigte das den damaligen Kabinetten fJSrmlich angeborene Misstraiien
cgon den Ocneralstab, wenn man gerecht sein will, nicht mit Unrocht;
enn iuit«r dessen hochadlichen Mitgliedern war da» Kaisermnchen
od Prfttendententum geradezu zur Erb- und Modokrankhoit gowordon.
io rief den hochbegabten Chef der gegen die Seldschuken operierenden
TBioa, Isaak Konineno», ah und ersetzte ihn durch einen gefQgigen Hof-
lann. Vor itu-em Tode (äO. August 1056) iibortnig mo die Kaiserwllrdc 30. Ai,
uf den alten General und Senator Michael Stratiotikoe {30. August 1056 . J2fÄ,-
is 31. August 1057).
Das war zuviel fllr das St-lbstgefülJ der Annee. Die Loyalität und
liebe fllr das nngc-stammte Hcrrseberlmus, von der Zo<J und l'hcodora
D röhrende Beweise erhalten hatten, war mit dem Aussterben der mako*
onüchen Dynai^tie erloschen. Eine gewaltige militärische Revolution
räch aus. Die Generale, meist kleinasiatiuche Landlords, traten zusammen,
rie in den Tagen des Severus oder AureUan. Unter jubelnder Zustim-
lUng der einzelnen Truppenkörper proklamierten sie erst in Ka.stamona.
an» auf der Kbene von Gunavia 8, Juni 1057 den Isuak Komneno» ^\^^S'
mn Kaiser. Der eigentliche KOnigsmncher Katakalon, der abgesetzte
ltrat«g von Autiochion, bewog dio Truppen von Nikopolis zum Anscbiims.
lOÜß
Abriaa du byuatlaiacbeB KftiMrg«aobiohte.
Isuak tnnrschicrte gc|;;<>n Niknea, besiegte <1io kaisorlictien Tnipp«n: Sficbul
ai. abdizivrto, und 2. September 1057 wurde Isaak in der Sopbi«tikifäi j
' gekrUnt.
Eil war ein Sieg dos Militilrs flhcr die Senatsaristokratie mi 4l
Civilburwiukratie. l>er erste Empfang des KaLserB machte darom den
Teilnehmern ßinen iinauslOschlichen Kindruck. Die Senatoren stAmloo
^zasammen und sahen auf don Boden. Der Kaixor sprach nur Aas nCtiEttf,
fast mehr durch Kopf- und llandbewogiiagen seinen Willen zii «^rkenii«n
gebend, lind Uberlieas das Reden seinen Sekrettnn. Diesem Anfang «nt-
sprftoh der Verlauf der Regienmg. Inaak zeigte ung«.«wöhulifhc Enerfii»
Als langjähriger Arnicccbof hatte er dne Cbol der »t-it ßu^xileius' ToJ ein-
gerissenen finanziellen V'erlottening mit sein^ Soldaten nur zu hart fibleo
mßssen. Gleich Vespasian scheute er im Intere.<t»e der Snniorung dn
FinansplanJH auch die Unbeliebtheit nicht. Die Sinekuren ßlr BflfliiigR,
Gelehrte und da« viel zu grosse Priesterheer wurden abgeschaut* Dir
Finanzreform wurde gründlich gefordert. Wie wenig er di© flrondierenJ*
Opposition des Reichftrats fUrchteto. zeigt seine Absetzung Am Miciuu'l
KerutarioR, dessen hierarchische Amiiossung uucrtrüglicli güwonlen. Dicsii'
Kircht>nfiirst mit seinun pjipstlichen AllUren hat in der orthodoxen Kiri-hi'
nur ein Gegenbild, den nioskowitiachen Patriarchen Nikon. lanak mi
Alexej haben in Hyzanz wie in Ru.'tslHnd das werdende Papsttum io der
tioburt ormtickt.
Isaakfl AJter, nach einem glücklichen Peldzug gegen patzinakiul«
und magj'arische Raubschai-en HWJ durch Krankheit ReschwÄfht, vu dff
IKai^eriiürdc nicht mehr gewachsen. Mohr noch hat ihn die stÜte undpatffiT«
Opposition der Burenukratie lahmgelegt. ,Gott*, pflegte man zu sMffO.
.hat sich sechs Tage Zeit gelaasen, um die Welt zn erBchafTon; äeut
Mann aber will alles an einem Tage zu Wege bringen." Es war km
Vergnügen mehr, sondern ein verhängnissvolleä Amt, Kaiser von (Mron
zu «ein. Wie im Rom des dritten Jahrhundert«, erkannten die Beaserm
in der Kaiserkrone PtÜcht und Schicksal. Der milde Grei.*» abdiiierto vni
ging ins Kloster Studion. Kr Übergab die Herrschaft seinem Freunde raiJ
I69;10G7 Minister Konstftntinos \ Dukas (1059 — 1067), einem ausgeieicbnetfii
Finanzgenie, der sich in sekundärer Stellung glänzend bewährt hatte. I>ff»n-
bar hat Isaak aus sitthchen GrQnden, weil er meinte, so am lM.''«tcn fDr ii»
Reich zu sorgen, ihn gewählt und .seinen hochbegabten Bruder Jöliannn
und dessen noch fähigere Si'ihnc damit vom Throne nuegoschlosaen. Doch
die Wahl sollte sich als ein schlimmer Fehler erweisen.
Konstantin X eröffnet die Dukasära, die unglQckliche Epoche if'
herrschünden Bureaukraten, Rhctoren und Gelehrten.') Schon emmal -
unter Marc Aurel — war die Verwirklichung des platonischen Polit''"*
idcals, die Herrschaft der Philosophen, dem Reiche verhängnisvoll ge-
worden. Dukas hat die Senatsaristokratie durch massenhafte Aufnahm»
plebejischer Elemente, Handwerker und Barbaron, stark orwcitwt ^'>
') Vehn (lioau F^nociio vgl. die truiniclicn
AaafDhningeD vou C. Neumnnn; Di« Wolt-
Ktnllung dcA byt. Reichoa vor icB ErM'
iQgen. l.oipRig 1894.
Tl. Der Terfkll d«a RsiuhM (lOSC-IOSl). 1007 ■
alten Senatoren, deren Adel iUirigcn» auch Roltr fadenscheinig und von I
gestcni her war, «aheii das mit Ingrimm; abur man koiuito sieb damit M
fertaten, daaa die demokratische Senat«part.ei jotzt das Staattigtßuer voll- ■
ständig in die Hände bekam. Die Hnreaiikraten regierten; die Finanz- ^^H
beainten fUlirlen das gi'u>«.so WorL Em ht die Keaktion der Civilvcnciü- ^^H
tung gvgun dun Uilitarii^nms. dvi- Hauptstadt gegen die provinxiale Oentry, V
welche diu hohen Mibtärpobten hekk-idete und bei der Erhebung Kaiser I
Isaaks einen argen Prätorianergcixt wieder gezeigt hatte. DieM^m niilitä- I
riscbcn lYfttendeiitentum sollte definitiv der Bodon abgegraben worden. I
Haa geschah durch Besdmuidung d(« Milit^hudgets und AuQöHung der H
Armee. Kaiät-r und Minister haben um die Wette geeifert, dies anti- ■
inilitilriBcfae Ideal der neuen Senat^partei zu verwirklichen. Die Kadres ■
der Annco wurden flberall rcduKicrt, der Sold gokUrKt, die Voirfite an fl
Waffen und Kricgtimuturiiil nicht i<rgänzt, die Reparaturen der Wurke in den I
Grenzfestungen unterlaAüen. Kurz, es fehlte dem damaligen Konstant tnopcl I
nur nech ein vom Volke gewählter lieichsrat, sonst wäre die ganze M
ÜMbre de» heutigou konetitutioncllon Staates in optima forma verwirklicht _^
gewesen. ^^M
Der ^''erfasaung entsprach die Regierung. Der arientalischen Krisis ^^|
zeigte sie sich nicht gewachsen. Und gerade im Osten war die starke ^^|
Hand eines MilitJlrs dringendem Krfordernis. Denn dort war neue« kraft- ^^|
volles Lehen unter die SLi]d»chuken gekommen, seil nach dem Tode des V
grossen Togril-bey 1065 sein Sohn, der bisherige Statthalter von ChorSsSn,
AJp-Arülan die Zügel der Hegiening ergriff. Ein Vorkämpfer der recht-
gl&ubtgvn Sunna, Kiigleicli bei aller echt türkischen Koboit ein helden-
kahoer, rilterlicher Mann, wnr er der Abgott seiner Heiterscharen, ein
grimmer Feind f^tr das von schwächlichen Bureaukraten und Schrmredncm
niisMk-itete Heich. Sein Einbruch in Armenien bezeichnet den Tod der
dortigen lioln-ii Kultur. Nur grausige planmä-isige Verwlttttung und Ver-
ödung charakterisierten den Krieg8pfad des .SehUchukenaultani;. Man spricht
jetzt gemäss der heri-Hchcuden Tui'kophilio »von den herrlichen Kosten
der reiclientwickelten Kultur der Seldschuken', weil der Sultan von Kam,
AlAoddin Kcikobad I (122(1- 123G) in der That glfinzcnd gebaut hat. Man 1220^1230
verglast dabei nur die Kleinigkeit, dass diese ganze Scldscliukenherrlichkeit
niofat original, sondern pL-rsisches und by/.untinisches Lehngut ist. Mit
genau demselben Rechte könnten wir dann die IIj-ksoskAnige mit ihren
Imitationen und Annexionen Ag^'ptischer Kunstteistungen in Tanis als die
wahren Kulturbringer im Nülnndu anaohon.
tileich nach seinem Regierungsantritt veramitattete AI|>-Ar»lan unge-
beaero Aoahcbungen und rUckte gegen Armenien vor. Als er von Osten her
heranzog, unterwarfen sich voll Todesschrecken die K&nigo von Albanien
Und Ilwrien. Dann wandt« er sich gvgen die gewaltige Künigsfestuug Ani.
SUdtcbelagerung tst sonst niemals die Sache der asiatischen Steppenreiter
gewMcn ; aber mit beispielloser Energie hielten die Tllrkonhordon vor ihren
"WWlen aus. Die Zentralregierung, an Gold und Soldaten knapp, sandte
Iceine Ersatzarmee, und so wurde dio herrliche Stadt C. Juli 1064 eine ß. .'»U
Aut« der Barbaren. Gleichzeitig streiften plündernd, sengend und raubend "^'^'*
1008
Abrtaa der bfiAiitiniBcfaen Ku»erge«ohiohta.
.1004
ioe:>
t
ihre Reitenicharen bis in die Eupliratprovinzon. Dur klein« Fürst Tia|
Kar*, im tieftlhl seiner Ohnmacht gegenüber i3i*«6r furchtbaren VftU
woll«, codiert« si<in Itvich an die Griechen und erhielt als Kntscha
<lio Stadt Caaiendav in di-r kilikischon TauniKland»chaft. welche bali] ßr
das armeniüch« Volk eine zweite Uoiniat wurden »eilte. Sein Tuuseli wir
gut; denn Kar» fiel kurz darauf in die Gewalt der Türken.
Wie in A«ion war auch in Europa die Politik der Regierong keiae
kraftvolle. 1064 wurde dio wichtige Donaufcätung Belgrad von dso
Mag)*aren besetzt. Bas folgende Jahr sali dio Patzinakengefalir dmrli
die Kuinauennot ersetzt. Die Uzi (Oghusi, von den Russen FoIoto, n»
den Uriechcn Ktininnoi gonannt), abermaU cino schmutzi^tarrende pferde-
reiche Tilrkvnliordi», in Fil^^urt«« lebend, von Stutenmilch und Iferdcfluiach
Hicli nSlirend, in Schafsfelle gehUUt, in üblicher Weise mit Bogra lunl
Pfeil bewaffnet, waren nach dem Beispiele un}>ahliger BrOder .dem 7jigf
nach dem We8t«n" gefolgt. Die Patxiiuikcn wurden durch sw aus Act
Diycstergegcnd in die Walachei gedrSngt. li>65 ilberscbritton ihrer Wiwu
die Donau. Vergeblich suchten Basileios Äpokapes uml Nikephoros Bo-
taniates, die rJlmischen Generale, dies zu wehren. Daiik der treflit^
(Üvil Verwaltung hatten t;ie nicht genug Soldaten. Kino Horde drang Im
gegen TliOMudonike. Seuchen und die Gegenwehr des erbitt«rt«n Lw^
Volks vernichteten sie. Die Hauptmacht, in den HBrnus gedr&ngt, gniei
bald in grosse Not. Ilirc Auttrottung verdankte man nicht der kliglM^
Hogioning, die ganz an das beilige römische Jammerreich zur Arma^iakcB*
zeit erinnert, sondern den tüchtigen bulgarischen Milizen und den radw
!<clinauiiende» i'at^^inaken, weiche crbannungslos mordeten. Ein Rwt M
um Gnade und ward in Makedonien angesiedelt.
Entsprechend der antimilitäriachen Schöngeisterei und GelohrsBntkeil*-
pflego halt« der alternde Kaiser auch seine zweite Ehe geschlossen. Sidokii
Makrcriibulitis»a, eine ebenso scbOnu als littorArisohc Dame, wurde dsni
ihn Mutter von sechs Kindern. Dazu kamen di« drei au» Vorwclit bernt»
gekrönten Dukassöhne erster Khe. Der sterbende Kaiser, lediglioli wo
dem Gedanken bchen'scht, seinem Hause die Krone zu erhalten, fflcbtc
dio Kaiserin und den Senat durch schrillliche Versprechen und Eidschvtit
zu binden — bei ßyzantineni ein ho(Tnungslo«08 Unternehmen. — Endokii.
obschon ganz in der Atmosphäre der gelehrten i'o<laiiten lebend, wo i*<
widerliche Schwat7.philosoph und ItedekUnstler Psellos den Ton iopk.
bowieit, das« auch die grilndlichsto rhetorische Verbildung den Vendtfl
«iner kitigen Frau m'clit völlig zu mittsleiteu vermag. Sie erkannte te
Schaden, welchen der neue Kurs dem Reiche beigebracht. Nur der bf
ditionelle Militarismus konnte Jtettung in der Seldschukennot gewähren, ä«
hörte auf die Volk.'^Ntimmc, welche ihre Wiederverheiratung mit oiurt»
titrammen Militär wUnsclitu; nur so konute dorn gemeinsch&dlidicn Cb«r-
wuchern de8 Bureaukratismua gesteuert worden. Bei der OattesnU
freilich hat sie sich vergriffen; Romanos Diogenes, Stratege von TriBdiW
(Sri-dec). war der Sohn jenes Konstantinos Diogenes, der einst ein di-
vische« Pronunciamcnto gegen Kaiser Romanos sollte gewagt haben. Dff
ci-st dreissigjälirigun Sohn, einen hünenhaften Kecken von beisBOro ßlul*
Tl. Dw TsrtftU d«B Beiche« (1020-1091).
1009
ad fast tolUcUhnem Ehrgeiz, traf von Soiton der mituili-auisclicn Burcfiu-
raten dieselbe Beücluildigung, wohl mit demaelben Hechte. Kudokia, be-
äts starke Vierzigerin, aber noch immer Htattlich und lebhaften Tem-
sraments, hatte d«n horvorragond echdncn Romanos kaum gesehen, als tiio
it der ganzen Glut der Sildlünderin nach scinom BcsitEC strebte. Doch ihr
ibrifiliche» Versprechen, keine zweite Ehe einzugehen, war in den IlÜndon
.■«allerheiligstcn Johannen XiphilinoH. Weibliche Arglint kannte die schwache
Site de» Patriarchen. Unter der Vorspiegelung, einen seiner Vorwandten
1 hutraU-n. erhielt Bio die kompi-amittiercnde Urkunde zurück und über- _
jkdit« die Residenz durch die Vermählung mit Romanos Dezember 1067. D«- W
r irar ein Sieg der Militärpartei; die Wut der überlisteten Bureaukratie
iftiiibarto die teils stille, teils ofTono Opposition ihrer Hfiupter, des kaiser-
chen Bnidvrs, de» Cä«ar» Johannes Duka», der mit zwei Bühnen im
Miat eine mächtige Partei bosaas, des grollenden Patriarchen und vor
lleni des giftigen Hhetors Michael Psellos. Dazu kam, dass die von den
>ukas vei'hÄt«choIti!n Prütoriauer, die Varangen , zui- Partei des «Itcu
Eofes hielten, schon weil l{omanos bei der Nutiouatarmv« beliebt war.
für ein glänzender Erfolg nach aussen konnte dem Soldatenkaiser das
Otige Prestige verleihen.
Es galt den Selilschuken, der stündigeu Geissol der kleinasiatischon
nd syrischen Ustprovinzen, mit maclitvoller Energie entgegenzutroten.
'apferkeit und Feldherrngescbick des Uomanos konnte die HoEFnung er-
recken, dass dem Ueich ein neuer isaurischer Leon oder Konstantinns er-
tandt^n sei. Leider rissen ihn sein Ungestüm und seine UnterschfitKung
w Feinde ins Verderben. Die lange Missregierung der Bureaukraten
pfcfee die Armee verlottert; die Sparsamkeit am unrechten Ort hatte
en Staatsschatz auch nicht gefüllt. Die Buntschock igkeit der vielfach
on natioualeu Offizieren kommandierten Landsknechte erschwerte die
icherlieit des Oberkommandos und die Einheitlichkeit der Operationen,
'rotzdem verlief der Feldzug des Jahres 1008, weicher einerseits der 106«
iQcbtiguDg der Muslimen von Aloppo galt und andererseits die seid*
chukiochen, die Pontoslnndschaftcn lieiuiHucbenden Raubscharen derb zu-
Qckwarf, vGlIig glücklich.
1069 brachen die wUstcn KAuber von neuem in Kappadokien ein, 1069
aa ollo Drangsale vandalischcr Verwüstung und Ausmordung erlitt. Den
ächten Tiirkenreitem war die scbwerllillige Taktik der By»mtiner so
rmig gewachsen, als einst Crassus' Legionäre den purthischen Eisenroitern
md WeilschOtzen. Aber der Kaiser jagte die liäuberhandeu zuletzt doch
iber den Etiphrat zurück; allein während er durch das ehemalige vierte
Lrinenien einen kühnen Zug unternahm, um Chlut', di« Festung dos Van-
«66, zu Überrumpeln, Itess sich sein Feldherr Philaretos in Kappadokien
«hlagen. Bis Ikonion plünderten die Seldschuken. Dem Kaiser, der ihnen
len RQckwug zu verlegen suchte, entronnen sie nur durch Preisgabe der
äettte.
Die Übeln italischen Verhältnisse zwangen den Kaiser 1070 zur iqto
ilQckkohr nach der Hauptstadt. 1066 war Hydrus (Otranto) gefallen, und ioqb
las fetrte Bari, der HiLuptwalTi'npIatz der Griechen auf upulischem Boden,
dn kUn.AU«taiiHTMriiiicliiin IX. ), AbU|. i.Aaa.
'^K
1010
Alirin der lysMiUBiMfaea SaiaergMohiebt«.
B. Apr.
lüTl
1073
1071
ward eingescWoeaen. Nach lipldüiiiiitltigcr Oogcnwohr kapituliert« &
lapfcro Besatzung 10. April 1071. Mit ätm Gri(>(.'lien in Italien var h
an&, und so traten auch dw Amaltitaner UiT.i unter Robert Guisbrdi
Herrschaft. Hi«r war das Verhängnis nicht mehr liintanzulialtCD: ^
im Osten vnirde die Krisis akut. Manuel Komnenos, Kaüor Isaaks TsA,
der in ItomanoR Abwesenheit das Koitinianda gi'fiUirt hatte, war van im
Türken aufs Hanpt geschlagen und eelh.tt gefangen genommen worte.
Chooae. dem no oft der hl. Michael acinon wundürbarcn Schutz vefhebs,
erlog diesmal don Türken. Des Erzengels Heiligtum ward geschändet Dsd
auflgeraubt. Alp-Arslan «rstürmte ferner im armenischen Onten die b«dh
wichtige Urenzburg Mantzikert (Manazkert). Da machte der Kaiser äaa
unerhörte Kraftanittrongung. Mit einem Heere von l(Ki(H>0 Mann io| «
persönlidi gegen die tQrkischen Chriatuefoinde. Eitio Division, meist nssAe
und abendländische, wenig zuverlässige Söldner unter Führung dfw FnuH
zosen Oursel Bailleul, sollten Chlat' erobern; die Hauptarmoe mit dem
Kaiser an der Spitze gewann Mantzikert zurtidc. Aber in einigen Roiter*
gefcchton zeigten AIp-Arslans (irprohto Scharen aiegroiche ÜberlegeahaL
Dor Kfüeer rief die gegen Chlat' detachierten Corps vergebens eurllci;
sie wurden durch die Ttlrken nach Mesopotamien abgedrängt. Alp-Anhi^
im OefQhl einen ebenbürtigen Gegner vor sich zu haben, bot den Fn«4*a
an; Romanos' Stolz wies ihn thöricfat zurück. So kam ea zur ^rcblbwta
Entscheidung. Üble Vorbedeutungen schreckten das eilig zusanimeng«irtlK
auch durch des Kaisers eiserne Disziplin nicht in so kurzer Zeit zu eiatr
Mnsterarmee umgeformte Heer. Intrigtie und Verrat der Offiziere unJ
ä&ldncr lähmt« die Energie im eigenen Lager. Nichtsdestoweniger kflmpRH
den ersten Tag beide Parteien heldenmütig ohne Entscheidung, Allnn ib
den zweiten Tag l*rin7 Andronikos Ihikns vorrAterischcr ^Veieo mit
Abteilung den Ktlcküug antrat, ergriH Panik das Heer. Andre Qieft
den ihnen anvertrauten Divisionon folgten Andronikos* Beispiel. Ve
focht Itonianos mit walirhafl heroischem Mut. Die türkische Reit
dnmg mit wildem Ungestüm siegreich, unauflialtsam vorwÄrt». Dem Kl
ward sein Pferd unter dem Loibo verwundet. £r stürzte und g«riet
tUrkische Oofangunscliaft.
Das ist der furchtbare Entscheidungstag von Mantzikert dea Ji
1071, die Todesstunde des byzantinischen Orossreicha. Mocht«n
dio Folgen in ihrer ganzen Ent^elKlichkeit sich nicht gleich fllfalbar i
der Osten Kk-inasieuä, Armunien und Kappadokien. die Landsehaftea,
Ko viele Kaiser and Generale entstammten, und welche die eigcntS
Kraft: dos Reiches repräsentierten, waren auf immer verloren,
Tllrko pflanzte auf den TrDmmcni altrömischcr Herrlichkeit sein Ne
'/.elt auf. Die Wiege der Gesittung verfiel itJamitischer Barbarei
völliger A'errohung. Nicht den ungHlcklichen Kaiser, sondern die Bu
kratie und die Hofpartei, welche in kurzsichtiger Verblendung gegen
militÄriscbo Prestige sich gestemmt, das Reich planmftasig wehrio» i;on
und in eiuwni ihrer Hauptvertreter oflTenen Verrat geObt hatten, triÄ '
schwere moralische Verantwortung fflr die Katastrophe, von der
Uriochentuni sich niemals erholt hat, noch erholen konnte.
TL Dar Verfall des R«ichm (1028^1081).
^B Von nUen epäteron Ocsohloclitorn ist mit [locht der geradezu bei-
Bfellose Edelmut gL>feiort wordi>n, mit dorn der rauht' Tilrko den gede-
Ulttgten und gefangenen tie^^ner behandelte. Er gab ihm die Freiböit
|irfiok gegen die Herausgabe der seldnchükischen Gefangenen und gegen
■ihliiiig t^iiier Million Byiutntiner. Nur ein ver/weifelter KatAÜsmiis konnte
Bn uDglücküchon Kaiser bewogen nach seiner llauptstudt zuruL-kzukehron.
lUch dem politisch Naivsten musste es doch völlig klar sein, daes der
Qsserfolg des Kaisers dessen Sturz und den seines Anhangs, der Militär-
nrtei, zur Folgi^ haben rnüäse. So nahmen denn auch die Bui-eaukratcn mit
eiligster Zuversicht daa Heft in die Ilände. Auf Antrag des Pselloa wurden
lUdokia und ihr Ältester Stiefsohn, Michael Dukas, als Regenten einge-
ßtzt. Die cigcnthche itegieriing führte Itonianos' Todfeind, der alte CKsar
fobannes I>ukas. Von der Psellogpartei unterstützt, stellte er an Eudokia
aa Ultimatum, ihren Gatten des Throns fUr verlustig zu erklären. Als
äe heldenmütige Frnn die schandbare Zumutung entrüstet zurückwies,
rard sie aus dem Palasto ti'otz ihrer Thrfinen und Bitten verstoHScn, zur
talugräa geschoren und ins Kloster gesteckt. Michael VII Parapi-
lakoa (1071 — ^107S) wurde als Kaiser ausgerufen. Der unglückliche Ilo-IOTI.
nano», der sich gegen ihn in Anen ku halten sucht« und dem nur ein
Jeiner Teil der Truppen die Treue bewahrtti, ward durch jVndronikos in
kdana eingeschlossen und musste sich ergeben. Er dankte feierlich ab
ind vorsprach ins Kloster zu gtdien; Ändronikos liess sein Versprechen
toraönlicher Sicherheit durch die Mutropoliten von Chalkodon. Uerakleia
md Koloneia garantieren. Aber umsonst hatte Konianos getraut. Der
tegont (l^iar Dukas war über die Vorschriften der christlichen Moral
ider auch nur des allgemeinen Vfilkerrechtes hoch erhaben, Trotx des
HoteaU» der ehrlichen Bischüfe, mit denen man ein heilloses Spiel getrieben,
Irard Romanos in der scheusHÜebsten und grausamsten Weise geblendet.
Jon furchtbaren, auf ßefehl des Cäsars absichtlich ungepflegt gelassenen
^erwuiiduRgen erlag der unglückliche Monarch, nachdem er vergebens den
^düotod auf dem Felde der Ehre gesucht hatte.
^B Ob, wie man behauptet hat, das damalige Reich noch zu retten war
''— die grosse strategische Position in Hocharmenien war noch nicht ver-
Dren; Antiochien, Edessa und die Kustenplät'Ze waren noch römisch —
Ksst sich doch billig bezweifeln. Der kleinusintieclie Besitz der KSmcr
[lieh dem italienischen der Nachfolger Justinians, und auch dort hatte
,etn Mann von eiserner Faust', Kaiser Konstans, mit Aufbietung aller
Cr&fte gegen die Langobarden nichts Nennenswertes auszurichten vor-
itatiden. Eine Gleichstellung vollends der Seldschukcn mit dun syrischen
lumdaniden verrät doch einen entschiedenen Missgriff in der VVL-rtscIiätzung
nilitärischer MacbtTerhältniase. Jedenfalls zeigte die nun za üppigster
älftlc gedeihende Misswirtschaft der den Ton angebenden Civilmandarinen
lio wahrhaft bewundernswertes Geschick, in allen politi.sch wichtigen
Momenten die verkehrteste Entscheidung zu trelfen. Eine Politik der
Uietorik und der Phrase war nun an der Tagesordnung, kräftig sekundiert
lurcli die Epistolographie, welche auch in ihrer grundschlechten Tendenz
panz unserer Pi'esse entspricht. Die Itegicning führten der CiUsar und
1^
1078
AbriM d«r liysantinUeben KaUergeMtbiolit«.
der Euiindi Nikoptioritzc», beide nicht anfVJttg und in den Oesdilften
graut; aber die ganze buruauknitischo Houtino zeigte sich einer «o sde
Ktuation oiclit gewacbsen. WährciK) die BeiebsTeiteidigung in der
erhDrteet«n Weise vemaclilSssigt ward, während man am ilitit&r- mi
Marinebudgot knausorto, Fei^tungon und Straseeo vcrfaUen im.
wtirdon die (iroeabeainten und Kruituroii der leitenden Minister pQnktltti
Ruebezahlt. und fUr die Vergnügungen des Hofea, wie der Hanptstaitt.
waren utets div nntigoii Summen disponibel. Selten bat es eine gei«tv«r-
laasenere und godaukonurniore Regierung in Byzanz gegeben, th diw
aus den Spitzen der BeamtenaristokraÜL' gebildete.
Der Kaiser selbst war Psellos' würdiger SchUler; sein eigner Lehnt
von ibm, dass er die Dinge gehen lieea. W&brcnd im OM«n w
lin Wo«ten die VerhlUtniese eich immer gi-fUhrliclier zuHpitzlva, tiiA
Michael mit Peello« Rhetorik und versuchte sich in griechischen Venen.
In Bulgarien hatten die Erpressungen der Beamten wieder einmal alla
zum Aufstand reif gemacht. Die bulgarische Nationalpartei, an dvrSptK
Qeorg Vojttch (Büitachos), sucht« Auschlus« bei den atanimrem-aiüdlM
10501084 Serben, deren Farvt Michail (1050— 1084) vom Papste den KQnigrtittJ
t erhalten hatte; die Boljaren baten sich seinen Sohn Bodin als Cani
£r wurde unter dem Namen Potros feierlich als solcher proklamiert
H erfocht Über Damianos Dalaasenos einen glänsendeo Sieg, wobei der
' chische General selbst gefangen ward. Bodin marschierte jetzt
NiÄ, sein Ünterfeldherr, der serbische Vojvode Petril gegen
Allein die Griechen boten min eine starke Heeresmacbt, darunter
mffnuiseho SOldnor. auf. Bodiu wurde geschlagen und gefangen
Antiochien goschloppt, von wo er mit Hilfe der Venetianer zu
Vater nach Skodra entfloh. Der Aufstand wurde nicdergeschlogea
das Nachspiel bildeten die gewohnten ürausauikviteu.
Don Vertrag, welchen Romanos mit Alp-Analan geschlossen,
die neue Regierung eogleich kassiert, aber keine Anstalten x\ir Vi
gung des Reichs getroffen, soda-ss der Usten wehrlos den suldschi
1073 Itftubereien preisgegeben war. Alp-Ärslans Tod 1072 brachte den
1072 1092 *''g6n Meüfc-STih (1072—1092) zur Herrschaft, der seinem fihigei Vi
Öuleiman die Führung des Krieges mit Rum übertrug. Dieaor
mSnnisch hochbeanlagte Kopf verstand es, gegen das Griechentum im
den tödliclu'n Schlag zu führen. Vergeblich hatte Komanoa' and Basil
Gesetzgebung gegen die Plantagenwirtscbaft angekämpft; nirgends UDl
sie mehr als im Osten. Hfirige und Sklaven bebauten dort die Latif
dien der Granden. Da griff Suloimans soziale Reform ein. Allo
Landbauern wurden gegen Erlegung einer Kopfsteuer fUr frei erkliit
so durch ihr eigenes vitalstes Interesse an die türkische Herrscliafl
kettet. Vielfach muslimische Sklaven oder heterodoso (Hiristen
sie filr den Reiclisgedankeu ohnehin so gut wie keine Sympathien.
Die Regierung niussto endlich aus ihrer lnakti\-ität herai
Allein der neue Oberfeldherr Isaak Komnenos ward bei Kaisareia
Haupt geschlagen. Der Cäsar Dukas. welcher jet7.t das Kommando 6l
nahm, zog zunächst den unter Oursel meutenidon Normannen entg*("
jertad
lܫ
Tl. I>«r TerhU des Beiohea (l03S-t08I).
Rrnrde aber am Sangarios von Oorael geschlagen und gefang«n. Und
tnin geschah das Unerhört«. Der bisherige Reichsvcrdorber verstän-
G sich rasch mit dem norniännischen Abentourcr; er trat als Kron-
ndvnt auf tind rUckte gegen den eignen Neffen und die HaupUtadt
In ihrer Not warf sich die Zentralregierung den Türken in die
e. 1074 »chloi^a Suleiman tintpr Melik-äQh's Zustimmung einen Vertrag 1*^4
Bui den Kßinem, der ihn num rechtmässigen Uerni der okkupierten Osl^
Provinzen machte. Dafür vorsprachen die Seldttchukon (Uo Stellung einer
itarken Hilfftmacht und hielten Wort, Ihre Reiter zerHprengt,en die Re-
be) lenscltaren und nahmen die beiden ItädelsfUhrer gefangen. Dukos
Fandurto ins Kloster; Oursel entwischte und sammelte im Thema Armo-
niakoQ neue Truppen. Gegen ihn ward IU74 Alexios Koniuenes. .lohannes
Komnenos' äohn, der Neffe des Kaisers Iflaak, ausgesandt. Er tritt damit
tttorst nnd glücklich auf den weltgescliichtüehen Schauplatz. Denn er or-
ebto den Triumph, den unruhigen Kondottiere gefesselt nach Konstan-
tinope) zu schleppen. Die Türkennot dauerte freilich durch Übergriffe
hnd Verwüstungen Kletnasiens ungehindert fort.
' Das Bureaukratonregiment war zum Untergange reif. Das war die
faerrschvnde Übtjrzeugung. Ilettung war nur noch bei der Armee. So
baden denn 107H gleichzeitig in Europ» und A.sien zwei Pronunziamentos 1078
jrtstt. Nikephoros Bryennios, der Stratege von Dj'rrachion, zog vor die
Flaupt^tadt, wjilirend in KleiniLsien unter der mit neuen schniacli vollen
Koozo&tiioricn L-rkuuften Zustimmung der Soldsuhukcn Nikephoros Butuniates
fen Autnkrator ausgerufen ward. Eine Itevolution von Adel und Volk
atig Michael zur Abdankung; er wurde Erzbischof von Ephesos, Nike-
phoroH III Bütaniates (1078 — 1081) dagegen atlgcmein als Kaiser an-I078ilOSl
ärkannt. Den Gegenkaiser besiegte Alexioe Komnenos bei Ktttabrj'a in
Thrakien vollständig; und ebenso scidug er mehrere rasch sich folgende
Pronuuziameutoa mit Energie nieder, bi.s 1079 sein eigener Schwager 1ÜT8
Nikeplioro« Mcli^senos, unennessltch begütert und einflussreicti unter dem
tnilitäriscben Landadel, sich zum Qegenkaiser aufwarf. Diesen Leuten
Ivaren alle patriotischen tieftlhle abhanden gekommen. Der neue Kron-
prätendent schloss mit Suleiman einen Vertrag auf Teilung der gegen
tanititeä zu inachendon Eioberungen. Wohl weniger, wie er vorgab,
zarter verwandtsehaftlicber Rücksicht, als weil er nicht gesonnen war,
fUr den unfähigen Kaiser seine Haut zu Markte zu tragen,
sich Alexio« gegen Melihsenos zu Felde zu ziehen. Der an seinei-
itati ausgeaandt« Frotovestiarios ward bei Nikaea geschlagen.
Bei der Übeln Lage des Reichs war es nicht der ungeschickteste
Bcbaefazug des Friedenskaisers Michael IX gewesen, sich den mächtigen
&obert Gui.tkard von Apulien durch Verschwägerung zu verbinden. Dessen
tanmClndige Tocht«r Helena war mit einer Schwester nach Konstantinopel zur
reineren Erziehung gesandt und mit dem damaligen Kronprinzen Konatäntinos
(jetzt Mönch in Studion) verlobt worden. Der verblendete Thor Nike-
{»boroR sperrte die normannischen Prinzessinnen in ein Kloster und reizte
dadurch de» heissblQtigen Kriegsheldeii 7,u wilder Wut. Sobald dieser 1080 logg
die Hände frei erhielt, sandte er nach Byzanz ein Cltiniatuni, welches die
1014
Abrlae d»r byxantiBiftehen EaiBergescbicbte.
]. Apr.
lOäl
WiedereiDÄCteung der Duka» fordort*. Vorgobong wurde durch Von*igiii(
do« echten Michaol sein fulscher Prätendent enÜan>'i. Dvr Bnidi w>.
vollzogen.
Aloxio.*« KomnenoH, der itihtgste unter den Ocaerulcu, b«Ue
die Sache do» Ktänw» Nikepliorofl nnteretfltzt^ weil er die stille DoEnin;^
hegte, von ihm als Caüsnr Adoptiert zu n-crden. AU aber der kinderioct
Alt« \'ie1mehr die Tteich^^unchfolge Moiiiem \uffun Synndenos zuzuwenda
gedachte, »chlug die länget be6t«hende Spannung in offene Febdedift
um. Alcxios entwich nach Tzurulon; die Anhänger des Hausee Mm
wie der Milit&rpartei, vor allein der kainpfesinuttgo (Jeorgio» PalftologM,
scharten sich um ihn. Er tnarMchiorto gegen die Hauptstadt. Die Ligi
war hßcbst kritiseli; denn der kaiserliche Greis und seine Minister «oIIIm
bereit» mit MeÜHaenoH und den TOrken paktieren. Allein der Verrat mdm
deutschen Hüldncrs {(fTncte Aloxioe 1. April 1081 das Chamiani-^dielW.
Furchtbar litt die Hauptstadt durch die Wildheit der eindringenden SAldwr-
Hcliaren. Noch hielten die Varangen und einige andere Truppedti
treu zum Kaiser. Allein dieser gab seine Sache selbst verloren. 2. A|
ward Aleiios in der Sophienkirclie gekrönt
Einer mililäriHchen ßovolution verdankte dor Komneno »eine K
nnd ihr bezeichnender Abschluss ist, wie vor ftllfV .lahren in den Ti
(Iptü Soptimius Severus, die Behandlung der Ilesidenz als einer
Stadt, Mit hnitater Deutlichkeit ward damit der hauptstädtiuHrhcn BnreM-l
kratio klar gelegt', dass ihr Itegiment, welcheg dos Kotcli zu Gruudu
richtet, zu existieren aufgehört habe. Die Militärs nahmen, wie vor All
wieder die leitende Stellung ein, und man kann wohl sagen, zum hl
Segen de» Keichs. Restitutorea orbis konnton die Komnenen nicht bi
werden. Der Westen vorblieb den Normaniieo. der viel wichtigere
wo das lloich Rom {Ikonion) untataud, den Soldschukeii. Aber ein
leuchtendes Abendrot hat die»o Ueldendynastie dem vielgeplagten
Volke noch verschafft, und in der furchtbaren \acht der noclifal
Reichszertrilinmenmg haben die späteren (le^chlechter mit Wehmat
tiefer Dnnkbnrkeit dieser kraftvollen D^'nastie von Reichsrettm
Reichserhaltoro gedachte
VII. Die Komnenen und die Angell U081— 1204).
I081/111S Eine furchtbar schwere Aufgabe han-to dea grossen KomneoMiM
bis 1118). Hr regierte t^oKu.sßgcn nur noch Aber Kuinon. In Asien
fast allein die KUstenstädtu noch im wirkUchüu Besitz des Retctii.
europäischen Provinzen do» Nordens waren durch immerwälirende Kri«
verwlletet. ihro Stcuurki-aft erschöpft. Dabei drohte die durch Bot
un voran t Wort! ichit Thorheit heraufbeschworene Normanneiigefahr. &
hörto wahrlich Heldenmut dasu Ider nicht zu vorzagon, und diusoa
der grosso Alesios. Vor allem aber hutt« er die Hauptetjidt inse.
deren Manen-ing schon in manch dj-angvoller Not die MachtsphÄr«
Romäerkaisers beschränkt gewesen war, und deren unvergleichürhe U**]
der glftjizeudste Beweis von tvonstantinos' des apo«telgleichuD divinatonM&Aj
Tn. Die EoBuienen nnd die Angoli {10S1-IS04).
Scharfäinne, immor wiodor die MiSglichkeit gewfihrt hattu, aus «einen H
: Trümmern dos Reich ne\t n-i«der aufzubauen. Älexios war (lor Mann, der H
dieser schwierigen Aufgabe ein lange», arbeits- und entnagu ngsreiches ^|
i-Leb«D mit jenem echt römischen Päichtgefühl widmete, das die besHoron ^|
lltoter den romäiscbon .Solbäthorrscbom so wohlthuond auszeichnet. H
[■ Seinen Thron verdankte Alexioa der MilitärarititokratJe und den H
^DuluM. Beide musüten dauernd an das Komnenenhau» gefesselt werden. H
Pensionen konnte n-ouigotenii vorliiufig die crechUpfte Staabtkaäse nicht H
zahlen; Alexioa bezeigte seine Dankbarkmt und Anerkennung mit reich H
abgestuften itangklas.'^en von Titeln, ganz wie die heutigen Fürsten mit H
Ordoii. Man wurde zum Sobastos, Frotosebastos, FanhypcrsebaHtos. So- H
bastokrator u. «. f. kreiert. Noch ist ein Schriftstück der l'atriarchal- H
kanzlei erhalten, welcht-'s einem titivi/iog diosor erliabeneu Geheimmsso H
wie ein richtiger liriefAteller vorschreibt, welche Anreden und Titulaturen H
er auzuwemleu hat, wenn er an einen hohen geistlichen oder weltlichen H
Würdentriigor ein Schreiben richtet. Wa» wir gewöhnlich als byzantinisches H
Titel- und Zeremonien wesen bezeichnen, verdankt wenn nicht seinen ür- H
spning, doch seine Ausbildung erst der Komnenenzeit und der nach- H
jagenden Epoche des YorfmlU. H
^V MeliüsenoB der Prätendent fand es nun geraten mit seinem energi- H
sehen Schwager »ich zustellen; er ward mit dem Caesarsi-ang entschädigt. ^|
Nun nl>er galt ett der grossen Aktion, welche der Norman nenhorzog und ^^H
sein kriegstüchtiger Sohn Boömund vorbercitoton, mit Aufwendung aller ^^H
Kräfte des Reichs die Spitze zu bieten. Eine grosse Kolte in den Kriegen ^M
de» Alexios spielt als Oetreueater der Getreuen und darum mit Landgütern H
und Leben wahrhaft ttberschilttot der iberische Prinz tircgorios Pakurinnos, H
der Grossdomostikos des Westens. Seine Stiftung ist das reiche Kloster H
y^nimachi, noch heute das Zentrum des Flellenentums um Phüippupolis. ^
^B Uai lOSl landete erst Bouniund, dann Itobert Guiskard mit einer Mai 1061
TuTiioe von 30 000 Mann in Orikos (Epeiros); wie einst Caesai-, belagerte
er zu Lande und zu Wasser Dyrrachion, die sccbchcrnichcDde hellenische
Festung an der Adria, zugleich als Anfangsstation der via Egnatia der
Schlüssel zum Innern des Reichs, unterdessen hatte Älexios mit den
schwerelon Opfern dio Hilfe Venedigs erkauft. Keineswegs aus alter
Anhänglichkeit an das Reich, dem die klugen KAufleute nur nachfragten,
wenn es ihnen Gewinn brachte, sondern im eigenen wohlverstandenen
IntereiK»e unterstützten sie das Unecbenreich gegen die Normannen mit
ihrer mächtigen Flotte. Der hoho Preis waren die für Venedig so Uber-
§a günstigen Uaitdelsverträge, welche das Ostreich kommerziell und wirt-
tiaftlich genau so abhängig von Venedig machten, als heute dio Türkei
von England. Man darf deshalb mit Alexios nicht rechten, soine Lage war
eine verzweifelte; er musste die Hilfe nehmen, wo er sie bekam, und jeden
Preis zaiilen. Die Venetianer thaten denn auch ihr Möglichstes. Dio
venetianischc Flotte unter dein Dogen Douienico Solvo mit der griechischen
jereint vernichtete die nonnänmeche; Robert Guiskard wich, wie Cnosor,
■kch Pharsalos; und stolz auf sein starkes Heer von 70 000 Mann, dar-
unter zahli'eiche ,Varangcn° (Angelsachsen und Dänen), bot Alexios ihm
1016
ibtiM der byiautinüclien EklBergeBcUctat«.
TM
8. Okt. trotj. l'alfteologos' \Viaerrnt«n die Schlacht an 18. Oktober 1081. Sät
^ äcbicksal war daa des Poinpt'iu».
1092 Anfang 10S2 ornUknnte Guiskard Dyrracliion: ub«r Eur Rückkehr tuuk
I Italien genötigt, iihorlio«» er die Führung des Krieges dem Boömund. \'m
Alcxios an den ilcut«i'Iion Kaiser gezalilte 8ul>»i<lioii m^llt«n den Nannanninh
herzog mSglichst in Italien fosthalten. BoSmund richtete sich unterdcnn
1088 in KpeiroH oin; lORit schlug er Alexios' neue Armee zweimal; er erafaerti
Kaatoria, Mu^Iona, Skopje und alle makedontsAlien Stftdt» bis an to
Vardar. Aber gnecliischo Bcgtcchung bewirkt« untor seinen mit dtf
geringen Beute im umien Lande unzufriedenen Offizieren eine lialbe
' Honterei. Bo^mund wandte sich nach Thessalien; allein das feste Lariaü
trotzte 80oh8 Monate allen »«einen Angriffen. Alexios, durch die biAberign
Erfolgo holehrt. bäHchritnktu sich auf den Kleinkrieg, welchen die
Suleiman zu Hilfe gesandten 7(H)0 Seldschukenreiter und die BogensdiBtSM
in einer den nnrmannischon Kitteni verderblichen Weise fttkrteo.
Nicht einmal die Sympathien der unzufriedenen Hlaveu hatton »di diM
EU erwerben gowu»)it. Der Schatten de» groMtcn I'hotioe trug zur fUt-
tung des iteicli» hei, well die in ihrer Mehrheit gut orthodoxen Boljaren vai
Bauern die normannischen Eindringlinge als Häretiker verabscheaten.
8ommer 1064 wnr BoSmund auf die epirottschen KUstenplfttze bwchrliiltl
und eilte nach Salenio, um dem Yutor sein Fiatiko eu melden.
lOM 1W**J erschien der alte Herzog mit seiner Flotte von neuem in Al-
bamen; aber über den ttrmlichen Gewinn von Korypho (Korfu-Kerkyn)
kam er nicht hinausn. In den Soeitch lachten twhwankte das Krio^^tA,
108h bie l(t85 Ewiftchen Korypho und Bulhroton VcnetJaner und Orieohen di«
Normünneritotte gründlich schlugen. Seuchen haben RoberU LaodbM
IT. Jul. furchtbar dezimiert; 17. Juli ItitJ.*! erlag der alte Herzog dem Fiebar.
IOWi j)(j|. Hader noinor Sühne Bo^mund und Itoger um den unteritalixchen B*-
»litE erleichterte dem Komnencu diu Wiuderurobcrung der Inseln und Se^
I platze. Das ItiJmerreich war ftlr anderthalb Jalirzehnt die fi-anzfitaMheD
Itaubritter los.
Kaum war Alexios von den Norniauneu befreit, rief ihn die toäcli»-
gofahr nach dem Norden. In Thrakien und Bulgarien hatten trotz cifrigff
Verfolgung die Lehren der Paulikianer und Bogoniilen unter den scUkklu
Landleuten und Hirten, wie unter den Städtebewobnern und selbst iM
Adel immer mehr Anhang gefunden, mus«te doch selbst ein ökumeokiehar
Patriarch wegen augoblichon Bogomilisniu« entsetzt werden. ') Btretli
1078 im Jahr 1078 hoim Kuinaneneinbruch hatte der Paulikianer Leku uB
Triaditza (Srt^dec, Sofia) und der Bogomile Dobromir in Mesembria itt
Glaubenskrieg gegen .die tiStzendiener der Dämonenhäuser* begoosn
Es erinnert ganz an die Sehwarmgeisterei eines Thomas MHnier. wfna
diese .V'ollknmnenen' 80 000 Bauern um sich sammelten. Ein diKziffi-
niertes byzantinisches Armeekorps zersprengte allerdings die Gotteadpäi*
>) KonniuAttikoa. Er «olieint eiu Mysti-
ker gowcHoo XU Mio, in wolrli^n ortliodoxe
llationaJifttiM hlrotincho Lehren «ret hinvin-
iii^uirierten. WAtoo dio OmpliAlopsyohitcn
d«« Atlioa borMte m XI, Jabrbna'l'rl t^
Rotr*tMt, iwaireUon wlren we ein Df(>« il*
SchoitMbJiurMI g*irgrdoa.
^^^^^^ Vn. Die Eoiiia«B«B und di« Angeli (1061—1^. 1017 I
m(Ui«lo8: «her als 1086 die Boljaren um Drystra (Drstcr) mit den Kumanen I0B6
^meine Sache mftcliteii. achloftsen sich ihnen gleich die BoRomilen unter J
lom vornehmen PauHkiaiior Traulo» an, ht^sctzten das Borgi*i.'Iilo8ft Beljatovo 1
^nd bi-andschatzten Thrakien. Pakurianos und Branas wurden 1086 ge- 1086
Ablagen, M dass Ih-ysttra und ganz Donaubulgarien sich vom Reiche los-
klBcht4)n. lUS" üfBchien T?-elgw-CUttn mit 80000 Patzinaken und Kumanen; 1087
Vikolaos Mauro~Katakalon vuniiochto ihre Fortschritte nur notdürftig m
Einen, so dass 1088 Alexios selbst den Uämus überstieg; aber in der I0S8
htbaren Scldacht bei Drystra (Drster) wurde er so gründlich geschlagen,
die GritN-hei] das offene Feld nicht mehr haltou konnten. Thrakien I
«rar jetzt widerstandslos der Plünderung durch die wüsten Horden preis- J
^tigobcn. Bi» in die Umgegend der Hauptstadt dehnte sich ihr Sengen I
ind Mordon auB. Aber wie einttt gegen die Nonnannen und sjiäter die 1
tCreuzrittur, erwiesen sich die bystantiiiische Diplomatie und das byzan- I
tinieche Gold erfolgreich. 40 000 Humanen traten in Alexios' Dienst und I
E9. .\pril KtÖl wurden dnrch die vereinigten Griechen und Kumanen die 2». Apr.
Patzinaken in der blutigen Schlacht von Lebiinion derniassen zusammen- "^^'
^ehauun, dusn dos »ichousiKliche Volk für lange Zeit vüllig lahm gemacht
war. Armselige Eeate kolonisierte der Kaiaer in Obermakedonien um
ifoglena.
j Dos letzte Mal dj'ohte eine Gefahr von den NordviJlkorn, als 1094 1004
der Kronprätendent Pseudo-Konstantin Diogenes die Kumanen über die
Donau nihrte. 48 Tage belagciten sie Adi-ianopel; allein die Schlacht bei
Taurokomon machte der Bewegnng ein Ende.
, Um so schlimmer sah es im Osten aus. Eleinasien war fast vfillig
lOrkiach. Mehr durch List, als durch Waflfengewalt gewann Alexios Niko-
IneUcia und Sinope KurUck. Statt 8uletman herrschte jetxt ab Sultan von
Itum Kilig-Arslan (1092—1106) in Ikoiiion, und sein Schwiegervater Tzachas, lOSZtlOG
einat griechischer OfSzier, nistete sich seit 1(I90 auf der kleinusiatischen lotiü
^VeetkUste und den Sporaden ein. lü'J2 wurde Smyrna die Hauptstadt i09'2 ■
^de« Kaisers der Koniäer', wie er sich nannte. Indessen griechisches '
Oold wirkte auch hier, und der eigene Schwiegersohn machte 1093 den lOds
Piraten unschildlich.
Die rümische Kurie hatte die Kirchentrcminng immer mit bitterem
Bebmerz empfunden, ibr treibender Gedanke durch alle Jahrhunderte
War die Hoffnung auf eine Wieder vL'n-inigung. Jedesmal, wenn sie in
|kolitischcr Ik-drängnis wtuen, machten daher die schlauen Griechen Unions*
bUne. Es Ist unglaublich, mit welchem itafflnemont ue diose-s ManAver
Immer wieder gegen die gutmOtigon Abendlündcr versuchten und immer
wieder GlSubige fanden, obachon oa ihnen mit der Union vor dem Floren-
tinerkoiizil» faet niemals Ernst war. Es war meist nur betrügerische Vor-
spiegelung aus politischen Zweckmässigkeitsgründen. So hatte schon
Kaiser Michael IX den grossen Papst Gregor VII 1074 angelockt Allein I071
^««nal fand das Hilfegosuch des Kaisers Alexios einen besonders glln-
Migen Boden. Die Fortschritte der Christen in Spaiiion, die Eroberung
Bioliens von den Ungläubigen Latten den christlichen Glauhenaniut ge-
"waltig gehoben. Mao weiss aus Ilerakleios' Tagen, mit welch' rührender
I
I 1018 AbrisH der byBaatiniacbeii E&ia«rg esc hiebt«, I
I Inbrunst der naive Glaubo <Iit ViJlkcr an den irdischen Statten tiing, «il
I dt«r Ht-n- gewandelt. Dasa in jRrusaI«m seit der Vertreibung dw w-1
|J076 gleichsweise toleranten t'ütimidon 1076 die rollen und fanatischen Onfi-I
I kidon geboten, wurde in dem ganzen »a aufrichtig und ernst fromma
I Occidont als eine bittere dem Herrn und BleiHtor angetliano Scluucn
I empfundun. J
I So hat Papst tJrbans 11 Kreuzpredigt die innersten Saiten der M
I maligen Menschheit berührt und in der öffentHchen Meinung mnen and^
I ftlr die »ioggewohnto Kurie gcrftdezii phänomenalen Erfolg davoogetngu.
I Aber während die italienischen Republikaner von Venedig, tienua iiii>l
I Piea in echtem Krämorsinn die gewaltige roligiöBo Bewegung nur Itaaf-
I mätinisch zu eskomptieren verstanden, ist der Kreuzzug den feurig«!
I MRiuiorn der fransüsiachen und flnndrisclten Ritterschaft') Herzen»- nai
I Obenciiugungfteache gewesen, und uüt Iteeht heiusen darum ihre glorr«chu
I Waffenthaten gesta Dei per France«. Niemand jubelte ihrem beispidlowii
I Triumphzug aufrirlitigc-r zu. als die von den TUrken bis anfis Blut miai-
[ handelten und vun dt-n Griechen gftqufdten alten Christen des Orient«, ^
I Syrer und Armenier. Dass die Armenier während drei Jahrhunderten in
I Kilikien einen halb abendländischen Feudalstaat gründen und bebaupUn
I konnten, verdankten sie in erster Linie der grossen Vfllkerbeweguu^ im
I Occident. Ihre 3chriftslel]er, vorab Mafios von Urhoi und Samuel Aneci.
I sind voll entbusiaatischen Lobes lUr die abendländischen Gott«a8treiter und
I .lerusalemhefreier und voll der bittersten Vorwürfe gegen die voriogmen anl
perliden Griechen Alexioä und Manuel.
t Wenn man nicht ungerecht sein will, wird man os wohl begrtifai:
I daas der Romäerkai^cr mit grosser Besorgnis das Kreuzheer herannnli«i
I sah. Die von ihren kriegsgewobnten i^telxen Kittern amgebenen FOrrtai
I waren keine Kondottiere, die man fllr byzantinisclioa Gold in Aaen ote
I Europa beliebig verwenden konnte. In ihrer Miito war Bo^mund, in
Herzog von Taront, des Kaiser« Todfeind. .ledenfalls war es ein sdiww*
Stück Arbeit, mit diesen höchst eigenmächtigen und heiasbtütigen Gnnd«
I «ich in Gut« auseinanderzusetzen. Aber de« Kaisers Intriguenspid. &
verrufenen Künste eines Diplomaten der alten Schule, bubtn nicht unw-
lieblich zur Verschärfung des Hasses zwischen Griechen und Lateiuem I«-
getragen und den Rnf von der Perfidio und ZweizÜngigkeit der Griochw
— die Franken litten auch nicht an einem Übcrmass von Ehrlichkeit -
zur ölTentJichen Meinung Europas weit über alles billige Mass binii» tnul
bis in unsere Tage gemacht.
Hier haben wir nur der Einwirkung der Kreuzzüge auf das griecki«4*
Iteicb KU gedenken. Die Unterhandlungen des Aloxios erreichten ab »t^
lilnfigOH Resultat, daas die französischen Fürsten ihm verspracheo ih«
»uküuftigen palästinen.siscli-syrischen Eroberungen als Lehen des ftenl«^
knisers zu empfangen. Vor allem wortvoll wai- ihm ihre militlriMb-
1087 Unterstützung zur Wiedergewinnung von Klcinasien. H)97 wurdit KB?")
Araian bei Nibaea von den Kreuzfahrern gründlich gi\8ehliiigon. Abw «< I
') Die daiuHlitfen Nornumnoii nnd FVuuoaeD.
1. Jul.
1097
TU. DI» Kannten und die Angeli (lOßl—iaO^).
M^dor Streich des Alexim war es, äaa» er die Türken der ihm unent^
ehrlichca Stadt Nikaca voranlasste, sich ihm zti i^bergcben. Die Erbittu-
ung der am die Früchte ihrer Anstrengungen gekruchten Belagerer war eine
SUig gerechte, und alle Geschenke und Freundlichkeiten konnten niemals
io gut« Stiiumung herstollen. Dabei hatte Älexios tun eo mehr Utäache
ur Dankbarkeit, als der gewaltige Sieg bei Dorylaion 1. Juli l(>d7 das
'estliche Kleinaaien den Byzantinern eurUckgewann. Für Ostrom war
ts «in ganz unerhörtes ÜlUck; denn auh eigenen Kr&ften wSre es wohl
ie im »tando gewesen, in Asien etwaü Bedeutende« zu leisten.
P Wt-^tkleinasien verdankt die noch Über Kwei Jahrliiiuderic andauernde
rhaltung »einer Kultur und die Rettung vor der Barbarei lediglich dem
riegerischon Heidonsinn der Kreuzritter. Laodikeia, Philadelplieia, Sardes,
DDyma, Rphesos. die glänzendsten Namen der griechischen Geschieht©,
urdon der Kncolitschnft der Ungläubigen entrissen. Aber das VerhSItnis
es Kaiäera zu den Franken wurde immer schlechter. Während diese
.ntiochten und Jerusalem erstürmten, hatte der Kaiser nur im flstlichen
Icinasien ."ich ausgedehnt: mit Kocht klagten die Kreuzfahrer, die so Grosses
Ir ihn geleistet, das» er nicht« von BmWutung zu ihren Gun^ton gcthan
abe. Dem Kaiser erschienen freilich seine christlichen Bundesgenossen fast
bcnao gefährlich, als die Türken von Knm, und wenn man sich die PiHne
[obort Guiskards und die Ereignisse von 1204 vor Augeu hfilt, kann man
in deshalb nicht tadeln.
Ernsthaft wurden Alcxios' Verwickelungen mit Botimund, der sich
098 in Antioeliivn festsetzte. Durch den Verrat des armenischen Stra- logtt
^en Philaret hatten die Griechen erst 1085 diese durch die kolossalen io8&
l^affenthaten des Nikephoros Phokas einst wiedergewonnene Kapitale des
iricnt« an dio Türken verloren ; e-s iat begreiflich, das» ihnen ullcei daran
lg, dieselbe wieder zu erworben. Es kam seit 1099 zu einem Kriege losD
a Wasser und zu Lande mit Bo{=mund. der von diesem in Kilikien ge-
Ihrt wurde, während seine Verbündeten, dio Pisaiier, die Inseln Leukas
nd Kephallenin ausplünderten. 1104 ging er nach Italien und brachte 1104
Üt Unterstützung des Papstes Paschalis 11 ein ausserordentlich stattliches
leer zusammen. Aber statt dasselbe nach dem Orient zu dirigieren,
ahm er die Pläne seines Vaters wieder auf und landete, die griechischen
[rieger Überlistend, iu Valona in Epeiros. Seine Belagerung von Dyr-
ichion «cheitertii jedoch vlilUg. Alexies, durch die Erfahrungen des ersten
[ormannenkrieges gewitzigt, lioss sich auf keine grossere Schlacht ein,
jadern verstand es meisterhaft, durch Gucrilla»känipfe den ohnehin not-
üdenden Gegner mürbe zu macheu und durch Bestechung in dessen
leihen zu wirken. 1108 niusste Boi-mund zu Dovol (Deabolis) einen uoa
Ochst demütigenden Frieden schliessen, auf Laodikeia und die kiltkischen
,n»prüche verzichten und sein Fürstentum Antiochicn von Byzanz zu
lehen nehmen. Uli starb Boi^muud ruhmlas in Apulien. Seine Bundes- iiii
;eoo«s«n, die Pisanor, schlössen einen Hundelsvertrag mit dem römischen
teich, der auch für dieses von grossem Werte war nicht nur, weil da-
lorob das bisherige Koraarenunwesen dieser italienischen Scerepublikaner
1020
Abriaa der byzimtiiiischea KaisergMcb lohte.
yo;niT
;iii7
.5. All«.
ins"
IlSJIiS
aufliOrto, »ondom woit dadurch auch dem ilberaas IJUtigcn Uftndc
der Venetianer ein die Pmlso drückender Koiikurront erwai^hiieii war.
1110—1117 hatte Alexio» wieder einen gewaltigen Krie»; mit li«) ädi
sohukeu zu bfi8t«hon, welche ihre Raubzüge l>i» an die Proponti» ausdehnt'
Allein nach der Erobci-ung von Philomelion und dem ({ISnsenden Sie^
Polybotnft lllG ent«chlosa sich Sultan Melik-Süh 1117 in Akroinoii Fniilin
KU 8ch1iosscn. Die geflamte KUstenlanduchaft Kleina^icns und der Wpst«n
von Paphlftgonicn durch Phrygion nach Pieidion und PamphyUen war niiii
definitiv dem Ileiche gi>rettet.
Im Innern musflte der Kaiser mehr, als den Keichsiiitortssen lu-
träglich war, den hohen Adel borllcksichtigon, aus dessen Mitte er hent»^
gegangen, und der das Best« zu »einer Erhebung und Erhaltung gethia
hatte. Der alte Absolutisniua näherte sich in bedenklicher Weise diw
wcstouropHischen Feudalstaaten, deren 8taatsorganisntion auch t^ iat
kilikische KUnigreich der armenischen Itnbonideu vorbildlich ward. Ab«
bei all seinem rastlosen Lagerleben fand Alexios die 7yeit, f&r it«orgaa)-
sation von Justiz und Polizei zu »orgen und vor allem die Soniemiif
der arg zerrtltteten Finanzen in glftjizender Weise durchzuführen. K^n-
tümlieh ist auch sein nahes Verhältnis zum Klerus. Alexioe war AIJ
religiös höcbut eifriger Fürst; er disputierte »ufs eingehendste BeB»t
den Bogomilen und Paulikianem. und wen er nicht bekehrte, aborgat» s
dem Feuer. Die teilweise veraltete Kirchenordnung des Philo.<»opIien Itm
hat er zeitgeniäss umgeformt. Allein bei alledem verfolgte er aiicli m^
politisches Ziel Der einfloaereiehe ond begüterte Klerus b3dot« riditig
geleitet — und an einer strammen, der Geistlichkeit b&chst farderlicbia'
Aufsicht Hess es der Kaiser nicht fehlen — ein heilsamea GegHh
gewicht gegen den unbotm&ssigen und stets zu Pronunziamentos geneägtn
Milititradel.
Mit Befriedigung konnte der Greis auf die Schöpfungen sein» rwt-
losen Lobens KurUckbliekcn. Aus tiefster Anarchie und vfllligem Zer&ll
hatte er das Keit-h wieder auf eine Stufe erhoben, wodurch os die tnge-
stammte Qrossmachtstellung, wenn auch nicht mit der alten MachtRlU«.
aber immerhin mit Khrcn noch durch drei Generationen bewahren kennlt
Jedoch Ruhe sollte er nicht einmal auf dem Todbette finden. Seine *igfii
Gattin, die fromme Eirene, und sein Liebling Anna, die Geschieh tacbrnherin,
bestllrmten ihn mit Bitten, der letztem Gatten, den CJUar Nikephon» I'c-
ennios, statt des lAngst bestimmten Thronerben Johannes auf den Km-"'
thron zu erbeben. Aber der zfihe Alte, obschon arg von der Gicht mil-
genommen, blieb unbeugsam, und als er \h. August 111? starb, wiMtr
Johannes ohne die ilhlichr-ii Grausamkeiten od^ Münchsweihen. nur durrli
ruhige Entschlossenheit sich de» ihm gebührenden Thron zu sichern.
Johannes II Komuenos {1118—1143) ist der Tj-pus cm« y"^
zügliclieii Fürsten. Durch seine Tapferkeit und Milde gewann or -■
nieht nur die Herzen der Unterthanen. die ihn deshalb den guten Johan»H
Kaloioannos nannten, sondern auch die nbendlftndischen Bcriclile sin'
voll Lobes über den Regenten, der nicht mit der bei den Griechen soiwl
Qblichen verschmitzten Verlogenheit, sondern auf geradem Wege «ü»
TU. Sie Komnenen and die An^
politischen Ziolo zu erreichen eucbte. Er schlug «lamit ganz aus soinot- H
Fniiiilit^^nart, wie das Aufti-eten seiner Verwandten zeigte. Die intriguante H
Kaisi>rin-Mutter nahm zwar sogleich den Schleier, das Beste, was sie H
thuD konnte. Aber die Schwester Anna, eine thatcndurstige und etwas ■
«mauzipicrtv Dame, die es bitter beklagte, nicht als Mann goboron zu »ein, ■
konspiriert« weiter, obsehon ihr Gatte, ein verständiger und bequemer fl
Herr, uichta davon wissen wollte. Sein Oheim Isaak. der allzeit geachla- H
gene Üoneral, lebte mit seiucD Söhnen am Hofe von Ikoiiiun. So nach H
allen Seiton gerade von den Nächeten aufs gröblichste provoziert, hielt H
dennoch Johannes seinen Hof von Örausamkeiten frei; dazu wurde er H
nicht am wenigsten durch seinen Jugendfreund und Minister Axuchos, H
einen geraden und ehrlichen, äusserst klugen und in den Ueschäfton ■
brauchbaren Tfliken, veranlasst. H
Eines hat die Komnenendynastie arg vernachifts-sigt, das Marineweaen, H
3nd in den frühem Jahrhuaderten die ostrümischon Flotten die H
h^bfb<>"'^^''i^ und seit der Renaissance unter den Makedonieru eine H
C tC^tunggebietonde Stellung eingenommen hatten. Allerdinga das H
Thema Kibyraiotikon, welches die Seeheidon und das Matroseomaterial der H
^hern Jahrhunderte geliefert, war teil» »eldschukiseh, teils »troitigos ^^H
verüdet«:-« Grenislund. Abt^r die Inseln und Küsten des ägüischeu Moores ^^H
mit ihrer so Überaus seetüchtigen Bevölkerung boten das hertUchatO ■
ICaterial zur SchafTung einer Mai-ine ersten liaiigeä. Das« die Itegiening H
hier nicht« that, sollte sich schwer rächen. H
K Johannes gab dem durch den Übermut der Yenetianer tief verletzten I
^echischen Nation algefUhl einen in den Uerzen aller Vaterlandsfrounde ■
freudigsten Wiederhall findenden Ausdruck, als er den stolzen Kauflierrn fl
die dem Vater in den Tagen der furchtbaren fJormannenkrisis abgenötigten H
Handelsprivilegien zu bestätigen rundweg »ich weigerte. Es erinnert ■
ganz an die britische Seepolitik gegenüber Dänemark, wenu nun die Vene- H
tianer erst mit ihrer Flotte trotzig demonstrieren, dann die Küsten und ■
Inseln des jonischea und ägäischen Meeres au.splUndcrn. Die Ausweisung H
der venetiani sehen Kaufleuto aus dem Keich hatte die Situation sehr vor- H
Bchärtt. Leider bet>a«s Ostrom keine achtunggebietende Marine mehr. Als ■
daher der Doge Domenico Michiele 11213 mit einer neuen Flotte Kephal- 1129 M
lenia besetzte, rief Johannes die Intervention des Papstes an; das Lockmittel fl
einer kirchlichen Union verfehlte trotz aller Täuschungen auch diesmal I
seine Wirkung auf die Kurie iiiebt, und so kam ein leidlicher Friede zu fl
Stande; die Privilegien der VenetJaner freilich musste der unglückliche H
Kaiser zum Verderben des Keichs feierlich bestätigen. I
Um so glUeklicbcr war Johannes' Kontinentalpolitik. Gegen die ^
Seldachuken gewann er 1120 und 1121 das Land zwischen Mäaudi'O« und U30 1121
Attaleia zurQck. Das phrygische Laodikeia und Sozepolis, ferner eine
Iteibe pisidiKcher und paniphylischor Städte wurden erobert. Die in Syrien
Dnd Palästina ansässigen PuUanen, welche den Heldengeist ihrer Väter
mit echt orientalischer Tücke vertauscht hatten, begingen den Fehler die
Erbtochter von Antiochien dem Kronprinzen Mamiel erst anzutragen und
I siu mit einem fräukischcn Orandon zu vermählen. Aid dann noch die mit
JQ22 Abriss der byuntinischea Kftiurgeschtoht«. fl
Antiochien verbündeten kiliktsclicn Armenier gog«n den Kaiser den Knfl
U3T orfiffncten, griff dieser 11:^7 energisch zu, unterwarf Ktükien and mfl
den Graf»n Haimund von Antiochien ihm üii huldigen. Ein AufeUnd im
Antiocliener und das BUiidniit, welches die TOrken von Rdiq mit ittm
DaniRmend van ÜiviA» (Rebostcia) «ingingen, nötigte den Kaiser, sich 4m
1139 kleina-iintiHchi^n Schauplatz zuzuwenden. Siegreich drang er 1139 Ml
Nikitar (Neokaisareia) vor und trieb in den folgenden Jahren die TDffc«
vollkonnnon zu Paaren. *
Mit den Ma^aren, welche seit ihrer Christianisierung verliehen wA
den patzinakiitchon und kumaninchen BrudervJJlkern in der Kultur ffvm
Fortüch ritte gi^mncht hatten, Wstandon seit Alexios' Tagen die fr«aad*
HcbaftlichMtiin Dezieliungen; war doch Johannes' Gattin eine ungsriackf
Prinzessin. AJlein die Usurpation dos Prinzon Almas, welcher des Ost-
rom befreundeten KKnig Koloman vom Throne stieAR und dessen Solu
Bela blendete, um dorn eignen SprAsüling Stefan Fl die Krone zu nchmi
]I2'( bewirkte im Intere^ise dos ungliii'klichon B^^la 1124 eine Intervention d»
uströiniscbun Kaisers. Die Mug>'aren, anfangs siegreich, wurden dtnn
vom Kaiser bei Cliram an der Donau auf» Haupt geschlngen. Der wieh-
1126 tige Brückenkopf BraniOova blieb in dem 1126 gesehlossoneo Friedvo in
don IJünden der Kümer.
Vorher schon hatte der Kaiser mit dem ItSubervolk der I^tzinak«
1122 gründlich aufgorSumt. 1122 hatten sie tlic Donau Qberschritten, abwdi«
1123 IlämuKpässc wohlverwahrt gefunden. Früliling 1123 hieb er fiie dcr-
masscu zusammen, dase der Name dieser Geissei des Donaagebiets von 4i
an aus der GeHchichte ausgelöscht ist.
Des Kaisers letzte That«n galten der Wiedereroberung Syritttt. Di(
Unternehmungendes Nikephoros und doa Tzinii^kes waren Vorbilder AriliMiB
1142 Helden. Nachdem die Erfolg« des Jahres 1U2 seinen Erwartungvo kms»
wogs entsprochen hatti-n, bereitete er viuv Expedition in grosecm SO*
vor. Da wollte es ein unglücklicher Zufall, dass er in den Jagdgribuleii
des kilikiachon Tauros sich auf der Sauhatz lebensgefahrlich venrunArt«.
Der getreue Axuchos eilte iwgleich nach der Kesideuz, um dwn ICrot*
prinzen Manuel die Thronfolge zu sichern. Als dann der ,gut«' JohuiBM
8- Ap'- in der IHüto seiner Maiinskraft erst örijährig 8. April 1143 seine HelilM-
]H3,|jgu!aufbahn schloss, folgt« ihm sein Hohn Manuel {1143— 1180) ohne Wiihr
Spruch zu finden. In dem edüln, geistig hochbegabten und ksrperiidi
ebenso schitnon als ne»enstarken Komnenenspross kam freilich in |{Ui
andrer Weise als beim Vat«r ein echt occidcntalischer Zug zum An»"
druck. Manuel war das Ideal eines llittcrs nach h'änkischer Anscbaouif.
Echt ritterlich war auch der phantastische Zug. welcher im tieg0n«atz »
der kühl vorstandc-f^uiilssigen, realistischen Pulitik von Vater und Qfo*-
vater hochäiegcnde PlUne ausdachte, unerreichbaren Zielen nachjagt«, im'
80 bei ftllem äussern Glänze zur spfiteni. lllrchterlichen Kataatxoph« nicW
am wenigsten beitrug. Vom Gro)^Hvut(lr hat or die thoologi»cli« Ate
geerbt. Mit Kom und den Armeniern verhandelto or unaufbörÜcli ««g«
einer Kirchen Vereinigung; das einzige itesultat war eine umfangreici*
I
TU. Di« KomnvBeii nnd die Angeli (lOSI— 1S04).
Ubb
Controverslitteratur in den verschiedtitien SprAchcn der getrennten Glfiu-
bigen.
Charukteristisch für Kai»or Manuel int die mit seinor occidentali-
nerenden Geistesrichtung zusammeiihilngciide Vorliebe fUr die Lateiner.
Seine beiden 0»tttnnci) waren abendländische Prinzessinnen, und auch fllr
«ein« Kiudi-r suchte er Verscliwftgerung mit den HCfen des Westeii«.
Beino Qftrdosoldat«n wurden in immer steigendem Masse unter den tapforn
kriegstUchtigen VAlkem der germanischen, romaniäehen und slavischen
Nationen angeworben. Auch in der Adminiötration wurden zuverlilssigo
Abvndlünder, bei denen Durchsteclierei und Unterachlagung nicht «o üblich
wie bei den Romüem war, vielfach angestellt, l>io cnormo Blüte der
damaligen Keichi^finRnzen mag der romäisi^he Kaiser diesen integren
AusliLndorn vielleicht in Ähnlichem Ma.sAß verdankt haben wie der Honschor
do8 himmlisoheu Reichs den «nglitjchmi Zöllnern von Shanghai. Zu den
hcM:))priviIegierten italienischen HandeUleuten von Venedig und Piea kamen
als eifrige und bald erfolgreiche Konkurrenten durch den Vertrag von
115^ noch die Genuesen. Dax alle« macht es uns verständlich, das» sich
im gricchiBchcu Volke gegen die Lateiner ein grosser Hase festoetzte.
So lange sich Manuela Politik in den bewährten Bahnun seines Vaters
liielt, war er durchaus vom Ulück begünstigt. Den Provokationen dos
tolzen und heissblutigou Fürsten linimund von Antioohien setzte er ein
^rQndltchei«, ITir den abendländischin Furzten äusserst demütigcndos Ziel.
3ei dem Mausoleum des Kaloioaimes musste er sich aufs neue als untcr-
'tbfiniger Va.tall dos Komäerkaisers bekennen. Die Seldschuken von Uom ■
trieb er bis Ikonion zurQck. Auch in der gefährlichen Krise des zweiton
Sreuzzug8 (1147—1149) zeigte er hohen politischuu Verstand. Es war iu7;iua
1>egri>iflich, dasa der Romäerkaiser mit sehr gemischten Gefühlen dem
^eranbrausen dieser Vijlkerlawine zusah, welche die furchtbare Erregung
Mar abendländii^chon öffentlichen Meinung nach dem Falle von Edcssa 1144
an Bewegung gesetzt hatte. Ihr Durchzug durch die von Patzinaken,
jXumanen und älintichen Itassevülkern in pünktlicher Abirisung ausgesogenen
f\Vest4>parchien des Romerreichs war eine SfTentliche Kalamität, und sehr
it Unrecht hoklagton sich die erst im Herbst 1147 einziehondim Fraji-
n über die Kargheit und die Betrügerei der griechischen Regierung
nd der griechischen Landesbewohner ; die im Hochsommer desselben
Jahre» durchziehenden Doutschen hotten das Land aufs äusaersto erschöpft.
3Uit König Konrad HI ging die Sachu leidlich; waren doch die beiden
fiorr»cbcr mit einander verschwägert, was sie freilich nicht verhinderte, bei
Konrads Durchzug durch die Hauptstadt, um ihrem Range und ihrer Ma-
leatSt keine Ombrage zu geben, einen gegenseitigen Besuch lieher zu
■^■crmeiden. An Reibungen z^vischen dem rauhen dcutscbon Kricg8\'olk und
den keineswegs sanftmütigen Eingebomen fehlte es natürlich nicht. Im
j^anzen aber lief die überfahrt nach Asien ohne ernsthaft« Misshellig-
llceiten ab. Viel schlimmer wurde die Sache mit den Franzosen. Waren
»chon mit der griechischen Verpflegung wahrend dos Durchmarsches
h Thrakien hOchst unzufrieden, so kam es vor den Mauern der Ke-
Idenz beinahe zum offenen Bruch. Schon erwog man im französischen
IN-t
1M7
I
1124
Allrias der bysantiiiiacbfta KslMTffiBchlcbt«.
Hauptquartier <len Plan einer Ki-stUrmuiig von Koiistk. iinopol; abcf pifl
chittcho Diplomatie und der Erast (Kik uuFrichtig frommen KönigB Lofl
wig VII, welcher das walirc Ziel des Gotteekrieg» nie aus dem AnM
verlor, verhinderte einen eo unwürdigen Ausgang. Die traurige Ktu-
atrophe des geteilt mArschierenden ufd so auch getoOt den Schlägen im
Seldtichuken von Utuiiioii erliegenden Krttuzheeres und dessen miss^dd*
Expedition gegen DatnotikoB liegen auaserhalb des ans gesteckten ZhIi
1149 Kaiser Manuel konnte als Gewinn die 1U9 Id T1iO*isAloniko feetgeknllp&f
Allianz mit dem deutschen KAnig gegen die Nornuinimn bätraditeiL
Die amiBeligtin tVaiikonriirsten in Syrien, vom Abendlande verUteen.
wurden voranlanat sich mit Manuel, »obald er die Normannen los var, onal-
hoft auacinanderzusetxen. Zwar mit ßalduiii 111 von Jerusak-m bestand bm-
liebes Einvernehmen. Aber dem allzeit schlecht regierten Staate m
1153 Antiochien, wo seit lli>:t der rohe und verlotterte Kftimund von (liAtSba
1159 gebot, muRste er durch die Expedition von 1169 noch einmal furclitbani
Ernst zeigen. l)ie.sor und ebenso «eine amiouitichen Verbündeten wuriM
aufs neue unter die Lehenshoheit der Griechen gebeugt. Xach demToil
1161 der Kaiserin Eirene (ßertha von Sulzbacli) heiratete Manuel 1161 it
wegen ihrer Scliüuheit gefeierte I'riuzessin Maris von Äntiocliit'n. Kil
Nor «d-dl«, dem gewaltigsten Monarchen Vorderaeiens, vermittelte er «bm
den palästinensischen Christen vorteilhaften Frieden. Auch mit Baldoin' 111
Nachfolger, Ki>nig Amalrich von Jerusalem, stand Manuel vortraffUd
llStP 1169 untvr»tiltzte eine griechischo Flotte von 200 S«>geln dessen
glOckte Expedition gegen Damiette.
Die Vurliältni.ssc des Nordens waren weniger gefUtrÜch. »eü
wüsten Burbarouhurdon teils vernichtet, teils Kahm gemacht wareo.
den Mag^'uren kam es zum Konflikt, weil sie die allerdings mehr fiktiv
al» wirklichen Itoichaunterthanen in Serbien und Bosnien in ihren
zipation.sbcstrcbungcn untor8tlltzt«n. Dio Oriechen nahmen das wicht
Zeugmin wog und filhrten den Krieg 1152— l]ß4 im ganxen mit
1162 mischte sich Manuel im Interesse der ihm durch Hotrat vorliunde
Prinzen in die unaufhörlichen Thronstrcitigkeiton der Arpadidvn. IM
ward Zeugmin und Sirmion erobert und obenso das ungariaohe, seit Bc
kicios dem Reich vcrlorL'no Dalmatien für kurze Zeit zurilok gewönne*,
glänzendt) Sieg des Andronikos Kontoistephano» 18. Jnli 1167 zwang
Ungarn den für Ostrom njhmrcichen Frieden von 1168 anzunehmen.
von Byzanx pntronisicrte Kronprätendent Bf'ila III (1173^-1196) kam
darauf wirklich zur Regierung, und Ungarn wurde unter ihm eine
tische wie kulturelle Depondenz den Romäerreiches.
11^1 mti.S!«ten auch dio freien Serben es büt^sen. dass sie mit
romKischen ErbfLiindu, den Normannen, sich eingelassen. Eine giDc
Expedition des Kaisers machte KAnig Primislaw zum ostrCmiacbeo
sallen. Mit dem schlauen und geschmeidigen tiroaatupan Stephan Nc
1159 (seit 1159) dem Stifter des machtvollen grossserbischen Ilerrscherh
kam es wenigstens nicht zu ernsthaften Missbelligkeitcn. Indessen
allem äusseren Glänze hatten diese Erfolgo keine Gowfibr der Di
l»2,ai54
»1163
1165
1& Jol.
1167
116»
I173/1I9G
1151
TU. Die KomDenen und die Äugeli fKißt— I2Ö4).
102S
hafligkdt, wie die grosse slaviaclie Erlicbung kaum ein Monschonalter
spatfir erwioR.
Die Hauptgofafar drohte dem Iteiche wie iintei* dem Gros^'Ater von
Seiten der Normannen, und es ist nicht zu leugne», dass die HauptHcliuId
hier den Kaispr Manuel seihst traf. KQnig Hoger hftttü eine Heirata-
vcrbiiiduiig für seiiifu Soliii Wilheljn mit dem römischen Kainerhauac
geeucht. Allein den von seinem Gesandten in Palermo abge^tchlosäonon
Yertrog kassierte Manuel in dünkelhaftem damat.t längftt nicht mehr
KeitgemSssem byxaut.inii<chen Htolxe, lio»s den unglQcklichou Diplomaten
aU angeblich von Kogcr bestochün hinrichten und provozierte so dessen
maxt^luMn Grimm, der dorn Ileiche eine unheilbare Wunde schlug.
Keimet] schlosa Itoger mit den afrikanischen MusIImeu Friede, und
»oin Admiral Hiristodulo» sammelte 1147 iu Brindisi eine Flotte, von l'*7
der man nicht wussto. ob sie die Kreuzfahrer nach Palästina transpor-
tieren oder das byzantinische Reich angreifen sollte. Bald »egelte sie
nach Korypho, wo die übiich(> Klage über harten Steuerdruck eine Insur-
rektion eingeleitet hatte und wo man die Nonnaniien mit offenen Armen
raipßng. Ein VorMuch auf das reiche Uandelsemporium Monembasia miss-
hang dagegen. Nach der Verwüstung von Eubfla und Attika wandte sich
die sicilische Flotte wieder westwäi-ts, um »ach l'Ulnderung der aker>
iuiuiiw:h-fttolischen Kilste in Krlüß zu landen und direkt auf Theben zu
tnar>T(-Itioren. Das damalige 'Fheben war diirdt uetne Seidenwebereien und
Purpurwirkereien eine der reichsten Induätriefttädte des Kaiaertums. Die
Konnaoncn rftumten hier gründlich auf. Nicht nur Gold, Silber und
henkotitbarkeiten, auch die reich aufgestapelten Waren vurrfi tu der
zinräume wurden fortgeschleppt. Seideuballeu und gefiirbtes Leder
iderte in Masse zu den Schiffen. Eidlich mussten die unglücklichen
inwohner bekennen, nichts von ihrem Eigentum verheimlicht zu habe».
Trotzdcni wurden viele Primaten zur flrpressung eines Lösegelds abge-
hrt: unter den Scidenarbeiteru wurde eine Auswahl getroffen und die f
Iflgchickteeten nach Sicilien verpflanzt. ^
Von BSotien marschierten die Normannen nach Korinth. Nikephoros
i^altiplica übergab dos uneinuehmbure Akrokoriuth auf die erste Auffur^
ening hin, sodass selbst der sicilische Admiral ausrief, er fechte unter
Himmels Schutz, der den Kommandanten AngstJich, wie ein jungea
then gemacht habe. Auch diese reiche Industriestadt wurde ^rllndlicli
;geplundert: selbst die Reliquien der Kireheu nahm man mit, und unt^r
fortgcnthrten Gefangenen befanden sich wiederum zahlreiche Kuiist-
irl>eiter. Auf eine bleibende Okkupation war es nicht abgii-ehcn. »ondern
ediglich auf eine systematische Ausplünderung. Der blühende Handel
ind die reiche Industrie von Hellas uud vom i'cloponnes erhielten dadurch
Milien tödlichen Stoss, von dem sie sich nie mehr erholten. Bei der llUck-
ehr nach Sicilien wurden die Manufakturisten aus Korinth und Theben
Eirit ihren Familien in Palermo angesiedelt und Susaerst liberal gehalten,
Sodass der neue Industriezweig bald einen ungeahnten Aufschwung nahm.
>etn bisher von StaiiUwegen mit Eifersucht und in der gi-ns.steii Heim-
ädikeit behüteten Monopol des römischen Reichs, der Fabrikation seidener
UMiHwiJi dcv tUm. AltrTIHliHWlHCi^ixIiiirt IX. I. *blli|. t. AuO. tl^
1036
A1)riM der byEantmiaeben EsIaer^eBcUobt«.
Prachtgowändcr und BrolcAtetoffe, wurde jetzt im Normannennndi am
bald sehr gefUtirtlch ^vor(k^ndc Konkairenz geschaffen. ■
D«r Kaifler wurde durch die Vcrwickolungßn an der Donau gehindtfl
sich an Hogor zu rächen. Aber die Venetiaaer, durrh Ausdehnung uQ
Ireien Itandel» nach Kreta und Kypros gewonnen, unter8tQtzt«B im
ihrer Flotte den Kaisor hei der Belagerung von Korypho. Trot* hifP
1U9 nückiger Gegenwehr der Xormannen Gel die Festung II49.
Manuel vov(iflan?,ifl nun den KripR nach Italien. E.-* war die «linitp
Art, die iiormäiiniKohen Kui'sarcu, die bi.« in die Nfihc von Konetanboof«
ilil ihre FreibuuttTzilgo au8dohnt«n, losnuwcrdon. Itöl besetzte er roitb«^
gehend Äncona, was auch seine alten Freunde, die Venetianer, sehr itfr
lUA regte. UM von den Normannen aufs neue geschlagen, unt«rhai»d«lif
Manuel mit Papi«t und Kainter; aber beide konnten und durften tm vigatt
Intoreäso sein« Pläne der Festsetzung in Italien nicht unterstHtzea. V«
einem griechischen Italien wollte das Abendland nichts mehr w\m^
Auch die Versuche, in Apnlien festen Pubs zu fassen, scheiterten kll^iieli:
die griechische Klotto erlitt nur Niederlagen, und die Normannen p(to-
dorton wieder ungehindert in den griechischen Oew&isent. Aber W)>
U54 heim I, der nr>4 seines Vaters Thron bosticgcn halte, war kein Bopf.
US« und so kam ea endlich 11S8 zu einem für die Griechen noch recht gtiaipf*
liehen Frieden.
1170 Des Vaters Schicksal hat den Sohn nicht belehrt. 117(1 kam <a n
offnem Bruche mit dem hochmächtigen Venedig. Die Beaohtagnaliine al*
vonetianiaohcn Waren und die Gefangennahme der Vonetianer im BenÜ
llTl de» Reichs 1171 erregten einen Stunn der Entrüstung in der LagsiUD-
1171 Stadt. 1171 zerstörto diu vom Dogt-n Vitale Michieli O persönlich
venetianische Flotte Trau und unterwarf ilagusa der Oberhoheit der
publik. I>ann wandte sie sich nach dem ftgäischen Meer, und von
aus begann der Doge Unterhandhuigen mit dem Kaiser. Aber oin«
beerende Seuche nwang die Venetianer zur schleunigen RUckkehr.
1173 Versuch, 1173 gemeinsam mit dem deutschen Befehlshaber, Eral
Christian von Mainz, Ancona den Griechen zu entreissen, acheiterte
der Hilfe, welche die Lombarden der hartbedrBngten Stadt gew;
1175 Aber als auf Anstiften des griochenfeindlichen Enrico Üandolo Hl
Venedig eine Allianz mit Wilhelm 11 von Sicilien schloss, gab
nach. Die Veuetianer wurden feierliub in alle ihre Privilegien
eingesetzt und erhielten anderthalb Millionen Dukaten Kriegsent^hidi
Am meisten hat Manuel das Reich ge-ichttdigt durch »ein pol
y^nkunftsprogrnmni, mit welchem «ler imverbessorliche Byzantiner
immer justinianeischeii Univer^aUierrschaftHpllincn nachjagte, lue K
seiner Diplomaten ninssto vor nlleui in Italien bei der Korie und
Reih um bei allen Feinden des römischen Kaisers dea Westens Stimnii
machen und Beziehungen ankntlpfen. Indessen bei den FCirstcn fand
IIÖO wenig Gegenliebe. Dagegen mit den LombardenstAdten trat er »lil \\t
1167 in nahe Beziehungen. Venedig erhielt griechischo llilfsgelder, and
erhielt Ancona eine griechische Besatzung. Vor allem suchte der
den klugen und unternehmungslustigen Alexander 111, aU dieser mit
TIL IHfl Komneneoi und dl« Aiig*ll floW— I
1027
aah U«f8t« vetfeintiot war. durch da« Vcrepreclicn eiaer Union der
norgenländisohen und der abendländischen Kirche zu gewinnen unter der
Jodingung, da88 er ihn auch zum Kaiser des Abendlandes krilite. Die«-
luü nfkhni t» dor Kaiser itiigewßhnlich om»t: eine griochische Synode
oDte über den Ausgang des hl. Geistes oino dor nbondlfindiüchen Lohro
tsprechende Formel ausdonken; aber in diesem Punkte war der ortho-
DXe Kleni», der Patriarcli an der Spitze, unbeugaam. Auch der Papst
0S8 sich auf die Kai.sorkrgnung nicht ein; ein unheilbarer Bruch mit dem
BUtachen Iluich war nicht in seinem Interesse; ja er durfte ihn gnr nicht
a^en. Praktisch wurde nichtB erreicht; der Kaiser erlebte Enttäuschung
iber EntUluiMihung. Das Unglllcklichate war, daaa diese utopischen Traume
»inen »ehr realen Nachteil mit sich brachten; sie verdarben die von der
iatur gewicHunen politischen Heziehungen. Manuels phantastische VV'elt-
LaitM^rpolitik brachte ihn mit don idton Verbündeten seiner Vorfahren,
len Kai»cm des Abendlandes, auseinander. Während die gemeinsame
'eindBcbaft gegen die Normannen sozusagen mit Naturnotwendigkeit das
Caüerreicfa des Ostens mit dem de^ Westens hätte zusammenführen
KtUen. mussten Manuela Diplomaten ihr fruchtloses Liübesworbon bei
)eut>icMand3 PVinden mit der grHssten Konseiiuenz fortsetzen. Diefid
maiitiichen liieblingsideen haben da-s Reich nm seine alten bewahrten
crbindungen gebracht und ihm keine neuen zuverlfissigen Allianzen ein-
tragen. Je mehr des Heiches Sohwächo zunahm, um so entschiedener
ar es auf das Wohlwollen der bedeutendsten Nacbbani angewiesen.
d«iwoti hat des Kaisers Politik es immer mehr iaoliert. Seit der
iede von Venedig 1177 den deutschen Kaiser mit iiora und den Lom- 1177
en ausgesöhnt hatte, bekam Maimel die veränderte Oesinnung Deutsch-
tls stark zu fUhlen. narbarossa trat in diplomatische freundliche Be-
ichungon ku seinen islamitischon Hrbfeindon, zu Kilig-Arslan von Rom _
d zu dem grossen Kurden Öaläh-ed-din. Mit llüm waren die VerbÄltniiwo ■
rnde während des klzlen Teils von Manuels Regierung äusserst ge-
ipaimtc. Kilig-Arslan II (UüG— 115)3) hatte anfangs dem Kaiser gehuI-H^SjUÖS
;t und Hilfsvillkor gestellt, war aber allmählich durch Zweideutigkeit
ind offenen Vertragsbruch zu einem den O-^trÜmern hflchst lästigen Nach-
r heraugewachson. 1176 rUckte Manuel in das Kelch ein. Im sitd- 1178
icben Phrygien unweit des sagenberUhmten Kclänä bei dem Schlosse
yriokephalon erlitt aber des Kaisers Ilauptarmee eine blutige Nieder-
lage: mit Mdhe konnte sich der Kai.ser zu der Vorhut durchschlagen,
«olche unverMohrt geblichen war. wie auch die Nachhut unter der treff-
lichen Führung dos Andronikos Kontostt-phunos eich glücklich durchkfimpfte.
Kilig-AüHlan bot trotzdem einen billigen Frieden an, welchen Manuel an-
Bahm, aber nicht ausführte. So ernenerten die Scldschuken 1177 den 1177
Krieg. Allein ihre Nordannec, welche Klaudiupolis in Bithynicn be-
Ihigerie, wunle von Manuel selbst geschlagen, während dor SQdarmec,
"welche durch das Mäandrosthal nach dem ftgäischen Meer gezogen war,
•Johannes Vatatzes eine völlige Niederlage beibrachte. So kam bald
«in für Ostrom nicht ungünstiger Friede zu Stande. Es war das die
lotzte WatTenthat des ratlosen Monarchen gewesen, welcher gleich
AbriM der byuuitiiilBeb«) SKUergMuhichte.
■ »üinoiD Vftter vor der Zoit abberufen wurde 24. Soptomber 1180 «■
58 Jabro fllt. I
Für dtiu unmündigen Sohn Manuel» Aloxios U Ubernalimt'n fl
Kaiserinmuttor Maria und der Protosebasto» AJexios, ein Vett«r m
Kainers, diu Rogiurung. Pie^o bewegt« u'cli in don bisherigen Utvinl
fruiiiiilHcheii Oeloieen, ubgleiih im Volki« und im Klerus längst der dmaJ
Gmll wtUenden ]jati>inerha»ies gährte, und nur Manuela starke ilandl
äahia diuäo national licllenischen VelleitAten hatt« niederhalten kOnnen.!
Da trat an die Spitxe der nationnlon Exaltados der ingeniottwil
noquam Ä^dronikoT^ Kuinuunou. Hiittt' diuHvr dui'cli und durch gemaÜm
Mensnh sittliche Zucht und innuni Halt bcüeesen, er hatte der Retter ■
Regenerator des RomSer^'olkes auf politischem wie auf geistigem üeli
werden können. Androniko)«, eine geborne Herrwhcrnatur, gleicb n
aiii Feldherr wie nU PoUtikor, ein Itednur von GuU«.-» (inaden, vvrejnu
in eich auch olle die Tagenden, welche die tonangebenden Kreise d<r ■
maligen Aristokratie in Ost und Weet, die Turnier- und SportsmBiui
als die erhabensten und bewundernswertesten ansahen. Gleich minJ
Vetter Manuel ein Mann von eoltoiior ächflnheit und herkuUsL-h<.-r KnJ
war er ein Ritter ohne Furcht und Tadel, mit dem VerKl&ndnU m
Kenners dem Waidwerk obliegend, in allen gymnastischen Übungen voll
erfahren und mit einem von Jugend »nf an alle iStrnpazon gewdknti
Körper ausgerüstet. Kin solcher Mann mu)«äte der Abgott der iiolilM
und der Edelieute werde». Für die Prinzen der türkiachen, nordischJ
und syrischen Höfe, welche er auf seinem wechselreichen AhontenrerleM
besuchte, war er das vielhewunderte Vorbild echt fUnttlicIier Eihaut im
vornehmer Haltung. Aber aus einer faulen W'urxcl kann kein geMoM
Baum erwni-lisen. Sein Vater Isuak woi- jener uational ge^nriuugital
Bruder Kuleioanns gewesen, welcher als halber Hochven-äter win LeUi
meist am Hofe von Rom zubrachte, und wenn auch nicht MuhammeduM
doch kirchlich indifferent und damit wie nattlrlich auch moraliacb haUirl
gewurden ist. Die versteinerte Orthodoxie der damaligen Epoche hitU,
weder im Osten noch im Westen mehr die Kraft, die Bekenner d« chni«
liehen Glaubüiu) auch zu sittlichen Menschen zu erxiehen. Die vnMl
und wahrhaft frommen htiien wandten sich im Osten dem BogenültiBM
im Westen dem Patarener- und Albigensertum z». Unter den VocnalMfl
und gesclUctiaftlieh Hochstehenden wai' eine völlige reUgiSso Gleicbgl||d
keit eingerifisen, welche alle positive Glaubeualuiire, sei es Thora, t^M
Evangelium oder Koran, als gleichwertig oder auch geradezu als MenM^f
hetiug hinstellte, eine Anschauung, welche mit Naturnotwendigk<lA^|
Niederi'eissung aller sittlichen Schranken und zu frivolstem OenM^H
bei den geistig Hoclistchomlen führte. Belöge sind die Templer ii^H
teinischcn und die Komnenenprinzeo im griochiJichun Lager. El ^^H
besser mit dem neuen Jahrhundert. Eine geistige VTiodergelHtfi^H
katholir^clier Seit« hat der in Wahrheit gros»e und in Wahrheit b^^H
Franziskus mit seiner woltbewegoudcn IVedigt von der christlicli*u Afl» ■
hervorgerufen, und auch da» Griecht-nvolk hat im XIII. Jahrhiindiirt tOf* I
unleugbaren sittlichen tienesungsprozess durchgemacht. Dos furthl^ k
VII. Die EomneBMi ond die Ai)E«1i (1081- 1204).
1029
^BDiiglUck des KoicIisKUHammenbi-uchR hat ftlr die cdk< helluniscfa«
deinen ühiiliclion LüiituruiigsprozcsB zur Folgo guhabl, wi<> dir das
mvolk des begiiiiu>iidL-ii XVn. Jalirliundert» die polnische Ob-
t. Allein von dieaein geistigen Umschwünge Bind wir noch eeit>-
woit entfernt. Zur Zeit von MamieU Tode stand die höher«
iWhu Güst'llsehuft noch in der Blllte ihrer Siiiide, und ihr vollkoni-
ler Typus ist Andronikos der Komnenc. Seine glänzenden Gaben
m von seinem Vetter Manuel im vollen Umfange geschätzt, und mit
ldern8werter Naehsicht hat er ihn nach den schlimmsten Erfahrungen
wieder zu Gnaden angenommen nnd anfs newe im Keichsdienst« ver-
i. Aber der brennende Ehrgeiü dio-scs Fouergoistos kannte keine
licht und war skrupellos bis znr Inramie in der Wahl der Mittel,
tattlialter der serbischen Grenze band er hot-hverräterisch mit den
uron ««: als Feldherr in Kilibien verletzte er aus persönlicher Itan-
seine Pflicht so gröblich, das» er nach Syrien fliehen niusstc. An
[Öfen von Bagdiid und Damiutkos verriet er die griechiHchen Staatn-
Fisee; von dem Sultan von Ikonion liesa er sich brauchen, wie
om Philister ftlrsten. Von seinem Freibouterschlosse ans bekriegte
römischen Gi-enzlande und überliess die christlichen Gefangenen
D Schutzhurni aU Sklaven. Und dennoch verzieh ihm der odlo
dI. Nachdem Andronikos, der über ScliwQre wie einst Lysundroa
n mochte, ihm feierlich gelobt hatte, stets sein und seines Sohne«
>B Interesse zu wahren, ward ihm die reiche Stadt Oinäon in Paphln-
I) mit ihren Einkünften Ubcn^'iesen. Sittlich viJllig zu Grunde ge-
t hat aber den Andronikos seine uubc2üfambaru sinnliche Lcidun-
;. der er alle anderen Rücksichten aufopferte, und welche alte bessern
Igen in ihm vergiftete.
Dabei bu8aȊ er eine bestrickende LiehenswUrdigkoit und einen ganz
nischen Zauber, welchem jeder rettungslos verfiel, den er in seine
I lockte. Darin ist er nur don beiden günialen Verbrechen des
Jahrhunderts, Papst Alexander VI und seinem Sohne f'eitare Korgia,
srgloicbcn. Namentlich die Frauen waren ihm auf Tod und Leben
en. Die schönen IMnzcssinnen seines Uauscs, die Frauen des grie-
leo Adels wit» der FrHnzüsischL-n Fürstenhöfe Syro-Palästinas schenkten
itile wechaelsweise ihre Gunst. Wahre Treue und schwärmerische
empfand er selbst nur filr eine, für Theodora, die Königin-Witwe
«rusalem. eine Komnenin, seine nahu Verwandte. Beide haben sich
Mde Treut.' bewahrt, mit Kiniindur das Brot des Exils gegessen und
aunflilclien der Geistlichkeit (wegen der Ven\'andtschaftsehe) getrotzt.
beide standen damals, wie einst Antonius und Kleopatra, in einem
wo derartigi^ Liebesabenteuer nur lächerlich wirken. So boschafTen
dieser wundersame Mensch, den wir mit unseren gewöhnlichen
tftbon nicht ausrechnen können. Doch eines bleibt. Seine sittliche
rdongkcit hat ihn, der des Kelches Segen sein konnte, zu dessen
ntadit
2. Hai 1183 kam os zu einem Aufstand gegen die fränkische Ito- it^-j
klfaria. Der national gesinnt« Teil des Volkes und des Adeb und
^^^^^^\vS^^^^ Abrla» d«r liysuitLniBchsa KaiMrgeMhkhb. ^^^^
H obtiHHO der orthodoxe Klorus erklärten den bereita im 67. AI
^1 atehoudfii Aiidronikos für den Itetler des Beicli». Kr erschien v
^M kedon, um duti jungen Kaiser von HOinun Bchk-vliten ICatgebem
^1 freien. Das» die Lateiner »ich der Itegierung zur Verfllguog
^H hatte den Übertritt des siegreichen Helden Andi-outkos Kontotü
^M und seiner Flotte 7m den llohüllen zur Folge. E« kum zu einer
^1 liehen Explosion nationalen Hosäüs. Mun fivi Dbei- die Quarüco«
^M teiner her. Mit der den Griechen eignen Mordlust wurden an
^M and Frauen, au GoiJttlichon wie Laien, selbst an Kindern und
^M die furchtbarsten Greuel verübt. Die konvontionello U niversalhtsti
^B sich mehr als billig durch den Erfolg; bveiDlluseea und giebt dui
^B ganz parallele Aktionen diametral entgegenstehende WerturtaQö
^B «icilittnische Vesper wird als edle Befrei ungstbal gercicrt. Für
^V lichmi Thutcn dur KlviniujiatcD unter Mithri<intei4 dem Grossen, dci
H 1186 in Indien und der Griechen des Jahres llä6 hat man nur Aoadtl
^B härtesten Veiiirteilung. So gerecht dieselbe ist, muss man i
^B durch Generationen geiUlhrten Wut eine« von gewissenlosen K
^B und Kapitnliäten ausgesogenen und niisshandelten Volke« einig
^B nuug tragen. Dieser wilde Nntionalbatu), dem die Griechen i
^B scheusslichen Ausdruck verliehen, war ihnen nicht von ungefll
^B flogen, sondern durch das rUcksichfAlose Benehmen der Lateiner
^m gerufen worden. Letzturc litten, watt ihre Thateu wert waren.
H achteten .Nuttfu' lückton noch ciumal, wiewohl vergeblich, g«]
■ Stachel
^Okl 1163 Audronikos .der Befreier' war nun der allmftchtige Reg«
So|it 1 181 tober 118:) wurde er zum Mitkai»cr gekrilnt^ September 1184 w
I unglückliche Alexios erdrosselt. Andronikos' ganze Uegierung
fürchterliche Kette von Verhaftungen, Blendungen, [linrichtOBj
KonHskationon, Die uns 80 widerliche Seite de» ByzanUnüimua
sich in dum Alten, der dabui noch den Frommen spielte, auf ds
Blick fünnlich verkörpert zu hüben, aber freilich nur auf den onli
Die richtige Beurteilung de« Mannes hat zuerst Fallmerayer ]
Der damalige Romäerstaat war so .sehr bis in »ein innerstes S
fressen und unterhöhlt. dast> er nur durch Anwendung heroisdil
noch geheilt werden konnte. Das Krebsüb«! war der seit den Haie
immer weiter um sieb greifende Feudalismus. Der adelicbe Gm
besitz wai- auf dem besten Wege, die freie Baueriiscbaft auszunn
damit den eigentlichen Unindpfeilor, auf dem das Staatswesen r
untergraben. Andronikos ist darin dem Kaiser Tiberius zu verj
Sein Wüten und seine Blutsontenzen galten fast ausBohlicsMUeh Jun
liehen Hause, dorn hoben Militär- und Beamtenadct. Das« nu
dieser faulen Korporation aufräumte, hatte dicselbu gründlich <
Wäre ihm ein längeres Wirken boachieden gewesen, er Ultt« di
aufgeklärten Despotismus der Kaiser des VTII. .lahrhimderö ha
und doiii Feudalismus Ostroms wie Ceaare Borgia der Ban^mialliemd
Kirchenstaate« ein Ende bereitet. Unter andoroo UntsUjidca i
ernsterem monarchischen lllichtgoftthl hiltte Andronikos den S
TO. Ple EomB«Bea und dia Ang«ll (1081—1204).
1081
cb gehübt ein Kwviter Bn^üoias Bii)i;iirokluiio» ku werden. Andronikoft'
eechichte hüben «eine tüdÜL'U vork-tztuti aristokratischen Feinde ge-
ihrieben, und doch küiuien si« nicht leugnen, doss sein Heginient
n Inncni ^eva<lej:u musterhaft war. Die Steuerlasten des Volkes
urden vrluiulitert, der Ämtorkauf ahgeHchatTt. Die Dppigcn und koetr
»eligen {loffesto hörtbii auf. Zu lUclitorn wOhlte er gewisBeuhafto
nd unbestechliche Männer. Den Beamten des Steuer- und Zollwosens
rbOht« er die Qehälter, um sie der Bestechung weniger zugänglich zu
«eben. Dabei war er Suascr-tt leutselig. Der Geringste hatte freien
utritt zu iluii. E» i«chciut beinahe, als hätte der alte Kai»or die furcht-
iren Verbrethcn seiner Jugend und seiuer Thronbesteigung durch ein
lasterhaftes Uegiment in Vergessenheit begraben wollen; er war auf
l^^eston Wege auch in den Provinzen populär zu worden, als der %'on
JPtuitiBcheii Adel geschürte und von der hocheiuflus»reiüh(;n Famiho
it Angeli geleitete Aufstund ausbrach. Der Feudaladel kämpfte um
dne Existenz ; das neue Regiment bedeutete seine Vernichtung. Lopadion,
ikfta, Prusa fielen ab. Allein da.'t erstere gewann Alexios Branas Winter
185. die anderen Städte der pcrsi^nlich ins Feld gezogene Kaiser im 1185
rOhjahr zui'Ück. Di« aufständischen llubellen traf harte Strafe nach
«rdtenst; nur den Isaak Angelos schonte Andronikos zu seinem Ver-
trben. Isaak Koninenos, aus einer Seitenlinie des KaicterhauKcs, brachte
fpros zum Abfall und warf sich 118't zum selbständigen Autukrator auf. ilH
■dessen solcho Ih-onunziamcntos gubörten nun uiimial in Byzanz Kur
■gesordnung. Sie hätten ihn nicht gestürzt. Die Gefahr kam von
f8St«n.
Bereits nach dem Blutbade von Konstantinopel 1IS2 hatten die auf Il8ä
Iren Schiffen entronnenen Italiener einen Korsari'nkneg begonnen, die
iQsten bis Theusaloiuko geplündert und Kirchen und Klöster verbrannt.
,ber die Kaufleute von Venedig und Pisa blieben thatenlos. Um ho
nergiiichor rtl.itete Wilhelm II (lltiG— lli>'J) von Sicilien. Juni 1 185 Juni 1 ltl&,
pgelte «ine Annada von 200 Schiffen unter dem Admiral Margaritone und
Din Grafen Tiinkred von Lccce, dem nachherigen letzten NomiumienkiJnig,
■eil Dyrrachion. Der ätorken kriegsgeübten Armee der Normannen wagte
■r griechische General Johannes Branas nicht die Spitze zu bieten. Dyr^
ichion ward mit Sturm genommen. Dann teilte sich da« Invasionahoer.
las I^udhuer drang unauflinltsam bis Thessaloniko vor. 15. Auguat er-
ehien auch die Flotte vor dem Ilafon der zweiten Stadt de« itoichs. Die
llüreichen Xichlgiüechen unter der Bevölkerung waren unzuvorlilasig.
'A. August nahm (iraf AldoYno die Unterstadt mit stürmender Hand, und
\\tt Lat4!Jner, eingedenk der Vesper von 1182, Übten nun an den Griechen
lio rdrchterlichste Kitchu. Diese Strüme Blutes, welche der damalige
I^Ationalhass vergoss, haben den Riss zwischen beiden Vtilkorn für alle
^Igezeit unheilbar gemacht.
I» Konstantinopel trat unter dem niederschmetternden Eindruck, den
>e«o Xni'hrichton hervorbrachten, ein Umschwung in der Stimmung ein,
er Adel und die Privilegierten, in ihrem Itaubsyatem vom Kaiser ge-
l^lt, saunen längst auf Hache. Aber auch daa Volk, dessen Liebling
1U32
Abrisa der bfsanUni»cb«n Ekiaer geschiebte.
vr gewc«on, solange er den ontfueMilt«.-» Loidetisoliiiflen deniagogtfMrh p-
schnieivliott fanttc, murrte, als er aucb den Aufwand fllr die öf)ciitliclienä)iitli
bc6chr&nkte und diettolbcii nicht, wie (Iblicli, durvli seine Gdgcnwut I»
ohrtc. In »einer MeiiHchoiivm-ttcbtung uiitorscbützt« Ändromkos die drohoolr
Gcfalir. Die Luft war gowitterschwfd; und um ein kleine« brach dir
eiitf(;88(.'Ite Orkan las. Der Kaiser batte das Haupt der Angelifaniiii
den feigen und charakterlosen Isaak. als völlig ungcfäbrliob geetJiwoi.
Ana eigener MachtvoUkoniiuvQlieit wollte ihn jetzt ä»in PoUzetmiiürtM
Hagioctirifitopbonte& arretieren lassen. Allein Isaak entrann mit dpa
Todosmnt der Verzweiflung ins Asyl der äophienkircbe. Allo ^cbirbtea
der Bevölkerung strfimten zu.'<»inmen: es fanden — ein unerhörter Vor-
gang — tuniultunriaclic Kniserkoiniticn statt.
12. Sept, laaak Augelot; ward 12. September 1185 aU Kaiser prokluniot
Andronikos eilte jetzt erst aus seiner YiUeggiatur in Melodien nacb itr
IlaiiptisUdt. Mit seinem nicht zu einsehenden .SchBrfl>liok gab er äih
keinen MluKionun bin; er erkannt«, ätus» alles verloren sei, und wollte tu
Schiff nncli Kussland fli»lien. Aber durch widrige Winde zurQckgi>bidl*ii,
ßel er Isaaka Häschern in die Ifände. Isaak zeigte aeine ganze Bu>
losigkeit. indom er Kiierst bei Hofe den gestürmten und gefesselten Qegm
dun schnöden Misishiiiidlungen seiner hochadclichen Todfeinde preisgak
Im Kerker wurde ihm dann die Rechte abgehauen und das «in« Aog»
ausgestochen. Hierauf fand die Übliche Pompeusis durch die Stnusea dir
ItcHidenz statt, und der entmenschte PObcl, nnter dem die Frauen «ic a
dei' französischen Revolution das Scheussliclistc vertibten, dürft« mm
bctttialiscbe Grausamkeit bis zur Sättigung an dum elonden Opf«[ «ab-
lassen. Zuletzt hing man den greulich verstümmelten, noch atnendM
Oreis im Hippodrom an beiden Heinen auf. Kein Schmerzenslaut wurde
ihm abgepresst. Unaufbfirüch wiederholte er nur die Worte: .Herr, «*
barmo Dich meiner; warum zerbrecht ihr ein zerknicktes Rohr.* Ul
Andronikos' Tod war das Griechentum dem .Schicksal verfallen, weldica
es verdiente.
S,ill9l> Isaak Angoloa {1185 — 1195), da« verkörperte bdse Gewisaea, »»
nun auf dem morscbon Cäsaronthron. Vor allem musste er jetzt der dartli
die gi-iec'hischo Nationalerhebung her\'orgerufenen Nonnannengcfabr W-
Igegnen. Aber diese Gefahr sollte sich als geringer hera»s8t«ll«n, ab
man angenommen Imtte. Liederliches Leben und massenhafter Qvvm
von Weintrauben riefen hi3»artigo Krankheiten unter den NonmuiiHa
hervor, ihre Reihen dezimierend. Dazu kam ein Übermut und eine Soff
losigkeit, welche den bisherigen Siegern zum Verderben gereichen soUtfa
Isaak war so verständig den besten General der Griechen, Alexioe Bnuu».
an die Spitze der Defen.sivarnioo ku stellen. Nach einem gtdcklicben U«-
7. Nov. focht bei Mosynopolis errang er 7. .November 1185 den blutigen Sii^g «•
"°* DemetritKii (Demetrica), welcher die normannischen Führer und <il(«0 Mul
in seine Hände lieferte. Der Kest rettete sich in panischer Flucht iai:li
Tliessalonikö, von da nach Dyrraehion oder auf die Hotto. 1186 war«
118« dio Normannen auf Dyrraehion und die jonischcn Inseln besehritnkL Abw
IISl auch Dynachion und 1191 selbst Korypho gewannen die Griechen zwick.
TII. Di« KoiDB«DMi und dio Angeli (1081— 1204).
1033
Nur KvpliHllcnin iiiiil ZakvtiDio« hlicbün als McilUclios Lohon in liuii Hitiidoti
des Admimls Mnrgantone. Das war der armselige Ertrag dor uiit so
hoch(^e8paniiten Enrartungen begonnenen Unternehmung.
Kino natürliche Folge, die Kaiaer Uaak nicht zur Last gelegt werden
dai'f, ist diu nun uinbrechcndu vutlkommcnfi Keaktion in der Küichs- und
Finaitzverwuttung. Mit Andronikos' eo heilsamen lleformen war es grilnd-
lidi vorbei. Di« GoldstrHme ßoasen wieder in die Taachen des Adels und
dor Iwbon Beanit<}n. Isaak liebte eine» glünzcnden Hof und rauschende
FmUicIikeitc». Auch das verschlang ungeheure Summen. Mit den Ungarn,
e unter Andronikos 1183 griechisch Dalmatien wegf;unomm©n hatten,
hloss litaak Friede und vermählte sich mit der erat xohiijiihri^en Ki^nigs-
tochior Margaretha. Zur Feier dieses erhabenen, völkorbcglilckßnden Er-
eiguIssoB wurde in allen Provinzen eine uusserordcntliohe Stoiier auR-
geBchrieben. Besonders hart vorfuhren die kaiserlichen Fiskalbeamten um
Anchialos und am Hämus unter den Bulgaren und Wlachen. Dhb Volk
«rholi sich in wilder Wut, Zwei edle Boljaron, diu »ich, wie üblich bei
Kwolutiomtlieldeu , der Abkunft von den alten Nationalcaron rühmten,
Potor und Joannes AsPn stellten iidi an die Spitze. Mit ihren Forderungen
in Bymnz schnöde behandelt, vornammclten «ie das Volk in der Klrchu
flos hl. Denietrios zu Trnova. Prophetische Münche vtirkQndctcti , daea
der Heilige das von den Normunnea geschändete Thessalonike verla-ssen
habe und nun den Bulgaren Erlflsung bringe. Voll Begei-ttening wurde
Kalopetroa ala Car der Bulgaren und Griechen gckrOnt und Vasi) zum
Aut^kephalen Er^bischof von Trnovo ernannt. Isaak rOcktc sofort gegen
»ie ini« Fold und zer«preugte 1186 die Kcbollenscharon. Allein nun vorband
»ich A»'"n mit den Kumonen, Aber der Sebastokrator Joannes war aufs
Reue siegreich gegen die Bulgaren. Natürlich rief ihn die miastrauische
Hegierung ab, und sein Nachfolger Joannes Kantakuzenus liess sich in
•tolzer Sorglosigkeit von den Bulgaren schlageu: sein Heer ward zersprengt.
Branoft, dor nun ausgvsnndt ward, proklamierte sich zum Gogenkaiser in
Adrianopo) und ward enthauptet.
In den Kämpfen der nachfolgenden Jahre behaupteten sich die Biil-
o. Mit den Kumancu vereint. Htreifteu sie bis Adrianopel und Make-
lOD. Die Erbitterung dos lange unterdrückten Volkes machte sich in
ärchtbaren Grausamkeiten Luft; dieselbe Mordlust zeigten die verbündeten
Kunianen. Ihinb dio Ai^i-ntden ist das Uriechentum dieser Landschaften
vom Gi'dbodcn vertilgt und auf die Küste und eiuige Sprachinseln be-
schränkt worden, wie noch heute. Nicht die Kreuzfahrer, sondeni die Sel-
dschuken in Asien, die Bulgaren und Wlachen in Europa haben die Wieder-
erateliung eine« nationalgriechischen Grossroichs auf ewig zur Unmöglich-
keit gemacht Ein unablifingigCM Bulgarien existierte nun zwischen Donau
und Hiimus. Das Werk des Tzimiskes und des Basileios war vernichtet.
Der Auflösungsprozess des Reiches begann.
Ein wahres Glllck fOr die Griechen war, da.t8 es ihnen gelang, die
<Jarin gefangen zu nehmen. Dadurch wurde dor mörderische Kleinkrieg
lit den Bulgaren wenigsten momentan 1 188 durch einen WatVenstillstand
rbrochcn.
UM
1183
Aun
h
^urcl
Hbate:
1034
AbriBB der bfiantinischen EaUergesobiobt«.
Ein »o elender Forst Isaak war, er hat aDvcrdiont, wif im H«*|
laiinuou krieg, so aucli im {Iritten Kreuzzgg, ßlr die SdOilen seiner Vid'J
gft]igor gebDaet- KaiMr Manuels Orossmannssuoht hatt«, indem sie ächatt«|
nacl^agto, dos politisch so wichtige Fr«undschaftsv«rhilltni8 zum
Iftndinchen Kaiser gründlich ruiniert. Man begreift daher, dass,
lili I lä? SchrockenKkiinde von Jerusalems Fall (Juli 1187) in ganz Europa
oiiiinnl dcit Knthusiasniii« filr das Krauz ontsUndoto, der rümiitche Ktiitf
mit buiigur Be»ürgni» den Heraumursch Mine» deutschen Brüden Friedrid
Barbarossa erwartete. Indessen der deutsche Kaiser hatte mit den grtechi-
I1I88 sehen Oeaandten zu Nürnberg 1188 in loyalet«r Weise wegen des Diirtli-
ziigos verhandelt und oiuü sehr »tatUicho G««audt«cha(l vonuisgescIiickL
Aber de» byzatitinischen Kaisers grenzenlose Feigheit bestimmte ihn n
der tliSrichtaten Handlungsweise. Als die BdUOli Mann deutscher Ken-
tnippen dem Itetclie sich näherten, schloss Isaak mit Salih-ed-dm, dm
Todfeinde des Ki-ouzaa, ein rörnilic-hi'S Bündni» mit der Spitze g^^ i»*
Jvreuzhuer und erniedrigte fiich so weiti dasa er den Muslimen eine Moadiw
in der Reichshauptstodt eiDrftumto.') Dazu verletzte die Kanzlei in uhn-
milcbtigcr Üborhubung den stolzen KrrogAhelden durch die kiodisc^
um Titulatur: ,Grossftlrat von Deutschtand'. 26. August 1189 langte Friedrich
in l'hilippupolis an; Über den ganz verkommenen Zustand des Kdoha fr
fuhr er eingolienden Bericht durch dasulbst ansSssige armenische KauflNbi.
Di« Griechen benahmen sich hßclist feindselig und HburHolen die einzvlarn
I Abteilungen des KreuzUeeres in Wäldern und Burgen. Dagegen Stepbu
Nomanja von Serbien bogrüsi^tc Friodricli gastfreundlich in Ni«, und J«
Bulgarenfllr»ten boten ihre Allianz iin, um mit 40 000 Bulgaren uoi) Kn-
manon ihm bei der Eroberung von .Carigrad' zu helfen. Aber der Kaiwr.
seinem tielUbde trou. wollte nicht durch den Umsturz uiuoa Cbri>tcnr«ichi!*
seine eigentliche Aufgabe aus dem Auge verlieren. Seine energisclie Hal-
tung imponierte dem bj-zantinischcu Schwächling dermasscn, das» w
tfarzIl^DMärz IVJi) das Kreuzheer vertragsmässig uud ungehindert nach Amco
übersetzen Hess. Auch auf asiatischem Boden benahmen sich die Griechra
L fortgesetzt lieimtiicki!*eh. Und doch leisteten die Deutschen witdor in
W Beste filr sie. Die Seldschuken, die stehende Geissei des Thema TT«*
Uni 1190 kesion, wurden 18. Mai 1190 vor Ikonion aufs Haupt geschlagen, und
ihre Hauptstadt ward mit Sturm genommen. Diu Lähmung der StU-
sehukonmaeht kam den Wi-iechen zu Gute. Doch l&aak war kctii Ale»»
der die günstige Konstellation sofort nach Kräften ausgenutzt hillc.
Gegenüber den italienischen Seerepuhliken hat dagegen der K.i^—
eine der üblen Lage des Ueichea ent^precliendo, verstÄmÜge V- '
11S6 eingeächlagon. Da die Noniiannon sich mit Kypros vorbanden uiid Hi^'
eine griechische Flotte »chlugca, suchte das kaiaerliche Kabinett das A»-,
M»7 denken von llf!2 auszulöschen und schloss 1187 unter Herstdliwg ■*!
') Mnnfllbroliii^riiiobt tbOrichlo Kodeiw- I Das Faktum i«t nnrra vcncidiB«« ■!*
arten vouwüh)Uiu«i((arTulurnnxilirT(iriocli«a äyin|itoin MtiM wakuinaigMi llaaw«. *■> *
IL s. f. Nach AtBi allftumcuiru UrUiil von tiriechon il«rP«lK<»eit aag«ai )i«aa. !■•*((•*
(tricclicn wie Occid^iilalcu d«r damall{!ca Tartf^nsUuboo ■& dsn LaMnorolaatM •*
'imi war du «n Verrat an der Sadi» OvUoa. l iie^iR«n und A^a, all» um des UlofM ^^
TU. Die Eomnonen und di« Angeli (1Ü81~1204).
1035
reitcrung der alten l*rivilegicn mit Venedig ein förmliches Bündnis,
id ebenso bejttfitigt» Isonk 1192 dvn Piitancrn und 1193 den Ocnueeen
ihre alten Vorrechte.
Uegeiiitber den Itnlg»ren erlitt baüb 1190 bei ßerroca eine echvruro
Niederlage. Vai-nn, Aiichiiilos, Nu und Triaditza waren ihnen preisgegeben.
Dagogen gelang es ihm den stolzen Serbe» Nomanja an diT Morav« 1193
zu schlagen. Aber die vereinigten Bulgaren, Knnianen und Wlachon
brachten ihm IlÖl bei Arkadiupoiis eine empfindliche Niederlage bei.
iJazii kam die Bedrohung des Reiches durch den dout^ehcn Kaiser
Hfinrifh VI, Avr seiner bt'rechtigtL'n Erbittuning über die byzantinische
Politik seit Manuel scharfen Ausdruck gab und als Erbe der Normannon-
fürsten Ijyrrachion und Thessalonike ftlr sich forderte. Eben im Begriff
eine neue Expedition gegen die Bulgaren zu organim-ren ward Iflaak
10. April 1195 von seinem eigenen Bruder Alexios IIl (1195—1203) ge-
stürzt und geblendet. Der Tausch war keine Besserung.
Zwar wurde das Reich 1193 durch Saiah-ed-dina Tod von einem
furchtbaren Feinde befreit; aber der deutsche Kaiser Ueinrieh VI nahm
eine um so drohendere Haltung ein. Alexios hatte thUricht genug auch die
Venetianer vor den Kopf gesto.'^sen, indem er 1196 mit der Bestätigung
ihrer Piivilegien zögerte. Es war das um so unpohtixcher, als er nur
mit ihrer üilfc sich der dtint»oh-norinänni»chen Obmacht erwehren konnte;
dazu war seit 119:1 der alte Enrico Dandolo mit dem Dukat bekleidet,
ein Politiker ersten Ranges, aber Byzanz keineswegs wohlwollend gesinnt,
den man nicht reizen durfte. So war das oHtrümi»che Kabinett wieder
völlig isoliert, al» Herbst 1196 die Üosandteu Kaiser Heinrich« erschienen
und dem orschreclcten Kaiser die demütigendsten Forderungen ab-
trotzten. Er miiHste, um grossen Landahtretungon /u entgehen, sich zur
Tributzahlung bequemen, nur das» die uniprüngUche Forderung von
50ÜU Pfund Ooldee auf löUO herabgesetzt ward. Allein Heinriche Ted
1197 befreite das Bomäenolk zu dessen grossem Jubel von der ,Alo-
mannensteuer".
Die Regierung dos Älexios, der sich stolz Komnenoe benannte, war
durchaus nicht besser, als die seines Bruders Isaak. Dass der Admiral
Stryphnoa alte Schiffe und abgängiges Material verauktioniert«, war an
und nir sich nicht so schlimm, als Niketas uns will glauben machen.
Echt byzantinisch war nur, das« der Erli>s, statt zu Neuanschafl^ingen
verwandt zu werden, in diu Tasche dieses Grossbeamten floas. An der
l^raterie auf dem schwarzen Meer beteiligten sich Kaiser und Hof als
stille Gedchäftsteilhaber. Freilich auf Reklamation des Hultans von Rom
Dioeston wenigstens dessen Unterthanon entechildigt werden.
Mit den Bulgaren konnte der Kaiser wegen der unverschämten Be-
dingungen derselben keinen Frieden schliessen. Bei Serrae erlag ihnen
ein griechisches Heer. Indessen der furchtbare Joannes As^n I fiel 1 196
im Palnjtt zu Trnovo durch die Hand Ivankos eines seiner Verirauten,
de» Mubltabers der Schwester der Carin Helena. Er entkam zu den Byüan-
tinem, und nach Kalopetros' (t 1197) kurzer Herrschaft folgte der un-
versöhnliche Griechenfeind Kalojan (1197 — 1207), der durch seine Heim-
lü'> 1193
1193
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AbrLflB d«r briuitüiieobeii KaiaergMobiebta,
tUcko, Qr&aeamkcit uml orlmrmun^lose Hftrte verlmiMlon mit groMM
politisclicn Verntande den Oriüclion so rurohtbar wtirdu. wie BiuolviosTI otsd
den Bulgaren. Auch in Makedonien orbobvn äich diA Bulgaren. Der Boljvii
Dobroniir Str'-f. konnte von Alexios nicht bezwungen werden; er gali ilim
eine Verwandt« zur Ebo. Jvanko, a\» (irieoho Aloxio« gonnnnt, ikUd^
zwar die Bulgaren bei Philippupolie, verriet aber bald die Griecben «»
einst seine Landi<1eute und konnte, nachdem er bis ans ägttische Hfvr
lOlätilgobrandschatzt. hatte, erst 1200 dingfest gemacht werden. Endlich 1201.
nachdem auch dei>> Kaisers Neffe KamytJECs sieh empört hatte, «chLmtua
die ßriechen mit de» Bulgaren einen für diese höch«t vorteilhaften Frieden.
in weichem nie ihre HämÜichen Eroberungen von Belgrad bis ans Scliirina
Meer und an den Vnrdnr bi^hnupteten. Ein wichtiger Schachzug K
war die nach langwierigen \'erliandlungcn abgeflchloKseno. natilrlicb
nicht ernst gemeinte Union mit Rom, Der von Innoceuz UI
Kardimillegat Leo weihte V'asil zum Primas von Bulgarien,
den Metropoliten Pallien und den Bischöfen — alles nationalbul
Priester ~ Mitren mit. 8. November 1204 wurde Kalojan vum K
feierlich gekrOut.
Während so in Europa die Dinge einen fUr die Itomäer li&chst vtf
günstigen Verlauf nahmen, hatte man auch in Aden unaufhörlich mit den
kBeldschukon und meuterischen Prinzen zu kampfon. Die griccbiwlKn
FUntorthancn, angelockt durch die günstigen Bedingungen de« SultaDo Kai-
ko'rn, siedelten massenhaft auf sein Gebiet Über. Natürlich sahen itdb
diese Elenden bald btttcr gotäuitcht und erhielten in ungleich härtertn
Druck den vtirdiontcn Lohn fiir ihren Keichsvcrrat.
Der übennut der italienischen Kaufloute wurde unertrilglich. tt«
OonuL-se Guffore, vom ßrossadmiral in eine Geldstrafe genommen, lliat «icfc
als Pirat auf irnd plünderte die wehrlosen Inseln und KQsten. Der ehenfo
anrflcbige Kalabrese Oiovanni Stirione ward als Vicoadmiral in kaisei
Dienst genommen und konnte schliesslich mit Hilfe der Hsaucr 1198
GafTore unschädlich machen. Allein dessen Schwager Vetrano sefatto da
Piratenkrieg fort, und die von der griechischen Itegiemng infolgedessen gcfn
die Genuesen verübten Repressalien führten mir zu langwierig«!) Vi
handlungen. und schlioBsUch mussto das Keicb wieder fUr den Sei
aufkommen. Die Bevorzugung der Pisaner durch den Kaiser erl>it'
dio mächtigen Venetianer. Es war ein Verhängnis«. doKs der Koiwr mit
dem gewaltigen Dandolo sich nicht zu stellen vermochte. Die ZerseUunJI
des ReicIiiTi machte immer grossere Fortachritte. Die ehrgeiziRen PrinalW
der einzelnen Provinzen suchten sich als solbstSudige Tj'ranncn einzurichUa:
der hekariteste unter ihnen ist Leon Sguros, der Archont von NauiJwn,
12 12D3 weicher 1202 Arges, bald Korintl) gewann. 120.1 zog er gegen AUion:
altein der heldenmütige Widerstand des Metropoliten Michael Akonunat»
rettete die Akropoli». Dagegen Theben kapitulierte sogleich. Aber brt
den Thermopylen erlag er den kampfgeilbten Rittern des neuen K&nip
von Thessatoniko, Bonifario von Moutferrat. Eine ähnliche halb onib-
liänpige Stellung behauptete in Trapezunt .al« Herzöge von Oholdia' di»
arnieniucbe Familie der Gaborafi, Abkümmling« der alten Fürsten von T<ir^
TU. Di« Komneoen and die ABgeli |1DS1— 1204). 1037
'eitlAuiigo Lukon und Latifiiiidioii bbt;u«ät)n in Epciro» uitti Äctotioii die
Ultakuzenos, die Branas, dii' Milissenos u, s. f. Kurz dns Htüeh imliiii
hon von selbst immer iiifhr die feudale Opstalt an, deren Stempel ihm
8t djfi fränkische Eroberung endgültig: aufdrucken sollte.
Da» Verhfirigiii» rilt-kto ftlr das lloicli immor näher. Philipp von
jiwaben, dem Gemahl Eiroocs der Tochter des gealürzten Isauk, waroii
irl&ulig durch den deutschen Gegenk&nig die lliinde gebunden. Allein
e Wnge kamen in ¥\m», als der grosse Innocenz III (1198 -1216) durch ' '^^-'l^l
e neuorgtiniiiiurtu Kreuzprüdigt nummitliL'li den ubeuäo frommen a\s
ifermutigen und kriegslustigen franzü&ischen Adel fllr die Wiedergewin-
iDg deA hl. Landes zu begeistern wusste. Echt staatsmftnnisch war des
okmh PapHtt.-« tit;dauko. durch einen kiaftvollen Vorutu«» gegen Alcxnridria
td Ägj'pten das Jeruiutlcm heherrseliende Ejjiibiilenreich in Buinem Kern-
nd tödlicli zu treffen. In Venedig sammelten sich die fränkischen und
id flandrii^chen Kreuzfahrer, um mit dem Dogen der seeboherrschenden
»publik wegen der Überfahrt zu verltandeln. Allein Em-ico Daiidolo
egte zu Ägypten die besten Beziehungen, welche die auf dem Seeweg
oh dem Nilland kommenden kostbaren Waren Ostasiens nacii der La-
nenstadt dirigierten. Die religifeen Ziele, welche dem Pftp»te vor-
iwebtvn, und wcli-he die edelu Franken bL'gL'iäturt<.-n, wureii diesem
oialon Herrschergeist, der aber eine echte Kaufmannsseele in sich trug,
llig fremd und gleichgültig. Es kam dazu, dass der von der Kreuridee
geisterte Führer der Ritter, Graf Thibatit von Champagne, 24. Mai 1201 'Ü- Mai
rb, und der Marschall Villehardouin die Wühl dus griecAeufoindlicheu '"**'
d lediglich politische Pläne verfolgenden Markgrafen Bonifacio II von
intferrat durchsetzte. Schon im Mürz 1201 hatte Enrico Dandolo durch i:^)l
ntiti Vertrag mit den Kreuzlahrern. ein wahres Meistcrattk-k diplomuti-
lOr Gewandtheit, ea verstanden, die finanziell ohnehin volUU'tndig von
• Republik abhängigen Kitter völlig seinen Iiitere^en und Plänen dienst^
• zu machen. Der grosse Papst durchschaute seinen Gegner und wollte
1 Vertrag nur unter der Bedingung genehmigen, dass da.s Ujiternchuiou
sht gegen Christen gerichtet sein solle; aber Venedig weigerte sich
idwt.>g, diese Verpflichtung einzugt.-ben. So wurde die religiöse Begeiste-
Ig der Kreuzfahrer fUr Venedigs politische Ziele in ähnlicher schmach-
l«r Weise ausgenutzt, wie die Opfer der Volker für die nationale Idoo
I 1813 und 1815 von den Diplomaten des Wiener Kongresse.s. Der
fall half den Venetianern. Isaaks Sohn Aloxios entrann mit Uilfo der
aner nach dem Ahendlande. Innocenz war korrekt genug ihn abzuweisen;
)in des Prinzen Schwager Phihpp von Schwaben nahm diesen mit offenen
mon auf. In dem Kreuzlieer befanden üich zahlreiche RhoinlAnder;
rkgraf Bonifacio stand in guten Beziehungen zu Philipp. So wurde
j^n Wunsch, Isaak und dessen Sohn zu restituieren, der so trefflich
P>andolos Plänen stimmte, im Kreuzfabrerlager günstig aufgenommen.
locenz' III Widerspruch verhallte, und seinem Legaten trat Dandolo mit
eher Energie entgegen, dass es allmählich jedem klar wurde, nur dt-r
<g,e heherrsclie die Situation. Er nutzte sie denn auch nach Kräften
Anfang Oktober 1202 stach die Krcuzzugsflotte in die See und er- Okt. 1202
d
t03S
AliriBB der bTurntJoüchen EaiMrgeachicfaU.
fTOBiam I
^^^■oborte !u;hon im Novümher das ilRlmatinisohc Zura, das dorn fTOBiam
^^^Etiioricli von Ungarn gehSrt:«. Das« dioser selbst dos Krfiuz gemoi
^B hin<I<3rl« die V«netiaiier in der rUcksichtalosen Verfolgung ihr^r
H politischen littere«soD niolit.
^B Der ganzo von Venedig gegen ByzatiK gerichtote Feldzug 6a<l<<t io
^1 der Ücschiclite nur eine ParalkOe: in Englands Seeexp«dJtion. welche^
^m Annexion Äg^-ptenn zur Folge hatte. Die UnwalirhRftipkeit in der Vs^
H liüUung der walii-en politischen Endziele witr beide Male gleicli gro«.
^L IntereHsant iut auvh. dai^ die politische Leitung bciidor AJfaireu einem ■■
^^K Staalsg««chäften vielgewandtt^n starrsinnigen Greise anvertraut war. Boa
^^^ ^rach aber die Venetianer den ßaiiu aus und verdeutete den Kreuzfabraa.
^1 doM es nicht ihre Seche oei, die Griechen and ihren Kaiser f&r ilm
^B Sünden zu strafen. Allein IVinz Alcxios veraprach 2000(H) Mark Silber,
H lÜOOO Mann Hilfstruppen für den Krieg gegen die Ungläubigen auf «D
H Jahr und Union mit' der römischen Kirche, äusserst mfiasige und nc>
H ständige Bedingungen. Noch schhig vielen Kretiürahrei-n daa Gewi««.
H Aber die ÜbcrredungskQnste dos Dogen und des Maikgrufen, vor iIUb
^K die AuHsicht auf unemieiislii-he Beuto machten die finanziell mvist bbri
H situierten Ritter mit verschwindenden AuRnahmen mUrbe. Die Sacbv
H Gottes war dem Mammon zum Opfer gefallen.
H Dandolo und Bonifacio leiteten nun das Unteniehmou mit wahrfctA
V bewunderiiÄWili-digcr Umsicht. Die Vorliut der vcneüaniscben Flotte naha
H 120S April 1203 Dyrrachion. Schon am 27. Juni ankerte die Flotte, vtich
H 40000 Kämpfer trug, bei Skntarion, dem antiken Chrympolis, der Kaiaef
H rcsidenz gegcnQber.
^^ Der Kaiser hatte eine Armee von angeblich COOOti Mann gegen dea
^^H Feind in der Hauptstadt zuHanimengexogen ; Verlaaa war aber nur auf die
^^V Varangen. Im li^tzton Moment erst hatte man an Ausbeaaonntg der
V Mauern und InutandnotzuDg dor schwachen und verfallenen Flotte gedacht.
H Der Sturm ward gegen die Vorstadt Pera eröffnet. G. JuU fiel der fesU
H Turm von Gulata. Des KaiKers tapferer Schwiegersohn, Theoderos Lw
■ karis, die Varangen und die Venedig feindlichen Pisaner verteidigten «cli
H heldenmütig. aU dor Sturm gegen die Uauptstadt seihst organisiert vanL
I 17. Juli wagte der Kaiser, fast gezwungen, einen Ausfall. Er sdieitirV-
an der Tapferkeit der Franken. Der elende Füret entwich in der NaAl
mit den Kronjuwelen und mit dem Kronsdiatz nach Debelton. Pa holte
dor Hcichsschatzmeistcr Konstaittinos den blinden Isaak aus dem Kt-riifJ
und proklamierte ihn aufs neue mit Beinern Sohne AlcxiosIV (tS. Ji
1208/1204 1203— 28. Januar 1204) zum Kaiser. Der Prinz, von den Baronoo U«
gleitet, hielt seinen feierlichen Einzug in die Stadt. Die Fflhrer stiegni
im Kaiserpala.'üt der Blachenion ab. die Pilger hosotztou die 8tadL Ao(
des Kaisers Lüaak Bitton wurde indessen das Pilgerlager nach dt-r Eben»
bei Oalata verlegt und die Flotte ankerte bei Pera, nachdem Dandib
einen Teil der Stadtmauer hatt« schleifen lassen. Alexios IV erhielt w
fränkische Leibwache. Vorläufig zahlten die Griechen lOOOOÜ Mark: i>
dessen die Venetianer nahmen gleich die HSifte fUr sich vorweg ooi
zogen von der andern 35000 Mark für Schulden der Pilger ab. Migf
AI
Itoj
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3
Vn. Die Komnenea nnd die An^eli (1091— 1W)4).
1039
meine Enti-Qätung herrschte bei den kurzsichtigen Kreuzfahrern. Sic be-
ren die Zoichcn <ier Zeit nicht, obgleich schon jct«t der Zustand cin-
eten war, der zweiundeinhulb Jalirbunderto andauern soille. Das
Keich lind dessen Kaiser, ob Franken oder Griechen, waren ti-otn doü
hohen Tones, den letztere bisweilen annahmen. viilhR von der Gnade de«
italieninehen Krtlmervolke» abliSngig, Sie fielen, sobald Vimedig die Hand
von ihnen abüog oder vielmehr handclspolitiachcr Konjunkturen halber sie
von ihnen abziehen rnnsate. Das alte Verhältnis kehrto sich um; die
rrühern Diüner wai-en die Herren geworden.') Den beiden Kuiisern ge-
hörte nur die Hauptstadt; die Provinzen gehorchten noch dem nach Adria-
nopel gezogenen AlexioB 111. Bald brach i<in griechischer Volknaurstand
auH, dem die Warenlager der I'iaaiier und der .\maltitaner und ebenso
die türkische Moitohee zum Opfer tiolen. Dann kam ein filrchturlichor
StAdtbrand. Während Alexio» IV mit Ililfe der Franken Thrakien unter-
warf, sannen die Primaten der Hauptstadt auf Wiäerstand und stellten
die Stjidtmauern her. Isaak und Alexioa IV waren allm&hlioh der ftSn-
kischen Unvcruehämtheit mUde; Dandolos rohe Worte gegen den jungen
Kaiser: »Schändlicher Bube! wir haben dich aus dem Kote gezogen und
In den Kot hinein werden wir dich Verstössen!* gössen Öl ins Feuer.
Jja warf sich der kUbnc und tapfere Alexios Dukas Murzuphto»«, ein Vor-
Bndter des kaiserlichen Hauses, zum Keichxverwesor auf. Die Griechen
machtün mehrere, wenn nudi unglückliche Ausltllle aus der Hauptstadt.
Aber im Frankenlager wütete Hungersnot. 2.'». .Januar kam es zur R&-
Tolation. Adel. Klerus und Volk sammelten sich zu den altmiihhch Ge-
wohnheit werdenden KniserkuniiUoii. Nachdem man am 28. Januar ohne
Zustimmung des PHtrinrchen den Kikolaos Kanabos zum Kaiser gesalbt,
ward am 5. Februar 12IM Murzuphlos als AJexios V feierlich vom Patri-
archen als rechtmü-saiger Kaiser der Römer gekrönt.
Ak-xio» IV ward erwürgt; sein jämmerlicher Vater starb vor Schreck.
Üie faulen Kompromisse hurten auf. Griechen und Lateiner standen sich
als Todfeinde gegenüber. Der neue Kaiser verweigerte sogleich weitere
Zahlungen und forderte den Abzug de» Kreuzheeres. Krieg war nun die
Losung. £in Ausfall des Kaisers auf die rüekkehreuden Frauken, welche
der reichen Stadt Philea am schwarzen Meer ungeheure Beute gemacht
II, verlief so unglücklich, dans das Palladium des Itcichs, das vom
■triarchen getragene Ünadenhild der Panagia Hodegetria, da« Werk des
Evangelisten Lukas, dem Pierre de Bracheuil in die Hände fiel. Unter
groasartigen Büstungon der Franken verstrich der März. Gewaltige Be-
lagenmgsmaschinen und Sturmleitern wurden gebant. Allein Alcxtos V
leitete mit Umsicht und Uuersohrockenheit die Verteidigung. Der erste
Storni mitialang. Der Uauptsturm geschah am 12. April. Mit Löwenmut
verteidigten sich die Varangen. Aber zwei Türme fielen : Pierre d'Amiens
iprengte ein Ktadtthor. Vergebens sucht der heldenhafte Kaiser der allge«
meinen Panik Herr ira werden. Wie stets Völker im tiefen Vorfall ihren po-
litischen Leitern alle Schuld des Unglücks aufbürden, oder dieses nur dem Ver-
'> 0. Hopf: Qmcliisclie Gvwbicbt« I l&l.
AbriBB der byzantlniBobeD Eaisergesohiobt«.
rnto dor Militärcliofs zoäcli reiben, so gescliielit e» auch mit Äloxiofl. Huiil
btirc!itä auf Absetzung; gebrocbnon Hürzons erkennt auch der Siahe, daa^
des Vuterknds Sache verloren sei Er entflieht durchs goldne Tlior. j
nicht ein Kraiut Hlr der racheschnaubendon Lateiner Kinnbacken zu werden.*
Ein liest von I*atriot«.>ii wili in der SophiuiikJrche den Thefldoros Dnkuote
denTheodorot« l.aAkarii> zum Kaii>«rnühlen. Aber j«<Ier Appell an nochmaligeB
Widonttand prallt an der kloinmQtigon Verzweiflung des Volke« und der
Indifferenz der SOldner ab, Ln^koriii entflieht nach Kleinasien. Vergvlwai
wurde von dem elenden Reste der Bewohner Bonifacio um Gnade ungi^
floht. Das stolze ßyzanz muss den Kelch de-s .Inmmers bis auf die Neigt
leeren. Die Erbitterung des xUgclloscn Kriojj^volks, das nun in »eine
StrosBen einbrach, war unbozähmbar. ,PlQndem und Geld machen war
der Venetianer, höhnen und schünden der Franzosen, schlemmen und di^
melieren der Deutschen Stichwort.* Am lU-gsten hauiitt«n die abcndlfe-
dischen Koloniston, die bis dahin de« Kaisers Untertlianou ftUBgsbMiM
hatten und jetzt untur den Mördern am gi-uusam»t«n verfuhron.
MKn]204 Bereits im März 12U-1 war der Teilungsvertrag geschlosaen wonhc,
wonach ein Viertel des Reichs dem neuen Kaiser zufallen sollte, und ibv
Nation, welcher die Krone entging, fUr ihren Klerus den Patriarctiat uad
den unermesslichon GrundbcBitü der Sopbienkircho erhalt«« »ollt«. lÜe
anderen drei Viertel sollten unter die Venetianer und die Ritler g(4ttlt
werden. Die Seele der ganzen Neuordmnij; war der vielgeprieneiM ÜUf
dolo. Er hat in nacktestem, aber höchst kurzsichtigem VeticliaiiunDorkao-
tilismus nur ftlr dio (JcIdiiituresBon der Republik gesorgt und. in thftriekU»
Besorgnis vor einem starken lateinischen Kaisertum, ein Ffuscbemcii
geschaffen, welches nicht wert war, das Licht der Sonne xu ukwMb
iDtis lateinittchu Kui^ertuni i») denn auch von Anfang ttu eine todsclivmrbe.
loboMcimüde Maschine gewesen, deren ganze Existonx nur ein langes Siecii-
tura, ein imnierwUlirendes Sterben war,
Dandolo verhinderte die Kaiserwahl des tüchtigen und oncrgilclM
Bonifacio. Den geschmeidigen und talentvollen Balduiu \-on Flnndon
machte er durch seinen Vorschlag zur Güte, welcher Bonifacio dos gkaH
Land jenseits deti BoBporus und J'ille de Griesae' zusprach, von vnnÜKrm
zu einem Schatten kaiser. So war alles von Anfang an zum lTut«rguigil_
reif. Nur dio Vonotianer vorstanden es mit der ganzen liUcksichtslo
einer K»i]fmannsoligarchie Überall ihre fielbstiachon Senden nleressen '
zusetzen. Trotz des U'iderspnichs des französischen Klerus ward Thon
Morusini Patriarcli, und ebenso wurden an der Sopliieukirclie dreizehn rvno-
tianischc Kleriker zu Kanonikern omanut. Äuss«rhch war dio Union tf
reicht. Der stolze (tkumenische Patriarchat beugte sich unter Alt-itos.
Thatsftchtich herrschten Zustünde ungefähr wie in Irland zur Zeit iltf
anglikanischen Kirchonhori-schaft. Ein zahlreicher lateinischer Klorufiuil
kleiner oder gar keiner Uerde nührte sich aus dem Ertrag der rvicWa
Pfründen; aber die verarmte Hierarchie der Orthodoxen hatte da* ViJk
fUr sich, tröstete dasselbe unter dem Fremdenjocb und hielt den G<daabt
ßti eine zukünftige Wiedergeburt wach.
Eb ist hier nicht der Ort, die Umwandlung der einzelnen ProriiurtJ
Tm. Dm EaiserUuB von SiklA (1201—1261).
dea allen absoluten ];kai.sertuniiK in dio Form <ier occidentalinchen Lehens- H
herrechAft, wiu die» Hopf in itm»U>rgQltigor VVc-iho gi'tiiaii liat, irgondwi« H
lach nur zu ekizzieren. Für eine lie»c)uchti« der Kultur dm XIII. und H
XIV. Jahrhunderts oder fUr eine Wirtschaftsgeschichte der Levante sind H
das virtitigc Kapitel. Hi«r haben wir Iftdiglicb die politische Oeschichte H
Ac» B.vzuntinor\-olkes /.a bt-handeln: und da hinein gchlirt so wenig die H
Gei>c)iichte der lateinischen Kaiser oder der Kiinig» von TbeHsaloniktt oder H
der lierzüge vor Athen und Acbaia, als die der Seldjichuken von Rnin fl
oder der Mameluken von Agj-pten, die ja gleichfalls Stücke des ehemaligen ■
BysantJnerreichä der Barbarei Überantworteten. ^^H
B VIII. Das Kaisertum von Nikäa (1204—1261), ^H
^P Die mit der Organisierung der fränkischen Lehensstaaton notwendig H
verbundene Vielherrschaft und Zersplitterung aller militKri^chen Kräfte H
j hinderte zun) Segen der Griechen jede einheitliche Aktion und Konzen- H
I tratioB der lateinischen Zwinghurrn. Den leteten Patrioten Alexios V fl
. Mnrzuphlos, der sich zu gemeinsamem Widerstände mit Alexios III ver- ■
binden wollte, Hess dieser blenden, und die Kreuzfahrer, die des beiden- ■
haften Gegners habhaft wurden, waren roh genug, denselben &h eid- H
brQcbigon Mörder di^» Alexios IV von der Theodosiosüäule hinabzui^türzen. H
Der schändliche Alexios III wurde mit seiner wDrdigeu Gattin Euphro- H
sjrnc durch die Gnade KHnig ßonifacios in die angenehme Vitleggiatur H
«■Oft nabnyro)« exiliert. Doch andere griechischen Granden waren euer- ■
gischer und glücklicher. Michael Angeles KomnenoB, ein illegitimer Vetter '■
der Angeli, bemächtigte sich 1204 des Thema» NikopoÜs tind regierte mit 1304 ■
l^tfker Hand das von den Lateinern vßUig unabhängige Deepotat Kpoiros, fl
Hp sich von Naupaktos bis Dyrrachion er8treckte. GrOsser sollte in der H
flMchiebt4) der Name dos Theodoies Laskaris werden. Er hatte sich V
nach Bithynien gewandt und suchte Asien den Roniäern zu retten. Aber M
von Philadelpheia aus erhob sich Theodor Mankaphas als ßegenkaiser. H
Leon Gabala." machte eich auf Ithodos und Manuel Maurozonics im Mäandro- H
thal unabhängig. NikXa schloss ihm die Thore aus Hai^s gegen seinen ■
Schwiegervater Alexioe Itl- Im Herbst 1204 trafen die Kreuzfahrer, ver- H«tlatM
st&rkt durch zehntausend aus Pulä^tinu Eurückkehrende Pilger, alle An- 1204
itAlten zur Fjrohennig Kleinaeiens. Vorgebens verband sich Latikans mit
den Scld*chuken von Itüm und dem Kaiser von Philadelphoin. Peter von
Bracbeuil beeiogtc ihn G. Dezember 1204 bei Poimanenon. nahm Lopadion, Dm. 1204
. A|>olloneia and Nikomedeia. Nur das feste Prusa widerstand, Unter-
' deinen hatte Graf Heinrich von Abydos her operiert und 12. März 1205
! den Mankaphas Ubenvunden. Alle» srhien verloren, als plötzlich dio Nach*
I rieht von Kaiser Balduins Gefangennahme durch die Bulgaren dem be-
drängten Despoten Theodor Luft verschaffte.
Kalojan .der Romäerschlächter" war aufs eifi-igste bemüht geweBon,
neb mit den Lateineni zu stellen. Allein buhnvull und aufs schniSdosto
arflckge wiesen sann er auf Rache, die bald genug den enteetzlichsten
: Audruck fand. Die Griechen in Ronminen in ihrem fanatischen Lateiner-
I Bwti — ■• ■*— " — ■■•" • ' ■■■" ■' I Aiitif. i. Mii. 66
MJlra I'20&
^^^^ 1042 AltrisB der byumtinüclieti EÜBergMehielitA. H
^M ,ha88 verschwuren sich mit dorn Todfeind« ihrer Kation. KaIojad nd
^^^ sprach Hilfe mit seiuem goKamt«n H^oibann und lOOiM) Kumtineu. In mH
^^^1 goiiKcn eben erst unterworfenen Itomsnit?n erhoben sJc-h diu Oriedu^
^K Sogleich brachen der Kaiser und Dandolo mit ungenügenden Streitkiftfi«
^M auf und belagerten Adrianopel. IIa ernchien Kalojan mit einem numorwk
^M weit Überlegenen Heer und bractito den Fratdcen ciuo vernichtende NU'dM-
^m läge bei. Wer dem fürchterlichen Gemetse) entrann. Boh nach der Pn-
^H ponti». Der Kaiser Balduin starb in buiganscher OefaDgenHchafl. Ul
^m der Frankenlierrschaft in Komanien war es seit diesem furchtbaren T«^
^m vorbei. Kulojan, erbittert üb«r die batd wieder zu dun LateiDorn llbw>
^B tretenden Griechen, mordet« das unjjlückliche Volk in den folgenden Jalino
^M auB' Niketas der Geachichtschreiber jammert Über die Ruinen der einit
^M so Muhenden Städte, Über die heillofle Verwi]r<tiiiiß der «hanuiU M ui'
^M mutigen Felder und Gärten, wo nun liaubtiere Aiv Stelle der Heiwcbaii an-
H Kunehinon bogaunon. Ganz Makedonien erlag der Wut dea BulgareoftintM.
^H Philippupoliu, ücrakleia, Panion, RhSdest«a, Chariupolis, Traianopoliii.
^M Makro, Klaudiupolia, Mo»ynupoli.4, i'eritheonon und mhlreirho ander« HÜiu
^M wurden von ihm erobert und atiügemordet oder der liest der iinglückBcbM
^K Einwohner nach Donaubulgarion verHchloppt. Er sagte, diu« er Kumt
^P Basileio» «vinu Untbitlim an den Bulgaren vergelten wolle. Hatte mandieita
BulgarnktonoB genannt, so üesa er sich als RomäoktoDOs beseichnen. ■)
11207 1207 starb er vor TheasalonikG. Die fi-omnie Legende der Griechen wliriob
meinen Tod der Lanze des nationalen Scbulxpntrona, dos U. Bsoiftni»,
zu. Aber das Bulgarcnvolk hielt da« Andenken de« «groasea, MnunslM'
Garen allezeit hoch.
Während der neue Lateiiicrkaiscr Heinrich dorgostalt alle WaM
voll za thuu haltte wurde Theodoris Laskuris in N'ikäa, das der SanMl-
jpjatz der gnechiachen Aristokratie und des hohen Klerus ward, feierBck
UJM'iom Kaiser gewählt und 1206 durcb den neuen Patriarchen Midia«l g»-
' krönt. Gegen den Komuencn David verband or üiich mit den Seldsclitilua;
11205 diese schlugen jene.-* Bruder Alexios 120ö vor den Mauern von äbmo».
wahrend Theodoros selbst Davids General Synadenos am äangariee b*-
ftiegtß. David verband sich mit den Franken. Allein Androuikos tÜdu
1300 rieb deren Hilf»korp» 1200 bei Nikomcdeia auf. Ali« im Splitjafar ISM
jedoch der onergischo Kaiser Heinrich eine grousartigo Espedition mcIi
Asien in Sscno setzte, Kyziko». Nikomedeia, Charax und Kibotos eiiinolini.
rief Laskaris den Bulguruii Kulojan zu Hilfe und zwang dadurch die La-
teiner zur Teilung ihrer Streitkräfte. Theodoros" niederträchtiger Sdiwi«g»-
vater, Alexios III, war nnterdes.scn zu den Seldschuken ontwi«clit, aa4
diese forderten Theodoros auf, den Alten als legitinu^n Kaiser anzuerkcnafn.
Rasch verstilndigto sich Theodoros mit den Lateinern und schloas inil
1307 130S Kaiser Heinrich 1207 einen Kweijfthrigen WafFenstillstand. 1209 beaicg»
er den gewaltigen Pierre de Bracheuil, den die crbiU«rton Orictbi
Bclitodlich ermordeten. Durch fränkische Söldner veratfirkt, soUaf
>) Ooore. Acrop. 8. 2i od. Boun. HuDdoioAnn«« nuint«D ika die GrwahtB tc-f
uDd 237.
Tm. Das EaiBdrtnni tob ITft&a (1204— IS
[1 den Aötiocheia belagernden Kaikosrü aufa Haupt, nahm ihn und '2U J
I alten Aloxios HI gefangpn, der — Rlr diesen Sünder viel zu mild — ^H
tcr Kloat«imauern seine zaliüosen Übelthaten beweinen dui-fto. Die ^H
tken muHston oin«n gros^on Toil dor »siatischon Küsto an die Griechen ^H
reten. Das war den Franken zu viel. Kaiser Heinrich zog gegen ^^
BodofM, aohing ihn bei Ltiparkas, drang Vil'i tief in Kleinasien vor: 1212^J
ir im Norden drftngte der Fürst von NikAa den fränkischen Vasallen ^H
vid Komneno« weit nach Osten und liesH ihm nnr das Fürst«ntuni ^H
>ope. Oie Kaiser von Byzanz und Nikfia »ehlosäcn bald einen billigen ^H
«den. Kine kräftige Hilfe fand Kaiser Theodor in dem zum Oberst- 1
nxncrcr erkorenen, 1212 mit seiner Tochter Eirene vermählten Johannes 1212 I
kas VatatzcH. Ein hohes Glück fllr die Griechen war der Tod de» I
^begabten nnd rastlosen Lateinerkaisers Heinrich in ThessalonJkö I
Juni 1210. Von jetzt an hatte gegenüber der schwachen Regent- 1S18 I
laft in Konstantinopel Theodoros freie Hand. Als er 1222 starb, hatte IS22 I
mit Ausnahme dos kleinen fränkischen Stück« von BithynJen das ganz« 1
Btliche Kleinaaiow unter sein Scepter vereinigt. Erst am oberen Laufe ^J
t Sangarios nnd des Hftandros begann die seldschukische Herrschaft. ^H
r seinen minderjährigen Sohn Kanstantlnos bestieg unter allgemeiner ^^
Stimmung Johanne.'» Dukas Vatatzea (1222— 12ö4) den Kaiserthron. 1222..il254J
I ebenso ausgezeichneter General als tüchtiger Vorwalter, unter dem I
h daa griechische Kleinogien von der Misswirtschaft der Aiigeli aufs ^h
iftigste erholte. ^H
Die nationale Erniedrigung und die Schmach des fi-emdcn lateinischen ^H
shea hatte eine Menge gebundener Kräfte im Helleneuvolk entfcfisclt. ^H
offenbarte »icli, welch tüchtige Talente es noch in sich enthielt. Wie ^H
I Lai*karis in Asien, haben auch die Angeli in Europa die machtvolle ^H
aktiou des wieder emporstrebenden Griechentums gegen die frünkischo ^H
rrschsfl mit Glück eingeleitet. ^H
tin Epeiros war auf Michael dessen gewaltthätiger und roher, aber ^H
begabter Bruder Theodoros Dukas Angeles gefolgt. Er hatte nach ^H
Dn Seiten gegen Bulgaren und Lateiner seine griechische Herrschaft ^H
ügedebnt. Die patriotischen Männei- des Westens, wie der hochwichtige ^H
jefwechsel des Demetrios Chomatiauos erweist, schauten auf ihn als ^^M
«D Erilteer und Befreier vom Franken- und Slavonjoche. 1221 grilT IS21 1
das Ki^nigreich Thessalonike an, wo der schwache Demetrios regierte. I
22 fiel zum unendliclien Jubel der Griechen die Hauptstadt Thessalonike '222 J
ihre Hände, und als der Metropolit' dor Stadt zflgerte. den Keäervat- I
ihten des ökumenischen Patriarchats zu nahe zu treten, krünte ihn der ^J
lokephftle Ei-zbischof von Aclinda, Demetrios Chomatianos. feierlich zum ^H
iaer de« Westens. Auf Kosten der Bulgaren wurden die Grenzen des ^H
ieha bis in die Nähe von Adrianopd, Philippupelis und Uhristupülis vor- ^H
Khobcn. der national-bulgarische Episkopat überall durch einen griechi- ^H
lan verdringt. Mit MUhc setzte auf einer von Demetrios präsidierten ^^M
Dvinzialsynode dor milde und verständige Bischof von Moglena wenigstens ^H
I Anerkennung der von den genuin-orthodoxen slavischen BLschüfen voll- ^H
jenen Weihen durch; eine kurzsichtige fanatisch griechische Partei, ^H
^1
^^^^^^jft|^^^^^^^^^ AonaB o!>f bysdntlBiBchoo Euvergnachiolita. I
^m deren Haupt dui- Protothroaos von KttBtoria war, wollte — alUrding« vm
^M gebiMis — itflbBt dii>H nicht mlassen. Riejie Mibaigung Wwcist, däw A
^1 dunittligo orzhi»chr>nicho Kurie von Acliridu in oinein so »chvieriftfa
^1 Falle anendlich mehr kirchenpolitiscli«) Wuiehoit be&asa, als der Vhuui
^1 unserer Tage.
^H Der Patriarch Oonnnnos von Nikaea ncheint dem Domotrios (ntt
^M dessen heftiger Proteste nicht mit Unrecht de» Vorwurf zu machen, du
^m er nach Krrichtung einee wosUichen Pntriarchnt« titrube. ßenn kirclilicli «ie
^M politisch gingen die Griechen von Thestiulonike wie die von Nikaea in ibiM
^M Zielen und Aktionen ftuReinander. Hei zwei ro gewattigen Horrächeniattimi.
^B wie Theodore» und Johannes III, konnte keiner dem andiTii üich unteronliiBii.
^B 1224 Beide waren Übrigens 1224 gleiehermai^sen »icgrcich gegen das todesmflilr
^fe lateinische Kiii»crtum. Hobert der Kaiser und seine Barone »«elbst witrdtB
^B bei Serrae von Kainer Theodoroa, die Franzosen unter Macaire von ^.
^M U^nähould bei Poimanenon von Vatatzea geschlagea. Dieser erobert«' di«
^^^K festen Plfitzo der Franken in Kl«inn«ivn. nahm Kos. Tkaria, Jarnos, Clüos end
^^^r Losbofl, machte Hhodos tributär und idihidcrte die KU-tt^nbceitztingMi dir
^V Vonetianer. Ein Heer unter Ftlhrung des Protoslj-ator kea und dos JosnaM
^M Kamytscea setxte Über den Hellespont und nahm infolg(> eines Ruf» it
^M Einwohner das wichtige Adrianupolis weg. Allein hier trafen nich direkt
^m die Interessensphären der beiden ehrgeizigen RomäerkaiRer. Theodoros
^M verjagte die nikfinischen Truppen aus Adrianupolie, und Vatalzes, in An<s
^B beschäftigt, f4chlos8 mit den Lateinern Frieduu, während sich Tbeodoni
^M mit den Bulgaren verband.
^" Eine grosse Gefahr für die Griechen wurde der neue Bulgarntffirtl
I2I8iia41 Joannes Asfn (1218—1241); .der grotwe und fronmio Oar. der Sohn lUi
alten Caren Ascn, verherrlichte in starker Liebe zu Gott das bulgari«cb«
Caronreich mehr, aJs alle bulgarischen Caren vor ihm.* >) Das Lob dot
bulgarischen MUnches bestätigt der Bericht des griechisc-hen üroisloe»-
theten:') .Alle betrachteten ihn als einen bewundernswcrteu und (^Odl-
seligen Mann. Denn nicht zog er das Schwert gegen seine LamUnt^
noch bcäockte er sich mit Bluttbaten an dun ItSuieni, wie seine Vorgftngc
unter den UulgarenfQraten. Deshalb ward er nicht allein von den B^
garen, sondern auch von den ItomAem und anderen Völkern ge&oM.*
Dieser wahrhaft fromme Fürst bewies auch mit echter Staatsklugheit dn
Bogoniilen gcgonlibor vrilHge Toleranz. Die physisch und moraliwfa bt>
1228 kcrollc luttiiiiische Itegierung von BytanK wullle ihm 12:>>i uadi Ktinr
I Uoberts Abgang die Vormundschaft für den unmündigen Balduin II über-
tragen, ein UberauR kluger Schachzug, der auch hnchates Unbehagen aa iet
Httfen von Nikäa und Thossalunike hervorrief. Asi^u war auch vSUig diia
bereit und verspi-ach Thrakien den Lateinern von Vatat^es xurOckzurrubei;
Allein glücklicherweise für die Griechen vereitelte die OppooitioD Jm
lateinischen Klerus die KinuHstzung oineti orthodoxe» Keichsverwesers. ix
(apfure, aber politisch unftliiige Jean de Brienne war für Nikaea
Gefahr mehr. Theodoros Dukas, der Kaiser von Thessalonikc, mit
<} JireCelc, Oeaoh. d. Uulguoii S.UStl. | •) GMirg. Aenp. S. «9, & ff- «i
TIIL Dae KaUertnm tob VikU (1204-1261).
n «inen Bund geschlossen, kündigte dem groHsen Cai'on in ßitler Selbst-
rhebung dio Freundsihaft uniJ bruch mit einem starken (Ux-i-e von
üriechen und (länkischen äi'ildnern in Thrakien ein. April l^^tU wurde dei'AprillSft
eidbniehige ÜriocUo — AgCn lies« die Urkunde des gebrochenen Vertrags
iiuf i<ini<r Lanze vorantrftgen — bei K)oketnica vollätftndig bc&iegt und
gefangen. Di« geniiiinon Krieger bebandelto der Car mit Milde; der .
^««.ite Teil des Reichs dor Angeli kam in die Gewalt der Bulgaren, und
Car Aü^n gewann durch »eine GUte und Mon^chenfi-eundlichkeit rasch die
Rerzon der neuen Untcrthanen. TheMsatonike und ein Rest doa Doepotat«
EpeiroH wurd« Tboodoro«' Bruder, dem glciehfulU hochbegabten , Kaiser*
LMianuel, durch Maria, As<?ns uneheliche Tochter, dessen Schwiegersohn,
Hh Gnaden Dberlasnen. Eine Inschrift der Kathedrale von Tmovo ver-
ftcrrlieht de« grotieen Caren Thaton. ')
Vatatzea war unterdessen unermüdlich gegen die Venetianer und
Franken tliütig. Er suchte Leon Uabalas von Rhodos xa unterwerfen und
mit seiner Flotte den über die venvtianische Misöwirlschaft erbitterten
Kretern zu Ililfe zu kommen. Allein Gabalas unterwarf sich der Republik
und 1235 erlag seine auf Kreta gelandete Armee den Venetianem. Gegen IS35
Konslantinopel verband er .'iith 1234 mit Car AsPn und eroberte und zcr- 1284
ßtfirte l'^3ö das venetiunisclie Kallipolis. In Lampsukos ward die AlUanis 1235
dnrcb gegenseitige UeiratsverlObnisse der beiden Kaiaerfamilien besiegelt,
und mit Zustimmung der übrigen Patriarchen erhob Germanos 11 den Erz-
bischof Joakiin von Tnievo feierlich zum autokephalon I'atriarchnu von
Bulgarien. Beide Fürsten wandten »ich nun gegen die Lateiner; zwischen
I'ropontis und Hebros machten die Nikaener reiasende Fortschritte. Die
furchtbare Not brachte noch einmal 1236 eine Erhobung der Lateiner zu 1238
Stunde. Die «ngherzigen Kaufleute von Genua und Pisa und vor allem die
Venetianer sahen »in, daxs es neben dem lateinischen Kaisertum auch die
Exialenz ihres Handels galt. Auch der Herzog von Achaia schickte Hilfo. So
bewiegto Bricnne die Bulgaren zu Lande und die Venetianer die Griechen
zur See. Kenstantinopel war gerettet, zumal die griechisch-bulgarische
Allianz sich bald auflöste. Dorgoslalt konnte denn der armselige Balduin II
noch 2.1 .lahrc seine BetUerexistenz fristen. Hausierend mit den Reliquien
Keiner Kathedralen und Klosterkirchen zog er im ,\bendlande umher und
fand namentlich am heiligen Ludwig einen eifrigun Abnehmer seiner ge-
weihten KuiiBt«chat2o. Dieser bezahlte auch die Pfaudsummo filr die an
•) In MrD GT3» (= 12301 III lodiktion.
leh JtMBn«« Aa^ti. di>r in ChriNtn dnin Gott
Sttreqe Cnf und SelMlipimrhi'r ili>r Hut-
■W«n, d*r Soliii il«* «ll»n AsCn, linli» ilii>H"n
■«chrliiwOr'lit;*« Tcmpdl von (inind nun er-
lurDt und mit Mnlitrnicn volUtlknillß nua^e-
■cluntirkt lu Klirirn d<<r hl. vionig MUrlyrrr.
mit drrcn llitfc ich im I'J Jahru meiner
Kegierunic. *U tlvr Tcmjiiil oliun (icmnlt wurd«.
n ilrii Krieg i;«K*''" Hutniiuiu iiimjio||; und
im Kriecliiecli« H«er «ehlu^ und dun Car
IjT Tbudor Komnin oolliat mit itll si>in«n
t.lllitrMi g»fMig*D nahm. Und «II» Litnder
habe ioU «robert von Odrin (Adtianojii'l) bis
Dra^ (DyrrAcbion), das grtecliiscb«i, dann das
ullinnoAiscIle und das s«rhi«cli» I>nnd. Nur
die Stfidte um CnnKrad und dio»o -StAdt wlbst
hiellen dio l'Vnzi iFranknn), nbor aunb dinso
unlorwiirrnn lirb untor die Hund mninc«
Carenlums. dn ain krinon ntidrrn Carcn KUiucr
mir huttoa und tinoli muinom Willon ihrn
Tilge Irisleton. da lioH u-i no befohlen. iJenn
ohne ihn wird vti^dvr nin Wurk noi'h ain
Wort vollführt. Ibm »el Ebru in Ewifckeit.
Am«n. Jiruüuk, «. u. 0. S. 212.
I 1()46 AbriM d«r bjianUnUchea Ekittergoftohiehla. I
I Vonodtg verpfändete Durnviikrone. ]>iiti alW hinili^rtv Vatatzoit' FortadiritM
I iticht. Kr eittriss den Frunkon ihre Ivtztvn BwiiUungün auf iiiiiiiliiiihj
[l240 BodoD. 1240 hatte der arm« Baliluin Beine letzten Famiüengtiter &■
Anwerbung oinus Kreuzhoerea verkauft und den Grieclien wirkücli dill
[1241 wichtige Tzuiulon wiudor ontrisson. Bbeii^o ürfochtoii 1241 di« VvnotüaiM
[ einen glänzenden Seeeieg über dio Gi'iochou. Aber in demsAlben .laknr
I verband sich Vatatzes mit Friedrich 11, indem er dessen Tochter Ann
I zum Woibe nahm. Die Lateiner schh)s&en sich dafür an Kaikonrü U tm
I Kam im, dor ihnun vorsprach Ohriat zu werden. Indessen die furvhUtf*
I Angst vor den Mongok-iihordvii, wolohe den ii^lamititichon Osten, AmMBM
I und Iberien ItberM.-hwemmten, Itusälund zerschmettertea und Ungarn niodtf
I warfen, machte dto kleinasiatiaehen Fürsten ihre politischen Zwist« uai
' allen Glaubeiuthaclor plötzlich vergessen. Der (iroisskomnone von Trapcnmt
1^> suchte Anschluss beim Sultan von Kilm, und 124-1 iwhlosa auch VaUtwi
mit diesem zu Tripolis ein ItQndiüs, welrhue zugleich den Lateinern ilic
Seldschiikenhüfc entzog. Allein die äeldschuken erlagen l>ei .\rzn^d (Knan-
jan) den Mongolen. Die»e drangen bis Ankyra vor; nur durch hait^D
Tribut konnt-o Hnm »oiiio Schonung erkaufen. Die FYUchte de« Verfab
de» äultanala von Ikonion ernteten die Qriochen von Trapezunt und Ntkae«
Vstatxes unterhielt zu den Mongolen gute Beziehungen und wandte töA
nach Europa gegen die Angeli. Dort war alles in Verwirrung, Illicha«it W,
ein natürlicher Sühn MictiaclK I, inachtu sich in Korypho und dvm Wfl*Ui
unabhängig; der geblendete Thoodoroe, BMoer bulgariMhea Uoft entlaeMii.
suchte mit Hilfe »eines Sohnes Johannes Manuel sein Iteich zu entretam.
Manuel lehnte sich an Nikaea an, starb aber bald, und nun griff VstatM
1342 zu. Der alte Theodoros wurde 121^ nach Niknea gelockt; dann wcric
V'atatzes nach Europa Über und belagerte mit einem »tarkou Heere Tb«M-
loniko. Allein ohne Flottü konnte er diu feste Stadt nicht nehmen. Sp
wurde ein Koinpromiss guitchlusHen. Joannes Angeles gab den KaisertiUl
auf und bekannte sich als .Despotes' zum Vasallen des Nikaoiiers. Er
starb Übrigens schon 1244. Die Miasregierung seines Bruders und Nad»-
folgera Demetrios gab Vat&tzcs den erwünschten Vorwand zur Intervenliu«.
1246 Hberschritt er den Uellospoiit. Der Tod des jugendlichen Balifirai'
caren gab ihm Gelogonhcit, den Bulgaren Serrae, Uelenikos, StonimocW
und dus gaitz<« nördliche Makedonien zu «ntreisaen. Ata dann Vatab*
zum zweitenmnle vor TheRsalonike erschien, ergab »ich Dumetrios wfert
I24ß Als Triumphator kehrte Johamic« III Dozombor 1246 nach Nikaen nuflrk
1247 und entriss 1247 den Lateinern Bizye und Tzurulon. Die Restauratioo da
Homilerreichs war in der Hauptsache vollendet. Dabei war dieser Krüfl*-
held unermiidliuh auch für die innere Hebung seines Iteichc« thltig. &
förderte den Landbau, den er .telbst mit Liebe und Kenntnis betrieb. Er
regelte die Finanzen, schutjtte und begünstigte den Handel und die giip'
diifiche Seidenindustric. Übel war nur sein Verhältnis zu den verbaäiU
itahenischen Kauflouten; ihrer entraten konnten aber die ttricchen cicU^
mehr. Auch der letzte unabhängige Griechendeepot Michael von Ep
I2M musflte 1254 die Oberhoheit de« gewaltigen Kaisers von Nikaea ancrkflo
is&a Aufgeliotzt vom alten Tbüodoros Dukas Angelos luttto or sich 125!^
TUL Das EaiawtiiBi tod Rikaa (1204-1361).
m?
?atab:6A erklärt. Trotz tapfern Widerstände« in Theosalien and SUtl-
Eedonifn drang der Kitixer unaufhaltsam vor. 12r>4 fiel da« wichtige
[sBt«ria, hald diis dio I'ftspm nauli Albanien behen-schende Deaboliu (Dovül).
>ie Älbanesen meuUirton. Da unterwarf sich Michael, und der alte Uänke-
chmied Theodoros wanderte ins Kloster,
Auf der KOrkkehr vom epeirotischen Krieg ereilte 30. Oktober 1254
der Tod za Nymphilon bei KpheHos den gewaltigen Kaiser. Es folgte »ein
tflcliti(cer Sohn TheudoroiK LaukariM 11 (1254—1258). der die trefflichen
Traditionen des Vaters in der StaatsvorwaUiing durchaus festhielt, na-
mentlich ohnp harten Steuerdruck blühende Finaii/en schuf und dabei ein
Freund gelehrter Bildung war. Trotz seiner Kränklichkeit war er ein aus-
gezeichneter Soldat. Der Bulgarencar Michael As^n, der Kevancho für Va-
tafzi's' Eroberuuffen nehmen wolltu. hattu die Schlösser des Khodopegebirges
und Obermakedoniens wiedergewonnen. 1255 zog Theodoros gegen ihn.
Die Niederlage seines Generals Alexios bei Serrä machte er durch den
groi««4^in Hk-.g am Passe von Kupelion wctt Er gewann die verlorenen
LandHchaftuu zurück und zwang ihn nach einem zweiten Siege 1256 unter
Vermidelung dea Serbenkönigs Stephan Uroö I zum Frieden. Michaels
Tod 1257 und seine baldige Ersetzung durch den Serben Konstantin, der
B8 Kaisera Tochter Eirene heiratete, schufen hier gute Verhültnisse.
Um so iinbotmAshiigcr erwies sich der Epeiroto Michael, dem freilich
ler Kaiser als ['reis für die Vermithlung von Michaob Sohn NikophoroK
lit der Kaiserstochter Maria in echter Byzantiner&chlauheit die wichtigen
Stadt« Serbia und Dyrrachinn abgenommen hatte- Michael verband sich
nit den .Mhanesen und Serben; der curopilischc Statthaitor, der Gross-
>th6t Ocorgios Akrupulitcs. mehr ein Mann der Fodor als des Schwertes,
gcMchlagen und gefaugi-n. Auch Theodoros' auagezeichnefster General
ichael PaUologos vermochte in dem überaus schwierigen Gebirgskampf
nicltta auszurichten. Da .starb 1258 Theodoros 11 Laskaris zu Magnesia
HerinoH. Thi^richtur Weise hatte er »einen unmündigen Sohn Ju-
ian»s IV Laskaris zum Kaiser bestimmt unter der Vornmndschaft dea
Qtovestiarios Muzalon und des Patriarchen Arsenios. Eine so wilde
Bit ertrug kein Kinderregiment. Der Kcgent hatte die fremden SfJldnor
rch «linon echten Byzantinerstreich aufs höchste erbittert. Er versagte
ein von Theodoros noch verheissenes Geldgeschenk, Muzalon und
Haus wurden das Opfer einer blutigen MilitÜrrevolte. Adel, Klerus
nnd Armee setzten Michael l'alänlogos unter dem Titel Dospotes als Ue-
gent«n an die Spitze der Keichsvorwaltimg. Das Geschlecht der ['aläolngi
hatte £4>it Alexios' 1 Tagen dem Reiche wichtige Divnsti' geleistet. Va-
tatzes hatte Michaels grosse militärische Tüchtigkeit voll anerkannt und
ihn mit seiner Nicht« Theodora Dukäna vermählt. Theodoros 11 Laskaris
war «t«!)« und nicht ohne Grund voll Argwohn gegen den ehrgeizigen und
akrupelloHon Oenoral. Aber or vertraute ihm doch wichtige Gouvernomcnta
M, und Michaels grosso Gewandtheit wusste in sehr kritischen Momenten
drohen<len Gefahren zu entgehen. Dadurch ward Michaels Luynlitätsgefllhl
lltr die Dynastie bedenklich gelockert, und der Kaiser hätte wissen sollen,
Eide für einen Byzantiner keine verbindliche Kraft besitzen. So war
120
30. Okt.
1254
I2UJ
1255
12r}6
1257
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lC-18
Abritts d«r byxuitiiitBcbeii EftuersMolüahU.
1. J«n.
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12$1
125»
1363
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1361
I
26. .1n1.
1301
M aufli umsoilitt. dasa jotxt in d«r«onn*ii Weist- AritenioH der Pai
dun K«gent43n durch Eide zu bestiminen euclite, dem Hautie Laskaris &
Krone zu erhaltou. Die damalige slflrmisclie Zeit erford<frtc kraftvA
Hititttra auf dem Thron. Die (Jaranli« d«« Thi-onrochU logitinicr KinJ<t
war etno arge Schädigung d(>« Koichs. Bereits 1, Jauuar 1259 wurde Micbofl
in feiorliclister Form zum Mitkai&er gokrOnt. 1261 ward der unglAcUitfa
SclmtU-iikaifior Jonimes IV gebleiidet und eingesperrt. Bald zeigte nich,
vne notwendig ein starker Arm für da.t Uomäorreich wai-. Di>r uitrukige
Mirliael von Epeiros hatte oiiio Allianz mit Hanfirod von Sicüien aal
Wilhelm Villehardouin von Achaia geechtoBäen und bedrohte Thessalonikc
Michael l'aULOologott, dadurch fürmlich zum Kriege gezwungen, miirbl«
oinon raschen Vorstoss. Sommer 12&9 eroberten scino Feldherrn Vi>4cu
und warfen die Bpciroten hinter Kastoria und den Pindo« zurück. Make-
donien war nikänisvh, selbst Doabolii) und Berat wurden genamiMaL
Mittlerweile waren die Hilfflscharen aus Apulien und Achaia angeltoniaM.
Oktober 1259 erlagen die gc]>a»zertcn lUtter den leichten Moldscliokiacha,
alaviechen und kumanischcn Reitern und dun l)ith>'nii!«heu BogeoHchBtmi
des Oriechonkuisers. Johannes der Despot von Gross -Vlachia. des Despnteo
von £peiro» unechter Sohn, verriet die eigne Sache. Schwere \'erlu«t«
erlitten namentlich die Franken von Moroa. Ftirst Wilhelm fiel in ^ri«-
chieche Gefuugenschiift. Dor Sieg von Pclugonia hatte für da« Reich Üe
weitgehendsten Folgen. Im Frieden von 1262 wurde der Epeirotv «rf
Bein l^tainmland beschränkt. Wilhelm musste von seinen peloponneaisdiHi
ßo^tzungcn Monembaetia, Myi«ithra und Maina abtreten und daufnükn
Frieden den Koinäern geloben.
Unterdessen war auch die Sehnsucht de« Romäervolks erfllllt od
die Hauptstadt niedergeworfen worden. 12(>0 war Iblichaol tlhi-r den HtUf»-
pont gesetzt und hatte den LatoiiK-rn ihre letzton EV-^ilzungcn enträw«
Für ein Jnhr gewährte er Watfenruhe. Diploniati»eh war er Buis Üf
»chickteste thätig. Mit Bulgarien trat er in freundliche Beziehunge« <mi
gewann die aufstrebenden Rivalen der Venetianer, die Genuesen, ganx lOr
sich. Krstere hatten in mattherziger Kaufmannspolitik die iatetnbchen lAt-
essen arg vernachlässigt. Jetzt rUsteten sie. da es zu spSt war, in BtW-
hafter Aufregung und riefen die Hilfe de« Abendlandes an. Der Vfftnf
von Nymphaeon (.Iimuar 1261) zeigt Michaels ganze Klugheit. Votata»'
fortgesetzte Misserfolge hatten gelehi-t, dass es mit der maritimen MaeU-
Stellung der Griechen vorbei sei. Notgedrungen räumte daher der Kiimr
den Genuesen alle die Recht« und IVivilegien ein, welche bis daliin di^
Herrschaft der Venetianer im ägäischen Meere, am Bosporos udH i>
Kohwarzen Meere begründet hatten. Nur den Pisanem wurden noch fern*
die Märkte des Reiches und das schwarze Meer geAffnet; die Veuetioair
»ollten von dem gewinnreichen Levantehandel ausgeschlosaen aciii.
Mit nur 800 Mann t^tand Alexios Strat^-gepitlos am Bosporos: it
erfuhr er, das« der venetianische Podeetii Gradenigo mit seiner
gegen Dnphnusion gesegelt sei. Rasch stellte der griochiache ti'
mit den Einwohnern derHaupt.4tndt ein Einverständnis her. .\ni2-'>. Juli I
wurde die Stadtmauer Ubcr&Uegcn. Kaiser Balduin II entfloh fast o
Ttn. Das Eauerlna tob HikU (1304 -1261)
1045
ämpf auf einer vonetiftniBclien Oalorc nacli Euböa. Als dio Franken lunl
Eptianer in ihren Quartieren Widerstand leisteten, steckte Strategopulo«
elbi-ii in Brand. Dir- Kückkehr der P'lotte kam r.u npät. Die Lateiner,
in Klerus und den .kctzeriachcn* Patriarchen an der Spitze, wanderten
it ihrer Habe nach EubSu und den venotianiHclion In»eln aue. So hatten
e üriechen mühelos endlich auch die Ilauptetadt zurückgewonnen. Das
t« KomÄerreich war definitiv hergestellt, und unter unermosslichem .lubel
«alt 15. August 1261 Michael seinen Einzug in Konstantinopel, um sich '■'■,«!'*
1 dem Ti-nip<>i der himniÜHchcn Weisheit zum zweitenmalo feierlich krönen
t lassen. Die lateinische Schmach gehörte der Vergangenheit an.
Anhangsweise mag hier eine kurze Skiüxe der Geschichte de«
aiserroicha Trapezunt folgen. Bei der grauenhaften Katastrophe
m Kaisera Androniko» I KomnenoH. in welche sein gesamte« Haus ver-
tckelt wurde, gelang es einigen Loyalisten, die im zartesten Knabenalter
Aenden Sohnlein des edeln Prinzen Manuel nach Iberien in Sicherheit
Fbringen. Dort regierte 1184— 1212 die Mutter.tchweftter der beiden U84/I21
■iuzen. die groHse Königin Thamnr, welche mit Uilfu der angeworbenen
epp«nstämnie das ephemere iberische Grossreich gi'Undete. Mit Alexios III
rworfen, gewährte sie ihren Neffen die Mittel, im riJmischen Osten sich
a Sonderroicli zu gründen. Von seinen Kriegern ward Alexios zum Kaiser
r Romtier proklamiert und sog 1204 in Trapezunt ein, wo er ineinen 1^04
H-rachersitz aufschlug und sich d^n Namen eines ,GrDss-Komneuon* gab.
]terde»sen drang sein Bruder siegreich bis nach Paphlagonien vor.
>erall gewannen die Brllder die Sympathien der Kfimer. Nur Sabba«,
r FOrst von Amisos, widerstand, dessen Stadt Alexios blokierto. Der
bminenbruch des Ititmerreichs 120-1 und die Gründung des Kaisertums 1204
n Nikäa fUhrtA> zu keiner Annilhening zwischen Theodoros Laskans und .
n Koinnenen. Im Gegenteil suchte David dio momentane Schwache des klein- ^J
iatischun tiriuchcnreichti zu benutzen, um seine Herrschaft auszubreiten. H
lein Theodoros' Allianz mit den Seldschnken, welche den Alexios vor
nii*os schlugen, und Theodoros' Sieg llbcr David am Sangarios ht'mmt^n
Ion Fortschritt der Komnenen. Vergebens wurde David, um Uorakleia zu
hütxen. Va.'<all der Lateiner; ihr llUfskorps ward durch Theodorott auf-
rieben. 1212 entriss der energische Laskaris dem David den ganzen 1212
eet«ti und beschränkte ihn auf das Filrntc-ntum Sinope vom Vorgebirge
U'unihis bis zum Halys, Noch gelUlirh'clier wurden ihm die Angriffe der
Idäcliiikcn. welche durchaus nach dem Meere strebten und 1214 seine 1314
tuptfitadt Sinope mit Sturm nahmen, wobei David, tapfer kämpfend,
inen Tod fand. Die Landschaft, aus der einst dio Komnenen hervor-
gungen, kam bleibend in tOrkische Botmäsaigkeit. Um so glncklicher
hauptete sich «ein Bruder Alexios in Trapezunt mit Hilfe der Iberer
Igen diu türkischen Angriffe. Freilich Tribut musste auch er nach Rnni
tuen, um den Binnenhandel dos wichtigen Exportplatzes Trapezunt nicht
1 Kchiidigen. Das neue Kaisertum umfasste uneeßhr den alten Pontos
}leniuniukos und dehnte sich nach O.sten bis rha.-*!» aus. Die Herrschaft
textot»' I, eine» trefflichen Hegenten und eines Mannes von wahrhaft fUrst-
sher Erscheinung, bezeichnet den Glanzpunkt der bescheidenen Herrlich-
1050
Abri» der bTiaatinJacb«» KuB«rg«iGhicht«.
keit von Traiiommi. ßemta ^mtt Beinuni Tmlo bogann ein gewisMn Söfcit.
Der Foudalismus und BCti) KclidowoH«n lie«is«n kein geordnetes Stul^
wesen Aiifkommen. Die Kämpfe der beiden AdelxfakUonen, der SchoUrirt
und der Monofhaldier, des mit den Koinnent*n ziigo wunderten Hoiiiini)
und der im O^teii von alteraher ansässigen Landjunker, zerrittteteu iW
Reich. Zunielist folgte auf Alexiott «ein Sctiwiegeniohn AndmnikoH äidm.
der hin 12:15 regierte und lApfor gegen die SeldRclinken kftmpft«. Naeh
1238 der kurzen Regierung von Alexioa' ältestoin Sohne Johanne*« (f 1338)
folgte der tapfere Manuel, der «ich wegen der Mongolengefabr eng u
leee Rom ansdilos». Von »«inen Si^hnen »ctiloss .lehanne» I2H2 mit den l^Uo-
logon Frimlon und nannte «ich den Titel , Kaiser der Itomäer' «bicgood:
Kaiser des Orients, Iberiens und der UUeneeischün Ijiudo. Nach umaai
war das eine verhftltnismasaig nihigo Epoche. Alexioa n. einer der vm-
1207.1330 7Ugli(:h!«tcn unter den Komnonen (1297 — 1330), t>e)iau]>tct« sellMt nit
Waffengewalt Dcine Würde gegen dio Oonuc«cn. die eich im Otiten garadcw
anniassend als am IloHporoa benahmen. Nach seinem Todo traten btU
arge Zem'UrfnisAfl ein. Statt das unmündigen Manuel herrschte erat seia
1340 Oheim Ba.sil«ios, dann Boit 1340 dt'ssen Witwe, die byznntini«che fVia-
zoswiii Eirene. Ein Teil des Adel» erklärte sich gegen dio Fremde, aadrr
unterstützten aie. Kit kam xa wilden Strassenkätnpfen, in denen d»
Kloeter dos Schutüpatrons von Trapozunt, des hl. Engenio«, zenttfirt w«ii
Die TUrkon von Diarbekir schweiften bis vor die Stadt und vorhraoalM
dio Vorstädte und Oompteirs der fremden Kaufleute. Eine zweite Woft»^
herrschaft, erbitterte KHmpfo der Adelsfaktinnt-n und Zwist mit iva O»-
1348 nuesen. welche zur Hache für erlittene Gewnltthnten 1348 Kenwui vtt«
wüsteten, echwSchtcn das Reich. Dabei herrschten in der FDrstenfaimBe
1349 geradezu schmghliohe sittliche Zustände. 1H49 setzte eine Kc\-olat»o ihr
Scholarier den zwnlfjjilirigen Aloxios MI auf den Thron, der heraiigewaehM
ein« im ganzen gute Ke^emng fühi-te, durch don HandvUvertrati; nü
Venedig 1367 das Monopol der Genuesen brach und dio St«dt mit Kirch«
1890 und Klüsteru schmückte. 1390 hinteriicss er seinem Sohne Manud tU
Iein blähendes iteioh. Nachdem dieser Timur gehuldigt, regiert«« er wk
1417 deitson Tode bi» 1417 »o gut wie unabhingig. Von du an ist dit Uo-
»chichte der Gross-Komnenen eine Kette von NioderträohtigkeiteB ml
3chandthal(>n alterilrgster Art, wie unnatürliche Laster und Valermord:di«»
sittliche Verwilderung i.tt ein erschreckender Heieg filr den villligcn g««lifM
und physischen Niedergang des aitftlrstlichc», seit Generationen ertilidi
bela.«tetcn Komnenenlmuses. Der VatennUrder .loannes IV ward aidi
dem Falle von Konstantinopel gezwungen Tribut an die Pforte zu «••■
nohten. Seine Verbindung mit den Turkomanen vom weissen Widi
bs«iogolte er durch Vermähhing i«einer Tochter Katharina (Despiiu
**M mit dem Grosskhan Üsun-Hoesan. Bei Koinem Tode 1458 Qbonmhni «ät
Bruilor David, den rechtmJUsigen Thronerben verdrängend, die Regi«nii
Feig und charaktorloa konnte er doch das politische Intriguteren
lassen und suchte Allianzen: aber der einzige in Betracht kommende Vi
bündele, der Turkomancnkhnn Kchlo88 «einen Frieden mit den
Die türkiächü Flotte blokierte bereits TrapezunL Ala das Landhefr
tX. Die B«Bt«tiT«tioii der Faläolog«u and der Uaterga&g .l'JSl — U&8J. 1051
rQckte, kupiluliorto David und ward nacli Matironoi'os bei Sotrae exiliert.
Ufein der Verdacht geheimer Uiiterhaudluiigüii iiiit «einer Nichte, d«r
^^tin deti tirosskhaiuä, erbitterte de» äultuti. Als David 8ich mit edler
V?Brd« weigerte, den iülam anscunehmen, ward er mit seinem Neffen, und
iieben Sehnen hingerichtet. Trapeztint war »chon vorher in eine tilrki»clie
Stadt verwandelt worden. Don Adel und die beäuer äituiorten £inwohncr
verwchleijpte der Eroberer nach Stuinbul; ihre Häuser und ihr Grundbesitz
wurde an tÜrkiwUe Mihtärs als Lehen ausgethan. So endete acht Jahre
nach Konstantinopel» Fall die Herrschaft der tiroett-Komuenen, niichdem
sio während ntihezu drui Jahrhunderten Chn»tentii»i und griechische Kultur
im fernen Ostwinkel des attun Reiches aufrecht erhalten hatte.
IX. Die Restauration der Paläologen und der Untergang
»(1261—1453).
Nicht die .schlechtenten Freunde der Oriechc» haben die Wieder-
gewinnung von Konstantinopel abi den wahren Anfitng doa nationalen
Unglücks angeHfhcn. Damit lebte daa I'ngmcksgespemit wieder auf,
Elches noch heute die Neuhellenen für praktische Politik fast unbrauch-
r inucht, indem es sie dem WolkcngebUdo der fityähj iät'a nachjagen
Bt Die scIionungBlosü Ausmordung und Vernichtung des Griechentums
in forden und Osten durch Bulgaren und Seldschuken hatten die Nation
aumeriHch derart geschwitcht, daHS eine Behauptung der alten Qrossmacht-
itellung ein Ding der Unmijgliehkoit war. Imnicrhin hritle diis Ilellvnen-
;uin im Bund mit den so überaus tüchtigen, durch das Hand der Ortbo-
loxie ihm in den damaligen glaubensstarken Zeiten aufs innigste ver-
cnUpften beiden Slavenreichen eine hijchst achtungswerte sekundSro Mnvht-
itvllung bei weiser Zuratehaltung »einer keineswegs mehr unersch5ptlichon
Ifitt«! und Kräfte wohl behaupten künnen. Statt dessen jagte schon Michael
romantischen Phantomen nach, und je kläglicher die Ohnmacht seiner
!facbfo)ger wurde, um so melir bildete sich jener tiril»»enwahn au«, welcher
but ainkendv Byatantinertum zu einem Gegenstand des MiÜeidü und do«
jpottes filr das kulturell Nuuroni allmählich überflügelnde, vor kurzem
noch HO barbarische germanisch-romanische Abendland machte.
Michael war ein ausgezeichneter Diplomat und Genural: dos organi-
mtoritjche Talent des Vatatze-a ging ihm aber ab. Seit den Angoli war
lialber Staatsbunkrott eingetieten. Anleihen in grosserem Umfange kannte
lio primitive Finanzwirtschaft jener Tage nicht. Man half sich durch
VertM;hlechternng der Münze. Während bis zum Sturze des Komnenen-
liBUses der alt« vollwichtige bysantiniKche Soliduü den Weltmarkt bo-
horrecbt und dadurch nicht zum wenigsten die inipoiiierendo Stellung de«
ttomäerk aisers bei allen Nationen des Ostens wie des Westens befestigt
halt«, hatte .selbst Vatatzes die Uoldniünsen zu einem Drittel legiert.
Dieses dorn Kredit des Keichos so »etiädlicho System setoeten die Palilo-
logen mit solchem Eifer fort, das» sie bereits in der zweiten Generation
auf halbwertige Goldstücke herabgekommen waren.
Die Sobwierigkeiten, welche sich dem neuen Kaiser entgegentUrmten,
I
1052 AbrUs der byuntintBebMi KaMergesohieht«. 1
waron nbcr oucli 8otir gros». Wilhelm von Achaia Uerta tHoli vom Pifri
I wine» Büles entbindua, und nun begnnn im Peloponrtc« ein« lUs Luid a
Orundo richtende Gr«Dzfvhdo xwischcn Fran»)«on und Komäum. Den »■
1265 riilitjeon Kjieiirot«!! dagept^ii zwani; Michuul 1265 zur Abtretung von ■loannini
Mittk-rwi^ilc bnttc der ßüchtige Balduin 11 «ineu Bundesgenosacn in lUa
1261 eiicrgiKcboii Manrr(N] von Siciliea 12(34 gewonnen, und der g«tuB«üde
Podoätii in KoiisUntinopfl wollto durch iw^hnndoston A'orrat die Hupl-
»tadt wieder den Lateinern in die iländv spielen, was za «am
ersten Annftlierung zwischen Michael und den noch immer seebebm^
achondon, al)«r jetxt »ehr anpolitisch ^ändernden Venetiancrn ftlhrto; dii
Qflnueaen wurden zur Strafe nach Horakicia verwiesen. ÜbiTnll ItiUt
' Michael Feinde. Die Carin Maria, die Sehwetd«r des uuglücUidM
I Joannes FV, hetzte ihren Gatten Konstantin gegen ihn. Die BulgufO
drangen eroboriul in Makedonien vor. Allein Michael nahm ihm;« [*hüi|fii-
poli» und StonimachoH, ferner die hochwichtigen SecMtSdte Aiichialot und
1265 MoHembria ab. In wilder Wut verwüstete 12ß5 dor Cnr nun ThnJri»
mit Hilfe der slldrusi«ischen Tataren demia^flen, dass man lange Zeit kUD
einen Ackersmann auf den Feldern erblickte.
Aber die Hauptgefalir drohte Michael von Seit« der AngtorinM.
12ßR Graf Karl von Provence hatte 126(1 dem Reiche Manfred« ein Bai« g^
macht, und da.s neue franzfisiache KAnigroieh beider Sicilieti dehnte mtif
Mitwirkung de» dem frunzösischon FOniton blin<l ergebenen PapstM Ch-
mon» IV und des almosengen&ßsigen Kaisers Balduin 11 seine Oberleh»-
hoheit Über Achnia aus und erneute alle Ansprilcho der Normannen «f
gi-iechiNche Hcichsteile.
Um dieser Gefahr zu begegnen, liess sich Michael mit der Kura
1267 ein. Durch ihre Vermittlung wurden 1267 die Genuesen restitutivirt : ihr
Handel nach dem »chwarziin Meer nahm bald einen ungeahnten, d(4i V^-
1275 netianern hßchiHt bedrohlichen Aufschwung. 1275 verlieh der Kaiser M
Zaccaria die Stadt Phokaea; dio Ausbeutung der dortigen ALaunmitM
verschaftte diesem llause ungeheure Reichtümer.
Jetzt, da es zu spät war, kamen auch die Venetianer: erhi(JI"i
126)^ aber r2f)8 einen weit niigilnstigern Vertrag auf fUnf Jahre, bIj^ ihnen 13U
vorgeschlagen worden war. Auch »tipulierte der Kaiser, dasti die bndcii
Kiviilen ihru Spuzialfehden nicht in den Gewft«»orn de« K*^-ichs ausfwlM
durften. Noch einmal hat das Reich den Kaufleuten imponiert.
£007 Der gefflhrlichste Gegner blieb Karl von Anjou. 1267 nahm er Corfi
1271 Seit Michael fl Angelos' Tode (1271) gewann er die il]}-risohen Kflrf«a*
1273 lander; die katholiMchon Albane?(un schlössen sich ihm an. 1272 erpA
8ich Dyrrnchion. Ein Glück war nur, dass der rOmisch-katliolisck« Bt-
kohruugseifer das orthodoxe Volk immer wieder abschreckte. Aber d«
energische Proven9ale verstand es, auch die Sympathien der Slaven tu 8*"
1272 winnen, bis Car Konstantin 1272 nach Kirenea Tod die Pnlilolo^n Üf»
K79 heiratete, die aU Mitgift Mesonibria und Anchialoa Kurllckbrachl«. 12^
1273 erhob eich neue Not. Die Serben waren seit 1372 im obern VanUrtk»'
erobernd vorgurückt. Johannes IV Laskans entkam nach Foggia, mir
von Karl ganz als Kaiser behandelt ward, nnd die Venetianer ht^ot
■ IX Die B«atanratIoa d«r PalKologen nnd dor Datorgang (1341 -U53). 1053
DBch Ablauf des Vertrags einen argen Piratcnki-ioit. D» spielte der nie
Dm neue ÄuaweRe verlegene Dipluniat die Sacliu auf kiicblieli«» Gtibiot.
Sregor X oHcbl* ik«n Triumph, diiss 1274 auf liem Konzil von Lyon 1274
Michaels Oosaiidter Qeorgios Akropolite» dsü rilmischo Litaubenabelienntiita
mit dem SUoque alilfgtc uml den Primat des l'ap^t(;.s anerkaiinto. Um
len Patriarchen von Trnovo und dun autukuplinloii Miitropulitcn von I'oö im
Schach zu haiton, iKttttilti^tu er 1272 durch das im Binaikloslor noch erhaltene 1ST2
yguhull allf Privilegien BaaileioB' II für die autukephale Kirche von Othrida.
lurcb wurden olle Eparchien beider Patriarchate dem inöchridaresidieron-
len Griechen zugesprocbmi und der gesamte Klerua des Nordens «nd mit
bin die Völker durch die»e Zäiikvruien tilic-r die (jrenzeu der Diüzoson wie
lor NatJonalitlit in wohlthuendfiter Weise dauernd buschiiftigt. Die katho-
iaioreodu Kirchenpolitik dc.t Kaiciera wird durch seine politische Zwangs-
ogo verständlich; nichtsdestoweniger war sie ein schwerer Fehler, In
Jachen des Olaubuns gehorchte dor orthodoxe Klerus Gott mehr al» den
tfun^chen und war absolut unzugänglich flir die Lehre von .einer nütr-
ichen Ökonomie zur Kettung vieler Seelen". Bereits vorher hatte der
itarrsinnige Arsenios in edler, aber unpraktischer Anhfiuglichkeit an du
üau« Loftkaris den kaiserlichen Tlironriluber gebannt. Jetzt wurden, wiü
D der Zeit des Bildersturms, die Aussenposten dos Itümervolkc», Trape-
Eunt, Noopatrae, Ämbrakia (Arta) und die Bulgarencarin Beschützer der
irthodoxen Flüchtlinge. Aber Michael blieb unbeugsam und ersetzte den
viden^penstigen Patriarchen Joseph durch den aufrichtig latinisierenden
[oaiineH Bekkos. Durch sitlUche Haltung, spätem Bckennennut. Schorf-
lina und Gelehrsamkeit überragte dieser bedeutende Mann turmhoch die
tonst — was das geistige Niveau betrifft — erschieckend armselige Schar
ron gointliehen Kuntroverspredigom und polomischen Schriftstellern seiner
rie d«r Folgezeit. Aber gegen seinen eignen Klerus, der die Öache Gottoa
md der Nation verfocht, vermochte er nichts auszurichten. Der Kirchen-
(troit erbitterte überall das oriliodoxe Volk gegen die Regierung seines
)«freibrs und Ileri^tollers.
Auf der Ilämushalbinsol maditen ihm die Anguli und die von Neapel
irüitig unterstützten Franken arg zu schaffen. Als vollends Karl von
Imjou selbst in Aktion zu treten sich an.schickte, schien die ^rchtbare
lormanuennot sich zu «rncuern. Bereits hatte Karl den kriegserfahrenen
Ingo le Rousseau do Sully 1278 zum öeuoralkapitfin und Vikar seiner ]2;g
ipeirotischen Besitzungen ernannt, der auch mit aller Energie dun Krieg
rrgftnisierte. Ende 1280 hoffte er das wichtige Berat zu nehmen. Aber laso
liohac-1 trat ihm mit Aufbietung seiner besten Kräfte entgegen. Februar
PBI erfocht sein GrossdomestikoH Michael Tarchaniotes hei Borat einen 12m
;lftnzenden Sieg. Sully selbst ward gefangen. Aber der durch Papst
lartii) IV (D. Juli 1281) abgeschlossenen Liga zwischen Korn, Neapel und i2äl
Tenodig konnte Michael nur durch seine oftbcwfihrtu diplomatische Kumt
legegnun. Der getreue Benedi'tto Zaccaria und Giovanni de Procida ver-
sprochen dem König I'eter von Ai'agon griechische äubsidien zum Kriege
Em Neapel, und die lucilianischo Vesper (10. März 1282), legte, die i^g^
I den Spaniern in die Hjinde spielend, Karl von Neapel völlig lalini.
10^4 AbrtM in byzuitliiiacfaen EuMrgABehioht«.
Die reaÜBÜschon Venetianer entzogen Mch clor Allinuz mit tloni OhnniA-
tigen und schlosaen mit den It^imäern t2ß.^ einen zehnjährigen FrvJa.
Schon vorher hatte auf oin«m neuen Kriegszug gegen die Angeliml
1«««^ Neopatrft den rastloeen Monarohen dor Tod orcilt 11. Dezember 1383.
Das letzte Viertel des XUI. .Ifthrhundcrt« erhält (M>inc 9ign»tnr ihrd
1288 das Aufkommen der oBmuninchen und der serbiHchen Klat^ht. 1288 Ute
Oaman, der auf den TrUinniern den Reiches ItQm seine neue Macht aaf-
richtete, nach einem gl&nsendun Steg den Oriechcn Mclangina (Karafbctut-
hissar) weggenommen. Im Westen war eti den Serbenkönigen Stephan und
{t 1272) und MÜutin {t 1^21) gelungen, die Suprematie auf der Htaiie-
halbinsel zu erringen. Eh int ein wettgeHcliichtlicher Jammer, dass dtf
UnglUckstag von Kosovo Poljo diesem herrlichen Volke, den edebt«
aller Slavenstftmme, die Herrschaft auf der HftmushalbinBel entri« anil
M der tflrkischen liarharei. gegen welche Griechen und Venetianer ^b
ohnmächtig waren, freien Raum Hess.
2621326 Michaels Sohn Andronikos 11 (1282-1328) beeilte sich sehr wr-
ständig i«eincn Friude» mit dem orthodoxen Klerus zu machen. DencJbl
ward unter den nun einmal in solchen Fällen zu Byzanz unvermeidHcb«
Qßhft8ttigkeiten hergestellt. iJas» Bekkos seinem Vorgänger .Io<)eph vici.
war äelb«t%'er8tündlich. Aber der trotxdem Jahrzehnte andauenide Kirchro-
streit offenbart, die ganze geistige und sittlii'hc VcrkQmmening dn d»*
mnligen orthodoxen Klerus. Daa widerliche Münchsgezänk meist imke-
ilc'utcnder und »ittlich wenig achtbarer PrSlaten drehte sich fast mir n
lue Besetzung des Skumenischcn Stuhles. Der geistige Kimhu.'«, irfl(^
der Thron des hl. Ohrysostomofl noch immer bei den orthodoxt-ii Völktn
gcnoi^sen hatte, sank durch seine meist sehr beschränkten Inhaber bat
in demselben Ma»):)e, wie der des romSiiüchen Kaisers. Der eiiuig« n
das Wohl der Kiri-he wirklich ernsthaft bwtorgt« Mann war dvr K«nr
selbst, welcher durch seine neue Ektliesis dem Reiche eine seinem redo-
xierteii Umfange thatsUchlich entsprcchfude neue Kirchenordnung pk
Dieselbe dauert, soweit nicht äussere £reigiü»t«o eingegriffen Iiatten, i*
Grunde bis heute fort.
Die Finanzen gerieten mit dem wachsenden Verfall des Rctchs i»
immer stärkere Unordnung. Michael hatte Anstrengungen gemacht oil
dem trelFlichon Matrosenmaterial der griochisoben Küsten und loselii ^
Flotte herzustellen. Sein Sohn Hess sie verfallen. So wurde das IWtli
im letzten .Jahrzehnt des XUI. Jahrhunderts ein hilfloser Spielball in ita
erbittpften Handelskriegen der beiden soomBchtigen italienischen RepablikfK-
1308 1303 gwangeu die Vcnflianer dem Andronikos einen fUr sie höchst «fr
teilhafton Frieden ab. Das trieb den Kaiser ganz in die Arme der loj-alm
Oeauesen.
Während die kaisoriicbe Ro^erung auf ©uropftischem Boden die bd*-
losen Streitigkeiten mit den Angeli resultatlos fortführte, wiichseo Ib
Kleinasien die Osmanen zu einer ernsten Reichsgefahr hornn und bewegt«
1301 i;i()i d^n Kronprinzen Michael bei Haphäon, Michaels FreundschaftoWfr
hsltnis zu Peter von Aragon hatte den Kaufleuten von Barcelona &
Hüfcn der Levante geöBhet. Die bettelarmen aber kriegstÜchtigeB S-
IZ. Di» EeatMntion der P«UoIogOB uai der unterging (12'!1— 1453). 10Ö5
,|te qpanisclieu Oetens, bisher im Knogo gegen <lio Äiijous vor-
randt. sahen aich seit ilcin Frieden von 1302 uuch einer neuen ThSUgkeit
Um. Der heldenkühnc Itoger de Flor bot i:iÜ2 Andrnniko» »«eine Hilfe -~
^6 Schiffe und 6000 Spanier — an. Diese wilden Uescllen waren min
b^ilich schwer 3:11 behandeln. Jcdenfallut war die byukntinJHL-ho Hegicrung
mit ihren altfrünkischen Mittelchon der bekannten griechischen Verachmibst^
keit durchaus ungeeignet dazu und niusäte ratlos zusehen, nne die wilden
Söldner zu ßyzani: 800(1 Italiener in einem Kaufhandel ertitchliigen. 1Ü03
prurden 8ie glücklich nach A»ien Übergesetzt und bewälirten glänzend
(hren Kuf der Tapferkeit. 18U4 bülagerton die Türken bereits Phda-
lelpheia, die reichste und niächtigatti Stadt des griechischen Kleinasiena,
tla Itoger de Flor mit seinen Katalanen erschien nnd die Stadt entsetzte,
rurehthar wtUete das spanische Schwert unter den Türken. Aber die
fällig unbotniiiäsigcn Hidalgos wurden bald uine faiit nchtiuimere Oeis-sel
fDr das Reich als für deesen Feinde. Die tUckische Ermordung Uogera
äurch den Kronprinzen Michael 130.'i führte zu dem zweijährigen greuel-
PoUeii Kachekrieg der wandernden Soldatenrepublik gegen die Koniäer.
Die unbotniütttiige Suldatetfka wurde Hchlii^ti»lieli nach Südi-n abgewälzt, wo
kie nach mannigfachen I^oripetien dem blühenden Herzogtum Athen-Theben
131] durch die Schlacht hei Skripu ein furcbthareü Knde bereitete. Die
ungtlicklichon dortigen Griechen vertauschten die vergleichsweise milde
Edherrschaft der Franzosen mit der harten Kpanisehen Knechtschaft.
Mit löblicher Energie, unterstützt von bulgarischen und serbischen
icharen, bekämpften die Griechen das Vordringen der Türken; aber
ihre wichtigsten Plätze, wie Nikäa und l'ruBa, wurden durch osmnniHcho
}ffiijti'^ffia vollständig im Schach gehalten und lahm gelegt. 1320 starb
tCronprinz Michael. Sein liederlicher, aber persönlich höchst beliebter und
jlicbt unbegabter Sohn Andronikos verschaffte sich eine mächtige Partei
juter den Grossen. Dies führte zu unerquicklichen Iteibungen und ztuu
Bürgerkrieg zwiücheu dem wegen seine» Geizes büchut unpopulären Oross-
rat«r und dcnt Enkel, bis letzterer, immer nmchtigcr geworden, 1. Februar
ia2Ti die Krüuung zum Kaiser und die Ernennung zum Mitkaiser erzwingen
konnte.
J>er innere Kampf hatte die Kraft des Reichs völlig lahm gelegt.
1326 Ret durch Sultan Urcliau endlich Pru»a (BruHsa), d&8 nun die HauptMadt
Jer Osmaueu wai-d. 1328 knpituliurto Nikoniedeia. ünt«rden«on hadertun
Sie beiden Kaiser fort; der alte rief die Iltife der Serben, der junge die
9ur Bulgaren an. Allein Oar Michael trat 1328 plötzlich auf die Seite
iea Alten. Da griff der Enkel energisch zu. Der Protostrator Synadenos
bbemimpoUo die Hauptstadt; der Alte mussto ahdankou und 13S0 i»a
Kloster gehen, wo er 13, Februar 1332 starb.
Mit den bis Didymoteichos vorgedrungenen Bulgaren scbloss Andro-
bikoa ni nach einigen tiefechten Frieden, sodas» diese gegen die Serben
Ihre Kraft wenden konnt^jn. Bei WilhuZd erfocht der iM<rbi»che Ki)nig
ätepb&n Uros 28, JuU K130, unterstützt durch 300 eisengepanzert« deuUcho
Söldner, ebien blutigen und entscheidenden Sieg über die Bulgaren. Car
Uichael Sei im Kampfe. Die Macht des Bulgarcnstaats, den Qbiigens der
1802
1302
1S03
1304
1305
1311
1320
1. Febr^
1325
1826
1S28
1828
1330
13. n\a.~
1332
U. M.
1330
1Q56 AbrisB der bruoUiiia«b«tt Kal«wrgM>ctüclit«,
Serbeukßnig bc«tt-liei) lic&s, war vernichtet. Das Jahr darauf eriag ia
alte Serbenkßiiig einer Veritchwöriiiig des AdcU, und den ThroD ItMtiig
lSai/185&8ein jugendlicher 8ohn Htephsn I>u»aii (1331—1355) der gewaltig« Grtodv
^ft im serbischen Ornssknnigtnms. Eb ist zu b&dau«ni, dass ee ihm töM
^1 gülungcu ist. gemiU8 seiiiimi Plane mit Griechen und Franken vollütiadig
^M aufzurüumen und so uinu» lebonskrilftigen christlichen GinheitsMaat aat
^1 der ITäiituähalHtmet r.a gründuo, der Avn ttirkischen KulturxcrtrQiniMni
^V sich ala festes Bollwerk cntgegengeüteUt hatte. Immerhin gelangt« «ÜM
Macht zu ungeahnter Ausdehnung. Mit dem neuen Bulgarencar Jouam
1131/1366 jViexAiidor AsPii (1331—1365) verband er »ich durch Verschwigemng.
In Makedonien und Illyrien drang er mächtig vor. Ochrida, Pnkf,
H 18S1 Kaiitona Gelen 1331 in seine Gewalt.
H 1334 Andreiukos 111 hatte ^it 1334 in Theäealion und Epeiros auf Kwtei
^ di^ö Erbou der Angeli, des Grafen Giovanni, die OerrBchaft der Itoodtr
tSSü mächtig ausgedehnt und sog nach def^üen Tod lH3r) da» ganze Land ob.
1340 Allein die Intervention <kir Serbon rief eine» Um^K^hwung hen-or, 1340
eroberten sie allen Land bis Joanninu und erzwangen dL>8Son formelle Ab-
tretung von den Roniäern. In Asien gehSrte zum Reich fast nur oock
Philadelpheia. Die grierhischeii Küstenstädte zahlten di^n O«nnni>o Tri-
1287 but. Aber Urchans YerMUch 1337 auf europSischem Bodon feHteii Fo«
EU fassen, ward von den Orieehen glanzvoll zurUekgewjeacn. Ebton
verstand os Androniko« noch einmal, den Genuoeea zu impeniereo. tta
von den Seldschuken der kleinasiatiachen Sfldkflste organiederte Seenub
und Menschenfang, die Geiasel des in ohnmächtige Duodezstaaten i«rW-
lenden Archipclagus. zwang die Byzantiner, die lang vernachlilsHigti.' UiHm
1329 wieder zu heben. Apokunko» nahm 1329 den Genuesen ChJos ab, ilit
Idie Hauptätation gegen die Soetürken ward. Die Erben der Zaccani n*
Phokäa, die Cattaneo, mus«ten sieh zur Huldigung bequemen. Difc
nahm Domonico von I'hokila im Bund mit den Xaxiern und KhwtiMn
1333 1333 LcHboH dem Heiche weg. AUciii Androniko», der an SkrupeUu«iskni
»den Italionorn durchaus gleichstand, schlosd mit den seldichnkiadM
Emiren von Ssarukhan und AVdin eine Allianz gegen die Osmanen. «ritkl
1336 oben da» Emirat Karasi unterworfen hatten. 133t) eroberte der Umt
1340 Lesbos uud 1340 ging den Genuesen durch oiuon Aufstand der grieeUidM
Einwohner Phokfta verloren.
^'i'aii"' Andronikos' Tod (15. Juni 1341) brachte seinen unmOndigen Sob
134];1391 Joanne« V (1341—1391) auf den Thron. Die Regentschaft war 4«
achwachen Händen der Kaiserin- Witwe Anna von Savoyen anvurtn*
Allein der hochniächtige Gros^domestikoa Joanne« Kantakuzenns risl A*
Vormundschaft an sich, Apokaukos trat dafElr auf Seite der Reg«nlis>
1341 Während Kantakuzenos 1341 hei Didymoteichos krfiftig rflsteto, um iliin^
einen Feldzug das ganz anarchische Morea dem Itciche zurückzugowinnA
trat in Konstantinopel eine Gegenrevolution ein, welche den Apokiului
an die Spitze stellte. Da hielt Kantakuzenos nicht Iftngor an sich und lii
20. Okt. «ich 26. Oktober 1341 alui Joannes VI zum Kaiser krönen. DtT Hi)f d
1*11 liess nun den jungen Joannes V feierlich durch den rech tmässi gen l'i
H IX. Di« Reetaaration der PaU<i1og«n nnd der ITnteTgang ( 1 261 — 14&8), lOS^^^^B
chen') krCno», und Apokauko» wiud Mogas Dux. Die Ärchonten hielten I
eist zu EuntakuzenoR, während dtis Volk und die LokalbehiJrdeii auf ■
fiten der legitimen Kegicning »tnnden. Ho vonnochtf Apokaukos otiinom I
»gner dun gr08»tun Teil Thrakiens zu vntr(.<i«seu. Ädrianopel schloBS I
m die Thorü. Joaniiös Angelos, der Statthalter von Epoiros, und Omarbeg, I
ir Emir von AVdin, unterstützten dagegen den Kantakuxcno», wKhrcnd I
s Regierung die Kronjuwclon an die Venotianer verpfändete. Kanto- I
izenoM rief die Serben, »oine iii Didyniottfichos belagerte Oattin die Bul- ■
Lren herbei. Diese vorjagten zwar die Griechen, verlangten nun aber m
0 Übergabe der Burg. Erst die Türken von AVdin befreiten die Kaiserin. ■
lein Joannes' VI Bruch mit Stephan DuSan schien rasch äüin TcrderboD
iraufzubusL-hwören; doch ein siegreicher Feldzug de» Joanues Ängelos
wann ihm das sUdUche Makedonien wieder, während die vom Papst M
48 gestiftete Union der Venetianer mit Kypros und den lusclfrankon '
B Archipc'laguä 1343 Sniyrna eroberte. Thessalonike rottete Apokaukos 1343
rch »eine Flotte. Vergebens rief die Kegentin Bulgaren und Serben zu
Ife. Car Alexander nahm rasch die ihm aia Preis dargebotene Stadt ■
lilippupolis und eine Kuiliu SohloMser des Itbodopegchirges. Sonst rieh- fl
te er nicht» aus. 1344 gewann Kantakuzunos den bulgarischen Banden- im
ef Momtfilo für sich, der mit .^UlJÜ serbischen und bulgaj-ischen Siildneni
n (tnfllnglich unterstützte, bald aber abfiel und den Kantakuxonos in
ineni Lager bei den Kuinen von Mi-sene überfiel. Der Kaiser rottete
!h mit genauer Not, MomCilo stilztu sich nun in Xantheia fest und
tnderte die Chalkidike. Da half Kantakuzenos sein treuer Omarbeg.
• hatte Januar 1315 die Franken bei Smyma aufs Haupt geschlagen
d halte doppelten ürund Moni^ilo zu zürnen, da dieser hol Abdera seine
hiffe verbrannt hatte. Vom Kaiser und seinem türkischen Freund bei
litheorion eng umzingelt, fiel Momi^ilo mit dem grOssten Teil seiner
Idner. Seine Stadt Xantheia kapitulierte. Dazu kam II. Juni 13-15 1345
) Ermordung des rauhen, aber tapferen Apokaukos, sodass die gitnzlich
tliert« Kegentin die Osnianun um lülfo anflehte. Allein der gewandte
plomat Kantakuzenos gewann auch diese. Seine Freunde Öffneten ihm
Februar 1347 die Thor« der Kesidenz, Die Kegentin niusste sich in IUI
lefl fügen. Joannes VI ward fuierhcb aufs neue gekrünt: zehn Jahre
llt« er allein regieren, dann den Paläologen zum Mitregenten annehmen.
bper mit aller ßrausamkeit und unter furchtbarer Verwüstung der Nord-
vrinzcn geftlbrte dynantii^chc Krieg hatte die Macht des Keiehes dauernd
schwächt. Der wahre Kaiser war Stephan Du»au, welcher Sorrä und
npliipoUs (1^45) eroberte und die maküdoniaehen Besitzungen der Roniäer 1345
f Tliessalonike und die (.lialkidike be.'^cli rankte. Die autokephale Metro-
lia Ipck (FeiiJ ward unter Billigung dos Patriarchen von Tniovo und des
tokophalen Erzbischofs von Ochrida zum serbischen Patriarchat erhoben
id Joannikij mit dieser Würde bekleidet. Der neue Patriarch im Vor- 1346
n mit dem Patriarchen Symeon von Trnovo krönte 134G den Dusan in
■) Jotuinee VI war von iluiii Biaohuf von Did^Diutelolioa g«tialbl imd Rekrdnt
wdra.
«er UiM. AlUttornnrlMudun tX. 1 UMg. 1. AhL
^^^^jOJig ^^^^l»»i*B d«r lijrsantiBlaobeti KftlurgMehlchte. ^^^^^^^
H der Eathodrnle von Skopje zum C'areti der Serben und (Iriechen.*) .Vta
H Arta bis nach Belgrad, von den dolmatiiiiächcn Fotsonufum bis u tt
^1 Mesta reichte eeino Macht.*
^m Koben dieaem lebensvollen Grosiietaat« setzten die schon zu «Mr
^m Macht dritten itangt^» herabgeHunkenen Grii-uhon ihrun kfiinmerlichen Htdir
^1 fort. .Toaniiüs VI flherliei« »einem nach der Iteicbanachfolge trachteota
^M Hohne Matthaoo« dio nltc Kpnrclite Rhodope gcwiRsennaR8«n als Saksnd»-
^1 genitnr. Ebenxo »andto er zu weiterm i^tarkcn Misirvt-rgnügcn der Ptllo-
^1 logonpartei seinen fähigen Sohn Manuel nach Hysithra, wo er als DesjMt«»
^B treinich regierte. Des Kaisertums Ohnmacht offenbarte sich in dem Cl>ff-
^1 mut d^T öonwosen, welche in Handeln- und Zotl^achen sich hcinaho als OUr
^B herrn dur lioDiäer aufspielten. In dem wilden t^ei:-krii-g zwischen V«edig
H und Genua, der sich fast ganz in den griechischen Oewättsem abiipMb^
H 1352 »tand darum der Kaiser auf Seiten der Venetianor, bin ihn 1352 die GuauNU
H zu einem neuen Vertrage xwangen. Bald brach der Bürgerkrieg zwikIm
H den beiden Kaisern wieder aus. Joannes V stützte sich auf die Venetiuir
H 1353 und Serben, Joanne» VI auf die Oemanen. 1353 besiegten diese die Sattoi
H hei Didymateiehns, und Kantakuzenos nahm seinen Sohn MaUhacos tan
^k Mitkai.ier an. Sein pflichtvergessener wahnsinniger Ehrgeiz, der die ih'
^P mancn herbeirief, hat recht eigentlich dem Reich das Grab gegnlm
f 18.54 1354 besetzten die Türken Kallipolis, der Weg nach Europa war ikoM
geöffnet. Der allgemeine Hans, der den alten nichtswürdigen Kniiwr hvf,
De». 13Ö-1 machte es dem Palüologen leicht. Dezember 1354 durch einen Hin*-
streich sich der finuptstädt zu bemXchtigen und den überrajwhten Öegarr
znr Abdankung zu zwingen. Er ging als Mönch Joa^aph in» Kloel«,
schrieb seine (Jenchichte und ergab sich theologischen Studien btt n
1383 seinem sputen Tode 1S83. Sein Sohn Manuel, der sich krfiflig zurWik
18&T setztv, ward als I>iMü]K>tes von Mysithra anerkannt. Matthaeos mnsattlSS?
gleichfalls abdanken. So war denn endlich Joannes V AlleiiibcfradMr
und die legitime Djaiastie hergestellt.
Wfihrend dieser ideenlose, nur dorn porsSnÜchen Ehrgeiz eines Bi-
zelnen Kt-inun Ursprung verdankend« Bürgerkrieg die letzten Krtfl« i»
senilen Itomäerstaates aufzehrte, war gleichzeitig im Keicho der Guistvrä
kirchlicher Kampf «usgebrocheii. der zu den merkwEIrdigsten nnd kulhn»
historisch intere.s»anteiKt«n Phüiioniencn aller Zeit4>u gehört, obgleich di*
konventionelle Fabel, welche unter dem Namen Kirchenge^^hicht« m
Universitäten und Seminarien tradiert wird, ihn lediglich mit wohlfalcs
Spotte zu übergiessen päegt Sie offenbart damit freilich nur ihre vODig*
Verständnislosigkcit ftlr diö wichtigsten Probleme der QeisteagescUchtc
Seit den Tagen der makedonischen Kaiser war dio Halbinsel
kidike, in Perikics' und Denioäthene-s' Tagen mit blilhondcn griecli
Städten bedeckt, eine heilige Stätte geworden. Die nSrdliohst« unter '
drei fingerartig nach Süden sich vorstreckenden Landzungen, das it
') C«r und AutoUrntor ^er Serbon und OriAcbon, derBalgaron nnd AU«mm i
»r «Ich io B6in«n Urkunden.
IX, Dls RMtanntlon der PalKolofen nBOerUntorjaaj (1-61— H.15). 1(|59
gebirge, wiinl« durch dio Kellen und Einsiedeleien seiner hoiligon Atdcetca ^M
in Wahrheit ein 'Aytov "O^n?. .ein heiligor Berg". ^M
Der GrUndor der berühmten Laura ist der hl. Athanasios, ein Zeit- ^M
genösse des Nikepharos Phokas, von diesem hochverehrt; er nalim ihn ^M
als Feldprediger auf die Expedition nach Kreta mit. 962 boganu er mit ^M
deo) Bau dv» Kloster», wulehoH die Kogel von Studinn auf dem hl. Berg ^H
nicht ubne Widerstand zu finden einführte. Das Typikon des Joannes ^M
Tzimidkes ordnete die Regierung der heiligen aus Eremiten und Künobiten ^^^|
tdch hüdondon Berggemcindo, welche aus der Synaxis der Hegumene ^^^|
jund dem vom Kaiser bestimmten Protos bestand. Kein weibliches Wesen ^|
latürt die heilige Ruhe dieser gens aet«rna in qua nemo nascitur. Kaiser- ^M
liehe (itinst und Schenkungen der Glüubigeii bis in den fenimi Westen ^M
(da» Klost«r der Ainalfitaner) haben diu Zahl der KlUster bis zu Konstantin ^M
Üonomaehos' Zeit, der 1045 ein zweites Typikon erliess, gewaltig gesteigert. ^M
Alle .tpäteren Kaiser, Komnonen wie l'aläologeu, wetteiferten, ietxtoro ^M
-weit über ihre schwachen Krilfto hinau«, in dem Erlsss von Chrysobullen ^M
und in retchen Vergabungen an diesen Ilerd griechischer FrUnimigkeit. ^M
Die Hesychasten und Asketen aller orthodoxen Volker fanden hier ihre H
Heimat. Zu den zahlreichen Krinnliion hellenischer Zunge kamen serbische, ^M
thulgurischo. russische und iberische Luurcn, Der hl. Sava, der grosso ^M
lOrUnder von Serbiene nationaler Hierarchie, legte hier das für die slavische ^M
Kulttirgeaohichte so hochbedeutsame Kloster Chilandari an. Hier liatto sich ^M
;in ik-r Boitchaulichkoit der Mrmch.szellen eine Theosopliie ausgebildut, welche ^M
[bei dem interkonfessionellen Chui'akter aller Mystik lebhaft an den persischen ^M
Sofismus oder an die indische JogiverzUckuug erinnert. Gleich den Oymno- ^|
aophisten in ekstatischer Hypnose verharrend, den Blick unbeweglich auf ^M
den Nabel gerichtet, schauten die Eingeweihten das uncrschaffeue gj^tt- H
liehe Licht, welches Oiristus bei der Verklärung auf dem Tabor umstrahlt H
liotte. Die rationalisierende Orthodoxie der verschiedenen Bekenninisse ^|
pflegt son.4t in instinktivem Widerwillen gegen alle Mystik deren Adepten ^|
als Ketzer zu brandmarken, so die alte Kirche die Aucliauer und Euchiten, ^|
die römische die Fraticellen und die Molinisten; endlich das Luthertum .der ^|
reinen Ivobre' die ihm an wahrer Frömmigkeit eo Ühorlegcno .Schwann- ^M
igeist^'rei* eines Seh wonkfeld, V. Woigol, J. Arndt uder J. Böhme, hi Griechen- ^M
! land nahm die Orthodoxie für die mystöscbe Geheimlehre Partei, weil die ^M
j beiden Denunzianten derselben, Barlaam nnd Akindynos, weiche die schwSr- ^H
merischen Mi>nche litterarisch verhöhnten, Xatnötffiot'i^ waren; stammte ^M
doch Barlaam aus dem zwar griechischen, aber ,8chismatischen' Kalabrien. ^M
Dam genügte, um bei Klerus und Volk die Sache der Bergheiligen zur ^M
griechischen Nattonalsaclie zu machen. WShrend des wildtohendeti Bürger- ^1
kriegs wurden 1341 bis 1351 Synoden Qber Synoden gehalten, Patriarchen 1341 ilSSI
©in- und abgesetzt; allein die „Omphalopsyebiten", vorzüglich vertreten
durch die apSteren ErzbischSfe von Thessalonike, Gregorios PHlama.s »nd
Mikephoros Kabasilns, zwei wirklich bedeutende IteprÄsentanten griechi-
! scher Bildung und Mystik, trugen einen glänzenden Sieg davon. Der
i heilige Berg hatte sich als das Zion des wahren Glaubens erwiesen.
I In jener furchtbaren Krieis des Sterbens eines ganzen Volk.-«, da daa
106O
Abriaa der byzuttiniiicb«!! Kaiser geachiehta.
H Konlorvolk erbarmungalus von den Ustnan«» zertreten wurde, warf ka
H AthoB ein Asyl, dessen Stille die gobrochonen GuuiUtor nufsucliten, wihnmj"
^M snigloich viele starko Herzen, irre geworden an dem ganzen Erdcolobtii.
H ihren Kampf init Gott in der»olben WeltabgoMchiedenheit dnrchzukftm}dNi
^1 vorzogen. Das Münclituni hat der unglQcklichon Nation in dienten acbwaN
H Zeiten den einzigen nachhaltigen und wabrhuUigou Trost gewiUirt.
^M Tut die Übrige griechische Menschheit, soweit sie noch nicht .dei
H Wandel der Engel' für ihre irdische Laufbahn urwftlilt hatte. ge«taltcln
H noh die politi»chun Dingo inimcr beängstigender. Stephan DuSans IM
^m lühh 1355 war eine weltgeBchichtliche Kaiamitat fOr die Christenheit desOsteu
^K Die heillosen zentrifugalen Kräfte des Feudalismus und Stammpartikulirii*
^1 mua zerbröckelten den majcstfitiscben Kau dec< serbii^clicn Carentiuiu.
^1 serbixdto und albanische HitiiptUiige niwton «ich lo«: Bosnien machte sitk
^M unabhängig. So zerfleinchtcu imd schwächten die Christen in wahnstnnijiv
H Verblendung sich selbst, als schon daa Verhftngnia herannahte.
H I3G0 Das elende Itomäerreiofa traf zuerst der oftmaniscbe Vorstoas. ISM
K setzte Sultan Mural I Ober den Uellvspunt. Schon daa Jahr doraof mäm
H er die wichtigen Festungen Tzurulon und Didymoteichoa, und trotz Upftnr
Oogenwohr wurde er Herr von Adnanopcl, der zweiten Stadt dt« Kmht,
I865j 1863 welche» er 13t>5 zu seiner Uesidenz erhob. 1363 erobert« er Philippajiolii,
13fiQ dann Serrao und »chloss 1365 einen Vertrag mit der den KontiiieeUl*
hsndnl der Balkanhalbinsel beherrschenden Republik Kagu«a, deren !*rivi-
lügien er bestStigte.
IHeson Fortschritten der Osmanen gegenüber konnten die leMum
Christenstaaten zu keiner Einigung sich zusammenthun. Kaiser Joudm
18GS lebte in Hader mit seinem Sohne Audronikos und wurde, ala er I3& n
Trnovo ein Bflndnis gegen die Torke» betriob, von dosacn Fr«und Cir
Si^raan gefangen gesetzt. Da kam ihm sein Vetter Graf Ainadeo VM
1366 Savoyen lljtitj zu Hilfe, entriss erst den Osmanen Kaltipolis und tnif
dann durch seinen Eroberungszug längs der bulgarischen Pontoskttstc Si>-
13G9 man den Kaiser loszulassen. VM'J entschloss eich der Kaiser zur Bei»
nach Angnon, um die Kurie zur Urganisation eines Hilfszuges Ar d«
budrilngte Keicli zu gewinnen. Doch vergebens unter^cbriob er uA
Griuchonart unbesehen das vorgelegte Unionssyinbol. I'apst Urbao V koMlO
oder wolttu keine militärische Hilfe gewähren. Wie tief das Anseboa i»
einst allmächtigen Komäerkaisers gesunken war, zeigt das Beoehtoen der
Vcnetianer. Die dortigen Bankiers, welche ihm das Geld zur Iteise ttA
dem päpstticlieu Sitze vorgeschossen hatten, hiciteu ihn in Venedig GA
and sein in KoustanÜnopel als Itegent eingesetzter Sohn Andromkos weigitt*
sich tür ihn zu zahlen. Nur sein jVngerer Sohn Manuel, der in Humi*
1370 lonike gebot, machte unter gi-ossen Opfern dem Vater 1370 dio Heiink«hr
möglieb. Das klägliche Schauspiel dieser armen Prinzen erregte die Sv
achtung des Abendlandes, dessen vornehme Fiirstenbäuser eich llo^rf
weigerten, mit den in ihren Augen unebenbQrtigen Paläologeo Hoinüi-
verbindungcn «inzugehen. Aus Koche hatte Joannes V seinen Sohn
1^71 »ikos 1371 von der Tlu-oufolgo ausgcscbloiwon und dieiw uuf Manuel
^1 IX. Die R«Btaur«Ui>n 4«r Falftologeo und <[1?Wte^B^^n^i??s3f^0^^^^^^|
^PilJb. Für seinen Kleinetaut trut or in türkische Klient«!. Als mm (lor H
pSfBgiR« Kaiser an der Spitze der griechischen Truppen in A&ien urscfaion, H
nnpörtcii sich AndronikoK und der ihm bofrciindoto Sohn Murads Sandsclii. H
Allem mit gewohnter K(i»cliheit unterdrückte Murud die Bewegung. Der H
rUrkenprinz ward enthauptet. Andronikoe geblendet. IMc Hinneigung des H
Kaiser»:! zu den Vcnetianorn gewnnn dem Itebollon die Hilfe der Qenuosen; H
ar wurde aus si'inum ÜefÜngni-s befreit, erzwang den Einmarsch in die I
Uauptfltadt August !a"6. entthronte den Yater und liees sich als Andro- 1876 I
nikos IV 19. Oktober krönen. Diese oströminchen Vorgänge htUlon nur ein I
nebonKilebliches iiitermez^o in dem gewaltigen, die sämtlichen See»taaton I
des Mittelmeerä in Mitleidenschaft ziehenden Kriege zwitichen den beiden H
Republiken Genua und Venedig, dem erst 1^81 der Turiner Friede ein 1381 H
Endo machte. H
Der alte Johann, aus seinem GefUngnis entwischt, wurde durch den V
rOrkensultan gebalten und betrat 1379 die Hauptstadt wieder. Zwei Jahre I^T^ I
>pätor sühnte er sich mit seinem Ältesten aus, schob aber 138.5 nach 1885 m
ieeaen Tod den Knkel Joannes einfach bei Seite. Die Ueichüiiachfolge M
rerblieb dem Manuel. ■
Wie in Asien, wurden auch in Europa die Osmanen bald die nnum- fl
tchriLnkten Grihiet^'r, nachdem sie 1389 auf dem Kosovo I'oljo die Macht do8 '"SB H
Unat so glorreichen Serbenreichs in heissem Kampf zerschmettert hatten. S
3altan Murad bezahlte diesen wcltgcschicbtlichen Erfolg mit seinem Leben; H
ibor sein Sohn Bajezid I war ganz der Mann, die günstige Situation rßck- H
lichtMlofl auszunutzen. Die Paläologen behandelte er mit Hohn. Phila- H
lelpheia. das allein in Kleinasien sein Griechentum und seine Unabhängig- H
teii bisher behauptet hatte, musstc eich ihm unter gUnstigen Bedingungen H
srgcben. Bei dem Kriegszug« wurde der Thronfolger Manuel beordert H
Im zu begleiten. Diesen Moment benutzte Andi'onikna' 8ohn, der mit fl
rbeasaloniko und Selymbna abgefundene Joannes V)], um den Gross« ■
irater zu stürzen und im April 1890 den Kaisertliron zu besteigen. Schon 13du
im September desselben Jahres stellte Manuel seinen Vater her. Bajezid
Ewang den alten Kaiser die Reataurationsarbeiten, die er an den liaupt-
itädtischen Befestigungen voniahm, selbst wieder abzubrechen. Im Kummer
)b dieser Schmach starb .loanuL'« 16. Februar 1391 nach einer ebeiuto 16. liVlr.
aogcn, als ruhmlosen Regierung.
Sein trefflicher Sohn Manuel (1391—1423). der sieh an BajezidßlMI/HSS
Hof in Brusria befand, eilte sngleich nach der Hauptstadt, um die Itegio-
•ttng zu ergreifen. Diesen Akt selbstben-licher Macht%'olIkomn)eidieit bo-
itrafte der Osmane mit der Verheerung des kleinen Gebiets um die Keich»- m
sauptfltadt und der temporären Wegnahme von TlicsBalonike. Allein sein f
Hagonmerk lenkte der wilde Herrscher bald auf die Südslavon. Durch
Ue Eroberung der glänzenden <'aren.statlt Trnovo verwandelte er 1393 1393
Snlgarien in ein türkisches ['a.schalik. Gleichzeitig wurde Konstantinopel,
irio einst Kikaea und Pnt>iu. nach der altbewUhi-ten strategischen i^axiä
Jer Osnianen in einem fürmÜchen Blokadezustunde gehalten. Man sah.
ea galt Ernst. Bajezid wellte mit dem Schatten der R^fmäerreichs auf-
räumen. In seiner Redritngnis rief Manuel das Abendland zu Hilfe, und
1062
Äbrifts äer byesnliniacliita KsisftrgflMbioht«.
H die&us, erregt durch diu uiiiiunmltj>ftiiivu Fui-Idcliritt« der Türken, erM
^^_8ich iio«1i «inmal zu gemeinBamein Kumpfe gegen die Uriglftubigcn. KUni
^^BSigisniund von Urigai'n, unU-i'stnti'.t dm-ch miio btinlu Krotiztinne«, dem
Kern die franzi^HiKchen Kitlur bildot«n, zog durch diiH eiserno Thor mi
ISN äüden. In der Walachei etie«s dvräri Fürst Mir<^a z\x ihm. n'elch«r i'IM
Bu^««id glftiizend besiegt und Über die Donau zurückgeworfen hatte,
i, Sotrt. 12, So]iU<a)ber 1S96 on-oichton die chrifllidioii Truppen Nikopotta. l*
IDilmilrschen »og ihnen Baj^nd, uiiti<r Aiifht<hiing der Biokade von Knn-
«tantinopel, entgegen. Bajeztds Feldherrntalent erfocht über di« ChriiUii,
hei denen der Übermut und die Üinziplintofitgkoit der französischto Btttar;
jfrdoii vcmtlnfUgcn SohtachtplAn hindert«, einen blutigen aber gtäDiwiita
[^Steg. Die Folgen hatten die Christun zu »pDren. Bwrenoäbeg tnarBchiert'
;en den Pelopanneo, wo in] romiÜBL-hen Anteil, dem Despotal Myntlin.
i'StcUe dei> 180-1 gestilrzben Hauses Kantaktiitenu» Tht^odoroit I'alaMlogM,
Kaisers Bruder«, gebot; hei Leontaxion geschlagen, mueete er eicb
t^ur Tributzahlung an die Türken bequemen. Aber der waekere FOrtl
I verband sich mit Venedig und den Khodiram, denen or Korioth und indtr«
j^Feetungen tlberlicas.
Gegen Manuel wurde uufa neue die Biokade der Hauptstadt tn
Werk geaetat und der Prinz Johannes VII wieder aU Prätt-ndont gc^
ihn anfgostellt. Sein UilfeHchrci verhallte im Abendlande nicht ungobAtt
Frankreich sehiokto den trefflichen Mar&tlia!] Biiucicaut, der mit sein«
kleinen, aber auserlesenen Truppe die Umgehung Konstantinopela von da
Türken »Auberte und den Kaiser mit äcin(.-ni Neffen versöhnte. Letstw»
ward al» Regent eingettetKt, während Manuel da« AlH-ndland beraiil«.
übemll glänzend emp&ngeu und von Frankreich BOgoi- mit einem hilf
g<>halt versehen »nirde.
Ähnlich lebte der eiiist m stolze ökumeniMchu Patriarchat ran ran-
Hchen Almosen. Wahrhaftige Rettung brachte ihm aber Asien, Durd
80. Jal. die Kie»enschlacht von Aurora 20. Juli H02 zertrttmmerte Timur metnenliB
1402 das Osnianenreich. Der »tolze ijultan starb als sein Uefanguuer. 8i> inrie
den Riimorn noch oinu halbhundertjährigo Frist gew&hrt. Hit tlm in,
1403 Europa gebietenden Sohne Bajezids Huleiman scbloss I40:i Hamid ixW
Venedig, Genua und den Rhodisern einen gflnstigen Vertrag. Der Kaiwi
f erhielt Thcaaalonike zurllok und die bisherigen Tributzahlungen an dii.* P(i>itt
1413 hörten auf. Den Streit der Snhno Bnoezido beendigt« 1411) der Steg Mfr-
hamnied», auf der Kbenu THchamorlu unweit Sofia. Uoliammed, dur oü
Manuel eine fui-to Allianz geBchlossen hatte und mit ihm im h<«t<ti Eii>-
veniühmen stand, gab ihm eine Anzahl makedonischer und theMwIiffhff
Pljltzo zurück, welche ihm ttoin eben besiegter und hingerichteter Bniilii
entrissen hatte. Noch ein letzte« MaJ schienen etwas glücklicher« Vir
hältnisse für die Ruinäor sich anzubahaen. Der unnihige Mitfcti«r
Joannen^ VII hatte sich ins Kloster xurUckgesogen und wai- bald duiif
postorheii. An seiner Stelle sotüto Manuel seinen Sohn Andri>iiik«s *i»
UV, Statthalter in Tliossalonike ein. MSi'E 1415 zog er nach Mväithni. *>
U07 nnch dem Tode dos Despoten Theodoros [ (f 1407) alles dninler n»*
drüber ging. Mit kräftiger Hand ordnete er die dortigen Verhältni«.
IX. Di« BeaUnratloa der P*la«logeii und der ünterguig <12«l— 1453). IQQS
befestigte aufs neue den Isthmoepaas durch Restauration des Hcxamilton
und zwang den Fürsten Centurione von Achaia i«cinß Oberhoheit anzu-
erkennen. l>«i' Kronprinz Joannes orechien 1417 in MysiUiru, um den 1*17 ^j
robelÜHchen Coiitunono zu bändigen. Aber, indem er seine Albaneson auf ^M
die vcnetianischen Besitzungen losliess, verdarb er e» mit der Republik, ^^
welche mich des Oenturione annahm und 1419 den Koniäern dos wichtige 1419
Monombaiüa (Napuli dt Malvasia) cntrius.
Mohammed, der in unermüdlicher Thätigkeit die Emire Kleinasicne
sich aufs neue unterworfen hatte, war stets ein loyaler Alliierter der
KomJler gewesen. Rs war daher »ehr kurz«i(;htig, daiss in dum grossen
runioliMhen Aufstände do« »ogviiannteu falschen Mustaplm Manuel halb
I und halb Partei ergrifT und die nach Thessalonike geflüchteten Fhnpürer
Mustapha und I>.ichiinpid nach Lemnoa gegen Jahrgold in Haft legte.
Uatto dies schon den Sultan erheblich vorstioimt, so lies« sich nach dessen
[Tode Manuel durch seinen Sohn Joannes verlilhren, Muetapha gegen den
' jagendliohon Thronfolger Murnd 11 auszuspielen. Allein nach unfUnglichen
Krfolgen wani Mnstapha von Murad völlig geucblagon. Dieser rückte in
Adrinnopel ein und lies« den auf der Flucht eingeholten Gegner 1423 auf- H22
knüpfen. Rache an dem Romäerkaiser war nun der treibende Gedanke
(Jfs 'IMrkensnltans. Gegen 80.000 Krieger sammelte er Anfang Juni 1422 Jua. 1428
I vor den Mauern der Hauptstadt. Aber der SturtnangrifT, welchen dio
I Türken im \''ertrauen auf ein Orakel und unter Führung des Scbecha
Bii'-hnri unternahmen, .schlug infolge der tapferen Oegenwehr der Byzantiner
gftnzlich fehl. Die Türken verloren sogar ihre Belagerungswerkzeuge.
I Die Oriechen verbanden sich mit dem erst dreizehnjährigen Bruder de*
I Sultans Miistapha, welcher sich gegen seinen Bruder erhob und ersteren
dadurch zn'ang, die Kelagcrung von Konstantinopel aufzubeben. Allein
, 1422 ward Mustapha verraten und erdrosselt. Turachaii wurde nun mit
vinem starken Heer« gegen Thessalonikc abgesandt; indessen vonetianischo
Hilfe vereitelte den Anschlag. 142:1 zog Turachan nach dem Peloponnes, uas
durchbrach und zerstörte die l«thmo8scbanzen und verheerte dann dio
Beeilaungen der Griechen wie der Venetianor.
Durch einen Schlaganfall geläbnit, trat Manuel 142S von der Regio- 1423
ning zurück und nahm das Engelskleid. Sein Sohn -loannesVIII
(1423—1448) brachte einen Frieden zu stände, welcher ihn zur Zahlung 1423/U48
von :t<J.O0O Dukaten für di« pcloponnesischen Landschaften veq>flicbtcto
■ und ihm die meisten Besitzungen in Makedonien und am schwarzen Moero
ientrifUK. Da.1 Reich war auf die Bosporoshalbinsel bis Selymhria und
l'Iterfcon beMcliritnkt. ausserdem gehörten ihm Ancbialos, Mesembria, der
Ulthos. Thessaloniko und Zeitun. Zusammenhängenden Besitz hatte es nur
■toch im IVIoponnes. .Joannes musste diese jämmerlichen Ueste noch mit
Piinen Brüdern teilen. Theodorns und Thomas erhielten Mysithra und
Konstantinos Anchialos nnd Mesembria.
Thcssalonike hatten die Veiiotianer 1-123 dem todkranken Prinzen 1423
Andronikos abgekauft. Das ftihrto zum Krieg mit Murad. 1426 wurde 1426
ihnen zwar in einem Waffenstillstand der Besitz der Stadt gegen Jahre»*
bribut zugestanden. Aber sobald Murad seine Rüstungen vollendet hatte,
lQfy\ AbriM der byünUnUcbaD EMMn«Mbi«bt«.
14S0 l'Ogann er ilt>n Slunii gegen die Stadt, wcldie 2!). MUrz M:tO unl«r »
moiutcliliohen Greueln eutlgUUig dem Oamanenreicli einverleibt ward.
Um so «rfolgieicher warun die Palfiologen im Peloponnos. Di« mMv
nohmeiulen Brillier Thomas und Koiiütantin vemichtutcn in einen ^Btk*
i'HSOlichen Krieg U2S- 148U die letzten Rest« der Frankenherrschafl, St
FarKtentflmer Patrae und Achain, und vereinigten den ge«amt«n PelofNMMi
^mit ÄHsnahmc der veneliRmstlien ße»itz»iig«n in ihi-ou Fl&uden.
Je nivlir die TQrken die geiMimte Balkanlialbinsel ihrer HemeUl
unterwarfen, Serbien und Bosnien inkorporierten und von Ungarn mr
durch den lleld»n Johannes Hunyad zurÄckgchalton wurden, um m |i»
kiiror gefltAltete sich die Liige de« Schattenkaisers am Bosporoa. Zi
Muradt grossem Zorne wandte er noelt einmal seine hilfeflehenden t&dbt
nach dem Abendlande. Eine durch ein halbes Jahrtausend »ich hiniHhaii»
Kette von teilwei^e rocht fiivolen TAuntchungen der tirit^^hou konnte die Korn
in ihren etet« emeut«n Bemühungen nicht irre machen. Mit Eifer fSr^ott
Papst EugenlV die neuen Unionspläne. Dem bankrotten Kai!*er rtchid(t»K
ReiiM-getd und Unterhalt ftlr A&a Gefolge. Diesmal, da ihnen das WaBMrM
die Seele ging, war es dem KaiiHT und den metat«n Prälaten, so <ten4li>^
menii>chen Patriarchen Joseph und den »pfitoru Kardinälen Bewarimi td'
Iddoros, mit. der Union bitterer Ernst. Und das FInrentinum, da« foiuU
6. Ja). 6. Juli H39 in der Kathedrale von Kloranz vn-kMene Unionedokret. urt inr
11439 forn von eminenter realer Bedeutung, als «e dl« dogtnaUäche Gmndlag* Ifr
die thatsächlichen Unionen der Kuthenen, Rumänen u. s. f. geworden iit
Aber in Konstantinopel ging es anders. MAnche und Volk ratiSziertea in
Vertrag nicht, welchen die kaiaeriiche Regierung und der höbe
iibgesohlo.'ieen hatten. Dogmatische Zänkereien verbitterten deo B;
tinern M?lb»t die Todesstunde.
Vom Abendland erhielt .loannet) Vlll zunilchst »o gut wie koiw
Daftlr untersttitzte Murad seinen nichtsnutzigen Sohn Oemetrios,
Patron der Rechtgläubigen mit türkisciien Nomaden daa tiebiet
stantinopel vi>n\-ilstele. bis sein Bruder Konstantinos ihn ru
und »elbst gefangen nahm.
1448 Aber Eugen W liess nun Überall das Kronz pr»dig«n. 14
8chierfe ein hauptsäcldieh aus Ungarn, Polen und Rumänen
Hcor unter Filhnmg des KOuigs ttladislaw und Uunyatls gegen diu
24. D«a. und dieiBO errangen bei Kunowija 24. Dezember 1443 einen
'Vt44 ^'^^' ^""^ lenkte ein, und Juni 1444 ward xa Sse^edin oin Af
lind ^rbion rocht günstiger Friede auf U'hn Jahre abgeeeUosMlL
während Murad in Asien beschäftigt war, ries der beissb(&tige
legat Uialio Cesarini durch seine flammende Beredsamkeit den
Reichstag zum offenen Wo4-tbruch fort. Anfang Aognst rOdct« die
armeo aus und drang in schlechter Zucht bis Bolearien vor. B»
Vama genommen, als die Xachricht von Horada Obet^gang naeli
das Kreuzheer erschreckte. Der schmähliche Verrat der Geanesn
10. Kor. cbristhchen .*<ache hatte ihm da^ ermflglicJit 10. November 1444 ta»
1444 zu der Schlacht von Varna. welche die Christ^-D beinah« gewoMMa
wenn nicht gegen die Verabrodung in toller Kampfeefaist iib4
IX. Die RMtanifttloii im PalAologen and der DnUrgUig (12CI'-I4&3). ]065
Hunyadi Erfolge KHnig Wladitilaw und seine polnischen Rittor den
jriff auf die »Hein noch standhaltonden Janitscharen eröffnet hatten.
adiKlaw 6«1. Soiu Tod lithiiilo dio Kraft d«i- Chriütc-n. Aber Hunyad
sie den geordneten Rüt-kzuR der Armee über die Donau, ihre Verlust«
■en geringer als die der Tllrken. Der Misserfolg dieser lofaten ge-
tigoii Anstrengung Iics8 im Abendland eine thia Entmutigung Kiirilck.
fet thatsflchlichc» Unrecht, ihm dt-n Vorwurf der Teünahmlosigkeit
jniUber dem Schicksale der Oetrüraer zu machen. Vielmohr hatte es
oh dio Zeige von NikopoÜs und Varnn für die oricntaliiKchen <^iri3ten
han, was in soinoii Kräften ütund. Nunmehr waren sie unwicdorbring-
^ihrem Schicksal verfallen.
■ Johann Vlll suchte dann durch Gomchonko Murads Groll m versöhnen.
Honotinner, den-n Flotte die Aktion des Kreuzhticrs »ckimdiort hatte,
■nen 1446 mit den Türken ihren Frieden, Konstantin vnn Myeithra
t« aich 1444 ebenfalls der antittlrkischen Allianz angeschlossen. Er
te da« Herjiogtnm Athen »einer Herr»clmft unterworfen; anch nach
ma setzte er den Kampf fort und drang siegreich in Mitte Igrieebcnland
■ Er hoffte auf des groiisen Skanderbeg Hilfe; allein diesen nahm ein
t mit Venedig vflllig in Anspruch. Murad rUcktc nun persönlich gegen
Klliloponne.s mit einer Armee von 60,000 Mami ins Feld, Trotz Kon-
aUns energischem und gut geleitetem Widerstand fielen alle Burgen
ttelgriechenlanda den Türken in die Hände. Die beiden Despoten ver-
digt^n aufs tapferste das HexamiÜon. Auch diese Linie ward 4. De-
aber 1446 durchbroelioii und Koriiith gewonnen. Thomas und Konstantin
en nach Mysithra, während die Türken durch zwei gewaltige Kazzias
lern Peloponnes fiO,O0ft Menschen fortschleppten. 1447 ward den Paläo-
dor Friede gegen Erlegung einer Kopfsteuer für ihr Land gewährt.
Verwicklungen mit Huuyud und Skanderbeg hatten diesen leidlichen
Jnss zu stände gebracht.
Kaiser Joannes VHI war den 3. Oktober 1448 gestorben. Der un-
Demetrio-s trachtete nach der Nachfolge. Allein die bi!*lierigen
LÜtcr und der getreue Phrantzes widersetzten sich dessen Ventuch dio
iptstadt zu nehmen. Murad entschied fllr Konstantin, fi. .Tanuar 1449
telt er im Schlosse zu My.tithra da«) kalMerlJehe Diadem und segelte
tt nach der Hauptstadt ; mit grossem .liibel wurde der Kaiser in
m neuen Staate begrüsst, der sich wieder, wie in altgriocbischer
t, auf die Polis beschränkte. Die beiden übrigen BrUder, Thomas und
Esetrios. teilten sich in den Peloponnes. Gegen Thomas, der sich auf
en «eine:« Bruders auszubreiten suchte, rief dieser dio TUrkcn zu
I: (lieee stellten denn auch die Ruhe wieder her.
MittJerweile war am ti. Februar ll-M Mohammed II auf seinen Vater
Wie mit den anderen Kloinfüreten erneuerte er auch mit den
ern feierlich Friede und Freundschaft. Während nun Mohammed
^ti«n mit der Niederwerfung des unbotmiUsigen Emirs von Karaman
glliftigt wai-, kam Konstantin auf den uiisoliKen Einfall, für den in
kntinopel inhaftierten Prinzen Urchan Verdoppelung der von den
gezalilten Pension zu fordern. Der gricchenfrenndliche Grossvezier
U46
1444
1417
3. Okt.
1448
S. Jan.
1449
1066
Abris« d«r bytBOtinieoheii Kftisif
Oialil-PaiHcha ernchrak Über (Uo thßrivfatu B
cliisclic-u Ucsandten ins Lager von Aküchehr j
med 11 ergriff mit Frouduti den gUuatigon Ai
ein definitives Ende 2U bereiten.
Mit doi- grösäten Umsicht loitcto Moh
Gricchün erkannten bald, dass für sie der
Lehen angehrochen sei. Allen Verkehr nach|
schmal-ston Stelle des Sundes orrichtcteH Knstd
Itingon gegen den Festungiibau wies der Sul
H&S H52 sandte Mohammctl den Ttirachan gege
eine furchtbare ICnui» duri-tizumncben hatte;]
3!n Ijinnsten ihres bedrängten Bruders ward« \
vürproviantiert,e »cino Hauptstadt nach Kräftd
1153 Winters H.W da« Mauevwork au». Von d(
erhielt Konstantin keine Hilfe. Das AbondU
seine Kräfte filr die Itettung der Romäer
H52 welcher den .nia^ischcn* Kardinal Isidoros
neuen Union saiidt«, entfremdoto dem unglUcu
pathien der MOncho und der Massen. Aber ^
durchweg union8feindliph. Wirkliche ITnterrf
fast mir durch die kriegerischen Mnnnschaftq
tJnopcl ansätisigen Kolonien. Indosson «in grq
Boinon Frieden mit Mohammed. Dagegen d<
Giovanni Oiustiniani kam mit swei Schiffen
Kai»or soino DionKto unzubietcu. Zur Di.spi
wenig über fllJOl) Mann. Mit diesen erwartot
heuren onmani^ehen Übermacht und der gel
durch den higenimir Orbnn gegossenen ItioseB
ward durch eine Kette abgesperrt.
i. Apr. Mohammed II erschien 5. April 1453 voi
^^"^ sQnlicIi den Angi-iff von der Landseito, wie
ll.Apr. 11. April !l.'i;J begann der Angriff, allein vi
.Erfolg. Orbans UiesenniQi-ser zersprang, und
mittelst dos griechischen Feuers gegen die 1
reiches Oefocbt. Die Broschen wurden ausgf
IS. April abgewehrt. Muliainmod begann nii|
Seeseite und zwar von dur inncrn Seite des j
den Venetianeni abgelernten Methode, worin i
Diolko» uachiihniten, wurden die Schiffe aufej
unge geschafft und bedrängten die GHenben i
Die seit dem 7. Mai sich wiederholond«
wurden unter schweren Verlusten der Feindflj
Auch der gegen die Blacliomen gerichtete Mi
«rfolgreirhen Oegenam^talten den doutschenj
Aber das unablüs»ige Geschiltzfeuer der li
Mauern derniUge Breschen geschlagen, dossj
1463
IX. Die BeaUuratioo
löföännd d«r üntei^ang (I261~US3). 1067
14G3
Haupt»t»i-i« nngcsetzt werden konnte. Einen letzten Vorschlag, die Stadt
eu aWrgebcn, wie« Konttt.antin licldoiinitltig zurUck.
Um 2 Uhr in dor Natht Hiuiistiig, don 29. Mai H5:J, begann der 29.^ Miü_
EVrcht«rltoho Ringkampf. Zwei Sturniläufe wurden siegrtiicli abgeschlagen.
L>a lioss der Sultan die Janitschareii vorrflckon. Wiederum erlitten
liü grosse Verluste, aU ein PfeilschusB den unisiditig die Verteidigung
leitenden Giustiniani schwer verwundete. In der ersten Betiubung eilte
JT nach dorn Ilafen, um sich auf einem Schiffe verbinden zu lasmin. Die
antretende Verwirrung beinerktu und bciuit^te SiVganos-i'ascha. üntür
ratendem Kampfe mit den Verteidigern netzte ein Haufo Janitüi^haren
Ücb ftuf der Mauer fest, während ein anderer Haufe das kleine Pförtehen
Cylopcirta unverschlossen fand und ntif der Mauer nach dem Thore von
Idrianopel vordi-aug. Durch nuchütrömtinde Eamcraden verstärkt, fielen
lio dem Kai»cr in den Hilcken. Die tQi'kischen Kanonen öffneten jetst
üne rie»ige Bresche. Konstantin fand tapfer kämpfend dem Heldentod.
We Sieger verllbten unter der schwachen Besatzung ein fürcbtiTlichoa
Jenietze] und wandten nieb dann zur Plünderung. 60000 Einwohner
rurden zu Gefangenen gemacht. Eine Masse Unglücklicher waren, anf
)in alles Orakel verti-auend, in die Sopbienkirche geflohen; liier sollte
»ine plötzliche und wunderbare Wendung des Schicksals der ('bristen ein-
Z«t«D. Die Thilren wurden mit Äxten eingeschlagen, an den ungUicklichcn
fiisas^en alle Greuel des Kiiegsrechts verUbt, der Dom selbst bosudult
lud entweiht
8 Uhr Morgen» den 30. Mai zog Mubaumied in die eroberte Stadt 30. Mal
kund nahm die äophienklrche fUr den Ti^lain in Besitz.
Das ganze Abendland brach in laute Wehklagen aus Qber den
idiweren Verlust, den durch den Fall dor alten liiSnterstadt die Christen-
leit erlitten hatte. Die spärliche Hilfe, welche der I'apat und Venedig
»andten, kam zu spat. Die pelopnnnesisohen Despotatc teilten sieben
lalire später das Schicksal der Hauptstadt. Oas römische Griechenreich
irar aus den Annaion der Geschichte ausgestrichen.
Der Maimonat 1453 hat das byzantinische Kaisertum definitiv zu Grabe
getragen. Mit der weltbeherr.schenden Stellung der Üriochen war es längst
tue; auch der falsche Schein derselben ging jetzt verloren. Aber Byzanz bat
»inen gewaltigen Erben gefunden. Der russische Cur nahm die paläologischo
Prinzessin zur Ebo; die Krone Konstantin Monomachs wurde dem Selbst-
l)em*cber Aller Iteussen auf dem Kreml aufgcKotzt, Das riissi-sche Koich
ist die that^Tiftch liehe Fortsetzung des byzantinischen Kaisertums. Und wann
Dinst die Hugia Sophia dem wahren Glauben zurilckgogoben, wann einst
KJt'inasien der scheuHölicheu türkischen Misswirtsehaft entrissen werden
M>11, 80 kann das nur durch den russischen Caren geschehen. Englands
HTidomtAnd streitet gegen Natur und Geschichte und wird darum mit
äichvrhcit, wenn auch vielleicht erst recht »plit unterhegon. Kaiser von
Konstantinopel kann nur der Beschützer des orthodoxen Glaubens, dor
riwsiaclie Oar, werden, sofern er sich der grossen mit dieser Aufgabe
verbundenen Verpflichtungen ernsthaft bewusst wird.
U&3
Allgemeine Bibiiogi
1. Politische Geschl
1. Zntwmm<iaf««i«itde D»raUl
I
Don bed«ut«näst«Ii Urund h$i< «iour der gilitsm
da Frcan« (Da Ctinge). durch folgende Worko: i. 1
Im ampnreun Knuii;oiii, Pnri« 166K. j>. tii«toriii byx«nä
Paris 1980. Diese« nocli lionto Hbeolut lui^ntbebiliobw
pHKiaierl^n und büußj; audi unt^^r iliren SpoeiHl titeln »ti^
bj-nkDliuae neu Htcmmutu iiiipLTuturuui CpuliUuonim (Üeufl
mit der b}'Uintinisoli«i (tMChiobt« cag vorbundciion bDiIi
famition nohiit Abbildungon Ton Manxnn. Minintarrn u. M.1
nrii di-Hcriptio arbin Clioliteiiao •|iiJili-i oxiilit siih imiiM«
Topoitrat>Tiie von Kjiol mit rticbliultigvii NiLcbweiBcn <lt
P&lAste u. s. w.). Auch dieaer ThI bluilit oo^b immd
Gebiete der TupviKriipliio iud Kpol in dar neucron K»)i %
liniiteban l'umiliorigrnicbiohlo geiirbnitot wordnn wL J
byzanlimiitUcn lltutorikom (Üntor^hronik. Zcinnia», Nik«^
KiDnumoN. Nikrpbornii Grc([oriMi. Zar craten Einfübri
froilioh nicbt gä^iguel. — Nichts als eine Cbuisetziing
BchliMsondeo byiaiitini4ch<iii Uiatoriker uud Cbroiualca
Histoiro de Cple <l»puis Justin jua^u u lu Ud da rempire. ]
holt Piiria IGHö. — Cb. Le BeRU. HJHtoiro du Bm Eq
mit KortMttung — 1.SI7. Noiivcllu itditioD pur !^aillt-II|i
Dio cnitnn Teil* Biiob in dnutuchor rboriictiung. J.«ipij|
ver«rbritet*i und daher xicniliob luivprdniilicJf» Kompil
hl. Gibbon, llietcry of th« decline nnd fall of tho Bon
bis 17SS und oft wiederholt. Eiue n«ue Auajittbe, di«
d«ni KCgmwSrtl^B Stand« dw Forschung Migepaset
j«txt Vol. I. liondon 1^96. DeutBcbe UbersHiung voi
Auflii«* 1843, 1854. 1862). Di«Bc>B ktnseixcbc Werk ia
und dnreh sein geistvoUos Kaisonnonmnt fUr dio Verhroi
tininahen Well bahnbrnchend geworden, obiichon nich gl
tlmn die Ansehnunng von eint-ni iinHuflialUamen, w«si
wirkten Vorfull nls irrtDinlicb erwiesen haben. — Ai
hoDdert George Finlny, der. durcdi Jebvndiice AuffM
und durch intimel» Kenntnis dor Urographie und KtluH
^ 1. FoUttBOBÖ Oeaddcht». ^ 1069
j die wAitoii PerioileD d«r TÖmia«Ii'tiyuDUuiacli'ii«ugi-iuchi8dlien UMObicIita in vi«r grosMii
Werken d««l«Ute. Nacli Bcineni Tode bcsurgtc H. V. Toxur ein« von dem VurrAsaer selbst
I UoBlt TorborMtoto imd bodcrutond vcriiirluto (iusnnitiiusgabe d««iielbL-u utjl«r dtMu Tit«):
A luilory of (iTa«o« frcim iU conqupxt \>j tho KomnuB tu tb» ptciiont timu (U. C, 143 to
A. t>. 1S64), 7 voll., Oxford I8TT. — In deutscher Cbersetxung erscbica: l3. Klnlny,
I emeh«idnii4 untvr d«n lUlmorn (Uli v. Chr. -TIS n. Chr.), Ui|>iig lb61. Klne ansriüir-
' liefa« Desprochiing von (>. Finlny, Medieval (ireece und Tiebizond 18&1, gab J. Fall-
merayvr, Geeanimelte Werk« 3 (1861) 298—330. — Wiad. tl« Bruuet de Presle et
Alex- Blaiicb»t. La ötice de|>uis lu c;on<|uOte lomatne jus(|u'i( oos joun. l'aria 1860. —
Baptiatin Paujoulfit, Uiitoiru de Cpl<? i^umprcusot le Bus-Empire et rRnigiir« Otlo-
■aan, 2 Bdc, l'nris 1)^58 (popularo Zusammen fiissuog ohne wiBHCuscharilicbcn Wert). —
Ein» (T&llig kindincbo Kompilation hob Gibhon ist dns Unch von Vi. v. Andlaw, DIt
bjxaiit inischon KnisDr. Mainü ISÖö. — Der h^e und gTilndtidiste douUch« Forscher auf
idam Gebiete d«r b^xnntini schon Geschieht« ist Karl Hopf, Ausser versohiedeu^n Mone-
) gnpldetl (•■ u.) Bi'hrjub er ein» zusHinineafu^ende und nainuntlicb für di« Qeaobichte der
riBnki«Rhon NnrrscbuftoD grundlegende .UoBchiobts ürieubenlnuda vom lioginn dun Mittel-
alten bis auf uneore üeit' (31)5—1)^21); sie ist leider vcrgrnbon in der ebenso grosanrtig
kIs answeckmOasig angelegten Erecb- und Gmber'acbon EnE^klopiidie 1. Sekt,, Bd 8') und
86, Leipsig 1867—1^06. Vgl. di« Besprocbnng von A. v. GutschmJd. Lit. CeulrHlbt. Iäti8
A. 8S8 ff. ^ Kleine Schriften 6 (1894) 42G-'434. — Zar KinfObriuig dienen fQr dmiUobe
Leaer Md bcalcn die neuig selbst An di(;eD. uber diuch schwungvolle DurtilcUung und gute
Gmppiorung dos Stoffes nuageneicbn^len Werke von (i. Fr. HeilKbf rg, (SoBoliiohte
Oriecbe Blande seit dem Absterben des antiken l^^bens bin mr (tegnnwart, 3 Teile und
Begieteibend, (iotha 1^76—1878, und: Ueechichle der B^xantinnr and d4s osmanischen
S^Jehes liia fegen Kndo des 16. Jahrhunderts, Berlin 1883 (in d«r von On«ken heraus-
gegebenen allgemeionn Ue«chiebte in Kiiixeldarolellungeu II 7. Tiiit). Eine CbervicLt gab
Rertiber« auch in Pnuly'e BeulenzykiupUdie ). Bd 2. AuH. (18Q5) S. 2552 IT. — Eine lec-
bare popallro ZusRminenfiteaung. die keinen Anspruch auf wissenschaftlichen Wert erhebt,
gab C. W. C. Omen, The Byinntine empire, London ISH'i. — Kungofasatn Dnrslellung
▼eo Ol. Bajret (89&~1095) und A. Uamhaud (109ö— 1481) In: E, Luvisso otA. Kam-
bKiid, HJstoIre g^n^ral» da IV" sii^cle k nos jonrs. 3 voll., Paris 1893-1894 (Vol. 1,
161-208; 62S-6ä7: 2, 7'J8-883; 8, 789-868), - Eine Skiwe dur byiantinisohen Oe-
aduuhte von 11. (ieltnruU Anhang diesesBuoliBS. 91 1 — 1007. — Endlich sind xwei griechische
Werks la onnnan: K. t'aparrbegopulos. 'foio^in loü V-^iiiniov c.1rVT(, 2. Aufl.. h Bde
(mit Alles), Allien 1887- 1^!^ ein auf selbständigen Studien bograndetos Work, da« von
den ill«et«a Zeiten bis auf 1832 reicht. Ein AuB;fUg aus dem Werke erschien frannOalsr-h
«Ja: Hiatoiro de la olvilisatioo helt^niqiK*. Psris 1878, — Sp. Lstnpros. 'lainpla r^( Tl-
Juidvf, Alhon I8rj8 — 1892 (bis jrltt drei liHudu, die von den ttitesten Zeiten bis auf die
Kaüenti Irene ruidii-n; das Werk hoII bis auf König Otto gafUhrt worden). — Ausserdem
«ind natArlicb die Kuf Bjuuu: bexQglichen Abschnitte in den univ ersalb Istorisc hon Werken,
■. B. Renke. Weltgeecb lebte Bd 4— t!, Leipilg 1883-1885, sowie die Daratellungen der
;fia]ieBlecben, slavlscben. persiacben. arabischen und tUrklscheu üescblchte beizuzlehon.
!k S. Spealalwerke, d. h. DaratellaogeD einzelner gr6eaeter Zeilabaehiiltte und
m einael&er Oebietatells.
W A. Elaselne Zeitabschnitte: I. .Xlter« Zeit: 8ob. Lenain de Tillemont,
tatAJT« des enipereura et des autros prLDci.>a ijui onl rvgn^ durant les sjx premiera sitalee
■ie I'^gliao et«., 6 voll, BrQaael lt)'J2 tT. Oft wiuderbutt (reicht bis auf Anastasios I
inclne.). — ■ Montesquieu, Cunaid^rations sur Ice e^iusea de la grandeur dea Romains et
Ito lear Mcadeaoe. Kinn neun Auagabo mit einem Kommentar, in dorn auoh auf die iniuu
■Mwiakelang der byiant. Studien Kncksicbt genummvn ist, venuixtaltete C. Jullian.
T*ci» 1896. - Wenig nQtxt jetzt W. Ziukeisen, Qwchicht« (iriecbenlandH, I. Toll (bisxuni
1070 Bysantinische IJtteratnrg«iohichte. Allg
HMr«awi)to Knnig Rc«»m>. Uipiig 1882. - AmÄdrfe 1
nub d»puiii U (ofl'iabOD 4e Uoiae ji*M|a'k la fin da gt
Pari« 1$«2. - Am^dte Tlnvrry, lUcita 4« l'kiatoiN
]>en>U'ra t«ni|Mi do rcmplre d'Occidoat. 2. S^rie: I'n
Itafin, Eutrop«. fttiticon. 4. Stii»; St. Jwu ChrjrM«!«)
»atäU* ebrMienn« «a Orioit. 6. 8M«: NnalorJiM et Bl
V Müde. Pwfa 1860. 1865. I8T2. 1879 ~ Thom.
87B-47«. 4 MlL. Oxford 1880-85. — V. Durqy,
Pari« leSS (von DJocIettRD bis «uf dan Tod Th«od«Mi<
OtMihiebte dca Uotvi^aoits der antiken Watt. Knim
Hand bchaiKlclt di» !£(>i( KonstanlinD d«« Grcmen bis I
Uurj-, A hiiitory of lh<! litl«r Kom*n emplr« from ArM
D.}, 2 rolL. lADdon 1889. Da sich die Spf&nlstudi«*
Mit arstrack««, 8t«ht wohl ein^ FortBotiung diniMT
8chlaB8«r. 0«aoluctit« der bildoretflnnemltni Kaisfr,
r«r, Byiiuitiniaoh« QMeliiciit«n, 3 Bd«. Orai I8T2 — I
QeBK^icIil« Vt-nedtg* hia lOfM. der xwcit« di« V6lk«T
und Bnlgarnn) nnd ihr« HMiobungoii tu Bi-uini, dor
von 978- lOT] mit bMonder«r Rfleksicht auf di« ki:
LoidM iKatt di* Obj«klivilAt dea anregenden Werke« n]
Stadien sor byunliniaobeii OeMblelite d«a 11. Jabrbiin<{
Bahr lebrreiobo Skiua dor vorkomnemMhen Zusliad« id
Dia poliliaoha und kirehlichn Riollang von Bjinnx. V|
Oera, Uipug 1879 8. 32— .■>.•>, - Cnrl N*umniin. d1
K«tiobo8 vor den KreuixQgen, Lelpu'g 1894 (wiehligM, t
S. N. Palnniov. Dvr SQdüalen Eurofiiis im 14. JabrhJ
60— lOS und Itd 96 Aliloil, !I ^-56 lullgemcinnr Cbci
— T, Flurinokij, l'nlitiichcr dnd kultarclIoT Knmpf in
HAltto diw 14. Jahrb.. Kicv IR»» (ra««.). - Hauptwort
ReiobcN irt dn» nchnno Buch dco Juii>l(>n Pnuloa KnI]
«na itjt n^iiittit ft^Xf '^^~ '«'Lri'i'ni'ac «iUuiifai; (1204'-I4{
TmQxaXfatof/iii'^ 'Eiin't. Athen 18G9 (niir uiuuglLnglit«
tboldy. Oeticbivhtu (Irieebenlands ron der F.robpmngJ
im Jalire Hö3 bin auf unnre Tige, 2 Ild^. Ijnipzig I
Beilrttge lur hytantininohcn ümchiuht« aurb bei I'. K^
1882, Sp. 1'. [.amproN, 'faiopini ftfltt^fiaia, Atlien E
'JffrofURiI Jtfiayftattim, Athen 1890. |
B. Einxclna (iobiutatoile: A(h«n: Sp. I>l
lop JaiJtxiimv fiwvai xaiti nt;yB( «Vr'iRJrotf, Athen'
Mhiohio dor SUdt Atben im MilUlalter, 2 Bde, StuttgJ
auf dnn Koreohungoa von K. Bopf, isl aber durch di«J
von biMbendem Wert«. Die auf limgu SIrorken («ehr ii
«eil atlicninc^lio Geschichte wuisa ür. durch gcschickto Beil
geaehidite zu «rgftnivn. — li. KonxtnntinidcR, 'f'repj
«$ai( fifxm IUP ttovt 1821. 2. Aufl., Athtn 1894. — "
Stndien Wiohtign onthaIt«<n die nncli ihrem
Uegaodou Work« von Coiut« Ll'oh do Ln
eleit d'n|>h:H dos dovuuienU inddita, 2 voll,, I'nri« 1856, i
JtSr 'J»ijya',i»r ini Toi'qxoiigatinc, 2 Dde, Athen
MfijfittH t^( ht«i/ia( twr ' j1»tjraiu)y, 3 Bdo, Atheo
Briefe, Vertrftgo, Pirmane n. a. w.)
n 1894. — UJ
n Haiiptplafle ]
^nbord«, Äthf
1. Politiscbe Oenobicht».
1071
^E Pelopanoen: I'h. Kallmaraj'or, UnMihichto dar Hnlbinse) Höre«, 2 ßde, Stutt-
^frt und TQbtageD 1S3(I— 183Ö (g^ietreich. aber na^cKcbt gegen die oeugri^cliiscbe N&tionn-
liUU). - Dmu die S. 887 an gefOhrtM Werke vou Bucboa u. a. -^ PalriiB: St. TUoino-
pDlo«, 'feiDpi'a iij(- Tiöitta« Ifn>(Hii»-, Alh«u 1888 (mir uniugüriitliah).
Tboomilien: L. Fr. ThTcI, \)c TbcMHH)ouit.'ii eiuaqiie agro diwertntlo geographira,
Bertin 1930 (vortrefTliphi^ Monogrnphin, in der auHHu der (leogrnpbi'o anch dio Oeecbichte
gabflbrwed berUcksicbtigt ist).
Epirua: F. Arabantiaoa, X^ointygaiplii tiit 'Httie^v, 2 Bde, AUien 1^6-1657.
— Jo. A. HomuQoa. iliQi laö .Ifnotäiaa (ij; 'Hittifi», Korfu 1895 [wortvollo Uo-
Mbiclit« d«( ÜpapotaU von Kpirus TiOi — 1-140).
Kerkfrii; Andr. Miiatoxydes. Dnllo com Corcircsi. Ünnd 1 (nicbt m^Jir oiw-bienen)
Korhi 1&*8. - And. M. Hidromonos. IvKintir^ laiogiB i^( h'coKi'pir;, Kerf« 1896. —
Mehrere Texte lur Goacbiobte von Korfo ed. 8p. P. Lampros. K*f*ffvliiii 'Arixiota,
Albea I8t)3.
Kopballenia: Urkandeu u. a. w, tnr Oeachiobt« von Kepballenia geben Marino e
Nie. Tignatorr». Uomorie storiobe e oriticbe dell' isola di CafBlenia, 2 tide, Korfn
KjthnoB: A. N. Ballendas, 'lata^in rijr i^'dai- Kvirov äni tat- np/aiornioif
/fetwr fi/xft itir in»' tj/'üci Atb«n 1896.
Kreta; li. t'npadopctrnkla, '(diopi'R lujc Sfmliai' ^rw fiiffot ifc KgijtiK^i
tttefint, Athen 1K8K (bl^gin^t mit Am Krabcrung Kreta« durch die Arabor um 835, wird
aber ent für dio leisten .tahr hunderte nusfilbrlirher),
Rhodos: l>i« Geacbichte dor Iniifl Rhodos in der byzanliiiiuchen und neueren Zeil
Vm Kuf 1523 bebsndelt Cetil Torr. Rliodee in modern times, Cambridge 1887. Kin Kx-
ivrpt aus dieeieui Buche ist die nur a.h ]>rivater Seiiaratdruck verOffentlicbto Abbandlung
von Ceeil Torr. RbodcH umti-r tliu B,vxuutiues, Cambridge 1686. Vgl. die BoHprechung
van S. Beinach. Kcvu» Crili<iuo. lome 22 (1H86) 188.
Cyporn: G. S. Phrnnkudes. Kertpit ^loi vi Ki'fipioi i^{ atjfiiQoi', Athen 1890
(nnaelbalJUidig]. — ItHiiptworko sind di» S. 902 zitierten Schriften von Mas Latrie und
Sftkellarias.
Trapecunt: Ph. Fallinurayer, Qeechiebte dea Kaisertuma Trnpezuat, München
1827 (gnmd legende Daniel lung). — Neuo MDlrrinliun ttir Guschicht« von Trnpczunt ver-
«ItaÜlchU Ph. rnllmcrAyer. AUhnndl. bayer. Ak. 3. Cl.. 3. Bd. 3. Abt. ÜMS. - W.
Tiseb»r, Trapezunt und seine Uedontung in der Geschichte, Zfiitschr, rOr «Ilgem. 0*-
•ehicbt« S iStdltgart 1886) 13-39. — Vf. Fischer, Trapecus im 11. und 12. Jahrb..
Mitteiltingen des Infilitate f. G«lerreich. Gescbichtaferseh. 10 (1989) 177-207,
Palfiatinii: Alphonse Courot, La Palestine aoiH les empercurs grees (323^636),
Oreneble 1869 (von R. Rahricht, Räumers Hislor- TnaL'bBnbueli 1875 S. 3B8, ala Muster-
•wtik. bMeicbnet MirunKugUnglicht. — Gr. Palnnins, 'hfaaoivpiiii ^idi titii'i/ia; laiagla
T^C »yl»< töXKiie 'ItQot^alijfi ün6 r^t it/iiluaattat nvt^s tias iwf fiurürtiii j^^oriur, Je-
mwalem 18M.
Afrika: Ch. Diehl, Rapport aur deux miwions archäologiiiuea dans l'Afrique du
TtoTfl. F.ilratt dce .Nuuwllea Art^liivea den Miaeious ecientiliquea et lillitraires*. Paris
1894. Vgl, li. Z. 4 (1895) 139 ff. — Ch. Diohl, ^tudes sur rhiatuire de la doiuluatiou
byuntine en Afritine. Le goiivornement bjZAolin et Icia popnlntion» indi(:^nes, B. Z. 4
(1895)67—91. - Ein grosseres Werk von Ch, Diehl Obor die byzantinische Herrschaft
{■ Afrika, daa von der francOMisuhen Akademie mit einem Preise gekrOnt vorden iat, be-
flndet aich unter der Presse.
Unteritnlien und Sizitieu: Kin umfassendes Werk über die Griechen in Unter-
IIbKm. in wolehem iwben der alten und nonoren Zeit auch diu byzantiiiische Periode cin>
C0li«Bd herOcknchtigt ist, gab Fran^ois Lenormant, I.n (irando Griee, 3 vull.. Paria
1881—1884. V|l. snch Fr, Lcnotmant, X travers l'Apulie et la Uonaie, Paria 181^
1072
Byz&nUntBcbs UtUrctarfMchichte. Allg
(mir luinigtiieUdi}. — Knne Dnnrtollung dtr GtMiWchj
E. I.avias«, Ili*t«iro gändraU <lu IV" iiii«lo k not J
Italy undw tbe Lomhonlii, Seottieli KavUw, Jiuiuar IS96
UMiltuugen in Itolien von e. 600-640). — M. Brun, '.
und 10. Jakrii., Od«aM 1888 (niM.). — T. D. Nerutixi
loV /ifioi- ii/oii«, llBfrimait 10 (1886) 167—174 (mit A
MuienLilil«« nua Mi-Minu). — F. Hirsoli, De Italuit I
Btrlin 1»S4 (mir nntugliiglicb). — F. Hirsch, Dm bJ
gang Am langobardinehon Hoioliea. Leipcig IS71, ~ 0.
0 firoci f«T Ifl »toiin doli' Italin moridioanlo nel medi« I
rani. Dno raliqnie d«! Ilixantiniuma in Pufli». Aroh. ■
(188S) 608-620. ~ Fr. d'Oridia. DI lüeam documonl
nuddioiul« dei Mculi XI. XKeSIII, Arch. etor. pw la
)iia 607. '- Für di« Quolttn d«r G««e)iiclit« d«s byiantintai
Im Tonil doUn utariit dello provincle NnpoleUne dal 568
provinclo NniioIcUne 1 {1876), 2 (1877), 6 (1880). — E '
d'Otrntito, firaD» 188Ü (mir uniuginglioh). — A. ß.
Uu^raaait 13 (Ig90) 126-184. ~ Klos plMtische So!
all«tlichen Saditallen und Sixilim gibt A. 7«B«loTBk(j,
Zur Kloster- and tlnillgengoschlriiU da« bjuntinii
dj Calntiria nionaco bagiliaiio nel dMsimo eecolo. Napottj
8t«no Itosiliauo dt S. PHncnuiu huUu scogli» di Scills
SpeleoU owero S. Elia di Rtsg'« di Calobria, monaco j
1893 (hiuidolt ». 175 -19« nuoh Ober du Ubon doa jfi
d«S UOblcnbowobnoni Klian. don Klla« von Kenn). J
Oryplofuntenai eius<|U« bibliotlieca et eodioibus prae«
1893 (Oaaefaicbt« der vom hL NUos aus Bosaaoo am |
Abtei Grotlu FerraU). — Uanobe BoitiAgc lur GMdii«
Kalabricu Ibus. Sftala-Unria di Torreti) und rar Keuntnj
reiixo. La quattro motte oiitinte proMO Hcggio di Call
menti, SionnaläSS. Vgl. die Anxolso von I*. Baliffol,;!
ßfttirrnl. L'ahbaj-a d«i Rossano, rontribnlion k rhistoifl
«Inor F.tnl^itiing Ober di« liyzanliner in Uoterilalien ~
S. XXXIX augL-niirtu Litturalur). Vgl die Beaproehi
&98-601.
Zur Sprach« d^r Griecban in Italian: D,]
(treci d«tr Italia nieridinnale. Pisa 1666. — G. Morosi,|
d'Otrantii. Lecoe I8T0. — 0. Moruai. Diuluttl romaicl i
Ina, Arubivlo glottologico Italinnu 4 (1874) 1— llSi Dfai
Iluva H. ht». 8. 71 ff. — Vgl. auch G. Moroai, Fol«!!
meridiuualu. I'tirt« prima; Proviacin dl R«ggio, Arobtvi^
7C -U6, und U. Meyct, AIcuno nggiunte all' artioolo «
dialetti duM' Itnlln mrridiunnln, Kbondn 18 (1890— 180u
It dioletto grococalabro dl [iova. vol. I. Torino 1860. -^
F. Tocnr, Tbo graek speaking population of sontkem'
(IS89) 11-43. - Einig« Bildn und MUrekuu au» Kat^
non. vul. 14, Paris 1870. — V. D. Puluinbo, Lt« tfl
grioKbiaoh-anlciitiaiaclie VulksertlÜilung), l.o Muiil'ou 3 j
pinlbl o Luigi Bruxxnno, Kuccontl groci dl Koccsf«
dpno l)«itrilgi- untbnlt ancli dio Ton Palumbo h«
Jenün«. Letco 18«7 ff. - WoHo» LiUcratnr bei Ol
1, PoUtiseli« G«aehiDht«.
1073
^i ■|iliiii der nviigriuchitcliei) Muudaitvu = Ncueiiedi^ Studien I, SitiuogaW. Wionvr Alt.
SO (1894) 83-97.
, über dwbyiBnIinUchiin Urkunden aus Smlion und UnU<ntnlien vgl. 8.328 ff.
h GbN byiantinisclics Recht in Italien s. die S. 613 f. uigeftthrt« Littoratur.
^B 3. Monographien,
^P A. Ti«rtefl JnhrhuDdert: J. Lturckliardt. Die Zeit Konstantins dca OrDssen,
. Aufl.. r.ifiji»i(; 1880 (lUuptBchritl), — V. SchuHie, Untereucbungcn xur Qesr.liichto
loiMtantiiu des Grauen, Zuibichr. f. Kirctiengesohichte 7 (t88.'>) 349-371; S (1Ö86) 613
U &43. — J. M. Flasoh, ConNtnntin der Grosse nU erster ehrislliehor tfiiisor. WOrtburg
EtSt (unkriliflcher Punegyrikii«). — Lntliar Sniiffort, ConstanliDS Geselle iiod das
ibriricnluni. WDraburg 1891. — Funk, KoDstitntiu d. Gr. uud. il. Christi.' n tum, Thcolog.
InsrtaUcbr. 78 (1896) 429—162. — Eine .SkiMi.' der Biogm|)liio Konstnntins do» (JroMi^n «nb
L Cnsbiog Richnrdsoii. EusebiuB (=- .\ Si^loül librury of Nioeiie nnd Post-Nicene
ktfa«ra of the diriatinn ctiurali, Sui'uDd Serie«, vol. I), Ncw-York 1890 8. 4It— 4e&, Hier
i 45& — 4C5) Blieb ein» büclmt icicbhnitigo Bibliographie Konetantina, — J. U. Bury,
We of Ute Bultle uf SingArn. B. Z, 5 ilf^Oi!) 302-305 (344 n. Chr.). ~ Aug. Nennder,
Fb«r Kaiwr JuliHa und sviii ZoiUltär. Heidelberg 1312. Auch In euglisolier (^bisrsolxung
an Cox, ijondon IfiöO. — Rciidull. Tlie etuperoi- Juliuo. Pagauism imd uhrist iunlty.
I^Utibcidge 1^79. — V- Duruy, L' einpereur Julieu. Ainmaire do rossoc. 17 (1^3)
U — 178. — Chntail, Vie de Temporeur Julien surnomm^ l'ApoBtnt, Saint— Ktiviiue
BBA, — Herrn. Hacker. Zur Geachichto des RBlaers Jutianna. Progr., Kreiiznuch 1846.
- Ouil. Scbvf»ri, Do vila et aoriptis Julinni imprrntorrs, Diag,, Bonn 1SS8. — Ü. Tb.
[oeh. De Jutiunu imperatore acnplorum (|ni ro4 in Gnilln Ab eu gestus euurrdrunl auclore
fgfntmtio. Iteyäea 1890 (mir iiniugflnglirh). — Gnst, lieiuburd. Der Persorkricg des
UÄatn Julian, Pnigr., Dessau 1892. - Jiideicb. Die Schlnk^bt bei Adrianopel nm 9. Aug.
178, Deotaelie Keitaohr. f. Goacbichtswias. 6 (1891] 1—21. — Esprit FUobier. Hisloire
b The«iM» I« Grand, Paris 1679 und Öfter wiederholt, zulotit 181^6. Deat«cbe Ober-
btanag. Breslau nß-*); nnglisEho London 1693. — Nio. Olivier, DiaMrlntio hi&turica de
rhfKtdoaii H. oooatitutionibus. I>agduiii Bat. l%\ih. — .lut. Itlnnd, Di« K&nipre Thcodoaius'
lern OtomoB mit d*n Gotbi-n. Diss., Halle 1878. - A. UUldenpouning, Die Quollen xur
^««cliirbta dra KaiveniTbeoduBiuB des Grossen, Dis8 , Halle 1878. — Guat. ÜRssabriiuk,
tat OMChtcht« den Kaiiors Tbeodosius I. Gymnusintprogr., BUnkenburg a. H. 1894 (han-
|bH über d»n rSmiscben Fetdhcrrn Arbogoales). — Heinrich Richter, Das weat-
4alittFli(> ßeioh bes. unipr den Kaisern Gratlan, Vnlentininn 11 und Maniinua, Berlin 18(15.
-' Romuuld Gompoltshergnr. K.iiser Gralinn (375—383 n. Chr.), Beriebt doa k. k.
JbvrgyinoaBiuma lu Melk, Wien 1879 (mir uniuginglich).
U. FQsftcB Jahrhundert: A. GUldenpunning. Geacbivhte den Datr3nii«ohall
leUibM nnlor dm Kaisem Areadius und Tbeodüsius II, Bulle 18K.'i. — Wilbrlin Wio-
(■iid, Kudoxin. üvmablin des ostrO mischen Kaisers Tbeodosius II. Ein coHurbiaturiscliea
SlM tur Vtrmittdiing drs Humaniämus und Christentums, Worms 1871. — F. Grego-
>«viiis, Alhcnais, Gwchiobte einer byiont inischon Kaiaerin, y, Aufl., Leipzig 1892- —
IE. W. Brooks. The emperor /^'nnn and tho lauurians. Tlie Englisch HiBtur. Review 8
1803) 1909-236. - Willi. Barth. Kaiaer Zono. Diu.. Basel 1894 (mir unrugSngtioh).
C. Secbato* Jahrhundert: A. Rose, Anastasius t. Diss., Ilalto 188S. — A. Kose,
>]• bjri. Kircheopolitik untdr Kaiitor Anostosius I, Progr.. Woblau 1S88. -- W. H. Wad-
tiDStOBi Edit de l'emjK'teur AnnalaRo snr radminiatrulion miütairo de la Libye, Revue
krahMoK, NouT. tk^ie 18 (1868) 417—430 (aue Waddingtons luacriplian» d« U Syrie).
h- F. A. laanabort, Uistoir« de Jaslinien. 2 Bdo, Paris 18ij€ (unkriLiacb). — Ad. SohraidC.
^•r Aofaland in Kpnl unter Juatininn, ZOrich 18öj. — P. Kalligua, tltpi if,t oxävtus
f^ .tixti. .VtUiai x«i Uyoi, Athon 1882 S. 327-3.'>5. - VaI. Seibol, Die gre»c P««t
t«r ZMt Juatiniana 1 u. a. w., Progr., Diltingen 1857. - J. von Pflugk-Unrlung, Uclisam
bad der Um. AllMittiuwiMDaelun ix, i, Abiig. %. aud. (ji^
i^uM,
1074 BfuntiDisolie Littoratargwohlcbte.
»pBp. "^
VandklMikritfg*, ürU.oj'iii, EütoeiitirtamiQit (IIhqbi
Pringk-Hartung. Ilolisora Voodulcnkriof;. BiatM.
Jsrs. Di« K«icl)S]«>litik Kaisnr Just ininns. Akad. Fetdred
vun L. M. Hartman)). B. Z. 4 (1)^5} 154 f. ~ J.B.I
dian vom 4. MOn 18!»6 S. 86^ f. - D. Largajolli,
VI ■ocolo. Naova Antologia 80 [188:i) 210-244. — H. I
I{«vno dos D«ux Mondos lU" pärlode 67 (1. Febr. 1
I/tm|>dratrico Theodors, Paria 1885 (dn^aliMda Studi*).
Tlio Engliah Hiat. lUvisw S (1867) 1-21. - U. EIodbi
Paiia 1890 (schJhigeütige Skixxon obn« «iwwneicliaAll
achiclit« ^M «atTJtmuoben Eaieers Justin It. Ltipäf
flIlcJitig in dem QW die Qaelleuvt^-bühuies» handcIndM
auchung uud r>Hn)U'11uDg). Tgl. diu Hohr borcchtigU ]
tique 1890 Dez. 8. 447 ff. - Hardtmnnii. -fiofiim
ZvUoyot, IltlfiiQtTiiia Ter ly ti/iov (1881) 8, 23 f. — |
aohidit« doa bj^antiniochcn KaJuorii Mnurikio* Z««i <
1891 (handelt Dlior die griachUcben (JimUnn : die hi«toril
D. Si»bentes Jahrhundert; L. DrapejronJ
bj^antin an TU* ai^cle. Paria 1869. Eb diok«^ abuc]
DrapayroDS Artikel Heracliiu in dot Grande Eneycl^
0. Lankin, Uernklioa. Dnx byxanl. Bvioh in dur et^
Chorkov IH!^ (ruse.). Betont boa. die gcograpliindiel
riiicbnn Teilen ffiblt oinv Konngendn Qanllonkritik. —
chodgn, Boitrilgo 7.tir <.i<«cliicht« ä«n Kaiscire llnraklmq
(Ober die Erubcrung JeruaalemB durch die Perser im
kedon tm Jaiuu 615). — Krotschmann, Di« KBjnpre
Zwei Prognunmf. Güstrow 1873-1876. Vgl. B. Z. 8
Diu pvraischon FcId^tOge dp» Kanon ticmkluias. B. Z.,
Loilixig 1H94). (irllodticlio. durch niiKgiobig« BenQtxU]
Holiarr« l'rlirung der chrDnoloKiHchoii KrHg«n niugta^
Gellara. — A. Mordtmanu, ul 'Af<i^ts xa't el Hiev»
Xatolaym^ tniifun^, ISa^ä^j, loil x'—gfl' xä/tou (189^
Beat i mm tingln wertvolle Studio über die Belagerung 1
i. J. fl2G; vgl. oben §273 Anm. I B). - f.. W. BrooJ
quest of Egjpt \>j Üic Saracon«, B. Z. 4 (I8M) 435-<
K. Achtes und neunte* Jahrhundert: Ka^
Hallo 16ä0. - Kerl Schenk. K'ai*or l^on« III Wal
bis 301. -- J. D. PheropuloB, Ei^jVtj ij 'JSijvttia ,
("SB — 78S). Mttä fiaayoiyi}{ n«pi tuic jinltiKoJ* avyn
Dia»,. Uipii« 1887. — J. B. Bury, The identity of Tfc
55—60 (m handelt siub um den O^guM- Michaels II}. '
über das erate Auftietrn d« Kuaaen in Bj-Xiuisl
der hier mir eiutgua ungcfuhrt werden kann: Kruse, I
in Bj-xanj. Jonm. Min. IH4U Bd 2H Abteil. II 149— Ijj
Jahren 774 und 839j. - K. Kunik, Die Berufung il
bürg 1S4I.) 382-836. - K. Kunik, Du]l*tiu de la \
acience» de SL PdtWBbourg G (IfHO) 878 -8T8; 7
(1881) 338-362. - A, Ja. Oatkari. Ein uaedierlea
der Husaen nach Spei, Journ. Min. 1872 Bd 160
- V. VasiJjevakij. Vit. Vr. I (1«94) 258 f. - a
Bj«anK, B, Z. 4 (1895) 445-466. - Ch, I.oparev,
leguug dos Gewandea der ü»Heemutter in Bkoleri
TpÖHUbcIi« 0«eohtÄto! ^ 1Ö75
4«D An^ff der HnsMn anf Byruti im J. 860, Vic Vr. 3 (189S) SSl~62ft. — Dagog«»
ridit»t aicb: V. Vasiljevsltij, Avaren. und nicht Buemn — Th«oiloro«. und nicht (>«or>
Bio«, Vii. Vr. 3 (I80S) SS-M.
J. I). Biiry. The reluCionnhip «r tho Patriarcli ['liotnix to ttin fmpre» Theodors,
n« Ko^Hsh Hirt. Krvinw r> (l'^^Ci) 25,S— 'iö!!. - Vomohmlich mit Builloa 1 boschaftigt
rieb Karl Morgenntcrn, Ohnr ditA Sttidinm dn- hfiantiniacheD O«iehiohtaohreiber,
H^moires pr^eent^s h l'arMiit^mio imp, d«s srionces de St.-Pätenbourg 4 (I84S) 169— SOS.
Aach niwisch im Juuni. Min. I»il41 Bd 29 Abteil 11 1S7— 176. — J. G. C, Andoraon,
Fba oampnigQ of ftiuil 1 ngiiiust llie Cauticiana in ^72 n. d.. Thi» Clamca] Roviow 10
1898) 13S 140. Abiuht, Der Angriff dnr Hulgiirnn auf Cpel im Jthra 896 n. Clir.,
kreb. alav. Phil. 17 (lH9r)) H'—AHZ. — Th. ITspenakij, Dj^antinUche Desittungen am
■ardlichom üfor d«s »chwarzen McerM im 9. nnd 10. .lahrh., Kievskaja Stariuii 1!^ (ruiw.).
^ Oeson dJM«! Arttkol vod ÜBjienBkij aprirht V. Vaeiljovahfj, Ohcr dio Kroberung
PMiBBg Sarltel. Journ. Hin. 18«!) Bd 265 S. 273-289 Iruw.), - Daiu din Kr>plik vad
Pll. ÜVponakij. Cbor di* von Vasiljevskij aufgedeckten Trugbilder, Joiirn, Min. ISag
M fiS8 S. 5A0-.Ur>. und die Duplik von V. Vastljevakij. Journ. Min. l^-SiO t)d 366
SM—SS? (raas.). - N. Pnpov. Der KiuMr I^on VI d«T Weise and eeini) R«giprung
kireIi<>ng<«ebi«'bl)irb*T Hinsicht, Mnakan IftOS (rom.). Vgl. die Beeprechungen von Th.
»pcti skij. B. 7, 2 (IS»H) 632—634, mid Joiirn. Mi». 1898 Bd 2»8 AugustliL.ft S. hM—TA2. —
|iyr. F. Lambroe (Lamproit i. Leo und Alexander als Mitkaiser von tl.vtan/. B. ?,. 4
1905) 92— W. — Will. Fischer, Zu Leo und Alexander als Mitkaiser ron DytMM. U. Z.
(1886) 137-I3Ö.
F. Zehnte» Jahrhundert: N. Popov, Znr b)rianliniBch«D Ooschicbt« des tehnten
«hriiimderta. Odewinor .labrb.irh IV Hjt, Abte», 2 (If94j 302-808 (mas.l. - Alf. Ram-
aad, L'eoipir« anc au dixi^mo «iMe. Constanlin Porphyrogenn^to. Paria 1S70, Itdch-
«lti|;<> und gründlich« Monographie. — J. (ihorghel. tlbor dnn Angriff dir ÜDgam auf
p«! im Jahre n:U. Itnvi.ita pentni iatori«. archrolngic ai fllnlogin, Itnkareal 186^3. V. VII.
.1 (mir oniug An glich). -- N. I.nmbin, Ist die Reise der Olga Dach Kpel wirklich ein
LTch«n, Joani, Min, IST3 Bd lÖS (russ ). - W. Fischer. Dio rassischf GrüsafQretin
elga am Hof« ron Draantion. ZUchr. f. aoachichte und Politik 5 (Stuttgart, OutU lit88)
I— »HO (daa Ereignis ßlllt ins Jahr !>.^7; vgl Deutsche Ztschr f. Geeohicbtswi». 8 (IH92}
Anm. 6). - K. I.eunbardt, Kninur Nicepbonis 11 l'liocua und dir llamdanid^'n 900
969. Kim.. Halle 1>^1. (i. Srhiumberger, NicL<phare Phocaa, Paris 1890 (giBD-
idM. mit vortreRlichcn Chromotilbnginphien iipd Zinkographien aiiagestaltetes. auch fSr
die U«achichto der byzantiniadien Kultur und Kunst des 10. Jahrhundert?) hochwicbtigfs
Vr«rk)L Vgl. die ein^#lii.'ndt.>n Beapreohungen von A. Rainbaud, Einpureuni et iinpi-ratncoc
i'OriMil, Harue den Ücux Mondois, tome lOlt (18»1) 145—166. und Meleh. de Vugfl« in
Min»n R^garda hiatoritiues et litt(:mirefi. l'ari.-> <lH!i:t> S. ISe lt)9. - 1>. Syrku. Di«
byxiuitinit«h«i Enfihlnng Ton der hirmordung dsa Kaisi<ni Niknpboros Pbnkax nach riner
kll«n hal^riaeh*!! V«r«lon. Pet«r«burg 1883 (raas.). Vgl, din tlcApr^chnni; ron A. Veao-
orakij. Joum.Uin. 1884 Bd 231 S 76-90 (niss.). und die AuaiDge bei 0, Sclilumberger,
fcrw-phor« !'h«ca» 8. 314 ff„ 760 IT. - K. Uhlira. Über die Herkunft der Theophann,
a«nablin Koihts Otto 11, B. Z. 4 (lX9ri) 467-477. 0«r«elb« gab auch eine gut« Bio-
ipble d«r Tlx'ophann, Allgemeine llcutsl^he Biographie 37 (I89S) 717—72:2. — Cbor di«
^rago. ob Ttimiskes .JUngling* bedciile, handnlt N. 0. Emin. Untersucbnngen Dnd Anf-
(ur armcniiioUuD Mythologie, Archaenlogi«, GnnRhiclito und l.ittoraturgeschichtc. Mosknn
896 8. I6r»— ITS (niae,). — V. Vasiljcvsliij. RuMiac.h-hj-xnntinischo Pragmento. 11. Zur
iMcUebl« d«rJahro 976-986. Journ, Min. 187C Bd 1 B4 Münbeft S. 117-162 (rusa). Vgl.
K l.M Asm. 5 und SOS. I und Anm. 2. — V. lt. Koson, h'ain^r Baailins Bulgaro*
CbMOB, Anntlgo ana dnr Chronik JabjOa von Anliochien, Petersbnrg IS88 (^Zapiski d,
. mm. Ak. d. Wisn. Bd 44. Beilage Nr. 1) |ni«.). Bazn die Uesprechang von Th. Us-
• oakij. Joura. Hin. 1884 Ud 232 Aptil 3. 21^2-315 (niw.}. - A. LIpovskij, Aus der
1U76 ByaMitiaiacba LitUntargeBolücli:
G««eliidite dw p{echiflch-bBl£»mohoti Ka
ISSl lld 278 NdvemWrWtt S. 120-141 (bu.
iIoB UalgarenrOratMi Stmu«]) (inss.).
n. KIfUs Jahrh>nd«rt: J. B. Burj
Komnoiiws Tho Kngliab Hiitt R«Ti«w 4 (1689)
üer AuteUnd dm I.caii Tomik«« im J, UM", G^
brBxov, Din Knisorin Zotr. in »cineni Bu«he: Hl
222-251 (ruM.). — lleinr. Mndler. Tbuodor^
Ein SIQck b^runtinischer tCaincrgciKiluclil«. Gjraj
bsrgflr, Uettx olwEi aonnands dM «rmAM bj)
(Joli IRSt) 2S9-S08. — V. V«Bilj»v8kij. Byj
Joiun. Min. 11^2 Bd 164 Nor. und Dm. (nw.).]
H. ZvOlftca Jahrhundert: Fr. Wilkif
tojaineois gta^Uium libri IV, Uddelborg tSlI (tÜ
~~ B. Ku|{l*T, Kaiser Aloxiiin und Allir«cbt Ta({
Rchicbtc 23 (188^1 481~<'>00 (nuch Über d»n fala
bort von t'land^ra; a. n.). — Alvxii I Comn^
I FludriHe conitcm epiatola apori«. Ed. P. Rian
T. Vasiljovnkij, Jouin. Min. 1860 Bd 207 S.lj
Leitr« d'AlcxioH Cataniae a Itobort I. comt« i|
(ISdO) 24 fl. Audi gTJwJiiscli im Uagritaeit 4 |
liriof di-a Kniaen Alexioa 1 Komneno« an deg
(18S7) 1—32. — V. Vaailjetskij, Äu» d« dl
BQndnis iw«i(ir KiüxerTuiobe (1148— 113.S), Slaij
die Beaiohuii^en twinchon den KomnonnD und IM
V. Vasüjerakij, Au» dw (ipflrbirhtn von Bya
115Q— llßT, SUvjaiiskij Sbornik 3 (187G) S72^
von Kap-Herr. Dio abendländische Politik K|
A. Hadinka. Ana der bjx. Oesdiichte d«a 13. j
229 (ung.) (QbM- den Krieg iIm Manuel Komnenoi
Wilkon, Andi^nicua Üomnonus, Kiiuninn hislori
t'apviiAkij, Alfixio« U and Andronikoa Komnen
läbl Bd 2U S. 62— 8d (niM.).
J. Dreisebntes bia fUnfiehntas Jabij
Athon 1865 — J. U. Krause, Die RrDborungeii
hutidert. JUllo la70. — Dniu die S. 10«1 ong«
vom 1. und 8. Januar 1895 (eine Rettung dt
Al«uoa III und spfttnen 0«au)hlin dea aerbil
rinakij. Andronikoa der Jünger« und Joli&uiie»
Joli—AuguatS. &;-l43; 219-251: Bd 2Ü& Sepb
April S.82T— 834 (ruas.). - Val. Parinot. Cimlaet
(Johnnnca VI Knntakuionos). — Neralaoa. Ki jl«)
13./2.\ Juli ISOl Nr. 807 (Johannes VI KbdI
Brauner. Die ScfalaoLt hei Nicopolis (13SG), Btt)
ton ron Mcopoli und Warna, Grealau 1882. —.
■oben Volkalfodi'ni. die aich an(;eblicli nul den Fi
M«, Popul, eaxmina Graedao rceantinrin Nr. U4--
notn on certnin inodMii greek folk'sonjpi, Tho <
— Nikephoroi Kalogerae, Td Ic^Mia toi ir\
fuvf ätjtXuftaitxir itvttv iirto^t^tair ^roi 'toMijlfi
1. Politische GeaoUcbt«.
1077
yie. Td ir «if(™ ytröfitra üynyi'uin/iitm, Töfiat «', Athen 1894. 23 8. Douläclier Aue-
Dg dieser AbbnniH. in der ßevuo inUriint. il# Ihäoiogie 2 (18^4) 500 — &I1. — U. Hur-
Btina, Dv viU. muribiu M rebu» geatia udvcrniu TurcM Ucorgii Cnslridli, (itraoBburg
5S7. Ins KrunzäBiafbo BbftrtrNgen tob J. do liuvnrdia. lilstoire do (icorgcii CaKtriot,
'■rä 157ft. — Cum. ragnnol, Hiiiloiro do Soandprbcg. Tiiris 1855, Jul. Pisco,
Wp;'i«( Knotfäiijf, .V<B 'llfi/fa vom 8.;I-S. und 10.22. Febr.; 17.'1. luid lT,/29.
fin; Z4.;h.. 31.13. und T.'IO. April ie9& (Nr. 1053-10&5: 101)9-1062) (Gio-
raphi« des Sksndcibeg). — Cbvr Skanderbi'i< vftl. Huvb C- Paiiarrigopulos, Bullutiii
0 «orrcBp- hHt. 1 (1S77) !'■} f. — M, Stunjulcvii', Die Belugerung und Eiuniilimv von
jrxuix duivh dii- Türken. GoU'brte .\nzei(:cn der 2. Abteil, der k. Akad. d. Wiaii. Bd I,
B&4. Aurh iinpnnit, Petersburg ISbi (rUM,l (ein in KussUnd selir |iopalAr«B Werk), -
Ite. Barbarn, («iomnln doli' oesedio di Coetantinopoli 1453, corredalo di not« e doca-
lenli p. E. Cornet, Wien 1^56. — A. D. Hurdtnionn, Belagerung und XroberuDg
'.prh diircJi die Türken ini Jiilire 1403, Stuttgart uud AugeburK 1^58. Mordtnianns
lach ist tuafUhrlicU bpsyrocbon von Georg Voigt, Historische Zeitst'brift 3 11860) 18
'» 41, ' P. A. Dotliirr. Msleriaux pour rhiatoire de turtillerie li r^jiDiiue de In priae do
Ifle, Kpel. Imprimorio Centrale 1865, — Henri Vast, Le sitge el 1« priae do Cplo pnr
M Turcs, Revue bist. 13 (1880) 1 -40. — E. A. Vlasto, Lu prise de Cpl» psr los TarcH
IB 1453, AonUHire d« l'ttBSuc. 15 (1881) t04~12!). — E. A. Vlaato, Lea derniers joiir«
b Conalintinople, pHrin 1883. ~ L. Fincati. La presa di C. F., Rivistn niariUniu, Miti
IttS, Rom (mir unzugUnglich). — A. (i. PnepAles, lloiio^tia Kai VXaiati Ti'ii K^6i,ii»i
hi fwr tiABi^orruf ir hu U-'iS, Atlion 1890. Nur durcb die Erörterung der topogrnphi-
Ktwn Fragen von Wert. Vgl. die Besprechung von F. Hirsch. B. Z. 2 (1893) 331 l —
^edomil Mijatovitcb. Conatantin, tho liial emporor of tbe Greoka. The coutjuest al
JfU, A. V. 1453, London I8Ö2, Audi in ruasiscber Dbersutsung. Ptleiaburg 1895. —
b Mordlmunn. Die letitcn Tage von B^anz. Mitteilungen d. deutschen Exkumionekluba
1 K|M>I, Hüft 1 S. 34-47. Heft 2 S. 1-21, Kpet IS98-18Ö5 (Skiw.o dnr topogrnpliiaelien
R^ea). — Pogodin. Übersicht der Qnellen lur GeBcbichte der Belagerung und Einnabmo
m Bjtanx durcli die TOrken i. J. 1453, Joaru. Min. 1889 Bd 2iJ4 S. 305— 258 (iiisa.i.—
("ohiaiaildrit Leonid, Die Entitbluug von Kpel (seiner OrUnduug uud seiner Einnahme
i^k die Türken i. J. 1453) dua Ni>stor iBknndur aus dorn lö. Jubrli., Petereburg 1886
!■».). Hcuproehen von G. Dostunis, Journ. Min, 1MS7 Bd 249 tä. 306—383 (ruae.). —
lUiloti«. Die KrUhlung vom Falle Kpels im .Tnhro 14.53, Sbomik blgarak. 12 (1895)
ft'— — 462 t^lg,) (Ubnr die bulgarischen und russischen EnAhlungen vom Falle Kpeb). —
■a Fall« von Kpel 1453 vgl. aurb die 8. 311 f. titierte Litteralur.
R Nisbet Bein, Tbe aiege of Belgrad by Mubnuiined II, July 1—23, 145S, Tli«
StiA Hisi Review 7 (18(i2| 235-252. — P. Picriing, Le niunagu dun Tsar an Vft-
k«a (IvtD III et Züi' PBk-ologu<>), Revue dt<s qucatioiia hisloiii|uca 42 1I88T) 853— 396f
C38)*f) :,m-bm. Auch aelbstftudig unter dem Titel: La Russio et rOri*nt, Paria 1891.
>X»tDchcn von Aug. Arndt, Stimmen aus Maria Luacb 45 (18fl3) 58-71; 130—148. —
Xtrgel, Kin Chrj-iobull dea Kaisnra .\ndreaa Palaeologoa vom 13. April 1483, Vlx. Vr.
fteO«) 151—158 (Andreas Pol. t 1^02 war ein Neffe des beim Fall von Kpel 14.^3
2*^1 (lugenen Eonatantinoa),
^1 K. Bibliographie und Schriften vermischten Inhalts: Ält«re Litterfttur zu
^■tinzolnen Kaiiiern x. B. hei Edouard-Mario Oettingen, Bibliographie biograpliique
^•taeil«, BiUibdI 1864. — Job. A. Romanos, 'H'EJI^adc^ *<urötr;i j^t KfffXf'Qos, 'Eaiia
'X., lö/fof li, Bf. 34—25. Schildert die Schickaalo, bes. die ßerJitMtelInng der Juden-
^«indn in Korfu vom 12. Jahrb, bi» zur fiegenwnrl, — Populiro Skizxeo ohne gcnngende
'^ralnrkrnntni« gab Fr. Hartisou, CotistAutinople aa au liisloria cily. Tlie Fortnightly
[1^4 April S. 436—458, und; Tbe prvbiem of CoostaDtinople, Ebenda Mai 8. 014
. — D«a Torbjrzantiniache Bj-ianz bebnuduln: Ales. Falk, Do origine Bjrnuitii,
1078 Byiantiniaclie LiltorBtnrgeschiohU.
I
t)im.. Breslau 1820. —
PWiB, V. Viewef 1877.
4. Die H«chbuBtbat«ii und ihre B«zia|
A. Itulien (lüs Ohiom): A. Oaud«aii, Üai npj
470~&&4, BulugiiJi \iiS6 (nuj untugtogUoli). —
Diclil. UaitmaiiD, Colin u. h. w.
B. VcoDcIig: Ilorm. Luolxin. Utfl if,; notift,
"Erttvr, AtliDii ISSß. Aul^h ilalioniiiuh »nlor dcoi
iiioln lonin hoHo il <lninini« VoiM'to procoduU d* un coin|i
dAJla diTiaioD« dell' impiirio binitntino, Venedig 1853.
Annlokton, Silaongsber, Wiener Ak. ISAS. - H. J.
pim, Hiistoire des reUlJons de Veuise aveo l'enipire i'
tiflques et Ukraine II" aärie, tum« 4 (Paria I867j29
inaa. Dipluniuljirium VcDclo-Lcivaiitiiiuiii dive MC4a
iUi]ue Lcvnnlia illiHlmitin n. IHÜO— 1330, Venedig t
dAlIn K. Doputoiiono Vnnotn di ■(oriu puüia vol. V) (lal
VcHMin e U huo c<iniiii»1(i iu<\ modio ocd. Vnrona ISS]
dalla Ten<iU secca e siille anticlio rcluioni dri V«n<
l'eMme dello priniitiv« tiionete, Venedig I6SS (mir
culonie v^mti«iiiit> ■ Cpl« a lu tiu du XI7* si&clet Hi
Vieoh frm<;. de Homo 3 (1883) 90 -ISI, — E. LeiitiJ
nnch dorn Knile dea ExurchaU bis xum Auagang des nei
byinntlniafhA Prorinz. Dias, Berlin 1(^91. Toll II d«r
Der allniitliticlie Cbcrgang Vooediga von faktiecher tu tut
It. Z, 3 (1894J 64-115, - H. Noirel, DocumenU In
dumui4ti<iu v*uilioiiue eu Crtt« de 1380— 148ü. Avec
1Ö92 t= BibL des ücoloa franfaieoa d'AlheniW et de
von A. Tbumb, B. Z. 2 (I»»3J 328- S31. - Gart N
kunillichnn Quellen lur Giwchicbte d«r byiaalinaoh-ri
lioh im 2«iU!tor der Komoonen, B. Z. I (1^92) 86S~S'
Byinnz und Veni>dig vgl. auuli die ongelienere litterai
(niuist im .Aichiviu Venetu*), bee. das (pitw« Werk mi
di Venexia, 10 Bde, Venedig 18&&- 1861.
C. Qeuua: C. Pugano, Delle inipTaaa e dol
tieniu IM6. — Dusimoni, (Juartiori dei UcooroM a G
18T4 (mir ui)xut;Jlngliob).
I). Kiiinkenreich: A. Oasqnet, L'emplr« bj-a
18S8 (Uauptecbrilt). — Otto Harnack, Die Bttuelu
dem byxnntioiseben Reidi» unter der Ikgieniug Koij
Kaiser karuJingiacbon Sliunmos, Disa., Ci<iugun It^O
lingiacbo und dus byzantinische Kcieb in ibten wonlieelal
G. Tiede, QuvlIvdiniUuige Baistellung der Iteiioliung«
Diso.. BoBtock liii)2 (bnngt nichU Neues). - Alf. Ost«
byuaUnisohu Keiob, Proj^r.. l.ukan ISSb.
E. Beutachland: B. A. Myatakidea, Bytuti
der Otlonen. Stuttgart 1891. Vgl. di« Boaproohung
— Da*u beil. die 8. 1078 »iÜortn Schrift Ton Hans to
J>iB Fonneu dt« uuuiillulburen Verkehrs zwischen den
Fnraten, vomnhinliuli im 10, -12. Jahrli., Hamburg uail'
Beziehungen m üyatm. freilich nicht genflgend. Vgl.
Geschichtswiss. 4 (1880) 214.
1 Politische Qescbichte.
1079
^B F. Frankreich: J. DoUvillo In Rouix. I^ France cn Orient au XlV^siöde. 2 votl.,
^Vfe 188« (Über die Schlaclit von Kikopnlis 13Q6. Ava tQrkiächeu F«I<l)iug ilea Jabrea 131)7,
di« Ex|)M)ilion dm ManclmUii Boucicaut uscU Kpel, di« Schlucht bei Angora IW2 und dio
diploniotiiicliao VorhoadluDgcn ron U08 — 1408; 2, 227- '2iO ein roiubhnlligo* Vtftoioh-
ms dor auf dinsa i'nriodn Wfigliohon Hilhmitt«]}. — Uaiu dio reich» nuf d«n lateJ*
'Biachen Orionl bctOglicho Littarnlur; Tgl. S. 1081 f.
G. Nonuaniien: I>. ¥r. Tafel, Komnenen und NormanaeD. Buitrftge zur Erfer-
atbung ikttr 0«scIuohte in verdeuachten und erläuterten Urkunden des 12. und IX Jnlii-
fcandcrl». Ulm 1852. Zweite (Titel-) Auflage 187U. — Karl Soliwart», Die Foldxag«
Hoheit GniKcardj* |;cgün dus hyznntiniaoho Beicb, E*ii>|{r. Fulda 1854. — Franc. Ilrandi-
leone, I primi Nnrmanni d'ltHÜa in Urienle. Kiviet« stnrica italinna 1 |ISS4) 227—251. —
F. Boliach, Die auswärtige Politik des Königreichs Siiilien vom Tode Itogers II bis zdeii
riri«d«ii TOD Vonedig 1154—1177, Dias., Basel 1882. — Lotbar r. Heinemann. 0«-
tebkhtc der Norm uu neu in Cntorttalien and SiEilieii bia mm Ausaterhon des nonuannisohen
KSnigabuoM«. 1. Ud. Leipctg. C. E. M. Pfeffer 1804. (Der erste Bond hondelt u. n. über
die Auabreilung d«r griechischen Herrschaft in Unteritnlion seit dem Jnlire S76, dio
Xluipfe R*gen die Kurie, das abendlAndisi'he Koisertum und lokale Erhob im gen, llher die
Dntemebmungrn du8 Maniuke», i'iiilliub Hber Küburt Oniacards FelJzug gegen Alexios
Komncnos und aehlieist mit Uuiscards Tude 1085). — .AJtere Liteialiir Über die Bezieliungeu
kwisobon dno U)-znntinem und Normannen findet man bei Holxuuh und Heinemann.
II. Orientalen: G. Weil, Oeschiohle der Chalifen, 5 Bde. Mannheim— Stuttgart
JMS — IM2. — 0. Weil, OoschiL-hte der ialami tischen VBlkw von Mohnmiiied bis wir Zeit
dw Sollana Selim. Stuttgart 18G6. — Amari, Sloria doi Musiilmani di Sieilia. 3 voll.,
Florenx 1864—1872. — Erneat N,va. I>e druit des geua dana lea lapporta des Aiubes et
dM Byxantins, Bevne de droit intornalionol et de l^gislation oomparäe 26 (Bruxellea 1894)
491 ^4B7. — Dillmnnn. Zur (Seschiclilo des axumitiscben Reiches, .\bhandl. Borl. Ak-
3S78 S. 177—238 und iHgO S. 1 — 51. - H. Dagbhaachean, GrOndimg des llagrulidon-
reichee ilar«h Aschot Bagratuui. Berlin 1893 (verfolgt die mit den hyzani inischon Dingen
M14; rerbvadene Oeechiohte des Bugratidenhsusea seil der Mitte des 8, .Islirhunderta. Vgl,
dia B*«prM:liung von C. Neumann, DeutacBe Litterstuneil. 1^94 Nr. 34 8. 106d f.). —
A. firen, Dio BagratidendynnaLia in Armenien, Jouni. Min. 1803 Bd 290 Nuv. S- 51—180
(ruBS.). — übnniieht der poht,, kirchl. u. littenir. (Jesebichle der Annenier run H. Gelier,
J, J. ItontOK« Iteal-KneyklepAdie f Theologie, Ü. Aufl.. Leipzig 1696 s. v. Armenien. —
VgL den AbhM) der tOrkiachou und niuuguliacheu üeachiehte von L Cahan. bei
K- Lavisse et A. Bamhaud. Hiatoire giiutfralo II 884-073; III 019-970.
' J. Slaven (verschiedene): A. Ililfording, Ueacbiobte der Serben und Bulgaren,
nktst in aeinen Gesammelten Schriften (Sobranio sejinenij) I (Petersburg 1868) 1— 29G
trnss.). Drutaehe überaetiung unter dem Titel: Unschiehte der Serbon und Butgnica von
A. U. Ans dem Ruasischen von J. E Schmaler, 2 Bde, Bnutxeii 18.^6-1><I14. —
TL Ka^anovskiJ. Die BalkansUvcn iu der R)puche ihrer Dnturwerfung unter die TUrken,
Jaara. Min. 1877 Bd 189 Jan. 8. 88—114 (ruas). - C. R. von HBfler. Abliandlungen
MW dem Qebi«te der alaviaobcn Geiohichto. IV. Die Epoeheu der aUviachen Gesebiokte
bM XHB iahre 1526. Sitxungehur. Wion. Ak. 97 (1881) TOT ff. - Tim. Florioeklj. DI«
BiMahlTfln und Byxunx im iwciti>n Viartnl des 11. Jabrh.. 2 voll., Petersburg 1882 (russ.).
•— Rjrpl' Bexiehon^jen der SInvon und Avnren lum ostrnmiaehen Reichs unter der Regio-
hms d«i Kaixoni Hernklioa. Prngr., liudwois 18S8. — Kurze lieachi cht 0 der ä luven nn der
boiuui und am Adriatischen Meere von St. NovakoviA und A. Malet boi E. Lftviia*
ml A. Rambaad. Hietuirv g«n<>rale III 895- 91 &
K. Bulgaren: K. J. Jirefek. Geachiohle der Bulgar«n, Prag 1876 (Hauptechrifl),
Amab tecbUdi, Prag 187(!, und lusniech, ÜdesHs 1878. Eine weniger gelungene ruasiacho
Pbwiafaang erechien WaraL-hnu 1877. Die lot)it«re ist auafltbrlich besprochen von V.
bakntev, Joum. Min. IÖ7S Bd 196 MJtn-April 8. 239-296 (russ ). - N. Saveljav,
1080 BjiftntiniBche litUr&tnrgMobiabte. Allfl
Ein« BOtt« QaelU der t>u1i: arischen Gm^liidit« lur Aulll
logic tlur lialgArisolien Knuer lijuaudatBJ) lioa 9. Jttbr
Abteil. II lh2-in (mm.). - C. von HCfl«r. AbU
vMobcAi ticsobichl«. 1. Dm Walaobtta «U Uv^ndor
a«r Awmid«a 1186-1257. Sibinngsb«r. Wien. Ak. 9& ^
Th. Uaponakij, Die BilJuuf! Jea twoit^n buIgnriMbni
Die Schrift von Unponskij wurdu buajirui'liuD vud: V. J^
Bd 204 S. 144 217: 318-348 (niw.). Kinu von V. J^
dlMar Bosprechunft Mvchien nnUrr dom Tito): Wm h
fi1lnd«t¥ Arcli. bUt. Pbil. 4 [1»80) 1127 -637. — H.
dn Itulgar«», PotoTsbujg 1879 (niaa.). Vgl. die Bm^i
IHVS Bd 20ß S. 286— 802 (niML). — A. JCdoopol. t,'<
riqiw 47 (I89I) 277—308 lob« dlo KrtiL-bung der Vli
HKS und da« vlachiaeh-buIgnriHchd K«<inb, wrlcbo« da)
»ein Kai» fand). - Th, Uaponakij. Kba imedierlo I
byianUniadiün ßexidiuiigen in der ersUii Hälfte d«
JahrbiioL IV üji. Abt. 2 (Iö04) 48-123. Vgl. dea|
(1896) eis f.
Ii. Serben: Benj. von Knllny, (laichiobt«
bis Klh. Aus dem rn^nriiichen inn Deatocli« Itbortni^
Wien. Leipzig I8TIII (nur Ild 1 nnd H»ft 1 von fM 2 end
8orhien in seinen Betiebuugeik tu den NnelibareUatenJ
KaMtu 1859 (TUM.). — ü. K. v. Hsricr, Streifticbler auj
Wien. Ak. 9i) (1881) 109— 212. - A. Uodinka. Dia V
I.'ngam und Bj-xanx w&brond de« 12, Jahihunderts, T^
20^-329 (uni;.) (mir unziiKAnelieb). - St, Novakorit J
ßiiUn, Claa W dei k, serb. Akad , Belgrad 1893 [aorb.]
Reiotar. B. Z. 2 (1893) S34 f., und C. Jirefek. Ah
— St. NovakoviC, Sorben und Türken im 14 und l&j
die Beaprechupgon von M. Beietar. B. Z. 4 <18Dä) IB
fbil. IT (IKO.')} 2.'>1 -263. -- luleressiuite Mitteilungen
XU ien Bj-zuntinorn und TUrknn am Knde d«« 14. undl
t^t. SlnnojoriA, Die Tiingrnphie Stefan LaiareviAi vej
(ioschichtaquell», Arch. alav. Pbil. 18 (1896) 409-472.1
M. Uiiasen: A. V. Lehrberg. UntcrauobuDgea
Hubiubtc Ruaalanda. HorAiisgegeben von der k. Aka
l'clereburg 181B (S. 317 ff. öbor die DnjeprfUlin; S.
SnrkelJ. - K. v. SchlOxer, Hnsslands lklt«ste Bedet
Berlin 1847. — Tk ünpenakij, Di« ttltoateii alavil
bin II. -Inbrb ), Petersburg 1872 (ruas,). - Pb. Brnnj
nnlinin di^r I{iiHai>n an den Angelegeubeilon Bulgariena |
Min, IfiTS Bd 200 8. 237-238 (rua«,). - A. Bambnnl
originee jueiju'it rannde 1877. Paria 1878. 4. ifditioo, I
graphie). Englladi von L. fi. Lang, 2 Bdo, I,«ndoii 1879. A
nnd ruaaiaoho Kealit in den Vertragen mit den OrieclMilJ
1882 Bd 219 a 82-115 (nisa.). - Vertra« der ßJ
Filmten Olog 911. und: Vertrag der Bossen mit den iH
bei: M. Vlndimirskij'Budnnov, Chroatoinatbie tuf <]
1— 21(rusa.). - A. Dimitriu. Zur fVage aber die Veif
Viz. Vr. 2(181)5)531-550. - Reiche LitferatumiudiwJ
und SOdalaven bei Or. Krek, Bialeilnng in die alavi«
1887 9. 847 If. — Vgl. aucb die auf die alle rna
1081
ßcricliten »on A. Br«uilo und A. von 0«rn*t, Borlincr Julireaboriolile f. Gesdiiolits-
*. 13 {lAfi9) III 167 f! ani! in den folgenden Uinden.
N. rngarn und IIumHnen; J. A. FcuHler. (leaehichlo der Ungarn, Ijojpxig
"1812- l«2-'>. N*ne Rprirbnitiing von K. KUin, S Ud», Loipüig 18Ö7— 1S83. - Joh, Npji.
UitiUtli. Ooechkhlo der MaRvarcn. .". Bde. Wien |P28 -ie31; 2, Anfl,. RcgonBljuTB 1852
bi« ISÜS. — Hafldeu, La Valfteliio Jii8'|(i'd> 1400, I, LVitenBiun temloriiilu. Buk areat 1876
(mir nniufilaglich). — Haftdeu. Istori» critjca Romunilor. ? Bdu, Bukarest 1H80 (mir lUi-
sufcAne1i«lil — A-D.Xenopol, Isforia Rominilor diu Dnoin Irniunn. 6 voll,, .Ins«)' 1003—1898,
wo man aorh sonetiee I.itti^rnlnr Übnr die nimBnisohc (innchichtr lindol.. Vgl. den Bcriclit
von Nie. .Inr^a, Rnviio iiiHl. ,S3 «1898) l.^ü — 15ß, — Abriw der rnmftnisclicn GMohichtc
von A. D. X^notiol bei E. Lavisse et A.Itamliand. Histoiro g^n^ralo III 969-893,—
A. D. Xi>nopol. HiHtoirc diiK RouniAitia do In Dacic IVojans dupub lea originoe ju§qa'h
l'union d«a prineipnutte en ISIifl, 2 Bdo. Parin 1896.
5. D«r Uteinische Orient
(d. Il di« auf byxaDtinisohom Bod<a begrün dclvii fraiikiaclien BLTrschaften. dersn politiBdie
Dnd kultiirelle Oeachiohio mit der byxant inischon eng vorknöpft i«t). Diorbeo' g«li<)rt fast
die ganxe nnf die Krcuuflgo b(ii:0|iliehn Litteratur und inhlreiahc Schriften Qbor die mitUI-
kltcHiciio fipfldiicbtr von ItAlii^ii, Prnnkroich u. s. w. \nn dioscr Mam« werden bior nur
die mit dem bywintinrselien Slndienkreis »m engsten verbundenen Schriflen anjcefnUrt.
A. Zueacntneijfitisi^ndv Duratelluu^en: J. Bun^iars, Giislu dvi per Pranco«
Mve ori«nlab'uin okpeditionum ot regni Francurum Hterri«olimitani hintoria, 2 Bde, Buno-
viiw 1611. — Du Cange, Histoire de l'onipire di« Cpto aous les emporouni fron^ois, Paria
166fi. Wicderbült Venedig 1729 (im 2. Teil des 19, Bds der Venex. Ausgabe der bjr«,
Bictorikcr). Kino neue Ausgabe des Werkca besoratc Biiobon, 2 voll., PiiriH 1826. — Selir
wichtig fDr die Kenntnis des 4. Kiouz/.uga sind dio (Urstelliind^in nnd kritinehen Boigabon
in dw AoBgabe de» Geoffroi de Villehmdnuin von K, Bonc.bet. 2 Bd*, Poris 1801,—
flBuptwfrk aber die von don Kreiufabrom im 13. Jahrh. aus dem byiflntiniBcll«n Reich«
nach den AbendUndo gebraeblen Reliquien: Cunies du Rinnt, Exuviao Sacrae Coaslao-
0|K>lilsnBe. 2 voll. Genf 1877—1878. — Einigea «ur früheren Geschichte der bjsan-
nisehon Reliquien cntlidU (!. Rauscher, Nouo Untc^rsuchungen Ober die Deai-riptiu
jid ibro Bedeutung für die grosaen Rcliiinien ^i Aachen nnd zu Sl. Denix, llistor, .Tahrb.
OSrrea^eMMsch, !■$ (1894) 257-278, — Außerdem vgl- aanilliobe Daratelinngon der
euKßgu, Eine Überaicbt gibt Eulelzt Ch. Ssi^noboa h«i E. Lkvisse el A. Raiiibaad,
itoirc gL'Q^ale du IV" sitcle I> uoh joura II 294— S51.
B- Einxelne luteiniBche Hurrachafton und Untarnahmnrigen: Edwin
ira, The fall of Cple. being tbe story of Ihn fourlb cninndo, London 1885. — Tb. Ua-
lakij, Bj-xanx and die Kreuzfahrer (Kroboinnj:; Kpels durch die I^loiner). Sftdlicho
nniinnfi f.lu^nyj abornikt zu gunsten di<r von der Hunget^not Betroffeueo, horauagegeben
d. Odesoaer UnlerstütsimgsgcRellecbaft der Liltornten und (ielobrten, Odessa 1&S2
'195—882 (nuB.}. Populäre Dsrattflluiig. in der Jedoch froher onbenOtxto Quellen, wi«
II« Novgorodacheo Cliruniken, brigejogen sind. — A. rnpadopuloa-Koramoua, Iloou-
■nontn grecs pour »ervir ii I'liisloire do In 4""' croiandp, Itovno do l'Orient laiin I (1893}
640 - hhh (Probe einer xum Gebrauche der Griechen in Kpel während der kt Hurmchaft
liMtimmten griochiachcn Überaetzung der lateinischen Messe; Erzählung dbor
die Entfnhrunfi ninor kostbaren Reliquie), — Guston Dodu, Hisloir« des institutions rao-
nvchii]U<4 daiM le royaume latin do Ji^ruaalem 1099— 1S9I. Paris 1894. — Gasten Dodu.
De Fuleoui» Uierosolyuiilaoi reguo. Paris 1894. — Ad. Sohaubo, Kino bisher unbekannt«
BagMltin des lateiniaebeu Kuiserruiuliea, Milteil. d. Institut« f. Satorroich. GuBchiiLbtsrursch,
8 (1887) 587—594, — H. Atoranville. I*a projets de Cbarle« do Valois sur Tempiru
d« Cplo. BuU. a« ritcule des ChnrtesSl (1^9ü) 63-86 {diese V«r«nche fallen in di« Jahre
I3I)& -1316). — A. <t. Paapatea, 'E:t%iiippioy rtyovrjraiar i'ui(>di'. XiiiXoyot, llaQii(tt. toi
t/' töfiav (1881) 8. SS. — M. A. Belin, Uistoire de U Latinitä de Cple. Deuxienio ädition
10S2 Bys&ntisiscbe LitUratnrgeaohichte.
et«, par le R. P. Anhtie de Oiatcl. Puris 1894. Dm
katlioliuchen Kirohe in Kppi bi» ttiif die Oegonwart,
taotiiitsdie Zeit lieiDKlich«n Toilvn tiolir vial zu wOsi
OOrreagea. I& (1694) 910 f. — L. dr> Mar I.ittrio,
l'Oriaot Utia S (1S9&) 433-466. — Miltont>orK«r,
Ori«at im li. Jahrh., Rihniadie QuartalBobr. 8 (1^'
BapAdieion do to« OalalAiiM y Angon«««« OQnlnt
wioderhoU U»drid 180K. — Fr. do Hooeada, Zug ■
|ceK«n die TttrhiMi und (iri«ehoa. An* dem Rfiiui. vd
1828. ~ J. I). Dtiry. Tlie Umbardn and Vanotians itf
7 (1836) S09 IT., 8 (1887) 194 (f. ~ L. de Maa l.atrt
grepoot, Rente d« l'Üriiuit latia 1 (1303) 418-438. -
d'Achal« et d« 3for«o (1204-I4»0), BrOeel 1679. — II
Bonn): Ton Atli«ii, Kaumere biat. Ti»chenl>uoli lÜH. S.
der florontininchon Fnmilie Accinjoli, von der ein Zi
•ich S Briofo ms den Jahren 1260-1^94. Kd, t'erdl
Corriapendenifl Aeci^oti, SitxuniBber. bayer. Ak, 1(^
liehea WorH Ühei di« FraiikmKürnichHft in OriedianliU
kiechen Hurnioli««' von Kcplinllunia und /.ante Turdot
manoa. Er liDts es nbnr - nwi dein [kkanat worden d|
hat — in ollau grauer Bosobeidenheit Dicht iintcT elnod
Einleitung xa seiner Oliersetmog des Artikela von Karl |
und linibciraohe Eoeyhlupüdiu f. Seclion, 67. TeD (1^^
Zaig^tjt, niiS^rtilt AlV¥inJo(, 'l«iof/tx^ nQiiyfi«teln tov «BH
ix t^t n^fiayut^s vni 'I. 'J. "Pai/taroi, nfofäturrot f«W{
^n/xexpnn'ur tut jiör tlaXatlKOf rof4^ia>i- liigairatr, uA,
hiiolftiaa ii ävaXuiftaet toi' tfiXoytmic xi'pi'oc llnvXet> jtäf
CtMchichMiobor Überblick (ibor di» Subickaal« von Karjfl
von 1205-1471). SitzuiigHbn- \Vii>ii. Ak. Bd 11(1858)58
Übersetzung von Q. Ü. de Sardagna mit ZiuAt«ou d|
Karl Hopf. Qettcbielite der Iniiel Andros und ihrer Bj
1207-1568. Siteungabw. Wien, Ak. Hd U (IWSS) 23-1
ebenda Hd 21 (18^6) 231 362. - Der Artikel von K. B
(in der Kmcli- und Cliulierschen EnojklopSdio] ereobieii a
l.e« Oiustiniiiui, dynssteis de Ckioa, <Stude liiitoriqne
A. VIosto. PuriH 1888. - Tli. Beul. The lord« of
(1883) 4Ö7— 480. - Manche« Mnterial lur neueren
N. KanollBkoH. SibxiI rSriilmia, Alh«n 1890. •- CI14I
fviixvi ftomi, lla^maoöt LS (1893) 711-719. — Zu
»unixcher Hcrrenhaft: N. fS. Knluteee, Mitfä av/tf
Jtijior 3 (1885- I8'<9) (S35 039 - Dniii die sonalig
IDhrt« IiiUeratiir llher die fränkischen Herrschaften ■■
Cynorn und bcH. die oben (8. lOUO) genannte OescbirU
6. Genealogie und FAmllfengeil
A. Zusammenrass^ndn Schriftonr Uuuplworlq
miliae oiigustae hyiantioae. Paris 1680 (e. o, S. 1088). —1
Do Cau^u, Les fnmilles d'uutre-mer, publides p«r B. 9
Nnelitrit)Ee, Cbnrtrea 1881 (mir unKUfBiigtieb). - ReinhJ
serungcn xu Du Gange , Les fnmUlea d'oulra-mer (ed.j
Hiuubeldtigymnnsiiiins. Uerlio, B. Gaertner 1886. ~
Fnmitipii der rräuki^uhen Hemcber im Orient gibt K.
2, Innars QMoUclit«.
108»
ou pcu conoa««, Borün 18i3. in den um Scfaluase iea Werket bvi|D/Qf(tf>it itcnea-
bftD Tofvln. Dani die Dbrig^n »btMi S. 1082 »ogafBbrten AibtiUn von Hopf. — K. A.
Ohristotnanos, Abeoilläii<]i>i.'he Goacblochlcr im OrJont, I. l.ieloiuiiK, Wi«ii 1869 (wird,
MtheiBl. niclit fiir((;omi>txt). — I.ivrc d'oT do tn noblem« l'liHnariot« W Ur^o«, an
Di«, en RiuiBK> et rn Tii[(|uie {ini' im Phanariote. Athen 18112 (vwfolgt itia Stiniin*
d«r pbuinriotischon im<] iiU(:el>liuh pbanariutinulicn Geaclilocbtor , von ilniion
klleidinga nur wenige mit .Siuborlmit in die bj-iuutiaiiidiu Zeil luiDeknihnn InHuiij,
B. Sobrift«ii Über einxelna Familion: Kio» Snbrift llbar dia Katnillo Mn.
IBO> iat S. 780 Amt). 6 erwubnt, über elno im Cod. N«ii|iol, II. e. 85 orbiillunu
Dg vuo Briofeii, die sicli auf Zwei|te i\«* Fnmilie Molisaonoa beiiohoh, vkI. Hnlv,
illo, CodJMH gra«ci imw rcRiae liibliothecae Borboni««« 2 (Niia|wl 1832| 2t>-Sk!. ~
K. Cbrastomanos, I'trittXoyixil /nUt^fiitta. Tu firat Aifinun (.li^noiiWl, Ihiyrvoaet
10 (198«} M9— 371. — E. Legrand. QdoiSAlogie de« Mamoronlalo do (;|i1a at a\i\*m du*
«mncnto conewmaal «lle famillo. ruria \vm. - AL LaunuIi'M, Ific' iiff \mtt)t ct»t'
yttfiat KitX«94tev, S'taUynv 1'.päofin4aio T.niitiaJQtjitif vum 14. Mlln IKIIil (aur (tiitliil
«ifMr in der Atlioalaant erhaltonon (loldbulln Andronlkaii' II vom Jahr« IHU), - Kp, Mo-
taiaa, 'Ivjtfia i^c ainoj-inivt Muniü äna ro« IfiSl ft^XQi «od 1^04 lini-ri Allion IHÜH
(mir ancnglnglieli). — Einie« llemerkunRen aber das (loaolilpebt KaiKikalin« (tibi «In
AaonjrinaB, fltm "EfijutfU vom 8. Mui ISilS. — Auf niaefannK und SrbwimUil baiiibl der
Stanuaba«« der angeblich uralloii byzantiDiitcbeu Famltiu den .Klliirl«»* ItbodnuiinitkUi
Du hat mit BberraidiM QrKndcD iiach^<-wieHpn E. Logrand, DoHiur ItfauJenanakla.
£tiide cHtiqn« da bBiUoBrapliM «t d'biatoiro lilt<frai». I'arie \l«U>. Vgl. II. 7.. it (!**>">)
«7-87».
2. Innere Geschichte.
^^^K 1. AUg«Biein« Sclirift«B.
^^^'^ Sp. 7.arap*liDR, 'Jm/ibiu J>;/iaiuHJ t^t 't'Jlv4in /inil fuidi^ UfogiäUf ni^l ft*-
amurtni iXi-}rt«pai, Korfs 1852. — H. Krauae. Dwt Ilj-untiiwr da« MilUlalUr«, lluJU
1BB9. Ebi abwticMtatw, ktafig gtndtBt latMmii WoU«llaM«M iwil MtVM Uanliwwk.
Id wekJMn die ÜB^kUdt «iM« «McbieUlielMa OkcrUiokM dardi dl« irlllkBrliiib« lle-
■Afidlwng auf den Znitniun votn 10. -H. Jalirb. bmomtniM u«d w«d*r di« DjunUitKr
iMcb die »eaerra Arbeiten genOfcnd verwert«! aind. VgL 4U «ituIckUga Uoapru«buitK luii
r. lliracb. <;attiag. Ücl AoMigcn 18» 8. 1«9I-III»4. - Auguatiu Karraat, Ka^iiU-
aM bfSisHa««, Parii m4 (fUrina Skia** aiM iew tief- u«d HUdiLrkMi Vuw ll/uu
L B. L« WD«. Cb«c U Patrioe. L'wnpwcur rl 1« bIj!!!!!. IJu bpartlat« ■. « w.j, -- Au
gnalia llarraat. U vi« kfutfn« m V1> m-<U. Pari« IMXl (IMl«UMi«!k« HkUiMi mit
tuen »«ttbcli U«r«a Saasaatar). — V. VaailjavakiJ. HatarUltM Mf tOMMMi <!«-
adieUa dn bruiilikMdiMi Bcic^aa. i«ani. Mb. Iili7ff M Wi H, IWI-UW; !tM-4Wi
ISaO Bd 210 a W» -1?0: S&ä-440 (rwa.). - Tb. Capenabii. t^iftmitt Hfit t^tUn^f
tijt i^mUfM^ terrae rar »K^rttTti MfmfH. J*iiUr 2||IM tlW») HK-bftS. >-
Kbrii gaoK MM« Wag an- ErfondM^ der «— raa awthlrtiU vaa Bjr»M» arftgaato Uia(.
Scklaaifc«rB*r, iadaa «r dia Twia aoa «fbabwar flbiballM (aH«b «lai«« <J«U m4
S[lti«rli«llM) aalOTidrf« nd aa« ivaa Ikr di« UMOfnv^. *»» VorwaJlaaftavMMi, dl«
pahliarta nsi t**Tal* GaadhidM^ Aa Cinri|bii aad Jv^ti^a^Ua 4ar It/Mnlua«' ate
■bsMo iwilmiti» ala reidrUtifw Mämnd ya-Ma Ifia BrgahiMaa «rtaar V- — *"iriTO
hat er nürtzt ammamim^äm^ ia aaia«r: l^itcitUfrapbta i» r*wpirt> lifcaalia,
I'arw ItfM. Im« (aue iidi^nlJuilirti l^nMaiMiur 'iaarllai^rfl, im H>4. 4m Ad«J. dM
Ziri]- ^ Miilli i la ■ allit ak ttxr *«a«Utaa Itiaiiiliiiliiiiaiiihii liniiiriu la 4m
kbiaa HialirfMa <k Wr »aKJMli^ «ad arUbt aiad, rw mmim A«c<« Vj|.
8p. Laabr««. B. Z. 1 llWS; IK. Vgl aa<* dw ao Kuldfc 11 «««llWi-a Mu^Um
*«■ CithwlMaii. — üiugl III* tkt di» II ildidi Bmu 4«r mw «tedhalaa v« hf-
1
I
1084 Bjuntiniaohe LittermUirgmeliiohta. Allg
lanx K-nmdrigcntunuvptlilLllniasi! u. b. *.): K. R. Zi
avliivhlo it«« grieuhMcli-rOniisolicn Kcclils, 3. Atifl., Bvili
gefnhH* LiUeMtiir. - W. Fischer, Kin Wort Obor i
gem«iDe Uvechiclit» h (Stattgort 1888) 0«9— »97.
kimgcn Ober äiv Eloil«iit(ing Jm WortM .Iljrzanliiiil
Tb. J. I. Arnold in dvr liullaiiiliaohwn Zoit«dirift Dfl
eSO. - ' Maooli« Teilu dur iiiiiiMi-u Goschiclil«. wie die
gnphiRchDi) VcrliAltniano. da« Uoflcbon u. s. w. aicd a
Cl AüK^ftlhrtMi W«rk«D, bea. bei Roiiibaud, GTrOror, CS
dcit. — EinigM MMtwia] anch xiir bytuntiniachMi Kit
Kremer. CiillurgeBcIiicbt« des Oriente unUr den Ühali
Nachweise von bytantiniscL«« Ku]turel«iient«n
tat^eacbic^tc der KreuuQge, B«tlin 1888.
8. BpeEiaUahrlften,'.
A. VerfAasung, Verwaltung. Struor-, Poj
Ober die diukldinniiah-koniiUnliniHC'lii) [>tJiat».fc>ini im
klare Danlollnng von Tli, Momnis«ii, Abnss Um til
Ujuidbuch der deutsclieu RvvbtAwiaaeneobaft 1 8, Leipslg
liBjierii orieotis adiniDiBtrandi forma inututa iode a Conl^
Dorp»t ISbH (mir niungllnitlich). — 0. A. KlIinHen, B
(lOltJngen 1881. - O'h. L^orirain, l.o Senat romain d<
«tanlinople. Dibliotli. des f^cnles fran;. d'Ath^M «t dal
Viuoxradov, Die EulBlvhun^ der Fi-iidalverbitltniBae i
hurit 11180 (riuti.). — Ü. Culiase. II govemo dei Bisain
(18tö) 2fl&-33!^. — Cbarlea Diohl. Ktudea eur l'ndj
cbat de Karcnne I56H— Tat), I'aria IKXS. — Duu die j
Litturntur, — Morit Hnrlmano, Untcruadiungen rar (
in Italien (&-tO -7^0), UipiiB 1889. — fl. Cohn, Die i
halter in ObiT- und Millelilalien (MO-T&l), DJm..
fuerint tiregarii Ma|;ui pa|iitt.> tumporibus io imperli b,
qualia eorum iura ntqu« orficia, Berlin 1892. Vgl. die
U. Z. » {1!<94) HD tr. - - A. Guudonti, Bni rngiporti
gli mini 476 o hM d. C-, Bologna IWtS, ~ Zur Civil- (
liniachen Kxarcliat v^\. auch Tb. Hommflon, Ostgol
0eeell8(>lifl(t f. ftltere deulsche 0««ohiclitBkunde 14 (19
den vHtgotbtsdiun Studien, ebenda l'n |189U] 181~lSltJ
soi^iuli iijüiimu duHh duoitiuuiono Lurbnricn ed orienll
chnriae vun l.ingcDthal. i'rincipj di un debite pubo
conti del H. Utituto Lumbardo, Kerin II, rol. 16 fa*c.|
Mfltinioliun cur innoron Ilaschicht» d<i« byxnntiuiiRhMi |
KtOblor und Kt o II on> in nn linier im II. und 12. Jahrli., Jon
(nisci.). — F.. Iludomaun, Ueeuhiclite das römiHoh«» P
2. Aun., Uerlin I87S. ~ Aug. Audollont, Leu Vor«<
BM-Kmpire. M^IangM d'uolii^ulngio nt d'bintoire de l"!
249-278. - Kd. Oebherd, Studien nbor das Vorpffl
Dorpiit I»81.
H, Staat*- und Geineiudo-Aroter, Titel.
Wichtigkeit auch fUr die byxautiriinrlio Zoit int das oä
MililAr-Aniter ontliwltondo, nin Knd« de» 4. JaJirhundnrIs \
Notilia ittgnitatuin (so geirnhnlicli »ti«rt) et ndniiniatri
militarium in partibun oricnlie et occidentis. iluuptaus^ba'
A
2, Innere QeBchiobt«.
1085
in 6 voll-, Bonn lSä9~lSö3. — Ch. Löorivniii. Doquolqu^ inatitutioos cla BwEn^ire. I- I-es
principal«K dona lo regime munidpal rotnnin. 11. lios (ribani lios miÜMa iniinidpal«g,
III. I^ juridiction du priiteur aoua TKnipira^ IV. Origino do quelques instituUoos dn
Bas-EnpiTi). M^Un^«^ d'arrhdologi» et d'bietolro de l'EcoIe frant. ilo Rume S (1S8EI) 363
Mb 389. — Ch. Läorivaia, I^lodi-8 sur tu Bun Empire. 1. RxplicAtion d'iuic loi du Codo
11itedMi«<u (XVI. 2, 38|, II, Tcxt«a de snint Alnl)ruisl^, do suint J«iin CliryiiciHtAmn, dn
p«p« Uäl«se Bar U servitucle pour ticttes, lo cli'-liL ifudullüro et la comixisilion. 111, I«e
•oldaU privf^s au Bas Empire. Mäliwgos d'nrchuologio et d'lijst. de t'tcol* rriin?. dp Kum«
10 (1890) '2'i3— 2K3. — Cher ein Hngtliliches hyinntiniBcheB Mooreskonsulat iiud Hciuvn
wigtUicheti EiulluM auf itslienisclie luatitutiunen vgl. die Arlik»l voa Hans tuq Knp-
Il«tr und Adolf Schaubu, Deulaube Züitachr. t. GbBchiublBiriBs. .'> (1891) 21-69; &
(IMS) 223-238; 288 t: 10 (1893) 127 f. - E. Beurlier, U CTiartoplij-liut de In ßrond«.
igVuu! de Cple, Coiiiple reudu du 3. congri'i ni^iontiGciuu iutemjdioniil dos nutbnliijiiM,
UtüBwl ieS5, V. section S. 2,^2-266. - F.. A. Stliukclborg, Der KonsUntiniedie Pa-
Iridat, Basel and Oenf ISQl (ungcnflgend). — Zur offixidloD Anrede mit einem Abstniktiun
(deiDeolis, pieta«, miiioatM. r; flma^^iiii aoi\ rj ni; /pi;rT(üit;( u, s. vr.) vgl. Clir. SchQncr,
CWr die Titulaturen der römiscLen Kaigtr. Actu Saminarii Erlungcnsia 2 llHtil) 449 IT,,
und Aug. Engulbrocht. Patmliaohe Anuleklen. \Vi«u 18Ö2 S. 4S ff. und: Tb« du
l'itolwps«« der spatlateinist^hen Epistnlogrnplipn, in ,Auh dem Tboresianum*. Peetgabe der
k. Ic. Tiictcsinniscbcn Akad. lur 42. Veraamml. deutlicher Philologen. Wien 1398. —Zum
Tital- und Kangwosen. dessen hiatorieclio Dnfdiettnng ein dnugendea IJed&rfnia itil,
Tgl. im Qkrigeii Du Cangc üluBBiirium mediu« ut infiinae graecilutis und die Kom
nenlare von Du Cauge und anderen zu den bynintinischun tjislorikorn. Muieho« i«t is
der aeuercn LilUnilur weit zorstrout; vgl. i. U. E. Kurti, H '/.. 3 (1^94) 694 f.
C. Kainorkult, HofEeretnoniell. Circuapartoien: A. Oaaqn«t, I.'erapire
d'Orient «t IVmpire tVOccident-. De Temploi du mot IfoaiXtJt dana lea aeles de la ohan-
cdlori« b^xantine, Revue hist. 26 a834) 281-302. - 0. Uiracbfeld. i^ur GtHohiobl«
des r«mtedieii Kaiseroultua, Sitaingsbar. Beri. Ak. 1888 S. 883-862. - E. Bcurlior.
Le culte impdriol, Paria lS9t. — E. Bcurlier, Sur les vesliges du oultc imperial ii Bj'-
aanoo, Compl« midu du congrts scientiti<[ue intomatiooal des eatlialiquns Unu it Paris
du 1" na 6 avril 18^1, Faris 1891. — E. Ueurlier, Le oulte renJu nux souveraina dana
rantiquilä groi^quo et roiuaine, Revue doa queRlions hisloriques 51 (IS92) 6 — 66. — Vgl.
0. Truuliuer. GAtting. Gel. Atiteigen 1892 S. 398 S. — Vgl. auch M. Kraücheniunikoff.
Cber die Kinfabruug des proviiuiiJen Kaist>rcultua ini rUuiisobeD VVeaton, Pliilotugus 53
1694j 147-189. — P, Kalligna. ilt^i toi tvmxov tijf ßvC. aiiX^t. .VfXiiai Hol iöytu,
Alken 1IW2 S. 305-326, — W. Fischer. Eine Itaiserkrönang in ßjinntion. Zettachr. f.
aDgvmeiiie Geech. 4 (1887) 81 - 102. — Über die hyz. KaiserkrOnnne handelt auch .V. A. tt.,
'jra}^e*vsn «iri ati>tiK fiär fvZitrnriäe uiioKgatäQaf, Sin 'HuiQit vom &, 17, und 12.(24.
Juli 1896 (Nr. 1127—1128), - D. Beljajev, Byianlina. 11. Die täglichen und aounlAgliohoa
AndieaMH d«r bytanliniaclien Kaiser und ihre feierlichen PruzeHBioncn in die Kirche der
hl. Sojtbia im 9.— 10. Jahrhundert, Petersburg 1893 (rusi). Vgl. die BoNprui'liuug von
Tb. ITspanskij. B, Z. 3 (1894) IM ff. — über die Pragc, wie die bjiantJni«phon Kaiser
nüd Patriarchen boatattet wurden, handelt H, Grauert. Zu deu Naührielil«n Qber die Be-
itatlung Earla dea liruaseu. Ui^toc. Jahrbuch 14 (1893) 302-319. ~ Zum Zerenool«!-
weseu d«a bvxontin lache o UuCes vgl. ausserdem § lOS und die dort gonunuto lliirBlillorntar.
— • Kr. Wilkon, Chor die Parthenon der Rennbalin, vornebnilich im byxantininclien KaiKcr-
Umn, Abbandl. Berl, Ak. \ml (Berlin 1830f -S, 217-243. Ühn« dio Koten auch in
RMim«r8 Histor, Taschenbuch 1830 (grundlegende Arbeit)< — A, Uamhaud, Do bj'cantino
liipfKxliüUü et circ«^Bibua factienibus, Paria 1870. — A. Rambaud. Le Sport et l'hippu-
dräme k Conutiuitinople. Ucvue des Deux Mundaa vom 1. August 1871. — Th.
Capenakij, Dio Parteien des Zirkus und die Dem«n in Konalanlinopel . Via. Vr, 1
(18M) 1— IB inm.). Vgl. B. Z. 4 (]895J 208 f, — äp. P. Lampros, ül yiira« HKti
lOdS SruuitüiiMh« Litt«ratDrgMchioht«. Allgi
^
D. Ucar anil Flottet H. Kirchner. EI«mCTkii
Ftxtnch-. mr P«i«T d«a bOjKliri^oii Di«nB^nbi1finms ilm t
HnR. Wiiimiir IBSO S. IIS— tS8. — Tb. Hommsen, dJ
etetian, llormoN U (1889) IQS— 2T9. — Charlea L^orij
11). I.«s soliUU priv4> >a Bw Kmpira. UiSlango« i'm
967~2BB. — Conr. B^niomin, 1)^ Juslininni impvrati
Berlin IS92. Vgl. dlo »Mtirechungi von F. HirscU, B. i
rine von Lingeotlial, Zorn HHitSrgflMls A*9 t^o, bJ
ZaobMTiB« rop Lingeatlial, Wisnasohaft uml Bedit
fang doa 10. iahrbandertx. B. Z. 3 (18U) iil-Vil. —\
NovAknviJ, Dun nllwrbiii'hc Iliter, Bolgnd 18Q3>
MilitArwMen de» 11). tind 11. Jahilninderti t^. § 117
litiflrten Hilfsmitteln, Dits g IIS besprochene Btratpgikd
von T. Vaailjevaklj und V. Jernatedt in den Zaplsl
k. Univorsitat PeUnbuig. Toll 3fi. Pet«rebuii; Iä9$, mit !
ediert worden. ~- Zur militilrwissrnschnftlichno I.itf
Warangen (nonnnnniBrlio Lribgnrde Heu h'ni«c<rii)i
in nnla Ryuintinn militantibua. Hall» 177). ~ S. (iedet
handlunn llber die WarS^rfrage. Zsprski der Ic. ruM. J
bai^ 1862 (niM.). — V, Vaaüjevskij, Wirjago-ruM«
(druiioa) in Kpol im II. und 13. Jnhrh.. Jaum. Min. 18i
Bd ITT K«brunr S- S91 -151; Hd IT« Mftni 8. T6-152|
Vaniljpvskij, Kuwisch-bj-nuilinisclie. FVapncnl«, III. i
ftKitrroi. Joiim. Min. 18TQ Ui) 184 MAn S. )7:ä-I8T (nut
P.h. Munch , Krittske Underscigeliier ein vors Kon^esagi
sons (Hnardraades) Bodrifter 1 ditn gmeske KejiH-re Tjfi
linger' I (Climtisuio 1873) .'i06-.'>54, - Ountuv Stori
gerne i de Graeakc KciMroa Tjenesto. Hiitoriak Tidiu4
18841 SH-386 (vomerti-t dir die Gescliichto Hamids 1
Kcknumono*; vgl. g 116). ~ Vgl. auoh A. Rambaadj
l'ariH imo S. »Hgfr.. und 0. ScIilumberBer. Ni<-#ph«
Marine: Aug. Fr. OfrOrcr, Das b}innllniscl|
aehioJiton 2 (1«T3) 401-436. - K. Jarion de la Cr*
Kevue lioe Deux Munde« 6.'^ (18R4) ISO- )58, — Einig«
biot«t CcDtl Torr, Ancimt sfaipa. Cambridge IS94 S. 1
borgor. Niciipbore l'bocas S. hl tl. — Daiu die S. 63?
K, Lflndwirtschaft, Handel und Gvwerba
die rrnnoin im alten Svrbiun, Jouro. Min. Iä74 Bd 17
V. V'nsiljevBkij. Mutprtulipn xur innnri^n <iMchichto d(
ri*geln inni Scliuti« des UitunrngnindlieHJüe«. Joum. Ma
— P. Kalligus, IJt^ doi'lortai/oiriat rtafd "Pufialoit Mxd
jMiuitioy, in seinen: MtUiat krJ t^ytu, Athen 1882 8
Materialien lur Uesohichtc dos Baacnigrundbeaitxes im 14
(mir iinxugUnglidi ; violleicbt identiaob mit dem folgend^
sohiclitc des HnuemgrrindbcaiUDa in Byxani^ Joum. H
bi» 360 (rusa.). — Tb. Uspenskij, Die Bedeutung 1
«eben »t/öfoiH (eine Art von Benefiz), in .Sammlung
lu Ehren von V. P. Lnmnnakij', Petereburg 1888 (ninj
des quosliuns bist 35 (1884) 270. — Tb. Uspeni
in Bj-»anK, Journ. Min. 1884 Bd 231 8. 1 -43; 288-1
S. EirebongMohiolito.
1087
— Tb. TTspenstcIj, Deuliauhtuiif!«!! zur GDHdLiclltl^ der LainlwirlacWt in B^mu,
Jwim. Min. 1888 Ud 259 S. 229-25'J (ma».). - Tli. Uspenftkij, BywnUiiiMhe Lwid-
meoMr, Odussft 188S (nias.). EJeaprooh«n von l\ Baxobrniav, Jourti. Min. llitö Üd 260
S. 272—2)40 (ruBs.). — Über dui rur dio Uotioliicht« dcj" Land wir! ach nft wichtige Sfabsm
doli ZiMclilAga (^rii^ali;) liandttt siihr HUsführlich Hnnry Monniar. i'iludRN da dntit bjr-
XMitio. 1. Nouv«tle rovue liistorique de droit rrancaiB tt itnh^n 16 (1W3J 12&— 184;
«80-362; 497-543; 687- ü72; 18 (1894) 438-48«; 19 (18BÖ) &9-103. - D. AraU-
nian, Cbtv da» Stratum dus täutllii-bou Ciruiidol|;eiitums im uHmBuiaobiin Ueiah«, Diaa.,
Laipieig 1888. — Zum byuintinieubeit Uaadcl vgL die S. 410 nagoCUbrlen Sobriften von
W. Ucyd. — K. E. Itnclinrine von Lingvnthiil, Kino Vorordnang Justinislis Qbor d«l
Stfidonhiindfl ttus d«n JaIiv«» MO 547, M^ni. de TAcnd. Imp. d«a acientws li« St. I'ätera-
houTfi. Ti>iii« 9 (180Ö) Nr. 1. — L. M. UHrlinaiiD, Zur Geecbichte d«i Ziliiftc im frDben
Hittelult«r, Zeitscbrift f. Suiiul- und WirtüDhuftsgi-äcb. S (18U4) lO!*— 1'2U [buiidult U. o.
Auf ünmd des vun J. Nicuto uiih Liubt giiio^-uDon Libur |ira(ifaati über die wtrtaubaftliobo
Organisation dvr bjxuntiniaabcn Zeit, ilann Über (Ins /unftlcbon in Kuvcnna im 10. Jnhrh.)
— IJbor den Luxu« im byznntJniai^lien liniobn hnndolt H. Baudiillttlt, tliotoiro du lux«
frir^ ot pabljc depni« rAiitii|uit*i jufiqu'A mm joiirs. Toniu 3, Tu'!» 1670 S. 331 tl. -- (lo-
Mmre EiDKeluntHrsucbmigHii Ober dl» ugruitscheij. kommerziellen, gew«rblicb0ii nud BOn-
ttig«a wirUcbafUicbeii Ziistandu dos lij-sanliDiBuliea Beialies gehOren £U dua ditogoudsten
r«rderuag«n dor Bjxftntiiuilagie.
f. Kultur- und Geistosbildung: Araenius Montacbikow, Do aniditiono et rn
fitUnma Grucorura notAtJa byzitnlinno, Unlvei^aitntsaclirirt, Mofiknii l&tS (aUgsmain« Cobcr-
nrbl der bjxtiolinischon Litt^rntiir und ihrer Eiulinsso auf die ruwischc Koltur). -~ M.
K. Purauikas, l'xtJiaa/ia TltQi >i;( ir >'J 'f^li;>-. t3rn icalitatnatia( lo'y y{Hifi/4altlv
na» tiXüafas Kur^tai^irovnoXniii {HH) /jijipi tiür aQ^/tiv tijt irioiiäaijf itatoyratitjfiJot,
K|>g1 mS7. — C. I'npnrrigopuloii, llistoire do In civilinalion hclk'niiiuc, fiiria 1(178.
UobandoU aoaftlbrlicli hucIi die byziuitiniscbe Zeit, bes. die IViiod« dos Bildorntunnea. —
G. ChiBsiotia, I.'iuDtruction publique cbei les Grec8 dopuis U priso dci Cple par lea
ritrcs juHi|u'i uos joura, Paiia 1881. Vgl. die BuHpnjt'iung vuu P. Syrku, Journ. Min,
1S82 Bd 220 S. 279—303 (russ.). — M. J, tiudooi), Xpoftxn lijt niirf}ia(ix"^( "'«^If'oi,
Kftl ItitfS (Ober die I'ntrinrcliiitucbuto von 14^4 - 1 SSO). — & AriBtnrehca, KatäXoyK
nir niifui t<ür rtuttfoir TM^riar nnö tiXiün4M ."OtP' ioU* «vyyQttifiiftiDy fifiXiioy ^imiKo-
iatvfiwiiy, if'VOixuir, yuaytttufiiür, ^oi^ittii; fiiiOtjfiiiiixiär uni rofimtür, ZfXloyo( 14(1884)
103 — 1Ö3, — Daxu dl« S. 798, 2 HugefQbrteu Werk« von Vrotoa, Satban, D«m»tra-
kopaloH und Lugrand. — N. 8kiibtilnnavi£, UyKontimsuhe Wiaat^nsvbnft und Ijchulcn
im 11. Jabrli.. Cbrist. itvnie 1884 Metra -Mai (russ,). — F. Urogororius, Vie Lcgendo
ron Sludhim der ^VUacnsc harten in Atheii im 12. Jahrb., Zeitscihr. für (lescliicble und
Politik ■' {18SH) 805 817. - Th, Uaponekij, Skiwan lur Ueachicbto der bjwntinisclien
tkultur. fet«n.l>Hrg 1892 (ru«».). Über ilcn Inbnll vgl. B. Z. 1 (1892) 176 1I„ 635. V|;l. die Be-
fSMbuos von P. Bezubiu«ov, Vix. Vr. 3 (l^dtij 125 II. — P. BexobrAZOv, Zllgu iler
»/«■tiatochieii Sittuu und Kultur, iu suinom Bucha: Histuristbe AufalLlto. I. Mutykan !»!*!(
i. 4&~14S (rusB ). ~ Einen kur^oa Cborblick über die sotiolcn Vcrhallniaao der Lehrer im
bjwttiniachcn Keicbe gibt M. J. G«doon. llaiJti« iroi !itioj[tia nap' li/iiV natti raiif te-
l«R(u«»t ttiiünii, Kpel. Keil 1893. — M. K. Paranikas. lliQt Tt}e tr Knökci notpioexix^e
tXtXijt, Zi-ijioyet, i<'ifio( xi (1895) 49—56; 01—66. - Da*u die Bemerkungen von M. J.
9«deoa. Ebenda S^ I>6- Ol. — Zur üeialus- und Kutturgoaohiclila der Byzantiner im 14. und
li. JaKrliondert vgl. die S, S02 f, angoFQbrie IJttoralnr.
3. Kirchengeschichte.
1. AUgemelne Daratellang«n. Verh<nia d«r Kirchs mm Staat.
J. M. Ntale, A llutory of Ibu boly easlero cbureh, 2 Porl», London 1*17— iO. --
Stanley, Uctar«« «n tli« hiat^iry of th« «aslern cburcli, 2. odition, Londou lb62.
*1
1088 BTsaotioiaclis Litter&torgeschicbte. Allgi
1
— J. Uasenann, Griediis(Aa Kireho, Kneh- uod Gnifa
■r^a 84 (1866) 1—280, - Jo», H*rgoarOtlior, Haa
eohtoKU, 3. AulL. 8 Ud«. »'mborg 1S84-18S6. —
stMtinnp*] läSl— ISeS (rciobl bü» 1463; der ScU
lioh). - H. V. Toter, Tbo churcb »oil thc «uttUm eaij
]uDg d«r U««chicht« dor ori«ntaJti>clioD Kiroho, ibrca V'
und ihrar Kinriobtungoo). — C. J- v. Uafelo, Con
Kniburg i. B. ISttO ff. — Eine bietohBcb« G«B*mhUnt8l
Ferd. KultenbuiiGb, Lehrbuch dor vergleicUendeii Ko
dox« nnutuliacbc Kirebe. Kreibiug 1693. — D. Karl
Bond, Kiriburg 1892 (— (jnindriM der Üiaolagiadton M
1. BdJ ibobandelt in tn^IircrMi Kajutaln Buch di« byc. Ki]
frttbbjruutiiiUcbe Zeil, ruicbliche Litleraturnachwaüa, *n)|
Parilees, Ifm^ixi^ucij /i(xJI>;aiR>ii((ij /atn^i«, Kpel lS9w
ÜiognipbiuB ulmu wiaaonHchiiftlioho AimprOdi«). — K. U]
tum imd Mittclultcr :n dar Kirche, l'roussiMba Jubrbllob^
OronM in die Zeit vom Kiidc de« Heohsten bin xur Witt
P. Wolff, ZuT ^iteintoilnng dvr Kircbengoschicht«, Zoitf
Lebea 8 (l«8Tj :i81-3y0 (vtMtiobiebt die ClTenz« iwiad
ti«r iD§ 9. J«hrbuiid«rl, bis lum Uogiiiu du PonlilUuits ]
liuuj-twork fOr die Suaeere Geschieht« d*r gtn
Mich. Lo ijuiviD, Ori«na Cbristianoa, Storni, Paris 1741KJ
PoDti, Äaiae et Thraciae Patnarcbatni CpoliiBuo oulj
orienUIe ad Patriarcbatum Cpel. pertineos, Patriarchril
magnaaiiuo CbnldaRonim nt Jncobitarum dioeeeses; des |
PatriarchatUH lli«io»otTmitanua et qootiiuot foerant ritna'
feriores prnMulea in ([iiattiioi PatriArcbatibua et in Orira
die OeechJohte dea Patriarcbats von Kp«l: H. J. Oedl
1884). Kpet 1690. Vgl. die tlwprecbimg von ti. Uolxo^
Ergintung dienen daii Vunteichnia der pAtriarchftn naj
nufftia*^ BifiUoäiJMii, Athoc 18!)(l s. 3I3~811V, aus oiad
J. Andrejov, Dio Pathsrcben von Kpel von der Ze)
PhotioB. Chronoli^ie dieser Patriarobiiu uud Skiuea iH
wicbligsli-nvüDilineti. 1. Teii. Si}rgiovP«iiad l^ÜÄfruso.). V
und Znoxuraktj, llogual. vjeBtnilc 1896 Januaihoft, BeilikK
lieh], — Berichtigungen ea den I'ntriarchon listen gnb: K. ]
triorchs of Cpifl rrnm ß»M to Tl.'S. ». Z. G (ISO!) m C!
^i roic jf^ot-a-toj-ixujr xatnXoyuir toi' /njtgo:toXii«v 'Jl
'Eittafeigtiaie 1804 S. 640—649, und Kifii'nii»'>i>-oB.fol({ |j
Xpot-iwI roi' nitr^iiapjfiitov oikov xai rvv riiKiF, Kpel läS4 (
Kpel in mittelalterlich«- und neuerer Zeit). — Zu den j
Patriarchen und Biacbore, vgl. 9 l'Jl Anm. 3, |
Cber dos VorhAltnis des Staatvs lar Kirebe in Bja
ritmiBcbon Gpsotze in ibrem Verb&llni* aur Kirche, J|
21-59; lßl-202(rus8,). - Ä. Uaaqunt. Do l'autoriM,
Byxnnco, Paria 1879. — K. J. Nonmann, Der rSmiacJii
bia Ruf Diokletiui. 1. Bd. Leipiig ISOO (grundlegend
atiaoity and tbu Koman Govemmviit. X 8tudy in im
— Job. Zbiahman, Die Synoden und die Kpiakopnl
ifitch«, Wien 1807. - Joa. Zhishmnn, Das Stift
3. Kirch OD^Mclito
rgenlAndiacliMi Kirch«, WImi 1888. — Zur Geechiciite des kirchlichen Rochloit vgl.
ISS vod dia dort (hm. S. Gll f.} angemhrt« Liltiirulur.
fS. SpasUlwerk«.
A> Etnitlne Zeitabaohuitt«: l. Lnlergang dos Ileidentninii and orsto
der Kir<^be: A. Ht^ugnot, Hisloiic do In dontriiction du PngHiiisme *n Occident,
>oU., r«na 1835. - K. Chnstcl, Uislnlin de in dentructioii du Paganisme dana rsm-
t ile l'Ori«^!, Vaiin 1^50. — E. v. Lnsaulx, Der Untergiuig dw Uelleaiamus. HDii-
0 1864. — Alb. d« BrogHe, L'^gliee et l'rnipirc rumain nu IV' sit-rle, 3 |jutiea
Bd«) Paria I8S6 — I8S9. — 0. Boistiier. Lb fiii du pngnnismc, Etudee sur lim dnrniAroil
M rdlgieoaea «u Ooeldent au quutrii-itip sü-rle. 2 voll., PhHh 1891. 2 Anll. Paris 1894
RMteoteils aur den Westen des Reichi^e hezäglioh), — Victor Schnitze. Gcschiclit«
1 Uotorganga dea griedilBch-rnmisohen lleidentams. 2 Bde. Jena 1887— I>^Üä. Vgl. dio
iprvohung von Koaddaritz. R 'L 2(lt<98t 622 ff. — Paul AlUrd, Le puganiHme au
Mm da IV. ei^cle. lt«vue de« ijuestions histuii^ues Öl (1892) 34J -372 (Ober den Mithraa-
%). — Paul Alluid, La sitUHtiun k^gnle et niiitL'TJelle du Png;aniiimR hu niili»n du IV.
>le. Campt« reudu du 3, cangri'E scientitiijue iDtiirnnlionnl des cntholiijuiw, UrllMel I99&,
•Mtion 8, 100 — 150. — Für das Verstund ni« d<>it Cbofgangft vom Heidentum lum
liatenhun «lad namentlich folgende Schriflvn zu heacht«n.- Edwiu Uatch, Orieehenluin
I CbriatenCum. Deatsch von Erwin ProuHL-hen, Hit Beilagen von Ad. Bnruaek
I dem Clieraetier. Freiburg i. B. 1802, — Guat. Anrieh. Das antike Mirst^rieoweann
Miflcni KiiiHuwi auf dun Cliriatentum, Gattingen l»ti4. Hier auch Verzeichnis der Alteren
diMM Thenin bextlglirhen I-ittmitur. — Georg Wobhnrmin. RHigionnganchicht-
w Stadien wir Frage der itceinfluMung des UrchriBtentiim" durch das antike Mysterieii-
ptn, Berlin 1896. — W. M. Ramsay, The obnrch in tho Roman Empire before A. D.
I. London 1893.
2. Kirckengeschicfate vom Kooiil von Nik&a hls xum BogiDn dea bilder-
eilH: W. Koelling, Gettchiehte der ArLaniachtu Ilaeresic, 2 Bde. UBtcrsloh 1874 —1883.
C. A. Bernonlli, Das Konxil von Nicaeo. Freibiirg i. ß. und Leipzig 1696. — 0. Snock,
larmcbDUgcn mr Uoacbicble des Nicdniachen Konzils. Zeitschr. f. Kircihengcach. 17 (IROC)
71. — J. R. Asmus, Julian und Dien Chryaostomoa, Gymnnsin1pragr..Taub»rViiscbofBheim
16« — Ji B. Asmus. Eine Eucfklika Julians dea Abtrünnigen und ihre Vurlltufer, Zeitachr.
itrc)i«ngeach. 16(1896)220—252. — J, J. Mulysevakij. Die grossen Thiilwi der na lio-
aiiwheii l'ricAtor in dor Z»it der arianiscben Kitmpfe unter der Regierung de» Valens,
\iy Kiovük.dnch. ak. 1893 Juli S. 3ö5--37H(rnas,), — Ternovskij. Diegriechigcho Kirch»
der Periode der iLtlgeineinea Kircbenversaiumluugen. Kiev 1883 (rua&.), — v. Funk.
. Berufung der akunioniachen Synoden dos Alterlunis. Uistor. Jahrbuch d. OOrresgeB.
(]8Bt!) 689 — 723. Doxu v. Funk. Kritische Bemerkungen zu dogmatjaeben Rufloxioncn
MMT hütariaehen Frage, üiator. Jahrbuch d. GOrresgos 15 (1K94) 50.'>— 5ltl. — v.
pk, Die pipatlich« Dertätigung dar acht ersten allgemeinen Ryn»d«n, IHsIdr. Jahrbuch
(1898) 48&~51G. — F. Ludwig, Der hl. Johanne« Chryaostomoa in eoinem Vcrhält-
mm byiantinisdien Uof, Brauneberg 18S3. — A. Puech, Un mformatenr de la »«-
■4 chrftieiioo au 4'' Bi^ole. Hi. Jean Chrj'sostom» et lo> moeuru de Hon tenips, Paris
II, — K. Tbeuvonot, Vie de St. Jean Chrjsostome, Toulou«o 1891. -■ T. J. Lamy,
eoBCil* («la k 841aucie-Ct^photi en 410, Compto rondu du S. congres scientiSqn«
iniatloaala de« catboliques, BrDaael 189Ö, II. section S, 250—276. —- L. Dncheano,
•fSit et Pelage. R«<vue dea ijueations bititoriignes 36 (l^^-l) 3(19—440. — Quat. KrDger,
napbjrailiiKiie 8lreiti^-k«itHD im ZuBammonhauge mit der Reicbsfiolitik, Disa., Jena 1^1^.
L*nd, De gedunkachrifttn van cen Monophysit-t uit de zesde oeuw. Ventlagen eo Me-
ImI. d. Ak. Afd. I^tcrkand« 3. Rnoka (AmsUrdam 1S»8) h S. 237—274. — A. Koso,
I b)-Eantinisclic Kirchenpotilik unter Kaiser Anastnsius I. l'rogr., Wohlan 1888. ~ H.
ilaer, Josua Stylit*« und die dontnligvn kircblicben Parteien dea Oatms, II. Z. 1 I1892J
dlHK* ilei kluü. Aiirrtiiio.iii..t<u.cl.;>n IX. 1. Ablief, i, Mi, Cy
AidlHK* <lei kli
ä
1090 Bysutiniaobe Lltt«rfttsTf«Mfa!obte,
34-40. - Uaxu Tk. N&ldeko. Pi« Synfxloii vom Si
bis 38.V — G. Sehnflror. Die politisch« Stel1iiu|t di
de« OroMan, Hi«t«r. Jahrbuch d. OOrroeg««. 9 (1888)
~ Mucbm aber din kirohonpolitisolicn BvaoliitiigM
bringt Biicli O. Pf«il<ichirinr, Di-r OstgutcnkSnig T%
lische Kirche. MQnetM- IPSlt. — Dura vgl- S. hl f[. oa
S. Periada des Bilderetreitaa: L. Maimbo^
dMlM, t voU., Pftris 13T9. — Fr. Chr. S«h1o«aef
Kaia«T des oRtrSmiBclien ReJohM. FrMilcftirt IRIS. — J.
(unbedmilend). — Aug. Fr. GfrSrer. Der Bililersturm, i»
460—478. ~- C, J. von Httfele, Coii<^ilianu;t<Aobtohte 8 (
Di« Geg«txecbiine der lkoeakl«Bt«n, Jouro. Mi». 1878
bis 129: Ud 201 8. I$l-17ft (rxise.). — KnrI So
KkiDpf der gri«RhiMh«n Kirche um ihr» Kigponrt und
die eingohoml»n t)(>a]ir«cliangen von Jos. LatiR«». Bg
Zeitung 1691 Nr. IM ff., und F. X. Krsas. Oauing. Q
T. ProobraJtfnskij, D«r Kampf tim di« ItitdervaM
Moskau 1890 (nias.) (mir muugftnglicli). — A. To^
d'aprto la correBpoodano« d« saial Th^dor« 8tudlte, j
(1891} 80—118. Au«h aeparat «refliieoen. - L Duchj
pontiHeaU Revue d'liistoir» et du litt^iature rf)Iigi*niN
£97—334 (u. IL Ub«r da» VerbUtuis der Dipgte St«phad
und Irfto in Z1I den nyinntinern), ~ Tb. üspenakij, |
und din tlesUiligiing d«<T Orlhodoxi«, Joura. Hin. 189]
Wiederholt in d«n; Shiicen znr GeacUchte dar bjnafl
S. 3— S8 (nisa.). — Th. Uaponskij, Da» Synodikon (1
Jonm. Miu. 1891 Bd 274 Aprilli*ft S. 287-323. Wiedcrf
der bjxat>tinittc'1i<.-D Kullui. P«lertiburg 1892 8. 89—:
dieaar Sobrirt diunLTb, Usponskij. Daa g^roodikro
Odeaaa 1893 (nuu.). Vgl. die tlfispraoboBgMi van E,
and P. Bnxabrasov, Vü. Vr. 3 (1896) 125 ff. — A. -
taniachfR Sjnodvn de« 9. Jahrb.. Moskau tSS8 (raaa.) (
4. Von der WiadeTheratallueg der tiiH
(843—1054): 0. de Boor, Der Angriff der Rhba auf 6
ea sehr wahnoheinliob. daaa das Fest der B«chtglltib«d
fenommen irurd«. im FiDbjahr 842, aondom am 1|
Laammer, Pnpat Nikolaua d<T Kr«t« nnd di« bynd
Berlin IS."]?. ~ AoMerdem vgl. lum ZeiUltar des Phd
~ Knrnpet Ter-Mkrttschian, Di« Paiilikiaaer Inj
vfirwsndl« ketxerische EreeboiDUDgeD in AmiMteii. I
Äussere Lage dea MOnchlunia in der byuntinischen K\
bis tum 13. Jobrb. (842-1204). Pravoal. Bobeajednik
Juni S. 98—160. Juli 8. 280—275 (ruaa.). J. Sokelo^
in der byxantiniacben Kirche von der MÜlo doa 9. bis I
1893 Sept S. 118-124, Okt. S. 195-344, Nov. S. \
J. Sekolov, Das byaantiniacbe MDochtnin im 9.— 12J
Juni 8, 205—275 (hier allgemeine Cbarakteriatik) «
xl&ndig unter dem Titel: Der ZuKtund doa MSnehtnml
dor Mitt« dee 9, bis tum Anfang doH 13. Jnhrhuadarta,
Wie Insaerten aioh im Anfange iv* 10. Jahrb. die Bi
lu d^n benuchbartrn nOrdliclipii Völkern and han[
liaICeu beim jUhrlicIiMi Festakt der noanUB. Uni'
3
8. Kirobengewbtobt«.
1091
•ekomlich in den ICnpinki der Cnivereitllt Oilrüsn i^ndrnekt: mir nniugllnglioli) (mM.). —
8fc*balsnovi«, ßfuntiniBch«« Staat und [byn.) Kirohn im U. Jahrhandtirt, Potora-
bürg 1884 (niM,).
S. Von der Kitcbentrennang bis EUm Fiilln des R«icli«s (1054 ' 1453):
DiaMB ganzen Zeitraiun umfaast; A. Lebodov, Gmniitllgo einer Geecbiolitu der ti,viMi-
ÜBlsoh-fiatlicliee Kirclio vom Ende d«s II. bis tur Mitt« dpa 15. Jahrlmuderls, Moskuu
I89S (niaa.) (mir uniugOnglicb). — L. Hnimbonrg. Hüituire du schisme dos Grecs. 2 voll..
P>rä 1677. In doutacher Gberaeliung vun V. X. Meuaer, Aiiche<n 1841. — J. <j,
lAttlipio«. l.'^gliM Orientale. Expoa^ hiatori<|tio do «n säpAmtion «it de «n räiinion av«o
Hb« i» Ro«n« «Ic. Rome 1^55 tliohnndWt vom rnmisabon Slandpunkto aua die tle-
•ckicfat« der KircLendwnDang. aowie die Haii|'tdifr«< rennen beider Kirchen und macht Vor-
«eklS«« Kir Vertinisung), — A. Pichler, tiescIiichlB der kirclilichM Trennung avrisohen
Ori«nt lud Occtdent. 2 Bunde, MQnchen 1664—1665. ~ K. Demetrnkopuloa, 'bnoqla
T«i- «//«^urroc iijc Jaiint^; itxXriaiat äriä tijt Öp^edatov 'EiJli;H»^{, Loipxig 1867. —
J. Hprg«arOtbor, Photius, 3 Bde. Regonsbiirg I967-18B9. ist auch für die «mtm Jahr*
luudwt« der Rchi^matischen Zeil vnn Widitigkeit. - Wenig Branchbares bietet die Abband-
hng Too Di«n. KyriaLoa, 'JS^raiorS |1S74) 135—163. - A. Pavlov, Kritisch« Versuch«
mr ■Itoslen griechisch -ruMischen Polemik gegeu die Ijateiuer. Potereburg IS78 (ruaa.)
(nlr nur durch die Erwftlmmig in Rötlgera Hubb. Iti^-ue 12 [1S7Ü] 496 bBkannt). —
Shabatanovtf , Di« Kiruhvntrennuiig unter dorn Patriarfibcn Michael Kcrulurion. Christ.
HaBtjo I8S4 - 18Wi (niaa.) fmir uniugUn glich). — K. Kaloxymes, '0 nttniofiöi Kai i; op«
M^vfof äraioAi*'} iurXr/aia, Lcipag 1HÜ7. — G. B. Howard, Th« schism lietween tho
ari«atii] aad weitem cburche« with special referenco tn the additinn of the Dliaqiie to the
oned, JjODdon 1893 (mir iiozugänglich). — Gelehrte und scharfBinnige ätudi«u xur Eni-
litili— tHnniihinhlri d«T Kirohentreanuug gibt L. Duchcsne, Autonomiu« ecclMiu«tiqucii.
•4]iarte>. Puris 18116. — Iguniun Araenij. L^bor dio Boxiabungnn der Iatoiniticb«u
grUcbiachnn Kirche in der Pcriodu dor Krcuxxagn, Jonm. Min. Iüß7 Ud 183 Abtdil.
Pldi^ogik md WiMonnchaft 8. 499—534 (niss.), — J. Snkkelion, DocunMota in^dita tiri*
d» 1* bIbliolbAqu« do Patmos. I. Deoiot d'Alexis Comnfjno pertant ddpodlioD de L6qd, Metro-
in de Chaleridoine. Bull, de correap, hell. 2 (IS'^S) 102- 128. — Aof die Üaionsverhand-
nogMi in den J. 1268—1278 bezieht sieb die Publikatiou von h. Detisle, Nottco Hur cinq mu
la biblioUii^i|Uo nationale et äur an ms de ta bibliothifque de Bordeaux contennnl den rocueils
de Bdrsrd de Nnpice, Not. et ext. 37 (1879) 2, 87-167. — .loh. Dcfiaoke. DoT
smigiuigSTcrsucli d«s Kaisers Michael VIII l'aboologoB. Zeitschr. t. wies, Theologie
(Ibrdl) 82a— 855. — Cher die angobtiuh vom Kaiser Michael VIII i. J. 1284 naeh seiner
kohr US dorn Abendltinde an den der Union feindlichen AthosklOBlem verübten Ge-
iltigkeiten berichtet ein gricchiachcs Schriftstück, das J. Sakkelion. tlapniaaüf |0
49—55. ediert hat. — U. Ümont, Projet de riiunion des ägliaaa grucquc et laliau
US Cbkrlee le Bei en 1327, Bibl. di> l'äcole des cburtes 1892 S. 254-257. — V. Gri-
rovi£. Die Protokolle dnn Patriarchala von Kpel im 14. Jahrb., Joum. Min, 1K47 Etil
Abteil. H 131—164 (ruu,). — Zu der mflchtigen Bewegung der Hosycbasten (14. Jahrh.)
8. 100 S. — AI. Lombard. Paulicieiia, Bulgareset Bons-Hommesen Orient «lenOccidenl,
f und Beael 1879. — T. D. Klo rioakij, Zur Frage über dio Bogomilen, in .Sammluug von
tiMltsen xuT Slavenknndo xu Ehren vcin V. P. LamaoBkij*. Petersburg 188S Irum.), —
Geecbidil« der Ilogomilnn Tßl. nnrb Ludw. von Thallücxy. BnichBtUcki! aus der
ichle der nordwestlichen Dalkanlitnder. Wimenschaftlichn Mitteilungen aus Bosnien
der Hereegorina 3 (1895) 298—871 (mit cwei griechischen Texten). — B. Melio-
kij, Zar Oeechicbte der antik irehlichen Bewegung in Hakedonieo bn 14. Jahrb.,
tiifarat, tianuiilnng von AufHAtxDn xa Ehreo Tbeud. äokulavs, Peterebu^ 1805 S. 62 bis
— Chor doa aus Kreta alnmnionden l'apnt Alexander V (1409 — 1410) und Über Bveuiiz
daa Baseler Koniil handelt M. Henieres, 'laioQixni f4tittin, Athen 1881. — Niku-
beres Kalogaraa, Die Verhandlungen xwiacben der oitbodox-katholi.icbcn Kirchu und
69*
|l88fi)
rftBHi
10d2 Bysaatliiiscbe Litteratargeacbicble.
d«ra KoBiil von Itnaol Über di« Wi«<i«ivflr0iiuguug ili-ri
nktioiuile de Üi^ologin 1 (ISSS) Sil— 57. - Muguierj
Cpl« puur luiiiun 4a IVigliao grecqu« h l'^gUie Ititni* |
(mir nDzughnglich : vielloicht nur >'^ep<uiitabdraok an« |
cUiiun BaBÜiiuiae, Sludion und (JnvUnn xur Unarliicht«
(anck für di» UnioDaverbondlungui mit d«n Cih«cb«in|
t«Ripor&ra Wi»d«7V(ireiiiifang d«r griccliwchou und lui
Bokt. 39 UM?) BO-OT; 18S-2ä»: 80 (1848) 179-d
v«rbAnillonEi>n Ewiaoh«ii d*t orieatalinchtii unü rOmi^
XV. Jahrhundert« liU tum Concit vou Kcrrara, Wioi
Oaorg Voigt, Hütor. Zcitaehr. » (li<60) IG 41. j
Eonxilfl Ton dem OriMhen Sylv. SyTO|>iilo* (Sgumfl
Conit. 16l!0. - 8. äerjr«v. Neue Nacbhcbteu fiber'l
Mhm Um), Joum. Hin. 184t Bd iU Abt«il. II 60-78 {i
Ibe ooniieil of Floreneu linnslatod by ü. Popoff, edita
glUiglioh}. — Ceocuni, Studj tkUtnci dot Coacilio di 1%
mohr onehien«»). — Tli. Kromniann, KritiHcho ßeiü
Kirebeneini^ng, Holle 1873. -- P. Kolligiie. 1( 4J
Ur». Atlim 1882 8.3-181. — P. PierÜnK. Ufl RoaJ
qneatioua liiatoriquea S2 (1892) &8-106. Bieoe Studid
hcdt iu dem Bftnde: P. Pierling, La Rume et le,|
Tom. I. Paris I8W. — A. Gottlob. Aus den Bod
Boluchtu äea Klorentinums. Üislor. Julirbucli 14 (I8l
Kirdionoinigtingsr ersuch des .tulires \iÜ9. 1). S^ & (18
Streit um din Konsekr^onsfiinn auf dorn Kontil V<l
thdolodiB 4 (1896) 538—547, - Mas. Woifg. Ton G«j
und Forsclinngen Dber das Ii«ben und di« Zeit de« Kl
alfl Ms icedrackt Mir iinxii^Angtidi).
Zeitedir. f. Kir«lieu|CMichiohtel2(1891] 91
Bvyfrint xai tliiiKlB(tiiuy n KoQjiniXif tiOiirms ü{ nfl
Iß I«iop(9 Mörtti. Atlion l^$'i. Auch in dautacher Ol
Rovne internntionnln de thtlologio I (18>3} &&h—&S9. |
B. Z. 4^lS9f^) 145-U8. - Dacu vgl. 9| 41—42 und d|
Zu Bessarion vgl. auch 8. 608 oben. — Ch. Papalo^
letaleo S^nod^i in der Soiiliieokirclidi und ihr hititonaelu
(ruaa.). Audi griecbisob in der 'tWxl. 'Jl. 16 (lä96-l
J. V. DOllinger, Über die Wtedevrereioiguiig der cU
A. Khrhard. (?ber die orientaliaali« Kirchaufrago, 1
di^r Katholiken DnutaolilaiKU, WUrxburg 1S93 8. 17(
Khalifat, l'ntriarrat ot I'apuutit, Paiia — AUianl
Bomarion und Josojib Itr^ounioa) und: Un Orthodox^
doxo, Marseille 1894; vndlich die Streiteclirifl von St
delle chieae. Rom 1896. — Daiu die S. SO und 84 ff. 1
e. Die griechische Kirche unter der tQl
bia sum Ende des 16. Jalirbunderta: W. Oass,
und PlatontHiimH in der grieehtachea Kirche. Brealau l(
)nrioB.B.Z.4(1^95)ß6l-.<i80.-Tr>-pbon B.Kuangel^
fttrii i^r äXoieiv a/xoi-fitnKÖe nai^ni^jfrjf, Athen IS
% 45 und die dortselbat Anm. 2 ang«nihrt« Litt
handelt .\. Lehedev. Doa Patriarcliut von Kpel von
Vjootnik 1894 D«zembiTher( AbU-il. II 456-4^6, nnjj
Iiirdilioli BOEialu ThStigkeit, die UiiuklAiißa und Ungll
II« £011 ae« &■
J. Drasekej
11 -Uti. - S\
I
S, Eirchengescliichte.
(ia der xweilon IlUirUi i1«a 15. oni im 16. Jahrb.), BogoNt. Vjnslnik 1895 Janaarli^ft,
Afcl«tl. II 31 54 nnil MUralieft S. 374— 40S (russ.). — A. I.obedav, Di« Kriecliiscli-
otioiitatiwbe Kircli« nntiir äei nHititiniachen llcrrsobsft nach der EroberUDg von Kpv).
Bog««!. VJ«slivik 1^94 J«nu&r— September (rosa.). -- Antliimoa, Itisebuf von Amiixciu, '»
'jlZfi^r rn^ptijJt. 'fJnJI. 'Jk. 14 (lä1)4) IT2 f. (Ober einen ti«i Lo (jui^n nii'lit ctwllliiitiMI
Bbcbof de« IS. JflbrbO. — A. ['sjiadDputoB'Keraincus, Tbcaphaneii Knrjkoa, I'atriAroh
VOQ Kprl, Joimi. Mio. 1894 Ud 29S Muiheft S. t-20 (KnrykoH t 15fi~ >■<> Patiiornh). —
B. A. Myitakjd»*, "0 b^o'c >Jli;^ac nua' rdc «' oimra. Mühnoc & Ma^yoi'noc. Sopirnt-
•bnig aus <l«r pMtsohr. f. K. S KonUw, Athen 1SD2 (Margutiios lebte von 1540 -1602).
— Cber Maxlmoa Har^unios vjil. die BiogrH{iliie von E. Legrund, Bibliographiä bell.
(188fi) XXIII-LXXV11. - Dbh xwcite TostiLinenl dos Morgunioa cd. A. Papadopulo»>
•rKm«na. Vit. Vr. 1 (1894) 218-2-20.
fi Kinielne (iebietsteile; 1. Athen: A. MominsoD. Athene« ohrixtianfli^ Leipzig
1888 (Tomehmlicli tnpngrapbisobe ßesclireihiing der Kirchen iind Kapellen mit einem
PIms von Athen). - D. Nerntsos. X^iatiamol 'Jlt^rei. Jtliiay 8 (1*190-1892) 5 — 107;
l<1802-1895).'>l~->O4 Inusnihrlit^he Oeacbichle dur kirclilicliuti Zuatändit vun Alben unlur
ifz«ntioiacli»r und riHnkiarher Ucmohart bis gegen dns End« d^r byzitatini«chea I'oriode.
r SdiliiM der Abhandlung i«t noch nicht erschienen). — M. J. Gcdeon, Xvfifioial itt
tijf Imtotflaf f^c ai'Htoi.nijt iKiAialtii Jiir 'ASrjtiäy, Athen 1^91 (ScpAmtdbilnick mut D.
G, Kiinipnroglne. .»••t;/4tTit i^i laio^iin riäy'ji»tiraiaii'; e. o. B. 1070) (bfltrifft nur im 17.
■id 18. Jalirb,). — Panaretns KoiietAntinide». Ktiiniioyat laieQi*nt luSi' n^fiov iti-
rm'itmi' x«; («iv iiftc^f rtpjfinrwKoTtuc ■«( fititgonaJuiaiv USrjnüv, ^aiiijp 1878 8. 123 ff-,
M ff.. 157 ff., 178 ff., 187 ff.: 1879 8. 9 ff., 29 ff. 37 tf-, S8 ff.. 77 ff.. 87 ff.. 134 ff. —
itr (icaehicMo des Kloeters Dnpbni bei Athen: D. Gr. Kampuroglus, ISiStr tä äyofta
W Jatfrlov, 'Estin Tom 31. Jon. 1803 S. 65-67 (Ober den Inhalt Tgl. B '/.. 2, 845). —
Dsrsvlb* bandelt Aber dns Thnseion hIb christliche Kirche, '.JSijrn 5 (1893) 9S2~tS4.
2. Das Übrige ostearnpUifiche Fcstinnd: Hego S)iilaeen: Kjtiopitiy ^ n^oa-
fC^lnpini' liji Itfiiri Xai ßuatlmiff fiorijt; iinl MfynXov InrjXelov, Athcu 1840 (mir UDKU-
[■nglich). — H. l*apandreu. Higi tij( tf k'aiaßfiitoif laioQiinif fioi^t i^f üyiitt Aavijat,
Miliar 8 (1890—1*192) 428-445. — J. Sakkelion, '.tfynvt nal Soxmliov nnWoi Irpnp-
fM, JtlrltHr 2 (1X85—1889)32-38. — G. Kromoa. *m*iici!. 'loro^la tijc /y 'fiotSA fjor^
er ifyiaiT .lovn! toi'nUiiiv Utei^iiutov, 2 I!d<>, Athen 1874- IWRO (mir iin:iiiganKl>ch). ~
), vnn d#n l.lbej'n S. [.. Le 8i(<ge «piiiriipnl de Dinutin «<n Phocide, B. Z. S 11897) 1 Heft.
laaanina: M^Htakidea, 'Kniaxorimni xninXoytu, SeaXayuv "Eßjafi. 'FniSiug'iVit 1893
. 9M— 8M (Metropulttcn vun Joannina von 879—1889). Dmu Nachtrag von A, Papa-
ftpaloa Keramntm. V'n. Vr. 1 (1S94) 742. — D. A. Pnnagiotidea. XQoroXayiaif
utiiloyite nur iitiarinior Uit^aftvSiet ftetd tmr ä(]>tuaii(iaiv t^t Evgaiai, *ain»i7J »<«
bvfpatrm/, Wochenbeüafe der Zeitung ScoXoyin vom 7, Febr. l!*B3, — Veneiohnia dw
!atf«po1it«n von Seme bei P. N. Pnpagcorgiu. M K^Q»'' B' Z. 3 ri894j 360 ff. -
Ittlanlkea: El. Tapuinoa, 'Ej/uXr^iaaiixi} laioftia t^f ina^jiac MfXiyixov, "Euxi. '4X.
S (1894) 143 f.: 151 f. — Cber die Gecichichte der ÄthaaklOsler b. die 8. 513 ff. angc-
Bbrt« Lttt«nttiir.
3. Inieln; Zur ({eschichto des Klosters ft'f'n Mnr^ nnf Cbios; Tn StitfiDyijoia. 'Kr
K/y IfWi, Cber den gRf;eiiw Artigen Zitstnnd des Klosters vgl. die S. 1II4 angoRlhrto Ar-
beit Vita J. ^Injgowski. — Patmon; Rd. I.e Bnrbior, Saint ChriHlodonlo et la rriformo
Im couvenia grera au XI* si^cle. Paria 18^3. — J. Sakkelion, lltgi ttüy li^xalmr in-
ili^MMrtawr nQoyofilnii' tijt rtjativ lltitfiov, Kvoyyfimic xijgvt vom I. JdIj 1868 und
I. Mllrt 1865 (mir unxugUnglich), — A. Dmilrijevskij, Dia Klotder de« Johannes Theo-
1«RCM auf der Inael Palmos. Tnidy Kiovskoj duck ak. 18'J2 Nov. 8. 32G— (92 fniss,].
Diea« Arbeit wurde mit mcbri-rcn anderen wiederholt in dem Buche von A. Dmitri-
•vakij, l'atmiaoh« ^iicMn, Kiev lij94 (ruse.) — Dazu die S. 199 angefUhrto Litleratur
Iber Patrao«.
1094 By««ntini8cliP Litte rat arg escbichte.
((. Abien; SaliLnc-KloMmr in I'iililBlmii: "*. E
U. Ssbb«), Jouni. Miü. Ifr'/it \U 77 Abteil 1! 18—50. —
BcfarifUn ron A. Ettrhnrd und i. SIrzygowafci. — Bi
antiocbeniMbac Patriarahen, Wiraor Zviiaolir. f. i. 1
289—817. — Tbor dio GnooliichU dar UtrosklOcIer
d«T Eiolmtung «mimt Angabt itt VlU S. P&nü Junior
— T. K- E««ogelide». tttfl twatr fUffgottnUiär 'An
1892) 219-225. — Bücli&fo ron K«n>ttiit: K. Pav
lL>(>(>oai'r)oc. ^itaiiynv Hfi^it. "Entitaifl/tlt 1898 S.
vgn MyBl«l(id#n, ebenda S, 266-269; 290-292. -
von Aiitioobiciii vMi eeinom EaUtebeo bis lum Flpho§id
5. Afrika: E. Atu^linuau, Etudu hiätoriquo j
primitif dniia Li Idaut«-b|;y[>t«, d'Aprda lu» luunumunlä \
lieu, Sörie 2, Nr. 7 (I886J S. 308-899 (mir uiixusttnj
uioitta pDur a^rrir h l'bürtaira do rhgypte ohräUeDn«^
Hntac K^vpto nie. T«xlo copto «I triiduotion A«D^
Munän (iiilmet tonin XXV]. — E. Arndlinoan, MonamoM
«brätirann au IV', V^ Vf «t Vll° aiftclea. MAinimra« jndi
iw«h4ologiquo rnrnfaise an Cüire, tome IV Tmc. 3, Paris |
and monasteries of Egypt atb-ibuted tw Abn SAlilj, th» J
B. T. A. Ev«tta »itli noUa by Alfr. J. BÜller. Ai«
put Vl[, Oxford 1Ö9&. — AlfnxMidria: Eine b«
Bohmid, V»raoichniii d*r rntriarcbcn von Alexandri
(1890) 89.5 MS, - 0. Ton Lomm, KoptiKlio F
XBndri«ns, M^m, d« l'Acud, Imp, d«« acianoM d« St.
bürg ISÖä. — Paul Robrbacb. Di« Patnarohao von
09 (1893) &0— S8: 307—238 (b«Und»lt nur die Zdj
i. J. 4SI). I
C. Itniiun: Kodotli, Doli' origine, pn>gr«aBa !
lUlia, 2 Bd«, fUiOl 17&B -176». - J. Ob)-, Not«« >ill
Ift Calnbr» ot dana la t«Tra d'Otraot« flu XIV aicolo; li
lea aroliiv«« dn Vatioan), B. Z. 4 [189&) b9~M. — j
dul igninto al dniid«dnio suoolo. Napoli 1896, — Al^
)lI(«roii vbritillicIiHu Kirclie von Malta. Biatoriechea Jah
47&-'496 (wo inun auch dlo Altera Litt«ratUT Ober den
0. Veludo, 'KXi^roiy öpdodäfoiv ämtmia ir Bmii^, j
chirition» do ritn orinntnl n Vnnlao et dann l(ui povacMJC
ä<f litt, roligi«us«8 1 (lt«ae)201 -224. — ßaxu dia S. lOf
byxantinlach« Italian. Anaserdem vgl. lur Goacbicil
dort HDiteflilirle Uilfalilleratur. 1
3. Bonatieo oriantaliMh« I
A. Bnlgariscbe Kircbc: BHiiptaclirift: E. öi
rinchon, eorbisoben und rumftuiHdien Kirub«, Moakaul
Uospreohung vou A. Budilovij, Journ. Min. 1872 Bd
phia S. 107—184. — K. E. Kacharin« von Ling«ii(
bulgarischen Kircbo, M^Smoiro« do t'acadiinio impdriiij
VI!. BiJrip, 8 (lö64| Nr. 3. - V, Lah. De uniono B^
anno 1204- r234. Archiv flir katbol, Kirolionrocht 44 fl
Antonij, Uor bulgariscbe Bisehuf Koiistanliu und sein j
— V. Vaailjovakij, Die Emeuerniig do« bulgariacl
.Johann Awiin il i. J. 1235, Journ. Min. 188& Üd 288
3. EircliBngeBchiobte.
1095
Xni(M nir ftlltron Qaaebicht« der gricchisclien Kirobe in BuIgArimi nn)hnl(i>n Auch fnl-
(Wid« ia dw lUupUBohe mif «ine nktuelle Frnge bezllgiiche riissiKrhe .ScljriritMi. (lid
P. 8ffkii, Journ. Mto. 1890 Bd 270 Augnsl S. 380-402, ftiisnilu-lioh beeproclien hat:
J. E. Tr«i«kij. Dio kiroliüehe Seite Jor liulgwiachen Frage. Petersburg 1888, V. Tcptov,
Dw giieclineh-balgnriiiclie kirchliche Frage oach uaeiljerten Quellsn, I'et<irnburg 1SS9.
A. Sopov, Di« grJeohiscb'tiiilgAriscIie kirchlich!' FiftRo, Feterabiirg 1889. — D. K. Takrla,
Ehemalige Paulikiimer lu»! jetzige KHtholiken in der Gegend von Pliilippopel, Shornik
bigaxak. 11 (1894) 103-134 Ibulg.). - D. Cuchlev, Das religiöse und lilteranscbo Leben
den bvIgarMchen Volkes «ir Zeit dee Clären äimeon, Sbomik blgnrek. 12 (1895) 5S1 —
B14 (buJg.) (Auaxiig aus dvm nnr.h nicht gndnicktjMi Werko dos Verfassors; Kurze 00-
■ehielite der bulgiiriscb«n Kitolie).
B. Serbiscbs Kirche: ArchimAndrit AraeoiJ. Dos kireblichs und (lotitiscba
LalMO der ortbodox^u Serben und Valuchen in den Ostvrrei ob jachen Lhudern vom 9. Jflbr-
Saniert bia auf dio Gogonwurl. Joum. Min. 1H"0 Üd löl Abteil Wiaaunschaft 8. 197—
fiSI {ruH.) (bahondolt vortiohnilioh dio neuer« Zeit). ~ P. Robinnklj, Material xur Ucscbichte
Jm Itogoonildn in den eerbisohen LSndMH, Jonrn. Min. 1882 Ud 220 S. 32— .^1 (niss.). —
J. PalmoT, Historificber Rtickbltck auf den Anfang der serbitiehen Autokephalkircfae,
Christ. Menije 1891 Hvft 3 — 4 (tubs.) (mir uuzugAuglich). — J. Palmov. Neue Mate-
mli«D mr Frag« Qbor die Gründung des surhiacben Erzbistums durch den U. Sabbim
Chriat. eiraije 1892 Heft 5-6 &. 421-458 (roBB.I (mir nnzugftnglich). - D. Rniiö, Dio
Bedeutung do* Doiii«trios Cbomalianoa für die Grilndungsgeschichte der serbischen Auto-
iMphnlkirnb«, DisiL, Jena 1893. — Nikanor Ruzitacbi tsch. Kurao rbersiobt diu histo-
riarh^n KntwirkcOung dea kiri-Lticli<i'i'liKiO«eD Lebens bei den Serbon. Revue internationale
de tb^ologiu a (18%) 6ih-6',2: 4 (IPäö) 20-45; 235-247. — Dazu daa obengenannte
Buch mn Oolubinskij.
C. ßnasiache und rumBnianhe Kirobe; Eine, wie es scheint, anonym« ,0d-
•chichto der rUBaischsn Kircbo' erschien zu Petersburg 1838. Ausführlich be-
BprocbMi im Jeum, Min. 18:19 Ud 21 Abteil. VI 1—29 inm). — Q. Jos. Schmitt. Kri-
ti0cli«> GMchichte der neugriechischen und der rueuiscben Kirche, Mainz 1840. — Job.
Fri«dr. Üeinr. Schlosser, Die morgen ländiach^ortlioduze Kirche RoasloDda und diui
auiopftiHcke Abendland, Heidelberg 1845. — A Theinar, L'^gliae sohiamaliqu« russc.
Pari« 1846. — Archimandrit Maknrij, Gesahidite dos Christentums Jn liusslnnd bis
m dam apoatalglaichon Fürsten VIndJmir. Petersburg 1846 (?) (russ.). linsprochen von A.
L. Jonra. Hol. 1847 Bd 53 Abteil. VI 1-12. - Derselbo: Skijze der OMchichte der
raseiscben Kircli» in dnr vortart arischen Periode, Petersbui^ 1847 (ruBS.), Uesprocben von
Ä. Lakier. Jouru. Min. 1848 Bd 57 Abteil. Vi 87-96 (ruas,), — Eines Anonymus .Ge-
acUcbt« dar russischen Kirche. Periode des Palriarehats*. Riga 1847 (ruaa.). Bwproofaeit
vm Ä. Lakicr. Joum. Min. 1^48 Bd 57 Abteil. VI 96—110. — H. Wimmer. Dio grie-
eliiacfae Kirche in Ruitniaud, Dresden und lieipxig 1848. — J. Bjeljuev. Cbor die soxialo
Brdrulung der rhrintüchen Kirche und ihru Kinrichtung in Ruaslond von Vladimir dorn
Hwligrn bi* auf dio Mongolenherrschaft. Joum, Min. 1456 Bd 91 Abteil. II 1 -•'14 (ruM.|,
— A. N. Murawijew, Geschichie der ruBBisclien Kirche, Deutsch von Könis, Karlsruhe
ISS?. — *". Die Beziehungen Russlands zum Orient in kirrblicben Dingen (Snci^engti Roaaii
B Vestakom po itjslsm cerkovnym). Petersburg 18&8 (russ.). Vgl. die Besprechung von J.
B«r«xin. Joum, Mm. 1859 Bd lüS Abteil. VI 87-94. -- Sp. Zaupelios. Ka3!J(fvaif
rniiftm^gtior ir 'l'tmuiitf. 't'aJii. S. Ji/oyovfiij. Athen 1859 (enthält ein neugriech. GedicJit
Js« Crabiacbof« Anonioa Übor dio Stiftung des Pnfriarchats in Kuselnnd). — L Bois-
sard. L'^gliao dn Kowin. 2 Bdo, Paria 1867. — Philnrot, Ueschtohto der Kirvho Ruaa-
bwda, Doulacb von Blumanthal. 2 Teil«, Frankfurt 1872. — v. Bnsaroff, Die nuwiacb«
Oftbodoxa Kirch«. Kin Ümriss ihrer Entstehung und ihres Lebens, Stattfisrt 1673. —
B, Ovlnbiaskij. Daa Clmstentuni in Ruaaland bis auf dan hl. Vladimir, Journ. Min. 1878
Bd 187 BapU-OkLS. 46-84; 188 -109 (ruas.). - N.Ks|iterev, Cbaiakt«T d«r Beziehongvn
1096 Bfuntiuiache I^tt«rBtarg«Kbiuhte.
RuBBlanda xum ortliodox*ii 0»Um im 16. und 17. Jalir
die GMchiehU d«a Üliristentiun* io Itastlund <1829— II
jeTskij, Urkundoo IIIht die Aiifutplliing nu^acltw tiial
(ona ein«r RrivoliiaeliiMi üs de« Vktikan«). Joum. His.
Cb« den ZiiMiRiinoiüiMg der ruasiwboD StriRolniki nd
l^sontiiicr iiiiil i^lldsluven (Bogomilen, Pa]*Diil«n) han«
G«B(.Iiiabt6 der ^}-u^lini3c1ll.■D Kultur. P«terabiirg 1S02 1
Il*ilr4ge zur ruMiflclinii Kiichnngmchicht« nun griechiMl
g4«diirh(e lä (18<.'2)*246~S>'I. — Dum du nbnn nDe«(l|
di« LitloratUT S. (160: 684 t.; 1101 f. — KumBolen: B
fijt iWapffui; (■;; Uffaf^laf rf,< 'PaifUiriM^t inüXiialat Mj
U (1894) 162 bis 166; 187-l«9: 196-199; 205-207 (J
IlioinrRhic mro 9.— 14. Jahrh.). Dacii die S. lOSl Bn^f(|
Oeitebiehtc. 1
D. Armitniftoh« Kirch»: ArUk Ter-Hik«lii
nflhungon cor byxnnliiiiechen vom 4. bi)i luni 13. Jahtf
rcJches Quellen mnteriiil, nitnmt aber in der Darstellung j
— Jos. Citergiun. Du lidoi avnitiulu quo Armenü utij
U. GoU«r, Der gtigeiiwlrligc üesUod dar tumoniicU
Mhftftlicb« Tbeotogie S$ (1898) 1, 163-171. — II. Geld
Kinili*, Borichta d. k. «Ichs. Gteallsoh. d. Wiss. 189& l
E. <io»rgiacbe Kireba: Platon JaaSQllan,]
Kireli«, Potersbnrg 1^43 (rom.). AuBfnhrlich basptocbJ
41 Abteil VI 82-94. - A. 8. ChBüh»nov, DI« Qtu^
tutna iu Orosiea. Divvnosti vosloinjrja. Trudy voiitoiif
Sfcslva 18 (MoBkAU 1H!)3) 29»- 34& (russ.). - A. Gxa|
der BTuriDischen Kircbe im 11. und 12. Jahrb., DuRbciva[
clltta 1893 Nr. 18 (rass.] (mir nnziigUnglieb}. - G. Sad
liandert» danemde Religinnskfimpr de« ortliodwceii i}n
VJestni'k des i^«iui8cb«'n Exorebals 1693 Nr, 10-83 {i
F. Nubieti. SyriuD- Biblicigraiibie: A. Ret
in Nubien, Kiev 1890 (rUBO.}. AusfUlirlieb besprachen'
1^93 Mni— Juni ii. ö61— 573 (tusa.) imir uniagaDglicfaJ.j
Min. läüO tid 67 Abteil. II 117—144 (nu&.). - Ed.
lind l.itternturkund« d<ir KirohongMcbiclite, Oolba ISdQi
fDlirtoD liibliogrnptiisehen Ilitfsmitt«]. — Reichlich« MitI«
uDtbalt das TOD A. Ehrhard bearbeitet« Kapit«! ,TliM
4. Chronologie
1. Zaaanu&eDfuBende W
Henry V. Clinton, Faati RotuauL The civil
nnd Cple. 2 voll.. Oxford 1845- 18&0, ein bedeutendea
ToU der bjriantinieehen Zeit (bis 641; utnfowt. >- Th. ]
•i. Aul. Berlin 1859. — Ph. Krug, Kritischer VvrvuoU
Chroiiolügie, Peterahurg 1610. — Du wichtigal« cl
bjrianlinische ZeitiJt«r ist diM von dor k. niaa. Akad
Wwk deaSohwctrcr» Kd. de M uralt. Eesai de ohrMi'
bürg 18&.> -IS71 (Mf dem Uiosohlag 1873). Daa W.
faaat. war for seine Zeil «ine bedeuivude L<nslung, be^
F&llen der BnriehliRung und Ergüurung und iai dahttfl
nQticn. Eine grOndliche NtAihonrbcitiuig der byzanlij
4. Chronolofi«. 5. Internationale KnltorbMiehwifeD.
1097
alWitis gnflllütcn Ontlllrrnis nntgngonkomtiicn. — Roiclio Aiifklnning «rhnlt«ii die chrono-
lo^McJi«!) T»Ü« d«T b]ri«ntini*rh«n l.ittcrntnr durch diu» gniodlogoude Werk von H. G elKur,
S«stus JuliuH Africaiius. 2 Teile, Leipxig 1880— 1885,
■ 2. Bpexialaohriften.
■ A. A, Kuoik. Beweis«, dsss äie Uufeudc 14. groMo IndUttion am 1, Min 6917
■MDM Mint- und Suplemberjcihtes) seit der Erscliaflung dtsr Welt (= 1. MAn 1400
aon Julianiscbcn Stils) an einem Freitag Ije^inul, Journ. Min. Iä57 Üd 96 AbteiL 11 38ä
bi» 3H (ruas.J. — Fr. RUhl, Die Constnntioisdien Indiationnn, Jiihos Jalirb. 137 (1888)
789 -792. — 0. Seeck, Die Entstellung des Indiktionencjcliis, Deutsche Zcitachr. f. ä«-
scliiclitawiss. IS (1896) 279—296. — ü. M, Thomas, Dat« storico-chi onologich« hiiantine,
RivisU di filologia 2 (1874) 495— 187. — K. E, Zachariae von Lingenthal, Au»
Bad SU i)«n Quellen des rbmiaclien Rechte. Kritiaohtis tu Nov. LXVI (47) ulti Grundlug«
P«r Chronologie von Justiaiau bis uuf Iiso den Woiscn. Zeitechr. derSuviguj-'
Stiftung f RochUgeschichta 1^ (1892) )^6- 84. — G. Earabangelos, '&i'etr;^or(>>;
htogix^ AatQiflij nt^'i ttji ioQfiji toi ndüga, Kpol 1894. — A. ADBCombe, Th« Fuscbal
Canon attrtbut«d to Anstoliiu of Lnodicen, The Knglish Bistoi. Reviaw 10 (1896) S15-535.
b — S, T. BulgariH. 'II finn^^i'ltftiats ">i 'lorXiavoi iqfiiQcXoyiov, AVir Hfii^ia vom 1T.'29. Mai,
Bl4./5. Juni, 31./t3. Juni 18U3 (Nr. 1I20~-I1'22) (Über die KalendorreCunn H[<«£ie1l im Zu-
■knunoDhunf: mit der (inacliichle der utUiudoxun Kirche uuf den junisehvu 1uh»1u. si> luugu
Koaalben unter katholischer Uensehafl atandon). — Cnbrr die Anwendung der uttisclifu
BtoDatsnaman statt der christlichen (rUinischen) bni den nplltoren Byiantinorn vgl.
fraal Tannery. Revue aii-hMog. lli. särie 9 (1887) 23— 3C, und Ludwig Voltx, EJo-
b«rltujigeu tu bj-iantinischen MuunUlisten. B. Z. 4 (1895) 547—^58. V([l. oben S. 2110 f.
— Hier sui auch uuf den uoeL immer häufig vorkommenden Fehler hingewiesen, dnsa
mau bei di-r Bfrechnuug eines DbIuoib von den bj»an tun sehen Wulljuliruu einfach die
Zahl ^M8 lubtrahiort, ohne ddriinf ;:u sohlen, ob inriu «s mit den nebt loteten (Jnnuar bis
Auguiri) oder den vivr ersten iSeptember — Detembor) Monaten des IndiktionajoliroB lU
thun liat. T^. Sp. F. Lambros, B. 7,. I (1892) 190 f. Kiu BeiBpicl des Fehlere notinrt
tM. Treu. D. Z. 1 (1892) 89. AU Hilf«mittol iut Umrechnung der Indiktionen dienen V.
vBardthausen. Cricehische Palüographiu, Daipiig 1879 S. 450 S., und El. Ci«lier, Sextus
Biütiui Alricanua 11 1 8. 150.
m 3. AUgcmelne ohronolof;iache SUfsmitt«!.
m J. L. Ideler. Hnndbudi der matliematisclieii und leühniaahon ClironolDi;ic, 2 Udo,
bdrlin 1K2&- I82ß, and: Lr'hrbuch der Chronologie. Berlin 1831. - Kd. Krinckmoicr,
Vnktiaehes Handbuch der historiselion Chronologie aller Zeiten und VQlker, 2- Aufl., Berlin
n882. — Ookiir Fteifei'hhuuer. Kalender- CompBudinni der christlichen Zeiitrerbnung*-
hreiM auf die Jahre 1 — äÜUU vor und nach (.'hristi Ueburt. Gotha 1884 (brauchbares llilfs-
BdclileiD). - Oomte de Mun Latria, Tresor de Chronologie, d'histoirc et de göogruphie-
nonr l'^tudo nt l'omploi des documeota du moyen Age, Paris 1889. ^ H. Qrot«fond,
BAilrvehnung don deutschen Mittelalters und dor fieuEoil, 2 Bde. Uannover 1691 ff. •-
KWaller F. Wislicenus, Astronomische Chronologie. Ein Hilfshuch ftlr Hiatoriker,
KArdtXalo^en und Aetronomeii, Leipzig 1895.
I 5. Internationale Kulturbeziehungen.
■ 1. Einflnsu auf das lateiitiacti« nnd garmaniaeba Abendland.
P Manch« Mitteilungen llber apczioll byinntiniiche KinÜlliuic cnthallen mehrere Schriften,
■ 4u im alJgenieinun die griechischen Studien di'H mittelalterlichen Abendlandes behindnln:
iPr. Cramer, U« gni«cis medii aevi studiis, 2 partes, Stralsund lf*1S— 1853. — E, Egger.
l'L'HetliiiiMm» en France, 2 toIL, Paris 186U. — Ch. Gidel, Lee i^tudes grecques an Bo-
■ Kpe deptiia lo IV* siiclo apria J.— C. jusqu'ii la cbute de Conatantinuple, NoaveUaa
1098 Bjt&nUiitoohB LittarntarKe»e)uoht«. Allgi
«tnJM nur \a litt, gl. niod, Pniüi 1878 &. !-880. -
dM kl«wüicb«u Alterluma, 2. Antt. 2 (1681) 102 ff. (S.
kÜMiKlio KMung in Mittelalter. AlleMnMn» Zoittuig
«ian, G»«chiQhto dor klnaiiiHchfD PfaÜole^« m Dantaa
H. 0§DBer. LoßniidoiiaaitauHcl) iot grieehlsehM wul
prot. TheoloRio 13 (1887) U0~2h9. - IgnKX r. Dslt|
Lit.t«ratar oiiil Kultnr itar dia abemll&ndiMli« Wttlt im M
1. Ud, MünoheD 1890 (nur ciemlioh «llRomvin« Betnchtl
Oriachischen Im abend l&tidiaulien Mittelalter handelt aml
bUU. Abhandl. bn^L-r. Ak. 19. Bd, 2. Abt. (1891) 853—8
d«T «tnscblfigi^«ii Lilteralur. — F.iiii' all;«in«in gehAlttj
Die (in«oh«D ■!«« Miltolikllota udiI ihi Rinflnss anf die i
atttt von W. Wognor. UQtcnilob 1878. PnniEOsiaoh tob
holt im KnmmolbaDd* : D. tlikdlan, Im Gr6o« bjz*ii"~
liach VOR John Bute in: D. Uik^laa, SevMi «sMys «a
VM ta weit ^ebt in der Latijjtung ^eiitigor Bexieliao,
lande B. pTuti, Kulturgceoliiclitc dor Krcuzzütec.
Iboin, Die Kulturentvic klang SUdittiliana in Kincoldi
liOcbsl wertvolle ünloniucbung bhor dif< littcrariiir.htui
und lliL)ioii«T gab O. HaTtwig, Di* überaetznagalitlonttoi
ataufinolicn Kpoche, Centralbl. f. Bibliotlieksweaeii 3 (181
R. V. Scala. Die wicbtig>t«n Setiehungeo d«a OrientaJ
Neiueil. Wien 1887. — Hnuptaolirift Ober den bvzantii
bis 8. Jabibundort: Ch. Dicbl, iHuio aur l'iidininiiitral
HavenD«. Paha 1888 S. S41-- 288. — tl^nntinini^ho Spul
Grogoravina, Geaohicht« der Stadt Rom im M)(t«lall|
Batiffol, Inaoriptiona bysantines de Saint-Oeorgea an i
d'biatoira de t'dcole rniifai»» du Roma 7 (1887} 419-ti
Tiea byxantinea h ßomo. Kbondn 8 {IB88) S97— 808.
GlomotilL' in .Snrdinion lindct man eimgae im Bnlloti
G. Manno, Storia di Sardogna, Torino I8SS- 1827: 3. J
caaant iat nine mit griephiacben Buehataben ge8Ci|
Sardinien: Dlancard, Cbarte Sarde d« l'abbajra Sunt-^
t«rea srecs, Bibl. de l'^^olo dw chartc* 86 (1874) 2«^
Inaobriricn cnthall dns Mimcum xu Cagliari. — Cber H
den Germanrn s lios, F, Dnhn, Die Kflnigo der U«a
1895. — Cbor diii ältesten BctiehnnRen iwixohnn By«
Knrolidva einen Vortwg, von dem die '^Sijyä 2 (189
zcrpt mitteilt. — über BeiiehnnKen der DyiADtinor tn I
Ivniiftim 'SJti^yoH' »i< Ofyyiiiur, lirlloyoi, FJxoainryiiiM
S. 92^05. — Aumerdoni vgl. die S. 1078 f. luigefDhrteq
der byznnUnischen Kunst nuf djo des Abendlandea
dieobon Kinfluna auf Bymni vgL bM. % 376— SM.
2. Besiehnngm mm Oil
A. AllgitmeioesT Ober den g riech iflch byuntini^
and Judon nrinntiert, was die Pbilaaophiu und Tenrandf
Oberwog. Giundriaa dar Geschieht« dut Philosophie
wo auch roicha Spezitillittoratur vcneicbnot iat — 0.
v«T«ionibuN et co]iini«ntArüa Bynaci*. Arabioi«. Armai
einem Index der Autoren, dl» aU (*bAra»tMr thitig wi
13. Syrer: K. Renan. De philosopbia pcripatatij
i
5. lateraaUankl« Kaltnrbetlefcongea.
1099
it Lagsrilc, Analecta Symca, Lnipdg IRW. — F.ä. Snrhrni. Inodiüi Syrino«. Wien
1870. — Gntit. biekell, Coiiopechis rei Syroram litterfttiae. MDnslor li^TI. — V. Rys-
■•I, Obw il«ii UxtkritiBotiei] Wort der ByriBcli^n Übe^är^tzuIlgt>ü griooliisoher Rlusikfir,
S QjiaBMiiilpr»i;rHmmc. I^iipiig IbÖÜ— !S»I. — Ant. UuunastiLrk, Lucubralione« Sjro-
OrMCae, JaIiii» JnhrLi. ,Su[>plnmoDtb. 21 (1894) 3&T— &24 (diu auch sopkrat urHohienonu ^^'«Ik
baa/deU u. a. Ubor don Arcbintro> und Presbyter fJergios von Resaino tt SÜS], doi dio
Oeoponika. duun Schriften des ArisUit«los, IsokralcB, Lakjnn, Tliemifitios. I'lQtATch u. n. ioft
fjtyriMbo flticrtrug). — Das Beste ttbor eyriscbe Litter*! iug«Brhichle ist Will. Wright,
A Khnrl hiatory of Syriac llterattiro. London 1894. (Nach dem Tude des Terfusor» «US
der Kocyclopopdin Britaimiuu, Artikul ,8yriBr Lit»rntur«' mit ZuaHixen uiid ein«tn Index
■bgadniekt, leider obno ganllgonde DoriUksicIJtigung dnr dcu liinxiißcwacliiHindn l,itt(^rntur]. i
— V. Ryasel, Der Einäuas der syrischen Litterntur nuf das Abondlnnd. Theolog. Zeit-
Bcbrifl aus der Scliveiz 18 (1696) 43— 6ß.
C Ar»bur: Einige Übersetzungen ans dem Arabischen iiad Paraisdien ins Gm-
«hiaobo notiert M. £toinHchD«ider, Serapouin 31 (1870) 808 f. — Moriti Stein-
■cbnnidnr, Oritmtulisahe (. bersatzungcn griochischor Autoron, Kio bibliugnipbiaobtir
Strfiifzug. Litlernrhiatüri»ches Keiblutt zum .Archiv' (biblingr. Wor-bonscbr. rtid. t. JuI.
Stcinsolineider, Leipzig) 1 (1H88) Nr. 5 S. 17—20. — M. Stetnsclineider, Die arnbiiinhei)
Übenwlzuagen aus dem Grieahisobon, Cenirsibl. f. BiblieUiuksweaen, Bviheft i (181*9) und
12 lIHdS). und Zeitaobr. d. deatscheu morgenlBud. Ges. 50 (1896) i61~?10 (Sohlmia folgit}.
JutiuB Lippert, Studien auf dem Gebiuti> der grioobiai^h-Hnibi Hohen Ubcriiutzungii-
liltorntur. Heft 1. Brauns cbweig lä94 (Über arabiscbo AriatotoloaliiogrHpliicn und Thnon in
der ori«ntBlisch?n Litterntur),
D. Juden: bber dos Verhiltnia der Juden in Griechenland sur Landeaepraoli«
vgl. 11. Steinschneider, ilebrKisohe Bibliographie 15 iBerlin 187a) 38-41. — über
Grieohiaahea bei Jehuda Ilndassi (1148) vgl. P. F. Frankl, Monatssohrift f. Qeachiehte
mi WisMoschaft d. Judeotuius 33 (1884) 448 IT.; 513 IT. — Uauptwerk: Morits
Stsinechnnidcr, Die hebrAiacljcn (^bcrsetxuiigeii des Mittelalters und di« Juden oIr Dol-
metaohfr. Kin Beitrag zur Littcraturgeechichle ilee Uittelaltore meiet nach handscbhft-
liebeii gaellen. 2 Bd*, Berlin 1^93. \
K. Armenien: Zarbhalnnian, Bibliothek der alten armonisehen übereetzungMi,
Vanedig l»80 (ueuanneaiscfaj. — Kullatioa ariLieniscliet C bersetiungon philoauphiBi-her
Wn-k« dcH AriBlotrlea und der Kiokj'djjt? des i'orphyrioa mit den griechioRhcn l'cxtAn von
Fr, C. Conybcure, Auecdola OionionBiu, Uiasäienl Sorio«, Vol. I part. 6, Oxford 1892,
— Zum Kisfluss der Byznntiner auf die ansuDisdie Kun»! vgl, Jos. Striygowski, Dm
EtschmisdiinEviuigeliar, Wien löOl (= Byzantlniache Denhmttler I). ~ Eine Preisenf-
gäbe Ober das Thema .Die Armenier in Byzimx bis zur Epoche der KreuziDge* bat der
KonseiJ der Spezialklsasen des LajtnievBcben Instituts fDr orieutaliaube Sprachen in Muakau
•in li>.m. Okt 1895 gestellt. Vgl. B. Z, 5 |I89Ö) 255.
V. Georgier: Einiges Qher dja Kultur bezieh uugen zu den Georgiern bringt A.
B. Cbsobnnov, Ueber deu geganwtrtigen Stand der gruBinischen l'hilologie, Wi«nor
ZaitMhr. f. d. Kunde des Morgenlandes 7 (1893) 311—837. — l'eber den byzantiniachon
EiDfloM anf die geoigiache Kunattbaiigkeit vgl. die Stelle ans einPr georgiachen M«
bei Jos, .Strzygowaki , Das Etschmiadzin-Evnngeliar. Wien 1891 S. 78. — Ä. S. Pavloy,
B«iiierkuBgen Qber d«n grusinischen Nomnkanon, Zapiski der k- ru«a. Ak. d. Wiss. Bd 2S
(1874— 1875) 29-42 (niss.). — Dazu die S. 613 Anm. 7 zitierte Litterntur.
O. Beziehungen tu China: F. Uirtb. China und the Koman orinot, Hcaearcboa
inlo tbctr ancieot and mcdinoval retationa, Leipzig und MUnchon 1885. Vgl. die geball.
reicli« Besprechung vun K. lliinly. GOtting. Gel, Anzeigen ISHß g, 709—740, — Weniger
biet«! nir unaoro Zwecko: K, Brot*chnnider. On Ihn knowledge posseseed liy tlie ancient
Üliioee« ot tlie Arabs and Arabian colonies and olher weslero ceuutris» nientioned in
Chuioae boolEs, London 1871 (8. 23 Hber den ehineaiaohen Namen von Stambul), und des-
HOC
Byrnantiniacfa« LUtm-kturgeMhicbte. AUgfl
mUmo: lIeiUa«v«l NaNurdiM front cflvtcni AeUU« avart
und S3S «b«r Kpal).
8. EiaflnBs anf die Slkvmi nnd
A. Knltnrsnd I.itlctutur. Unudel; Dotiibrov
luida Hilf die Eotwick^lunj; Hör bBrBMlidiHn Bildung
IStl Hd -29 Abt. II I -SO (TOM.) (kuiM Obeniclil des I
V. IkonntltDV. V#raucli einer Ünt«nnichiing Dhor dii
B^ziuix in der russioob«!) OMnbicbM, Ki«r Iffiff (ran.). J
Krage üSnr dio Stellung der griecliiach-rfaviBclien Welt \
Ober birhnndoit mit gromer Belo«enb«il der Philebyunlil
htirtoriicho Studium der grakasln vi sehen Welt in F.uropiJ
I'dtIov, 1,'nber die [todcatung des germaninehen und I
ruwJRche historieohe Leben in den «Tsten iwoi Jiüirbiidl
kaaer UniversitAlanaolirichten 187] (rasa.) (mir nnzogini
alaven nnd Bj-iaiii im 10. Jahrb., Moal:au 1872 (
der byiaiitiniaehei) (IcKcbiehlo und ihrer teodenxiAsen A
167Ir (Sepuratabdruek riw don Kivver i'niverHitaUboncb'
mandril (jrtxt Disrlior) Amphitnchius, Hnber den Kiij
anf daa slaviache vom 9, bin zum Anfang dea 11!. Jabrl)
V. Ka'anuvBkiJ, Dio byzaiiliniaclien Annalisten als Q Ol
JoQm. Min. 1878 Bd 1»8 a 63-112 (ruaa.). - Nnrdaai
und V. D. Spaaovif, (.Inaebicbte der slnviacheii Littl
2 Bde, Uipzig 1680—1884. ~ A, N, Vesalovakij h4
nuaiaoh«n Litteratai^ascbicbte von A. Oslacbov I 1. 8
»chen l.itterstnr bekannten und beliebten EnllilunfESslol
Abbllngißkeit von den b}iantinisoh->>Qd»lavia(>hen oder w«s^
acheii Vorlagen annlyatert (russ.). Vgl. Arch. alav. PH
nicht gunx verllanige Skine Ober die Ursprünge dor aBn
Totn mdikul antibynantinisolien Standpunkt aus: AI. t
rUBsiachen I.illeratnr. Leipzig 1886 S. 103—128. — U«l
mlaaigen Litteraturhandelt besundera Alfr, Ramband,
und M. Oaaler, Greoku-Slnrooie, Luwdon 1887. — Bat
Thema liregor Krak, Kinlcitung in die Mlariache Litt«i
— Vgl. Nuob dio rnblikntion; A. PhvIov, (•ciatxbBcliel
tiniaohcr lyandwirtnohaftsgeaetse, P«t4irsburit 1885 (nua }. .
und von A. Soliolevakij, Jonrn. Min. 1886 Bd 24S S. Sil
Th. UapaDskiJ. Juridic. vJMitnib 1886 B. 700-718 (n
Frage fibur die Zeil, den Ort und den Cbaraliter der
byxiuitiniiiGbon I-nndwirlBchuftagp»«!«« in die slavisebe (
8. 08 -125 frusa.). — Zur UcbcrseliungnlliUtigkoit der Sfli
vgl.: A. ArchangeUkij. 7,am Studium dnr altrun. Utl
vtter in der nitriias, Scbriftupraebe, mit Itelegen und Mij
viaolien Text«. Petersburg ItiSS (ruas.). — Zur Krfjtniiinj
angelskij, Werke der KIrchMiv&tar in der allruas, SrH
biatoriaob-litterurischeu Studien. 4 Teile. Kaiau I889-J
— Th. Uapeuskij, Russland nnd \iyzam im 10. Jahrli
dio ünwbtubto der griechiseben Sprach» und dea Chriit
Kc/iirtoy (bei Leon Diakoaos ed, Itonn. 150, i!2), Ober dl
noch immer nicht tut allgemeioen Zufriedenheit «rkl&rt
atantinoa Porphyrogennetos. De adinin. tmp. ed. Bonn.
Huate iKbos) bandelt W. v. Gnli«it, L'nterauchimg<B
aclucbln Rustlands, Riga 1690.
8. InbeniAtionale EnltnrlMtiahniigeD.
1101
Yan baaonderer Wicliti|^k«il iUr dio GuBpliicbld dor llltest«u BMidian^rn der Runoil
u Jon ByxaDtin«rii aiod die LobcmaboHcbrc'ibuBgnn dm bl. Uoorg von Amsstri« (in
'aphlaganiue) uod dns hl. Stephan von Sumi (in d^rKrim: gri«cbiacli : 2'oi>/if«rn). dio
cida iin it. Jnbrbnnddrt lobUn. AuHgab« dioNCr T«sU tnil eingehi>Dder lJüt«rsiicbiiDf[
ITM hiatorischon Itibsltsbci V. Vasiljevelcij, R »Misch -byianliniscbe ForHcbungCD, IL Hvfl,
alorabuTK lim. Vgl. die lieaproobung von V. Ju^it^. Arch. ilav. Pbil. 16 (1894) 2l<
is 224, und W. v. Gutxvit, Die Lcgciideii vvii Aninatns und Ssuroali, Riga 1893. Dani
iicb dt« ftltcreii Soliriflea; W. Üolxoit. üeber dit Lebensgescbichte dnn hl. tiMigJOT
OD Anuistria ond dia Zeit ibror AbFnaautig. Bull, da l'Anad. de St.-P4t«n)iirar(t T. 27
I». 3 a. 333-338 = MM. rus»e» T. S tivie 1 p, 1 -J, - K, Knnik. ErgAiuende Bo-
wrlcnRKcn za d«n (InlenuobtiTi^cii Über di« Zait dur AbfaaHuiig des Lobeus d, li, O«org
oa Atnaabia. Ein Uoilni); xur Aufklärung der i'utieiHch'bjiujiliuiHcbeu Chronologie dea
. Jftbrb. BuU. d» lAcad. de St-rä(»rebourg T. 27 Nr. 8 p. S3tJ-862 = Mfil. nuiwa
'. S livre 1 p. t$~42. — Ferner gehflrt hieher: V. Vnsiljevskij. RussiMih-bfziuitiniHcba
ngmeiilo. VII. DiLs Loben JolianDos' di>s Ootcm. Journ. Min. ISTä ßd ISü Jan,-'K«br.
. «6-154; 277 -30ß (rasa.) Vgl, oben S. 1B9.
Kioe froMO Zabl von beitragen t\ir Kenutnie der byiaiitinisch-slaviscbMi Beziehimgen
itbalt dM Arcbiv f. tdsvische Phiblogie (bin jelxt 16 Bftnde, Berlin 187U-18äB). Von
m aelbaUndigen Artikeln ist hervorr.tiheben : V. Jagi^, Kin Boitrng cur sorbiscben An-
tlialik mit litterargcschiobtliolier Einleitung, Arcb. slnv. l'hiL 2 (1677) 1—27, wu die
ebcrlicfpTung und Cbropologie der slnvischen UcarbeitUD|{«n bjzAntiniacber Gcscbiohta-
crka und .Sagen behandelt ist. Dazu vgL die S. 408 angefahrt« Litleratur. — Vgl, aucll
0 Ultcratar m §6 140. 147. 171. 279.
Handel: M, PogudiD. Der alte ruesiaobe Handel. Joom. Min. 1345 Bd48AbUi]. II
1 — 182 (aus des Verfwiaers Werk; Untersuehuogen über die nonnnnniscbe PNiüd« der
iaaiacJM>n Üenobicbtcl (rus&). — Ergtlniung dnxu: Pavel Saveljev. L'ebor den Handel
ir Wolga-Bulgan}n im 9. und 10, .labrb.. Jonm. Min. iHG Bä 49 Abteil. II 31-50 (russ.).
' C*W den Verkehr iwiaolien Bysantitiern uud Kusaen entiiAlt roicblicb«« Mat«rinl auch
M S. 1105 zitierte Werk von B. Dorn, Cnspia.
n. Einführung des Chrietentums: Im hüehst>>n Moctae äuaBerto eich der b^vxun-
liadi« Einfluea auf die Slaven in der Einführung des Christentums duruh bjrxan-
niBche Priester. Hierüber oxiatiort eine un^nbeurc Littorntur. au« der hier nur oinigo
ODptMihriricD honiUBgegrifTen wprdon kennen, Ausserden oben t$. 1095 f. genannten ArbeilaB
jL folgende: J. A. Ginxel, Gexobiehle der SlavuoApustel Cyrill und Mdhod und def
tvUcboD Littugi«, Leitmeriti 18^7, - J. A. Ointel, Zur Üeai^hicbte der Slaven apiMilel
jrrill uod Metfaod, in: KirebuabiEtor. Schriften. Band 2, Winu 1872. — J,uuia Leger.
rrill* und MiJtbode. Ktudee historiques aur la cunvcrsion des Slavea au obriatisuixino.
Iris 1868. Vgl. die Besprodiung von F. LnTrovskij, Journ Min. 1((6S Bd 141 Abteil,
riagoiljkund Wiae. S. 203 -233 (rua^.). — M. Voronov, Die llauptquollon der Oeachioht«
ir BU. Kjrriltoa und Mothodio», Kiev 1S77 (rusM.) (mir nniug.). — J. Mnrtinov S. 1., Saint
Mfaod«, a|»&tr«i dos Slaves, et lea leltroa de» Houveraiae pentiCea coDaervAea au BrJtMli
nwnin. Itevu« dea queationa biatoriques 28 (ISÖO) 360-397. — J. Martinov S. I.. La
|t«D4» ttaliiiue dea Sä. C^ritle et Mi^tbodo. Revue des quostions hiatoriquea S6 (18^)
.0^166 (mit Angaben üb« dio llitnre Litleratur). — P. Lnvrovskij, War der bL Kyrill
>n Saloniki Biscbofv. Jouin. Min. ISS.'. Bd 2.'i8 S 161-175 (rass.). — MobriTo biebcr
ibOrigc Beitrage enthalt dio .Samuiluiig zum Jubillium dos &[othodioi>. hernuagegebno von
fr k. UnirnreitSt Warachau unter der Redaktiou ve» A. Budilovii*, Wonchau 1K85
UM.). Vgl. den Bericht von T. Florinskij. Journ. Min. 188& Bd 240 S. 325 343
im.). — P. Lavrorskij, Die itnlieniscbe Logood« (bei. der Uli. Kyrilloa und Metbodioa).
iura. Min. 1880 Bd 24fl K. 17—59; 234-275 (rusa,). — V. .Ugi*. Die Frage über Kyrilloa
id Mcthodio« in der alariachen Philologie. Ztipiaki d. k. rusa. Ak. d. Wies. Bd 61 (188(1)
»löge Nr. 1 S. 1- 60 (rasa.). - Iv. Maly&vvakij, Die HIL Kyrilloa uod Methodiua,
1102 BysantiniBche LitteratargMQhioht«. l.llg<
diA eralen i^nvisclioo Ulirer. Ei«v 188fl (hm*.). ElMpro
Uin. 1887 Bd 261 S. STS— 885 (nw.). — Zur italiuna
dot berObrntoD Slttrnnitpoat«! «gL J. Friedrich, Eb Bl
■in d^n ßiseliof Oandvrieni von V«Uetri Ob«t iM Ahbm
CUmooti« Pftpw, ffitaingAer. hnyM. Ak. 1892 B. M»—
A. P«trov. Juum. Min. 1693 Bd 285 Juiurftefl R IM
) (1S95) 231-243. - Boa Brief d«§ Anutaaia« «riodorhi^
rlektiRangoB unter dem Titel; Die nodi erhalUne« Sobri
tinos oder Crrillun. Kevuc iutemationiile da th^logie 4 1
Strittige FVaKiin dnr JlinBioiuiUiiLtigkoit düs hl. Kyrlll
Ode«aer Jahrbuch IV K^ Abteil. 2 (IHSIj lliromk j
(IS9S) 620 r. - S. Nndjoijskij, Die ChiuuiToiimiiHlon ^
tbodiuH. Rae^kiija Beajeds 1895 Aagustlieft 8. 1-22 (nt
Kjrilloa-Uetbodioafrag« vfl. auch A. LapOtre, L'ICiiTd
üarolingieiin«. Premier» porti«, Pari« 1893. Vgl. die B
Bd 305 MaibeR S. 163 -19-% (ruw.). - Aumerden |
JhrMB W«rtc ««hr uiiBliiichwi nonoron Litttirntar Qbor |
M«thodioii: Arch. slar. Pbil. 1 (I8TA) 539 ff.; 4 (I8S01I
12 (188S) 216 ff.: ancb die Bericht« von Paatret^lt, St
apoatel KyriUos und Metbodioe, Caaopls matioe moravak^
f. Litteratur) U (1891) 129-188; 207-215 (^«eUMib), ubiI i
Jahrb. II Byi. Abteil. 1 (1892) 2 8. 43-64 (niM.). 1
Der b^nuitiniMbo E^nHawi aof dis Rnmlinnn tmm
(v«I. t. », S. 377 und 379 Anm. 1 C) and in urii-chischi
ß. P«lTicolca-Hasd«a, Etymologicnra MaKoimi it«m*B
teitiiDgcn Ell den eiuietoen Bftnden wertvolle AlitloiliuiQ
Kaltiirbexiehuiige«). — 8. Krelikoa, i^Ca« rov fiii»¥i
fiovfixiis tüif tpviilf nai inii^ams roD iü-tpftuftav ia' «J
(mir uneaglnglich). ]
6. Ethnographie
Dia Ksnfitschwiarieknt ethnntfraphischer Fnrschij
Bchlchta liagt io der fiuit allen Autoren eigenlUmliclten I
ktaasls^ell Namen ku beEeicbniMi. So b«iHafu £. Ei. die:
die RuaBpn und andi-ru äUvun Skythen, die Serben t^
diesen ungenauen Anguben ganx rntlon gogenQber, wenn J
die Kinder beim rechten Niiinpn nnnnl«ii und nioht ü» Tl
die Deirngnng von Ort«- odnr IVreonenniunen und ändert
Rchen Beatimmong diealieli wArea. Im folgenden kann ^
die fliob direkt oder indirekt auf die Ethnographie der d
gehörigen Oebietaloile und der tu den Bjiantinem in!
Volker besieb«n, nur eine kuappo Auswahl gegeben weW
1
1. AUgemeino SohrlfteB
Von Wichtigkeit iat noch heut« das rcichhitltigoi
Quellen beruhende Werk ; J. U. Stritter, Memorino pnfnl
Kuxiniiin. Piiludem Mneotidem, Canoaauiii, ÜAre Caspiid
incolentiuHi e seriptoribas bistoriwi itj-MiitiBae «ruta»
1771—1779. ~ Karl Friedrich Noumnnn, Die V4lkoB
1847. — Ad. Ficker, über die ethnogtaphiMohen Ver^
Aus AntRM der Vorlage von Ujean'e Karte- Mtttoil. d. "
lin Wtonj b (18G1J 123-191. — Cb«r die Etlin»gia{i|ti»]
6. Ethno^rapUa.
nas
llWBM iM byiMtiniRrlm Rcic^M Boirio aber äw NiiRhbarvUlkor (Frnnken, Dalgsiva,
ngara. Rnomo, Pet8Glieo«g«ii, Chaiaren und Arnber) li&od«lt mit SaciUenntnm und Klar-
tat A- Rambkud, li'empir« groc au dixicuie siäole, CünbUntin PbrphjrogLtD^t», Puie
870 d. 209-253: 308— i36. — über di« Avnrcn, Sorlon. Kroalen tind f{ul|Mr«ii handelt
>ng. Kr. GfrSrar. n^vxnnliniiiolie (iMcbiebtcn. lid 2. ünix \H~i. — EdBon L. Clark,
'lie ttet* ot KnropMii Tnrktiy. tlieir hintorf, condition and prnipDcta. Kdinburg ISTS. —
■■•r»8 Hauptwerk: L. Diefenbaoli, Volkvrkundo Oit«nropa». 1. Üitnä: TOrkiaoliCH
Meli. AlbaoM«!!. lUyrier. Thraker. Orieolien. Rumänen. 2. Band: Die LitaalavJRcIia
tlkergruppe. m-baf ävn Bulgaren. Diu lUrkieulio Familie. Die flnnitick« FamJlJe. JU-
enn«r Amicuiar odur H^jur. Kaukasivr. DtuiuHludl lääO. — Vfcl. auob. h. Dief«o-
Bcb, Die Volksatnmine der EuTophiachen Türkei. Fraakfurt 1877. — J. van den
'h*f D, i.«s populntions danubitMinnu. Ktudes d'^Uinogrnpbin ceinpnr<-n, (itmt ISä6. —
ipp*I, Zar Eihnograpbi« d^r itoiknnhnJbinaol. Globus öT (1S90) 76-79. ~ Ein« Ol>*r*
ichl des etbnogiaiihivcbon Zu*itnnd(« der Bnlknnbatbinael im 10. Jahrh. mit bsModOTor
iMSefcalcktigatii; der slavisclien Elemente in Kpirus gibt St. Novakovi6, Die AnflUige
er alaviarhen Lilteratur bei deu Balkaii-Slaveu: Die Lt^^eude vuui bl. ^'ladiniir und der
iouara, Bel(iTad 18u3 1^. 13- 4£f (serb.J. — Zur Ktbnograpbic dus brutigen Kleinawiena:
«lohan, tfeinon in Kluioaaion, VutbandL d. Gesellsch. f. Erdkunde zu bwlin Ib (18B6)
7-».
2. SpeaialBohrifteii.
A. Griechenland Im engeren Sinne: Sp, ZampeHos, ßu^artu^l fithtint,
tifl mjyäf ytotiXtji-ixtjf iSi-BJiiioi nnü iijc >/ f^X9' 'V^ ' ^'"('»''-i Atb^n 1837 (handelt
wr dio Abkunft dnr Ni>ugrioclien, dul<^1J(!tl aber auub Über die rerscbiodL-caton tiugoi)>
ftiide drr innarea lioscbicbt« von Bj-xanzJ. - l'hilippaon, Besiodelung Im reloponn«*,
erhandl. d. üeMlIacb. t. Erdkuode zu Berlin 15 (1888] 442-455. - Anembrlicher
jidelt Ober duMlbe Thema Pbiiippson, Zur Ellinofrapbie dea Pelopuiinee. FetAr-
naaa Mill«iliiiiB« 1890 S. l-U; 33-41. - DaLuiifi;. Cber die Cliulkidiku. Vor-
ig in d«r gcogr. äesellacb. zu MUnobon. Vgl. Verb. d. GoaeUsob. f. Erdkunde zu Berlin
11K91) 1U2.
Zkkonen: Die ILlt<TeQ Arbeiten besprit^ht M. Deffnnr, Archiv f. mittel- und neu-
lecli. Philologie 1 (1880) 2--G, and: Zaknniscbe Qrnmmntik, Berlin 1881 S. 8—6. —
Ib. Tliumb, Die elbougrapliiectie Slellnng der Zakonen, IndoKcnn. FoKcbun^ea 4 <1S04)
5 — 218 (mit einer Kurte). Der Verfasaer bewuttri gegen die von vielen bia in diu neuute
jt fMtgebultene Aueiubt Kopitarü, djuia die Zukuneu Slaven eeivn, und gegen die
Ibananuntbeorie von K. Satbus, diu KontinuitUt dor griacbieohon BevDl>
irang im Zakonen gebiet.
Slavenfrage (Frage Ober die elavisehan Elemente unter den heutigen
-i«cben): Die Siavisiorung der Grieoben behauptete vor allem Joe. Pb. Fallmorajrer iu
inor otiCQ S. lU'l angeführten Ueacbiuble dor üaibiuael Muroa, dann in: Welchen Ein Hubs
tt« dio BvMilzung üricchenliuids durch die Slaven aaf dos Schicksal di>r Stadt Atb«n und der
kndachaft Attika? .Stuttgart I6'i5. Uauptschrilt: Jac. Pb. Fallmernyer, Das slavisoho
emeat in Giiechenland. in: Fragmente aus dem Orient 2 (1845) 307-458 [auch in der
atta Auflage der Fragnieute iriedeiholt). -- R. Orbiuakij, über Spuren des Slavenluuia
dw Spmebe der Nuugriechun, Juurn. Min. mö4 Bd »Ij AhteU. II 94—112 (rusa.) (jcanz
lanlungeiiEr, wenn auch t&t a?ine Zeit bemerkenswerte Versnob, in der Phoßolik. CStnm-
Ktik. Phraoi>ologie und im Wortscbati des Neugrieohischsn stark« slaviocho EinflaMO
lohxawsiMo und dsduroh Pallmerajreis Slaveotbeorie zu unterstOtxeDi com Kapit«! über
D alavisehea Werter im Neugriechiachen rgL die in Rubrik 13 aogeflllirteD neueren
iliriften). — ä«g«n Fallmerayer ricblole sich u. s. K. Pnpnrregopuloa, £Xavi*ii! iy
mV "EUiiFMxniV jfnjpsif htoua^attt, in seinen 'f«iop(in( n^ayi4atiia4. Migot a, Alb«n 1858.
' OrtndliohcT wiird«n die Qberlneben<<n imd uiiktiliscben Aufstelluogen Fsllmrrnjnra auf
\r tkbti^M Mau lurflck geführt von Karl Hopf, lieeubiDhte Orieohenlasda, Erech- und
1
1104 Bjrzuitiniacb» Litt«rat«iTg«»ehichte. Allp
GraWucho Enejkbj.SJiL- Sektinq 1 Toil «.'■ iL^ßTl 100
vwion Kratu nnü drr Abri^r>u Iiisl'Iu euwi«i Nani^u mIm
B. Seliniidt, Dm VolluJcboD der Ni!Ug;t)Mtb«n, I.«aptci|$
die von K, N. 8athAK, Uociuiicntii in^dila rcUtif« h l'hab
1 (1880) tnt/odudion, iMitwir.Icnlt« Uypollieio, dwB jm I
dem AlbaueseD tu d«n PrloponnM vorgcdnuigoii mm
irrillmlich oder aus MUmchtmifi ms Slst«n bsM>i<liB»l
■liintiti SatliM und die Slnveufn^« ja <lrietbenUiid.
•chichte und Volkokuiidv I (Slnaaburg lät&J U7— 1
Tivti ^X9or «nt(J rer nioof aiüra if (»o!) 'OXäiii '.
bis3l. ' A. I'otrido», risparij^ijaiic ttWc ia'i loii C>g'
«diiira Jr 'CUa<h. WnsUuf 18S5 Nr. 21 f. fmir tiiuuf;itii||
Qwehiokto d«r SUvenfraf« iii Gri«ch«nland gibt D. Uat
Sboraik bigarak. 9. Sofia 1698 (bulg.)-
B. Albaneaen: J. 0. t. Hahn. Albaneaiaeh« j
/. Ph. Fallmcrayer, Dm olbanänicbe El«noiit in Qt
3. Cl. VIII. Bd 2. und 3. Abt. MOndion lH:6T-lSeO. H
auch dio BamorkongM Tnn W. Toiiiaftcli«l;. Beneobl
PhilippsoH. Reise dur«b Miltol- und Nurd^crieebeiüaiH
kuDd« lu Uerlin 25 (1890) 831-408 (be«. flbor di« AUl
Die reicluiton bibliogmpbiEchMi N«chwei»o über da> aH
Albaiiwiiaclic Studien I. 11. III. IV. V, SitzansHbor, Winlf
(1683, 1»M, 1891, 189.S inny - AuaiUR»<reiM rindi
wied«rliolt btti G, M«;er, Ktyinologisehes W&rt«rbu<ih 4
bürg 1891 8. 516 ff. i
C. SUv«n (flburbaupt): f. J. Sehnfarilc. SlaviN
T. Aabronfeld, h«raaagagnb. von Heinr, Wottk«, S|
lagondc« Wnrk). - (^b<ir näfot. £»i.iifi<n vgl. L. Fr. 1
byi. specUntinm p, II. Abbandl. baycr, Ak, S. Cl. i. 1
über dna liltestv Zeugnis filr den eigenen Nuinen der Sil
Hlav. PliiL 1 (lÖTej 2U B. - Obw dM onl« Auflrot«n i
un Ende dea 6. und in der «raten llftlflo de« 6. Jabi
DeuUcbe AtUrluinaknndo 2 (1687)37.'^ -3M. - V, Sari
Stamm Suliöi odm uicbt?, Arbeiten des 8. archaeolog. |
ununganglicb}. I
D. SQdflUven: Const. J. Grot, Nnchricbteu (Iea|
die Serben und Krauten, Poteraburg 1860 (tu«.) Einea
der Verf.: Zur Kritik einer Slolle doe Coniiinnlin Porphirra
390—307. Vgl. din Kcuprvr.bung de« Grot'eeb»« Bn^es I
1881 BdSI4.S- 139-lT0(n.w.). -J.LPi* und A.Ami
Csorgedor Bulgaren, 8itsuiif|sbi3r. d. k. bOlimiscben Ges. \
1888 S. 227-280. - Zur Ktbnugraphie d<5r SUdtdaven «{
von V. Jagid, Ein Kapitel uua der Geechichte der sfi
Pbil. 17 (18»5) 47-87. — Duu V. ObUk. Eine Be«i
Geaebicble, Aicb. alav. Phil. 18 (1898) 228-234. \
E. Bulgaren: äerg. üwarov. De ttnlgaronim t^
quissimiH, Dorpat 1853. — M, Drinov. Dur Ur^mng;
AnRUige der bulgarischen Goscbicbte. Pbilippopel 1^
B. BOslor, Hemttniscke Studien. Leipiig 1871 S. S91-
gorea). — D. llovajskij. Uulgarco und Buaaen im
1875 Bd 177 Jan.-Fcbr. H. SJa— 147; 3iM~39a Im«.).
NationnltUit der Bulgaren, In Memoria di Napel«
6. BthnogTtiphi«.
1105
\utt* 4i Blolneia c linsaiatic«, Florenz I8SÖ S. 1-76. — C, M. FrBbo, Dio llltoeten
Naeliiicbt«!! iet AraliT Ober die Wolga- U ulnaren. Mt^. de l'ncrHil. iinji. Hc« Bcii>nce8 d«
3L-PAt*nibo(ug VI. Sdrie, t 1 (mir unxugln glich). -- Aussotiem Tgl. die Litl«rattiruacli-
«aiae nod kritiacben BemerknDgeii bei Gr. Krok. Kinlnitung in dio slHTiscbeii LitUrnturga*
■dilobt«. 2. Aufl.. Graz 1887 S. 30T If. — Dasn die S. lOTÜ f. angefahrten Sclmflrn nbcr di«
äsaeblchta d«r Bulgnroii.
f. RoBs«»; N. I^aveljev-Raatialarif , Dia Varjago- Russen nneh Nnelor und
fremden AhIowo, .louro. Min. 1845 Bd 4** Abt. II 1-64 tmms.). - M. Pogodin. Di«
Unknnft der VafjaRo-Husaen, in Bd II seiner .Üntetsuehnngen, Bemerkungen und Vor-
leaungeii*. Moakau 1846 (rass.l. Das ganze dreibftndige Work ist aiisfQlirlich b^Bprorhan
im Joum. Min. IH-tT Bd ä3 Abteil. VI 22-4». - Von graaster Wichtigkeit ist: B. Dorn,
' CMpia. Cber die Kinßklla d^r all^n Ruwaeu in Tubaristan u. s. w., Peleraburg 15T&
(= MiJniciirtii« de raradäniin imp. des BGit<nc^c>s de St-r^erabourg. VII'' aärio. tomf 2n Nr. !)•
Hit tahlreicbeo Deibftgon von Kunik und Broaset z. B. Über dnnn Kriegsiug dw alt«u
I BwMD gegen Kpel i. i. 1048. Aneh niaaisch In den Zapiaki d. k. ru«8. Akud. der Wiss.
Bd 2fi (IttTi)— lä~6). - PI. ßorat^kov. Die griechJacth-skyUiise.lie Welt an den Ufern
, da» ronina, Joum. Hin. ISTÖ Bd 188 Nov. -Dez. 8.237— S'H (handelt u.a. auch Qbxr dia
I rawiarhft Frage) (ruaa.). — 8. Oadeunov. VarjSger und Ru^on. 2 Toil«, Petemburg
' 187«. Vgl. k. Brilokner. Areli. slav. Philol. 4 |188ü) 455-484. - Iv. Zabjalin, Ge-
I •cUebte dea ruasiscben Lebens. Gd 1, Moskau 18~(). — Die Werke von God«onov und
7jlbjeliD Bind ausRlhrlieh besprochen von J. Pervolf, Varjagn-Ruaaen und hnitiaehe Sld-
ven. Joarn. Min. 1S77 Bd 102 Juli Aiig, S. S7 -07 (ruas.). - J. Lambin. Die Slaven
I UM DSrdliehen Bcbwani'n Meen'. Journ, Min. I8TT Bd 191 Mai-Juui S. 4^ — 70; S34 —
I 2M) (Ober liua erste Auflrelcn der Kuaeeu am ttcbwarzi^n Meere u. s. w.) (man.). - A-,
I K«aik und Baron V. Konen, NacbrichtE<n des Ai-Bekri und anderer Automn nbe«'
Ruaaland und die Slavcn, Beilage xiim 32, Bdu der Znpiski d. k. iniss. Akad. d. Wisa. I
fr. 2, Pet«rabnrg l&Tä, — Wilb. Thomsen. Der Ursprung des rusaisrlinn StaaloB. Vem
Tarf. dnrckgeaelwiie d«utaobe Bearb. von Dr. L. Bornoniann.Gotlia 1879. — D. Iluvajakij,
DBtannoInuigen Über den Urapmng Kusalnnda. Ma&kau 1882 Iruss.) — Paul Caaael. Ruwen
«ad Wattiger. Kin SendaohreibeEi an Pivf. Tliomsen in Koponliagen. in: Auq I.illvrulur und
ijymbelik. Uipxig 1884 S. 348 3G7. — Tli. Uepenskij. Patnaick Jubannea VII Uram-
mitik«« und dio IIua-Uramit«n bei Symeou Magietrus, Joura. Min. 1S90 Ud 267 S. 1—34
(nHt.), — SaniokvHanv. Cbor den Uisprung der russischen Slaven etc., Arbeiten des
8. ueliaeulog. Kvngrewes in Moakau (russ.) jmir unziigrtngticb). — A. Budilevi£. Zur
ha^ Über den Ursprung dea Wortes Kua, Arbeiten de» ^ ori'haeolog. KongreaacB lU
Hefllcaii traes.) (mir uniugiinglieb]. — Chvoljaon, Ober dio Rueacu des arubiaeheu Sohrift-
H«U«ra dar ersten HAlfte des "ä. Jabrhunderla Ibn-Chordadheg, Arbeiten des i. nrchaeolog.
KaagresBOB tu Moakau (ruas.) [mir unzugänglich}. — t^. LjazkiJ, Die Bedeutung der
litaaiaoben Sprach« in der Frage Ober den Ur^pning Kusalanda, Wilnu 1893 (nis«.] (mir
Buugtngboli).
4i. Petacbonagen und Kuinaneu: Artikel Pebtebenegen von W. Schult In di-r
Ench- und Gruboraehen Knc>klopu<-die III. Seclion, 10. Teil (1844) 419-421. — V. Va-
ailjvTskij. Bjraamc und die I'otnohonegen. Journ. Min. Iä72 Ild 164 Nev. und Dez, --
0. Blan, üb«r Volkatnm und Sprache der Kumaneii, S^itaohr. d. Deuteohen morgenl&nd.
äMttlUch. 39 (1876J 550 ff. - Aug. Fr. GftOrer. Bj-ianliniBdie Oescbichten 3 (18TT)
474— S07. -~ Du berUhmto kuinantBohe WSrterbuoh, das aus dem Nnuhlaaae Pelrarcua in
di« Slarcuabibliotbek kam. ed. G^ta Kuun. Codex Cumaninus, Pest IttüO. — I*. Goln-
bsvakij, PotBehouegcn und Kumanen, Kiev 1884 (russ.) (mir unziigAnglich). -- 0, Jirn-
£«k, Einig« Bamerkangan über die Überreste der Polschenegen und Kumaneu, bowi« Ober
di« VAlkeraohaflen der Bogeuannt«» dagauzi und Sargufi im houtigon Bulgarien. Pr*g l^^9
(vir unxugliqilicb). ~ Ilie Öhergel. Zur Geaehichle ^icbenhnrgena. Wien, SelbHlveiltig
18dl, IMiandelt vumchuiIieU GcAcbicJito und Fllinographio dar Kunsncn, — C Neu-
dtr kte» AltcdunuwtecuMban IX. I. tMi^, £ auS, lU
1106 Bj-ianttDlscha LtU«ratargesebicbte. Ällf
DiRBn (Muinboim), Cber Ew«i nnerkUrte V&lk«riiMiiwi.
374 - 385 (Mi(t«itung«n aber di« Gesobiehta der P«toeli
H. Kulpiagor (KolbjBg'O and TalmfttzoF
niMSCh«n Kolbjn^r. At«b. hIbv. V\ül. 10 (1»8T) 1<
über iw«i nnerklKrt« TSlktnumnn in d«r byualiniad
38& [erklftrt di« SulpitiK« nnd TolniaUer fUr P«lMlieiil
taxia du Hiohael AtUliate« von lOiT. Jena 1894 S. 69
Nchwtbbchon St4inm). ~ A. Sobolevakij. KwXntyj^
460 f. (orklOrt beide SUirnn« Rlr ruwiach).
J. Chaiaren: Jul. Klaproth, Mömmre nir Uw
182a t I p. 147-156. - ArHkrl von Knmmnl. Kmii
1. Rnction. 16. Tflil (lf^7| 231 f. - Dorn. Auf din C|
orifintAliscb^in Ifietorikere Tabari a. b. «.. Journ Min. tj
(rUMisck aberaotzt aus den M^m. de l'Acad. Iinp. d«|
Tivien de 8. Martin, Sur le« Eliuara, Nuuvellea ann^
fParia I851I 120-168; 27 (18fil)S-43. - D. Cbvftlj«
ßuTlaeea, BulgarcD, Madjaion, Slnroa iSUvjaimcli) und]
Omur lliD-UHatn. oinMD acftbMObnn SdirifbtellDr buk 4
Min. 1^(18 Dd 140 Abt«il. Pida^oKik nnd Wimenschaft S,
Miltnilungon Ober di» CbaMren, !tum. Revue 10 (1877]
K. Beesen: W. Tomascbek, Ober Bnimalia ui
den BecttiachNi Volkwtjiinni. SiUungsljer. Wi«n. Ak. 60
Wm hut dar Volksnumr ,Hossi' ursprQnglicb bodoul«t?
i'i'J - !i' IT. — Tbnr »lihnlrb« Niederlnssungnn d»r
mniBtnr, Itinorvinm Antoiiini S. 56 Anm. 48. and
Uipng 1^0 a 150.
L. Zo den Kriiagot«Q, die In der bjmtini
ßulle spielen, vgl. Hassmann, (loUiii^n mmoru. HikU
Arrkimaadrit Amonij, Uin gothiitchn Kparcliin in <l<
8, M— 88. — F. Otun, Dio Scb warum eorfiotiin und di|
Im tOdlieben Russland. Zapiskj der k. ruiw. Ak. d. W
Will). ToinnBcbek, Die Goten in Taurien, Wien 188lJ
sale der Ktinigot«n, Jabfosber. d. Refonni«rtea Bürg«)
18d0. — Vgl. E. Kubn, Ober neuen Forsebungea xif
Krim, ein Vurlrag. von dem Ivider nur ein Kxxerpt ge^
AllgenMiioDn Znitung lt<91 Nr. ^ä4 K. 6 f. \
M. RuRiSnen (Viaehen): R. RSslor, Zar (ioil
I. Dia Oetvn und ihre Nachbnm- II. Das von4niJKli«|
1864. — R. ROsler, Die griechisoben und tDrklsohi
Sitsungeber. Wi«n. Ak. 1865. — K. BSslor. Datier a
Ak. 1866, - E. RSsIer, Die An^lLnf1^ d«s wuluchiswJien
relfi. Ojfinn. 18 (1867) 393^*33. - R. Rü»ior, Boid
CUT lltereu Uoscbiohte llomllniens. I.eipxig 18T1 (bandeU
eoegea U. R. w.). Vgl. die Besprechung von W. Tomniieht
1872 S. 156 IT. — Jul. Jung. DieAnfSoge der Roinlina|
Zeitacdir. f. d. netenetch. Oymn. 27 (1876} 1 ff., 81 ff„ 32|
scbmid. liit. ZentrHlbl. 1876 8. 1422 IT. = Kleine Seh
Jun^-, KUmnr und Romanen in den Denaulllndom. Uid
brück Mill. In «weiter AuUago Innsbruck 1887. 1
Hcbmid, I.it. Zentralbl. 1880 S. 6T8 ff. ^ Kleine Sei
liu* Jung. Dio roinnniscben LandscbafleD de« TiSmisq
Frana Mikloeich, Die alaviaclicu Element« im Rumui
lumunl
6. Ethnographie.
IS (1861) I K — Frsnx Miklofiich, (.'ber die WAnilerongcn der Buroun«n in den dnl*
iniicboQ Alpen und Hon Knrpaton, Denksohriflen Wien. Akad. ^0 |I$i7d). Prnnx
Ikloaich. Itiimunischn tjntnrnui^hungen. I. Istco- und nia(?(idoniniuniiiche Rpruclidenk-
raSlsr. Erst« nntl »«roile AhteiJ,, I).>nkBchriflOTi Wien. Akmi, 32 (1881 1882). — W. To-
iDBBchek. Zur wfilaoliisolien Fmifo, KeiUehr, f. d. nsterT«icli. (lymnasi^n 21 (ISTli) 3423
— W. Tomaacbck, Zur Kundu der UGmu^butliinsHl. Sit2un^ab»r. Wies. Ak. 99 (t8S2)
474 fl. — W. TomABohek, I>i« ulU"n Thraker. Eine oilinolagiiicbe Untorauchung,
I. Oboriiiobt der StAmmn. H. Die Spracbrcsle. SitxunipibeT. Wien. Ak. Kd 12» und IHO.
Wien Iä93 |nb«r dia Vlacben. die T. für Nucbkanimcn dorThmker bttit: QbAr din BoMen
I TT r.). ~ Znm epraclilicb»n Teile der Arbeit vgl. OuHt. Meyor, Zu den Ihrskischen
OlwMn. B«cEMnburgera Ituitr. SO II&94] UG— 124. — K. Frhr. von Hurmuiaki, Frag-
mente cnr GcBübii:))!« der RumAneu, 5 Bde, Bukarest 1ÖT8 — 188G. — T. Munin, Zur
(iniicliiebtjiforaabang Ober die [taniflnen. Duatacb von P. Broslcanu. 2. Aufl.. Lcipxig 1885.
— Jon. I.adtRinw Pil , Über die Abstnmmung dnr KumUnon, Leipzig 18H0, — J. L, PiC,
Zar nimSoiech-unitAriRchen ätroitfrage. .Ski/xon xiic nlCesl^n (iencbiehle der Uiimllnnn, Un-
gar» und SltTeit. Leipiig 188Ö. — Fant Uunfalvy. Die Rum.tner) und ibre Ansprflche.
Wien und Teichen 1H83. — P. Hunfalvy, Der UrBiiruug des RunilLniechvu, Vciliiuidl. d,
7. OrifiDtali«t«nkongreeaeB, geb. in Wien I8ä0. Arisohe Sektion, Wien 1888 8. 11 IT. —
Ldon de Koany. Lea papulations danuMennes. La pntrie des RomaiDB d'Orient. Pur»
I88&. — htoa de Rosny, Las Romnins d'Orient. Aperen de l'etbnDgnipblc de lu Rnn-
manle, 8ibliotb<W|ue elbnograpbiqoe Bd 4, Fnris 1885 [mir unxuganglich). — A. D. X4-
nepol. L'n« t^igme bistoriiiue. Lea Rouinaioa au moyeu-fige, Paris. E, Lercrux \HS'>
(mir tuizugangliob). — Oust. Woigand, Die Spradie dei- Olynipu-Walachen, Leipzig
188t*. — (fU>t. Wcigand, Vluobo-Moglen. Eine etbnegraphisch-pliilulog. Uuleniuobung.
Lsipsig IMI2 (Aber die [.nndsohnft iil NöyXtvu {MöyXatra), sinv. Magien, tUrkiHob Knrad-
tova). Vgl. den r«iche historische BoitrUge enthaltenden Beriebt von C. Jircfck. Arcb.
alav, Phil. 13 (1892) 91 — 102. — Guet. Wvigand, Die Aromunen. Ethnographisch -phi-
lologisch-biatorische Untersudiutigeu Ober iIhs Volk der sogen. Mnkedo- Romanen odnr Zin-
taren. 2. Band: Volksiitteratur der Amiiiunen. Leipzig l8iH (Der I., 3, 4.. <<. Üfllid sollen
in Bälde folgen. Vgl. B. Z, 4. 21l! f.). — Tmugott Tamm. Cber den Utspruug der Ru-
mlneo, Bonn 1891 (mir uniuglnglicb). — Weitere Litlorntur lu der viclbesproDbenea Ru<
mlDaiifrega findet man in den Berichten von A. D. Xänupul, lUvuc biiitorii|uo 15(18811
439-440; 19 (18S2) 1-18-1Ö8; 22 (18S3) 408-411; 25 (IH84) 3I4--391; 28 (1885) 377
bia 39«: 32 (188C( 309-:)83; 35 ll88Tj 342-301; 43 (1890) 378-399; 50 (1892) 378 bis
407; S5 (1894) 135- 148.
N. TQrken. Ungarn, Zigeuner: P, Oolnhovskij, üeber die üxen ond Türken
(Torken). Journ. Hin. I8A4 Bd 234 S. 1—21 (ruHs^). — Herrn. VambL^ry, Diu Türken-
»olk in seinun edinetogisehen und elbiiograpliiarhen Beticbungcn gpacbildprl, l.«ipzig 1«8.'>.
~ J. Karabuoek. Krnti's urkundliche» Auftreten von TUrhi-n, Mitteilungen nun der .Samm-
lung der l'epyrus Erzherzog Rainer lid 1 (Wien 18HII) 93 — lOS; Bd 2 und 3 (Wien I88T)
!7«. ~ K. U. Park*r, Tho origin of the Tarks. Tho Englisb Uial. Revi«.w 11 (1896)
431—441. — Über dio Tfchuwasch«« vgl W. Scbott. De lingua Taebuvrnacboruin disser-
latio, Betliu \9W (mit Lilteraturnacb weisen). — N. J. Zolotnickij. Ta<.'huwiisc.'hiHch-
raBSttebea Wuixet Wörterbuch, Kniun 1S7& (ruas.). — P. Hunfalry. Ktbnugrnpbio von
l'ngRm, Uadnpeat 1S"7. — Herrn. Vnmböry. Der Ursprung der Msgyaron. Leipzig 1882.
-- J. B. Bury, The Coming of thn llungarians, their origin and rarly- bomos, Seoltiah
Itavi«« Kr. S9, Juli 1892. — Karl fIo|»f. Die Einwanderung der Zigeuner in Kurnpa,
(totba ISTO. — AI. Paspati. Etndea sur les Tcbingbinues on ßohrimiena de l'^^nipire
OUonan. Kpel 1870. — P. Mikloaich. Cber die Muudarlen und die Wunderungen der
2ig«>UI«r in Europii. 12 Abbandlungeu in den Denkavhriftvn der pbil.-bfat. Cl. d. Wiener
Ak^d. d. Wiu. Bd 21-31. - M. J. Do ßocjo. Bijdrngn toi de GoMhiedonis der Zi-
tt*naers, Veralageii en Uedvdeelingen der k. Akadomi« rui Woteaschiipiini. Afdecl.
UttcvkaDd«. 2. RmJc». V. UmI. AmalvrJsni I8~b. V|
aehmid. EMdo B«]irifUn 3 (ISSi) «12-015.
0. Iiit«neunl sind di« ia d«r bjuuiHninohoo LiK
d«T im RhoiD&eneicb oder in d«r Nlifao dowolbm woh
H ist (8, 440), S85, 88a |
7. Geographie
1. Bchriftan Termi*Dht«D 0
A. ßnnilnrl. Impertam OrMmtal» «ävt> uiti<|ultall
— Lolew«!. Otfot^iihi« dn iiMfeii'S«». 4 Toines, fifJ!
Tniche Kdtrfty« xur )t«o^npbiBelieB Eeuuüiis der ehonul
licN. die Mitteiluugen d«r geoicTNpliiKclieii OesJ
— Miini'bt« cur äeogniphi« and Guncliicht« dt» bjumtia
läüHiinimdlDn Werk« von .T. Ph. rKllm«rA]r«r. h<ma
I^ipnK IWl. ~ C. KiimiRii. Ooographic von Ori«clii
— Carl Mi>iiiniinn und .1. Partiirli, lIiyHikutiacho i
Uu 1885. — A. MclisrAkos. Uö.ltr ^ Uiie JuoxaXtU i
I 43. — A. Mt-liamkoB. llöStr tö ton-ir ytaypaiftKiri
V^tiotfyiet, "KiinaQt'or; tiirtim 1^1 1 409 lt. — Rvichl
^raphio and tii'M'binhte dur Bulknolialliiiiwl ^bt ¥. ]
BiilkM. 3 Itdf. Uiprip 1«7Ä-1S78. - Widitig* tomi
nou«reii ReJMlisndbUfJivr, bm. B««doker, (iriochcnkj
TOikei lud Orieckenlond. 2. Anfl., UipiiK HfUfi; Hai
Giwcr« i-U- 6. Ausg.. London 1891!. •- Eine Zueuunl
Ori<'i'l><>iilnndN liextl^liobvn ueugrit^cbiAchuii LltUratur. in {
bia jotxt «ino kleine Kuli« njili^tt, g»b Ant. Meliurak^
XoyiB ijtm xatiiloyot iiuf «lo loiT ISOO— 1W*S yioiy^am
Nudiua^o dazu von U. A. Hyntakid«!. im .Vt«ild|
Kpi-1 WM). '
Karten: H. Kiepert, tJiimi toti ^»Murixop "RU^
tiflpi'Ja 18K3, vom Bjrllojpw Pammtitoti in AtliirD beraua)
Eii-pert, Cnrt« g^dral* dM provinrrK Knropt-^nnc« H Arf
Beiaiw 1892. - Dnia vgl. dln (?. 410—427; 44» aiitt<^
Lolliug. Oeographi« (Jriecbenlauds. Kfiiidbiidi dw blaai
2. Doa naropaioobo Featj
<Oirol. Albritii>. Eaatts notJtia d«l Pdopoiini>«j
V«ii(-di^ 1687. — W. M. Leake. Travels in tbe Hor«<^
KrtJtoiung; l'olopooneHiuL'ii. London 1P4Ö, — E. Cuititia|
— Sp, F. Lnmproii. 'jnoyi/oqfj toi- rofiov Mt^airi)« h^
6SÖ — TIO. — A. M«1inrnk«ii, rtajrQBifiti nolirimi; rit
x«J Koftr9ittt, Athen IHSfi (mir airniKAnglicb). — Ath.||
fitattimyiKxüi' rtolfuc 'JrJpma^t xal ytjoler, Unfnumif Ifl
llffi Ttutvfor jiuruiym^t *ul lai' fifintiaiyixot- yfocfiiow
<«oaJ(lij(lt<86iJ:>04-.:>12. — Air. Pbilippson. Der Pel<^
iiu( geologiHcIier liiiindlaKe. tierlin ISfll. — J. B. Bury. j
Keview 7 (I8il-i} HO f. (koiisUUert, dniis lülaJixoi nidit^
lieb« Bexelchoiuig der Bowobnor d«s dgoiillidien Griochi
facb die Bewohnor de« Tbemao Hcllaa im Mtlielioti Mlj
P. Lnmbroti, Die erst* ErvSbnung ron Astn», Loenll
bin TS. _ L. I>ucbesne, I^b aneicoui 4vteli£« de h j
d'bialoit« 1& ^U^b) iti-aub (.aber die nm de Boor,
lur, Zd
?. 0«ograp1il».
1109
T«i«ffenüi(-}ite Notitia: vgl. die fi. 417 «ngeffllirto LiMernhirl. — W. M. L«t>k^. Travels
in nortiirrn lirci-co. 4 Bde. l<oml(>u IHilö. ~ H. F.Tozfr, Rc^icarclieti in llit> HiKlilnn^s uf
Turkey. LondoD IHBÖ. — t'Anr. vortrHrlidie Monot^plii« übw di»^ wiclitigi- Sludt IIkbh»-
loniko: L. Vt. 'I'nfol, Dn Tlirunlonk» ciusquf nfi^u diam.'rt)itto gcograpliicu, Ili-rtiii lKt9.
— I» Fr. Tafel, Dn via ilnmanonim Egnntin, qiin lllyrii^nm, Mnredonia t-l Thraria iungn-
bitBttir. dissM'Utin geographica, TnlHngsn 1842. — I.. Dncin>«no. L'UljTienm nRd^.ninHliqiie,
B. Z. 1 (18BäJ .^HI— 5.50. Vi^rtritt ^egvn J. Fnedricli iiiid Th. Mommseu die Arjsidit, daas
die kirehltcJion Provina.-n des fiatüclien Ulyritum his in die Mitte d«H Ü. Julurhuud«rt8 xiun
Pati-i«rrhAt Rom pprcchnet. wurden. Dwu die Erwidening run Tli. Mouiiuhpii, Neu(<!t
Areh. A. <it^lUt'h. f. ftltire dcutsriie (ieäch. 19 ilKB4) 433— 4.'i-i, und die Kciilik von
Dllcb«sne, figli«'» ii(ipBr*rn, PariB ISflö S. 239— '279. wo die ohongcnnnn(i! Arbrit wiodnrholt
isti — A. IiOiirintvs. Hipi Tiji- ta/itjf foü /altfioi flaXXyjrrii, t^c ri'V Kaaaiirdfa{, Stolöyon
1^rf.*B«n3»«>i;<nt 1808 8. 841— 848 (Chiyeobull lies Joanne» l'nlupolono« ans dem J. 1407). —
Jo*. Ad. BrOcIi, Deä Arislotelvs Heimat oder die Halbinsel CliHlcidice, Mitleil. d. k. k.
gaoip'. (WelWIi. in Wit-p 3ß (löSai 1— Üi — Zur mitte 1h lU-rlithen Üvogiaphie von Hukic
lianirn vgL aurh diu unten iKubrik 8, S) pogefDlirte Abband Inni: von l'apngf-orgin Ulicr
S«rmi. ^ Cber don Athos, v^l. die 8. .^11) IT. angeflllirte ],ittt>rntiir. ~ .T. A. RomanOB.
0(^1 OouApnitoi'. ./t;irio>' 3 (I**SO— 1802) .*i4ft— .^59. — El. DnHBiirvtnn, niQi »ijf Kogitaät,
Jtktiw .^ (1&9R) 133— ISfi, — Ferd. v. Hochatettor. Reiwi durch RamoÜen im 8omm«r
1809, MiU«i1. d. k. k. gengrapli. (jesollscli. io Wien 18 (19T0I 1Ü8 IT.. 3^0 IT.. 545 (F.,
Eff.: 14 (1871) 6.5 rr.. im er. — J. A. Knapp. Reisen durch die Bnlkanlinlbins«! wUirend
Mittelalter«. Nadi der kiuatist^lieii Orij^iulabL. de» Dr. ?. Matkuviä. Miltoü. dor
googr. (leaellaeh. in Wien 2S 1= Neue Folge IS) (l!i80) 65 IT.. 113 ff.. 161 E. S.SS ff.. 43S IT..
481 ff.. 56V ff. — Arvbitnandrit .Antoninin, Reise in Rumclien, Petenbnr;; 1879. VkI.
dl» OToeplicnden IteapronhunKon von P. Syrkn. Jonrn. Min. 1880 Bd S09 S. 882—429 and
Bd 211) S. 171-2).^ (ma«.), und 0. Deatnnia, Journ. Min. 1880 tU 210 8. 412-431 (niM.)-
— Arcbimflndri t Antoninin. Aus itnmelien, Pot^rsbnrg 188i$ (rusa,) (mir uiuugSni^üh).
— Onlir. Skorpil, Dua 8diwanmeergcetade und die beuaL-hborten um Rnlknn g«log«non
JSilidikeitcn dtM ididl. Bulguriens. Sbumik blgatnk. ßd li und 4 (bntg.). — J. ^ilmanor,
Alt« R«laMi durch Rnlgarien in der Richtimg der ünmerstrnssd von [lelgrail nach Kpel.
Shomik Ugar»k. Bd 4 (hnlg,). — E. Drnkoa, rrf d^airixii ijiot dtriXtin ntel lür fjtrlisci-
««timV /nitfj'""'' i/'ii'j^ei'nfi rtifav xtii Xaigm rLtt,, Smj'nia (auf dem Titel fuliidi 'j49^rrim)
(mir onnigllnglitbV — W. Regel. Über die Stadt Anustuainpolis. Ziitfayo;, ^nmm-
von Aiifafttai-n »u Ehren Theoil. SokoIovB, Feter^biug 1895 S, 147—1.52 (ras»,) (ideu-
tifitiert di«> genannt4^ Süidl mit dem 1ieuti||[en Uuru'KnloMd in Thraklm). — B. KSno,
L'nt^rwachungen ilbor die (ieschiehte und die Altj-^rtOnicr des tAuriachen Clienones, 1849
(iIcntiMfa und ruausdi) (mir iinziigltnglidi). Ucr auf Sebaatopol beEBKtivhe Abadinitt aus
i)rr Ewf^tMI AoBgabe dieae« Bui^bes i-tfbt nuidi im Jniirn, Min. li*Tih Bd 88 Abteil. II 110
bis XVi: 170— S20 (niss.). — Archimandrit Anlouin. Auf die Studt i^ogdatu in drr
Krim bfiOglidie Notizen aus dem 12. — 14, .Tiüirli , die in einem gricebiaelien iJynjUiUT tax
ilen Rand geni-hrii^ben aind. ZA|iiski der Odeesaer Ouai-lladi. f. ()i>«diichle und Alti-rtamtr
h (OdeMw \m^) .^911- ßSM Irui«.), — Fb. K, Bruun. Daa Ih^stikdo des Hrb«-Rm>n MvnrM
[t>mi>inaric). .SnmmInnK von ITnterenvhunttcxn zur hiatAr. Ocngrapliie d«8 eOdl. RiiMlande,
Twl I. Odessa 1879 (nias.).
Wa 8. Dl« Inseln.
^B A. MelinrnkeH, KvxXaiixä, ^rw ytmyQn<fia »al Iirropi'n iiüf KfJiftfnic ojauic nira
ttif ffpj^nforWriur /poViut- fliegt iij; xateX^ipiiat aejiir {'ni loir ^Qnyniar. Athen ln7ß. —
A. Mnliarakm, MtXttt] ittfl i^( !Hota< toi Vm-i'hc Utiiiyovi ir tj, lip/nlif xcti ir tg
f^f ytm-y^iHf^ia, Atliou 18MS - H. F. Toxer. Tlie Islands of tli»> Aeiwan. Oxfön! 1890
[mit lieb«v«llfiT ItorBcknchtigiing des Hittelalt«ral — 0. J. EaUisake«, fh^I iiv< ir
KfijtH .Itianne ij 'Af/yii^tiiUtit, IJaQraaaöe l.'i (1^03) 61.i— 621. — l'bur C<rp«rn B. <lie
tMtinUu 8. 002. — A. Mcliarik«». 'Ayi^ot, Kiat, Athen 1K80. — A. Meliarakea,
1110 bjiknUiiUche Litt« rat nrgMebichte. A1I|
'Aftifyit, Jthior 1 (ISSS— 18B&) 5ß<J -ß^ß (h.-iDckiuvbt
— T. Gadrin, l>M«riptioii i» TlU- Hp l'attnoH et 4b
StamatiadOB, Intfiimii ^roi latoQia »«i ttifiy^tuf^ fd
H[>r<H.'bcii von 0. M«y«r, EL Z. 4 (1895) 158 f., lUid I
Wi — t4S. — Dion. J. OikoDomopulos. Atgion^ ^cm J
1K8)4 (Bi'hr eiii0eh«iiil). — Fnetel de Coulang«fl. I.Dedl
aqnuH:^ (1^58)481—042. Wiederholt mit. Nuklrflj;uii in J
QlUHilioni tiiiitiiri(|ncH rerut» «t eomiilft^ca d'sprf« inm •
I'im- \if,m S. S1.5~3S0 <bortlck8icl>ti«t. aucli daa Mittdj
lli-B An Princcs. PnrJa 1884 (ItuwlachaflUibe ScMIdemnj
bjtantiiiisriien Gescliitht«) — Man. .lo. li«dpon, ITm
faol Koi (iftrai, firjtfonaiitni xa'i iiiaxartai, Kpol 1698
^oiiiix^ vi'h ««j vfj(ma roü ro^oü Kt7iRJili;i'i«f, Athen |
Kurfii. Di« Iniwl Ixsukaa. Kophallpma iinil Ithaka, P«t«ii
95 niid 9S. Untha Ift87. 1889 and 1890.
4. Aaieo nnd AAik*
W. M. Riiniflay, The hJaterical ^ogropUv ••(
werk). — W. M. ItamsHy. Tbe «iU»a knd liinhopiic«
local hietory o( Plirygiu fruin thv carli«at liultfs Ui thl
18D5 (UanptweTk), — A. I'iipadojjuloii K«i8cnPDaJ
tii}i(feiiöXit( "Ktpluev »ai Siii'^iit, JtXtloy 2 (1835 — 16E
flichlifit di» byuiitiniachoD UbcirMto Moh W. v, DieatJ
xuiii Pontus, Petemanns UtttcUunseii ErgSoniugalieft fl
Iciilcs. Kitnaaiatutä. IhQifQtiip^ y4myfaitiiM^, amtiati*^
noXtiui Kniisgtiaf. ttaQvaoaöf U (1893) ^8—379
Urinkmann, l>vr nlmiadir I.imon im Oncol. Donner Julg
Altortumrfroujidpn im Ithoinlnndp), Heft 99 (1896) 252—8
über die (len^raiihi» and Topngraphi« von Pall
Studii^n IiKuBk nur In \in»t Beitoliutig «teilt, sei auf R.,i
['utui.'HtiiiiU', Berti» 18U0, und dii> veKohJedeiieii, d«r Pa
orgnne vi-rwic«!-:! (vgl. 8. 421 f.). — Arch. PurfiriJ,
Journ. Min. IS*« »d 60 Abteil. II IST— 210 (ni».). — ]
nt^iyHinf^ tav UfoC ira'i Stafn^vtiiv ö(i«ii{ £tw,
ElieJAJov, Riüso auf don Sinai im Jahre 1S81 (mm.).
JoDm. Mtii. 1884 IM 234 8. 123—131 (niM.). — V)(l. aiia
vuii KoDdakov. — Zur 0«ügraphie dea by^niitinischen'
Schriften vuu Cb. Divhl. |
8. Topographii
1. Schtiften vermlaobtfO I
TopotpapUsohe Sludicn ober <lie bitlij-niscbe B
Ober diu Ina^ln Lnva und Kntyninoii, flbir VoniUdta vg
die ril lUiQia, UttQioy und ili'ipa genannt«« Tnil« der St
reatfOi XlSoi jfrti xifiifitn, Kpel. Ollo Kell 1892. — D|
tektiir und Topo^nphi« wichtige Prag«, Inwieweit tick i
i'iiie im (triniil. iiiiK<>mfiiD liBuli|i:n DenkmSlerKRippe, |
Tenipul bpimrhteii iaaaen. wurde von mehreren |criedi£
lidion ßcitelUcliiifL xu Kpel «incir auageilelintvn Di«ku
der Wochenheila^e der Zdtung Noologoa {yMiycv 'EfJ
27. Dm. 1893. Jü. Jan.. 28. F»br„ !., 21. Hin. 2„ »..
Topugnipliie einBchI%ig« Litleratur a. iii den Äbschnitleti ,
8. TopogTftphi«,
IUI
^V 2. Eonatuitinop«! nsd Umgabnag.
^* P. GylltiiB, De topOKrspliU CoiwUntinopoleos libri IV, I.iigduni l-VA. Wiptler-
bi>lt Lngdatii llutuvoruni 16B2. — P. Oyltiua, Do Boaporo 'Hiracio IJIri U\, Lugduni
1&SI. — Dq Cnngo. Coniil»Mtinopuliii diristiniiB beu ttL-iu.-riptio iirbiti üpütitana« qual'ia ox-
liUt »üb imperatonbus Christinnis. Teil II der Iliiiinriii birxnnUna l'nria Iß^O {», o. 8. 1008).
— AnB. ÜunJuri. Imperium Orii-nUlc, 2 IWn, Pnriii 1711. — J, DsIlawBj, CDiitrtanti-
Dopl« «itciunt null mudf-ru, Liitiilou 1794, Aiicb in fnniBaiscLor ÜberaetnuiK. Paria tui
VII. — Chr. G. Heyne, AulicjuiUt«« bynknUnw.-. CommoiitAtionp» boc i«g. ecient. Gottin-
K«nai* vnl. I (1808 — 1811). — .Iob. v. üniniiiDr, ConHluntinopoli» und dt-r ßoBporos, 2 Dde,
P«sÜi 1832. — Ch. Tffiicr, PhJnli* ou fnntainn di? ('hippodromr k Cple. Kcvuo urcli^olo);.
2 Il>t4.'i) Uä— 148. — SknrlntnH UytBntiat, 'II Kaii-a tui-ttr ovnoln, H Mi: Athen 18.'>1
bis !8«9. — Diithier. Dm Aagnst«oD. Paath 18i)7. Publik, d. k. ung. Aknd. (nng.) (mir
■nmgCngLicb}. — Über die im 16. JolirliuDdert ooch erbalt^neo Deukmüler tod Spei !>«•
rirlitAt kura dn »wischen 1565—1-575 ab^iefnaitteii ScbrifU^bM. Ana R. FBrstcr. De antJ-
^uitntibiis el libris mss Cpolitjuiis, Rostovk 1«77, vAivtt hnt — A. 0. Paaputes, BvZar-
ItraJ fifXttm tanaypaifixai x«j laioQirai Mit 38 'l'ufi'ln. Konetontintipel 1877 (mir nn-
ZU^n^lirlt). — S. AristttrcheB. Up/ßioHoj-ixöc /ripti/t tiäf jftgoaiiui' tnjrtäy K'ndltwc
(K«rUi Orr Laudiniiueni von Kpel mit «rklOrondem Text und znblr«i«hi?n AbbiMun^eii cin-
lalncr Töimi.' und Tbore), Zi-lXoyot, '/(pjifiiioloy. tniiQninij, llafaQri;/ia loi' iiJ' rä/iev
iKpfil 18K4). — &■ 0. Paspatt^s. Tn jJpCnwtrii iifnrropR xni in' i/^if ncrur Uiivfiaiii,
AÜion 18K.V Auch in englischer Cbertiebiung: A. (1. PBHpulnii. Thn gr^nt piilBC<> of
Cpl«. TranslAtrd ftom )b« Grmk by Will. MotcAlfo, I^ndnn 189S. - X. A. Sidero-
puluM, Kttvt loi' Itiiofiiiptt'Qot Ji'ioriftov, liUtoyoi 17 (1880) 132—125. — X. A. Sido-
tOpuloH, Ittfii »oti .taf4aiQvo! Kür llvtnriiruir. l'i'Xloyat IT (1880) I2Ö— 134. — Eug«.
nio«. "W Coii«K/(K fi/v *"' *" ''P"" "i'"jf nuenerijV"*". Athen 1888 (Benchn'ibung den
Klo"t<^rB di^r Piuuigiu von HulukÜ bei Kpel und seiner DepMidenzen mit Rdgnbr von Ur-
kuiidon n. •. w.). — H.A. My»tnkid<;«, 'lara^ixni lij/jatic nt^l Kac^oi-tacafii. Ita(-
ra«aö< II (1887) m «.. 187 ff., 2Ö.S ff., 472 ff., -514 ff. — Cnndiciu«, Anclcn plan de Cple
iinpriin^ cnUe 1566 et 15T4 avec notes «xpUeatives, Coustantinople 1889 (mir miiu(;finj('
Keil}. — Edwin A. Qrosvenor, The hippodrome of Cple and lU atill oxieting iuodu*
mmt«, London IS89. — Wpiiig bieti-n lltere uichtgriechiache Berichte x. B. dio om du*
Jahr ISOO von rinnii rtissisrlicii Pilger verTuasto Beschreibung von Kyninx, din in rin (a\o-
n^niM I>ciikm»1 der nltniasischrn Litteratur aus der 1. lllllft« di^s ITi. Jnbrliuodert« »uf^e-
MiBin«n »urd(>, nlmlirb >n die .Gosprüibe nher dii> Hciligtümfr und nnder« Sehenswllrdig.
keU^B von ßyuitiE' eil, T., Maikov 18)10, Vgl, L. Maikov, Wann besuchte der tum. Pilger,
Jetta«u EnDllung(^u in dem .Gespräcli Ober die HeiliglDiuer vun Hyuni' enÜiHltun und, Kpvl?
Vb. Vr. t (1694) 167—172. — D. Beljajev, Byiantina. I. Übersicht Ober die Iluüptteilö
dM gronen Putnsla der hyxantiniHt'hen Kuis^r. Peti-r^burg 18!}] (Sppiirntiib druck aus drm
5. ßanilo der Abhiindlmigcn d. k. nia-i. nrcbUnlo^. Gesellschuft in i'otorabmg) inimt.}. Vgl. die
b««prr<1inngpn von C. DcHlunis, .loiim. Min. 18!)l 1)d 277 Okfnborbcft ^. .^32— 947 and
B. Z. 1 (1892) 344 — 347. — MnrdtmAnn, Esquiase topogrnphiiine de Cple ovec un grand plau
et pluaieiure plnncb^s, Revue d» rartchr^Üeii9(l891)22ff.: 207 ff.; 8S3 ff.: 463 ff. Auch separat
LiU« 1898. Vgl. die Bettprei-buugi^ vuu Ch. Diohl, B. Z, 2 (18U:i) 145 B., und D. Hvljuiev,
Vi«. Vr. 1 (I8&4) 389—402. — X. A. Sideropulos, Jletji mv JnftitiQvot tmr Bviaruviöf
(raraV UXlfi-iay^), Irüoyof, '.iQynioXayix^ tniignirj. Hofäffirifia toi iff' löfiov (1891)
16 — 24 (Ober din Oencbicbti^ den bei Kpel gelegenen Alpm-tagi d. b. t'flhnonbcrges). —
A. Uordtmann, Soydu'r 2'«(f«i' ^«u >j Mai-ij (oü ti-Miov npo^ijoiii Ilpadpo/JDC xa! ßna-
itCfoi 'lunirrDu ^ iaiuttXij^iiri] oje llaXinäi IKtfae. Dereelbe, TonaygttipSii kniliaf,
ZiiXoyot, 'AfZ"*''^V""i 'i"eoni7, IltuHtQirj/ia roi i9' tö/iev (1891) 8—14. — X. A. 8i-
ifertdea. Ilffl (i^c ir KniiXn ^iir/jt ii;$ lla/ifiimiQiaiiit' ani fcur xiilö^wf avt^i, Ii-l-
layot, 'AfX'»'>^y"'i /«ipunij, Hnpiipiij/j« lov * ~tf' ti/iov (1892) 19— 9S (Hber dua
SWÜchaa 1292 -1234 von Mi•:hn<^] <ilnbns Taichuniolfs gegrtindate Kloster, d<«acn Stelle
1112 BjMknUniMba LiltctBtnrgpacbicbte. AlJg
jeUt ioi Fptrhi^-T>jiiini rinniiiunl^ — Th. L*Hp>nakij,
MttUiMiu Rpel. OiloHSttnr JnlirU. II Uvi. AbUil. 1 (>tt»Z| 7H 8
— D. Btljajev, Dio KinM d*r Qottn«mntt«r von Chall
U Bys. Jltiuil. 1 (189:^1 8a--106. — Mancfao» topoKraiihi
nanoljcev, Du» Typikon d«r Saphi»nkinhe In Kp«!, 0
11892) 138-..2S4. - A. van Mllling^u. 'H«iv*f( Wm
J-9y»i /«iiponi;, ni^ä{iii!fia roi> m'—Mfi' lifiov (1692) S|
du ilobdomon iiidit in Ti>kfur-S«T>i. Hondt'ni in der Ht
11. J. Ovdflon. Ji'O Ri'fnrrd'ni Te>ioAc«iim (Obnr im I
fftolä^ou "EfSofiaJuiii T.tti»tiö(rian roni 1., t)^ Nov. 1899
T^ Olotonar mir .VitiUcvpoffJaii', Ebenda 0. Des. 1898.J
(Ti> tlQOfiiäiov, llftiio^lfiti i; It^j/Aoi, T(f Ko(>pmKo*, n
MtiürMn ftfwtui^iii. Jl lo/f/iariii, 'H Xppaa>/(in^tiac), El
Qedeon. irf^'li^.in»; oi;,»* i'uhk n«^! iiif ir Knün smtt
SiiXoyK, <o>« »Y i.\i*m SÜ-41; 57. - D. Bcljnjc^
tinos bei diT IVirphymltiilc nur dem Fnnim df« Koomtaiil
ivniiiiijnn, OdcMOcr Jaliiburh IV Rjfx. Abt. 2 (I^M] 1— !^
B. >:. 4 (1<^''>1 Ql'> f- ' i<> Kra8iio8oljc«v. Eine Bi-m<>t1
Kirch« von Chnlkoprat«iA in Kpel. OdcH§aer Jnkrbncfa
Zur Bi1>li<>)crv|>liii; : 0. D«atunifi, Topogr^hle
J<rani. Miu. IS^i Bd -JIO Jun. 8. 1-32; 1888 Bd 826 Jj
rieht- nbcr lahlrvicbu der 'ropographic von Kp«'! gviridiiiei
hunderts bis nuf dio ilugpnwiirt). — Diu nlu-rc I.itlPtntui
von Kpi>l isl xiiiijimiiiRn)iiitt''Ilt von 0. t'rirk in Pniilyn Koi
Wdter« Nncliwiiu' wird vpmiiil.lich K. Ob^rhiimm^r |
die noiio An^tc^'"* d«T Itval^Difhloiiädie Dbuniomnien ha|
Kpl iMwidineton Scliriftrn. die unt^r dorn Nftiucn d«s B
vgl. g 180.
8. Da« Dbrlg« naropaincha 1
Atli. Pi-trides. t/tpi lor it iiy ^ijfip 'ji-aytivia^
Ql0V Mclii (in Mouionicn), ntif/rmiii6i 10 (l^Rflf 23>V ^9
Liens et len miisalmani üanit IWinpido d'Ath6ii4<g, Ktiri
3. 8tri>'^niTski, Din Akropntis in itltlijutitiiÜDcber Zt
nrvhAolog. InitituC«. Athen. Abteiluuii 14 (1M89I 27H
l'uriliüDuu iu i^iui^ cliriHlLcbt Kiii'bt' ujid Qbvr diu ans b]
InivslUrkt'n KU vcnnuti-udo Biiuüilitigk<.-it unJ dtr Ai
.t. ^trxy guwnki, ff /fcrtj tnii ai'cii^'aii iiür qiXoaö^uii'
1115—12«. — Kinc muütorhnft« topogrnphiirh-liistoriecho !
in Mnk«iloDipn orhdbin: P. N. riipnxcortfin, Al £M
.Ilp^Kic vaj ij ^orij ^unrn-oir (Di> llQotIftiifiaii, B. Z. 3 (ll
Diiiu Nai-hUiige von A. Pu|iiidi<{>uli<s Keratueus, V]
ToiuuticLek. Dii* vorstuwiiH-Iit Tupo^mphi«? d>.>r llodnaj
ungninxi-ndi-n tiübitt«. MitU'il. drr gcugr. tienulliich. in V^
497— 128; 54G~ö67. ~ W. Toixin«th«k, Zur Kundo |
Wiüu. Ak. 09 (1881) 437-507. |
4. DU Inasln.
Ch. Bnyet, Ia D^rnpole chrAtJenne de Milo,
hi» Syi. — N. Petras, lreuj(iitt nf^/pnyij imr
UafiHOoöt 8 (1884) 810— aiö.
S. Imima wid Afrika.
P. Chakhuthonnof, DaRcripDon dv la n.'aiden|
ciuuiadiin I84S [inir unmgKiiglicli). — Dmu die
1
9. SiiDfttg««ohicbt«.
1113
d'Edehmiailiin, r^idi>ncv' du |intriikrr|jo ilc« Arm^uit^ns. K«vue nrrhi^oloc:. 15 (18S9] 427 bin
437. — p, D. Kuppas, 'rfp/aioJloy««; a^ftfuäafit, SvUayoi. 'Aij-^aiolaytxij /nirpQnij, iltiq-
rftr/fia mv i9' iJueit (1S91) 35—40 (Topograpliii'r.ln'a iinil Kpi)(raphiHrli<-s au« Clialkmlnii,
^rikii>i ii. «. w.). — W. Tunisschok. Zur ]ii»tnrisi'b(>ti Topographie von KlvtnuJeii im
liiUelultKr I. Siteangubcr. Wn-ncr Ak. 1^01 Bd 1^4. — M. A. Fuiitricr, Lc nioiiaat«!«
h I>«niliae pr*« df Siiij-me et. SPS possraiiions hu X[II" 8i*i;le, Bull. <le curre>B|iondoiico
kellen. 6 lt^Q2) HTQ -410 ^UU-r die? Liijje. dli; (irtnxi'n und dm HL'BLlzBtiuiil dicsea von dem
KaiiMir von Kikiio» Johannes Diikns Hntattcs gi'^iidoton Klaitcni). — V. (jrngn-
tojjgj^J
Januwiem 1875.
9. Kunstgeschichte.
U Zn«ftmm«iif&aaende DarstellongeD. Begriff der byz«ntiiiiaoheii Knnat. Quollen.
F.W.IIngiJT, CiiriHllirli-aripcliisehe oder hj-zuntiniach« Kunst. Erschund liruberaaliH
EnejrkloiAdin T. Sektion, hl,— m.'>. Bd (1886 — 67t lerstcT Versuch einer llesnmWnrstellujig,
ler jeUt ftvilkh nU misslongon crsdieint). — NJkodimKondnkor, (iearhicht« dar
ijrzftiHiniachen Kunst und Ikonograplii«. Od^sm 187'i (ruM.), Dounlhc Werk crsoliinn in
huiBlhnBrli(>r BoArheitiuiK n'"' Histtiire d« l'art hyiaiitin conaid^rA princi[uilemont Ann» Im
piniaturte «tc.. Edition fraii^Aise originnlp. publik« pur l'aut^ur. aur lu Iraduction de M.
rrnwinskij et pr^-n^i^'P d'uno prijfHre dt^ M, A. .Springer. prufettBOur ii l'universiU de
>ipKig. 2 Tomeii. Paris I8H«— 18U1. Vgl. die BeHprechun« von Ch. Bnyet, B. Z. 5 (ISBÖ)
LSI — 195. — Cb. Bnyot. L'nrt bytuntin, Paris (ohne Jnhresxalil, über wohl 1883 entciiir-
kMi). — Kurt* t^nrvicht der byzantiaisc.lien Kunatgpsr.hicbte vüii J. Strcygowiiki im
lUftiir iynvirXanaKtiMi- 3 (Athen I892-1S98I 119-123. — G. E. MauroKiiinnt-».
tpZt^tit^ ""/''■! '"' "i't"»'"''''' 'niXiii/i'iii, Atlieu 1893 (kunv Oboisicht. in Atr «l>«r die Moan-
lMnt<? xn venig berllrk9ii.'htigt sind). Vgl. db> BoeprechuuK von J. Striy^nwnki. B, Z, 8
1894) 409 f-. nnd J. S^ Tiji. Vr. 1 (1894* 70I-T21. - Ükixxe der bj-KwitinUchen Kunst
ran Karl Rittl. An:hlloIo)pe der Kunst, MOncheti 1S05 (Handbuch d. kliuui. AltertnmBiriM.
). BJ) S. 773 — SOI (pröwtentoils nur nnvenirlidtetc und unxuverllUMign Notizen). — Fr.
E. Kraaa, Gnsrhirhtr der r:bristlii'Iien KiuiaL Ei-st^r llnnd: Die hrllenifitiwh-rOiniiK'be
toiiMt ^t*i den alten Cliriaton. Die byinntinieirlie Knnst. Anf^ntie der Kunst bei den Vnl-
kMn de0 Nordens. Freibiirg i. Br. l^D", — J. Stri.vguwuki, Die hyxautiniitcLo Kunst.
B, Z- 1 O*^' Bl — 78. Hnndü'h Ober |irin:iipivllf Fhit^eii. bes. Ubtr den BugrifT der bjxon-
linlscbvn Kunst und Ehr Verhltltiiiii ziu- Antiken. nitchriatlJL'lien und orientuIiBi.'lien Kunst
— Jul. T. RehloHicr. Reidiiisirhc Elemente in der christlicben Kunst, de« Altertum^ Bei-
•ige MIT <Mllnrhener> Allgemeinen Zeitniii); vom 2fl., 2?.. 3(1. Okt, 1804 (Nr, 248, 249, 251).
— F. W. rngnr. Quellen der byiantiniseben Kunatgeschk-Iite. 1. ßtl. Wien 1878; an der
ITolIrmluiiK des Werke« wurde der Verfflwiir durrh den Tod verbiiLdert. — D^u die BU«
HuntiK'nfiuHMnden kaoirtxeschiubtlichon Werke, bea. CurI ächnuasH, Gt«cliiclitp d«T bil-
knden Kllnat« 3 (1M4) 98--i35 = 2. Aufl. S (IS^d) 10&-»01. und Anton »pringur. tliuid-
Micli der KniuttgeBcliicliti.', Illnstrierte Ausgabe 2 (Lpipag 1805) 1 — 79,
»SpaBlalaehrlftan d. h. DarateUoiigen der Ennet einrelner Zflitabaduiitt« vat
«ÜuelnsT Gebietateila.
A. Kiniclne Zeitnbiirhnitte: P. Allnrd. T.'url palen bou» le» enipreurs ehnJtieus,
p«ri» 11*79. — Ch. Huynt. Rechorrhee poiir »ervu- ii rblstoire de lu peinlurc et de la
tenlptnr«' ■'hn-ticnni-B im Orient nvant la querell» de« Iconui^lnstve, Paria IK7ä ( — Bibllotlidilue
Im icoU» bnn^aieea d'Alh^es et de Rom e. fosc. 101. — Skiue der christlicb-grinchixrheii
Cmwt nt 6. Jahrti. von Frau J. B. Bury, in Ihres (intti-n llietory of Uie lator Roman
»mpir* 2 (London 1889) 40 — 54. — ••', El arte en la edad-medin: origenes dnl arti> «rlstiano,
fl Oirt« bjruDtino etc. en tos siglos Xlll y XIV, Madrid IKB4 (mir unxuKftnglii-h), ~ N. Pia*.
■evekij. Die Bed«utiuig des Bildersturmes in der Oosc hieb te der kirrhlidi^u Kuuat. (loBija
Uli BjBUitlniMb» UtterBtairg«»cbiobt«.
in d<r {iaicIliMlwft der Fr«iinil« r«li«i&s«r KUung l^
iminetiigliih). — Über Aif tted^utuag iIm OiU<
liwidnlt Frntii Pticdr. E.eilHcliuh. GoBchichtfl 4er I
S. 9— SI; Dio t.ifari Cwolini and dnr HildcnlRit. — Al
Otng» der b}«. KiiDst äiv d«r fr(lhiiiittfl>)t*ilich«D Kw
Win K. (lariuci, i^torin d«ir arte cri§tiana noi primi i
MO TaMu, l'mto 1873-1881.
B. Einxclno (lehifetstvile (i^iDE«ln« Slldti
Htantinopcl; Ch. (i. Iluyno, PriMra artia opcra qn
rastiir, Conunnntntioniw Soc. rvgiao »ciDDl. Gottingom
philo), l — HK. D«T8pl)i«: Soiioria ar^ op»n quac anb ii
laotur, Kbnntla 8. 30—11^. D^rselbo: De Intnita open
i|iiAi< Cpoli fuias« lucmuranlur viuhiiiw cuaatsin nc t«mp<
Derselbe: AUe» vx Cpoli niuKiuimi pronuH «xulantM
artium ofGcinait, irbondii IS (1789) 5—23. — J. 8r«B
Hytam nacli dnr Ürerhrvibanfi obea rnm. Pilgara
'l'nidy de» 8. nrcliAolng. KonffremM In Ruseland, d«r i:
iiBt, 1 iKiov 18781 (15— lOft. — A. Loval. Los princi
tur4<« •>xisbiut h tvalLnL--Djami i( UoDHluntinoplc. texVe ((
frnphiM, Kunstenttaopd I88Ö. — Nikodim Kondska|
üiTRkinSlfr Kpcis, Udcssa 1888 (Scliriftrii den Q. nmhloh
die Ileiprechung von G. Ovattmis, Joum, Min. 1887 1
Ln»kin. BfiiiKTkaiiKi'H über di« AltcrtDint-r Kp«la. VI
die Rntik«ii KuQBtwLTku Im niittclaltFrlicInxi Kpel t^. j
"i. Dttii übrige europ&iach^ Feiitlaiid: A., Q
Jouni. Min. Ih.M Bd 81 AbteiL [I »1-66; 143-280
Über die bymntiniMhdn Kircli«'!! in Albon, Ober Kl
Uiohl, L'Agliso ot le% moaal^uc« da convout d« Saint'
dM ^1m franf. d'AÜi^DM et de Rotni\ faac. 55). —
ieyla iij* /luiijt .laifttov, Atben 1JJ89. — Joa. Strxfgi
in (irivcliunlund, I. Arr)iit«ktur, II. Kkulptur, BAni. Qn^
— G. Milltit, L'ägtiiU! de St. Andnt et lo nianiuiUi« i
(1892) fi-lR— 648 (ktirrf DeHrhroibiing). — Spyr. Paganl
Tinia (TflgcMiisgHbet vnin 20. Sopt. I^!I4 iKnliungnturj
der Stadt Mystros hei Sparta). — O. Mill«t, Kopport
correkp. bell. 19 (I8!i5| äBä~2~2. — Heinrich Bru<j
klOatArn. Leipzig. Bruckhuiui 1^91, oiu trefflich Buem
Uauptpunkt« des TlicniiLS i!;ut UDt«(ricbU!t. Naohträf»]
(1892) 347—351. — V. KnnitK, t^crlHMIB byx. Monnmc^
Die mitt'^lnltnrl. Kirchen und KirclüiOfd in SoCbk, SbomikJ
pher«(in. Anti<iuitin8 of Kertsdi and roaearchM in Uio(
■t. nie Inseln: A. A. Diuitrljevakij. pRtmii
»k. 1S93 Min a816-S7l (Ober die Kirclien von Pati
des Skeuopliylskion doa .robunnes-Kltutfint). — Joa. S
ß. Z. 5 \l8m 140-1.^7 (mil di«i Ucbtdmcktaitla).
den Rubjikeii .(icottraphie* nnd .TopoKrapfaie*.
4. Kloinusien und Afrika; Melchior de Toi
Mit 80 Tufdn und vielen Textbilderu, Purin 1860. —
Jeruaalemer Dauteu von der Zdt Ai-a 'Iltua bis lu den
der k. nrthodoxeu FalaiiUnii!;e!ie]lHi.-li. 189.) robraarhen
Kois» nacli d«ii Sirnu im Jahre 1881. Odessa 1883 ^
Univereitftt fa Odenwi (rusa.) [Attertlhner des Klostet»,
9. Eaa«tgM«liicbt«.
1!15
^■eCkuwnn V.Stksov. Jouni. Min. 1888 Bd 336 S. ^25-^(0 rnun.) — G. Hillct. Lca
fKiMl«t«a «t In f^limm do Trebinindp, BnlL d« correai>. hüll. 19 (18»-^) 419— 4-'>9. —
Dnzu di« fü-E&tKung ron Jon. Slrxyt^owiiki, Lus cbapiWux ilv Smnt-^oplue A Trobitnndc,
I &. Itulion: C. ¥r. v. Rmnohr, [t«ll»ni»ch(> Fnnichiini;r'n 1 (ISäT) 291 IT.. 8 (1831)
I 186 ff. — *". Eneugnisw der byisntiniarVn Kiinit in Itulicn, Jnurn. Min. IMöü Bd SU
IAWiL VU 118 — 181 (Itiino AufzÄliliuiK hjT.aiitini»clipr (lomflldn, Mo^iükcn und tVikcii
■D Uali«ii). — Dom. B. Grorinn, 11 Duomo ili Mourvale illuatnt« etc. Mit 1*0 Tufcln.
PbImoki !K9~69. — H. W. Scliuln. Di-nkmfllfr d« Kuimt dfa Mitlelnll«« in I'ntor-
I ItalieD. t Hde mit AUb«. Urosdi^n 18G0. ^ Di'in. Suliiinro. tjtudi aui moiium^titi della
, lUlia nieridii»ialf> dal IV nl XIU" s^rnlo. 3 M<- in (iniesFaUo. Nen|>el 1871 — 1677—1881
I (uiürvlch« koloriert» Alibildung^a von MoaBik(>n, Fresken u. fl. w.l. — 0. Claustie, BofiQi-
^nra et moMalqiitfa chi^tiennes. ltalic-.SidIe. 2 vull., P&riB 189S1. Vgl. di« BnKprodiung
' nu Cb. Di«lil. B. Z. 4 (1895) 136—188. uiid vun J. P. Kiracfa. Historische« Jahrbndi
I 16 (IStfÄf 916. — Ed. Jordan. MununionU byxmitiiis de Calubre. M^laufces d'uchi.'olagiD
«t d'kistmrr 9 fIF!8tf) ."iSI- 335. — Charles Dichl. l.o moonstdre de S. NicoUs di Cuok
I frta d' Otrsnto. M^langp* de l'öcolo frone, d*' Home R (IMSÖ» 173—18». — Ch. Dtolil.
HoMa wir ijiielquM iiiouiimento byantina de l'ItAlic m^tdioiial*, Männg«s dwcliMlogie
. et d'hlttoire publik pur l'äcul« frantala» de Rom« 10 (t890) 284—802: 11 (1>!«91) 1-&2;
I IS (1892) 379— 40Ö. Der «nteT^il handult üUei dit- religillBeii Zentren des byiuitiiÜMilieR
Kalabrieos. nAmlicli Busautio. die Abtai de Suitn Mnrin dv\ Pntir. KiuiU Severius, Cnttui.
ur» luid Hfg^o: der »«■citi? über dir Krpmitongrotteii und dio untrrirdiechen K«ppll('ii der
Gofiend von Tsrent; der dritb^ Dbrr eine iinterlrdi^clie und mehrere nbcrirdiiiclir Kniiellon
M Otraitto. — Kv geuannlen und undere Artwitcn Imt Cli. Diehl xiwAmm^nt^rnwt in
Mit Ml BchOnen BucLe: L'srt byisntin et sun influencu sur I«« aiis eu Occidont, l'nriii
(1804). VbI. die 8e&pr*dmn)i;en vun A. Kirpienikov. VI«. Vr. S (l8Sö) 6«6— 673, von
' N. Poktovskij. ChriaU cViiif ISM Sppt. -Okt. H. 377— 388, K. Dobbert. Hepertwiuni
f. KniMlviM. 19 11896) 49—60, J. Stixygowski, B. Z, i (1896) 600 f. — O. &. BuveiiDtt
aod Mine AltarUmcr. Jonrn. Min. 1N77 Bd 191 .lunt a 130 ff.; Bd 192 Jnli 8. 1— .te (runs.).
! — Charles Dieht. Baveiuie. iStndes d'ftrrii^otugie bvuuitine. Paris IB^i. — Hauptwerk
Aber die Marruakirchu in Venedig: Lo Busilioa di San Maruo in Veneiia. UliistratA nolla
ntoim e ncll' art* da writtori Voneiiani. 13 Teile. Venedig, Feid. Ongania 1878 — 1893,
j AMch in fnmtamni-hnr ühnrsetzung von A. Crnvellc^. — Carl Neumann (MAnnheim'i,
I Di» ll«rniBkirRhr in VMiedig;. Preusniiiche Jahrliaclit:'t 00 (I892| 612—657 nnd 737— 7ß0.
[ BtafTvchen B.7.. 1,859 f.
^r 3. Sohriften TermiBohtsn IntwltB.
^Bl Mnncbni I)}-xantiniseha cnthlLIt dna griiaHr Al>hililunj;«>werk von D'Agincnurl, Hi>
~»t">ii* de l'art pM le« monuraents dopiüs Ba dijcadeuce au IV' siödu jusin' ti wn renou.
, vellement na XVI'. 6 Bdc mit 325 Tafelu. Ptiris 1^23. Auch in deubtcher BearbeittiDg
Iran A. F. «•. Quast. 8 Bde. Frankfurt a. M. ohne Jalireithl. In cngliscbor übera*lxung,
8 Bile, London 1847. — P. A. Dethier, Nrnivelles d/icouvert"« iin;h('ologi<iui-« faites k
CpU; Kpel. luiprtmoric Ceolnüe 1867 (Grab einer Enkelin Justins II, ßaHrelief. Medaill«n.
ein Uuuniiienl TlirodoHios' II). — Jnh. Wilh, Appell, MuuuinenU of early chriatian ort,
scBlptnm nnd rntaromb pnintings, London 1872. — 0. Lumpakes, Mtl^rui. i(t;-a«lui
• tut ütfifiy^iK tiär itär 1892— 1S93. — Job. ätriyguwaki, Drei Miatelleu, EÜirengsbo
au» lO. Gebartatag« De Rossia, herauB|ce^eben von A. de Wadl, R«m l!<Ba 8, :)il4— 40S
(= Rom. Quartalaebr. 7 \\^m\ 1-10). Hundclt nber die Wcihinndirifl 'rheodimioii' dnt
GroMrn luii (coldetten Thore in Epel, ein boptisubeB Grsbreliof aus Kur«, die M&ria Orans
io der byunliniiichnn Kunst.
^V 4. Ikonographie nnd Srmbolik.
^^ A. ZusammfinfBiaondn Werke: Fi^rd. Pipi>r. Mj-tholo(oo tind Symbolik der
rhrirtli'*!"" KtuiBt von der Bltesl«)! Zeit bis Ins 16. Jahrhuuderl, 2 Ude, W«1buu' 1847
I
llir» Bf»BUi)liiafae Litt«ratnrgeieliiebt«.
1B51. — F. Pip«T. Einlnitnng in ilio monaneotAle 1!
Berftclulditiguiig ^t b}-uDtiiii«cli«n Kuwt). ~ M*i
ckrttiMiiMi. Piria I8B5. — Sargiu* Greftor Stri
(TkoDopittijrj lieevoi podUnnik), Moskau IW9 («nthllt fl
Hm) (mir nnxnglnglieh). — W. Smilh unil Ä. CU««
HuiÜo». 2 voll.. Londnn I87S— ItOJO. - Fr. X. Kraul
AltwtOiner, a Bde. FmTiurg I»«2-l(«$. - Ck 8ni
Yodc 1688 (mir unxiiKKnirlirhl. — Kaitt i'ernt^, L
— K. V. Pokrovakij, DiMikmAl« der ortliodiixon Ui«
licbftn Periode. Dunkuiftlcr der bjnantimacheB Ikona
Ctom» 1803 und 1894 iHilbniiU«! für AnOnKn-). — '
■ItehriatJidiMi Eiinnt. Uandien 1»<93. Vk]. dio ßanpn
i (1806) S47— S&O. — EiniKr alUrr LJtWntur mr
Koeillin, Q«Bcbiehte des chrisUiehen Gottcsdienvt««.
b. Spexialaehtifton: 1. Schrifttfti ren
Chor ilio Kuiwirkimg der Apokryplieii auf den Ritaa 1
188.1 Hd2<2 H. 97—115 (nuHi-l. - K. MUnli. ßtud^
•nr lo mejcii-Age, [n-pmiftn' nL^rie, l'nrii IKHT. — A. |
in HülteMunalM«! unil ä*T Tolkiitllm1ii'h<in imd gvlohi
8. vchlolog. KoDgTcssM in Moskau 11 21^—339 (ranj
Huni«li«fi SOI bjruQtiniacheo uiid ftltmaMsehra tkoefl
ond Hatii«n hnrftUMKcu. von d. MuskauM Archiolog. Ol
Anf dpn Rw<>it4<n Artiknl vom Kjpdin lniivlit «irh tili
Logoode nber den Tnd dos Koin, phnnda Nr. 13 (n
Weber, Celatliche» StluiwpiBl nnd kirchliflie Knn** il
Ikonognipluv der Kirch» und Synagoge. Mit 10 Abbtll
bildera. StattsMt I8M. Hier 8, 133--18Ö: Kirche J
Kamt. — PricHterinaDcb Jobtiii. Dum Zvr««noni«d
oiiMimoniis RUlnn hfxantinHci aU kirchlich -ordiiolo^m
nnng&ngllch). Vgl, die Knrik ron D. ltj«lja«v. Vix. ^
b«rger. Di« Gräberfiiiide vnn Adiiiiiiu-Puiio}N)lis und
LAm 4er nlton Kircbü. ineturinch-pulitiache KlBttor tj
2. Scbriflvn mr Bpeiiellon Ikoiiut;rnpIiii
in der Kunat dm frahrti Mitteln Urm. mit bi>Biindcn>r |
Uteuvh, Ahhandl. dor pbil.-hiat. C'l. d. k. i^ildis. Gesel
.). J.Tikkanen, Di« GeneM«niowiik«n vnn S. Marco b
MiniatnrMi der Cuttoiibibel nebst einer CuterHUchung
liehen Oeneaisduntelluugeu bea. b der b.viaiitiniachlll
Ijphtdtvcktalvlii. Acta «ocietatia nciditiitrntn Ki-imicuc
N. Pokrovakij, Das Kvuniielium in den ikenoiinipl«
tinischen und ruHiiirli''ii. Peti-rahurg l**92 Inu«.). V|
tajev, Joum. Min. 1892 Bd 279 F*bniarhrft 8. 484—
(1894) 1H6-18S, Tb. J. ßualajev. LTirisl. «tenta
J. Pomjalovskij. VI«. Vr. 1 (1S84) 407-412, A. J.
Bfchiolog. ««Mllach. Vll 3—4 Rwlago 8. I.XXXVIl! -(
Ij«« «pooaljpaM UluuiniSci« mamuCTiles et xyloKraphii
Ucv, Hi nuaisehe BUdenpokBlTpaen. äoiiimlung roj
kalypaeii in rnaaiaclien EIandsobHft«n dea Ili.— 19. Jal^
188* (niaa.). - Fr. Wienand. Der Era-ng^l Mioha<l
tinwcheo. alötalkchcn und iunia..i«.-hen Kunat, ßtut^
tkoiiugraphie der Taufe Christi. MünHieu IR85. - Mal
burtCliriati in der MIdouden Knnat. Stuttgart 1890. —
]
d. Eanstg«Boblotita.
1U7
bis der Oebmi Cluiati. I. Die Reise nach BeUilehem. Zapiski i. k. russ. »rcli9olof.
leaellacb. VII i. 2 a9&-104 (mir unzu^äiiellch). — F»td. Nuack, Die Geburt CliriBti
in d«r bildmdcn Kunst bin lur Rmuubbiuic». DiunisUflt 1S04, Vgl. die Uuaiir^diung von
^J. ötrxygow.ki, B. Z. 4 |1895) 601—005. — E. Dobbcrt. Dii- ÜnwWluiig de» Alwnd-
Jü« ddrc-h dio byT^antJnJRclie Kunnt, Uina JnliKebcr. fllr KnnntwiM. 4 (1871) 2H1 — 348;
Jiriiclm im .[^«[»«rtoriiin. f. KnnstwissenB.haft* 15 (IJ'aat ^.^7— 3«4. .^ A. J. Kirpi«-
likov, Die Doesia im Oriput imd Ocddnul und ihro liUerariHrluMi rnTnllob'n, Joiim. Min.
93 Bd 300 Nov. S. I— 'iö (rum.i. — F. A. Lehnor, Di" Marimiven'bruiig in den eretun
rhwiderUiB. Mit ö Doppeiufcln in SU-indrutk. 2. Autl.. Stutt^aH 1886. — •", KtrÖ-K
j< ««aiMov mW/icpDi i^e Xt^aot^oav, 'Eirjü. '.■»!. LS ilf^Öß — 1890) 2S1 f. — G. Mülot,
'Qdplqu«« rrprtwnbtUona bjTADtJnrs de In Kulutiition ungi'lique. Bull, dl^ corrftsp, btll. lH
ll>*9!>i 4^3—483. — L. J. Ouenebnult, Kxwu nur l'icoDoi^rnphic des HpätrL'S. leitrs nttri-
butj«, leitf« ostumea etc. Reviio atobtolog, T (Ii-iWl 394 — 310. — Job. Fickor, Ih'e Dor-
»ttrllunjK; i\vt Apuslvl iu dpr altfliriBtllt-heu Kuii!»t, Lvipiig 1887. ~ A. A. Pavlovaklj,
Frugc Dbi-r die DHnitL'llimgcii der MvtiniifMetva. Deiikaclirin^u der k. ruas. ui'clifiulug,
leM.-lUi^li. Bd7 (I«!)-t| (Über Evangelien bildet in den Codd. AÜito. r,7. 87, 151. IBS). -
>. AinkloT, Die Dnljiila der pnlastinenaiscben Arcliitcktiir und Tapogritpbio Auf den Donk-
'niftlvra d«r cbriltl. Kunst, Milteilungcn (.SnnblJ^nijo) der k. orthodoxen l'nllUtinn^sellach.
1895 Jotiiliaft 8. 835—301 (niM,) (Aber Darai^iliing vererb ]>dcu(>r ttanten in Palbitina auf
)rnkiii&I«ni d«B ö.— 8. Jahrb.), — Jua. Stritj'gowski. Bio Tyclio von Kpel. Anal«rla Giae.
ansia. Orai 1893 8. 141 — IM (über die xve'i autikun Tycbetypen von Kpel. die opBter durch
l'«iui|:l* en»*t»t wurden). — A. J. Kirpiinikov, Wunderbare Hdituen in Kpel, Odc>ssn«r
Ifthrbnuli IV Uyx. .Abteil. 2 118941 2:^—47 (russ.) ihnndrlt im Anaciilu.-u an .Stnvgowskis
krbcit (UM) Tythe von Kpel* Ober einige an byzanttninchn SlAtuen Hieb anknElprende volka-
nlicJic AnHrh»uan^n), — 1^. v. Darsov, Altrnsaiache Denkmller di« KrilDiuig du Garen
RuBsUnd bMf^Send. Vurlräice der Moakaaer Geaellsckaft für Q^sdüchte und AltertOmer,
loaknu 1883 Bd I 1—160 (niaa.).
5. Theorio, Technik und Äatbetik der bjraanti nie oben Ennst.
Di« wichtigiito Original quelle fibur die traditionellco VorschrifUtn der byiantintsrh«)
IftltodukHc nad Ikonographie iat dni bertllmile Im Jahre 1468 von dem MOncbe Diuuj-oiuB
kOM I'liuma iiüif'-tyiHitfBiv verfall« Maibndi di-n AUioa: 'f^ftiirtia mir Cii>}'(>n7iiuc. Athen
\; 2. AuBgabe vuu A. KonatauUnides. Athen lMä5. FnuixAsiach Ubunctxt von Didiou.
lann«! d'iconugraphiu duiHienne grouque at latino. l'aris 1845. Deutach von (i. Schuf or,
>»» Haadbnch der Malerei vom Uer^n AthoH, IVier 1855. BunaiHrh von llinchnf l'nr-
pbjr rius, KiOT 1808. Vgl. Hualanv, 82 rnssisrJie D)Idera)»)kalyp»en (». i>, Nr. 4 1) 'i), Tnit-
id ä. 140— löl. und C. Schiinaae, Oeacliichtc der biideudeu KUuato' 3 (181)9) 286 fr.
Sp. P- LuinpräH, Ilavuyniiioi' .laiaiiä ntfil iwyi/iKjint. x^'P'')'l""t'"' '<"' ."V''? *^'*'
tffmiai' fitfit itfoUyav ixiiJafierof. 'Kr 'jS^rait 1871. — Dmu auch die unt«n iNr. 8 C)
iUsrt« Sdirift von Cb. Itsyut, Not«s aur le peintre bj'xnntin Manuel PanaehnoK etf. —
f»k. Ch. Dragntava. 'Iillotponia t^( ''f *?< ^'' 'ft '"" fliiariinür i!yioyiiaji(f, llnffnoaaf 6
tltfiJS) S83— 396, erklArl daa eigen tamlii' he acbwAixIieho Knlnrit, welchen in der
bysantiniKlmi Kunst bei den Bildern Christi und der bl. Jungfrau belieht i»t und nun
von Volke ^ewahuliuh auf eine Üesi-hUdigunK durch «ine Feuersbrunst xurÜckKefllhrt wird,
der nraltcn Nvi^cung. OegensUlnde der Sokratkunat niOgliihat alterlömlicb ersrh«uen
lanscn nnd aua drr diunit xusammenb fing enden (icwolinhoit de? Mater, die nachgedunkelten
PBrb«D ihrer Vorbilder bei der Herstellung neuer llilder ^etTeii naclizuahmeu, wodurch diu
Hier im I^iufv der OencrBliimen nnliirljch immer dunkler werden muaslen, — Spcxicil die
aiacbe Heili|j;eniualerei bctrilTt die uuuuymi> Schrift: Cli«r BÜ dornt alerci (0 Ikonnpisantj),
184.5. Vgl. die liväprecbung von B. F.. Journ. Min. 1847 ßd 56 Abtoil. VI
1— SU. — A. Muinvjev. ('her kirebliühe Malerei, Joiini. Min. 18.V1 Bd 81 AlteM.
7 — lOT^raM.}. — li.'l'ypaldos Kaxflk«s, Tii «loixiia tijc /iviaritrif; lig—it, Hi^iftiaoit
1
irrrm —
1
1X18 BytuitiniBohe LitUrKtiirgesdiicbte. AUjj
15 (1802) 74—78. — über du bruntiBMobti
ZuaanuiMiibiuiKo AI. Bio|;I, Onmillegiui^n n
1898 8. 272—802. — Xnr liiruntmiachcn Kunatuifrusu
hoflsclw Kumt Am AbDaiHand«* io bjmuttimBclwr
r. M«mlch. OeMUcbtaToncIt. 17 0696) 441-4^0
raBgui «b^ndUudiacker BildOTtep^«).
e. ArcblUktnTT
A. ZuiBmmenfaB««!!^» W^rkv: Ein« Saiq
Kirehpn im K6nigTH«li (irieclicnkuil gibt; A. Cou<hi
Qr«c«. Paris 1842. - Vgl. *udi J. B. Knnra. ÜAUMit«
Projekt«!) doriei-heo Style». Mit 70 Tnfoln. htiyaig u
clinettiali«!! Kircben nach den Bi»t(l«akiii«JMi und llU-n
iIm aJtobriaÜicIieii Baucrtyls auf den Kirdienban »ller
KwUnUie 1862—186«. — CU. Texler et R. P. Puj
r«cucU dv muauuienbt ät» pevm)*n tvrapa du cliristittf
vielen Tnfetn). ~ Edw. Preahfi«ld, On bjxuitine a
tLondon lt*73) 3t^-— ft&2. — tint MiflgeRlbrtA PlSna dMj
•iobtigang des plutischen, mslwuchon and dekoMtivt
KachrM-DJBiiii) vnu D. Fulgher, Lee nncieno«« ^gll
Vlcnne 1880. ~ Hauptwerk Ober b/antlmBche Arcbit
cku lea Byuuitins, Paris 1HH4. — Dehio und BeioldJ
ollen. Bia jctst 4 Uitfurang«n Text and 2 Bde Tafd
xingpr, Die nltchriaUirhp Arvhitoktur in ■j-iitiimAtiM
P. D. Kuppas, Ilt^l oU^^ojitif ßfiavjtnär ftaür. ilM
jlg^aioi,, imtfontj, llngä^i. roi* «' — i,-]' lü/ieti (1S93}|
der hyzantiniarlien Elrcbenareliitektur lu drei Perioden^
tloii einij^iT Zisleniun). — Ein iUTobhub Werk Ober die b][
liuid wird vorbereitet Ton den Knt^lündcrn Schultx unjl
feige des hohen PrMsea [WS Vn.) die Zahl von SaUf
de« UnickcB abhingig gnmacbt ist, noch iiiun«r nicht ■
D. SpeiialBchrifteu; 1. Kenatantinopel; **^
bau der Suphienkirche in KpeU Joum. Min. 1844 Bü 41 A)
berx. AllubristJicbe Baudcnkmnlc von Kpnl rem h. t|
Salteuberg wurde Auamirlich bocprocbon von Frhr. E
Wien. Ak. Li (1855) 348-360. Oegen etiuge PankU
PhuIhh Cnasel, Aus der Hapa Sophia. Erfurt 18.^6 iB^
in dti Inschrift der Sergiaskirche; NuÜieki Ambo; C
pnlnis iiiipi^rial de Cple et eea ahordii, Paris 1661, i|
orientierende Artikel von G. Hertzberit, Byiaaliniaebl
sehr. .M (1^*88) 4-11—402. — Jo«. Strxyguwski, ]
liiK'li il. k. di-utsclien an^baolngin'bcn Inatitnta 8 (18fl
Haruld Swuinsun, The rharch of Sanota Sophia, 1
dintt- Lundon ft Ncw-Yerk 1884 (Hauptwerk). Vgl. d
Ö. Z, 4 I18B5) 007-614. - D. Beljaio». Die Kltchq
in Kpel am SS. Jnni 1894, Va. Vr. 1 (181)4) 769-798.
innere Anaicht der Kirche der hl. Eirene in Kpi.-], Vi
AbbUdnngnn), — Beuj, Palukn, Kuinen eine« bjnontinij
Mittj^il. d. deuteeben Kxkni «onf^KlulMi in Kpel 2 (18H
Paluka, Di» SUule KnnatnnünH VIT PorpliyregeoneU« ■
(1896) 158 f. (Ober dio itaimrt des .Sl«inpfeU«n), 1
3. Das Qbrige Europa: Jos. Striygowalcj
i
9. Euaatgeeohlotite.
1119
XuXulA, Jtl(io>-2(I8l!l5-I889)TU-T3a — J Htntj-gawRki, RratiMiltctiriKtlic^W Knnrt
S GrivcbeDUnft. I. Anrhitektur. RSm. (JuarUliicIir. 4 (1890) 1 — 11. ~ Jas. SlriyRowskJ,
IiMdiU Am ArcliiUtktur and Plsstik nun der Zoit Biuilios I (86T~88S). B. Z. 3 (I8&4)
I — 16 lOWr di* K]o«ti-rkiri.'he von Skripii in Itdotion und die bynnUni^rLra SubstnikUoiiea
|«r £co1h dvti BiMiiuL Art» in Kpel). — E. F. EiuL'h. L'arc d» tiium|ilic do Sutonique,
!ui>pnlingiK' 1890. ~ 1. Laurent, Sur lu dute des öglises S'' Di^mi'tjiaB et 8'" Hoplii« It
rbojwnloniqac. B. Z. 4 (1)495) 420-434. — A T,. Bcrtier-De-Ln.OArdn. Aiingrnbiingon
B d«r (tadriachon] Clioreon««. Mntnnnlii'n Iiir Arehßnlngie Rnaslande. N, 12. P«t«reharg
S9& (nin.) (Ober RcAtf »itios attpii Bapti>itM-mm8 u. s. w.). — C. W. Sclimidt,
tOmiache, ByiantiniachL- und Gcnniim»cli<' Butidtukinuti' in Trier und Miutir Cni^'liui])!;.
I Linffnmgcn mit 44 Kupfertufrln und S^tuhlaticlien, Trit-r 1886— 1S45. — F. v. R*bcr.
^>r kttrolingiiuhp i'nUntbau, I. Die Vorbilder. 11. Dir Pnloat in Aitchen. Abliiuidl. Iinyor.
Ucad. in. Cl. 19 (1861) 7I5-RCI3 nnd 20 ll8Q2l lMfl-949. Besprochen B. Z. 1, ß41 f.
8. Asien und Afrikn: Melchior d« V«gU£. I'^a ^gliaes de tn Torre 8ainte,
tmria 1864 (nucU nber Denkmiiler in Cypem nnd Rbndos). — M. de Vogll^. 8jrie cen*
rtüo. Arrliitvcturp civüe et r«ligieuse du t. an VII. siede, 2 tom^s. Puris I86ö— 18T7
vurzÜglichcB Werk). — Fr. W. Uuger, Die Biiati>u CuuxLuutina des OroHsen un hl. Omb«
n J«fiUMli-Di, in Btnffy« .Orient iiud Otcident* Bd ä. (iöttingon IWfiS. — ,(oh. N, nnd
teruh. itnpp. Di« Folnonkuppcl, cinv Jaiünioniicho 8ophinnkircli«i und die Übrigen Tempi
r«ra«al0ni8. Monclmn 1682. — Jnh. N. und Bornh. Snpp, Ken« Forechnngen Ober die
Telai-nkuppel in .lenwalem, München 1890, - - B. MAUAurev. Di« Buailika des lil. Kon-
itantin ia der kl. SUidt J>^ruH»lHii, Moskan 1885 Iiush.) <nur unEuglinglicbV — J. R. Mac-
»lieraoo, Tb* churcL of the ResmrCL'Uon or of tlio Holj- Hc|)ult'lirc. Tlii- EngÜeli Hislor.
imview 7 (1892) 417— 43ö; Ööit— 6.^4 (gibt oin« (i-iurhii-htf dor Kitclir des hl. Grnbps,
Bdent or di« BautliAtigkeil d<& Rniscrs EonsUntin. dann din (irhnnd« des Modeslns nnter
fBllliii Horaklioa, die des Knisc^rs Konsinntin Monomnchns und i^ndMrh die der Krenzfahrer
Mhndvrtl. -- übw eini! hyianliniarhe Riiiinlle bei Hadjilar In Karien beridilen W. Eubit-
lehek nnd W. Reiche!. Anzniger d, pliil.-liist. Cl. d. Wient-r Ak. d. Wlsa. vom 16. Nov.
1893. — D. Orimni, Mnnnmenl« d'arcliileeliirc byzantine en (t4>orgi« et en Annäii«,
U«fBning 1—5, Petvr«burK 18U0 (niir unmgHnglichl.
4. Unlcrirditichn Bauten; Julinn Enlnkowiik;, ESne altchristliche Ornblummer
n KvrtMch au> dorn Jabie 4»1, R^m. gnnrtnliK'hrirt 8 11804) 49—87. Aaeh rannsck in:
kCmtcri*]iMi nr ArchlU>loKie Rnsslnnda, Nr. ß, Pnteniburg I8ffl. Besproeben von T. Latjtev,
|«iini. Min. 1891 Bil2T8 S. »tn-405 (ruex). - A. G. Puspates, ati/i iiyot im^ytlov xui
ri»^T('f »-"^ .i«e({ li (i(i/«(Of lujr WiiCni-tioii- npBMiupiDi', IvUaytif, tlitinifitti/ia toi" ly röfice
;iSm)S. iUIf. -- Benjamin Puluka, Bj-ioutinuiche Cist«men, Mitteilnngcn d. deutAchrn Ex-
tnnioatt- Klubs in Kpel 1 (1893) -48— SS (Ober eine Dietonio bei der HmkIma MiUimui)
PbscIi*). — Phil. Forcbheimer und Joe. Strzygowiikt, Die hyiantiniarh^m Wuiwr-
kehftltcr TOD Epel. BcitrlLgR lur Genchirbt« der byxnnliniitrlipn Bnuknnsl und znr Topo-
tar^tll* »«n Kpol, Wion IS03 {— Stnygowski. HyzantJniselie DenkmAler 11) (Haiiplwerk).
^gL die BespTOcUunit von Fr. v. Heber. B.Z.4(18%) 128-136, und die Gegetibeiricrkung
^on J. ätrty^ownki, ß Z. 4 (1895) 593 Ann. — .loa. Strxygowfekl, Die ZittU-men
KP Al«xaudriB. B. Z. 4 |18i'5) S9'2 f. ~ B. Paluka. Eine unbokannte byuntiniache
tiabam». B. Z. 4 (lb9&| 594-600. — Dazu nuch die oben in der Rubrik A ritiorto
^hrift von Knppnti.
7. Sknlptnr.
CL Fr. Menestrier. Deacnption de In belle et gründe colonne liiatori^e dieW-e en
rlonaeuf de l'empereur Th*odo«e, deseinfe pur Gentile Belliui, Pori» 1702. — E. Munt«.
^ eolMtn« Th^diwieune b Cple d'apräH lea prriUmdua dpiuuna do liMitJle Ballini coniierrte
iU Loavni ot k Tieole dca bcHUK-nrta. Savue den et. gr. 1 (18.'i8) S18~.^35 (mit einer
Ft^el). - P. A. Dnthier, I.'Agoiisl^ on Ia Einliie de Jnotinien I. reronJitniite dapri« an
IvMMB OMiMrr^ üan« 1p Serail (war nach ilom SeliriftMiveraeichnjs bei Detbicr, Xonvelle*
1120 BjeuitiiitBclie litteraUirgeaiitiicht«,
lUMuvertea «t«. (•■ o. Kr. 3) im~ .aous pNM* fc l'g
Fr. W. Unger. Üh«r dir vier K«loaaal«iii]ca in Cftl,
(IBTil) 105—181. - J. StriygowHki, RetitcKlt
II. 8kul|)tar. RBm. QuHrUlachr. 4 (1890) 97—109. — j
irische l'lHMtik Aa 8mUf«il. B. Z. 1 (1892) 57&— 590 (Ij
■aBiiiacb«D Muaciim üii Tchinili-Eiiwk xn Kpel). — J«
Arkadins in Kpcl, Jahrbuch il. k. deulaolieB irohiah
Joa. StrByK°*'^)'i> l*^ liorlitii^r Moae»-R«lief uud (li<l|
d. k. pr«uM. KunstflHiiun lange ti U (1893} 6&— äl. —
gnng auf der altdirisllichon Thnrn von S. Ijabin* in
(hnlt die TliQr« im Oegeoula in Stnygoinlci fttr em
hcr^LT. liuH-rvlii-f du cunpo Augarwi i VetÜM
X' siirtlü. H. Z. 2 »1B98) 192—194. - ThomaB H»]
found at AIiiiBB, Henioira uf tli« Bgfpt EsplDrolidti Kuud
lUgKngbch). — D. Äinalov, SMnnn aus dem lieben dl
.AdelHa*. ArcbBolog. N«clkricli(«ii aod NobsMi (livJMiS
MMkdim uthiloloK. Qm. 1^& Nr. 5 S. Ut— 14S (ran.) j
La t'oluDiie d'Arcailiiu h Cpt« d'uprte un dMsln Inidit, '.
l'Acad^uiu du« liiHcriptiunit et tieUm-LeUm« (F«
6. MftlereL
A. Kusanim«nfii88end« Scbrifl«»: K. OCrl
Im nSrdlicheu Europa vud Karl dtm Oroasen bis xatai
(9. und 10. Juhrh.), Juurn. Min. l»ö» Bd 103 Abt. 11 ^
«Tweitort« BuL'linuagiibc dipH'H ArtikrU ixl: K. (ioertxj
tit)rdltrhi,-n Europa von Ku'l drai (irmmen l>ia zum Bi'pnij
1878 (man.). AnBTQlirUchvr llcriclit darüber von K. 0
wiMi-nsphnft 5 (1882) 288—802. — A. Woltmonn. j
Malerei in den Hinisturvii, Im Nuuon Rvidi. Julirgui|
E. ManU. fitudtfa 8ur lliiatoir« du In girinlun.- et |
1882. — liHorgiuB Lunipnkeii. .Vpionnciiti; äyi^yf
(1— B42). Athuu 1S96. - (i. HnnroginnD«», 'II rocfit
fitgit äeX""^°f"'} ISÖSSp. SÜ 80(Utt«Tntumachwvi8o|
B. Minintnren und Ornnmentlk: Die IGniM
^;«Bcbrlel>eoeu Menologiums (— Cod. Vulie. gr. 1918) «d. j
Menoloipuni Qmecomni, 8 Bde, lirbinu 1T2T. Prob«n ane)
von D'Agincouit und Lnbarlc: «u Ulatt in drr S. 871 aa|
dos KomouoN von J. 11. I'itm (Koma If^;. -~ J. 0:
pctoria, I.ondon 1S45. — J. Labarto. Histoir» dM|
Archimnndrit Amphiloi^hlns, Misistnr«» und Omai
arhriftcn der kninerlirlt^n tlfcatllch<a Kbliotli«k i'tv. et
ullc l'iiblikflCianen von Amplulocliiua höchst mnutjeUu
Miniatnri'ii einer ^i^clii»chen P«ult«ibs aus d. IX. Jah
in MoAkan, Moskau ISTä (nwa.) {mir unzugänglich).-^
FlvanKfItnmm niAtx groecue purpiuvus lianUDMWis X
Mit 2 PacMuilee und IT l'mnEsxeichnoiigen. Ldplig
den Codex RuaiHUii'nsis, llialcriBchcs Jahrbuch 17 (189)
8. odi>r 9. Juhrh.). — Ch. Di*b], Notice nur df ux uM
l'univemilp de Mtssiue, Mi>lanf{«B d'nrchdolo^e et d'l^
(iseö) 30Ü-322. WR-dMholt in Di<.hl8 L'aH by»ni
Slrxygowaki, Die Oali-nderbildcr d«a Chronograph'
Joa. SlrxrgnwBki, limine IniMxun tische Uildcrhundachi
9. KnaetgescbiohU.
1121
1(1—268 (A1ibi1iluia^»ii der 12 Mouiite). Weiti-re Littenitur xa ilcu Monnütbildiwii
t Nt. 9 IS. 7.i8 f.). — (;ruf A. 8, Uvurov. UyiuDÜniiichca Album. Hil I (nadi
Tod» lt«niui>gp|;i)brn). Moskau ISÜO (ruM.). — E. K. Kjediii. Hiui mit bynintini-
r sdi^n Mtiii>[tin.'ti in di>n Rib!iotli<'k>'n von Vene<lig. Mailand iinil Floninz, .Fniim, Min. 1891
. Ud 27^ Di^ivnibtirbi-ft, S. 209—81" (rujw-), -^ Einen knnf n ühMblifk llber byKftntini§cb«
K>lli^ni|>hic und MiiuHlun[iati.Ti'i Kibt Auguste Mnlinivr. Los mHiiuai'rita t>t tat
, niiiuntiirca (tb Uaiul Um: .Üibliotb^uv dea morveilles"). Paris 1892 8.42—78 (mir iin-
I n^tiiKlid)- — •(■ J- Tikknnon. Eiue illuatrieri« Kliinas-HnnJBchrift der Vatiunnisehea
1 BiUinUiok. AcU mü. SRirntinnim F«niiicae 19 (Helsiiigfon IKä») Nr. 'i. Vgl. B. 7.. 4 (1865)
S2& - Stopb. B4>i»sel S. J., Vntiranisi'bo Minialiirfn (Miniatnn>« fhoiaics d« Is hiblio-
Ud^ae itn Vaüciui). Fiwibarg l^I^Ü iTfXt deiitärh und fnunOniiirbl. Cbw dan Inhalt e. B. jt. 4
(m9&> £24 f. — A. Kirpif^nikov. Zur byxunünisvlipn MiniAturnisiMei. B. 7.. 4 (I89S)
lOO — 124 IQbcr dir Miiiiulurvu r.u den MAni.'iife>sLburnilii>u des Möncbvs Jakob La d«ii Codd.
Pari«, gl. 1208 nnd Vutic la- H02. Mit 6 Abbilduuijoiil, — W. Ritter von lliirtfl und
Vt. Wickbaff. Dir Wiener (lonesis. Ueiluge zum XV. und XVt. bdu de« Jidirbuchcn d»t
fciBMilüahiriHchm f^nminlnngen des A. H. KuiscrlinUBes, Wien, l'mg und Ijuipxii; IBB5. Di«
lltenn Aiisgkb^n der WieNor (iennidii ITon Lnmbrdnn, KnUar nnd Onmcri) nind durch diese
' bnrliche Publlhitiun wwtlos ^nord«n. Vul di« linnpreihnng von K. K., B. 7,. 4 (189&)
I SSO -MX. — Secha ^russe russisch -by um tinisc.b« Minintiirliüikv "ntiililt die F&csiraileflusgabe
I Anr Offenbarun» Abrubams nach dem berUliml'<ii Sylventvri'udex in Nr. U9 der PuUi-
' kali»ii''n der k. nisHischcn (•caülliichuft der 11il>lin]<bil>^[i Imir iiuKii^äu^Iicb). RiriXL-liLc llciliicoii-
tiildiT u. s. w. sind in d<?ii uiblrpii'beti riuvijacbi'n Ver^fTFiitlicIiuiiijcn liUiKiouriipliisi^lic-n Inhalt*
lu finili-D. — t'lu-r Miniatiin.'ti in H&b dirs Kunmua itidiku[>lt'iiati.-H v^l. § 171 Anm. 2. —
L B^untiuiw.liii Miniaturen u. e. w. imvh in den xwi.'i mununu-nUk-n Werken: 8. Li. Seruux
I d'AK'fflC^l't- Histoirn de Tart par lea monument«. d<r}iuiB la dt-riulenre au IV* sidcle
' joBqii'uu XVI-. 6 Turne», Paris 1823, Vgl. o. Nr. 3. — Jnles l.sbnrto. Hist-jin- des urta
indoBtrieU nn nioyen-ftiiie vi s IVpoqiio de 1a renaiseance. G voll,. Paris 1864-1866; S. i!d.,
I a »oll.. Pari« I8T2— 1875.
I llber das byuuitiniache Ümament vgl. H. Bordier. Description d^a pninlurne et
I aulrMi omemenia conlenus dann jes mes firere de la bibliuth. natjonale. Pari» 1883. —
I W. Slabfloff |V1. Staaovi. Tablenax et tompusitiuns cachi^s dane Irs initiale» des audens
' nuauücrita r\ifAi>ä, Potfraburg 18)^. ~ Zur Bucbillustnition und Iniliatornanientik : Fruiis
IWickfaoff. Die Onnimente eines alt^hriiil.Iirben Codex der llefbibliotliok. Jubrbucb der
KlMtMuniulun^eu dea A. H. Kui^erbansos 14 (Wien 18E>2| liin— 213. — Viil uiivh Siiphua
' JldlliT. Dir l'ieruniuineiitjk iiu Nurden. Aus dem DaiU6ch<>n Qb^raeUt von J. Mratorf,
Lüambiui; 1881 ü. 1&7— mtt.
■^ 0. Tafel- und Wandinnlerei: Julien Durand. Note aar un triptyque Krec du
iMirrMtt ik Qhelatt, f)utlt7tin monumental 43 iIh77) 113— 122 inWr ein aus dem 11. Jahrli.
I atUBHiradM Triptyc-honbild im georpNi'bon KIohIit Ciheintt im Kaukasus). — Julien
Dnrand, Note 8ur dem lnhliinni byzantina, Kniletin ninnnment^ 4h II879) 8&7 — !l7ä
Iflber ein Elild im DreieinigkeilektoHtiT bei Moükan nnd »in Atttubild in EVciainj; bei
MDnctieiil. — Chsrlva Diehl, Peintures byiastines de l'ltnlie nieridlonKle, Bull, de eorrup.
bollrn. M (1884) 264 ff.. 9 (ISÖS) 2ü7 ff., 12 (18»8) 441 ff. Wiederholt in Diehla l/art
byxa&lin. Pari« <1>494>. — N. Pokrovakij. Die Wund mal excien in den alten ^evbiscben und
nsaiKlieii Kirch«», Moslun 1890 (niss.). Vgl. din UeHprer bangen von A. P.. üdessacr Johrb, II
Bjx. AbL I (18S2J Chrtiniktt S. 120— IM. und von A. Paviovakij. B.Z.3 (I89^) 186-18«. —
A. Paviuvskij, Die Malerei der palalinisdien Knpelle in Palemio, PetoniburR 1890 (rusa.).
Toili^ d«a Buches »nchieuen auch in rraiizUiiiscber BearbeitiiUK: Di^coratioD des plofouda d«
!■ Cbapelle Pulatine. B. Z. 2 (189S) 861-412. und: lauuographie de la Chapelle Palatin«v
6»ne Areh^oL III' »Srie. t 2-i {\Sä4) 305—344. — J. Strtygowski, Zwei enknuilixch»
llellil^Mibilder vom f^innt im .Miiaenm der jcoistlii'hen Akademie tu Kiew, in: llyxnnliniticlie
Jtenknklvr. I. Wien 18LH S, ll'i 124. — Frans Wickbgff, Diu 8|)ciNezJmmer dvA
n^inrli «ir Hir in-il iiiii-rnii rVr I' 1, AIii1|- i. *vA, '1
1122 BysaDtiiiiscIie lÄUentvrgwcbicbt«.
Kscbob Ncoii von tUvenna, Rvpnrtoriain (. Kuiutt«
H«ikaiift ilcr KunipositlonMi der dds darth din ßraidird
(KinblOe (Ivn gun. SpciMximmen). — Aof daaaelb« TM
Trii'Uniuni d« ßnHÜin de« Ursus In fUTenna, VttVr.i
gowiiki. Dna grieGlÜHcli« Kluicter Mur-äaba in PalBatini
{IXUS} 1-6 (lUior dio Wldet d» Kloat«»}. — t'W t«
KnhriiT, Kino vidttig)' OrnlmUtt« dcrKkUkombc roaS.I
<iM.y.> GymoMulaclialwum S2 [ia96) 574— SAl; 699 -J
Drlofe Ober il«n bMllliiiitMi Makr PmwIwm (XVI. Jala
IV Kr. 10 a 180-164; Nr. 11 8. 26«-S9ä (nus.) (mir 4
t) "bjetvf tau nat«f<liin><-, »»(iMMds'c &(1881) 445—4^
eil. Huj-el. Nük'B nur le in'iiitrt- byumUn Maau«! Pul
du inoini! Dehvii. Rrvuv iin^h^o!.. TraüiUai« »^ric S |1S(
D, Mannikhildi^r: Kpinauil, Kenvolkii obicnt
los Bfuntini «t Im Anibps, lUvuo wchfoing. NouT.i
linrte. llistnir« dna arU itidiistriols 4 (18A6} I5>^ ff. 4
y^a^i« ( Mosaik iiialvroi) Vi' fji b^x"'^"!" "" ■""' (J
£8a— 541; 58S— Ö&5. — E. MUiitE. U« mMiaYquM )|
mentd 53 (18f!S) S23~S40 (mit fini-r HtliograTuru). 4
4. und ä. .tnhrhnndftts. t'ntAnnirhanp-D iiaf dem Gera
du altdinallicbon Kunst Jnuni. Min. 1K9.'> Bd SM
5. »4-1S6: Bd 800 Juli1i«ft S. 31-71. - (>. MillJ
'E^ij^F^'C np/oioJoyixi^ 1894 Sp. 112—139; U9-llt2 t
von Ila|ibiji). — G. Mlll«t, UoMlqnes de Dapliiü. Ada
niEntB ft M^muiii>s pu1)lii^-s par l'Academie den Inscrlpll
de iaä6. — Nikudtm Kondakov. Die Uoaolkon d«ri|
Kpel, Odeasa 18S1 (mit 12 Tufebi) (nias.). — £mile (
hiiwa de lu Mosqii^e ilo Kaliri^-Djami fc CpU, Uulletin ^
A. I.nrAl, tiDS principnir-n mciMlqnM. pfintarea Vt M
Cp1<>. Text« av«e 42 photoKraplÜM. Kpcl 188S (mir i
MuHulquM byianttn«« de Ükiv. B.Z. 1 11892] 74-80;
Jos. Stnj'^owBki, Mü&alqu«« hvianUnea de Klcte, ELJ
hu in, Lca moaulqn«« de OruttA-Forrat«. Gtuetto an!
"*. Müflulqni's ile t't^gliia Haint-Vitol de Karniuic. Rcrg
Jrnn l'iiiil Kiclitf^r. Die Munikon von Ilnvenn». Wit
Diu Mnaaiknn Von Kjtvnnnn, Stimmen tinit Maria.linacli \
(hBll dir splitoro KAVi>nnati>cho Knnst fDr eine i'ortsetn
KuiLst). — E. Kjedin. Der HoaaikbudeD der Kirdi«i
itavenna. Vii. Vr. 2 (1805) 327— S$9. — Jon. Strsjgoi
(I8t>6) 140- 1&7. — Hanch« BüiachlOgig« auch bei |
de l'ltalie, Purin 1874. ]
9. Elotnkunat und Eonatgi
A. Sammlungen, r^diiirtnii vnrmisi:ht<>n
byMntiniticIicn Ktcinkunxt «ntlialt«« <!i(- vun Ch. Cahi4
M«I«nge« d'iLrcHoio^e. vnl. 1—4. Pui-iB If<4S— &6 und |
Paria 1H74— 77. — Manelit« lur Klnnkunat «ntliftit 1
bililiotli^Uff d(i PatmoB au comniencunicnt du 18° «iicld
Wuul, Die antiken Koliquiure der Poti^rakirch«. B4>miM
(bwcliTdbt ucit^r ujidi-ri^Tn ein hyx. Gnkolpion ans dam 1
Minor lonirouton Artikel Ohm Elfenbein- und 0»ld«ttia
Oewichto. Siegel. MfintDn n. a. w. veranstaltete (1. Solid
lugoB d'arcb^ologii' byzantino. Premiere H^ri«, Paria m
9. EnastgeBchicht«.
1123
^H^B. Klff nhiiinnrk<>U«n; Eil. Dnlikprt, Ziir Ocnrlikht'* di>r Rlfpnbninonilphir, Re-
^ftriom (tir KnnMwie«. if limr>) 162—184. vo 8. tfi8-lT3 epeiiell 'li«< Fmgc dvtt bjnn-
^BAoti BJoflüMManf dorn G«hiet der ElfMiheinskulptur belutnilfilt wird. — über Klfenbeln-
HSel it«8 6.Jt>lirb.handeltJ.t>triyK0WHki. B.vt. Dcukiuftli^r I. Wi«» 1891 8.2^ ff. — ü.
ßnhlniub erger. ün tnptyque hviuinlin en ivoin-. (iuwtk- iks ln-uiis arta 189) B. 2fl*— SOS
[ober lUd frlllii-r unter dein Nnmcn «nnPH iRtiton Kf-HitKcra lliirbitvini! bekannt'. Hrhoii von
LiNoMH in <tcr Kurne de Vurt clin^ticn IKH.^, Jnnunrlirft, bphiinilullo KirdnlininlriptTchon).
t- G- Sohlnmbergnr, Va ivoirn bywinlin Aa IX" fii*c|p, ivprt'Si'ntaNt Ic couroniifincnt do
["«mperoiir d'Ori»nt U'-nn VI, Gax.'tt.» <\™ U-anx »rU 1^92 S. 118—222. — P. N. Pup»-
■ eor^tu, 'Afgnia nWj- roü /ir;-riJl'>^R|irir(>oc' fty/or Jijfiiji^io» tiiv nolisrjfoi' f<aaiiilo»'irii<
hl tittfmriöBi^eu, B. Z, 1 (lÖfl'J) 47Ö 48" (ititt piner Abbildung der beupturhcnen Elfen-
peinlafel). — H. BnrbiiT de Muntuult. Avorio bixiintino. dellu tine dell' XI norolo nel
liMMt crtHÜiino del Vntiiuiti«. Arrlilvin sUirirn dell' artn H (1HI98) 804—307 (flnn die lle-
Chriiiti dnrBtellrnde Klfnnbeintnfel). — 0. 8ohlnniberK<'r, L'n ivoirc cbn'tien inAilJt,
lommMtn ec M^^moir«» publii^s par rAcod^niio dns InsrriplJons et Bflles-Iettrcs. DeuxiAtne
Je de 18!)4. Pari« 1894 (Dumtvllunic diii>r um oiuru Prediuer vi>t«a.ninjeltMi Volks-
e). — O. Scblumbi>ri;i>r. Dvux vuleU d'un lrjplyc|iie bj'ukntiii ea ivoire du XI*
de, Qazflto den Üenui-Arts 3. pi>r.. 13. lunie {\»\H\ Slil—SHl.
C. (icgenntiLndf uux Metnil. (ilnx. Tbon u. ■. n.: V. Langlois, Noliee sor
de Conntnntin XIV. ilcmier einpereiir do V.\Ai\ cansarri ji rArmeria Rpal«' de
Iteme »reWolog. 14 (If'Si) 2H2— 294 Idip ZnlpiUing des mit einer grierhi§cheii In-
Itchrifl vcrvehorifii Ssbpls nn Knn(>Uiitin Dratt»«e» scht-inl mir luieidior). ~ E. Hitivr.
jßuv.«c«iUe d'or bytniitiii portuiit iine inBoriptiuii Krocfiuc. Revuf arvliiSul,. Nuiiv. SiJrie 38
(IS79) S9— 4.J. — Vincpnt Ambrosiuni. L'o«ten»üir bjiiintin d'Agnone (lliilic), Hi'viie
i« f«rt rhnSticn 30 (1(W7) 33Ü— 332. — (iiov. Veludo. Ln piillu dorn di Siin Mnrro,
^onutnonlo biuintinn. Venedig 1^7. Aiirh engliiich nnd frnnxnHiRch. — Dnxu dns
Ibea S. II 15 angefahrte mi>nitm<>nl«in Werk nbnr S^ Marco, «o der SchaU: von N. Miirvo
ipD A. Pasioi beli&ndrlt Ist (11 t^tora di 9. Marco, Vnnndig 18^. — A. Paiiini, l.n
Ulla d'oro di Caorlf . in der Zeitung .IiU Dife§u* 20 (1887) Nr. 91 — 98 (mir unirigllnglidi).
U D. W. AjnaloT. DrL-i iilU'hrifittivli<^ (ipfässe uns KertHch, Petersburg 1891 |S. A. aua
Hl Oenkxchriften d. k. russ. nrdiUologieuhen lleei-dtschufl) (ruaB.). — AI. Surlin Durlgnjr,
bjIacUtrn Aleundrin contns Ics fpistaxis, Rem« dee iL gr. 4 (1891) 2(i7-'29S. — 0.
chlninberger, Unn reliquc byxantine. Revue das H. gr. 4 (IßDI) ftSh — 387 [über du
lit eirwr beschriebenen Silherplntli' verseheno ScbBdolfragmpnt de« hl. Akiodfno«}. — (i,
eil lDuiber|:er. Ainnletti-e byiautiiiit anoiene deslini^H li coinbattm les maleflcc« et len
U»LBi]i<-K. Revue des i-t. gr. .i (18Ü2| 73—98 (Ober byzantiiiiaclie ZuuberKeac henke, die
nrOhnlicb DamU'Ilungei) de« Königs Salemon da dea Beacbatxera vor Kmuklieit und Be-
vxung und venwhicdener Tiere wie LOwen. Sciünngen. Skorpionen tragen). — Zur LSt-
tratur UImt dir hj^juitin lachen Amulette vgl. nurh (1. U. de ttoBai, Cupoollu pensilo
fHcanii rappraseDtanle im cavaliere nrmatn di lunga natu crDeiformc', Itiilletinu di
PcliooloRia Criatiana. aerie V,. anno 2(1891) 133-iaK. - .T. KtrxygowRki. Zwei (Jolden-
Dlplcn ftus Aduttu iiu kitie. ottoniiiniBcIien MuacuDi xu Cpel. itjt. Donkmlllcr i. Wien 1891
. S7 ff- ~- £li<!tine .Micbun. Ln cullveüan d'unipoaloa b euloities du mus^e du Ijounv, M<S-
mgo» G. B. Itossi (= Suppl. nm imilungea d'arc1i<^'ulügie ot d'hiatuirv public par l'^cole fran-
ttB» <!'> Borne. I. XII), Paris IS92S. 183— 200 (Ober ÖlampuUen mit Dantelluugen und «trlechi-
q|i«d lnBcllrirt<^^. die iinh Bdf den bl. Meniw, den gcbutxpatnm Ägyptens, beEichcul, — J oa.
ltrxygo*9ki undN. V. Pokrovakij, Allt-rtDuteri^ndruiulAnds. Byzantinischea Denkmal gfy
Baden in Kertach Im Jahre 1891. Materialien zur ms«. ArcliüologiehorAuaeGgebcnvon der k.
(«baolo^aeben KonuniMion, Nr. 8, Poteraborg 1892. Den OegenetAud dieser t4tila ninsiscli,
yi\m (le«bwb abgefaMtAu Arbeit bildet ein in Kertaeh gefundener Silberschild, aaf welcliem
In Ksisivr. nncb Ansicht der Verfiuiiier Justininn 1, dnrgestellt ist. Diese Ansieht liek&mpfl
bil Eliten Clrfliiden D. Oetjsjev, Der Umnt des KniiuTii auf dem Bilde von KertHcb,
71-
1124 BfHntiDiaahe Litter*ttirg«Kilüiibte.
Jotuu. Min. IBS« Bd 288 Oktnlicrbda S. S21— ST3. —
hynuitin, B. Z. 2 (IM8) 411-443. - Ein bei Sm;
Millnt. Biill. <le c«rT«i|>. hell. 17 (I8fl3) ß-m - 0. S
bfumtin« imidiU (Amuli-tUii. in«f«Hux t4c.)- i^- 2- 2
ri>cli«a, If l^bu-uin. t.taAe ctiUqu« et uvJitologiqni
0.8clilamberg«r, [ib croix bjnantlM dlt» de Zac<
Uoavmenls «t M^oirN publidn pM 1'AcmL il«a Insi
Kiigtoe Piol) 1895 S. 131—136. — P. Üriti, tnc«
(1888) 567-669.
S. Email: J. Lab&rt«. RpcWcIim siir 1» p«!:
moyon Age^ Pim läiiQ. — J. Lftbatle. IliUuir« d
[PkriB 1864) H91 ff.; 2 (1864) 1 ff.; 3 (186:0 S77 ff.;
vill«. Ohaeirntion» sur l'^mAillcrin et mir qiu-lque»
■inai quo du nioyi>n bgir, Kcvun AnJidolug. 14 ilSÜT)
Du Si4<g«sk[«iix ilea byMnKnisebea Kuson Conataii'
HOB U und d«r IGrUnsUb lies Apostels Petrus, Bonn l
von N. Knndakov. Geafhictil« und D»ukiiiAl«r int
3oh. Schuli, Der bjr.untJnlarlii' ZvlIriiHcbindi. Fr&nlc^
der ZeU«MinallMiniiiIuiit; A. W. ^ici-niganHlakai. der sfH
|!;rap)iit.> viilmctc; k. a.\. — llauplwtrk: Nikuilim KuD;
lila h}'i:iintiniii[--h<^ Emails l&nimlnng A. W. Swonigq
glnichieitig such in (raniItBlscb«<r nnd rassischer Auags^
Vgl. ai{< Dpsprecliung von B. E„ B. Z. 4 (1^95) äl9-
tabicau rellijuaLre bjmjitin in^dit du X° siiitOe, Monntnl
diinii» des Inacriplioneii et Uelleä.Lvttrea. Premier fasa
mit ZcIleneinuilpbtUrn nuagest^itU-tt^s Heliquiviibild ioi B
in Rom).
K, Üewoho: J, Labarte. HlstAlre dM arta B
•ine mit bildlidier Darstellung und liiai-kriri aiiaic<<«Ultal
der byiAiilinmrlieu Armee bandelt (i. Coua-Lusi, |
detr Ati'Oileitiiu Punlificiu di Archeulogio. ߫m 1889. Dl
Di nlcuui bvuri ed ucijuiiibi ilclla bibliot«oa Vaticana i
180ä 8. 109-117. - Höh. Forrar. Die ÖrtUwr- nniH
Stnuxburg IXHl. - ßoh. Forrer, ROmiaafaa und bj
tirlLWfddi' vnn Achmim-Panopolis, Strussbnrg 1891. -^
Allerlilmer nuis dem Orilberfelde von Ponopolia, Straaal
Publikationen). — H. äwoboda, Ein altchriatliuluT ^
QuurtaWJir. « (18921 06-113. - Heinr. Frauberg«
Üewoi'beuiuaeiun lu DUswldorf, JohrbOdier d. Vertüna 1
H«rt »3 (l»S'>) 2'i4 -2.13 (dhor cinnn unter Kornttantii
PurpurHtofT. dcaaen Muster gogonllbpr- und nhrrniiuuidod
Üyuintinisvhc PurpurstofT«' mit rinK^wi-bt^n n«ngri«cbii
Inschriften. I. ,1'nlliiim litlj>ntttim* mit Elepliantenm^
(jnmsnn dna AiU'b«ncr Münsters. ZeitAcbr. d. bayer.
(UWr das berUlnnle Purpurgew ehe, daa scliom in di
Ciibiflr et A. Marlin' vol. 2 [i'ima 1851) pL IX— XI g
auch hei 0. SoblumbtTger. Nici^phoro lliocu 8. 437). 1
10. EiaSnsB der bysaDtiaisoben Konat auf daa Abt
Die (rllher h(irr«rbeodi> AuHi-huiiuii^. iltiss die gol
InndsH bvxnntinisch sei. Ist in disr ncuuren Zeit pj
tufenu Fofwchpr balieii xu teijien vmucJit, liiw« von ctnsf
9. Knnstgeschiclite.
1125
ja i*T ab«ndlXn4i»rb«n Tnlkor mit ilcn Bj-xAiitinom und von oinpr rarkhnltlnscn AntM"-
lODK ihrer SuporioritSt nicht di« Rpdo nein kann. Carl Schnamin kam eq dem ScUusm,
der lirunliniMlie Eiiifluss iiirp^'ls in clnar vnlligpn ÜDt«rwi>rrDD^. nirgends in der
An«rkrniiunK do«r hOlii'ren, I)k-I1>«nd la «r8ti'ebeTid«n SrhOnlioit 1}0Bt«lit. 9uiidi>ni sich nur
Mf riniflne Zweige dor Kunst erstiL'ckl: vgl. dea Exkurs: Die byxuntiniBl^lle Kruge, in
winM': Ocwhichto der büdnnden KOuate, 9. Aufl.. 4 (1871) 718-~TS5. -- Not-li niiilkaltfr
bt bn der Bcatreitung des bjzantinJaciien Einflusses A.Springer, DJo bj-untinische Kunst
Bnd ilir EiiiDuM im Aliendluidc in seinen: Bildern »na der nenet«ii Kunet^esidüclit« 1'
(Bmui 1K)*B) TÖ— 112. — Anrwerdem vgl. folgende alt*re 8cll^ift^^a; M. Fi!lix do Ver-
■tttlh, L'atcbitectec byiantinP eu FrunM. Paris 1851 (auf dem frusehlag 1S.12) (mit vielen
Taft^ln). — Oegen Hnp ablehnende HeHprwbung die»«« Werken riditnte K. d* Verntiilh
di« ScbnTt: De« influenrc» bj-xuntincn. Lettre ii M. Vttct, de rAn«iii!^uiio Kranvuis». PiiHa
I8&6. — Einielne Reflexe d«r byiantiniiicben Knnut in ^nien bespricht D. .Tone Amadur
de t.oM RioB, El arte LutJjiO'BiiuintlDO en Espnfia, Madiid ]8i)l. ~ Ciirl Kriudrtrh. üi«
dfpuhrinrrtirfa nn der Kniiri-l di-s UoniB ivi Aui-Iiliu. Eine Nachbildung der Tlioodoricll-
•Uloo in Kjivvnna und Anchrn. Ftlimbtri: l><H3 (bt-atreiU-t. dium dio liyxnntiniiicbe Plastik,
bM. ioi '>. Jahrhundert, einen nennenswerten £inÜUBS auf dio abendlandische gehabt habe),
Otgta Min« AiiflfOlirang«n richtet «ich Ed. Unbbnrt in der oben (Nr, 9B) angefOhrtMi
Arbeit .Zur GeAchieht« der Elfenbeins kutiitiif*. ~ H Janltschett, Z^vel Studien zur (>«-
•chiclito der Carolin gisclien Malerei (1. Das orientuUsche Element in der Miniaturmalerei,
l BOderatnit und Dildcrprocluktion). Ktrusäbiu-ger Festgnm an A. Springi.<r, Itcriin und
BtnttgUt 1S85, — KinigcB über die Oeiiehungen der Ältesten itolienisehen Kunst lu
Hyi»ox bietet auch Jus. 8trtyguwski. CtniAhue und Rum, Wien 1888. — Zur weilorea
Aafliellung der byuinÜnischeu Frage war es vor alleni nötig, von ihrer allgDmoineo
t^iasiing mnBchst möglichst ubitusehen und vielmehr, uuf Grund einer erweitert«»
Kenntnis der hysantinisclicn Originale, einxelno Werke, Kunstschulen und IVoduktionn-
gebielc unter sorjtfllltiger Bonchlung der clironologiachen Seite einer scharfen DelMl-
OBlfmichung lu unterziehen. In dieser Weise besi^baftigen sicli mit der bj'xuntiuischuu
^tgc einige neuem Schriften wie: C. Frey, Urepning imd Eutwickluüg ätuuliachur
^^£t in Sadilnlien, Deutsche Rutidßchnu 68 (1891) 271—397 (über die byauiLimadie Kunst
m Hauptt'oraiiiksetxung des sllditnlieuisclieu Kunütbetriebs). — C. Frey, l'mprung uiid
Weiiea wMleuropAixclior Kiin^l im Mittelalter, Deutsrhea Wochenblatt vom 12. und 19.
OkldtH-r I8!)3 (St. 41 uud -IS) lliüiidr'lt aus Anliise der Abhandlung von Fr. X. Krau« flber
£» Waiidnuticreien von S. Augelu ju Formis bei Capun, Jahrb. f. k. preuss. Kitusteamml.
Bl 14, Heft 1—3, Aber die .byiiuitiiiiache Frage*). — L Hagne, L'urt byiuuün et aoii
UoBiiee Bur lea arte en Occident. Revue encydopfdtque 3(l^[iS) cal. 8(1(1—910 (mir uiitu-
Ijlllgllch). — Cber eine in der Soci^t^ nationale den antiquoireii de France ab-
)[^hnItrm• Diskuwiinti nbci di^ byiimtinisch.. Frage vgl. B. Z. 2 (1H93| .■JfSO; 3(lS9<(2a4. —
Ober den SyMnliuiscbeii P^influ-iS Buf dii' xtld italische Kunst hondelt Ch. Diehl in mehreren
itlB^r oben nngeführteu Schriften, zuletzt xuBummeufaaaeDd iu seinem Ducbe: l.'art hyzHn-
ün, Paria <1H'.>1> S. Ü-''21. ~ Kug- Müntü, Leb artistes byuiutiua dans TEurope latlno
Jn V «u XV" wiScIe, Kevue de Tart cliri^Üeu S(i (1893) 181-190 (reidiliche Litterotur-
Uarliweino tat byinnCinischcn Frage). — An diene Arbeit Hcblieaat sich: Ä. L. Frulhiug-
-_m, Jr-, Byiantine arlists in lUly frum the «ixlh tn the fefteeuth Century. AmericHU
iTHtninl ef nrch^ieohigy 1894 S. SS—.'Sä. — A. l.. Frothingham, Jr.. Noten an byxantine
kt »ad cultnre in Ilaly and espeeially in Rome, .\mericnn joum. of lucb. \Wh ä. 152 bhi
feg. -^ .Uehrfaeh berQlut wird die byzantinische Frag» auch von Frani Frindr. Leit-
Pvlmli, (St-Bcbi eilte der karolingiHclien Maleri>i, Berlin 1894 (will byzuitinischMi Eiitfloas
nr in gm« vireimu-lten Ffttlen gelten laasuii). Vgl. die Despreihuiig von C. Frey, Deutaclie
mti/ontoneit. 1694 Nr. 1. - K. Dobbort, Zur byiuntiniachen Frage, Jahrbuch d. k, preuw,
'ti n«tT* "■■glnnp»» 1^ (1R94) 125— l-i9; 211— 2^t) (erörtert die Frage im itusatumonluinge
Iklt den «ach rm C. Frey besprochenen Wandmalereien von S. Aogolo in Fonuis, deren
1126 BrxanUnUcbe litte rata ig eschiulit«.
Grimilch>»kli'r er fllr bynuitinlKJi liMti, — \1. S[
BSlimon und Uuhnm und der bvMnUniBcbu Etiiflawi \t
luid NoIiK'ii (Itvjcrtija i nunjvtki) )Ö!fö Kr. lü S. 99
tietiiaab-AlidiiüUich« Gtwnmuig* kü& Kdm. lirAiin.
Bnclmikbgwi im frOherra Mittolsltcr, KifBnnineaboft
1695. Hegen ilin auasrat« ai«b VHk«, R^pertar. f
hjuaUniacbc' SltWinfidwe liaüidelt Mich Slralimirovj&l
iokba in ävr Docca di Catbiro, U«iiksrlinft6B d*T k.
il. ByiftntiniBflh« Cnniit bei den Orlantaleii und
A. ZuKtimmRnfitii«oiiiic Werke: lliia|>t<>'n-fc 1
der byunl. KiuiHt zur hliniatiii nnd Ornnmoiitik bri da|
SyTeni, Enpli'Ci, ArriM-nioni. (irt>Ttf«m nnil Arub#ni ielt
{& Jalin-ii lii'iiilii^nil«, durch kjiiavrtichi! HuiüfiMfu pi^
Wladimir ätaeaoff, VoracmMit eltiv« et orienUl
2 roll, I'^U'nbuui^ \mi (Tfxt ni»ai«di und fi
BiialajtT, Juuni. Min. 1»»4 M 23S S. M-104 {i
B. ifj'rcr, Aruhrr. Kaptnn, Armenier. (Jo
dl» apokryphon nniliiarhon KTangpliams Ton d<'r Ki:
rfnlinnn in Florcni, Zupiski d. k. nls». arehiolog.
uiiiiittitii^lidi). - E. Kjvdiii, DI« ByHachen Hae mit
liibliutJauk und im Briüscbcn Munvuin. ArdiSol«^.
Hunjetki) ht»raiuig«K. vgii A. UwibiutT ArtbAulo);. 0«^
(mir nnniglnglich). -' Uta Einflu*a ikr »pftbSltnUcb'b
und peraiach« 'ri-ppichnmiuiicntitt hut DBchgcwiMao
liMpiig 1891. — Vgl. auch: AL Kiogl. 8pMiiaobe Ai
K«w«rl>«vt>reiD8, MOnch«n 1892 ilrft II and 12 S. SS
AibiritVD mit bj»iiitiiu§rbeD lud sanioiiiefli^n Moti'
HpAtrOiniBcb-bytuiiüiUHcIi«'!! Kuuat|;[.'l)i«lea isl uucli di«
ni>Iic-ii: AI. i:<i,vrt, Lvs muuuuKml« copUw du mnttde ^
pur Ic* membrcK tlu In missiuu imbiiulogiiiue francoil
1889. ~ (i. Kbera. Kinii bildliches: Die küpti»i:hc Kni
1iehi<n flkalplUT und ihrv ±^<rn)l'ole, l.iupTiig, Kngclmann j{
B. Z. 2 (1R88) 112-iai. — A. Riegl, Zur Fni{(e dea ]
in der spSUn Antike, Eninos Vindobancnsia, Wien,
ein« achuo im AiifsaU .Koptiivbe Knnsl* bwUhrte
nuhme iilUi|i;yptJai:her, sUtt livllerüscfa-rilauiRclier EUl
mittolaltcrlicliiMi Kunst Afu'iit«iui zurAck). — Tgl. ai
coptic churchM ot Egj-p<< ^ ^^- Oxford 18M. -- Eil
ra«l«roi tpbt Graf Alex. Sergei Uvarov im KuUit
Hchriften des Ö. iiTchilolug. Kungrvssee in Tilliii, Muskoi
übereetlung vnn J. Uoiirier, Im bibliotli><qur il'Ktt'bql
1885 (mir iinziigilngtich). Vgl, die Breprw.imn)! voa
S. 183-154 (riMs.). — Jo». Striy^iiwski. Des Bt*
Oeachji'litc ilvr Hrmoiiiacbvii. ruvcuuutifichm und sjrti-^
«iintiniBclu' Dcnkuifili-r I). Hundelt über die Arclut*kta
die ultdo Eir«iilieindeckcl and ilie Miniuttircn ilre ia
VMM J. 9(*9, flljcf dio (icBcliithte lit-r Brm>-iii.ii:li(.'U
kauäti!iuli(> Heili^enbildi^r. Vgl. die Rnnpn-rhungD
d. Kuudc des Mnrgcnlandc« 5 (1891) 169—174,
Ud 280 \prilh«ft 8. 888—105. — E. K. Itjedin,
ini&dxin, PicUnWi^ \%9\ \^. k.. «au» ^na'
9. EanstgeBchicht«,
1127
^ H. Konitiikov. Itrii'hri.Nbung von OonkmAli^rn iTch AltcrhimB in oioigrn KiiKlirn
UlMicrn (SniaiiiicnB, [VU>raburg IXUO (nun,). Ornfiii livaiov, (Thriiillif.lKi Denk-
er. Uatcrinlicn mr Archfldogio dM KankMUs. Urf. IV. Moskau IBM iram.) (IlAU|itwerk).
C. Slavnn: Alfr. Manry, Coap d'iwü snr l'huttnir« d« iWcliit^ctare r*Jigi<<ii80 eo
i« jusi)u'»u r^o de Pterre le Oruni). ItwiM urcli^iiloii. '^ (1846) 773—798. — J. Sa-'
ti«r, MolJatui aur rii-ODOKrupliiv sutn^i' eii Buwie, Peteraburit IMO (mir umugUnitlicIi ;
ickt tdentiacU rail dvm fotgi^iidi'u). — Sabntler. Notloim Mur l'i<ioiiogriiplii>' aorri^c on
I», Hevno »nrhfiolug. 7 (ISSO) I74-1T7; 234-240; 821—339 (b.-apriiiht rusaisuho
iftoo von Debolskij und Knp^'rnv und publixicrt xwH nuf da« Thema beKtIgtielii' ttriefe
Iftatmn). — L. J. Gui^nnlinult. Notke aur iino peinturo jtr^cO'rus*? repn^ecotAnt
it« la hitfrsrthio cMeDtc, Revue arch^nlott. 14(1857) 2äl^'236 (Ober eiii von eiiu.-ni fnui-
BitaiMliM) 8oldu(«ii in 8ebiLatu|Kit eefuiiileDoa üem&ldo). — V. d« Buutuveky. Hiiiloir<< du
l'unicincnt nuni* du S° all SVI" si^cle d'apr^a lea miinusc^rits TgreFS rt slitvt^s). Paris 1V70.
U. Waltrowits, f> IIFOJPOMOS, Mitt«itiuig(-n Qlinr neue Forarhungon nuf d«ni üebitrlo
indicr KirrhcnbaakuiiBt. Wien 187& KcKprnohtin von Kaianovskij, Joum. Min. I8K0
£11 8. Mi 4nS. — E. V. Baraov. Altrmuiigch« DcnkmUler. die KrOnnng der Ceren
von Rttssloni) tiotn^ffend. Vortrllge der Mn8kaii<>r OeselUclinft f. Oi'Siiliioble luid AlU-rtDiner,
Moskau \SSS M I 1—160 (russ.) (mir iiuznKSuxlicfa). — E. K. Rjedln und D. V. Aj-
nalov. Cb»r die Freskeu der Sopliieukirrhi- iu Kiev, PeUTslitirg ISBÜ (ms».). — Ornf
Ivan Tolatoi und Nikodim Eondakov, RuBoiAcht- Altertltnier in den Di-nkm&lern dar
Kunst. 4 Ucfcrungon, Polersburg If*89— 1H91. Für mis ist bes. die viortj- Liefcrnnj;
■iditiic w«Jcho chriatlii'ihc Altertümer in dur Krim, iin R^kiiknauB und in Kipv belinndell.
— M. Wnigol. Bildwerke aiih «Itabvisiher Zeit, Archiv f. Anthmpi.lenie 21 (1893 — 1893)
41—72 (Irugii^t df'M b>'uutini4i-b''n Kinlliiss auf die alt«st« slaviudie Kuutit; fUr diu run
Uun mitcotnlt^n BclieuHH liehen .Kunstwerke' niug daa auch lulreffen).
D. VAlkerwanderungskunftL: Manche {)eu«huii|ceii Kur «pltgriechiiicli.byxAn-
(■■iatliMi Kunst bot die sugcn- Vülktrwuudt-rungHkunflt. VgL Job. tiampcl, Der Gnidfund
von Nasy-HMnt-.Mikiiis. log. Sclinlx dm Attila, liudapcst 1S8S. Vgl. dio BcsprocIiuuK von
Th- Frimwel. llopurlorium f. Kunstwiim. 11 (1888) 173-179. — Frani von Pulaky.
DmkinSler der Vfllkerwandenin«, riigariw;he Revue 1S90 S. 81—91; 33&-864. — Zum
Vldkrr<raml«<niiiKt«til v^il. ancli Fant Clemeu. Merowingisi-he iiud korulingiiidie Pliuük,
Jolirbflclier dea Vereina von Alti'rtuiuHlteundeu im Rheinland«, Heft Si (Bnnn 1893) 6 ff.
— Jon. StrxycoWHki, Der Völkr>rwandprungiBtil, Preuss. Jahrbücher 73 (1898) 44«- 4S9.
— Dir Entlarrunt; einer der kniinalMi muilcrncn FlIlBcliungpn uat einem (irenigebiete der
kjmitiliMcliMi KiuiBt rrrdnnkl innn II. (irisar S. J,, L'n pn^tcndu triaor ncti dea pre.
nien tiMn (le ,Tegoro rhito' du chev. Gianrjtrio Itami a Home), Itaino 189S. Daiu
wia Naebtra«: Ancora de! proloso teaoro CriHtiano, Itoma 189Ö. Vgl. B. Z. 4 (1895) S4S f.,
U (189tf) Ui.
12. Knaeen. Zeitschriften, Bibliographl«.
A. Mudeen: .\lb. Uumont. I.e miioL't t-uiuHröue ik Cplo. Antiquil^a grecquc*,
pfco-maiaioea et byxiintines, lliviie arehi'cilog., N.iuv. .Serie 18 (18«») ^37—268. - Ford,
Piper, Da» rhrinllirii-nri'JiAolegiHr.hr Miiocnm der t'nivetnitJlt tu Itcrlin 1849—1874, (intlia
1874. — U. Miliet. Lo mua«o d'onüquiUa byinnlinoH ii Atb^ea. H. Z. 1 (189S) 648 (knne
Katix). — AnsflÜirliclM Boacluvibiui^ dos chrifttlich-aTebnntDgiarbpn Museums in AÜien
in: X^tfriiiMxi; ä^j^aialiayuiii iiiit^ia. .iiXiior n^tor, Atlieu 1893. Diia nuisiache hiator.
MuBvoiii. Vert>>i('huin der DenkrnUler. Zweit«. v«r\'ollaUlndi)cte Auagahe, Moskau 1893
(nuw.) (tnir uiixuxBngticht, - Eiuiifi'q Ity^untiruHoh« entJitÜt auuh dus k. Muaeam 2u
Kpcl. Kine noromoriw-lie Anfzdliluiig vunA.Juubin: iiaaie imp^-rial Uttomau, CatAlnKUu
4m >ealp*«r«« grecquea, romain««. byamtinea et franquea. Cplo 1SB8. — Jos. titrty-
gewifci. Die (tcmlüdfraammlung des griechiacbcn PatriarcbnU in Kairo, B. Z. 4 (18!}i>)
&90 f. — Jo*- ütTijrgowitki, Die diriaUicIie AbMilimg de« ZcntnümuMUms in Athen.
B. Z, £ (I«W) S53 f.
r
lilt^UItnrliclj
1128 ByuntlnlBch« LitUratnrgeschichte. AU|
B. Zeitschrift«!!. Bih1inKra|ihi4>: ESn Podi
giturhichte (.'xisü^rl ulclit. DafDr winl tli« byiauünii
■iRliÜKl in dur Bjrz. Zi-ilaclir und iiu Vil. Vr«me _
int dor Inhkll dur ZüitOL'hrifl; (Jtliiior} der X|iMr(Rr>«{
ni« jmt KW«! Etlndrhim I^y^-IMIM. Vgl, B. Y.. 4. 22S|
iiat.nrlirli ollr ilrr chrlKtlJRhpn lind m
pDblik«tion«n lu Bctraclit wio dio von Oi
d'uvli^olcwi« : B. i>. Nr. !t A; Orjcaii fQr eljristli<lie KiumU IQ
Anrbfloloici«' und KunM. L«ipug ItöG— 18a8: ItcviM d» l'afl
RuiiäthUtt. 81utt«ut 18^8 tL: R^aeis Bidletino Ü
Z«it»clinft r. rkristlkhc Knnat, li««aaifeg. von A. Sei
loriuin für Kunatwisscnsehaft, Stiittgiirl, «fialrr Hi-rlin
der Kt'vur nrrlu'dlcipqiic, im tiullotlii do rorTrapondai
loginclicn ZritsrJirirti-n finden Sieb manch« «iniwhllgis^
vonticnon «nitlii'h dio 7ftliln>irlipn liI«ilciri»:ti-pkiloI«i()^
guvn. 8i>rb«n, l^lnvnncn und Kiuatim {vid, unt^n Rubrik {
rliristtiriii' Kiuisl gibt Fr. X. Eruuii im Kepiüloriiiiii r,{
mittel v»r7eicliii«<t Ü. Bi^rnhardj', Gnuiilna» dm
(1832) 727 r.
10. Numismat
I
1. AlIgeneiD« Dftr«t»llanf«n der byiantlnlacheB 1
meine HilfomIttaU
üu Ciiiii^c. Dl» imprratonini Cpolitflnorum «-u I
NnmisninUbns. xiursl nm SrhlussR dns ,(!loM«Hiun ad urfj
dann «rlfastindig. ){oniai> 1T'V>. — Bandnri, Niunlemati
Devin ad Pala^ologos AngustiM. 2 Bde. PhHh 1718. — J
2 Bde. Lvipcigl80I. — K. do Saulcy. t:w.iii d<! rliuiai|
liuw, 2 voll.. Mi-(a mm. - J. et l,. Snbntii-r. I"rodni
ck«« l«s Ancii-UB et hbMs moni^tiiircii romuitui «t bminl
werk: J. SabAtier. Demription g^rnfmli! diu monmu«*'!
rauni d'Orient dt^pub .\rrjidius jiiaqn'i« tu p^i»^ ri^ Coa
Pvis 1862. Vgl. itio Hohpu-iliiing von AiiaIkIo A\
NoBv. 86mi 9 (lMri3] 4-'i+— 4(11. — Litti-ranmiacbwüiaej
tmiaclira Kaiser ancb bi>j W. Koner. Ri-iwrUirium ab^
1850 auf dem Gebiet«- dor Geacbicbtc etc. enchi^ni-nofl
~ J. J. Leitimann, Veneicboin Bäinlliditi aeit ^
malini'hcn Wi>rkp. WeiMeiwo« IM], Zweite AiiKnge d
Wt-irariiBüi- ISÖ7. — Eine gute ('bpnücbt rtpr bjTL Nurai
Un-ece 1 (Oxlord 1877J 4;ia-4.'.:(. — H. Cobon. l)r«i
jieen sdiih rempirf rcimitin, Cnntimi^ par F. Pcnardcnl,
(llnuptnork). — Viconito de Colleville, Bidtuiro i
fint» «t dcH porsnniia^ee pour l««qu»la on a frapp^ di
Ift pttM de Cple pur lex Tun-n. Tom. I, Pari» 1887^
Svrrar*, TVnitiS de iiumiumntiqne da mofon-Ago. 2 1
hymnlininrbe Numiamatik I I — lÜ; 388—439; II 897—1
II 904— 112.1; über armnniaclic, georgiache und eountigl
II S24-928). - Kr. bis nun Jahrv 1864 veroffentlicl
von Konstantin dem Oroasen bia U-iS mit i-SnHcfaltij
Theasaloiiilte. 'IViipeximt imd fler KrKnxfabrfrmanien lii^
R^pertorinm i,\n anüV«n SviiniBmolik, ans Hirincm NaoM
UetUn ltfti& 8. -i'iO— Vi«. — tft\a\<.«ü« *«Äw»aV 4«» vi
10. lfoni«iBatlk.
1129
^kn 'i* M. So1ein>1. MHi IS55. ~ ColWIion äv M. 1« Vivomlo <lc Ponton (l'Am£-
^burl, MonnwMi d'or ramainaii et byxnntini'o. ['oi-iu, Kollin A Fouunli'nt 1KM7 (mit. .17 gut
HagefUllioll Tafdnt. — W. Krtihucr. Collortinii PhoUud^» Pncha. Monnnitia b,vxantitiex.
HklN 1890. — Collectinn äv fnu M, H. M<iiits);ii, MnnnAit^ tl'or romnino" vi hyiantitu^a.
HWa 1896 (byxanlinMrW MUnzvii i-ulliiiltcii die Tufoln 3i)— II). — Dmu nntSrlidi ullo
Bälgen KataloiH von MUiiimuiutiiIiiiiuicii, dii^ \uvr iiii'lit (■inivlii tiuf){i!iShlt vr(>ri)«u kfinuou.
^— Die wicktigsUn fflr lUv byzuntiiijadio Nuniiainiitik in Iti-trucbL kcniinundi-o Zoitachriftuu
«od: NumisnuitiBclic ZribtcliT. (Wien 1K68 ff.): TDiloohr. f. NiuniMnatÜE (Bprlin 1674 IT.);
Rcvno ntitniimatii|ne (Bloin. iluin Pnrii* 183'! ff.): AnnUAJro de In aocift^ frnncuM de numii-
lutiqiir rt d'ftrebA^lngio (Paris 1877 (T.); Thi> numiBmatJc chroniclo (London IKiS (f.):
Rlviota italüna ü uaiuismiitica (Milaiio I8ä8 ff.l. i
S. Bpeslalscbriften vermlachten Inbalts.
Dio ftlt^'rr üttfnitiir (volli,UliidiK hi» ISII1) h. ii.>i .1. l''riiti)IHndi-r, n. n. O. — F.
de Pfaffcnliiiffi-n. Kusifliii iir le» iinprps rmiin-'naU im Msnr* d'iirK^nt ilo TribiMridc, Pari»
1847, — C\wT r(tlni«rJi<> und )>yi!Aiitinitit.'lii^ Münzi>n und Litwiditi' buudolt J. Sabatier, Lettre
»ai diKcleiura de lu Rvvut' tiiiitiiBinulii]ii(.'. Reviiv nuimsinii(ii|ut>. Nuuv. SiJric 8 (1868t 6 — 18;
lUin die Boricbtiping von Iflucii* iIAulps S. 213f. — JnL Krkillllnder. Einige uuedierto
Bild einige wltone bviantiniiiciiR MCrntru, Uertincr ßlättrr für Mnnx-, !Siogi>l- und Wappenkunde?
2 (It**!-^) 173— IHO. — i'. do Pf«ffnnlioffen, Snr qn(<li|ui>0 monniup« hjjjiiitjni'«, R*¥iic
Bumixinntiiinc. Nouv. S^.ri» 10 (I8ti5) 285— 293, — Julius Frii>UiGndi>r. Enrorr' quolqucn
miita "iir Ics IcttivH O I) 'snr li^ moniuuvs bjziuitiuesl, Rvvuo iiumismnliquo, Nnuv. ^t'-rii-
II (I8H6) Gl— US. ' Fr. I.t-normanl. Puids de nK'diiilloiiH d'or imp^riaux. Kevu« tiiiinifi-
nut*(|U«, Nouv. Särie l2(18ßT) l^iT- 1S4. — Alb. Dumont, Miidaillc inidite r»{in.'HenU(Dl
l'imago de J^iu Snuvour Chulcden, Revue nQmiHmatJ<|nn. Nouv. Shiti 18 [1867] lOü— 200.
— J. do Willi-, Obai-rvaUwiis snr Iob jäöccs d'argnnt pt d'or foiirrfi-s aux tempn de la
|U|iabliqau rumainv et der l'Empin?, Kctiii> iiuniisin)iti<|ii», Nouv, Si'Hn lil |l8fl8| 177^187.
— J. Fricdland*r, Synicas als byiantimHi-b« PrHjjii'atatte, NuiiumniitiMcho ZfliUrhrift 1
(18G9) 491—433. — J. Frivdl&ndiT, ßvEHntiniBclii.- Marken, NuinifimHtinclM- Zi-ilnchr. 3
(I870> 4S3 f. — J. Friodländor. CONOB. dio ondloae tVage. Nuraiamat. Äjilarbr. 3 (1871)
479—484 (mit Angabe di-r Wtoren Littoratiir tlbir dio l,o|ti>nde UONOB auf (ioldriillWion
dar «ptt«!!!)] Kaiserzeit). ~ M. Pindnr et .1. Fiit-dlnndpr, Dt< la Ngniftratioii den lettrea
O B aar l«w nmnnoic« d'or liyMntinp», Sof«ud«> ^rlitjon, Uerlin 1873 Iniir unxu^IlnpUrh).
Vgl. daxn Tli* iiuniJNmaüV r.bmmdi' N. 8. 13 (187S) 172 f. — C. Satbas, Siir Ics
«litHltP tt. Uttrc ii M. .SrhhiinberKtT, Revue iirdn^cibg-. Nonv. S^rli- S3 (1877) 92—101
(über dl« iriitr ß auf b>-i. MQnienl. — (i. t^i-blumbergtr, Mouunientii uiimlamatiqucs et
Bphrailiatiquos du uiujrfii-iee liynantin. Kdvuo an'ln'olog., Nonv, Sfrio 40 [1880) 193—212.
— O, SchlninberKer. Monnaiva, ball« nt baijue byiantini'H im^diten. Kmie numiani. 111*
■dfic 7 (1889) ßöl— 266. — W. Fiophnur, Lf gatit dann la miraiMniitiqup b.viautine,
AnDiuürv de U *ncMi franfais» d? uutrii«iiiatii|iii! II. o^rie lom« 14 lISBO) 175—178. —
O. Hey, Znni Vt-rfall der rOmisi'Li^n MUnEtypik in dtr »pftterca Kaisiramt, .\blinndt. W.
y. C3)riM darfiebiarlit. MUiicbcn 189] S. 42— A2. — Ober die Btrdeutuag der MDiiKen fllr
<U« hyuntiniarfa» GoscLidile und Ikonoprnpbio vgl. Sp. P. I.ninbroa B.Z, I (189l!t 193 IT.
— E. A. SlDcketbirg. PJobilissimulsmrinien. Zeitaclir. f Niimwnntik 19 (1803) IM— 112.
— J. A. Blanchet, Moniiaio-i rnmaintm et byxAntinna intWil<u> oa pi:u ronnues. Itevu«
nombini.. III' strie II (1^03) 40— .lO. - Eine ecbOni.' Sonunlnng byamtiiiiarbcr MlUiien
tiat da« k. Musruni des Tscbiuili-Kiunk in Kpel aus dem Besitz« des Generala Mak-
HjU Paarba Mworb»n. S. R^vue de l'Oricnt lalin 2 (I81J41 171. — 0. de Petra, Di un
teeoivtt« di mon^t'' dWi biiuntino. Kotixln dpgü Sr-ari, Maran 1S95 8, 83 f. — 0. iSeblum-
bertc^r. I'oiiU d» verre i^-tnlnnH mon^tifiinnea li'nrifiini- byciintine. Heime de* tt. gt. 6
(1895) f%9-'7ß. ■- 0, Schlumberger, Mi^reaux, h^s^mx et jntona bynmtins, Benu
Miniain. MI' rt»ie 18 {189Si 91-98.
1130 Bysantiniache Litterstvrgeacliicht«. klig
3, HIlBMa olas»ln«r K&üicr, Ftiratvn n. ■. «■ (ii
A. Kaiser: Adr. de IiwngpArior, RmIimcUm
cUUco »t 1» Utnintlitn, Knme umniainatiqu«, Nanv. S
l^rtaMnr WicbÜKkcit für din (ivMhiditi) d«r tOnilMliea
iNt die Abliaii^luuK von 0. Steck, Di» Mflnipolitik
ZdtscUr. t. NuiiiisiUHÜk 17 (1887) 36—89! IIS-IOS.—
Ol uniulct of Hclun*. Uie motlier uf CnnstAittiDa. Tlia
bin 4ti. — Adr. do Loii|i;p«ricT, Sur lui imSdiüDon dfl
nuttiquc, Nouv. 8£rio 9 Ilt:i64) 112—117. - K. Uarucej
Ell trouvnnl nur I^n tnoncuiieii do Coimteiitiii tt d« m*
cinÜM, K'Viiq iiaini»niAtiqDi>, Nouv. SM» 11 (186$) 78'
nno l^RRnda ibouMmti- do Constiintiii le Oniod. Rew» a
337-314. — Dtncoiane, M«did1Icin bMlt dt- Coostan^
Sörio U (1869-1B70) 316— SIS. — J. Frit-dUnder. j
tinopel iiwprSftt« Di-nkmilnte. twillets Zcitackr. f. NumiarnJ
litt. Der Kqiiin Knmnniia nu( fiolilni«diiillon* CoiMtM)tU{
Numism. H (l«"f.) 129—181. — Frnd. W. M*dd»n,
Coiutuntinc 1 thi^ Onral. Iija binjl^ uid bis sitcccMon,
(1877) U— 56; 242-807; 18 {IWÖ) I— 48; 169—215.
CoiihUuUu dem Givswn, Niimiiuuut. Zeitai'hr, II (1879)
iiufitlLrta^i-lionilcii Kililniiuc ('oiuituiitiii ili-n (irMiti.>n itnA
12 (IWMU) 74 — lOT. — Comto de Wp.tpliftlen, Id
ConaUnlin lo (inind siilranl KiiKi^bc et Ins m^daillM,
'26—42. — Zu den MlUiieii KonsUnlins des Groamn un
AoguBliia vgl. A. du Beifort, AnonaiK de U MX-i^tiS I
lojtie 13 (I8[i») 281-298: W (18Ö0) 70-90; 105-121:1
(titilti-s ilr (^oDHljtntin et d'll<'-mc1ra)i Hi;iiiüan pur Jmh^
nimiii'iii. lil" wtnn M (1><90) K7-116 (mit drei lirlitdntd
W. Fronlinvr, Annuaire de la sociM francAJs» do nn^
Kr. Oneccbi, C(iusUatinup'>lis Komn, Riviata italjaiw'l
(fibor die Zeit der kViuva ■Di>n,viii('n BroDoeinniueu a
oder dor Roiim). - Kred, W. MnddcD. Chi im uiipublüili
TIk- .miuiumnü« rlinmii-Ie H. S. S (IMBSl :i-l7-S.'.0. — j
.liitiitiiH dcH Apodtiitrii mit dor lain und dem Siiiunhattdl
troffcndi- pKnkinit|p>r, Z«it»i'ltr. f. NumismHtik 18 (ISt^i) Sl
ile niiinisniAtiiiiii'. 1. IViiavaille d« moniiaies d'or da Bw
1"'' et do Valens). It^vue tiuiiüsmulique, Nuuv. S#ri» 11
uard. Lvn deux fulk-s dvv edito iiupi^riHax du IV" aiAc^
du immiMtiutjqut- vt d'un<li<>ti|o^iL-' 12 tlVIil*) 298— 303. il
<ir tbi< twii Kudgxinn. Kiidnviii, i'luridia nnd lIuDoria t
Leo I. ülrui^k iii Itiilj-, 'I1ie iiumisRiDtic rlu-nnjclc N. 8. V
uurd. Un millun-'M d'.\rrt>diiis. £tuda sur lo millnrij
nuHiiiim. III' »{-Tir ß \\HHR) 417— 1.13. — Fred. W. M
l>eBring tlic nain« <if Tlieodnsiu» (Tli^ndusiiiB II). Tlio d
1B1--1IM. — A. L, Iri> Itirtofovfitov bj'zaiitiii. R«vuo
IR70) 8ll8 r. (Muiirlee-Tibere. Contituntiiie et leur fila
t'riudlllDder, Die Mauit<n JuiitiiiinnH. Berlin 1H43. —
l^cqil« d»a inuiuiaiL-H bjxjuitinr'ii. diit^a <lri Justin O.
ginglidi). — Alf. Tauber. Ein HübcrnicdniUon dm
(1872) 81—84. - I,. (■'riedlUiuhr. TSSCSSOtl, Salll
1877) 1^0 X. tnVwT Oito \A«ni&k tV&^^'^QTt «of Qoldd
bis 7801). ~ ^- t»V"*V%fl^w\o», Swi v^iAn^Ma tonn
10. Vunlamatlk.
1131
<!• earrMp. hell. S (1876) 622—625 (wohl identisch mit dewclb»n Verfftaaora Artikel: Ihf!
tiMMf nvZnmnif ro/iiefuiruf t^< 9' fMm'>rtnnr](iiitoi, XatiiJQ IäT9 8. 85 — 87). — G,
Scbinmbcrgnr, Vtic monnwr bifiiuitiiic in^diU.- {Jurtiint U>3 cfKgiua ile rcmporcur incono-
elaat« Th^hil», d« r» fimmn Thi^odom, <1o los trojn promitirvs fitln«, ThrrlN, Atinn. Ann-
atuie, And^mie d» Inarriplions et Kdles-Lottros ISÜl S. al4~Xlit — Hrvuc niimiimi. nt"
i^e 10 (1892] 1—6 (QoIdmUnEO »iis dem Joint- 8^3 mlcr 838). WifdorhoU in Sclilum-
bprgrni H^langM d'ardi^ologie byzuiitinc I (1895) 141 ff. — G. 8L-hlunibi>rK''f. Uot*
moDiuiH! inidite de l'impi'ratricL- Tlii'inJüra. fillu d* CuustantJn VIII. eot-ur du Zo*. R«vuo
Biuuim., III- «^iric- 1.1 (iyu.5) H8— 90. — E. Millfr. Frupm«.t iniidit de NiciUui CboiiinUt
r«latif h Uli tttit numionialiiiiir, KeTiic mimisniDtiquc, Nouvn!)« Kerrie II (IKilR) 38—42 (OW
die Im (h}«iiv(><)( oQltodaiiaf iloH Nilctiia .\k»Tniniito8 cnUinltcne Nachricht, dnse Knispr Aloxinn 1
KMnnenoit dtn gold«Den nnd Btlliornon Thnrsulimuck der Kirclio der hl. Juugfniu von Chalku-
pniti* flb Km'iaaw«clco in die Mlliuto echkkte). — A. vnn Vleut»n. Über «ine seltene byi&u-
tininch« Mdnj». SslIeU Zi-Itadir. f. Niiniisni. C (1878—1879) 67 f. (Juhunni'B Kunmonoa [1118
bift 1143)^ — Vaal LntnbroM. Uiipditrtv Mnn» Micbui-Is Pulneotu^oa, di's Kniacrs von
NlnM (1360-1281), KHllt^ta ?«iU«hr. f. Numiiim. S (1S8'>| 44—4«. — R. SrhlamborgnT.
Dmu «xoiria d« IV|MMiUP des pAläoloKaee, K^viie nnini»n. 111" e^rie 2 (1884) 427 — 429
(AfidrolinKM 11).
f). ['rNtrndcntpn. Despoten u. h. w.: W. II. WaddiriKlnn, Nic4plioro HMisiteOi
pr^tHident an trAne de l)}*ziincD (1080-1081), Ki'vne numisrnntique. Nouv. S^rio 8 (1863)
398—400 (mit Ahliildiing mor Mnmn dpe MeliBsenus). — P. Lambrüa. Unedierte MfliiEen
nnd BleibiiUen der Deepulen von EpiruB. Numlatnut. Zeltachr. 3 (1871) 48-i— 500. — Adr.
ie Iiongpi^Ticr, NuiuisniHtique lij'Knntiiie. Les dem linbabs, lAon et Jean. sei);rii^uni de
BItedes nii XIII" wi«le, Ravue nuinisiiiiitii|ue, Nouv. SiSrie 13 |ie(i8) 44ß— 452.
^ 4, Nftohborgebietfl (fremde Mnnien nater bjrsantiniacbem BiofliiBBe).
^K , Ha Dvluche. Le muiinuyu^e cn Unule im uum de IVmpvreiir Muurii'e Tibtie, Mi^-
iBHflb'fi l'Acttd. des Inscr. et Belles-l^ttres Tmi»' ao 11883) 3. piirtie S. 370-395. - ]>«-
goften richtet «eh: 1'. C'h. Robert, Siir In priitcnduc rentaurntion dn poovoir de Mtiurioe
TRi^t« dons \n I'rnvinre et siiT les nionnnips qiii cn sernient In pniavc, Ebenda Tiime 30
2. pvtie (1888) S. 897— 4^H. — A. A. Knnili. CW die ruMieeh-bywuitiniicIier Mnmcn
dea Jaroalav, Pet^raburg I8>i0 (rusa.) (mir untu^uglich). — AI Oreschijikov, Sceau
de plumb du XIII' ai^cle au Dum du tn^trupotitaiD Cytille. AiiuuaJre de la souiftä fran^.
de DtitnUm- et il'urclieüio^e 17 il8y3) 446 t (Bleisiegel de» russjeclien Motroifuliten Kjrrill
mit griechi»ehen Legenden. 18. .Inlirli.). — 0. Schlumbcrger. Monnaieji d'ur d'un clief
biilsare du XI' Kiec.le. KiTtnon. jieuvemeur de Sinnium, Kevue iirrlieujog., Noiiv. aurie !W
(1877) 173—178 (MOnxe mit griecbiwher Legende). — U. von Enehne. Dj'iitntiniiicho
Nadmhtnuiixcn. Rerliner lilAl.tf'r fUr Mflnz-, Siegol- und Wnppenkiinde 2 (186-^) 8—16
(Über initt«lalt«r1iche x. B. Avnbi^i'lie nnd dänische MOnzvn nai'li hycniiu'nJarJien Maal^rn). —
J. Karabucek. Die an^ehlicbeii A€0-M[liuei] urnbiecher PrflgiinK. Numismatisclie Zeltschr.
2 (1870) 52—59 (Ober byiantinisrh-ambisrhe Prü^pnngen). — MordtmuDU, Die DyiuLstie
der Uniiinchmende. Zoiteclir. d. deutficlien niorgenlftDd. Qeaelladi. 80 (1876) 467-486 (lür-
kiacbe MUnxea mit (iriechisclier Legende). — A. v. Sallet, Die grieehiHchen MdnzMi der
(ürkiachen Uynoütie der Duuiscliniende, Zuitauhrift fllr Nniniani. 6 (1878) 45—64. — G.
Schlumbnrgor, Lea monnaiea a legend« grecqnes de In dynn«tj« tuxqQe dra llle dn
Danidimend, Rpvnn archt^nlog.. None. fMrie 39 (1880) 2>8— 284. - Endlich die XiiMiiUii«n-
fueeude Arbeit von I'. CnHnnovn. NiimisniatJiiue dea Danicliniendiles. ßevuo nuiuisin. 111.
•«rie 12 (1894) 30T-321; 438-460; 13 |I895) S89-40'>: 14 (18961 210-880 {k auinv)
(mit weiteren Littvr«tuniu^Hben]. — V, Laii(;l<>>s. NumiHiiiuticiue de VAbyaaliile, Revue
wch^olog. 16 (1860) 4S2-48S. — W. F. Pridoaux, 'Hie coin» of tlie AnuniU dynos^,
bc numlmutie diionlcle. 111. ««rie 4 (1884) 205-219; 5 (1885) 66.
J
1
1
1132 ByaButiiiiBch» Litte rstnrgMchi cht« AUji
5. HnmiMiiKtik dM Ut«iaLaoh'
F. 4* 8»iil«y. Numi»nali<|iii' dp 1* Trrw Sn
kdngen von H. (-. Hetthnrdt. IV immisniHlic chron»
n. SclitumbiirKor, NuniUmotiqa» ■)■.■ l'Orifnt Utin.
iMiipros). Moript« infxltt« dnj finii Mutaui <I<>ir Ordliitf i
ftmli. Veueiltjt l«fi*. — P. I.am|»roa. 'jyiMioia ntfiinjuA
fUjOir *iir tvtttMmy vni 'fofi(itatl toi {{ 'Ariijynvmi' (ÜHjt
pro«, 'Arttiom ro/iinfiartt tttC /((«ninfMia« pa^iltlam
ItAMtü» Cbmi.). - 1'. LiiiT<|>ru8. 'Ari*4ot« rofila/tatti
/liaatt iriairai ih-t-nari-ir >^c 'i'JlliiJot, AUi*n 18^0. 4
aAlyw'r JVa^riVav mi Blrt4i*fot' t( 7MX«^*nr 4rr»vn
I8U. — P. Lampro«. MtataunKÖ ro/tinimta ttüf M
P. L>tii|iros, 'AvMm* rouiv/iara riär &ai'xür r^ StS
279. — Fr. eil Ercolo Goitci-hi. Di al<unt> cnondA i^
Scio, Hivuta iialiuiiu dt numiHuiftücit ] (l'^t88) l — U; 891
Noten on noiiic nicdiarval coinH ot C,vpnis, The timniaini
200-319 (Imink KomniMioH IDH -]1»1: duiu Söninc t.»i
rinn Konmm). ~ C. Dnaiin»ni, OWiraliiMiH nur Im n
dtM dnng Im ad«« du notairv Gfooii Lunhorto dl 1
(1895) i-«a.
11. Sigillographl
1, ZiiaMnm(infa«a«isde T4
Zn cinw Art von SpraialdiBxijilni iM 'hu, ^riidiuin
Blvi-, mir wviiigi' tiuld. uud Bilbi-rbuilpn) »rbulivTi wordel
lagtadcti HnuptwL-rk it>t ni-uiu t^Uugrajiluc Ai> TEn
Bimgii »pHtom KiniolhuitrAgn (■. u.l hat (I. Scblumb«!
MiUniigcH d'aii^h^olo^ bTtontin», l'RQiiJrni serie, I'arJN )
8. &p«iialwibrlRea. '
A. Znr T«chiiik and Exog«-»«: ?'ür dio HorRtdl
cn beacliteii. daaa h[(> h8u6g JD mvlrisclwr Form. bi>8ond|
Dan liat Euvrat Bf. P. Lainbros. ColL de roiu. p. S. S
nbliAiijiig von iluiL. W. Froeliner. Bull«a ini^-tHquM, Ja
iiumiHmutiqiie d d'iiriJi«>logie 6 (18821 40— Ufl; 8 (IN«
Kiidiung). - Cbnr den iiiif viflrn lilclsiogcln vorkoniDwadtl
A. Rnrliii-Dorigny, Ijt biircmi des hnrhnnw h ('pK Bl
Vgl. 0. Gnrrini. l/rnw d«l jiiombo ]*r I diplonii. HIvIbUi |
wo man aiirli ültvr« auf don (IngeTistand bi>tagli(-iii<
.1. ^aklcrlton, flfpJ /iolt^rfu^ui'ilai»' ^«//a r(i«, J«llrj|
B. Monograpliien Ober bjsanlinlach« l^ullj
i't aceaux bvxaiitinn. K*>viif urcbäulug. 15 (1868) 8S— lOQ
ilc plotnh bftuntinriK. Kt'viic numisinatiiiuv, Nuur. a^ric 9
Italic de plomb de Th^od^iuH, i!rfk|ue d'AÜi^ea, au XL]
a6ric 10 (1?66| 1«5 f. ~ K. Hiller. Itullea bjruntinoJ
B, de Kniine ot du diTorse» antn>s proTmanco», Rnruc in
4l6—i3i.~ AI. SorliD-Dorigny, 81-oaiix et bullös
Mouv. Üirio 88 (1877| 81-91, — A. Mordtmann Jr.. ,
ilu P4(lopoDnf-«e. Revue arrb^oU Nouv. S<:'ric 38 (187T) 9
Mordtmann. MiiXrflJöfaMo Kn/ir^när, X^iXnyoi. ntt^{
Mordtmann, MoXvflilajDtiUin tV JvotM^ i^mer nj< I
11- SigUtogcaphl«. 12. Epi(r«plük.
1133
|tr, BhUm bjrsaotiiita iniiiiitm. tinll. d« com<«[i. loll. H (1678) 553— US. —
IsnVargAr. Scmus kyiuitins. BolJ. de corrosp. ln-U. 1 11883) 167—188. — Q.
Scblumkerger, Sceaux bytuntba inediU. fUvue AvAiLgi. 1 (ISäS) 245 ff.; 4 (1891) 111 S.;
7 (18MI 319 ff, — (i. äclilumbcrgvr, Bullea d'or lijrKontino» conserviSea uns Arnhircs
VAticsuM. B«VDC immbtm. 11!" aitiif Vi {IHUi) lÜl—IÜ'J. ~ (i. l.HmpnkcH, Jhpi m«c
]rfiar(*nnjv oimapioi, JtUlor 1 (1SS3— 188&) 508—517. - t), A. Myatnkitlos. 'M ^oo(
JCinroc «iri arixitoior aiyiüiar /lortjf ii- itvtg, llagraa^äf 8 (1885( 401—418. - .1. Sak-
kftHon. liyiXli'.i' !t«tenit>x"">'- -^'Mov 2 (1885—1889) 13—30. — B. A. MyiiUkiiles,
jlUmi äriMioioy otylXXiw, Jtltlof 2 (1S8Ü— 1889) 622—625. — a A. M}-HtakideH, Stjifas
r^po «tj^ihar <iri*ifi>ior, Jiirlov i (1«83— 1889) 826—629. - G. Millot. Plomb» l.yaui-
tiiw, Biill. de oomtponii. hellen. IT (11*9S| 6S— 80. - F. Pntcttu, Argirobulla di Tommas«
Palnologo od nltii doriinionti por In Ntoriit ilngli Itniinni in Oriente, Nuovo Arr)i. Vei]i>lu 8
(ll»&4) 251—271 (S, 259 Veraoielinis b^rzantiniurhir Silbnrbnllon).
C. Nachbargcbiote (lutoiiiitti-hor Orifint, ArmoTiiar. Slaveo): P. Lainbrge,
Bali« in^ih^ de Jt-mi, i-v&iiw latin d'Audros. Bull, do curroep. hell, 2 (1878) 86 f. —
G. Scblumbetg^r, Hi:cua de \a vi!li> dt M^UUq auaa Ih duniinutioD G^noitic nu mcyttt
•0», R«nio «rchäolog., Noiiv. Kirie 36 t^ült*) S6»-äl0. - C. .Scblumbergnr. Scnnux ot
linUm Am ompeivun latins do Cpk, Bullt'tin monumnntiil ."iß (l^ÜO) 1—39, —■ G. Sclilum-
bergor. Neuf scmiux de l'Oriont latin. Ileviie de l'Orit^nt latin 2 (1894) 177—182. ~
Q, Scblüiiib«rgor, Bullös d'or tl »veau de« roia L^on II (1) et Uod VI (V) d'Ana^nld,
B«viie Je rOmnt Utiii I (18ü8J 161- 167. — Chr. Loparev. Dna byuutiiuMb« Si«geJ
nit dem Nniiirn einer nissi.iclieo FUratin. \'it.Vr. 1 H»'H) 159—166.
k
12. Epigpaphik.
1. Schriften vermiBohtea Inhalt«.
'ESa aystemntjaclivs Corpus der byEnntiniauhen ndnr vlelinebr der chr(at>
Hellen grieviiischen Inschriften ist ein dringendes Bedtlrfiiis. Ein von L. Diicheaue
Itieiu eiitiTorfouer I'lun kuuu loidiT zuuacljat uicbt BusgefDhrt werden. Alu Vaiurbcit bnl
Ft. Cumont ein gcuip^phiFtrh ij^eordnetpä Inventur der pubUaierten chriHtlichen ^rdiiji(,'hon
ln»chriften nus Klcinmien ntii einer tn-fftidien l'nteraui'hung über diir Itedi<utung. den
CtiaraiitM' und die ErkeimuiigiUEeirben der rUrixIlicben Inschriften verfasHt: I^x innen ptions
cltnStiennes de l'Aaio Minpitrc, M^'lnngim d'ai'cht^lngie et d'histairo publica« pat l'Eenle fran«;.
it Rome 15 (1895) 245—299. Ebenso erwQnecht wllre ein» theoretiache OarBtellung
drr byuntiniaclieo Epifcnipliik. — Im folgetiili^ii kaun nun nntOrlich nicht eine vuUstJUidiee
Airixlbluiig der vun Cuinout uii^Lt licHlcksiirb tilgten byxaiitiniiHvJieii loscbriftcu Eiiropaa und
Afrikas gejcebcu wetdcn. Fllr drti i^wt-ck dieses BueheE uenilf^t eiiii' zur Orieulieruu^ Ober
ilt tij:3anljabiehc Epigriiphik dienliehe Ziisaninienelelluu^ der wichligalen p'^aaercn i'ubli-
kationen. — Eine allgemeine Fru^e behnndelt ***, Iserixloui criatinne cuntenenti vocuboü
dorivat) dal llbri d»l nnovo 'reslAmonto, Lh Civiltii Cntlolicn, Herie XV vol. 10 (1894)
467—484 nnd 11 (1894) 713—727. — Eine kleine Sammlung byzantinincbdr nnd ncu-
griecliiaflier Inschriften nebet historisch- tepogniphisehen l'nter«ncbungen ijibt Konst. G,
Zeaitt. 'Aaijni 2 (IfSUll 419- 51t<. Auch sepurat uiitKr dem Titel: re>/iiKin, Athen 189g.
Vgl. da» Bcfowt von (i. Millel. B.Z.2 (I8Ö3) 836 ff. - M. J. Oedeou. TCj/eirT« X!»oi
Kii xtfäpiB, Kpnl lüSi (Ober die Bedeutung der /iegclsti-'nipel, die Chronologie vun Grub-
Inackriften n. ». w,).
2. Pobllkatlon einzelner Inachriften.
A. EonstABtinopcl (mit Umgebung): I'. A. Dethjei. Facsimilc der Inschrift
hl 4er kleinan Ha^ Sofia la Kpel. Silsungeher. Wien. Ak. 27 (l'^^^'i lß4~]78. Ga ist die
nar.li einem Cod. Vatic. Bchon von Alemuunua in den Noten :mT Geheim gesell icll(4> de«
I'rnkop (i-d- Bonn. 8. 124} edierte luacbrifl. der<'n Ori^iiial uiicli in der kleinen Hagin SoAa.
UoacliM!, der ebomaU|(»n Kirche der IUI. Sergios und Ilake\iu», vv\)u,\Wu'vtV.. — V. k.^«\>a\««
1134 Bj-umUniache LitteratargeBchicbU. AUgi
nnd A. D. Mordtm«iin. Eyigraphik von ßj-uniioit md
ZcitCD bis mm J&hm C'hriiiÜ WH. Denk seil rifl«n <1nr Wrai
Zwi^it« Abteil. 8. 1 —94. - Eine wicbtigi- Satnuilung vun lasd
C. <S. t'urtis und S, Arintnrehe». 'Jrfxioioi i.ityfti^
iaiTfO!*^, tlafäQtrifi« toi ■(' 'öf*« iKpcl IHH^) (mit g|
Pi'Cnniroi tnij'ita<fal, Ix^XXny^t. 'Jfx^ioloy. iitiifKi^. tt
h\» 27. — Billig» iDMÜriflMi am Kol<l4!iwi Tham bMpJ
'^pjrAiala;'. /«Hpoitij, IltiQtf^i. toil «'— k^ fa^of {1892) j
«K«^W (/t '.J^aiiOiVi', XleläyoB 'F^iTofiied. 'tlti9twgtjai{ i
inscliriftonV — Th. Reinucli, Inacnftioii jnivc i|p< (-nvirfl
{Igflil) IttT— 171. — IL SwDiRMon. Monogrami ort
sUotinopIe. B. K.4 (1895) 106-108.
\i. Athi'n (mit UmgrlinnK)i Arrhimandrit
Bchrif(«ii in AÜHin, Pfrh'rebarft 1974 (ra»s.) (mir iiiiKni:!itig1.).j
Uclie liMcIirifb>ii iu Athen, Zapiski der k. niss, Ak. d,
8. 1—84 (mss.). — eil. Buy«t. Inscnftionii clirclit-nu« d|
(1878) 81—85; 182—170. — Ch. itayct. De atali* Attii^
1678. -~ l'itnareto« KonataDtiiiide«, '.49i;*V(>' lirJxJi
rit«aii 6 (1K82J 80— SR. — K. Q. Z<<Hii), XeiauaM4il
Xfuttafiiiii Ap/niatif(«c yavaXioo, JtXtiay l |IB@S — 3
Xmfiiyfiaro iniy(faif4*ii diti (r'pjfoiwf uvt^fitiiar tun /0
iftföfifKi tl( tür Mtaaiuirti xai toi( rtui^pavc /focoiiCi
J. Sftkk^iion, 'hniypiKf^ 'A9tiiiüf jfi«iinrir^, JtXrioP.
Aie al]«ii Rubrik 3, 8 A luigcnüirton W^^ke Ubtr die 0«
von NprutBOB n. a. J
C. Das Obrtg« Knropa; 8t»ph. M. Thomopnl
;i)«7n.', Jdr.W 1 (tS83— 1885) 523— &2Ö. - Eiiüj^e bjüdl
puloa, Tit tr HtaaaXlif lUttfaiQir, Stoliöyoe "Efdofi. 'Eaiti
A. PdpadupuluB Kerarat-u». Vii.Vr. 1 (1894) 74«. — I
iToroi Ri'CnriiirvRi imyfia^m JQä/iat fJi/afi^airai'), Bull. |
A. Mordtmnnn Jr.. l'iip inncriptioii bj-uuitinn dp Thrwul
Th>>»iiAlnnii|n<-, Rrnin nrcbtolog., Nouv. S*rie 36 11878) j
A. PapBdnpiiloS'KoramoiiB, "f-iny^nifi] tttaanlavhijt 1
1889) 630— •i32. - A. Mnrdtmann, "KityQuiy^ h ftid
/aitQaitt}. llae'iQ'. tof (»■ löfiov (ISÖl) S. 2S (Orabadiri^
Jobiuinn di-a Geni-'nJa Bclisuj). — P. N. PapugcorginJ
Xvyixff »p«( ärdiJoiai ^T,tfi&iinai iiriygafat. Xatja r.j
ond 46). üdnchtigung dnxii vnn S[>. P. I.ampro«, "Bm
Ch. M. Tinparpv. Zwei Uetnerkimgciii nr altbiilRarÜchi
archiol. Oos. S. TU— IV. P«t«rBbiirs 1888 (über di« «ri«j
BuIgarMifllrBl«!! um 820] (nias.) (mir uuxogSiigticli). — 8
vutai, Atttirixnl xal ZtefiiMal tiji iiiiifj(ias Ärlfypn'Aui'J
84—102 (mit »wei Tufotiii. — Jos. Brunamid. Ene |
miuiD. EriLiiiia ViubobonL'iiars. Wim IK9.') S. 1)31—333. Vj
MatriiD|!u. MüDogmfiii Hultn grandc iscrixinna grrr« t|
Manu d«ll' Ammini^lio dottA della Mutorana, Palormo l|
bestehimilc bvxnntiniHclie Woihinsfllirift). — Oius. Cot^
aiorfcio Ammimglin d^Ila niadro e deltu conaortc, Archil
Uuiugflu glich). — A. I.^val, T^d'j />ii;Yn7'nJ /pitfrinrU
fiJy It'gaxOMaif, £ii}Jlnyof,'.4pxaieXoy. tiilpa^'i, llofäft
Sprachlich inU-reananU igMdauwW GnhuiM.liTiftan «m :
13. Bpnob*.
nss
•ckvi d*l IDM» dt Lii4-li« IKÖS. — Munchi^ >iiniiiiitiiiJsi-.li<- InttrlirifUn liringt J. Pomjalnvitkij,
Sammlitnit Krwcbwehor und InUiniurhpr lnHrhrift'>n iIch KAiikosDS. Polerabiirg IMkI (mu.). —
\ A. Bi"rlhi¥r-D«la([8rrl*, Din Inwlirift au« d(ir Zeil, dps Kaisers Zpnnn, in VTlimdung
mit Bnicksinckfiii aus {lt>r Oi-srlucliU' <Ipb Ch^roouos, Zapi«ki ili-r k. Gi^selUch, f. GMcliicIit»
uiid AlU-tUmi-r xu OdeMa XVI 1 S. Vi^fi* (nise.) (mir uiiEU^nDßllrh). — V. LaljUv,
Siadieii MT by»ntiiuMhni K|.iyrrt|)hilt. Vli.Vr. 1 (lSfl4) 657-072: 2 (lÖflS) 184—188. -
Zier cntan Abhindlunt; von I.ntyii'v vgl. J. Kutnkovakij. Znr ErklOrung der Auf der
HalbiiMpl Tninan i;«funclrnpn limchnft. mit <l«m Niimiin dpa K'niacrs .lualiniiiniiii, Vi«. Vr. 2
|418V&> 189 — 198, und; Xiir (.!niirhidit(> d«» kimmerischfn TioaporciN nm Ende d<4 ß. Jnhrb.,
I Ti«. Vr, 8 (1896) 1—17. eudlioh: \. Someiiov, EJu* Insrlirift tnit dein Namen Kuiwr
JuMinians von der nutbinavi THDian, B. Z. 6 (189T), — Weitere byiantinisotie Inschriften
■DS Rtukluiid findet tniui hei V. Lut/iev, Mutcrialira lur ArehBoIogle RnBsIsiiila, Nr. 9,
[ PeUratinrg 1892 (niM.) (mir unEugNiifElicli).
D. A«icn und Afrika: Ch. Ducheinc. Inacriptian chn(ti«nno do Bitliynic, Bntl.
I i» COTTMip. Iwill. 2 (lb7K) 2t*9— 299. — S. A. Sidpropulo«, BiCnvtira iniii-fifia ir X^vea-
a*A*>. SiiXoyix 17 (!«»(!) 125 f, — Cli. Diehl. R«scrit don «nipnroHTS Jn^tin et .lustini^n
Ml dj.tr du 1" juiu ^27. Bull, do comop. Iiell. 17 (1898) 501— &2i:i. — II. Oolier, Gyiaa-
üniu-lie InHclirifUo, B. Z, S |1^94) äl~25 (eiuo luHi^hriTt .lu^tjuiuiia aua MilH und eine In-
•chriß il«« 8. Jnhrli. nua TlniaoBJ. — Frnnz Cuiiiuut, Nut* sur une iuBcnjition d'lronium.
B. Z. 4 (IK9.'>| 99—105 (Gmbscbrift cinoa im Jiihro 1S!)7 in Ikonium gt^atorbi'ncn Prinxeo
MkltMl Komnwoa). ^ C. CIcrmont.Gnnni-nu, Inncriptiana grer<|uc9 et ^glisRS lulinns
' d« Gau, A«ad, dm Inscr. et I)elle»-Iit<ttivs. Comptos rendii» dns dtinnct-», 4. n^rio, I. 31
' & 71— 7S 12-^ «t 28 ftvril 1898). — A. Papudupulna-K^TAnions, f'etU iniY^iiifui Rk-
' Cmrtif«!. VU. Vr. 1 (1894) ISS— 141. — H. Oi-bi-r. (Jrivchläclie Insclirift vom ÖlbcrK.
Hitti.-i langen und NAcKrichlen des dcut«elipn l'uHUitiniiviTL-ina I89ü S. 17-21. — £tl«nti«
I Michon, L'liiiii'ripUoii cn mnsalqiin de \a biiailiqui' du Mcdcliu cl Ib niuantquc il« Kulir-
BirUN. (U<nic bibliqu» h (lH9ß| SRS -2K7. — J. II ChnbnI. Inocription bj^untine d« C6-
I wr4« d<< rnlcBtin«, Ü.Z 5 (189fi) 100—162. — InBrlirift<>n hiih PnlllBlina brint^ jolzt bf-
I Baader» die Revue biblique trtmestriclle (1892 ff.l. Vgl. dio flericht^ von Itatiffnl, B. Z. 1
I (1892) 614-817; 4 (I89;i) 141—143; 845. — Im Übrigen v^. n den byzanUnischeu In-
' Bcliriftvn KleinasJMiB die NachweiBt> von Fi. Cumont in der oben (Rubrik AI nngefUlirten
Schrift. — eil. Difbl. Un* cliurl"- liipidiiire du VI« siJscIe. S. A. nun di-n Compli-» Rcndu»
dn l'Aodeinii' den la.-inriptiDiis et lirllm.Iicttres lN94 (InlMniachn 8t«iniirkundv uub Afrikn
mit nrn KunitnirormRln in Kurslvsi'hrift).
I E. Zur Rpi^raphik des latoiiiiachen Orients: Tankervlllo J. Cbamber-
Isjne. Lammae Nicouilense«, R«cueil dlniicrjptiona fun^rairea, la plupurt rrnn^aiaes,
Fsintiuit fiicvre duna l'Sle de Cbypre. suivi d'un iinnuniil cbypHute et d'uiii» ileBL'ription
topo^mphique et arvli^ologique de In ville dn Nicanic. T. 1. I'una 1804 (mir uitxugiliiglich).
rf 13. Sprache.
1. L«xikaltBOfaoa.
Das «Ichtlg«te HDramlttel ist uutfirlielj aui-b fUr die Byxantlner der Tliesaaras Hen-
rici Siepbsni in der neuen Pnriaer Bearbeitung vun B. Haae, W. und L. Dindorf. —
jZar Bigliisunf; dient K. A. Sopharle> (t I'iori'HRor dir l'nirereitAt Cumbridge, Mnaxa-
ebi), Greek lexieon of thn Jtoman and llyznntinc prriade. 'J. .^itll.. Boaton \S10; S. Aufl.
{aar wenig VMmnhrt) N^v-Ynrk lüt^. — Mnnrhe N'ni'htritgc linfcrt aueh für die bfttft-
tlniscbe Z«it 8t, A. Kumanudes, Ziirayaiyij Xiiiair r!9ijaai-(ivia>f ir taif ^Uijmxsöe
ittt»oi(, Athen 1883. — Dam die S. 799 Nr. ö an^führten vatgRreriechischen Wörtor-
bOnhor. — Eiu groaaes BedDi-fnia iat ein Lexikon der byxsntinisehen FamlUen-
nnmcn. Bedeutende Vuniibeilen fOr eiu solches hat aeit mehreiDn Jahren H. Mnrili
(LaiMkbat) gemacht. Kicu llKuptfundgrube sind die KkSa «t &lf\nnUk\A v^. >V^wAl ^
L.
1 t
1136 BjnuittnUoli» LiU0rtitiirg«»chiobte. AU|
MBllar. — Einni hOb*du>n Britn^ (ur EenKtnH dar
ituoen pbl Ak'X. Kuiiir>r}lliopuluB, 'Kaitiffta jlt^url
11895) ICl-IöS.
Wiclitigo BOTtrittt" tiT mitWlgriMhJMlMiii Lexik
uicli lur ProjEe DW die kultuTolUn Wi>ehiialwirki
der KriecliiMlioti Eloinent« in dMi SpnMiMD d«r ljat«in9r
IVoTMr, Ttirktu, Anucnlvr, Qeorgler, SUv«n. Albnneseiiaj
KUiincnl« tio Kittel- und Nuilgrii-chim-bm. Irb doIIotiiJ
innii dii- KlU-T« nnmiltetbiir oJvr miUcIlmr liierbi>r gd
LuteiDJsch: Nur die vorbj-uuUnbvlie Zeit Iwrllcj
Uogac latioc vhct loa ükc» ituut l'untiqnili^ in aciiicn
pl>iloIogic^, rnriii 1803 S. £59-276. — Wonig bi«t«t
lladiDBcky, Di« Anabrottnng iot lAUinUctioti Sfnd
Virreck, &«nno pnoetw qao MiwtUB populosqufi Komuil
iisi ouut »xaiiiinatUT , Oottiiigon 18S8. — Eboufalls
Ecking«!-, Di« OrUia|ini[ilue lab^iaiMher WOrt«r in
liiao., Moncüii'ii IKIlS. — In Kciiro uitu^ii ia der Valkwtpi
Über dii.- Unti-rachcidiuig lalnltiiiiuhrr und italioni«
Uikrojannis. tjiiiix voin 2S. Juli und 4. Angiiat I(i9t
lleulicittiitg vrfiilir dvr GfgäiistAod diircli P»i«b»n itnd Mi
du I^tJ» Bur k' Onv: J. ti. Triuntapfaj-Illdee. I«zl
et le* itovelles de Justinieii; duu uine ausflüirltdie Eil
Arbcttun in duu fttuüen de |>biIo]ogii> nfo-gnoqae publii
bia 2T7. — UiiupUL-hrifti'D: Uuat. Meyer. Naiigriechi»oh4
wert« im Nrugrieohiiidien. IV: 1>)<- T<>inaniHcli>>n Idtlinvcid
Wien, Ak, Itd );«. Wi-ii INS.'., Zu III vgl, die vicifl
sprechunK v<id J. P§icliari, Koruu eritiquc lS9i Nr.J
Vorurb«it#ii Ueaw oich nun wulil die Gt-avbicbte des M
niBclieii Sprache im oBthluiiBcbeu Ri^ivhe iin grwtM'n I
vun iLiT k, ilanisi-lien lieselUL-linft der WiiMnacUnfU
.Stellung des i^ttiinisrlii'n uXn -Sprarlic drr lleginrungl
itnit'he Hrit KonsUintin dorn lirosacn bis mr Kpoilir^
HUndi^- iliiirli die ^4>c1iisi'lie rraetit imrdo, und Qlwii
dii-fu'm (it'bi-jiiicbe d«« LaU-inisi-lieu und d«r Litt^nttor,
Higl iivor det K. Dunitke vidunakubenies Bvl&kubo TurtiiuilE
keinen beurbeiter Kefiuiden xa haben, — Von Wicliti^R
LnteiiiisL'lien bexUgtii:iieti Bi'sl immun gen und Amleuti
Jnlirliiuiilcrrbi vetfuiuitcn .^trategiku drs aogoniinnl»!!;
Lingnnthal, H. Z. S |l'f9<} 441.
KomitiHchn Sprachen: Zalünlehp Litt^ral
Non'llnbniw Inngnages used by .lewa. Tbo Jv«ri»di
äamurl Krunss, 7,ut grioi'liiBcbpn mi'J liit>.'iiiiBch«D ti
n. Z. 2 (18Ö3) 494-^48. Von Kruuss wird ein KtflsJ
selben OogenatauJ vurbttvitet, — Joseph Pfirlca, JA
7. 2 (läS8) 5tlü-,]M. Vgl. dAseelbni ,BciMg« lur i^
künde'. Muautsschrift für di« (ieevliicht* und Wiml
Hpft 1 ff, - S. Frnenk^l, OriPutaUscIie» im B,
Psiebiiri. £tndee de phllulogi« D^a-grvoque. Paris t
LexikuDH der grieehisflieu WOrtrr im Ownunli). — 0. !|
grieclii»ehcn und ivimiiiioclien lloatand teile iui W
SitznnitHWt. Wvea. KVaA. OCl VW, Wün 1888. -
iS. SprHli«,
1137
Bemorlnuisfn nWr grifcbiachc Lplinwart'>T im Aram&iaclien p'bt Th, NBld»ke, UaniUiscIie
tiramoiAtik. IIhIIc I8"S B. XXIX f. — .IqI. Forst, GloBaariuni Gt»oco-Uebnit'«ra oder der
griechinchi' Wnrt*nwhuhi der jlldiiwlu'n Midrnsrh werke, f^tmonbarg 1890. Vgl. die Bu-
RptvchiiiiR von A. Thnmb. Indn^Tni. Fnrschuiigen . Anuiignr 6 (1696) üG— 60. — S. ■
Praonknl. B*'itri4{p wim amniMtaHien WürUrbiich, Zuiteclir. f. ABt^oloipe 9(1694) 1 — 10.
— J. FOrat. Zur ErkllLrung griodiisdier LehnwOrter in Talinad und Midnwcli, Mnnat»8olir.
r OfMhiuht« und Wiao. d. Judi^uluiuB. N. F. i (1894j 80^-311. - Einigfs hucIj bt-i Fr.
HiklüBieb, Die tOrkiBcben Elenit^Dte in Aon a(ldciBt(>urupaiHclieii Spreclieo. 1. II. NudiirflgH
I. n. DenkMhTiften Wien. Ak. ßd 3-1. ;!5. .1«, Wien lSM-80.
Slnviich, .'Vlbaneeiech und Rumllnisch: über die UiiUichn Behandlung griochi-
mIkt Nflin«n im SlAvischen vgl. A Sobolevakij, GriMluBfh-iilaviw.he Studien, Kimkij
SIol. vjeatnik Bi) d uud 10 (1888). - Jan Krjstf niacki, CWr die griecli lache Sprubo
der b^ruuitinlacben äclLrift«t«Uer im allgemeinen und im beaoadem Bb^t die Art bla-
Tiscbc Nnmen nuMudrUtkcn, Progr. d. k. k. IV. ttyniuniiiuma in Leinberg 18Ü0 (polli.).
— • Manchen nWr grierhisrbe Elemont« im tlulgiirierhen berichtet .Iv, I), äitmnnov,
ttilbrllf:« mr balgarisuhoii VolksotymoliKie, Klidmik blgarak. Q (18tl3) (bulg.). — Obor diu
fmditschpu Elcni«nt«i iiti AlbaDcaisclieu s. G. Mey«r, EtyinoloKÜcbeB WSrt«rliai-h i)«t ulba-
nmacbeu Sprache, 8trafu<burg 1891, — üb«r die griecldschen Wort«r im Rumftniacfaen vgl.
ü. f. Hasduti. Etj'mulogicum Magniun Romuniau. Bukarest 1885 ff. — Sluviacbe. albn-
neiiiiurbe und rumUnijuthe Elemente im Mittid- und NeugriechiBchen; Fr. Miklnsii/b, Die
slkviiu^hen Klcmente im Neagriechiiirhen, Sitruu^sber. Wien. Akud. Hd G'-t (1870) 529 ff.
— Keichhuitiger ii>t 1). Matov, Grioi'bicirh-hnlgariscbe Stadinn, Sbnmik bigank. 9 (Id9S)
Sl tt. (bnl^), — Noch nuuhfir 0. Meyer, Neagriechiaehe Studien. 11. Die alaviacben, nlba-
neaiarben und runiSniaclw'n Leimwort« im Neugnecliiacli«« , Silnrngsber Wien. Akod.
,Üd 130. Wien l^UI (S. HB. Veneii:hmB der filteren Litlemlur).
^M 2. Qr&nunatik und Stil. I
^H Von grSMter Wiclittgkelt fOr die Kritik nnd BeurteüuDK der byxaTitiuIsL-beii Kunst'
^P^h« ist: W. Schmid. Der AttioiauiUH in »einen Haupt Vertretern von DiunyiiiUB vua
HlikanuMS bis auf den iweiteu Pbilüstnitua, i Bde. Stuttgart 1881 — 1806. — Kbeuo
VB^ntbelirlicb ist wegen de» in der ganiea byuniitiniaehen Litl^rutur bemerkbaren Einflumna
dei Sprache dtrr heiligen Scbriflen: G. i). VViner, linmmiitik de» nRntnManiRnttirben
Spificliidioms, 8. Aufl . neu beorbmtet von V. Vf. Schmiedel, bin jetxt I, TpÜ, GOttiniwn
IBM. VgL dio NieblraKe von W, Sihmid. Gntting, Gel. Anwigen 1895 8. 26-47. -
^«qmms und Anwf'nilrinic iler PrAiuHitiunen bei deu bytantinischen Diclitern untvrsui'bt
ytin KuMimmeuliaiige mit dvr alten Litterutur) Tycbu Mummnen, UeitrUge cu der Lehr«
IpB de« Krlecliischen Prflpo=itionen. 4 HefU; Heft I -S. Frankfurt b. M. l!<Hß - 1887.
Heft 4, Berlin iHi'.'j. — C. l'aparrigo|>alo. De l'utiliti^ den ouvragi's binuntins pour
rtiiatoire d« la lungue grerqun notuelln. Hull. de rornnp. hell. 1 (!«"'( 274— 27W. — Cber
dl» innere B«reclitigiing der b,viMnliniiiu1i(m GrAzilllt dem Atlinrhrn und IIell<<niscb<iD gegen-
über biind«lt Kdvr. A. Fre4>man, Some point« in tlie later hintory of the Oreek Unguoge,
Journal of llnllonic. nlndies 3 (1882) 861—392. — Einige prinai|>ielle Fragen \h>\ der H«c-
•toUnng Spitijrieclitseher und byiantiniHL'her l'exte uud einig« B^gentflnilicbkeiten der bjua-
itialecfaMi OriUiUt er<trt«rt K. Krumbncher. Studien tn den Legenden des b1. Tbtvdoai««,
SUnmgsber. bayer. Ak. 1802 S. 204-277; .162-177. ~ Die norh nehr B|>nrUclien aprai^h-
Kelicii UnlMmebiuigen m ninxelnen Autoren sind in den bütrcfFcndcn $9 angeführt,
SatiMchlussgeaeti: Dio liflchste Beachtung verdient tat die «tilistjache Beur-
^rihmg und die Textkritik der byiautiuiacben ProHsiker die Entdeckung eine« mit gruaner
HIgellBtoMgkcit beobachteten rythiniseben üeaetzea ini Satzach luaae, dua auch bd den
laWmni vorkommt imd liier Cursue geuamit wird: W. Meyer, Der occentnierte Sotz-
aeUoM in der griediiiichen Proaa vom IV. bin XVI. Jahrhundert. Ci&VdtueEn V^X. N<^. Km
Bvaprecbiuigea von L. Havet, Rom» critjque 82 (1891^ ^'i lt., «n& V3i. U«';««. ^Vex\ai««
JUuMucJi 4ti tum. .IflfMuoHWtauMcliaft IK, 1. AIjU|. I, XuA, "^"^
11S6 fiycuitinia«h« Litt«r*targ«Bolüotata.
pliilol. Wotix'iiHclirifk Iä92 8. 182 f.. Howii- die
Bt-itrügu zur Iiehrn vom grifchintilien Akxi-nt. ünjirenil
■las &«JteuBtfick dea grifclüadira OoMtxm, tlrn Intcii
£tade wtf \« rjUime d«a bvlles ponlifica)«i, Ullilinthd^
161—198; 2S7~?78. — L. Conturo, l-t> .Cnnra«- oa ]
U litt^rotai« d« re«liM laUne ilu in' rH\* h la r*ii^
qaea £1 II892] S5S-SG1. - L. Hnvot. U prow id
mdtriqnM du runmu. Bill, d» l'ficol« des Haut«« ■
Sclurfft gsgoDQbcr entwickelte seine eigono Tkeorie Wj
1898 »r. 1.
An cnsumniMifasMiiden Ar'hpiteii über die Ott
iiprach« (elill tn noch; dodi kaun^n nir i-üuu-liiv F3l
AuBgkbeD mit Ntitii-n bvif^ttDgen vrcTden. Clier die
grIeohiBcti«n Littentar vgl. S. 769 tt.
die ^
SS
14. Sagenkimde, Volks^
I>M 0«lHat (tea byiMItiinifJien Folhlorv, AWr^
her nur m vtninndt« Arb«U«a und getegvntlicli Ü
Mmtm-Dfflswnde Dtiret^llung fvlilt uuch. Eiiiixi' Iu«iw4
gtnaniit worden; vgl. hta. S. 61Ö t: 630 f.: 7S« r. Bi^
gi-Wn werden. Hauphichrift über den bjtuitiniaclien ]
B. ÜSI Aiuii. d aii(!efQhrU> Abhandlung von l.r« Alln^
kurioii und die OiUo (xiim Teil nntor drm Nnmpn dp« P
.Kfo. Bi;lJt. 5 (1876) 571- .STK VrI. olion S. 43£i. — 1
40 Namen t. ». im Cod. Mntrit. 105 b. li fol. 80 t.
Regiae kib). Mntritt'nsis «ndices fTMci idm 8. 433 f.
Eenntnia des initt^lgriechisclioii Volksftlaubcok bietei
Ti'vfc «iiiiii (uic xRJt' 4^n< Üi'nijiNHi'; jcli liubc ihn ini
leaon; er ist über jedenralla auch in der l'mir nnzugiliil
E. Bulgnris, L>i.-i|iEig 1768— 17t^, za finden. Über dNi
Kum byxnnt.inisi'heo Volkiiglauben ( Beuch vfirung d<>r
bringt A. N. Vescinvskij in Minen (Jntcreurliuugeo ai
liehen Linder, ZupiRki der k. ruM Akad. d. Wim. BJ
46 (1883) 1— 441 insB.). — N. Politea, Al äa9(y^
h,«i, Jtlihy 1 (1888-1886) 1-80. - N. Polit«
Jfliioy t (189&) 579-626. Vgl. B. Z. 4 (1805) 1S5. -|
haudluog vou A. N. VeaeloTtkij, Cber die aUvi
trowa. berichtet die Ruaa. Korne 1 (1872) 806 ff. —
EntwickelungBgoechichte der chri«tlich»n Legend*, I.
difi bjiaatiniech-gennaniaehe KaiMi«age. n. B«:
Sage von den xwölf Freitagen, Joum. Miu. 187r> Bd j
S. 48-130: 1M76 Bd 183 Febr. & 241— 288; Bd 184 H
Bd 11*5 Juni S. 326-3G7 (russ.) — A. N. VeseluTukij.j
BlutachBnder und die Sage vom Apostel Andrea«. Joi
(niaa.). - A. N. Veselovakij. Bemerkungen mr Oi
einige DeweiMtQcke für das flehet de« lü. Sinmiina gef
Mich auf die IVxt« bei Sathna. Mm. Bifi.. V .'■7!t - XI
III. Zur SnlomoiJegeiido. Joum. Min. 1S«Ö Bd S45 (roas.). -j
linitwho Fracmeute. V. Uie Keine (chotd^nie) das ApoJ
mldonen. Joarn. Min. \fni Vi&\W ^«n. %, <k\.-8t-, 1^
KoUe spielt il«.' Äti|6« xou 4w KtttVv«4<»»t ^** V
H. Skgealrand«, Tolksglanba n. •■ w. tS. 0«ae1iicbta i»t byzuit, Philologie. 113^
Do uivrnliDiip innctan cnicis cd. A. Hotdi-r. I^ipstig 1889. — Grwoliisoh« Toxto «d.
K, Wotko. Wiener «tudicn 13 (18BI) .^00-311, und K. Nontlo, H. Z. 4 (18S5) 819— 84&.
An laUt«r Striin mich Unt«niuclian(;en Über den SUmmbnum nnd djo Torhreitung der
Legende. VrI. S i^'i Anm. 4. — Louir Holnnd, ChiLrlpmsKne k Cple et k JiJniaBlem,
R«<rti« Arcb6olog,. Nnuv. S^rie ü (iml) 31)— "lO. — A. N. VeHulovekij, Coiwütutiniacho
Sage«. Rum. Rkyu« d (iSlo) 178—207, - M. Draguiannov, t^luvUcht Hniteti Ober die
G«burt Konstantuia Am Üru«s«n. SWnik blgnrek. II IS'i ff., 111 20fi ff. (balg.). ~ Ed.
Hvydonreicli. Conaluntin der üruso« üi d«D äagen des Mittelnlt«re, Deuiache Zcitaclir. f.
Q«MhicIila»isa. 9 (l»9:ij 1—27. — Ed. He.vdpnroicli. Iiricclilsche Uerithtc aber die Jiigvod
CoUBtABtios des Ornsätn in , Grieiihl ach e Studien II. Lipsiua diirgebrnrlit*. I.pijizjg läS-l ä. 88
Ue 101. — N. Tolites, 'H 'Ayta üoipia iv rmV TiaqaAäann lov iHijuxaii Jlnoii, llaQ)itTi<iy
187S S. 1 (F. — Ä. T, Ilijev, Bulgarische Überliaferungeu über die nb Ui^Ucdcd, Juden
und UitctnoT )HiKeicbiivt«n Riesen, äbomik bl^^arsk. HI 179 ff., IV 2S1 ff. (bulg.).
Einigen Stnff tat li^Hni'svliung der byzanlini.icheu Segen bieten nurb dio nnt«r dem
Nunen PaInJA {IlaXami bi'kminten. vornehmlich bei den •jlnvcu verbreiteten Iteitrbeiliuigun
doM iüt*n Tesliimems, Eine slaviflcho Paiejn ed. pr. A. Popov, Cl*niJ8 v Imp. obsO, iittoriji
drvTD. n>ss. pr. Mubk. uuivi^rs. Kd l. Moaknti 1881. — Eine neue Anngnbe cnchien in Moaknu
. 189S (T. — In einer Beaprecbnug der entmin AiiH|(ulie vrOrt«rt dio AbfuKSungiixvit und die ur-
qsllll^Kbe (jMtiilt der PuJnen V. Jugij, Zur Apucrypheu-Lltteratur. Arcli. itluv. l'liil. b
(1681) 676— (ISO. Sonstige LiLt^mtur veraeicbnet Fr. Tadtmek, Bibliogr. CborNcht über
ÜB daviecLe Philologie IHTIj— 1891, Arcb. nlnv. i'hilnl. tjupplcmentbnnd, Derlin 1893 S. 141
AHI.79B. tVr gridiliinriie Texte 3. oben g Ill,>. Vi |S. 3S8j. Zu den dort «ug«fQhlt«ii
Hw koannen nürh die Codd. Athni 37.^8 s. IG Nr, V> ('£k roi' .Vporiaeü fjiai in r^
jh'^lov t^t tleXaiäf) und ST97 s. 17 Nr. 8 ('I>pi loi' 'Jß^ittl/i »li i(;t iöiffirtt tu lo» (TnlaiorJ.
I I^ben dn» orvten Texten bei Sp. P. Lambroa, CnUlogue of tbc grcek ntsa on Moaiit
I Alhoa 1 (lim) 371 f.
^h 15. Geschichte der byzantinischen Philologie.
^^f 1. Allgemein» DaretollnngeD.
^V Einen geiwhiclitlii^lieD Überblick übvr die auf die byzantliiisehen Hisluriker und
■ Cliraiijatftn bexOglicben wissen nuhartlicben Arbeiten wie AtiagAben. KomnientM'e. <JnelInn-
f UAtenur hangen u. s. w. gab merst K. N. äathn». .>f«<i. tlifli- 4 (1874) ItQiXoyoi Vlll lun
I XX. — Anafllhrlii'her ist V. G. Vasiljevskij, Cberoicbl über die Arbeiten iiir byzanti-
; niiM:h«-n Gwchiclit* Jooro. Min. 18S7-1889 (Bd 250, 2.^2. 2.^3. 2.'.9. 2flfi). An.-h nell.etÄndig:
Heft 1. Pelertibuig 1890 (rosa.). Beaprochen im Odessiurr .labrb. II Ryr., Abteil. 1 (1802)
Cbronikji 65 — 84. — Spir. Deatunis, Einiges Ober di» bjzantinisoben Histuriker und
Iber die Cberacteung derselben In die rusoisvhe Sprachig. Juurti. Min. 1841 Bd 32 Abt. II
00 — 90. ~ Muizliche Botmchtuugen Bber d«u daniHliu^-ii Stand der b^iaiitiniscbni tie-
iieliii:ht». und litternturforeehung nebat Uiiiweiat-n auf die noch auazufOlircnden Arbeitt-n
gftb Karl Morgennteru, über das Studium der byximlinjiichen GuacbichUchreiber, Mi-
moinMi pr^aent^n i> l'aeitd, imp. des sr.inncoa de St. PfJU-rüburg 4 (1K45) 169—202. Die
Abkutdlung erschien uutb russisch im Journ. Hin. 1841 Od 29 AbtiNl. II 1:17—176. — (Cin
fthnlicliee Arbeitsprugrumm entwickelte neulicli Sp. P. Lambres, Byzantinische Deslde-
rsbi, B. Z. 1 {1H92| li$5— 201. — Zur Ueachluhte der auf die byiautiniacb-veneiiiaiiiaoken
BetiehungeD gerichtetdn Studien rgl. Sp. P. Lumpius. Bviariirä MiXuii/iaia. Athen 1884
8. 173—179. — Einige Winke mir littcmrhiatoriiitben Verwertung gewjaeer Nachrichten
byiantiuiecher Ilintoriker gab A. Kirpifnikov, Wober miua man daa Material Sa einer
ümcJucbta der bjuiitj machen I.ittHratur npbmenV Jouni. Min. ISSU Bd 293 Mai H.23--3I.
Aock in griechischer Über^etiung: Ilöatr Ai^nr/ov tö vXmöt t^c latonlut iij< ßoiartw^
»ftXoiorli^. JiXiiw 3 (1800-1892)536—^46. - Th. Uspenikij, iicdeuhmg der byutnti.
ntaeben Studieti fOr diu VentULndiiis der luittvbllerUcUe« Oeat^iictao, Oimma, VWi» Wft.'tt^
^
114D Bytautimache Litt«T*tnrE«Bahichte.
ioT Bcriulit« ÜOT ünivfrviUl (.til''v.i;> lni-".l. - N Po
tÜEcliiMI üewhicllU, Itoyünl. Vji-,ltiik l^i'U, 111, SiCK'iB
ncbl der neu^sMn GntoicketttiiK dur tij-uDtiiuticheii
MiMit« 1))-uiuUiibinaa und wiin« Badi'utun^ Ein« ri
Aludomie, BukmI. VjortDik IRiM. April H. M -C2. — I
tiniMÜini Studien s^t üibbon bin auf dio Gegenwut |
von tiiblMiis BSsUiry of the docUno nnd fall of tbo RJ
2. LehntOhl« fOr dl« bfuatiDlaohe I
Der erat« tiobratuhl fUr die liviBnlinincfac 1'hik
k. WjreriscbeD StaatnvpVrang in Mnnrlien nrricIitAb
Re^enm« dem baj^ertsolieD Landtajn vorgf'lfffti's PontaU
SenJnin Ja MDncb«n am b. Hin 1^96 abgelelitit. Vi
20. Jan. 1808 liabiliUert« «ich A. Papadopalos Kei
und iwagriechiwihe I'liiloto^ie aa der UnivendUt Pl
habilitierte aiob fDr diutMlbi- Kucli D. 0. H«Hiii'Uiig
Jiilirt ISÜ'i erhielt W, IVct rinMi Huf oIh o. I'rufuof
vcnitat Budapest mit der VerpflichtiiDg aueh Ober 1
VorlnHimgcn ta baiton. — Fbtiipt wird der «prM-hlicho
Pliilnlogie berOclcHiditi^'t von Prof. A. Tbnmb in PM<ibd
dienen die Lelirelelleu fOr NeugriechlMli Hm orientaJla^
lti:')lu dc9 lungupH orit-iitulea vivaiitea lu Parin. ^ Bl
liyXHiitiuiBohfii Studien duich die OrUndung eioMi ka
luatituta in Kpct. Die Rtatulen dea Inatitiris, dafl ■
de« Prof. Tb. Unpeniikij noine ThUdgkdt erORnot td
460 mitgeteilt. '- Aach die franiSiiacbe Rchuln j
Zeit iliro AiifmerkwimkHt d«m b7«uitilüachra Mitt«U1^
Schule in AtlKiii (G. Mület) darf a«ii* gaoM Thitid
— Weniger Syinpathi« haben stob die byiaotinlacheäl
«rchlolo^ischen Institute su enrerben v«>n&ocht>{
8. Znr Biogrnphi« ftüiselner FotMbar «nf i
Leo Allntins (1586— tBfifi): Stephan. Oratll
putniiii bibl. VI 2 (1858) V-SSVIII. — Kiirne Skial
Ällatius bei K. N. Sathaa, Kfotütjri*^ ipiXoXayiti, A)
grrilihie des Allalius enthalt uui^h das Bueh den bej
riitclicn Falsühers UemetrioK Ithndohnnukin: I.coaf
S Quidone de 8oavign>' edidit UomeliiiiH lihoddrAnakj
dient aber infolge der bekannten FAlscIiuu^caniAiiie dei
acbtnng. ,La l>iographie HlktienDe qiii »e trouve daoi
niincnt sont, cuiiiuie teua lea t^critü de Rhodocauakis, i
et ne niMtenC auuuiie ui'äauce*. E. Lugrund, DoMii
Vgl. B, Z. 5 (1890) 377-37». 1
Du Cange (Chorle« du Freme, Sianr) (1610-^
d'Aubigny, Memoire lu>loriqun pour wrvir ä l'äoa
Paii» 1766. — Henri Uardoutn. Eeaat snr U rie>
ffeane Du Ciuige, Paria 1848. — L#on Feugeri, tual
Cange, Paria 1853. - Interessante AufaGhlQMe über
griochiachen Giossara von Du Cnnge eothnltcn dio
Lyon aus an Du Caiige ricbt^-lc: H. Oniont, Lettr«
rimptvatsion dn gluaiuure grcc (1682— IfiSS). Rem«
dieaem Qloaa» V£\. nMv\k Vt. Om«ikt, Abbi^vbtloiu g
%. GMchlcbU der b^KantiiilKlieB Phllolof I«.
Mich. Leqiiien (1861 -1TS8]: Enn» ßiofcraplii« in An Nmirnlln liio|irfi{<hl4> vtvi'
nie 30 (18ä!>) SCO (mit LittomturangiilH^n). — D«ii VortroK. ^«Iclipn U^ Qiii<*ii nm ^7. I'olir.
17S2 mit dem Parittor BudilillnillH Nie. Simwt Dbcr di» Uenuadmli« iI<'h Orinna i'lirixttHiini
«bachloHB. rd. II. ()<iiiont>, TraiU pour l'iilitJon d« rOiiuoa oliriatiitiiu» üii I*. ].« ()ul«n,
RoviMi d« rOrbnt InUn 2 (1894) 190 f.
Edwtrd Oibbon (Hin — 1794): Sninn AutiiliioRrn|iliii>, .jHirliitpH Ui« bcat ai)«!'!»!!)!!
of Anloblojmphy in the En^Iish tanjcuugv' (^Vliitaki>r), wnrilo tiivrli lurinom Toilu nin linril
Slivffivlil 1~H.> ht'nuBgcjji'beu. Wiodcrbült in diT Ausguliu smni-r llisinty 'if tJiu dnrliiiP
Uid fall nf Ihr Romun Kin|>im van Williimi ämitb. ßd 1 (London IHM) I IRII
Eine d«at9uh(< ühnrartüiing von <.I. W. II. Zivgi'nl)pin> i-n>clikn uiili-r di-ni Titnl ,llllit>iinN
Leben'. S T«il«. Brannar.hvoig ITQß— 1797. — llbgrnpliic und ('liiu-nktoriiilik von M. Olli-
tat in Minen .Hdbnges biographiii»««*, Dcnii^mn «idition. Pari« IMßM H. I- 4H, — JainoN
Cotl«r Morison. Gibbon. London 1879, In der Sammlung: RnKÜHli Hm o( Lotten nihb>d
bjr Jobn Morlej (nnsmiirlicbe Biograpbi«). — Bioiunpbic In d«r Kncyclopiudln fliiUniili«
10 (1)^711) .'iiä— iJ^2. — Entmrf i^iner nusflllirlicben Bioi^phi« und Charoktori'Uk von .l«r..
B«rn«]rii. (h-s«mme!U .Abhsndlnng^n 2 (IK«.')) ä06- 2^4. -- ChiutkUtimtik von J, II: }\urf
hl Miner Neuu»gabe Ton Uibbon* Hintny of tJia decJiiiG toA fall of Uie Konian Eni]rira 1
(1890) XXXI B.
Fr. WilkoD |d«T TerfuMr doa oben S. 107« xUMtm VfmkM! fbrmii ali Alnio I
«te.) (1777— IS40): AnsflÜirliche Biogntpbw und CharalcMtMBt vm Adolf Slffll, ÜmU»-
•dticJitechrnibor FriedrirJi Wilkcn, Cawnl 189A.
OottUb Lakss Friedrkb Taf«l (1787-IMO); Z. Knnlk. Cfctf dio HelirifUn
des Ujianüuaten Tafel. G«l<lrt« Anwigen d. k. Akad. d. Wiaa. I. oftd 8, AbWL tU 3.
SMtwtiMif lKä3 (mir aamglii^ttfc). — Aitik*) toh C. Kenmann, AllffnMia* duMbch«
Bioenpkie S7 (10M) SiS—ML
Jacob Philipp Faltnetarer U'nO-IMl): WognpliMM «kwa «mi Htavb,
AII«iemeiiie DeoMbe ffiografU* $ (1877) 558-5«, mirmO.M. Tk««aa tu: tii-MatU
Werk« VM J. Ph. P>nn>«rs7W tiw^^^kta t«b G. M. TTwaiMa 1 (IWI) XIII- XLVTII. -
Job. Chrjs. Uitt«rrtilincr. fwgMWtt «» dt» LAm daa Fragwnlbhni. IMw« 1M7
(namcatlick IiUicrpte «m ScMAm wd BIMm FküaMnjrcnf. - C. B. «. IlSflar. Er-
impnueMi SB PUL Jaok FalfaMv^rM-- E« l^it- «■! flrha«ii*iM. MiMlM0ni da« 7*r-
riM fBr OfwlDcUa der Dtat^koi m Btkmn 2« (IWfl) 8t!t-4M fMfcr MiWilti. Meli
fflr die BewOng d«r SIa*a<lM<>n( FanaMraj-am «iektis» MittMlmtMl.
a«0rg< FiaUj (17W' I97C): AaUfcMcnipli*) i» in mA mimmt T«da rm ff. F.
ToHir b«Miglcn OtwmlaB^it r : A biatej «f One» I (Umi XXXtX-XUt.
Karl Hvpf il-3S— 1K3): Kon* lllija|liii wa L. Strait m •Ikt .Allffwaiwa
dMtwrk» Biogtaftei* U IIWI) IOe~IN. Dm KaamriKh* NmUm tm X. Hop/ ha-
lüdet «ch W PmC Dr. R. Rftbriekt. BotI» K, Watankmp*-». 7«. miä wM *tm »m
den Fi'hgiMiw « naatear W«m «r Tt nilBwg, dwptHia.
Bi«Wr P«ryk IIat«Bak.i <I>M~?): Bk« OaA mmm Labmi T«H><l>ilMr
rop Sjrk« *«i«MrtB Bii«l|U> dv Bfadtafc mi *m tSU fawa*l».
Ovar ftiaic tlM>>MB»: Bot k«na Wnipwytilp «m RofHIwIm 4«r SmMW 4«
l'Orieal laün «»h M. d« T*kM. U «mh» Um^ |U«w d» CCMra» Mb I 'MM) l-U.
0. Morast |~»»«~U«0): Sm llliii)fcli fci IMaM dU«« mt dU KMnMrt» d*»
plKfcJMtin CMM^bM* t«. a. WTS) biviivn««ib>a fMPhrtm m»^ n ß. CI««ct<l«U»,
J.9>fcfc.li— fl— WH» »Ftr. I-ampri«. IwAnn)« «MBrittar, ,AM*rXrfM»
bto 18«) &1t~.Vt2.
AL PMf**** fMM— PIM)t fchwligi Md A. VArdtmMa, M>»}w. «'^«f ^
OM) U-ta wd 3|k P L«arrrM; AM» « fVNtt «K^-Wl.
nnd Sp. P. LuroiicoB, J().ti<i* i [,IS-J:ii 2ü7 f.
TnasoH Dem. NarntBO« (1628—1892}: Nckni
(1892) 209 f.
K. E. ZachRriB« von Lingonlfa*! (1812—
Flsch«r. B.Z, 3 (I894I 64.5-648. - ßa Veneicbra
Zellschrift der Savi|pi>--Slinimi; fSr Roclitaf;<«c)iiclit»,j
Piach«r artictt^t such an «inor gri}B»er«ti Bio^n^ii« i
U. Z. 5 (1806) SS2 r. - Nekrolog van Ä. I'avIov. vi
Arohlniindrit Antonin (ldl7-1894): KimMJ
J. M. Hartynov {Hartii»iv}S.J. (1821-1694): t
K. V. Marilt (1W6-1606): Nekrolog im Vis.]
il^aiwrlbon in äi-r tt. Z. ■'> (1896} S88 f.
Gabriel Dealunis (1818 -I8yö): Nekrolog v
846 — Ein dironolofiacli gi-onluoU« Venselcluiie seil
dM Vi». Vr. 2 (l«)5} 317-M6.
Eudtalhios Bulirnn» (1819- 1H9S): Kancr ]
(leOC) 648. ]
JuM. Mullor (1625-189-^); Nekrolog von C.
V. G, VRsiljevskij: Ein Vwwrichnio t^oer
R«renit (Za|>i&ka1 Uierdie fcelehrten Arbeiten do« korti
ecliftfUii V. Gr. Vuiili^vakij. Vorgetcagcn in der Sita
12. Det. 188». Potonharg 18B0.
16. Byzanz in der schöm
Zu der QeB(^luvllt« der byxantUiiBcheu Studien al
Stoffe In UDgHter wedmelseitiger B^tieliung. Bei i\tmi
oiiiopniai'he Mittrluller bis auf die neui-ate Zeit aellj
hsl, iHt es nii'lit ;^u vefwiiTiiliTii, lUss hyuintJniHvIi« j
spielen, Opern und in den bildenden Künslen nnr mII
«bo Auf^liIuiiK der «renigen liiolier g^hilrii^en Werk«}
blutigi<n und iiilrigueDVollon Süuit«aktiotien der bji
thr tttvitea tieliIoei»chen Schule. 8o »ubrieb Andr^
meniuB'. V)tL A. Hoiseulierg, Die b,viHutinisi-hon Q
ZrilHchx. f. vont'^'«^''*""'* Litter»turgesebiehle. Neue
imrdnn in Jesiiileoschulen byuintiiiiaebe Stoffe tu dj
beitet Kino BOli neu an Weisung fOr ein sukhm StUck 1|
Der Titol Inntnt: Mauritius nrientis impomtor. 1
Archiducalt fj'mniisio K. 3, Odnipnntj 4. A 5. Sf^
Orient rn Eiid di-a Jubni voi^ostellt von den) Kajr^
Soc. .lesu tu Ynspnigg, <ieu 4. und '>, Ilerlwlinnnat ]
Btoff büiurbeilet worden: in einem einet viel ^leaenei^
montel UV66); in einein Trauerspiel von Gd. v. Soj
genUirt: xuerat gedruckl in Silienk'u ,8oliMWpie1en* 1
B. 1 — 1'JO: dann niit Eiiik'ihmg liemisgcftsbcii TOn n
litterntur* Bd ISl. Berlin aitd Stuttgart 1800); in etnj
Walter .Scott. Count Kobert of Pkris (Stoff au« i
Dem. Bernurdnkia, Mv^l« Joianoieij, MOucliCii
PhtauM or tbe fnll of Conslantiuuple. S, ed. Londil
— J. Petvaun^Xu, UfAntw^W UMm. 2 (Ide, Leip^
J
10. BjruDE in d. ochOnen LitUratnr. 17. Z*iUctLrirtoa. Bibllngr. HllfsmltUl. 1]4Q
taXmaXiiyos. 'Mfa^MT A^i/ia. tMfäg If^. — Hnrm. Uiagic, tlyauitiuiaiili* NiiYclInit.
upzig IK^l. Uwana cnchicn ,D<ir Elildpratmiii' ia ([rlwhiwlior CIipiwIkiuk im ll»if
adt 3 (1879) im ff-, &9» ff.. 7CM ff. — AI. Riios Ran^abM, "0 nIM>T9r i«i JVw^wf.
utaoh abeir8(4it (.Der Fllrat von Mona*) Vau Ail. EllioBoo, Aual»kt«n <l«r mlllul- uail
■iecluMlwii Lill«r»tar ä (18^) Ill~88&. Ancb BrMlnu Wut uiiil I.SMK (It-titur* I)
ab«n mir uiizuKttnfclicUl. — AL Rixos RangkbvN, Jnäxtit (Dnuiiit); in itnuUi^liur
rbttng van dum Autor ai'Ibst 1881 (niir unx»i;>oglieh). ~ Vivt. SHrdiiu. 'Dh^ihIoin,
ISS*. — Kloon Rnngabcs. hiXtant i '.ImxniittK 1877 (mir iinxut(llD|[ll<ih). —
Eicon Knngabca, StoJia'i/a . aohjfia i^afiatiiör. liaipzj^ 1884. — KUuu KangabuM,
'Itfaxiiiot . Jfii/i« tii fiift} Ttivit. Leip(ij{ ISd/i. — LoiubAr^, ßysiiito* (Ruuim). V)[].
seine R«urt«luug in sprHL-lilichor HinsiL-fat, 7.«itAi:tm(t f. fhuulta. Spruche untl l.illaratur IH
(18!)1| 34^ ff- — Ak'iuudru Papadupulu, Hv^arttrö iiiyijfiati . Tö fiijia nie «}iini]f.
'tlaiitt vom 0. Juiii I8U3. — J. Ü. Craig })uUHton. Thf djiugliti'r nt In-Diiliiiii, «r l'liun»
ef bytBQtino life, social and TCÜgious in tbu Sfth ccntary uflvr L'liriM, Umdod IHQll (YJ
(mir nsr ans Acm un|;ttnsti|;en Refcimt im AtlipniHium v. 23. Juni IMU'I lit<h«tinl), — 0.
Strnteiies, ftaeiXiin! 6 BoeXyiigtniävo;. Kin nnuKriechiaofaos Drunili du ua*-\\ dM ICAroru*
YfBif. -Eao'o vom IT. Juli 1S04 S. 304 im Juli I8S4 Im l^MhathMlM' >u Atlion Ubur dJv
Bretter ütag.
H 17. Zeitschriften. Bibliographische Hilfsmittel.
^H Die «tute ZritMhrilt, die «p«DcII uiiMrcn Studino dinnlB. bt d«* vor HIchii«!
^U^rfaor bvgrOndntP Archiv fOr mittel- und nxugriorhlNCllo Phllnl«||l<i, Ihiiiil I.
Reit 1—3. Atlion 18)^0. Doch iiil dinMCR QrRan nacli dnm Kr^choinMi doa Mst»!! 1)o|i|mI.
ImA«« wieder »rlix entechUfen. — G«Kiniwtrtltc widmen «icli mpraUU d»r llywtUiilBUk 41b
I Byiaotiniache Zeitscbrift, lieniuip^beii voa K. Krunibiebar, Ldpil« IMV ff. (Ida
jetil ü Bil«), itnd der ViiantiJBkij Vreni«n«ik, lieraiMitu)[«l»'u vou dar k. ruMlaoliMi
AkaJcmie ikr Wus^iiavhaflea imti^r der RvilaktiMi vun V. (1. VaailJnvHki) iiuil V. E.
Regel, Pstenliing l^D-I ff. tkis jetzt 'i' i tUcJ. - Nur di» AurbUrunii iiuil VliiiWinu» lUr
I Uuiooabsee bcxwcckt die ncao ttabwMich» ZtUaclirift; B«i*arloi)*, Bon— lUaiia imtl {liU
jetst £ firft«). — Hehr de» OiMsUir mbm' p«Mtack«i 8uuii*l|mbUkillitn *b oluur ZuU-
schtifl iiB ei^itUichMi Sühw lial die BjrstiitiuUcli« Alitalluiif dM Jalirbimliaa
(l^lopisl der hiatorlBcfa'pbilolaiflacfaeu tieaellacbaft bei dar k. neyriiaiUcIl*!!
i:niToraitai (OikMa). bi> jeUt 2 Bde. Odewa lH'/2 und IMM inm.). - ll*r MomUim
Aem Utniiischm üruntft dieabn vor «11*01 die P-"%TtWM'f d*r vuni (ira/*u Hi«Ht Im'
gtflad«trii I^kI^ de rOrieat UÜB. Am tkr« (Jb-lle lat Jrttl V>trvb'n dt« K*viio Au l'Oileni
Istin. bb )HiZ 3 Bde. Pmu IWft— UN». — AiMmr4«» kouiiuMi Mr 4I> k/MHttHMu»
Gw liichi4-. Koiut, P^ägwidrik. Vvmmma/äk, flftfidwr h. «. w. luuumMirM «biiip* ||ri*rU«rlw,
mwiWrtir Bod ntu/äpt daviadM ZaÜMknA«« ia fWtrvM, auf diu bhv Nur KtkIumimik iIm
oUgm biblNgi«|AiKkMi rtntili-a Dodi iMWiUpr» liiiigvvtiiaBii irW«U Mlli llurJuiifu
« Bde. AdM 1BS0-I87i. - /f«pMM«A, Atb-u 1^77 ff - ■Jlfi»u-^. All»« IxVli! lt.
— JlUiar t^e UltifUt^c «Bi 4»r«iA>ylM^i hmifUt >■)« 'Oi^4«t, AUmb IMHS ff. .- 'Mi^.
AtlicD If«ft9 ff - I>ie PublikatNOMi de» 'KUiitM««« if4kdL»r"^l «*ii*rt ^ K)"! (U«
jrtxt es Bde mit tielen Bt>U«M). ~ JmtmI 4« II. niM. MlideUnuim dM VvtkMuf.
kUraag (2an>l MMiiigit»» M(a4Di«t |»«M>itMN< l'*(«nilH»v IWIS ff (Ut jiM
308 Bd») (nua). Eia CM—Iwgiil# dw Bd« «« WW-lWd »nmm la « TdlM,
Prtw^wg l»M - li«L — irii iinil dM bot^rMd.*« MkiiaUwM» dwr V«lkaMftUnui|i
(Sboratk u MtvdBi uawlw— 4k awdtt t lalfcrtMj (Ua >(« IXBd», tMU ItfW-UiMt). -
Die Sdkrifle« d«4- k. «MtiBiikM Afcadewi. dar WJM.aaalian» (Wm firiadw AkadaM|te;
B>iMiMk Srpik« AkadoM^j. - - htam mutk laaniii aadan, laldv b d« MataMa aidd^
riavwcbn BaMi^ifcia Eiav|» bOÜMdaa pMMte^M PaUkattoMa dar Bimu«. "-^ .
BwfcM, HawiiM aad Ki—iM. ui tnlcr IM* dk Onpuku dw niMltdwa im^ÜpI"» AW
BysantiniBche LitUratargcscbicbte. A11|
dcmkn iinil d«r rtii«i«rJicn arvlilole^iwlieti Gfwllsrlwl
Aiiftlntung (gUrolin-ntiikiijfl l'nwrjciJi) u. k. w. — Von'
hM^linn /jCitMluifMi Uiiil miinvnUirb lu bfricWn du
GUurax^mBiit den Mtiilps inwcqiH«, düi H«vao dr« ii
•biiLivB, di* fubUkalion«» iIm franMaiMlMiii liwtiwt« in ,
trimMtriell« und dl« tnlilivicIiMi deutocbon [ihilolofiiM
'jCeitai'hrirU'n, In douuii hytunUnisilio SftclieD tülwdiogs |
It^klihDlüge Nni^bwt'iiN! Ubvr die neuere direkt i
hiatoriBclio. gvagrnpliiacli«, IcuiiHteenFhichtUa]
in iK'ii biblkiKmphiKchen E)«ticlit«a von Kvrd. Uiracli (Qj
(NcugrierlwiilRnd Mit I4.'>S) und K. Jirofsfc (SDdalri
bcrioliten tor OeechiclilswiaMnichnrt* ( I ATA ff.) vertSeotlH
Nrontv littrnilur sur bysantlniachen O^uhidite. DealM
•rhaft 8 {1692) 811-SM: b»i Job. Driseke, Griecl^
and Littaniturg««ehidite, ZnUdirift Rlr Kirdicnüeacliil
loglacha Jalirotdiorieht*, bngrflndnt ron i). E'Bnjer, La
BMlcbto Obor Kirchnngavcliichto ron O. ZSckUr in'l
OcBohlchlswissenschaft'. - tlaujiMchlicli dip vorbfiaid
huid, Di« altthmlUrh« LitterahU' und Hirw tCrforschai
Studien Bd I Heft 4 ^5. Straasbur« - Twhurg i. B. 189^
und niinftaischm GrenxK*bivten dient, beiwwlen in deni
und (ira)!Tapliie. Altort&tner und KiUiMti •!• nntaitbeh
Dibliographisrh« Cbtireicht nb«r dio alsviaclii! Philoloi
refcister mm Arch. mUv. Phil. Hd l-~!3i, Bnrlin 1892. i
rutui. ium Twl anrh für <i4«chtchtt'. Geögrnpbi« a.d
Hiirainillel vor allein in Uotracht: Bibliothfca Graeca *l
Aiui^be vun 0. Clir. Harles. 12 Bde^ RambuT)t IT90
Wilh. Enselmunu, BIblieÜiocn acriptomm vLaaelcoifl
1860; Cnlvaryn BiblioÜi«ca Philologics Claaaioa (Beibll
Dber die Kortavhritt« di-r claanaelun Ahnbaitwmimtnaa
Vtert«ljttbrig<> )■y■t■^^latilKhe Bibliograpliir dft i'lainiaQhl
und Ncupliilologi« [Beiblatt in Jahns JabibUchfm. I<«in
UbemiditMi In der Rn«u* d«s Atudea gr«e^noa. 4
Aog. Pottliasl. BibIiot]i<iva liistoriea niedii aevl, Vtg
«ni«plUtc]ien MillclulU'ra v. 375-1500, Mit Suppl«RWB
tud TCtmehrtu Auflage. Berlin 1890 tt.
Regentenverzeichnisse.
I. Weltliche Regenten.
Die oströmischen Kaiser.
I t dor GntMO (AlleinherrscIiDr)
Mvä 1 ^AMoinhemober] 358-861
« Apoaluta :!€l-363
k Jovinnus S08--8ö4
anianiifl 364-37S)
l8U~3Td
I der Grosse 370— 89&]
II 408-450
pw 460-457
1f»k«llea 4S7— 474 (MitkHJsor Leon II
»-474)
474-401
|iM 1 DikoroB 401-516
• I 518-527
mM 1 527-56.)
• II 566-578
■ II 678-682
loa 582-602
I 602-610
KM «10- 641
MOS KonnLkutinM III 041
eonaa 641
D8 II 642-66«
ntiiio* IV l'ogonnlos 668-685
uios 11 Rhinatmetoa 6^h 005
W 605 -69^
B III ApsiiDDroB 698— 70S
MOS U Doohmala 705-711
IkM (Barduea) 711-718
UM II {Artwaioc) 718—716
«Im 111 AtrunrUnoa 716-717
Haus d^3 l.eoD.
Leon in Hm Ismiricr (Syrer) 717—741
Konntaniino« V Kopronymoa iKabiklioo») 741
hia 775
Leon IV 775-780
Konatiintinoa VI 780—797
Irene von Alli«n 7Ö7— 802
Nikeplioroa I 802-811
Staurnkios tll
MJcbnd i Rlianijabes 811- 813
Loon V JiT Armenkr 813-820
Hialiuol II Jor StunniluT 820-^29
Tli«ü|)bi1ua 829-842
Micimel [II 842-867
Makedonieoh« DyDsatte.
Basilnion I Ra7 -686
I,uon Vi dor Weiao 888—811
Aleinnder fi86 -912
Konatnntinos VII l'urphyrogonneloa 913—059
Romanos 1 Ijikapciios SJ2<J -044
Romanos II 059-963
Nikephoroa M Phokaa 968-OGO
Joannes I Tiiraiakea 060—076
Basileius II BuluaroktoDoa 976-1026
Konatuntiuua VIH 1025-1028
RoinaouH Hl ArgvroH 102e<-1034
Michael IV PapliUgon 1034-I04I
Miuliael V Kfil»ph«I.-s 1041-1042
Kon»tantJii08 IX Miinomaohoa 1042-1054
TLüodora 10.'<4-I0.'.6
Michael VI Stratjotikos 1056-1057
Dukaa und Kotnneaea.
lannk I Kumnenoa 1057-1060
Kon>Untiu X Dukaa 1060-1067
Romunos IV DiogeDes 1067—1071
Michl><^l VI) Dukaa (PArapinakes) 1071—1078
Nikepboros MI BotaneialM 1078—1081
Aloxioa 1 Komnenoa 1Ü81-1US
JoannM U KonviiWÄ \\\%~\\«a
1146
I«gM]t«iiT6neic|
Maniiftl l Komnenos U«-1I80
AlciioH li KomiKmoa IISO-IIS;)
AnilroDikos 1 Komnenos 1I8S-1165
Uaua Angelos.
Isuk II Angelos 11RS-U95
AlMioe III Aaselos 1195-1208
Innak II DOchinatH 1208-1204 (Alexios IV.
■Mtln Subu, MillcHiMr)
Al«xios V Dukao (Uurtsaphlus) 1204
Kaiser in Nikac«.
Thoodoros I Uskuis 1204-1222
Joanci» III DukM BkUtMH 1222 -12S1
TI)co<lorc>B II Lnskaru 1254-1208
JoumM IV Liukari» 1238-123»
HiobMl VIII PuluioIugM 12&9-13r>0
Wiedoreroburiuig von KoasUnlinopol I3G1
KoaJ
EroÜ
Lateinische Kaiser von
Mie
And
Aod
in
Joa
And
Jo
(Ja
Bolduin 1 von Flandorn 1204-1205
Uoinrioli von FUndcro (Angro) 1200—1216
Pet«r von Court?nay l'ilT
JoUntu I2I7 -1219
Ro))crt II von Court«iuy-Auxorre 1221 bis
1228
Balduin II 1228 (1240)-12«1 (1273)
Joliunn von Brienno 1229-1237 B«g«nt
und Titutaikaiser
Aneeaii d» Ctytux 1237-18381 B.™.i„
Narjot de ToQcy 1238-1240 i '•*«"'«'
Bdd
Phil
Kstl
KaU
I
Roh^
PhäÜ
JaH
Lodll
Ludj
Kaiser von Trt
Alexios I Komnenos 1204-1323
Andronikos I lüdon 1222-123.^
Joannes I Axuiihos 1235 - 1238
Manuel I .dor tilmtbaro' 1238 1263
Andiuoikoa I! 12'J'{-I26Ü
Ocorpo» I lliö(i-12B0
Jowinu« II 1280-1297
Aloxioa II iay7-l330
Androniko« III 1^30-1332
Manuel II 1S»2
Säsanidei
Arilvaclitr (ArUxerxea) I 22i>-
Srhapnr (Sapores) I 242-278
Hormi«d I 273
Bahiftm (Vsrnn) I 974-277
BahrAm II 277 2114
BülirAm III 294
Narao» ay*— 303
Honiiixd II 303-310
Bobapor II 310-379
Ard«aobIr II 379—884
SokAunr III 385—888
BläW IV 383 -M9
Jeedeg«Td i 399 -A<^
242
^^^^^^^^^^^^^^^ I. Weltliche HogenieS^^^^^^^^^^^^^^^nJ^^^^^B
■ Iranische oder Bagdad'sche Dynastie der Seldschuken. ^H
' TogfU Bm. Enkul <Im SoUachuk V -I0l>3 MuliommudSchuli I105-1II7 ^^H
Alr-Anlkn 1063- IÜ72
Mailand 11 1118—1180 ^^H
««lok-ScUli I 1012-1093
Sindscbar 1I18-II&7 ^^H
Uahmud I 10EI2
Suleiman-SeliHh 1157—1160 ^^^1
Üarktjurok 10»2— 1104
Arakn-Scliflli 1100-1175 ^^H
H>l«k-SdiHh II IIOl
Togril III Scliali 11T5-1I94 ^^H
Ikonische oder kleinasiatische Dynastie der Seldschuken. fl
Suluiinaii licn-Kiilulini«!,')!, Ucpnkcl <1m Seid- AsoHiliii Kiti'lscih-Ar&l.in 111 1302 ^^^^M
Bcbiik ]0:5-108Ö Ascddin Kaiknns I 1211 — 1220 ^^H
Kilidsch-ArelMi J 10H2-1I07
Alaeddin Kiiikobnd 1220-1237 ^^H
Uiüvk-Sohah (Saleui) 1107-1116
GhnjnsscddJn Kuicboarew II 1237—1247 ^^^H
llMUd 1 1116-1156
Asuddin KnJkuiis II 1247-1266 ^^H
AMddtD KilidachArelaii II 1156 llüS Rukueddiu Kilidecl. Arslnn IV 1347-1267 H
(JbBiMMddin KaichoBruw 1 Juthatbine 1193 , i.>liajiiBH»dditi Kuichosruw 11! 1267—1263 ^H
bis 1211 Mi>Bud tl 1282-12UT ^^^1
Raknoddin Suleimau 1193-1202 Alavddiu 12»7-lä07 ^^^1
^ Osmanische (türkische) Sultane in Brussa, Adrianopel ■
P und Konstantinopel von 1231 - 1520. ^^
btoghtiil I231-12V8 1 Mu»a Ult-UlS ^^|
OniM 1 128»- 132«
Mohammed I 1413-1421 ^^H
OrIiw 1828-1358
Murad U 1421-1451 ^^H
Uiir»d 1 1359-1389
Hohammed 11 1451- 1481 ^^H
Biiiuat [ (lldrim) 1389-1403
Sufdin*» 1 140'J -1411
Bi^axut II 1481-1512 ^^H
Sofim 1 1512-1520 ^^H
L Serben. ^^|
r VluUmir 886-843
äti-pliiui lVu& 1 1240—1272 ^^H
Uaütait 1M8~890
Stoidijiii Draeutin 1272-1281 ^^H
Pribülav 690
St«).bAü Uro« IE MiluUn 12»! -1320 ^^H
P«Mr 891-917
Sl«f>]ian Troft 111 DetanskiJ 1321 -1331 ^M
PanI Bnnkovii! 917 U20
StviAMn Dufcan üroi IV ]:i21 (1331)- 1355 H
1 CmUv 927 - 949
Stephan Uro« V 1 .155 -1365 H
lBtMT«eiiutn 949-1U40
Symcoii 13ß5— 1371 ^^M
(VuIknliD 13t)6-137I) ^^M
8t«phaii Vojslav 1040 -1050
Uieliul 1051-1081
^^^^H
lUdoaUv 1081 - 1082
Dyiiaslie d«r l.atarevi£. ^^^^H
KonttUiitio Budin 10^—1106
Laxar 1 UerbillunoviC 1^72-1389 ^^^|
DobroaUv 11 06
ät«pbiu) Lniueviä ildiur 11) 1889—1427 ^M
Vladimir 1106-1115
B
Jirji 1115-1122
Dyuaiilie der Br&nkovii!. ^^^M
(Vuk I Urankavk 1389-1398?) ^^H
Dynastie der Nomanja.
Oeoric I Btankuv. (13ÜS) 1427— 14Ö6 ^^H
{Volkitn 1089-1122]
Laiar 111 Brankov. 1456-1458 ^^H
Slnphan Uro£ Neman I 1122-1136
Ticbomil 1136 -1151?
Stepban Braokov. 1457-1471? ^^H
Serbien durch Murad 11 erobert 1459 ^^^H
Stephan (^ymeon) Nomnn 11 1151—1195
Vnk II Urankov. 1471?- 1485 ^^M
Stepban der .EmtyckrOiitc' 1195-1228
Badoslav 1228-1234
Ci^nrg 11 llraokor. 1465-1496 ^^H
Johnon Urnnkor. 1496-1502 ^^^|
Vladislav 1234-1240
■
Bulgraren. ^^|
Kiivnt t 634-641
Kurmisoi 753-760 ^^^|
Atuanicli 641-702
TdIoU 760-763 ^^H
Terbel 702-720
^^H
T<*tu
T«lrrig (Origt ?-777
Kwdoiii 777-802?
Krum soa- 815
Cok (Dukum)
Di«eit«
OraarUg (MorUgon] 9199-638
Mftlomir (Prwdsm?) 829?-8S0?
Bori« I iMiohael) lB43) 859-888 (t BOT]
VlaAmii 888-d9a
Snncon 893—937
I^tar 997 -Heg
Bona II 969-97«
Stmnel 976-IOU
Oabriol RomMo» 1014
Jobann VlAclialAV 1015-1018
(P«t«r DälpflDos 1040-1041
Tichomir 1040
AluaiAiina 1040- 1041
KonsUnlin Boilin 1073—1082)
P«t«r und A*ui Il8i1-111>6
JoaniM (KaloioAiinMj 1197 -1207
BortT
JohM)4
Kalomi
Micbai
Kaloä
Mytül
Konad
Micha]
Laohai
Joliani
SmQtai
Tuch]
ThfloA
Gooi^
Bo«k!
•1
HiehU
Joliani
Johaiul
n. Geistliche Re|
Dte orthodoxen Patriarchen '
von
föUchjH AimhIoIos 38~-M
OoMimoH 54 Dt)
PoIykarpoB 1 71—89
PliitaTöhos B9-105
Sndokion 105—114
Diogenes IH -129
Klouthurioa 129-136
VvUx l;fÖ -141
l'ulyknrpos II 141-144
Atlieiiocturas (AtbMiogmM) 144-148
Euzolus 148-154
UiirunlioB 154-16^
Alypios (Olympios) 16<J-I69
PertJnnx 163—187
Olyniiiifliios 1RT-I98
Mnrkoa 13S-211
PhikclulplioB 211-314
Kyrinkoa (Kj-nllionoa) 214-930
KaMinoa (KunaUiitinus) 230— 2S7
Kiigunios I 237 -242
Titos 243 V— 272
Doniatim (DomotJanoa) I 21it—SQ&
KupKinoB /
i'robo» 303-315)
Metrophanes 315-397?
Alaxandros 827? -340
Paoloa [ 340-341
EuMbios 341-349
l'aiilos 1 nochmals 342—344
.Makedonioa l a«- M%
Paulos l nootimaVa :J«-WA
315-152
UakeJ
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1149
M IT N«al«iitM 19. AprU &82-2. Sopl.
Im &95-29. Okt. (tos
H 1 23. Jw. W7~20. Mflra 610
M 8. April 610— aS. Nov. 038
Ml 20. D«. «38-29 (22?) Scnt 641'l
■ I! 1. Okt. Ö41-27. Tln. 6M
IM t nochiDiila 4. Jan. Shii-ll. Mni G5&
i 31. Mai 6l>& 666
H II 17. April 667-669
w V 25. Nov. 669-18. Aug. 67.1
anUDOa I 2. Sept. 6Tä-Ü. Aug. 677
lonxi I 23. Aug. GTT— Nov. 67!)
rioH I Nov. Dez. 6Ti«-Fcbr.;MArz 686
iorualDocbmultiPi-br.iMlLraöxti— 27.Det.
«7
t III (5.?) J«n, Cfia— (21.?) Aug, 6B4
ÜkM 1 30. Aug. 694 -? Sept. 705
I ? Sopt 705-JBn. 7121?)
M VI Jun. 712(?)-Jnli Aug. 71.'i»)
■uo« I n. Aug. 715-18. Jwi. 730
Uioa 2^. Jon. 730 -7.^4
IuUdos II ». Aug. 7.M-766
W 1 16. Kov. 766-8- Febr. 780
« IV 20. Fubr. 7B0-31. Aug. 784
bs 3&. Dhi. 7ä4— 25. Febr. 806
boroa 12. April 806-815
■»tds I MtliMvaüH KaBBitoraa) 1. April
H&-821
MO« I (KfMsimalAs] K2I-834
IM VII Morndiannitios (Grommatikos)
II. (26.?) April 83* -12. Febr. 843
>dio« I Mira 843-14. Jiiui 847
KM (Niki-tan) Juni 847-23. Nov. 858
Da 24. Dci. S-1S-2&. Sopt. 867
IM coclimnls 2'i. Nov. 867 -23, Okt. 878
M Dochmab 878- Det. 8^6
lau» I Wcihnochton 886-17. Mai 893
iIm I! KudillenB 893-12. Febr. 901
fto« 1 Myatikoe 1. Müm 901-1. Febr. 907
iBiiuB Febr. 9U7-Milt« Moi 912
IM I uucbmiilB 9U-15. Mut 925
Uoe II Aug. 925—928
M Hut« Det. 928-Aug, 93]
EbrUklo« Febr. 933-27. Febr. 956
■tktos 3. April 9.56—16. Jan. 970
■oa I i^kamandrenos 13. Fehr. 970-974
no« III StudilM »74-980
IM II Chrvacborgca 984—995
JM II 995-»gärO
» II ManuelitM 999-? Juli 1019
thion Juli 1019 -Nov. (D«s.?) 1025
M Stndiks 1025-MaR 1043
•1 I Kerulluios 25. Ulux 1043-8. Nov.
058
ftuUuu« III Lei^^huduB Febr. 1059 bis
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fAf CtiroDoltvlp der PKrlftrobon von FfrrhOa I
■Moia I uoti uoM noch nlotii nrOtTrOtllobten
«s S. W. Brook, dls In ilai Uyiuit. iCrItiElir.
:«BkMDWHri.
Euatiatto« üniidaa 1081— Aug.7 1084
NikolaoH III KvriliuiBlea Orainmstikoa 1084
bis FiQbJHbr Uli.
JoHQuea IX Auaputos (oiler ioi7 XaXxtjüi'ot)
1111-1134
Leon Styppes 1134-1143
Miclmel II KiirkuM (Oxeltes) 1143-1146
Koamiis II Attikoa April 1146-26. Febr. 1147
Nikalnos IV Muinlon Kode 1147 — 1151
Theoilotos (TheodoaiosV) FrUliJAhr 1151 bia
1153
Neopbytos I 1153
KoQstnntiDOsIVChliareuoallM—? Aug. 1168
Lukas CliryHoburjioB Ilo6-Mitto 1169
Micbiid !ll (.or .^^-/inÄoiO 1169—1177
Cliaritou Euu;eDeiot«s U77— UT8
Tbeuiloaiua ÜurudiotM 1178-1183
Itoeiluius 11 Kaiuuterua (PbvUkopalM) 1188
bis 1187
NikeUw 11 MunUnes 1187 II90
Leouttoe Tlicolokilcs 1190-1191
UoaitheoB (Thoudosioa?) 1191- Aug. 1192
Ooorgios II Xipbillnoa 1192-? Juni 1199
Joannes X Kumateroa 5. Aug. 1199— 1&,(?)
Febr. 1206
Michael IV Auloreiuoe 20. Mlre 1206 bia
26. Aue. 1212
Tkeodoros U EireuikoalKupaa) 20. (28.?) Sopt.
1212-Febr. 1215
Maxiinoa II 8. Juni 1215-'i'
Maouel I Sarnntenoa (Cbaritopuloa) ? Da.
r2lä-8ept. 1222 (Juni 1221?)
Gormanoa II 1222 [?)-1240
Methodios 1240
-Manuel II 12U— Aug. (Sept.) 1255
Arseiiios {Autoreinnos) I2Ö5— Fiühjalir 1260
Nikephorosll 1261» -Anfnng 1261(Nov. 1260?)
Araenios nochmals Knde Auguat 1261 bis
Ende Mai 1267
Gemiiuios 111 (Latus MarkutxasJ 5. Juni 1267
bis 14. Sopt. 1267
Jornpb I 1. Jun. 1268 -Mai 1275
Jouaea XI Bckkoa 2. Juni l&7ß-2e. Du.
1282
JDsephltioobmaladl.Dee. 1282— ?M&n 1288
Oregnrios [1 (tieorgioa) Kyprioa 11. April
1283- Juni 1289
Atbanaains I 14, Okt. 1289-16. Okt 1298
JoBDnoa XII (Kosnua) Jan. 1294—23. Aug.
1303
AtliaDOsioB nochmals 1303—1311
Nephon I 1311-1315
Joaunos XIII GlykyB Frühjahr IS16-I320
Üeroaimos I 1320-19. April 1321
Jeaains Okt. 1323-1334
Joannes XIV Apronoa 1S34— 8. Jan, 1847
laidurus 1 17, Mai 134T-2. Det. 1349
KiillietoB I 10. Juni 1350-1854
PbiloDieos 1354- 1855
Ealhatoa I nnchmaU 1355— Aug. 1363
rhüotheo« BochmnU 12. Fobr. 1364-137«
Makarios 1376-1379
Noiloa Juni 1880-Rndo 1388
Antonio« IV Jan. ISöa -WM
Mokari^a aouWtla ^. 1^^ V&^-\^X
1150
Bagentan ve n eis
AotonloB IV nodimnla vor Aug. 1391 bis
KalliMos il nnchmnlii Knile Mui 1391
MatÜiaJo* I nöl 1411)
Kuthymio» II Ükt. iNov.?) UlO-Mlnt U18
JoMph II 21. Miii UlS-IO. Jnnl H8»
HBtropliuies II 4. Uai 1440-1. Aug. 1448
Orwurius II t (Mamtnas) Heliasenos SliRtugiv
poloa 1443 -UbO
AtbaaaaiM 14A0
GcoQBdios 11 {GaorKiM Kart««iM] S«Tio1ario«
14S3-14&»
>!OpliToiiios SvTupuIun 1413^ — 1464
JoHHpli ! Ku'kkuii 1164-146«
Markos Xylokarsboa 1466-1407 (Y)
Dionyaij
Symootf
KaphaiU
Mazim^
SymeoiH
K«phom
Dion^BH
Maximd
N«p1ioiH
Joacliinl
Ngphom
Jonohii
Paotian
ThMleij
Die lateinischen Patriarchen i
von 1204- ISS
TfaDOU MoraBJDi Mai 1204 Juni 1211
avtruAv» «OT, 1215-9. Nov. 1219 (l.'juvi
M«t(lu>eiu(Hat)iiMi?]31.Jan.l2'>l-E»<li-1226
Johann HftlxriD (Alegrin) 23. Dos. 122ti bis
Sefil. im
Simon 1 227 -1232
Niccilaiia I von Castro arqaato (Nioolaus von
l'iBCBnE»! 1235-12M
Pantalvon (liuslininm I3&3 ISSl
Peter I Corror oder Corrnrio |P»triu Corra-
riua) 12S6-I302
liSonhiLid Fiiliera 31. Mint 1302 - 1905?
Hugotin I 1305-1307
Kiculnufl II 31. Juli 1308-1330(V)
Polur II 1324 (Bio)
Cordiiiulls 1330-1835
Goiiu udvr Gotiu Ba)U)tlia od«!' Uallngllni
(Qoctiiisde Anminis) 14. Juni 1836--1888
Bobert 1838?-1341
Hfinricli 1341-17. Jan. 184»
Wilhelm t von CrbIvIIo 134.^-1340
SUphnn 17. Nov. 1346
WUbftlm II PuatrelU (odrr Paet<>rla) 1346
bi» 1361
PetM III (oder B. Petor Thomas) 1362 bia
6. Jan. 131^6
Paul 1S6Ö 1372
Hugolin II Mnlnbranca 1372-1874
Jaknb viin Jtri iJiiuubus Caiiipanua) 18. Jan.
1370-1378
Muithua
(P«
Anten t
? 140ai
Franz t
fAlphooi
Jobana ^
I4f
Johann i
i'tant r
i'Tua II
14S
Isidor 1
144
Besgariq
Peter Et
Hieronyi
(nei
Johann 1
(11
Johann
Frau'J
Tbomaa
Mftroaa
Römische Päpste von
Marcellus 307-309
KuRohiua 80U
Uiltiade« 310 -814
Svlvötor 314-885
Marous 33ß
Julius I 387 S52
I-iberine 352-366
[Felix II 8S5-358)
DunwuB 1 m— %M
Siriciuft 384-S9&
AllustM
Innoooni
Zosimu«,
Bonifaot
COlestioi
Sixtoa J
Leoial
Hilariitf
Simplioü
^ ^
Em 1 492 49»
S(«plmn Vr (Vin 896-897
nius 11 496—498
ImImii 498-514
Hantfnriun VI g96
KocniiDon R9T
Um 514-523'
Theodor II H97
B I 5-^-526
Juliwin IX 898- 900
IV 528-53(1
ÖeueJict IV 900-903
kcioti 11 530—588
Uu V »OS
B 11 58-2-535
Cliriatopb I »03 -904
pm I U6-d8«
lD*li86-M8
Serpua IIJ 904-911
AnMtaaiuB 111 911-913
ha 587-A55
Undo 913-914
in £55 -660
.loliann X 914-929
b III 560- a73
1,00 VI 928 - 929
Ikt 1 &T4-578
t^tiiphnn VII (VIII) 929-931
Im II 578-590
Jülinnn XI 9:il Süß
i I 4w OnwBo 590- 604
Uo VII 936-939
tan 604-606
älephui VIII (IX) 939-942
keiiM in ROT
MtirtJ» 111 942-948
Idiu IV W)»— «JS
AKapotuit U 946-955
JdujiD SU 955-964
fa« I 615-618
teiiw V 619-625
Leo VIII 968-965
faa I 6S5-688
Benedict V 964-965
b 1 640
Johsna XIII 965-972
B IV 640-642
Bsnedict VI 978-974
lor I 642-649
Iten«dict Vit 974-988 1
1 I «9-fiS5
Johnnn XIV 983-984 ,
liu 1 654-657
KdnirnrtiiH VII 9»4--985
in 657-672
Johnnn XV !lt<5-996
fat 11 672-676
(ifpfe-or V 990 -999 '
M I 676-678
(Johniui XVI 997-998) 1
• 878-681
1682-688
SylvcaUt 11 999-1008
Jcihami XVII 1003
Bot 6S4-M»
JubAnn XVIU 1003-1009
ta V 686-686
SprgJuB IV IOOU-IÜI2 ^^J
686-687
BoiieJict VJU 1012-1024 ^^H
K I «87-701
JohBtiii XIX 1024 -1033 ^^H
1 VI 701-708
Benedict IX 1033-1045 ^M
1 VII 705-707
(Sylvester III 1044-1046} ^M
taa708
Ungoi VI I045-I04Ö ^M
nlin 1 70S-71S
Clnmpn« II 104i: - 1047 ^M
r II 715-731
(Itenndicl 1\ 1046 1048) ^M
r III 731-741
UomnsUB 11 11148 ^M
iM 741-762
Leo IX 1049-1054 ^M
n II 752
Victor 11 1055-1057 ^M
D 11 (111) 752-757
Stephan I\ (X) 1057-1058 ^M
757-767
Bonedtct X 1058-1059 ^M
mtia 11 7iT im
Nirulaua 11 1059—1061 ^M
B 111 UV) 768-772
AtexHudcr II 1001 — 1073 ^M
B 1 772-795
(UoDorius II 1061-10G4) ^M
1 7M-816
Gr«sor Vit 1073-10» ^M
B IV (V) 816-817
(aenens fll 1080-1100) ^M
Ito 1 8I7-S24
Victor 111 1086- 1087 ^M
II824-8S7
Urbau II I0»!:l-1099 ^M
ltnu8S7
Paechnlie II 1099-1118 ^M
■ IV BS7-844
Uelaeius 11 tlIH-1119 ^M
1 n 844-847
Cflliitus II 1119 -1124 ^M
■ 847-855
HonuHus II 1124-1130 ^M
Bt 111 855-858
Innoccnx II 1130 -1143 ^B
M 1 858-867
CUIcBtin 11 1143—1144 ^M
B 11 8$7 -872
Ludus 11 1144-1145 ^M
t VIII 872-882
Hugen ni 1145-1153 ^M
II 882-884
AnaaUiäim iV 1158-11S4 ^M
B III 881-885
Hadrian IV 1154—1159 ^B
B V (VI) 885-891
AIciiDdcr 111 1159-im ■
lu* 891-896 '
Uciua lU U«l \\^ ■
Begealen v «neioliS
vam in iiss-iie?
Oraior VIII 1 18S
ClemeiM III IIHT-imi
Ualestin in lt»l-H»3
iDDooeiu 111 ll»H~ 1-216
Hoiwriii» 111 1216-12-^7
Gregor IX mT-I-241
ÜOlc«Uii IV lütl
Innoeenx IV 1248—1354
Jll«ijuu>.l*r IV 12.'.4— 1261
Urliwi IV 12fil-12«4
CUoMos IV 12tl.V 1268
Ongor X 1271 127«
losoMDK V 1276
IladrUn V 12TC
Johann XXI (XX) 1276 IS77
NiouUii» III 1277- 1380
Mutia IV 12*(1— l2!S.'i
UonoriiM IV 12«k-1287
NicoUu* IT 1988- 1392
Cltt^tin V 1204
lloniruriuR VIII 12S4— l»0:t
Bftnociict XI l»0»~l»04
citTitiun« V isu-i -nu
Jobann XXII 1316 I3»i
UcDcdiPl XII ]331-]»42
Register der Personen und Sachen.
U» XUkn bnirhrn >irli int dli- Hrllon. diu mit ■ bnglabntiBii SoIUp cuUimlUo die HiupKtclIan. All«
IhnMOtB. Uli AHimihm» il»r i»uf''i''nd<'n Mnilrii, iloit iioMf Ihrrm r«nilll"nn»njnn. »""tll dirwlbo f«l-
rtiftt* tm »w/hxii. Dir FunUn fKnlafT. K^nljF'T u. ^ w > Hlnd iinlf^r Lhf«ui Taii(UKii]i](i iipd ttr%t, *i0T Ufllwr^
MUllobfcMt ttklbor, r-ihar- Itüokoti^ljl AttT ül'Ej Ntiutli dar D^UA^tti? -"lor An» L4udi4. fe» dfir äpttiD Ibri^r
Saaantiiipgio mirni-fdliil. I\n| i1i-n illirlKi-u r<-nour>iinuueD oill ZiuAIi.'d 1(1 (Ar ito nclhcnrolRr niihl (1«r
8lMDtf fBlarhuf, UalrujKitll u. a^ w-). »jpijtim «Inr (irl (AI<t:t&ndnK ii, n w> niaAd'»1'«iad< Zur Krtelrbttrun^
dt( AuniDjEiu lat die airllc dvi Seile tiiwellnu dtlnh o. (oben). U (Mllte). ii. luuMnl b«i>lilinel.
ABC s. Atpbabet.
AbMiard bS.
Ab» K:>tiDn M«r 406.
Abb», Kirchnndinhtsr GSS.
Abbnwdtin 963.
Abrnüninbl, in dor bvi. Kunst
1117.
Abcodmiüiliitroit 66. 87.
Abooncr, Kilnig 8äd.
AborgUiibcD 593 . Predigt
aber duQ elf f.
Abaricios, Inacbrift Am 202.
Ab«ri«e«iid« 4ÜT ID.).
AUbD.IIIrt;T»rIaBdea6ftI80.
Abrabini , apokryphe 0«-
Bcbidit« 3ü; val^är^eoh.
Owiinfat 822.
A brabam .nnncniscberPriMtor
312.
Abrwn, Vater da» Nonnosoa
240.
A bramioa. BUcba f v on EpIiMoa
1«<.
Abramios. itiHcliuf voa Kraloin
ISO.
Abramios, MSncb de» Subbus*
kloalvra liti.
Abu'l Abbull MubHiuined i 'JlO.
Abu Djafar Acliiued bcn Ihr»'
liini CU, 617.
Abu Uafs Omar 967.
Abydos 992.
Acctntpoma «. Metrik and
Tjrthniiecba Peaaie.
ACMBtnrinsi]! a. äntuchlitaB-
AcViooa. Schlecbt bei 979.
Achikar R9T.
Acbillaa. A«kot lU.
AebilUia S48f.. 8U4.
Achill» 1'atioB Mb. 76S, 764.
Acliraut, Traum doutrr R30.
Acbmlm , Kcchonbudi von
021. Ü2G.
Achinhii PHaupolia, Funde von
1116. 1124.
Äclirida 994 f.. 1002. 1058,
Ark«rbauKeeeti« 36. 606.901,
1086 r.'
Aotji a Androne 18&: S. Jo-
nnn« 90; S, Tliomae 90,
las, ISh, 3.i2,
Acta f^anctorum 183.
Adnm und Kva, iipokrypho
ÜVBvhiobtc 3.'), M»8.
Adam, LioJkht llbcr 717.
Adam und dos t'anidioa 811.
Adeloa = DdIdb 417 (u.).
AiJL'lpbiu», Buuuinilo Si.
AdharbHJKa» 947.
Adreaseiibachurs.Titululureo-
bOcher.
Adrian opol WS.
AdriunoB 123.
AdrioDOB, Ftt^bnntns 478.
Adulis 413 f.
Argyptsn 247.404.413.422,
H7.>. 947.951*. IÜ74. 1094.
Ac^yptionuii manacburom
bi.it oriu lau.
AcIinnoB ^48. 283. 382. S67.
«03, 710. 776.
Aetiaiioa. Taktiker 633.
Aelioa DionysiuB SIS f., &38,
565, 572, 575, 577.
A^nitcr im hjt, Reiche 1084 f.
A*noas 477.
A^noaa von flBln 482.
Aranns. Tnktikor 635.
Atirn. oloxandr,. bjn. u s. w.
■. Cbronuloitic.
Amdhinca .127.
j/u^hu-if diT tlt/m. «/^rfiiiHHL^ri^du/l JX.
AliM«. t, AnK.
AeBobyloB 231. 505.549, 651 f..
567. 746.
ApBkulup 467.
Aeeopos 477. 544. 717. 782,
894 f. 897 f. 906. 908.
Afrika, das bya. 957*, 1071.
Aatliiopien 404, 413, 889.
AStios 614.
Aetioa. GennraKS. Jahrb.) 968.
AgnllinnoB AlosiiM, Diakon 97.
.\g all in DOS l'bcodorna, Pole-
miker 121.
Agajicrlo«. Uinkon 466 f.*, 591.
Ö99, Sö7-
Agap«toa. KorroBpondejit den
ProkopioB von ünia 457.
A«apetoB I, Pspat 58, 938.
Agapioo s. Lanaos.
A«atliang«lea 406.
AgaUiaogeloB. Qe^jner das
Oregoras 781.
AgntliHrcbid«» 518, »28 (o.).
AgalhJaB 1 1, 227. 228. 840ff.',
243. 259, 267, 348. 567,
646. 726'.
Agatbo. Papat 955.
Aentban. Arohidinkon 674.
AgathuuikoB. BiHabof 205.
AiMlbunikoii der b1.. Mftrtyror
167.
AgiUt 985.
Agneae. Baptist 902.
AgrargeselM a. AekMbaii-
geaetie,
Akakios von Kaamre« 13S,
206.
AknkiciN. Patriarch von KpeJ
921. 92s. 9.16.
AknlbiiitoH . KirchenbvmDua
292. (in «.■.üVi.'iSA.
\Vni&yn<M ijuutt^'sv* VJt-
1%
1154
Be^t«r der Persgaen'
AViadynoa Urvgon«. Pole-
miker 44, 48. 100 tt.'. 104,
lOÄ, 108. lOS. 109. 176.
212. 781.
Alaadjnai im lil„ M&rtyror
263, 1123.
Alcir, der weise 807 f.
AkklmnatioDMi S64. 25S, 346.
GAI.US.661,696f.,T92r.*
Akolotbo« 70».
Ak«miniitos Michael 17. 178,
212. 281. 284, 4SB. 408 ff.'.
472,476,&8*.689,7ül,79I.
AkominatM NikeUs. Hislo-
riker und Dogiimtiker 10,
43, 47, M, Ö4, 57. 58, 87,
91 f.'. 03. 124. 209, 221,
228, 281 ff*. 291, 297, 389,
892. 893. 424, 445, 47Ö.
1118, 1131.
AkominatoK Niktita«, Rn-
liiacbor Ton Chonan 92.
Akonilin, liuol 238.
Akrilaa h. Dic««i« Akritaa.
AkriUa, Ort 832.
Abriten 837 f., 882*.
AknTiioa 9G1.
Akropolitw 483.
Akropoliles Ooorxio« 93, 137,
138, 204,286ff.*.291,8S8.
889, 802, 893, 47«. 477.
478, 771, 1047,
Akropolitn» KonsUntinon, Ha-
Biograph, 204*, 205, 3S«.
46M. 477, 481, ;i46.
AkiDsticIiis Ai>&. 457. 674.
681. 689. 697 ff.". 717 ff.*,
728. 739. 782. 785, 812 E,
846: s. &uoIi Alphaboto.
Akaakov 84.
Aktuarios 020 : e. aucli Jolian-
nes Akt
Akjln», MUrtyrer 171 ; s. andi
Aqnilas.
AInnnn 157.
AInrirli UVi f.
AlbnncHnn 1104.
AlbertoN 8. Morinus.
Allicrtua Magnus 100. 48.1.
Akbemio 24B, 682 ff.'
Alcuin 500.
Alcyoniiia Peter 505.
Aldelagas iiixl Olnpe. tie-
sehiciiln von fip^ri,
Aldus MnnutJDK hOti IM,).
Alfxiincior. Kiimiir 976, 978,
Aletmulpr von AphrndiniM
431. 567, 778,
Alexander. KribiBoliof von
l,oitboe 78ri,
Aloxnndnr, MOllch IG4*, 8Q3.
Alexnndci Numeiiiii s. Nu-
moniii.
Alexander ril. Papst 1026 f.
Alexander. Pelyhinlor 241,
AlMUidar Ton Tnll««
AUxanderroman V>, i
849 ff.*
Alexandra «. Ljkophr
AUxaiidHa2,4lß(n.).
Alcxmidto (riroUmo 503]
Aloxia« », KomiMn* All
AlexioalK«mii«iiaa.Ka
48. 77. 82. 85». 90. !
150. 272. 274. 425,1
609. 1018 ff.'. 1076.
AtexioB U Komneaoa,
284. 474. 762 f.», 103
Alexies lU Au^eloe, S
93,469.470. 1Ö3& ff.'. 1
AUxioa IV 470. 1038 t
AlexioR V , Mnrzuphlus'J
«OT 2«!, 1089 k-
Alcxioa 1 Kumt vm
tiinl 1040.
Alexio.t U Kaiaer ron
lunt lOGO.
Ak'XiOB III Kaiaer von
»unt 782. 1060.
Alexloa a. Agallianes.
AlexJos 8. Aritileiioa.
Atexioa a. Kuluchetoa,
Alexioa der Kappadohieii
Aloxioa, Pa(riar«h tmi
152,
Alniioa «. Hakrambolitl
Alnxios, der Uatra Gott«
.\losi«a, PliiloJtopbM IS
Alüxio« ■. IthnrIiiToa.
Alcxt». Sohn Hol iura 6
Aloiis. Komiker 505.
Alkaeeii 505.
Alkmau 505. 653.
AllutiiiH Leo 510. lUO*
Alt«KOri»n 529 f., 531
556. 020. 782 ff , 820, 1
Almagesl G23.
AI-Mekin 308,
.Uiniis 1022.
.\todAiir 940,
Alogohohir 9»0,
Alopos l'bcodoroa 434.
Alp-Arslui 1007, 1010.
Atpbubetiilphabelo« 71&
Alpbabetc 254. 256 f.,
717 ff.*, TSt, 7S9, 75ö|
814 f.'
Alphabet der Uebe 811
Alpheoaderhi. Mlrtyret
Alaaianoa 1002.
Aljottia GrogorioB 600.
AJTpios 710.
Ainudea von Saveyan
Amfldi Fnuiciaco 901.
Atnotii.iQntha 237 f., 9:
Amnlcr 933. «32.
AmAlncb, Kbitig ron
aaloDB 1024.
Ainanlios 928.
AmaraatMi 7S6.
Register der Peraonm nnd Sachen.
1155
AiuwtMi««, Abt Tom Bnrfo
Siui SIT.
Anantiuiotea'nieapluitM. Hn-
gMgnph 197,
AitMtwiupoliH tlO'J.
AMUtwiiut, Uibliotliekar 32,
179, 189. 340. Ut f.". WtJ
(a.|. SiO f.
Anatolioa Aiite«Maor SIO.
Aiwt«lJae, GsModler 917.
ADatolk«, U»n«)i S7.
Aiuloltoa , ErebiBcher von
TliosadoDllte. Hooii1»tiker
i:e.
Anstemi« 436 ; s. ancb Ut^aiii.
ARstolM« B. TindMiiM.
Al»ohi«l<« 9AS.
Anckialo« Mi<^B#l. PAtrivch
voiiKpcl91. 4T4. 4;B,611.
AndreM Pati«o1«gas, Tüalar-
IcniMT 224.
AndtM*. Apot«! 167, 185,
1Ö2. 5SH. 1188,
Andr«u Chio«. Mirtrrer 122,
S05.
Andre« EnlcleistM 51, 56.
Andrew Bamutotna 211.
AlidrtM dM- fal. /■■ Kpitr«! 193,
ABdrwM d«<r Jaog^r« n. IHfi.
Andr^wi. Bischof van Kium«
in KapiiadotcHin . Kx«f ei
123. 12» ff.". 132, 165.
ADdraM Ton Koloesos. PoId-
niikor 110. I1&. 117.
AndreM Saloa. Ubnch IM,
137.
Aadr«M von Kiel« 18. 165 f.",
lOS. 660, 66". 673 r.'. 1188.
Andreias von Kreta. Freund
des PbilelphM 67» (ilJ.
AndfMU. rrmbyl^r. Katen en.
Mlireiber 21t, Sl.V
Andreas. Schoüast IST, 189,
211.
AndreopiÜM Micfaael 893,
AndriM, rbelor. Scbrifl 447 f.
AadritBopdloa S86.
AndriMiko* I Kamnenoa, Kai-
MT »1, 282. 466. 470, 838,
1028 ff.', 1076.
Aadrenikua II Palaeolocns,
Kiieer 94. OS, S9. IS7. 9».
298. 415. 471, 476. 480,
4m. M3, M6, SS8. 772.
776. lOM ff.*
AndroniliM III Pal.. Kaiwr
100. 298. 4M. IOW f.*.
107».
Androniko« IV Palaoologofl
1061.
Andronikoa Oidea. Kaiitcr v«a
TrapMiut lOSO.
Andreaikoi Dnkan *. SannMi.
Andropikoa. Sobn dea 882 I
Andro« 70•^ 1082. 110».
Anecdotas.Oolietfflgeaohirlite,
Angelo«. Genen] bbO.
Ängvim. Bat» der 1032 ff.
AngtilM Gregorioe. Polomiker
114.
Angel oM MftrkoH 7))I,
Ani I0(J4. 1007.
Autnu. d«r lit. 4ä3.
Anna. lUa hl. 167, 169. 172,
4S3.
Anna, Kafaerin IS9, I7S.
Ajina. Tochter Kaiser Fried-
richs II 768.
Annianos 338. 340. »tl. 405.
Anonyma Alobeiniatan 682 f.
AneoTDi» Briefumtnlmis 483,
408.
Anonym* ChroniKtan 297, 307.
S29. 340 r, 361. 3«3, 378,
877, 888 f.. 395 ff,', 424,
423 f.. 785.
Anonym« ärammaliker 660,
577, 587, 692. 598 f.
Anonyme Gedichte Ober Bof-
amler 42T.
Anonyme Oeographica 414
(fi 171 Anm. 3), 419. 448
(n.V
Anonym« Mnllinmatikwr 622.
635.
Anonym« Mrdinner 618 ff.
Anonymo Mrlriknr 596 f.
Anonvm* MaiikitchrillKteMor
599'.
Anonyme Rh«4oren 4T2, 475,
476.
Anonyme SeboUen tu Kircteii-
vlt<^rn 188. IS».
Adod; i»e Sciiolien lur bl.
Solirift 136. 137.
Anonyme Iheolo^isrh« ^brif-
ten. a. Armenior, Aeketen,
BildentOnner. lalam. Jii-
deo, lialoinor u. a. w.
AnonymcWnliralirbachcr'ISI.
Anonymer Aiuxug der II im
530 f.
Anaaymiui ttanduri 424. 426.
ADonymiumpi ;Jmril«'a( 458.
ADunyniuH , geagraiiliiacher
448.
Anonjrmna 0borJenisalen«4SI.
Anonymus Olier Kaieersrtbw
424. 42«.
Ananymua Obor Kpel 424.
An«nyma« flbnr di« Belage-
rwK von Kpol unter Jlera-
ktiM 2.SI, Ö72 f.*
Anonymua Obnr die Riobening
von Kpcl durch die Laleiaer
893.
AnoayNioa Aber KriefawJM.
685. 687.
AnenyaiM Ober l«o den Ar-
mtaiw 801,
AnooyiBi» de poülica aofien-
tia 4.S8.
Aoonymn* Ubor Seekrieg 685,
637.
Anonymua, der MiiliuliacAe
358.
Anonymoa Thyaclü 811.
Anaefm von C^nterbury 100,
103, &0Ö.
An^lm von Havelberg 88.
Atithelios 31ä.
Aulhcniioe. ptaefectiM pne-
lorio 915 t.
Anthemioe von Tralie« 621,
624.
Aalbimo« , Kttbischof tob
Athen 1T.V
Anthimo«. Rrebiachof von
tiulgarien. Polemiker HO.
Antli i mos. Kirchendichler 668,
AulbiiiioH, l'Atriarob von K|wl
öl. 54,
Anthimos, Mudiiiner 616.
Aolhimoa, MSnch 497.
AntboloKia Palatina 567.
727 ff.»
ARlhoIogien (27, 725 ff.*,
763: e. aacb SpnicbMinni-
lunKcn.
"ArOec t(üv jfo^'rwi-, vgr.
PtoHRWork 910.
Antjnilixiat 572 f.
AnligonitoN OroKOr 498.
AnUochia 245. 381. 825, 327,
834. 40*. 405. 416, 987.
947, »86, IÜ94.
Antiooboe tiregofioe 472. 47."'.
Antiocfao«, Hartyrtum des hl.
185
AiitiuehoR, MSnchdeaSabbM-
kloslera 40. 146 f.*. 155.
Antiiihaoea 678.
ADtfpboa 567.
Aatiatbenaa,Dialogperun 248.
Antintooebio M4*. 58.5. 591.
Antiiloacb)Mbcä(>i<'l«(fi544f,
'Ariiatoiyäoioy 576.
Anlithalui «45.
Antonin, Archimandrit 1142,
ADlonini» Marcua 567,
Antonio von Ascoti 110.
Antonie«, der Kr^mit 115.
188. 158. 180. 183. 784,
AotoaiiiK. Ilaitingrapli 191.
Anlunioa. der Janeeio, UOncli
l»5,
Anlonioa «. Kaal«*«.
Antonio« .Ueliaaa* 36, 217.
218. 464 f.*. 600*.
Antonio« Honatboa 874.
Antonio« BlndiU« 176. 677.
Anlonioe, Biacbof von Sylloa
67, 68.
Anyata dia U., Mftrtyrin Wi.
Apdate« 828. 882*.
7I-
Aprd, Rnkomwn auf d«n
755 f.
AphlliftTtotlokeUaMas &7, 98,
HP. OSO.
ApbtIwmoB 450, 4&3, 462.
7a&r.
Apimpilliinn (?) KonittMilui
472.
Apion &20.
ApodiBpa, Kmir 980.
Apokalfptio 524. 11(6 (in il«r
bjrx. KuoBt),
ApüVapes Baailnus 1008.
Apokaultoa Al«sio» 481.
Apokaiiko«. Kemin«<nira.«.w.
483. ei&. 1056 f.
Apokopo* BiV.
ApoktTpha Mttnratur 746,
lllo (in dri bildenden
Knnst); a. nuch Logrndno.
ApoaUigei clii c h tc n .
Apolliiuirioii von LikodikMi64.
200. 211. ea4.
Apolliiuuitrten 34.
Apollo and Dapbn«. QiMn&ldu.
Tli*mtt einer EthopoiiieZSl.
Apollonloa OvHkolo« 12, t>7S.
&80. !>88, &84.
Apollodor. Bibliothek dea
SS3. 556,
Apollodor, KomiltM 505.
Apollodor, Tnktikftr 6!I5, 080.
ApolIonioK, Ijpxikogrnpli 5SD,
571.
ApoUonJOH, MatliPinulikorB^l.
628.
Apolluniua Rbodios 627.
ApülltiiiiüH von Tjftn» 489,
788,
ApoUoDios von TvTos 852 L
Apologeten codex 534.
Apologetik, hyi. 48 ff.; v^L
Polomik.
Apomnsima 620 (o.).
ApophtlirmiiHtii 188, 218,
600 fr.
ApOBchislun 6&.
Apuatel. Kpigrnmm nuf die
4+4,730; Ikonugrnpliio der
1117.
Apontolgnecliiohlon . apokry-
ph* IßS. 172. n.S. in. 182.
1(M, 11)3: s.Bnah Acte.
Aposlelkirclic in Kpnl, He-
Bchreibung der 723 f,
A|iostolios Arietabulo« (Ar-
HPiiioa) 508. SOS f.*. 006.
Apoatolioa Mickool 121, 122,
490, 502 (n J, 568, 603 f.*,
fltfß.
'Ana ^<ar^! = Kollegionbcft
583 f.
Appiauo» 10, 2.'.9. 378, 518,
Apairnnroa %1.
Aperrtoa 263.
ApolMiN 258.
Aaitilas. Bibeloberaetnu
123, 127.
ArnbAr 33, 343. 483,
712, USüfl,', 1099».
Aiahien 412,
Arabit«> Konntonlinoa
Aroadiaa, Kaiaar 913 IT.
ArcbeUoa 683. 1
AKliilodioa 504.
Aiohimedea 621. I
Archippoa Proamonarioc
Archit«kliir, hyi, lUal
Archytaa 722, 783.
Ardiranl Thomas 407.
Aroadn» 920 ff.
.^roobindoK 926.
.Irotbnn, der hl., langend
(9 9« .Vnm. 2),
Arothit-H vuQ K&urcn 1
42. 124. 129 ff.*, IS:
813, 500, 524 f.-, 6«
Aretuaa 870 f.
Arg^tukaatroo 862.
Argyropulos Georgioa {
Argyropulos Johannes, 1
nianiüt 131. 182; 50!
\tfjto» Isaak 101, lO'
623'. 624.
Argyroa I*on 497.
Arianiamua 38, 103, I3i
939
Arioe'e44. 661.
ArisUodvr und Kallitliei
man 377 f. .
Arirtarohus. Kritiker 5<)
Aristarchoa, der ,JQd
576. ^
Ariatonoa Alexioa 188,
478. 607*, 611, 749,
758. 759.
Arislidee. Apologet 837,
AristidM. KhetoT 480,
549. ]
AnKtobulos B. Apostaliof
Arifltobulus, Dialogpcnof
Arlotugilon gegen Hypi
527.
.AriKloii von Pellu 49. I
.AriatonLkoä.Orammaükel
Ariatopbanee von Byxaai
58». 1
AriatopliBDefl, Komiker I
505. 527, 582. .=.40 (u.)
549. 554 r,. 565, 567,
ArislotelM 19. 65, «S,
231, 241. 263, 289,
300. 429, 430 ff.*,
486. 437-, 442. 445,
479. 505. 515/., 522,
583, 5S5 (H.). 544.
556, 621, 831. 710,
738, 768. 772 f., 842,
*ai\.va.
R«giBt«r dar PmrMMi«« and Bkcfaen.
A>M>t U8I
Aspar um f.
Aflpropbrjd«« Uakarius 49S.
AMiaeii Tun Ji-niaHlem und
AsUnoBVon AniMiR 206,474.
Aatramnavcho«. Ornkatuitor
und TrnvnKtenlvr i^ «20,
631.
ARtrologJ« 3d4, 621 f., iST*,
722 f, 7iS.
AafamioinÜKb« Sahrrfton l-'iÖ.
869, SÜß. S80. 412. 414.
4S9, 5S8, 652. 630 If.*
Atiiu>«ild 4S&.
AlbaBui*, Klo«(«nioKt«li«iiii
19«, 198 (.
AllwawiM, Pktrinrch von
AiexudTH 40. »7. 70, 8»,
88, 98, 94. 9G. 107, 113.
IM. 1S5. 180. 193, 206,
It», bis <(lodichl nuf A.),
630, 76fl lüediolit).
AlbaiiMtaa dur jQnger«, Pa-
triMtk von Alcjuuidria (13.
J»hrb.| »4-. »3. 289.
AÜiwiMiM. PHtriftjTcli von
Antiuciiiu. Hagiu^rupli 190.
Atliaii*»in8, Enbmcliof von
Koriiitli M. T». ^1.
AUiantnios s. Kydonioe.
AtfeuiBaio«, MOnch nuf dem
Btr%* UtTDs im.
Athanuios (?) Lexikoeripb
571.
AttiMiimio«. Biaeiiof vun H»-
IkoBa 167, ld6.
AUuutMJMlIanMboB. U rOn d ar
i*r AUiaaUiua 143. ISS.
195, 19«. 108, 811,. 10^9.
AtliAnanos Monaoho« 780.
AÜMU 302. 403. 4G9 f, 783,
841 (Klagelied auf dio Er-
obwiing von). Se.'i f,; Auf-
halnuiy der alheniwlien
Olllv«TsiUt.'^r..9S9f.; iK^inp
mtttalalterlicha (iMehidito
1070, lDä2. 1093; atm
Anteil an dor bjx. I>itt«rB-
lur 302. 4«a f.; aoin» B«-
kvhruDg 6t3i Beiiii' 'l'opo-
icraphie 437, 1112: iiuine
bys loaebrifteu 1134; ai-ioe
Bibliolbok &11.
Alheoseo» &38. 666. &GS.
AUianaw«. Takrikar 63ö. 63C
AtbeoaTa QI.V
AIhniMr. fjtaat dnr hh2.
Atli4inodoroB '1^6.
Afli«n«kI*M 241.
AtlionlO?. 140. Iö7. 15t^ lÜO.
507, 50«, fil0.äl3l(.M0fi8 ff.
AUinaa. Dfalogperaoo H20.
Ataan. armenischM Kloster-
vontaiid 88.
AltHlia 2ß'J,
AllalialM Miabad 269 IT.*.
273. 276, 367, 608, 607,
609.
AttUii Hier
Attixinmini 18; b. aach Hu-
niBiiiDmuD u. Schriftspracbe.
AltUinton 791.
AuflitiJuiiK doa hl. Knnxea
■244. UM» f.
Augnros. llagingTNph 203.
Augiulpun, Sohildoiung doa
m.
kagaatiavM dor hl. 40, 70,
78. 91. 97. 39. 100. 102.
10», III. 209. Ö4&.
Augaatns. Titel 4.
AulilcalamM (V) TheodoroS
762.
Autikalnmo« 442, 761. 765.
Aur 613.
AuieliuB Mnroua 526 (ol),
Auii'liuH OpjUus 699.
Autunoiuu«. ümhof luid Mb>
tyrer 187.
Auxontios. D«r)C de« hl 193.
Aux^ntios. Mürtyrer 82.
Aiixontins, Melod^ 663.
Avaron 710. All f.*. 944 ff..
107.'.,
Axuchon Johannits. (irosedo-
mcatikoti 86, 465. 704,
1U21 r.
AxuiDit«!! 240 (S 99 Ann. 2l,
419, 1131.
Babek 968.
[labrios ■'•67. 717, 898.
Bnbntiiknrioft 439, 1188.
Babylon i»nlic« K«ich. 8^^ 85,
788.
Bncon Rognr 429, 435.
Biiduiln B.'iS.
Ungratuiiior 980 f.. 1079.
baliräui 'l'HDbabin 943.
ÜHJoxut a. Bajoaid.
Btu«»i<l I 3U0 r.. 490, 491,
1061 f,
Bakchiiw. d«r alt« &99.
Baktaria jaiy it^x'^Q'"" 610.
Balduln I. Kaiser von Kpel
2P2. 1040,
Italdiiin II. Kainer von Kpel
1044 ff.
Bald ui II 111 von Jora»«l*m
1024.
BoltoniteM Lcun 474.
Biilnnmon, Proti-kdiko« 491.
Balnamon IVuJoroa. Jurist
91. 186. 188. 139, IM. 208,
20«.607',600f.-.611.76e,
BaDoer,Ep!f(ra(nmaafein439.
B^ibion tOM,
Baraa, Orflnder da« Petra-
klaal«ra tT2.
Barbara die kl. 167. 184. ISS,
199.
Burbariionen, in der hyt. Qrl-
xiiai 80 f.
Barbaro Nicola 312.
Barbaroa nua Bulj^rion. Mär-
tyrer 204. 205.
Baitams Scaligeri 386.
Bardalw 778.
Bardale» Leon 481. U8, 553,
.554. 601.
BordanM (leorRioa, Metro-
polit von Korlivni 476,
IturdiM Qwinr 16, 989 IT.*
Uardcaanea 661, 682.
Baroua 755.
Bar-Uebraeua S28, 406*.
Uarlaain. dvr rnUeha Prophet
788.
BarlaAin und Joasaub 35, 383,
4,56 f. 777. 816. 886 ff,'
Barlaani. Polemiker 48. 48,
100'. 102. 103, 104, lOÄ,
106. 108. 109, 110, 160.
175. 212. 294, 4»7. 488,
503, «24. 625. 781.
Barlaamiton 102 f*, 105, 108,
116. 120. 122. 153, 175;
anonyme !$Dhrin«n gnson
die 105.
Bnmabaa dnr hl. 164.
Uarnaboe. SprDebe des 002.
Baritabaakirehe in Salamis
164.
BnroRkatJl n, Marinismus,
Baninnupbioi', Mrinnh 58. 145.
Baraymoa rotroa 240.
Bamymianoii. drr Syrer 340.
Bortiiolumaeo*. Apoalel 167,
193.
Bartbulomaeoa von Edewa«
Polemiker 78.
Bartfaolomaeos.AbtvoDÜrolla
Perrata. HaxioKiauh 195,
678.
Bnrtholnma^o«, MOncb io Ka-
Inbricn 172.
Burtliolomnooa, Kir eben dich -
liT 678.
Barth olomacos. {irQndor des
Patirklotttoni 196. 198.
Bartloae. der, a. Mesao de> B.
BaisAe 895 f.
Ba^akea KonsUatin 478.
Banlakes NUc^oroa 124,
451.4«&.478r». 475,477.
Naaia«»(. Titel 4. 108S.
BaailianennOncha 118, 140.
195'.
Biuitid<re. MJlrtsUker 207, 962.
Biisilikn Thorma 991.
BoBiliken 171, 257 f.*. 606'.
607, 609. 610, 977.
BaaÜikoB Diakon 791.
Basilie» f, Kaiser 6. 78, 79.
S5S, »7. 2«. 4&7 t.: IM,
480, SIT f.. &22. 60G, 609.
»74 a.-. 1076.
BMJlioJi II. Kaiser 28, I4fi.
186, 780. 782. 991 ff.'.
107& f. lUft.
ßMJtioit vMi A«liridi. En-
binohof von TliMaiilDoilt«
8«. -ieS'.
BuUiiOiv Bischof ran AmaaM
205.
Buailios Amine (Kmir) T69.
BuilioB. Aiiachoiet 1S4. 197.
BsmUm, I>nMbTtcr in Ankyra
197.
Ilnnilic», Uiaohof vi>ii Kiii«»a,
Biogruph 151. 152*. 1»6.
UMiliM), Araonier 418.
baaitloa d»r Gros»« 3&, 40,
57, 6b. 66, 67, 7». 80. 83.
88. U, 96, 113, 118. 130.
ISO IScIlolien lu). Ul. UC,
149, 1.^5, IGO, 171, 202,
203, 2U, 215, 216, 217,
914, »41, 383. 488, 457,
SOS, 558. 558, 567. 581 f.
(pMndD). 800, 619, 733.
KfldtiM, Hagiogniih 196, 198.
ßMilios, Palrinroh von Joru-
ulem 166.
Bwtilios d«r JDU|;#ie, Mi>tru-
polit von KätukKa. 8cbuliaal
137, 188.
ÜasiticMi. Mi-Iropolit von Ker-
kvM s. PcdisOitM ÜMilim.
Qulli« Kilii M, !>n. 56.
Basilioi. Patriarch von Kpcl
173, 474.
UanüoB, Uiacliof von Neo-
palnut. Ksegot 124. 131.
BnailJofl ProtoaMiltralu), Klo-
Ht?r^rUiiil(>r 158.
BiuulioH. UiHcliof von Seleukiu
72.
Baailioe,Soniitaprl8id«it 990ir.
Ba«lioa Stndit«B. Kiichen-
diditor Dil.
Boailios Bluditoa. Polomikor
114.
BMÜliakon. Admirol 920 f.
BuBiotes Mii-hitol 162.
Baaeiu Coaaianus 262.
Bastardsiihan SOS.
ßntntx<>s BasiliKS 422 (u.).
BntriiclioinyoniAclijt 7.V2.
tluuomgrundbesilz in Uyzanx
108Ö f.
ttt^amtunweacn 255, 1084 f.
R«da Vcnt^nibiüs 2()d.
Bokkos JuhaiiniMi, Patriarob
von Kpel, Polomiker 64.
74. 89, 03. 96 f.*. 99. 104.
117. 119, 134. 1053.
Bei», nngBT, Prins 1022.
Belgien, Hsa-K&UloK« 'ol%.
a.
BoVnd 1077.
iinüHHr 2m a.. 9:11 tr:
Italianrromaa 347. Ij25
841 f.
Ueloa. aaayr. KOnie 323
üeltbiuidruii und Chryi
821. 8i7 ff.'. 8ö3.
BenedUct. CAnonicu» (Clii
Beoolt) 256 f.
B6n«dikl. d«f U. 6, l(H
BonediktXII,Pa{wtlOO,
Honolt de CAmo bM (
Bnnott d«i Sauito-More
Borat (Kpini*) 511.
Bardoridioii 862 ff.
BeredHAnkeit, goiatliclu
Chaiaktw der 160 tL
ßttroketitt Petroa 600.
B><r>;a<leo 818.
Berosos 242.
Bemtea 1035.
Bertba. Braut Roman«
459, 9M. j
Bertb* von Sitlibaob.J
mahlin des UMitiel ^
nMioa 466, 755. j
Bi-ünricin. Aikct 734.
li(!9obu'Uruo(»fomioln «lJ
bi'rsiiJrilülic.
Buüonuvuhcit. (Ibordie, rl
Debuug 288.
BeMBiiou 19, 96. 99,
114. 115, II«. 111
122, 809, 497 /„ 508,
603. 604. 785, 1092.
Beosen 663, UOGV
BcsUUung der
Patnnrcbeii 1085.
Bestes Konatantin
Bostes TboodiMoa 607.
Bcsliitire s. PbjeiulogOB.j
BoltlerkOnic, üesohichta
Ö28. 1
Bibul 8. Tuatiunuiil. |
BiboInberselziiDfi: 123.
OibelwiasHtiBcliarteDinBt
122 ff. 1
B)bliotbekaiis,H«nd8olin
•AEomliuigoo. I
Bidpai 895. i
Bionen (.Sammolwoike)!
600 f.*
Bior. Schrift Ober da>
Bildurapokal/jisen 1116^
Biidentturm 13, 38. S&2,7|'
ltö2ff.',1090M113f..(
Subriruu ii«i(M) die BB
etürmer 67. 68 f.»,
140 f., 165, lt>7, 197^
t«rarische VorträlM' 1
BilderetnnnM 07 f.
Bion. Bukolikor 506.
Hjon, lliatoriker 343,
HiacliofBÜstm r. Katalog
B\th<jnion, >« näifm von
UÜ-.
' Kaisar I
1085. J
tili 7421
J
Register d«r Peraonsn und SMbni.
1159
ßll <M.).
JW, 762. 770.
I
•llor *!>2 ff.
bunloRg, Florenlin«!
iire. Bertrandon d« !■
B^eSB DonnerbOcher.
0M Joeopb. Polamikw
IH. 48)4. 408. IISS.
Üoa M&QUol 599.
ilwlGehiul, Polemiker
UM Nikaphomi, Hiato-
t 18, 228. 271 ff.'.
l, 4S7. 463. 466, 766.
1020.
Üoa Nikephorofl. Stn-
>STI ru.). 1018.
iiw Tbeokti§tM STD.
WkiiiiM 842.
< Sah«nh 1063.
tek«! 631.
I 886 r.
b. Satire gegen eine
■B 1S8, )96, 267, 350.
M04, 417(0.), 608,683.
nSOM, 934, 965,949,
It*. 968, 966 ff.. 9TI ff..
■ 994 ClOSSfT.. 1075,
(f.. 1094 f., 1104. 1109.
,; a. Huoli Slaven and
tfhjtio« 977,
iu 1142.
, 224. 883. 4a8, 452.
f, 480. 488. 552.
If.*
kaue 36.
idto von Pisa 76.
I, ti«noral 986.
EKio«. Metropolit
173. 470.
rio H99 f,. 901 f.
la OooTE 90O ff.
oa 934.
itas Mnnu«! 270.
E'« Frage in dw
bicht« 1124 ff.
BÜaacbioble. Dar-
pPBM d«r 1068 ff.
bisoba Periode. Ba-
Idarselbeo I ff.. 911 ff.
tniscbe Philologie. Uiro
jiicbte 1130 ff. '
tBismi», ßvitriff cIo* '
B.»ff,-, 1084.
IM Kircbenilichtrr 672-
^ daa vorbyiautiiuMb«
I ■. l[oiwtantiito[>»]. I
C vgl. K.
Cflcaar 345.
Candidus 10. 373.
Ca^aiiliünu» a, EclugariuB U.
Gasöle 760 f.
Cflsaianos Basrae a. Üaeeiu.
Caseiodnr 9, 237.
Cnlonn Lipaicnaia 126, 197,
210. 213.
Catenen s. Katonen.
Onta. der Aeltete 545. 842.
Cnttaneo t0.5Ö.
Cootutione. Forst von Aehnia
1063.
Curigu B. Kyt]i(-ra.
Ccsarini Giuiio 1064.
Chaeremon 442.
Cbnldia, HeraOge von 1086.
Cbal«p 730.
Chatil-PMcha 1066.
Cbnlke Wd.
Chnlkedon 237.
Chalkitu. toi: GefUngnis 714.
Chalkokondyles a. Chalkon-
dylea.
Cbalkondy les Dometrioa 308f..
305-. 502 {n.), 503«. 505,
581.
CbolkondyltisLnüinkoHä. 2111,
228. 229, 802 ff,', 3U6.
Cbalkoprateia, Kirobe von
1112.
CbamaBlos s. Kalnailae Niko-
laoa.
Champ-Litt«, Ouillaume de
885.
Chandax 816. 81S. 984.
Cbandronoe 549.
Chanson» d? Berte 824, 859.
Chnrax Joiiannes 12, 582*,
5H:t.
Cbnrax Johnnoes. der Jllngere.
Patriarch 5S2 f.. 969, 1105,
Charnx ticiins öSil.
Cburiklei s. Ürostlla.
ClmriBtikarier 140, 142, 156,
315'. 319 |o.).
ChoritoD, Patriarch von Kpel
010.
Uhariton. Romanaiitor 642.
,Chnro9 BIS. 817. 818 ff. S49.
Chnreenitiis Philippos 744.
CharloplivlflX .'■56. 583, 606.
609 (J.)*. 709 (tt.), 76$,
1085.
Cbaleau d'nmour S98 f.; lu
auch KrotokaatraD.
ChaxaroR 948. 957. 958, 961,
968. 1106'.
Chrrsoo 958, 968', 992.
Chinetis^e Verw 761.
ChÜnndari 1059,
Chita« Jobannes. Metropolit
von Kph^sos 98. 99'.
Chilas. Manch 402.
chiliud^n (d«a TMtaaa) HS t
China. Itoziebiingeii faBnuu
251. 413 f., 1099 f.
Chineaen 219.
Chionindoe Uregorioa, Astro-
num 47a. 632'.
Cliioa 360, 561, 1082, 1110,
1182.
CUodwig 9.
Cboirinos BaaUeiuH 780.
ChoirohoskosGeorKioal2, 128,
297. 576, 580, 682, 583 ff.'.
594.
Chofroaphaktoa 725,
Cbomatianom Domotrios, Kr-
noniat 134. 607 f.*. 610,
611. 1043.
Cliuinjakov 34.
Ciioua« in Phrygion 170, 281
(«Li, 469. lOlÖ,
Clioniatea a. Akuminatos.
Cboniatee Geurgioa 615.
ChorikioB 12, 125, 126, 475,
602. 603. 646. 705.
Uhnrtnsnitinos Igoatioa 433.
Cbortatcra (ieorgioa 871 f.
ChoKTBU a. Cboaroea.
Cbosrnea I 237, 289. 988,
D35 f.. di'i.
CbosrooB II 244 f„ 948 f.*.
945 ff.'
Chmm 1022.
Cbrietentuin 5. 7, 34 f.,459ff.,
4GH, e-iO. 642 f., 790,
1101 f.
Cbriati Geburt, in der
KuijHt 1116 f.
CbriHti Luid OD. Gedieh I
daa 822 (u.).
Cbriati Tauf« , in it»
Kunst 1116,
Chrialodoma aua i£op(oa 736.
ChriatoduloB a. Jobannea Kan-
lakuzenos.
Cbrifliodülos. GrUnder de«
Johann eskloatera auf Pat-
mos 196. 199. 508; Typi-
kon dm 199, 315. 317.
Christodiiloa . Üialog|iM»oi>
und .Srhriftirtal1eniMnde>
nym dos Job. Kaotatmano»
298. 300.
Chrislopboro«. PatriarcJi von
AleKJUidria. llomiletikor
166.
Cbriatopboroa. der bl. 619 (a.).
Chriatophoraa von Mytilene
16, 399, 440 f., 708. 737 ff.*.
780.
CbrislopboroH Palrikioaa. Chr.
von Mytilcne.
Cbrialopboros ProtAHokreMfl
718.
Chrintophoro* . Sohn Itouia-
noa" 1 979. 9K2.
bya.
Ober
hyt.
I
1
1160
Itegist«r der Peraauea nad
CbrisU)p1i«nM. Klientur 4«3.
dirifltoölwro», Valor ^bbu
doa JOBgoTMi 195, 196.
ChfMopkiira» M SeoraUs 740.
ChriNtM mUiou (XfioioV
nna^nr) 602, 64^, 818.
«6IT."
l'liristoaliild von EMflaui 169.
CliroDica miiMm, SunmaUiM-
gabo dar byx. 898.
Oinwieun Alexandrinum ,
CpoUtaaum. i'Ofoliali; ai«h
Octorebroiuk.
Cbronieum PaUtlDum 839.
Chronik von ArgyTokMtron
('bronik. bulganncha Wi.
Chronik von K<I«mm 404.
Chronik du Job. HiKiropUK
741.
ChionU; von Mora» 401 ,
83S it.'
Cbtonih, syriach» (od, Onidij
404.
Chronikvo, dio cypnBchon
900 ff.
Xgonxir initouav :)8$, 3i%
396*,
XfOftxif ftifusir 396 f.
Chroninlnti (Cbunktoristtk)
■2IS ff„ SIÜ !!.•
.V|>oi'a7'(>iiq'tror tfc'irfo^or 363,
UM. MG*.
J[pn'aj'(W7'x ^^;'Bf 822, 828,
uyö (IL.).
CLtoiiu1o||(i<>. bt-iiiiiUuische 2,
387 IT. 348 IL. 623. 1096 f,'
Xfiiit-oif iJßiA^i^iC Kill ü^tJC
39fi,
Clin'HATilhoii n, NotnTiu.
Chr^MuiUa H-^4 tT.
Chrj-KHphoH Mununl hS9. 611*.
CbrjBBphioii, Kiinurb 91fi.
<'hry«ii/pi>». .^toikcT 601 f.
ChrviiübiiriJuaLukoa.l'Hlriiiroh
460, 472. 7S1,'
CbrvHuliuruca Msximos. Iro-
niker 113
CliryitoborKcs NikepboroB 470.
Chrvunbiillen S, Dullen,
Ch^yul(^^ai^, Pnulikianvr 975.
Chryiiokpphiiloii a. MnkiuiaK,
CbrvBokfphBloa Mnttlinco«
4i»2,
Chrj-HokokkM GnorgioH 622 f.
Chrvooloraa D«mi.'<tnDa 109,
liO', iC-J. 503 (H.).
Chrynniornii Koiistaatin 4S5.
Chryaolorna Monii*iI 113. 426
(o,), 4Ü2. .W1, .'502(u,).i03
(U.I. fißS, .^al.
Chryaomnlo« KonaUntinos.
IlAr«tiker 93.
Cbrysonboo a. Kallinn
Ctnyaoa. Kadg 862.
Ckrysostoinw 8. Dion UO'
liMinM.
C1iumRnit*n 968,
Chumnnn (Ico^oa RI8
Cbninnmi JohaÜlM 396,
482*.
OhuraooK lr«ne il». 4$U.
Cb lim HÖH Hichael 482.
Cbumoa« Nikephuros
204, 427. 476. 478 ft'.
a&S. 603.
Ctcera 327. Mb.
Cid 828. 8S0.
Cinthio 872.
CiTons B. Zirkus.
Ciatcrntin 1119.
CIbtv, llobnri do
Clmiiliii«. Küiiior 238.'
Clnudiui. Mftrtyrxr 189.
CI«ri>«nH von Alexandrii
130, 1.11, 132. 1»4.
lö&. 192. 207, 210.
668, 876: Mutjrrjuni
18&; pfleudo'deamtinli
Rrief« 140. I
ClemonB. Knbisobof von
garini 134. 196, 199,
Clemeo« III. Papst 82.
Clemnua IV. Ptipjüt lOAd
Cleitirne, AbtvonStudioaJ
Cuelestinus. Pnp»l 917. >l
ColbcrUIdo Antonio 903i
Cummudinnaii 699. I
Cumocdin. spätere ItodoU
von &iO.
ConsUat. RnUluiix vom
wr 8Mf.
Comaio VtnMDt 670 f. <
Cnrnntaa. Stoikor 579.
Cristoforo PJorentino 87|
Curaiis (in dor Ut. Proaaj
1137 f," 5
Cypem28«, 419 {KtaUi
in. S50. 773 f.. 781. 1
865. 898 ff.'. 1071. lli
Cypriaa. der bl.. K
lehrer lOO.
(UM II
toa lOI
ii:
IMmonenglanbeD 486.
DlooRiark (Bm-KatalMll
pHlaaunns Domiono* 10
Doinnskina 431, 567
Uamatrya 9.^»<. Uli
DamiM, Patriarcb von 1^
988. I
Onniian, dor fal 96. 167,4
620.
DamiUit Noilo« von Kreta]
610. i
Damylas N ei Ion, Polcm
HO, J
^m
iMr^wl^raoam und Baohm. H6I ^H
^HWiliMfc MCncb naf dem
Diogenes. Kynik«r (!47.
Dnkianoa .lohnnnn« 497. ^^^H
W I«lra m.
Diogenen nun Kyiikoa 825.
DolopAthoe a. äyntipaa. ^^^H
Domonico Miobiel«, Doga ^H
DeinnjijoB, MngTstor 492.
Diogetioa I^ortioa 324, 464.
Demttrtc« .Myrobl^es', Po-
hin.
H
tren voQ Thi-ssoloniko 1 10.
Diogenea nua Sinopo 467.
Dotnanioo 8alvo, Dogo 1016. ^H
lU, 157. lÄö. läS. 17Ö.
Diogcnianaa von Hurukluin
Domontioloa 946. ^H
192, 20<. 20r>, 26B. 4«.
726,
Dominicus. Pnlriaroh von Ve- ^H
464 lEpigtanun auf «in Bild
Dio|;«iüiUiaa.L6xtkugrHpbö20.
nodii* 81. ^H
iW).'IG7,4»S,H4|Kaiioii).
ö7'>.
DoiiiiCiuii. Kuiser 238. ^H
Dometiioa von PhatwvD 46^.
Diuuimto«, Brief an 700.
Duiuitiua. Kuobüiidicbtor 688, ^H
DenotrioB 8. Toniikioa.
Diomedeaderhl . MBrtyrer 99.
Dümninos. Chruniat 821. 827. ^H
Defn«tria« h. Triklinios.
DioD Cawiii« ID, iWH. 2.39.
Domuinos von Lariaea 621, ^H
Dem«tnt» I0ä2.
386. 370. 371 f.». 504. 518.
^^H
Demo SSO.
527. :i29. 544. 567.
Domoatroi 804 (o.). ^^^H
DeinokritoB uns Abdera ll'>6.
Dinn Cbrysoatomos 464. 624.
DonaliM 545. ^^^1
sr.
.'i44, 552, 603.
Donnnbacher 630. ^H
Denokrito«. PmuiIo- 682. 877.
DioD^Bios 9. Akindynoa.
Dorothaoe AntecMaor 605. ^H
1 0«moaUwDM,Rod]iM'IS9,4fi7,
DionvBios roo Alexandrin 138.
207.
Dorothao« der Jangero 171, ^H
«», M7, M», S67, S73.
■
SAB.
Dionynioa .^teopapliw s. Ditf
Dorothoo* von Mon«nibaMia ^H
DmasUicacs, der Th nikier
njaios Pseudo-Areopagit^s,
.T22. 401*. »^'1. H
hi*.
Dionysioe. AtbosmliDoh 195,
Dorotbeoe. Knibiaabof ron ^H
Dopliuwias Markos BOS,
021 f.«
lÖB.
Uytitene 122. ^1
DioDyBiaBBar-SBlibi213, 216.
Dorolbeos. Are^iinandril in ^^|
Jtmiir^t, Titel 4.
Diunj-siuH, Ueograpb •i99.
Pnl&sUna. Askttikur 14ö f. ^H
Deelunia 1142.
DiunvBioavonHalikn rna» 269.
Dorotbeos . Vorfasaw von ^H
DeoMKiue Akritaa 880.
STi), 518, öül. 667.
ApüHt(?lvvnei<ikni8a«n89lt. ^H
I>«utwh1and 803. 422, &12
Dionyaioa. Sohn des Kallipbon
699.
DüT^lnion 1019. ^^^H
Duaiadaa "72 f. ^^^^|
(HH-KntaloKe). 1078.
DSTaris Haltliaeos 503.
DionyaioB. Mftnch 13H,
DoeiklvB a. Rbodantha. ^^^H
DssibpM. Hiatoriker 10. 388,
SSO. 340 f.. &04. Aia.
Dionyaiofl, MOnch, Aakolikcr
160.
Do«illieoB. Biograpbia das ^H
Maoobea 187. ^1
Dhfl NnwO* 940.
Pionynioa, Kixbiachof von
Doaitheos (Paeiido-) 561 t\ ^1
1 Diadoebo*. Aiik4>tilcnr 141.
Mylilnnn 779 (u.).
578. 791, ■
1 Diadtichon. Schnljniil H4.
DionysiüS Periegetee 446, 505,
DoatnjevT^kij 34. 612. H
y Diakrinomenoa a. Jobonnee.
Ö27. ÖH8'. 5B7. 783,
Doto AndroM. Dominikaner ^H
! Did«ge 247 f., 296 f., 4^9 IT..
Dionysioa nus Hburna 1117.
^m
4S7 f.. 482 ff.. 562. 644 t,
DionyeiosPseudo-AreopagituB
87, 40. hü. 63. 65. 67. 70,
Doxaroa l'onagiolos 1U7. ^H
768, 775 r,, S30 f.
Daxoputraa tieorgioa .'>33. ^H
IKuMriniHi Jakob 542*, £78.
88. 107. 125. 137 f. (Scbo-
Daxopatrea tir^Korios 463. ^H
Duxupntrea Johann«« 387, ^H
696, 737,
li«nEu). 129. lai. 184, 141,
Diamoriau« NuUoa 398, &60*.
149. 154. 155. 169, 160,
461 IT.*. 533. H
&81. 082.
16i>, 167, 193, 211, 289.
Doiopalr«) (JohaunvaV) 209, ^H
210. ■
JtmaiiifÄina ^ Äbaohuttt«
DjuDysioa von TollmalirC
MtiM Werkes 82S.
404 f.
Dozopatr«aNikolana468.607. ^1
«79 f. ■
Ihaotia 1098,
Dionysioa Thrnx 12, 573,
Dietya a. Diktya.
580*. 583, 585, 594.
DoxopatrM Niloa 415*. 463. H
Jiiaftj rui»' äm4i*a äno-
Diopbantos ;>44, 621, 624.
Dragaaea KonatanKn. Üoapot ^H
802. H
«rtölsiir S07.
Dioptra 742 ff.
Didymoa dnr lllind« 20R.
Dioekorides 617.
Drakon (Pacudo-) 596. ^1
Didfmoa, (iooponikor 2ß2.
Dioskoros. Pabiorch von Alo-
Dmma 17. .'>34, 644 ff.*. 717, H
Oidijniiatotebon 30!>.
xnndrift ai8 f.
T46ff *, 751 f.. 766ff.. 776f.. H
! Dtaama Akritaa HS. 827 ff.*,
$46. 849.
Diphilon 505.
779, 822. H
Diplomatischi- KorreEponden-
jAfiu«, apHtcruBeduiituDB rOD ^H
sier ■
OiBMl«!! 006 f.
Diktys 327. 886. 585, 844 f.»
xnD der SiiIIhcu 19.
DisUuEMitabtfllen 418 t.
DreikapitelaUcit ö8. ^H
' Dimoire^. Kopiat 721.
Ditbuiatou 103.
Drimvlikus Nikotaoa 814. ^^^H
Diuclctian 7*. 9.
Dnitfiirfälle 1100 (n.).
Dobronir 1016.
Droailln und Cburikles. Roman ^^^^|
Diodorua Sikeliotea 242. 259.
763 f ^^H
2GI. 841, 60T. 618, 627.
Dobromir Strwt 1086.
Drster il.'..'., 988. 996. 1017*. ^^B
667.
Dootrina Patrum de Verbj
DninHHrioa 3'i5, 870, ^1
Diodoroa von Tareo« 123. 206.
inc-Brnationn 208 f.
Drysfrn ■ DratM. ^H
917.
Dodoiv, liogomilo M.
Dsobancid 1068. ^H
Dieg*n4ai Anlnnin« 647.
DoRmntil:. hy«. 4(! ff.
DuatiamuH im rtmiacben ^^^^|
Diogenna Jobniuioa 474.
DokpiuioH, KAtupnn 1003.
Kniobo 2 ff.; in d«r euro- ^^^^|
1163
B«giBt«r der Psraoaen nnd
EUiscIiiiQ Kultur St; in dar
jz. Spraehn 221, 277.
Du Cniigo IIW.
IJiikniaa Aiuia 744.
DiiknraB Ukaa, Dux 122.
ÜukiM .\n<lroDikoa 744, 1010.
ÜiüuH AadroDtkos, im l>ig«iuH
S28,S&8.
DnkiB, ChroaiBt 805 ff.', 394,
;.06 Aiim. i
DakM JobRnn«a,C«Mr 101 1 ff.
OukM J«huiii««. Di(iht«r 766.
DalcM JobannM. tirouheUri-
aroh 9iH, 474, 53B.
Üukwi, Uwui der 1006 ff.
üukHBKuiist&iitin, PriU«ndeui
uni«r Koiuiantin VU 979.
DukM Miclmel (Oroaavktcr
des CbronisteD Dtikna) S0&.
Dlllas. Abt ItlO.
Onus ScoluB 180.
Üatan & St«pbaii.
EcclMiMt 710.
?:cboveriw s. Ijoitorvon«.
Kclnganus CHHuboni 99h f.
K.huH 986. S81, 1000.
KJachmiBt-in 1112 f.. 1126 f.
Kiaho, Knkoini«!! nuf dio795f.
Eidologio 'Ib.
Binhoni 41». «74.
"Exkof^ tareQuiiy 329. 841,
S42, S9i*.
'Sxmo'ulf, 0. Zootorie.
Tbci-oy^ ruK >^uwv 606. 609,
610.
Kkülirwea 414, 4b\ 467. 488,
491, 40& r„ »bl.
Elfldas Jofasnnea 978 t
Eleplmnt, Oodicht 775.
EleathprioH. MnrtyriumdMhl.
Kironbpinarbciitcn 1121
Klin» von .lorannlom 926.
Klia» der Jnn);ora. Manch m
KiüaLricn im, 19H.
Eliw, Kirclisndiclitar 688.
KliiiB, Kkdikos uu> Krotn 218.
Elias. Mutcupulit von Kreta,
Sclioliool 137. 13«, 144.
Elias MoDAcbos, HoiBilatiker
176.
eiios. l'hiloRoph 432.
p:tiaR, drr hl, [>ropb«t 176.
Elias Spothitrioa 9.^S.
E1iu»i äfiGlniolvn. MOnoh )D
Kaliibnoii 195, 19S.
Klia», SjnktfllüH s. [leliu S,
KlisaoiiB, VarUbed 407,
Elision 694.
KlisBDCos. Jude 12A.
Emiiil 1124.
Embryo, allegorische DeuluD);
des hhG. 620, 004.
EmpedoklcB IW VÜLV
BngUad 303 f., &lä (Hai
talogo in).
Eukolpien a. Amulette.
Enkomion. Begriff de«
181.
EiiDins 699.
Eaach, Grflader im 1
Btabeo 788.
t^ntbaBiasten 63.
EntwickelonK der byx.
ratiir 20, 86 f.*
KnzykiopadioB 16. 258
K|).iiniiiondaa 558.
Kpanii«og* 257, 606, 61
KpiLTcboa Antonioa 503,
MOV
Kplic«Mi44tf,724;8riiodl
li. J.431) a. Sjnod«.
Epboio» 508.
Eplioioa Theapbue« 4U
EphriUn, Patmroh von i
odiieD, Pi>leiBUi«r 57.il
Epiu&in, OhtoDlat 288,]
822, 373, 37S, 390 sA
EphAa].d«rhL496, 705
Epbymnton a, Bafrain. j
Epiboles.ZuacbUgavarfat
Epichannos 601. J
Epigramme 240 f.. 2*4 (f
Anm. 3). 278 (u.|, 2S^
io.). 441, 414. 448.
4912, !>m f.. 543, 544.
556, 560, 577. M4.
711. 712 ff.. 721 ff.. 72»
782 ff.
EpiKmpbik a. Insohriflei
Epiktet 659. 601.
EpikiueiemuB 103.
EpinierismoD 500,
Epipbaniu iu Syrien 244,
Epipbaniosans Cvpsrn 61
75. »6. 128, 129, 130,
255, S38. 892, 415.
619. 875 f. 915. |
Epiphnnioa, Diakon misI
tania 73. I
Kpipbnnioa, Putriaich von]
52. 58. i
EpipbBDioa. Manch , Bl
^rapb 192 f.*. 42«. I
Epipbiuuus, Mönch. PoUdI
94. 1
EpiphanioB, I'oUmikar IJ
EpiphanioB (HwopoHl
I^e^ 192. 193, 4»
Epiphanioe, Peeudo- 72. i
EpiphanioB, Itiaohof va
lymbria 71, 193.
Epiphanioi), Vartrautor
AndroM Salo« 197.
Epirotica 394.
Epinu 394. 1041, 1041
1071.
Epiatolographis n. Brief«
Bagiat«r der Fe^onsn Ditd Sl
1163
EudokiiiKHi, BiogrBphi»dMlil.
200.
Eadoiioa ron Kpel 206.
EudoxM 699.
Bvftytuvör *. l'atonkoD.
EuKm IV. Paiwt llö. UT,
1064.
Eiifi«iiiaiiMi Mketaa 377, IMS.
7SI, 763 f.'
KugenikoB Job&unee 1 16,UT*,
415. 4tHif.', a08,
KugFDikoü Markm, Metropolit
von EuhMOfl, Poluniksr
106, Jll U-», UÄf.'. 117,
IIB, IIÖ. 120. 4Ü.>ff*. 6ill-
Eui;et)io8, Arction Bim PiUemib
768 f.
Kngsnio«, Gogner des Ja-
buinw Philoponos .lä.
EuKonios der hl., MAitjrür
171.
KuKonioi Nomoplivlsx 176,
176.
KugcDiQiS, I'hitusopli 769.
KugomuB, üugvukiiiDei' 913.
Kagraphua il. Ul„ Uftrtyrer
167.
KuliBinwisiiias 529.
KuklidM 476. ■'•34, 621, 622,
e2t>.
Eulogioa, Patriarch ran Ale-
XHJldTU 60.
Kiuualbioa 766.
Eumolpo* ■. I'bilo.
Knoapios U>. 23ä. 2&», 2i;i
(o.i. 33.5. 504, 5yy,ÜlB, 51)7.
Kiiotlios, Itagiugrapli 197.
KuphumiB. di« hl. 114. 168,
1T6. 474. 64S,
Kupbcniimia SvUoge 727.
Kupheuiin« 58ü.
Euphorioa M9.
Kuphrat &3T.
Euphrosyn», di« Jdngara 186.
Eu|ibiica 350.
Euripides IS9. 327, 505. 547,
M9, 554. .567. 602. 746.
748 f, 765. 7S3.
EuBsbioa, Buchof vud EinCHii
«16, 211.
KnatfliMM • Kirch« ubiatorikcr
72, t2S. 129. 130, m. 161.
173, 1«2, 198, 20Ö, 211.
21S. 245. 247. 2ö9, 291,
S24. 384. 338, 840 f., 348,
S63, 372. S7S. 404. 405,
407. .'^24, 608.
Kawbios. rr«ab]ri«r nnd
HSocb. Aakctikar 160.
Eii««bio8 . Knbjacliof von
TfaCMiiIonikn. I'ulRinikor .'i6.
KuUtbJo», Abt de« Kloston
Attaliiifi I4(!. 147.
KiutothiuH vonAnlioohivii206.
KunlatbioB. Ckrouiet 24U.
KuHtjithios. Dichter 829.
Eustalbios. PattiArob von Kpel
152.
KuBtatbioa, MUrtyrer 108.
KuBluthioB A, Makrembulites.
EueUtbioH, MOticb 51. 52. 56*.
EusUtbioa, K betör 4t>3,
Eust«tbioa Ruiuanufl, Jaritit
009.
Eustathio«, Enbisobof vod
Tboaealoniko 17, 48, 140,
156 f., 173, 204, 212, ■i'ü.
414, 455, 469, 473, 476.
504 f., 50e, saß ff,". 563.
577.57W.Ü50. 679 f.', 691,
751.
Euatratioe, Uegiunonoa auf
dein AthoB 195.
KuBtratios. Presbyter m Kpel
57, 59'. 187.
Eustratios. MelropoUt vou
Nikaal7.85.Bli,90.480f.*,
445,
Euthyiiijo«. Bruder des Tbeo-
dorus Studit«a 148.
Eutliymioa. der Georgier 613,
887 f.
Euthyinioa, der bL 95, 153,
IMft. <i77.
Katliyniina 1, Patrinroh von
Kpel (Vita Eatbymii) 130,
lai. 312 f., .524, 078.
Eutbymioe II, Patr. von Kpel
493, 49Ö.
Eutbymioe, Bischof vua Ma-
dyta as, y9, lay. luy.
Eutbyinios, Uäiich ltf5, 198.
Eutbyiiiios vuii fioupalra» 537.
Eutbyinioa, Erabieobof voD
»urduH 194, 197.
Euthymtoa a. ZigabenoB.
Eutokioa 021, 624.
Entropiiis S35,
Eiitroiiiiis, Eanucbe 914.
Eiitvdins V»Z Anm. 1.
Eiitychna 91».
Eiityohiiinos, Biograph 187.
Kutj-chio9, PnLrinrch von Ale-
xondrio 3ö^,
Eutycbios.Pntriarob vunKpel,
Püloiiiiker 59, 187.
EiuuitoB Dioiiyaius 742.
Kviuigi'lium. in der byi. Kunst
11 lU.
Exarcbut 944. 1084.
Exourpta Barbara 220,
Excr<i'|itu de legatiooibua ota
8. Konst. Exzerpte.
Excerpte. konetanliniscbe a.
Konst, Exzerpte.
ExPKeee, der hl. Schrift 40 f.,
Charakter der byx. 122 ff.'
Etaohiel. Tragiker 644.
Eünriton (.Tescrwr) 970.
Fabeln 9. Aenop und UabriOB.
KaFlinnea a, Parteien.
Faouiidus von HexmiaiM 939.
l'iLlscliung (Diner BoJlo) 224.
l'uliori Marino S03. 820 f.*
Falkeobuch 631 C
Falkenjui-d R5Ü f., 8C5.
Fullintruyw 1141.
FauiilieugeHcluchto a. üanea-
lü^IH.
FaDiiUeunamen. bvx. 1135 t
Fao^ von Diatelunken uiid
Zeiaigen, Ekpbraae 378,
FantJDOs. MSnoh 19ü>.
Fasteudiat, Uedicht llber die
7öl.
Fasti Siciili a. Oaterchronili.
Faustos von Byxant 231.
236 (o.), 406*.
Fnvorinus >. Phavorinua.
Folix 111, Papat 921.
Fnrrara i. Synode von K,
Kouduliamus s. Ijclioiisbogrifl
und Grosägrundbusitc.
Feuer, griecbisobca 030,
Filelfus ». Pbilulpbus.
FilüCülo 8tl7 f.
Finlny 1141.
Fiorio s. Pblorioe.
Fisi'libucli 8. PaaroloRO».
Flaviaiiite von Aiitioehia 662,
9*J6.
Flnvianua, Patriaioh von Kpol
Ül8.
FUck Konrnd ü<>S.
Floh, l.abmdo auf den 438.
Floro und Ulauchelloitr t,
PhlorioK.
Flurence de Komo 854.
Floreiix B. Synuiiu vun Fl.
Florilegleu a. äpniubwuum-
lungen.
Florilegieu, vhriatlicli« a. S«-
tenen.
Florimont 855.
Flotte a. Mkrtoe.
Franciacoa, Dnminiknnc^r 122.
Prunken (= Abomlljliidnri31.
Frniikenrnidi lü7S.
Frankreich 30», S12 (Um-
KatulogoJ, 1079.
Frauenapiogel 556 f., 828.
Fraviltn 914.
FruJi-yiir 791,
l'rei^iubtgkcit, Vortrag Ober
474.
Fremd«. Leben in der (0«-
dtcht) 815, 817 f.*
Fremdwörter in der byi.
Uiloität 30 f.. 1136 f.
Freundaobaft in der Verban-
nung 7.5'i.
Friedrich I. Kaiaer 1027, 1034.
Friedriob II, Kaiaor 478, 606,
612 (u.), 613, 709. 1046.
1164
Refl»t«r dor PerBonen
FrühbTiaiitiiiiMh, Bfftriff 20.
38.
f'rilltliiiK. KnkoRii«!) Maf dno
Als : Kkphiww 4SI ; <i«dicht
733.
Wahlingulied '^55.^.^7.
t'rojin 9». »99 f.
t'QTHtonspK««) 456 f.. 4&7 f..
im f.. 4ÜI r, MO: 8. M«li
St('pliHni(«e uDd IdineUte«
fit) KCl) tili« V. Raspe 103.
OabHlu Loon 10-11. IMS,
IISI.
O&Wras.araiMi. Familie 1036.
GkbraB 497.
Qmbru Johannes 102, 176,
46». 48&.
G«brM Uicbn»l 4SI. 482*.
Oabriol Rutnnn. DolggmicMr
896.
Gabii«!. t^rxongd TS. 92. 166.
(tkbricl. Kirohcndiebtcr ß88.
Oabri«) von U^lilono 8Ö3.
linbri«!. Hiachat von tVnt«-
rUe U:i,
iel Studites 677.
QBdaroa. ,d«rkl.<BS2Aiim.2.
Oaffore im6.
C«K<lc 990.
OuanitoD &4. GO, 64.
Güiiias 913 r.
Galen« Joluiinee, Diakon 555,
M7f,
QnlennH. Medixinnr 4SI, 602,
fil;l, flu, 1515. 617.
(inlromyamnoliio ■. Kntcen-
mfliiHckrieg.
(ialeHJotM JHS.
GaloMotrs Uoor);ios 44 Ij, 449.
Oandxnk 1147.
Oart«n. .Sctiilderuiig 78& f.
OasmutiiU Üil, 8Qh. 838*.
Qaspu, Bischof von Osmna
608.
tliitolurai 80ä.
tiHUiliiNO Geoig 492.
Uaiitior von Arru 806. 854.
Onu. Klmtoroniiohnl* von 13,
r<>G, 18it, 432, 454, 456*.
GazM 't'heodoToa 121, 1S2,
290. 865, 429*, 475, 501.
502 («.), «03,510,545,548,
5H1, COS, »524.
Gebet. Ondidit Ober das 441.
Gebot dw Sünden, Gediobt
811.
G^buhrvDvnrxiiichnis 417 (u,).
Ci^heiinKi^üchiRhto des Prokoii
231 f, '^
Gehet luwiaBcnnchnftnn 619 t,
ß27 ff.. (S3I tt.
OefUmir 931.
Unid i«t nfttig n- v. w.
toriacbe Obung 2SS.
GemJÜdo, BeochieabungM
49tl.
ONaislM & Plethon.
Oenetlogte 1082 f.
GMieaioe Ja«epb. Hiat«
258. 2M f.-. 276.812.
361. 36i!f.. 410.
Gen«sinB. Pntrikioo 728.
Genwiia, in dor Kuiwt 1
Uennadio«, Enbiaebof i
Bnlgarian.PoldinikM'Tf
GennÄdioe von Kpel SM
Gennadioa. I'atrisrch v. ]
s. Georgios Scliolaiios.
OenUMoalOSSfl., 1043.1
1056, lOM. 1078. ]
Oeofftu)' II ViltebordouiiH
Geoffrov de Ville-Bard
a. Vifleliardouiti. I
Geographie 258 f., 409,
446 f.. 448, -^61, II
Oeomantie 631.
G«otnetr«fl Jobannaa m.
nte».
Geometrie 486, 566 f. -
Goeponiknr 261 ff.*
Georg. Ihen-rkOnig 997.
Georgidcn Joliannea 217,
m-i:
Geoncier tund Georgien)!
618. 683, 942. 980 f., 1
1009. 1119. 1126 f.
Q«orgillAa Eromnniitl
83s f. 841 f.*
G<orgi«e s. Akropolitn. I
Oeorgios. rnliiuoh TonI
xnndrift. Ilagiogrnph 1
Georgins au> Aololion 8|
Georgios. liiacihof von Jü
tris ISfl. 197. 199. lll
Georgioa a. Anerutzea.
Georgias a. Anilatt«,
Georgios c Buttus.
Georgioa, Cliurtophrlax
Oeorgios e. CheeroMsko
Georgioa, HOoeh tob Cb
191.
Oeoi^o« Ten CjrpMV,
gr«ph 418 .
Georgioa von Cfpom «.
gorioa von Cypem.
Q»eigina Geometre« 625
Georgios UrnminAtikoa '
(Sßnrgios HflgiopolitM
GoorgioK Hjunartelos
Monacbo«.
Georgioa, der bL (MSrtj
98. 99. 170. 176, I*]'
68B. 744. 777,
Georgioa, ErklSror des
moMD«> 688.
Geor^oa Hioromnemon. i
baat 188.
^^^^^^ It«glflt«r d«r P«»«!!«« nad SadifliL 1165 ^|
UM, OrOnder dns 1 Ooldhullen & Hiillon.
Gicgorio», Genorul Biwiliaa' It ^|
[an KMJnitzM 196,
(lonunitea Tbomiu 773.
994. ■
Goriun, arroeo. Chronint 407.
Qr«goiuia, Uagiograph 191, ^M
■08 , Patriarch T«n
Qoft, Mukhitiir fti:i,
Gregoriua. PftBbyt«r in Kaa- ^M
ft 1044.
Guten 230 f.. 022 IT.'. 110i3
sarea lüO. 199. ■
K«, S«iitcuxiiuilicht«r
(KTiini;ot«ii).
GregorioB von Kappadoklea ^H
(«.)■
Gottfried vou BüuiUun 272.
^^M
«», H«ir« JustiniHiB
Gradenigo, Podcftta 1U48.
GregorioB, Elrchendiditer 688.. ^^^H
tQniKoi 3.
GragorioavonKonDth 17.461, ^^^H
Ika 146, 188.
GrammHliciis Ambrunianua,
593 f,*. 666. «79 f.', 735, ■
jbudi, alteliristljcheB
AuguatanuM. Budloinntts.
^^M
Uaml)nrg«<Tieis. Harleianua.
Gregorios Mngiatros 727. ^^^H
>tadiaft»v«8en 2!ß.
riu-iBiniis, HonianuB do notis
Gr«gorio3 e. Mammos. ^^^H
rlit»cl>roJb«r, hyL. 219.
vetenim criÜci«. Venetus
Gregorios ». MakoDon. ^H
f.* : 577:Gr.Amhros, (Hieb 597;
Grogoriüa ü ir fi'iroigöitMt ^M
ttnrarka Kbar Bytutt 1 ilrammnticua Aiigustanus.
a. Grog. äotiLariuii. ^M
wT
Leidensis, Meormannianus
Grugünos von Nutiunx35, 40, ^^^m
Mcbar, byuuit, NJeh
588.
68, 72. 79. 80. V^, Kö, 88. ^^H
UwuuNiiucbaft.
Grammatik 296. 487. 442 f.,
98,94. 129. 133, lü». HS, ^^M
EtoiMiionini 8S7, tJ92.
.149, &79 ff.«. 720, 758,
153, läQ, 168. 16». 171, V
»4.
Grammalik«r. ins SUvieche
204. 211. 216. 217, 341. J
t 1124.
Qbertrauou äti.
Grammatiko« ^ SekroUr 279
438. 448. 462. 565. 567. ^^H
M tos;.
619, 718 ir., 746; äoholien ^^H
td 407.
Anm. 1. 381.
lu Grog. V. Na«. 125, 187', ^^B
?cae>in«r Bib.
Granatos 743 lu.].
IBS, 287. 292. 874. 457, ■
IUI.
Grant Johannes I0ä6.
505. 550, 5iS3. 658 f.*, 661 f.*. ■
Audronikoa 1043:
GraswB JohannM 769.
«79 f.. «97. 73.1. ■
3S, «20. 1188.
GratioD, Kaiser 81. 1073.
Urogorion von NyaM 40. 57, ^M
66, 67, 80, 130, 214, 438, H
a.
üregünticis. Bischof v, Taphar
titovanni Dattiiit« 872.
50.
456; SohoItAH XU Gr. v.u. ^|
iuii Qiovanni lOöß f.
Gregor, der Erleucbter 89.
139. ■
[ndor 48K. 4S2 (u.).
4ütt. 4'i7.
GregorioH. Onkol de» KaJMi» ^B
Hieha*] Dukiw, Ka-
Qregur. Priester, h'orlaclzer
BuriLklio« 946. ■
iMbreibor 212.
d«B MatUiiius von Edessa
GrcgorioH s. PokuriAnoa. ^m
PMtostnitor 777. 778,
407 (u.j.
Qrogorioe. Pr«abyt«r 1S7. ^M
Gr^Kura« Nikepboroa 19, 48.
QregorioB, SohUer doa Bwi- ^M
TaichAniotes Michael
101 fl.*, 136. 138. 204 f.".
liua, Hagioeraph 194. 197. H
Gregorios, Si^lUer das Pia- ^M
(•»■).
104, 105. tOQ. 108. 121.
U 890.
1-^9, 175. 19». 2üS. 205,
nadea 548. H
« B. Lcxica-
293 ff.'. 429. 44ti. 4^2. 487.
Gregorioa Sinaitaa, Asketikur H
JohuiDea «. Olyko« J.
488, 549, S&O, &bl. 653.
157 f.*, 175. ■
Vkhwl Ö5, 88. 135,
560. 5S7, 589 r.. 623, 781.
Gregorios SoIilariiM 437. ^M
813, 322. 306, 871.
902.
Gre^orioB S|iAtbar)oa, dar hl., ^M
877. 380 ff.'. 627, S32.
Grogorüt Prosbytor 329.
Märtyrer 193. 197. ■
'.'. 905.
GregorioH. Exnrcb von Afrika
Orogonoa «. StrnnKUlos, ^|
!■, URgia, Prinseninsel
H52.
Grogorioa von Sjräkns 676. ^M
Grogorioa . iüscbof von
Gregorioa Thaumaturgo« 91. ^M
Johinnes und Justus ' AgrigoDtuin, Exeget 124,
207. 213, 619. ■
128 L*
GrcgorioB der Theologo a. ^^
JokaiiiiM. riitrinreh ' Gre^orio« von Antioohta,
Orogor von Naaiaiu. ^M
Ipv). Huinilfllikcr und PnEriaioh Iß'if.; 168,34fif.
Oregorina der Qroaae (o Jur- ^^^H
iinalikiT 174, 175. 29S.
Gregonoa s. Aatiooho«.
Hort). Papel 40. 57. :>9. 60, ^^M
481.483.48-1.68» f.',
GregorioB. Enbiaohuf von Bal-
97.100. 111. 128. 129. 14S. ^^M
m
garien 553.
144, 164. 193, 518, 684. ■
Branneii 1110.
Gregorios. Abt des Buiguoft-
790, 943. J
logion s. SpruobsBinm-
kIo8l«rs 498.
Gregor 11, Papat 684. 962. ^^M
ID. tJioRoriD« voD Cypern. Polo-
Gregor 111, Papel 684. ^^H
:»r 644, 601 Anm. 2.
miker. Hagiognpb u. s. w.
Gregur VII. Papat 1017. ^^H
Gregoriue IX. Papat 174. ■
GragoriiiaX. Papei 111.1053. ■
Qragoriua tob Toaia 791. ^M
1 Sf*phimo», Trilbeiflt
W, 06. 97. 98 f.'. 204, 447.
d.
45.^ 476 ff.'. 479 f.. &76.
■ !>3e.
Grngorioa DvkapoUlM 73*.
.SdiildeninK oin«tt4 9 1 .
einamuii56a(u.). 587',
19S, Ö7fl.
Gr«ia, der wnUo, a. Plooho' ^M
Ürogorio*. Dinkono* and Rn-
^M
^
forondarioa, Pnncicyrikw
GrJeGhinch imabandUDdiaehen ^M
Mb, di« hl. 187.
176.
Mittclnltor 1097 (.: bei den ■
1166
Regelst er der PerBonea nnd <
lAt«inoni, Oricntiil«!! und
Slavon 1136 f.
QroMKrandbaaid SSI f., K9t.
893, 9»S, 1080 f.. 10«e.
OraMkomaMion 1049 ff.
Qnu^pnüttw 968.
G»tta-Femt« &12. 678.
QtOn«, mr im 7&6.
Gvulni 492.
Ourathw da pHrJH 'i^.
GniLUiitn« KU" dar Narmancliv
87«.
tiuiUMmiut Apu1i«naiii 27>>.
ÖniMtrd H. Hüb ort,
Qnri», Mlrtyrvr in Ed^SM 130,
Oytliu». R«iMnder 411, 424.
OyiMiriB. Dfwna 872,
Gfraidos 785.
Ojrou, bei Konstantin Porph.
26& (u.).
Qyna I* Courlcis 866.
H»do«ftihrt R19 f.
Ufld^s und Ijaxnio«. Klhopoiie
443 iu.1. 173.
Hndrinnll. l'ftptt 683. 974 f.
tUdrinn IV. Papel 8S.
liadiJanoH. Krabiachof von Bai-
gnrien, Polemikor 114.
Itngja äapbi» *. Sophien-
kircbe,
üititiucbmlophoritM 1032.
ilDgiuolil(<(i JoliaonM. Haglo-
gruph 197.
UMU^phle 18: B«d«utiing.
dlgöneiner Entwiekelungs-
Eaag nod Cbsrabter der
«. H. 41. 162. 176 ff.",
179. 181 f., 184. IP.S 643;
ftriaDlsobe Hneiogrnphie
im. iH; H<<ilig«nlnben
flk ücschichtBquellen 2S1.
312 f
Hagion Orns s. Athos.
Hngiopolitna b. Oeorgioa.
]|iigi«polit«9, mueik. Werk
599 r.
UugiotheodorotM KonatMiti'
no9 466. 4T0'.
Bagiotheodurt'tedMLvlindl.Lo-
gothetea ioi< itiH'iuav 474.
47:..
IlagiatheDdornti>K , l.ogolhet
(wolil idontiafh mit den
vorigen) 47U, 47.').
Unikftr **'J8.
Hnkiin, Cliniifu 999.
Ilnl.'p %, < holep,
llnlira 417 (o ).
ilnmiirtninH itts Beiname 858.
ilninin von Upnliau 220.
llunilot und llnndeliMeogra'
pbie 4U1. 1CIB7, IIÖI.
HAntUcbrifl^niinmmluDgeD o,
-Katalog« &01-&\:>.
9. i
J
Uiipluch«)! Micba«! S
7äG IT.*. 80&.
Harald Hsrdnude 1001.
H&ritb f>35.
äarmeiiopuluB Konstant
Jiiriet 103. 607-, 610.
Hsrpokrati«n 520, 5SI,
576.
Harun -«r-RaMliid 964.
HauaannaibQofaer a. i
»pbia.
HebdomoD 1112.
llobrNor B. Juden.
ilnhrlliiic^bp Sprache
llnrrwmrn, by». I"
lloidcnUim. in derbvtai
Mbno 7Mi T. 48, 889 j
HoiligoD. Verse anf dl*]
788. 7M, 75». j
tloili^olebens.Uagiogra
Heinrioh, Kaiser von
1042.
Heiariub Tl KalMr 108)
Heinrich. Krebi«pbof voi
Devent t^.
Beirat. SohHft Ober 491
Bekabe vor Troja, Etho]
700. I
Helena RIO.
Helene, Tochler d«a Kh
Job anno» Kaotakurenod
Helene. Mutter Konstal
doH (iroiaen 205.
Holen 0. Gemahlin Ko:
tina VII 984.
Helene. Tochlerdea Demi
PataooloBOfl 407.
Helios 9. audi ESfaB. j
Uolins SynkeHoB.' Dichter
718. 1
HeliudotoB, Alehemiet 6|
Helioduro». Grammatiketj
Heliedoroe von Pnwa 4|
Holiodoros, RomanAofan
496. 50.'.. 751. 7)13. 81
Belladikos Paulos, Fand
koT 186. I
Htlladioi 566.
Hellenen {= Heiden)
IITIO; rniK^gyrikuB an
H. m\.
Henkor od« AtxI 757.J
HophBestion. Anlrolog 0)
HeplinoattoD (und Paeiidd
Metrik« 584. 594 HS.".
HqiliaeBlos. Eribischof '
BulL-ari«n 768. ]
Hemldea, das pontiBcbe
687.
Uerakleon 215. J
HMvklronaa. Kaiter 95li
Herakien bhfi |Arboit«n \
784
Herakiea. KOnig 870.
V\m«W^vi«a, [{agiograph
Begiet«r der Psivonen und Saobea.
1167
596, €46. 6S3. 710. 711,
714. 729 (U.J. 7S2. 7S4.
737. 741 (u-l. 782.
U«uuinil>uD 1063, lOGÜ.
II«xiiplt<r\'iCM Slephuoa 762.
licIU{)tL■^Vi^oa TlModoroe 286.
Bbtas 694.
HJcnkoaaphioD e. FhI kenbuch.
Bier», OroKlog«lhBl 311.
UieniklM. chrisiliohe Beor-
bsituag eines Kommentars
des U3.
Hi*r<^lw, Dialogperson &30.
Hicrokl««, Ooograph 2Ö4,
417 f.*. 988.
□iftroklM. Hippi&triker 263.
Hiarokntie S6.
BicrooiymiM, dM grieehiaohe
66, 214.
HieroDjnnus. Kirchenvater 76,
97. 111. Sai, 877.
Uierotbeos, Alcbeniiat 633.
U>eroth«os von Athen 84.
Hterethe««. KI«fttervorst«nd
1&2. Iö3.
HterotLei« Monachcw 93, 94,
1«, 6*2.
Hietathe-M SAknllaiie« 105.
HiUrioo 3.m.
Hilarioo MCnchnaamo dea
fiDdromoa T.SO.
Hitnrian, Abt von iiitudiao l.M.
HiUniii, der bl.. Kircbcnlchrcr
100. in.
tlildirii 'J31
Ilimcnos. Ad mini 200.
Himorio.. Sopliüt 12, 576.
Uippialrika 263 f.*. 617.
MipHron l<^- »>l: *•
auch Zirknaparleieii.
tiippokratea, Aixt 467. 613 f..
617; Tochter dta Bippo-
knUa (S^e von der) ~M f.
Bippokralea. TiersRt 263.
Hlppolrtoa. Antor tob Apo-
stel vartMchBJSMii B$i,
HipMivtM von Ron 129,
der?, 213, 21&.
Rippolyloa TheUniia 193.
ilirmotogioa 6&S f. 6»^*.
Hitm«* 69S.
Ilintorin da praliia BM f.
Hof- und KirchenlintoT 424 f.,
42« f, 10S4 f.
Ilofüeachiditoehreibor 229 f.
HDlUnd. tf« Kataloge £13.
Hulubulos Muiuel. Diolontar'
soD 4'J3.
Holobeltn Maooel. DirbUr
Ue>. 770 fl,*. 7*0.
Elolübulo« UauDKia «äcbe U.
UanueL
Uomer 130. ISS. 167. 2M),
266. 2«C. 267. 274. 296,
901, 437. 443, 4($3, 4»7.
504. 60&. 526 1 . 527. S29 IT..
638. Ö41 (u.). M7 f., M'J,
539, 566, 567. 575. 584,
589, 602. 722. 780. 743,
757. 765, S29. 846, 848,
86Ö f.
Domeriten. Gesetze der 59,
240 (g 99 Anm. 2).
Bomiletik s. ftoredsanikeil.
geistliche.
Uomiliansnminhingen, ano-
[j^ifniu 176,
Huiuolo^os. Diakon 414.
HuiioniiH. KHiBi>r 'Jlll.
IIonüiLUB. l>a|ifll 'JiiO. 956.
Ho^r Karl 1141.
HomiisdA«. l>Hpftl 58. 928.
Homiizd, PeraurkOnig 943.
Horolojtion liöS f.
Hugo i von Cypifrii 899,
IlDgo Etherianuii 81'.
Hugo von St. Viktor 187,
Humnniemua 18. 21, 118.
276. 304, 454. 482. 501.
S02 f.'. 643.
Humhert, Kardinal 81, 100,
155, 1004.
Hundehurh 631.
Hund. Enkomion naf dm 475.
Hunnen 1;U. 916 f.. 986.
Uunvad 1064 f.
ByliJas Johann«« 67. 69.
Hydatiua s_ Idatiua.
Hymaeo. kirobliche 106, 118,
ISS. 145. 656, 662 IT.*,
696 t.; 697.
BymnuA tftüt üofif IT6.
Hj-palia 5Ü4.
Hnklioa. Neff« Anaetoai««'!
Hypst«« >!>{* 7vJl->«c7^r 434,
U\ 447. 474. 481.
livp^reaehioti. Ürammattkor
HnlarideB 567.
^^oÜMOa tat OdysMO 886,
HTpaalaittea AUi«n*ui>a Kon-
MIMO 311.
nyTtalcmeo Tleodoroa 479,
488 9'. 553. 77« Ann. 2.
HyrtakM, Stailt 486.
ilysmino nnil HyaiainU« 764.
Ja«d m/ Kranicke, SehiU«-
rang 378
JB«d aof ReMiIhner Vti
UMfD. Hchildentn« 474.
Jahnk von AalMeliia, Offo-
kM 200, 368*.
J>bra«a«Ua, Oodioh« aaf <lio
737.
Jakob. dorApeateJ 199; apo-
krrpkaa MarJralabvi im
in, 198.
Jakub. Mstropolit von Bul-
KDriun 774.
Jakob, DinkoDOS 298.
Jiikub, Itiaehof von EdoaaM 52.
Jakob der JanKera 194. 197.
Jakob, MCarh 192,
Jakob. MOnoli des Ktostera
Kokkinobaplios. Panegr'
rikor 172.
Jakob, MOnoh, Gegner des
fadlos 681.
JakobiU>n 52. 69. 71. 81,
405, 761, 9Sfi,
Juniblichoii, Krolikor 2^9.
JomblichiMi. NrnpUuinikor
4SU. 442. 567, ÖOl. 788.
Jan 08, Doapot von Dyrra-
Chi um 785.
Janua, KUnig von Cypam 900.
Jaraiuk 950.
Jaroslavif Vaevolod 443.
Jositea Job, PoIpmiktT 93.
Jutroa Mallhat««. MOnch 427.
JatroBophia 615 f.. 019*.
903*.
Jatrosophist 620.
Ibankoa 492 (o. und n.).
Ibuiko«. Votlrauler de« Jo-
bajuiM I A>pn 1U35.
Iba« ron Kd^M 919. 988.
Iberer n. Ooorgier.
Ibn'Chiadai 889.
Ichnelataa ■. Slophanltaa,
IdathM SSa
IdiM. Goograph 411.
Idyll &44.
.Ican de Brtenn« 1044.
Jean il'Ibelia >K»8.
Jaraulan 510 (BiUiolliek}.
947, 948. 107), 1061.
IgnaÜof, BlaelMf von AdU»-
cMa 91, 146, lU, 207,
213.
Ignali«*. Palriarcb von Afl-
tioflii«n 101, 104.
leMti<M, Diakon«« und Skeoo-
phylax 73. 265. 312. 824.
»1. 354. 716 f. HH.
Tgnatio«. Di«ht*f 718.
Tjcnalio«, (Iraninatikar 726,
727.
Ignatina IliaroBOMckM 184.
IgnatwK. Ikea*kla>t 68.
IgaBtion, PaUiarcb von Kpel
166. I6K. 196. 812. 510.
971.
TgiHti««. Orllnikr im lintoit-
kloalon SIS.
IpatiM TOM IfoUtoM m.
Igatlioa, BiaeM tm Myn*-
bia, IlMiom.li soft.
lonraMt oSar Pnvatgnunai»-
tlk«r75«.
Ifw K. 981*.
I(arlia4»6,
B«giat«r der P«rion«o nsi
Ikarift 1110.
lluaU 8. Kaab.
IkoDioii 37?. 2d4, 1094.
lbonuKM|>h>e 777.770. 1116f.*
IkonakUäten ■. BiMoretiinn.
niu Utina 609.
Ula» 9:!0 IT.
llliutTutionoii in CfaroatkeD
220. 375.
IlluBlrius (Rang) 280, S23.
Iniliorioa und Maigarona 643,
808 f *
iinbüM 309. 406.
Indion 418 f.
Indiktion 1Ü07.
ludiMhM llcieh. Sag« 3&, 708.
851.
Innucuai I, Topst Olfi.
Inuocouic III. PajHa»3. 1080 f.
Inuokriitios, Bisdiof van Mit-
ti>nn«i 5$,
Insclirifton 729 f., 1I3S ff.*
loBtttutionc«! 6Qi f.
lnp«ntici S. Cnicla B. Auffln-
dunft.
loHchiiri. dnr hl. 169. 172.
lodrhim. Mntropolit roa 2icb-
HD» 316.
lonkim, Patriuch vcn Bnl-
KRrion 1045.
loAnnikiw, MOnch auf il«in
Olympoe ia4, 198.
Jousupli n Uttilltaill.
JuBHuph Uieroiiionnchos 176.
JotuHHib , M&nclunRiD« dea
Kaisen Johann«» Kactaku-
MDM 298.
Job von AatJochien 166.
Job HamartoloB. Bx«g«4 186.
Job 0. Jasitea.
Job. Pronhet 900.
Jobiofl, llOncb. Polemiktr S6.
Joca monachonini 143.
Jool 365.
Jobaanan Uar 9^.
Johnnnoa I 'rximiiiktDi, Kniaoi
23. 267. 405, 732, 087 ff.',
1075.
Johannpa II Koninonoii. Kaiser
211. 274.279.315,317.46.';.
4fiß, 47;!. 769, 804. I02üff."
Johanne« IM Dukaa ßalatzes,
KuiHor von Nikaoa 287, 316,
44«. 478, 610, 768. 789.
lOJSff-'. 1113.
Jubannea IV I^skaria, Eaiaer
von NikftcH 1047 f.', 1052.
JobanncH V. Kniior IS8, 224.
4B9, lOStl ff.'. 1076.
JobRnn«a VI KantakaxonOH.
Kaüor 40. 5ü, 101, 102.
103, 106 f.'. 108, 112, 158,
16», 176,294.207 ff.'. 481.
487, 48S, 10K6 t.'
2.
JekanuM VII , liegosl
fWOO) 1061 f.
JonannM VIII, Kaiaor
114. 115, 116. 117.
209, 224. 808, 42S (o.)
496, 7S4 f„ 1068 £•
Jobannas I, Kaüier von 1
lunt 1O50.
Jobaanoa 11, Kaiaor vool
lunt 286, 1050.
Jubaun«« IV , Kaiaor
TrapeniDl 1050.
Jobaiinea II Kooiiieaoa ,
lodnka«, Deanot von I
845.
.lohanno« Aloxandor
Car von Uulgarien l
Johann«« Amn 1, Cae
Bulgarion 1035.
Jobann«« Aiwn II, Ci
Ualgari««! 1044 f.
Joha&nea V lad isla V, Bul,
au 995.
Johann«». AmeoiarkBnig
.luhuiiiics AngeloB, Deepfl
Epirua 1046 \
Joh&nnea DIakonoa ausA
Jofaanau A«^M(w 81. |
Ji^annM. Kabonalbailig«
AegyptM 189. 1
Jobanncs Aktaarioa 268.J
618. I
Joliaanaa von Al«sM
Mediünor 614. 617. <
JobnnnM vom Alnxandrii
Mitlvidigo 187. 188,1
191. 1
Jobaaaoa a. Ana^oateaJ
Jobannea von Antiooliia. |
nial 259. 322. 828, SS
338. 371, 376. 386,
560 f., 845.
Johann««, Pa:triaich voi
tjoobia , Aakviiker
liö t.'
Johann 08. Patriarch vi
tiochia, MoDopbysit
«07. I
Johnnnts «, AruyropDlo^
JnliHniios von Aninn 401
JalianncB Biiptistpii a. Jl
nes dnr TüuFcr. \
Johumies von Uari 275.i
Jcihuincs, Exarch von 'I
gttrien 70. i
JuhnnnvB von Capua 89|
Johunn^a von Cholkl
Pulriarch von Kiicl, E«
136.
JollUUDBa H. Cb
Johann«« a. Chilao.
Johann eaCbn'aoai
70. 80, 83, 84,
t3£, 133, 134. 13«,'
K«giater dar P«re<ia«ii aod Saobca.
1169
J«biuiaM 8. BacJo«1it«a.
JabuinM, Eiäiiovhwf von
HcraklM 804, 293.
JokUM« UMjrdiMtM 183,
180.
JoluBiM« HieromaMnoti a.
Joliaont« V, CbiJk«doti.
Jabaaiic». t'Blnarcli vou Ja-
riwalGni i'^. '1, IM, C7ä.
Joluuin««, PaliUrcli vmi Je-
rnMlem \12. JhIitIi.) 91.
JokaBBC*. IkMiokliAt SS.
JolianiKii IuIm 42, 60, 86,
m. *2'J. 430, <44 f.-, 487 f.
lAwaat» von Kocuru b.
Jokumea Uraiiiinntikas.
Jah«aMs 8. Knie k «3.
JohauBt* a. KameouiM.
Johann«« a. KAiubtiUea.
JoliaiuM« B, Kauano«.
Jtibtiatm a. Kaiwe.
JoImibimm der KwpadDkwr
930 ff.
JohuiDo«, äiaehof tod Kar-
pathm, AakrtJkci 142, 147.
Jahaanon n. Kuiniiiiios.
Johaiui«ii. ItitiFliuf von Kjtroa
»3. «11.
JvlUBiMa . Mviropolit von
KlaudiupuliB '31.
JoIibudw) KlunBX, ilakelikw
äü, IJS. 143 (.'. 14ä, 158,
218, 2)7, tibi.
Jokannes, Patnarcli von Kpal
It 717) 67.
JobuiBue XI], Patriaich von
Kp«I S92,
Jokasaea a. Ko«t«iii«tTo«.
JobwuMa s. Kubukltiaiaa.
JobaBM* a Kukuielis.
Jobaanaa s. KyitoriBsiotM-
J«liaitIi«H von kyxikas (iÜ. 73.
Jobannaa LvdM iSl, 876, 988^
424. 426, 307. 344, 620.
JohaniM« Lvdoa. UOnch 367.
Jobaaiics B. liBlalofi.
Jokkttn der Mainikouivr 407.
Jokaancs vou )>fliiu Mb um
£03 (u.).
JoliuuiM Hsnropns a. Mau-
ropi».
JofaaiHM« a. Masentioa.
JokaiinM. UeUopolit vonUdi-
tene SüS.
Jobanna«. Moncb l«0.
jatiannvii. M6Dck. T«rf. dea
Barlaain ms.
Johnnn«. Mönch, aiigi^blicbvr
Vcifiuuni der Dioplrn 743.
Jokannea MonachuH, U»)odv
eeiL
Johuinea MütiBctiua. Pane-
gyriker 17U.
.I(ihnnn(>s s. Moarlios. i
Johaniiee, Uetrapolif von ,
Nanpaktoa, PolemJktir 93,
47i;.
Joliniinoi^ Itiachof von Nsgran
5Ö. :
Johutnos NesUmlee s. Joh. d.
FlLStCT.
JukunatB , Ktubischof von
Nikuea TS.
Johaniias a Nikiotea.
JobBiinHH vuD Nikio ö2. 321,
328, 403 f."
Johann«« von Nikoai«di«u.
Hagiograpb 206.
Jobann«« von Otraato 769.
Jobannaa I. Pa|ial 5$, 929.
Jobannaa VIII. fapat 971,
«75.
Jobann«» XXI. Pnpat 97.
Jobann« XXII. Pap«! 819.
Jobanut-B PalnkioB, äcbOlcr
des pAelluH 44».
JohaanM a. PudiAfiimoa.
JobaniioB a Pvttiaiw.
Jobanii«a a. Pbiloponoa.
JobatuiM a. Phurna«.
JobonnM, .PiMbrtnrkOnig'
;js.
Jobnnn«« Prolonpatbarioa 553.
537, 53Ö'.
JobannoB a. Paicbaitea.
JohuinuH , Voratehor dea
Klostora tUltbu 143. 144.
JobuD« Bbetor (= MaUlos)
388, aäs.
Johanne« , Uetropolil von
Rhodos 196.
Joliannaa. MOnob von lUiodoa
11, 199. 323.
Johaoaas, MatropolH von
Rnssland 61. 82.
Johannes. Mönch des Snbbaa.
klostors i. Johaimog Ilea^.
chosles.
Jsbnnues. Biacbof von Sacden
199.
Jobannea Sclioluslikoa. Patri-
anfa von SpeJ 53.
Jobannvs Senolastikaa voo
SbytkopoUa 56.
Jobaanas, SokQler d«8 Bar-
aanupfaioa AS. 14&,
Jobwa«s Sootua Eiisena 37,
63, 137, »0.
Jobanttaa 8ihtli«t«s 333 f..
357. SSd ff.*; •. anch Doxo-
paUaa Jobannaa.
Jonaan««, Abt auf dem Siaai,
AskeUker I6<J.
JobaanM Silentlanua a. Job.
Ueajohastcti.
Jubunnea b. SkylitM«.
JuhHuut« von äkj'tbopolia 33.
5ii', ll{".
JoliMinea e. Staurakioa.
Johana«« a. SlobaooB.
Johann«« d«r lUafer 139,
149. 151, 1«5, 161}. 170,
13-^. 472, Ä50.
Johanne«, Patliarcb d«r Tb«o-
doaiaaer 5S, 54.
Jobannoa, Enbiaobof von
Tbosaaloniko, Hagiognpk
192.
Jobonnes. Bifchor von Traai
Sl.
Johann«» Urosh, KDnt Stt-
bi«aB 3l>0.
Johaanea a. Xipbiliao«.
Jobaanm a. Zoiura«.
Joaab 909.
Jonaa. Ver«« llbor 764.
Joaia, DurhtltiJ 603.
JoaapliHt l'icsbyter, Uagio-
Kni|>h 1Ü@
Joinphat B Bartaam und
ioasAph.
JoaepbDB von Aeg:yptMI, 0«-
diahl über h22.
.TosephuH B. Brj'eDnioa.
Juaephu« de In Bolla 497.
JoBepboB FlaviuB 3!<. 221,
239, 292, 372, 527. 5*2.
587. 603. 909.*
.InnpplioB von GroUa t'emU
67S.
Joaepboa IIi«rt>diakonoa, Ho-
miletik nr 1T6.
Jcisiipbo«. der Iljrmnoenpli
US. 11)4. 197. 480.67« f.',
679.
JaBepb»« a. KalothetM.
JuaephoH, P&lrimvh von Kpel
93, 117. 209.
Joacphoa, Biaobof von Uo-
Ibone. Polooiiker 114, 113,
116, 118 (.•
.lusi>pbo8 s. Pbilagr««.
.lostiphoB. der PhiloiHipli 481,
482, 497 tu.), 349, 332.
Joaaphoa Studitni 677*, 686,
L
n«ari)vnf]i iln klas JtlUrlonwirtBniHhirft IX. I. AhUa, 9. JinA.
JourphoB.Krzbiacfaof voulliM-
■nlonikc l(i7.
.luaouhuB. MOncb in Thcaaalo-
niko 120.
JoBua Sl}Iitm SSß*. 404. 924.
Iphi||;enie 477.
Ipumedun S34.
Iren, ilirn gcrieohiscben Sta-
ilieo 32.
Ireaaeos, Cbroniht 400.
lr«na«o«. Bi»rba( von Lvoo
129, 146. 207. 213.
lr«ne, Kaiafrin 99. 964 f.*.
1074.
Ir*n«. (iamablin du* KaÜMra
AUxio« I Komnenoa 272,
3lh, 317,463. 476 (■>). 744.
I reine, tiemohtin Andronikoa'
tl 483. hbS.
treue, Gemahlin deftSebaato-
linl«rAndronikMi376. ToS.
Iren« a. Chunmoa.
Iren«, die b). 184.
Tr«n«, Gemahlin d««.lnhniin«is
KnnineooB 764. T$4 (n.),
Irono, Kirche ^er hl. 1118.
Ir«n«, Kloetervoratoherin 194,
197.
Iren« TinskriTiHiii Pdaeologinn,
Kniaerin 31».
Irene, Oomulilin dea Ifunuel
Koinnuomi &Se. öS9.
Iren«, TochtOT il«r Kaieeriu
Thoodo» 19. Jahrb.) «16.
Iren i kos GeorgtM 46&.
Irenilios NtkoUos. Charto-
pfaflAx 768
Iniuik I KoninenoR. KiiiHer484.
489. 100.% f.*, I07Ö
ISMk If ADgelo*, Kaiwr 93.
2&I, 2B6 (u.), 469. 472 f..
474. .S89, 1032 ff.'
Inoak ». Ariiyroa.
Imak anii (tranannneniefl 81.
89.
liinak KßinnuDOSs Komnenoe.
luak KMisUnlinoa, Asket iker
160-
Iftuk. Metrikvr :t96 r.
IsMÜt P<>r|ibyro8«nnetm&Sßr.
Isuk d*^ äjrrer, Asketik«^
100. M.\
IsRak. MOnch in ThesMlonike
10.V
leanrier 13 f.. 960 ff.
Ises. Proloatrator 1044.
Isideros, I'ntrisroh von AnUo-
chien 101.
Isidoro«. Diakon h97.
UidoroH Bieroinauaehoe llö,
117.
Tndoros. Patriarch von Ru«)
101. 103. 106.
Iiidaroa, MÄrtj-rer 176.
InidoroA nun Milct fISI.
Isidormi von PeliiRon 141.
laidoroii, KrxhUchorvonTh«»-
ealonike 17-'>, 176.
Tsidoraa von Suvilta 144.
Iniriorus Thoeaalou. Cardinal.
RImt. 311 f. 1066.
latnni, Polemik gegen den
49 f ', 51, OB. 71. 78. 79.
81. 83. es, 106. 111 r.
ISO.
Iflaod 422.
Isokratea 45b. V>7. 46B, 480,
491. 523 (u.), 667, 602.
808.
ib» 342 («.). 7a9.-
Itp«ricb fitö.
TUlicua 699.
lUlikoa Michael «
Italien. Besieh iinittfti
un&4. 3U.<. bM1,\
Kataloge). 613 f.*.
7fi8 ff., 1071 ff.',
1094, 1115: Urkiii
llnlioo IS» r,
Itinonrian 410, 418 f.'
Jaden S», 1077. 1099,
Apologetik gegen
&0 t: Sahriften kbm
66. 66. 71. 72. 91. Sa
IIO.I^. I.'ll,ie8. 191
Juliann. die lil„ 199. J
Jnliauoft. Kaider 12. 7
46t, 470 IUeceiist«D
Rthopmie), 6^, 667,
I0S9.
Jnllanoe ans Aegypten
Jullanoa, Bie<-ho7 von
kaniwuioslil, !<2 f.
Julianon, Mailyrinm dl
Jolitta. die hl , MSrtjri
I&7. ]
Jnliue 1, Pnpet 91. ]
Jnliua SextuB Afriend
Sexliia Juliiu Afric. l
Jungfrau, die hl., h. M|
Jnnilioa 128.
Jurimirudeui s. Rcohtn
»cnaft
Jastin I. Kaiaer m. t
Jnntin II. Kaiser 146|
941 f.*. 1074. 1
Jnatininn, Kniner I, 5
88. 47. S1,.S7 f*.
12^. 145, -iSO ff., 23'
£01. 606.63S.eeS,
1078 (.'
Justinian l( 9S4, 956
Jualiuoe. Chrontat 400.
■lualiiius Martrr 40, 81
107, 129. 207, 20(lJ
883. 87i.
Jualus von Tibeoia» S
Ivnc 995
iTanko« H. IhankM,
IwHn, der KanfmuB
H08.
KahaUropulos 485.
Kabiwilas DcnietiioSi
uraph 481.
^aua
Eaiiasüaa tieorgioa 78S
Kabaatlaa, fifynt '<eu
483,
Kabasilan Noilos, Meli
von Tbemwlonik»,
mikorlOI.IQH, 107, 1
116, 15«. 1.59.
Kabniilla« Nikotnoa, Myi
]01,105.1ti9, I10.1H
162. 158 f.*. 204,4:
fioRiator der Person an und SAchan.
1171
KmIIuIos 8. XantlH^oa.
KBllill>«a u. Aii»taiid«r.
KaluolMlos AI«xiM 102.
Kal<« am Ttnolo« 968.
K«lojaa, Cw ii«r Balg«r«n
nah t. IU4I f.
KalaMlros. Cm- dar Balgarwi
MW».
Kalorii«« .'krakarioa 71H, 720.
KalMTiuA AntiinioB SOh.
KlüotW««, Kunilj<> lO,*^.
KalotiMiM Joiwpb. lIcHj-cboat
105.
Saluptic« NikophoiDH 1025.
KanaiMtea Matlhacoa, Pole-
miker nod Bliel«r 121. 132.
4&1 f., 49S. 60S, «7a
Katiut«ropuI«a U3,
Ksniatenn Aridraiiikoa, Pol«-
■tker 7«. «U*. »7. 472.
Kamalcvoa Baullios, l'atriiircli
ran K|>«l 472. 474.
KBinat«rM. Eparcli .^29.
KMMlcroa, Famlli« d«r b^tS.
KauMlaro« Qreeor 74Ö. 759.
Kanalcfos Johannes. Aatrn-
Bom 627. 760 f.*
KatnatMO« JoliAnnea, Patri-
iirch von Kp«), Polemiker
92 f., »«7. 470, 474.
Kanialaio* Petranaa 90^.
Kaneniates Johunne» 262,
266 f.*. 301. 415. 4^8, 485.
Kamjlzrn JuliitiuiM. Gooeral
1044.
Knm.vUf'a Koiistuutiii 755,
KnoabaUca JuIiüiiikth 'i6I * ,
63».
Kauanoa Juhaiiiied 300 t.
K&nanoH Luskaris 4'J2,
K&nilaule« iiod (!vkk« 4Ti.
K«ni<lio«.iler1il ,MArtyrerl71.
Knri'lfioi: ini cnü 478.
Kanon der hl. Sehn» 123 f.,
126.
Kanonea(incl«rKirphi^npoeKia)
95, 172, ß?.ß. ß73 fr.'.
6».^ f.*, 687: im Kiretien-
raeht 607, 611 t
KannDtatiaehe Schriften 87,
U9. 218. «07 f.. All f,
K antakujsenoa JohannMjOrau •
•hmoBliko» 481. 4»8, 776.
Kuntiiknienos Johannes VI
H. Johniitie«.
Kanlakttsciniis Joliannen, (!•-
neral unter l»Rflk II inSII
Kflnlnkaaeiins Matlliaoos a.
Matlhacoa,
KanlakuxenoB Michael 506.
Kapilaraalu K^e,
Kapitän 3XV
Kapnn Johannen, Dof-inatiker
111.
Kappadohea Geergloa nnd
Theaohariatoe 316.
Kaj<|iH'iukien 828.
KapuHdukjer, die BS, 96, 107,
134, 173.
Karanteno« Kunalantin 1001.
Karbeas. Of&zier OTO.
Ksrien 327.
Karinoo. Aaket 734.
KiiQiirot ^. Krebaveree.
Karin f}\ti.
Karl von Anjou 10.^2 I.
Karl der Qroas« 5. 9, 24.
965 f., 107«, 1139.
Karl Jcr Snhflno hhS, 1091.
Knrpathinii i. Johnnnct*. I(i-
H-huf voll Kutpiitlicia.
Karlen, pcuitrnphische 411,
4lii f.-, lIilV.
Kiirlhagu M^
KHryk<^a DuravtriiM 4J7.
Karyk«« Tlii^iijibiiiit>a 109;!.
Kar^nuhjlk-H UutUiaeua. Kn-
hiaelief von ikonion 110.
Karyalo» 1082,
Kaxandrenoa Alesios 488.
Koaia, Dirhierin 677, 679,
70S, 71.', f.«
Kaüilon Kliiiidioa 577.
Kafimatia Tetroa BSS.
Kaskia ■ Kaaia.
Kaaainn lUO. 143. 144.
Kanaiane ■ Kaaia.
Kn.Hliimon 754,
Kuslumunilf» Johnnnca 474.
Knatur. pHuudo. von Khodoa
4r,l.
Kadturia 47'^ (u,),
Kaolra, allt-gorische 857 ff.
Eaiittunus Demutrioa £03,
Kasiron 411 (u.).
Kainkolon, G«nenil 739, 1005.
Katakylaa Leon , Maiciatro«
728.
Katalanen 10-')'^, 1082.
Kataluge von Kaianrn, Patri-
ortlicn u «. w. 292, 391 If.
Kuliiphrjgior 72.
Kutuphj'gii>t«a Kalliatoa. My-
.tiltL-r U2, IßU*.
KnLastorbacher.byxauU 10^6 f.
Kat«ohM«n 92, 148.
Kaleohumrnat 168
Katenen4l'. 63, 124, 125 r..
127, 128. 130. 132. 135.
1«4. ISP. 'i«(i ff.-
Knior und Maus. Gedicht ^4.
Katipboroa Anlonioi 522.
Kalomyomaohie a KaUen-
inAiini>kiipg,
Kiiloiikoi> i'auloa 476.
Kutranca JulinnDOli 760 f.
Katzuomluackrieg 751 t.
Kattun pfstction (Amnlelte)
«20.
Kankodanoa Theodor 401.
Knulona .\nlonioB. Palrinroh
vonKpollöC. 197. 199.204.
Kavailh. l'oraerkOnlg VM .9»5.
Kedtunoa Qooqtioa 221. £49.
■^'J-. 322. 829. 386. 849.
354. 863. 887, 868 f.*. 373.
377, 883. 888. 724.
Keltukeitus 1107.
KekaumeDus 260, 1086.
Kekaumenua Uastlioa 741 (it).
KekoohtoineDOB 485.
KiMot SS6 (0-),
KeUnK 1027.
Kvnliiripinfia I.eoii , Hagio-
Rraph 100. 199.
Kaoa 4(1!>.
Kaphaina Konatantinos If!.
264, 723, 727 f.'. 729.
Knpliallonia 1471, 1082, 1110.
Koramnua liregorioa, Johan-
nes. Nikcphorua. PhJlippoa
172.
Kuramoua Tliuophsiiea, Urt-
biacliuf von Ituimano, Uomi-
letiker 172 f.'. 203.
Kvriutbaa, Uaietiker 207.
Kerkyra a. Kurfa.
Kertecb 1119, 1123.
Kerulflrioa Michael. Patriarch
von Kpel fiS. 80. Sl'. 82,
434, 488. 448. 444'. 787.
1003 f„ 1006.
Keryko« Her hl., Mirtyror
170, 187, 7S3.
KiiftiXniB yr<a/iixä 203.
yruiaiixil, SiaXoyiMi 63,81,
104. 141. 147. |.'>2. 158,
)5S, 1*7. 160.
Kibrraiateo 957.
Kilik-Arslan 1017 f.
Kili^.ArHlan 11 1027.
Kiiiuainua Johanne« 3. 16.
22«, 279 ff', 282, 288, 287,
455
Kirakcii von Gantxae 407.
Kirche, in der b>-x. Kunst 1116.
Kii'clinnUinlor ■. Uor&mtar.
Kirch cniiiisun^. gregoriant*
■chor 684.
Kirchpii(!Mchiphle 14,2455.*.
291 fr*. 389, 401. 402. 558,
I08I f , 1087 ff.'
Kirohiiujaiir iu der griechi-
iichrn Kirche 163
Kirchenuui'sio 292, 374. 540.
.-.60. 658 ff.*, 714,721.741.
Kirchenreclit 374. 607 ff*,
1088 f.
Ktfchenapraclia «. Sohrift'
aprncho.
KirebenlrvnnuDft s. Sohisnia.
KirebenvenciohtiiaM a. Nn
titiae opiacopaiunm,
•w.
.^—i
B«glet«r der Peraonra
KlftMielsinusr Atliiisteo, Ho-
Disnisinui, Scbrirtapncli«.
Kleiner)lciMcli.E'lciiKraae37S.
KIwnkuDst 1122 rf.
KUm«!!« «. Cl«B)ani.
KUodemo«, DiKlospenon 544.
Kl«ol«M 4i&.
KIcomodM 5&fl.
KUniiuc a. JohiuinüH.
Klimoxvene s. Lcitorvvne.
Klietheno* 107.
KlilobuH. Klitoiifaon 801 tt.
KIOst«r. kluiiittslaUscbo 139.
180.
KJjJat«r fluf dem Üetgo tMUm
K10«t«r de» Iil. MdleUos 174.
KloaUr nuf Anilms 511.
— Vit d»r Insel des Anti-
ganuH 472.
— lu Art-H 81B. 817.
— d«« AlUtiat«s 31."),
— AUuliiio in Ankyra 146.
- DiiruntiHnv lAlJioa) 514.
i^( llärev Iva, 147.
rot' ili>iil;'n[>ai*. äuf der
— twy Bi'Znrfimr IGS. 1G7,
— in Ilyliie |b«i Art«) Ml,
— Daphni bei Atlien 809,
1114. 1122.
— du* hl. Dam«trio8 in Kp*l
816. »lg.
— dHH lil. DnmvtiloB in lli«»-
Mliun .'ill.
— den bl. l)ionyiiioi> (AthM]
*U.
— lijt KvifyiiiJof 153. 188.
■ ' des bl. EutbyinioB in l**»-
stina 185.
— auf dam Berse Oanoa 485,
498.
— GroHft FomU s. Groll« F.
— roJi- V;Si;pttn' 316-
— d(w JobRnnoaProdromos ta
Kpel 741}. 771. IUI.
— uoH hl. JoboiinoB auf Pat-
moa 815. 317. 420, AlO
(Bibliuthuk). 514. 1098.
— d(«lil. JahHDDeabci Senai
120, 310, 318. 511.
— luv KaiXiai^iair )S3.
— t^t Ktgt^ituifiirfit 274.
315. 317.
— tär KXr/fiiiJair 381.
— Kosmidioii l^lä.
— Kf^iuiiinaii 589.
— Uura lAUiu») 315, &U f.
— roi!.lii^<.iru;([.C9boi))3l8.
— LemboH bei Siiiji'na 1113,
■- des hl. Lukas in Phokia
1093. 1114.
— luif Mtiyyiiriur 168, 298,
741, 771.
Kloatar des hl. Mi
Kpol 152. Sie. 317,;
— dar hl. Marina 15:
31«, Sie
— loii .Vtjrvln Uytf'
Sigriaaet 342. 723, 3
— rofi AhytHov S^tj}ii!&
— t^( Unafiofiipiiilt
Met«ura 300.
— des EraeDKels Miobi
d«r loael Os«ia) Sl«
~ Nea Moni aut Cbiod
— Ken-Zion (Cyp<m) I
— des hi. Nikolaus rd
Bol« SIC, 318. .:>09. I
I — Pnnagia ton Baliikli
— dMfal.rnnt^leamontJ
51.5. I
120. 315, 317. 7R4,
— i^{ HififlfatPii 63J
— ri;,- t/irfirforiiioaiK
»17, 511. j
— ir;: itirni 153. I
— J«s bl. l'bilothttoi
Athen UU. ]
— Raithu auf der Süd
ineel 143. 155. 1
— das bl, Sabbue bei i
»alem 139, I4&. 15
194. 198, 814. SIC,
-~ Sabbaakloatar in
129,
— SiKTiMe a. tei (i.
'Jygoi.
— auf dnm Sinai 14i
168, 510 IHibtiuÜMk:
— Stadion (in Kp«l)
itinn.
— Tuil' ZtwUftKlt^WI'
— UM) ifiXai-iQoi^tov 2'(M
818. 1
~ dea bl. Tbvudoros aa
thora 402. j
~ duH til. Tlicodosios j
— des lil. 1'b«ugnios ij
• tni< XnQaiariiaii 49q
— 11^ ru'pn; (beule K(
Diamij295.55l,5.-,;i;78i
— !Leropcilamu(Albos)5[
Kloet»rreKelii 141; da«
Sabbas 142. 817; de«,
dionhlual^rB 143; desj
liatee^'Or.: dca »Mid
28S: des Kaisers Job
Pdjieologus 819; des 1
mvdcs 446; veischja
314 IT ; siehe auch dlj
mIimii Kloster, J
KodincM Ovorgioa 422 1|
Kudmlos der hl , voD Kd
B«gMar dar ParaonBii und Saahes.
Rnm Denan Utchaol, Prinz
1135
Ktimnenoa Slephojios, tirom-
druii^ür 764.
Kompun. Adtkiotrs 4flT.
Konkubiuul (>ll.
Soncin. Enbisvhof von Apft-
mea 924.
KoDon, Gegner iI«b Jobaones
PbilojioRos !>9.
Kanon, AI}-thagrA|>h 523 (o.).
KoosUns. Kaispr 9-M ff.
KonntsnUna. Schlacht hMS43.
KoDkUotinischc KxxoTpteSB)),
■J43. ■^*9. 258 ff.», 329. 330.
SÜ.^. S.i8, 506. 566 f-
KuMlaolinopol 2 f., 8, 303.
7»3, 913 ff.: AUdcmJe in
IS, 16, Vi. 073; .Schriften
Ober di« KrobiTungen von
Sil f. 1076. 11)77. 10«1:
Uedichl«, Monodion u. b. w.
Ob«r don Fall von I14ö3|
Sil. 386/.. ms. 496. 498,
8S9 IT*; EiiHBlw^rkc in
1114 : TupoRraphio von
428 IT.", 1111 f.*; Biblio-
tbekan fn 511.
KoDflUntiDOS dw liroHae 2.
5 f., 161, 180. 20>S. G2R.
724. 1070. 1073«. 1139.
h'onotantino» 11 951.
Konfitntilinca IV l'q>);annlos.
KniMT 954 e.
KonsUnUnoa V KopronymuB
66. «7. 71. 7:^. 968 f.*
KoBHlnctiiiM VI 14»<:. 9G4.
KoDdtanlinoa VII PorphyrO'
nttn«tos7. 16.18. 30. 138.
T69.«00.239.252ff,*.204f„
342, S44. 34T, 410, 41».
419. 425. 4T8. ÖU, 636,
«38. flSl, 077. 723 f., 792,
88Ä. 978 IT.*
Konirtantino« VII I . Kaiser 258.
6S6. 991 ff.. 988'-
Konirtmitimis IX .Monomachos.
KaiMT liMi J',f7. 4Jä. liijtj,
ci'ju, ;:>:. ;u. loo-i ff.*
KotutantinoH X Dukoe, Kaiser
155. 4»4. lUOÜ ff.*
Konstiuitino« XI (IX) Ora-
^ä-tt». Kaiser 12». 122.:108.
VJl. 82!>. lOiV. ff*. 112-1,
Kiiontantinos %. Akropolitcs,
KonatantinoH a. CbrjrBomnloB
KoaslanlinoB Diogenes 909 f.
Kon«tnntinoa Diogenes.
Pepndo- 1017.
Knnatantino». Rpigrainmu-
liknr 376 (o.),
Konntantinos, Vater des L)e-
nonios 264.
Konatantinoa o. UaitnenO'
pul OB.
Kon Klaut inon HiernmonncJios
105.
KonsInntinoB der Jude, MOnch
196.
KonKlnulinua s. Kepbolas.
Kons Uli tin OS s. MAnaases.
Kotuluntinus s. MrliluniotM.
Koutanlmo«. Sühn des Kai-
ser« Michael Dukas 1S3.
Konstant inos . Biiebof von
Nakolia 07. 9i)2.
KonstMitinos von Nikaca.
Philosoph 474.
Konatantinoa s. Palneokappa.
Krinatantinas Palfl^otoK'^«,
Donpot 10113 ff.
Konstnntinos I. Papst <>7.
Konatnntinoa uns Khegion 614.
Konalantinos, der Rbodicr
723 ff.*, 727.
KonatnntinoB. Sebaetoktutor.
Bruder des Kaiaers laaak
Aiigelos 472.
KonslaDtino«. der Siiitier 439.
594. 718. 723*.
Konstaiitinos.Solinßoinano»'!
982 f.
Konatantinoa s. Tarsites.
Konsul ar fasten H:^8
Kontakion S93. (iÖ5 f.'
Kontinnos fiabriol 852.
Konlolcon CbrisInnboros.SSI.
Kontoslephanos Alexiog UM.
Konlosleplmnoa Andranikoa
1024. 1027. 10:10,
Küuf oBtt'phanoB.Iohnnnes 755.
Koniil B. Synode.
Kopl<-n 951. 1128.
Korais Adamantioa 477.
Koran 18.
Kordyle 825
Korfu 224. 307. 381. 843,
1071, 1110.
Korintb 496. 1025.
Koronneoi Jabnnnea 842 f.
Korunis .Xeno» 600.
Korrespondenten, der Sultane
19,
Kuryditlluua Tbcophiloa 432,
453.
KosniHM. AlcliATnisl 638.
Kosinas Attihos, Patriarch
von Kpol 80. 1016 Anm
Kosmaa von j«rassleni 13,
68. 87. 292. 674 ff.», 679 f •
Koamas IndikoplnasloaSS. 51,
53. 123, 124. 128-. 206,
213. 392. 412 ff.'. R32.
Koamaa, der hl., Mnrtyrw 96,
167. 168. UVO, 711-
KosmoH. Hischor von Majuma
s. Koamaq vun JuruBnlom.
Kosinas Soliolaatikon. Mönch
in Aloxandrion 191.
KoBinas. qizilian. Mlinch 6S.
Koaiiifin B. Tiinl^rlukioB.
KosHiiis Vtfsülor. PuueicvrikL-r
169,
Koamos 309.
Kmnvo. Schlacht bef SM f»
1061.
KoHln ihn Luha 2i;2
KoalometroK ,t oh Annes. Metro-
iiulit von Chalkedon. As-
Utikcr 100.
Kot«rLeoa KonHtnntin 526, .^29.
530.
Kotyacion 924.
Kriti«. Oodicht an die 439.
Kratc», K^nikdr 647.
Krebsv^ree 721, 7*4.
Kreta 420, 400, 780. T94,
817. M21, 840, 842. 870 ff.,
909. 967'. 984*. 1071.
Krriu . Kednn auf das hl,
164. 175,
Kreuatüßo 31, 1016 ff.*,
1081 f.
KriegBwiniwnnchnrt 258*. 268,
2ü!i. 439. 635 ff.», 822; a.
auch HeerwuHcn.
Ktitias 4^9.
Kritobiilunuus Imbros. Biatu-
(iker 228. .Süfl ff.'
Kritobiilos Midia«! 811.
Kritobulos Nikolaos Kanal ia
607.
Kroaten h. SüdiilBVen.
Kruni 066,
KtosioB 242, 518.
KubukloeioB .luhannea, Pole-
miker 114.
Kiikimelis .luhannea. Athua-
inSnch 195, 198. 590 f..
678.
Knlpinger I lOfi.
Kultnr, byiantinisclie 7. 1087;
orienUlische 38. 1126 f.;
romanische 31 f, 1125 f.;
skvischo 33 ff. 1126 f.;
8. auch OHontalen, älave«
u. s. w.
Kulturboxiohungen. interna-
tionale 31 ff.*. IÜ97 ff.'.
1124 tf*. 1131 f.. 1136 f,
Kumaufn 1008. 1017. 1033,
1105 f.*
Konowtja 1064.
Kanal, byzantininch« 8, 32,
42:t f, 734. 737, 740. 758,
777, 779. 876. 1113 ff.*:
griecbisch« in Kpol 288 f.,
^5. 1114: gern) aniHch- ro-
manische 32. 1124 ff.; aln-
vische 86. 1126 f.
Kunstgewerbe 1122 ff.
Kunalapraobe sieh Schrift-
sprache.
Kur 988.
KurkuM Johannes 399. 980.
1174
Register der Personen aai
KurepaUt 9B&. 42-1.
KtirtesMOeoreiM o J/aluy loc
693.
Eim 89!t.
Kn>nt. BalgwvDfflnt 949.
KvJiuu -IGT.
KydouvH DetiwtnOT 4S. 98,
100. IUI, 102 r.*. 106,
10». 110. 114, 153. IhK
1Ö9. i»h Arno., 487 fT.*,
4S9. 4») f.
KydoaM Prodi oros. UerU*-
mit lOl. I02'. 106. 110.
Kvdone«, Solu d«« 48fi.
KjHonln. St*dl 489.
KjilontiHi Athknaaiua. PoI»>
luikvr 114
Kjkliker 504
Kyklone uud OdvsMU», Mo-
Mikkild STB.
KyaiiiKMr«», D«klitniitt,ioii
M9 r.
KynsgMion 77tj.
Kynosophi«! ». llundebucli.
KypMriuiote« Jobanoo« 44.
47. 65, 73. 101, 106 f.-,
109. 111.
KvnQtagä 854.
Kyprianoe. der Iil. 019,
Kjpriuioa, Kirchen dichter
Kypriftnos. Philosoph 491.
KvrAuiden 630 (a.).
Kyreno iM.
Kjriiikoii, Metropolit von
Chonoe TIS f
KyrinkoB, Kirchondichter 663,
66».
Kyri«kuH Magiatroa 718.
Kyriaküs, dur hl.. Mooch iii
PolBaUua 185. ISO.
Kyrillua von Aleiandria 38.
40. 48. 54. 57. ÖO. 62, 65.
C7. 69. 70. 75. 79, 83. 68.
93. m. 107. 118, 1S2, 129.
1»1. 132, 134, 147. 161,
173, 206, 208, 211, 214.
712 (o.), 917.
Kyrilloa von Aloxandiia, dtt
bleebe 804 t
KyrilloB, Feldlierr 927.
KyriUoB von Kpel 67. 190.
Kvrillot von Kysikua, Honii-
lotiknr 174. 175.
Kj-rillo« (Pdfiudo-?), Uxiko-
grnph 12. .^70 f, 572.
Kyrillos. d«r Mögen., I.axiko.
(traph 561 f.'. 570.
KyTilloa, Mftiich Üßh.
Kyrillos », Putiiuoa.
Kyrilloe aus gkythopolia 139.
180, 185' f, 888.
Kyrillo«, älnvenapost«! 85,
971, 1101 f.»
Kyriotos JuhunncH (i«oinetres,
I>i(.'htvr und PAn«f]
ley, 214. bau. 70ö;
731 ff.»
Kyioa 893.
Kyro«, Nalionalheil
AeKypten 189. TR
KjTOK, Patiiatcli von A
dria, Monnthalet
KO f.
KvLhnm 402. lOl
Kytlinoii 1071.
KlafjljiJin. nplLlcn: KoJi
von 47b. 846 f.
Kw^or 309.
Ubarani 1124.
Laebanaa 'Johann 08 581
Lachares 451.
LakapenoB Oeoisioa
m lt.: 586,
Idkapeno« Laomedon 3
Lakapono« llomanoa
manon 1 U
Ijampadario« Joliannoa
LaMOR Acjipia« 164,
202, 908.
Landvirtaobaft a A«k(
(jeaebe. Qeoponikor
Uri))i9)^rundbitiiU.
Laouburt. Salin Keg«n
752.
Langobardeo 941 f. ,
Laonikoa s. ChalkniidvE
Lapothia (Lapilho«) Ue«
101. 108, ^5. 879. 78
808. 1
LaakariB AIcixio« Phitai
pinofl 117. 118.
[.osknris Jnni>R 508, 509J
Lnekaris.tohAnn«)«. L^
LaskariB Kunanoa a. Kag
lAakaria Konihuilin 494
.'.02 fu.). 503. 5«3,68fl
l.uwkaLria s. Th^udoroa. \
Lateinor. Pulomik km«
41. 42 r.. 43. 47 rv 71
81*. 90. 92. 93 ir.*|
108, 109. 110. llj
120 ff.. 133. 184. I8»J
166.159, 16», 174, 17^
87I:t: aitonymo Ab'
KonKegMi die SO;
fllr die 89, 98 f..
102 f.. HO f.. 113,
121 f.. 167; Hei
durch Nikutaa Ako:
283. durob Pbras
Laleiniech« Orion l. der
1081 f.*. 1132. 1138,
Lateiniaohe Litteraturl
MitteUltera 24 t. J
Lateinische Sprache, b^
ByuntinerD8r..48T.~
605. 618. 740. 772.
941. 1186.
^H RegiBlM du Pttiaootiii nsd 8*chan. 1175 ^H
Uon der AsiaU 2fl6, 3S7.
LoaiitiiM von Neapnlia 49. 83,
Liturgie o. liturgiecfae moLad^^^^l
Ltou a. ÜMli«nitMi.
180. 181, 19Ü f.*. 7!*;:, 6*8.
dar griechiscb«<u Kir«U^^^^|
Iaou der BycioLuier li.
I.ronlios, dor Orig^uist der
ßSft ff.*, 740. ^^M
Ikmi V«D Ücutocbi a. Konto-
Viln Sabbae 186.
Liturgische ScbrirCeu 63. 67. ^H
ript&M.
Lountios Presltyler 217.
108. 112 f.. 116. 136. 149, H
l^m. Ersbüchof von CliHlku-
Loodtius, Münrb dca Subbiis-
157, 1.^9. 180, 190. ^H
dcn, BSrvlilcer 8S, 44&.
Laen aua C)p«rn 4$.'i.
kluilon, Uaeiograpti IStJ,
l'ü'. 194, 198.
Liulprund von CnimdnaS67 f,, ^H
645. 9^6. ^H
Lmo Diftkonoa, UiBlonker
LuvnüoB Scbolaatilcva 726.
Livr« de la conqu««<ta 834 ff. ^H
aae. ae« «.•, 276. 300, 367.
UoaueUe 822 f , 346.
Lo gaJeii 1141.
Liiix 405. ^H
Lmb, DialiMKi* in Kp«! ISd
. Loguthef , Cbronint 34^ 35:), ^B
LcoQ DUkooii«, Freund de«
Urea all. 1110.
^1
1'heodomoti von Srnilc as ä^S ,
Leon, (iemniltcr dm llasilios
I.erubnn Tou Kd««Ba 406 f.
I^kaJchrouiken aioli Stadt- ^^|
Leebos 30& f.. All.
unnalan, ^H
UuJgMvkloDoa 4Q1 (n.|.
Loukas ms.
Lollino, Bischof Von Belluiio ^H
Leon UrkRimalikoa 32'i, 336,
Uutbaria 9:11.
H
L«ou. Utrowpbivt 6U.
3M. 359, 361 II-'
Iiovood *. (jbevond.
LumbardM Potroa 497. ^^^^|
Uxica 501 f.. 519 fl., 647,
Longibardoa, der woiae 591. ^^^^H
L«Mi d«r Kariiir 26Ö.
559. 561 fl.'
Longinoa, der hl. ltJ5. ^^^^|
Leon B. lüutuiijiiuua.
Li-xicu Bekkeriauu und C<iis-
Luu^ino^ Mrlriker 594. ^^^^|
Lmio, Patriaii:li v^n Ktiel 173.
Leon MngiflUub, AuUiypiitos
liui&uu B. L. Segueriuua.
LuiiginoB. Urudur dee Kaiaer» ^H
Lcsicn, «tjiuuluglHchc 502,
Zeuuu 924. ^^^H
himI PftlrikiuB, KjLtatt. 124,
573 ff.*, 741; ». aucliEty-
I-ongoii 768 ^^^^H
131.
niulogicam MRgnntii,
Lopadiun 472, ^^^^|
ljr</a UAgintroH n. Katjikylas.
I,«oD d«r MMtbvmatikrr 621 B.,
LexicH. juridiscli« ^■73. 613.
{.opadiotca Andteaa 4^5. 576, ^^|
- kircblicbe 602. Ä71, &73.
H
62.\ 6^6.
— miliurischft 636 f.
Loreiu) Johann«« 3Ü6. ^H
Laon Momocibylu, I'olemiker
121.
— Drtboenpbifioha 502, G76.
— pnauinAtalogiBcho576,758.
Loaco Antonin von Vinoensa ^^|
Leon PbitMi»pboa44]. 722r.*,
- rhetoiiscbe 588, 567, &t2.
Luciu, die bl, ». Lukia- ^H
788,
— S<.-guerianH&20,521,57in'.*
Ludwiji der l'rummc 224. ^H
Leon. Prualifter (in KpelJ 169.
— syaooymiscbe 573.
— synUkIiache5ü2.560,I37t,
572. 573. 587. 610 (<».),
Ludwig It 975, ^H
Lüou . Mvtiu;iolit roD Pr«S-
Lufl. AnfeaU ab«r die 479. ^|
Uba 114.
LukantB Nikulaua S47. ^H
Leon I^roMaekietie 483. 554.
— («dmolvgiach« 578.
Lukas TOD Armente, HOoeh ^H
Lmd, Riivtor 721 |u.).
— der Tieratimmen 571).
195, 198. H
Leon. Uttropotit von Rum-
lud 81. BS.
Lexicon Mfiaiii7r UIU.
Lukna, apiac. Boaianais, Pan- ^H
— BHcbnifinnianuin a. I«xica
^gyriknr 170, ^H
l.Ma Sicnlu» 6. Knntun'iiin««.
Segu«riana.
Lukas ven Corleon», MSneb ^H
L«»n a. Stypioles.
— Cantobrigieiiaa 577.
lll.'>. 19K. ^B
Lwa ThauDiatnrgos. Bischof
— MaMaunaa &7$.
Lukaa der hl.. KvHnK«liatl7t; ^H
von KutjioiK laß, 19d.
- daa Pbotioa 519 ff.*, 52S.
N, auch Kloatnr des bl. ^H
Laooi von 'i'npolia 2&ö, 1177,
~ Sabbftitieum 570.
Lukaa. ^H
9t».
' «obedogr*phi«cbca 591 f.
Lukas. AliI von tirvtta Tan ^H
LeonardoB Cbius 311 f.
— Vindobvoooao 576 f.
rate, lUgtogrnph 195. 11)8. ^1
Leoatdaa von Aiexaadria
- des Zoaaiaa 374 ff.
Lukaa der Jllngoro, Monch ^H
729 («.).
Lexikographie a Loxio«.
19(>, lUU. ^H
LeooUrioB 1062.
UbMUm» Andicaa 105, 422*.
Lukae, .Uöiicb und Pruabytar, ^H
LmidIjo«, K&iMr 9&7.
LAadlurioa AudroM 7HU.
Aakotikor 160, ^|
I.NntKi8 von Aaliochien, H^
Libandros 86t.
Uki«, die LI. 53.-. (u ). 770, ^1
r«tik«r 76, ä22.
Libanio« 12. 452, 4&5, 491.
Lokiaiioa von Anlio(^bi■ 123. ^H
LeuntiUH. UOncfa auf dnm
506, 549, M8. 676, Tsa.
l4ikianu«,I{betntl7.1UI, 186. H
Alho«, llagiograph 198.
Iiibar cananniD (dea Cmohjcu«
4.'jU r *, 4'i7, 474. 492 A. H
LeontMw Toa Byiwu 89, 47,
51. U S.*, 57, 68, «5, 69,
iknadia) 3.'^6 f.
4».'>', .-]U5, 524, 627. M», .^^H
Libar ganarationi« SM.
507. 6Ü2. (145. 722. 768 f.. ^^^H
70, 74, 8S, 123, 191. 217.
libaratiw DijKx>au« 57, 58.
^^B
L*OlitM«,G«i>oral nntcr /.eooii
LibMiua J'atricioit 9115.
l.nkilliaoaa dar hl., Htrlyror, ^H
022.
Ucbndea KonaUnlin 434.478.
^^H
Liebealiedar, rivdiBchu a. Al-
Lukioe, Aakel 734. ^^H
■loa AUioa IM.
phabet dar Liebe.
Lilly Jühu 250.
Luludia Uicbaet 774. ^^H
LeoBliiM, Patriaicb voii Jeru-
UpwkM 1043. ^1
■alen, Pul«inik«r 91. 204.
Linieoitea a. OeorgiUaa.
Uugaa Vtui«* 419, 901.
Loäignaii 791, UOO ff. ^1
2(fö.
LoHfcnan a. Petma 1 L ^H
LmmU««. Praabyter Ja Ep«I
LiUueD 862.
Luiignaa a. Sbanbaa L. ^^^H
Luther Martin 588. ^^^H
U. 191.
Lttauao, KradiMaae 417.
1176
B«ginUr der P«rBoiieD nadj
Iaxü«, im byx. fUidi« tO$i.
Lybittro« una RhodMun« 648.
TM. Sßl a.; 874.
I.vdoit H. Julian Dvfl,
I.j'kilas KuuaUuliniM 478.
I.ykok-oa 78G.
l,ykobhr<.n hOh. 527, hS2 f.".
;.36. :.7l in), 418. 7«.
LvkuTKo«, GMoUgeW löi,
7t*3,
Lj'kiugM. Kednur S67.
LyngcuB HiüliAcl 497.
Lvtik 643 f.
l.yaia« 627, 567,
BlachMru Uantio« SÖO ff.
MachMn* SUrrino« 900.
Mschaon 75&.
MaehotM 478.
MHorobiiM 545.
Hlddirn, diuvon (■iii^tnOoton
beüogone iu E>l«aM 479.
Mnrchcn 86. 8S6.
Mttrtyror, 60 von Jerosstero
194, 197; -Ji) M&rtyr«r d«a
^bbAsklMlMs 194. IST:
4*2 HSr(yr«r in SyriM 104,
197,
Mftrtyrpraktoo 168, 177 ff.',
m. S38; hOroHflcha 1S7:
». nuoh llngiogrnphio und
die Namen der Nllirtyrer.
MSuee, Anklngo gegen die
737 f.
MngnntinoB Lfoii 4SI, 432,
Mnginti-r, TU«! ^70.
Mügiotn ofGoiorum 9S7.
MagiatrinDOS 618.
Magnat, bjrx. des II. Jabrli.
e. Kekannienoa.
M«gnee Uakarios TS.
Magnetee8t«i>liai>nit SOS, 61 7' .
Maguelonn« ». ImliprioR
Magyaren a, Ungarn.
Mafingeilicbt an ninon allen
rtrHiiHgani 816 f.
Mailand 4K7.
MoiaiioQ fiür (^qia(mf 4T2 f.
Muiumn, ttJsvhnfBiti 674.
MakaiioH 12Ö.
HakariiH aus Aogvplen 202,
203,S04,
Mokaiiris .Vfetropoüt von An-
kyrn. t>«1omil(i<r 113. 114.
Makarinn, l'ulrinrcli von Antio-
chln. MonolheJot til. 208,
95£ Anm.
MakarioB, Aidiimaudrit I9)j.
Hakario«, Aaketiker 141.
HaknriosChrvaukvphaloe, Ho-
inilet4ker,KBteiieiisobrcilier
u.».K. I74,l7;..206,212f',
216, 377. fi02f.*
MokanoB HivrainonaDhM ,
LsxikngrAph 568.
Mekarios Elidmmonsfl
iMniker 114.
Makarioa.Mrinc'h von Kf<M
Malumoa ■. Miikri«. 1
Makario«, Mnndi 195, t(
Makarins von Nikomfl
I'ii1<-inikM- 121. 1^2.
MukuidiiHinuii 795.
Nlnkcdun AnnsLamo«,
vun Kpel 99.
Miikedunioa 720.
Makedoniscbea
974 ff.
MakivmboliUs Ateudua,
tlker 160. T60.
Mflkiombolitoa Bi
KtimnnenliroiliAr 648,
7.^4. 764 ff.*, 772,
MnkiombolituM Endokid
1008 ff.' I
Makree Makario», Polani
US. 114.
HalakvB. Aul -lUS.
Ualnki!!! Fiutlipnioe 47
UaluldB Juliannea 10, 18
■24ü, 26», iKl,32&ir.',,
■Jm. 3*3. 344, 3M, ,|
371, 377, 386, 404,
&2S, &27, 031, 788,
844 f. 819, 883.
MaIhim Mannel 400 f.*.
fiOfl', «10,
Molajco» Nikolaoa 322,
t!7S, (179.
Mnibiicli dm Atlioa Ulf
Maler«! 1120 ff,'
Mnlcho- 10, 2h9. 3TS,
567.
Molclnoa UnBilioe. Abk«
1."."
MuJetnuti Kuetnlliios 99i
MulelDue Michael, Heguai
lOi), 199. 781, 738. j
MaliHBen(i8EoDatantln8.i
iienos K, 1
MrIU 1094,
Miiinikonier S16. |
MAmniBH (treicorins, Pfetq
V. Kpitl, roUmiknr |
Utl. 117, 119r I
Hamun, Kbnlif 96». |
Mamiin. Miniater itus Klil
U30.
MtinnKsca KünätauUn 35,1
322, 336. 873. 376 ff.",
flSy. -.m. 476, 644.
84», 910.
Maudra 411 (•■.).
Manekinelf-gende S07,
MHnetlio 340. 341,
Manfred von Sialiea I
MnniakM Georglos 741 1
diobt nber ilin). 1000
Hanielin««T 1^9. T2, 13S,
s. auch Paulikiaaer,
R«gtst«r d«r PorMoen and Sftoheo.
1177
Marin« I^immpiriihrt *«1
Uarianofl, K)U|[TainTnBlik<>[
72Ö.
Marien rornliriing R6S.
Muimi. MKrtyriiim dnriil, l^T.
Muinc bjt loai. 1UÖ9,
MAnnininiis 2äU. 4ö4.
MmIdi» AtliurloH 103.
HMinaa. Iluralur AiinBtiiiuus' I
Huino«. PbilMopli 667. 621.
HMkeltiBoa bei.
Uukaiiiiiii. Mltreaso dfti Ju-
bajuie« BAt«tx«B 449.
HM-kiHM. KkiMT 9ia f.
Markinao«. Uelodo 6ßS.
Mufciinoa. Priu Otfl.
Muktun. Hiratik»' 207.
Hukoa, Asketihor 141. 142.
Uarkoft, Abt auf d«iii Atho*
iw;.
Mtrkcx s KugMiiko«.
MAiko«. d«T hl., KvugcUst
160.
Markoo MnkKtoaii. AHkoliker
1.^4.
Markcm Monitchon. Hllrutikür
98.
Miikoa MooRohuH, Polumikor
lii6.
Markos. Abt Am Sabbo»
kloHters Id PulAattnu Iü4.
Uarkoii. Mflucb dvs Sabbo»-
klontem in Rom 1S9.
MnruD roD EiImsb. Poleinik«r
5tf.
Mnrtba, im hl. 187.
Matthk. tClottenronteherin in
MonMnbMU IST.. |»9
.Martin I, Pafat 60. 63. 963.
.Martin IV, Pnpiil 10S3.
Marlin V. Pupiit 114
HaitinA. Cicmnblin den Hontk-
iMM «AI.
MwtiiuuioH. doc Kromit 203.
Martynov (Mattinov) 1H2.
KlnrlvrioB. Mtiicli d«» Sinni-
k1iwt«n US.
M«rt]m>la«>en 184.
MartyniMllU 94S f . »8».
Maalam «SQ.
Hatarukoa 483.
U AtasvinU 932.
Mathematik 442, M4, .^5.
;.47, '•■■M ff."
Malliias. KOnie vm Ud«««
303,
Matmaü. dw hl., von Chiiw
IM, 205.
MalttiaM« Kantakinauw,
Kai<i«r1|0, 13S.48»*, lOM.
MatthMos Anfvlo* «i Pium>
ntM.
I ntM,
Miitllmenn h. DUsbiros.
MAÜliaeo» . Krsbischor von
Uulgaiifin. Polomikor 114.
Mnttliiiixui von KdcMA 407.
M ut lliasoa H ioromonachot ,
PulomikM 110.
Mnttkuevs s. latroB M.
Mnthaeoa. Biat^hof von Junian
4i)T.
MiitÜiiieuft 5 Kaninriolo».
MiiUha«ua, Mßncli, Polemiker
lU.
Mattbaeoo, Üisoliof von Uyra
6*2.
Matlha«os, Anh&ugor d«a Pa-
lamM )0>V
MsttJio*««. dar Schreiber 643.
Mauiaa, Kbalif von Bagdad
162.
Manrikio«. KaianT 243, 24^,
2411,3(54. 792, 943 ff.M074,
1142.
M aori k ioa , Mit itArnc brift
■t«ller liSh f.. Ü37.
Mnurokurdfttoii lUfsS.
MunromntcH NfuphvtoH 401.
Mniiri>put<i!> Samuel 474.
Mu(iru|)Ug ?!urliuiti>(i B- Uau-
rupiiB Jübiinni-e.
Mnutopui<,Iohuiini'Bl6, 171 f.*,
203. 441. tm. 678, 706.
740 f.*
Mauro«. Patrikiua 05».
Mnutoiomca Manu«! 1041.
MaushiiniorMfce 767.
MaKvtiliuB Johanaea, «kythi-
Msher H»iich .55. dU.
Hiixlinino«. G«undl«r 917.
Maximo». AnhAngor das tirtt-
KiirivA Akindjrnot 102.
Maxinin« a, ChrysnbergM.
Maiimoa ConfeiwoT Hi!, 37,
40. 47, 68, «1 ff.', es, 67.
70, 74, 7.S. 83, 96. 113.
1S4. 137. 138. 141. 147.
IM. leO, 173. 189. 206.
»8. an. 213. 217. 218.
383. IJCW*. 672. 953.
llaximoa.ÜFlicima» kreUr de«
Kaimn Hcrakliu« MO.
UuilB«« Bieromonarboa t8(.
HuinkOB B, Holobulus.
HmctiBu« H<)nKdogel«s a. H.
Conf««aor.
Haximoa. Patriareb von Kp«l
93.
Max im 0« s Margnnio«.
Max im M B. Maurii.
Maximo«. HMcb. PoJenik«r
114.
HwtimnB ■. l'lanadA«.
Hjsimo« Tvriea 576.
Xuhh' Faliri in die Untar-
wf4t 480. 492 S.*. 820.
Mauuia Uasiicl 49&.
MauiHa MiixiiDOH. tlomildt
und Kiroheiiilichtcr 176,
494 r.
Medixin 263 f.*. 486. 442. 449.
613 rr.'
Moar, KnkoRiioii auf dwt 477.
Uagtilo, Oemahlin des Theo-
poaDBR Coar«eaor 167.
MegalonitM BaailioB 442.738.
HMampns 630.
Mtlanohthon 6^1
MalanthJH KÖ3.
Haleagroii von Utdarn 726,
729.
Meleniko« 1093.
MoIm StephanoB 4i5G. 700.
MHoten |utW.«0 288.
Moletioa Hoinolo|cotee. Pole-
niik«r 94.
MH*tioit. der jQngno HO, 87.
Helc4lo8. Lcbrdichtor 717 f.
M«letios,Mao<)h.Dicht«r714 f.
MeUtioa, HSneh. Medixiner
614. 617. 619.
Molelioa Mona^boa 96,
Molik-äab 1012 f.. 10^0.
MeÜMu 8, Antonios Mvlianu.
Moliaaeno». Paintlie78U. 1UH3.
MeliaaenoB Manuel 777. 785.
HeliaBenoa Nikujiboroa
1018 IT., 1131.
MffliMoaoa TlieodoroB. Patri-
arch von Kpol aß7.
M*lit«n* 406. 731. 880.
MelitdniotM . Diefatar 777,
782 ff.'. 812.
Melitoniota« Jokamn«« 136.
782.
UelitentotM Kallkl4Mi, Abke-
iik«T 1S8. 782.
Mclileoiotrs KunAUntiaiM,
MAncb in Kpi-I. Pulvniik«r
89. S«. 97 f.*, 7^2.
MelileniDtea Maniirl 48S.
Me)il«niotM TbeodorM 14.
136 r.. 204. 628*, S2&. 782.
784.
H»)rUDO« ThMdonM SSS,
3.W. Ml ff,'
Mrlilon von SnrdM 91. X07.
M«tiUM MirJiMl 7lj6.
H«Mn«ii von KphnwMt 918.
M«ni noni««. Vat«r d«a A galliiaa
210-
MoHMriatgadklU* B>, ljeht(^
dicht*.
UoMMn 181. 185, e&8 t.
M«n«ndcr»prllclia W, SM,
«Ol/.*
MoiMiidraa Kooilkar 437. 443.
.VM. 606. 609. 6117.
Menandro« Protektor 1 1. 237,
228. 237. 242. »4» f.*. Wt.
24», ^69. 604, .VI7. 646,
Regietw dar Porsonen nrn
MriMM. Pnträreh von Kpel
57, 187.
Monu, 4er lil., Mlrtyr«r 107.
1123
Kinn». lUi«tor 787.
Ucnclc««, DleRO d« SOß,
MeiKilo|i<«ii 188. 185. 658 S.
llMiinu 411.
llealaa. Aslronom 760.
MeMipuUmitns Kont>tantiiiaB
470.
MoKrob 407 (o.). 916.
MMaHlianM' 89, 65. 133.
Heue doi BartloMn (809 f.*
U«a«vD, lat«iiit*eh«, (lb«nietxt
103.
Hutdxu loa«.
UHlbodioB. Grammatiker 575,
MeÜiodloB. der hl. 644. 65S,
6ST. 699.
Hotliodioa, Patriarch von Kpel
7?. Sil, lfi7'. 178. 1K2, 184.
197, 813 f., 347, .»22 (Sti-
cboron nuf den M.), ti76,
760. 9119.
Motliudioi, HiAchufvoa Olym-
rtH 69, 130, lS-2. 134.207.
Ib.
Melhodioa .von Patera* 628.
629.
M«lbudios. Slavonapostel S\
971. 1101 (.•
Methodiua von Sjraku», Kir-
cheudiclitor s. Mnthodio«.
Patfuroh von Kp«l.
Matocbi 411 (u.).
MotocIiitM Georg! OH. Arohi-
diakonoe in Kpcl, l'olc-
mikar 95. S<J, »«*, 1^96, ö&O.
Metoohilo« Nikopbonk« 483.
UotoohiU» ThoodorM 204.
298, 384, 427, 439. 478.
488, 48&, SO0.MS. 5&0S.*.
hbü f.. 589. 6^3. 625, 626.
Uetrik 534, 535. 536. 540(u.^.
646. 554 f.. 594 ff.*. 648 ff.'.
690 ff.'. 74«. 796, 1182;
votkemlaeJge 8.
Motropbui«s 171.
MatropluuieB. Kirvfaoudicbtw
677.
Uetrophnno». MSach. Bacio-
(iniph 19T.
M«lrupliiiD0«. Ertbischof von
t^IllJ^lll 78, 132.
Micbuol t Hangabc. Kaiier
'.2. mr>{.'
Micbael 11. Kaiaur 148. 167,
2», 2«4, 682. 793. 967*.
MiduuJ III, Kaiser 16. T8,
264. 869 If.*
Uioba«! IV. Ktuser 737,
lOOCi ff.'
Michdfl V KalitphntoB. Kais«r
737, 766, 1002'.
Miek>dVIStr»tiotikoikl
1005, 107«.
MiolinvIVIIpKnuliiiaki
■er SO. i;i3. 272.8701
437, 443. 445. lüll 1
Micb&el VUt l'alaooi
KmiB!T «3 [.'. 96, 99,
316, 318, 477. 766, 1
78(J, 1047 ff.', 1091.
Mkbaol l.\. Kaioar 483.
Mivlia«! Bulgaruncura.
)(icliuvl Aaeii. Car vi
{tariuu ItHi,
MIcIimI, FDxat von
1012.
lilicbael Aii)(«lus Koiuol
Deapot vun Kpirus ifl
Micba«!. D«apot von
224, 288. 104« f.
Micbaal II. Diwpot von
10.'.2,
Micbaol H. Akomioato«.
Miclupl ■ Anc-hialo».
Micbnül 1. Apa«tolio«.
Micbfl«) ■, Altolüilea.
Michjinl H. UrreiitiiaaL
Michiiol von Byion^
inikor -lO.
Micbanl Duku a. GUbi
Uicbunl. Eok«! dMDuk«
Micliii«l vun EpIiMus 44
Miubuol, Er/t-iiiitvl id. 92,
170, 1116 (m d«r b;
Kunat).
Micltael. Metro|H>lit v
ohuta, AaketikeT 1601
MiuIimI Urammatikoa 7|
Micbael a. Hapincbeir. |
Micbnol s. 01;kns. i
Micbuvl llioromonnchottH
Mii'liacl ■■ llAÜkoB. I
Miriiniil h. KcrulnrJoa.
Mi<^linnl, ratrinrcfa van
ItoMiilntiksr 176.
Michupl ». Maicin«*.
Uiohflol. Uonob. Uaglui
148, 151.
Michael, Manak, Paneu
176, J
Miclmir) aus Nikoin«diaj
Miobui'l b, l'scilos I
Miobael s. Senachorini.
Mtolia«l s. Sikidito«.
Michael Synkvlloa ron .
salao) 71. 166 f.*. \9ii
569. 586 f.'. 715. !
Michael. Erabiachof voO'
tiadn 194. 197. j
Michael der Sjnt. Chi
405. I
Michael von Thaaealfl
Hllrntik<ir93. 1-^4.47»
Miahaalnkiichu in Chona^
MJdrtwDhlmilbvt Elem«!
33. 1 137. '
Begister der Paraoaea iib<1 Sachea.
1179
1069: nonipliTSit Stlirift-
•totW 61 e*: SttiHnea
««CMidiAMir., es. 71.90.
UM«tli*]etMi S9. 8S, KJi f.,
K5v $59: in«n«>di«letiaclie
Scbfifhtolkr 60 f.*. Sebrif-
Un gMM 4m SI, 66. (9.
90i
Mtiiiolh«leti«inii*6l. fö, 208.
Moolnldu. Adam von 311.
MvoUniatcn 962.
HonUaiu. IJtictik«r 20T,
Hont« CuitKi. Apollolcfflpol
Ton 6.
Hor«a, Et^molofcievonlllf.;
Ksrt« von-tl»; timeliiobl«
lOTl; Goo^raphi« 1108 f.
UanM Olns. 1141.
MoToelni TboniBa. Ul«iii. Pa-
trinrcb von Rp«] 1040.
MoMiUn. hyt. 1122.
Ho«chBinpar Giorgio», Pol«-
raikor M*. 97.
MoMkrän 6ÖI (u,).
UomIioI«!» TheologetoB 623.
VoMliCipnloa Manu«! M. 98.
HM, ä00,50l,546ff.VM!».
&&&, &&7. &»l. £91. 598,
697. e».
MoediepvlM }iili«pfaurus 546.
Moaeho« D«i»«triM Aü2 (u ).
HMoboa Johnenet . Hafcio-
graub 60. 144. 163. 164.
180, -.R«. 187 f.'. 160, 191.
SM. 88S.
Moschos Johaimes. Poleinilcer
121. 122.
MoMcboe <w<>bt identisch mit
d«m varb«(gehenil«ii| 497.
UoM« 784.
Hmw Bu-K^pba 53.
Mo«e«. Chumio doe 6Ü2.
MiMM von Kliorvn 2^5 (u.),
4UI>'. 411'. 8S0.
MntrijX. Kam* 66&
HOck«, Lob dM^ 769.
HllU«r Jo». IMS.
MDnsirnitcti ». Numianialik.
Mundhit 935.
MundilM 93S.
Mundiu. Feldberr 931 f.
Muntantir Ksmoii ^6.
Muntanea Nik«U«. Patriarch
470.
Manul I 468. 1060.
Mnrad II SOI. 302. 489. 490.
83K. 1063 ff.»
Muralt 1142.
Mureioioics Nik«bw. Pol«-
intkM- 114.
Musa 892.
MiMMO*. El>ili«i' lO. ^0*. 6&&.
763.
Mdw«!) r. b^ Kun«l IIS7.
MuRon. Anf»tx Qb«t Jie US.
Miuik. hy. &b9. 536. &»8lf.-.
68S.
HusUpba, dor fahcbc 1063.
Mtutaph*. Bruder UnndN II
1063.
MuHir 828.
HuHUTu« JlkTkoa &02 («.).
Mu'ltuiini 9(i8.
Muialuii Oeotgioa 479.
Muulon,OrDmlogoÜi«t98.99,
1047.
Miiiolon Nikolflos, Patriurch
von Kpol H6. 88. 212*. 216,
474. 791.
Uuiübn, Rbotor 474.
Uuxalan ThciKlnros. Polemi-
ker m. 477. 481.
UjUe. Sclilacbt bei 977.
Uyn. Stadt &8$.
Hyr«psoti 620: m. such Niko-
laoB M.
Mfrioa. Stadt 240.
Mvrtan« 601 IT.
»[}-mthr«is Stadt i'2*. 298
Anai. I, 1038. 1062 f..
1114.
M}*Bl«ri«niipiel a. Druni.
Myati-ritfuwcaeD. da« autike
10S9.
Mystik, nbondl&ndischs 142,
ihS f.: bytBTitinisoh« 40,
42. 141 f.; 1059 f •
Myatroa e. Ujvitbraa.
HjtboD, Uniarbeitung heid-
niockur 177 f, l»4: i\ae
Uebandlung in Clironik«n
220, 326; r)i«Iotische Ver-
wertung 4^.
M j-thologie, popollu« s. VoUc*-
Ktanben,
Noassunor 661.
Nabbatua 756,
Nnohgeiiaiiit h. R«frairi,
Uacbor 788.
NallM 293.
NWM 241, 93.t ff.'
NttW«, ÜDRorol unter Phokaa
945 f.
Nkthaimcl ilADchuiame d«e
NikuphüTua ChumuDa 479,
K«tliaiiu«l. Möniib, Aak»tiker
Nationalitüt d»r Kaime 4 f.
Nuiurs)'iiilolik» Phjsiologoa.
Nataririiwenaobarüioh« Lftt«-
ratur 247 f.. 436, 442. &60,
631 ff, 77Ä, 874 ff.
Nankratio«. Abt voa SludioB
151. 714.
Nosu« 527.
Nuilus, Häretiker 85.
Neiloa a. Kabaailas.
Neil<n. Patr, *on Kpol, Honii-
Mikar 10&, 174. 175.
N«il«B, Erebtadiof von Kbo-
dM 109, 205.
Neiloa >. Rucli NUun.
NekUrioa von CabcIo 769 t.
Ncklanus vnu ,Ii>ruaaluii 94.
N«kt(uic<fl von Kpvl IV9.
NriiiHuju B. Stephan,
Neuplirun, Dulouiiursoii 543.
Neupliytoa .Eukloialua' 173,
212. 216, 286*, S16
N'eopliytce, HOauh 625,
Neopbytoe s. Prodronicfioa.
NetMibyt««^ Rbet«r 781.
Koplion, Pakrer d*r Bog»-
milen 86, 87.
Nrpos. HS»tikur 601.
Nersra Kliyeti, armetiiscber
KaUiolikM 88, 89.
Nerutsos Tmsob Dem. 1142.
Nestor, Cbroni&t 35. 356 f.*,
40a
Neatorianer, Scbriften gegen
die 49, 54, 69.71. 138, 14&.
Nwtoriaaos, ChmiiM 821 , 827.
Nertorios, HOretikar 6i, 208,
917 f.
Neuplatonismus 6, tl f^ 428,
432 f.: 445, 179, 939 f.
.\eurom a. KuoilunttnoptL
NicoUua di C^uiwlc ». Nikolaoa.
NiüuUual, Papat'S. 12L'.ä72.
Nii-olaua V, Papat 123. 812.
Nikaaofstaod 98U f., 1078.
Nikoea 242, 286 f.. 2^. 476,
478 {Knkomion auf). ML
733, SSO lOil B.; 1122.
Sixatvt 552.
Nikncdioa 527, &33, 567.
Nikuphoritcea 1012.
Nikeiiboroa 1 Kuiaef 148,
96ft (■•
Nikephoro« II Phokaa, Kaiser
23, 151,200. 25&,24i7, 268.
269, 368, 495. 730. 781 ff..
823. 984 ff.*. 1075.
Nikuphoros III Bctaiuata»,
Kaiser 80. 270. 475. 100^
1018 f.*
Nikepliorua a. Boitilakea.
Nik»|>lio>og, ßiltachriftMifere-
ronl 378.
Nikrphoro» «. titaimn^dta.
Nikepboros «. Bnmoia«.
Nikeptiorm a. CbiraobMg««.
Nikopboroa a. Chumao«.
Nikophoro« von l^koaoa 43S.
Nikepboroa a. Qragora».
Nikepboroa dar hL. Hartyrar
199, 808.
Nikepboi««, Lebtet dea Jo-
huinaa O«onietrva 781.
NikepboroB, MOn«b [wal dem
Atboai las.
Nikepberos. IklOnob auf d«m
Barg« LatroB 194, 198.
^
BtgtoUr Am Paraon*ii
NikophoroN rein M>'til»iie 789,
Nik«i>lKiräs Putriiireh«a 8&,
Se. 47. G7. 68. 60. 71 f.'.
107. I3S. ist!. 140. l&O.
IM. 280. ro9. 313 r.. 332.
843. 348 If", SM, 3,W. 373,
386. 630. 9(ib f.
NiknphMtHi l'hilosciphoa, Ua-
giograpb l&ti. IfS.
NikefiliorM Philoaopho», Po-
lemiker 87. 114
Nik«pfaorus ()«r Plintf^ier SG7.
Nikffiliaro« PrmbvUq' (in
h>l). llnitioKrHp)') 104. 167.
Nikpi-hoiiiK Skniioplivlnx |in
Kpe)t.lffiKi<<gr>phl»).197.
347.
Nik«phorua a. XanthoputM.
ViVtUa 119.
NiktftA» s. AkoiniaBtos.
Niketn« AiitlivimtioB, Patri-
kiuB 13«.
Nik»tw v«n B)iunx. Pole-
mikpr 49. TO*. 90.
NiketM Dni,'i<l s, David. Phi-
looopli und Nikvtu l'itfh-
Ingon.
üikctiui DukcinoK l-'^3.
Kik(>tlia *. Klip eil tun na.
Nikcta». lipneriil i)Sii.
Nikctu». Metropolit von Hrrn-
kl.-m 611.
Nikf'Us. Mutrupuht von Utra-
kl»>u 9. Nik«Uii vou äorrae,
Niketa« Kleriku« 314
Nikt<tiiB Mu^iiilor. Ha);io)triiph
190. lad.
NikolMt MoKintroH (vulloiclit
-■ (iciii voriiten) 497 lu,).
Nikoliw von Mtranaea, Bn-
hinchof von Th^iisnlnnik*
fifl f.-. SS. 204.
Nikatna, llcanmontw dos
KloMoni Mndjkion 193. IST.
Nikotnii, Modkinnr ßl7. 730.
NiketA* s. MiirBiniotoi.
NikeUiB. Bianhof von Nnuptik-
loft. Exeacl I3Ö. |.i7,
Nikrlas. OhnrtQpbylax von
N>k»(«a Hl. 82.
Nikrtnih, FlrtbiMhof in Nikn-
modiii SS.
Nikrbw rnphlagnn. P«neKT-
rik.fr 8ij. 121, Iß7 f.', 172.
179. 106, 20:i, 218, 26S.
312, 3SI. mi. SS3. $94.
.'.47. Hl*. 679 f
NikcUs P«lrikioe 186.
NikolM. Philftdopli 770.
Nikotan o. Suponopuloa.
Nikotm, SchulvorAUnil 438.
NiketM •. Seid«».
NikctM von Sorra» 127, 1S7.
188. 210. 211 f.'. 214.
81S f., 463. &S7 f.*. 681 1.
Nik»tu ■. SkuUriotm.
NiketM Stothotoa, My:
und Potoniikor 42, Hl.
142. 163, 154 f.'. U-a.
NiketoB. Mi'Iropolit von
aulüuikv Hl 1.
KikeiM. Hou«h in Tl
Ivnik« 88.
Nikios. HSnch. Polwnik«
Nikiotn Johannes. Pat*i
von Aloxandria 137.
Nikodvmo« HagioritM li
Nikolnn« von Andid«
.Nikokoü, Abt von Caaol
NikoUos von Damtako«
567. 1
NikolnoH Diokonaa 680. |
Nikolooa Orammstikue. «
triaich von Xpul 317.
NikulHoa. der u.. ver.
■iirlit 823.
NikolatM a. Kaba^lM.
Nikolaoa von Kerkyn
158. 463, 74Ä f.-
NikottinB, raCriarch ron
(nnbralimnildT) $79.
Nikninna von Mothnno 4]
76, »5 IT.*. 80. 91, a6,
203. 405.
Nikolnua a. Uuzalon.
Nikolao*. iw hL. von
165. 167. 292.
Nikulaos MyrvjiMü 263,
617.
NikuUo« MvAtiko«, PatTJ
von Kp«] 169, 817. 4."
918,
Mkolaiia von Otraalo,
mik«r B. Kchter98, 7fl
NikoUda ». PqtagMIlMlol
NikolaoH Pr<iBb)-|«r 206.
Nikolao« K. itbnbdna.
NikoUoa, Krebiachof
Reegia, l£xM«t ISS.
NikoUcu a. Skl«ngi*a. i
Nikolaa*8tuditMl5I,lH
Nikolaoa ö xaid 4iüemi^
474.
Nikulaos. Bisuliof von Zi|
tlios. Polemiker 114.
Nikotsa^lioa. Mathemi
621. 628.
Nikoniedia 433. M9.
Nikon Metanoitea, MOncli
109.
Nikon, MOnrU do« Klo
Raithu. Aükctikor 15
Nikonolis. ftolilncbl bai
1078.
Nikoa 882.
Nilos. Asketiker 72. I4l,l
602. 718 f. 78.^ f.
Niloa. UialogpeiHun
Nilos van tirutta F<
Nüm voa Roaaano.
:1
BeiKiBt«r i«r Peraraoo nnd SSotacB.
Olrniptmlnn)«. Atrli«mirt 6S8.
Oljriupioiiurofl. Dinknn in Ato-
uwdii«, Excg^t 124. 13Tf.*.
20«. --'lÄ.
Ol^mpdoiloios. Hislnriknr 10.
Olx>npiudoroa, Diiluimpli 430,
4SS, 39«
Olympon in ÜiUiynien 170,
m. 10«. 434.
OlTnlliiM'. lUr die öSO.
Oiiw. KJiolif 1S8.
OtDOpUttuakopie 442 (u.).
OmorUg »ö(>.
OmplialoMeydiitoD 1059.
OnomatotosM (dm HmjcIhm)
OnoaaiKler. TaktJlt«T 63.S.
OiwthminbM 473.
Opbrj-iU« 4S8.
OpQiim s. Aurelios OpiliiaL
Opits TOS.
Oppia»M3T7 {lih>tsnfbitim),
537. 558.
OpwkiwM 485.
OfrikMim« Phtlotlu'UB 157.
Onk«). dikldÜHcb« 430. 442.
46S (IL).
Or»kellitt*wtur 821. 627 ff.*.
698 r. 809.
Oriwti&n St«pliui 408.
OrbMcli» 87ä.
Orbiki«* G85. G37.
Ormtm. I'abriarch von J«ru-
mIpoi, Hagioernph 1&.^, 198.
Orestes, Kirchentlichter 6W. ,
Oribwdoa 2Q3. 614. 617. Stö.
Orimtalon. (.icHchicklutluoi-
bimg der 226. 319. 82ä.
403 ff.*: BcziehnnKcii m
den Bruiitincm »12. 642.
703 f.. I07Ü'. 1098 (f.*
Ori|t«D«e 40. 57. (16. 86. 128,
ß7. 186. a07, 209. 211.
214, ai-'^ 87ö.
OricirnMtMiBtrait 54. &S*, 185.
Orion 375.
OniRracDtik. bymit tISO t„
1120.
Omctwopluon «. Vog^lbuch.
Or.>. 572. 575. 583.
OrplinnolrophiM C80.
ÜrpliuiotiDpliM, Brilon dncn
Orphf^iui 166. 266, 5M.
Orphicn 527.
Ortier 940.
Ortboduxifr. pMt der 99. 166.
099, 1090.
OrtkograpW 57«. 580, £88,
593 f.. 586 f.*. 587, 588.
Onnui 1054.
Ostorchronilc 822. 328, 88],
M7 ff.'. 369.
Oatwtafoln 3S&
OiTin'i<:h. OKtrÖiaisch«« Rneh.
BerochtigQiig des Aus-
dra^kra 5, 965.
Otlunln 058
Otrant« 7691.
Otto I. lüÜMsr 986.
OIU III. RttiNT 105.
Omel Bailleul 1010. 1012 C
Ovid 545.
Oiit«H Michncl 759.
PkchoBilcM. BiogncAie d«s hL
185.
?Kbaiiu<«8, MOnch. Ex«K«t
136, 137.
Pttchomtof^ Mönch auf dem
Utros 194.
i'achomio* Kliakpndytos 7d3.
Pachoimo» s. KhiuiinM.
Pkchomioa. Scholiaat 84.
PaehTinMea {leargins 19. 04,
98. 1S8, 28S ff.*. 2fl5. 297.
424. 429. 480, 4.11, 4^1,
59ö. 774.
Pflchyiner«« Johannes 48.S.
PAeuniuH .'!35.
Pftiaiu«. Hn)ciap(iel«l)t«e. M«-
triipHÜt voll lUiodoB (ob fdOD-
tisch mit dem folttendenV)
422.
PftisioB, Mfitrnpolit von Khoiloa.
Homiltitikcr 17ß,
PjikiiriBno« tirogorios 815,
ai7. 463. 1015*. 1017.
PuUu 398*, 819 (!>.}. 1139*.
Pall«gnphie, leriediiBcho 151.
Pttlaeoknppa Konatantiii 291,
451. 451, 642*. 559. 579.
PpjMokustrft 835.
PiLlavulugiuu Rliuukena The».
dura 7'72 f.
Palaeolugoa ÄDdroiükos. 0«-
ueral gegen die Nomuuuieti
384.
Pataeologo« Andnmlkoa, Solm
Joliannea' V 1060 f.
PalamlogM *. Andronikoe II.
Palii»oIogOB e. Andnuiikos III.
l'aUiKilogoe Dtmebrioa, Snhn
.Icihiuinu' VUI 1064 f.
pRlacolngaaOeorgios. SohMtos
744, 1014.
l'alacologos a. Helene.
PalacologoB Jobuines, Sohn
Andmoikua' [I 479. 553.
Pilaeologoa Johann«». Dt^tinot
478 f.
PaUeulugos s. Johaunos V.
P&l»eatogoa a. Johanne« VIII.
Pkl^Mlogo« Konstantin, ßru-
in des ADdronikos 11 543.
PklMoUvoa Knnstantin I'an-
MbaatM Sobaob« 3M.
Palaedegoa a. Keaatantin IX.
PalaeolugoB t. Miuiucl U.
Palueolo^oB 8. Michuel VUI.
Palaeologue Tljeoduroa, Deg-
pot 491. 4'JT.
Pilaoologos Tbomoa. Despot
324. 307. 309 («.). 1 138.
I'ulnroplinta« 579.
rnliutiim 411* (St.). 430 ff.'.
511. I071*, 1114. 1119;
mOatüT b 139. 180.
Palocliina». Dial«gpi-nM>n 543.
Palunius U(«(orio«4S. 96. 100,
lOl. 102. 108 ff.*. 106. 107,
109. lIOv 116, 117. 121,
159. 175. 17«. 306. 210,
4Äi f. 487. 569.
I'alonno, Capella Palalina in
178: a. aueh PaooimM.
Pollsdioa 180, 188.
I'alladioa, ModüJner 620,
Pamphflos 571.
Pomprapiios 9:^3.
Pknaretos Mottliaeos Angelo«^
Polemiker lH.
Panwetos .Michael 398 f.*. 422.
Panaietua ■rheodoros S93 f.
Paafdtnutm ^'.'l. H<J5, »»6[M.|.
PuudiiroB und IliomeduB 477.
Paueiiarrik h. Bor«thiaink«it,
geistlitlie.
PaDeg7rikan,litnrg.Biich 168.
Panetius J. B.. Kanuelit 70.
Poniotea 441.
PanodoToa 388. 340 f., 860.
pBDoplia. anonvnie 210.
Panormo* 2-53," 41.1. 769.
Piuiwlcdos Manuel llL'2.
Paataleun. l'reBhyter des Klii-
atera roi*- Bt^atniur 167.
Pantal««]. DbkoD iu KpeL
Paoegjrriker 167.
Paut«chiiea. Hufant 476.
Pantechnea Kuaatautln 474,
475.
I'anteUenion, der lil., lltrimw
Ilf. 711, 784. 786.
Pantomime B44.
HBT-ih ^ Prii!i>l4!r 530 f.
I'apiii.1 Ton Iliurapolia 139, 207.
Puppo» 6i;l.
Pnp^ri<in. Kiut«1l 922.
PiirnblepUiui» 467.
Puiadcisoplaiitu 478.
ParudiM de» Job. ü«oinetres
734.
Parudoxogratlunht, H«ide]*
hcrger 264.
Par&ueMU 1 15. 447 f.. 45« ff.,
463 f.. R02 ff.
Parnllolen, die hl. 216 ff.. 261.
Parupli maco k aiuil«pnidilicber
Werke 321. 378. 283, SOM.
H4ti f.. «57 U 877, 879,
890 t. 444. 547 f.. 555, 619,
7W, »10. 900 f.*
BcigiBter der Peraonea
l>i»Mkeu«.diehl. IW. lt».1«l.
{'■rwpondylM a. Zotikok
hwdoa B, ar«^»Tkia voa Ko-
rlnlk.
l>u«mboUtM 76S.
PaHs. OrtMl dw 780.
Pmmk ConiiM der liys. Hi-
storiker -iäl r.
Paikja 412.
Purin« 763. 887.
PaiKdicii 80» f.. 884; •. «uch
Sptolwoten.
PwÖmiotEnplii* "■ Sprich-
wOrtar.
PaschaH* 11. P&prt 1019,
PA*pnW 1141.
HMMiomtwpiol s. Ohristna |m-
liens.
Pataplos d«r hl. I6&.
PaMuo EUBUehiua «T8.
PaterUia 1S8.
PstmoB SOT. -V)». MB. 510.
1110. IIU.
Patra« .^24, 1071, 1IS4.
|>atria,d.h.L'rBM<ihtclit«n 130,
8^8, 33.'> (8 18» Aiun 4),
4aS f.; 426. 7ü4.
Patriardi«!!, Otmcliidit« d«r
lOßS.
PatribiaaKaMtAuUDoii5ÜS|a ].
Pntrikiaii von Myblene rieh